Doppelg├Ąnger Folge #120 vom 18. Februar 2022

­čôë Palantir Fastly Wix Shopify Upstart | ­čĄÁÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ New Work ­čĄÁÔÇŹÔÖé´ŞĆRecruit ­čĆäÔÇŹÔÖé´ŞĆ Meta ­čŤÄ Booking

Wieso haben wir seit IPO nicht an Palantir geglaubt? Kopiert Android die Privacy Regeln von Apple? W├╝rden wir die New Work Aktie kaufen? Recruit Earnings? Metamates Vision. Booking entl├Ąsst. Earnings von Fastly, Wix, Shopify und Upstart. Fonds Gurus sind zu geizig f├╝r Zoom Lizenzen.

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:02:30) Facebook

(00:06:10) Xing

(00:17:00) Rebranding

(00:19:15) booking com

(00:23:00) Fastly

(00:30:30) Palantir

(00:56:00) Shopify

(00:58:15) Wix

(01:02:00) Spotify

(01:04:45) Upstart

Shownotes:

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Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Post Production by Jan Wagener https://www.linkedin.com/in/jan-wagener-49270018b und er entschuldigt sich f├╝r die heutige Audio Qualit├Ąt

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Herzlich willkommen zum Doppelg├Ąnger-Tek-Talk-Podcast Episode 120. Herzlichen Gl├╝ckwunsch, Philipp Gl├Âckler, zum Erreichen der 2-Million-Download-Grenze. Ich bin ganz stolz auf uns und dich vor allen Dingen. Ich spreche heute mit Philipp Gl├Âckler, Produktt├╝ftler, NFT-Enthusiast, Tech-Triffelschwein. Hallo. Und ich bin Philipp Kl├Âckner, Investor, Advisor, Adelsexperte f├╝r den verarmten deutschen Landadel der B├Ârsen. Die Nepperschlepper-Bauernf├Ąnger sind mein Spezialgebiet. Dann werden wir sp├Ąter mal ├╝ber die Palantir-Ergebnisse reden. Und wir k├Ânnten daran mal wieder so ein bisschen Bilanzbildung mitmachen. Da gibt es ein paar sch├Âne Sachen, die man ganz gut erkl├Ąren kann. Das k├Ânnte ein bisschen l├Ąnger dauern. Das machen wir sp├Ąter. Dann reden wir ein bisschen nochmal ├╝ber den HR-Recruiting-Markt. Da gab es eine Frage zu. Ein bisschen ├╝ber den Travel-Markt. Ein bisschen ├╝ber Fastly. Die haben ersch├╝tternde Ergebnisse, obwohl so ersch├╝tternd waren die gar nicht geliefert. Abstart haben wir noch. Und vielleicht ein paar H├Ârerfragen. Das schauen wir mal. Wie geht es dir?
Sehr gut. Meine erste Frage. Ich sehe gerade, es brennt ein Containerschiff mit 4000 VWs, darunter auch ein paar Luxusmodelle. Porsche, Lamborghini. Glaubst du, wir haben eine H├Ârerin oder einen H├Ârer, die sich ein Auto bestellt haben und jetzt eine von diesen 4000 Autos nicht bekommen?
Theoretisch nicht komplett unwahrscheinlich. Die war nach Europa unterwegs? Es f├Ąhrt ein gro├čes Schiff auf dem Ozean rum, auf dem Atlantik, glaube ich, mit 4000 VW-Modellen drauf. Und die werden jetzt wahrscheinlich nicht mehr ankommen. Man kann es ja auch nicht so einfach l├Âschen, wenn es mitten auf der See ist. Also f├╝r irgendjemanden w├Ąren die schon da gewesen sein. Und jetzt f├╝r die Supply-Chain gestresst, ist das, glaube ich, gar nicht gut. Wie sieht ein Jahr aus? Hast du mal geguckt, wie die Aktie aussieht?
Konnten Volkslagen?
Nein. Die R├╝ckversicherer machen schon alle relativ schlechte Zahlen, habe ich heute geh├Ârt. Wenn die jetzt noch so ein Ding, was sind das? Passagierklag 4000 St├╝ck? Ja.
Aber halt nicht nur, also Volkswagen, Porsche, Lambo.
Lambo auch. Dann sind es vielleicht 3, 350 Millionen.
Vor allem die Autos sind ja alle doppelt so teuer gewesen, wegen den ganzen Chips. Also wahrscheinlich waren da nur Luxus-Volkswagen drauf, weil sie mit den Chips die Priorisierung gemacht haben, dass das alles diejenigen sind, die funktionieren.
Dann mal Daumen dr├╝cken, dass sie nicht alle verbrennen. Aber die anderen m├╝ffeln dann ja auch und so.
Also ein nasses Auto kann ich keinem empfehlen. Das w├╝rde ich nicht nehmen. Lass mal ├╝ber Kurz sprechen. Facebook hat ja m├Ąchtig darunter gelitten, dass Apple die Privacy-Policy ge├Ąndert hat. Also ich glaube, im Earnings-Call war die Sprache von 10 Milliarden. Nun hat Google diese Woche announced, dass sie ├Ąhnlich nachziehen. Sie scheinen es nicht so hart zu machen. Es liest sich so ein bisschen, als ob sie einen Kompromiss f├╝r alle versuchen. Also dass die Nutzer immer noch das Gef├╝hl haben, sie m├╝ssen nicht zu Apple gehen, weil die Privacy wird bei Google auch gesch├╝tzt. Aber man m├Âchte ja trotzdem noch ein bisschen Geld verdienen und man braucht ja auch die ganzen Gaming-Apps und alles. Also die nehmen sich jetzt zwei Jahre Zeit, um die Privacy im Mobile nachzuziehen.
Aber schlau ist es, es ├╝ber zwei Jahre zu machen, oder? So wird es, glaube ich, unheimlich schwer messbar, vor allen Dingen. Also was der Effekt ist. Weil bei Apple konnte man ja sehr schnell faul schreien, weil man sofort diese Zustimmungsrate gesehen hat zu AT&T. Und wenn Google schlau ist, ziehen sie es einfach ├╝ber zwei Jahre, damit es so ein sehr gradueller Prozess ist. Das haben sie bei verschiedenen anderen Sachen, zum Beispiel bei dem Not Provided, also dass du deine Keyboard-Daten nicht mehr bekommst. Das haben sie auch sehr nach und nach gemacht, wo es gar nicht so viele Begr├╝ndungen gab. Au├čer das es ging um die HTTPS-Adaptionsrate. Aber wir haben es, glaube ich, ganz schlau, das so graduell zu machen. Dann ist es unwahrscheinlicher, dass das schlafende Hunde weckt. Wobei die ganz sicher schon geweckt sind. Also Facebook ist ja so ein bisschen paranoid gegen Apple und Google. Teilweise vielleicht auch zu Recht.
Es wurde auf jeden Fall die eine oder andere Aktie schon abgemahnt. Ob Snapchat, Applovin, Pinterest, Unity. Die versuchen jetzt alle zu verk├╝nden, dass das f├╝r sie pers├Ânlich nicht so schlimm ist. Aber es scheint ja schon in Zukunft so zu sein, dass die gro├čen Plattformen oder diejenigen, die viele Firmen haben oder viel Reichweite, auf jeden Fall Vorteile haben. Vielleicht erh├Âht es ja auch den Preis von Pinterest beispielsweise bei der Akquisition, weil man es viel besser nutzen kann. Also wenn es der eigene Laden ist, dann darf man ja mehr machen.
Das kann sein. Und wahrscheinlich wird es innerhalb von Googles Universum weiterhin noch sehr gut funktionieren. Nehme ich an. Also die Privacy-Sandbox ist ja vor allem f├╝r Third-Party-Daten. Und wenn ich eingeloggt bin in Google, bekommt Google immer noch einen Gro├čteil der Daten weiter, wenn ich es richtig verstehe.
Genau. Nur deine Fingerabdr├╝cke bei den Third-Partys sind nicht mehr so gut sichtbar. Eigentlich ist es gut f├╝r Google. Sie m├╝ssen es nur so kommunizieren, dass alle anderen Parteien nicht zu b├Âse sind.
Und f├╝r Facebook wird es noch mal schlimmer. Muss man auch schon klar sein. Also alle, die jetzt den Dip gekauft haben und meinten, Facebook hat auch super Preis-Earnings und so. Ich w├╝rde das alles nicht so einfach in die Zukunft fortschreiben. Das einzige, was ich in die Zukunft fortschreiben w├╝rde, ist mein Fake-Account bei Instagram. Der ist jetzt sieben Wochen alt und lebt weiter.
Ich habe gesehen, der kriegt jetzt schon Presseaufmerksamkeit.
Ja. Ich finde es wirklich beeindruckend, wie gut Facebook das schafft, das zu managen. Dass vier Jahre lang die Fake-Accounts mit 11 und die Fraud mit 5 Prozent angegeben werden, statt mal dagegen zu arbeiten, also die zu l├Âschen. Schafft man es anscheinend, ├╝ber vier Jahre diese Zahl komplett konstant zu halten? Und sch├Ątzt die Raten, dass sie immer noch genauso hoch sind wie 2018? Beeindruckend.
Und apropos Fake-Accounts. Hast du noch einen Account bei Xing?
Bei Xing habe ich. Ich glaube, ich habe den pausiert, weil ich nicht wollte, dass... Also ich wollte nicht mehr hingehen und Leute denken dann aber trotzdem, dass sie hier schreiben k├Ânnen. Und Sekunde, ich muss mal gucken, dass mir ganz viele Leute geschrieben haben. Aber ich glaube, ich habe ihn pausiert, damit ich ihm nicht immer beides checken muss auf meinem t├Ąglichen Ego-Trail. Aber ich kontrolliere es mal. Egal, ob es halber. Bist du da noch? Nee. Sicher einloggen m├Âchte ich nicht. Ah, ich kriege noch Profilbesucher. Und ganz viele Nachrichten. Habe ich das nicht pausiert?
Was kommt da so f├╝r Nachrichten rein?
Gucke ich mal.
Mittelstand w├╝rde dich als Beirat gerne haben.
Sekunde.
Irgendwelche Podcasts?
Ah ne, doch. Die letzte ist von 2020. Doch, ich glaube, ich habe es irgendwie pausiert, weil die letzte ist von 2020, von Christoph Bursek.
