Doppelg├Ąnger Folge #4 vom 26. Juli 2020

Digitale Transformation, Podcast SEO, ebay Kleinanzeigen, Apple iOS14 IDFA & Google Maps | OMR wird 300 ­čą│

Kapitelmarken:

00:05:40 Screenshot Essays auf Twitter 00:07:20 Google Fotos 00:09:40 Digitale Transformation f├╝r ÔÇťCorporate GeriatricsÔÇŁ als Fehlallokation von Ressourcen 00:15:36 Slack verklagt Microsoft 00:24:08 Podcast SEO 00:35:04 Adevinta kauft Ebay Kleinanzeigen f├╝r 9 Mrd. 00:50:20 Apple besch├╝tzt die Daten der 600 Mio reichsten Menschen 01:05:40 Google Earnings und Google guaranteed batch 01:21:23 Hack: Wie wird man Twitter Verified

Tweet aus 2017 von Florian Elbers https://twitter.com/florianelbers/status/877462450198765568

Screenshot Essays https://www.screenshotessays.com/

Matthias Schrader im Handelsblatt Disrupt Podcast ÔÇ×Deutschland befindet sich seit 2001 im digitalen LockdownÔÇť https://www.handelsblatt.com/audio/disrupt-podcast/podcast-handelsblatt-disrupt-digitalberater-schrader-deutschland-befindet-sich-seit-2001-im-digitalen-lockdown/26034064.html

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Podcast Marketing Expertin Paula Thrum https://podcastmarketing.io

Apple Just Crippled IDFA, Sending An $80 Billion Industry Into Upheaval https://www.forbes.com/sites/johnkoetsier/2020/06/24/apple-just-made-idfa-opt-in-sending-an-80-billion-industry-into-upheaval/

IDFA deprecation Twitter thread von Mobile Marketing Experter Eric Seufert https://twitter.com/eric_seufert/status/1276144483751641088 und Blog Post https://mobiledevmemo.com/mobile-advertising-without-the-idfa-a-comprehensive-overview/

Confessions of an Anonymous Free to Play Producer https://toucharcade.com/2015/09/16/we-own-you-confessions-of-a-free-to-play-producer/

IDFA Opt-in, App Clips & More: How iOS 14 Changes Mobile Marketing for App-first Brands https://useinsider.com/wwdc-2020-ios-14-idfa-update-and-impact-on-mobile-marketing/

Mobile Marketing Experte Andr├ę Kempe https://admiral.media/

Display LUMAscape https://lumapartners.com/content/lumascapes/display-ad-tech-lumascape/

Google Shopping wird teilweise kostenlos ÔÇô Kann Google damit Amazon Paroli bieten? https://omr.com/de/google-shopping-kostenlos-analyse/

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Craigslist: a platform eroded by platforms https://digital.hbs.edu/industry-4-0/craigslist-platform-eroded-platforms/

