Doppelgänger Folge #26 vom 27. Dezember 2020

Jahresendepisode: Apple iCar | Predictions | ETF Crash? | Top & Flop 2020 / 2021

Wir lassen das Jahr 2020 Revue passieren und schauen in die Glaskugel für 2021. Herr Gloeckler glänzt mit durchdachten Predictions über Apple, Facebook und Tesla, während Pip ausnahmsweise gar nicht über Google spricht. Es ist die beste Episode des Jahres, und deswegen darf und muss sie auch etwas länger dauern. Guten Rutsch! Bleibt gesund! Und nächstes Jahr gibt es sogar doppelt so viel Doppelgänger Content wie dieses Jahr!

Kapitelmarken:

00:07:47 Entstehungsgeschichte Doppelgänger Podcast

00:13:39 Ideen für den Kassenzone Newsletter

00:20:32 Wie könnten ETFs zu einem Börsencrash führen?

00:44:13 Wie viel sicherer sind ETFs als Einzeltitel?

00:49:04 Was haben wir in einem halben Jahr Podcasten gelernt?

00:57:02 Rückblick auf die Predictions von 2020

00:58:25 Netflix

01:03:20 Spotify

01:04:03 Zoom

01:08:25 Philipps Flop 3 Aktien für 2021

01:11:27 Pips Flop 3 Aktien für 2021

01:18:13 Philipp Top 3 Unternehmen für 2021

01:35:57 Pips Top 3 Unternehmen für 2021

01:41:35 Was verschwindet 2021

01:48:29 Gewinner & Verlierer 2020

02:05:26 Welche Trends kommen 2021

02:11:24 Vorsätze für 2021

Shownotes:

https://sharethemeal.org/teams/TeamPip #TeamPip

https://www.lobbycontrol.de/schwerpunkt/stadtfuehrungen-berlin/

https://mkorostoff.github.io/1-pixel-wealth/

Danke für die Frage: Jakob

Ein extra Dankeschön geht an: Jan Wagener

Danke fürs Teilen:

Peter Rudel: Schöne Folge (25) und beim Thema Product Management, sieht man meines Erachtens eine mögliche Einnahmequelle von eurem Podcast. Jede Woche werden Jobs eines Unternehmens beworben, mit einer kleinen Analyse des zugehörigen Unternehmens bzw. der Positionen dort.

Alexander Graf: Letzter Kassenzone Newsletter für 2020 ist raus. Die Zahl der Empfänger hat eine starke Seitwärtstendenz seit einiger Zeit. Deshalb würde ich gerne in der letzten Folge 2020 vom Doppelgänger Dreamteam Philipp Kloeckner und Philipp Gloeckler hören, was ich mit dem Mailingkanal machen soll. Zu Substack umziehen ja eher nicht, ich will ja nicht mit Abos Geld verdienen. (Öffnungsrate 30%+, Klickrate 5%+, Empfänger 3300+) Ein schönes Fest euch!

Hoellinger: 2020 war nicht nur schlecht. Immerhin hat es uns den Doppelgänger-Podcast beschert.

Olaf Pleines: Ein schönes Wort haben die @Doppelgaengerio da aus dem Wortschatz gefischt: "brand likeability" Auch in der Hörweise "brand like ability" bezeichnend.

Rene Hentschel: Dinge, die geiler werden mit jeder Folge Doppelgaengerio Und danke @pip_net. Fühle mich besser mit meiner Nachlässigkeit mit Verträgen. #genausodoof #substack #pornhub #börsencrash #google #infrastruktur

André Bajorat: ag mal @pip_net - 99% der Kunden sind immer Neukunden bei digitalen Produkten? Das ist aber startup bubble @gloeckler

Marcel Kollmar: Philipp & Philipp haben im letzten Doppelgänger Podcast (Folge 24 01:35:09) darüber sinniert wie eine berufliche Weiterentwicklung für SEOs aussehen könnte. Das ist sicherlich eine sehr persönliche Sicht & unterliegt vielen Facetten. Wie angesprochen, ist auch meine Sicht, dass insbesondere eine Weiterentwicklung in Richtung „Product“ oft naheliegend ist; als einigermaßen guter SEO sollte man sich bereits jetzt häufig mit User Intent, UX und Technik, sowie einer wirtschaftlichen Perspektive auseinander gesetzt haben - als Produktmanager ist man an genau der Schnittstelle zwischen UX, Business und Technik aktiv. Als SEO muss man sicherlich einige Perspektiven ändern, bringt aber sehr viel für ein gutes Ausfüllen der Rolle mit und durch den „externen Blick“ in Diskussionen häufig auch sehr hilfreich. Auf der anderen Seite sehe ich horizontale Wechsel auf andere Positionen im OM, d.h. von SEO hin zu SEA, Display, Retargeting etc. eher selten. Im Vergleich zu vor 10 Jahren hat die Komplexität der Kanäle im Online Marketing sicherlich auch noch mal zugenommen (auch wenn Google & Co. da aktuell gegensteuern) & unterliegt anderen Steuerungsmechanismen, so dass in einem OM Team (ab einer gewissen Größe) sicherlich der Wechsel von Organic zu Paid schwieriger (aber nicht unmöglich) wird. My 2 cent

