Doppelgänger Folge #57 vom 13. Juli 2021

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F√ľr mich sind die alle von der Liste von UnternehmerInnen und InvestorInnen runtergerutscht in Influencer.
Hier ist euer gesundungsjournalistisch gepr√ľftes Audioangebot der deutschen Startup-Szene. Ich habe mir gerade die Themaauswahl vom Bundeswirtschaftsministerium aus der Invalidenstra√üe abgeholt. Leider gibt es gerade kein IPO in Deutschland, welches wir wohlwollend bejubeln k√∂nnten.
Auch nichts Kleines? K√∂nnen wir vielleicht √ľber einen kleinen IPO sprechen?
Auch kein Kleines, was wir Pflichtcovern m√ľssen. Deswegen wurde uns vom Chefzensor nahegelegt, dass am n√§chsten dran kommt, ist der 9-Milliarden-Spec von Bullish.com. Den k√∂nnen wir oberfl√§chlich verhandeln. Das w√ľrde Peter Altmaier gefallen. Da ist immerhin der deutsche Christian Angermeyer beteiligt als Shareholder und Senior Advisor. Und im Rahmen des Zukunftsprogramms in Optimismus steckt auch Muss. Das m√∂chten wir daher uneingeschr√§nkt zu dem Erwerb des Specs auffordern.
Jan, kannst du bitte den Disclaimer jetzt einspielen?
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Geh√∂rten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Wir k√∂nnen die Risikodisposition der H√∂rer nicht einsch√§tzen. Es besteht zudem immer das Risiko eines Totalverlusts. Ihr solltet immer euren eigenen Mietersatz machen und selbstst√§ndig entscheiden. Solltet ihr dann aufgrund der Informationen im Podcast handeln, haltet ihr stets auf eigenes Risiko. Und wir k√∂nnen unm√∂glich f√ľr erdfeige Verluste halten. Die Kryptob√∂rse Bullish.com ist zwar weder f√ľr die breite √Ėffentlichkeit live bisher, noch macht das Unternehmen irgendwelche Nennenswerte und Ums√§tze. Ach ne, Moment, der Satz wurde gestrichen schon. Mit 9 Milliarden w√§re Bullish nicht mal mit einem F√ľnftel der Bewertung von Coinbase bewertet. Also das hei√üt, da winkt eine Verf√ľnffachung, wenn man da optimistisch drangeht. Der deutsche Anleger kann hier Profit aus dem Pessimismus der Sparbuchb√ľrger und Hasbahasen F√ľ√üe schlagen. Und eine Verf√ľnffachung scheint, wenn nicht sicher, dann auch wenigstens sehr wahrscheinlich. Und m√∂gliche Kurzverluste sind durch Milliarden an Cryptoassets abgesichert, die der Shareholder Block One Group √ľber ein ICO eingesammelt hat. Die Bu√ügeldverfahren mit der √ľberkritischen US-Regulierungsbeh√∂rde SEC als auch der Class Action Suit von Anlegern konnten l√§ngst gegen Zahlungen von nicht mal 50 Millionen US-Dollar beigelegt werden. Also da gibt es auch nichts mehr zu bef√ľrchten. Herzlichst bis morgen im Grille. Jens kommt auch. Ihr Peter. Ach, nee, das geh√∂rt auch nicht dazu.
Moment, das war der komische, witzige Pip gerade?
Genau, das war nat√ľrlich nicht ernst gemeint. Wir erkl√§ren gleich noch, wie wir darauf kommen. Weiterhin Vorsicht falten lassen beim Aktienkaufen. Das war auch nur ein zuf√§lliges Beispiel nat√ľrlich mit der Bullish.com, mit dem Speck. Hast du √úberraschungsfragen, um die lustige Dienstagsepisode einzuleiten?
Herzlich willkommen zur Doppelg√§nger Podcast Folge 57. Pip, kleine, nicht wirklich relevante, einfach aus der Luft gegriffene Frage. Was ist √ľberhaupt der Unterschied zwischen Journalismus und PR?
Auf unserem Aufkleber haben wir einen, ich verwechsle den Namen mal, von George Orwell, haben wir den geklaut, den Schruf. Richtig. Das Journalismus ist, wenn das mindestens eine Partei nicht hören möchte, was geschrieben wird. Und alles andere ist Public Relations.
Und was bedeutet...
Wer noch Aufkleber braucht, kann Philipp Gl√∂ckler schreiben, der k√ľmmert sich gern darum.
Nat√ľrlich. Und was bedeutet das f√ľr uns? Sind wir jetzt eher PR oder w√ľrdest du das schon journalistisch nennen?
Das ist eine schwere Frage tatsächlich. Also PR sind wir sicher nicht, glaube ich. Ich glaube aber es gibt viel zu viel PR, gerade in der Startup-Szene und Podcast-Welt um Startups und Technologie. So 100% Journalismus, ich weiß nicht, ob wir uns da so festlegen sollten. Das könnte irgendwann mal gegen uns spielen. Ich glaube wir haben journalistische Aspekte in unserem Content- und Unterhaltungsangebot.
Und PR...
Das erlaubt uns später noch zu sagen, dass es Journalismus wäre, falls wir das mal brauchen.
Sehr gut. Und PR w√§re eher, wenn wir dann irgendwelche G√§ste die ganze Zeit interviewen w√ľrden, die uns deren Geschichte erz√§hlen.
Ja, wenn man möglichst wenige Fragen stellt, sondern so die Leute mehr oder weniger frei reden lässt.
Ich wollte Sonntag eine Social Media-freie Zeit genie√üen und zack hast du das Internet kaputt gemacht. Das ist ein bisschen √ľbertrieben. Zur Relation zum Werbetexter-Job bei Sixt. Wie kamst du auf die Idee?
Ja, Jungen von Matt kann einpacken. Beziehungsweise ich w√ľrde wenn dann ja viel lieber zu Dojo nat√ľrlich. Wie ich auf die Idee kam... Also irgendjemand hat auf Twitter gefragt, ob das okay w√§re, was Sixt mit Annalena Baerbock macht. Und ich meinte relativ klar ja. Weil da entsteht f√ľr mich nicht der Eindruck, dass es parteiisch ist. Da haben bisher alle Politikereien irgendwas abbekommen. Ich finde es ja vom Timing und mit wem man sich dann auf eine Seite schl√§gt, das muss man sich halt √ľberlegen, ob man das gut findet. Aber ich finde das zul√§ssig, das zu machen. Und dann hat mein Freund Frank das auch geteilt. Und dann dachte ich, wenn der sowas lustig findet, dann kann man ihm sowas doch auch mal widmen. Das ist doch bestimmt eine hohe Ehre. Und dann, weil ich, wie du wei√üt, bei Photoshop komplett unbegabt bin, habe ich das tats√§chlich in PowerPoint gebaut. Und das ging schneller, als ich gedacht hatte.
Nicht schlecht. Ich glaube in M√ľnchen √ľberlegt man sich, also wei√ü man selber nicht, ob man das jetzt irgendwie von der Agentur zugekauft hat, ob man das selbst gemacht hat oder ob das irgendwie entstanden ist.
Also ich mache noch zwei große Fehler. Das erste ist, dass ich es erst später unter Doppelgänger gepostet habe. Wir könnten damit tatsächlich Reichweite generieren. Und das andere ist, dass ich immer vergessen habe, Wasserzeichen in das Bild zu machen. Mir schickten das immer Leute, die dann meinen, ob ich das schon gesehen hätte. Und ich sage, nee, das habe ich gemacht. Vielleicht sollte man da so eine Art Wasserzeichen reinmachen, damit der Urheber klarer wird.
Hast du Sonntag Fußball geguckt?
Ich habe die reguläre Spielzeit geschaut.
Ich habe es tatsächlich nicht geguckt. Ich habe von Andreas Leer auf Twitter einen Retreat gesehen von dem Video, wie so ein paar Fans sich ein bisschen daneben benommen haben. Und das hat mir eigentlich den Spaß verdorben. Und dann habe ich aus Protest es nicht geschaut.
Dazu brauchst du jetzt dieses Spiel, um das zu verstehen?
Nein, aber es ist ja immer wieder das Gleiche. Es wird immer wieder argumentiert, dass es mit Fu√üball √ľberhaupt nichts zu tun hat. Aber scheinbar scheint es immer bei jedem Spiel oder bei allen gro√üen Spielen tats√§chlich irgendwie wie gleichen Bilder zu gehen.
Und du bezahlst das vor allem mit deinen Steuergeldern. In Wembley jetzt nicht, aber wenn es in Deutschland passiert, zahlst du das mit deinen Steuergeldern. Oder im schlimmeren Fall f√§hrst du mit den Leuten im gleichen Zug nach Hause, was in der Regel auch nicht vergiebungssteuerpflichtig ist. Und viel unw√ľrdiger war, was nach dem Spiel passiert ist. Der eine H√∂hepunkt war, dass die Fans es geschafft haben, dass das N-Wort als Hashtag auf Twitter getrendet ist. Woraufhin Twitter das √ľberschrieben hat mit Say No to Racism, was ich glaube eine gute Antwort darauf ist. Wenn man das anders nicht denkt. Also meiner Meinung nach kann man so Leute auch einfach von der Plattform schmei√üen. Und das wiederum hat die begabte Fangemeinde dann versucht zu konterkarieren, indem man versucht hat, Say Yes to Racism zu trennen. Was nat√ľrlich eine gro√üe Glanzleistung f√ľr den Sport und die Fankultur ist.
Kann man dann noch Werbung machen mit Fußball?
F√ľr die, denen der Hintergrund fehlt, haben die Person of Colour Spieler der englischen Nationalmannschaft die Elfmeter verschossen. Und das hat sozusagen in die Niedertracht der Fangemeinde eingebracht. Bitte, was hast du gefragt?