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Willkommen bei dem Doppelganger-Podcast mit Philipp Kl├Âckner und Philipp Kl├Âckner. Jeden Sonntag telefonieren die beiden Philipps und lassen bei einem Glas Wein die Woche Review passieren. Hallo Philipp. Moin Philipp. Ganz sch├Ân viel passiert die Woche, wa?
Ja, es gab viele News und viele haben sich sogar auf unsere Predictions oder haben einen Zusammenhang mit den Predictions von letzter Woche oder den Themen, ├╝ber die wir geredet haben.
Ja, noch keine Minute hier und du versuchst schon zu sagen, dass deine Predictions besser sind als die von Scott.
Das wollte ich nicht implizieren. Ich bin eher ├╝berrascht, dass sozusagen die Zeit nicht so eng zusammenh├Ąngt. Sonst muss man ein halbes Jahr warten, bis da irgendwas eintrifft.
So, was hast du denn richtig gemacht die letzten Tage?
Richtig gemacht die letzten Tage?
Also, welche Predictions waren richtig?
Eigentlich nur die eine mit Google, aber ├╝ber die sprechen wir sp├Ąter noch, glaube ich.
Und Twitter? Twitter macht da jetzt Subscriptions oder nicht?
Genau, aber war das unsere Prediction? Die Prediction, also das haben ja sozusagen die Investoren pushen ja l├Ąnger schon das zu machen. Das war ja nicht wirklich unsere Prediction. Aber tats├Ąchlich scheint der Druck da jetzt ein bisschen in ├ťberhand genommen zu haben, sodass Jack Dorsey, der Teilzeit-CEO von Twitter, jetzt ├Âffentlich dar├╝ber kontempliert hat, ein Subscription-Modell einzuf├╝hren. Das hei├čt, dass Twitter quasi eine Paid-Plattform wird und nicht mehr Werbe finanziert. Wobei wir ja letztens ├╝berlegt haben, wie das ├╝berhaupt aussehen k├Ânnte und ich bin mir da immer noch unsicher. Also, macht man da eine Bezahlschranke vor, dann schlie├čt man ja einen gro├čen Teil der Gesellschaft aus. Und da Twitter eigentlich eine meinungsbildende Relevanz hat in den USA, ist das so aus Demokratiesicht ja schon wirklich gef├Ąhrlich, wenn man da sagt, wer jetzt nicht irgendwie 2,99 oder 5,99 im Monat zahlen kann, der darf da nicht mehr teilhaben. Wenn man das dann irgendwie vereinigen will, dann k├Ânnte man so eine Art Zwei- oder Dreiklassengesellschaft machen. Dass es weiterhin kostenlose Nutzer auf Werbung gibt und dann so wie bei LinkedIn so eine Art Premium-Kaste, wo ich halt dann doch ein bisschen was zahle jeden Monat und behalte ich irgendwie die Analytics-Funktion und ich werde im Feed immer eher oben angezeigt bei den Comments oder so, w├Ąhrend die anderen dann weiter umsonst mitmachen k├Ânnen. Wobei die, die dann ├╝brig bleiben, also die, die nicht zahlen wollen, sind f├╝r Werbekunden ja die unattraktivste Audience. Das hei├čt, du machst eigentlich so oder so dann das Werbegesch├Ąft kaputt, aber du hast dann eben diese subventionierten Nutzer, die das nicht bezahlen wollen, weiter auf der Plattform immerhin. Das hei├čt, die k├Ânnen theoretisch daran teilnehmen. Und dann hast du ganz oben noch die Verified-Nutzer. Da ist die Frage, will man den jetzt, also ist das lukrativ, den Geld abzunehmen? Ein paar davon haben so eine gro├če Audience, dass sie nat├╝rlich auf jeden Fall daf├╝r bezahlen werden. Andererseits will Twitter die nat├╝rlich auch unbedingt auf der Plattform haben. Also du willst ja irgendwie einen Jay-Z oder einen Donald Trump jetzt nicht von der Plattform schmei├čen. Hast du eigentlich auch, hast du so einen blauen Haken? Bist du verified?
Na klar, du kannst es dir nicht vorstellen, aber ich war ja fr├╝her mal ber├╝hmter als du. Und den Haken habe ich tats├Ąchlich 2017 bekommen auf einen Tweet, der in die Shownotes kommt. Und dieser Tweet hat auch diesen Podcast eigentlich ins Leben geweckt.
Daf├╝r hast du einen Haken bekommen. Ich kenne einen relativ sicheren Weg, den Haken, also wenn man die Grundvoraussetzung erf├╝llt, gibt es glaube ich einen ganz guten Hack, wie man den fast sicher bekommen kann, den blauen Haken. Meinen habe ich nat├╝rlich vollkommen legal erworben. Ich bin legit auf jeden Fall. Aber wir erkl├Ąren am Ende mal, wie man seine Chancen verbessern kann, dieses blaue verified H├Ąkchen bei Twitter zu bekommen, wenn man eine gewisse gesellschaftliche Relevanz zugrunde legt nat├╝rlich.
Ich meine, du als bessere Kleidester-Seo, du musst nat├╝rlich verified sein.
Genau, das ist glaube ich das mit Abstand Beste, was man ├╝ber mich sagen kann.
Was mich, okay, schon noch keine zehn Minuten und schon die ersten Komplimente hier raus. Was mich ein bisschen ├╝berrascht hat, ist, dass du auf Instagram noch gar nicht verified bist.
Nee, ich habe mich auch gar nicht besch├Ąftigt, wie man das da bekommt, ehrlich gesagt, weil das auch nicht so meine prim├Ąre Plattform ist. Aber was sind da die Regularien, was muss man da mitbringen?
Ich glaube, es ist ├Ąhnlich einfach wie bei Twitter. Es gab nur so ein, bei Baywatch Berlin wurde das so zum Thema in drei, vier, f├╝nf Folgen, dass einer der drei irgendwie jetzt verified ist. Wir ziehen das jetzt nach bei uns, wie das auf Twitter funktioniert.
Bist du verified auf Instagram? Ich finde nur Harald Gl├Â├Âckler.
Genau, auf Instagram versuche ich so wenig wie m├Âglich Zeit zu verbringen.
Ja, das ist gesund. Okay. Was hatte ich denn sonst, womit hast du denn Zeit verbracht diese Woche?
Du, mit sehr wenig Internet, aber zwei Sachen sind mir aufgefallen.
Die Ausrede daf├╝r, dass du nichts gelernt hast wieder?
Das w├╝rde ich diese Woche nicht sagen.
Haben deine Eltern das Geld f├╝r ├ľsterreich Winkler eigentlich schon zur├╝ckbekommen?
Sch├Ân, dass du das erst in der vierten Folge gebracht hast. Der lag dir ja schon seit Folge eins auf der Zunge. Also, was ich mitgebracht habe, oder was ich diese Woche sehr witzig fand, war, oder gut, war zwei Sachen, beides auf Twitter, oder nee, eins auf Twitter, eins auf LinkedIn. Auf Twitter geht sowas rund, das hei├čt Screenshot Essays. Hast du das gesehen?
Du hast mir das weitergeleitet und dann habe ich es gesehen, aber erkl├Ąr mal, was das ist. Ich finde es auf jeden Fall ein super Format, super hackt.
Naja, es gibt ja so unheimlich, also jeder hat ja jetzt irgendwie auf einmal wieder Newsletter, und diese Newsletter sind ja so unmengen lang. Und der Typ, Eric hei├čt der, nat├╝rlich auch in den Shownotes, hat sich ├╝berlegt, dass er Essays schreibt, die so gro├č sind wie ein Screenshot. Und da kann man sich anmelden, man kann das aber auch auf Twitter und so sehen. Und der konsentiert halt, oder er versucht halt, einen gro├čen Essay runterzubrechen auf einen Screenshot. Und da ich ja in Screenshots lebe, das hei├čt, ich merke mir sehr viel ├╝ber Screenshots, ist das f├╝r mich ein super Format.
Finde ich auch. Das l├Âst ja die Probleme bei der Plattform. Also bei Twitter bekommst du damit sozusagen das Limit von 140 oder 280 Characters, Zeichen. Du kannst ein bisschen l├Ąnger sein als die 280 Zeichen, weil in den Screenshots nat├╝rlich mehr Worte passen. Also der Screenshot hat einen Text, muss man dazu sagen, damit man sich das vorstellen kann, aber es kommt auch in die Shownotes. Und gleichzeitig ist er viel, viel, viel kompakter und pr├Ąziser oder pr├Ągnanter als so ein Newsletter, der irgendwie versucht, unbedingt zwei, vier Seiten vorzubekommen. Ich finde es ein sehr, sehr gutes Mittelding und eine sehr hohe Informationsdichte, die ja bei allen Medien eigentlich wichtig ist f├╝r Leute wie uns.
Und sag mal, bei Google, du bist ja Android-Nutzer, du kannst ja deine Fotos durchsuchen.
Ich habe es noch nicht zum iPhone gebracht, so wie du.
Aber du kannst ja Fotos super suchen ├╝ber Google Fotos. Kann der auch Text erkennen?
Ja, auf jeden Fall.
Das hei├čt, wenn du so einen Screenshot reinsetzt und du nimmst irgendein Wort, dann erkennt der den Text auch?
Genau, also wenn ich die ├ľffnungszeiten meiner Arztpraxis mal fotografiert habe und ich suche nach dem Namen des Arztes, dann finde ich das Foto damit zum Beispiel. Also die ist ja eine ganz einfache, wie hei├čt das? OCR, oder? Also eine Text Recognition auf dem Bild ist sozusagen Standard. Vielmehr, du kannst ja die Objekte erkennen, selbst wenn die Worte nicht drauf sind. Wenn du Stuhl eintippst, siehst du auch alle Bilder, wo ein Stuhl drauf war. Oder wenn du Aporol Spritz eingibst, siehst du alle Bilder, wo du Aporol Spritz getrunken hast. Aber Text ist das Einfachste davon und ja, das funktioniert auch. Aber warum die Frage?
Weil ich glaube, es auf dem iPhone funktioniert nicht oder ich habe es noch nicht gecheckt. Oder ist es einfach sicherer?
Soll dir das Gef├╝hl von Privacy vorheucheln, glaube ich auch.
Genau, und Thema Nummer zwei. Auf LinkedIn musste ich ein bisschen schmunzeln. Da hat Matthias Schrader einen Podcast gegeben, beim Handelsblatt Disrupt. Und die ├ťberschrift des Podcasts ist, Deutschland befindet sich seit 2001 im digitalen Lockdown. Und das Witzige, warum ich den Podcast so halb geh├Ârt habe, ist, dass er sich versprochen hat und Tobi Schlottke, einer der Mitgr├╝nder von OMR, mit Tobi L├╝ttke, dem Founder von Spotify, verwechselt hat. Nat├╝rlich Shopify, nicht Spotify, jetzt mache ich auch den Fehler. Aber es war auf jeden Fall sehr witzig und man muss sagen, Matthias Schrader ist eine der Ikonen in der Hamburger Werbe- und Digitalszene. Der hat auch schon einige H├Âhen und Tiefen mitgemacht mit seiner Agentur. Das ist schon eine kleine Podcast-Empfehlung.
Was sind die drei Takeaways, die drei Sachen, die man lernen kann im Podcast? Verkauft es mal.
Es ist nat├╝rlich sehr, wie man beraterm├Ą├čig so ist, kundenfokussiert sein. Er erkl├Ąrt an seinem Porsche, dass die deutsche Ingenieurwelt nicht so ganz kundenfokussiert ist, wie die Amerikaner. Er erz├Ąhlt dann auch noch so ein bisschen, wie er, also der hatte Sinar Schrader an der B├Ârse und dann sind die in freien Fall gefallen, lange bevor wir irgendwas mit Internet gemacht haben. Das ist schon interessant zu sehen, wie die in der Vergangenheit schon irgendwie welche Ups und Downs hatten.
Aber jetzt geh├Ârt Sinar Schrader ja zu Accenture und verkauft digitale Transformationen an den deutschen Mittelstand oder die MDAX 100 Unternehmen?
Genau. Und Matze geht irgendwie auf Verkaufstour und kauft andere Agenturen.
Vielleicht w├Ąren wir ja nicht seit 2001 im digitalen Lockdown, wenn die kreativsten und innovativsten K├Âpfe wie Mathe Schrader nicht sich mit Corporate Geriatrie besch├Ąftigen w├╝rden und irgendwie dem todegeweihten Industrie noch eine Massage gibt f├╝r viel Geld, sondern stattdessen ihr Geld und Wissen den Startups zur Verf├╝gung stellen w├╝rden. Aber du bist ja selbst auch ein bisschen Corporate Geriatriker und bist da ├Ąhnlich aktiv, oder?
Naja, ich frage mich, warum du nicht mal was gr├╝ndest und Deutschland aus der Krise holst.
Also ich stelle ja 100% meiner zeitlichen Ressourcen oder ann├Ąhernd 100% meiner zeitlichen Ressourcen schnell wachsenden Unternehmen und Startups zur Verf├╝gung und auch ein Teil meines Geldes. Ich sage das deswegen, weil ich halte das wirklich f├╝r h├Âchstgradig volkswirtschaftlich ineffizient, dass diese sogenannten digitalen Transformationsbuden da versuchen, irgendwelche Unternehmen mit einem Altersdurchschnitt von 45 Jahren noch zu transformieren, blo├č weil sich das verkaufen l├Ąsst. Das ist, als wenn du einen todkranken Patienten hast und verpasst ihm noch eine Stunde Logop├Ądie und Physiotherapie und dann noch eine prognostische Untersuchung am Ende. Damit kann man alles Geld verdienen, aber das hilft dem Patienten nicht und f├╝gt den nur Schmerzen zu. Unternehmen und die Mitarbeiter leiden sich dadurch und am Ende, seien wir mal ehrlich, das rettet doch nicht eins dieser Unternehmen. Oder sagen wir mal, f├╝r eins, das du erfolgreich transformiert bekommst, sterben 99, die genau das nicht hinbekommen. Also ich sage mal ein gutes Beispiel f├╝r digitale Transformationen, die gut geklappt hat. Mir fehlt da ├╝berhaupt irgendwie die empirische Evidenz. Und es f├╝hlt sich so ein bisschen an, als wenn jemand Schwimmkurse und Schwimmwesten auf der Titanic verkauft oder alle diese Berater. Es geht gar nicht gegen Mathe Schrader pers├Ânlich, h├Âchsten Respekt f├╝r was er bisher geschaffen hat. Aber umso schader ist es eben, dass die Leute dann diese Titanic-Schwimmkurse verkaufen, wo am Ende mit der zweiten Welle dann doch alle sterben werden von den Unternehmen. Und gesamtwirtschaftlich ist das, glaube ich, die gr├Â├čte Fehlallokation von Mitteln, die wir in diesem Jahrhundert gesehen haben, dass so viel Geld von deutschen Unternehmen in diese ganzen Digitalisierungs- und Transformationsberater gesteckt wird, was letztlich vor allen Dingen Friktion und Schmerzen schafft bei den Unternehmen und ganz selten, glaube ich, fruchtet. Und gleichzeitig sozusagen das Geld bei Startups teilweise fehlt. Ich glaube, dass sowohl das Geld als auch das Talent von Leuten wie Mathe Schrader wahrscheinlich besser aufgehoben werden, um Gr├╝ndern zu helfen, die vielleicht den Weg zur B├Ârse suchen oder eine Unternehmung skalieren m├╝ssen. Oder nicht?