Doppelgänger Tech Talk Podcast

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Herzlich willkommen zur Jahresendepisode, lieber Herr Glöckler. Ich fange mal wieder mit Fragen an, aber nur mit einer. Und zwar, wofür bist du dankbar gewesen dieses Jahr oder bist im Nachhinein dankbar?
Also A, bin ich dir dankbar, dass du ein halbes Jahr mit mir jeden Sonntag telefoniert hast.
Das ist ganz mein Vergnügen.
B, bin ich dankbar, dass ich Corona überstanden habe und niemanden angesteckt habe, außer meine kleine Familie.
Ist das dein Corona-Outing? Was für ein würdiger Höhepunkt.
Mein Corona-Outing, also dieser Podcast wurde auch als Corona-Positive aufgenommen. Und ich bin eigentlich ganz dankbar, dass das Jahr bald vorbei ist, weil ich mich aufs neue Jahr freue.
Und was wird besser im neuen Jahr?
A, kein Corona. B, doppelt so viele Podcastfolgen wie in diesem Jahr.
Stimmt.
Und C, vielleicht wieder ein bisschen mehr Spaß bei der Arbeit.
Aufregend. Hast du irgendwelche Spätfolgen von Corona?
Nö, das nicht. Also ich habe aber tatsächlich alles testen lassen, also selbst mein Herz. Und muss auch ehrlich sein, also der Verlauf war jetzt nicht so schlimm. Also wir haben, glaube ich, drei Folgen aufgenommen, in denen ich Corona hatte. Aber ich fühle mich jetzt immer noch nicht so fit, wie ich das dachte. Also ich habe schon das Gefühl, dass ich ein bisschen langsamer mache als sonst. Ich werde seitdem eigentlich nicht mehr Sport machen.
Noch langsamer als sonst. Wie soll das denn gehen? Aber ich höre von vielen Leuten, dass die noch nachhaltig beeinträchtigt sind. Ich wünsche natürlich gute Besserung. Und nur zur Erklärung, um zwei Missverständnisse zu vermeiden. Doppelt so viele Podcasts wie letztes Jahr bezieht sich darauf, dass wir im Juli angefangen haben. Nicht, dass wir etwa doppelt so oft podcasten würden. Also nur in absoluten Zahlen. Und dieser Podcast findet natürlich immer per Telefonat statt. Das heißt, selbst zu Zeiten deiner Infektion war das 100 Prozent sicher. Was wir dieser Episode machen wollen, ist, ein paar wenige Fragen beantworten, wie jedes Mal. Insbesondere wahrscheinlich Überraschungsfragen, mit denen du gleich kommen wirst. Und dann schauen wir uns ein bisschen an, wie unsere Verlautbarungen dieses Jahr gealtert sind. Wir haben uns ja teilweise ein bisschen aus dem Fenster gelegt. Und woran wir uns noch erinnern, das werden wir noch kurz als Review bewerten. Dann werden wir vielleicht die Top und Flop 3 Unternehmen Aktien für 2021 uns darüber austauschen. Überlegen, wer waren eigentlich Gewinner und Verlierer des letzten Jahres? Was sind Trends, die kommen oder gehen oder gehen sollten? Und wenn wir Zeit haben, machen wir noch ein paar allgemeine Voraussagen. Voraussagen ist zu hochtrabend. Also Einschätzung, wie 2021 werden könnte und wovon das geprägt sein sollte. Und je nachdem, was bis dahin uns noch über den Weg läuft. Gut?
Meine Frage an dich wäre, wie man es schafft, 2787 Stunden Computer zu spielen.
Ah, guter Hinweis. Das hätte ich beinahe vergessen. Und zwar hatte ich ja die These aufgestellt, wir hatten schon zweimal erwähnt, einmal beim Thema HR und Interviews, glaube ich, dass ich Leute in Interviews frage, ob sie Computer spielen oder welches Computerspiel sie gespielt haben. Weil ich glaube, dass mit gewissen Spielen gewisse Skills einhergehen. Entweder trainiert werden oder sozusagen, die sich in der Affinität für das Spiel äußern. Und jetzt habe ich eine Studie gefunden, beziehungsweise hat ein Rudolf auf Twitter, Rudolf R. ist der Name, mir eine Studie zugespielt, wo das tatsächlich belegt ist und ausgerechnet am Beispiel von Civilization, was, glaube ich, ein sehr gutes Spiel ist. Eine Aufbau-Simulation.
Wann hast du mit diesem Spiel angefangen?
Vor Jahren. Um genau zu sein, 1988. Und zwar, du weißt ja, ich bin im östlichen Teil der Bundesrepublik aufgewachsen. Und meine Oma hat tatsächlich ein Amiga 500 zu Zeiten des Kalten Krieges, also zu Vorwendezeiten geschafft, in die DDR zu schmuggeln. In der Reichsbahn. Angeblich unterm Rock, aber das ist wahrscheinlich eine Geschichte. Und dadurch hatten wir zu DDR-Zeiten schon einen Commodore-Computer. Und darauf habe ich zwei Dinge gemacht. Das eine war die erste Version von Sid Meier's Civilization-Spielen. Und das andere war, selber anzufangen, in BASIC zu programmieren. Aber ich habe mit acht Jahren dann schnell verstanden, dass das Spielen wichtigere Skills ausbildet. Das ist natürlich fraglich, aber BASIC hat mich... Was hat man damals mit BASIC gemacht? So Mandelbrot-Simulationen? Diese Fraktale, weißt du? Wo sich so Bilder bauen, wie Bakterien, die sich... Naja, also es war irgendwie alles nicht so spannend. Und dann habe ich von Freunden Geld genommen, dafür, dass die Porngames spielen durften. Und selber Civilization gespielt. Das war die nützlichste Verwendung, die ich dem Amiga 500 zuführen konnte. Wie kamen wir darauf? Da habe ich angefangen mit der ersten Version von Civilization. Ich halte es für ein großartiges Spielkonzept. Und deswegen, wenn ich mal Zeit für Müßiggang habe, dann spiele ich da vielleicht eine halbe Stunde.
Ist das eigentlich der Grund, warum du keinen Zeo-Tool bis jetzt gebaut hast?
Das ist einer der Gründe. Aber man muss ja auch Zeit für Rekreation haben. Für Erholung. Und das erhöht dann ja die Schaffenskraft in den anderen Phasen. Außerdem, glaube ich, trainiert das generell, wie gesagt, Problemlösungskompetenz. Und das ist eine gute Mischung aus... Also nicht zu beanspruchend, aber trotzdem auch nicht brutale Verdummung. Also um es genau so zu sagen, um auf das Vorstellungsgespräch zurückzukommen, die Leute, die FIFA gut gespielt haben, hätte man eher in Sales eingesetzt vielleicht. Und die, die Civilization gut gespielt haben, vielleicht eher bei strategischer Herausforderung.
Hast du dann auch schon mal die Scores verglichen? Also man kann dann doch relativ transparent auch sehen, wie weit die Leute gekommen sind.
In dem Spiel meinst du? Das ist, glaube ich, nicht ganz so öffentlich. Das korreliert ja auch nicht eins zu eins mit Schaffenskraft, mit Erfolg im Berufsleben. Aber ich glaube, es ist korreliert.
Ich habe mich gefragt, wie viele Stunden du noch brauchst, um diese letzten 77 Achievements zu erreichen.
Da muss man viel so Multiplayer-Zeug machen. Das ist ja wiederum nicht in meinem Naturell, mich auch noch in der Freizeit mit Menschen zu beschäftigen. Das ist nicht zumutbar, finde ich. Dann verzichte ich lieber auf die Vervollständigung dieser letzten Achievements.
Sehr gut. Und dann die letzte Frage für dieses Jahr. Hast du noch eine Fantasie-Geschichte, wie es zu diesem Podcast kam, bevor wir heute erklären, wie es zu diesem Podcast kam?
Die hatte ich schon erzählt. Am liebsten hätte ich es alleine gemacht. Das ist aber ein schlechtes Format, glaube ich. Dann wollte ich so nah wie möglich da rankommen. Mit mir selbst ging es nicht. Dann warst du das nächste Beste. Das hat ein Hörer gefragt, wie es dazu gekommen ist. Entweder fängt man die Weihnachtszeit, wie heißt die Zeit jetzt? Zwischen den Jahren? Das ist ja auch eine gute Zeit, um nochmal von Episode 1 anzufangen für die echten Fans. Solange wir noch keine Box haben, die wir mit gepressten CDs mit allen Doppelgänger folgen. Du kannst doch nochmal erzählen, wie es dazu gekommen ist aus deiner Sicht.
Jakob hat uns gefragt und hatte in der Frage die Vermutung, dass wir zusammengecastet worden sind. Wir sind keine Boygroup. Ich würde jetzt behaupten, ich habe dich dazu gedrängt. Und du hast öfters Nein gesagt. Ich habe jetzt ein bisschen in die Vergangenheit geguckt. Und zwar kam es dazu, dass ich dir 2017 auf LinkedIn geschrieben habe. Relativ kurz. Mit der Aussage, ob du mal Bock hättest einen Kaffee in Berlin zu trinken. Daraufhin kam meine erste Antwort drauf. Deine erste Antwort war, dass du super busy bist. Aber gerne. Und der witzige Funfact, das war auf LinkedIn. Ich habe unter LinkedIn gesucht und wenn ich dich mit OE suche, finde ich die Nachricht nicht. Aber wenn ich dich mit Ö suche, finde ich die Nachricht. Das heißt, meine Vermutung ist, dass du 2017 noch mit Ö dein LinkedIn-Profil hattest.
Das heißt, der Bug setzt sich. Die interne Suche ist gefixt, aber die Suche in den Nachrichten ist immer noch kaputt.
Das wurde noch nicht getestet. 2017 hatten wir die erste Begegnung und da habe ich dir die Doppelgänger-Thematik erzählt. Mein Door-Opener war ja tatsächlich zu dir, dass mich Leute für dich verwechselt haben. Was ich immer noch nicht verstehen kann. Dann habe ich versucht, Experimente mit Podcasten zu machen. Ich habe drei Versuche gemacht. 2018 haben wir uns nochmal gesehen. Da habe ich mich auf eine CMO-Stelle beworben mit einem Team. Du hast mir bei der Team-Auswahl geholfen. Ich bin dir da nochmal sehr dankbar, dass du so offen warst und dass ich dich so fragen konnte. Obwohl wir uns eigentlich davor nie so wirklich gesprochen haben. 2019 hatten wir ein witziges Abendessen mit viel Wein. Ich habe einen Stadtgespräche-Podcast angefangen. Das war mein zweites Podcast-Erlebnis. Das hat Spaß gemacht, aber war ziemlich aufwendig und hat auch nicht so viel Hörer gebracht. Ab 2020 habe ich dich auf WhatsApp geärgert oder genervt, ob wir nicht einen Podcast starten sollen. Du hast eigentlich relativ lange Nein gesagt. Irgendwann während Corona hatte ich dich so weit. Dann haben wir die Namen gesucht. Mein Vorschlag war Glöckler-Glöckner. Dann hattest du die Idee von Sendungsbewusstsein und von Doppelgänger. Ich meine, das wäre deine Idee gewesen. Im Nachgang würde ich sagen, ich hätte gedacht, dass es weniger Arbeit ist. Aber ich hätte auch gedacht, dass es nicht so viel Spaß macht.
Überraschung. Als wir den Namen uns ausgedacht haben, haben wir den ganzen Tag am Flughafen spaziert. Eine Sache ist mir aufgefallen. Im letzten Podcast hattest du gesagt, dass es entweder um Geld anlegen ging oder ob du ins All fliegen willst. Du hast gesagt, du bist nicht so reich. Das wollte ich noch mal richtigstellen. Es gibt eine Webseite, die heißt How Rich Am I. Es gibt auch verschiedene Tools von der OECD, wo man feststellen kann, wie reich man ist. Egal wie schlecht ich schätze, bist du weltweit in der ersten ... Ich kenne dein genaues Gehalt oder deine Einkünfte ja nicht. Aber egal wie schlecht ich dich schätze, bist du in jedem Fall in den reichsten 1 Prozent der Welt. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit in den reichsten 10 Prozent in Deutschland. Das wollte ich noch mal richtigstellen, damit du dich nicht so arm fühlst und dich im größeren Ganzen besser einordnen kannst. Du bist unheimlich giftet und aus Weltsicht ein super Reicher. Wenn du das ein bisschen ändern willst, kann ich Share the Meal sehr empfehlen. Da kannst du deine Weinflasche mit ... Eins der Probleme von Corona ist, dass wir relativ weit vorangeschritten waren bei der Ernährung der Weltbevölkerung. Da wurden wir ein paar Jahre zurückgeworfen, ich glaube einige Jahrzehnte sogar. Die App Share the Meal, da gibt es ein Team PIP, dem man beitreten kann. Ich glaube wir waren mal das zweitgrößte Team angeblich, laut deren Aussage. Da kann man auf jeden Fall kleinste Mahlzeiten sehr einfach spenden. Das ist ein guter Weg, zumindest das Minimal dazu beizutragen, die Ungleichheit ein bisschen zu verändern auf der Welt. Erst mal was im Bauch zu haben ist die Grundlage für alles. Auch wenn man Bildung, Wasser und tausend andere Sachen wichtig findet. Ohne Essen wird das alles relativ schwer. Und das Essen wird ganz oft in der Schule verteilt, das heißt Bildung ist ein bisschen inkludiert.
Nur damit du weißt, wie dankbar du sein darfst. Ich bin sehr dankbar und das Geld ist mir auch nicht so wichtig. Ich finde es auch gut, dass du das nochmal rausbringst. Share the Meal kennt man, wenn man dir folgt, immer von deinen Geburtstagen. Teilst du immer, dass man dort spenden sollte und du das gleiche nochmal drauflegst? Das ist schief gelaufen.
Das läuft immer öfter schief, weil meine Freunde reicher werden und dann so eine Arschloch-Nummer ziehen. Was immer ich als Ziel setze, kommt dann ein Typ um die Ecke und sagt, ich habe das schon mal voll gemacht und jetzt können die anderen ja noch spenden. Und dann wird es teurer als gedacht. Aber so richtig ärgert einen das ja dann doch nicht.
Wir geben deinen Link in die Show Notes, falls jemand noch ein bisschen was teilen möchte, bevor das Jahr zu Ende ist. Immer gerne. Dann haben wir einen Kommentar von Alexander Graf bekommen, der uns fragt, was er mit seinem Newsletter machen soll. Er hat einen Kassenzonen-Newsletter und ist über die Zahlen nicht mehr so ganz happy. Er würde gerne von uns wissen, was er mit dem Mailing-Kanal machen soll. Zu Substack würde er nicht umziehen, weil er damit ja kein Geld verdienen möchte.
Ich weiß nicht, ob das die richtige ... Also es ist die intuitive, die ich auch hatte zu Substack. Das lohnt sich nur, wenn man Subscription machen will. Aber ich habe letztes Mal gesagt, dass nur dadurch, dass ich mich dort angemeldet habe als Nutzer, ohne dass ich irgendwas publiziert habe oder ein Subscription-Modell aufgesetzt habe, dann folgen automatisch Leute, die einem folgen wollen und den Newsletter quasi ... den Standard-Newsletter abonnieren. Deswegen hielte ich es für gar nicht so doof, wenn er zumindest mal testet, was passiert, wenn er sein Newsletter zusätzlich über Substack publiziert. Ich würde vermuten ... Der Growth Hack von Substack ist eigentlich, dass sie dich bitten, dich per Twitter zu authentifizieren. Alle Leute, denen du bei Twitter folgst, die auch bei Substack sind, die siehst du. Das heißt, du kannst sehr schnell von interessanten Leuten, wo du ja vorher schon die Kuration betrieben hast, deren Publikationen auswählen. Ich denke, wenn sich jetzt mehr Leute bei Substack anmelden, sei es wegen eines anderen Newsletters oder aus Interesse an Substack, da würden viele ein zusätzliches Häkchen einfach beim Alex Graf setzen. Ich glaube, seine Basis, die hat er mit 3.300 Leuten beschrieben. Er sagt, die wachsen im Moment seitwärts, also gar nicht, also bewegen sich seitwärts. Ich glaube, der könnte noch mal bis zu 500, 600 neue Leute dazu gewinnen, wenn er sich einfach nur dort anmelden würde. Das würde ich auf jeden Fall mal probieren, um zu verstehen, wie das funktioniert. Man muss natürlich überlegen, was ist eigentlich die Audience von dem Newsletter? Die, die er haben sollte oder die er haben will, sind ja bestimmt e-Commerce verantwortlich in verschiedensten Unternehmen, Gründer, die eine Tech-Plattform brauchen, etc. Dann würde ich überlegen, was ist eigentlich wirklich ein Nutzwert, den Newsletter haben. Der Kassenzone Podcast, der enthält schon viel Information, aber es ist auch ein bisschen Unterhaltung. Man muss das dann schon noch selber sehr stark verarbeiten oder weiterdenken. Ich würde das vielleicht nutzen, um wöchentlich so eine Art, ja entweder so ein Bit of Information oder eine Best Practice von einem Kunden oder so ein Mini-Hack, irgendwie wie man den Warenkorb besser optimiert hat oder wie man Cross-Selling besser hinbekommen hat, was ein guter Trick für interne Suche in einem Shop ist, was ist SEO Best Practice für Faceted Search und Kategorisierung, solche Sachen, wo man jede Woche ein sehr nutzwertiges Beispiel, wie man e-Commerce besser macht, erhält. Ich glaube, es würde die Öffnungsrate erhöhen und die Treue zum Newsletter. Ob der Newsletter von alleine dadurch wächst, da würde ich dann wiederum eher auf den Podcast und auf Substack setzen. Aber um die Öffnungsrate zu erhöhen und den Mehrwert und das Branding sozusagen als Matter-Expert, hielt ich es für schlau, dass man, und das kann man ja zusammen mit Gästen machen, also jedes Mal, wenn man einen beim Podcast vor dem Mikro hat, fragt man den außerdem noch nach so einem kleinen Best Practice oder lässt es auch von – es gibt ja genug Leute, die sowas total gern dort publizieren wollen würden, auch um sich selber zu profilieren. Also mit maximalem, wie sagt man, Hands-on-Advice oder actionable insights oder wie auch immer man das nennen will. Also ein kleiner Topic, die man in 15 Minuten, also die man früh liest und man weiß eigentlich, womit man den Produktmanager nerven kann diese Woche als Exekutiv. Sowas in der Art. Hast du eine Idee?
Ja, ich würde drei Sachen machen. Ich würde sowohl den Kassenzone-Blog als auch seinen Twitter versuchen umzubauen auf seine persönliche Brand. Also er hat ja diesen Kassenzone-Blog und Podcast und supergraf heißt er auf Twitter und ich würde versuchen das aufzuräumen auf seine persönliche Brand Alexander Graf und so in der heutigen Zeit mit seinem Gesicht und da ein Rebranding machen, weil ich glaube die Conversion würde auf ihn besser funktionieren.
Finde ich schlau.
Und ich würde die E-Mails so schreiben, dass man ihn nicht mehr auf Social verfolgen muss. Also dass man sagt, wenn du meine E-Mail bekommst, dann fasse ich für dich alles zusammen, was ich sonst so in der Woche überall raus posaune und du kannst entweder kannst du mir überall folgen auf Twitter, LinkedIn und so weiter oder du kannst den Podcast hören oder du hast hier, wenn du wirklich nur 10 Minuten was lesen möchtest, hast du hier den Newsletter.
