Doppelg├Ąnger Folge #60 vom 23. Juli 2021

Cloudflare vs. AWS? | GoPuff ­čĺ░ | Selbstst├Ąndig vs. Beratung | ESOP | Earnings: Netflix About You Snap Twitter

Endlich wieder Earning Season! Wir fangen mit Sirenen und einer neuen Gopuff Finanzierung an und sprechen danach ├╝ber die Quartalszahlen von Netflix, About You, Twitter und Snap. Vielen Dank f├╝r die drei super H├Ârerfragen: Selbstst├Ąndigkeit vs. Festanstellung in namhafter Digitalberatung, Aktien bzw. ESOP Verg├╝tung f├╝r Startup Mitarbeit_innen, ESG ETF (WKN: A2QL8U). Am Ende deuten wir den Amazon Tweet von Cloudflare CEO, Matthew Prince.

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

00:15:00 GoPuff bekommt $1Mrd

00:22:00 Netflix Earnings

00:33:45 AboutYou Earnings & Otto

00:46:00 Gro├čkonzerne, Spenden und Steuern

00:52:00 Twitter

01:02:00 H├Ârerfrage: Berufseinstieg Beratung vs. selbst Gr├╝nden

01:10:00 H├Ârerfrage: Verg├╝tung Startup, ESOP & Gehaltsverhandlung

01:25:00 H├Ârerfrage: ESG ETF

01:28:00 Governance China & Agora

01:29:30 Cloudflare & Amazon

Shownotes:

Was will uns Cloudflare CEO Matthew Prince sagen? https://twitter.com/eastdakota/status/1418447460553293826

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

Disclaimer https://www.doppelgaenger.io/disclaimer/

Post Production by Jan Wagener https://www.linkedin.com/in/jan-wagener-49270018b

Ein Klick auf die Textabschnitte spielt diese ab. Du kannst auch mit dem Player umherspringen.