Ob man dann als Marke √ľberhaupt noch Werbung schalten kann bei so Veranstaltungen?
Ich finde das kein gutes Umfeld f√ľr eine Marke, ehrlich gesagt. Da gibt es bessere M√∂glichkeiten.
Eigentlich m√ľsste man doch alle bestrafen. Von Spieler bis Vereine.
Die Frage ist, ob du deine Marke im Stadion haben willst, wo Leute Affenlaute machen, wenn farbige Spieler auf dem Spielfeld sind. Das finde ich kein geiles Werbeumfeld.
Alles gut, ich sehe es genauso. Aber irgendwie scheint es keine Konsequenzen zu geben. Ein Gro√üteil der Leute, die Werbebudgets rausgeben, scheinen Fu√üball immer noch f√ľr super zu finden und gehen gerne auf die Spiele. Auch gro√üe Podcaster fliegen aus Amerika nach England, um das Finale zu sehen.
Das war es auch noch. Hier der CMO von Scientology, Tom Cruise, saß neben Beckham im Publikum und bei Kate Moss. Das war eigentlich noch das Spannendste. Auch sehr empfehlenswert, die Scientology-Doku auf Netflix. Die andere spannende Statistik, die ich gefunden habe, ist, 2014 hat die University of Lancaster untersucht, was mit häuslicher Gewalt passiert nach Englandspielen. Generell, selbst wenn das Team gewinnt, steigt die Meldung von häuslicher Gewalt um 26 Prozent. Und wenn das Team verliert, sogar um 38 Prozent. Es werden mehr Übergriffe in Haushalten gemeldet.
Also egal, ob man gewinnt oder verliert. Fußball plus Alkohol macht einfach Alkohol.
Ja, du kriegst ja Bock, deine Frau zu verpr√ľgeln. Sie haben auch untersucht, dass Alkohol eine gro√üe Rolle dabei spielt. Da m√ľsste ich fast einmal nachlesen, ob sie das auch getrennt untersucht haben. Ob es nur der Alkohol ist oder ob man es... Dann h√§tte man das mit dem Fu√üball nicht erw√§hnt, glaube ich. Sondern es ist auch getrennt, sozusagen signifikant.
Genug Fu√üballthemen f√ľr dieses Jahr im Doppelg√§nger-Podcast. Was ist mit Space? Vor Jeff hat Branson einen kleinen Flug gemacht. Ich habe ein, zwei Bilder gesehen, Videos. Das sah jetzt eher so aus, als ob der schnell mit dem Flugzeug irgendwo hinfliegt.
Ja, das ist ja die Frage, wo der Weltraum anf√§ngt. Was hat der? 77.000 Fu√ü? Ich glaube, 77.000 Fu√ü. 30.000 ist Reiseflug. Ich glaube, 77.000 Fu√ü war es. Und es gibt Leute, die sagen, bei 100.000 f√§ngt erst der Weltraum an. Da ist man sich noch nicht so sicher. Genau. Herzlichen Gl√ľckwunsch. Das ist ja toll. Was lustig ist, ist, dass Space, was ja, glaube ich, von Schamad gespeckt wurde, hat am Tag darauf erst mal versucht, Aktien im Wert von 500 Millionen US-Dollar zu platzieren, also eine Kapitalerh√∂hung zu machen und in den Markt Aktien zu verkaufen. Nachdem die Aktie erst, glaube ich, 8, 9 Prozent hochging, nach dem erfolgreichen Erstflug, soweit ich verstehe, ist sie dann 17, 18 Prozent gefallen. Zu Recht. Insofern wirkt das jetzt im Nachhinein eher wie eine gro√üe Kapitalmarkt-PR-Stunt-Nummer, wo man dann versucht hat, schnell die Kassen von Virgin Galactic wieder zu f√ľllen im Anschluss an das breite Coverage, den kurzfristig gestiegenen Kurs.
Und ich habe noch ein Foto gesehen, Elon Musk hat sich vorher mit Richard Branson abfotografieren lassen. Also die scheinen auch Best Friends zu sein. Musk muss da jetzt irgendwann nachziehen.
Der hat ein Ticket angeblich schon gekauft, bei Virgin Galactic auch. Genau, und der muss auch selber. Das ist √ľbrigens spannend, zu Virgin Galactic. Das kostet ja so 200.000 Dollar, glaube ich. So ein Ticket, war das so?
Ich weiß es nicht, nur mit Jeff fliegen kostet 28 Millionen.
Ja, warum das eigentlich? Ich glaube, das Space Travel soll nur 200.000. Und jetzt musst du mal √ľberlegen, wie oft k√∂nnen die das am Tag denn machen? Also, du machst das mit zehn Leuten gleichzeitig und einmal am Tag, auch falls das geht, das wei√ü ich nicht, machst du vielleicht einmal am Tag. Dann hast du zwei Millionen Umsatz mal 350 Tage, sind 700 Millionen. Und da hast du auch noch entsprechende Kosten. Und warum ist Virgin Galactic ja 10 Milliarden wert? Das ist auch die Frage. Wie oft m√ľssen die eigentlich? Und ich wei√ü nicht, fliegen die schon mit Elektro eigentlich? Oder Kernfusion? Was ist da drin in dem Ding? Wahrscheinlich ist es nicht so umweltfreundlich auch. Und die Frage ist, wie oft muss man denn fliegen, damit das irgendwie die Bewertung rechtfertigt?
Und wie viel musst du zahlen, damit du das CO2-neutral machst?
Und musst du die f√ľnfmal am Tag starten dann? Ich wei√ü nicht, ob das so schlau ist. Apropos CO2-neutrales Fliegen. Die EU-Kommission hat eine neue Kerosinsteuer diskutiert. Und rate mal, welche zwei Sachen man ausgenommen hat. Also Verkehrsfl√ľge f√ľr Touristen und so. Da wird die Steuer erh√∂ht. Wo wird sie nicht erh√∂ht? Oder was sind die Ausnahmen?
Private Flugzeuge und vielleicht Lieferungen?
Cargo, genau.
Echt? Cargo wirklich? Das sind doch die lautesten Flugzeuge.
Die √§ltesten vor allen Dingen. Das sind ja so umgebaute 767s in der Regel. Und die sind nur weil Sprit so g√ľnstig ist, noch effizient. Das macht man, weil sonst die EU-Flotten einen strategischen Nachteil h√§tten. Oder einen Wettbewerbsnachteil h√§tten. Und dann w√ľrden Ausl√§nder g√ľnstiger fliegen als die EU-Anbieter. Um die Wirtschaft zu sch√ľtzen. Da sagt man, wir machen lieber nichts. Und wenn alle nichts machen, dann passiert auch nichts. Und aber dass Privatsch√§tze ausgenommen sind, weil das n√§mlich auch ein gewerblicher Flugzeug ist. Und es ist die Frage, warum das deswegen ausgenommen werden muss. Wie auch immer, wenn du in deiner Gulfstream G650 rumfliegst, musst du nicht mehr Kerosin zahlen. Obwohl du einen 15-20 mal h√∂heren Verbrauch pro Kopf hast. Aber der Mallorca-Tourist, der darf die Kerosin-Tax in Zukunft zahlen.
Wenn jemand zuf√§llig eine Wohnung in Berlin frei hat und die vermieten m√∂chte, schreibt uns bitte eine E-Mail an podcast.doppelg√§nger.io. Wir suchen f√ľr einen Community-Mitglied eine Wohnung in Mitte oder Prenzlberg.
Friedrichshain geht auch noch. Im Westen nicht. Nicht nach Dahlem-Schicken oder Charlottenburg. Aber im Berliner Osten, Norden, Zentralen.
Irgendwas Kleines, mit dem man seine Karriere in Berlin starten kann.
Wenn die Decke 1,70 hoch ist, macht das nichts.
Mit dem man seine Karriere in Berlin starten kann. Noch ein anderes Thema. Sprechen wir jetzt hier noch √ľber den Beirat Junge Digitale Wirtschaft?
Ja, erz√§hl doch mal was. Das war ja so ein bisschen der Hintergrund f√ľr die Einleitung. Die satirisch zu verstehen war, um das nochmal zu sagen.
Ich habe das so gelesen, dass wir uns keine Sorgen machen m√ľssen. Es geht eigentlich nur um Blogger. Die d√ľrfen halt jetzt nicht mehr so kritisch sein. Aber wir als Podcaster haben nichts zu bef√ľrchten.
Das kommt eben auch darauf an, ob man uns als Journalisten einordnet und somit zu disziplinieren hat oder nicht.
Wir m√ľssen uns mal ein bisschen erkundigen, wie das ist, wenn wir eine Satire-Show machen.
Ja, nur Satire ist es ja auch nicht. Aber erkl√§r doch mal den Hintergrund. F√ľr die, die nicht auf Twitter waren die letzten 48 Stunden.
Wir haben am Montagmittag telefoniert, was wir so aufnehmen f√ľr diese Folge. Wir hatten so ein paar Themen. Und dann auf einmal kommt das Handelsblatt mit einer Story, dass Monsieur Altmaier gemeinsam mit einem Beirat Junge Digitale Wirtschaft ein Paper ver√∂ffentlicht hat.
Sein Ministerium hat das veröffentlicht. Er weiß ja nichts davon, hat er gesagt.
Genau, gutes Leadership. In dem so ein bisschen erklärt wird, was in Deutschland gemacht werden sollte, damit die IPOs auch richtig durch die Decke gehen. Und das Interessante ist, und das musst du mir jetzt nochmal erklären, vielleicht auch ein bisschen historisch, was das mit der Pressefreiheit zu tun hat.