Na gut, dass der da noch da ist. War ein kleiner Witz.
Naja, ich nutze das auf jeden Fall eigentlich nicht mehr. Ich glaube, ich habe irgendwo hingeschrieben, ich bin hier nicht mehr, oder so ins Profil. Mein aktuelles Profil finden Sie auf LinkedIn, steht da. Habe ich auch gesiezt. Das macht man, glaube ich, so auf Xing. Ja, nee, ist Quatsch, glaube ich. Habe ich nie verstanden, warum man in einer globalisierten Welt ein lokalisiertes Karriere-Netzwerk ben├Âtigt. Zumindest f├╝r mich macht das keinen Sinn. Es gibt vielleicht Industrien, wo das sinnvoll ist.
Ja, die CEO war im OMR-Podcast. Die Firma hei├čt ja mittlerweile New Work. Und Marv hatte gefragt, wie wir dazu stehen w├╝rden, ein Investment bei denen zu machen. Also w├╝rden wir die Aktie kaufen? Ich muss mir einmal kurz angucken, wie die ├╝berhaupt gelaufen ist. Ich kann mich erinnern, dass die anfangs ganz gut lief.
Also ich habe lange Zeit, bestimmt ├╝ber zwei Jahre hinweg, immer mal ├╝berlegt, die zu shorten, weil ich dachte, es w├Ąre so offensichtlich, dass das verfallen muss. Andererseits hatten die auf der Monetarisierungsseite mit Education und HR-Services schon dann immer mal wieder Fortschritte gemacht. Und mit Kuno nun eine ganz gute Akquisition, glaube ich. Deswegen habe ich es nie gemacht. Die haben sich auch eher seitw├Ąrts bewegt, als dass sie runtergegangen sind. Jetzt zuletzt ist es wieder ein bisschen schlechter geworden. Also kaufen w├╝rde ich sie nicht. Da bin ich mir relativ sicher. Und ich kann noch mal die Zahlen schauen. Ich glaube daf├╝r, also die CEO hat ja dar├╝ber gesprochen, dass sie eigentlich sehr viel R├╝ckenwind h├Ątten. Oder versucht, das scheint jetzt gerade die Equity-Story zu sein, dass es so viel R├╝ckenwind gibt, dass das auch Xing treiben wird. Das sieht man in den Zahlen jetzt aber ehrlich gesagt noch nicht. Die absolute Hochkonjunktur bei Personal. Das hat man bei allen Zahlen. Wir k├Ânnen gleich noch mal ├╝ber Recruit sprechen, wo Indeed und Glassdoor dazugeh├Âren. Und die sind ja alle niedrig-dreistellig hoch, zweistellig gewachsen in dem Segment. Aber auch j├╝ngere Firmen, muss man dazu sagen. Und Xing ist jetzt laut Yahoo im letzten Quartal nur um 8% gewachsen. Die sind sehr profitabel mit 24% Operating-Margin, teilweise h├Âher, manchmal tiefer. Machen guten, positiven Cashflow. Aber daf├╝r, dass jetzt die absolute Hochphase ist, wachsen die mir zu langsam, finde ich. 8% in dem Quartal, das ist das September-Quartal, ist zu wenig, finde ich. Ich w├╝rde mir Sorgen machen, dass die, also sie hat recht, das wird R├╝ckenwind behalten lange Zeit. Aber der wird vielleicht nicht immer so stark sein, wie jetzt gerade. Auch wenn er da ist. Und ich w├╝rde mir dann Sorgen machen, dass das Umsatzwachstum irgendwie einstellig bleibt oder nur niedrig zweistellig geht. Die sind profitabel, also Angst um sein Geld muss man jetzt auch nicht haben. Aber ob ich da jetzt ein 25er KGV viel zahlen m├╝sste, da kann ich doch eher ein Microsoft oder Google oder Salesforce kaufen. Da kriege ich, glaube ich, mehr Stabilit├Ąt, weniger Unsicherheit, als bei Xing, habe ich das Gef├╝hl, oder? Bei New Work.
F├╝r mich ist das Produkt halt einfach ├╝berhaupt nicht mehr relevant. War fr├╝her anders so. Anfangs hatten die ja tats├Ąchlich alle Businessleute in Deutschland gef├╝hlt oder alle Digital Natives. Jetzt scheint der Fokus eher im Mittelstand noch ein bisschen Werbeindustrie zu sein. Aber so richtig, ja, f├╝r mich, ich vermisse nicht,
dass ich auf dem Produkt nicht mehr bin. Also Statista glaubt, die Nutzerzahlen gehen noch hoch, auf momentan 20 Millionen.
In Deutschland?
Dachregion, ja.
20 Millionen?
Schon mit einer gewissen Tendenz zur Verflachung, aber...
Wie viele Millionen arbeiten denn in Deutschland? 40, 50?
Ja, 40, glaube ich. Also jeder zweite... Auch unwahrscheinlich, oder?
Das kann ich mir nicht vorstellen.
Na, Dach ist ja noch ├ľsterreich und Schweiz. Naja, ich finde, das dr├Ąngt sich nicht auf. Aber wir k├Ânnen mal ├╝ber die Recruit, weil wir Recruit mal besprochen haben, im Vergleich mit dem, im Bezug auf das Jobthema. Also Recruit Holdings ist ein japanisches Konglomerat, was einen extrem schlauen Move gemacht hat, n├Ąmlich vor ein paar Jahren Glassdoor und Indeed zu kaufen. Indeed ist wahrscheinlich die nach Traffic gr├Â├čte Jobplattform der Welt, w├╝rde ich vermuten. Sekunde, ├╝bersehe ich was? Nee, doch, m├╝sste es sein. Im Bereich Recruit Holdings befindet sich das sogenannte HR Technology Segment. Da geh├Ârt nur Indeed und Glassdoor rein, nach meinem Verst├Ąndnis. Und das ist in den beiden letzten Quartalen, hat sich das Wachstum von vorher nur um die 20 auf 150 und 107 Prozent gesteigert. Und jetzt im Q3, das ist deren Q3, das ist unser Q4, oder das ist Kalenderjahr Q4, Financialjahr Q3, immerhin noch um 97 Prozent. Also das Wachstum ist ein bisschen abgeflacht, aber ist schon noch im Vergleich zum Vorjahr zumindest nicht bekannt mit 97 Prozent. Das hei├čt, der hat weiter R├╝ckenwind, der weltweite Jobmarkt. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philip und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen Risiko- Positionen der H├Ârer nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen. Warum die Zahlen nicht gut aufgenommen wurden, ist, weil das Adjusted E-Bit da aus dem Segment, HR Technology, aber von 86 auf 72 Millionen, also das sind alles, das sind nicht Millionen, sondern Billionen Yen. Ich rechne es gleich mal um. Ich habe jetzt nicht von Millionen gesprochen, sondern von Billionen Yen. Der Yen ist ungef├Ąhr 1 zu 120 Dollar, glaube ich. Andersherum, 120 Yen sind glaube ich 1 Dollar. Jetzt ist das E-Bit so ein bisschen, das Wachstum hat sich leicht verlangsamt. Das E-Bit ist ein bisschen eingebrochen und das mochte man halt nicht. Ansonsten, wie gesagt, der Markt hat schon R├╝ckenwind. Man w├Ąchst auch ordentlich gegen├╝ber dem Vorjahr und dem Vorquartal. Insgesamt ist die Revenue Runrate der letzten 12 Monate, auf Basis des letzten Quartals, 7,5 Milliarden Umsatz mit den beiden Produkten. Das ist schon ordentlich. Und ich glaube, Rekruit ist 81 Milliarden wert. Das hei├čt, man m├╝sste mal ├╝berlegen, ist es nicht eigentlich schlauer, das haben wir glaube ich letztes Mal schon gefordert, in Anf├╝hrungsstrichen, Indeed und Glassdoor mal einzeln an die B├Ârse zu nehmen und aus dieser Rekruit rauszuholen. Weil die anderen zwei Segmente, n├Ąmlich Media & Solutions und Staffing, also Zeitarbeit, machen ungef├Ąhr genauso viel E-Bit, wie die HR Technology Group alleine oder das HR Technology Segment, w├Ąchst aber viel langsamer, ganz andere Struktur des Umsatzes, viele h├Âhere Cocks und so weiter. Deswegen w├Ąre es eigentlich f├╝r einen Shareholder Value besser, wenn man Indeed und Glassdoor da rausnimmt. Dann ist die Rekruit Holding nat├╝rlich nicht mehr so gro├č. Aber ich glaube, da k├Ânnte man viel Value anlocken, wenn man das macht. Also wie gesagt, wahrscheinlich w├Ąre Indeed und Glassdoor alleine so 70 Milliarden wert, w├╝rde ich sch├Ątzen. Und dann kriegt man mehr oder weniger die anderen beiden Segmente geschenkt dazu. Das w├Ąre schlau. Spannend, also dieses HR Technology Segment ist spannend, weil es eine hohe 30% E-Bit Marge hat oder ├╝ber 30%, fast 100% Wachstum noch. Das wird sich aber ein bisschen verflachen. Aber wahrscheinlich w├╝rde man dem bis zu 10 mal CS geben bei der Geschwindigkeit gerade. Und dann w├Ąre das ganz spannend, das rauszul├Âsen. Also Zahlen waren nicht super, weil die E-Bit Marge eingeschmolzen ist. Topline-Wachstum verlangsamt sich auch. Da kommt jetzt noch ein relativ einfaches Quartal und das ├╝bern├Ąchste Quartal hat dann das erste Mal wirklich schwere Vergleichswerte. Da ist dann so ein bisschen Crunch-Time. Da m├╝sste man aufpassen vorher, wie das aussieht und wie sich der Markt bewegt. Prinzipiell glaube ich, HR hat schon viel R├╝ckenwind, aber es ist ein bisschen ersch├╝tternd, wie wenig New Work davon profitieren kann, w├╝rde ich sagen. Das w├╝rde mir dann f├╝r Momente, in denen das nicht mehr so stark R├╝ckenwind hat, Sorgen machen, dass die ├╝berhaupt noch wachsen k├Ânnen.