Finde ich super. Ich hätte das aus deiner Exiting Social Brand oder deiner sehr eigenen Brille gedacht, aber ich finde es eine super Idee. Du verpasst nichts von mir, wenn du nur diesen Newsletter liest, finde ich ein gutes Motiv. Das kann man super unten rankleben oder zusätzlich machen oder stattdessen. Auch das noch mehr persönliche Branden, finde ich schlau. Kassenzone selber finde ich als Brand nicht so spannend, auch wenn es ein lustiger Begriff ist. Und irgendwann muss man so eine Firma dann ja auch wieder verlassen und das ist vielleicht auch schlauer, wenn man die Audience komplett selber vereinnahmt. Deswegen nicht Doppelgänger folgen, sondern pip-net auf Twitter und auf LinkedIn. Aber folgen, nicht Freund werden, nur folgen.
Ich habe das ja auch mit den Folgen umgestellt. Ich muss sagen, ich bin da eigentlich nicht so happy mit. Ich finde dieses Anfreunden auf LinkedIn angenehmer, weil ich das Gefühl habe, freunden mich wirklich nur noch wesentlich weniger an und der Spam fällt viel mehr auf.
Ja genau, das und du siehst halt das Followerwachstum nicht so gut. Das heißt, dein Feedback Cycle im Kopf wird nicht so stark belohnt. Aber ich glaube, zu dir passt, das hängt ja auch ein bisschen von der Person ab. Zu dir passt das sofortige Vernetzen auch, glaube ich, eher so, wie ich dich kennengelernt habe. Du kannst es ja gerne wieder umstellen.
Ja, werde ich vielleicht irgendwann wieder machen. Eigentlich ist mein Plan jetzt, aus der Premium-Mitgliedschaft da rauszukommen und weniger Zeit darauf zu verbringen. Aber stattdessen versucht LinkedIn mir die ganze Zeit zu verkaufen, dass ich noch mehr Geld da ausgeben soll. Aber dazu reden wir nochmal kurz in den Predictions. Ich habe auf meinem YouTube so eine Recommendation bekommen zu einem Video, das besagt, dass ETFs zu einem Börsencrash führen könnten. Und das wollte ich dich mal fragen, ob das überhaupt möglich ist. Ich habe gedacht, ETFs wäre so die sichere Variante des Investierens. Und damit sollte man anfangen. Aber wenn man jetzt irgendwie sein gespartes Geld in 1, 2, 3, 10 ETFs steckt und dann kommt der große Crash, dann ist das vielleicht auch der falsche Anfang.
Sehr gute Frage. Die differenzierte Antwort ist, können ETFs zu einem Börsencrash führen? Eher nicht oder eher unwahrscheinlich. Die Risiken des ETFs sind vor allen Dingen, dass sie an einem Börsencrash oder einer Krise prinzipiell zu 100% teilnehmen. Also wenn alles fällt, dann fallen auch die ETFs mit. Das heißt, sie können dem nicht entgehen. Und sie können es gewissermaßen beschleunigen unter bestimmten Voraussetzungen. Also sie können so ein bisschen als Beschleuniger wirken. Aber wir können ja anfangen mit, als Wiederholung, Einstieg, Kontext, was ETFs sind. Schauen wir mal, ob du was gelernt hast. Was sind ETFs? Erklär das mal in deinen eigenen Worten.
Zusammengewürfelte Aktien, die einen Index oder irgendwas abspiegeln. Es gibt ja einen ETF, der irgendwie alles abspiegelt, weltweit. Und dann gibt es ETFs, die irgendwelche Nischen machen, beispielsweise SaaS-Firmen oder Öko-Firmen oder irgendwelche in Asien oder so. Und anstatt, dass man Einzelaktien kauft, kauft man dann halt ETFs. Das ist wahrscheinlich so, wie wenn man eine Aktie kauft im Online-Banking. Und die legen dann dort die Aktien rein oder raus, die gerade die Kriterien halten.
Und ETF steht wörtlich für?
Diese Abkürzung, das weiß ich natürlich nicht.
Exchange Traded Fund. Aber im Prinzip hast du es sehr gut beschrieben. Das Wichtige ist, dass man damit passiv investiert. Also sie bilden, wie du angedeutet hast, einen gesamten Index ab. Es wird gar nicht so viel hin und her gehandelt, sondern es wird versucht, einen gewissen Index oder eine gewisse Nische möglichst detailgetreu abzubilden. Und es gibt immer wieder teilweise zu Recht Kritik an ETFs auch. Lassen Sie uns erstmal ein paar Sachen ausschließen. Prinzipiell sind Wertpapiere immer insofern sicher, und dazu zählen auch die meisten ETFs, dass deine Anteile ein sogenanntes Sondervermögen sind. Das heißt, in einem Crash verlierst du deine Aktien nicht. Die werden außer vom Staat zumindest nicht enteignet. Auch wenn es zu dem Bankenrun kommt, den wir letztes Mal thematisiert haben, dass das der Worst Case wäre. Selbst in dem Fall verliert man seine Aktien oder ETFs nicht, weil das ein sogenanntes Sondervermögen ist, was wie in einem großen Tresor irgendwo liegt. Und auch wenn die Bank pleite ist, darf sie diesen Tresor nicht anfassen. Es liegt bei einer sogenannten Depotverwahrstelle oder bei einem Custodian, sagt man im Englischen. Letztlich ist es ein separiertes Vermögen vom Balance Sheet der haltenden Bank oder der verwaltenden Bank. Das heißt, da kann niemand ran außer du. Selbst im schlimmsten Fall, solange wir keinen Kommunismus haben, ist zumindest das, dass dir der Teil der Firma weiter gehört, sicher. Es kann trotzdem die Firma pleite gehen, sie kann viel Wert verlieren. Das kann alles passieren, aber niemand nimmt dir deine Aktien von heute auf morgen weg, auch wenn die Bank kaputt geht. Das ist wichtig zu verstehen. Und dann ETFs sind wie gesagt passives Investieren im Unterschied oder Vergleich zu sogenannten Mutual Funds. Das sind die Investmentfonds, die wir bisher kannten. Also irgendein Templeton, Invesco, Allianz, DWS, Max Invest, was weiß ich, wie die alle so heißen. Die sogenannt aktiv gemanagt werden. Das heißt, da streicht sich ein Manager bis zu 2% dafür ein, dass er sein Geld verwaltet. Die landen im Schnitt über lange Zeiträume, aber von der Performance eben nicht besser als ETFs. Weswegen man im Moment zumindest davon ausgeht, dass ETFs die bessere Lösung sind. Und das Wissen verbreitet sich immer gleichmäßiger, sodass inzwischen um die 20% aller Aktien von ETFs gehalten werden. Also 20% der Anleger investieren passiv. Das ist genauso viel wie in Mutual Funds und Hedge Funds ist, zum Vergleich. Und insgesamt, also was heißt das 20%? Das heißt, dass von den, also die gesamte Market Cap, die Bewertung aller Unternehmen auf der Welt, ist ungefähr 100 Trillionen seit diesem Jahr. Davon 40 Trillionen in den USA, also des Trillions. Das heißt, das sind 40.000 Milliarden, beziehungsweise 100.000 Milliarden. Ist ja ein bisschen kompliziert mit dem Begriffen Billion, Trillion, Billion, Trillion, Milliarden. Weißt du, warum das ist übrigens? Bei meiner Vorbereitung heute bin ich wieder dreimal abgewichen für ungefähr eine Stunde. Und zwar einmal, weil so ein Pilot, der immer lustige Sachen in die Luft zeichnet, eine Spritze in die Luft geflogen hat. Und da habe ich recherchiert. Also dann kriegt diese Flugzeugkennung D-E nicht. Und ich habe mich erinnert, dass sie auch schon einen anderen Unfug gemacht hat mit dem Flugzeug. Dann habe ich mich irgendwie eine halbe Stunde damit beschäftigt. Und das war, womit habe ich, ach so, Bot-Traffic. Ich habe irgendwo in der Statistik gelesen, dass 40 Prozent des Traffics im Internet von Bots generiert wird. Und dann musste ich darüber eine halbe Stunde sinnieren und andere Dinge lesen. Wahrscheinlich bei Cloudfair. Ja, genau, genau, genau. So kam ich drauf. Und wie auch immer. Wie kam ich jetzt darauf?
Ich weiß es nicht, aber ist das nicht das Schlagwort volatile Konzentration? Wie hast du das das letzte Mal erklärt?
Volatile Produktivität. Genau. Na ja.
Du wolltest erklären, warum das der Fall ist.
Das englische System ist in dem Fall, oder aus dem angelsachsenischen Raum, ist insofern logischer, dass es dort tausende Potenzen sind. Das heißt, 1000 hoch 0 ist 1, 1000 hoch 1 ist 1000, 1000 hoch 2 ist Million, 3 Billion, Trillion, Quadrillion. Sehr konsistent, sehr logisch. Und die, ich glaube, Franzosen waren es, haben sich aber ausgedacht, wir machen das, wahrscheinlich weil die als Erste so eine Mega-Inflation hatten, dass sie es als Potenzen von Millionen machen. Und damit gab es nur Millions, Billions, Sekunde, nee. Also da gibt es sozusagen Potenzen von einer Million. Und dann musste man die Zwischenräume zwischen Billion und Trillion füllen. Und dann wurden daraus Billiarden. Und aus Millionen wurden Milliarden, die man dann mit der Zerstörung des Komponents ausfüllen konnte. Das heißt, eigentlich sind die Tausender Potenzen konsequenter. Also da, wo wir Jarden ranschreiben statt Ionen, das sind eigentlich so künstlich gefüllte Zwischenräume in den Millionen Potenzen. Und deswegen ist das so bekloppt. Wie auch immer. Und die größten, insgesamt liegen da ungefähr 7 Trillionen, also nach englischer Terminologie, drin. Also 7000 Milliarden, die nur von ETS verwaltet werden. Das kürzere ist SPY. Das ist der sogenannte Spider S&P 500. Spider SPDR ist ein von State Street Advisors verwalteter ETF. Und SPDR steht für Standard and Poor's Depository Receipts. Das ist sozusagen der Index Provider, der den erhebt. Der zweitgrößte ist IVV, 230 Milliarden. Und Asset Under Management ist das von BlackRock. Und der sogenannte iShares Core S&P 500. BlackRock, State Street und Vanguard sind die drei größten ETF Provider. Und dann eine der nächstgrößten ist QQQ. Also ein Triplet aus Qs, dem Buchstaben Q mit 150 Milliarden. Der bildet die Nest Deck ab. Und das ist zum Beispiel ein gutes Beispiel. Eine der Kritiken ist, dass die sogenannte Price Discovery für die Effizienz der Märkte, also dadurch, dass Leute Aktien verkaufen wollen, weil sie nichts davon halten und Leute sie kaufen wollen, weil sie was davon halten, bildet sich sozusagen der faire Kurs, der die Erwartung aller Teilnehmer abbildet am Markt. Und das wird natürlich so ein bisschen gestört, wenn du sagst, ich kaufe jetzt einmal den ganzen S&P 500. Weil da sind ja auch Aktien drin, die du vielleicht gar nicht kaufen willst. Oder dieser QQQ wettet auf die Nest Deck. Und Aufgabe für dich, wenn du den QQQ kaufst, besitzt du hinterher Sales, also du kaufst einmal alle Aktien daraus, glaubst du, du besitzt hinterher in diesen Aktien Sales Force, Cloudflare und Hubspot oder Costco, Starbucks, Pepsi, Mondelez und Kraft Heinz?
Du glaubst, du hast die Aktien, die am meisten wert sind dort drin, oder?
Die Nest Deck ist die Technologiebörse, die bildet die Nest Deck ab. Und Nest Deck ist sozusagen die Technologiebörse, sagt man in den USA. Der Witz ist aber zum Beispiel, du hast jetzt das schöne Spiel kaputt gemacht, leider, danke dafür, dass zum Beispiel in Sales Force, Cloudflare und Hubspot nicht da drin ist, dass aber ein Costco, Starbucks, Pepsi, einer der größten Werte mit fast 10%, Mondelez, was irgendwie Milka und Jakobs Kaffee ist, Kraft Heinz Ketchup, das ist dann wiederum drin. Und das ist ja eigentlich nicht was. Und warum? Weil das so ist, wie die Nest Deck zusammengesetzt ist im Moment. Und das Ding ist, wenn du Nest Deck hörst und kaufst, dann denkst du, ich kaufe jetzt mal Technologieaktien und um das zu streuen, kaufe ich mir eben diesen Nest Deck ETF. Und das treibt jetzt aber die Bewertung von Apple, Microsoft, den ganzen Gafas, die da drin sind, steigen. Und wenn das treibt, diesen Gesamtindex, dann denken Leute, ich möchte auf Technologie setzen, ich kaufe diesen Index. Und dadurch, dass aber ein gewisser Teil, also dass dieser Index und damit der ETF immer den Markt oder diesen Index abbilden muss, kaufen auch immer mehr Leute Pepsi, Mondelez und Kraft Heinz. Und was dazu führt, dass selbst Pepsi jetzt ein 25er Malte-Pill auf ihre Erträge hat, was für Zuckerwasser ein bisschen albern ist, glaube ich, oder Ketchup. Das heißt, da werden die Preise, die Aktien sehr stark davon getrieben, dass die Manager das einfach kaufen müssen, weil immer mehr Geld, also solange mehr Geld in die ETFs als Gesamtklasse fließt, dann müssen diese Aktien halt mitgekauft werden, ob der Markt das jetzt will oder nicht. Es gibt natürlich dann immer noch genug andere Hedge Fund oder Mutual Fund Manager oder irgendwelche aktivistischen Investoren und so weiter, die die Preise dann korrigieren können, wenn sie denken, es ist zu teuer, verkaufen. Und dann verändert sich auch die Zusammensetzung des Index wieder. Aber prinzipiell wird ein Teil der Entscheidung nicht mehr 100% auf Meinung zu den Aktien, sondern Meinung zu den Indizes als Ganzes getroffen, was dann nicht so richtig, also den Markt nicht 100% effizient mehr handeln lässt. Ich hatte es mal in einer früheren Folge so zusammengeschrieben, dass am Ende die Robinhood Kids irgendwie mit ihren Trading in der App mitsteuern, was in den 401k von ihren Eltern oder Großeltern, also in der Altersversorger, landet, weil diese Fonds einfach nur alle den sozusagen, die Meinung wird inzwischen mehr von den Retail-Investoren gebildet, behaupte ich, während dann ein Großteil des Marktes einfach nur diese Indizes abbildet und dann die ganzen Passiv-Investoren das dann mitkaufen, was ein kleiner Teil des Marktes definiert. Und ein weiterer Datenpunkt, wo man das sieht, ist, dass typischerweise insbesondere Non-US Small Caps, also kleine Firmen, die nicht in den USA sitzen, oder auch die kleinsten in den USA, die kleinen börsennotierten, relativ günstig sind gerade. Also alles, was nicht in einem Index, in einem der großen Indizes drin ist, die sind dann nämlich nur in diesem MSCI World ACWI EMI drin. Und die sind tendenziell stark unterbewertet. Also da kannst du teilweise EBIT für unter einem 10er Multiple kaufen, während du, wie gesagt, wenn es im großen Index drin ist, selbst für Brause 25er Multiple zahlst. Irgendein Nebenwert in Japan, Deutschland oder Frankreich ist deutlich, deutlich günstiger bewertet, weil er eben von diesem großen Trend gerade nicht profitiert.
Also müsste dein Ziel doch sein, so einen Unterbewerteten zu kaufen und ihn so zu pushen, dass er dann in einen von den Indizes reinkommt.
Genau. Schlaue Schlussfolgerung. Also der Value Investor will genau das machen. Der kauft unterbewertete Aktien, die im Vergleich zum Ertrag günstig erscheinen. Das Problem ist, dass du ja nicht weißt, wann dieses Wissen sich verbreitet oder populär wird. Das hilft mir gar nichts, wenn ich eine Aktie günstig gekauft habe, wenn der Markt dann aber weiter die Wachstumstitel und Technologieaktien feiert, dann kann diese Fehlbewertung durchaus auch noch zehn Jahre so weitergehen. Gerade die europäischen und asiatischen Small Cap sind seit fast Jahrzehnten unterbewertet eigentlich. Aber deine Schlussfolgerung ist vollkommen richtig. Wenn du langfristig genug denkst, wäre es absolut rational, das auszunutzen. Zweites Problem dabei ist nur, dass du kaufst dann natürlich aber auch furchtbar langweilige Unternehmen, die du eigentlich vielleicht ansonsten nicht glauben würdest. Das ist dann eben ein BASF oder ein Druckmaschinenproduzent oder was auch immer. Das ist vielleicht dann nicht, was du eigentlich haben möchtest oder wo du wirklich dran glaubst und wo vor allen Dingen auch kein Wachstum mehr ist. Da ist vielleicht Profitabilität, aber kein Wachstum. Dann das zweite echte Risiko. Risiko Nummer eins ist die Effizienz der Märkte und die korrekte Price Discovery, die so ein bisschen ausgehebelt wird. Risiko Nummer zwei ist Liquidität. Also einfach gesagt, das Volumen dieser ETFs ist so groß, dass würden die alle, würde es da zu einem Ausverkauf kommen, der durch Privatanleger ausgelöst wird, dann würde das Geld sozusagen den Markt nicht so schnell verlassen können, wie es nötig wäre. Das heißt, dass die Preise schneller fallen würden, also noch schneller. Deswegen meinte ich vorhin Beschleunigung einer Krise, dazu können Sie beitragen. Der Verfall der Kurse würde sich beschleunigen, dadurch, dass die ETFs verkauft werden. Das heißt, die Kürze könnte noch schneller fallen, als es so schon tun würde. Und dadurch, dass die ETFs gar nicht in der Lage wären, ausreichend Volumen zu verkaufen von diesen Aktien, weil es nicht genug Käufer gibt. Bestimmte Aktien wechseln an einem Tag vielleicht nur paar hundert, paar tausend oder paar zehntausend Male die Hände. Und um das gesamte Volumen eines ETFs abzuverkaufen oder auch nur 20 Prozent des Volumens abzuverkaufen, würde es dann mehrere Tage dauern. Das heißt, der Kurs des ETFs würde zwischenzeitlich zumindest schneller sinken, als der Kurs der underlying assets, also der Bestandteile des Indexes. Das ist hauptsächlich ein theoretisches Risiko. Das könnte aber passieren, wenn es zu einem schnellen Abverkauf des ETFs kommen würde. Und es ist in kleineren Nischen schon vorgekommen, wenn du ein Gaming ETF hast oder einen speziellen Rohstoff ETF, der nur auf Gold setzt oder nur auf Kupfer, dann kann das durchaus schon passieren. Einfach weil die Liquidität bei den underlying assets nicht da ist. Und das wird noch ein bisschen erschwert. Man könnte da wiederum sagen, das war bei Mutual Funds ja auch nicht anders. Also auch da ganz stark vereinfacht. Würden die Leute, die ETFs heute haben, alle in Funds wechseln, dann würde bei großen Zahlen im Durchschnitt das Geld wieder in gleichen Aktien liegen. Der eine Fondsmanager würde halt ein bisschen mehr Apple kaufen und der nächste ein bisschen mehr Google. Und im Schnitt würde es bei großen Zahlen eigentlich genauso aussehen wie der Index. Das heißt, es würden sich die gleichen Preise einfinden und so weiter. Der einzige Unterschied ist, es gibt synthetische ETFs. Das heißt, die kaufen nicht mehr alle Aktien, sondern mit einem Teil, zum Beispiel 20 Prozent, kaufen sie Finanzinstrumente, die den Index abbilden. Das sind Swaps und das ist so eine Art Versicherung. Ich bezahle einer Bank eine kleine Fee und dafür geben sie mir die Upside oder Downside des underlying assets, also des Index. Das heißt, es wird so ein bisschen virtualisiert oder synthetisiert, die echte Performance des Index. Und dadurch entsteht jetzt das, was damals zu der großen Finanzkrise geführt hat, nämlich dass du Wetten auf die Wetten anderer machst eigentlich. Also jemand wettet auf den Index, ohne die Aktien überhaupt noch zu besitzen. Und je mehr das passiert, desto schwerer wird das Liquiditätsproblem und desto mehr wird das eben auch so eine Blase, die dann irgendwann komplett implodieren kann. Wer sich das nicht vorstellen kann, dem sei der Film The Big Short empfohlen, da wird es nochmal sehr, sehr einfach und verständlich erklärt. Und erkennt man diese ETFs? Ja, du kannst dich...