Also es geht um den Beirat Junge Digitale Wirtschaft. Wir haben 29 Persönlichkeiten aus der weiteren Startup-Szene in diesem Gremium vereint. Den gibt es seit 2013 unter Wirtschaftsminister Rösler, FDP.
Da gab es mal so ein Klassentreffen in Tel Aviv. Da hat man sich mal ein paar Startups angeguckt.
Genau, wie das genau entstanden ist, wei√ü ich nicht. Genau, es gibt den Beirat Junge Digitale Wirtschaft. Die haben ein sogenanntes Positionspapier ver√∂ffentlicht auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums. Laut Einsch√§tzungsministeriums ber√§t dieser Beirat das Ministerium und dem Ministerium in wichtigen Fragen der Startup-Szene. Und dort hat man sich insofern eingelassen, dass man denkt, dass die deutsche Presse die IPOs in Deutschland so argw√∂hnisch betrachtet. Und dass sich die Politik deswegen f√ľr eine Zitat-Disziplinierung des Journalismus einsetzen m√ľsste. Was einigerma√üen furchtbar klingt. Dass man unter anderem auch √ľber kleinere, weniger wichtige IPOs, weniger relevante IPOs berichten m√ľsse. Ich wei√ü nicht, wie das dann aussehen soll. Ob das die Super-LU dann machen muss oder die Leipziger Volkzeitung. Oder wo die Grenze ist, wer berichten muss und wer nicht. Und dass, wenn, dann sich eben eher wohlwollend zu √§u√üern ist und weniger kritisch. Au√üerdem, dass in Foren irgendwie die Klarnamenpflicht eingef√ľhrt werden muss. Und Leute irgendwie verantwortlich gemacht werden f√ľr kritische Kommentare. Das ist eben allein wegen des Wordings. Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz stellt ein, dass die Presse selber entscheiden darf, wor√ľber sie berichtet und nicht. Und auch wie sie dar√ľber berichtet. Deswegen ist das eben verfassungsfeindlich und absolut √ľbergriffig, so etwas zu formulieren. Nat√ľrlich sind jetzt alle zur√ľckgehudert. Da kommen wir vielleicht gleich nochmal drauf. Und keiner will es gewesen sein. Und alle sind nur auf der Maus ausgerutscht. Aber auch damit kann man sich glaube ich nicht, also so etwas darf einem meiner Meinung nach nicht durchrutschen. Selbst wenn man da nicht super aktiv dran beteiligt war.
Naja, ein Bauernopfer wurde ja geopfert.
Das sagst du. Genau, also es ist dann nach vielen Stunden, insgesamt √ľber einem Tag oder ziemlich genau einem Tag, ist dann Christoph Gerlinger von der German Startup Group, oder inzwischen hei√üen die SGT, German Startup Equity oder irgendwie so, zur√ľckgetreten. Und hat die Verantwortung daf√ľr √ľbernommen. Urspr√ľnglich hatten das Papier drei Personen unterzeichnet.
Moment, er ist zur√ľckgetreten aus diesem Verband.
Also er hat seinen R√ľcktritt angeboten und Altmaier hat ihn inzwischen angenommen.
Gut, also er ist jetzt nicht so, also jobm√§√üig hat das f√ľr ihn keine Konsequenzen.
Ne, du bist ja CEO dabei dieser German Startup Group, die es √ľbrigens geschafft hat in den letzten f√ľnf Jahren 38% des Werts zu vernichten. Was ja auch nicht ganz einfach ist, wenn man in Startups im E-Commerce investiert. Die sind publicly listed, wie auch immer. Also man kann es ja mal versuchen, es aus beiden Seiten zu betrachten. Ich hatte auch schon durchaus, also in meiner Funktion als Gesch√§ftsf√ľhrer eines Startups, auch durchaus unangenehme Perioden mit der Presse. War sogar der √úberzeugung, dass es auch in Teilen handwerklich falsch war. Bin dabei absolut versinkt mit dem Nachhinein, um das auch zu sagen. Ich fand teilweise die Berichterstattung zum Beispiel bei Gorillas, nicht bei allen journalistisch einwandfrei. Aber worauf ich im Traum nicht gekommen w√§re, w√§re da jetzt irgendwie regulatorisch einzugreifen oder irgendwelchen Zwang oder Disziplinierung vorzuschlagen. Dann muss man halt irgendwie daran wachsen und das besser machen. Also die nehmen als Beispiel auch den IPO von Delivery Hero. Da sind damals Vapiano und Delivery Hero gleichzeitig an die B√∂rse gegangen. Der Eindruck ist entstanden, dass Vapiano viel greifbarer war und relativ positiv gecovert wurde. Und Delivery Hero eben immer wieder dieses, die verdienen kein Geld und so weiter. Und ich bin auch total dabei, dass nicht alle Journalisten da einen guten Job machen. Und wir haben das beidseitig angehabt. Wir haben es bei jedem Modell wieder und es zeigt sich immer, dass die Firmen eigentlich wertvoller werden und √ľberleben und auch irgendwann Geld verdienen. Und jetzt beim Quick-Commerce hast du wieder die gleiche Geschichte, dass Leute das von Anfang an totreden. Was auch insofern kompliziert ist, dass die Prospektbeilagen des Lebensmitteleinzelhandels ein signifikanter Teil der Werbeerl√∂se der Tageszeitung und Sonntagszeitung sind. Aber auch das, dann muss man halt versuchen, bessere Lobbyarbeit zu machen und mit Journalisten zu reden, die aufzukl√§ren. Von einem Grunde erwarte ich, dass im Zweifel selber News-Angebote gr√ľndet, so wie Andreessen Horowitz das zum Beispiel macht. Aber die Antwort kann ja nicht sein, aus irgendeinem Anspruchsthema zu denken, zu sagen, wir haben hier Geh√∂r bei dem Ministerium und wir lassen jetzt mal die Presse regulieren, weil die zu genau draufschaut oder auch an Themen schlecht covert. Ich will gar nicht in Abrede stellen, dass sich da nicht jeder mit Ruhm bekleckert. In der Regel sogar nicht, w√ľrde ich sagen. Aber das kann ich dir antworten. Die Worte wie Disziplinierung, bei so einer Phrase, da muss man doch eigentlich sofort G√§nsehaut haben oder in seinen eigenen Mund erbrechen beim Schreiben, bei dem Wording, dass einem das nicht auff√§llt. Ich habe dann mal tats√§chlich gegoogelt, ob das so furchtbar ist, wie es klingt, und ein altes Dokument gefunden, wo Goebbels tats√§chlich gesagt hat, dass der Weg durch den Krieg‚Ķ Sekunde, bevor ich hier etwas Falsches sage. Man stellt sich einmal vor, dass in diesen kritischen Situationen, ich k√∂nnte das jetzt in der K√ľrzungsfrage‚Ķ Das ist auch dem Anlass nicht angemessen. ‚Ķ noch die sogenannte Pressefreiheit der liberalen Demokratie vorhanden gewesen w√§re. Deutschland w√ľrde wahrscheinlich heute ein chaotisches Tr√ľmmerfeld sein. Wir aber hatten es, und das war in weiser Voraussicht geschehen, den deutschen Journalismus so diszipliniert, dass wir in entscheidenden Augenblicken nicht einmal zu Befehlen brauchten. Das muss jetzt vielleicht nicht jeder dieses Zitat kennen, aber dass in der Demokratie die Phrase Disziplinierung des Journalismus ein absolutes No-Go ist, das muss jeder, der ein bisschen Verantwortung tr√§gt, beim Schreiben verstehen. Und deswegen, finde ich, kannst du dich auch nicht damit ausreden, dass das missverst√§ndlich ist. In den Entschuldigungen kommen jetzt irgendwie‚Ķ
Genau, also lass uns das mal kurz erklären. Also was jetzt passiert ist, 24 Stunden später oder 12 Stunden später, hat eigentlich jeder auf LinkedIn und auf Twitter eine Entschuldigung geschrieben.
Also teilweise hat man sich… Also es gibt verschiedene Reaktionen, die grundsätzlich in die gleiche Richtung gehen.
Und keiner will es gewesen sein.
Ja, aber einige Leute sagen, es war ein Fehler, andere versuchen eher irgendwas als Missverst√§ndnis, ungl√ľcklich, Arbeitsversion und so weiter darzustellen. Wir sa√üen gestern beide zuf√§llig in Hamburg in einem Hotel nachts und haben dar√ľber geredet. Und von den Namen, dann kennen die H√∂rer viel, ich kenne viele von Du und da waren einige Namen dabei, wo ich sage, ich kann mir das nicht vorstellen. Weil die Leute sind nicht so dumm, so instinktlos. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie nicht drauf geguckt haben, aber das ist dann auch verantwortungslos in dem Fall. Aber ich w√ľrde vielen Leuten in der Liste wirklich Besseres unterstellen. Ich konnte wirklich nicht fassen, wie das passieren kann.
F√ľr mich sind die alle von der Liste von Unternehmerinnen und Investorinnen runtergerutscht in Influencer. Das ist einfach nur Influencer. Die haben sich gefreut, dass sie mit der Politik spielen k√∂nnen. Die haben gezeigt, dass sie mit die schlechteste Lobbyarbeit machen, die sie so machen k√∂nnen. Und das hat mit F√ľhrung, mit Leadership √ľberhaupt nichts zu tun. Vor allem nicht so, wie sie die Krisenkommunikation gemacht haben. Also die Tatsache, dass man in dem Dokument sehen kann, wer das Dokument geschrieben hat. Also man kann sich ja das PDF runterladen, man kann sich die Metadaten reingucken und dann sieht man genau. Das Dokument wurde im Mai ausgedruckt als PDF und im Juli jetzt ver√∂ffentlicht. Das sind ja zwei Monate die Ausrede, dass es agil ist. Es wurde ja auch gesagt, es ist eine agile Methode und wir haben uns irgendwie falsch abgesprochen. Eine agile Arbeitsweise ist auch was anderes. Wie kann man so ein PDF ausdrucken oder speichern ohne es zu lesen? Bedeutet das, dass diese ganzen F√ľhrungskr√§fte einfach Sachen unterschreiben, Sachen machen ohne es zu lesen? Auf wen kann man sich denn da verlassen?