Ich bin da bei dir. Allerdings ist das nicht generell so ein Problem von Beratung? War das nicht schon das Problem von Beratung, bevor es Digitalisierung gab?
Die haben ja jeden Korpus eigentlich verkauft, einen Inkubator zu machen. Und jetzt mit Corona, wo Kosten gespart werden, macht die gleiche Beratung, die das vorher beraten hat, macht jetzt sozusagen die Restrukturierung oder Cost-Cutting-Beratung und schlie├čt als erstes den Korpus Inkubator, den der Vorstand eh loswerden wollte, weil die Gewinner nat├╝rlich nicht schnell genug eintreten.
Ja, aber eigentlich ein ganz guter Segway zum n├Ąchsten Thema, weil wenn du als Gro├čunternehmen digitalisieren willst, dann musst du dir auch einfach nur Slack runterladen, oder?
Ganz so einfach ist es eben nicht. Ich glaube, das ist auch der Fehler beim Verst├Ąndnis. Also, um das ganz kurz abzuschlie├čen nochmal, ein gutes Bild daf├╝r ist, glaube ich, ich habe mit 35 Jahren mal versucht, Snowboard fahren zu lernen. Du Vollidiot! Und war in einem Kurs mit so 5- und 6-J├Ąhrigen, dieÔÇŽ lass mich gerade aus. Es war wirklich l├Ącherlich. Aber das Problem ist halt, und das Bild ist klar, die Kleinen sind viel agiler, auf 2 Meter wenden die das Ding 3 Mal und machen einen halben Salto, w├Ąhrend ich 10 Meter brauche, um irgendwie das Ding um 90 Grad umzudrehen, weil du einfach nicht so agil, nicht so klein bist. Dein Wendekreis ist automatisch gr├Â├čer, wenn du gro├č bist. Deine Fallh├Âhe ist gr├Â├čer. Das hei├čt, wenn ich hinfalle, dann f├Ąllt mein Po aus 1,20 Meter mit 80 Kilo auf den Boden. Das Kinn f├Ąllt aus 60 Zentimeter mit 40 Kilo auf den Boden. Das hei├čt, es hat deutlich weniger Schmerzen dabei, es ist viel agiler. Du kannst mit 35 oder mit einem Altersschnitt von 40, kannst du sozusagen diese Tricks und die Agilit├Ąt und die Geschwindigkeit nicht mehr lernen, egal wie gut dein Snowboard-Trainer ist. Am Ende hatte ich am Abend wirklich einÔÇŽ ich habe das erste Mal schwarze, blaue Flecken gesehen, und zwar ├╝ber meinen ganzen Po. Ich musste 2,800 Ibuprofen nehmen, um am n├Ąchsten Tag ├╝berhaupt noch mal auf die Piste zu gehen. Und habe dann mit Tr├Ąnen das erste Mal gesessen, als ich noch mal auf den Po gefallen bin. Und so ungef├Ąhr stelle ich mir die digitale Transformation f├╝r Mittelst├Ąndler und MDAX-Unternehmen vor. Genau. Also Slack rechnet nicht. Aber die News dieser Woche sind, dass Slack in Europa Microsoft verklagt. Und zwar, weil sie den gleichen Trick machen, den sie vor gut 20, 25 Jahren schon mal gemacht haben. N├Ąmlich als Netzgeb ein popul├Ąrer Browser wurde f├╝r das Internet. Also einer der ersten, nach Mosaik, einer der ersten Browser, den man quasi genutzt hat, um Webseiten zu besuchen, hat Microsoft beschlossen, das k├Ânnte so eine Art Navigationssystem f├╝r das Internet werden. Also, der hie├č sogar Netscape Navigator. Also bauen wir doch einen kostenlosen Browser und bundeln den einfach mit Windows 95 war das wahrscheinlich damals. Das hei├čt, der ist standardm├Ą├čig vorinstalliert, oder Windows 2000. Und es gibt gar keinen Grund, einen weiteren Browser runterzuladen, weil jeder Computer sozusagen hat auf dem Desktop ein Internet Explorer Symbol, wo Internet drunter steht und der Opa kapiert, wenn ich das Internet will, muss ich nur darauf klicken. Ich brauche kein Netscape mehr runterladen. Und daraufhin haben sie dann eine Dekade vor Gericht verbracht, weil Netscape dagegen geklagt hat. Netscape hat es trotzdem dann, ich war nie an der B├Ârse zwischendurch, ich wei├č gar nicht. Die Geschichte kann man, glaube ich, gut in dem Hard Things About Hard Things von Ben Horowitz nachlesen. Aber, und der Gr├╝nder damals war Marc Andreessen, der jetzt Andreessen Horowitz, einer der ber├╝hmtesten VCs, unterh├Ąlt, der war damals der Gr├╝nder von Netscape. Auf jeden Fall glaubt man, und das ist, glaube ich, der Grund, warum Slack, oder einer der Gr├╝nde, warum Slack jetzt Microsoft wieder auf das gleiche Verhalten verklagt, dass das Microsoft damals zehn Jahre Entwicklungsarbeit gekostet hat, weil sie so fokussiert waren auf das ganze Antitrust-Verfahren, dass sie die Mobile-Welle komplett verpasst haben. Das ist relativ offensichtlich, dass mit Windows Phone oder irgendwelchen mobilen Produkten Microsoft locker zehn, zw├Âlf Jahre hinterher war und es heute immer noch k├Ąmpft, da ranzukommen. Und ich glaube, Slack versucht jetzt einfach so viel Schmerz auf Microsoft hinzuzuf├╝gen, dass die aufgeben und sagen, wer ich der Aktion├Ąr oder wer ich ein relevanter Aktion├Ąr bei Microsoft, dann w├╝rde ich doch jetzt sagen dem Sajjan Adela, bevor ihr es noch mal so verkackt und zehn Jahre irgendwie einen gr├Â├čeren Trend verpasst, kauft halt den Schei├čladen und schafft, also ihr kauft euch ein schnell wachsendes Produkt dazu und Microsoft Teams hat gute Adoption, also es verbreitet sich gut, aber nat├╝rlich auch nur, weil es umsonst ist und bei Office 365 mit drin ist kostenlos, aber kauft doch den Competitor weg und kauft dir gleichzeitig den Schmerz dieses Gerichtsverfahren weg. Slack, also Microsoft ist 1,5 Billionen Dollar, also 1.500 Milliarden ungef├Ąhr wert, w├Ąhrend Slack nur 20 Milliarden wert w├Ąre. Wenn du jetzt eine 40 Prozent Pr├Ąmie darauf rechnest, dann kostet es ein bis zwei Prozent von Microsofts Marktkapitalisierung, w├╝rden sie Slack einfach wegkaufen. Und durch diesen Schmerz, den sie jetzt mit dem Verfahren zuf├╝gen, n├Ąmlich weil in so einer gro├čen Organisation wie Microsoft kostet es viel mehr Zeit, darauf zu reagieren, also den Antitrust Complaint zu filen, also dass du dich bei der Europ├Ąischen Union beschwerst, das ist ein bisschen Paperwork, da m├╝ssen nat├╝rlich auch teure Anw├Ąlte dran arbeiten, aber es kostet erstmal wahrscheinlich mehrere hunderttausend, vielleicht niedrige Millionen, so ein Verfahren anzuleiern. In dem Moment, wo der Beschwerde stattgegeben wird, oder zumindest weiterverfolgt wird, hat Microsoft sofort mega Arbeit, irgendwelche Dokumente zu sichern, auf gewisse Sachen zu reagieren. Sie m├╝ssen ihren internen E-Mail-Verkehr ├╝berpr├╝fen. Damals bei Netscapes gab es E-Mails, wo sie relativ klar gesagt haben, wir drehen ihnen jetzt den Saft ab. So was m├Âchte man auf keinen Fall in der Wirtschaftspresse wiederlesen. Deswegen macht so ein Verfahren, glaube ich, f├╝r ein gro├čes Corporate unheimlich viel Schmerz. Und auf jeden Fall kostet das Slack weniger Aufmerksamkeit und Geld, als Microsoft kosten w├╝rde. Das Problem k├Ânnte aber sein, ich bin mir sicher, Microsoft h├Ątte Slack schon gekauft, zumal Slack sich ja an der B├Ârse nicht super bewegt hat. Die kosten nur noch drei Viertel von ihrem Emissionspreis, nicht dem Emissionspreis, sondern dem ersten Handelskurs. Also f├╝r 40 war die erste Notierung, glaube ich, jetzt sind sie bei 30 Dollar. Das hei├čt, die waren tendenziell relativ g├╝nstig geblieben, aber wahrscheinlich hat Microsoft irgendeine Anwaltskanzlei pr├╝fen lassen, ob sie die Regulatory Approval, die Genehmigung der Aufsichtsbeh├Ârden f├╝r so eine ├ťbernahme bekommen w├╝rden. Und wahrscheinlich hat man sozusagen in der Legal Opinion gesagt, dass es unwahrscheinlich ist, dass Microsoft jetzt auch noch Slack kaufen k├Ânnte und damit sozusagen bei Operating Systems im Business-Kontext noch eine dominantere Stellung damit bekommen w├╝rde. Ansonsten bin ich mir relativ sicher, h├Ątten sie es l├Ąngst gekauft. Die Frage ist, wer k├Ânnte es dann kaufen? Vielleicht ein Cisco. Die haben eine eigene Communication-Solution f├╝r das Business, Webex. Das l├Ąuft nicht so gut durch Zoom. Die k├Ânnten sich ├╝ber Slack versuchen, wieder in den Videoconferencing-Markt reinzukaufen. Amazon wollte angeblich mal ein Gebot abgeben. Da sehe ich nicht so richtig den Strategic Fit. Slack k├Ânnte so eine Konsole f├╝r AWS werden, dass sie sozusagen ├╝ber die Bots und so weiter eigentlich alles steuern. Andererseits k├Ânnen Sie sehr gut sehen, die Unternehmen, die Slack professionell nutzen, haben ja fast alle ihre SaaS-Solutions mit Slack verbunden, um da so Bots und Alerts zu bekommen. Das w├Ąre nat├╝rlich ganz spannend f├╝r Amazon zu wissen, wer welche SaaS-Solutions nutzt und wie man die besser integrieren kann in AWS vielleicht. Ansonsten w├╝sste ich nicht. Also, dass die das Verfahren gewinnen ist gar nicht so einfach. Also, man k├Ânnte sagen, das ist relativ klar Bundling oder Dumping oder Predatory Pricing, wie man das nennen will. Also, Microsoft hat ein Produkt, Office 365, und das bietet einfach das Gleiche, was Slack macht, noch mal kostenlos mit Microsoft Teams. Dar├╝ber haben wir letztes Mal ja geredet, zus├Ątzlich an. Theoretisch kann man das als Dumping sehen, aber so einfach ist es nicht. Dann geht es wieder um die Definition des Marktes, wo man da dominant sein muss und so weiter. Also, es ist gar nicht sicher, dass man es gewinnt, aber es schafft auf jeden Fall mehr Kosten und Schmerz auf Microsoft-Seite. Ich bin gespannt, wie das ausgeht. Und so ein Verfahren dauert locker vier, f├╝nf Jahre im besten Fall. Das hei├čt, von den Auswirkungen wird Slack kurzfristig ├╝berhaupt nicht profitieren k├Ânnen. Ich bin gespannt. Also, ich glaube, ich behaupte, wenn Microsoft das Approval bekommen wird vom Regulator, dann werden sie Slack noch bis Ende des Jahres kaufen. Aber wahrscheinlich ist
das nicht m├Âglich. Und meinst du, Slack hat das nur gemacht, damit sie jetzt mal wieder auf der Karte sind? Ich sehe die ehrlich gesagt
gar nicht in so starker Konkurrenz. Also, ich glaube, dass Microsoft Teams benutzt, die Firma, die eh so hohe Compliance- und IT-Security-Richtlinien hat, dass der CTO einfach sagt, niemand wurde jemals gefeuert daf├╝r, dass er Microsoft aufsetzt. Das ist halt der Standard, da kannst du nichts falsch machen. Deswegen nehmen wir immer Microsoft und dann m├╝ssen die Benutzer halt mit Teams arbeiten, obwohl sie vielleicht nicht wollen. Und Slack benutzt halt irgendwie das j├╝ngere Unternehmen, wo die Developer oder der CTO noch mehr zu sagen hat und relativ freih├Ąndig entscheiden kann. Ich sehe da gar nicht so eine starke Konkurrenz. Nat├╝rlich beschr├Ąnkt das so ein bisschen den Addressable-Market f├╝r Slack, wenn Microsoft das einer gewissen Klientel komplett umsonst anbietet. Und viele Unternehmen, also alle, die nicht die Google-Suite haben, nutzen ja wahrscheinlich Office 365 schon. Das hei├čt, wenn du die dann umsonst gibst, macht das Slack ein bisschen unvorteilhafter. Ich glaube, am Ende entscheidet das aber die Belegschaft mehr oder weniger. Also ich sehe selten, dass Slack so vom CEO top-down verordnet wird, sondern eher, dass sich das in der Entwicklung, also sagen wir, du hast deine ersten f├╝nf Entwickler in einem ganz kleinen Startup, die fangen sofort mit Slack an und das etabliert sich dann sozusagen bottom-up fast von alleine. Das w├Ąre so Mind-Learning. Aber in die ganz gro├čen Firmen kommst du nat├╝rlich nicht so einfach rein.
Ich erkenne jetzt immer mehr, dass die Leute einfach per WhatsApp alles managen.
Ja, sehe ich auch viele. Oder Telegram. Beides.
Telegram, wenn sie Dreck am Stecken haben.
Apropos Dreck am Stecken. Was macht denn deine Podcast-SEO-Karriere? Sind wir da jetzt ein bisschen vorangekommen?
