Doppelg├Ąnger Folge #122 vom 26. Februar 2022

­čśó­čç║­čçŽ ­čĽŐ´ŞĆ COGS­čĺí| ­čĺ░ Earnings: Etsy eBay Farfetch Alibaba Block Beyond Meat Jumia New Work HomeToGo Clover Health

Wir fangen traurig an und lenken uns dann mit Earnings ab. Dazu gibts noch die Frage, wie man Cost of Goods sold bei Software Firmen nachvollziehen kann. Earnings: Etsy, eBay, Farfetch, Alibaba, Block Beyond Meat, Jumia, New Work, HomeToGo, und Clover Health.

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:18:00) Cost of Goods sold bei Software Firmen

(00:34:00) Coinbase earnings

(00:39:50) Etsy

(00:48:00) Farfetched

(00:59:30) Block / Square

(01:04:00) beyond meat

(01:13:00) Jumia

(01:23:00) New Work

Shownotes:

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 122. Wir nehmen am Freitag, dem 25. Februar 2020 auf. Gestern wahrscheinlich einer der traurigsten Tage in unserem Leben. Pip, wie geht's dir so? Was machst du mit der aktuellen Lage? Wie kannst du mich aufheitern?
Schwerlich, man h├Ârt vielleicht, was ich mit der Lage mache. Das Einzige sinnvoll ist es nicht. Ich war f├╝r mein Alter gestern ein bisschen zu lange aus, habe ich das Gef├╝hl. Deswegen geht es vielleicht heute ein bisschen schneller. Oder ich rede weniger, das w├╝nschen sich die H├Ârer manchmal auch. Genau, wir haben spannende Earnings, finde ich durchaus. Wir haben ein paar News. Wir haben gute H├Ârerfragen und eine schlechte weltpolitische Lage. Viele traurige News.
Ich habe gestern Nachmittag, als ich das Video auf Twitter gesehen habe, wo sich der Vater von seinen Kindern verabschiedet hat, schon ein Wahnsinn.
Das habe ich nicht gesehen. Will man das erz├Ąhlen? Ich wei├č nicht.
Nee, willst du nicht sehen.
Ich habe heute nur das mit dem Panzer gesehen, was ├╝ber das Auto f├Ąhrt. Das fand ich nicht sehr cool. Aber man muss auch vorsichtig sein, Dinge, die nicht aus journalistischen Quellen kommen, zu teilen. Du wei├čt ja immer nicht, wie authentisch das ist.
Das Thema Fake News wird in den kommenden Tagen auch f├╝r uns wieder interessant. Es gab ein schockierendes Bild von Kindern, die wohl in Sicherheit sitzen, aber sehr eng miteinander und Angst haben. Es ist irgendwie wahnsinnig nah dran. Ich habe heute von einer Verwandtschaft aus Polen erfahren, die merken es schon beim Tanken. Die d├╝rfen jetzt nur noch 20 Liter tanken, wenn sie ├╝berhaupt tanken k├Ânnen. Und fragen sich nat├╝rlich, wie es weitergeht.
G├Ąnsehaut, krass. Ich w├╝rde auch ungern in Polen und noch ungern im Baltikum leben. Es ist ja nicht vollkommen abwegig zu glauben, dass das nicht mit der Ukraine endet. F├╝r Polen interessiert sich Russland weniger, aber das Baltikum sind NATO-Mitglieder. Und wenn die heim ins Reich sollen, wird es richtig gruselig. Also ist es auch so. Ich habe gestern Handelsblatt Today mit Mary Abdelaziz Dizzo. Das fand ich gestern sehr ruhig, unaufgeregt, aber auch bedr├╝ckend zu dem Thema. Das fand ich eine gute Objektiv├╝bersicht, hat mir aber keine gute Laune gemacht. Das war das Letzte, an das ich mich noch erinnere. Auf dem Weg zum Dinner habe ich den Podcast geh├Ârt und fand ihn einigerma├čen traurig. Wie das endet, das h├Ârt man jetzt. Aber es war gut, um das zu verstehen, glaube ich.
Ich habe The Daily geh├Ârt. Der war auch krass. Der 18-j├Ąhrige Junge, der auf dem Bus wartet, wird gefragt, ob er nach Westen zu seiner Familie oder nach Hause f├Ąhrt. Und er wird gefragt, ob er wieder zur├╝ckkommt. Und er sagt, ich glaube nicht, Kiew wird Russland sein und das russische Kiew wird endlich zur├╝ckkommen. Schon krass. Dann habe ich vorhin das Video von den Klitschko-Br├╝dern gesehen. Auch Wahnsinn, wie die beiden M├Ąnner da stehen. Der eine seufzt so krass am Anfang. Und ja, Putin scheint seine Yacht Graceful fr├╝hzeitig aus Hamburg zur├╝ckgeholt zu haben. Bin mal gespannt, was da passiert.
Die liegen alle in Europa. Da habe ich einen Tweet gesehen und retweetet. Die Abramowitsch-Yacht und so weiter liegen ja alle noch in Europa. Die k├Ânnen eigentlich mal an die Kette. Was traurig ist, dass die Schweiz sich auf ihre Neutralit├Ąt beruft und nicht sinnvoll an den Sanktionen sich beteiligt. Das hei├čt, dass zig Milliarden an russischen oligarchischen Verm├Âgen dort weiterhin sicher sind. Es gibt sicherlich Gr├╝nde daf├╝r. Die sind aber ├╝berwiegend ├Âkonomischer Natur, glaube ich. Das ist ein bisschen schade, weil solche Sanktionen nicht wirken k├Ânnen, wenn du dein Geld trotzdem bei der Credit Suisse oder UBS im sicheren Hafen haben kannst.
Glaubst du, man k├Ânnte was bewirken, wenn man da wirklich hart durchschl├Ągt? Was die ja am meisten sch├Ątzen, ist die Freiheit. Wenn man alle Russen auf No-Flight-List setzen w├╝rde...
Moment, nicht alle Russen. Das ist ja nicht das gesamte russische Volk.
Aber wenn man da wirklich hart durchdreht und sagt hier No-Flight-List, Enteignung, man nimmt denen allen die europ├Ąischen P├Ąsse weg...
Ja, ich glaube, seine oligarchischen Runde, sein Circle of Trust, das ist tats├Ąchlich der einzige Weg. Krieg wollen wir offenbar nicht, aus verst├Ąndlichen Gr├╝nden, weil es im schlimmsten Fall ein Nuklearkrieg w├Ąre. Die wirtschaftlichen Sanktionen haben tats├Ąchlich nur begrenzten Nutzen und sind Putin auch einfach schei├čegal, weil Russland einfach weniger zu verlieren hat. Wobei ├╝brigens der IMOEX, also der Aktienindex von Russland war zwischenzeitlich 45% im Minus. In US-Dollar gemessen, notiert in Rubel, in US-Dollar w├Ąren es sogar minus 60%. Und ├╝ber die letzte Woche hat er zwei Drittel des Wertes verloren. Das sind 100 Milliarden US-Dollar. Da sieht man auch mal, wie klein die gr├Â├čten russischen Unternehmen einfach sind. Das macht es schon schwerer f├╝r die, aber das sind alles Sanktionen, die nur begrenzten Nutzen haben. Aber ich glaube, das was am ehesten noch wirkt, ist tats├Ąchlich den Milliard├Ąren, die Putin f├Ârdern und von dieser Kleptokratie, also dem Raub an der russischen Bev├Âlkerung profitiert haben, dass sie einfach daf├╝r sorgen, dass sie nicht mehr in ihrem Lieblingsclub oder Hotel in London mit Karte zahlen k├Ânnen, dass sie da nicht willkommen sind, dass sie kein Visum mehr bekommen f├╝r Europa und UK, dass ihre Yachten vielleicht an die Kette gelegt werden etc. Ich glaube, das ist am ehesten das, was vielleicht irgendwann die Leute dazu bringt, Putin zu sagen, er soll mal zur├╝ck an den Verhandlungstisch kehren, weil das Leben dieser Leute einfach zu unkomfortabel wird. Ich glaube, wir sind alle keine Experten, aber das scheint mir am ehesten, die Clique von Leuten, die noch irgendeine Art von Macht oder Einfluss auf Putin haben.
Ich habe mich gestern von dem Fernseher gesetzt, um mich abzulenken.
Das ist langfristig die ges├╝ndere Alternative, kann ich schon sagen.
Ich habe da vielleicht das ein oder andere Bierchen getrunken, habe mir auf jeden Fall die Doku, die zweite Folge von Kanye West angeguckt, kann ich nur empfehlen. Ich glaube, die rei├čt die Netflix-Zahlen dieses Quartal nach oben. Wirklich? Ist die so gut? Ich kann mich an wenige Momente erinnern, an denen ich irgendwelche Sachen gekauft habe, aber ich kann mich genau erinnern, als ich die College Dropout CD gekauft habe. Die finde ich, ist immer noch eine der besten Platten. Es w├Ąre auch interessant zu sehen, wie die jetzt an Streams wieder gewinnt in den kommenden Tagen.
F├╝r sein neues Album muss man sich einen Player kaufen, stimmt das?
Ja, er hat seinen eigenen Player.
Aber ist das nicht ein bisschen ├╝bertriebener Personenkult, wenn man glaubt, man ist so wichtig, dass Leute sich Hardware kaufen, um das zu h├Âren? Ja, f├╝r die Umwelt ist es bestimmt nicht gut, noch mehr Plastikschrott zu haben.