Wie sieht es denn aus, wenn wir in eine Rezession kommen? Wird dann der Markt immer noch so sein, dass man nach Leuten sucht, wie man es aktuell tut?
Prinzipiell wird nat├╝rlich weniger eingestellt in der Rezession. Dadurch, dass das ja gr├Â├čtenteils auch ein demografisches Ph├Ąnomen ist, glaube ich, w├╝rde es nicht so sein, dass wir jetzt Massenarbeitslosigkeit sehr schnell wieder h├Ątten. Wir haben schon zu wenig Arbeitspl├Ątze und selbst wenn man jetzt 2% der Bev├Âlkerung ihren Job verlieren w├╝rde, was nat├╝rlich nicht w├╝nschenswert w├Ąre, dann w├╝rde das, glaube ich, im HR-Segment trotzdem viel Nachfragedruck bleiben. Aber es h├Ątte klar eine Rezession auswirken auf das Segment. HR ist nat├╝rlich superzyklisch per Definition. In Hochkonjunktur zahlt man alles, um noch einen Arbeiter zu bekommen oder eine Arbeiterin und in der Rezession w├╝rde man weniger zahlen. Das ist tendenziell schon stimmt, ich denke aber, es wird durch den demografischen R├╝ckenwind abgemildert.
Stell dir vor, du w├╝rdest beim Meta arbeiten und Mark Zuckerberg w├╝rde dir jetzt die neuen Values vorstellen. Eine davon, Focus on Long-Term Impact. Was w├╝rdest du anders machen?
Das sagt mir, ich darf schwere Kompromisse treffen, die kurzfristig vielleicht auch negative Konsequenzen haben. Ich wei├č nicht, ob aufs A-Bit oder auf die Gesundheit der Nutzer oder was wei├č ich. Aber dass das Ziel gewisse Mittel rechtfertigt, w├╝rde ich daraus lesen.
Ich ├╝bersetze, du w├╝rdest gucken, dass man die Fake-Profile l├Âscht.
Das h├Ątte Long-Term Impact, glaube ich. Wobei bis dahin ist es ja eh leer. Ich glaube nicht, dass man da bei Instagram oder Facebook noch irgendwas rumrei├čen kann. Die haben noch eine Chance, entweder aus WhatsApp was ordentliches bauen oder das Metaverse hinbekommen, was ich nicht glaube. Ich glaube nicht, dass du bei Instagram oder Facebook noch irgendwas rei├čen kannst. Was nicht hei├čt, dass sie nicht noch viel Werbung abspielen werden und noch ein bisschen Geld verdienen, zeitlang. Aber Facebook ist ganz klar ├╝ber den Zenit. Ich glaube, Instagram ist am Zenit und auch knapp dr├╝ber, wenn man die Fake-Profile malerschen w├╝rde. Oder?
Ja, sich ├Ąhnlich.
Ich glaube, er ist in der Einstimmung darauf, dass jetzt mal zwei, drei Jahre mit richtig schlechten Zahlen kommen und wenig Growth, wenig Userwachstum und dass man trotzdem den langfristigen Horizont des Metaverse im Auge behalten soll und sich nicht ablenken soll, wenn die Stimmung schlecht wird und die ESOPs alle wertlos werden, weil der Aktienkurs einbricht. So w├╝rde ich es verstehen.
Aber sie haben wohl 300.000 Maus auf ihrem Horizontding, also im Metaverse.
Wie viele davon wurden schon befummelt? Dieser Jane Manchung Wong war da und hat gesagt, sie wurde nach f├╝nf Minuten Force Kissed und muss dann diesen 1,50 Meter Privacy-Raum anmachen, damit sie sich ├╝berhaupt bewegen konnte. Ja, ich bin gespannt.
Ich finde immer, wenn Firmen die Vision neu definieren, dann sind meistens andere Probleme da und man sollte sich auf andere Sachen konzentrieren. Es ist nie so ein Zeichen von, es l├Ąuft jetzt alles in die richtige Richtung.
Aber Move Fast und Break Things ist weg, ne? Ja, es ist jetzt weg. Und Build Social Value ist aber auch weg, glaube ich.
Es hei├čt jetzt, Move Fast Together. Also man m├Âchte besser zusammenarbeiten.
Ich bin gespannt.
Dann Booking, hast du ja eigentlich vorhergesagt, also du fragst dich seit Monaten, wieso sich diese Aktie nicht nach unten bewegt. Booking hat jetzt 3.000 Leute entlassen. Wei├čt du, wie viele Leute da arbeiten?
20, 30?
Ja, sehr gute Sch├Ątzung.
Ich glaube, es waren 2020 am H├Âhepunkt mal so rund 20.000 Leute. Da hatte man schon mal ungef├Ąhr ein Viertel entlassen angeblich. Oder mindestens 4.000. Und jetzt haben sie nochmal 2.700 Customer Service Mitarbeiter gehen lassen. Wollen das mit einem Outsourcing Dienstleister ersetzen. Und was ich aber wirklich nicht verstehe, ist warum die Booking Aktie 30% h├Âher als vor Corona steht. Wie das denn macht? Ich glaube, ein Gro├čteil des... Also du hast Preiseffekte. Ich habe schon lange ├╝berlegt, wie das denn machen kann. Du hast nat├╝rlich Preiseffekte. Das ist alles ein bisschen teurer geworden, das Travelen. Vielleicht auch der Druck bei den Hotels h├Âher geworden. Aber es wird halt einfach weniger gereist. Und auch Marriott, das ist eine der gr├Â├čten Business Hotel Ketten. Die sind auch 16% ├╝ber dem All-Time-High. Die sind auf All-Time-High 16% ├╝ber H├Âhestand pre-Covid. 60 Milliarden wert, Booking 110 Milliarden wert. Ich sehe nicht, wie die in den 2019er Normalit├Ąt zur├╝ckkommen, ehrlich gesagt. Nat├╝rlich werden sie jetzt auch nicht halb so gro├č bleiben. Man sieht schon da viel Erholung. Und vielleicht sogar so eine Sonderkonjunktur als Revanche. Aber ich glaube, dass sie auf einem niedrigen Plateau landen werden erstmal. Und deswegen wundert es mich, dass sie jetzt so stark gewonnen haben, trotzdem in der Zeit, wo viele andere ja verbetroschen worden sind. Ich meine, die sind sehr ertragsstark, beide. Und Marriott macht halt viel so Lizenzgeb├╝hren. Aber trotzdem h├Ąngt es am Ende schon auch darauf ab, ob mehr gereist wird oder nicht, ob das Ding gut geht und wie viel Lizenzgeb├╝hren nur der Hotel zahlen kann und so weiter. Aber verstehen tue ich das nicht. Ich bin mir nicht so sicher. Solange ich nicht verstehe, was falsch ist, w├╝rde ich die jetzt nicht shorten. Aber ich glaube nicht, dass sie so schnell wieder das reinfahren k├Ânnen.
Die Zukunft zeigt, dass alle Leute glauben. Man w├╝rde ja sagen, die Aktie zeigt die Zukunft. Und alle hoffen und glauben ans Verreisen. Also vielleicht ist es einfach, dass die Aktien die letzten sind, die noch die Hoffnung des freien Reisens wieder haben. Dass deswegen es keiner verkaufen m├Âchte.
Wie sch├Ątzt du in einem Hotel, wie viel Prozent der ├ťbernachtung, glaubst du, sind Business und wie viel Prozent der ├ťbernachtung, wie wir die ganze Woche gesehen haben, sind privater Natur?
Ich w├╝rde sagen, 70 Prozent privat, Babucki.
70? Gut, viel Business wird noch ├╝ber andere spezialisierte Reiseb├╝ros gebucht.
Genau. Ich w├╝rde jetzt annehmen, dass alle gro├čen Corporates ihre eigenen Plattformen haben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort gar nicht ├╝ber Booking booken k├Ânnen. Die Plattformen sind bestimmt krass am Leiden.
So BCD Travel und so.
Genau. Nat├╝rlich ist Booking.com f├╝r kleine Unternehmen und Freelancer oder so. Vor allem f├╝r uns beide Business Traveler ist es auf jeden Fall eine Macht. Aber losgel├Âst davon ist es eher eine Konkurrenz zu Airbnb und so weiter. Und die entwickeln sich ja auch in Ordnung.
Ja, aber durch Alternative Accommodation, also so etwas wie Airbnb, das ist ja auch eine Gefahr f├╝r Booking. Also versuchen sie auch reinzuwachsen, aber ich wei├č nicht. Es war immer eine super Aktie in der Vergangenheit, aber ich bin jetzt gerade nicht 100 Prozent bullish f├╝r Booking.
Ja, ich war immer ein heavy User, als ich noch gereist bin. Vielleicht kann uns ja ein H├Ârer oder eine H├Ârerin erkl├Ąren, warum das noch so best├Ąndig ist. Dann Fastly, die haben Earnings gehabt und du wei├čt nicht, warum die immer noch so gut stehen, lese ich aus deinen Tweets.
