Doppelg├Ąnger Folge #119 vom 16. Februar 2022

­čĹö Business Plan ­čÄž Acast & Audioboom ­čĆá ­čĄľ Salesforce + NFTs ­čÉę Datadog ­čĆĽ Airbnb Earnings ­čĹť Rebelle ­čŤŹ Shopify

Hat Pip schon mal einen Business Plan gelesen? Wie waren die Acast Earnings? Warum sind Amazon und Spotify an Audioboom interessiert? Wie lange sind Jan B├Âhmermann & Olli Schulz noch exklusiv bei Spotify? Sollte man ein geerbtes Haus beleihen? Warum baut Salesforce einen NFT Cloud Service? Warum haben wir Datadog verpasst? Live Earnings von Airbnb. Second Hand Marktplatz Rebelle macht einen IPO. Was erwartet Pip von den Shopify Earnings?

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:11:00) Acast Earnings

(00:18:45) Audioboom

(00:35:00) H├Ârerfrage: geerbtes Haus beleihen (unbedingt disclaimer lesen)

(00:45:00) Salesforce & NFTs

(00:51:10) Datadog

(01:00:00) AirBnb

(01:09:10) Rebelle IPO

Shownotes:

Gloeckler bei Startup Insider http://lnk.to/Doppelgaenger

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Herzlich willkommen zum Doppelg├Ąnger-Tech-Talk-Podcast Folge 119 mit Philipp Gl├Â├Âckler und mir Philipp Gl├Â├Âckler. Philipp, ich habe einen sehr interessanten Podcast mit dir geh├Ârt diese Woche bei Startup Insider. Du warst am Wochenende zu Gast. Das hat mir sehr gut gefallen, vor allen Dingen, weil ihr fast ausnahmslos ├╝ber mich gesprochen habt. Du wurdest als ich angek├╝ndigt, sogar. Ich wei├č nicht warum, aber fand ich erstaunlich gut. Und was mich dann gefragt hat, ist, wie geht es dir, Ocast? Du hast ja ├╝ber deine eigene Gr├╝ndung erz├Ąhlt, woran du gerade bastelst, was du mit unseren H├Ârern ja nur in den seltensten F├Ąllen teilst. Und da dachte ich, wie ist denn der Stand da eigentlich? Kommen wir voran?
Ja, schon. Also ich bin gerade mitten in der Finanzierungsrunde. Vielleicht pitche ich dir das neue Pitch-Deck n├Ąchste Woche im Podcast.
Live im Podcast?
Live im Podcast. Kannst du gucken, ob du noch ein paar Amazon-Aktien verkaufst und investierst. Also ich bin aktuell gerade in, habe ich eigentlich t├Ąglich Gespr├Ąche und sieht ganz gut aus.
Oh, ich bin gespannt. War es krass, wenn ich aus der Presse erfahre, dass Tiger Global deine Pre-Seed-Runde preemptet auf einer 20-Millionen-Bewertung oder so.
Du warst einfach nicht mehr hinterher. Du hast dich einfach nicht mehr gemeldet.
Ja, ich bin nicht so der Active Angel wie sie. Nee, aber hast du gut gemacht. Ich habe lustigerweise immer lachen m├╝ssen, bevor du deine Antworten gibst, weil ich das Gef├╝hl hatte, ich wei├č, was jetzt kommt. Aber es war ein sehr unterhaltsamer Podcast und sehr interessant. Das hast du sehr gut gemacht. Wollte ich dich explizit f├╝rloben. Du solltest mehr G├Ąstegast sein. Du kannst dich an unserer Wanderhure-Podcast-Show auch ein bisschen beteiligen, finde ich. Solltest du mehr machen. Also Podcast-Hands-off, falls jemand Philipp Gl├Âckler einladen m├Âchte. Ich kann das sehr empfehlen. Sehr unterhaltsamer Gast.
Also anfragen gerne an podcast.doppelg├Ąnger.io. Und ja, Jan hat das sehr gut gemacht. Ich bin davon ausgegangen, dass er mich eine Viertelstunde interviewt. Es ist ein bisschen l├Ąnger geworden.
Ich war traurig, als es zu Ende war. Ganz ehrlich, das passiert mir ├Âfter mal bei Podcasts. Auch mit guten G├Ąsten, wollte ich sagen. Und ich war echt traurig, als es schon vorbei war.
Ja gut, es war aber auch klar, weil wir dich die ganze Zeit gelobt haben. Und du hast wahrscheinlich die Stunde Loberei, war dir nicht gegangen.
Sch├Ân, wie du mal vermieden hast, zuzustimmen, wie schlau ich bin. Ist mir auch gefallen.
Ja, sonst hast du schon gesehen, wir sind jetzt Metamates. Facebook-Mitarbeiter nennen sich jetzt selbst Metamates. Habe ich gerade auf Twitter gesehen. Da k├Ânnen wir uns n├Ąchste Folge nochmal ein bisschen dr├╝ber lustig machen.
Metamates? Das ist so ein bisschen.
Sollen alle ein bisschen netter werden und ein bisschen mehr in der Zukunft leben. Sonst, f├╝r mich die gr├Â├čte Frage, wenn wir jetzt schon hier eben kurz geleakt haben, dass ich jetzt hier so ein bisschen am rumpitchen bin. Hast du dir ├╝berhaupt schon mal jemals einen Pitch Deck angeguckt oder einen Business Plan gelesen? Ich habe jetzt auf Twitter gesehen, dass die einflussreichsten Angel-Investoren das wohl gar nicht mehr machen oder noch nie gemacht haben. Was ist denn da los?
Also du sprichst bestimmt von Paul Graham von Y-Combinator. Sehr renommierter Accelerator. Und ich glaube er hat gesagt, er hat noch nie einen Business Plan oder Financial Forecast oder sowas gelesen. Pitch Decks gucken die sich schon an, wobei die ein anderes Format haben tats├Ąchlich. Pitch Decks schaue ich mir nat├╝rlich an. Der Beitrag eines Business Plans ist, finde ich, tats├Ąchlich nicht vernachl├Ąssigbar, aber weniger wichtig. Gerade, also es geht um die Pre-Seed-Seed-Phase, glaube ich, in der er sich bewegt. Und auch nur daf├╝r sollte man das dann als g├╝ltig bezeichnen, das Zitat. Ich glaube, was man schon sagen kann, ist, dass das nicht der wichtigste Teil, in der Phase nicht der wichtigste Teil der Entscheidungsfindung ist, der Business Plan. Der hat eine Funktion, da komme ich gleich drauf, aber in der Phase geht es eigentlich nur um zwei, drei Sachen. Also a, glaubst du an das Team, dann ist das das richtige Team f├╝r diese Zeit, f├╝r dieses Projekt. Haben die einen guten Track Record oder sind die ├╝berzeugend gute Verk├Ąufer, gute Exekutor? Hast du eventuell schon mal mit denen gearbeitet oder geh├Ârt, dass die super sind? Das ist wichtig. Dann willst du insgesamt schauen, ob die Marktgr├Â├če gro├č genug ist, also ob da nicht an irgendeiner Nischenl├Âsung gebaut wird, die vielleicht nicht gro├č genug zumindest f├╝r Wagniskapital werden kann. Und du guckst dir vielleicht so ein bisschen die Konkurrenzsituation an. Ist das eigentlich nur ein Feature f├╝r jemand anderes? Gibt es das schon? Haben das andere schon mal gemacht und es hat nicht funktioniert? Und was w├Ąre der Grund, warum es jetzt besser funktionieren sollte? Das sind, glaube ich, eher so die Fragen, die man sich als Seed und Pre-Seed-Investor stellt. Ich finde den Businessplan beschr├Ąnkt aussagef├Ąhig. Die Funktion, die er hat ist, also und a, dass es ein Riesenproblem ist und wo ich mich dann immer ├Ąrgere, warum Leute ├╝berhaupt einen Businessplan machen, ist, da steht gerade in Deutschland typischerweise drin, dass sie sp├Ątestens vier Jahre ab jetzt EBIT positiv sind. Daf├╝r investieren gute Investoren nicht in Startups, um irgendwie nach zwei oder vier Jahren break-even zu sein. Ich hatte ein einziges Mal in meinem Leben ein Venture, wo das so war. Das war Ladenzahler. Und das war aufgrund des so ein bisschen Abitrage-Charakters einfach sehr, sehr schnell sehr profitabel, aber auch in der absoluten Gr├Â├če dann gecappt. Also das hat dann irgendwann einen sehr profitablen H├Âhepunkt erreicht. Aber ansonsten ist es nicht typisch und gerade die Sachen, die besonders gro├č werden, die verbrennen, also bestes Beispiel Delivery Hero, die verbrennen dann irgendwie nach zehn Jahren auch noch Geld. Und sofern man schnell genug w├Ąchst, dann ist das eben auch sinnvoll. Deswegen mag ich Businesspl├Ąne eigentlich nicht, die mir dann erz├Ąhlen in vier Jahren, hier fangen wir schon an, das Geld zur├╝ckzuzahlen, dann gibt es die Dividenden so ungef├Ąhr. Ich frage mich immer, wen das ansprechen soll. Also sind die Investoren wirklich so risikoaverse, dass sie das sinnvoll finden?
Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass irgendein Angel das dann mal gesagt hat und dass dann auf einmal der Plan wieder so ein bisschen umgeschrieben wird.
Und ich meine, es zeigt ja, der Grund, warum du einen Businessplan machen solltest, ist ja, das kommt ja fast so ein bisschen aus der Fremdkapitalwelt eigentlich, dass wenn du deine D├Ânerbude er├Âffnest oder deinen Friseursalon, dass die Bank, um dir das Geld zu geben, schauen will, wie realistisch du deine Ausgaben und Einnahmen einsch├Ątzen kannst. Das kann schon helfen einzusch├Ątzen, ob der Gr├╝nder, die Gr├╝nderin oder das Team sich bewusst dar├╝ber sind, was typische Kosten sind. Also sagen wir mal, jemand baut eine Neobank f├╝r Podcaster, f├╝r Podcast-Influencer und baut das auf der Solaris Bank auf. Und dann willst du vielleicht schauen, haben die ein Verst├Ąndnis davon, was das eigentlich kostet pro Jahr an Lizenzgeb├╝hren an die Solaris Bank? Was verstehen die, haben die ein gutes Gef├╝hl daf├╝r, was sozusagen das Entwicklersetup, um eine Neobank zu bauen, kosten wird im Vergleich zu anderen, die das schon gemacht haben? Sch├Ątzen die so Revenue-Expansion, Churn, haben die einen Begriff, also was definiert man eigentlich als Treiber des Revenues? Man kann schon gucken, ob die Leute so ein logisches, gutes Verst├Ąndnis der Treiber des Gesch├Ąftsmodells haben, ob sie sich aller Kosten, die auf sie zukommen, bewusst sind. Das ist so ein bisschen ein Reality-Check. Ich glaube nicht, dass jemand erwartet, dass dieser Plan dann wirklich eingehalten wird. Das ist zumindest mein Anspruch nicht und ich glaube auch nicht wirklich. Sondern es ist eher so, hat das Gr├╝ndungsteam die F├Ąhigkeit, dass die Zukunft, und ich meine, Startups leben ja von Uncertainty. Das hei├čt, es ist eigentlich Status Quo, dass du die Zukunft nicht einsch├Ątzen kannst, weil sie Uncertain ist, also unter Unsicherheit modelliert wird. Deswegen kann ein Businessplan per se nicht richtig sein, sondern man kann bestenfalls gucken, wissen die, was eine FTE in der Entwicklung kostet, was ein guter Produktmanager kostet. Solche Dinge, die checkt man glaube ich ab mit einem Businessplan. Ich wei├č trotzdem nicht, ob das dann das Wichtigste der Welt ist, das zu machen. Es gibt einem so ein bisschen das Gef├╝hl, also wenn zum Beispiel der Markt zu klein ist, man kann das ja immer aus zwei Richtungen machen, also Bottom-up oder Top-down die Marktgr├Â├če anschauen. Und was schon mal passiert ist, dass man bei der Erstellung des Businessplans merkt, dass selbst wenn das wirklich gro├č wird, dass man zum Beispiel merkt, dass man um profitabel zu werden, mehr Teilnehmer braucht als es am Markt gibt gerade. Daf├╝r ist es vielleicht sinnvoller. Aber dann gr├╝ndet man ja in der Regel auch nicht. Aber ich w├╝rde schon sagen, dass das in der ganz fr├╝hen Phase vielleicht nicht vernachl├Ąssigbar ist, aber nicht das Wertvollste. Und wenn die bei Y-Combinator sagen, das ist f├╝r sie nicht relevant, dann kann ich mir gut vorstellen, dass sie das nicht zu einem schlechteren Investor macht dadurch.