Aber auf der anderen Seite zeigt er damit auch sch├Ân, dass er selbst damit mehr Geld macht als ├╝ber Streaming. Er ist einer der K├╝nstler, der es schafft, Sachen zu verkaufen. Aber noch mal zur├╝ck zur Doku. Der wurde ja als Producer gesignt und gehirnt. Die ganze Zeit wollte er Rapper werden und nicht nur die Beats machen. Die Manager wollten ihn nur so, ja, mach mal Beats f├╝r meinen richtigen Rapper. Also Damon Dash und alles. Dann hatte er diesen krassen Autounfall und hat an seiner Platte gearbeitet, ohne wirklich ein Budget f├╝r die Platte zu haben, weil es Rekordlabels nicht aufgegeben hat. Und den Hunger, der so dokumentiert wird in der zweiten Folge, der Ehrgeiz ist halt krass. Dass er so links und rechts guckt, wie er mal kostenlos in ein Studio gehen kann.
Es ist einfach genial und ehrgeizig. Der muss doch aber Geld schon gehabt haben, oder? Hat er zu der Zeit nicht schon Crazy in Love produziert?
Der hat schon Beats und alles gemacht. Aber man merkt schon, dass er versucht hat, er baut eine Platte auf mit Freunden und allem. Und zum Beispiel diese krasse Tune Slow Jam hat er dann bei Jamie Foxx im Home-Studio produziert, weil die halt kein Studio zur Verf├╝gung bekommen haben. Und alle Leute, die glauben, sie sind ehrgeizig im Job oder im Gr├╝nden oder was auch immer, sollten sich das angucken und kann dann sich so vergleichen an der Messplatte. Das ist schon beeindruckend und hat mich auf jeden Fall abgelenkt f├╝r eine Stunde oder anderthalb.
Okay, wo kann man das sehen? Netflix.
Und sonst, zweite Hip-Hop-Content-Empfehlung. Casper hat heute die neue Platte rausgebracht.
War bei Jan B├Âhmermann letzte Woche, habe ich gesehen.
Keine Ahnung, ob du heute bis 8 Uhr durchh├Ąltst.
Ja, dann bin ich froh, wenn ich den Tag ├╝berlebe. So, und diesen Podcast. Apropos Podcast. LinkedIn baut ein Podcast-Netzwerk.
Sie haben gesehen, dass es bei HubSpot wahrscheinlich funktioniert und bei, wie hei├čen Sie, Robin Hood und unseren Freunden in der deutschen Banking-App-Szene.
Ist der Hintergrund, ein Werbenetzwerk zu bauen oder das als Produktmarketing f├╝r LinkedIn selber?
Ich glaube, einfach die Business-Sprache zu haben, die Leute darauf zu ziehen, auf LinkedIn-Personen, das w├╝rde ja mega Sinn machen, wenn sie voll in HR-Themen reingehen.
Und ist das nicht adverse Lektionen im Sinne von die Leute, die coole Podcasts machen, haben schon einen? Und wenn ich jetzt ├╝berlege, wer in Deutschland wahrscheinlich Ja dazu sagen w├╝rde, oder auch in den USA, dann glaube ich, werden das jetzt nicht die coolsten Podcasts, die da entstehen. Also, es sei denn, sie schaffen entweder noch mal ganz neue Business-Leute zu ├╝berzeugen, die nicht unbedingt freiwillig einen machen w├╝rden, oder sie kaufen die besten Formate ein. Aber wenn du jetzt sagst, wer jetzt noch einen Podcast startet, der f├Ąngt bei LinkedIn an, dann hast du eventuell, was nicht hei├čt, dass nicht jeden Tag noch gute Podcasts
starten, aber es gibt ja auch gute Podcasts,
die dann auch noch mal einen Podcast starten. Und das ist dann auch eine andere Situation. Ich glaube, es ist einfach eine normale Content-Strategie. Oder anders gefragt, wie viele in den Top-10 Business-Podcasts bei Apple oder Spotify, wie viele davon werden in einem Jahr von LinkedIn produziert sein? Ich sage, weniger als zwei. Maximal einer. Ich wette, maximal einer, wenn ├╝berhaupt, der Top-10 Business-Podcast wird auf LinkedIn.
Ja, HubSpot hat es da ganz gut gemacht mit diesem My First Million-Zukauf und dann ein paar anderen Podcasts. Ob sie Pivot kaufen sollten, die sind, glaube ich, ├╝berlegen, glaube ich, nicht so. Und es ist auch so ein bisschen die Frage, was LinkedIn irgendwie damit machen m├Âchte. Aber ich glaube schon, dass mehr und mehr Firmen halt ├╝berlegen, dass sie einen Volley-Bereich machen k├Ânnen und dass es da noch mehr gibt.
Dass es dann gleich so ein Netzwerk sein muss, ist dann halt ein bisschen gro├č gedacht wahrscheinlich. Ja, was ist der Mehrwert? Wenn sie eine Plattform bauen und du w├╝rdest dann extra Exposure von LinkedIn bekommen, das w├Ąre nat├╝rlich ein ... Ich habe ├╝berlegt, ob das f├╝r uns spannend w├Ąre. Unsere Audience hat, glaube ich, ein sehr hohes Overlap mit LinkedIn. Und w├╝rdest du extra Exposure auf LinkedIn bekommen, dann w├Ąre das sicherlich spannender als eine Positionierung bei Apple oder Spotify, glaube ich schon. Also viel weniger Streuverlust im Business-Kontext, das w├Ąre schon ganz spannend. Also hier hat sich keiner gemeldet, ich habe nichts mitbekommen.
So viel Geld haben die bestimmt noch nicht. Pass auf, was du sagst, sonst wird auf Discord wieder diskutiert,
dass wir zu gierig sind.
Ich wei├č es nicht. Ich glaube, es wird mehr und mehr ... Es gibt jetzt so drei Millionen Podcast-Shows Mitte, Ende des Jahres und es wird mehr und mehr produziert. Wer das alles h├Âren soll, ist die eine Frage.
Und du verkaufst die Schaufeln daf├╝r, habe ich geh├Ârt. Wie l├Ąuft es da? Geht gut voran?
Geht super voran. Ich gebe dir ├╝bern├Ąchste Woche ein Update.
Hinter Gl├╝ck laufen lauter Postboten und bringen neue Termsheets vorbei. Das seht ihr gerade nicht. Genau so sieht es aus. Ich finde, du sollst dem VC ruhig sagen, dass er sich nicht mehr auf die Zeit h├Ąlt.
Dann lass mal schnell Thema wechseln.
Bin ich jetzt dabei eigentlich? Wurde mein Commitment angenommen von dir?
Du bist dabei, vielen Dank f├╝r dein Vertrauen. Ich habe gemerkt, Fundraising geht eigentlich nur noch ├╝ber WhatsApp. Es ist sehr witzig, was da f├╝r Sprachnachrichten und Nachrichten hin und her gesendet werden. Ich musste sozusagen daf├╝r wieder zur├╝ck zu WhatsApp. Ich habe es mir nicht vorgestellt. Es macht aktuell sehr viel Spa├č.
Das freut mich. Du hattest damals bei Clubhouse von dem Hudson River Moment gesprochen. Das war f├╝r Twitter. Das war damals f├╝r Periscope, oder? Nein, f├╝r Twitter.
Das war, als das Flugzeug auf den Hudson River gelandet ist. Und dann auf einmal Twitter ins Mainstream gegangen ist. Ich habe das Gef├╝hl, dass die Krise gerade
Twitter-Spieler sind. Es gibt unheimlich viele Spaces, wo es unheimlich viel R├╝ckenwind gibt. Du hast teilweise 24-Stunden-Spaces, die st├Ąndig die Lage in der Ukraine beobachten. Mit hochkar├Ątigen Teilnehmern teilweise. Ich habe noch nie so viel Aktivit├Ąt und so gro├če Twitter-Spaces, R├Ąume gesehen wie gerade. Das k├Ânnte diesem Format tats├Ąchlich jetzt R├╝ckenwind geben. Das ist ganz ehrlich ein Live-Audio-Newsroom, was ein total spannendes Format ist eigentlich. Das ist, wie CNN auf den Ohren haben werden. Das ist, wie du rumlaufen kannst. Das k├Ânnte ganz spannend sein.
So wie Instagram die Story f├╝r Facebook war, war die beste Sache, die Twitter machen konnte, nicht Clubhouse zu kaufen und es selbst zu bauen.
Vielleicht, ja.
Ich sehe dich manchmal, wenn du in irgendwelchen R├Ąumen bist,
sehe ich, dass du drin bist. Das ist ein Trick, den kann ich erkl├Ąren. Falls ihr glaubt, ich w├╝rde da jemals irgendwas sagen, ich habe einfach die gr├Â├čten R├Ąume. Weil ich durch das blaue H├Ąkchen immer relativ weit oben bei den Zwiegern stehe, weil es ein Verified-Account ist, kriegt man einfach, wenn man so 5 Stunden in einem Raum mit 6000 Teilnehmern abpimmelt, kriegt man im Schnitt so 100 neue Nutzer daf├╝r. Und das billiger als Einkauf. Deswegen war ├╝brigens gestern mein Handy alle, weil ich den ganzen Tag neben Punkt und Punkt die ganze Zeit mit dem Handy war. Und ich war dann auf Twitter. Das Positive ist, man muss nicht mal zuh├Âren, sondern du bist einfach nur passiv, eidelst du in dem Raum und sammelst neue Follower, die dein Profil spannend finden. Aber es saugt nat├╝rlich massiv Batterie. Was ein weiteres Unheil war, was mich gestern ereilt hat.
Okay, also glaubst du, dass ich dich auf Twitter, du hast glaube ich doppelt so viele Follower als ich, glaubst du, ich kann dich ├╝berholen,
wenn ich einfach bessere Batterie habe? Hast du ein blaues H├Ąkchen auf Twitter? Na klar.
Ich habe bei Instagram ├╝brigens immer noch keins.