Na klar. Wenn du morgens aufstehst und guckst, was es ├╝ber dich nach Neuigkeiten gibt, nach was googelst du dann?
Also A, habe ich nat├╝rlich einen Google Alert, der mir das automatisch zuschickt. Abgesehen davon google ich mich tats├Ąchlich super selten selber.
Ja, das sagt jeder mit einem blauen Haken. Aber auf was ist der Alert? Auf Piep? Auf Pipp? Auf Philipp? Auf Kl├Âckner? Mit ├ľ, mit OE? Auf was?
Ich glaube tats├Ąchlich auf meinen Klarnamen in richtiger Schreibweise, also der europ├Ąische mit ├ľ.
Okay, sehr gut. Also ich habe mal so ein bisschen rumgespielt, beziehungsweise ich gehe so Sachen immer ein bisschen anders an als du. Ich schaue erstmal in meinem Netzwerk, mit wem ich sprechen kann. Wer kann mir helfen? Wer hat das schon mal gemacht? Wer kennt sich da aus? Und da ist mir tats├Ąchlich Paula Turm in meinem Feed aufgetaucht. Die macht Podcasts in Marketing.io und war so nett und hat mit mir telefoniert am Freitag. Und daraufhin habe ich so ein bisschen rumgespielt. Was sie mir erz├Ąhlt hat ist, dass die Suche bei iTunes und Spotify haupts├Ąchlich mit dem Titel korrespondiert. Und ich hatte ja vorgeschlagen, dass wir so sch├Âne kurze Titel hatten, wie Neo Broker und so. Und habe da jetzt mal mit den ersten beiden Titeln so ein bisschen rumgespielt. Habe gestern Abend so den ersten Test gemacht mit unserer ersten Folge und habe versehentlich deinen Namen falsch geschrieben. Habe das dann heute nochmal korrigiert. Und es ist tats├Ąchlich so, also man findet jetzt, wenn man uns mit ├ľ schreibt, findet man uns sowieso. Dann mit deinem Kindernamen da, mit deinem Spitznamen, findet man dich jetzt auch. Und mit OE findet man uns jetzt auch. Und was halt vorher war, alles nur, weil ich den Titel ein bisschen ge├Ąndert habe, war, dass man nur deine anderen Podcasts gesehen hat, wenn man jetzt nach Pip geguckt hat. Oder Pip Kn├Âckner.
Du glaubst also, Leute, die uns explizit gesucht haben, waren vorher unf├Ąhig, uns ├╝berhaupt zu finden und verkaufst das jetzt, also die L├Âsung dieses Problems
als Podcast-SEO? Na klar, das ist so ein Riesenberatungsjob. Das ziehe ich jetzt irgendwie bei allen Firmen irgendwann mal durch.
Nein, auf jeden Fall. Ist das vielleicht der Grund, warum unsere erste Episode inzwischen mehr, was mich auch wundert, ist, also unsere Episoden haben ein zunehmendes Publikum, was sehr erfreulich ist. Aber was man auch sieht, ist, dass sozusagen immer mehr H├Ârer nochmal die erste, oder vielleicht auch erstmals, aber auf jeden Fall scheint es Leute zu geben, die entweder bei der ersten anfangen oder mit der dritten angefangen haben und dann noch die erste und zweite auch h├Âren. Auf jeden Fall haben komischerweise die ersten und zweiten deutlich mehr H├Ârer als die letzte. Und nicht nur wegen des Zeitverzugs, sondern
auch wegen des komischer Nachlaufeffekts. Daran liegt es nicht. Ich habe gestern erst die Titel ge├Ąndert. Also ja, und wir wollen ja eigentlich, die erste Folge finden wir ja nicht so gut, deswegen, die soll ja eigentlich keiner h├Âren. Ja, ist aber komisch, dass das die popul├Ąrste
ist jetzt, nicht nur, weil es die ├Ąlteste ist. Ja gut, auf jeden Fall,
da habe ich schon mal ein bisschen mit rumgespielt. Deine Annahme, dass da ja mehr Musik drin sein muss, mit Retention und so, die kann ich noch nicht widerlegen oder best├Ątigen. Wenn da irgendjemand Ideen hat, gerne eine E-Mail an podcast.doppelg├Ąnger.io. Ich telefoniere sehr gerne mit Leuten, die irgendwas mit Podcast oder Podcast-Marketing zu tun haben. Also gerne
melden. Du hast in der Schule deine Hausaufgaben auch so gemacht, dass du mit der Streberin der Klasse einen Kaffee trinken warst und dann mit so ein bisschen Halbwissen versucht hast, durch die Klausur zu kommen.
Also wir werden ja irgendwann das gute Konzept f├╝r diesen Podcast haben und da ist ja der Unterschied, dass du immer den Job ganz gut machst, beziehungsweise sehr viel Zeit auf Facebook verbringst und daf├╝r bezahlt wirst. Und bei mir, ich kenne meistens die Leute, die den Job gut machen. Jetzt die Frage, was ist besser? Ich finde sehr,
sehr gute komplement├Ąre Konzepte. Also tats├Ąchlich ist das der Fall, dass ich viel Recherche mache, weil ich ja generell auch eher soziophob veranlagt bin. Umso besser ist, also ich habe hohen Respekt f├╝r dein Konzept, weil wenn man mal mit Leuten redet, die wirklich Experten auf dem Gebiet sind, dann ist das nat├╝rlich der effizienteste Weg, zu neuem Wissen zu gelangen. Das hei├čt, ich brauche wahrscheinlich ein bisschen mehr Zeit. Ich erkenne es aber noch nicht so, wie wir besser werden bei dem Thema Podcast SEO.
Das n├Ąchste ist, ich habe jetzt ein bisschen umgetestet mit Transkription. Da wurde mir eine Software empfohlen, Trint.com. Da kannst du die komplette Audio-Datei hochladen und das Produkt ist eigentlich ganz cool. Also du siehst dann den Text, du kannst dann den Text editieren, du h├Ârst den Text, w├Ąhrend du tippst und zwischendurch. Es geht auch auf Deutsch. Das Problem ist, also A, rate mal wie viele Seiten Text unsere 70 Minuten
Podcast sind. 65.
Aber Schriftgr├Â├če 12. Es sind nur 14, aber es ist trotzdem viel. Also die AI ist echt nicht so geil. Viele, vor allem wenn wir englische W├Ârter nutzen, sind nicht richtig oder kommen gar nicht drin vor. Du musst unheimlich viel manuelle Editionen machen. Und eigentlich, also Rocket Internet, jetzt du als Berater mit Rocket Hintergrund, w├╝rdest du jetzt wahrscheinlich sagen, wir brauchen
einen Praktikanten. Ja, und zwar in den Philippinen.
Ja, ich h├Ątte jetzt gesagt in Amerika, aber gut. Aber wieso?
Philippinen sprechen auch Englisch und haben ein Zehntel des Lohns.
Wir brauchen aber vor allem einen, der Englisch, der Deutsch spricht, oder?
Ach so, dann, ja wir haben das mit den Kolonien verkackt. Deswegen schwer mit Deutsch.
Ja, und in der Zeitzone w├Ąre halt gut. Also es w├Ąre halt gut, dass wenn wir jetzt aufh├Âren, dass dann irgendjemand die Post-Production macht und irgendjemand die Transkription und so.
Und sag mal, die Wette dabei ist, wir publizieren das dann auf dem Blog sozusagen das Transkript und hoffen, dass Leute das auf Google finden und so dann weil sie zu faul sind zu lesen oder die sonoren Stimmen dazu h├Âren wollen, stattdessen den Podcast h├Âren und dann das abonnieren.
Nein, also angeblich ist Google dabei, Audio selbst zu transkriptieren und alle Podcasts dann irgendwie zu sehen oder lesen zu k├Ânnen. In Deutschland ist das noch nicht der Fall, deswegen wird empfohlen, dass man Transkripte haben soll. Ich habe jetzt noch nicht gesehen, ob das ein wirklicher Mehrwert ist. Wahrscheinlich schon, aber wir k├Ânnten uns halt ├╝berlegen, dass wir den Content, den wir produzieren, dann einmal als Transkript haben und einmal als Blogpost und den dann irgendwie wiederverwerten, dass jeder nicht nur montags unseren Podcast h├Ârt, sondern die ganze Woche drauf
erinnert wird. Aber hast du den Userflow schon mal so gehabt, dass du einen Transkript gefunden hast in Google und daraufhin den Podcast geh├Ârt hast oder sogar abonniert hast? Ist das schon mal passiert? Nee. Ich habe schon welche geh├Ârt tats├Ąchlich, also wo ich die einzige Information, die verf├╝gbar war, ein Podcast-Transkript war. Dann h├Âre ich die Episode auch, das ist dann meistens Soundcloud. Aber dann abonniere ich nicht zwangsl├Ąufig den ganzen Podcast, weil das oft ein Gast war, der relevant war und die anderen G├Ąste vielleicht aber nicht relevant. Aber wenn die Kosten niedrig genug sind,
macht das, glaube ich, trotzdem Sinn. Wo mich Paula auch noch mal ein bisschen dran erinnert hat, war die Zielgruppe, warum wir das ├╝berhaupt machen und so. Da k├Ânnen wir, glaube ich, auch ein bisschen besser werden und uns noch ein bisschen eingrooven und uns ├╝berlegen, f├╝r die, die uns jetzt nicht kennen, wieso machen wir das, wieso sollen die zuh├Âren, wer sind wir ├╝berhaupt und dass wir das ein bisschen kretter ziehen. Ich meine, wir waren jetzt schon bei Business so in dem, also iTunes hat ein Ranking bis 200, Spotify bis 50 im Business oder Business Deutschland, da waren wir schon, ich w├╝rde jetzt nicht sagen, sichtbarem Bereich, aber im unteren Ende und wahrscheinlich mit dem kleinsten Investment und den h├Ąsslichsten Graphics schon mal dabei, k├Ânnen wir auf jeden Fall noch einiges verbessern.
Da muss man mal sagen, dass die gesamte Grafik und Audioarbeit, also die Post-Production und Grafik und so weiter, du ├╝bernimmst, wof├╝r ich sehr dankbar bin, was sehr, sehr wertvoll ist und hilft, das p├╝nktlich am Montagmorgen abzuliefern jedes Mal. Also wer sich wundert, wenn mal was nicht 100% glatt ist, das ist, weil Philipp das Montagmorgens frei fertig macht in der Regel.
Oder weil Philipp nicht wei├č, wie er sein Setting im Browser einstellen soll. Genau. Aber ja, ich nehme die Challenge weiter an, ich fuchse mich weiter ein, ich finde es ganz interessant. Ja, bei Rocket w├╝rde man jetzt ein Prakti oder 20 Praktis haben, die das jetzt alles ├╝bernehmen. Ich w├╝rde daraufhin sagen, bei Rocket wurde auch noch nie irgendwas erfunden, deswegen, ich mache das selber selbst und schaue mir dann an, was es so f├╝r Produkte gibt. Wahrscheinlich meine n├Ąchste Challenge hatte ich mir gedacht, dass ich mir jetzt mal so ein bisschen den amerikanischen Markt angucke, weil da wird ja immer in Deutschland erz├Ąhlt, in Amerika, da ist Podcast schon drei Jahre weiter, mal gucken, was es da noch so f├╝r Produkte gibt. Siehst du und schon bist du bei Rocket Arbeitsweise.
Wir hatten ja letztes Mal noch so eine kurze Umfrage gemacht, was ein guter Feedback-Kanal w├Ąre und wir haben, um das Ergebnis nicht zu verzerren, auf Twitter gefragt und erstaunlicherweise wurde gesagt, dass Twitter der beste Kanal ist. Also werden wir in Zukunft einfach mehr ├╝ber den Doppelg├Ąnger-IO-Twitter-Account kommunizieren und dann ist das sozusagen der offizielle Kanal, dann haben wir das Problem auch gel├Âst. Okay? Yes, Sir. Prima.
Aber was gibt es sonst Neues? Du, irgendwas hat Ebay verkauft und ich glaube, du wei├čt was und hast damit irgendwas zu tun.
Genau, ich habe kurz dar├╝ber beim OMR-Podcast ja schon gesprochen und kann tats├Ąchlich sozusagen ├╝ber den tats├Ąchlichen Prozess gar nicht so viel sagen, aber den Hintergrund kann man sehr gut beleuchten, weil er insgesamt, glaube ich, spannend ist. Und zwar gibt es bei Ebay einen sogenannten aktivistischen Investor namens Elliott Management, was ein gro├čer Hedgefund ist quasi, der von Paul Singer geleitet wird. Die haben sich einen relevanten Anteil an Ebay gesichert und dann gesagt, der beste Weg, gerade den Aktienkurs von Ebay zu verbessern w├Ąre, die Nebengesch├Ąfte von der Ebay-Auktionsplattform mal abzuspalten und zwar ist das einerseits StubHub, das wurde verkauft an Viagogo, glaube ich und das andere, was nicht zum Kernportfolio passte, war Ebay Kleinanzeigen, also das sogenannte Classified Business. Classified Ads sind einfach nur die sogenannten Kleinanzeigen, also die klassifizierten kleinen Angebote, die jeder schalten kann f├╝r Immobilien, Autos, Partneranzeigen und so weiter, das nennt man Classifieds. Und Ebay Kleinanzeigen waren ein erstaunlich erfolgreiches Produkt in Deutschland, da geh├Âren so ein paar andere Kleinanzeigenportale in den Niederlanden, S├╝dafrika, UK und so weiter noch dazu. Und das stand jetzt quasi seit l├Ąngerem zum Verkauf und wenn man sowas verkaufen will, gibt es immer drei Telefonnummern, die man so in seinem Rolodex hat, das sind eigentlich die drei gr├Â├čten Classifieds Betreiber der Welt und die haben eine sehr identische Genese, mir f├Ąllt kein Bestwort daf├╝r ein, also die kommen aus der gleichen Ecke und haben sich sehr ├Ąhnlich entwickelt und zwar sind das drei Verlage, der eine ist der deutsche Axel Springer Verlag, die sozusagen aus dem Verlagswesen, aus dem Zeitungsgesch├Ąft kommen und dann relativ schnell im Immobiliengesch├Ąft und im Jobanzeigengesch├Ąft mit Stepstone erste Classified Ventures akquiriert haben. Das andere ist der Shipstead Verlag aus Norwegen, die eigentlich genau das gleiche in den Nordics, also in