Ich glaube, dass es f├╝r die Gr├╝nderinnen und Gr├╝nder schon relevant ist, die Sachen und die Milestones runter zu schreiben. Einfach um selbst an der Idee zu arbeiten beim Pitchen, vor allem am Anfang ist das glaube ich nicht so wichtig. Und er meint auch ganz gut auf Twitter dann unten drunter. Also erstmal ist er ├╝berrascht auf das ganze Feedback, dass ihn Leute irgendwie beschimpft haben auf Twitter, dass er irgendwie l├╝gen w├╝rde und so. Und dann halt zwei Punkte. Das eine, das glaube ich halt auch, er sagt halt er kriegt in f├╝nf Minuten im Gespr├Ąch mit dem Gr├╝nder der Gr├╝nderin mehr raus als ├╝ber das Pitch Deck. Und das zweite sagt er halt irgendwie auf Spanish Ski zu gucken. Also auf das Excel Game ist so ein bisschen wie beim Marathon die ersten 100 Meter sich anzuschauen. Also auf der anderen Seite willst du ja schon sehen, ob der so in die richtige Richtung rennt. Also oder das Team. Also wenn es ein Business Plan gibt und alles, du willst ja schon irgendwie schauen, dass jetzt nicht alles irgendwie falsch falsche Annahmen hat.
Ja, macht Sinn.
Also vielleicht willst du nicht sehen, wo die in den ersten 100 Meter, also wie sie in den ersten 100 Metern, wer auf Platz eins ist, aber du willst ja schon sehen, dass das Team in die richtige Richtung l├Ąuft.
Und ich meine, du musst so ein bisschen absch├Ątzen, wann du den ersten Getr├Ąnkestopp im Marathon einlegst. Also der Business Plan dient unter anderem ja dazu zu sehen, wie viel Geld muss ich jetzt eigentlich raisen, um zum n├Ąchsten Milestone zu kommen. Also damit ich jetzt nicht alle sechs Monate Geld raisen muss, was eigentlich logistisch sehr schwer ist, dann ist es ja schon sinnvoll zu ├╝berlegen, auch was wird der vermutliche Kapitalbedarf ├╝ber die n├Ąchsten 18 Monate sein. Um dann zu wissen auch ungef├Ąhr, wie viel Geld man raisen muss, um ein komfortables Polster zu haben. Also du kannst beim Business Plan nat├╝rlich gut checken, ob jemand CFO Qualit├Ąten hat oder so, aber ich w├╝rde fast denken, dass die Leute, die was wirklich gro├č gebaut haben, nicht zwangsl├Ąufig gut daran waren, extrem gute Modelle Business Pl├Ąne zu bauen. Ansonsten w├╝rden Investmentbanker die besten Startups bauen, was nicht der Fall sein scheint. Wenn man von wirklich gro├čen Autoleiern redet zumindest.
Dann, was haben wir heute noch? Ein bisschen Podcast Thema, Acast, Audioboom, ein bisschen B├Âmi, auf eine Idee, auf die ich nicht gekommen w├Ąre, bisschen NFTs, Earnings, Datadog, Airbnb, machen wir live, also Airbnb live und dann noch so ein bisschen Ausblick in den Rest der Woche. Wie sieht es mit Acast aus? Die haben Earnings gemacht, letzte Woche, ich habe auf Twitter gesehen, dass wir es vergessen haben, wurde gefragt, ob wir es nicht gemacht haben oder vergessen, ich habe gesagt beides.
Ja, ich hatte es mir tats├Ąchlich angeschaut, ich fand es jetzt nicht so besonders, dass ich es aufgenommen habe, aber das heute sozusagen unser gr├Â├čeres Thema ist heute ja so ein bisschen die Podcast Wirtschaft, deswegen kann man mal dar├╝ber reden und weil ich das hier und da ja auch mal erw├Ąhnt habe, als etwas, was man sich anschauen sollte als Industrie. Jetzt unter anderem glaube ich, bei ohne Aktien wird es schwer, hatte ich Acast und Audioboom beleuchtet und Shopify, letzte Woche war das glaube ich. Auf jeden Fall hat Acast reported, Acast ist ein schwedisches Podcast Studio, also die kaufen letztlich auch Podcast Formate ein und produzieren die selber, vermarkten die ├╝ber die Werbung. Sind glaube ich nur einen Steinwurf entfernt vom Spotify Hauptquartier in Stockholm ans├Ąssig. Was besonders war oder warum die aufgefallen sind, sind, dass sie relativ fair bewertet sind mit ungef├Ąhr sechsmal Umsatz glaube ich oder sogar weniger, sind aber im Vorquartal glaube ich ├╝ber 100% oder 90% oder so gewachsen, mit viermal Umsatz sind sie sogar nur bewertet. Und wie gesagt, relativ hohes Wachstum im Vorquartal, hatten viel R├╝ckenwind aus der Werbeindustrie logischerweise und so bin ich darauf aufmerksam geworden. Die besten zwei Modelle sind wahrscheinlich Audioboom und Acast, ├╝ber Audioboom reden wir gleich noch. Und im Q4 haben sie jetzt nach diesem Quartal mit sehr hohem Wachstum immerhin nochmal 40% Wachstum gemacht. Das ist nat├╝rlich jetzt ein bisschen schade, weil es das Weihnachtsquartal ist, wo man nat├╝rlich dann viel Wachstum besonders stark durchschlagen w├╝rde in Absoluten Zahlen. Die Gross Margin ist 36% der Rohertrag, das Adjusted EBITDA ist noch minus 8%. Auf Ganzjahresebene w├Ąre es so, dass sie sozusagen 2021, das volle Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 73% gewachsen sind. Also man k├Ânnte annehmen, dass es sich verlangsamt, weil es jetzt im Q4 nur noch 40% waren. Die Gross Margin war stabil 36% ├╝ber das Jahr und das EBITDA war noch minus 15% im Gesamtjahr, also es ist mit minus 8% im letzten Quartal jetzt schon deutlich besser. Und da ist sozusagen bei der Profitabilit├Ąt eher ein positiver Trend. Das ist eben Podcast Network und die Gross Margin ist nur 36%. Kannst du erkl├Ąren warum? Also der Rohertrag, der ├╝blich bleibt vom Umsatz, geh├Ârt nur zu.
Ja, weil sie viel in die Produktion stecken und weil sie ja auch ein paar Sachen, oder sie agieren ja auch als Hoster.
Oder Vermarkter, ne? Vor allen Dingen.
Ja, Vermarkter und Hoster. Also ich kann als Podcaster meinen Podcast da hochladen, ich kann dar├╝ber meine Werbung einspielen oder es k├Ânnte auch sein, dass sie mich ├╝berzeugen, bei ihnen exklusiv mit ihnen einen Podcast zu produzieren.
Und das Problem ist so ein bisschen, dass wenn gerade zum Beispiel im Vermarktungsteil, da ist es eben so, dass man 100% der Werberl├Âse von den Werbetreibenden bekommt, aber man gibt in der Regel so rund 70% mal bis zu 75, vielleicht selten auch mal ein bisschen weniger, aber im Schnitt ist 30% so die akzeptierte Vermarktungsprovision, die man als Agentur bekommt. Also Vermarkter ist letztlich eine Vermarktungsagentur f├╝r Werbung, f├╝r Podcasts. Und da kommt man eben nur auf eine Marge von 30%. Wenn man jetzt selber exklusiv produziert oder exklusiv vermarktet, kann man das vielleicht h├Âher machen, wenn man Vorsch├╝sse zahlt und dann sagt, ab dann teilen wir. Man kann zum Beispiel sagen, wir zahlen euch eine Million fix und danach teilen wir 50 50 und so kann man langfristig dann vielleicht auch eine bessere Grossmargin bekommen, kurzfristig aber vielleicht auch eine schlechtere. Und deswegen ist es einfach so ein bisschen langfristigeres Play, das profitabel zu bekommen. Der Operating Leverage ist halt denkst nicht so hoch wie bei einem Software- oder Marktplatzmodell, sondern du arbeitest halt so ein bisschen wie ein Spotify, auch arbeitest du halt nur mit den 30%, die dir ├╝brig bleiben, in dem Fall jetzt ein bisschen mehr. Und aus diesen 30% musst du aber deine kompletten Akquisekosten, deine Allgemeinkosten, R&D-Kosten und so weiter bezahlen. So das macht es ein bisschen komplizierter, das jetzt zu einem ├╝berprofitablen Modell zu machen. Daf├╝r ist es aber eben auch sehr fair bepreist, eben noch nicht ganz EBITDA-positiv, sondern macht noch 8% Verlust, was ein Viertel der Grossmargin ist. Sie sagen, ihre Financial Goals, also wo sie hinwollen, ist, dass die Grossmargin bis 37 hochgeht, also nicht sich deutlich verbessert und dass sie in den n├Ąchsten 3 bis 5 Jahren positiv sind. Also das sie sagen eigentlich schon sehr klar, wir werden jetzt noch weiter wachsen, weitere Podcasts akquirieren und noch keinen Gewinn machen, aber deutlich gr├Â├čer werden. Zu den Zahlen, die haben so ungef├Ąhr eine Milliarde Listeners, also Zuh├Ârer, das sind wahrscheinlich eher Downloads als Zuh├Ârer. Die Uniques sind nur 73 Millionen, sozusagen. Die h├Âren dann aber eben 12, 14, 13 Shows und dadurch kommt man auf eine Milliarde Abspielungen. Und sie bauen ein Produkt, das ACARS Plus hei├čen soll, was eben so ein Subscription Player ist, wo man Subscription Geb├╝hr, also Geld bezahlt, was gut f├╝r die Grossmargin w├Ąre und das dann mit den Hosts teilt. Das wird aber, wenn sie selber sagen, ihre Grossmargin wird nur bis 37 hochgehen, dann klingt das so ein bisschen mit, dass sie auch nicht glauben, dass sich dadurch das Margin-Verh├Ąltnis nochmal deutlich verbessert. Unser Eindruck war bisher, dass die Zahlungsbereitschaft f├╝r solche Tools begrenzt ist, oder? Es haben auch H├Ârer gefragt, es kamen ein paar R├╝ckfragen zu den Zahlen, unter anderem, was wir von ACARS Plus halten, ob wir daran glauben, ich w├╝rde relativ klar sagen, ich glaube nicht daran. Ich bin wirklich ein absoluter Podcast-Maniak und versuche 40, 50 Podcasts die Woche zu h├Âren, teilweise sehr kurze, teilweise l├Ąngere. Aber ich will eigentlich nicht jedem Host Geld bezahlen, ehrlich gesagt.
Au├čer diejenigen, die vielleicht den Exclusive Deal mit Spotify vorher hatten. Also was passiert mit dem Joe Rogan, was passiert mit Olli und Jan, wenn die nochmal woanders was komplett independent machen und sagen, sie wollen losgel├Âst von Werbung irgendwas machen.
Und kriegen die aber ihre gesamte H├Ârerschaft auf eine Plattform wie ACARS gezogen?
Zehn Prozent, also hinter einer Page-Schranke w├╝rde ich sagen f├╝nf bis zehn Prozent.
Aber das k├Ânnen sie ja auch in jedem Anwanderer, achso bei Spotify k├Ânnen sie es nicht mehr, wenn du keinen Ausweg mehr hast. Aber die Frage ist, willst du dann nur solche Leute anziehen in dein Netzwerk? Auch kompliziert. Also ich glaube nicht an einen Paid-Podcast, ehrlich gesagt. Es gibt bestimmt ein paar, Strategery von Ben Thompson ist ein Paid-Format, was gut funktioniert, was auch eine sehr spezielle Audience hat.
Wobei der ja eher sein Newsletter verkauft. Also finde ich, der verkauft sein Newsletter und man kann dann noch den Podcast dazu h├Âren.
Ist das so? Okay. Also ACARS Plus ist nicht das, was ich glaube, sondern ich glaube eher, dass es ein bisschen besseres Play ist als Spotify, um auf den Podcast-Markt zu wetten. Weil es st├Ąrker direkt am Podcast h├Ąngt, nicht so dieses Musikindustrie-Problem mit diesem Artist-Pool dran hat, wo die Gross-Margin, also der Rohertrag noch mal niedriger ist. Also es ist, die zwei besten Podcast-Pure-Plays, wenn man darauf wetten m├Âchte, dass Podcasts noch popul├Ąrer werden, sind, glaube ich, ACARS und Audioboom. Die Zahlen sind, wie gesagt, es ist nicht super sch├Ân, dass das jetzt so runter geht. Ich w├╝rde da auch nicht, im Moment, wei├č noch nicht, ob ich da jetzt ewig investiert bleiben will, nachdem das Wachstum jetzt schon sehr deutlich runtergekommen ist. Haben sich relativ seitw├Ąrts, ein bisschen negativ mit dem Gesamtmarkt, also nicht ganz so schlimm wie der Gesamtmarkt, entwickelt. M├╝ssen wir ├╝berlegen. Tats├Ąchlich ist Audioboom die bessere Aktie fast, glaube ich. Und da gab es News diese Woche.