Hast du bei Instagram jetzt wenigstens die Fake-Accounts gel├Âscht? Ne, soll ich mal gucken, ob der noch da ist? Aber er ist bestimmt da. Aber auf Facebook hast du das mit dem Elon Musk Facebook-Account mit 1,7 Millionen Follower, der Fake-Account. Da gab es News diese Woche, dass es ein... Ne, Doppelg├Ąnger lebt weiter, dem geht es gut. Was soll ich sagen? Achso, es gab auf Facebook wohl ein Fake-Profil von Elon Musk mit 1,7 Millionen Follower, was irgendwie den Leuten
ihre Crypto-Wallets abnehmen wollte. Gut, dann zur├╝ck zu Cost of Goods Sold. Gibt es das im SaaS-Unternehmen? Weil, wenn man normales Produkt produziert, dann kann man das ja ganz sch├Ân nachvollziehen.
Wie sieht das bei SaaS-Unternehmen oder Plattformen aus, die Werbung verkaufen? Das ist typisch, die Bilanz, ne nicht die Bilanz, das Income-Statement oder Gewinn- und Verlustrechnung, wenn wir auf die Earnings eines Unternehmens gucken, dann setzt sich das wie folgt zusammen. Fangen wir mal beim Urschleim an, das ist vielleicht auch ganz spannend. Also du hast eigentlich die sogenannte Top-Line, also die oberste Linie im Sheet ist in der Regel das Revenue, also der Umsatz, kann man Revenue nennen, Sales oder Umsatz. Das ist alles das Gleiche, man meint in der Regel das Gleiche. Manchmal, wenn es Marktpl├Ątze sind oder so, dann nennt man das den gro├čen Umsatz der Plattform, den Plattform-Umsatz, Gross Merchandise Volume oder Value. Aber in der Regel ist die erste fette Linie das Revenue, also der Gesamtumsatz. Von dem zieht man in der Regel die sogenannten Cost of Goods Sold oder sogenannte COGS, wenn wir von COGS sprechen, ist das kein Verlangen nach K├Ârperteilen, sondern die Cost of Goods Sold, also die Kosten der verkauften Ware oder der Wareneinsatz, w├╝rde man im Deutschen wahrscheinlich nennen. Das ist die n├Ąchste Linie. Dazu z├Ąhlen, in der deutschen BWL sagt man immer Rohhilfs- und Betriebsstoffe, ganz einfach formuliert, Rohstoff w├Ąre beim Auto eben der Stahl, vielleicht die Motorteile, die Teile aus denen das Auto zusammengebaut wird. Dann gibt es Rohhilfsstoffe, w├Ąren vielleicht die, w├╝rde man die Dichtung an den T├╝ren vielleicht sagen, also was so mit im Auto, was jetzt aber nicht direkt ein Rohstoff ist. Und Betriebsstoffe sind das ├ľl, um das F├Ârderband zu warten zum Beispiel. Das sind die Kostenbestandteile, die da reingehen. Und wenn man die alle abzieht, dann verbleibt der sogenannte Rohertrag oder Grossprofit, sagen wir da in der Regel dazu, das ist wie gesagt der Rohertrag und davon werden dann die weiteren operativen Kosten abgezogen. Das ist typischerweise R&D, also Research & Development, Forschung und Entwicklung, M&S, Marketing & Sales, das w├╝rde man deutschen Vertriebs- oder Verkaufskosten nennen und die General & Administrative, also die Gemeinkosten der Organisation und Unternehmung, das ist HR, das CEO Office, viele andere Sachen. Was der H├Ârer oder die H├Ârerin richtig sagt, bei physischen G├╝tern sind diese COGS besonders einfach. Das sind eben dann die Rohhilfs- und Betriebsstoffe, die in der Produktion untergehen oder in das Produkt einflie├čen und bei Software ist es nat├╝rlich viel schwerer zu trennen. Also Software hat stark vereinfacht nur sehr geringe Variablekosten, also St├╝ckkosten, trotzdem gibt es welche und der gr├Â├čte Block ist tats├Ąchlich die OPEX, also die anderen Operational Expensive, was sind nun trotzdem die Cost of Revenue bei Software? Also prinzipiell ist die Definition auch da, was im Produkt untergeht oder was ins Produkt einflie├čt, das ist zum Beispiel die und die Gross Margin bei Software liegt in der Regel so zwischen 75 und 85 Prozent, selten mal bis zu 90, also ein Gro├čteil des Umsatzes wird auch zum Rohertrag, weil eben die Cost of Revenue oder Cost of Goods Sold so niedrig sind aber was definitiv hinzuz├Ąhlen ist, ist zum Beispiel das Hosting, das kann zum Beispiel, sagen wir, du baust sowas wie einen Sales Force das l├Ąuft ja in der Cloud und die Cloud Geb├╝hren, die du halt an Amazon oder an Alibaba oder Microsoft Azure oder Google Cloud Plattform zahlst, das sind ja deine Hosting und Cloud Kosten, die w├╝rden zum Beispiel in die Cox reingehen irgendwelche Network Fees, zum Beispiel bei Twilio, was die an die Telekom Provider oder Telekom Unternehmen bezahlen, damit die SMS durchs Netzwerk kommen, solche Networks geh├Âren dazu, in der Regel legt man sogenannte Dev Ops und Infrastruktur Kosten, also das Personal, was am Betrieb der Server oder aufrechterhaltung, Maintenance der Server arbeitet, w├╝rde man nicht in Forschung und Entwicklung, alles was Richtung Support und Customer Success geht, wenn der Customer Success, also die, da gibt es ein deutsches Wort f├╝r, also die Kundenbetreuung, Kundenzufriedenheit, ja, genau, Kundenentwicklung, Kundenbetreuung, wenn das nicht auf Upselling und Cross-Selling abzielt, sondern eher zum Beispiel Onboarding, Engagement, Retention, Reactivation, dann w├╝rde man das, also andersrum gesagt, wenn es um Produkte zu verkaufen geht, was es ja teilweise auch gibt beim Customer Success, dann w├╝rde man es eher in Marketing und Sales stecken, wenn es eher sozusagen Kundenzufriedenheit, Retention-Charakter hat oder Onboarding-Charakter, dann w├╝rde man es wahrscheinlich in Cost of Revenue stecken, also die Kundenbetreuung letztlich im einfachsten Sinne, dann k├Ąmen noch hinzu, Sekunde, alle m├Âglichen Software und Software-Lizenzen, die im, also im Bereich der Software-Lizenz, ins Produkt einflie├čen, also wenn dein Produkt auf ein anderes Software-Produkt, sagen wir mal, du nutzt in deinem Produkt im Backend irgendwo Snowflake oder ein gro├čes Data Warehouse in der Cloud, dann w├╝rde das, und das erbringt mit die Leistung, die an den Kunden verkauft wird, dann w├Ąre das Cost of Goods Sold, genau, und prinzipiell die Abgrenzung zu R&D, also zu Forschung und Entwicklung, w├Ąre eben eher, wenn man neue Features entwickelt oder die Software entwickelt, dann w├Ąre das immer in Forschung und Entwicklung drin, also in den OPEX, w├Ąhrend alles, was so Maintenance-DevOps-Charakter hat, also insbesondere auch was die Personalkosten angeht, eher in die Cost of Goods Sold kommt. Dann vielleicht noch ein paar Sonderf├Ąlle, bei so Marketplace- oder Ad-Tech-Companies w├╝rde man wahrscheinlich, also da muss man ein bisschen ├╝berlegen, die sogenannten Traffic-Acquisition-Kosten, also wenn du Geld zum Beispiel mit Partnern teilst, dann ist das ein bisschen, dann w├╝rde ich die eher in Cost of Goods Sold als im Marketing sehen. Gutes Beispiel zum Beispiel die Google-Acquisition-Kosten, ich wei├č nicht, ob Sie die reinpacken, aber vom Charakter her ist das eigentlich die Akquise von Traffic und geh├Ârt zur Erstellung der Werbeleistung. Schwer ist das bei Sachen wie Zip-Recruiter zum Beispiel, da ist immer die Frage, brauchst du das Werbevolumen, also das Geld, was Zip-Recruiter f├╝r Werbung ausgibt, oder brauchst du das Geld, das du f├╝r Werbung ausgibst, bewerben Sie damit die eigene Brand oder erstellen Sie die Leistungen, die Sie Kunden verkaufen, n├Ąmlich die Sichtbarkeit f├╝r Ihre Suchanzeigen. Zip-Recruiter legt das Allermeiste ins Marketing, soweit ich das verstehe, um eine m├Âglichst hohe Gross Margin zu haben, aber das ist zum Beispiel ein Fall, wo man beides bef├╝rworten k├Ânnte, man wird wahrscheinlich immer sagen, man m├Âchte eher eine gro├če Gross Margin produzieren, das hei├čt man legt alle Kosten ins Marketing, wenn das eigentlich bei einem Portal, was letztlich Sichtbarkeit verkauft, vom Charakter her auch Leistungserstellung sein k├Ânnte. Ein gutes Beispiel sonst ist nat├╝rlich noch Spotify oder AKAS, die halt 70% der Ums├Ątze schon an die Musikindustrie oder Podcastpartner auszahlen m├╝ssen, dann sind das eben auch Cost of Revenue eher als, also von dem Charakter der Ausgaben am ehesten Cost of Revenue, weil um die Medienleistung zu erstellen, die am Ende, f├╝r die am Ende der Kunde bezahlt, musst du halt 70% der Einnahmen teilen und es w├Ąre Quatsch, das dann woanders hinzulegen als in die Cost of Revenue. Das ist so die g├Ąngigste Definition, glaube ich, was bei Software oder Ad-Tech oder so in die sogenannten COGS reingeht. Und um das Spendensheet nochmal zu zur├╝ck, wie gesagt, ganz oben steht Revenue, davon wird abgezogen die COGS, dann gibt es nat├╝rlich der Rohertag, die sogenannte Gross Margin, davon wird dann abgezogen Research and Development, Marketing and Sales und die G&A, also generelle und administrative Kosten, dann kommt man zum sogenannten Operating Income oder Loss, also der operative Gewinn, der Gewinn der normalen Gesch├Ąftst├Ątigkeit, dann kommt noch darunter Finanzgewinn und Steuereffekt, Income Tax und so weiter und dann bleibt das sogenannte Net Income ├╝brig. Da kann dann zum Beispiel Erl├Âse aus, das hatten wir, wo war das, bei Rivian, bei Amazon. Da war das operative Ergebnis gar nicht so hoch, aber weil dieser Rivian Share so wertvoll geworden ist, ist das Net Income dann deutlich h├Âher gewesen als das Operating Income. Das w├Ąre dann ganz stark vereinfacht, wie so ein typisches Income-Sheet aussieht und was nicht repr├Ąsentativ ist f├╝r die normale Gesch├Ąftst├Ątigkeit. Das schmei├čt man raus, aber zum Beispiel auch die Stock Base Compensation, was okay ist, wenn die weniger als 5% ist, dann kann man sagen, das wird wegbereinigt. Dann kann man es sp├Ąter auch mit dem Aktienr├╝ckkaufprogramm wieder die Dilution einfangen, eventuell. Problematisch ist es, wenn es wie bei Palantir 50% des Umsatzes Stock Base Compensation ist. Das ist dann auch ein Problem, dann das EBITDA darum zu bereinigen, wenn das fast eine Firmenstrategie zu sein scheint, die langfristig damit plant, Leuten so viel Aktien in den Arsch zu schieben, damit sie nicht weggehen, dann muss man, einfach gesagt, immer wenn diese Werte besonders stark voneinander abweichen, also wenn Net Income und Operating Income oder Operating Income und adjustiertes EBITDA besonders stark abweichen, dann voneinander, dann muss man sich die sogenannte Reconciliation, also die Auflistung der Faktoren,
die diesen Unterschied herbeif├╝hren, genau anschauen. David Heinemeier-Hansen, der Gr├╝nder von Basecamp, hat getwittert, dass er wohl falsch lag und wir doch Krypto brauchen. Er hat dazu einen Blogpost geschrieben, in dem er schreibt, dass er schon den ein oder anderen Beef auf Twitter hatte mit irgendwelchen Krypto-Fans und jetzt, als er gesehen hat,
dass er in Kanada die Konten von den Truckern eingefroren hat,
die protestiert haben, glaubt er, dass er doch Krypto braucht, einfach um freier an Geld zu kommen. Ja, bei Truckern ja und bei Russen dann nein?