Die ersten Earningszahlen ever von About You.
Und wenn dir die eine Firma schon irgendwie 84.000 plus 0,1% an der Firma gegeben hat, dann wirst du dich wahrscheinlich deutlich schwerer runterhandeln lassen von der zweiten Firma.
Vielleicht nicht irgendwie auf allen Ebenen gleichzeitig scheitern.
Das ist so ein bisschen die magische Grenze, w├╝rde ich sagen, wo man entscheidet, ist das jetzt ein Wachstumswert oder eben nicht.
Willkommen, Folge 66 im Docke...
Okay, man sieht eindeutig, du leidest noch unter deiner zweiten Corona-Impfung. Wie hast du sie vertragen gestern?
Ganz okay. Kopf ein bisschen, Schulter ein bisschen, aber alles gut. Diese Folge wird proudly presented by Biontech.
Ja, den Schulter brauchst du ja vielleicht noch.
Ich h├Ątte direkt erst eine Frage an dich. Ab welchem Alter kann man wei├če Chinos anziehen? Und bei welchen Temperaturen? Und zu welchen Veranstaltungen?
Das war ein externes Erfordernis, dass ich diese Hose tragen muss. Bin mir noch nicht so sicher, ob das jetzt die spannendste Frage ist. Ich habe eine Frage an dich als Produkt-Tech-Guy und Serial-Entrepreneur. Du hast ja bestimmt diese Debatte verfolgt ├╝ber Alarmierungssysteme, weil das ja auf verschiedenen Level nicht funktioniert hat, die Bev├Âlkerung bei der Flut in NRW und Rheinland-Pfalz fr├╝h genug zu alarmieren. Viele Politiker setzen sich da f├╝r Sirenen ein, die Aktivierung und Wartung der guten alten Sirene. Und es gibt dieses Feature Cell Alarm, hei├čt es, glaube ich, was ├╝ber die Mobilfunkprovider oder ├╝ber Funkmasten SMS sendet an die Telefonger├Ąte der Bev├Âlkerung, das bisher aber irgendwie zu teuer war oder ich wei├č nicht, aus welchen Gr├╝nden noch abgelehnt wurde. Deine Aufgabe ist, du willst sozusagen real-time, so fr├╝h wie m├Âglich, Bev├Âlkerung vor Katastrophen sch├╝tzen. Welches Produkt w├╝rdest du daf├╝r bauen?
Ich habe lange dar├╝ber nachgedacht. Und dann habe ich ├╝berlegt, wie k├Ânnte ich dich aus dem Schlaf holen? Wenn du in einem Hotel nach einem...
Dann musst du einen Bloomberg-Ticker f├╝r Schlafzimmer bauen.
Ja, entweder das...
Oder einen Oli-Samba-Wecker. Was sind die einzigen zwei?
Was ist ein Oli-Samba-Wecker?
Erz├Ąhl mal weiter.
Also ich habe ├╝berlegt, wie kriegt man Pip aus seinem Schlaf raus? Also du stehst ja oft fr├╝h auf. Aber manchmal musst du vielleicht noch fr├╝her wach werden. Und dann in Stresssituationen, in denen du k├Ârperlich vielleicht auch m├╝de bist. Und das Einzige, was ich mir erkl├Ąren konnte, ist der Anruf von der Hotelrezeption.
Ich wei├č nicht, ob ich jetzt das beste Beispiel w├Ąre f├╝r die breite Bev├Âlkerung. Also du musst einen m├Âglichst gro├čen Anteil der Bev├Âlkerung damit...
Genau, ich w├╝rde halt parallel Telefon, also Handy, so das Telefon f├╝r unsere Generation, und dann noch dieses andere Telefon, was unsere und die j├╝ngere Generation eigentlich nicht mehr kennt. Also die Aussage ist ja, nicht jeder hat sein Handy auf.
Dann eine Sprachansage durchjagen.
Automatische Sprachansage, bitte verlassen Sie Ihr Haus in... so schnell wie m├Âglich, wie auch immer.
Ich ├╝berlege gerade, kann man das Telefonnetz damit eventuell ├╝berlasten? Also SMS, verstanden? Also du w├Ąrst f├╝r Cell-Alarm offenbar.
Ich bin voll daf├╝r. Erstmal SMS? Ich meine, das kann ja nicht so teuer sein. Gef├╝hlt kriege ich alle zwei Tage eine SMS von meinem Mobilfunkanbieter, dass ich mich f├╝r irgendein Abo anmelden sollte.
Ja, man muss anscheinend, um das an alle Ger├Ąte in einer Funkzelle zu senden, muss man anscheinend die Hardware, also die Masten umstellen. Was ich komisch finde.
Okay, wie machen das denn so? In Deutschland gibt es ja zum Gl├╝ck nicht so viel SMS-Spam, aber in Amerika zum Beispiel gibt es sehr viel. Haben die andere Masten?
Das wird dann ja an Nummern geschickt und nicht an... Also Cell-Alarm funktioniert, glaube ich, so, dass einfach ein Mast an alle Ger├Ąte in einer gewissen... Also alle, die er erreichen kann. Er oder die Mast hin. Und dann... Also auch unabh├Ąngig des... Also vielleicht nicht des Netzes, aber sozusagen du sendest das gar nicht an einzelnen Nummern, sondern alle Ger├Ąte, die erreichbar sind, nach meinem Verst├Ąndnis, von diesem Mast aus. Ja, halt. Die andere Frage ist, wenn du das Haustelefon anrufen willst, ob du damit das Netz nicht ├╝ber... Ich wei├č nicht, wie viele konkurrierende Verbindungen man haben kann, sozusagen auf der letzten Verteilerdose oder auf dem Mast oder wo auch immer dann sozusagen das verteilt wird. Wahrscheinlich w├╝rde es nicht funktionieren, wenn alle Leute gleichzeitig in einem Haus telefonieren. Wei├č ich aber nicht.
Das w├Ąre eine Option. Dann automatisch Fernsehen anmachen. Oder ├╝ber WhatsApp. WhatsApp-Nachricht.
Die haben die meisten wahrscheinlich leergestellt. Das hast du mit SMS dann ja auch schon erreicht.
Genau. Dann ├╝ber die... Wenn du jetzt Alarm kommst, ├╝ber die neuesten Feuermelder kommst du wahrscheinlich nicht.
Das w├Ąre eigentlich schlau. Ja, das ist spannend, dass du sagst, du hast auch diese Techem-Feuermelder oder von anderen Firmen sicherlich auch. Feuermelder sind jetzt in gewissen Wohnungen zumindest, in allen Schlafr├Ąumen, glaube ich, und teilweise gr├Â├čeren R├Ąumen vorgeschrieben. Da k├Ânnte man... Und die sind eh mit dem GSM-Netz, damit die Fernw├Ąrter wartbar sind, sind die, glaube ich, mit dem GSM-Netz verbunden. Genau. Die k├Ânnte man sozusagen umgedreht als Sirenen im Haushalt nutzen. Das finde ich, das ist eine gute Idee.
Ja, da freue ich mich schon auf den ersten Hack.
Die Frage ist, wie unterscheidest du, ob deine Wohnung brennt oder ein anderer Notfall eingetreten ist. Und das ist die andere Frage. Was sagt dir, dass wenn eine... Beispiel, ich war letztes Wochenende kurz an der Ostsee und da haben mehrfach die Sirenen geheult. Der Grund, wahrscheinlich zumindest, ist, das wird da genutzt um die freiwillige Feuerwehr. Also da gab es einen Badeunfall, was traurig genug ist, und dann nutzt man das, um die freiwillige Feuerwehr zu alarmieren. Aber hei├čt das jetzt, also was ist das normale Verhalten eines B├╝rgers, wenn du die Sirenen h├Ârst? Gehst du dann in den Keller? Ich nehme an, man sollte das Radio anschalten dann, weil da in Zweih├Âhe die Informationen warten. Aber ich bin mir nicht sicher, ob die jetzigen Generationen noch verstehen, was eigentlich der Informationswert eines Sirenenalarms ist.
Plus, wer hat denn noch ein Radio?
Genau. Also was ist der n├Ąchste Schritt, den ihr sagt, du wirst geweckt, okay. Und wenn dann schon das Wasser vorm Haus steht, dann wei├čt du zumindestens das und wirst nicht im Schlaf ├╝berrascht.
Wir w├╝rden ja wahrscheinlich das erste Mal auf Twitter gehen und gucken, was los ist.
Das w├Ąre in dem Fall nicht gegangen, weil die Kommunikation einigerma├čen zusammengebrochen ist.
Ja, es muss halt vorher passieren. Aber wenn in Hamburg irgendwas ist, also man sieht, dass irgendwo ein Feuer ist oder was auch immer, meine erste Suche ist Twitter. Meine zweite Suche ist dann lokale Zeitungen. Und dann kommt eh irgendwas per private Nachricht zu mir. Aber wenn nat├╝rlich alles ausf├Ąllt, muss es halt davor sein. Die Frage ist, also wieso wird das nicht vorher im Fernsehen, im Radio oder so ausgestrahlt? Also kann man sowas nicht zuerst probieren?
Also nicht dringlich genug. Genau, da hat es ja an mehreren Stellen gemangelt. Warum k├Ânnen Apple und Android oder Facebook mir nicht das schicken? Also die suchen ja immer nach irgendwelchen M├Âglichkeiten, sich als nette B├╝rger darzustellen. Und das w├Ąre immer ein Feature, wo man ein kleines Team dran setzen kann. Also man muss erst mal die Information ├Âffentlich zur Verf├╝gung stellen, per API irgendwie eine Beh├Ârde, die das erhebt, also irgendwie der Katastrophenschutz oder der Wetterdienst oder so. Aber dann k├Ânnten sich ja solche Dienste das abholen. Und wenn SMS jetzt wirklich zu teuer w├Ąre, oder das wird jetzt zwei, drei Jahre dauern, das aufzubauen, mindestens, dann k├Ânnten ja die Gafas, also man will die jetzt einfach zus├Ątzlich und freiwillig, also die sollen auf keinen Fall diese hoheitlichen Pflichten ├╝bernehmen, aber das zus├Ątzlich und freiwillig zu machen, w├Ąre eine gute Idee. Also Facebook hat ja auch dieses Disaster Recovery Mode, also wo sich seine Freunde als sicher melden k├Ânnen. Das treibt unheimlich Engagement, deswegen haben sie das, das macht auch Sinn. Das Problem ist, die Warnung treibt wahrscheinlich nicht genug. Also sie hat keinen Business-Zweck dahinter. W├Ąhrend zu wissen, dass deine Liebsten safe sind, das bringt dich auf jeden Fall auf Facebook und du klickst dann rum und nimmst Kontakt mit denen auf, das kreiert Impressions.
Oder du baust einfach die Corona-App weiter aus.
Weil die jetzt schon verbreitet ist. Das ist ├╝brigens auch spannend, also dieser Kostenfaktor ist ja einer der Gr├╝nde daf├╝r, warum das sich nicht geleistet wurde. Und der Twitter-User Egghead, so wie Ayahut, hat relativ gut in einem Thread, den wir auch nochmal verlinken, dargelegt, was diese ganzen Kat-Warn- und Nina-Apps gekostet haben. Die waren jetzt auch nicht umsonst n├Ąmlich.
Was sind das f├╝r Apps?
Es gibt so Katastrophenschutz-Apps, also Kat-Warn-Katastrophenwarnungen, Nina, die habe ich sogar drauf. Und die erf├╝llen eigentlich diese Funktionen, nur dass die, wenn du dein Handy wechselst, l├Ąuft die nur im Hintergrund und vielleicht kriegst du die... Nina hat angeblich nicht, nur h├Âren sagen, aber angeblich hat sie nicht gewarnt, obwohl sie genau daf├╝r da gewesen w├Ąre. Und die haben auch alle ordentlich Geld gekostet, interessanterweise.
War es aus der guten alten Telefonkette geworden?
Das habe ich auch ├╝berlegt. Also irgendjemand, ich wei├č nicht, ich will jetzt nichts Falsches sagen, aber ein Politiker, ich glaube es war sogar Jan Schornberg, meinte, dass der SMS-Alarm ja nicht gehen w├╝rde, weil irgendwie die Leute im Schlaf das Handy auf leise haben oder so. Und ich meine, da kannst du immer Gr├╝nde finden. Es gibt auch Leute, die mit Europa geschlafen, die diese Reden dann nicht h├Âren. Also es geht ja darum, irgendwie einen Gro├čteil der Bev├Âlkerung zu erreichen. Und dann ist es ja so, dass die Leute, also gerade in l├Ąndlichen Regionen, da schaut man ja schon noch mal, ob der Nachbar jetzt auch schon auf dem Weg ist oder so. Also da glaube ich, da hilft man sich dann auch und alarmiert sich gegenseitig. Wie gesagt, was bei der Sirene sehe ich noch nicht, was die Handlungsanweisung ist nach einem Sirenenalarm. Das m├╝sste man den Leuten dann erst wieder beibringen. Und du kannst ├╝ber eine Sirene halt null Information transportieren. ├ťber eine SMS oder eine Push-Nachricht kannst du halt sagen, was zu erwarten ist, also ├ťberschwemmungen, Hagel, Flut, was wei├č ich. Und auch sozusagen zwei, drei kurze Anweisungen schon schicken, wo man sich zu sammeln hat oder ├Ąhnliche Sachen. Einfach ist das alles nicht nat├╝rlich. Aber ich h├Ątte gedacht, du h├Ąttest jetzt, Technologie ist ja die L├Âsung f├╝r alles angeblich.
Wir haben noch ein paar gute Ideen.
Ja.
Was w├╝rdest du machen, wenn dein Haus brennt?
Mein Haus? Ich habe kein Haus. Du meinst, das in dem ich Mieter bin?
In dem Objekt, in dem du dich befindest, wenn es da mitten in der Nacht brennt.
Dann w├╝rde entweder ich auch schon brennen oder bewusstlos sein, an einer Rauchvergiftung gestorben.
Ja, vorher.
Also ich bemerke einen Brand, der mich noch nicht direkt betrifft, aber im Haus.
Du h├Ârst, dass der Feueralarm im Haus irgendwo ist. Du gehst davon aus, dass es bei dir im Haus brennt. Und du bist um drei Uhr morgens dadurch wach geworden. Was machst du?
Das kommt so ein bisschen darauf an, wie viel ich schon, also sagen wir, wenn es nur der Feueralarm geht und ich ansonsten keinen Rauch, keine Hitze versp├╝re, keinen Geschrei h├Âre, dann w├╝rde ich vorsichtig versuchen, die Lage zu checken. Also vorsichtig eine T├╝r aufmachen oder zu schauen, ob es dahinter warm ist.
Also die Wohnungst├╝r aufmachen.
Ja, aber sehr vorsichtig.
Ich glaube, das darfst du nicht.
Das darf ich nicht?
Naja, ich wei├č nicht, ob das...
Ich kann durch einen Spion gucken, ob Rauch drau├čen ist.
Du wirst ja wahrscheinlich riechen k├Ânnen, dass der Rauch da schon durchkommt.
Stimmt, der w├╝rde... Gut, wenn ich dann, also wenn ich aus dem Treppenflur schon Rauch rieche, dann w├╝rde ich, also ich w├╝rde wieder versuchen einzusch├Ątzen, ob jetzt schon jemand die Feuerwehr gerufen hat oder nicht. Obwohl, das macht der, der Alarm l├Âst ja automatisch die Feuerwehr aus. Das muss man ja einfach machen.
Du musst die Feuerwehr anrufen.
Also gut, dann sagen, wenn jetzt schon Leute schreien, dann w├╝rde ich davon ausgehen, jemand hat die Feuerwehr gerufen und mich oder diesen Haushalt in Sicherheit bringen. Die Lage dieser Wohnung hat den Vorteil, dass sie zwei Ausgangst├╝ren hat. Das ist, insofern ist man da privilegiert. Das hei├čt, fast egal, wo es brennt, g├Ąbe es eine Aus... Und ich habe einen Feuerl├Âscher in der Wohnung auch. Sehr gut. Also kleine Br├Ąnde w├╝rde ich versuchen zu l├Âschen. Also erstmal musst du das einsch├Ątzen, wie die Lage ist. Und dann w├╝rde ich versuchen, mich uns in Sicherheit zu bringen, logischerweise.
Also du hast keine Masken zu Hause?
Ich habe keine Feuerwehrmaske zu Hause. Aber der Tipp, man soll durch ein nasses St├╝ck Tuf... Also man stirbt in der Regel nicht durch Verbrennungen und der Rauchgasvergiftung. Und das Einzige, was man im Haushalt hat und was hilft, ist in der Regel durch ein nasses Handtuch atmen. Weil diese feuchte Membran anscheinend einen Teil der Rauchgase absorbieren oder filtern kann.
Und wann hast du das letzte Mal auf deinen Feuerl├Âscher geschaut?
Ja, da steht 2014 drauf, nat├╝rlich. Kann man vielleicht mal wieder erneuern lassen.
Top. Ich habe gelesen, GoPuff hat Kohle bekommen.
Warst du mit dem?
Ich war schon zweimal in der Situation und habe zweimal das Falsche gemacht.
Und hast du es selber angez├╝ndet?
Ja, einmal hat der Hausflur unten gebrannt, hat jemand die Fahrr├Ąder angez├╝ndet. Zum Gl├╝ck war jemand im Haus wach um vier Uhr morgens und hat die brennenden Fahrr├Ąder rausgeworfen. Und ich bin aus der Vordert├╝r raus. War ja nicht optimal. Und das zweite Mal hat eine Wohnung gebrannt. Und ich hatte dann ein Feuerl├Âscher und habe dann versucht, das zu l├Âschen. Auch mit Handtuch um den Kopf. Und habe es aber nicht ganz ausbekommen.
Gibt es davon noch ein Bild, das w├Ąre der sch├Ânste Vorschaupunkt auf die Folge?