Ja, genau. Amazon und Spotify sind wohl interessiert, die zu kaufen. Als die News rauskamen die Woche, ist die Aktie erstmal um 20, 22 Prozent nach oben gegangen. Das Ganze, meine erste Frage war, wieso braucht Spotify das? Die haben doch irgendwie Megafon vor ein paar Monaten gekauft. Und da habe ich aber auch erst gedacht, okay, das ist einfach nur ein Hoster und man kann Werbung dar├╝ber buchen. Also das, was man im ersten Blick bei ACARS auch sieht, aber dann, wenn man weiterschaut, sieht man, dass die halt wahnsinnig viele Shows auch produzieren und halt machen. Und die W├Ąhrung ist halt einfach, wie viel Reach hast du pro Woche und darauf wird dann irgendwie ein Kaufpreis gesetzt. Also das sieht man, ich habe mir ja einen Report angeguckt von letzten Earnings. Da haben sie so eine Aufzeichnung von wieviel Millionen Weekly Reaches sie und die Konkurrenz haben. Und da sieht man halt, also Stitcher wurde gekauft 2020 f├╝r irgendwie ├╝ber 300 Millionen und Wondery wurde ja auch von Amazon gekauft f├╝r ├╝ber 300. Und die sind halt alle so ├╝ber, ja, also vier bis elf Millionen Listen pro, also Millionen Listen pro Woche. Und Audioboom ist dort auf Platz vier. Die haben so fast sechs Millionen. Und werden halt, also die produzieren halt einfach unheimlich viel Content darauf und so wird wahrscheinlich jetzt auch der Exit sein, ne? Also irgendwas mit zwischen vier und f├╝nfhundert Millionen, einfach um das Inventar irgendwie gr├Â├čer zu bekommen.
Ich glaube, das ist der einzige Weg Podcast Artists zu holen, die jetzt schon eingeloggt sind f├╝r ein, zwei Jahre bei anderen Plattformen. Also die kannst du ja nicht poachen, also du kannst jetzt nicht bestechen, damit sie Plattform wechseln, sondern die haben Handschellen eigentlich von ihren Plattformen. Und wenn du jetzt im gro├čen Stil noch Podcast, die schon laufen, also die ich neu neu anschieben muss, holen willst, dann ist das der einfachste Weg f├╝r Spotify und Amazon versucht nach wie vor in der Audio Strategie mit Amazon Music und dem Podcast Angebot und Audible noch dagegen zu halten. Und das sind die zwei nat├╝rlichen Bieter. Warum macht Apple da nicht mit, fragt man sich?
Denn es ist so egal. Die machen lieber ihr Reality OS und spielen im Metaverse mit.
Ich glaube, Apple ist halt schon die erfolgreichste Audio Streaming Company, weil Apple null Kosten hat, aber trotzdem 15 Prozent von den meisten Playern bekommt, also zwischen 15 und 30. Apple ist eigentlich die profitabelste Suchmaschine, weil sie von Google gepampert werden mit 20 Milliarden. Sie sind die profitabelste Audio Streaming Company, obwohl sie das schlechteste Angebot haben, aber weil sie von allen anderen Angeboten 15 Prozent bekommen. Es gibt eigentlich kein besseres Modell. Es ist so ein bisschen wie der Schutzgeldmacher, der sagt, warum selber ein Restaurant aufmachen, wenn ich einfach jeden Abend Geld abholen kann aus einem anderen Restaurant. Und ich glaube, deswegen hat Apple ├╝berhaupt keinen Anreiz, irgendwie dagegen zu bieten oder selber viele Stars unter Vertrag zu nehmen, weil sie, egal was davon erfolgreich wird, die haben halt ├╝ber 100 Prozent der Profits der Audio Streaming Branche. Wenn du ├╝berlegst, dass eigentlich alle Player kein Geld verdienen oder ein negatives E-Bit haben, Apple aber, der Einzige, der Geld damit verdient, haben sie ├╝ber 100 Prozent des Gesamtertrags der Branche, wenn man es mal genau nimmt. Das ist der Einzige, der Geld verdient mit Audio Streaming.
Aber Podcast ist ja ein bisschen anders, also da wird das Geld mit der Werbung verdient. Da hat Spotify schon ihre M├Âglichkeit, das zu machen und die Hoster auch und Apple eher nicht.
Das ist Unit Economic positiv vielleicht, also so auf Basis, wenn man das Podcastgesch├Ąft separieren w├╝rde, dann w├Ąre das vielleicht positiv. Aber als Gesamtmodell ist Audio Streaming halt trotzdem noch f├╝r niemanden profitabel gerade. Au├čer f├╝r Apple, weil die null OpEx haben, null CapEx, aber ├╝ber 100 Prozent der Profits aller Player bekommen im Moment. Geileres Modell gibt es nicht. Vielleicht reden wir andermal noch dar├╝ber. Ich glaube, dass irgendwann die FTC da mal einschreiten muss, gerade im Suchmarkt. Bei Audioboom gibt es noch eine spannende, also Audioboom sieht letztlich sehr, sehr ├Ąhnlich aus. W├Ąchst ein bisschen schneller, ist schon profitabel ein bisschen, aber sonst sehr vergleichbar von der Dynamik mit Acast. Aber was die machen, was ganz spannend ist, das hat mir der Floatomite von Unaktionwitz schwer geschickt, den Hinweis. Ich wei├č nicht, ob er das gemeint hat, aber was ich spannend daran finde, ist, die bauen ein SPV, also ein Special Purpose Vehicle, mit dem Hauptinvestor und dem Chairman, Michael Tobin, also ein SPV ist letztlich eine Firma mit einem ganz speziellen Zweck. In diesem Fall leiht sie Audioboom Geld, beziehungsweise bezahlt sie Geld, um Contentleute exklusiv zu akquirieren. Ich lese mal vor, also steht, also, The SPV has continued to decrease pressure on capital required to secure high revenue producing podcasts. This provides minimum revenue guarantees to certain leading content partners of the company. Also man kann damit Garantie umsetzen, also wie kriegt man jemanden wie Jan B├Âhmermann oder Jerogen auf seine Plattform? Und auch dieser 100 Millionen Deal, der war wahrscheinlich eigentlich so, dass man sagt, du kriegst 100 Millionen, daf├╝r geh├Âren uns die ersten 120 Millionen Werbeums├Ątze und danach teilen wir 50 50 oder so. Und also man muss eine hohe Umsatzgarantie den Leuten geben, als so ein bisschen wie Musikbusiness, upfront zahlt man denen das, danach, wenn es ├╝berschritten wird und so recaptured ist, dann kannst du es danach teilen. With AudioBooom paying the SPV 8% of the net advertising revenue after paying the content partner its share. Also sobald der Contentpartner ausbezahlt ist, zahlt man eben das an das SPV zur├╝ck in relation to those podcasts. Also was die ganz interessanterweise machen, du bekommst relativ schnell ein Cashflow Problem, n├Ąmlich du musst die Artists alle upfront bezahlen und kriegst die Einnahmen aber erst in der Zukunft. Und deswegen baust du quasi ein SPV, was die Artists bezahlt und lagerst das Cashflow Problem so ein bisschen aus. Daf├╝r kriegt das SPV halt eine kleine Rendite, daf├╝r dass es erst das Geld auszahlt und sp├Ąter die Einnahmen bekommt. Aber so verschwinden die so ein bisschen vom Income Statement oder vom Cashflow Statement der Company, weil du mehr Geld ausgeben kannst, als du gerade auf dem Konto hast und daf├╝r verpf├Ąndest du so ein bisschen die zuk├╝nftigen Einnahmen. Das ist einerseits ganz spannendes Financial Engineering, das kann langfristig aber gef├Ąhrlich werden, n├Ąmlich genau dann, wenn du spekulierst darauf, dass das Advertising Revenue pro Listen immer gr├Â├čer wird. Sagen wir, du hast jetzt einen Podcast, der oder die auf einmal sehr unpopul├Ąr wird oder der ganze Markt bricht zusammen, dann hast du eventuell unheimlich viel an Ausgaben get├Ątigt, die nie wieder zur├╝ckkommen. Es gibt Vermutungen, dass in der Musikindustrie die Balance Sheets extrem aufgeladen werden, weil man sagt, ich gebe jedem Top-K├╝nstler erstmal einen riesen Vorschuss, ob ich den irgendwann nochmal reinbekomme, ist egal, weil ich werde am Umsatz gemessen und der Umsatz kommt ja rein, auch wenn ich den dann weitergeben muss. Und du beh├Ąltst die Forderung gegen den K├╝nstler, beh├Ąltst du ja auf dem Balance Sheet. Also sagst du quasi, ich will Capital Bra verpflichten und ich zahle jetzt zwei Millionen Vorschuss auf die n├Ąchsten zwei Alben und dann macht der aber nur 500 an Ums├Ątzen und dann sag ich einfach, Capital Bra schuldet mir noch 1,5 Millionen und die bleiben in den Forderungen stehen. Das hei├čt, von der Ertragskraft hat sich eigentlich gar nichts ge├Ąndert, weil ich habe ja noch die Forderung weiter gegen die. Dass die aber irgendwann niemals einbringbar wird, ist dann eben das Problem des n├Ąchsten CEOs, wenn du schon deine Rente genie├čt und von dem hochgeschraubten Umsatz lebst. Das sollte man zumindest sagen, dass das auch in der Podcastbranche irgendwann Gefahr sein k├Ânnte, dass wenn man so ├╝berbordende Vorsch├╝sse zahlt, dass man eventuell nicht einbezieht, dass die niemals wieder zur├╝ck. Das ist keine Unterstellung, aber es ist etwas, was man sich immer genau anschauen m├╝sste. In dem Fall hier w├╝rde nach meinem Verst├Ąndnis das SPV darauf sitzen bleiben am Ende. Und jetzt wolltest du noch was sagen zu?
Ich wollte r├╝bergehen zu B├Âhmermann. Der hat sich ja nach Joe Rogan so ein bisschen kritisch ge├Ąu├čert im eigenen exklusiven Spotify-Podcast. Und man k├Ânnte ja sagen, dass durch Fest und Flauschig oder Sanft und Sorgf├Ąltig, Spotify ├╝berhaupt auf den Gedanken gekommen ist, das international so auszur├Ąumen, wie sie das machen mit dem Exklusiv-Content. Da kam jetzt heute die News, dass er gemeinsam mit zwei Kolleginnen oder einem Kollegen einer Kollegin eine Podcastproduktionsfirma gr├╝ndet. Und das ist jetzt, glaube ich, sechs Jahre nach dem Unterzeichnen des Exklusiv-Deals. Mitte Mai kam die erste Folge exklusiv raus. Deswegen w├╝rde ich behaupten, dass Mitte Mai dann auch Schluss ist mit Exklusiv-Spotify. Olli Schulz hat sich auch so ein bisschen b├Âse ge├Ąu├čert, ob er ├╝berhaupt jetzt noch f├╝r eine Firma arbeiten m├Âchte, die den Musikern ja viel zu wenig zahlt. Also er hat das, glaube ich, am Wochenende im Podcast ge├Ąu├čert. Also die werden immer kritischer.
Ja, zwei Themen dazu. Es erschreckt mich, wie ├Ąhnlich wir inzwischen denken. Also das erste, was ich gemacht habe nach der News, ist, ich habe gegoogelt, wann die ihren Vertrag unterzeichnet haben. Also auch um das rauszufinden, n├Ąmlich wann sie ihn k├╝ndigen werden.
Ich habe es ein bisschen anders gemacht. Ich habe einfach im Podcast-Player runtergescrollt.
Okay, also sind wir uns doch nicht so ├Ąhnlich. Aber ich habe mich auch ├╝berlegt, wann k├╝ndigen jetzt ihren Vertrag und werden woanders exklusiv oder in ihrem eigenen Label, was, glaube ich, Sinn macht, wenn man die Reichweite besitzt. Ist das, glaube ich, schlau. Bei denen w├╝rde ich davon ausgehen, dass ein gro├čer Teil einfach mitgeht. Und es w├╝rde ja weiter bei Spotify laufen wahrscheinlich, nur eben nicht mehr exklusiv.