Ich glaube tats√§chlich, also wie gesagt, den Beirat gibt es seit 2013. Einige haben ja auch gesagt, sie waren bei den letzten Sitzungen nicht mehr dabei aus terminlichen Gr√ľnden, was wei√ü ich. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch nicht alle immer Bock haben, da alle Meetings mit voller Aufmerksamkeit daran teilzunehmen. Auch dadurch entstehen dann Fehler. Daf√ľr ist es vielleicht zu wichtig eben. Es entsteht halt auch der Eindruck, dass sich damals der Wirtschaftsminister einfach mit so einem schicken Beirat aus Startup-Guys und Girls schm√ľcken wollte. Influencer. Ich will schon unterstellen, dass es bestimmt einige Leute gab, die das auch aus hehren Motiven gemacht haben. Und dann aber jetzt sozusagen trotzdem, wie soll man sagen, entweder in ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden sind. Die Frage ist, vielleicht ist es auch ohne ihr Wissen passiert. Aber dann muss man sich auch hinstellen und sagen, der war es. Und ich wusste davon nichts. Aber das sagt ja keinem.
Das ist ja Leadership. Wenn deine MitarbeiterInnen irgendwas falsch machen und du bist der Chef, musst du es auf deine Kappe nehmen. Und wenn ein Name da draufsteht und du dich damit verk√ľndet, also du stehst ja voll in der Verantwortung.
Ich w√ľrde das ganze Gremium absagen. Es scheint ja auch niemandem wichtig genug gewesen zu sein. Wenn die Gro√üteile der Leute sagen, wir wussten es nicht, es ist uns durchgerutscht. Und auch diese Erkl√§rung, das ist eine Art, ich will nur sagen, dann scheint es ja nicht so wichtig gewesen zu sein. Niemand scheint das. Und nat√ľrlich haben Gr√ľnde auch immer wichtigere Sachen zu tun. Aber dann muss man sich eben daf√ľr nicht hergeben oder muss weniger machen. Da muss man halt nur ein, zwei wirklich wichtige Sachen machen und sich denen voll widmen und nicht aus irgendeinem Anspruchsdenken solche Papiere aufsetzen, damit irgendwie ein paar IPOs smoother verlaufen. Und mit unterschrieben haben es drei, muss man fairerweise auch sagen. Vor allem wenn das Dokument ganz unten steht noch 2020.
Vor allem nicht, wenn es agil wäre. Wenn es agil wäre, hättest du ja sofort gemerkt, oh, das ist vielleicht eine dumme Idee.
Ich verstehe gar nicht, warum man das alles ausredet.
Ja gut, das hast du mit uns aufklebern auch direkt versucht zu klären. Das scheint so ein Berliner Ding zu sein, wenn irgendwas nicht funktioniert, dann sind die Agilen schuld.
Ja, aber es geht ja um dieses, es w√§re eine Arbeitsversion, die da, und man w√ľrde die, dann hat der Alex von Frankenberger auf LinkedIn geschrieben, man w√ľrde die aktuelle nach, also um den Eindruck zu erwecken, es g√§be schon eine neuere, man w√ľrde die aktuelle nachreichen. Ja, machst doch. Ich w√ľrde einiges darauf wetten, dass diese aktuelle Version gerade noch geschrieben werden muss und weich gewaschen werden muss. Die wurde bewusst hochgeladen, die Arbeitsversion. Und danach hat sie derjenige, der zur√ľckgetreten ist, laut Angaben im Handelsblatt, aktiv an das Handelsblatt gepusht oder durchgestochen und gesagt, guck mal, hier sind unsere Forderungen. Also entweder sind die alle irgendwie nicht zurechnungsf√§hig oder sie haben hinterher gelogen. Also die Ausreden, die da hinterher kommen, finde ich nicht schl√ľssig, dass du jetzt sagst, es war eine Arbeitsversion und missverst√§ndlich, was wei√ü ich. Es ist nicht missverst√§ndlich, es ist vollkommen egal, ob es eine Arbeitsversion ist oder eine endg√ľltige Version. Es ist irgendwie ein besch√§mendes Pamphlet, in der Demokratie sowas zu ver√∂ffentlichen.
So, letzte Frage.
Und blo√ü in einer Kultur, wo das eigentliche Problem ist nicht das Start-ups zu oder das IPOs. Also wie gesagt, nat√ľrlich werden teilweise die zu kritisch oder einfach unf√§hig beobachtet.
Aber das macht sie doch nur besser.
Wir haben genauso das Problem, dass viel zu viel Schei√üe hochgejubelt wird, dass sowas wie Wirecard viel zu lange unkritisch gesehen wurde. Also unser Hauptproblem, wenn ich jetzt die beiden Probleme abw√§ge, dann w√ľrde ich sagen, dass wegen der Presse, also bei einem IPO steigen zuerst immer erst mal institutionelle Investoren ein. Und ob dann die Retailanleger nachkaufen, ist eine andere Frage. Und die lesen das vielleicht in der Zeitung. Aber es gibt ja auch immer andere Meinungen. Den Firmen geht es ja auch so nicht schlecht. Aber wenn ich die beiden Probleme abw√§gen muss, h√§tte ich lieber noch mehr Scrutiny und noch mehr journalistische Arbeit und noch Kritisches da aufschauen gerade, als irgendwie noch wohlf√§lligere Staatsberichterstattung mit Zwangsjubeln zu deutschen Start-ups und irgendwelchen Hinterhofs-Specs und Mini-IPOs und was da alles vorgeschlagen wird, man auch machen soll. Und insgesamt, der Rest des Papiers dreht sich ja um so eine generelle Regulierung des IPO-Verfahrens, wo teilweise ein paar Thesen dabei sind, die man vielleicht sogar unterschreiben w√ľrde. Aber auch andere, wo man einfach sagt, wir wollen es einfach weniger regulieren, weniger Insiderhandel deklarieren, weniger Reportingpflichten. Also wenn das unser gr√∂√ütes Problem ist gerade in der Start-up-Szene.
Wir sollen einfach gute Produkte bauen. Punkt.
Ja, vielleicht brauchen wir keine Ahnung Mitarbeiter oder was wei√ü ich. Aber ich f√ľhle mich da wieder mal nicht repr√§sentiert, dass das unsere gr√∂√üten Probleme in der Start-up-Szene sind und finde es traurig, dass das von so einem relativ breiten Gremium unterschrieben wird. Die Frage ist, ob sich ein Politiker noch mal traut, jetzt mit einer Bande von Start-up-Leuten zusammenzuarbeiten, sich zu beraten. Also mit den Freaks packe ich mich nicht nochmal zusammen. Und ich wei√ü eh nicht, warum man 29 Leute in so einem Gremium braucht, das habe ich auch nicht verstanden. Aber vielleicht gab es so viele Sitze in dem Chat von R√∂sler oder so, keine Ahnung. Aber ich als Politiker w√ľrde jetzt Abstand davon nehmen, wenn die dir hintenrum sowas reindr√ľcken auf deiner Ministeriumsseite.
Und wie machst du √ľberhaupt die Quality Control irgendwie, wenn du fr√ľher auf den Webseiten irgendwie Content gesetzt hast, gibt es da irgendwie, wie ist so ein Prozess, wird da nicht nochmal Korrektur gelesen?
Also der Ma√üer muss das jetzt nicht inhaltlich pr√ľfen. Aber irgendein Referendar oder irgendein Bereichsleiter sollte ich da vielleicht auch mal schnell dr√ľber gehen. Und wie gesagt, ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand diese Phrase √ľberliest.
Scheint ja keiner gelesen zu haben. Das ist ja die Ausrede.
Also da steht Verpflichtung der Presse zur Berichterstattung auch √ľber kleinere IPOs. So Verpflichtung zur Berichterstattung ist, hallo? Und dann Disziplinierung der Presse zu sachlicher, richtiger und vollst√§ndiger Information bew√§hrt durch Pflicht zu unverz√ľglichen Gegendarstellungen. Offenlegung von kleinerem. Und wir haben ja auch schon Prozesse hier, Northern Data, unser High Performance Computing Wunder, hat ja diesen Twitter Nutzer, der pseudonym, anonym da versucht hat, Dinge aufzudecken oder zumindest ein Studium gemacht hat gegen die Firma. Da haben sie ja Twitter verklagt, um die Identit√§t des Nutzers rauszubekommen zum Beispiel. Also es ist nicht so, dass du ja keine rechtlichen Mittel h√§ttest, das zumindest zu versuchen. Und jetzt deswegen, um ein paar IPOs zu sch√ľtzen, Klarnamenpflicht. Also da haben wir ganz andere Probleme, warum wir eventuell, also da k√∂nnen wir auch noch mal dr√ľber reden, ob Klarnamenpflicht so schlau ist. Aber der letzte Grund, warum das wichtig ist, ist, um irgendwelche IPOs nicht zu gef√§hrden. Daf√ľr brauchen wir ganz sicher keine Klarnamenpflicht. Ich glaube, das eigentliche Problem ist, dass halt jeder Bock hat, in so einem Beirat erstmal dabei zu sein f√ľr die PR, sowohl das Ministerium als auch die Mitglieder, verst√§ndlicherweise. Aber dann relativ schnell der Bock auf die Arbeit, also gerade wenn man vielleicht doch sieht, dass gar nicht so viel passiert und √ľbersch√§tzt hat, die eigene Wirkungsmacht, dann f√§ngt man wahrscheinlich an, Sitzungen zu schw√§nzen. Und dann, die, die dann am √∂ftesten da sind, k√∂nnen dann irgend so einen Quatsch verzapfen.