Skandinavien machen, denen geh├Ârt Aftonbladet, eine gro├če Tageszeitung in Schweden und Norwegen, haben auch ihre eigenen Classifieds Portale mit Spock, Blockett, Finn in Norwegen, Le Boncoin in Frankreich, was quasi das eBay Kleinanzeigen von Frankreich ist, will haben, in ├ľsterreich geh├Ârt den, also auch Verbindung aus ehemals Verlag oder immer noch Verlag mit sehr starker Exposure im Kleinanzeigengesch├Ąft und das dritte Beispiel, was man immer nennt, oder der dritte relevante Kleinanzeigenplayer weltweit ist der Nespers Verlag, der in S├╝dafrika, aus S├╝dafrika kommt, das wirkt ein bisschen komisch, ist aber, kommt quasi aus der holl├Ąndischen Besiedlung durch die sogenannten Boeren, also die wei├čen Bauern, die S├╝dafrika besiedelt haben und hat dort die ersten Tageszeitungen damals rausgebracht. ├ťber lange Zeit das Gesch├Ąft mit Tageszeitungen dominiert in S├╝dafrika und dann auch sehr fr├╝h ins Classified-Segment gegangen. Warum sind es ausgerechnet Verlage, die diese Kleinanzeigen-Ventures anh├Ąufen? Das ist relativ logisch, man muss dazu wissen, dass sozusagen das Verlagseinkommen bestreitet sich aus Verkaufs- oder Distributionserl├Âsen, also wenn jemand wirklich Geld f├╝r die Zeitung zahlt am Kiosk, davon geht ein Teil an den Verlag zur├╝ck und der Rest ist das Werbegesch├Ąft und von dem Werbegesch├Ąft ist je nach Gesch├Ąftsmodell zwischen 30 und 50 Prozent vielleicht, kommt gar nicht aus den gro├čen bunten Anzeigen, sondern tats├Ąchlich auch aus den Kleinanzeigen, also dass Leute irgendwie Partnerschaftsanzeigen oder ihr Auto verkaufen wollen oder eine Wohnung suchen oder einen Job anbieten. Das ist ein relativ logisches Gesch├Ąft f├╝r Verlage traditionell gewesen und als diese Verlage sich der digitalen Transformation gewidmet haben, war es eigentlich eine sehr logische Konsequenz, zumindest im Nachhinein, zuerst sich diesen digitalen Kleinanzeigen-Gesch├Ąften zu widmen, weil das hei├čt eigentlich, ich druck die Kleinanzeigen jetzt statt in die Zeitung ins Internet und das ist die logische Fortsetzung des Gesch├Ąftsmodells auf digitale Weise und das haben diese drei, also Shipstead in Norwegen, Nespas in S├╝dafrika und Springer in Deutschland sozusagen am besten geschafft und gelten daher so ein bisschen als Rolemodels oder Posterboys, Posterchilds f├╝r diese Industrie und nat├╝rlich sind das auch die pr├Ądestinierten K├Ąufer f├╝r so ein Produkt wie eBay Kleinanzeigen und dazu hat, au├čerdem haben nat├╝rlich verschiedene Konsortien an Private Equity Playern darauf geboten, wirklich die gesamte Top Ten-Riege der Private Equity Player, die gro├č genug sind, um sich das leisten zu k├Ânnen. Also die Transaktion war jetzt 9 Milliarden Dollar gro├č und das Rennen gewonnen hat am Ende Adewinter, was wiederum quasi das Digitalgesch├Ąft von Shipstead ist. Sowohl Shipstead als auch Nespas haben ihr Digitalgesch├Ąft, also ihre Marktpl├Ątze und Classified Ventures an die B├Ârse gebracht, als einzelne Gesellschaft in einem sogenannten Spin-Off, also wenn man von der Hauptaktie quasi ein Teilgesch├Ąft abtrennt und dann bekommen die alten Aktion├Ąre Anteil durch Aktien und gleichzeitig k├Ânnen neue Leute sich in das reine Internetgesch├Ąft einkaufen, die zum Beispiel jetzt nicht ein Verlagsgesch├Ąft besitzen wollen und Adewinter ist wie gesagt das Onlinegesch├Ąft oder Digitalgesch├Ąft des norwegischen Verlags Shipstead und die haben f├╝r 9,2 Milliarden jetzt eBay Kleinanzeigen gekauft. Die kennen das Gesch├Ąft sehr gut, wie gesagt durch Le Boncoin, was unheimlich erfolgreich in Frankreich ist, durch Blockit in Schweden, was sehr erfolgreich ist und war. Der Preis ist sportlich nat├╝rlich, das m├╝sste so ganz rund zehnfache des Umsatz, 30 fache des Gewinns sein wahrscheinlich.
Genau. Warum geben die so viel Geld daf├╝r aus? Also ich als Konsument mag es eigentlich
nicht, also das Produkt. Mein Verdacht w├Ąre, sozusagen ich muss da im Kopf so ein bisschen trennen, was man von au├čen sehen kann, was man von au├čen sieht, wenn du jetzt Le Boncoin vergleichst mit eBay Kleinanzeigen, dann w├╝rde ich behaupten, dass eBay Kleinanzeigen zumindestens in einzelnen Verticals, also vielleicht im Auto-Bereich oder im Immobilien-Bereich oder im Job-Bereich noch untermonetarisiert ist. Also das ist ganz oft nur mit Google AdSense oder AdSense for Search monetarisiert und vielleicht hat, Spekulation, also ich kann das nicht wissen und wenn ich es w├╝sste, k├Ânnte ich es nicht erz├Ąhlen, aber vielleicht hat Adewinder einfach sozusagen die Traffic-Zahlen und die Monetarisierung mit ihren Gesch├Ąften in Schweden, ├ľsterreich und Frankreich verglichen und glaubt, das besser monetarisieren zu k├Ânnen, was dann nat├╝rlich das EBIT, also den Gewinn, sofort anheben w├╝rde und dann senkt sich quasi im Nachhinein der Akquisitionspreis oder wirkt im Nachhinein etwas rationaler. Das k├Ânnte der Grund sein. Abgesehen davon passt es halt gut zu ihrem Portfolio. Also teuer ist gerade eh alles, also Schn├Ąppchen gibt's nicht. So w├╝rde es am ehesten f├╝r mich Sinn machen. Und man muss auch sagen, wie gesagt, die Transaktion ist insgesamt halt mit 9 Milliarden sehr gro├č. Also ein Springer selber wurde ja gerade private genommen f├╝r weniger Geld. Da kann jetzt auch nicht jeder kleinere Verlag oder so nochmal ein Business f├╝r 10 Milliarden mit drankleben.
Ja, ich bin gespannt, wie das Produkt sich ver├Ąndert oder ob die jetzt die Preise anheben oder so und dann auf einmal entstehen neue Player, weil die Leute irgendwie ├╝ber eBay Kleinanzeigen das Zeug halt einfach kostenlos schnell weghaben wollen oder so.
Mein Eindruck ist schon, dass es beim Preis Spielraum gibt in einzelnen Verticals. Gleichzeitig hast du so ein bisschen Druck nat├╝rlich von Facebook, die auch versuchen mitmacht, ihr Marktplatzprodukt, obwohl das zumindest in Deutschland fast niemand nutzt. Das versuchen die nat├╝rlich sehr stark zu pushen. Theoretisch k├Ânnte nebenan auch ganz gut Fu├č fassen in dem Bereich noch. Also es ist auch nicht ganz ohne Risiko. Aber hat einen sehr guten Footprint. Sehr liquider Marktplatz. Ist schon schwer, den wieder zu ruinieren. Also das wieder kaputt zu bekommen, ist relativ schwer. Es besser zu monetarisieren ist, glaube ich, durchaus m├Âglich. Mit steigender Qualit├Ąt und Liquidit├Ąt.
Sag mal, bist du bei nebenan investiert?
Nicht mit Geld. Ich habe da mal geholfen. Warum?
Naja, weil du die ab und zu erw├Ąhnst und so erw├Ąhnst, als ob du sie sehr gut findest.
Ich will die ├╝berhaupt nicht pushen. Ich finde die aber tats├Ąchlich sehr gut. Und ich halte es f├╝r ein aussichtsreiches Unterfangen.
Du nicht? Hat es Nextdoor? Am Ende kopieren sie, oder haben sie ja Nextdoor kopiert. Und ich glaube, dass Nextdoor eine von den wenigen Startups aus Amerika sein wird, die es wahrscheinlich in Deutschland nicht schaffen.
Haben die sich schon zur├╝ckgezogen? Ich glaube, das ist jetzt ein bisschen die Corona-Konsequenz, dass viele US-Startups sich zur├╝ckziehen. Also ich frage mich, ob so ein Zip-Recruiter zum Beispiel wieder zur├╝ckgeht. Ob Nextdoor aufgibt auf Kontinentaleuropa. Robinhood hat am Montag, glaube ich, ihre UK-Expansion abgeblasen. Und damit ist klar, dass wenn sie UK nicht schaffen, dann werden sie Deutschland erst gar nicht anfassen, weil es regulatorisch noch komplizierter ist.
Die haben unseren Podcast geh├Ârt und haben dann gesagt, machen wir nicht.
Die schei├č Deutschen wieder. So viel Stress wollen wir nicht. Ja, bin gespannt. Aber es ist halt ein Modell, wenn du einmal bei einer der Plattformen Kunde bist, ist es unheimlich schwer, glaube ich, die Leute wieder zum Switchen zu bringen. Gerade wenn dein Konkurrent in einer Nachbarschaft schon 1800 Leute hat. Also ob dann die ersten 100 oder die ersten 200 zusammenbekommst, das hilft dir auch nicht mehr doll. Also ich glaube, da geht es wirklich um Geschwindigkeit und ein bisschen Authentizit├Ąt auch. Aber es ist ein Venture, wo ich jetzt erstmal nicht sehe, wie das die Welt schlechter macht.
Aber frag doch mal deine Freunde von nebenan, ob sie dir so ein bisschen Insights geben k├Ânnen ├╝ber Corona. Weil w├Ąhrend der Corona-Zeit hat man ja jetzt seine Nachbarn auch ein bisschen besser kennengelernt. Auf jeden Fall in der Stadt.
Ja, meine Aufgabe ist ja eher von au├čen dar├╝ber mutzuma├čen. Indiskretion ist ja nicht so mein Tagesgesch├Ąft.
Na gut, ich schreibe den Gr├╝nder auf LinkedIn an. Vielleicht kann ich irgendwas erz├Ąhlen.
Ich habe entweder Insights, dann kann ich nicht dar├╝ber reden. Und wenn nicht, versuche ich es von au├čen zu analysieren. Das sind meine zwei Wege.
Na gut, na gut. Podcast SEO angeblich, also ich wei├č nicht, was es mit SEO zu tun hat, aber wir sollen unbedingt G├Ąste einladen. Ja, machen wir bestimmt auch mal. Ja, aber wieso? Wir k├Ânnen doch einfach deren Namen in den Titel schreiben. Dann kriegen wir ja auch den Traffic.
Ja, und bewerben dann auch. Da steigt aber die Retention nicht. Das funktioniert ja nicht nach dem System, was ich vermute. Du kriegst da bestenfalls einen Einmalh├Ârer, der dann eine schlechtere Listener Experience hat. Wie schlecht ist SEO, dass du Leute mit Themen unlockst, die du dann nicht bedienen kannst? Und am Ende ist das heutzutage ja sogar sch├Ądlich f├╝r SEO.
Ja, au├čerdem, generell habe ich keine Lust auf G├Ąste, weil wir haben hier nur 75 Minuten. Ich habe nicht mal Lust auf dich. Also mal angenommen, wir laden jetzt hier einen Gast ein. Dann erz├Ąhlt er uns, wie toll er ist und alles. Und dann, wenn wir so ein bisschen kritische Fragen stellen, dann sagt er danach, ich wei├č nicht, k├Ânnen wir den vielleicht, k├Ânnt ihr das noch schneiden und so. Es macht alles viel komplexer.
Wo du gerade Schneiden erw├Ąhnst, wie viele Schneider-Requests hast du bisher von mir bekommen und wie oft hast du Dinge, die ich gesagt habe, also ├╝brigens immer, wenn man dieses Blub, Blub, Blub, Blub, Weinflaschen gr├Ąuschert, hat Philipp was ausgeschnitten bei der Postproduktion. Das wird nicht so einfach klar, glaube ich, von au├čen. Und wer ist gerade der Schnipperling hier in der Postproduktion und schneidet ├äu├čerungen von mir raus?
Ja, also weil du dich am Anfang nicht benommen hast. Aber ich w├╝rde auch, das stimmt auch nicht immer. Im Gegensatz zu mir, ich trinke ja immer ein Glas Wein, du trinkst ja immer die ganze Flasche. Ich trinke immer nur ein Glas. Ich glaube, Listener Experience, wir verlieren den Kunden hier.
Wir sagen dem Gast einfach, dass nicht geschnitten wird. Die sind so eine Publicity-Huren, dass sie sich trotzdem daf├╝r bereitstellen.
Ja, aber die will doch keiner h├Âren. Also der zweite Punkt, den ich h├Ątte, OMR feiert heute die 300. Folge. Also Philipp Westermeyer hat jetzt hier 300 Podcast-Folgen. Wenn wir dar├╝ber jetzt noch zwei Minuten reden, meinst du, wir k├Ânnen dann OMR in den Titel schneiden?
Ja, super Idee. K├Ânnen wir Gl├╝ckwunsch zur 300. Folge OMR reinschreiben.
Ja, weil ohne OMR w├╝rde es uns und diesen Podcast eigentlich nicht geben.
Das kann man absolut so sagen. Wollte ich n├Ąmlich gerade sagen, dass ich glaube, OMR ein gro├čes Verdienst hat f├╝r die Entwicklung der Podcast-Szene in Deutschland insgesamt. Wir w├Ąren ja nat├╝rlicherweise, w├Ąre auch OMR unsere erste Adresse, wenn wir sozusagen ein Netzwerk br├Ąuchten, suchten und wenn wir sozusagen Werbung nicht kategorisch ausschlie├čen w├╝rden im Moment, dann h├Ątten wir das sicherlich auch bei OMR gemacht, oder? Das ist f├╝r mich der nat├╝rliche Hub f├╝r das Thema Podcast. Und wie gesagt, haben Sie viel getan und verdienen unsere Gl├╝ckw├╝nsche zum 300. Geburtstag.