Also ich glaube, wir hatten, als wir das erste Mal besprochen haben, ich wei├č nicht, welches Folge es ist, aber ich glaube, eine der ersten 20 oder so, da hat sich ein H├Ârer mal gew├╝nscht, dass wir uns Fastly anschauen. Und da meinte ich, glaube ich, das sieht nicht so aus, als wenn das nochmal irgendwie in die richtige Richtung kann, weil es zu langsam w├Ąchst und trotzdem nicht profitabel ist. Die hatten mal so ein Hoch w├Ąhrend Corona dann auch, aber selbst da sah es kurzzeitig mal okay aus. Aber ich hatte dann eine Sekunde, ich habe getwittert, muss ich mal gucken, was ich getwittert habe, einen Tag vor den Earnings hatte ich gesagt, wie ist Fastly immer noch 3 Milliarden wert, also 10 Mal Umsatz, das Wachstum verlangsamt sich, das war vor den Zahlen, das Non-GAP Operating Income, das Adjusted EBITDA, der Operating Cashflow, also egal welche oder egal wie wohlvollend man sich die Kennzahlen anschaut, sie sind negativ und das weitet sich eher aus. Die DB-NER und NRR verschlechtert sich, die Magic Number lag unter 0,2, und damit irgendwie unm├Âglich profitable Kunden zu akquirieren und es scheint nur schlechter zu werden. Und dann ist Fastly, glaube ich, 25% oder 30% am n├Ąchsten Tag tats├Ąchlich auch runtergegangen, also es hat sich so ein bisschen best├Ątigt und die Zahlen waren dann gar nicht so schlecht, wie ich vermutet habe. Also die letzten drei Quartale waren Umsatz 84,8, 85 Millionen, 86,7 Millionen und jetzt ist es hochgegangen auf 97, immerhin, also ein deutlicher Sprung, wobei es dann eine Saisonalit├Ąt, obwohl da gibt es eine Saisonalit├Ąt, Saisonalit├Ąt bereinigt ist dann gar nicht mehr so eindruckend, dann sind sie n├Ąmlich langsamer gewachsen als im Vorquartal, da sind sie noch immerhin mit 23% gewachsen, was f├╝r Software echt nicht schnell ist, jetzt nur noch mit 18%, also das ist zu langsam, wenn man n├Ąmlich au├čerdem eine negative Operating Margin von minus 58% hat. Wenn man jetzt ganz wohlwollend nicht die Cap Operating Margin, sondern eben eine adjustierte Kennzahl nimmt, kommt man irgendwie noch auf eine Rule of 40 von 6%, aber das ist eben weit weg von 40 und kann eigentlich nicht funktionieren. Also die verlieren die Sekunde, der Cashflow ist auch negativ, sie bluten Geld und wachsen nicht schnell genug, alle Kennzahlen verschlechtern sich, ich sehe nicht so richtig, wie das besser werden soll, mich wundert es ein bisschen, dass da noch keine personellen Konsequenzen gezogen werden. Das einzige Licht am Tunnel, am Ende des Tunnels, ist, dass die Magic Numbers komischerweise hochgegangen sind, aber das ist auch die Saisonalit├Ąt, glaube ich jetzt tats├Ąchlich, die war n├Ąmlich davor, nee, dann hat sie sich sogar verschlechtert, wenn man sie vergleicht, inklusive des Saisonaleffektes, ist die Magic Number sogar schlechter geworden, das hei├čt auch, das ist schlecht. Also ich glaube Fastly, und ich meine, sie sind nur noch 3 Milliarden wert, beziehungsweise jetzt ein bisschen mehr als 2, was kann man damit noch machen? Du kannst keine neuen Aktien rausgeben, weil es schon nichts mehr wert ist, die ganze Company, du verbrennst irgendwie 50 Millionen jedes Jahr, oder blutest das Geld, du w├Ąchst nicht schneller als 20%, das hei├čt, es w├╝rde ein Jahrzehnt dauern, um das auszugleichen, wenn du die Kostenkarte verliest, das Personal noch, eigentlich kannst du nur das mit was anderem merchen, das ├Ąhnliche Gemeinkosten hat, oder wo du Effizienzen rausholst, weil du die Kundenbasis schon hast und das reinverkaufst, also das irgendwie... Cloudflare sie kauft. Ja, die bieten ja viele Sachen ├Ąhnlich an, also Cloudflare braucht es, glaube ich. Ich ├╝berlege eher, ob einer der Cloud, ob ein Google Cloud, das kaufen k├Ânnte, bei denen w├╝rden die Verluste kaum ins Gewicht fallen, weil die selber eine Milliarde, glaube ich, noch drauf zahlen.
Aber wie kann es sein, dass die so, im Gegensatz zu Cloudflare,
jetzt nicht ├Ąhnlich performen?
Ich meine, das ist doch mehr oder minder das gleiche Produkt.
Also das Produkt hat weniger Product Market Fit einfach, es verkauft sich schlechter, sieht man. Es wird schon genutzt, die haben irgendwie Sekunde 2800 Kunden, glaube ich. Ich habe 2800 Kunden mit ein paar ├╝bernommenen, aber es verkauft sich deutlich schlechter, es w├Ąchst nicht, ist nicht so innovativ, offenbar. Irgendwann helfen dir die Gr├Â├čenvorteile nat├╝rlich auch, die Cloudflare hat, also dass du einfach mehr Features baust und damit immer st├Ąrker wirst. Wenn diese Growth Engine aus einem guten Gleichgewicht zwischen Wachstum und Profitabilit├Ąt einmal aus dem Schwung rauskommt, dann wird es halt unheimlich schwer. Und das konnte man meiner Meinung nach bei FastD sehr, sehr fr├╝h sehen. Ich gucke mal, wo die am H├Âhepunkt waren, Sekunde. Ich glaube, wir haben die auch beim Jahreswechsel nicht besprochen, als dass das ein ganz guter Short-Kandidat war, den wir richtig hatten. 33,6% haben die gestern verloren. Also die waren mal 126 Wert, sind jetzt noch 19 Wert. Also mindestens 85% verloren. Aber zu Recht. Keine Ahnung, wer das damals gekauft hat. Es gab mal so ein Strohfeuer w├Ąhrend Corona, wo sie ein bisschen besser aussahen.
Wir haben schon in unserer Community die ein oder anderen, die das gekauft haben. Es kam immer wieder auf, es waren immer wieder h├Âhere Fragen zu FastD drin und auch auf Discord.
Ja, aber ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, haben wir das jedes Mal relativ skeptisch besprochen. Ich meine, man kann sagen, das ist nur zehnmal z├Ąhlswert, das ist nicht viel, aber das ist halt f├╝r eine Company, die hinten und vorne nicht funktioniert, immer noch zu viel. Also die Yahoo sagt 60 Millionen negative Cashflow bei 339 Millionen Umsatz. Also minus 16% und es w├Ąchst nur mit 20. Vielleicht dauert es nicht ein Jahrzehnt, aber es w├╝rde Jahre dauern, das ├╝berhaupt hinzubekommen. Wie viel Cash haben sie noch? Cash haben sie noch 600 Millionen, k├Ânnten irgendwas anderes kaufen, oder es lange durchhalten. Aber hat nichts mit Wachstum, Growth zu tun, aber Value ist es auch nicht. Und auf eine ├ťbernahme spekulieren w├╝rde ich da jetzt auch nicht. Und ich meine, minus 33, ich frage mich, was haben die vorher gedacht? Also die Leute, die sie 33% h├Âher, oder sie sind r├╝ckw├Ąrts gesehen, ist ja jetzt 50% h├Âher, noch gehalten haben. Mit welcher positiven ├ťberraschung h├Ątte man jetzt gerechnet, dass man jetzt dann doch ein Drittel des Kurses abverkauft hat? Weil es hat sich ja nichts ge├Ąndert, sondern es hat sich gr├Â├čtenteils das vorgesetzt, was man vorher schon sehen konnte. Aber sehr viel mehr kann man dazu nicht sagen, glaube ich. Aber au├čer was ganz spannend ist, ist, dass die Zahlen halt im Q4 immer gut aussehen, sowohl bei Magic Number als auch so ein bisschen bei Rule of 40 werden sie da besser. Aber das ist eben ein saisonaler Effekt. Und wenn man aufs ganze Jahr oder auf die anderen Quartale guckt, dann ist es eben doch wieder desastr├Âs.
Und saisonal, weil dann die Firmen kaufen, oder warum?
Fast, das ist wahrscheinlich volumenbasierte Abrechnung. Und der E-Commerce-Traffic geht wahrscheinlich hoch im Q4, das w├Ąre jetzt meine einfachste Erkl├Ąrung, dass man da ein bisschen mehr zahlen kann.
Meinst du, Jan B├Âhmermann hat Palantir kaputt gemacht?
Das glaube ich nicht, nee. Palantir kann sich ganz gut selber kaputt machen.
Also die sind gespeckt, ich meine im September letzten Jahres, sind immer noch positiv.
Das war doch kein Spec, war das ein Spec? Ja, doch, ich glaube schon. Direct Listing war das, glaube ich.
Ich wei├č nur, dass du gewertet hast, dass die irgendwann bei 7 sind.
Und es geht in die richtige Richtung, also es ist bald wieder unter Ausgabekurs, oder? Ausgabesekunde.
11,77. Wir nehmen Freitagnachmittag auf.
Und gekommen sind sie bei 29.
Genau, deswegen h├Ątte ich gesagt, es ist ein Spec gewesen.
Nee, nee, es war Zufall, glaube ich. Also ich verstehe die Vermutung, aber nee.
Gut, und diese Woche minus 25 Prozent. Was ist dann los? Mit Daten ist doch das ├ľl der Zukunft. Damit verdient man doch sein Geld.
Ja, auch da, ich war ja relativ ausbrochen dar├╝ber, dass ich Palantir moralisch sowieso komisch finde, aber auch von den Zahlen her einfach nicht gut. Und von der Governance, also der Unternehmensf├╝hrung. Wir k├Ânnen ja mal auf die Zahlen eingehen. Also sie sind noch mit 34 Prozent gewachsen, nach zuvor 36, 49 und 49. Also es hat sich verlangsamt zum Jahresende hin, das Wachstum. Zum Vorquartal sind sie noch 10 Prozent gewachsen, immerhin. Die Rohmarge sieht gut aus mit 80 Prozent, die hat sich leicht verbessert. Aber die Operating Margin ist weiterhin negativ. Da hatte man mit einem besseren Ergebnis gerechnet, aber die bleibt negativ und die sehe sogar noch schlechter aus, wenn man eine gewisse Adjustierung macht. Positiv ist der adjustierte Free Cash Flow. Der ist wahrscheinlich um die, worum adjustiert man Free Cash Flow? Um die Steuerzahlung in Verbindung mit Stock-Base-Compensation wahrscheinlich, weil die muss man in Cash zahlen. Und es gibt ein positives, also teilweise sieht die NRA ganz gut aus, die Revenue Expansion bei bestehenden Kunden. Die Magic Number ist hier auch besser, aber auch da scheint es einen saisonalen Effekt zu geben auf den ersten Blick. Manifestiert sich nicht so 100 Prozent, aber