Ja, die einzige Frage, die man halt bei so Comedian hat, ist Werbung. So, f├╝r wen wollen die sich hinhergeben und wie machen sie das mit dem Werbebusiness? Also bei Joko und Paul, da wei├č ja jeder, dass die sehr gut verdient haben mit der ganzen Werbung, die ProSieben ihnen da vorgegeben hat. Aber das war auch klar. Joko ist ja auch ein Werbegesicht, Paul ja auch. Aber jetzt bei Olli und Jan w├╝rde ich halt denken, die sind nicht so ganz gut vermarktbar wie andere.
Und die werden es nicht selber einsprechen, glaube ich, oder? Und dann ist es einigerma├čen wertlos.
Genau, das ist so die Frage. Deswegen h├Ątte ich fast gedacht, dass sie eigentlich die Besten w├Ąren, um exklusiv, also um Subscription noch mal richtig auszuprobieren. Und darauf zu wetten, so bis dahin.
Glaubst du, die machen Subscription?
Also das ist auf jeden Fall der most independent way. Oder sie h├Âren komplett auf. Das kann auch sein.
Das ist ein schweres Konzept f├╝r eine Firma, die Geld verdienen muss.
Ja, also es gibt ja auch andere Formate, die irgendwie gut und erfolgreich sein werden.
Achso, das ist das Format einstellen, ihr eigenes?
Genau, aber das kann ich mir auch noch nicht so ganz vorstellen, weil Olli war ja jetzt die letzten zwei Jahre nicht so oft auf Tour. Corona hat ja den Musikern nicht die Kassen vollgesp├╝lt und da ist so ein Weekly oder Bi-Weekly Podcast ja schon sehr angenehm.
Die Frage ist, ob die beide die gleiche Meinung zu dem Deal haben. Aber um darauf nochmal zur├╝ckzukommen, glaubst du auch, dass Spotify den K├╝nstlern zu wenig zahlt? Also Spotify kann ja schon selber nicht mehr davon leben. Was willst du noch weitergeben au├čer zwei Drittel oder 70 Prozent?
Ich glaube, dass Spotify echt ein Problem hat, dass sowohl Musik als auch Podcasts das nicht wirklich weiter so machen m├Âchten. Also ich sehe ├╝berhaupt keinen Grund, warum irgendein Podcaster mittlerweile exklusiv bei Spotify sein sollte. Also es gibt ja kein sehr gutes Beispiel. Ich kenne auch keinen, der einen wahnsinnig guten Deal bis jetzt bekommen hat. Man verdient ├╝ber die Werbeeinnahmen sehr gut und wieso soll man sich dann exklusiv irgendwo hinstellen?
Das Killerfeature ist aber immer noch, dass Spotify Werbung Skipper machen muss. Per AI feststellen, wann Werbung kommt und dann auf dem Display Push Notification jetzt. Also gro├če Notification m├Âchtest du, wir spulen dich direkt bis zum Ende des Spots. Ja. Ich mag es als Idee. Ob ich es jetzt als Contentproducer gut f├Ąnde, Produzent wei├č ich nicht.
Ich glaube ja, dass viele K├╝nstler werden ihre eigenen Channels haben. Ich k├Ânnte mir fast, war die Woche fast soweit, irgendwas f├╝r Twitter zu scribbeln, weil ich glaube Twitter w├Ąre auch ein guter Podcastplayer. Aber ich glaube nur, dass bei Spotify sehe ich sowohl f├╝r Musiker als auch f├╝r Podcaster nicht wirklich die Welt oder sie versuchen es irgendwie anders zu machen.
Dann ist es mal Zeit den H├Ârern zu erkl├Ąren, dass Musik mehr als 10 Euro im Monat kostet. Also man kann nicht sagen, dass Spotify sich jetzt einen zu gro├čen Share nimmt.
Ja, oder man dr├╝ckt halt wirklich mal die Musiklabels irgendwie ein bisschen zur Seite.
Das ist wahrscheinlich viel effizienter als an dem Spotify Share rumzuschrauben, dass man mal ├╝berlegt, wie viel Value stiften die Labels eigentlich noch in der Kette. Und die Vertriebe, die Agenturen, was wei├č ich.
Ja, ich bin auf jeden Fall skeptisch, was Spotify angeht. Ich nutze es immer noch, es ist eins meiner meistgenutzten Produkte, keine Frage. Ich nutze es als Player eigentlich nur bei den exklusiven Sachen.
Und du w├╝rdest auch 12,99 zahlen, oder? Ja. Und 14,99.
Ja, aber ich würde natürlich schon gerne, dass Cordae ein bisschen mehr Geld von mir bekommt. Also wenn der jetzt irgendwann eine App rausbringt mit exklusiv seinen Sachen und irgendwie noch ein paar Freunden und so Sachen. Ähnlich wie, vielleicht war Tidal einfach viel zu früh.
Dann Square.
Oder vielleicht macht das Jack jetzt mit Square. Who knows.
Aber noch ein Player, ist das der Sinn, dass dann f├╝r jedes Musikst├╝ck oder f├╝r jeden Interpreten ein extra Player hat? Das kann ja auch nicht die L├Âsung sein. Wird das dezentral? Ist das auch ein weiteres Problem, was Krypto nicht l├Âst? Oder die Blockchain nicht l├Âst? Sondern weiter verkomplizieren kann?
Hast du ├╝berhaupt jetzt am Wochenende gemerkt, dass diese QR-Codes echt Sinn machen?
Beim Superbowl gab es eine QR-Code, auf Coinbase hatten die QR-Code. Und die Webseite dazu kaputt. Das ist das Technologieverst├Ąndnis, was ich habe von Leuten, die QR-Codes nutzen. Dass sie die einsetzen und dann die Webseite dahinter aber kaputt ist. Das passt zusammen wiederum. Aber es war erstaunlich viel Krypto-Werbung im Stadion. Die Sport-Gambler wahrscheinlich eine gute Audience. ├ťberwiegend m├Ąnnlich, voll mit Alkohol und Testosteron. Das ist die perfekte Krypto-Audience, w├╝rde ich sagen.
Oder ist das einfach der komplette Krypto-Peak und alle haben so viel Kohle bekommen oder so viel Kohle verdient in den letzten Monaten, dass das einfach weg muss.
Was ich krass finde, ist, dass der Bitcoin-Kurs darauf nicht besonders stark reagiert hat. Ich habe tats├Ąchlich 20 Stunden nach dem Superbowl geschaut, ob da jetzt viel Volumen im Markt reingegangen ist.
Hatte ich aber nicht das Gef├╝hl.
Also neue Accounts haben sie bestimmt geschafft.
Die Leute lieben jetzt erst mal wieder ein bisschen. Dann lass mal zu unserer Frage kommen. Es hat jemand gefragt. Folgendes Konstrukt.
Erbe.
Man erbt ein Mehrfamilienhaus von seinen Eltern. Das Haus ist ungef├Ąhr 800.000 Euro wert. Und jetzt anstatt, dass man das Haus erbt, kauft man das Haus von den Eltern f├╝r 800.000 Euro, macht daf├╝r einen Kredit und so weiter. Wie wenn man das Haus irgendwie von jemand anders kaufen w├╝rde. Und die Eltern machen beide eine Schenkung, also steuerfrei beide f├╝r jeweils 400.000 Euro. Und das Geld nimmt man dann wiederum und investiert beispielsweise in ETFs, Aktien oder sonstige Sachen. Die Einnahmen von dem Haus decken alles, also Zinsen, Tilgung, Instandhaltung. Und so hat man sein Geld gut angelegt. Findest du einen Fehler, Pip?
Also ich glaube einerseits ist es wichtig, ob man sich das Geld daf├╝r von der Bank oder von den Eltern borgt. Du k├Ânntest es auch so machen, dass du einen Kredit bei den Eltern aufnimmst und der dann geschenkt wird. Also die R├╝ckzahlung geschenkt wird. Ich bin nicht sicher, ob das gemeint ist oder nicht. Und im ├ťbrigen ├╝berlege ich mir, warum man nicht direkt das Haus schenkt. Das w├╝rde aber inhaltlich keinen gro├čen Unterschied machen. Also w├╝rde man den Kredit bei einer Bank aufnehmen. Das Rational dahinter oder die Hypothese ist, dass langfristig der Aktienmarkt besser l├Ąuft als das Haus. Was sein k├Ânnte, nicht sein muss, aber gut sein kann. In der Vergangenheit war es wahrscheinlich. Und deswegen w├╝rde man das Haus sofort wieder verfenden eigentlich, um Barmittel zu bekommen. Und die dann wiederum in ein ETF stecken, w├Ąhrend man aus dem Mietzins die Tilgung, Zinsen und Instandhaltung des Hauses bezahlt. Oder eben auch aus den Einnahmen des ETFs, die k├Ânnte man eventuell auch noch drauflegen. Das wird in den allermeisten F├Ąllen so funktionieren. Ich glaube, ein Szenario, wo es kompliziert wird, ist, dass wenn wir eine Immobilienblase h├Ątten, was ich jetzt nicht komplett ausschlie├čen w├╝rde, kann das schon sein, dass der liebe Mann von der Raiffeisenbank irgendwann vorbeikommt und sagt, wir glauben, ihr Haus ist nicht mehr 800.000, sondern nur noch 460.000 wert. Ich meine, das Gute ist, die ETFs werden so liquide sein, dass du sie wahrscheinlich, also du kannst das vielleicht zahlen, au├čer wenn gleichzeitig, und das ist nicht ganz unwahrscheinlich, auch die Aktien unten sind.
Gut, aber wenn alles schlecht ist, ist auch alles schlecht.
Ja, das sage ich auch ganz oft. Dann ist auch alles egal eigentlich schon, warum es so schlimm wird. Aber vielleicht, also auch da kommst du ein bisschen auf das eigene Risiko naturell an. Vielleicht ist es auch sinnvoll, das nicht zu 100% zu beleihen, sondern nur zu 80% des Verkehrswerts oder so, je nachdem, wie konservativ diese 800.000 Wertsch├Ątzung auch sind. Also vielleicht muss man nicht das Maximum nehmen. Dass man jetzt statt das Haus in ETFs anlegt, also statt nur die Rendite des Hauses zu haben, und man hat in dem Fall ja beide Renditen, Sekunde, du hast die Wertsteigerung des Hauses und die des ETFs. Daher scheint das schlau. Aber du hast ein Restrisiko, du hast ein Risiko, dass das Haus so weit im Wert sinkt, dass du sozusagen einen Margin Call auf deine Hypothek bekommst. Und dann m├╝sstest du entweder ETFs notverkaufen oder hast Bargeld zuf├Ąlligerweise. Aber es ist nicht risikolos. Wir werden niemals ein Modell finden, mir ist noch niemand ├╝ber den Weg gelaufen, der ein Modell gefunden hat, wo man risikolos Rendite machen kann. Und hier bist du halt sehr lange an einen Vertrag gebunden, und allein das ist eben das Risiko, weil sich in der Zwischenzeit der Markt ├Ąndern kann. Aber ich glaube, es ist schon schlauer zu sagen, ich lege das Geld nochmal an, als auf die Rendite des Hauses allein zu vertrauen. Das ist trotzdem wahrscheinlich ein gutes Investment, das Haus, insbesondere wenn es vermietet ist und dann mal Geld rumkommt. Aber man kann schon sagen, dass man ein Haus immer wieder zu einem gewissen Zinssatz beleiht oder belastet. Und das Cash dann nutzt, um nochmal mit einem Hebel zu investieren. Ist ein bisschen riskanter, als nur die Miete einzusammeln. Aber es ist eine gute Mischung aus Risiko und Rendite, w├╝rde ich sagen. Aber ich bin auch kein Immobilien-Experte. Aber es scheint so weit Sinn zu machen. Die Frage ist, in dem Szenario scheint mir so ein bisschen, man br├Ąuchte die Bank da drin gar nicht. Die verdient ja Geld daran. Also ich w├╝rde nochmal pr├╝fen, ob man sich das Geld nicht direkt auch von den Eltern leihen kann, denen damit das Haus abkaufen kann. Dann wiederum schenken sie einem entweder den Kredit. Ich wei├č nicht, ob man den Kredit auch einfach... Das wird eine Beratung, die wir nicht machen wollen. Aber ich wei├č nicht, ob man den Kredit vergessen kann. Und ob dann keiner den Vorteil hat. Die Eltern br├Ąuchten doppelt so viel Geld. Ich w├╝rde mich mal beraten lassen und schauen, ob man die Bank wirklich davon braucht. Oder wenn das Geld eh alles da ist. Es scheint ja ein Szenario zu sein, in dem das Geld gar nicht gebraucht wird. Dann kann man es vielleicht auch ohne die Bank machen. Dann wird es noch ein bisschen g├╝nstiger. Vor allen Dingen klagen einem die Eltern in der Regel nicht. Im schlimmsten Fall dann die Erbengemeinschaft. Aber normalerweise klagen die ja nicht aus dem Haus raus, wenn der Verkehrswert sinkt. Oder die Sch├Ątzung. Ansonsten klingt das schon schlau. Also sagen wir mal so. W├╝rde ich jetzt diese Wohnung besitzen, zu 100 Prozent, und die w├Ąre schuldenfrei, dann w├╝rde ich mir jetzt in dieser Phase... Oh Gott, sonst fangen Leute an, ihre Hause zu beleihen. Also ich, sagen wir mal so, mit meinem relativ hohen Risiko-Appetit und keinerlei Zukunftssorgen, das w├Ąre untertrieben, aber mit relativ wenig finanziellen Sorgen und der F├Ąhigkeit in der Regel, f├╝r das N├Âtigste in meinem Leben aufzukommen, zu jedem Zeitpunkt, w├╝rde dann wahrscheinlich nicht 100 Prozent, aber einen Teil dieser Wohnung wieder beleihen und das Geld einer besseren Verwendung zuf├╝hren. Das hei├čt aber in keinem Fall, dass das f├╝r den Durchschnittsnutzer die richtige Option ist. Da muss man ganz klar ├╝berlegen, es gibt auch Leute, die mit Schulden ├╝berhaupt nicht gut umgehen k├Ânnen. Oder mit der Gewissheit Schulden zu haben, wenn du dann nicht mehr schlafen kannst in deiner bedienenden Wohnung, dann hilft das ganz sicher nicht. Das ist letztlich auch auf Pump Aktien kaufen, was immer gef├Ąhrlich ist. F├╝r mich k├Ânnte das in Frage kommen, ich w├╝rde mir das auch l├Ąnger ├╝berlegen, ob ich das m├Âchte. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Pipp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko-Dispension der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen.