Also wie erkennt man diese ETFs?
Das ist im Titel nicht immer sichtbar. Lustigerweise gerade in Europa sind zwei Drittel der ETFs übrigens synthetisch, aus steuerlichen Gründen hauptsächlich. Aber du kannst, im Prospekt steht eigentlich immer drin, wie viel Prozent als Assets gehalten werden müssen. In der Regel sind das so 80 Prozent, die als echter Collateral oder Assets gehalten werden. Und bis zu 20 Prozent können dann mit Swaps abgedeckt werden. Da gibt es, also mit diesen Swaps sind verschiedene Risiken verbunden. A, dass sich dieses Liquiditätsproblem ein bisschen erschwert. Dann hast du, während sozusagen normale ETFs Sondervermögen sind, das heißt deine Aktien schlafen da in diesem großen Tresor. Für dieses, ist das bei diesem Swap anders? Das ist ein Finanzgeschäft und wenn, sagen wir mal, die Deutsche Bank hat dir das verkauft und dann geht die Deutsche Bank pleite, dann ist zumindest diese 20 Prozent deines ETFs aufflöten gegangen damit. Weil dann gibt es ein sogenanntes Counterparty Risk oder Imitentenrisiko. Nämlich, dass wenn der, der dir das Finanzgeschäft verkauft hat, pleite geht, dann ist das Geld auch weg. Das wäre bei normalen ETFs oder wenn du nur Aktien hast nicht so, weil die wiederum als Sondervermögen gelten. Und das dritte essentielle Risiko ist eher ein sozusagen gesamtwirtschaftliches. Nämlich, dass diese ETFs so groß werden und sehr konzentriert sind. Wie gesagt, die liegen größtenteils in den Händen von drei Companies. Das ist Vanguard, Blackrock und State Street Advisors. Dass die inzwischen, diese Imitenten der ETFs inzwischen der größte Shareholder an fast jeder Unternehmung weltweit sind. Also Blackrock ist zum Beispiel der größte Anteilseigner an BASF und Bayer. So jetzt können die theoretisch beschließen, lasst uns mal bei dem Düngemittel nicht oder bei dem Insektizid nicht konkurrieren. Und die eine Sache darf BASF herstellen, die andere Bayer. Wir konkurrieren nicht, das treibt die Preise hoch, führt zu weniger Wirtschaft. Wachstum ist ineffizient volkswirtschaftlich und sozusagen die Competition geht verloren am Markt. Und außerdem sind sie auch noch der größte Shareholder an Dow Chemical, DuPont und Wacker Chemie und was weiß ich. Also da entsteht dann das Risiko der Collusion oder sozusagen, dass sie sich verabreden, um Competition auszuschalten. Und das will man volkswirtschaftlich eigentlich nicht. Obwohl die sozusagen nur die Interessen von ganz vielen kleinen Anlegern, nämlich den ETF-Anlegern vertreten, könnten sie dann eventuell sozusagen als eine Partei handelnd, diese sitzen da dadurch, dass ihnen irgendwie 10, 15 Prozent gehören, sitzen sie dann im Board eben und können da Entscheidungen treffen, die eventuell gesamtwirtschaftlich nicht mehr perfekt sind. Das sind die drei, glaube ich, echten Risiko. Effiziente Marktpreisdiscovery, die Synthetisierung und Liquiditätsprobleme, die damit einhergehen können. Und sozusagen die Konzentration auf der Shareholder-Seite durch die bekannten Namen. Und diese Kritikpunkte werden hauptsächlich vorgebracht von, und das muss man fairerweise auch noch sagen, von anderen Hedge-Fundmanagern und Mutual-Fundmanagern. Vor allen Dingen Michael Burry, das ist der Charakter, der dargestellt wird in The Big Short. Paul Singer von Elliot Management, haben wir schon mal drüber geredet. Karl Eichen, Bill Eggman von Pershing Square. Das sind sozusagen die berühmtesten Figuren aus der Fundmanager-Szene. Und die versuchen das irgendwie zum Teufelswerkzeug zu erklären, diese ETFs. Wobei die natürlich ein Riesenproblem haben, nämlich dass sie 1-2% Management-Fee bekommen auf ihre Funds. Teilweise noch mit einem Performance-Fee on top. Und ETFs, die ja im Schnitt nur 0,25% Management-Fee nehmen. Oder Vanguard, Vanguard ist eine Art Genossenschaft, die bieten ihre ETFs im Schnitt mit 0,06% Management-Fee ab. Also 3% von den 2%, die ein normaler Fundmanager bekommt. Und das klingt für die Wall Street natürlich wie Kommunismus oder Darth Vader. Wenn da jemand kommt, der sagt, wir bieten ein erfolgreicheres Konzept für 3% der Kosten an. Das ist letztlich die Disruption der herkömmlichen Fonds. Und auch deswegen sind die Fundmanager natürlich so negativ eingestellt, was ETFs angeht. Aber man muss halt auch sagen, dass die noch ihren Job machen, ist das einzige, was garantiert, dass die Märkte überhaupt noch funktionieren. Weil wenn alle blind investieren würden über ETFs oder passiv, dann würde es eben gar keine Price Discovery mehr geben. Das heißt, im Moment sind die einerseits die Hedge Fund Manager und die Robinhood Trader, die die Effizienz des Marktes sicherstellen. Und du kannst jetzt auswählen, sozusagen wem du mehr vertraust, die richtigen Preise zu finden.
Bekommen die einen nicht die Daten von den anderen?
Genau deswegen. Die Hedge Fund Manager kaufen die Daten von dem Dump Money, um zu verstehen, was die ganz wenigen schlaue, oder was heißt nicht ganz wenige, aber sozusagen das schlaue Geld, also die Activist Investors, irgendwie was Warren Buffett macht oder ICAN. Man will ja gar nicht die Daten von den Retail Investoren haben, sondern man will die Gegenseite von Retail Investoren. Also man will die Retail Investoren erkennen, damit man weiß, was übrig bleibt, sind die echten Investoren und denen will man dann folgen. Also ich würde sagen, prinzipiell ist das ETFs zu einer Börsen Crash führen, eher übertrieben. Die werden sehr wahrscheinlich nicht dazu führen. Sie könnten ihn beschleunigen. Es gibt ein paar systemimmanente Risiken, die sind aber ein bisschen übertrieben. Aber insbesondere die Synthetisierung sollte man weiter beobachten und den Einfluss von Retail Investoren. Und ich meine, selbst von den großen Fondsmanagern sind dann wiederum auch viele einfach nur noch in ETFs. Also selbst die Mutual Funds, die Gemanaged Funds, die sind wiederum dann oft in ETFs beteiligt, obwohl sie auf der anderen Seite dagegen wettern. Weil die wollen sich auch gegen gewisse Risiken hedgen und dazu sind ETFs dann super Mittel. Aber ich will dich nicht überfordern.
Vielen Dank, aber meine Frage wäre jetzt noch, du sagst ja oft, man sollte das Geld anlegen in Aktien oder so, wenn man das nicht braucht. Ist das bei ETFs genauso oder ist das sicherer als Aktien?
Es unterscheidet sich nur insofern, dass ETFs diversifiziert sind, dadurch dass sie in ganz viele verschiedene Titel investieren. Das heißt, das Risiko eines Einzelausfalls reduziert. Prinzipiell, wenn der Gesamtmarkt crasht, wird der ETF wahrscheinlich genauso wie dein gut gestreutes Aktienportfolio oder mein Aktienportfolio fallen. Der Unterschied ist, sagen wir, du bist ein Internetinvestor und hast 30% deines Aktienvermögens in Wirecard gesteckt, nach einer ausreichenden Fundamentalanalyse. In dem Fall sind dann 30% weg. Das passierte mit dem ETF halt nicht. Der DAX ETF, der hat auch Wirecard drin gehabt, weil Wirecard im DAX drin war. Aber Wirecard hat im DAX weniger als 1% Gewichtung. Das heißt, an dem Tag, wo Wirecard quasi wertlos geworden ist, hat sich der DAX ETF nur minimal bewegt. Und wenn, dann eher, weil das Gesamtvertrauen in den DAX ein bisschen gesunken ist. Aber dieser Einzelverlust, dagegen versicherst du dich deutlich besser mit dem ETF. Aber wie gesagt, wenn du dein eigenes Portfolio ausreichend streust, also da 20, 30 Titel drin hast, dann ist es nicht mehr so unterschiedlich.
Und wenn du sowas wie Tesla, kommt er jetzt in den Dow Jones? In den S&P 500.
Ja, gut beobachtet. S&P 500 ist das. Habe ich ein Funfact. Aber fang du mal an.
Ja, und wenn Tesla sich jetzt über Nacht halbiert und du bist in so einem ETF drin, in dem Tesla auch drin ist, ist das nicht auch irgendwie problematisch?
Das ist eine super Frage. Also das Problem dort ist, also A, das erklärt sehr gut, unter anderem warum Tesla jetzt nochmal so gestiegen ist. Weil allein durch die Aufnahme in S&P 500 muss zum Beispiel dieser größte ETF der Welt mit den 330 Milliarden, der SPY, muss jetzt Tesla kaufen. Und der muss, dadurch, dass Tesla da auch mit 600 Milliarden in den Index reinknallt, also als eins der zehn größten Unternehmen der Welt, müssen die auch richtig viele Shares nachkaufen. Und da ist es dann zum Beispiel total spannend, diese Swaps zu nutzen, weil du willst eventuell dann lieber ein virtuelles Konstrukt nehmen, als die Aktie zu kaufen. Weil das würde den Kurs noch weiter treiben und so weiter. Das heißt, die können sich so ein bisschen dagegen versichern, statt die Aktie zu kaufen. Wie auch immer. Richtig ist dadurch, dass Tesla so ein Schwergewicht ist im S&P 500 von Tag 1, würde das den S&P 500 stark beeinflussen. Kann man relativ klar bejahen. Das Lustige ist übrigens, das Durchschnittsmultiple im S&P 500 ist von 29 auf 31 gestiegen, nur dadurch, dass Tesla hinzugekommen ist. Also das Durchschnittsmultiple ist um zwei ganze Punkte höher durch das Hinzufügen einer Aktie an den S&P 500. Der heißt S&P 500, weil da 500 Aktien drin sind. Und das Hinzufügen einer Aktie hat die Gesamtbewertung um zwei Punkte von 29 auf 31 erhöht. Das sieht man ganz gut, wie insane Tesla bewertet ist.
Wahnsinn. Dann lass uns mal darüber sprechen, was wir dieses halbe Jahr beim Podcasten gelernt haben.
Das ist eine super Frage. Aber um das in die Gesamtperspektive zurück zu bringen. Nicht, dass jetzt alle anfangen, ihre ETFs zu verkaufen. ETFs sind von den Investments, gerade für ungeübte Leute, die mit einem langfristigen Horizont draufschauen, eine der schlauesten Sachen, die man vermutlich machen kann. Wenn man lange genug drin bleibt. Aber auch das hat Risiken und die wollten wir, glaube ich, einmal mit der Frage beleuchten heute. Und ansonsten ist das, was man am ehesten noch empfehlen kann am Asset- oder Equity-Markt.
Aber Pip, wir machen keine Empfehlung. Vielleicht ist das der Punkt für deinen Disclaimer.
Genau, aber ich will nur verhindern, dass Leute dann irgendwie rein und raus aufgrund der Eindrücke versuchen, ein möglichst abgerundetes, vielschichtiges Bild abzugeben. Wir besprechen wieder auch die Risiken. Aber das heißt jetzt nicht, dass im Vergleich zu einzelnen Aktien sind ETFs noch deutlich schlauer. Das kann man so absolut auch sagen. Und um da die Risiken für uns auszuschließen, sollte jeder auf doppelgänger.io slash Disclaimer mindestens einmal den Disclaimer gelesen haben, der euch vor allem darüber informiert, dass ihr sämtliche Investmententscheidungen auf eigene Kasse tragt und wir dafür unmöglich haftbar sein können. Und sowieso nicht beraten, sondern nur versuchen, unserem Bildungsauftrag hier gerecht zu werden.
Learnings, halbes Jahr Podcasten. Mein Learning Nummer eins ist, wenn wir denken, wir können ein Thema in zehn Minuten abhaken, redest du eine halbe Stunde.
Ja, aber heute ist Open End, oder?
Genau, dein Weihnachtsgeschenk. Also meine Learnings, ich habe mir fünf Learnings aufgeschrieben. Learning Nummer eins ist, Podcast ist für mich das einzige Medium, wo man als Host oder als Content Producer auch wirklich was lernt.
100 Prozent unterschrieben.
Vor allem in einem Format, in dem man jede Woche sprechen möchte, muss man sich halt jede Woche mit Themen auseinandersetzen. Und ich persönlich, ich mag den Druck, jeden Sonntag mit dir telefonieren zu müssen. Ich würde wahrscheinlich sonst wesentlich weniger lesen und mehr anschauen.
Da gibt es ein sehr gutes englisches Sprichwort zu, das heißt, she who teaches others, teaches herself. Daran glaube ich sehr stark. Also das heißt, wir wollen uns gar nicht so lehrerhaft gerieren hier, aber sozusagen. Du schon. Aber nur dir gegenüber. Unsere Hörer sind ja schlau. Aber ich glaube, ich wollte ja eigentlich nur zustimmen und schlau dabei klingen.
Der zweite Punkt ist, also das erste habe ich unterschätzt. Ich habe nicht gedacht, dass das so zustimmt. Also ich habe gedacht, man muss sich vorbereiten, aber ich hätte gedacht, die Vorbereitung dauert die halbe Zeit. Das zweite ist die Community, die man damit aufbaut und wie tief man in den Ohren von den Hörerinnen ist. Ich versuche jetzt Hörerinnen immer zu sagen und auch die E-Mails, die wir bekommen und so. Also wir sagen ja immer, die E-Mails sind uns wichtiger als die Zahlen. Wir gucken uns leider viel zu viele Zahlen an, aber die sind auch schön. Deswegen macht es auch Spaß. Aber es sind tatsächlich die E-Mails, die reinkommen, die Verbindungen, die wir knüpfen können oder auch Leute, die wir verbinden können. Ein Funfact aus letzter Woche. Eine Person hat über Doppelgänger-Podcast gepostet. Eine andere Person hat darüber was geschrieben. Die beiden haben sich nicht gekannt. Ich habe den beiden ohne viel Worte auf LinkedIn geschrieben, ihr beide solltet mal sprechen und habe mich dann zurückgezogen. Und irgendwann habe ich herausgefunden, dass sie drei Stunden telefoniert haben.
Oh, wie schön.
Also zwei Leute, die sich nicht kennen, telefonieren länger, als wir es schaffen, einen Podcast aufzunehmen.
Vielleicht ist der neue Job eine Partneragentur.
Ja, oder ein Headhunter.
Oh, noch besser.
Was meine neue Job sind, das erfährt man vielleicht im nächsten Jahr in diesem Podcast. Dann Nummer drei, habe ich bei Nummer eins schon ein bisschen gesagt, Vorbereitung und Postproduktion ist viel mehr Arbeit, als man denkt. Auch wenn wir wenig schneiden und da geht vor allem das Dank jetzt an Jan. Jan hat vor drei, vier Wochen die Postproduktion bei uns übernommen. Auch aus einer E-Mail heraus. Er hat uns ge-E-Mailed und hat dann den Job übernommen. Das spart mir unheimlich viel Zeit. Die ersten Folgen sind mit Garageband zwischen 11.30 Uhr und 2 Uhr morgens geschnitten oder zusammengeklebt worden. Ich hoffe, man hört jetzt auch den guten Unterschied, dass es jemand macht, der davon mehr Ahnung hat.
Auf jeden Fall. Wollen wir gleich noch weitere Jobs ausschreiben? Wir brauchen noch einen Fact-Checker, der sozusagen immer alles, was wir uns so aus den Nägeln gezogen haben, nochmal fact-checkt.
Vorher, währenddessen oder nachdem wir...
Als wenn es Leute gibt, die sowas vorher machen würden. Die ganze Recherche und so. Das kann man nicht outsourcen, glaube ich. Dann brauchen wir einen Wordpress-Fixer, der unser Wordpress-Macheide macht, damit das auch mobile schön aussieht. Und ein Transcription-Profi.
Was du jetzt ausrufst nach Job, das hätte ich von dir gar nicht erwartet.
Wir bezahlen das ja. Also entweder kriegt man Fame oder auch Geld. Also angemessene Geld natürlich.
Schreibt uns am besten eine E-Mail an podcast.doppelganger.io. Dann Punkt Nummer 4. Authentisch ist wichtiger als perfekt. Mein Learning bei Podcast, das funktioniert noch. Mal gucken, ob das in den nächsten Jahren noch funktioniert. Und Nummer 5. Wenn das Mikrofon angeschlossen ist, nimmt es besser auf.
Das war so klar. Du bist so berechenbar. Das ist übrigens mein Learning. Deine Berechenbarkeit. Und zwar, inzwischen twitter ich am Sonntag die Sachen, die ich gerne als Überraschungsfrage gestellt haben möchte von dir. Weil ich weiß, dass du dich da nicht auch noch drauf vorbereiten kannst. Das heißt, wenn du keine Überraschungsfragen hast, guckst du einfach, was ich getwittert habe über den Tag und lässt dir das dann von mir erklären. Das ist schon ein sehr starkes Pattern, was ich gesehen habe. Das ist ein Learning. Lustigerweise, das mit den Netz-Communities denke ich auch. Also diese sechs Monate haben mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, wie man eigentlich noch besser Communities bauen kann. Also so eine Art Slack-Discord. Nicht zu festes Netzwerk. Kein Netzwerk, was unbedingt einer anderen Plattform gehört. Da haben wir irgendwie noch nicht das Perfekte gefunden. Aber irgendwie gibt es so eine Art implizites Netzwerk, habe ich das Gefühl. Und das noch besser zu nutzen, fände ich total spannend. Oder das perfekte Produkt dafür zu bauen. Und dann beim Authentizität ist besser als perfekt. Also ich bin total bei dir mit der Authentizität. Beim Perfekt, ich bin ja sonst ein großer 80-20 Fan und glaube, dass insbesondere das Weglassen von Dingen zu Wachstum und Produktivität führt. Mit einer Ausnahme und zwar Content. Und das war auch schon früher so. Also beim SEO machst du ja zum Beispiel so eine Content-Marketing-Stunts. Das heißt, du baust irgendwie eine Infografik oder ein Video oder irgendwas und verbreitest das dann. Und dann hoffst du, dass Leute das besuchen oder Links darauf setzen, weil es toll ist. Und da sieht man aber eine krasse Verteilung von irgendwie sowas, dass 2% der Content-Pieces 99% der Links verdienen am Ende. Und das heißt, du musst eigentlich dein gesamtes Handeln darauf optimieren, dass du in diese 2% kommst. Und das heißt, du musst eigentlich nicht 80% geben, sondern du musst 101% geben. Und wenn ich diese Content-Pieces bei den Firmen, wo ich war, gereviewt habe, das ist glaube ich sozusagen, wo eine sehr hässliche Seite von mir rauskommt. Also da bin ich dann wirklich pingelig, auch bei Kleinigkeiten und irgendwo, wo welche Dinge sitzen. Und jeden Fakt nochmal doppelchecken, jede Quelle nochmal schauen, ob man nicht eine bessere findet. Jedes Mal, wenn jemand sagt, ich habe keine Daten gefunden, habe ich selber nochmal gegoogelt, um das Gegenteil zu beweisen. Also ich glaube, bei Content lohnt es sich immer, die extra Meile zu gehen. Und das glaube ich ist beim Podcast auch so. Also wir machen uns jetzt nicht eine Woche tot für den Podcast, so ist es auch nicht. Aber ich glaube, es lohnt sich, die extra Energie und extra Arbeit reinzustecken. Es muss nicht perfekt sein und authentisch bin ich 100% bei dir. Ich glaube auch, dass man mit 80, 20 nicht weiterkommt.