Ja, ich habe den Podcast noch nicht geh├Ârt, aber ich kann ihn nur empfehlen. Weil du ihn nicht geh├Ârt hast. Sollte ich das schneiden? Das lasse ich drin. Wir haben noch zwei, drei Themen. Ein Thema k├Ânnen wir ein bisschen abk├╝rzen. Also, IDFA, Apple hat announced, dass sie im September mit dem sch├Ânen iOS 14 eigentlich mal sch├Ân die Werbeindustrie ein bisschen ├Ąrgern. Also, es gibt ein Advertiser-ID bei Apple, die sagt eigentlich vor allem den ganzen, die halt Downloads kaufen, oder auch den ganzen Games in den Apps, was so los ist. Im Gegensatz zu Google ist Apple ja eher so f├╝r Privacy. Und die scheinen irgendwie alles zu tun, damit die reichen iOS-iPhone-Nutzer ihre Ruhe haben und jetzt keine Werbung mehr bekommen von irgendwelchen Games oder so. Weil, wie man sich das vorstellen kann f├╝r den Endnutzer, also ab September sieht es so aus, dass wenn man eine App aufmacht, und da sind SDKs von anderen Apps drin und so, dann kommt da so eine sch├Âne Box, die dann sagt, die App w├╝rde gerne dich tracken, oder halt also, the app would like permission to track your Access-Apps and websites owned by other companies. So ein bisschen wie diese Cookie, wie hei├čen die? Consent-Cookie-Boxen auf Webseiten. Und die Annahme ist halt, also, das Ding sieht so b├Âse aus, dass das einfach keiner macht. Also, dass man auf einmal nur noch so bis maximal 20 Prozent irgendwie an Daten bekommt. Und ja, du hast wieder viele Artikel gelesen, ein paar davon kommen in die Shownotes. Ich habe mich mit zwei Leuten unterhalten. Einer in der Gaming-Szene, der m├Âchte nat├╝rlich unbekannt bleiben, und einer, der hei├čt Andr├ę, und der hat mal bei LoWu Marketing gemacht. Und der lebt jetzt so den Traum von vielen digitalen Nomaden, wohnt in Spanien und hat so eine kleine Agentur, mit der er jetzt Online-Marketing macht. Der Gamer hat mich verwiesen auf einen Artikel, den werde ich auch noch verlinken, ├╝ber so einen Game-Producer, der erz├Ąhlt, der so ausgepackt hat. Und das zeigt einfach, ja, wie viel Daten, die einfach, also wie die halt die Nutzer profilen.
Kannst du mal wiedergeben, was der ausgepackt hat, oder war das auf Englisch?
Naja, also, die haben halt so 30 SDKs da drin und sammeln sich halt alle Daten zusammen so. Das geht halt jetzt nicht mehr. Und ja, eine kleine Anekdote daraus, also nicht aus der, also vielleicht hat mir diese Geschichte irgendjemand erz├Ąhlt, aber wenn du zum Beispiel von einem Nutzer wei├čt, dass er sich in irgendeiner, also dass er sichererweise in einer Dating-App Single ist, dann kannst du ihm verkaufst du ihm wahrscheinlich irgendwie andere Sachen in den Games als wenn er irgendwie mit jemandem zusammen ist. Oder je nachdem, was f├╝r einen Sex er hat und und und. Und so funktionieren halt die Games. Das ist f├╝r uns irgendwie keine ├ťberraschung. Aber wenn man sich jetzt ├╝berlegt, so ... Und ich wei├č dann auch nicht, ob der die App schon installiert hat.
Oder kann ich dann auch targeten irgendwie Leute, die 20 Tage nicht aufgemacht haben und sowas? Oder das geht alles verloren, oder?
Ja, individuell kannst du glaube ich schon noch Sachen machen. Und Apple baut jetzt auch wieder ihr iAd-Netzwerk auf und gibt ein eigenes SDK raus oder so. Aber generell ist jetzt sehr viel Ungewissheit in dem Markt. Und so, also es gibt halt verschiedene Leute, die sich irgendwie fragen, wie das in Zukunft aussieht. Die ganze Gaming-Industrie halt, die davon lebt, irgendwie das Maximale aus dem Nutzer raus zu monetarisieren. Dann die ganzen Anbieter, also MMPs, Mobile Measurement Partners, sowas wie Adjust, wo man halt einfach guckt, okay, ├╝ber welchen Kanal, ├╝ber wen kann ich am besten Online-Marketing machen oder halt App-Downloads machen. Die sind eigentlich ... Die braucht man eigentlich nicht mehr. Die k├Ânnen auf jeden Fall nicht mehr ihre Preise von fr├╝her irgendwie announcen. Und man fragt sich nat├╝rlich auch, was das irgendwie f├╝r Facebook und so bedeutet. Weil Facebook macht glaube ich 70% irgendwie mit App-Downloads, so. Also sind einige Fragezeichen. Die Frage ist auch, ob Apple irgendwie im Hinterzimmer vielleicht irgendeinen Deal macht. Keine Ahnung. Oder ob es halt tats├Ąchlich, ob Apple tats├Ąchlich irgendwie gegen Apple vorgehen m├Âchte und einfach sagt, okay, wir wollen nicht mehr, dass ihr irgendwie so spielt, wie ihr aktuell spielt. Und wir w├╝rden lieber, dass die Leute die Downloads ├╝ber unseren Shop einfach kaufen oder ├╝ber unser Netzwerk.
Das scheint auf jeden Fall lukrativer f├╝r Apple. Also ich glaube, was offensichtlich ist, das ist kein R├╝ckenwind f├╝r so ein Adjust oder Retargeting-Anbieter wie Criteo oder fast alles in dieser ... Es gibt ja dieses Lumascape-Ecosystem, wo man das Display, k├Ânnen wir auch mal verlinken, das Display-Marketing-Ecosystem eigentlich sieht, die meisten Player davon sind eher advers dadurch betroffen, also profitieren davon nicht. Im Gegenteil. Weil einfach ja die Gesamteffizienz mit weniger Daten sozusagen in der Branche, die Gesamteffizienz geht ja runter, wenn du weniger Daten hast. Gleichzeitig ist es ein gro├čer Trend, die ganzen Browser-Anbieter, Mozilla, Google, schlie├čen Third-Party-Cookies aus. Das hei├čt, insgesamt wird Tracking schwerer. Andererseits, da glaube ich, ein bisschen an die Innovationskraft der Firmen, dass man das dann eben doch mit Fingerprinting oder durch das Expolieren, wie hei├čt das? Extrapolieren, oh Gott, oh Gott. Durch das Extrapolieren der Daten es dann wieder hinbekommt, auch wenn du 20% Stichprobe hast, dann kannst du eigentlich ja relativ gut das immer noch sozusagen ausdehnen auf die restlichen Nutzer und zumindest schlauer raten, also weniger falsch liegen. Das hei├čt, sowas wird nat├╝rlich ein Adjust und die Attribution-Anbieter versuchen, dass sie sozusagen aus weniger Daten mehr machen, oder zumindest dass es keine Blackbox, sondern eine graue Box wird. Ich bin auf jeden Fall dabei, dass Facebook immer am meisten leidet. Also wenn Privacy besser wird, hat den gr├Â├čten relativen Schaden immer Facebook. Ich glaube, das sind auch die drei Motive von Apple. Also das eine ist, Privacy ist eine super USP f├╝r Apple, weil sie die einzigen sind, die die anbieten k├Ânnen. Die anderen Businesses basieren alle auf Daten und Tracking. Das hei├čt, das ist was, was jedes andere Business lebt von Daten und Privacy ist das einzige, was Apple anbieten kann, wenn sie eben noch keinen Gewinn daraus schlagen aus Daten. Und gleichzeitig ist auch der gr├Â├čte Schwachpunkt oder die offene Flanke der Konkurrenten, dass wann immer Apple die Privacy-Richtlinien erh├Âht, verschlechtert sich eigentlich automatisch das Gesch├Ąftsmodell von Google und Facebook. Das ist so ein bisschen, als wenn Apple ein Auto bauen w├╝rde, was aus Sicherheitsgr├╝nden nur 50 kmh f├Ąhrt und alle anderen haben Autos, die 250 fahren, aber je mehr von den 50 kmh Autos auf der Stra├če sind, desto seltener schaffst du es, 250 zu fahren, weil die Stra├če verstopft ist. Und Apple baut jetzt quasi diese sicheren Autos. Und man muss sich ja vorstellen, iPhone ist so zwischen 30 und 40 Prozent Verbreitung, sch├Ątze ich, weltweit, aber von den 600 Millionen Apple-Nutzern, das sind nat├╝rlich 85 Prozent der Kaufkraft wahrscheinlich der Welt. Das sind die super reichsten Leute der Welt relativ gesehen und Philipp Gl├Âckler, die ein iPhone besitzen. Und du bist quasi Herr oder der Zuh├Ąlter von einem gro├čen Teil der Kaufkraft im Internet. Und irgendwann werden sie vielleicht versuchen, auch daraus wieder ÔÇô also erstmal schneiden sie sozusagen andere Anbieter, die mit diesen Nutzern Geld verdienen wollen, von ihrer Audience ab, was Sinn macht, wenn du die irgendwie ein bisschen exklusiv bespielen kannst. Gleichzeitig denke ich, dass sie irgendwann auch wieder f├╝r Geld Zugang zu der Audience gew├Ąhren werden. Und im Moment, das hast du vollkommen richtig gesagt, glaube ich, ist das der App Store. Relativ gesehen ist immer vorteilhafter, die Nutzer ├╝ber den App Store zu erreichen, die Apple-Nutzer, je schlechter alle anderen Kan├Ąle werden im Tracking oder in der Transparenz. Das hei├čt, am Ende musst du sie ├╝ber den App Store erreichen und da zahlst du dann eventuell Werbeausgaben an Apple und sowieso die 30% Tax quasi auf den App Store, wann immer jemand was dort r├╝berkauft. Und das andere gro├če Thema, warum das f├╝r Apple so wichtig ist, ist, glaube ich, dass Apple sozusagen, obwohl sie eine dieser drei super hochbewerteten Firmen mit anderthalb Trillionen Dollar sind, sind sie letztlich gr├Â├čtenteils noch gepriced wie ein Hardwarehersteller, weil nur 20% ihrer Ums├Ątze kommen aus dem sogenannten Services-Bereich, also irgendwie iTunes, Apple TV, mi.com, iCloud und all dieses oder der App Store nat├╝rlich auch zum gro├čen Teil. Und wenn sie schaffen, diese Service-Revenues von 20 auf 40 oder vielleicht sogar 50% zu erh├Âhen, dann werden sie mit Sicherheit doppelt, wenn nicht dreimal so viel wert als Unternehmung, weil sie dann nicht mehr wie ein Hardwarehersteller, auch wenn das Hardwaregesch├Ąft schon f├╝r einen Hardwarehersteller extrem margenstark ist bei Apple, trotzdem noch margenst├Ąrk oder noch skalierbarer mit der entsprechenden Fixkostendigression und so weiter w├Ąre es halt, ein Service- oder SaaS-Business oder Subscription-Business zu haben. Und je mehr Geld sie entweder den Nutzern oder den Leuten, die Zugang zu den Nutzern haben wollen, sozusagen ├╝ber Services aus dem Kreuz leihen k├Ânnen, desto wertvoller wird Apple werden letztlich.
Ich frage mich halt ein bisschen, wie die App-Entwickler das so sehen, weil eine Geschichte war, was man jetzt wahrscheinlich kurzfristig sehen wird, ist, dass Logins wesentlich fr├╝her kommen. Wesentlich fr├╝her wird nach der Telefonnummer und nach der E-Mail gefragt, um dann ein Matching zu machen. Wenn man halt eine Telefonnummer hat, kann ja WhatsApp, Facebook hat ja ein paar Telefonnummern. Was allerdings Apple halt auch macht, ist, dass sie halt sehr hart auf Apple Login, Apple Pay und so gehen, was f├╝r den Endnutzer ja auch recht convenient ist. Also ich habe heute mobile was gekauft, es w├Ąre einfacher, wenn ich es mit Apple Pay bezahlt h├Ątte und meine Anschrift und alles ist drin. Also als Endkunde n├╝tzt mir das was, aber wenn du Apple Login in der App und so hast, kriegst du auch nicht mehr die richtige E-Mail-Adresse und die richtige Telefonnummer, sondern es ist alles gehasht. Am Ende hast du ├╝berhaupt keinen Kundenkontakt mehr zu deinem Kunden und musst noch 30% abgeben.
Ja, das ist eine extrem schlaue Intermediation. Also, dass du dich zwischen den Kunden und den Verk├Ąufer der Dienstleistung oder des Produkts stellst. So stellst du sicher, dass du immer eine Steuer darauf bekommst, so wie in Google zum Beispiel.
Ja, das ist schon auf jeden Fall eine Nummer. Und das andere, was eine Annahme war, war, dass halt so ein Netflix k├Ânnte ja jetzt zum Beispiel irgendwie so ein bisschen Druck aufbauen, indem sie manche Filme erst sp├Ąter auf Apple releasen.
Aber vergraulst du damit nicht deine wertvollsten Nutzer? Und gibst denen einen Grund, direkt zu Apple TV zu gehen dann?
Ja, die Frage ist so ein bisschen, also Apple wird wahrscheinlich das durchziehen. Auf jeden Fall. Die haben das ja mit dem Browser schon gemacht, da haben sich nicht wirklich viele beschwert und so. Die machen ihr Ding. Die Frage ist, wird irgendeiner halt irgendwelche Tipps und Tricks machen, um Apple zu zeigen, dass sie sich vielleicht doch ein bisschen anders benehmen sollten?
Ich sch├Ątze, ich glaube nicht, dass irgendjemand gerade die Macht hat. Was die alle machen werden, ist, die werden irgendeine Lobbyvereinigung gr├╝nden und denen das Geld hinten reinstecken, damit sie in der EU, Indien und in den US die Regulatorik f├╝r einen App Store beeinflussen und sagen, es ist unfair, dass man 30% Steuer auf jegliche Ums├Ątze im App Store, also f├╝r einen Spotify oder Netflix ist das ja wirklich brutal. Also wenn du da die Pro-Nutzer-Ums├Ątze anschaust, dann fragst du dich, warum die so g├╝nstig sind, also warum das Unternehmen so wenig verdient, weil wir zahlen da irgendwie 100 Euro im Jahr und warum kriegt das Unternehmen dann doch nur irgendwie 60, 70 und es ist halt, weil 30% gar nicht ankommen. Also ich glaube, die versuchen es eher auf dem regulatorischen Weg. Ich glaube, es wird nicht einfach, also ich sehe es keinesfalls als gegeben, dass man das gewinnt, aber ich glaube nicht, dass einer sich sozusagen einzeln mit Apple anlegt gerade, weil wie gesagt, die besitzen 85%, wenn nicht 90% der kaufkr├Ąftigsten Nutzer und k├Ânnen die mehr oder weniger abschlie├čen vom Rest des Internets oder von anderen Playern. Ich sehe nicht, wer da in der Lage w├Ąre, also bestimmt nicht ein Netflix oder ein Spotify, die auch direkt konkurrieren mit Apple.