Das war genau meine Frage.
It didn't age well, w├╝rde ich mal sagen. Der Post wurde, glaube ich, Anfang der Woche geschrieben. Jetzt, wenn man es so sieht, ist es ein bisschen zu sp├Ąt.
Wenn man sich die aktuelle Lage anguckt,
ist vielleicht Krypto doch nicht so gut.
Ja, schwieriges Thema. Tats├Ąchlich, wenn du so ein Parallelsfinanzsystem h├Ąttest, decentralized finance, dann w├╝rde das die Wirksamkeit solcher Sanktionen torpedieren. Letztlich. Wenn ich nicht mehr die Schweiz brauche, um mein oligarchisches Geld zu bewahren, sondern das irgendwo digital tun kann. Dann bleiben uns noch weniger Sanktionen. Andererseits, ja, das sch├╝tzt aber auch die finanzielle Freiheit von Rechtm├Ą├čigen. Ich will den Trucker-Protest gar nicht einordnen. Ich wei├č nicht, ob man die h├Ątte f├Ąnden sollen oder ob man extra den Notstand daf├╝r h├Ątte ausrufen m├╝ssen. Das ist, glaube ich, schon ein bisschen ├╝bertrieben. Aber es ist nicht so einfach zu beurteilen. Also, was f├Ąndest du besser? F├Ąndest du es besser, dass der Staat weniger Gewalt ├╝ber das Finanzsystem h├Ątte oder die Staatengemeinschaft?
Ja, ich habe das Gef├╝hl, f├╝r uns ist es noch relativ easy. Aber klar, wenn du halt so ein GoFundMe, also es hat ja angefangen mit, dass die ├╝ber ein GoFundMe irgendwie Geld gesammelt haben und dann nicht an das Geld gekommen sind. Das ist schon heavy. Ob Krypto so die L├Âsung ist, da bin ich mir halt auch nie so sicher. Und vor allem nicht irgendwie so viele verschiedene Kryptos und so nah am schnell reich werden. Ich bin mir auch nicht sicher. Vor allem halt in der aktuellen Lage. Also, wenn man jetzt sagt Entmachtung, kann man sagen, okay, man nimmt den Leuten jetzt das Boot weg und die Wohnungen, aber wahrscheinlich werden sie sich also die sind ja auch gut beraten und haben wahrscheinlich schon 1000 Firmen oder irgendwelche M├Âglichkeiten, um da heranzukommen und es gibt immer Schlupfl├Âcher, die du halt haben wirst. Muss sich das ganze System ein bisschen ├Ąndern? Ja, vielleicht schon. Aber, ja, bin mir nicht sicher. Und was man halt auch immer wieder lernt ist, Krypto ist ja dann doch nicht so, so gut f├╝r Kriminelle. Also, wenn man sich so die ganzen Frauds und die Sachen anguckt, jetzt hier dieses P├Ąrchen, wo einer beim Y-Combinator war, die irgendwie, was haben sie, 3 Milliarden oder sowas geklaut, werden ja dann doch irgendwie wieder gefunden. Also, vielleicht ist es, ist Krypto das Zwischending.
Kriegen die Leute ihre Open-Sea-NFTs wieder zur├╝ck, meinst du? Ja, ich habe jetzt nichts mehr gesehen.
Meiner ist noch da. Ich habe ja mein Profilbild ge├Ąndert. Es gibt mehr Fragen. Zwei, drei Leute haben sich gefragt, ob ich wohl meinen Clone verloren habe oder verkauft.
Nee, nee, ich habe nur mein Profilbild wieder zur├╝ck ge├Ąndert.
Das ist ein bisschen weniger wert, aber es liegt nur am Ether-Kurs, ne? Nee, es ist jetzt, glaube ich, 11 ETH war das letzte Angebot, das ich gesehen habe. Oder 12, ja, dann ist es wieder ein bisschen mehr. Mal gucken. Werden das noch ein paar Monate durchspielen. Ich habe auf der Seite ein bisschen gesehen,
E-Commerce scheint ja nicht so schlecht abgeliefert zu haben.
Ja, besser als gedacht. Also, was wir hier auf der Liste jetzt haben, ist Etsy, Ebay, Farfetch, Alibaba, Block, Beyond Me, Jumia, New Work, Home2Go, Clover und dann noch so ein bisschen Ausblick.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der E-Commerce. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Pipp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen die Risiko-Disposition der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen.
Coinbase war auch dabei. Die sind irgendwie minus 3% gegangen, obwohl sie eigentlich ganz gut abgeliefert haben. Bei Coinbase habe ich einen Chart jetzt gesehen, wo sie den Aktienkurs mit dem Kurs vom Bitcoin gezeigt haben. Und eigentlich sieht das aus, als ob das ├╝bereinander liegt. Ja, was ja total sinnvoll w├Ąre, oder?
Also ich meine, das hat Brian Armstrong auch relativ klar gesagt. Also einer hat gesagt, dass es ein sehr volatiler Markt ist und man das als Long-Term Investment sehen muss. Ich glaube, das ist in dem Fall aber auch wirklich richtig. Das w├╝rde ich unterschreiben. Und dass sich das mit dem Bitcoin-Kurs bewegt, ich finde das sehr interessant. Das ist schon klar, weil du kannst die Earnings fast pr├Ądikten mit dem Volumen, also mit dem Kurs des Bitcoins und dem Volumen, was gehandelt wird. Von daher erscheint mir das sinnvoll. Aber die Zahlen waren erstaunlich gut. Wir k├Ânnen mal kurz reingucken. Also was krass ist, ist, dass die Monthly Transacting Users, also die Nutzer, die mindestens einmal im Monat irgendwas auf Coinbase gemacht haben, nicht irgendwas, sondern eine Menge, eine Transaktion, sind zum Vorjahr von 2,8 Millionen auf 11,4 Millionen gestiegen. Im Q3 war es r├╝ckl├Ąufig von 8,8 auf 7,4 und es ist jetzt wieder hoch auf 11,4. Das ist schon ganz ordentlich. Das Trading-Volumen hat sich zum Vorjahr brutal versechsfacht, zum Vorquartal aber auch deutlich gestiegen. Die Assets auf der Plattform sind nicht so stark gestiegen, wie die User-Zahlen verhei├čen. Das hei├čt, die neuen News sind auch nicht so stark gestiegen. Die User sind, vielleicht ist es wirklich die Super Bull Com, ach ne, die lag ja im Q1, sehr aufmerksam Herr Gl├╝ckler. Nat├╝rlich kann die noch nicht da reinz├Ąhlen, weil die im Q1 lag, aber im Q4, also insgesamt, ich finde die Zahlen erstaunlich gut. Das Net Revenue hat sich verf├╝nffacht im Vergleich zum Vorjahr und das adjustierte EBITDA hat sich vervierfacht grob. Das hei├čt, alle super Zahlen, vollkommen richtig ist, sieht es jetzt wieder schlecht aus, schlechter aus, und Bitcoin, wie jetzt gerade, also es zeigt sich gerade sehr klar, dass Bitcoin eben keine gute Reservew├Ąhrung ist, wie Gold, eigentlich ├╝berhaupt nichts mit Gold gemeint hat. Gold steigt jetzt gerade tats├Ąchlich als Krisenw├Ąhrung und ist auf einem lokalen H├Âhepunkt, w├Ąhrend Bitcoin eher auf einem lokalen Minimum ist.