Du bist schon perfektionistischer, als ich gedacht habe.
Ich muss immer Fehler einbauen, um nicht so ekelhaft zu wirken. Ich mache immer mit Absicht Fehler, damit ich nicht so perfekt wirke.
Du hast wahrscheinlich früher das Buch The Game gelesen, um zu checken, wie du sympathisch werden könntest.
Du weißt ja jetzt schon, dass ich nicht lese. Ich meine das vor allen Dingen vorausschauend. Ich glaube, dass du bei Content und gerade bei Podcast-Content durch die Attention Economy immer Verdrängungswettbewerb hast. In dem Moment, wo du Content produzierst oder wenn du Attention klauen willst von Nutzern, dann bist du sofort im Verdrängungswettbewerb drin. Ich glaube, auch deswegen musst du einfach versuchen herauszustechen und besser zu sein. Weil 80, 20 gibt es schon jetzt 10.000 Formate und ich glaube, man muss das besser machen. Das gelingt uns natürlich auch nicht jedes Mal, aber wir versuchen danach zu streben. Wir haben übrigens 200.000 Stunden Listening Time geklaut, den Menschen schon. Da bin ich sehr dankbar für, dass uns so viel Zeit geschenkt wird.
Da kommt drauf an, von was geklaut. Haben Sie was anderes gehört, bei dem Sie mehr gelacht haben oder haben Sie was anderes gehört, bei dem Sie mehr gelernt haben?
Ja, dankbar bin ich sowieso.
Ich auch. Wir müssen schneller werden. Wir müssen ein paar Themen mehr abhaken. Was waren denn die Vorhersagen, die wir dieses Jahr gemacht haben? Können wir uns noch an Sachen erinnern, die wir prognostiziert haben?
Das ist ein Learning. Das müssen wir besser dokumentieren. Das machen wir nach dieser Folge. I volunteer, das ins WordPress zu schreiben, die Predictions ab jetzt. Die zwei, an die ich mich erinnere, und du darfst gleich hinzufügen, was ich vergessen habe, oder was deine Wichtel und Delegierten für dich recherchiert haben.
Ich wollte die Frage anfangen mit, wo steht die Palantir-Aktie?
Warte, da muss ich mal gucken. Nicht da, wo ich sie gerne hätte, das weiß ich schon. Bei 26 Dollar, glaube ich, Sekunde. Oh, 28 sogar. Die steht nicht bei ihrem fairen Wert, sagen wir so viel. Hätte man da nicht auf mich gehört, hätte man sein Geld für 2,8fach, was nicht ganz schlecht ist. Was soll ich dazu sagen? Lage ich falsch, weil der Markt die Wahrheit nicht sieht. Kann ich gern. Wie gesagt, ich glaube nicht, dass Palantir das schlechteste Unternehmen der Welt ist. Nur, das ist nicht die gleiche Bewertung, wie viele der Cloud-Aktien verdient, weil es irgendwie ein Großteil Agenturgeschäft ist.
Und wie gesagt. Gut, Haken dran. An was kannst du dich denn erinnern?
Ich glaube trotzdem, dass Palantir sich nochmal halbieren wird. Netflix-Trade, dass es bei Netflix einen Effekt gibt, der immer nach den Ergebnissen in eine kurzzeitige Enttäuschung verliegt. Das haben wir beobachtet. Was war das an dem Tag? 8, 9, 10, 12 Prozent? Ich habe die auf dem Laufenden.
Ich kann mich dran erinnern, dass es so 2000 Euro waren.
2000 war das? Okay. Also es war so knapp 10-stellig, knapp zweistellig, was runtergegangen ist an einem Tag. Da glaube ich übrigens, das könnte man, um mal langsam zu den Predictions zu kommen. Ich glaube tatsächlich, dass Netflix eine der Aktien sein wird, die jetzt nicht nur bei den Earnings, also gerade bei den Earnings, aber auch generell eher underperformen wird nächstes Jahr. Weil ich glaube, Disney wird einen Großteil des Marktwachstums für sich vereinbaren. Also ein Teil ist inkrementell. Das heißt, Leute, die Netflix schon haben, kaufen auch Disney noch dazu. Das ist jetzt sozusagen kein Nullsummenspiel, aber von denen, die sich entscheiden müssen oder irgendwie eine Budgetrestriktion haben, die sagen, glaube ich, Amazon bezahlen sie eh. Amazon Prime ist irgendwie das, was du als Letztes kündigst, glaube ich. Disney brauche ich für die Kinder, oder weil ich die hart Star Wars Fan bin oder weil ich die hart Marvel Fan bin. Und das, was am sozusagen most expendable oder entbehrlich scheint, ist dann glaube ich Netflix, wenn du dich entscheiden musst. Weil unter anderem, weil sie nicht viele Blockbuster produziert haben oder eingekauft haben in der Corona-Phase. Das heißt auch nicht, dass die Firma pleite geht oder eine schlechte Firma ist. Die sind ja irgendwie 200 Milliarden wert. Aber ich glaube, dass sie so eine Art Plateau erreichen werden oder eigentlich schon da sind und dass das jetzt offensichtlicher wird nächstes Jahr. Was spricht dagegen oder warum könnte ich falsch liegen? Ich glaube, Netflix hat absolut die Pricing Power. Den Preis auch nochmal, die haben wir schon in Amerika, glaube ich, einmal erhöht. Das wurde sehr gut angenommen vom Markt. Und ganz ehrlich, würden die es zwei Euro teurer machen, würde ich irgendwie nicht mit dem Finger zucken wahrscheinlich. Du eher auch nicht, entnehme ich deinen blicken.
Ja, mein Argument wäre halt, wenn Corona vorbei ist, will man nicht mehr Fernsehen gucken.
Auch guter Punkt, dass dann Revenge Spielplatz ansteht. Ja, guter Punkt.
Also dann machst du maximal noch Disney Plus, weil das hast du auf dem iPad oder auf dem Telefon für deine Kinder im Auto und alles andere ist irre.
Gut Parenting.
Aber die Abende, die du mit deiner Frau oder deinem Mann unterwegs bist, die wirst du im Restaurant verbringen oder sonst wo. Aber du wirst auf keinen Fall mehr irgendwie einen Film auf dem Sofa gucken.
Da kommen deine Predictions. Vielleicht machst du nächstes Jahr noch einen neuen Podcast, Good Parenting with Glocker. Disney auf dem Autositz. Ja, kommen wir zu den Vorsätzen. Also Disney hat jetzt wahrscheinlich Status heute 100 Millionen Subscriber gewonnen. Die werden mit 1000 Dollar bewertet. Normalerweise, das heißt ein Drittel der Market Cap von Disney ist schon jetzt Streaming Business und das wird eher steigen. Ich vermute, also ich glaube, der Subscriber Growth wird sich verlangsamen bei Netflix. Die nächsten Zahlen werden wieder enttäuschen. Ich glaube, mindestens einmal nächstes Jahr werden wir einen Drop von bis zu 20 Prozent sehen nach den Earnings. Nämlich dann, wenn sozusagen der Climax überschritten ist beim Hörerwachstum. Und die internationalen Subscriber, die sie gerade hinzugewinnen, sind auch ein bisschen günstiger. Also die zahlen weniger teilweise als US-Hörer. Plus teilweise entfällt die Apple-Steuer. Was sie noch tun könnten, wäre den Familienaccount begrenzen. Also auf zwei oder drei Profile statt. Was sind da im Moment erlaubt? Vier oder fünf? Das ist ein Move, den sie, glaube ich, machen werden dieses Jahr. Weil was passiert ist, die Late Adopter, wie viele Leute surfen auf deinem Netflix-Account im Moment, wenn das nicht zu intim ist? Ich habe gar kein Netflix-Account. Achso, gut. Also bei mir ist es zum Beispiel so, dass wir nutzen zwei hier in dem Haushalt und dann teilen wir das schon, so wie die meisten Leute, glaube ich, mit Late Adopter-Haushalten. Also einer ist meine Eltern, ein anderes ist ein Bekannter aus der Heimat, ein dritter weiß ich gar nicht auswendig. Aber die müssen alle nicht für Netflix zahlen, obwohl sie als voller Nutzer es gerade nutzen. Und ich glaube, das Pattern muss Netflix verstehen. Und inzwischen kennt jeder Netflix. Das heißt sozusagen, als Promotion das weiterzumachen, macht keinen Sinn mehr. Und sie arbeiten an dieser Familienaccount-Politik noch 2021. Da bin ich mir relativ sicher. Und ich bin mir auch sicher, dass Netflix im Laufe des Jahres mindestens einmal unter die Marke von 200 Milliarden Market Cap fallen wird und an einem der Earningstage bis zu 20 Prozent droppen wird, wenn sich die Wahrheit da besser darstellt. Genau. Genau das, also Netflix ist eine neue Prediction.
Aber jetzt nochmal zu diesem Jahr. Was hast du denn?
Spotify hat Genius nicht gekauft. Ich halte es immer noch sozusagen aus SEO, Organic Growth Gründen, für eine der besseren Predictions, dass Spotify Genius kaufen sollte, um die Transcriptions für alle Musiktitel und damit so ein Diskussionsforum um den Content gleichzeitig einzukaufen. Und dass sie eine noch bessere Transcription Software eigentlich kaufen oder bauen müssen für Podcasts. Da bleibe ich auch dabei, weil es glaube ich für das Wachstum der Plattform ein großer Treiber wäre und aus dem Rest der Publishing-Branche klauen würde Market Share. Bin ich mir relativ sicher. Das sind die einzigen zwei Predictions, an die ich mich erinnere, ehrlich gesagt. Hast du weitere?
Ja, ich habe drei Stück. Also das eine war, wir haben am 19.10. in der Folge 16 über Zoom gesprochen und dass wir da nicht mehr so ganz bullish sind. Und das Witzige ist, das war genau zum Höchstpunkt der Zoom-Aktie.
Das hast du richtig hinbekommen? Ja. Glückwunsch.
Ja, ich glaube, wir beide haben das so ein bisschen gesprochen. Du hast ja auch, glaube ich, gesagt, dass du ein schlechtes Bauchgefühl hast, weil sie mit den Zapps jetzt gekommen sind und also tausend Nebenbeispiele, Nebenschauplätze gehabt haben. Und seitdem ist die Aktie um 35 Prozent runtergegangen.
Oh, doch so viel. Aber was ich auch gesagt habe zu Zoom, ist, dass ich glaube, sie bauen ein Device, was sozusagen mit so einem Touchscreen zur Telefonzentrale der Unternehmung wird. Da sind sie noch nicht ganz, aber ich glaube, das ist der Weg. Und sie gehen jetzt in E-Mails rein. Hast du das gelesen?
Die versuchen alles zu machen, damit sie irgendwie rechtfertigen können, dass sie so groß sind wie Microsoft oder Google oder was auch immer. Ich finde das, also ich finde das schwachsinnig.
Worüber telefonieren wir gerade statt Telefon?
Ja, über Zoom, weil das auch richtig funktioniert. Aber würdest du über Zoom auch deine E-Mails machen und dein Kalender und alles?
Kalender durchaus. Das Kalender und E-Mails gekoppelt werden, finde ich sowieso total bescheuert. Also es stellt mich vor einige logistische Probleme sogar. Warum nicht? Also wenn du hey.com nutzt, warum nicht auch auf Zoom? Also da gibt es auf jeden Fall, also niemand ist 100 Prozent happy mit seinem E-Mail. Oder was heißt niemand? Es gibt Leute, die sind nicht 100 Prozent happy mit dem E-Mail Provider. Da bin ich mir relativ sicher.
Ich glaube, dass Zoom das Problem hat, dass wir uns immer an Corona direkt an Zoom erinnern. Das kann sein. Und dass sie aus dieser Sache nicht rauskommen. Ähnlich wie es ein Volkswagen nicht schafft, irgendwie Premium Autos zu verkaufen, wird es Zoom nicht schaffen. Irgendwie aus dieser Corona. Kannst du dich noch an Corona erinnern, als wir die ganze Zeit vor diesem Zoom saßen? Und ich glaube, das wird unheimlich schwierig. Und auf der anderen Seite die Technik. Also ja, wir telefonieren gerade über Zoom, weil wir denken, das ist am besten. Aber die anderen Hersteller und auch so Services wie Twilio ermöglichen eine ähnlich gute und bald genauso gute Qualität. Und ich glaube, es kommen mehr Use Cases, die mehr spezifisch. Also ich wette gegen Zoom.
Bei den Use Cases, also ich glaube, es wird viel Differenzierung geben in dem Markt. Sei es vom Zusammenarbeitskonzept oder sowas wie Around oder so. Dass die anderen ähnliche Qualität haben, sehe ich noch überhaupt nicht. Also in Teams oder in Google Meet ist von der Qualität noch nicht 80 Prozent. Und wenn du sagst, das Wichtigste an einem Call ist, sich gegenseitig zu verstehen und ein akzeptables Bild zu haben, dann ist sozusagen das gegenseitige Verstehen noch nicht bei 80 Prozent der Leistung bei den anderen. Weil ein Blackout ist halt, fällt die Qualität auf 5 Prozent drunter von 80. Na gut, we'll see.
Ja, da gebe ich dir recht. Wir werden es sehen.
Du kannst ja nachher gegen Zoom wetten. Wenn wir unsere Top-Flop-Aktien machen, kannst du ja gegen Zoom wetten.
Ja, ich wette das auf jeden Fall ein. Ich wette gegen Zoom.
Ah, nice.
Und dann in Podcast Folge Nummer 5 hatte ich gesagt, es gibt zwei Millionen Podcast Shows am Ende des Jahres bei Spotify. Ich habe jetzt gerade geguckt bei Listen Notes, da gibt es jetzt 1,9 Millionen Podcast Shows fast. Also zwei. Mal gucken, was Spotify jetzt announced in dem nächsten Earnings Call. Ich glaube, sie machen die zwei.
Und hatte ich nicht das Over? Wir hatten wir nicht so Over Under gemacht? Und ich habe das Over genommen, dass ich glaube, dass es noch mehr ist?
Da müsste ich nochmal reinhören. Du hast mir auf jeden Fall erklärt, wie man vernünftige Prognose macht und dass das okay wäre. Aber ja, vielleicht meintest du komplett Over.
Ich glaube auf jeden Fall, ich habe deine Schätzung, sozusagen hatte die Vermutung, es wird noch mehr wachsen. Aber let's see.
Ja, das können wir dann nochmal nachschauen. Aber das waren so die Vorhersagen im Rückblick.
Bin gespannt. Wenn es noch eine gibt, darf man uns nochmal darauf hinweisen. Dann gestehen wir unsere Unfähigkeit gern ein. Wenn wir uns noch ganz grob geirrt haben bei irgendwas.
Dann lass uns in die Zukunft geben, meine drei Flops für nächstes Jahr. Nummer eins Zoom. Nummer zwei Paladin. Nummer drei Tesla.
Boah, nicht schlecht. Möchtest du das kurz begründen?
Ja, also Zoom wegen dieser Corona-Sache. Dann glaube ich, dass sobald die Aktie fällt, hauen auch die ganzen Talente ab. Ich finde, sie machen unnötige Produktinnovationen. Sie sollten einfach sicherstellen, dass der Call unheimlich weiterhin der beste ist. Und ich glaube halt auch an andere Anwendungen. Bei Paladin wird ja immer gesagt, dass sie von Apple irgendwann gekauft werden. Das glaube ich nicht.
Glaube ich auch nicht.
Ich glaube ebenso. Also es wurde ja jetzt auch die Tage gemunkelt oder hat Elon Musk gesagt, dass er Tesla an Apple angeboten hätte oder gerne einen Termin gehabt hätte. Apple kauft nicht so gerne Firmen. Und ich glaube nicht, dass die Paladin kaufen werden. Ich glaube auch, dass die Kunden, Paladin ist auch so eine Corona-Company, die Kunden wollen Sport draußen machen und in Teams sein und unter Leuten. Und dann mein anderer Punkt ist, dass eigentlich ist doch der Hometrainer schon immer das Sportgerät, das irgendwann einstaubt. Und ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das durch die Subscription nicht passiert
und durch das Angebot. Ja, Paladin würde sagen, sie sind eine Content-Company, keine Hometrainer-Company und dass genau das das Problem löst. Ich will nicht sagen, dass das richtig ist.
Was hat WeWork immer gesagt? Was ist sie für eine Company?
Work as a Service. Wie haben die sich genannt? Real Estate as a Service? Innovation. Keine Ahnung. Ich finde das gut. Ich stimme nicht 100% überein, aber ich finde das gut hergeleitet. Das ist halbwegs valide. Und Tesla?
Ja, und dann Tesla, da gehen wir nochmal drauf. Tesla wird von Apple gefressen.
Deine Meinung zum Apple-Auto, die würde ich ja gerne mal hören.
Ja, die kommt nachher noch.
Okay, gut, dann verschieben wir das.
Ich glaube, dass Tesla der Palm-Pilot von Apple ist. Also was auf jeden Fall Autos angeht. Und was man halt aktuell, oder was man die letzten Jahre, finde ich, verfolgen konnte, ist, dass die Leute, die denken, sie sind ultra-innovativ, fahren Tesla. Die Leute, die sich jetzt leisten konnten, nicht mehr Tesla fahren zu müssen, fahren Porsche, also diesen Porsche Electro. Und alle, alle, alle werden dieses Apple-Auto fahren in Zukunft.
Würdest du dir eins kaufen?
Ich weiß nicht, ob ich es mir kaufe oder ob ich es mir miete oder liese oder sowas. Aber ich glaube, dass die Zielgruppe von den Leuten, die es kaufen werden, die sind, die nicht das Tesla-Auto kaufen, weil sie nicht glücklich sind, wie die Ledersitze sind. Und einen anderen Punkt erörter ich gleich noch bei meiner kleinen Apple-Vorhersage.