Ja, nee. Was halt richtig krass ist, ist, wenn du vor so einem Haus stehst und du wei├čt, es brennt noch und du wartest auf die Feuerwehr.
Ich kenne das nicht aus der Situation, aber aus anderen. Ich wei├č, wie lange sich zwei Minuten anf├╝hlen k├Ânnen.
Man sollte sich damit auseinandersetzen, was passieren w├╝rde und wie man da rauskommt.
Was machst du, wenn du keinen zweiten Ausgang h├Ąttest? Bitte? Ich w├╝rde mich, glaube ich, im Bad einschlie├čen, die T├╝r zu machen.
Und auch in die Badewanne einlegen?
Ja, so ein bisschen. Auch da stirbst du ja. Kommt auch dran, ob du ein Fenster im Bad hast oder so. Aufs Dach fl├╝chten ist auch gef├Ąhrlich. Aber sich das mal im Kopf durchzuspielen oder jeden Abend zu wehen, ist gar nicht so falsch, glaube ich. So, jetzt habe ich schon viel der teuren Zeit gekostet.
Apropos Zeit. GoPuff hat eine Milliarde bekommen. Was machen die mit der Kohle jetzt?
Die haben diese eine Milliarde auf 15 Milliarden. GoPuff ist das Gorillas-Vorbild aus den USA, wenn man so will. Mit dem einen Unterschied, dass sie 30 Minuten, nicht 10 Minuten brauchen und aus einem Warenhaus auch teilweise mehrere St├Ądte beliefern.
Und mit dem Unterschied, dass die das schon ein paar Jahre machen.
Genau. Aber sozusagen der Gro├čteil der Bewertung ist in den letzten zw├Âlf Monaten entstanden. Also 80, 90 Prozent der Bewertung. Die haben im M├Ąrz gerade 1,15 Milliarden auf 9 Milliarden geraised und raisen jetzt drei, vier Monate sp├Ąter noch mal eine Milliarde auf 15. Also entweder wollen sie, ich glaube, die haben so 200, 300 Warenh├Ąuser, die aber 650 Orte beliefern. Also entweder wollen sie die Expansion noch und ich dann wahrscheinlich international befeuern oder das durch Akquisition machen. Also sie haben ja schon in UK Fancy gekauft und sind anscheinend laut TechCrunch in sehr fortgeschrittenen Gespr├Ąchen mit DJI. Vielleicht wollen sie weitere Player kaufen, wobei dann m├╝sste man wahrscheinlich teils Aktien, teils diese Summe nutzen. Aber du brauchst bei dem Modell, du brauchst f├╝r das operative Gesch├Ąft auch, die verdienen angeblich Geld. Also einzelne Lager haben dort 40 Prozent Gross Margin, was h├Âher w├Ąre als, also Gross Margin ist der Rohgewinn. Wenn du eine T├╝te Milch f├╝r einen Dollar verkaufst, dass du sie f├╝r 60 Cent eingekauft hast, dann hast du 40 Prozent Gross Margin. Und 10 Prozent Contribution Margin, also dass sie auf der Order nach Kosten bis zu, ich glaube zweistellig hat der Gr├╝nder gesagt, verdienen in den ersten Warehouses. Deswegen kriegen sie nat├╝rlich auch so einfach Geld, weil sie es beweisen konnten, dass die ersten Warenh├Ąuser schon profitabel sind. Und um neue aufzubauen, hat man aber trotzdem relativ hohe Anlaufkosten. Du musst die einmal mit Waren ausstatten, mit Regalen, K├╝hlschr├Ąnke sind ├╝berall ausverkauft. Es gibt diese Liebherr-K├╝hlschr├Ąnke nicht mehr, wo man die Getr├Ąnke drin lagert und andere Sachen. Das kostet alles, die Ausstattung f├╝r die Rider, die Fahrr├Ąder, die Klamotten. Das alles verbraucht auch viel Geld, wenn man, und ich meine fast alle Player sind jetzt so auf dem Level ein neues Warehouse pro Tag fast, plus minus. Das kostet halt viel Geld. Aber den Bedarf, den sie da raisen, der klingt fast schon eher nach Akquisition als nach Expansion.
Und meinst du, dass sie ein IPO irgendwie planen?
Das werden wir noch machen. Ich halte das Modell ja f├╝r relativ erfolgreich, deswegen glaube ich, dass wir sehr sp├Ąt erst an die B├Ârse gehen. Ich w├╝rde sagen, die sind jetzt 15 Milliarden wert und die VCs, die da drinstecken, wissen nat├╝rlich auch, das hat jetzt bewiesen, dass sich das quasi im Jahr mindestens verdoppeln kann. Also das Risiko sinkt jetzt immer weiter, aber du hast trotzdem irgendwie 2, 3x Bewertungen jedes Jahr. Also hat glaube ich keiner Bock, das jetzt schon so fr├╝h an die Retail-Investoren oder an die Public Market zu geben, sondern eigentlich m├Âchte man da erstmal so lange wie m├Âglich drinbleiben, w├╝rde ich denken.
Und die sind jetzt die h├Âchstbewerteste Firma in dem Segment?
Das kommt, das Segment verschwimmt ja so ein bisschen. Du kannst jetzt sagen, Delivery Hero und DoorDash machen das teilweise ja auch, das Segment, in anderen L├Ąndern, nicht als Hauptgesch├Ąftsbestandteil. Die w├Ąren dann pro Forma mehr wert, aber von den Pure Play QuickCommerce-Playern ist GoPuff nicht nur der ├Ąlteste, sondern auch der am h├Âchsten bewertete mit 15 Milliarden.
Ja spannend, spannend vor allem, welchen der Player sie in Europa kaufen werden.
Ja wie gesagt, Fancy DJ wahrscheinlich schon gekauft, Gettya hat in Spanien hinzugekauft, also die T├╝rken, die auch fr├╝her schon das Modell gemacht haben. Und also da wird es Konstitutierung geben, gerade die, die selber kein Geld raisen k├Ânnen mehr oder die nicht schnell genug wachsen sind oder die Unit Economics schnell genug bewiesen haben, die werden dann eher gekauft werden und werden dann zum Expansionshelfer f├╝r die zwei gr├Â├čten Gettya und GoPuff, w├╝rde ich denken. Der Spiegel hat ├╝brigens, also ich hatte ja damals bei dem Journalismus zensieren Thema auch gesagt, dass durchaus auch Journalismus Kritik verdient, teilweise was Startup-Branche angeht, aber ich habe tats├Ąchlich den ersten meiner Meinung nach wirklich guten Artikel ├╝ber die Gorillas Proteste gelesen im Spiegel.
Also hast du mal einen positiven Artikel ├╝ber dein Investment gelesen?
Der ist ├╝berhaupt nicht positiv, der ist auch kritisch, aber meiner Meinung nach ist er eben sehr gut recherchiert und ausgewogen kritisch, also der hei├čt, Sekunde, ich muss kurz nachlesen, damit ich keinen Quatsch erz├Ąhle, achso, von Markus Detmar vom Spiegel, im Dschungel der Widerspr├╝che. Uns geht dabei um den Besuch, also Hubertus Heil, unser Arbeitsminister in Klammern SPD, hat ja versucht, diese streikende Fahrer zu besuchen. So richtig wollte niemand mit ihm reden und es waren dann auch mehr Journalisten als streikende Fahrer vor Ort, schreiben die meisten Medien. Also was zum Beispiel gut r├╝berkommt im Artikel ist, dass sozusagen nicht mal die Gewerkschaften oder die Fahrer sich mit den herk├Âmmlichen Gewerkschaften nicht wirklich einigen k├Ânnen und andersrum wahrscheinlich auch, weil sozusagen diese Streiks ja eigentlich illegale oder sogenannte wilde Streiks sind, also f├╝r die Art der Arbeitsniederlegung k├Ânnte man auch entlassen werden oder Abmahnung bekommen, was nach meinem Verst├Ąndnis nicht passiert. Und auch, dass es eine N├Ąhe zur anarchistisch linken Szene gibt eigentlich und das so ein bisschen politisch motiviert wirkt, vielleicht scheint ganz gut durch. Von daher fand ich das ein der Besseren. Lustig ├╝brigens, dass zwei Tage nach dem Besuch des Arbeitsministers, ich bin gestern durch die Linienstra├če in Berlin gegangen, das ist eine Fahrradstra├če, also wo der Autoverkehr gebannt wurde, damit Fahrradfahrer das als Trasse nehmen k├Ânnen. Da hat die Fahrradpolizei von Berlin, also nicht die, die die Fahrr├Ąder ├╝berwachen, sondern die selber Fahrrad fahren und auch sich mit Fahrr├Ądern besch├Ąftigen, scheinbar gezielt, zumindest war es mein Eindruck, Delivery-Fahrer. Also wir haben in der Zeit, wo ich das beobachtet habe, nur Fahrer von Volt und Gorillas angehalten und zun├Ąchst oberfl├Ąchlich die Sicherheit der Fahrr├Ąder gecheckt, also relativ einfach, ob da eine Bremse oder nicht dran ist und dann komischerweise irgendwelche Fragen zu Arbeitszeiten und Vertr├Ągen gestellt, was meiner Meinung nach Aufgabe des Zolls w├Ąre, das zu ├╝berwachen. Hat mich gewundert, riecht auch so ein bisschen, also dass der Besuch von Heil jetzt Wahlkampf ist, ist klar, sondern der steht ja sonst auch nicht vom Amazon-Lager oder beim Staatskonzern oder ehemaligen Staatskonzern Deutsche Post, sch├╝tzt der ja auch nicht die DHL-Subunternehmer oder so, aber jetzt gibt es ein Thema, wo er sich versucht hat zu zeigen, was so mittelgl├╝cklich war.
Wie lief es denn mit deinen Netflix-Aktien? Du hattest ja in der letzten Folge live den Earnings-Call begleitet. Du hattest eine kleine Wette um D├Âner.
Achso, die habe ich verloren. Also schnell zusammenfassend nochmal, Netflix hat, also das Nutzerwachstum, die wichtigste G├Ąnze bei Netflix ist, wie viele neue Abos die generiert haben, erwartet wurden, sie selber haben gevorkastet, kann ich vielleicht nochmal erkl├Ąren. Also die Firma selber macht einen Vorkast, der ist in der Regel relativ konservativ, deswegen geht die Wall Street mit den sogenannten Fl├╝ster-Sch├Ątzungen in der Regel von h├Âheren Werten aus. Und Netflix selber hat sozusagen gevorkastet, also vorausgesagt, dass sie versuchen eine Million hinzuzuf├╝gen zu den 207 oder wo man ist, Millionen Abos. Und die Wall Street hat aber mit 1,2 gerechnet, beziehungsweise das erwartet und geschafft haben sie dann sogar anderthalb Millionen. Also da sieht man, dass man relativ konservativ sch├Ątzt in der Regel. Und deswegen war das, und das Revenue lag auch leicht ├╝ber den Erwartungen, deswegen fand das die B├Ârse zun├Ąchst erstmal relativ gut. Und dann haben sich aber doch ein paar Leute noch besser in die Zahlen reingearbeitet, so wie ich das sozusagen ein bisschen primitiv und initial schon gemacht habe. Und zwar gef├Ąhrlicher ist glaube ich, dass in Nordamerika erstmals die Abos sinken, da haben sie 430.000 Abonnenten verloren. Und da ist eigentlich auch klar, dass das wahrscheinlich in Europa in einem der n├Ąchsten Quartale auch passieren wird, dass das erstmals komplett stagniert oder negativ sein wird. Dann was noch spannend ist, was ich letztes Mal noch nicht gesehen habe, weil man ein bisschen tiefer reingucken muss, die Marketingkosten. Also um dieses relativ kleine Wachstum hinzubekommen, haben sie das Marketing stark erh├Âht. Sie zahlen jetzt f├╝r diese 1,5 Millionen neue Nutzer haben sie pro Nutzer 400 US-Dollar Marketing ausgegeben. Und das ist schon relativ teuer.
Moment, pro Nutzer 400 US-Dollar Marketing.
Genau. Also sie haben insgesamt 600 Millionen f├╝r Marketing ausgegeben und damit nur 1,5 Millionen Nutzer gewonnen.
Wie lange muss dann ein Kunde da sein? Zwei, drei Jahre?
Die geben im Schnitt so 150 Dollar im Jahr aus, je nachdem wo sie wohnen. Und dann musst du mindestens drei Jahre da bleiben, um das zu refinanzieren. Das lag jetzt daran, dass historisch das Gut 2 halt besonders schlecht ist auch immer. Also im n├Ąchsten Quartal w├╝rde diese Zahl ein bisschen besser aussehen. Aber das ist schon enorm. Und insgesamt hat man das Ergebnis trotzdem um 20 Prozent steigern k├Ânnen und das ist so ein bisschen die magische Grenze, w├╝rde ich sagen, wo man entscheidet, ist das jetzt ein Wachstumswert oder eben nicht. Und Netflix ist mit 50 mal KGV oder 50 mal Price Earnings bewertet und daf├╝r muss man eigentlich schnell wachsen, um das zu rechtfertigen. Und mit diesen 20 Prozent sind sie da eben sozusagen ein bisschen am Messerschneider oder auf Messerschneider. Und von diesen 20 Prozent kommen 10 Prozent aber nur aus Preiserh├Âhungen. Also der Average Revenue per User wurde um 10 Prozent gesteigert im Schnitt weltweit, indem man irgendwie die Accounts beschnitten hat oder Preiserh├Âhungen gemacht hat in den USA. Der Rest kommt noch aus Wachstum aus Lateinamerika und Asien, wo Indien einer der gr├Â├čten M├Ąrkte ist. Und da muss man so ein bisschen verstehen, dass die letzte Welle war im letzten Quartal ja sehr stark in Lateinamerika und Indien unterwegs. Das haben wir ja im Fernsehen gesehen, also das Indien. Und f├╝r die war das jetzt die gr├Â├čte Corona-Welle. Und in der Zeit ist Netflix weiter gewachsen. Die Frage ist jetzt eigentlich, was w├Ąre denn mit Latim und Indien gewesen, h├Ątte es dort diese mega Corona-Welle nicht gegeben. Dann w├Ąren die vielleicht auch nur noch einstellig langsam gewachsen. Und das wird sich wahrscheinlich dann im n├Ąchsten Quartal zeigen. Und dann w├Ąren die Zahlen wahrscheinlich nicht besser. Was jetzt klappen muss, damit sich ÔÇŽ
Was machst du denn dann, wenn du CEO von so einer Firma bist, die in den letzten Jahren so krass gewachsen ist? Sagst du dann irgendwann so, wir wachsen jetzt nicht mehr weiter? Oder kaufst du einfach wild dazu?
Ja, gute Frage. Du musst alles daf├╝r tun, um wieder auf den Wachstumspfad, also um ihn zu halten oder darauf zur├╝ckzukommen. Noch sind sie ja nicht darunter gefallen. Sie versuchen es halt mit Ausweitung des Angebots, also dass sie Podcasts und Spiele machen. Das ist eins. Und das Problem ist, du kannst ja nicht mehr Geld f├╝rs Streaming nehmen, sozusagen. Du kannst nicht jedes Jahr die Preise erh├Âhen. Schon gar nicht, wenn der ÔÇŽ Also es gab ja jetzt ein halbes Jahr auch keinen neuen Content. Also das Angebot wird gerade nicht besser auf Netflix und der Preis wird teuer. Das ist eigentlich schlecht. Vorteilhaft ist, sie geben 17 Milliarden f├╝r Content aus dieses Jahr, Q3, Q4, werden viele neue Inhalte kommen. Sozusagen verbessert sich dieses Verh├Ąltnis wieder. Und vielleicht hilft das auch beim Marketing, wobei ich da nicht zu optimistisch w├Ąre. Was sie nicht machen k├Ânnen, glaube ich, ist Video on Demand, so wie Disney, dass sie sagen, jetzt kommt ein krasser Blockbuster, der kostet nochmal 10, 20 Dollar extra. Ich glaube, das akzeptierst du nicht bei Netflix. Das ist ein Premium, aber da willst du nicht noch extra f├╝r zahlen, w├╝rde ich behaupten. Sehr schwer. Und das ist aber das Gute an Gaming, da w├╝rdest du halt nochmal pro Titel, also vielleicht machen sie eine extra Subscription draus, vielleicht sagst du aber f├╝r das Spiel zahlst du dann, wie bei Steam oder so, also von Valve, zahlst du dann nochmal 50 Dollar, um, keine Ahnung, Stranger Things, Sims im Stranger Things-Looks zu spielen oder irgendwie. Ich meine, da haben sie nat├╝rlich eine gute Chance, ihre IP in die Spielwelt zu verl├Ąngern. Also, sagst du, wir machen jetzt The Witcher oder Casa de Papel, so ein Bank-Haste-Spiel, das k├Ânnte schon klappen, aber ob die DNA daf├╝r die richtige ist, ist halt die andere Frage.
Und k├Ânnen die irgendwas machen, um die Marketingausgaben zu halbieren?