Genau, was man, glaube ich, zu den Zahlen sagen muss, ist, dass im November 2021 der Bitcoin auf dem All-Time-High war. Und das seitdem sich halt, ja, es ist noch nicht ganz halbiert, aber es ist auf jeden Fall wieder abgest├╝rzt.
Das hei├čt, es ist sehr wahrscheinlich, dass das Trading Volume im Q1 jetzt deutlich niedriger landen wird als im Q4, das ist, glaube ich, klar. Wie gesagt, er hat auch einen relativ, nicht pessimistischen, aber sozusagen von Realit├Ąt sehnsorgenden Ausblick gegeben und gesagt, dass die Zukunft jetzt erstmal nicht so stark werden wird, wie Q4, was sinnvoll ist. Also, was ich an Krypto nicht mag, ist, dass es eben ein ├╝berwiegend unproduktives Asset ist, so wie Gold auch, was einfach nur rumliegt und nichts tut. Und wenn man eine Kombination haben will, die einerseits mit dem Kryptomarkt sehr stark korreliert, wie du richtig gesagt hast, aber eben produktiv ist und in diesem Fall halt 1,2 Milliarden Adjusted EBITDA abwirft im Q4, dann ist Coinbase, glaube ich, eine gute M├Âglichkeit, an Krypto beteiligt zu sein. Wie letztes Mal, als wir ├╝ber die Trading-Plattform, also ├╝ber Flairtax und so weiter gesprochen haben, letztlich ist es eine B├Ârse und die hat die gleichen Operational Leverage-Vorteile und Probleme. Das hei├čt, steigt das Handelsvolumen, steigt das EBITDA stark ├╝berproportional, f├Ąllt das Handelsvolumen, bleiben halt ein Gro├čteil der Fixkosten, also die ganzen Programmierer etc. bestehen und die Firma kann auch schnell wieder in vielleicht sogar negatives Territorium beim Ergebnis kommen. Deswegen ist man halt besonders sensibel, wenn man wei├č, das Volumen mag jetzt sinken im Q1, dann k├Ânnte eventuell eben das gesamte EBITDA dadurch aufgeraucht werden durch den Operating Leverage und die relativ hohen Fixkosten.
Was mir auf jeden Fall bei der ganzen Russland-Ukraine hilft, ist unsere Discord-Gruppe. Da hat gerade jemand gepostet, mit Verweis auf einen Spiegelartikel, jetzt ist es so, also es ist ein bisschen unangenehm, der Artikel war um 1.30 Uhr, jetzt ist es 1.50 Uhr. Putin zu Verhandlungen mit Ukraine bereit. Also ohne den Artikel gelesen zu haben, die ├ťberschrift gibt auf jeden Fall ein bisschen Hoffnung.
Jetzt bist du gleich wieder fr├Âhlicher. Sekunde, ich k├Ânnte mir vorstellen, dass die, Sekunde, lass ich mal auf den Future schauen hier. Ich meine, so makaber wie das ist, die B├Ârsen sind ja unter anderem ganz froh, weil, also gerade die Technologieb├Ârse, gestern war ein sehr, sehr gr├╝ner Tag und die Hoffnung ist da, glaube ich, weniger, dass der Krieg beendet wird, sondern mehr, dass der Krieg die Fed dazu zwingt, ihre Zinspolitik zu ├╝berdenken und dass es zu weniger Zinserh├Âhungen k├Ąme, was dann wieder gut f├╝r Tech-Aktien w├Ąre. Ich will das gar nicht beurteilen, ob das w├╝nschenswert war oder nicht, aber die Interessenlagen sind da durchaus ambivalent, glaube ich, an der B├Ârse, was den Krieg beendet. Und ich glaube, dass es auch f├╝r die Zukunft eine gro├če Zinspolitik angeht. Aber nat├╝rlich w├Ąre es sch├Ân, wenn es da mit m├Âglichst wenig zivilen Opfern weitergeht.
Lass uns zu Etsy gehen. Da war deine Erwartung, dass es nicht so gut l├Ąuft. Ich glaube, die haben, was haben die nachb├Ârsig gemacht?
Ja, plus 20 Prozent, glaube ich fast. Die Zahlen waren tats├Ąchlich besser, als ich gedacht h├Ątte. Das kann man ruhig so sagen. Sekunde, wo habe ich sie?
Und was man liest, ab 11. April werden sie die Transaktionsgeb├╝hr erh├Âhen von 5 auf 6,5 Prozent. Die H├Ąndler haben eigentlich ├╝berhaupt keine M├Âglichkeit, au├čer es zu akzeptieren. Also die einzige M├Âglichkeit w├Ąre jetzt, einen eigenen Shop auf Shopify vielleicht zu bauen, aber da werden sie den Traffic nicht herbekommen. So richtig alternative. Ich h├Ątte gedacht, der einzige Insta-Killer f├╝r Etsy k├Ânnte Instagram werden. Weil ich den ein oder anderen Mom- und Pop-Shop sehe oder schon immer beobachtet habe, die sehr viele Nutzer ├╝ber Instagram bekommen und auch einfach ├╝ber DMs in Instagram Sachen verkaufen.
Ja, und TikTok. TikTok plus Shopify genauso. Kurz zur Einordnung, Etsy ist ein Marktplatz f├╝r haupts├Ąchlich selbstgemachte Dinge, Handwerk oder Kunsthandwerk. Es hat brutal von Corona profitiert. Einerseits durch den gesamten E-Commerce-Shift, aber besonders, weil es die ersten Textilmasken etc., die generell schwer zu bekommen waren, auch viel auf Etsy gab. Das fand man damals sehr cool und hat sich das Wachstum voll angerechnet. Inzwischen berechnet man das Non-Mask-Revenue. Man versucht, diesen Effekt rauszurechnen, weil die Vergleichswerte unheimlich schwer werden mit den Corona-Quartalen. Deswegen gibt es bei Etsy dann eben das sogenannte Non-Mask-Growth. Was ganz lustig ist. Wie auch immer, die hatten in den Vorquartalen, also in den Vergleichsquartalen des letzten Jahres so 120% Wachstum, wenn ich mich richtig erinnere, 118% im Q4 2020. Sie haben noch 17% geschafft beim GMS, das sind die Gross Merchandise Sales, also der Plattform-Umsatz. Das eigene Revenue hat man auch um 17% gesteigert und das Adjusted Ebitda immerhin um 31%. Das ├╝berhaupt noch mal zu steigern nach dem sehr starken Q4 ist schon ganz gut. Es war nicht einfach, ich h├Ątte nicht drauf gewettet. Das hat die B├Ârse auch positiv ├╝berrascht, denke ich. Und dass das so gut sich in Ebit ├╝bersetzt hat. Das Problem, was ich aber schon sehe, ist A, der Ausflug f├╝r das n├Ąchste Quartal war gar nicht so gut. Das hat die B├Ârse komischerweise hier nicht gest├Ârt. Das hat mich ein bisschen gewundert. Und das Q1 jetzt hatte mit 132% das h├Âchste Wachstum insgesamt w├Ąhrend Corona. Das hei├čt, das n├Ąchste Q1 jetzt, also die kommenden drei Monate oder die, in denen wir uns gerade befinden, werden, glaube ich, noch mal deutlich schwerer und ich bin mir nicht so sicher, ob das dann so gut aussieht f├╝r Etsy. Kurzfristig haben sie sicherlich positiv ├╝berrascht. Vom Ausblick her bin ich aber nach wie vor skeptisch. Was ich schon denke, ist, dass Etsy so ein bisschen oder relativ stark bei Ebay reingegessen hat. Und ein Drittel des Wachstums kommt aus Etsy Ads. Das ist vielleicht auch noch spannend. Sie machen auch diesen Amazon Media Services Approach, dass sie sagen, wir verkaufen Werbung auf der Plattform und wir verkaufen das auf der Plattform. Aber ich wei├č nicht, ob die es schaffen, langfristig mit mehr als 20% zu wachsen. Aber sie haben eine 31% EBIT-Marge. Das hei├čt, die m├╝ssen jetzt auch gar nicht noch schneller als 20% wachsen. Und sie sind, glaube ich, mit neunmal Umsatz oder so bewertet.
Da kann ich nochmal reinkommen.
Sie waren aber auch schon mal doppelt so viel wert.
Ja, das war Quatsch.
Das war ja im November 2021 fast 300 Dollar. Ich wei├č nicht, ob man da weiter mit 100% w├Ąchst. Genau 8,5x Sales sind sie im Moment wert. Wobei sie steigen jetzt ja nochmal. Sie sind insgesamt eigentlich fast 30% gestiegen oder mindestens 25%. Sie waren am Tag schon plus 10% gestiegen und jetzt nachb├Ârslich, bzw. das wird jetzt gleich zum B├Ârsenkurs dann auch nochmal zweistellig. Das ist schon ganz ordentlich. 30x Price Earnings. Das sind wahrscheinlich fair bewertet. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass sie negativ ├╝berraschen beim Q1. Das w├Ąren wirklich schwere Vergleichszahlen. Und das beste Beispiel daf├╝r ist zum Beispiel Ebay, die deutlich schlechtere Zahlen geliefert haben. Da muss man eigentlich relativ klar sagen, dass Ebay sich im Structural Decline befindet. Das Gesch├Ąft von Ebay wird nicht mehr gr├Â├čer ├╝ber die Zeit. Die Active Buyers, also die aktiven K├Ąufer auf der Plattform sind im Vergleich zum Vorquartal des Vorjahres um 9% gesunken und im Vergleich zum Vorquartal auch nochmal um 3-4%. Vor einem Jahr gab es noch 162 Millionen K├Ąufer auf Ebay. Heute sind es nur noch 147 Millionen. Ich glaube Etsy ist ein Grund daf├╝r. Ich wei├č nicht, wann warst du das letzte Mal auf Ebay? Ich wei├č nicht mal mehr, wie die Ebay-Startseite aussieht. Und gekauft habe ich seit 10 Jahren bestimmt nicht mehr auf Ebay. Reicht nicht mehr.