Spannend. Finde ich alles sehr gut. Das Gute ist, du hast uns Zeit gespart, weil Tesla wäre auch bei mir drauf gewesen. Aus anderen Gründen. Wobei das mit Apple ist zumindest ein Mitgrund, wobei ich gar nicht so sehr Apple selber als Problem sehe. Also wie gesagt, auch Tesla, sehr gesunde Company wahrscheinlich. Wird es bestimmt in zehn Jahren noch geben, vielleicht in 20. Ich sozusagen bemängle nur die vollkommen absurde Bewertung, um das mit Zahlen zu unterlegen. Teslas Umsätze sind ein Viertel des gesamten Ebit des Rest der Autobranche. Also ihre Umsätze sind ein Viertel des, also ein Viertel der anderen Autohersteller macht mehr Gewinn zusammen, als Tesla Umsatz macht. Trotzdem hat Tesla die Hälfte der Bewertung der gesamten Autosindustrie. Also Tesla hat die gleiche Bewertung wie der Rest der Autohersteller, mehr oder weniger. Was natürlich vollkommen absurd ist. Mit einem Prozent des Revenues der Branche. Macht überhaupt keinen Sinn, es sei denn. Und dann fairerweise, was ist der Bull Case für Tesla? Was muss passieren, damit das irgendwie klappen kann? Dazu müssten sie irgendwie ein Viertel des Energiesektors übernehmen. Mit Solar und Charging und was weiß ich. Sie müssten ein Viertel des Automarktes übernehmen und das noch in ein Subscription Revenue wechseln. Dann könnte das irgendwann passen mit der Bewertung oder dass man das Geld auch wieder einsammelt. Ansonsten unmöglich. Das Problem ist ja aber, du machst ein Service Modell aus Autos. Das führt aber dazu, dass der Automarkt schrumpft. Wenn du selbstfahrende Autos hast und die dich von zu Hause abholen, dann brauchen viele Leute keine Autos. Ich habe dieses Jahr mein Auto verkauft und ich habe eigentlich nicht vor, ein neues zu kaufen. Ich fände ein Subscription Model zu spannend, um mir einfach bei Bedarf eins zu mieten. Aber je erfolgreicher Tesla wird, desto kleiner wird eigentlich der Gesamtmarkt, wenn ihre Vision die gleiche ist, die sie immer verkaufen. Und wenn jeder Vierte einen Tesla fahren würde, dann wäre es halt nicht mehr cool. Dann willst du halt allein aus Differenzierungsgründen eben dann doch lieber den Porsche oder das Apple Auto oder ein Mercedes fahren oder ein total modernes japanisches Auto oder ein total sicheres nordisches Auto oder was auch immer. Deswegen kriege ich auch den Bull Case nicht schön gerechnet, selbst wenn man daran glauben will. Und was ich weiterhin langfristig kritisch sehe, ist die Employee Happiness, also die Mitarbeiterzufriedenheit bei Tesla. Tesla hat von allen großen Autoherstellern die schlechteste Mitarbeiterzufriedenheit laut Glassdoor. Ich glaube, dass man das beste Talent nicht langfristig behalten kann, wenn man für einen Covid- und Impfskeptiker arbeitet, der einen in infizierten Fabriken zwangsweise weiterarbeiten lässt, unter ständigem Druck, nur um ihm zum zweitreichsten Menschen der Welt zu machen. Ich glaube nicht, dass es auf Dauer funktionieren kann. Es funktioniert solange die Firma auf die Selbstausbeutung von Elon Musk und die Ausbeutung der Mitarbeiter basiert, dass die Firma langfristig das derzeitige Bewertungsniveau halten kann. Glaube ich nicht. Genau. Das ist Nummer eins. Dann Beyond Meat. Versuche ich ein bisschen schneller zu machen. Das ist Fake Meat, böse gesagt. Burger aus Pflanzenproteinen oder andere Fleischersatzstoffe. Ich glaube, es ist relativ klar, dass das langfristig ein Commodity-Business ist. Das heißt, es gibt keine großen Margen auf Produkte, die jeder Discounter, jeder Supermarkt, jeder Burger-Bretter selber bauen wird. Alle großen Ketten sind vertikal integriert. McDonald's besitzt seine eigenen Rinderherren. Warum sollten sie nicht auch ihre eigenen Erbsen und alles, was dazwischen ist, in der Supply Chain besitzen und den Burger zu einem Drittel der Kosten herstellen? Das heißt, es ist ein margenarmes Business, was vollkommen überwärtig ist, was nicht mehr wächst, was sich gerade sehr stark zeigt. Ich glaube, der Gesamtmarkt wird stark wachsen. Wir werden im Schnitt in zwei Jahren dreimal so viele Pflanzenersatzprodukte essen als Gesellschaft. Aber Beyond Meat wird daran nicht mehr teilhaben und die Margen werden sinken, je mehr Discounter-Retailer und Systemgastronomen ihre eigenen Produkte dort bauen. Das halte ich für relativ klar. Ich würde nie wieder gegen Tesla wetten, muss man auch dazu sagen. Aber ich gehe davon aus, dass sowohl Beyond Meat als auch Tesla sich halbieren 2021, falls die Märkte auch irgendwie aufwachen. Weil ich Palantir und BigCommerce nicht nochmal nehmen wollte, obwohl ich das auch da angebracht fände, dass sie sich halbieren, habe ich nach etwas anderem gesucht. Das Spannendste, was mir so eingefallen ist, ist, ich glaube, dass, wenn wir Glück haben, Freizeit-Travel und Revent-Traveling nach Covid sehr stark zurückkommen. Was ich nicht glaube, ist, dass es Revenge-Business-Travel gibt. Also, dass ich nochmal Bock habe, meine Vertriebler durch die Welt zu jagen und in schlechten Ibis-Hotels schlafen zu lassen. Oder dass ich irgendwelche Kongresse, Messen, was weiß ich, exzessiv besuche oder irgendwelche Screening- und Kundentermine zwangsläufig per Flugzeug erledige. Und gegen die Airlines selber zu wetten, finde ich aber Quatsch, weil sozusagen, wenn Leute mit meinem Steuergeld am Leben gehalten werden, möchte ich nicht auch noch auf der anderen Seite sitzen und dagegen wetten, wenn ich genau weiß, dass am Ende ich sozusagen das, was meine Wetteform aufgehen hindert, durch mich selber bezahlt wird. Was ich glaube, ist, dass Booking.com und Marriott Hotels, also Marriott Hotels hat ein bisschen mehr Exposure zu Business-Travel als die anderen Hotel-Aktien, weil viele Ketten, die, glaube ich, eher einen Business-Charakter haben, dazu gehören. Und Booking halte ich für eine großartige Company, aber ich glaube, dass einfach der Markt, den sie adressieren, die nächsten fünf Jahre 20 Prozent kleiner ist. Und deswegen halte ich sie im Moment für überbewertet, auch wenn es eine hervorragend geführte Firma ist, mit einem großartigen Produkt, soliden Margen. Aber ich verstehe nicht, warum der Markt die Erwartungen da noch nicht eingepreist oder korrigiert hat. Also meine drei Flops sind Beyond Meat, Tesla und Booking oder Marriott, je nachdem, wie man will. Also eigentlich auch Airlines, aber wie gesagt, gegen Airlines zu wetten, ist Quatsch, solange die mit Staatsgeld angerettet werden. Umgedeihend verderbt. War übrigens auch mein erfolgreichster Short ever, war Norwegian Airlines nach dem Boeing 737-Crash. Weil da hat der Staat schon gesagt, dass er wahrscheinlich nicht eingreifen wird. Ach so, apropos Staatsangriff, nein. Das bekommen wir später vielleicht zu. Wie geht's weiter? Jetzt kommen die Top-Aktien. Erzähl mal deine Top-Aktien für 2021. Das sind alles keine Empfehlungen, sondern sozusagen unsere private Spielchen.
Also bei Top-Aktien würde ich bei mir, ich bin ja nicht so ein Aktienempfehlungstyp und Tippstyp, sondern ich würde eher das so ein bisschen auf das, was ich glaube, was in einem nächsten Jahr passiert, draufsetzen. Also ein bisschen, man könnte annehmen, dass das dann vielleicht auch an der Börse irgendwie irgendeinen Einfluss hat. Also mein erster Punkt ist tatsächlich die Wette auf dieses Apple-Auto und auf Apple generell. Also ich glaube, dass die deutsche Automobilindustrie oder generell die Automobilindustrie, alle, die irgendwas in Deutschland mit Ingenieur oder Entwicklung zu tun haben und Elektromobilität und Software so ein bisschen verstanden haben, werden in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren von Tesla und Apple abgeworben und werden dahin gehen, um mehr Karriere und mehr Geld zu machen. Und ich glaube, das wird ein unheimlich krasser Talent-Sog. Super Punkt. Noch wahrscheinlicher ist doch, dass die Leute, die bereit waren,
zu Tesla zu gehen, noch lieber zu Apple gehen. Genau. Bei Apple kriegen sie einen netten Chef und noch geile Technologie dazu. Also ich unterschreibe total den Punkt, finde ich geil. Aber ich glaube, noch wahrscheinlicher, als dass die beide abwerben bei der deutschen Industrie. Weil wer da gehen wollte, ist, glaube ich, schon bei Tesla. Aber noch spannender ist sozusagen die Entwicklung, die Migration von Tesla zu Apple zu sehen.
Ja, aber vergesst Berlin nicht. Also Berlin wird, viele wollten Berlin als Hubspot oder als Automobil, als das neue Zukunftsautomobilcenter machen. Und jetzt ist Tesla dort, Apple wird dort auch sein. Und die Leute, die aus dem Süden oder aus dem Norden nach Berlin ziehen, die werden für eine von den beiden Firmen arbeiten. Dann ein anderer Punkt, den ich bei dem Apple-Auto-Thema spannend fand, war, dass ich das ganze Thema, was Apple jetzt mit Facebook hat, das ist eigentlich nur PR für die Zukunft. Weil das Apple-Auto wird das erste sein, das nicht verrät, wo du hinfährst und wird da voll auf Datenschutz setzen. Die ganzen deutschen Firmen sind mit der ganzen Datenschutz-Thematik komplett überfordert, trauen sich auch nicht wirklich gegen Tesla irgendwie sich zu positionieren, weil sie ja auch eigentlich die Daten haben wollen. Und Apple wird in fünf Jahren wahrscheinlich genau das gleiche Spiel spielen mit Tesla und mit allen anderen, das sie jetzt mit Facebook schon mal üben. Und ich glaube auch, dass Apple Maps an Bedeutung gewinnen wird, weil Google mit ihrem Google Maps das Produkt jetzt kaputt machen durch die ganze Werbung und die ganzen Sachen, die da so reinkommen. Und Apple Maps wird das saubere sein, das, was einfach mich nur von A nach B bringt und auch vernünftig. Und dann werden wir irgendwann den Vergleich haben zwischen dem Apple-Auto, dem Tesla und dem anderen Autos. Und es wird wahrscheinlich so aussehen, dass halt das Apple-Auto das Premium-Auto ist, das iPhone. Tesla wird das Android-Telefon sein. Das kann alles, hat eine gute Software, aber ist nicht ganz so schön. Und die anderen traditionellen Autohersteller werden die Nokia-Telefon.
Sehr schöner Vergleich. Sehr schön.
Ich glaube da komplett dran und glaube, dass das sogar schneller kommt, als wir uns das vorstellen, weil Apple ja auch schon bekannt dafür ist, mal eine Überraschung zu machen. Und ich habe mir zur Vorbereitung eben nochmal dieses 2007 das Apple Video Introduction von Steve Jobs angeguckt. Und eigentlich kannst du diese Rede eins zu eins aufs Auto setzen. Dann zeigt er irgendwann so die vier Blackberries so nebeneinander und sagt so hier, das ist das Problem mit der Tastatur und so. Und bei den Autos ist es ja relativ ähnlich.
Finde ich eine sehr gute Analyse. Ich finde das Bild mit den Nokias ganz lustig. Aber ich glaube, es gibt ja ein Android-Auto. Ich glaube so ein Fiat oder Chevrolet, die schmeißen sich dann an Android-Auto ran und überlassen anderen das Betriebssystem, oder?
Ich meine es anders. Ich meine es auch mit Werbung.
Sobald du Android-Auto benutzt, bist du halt dafür offen schon. Also dann hast du schon den Fehler gemacht. Da bin ich ja bei dir. Aber Frage. Ich finde es alles sehr gute Gedanken. Du glaubst, Apple baut das Auto selber. Weil die wollen das 2025 bringen. Und du glaubst, Apple kriegt ein Auto konstruiert und produziert bis 2025.
Ja. Bei der iPhone-Präsentation haben sie von Alan Key ein Zitat reingebracht, das hat Steve Jobs damals gesagt, dass du halt nur wirklich es ernst meinen kannst, wenn du Software und Hardware zusammenbaust. Und das Gleiche ist es mit dem Auto. Und die Autos sind ja eigentlich nichts, außer ein iPhone oder ein MacBook mit einer großen Batterie und ein paar Rädern.
Also es ist auf jeden Fall einfacher, ein Elektroauto zu bauen, als ein herkömmliches Auto zu bauen. Das ist ein Riesenvorteil, glaube ich. Aber fünf Jahre halte ich für sehr ambitioniert.
Ich glaube, die arbeiten da schon seit fünf Jahren oder seit zehn Jahren dran. Ich glaube, das Thema ist schon...
Am Design kannst du arbeiten, glaube ich. Aber die Produktionsstrecke... Also mein Tipp wäre nämlich, dass Apple... Also eigentlich sollten sie sich, glaube ich, ein Auto herstellen. Du brauchst ja auch das Werk, die Kapazitäten. Oder sie lassen es wie in China bauen, wie ihre Telefone auch. Foxconn. Es gibt schon eine Foxconn-Fabrik für Apple-Autos. Das wäre krass. Das stimmt, aber das macht Sinn. Ansonsten hätte ich nämlich gesagt, Apple müsste eigentlich Jaguar, Volvo, Cadillac, sowas kaufen. Die kosten alle so zwischen 15 und 40 Milliarden. Das ist ein Witz für Apple. Also Apple ist 1.600 Milliarden wert. Oder 1.900. Weiß ich gar nicht aus dem Kopf. Das heißt, sie können sich eigentlich einen KZ-Hersteller mit einem guten Ansehen und einer E-Autostrecke, also vielleicht deswegen Volvo oder Jaguar, kaufen.
Das machen die ganzen Chinesen. Das macht Gidi und so. Die kaufen die Brands und machen dann was anderes drunter. Aber das macht Apple nicht.
Apple lässt bei Foxconn ein Auto bauen, meinst du? Ja.
Spannend. Und ein Auto, das innen so gut aussieht, wie es der Edelrentner aus seinem deutschen Superfabrikat gewöhnt ist. Also das Auto sieht von außen so aus, dass man angesprochen werden möchte. Oder dass man halt sagt, oh krass. Ähnlich wie wenn man der Erste war, Hand hatte oder ein iPhone. Und von innen ist es perfekt. Und es ist halt 100% Privacy. Es ist auf jeden Fall das Auto, das niemandem verrät, wo du gestern Abend warst.
Und dann wird sich Scott Galloway feiern, für das er gesagt hat, es ist eine Firma mit Ferrari-Marchans und Toyota-Size-Production. Weil das ist dann genau, was sie eigentlich machen. Die werden ein Auto bei Foxconn für 15.000 Dollar bauen lassen und für 45.000 Dollar verkaufen. Und das bringt mich zur nächsten Frage. Apples großes Ziel ist ja gerade, mehr Service-Revenue zu bauen. Und sich dann, also sagen wir, sie verkaufen 10 Millionen Autos. Das sind dann ja 450 Milliarden. Bei 45.000 Dollar wären es 450 Milliarden neues Hardware-Revenue. Das will Apple doch eigentlich nicht. Das heißt, entweder brauchen sie einen sehr teuren Service-Kontrakt zu dem Auto dazu. Also so eine Art Apple One fürs Auto. Oder sie müssten eigentlich das Auto gar nicht mehr kaufen. Oder sie müssten eigentlich das Auto gar nicht mehr zum Verkauf machen, sondern als sozusagen Autonomer Fahrservice für reiche Leute. Also als Leasing. Oder sagen wir einfach, erster Schritt Leasing-Angebot. Weil dann haben sie Service-Revenue.
Deswegen hatte ich vorher nicht gesagt. Also auf die Frage, ob ich mir das Apple-Auto kaufen würde, weiß ich nicht. Was ich halt möchte, ist ein sauberes Auto, das per App kommt und in dem ich das Gefühl habe, es ist mein Auto. Also dass mein Software-Interface mit dem Auto so stimmt, wie ich es haben möchte. Und so ist es, als ob ich steige ein, der Sitz ist so eingestellt, wie ich es gerne haben will zum Beispiel. Das ist ja einfach machbar alles. Genau. Das ist sauber und das ist Premium.
Ich glaube nur sozusagen aus Shareholder-Sicht dürfte Apple auf keinen Fall noch mehr Hardware-Revenue machen. Also entweder müssen sie ein Hardware-Auto mit einem Peloton-like Hardware-Produkt mit viel Subscription-Revenue dazu verkaufen oder eigentlich dürfen sie gar kein Hardware-Revenue machen, sondern das Auto nur als Leasing anbieten. Und dann kriegst du deine...
Außer sie haben eine Marge, die sonst niemand hatte. Und das haben sie mit den Telefonen ja auch geschafft.
Ja, aber genau. Aber die Leute finden es immer noch nicht geil genug. Also das ist schon geil, da bin ich bei dir, aber es ist noch nicht geil genug. Deswegen wollen sie noch mehr Service-Revenue machen. Aber... Und die letzte Frage, die ich dazu noch habe, die ist die Smart-Driving-Technology von Apple. Also die kann man... Da bin ich mir sicher, dass die kriegst du in fünf Jahren nicht hin, weil du brauchst ein paar Millionen Stunden gefahren. Und das ist einer der wenigen wirklich strategischen Vorteile, die, glaube ich, Tesla und sonst nur noch Waymo und vielleicht Baidu haben, dass du wirklich unheimlich viele Kilometer gefahren schon hast. Und die ganzen Teslas, die jetzt auf der Straße sind, tatsächlich helfen, das Produkt besser zu machen. Und das kriegt Apple aber nicht von heute auf morgen hin. Auch nicht in fünf Jahren, behaupte ich. Das heißt, woher kommt die Safe-Driving-Technologie? Und das Naheliegendste wäre auch da eigentlich wieder China. Also Baidu, soweit ich weiß, nach Waymo und Tesla, die mit am weitesten sind bei Autonomous-Driving. Aber wenn Apple jetzt wieder mit China koaliert, dann weicht irgendwann ihr Privacy-Versprechen. Also wenn du dann die Technologie von Baidu nimmst, dann kriegst... Das ist ja auch jetzt schon ihr Haupt-Angriffpunkt bei Privacy. Dass Apple ist dein Privacy-Freund, außer du lebst in China, dann sind sie leider der, der dich ans Government verrät. Und das ist genau das Gegenteil. Und das ist auch ein sehr, sehr guter Punkt. Und deswegen können sie eigentlich nicht Baidu Safe-Driving-Technologie nehmen für das Auto. Also woher kommt... Ist das dann Bosch da drin? Oder das ist die letzte Frage, die ich noch habe. Und da will ich von dir jetzt auch eine Antwort. Weil du so gut warst bisher. Ich glaube, dass das Safe-Driving länger dauert
und dass sie das gar nicht als Fokus nehmen. Sondern das ist das Entertainment und das Fahren elektrisch, dass das gelöst ist und das Safe-Driving ziehen sie in die Zukunft. Und das ist das, was ich jetzt auch so sehr und das Safe-Driving ziehen sie nach. Aber da sind sie so, dass es halt global funktioniert. Und eher ähnlich, wie sie mit dem iPhone den Schritt gemacht haben, dass es am Anfang nur 2G hatte oder sowas, werden sie das bei den Autos auch machen.
Okay. Also der Average Apple-Fanboy will immer noch im Driver-Seat sitzen, wie ein normaler Mensch.
Ja, davon gehe ich aus. Aber es wird dann global skalieren.
Ja, super spannend. Was ist deine nächste Aktion? Wir haben eine klare Prediction hier. Apple steht jetzt bei, wie korrigieren wir das, irgendwo zwischen 1 und 2 Milliarden. Apple verdoppelt sich.
Okay, also knapp unter 4 Trillionen.
In einem Jahr als Aktie.
Mutig. Weil alle glauben, weil sie die Zukunft, die komplette Zukunftsgeschichte von Elon Musk nehmen die nächstes Jahr an sich und auch die komplette Privacy-Geschichte. Es ist die einzige Firma,
an die alle Großen glauben, die beim Auto-Storytelling viel aggressiver sein. Sie müssen jetzt alle drei Monate den Fortschritt und erste Prototypen präsentieren. Ja, das wird alles liegen,
so wie es mit dem iPhone auch immer liegt.
Ja, okay. Also ich glaube, für eine Verdoppelung auf dem Niveau, wie gesagt, die sind irgendwie knapp 2 Trillionen, 2000 Milliarden, da müssen sie, glaube ich, besseres Storytelling machen, um das nochmal zu verdoppeln. Und sie müssen noch härter an Google und Facebook rangehen. Und diese Strategie von wir schrauben die Daumenschrauben Privacy härter an und versteigern unsere Nutzer selber und schließen sie vom Ad-Universum eigentlich mehr und mehr ab, dann könnte das klappen. Okay, aber dann haben wir eine klare Prediction von dir. Super. Und deine nächste Top-Aktie?