Ja, ich frage mich eh, wie effektiv Marketing bei Netflix ist. Letztlich ist der Content halt sehr stark, das Marketing. Also, ich meine, wie gesagt, sie geben schon 17 Milliarden aus und daf├╝r sind die 2-3 Milliarden Marketingkosten dann nicht mehr so viel im Jahr, wenn sie 17 Milliarden f├╝r Content ausgeben. Aber man muss eigentlich schon mal untersuchen, wo die Sensitivit├Ąt h├Âher ist. Also, w├╝rde ich jetzt die n├Ąchste Milliarde, also ich w├╝rde eine Milliarde mehr f├╝r Acquisition ausgeben, gebe ich die f├╝r einen Megafilm aus oder gebe ich sie f├╝r mehr Werbung aus? Das ist nicht ganz einfach zu messen, aber das ist bestimmt etwas, womit sich viele Leute besch├Ąftigen bei Netflix. Und ich glaube, was sie noch machen sollten, ist irgendwas, was so eine Art Daily Programming ist. Also, irgendwie die t├Ągliche Jan-B├Âhmermann-Show, die 15 Minuten oder 10 Minuten am Tag die besten Tweets auswertet. Oder irgendwas, was den Grund gibt, gleich nach der Tagesshow, nach den Hauptnachrichten, dann auf Streaming umzusteigen. Weil, wenn du dann deine 10-Minuten-Show schaust, ich glaube, dann hast du eine gute Chance und wenn danach die Recommendations sehr gut sind, dann hast du eine gute Chance, dass du im Anschluss weiter Netflix guckst, glaube ich. Ich glaube, du musst die Leute regelm├Ą├čiger auch vor den Fernseher bringen. Wenn du so eine Show hast, h├Ąttest du wieder den Effekt, dass Leute dar├╝ber reden und dann muss eigentlich jeder auf Netflix sein. Weil du auf dem Schulhof, weil du an der Uni, weil du auf der Arbeit mitreden m├Âchtest, was gestern Abend bei B├Âhmermann, so wie fr├╝her Harald Schmidt war oder Kerner oder keine Ahnung, oder Markus Lanz.
Du baust am Ende dann doch wieder Fernsehen. Spotify baut Radio, Netflix baut Fernsehen und es wird wieder alles gesendet zu einer gewissen Uhrzeit.
Ja, ich meine, du kannst ja trotzdem flexi- also ob du das dann um 0 Uhr oder um 20.15 Uhr schaust, das ist deine Sache, glaube ich. Aber irgendwas, warum ich t├Ąglich eigentlich Netflix anschalte, ich glaube, das w├Ąre gut, um den Wert des Abos zu erh├Âhen und um so ein bisschen virale Effekte zu bauen und den Peer-Pressure, das jeder Netflix-Account braucht, zu erh├Âhen.
W├╝rdest du auch Live-Shopping empfehlen? Ist das jetzt nicht gerade der hei├če Trend, dass die Conversion so super ist bei Live-Shopping?
In China ja. Ich meine, das ist die andere Frage. Wie kriegst du die ├Ąltere Generation nochmal auf Netflix? Also, man kann gucken Netflix, wenn ich es ihnen anmache. Das ist ja gerade nicht das System, das du von anderen Leuten davor gesetzt wirst, sondern es geht ja um Auswahl und selber bestimmen.
Aber wenn dein Lieblingsstar, dein Lieblingsschauspieler jetzt noch mit dir so ein bisschen Live-Fernsehen macht oder dir ein paar Produkte noch empfiehlt, danach Creator-Economy irgendwie da mit rein, ein Star?
Das wird viel eher auf Paladin passieren. Das ist geil f├╝r Paladin als Modell, glaube ich. Dass irgendwie ein Typ dir Gymshark-Klamotten, der macht erst einen Workout mit dir und dann verkauft der Typ dir seine Yoga-Pants oder so. Das ist, glaube ich, viel eher dran bei Paladin als bei Netflix. Aber um das abzuschlie├čen, ich glaube, diese 50x, wenn die nur noch 20% oder sogar weniger in Zukunft wachsen, ist das eigentlich nicht mehr angemessen, dieses Multiple. Und so viel Fantasie sehe ich jetzt in der Gaming-Geschichte auch nicht. Gaming ist ein Riesen-Megatrend. Man geht davon aus, dass das der schnellstwachsende Medien-Entertainment-Markt der n├Ąchsten 5 Jahre oder 5 bis 10 Jahre sein wird. Aber eigentlich m├╝sstest du das eher wie so ein Facebook oder Google bewerten und die arrangieren eher so bei 30x Gewinn. Und damit w├Ąre es dann eigentlich 50% ├╝berbewertet gerade und m├╝sste statt auf 500 Dollar oder so, so Roundabout sind die, glaube ich, eher auf 300, 350 Dollar traden. Deswegen bin ich eigentlich nicht bullish. Ich w├╝rde das jetzt nicht schauen. Also das ist die andere Sache, die man immer h├Ârt. Also egal, ob du CNBC schaust oder irgendwie auf Twitter rumh├Ârst, es f├Ąllt immer wieder dieser Satz, keiner wird gegen Retastings wetten. Warum? Ja, weil der gilt halt als sehr resilient und vision├Ąr. Der hat ja irgendwie zweimal diese Firma schon gepivotet halbwegs.
Gut, einmal gepivotet, weil er von Versenden von DVDs auf Streaming gegangen ist. Das zweite Mal, weil er selbst produziert.
Genau, weil er Vertical gegangen ist, weil er selbst zum Studio wird und so weiter. Und da bin ich auch dabei. Also ich w├╝rde das jetzt nicht schorten wahrscheinlich aktiv, wenn ├╝berhaupt, um damit so ein bisschen den Markt abzubilden oder zu sagen, dass, um jetzt nicht den breiten Nestec oder S&P zu schorten, nehme ich das, weil ich glaube, dass die tendenziell underperformen werden. Aber ich glaube eigentlich ist es zu teuer, aber die Menschen lieben es und es ist ganz klar ein Liebling der Retail-Investoren, ganz oft unter den, oder war fr├╝her ganz oft unter den Top Ten der getradeten Aktien bei Robinhood etc. Die Leute nutzen es, die Leute glauben es zu verstehen. Es ist ein relativ kalkulierbares Modell. Du kannst davon ausgehen, dass irgendwann die Produktionskosten halbwegs stagnieren, je nachdem wie viel Druck Amazon auf den Markt macht und dass der Revenue halt langsam weiter w├Ąchst und damit immer ein bisschen Marge abfallen wird. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Geh├Ârten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Wir k├Ânnen die Risikodisposition der H├Ârer nicht einsch├Ątzen. Es besteht zudem immer das Risiko eines Beteiligungsverlustes. Ihr solltet immer euren eigenen Misstrauen machen und selbstst├Ąndigen Schaden treffen. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, habt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k├Ânnen unm├Âglich f├╝r etwaige Verluste haften.
Bitte lest nochmal den Disclaimer auf doppelg├Ąnger.io. Und was auch die ersten Earningszahlen ever von About You. Ich habe nur gesehen, wie du ein Bild getweetet hast. Sah alles sehr, sehr positiv aus. Irgendeine ├ťberraschung, die man unter den sch├Ânen Zahlen sehen kann?
├ťberraschung? Ich halte das insgesamt f├╝r relativ gute Zahlen. Der Umsatz ist um 65,5% gestiegen. Das ist, glaube ich, relativ stark. Und die wichtigen Metriken dahinter, die sind vielleicht fast noch wichtiger. Die Gross Margin, also Einkaufskosten gegen Verkauf, ist auf 40,8% gestiegen. Das ist gut. Die Orderfrequenz ist leicht gestiegen. Der Warenkorb ist von 56 auf 58, wenn ich mich richtig erinnere, gestiegen.
Gut, das ist alles jetzt im Vergleich zum Vorjahr. Also der erste Corona-Monat, das erste Corona-Quartal in Deutschland. Also Q2.
Wir vergleichen das Finanzjahr oder das Fiskaljahr von About You endet im Mai. Wir haben so ein abweichendes Finanzjahr. Deswegen sind wir jetzt sozusagen pro forma auch schon, das ist Q1 2022, wie dieses Ergebnis hei├čt. Das liegt daran, dass wir reden ├╝ber die Zahlen von M├Ąrz bis Mai. M├Ąrz, April, Mai ist das Quartal, das wir gerade anschauen.
Okay, also das ist so der erste Lockdown. Ich erinnere mich, 16. M├Ąrz wurden die Schulen geschlossen und so. Und man wusste, okay, jetzt wird es ernst.
Wir vergleichen eigentlich die Phase des Auslaufens der dritten Welle, Recovery, mit der ersten Welle, die von den Zahlen eigentlich kleiner war, von den Einschr├Ąnkungen aber schon sehr hart damals. Also es ist nicht ganz einfach, die Zahlen einzuordnen. Einerseits, weil du, und das ist aber bei jedem Modell gerade so, diese Corona-Sondereffekte hast. Und das andere ist, weil du durch das abweichende Jahr kannst du es jetzt nicht einfach mit dem Q1 oder Q2 von Zalando oder ASOS vergleichen. Also k├Ânnen wir trotzdem mal versuchen.
Tiefer k├Ânnen wir da nochmal sp├Ąter reingehen. Die einzige Frage, die ich noch h├Ątte, wenn ich das Average Order Value sehe, jetzt 58,1 Euro, ist das nach Retouren?
Das steht, sag mal, welchen Wert hast du gerade gesagt?
58,1 Euro.
Ich gehe davon aus, dass es nach Retouren ist. Normalerweise m├╝sste das so sein. Und dieses Gesamtwachstum, das setzt sich so zusammen, dass der Dachraum w├Ąchst in Anf├╝hrungsstrichen nur 27 Prozent. Also das ist schon deutlich reifer.
Es gibt Podcast-Folgen, da hast du gesagt, wenn man nicht mehr als 30 Prozent gewachsen ist in Corona, dann ist man nicht wirklich gewachsen.
Ja, das ist jetzt die Frage. Ist das jetzt noch Corona oder ist es nach Corona oder ist es nicht schwer, weil gerade die Leute alle erstmals drau├čen wieder shoppen konnten? Also wie gesagt, der Teil ist jetzt auf jeden Fall nicht atemberaubend, der ist Deutschlandwachstum, aber das Umfeld ist jetzt, glaube ich, ein anderes. Dadurch, dass wir jetzt das erste Quartal haben, wo du mit Corona-Zahlen vergleichst, also vergleichst ein Quartal, wo jetzt die ersten Gesch├Ąfte aufhatten und Leute auch dringend mal drau├čen wieder shoppen wollten, mit einem, wo es eigentlich fast unm├Âglich war, drau├čen zu shoppen, wenn ich mich recht erinnere. Von daher finde ich, also die Aussage ist richtig, die du genannt hast, aber die galt letztes Quartal sehr stark oder die davor, jetzt langsam immer weniger. Und im Rest von Europa wachsen sie ja mit 119 Prozent, also deutlich schneller. Und was auch spannend ist, ist, dass diese Technologiesparte, also die bieten ja auch ein Shopsystem oder ihr Technologiestack f├╝r andere Modemarken an, die ist mit 136 Prozent gewachsen und macht inzwischen 140 Millionen Runrate, also aufs Jahr gerechnet. Und damit wahrscheinlich sp├Ątestens ab n├Ąchstem Jahr 10 Prozent des Gesamtumsatzes. Und da kannst du jetzt sagen, also in der Pr├Ąsentation steht, sie rechnen langfristig mit 30 Prozent EBIT-Marge in dem Software-Segment, was dann sehr spannend w├Ąre im Vergleich zu Mode. Wenn man das jetzt wie eine SaaS-Company oder Software-Company bewerten w├╝rde, diese 140 Millionen Runrate Revenue, dann falls sie das schaffen dieses Jahr, ├╝ber das Jahr, dann ist das vielleicht schon, also about you ist an der B├Ârse 5 Milliarden wert und dann h├Ąttest du eine Software-Company, die 140 Millionen Umsatz macht, mit einem Modell, wo langfristig die EBIT-Marge 30 Prozent ist, dann w├Ąre die wahrscheinlich auch schon 3, 4 Milliarden wert oder sagen wir, in Europa vielleicht 2, 3 Milliarden wert. Und wie gesagt, das w├Ąchst man schon mit 36 Prozent, also es ist ein ultraschnelles Wachstum. Das m├╝sste jetzt noch ein bisschen, glaube ich, beweisen, dass das in jedem Quartal auch so gut aussieht und dass jetzt nicht ein gro├čer Vertrag war oder so, aber das wird ja hoffentlich irgendwie als Lizenzierung rollierend abgerechnet. Aber das finde ich eigentlich, um das richtig gut zu beurteilen, m├╝sste man so ein bisschen die Rohmarge von dem Softwaregesch├Ąft kennen. Also ist das jetzt eher so 60 Prozent, was da ├╝brig bleibt oder ist das eher so ein 80, 90 Prozent wie bei echten Cloud-Firmen? Aber das k├Ânnte ein sehr spannender Gesch├Ąftszweig werden, wenn der weiter so schnell w├Ąchst und deutlich schneller als der Modemarkt. Dann h├Ątte ich jetzt ├ťberschussliquidit├Ąt oder w├Ąre ich Hamburger so wie du, dann w├╝rde ich, also halb aus Lokalpatriotismus, aber auch weil ich glaube, dass es jetzt irgendwie mit 5, 6 Prozent wachsen die ja sehr stark und auch schneller als Zalando, k├Ânnte man schon, wenn man das mag und wenn man Fashion gut findet, vielleicht auch was Kleines.
Aber mit Fashion tust du ja nichts Gutes f├╝r die Welt.
Ja, die machen ja teilweise auch schon Re-Commerce. Also ich bin kein Fan von Fast Fashion, das wei├č man wahrscheinlich. Aber so die, und die Orderfrequenz zum Beispiel, bei Zalando bestellen die Kunden im Schnitt f├╝nfmal im Jahr, bei About You nur 2,8 mal.
Das redest du jetzt gut, weil du glaubst, sie denken mehr mit, dass sie nicht zivilisieren.
Ja, du kannst jetzt sagen, das ist Potenzial. Die k├Ânnten auch auf f├╝nf kommen, wenn sie ihre Kunden weiter gut mit CLM bearbeiten. Dann zeigt Zalando, was geht mit f├╝nf Bestellungen im Jahr. Order Value ist ├╝brigens fast identisch. Lag bei beiden im letzten Quartal bei 56, ist auf 58 gestiegen im Jahresvergleich. Gross Margin ist About You sogar ein bisschen besser. Wo Zalando besser ist, ist bei der Marketingquote. Die haben so im letzten Quartal 7,7% nur f├╝r Marketing ausgeben m├╝ssen. Da haut About You noch fast 20% raus, also 12 Euro pro Bestellung, die sozusagen nur Marketing sind. Das ist schon noch sehr hoch, wobei man da fairerweise wieder eigentlich mit den Zalando IPO zahlen, da hatten die auch so eine Milliarde Revenue im Jahr vergleichen m├╝ssen und da war ihre Marketingquote auch noch bei 14%. Also jetzt nicht 20, aber auch schon deutlich h├Âher als jetzt. 2012 war sie aber auch noch deutlich ├╝ber 20. Das kann man davon ausgehen, dass die vielleicht. Da ist die Frage so ein bisschen, also einerseits die Marketingquote ist sogar gestiegen um 2% oder 2,4%. Das h├Ątte man jetzt eigentlich nicht erwartet. Um das in den Kontext zu packen, daf├╝r ist der Fulfillmentanteil um 2% gesunken. Das ist nat├╝rlich gut. Wahrscheinlich durch Skaleneffekte, dass die Warenh├Ąuser besser ausgelastet wurden oder es nach Corona ein bisschen einfacher war, da effizienter zu arbeiten. Aber das ist gut, dass der Fulfillmentanteil sozusagen g├╝nstiger wurde im Vergleich. Das kann aber auch immer mit der Sortimentszusammensetzung zusammenh├Ąngen. Also wenn du mehr Marktplatzrevenue hast, bei Zalando ist Fulfillment 25,5% der Kosten, bei About You, ich glaube so auch knapp unter 20. Das kann auch daran liegen, wenn du mehr Marktplatzumsatz hast, ist relativ gesehen der Fulfillmentanteil in der Regel h├Âher, zumindest bei Amazon w├Ąre es so. Und die Frage ist, warum haut man jetzt mehr Marketing raus? Da ist jetzt die Frage, will man f├╝r die B├Ârse, also f├╝r die B├Ârse ist vielleicht eher die Marketingquote wichtig. Also die m├Âchte eher sehen, dass die Marketingkosten runtergehen, anteilig zum Gesamtumsatz. Wenn du aber jetzt in deinen internen Modellen vielleicht siehst, dass du bessere Einsch├Ątzungen zum Customer Lifetime Value bekommst, du siehst eigentlich, dass die Werte, mit denen du bisher gerechnet hast, immer besser werden, weil du lernst mit neuen Kohorten mehr und vielleicht weil dein CRM besser geworden ist oder so, steigt deine Recommendation Engine auf der Plattform, steigt der Customer Lifetime Value, dann willst du ja eventuell auch deine Marketingausgaben erh├Âhen. Weil du sozusagen das Verh├Ąltnis zwischen KAK und LTV einfach stabil h├Ąltst und dann gibt dir das die Luft mehr auszugeben. Und die Frage ist jetzt, und das ist dann zum Beispiel das, ich kann nicht sagen Problem, aber eine der Herausforderungen, wenn du Publicly Listed bist, dass als private Company w├╝rdest du sehr wahrscheinlich dann mehr aufs Gas gehen, weil du sagst, ich kann das KAK-LTV-Verh├Ąltnis ist immer noch gesund und ich kenne die Kohorten jetzt besser, da verstehe ich besser, ich kann gem├Ą├č des Customer Lifetime Values jetzt mehr ausgeben. Und deswegen erh├Âhe ich meinen KAK oder sagen die Marketingquote. Wenn du Public bist, willst du eben nicht, dass das Marketing jetzt nochmal ├╝ber 20% geht wahrscheinlich des Umsatzes. Das ist so ein bisschen kompliziert. Naja, der Vorkast ist, sie glauben, dass sie im Gesamtjahr 40, 50% wachsen, weiterhin Verlust machen, 70, minus 70% EBITDA oder Adjusted EBITDA rechnen sie. Profitabel ist das Deutschlandgesch├Ąft und das Technologiegesch├Ąft, Plattformgesch├Ąft. Die Expansion in Europa ist weiter negativ, aber auch das war beim Zalando beim B├Ârsengang so. Das ist kein gro├čer Unterschied. Langfristig glaubt man, dass man im Jahr 2025, 2026 5 Milliarden erreichen k├Ânnte. Das w├╝rde einem 30% Wachstum entsprechen ├╝ber die n├Ąchsten 5 Jahre. Das ist ambitioniert, aber kann man schaffen, w├╝rde ich denen auf jeden Fall zutrauen. Ich finde das Softwaregesch├Ąft spannend und sie sind eigentlich bewertet wie Zalando, also mit 3 mal Umsatz ungef├Ąhr, Roundabout, wenn du jetzt die Runrate des Umsatzes nimmst. Und dann, ich w├╝rde fast ein bisschen mehr zahlen, weil eigentlich w├Ąchst der Bauty schneller. Dieser Technologieanteil ist mit wahrscheinlich im ├╝bern├Ąchsten Quartal 10% Umsatzanteil spannend. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass sie irgendwann noch mehr Media Solutions machen, also so wie Amazon Media, dass vielleicht noch sie Werbegesch├Ąfte auf der Plattform hinbekommen. Ich wei├č nicht, wie sehr das die User Experience st├Âren w├╝rde bei About You, aber ich finde das gar nicht, ich finde relativ ├╝berzeugende Zahlen bisher. Man muss nat├╝rlich ein bisschen schauen, wie sich das um, also wie saturiert der Dachmarkt ist. 2027 ist nicht schlecht, aber auch nicht gro├čartig.