es k├Ânnte sein. Ich w├╝rde jetzt noch nicht sagen, feiern, dass die auf 1 gekommen sind. Das k├Ânnte auch wieder schlechter werden. Das sind die positiven Sachen. Die Marketingquote ist ein bisschen runtergegangen. Es deutet sich ein Operating Leverage an. Und die Rule of 40, wenn ich jetzt tats├Ąchlich den Cash Flow nehmen w├╝rde, w├Ąre immerhin bei 58. Aber man muss halt ganz genau schauen, wo Palantir jetzt adjustiert. Und zwar geben die einen unheimlich hohen Bestandteil ihrer Gesamtausgaben. Deswegen habe ich hier im Google Sheet ausnahmsweise die Stock Base Compensation mit aufgef├╝hrt. Die gesamten Ausgaben f├╝r operative Kosten sind ungef├Ąhr 400 Millionen im Quartal. Und davon sind allein 166 Millionen Stock Base Compensation. Also diese Stock Base Compensation kann man eben wegadjustieren. Sowohl im Adjusted Ebit oder auch im sogenannten Non-GDP. Also Non-Gap Operating Income. Oder im Non-Gap Net Income kann man die rausrechnen. Weil man verbessert einfach nur die Nutzer, also die Shareholder und rechnet das dann raus. Dann sieht es auf dem Papier erstmal besser aus. Palantir nutzt das meiner Meinung nach aber so systematisch, dass im Vorjahr, ich glaube es gab mal ein Quartal, das war beim B├Ârsengang, das w├Ąre jetzt unfair das ranzuziehen, weil beim B├Ârsengang westen nat├╝rlich ganz viele Shares auf einmal. Also die Accelerated Vesting haben oder wenn irgendwelche Management Verg├╝tungen an B├Ârsengang gebunden waren, dann kommt es zu einem ├╝berdurchschnittlichen Vesting von Shares oder von ESOPs die rausgegeben werden. Deswegen war es da besonders hoch. Aber f├╝r das Gesamtjahr letztes Jahr haben sie allein 1,27 Milliarden an Share Base Compensation rausgehauen. W├Ąhrend die gesamten Kosten, die das schon inkludieren, 1,9 waren. Also zwei Drittel der Kosten waren Share Base Compensation. Das f├╝hrt dazu, dass du dich bei allen adjustierten Metriken immer sehr gut gesund rechnen kannst. Und dass aber gleichzeitig durch die st├Ąndige Herausgabe neuer Shares die Shareholder-Extremen verw├Ąssert werden. 2019 gab es noch 700 Millionen Shares von Palantir. Ende 2020 gab es 1,49 Milliarden Shares. Und heute gibt es schon 2,3 Milliarden Shares. Das hei├čt es gibt dreimal so viele Shares wie vor zwei Jahren eigentlich. Und das hei├čt selbst wenn man Palantir Aktien besitzt, geh├Ârt ja eigentlich immer weniger davon von dem Unternehmen jedes Jahr. Das hat den positiven Effekt, dass der Verlust pro Aktie kleiner wird. Weil dadurch immer mehr Aktien geteilt werden. Das sieht in dem Fall sogar positiv aus. Aber das ist schon problematisch, wenn man das so dauerhaft anwendet. Und dann habe ich mal, weil es so aussieht, als wenn jetzt sie Kosten sparen oder sich ein Hebel entwickelt, also relativ gesehen weniger f├╝r Marketing ausgeben, weniger f├╝r R&D ausgeben, weniger f├╝r Gemeinkosten ausgeben, w├Ąhrend der Umsatz um 34% steigt, habe ich mal folgendes gemacht. Ich habe jetzt die Stockbase Compensation von den Gap OPEX, also den nach ordentlicher Buchhaltung gef├╝hrten, wo dann n├Ąmlich die Stockbase Compensation da drin ist, abgezogen. Das hei├čt ich habe dann eigentlich die Ausgaben ohne Ber├╝cksichtigung von Stockbase Compensation. Und die bleiben beim Marketing dann zum Beispiel relativ gleich. Sie geben prozentual genauso viel Fixgeh├Ąlter f├╝r Marketing aus, das sind ja alle Ausgaben, nicht nur die Geh├Ąlter, wie im Vorjahr. Sie geben ein bisschen weniger Gemeinkosten aus. Und der Grund ist, dass nat├╝rlich wenn ein Aktienkurs einbricht, sieht auf dem Income Statement die Sharebase Compensation auf einmal g├╝nstiger. Also gibt es da die gleiche Anzahl an Aktien raus, kurzfristig gesehen zumindest. Und dadurch hast du einen positiven Kosteneffekt, dass du Aktien im Wert von 12 Dollar rausgibst und nicht mehr im Wert von 20 Dollar. Und nur dadurch hat sich jetzt ein positiver Hebel entwickelt, dass die Anzahl der Aktien fix ist, die man verspricht und es dann g├╝nstiger worden ist. Das wiederum l├Ąsst sich langfristig nat├╝rlich nicht durchziehen, weil jeder Angestellte oder jede Angestellte nat├╝rlich zu dir kommt und sagt, die Shares, die ihr mir versprochen habt, sind nur noch halb so viel wert, ich brauche jetzt doppelt so viele Shares. Das hei├čt, das wird auch wieder steigen und dadurch, dass die Kosten sinken, ist letztlich nur auf die Verg├╝nstigung der Stockbase Compensation durch den sinkenden Aktienkurs zur├╝ckzuf├╝hren. Das ist ganz spannend. Dann k├Ânnen wir mal durch die Pr├Ąsentation gehen von Palantir. Ich w├╝rde schon mal gerne meine Missbilligung ausdr├╝cken der Sachen, die da mal zur Verf├╝gung gestellt werden. Du musst dir vorstellen, bei Palantir bekommst du einfach jede, ich sage mal, jede M├Âglichkeit, jedes Quartal ein bisschen andere Informationen, sodass du fast unm├Âglich irgendwelche Vergleichswerte bilden kannst. Du kriegst halt immer mal andere Daten, die gerade gut aussehen und ob das dann eben ein schlechteres oder ein besseres Quartal ist, ist schwer herauszufinden. Wir gehen mal durch die Pr├Ąsentation. Die kann man unter Palantir Investor Relations finden. Genau, da sagen sie halt, sie wachsen 34 Prozent. Davon w├Ąchst das, also Palantir macht letztlich die gr├Â├čte Investor Relations-M├Âglichkeit, die AI-Data-Anwendung oder Data-Visibility-Anwendung, keine Ahnung, wie die es nennen wurden, f├╝r den ├Âffentlichen Sektor und versuchen das mehr auch im privaten Sektor. Haupts├Ąchlich haben sie es an Sicherheitsbeh├Ârden und Regierungen verkauft in der Vergangenheit, versuchen es mehr und mehr an Firmen zu verkaufen. Das scheint eine neue Strategie zu sein, deswegen w├Ąchst das Government-Sektor nur noch mit 26 Prozent, das Commercial Revenue aber mit 47 Prozent, auf einer kleineren Basis. Das US-Commercial Revenue w├Ąchst sogar um 132 Prozent. Auch weil es von einer sehr kleinen Basis kommt, also von kleinen Ausgangswerten. Die Marge ist schick und so weiter. Das letzte Quartal war schlechter als der Rest des Jahres, also es ist tendenziell eher eine Verlangsamung, die man sieht. Ein spa├čiges Slide fand ich, da zeigen sie f├╝nf ihrer Customer, Verho, Merck, Swiss Re, also Schweizer R├╝ckversicherung, Airbus und nochmal Merck. Our customers are saying Foundry, Foundry ist das Commercial-Produkt von Palantir, but AWS was to them last decade. Da bin ich mir jetzt nicht so sicher, ob Palantir das neue AWS ist, dieser Dekade. Und wenn, dann w├╝rde ich vermuten, dass die Kunden, die mit Palantir in Gesch├Ąftsbeziehungen eintreten, vielleicht auch nicht das beste Urteilsverm├Âgen dar├╝ber haben, was gerade die beste Art ist, Applikationen im Netz aufzubauen. Wie auch immer. Dann sagt man, man hat neue Kunden gewonnen, wir haben von genau 98 Kunden gewonnen, von 139 auf 237, ja das sind 98, davon sind genau, also Commercial-Kunden sind von 49 auf 147, das sind komischerweise auch genau 98, das hei├čt man hat nicht einen Government-Kunden hinzugewonnen. Insgesamt w├Ąchst das Commercial-Segment aber relativ stark, wie gesagt von einer flachen Basis und macht insgesamt, US Commercial macht 13% des Gesamtumsatzes aus, darauf ist man sehr stolz. Man hat viele Sales-Leute eingestellt, dann gibt es einen sch├Ânen Graph, wo man sich die Kohorten anschaut, also wie viel geben die Kunden von 2019, 2020, 2021 aus, da kann man so ein bisschen diese Net Revenue Retention sehen und das sieht ganz gut aus, also die Kohorten werden immer gr├Â├čer, au├čer wenn man auf die 2018 und davor Kohorte guckt, die war damals n├Ąmlich kurz vor dem B├Ârsengang 32 Millionen und ist jetzt noch 11 Millionen wert, sie hat zwei Drittel an Revenue verloren und da muss man sich dann schon fragen, warum zwei Drittel des Revenues verschwunden ist nach drei Jahren und ob das eventuell auch mit den jetzigen Kohorten irgendwann droht, weil das Commercial-Produkt vielleicht doch nicht so viel Product-Market-Fit hat, wie man glauben w├╝rde. Dann kriegen wir noch ein bisschen US Non-Commercial-Zahlen, dann kommt das Government-Business, das ist nach vorher immer deutlich ├╝ber 50% jetzt nur noch mit 26% gewachsen hat genau kein Kunden hinzugewonnen, Kohorten sehen gut aus, da holt man immer ein bisschen mehr Geld raus, aber auch nicht ganz viel, dann