Guck, aber wenn da ein Name draufsteht, solltest du trotzdem irgendwie Zeit haben, um wie viele Seiten, sechs Seiten lesen zu k√∂nnen. Also ich meine, am Ende, das ist das, was du machst. Du liest sehr viel, du siehst sehr viel, du gibst deinen Namen daher und das sollte schon irgendwie, da sollte schon jeder in der Lage zu sein. F√ľr mich, mir zeigt es haupts√§chlich, dass die scheinbar alle noch nicht weit genug sind. Also dass wir bessere Gr√ľnderinnen und Gr√ľnder brauchen, die irgendwie st√§rker hinter dem Produkt, hinter dem Markt, hinter irgendwas stehen und sich darauf nicht konzentrieren.
Ja, also ich m√∂chte pro forma auch einmal zugutehalten, dass Leute zumindest versuchen, sich ehrenamtlich zu engagieren. Du siehst ja, dass man keinen Dank daf√ľr erntet, sondern vor allen Dingen Kritik. Ich wei√ü auch nicht, vielleicht ist es auch wirklich ohne das komplette Wissen von Leuten passiert. Viele haben sich irgendwie so mehr im Wohlfahrt, auch der Sofri Karma, die sich anscheinend als Autor nennen l√§sst, aber dann als einer der ersten auch zur√ľckgerudert ist. Viele distanzieren sich auch sehr klar davon. Den Allermeisten da drin m√∂chte ich nicht unterstellen, dass sie jemals solches Gedankengut in sich getragen haben und trotzdem konnte es eben passieren. Ich finde, dass eine Person da den Hut nimmt, das riecht so ein bisschen nach Fall Guy oder wie hast du es, Bauernopfer? Weil der der einzige ist, der nicht von einem anderen gefeuert werden kann oder wo es deutlich schwerer ist. Naja, schade eigentlich. Glaube ich wieder nicht gut f√ľr die Lobby der tats√§chlichen Startup.
Auch nicht so gut f√ľr die CDU.
Achso, apropos Presse und CDU. Hat sich jetzt jemand die M√ľhe, leider auch pseudonym anonym, die M√ľhe gemacht den Lebenslauf von Armin Laschet mal aufzuarbeiten, weil wir das jetzt nicht wieder in der Sendung austragen wollen. Verlinken wir das einfach mal und wer Lust hat kann sich das anh√∂ren. Und alle anderen haben wir nicht belastet mit der Wahrheit √ľber den Werdegang von Armin Laschet.
Weil hier jeder irgendwie Geld verdienen m√∂chte mit irgendwelchen ETFs, kam eine Frage auf, dass ETFs, wenn sie jung sind, also ich gehe davon aus, frisch gegr√ľndete ETFs, ob man da rein investieren k√∂nnte oder ob die eine Historie brauchen. Magst du mir das beantworten? W√ľrdest du in einen ETF gehen, der ganz neu ist?
Das war eine Frage aus der Discord Community, die man unter doppelg√§nger.io.discord findet. Da kann man sehr niedrigschwellig anonym einsteigen oder auch nicht. Oder auch unter seinem echten Namen. Genau, da ging es um den Vanguard ESG Global All Cap UCITS ETF. Das ist letztlich sowas √§hnliches wie MSCI World, also ein sehr breit global streuender ETF, der, wenn ich es richtig verstanden habe, gefiltert ist nach ESG konform. ESG ist eben irgendwie nachhaltige, also √∂konomische Umwelt und Governance Nachhaltigkeit. Und die positiven Sachen ist, Vanguard ist diese Stiftung, die relativ niedrige Verwaltungsgeb√ľhren hat. Das zahlt 24 Basispunkte Managementgeb√ľhren, also 0,24%. Das ist vergleichsweise g√ľnstig bei Vanguard meistens. Der basiert auf dem FUZI Global All Cap. Das ist ein breit gestreuter Index, wo die 7600 wichtigsten Aktien drin sind. Damit ist er breit gestreut. Das ist das, was in der Regel am l√§ngsten outperformt. Also risk adjusted, die beste Kombination aus Risiko und Rendite, die er langfristig bietet. Und dann ist es eben nach ESG gefiltert. Das ist jetzt nat√ľrlich ein bisschen schwerer voraus zu sagen, ob das positiv oder negativ ist. Prinzipiell ist jede Abweichung von der maximalen Streuung dann risikoadjustiert schlechter. Aber ich glaube, es gibt gute Gr√ľnde zu glauben, dass ESG konforme Firmen tendenziell outperformen in Zukunft. Von daher ist das Konzept erscheinend sinnvoll. Es ist letztlich ein ESG konformer, breit streuender Index mit niedrigen Managementgeb√ľhren, was zumindestens um ein Drittel seines Gesamtverm√∂gens darin anzulegen schlau ist, wenn man es dann vielleicht noch mit anderen ETFs kombiniert. Weil es sehr ESG-lastig ist, w√ľrde ich es nicht als einziges ‚Ķ Es sei denn, man sagt, man m√∂chte genau das. Man sagt, man m√∂chte breit streuen, aber man m√∂chte auf keinen Fall Waffenproduzenten wie Philip Morris kaufen. Philip Morris hat √ľbrigens eine ‚Ķ Hast du es gelesen? Philip Morris ist ein Tabakkonzerne, der Malboro ist die bekannteste Marke. Die haben jetzt eine Firma gekauft, die Atemwegstherapie anbietet. Das Aftermath, was ihr hochprojektives Gesch√§ftsmodell angerichtet hat und was haupts√§chlich die Gesellschaft tr√§gt, was sie als Rendite empfangen haben, zahlt die Gesellschaft dann in Form von Gesundheitssystemkosten. Und jetzt beteiligen sie sich an einem Heilunternehmen f√ľr Atemwegserkrankungen.
Ist das Vertikalisierung oder Horizontalisierung des Geschäftsmodells?
Der Alex Brown vom Zur√ľck zur Zukunft hat gesagt, das ist ein perfektes Cradle to Cradle oder Cradle to Coffin. Also das ist Customer Lifecycle Marketing, kann man es vielleicht nennen oder so. Wenn man m√∂chte breit streuen und aber unbedingt ESG-konform investieren, dann kann man das auch zu seinem Haupt-ETF machen. Die Frage ist jetzt, den gibt es noch nicht so lange. Den gibt es seit maximal drei Monaten oder so, glaube ich. In den drei Monaten hat er 6% gemacht. Das m√ľsste ungef√§hr mit dem Gesamtmarkt korrelieren. Prinzipiell sagt die historische Performance nie etwas √ľber die zuk√ľnftige Performance aus. Das ist so ein goldener Satz, der immer richtig ist, weil einfach insbesondere Sachen, die besonders gut gelaufen sind, k√∂nnen auch besonders schnell wieder fallen. Beim MSCI World sagt man nat√ľrlich, dass der im Schnitt immer zwischen 8 und 11% gemacht hat und deswegen besonders sicher ist historisch. Deswegen fragt man sich jetzt, der ist gerade neu aufgelegt, spricht irgendwas dagegen? Dazu muss man sich die M√ľhe machen, die Anlagehypothese zu verstehen. Wir streuen sehr breit und filtern nach ESG. Das hei√üt, dass es zumindest das Potenzial hat, √§hnlich wie der MSCI World zu laufen. Dazu hast du einen Risikofaktor, der Chance oder Risiko sein kann, dass ESG over- oder underperformt. Wenn ESG outperformt, wirst du eine bessere Rendite haben. Wenn es underperformt, eine etwas schlechtere, aber wahrscheinlich hast du eine gute langfristige Renditeerwartung. Es l√§sst sich nicht so richtig beantworten, ob es schlecht oder gut ist. Ich w√ľrde annehmen, dass der zugrunde liegende Index, der FUZI Global All Cap, den es schon l√§nger gibt. Aber auch der ist eben nicht indikativ f√ľr die Performance, weil a, die historische Performance nicht indikativ ist f√ľr die Zukunft und b, weil nach ESG noch zus√§tzlich gefiltert ist. Man k√∂nnte sich jetzt die M√ľhe machen und das selber einmal anlegen oder das selber einmal nachbrechen, aber so wichtig ist es dann auch nicht. Aber ich w√ľrde mich nicht davon abschr√§nken lassen, dass ein Index noch nicht lang genug am Markt ist. Am Ende kaufst du ja entweder einen ganz breiten Index und das aus der √úberzeugung, dass das mathematisch-statistisch das Schlauste ist oder du willst bewusst auf Cybersecurity oder Green Tech oder Cloud Computing oder irgendwelche Teilbranchen, Gaming, setzen. Und dann gehst du ja in eine Wette ein und dann hilft dir auch nicht zu sehen, wie das in der Vergangenheit gelaufen ist. In der Vergangenheit w√§re wahrscheinlich √Ėlaktien auch gut gelaufen und das hei√üt aber nicht, dass es jetzt in der Zukunft genauso laufen wird. Von daher finde ich den Fakt nicht so wichtig. Besser kann ich es nicht beantworten. Aber ich w√ľrde es nicht abschrecken, weil die Strategie, die dahintersteckt, ist prinzipiell die gleiche wie ein MSCI World oder sehr √§hnlich wie ein MSCI World, der nach √Ėko gefiltert ist. Von daher, wenn man das versteht und daran glaubt und das eigentlich ist, was man tun will, dann sollte man sich an dem Mangel an Track Record in dem Fall nicht st√∂ren. Also ein paar ETFs haben auch um 2008 oder so mitgelitten, oder? Der Data Crash. Also, nochmal zur Erkl√§rung. Bullish ist wie Coinbase.