About You ist ja so das Vorzeigebeispiel f├╝r ein Venture aus einem Konzern heraus. Also zum Gro├čteil geh├Ârt es noch Otto. Was w├╝rdest du als Otto Vorstand, oder gibt es irgendwelche kreativen Sachen, die Otto noch machen k├Ânnte, um About You zu helfen? Beispielsweise bei dem Software.
Das klingt bedrohlich, wenn der Konzern was kreatives tun will, um dem Startup zu helfen, das klingt sehr bedrohlich.
Ja, aber also zu sagen, irgendwas, was vielleicht noch nicht gemacht worden ist?
Also ich w├╝rde davon ausgehen, dass die so was theoretische Synergien w├Ąren, die haben sie wahrscheinlich in der Vergangenheit gehebelt. Ich glaube eh, dass die begrenzt sind. Das hat am Anfang bestimmt ein bisschen geholfen, aber ich w├╝rde mir nicht einbilden, dass es da noch super viel gibt, womit Otto jetzt gerade helfen kann. Die Frage ist eher, je nachdem wie gro├č der Otto-Anteil an About You noch ist, ob man denen nicht irgendwie das Go gibt, das f├╝r weitere Sortimente noch zu machen, oder zu ├╝berpr├╝fen, ob man das Modell nicht f├╝r andere Sortimentsteile auch nochmal hinbekommt, wobei das sozusagen zunehmend schwerer wird. Ich muss ├╝brigens fairerweise auch nochmal sagen, wenn man die Marketingkosten vergleicht mit Zalando damals nur 14%, jetzt 19,8% bei About You, von der Marketingeffizienz waren das auch andere Zeiten. Zalando konnte damals mit viel K├Ânnen als Avantgarde wahrscheinlich ein bisschen g├╝nstiger Werbung einkaufen, weil der Gesamtmarkt noch nicht so schlau war. Heute ist das deutlich schwerer und das muss man ihnen zugute halten, dass sie da jetzt eben auch ein bisschen mehr Marketinggeld ausgeben m├╝ssen, weil man selbst mit dem Top-Setup wird es glaube ich schwerer den Markt zu schlagen.
Und was hast du diese Woche ├╝ber Spenden gelernt?
Viel. Also die Spendenwut greift jetzt um sich. Jeder trifft mit genau 1,1 Millionen den Nagel genau ├╝ber den Kopf, egal wie viel man selber verdient wert ist. Man versucht immer die signalwirkungsstarke Summe von einer Million zu spenden. So haben das Daimler, Procter & Gamble, Allianz, Vodafone, Xiaomi, BASF, SAP gemacht. Das entspricht dann eben immer wieder 0,0 irgendwas Prozent des Bruttogewinns oder des Umsatzes. Die Deutsche Bank hat eine halbe Million gemacht. Die Henkel hat 600.000 gemacht, macht 20 Milliarden Umsatz. Also mein Gef├╝hl ist, man versucht immer diese eine Million zu treffen, damit man die PR sicher hat. Und das ist ja auch gut, dass das Geld zusammenkommt. Nochmal vielleicht, um zu erkl├Ąren, warum ich das trotzdem zumindest versuche in den Kontext zu r├╝cken. Kritisieren will ich nicht sagen, ich bin nicht gegen die Spenden. Aber sich da jetzt als ├╝berdurchschnittlichen Wohlt├Ąter zu feiern, finde ich verdient zumindest in den Kontext ger├╝ckt zu werden. Ich hatte ja umgerechnet, wenn jetzt jeder Bundesb├╝rger, der durchschnittliche oder mediale Bundesb├╝rger sich so verhalten w├╝rde wie Dieter Schwarz, der Lidl-Eigner oder der Bestimmer der Stiftung, die da gebaut worden sind, dann entspr├Ąche das irgendwo zwischen 5 und 6 Euro pro Bundesb├╝rger. Jetzt sagen wir mal, alle machen das. Alle sind so hilfsbereit wie Dieter Schwarz und geben 5 Euro aus. Wir haben sehr wohlwollend gerechnet zwischen 40 und 50 Millionen Werkt├Ątige in Deutschland. Das hei├čt, wir w├╝rden auf 250 Millionen kommen. Das ist eine hohe Summe, aber das hilft uns im Verh├Ąltnis zu dem Schaden, der da entstanden ist. Das ist ein Fliegenschiss, leider. Das ist nicht 10 Prozent des Schadens, das ist nicht 5 Prozent des Schadens, das ist wahrscheinlich 1, 2 Prozent des Schadens, der entstanden ist, wenn man alle Infrastrukturen usw. betrachtet. Das hei├čt, es muss eh der Staat bezahlen und da tragen die Unternehmen ja wieder den kleinsten Teil, weil die Gewerbesteuer keine 10 Prozent in dem Dreh der Staatsfinanzierung ist. Haupts├Ąchlich durch Umsatzsteuer und kann man jetzt diskutieren, ob die Lohnsteuer der Arbeitnehmer zahlt oder der Arbeitgeber, aber tendenziell sind die Unternehmen nicht die, die am st├Ąrksten an der Staatsfinanzierung beteiligt sind. Von daher finde ich, darf man zumindest mal ├╝berlegen, wer das als PR nutzt. Es hat so oder so erstmal einen guten Nettoeffekt, das ist keine Frage. Lustig finde ich, dass ein 82-J├Ąhriger Rentner aus M├╝nster hat so viel gespendet wie SAP oder BASF. Er hat eine Million von seinem Verm├Âgen daf├╝r locker gemacht und hat es begr├╝ndet, dass der Verein Bayern sich so knickrig gezeigt hat. Das kann ich auch und ich kann deutlich mehr und hat dann eine Million gespendet.
Wo kommt dieses Geld her? Also von den Unternehmen wird das dann aus dem Marketingtopf genommen oder ist das aus dem weniger Reisekostentopf oder wo nimmt man dann die Millionen?
Das ist eine Betriebsausgabe und damit f├╝hrt das zu einer Steuererleichterung. Das hei├čt zur H├Ąlfte tr├Ągt es dann doch wieder der Staat mit, weil die Gewinne ja dadurch um diesen Betrag gekostet werden. Wenn sie es irgendwo einsparen, wenn sie sagen SAP gibt wahrscheinlich mehr Geld f├╝r Kaffeebohnen aus als diese eine Million, wenn sie jetzt sagen daf├╝r kaufen wir keine Kaffeemillionen, dann ist das halt keine Kaffeebohnen, dann zahlt das nicht der Staat mit. Aber wenn sie jetzt sagen wir dr├╝cken unseren Gewinn dadurch um eine Million, dann fehlt halt wieder Steuer.
Na gut, aber wenn sie die Steuern so gut optimiert haben, dass sie sowieso wenig Steuern zahlen, ist das ja auch egal.
Ich wei├č nicht wie SAP das handhabt, kann ich in dem Fall nicht sagen. Aber genau, es ist eine Betriebsausgabe. Deswegen habe ich eigentlich das Doppelte gespendet, ├╝brigens letztes Mal, wie Dieter Schwarz. Obwohl ich kann es theoretisch, ich glaube ich w├╝rde die Einkommen, ich habe es noch nie gemacht ehrlich gesagt. Ich glaube du kannst irgendwie 20% oder so, also in H├Âhe von 20% des Einkommens darfst du solche Sonderausgaben steuerlich gelten machen, auch als Privatb├╝rger. Ich wei├č nicht, ob ich das mache, wahrscheinlich nicht, aber je nachdem wie viel das noch wird.
Kleine Reminder an deine Steuerberaterin, sie sollte mal langsam dich erinnern deine Steuern zu machen.
Nee, nee, nicht erinnern, da bin ich innerhorstschuldig gerade. Wo waren wir? Achso, das kommt, aus welchem Top kommt das? Also, es ist eine Betriebsausgabe und das ist die Frage, wird das aus dem Marketing bezahlt oder aus dem Lobbyetat oder ist es ein neuer eigener Posten? Ich meine viele Firmen haben ja auch andere Charite, also oft kommt das aus den Firmen eigenen Stiftungen und dann, vielleicht h├Ątten sie es sonst woanders ausgeben, lustig finde ich ├╝brigens auch United Internet hat seine Kunden einfach aufgerufen zu spenden, in die United Internet for UNICEF Stiftung. Wir geben nichts selber, zumindest stand das da nicht drin, aber w├╝rden sie nicht bitte so nett sein? Und Airbnb erlaubt es ihren Host ihre Wohnung kostenlos zur Verf├╝gung zu stellen. Sie erheben keine Netzwerkgeb├╝hr oder keine Transaktionsgeb├╝hr daf├╝r, wenn Leute ihre Wohnung zur Verf├╝gung stellen.
Also, wenn ich jetzt mein Zimmer, was ich normalerweise f├╝r 100 Euro vermiete, wenn ich das vermieten w├╝rde, kostenlos, m├╝sste ich auf das kostenlose auch nicht die 15 Prozent Provision bezahlen.
So ungef├Ąhr. Und ich meine sie stellen daf├╝r Airbnb.org als ihre Plattform zur Verf├╝gung, damit das ├╝berhaupt m├Âglich ist. Das ist sozusagen die Leistung da dran. Das klingt so ein bisschen wie bei Airbnb, kann jetzt auch umsonst schlafen, aber den Dienst daran tragen ja die Hosts. Also nach meinem Verst├Ąndnis. Es sei denn, Airbnb zahlt dann den Ausfall, das habe ich aber nicht so gelesen. Sollte es so sein, dann korrigieren wir es gern beim n├Ąchsten Mal.
Das Couchsurfing Feature von Airbnb sozusagen.
Genau, genau. So kann man es sagen.
So schlie├čt sich der Kreis.
Endlich machen sie wieder, was das Vorbild mal gemacht hat.
Wie happy bist du mit Jack als Twitter-Shareholder?
Ich bin gr├Â├čter Fan von Jack Dorsey. Ich habe mich niemals negativ ├╝ber den ge├Ąu├čert, m├Âchte ich nochmal feststellen.
Seitdem Scott Galloway seine Twitter-Aktien verkauft hat, geht die Aktie nach oben.
Ja, dass das lustiger ist. Auf Finanz-Twitter gilt Scott Galloway so ein bisschen als Kontraindikator, obwohl er jetzt ohne Frage sehr schlau ist auch. Aber genau, der ist ausgestiegen, seitdem l├Ąuft es da. Warum denn? Ich glaube, was ganz klar ist, ist, dass du an dem Sitz von Jack Dorsey, dem Gr├╝nder, jetzt nicht mehr s├Ągen kannst. Wer plus 75 oder 74 Prozent Revenue abliefert, da wird es deutlich schwerer, den da rauszubekommen. Auch so Unternehmensleitung, auch wenn er nebenbei noch Square macht oder andersrum. Oder w├Ąhrend er eigentlich hauptberuflich bei Squares und Twitter nur sein Hobby ist. Aber der sollte jetzt fest am Sattel sitzen.
Und das Umsatzwachstum kommt durch Werbung?
Genau, das Ad-Revenue ist sogar um 87 Prozent gestiegen. Also ├╝ber die letzten Jahre ist Twitter so knapp zweistellig gewachsen. Also sie waren so 13, 14, 15 Prozent im Schnitt nur gewachsen. Deswegen auch die Kritik regelm├Ą├čig. Aber jetzt sind sie halt bei 74 Prozent, beziehungsweise Ad-Revenue plus 87 Prozent. Das sind schon extrem gute Ergebnisse. Ich glaube, zwischenzeitlich war die Aktie gestern After Hours 10, also wir nehmen gerade am Freitagnachmittag auf. Da waren sie zwischenzeitlich 10 Prozent im Plus. Ich muss mal gucken, wie sie heute trainen. Und zwar, Sekunde, Twitter ist rund 5 Prozent jetzt noch im Plus. Aber die USA haben auch noch nicht auf. Wir sind um zwei. Und seitdem, ich bin am vierten, Sekunde, doch, ich bin im April 2020 rein. Und seitdem ist es 160 Prozent im Plus. Das ist schon ordentlich, finde ich. Auch da das Nutzerwachstum. Sieben Millionen Nutzer im Vergleich zum Vorjahr auf jetzt 206 Millionen. Aber in den USA ist die Anzahl der Nutzer von 38 auf 37 Millionen runtergegangen. Also Daily Active Nutzer sind das. Und das gelten eben nur die, die da t├Ąglich aktiv waren. Und das glaubt man k├Ânnte eben daran liegen, dass der orange Hitler von der Plattform runter ist. Und das scheint sozusagen das Engagement einer gewissen Klientel deutlich gesenkt zu haben. Die das nicht mehr spannend finden, jetzt darauf zu diskutieren. Und ja, also man k├Ânnte sagen, die USA ist entweder saturiert oder leidet unter dem Trump-Effekt. Insgesamt hat man aber eben sieben Millionen Nutzer hinzugewonnen weltweit. Und die wichtige Frage ist, also um diese 74 Prozent in den Kontext zu stellen. Was sie selber sagen ist, dass, also der APU ist auf 5,85 Dollar pro Nutzer gestiegen. Das sind ungef├Ąhr zwei Dollar pro Monat, die man ├╝ber Werbung erl├Âst. Gibt ein gutes Gef├╝hl daf├╝r, wie man das vielleicht mit Paid Subscriptions auch abl├Âsen k├Ânnte. Und die Cost per Engagement, also sozusagen die Werbekosten auf Twitter, sind um 42 Prozent gestiegen im Vergleich zum Quartal. Und das nat├╝rlich, also die Werbepreise letztlich einfach. Und daraufhin, also kurzer Spoiler, bei Snapchat oder Snap ist der Umsatz sogar um 116 Prozent gestiegen. Also sozusagen die werbefinanzierten Modelle florieren extrem, trotz, nach, wegen Corona, was auch immer. Die Frage ist, warum steigen jetzt, eigentlich w├╝rde man erwarten, durch diese Apple App Tracking Transparency und iOS 14.5, haben wir alle Angst gehabt, dass die Werbepreise sinken. Warum steigen sie jetzt trotzdem?
Weil du schlechter targeten kannst?
Dann w├╝rdest du aber normalerweise weniger ausgeben, weil deine Werbung ineffizienter wird.
Ja, du, aber nicht die gro├čen Brands.
Ja, genau. Das k├Ânnte sein, dass dann sozusagenÔÇŽ
Also bei Snap kann ich mir vorstellen, dass da in der Budgettapelle f├╝rs Jahr steht immer noch Q2 14 Millionen raushauen.
Also muss das unters Volk.
Und Snap ist halt einfacher zu erkl├Ąren, also Video-Werbung ist wahrscheinlich einfacher zu erkl├Ąren f├╝r gro├če Brands, weil es ├Ąhnlich ist wie TV. Und dann ziehst du das r├╝ber und bei Twitter konntest du sowieso immer schlechtes Targeting machen. Also ich kenne keinen, der bei Twitter wirklich gut Werbung fr├╝her ausgesteuert hat. Deswegen k├Ânnte es denen jetzt ein Vorteil sein.