Nummer zwei, der Facebook-WhatsApp-Pivot. Und zwar WhatsApp macht Slack und Microsoft Konkurrenz. Und Mark Zuckerberg wird zum Bill Gates und wird auf einmal sympathisch.
Das ist auf jeden Fall ein Bolt. Ja, finde ich auch gut. Also sozusagen, wo wir beieinander liegen, wäre WhatsApp ist der spannendere Business. Da hat neulich ein Hörer bei, ich glaube, bei Pivot eine gute Frage gestellt, welches der beiden Business oder bei Prof G Show, welcher der beiden Businesses würde Mark Zuckerberg, wenn das aufgespalten wird, eigentlich leiten wollen? Und ich glaube, jeder, der halbwegs alle Sinne beieinander hat, würde WhatsApp nehmen statt Instagram oder Facebook, oder?
Ja. Also ich glaube, dass tatsächlich das WhatsApp, also es ist ja auch keine Überraschung, aber ich glaube, dass WhatsApp wesentlich mehr in die ganze B2B-Richtung geht, als in das ganze
WeChat-Thema.
Und dass sie halt voll auf Business gehen und voll in Konkurrenz zu Microsoft, zu Slack, zu Salesforce, zu allen dort reingehen und ihr Geschäftsmodell ähnlich wie wir früher nicht geglaubt haben, dass Facebook es schafft, mobil zu sein, also mobile first zu werden, glaube ich, dass WhatsApp jetzt einfach Business first wird und dass sie eigentlich gar nicht mehr diese Werbesachen, Werbedeals irgendwie da drin haben wollen, sondern die wollen Umsatz und Interaktion.
Aber ist er der richtige CEO für ein B2B-Produkt?
Vielleicht geht der, vielleicht wird, also ich glaube, dass er der Bill Gates wird, dass er der super sympathische ist, vielleicht zieht er sich schon ein bisschen früher zurück und schafft das, was man bis jetzt nicht
von ihm geglaubt hat, aber er geht
dann, aber er wird auf jeden Fall sein Image
also er resigned als CEO dann aber, weil Bill Gates ist sozusagen nach dem Ausstieg nicht geworden, in Anführungsstrichen. Was macht Sheryl Sandberg? Instagram, WhatsApp, Facebook?
Einen ordentlichen Job? Das weiß ich nicht. An die habe ich mich, mit der habe ich mich nicht so viel auseinander gesetzt, aber ja, vielleicht muss sie Facebook weitermachen, wer weiß.
Das wäre, aber obwohl, ja, die scheinen Geld alles zu machen, warum nicht? Also ich kann mir gut vorstellen, dass Facebook sich selber aufspaltet, um irgendwie eine gewisse, gewisses, na, wie soll man sagen, die Gewalt darüber zu behalten, was passiert mit den einzelnen Teilen, dass sie das dann lieber selber machen, bevor jemand eine dümmere Idee einfällt. Und dann wäre WhatsApp auf jeden Fall der spannendste Teil, das ist, glaube ich, einfach vorherzusagen. Aber wer welchen Teil übernimmt, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Und ich glaube, dass das Markt irgendwann sagt, ich lege das alles nieder und mache dann tatsächlich Philanthropie, kann ich mir vorstellen. Was zu der WhatsApp B2B Vision nicht so richtig passt, ist sozusagen dieses Connecting People Narrativ. Also ich glaube, sowohl als CEO als auch von der Vision müsste er dann sehr viel ändern, um das zu machen. Aber ich finde es eine spannende Sichtweise auf jeden Fall. Und was würde damit sozusagen mit Facebook passieren? Du glaubst, es wird wertvoller, wenn das alles passiert?
Also die Firma wird wertvoller, aber Facebook als Produkt wird eher relevant.
Okay, dann sagst du sozusagen, das was heute Facebook ist, wird im Wert, im Gesamtwert der Teile 50% wertvoller in den 2021? 50% zu 50%? Ja, meinetwegen. Okay. Und es gibt eine signifikante Änderung bei Mark. Bin gespannt. Schreiben wir alles so auf. Schreib schön mit. Wenn du schon dein Vorbereitungszettel hast.
Nummer drei ist, dass Twitter und LinkedIn komplett an Bedeutung verlieren und speziell Twitter wird es nicht schaffen, sich in irgendwie ein Abo-Modell zu verwandeln, was aktive Investoren gerne haben würden. Ich glaube, dass die einen Konkurrenten bekommen, dass die Leute rüber wechseln, wie sie zu Instagram oder zu TikTok oder so gewechselt sind und dass Twitter
eigentlich
nicht das super Produkt ist. Weil die haben es nie geschafft, das Produkt zu verbessern. Die haben nie geschafft, den Spam wirklich da rauszuholen oder rauszunehmen. Und ich glaube, dass die Leute müde sind von dem Produkt.
Ja, gute These. Konkurrenz in den Anfangsphasen gibt es ja ganz viel zu, so Parler und Voice und so gerade. Das Problem ist, und die können alle sehr schnell auf der bestehenden Infrastruktur wachsen. Also du connectest dich mit deinem Twitter, hast sofort Leute, denen du folgst. Das heißt, das bedingt eigentlich eher noch schnelleres Wachstum in der Anfangsphase. Das Problem ist, dass du brauchst ja die absolut wichtigsten Leute, die müssen irgendwann auch auf der zweiten Plattform gehen. Und wird der US-Präsident auf eine zweite Plattform gehen? So schnell? Wenn die nicht mindestens 20% so groß ist? Also ich finde die These auch wieder sehr gut. Also insgesamt sehr gute These. Ich glaube, es ist aber relativ schwer, Twitter tatsächlich im Status anzugreifen. Ich glaube aber, dass es viel Konkurrenz geben wird. Und ich würde mir wünschen, dass das vielleicht eher zu ein bisschen Druck auf Twitter führt, dass sie doch nochmal sinnvolle Dinge machen. Statt komische M&A und Periscope kaufen und irgendwelche Stories kopieren. Da muss auf jeden Fall was passieren. Ich glaube, die haben schon echte Modes und Netzwerkeffekte, die sehr gut helfen. Aber wie gesagt, auf der Infrastruktur können andere Konkurrenten immer sehr schnell wachsen. Deswegen ist nicht ganz ausgeschlossen. Okay, das heißt Twitter, LinkedIn verlieren an Bedeutung. Sagen wir mal. Das dürfen wir dann ganz subjektiv bewerten. Ende des Jahres. Okay.
Twitter-Aktie halbiert sich.
So krass, ja? Schreibe ich dir auch. Langsam macht es dir Spaß, ne? Okay, ich mache meine Top 3 schnell, um Zeit zu sparen. Ich glaube sehr stark an Crowdstrike, weil ich glaube, Security wird ein großer Trend sein nächstes Jahr. Das ist die Aktie, die mir am solidesten aussieht. Ich habe nicht alle angeschaut, aber einige in dem Segment. Man kann auch einen ETF kaufen, es gibt einen Cybersecurity-ETF, der performt nicht großartig, aber okay. Ich habe das Gefühl, es häufen sich gerade Nachrichten zu Hacks. Auch gerade jetzt um Weihnachten wieder. Das stützt die These mit den Schulferien vielleicht. Aber der Stados-Volumen ist gerade 420% höher. Da habe ich mich zum Glück nicht noch eine weitere Stunde verloren in den Fakten.
Wieso Cloudstrike und nicht
Cloudflare? Cloudflare ist meine Nummer 2, aber aus anderen Gründen. Also Cloudstrike ist sozusagen die mehr Personal Security Suite oder Enterprise Security Suite. Cloudflare finde ich spannend aus zwei, drei Gründen. Das eine ist, ich glaube der CEO macht auch sehr gutes Storytelling und delivert aber auch dabei. Es ist nicht nur hohle Phrasen wie bei Tesla. Elon Musk hatte noch 4 Tage Zeit oder 72 96 Stunden, um eine Million Robotaxis auf die Straße zu bringen bis Ende 2020. Sollte langsam anfangen damit. Aber der Matthew wie heißt der? Matthew Prince? Der mit dem guten Storytelling. Genau.
Von dem du jedes zweiten Tweet retweetest.
Nee, der macht 10 und die zwei besten Retweets. Aber die delivern halt auch. Also die haben nur im Q4 Cloudflare Pages und Jamstack, also JavaScript API Markup also womit du sehr schnell hochperformante so ein bisschen wie, ich will nicht Google AMP sagen, aber es erlaubt dir sehr schnell hochperformante Seiten in Kollaboration online zu stellen und sehr viel der Rechenpower in die Edge oder zum Kunden zu verlegen, zum User. Sie haben die Data Localization Suite gebaut Q4. Sie haben Analytics Q4 gebaut. Sie haben Cloudflare 1 Q4 gebaut. Also es passiert wirklich sehr sehr viel. Es ist glaube ich alle Produkte sehr nah am Markt. Deswegen glaube ich weiter an Cloudflare und sozusagen dieses Edge Computing als großer Trend. Also wir müssen mal ich habe heute außerdem getweetet, dass 40% des Traffic Spots sind, wie vorhin schon erwähnt. Die meisten Leute wissen nicht wie viel Strom Internet, Server, Streaming sowas alles verbraucht. Und ich glaube wir müssen langsam mal anfangen, so Ressourcen näher an den Nutzer zu legen und in die Effizienz des Netz zu investieren. Also dass du nicht immer die optimale Qualität bekommst, sondern die genau nötige. Dass die Ressourcen näher zu dir ranrücken. Ich glaube da kann man viel sparen und deswegen ist glaube ich sozusagen Infrastruktur, Internet super Trend. Ich glaube stark an Cloudflare. Genau. Und es hat auch diesen Security Charakter noch dazu. Was sicherlich hilft. Und die dritte ist, und ich wollte jetzt nicht wieder Snowflake nehmen, obwohl ich das für die drittbeste durch die starke Revenue Retention von 160% positiv, wäre das sonst mein dritter Pick. Aber um das nicht zu nehmen und weil ich gerne Asien als Region reinbringen wollte, habe ich die SEA Group, das ist oder SEA Limited. Das ist eine südostasiatische Holding, die Gaming, Shopping und so ein bisschen FinTech Payment macht. Unter anderem gehört Shopee dazu. Das traurige ist, ich habe die erst dieses Jahr irgendwann entdeckt. Unter anderem weil sie im Gloria 50 und Internet Leaders Fund ist. Und es war damals aber, ich habe ja mal vor fünf Jahren viel für Lazada in Südostasien gearbeitet, also Amazon von Südostasien, das dann für eine Milliarde an Alibaba verkauft wurde. Und da war Shopee immer einer der großen Konkurrenten. Und mir war gar nicht bewusst, dass die schon an der Börse oder über dieser SEA Holding an der Börse sind. Ansonsten hätte ich sie damals schon gekauft und dann wäre es eine extrem gut laufende Aktie. Sie ist extrem hoch bewertet, aber ich glaube sehr stark an die Region. Südostasien hat eine sehr junge Bevölkerung, hauptsächlich weil die in den Kriegen und von den Kommunisten sozusagen ihre Eliten und älteren Leute haben keulen lassen. Die eine ganze Generation gestorben ist. Oder ein Großteil der Generation. Sehr jung, relativ gut gebildet, sehr hohes Wirtschaftswachstum. Ich glaube, dass Indien und Südostasien wären das nächste und vor allen Dingen bessere China. Also stabilere Demokratien mit, nicht immer Demokratien, aber zumindest ein stabiles wirtschaftliches Umfeld mit vielen jungen Menschen, die sich in die Mittelklasse vorarbeiten, relativ gut gebildet sind. Hohes Wirtschaftswachstum, 6-7% jedes Jahr. Und es gibt aber noch relativ wenig so reine Tech-Aktien dort. Ansonsten, am liebsten hätte ich eine indische Tech-Aktie, aber es war schwer eine gute zu finden. Deswegen halte ich SEA Group für ein gutes Exposure und können mir vorstellen, dass sie sich noch mal verdoppeln, ist aber sehr spekulativ, weil sie schon sehr, sehr hoch bewertet sind. Sie könnten sich genauso gut halbieren. Aber ich habe überlegt, ob ich mir Cado Libre nehme in Lateinamerika, Südamerika. Aber von der Region her finde ich Asien eigentlich spannender. Deswegen ist das SEA Holding oder SEA Limited. Spannend!
Dann werden wir uns im nächsten Jahr jedes Quartal mal die Aktien anschauen und gucken, was so passiert.
Spätestens am Ende des Jahres auf jeden Fall.
Dann lass uns mal darüber reden, was denn nächstes Jahr nicht mehr da sein wird. Also was geht?
Genauso auf Trends bezogen. Ich glaube eine der...
Ich habe eigentlich schon alles zusammengefasst. Also Corona geht hoffentlich. Damit geht auch Zoom und Paladin. Tesla geht. Und Essenslieferungen gehen. Also ich glaube, dass dieser ganze Hype um dieses Essen auszuliefern, das wird hoffentlich im Sommer dann auch endlich zu Ende sein.
Also so wie ich das wünsche, ich glaube nicht, dass Corona geht. Und wenn nicht, kommt ein neues Corona. Aber ich meine, das Gute ist, wir haben einen Impfstoff und der nächste Impfstoff wird genauso schnell produziert werden können und noch schneller entwickelt werden können. Ich weiß nicht, ob das so wird, aber bis Corona ganz weg ist, wird es noch ein bisschen dauern. Aber ich stimme dir ansatzüberein. Zoom habe ich zwei Drittel schon verkauft, um ehrlich zu sein. Bei Paladin bin ich mir noch nicht ganz so sicher. Erkläre ich auch gleich warum. Also später. Essenslieferungen bin ich auch skeptisch. Ich glaube, da kommt viel Revenge Dining später. Also richtig gerne ausgehen. Ich glaube, die Restaurants, sobald die wieder auf sind, werden brechend voll sein. Auf Plätzen draußen wird unheimlich viel gegessen werden. Das hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht, glaube ich, das Modell. Was ich glaube, was geht, oder was überschätzt ist als Trend, nach wie vor AR, VR, falls das noch nicht klar ist. Augmented Reality und Virtual Reality halte ich immer noch für annähernd totgeboten, bis auf ein paar Nisch-Use-Cases. Es hat sich im Porn noch nicht durchgesetzt, es hat sich im Gaming kaum durchgesetzt. Es setzt sich im Consumer-Tech überhaupt nicht durch, meiner Meinung nach. Pokémon war bisher die erfolgreichste Anwendung da drin und selbst mit dem Rückenwind ist nichts Besseres dabei rausgekommen. Und nicht mal mit Corona. Es gibt keine Konstellation, die besser hätte werden können oder ein größerer Rückenwind für VR, also Virtual Reality ist es, als Corona. Und selbst in Zeiten, wo du niemanden sehen konntest, wollten Menschen sich nicht in virtuellen Meeting-Raum räumen, virtuell treffen mit einer Brille auf. Das ist, glaube ich, der Zeitpunkt, wo man das für tot erklären kann, die Technologie. Also nicht die Technologie, für irgendwas wird die irgendwann mal genutzt werden. Aber den Durchbruch, die nächste Welle, die nächste große Plattform auf der 10.000 Venture entstehen, ist AR, VR nicht. Ich glaube, das ist Gegenmeinung? Ne. Und das Zweite, glaube ich, was überschätzt ist, ist nach wie vor Voice-Commerce und Voice insgesamt. Ich glaube, es gibt viele Anwendungen, die für Voice geeignet sind, aber auch da sehe ich keine breite Adoption für kommerzielle Anwendungen im Voice.
Obwohl, wenn Marken nicht mehr wichtig sind, dann ist Voice doch eigentlich super. Also gib mir einen Kaschmir-Pullover, der nicht nach dreimal tragen aussieht, als ob er drei Jahre alt ist.
Ja, du willst ja trotzdem das Aussehen beurteilen. Also ich sehe deinen Punkt. Insgesamt, glaube ich. Hast du Voice schon mal kommerziell benutzt? Was bestellt du über Voice? Taxi wäre der einfachste Use Case. Bestell mir ein Taxi nach Hause.
Oder ich möchte da hinfahren und holen mich zu Hause ab. Ja, aber da brauche ich ja mehr als einen Button. Also auf einer App brauche ich einen Knopf und wenn ich irgendwas irgendwo reinrede, brauche ich ja mehrere Interfaces dafür.
Kannst du Siri das nicht machen?
Die ist ja schlau. Ja, aber das funktioniert nicht alles so.
Alexa? Google?
Ja, aber für mich wäre eher der Punkt bei Fashion so, wenn mir die Fashion so ein bisschen egal ist. Also was sie mir ja ist. Ich möchte halt einfach...
Als wenn man das nicht sehen würde. Also das ist ja ein anderes Thema,
über das wir nochmal in den nächsten Podcasts sprechen können. Hier über die eine E-Mail für dieses Outfittery-Modell. Aber bei mir ist es halt so, ich hatte ja schon mal gesagt, dass ich gerne T-Shirts haben möchte, in der ich mich so ein bisschen im Wäschetrockner funktionieren kann. Und wenn ich über Voice kommunizieren kann oder über Text kommunizieren kann und jemand macht für mich die Recherche und bietet mir dann die Sachen an und ich spare dadurch Zeit, dann funktioniert das schon. Das gab es auch mal.
Hisco Butler hat nicht so gut funktioniert, glaube ich. Ja, aber das war nochmal
eher so ein bisschen das Gorilla-Modell. Der baut doch jetzt Gorilla in London,
der Gründer. Könnte es nächste Woche,
können wir vielleicht mal eine Stunde darüber sprechen, wie viel Clones es jetzt gibt für das gleiche Modell?
Das wird nicht reichen, glaube ich. Voice ist, glaube ich, nicht tot, aber es wird sich sehr, sehr langsam durchsetzen. Ich glaube, es wird irgendwann kommen. Es hat eine gewisse Natürlichkeit, die Kommunikation per Sprache. Aber es gibt so viele Sachen, die theoretisch möglich wären, aber wo der Nutzer einfach nicht das Interesse daran hat anscheinend. Und gleichzeitig ist die Technologie auch noch kacke dumm. Mein Lieblings-Touring-Test für Sprachassistenten ist, die Bitte, eine Eieruhr auf sechs Minuten zu stellen. Und es schafft halt, glaube ich, nur Google. Also, dass Eieruhr sozusagen NLP übersetzt für Timer ist, kriegt irgendwie keiner hin. Dann sagen die Apple-Jünger, verbessern dich dann auf Twitter, sagen, du musst Timer sechs Minuten sagen, dann geht das doch. Aber das ist ja nicht der Sinn von Sprache. Also, dass ich meine Sprache anpassen muss an das Gerät, das ist ja dann nur irgendwie Voice Programming oder Natural Language Processing. Aber das ist ja kein Verständnis von Sprache, das dahintersteckt. Dann kann ich auch sagen Run Timer, Exit T minus 720 oder 360 oder was auch immer. Das ist ja immer das Gegenteil von dann kann ich es auch eintippen, dann ist die Sprache auch nicht deutlich besser. Wie auch immer. Ein gutes Beispiel dafür ist glaube ich Yext. Die haben seit vier Jahren bewegen die sich nur seitwärts oder liegen immer noch auf ihrem IPO-Preis. Haben mit irgendwie Local Commerce, so eine Uber-All-Sache gestartet. Dann sehr stark in Voice Search gepivotet als Storytelling. Hat nicht gut verfangen anscheinend. Und pivoten jetzt auf On-Site Search. Was glaube ich relativ klar heißt, dass sie nicht mehr an Voice glauben. Sie sagen jetzt, wir bauen die beste interne Suche für Webseiten. Das für mich heißt, dass auch, dass man da erkannt hat dass Voice sich nicht bewegen wird und nicht die Welle ist, auf der man gerade reiten kann.