Das ist aber eher f√ľr Firmen. Wer Interesse hat, kann auf Bullish.com gehen und kann sich Informationen‚Ķ
Informationen an die Firmen. F√ľr beides.
Also, wenn man Interesse hat, kann man auf Bullish.com gehen und kann schon mal denen eine E-Mail schreiben. Das ist die einzige Funktion, die in Deutschland funktioniert.
Genau. Laut Aussage des CEO Chairman wird der Launch ungefähr mit dem Auftritt an den Public Markets gleichzeitig passieren.
Moment, das bedeutet…
Du musst erst kaufen, damit die Firma online gehen kann.
Das ist so ein bisschen wie wenn du ein Angel Investment machst, oder? Du machst ein Angel Investment mit dem Livegang der Firma. Obwohl, manchmal machst du das Angel Investment ja schon, bevor irgendwas da ist.
Ja, manchmal gibt es… so eine Art Prototyp soll es schon geben.
Das heißt, jetzt kann man als Retail Investor dort einsteigen, an dem Tag, an dem es losgeht.
Ja, oder davor. Du kannst jetzt den Spec kaufen. Wer mehr zuhört, kann. Ja, das kommt immer auf dein persönliches Risiko an.
F√ľr mein Risiko. Also, es muss ja jetzt noch nichts mehr mit Bitcoin zu tun haben, aber generell w√ľrde ich erstmal so‚Ķ Ich bin ja so ein Produktfreund. Ich w√ľrde gerne das Produkt erstmal ausprobieren.
Ah, da gibt es aber Screenshots. Also, du kannst dir schon Screenshots anschauen, wenn ich das mehr √ľberzeugen w√ľrde. Okay. Das Frontend kann man sich schon illustrativ anschauen. Es gibt ein 10k Filing bei der SEC, was quasi das Backdeck ist, oder wir sagen das Prospekt. Und da siehst du ein paar Screenshots, wie das aussehen kann. Der Mehrwert, also nach meinem Verst√§ndnis, ist es, einerseits nutzen sie rund 6 Milliarden an Cryptoassets, die sie damals, die Block One, die Firma von dem Chairman, damals bei einem ICO eingesammelt hat.
Von dem Bloomer?
Genau, Brandon Bloomer.
Der ist angeblich einer der reichsten Krypto-Leute.
Naja, aber der hat ja so 4 Milliarden damals eingenommen mit dem ICO.
Und j√ľnger als wir.
Ja, vielleicht. Das ICO fand die SEC nicht 100% einwandfrei und mussten auch ein paar Anleger entsch√§digen daf√ľr, aber das ist jetzt, soweit ich es verstanden habe, erstmal beigelegt. Und jetzt bringt man halt dieses Geld teilweise in Crypto, teilweise in Cash ein und diese Firma Block One hat vorher die EOS Blockchain, den EOS Coin oder Token oder was auch immer das ist, √ľber diesen ICO verkauft. Und eines der Features ist, dass alle Transaktionen in der EOS Blockchain, wof√ľr es ansonsten begrenzte Nutzen gibt anscheinend, also der EOS ist noch nicht so richtig durchs Deck gegangen. Die Transaktionen innerhalb der Bullish-Plattform werden aber auf diese EOS Blockchain geschrieben, um dann vielleicht den Wert dieser EOS Coins endlich auch mal zu steigern oder einen Nutzen daf√ľr zu finden. Ja, ansonsten, es soll, also die werben gleichzeitig damit, dass es besonders privacy-konform ist, aber auch besonders compliant. Da habe ich einen Logik-Denkfehler irgendwie, weil in meinem Kopf w√ľrde es meistens, also entweder bist du besonders datenschutz, also entweder sch√ľtzt du die Identit√§t des Nutzers besonders gut oder du bist besonders gut compliant mit Regulierung, also nur via Customer oder so. Wie man das beides verbinden kann, das muss man dann auch noch abwarten, bis man das sieht, wie das geht. Also wie einerseits hohes Ma√ü an Privacy, aber auch hohes Ma√ü an Compliance gew√§hrleistet werden kann. Ansonsten verstehe ich noch nicht so 100 Prozent, warum die Trader jetzt von Binance oder von Kraken oder von Coinbase Pro dorthin wechseln sollten.
Weil das die Institutionellen sind. Wow, nochmal. Weil das die Institutionellen sind.
Ja, mach das. Institutionellen meinst du. Also mit diesen sechs Milliarden wollen sie halt viel Liquidit√§t garantieren, was f√ľr einen Marktplatzprinzip ja wichtig ist. Und damit wiederum f√ľr die Anleger irgendwelche passiven Returns erringen. Das habe ich auch nicht 100 Prozent verstanden. Was ganz spannend ist, die berechnen dann die Multiples anhand, also ich beziehe mich auf das 10k-Deck. Bullish has a high multiple peer group, also sie vergleichen mit BECT, Coinbase, Tradeweb, CBOE, die B√∂rsen, also CMA, eToro, XP, Inc., Ofutu, also diesen anderen Neotradern und Onlinebrokern, vergleichen sie die Multiples. Auf der Basis des 2023er EBITS. Da w√§re ich jetzt interessiert, wer bei Bullish die EBITS der gr√∂√üten Onlinebroker und Kryptob√∂rsen im Jahr 2023 korrekt voraussagen kann. Weil eine gro√üe Herausforderung des Kryptomarkts ist ja die hohe Volatilit√§t sowohl im Handelsvolumen als auch den Kursen. Aber, Sekunde, ist da ein Sternchen dran? Ne. Das Umsatzwachstum k√∂nnen sie auch f√ľr 2022, 2023 predikten?
Aber das ist doch normal, oder?
Estimaten?
Dass sie so estimaten in den Speck-Reports?
Ja, aber dass du die Wachstumsraten und EBIT Multiples, Sekunde, sind das Multiples? Enterprise Value? Ja, EBIT Multiples von Firmen in dem Markt voraussagen kannst?
Was ich noch recht spannend fand, die machen das ja √ľber einen Speck und der Speck wird gemacht von diesem Thomas Farley. Der war der CEO und Pr√§sident vom New York Stock Exchange.
Also, ja, das ist was, was ich bisher nicht sah, glaube ich.
Und wenn man dann so auf YouTube guckt, dann findet man von CNBC Television so ein Video vom M√§rz 2021, wo er so ein bisschen √ľber Specks redet und dann sagt er so, dass er eigentlich kritisch Specks gegen√ľber ist. Dass er sagt so, and the market somehow is valuing 2024, 2025 revenue that may or may not materialize. My concern is that people will buy into the enthusiasm that ultimately get hurt if the stock comes way off.
Ja, aber da meinte er alle anderen Specks, nicht seinen eigenen. Okay, gut. Das war was anderes. Na gut, muss jeder selbst.
Aber jetzt, also wenn wir uns nach den neuen Podcast Regeln sagen, wir gehen durch die Decke.
Wir sind Bullisch, sagen wir.
Bullisch auf Bullisch. Bist du auch Bullisch, dass Apple Fitnessgeräte bald anbieten wird?
Da bist du, Apple bist du Experte.
Ja, ich glaube auf keinen Fall. Also Stefan hat uns gefragt, ob Apple bald Fitnessger√§te wie Paladin anbieten w√ľrde und ob die nicht Paladin kaufen sollten. Ich glaube nein. Ich glaube die konzentrieren sich aufs Telefon, auf den Computer, aufs iPad, auf die Uhr, auf die Brille und aufs Auto. Und wieso sollen die sich den ganzen Hassel geben und das mit den Fahrr√§dern noch machen?
Also ich meine, das Fahrrad ist eine gute Möglichkeit Software und Hardware zu kombinieren sicherlich und so ein Content Network und Social Network da drauf zu bauen. Ja, aber wollen sie ein Social Network? Ne, ich glaube ein Social Network wollen sie nicht. Aber es ist ein geiles Content Produkt. So Peloton dreht sich viel mehr um Content und Musik.
Ja, aber dann soll es Netflix kaufen. Also soll Netflix schön immer die ganzen Folgen da reinpacken.
Netflix ist ja viel zu teuer. Also nicht, dass Apple nicht das Geld hätte, aber Netflix ist… Nein, Netflix soll Paladin kaufen.
Oder Disney.
Ich bin auch nicht so 100%. Ich will nicht sagen, dass es √ľberhaupt nicht sinnvoll erscheint, aber so richtig √ľberzeugt bin ich auch nicht. Vor allen Dingen, weil du generierst wenig Daten beim Sport, glaube ich. Also auf dem Heimtrainer, also au√üer wann du was trainiert hast, so ein bisschen Health Data. Und das findet Apple eigentlich interessant, glaube ich. Aber das ist nicht eine Welt, wo sie ihren Nutzer besser abschneiden m√ľssen von anderen Werbetreibenden und so. Von daher glaube ich, ist es nicht ganz oben. Also ich bin mir 100% sicher, dass sie das diskutiert haben zum Beispiel. Und ich bin auch total bei dir, dass sie sich dann dagegen entschieden haben. Also dass das ein Thema ist, mit dem sie sich besch√§ftigen und das immer wieder aufkommt, das glaube ich total. Es w√§re auch falsch, wenn sie es nicht im Auge h√§tten. Aber das ist in der Priorit√§t ihrer Probleme und wenn du √ľberlegst, wie in Anf√ľhrungsstrichen wenige Kunden Paladin insgesamt noch hat, dann ist es viel spannender eine Brille, die prinzipiell jeden iPhone Nutzer als Ziel Audience hat. Oder ein Auto, was auch einen viel gr√∂√üeren Markt angreift. Ich wei√ü nicht, wie sehr Apple sich fokussieren muss da oder ob man auch eventuell die Ressourcen h√§tte, viele Sachen gleichzeitig zu machen. Aber wenn es eine Frage der Priorisierung ist, dann ist Brille und Auto deutlich wichtiger als Sportger√§te, w√ľrde ich behaupten.