Ja, viele gute Punkte. Nebeninformationen, TV scheint verloren zu haben. Es haben noch nicht alle Mediabuden berichtet, aber Warner liegt unter 2019 in den Zahlen, also Warner Media. Telekom vielleicht auch schlechter im Advertising-Segment, k├Ânnte sein. Und also ich glaube, es sind verschiedene Effekte und du hast eigentlich alle angeschnitten. Also A, nach der gro├čen Corona-Krise und nachdem Werbung auch so ein bisschen eingefroren wurde, f├Ąhrst du nat├╝rlich die Performance-Kan├Ąle zuerst hoch. Bevor du dir einen fetten Deal ├╝ber zig Millionen mit irgendeinem Medienkonzern unterschreibst, f├╝r TV-Werbung zum Beispiel, haust du erst mal das Geld, was da ist, in die Performance-Kan├Ąle, wo du gut die Effizienz messen kannst wahrscheinlich. Bei den anderen gro├čen Deals hast du einen gewissen Sales-Cycle, also es dauert einfach und du traust dich vielleicht auch nicht. Typischerweise, sagen wir mal, diese kleinen kontrollierbaren Kan├Ąle, das haben viele auch vorausgesagt bei Corona schon, dass Facebook und Google werden profitieren, weil die Performance-Kan├Ąle sind das erste, was du wieder anschaltest, weil du nicht das Gef├╝hl hast, Geld zu verlieren, weil du es jeden Tag messen kannst.
Ja, das werden wir n├Ąchste Woche sehen.
Das werden wir n├Ąchste Woche bei Facebook und Google, das ist jetzt spannend. Ich glaube, die werden ehrlich gesagt nicht so stark, ich w├╝rde, Facebook w├╝rde auch gute Zahlen haben, aber sie w├Ąren ein bisschen unter App-Tracking-Transparency-Lighten, glaube ich. Die andere Sache ist, ich glaube, das Inventar fehlt einfach gerade sehr stark, also die Leute sind wieder mehr drau├čen, h├Ąngen nicht mehr den ganzen Tag zu Hause rum und es gibt, wenn du jetzt selber auf Ad-Accounts arbeiten w├╝rdest, dann siehst du so ein bisschen, dass weniger Impressions zu Verf├╝gung stehen, die Leute sind drau├čen, die Leute haben Ferien, die Leute haben Fu├čball, WM geschaut. Ein Teil der Budgets ist aber nicht flexibel genug, sondern es ist, wie ich gesagt habe, in der Excel-Tabelle steht im Q2 14 Millionen auf Twitter ausgeben und 10 Millionen auf Snapchat und dann wird das auf Trafficom raus da durchgejagt, schei├čegal, ob der Kack hochgeht oder nicht. Das treibt dann die Preise, also das weniger Inventar, die gleichen Ad-Budgets, also die Ad-Budgets sind nicht 100% rational, das hei├čt, es trifft viel mehr Nachfrage auf weniger Inventar oder die gleiche Nachfrage auf weniger Inventar und dadurch steigen relativ die Preise. Ich bin mir relativ sicher, dass das zumindest ein Teil des Problems ist. Also ich glaube, dass der erste Kanal wieder angeschaltet wird, dass die Budgets nicht gut genug auf die Nachfrage oder auf das Angebot reagieren, nicht dynamisch genug, ist ein Problem und das treibt dann letztlich die Kosten hoch und davon profitieren jetzt Twitter, Snap, Pinterest ist schon, also die n├Ąchste Idee, wenn du das siehst, das wird ja bei Pinterest genauso laufen. Das hat jetzt der Markt aber auch schon verstanden, Pinterest ist glaube ich vorb├Ârslich, Sekunde, muss ich kurz gucken, Pinterest, Pre-Market, ja, 5% hoch. Also der Markt glaubt, Pinterest wird auch outperformen beim Werbel├Âsen, deswegen ist es jetzt ein bisschen zu sp├Ąt, das vielleicht noch zu, je nachdem wie stark die ├ťberraschung wird, also es k├Ânnte sein, dass sie stark outperformen, dann w├Ąre das vielleicht ein Trade, der sich noch lohnt. Letztlich hat das der Markt jetzt aber vorweg genommen, weil er sieht, Twitter, Snap l├Ąuft, deswegen wird Pinterest wahrscheinlich auch laufen. Google, Facebook haben auch leicht angezogen, eher so zwischen 1 und 3%, nicht ganz so stark, aber die werden wahrscheinlich dann auch relativ gute Quartale abliefern.
Ich fand einfach ├╝berraschend, dass Snap fast ein Drittel mehr Nutzer hat.
23%, das ist eher ein Viertel, glaube ich. Achso, du meinst in absoluten Zahlen. Twitter hat 200 Millionen, Snap hat 300 Millionen. Und die wachsen weiter mit 23%.
Genau, und Twitter nur mit 11. Also das fand ich, das ist halt ├╝berhaupt nicht in meiner Bubble.
Ja, bist du zu alt f├╝r, leider. Also wir. Bist du auf Snapchat? Nee. Hm.
Ja, ich versuche ja selbst jetzt von LinkedIn und Twitter runter zu kommen. Von LinkedIn auch schon? Ja, ich wollte mit dir fragen, ob es in Ordnung ist, mal August komplett, also verliere ich mehr oder gewinnen wir im Podcast mehr oder verlieren wir mehr, wenn ich jetzt einen Monat nicht auf Twitter und nicht auf LinkedIn w├Ąre. Ich w├╝rde es so bauen, dass ich immer noch poste, also f├╝r die Folgen wird immer noch gepostet, aber ich selbst interagiere nicht mehr.
Das finde ich tats├Ąchlich nicht auf Snapchat. Ja, was gibt es da zu gewinnen bei? Also was w├Ąre die Verbesserung?
Zeit, mehr Deep Dives. Ja, mehr M├Âglichkeiten zu lesen in die Vorbereitung. Mach das doch. Wir haben ja einfach nur Discord und Podcast, reicht doch. Also ganz ehrlich, f├╝r mich gibt es keinen Mehrwert mehr von LinkedIn und Twitter, seitdem wir unseren Discord Channel haben. Die ganzen wichtigen Sachen werden da eh besprochen. Und lernen tue ich da viel mehr.
Naja, wenn du sagst. So, wo waren wir bei Snapchat?
Wir haben eine E-Mail bekommen. Snap ist durch. Also alles Geld geht in Online-Werbung und n├Ąchste Woche kommen Facebook und Google Zahlen und dann geht es wahrscheinlich noch mehr ab. Oder? Das soll ich zusammenfassen. Wir haben eine anonyme E-Mail bekommen. Was w├╝rdest du dazu sagen? Ich w├╝rde immer sagen, vor allem wenn du jung bist, versuche es. Gib dir Ziele.
Im schlimmsten Fall landest du als Podcast-Hos.
Genau, im schlimmsten Fall landest du als Podcast-Hos. Also ich pers├Ânlich war Y-Owned, bin ich ja total gegen die Wand gelaufen und hab tats├Ąchlich dann so eine Sache gemacht, dass ich in der Digitalberatung festangestellt angefangen hab. Und nach drei Monaten hatte ich die Schnauze voll, weil ich das Gef├╝hl hatte, ich baue nur PowerPoint-Pr├Ąsentationen f├╝r Gro├čkonzerne, die in irgendwelchen Inboxen liegen bleiben. Man sagt immer, man lernt aus Fehlern am meisten. Ich glaube das auch pers├Ânlich. Die Frage ist halt die Wahrnehmung von au├čen, ob die das auch so sehen. Am Ende wollen immer alle mit erfolgreichen Leuten zusammenarbeiten. Und was ich wirklich raten w├╝rde, ist Ziele zu machen und Deadlines reinzuhaben. Also was erreiche ich in der Selbstst├Ąndigkeit nach drei, sechs, zw├Âlf, vierundzwanzig Monaten? Und irgendwie eine M├Âglichkeit oder sicherzustellen, dass alle anderen Sachen einigerma├čen im Gleichgewicht sind. Also pers├Ânlich, gesundheitlich und so weiter. Also wenn es scheitert, sollte man nicht zu tief fallen und vielleicht nicht irgendwie auf allen Ebenen gleichzeitig scheitern. Weil aus einem gescheiterten Loch wird einem keiner rausziehen, sondern man muss das selbst machen. Fakt ist aber auch, wenn er das macht mit dem Onlineshop oder mit der Beratung und er schafft das weiter aufzubauen, hat vielleicht hier und da ein paar Mentoren, die ihm auch mal eine T├╝r aufmachen oder ein bisschen unterst├╝tzen. K├Ânnte es ja auch sein, dass er aus drei Mann 30 Mann macht und das vielleicht sogar an die gro├če Beratungsfirma verkauft.
Ja, es kommt so ein bisschen darauf an, was f├╝r ein Unternehmen das ist, was du baust, glaube ich. Also es ist nach meinem Verst├Ąndnis eine IT-Dienstleiste im weitesten Sinne. Und das ist jetzt schon nochmal ein Unterschied, glaube ich, zu du baust irgendwie eine SaaS-Startup oder irgendwie einen anderen Service auf. Und die Frage ist nat├╝rlich, wo will man auch hin? Also was ist eigentlich das Ziel? Und das geht jetzt nicht so richtig daraus hervor. Das mit dem Scheitern, also im besten Fall ist es, glaube ich, es kommt auf die Person an. Es gibt Leute, die es, glaube ich, unbedingt als positiv sehen, wenn man schon erste Erfahrungen gemacht hat, wenn man selber sehr fr├╝h berufst├Ątig, also nicht berufst├Ątig, sondern gesch├Ąftst├Ątig war. Und es gibt auch bestimmt auch Leute, die denken so, wer das nicht kann, dann kann er diesen Job vielleicht auch nicht. Gut, also ich frage, warum man gescheitert ist. Und dann muss man vielleicht gute Antworten darauf haben auch oder das sehr reflektiert erkl├Ąren. Ich tendiere leicht dazu, die Frage, ich w├╝rde es davon abh├Ąngig machen, wo glaubt er oder sie mehr zu lernen. Also sagen, ist dieser Job bei dem eigenen IT-Dienstleister, f├╝hlt man sich da so, dass man irgendwie jeden Tag f├╝r andere Kunden arbeitet, etwas Neues lernt, in verschiedene Gesch├Ąftsmodelle reinschaut, dann ist das selber Hands-on zu machen vielleicht besser als bei der Unternehmensberatung. Also macht man letztlich irgendwie die Online-Auftritte f├╝r drei lokale Unternehmen und hat deren Etats f├╝r zehn Jahre sicher und ansonsten passiert aber nicht viel, dann w├╝rde ich sagen, lernt man wahrscheinlich bei der Beratung mehr und wird auch dadurch vielleicht sp├Ąter nochmal der bessere Chef, um irgendwas Gr├Â├čeres zu bauen. Deswegen tendiere ich leicht tats├Ąchlich zur Beratung, aber haupts├Ąchlich aus dem Lernaspekt. Wenn ich da falsch liege, weil wir jetzt den ganzen Case ja nicht kennen, dann ist das vielleicht auch gar kein so guter Ratschlag, aber gef├╝hlt f├Ąnde ich jetzt f├╝r mich, ist es wahrscheinlich spannender, mehr verschiedene Dinge zu sehen. Wenn er glaubt, der andere Job erm├Âglicht ihm das auch, dann kann er auch genauso gut seine eigene Firma machen. Die Frage ist halt immer, wohin sowas f├╝hrt. Normalerweise kann man entweder sehr gut davon leben, aber es ist sehr schwer, das wirklich gro├č zu machen, solche Gesch├Ąftsmodelle sozusagen, wie er da schon hat, oder es wird irgendwann gekauft und dann gr├╝ndet man in der Regel immer wieder das Gleiche in dem Bereich. Von daher, ja, es kommt so ein bisschen auf die Perspektive an, was man am Ende macht. Also wenn die Perspektive ist, ich will eh mal was gr├╝nden selber und will daf├╝r so gut wie m├Âglich vorbereitet sein, dann glaube ich fast ist die Beratung besser. Aber es gibt viele Leute, die so genauso wie er, also irgendwie Fink-Diemann hat genauso angefangen wie er mehr oder weniger, ich sehr ├Ąhnlich angefangen irgendwie eigene Webseiten zu bauen. Von daher, prinzipiell ist das immer nicht so, dass man, das f├╝hlt sich gerade in dem, also der macht sein Studium fertig, das f├╝hlt sich dann immer so an, als wenn die n├Ąchste Entscheidung jetzt die wichtigste im Leben ist. Aber ich glaube, im besten Fall kommt er auf beiden Wegen zum gleichen Punkt, wenn er mit dem gleichen Engagement da rangeht, w├╝rde ich vermuten, zumindest in meiner Erfahrung.
Ja, sehe ich ├Ąhnlich. Die Frage ist halt, wo arbeitet er h├Ąrter und wo lernt er mehr? Und wer sind auch die F├╝hrungspers├Ânlichkeiten? Also in der Beratungsfirma kannst du Gl├╝ck haben, kannst aber auch Pech haben. Je nachdem, von wem du da lernst, bei welchen Kunden du bist, was du dort machst. Und das gleiche auch in dem kleinen Shop, also wenn du halt nur kleine Online-Shops machst, in Anf├╝hrungszeichen, so, wenn da ein Lucky Punch dabei ist oder irgendwas, was halt dann super gro├č ist, kannst du auch super viel lernen. Und ich w├╝rde es versuchen, weil ich glaube, in jungen Jahren hast du wenig zu verlieren und vielleicht kann er es auch in der Absage so sagen, also sich die T├╝r ein bisschen offen lassen.
Ja, und ich meine, das Problem ist, was nicht klappt wahrscheinlich, ist, wenn du als junger Berater arbeitest, schaffst du es nicht nebenbei noch die andere Firma zu. Also entweder hast du, wenn du jetzt einen f├Ąhigen Gesch├Ąftspartner hast oder so, der das w├Ąhrenddessen leiten kann, dann kann die Firma vielleicht am Leben bleiben, aber du wirst definitiv nicht die Zeit haben, beides parallel zu machen. Das halte ich f├╝r sehr unwahrscheinlich.
Ja, das sehe ich auch so. Also ich w├╝rde auch nur eine Sache richtig, also in jungen Jahren eine Sache richtig und was meines Erachtens auch nicht wirklich funktioniert, also was ich nie geklappt, nie geschafft habe, ist auf der einen Seite Beratung, also auch selbstst├Ąndig und dann noch nebenbei versuchen, ein Produkt zu bauen. Also daran, ich habe ja Y-Own-It auch finanziert, dadurch, dass ich dann Beratungsleistungen angeboten habe so und habe dann das Geld genommen, um weiterzuentwickeln und das war einfach viel zu viel. Das w├╝rde ich im Nachhinein so nicht mehr machen. So und wir haben noch eine andere anonyme Frage, die Frage der BWL-Studenten und die geht jetzt einen Schritt weiter. Also jetzt stell dir vor, die Person davor hat jetzt zwei Jahre Unternehmensberatungserfahrung gemacht und w├╝rde jetzt gerne in einem Startup arbeiten. Und dann ist die Frage, wie die Verg├╝tung aussieht. Also wie kann eine Verg├╝tung von Aktien ESOP aussehen, wenn man bei einem Startup nach zwei Jahren Berufserfahrung als Unternehmensberater anf├Ąngt. Was gibt es da f├╝r Unterschiede in dem Startup-Stage und was sind so typische Konditionen, also von Anteilen, von Vesting und so weiter. Sollen wir es vielleicht so aufteilen, dass wir sagen, so ein Startup hat 20 Mitarbeiter, ein Startup hat 100 Mitarbeiter, ein Startup hat 5000 Mitarbeiter?
Ja, das ist tats├Ąchlich, also man muss, also es fehlen zwei, also die eine Information kann man so wie du gerade vorschl├Ągst, um das besser zu beantworten, kommt es ein bisschen auf die Stage an. Das andere, du musst nat├╝rlich wissen, an welcher Stelle, an welcher Position man einsteigt. Also steigt man am C-Level ein oder wird man irgendwie Business Development vor C?
Ohne werten zu sein. Was w├╝rdest du denn, BWL-Student, zwei Jahre Unternehmensberatung w├╝rde ich sagen, macht liebend gerne Marketing-Produkt oder Finanzen?
Das kommt auch drauf an, deswegen.
Head of Finance, sagen wir eben Head of Finance.
Und es gibt kein CFO dar├╝ber?
Doch, es gibt ein CFO, der hat mitgegr├╝ndet, war erst Produktchef, aber war dann zu schlecht im Produkt und ist dann in Finanzen ├╝bergegangen.
Aber dann ist die Firma wahrscheinlich jetzt gr├Â├čer als 50 Mitarbeiter, wenn es ein Head of Finance ist und ein CFO.
Okay, dann sind das jetzt 300 Leute.
Also was ist g├Ąngig? Also ESOPs sind Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder Employee Stock Option Programs. Das hei├čt, man bekommt virtuelle Anteile an der Firma, mit der man so gestellt wird, als h├Ątte man Anteile, als w├Ąre man ein Gesellschafter.
Haupts├Ąchlich als Argument, dass man beim Gehalt ein bisschen reduziert im Vergleich zum Beratungsjob oder Gro├čkonzernjob.
Ich w├╝rde sagen, also ich widerspreche dem nicht, sondern erg├Ąnze aus der Sicht unternehmerisch denkender, flei├čiger Leute, ist es eher die M├Âglichkeit, am Unternehmen zu partizipieren und sich unternehmerisch zu f├╝hlen und eben nicht nur in Lohn und Brot zu arbeiten. Aber wenn man so will, verzichtet man daf├╝r auf einen Teil des Gehaltes.