Also nochmal Disclaimer lesen, auf keinen Fall nachmachen, aber nochmal zu deinem Punkt. Also ganz Deutschland wei├č ja, dass du jetzt ein paar Amazon-Aktien verkaufen willst, aus Liquidit├Ątsgr├╝nden. Vielleicht.
Wahrscheinlich.
Mal angenommen, dieses Szenario w├╝rde bestehen, also dir geh├Ârt die Wohnung und sie ist schon abbezahlt. W├╝rdest du jetzt n├Ąchste Woche eher Amazon verkaufen oder Wohnung beleihen?
Dann w├╝rde ich die Wohnung beleihen, klar.
Oder Wohnung beleihen und noch
Amazon-Aktien dazukaufen. In dem Fall ist ja ein Steuereffekt daran, dass Amazon ja deutlich im Plus ist und das hei├čt, ich w├╝rde Steuern zahlen. Weil ich schon glaube, dass die Aktien eine Rendite haben in Zukunft. Ich will nur nicht sagen, das ist nicht der Aufruf, beleiht alle jetzt zu 110% euer Eigentum und kauft jetzt Aktien. Das wird mit hoher Wahrscheinlichkeit schief gehen. Ich w├╝rde es vielleicht zum Teil f├╝r mich pers├Ânlich machen. Und wie gesagt, ich w├╝rde in dem Fall, der uns beschrieben wird, auch vielleicht nicht das voll ausreizen. Allein auch, du hast Optionalit├Ąt. Sagen wir, es kommt ein richtiger Crash, dann hast du vielleicht die Chance, dann nochmal ein bisschen mehr aufzunehmen. Also ein bisschen Reserven zu haben und Optionalit├Ąt zu haben, ist gerade in Krisenzeiten unheimlich wertvoll. Wenn du dann der Einzige bist, der noch nicht bis unter den Scheitel gelevert ist, also hochgehebelt ist. Aber wie gesagt, das h├Ąngt sehr davon ab, wie wohl man sich mit Risiko, mit Schulden f├╝hlt. Aber um mal fair zu sein, einfach nur Sachen von links nach rechts verschieben. Wir hatten das neulich mal erkl├Ąrt, das fand ich erstaunlich eing├Ąngig. Wenn du Krediten nimmst und daf├╝r Aktien oder ein Haus kaufst, das ist halt nur eine Verschiebung von Bilanzlinien eigentlich. Sondern du sagst, das ist halt aus fungiblen Assets, wie hei├čt das, current, non-current, was sind das deutsche Worte f├╝r? Ich glaube, fl├╝ssig w├╝rde man im Volksmund sagen. Also dass du aus fl├╝ssigen Verm├Âgen was du halt langfristig hast, du bist durch das Verschulden weder armer noch reicher geworden. Du hast eine Verm├Âgensart in eine andere gewandelt. Sowohl das Geld kann entwertet werden, im Moment sogar sehr aggressiv, aber auch der Preis der Immobilie kann fallen. Langfristig steigen die Werte der Immobilien und das Geld hat sich selten verbessert. Also Deflation gab es noch nicht so lange und da bl├╝hen uns andere Sachen bald. Also von daher, ich bin eigentlich kein gro├čer Fan von Schulden, aber man muss auch mal ganz realistisch sagen, wenn man daf├╝r was Sinnvolles kauft, also wenn du dir nicht ein Lambo daf├╝r kaufst, dann ist es wahrscheinlich einfach nur ein Aktivtausch, dass du sagst, du wandelst halt fl├╝ssige Verm├Âgensbestandteile in weniger fl├╝ssige um. Aber man braucht immer eine fl├╝ssige Reserve f├╝r Notf├Ąlle. Wenn dann die Heizung im Haus ausf├Ąllt und du die 15.000 Euro f├╝r den Kessel nicht mehr hast, dann ist es auch doof. Ich w├╝rde das eher nicht machen. Genau, das ist auf jeden Fall keine Anlage. Es f├╝hlt sich nicht an, als w├Ąre das gute Anlage-Advice hier, was ich gerade gesagt gemacht habe. Aber es sind meine Gedanken dazu.
Sch├Ân, dass du da ein bisschen drauf rumdenken konntest. Dann SalesForce hat ein gro├čes
Announcement gemacht. Moment, das musst du mir mehr erkl├Ąren. Ich muss dir nicht die Verr├╝ckten der Welt erkl├Ąren. Ich habe heute gelesen auf CNBC, dass SalesForce tells employees it's working on an NFT-Cloud-Service. Also Facebook stimmt seine Sales-Mannschaft darauf ein, dass...
...SalesForce, nicht Facebook.
Facebook macht aus ihren Mitarbeitern Meta-Mails. SalesForce stellt seine Sales-Mannschaft darauf ein, dass sie bald NFT-L├Âsungen an die Kunden von SalesForce verkaufen. Du erkl├Ąrst mir jetzt, wo das Sinn macht.
NFT ist einfach das Thema Nummer eins. Die wollen auch was von dem Kuchen. Ich habe nochmal... In dem Artikel steht ja auch drin, 23 Milliarden Sales-Volumen waren NFTs letztes Jahr. Jeder Konzern, jeder ├╝berlegt ja
irgendwas mit NFTs zu machen. 23 Milliarden an NFTs wurden verkauft letztes Jahr? Aber da geh├Ârt auch zu, wenn der gleiche dumme Affe zehnmal gedreht wurde, ne?
Aber das Jahr davor waren es noch 100 Millionen. Ganz gutes Wachstum. Und jeder Konzern ├╝berlegt ja jetzt irgendwas mit NFTs zu machen. Beispielsweise Nike hat ja Artifact gekauft. Andere versuchen ihre eigenen Sachen zu machen. Meine Annahme ist einfach, NFT ist ja nichts anderes als ein Club Zugangsrechte oder einfach ein CRM. Und die bauen ihre Cloud, also ihre Marketing-Cloud oder ihr CRM weiter auf auf NFT-Basis. Und das bedeutet einfach, dass man das auch nutzen kann. Also beispielsweise ich habe ja meinen Nike NFT hier, meinen Clone, den du nicht hast. Also wenn ich mich da bei Nike mit anmelde, wird dann ├╝ber die Sales-Force-Cloud oder irgendeine Schnittstelle von denen klargestellt, dass ich andere Sachen sehen, kaufen kann, die du nicht bekommst. Und das bedeutet einfach f├╝r mich noch, dass die halt auch daran glauben, auch da mitpartizipieren m├Âchten und dass es ├╝berhaupt keine M├Âglichkeit mehr gibt, f├╝r irgendein CMO in Zukunft an NFTs vorbeizukommen. Am Ende ist es halt Access. Zugang zu oder ein Loyalit├Ątsprogramm oder oder oder. Und sie erm├Âglichen halt, dass alle Konzerne dort
mitspielen k├Ânnen. Ich finde es hat einen gewissen Schaden. Also zum Hintergrund muss man sagen, Sales-Force war die CRM, also Customer Relationship Management Company. Der Tickersymbol auf Buchenberg ist auch CRM. Und wir haben eben diese Marketing-Cloud. Also was ich gesagt h├Ątte, ist, wahrscheinlich wird NFT ein Bestandteil des Marketing-Plays und sie m├╝ssen das anbieten, damit gro├če Marken nicht zu anderen Anbietern gehen und da Budget lassen, das man sonst bei Sales-Force gelassen h├Ątte. Aber ich mag das, dass NFTs ultimativ ein CRM-Channel sind. Das kann man eigentlich, es ist unm├Âglich, das zu leugnen. Also du baust eine sehr enge Kundenbindung damit auf, weil du da jeden Tag deine bekloppten Schuhe anglotzt oder dein Clown da. Aber warum brauche ich so einen Tamagotchi, um mit meiner Marke zu kommunizieren?
Naja, du kannst ja auch eins bekommen, wenn du beispielsweise ein Produkt kaufst.
Ich habe heute die Pappkarte von Pek und Kloppenburg zu bekommen, das zehnte Mal. Ja, wer wei├č.
Aber wenn du halt nur eine Pappkarte bekommst von deinem Hemd oder den Produkten, die du wirklich kaufst. Da habe ich 20% beim Sign-up bekommen.
Da w├╝rde ich es dir jetzt nicht schicken lassen. Kriegst du nicht, bei deinem NFT. Ja, wer wei├č.
Ich habe ja hier noch so eine Schuhbox.
Ich warte ja immer noch auf NFT-Probleme. Also, dass NFT ein Problem l├Âst, was nicht schon gel├Âst ist. Also den CRM-Club, den kann ich halt auch jetzt schon machen. Warum das NFT?
Zukunft.
Zukunft.
Einfach was Neues erfinden, was die Leute sch├Ątzen oder nutzen. Aber klar, wenn du ein vern├╝nftiges Club-Sache, Neuralit├Ątsprogramm hast, was ja die meisten auch nicht wirklich haben, au├čer dass sie dir jetzt irgendwie ein bisschen Post nach Hause schicken oder per Mail. Aber wenn man es halt so sieht, die NFT-Projekte, die halt funktionieren, sind halt krasse Communities und da muss Salesforce einfach
mitarbeiten oder mit dran machen. Vielleicht sollte Lufthansa ein NFT-Programm machen. Auf jedem Flug wird ein einzigartiges NFT, so was wie so ein goldenes Ticket, verlost. Das bekommst du in dein Meilsen-Moore-Konto. Und wer zuerst alle deutschen Strecken zusammen hat, was denkst du, wie die McKinsey-Typen abgehen? Wer als erstes alle Strecken zusammen hat, darf selber ein A380 fliegen oder so nach Kapstadt.
Oder f├╝r immer umsonst. Was auch immer. Who knows? Ich fand es nicht so ├╝berraschend. Ich fand es interessant, dass es so drauf ist. Es zeigt halt wieder, dass das Thema irgendwie weiter durch die Medien getragen wird.
Ich mag das schon. Es hat eine CRM-Funktion. Das kann ich nicht ganz leugnen. Du verst├Ąrkst das Bonding zwischen Marke und Customer dadurch. Du informierst dich freiwillig ├╝ber was an der Marke dran ist, was du sonst nicht nachfragen. Du machst Pull, statt dass die Marke Push machen muss, weil du dir das Ding immer anglotzt, anziehst im Metaverse oder so. Du bist t├Ąglich in Kontakt mit der Marke. Was nochmal ein bisschen anders ist. Und sie k├Ânnen durch Airdrops und so auch immer Airdrops sind die neuen Push-Notifications dann. Dir wird einfach irgendein M├╝ll zugeschickt, statt dich ├╝ber normales Messaging zu erreichen. Das entbehrt nicht jeglicher Logik.
Wie waren denn die DataDog-Earnings? Waren die logisch?