kommt so ein bisschen Pass-to-Profitability-Kram, bla bla. Und was daran spannend ist, neben den Share-Based-Compensation-Problemen ist eben so diese Dilution, dass man immer weiter verw├Ąssert, also nicht Aktien zur├╝ckkauft, sondern immer mehr Aktien rausgibt und das hei├čt, selbst wenn die Market Cap von Palantir stabil gewesen w├Ąre, m├╝sste die einzelne Aktie immer weniger wert sein, weil sie immer weniger an der Company repr├Ąsentiert. Und wenn dann die Presse irgendwie schreibt, der Verlust pro Aktie hat sich verringert, ist das unter anderem eben, weil es dilutiert wurde und zu diesen 2,3 Milliarden Aktien, die es jetzt gibt, sind schon die n├Ąchsten 500 RSUs, also die Restricted Stock Units und ESOPs, auch schon klar, dass die noch Outstanding sind, also sie sind schon versprochen an Angestellte, also es wird weitergehen, unter anderem l├Ąsst sich Alex Karp, der hat im IPO-Jahr Aktienoptionen im Wert von 1,1 Milliarden bekommen, als CEO, im letzten Jahr hat er f├╝r 300 Millionen Aktien verkauft, das Insider-Trading spricht auch eher f├╝r wenig Conviction von der eigenen Company. Die br├╝sten sich damit, ich glaube im Q3 war das, dass die RPOs, das sind diese Remaining Performance Obligations, also ich habe Kunden was verkauft, was ich in Zukunft leisten muss, da habe ich mein Geld aber schon f├╝r bekommen und deswegen muss ich auch noch eine Rechnung bilden, oder Rechnungsabgrenzungsposten und die wachsen halt, oder waren 870 Millionen gro├č im Q3 und die Billings, also was sie in Rechnung stellen, ist mit 56% gewachsen, w├Ąhrend das Revenue nur mit 36% gewachsen ist und die Billings, die Kunden sind es mit 172% gewachsen, sehe ich gerade und der Cashflow, Free Cashflow war aber sehr positiv mit 400 Millionen z.B. und das k├Ânnte zumindest den Eindruck erwecken, dass man viel Umsatz auch vorzieht, das hei├čt Kunden bezahlen im Voraus schon, erhalten daf├╝r diese RPOs, diese Performance Obligations, also ein Leistungsversprechen und damit managt man halt immer den Cashflow, dass der sch├Ân positiv bleibt schon. Dieser Umsatz wird irgendwann auch gefahren werden nat├╝rlich, aber das Geld wird halt nicht nochmal reinkommen in die Company, sondern das Geld ist schon in der Company und die Kunden werden eben keinen Cashflow Effekt mehr haben, weil sie ja schon bezahlt worden sind, sondern es werden nur diese Remaining Performance Obligations dagegen aufgel├Âst. Das k├Ânnte irgendwann dann auch gef├Ąhrlich werden und was auch noch spannend ist, wir hatten mal dar├╝ber berichtet, bzw. hat der Eric Newcomer in seinem Newsletter berichtet, dass Palantir systematisch in sogenannte Pipes, also es sind diese Co-Investments in Specs investiert hat, in glaube ich einem knappen Dutzend F├Ąllen und die Firmen, die investiert wurden, dann unbedingt sofort Palantir Software kaufen. Also Palantir hat gesagt, wir investieren 40 Millionen oder irgendwas zwischen 20 und 40 Millionen in dein Pipe Investment und dann hat die Firma gesagt, okay, jetzt m├Âchte ich aber unbedingt bitte auch gleich Palantir Software kaufen mit diesem Geld und so hat man sich quasi ein bisschen Umsatz hinzugekauft und w├╝rde man das jetzt zum Beispiel rausnehmen aus dem Umsatzwachstum, dann w├Ąren sie nur 8 Prozent, zum Vorquartal gewachsen und nur 27 Prozent zum Vorjahr. Also nochmal deutlich langsamer und 30 Prozent des Total Contract Values kommt allein aus Specs im Commercial Bereich und wenn man das jetzt rausrechnen w├╝rde, dann sieht es wirklich ein bisschen arm aus. Das klang jetzt alles sehr negativ, deswegen w├╝rde ich jetzt einmal vielleicht auch die Gegenmeinung verlesen in Form der Investmenthypothese eines gro├čen deutschen Tech Momentum Fonds der bei den Zahlen zu ganz anderen Ergebnissen kommt beziehungsweise fairerweise, nat├╝rlich ist diese Analyse vor den Zahlen geschrieben worden aber meiner Meinung nach sah die Tendenz da nicht anders aus wenn man die lesen konnte. Auf jeden Fall rechnet das, also ich wei├č keine Ahnung wer das, Tim Melser w├╝rde sagen, zusammengewichst hat, aber wer das sich ausgedacht hat, also der ist derjenige, der in den Arsch schreibt, wir sch├Ątzen den Umsatz f├╝r dieses Jahr mit 1,6 Milliarden, der war jetzt nur 1,55, das kann passieren, Sie glauben aber, dass der bis 2025 auf 20 Milliarden steigen kann. Das w├Ąre eine Wachstumsrate von 90 Prozent und tats├Ąchlich w├Ąchst Palantir oder hat die Guidance von Palantir f├╝r das n├Ąchste Jahr, dass sie mit langfristig 30 Prozent Wachstum rechnen, was glaube ich schwer genug wird f├╝r sie und wir sind jetzt zu der Einsch├Ątzung gekommen, dass sie das um das Dreifache ├╝bertreffen werden und mit 90 Prozent wachsen die n├Ąchsten vier Jahre. Keine Ahnung, ob da jemand, der die Analyse macht, durchs Office schreit, fragen, wie viel haben wir da drauf und der sagt einfach nur ja oder so, aber auf jeden Fall verstehe ich nicht, wie man auf die Zahlen kommt. 2030 sollen es dann sogar 52 Milliarden Umsatz werden. Das setzt sich zusammen, dass Palantir weiter von 80 auf 195 w├Ąchst und sp├Ąter auf 330. Das ist die, die im Moment bei 90 stagniert, also nicht ein Kunde hinzugewonnen wurde und nat├╝rlich diese Kunden auch mehr Umsatz machen und die Anzahl der Kunden von Foundry, also im Commercial Segment, soll in den n├Ąchsten vier Jahren um ca. 1000 Kunden steigen. Also jedes Jahr will man 250 neue Kunden gewinnen, wo man wie gesagt, mit plus 100 Kunden sehr weit von entfernt ist. Dadurch steigt der Umsatz da und so weiter. Dann soll es 2030 2000 Kunden geben, die im Durchschnitt 21 Millionen Dollar mit Palantir Foundry ausgeben. Da frage ich mich, gibt es ├╝berhaupt 2000 Unternehmen, die so gro├č sind und entscheiden sich davon dann alle f├╝r Palantir? Also es ist nicht mehr der denkbar optimistische Case, es ist einfach ein komplett irrealistischer Case, glaube ich, der gerechnet wurde. Wenn man 80 Prozent die 10X annimmt, da sieht es so aus, als w├╝rden sie dahin kommen. Das R&D und Marketing Anteil am Umsatz, da ist man glaube ich deutlich zu optimistisch. Dann geht man davon aus, dass die Stock Base Compensation auf 100 bis 200 Millionen im Jahr runtergeht. Dieses Jahr sind wir in dem Rahmen, aber auch nur weil die Stock Base Compensation g├╝nstiger geworden ist, weil die Aktie kaputt gegangen ist, w├╝rden wir jetzt den normalen Aktienkurs, den wir jetzt haben, auf 100. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie eine wachsende Company diesen Wert senken sollte. Vor allem scheinen sie keine Anstrengungen zu machen, die Stock Base Compensation in den Griff zu bekommen. Die Anzahl der Aktien, glaubt man, geht von der Zeit 2 Milliarden, wie gesagt, es sind jetzt schon 2,3 Milliarden, aber hier steht noch 2 Milliarden, geht nur auf 2,5 Milliarden hoch. Das kann schon gar nicht mehr funktionieren, wenn das jetzt angenommen wird bis 2025. Es kann sein, dass die davon ausgehen, dass Palantir irgendwann ein Aktienr├╝ckkaufsprogramm startet. Dann k├Ąme man vielleicht wieder auf diese Werte, wenn man Aktien zur├╝ckkauft. Das halte ich aber eher f├╝r unwahrscheinlich. So kommt die Analyse von TenX zusammen. Der Grund, warum Palantir die gr├Â├čte Position bei denen war. Was ich mich dann frage, ├╝brigens, Kathy Wood hat in ihrem Video 50 Millionen Dollar in Palantir Aktien gestern am Tiefpunkt verkauft. Selbst sie hat ihren Glauben ein bisschen verloren. Zumindest, hast du das Video gesehen? Die hatte auch ein kleines Zoom-Call-Problem mit dem Ablauf der Zeit. Das war aber nicht ihr Problem, fairerweise, muss man sagen, sondern das von CNBC, was ich nicht verstehe, warum man sich nicht diese 100 Dollar leistet. Auch bei Frank war das anscheinend ein Comdirect-Deal, die nicht bezahlt haben. Da muss man das Problem haben. Den Screenshot kriegst du nie wieder aus dem Internet raus.
Das ist schon peinlich. Ich habe deinen Tweet gesehen und habe auch runtergeschrieben, dass ich genau das gleiche gedacht habe wie du. Wir kommen uns immer n├Ąher. Aber vielleicht ist es einfach ein Bug von Zoom, dass sie das Produkt nicht so signalisieren, also dass sie dem Konsumenten nicht zeigen, dass es die Free-Version ist. Vielleicht macht das Zoom auch in den kommenden Wochen jetzt, um die Conversion zu erh├Âhen, weil keiner m├Âchte zeigen, dass er der g├╝nstige Zoom-Nutzer ist, dass sie das Produkt so nutzen, dass der Endnutzer sieht, die Person, die mich eingeladen hat,