Es gibt auch ganz verr├╝ckte Berater, die einfach komplett aufs Gehalt verzichtet haben in der Vergangenheit. Habe ich mal geh├Ârt.
Genau, aber das ist einfach statt einem Geldbonus bekommst du einen Bonus oder eine Zusatzzahlung, die halt in Aktien besteht.
Aber es ist kein Bonus, es kann auch Null sein. Also wenn die Firma nichts mehr wert ist.
Es hat Performance-Charakter, es h├Ąngt vom Erfolg des Unternehmens ab, den man mitgestalten kann. Es alignt auch die Interessen. Man geht davon aus, dass du dadurch besser arbeitest oder die gleichen Incentives, die gleichen Ziele hast wie die Gesellschaft, der Gr├╝nder, Investoren. Hat ganz verschiedene positive Funktionen. Ist jetzt nicht nur um Geld zu sparen, w├╝rde ich sagen. Dazu richtet man typischerweise einen sogenannten ESOPool aus. Also man stellt irgendwas zwischen 5 und 15 Prozent der Firmenanteile. Eist man so raus aus der Gesellschafterliste und sagt, in der H├Âhe k├Ânnen wir jetzt Mitarbeiter nochmal beteiligen. Und ich w├╝rde jetzt sagen, f├╝r C-Level sind so H├Âhen, die ich gesehen habe, irgendwo zwischen ganzen Prozentzahlen. Also irgendwie 1 Prozent und vielleicht mal 5, 6 Prozent, wenn du jetzt wirklich einen Top-Top-CTO nochmal holst oder so. Aber dann merkt man auch schon, ist der halbe ESOPool schon weg. Typischerweise ist es eher so, ja, vielleicht 1 Prozent oder so. Selbst bei hohen, und es h├Ąngt nat├╝rlich wieder von der Stage ab. Also wenn wir jetzt bei 300 Leuten sind, dann vielleicht ist die Firma auch schon eine Milliarde wert. Dann w├╝rde 1 Prozent ja 10 Millionen entsprechen.
Wie funktioniert das dann steuerlich? Kauft die Person dann mit einem Discount das?
Du hast einen sogenannten Strike Price. Also das ist sozusagen der Basispreis. Sagen wir, die Firma ist jetzt auf der letzten Bewertungsrunde mit einer Milliarde bewertet worden. Und es gibt der Einfachheit halber 1 Million Anteile an der Firma. Also dann ist jeder Anteil 1.000 Euro wert. Und das hei├čt, jemand kriegt jetzt 1 Prozent davon, dann sind das 10.000 Anteile. Und die haben dann einen Basispreis, der in dem Fall eben, was habe ich gesagt, der 1.000 ist. Also es gibt 1 Million Anteile, bei einer Milliarde Bewertung w├Ąre der Basispreis, so was die jetzt wert sind, ist 1.000. Und was sozusagen die Regel ist, das kann man aber ├Ąndern, ist, dass man an der Steigerung ab dann partizipiert. Und deswegen w├╝rde dieser Basispreis dann zum Beispiel auf die 1.000 gesetzt worden, auf die letzte Runde. Und wenn sich der Firmenwert dann verdoppelt durch mein Zutun oder sozusagen, weil ich dort bin und durchhalte, dann habe ich halt nicht 2.000, sondern ich kann meine Option aus├╝ben. Das hei├čt, ich muss 1.000 Euro zahlen, aber bekomme 2.000 an Shares daf├╝r. Wenn irgendwann mal, das darf ich dann in der Regel erst beim IPO, da wenn die Firma verkauft wird, werde ich so gestellt, als h├Ątte ich sie ausge├╝bt. Und dann bekomme ich die Differenz zwischen dem Basispreis und der dann erreichten Bewertung. Also sozusagen, wenn es sich verdoppelt hat, habe ich dann 1.000 Euro gewonnen. Macht das Sinn? Genau. Und teilweise kann man verhandeln, dass der Basispreis auch ein bisschen niedriger gestaltet wird. Eigentlich will man ja aber sozusagen zuk├╝nftiges Handeln und Arbeiten inzentivieren, deswegen macht es durchaus Sinn zu sagen, du partizipierst nicht zu stark an dem, was davor erreicht wurde, sondern es geht jetzt darum, dass du an der Zukunft m├Âglichst stark partizipierst. Deswegen setzt man diesen Basispreis auf das, was schon erreicht wurde, n├Ąmlich die letzte Bewertung. Dann ist es relativ typisch, dass man seine Shares oder Aesops westet. Das hei├čt, man bekommt sie im Fortschritt mit in der Regel Zeit. Man kann es auch an irgendwelche Milestones binden, also dass man irgendwelche Projekte abliefert oder vielleicht auch Kunden akquiriert, wenn man im Sales ist oder so. Aber das ├ťbliche ist, dass man es quartalsweise oder jahresweise einfach zugeteilt bekommt. Also ├╝bliche Rahmen sind drei bis vier Jahre, manchmal selten auch nur zwei Jahre, meistens selten ├╝ber vier, habe ich zumindest selten gesehen. Aber wenn jemand das F├╝nf wird, dann wird er halt deutlich sehr lange binden. Dann kriegt man ja sozusagen anteilig das, wie gesagt, quartalsm├Ą├čig oder j├Ąhrlich zugeteilt. Dann gibt es Sonderregeln, zum Beispiel das sogenannte Cliff. Das hei├čt zum Beispiel, wenn du die Probezeit oder das erste Jahr nicht ├╝berlebst, dann werden alle Optionen hinf├Ąllig oder werden zu einem bestimmten Preis zur├╝ckgekauft. Damit will man verhindern, dass jemand, der sehr fr├╝h die Firma verl├Ąsst, dann eben mit diesen Optionen blockiert oder damit weggeht. Und man w├╝rde die ja lieber seinem oder ihrer Nachfolgerin zur Verf├╝gung stellen. Deswegen kauft man sich die dann wieder zur├╝ck oder sammelt die wieder ein. Oder sie werden niemals zugeteilt. Das ist relativ g├Ąngig. Cliff, typische Dauer ist zwischen einem halben und einem Jahr. Ich mache oft sehr freiwillig ein halbes Jahr oder auch ein Jahr. Wenn jemand das Gef├╝hl hat, dass er nicht gl├╝cklich geworden ist oder es nichts gebracht hat, hilft es einem in der Regel auch nicht, irgendwelche Optionen zu haben. Teilweise ist es auch so, wenn man die Firma sehr sp├Ąt verl├Ąsst, dass man dann nur einen Teil bekommt. Das ist schon schwerer zu begr├╝nden, warum das der Fall sein sollte.
Man kann dann zu einem h├Âheren Preis zum Beispiel die wieder einkaufen.
Man versucht ja schon, Loyalit├Ąt damit zu erreichen. Man k├Ânnte jetzt reinfallen und sagen, die letzten 20 Prozent der Optionen gibt es nur, wenn du f├╝nf Jahre bleibst.
Dann gibt es auch so Bad Lever, Good Lever, oder?
Genau, das ist, wenn du Silberbesteck klaust oder du diffamierst den CEO oder begrabbelst deinen Mitarbeiter, dann kann das unter den Umst├Ąnden auch wieder entzogen werden. Aber es gibt relativ hohe Anspr├╝che daran, wie schlimm du dich daneben benehmen musst, um ein sogenannter Bad Lever zu sein. Also du gehst zum Konkurrenten, das kann auch so ein Case sein.
Und wie sieht es aus, wenn es jetzt weitere Finanzierungen gibt? Also wenn die Firma jetzt auf einmal ÔÇŽ
Dann wirst du mit verw├Ąssert auch, logischerweise. Also zu diesen eine Million Anteilen, es gibt eine Finanzierungsrunde, da werden dann nochmal 200.000 neue Aktien rausgegeben. Dann bist du eben um ein Sechstel verw├Ąssert.
So, und jetzt unser Head of Finance f├Ąngt da jetzt an. Zwei Jahre Berufserfahrung in der Unternehmensberatung, hungrig, willig, 80 Stunden die Woche zu arbeiten. Wahrscheinlich sein CFO hat ein Prozent bekommen.
Genau, das ist vielleicht auch noch ÔÇŽ
Das bekommt er so?
Genau, man kann es so messen, sozusagen, was haben andere auf dem gleichen Level, oder einen Level dr├╝ber bekommen. Was noch wichtig ist, man erf├Ąhrt in der Regel nicht die Prozentsahse. Da steht dann im Vertrag, hier du bekommst 131 Optionen. Und ich w├╝rde schon immer fragen, wie viel Prozent am Unternehmen das eigentlich repr├Ąsentiert. Also man braucht die Gesamtzahl der ausgegebenen Shares und ESOPs eigentlich, um zu wissen, wie viel Prozent das jetzt eigentlich repr├Ąsentiert. Oder man rechnet eben die Anzahl der Optionen mal dem Strike Price, dann wei├č man sozusagen, wie viel Kapital man jetzt virtuell h├Ąlt. Dann sagt man, wenn ich jetzt verdopple, dann habe ich eben doppelt so viel. Dann kann man auch ein bisschen ausrechnen, was die Auswirkung ist. Und am Ende muss man sich so ein bisschen den Case durchrechnen, was man glaubt, wie gro├č die Firma in f├╝nf Jahren sein kann oder in vier Jahren. Und was das dann hei├čen w├╝rde an Bewertungen, was das vielleicht hei├čen w├╝rde dann, in wie viel diese Optionen wert w├Ąren. Und dann muss man das gegen den Gehaltsverzicht, den man ├╝bt, oder den Anspruch an unternehmerische Partizipation, die man hat, gegenrechnen. Dann bekommt man ein Gef├╝hl daf├╝r. Es ist schwer, da einen festen Wert zu sagen.
Und bis wie weit runter in der Organisation w├╝rdest du ESOPs geben? Das kann man so zu handeln.
Es gibt durchaus Firmen, die sagen, bei uns bekommt jeder wenigstens ein paar ESOPs. Also jeder hier ist ein Teil der Firma, egal, auch die Office Managerin, auch der Lohnbuchhalter, die Lohnbuchhalterin. Oder was es noch alles f├╝r Jobs gibt. Es gibt auch Leute, die h├Âren bei der zweiten Ebene schon damit auf. Es h├Ąngt nat├╝rlich am Wettbewerb in den Jobs ein bisschen. Also wie kompetitiv ist das? Es ist dann eben doch so, dass f├╝r einen Programmierer eventuell oder f├╝r einen Head of Engineering vielleicht eher ESOPs bereitgestellt werden als f├╝r Head of HR manchmal. Ich wei├č nicht, ob das so ist. Das ist letztlich Teil der Firmenkultur oder Governance, wie man das ausgestaltet.
Und wie w├╝rdest du die Verhandlungen machen? Jetzt als junger Absolvent oder junge Person, die das erste Mal in einem Start-up arbeitet, w├╝rdest du darauf beharren, Anteile zu haben? W├╝rdest du das irgendwie nach einem halben Jahr noch mal besprechen?
Prinzipiell finde ich es gut, dass du sagst, du kannst auch sagen, ich leiste erst mal und sage, ich m├Âchte dann noch mal dar├╝ber reden, wenn ich Wert geschaffen habe und wir besser einsch├Ątzen k├Ânnen, wie wichtig ich bin. Das finde ich gar nicht so schlecht. Ich w├╝rde mir immer eine Alternative suchen. Bei Gehaltsverhandlungen oder Jobverhandlungen ist es immer gut, ein zweites Angebot zu haben. Das ist der sogenannte Best Alternative to Negotiated Offer, BATNA, das kann man googlen. Das hilft einfach, besseren Schadens zu treffen, weil du wei├čt nie, was deine zweite Option ist, wenn du nur mit einem verhandelst. Und wenn dir die eine Firma schon irgendwie 84.000 plus 0,1 Prozent an der Firma gegeben hat, und dann wirst du dich wahrscheinlich deutlich schwerer runterhandeln lassen von der zweiten Firma. Deswegen ist das, glaube ich, immer eine gute Idee. Ich mache das immer auf eine sehr spezielle Weise. Ich wei├č nicht, ob die sich gut replizieren lassen, aber ich sage den Leuten, die geben mir in der Regel E-Subs, weil sie glauben, dass entweder Produktmarketing, SEO, irgendwas helfen kann. Und wir sagen jetzt mal, ich w├╝rde einen Prozent haben wollen. Ganz egal, ob das realistisch ist oder ob das ein typischer Wert w├Ąre, aber ich w├╝rde einen Prozent haben wollen. Dann w├╝rde ich nat├╝rlich sagen, also wenn die dann sagen, das ist zu teuer, das k├Ânnen wir uns nicht leisten, dann w├╝rde ich argumentieren, ich bin mir relativ sicher, dass ich die Performance der Firma um mehr als einen Prozent steige, oder deutlich mehr als einen Prozent steige. Und das ist im Interesse aller Investoren. Und wenn du jetzt sagst, du willst mir nur 0,2 Prozent geben, dann sagst du eigentlich, du glaubst, dass ich irgendwie das Schicksal der Company nicht entscheidend ├Ąndern kann, und dann sollten wir dieses Gespr├Ąch auch gar nicht haben.
Dann geben sie dir zwei Prozent und erwarten vier.
Das ist aber wichtig. Es ist nat├╝rlich klar, dass du nicht 100 Prozent des Anstiegs f├╝r dich vereinbaren kannst, die Firma hat ja auch ein Recht auf eine Outperformance. Aber ich glaube, man muss irgendwie einsch├Ątzen, wie wichtig man f├╝r die Firma ist. Und dann kann man auch so argumentieren, wie gro├č man sich als Rad eben sieht.
Klar, das ist nat├╝rlich irgendwie in einem gewissen Alter mit einem gewissen Track Record einfacher.
Ja, genau. Aber ich glaube, du bist, wenn du relativ jung in die Firma kommst, auch so ein bisschen Preisnehmer, oder du sitzt nicht am l├Ąngeren Hebel wahrscheinlich. Wie gesagt, je nachdem, wie unersetzlich du bist. Am Ende, der Arbeitsmarkt ist ein Markt. Und wenn du so gut qualifiziert bist, dann hast du wahrscheinlich Power, da gut zu verhandeln. Wenn du ein relativ austauschbarer Second-Year-Analyst bist, dann musst du vielleicht auch erstmal niedrig reingehen und ein halbes Jahr zeigen, wie wichtig du in der Company bist und kannst dann nachverhandeln. Also prinzipiell, ich bin ein gro├čer Verfechter der Idee, dass man sowas immer nachverhandeln kann. Wenn man mal einen falschen Arbeitsvertrag unterschrieben hat, muss man nicht vier Jahre damit leben, sondern man kann immer sagen, ich bin nicht mehr gl├╝cklich damit, ich habe bessere Optionen, ich m├Âchte jetzt gehen, m├Âchte ich bleiben, aber ich muss das irgendwie rechtfertigen vor meinem Haushalt.
Glaubst du, wir kriegen die Tage eine E-Mail von dem einen oder anderen Unternehmer, der sagt, meine Mitarbeiterinnen verhandeln gerade nach, ich glaube, die h├Âren euren Podcast.
Wie gesagt, das ist ein Markt, das ist ihr gutes Recht, meiner auch nach.
Also, falls ihr uns E-Mails schreiben wollt, podcast.doppelg├Ąnger.io und falls ihr in eure Discord-Community wollt, doppelg├Ąnger.io.discord.