Vielleicht sollten wir mal einen Podcast machen, wie super wir Apple finden, damit Apple uns im iTunes featured.
Vielmehr schwer, aber
meinst du das? Na gut, das mache ich irgendwann mal, wenn du krank bist.
Deine n├Ąchste Hausaufgabe ist mir ├╝brigens noch nicht eingefallen. Als n├Ąchste Hausaufgabe kannst du doch mal das Buch lesen von diesem Apple App Store Typen, dem Deutschen, der da alle Geheimnisse verr├Ąt und dann verr├Ątst du sozusagen im Rahmen des Zitats rechts und dabei das Buch anpreisend, verr├Ątst du dann ein paar der gro├čen Tricks und was du dabei gelernt hast. Das w├Ąre eine gute Hausaufgabe, also wenn du. Ja, genutzt. Also danach kann ich nie mehr
nur irgendwas mit Apps machen wahrscheinlich. Aber schick mir das Buch und ein paar Flaschen Wein f├╝r die n├Ąchste Folge und ich schau rein.
N├Ąchste Folge, als wenn, wir wissen noch, das dauert ein Quartal. Also erstmal machen wir Podcast SEO noch fertig und dann deine n├Ąchste Aufgabe, wenn du der Meister des Podcast SEOs bist, dann kommt App Store Optimierung dazu. Top.
Erz├Ąhl du mal was ├╝ber Google, da kennst du dich wenigstens ein bisschen mit aus. Da gab es doch hier Earnings und so, ne? Die kommen n├Ąchste Woche am 30.7.
glaube ich. Die werden, ich glaube was absehbar ist, dass durch sozusagen den Totalausfall der Reisebranche und die weniger Ausgaben in den anderen Werbebereichen wird der Umsatz wahrscheinlich im Vergleich zum Vorjahr im Suchbereich zumindest leicht schrumpfen, w├╝rde ich vermuten. Also das glaube ich das erste Mal, ich wei├č nicht ob 2008, ich glaube nicht mal 2008 ist geschrumpft. Das hei├čt das erste Mal wird der Umsatz leicht schrumpfen im Suchgesch├Ąft. Es wird so ein bisschen rausgerissen vom Cloud-Gesch├Ąft und von YouTube, die weiter wachsen. Ich w├╝rde vermuten entweder Nullwachstum oder leicht negativ. Was dann wiederum hei├čt, dass von der Profit-Margin oder Operating-Margin von Google fast nichts ├╝brig bleibt. Also sie werden keinen Verlust betreiben, aber auch keinen gro├čen Gewinn, vielleicht wenige Milliarden die ├╝brig bleiben, weil sie die Fixkosten ja nicht abbauen k├Ânnen. Google hat kaum flexible Kosten oder variable Kosten, sondern der Gro├čteil der Kosten sind Data-Centers und Entwickler und die entl├Ąsst du ja jetzt nicht. Das hei├čt die Kosten bleiben die gleichen, wenn 20% des Umsatzes fehlt und deine Profit-Margin 20% ist, dann m├╝sstest du an die Grenze der schwarzen Null theoretisch geraten. Das w├╝rde ich vermuten, was jetzt kommt. Was ein bisschen schade ist, ist, dass es das Hauptproblem von Google ├╝berdeckt, weil die werden dann sagen, das sind alles Corona-Effekte. Das tats├Ąchliche gr├Â├čere Problem von Google ist, glaube ich, dass der Kernmarkt, n├Ąmlich Suche, immer weniger w├Ąchst. Und ich glaube, im Nachhinein ist das eigentlich auch der Grund, warum sie vor wenigen Jahren das Business von Google in Alphabet umgenannt haben, weil sie eigentlich zu dem Zeitpunkt schon wussten, dass Suche schon bald nicht mehr das gr├Â├čte oder zumindest nicht das dominante Gesch├Ąft bei Google sein wird. Weil was passiert ist, glaube ich, so ein bisschen das, was man immer mit den Marktpl├Ątzen und Cracks List sagt. Es gibt so eine Folie von Greylock, die hei├čt Disruption of Classifieds, also wo Cracks List, ein gro├čes Kleinanzeigen-Gesch├Ąft in den USA, gezeigt wird und dann wie jede Kategorie eigentlich einen eigenen Marktplatz bekommen hat. Und das Gleiche passiert so ein bisschen mit den Suchverticals bei Google, glaube ich. Das hei├čt, dass wenn du ein Hotel suchst, gehst du eigentlich nicht mehr zu Google, sondern du wei├čt genau, wo man die besten Preise oder die beste User Experience f├╝r Hotels bekommt. Das Gleiche gilt f├╝r Produkte. Du gehst zu Amazon oder Idealo, wenn du ein Produkt suchst. Das Gleiche gilt vielleicht f├╝r Fl├╝ge. Da hat jeder seinen pr├Ąferierten Flugsucherplayer. Und eigentlich in diesen hoch profitablen Verticals, also da, wo auch eigentlich viel Geld ausgegeben wird traditionell, dort wird Google immer schw├Ącher, weil die Leute ihre sogenannten Destination Sites, also den Primus in dem Vertical, im Kopf haben und nicht mehr Google brauchen, um diese Transaktionen im Internet zu t├Ątigen. W├Ąhrend fr├╝her man Google eher so als Navigationssystem f├╝r alles benutzt hat. Das hei├čt, Google verliert so nach und nach ganz viele Verticals und die Suchen insgesamt stagnieren wahrscheinlich, aber vor allen Dingen diese transaktionalen, kommerziellen Suchen, w├╝rde ich behaupten, sind sehr, sehr wahrscheinlich r├╝ckl├Ąufig. Und ich glaube, vor dem Hintergrund muss man auch viele der Ma├čnahmen sehen, die wir in der Vergangenheit als antikompetitiv, oder die auch von der EU als antikompetitiv festgestellt worden sind, dass das letztlich auch defensiven Charakter hatte, n├Ąmlich dass sie gemerkt haben, dass ihnen im Shoppingmarkt, im Reisemarkt und so weiter die F├Ąlle einfach wegschwimmen und sie auch irgendwie schaffen m├╝ssen, ein besseres Produkt zu bauen, was sie dann aber nie gemacht haben, sondern sie haben ein schlechteres Produkt oben dr├╝ber gestellt und dann wurden dann daf├╝r zurecht quasi ger├╝gt von der Europ├Ąischen Kommission. Was sie jetzt machen nochmal, so als meiner Meinung nach einer der letzten Versuche im Shoppingbereich ist, dass sie, sie haben ja schon die Teilnahme an Google Shopping kostenfrei gestellt vor einem Monat oder zwei und jetzt machen sie sogar die Teilnahme an Google Marketplace, also Buy on Google hei├čt das, aber das ist letztlich wie ein Marketplace, also wo du ohne Kontakt zum H├Ąndler auf Google das Produkt kaufst und der H├Ąndler verschickt es dann. Und obwohl bei Google da nat├╝rlich Paymentkosten und so weiter anfallen, ist das f├╝r den Kunden, also den Verk├Ąufer und den K├Ąufer kostenlos. Da muss man sich jetzt eigentlich auch fragen, ist das nicht Dumping oder Predatory Pricing, wenn die sagen, wir bieten dieses Produkt kostenfrei zus├Ątzlich an, wenn ich jetzt ein Amazon Ideale oder Rakuten oder einer der Marktpl├Ątze bin, ein Real-Hit-Meister, was wei├č ich, dann ist das aus meiner Sicht nat├╝rlich auch wieder kompliziert, dass die, was jeder irgendwie mit ein, zwei, drei Prozent bepreisen muss, einfach kostenlos anbieten. Aber ich glaube, das Ziel ist relativ klar, nochmal versuchen irgendwie diese Kategorie nicht komplett an Amazon zu verlieren, weil im Moment sieht es so aus, dass Amazon die nicht nur gewinnt, sondern bei Weitem gewinnt. Und da ist, ich glaube, letztes Jahr da auch so ein Strategiepapier, also das Papier selber ist nicht rausgekommen, aber sozusagen die Information, dass es bei Google Meetings gab, in denen eine Gegenstrategie zu Amazon beschlossen oder besprochen wurde, war relativ klar und die gab es auch f├╝r andere Wettbewerber von Google, dass man sozusagen konkret sich der Bedrohung durch bestimmte Seiten, bestimmten Verticals gewidmet hat. Und jetzt versucht man halt, das Shopping-Produkt nochmal zu gewinnen, indem man die H├Ąndlerbasis deutlich ausweitet, indem alles kostenlos ist und nat├╝rlich rekrutiert man so auch die H├Ąndler, die vielleicht morgen auch Geld ausgeben werden, um dann doch mehr Sichtbarkeit zu kaufen bei Google. Ich halte es, Shopping ist seit Anfang an eigentlich ein Rohrkrepierer. Google Shopping lebt allein davon, dass es eben in die horizontalen Suchergebnisse eingeblendet wird. Das hei├čt, wenn du irgendwas suchst, wird Shopping automatisch in der horizontalen Suche platziert. Wenn nicht, h├Ątte Shopping unter einen Prozent Marktanteil, weil niemand aktiv dieses Produkt nachfragt oder den Shopping-Reiter klickt. Wei├č jeder aus seiner eigenen Erfahrung wahrscheinlich, dass das nicht oft vorkommt. Und dann hat Google noch was anderes Spannendes gemacht und zwar da ist unsere Prediction oder unser Thema vom letzten Mal tats├Ąchlich schneller relevant geworden, als wir uns h├Ątten vorstellen k├Ânnen. Und zwar hatte ich letztes Mal ja gesagt, dass Google Maps und Google Discover, die am weitesten untermonetarisierten Verticals bei Google noch sind und dass insbesondere Google Local oder Google Maps sich immer mehr als Navigationssystem eigentlich f├╝r die Offline-Welt durchgesetzt hat und da Google wahrscheinlich mehr tun wird, um das besser zu monetarisieren, auch weil das Hauptgesch├Ąft eben nicht mehr w├Ąchst. Und just letzte Woche hat Google ein Produkt gelaunched in den USA, dass Google Guaranteed Batch hei├čt. Das ist ein kleiner Orden, also ein Batch, der sagt, dieses Business oder dieser H├Ąndler ist, also es geht dabei um lokale Businesses, die man typischerweise in Google Maps sehen w├╝rde, also ein Friseur, ein italienisches Restaurant, ein Steuerberater. Und wenn ich sozusagen an diesem Google Guaranteed Programm teilnehme, zahle ich 50 Euro im Monat und bekomme daf├╝r so ein gr├╝nes H├Ąkchen, also so wie der Twitter-Blauhaken eigentlich, an mein Profil ran. Und was das nat├╝rlich beim Nutzer hinterl├Ąsst, ist, jeder, der diesen gr├╝nen Haken nicht hat, sieht aus wie ein verlassenes Business. Also da frage ich mich dann, gibt es das ├╝berhaupt noch, sind die ├ľffnungszeiten aktuell? Das hei├čt, sobald da einige Businesses mitmachen, und die ersten wurden von ihren Agenturen bestimmt schon kontaktiert, wie wichtig das ist, da die 50 Euro auszugeben, oder 50 Dollar, sobald die ersten da mitmachen, entsteht eigentlich f├╝r alle anderen automatisch ein Riesensaug. Du musst diese 50 Dollar f├╝r das Guaranteed-Badge ausgeben, ansonsten wirst du vielleicht nicht unsichtbar, aber du siehst einfach nicht, oder hast nicht den gleichen Eindruck von Legitimit├Ąt wie die anderen Businesses, die dieses Badge haben. Im Zweifel werden die entweder direkt oder durch das User-Verhalten dann auch sehr schnell h├Âher gerankt als die anderen innerhalb von Maps, weil die nat├╝rlich mehr Klicks bekommen, popul├Ąrer oder attraktiver wirken, und es wird damit eigentlich zur Zwangsabgabe. Du kriegst da quasi keine Gegenleistung. Also die Gegenleistung ist, dass die Kunden bis zu 2000 Euro versichert werden, aber meiner Meinung nach ist das ein Produkt, das der Markt ├╝berhaupt nicht nachfragt. Also ich als Nutzer brauche ├╝berhaupt keinen K├Ąuferschutz im Offline-Gesch├Ąft. Die Sterne bei Google Maps sagen mir eigentlich gut genug, ob das irgendwie Legit ist, das Business, oder nicht. Und gleichzeitig hat, glaube ich, kein H├Ąndler nachgefragt, dass er 50 Euro ausgeben m├Âchte, damit, wenn er sich richtig schei├če verh├Ąlt, der Kunde das Geld wiederbekommt. Das wird ein guter H├Ąndler auch gar nicht machen. Das hei├čt, Google hat jetzt quasi keine Steuer, sondern eine Abgabe auf die Teilnahme an Maps erhoben, die zur Zwangsabgabe wird f├╝r jedes Business, das bisher seinen Vermieter, den Stromversorger und das Wasserwerk bezahlt hat, muss jetzt au├čerdem noch Google 50 Euro Schutzgeld im Monat abdr├╝cken. Wof├╝r es aus meiner Sicht, aus Gesch├Ąftssicht keine Alternative gibt, also das nicht zu machen, hei├čt letztlich, du verzichtest langfristig auf Traffic von Google Maps. Oder du wirst nur noch aufgefunden von Leuten, die dich explizit finden wollen und selbst die fragen sich, wenn du den gr├╝nen Badge nicht hast, ob du ├╝berhaupt noch aufhast, oder ob du dein Business noch weiter betreibst. Und in Deutschland haben wir 3 Millionen KMUs, wenn das ein Drittel macht, ist das eine Million. In den USA sind es ungef├Ąhr 10 Mal so viele, also 10 Millionen mal 600 Euro im Jahr sind immerhin 7 Milliarden Revenue f├╝r Google insgesamt. Also das w├Ąre sehr, und wie gesagt, dem stehen eigentlich keine Kosten gegen├╝ber, das vertreibt sich fast von alleine. Und bei den 7 Milliarden Revenue im Jahr, also das Subscription Revenue, das hei├čt, das bleibt j├Ąhrlich bestehen. Und das ist nur der Anfang, weil dieses Google Guaranteed Badge bekommst du nur, wenn