Eigentlich schade.
Das ist das andere Problem. Ich glaube Ebay Kleinanzeigen frisst auch stark ins normale Ebay rein. Ebay Kleinanzeigen, so hat der Haushalt hier bestimmt 10-20 Transaktionen im Jahr, sowohl als K├Ąufer als auch Verk├Ąufer, um der Kreislaufwirtschaft Gen├╝ge zu tun. Aber das ist ein eher deutsches Ph├Ąnomen, oder?
Ja.
Ein urbanes Ph├Ąnomen. Ich kann mir vorstellen, dass es in anderen L├Ąndern auch in der Gro├čstadtbev├Âlkerung so ist. Auf jeden Fall scheint Ebay nicht mehr zu wachsen, was die aktiven K├Ąufer angeht. Beim GMV liegt man auch deutlich unter Vorjahr. Also die Sold Items sind 22% unter dem Vorjahr. Das Wachstum ist negative 11% beim GMV. Also der Plattformumsatz ist um 11% gesunken. Das Weihnachtsquartal war nur klein bisschen ├╝ber dem Q3, was auch besorgniserregend ist. Wobei das war letztes Jahr auch schon so bei Ebay. Trotzdem schaffen sie es, das Advertising-Review zum Beispiel zu steigern und auch den Gesamtumsatz. Sie haben die Take Rate von vor einem Jahr oder vor f├╝nf Quartalen waren es noch 9,5%. Inzwischen ist man bei fast 12% bei der Take Rate. So holt man dann mehr raus aus dem Sinken. Und w├Ąchst als Firma dann trotzdem. Aber das ist jetzt die Frage, wie man das weiter gut managen kann. Also kriegt man da weiter noch Revenue Growth raus aus sinkenden K├Ąuferzahlen und sinkenden Ums├Ątzen. Der Free Cashflow hat sich auch deutlich reduziert. Ich wei├č nicht, wie ist die Aktie gelaufen. Muss ich mal gucken. Aber ich finde Ebay dr├Ąngt sich jetzt nicht auf. Aus eigener Erfahrung kann ich einfach sagen, es existiert f├╝r mich eigentlich nicht mehr die Plattform. Das ist jetzt ein sehr isolierter, subjektiver Blick.
Auf Etsy hast du wahrscheinlich die letzten zw├Âlf Monate
auch nichts gekauft. Und auf Farfetch auch nicht. Ne, stimmt. Ich fand es relativ schlechte Zahlen. Aber wie gesagt, es ist auch eine unheimlich schwere Phase. Die haben halt nicht viel Potenzial, die sind ja auch nicht so sozial geschlagen aus Covid. Im Vergleich zu einem Etsy oder anderen Plattformen. Und jetzt kriegen sie aber trotzdem den gesamten Gegenwind
des E-Commerces ab. Dann haben wir Farfetch. Da habe ich gelesen, plus 30% After Hours. Es ist sch├Ân, aber ich glaube, die m├╝ssten sich versiebenfachen oder verachtfachen, um das All-Time-High von 73 Dollar wieder zu erreichen. Wo stehen Sie gerade?
Oder? Ja, ich war da zwischenzeitlich. Das Positive ist, Farfetch hat nach adjustierten EBITDA tats├Ąchlich eine schwarze Null geschrieben. Und die Gap-Verluste deutlich eingeschr├Ąnkt. Man geht Richtung Profitabilit├Ąt. Das Adjusted Revenue, wof├╝r ist das jetzt wieder? Also scheint das die Hauptadjustierung, die im E-Commerce-Bereich, die Impairment Losses und Intangible Assets sind. Also die Abschreibung. Aber das d├╝rfte man doch jetzt nicht wegadjustieren, wenn da die Ware vergammelt im Lagerhaus. Und Share-Based Compensation auch. Das Losses on Items held at fair value. Ich wei├č nicht, ob ich das jetzt gut finde, dass man das wegadjustiert. Deswegen sollte man das dann schon kritisch betrachten in dem Fall, was das Adjusted Revenue und EBITDA ist. Weil es nat├╝rlich ein substanzieller Bestandteil des Modegesch├Ąfts ist, dass Dinge, die man nicht verkauft, extrem an Wert verlieren. Wie auch immer. Das GMV in der Gruppe ist gestiegen um 22%. Das ist dann gegeben die schweren Vorjahresvergleiche eigentlich auch jetzt nicht schlecht f├╝r E-Commerce gerade. Nicht gro├čartig, aber auch nicht schlecht. Das Revenue ist mit 23%, also relativ ├Ąhnlich gestiegen. Der Grossprofit ist deutlich schneller gestiegen mit 26%. Besonders spannend ist eigentlich die Verbesserung der Grossprofit Margin in der sogenannten Brand Revenue Plattform. Die ist n├Ąmlich von 49,9 auf 59% gestiegen. Was eine sehr gute Grossmargin ist. Wo man dazu sagen muss, das ist ihr eigenes Gesch├Ąft. Die haben ja Off-White und eine andere Prodomarke, Palm Angels, gibt es das? Gekauft. Und da das im weitesten Sinne Luxury ist, ist das eine ordentliche Grossmargin. Nicht so wie ein Hermes oder LVMH, aber 60% ist schon ganz ordentlich. Oder 59%. Und deswegen hat man mit nur 13 Millionen mehr Umsatz in der Brand Plattform, aber 17 Millionen mehr Grossprofit rausgeholt. Das ist ganz ordentlich auf jeden Fall. Es wurde damals sehr kritisch be├Ąugt, warum die jetzt eigene Marken kaufen. Aber die liefern einen guten Contribution Margin ab im Moment. Und einen guten Beitrag zur besseren Profitabilit├Ąt von Farfetch. Ob die dann genauso schnell wachsen k├Ânnen langfristig mit der eigenen Marke, das ist eine andere Frage. Sie sagen selber, wir w├Ąren da eher vorsichtig und erwarten f├╝r die Plattform gr├Â├čeres, schnelleres Wachstum als f├╝r die eigene Brand Plattform. Relativ gute Zahlen im Markt, fand sie richtig gut. Ich glaube, weil es wichtig war, dass sie mal zeigen, dass sie Richtung Profitabilit├Ąt gehen k├Ânnen und daf├╝r nicht allzu viel Wachstum aufgegeben haben. Da verstehe ich, dass der Markt da ein bisschen erleichtert ist. 30 Prozent. Man muss sagen, es ist unheimlich volatil. Gestern sind hier ein bestes Beispiel, Palentiva vorb├Ârslich bei minus 10, hat dann mit plus 14 geschlossen. Das sind 25 Prozent Schwankungen an einem Tag. Das ist schon ganz ordentlich. Oder, Sekunde, ich habe heute Morgen in mein Portfolio geschaut und dachte, ich bin auch betrunken. Trotzdem ist hier Cloudflare 19 Prozent. Palentiva war 19 Prozent hoch, Square 16 Prozent im Plus und die waren alle tiefrot, als ich losgegangen bin.
Hast du schon so fr├╝h angefangen? Palentiva war auf jeden Fall witzig. Du warst ja schon sicher, dass du die Wette gegen mich gewinnst.
Ich bin immer noch auf einem guten Weg. Weil da jetzt die Flut mal alle Boote gehoben hat. Was ja schon spannend ist, meine Hypothese war ja, in einer Welt, wo wir so viel Uncertainty oder Unsicherheit haben wie jetzt gerade, m├╝sste Palentiva eigentlich ein Unternehmen sein und was davon profitiert. Letztlich wurden sie gestern vorb├Ârslich aber verdroschen wie der Rest des Marktes auch. Insofern, du w├╝rdest ja erwarten, dass R├╝stungsausgaben etc. steigen in der Zukunft. Und Palentiva m├╝sste davon profitieren. Aber dazu h├Ątte man vielleicht einen Government-Kunden hinzugewinnen m├╝ssen. Die sind ja bei 90 stagniert, letztes Quartal. Wir wollen jetzt nicht ├╝ber Palentiva schon wieder reden. Meine Wette gewinne ich trotzdem noch. Ich muss ja nur warten, bis die Shareholder weiter dilutet werden. Selbst wenn die Market Cap stabil bleibt, erreiche ich ja durch Dilution mein Ziel bei Palentiva. Wenn die weiter so die Aktien rausblasen. Cloudflare ist auf jeden Fall Gewinner der letzten Stunden gewesen.
Aber warum? Gab es da konkret einen Grund?
Wegen Cyberattack.
Ach, das habe ich gar nicht.
Wie lief denn der Wisdom Tree Cybersecurity hier? Das ist ja eine ganz andere Frage. Das macht ja Sinn. Das sind ja auch vern├╝nftige Cybersecurity-Unternehmen im Vergleich zu Palentiva. Und was ich auf jeden Fall empfehlen kann,
ist der Twitter-Account von dem CEO von Cloudflare, Matthew Prince. Der twittert auch jetzt ganz gut zu aktuellen Tagen. Und wie sich der Traffic auf verschiedene Messengern verh├Ąlt. Da kann man auch ganz gut folgen. WCBR ist das Blumenberg-K├╝rzel von dem Wisdom Tree Cybersecurity.