Also DataDog ist wirklich eine der Firmen, wo ich mir manchmal w├╝nsche, dass wir uns die ein bisschen fr├╝her angeschaut h├Ątten. Ich glaube, Sekunde ist auch im Dock. Im Sheet doppelg├Ąnger.io. Da sieht man die Zahlen, ├╝ber die wir reden. Falls ihr euch wundert, warum hier so Leute sind, hier ├╝ber irgendwelche Zahlen debattieren. DataDog baut ist das auch Server-Observability, oder? Also Monitoring von Prozessen und Applikationen auf Cloud-Servern. Wenn du wissen willst, ob dein Build im Port l├Ąuft, ob das Messaging funktioniert, ob der Server available ist, ob irgendwelche Microservices funktionieren, die Daten daraus nutzen willst, um darauf irgendwelche Anl├Ąsse zu machen. Das machen immer mehr Menschen mit DataDog und das ist so ein bisschen das Best-of-Breed-Tool. Es gibt Alternativen, aber es ist eines der beliebtesten. In der Vergangenheit sehr gut gewachsen. Ich lese mal die letzten 4 Quartal-Wachstumsraten vor. Im ersten Quartal 51% auf 67% gesteigert, im Q2 auf 75% gesteigert, im Q3 auf jetzt 84% Umsatzwachstum gesteigert, im Q4. Das ist eigentlich der feuchte Traum eines Anlegers und Analysten. Also, dass sich bei einer Company, die ├Ąlter wird und eigentlich der Reife entgegenstrebt, das Umsatzwachstum sogar noch beschleunigt. Das ist wirklich erstaunlich und auch signifikant hier. Es verbessert sich die Rohmarge durchaus auf 79%, was sozusagen in den Bereich der ersten Liga-Software geht. Sie haben auf Gap-Level, also nach wirklich ordentlichen Accounting-Standards und der Ber├╝ckrichtigung von Stock-Options und allen Verg├╝tungs- und Sondereffekten, haben sie das erste Mal, nicht das erste Mal, aber ein positives Ergebnis gehabt, nach l├Ąnger Zeit, wo sie ins Wachstum ├╝berinvestiert haben. 2,6% des Umsatzes bleiben als positiver Ertrag h├Ąngen. Das Net-Income ist positiv, also sowohl das Operating- Income als auch das Net-Income, da gibt es keinen gro├čen Unterschied. Der Cashflow ist erheblich positiv, mindestens 10% des Umsatzes. Der da Gesamtumsatz des Jahres ist, Sekunde, m├╝ssten so ziemlich genau eine Milliarde sein, die sie erstmals ├╝berschritten haben. Earnings-Bash sehr positiv. Die Rule of Forty liegt bei welcher Zahl habe ich da genommen? Zwischen ich w├╝rde jetzt mal nicht den Cashflow nehmen, 85 oder besser auf jeden Fall. Sehr, sehr hoch. Und was vollkommen pervers ist, ist die Magic-Number ist 2,51. Das hei├čt, das ist ganz spannend. Wir haben ja gesagt, das ist eigentlich das Signal daf├╝r, du m├Âchtest eigentlich irgendwie so einen Dollar Marketing ausgeben und einen Dollar ARR zur├╝ckbekommen. Ein bisschen da drunter ist auch nicht schlimm, ein bisschen da dr├╝ber w├Ąre schon deutlich gut, dann drehst du eigentlich auf. Was sagt dir das, wenn eine Company 2,5 Magic-Number hat? Also sie f├╝r jeden Dollar, den sie ausgibt, kriegt sie in den n├Ąchsten 12 Monaten 2,5 Dollar zur├╝ck. Das ist eine Traum-Marketing- Effizienz. Aber siehst du irgendwelche Probleme dabei?
Sie geben nicht genug Geld aus.
Ja, ich w├╝rde dir nicht unterstellen, dass sie dumm sind, sondern eher sagen, sie k├Ânnen nicht genug Geld ausgeben. Sie finden kein, ich kenne das so ein bisschen von Software-Anbietern, die noch nicht public sind, die manchmal das gleiche Problem haben. Also die schaffen es nicht profitabel, also die schaffen es einfach nicht noch Kunden zu erreichen. Man k├Ânnte mehr Geld ausgeben, ja, dann w├╝rde diese Magic-Number sich ann├Ąhern, aber es scheint immer noch nicht rational, das zu tun, weil man eigentlich letztlich die Kundenanzahl nicht deutlich damit steigert. Und es ist, glaube ich, schon ein Problem, wo man sich jetzt fragen muss, wie viel Markt ist da noch ├╝brig? Also sie k├Ânnen offensichtlich weiter wachsen, das Revenue steigt ja ganz aggressiv sogar. Aber man kriegt eben, also es ist ein absolutes Luxus-Problem, dass deine Marketing-Effizienz so gut ist, aber deswegen sind sie auch bei hohem Wachstum schon hoch profitabel. Aber ja, das ist auch nicht nur gut. Das hei├čt, sie haben eben den Schalter nicht, um noch mehr zu wachsen, wenn sie wollten, auch wenn das Wachstum jetzt wirklich sehr, sehr gut ist. Aber ansonsten sind es gro├čartige Zahlen. Ich habe versucht, was zu finden, was ich nicht gut finde, es ist mir nicht gelungen, au├čer dass ich fr├╝her investiert habe in Datadog. Sie sind brutal, bewerten nat├╝rlich auch 50 Mal, das ist jetzt nach dem letzten Crash, 50 Mal Umsatz ist relativ viel, aber wenn irgendeine Firma das verdient, dann wahrscheinlich Datadog oder Snowflake. Was ich nicht gefunden habe, ist die DB-NDR, die w├╝rde mich nat├╝rlich interessieren. Wie viel mehr geben Kunden jedes Jahr damit aus? Muss ich mich darauf verlassen, dass immer neue Kunden gefunden werden? Oder ist es auch so, dass Bestandskunden jedes Jahr ein bisschen mehr ausgeben? Den Wert h├Ątte ich gerne. Das ist vielleicht das Einzige, was ich komisch finde, ist, dass sie das nicht auswerten, weil das ja ein absolutes Standard KPI ist. Es gibt teilweise so anekdotische Sachen, dass jemand mal so was wie 130 hat fallen lassen. Ich konnte es im offiziellen Reporting aber nicht finden. Wenn man das findet, dann gerne mal schicken. Aber ich konnte es auf Anhieb nicht finden. Das ist so ein bisschen ein Fragezeichen. Aber ansonsten, ich glaube, besser geht's nicht. Also, dass du knapp positiv bist, trotzdem beschleunigt w├Ąchst. Es ist halt hoch gepricet, aber ich meine, wenn man irgendwas hochpricen wollte, dann halt Datadog. Sieht gut aus, ist ein Zukunftsmarkt. Es wird sicherlich, also es gibt Konkurrenz, du kannst es mit Elastic machen, du kannst es mit anderen L├Âsungen machen. Alle gro├čen Cloud-Anbieter werden das selber machen. Im Moment sehen Zahlen super aus. Ich wei├č gar nicht, was ich sagen soll. Aber wie gesagt, es ist auch nicht so wie, das ist jetzt ein No-Brainer, blind kaufen, das gibt's nie wieder so g├╝nstig. So einfach ist es nicht. Es ist halt auch relativ teuer bepreist.
Es hat auf jeden Fall Schadensnahmen f├╝r eine Firma, die 50 Milliarden wert ist.
Datadog, findest du doof? Aber Dog ist der Watchdog, der passt halt auf deine Prozesse auf, deine Applikationen. Ja, gut.
F├╝r den normalen Retail-Investor h├Ârt sich das irgendwie zu verspielt an.
Es wird ein bisschen untersch├Ątzt, vielleicht deswegen auch zu sp├Ąt auf unser Radar gekommen. Also, ich hab die immer gesehen, wir haben uns seit Jahren schon den sozusagen Wisdom Tree Index uns angeschaut. Da waren die immer relativ weit vorne, aber die waren auch relativ jung, die sind noch nicht so lange an der B├Ârse. Aber ja, was man auch relativ klar sieht, der beste Indikator f├╝r die Qualit├Ąt ist da, dass die bei dem Crash, Sekunde, ich schau mal rein, aber die haben bei dem Crash halt kaum verloren. Also da h├Ąttest du jetzt auch nicht doll billig nachkaufen k├Ânnen. Die waren nat├╝rlich vorher hoch bewertet, aber sie sind nicht mehr deutlich g├╝nstiger geworden. Die wollte halt keiner abgeben. Auch bei Crash nicht. Denn sie sind von einem H├Âhepunkt bei 192 auf 125 runtergekommen. Also haben nicht ganz 40% verloren. Sind aber schon wieder auf 164 runter und damit nur noch 15-18% vom Allzeithoch entfernt. Was verst├Ąndlich ist. Das Krasse ist, die haben, soll ich mal sagen, was der Tiefpunkt war, die waren mal f├╝r 77 zu haben. Na gut, das ist nur die H├Ąlfte von heute. Ein bisschen weniger als die H├Ąlfte. Also 150% h├Ątten wir machen k├Ânnen. Und IPO m├╝ssen sie bei 33 gewesen sein. Das w├Ąre, naja, was soll's. Water on the Bridge. Das k├Ânnen wir uns nicht mehr erinnern. Aber eine der spannendsten Aktien.
Mitte, Ende 2019 h├Ąttest du eigentlich mitbekommen m├╝ssen den IPO dabei.
Ja, streuen die nach Sand in die Wunde. Das Krasse ist aber, dass die Zahlen sich ja verbessert haben. Die sehen halt jedes Quartal besser aus. Vielleicht hab ich sie mir sogar angeschaut. Und dann doch wieder. Die waren ja mal kurz profitabel. Und vielleicht war es da, dass das Wachstum naja, genau. Da war das Wachstum noch nicht so geil. Und da sah es mir wahrscheinlich zu langweilig aus. Daf├╝r aber relativ hoch bewertet. Und was sie jetzt sehr schlau gemacht haben, ist wieder ein bisschen in die Verlustzone zu gehen. Also vom Cashflow her noch nicht mal. Also Cash haben sie immer generiert. Aber beim Gap Operating Income sind sie in die Verlustzone gegangen. In 4 Quartalen oder 5 Quartalen. Und haben dadurch aber das Wachstum total geil beschleunigt. Alles richtig gemacht. Und in der Phase wurde Wachstum ja auch viel mehr verg├╝tet. Von der B├Ârse oder bewertet. Und das hab ich glaube ich so ein bisschen verpasst. Ich hab mir die bestimmt mal angeschaut damals. Und da waren sie aber bestimmt im Vergleich zu den Sachen, die wir uns anschauen, nicht mehr schnell genug wachsend. Und jetzt haben sie so ein bisschen rechts geblinkt und ├╝berholt.