Wir haben noch eine dritte Frage und zwar von, ich wei├č gar nicht, ob es der gleiche H├Ârer war, aber wir hatten neulich mal ├╝ber diesen ESG Global Cap Usage von Vanguard geredet, diesen ESG ETF und da hat jetzt ein H├Ârer vollkommen zu Recht gesagt, der war offensichtlich ├╝berrascht, was f├╝r Einzelaktien da eigentlich drin sind. Das ist ein ESG-Fond, das hei├čt, der hat verschiedene ├Âkologische, soziale und Governance-Prinzipien, denen diese Unternehmen folgen sollten, in die der investiert wird. Und da finden sich jetzt aber Unternehmen wie Facebook, Alphabet, Tesla, JP Morgan, Nvidia und teils sogar Coca-Cola drin. Das hat jetzt die Fragen aufgeworfen, ist das dann alles noch ESG-konform? Und das ist so ein bisschen das Problem, das ESG funktioniert halt eher so wie ein Testsiegel, die Ma├čst├Ąbe, die man da erreichen muss, wie der Fondsmanager das einsch├Ątzt, ob das eben konform ist oder nicht, sind relativ niedrig. Also man k├Ânnte jetzt schon argumentieren, dass Coca-Cola wahrscheinlich aus ├Âkologischen und sozialen Gesichtspunkten, also zum Beispiel, weil sie die Kosten f├╝rs Gesundheitswesen nicht tragen, die sie verursachen mit zu viel Zucker in Drinks und Lobbying aktiv dagegen machen, diesen Zucker zu reduzieren, oder Plastikflaschen oder Kommunen das Wasser entziehen etc. Kann man gut argumentieren, das ist nach meinem Verst├Ąndnis, w├Ąre das jetzt keine gr├╝ne Aktie oder auch keine nachhaltige Aktie. Aber diese Kriterien sind, oder auch Facebook, ich finde der Data- und Privacy-Aspekt in Governance oder sozial, je nachdem, wo man das sieht, m├╝sste viel st├Ąrker betont werden und Facebook m├╝sste aus ESG-Gesichtspunkten eigentlich uninvestierbar sein. Wenn man sich das irgendwie aufgekl├Ąrt anschaut. Aber so einfach ist es leider nicht. Mir ist ehrlich gesagt auch kein wirklich guter Fonds bekannt, der das deutlich enger interpretiert. Wenn jemand einen hat, gerne her damit, dann stellen wir den nochmal vor. Aber meistens ist es eben so, dass da am Ende eben doch wieder die gro├čen GAFA-Unternehmen die gr├Â├čten Anteile haben, weil die eben so wichtig sind f├╝r die Wirtschaft und deswegen in der Regel ├╝bergewichtet sind in allen Indizes. Ein Halbleiterkonzern, wei├č ich nicht. Solange die nicht irgendwie Giftm├╝llf├Ąsser in den n├Ąchsten Fluss schmei├čen, gelten die dann in der Regel schon als gr├╝n genug. Die Kriterien sind da einfach leider nicht so eng. Von daher verstehe ich die ├ťberraschung. Aber man kann sich bei den meisten Fonds, zumindest die zehn gr├Â├čten Positionen teilweise alle, in dem sind jetzt hier fast 6.000 Positionen drin, kann sich die anschauen und dann schauen, ob das eigentlich das ist, was man selber verstanden hat oder in das man investieren m├Âchte. Und wenn nicht, muss man noch st├Ąrker wahrscheinlich Richtung Green Tech oder es gibt teilweise auch eben sozial verantwortliche Fonds, die sich darauf fokussieren. Muss man da noch mehr in die Recherche gehen, um da noch mehr auf das Thema abzustellen. Apropos Governance ├╝brigens. China schl├Ągt schon wieder durch und dreht durch. Die haben jetzt angek├╝ndigt, dass sie sich den Education Sektor, also vor allen Dingen Online Education Sektor, besser anschauen wollen. Und dass insbesondere das Investieren ausl├Ąndischer Investoren in Chinesischen Companies, die im sogenannten Tutoring und Online Education Sektor sind. Nein! Bist du da in einem drin? Agora, Hilfe! Wie steht Agora heute? Ich habe die ja nicht mehr.
Seitdem du raus bist, ist es ein freier Fall.
33 Dollar nur noch. Oh Gott, die haben sich geviertelt.
Ich glaube, ich habe eine gute Chance,
unsere Wette zu gewinnen dieses Jahr.
Ja, auf jeden Fall. Es w├Ąre schlimm, wenn es nicht so w├Ąre.
Der gr├Â├čte Verlierer ist GSX. Das ist so eine Online Education Plattform. Die sind minus 12 Prozent heute. Die, die ist glaube ich minus 10 Prozent. Ich wei├č gar nicht, was die konkret mit Education zu tun haben. Die China-Aktien sind insgesamt wieder stark betroffen. Tencent, Alibaba sind auch 2, 3 Prozent im Minus, als ich das letzte Mal geschaut habe. Ja, genau zwischen 2 und 3 Prozent. Schwer, schwer, schwer.
Wenn wir ├╝ber meinen Verlierer reden, m├╝ssen wir auch ├╝ber deinen Gewinner reden.
Ansonsten war es eine sehr gute Woche, wollte ich gerade sagen.
Ich glaube, ich bin bei 6 Prozent im Plus diese Woche. Hier, Cloudflare, eine deiner Ideen f├╝r dieses Jahr, ist glaube ich ├╝ber 50 Prozent jetzt, seit Anfang des Jahres. Unfassbar.
Das ist ja auch eine PIP-Empfehlung. Also keine Empfehlung, ein PIP-Favorit.
Ein PIP-Tipp.
Ja, und zwar, da interessiert mich deine Meinung. Ich habe dir einen Tweet geschickt, den wir in den Shownotes verlinken, von Cloudflares CEO Matthew Prince. Der hat ein Bild gepostet, das ich mal versuche, so gut wie m├Âglich zu beschreiben. Also ihr schaut es euch gerne einfach sonst in den Shownotes an. Das ist einer der letzten Tweets von der Twitter-Handle ist East Dakota. Der CEO hei├čt Matthew Prince. Und der hat gepostet ein Bild, auf dem sozusagen unten eine blaue Erdkugel ist, mehr oder weniger. Oder man sieht einen Ausschnitt der Erdkugel. Auf der steht ein Haus, was so ein bisschen, ich wei├č nicht, was das sein soll, welches Haus, ehrlich gesagt. Es sieht aus wie eine sehr schlechte Kopie vom Taj Mahal oder so. Hast du eine Ahnung, was dieses Haus symbolisiert? Das kannst du mir gleich erz├Ąhlen. Und da f├╝hrt ein Zickzack-Weg hin. Im Vordergrund sieht man die Silhouette, die meiner Meinung nach Jeff Bezos. Auf jeden Fall. ├ťber dem Haus prangert der Smiley-Pfeil von Amazon. Der ist direkt im Zusammenhang mit dem Haus. Neben dem Haus sind links und rechts zwei Palmen. Ganz links im Bild startet die Pimmel-Rakete von Jeff Bezos. Der Hintergrund sind orangene Wolken, die wiederum das Cloudfire-Logo sind. Es scheint auf jeden Fall im Kontext der Firma irgendwas zu tun zu haben. Und es schweben zwei, ich w├╝rde sagen, Greifv├Âgel im Himmel. Du erkl├Ąrst mir jetzt, was diese LSD-Fantasie zu bedeuten hat.
Dazu sollte man noch sagen, es gab dann noch einen Tweet davor.
Ach so, genau. Er hat beides heute Morgen nach europ├Ąischer Zeit getweetet. Das Bild kam etwas sp├Ąter. Davor hat er getweetet, so much trouble we are going to cause tomorrow. Also so viel, wir werden viel ├ärger anrichten wahrscheinlich morgen. So much good we are going to do next week. Und wir werden so viel Gutes erreichen n├Ąchste Woche. Kommen die Zahlen n├Ąchste Woche schon?
├ťbern├Ąchste. ├ťbern├Ąchste.
Aber die machen immer gerne Produkte.
N├Ąchste Woche kommen Amazon-Zahlen.
Ja, und die shippen immer viele Produkte kurz vor den Earnings auch Cloudfire. Aber du erkl├Ąrst uns jetzt, das ist ja immer dein M├ętier, die k├╝nstlerischen Akte zu deuten.
Du hast ja auf unserer Discord-Gruppe gefragt, was die Deutung ist, und auf Twitter. Ich fande mit das Beste, dass das Angebot auf AWS erweitert wird. Dann wurde ein bisschen Kooperation ...
Siehst du das in dem Bild? Erkl├Ąr mir mal, wie das im Zusammenhang mit dem Bild ist.
Meine Annahme w├Ąre die folgende. Jeff Bezos hat ja nach seinem Zehn-Minuten-Flug gesagt, dass er sich bei allen Amazon-Kunden bedankt, dass das jetzt hier so m├Âglich ist. Ich w├╝rde sagen, eigentlich ist es weniger Amazon, sondern eher AWS, die ihm die M├Âglichkeit gegeben haben, das zu machen. Oder ist AWS nicht die Cash-Cow von Amazon?
Ja, aber letztlich haben das schon alle da. Also, die Mitarbeiter werden mit ihrem Schwei├č bezahlt.
Ja, aber ich habe mir gedacht, vielleicht denkt Matthew sich hier, was Jeff immer gesagt hat, your margin is my opportunity. Und dann hat er ja auch dieses Bild mit dieser ... Was ist das? In der Waage, der Unterschied, das wollte ich auch fragen, was der Unterschied zwischen einer Voting-Maschine und einer Wait-Maschine ist. Das kommt, glaube ich ...
Ich bin mir nicht sicher, ob es von Warren Buffett ist. Aber irgendjemand hat mal gesagt, dass kurzfristig sind M├Ąrkte oder B├Ârsen eine Voting-Maschine. Es geht darum, so ein bisschen Meinungen zu handeln oder Opinions zu traden. Und deswegen sagt man Voting-Maschine, weil es darum geht, ich sage, irgendwie Agora ist doof, du glaubst total daran. Langfristig hilft es eben aber doch, die Aktien, die Ums├Ątze, die Perspektiven, die Gewinne zu analysieren, eine vern├╝nftige Discount-Cash-Low-Rechnung zu machen und langfristig Gewichten oder Bewerten die M├Ąrkte, Unternehmen richtig. Es gibt immer so einen gewissen Revert to the mean, also dass sich langfristig immer an gewisse sinnvolle Kennzahlen angen├Ąhert wird. W├Ąhrend kurzfristig kann so etwas wie Netflix oder Tesla eben auch mal stark ├╝berbewertet sein, weil es eben Voting-Machine ist. Wenn mehr Leute daran glauben als nicht daran glauben, dann kann der Kurs kurzfristig mal irrational hoch sein. Langfristig stellt sich aber eine gewisse Rationalit├Ąt ein, das ist damit gemeint. Er will damit, glaube ich, sagen, dass er optimiert, sagt er relativ klar, auf die langfristige Bewertung. Es klingt so ein bisschen, als w├Ąre er bereit, irgendwas kurzfristig daf├╝r zu opfern.
Ich glaube, er gibt Discounts. Ich glaube, er gibt AWS-Services, die AWS schon anbietet, die sie noch nicht anbieten oder nur teilweise anbieten, bieten sie an und zu besseren Preisen.
Sie k├Ânnen eine Sache machen, also entweder das k├Ânnen Sie machen. Es gibt diese Bandwidth-Alliance. Mit ein paar anderen Anbietern hat sich Cloudflare geeinigt, dass sie f├╝r Datentransfers oder gewisse Leistungen zwischen den Anbietern, die normalerweise bezahlt werden m├╝ssen, dass man sich gegenseitig nach meinem Verst├Ąndnis rechnungsfrei stellt. Man sagt, wenn Cloudflare mit einem, ich habe mir vielleicht kein Beispiel an, wer da eingetreten ist in die Allianz, aber sagen wir mal Snowflake w├Ąre da drin, dann sagen die, f├╝r Dienste zwischen diesen Diensten, die nur kommunizieren, musst du keine volumenabh├Ąngigen Gef├╝hle zahlen.
Aber meinst du nicht, dass h├Ątten dann mehrere CEOs gepostet?
Ja, vielleicht k├Ânnen die auch noch nicht so sch├Âne Bilder malen so schnell. Diese Bandwidth-Alliance, die gibt es seit 2018, die ist nicht neu. Eigentlich fordert Matthew Prince immer auf, dass Amazon der Beitritt, also AWS der Beitritt, und man sich gegenseitig sozusagen diese Geb├╝hren nicht mehr in Rechnung stellt. Was er machen k├Ânnte, ist, dass er sagt, sie ├╝bernehmen die Geb├╝hren f├╝r Amazon-Kunden proaktiv und verzichten damit kurzfristig auf Marge. Das k├Ânnte es sein. Warum dieser Zickzack-Weg ist, frage ich mich. Achso, und das andere ist, warum schweben Falken im Himmel oder Greifv├Âgel?
Was ist das, Friede oder Attacke?
Friedenstauben sind das nicht, das sind Greifv├Âgel, da bin ich mir relativ sicher. Die komische Pimmelrakete hei├čt ja Falcon, aber das ist Jeff Bezos. Also es haben Leute auch gesagt, dass er mit Elon Musk, dessen Rakete hei├čt ja Falcon, oder Falcon X, dass er mit Elon Musk an Satellitenlinks sozusagen baut, um sozusagen unabh├Ąngiger von irdischer Infrastruktur zu werden, und dass daf├╝r die Falken stehen. Es k├Ânnte au├čerdem, um die Spekulation weiterzuf├╝hren, ein gro├čer, nicht direkter Konkurrent, aber ein naheliegender Anbieter ist ja CrowdStrike, deren Produkt hei├čt Falcon Security, deren Firmenlogo ist ein Falke, und sie k├Ânnten mit CrowdStrike entweder eine Allianz gegen AWS machen oder merchen, aber daf├╝r sind es beide zu gro├č.
Aber so einen Merger d├╝rfen sie doch gar nicht vorher, also da w├╝rde er doch Trouble f├╝r bekommen.
Naja, dieses Bild ist halt genau so, also da w├╝rde ich jetzt sagen, wenn Elon Musk mit seinen Tweets durchkommt, dann w├╝rde ich das Bild jetzt auf jeden Fall freistellen, dass das okay ist und durchgeht als Kunst. Wir werden es erfahren wahrscheinlich nicht, also wir werden es morgen erfahren, oder wenn dieser Podcast von euch geh├Ârt wird, dann wisst ihr es vielleicht sogar schon, oder dann ist vielleicht klarer, was Matthew Prince damit gemeint hat, weil den Trouble, der soll ja am Samstag anscheinend entstehen. Ich glaube, es hat was mit CrowdStrike zu tun. Oder dass sie einen heavy Discount, dann h├Ąttest du recht, da haben wir beide recht, das halte ich auch noch f├╝r m├Âglich, dass sie irgendwas sehr stark discounten, um AWS anzugreifen. Oder, das ist das dritte, was ich ├╝blich habe, wei├č er schon, dass Jeff Bezos zur├╝ck zu Amazon kommt. Also das hatte ich ja damals mal gesagt, ob Jeff Bezos nicht nur zur├╝cktritt f├╝r den Raketenflug, sondern ob immer von vornherein klar war, dass er Andy Jassy wieder abl├Âst und zur├╝ckkommt. Der ist halt 57, der ist noch nicht in Rente, weil er wieder irgendwie das geilste Unternehmen der Welt weiterbauen will.
Oder kann Jeff auch zu Cloudflare gehen?
Also du k├Ânntest sagen, der geht hier zur├╝ck ins Amazon-Haus, Jeff. Also er geht dran vorbei eigentlich, er geht weder rein noch raus. Aber vielleicht wei├č er schon.
Aber wieso sollte er irgendwas verraten?
Oder AWS wird ausgesponnen und er wei├č ja schon. Das k├Ânnte n├Ąchste Woche bekannt gegeben werden. Also wenn die Amazon-Zahlen kommen.
Aber das w├Ąre ja nicht heute.
Das w├Ąre nicht Samstag, dass das klar wird, stimmt. Warum Samstag? Achso, und er sagt noch irgendwas.
Du sagst immer Samstag, aber es muss ja eigentlich Freitag sein. Also er hat das Donnerstag.
Wir sind jetzt Freitag und er hat es vor sechs Stunden geschrieben. Die sind in San Francisco beheimatet. Ich glaube, er h├Ąngt immer in Utah ab.
Vor sechs Stunden war bei denen noch Donnerstag.
Achso, dann kommt es Freitag raus. Achso, genau. Also er hat gesagt, tomorrow just trouble causing, next week let's see if we can save the world. In Klammern, half joking, but only half. Also er will n├Ąchste Woche die Welt reppen. Das klingt schon nach irgendeiner gr├Â├čeren infrastrukturellen Allianz. Und also, dass er mit AWS merged oder so, das w├╝rde ich alles ausschlie├čen. Der hat sich in der Vergangenheit sehr negativ zu...
Kann es sein, dass er bei einer gro├čen Firma rausgeht, dass sie bei ihrem gr├Â├čten Kunden sagen, wir arbeiten nicht mehr f├╝r die, weil er sagt, das macht das Internet oder die Welt kaputt?
Unwahrscheinlich. Also er hat sich immer sehr negativ ├╝ber Amazon ge├Ąu├čert. Also sie zerst├Âren... Amazons Ziel ist es, die Gesch├Ąftsgrundlage ihrer Kunden zu zerst├Âren. Das w├Ąre jetzt dann sehr viel Doppelmoral, wenn er sich dann von denen kaufen l├Ąsst. Deswegen w├╝rde ich das eigentlich ausschlie├čen. Wir werden es erfahren. Bald.
Super. Hast du dir unsere Zahlen angeguckt? Kannst du mir erkl├Ąren, ob wir auf iTunes, Podcasts weniger Downloads haben als vorher? Warum? Ich glaube, die App ist schlechter seit dem Update. Also ich nutze sie weniger, weil sie w├Ąrmer wird. Und ich k├Ânnte mir vorstellen, dass einige H├Ârerinnen und H├Ârer jetzt auf andere Apps gehen. Also wenn du zum Beispiel Folge 40 mit 58 vergleichst.
Ich habe 40 mit 52 vergleicht. Vergleicht? Verglichen. Und der Apple-Anteil ist tats├Ąchlich gestiegen. Wobei man sagen muss, in der Zeit wurde Apple Podcasts, also unser Anbieter hat in der Zeit Apple Podcasts und Podcasts zusammengelegt. Die Daten sind vielleicht nicht ganz. Also der Spotify-Anteil ist auf jeden Fall relativ stabil geblieben. Der Apple-Anteil scheint aber eher gestiegen zu sein. Wie gesagt, ist nicht 100% aussagekr├Ąftig wegen dieses Zusammenl├Ąngens. Ich versuche mal, was anderes zu machen. Podcast. Wie hei├čt die App denn? Podcast. Ah, da. Apple Podcasts hei├čt sie. Ich gucke mal, ob man bei SimilarWeb sehen kann, ob das Engagement sich verschlechtert hat. Die Daten sind komplett kaputt. Das ist noch Beta alles bei SimilarWeb leider. Und ich habe gerade keinen App-Any-Zugang. Deswegen k├Ânnen wir es jetzt gerade nicht herausfinden. Aber in unseren Zahlen zeigt sich es erstmal nicht, dass die Leute jetzt das Produkt vernachl├Ąssigen. Das w├Ąre nat├╝rlich viel sch├Âner, wenn wir da mal gefeatured w├Ąren. Das w├Ąre vielleicht f├╝r viele Leute auch ein Grund, allein um sich das mal anzuschauen, nochmal die Apple Podcasts-App aufzumachen. Finde ich.
Finde ich auch. In diesem Sinne, habt ein sch├Ânes Wochenende und bis Mittwoch in eurem Podcast Player.
Ciao, ciao.