Und was ich auch empfehlen kann, ist, dass man sich mit dem Cloudflare-Account auch ein bisschen mehr einverstanden macht. Und das ist auch ein guter Punkt. Der hat gestern 8,5% gemacht. Oder macht es heute besser gesagt. War aber auch im absoluten Tiefpunkt vorher. Aber, ja. Nee, da macht es nat├╝rlich Sinn, dass Sekunde m├╝ssen jetzt Z-Scaler, die aber auch brutal gut gelaufen sind, oder? Warum verlieren die so stark Sekunde? Wo waren wir?
Dann lass uns mal nach China fliegen
und erkl├Ąr mir mal, wie Alibaba so l├Ąuft. Alibaba hatte das langsam wachsende Quartal der Firmengesellschaft, der eigenen B├Ârse-Geschichte. Das ist, glaube ich, der richtige Ausdruck. Man w├Ąchst beim Umsatz Sekunde nur noch mit 10%. Genau. Revenue ist 10% im Plus, immerhin. Aber was brutal ist, ist von 49 Millionen, nein 49 Milliarden, das sind RMB, Yuan Renminbi, also die chinesische W├Ąhrung, von 49 Milliarden auf 7 Milliarden eingebrochen. Das Operating Income, das Adjusted Ebitda, immerhin noch um 25% eingebrochen. Und wir sehen jetzt zwei Sachen. Also auch Alibaba hat erhebliche Probleme mit den Vergleichsquartalen im E-Commerce. Aber, und ich glaube, das ist viel wichtiger, die Profitabilit├Ąt hat brutal gelitten. Und das ist, weil Alibaba sich erstmals wieder in der Welt mit Competition befindet. Wir haben ja vorher sehr stark antikompetitiv gearbeitet, hatten so Knebelvertr├Ąge mit den H├Ąndlern. Und jetzt muss man teilweise, also was jetzt passiert, wie sch├Ân Competition ist, die erlassen jetzt teilweise Geb├╝hren der H├Ąndler, um in der Konkurrenz mit JD und anderen Plattformen kompetitiver zu sein. Und die H├Ąndler k├Ânnen nicht mehr besonders viel abdr├╝cken m├╝ssen, weil sie keine andere Wahl haben, sondern die kompetitiven Effekte kicken voll rein und dadurch wird Alibaba deutlich weniger profitabel. So sieht das mikro├Âkonomisch aus, wenn man ein Monopol abschafft oder ein gesch├╝tztes Duopol. Und deswegen wird, ich glaube, auch langfristig die Profitabilit├Ąt von Alibaba advers betroffen sein von dem letzten Antitrust-Vorgehen der chinesischen Regierung. Und das ist jetzt auch ein Problem, weil die Chinesen, die sich jetzt in der Welt mit dem Antitrust-Vorgehen befassen, logischerweise sind wir super kritisch, was die chinesische Regierung angeht, aber was sie bei der Antitrust-Arbeit machen, scheint wirksam zu sein und den Kleinh├Ąndlern und Nutzern, Konsumenten am Ende zu helfen. Und das andere, was vielleicht noch spannend ist und auch ein bisschen besorgniserregend ist, dass das Wachstum bei dem Cloud-Gesch├Ąft nur noch bei 20 Prozent liegt. Das Cloud-Gesch├Ąft ist auch von AWS, Google und so weiter. Wenn man sagt, China ist da eigentlich ein bisschen voraus gewesen fast. 20 Prozent ist nicht viel, glaube ich, beim Cloud-Revenue.
Aber ... Kannst du dir nicht vorstellen, dass jetzt einige Firmen
auch nicht immer mit denen zusammenarbeiten m├Âchten? Ja, ich meine, in China hast du, glaube ich, nur die Wahl zwischen, ich glaube, Tencent, Baidu und Alibaba sind die drei gr├Â├čten Clouds, wenn ich mich nicht irre. Die haben auch ein paar kleine Oberst├╝bchen, nicht Hinterst├╝bchen, abgespeichert. Und ich glaube, die bedienen schon gr├Â├čtenteils auch den ... Also, sie haben ein paar westliche Kunden und westliche Kunden, die in China aktiv sein wollen. Aber ich glaube, Gro├čteil ist schon Domestic vom Cloud-Umsatz, w├╝rde ich sch├Ątzen. Ich bin mir nicht sicher, was die Kunden ... Man sieht hier aber auch, alles andere ist ja aufgedr├Âselt nach International und China. Aber das Cloud-Gesch├Ąft leider nicht,
nur die an einem lokalen Minimum.
Die waren auch ... Ich glaube, es ist immer noch ... Schon mal dreimal so viel wert. Man merkt auch, dass es wirklich schwer ist, wenn man nicht so Muttersprachler wie Tennex besch├Ąftigt, die das alles first-hand kennen. Es ist halt auch wirklich schwer den chinesischen Markt zu beurteilen. Ich glaube, langfristig China Exposure zu haben, ist schon ganz gut. Bisher hatte ich immer gesagt, Tencent, Alibaba oder Baidu sind die Unternehmen, die noch am ehesten mit dem Gesamtmarkt korrelieren und sehr gro├č und m├Ąchtig sind. Aber man sieht ja hier, dass sie eben Probleme mit Antitrust schnell bekommen. Im Moment w├╝rde ich vielleicht, um auf die Region zu setzen, eher einen Emerging Markets ... einen Emerging Markets MSCI Emerging Markets ETF kaufen. Damit h├Ątte man wahrscheinlich ein hohes Exposure. Einerseits nat├╝rlich auch zu Lateinamerika, andererseits nat├╝rlich auch zu China. Aber auch zu der s├╝dostasiatischen Region und China. Was schon richtig ist, ist, dass im normalen MSCI World in der Regel nicht genug China drin ist. China ist da deutlich unterrepr├Ąsentiert. Und wenn man wirklich diversifiziert sein will ... und theoretisch w├╝rdest du ... der gesamte Raum um China ist ja schon eine riesige Wachstumsregion. Und du brauchst Exposure zu Indien, zu Vietnam, zu Philippinen, Indonesien. Das hei├čt, den MSCI World, selbst den ACW-EMI da noch zu erweitern, indem man sich einen Emerging Markets ETF holt, ist, glaube ich, schon sinnvoll, ehrlich gesagt.
Dann lass uns weitermachen. Wie sieht es mit Block bzw. Square aus? Da hast du eben erw├Ąhnt, die haben sich ganz gut entwickelt. Die hatten auch Earnings. Ich habe irgendwie von der Ferne mitbekommen,
dass Jack nicht so ganz aktiv war als CEO. Er hat sich ja auch nicht mehr mit Twitter und Block besch├Ąftigt. Der Gross Profit, also Block, ist ja ein Payment-Anbieter. Er hat mal angefangen mit dem kleinen Square Card Reader, mit dem jeder mit einem iPhone oder Android-Handy Zahlungen akzeptieren k├Ânnte. Und macht zus├Ątzlich aber auch Online-Payment und so ein bisschen Krypto-Quatsch und diese Cash App, die sozusagen ein E-Wallet ist. Und er hat sich dann auch mit dem Square Card Reader und der daraus resultierende Gross Profit, also es macht jetzt wenig Sinn, aufs Payment-Volumen zu schauen, sondern es ist spannend, was eigentlich ├╝brig bleibt. Und das ist der Rohertrag, der Gross Profit von Square. Der hat sich um 47% Year-on-Year gespeichert. Da war die Angst sicherlich schon, dass jetzt, wenn Online einbricht, dass es runter geht oder noch deutlich weniger wachsen k├Ânnte. Es ist aber sch├Ân gewachsen. Was daran liegt, dass Square insofern optimal diversifiziert ist, als auch am Online-Handel ├╝ber Square Pay und die Cash App. Und deswegen wachsen sie in jeder Phase, gleich ob Corona ist oder nicht. Das ist dann ein gro├čer Vorteil, so diversifiziert zu sein. Man k├Ânnte jetzt sagen, das Q4 ist im Vergleich zu Q3 nicht besonders stark gewachsen, obwohl das Q4 ja ein Quartal mit mehr Retail-Umsatz sein sollte. Also das ist ein nicht so sch├Ânes Anzeichen. Und das EBITDA ist auch ein bisschen runtergegangen. Das Cash App ist auch ein bisschen runtergegangen. Das Cash App Volumen entwickelt sich plus 37%. Was man auch sieht, ist, dass das Net Income negativ ist mit 77 Millionen. Das war im Q4 des Vorjahres noch plus 294. Das m├╝sste, wenn ich mich nicht irre, also Net Income ist ja der Finanzgewinn nach dem Operating Income und das ist wahrscheinlich die Bitcoin-Position, die sie runterzieht, w├╝rde ich denken. Was war das, anderthalb Milliarden? Und du sagst richtig, das ist der H├Âhepunkt beim Bitcoin, aber gegen Ende des Jahres ist es ja runtergegangen und der Stichtag w├Ąre hier der 31. Dezember. Und ich glaube, der Finanzverlust ist dann der Bitcoin-Position zuzuschreiben. Ich habe jetzt die Erkl├Ąrung aber nicht gelesen dazu. Aber es w├╝rde so Sinn machen. Genau, und das gesamte Jahr 2021 war auf jeden Fall deutlich. 62% ├╝ber dem Vorjahr, das ist gut. Wie gesagt, wird das ein bisschen weniger gegen Ende des Jahres. Ja, also Disclaimer, ich habe eine Position in Square. Ich bin ein bisschen eher ein Investor in Payment-Aktien. Wenn man da Exposure will in dem Sektor, braucht man, glaube ich. Langfristig ist die Gefahr nat├╝rlich, dass Payment mehr Peer-to-Peer geht ├╝ber die Apple-Schnittstelle, die gerade ge├Âffnet wurde, dass man eben diesen Square wieder nicht mehr braucht. Aber es geht ja nicht nur um die technische Abwicklung des Payments, sondern auch die Software dahinter. Ich glaube, da hat Square immer noch ein gutes Angebot weiterhin. Ja, das denke ich auch. Hast du Square Aktien? Ich habe das nicht gesagt, aber ich finde auch diesen Blocknamen ├╝berhaupt nicht gut, ehrlich gesagt.