die kann nur 40 Minuten telefonieren. Kann gut sein. Aber dann ist die Gefahr, dass die Leute dann doch Teams bilden. Ganz ehrlich, als ich mal mit dem Fernsehen zugange war, habe ich denen auch meinen Zoom-Link geschickt. Die einen haben Jitsi geschickt, was als sehr gut gilt, und bei dem anderen habe ich meinen eigenen Zoom-Account genutzt, um genau so etwas zu verhindern.
Das ist schon peinlich. Es gab auch Tweets, dass sie im Fernsehen ist, w├Ąhrend ihre Aktie nach unten geht.
Das muss halt auch tough sein. Wenn du deinen Fonds im Live-Fernsehen siehst,
oder auch CEO von einer Firma, wir reden gleich ├╝ber Wix oder Shopify, du bist live im Interview und siehst, wie deine Aktie immer weiter runtergeht. Wenn du dann doch so ein zahlgetriebener Typ bist, wie du es bist, rechnest du dir wahrscheinlich noch die ganze Zeit im Kopf aus, w├Ąhrend du die Firma im Fernsehen verkaufst, wie viel Net Worth du verlierst.
Das ist schon echt tough. Apropos, dass der Kurs live runterging, was ich ├╝berhaupt nicht verstehe ist, gestern war wieder ein ziemlich roter Tag an der B├Ârse. Palantir hat 15% oder so verloren, Tesla ist runtergegangen, Hubspot ist runtergegangen, Hymns and H├Ârs sind runtergegangen. Diese ganzen Sekunde, was ist da noch drin? Da haben viele zweistellig oder hocheinstellig verloren. Tencent war nicht plus, Oscar Health nat├╝rlich schlecht. Die haben sich auch nicht so gut gef├╝hlt. Crypto stand richtig tief. Upstart hat ein bisschen hochgezogen vielleicht. Trilio lief schlecht. Warum bewegt sich der Kurs von dem TenX-Fonds? Also weder der Net Asset Value noch der ... Bevor ich jetzt quatsche, gucke ich nochmal nach. Ich verstehe halt nicht, warum der TenX-DNA-Fonds ... Also gestern war wirklich Armageddon und der war bis eben im Plus, jetzt ist er 0,4% im Minus. Also es gibt nur eine M├Âglichkeit. Entweder stehen die Angaben der Position nicht oder der ist gerade zu fast 100% gehedged. Also dass ein gegenl├Ąufiger Kontrakt zur Absicherung gemacht wurde. Und sonst verstehe ich nicht, warum der immer noch bei 19 Euro steht, wenn irgendwie 9 von 10 der Top-Positionen im Schnitt 4-5% verloren haben an dem Tag. Und du siehst es halt 0. Kann mir auch gerne mal einer erkl├Ąren. Ich will gar nicht draufhauen, ich w├╝rde es wirklich gerne wissen. Ich w├╝rde es wirklich nur gerne verstehen. Aber wenn du ├╝berlegst, was da angeblich drin sein soll, dann ver├Ąndert sich der Kurs nicht so, wie ich gedacht h├Ątte. Ehrlich gesagt. Muss man mal ... Keine Ahnung, ich verstehe es einfach nicht. So, hatte ich hier sonst noch was zu palentieren? N├Â, eigentlich haben wir alles gesagt. Ich hoffe, dass mit diesem Stock-Base-Compensation ist ein bisschen klar geworden. Wenn wir jetzt mal an etwas sprechen, ist der gr├Â├čte Posten, der da rausgerechnet wird, in den meisten F├Ąllen der gr├Â├čte Posten, ist diese Stock-Base-Compensation. Das muss in den Gap-Earnings mit reingenommen werden. Das hei├čt, da musst du halt so tun, als h├Ąttest du wahres Geld und nicht nur Aktien rausgegeben, weil das ja auch die realistische Betrachtung ist eigentlich. Und bei Non-Gap oder Adjusted EBITDA darf man diese Stock-Base-Compensations eben rausrechnen. Und bei Palentier ist es eben nochmal ein anderer Schnack. Ich glaube, was man auch sagen kann, ist, Palentier macht halt genug Cashflow. Die haben jetzt nicht das Problem, was Fastly hat. Aber ob die Sekunde, wie sind die bewertet? Ich glaube, so um die 20, 24? Ja, 20. Ob die jetzt 20 mal Sales sein sollten vor den Zahlen? Das glaube ich halt auch wieder nicht. Die k├Ânnen Cash generieren, aber nach Gap sind sie halt nicht so gut. Beim B├Ârsengang, es war mega gehypt. Sie hatten zwischendurch diesen Hype-Charakter durch Wall-Street-Bets auch bekommen. Dann gab es irgendwelche scheinbaren Silicon-Valley-Experten, die das irgendwie als den Goldstandard der Datenverarbeitung bezeichnet haben, was jeder, der irgendwie mal entfernt mit einem Data-Scientist geredet hat, glaube ich nicht unterschreiben w├╝rde. Na gut, jetzt sind sie noch ein Drittel wert von dem, die Werte w├╝rde ich noch halten. Dass sie eher auf 10 gehen als auf 20.
Ich bin gespannt.
F├╝nf war Schnellwerte? Sieben. Acht.
Acht gegen 20. Du sagst unter acht, ich sage ├╝ber acht.
Du sagst unter acht, ich sage ├╝ber 16. Du siehst ja, wie langfristig, also vor einem Jahr h├Ąttest du mir gesagt, ich lag komplett daneben. Und ich meine, in den zwei Jahren sind sie ja gewachsen.
Und haben verw├Ąssert. Wer die Woche auch m├Ąchtig aufs Gesicht gekriegt hat, ist VIX und Shopify. Shopify hast du richtig erkannt. Tobi, der CEO, scheint sich jetzt zu r├╝sten vom Peacetime-CEO zum Wartime-CEO. Er hat auf Twitter seinen ETH-Handle ge├Ąndert. Also er hei├čt jetzt wieder Tobi und nicht Tobi.eth. Er konzentriert sich lieber auf seine eigene Firma als auf irgendwelche Krypto. Wie sieht es bei VIX aus? Ist es so, dass alle Leute jetzt mal kurz w├Ąhrend der Pandemie versucht haben, sich selbstst├Ąndig zu machen und das jetzt wieder sein lassen? Gehen da die Zahlen runter? Oder ist es E-Commerce und Facebook, das einfach schwieriger ist?
Die Leute kriegen keine Produkte und k├Ânnen nicht mehr so einfach werben. Bevor wir zu VIX kommen, ich w├╝rde doch noch mal ein Wort zu Shopify sagen. Also vielen Dank f├╝r das Lob. Es ist wirklich sehr positiv. Die sind 16% runtergegangen. Die Zahlen waren nicht gro├čartig. Unter anderem, weil die Guidance schlechter war. Aber was schon beeindruckend war, ist, dass sie bei also was ich ├╝berraschend fand, ist, dass sie meine gr├Â├čte Angst war, dass das Merchant das Licensing Revenue, also die Software Subscription Fee das da stagnieren k├Ânnte. Da haben sie tats├Ąchlich zum Vorquartal nochmal 5% zugelegt. Damit h├Ątte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Ich hatte ihnen gew├╝nscht, dass sie es knapp schlagen, ich h├Ątte gedacht, das k├Ânnte stagnieren oder sogar leicht negativ sein. Und beim Merchant Revenue, dem umsatzabh├Ąngigen Revenue da ging es ein bisschen runter. Damit war zu rechnen. Insgesamt waren die Zahlen nicht so schlecht. Sie haben knapp einen Gewinn gemacht am Ende als Operating Margin. Aber der Ausblick war ziemlich d├╝ster und sie haben gesagt, n├Ąchstes Jahr muss man sich auf Verlangsamung einstellen. Insofern der Langfrist-Jahr war der Ausblick richtig. Aber ich will nochmal sagen an den Umst├Ąnden gemessen, fand ich, haben sie schon relativ viel rausgeholt aus dem Quartal. Also mehr als ich gedacht h├Ątte. Aber im Ergebnis hat sie trotzdem deutlich verloren. Und bei Wix war es ganz ├Ąhnlich. Sekunde, da gucke ich mal rauf. Genau, Wix macht Webseiten f├╝r KMUs, so was wie Jimdo oder Content Square oder Squarespace. Und was man da auch sieht, ist einfach letztlich eine Verlangsamung des Wachstums. Also sie haben geschafft noch 16% gegen├╝ber dem Vorjahr von 283 auf 328 Mio. Auf Sicht von zwei Jahren sind es 60%. Das Business hat ja nur profitiert. Warum die das zweijahres Ergebnis angeben, wei├č ich nicht. Da w├Ąre das jetzt, glaube ich, nicht so wichtig. Das ist gar nicht so angebracht. Obwohl, weil sie sagen vielleicht, dass die Vergleichsquartale zu schwer w├Ąren. Na gut, dann sollen sie das zweijahr machen. Aber dann k├Ânnte man die CAGR nehmen und nicht das absolute. Wie auch immer, 16%. Das ist halt ein bisschen zu wenig f├╝r Software mit so viel R├╝ckenwind. Im Gesamtjahr ist man immerhin mit 29% gewachsen. Das ist schneller. Das hei├čt, wenn das letzte Quartal 16% war und die vorlaufenden Indikator sind, sind auch noch etwas langsamer gewachsen als 16%. Das geht alles nicht so richtig in die richtige Richtung. Sie rechnen gut vor, dass ihre Paybackperiod also die Magic Number ungef├Ąhr 0,9 ist. Das ist zum Beispiel ein guter Wert. Das hei├čt, sie k├Ânnen immer noch g├╝nstig Kunden akquirieren. Wir haben die nicht im Sheet. Wenn sich das explizit gew├╝nscht wird, kann ich es noch machen. Aber ich hatte jetzt noch nicht die Zeit, um das zu machen. Das ist ein bisschen wie ein Klein-Karm-U-Segment. Da kriegt man nicht so viel rausgeholt. Die EBIT-Damage