Dann lass mal uns die Airbnb Live Earnings
anschauen. Ich hab Airbnb ins Sheet aufgenommen. Disclaimer, ich kann daf├╝r immer nicht ganz, ich werde da nicht ganz so viel wertend zu sagen, weil ich im Aufsichtsrat eines Konkurrenten bin. Und da ich mich deswegen gar nicht so viel wertend ├Ąu├čern sollte. Wir besprechen aber kurz die Zahlen. Der Umsatz von Airbnb lag bei ├╝ber 1,5 Milliarden. Ich glaube das ist ein bisschen schlechter als die Erwartungen waren, aber auf keinen Fall schlecht. Daf├╝r ist das Cross Booking Volume, also was gebucht wurde ├╝ber die Plattform. Und Q4 ist jetzt nicht das historisch beste Quartal, wenn ich mich nicht irre. 11,3 Milliarden. Das ist sch├Ątze ich besser als erwartet. Das ist um 90% hoch gegen├╝ber dem Vorjahr. Das Vorjahr war aber auch 30% runter. Das hei├čt man muss sich da immer den, also gerade bei der, egal ob es Airbnb ist oder was anderes, gerade bei der Travel Branche ist dieser Zwei-Jahres-Vergleich wieder wichtig. Und da sieht man jetzt, nachdem die Zwei-Jahres-Wachstumsrate im Q3 nur 11% war, ist sie jetzt auf 15% hoch. Das hei├čt, wenn man jetzt im Schnitt h├Ątte man jetzt das letzte Jahr ausgelassen, w├Ąre man im Schnitt 15% jedes Jahr gewachsen. Das zeigt, dass man jetzt beim Buchungsvolumen deutlich ├╝ber 2019 war. Also das Vorjahr ist eigentlich fast egal, weil das so schlecht war. Aber man ist jetzt 15% sind jetzt auch nicht super gro├č, aber man ist moderat ├╝ber dem Vorjahr und daf├╝r, dass jetzt noch nicht viele Leute reisen, aber das langsam wieder Aufschwung nimmt, ist das ein guter Wert, w├╝rde ich sagen. Genau, der Preis pro Nacht ist angezogen vielleicht. Man hat das Marketing stark aufgedreht. Als Anteil des Umsatzes ist es hochgegangen. Ihr erinnert euch vielleicht noch so an die IPO-Story, war halt sehr stark. So das Narrativ. Airbnb ist als Marke so stark. Die geben bei Google eigentlich kein Geld aus. Die Leute rennen die T├╝r rein, im wahrsten Sinne des Wortes. Das sieht man jetzt in den Zahlen nicht ganz so stark, aber als Prozentual zum Umsatz ist es nicht ausufernd. Ich will nur sagen, das Marketing hat sich jetzt man sieht, dass das wieder angeschaltet wurde. Es sind jetzt immerhin 350 Millionen, die man im letzten Quartal ausgegeben hat. Wobei, das ist noch unter muss man fairerweise auch sagen, das ist unter 2019 Level. Da hat man 437 ausgegeben. Das war aber auch in Vorbereitung des IPOs ein bisschen damals eine Phase, wo man sehr stark skatet hat. Der Outlook ist relativ optimistisch. Das scheint der B├Ârse R├╝ckenwind zu geben. Ich habe gerade geguckt, die Aktie ist leicht nicht zweistellig, aber hoch einstellig positiv. Das w├╝rde ich auf den also die Zahlen sind nicht schlecht, aber auch nicht Euphorie ausl├Âsend. Ich glaube, es ist ein bisschen Unsicherheit verschwunden, das Markt der Mark sicherlich. Und beim Ausblick war man verhalten optimistisch. Also man sagt, das ist klar ├╝ber 2019er Levels. Also pre-Pandemic vor Covid Levels. Das ist sicherlich gut zu h├Âren. Man hat keinen Verlust gemacht auf Gap Basis. Also 19 pro Aktie ├╝brig geblieben als Gewinn. Das Adjusted EBITDA ist 333 Millionen vom Umsatz von 1,5 Milliarden. Man muss immer verstehen, das ist nicht so einfach diese Industrie zu analysieren. Weil der Buchungszeitpunkt und das Realisieren des Umsatzes auseinander f├Ąllt. Der Umsatz darf nach meinem Verst├Ąndnis erst realisiert werden, wenn der Kunde auch reisen geht. Und damit die Leistung erbracht wird. Und damit muss man immer so ein bisschen anschauen, ob man jetzt also man kann nicht nur aufs Cross-Booking Volume schauen. Das ist das Brutto Buchungsvolumen in der Regel. Man kann aber nicht nur auf den Revenue schauen. Das Revenue ist halt eigentlich da schaust du dir an, was Leute vor drei Quartalen gebucht haben. Im schlimmsten Fall vor zwei Quartalen. Das hei├čt man muss beide Zahlen gut im Auge behalten. Und der Forecast ist einfach wichtig. Das Wichtigste ist glaube ich, sich Vertrauen aufzubauen in der Branche. Dass man dem Forecast vertraut wird. Weil die Company eigentlich relativ gut, relativ fr├╝h sieht, wie sich das Buchungsvolumen des n├Ąchsten Jahres entwickelt. Weil es so einen vorlaufenden Indikator gibt mit den Buchungen. Damit kann man das Revenue, wenn es jetzt nicht zu weiteren Corona-Wellen gibt oder so, relativ gut pr├Ądikten. Bis zu einem gewissen Grad. Deswegen ist die Guidance tats├Ąchlich wichtig. Das Revenue bildet fast, also es bildet immer die Vergangenheit ab logischerweise, weil es das letzte Quartal ist. Aber im Reisemarkt w├╝rde ich sagen, es ist noch ein bisschen st├Ąrker der Effekt. Genau. So viel mehr w├╝rde ich sicherheitshalber gar nicht dazu sagen. Bist du schon
├╝ber wonder.com gegangen? W-A-N-D-E-R .com
Das ist so eine Art
Airbnb, aber f├╝r den perfekten Vacation.
Hab ich neulich mal gesehen sozusagen in meiner beruflichen Kapazit├Ąt. Die suchen dir quasi Pl├Ątze mit besseren Voraussetzungen f├╝r eine Vacation zum Beispiel. Das ist ein riesen Problem. Gehe, um jetzt ein Portal zu sagen, mit dem nichts zu tun habe, geh mal auf HomeAway oder was wei├č ich. Abritel. Keine Ahnung. Und bei jeder Villa Finca ist das erste Bild der Pool und irgendwie vielleicht noch die K├╝che oder der Esstisch. Aber ob da ein guter Schreibtisch ist, an dem ich sitzen kann, zeigt mir eigentlich kein Player. Also entweder werden sich da vertikale Kunden buchen oder man muss die Produkte auch ein bisschen der Klientel anpassen.
Die scheinen sogar die Sachen richtig zu mieten oder zu besitzen. Die schreiben in der Webseite, dass das alles One-door-owned-smart- homes sind. Und ja, man hat da einen Schreibtisch, man kann per App aufmachen. Also f├╝r genug Leute dann, je nachdem wie gro├č, halt gibt es dann verschiedene Arbeitsr├Ąume oder wahrscheinlich sind alle Schlafzimmer haben ein Schreibtisch mit einem vern├╝nftigen Stuhl und Monitor. Und ich meine, ich h├Ątte auch gesehen, dass in jedem Haus auch dann ein Tester irgendwie zur Verf├╝gung steht.
Also es gibt gewisse Vorteile, da komplett vertikal integriert zu sein. Es gibt auch Vakasa, glaube ich, ist ein gro├čer US-Player, der die komplett also der ist so ein bisschen wie wie hie├č denn dieses Softbank-Ding mit den Hotels Olo Olo? Ja, Olo.
Das indische Start-up, oder?
Man k├Ânnte schon sagen, dass man glaubt, dass einzelne Objekte eventuell nicht optimal vermarktet, nicht optimal betrieben, gemanagt sind. Und dass es durchaus eine Extra-Marge gibt, wenn man es komplett vertikal integriert. Also man managt das Ding selber, man vermarktet es selber, man kann es dann ├╝ber die eigene Plattform eben besonders gut vermarkten und die Marge des Yield gut managen. Da gibt es auf jeden Fall eine extra Rendite zu holen. Es hat aber nat├╝rlich auch einen enormen Kapitalbedarf. Das ist nicht das kapitaleffizienteste Modell kurzfristig. Langfristig wird es da wahrscheinlich integrierte Player geben, die sagen, wir bauen eine Marke auf, die f├╝r einen Use-Case einfach auf der ganzen Welt ein paar so Flagship-Objekte hat, die dann aber richtig gut gemanagt sind. K├Ânnte ich mir schon vorstellen, dass so was weitergeben wird. Das w├Ąre ├╝brigens, jetzt denke ich gerade dran, bei diesem SPV bei Audioboom, du k├Ânntest ja theoretisch die H├Ârer der Podcasts an den Royalties besch├Ąftigen. Also du k├Ânntest die, du k├Ânntest entweder mit einem NFT oder einfach einem Finanzierungsprodukt die H├Ârer, die Fans eines Podcasts Geld raisen lassen, daf├╝r dass der auf die Plattform wechselt. Und dann kriegen die sp├Ąter die Werbeeinnahmen zur├╝ck, daf├╝r dass sie sich die anh├Âren m├╝ssen. Du baust genau dieses SPV, aber das so neufandm├Ą├čig tokenisiert, was wei├č ich, l├Ąsst, damit da keine Banken und gro├če L├Ąnder Geld dran verdienen, sagst du, das k├Ânnen ja auch die Fans und die H├Ârer machen, die borgen der Plattform das Geld, um die gro├čen Stars dahin zu holen. Und danach bekommen sie ein bisschen Werbegeld davon ab und dann kriegt das eben nicht mehr das SPV, sondern Genossenschaft aus Zuh├Ârern, die nat├╝rlich gerne Werbung h├Âren, weil sie wissen, dass Geld flie├čt in die eigene Tasche.
K├Ânnte ich als H├Ârer dann, je mehr ich h├Âre und je mehr Werbung ich h├Âre, w├╝rde ich dann auch
mehr Geld verdienen. Wenn du es tats├Ąchlich ├╝ber ein Smart Contract machst, k├Ânntest du es sogar so anteilig machen, dass wenn du mehr h├Ârst, dass du mehr von den Royalties oder den Werbeerl├Âsen zur├╝ckbekommst. Das w├Ąre eine M├Âglichkeit.
Unsere H├Ârer und H├Ârerinnen wissen ja, dass wir verteilt sind zwischen Hamburg und Berlin, also du in Berlin, ich in Hamburg. Und in Berlin habt ihr ja den ein oder anderen IPO schon gehabt. Also in Hamburg jetzt nicht ganz so viele und deswegen habe ich scheinbar auch heute ein, zwei E-Mails oder mehr dazu bekommen, dass Rebell, der Secondhand E-Commerce Marktplatz wohl ein IPO macht.
Aber nicht in Hamburg.
Nicht in Hamburg, in Schweden. Und meine erste Suche geht ja dann immer auf Twitter. Alexander H├╝sing und Jochen Krisch haben sich da so ein bisschen dr├╝ber unterhalten auf Twitter. Und es scheint wohl so zu sein, dass so kleinere IPOs in Schweden ganz gut funktionieren oder in skandinavischen L├Ąndern, weil was man lesen kann...
Weil die schwedische Krone zehnmal so viele Einheiten hat wie der Euro und deswegen ist es einfacher da ein Unicorn zu bauen. Alles was bei uns 100 Millionen wert ist, ist bei denen eine Milliarde wert. Schwedische Kronen.
Nein, Entschuldigung. Man redet von einem Umsatz von 26 Millionen Euro. Da h├Ątte ich gedacht, macht man noch kein IPO. Ich kann mich noch erinnern, dass
Au├čenumsatz, das ist GmV, das ist ja eine Plattform, die 30% Take Rate immerhin hat. Also Secondhand Marktplatz f├╝r Taschen. Davon beh├Ąlt der Marktplatz so rund 30%, je nachdem ob es managed ist oder nicht. Und das hei├čt, der Innenumsatz ist wahrscheinlich unter 10 Millionen.
Wenn ich mich nicht irre. Als ich das gesehen habe, habe ich gedacht, ich rufe vielleicht mal Mimi vom Avocado Store an und schlag auch vor, dass man ein IPO in Schweden macht. Also die machen mehr Umsatz. Und also, ich finde das Modell, generell Secondhand Sachen zu verkaufen, finde ich super. Was sie halt machen, ist, dass sie alles ├╝bernehmen. Also du kannst entweder ein bisschen selbst machen oder sie machen alles. Also kannst du ihnen deine ganzen Kleiderschranken sozusagen schicken mit deinen Luxusklamotten. Bei mir war das ziemlich leer, beziehungsweise eine leere Box. Aber wenn du halt Luxusklamotten hast, kannst du die ihnen schicken. Die machen die Fotos, stellen alles rein. Und ich glaube, sie geben dir das Geld sogar, bevor sie die Sachen verkauft haben. Von der Usability, von der Seite, w├╝rde ich sagen, k├Ânnte man es irgendwie, h├Ątte ich gedacht, machen sie es ein bisschen besser. Ich habe jetzt, also ich w├╝rde halt die Produkte zusammen f├╝hren. Also wenn eine Handtasche f├╝nfmal verkauft wird, dann w├╝rde ich halt daraus eine Handtasche machen. Aber ich kann auch aus fr├╝herer Erfahrung sprechen, dass das technisch nicht so einfach ist, wie man sich das irgendwie vorstellt. Preislich sind ein paar Sachen g├╝nstiger. Ich habe allerdings auch ein Produkt von Louis Vuitton gefunden. So ein Schal, so ein Standard Klassiker, der war dort teurer
als in dem Originalshop. Das kann aber durchaus sein. Die Birkin Bag ist auch ├╝berall, also wenn du jetzt eine gute Handtasche kaufst oder so, ist die gebraucht, eventuell auch teurer, weil du sie neuer nicht kaufen kannst. Bei einem Louis Schal ist das vielleicht nicht so, aber
das kann schon sein. Also genau, der Louis Schal gibt es neu auf der Webseite von Louis. Also ich glaube, dass, ja, keine Ahnung, wo da der Fehler drin ist. Aber ja, und so ein bisschen das Witzigste an der Nummer, das sieht man auf Celine, die ist mittlerweile so, die war ganz, ganz fr├╝her, kann ich mir noch an sie erinnern, da war sie bei Giga Local und hat hinter Sebastian Diemer den Laden ├╝bernehmen m├╝ssen oder d├╝rfen. Und ja, dass die jetzt einen IPO gemacht hat, bevor Diemer Creditec an die B├Ârse gebracht hat, ist schon ganz am├╝sant.