Ganz schön wilde Pivots
für eine Firma. Ich habe heute mal getestet übrigens die internen Suchen. Aber um die Folge positiv zu halten, würde ich nicht allzu viel davon sagen. Machen wir
in Folge
27? Vielleicht. Wenn die Ergebnisse rauskommen. So was kann man gut besprechen, wenn die Ergebnisse rauskommen.
Hast du noch einen Verlierer für nächstes Jahr? Oder was nicht
gehen wird? Ich bin eher so der positive. Ich habe nur zwei. Ich bin eher so der positive Typ.
Sehr gut. Dann lass uns nochmal über die Gewinner und die Verlierer von 2020 sprechen. Mein Gewinner ist Farfetched. Und zwar haben wir in Folge 6 und Folge 7 Anfang Mitte August über die gesprochen. Und dann in Folge 19 haben sie announced, dass sie nach China gehen. Und hätte man am 10. August nach Folge 6 Farfetch Aktien gekauft, hätte man plus 140%
gemacht. Nicht schlecht.
Ist natürlich eine Storytelling Aktie und es gibt auch andere Podcasts, die lange darüber gesprochen haben, dass es nur Storytelling ist. Aber für mich war das eine Überraschung des Jahres.
Auf jeden Fall. Es galt vorher als Troubled Model und ist dann relativ gut bei rausgekommen.
Und dann hätte ich noch zwei andere Gewinner und zwar Shopify und Spotify. Hauptsächlich, weil wir sie die ganze Zeit verwechselt haben, aber sie beide
auch unheimlich erfolgreich im Jahr waren. Das kann ich nur unterschreiben. Da bin ich 100% dabei. Meine Gewinner sind etwas generischer. Gewinner Nummer 1 ist der Wissenschaftler als Kategorie. Weil das Jahr 2000 gezeigt hat, dass nicht alle Helden tragen Capes, sondern der Wissenschaftler an sich ist, glaube ich, in der öffentlichen Wahrnehmung stark gestiegen durch. Christian Drosten, Uwe Sahin, Özlem Türici. Uwe Sahin übrigens, der Biontech Gründer, 4 Milliarden schwer jetzt durch die Börse. Aber auch Melanie Brinkmann und nicht zuletzt Angela Merkel, die auch wissenschaftlich agiert hat, aber das Genre gut vertritt. Dann um generisch zu bleiben, ist Gewinner Nummer 2 ganz klar der Milliardär. Ich habe die Zahl jetzt nicht parat, aber was man ohne Recherche sagen kann, ist, dass keine Klasse so stark gewonnen hat wie die Superreichen in dieser großen Krise durch das Jahr weg. Als leuchtende, schillernde Vertreter, Elon Musk, der sich auf Platz 2 der Forbes-Liste hervorgearbeitet hat dieses Jahr mit Tesla, durch den Anstieg des Börsenkurses und seine Stockoptions, ist er zum zweitreichsten Mann der Welt geworden. Und Jeff Bezos, reichst immer in der Welt, 200 Milliarden schwer, hat auch, obwohl er ein bisschen Geld mit seiner Ex-Frau teilen musste, ist er deutlich reicher geworden in diesem Jahr. Da gibt es übrigens eine super Quelle zu. Wealth Shown to Scale, das verlinken wir mal. Das ist ein Entwickler, der hat eine Webseite gebaut, wo man horizontal scrollen kann, was ein bisschen verwirrend ist am Anfang. Aber das zeigt die Relation zwischen wie reich Jeff Bezos und die reichsten irgendwie 400 Amerikaner sind, indem ihr wortwörtlich minutenlang durch eine Website, also das stellt irgendwie 5 Millimeter sind eine Million oder so auf dem Bildschirm. Und dann scrollt man sich da so durch und begreift sehr gut, was optioner Reichtum ist. Und das wird dann im Vergleich gesetzt zu verschiedenen, irgendwie wie viel Geld man bräuchte, um alle Healthcare-Bills zu bezahlen oder Hunger für immer zu besiegen. Also die Kurzvariante ist, beide Herren könnten das Problem Hunger für den Rest ihres Lebens, oder für den Rest unseres Lebens beseitigen, aber stehen jeden Morgen auf und entscheiden sich das nicht zu tun. Aber wir verlinken das, ich fände es toll, wenn sich jeder das mal anschaut, um das zu verstehen. Und der dritte Gewinner 2020 ist, das wird dir gefallen, das Fahrrad. Ich glaube, das Fahrrad ist ein großer Gewinner. Du willst Peloton ja schon tot reden, aber ich glaube, es ist ein relativ klarer Trend, dass mehr Leute Fahrräder genutzt haben, hauptsächlich um dem ÖPNV zu entgehen, was wiederum gar nicht so gut ist, aber Fahrräder sind deutlich populärer geworden, sind die ersten Fahrradstraßen entstanden, in Großstädten, hier in Berlin, in der Friedrichstraße zum Beispiel. Die Stationary-Bikes oder Heimtrainer sind sehr populär geworden. Gravel-Bikes sind in ganz Deutschland ausverkauft bis Mitte nächsten Jahres. Swift Zoom, äh, Swift Boomed, das ist die Software für Heimtrainer. Peloton war eine der Top-Aktien dieses Jahr, hat sich vierfach oder fünffach in meinem Depot. Ach übrigens, das Traurigste, äh, nicht das Traurigste, das ist natürlich Spaß, aber ich verpasse meine 3X hier knapp und nur, weil ich meine HelloFresh-Calls verkauft habe, hätte ich die behalten. Ich sage ja immer, man soll Aktien einfach nur lange möglich behalten und weil ich die verkauft habe, kratze ich ganz knapp an 3X vorbei und schließe das Jahr nur mit irgendwie 181% Gewinn ab, was ein bisschen traurig ist auch. Ein herzliches Beileid. Wie auch immer. Genau, Peloton hat geboomt und indirekter Gewinner von vielen Trends, glaube ich, ist Swapfeets. Kennst du Swapfeets? Ja.
Ja, super Modell. Ausleihservice
für Fahrrad zwischen 19 und 73 Euro pro Monat um ein entweder elektrisches oder nicht elektrisches Fahrrad zu leihen, inklusive Maintenance, also Reparaturen. Und ein Effekt von diesen ganzen Gorilla-Clones wird sein, dass die über Nacht unheimlich viele Fahrräder brauchen und meiner Meinung nach ist der gesamte Fahrradmarkt nicht nur für Heimtrainer, sondern für alle Fahrräder inzwischen Supply Constraint. Das heißt, China kommt nicht schnell genug hinterher sowohl Elektrofahrräder als auch normale Fahrräder zu bauen. Davon sollte Swapfeets stark profitieren. Die müssten inzwischen bei 300.000 Abos sein, wenn wir mal mit 50 Euro pro Monat, also so Hälfte E-Bikes, Hälfte normale rechnen, sind das 300 mal 600 im Jahr sind ungefähr 200 Millionen Revenue im Jahr. Das ist ganz ordentlich. Für Subscription Revenue vor allen Dingen. Das heißt, die müssten eigentlich dann auch schon fast bald an die Börse gehen. Haben auf jeden Fall krass viel Rückenwind gerade. Achso, noch ganz kurz. Peloton hat auch Precker gekauft, so einen Hersteller von Fitnessgeräten für Hotels und Fitnesscenter und so weiter und lösen so ein bisschen ihr Supply Problem damit und gleichzeitig können sie gut reinverkaufen in diesen Markt. Also und den Gewinner, den ich ausgeschlossen habe, war übrigens Antitrust, weil darüber haben wir genug geredet, aber das muss man eigentlich der Vollständigkeit halber sagen, dass wenn irgendwas so ein bisschen geboomt hat oder eine Renaissance erlebt hat 2020, dann war es ganz sicher Antitrust.
Ja, also über Swapfeets sollten wir vielleicht nochmal sprechen. Das ist für mich echt das Spannendste, was in der Mobilität oder Urban-Mobilität an Modellen in den letzten Jahren rausgekommen ist. Super gerne. Und auch vor allem super exekutiert, sehr wenig auf PR gesetzt und einfach man sieht immer wieder sehr sehr gute... Ich spreche immer die Leute an, die mit den Fahrrädern fahren und das sind nie Tech-Leute. Das finde ich immer ganz gut, dass sie halt absolut... Also nicht in der Tech-Bubble irgendwie drin sind, sondern halt einfach diese Fahrräder unter Leuten verteilen und das Modell wird auch nächstes Jahr unheimlich oft kopiert werden. Also da gibt es ja auch schon
die ersten Gerüchte. Gerade mit E-Fahrrädern.
Da bin ich nicht so ganz sicher, ob das gut funktioniert, außer wenn es halt der Supply für Gorillas und Co. ist.
Aber ja. Das Problem ist ein bisschen... Ja gut. Aber wir machen das in einer Extra-Folge. Was sind deine Verlierer 2020?
Ich wollte nicht zu hart sein auf die Verlierer, weil die Leute, die das in dem Jahr verloren haben, die haben sowieso verloren. Nein, Pip, du bist auch nicht mein Verlierer des Jahres. Verlierer Nummer 1 für mich Flaschenpost. Ich finde es eigentlich nicht gut, dass sie verkauft haben. Also die haben zwar einen supergeilen Exit gemacht, aber ich finde viel zu früh. Ich hätte mir von den Unternehmern mehr gewünscht irgendwie nochmal die Extrameile zu gehen und daraus einen super Supermarkt machen oder irgendwas. Das fand ich einfach zu früh. So ein typisch europäisches oder deutsches Phänomen. Unternehmensberater bauen und die Firmen verkaufen schnell. Nummer 2 ist alle Leute, die geglaubt haben, dass es Fundamentals gibt bei Wirecard oder denen die Wirecard-Aktie verkauft worden ist. Ohne Wirecard hätte es auch diesen Podcast nicht gegeben, weil ich habe auch wieder zurückgeguckt in unseren Chatverlauf hab ich dich irgendwann mal gefragt, was ist deine Meinung zu Wirecard ist und das war Anfang des Jahres. Damals hattest du schon geschrieben, ja vorsichtig und erzählt, dass es Leute gibt, die mit Wirecard sehr einfach an Kreditkarten kommen. Das war vor dem Absturz. Da hätte ich ein Funfact,
das war lange vor dem Absturz. Da hättest du sehen müssen, dass ich das Orakel von Ostvorpommern bin. Verdammt. Da war es mir selber noch gar nicht bewusst.
Ja, aber genau. Also du hast auf jeden Fall da schon sehr sehr früh sehr richtig gelegen. Kleiner Funfact, ich hatte bei Revolut ein Konto und hatte mein Konto dort die ganze Zeit mit einem falschen Vornamen. Falschen Nachnamen. Ich hieß da nicht Klöckler, sondern Klöcklier. Klöcklier. Also anstatt L, I, E, R. Keine Ahnung wie, also ich glaube die skalieren auch sehr schnell auf sehr viele Accounts so. Weiß nicht, ob man damit Parallelen ziehen kann, aber das war schon fand ich überraschend schnell.
Es gibt schon ein paar andere Firmen, die vermutlich werden. Also du musst ja nur schauen, wo die Businesses weitergewandert sind, die vorher bei Wirecard sind. Und es gibt schon ein paar neue Zahlungsabwickler, die auf der sozusagen Shortlist im wahrsten Sinne des Wortes sind. Aber das machen wir vielleicht ein andermal. Weiter?
Und dann die Verlierer, also neben den ganzen wirklichen Verlierern, die durch Corona entstanden sind und deren Leben maßgeblich sich beeinträchtigt hat, glaube ich, dass auch viele sich als Verlierer sehen, die in der Zeit ihre Aktien verkauft haben und einfach also sozusagen immer davon gesprochen haben, dass sie die Weitsicht haben und dass sie in Panik nicht handeln, aber dann tatsächlich in Panik gehandelt haben und alles schnell verkauft haben. Und die haben, glaube ich, in den letzten Monaten sehr viel darüber nachgedacht, ob sie damals richtig gehandelt haben oder nicht.
Der Aktionär sollte auch erst einer meiner Gewinner werden, aber ist dann dem Fahrer zum Opfer gefallen. Finde ich gut. Ich habe dir selten so viel zugestimmt. Finde ich alles gute Punkte. Meine Loser 2020 hat eins die AfD. Ich glaube 2020 hat super gezeigt, dass die AfD vor allen Dingen in Abwesenheit von echten Problemen reagiert, indem sie dann die Agenda setzen und uns irgendwelche Probleme einreden, die wir nicht haben. Die EU, Flüchtlinge, den Corona-Staat. Das funktioniert deutlich schlechter, wenn es echte Krisen gibt. Und sozusagen im Angesicht dieser echten Herausforderungen hat sich eigentlich bewiesen, dass nicht nur die Deutschen, sondern auch andere Länder oder andere Bürger grundlegend solidarisch, überwiegend verantwortungsvoll und hilfsbereit sind und dass all diese Parteien viel Aufmerksamkeit und Zustimmung verlieren für alle die richtigen Gründe. Das heißt, das ist einfach ein Fakt zu konstatieren. Aber auch was sehr Positives, um sozusagen aus der Loser-Rubrik was Positives zu holen, dass die Krisen dann doch eher das Besseren Menschen hervorbringen. Art 2 offensichtlich, Donald Trump muss Verlierer des Jahres sein und zwar nicht, weil er einer der schlechtesten Präsidenten aller Zeiten war, sondern vor allen Dingen durch das Verhalten nach der Wahl geprägt, weil er jetzt weiterhin der Demokratie nachhaltig schadet, indem er die Wahl anzweifelt und mit Mitteln, die er selber unmöglich aufbringen könnte, versucht Unglauben und Zweifel zu sehen an der Demokratie. Das ist meiner Meinung nach ein zeigt den finanziellen und moralischen Bankrott und entweder wird er dafür schon als Useful Idiot bezahlt von einem anderen Staat, um die USA zu destabilisieren weiterhin oder er versucht seine eigene Begnadigung zu erpressen, damit er nach der Abdankung nicht sofort in den Knast geht oder angezeigt wird. Ich glaube, eins der beiden Dinge wird sich als wahrer ausstellen. Also dass man entweder mehr Verstrickungen zu Russland finden wird oder dass er versucht wirklich die gesamten USA so sehr zu terrorisieren, dass Biden irgendwann sagt um unserer Demokratie ein bisschen Restwürde zu verleihen, begnadigen wir jetzt Trump, damit er die Fresse hält. Und der dritte Verlierer ist ganz deutlich die Paketsteuer. Die wahrscheinlicher kommt, als wir uns letztes Mal gedacht haben, glaube ich. Also sie hat viel Unterstützung von CDU und SPD, was wie kaum etwas anderes, glaube ich, die Digitalisierungsfeindlichkeit von Deutschland verkörpert, die Rückwärtsgewandtheit und den Einfluss von Lobbygruppen auf Politik. Anders lässt sich das glaube ich nicht erklären. So eine Paketsteuer ist letztlich meiner Meinung nach eine Umverteilung von unten nach oben. Das ist eine Verbrauchsteuer, die zahlen wir immer selber, die Konsumenten, das heißt die Bürger zahlen die im Vergleich zu Unternehmen oder reichen Menschen überproportional. Weil wir der Empfänger dieser Pakete sind meistens und damit das Steueraufkommen leisten. Und zugute kommt sie aber den meiner Meinung nach nicht schützenswerten Unternehmen, die in Fußgängerzonen domizilieren. Also irgendwie Erwin Müller, Dirk Rossmann, den Filialbanken, Reisebüros, Systemgastronomen, irgendwelchen Pfennigstores, Fast Fashion Milliardären, Schuhhandelsfamilien, die irgendwie 10 Milliarden schwer sind, Optiker, Chivo, Herz, Holding. Das sind alles Leute, die auf meiner Liste der Bedürftigkeit nicht ganz oben stehen. Und es wirkt auf mich so, also müssen wir diese Leute retten vor einer eh unaufhaltsamen Bewegung oder einem Verbrauchswandel. Ich glaube nicht. Das ist letztlich eine direkte Umverteilung. Weil die Innenstädte werden trotzdem sterben. Es ist einfach dass Leute, die dort Filialen besitzen, jetzt darauf eine Steuer erheben dürfen, die die Gesamtheit der Bevölkerung trägt. Und ich glaube, weißt du was das nächste Gebäude am Deutschen Bundestag ist? Irgendein Lobby
Gebäude wahrscheinlich? Genau.
Also weiter als der Kindergarten, die Kantine und die U-Bahn-Stationen des Parlaments oder weniger weit entfernt ist die Stiftung der Familienunternehmen, die sich vor allem damit beschäftigt, die Erbschaftsteuer zu verhindern und Vermögensteuer zu verhindern und vielleicht auch mit an so einen bescheuerten Gesetzesentwurf gefeilt hat. Also es ist eine Unterstellung, ich weiß es nicht, aber ich empfehle jedem mal es gibt in Berlin eine Lobbykritische Stadtführung, die vereinsteilt der Verein Lobby Control, die großartige, ah, wollen wir da nicht mal unsere Netflix, wir müssen noch die 2000 Euro von Netflix verwenden, von dem Trade. Wollen wir die an Lobby Control spenden? Bist du damit d'accord? Es sei denn, du hast jetzt einen besseren Zweck sofort.
Ich finde Mahlzeiten besser als
Lobbyarbeit. Das mache ich ja außerdem. Aber okay. Dann schon. Achso, aber die muss ich ja versteuern. Achso, aber ich kriege auch eine Steuerbestätigung. Gut. Okay, also wir spenden 2000 an Lobby Control. Genau, also bei dieser sobald man das wieder machen darf, kann ich jedem, der Berlin besucht, sehr empfehlen, mal diese Stadtführung zu machen. Am Ende ist es jetzt so, dass Bürger eine Steuer zahlen für Amazon. Bei Amazon profitieren sie wenigstens noch an der Preisersparnis. Jetzt subventionieren wir was, von dem wir letztlich nicht wirklich profitieren. Genau. Und letzter Verlierer ist übrigens der vierte. Er hat es nicht geschafft, aber weil er so emblematisch für das ganze Jahr ist, Softbank hat jetzt einen Speck aufgelegt und Masayoshi-san ist so ein bisschen mein kleiner Verlierer auch dieses Jahr, weil er das zweite Mal glaube ich all sein Vermögen an der Börse verlieren wird. Und die meisten Geschäfte, die er bis jetzt, nicht alle, aber die meisten Geschäfte, die er bisher gemacht hat, eher unglücklich wirken. Nachdem er schon mal der reichste Mann der Welt für drei Tage war oder drei Stunden und fast alles verloren hat und jetzt wieder eher auf dem Absteigenden Ast ist. Ist glaube ich auch ein kleiner Verlierer 2020.
Sehr gut. Dann lass uns zu den letzten Vorhersagen kommen. Hast du noch irgendwelche Vorhersagen für das nächste Jahr, die wir vergessen haben?
Wir haben ja gesagt, was geht an Trends, was kommt an Trends, sehe ich noch. Als ich heute Morgen aufgewacht bin, war Bitcoin bei 28.000. Das ist halt das Konzept Krypto nach wie vor für relativ unpraktikabel, um irgendwelche Transaktionen damit auszuführen. Aber als Wertaufbewahrungsmittel wird es glaube ich nächstes Jahr an Bedeutung gewinnen. Nicht, weil es dazu besonders gut geeignet wäre oder so, sondern einfach weil der Knautschball hier, den ich in der Hand halte oder wersen Klumpen Lehm, den ich in der Hand halte im Vergleich zum US-Dollar würde selbst der nächstes Jahr an Wert gewinnen. Einfach weil die Dollarinflation den Wert aller Sachgüter vorantreibt und es wäre komisch, wenn es keinen Effekt auf Bitcoin hat. Es wird ein bisschen getrieben werden durch die Adoption von irgendwelchen Apps, die Bitcoin einführen wollen. Coinbase, IPO wird helfen. Eventuell politische Unsicherheit,