Was denkst du, wie viele Paladin Bikes gibt es aktuell bei eBay Kleinanzeigen in Deutschland zu kaufen?
42.
Nicht schlecht, 47. Du hast doch die Tage geguckt. Sehr gut. H√§tten wir eine F√ľnfer-Schnellwette mitmachen k√∂nnen.
Apropos Netflix. Netflix geht jetzt in Podcast-Games. Hat dabei Apple die Head of Content Podcast abgeworben? Und geht ins Podcast-Game.
Nicht schlecht. Haben sie sich bei uns schon gemeldet? Haben wir schon eine E-Mail?
Ich glaube, das Produkt ist noch nicht live. Die Frage ist, wen sie signen. Ob sie ihre Serien, ihre Inhalte verl√§ngern in Podcast. Wie w√ľrdest du, wenn du Netflix bist, jetzt wieder das gleiche Spiel wie Apple und Amazon zu machen und hinterher zu gehen und zu sagen, wir kaufen jetzt wieder noch mehr Stars weg und treiben die Preise hoch.
Stell dir vor, du könntest die Geschichten auf beide Arten erzählen oder weitererzählen. Also was ja schon passiert ist, dass Podcast-Studios oder Podcast-Creator auf einmal ihren Podcast in den Film machen können. Die Filmrechte verkaufen. Stell dir vor, wenn du das halt parallel machst. Und es gibt ja ein großes Zusammenspiel zu Podcast und YouTube. Werden wir ja auch ab und zu gefragt, ob wir nicht das hier auch auf YouTube machen wollen. Das könnte interessant sein. So, Talkshow und Podcast-Format. Ich wäre davon ausgegangen, dass beispielsweise hier sanft und sorgfältig schon längst auch als Video bei Spotify live ist und dass Spotify wesentlich mehr in Video pusht.
Ich glaube auf jeden Fall, dass Netflix irgendwo ein Wachstumsdach hat. Und schwer ist noch, also wen kannst du noch, oder wer kennt Netflix noch nicht als Marke oder ist sich des Angebotes nicht bewusst und w√ľrde theoretisch noch kaufen. Ich glaube, in den Merging Markets h√§ngt es ein bisschen davon ab, ob sie es sich leisten k√∂nnen. Da wachsen bestimmt Leute in die Klassen noch ein.
Oder du denkst anders. Du denkst ja, du willst den Mobile-User. Die schauen sich an und sehen, okay, wir haben die Leute auf dem iPad, wir haben die Leute auf dem Smart-TV, aber die Nutzung auf dem Telefon ist uns zu gering. Und da verlieren wir viel gegen YouTube und gegen die Podcast-Player. Und wir wollen, dass die Leute uns die App runterladen.
Das könnte es tatsächlich, ja, das ist ein guter Ansatz. Und ich glaube, sie verlieren auch, also ich bin jetzt wieder nur meine eigene Stichprobe, aber bei mir frisst Podcast-Netflix-Zeit weg, tendenziell.
Ja, auf jeden Fall.
Und apropos Streaming.
Du hast super √ľbergangen mit diesem apropos. Hast du das gelernt?
Ne, ich versuche jetzt, solange wir noch d√ľrfen, maximal kreativ zu sein. Jetzt kommen n√§mlich von Netflix auf Streaming und damit auf Disney. Wei√üt du, wer Black Widow ist?
Ne.
Anastasia Romanoff. Das ist eine Figur aus dem Marvel-Universum mit Scarlett Johansson. Die kenne ich. Also habt ihr in Hamburg keine Filmplakate? In Berlin h√§ngen so hohes Hochhaus gro√üe Plakate f√ľr den Launch.
Ich komme ja aus meinem Podcast-Loch nicht raus.
Das ist der erfolgreichste Kinolaunch seit Covid.
Erfolgreicher als Fast and Furious?
Ja, hat F9 √ľbertroffen. Echt? Es ist in den US-Filmtheatern 80 Millionen eingespielt, international 78 Millionen. Und, und das ist das Spannende, bei Disney Plus Premier, das ist ein Paket, wo man f√ľr 30 US-Dollar diesen Film exklusiv leihen kann, ein Tag nach Kinostart, hat es 60 Millionen in der ersten Woche eingespielt. Das hei√üt, es haben 2 Millionen Menschen oder Haushalte gesagt, wir streamen das √ľber Disney und sind bereit 30 Dollar oder in Deutschland ist es glaube ich 22,99 Euro daf√ľr zu bezahlen, um das exklusiv aber zu Hause zu sehen und das Popcorn selber zu machen. Und das w√§re sozusagen im Vergleich zu US-Einnahmen fast die H√§lfte. Und man muss sagen, von den Kinoeinnahmen, ich glaube der Revenue-Share bei Kino ist so rund 50-50 oder nicht weiter w√§chst als 60-40. Von den Kino-Ums√§tzen bekommt der Vertrieb und Studio nur die H√§lfte, das andere H√§lfte geht ans Kino. 10 Euro Karte kaufst, 5 Euro beim Kino, 5 Euro beim Verleih. Verstanden? Das hei√üt, man muss von diesen 158 Millionen eigentlich noch die H√§lfte abziehen, dann bist du n√§mlich wieder bei bis 79 und dann ist es schon fast die gleiche Liga, was sie √ľber Streaming einnehmen. Und dann musst du dich auch fragen, willst du √ľberhaupt noch, also wenn die Alternative ist, dass Leute zu Hause f√ľr 30 Dollar das kaufen, warum willst du das noch f√ľr 7, wei√ü nicht was ein Kinoticket in den USA kostet, aber ich denke so 15 Dollar vielleicht? Wei√ü nicht. Warum nimmst du 7,50 im Kino, wenn du es zu Hause f√ľr 30 verkaufen kannst? Und ohne, das ist ja unendlich skalierbar, ohne Vertriebskosten. Also du hast 100% Deckungsbeitrag von jedem zus√§tzlichen Stream und gut im Kino hast du auch 100% oder hast eine Kapazit√§tsbegrenzung und du teilst eben mit dem Kinobetreiber. Das hei√üt eigentlich m√ľssten die doch das nur noch so machen. Einziger Nachteil ist, im Kino kannst du eine Familie vier Karten verkaufen zu Hause und deswegen sind die 30 Dollar dann vielleicht auch nicht so viel, weil wenn du es zu viert schaust, dann sind es wieder nur noch 7,50 pro Person und dann hast du es halb so g√ľnstig wie im Kino, wenn du es als Familie oder als Freundeskreis oder so zusammenschaust, dann ist das Ausleihen. Also wenn der 30 Dollar kostet, das klingt ja relativ hoch, aber wenn du es mit mehr als zwei Personen schaust, dann ist es eigentlich g√ľnstiger als Kino. Sogar plus du sparst beim Geld irgendwie, je nachdem wie sch√∂n dein Zuhause ist, hast du eine bessere oder schlechte Atmosph√§re. Und jetzt kriegen wir wieder b√∂se Mails von Kinofans, dass Kino viel, viel mehr ist. Das ist mir nat√ľrlich bewusst, dass es einigen Leuten um das Erlebnis geht und das auch was ganz Sch√∂nes sein kann, das eben im Kino zu erleben. Aber ob die breite Masse das in Zukunft noch so machen wird und vor allem ob das das profitablere Modell ist f√ľr die Verleihe, da bin ich mir nicht so sicher. Das haben auch die deutschen Kinobetreiber verstanden und Kinopolis, Cineplex, Filmpalast und Astor zeigen den Film aus Protest nicht. Das ist mutig, wenn du den erfolgreichsten Film des dritten Quartals wahrscheinlich die List ist.
W√ľrde sich da sowieso keiner trauen ins Kino zu gehen?
Bin mir nicht so sicher. Also der Schaden ist im Moment nicht. Das muss man auch sagen. Die 80 Millionen musst du eigentlich durch 4200 Filmtheater in den USA teilen. Das ist pro Kino dann 20.000 Dollar Umsatz. Also 1000, 1300 verkaufte Tickets. Das ist f√ľr eine Woche dann eben gar nicht mehr so viel pro Kino, was die da wirklich mit dem besten Film des Jahres bisher gemacht haben. Aber ich sehe noch nicht wie Kinos, bis auf irgendwelche echt coolen Spezialangebote oder Kinos, die eine geile Bar haben, wo du gut essen kannst nebenbei oder wo die Experience eben dann doch so viel besser ist als das Erlebnis. Aber ansonsten f√ľr das Durchschnitts-Below-Kino bin ich relativ skeptisch. Und wenn du dir die Incentives anschaust, glaube ich, dass zumindest ein integriertes Angebot wie Disney oder auch vielleicht Paramount, die dann Studio und Vertrieb, also Distribution, Streaming integriert haben, dass es f√ľr die eigentlich langfristig nicht so viel Sinn macht, den Film noch zu verleihen. Oder dass es eher ein Marketing-Stunt ist, dass ein paar Leute das auch im Kino anschauen d√ľrfen.