Ich w├╝rde mich vielleicht im Sinne des guten Stils einfach enthalten, weil ich A, in einen nicht direkten, aber ├Ąhnlichen Konkurrenten investiert bin und ├╝ber einen Fonds in den dritten noch. Und ich bin mir sicher, das wird an anderer Stelle vielleicht von Sven Schmitt ausreichend gew├╝rdigt. Deswegen w├╝rde ich mich da nicht weiter zu einlassen. Das Gute ist, dieses Segment steht den deutschen Privatanleger nicht zur Verf├╝gung. Das ist das, das halte ich f├╝r sinnvoll.
Ja, das finde ich interessant, weil auf der anderen Seite ist der Marktplatz ja haupts├Ąchlich in Deutschland
aktiv. Und was gut ist, ist der erste gr├╝ne B├Ârsengang, habe ich mich belesen beim Handelsblatt. Das ist die erste Firma, die in diesem supergr├╝nen Segment der Nasdaq in Schweden gelistet wird. Na gut, noch kurze Vorschau vielleicht, bevor wir das beenden und Du ins Bett darfst. Morgen kommen wichtige Earnings von Shopify. Wobei eigentlich habe ich die auch, wenn Ihr hier nach Ohne Aktien wird schwer h├Ârt, dann k├Ânnt Ihr es Euch auch da anh├Âren. Ich mach es mal ohne Zahlen und ein bisschen schneller. Ich glaube, was klar ist, ist, dass E-Commerce dieses Jahr nicht einfach wird f├╝r die meisten Player. Das haben wir schon hoch und runter besprochen. Spotify hat den gro├čen Vorteil, dass sie ja die Sch├Ąufeverk├Ąufer sind. Das hei├čt, es h├Ąngt ein Teil Ihres Einkommens gar nicht so sehr daran, wie viel verkauft wird. Sie haben ja so Subscription- Ums├Ątze aus dem Verkauf oder Lizenzierung der Software, also dem Shopify Basic Paket oder dem Shopify Plus Paket. Das ist ja stabil. Das gibt Stabilit├Ąt in Zeiten der Krise. Also der Sch├Ąufeverk├Ąufer verkauft auch Schaufeln, wenn das Gold nicht gesucht wird, sondern Leute begraben werden. Problem ist, dass das A nur ein Viertel der Ums├Ątze sind und der Rest, n├Ąmlich das Merchant Revenue, eben doch umsatzabh├Ąngig ist. Das wird wahrscheinlich sich im Wachstum verlangsamen. Wenn nicht, w├╝rden es irgendwie mit dem Teufel zu gehen. Ich bef├╝rchte fast, also eine Bef├╝rchtung, die ich habe, die muss nicht wahr werden, ist, dass das Service, wie hei├čt das? License Revenue? Oder wie nennen die das? Ich muss mal kurz gucken, wie das Software Revenue hei├čt. Subscription Solutions. Also das ist das ARR aus der Software. Das war zuletzt 334 Millionen, danach 336 Millionen. Und das war nur noch 0,6% Wachstum Quartal zu Quartal. Ich bin mir sicher, dass man heftig gerudert ist, dass das wieder ein bisschen hochgeht. Das k├Ânnte man durchaus vorstellen, dass manche Shops, sagen wir ein Restaurant, was einen Shopify-Shop gemacht hat, um eingeweckten Wurstgulasch zu verkaufen, den auch vielleicht wieder zumacht, teilweise jetzt. Und das, wir g├Ânnen Shopify und Tugolitschke nat├╝rlich Besseres, aber es gibt ein Szenario zumindest, ich wei├č nicht, wie wahrscheinlich das ist, dass dieses Software das Subscription Revenue erstmals 0 Wachstum macht oder sogar runtergeht. Ich w├╝rde sagen, es ist eher unwahrscheinlich, aber es k├Ânnte sein und es w├Ąre halt relativ desastr├Âs, weil es letztlich implizit sagt, dass sie eine Revenue Churn haben. Und das ist wahrscheinlich weniger H├Ąndler, dann hei├čt es fast zwangsl├Ąufig, dass du weniger H├Ąndler hast und dass der Mehrumsatz der Bestandsh├Ąndler das nicht mal mehr kompensieren kann. W├Ąre meiner Meinung nach die logische Schlussfolgerung daraus. Und das w├Ąre f├╝r die Gesamtwachstumsperspektive von Shopify nicht grandios. Shopify kann trotzdem weiter wachsen, n├Ąmlich wenn das Handelsvolumen der einzelnen H├Ąndler weiter w├Ąchst, dann w├╝rde das Merchant Revenue eben auch weiter wachsen und das wird es bestimmt tun, aber auch das langsamer. Ich habe mal in unser Sheets so ein paar Sch├Ątzungen geschrieben, die ich mir vorstellen k├Ânnte. Die sind jetzt noch verhalten optimistisch. Ich glaube, Shopify hatte viele einfache Quartate, vielleicht haben sie die Energie jetzt in dem Schlechten auch mal ein bisschen mehr zu geben, noch mehr zu geben, das rauszuholen. Wenn sie viel Gl├╝ck haben oder gut gemanagt, gut gearbeitet haben, dann schaffen sie ├╝ber eine Milliarde Merchant Revenue. Das w├Ąre noch mal ein Anstieg um 43%, bei zuvor 50%. Das wird aber unheimlich schwer. Und vielleicht schaffen sie eben doch noch ein minimales Wachstum beim Software Subscription Revenue hinzubekommen. Aber wenn eins von beiden nicht passt, dann beim GMV werden sie ├╝ber 50 Milliarden liegen, relativ sicher. Da bin ich mir wiederum relativ sicher. Das ist ein Viertel von dem, was Amazon macht. Ein bisschen mehr als ein Viertel sogar. Das ist echt beeindruckend. Und damit kommen aber die Geschichten, die wir fr├╝her ├╝ber Amazon erz├Ąhlt haben, das sind hier die Game of Thrones Drachen, die irgendwann eine ganze Stadt fressen m├╝ssen, um noch zu wachsen. Die kommen halt auch so ein bisschen auf Shopify zu. Und wenn Shopify hat halt schon zwei Millionen H├Ąndler und irgendwann kannst du halt nicht... Jeder, der H├Ąndler sein will, ist schon H├Ąndler. W├╝rde ich jetzt vorsichtig sagen.
Und jeder kleine H├Ąndler hat auf jeden Fall M├╝he, Marketing vern├╝nftig auszusteuern.
Und viele haben auch... Genau, ah, das habe ich bei Ohne Aktion wird schwer auch gesagt, dass ihr Lieblingskanal hat ja so ein bisschen Trouble, glauben wir. Facebook und Instagram, da geht ein bisschen die Attention weg. Das hilft Shopify auch nicht. Da steuern sie sehr strategisch dagegen, indem sie mit TikTok kuscheln. Das ist nat├╝rlich vollkommen richtig. Das machen sie auch schon nicht erst seit dem Quartal, seit letztem. Das ist der richtige Weg, sich da Zugang zu besorgen, zur Attention. Aber... Ja, es... Ein paar H├Ąndler haben bestimmt auch rausgefunden, dass es langfristig einfacher ist, sich auch einfach ein Gehalt zahlen zu lassen von Facebook, Apple oder Amazon, statt irgendwie zu hustlen, um f├╝r den eigenen Shopify oder Amazon-Shop... I don't know. Ich... Das Hauptproblem ist nat├╝rlich, dass Shopify mit 25 Mal Umsatz bewertet... Also, das alles sind keine schlimmen Zahlen, bis auf, wenn wirklich das Subscription-Renewal stagnieren w├╝rde jetzt komplett. Aber das Hauptproblem ist nat├╝rlich, dass sie mit 25 Mal Umsatz bewertet sind. Das... Das geben die Zahlen heute schon nicht mehr her, finde ich. Auch wenn es eine tolle Story ist. Und Shopify hat sich schon halbiert von eben als 200 Milliarden fast mal, glaube ich. Jetzt noch 100 Milliarden. Aber auch das sind sie gerade bei dem Wachstum nicht mehr wert. Ich denke, Shopify wird jetzt eine ziemlich tiefe Delle durchmachen. Und von da aus vielleicht wieder auf ├╝ber 30% Wachstum dann kommen. Und schneller wachsen auch wieder. Aber... Was glaubst du? Die m├╝ssen langsam ├╝berlegen, in welche M├Ąrkte sie noch gehen k├Ânnen. Sie machen jetzt Fulfillment mehr mit in Zukunft und so. Sie haben ShopPay. Also, sie haben bestimmt in dieser... Was gut ist, in dieser Zeit, wo sie relativ viel Umsatz gemacht haben, haben sie viele Leute mit dieser ShopPay-Solution. Also, ihrem eigenen eWallet. Was eigentlich auch eine PayPal-Konkurrenz ist, ohne dass man es direkt sieht. Also, viele Leute haben das erstmals genutzt und gemerkt, wie einfach das ist, jetzt mit Shopify einzukaufen. In allen Shopify-Shops mit der gleichen Zahlungsmethode. Das hilft alles sehr. Aber das reicht alles nicht, um das Modell nochmal zu verdoppeln, glaube ich, in zwei Jahren. Das hei├čt, was ist der n├Ąchste Markt f├╝r Shopify? Also, das, was man sich bei Amazon vor f├╝nf oder zehn Jahren gefragt hat, muss man sich jetzt eben auch mal bei Shopify fragen. Und nur das dezentrale Amazon. Das dezentrale Amazon kann schon gr├Â├čer sein, als das zentrale Amazon. Das glaube ich schon. Aber irgendwann muss man schon, glaube ich, ├╝berlegen, wohin das noch gehen soll.
K├Ânntest du dir vorstellen, dass Tobi jetzt so ein Airbnb- Corona-Moment irgendwann hat? In dem er sagt, wir m├╝ssen uns jetzt fokussieren hier irgendwie ein Drittel oder 20 Prozent der Belegschaft raus und nur noch Fokus aufs Wesentliche? Ja, das
Spannende ist, Shopify hat gar kein Kostenproblem. Also, ich meine, wenn du die Leute nicht brauchst, kannst du nat├╝rlich rausschmei├čen. Aber die waren jetzt durch Corona positiv. Die werden, also das ist jetzt das Weihnachtsquartal, das wird eh positiv aussehen. Das hei├čt, da bleibt Geld ├╝brig. Also, die haben weder im Cashflow noch bei den Earnings, beim Income ein gro├čes... Sie werden die Take Rate weiter erh├Âhen, glaube ich. Das machen sie sehr, sehr feinf├╝hlig. Also, es geht so immer zwei Basispunkte h├Âher jedes Quartal. Manchmal drei, manchmal ein bisschen weniger. Daran k├Ânnen sie arbeiten. Ich glaube schon, dass sie ein bisschen das Ergebnis managen. Also, wahrscheinlich hast du dann wieder recht, wenn wir morgen auf die Zahlen gucken, aber ich glaube nicht, dass sie jetzt eine Entlassung starten werden. Wie gesagt, sie wachsen ja noch und da bleibt auch Geld ├╝brig. Die Frage ist eher, wie w├Ąchst man jetzt durch dieses Jahr noch in Zukunft? Also, wie w├Ąchst man noch so aggressiv, dass man 25... Das Problem ist auch nicht, wie w├Ąchst man. Das schaffen die schon auch. Aber wie w├Ąchst man so, dass man 25 Mal Umsatz bewertet wird? Das muss halt eigentlich weggehen. Das sehe ich nicht. Das ist eigentlich noch... Keine Ahnung, wer daran glaubt und warum. Ich nicht. Aber ich habe mich bei Shopify auch schon sehr oft geh├Ârt, muss man sagen. Ich fand Shopify immer teuer. Dann fand ich es zwischendurch mal wirklich gut. Aber auch nur wegen Corona. Und jetzt gerade bin ich wieder eher skeptisch aufgrund der Bewertung. Prinzipiell gute Company. Wurde eigentlich sehr gut exekutiert
bisher. Ich freue mich auf den n├Ąchsten Podcast mit dir. Dann schauen wir uns die Zahlen
an. Wenn Leute entlassen werden, bist du schuld. Genau.
Wenn ihr sonst irgendwelche Fragen habt... Earnings wird ja jetzt ein bisschen ruhiger in den kommenden Wochen. Also schreibt uns gerne eine E-Mail an podcast at doppelg├Ąnger.io Pip freut sich auch f├╝r jede Einladung f├╝r irgendwelche Podcasts, auf die ihr gehen kann. In diesem Sinne...
Du kannst mal durch diese ganze NFT durch die NFT. Du musst jede Woche NFT oder Crypto-Podcast machen. Oder YouTube noch besser.
Ja, sehr gut. Also Anfragen an E-Mail. Falls ihr bis hierhin geh├Ârt habt, schreibt uns auch gerne mal wieder eine Bewertung bei Apple Podcasts. Vielen Dank f├╝rs Zuh├Âren. Habt einen sch├Ânen Mittwoch.
Bis Samstag.