hat sich ein bisschen verschlechtert auch wieder, obwohl man gewachsen ist. Das Net Income ist deutlich negativ beeintr├Ąchtigt. Der Verlust pro Aktie ist sehr stark ausgebaut. Das Hauptproblem ist, dass sich das verlangsamt. In den letzten drei Quartalen sind sie 41%, 34%, 26% und jetzt eben noch 16% gewachsen. Das kann man nach Vergleichsweise schon noch mal verbessern. Aber insgesamt ist es einfach nicht gro├čartig. Die Bewertung ist relativ fair. Sogar nur f├╝nfmal Sales. Das wiederum ist fast schon wieder fair. Aber im Moment ist die Operating Margin auf minus 25%. Cashflow positiv aber wieder. Das spricht daf├╝r, es ist weder Fisch noch Fleisch. Wundert mich nicht, dass sie verloren haben. Sie waren halt vorher ein bisschen gepricet, jetzt droht, dass sie aus dem Wachstum rausfallen. Es k├Ânnte sein, dass sie in zwei Quartalen, wenn die Vergleichsquartale wieder einfacher werden, dass sie dann nochmal so einen zweiten Fr├╝hling bekommen und wieder zur├╝ck zum Wachstum kehren. Wenn man ├╝berlegt, dass die heute noch 88 Dollar wert waren und am H├Âhepunkt mal 350, muss man sich auch ein bisschen am Kopf kratzen, glaube ich. Wir wussten ja eigentlich, dass hinter vielen dieser Sachen Corona so eine Sonnenkonjunktur steht. Wie gesagt, es kann so eine Art Rebound geben. Sie sind mit f├╝nfmal Umsatz nicht mehr super teuer. Jetzt gerade leiden sie unter den schweren Vergleichen zu den Hyperkonjunkturquartalen. Aber dass sie nochmal deutlich ├╝ber 30% Wachstum zur├╝ckkommen, glaube ich wiederum auch nicht. Was unter anderem an der zu niedrigen Net Retention Rate liegt. Also dass die Kundenaccounts in sich nicht gro├č genug wachsen.
Und dann gibt es wieder Podcast News. Spotify kauft wieder zwei Podcasts. Und zwar eine Werbeplattform oder Werbesoftware und eine Tracking- oder Analytics-Plattform. Chartable ist hier bestimmt ein Begriff. Da schauen wir uns ab und zu an, wo unser Podcast gerade liegt. Am Ende sieht man da ... Ab und zu meinst du dreimal am Tag.
Genau.
Man sieht da, wie man im Chart rankt. Ob man unter den Top 100, Top 10, was auch immer Podcast in welcher Kategorie ist. Glasnewsstra├če, Source Mode, Kraftplay, da f├Ąllt jetzt Musik mit ein. Ja, das sind da alle PR-Msch├Ąfte, die sich auf diesen Podcasts einstellen, die keepen oder Mode lysieren. Tric Pad oderatus, das soll auch so ein Woodsproblem sein, das steht so stre strandň░ŹŔ▒í und get's weiter. Das kostet jeweils fast 1000 Dollar pro Monat, was ich echt viel finde. Und auch im Learning, wie wir so sehen, dass vielleicht noch nicht ganz so viel darauf geachtet wird, wie getrackt wird. Aber ja, bei Spotify habe ich so ein bisschen das Gef├╝hl, die kaufen auch sehr viel, damit andere Player das Zeug nicht kaufen k├Ânnen.
Ja, habe ich auch gedacht.
Oder kaufen sie einfach, die das absolute Super-Tag-Stack haben wollen. Viele Sachen gibt's doch schon oder sind gar nicht mal so wichtig.
Aber ist das Tag-Stack, Prinz, ich muss erst mal sagen, das Tracking von Podcasts hat echt ein Riesenproblem. Es ist irgendwie wie Website Analytics kurz nach der Jahrtausendwende, w├╝rde ich sagen. Also eigentlich gibt es kein Tracking, au├čer so ein bisschen Durchh├Ârrate und wer geh├Ârt hat. Ich frag mich, ob das gut ist, wenn Spotify das jetzt kauft. Ich glaube, die h├Ątten alleine vielleicht noch ein bisschen mehr Anreiz gehabt, was ordentliches zu bauen, um Transparenz in die Branche zu bringen. Ich fand das Produkt von Chartable jetzt auch nicht 100% ├╝berzeugend. Also ich hatte nie das Gef├╝hl, ich muss mir das Bezahlte kaufen, ehrlich gesagt. Oder sie stellen es einfach sehr schlecht dar. Oder insgesamt ist es auch, wie die Webseite gebaut ist. Das hat nicht das Appeal von einem Premium-Produkt. Aber wenn sich dadurch mehr tun sollte f├╝r bessere Podcast-Transparenz und so weiter, f├Ąnde ich das gut.
Ich fand es interessant. Mal gucken, was die n├Ąchste Woche kaufen.
Und dann machen wir zum Abschluss noch, bevor ich abnibbel. Ich bin heute nicht so 100% fit. Entschuldigung daf├╝r. Absplatt wurde sich noch gew├╝nscht. Das ist dieser Machine Learning-basierte Kreditvermittler, der sozusagen f├╝r Banken, die nicht gro├č genug sind, eine eigene Art Schufa aufzubauen oder AI-basierte Credit Scoring. Die haben diese Software gebaut. Die ist sehr hoch geflogen in den letzten Monaten. Hat unheimlich starke Wachstumszahlen pr├Ąsentiert. Ich meinte immer, es ist zu gut to be true. Ich hatte irgendwie ein schlechtes Bauchgef├╝hl. Das hat sich bisher noch nicht bewahrheitet, muss man klar sagen. Die gingen gestern, glaube ich, 30% oder 40% hoch sogar. Weil sie nochmals schneller gewachsen sind mit 250% rund. Von 87 auf 300 Millionen, 305 Millionen Umsatz. Mit einer hervorragenden EBIT-Marsch von 21%. Eine Grossmarsch von 87%. Alles super. Ich bin sehr gespannt, was sich hier passiert. Alles super. Cool, dass da mal nicht eine Grossstory wieder sofort eingebrochen ist. Was mich gewundert hat, ist, dass man das so positiv sieht, weil sie vorkasten das Q1 des n├Ąchsten Jahres n├Ąmlich mit Nullwachstum. Das kann jetzt ein bisschen konservativ sein, aber sie gehen davon aus, dass das Q1 nicht besser wird als das Q4 gerade. Das ist gerade heute korrigiert, die Aktie auch schon ein bisschen. Dann verflacht sich eben doch das Wachstum sehr schnell. Wenn man jetzt ├╝berlegt, dass die mit 17 mal CS bewertet sind und es eventuell flaches Wachstum g├Ąbe, dann kann das auch ganz schnell nochmal runtergehen. Sie wollen jetzt Autoh├Ąndlern so ein Kreditprodukt anbauen, dass sie quasi am Schreibtisch direkt eine Kreditentscheidung treffen k├Ânnen, ohne mit einer Bank oder irgendeinem System zu interagieren, au├čer dem vom Upstart. Das k├Ânnte ganz spannend sein, wenn sie das ausgerollt bekommen. Aber sie scheinen nicht zu stark daran zu glauben, sie denken, sie haben flaches Wachstum. Und Upstart hat aber auch ein Drittel, 75 Prozent vom H├Âhepunkt verloren. Die waren auch deutlich ├╝ber 400 Dollar wert. Jetzt sind sie wieder bei 139 immerhin, aber immer noch nur ein Drittel vom All-Time-High. Sie sind trotzdem schon ordentlich runtergekommen. Ich verstehe, dass ein bisschen Unsicherheit rausgegangen ist, aber die n├Ąchsten zwei Quartale werden auch da ein Crunch-Time. Die werden nat├╝rlich versuchen, ihre relativ konservative Prognose zu schlagen. Wenn das nicht deutlich genug passiert, oder eben, wenn sie nur die Prognose erreichen, dann m├╝ssen sie eigentlich sagen, wir wachsen gerade nicht mehr. Und auch das war dann nur Corona-Sondier-Konjunktur, weil die Kreditvertreter nicht auf der Stra├če waren. Und was in dem Fall kann man gut finden, kann man schlecht finden, sie haben ein Stock-Buy-Back-Programm auch, also ein Aktienr├╝ckkaufsprogramm, angek├╝ndigt, ├╝ber 400 Millionen wollen eigene Aktien kaufen. Das spricht ja auch so ein bisschen daf├╝r, dass man jetzt keine bessere Mittelverwendung findet, das ins Business zu investieren oder in ├ťbernahmen und deswegen einfach Shares zur├╝ckkauft. F├╝r eine Company, die im ├ťberwachstum war, ist das jetzt auch nicht ein Zeichen, was daf├╝r spricht, dass es mit dem Wachstum weitergeht, ehrlich gesagt, glaube ich. Das ist Kurspflege, das macht Sinn. Aber ich habe nicht das Gef├╝hl, dass die nochmal hoch zweistellig wachsen werden im n├Ąchsten Jahr, ehrlich gesagt. Von daher dr├Ąngt sich das auch nicht aus. Ich habe es nicht verstanden, als wir es das letzte Mal besprochen haben, war es relativ nah am H├Âhepunkt oder war es schlau, das nicht anzufassen, glaube ich. Es scheint nicht so, dass jetzt irgendwas faul daran ist, so wie ich damals nur ein Bauchgef├╝hl hatte. Aber wie gesagt, zwei Drittel des Werts hat das Status heute trotzdem verloren. Aber es wurde ja auch alles abgestraft, was High Flyer war.
Haben wir n├Ąchste Woche irgendwelche Earnings, auf die du dich freust? Ich schaue gerade, Booking Holding kommt,
Upower kommt, Alibaba,
Blog,
Farfetchd, dann haben wir doch was. Und ein paar H├Ârerfragen m├╝ssen wir nochmal wieder schaffen. Also schreibt uns gerne. Krotli kommt, glaube ich, am Montag, falls es nicht auch wieder falsch ist. Ja,
falls ihr Fragen habt, schreibt uns gerne an podcast.doppelg├Ąnger.io. Habt ein sch├Ânes Wochenende und bis Mittwoch.
Ciao, ciao.