du dich ├╝ber die Google My Business Plattform f├╝r die Google Ads Produkte anmeldest. Das hei├čt, du bekommst erstmal diesen Badge, aber du bist automatisch in der Ads Plattform drin, und nat├╝rlich bekommst du dann w├Âchentlich Mails, wie viel mehr Besucher du haben k├Ânntest, wenn du jetzt noch eine Discover Kampagne dazu schaltest, womit ich dann ins Discover Feed und Gmail und YouTube reinkomme, oder eine Local Kampagne dazu schaltest und so weiter. Das hei├čt, das zus├Ątzliche Ad Revenue aus dem Local Bereich wird dadurch auch noch steigen. Das hei├čt, Google Maps wird deutlich besser monetarisiert werden in Zukunft, das ist nat├╝rlich ein super spannendes Gesch├Ąft f├╝r Google, da endlich sozusagen das Payback aus Google Maps sich zu holen. Andererseits ist nat├╝rlich h├Âchst bedenklich, wenn jedes, wirklich jedes Mom-and-Pop-Business 50 Dollar im Monat an Google abdr├╝cken muss, einfach nur, damit der T├╝rsteher quasi vor der T├╝r verschwindet, oder der Hells Angels Rocker vor der T├╝r verschwindet, und du wieder Kunden aus Google Maps haben kannst. Und das gr├Â├čte Problem langfristig ist damit, dass wenn ich, sagen wir mal, einen deutschen Friseur 50 Euro klaue, oder was hei├čt klaue, wenn ich 50 Euro Abgaben von denen erh├Âhe, erhebe, dann, und das landet bei Google in Irland, dann mache ich volkswirtschaftlich gesehen aus steuerbarem Einkommen, n├Ąmlich der Friseur hat da seine Gewerbe- und Einkommenssteuer drauf bezahlt, zu Digitaleinkommen mit einem marginalen Steuersatz von 1 bis 2 Prozent, oder auf was Google das im Moment runtergedr├╝ckt bekommt, was durch Irland und die Bahamas und was wei├č ich durchl├Ąuft, und wenn die gro├čen Plattformen immer mehr Geld sozusagen als Abgaben oder als Toll, wie sagt man das auf Deutsch, der Br├╝ckenzoll, oder die Zug├Ąnglichkeit des Businesses im Internet ├╝berhaupt, wenn da immer mehr Geld erhoben wird, was sozusagen aus bisher steuerbarem Einkommen in dann nicht mehr steuerbares Einkommen, oder nicht mehr in der EU steuerbares Einkommen geht, haben wir langfristig ein Riesenproblem mit der Staatsfinanzierung auch, weil wer soll denn die Steuern noch zahlen, wenn die Margen der Businesses alle zu den Plattformen gehen, oder sie sterben, weil bei Amazon sterben sie eher, bei Google m├╝ssen sie halt den Zoll entrichten, das halte ich f├╝r sehr bedenklich
langfristig. Wann glaubst du denn, wann Werbung in Google Maps kommt? Es gibt schon, sieht man auch sehr stark,
ich glaube, das sieht fast so aus, ich kenne ihn tats├Ąchlich im Grund nicht, m├╝sste man auch mal einen Experten fragen, kannst du ja mal dein Telefonbuch durchbl├Ąttern, ich habe das Gef├╝hl, dass es eine Art Agenturprogramm oder so gibt, was es f├╝r Jext und Uberall deutlich attraktiver macht, diese Kampagne nochmal zu bewerben. Also entweder hat man denen Ad Credits gegeben, das k├Ânnte es sein, dass sie bei Corona, haben einzelne Businesses ja so Ad Credits bekommen, so weil Google gr├Â├čtes Verst├Ąndnis und Mitgef├╝hl f├╝r die Notlage der Unternehmen hatte, haben sie fast jedem Advertiser Ad Credits einer gewissen H├Âhe gegeben und vielleicht gibt es Agenturen, die dann anrufen und sagen, wir helfen euch mal bei Google Maps eure irgendwie 300 Dollar Ad Credits zu verschleudern, weil du siehst eigentlich fast f├╝r jeden Begriff, den du gerade suchst offline, relativ schnell Anzeigen von Businesses, die du vielleicht selber kennst, wo du nicht denken w├╝rdest, dass die selber Google Advertising machen. Wenn einer die L├Âsung kennt, gerne an uns schreiben, w├╝rden wir gerne besser verstehen. Aber es gibt schon relativ viel Local Work und die wird jetzt nur mehr werden. Also durch dieses Google Guaranteed Badge kommen die Leute auf die Plattform, entrichten da erstmal ihre Abgaben und dann wird ihnen auch noch angeboten, gegeneinander zu bieten, um dann sozusagen der oberste der Italiener oder der oberste der Friseure in der lokalen Suche zu sein, sodass dann eben nicht mehr nach Entfernung oder Reviews geordnet wird, sondern auch das sozusagen ein Biddable Marketplace wird.
Witzig, mir ist auf Google Maps, also ich bin Google Maps Nutzer, auch nicht angemeldet, aber ich nutze die App echt viel, mir ist nur nicht einmal Werbung aufgefallen.
Die ├Ąlteren Leute erkennen das oft auch nicht mehr.
Wir haben in der letzten Folge schon klargestellt, dass du 20 Jahre ├Ąlter bist.
Also ich sehe auf jeden Fall vermehrt Werbung. Es gibt jahrelang schon welche, aber die hat sich deutlich erh├Âht. Und wird, wie gesagt, weiter zunehmen. Das wird der gr├Â├čte Trend bei Google in den n├Ąchsten zwei, drei Jahren wird die Monetarisierung von Google Maps sein und von Gmail und YouTube und allen anderen leicht untermonetarisierten Produkten und das Discover Feed nat├╝rlich. Damit wird Google versuchen, so ein bisschen aus dem Kerngesch├Ąft noch rauszuholen. Insgesamt, glaube ich, ist das aber strukturell, also gerade das Suchgesch├Ąft, also das sagen wir mal, Suche au├čerhalb von Local, bin ich mir sehr sicher, dass das in absoluten Zahlen schrumpft. Gerade. Ich glaube, das ist noch nicht Common Knowledge und viele Analysten haben das noch nicht verstanden. Das hei├čt, das muss jetzt Local und YouTube und das Cloud-Business von Google rausrei├čen, bis dann vielleicht irgendwann mal ein zweiter Horizont von Produkten wie Waymo oder die Software oder Longevity-Produkte, an denen Google arbeitet, vielleicht auch mal Revenue generieren.
Danke, Philipp. Erz├Ąhl uns doch jetzt mal, wie wir endlich diesen blauen Haken bekommen. Ach so, du sagst, wir sind am Ende?
Ja. Ist auch schon ganz sch├Ân sp├Ąt. Also, ich hatte ja letztes Mal erw├Ąhnt, dass meiner Meinung nach erfolgreiche Optimierung weniger mit dem Befolgen der Guidelines zu tun hat. Also, ich will auch nicht sagen, dass man sie nicht befolgen sollte, aber sozusagen, um wirklich erfolgreich zu optimieren, glaube ich, muss man vor allen Dingen die Incentives und Ziele des Gegen├╝ber zu verstehen. Und aus deiner Sicht, dieses Verified Team, das bei Twitter die blauen Haken vergibt, was ist deren interne Mission oder Ziel auf der Plattform Twitter, w├╝rdest du sagen?
So viel wie m├Âglich Verified Nutzer zu haben.
Glaubst du das? Das beinhaltet ja die Gefahr, dass du dann auch sozusagen falsche Nutzer verifizierst.
Ja, ich bin immer noch schockiert, dass jeder F├╝nfte bei Twitter in der Lage war, f├╝r die Hacker die Informationen freizugeben. Aber ja, also, einer Hauptincentive ist, dass die Leute viel Content produzieren.
Genau. Und dar├╝ber hinaus ist, glaube ich, die Grundaufgabe dieses Teams, Twitter zu einer sicheren Plattform zu machen. Also, dass sozusagen keine Impersonation oder Identity Theft passiert bei den wichtigsten Nutzern, dass andere sich nicht als
diese Nutzer ausgeben. Das w├╝rde ich nach letzter Woche jetzt nicht mehr sagen,
aber ja. Genau. Also, wirklich krass, was du gerade erw├Ąhnt hast, dass jeder F├╝nfte Twitter-Angestellte Zugang zu diesen internen Tools hatte und damit statistisch fast wahrscheinlich ist, dass das nicht nur einmal, sondern ├Âfter gebrochen oder gehackt wird. Also, die wollen Twitter zu einer sicheren Plattform machen und die Nutzer sch├╝tzen vor Fake-Accounts eigentlich. Also, ein Fake-Account kann missbraucht werden, in dem zum Beispiel, sagen wir, jemand baut einen Fake-Account f├╝r den deutschen Finanzminister und schreibt einem CMO, wir haben gerade ein Wirtschaftsf├Ârderungsprogramm, wenn sie uns eine Million ├╝berweisen, schicken wir ihnen zehn Millionen zur├╝ck. So. Der gibt sich daf├╝r aus, der andere glaubt das und schickt die zehn Millionen los. Das will man verhindern. Das hei├čt, also einerseits musst du gewisse Grundvoraussetzungen erf├╝llen f├╝r den blauen H├Ąkchen. Also, du musst irgendwie dein Profil komplett ausgef├╝llt haben mit einer Biografie, mit einer Landingpage zu deinem Profil. Das Bild muss dich zeigen. Du musst dein Geburtsdatum angeben, deine E-Mail-Adresse mit Two-Factor verifizieren, deine echte Telefonnummer angeben und so weiter, aber das ist ja alles keine H├╝rde. Und dann musst du noch ein, zwei oder mindestens zwei Artikel hinterlegen, die deine Relevanz irgendwie behaupten. Also, das kann irgendwie, dass du mal Speaker warst irgendwo sein. Bei mir war das, glaube ich, ich habe so ein Handelsblattartikel, wo die mich zutreffenderweise als den Herrn der Suchmaschinen bezeichnet haben oder der Forbes-Artikel, wo drin steht, dass ich die Kronjuwelen von Google anfassen darf. So was kann man dann nutzen. Oder, wie gesagt, auch einfach nur, wenn man irgendwo gesprochen hat oder mal einen TEDx-Talk gemacht hat oder so. Das reicht wahrscheinlich auch schon. So. Und jetzt muss man mal verstehen, was ist der, war kein echter Humblebrag, ne? Jetzt muss man mal verstehen, sozusagen, was das Gegen├╝ber jetzt auf jeden Fall dazu motivieren wird, dass sie handeln m├╝ssen. Also, nicht nur, dass du illegible bist, dass du w├╝rdig bist, diesen Haken zu bekommen, sondern auch, dass sie es jetzt machen m├╝ssen. Und sozusagen keine Fragen mehr haben. Und das Einfachste ist, dass du bei dem Grund, warum du diesen Account brauchst, schreibst, dass du regelm├Ą├čig impersonated wirst, also, dass es verschiedene Fake-Accounts gibt mit deinem Gesicht oder deinem Namen und deine besten Freunde, von denen angeschrieben werden, dass sie mal Dickpics schicken sollen oder dass sie ihre Kontodaten schicken sollen. Weil in dem Moment muss der Twitter sozusagen der im Verify-Team auf der anderen Seite handeln, weil jetzt andere User in Gefahr sind, weil du impersonated wirst. Und selbst wenn das nicht, also gerade gar nicht passiert, im einfachsten oder im schlimmsten Fall kannst du ja selber den Threat schaffen, vor dem du bewahrt werden m├Âchtest oder deinen Nutzer bewahrt werden sollen. Das hei├čt, du baust dir selber noch einen parallelen Fake-Account mit einer Wegwerf-Email-Adresse und l├Ąsst den sozusagen so agieren, als w├Ąre er eine Gefahr f├╝r die Twitter-Gemeinschaft, verweist darauf und dann m├╝ssen sie handeln, weil das der einzige Weg ist letztlich, weil das ja immer wieder vorkommt. Selbst wenn sie den sperren, das k├Ânnte immer wieder vorkommen und du kannst ja sagen, dass das regelm├Ą├čig vorkommen ist. Und dann m├╝ssen sie eigentlich handeln, um ihren Nutzer zu sch├╝tzen. Und wenn du die Grundvoraussetzungen ungef├Ąhr erf├╝llst, ist das meiner Meinung nach der fast sichere Weg, diesen blauen Haken zu bekommen. Wahrscheinlich braucht man auch irgendwie, wenn man das mit 300 Followern probiert, dann ist das wahrscheinlich das Risiko f├╝r Twitter nicht gro├č genug. Also man muss eine gewisse Relevanz brauchen
nat├╝rlich trotzdem. Gut, ich habe gedacht, du h├Ąttest jetzt ein bisschen besseren Hack nach irgendwie gef├╝hlten 20 Minuten Redezeit.
Das waren gef├╝hlte 20, das waren keine 2.
Gut, also wir kommen zum Ende.
Kannst du mal erz├Ąhlen, wie du deinen bekommen hast? Das interessiert mich jetzt wirklich.
Bitte, du, ich war ja vor dir mal bekannt und ich habe dir einfach einen Link geschickt mit dem Artikel und damit hatte sich die Sache, also mit irgendeinem Artikel. Du warst fr├╝her im Handelsblatt, du kannst ja mal in die Tiefen eingehen. Such mal nach meinem Namen und Wirtschaftswoche. Aha, okay. Aber genug geredet, 1,5 Stunden sind jetzt fast voll. Wir bedanken uns bei allen, ich entschuldige mich bei allen, die die langen Monologe von dem anderen jetzt h├Âren mussten. Habt einen guten Start in die Woche. Schreibt uns gerne Feedback an podcast-at-doppelg├Ąnger.io Gerne auch Ideen, ├╝ber die wir reden k├Ânnen oder mit wem ich sprechen muss, um Podcasting, Podcast-Marketing, Podcast-SEO besser zu verstehen. Ja, habt eine gute Woche und
bis n├Ąchste Woche Montag. Vielen Dank, ciao, ciao.
Vielen Dank f├╝r zuh├Âren. Wenn dir dieser Podcast gefallen hat, dann kannst du gerne den Podcast abonnieren und oder eine nette Bewertung schreiben. Falls du eine Frage der Woche hast, schreib einfach einen der beiden Doppelg├Ąnger auf LinkedIn oder Twitter. Bis n├Ąchste Woche Montag, ├╝berall wo es gute Podcasts gibt.