Benjamin hat uns gefragt, was wir zu der globalen minimalen Unternehmenssteuer von 15 Prozent erhalten. Also es wurde jetzt, G20 hat sich geeinigt, ab 2023 soll die kommen. Und er fragt, was das wohl f√ľr einen Einfluss auf die Weltwirtschaft hat. Also gibt es dann einen Steuerwettbewerb oder ist das das Ende des Steuerwettbewerbs? Zahlen die Multinationals jetzt wirklich dann Steuern oder gibt es immer noch Tricks, das zu umgehen?
Ja, es ist meiner Meinung nach schwer vorauszusagen. Also ich glaube, das muss man sich wirklich einfach anschauen, was dann die effektiven Steuers√§tze sein werden, bei denen die bisher am st√§rksten vermieden haben. Also ich gehe davon aus, dass es eine Verbesserung der Lage ist. Ob wir dann wirklich bei 15 landen, bin ich mir noch nicht so sicher. Es gibt bestimmt sehr, sehr schlaue Leute, die sich gerade damit besch√§ftigen, wie man da trotzdem Steuern spart. An der Stelle w√ľrde ich aber gerne mal einen Artikel aus der Welt erw√§hnen, den wir verlinken, der wirklich so grottenschlecht ist. Also es ist ein Kommentar oder Meinung oder wie hei√üt das? Sekunde, ich muss mal draufklicken. Ja, Kommentar.
Aber wenn der schlecht ist, m√ľssen wir ihn nicht verlinken.
Eine globale Mindeststeuer gef√§hrdet nicht nur die Freiheit der Firmen. Das hat Stefan Beutelsbacher, US-Korrespondent der Welt, geschrieben. Und der schlimmste Absatz ist, was w√§re nun, wenn Unternehmen auf einem globalen Ma√üstab √ľbertragen, kein R√ľckzugsort mehr bleibt? Also A, Unternehmen brauchen keinen R√ľckzugsort. Das ist ein schlechtes Positiv-Framing von Steuerflucht. Dann wenn eine weltweite Mindeststeuer ihnen die M√∂glichkeit raubt, an g√ľnstige Standorte zu ziehen. Echte Entrepreneure k√∂nnten abgeschreckt werden. Ich glaube f√ľr echte Entrepreneure ist Steuer ein Externeffekt.
Vor allem echte Entrepreneure w√ľrden mal anfangen, wenn die Gro√ükonzerne nicht den ganzen Vorteil h√§tten von Steuern. Also es w√§re doch eigentlich das beste Medium, um kleine Unternehmen zu f√∂rdern, indem die Gro√üen einfach das gleiche zahlen.
Die geplante Steuernh√∂he von 15% ist zwar verh√§ltnism√§√üig niedrig, aber es geht hier um ein Symbol, n√§mlich der Freiheit der Unternehmer. Der Druck auf Hochsteuerstandorte wie Deutschland, ein besseres Umfeld f√ľr Start-ups zu schaffen, sinkt. Was f√ľr ein Bullshit. Als wenn unser Unternehmenssteuer irgendein Start-up bisher davon abgehalten hat. Also au√üer die, die der Lichtenstein-Testimonial Frank Thelen zugeh√∂rt haben und daraufhin nach Lichtenstein gegangen sind, wegen der sch√∂nen mittelalterlichen Burgen. Aber ansonsten, ich kenne nicht einen, den ich als echten Entrepreneur bezeichnen w√ľrde oder ein Start-up, was wirklich ein Problem mit der Unternehmenssteuerlast in Deutschland hat. Mit Abstand, also nicht mal als Kommentar der Meinung deklariert, finde ich das auch nur ansatzweise nachvollziehbar.
Wurde das in dem IPO-Papier hier erwähnt?
Nein.
Dann kann es nicht richtig sein.
Aber wirklich ein so grottenschlechter Artikel. Also wie man gegen eine globale Mindeststeuer f√ľr Unternehmen von 15 Prozent sein kann. Also vielleicht gibt es ja sogar. Also ich glaube, mit f√ľnf Minuten Zeit komme ich auf bessere Argumente ohne daf√ľr zu sein. Aber so, wir lassen es. Das regt mich sonst auf. Haben wir noch f√ľr die Dienstag-Folge noch Themen?
Nein, wir sind durch.
Perfekt. Großartige Länge.
Ich w√ľrde sagen, wir machen jetzt ein Bierchen auf und freuen uns auf einen sch√∂nen Mittwoch.
Genau. Und dann sehen wir uns, h√∂ren uns am Freitag wieder f√ľr die Samstag-Episode. Ich gucke mal kurz auf meinen Spickzettel, ob ich irgendwas vergessen habe. Achso, ab und zu steuern. Olaf Scholz hat ja sozusagen, also die SPD hat es ja wirklich nicht einfach und er auch nicht, aber sinnvollste, was er noch machen kann, war eine Steuer-CD kaufen. Und zwar hat er in Dubai vor vier Wochen eine Steuer-CD eingekauft, wo die Daten von, also wo theoretisch es m√∂glich sein k√∂nnte, dass man jetzt Leute, die in Dubai, also deutsche Staatsb√ľrger, die versucht haben √ľber Dubai Steuern zu sparen, oder dem Fiskus zu entkommen, die da drauf sein k√∂nnten.
Moment, ist das der Grund, warum die Influencer jetzt zur√ľckkommen?
Ist das der Grund, warum die Influencer alle wieder nach Deutschland kommen? Ich sehe lauter Influencer mit gepackten Koffern auf YouTube, die alle wieder nach Deutschland zur√ľckkommen.
Echt?
Komisch, ne? Das muss‚Ķ N√∂. Achso, dann gab es noch, was ich auch spannend fand, es gibt von CB Insights, gab es eine gute Unicorn-Studie, um positiv abzuschlie√üen. Im Q2 sind 136 Unicorns in Europa entstanden. Im ganzen Jahr 2020 waren es insgesamt nur 128. Also wir haben im Q2 so viele neue Unicorns wie im ganzen Jahr 2020. Das sind Firmen, private Firmen mit einer Bewertung von √ľber einer Milliarde US-Dollar. Das hei√üt, das sind zwei Unicorns pro Werktag, die gerade gek√ľrt werden. Das ist schon eine brutale Zahl.
Wie war das so 2000?
Ich glaube, da gab es tats√§chlich gar nicht so viele Unicorns 2000. Da gab es eher so Neuer Markt IPOs, drei, vier St√ľck, jede Woche.
Du meinst so IPOs, die… Da war die Gerichterstattung noch.
Dem Produktlaunch. Progressionstreu. Bitte was?
So Sachen, die live gegangen sind mit dem IPO.
Ja, die hatten auf jeden Fall auch teilweise noch keine Umsätze. Aber eine Webseite hatten die. Also, wie auch immer.
Auf der anderen Seite, Amazon hat damals ja auch jeder gesagt, dass die bust gehen. Und es ist ja‚Ķ Es gibt ja welche, die es √ľberlebt haben.
Genau. Amazon hat es √ľberlebt. Denen hat es nicht geschadet anscheinend. Und Journalisten k√∂nnen auch falsch liegen. Die m√ľssen nicht richtig liegen. Die m√ľssen gut recherchieren und gewissenhaft arbeiten. Aber sie k√∂nnen sich irren. Und wenn man ein bisschen doofer Journalist ist, kann man auch f√ľnfmal sagen, die Startups funktionieren alle nicht. Auch wenn irgendwie alles funktioniert hat mit Zalando, Flaschenpost und was wei√ü ich. Aber trotzdem darf man sich irren. Und deswegen ist man irgendwie nicht schlechter Patriot oder Feind der Startup Szene oder was auch immer. Achso, und die andere spannende Zahl war Tiger Global. Dieser sozusagen High Frequency Investor hat im Q2, sch√§tze mal, wie viele Deals pro Woche gemacht? Zwei. 1,3 pro Tag.
Wie machen die das? Also, es ist doch, wie heißt das? Pray and pray?
Ja, das hast du gesagt. Im Q1 waren es in Anf√ľhrungsstrichen nur vier pro Woche. Inzwischen sind es mehr als ein Deal pro Tag.
Wahnsinn. Das hei√üt, die sind einfach die klare Nummer eins jetzt, die √ľberall alles machen, was Regrowth Investments sind.
Ja, genau. Aber es werden ja immer mehr, die so arbeiten inzwischen. So, der Podcast kommt etwas später heute raus. Ich muss noch mit den Tonbändern ins BMW und das vom Reichspresserat genehmigen lassen.
Du hast das auf Kassette aufgenommen, ne? Das wird jetzt nochmal durchlaufen und dann werden mit der Schere Sachen rausgeschnitten.
Okay, dann fahre ich in die Wallinstra√üe, das Geb√§ude hei√üt bezeichnenderweise in Wallinbau, wo das BMWi sitzt. Da gibt es einen Angang Podcast, einen Printerzeugnisse, Blogger und Foren. Dann gehe ich in den Amtsstube f√ľr Podcast und spiele es einmal vor.
Okay, also falls irgendwann…
Also vielleicht k√∂nnen wir auch ein Gesinnungstest‚Ķ Das muss man auch nochmal sagen. In der gleichen Woche oder eine Woche sp√§ter, als hier Hans-Georg Maa√üen mit diesem Bullshit von Gesinnungstest f√ľr Tagesschaujournalisten rauskommt, auch die Instinktlosigkeit, das kurz darauf so rauszubringen. Also wo eigentlich schon jemand wirklich in ein riesen Fettn√§pfchen reingetreten ist. Ja, wie auch immer. Ich hoffe das Thema hat sich bis Samstag‚Ķ
Ich distanziere mich von diesem Podcast. Ich habe damit nichts zu tun. Ich war nicht anwesend. Ich w√ľnsche euch allen einen sch√∂nen Tag.
Bis Freitag. Tsch√ľss.