Ja, ich wollte irgendwann, als ich das erste Mal in Amerika erlebt habe, oder das zweite Mal, das erste Mal, als wir an die B├Ârse waren, wollte ich es kaufen, dann habe ich es nicht gemacht. Dann ist es eine dieser Aktien, wo ich immer geguckt habe, so dein Twilio oder dein Shopify oder irgendwie so ein, na, obwohl bei Shopify warst du dir nie so ganz sicher. Aber ja, es ist eine der Aktien, wo ich immer so hingeguckt habe und es dann nie gemacht habe. Ja, das ist eine der Aktien, die ich immer geguckt habe
und Square war auch zu jedem Zeitpunkt extrem teuer, muss man sagen, kann ich gut verstehen. Ich hatte das Gl├╝ck, ich glaube, ich habe sie im M├Ąrz Crash ... Sekunde, guck mal ... Von wann ist die Position?
Ah, nee, tats├Ąchlich 2019 habe ich die schon gekauft. Ja, da wollte ich. Dann hast du sie f├╝r wie viel? F├╝r 60 oder so gekauft?
Einmal 49, einmal 58 Euro ist das in dem Fall, aber weil ich sie in Stuttgart gekauft habe. Aber seitdem ist es nur noch verdoppelt. Richtig stark im Plus. Wie sieht es mit Beyond Meat aus? Ja, genau, jetzt kommt hier die Schrottecke. Und zwar Beyond Meat haben wir netterweise im Sheet drin. Ich hatte letztes Mal gesagt, erinnere ich mich noch relativ gut, dass es so ein Make-it-or-break-it-Quarter wird, weil Beyond Meat hat w├Ąhrend Corona viel darauf geschoben, dass entweder der Food Service, also das ist das Segment, was Restaurants und Kantinen beliefert, nicht lief, oder der Retail, n├Ąmlich das, was in der Gefriertruhe je nach Quartal lief immer eins von beiden besonders schlecht. Und ich meine ja, dieses Mal wird wahrscheinlich relativ klar werden, dass beides eigentlich nicht l├Ąuft. Und insgesamt ist das insofern richtig, dass im Q4 der Umsatz geschrumpft ist, im Vergleich zum Vorjahr um 1,2%, aber im Vergleich zum Vorquartal sogar um 5% eingebrochen ist der Gesamtumsatz. Der Food Service ist ein bisschen angezogen wieder, weil Restaurants er├Âffnen, also da gibt es immerhin plus 35% zum Vorjahr, aber das Vorjahr war minus 53%. Das hei├čt, beim Food Service sind sie nicht mal auf dem 2019 Level wieder zur├╝ck. Dann sind sie deutlich sogar darunter. Bist du so viel essen wie damals, 2019?
Ich sicher nicht. Ne, aber in den USA, glaube ich,
meinst du, geht man auch nicht so viel raus? Auf jeden Fall, Food Service hat sich leicht erholt, aber es ist noch langweilig. Es ist noch langweilig auf dem 2019 Level und Retail ist auch minus 14% zum Vorjahr und auch das ist immerhin ├╝ber 2019 an der Level. Aber insgesamt, wie gesagt, sprechen wir hier schon lange nicht mehr ├╝ber eine Wachstumscompany. Das war lange absehbar, ich habe das regelm├Ą├čig verrissen. Ich glaube zu Recht. Was man gut sieht ist, dass sie inzwischen fast so viel Verlust machen wie Umsatz. Also der Umsatz ist knapp ├╝ber 100 Millionen pro Quartal. Der Operating Profit ist minus 78 Millionen. Also negative Operating Margen von 77,2% in dem Fall. Ich wei├č nicht, was daraus jetzt noch werden soll. Sie wachsen nicht, sie schrumpfen, machen minus 77%, haben ihre Kosten offenbar ├╝berhaupt nicht im Griff. Also investieren weiter in R&D, das muss man vielleicht, wenn man noch bessere Produkte herstellen will. Selling General Admin, also sie legen die Marketing- und Gemeinkosten zusammen. Was schon mal Un├╝bersichtlichkeit schafft. Die haben sich von 38 auf 66 Millionen deutlich erh├Âht. Das hat sich aber ├╝berhaupt nicht auf den Umsatz ├╝bertragen, die Mehrausgaben im Marketing. Die Marketingquote ist inzwischen, achso, die kann ich ja nicht berechnen, weil ich Marketing nicht habe. Ich wei├č nicht, wo das noch f├╝hren soll. Also ich glaube, es gibt inzwischen eine gro├če Verluste. Und das ist auch ein Problem, weil die Marketingquote ist inzwischen so hoch, dass die Leute, die sich da verhalten, die haben ausreichend Konkurrenzprodukte. Ich glaube, sie haben den Markt stark geebnet. Und es ist sicherlich was Gutes, dass sie pflanzenbasiertes Fleisch viel popul├Ąrer gemacht haben in der Bev├Âlkerung. Aber ich glaube, Leute wollen ja auch Abwechslung. Also du willst ja auch nicht jedes Mal den gleichen Beyond-Meat-Burger vielleicht haben. Du isst ja auch, wenn du Fleisch isst, unterschiedliche Orte in dercano. Ich mich in 491 Asien, und es ist jeder erwartet, dass der Markt eigentlich f├╝r ahorrechte ├ťberfl├╝ssung ruhig undwash wird. Das ist nat├╝rlich nicht pasoche, es ist ja ... jeder kriegt je coffee, und viel Gl├╝ck haben. Also was habe ich gesagt, dass meine PR-Produkte ├╝berornst oft verliert werden, manchmal zu wenig, was irgendwie das Doppelte von einem normalen ... einer normalen Bewertung von einem Lebensmittelkonzern wie einem Nestl├ę oder Unilever w├Ąre. Die sind so mit 3,5 Mal Umsatz, wenn ich mich nicht irre, bewertet. Und die wachsen und haben immerhin ein bisschen Marge und eine ordentliche Gross Margin. Aber ... Achso, und die Gross Margin, das ist erst mal gruselig. Sch├Ątz mal, wie viel ... Also wir haben ja vorhin sehr gut erkl├Ąrt, also beim Burger sind die Rohhilfs- und Betriebsstoffe das Erbsenprotein in dem Fall, so ein bisschen andere Kleister, die die da noch reinmachen. Und so weiter. Sch├Ątz mal, wie viel Marge die auf dem ... also wie viel Rohmarge die auf einem Burger haben. Gar nichts, wahrscheinlich.
10%.
Ja, es ist auf 14% gefallen. Und ich meine, das klingt jetzt wenig, aber man braucht bei Food eigentlich 40, 50%. Sekunde, ich schau mal, was die Gross Margin bei Nestl├ę ist, falls ich das so schnell rausfinde.
Also mein Pizzab├Ącker hat mir immer gesagt,
dass er immer den Preisvertrag ... Der braucht ein Drittel des Wareneinsatz. Genau. Also im Gastro hast du eigentlich ein Drittel Personal, ein Drittel Wareneinsatz. Wenn du gut bist, sogar ein bisschen weniger noch. Und der Rest ist dann Miete, Gemeinkosten und eventuell bleibt ein bisschen was ├╝brig.
Ja, und der Burgerladen hier um die Ecke, der hat mir immer gesagt, dass er die Beyond Meat f├╝r ein Euro mehr das Patty verkauft.
Ja. Und wenn du es dreifach aufschlagen w├╝rdest, k├Ânnte es keiner mehr essen. So, die Nestl├ę-Rohmarge schwankt zwischen 48 und 50%, hatte ich recht.
Ist die Firma noch zu teuer f├╝r einen Aktivist, der da reingeht und dann sagt, er verkauft das?
Ne, habe ich auch ├╝berlegt, aber wer kauft das f├╝r siebenmal Umsatz? Du bist doch nicht bescheuert. Das muss ja mit einem Klammerbeutel gepudert sein. Wir h├Ątten eine Firma, die 14% Rohmarge hat und 100 Millionen an operativen Kosten verbrennt im Monat, Entschuldigung, im Quartal. Also, das war auch, glaube ich, sehr fr├╝h zu sehen. Das war, glaube ich, auch eine unserer ersten Folgen, da haben wir schon ├╝ber Beyond Meat gesprochen. Ne, nicht zu ├╝berzeugt, weil das war dann 2019, ne, 2020. Ist eigentlich auch so ein Dauershort von mir, aber kannst du immer wieder kalt erwischt werden. Es gibt nat├╝rlich viele Leute, die das Konzept zu Recht auch gewinnen wollen sehen. Also, es ist nat├╝rlich was, was die Welt besser macht, wenn man aus der Sicht auf ein Erbsenprotein ern├Ąhrt, statt von gequ├Ąlten Tieren. Aber so viel Realit├Ątsverlust, dass man da religi├Âs in der Firma investiert, wo es letztlich keine Grossmargin gibt und minus 77% operative Marge. Keine Ahnung, was man damit machen sollte jetzt. Also, zu machen. Und Wahnsinn, dass die mal vier- bis f├╝nfmal so viel wert waren. Ja, und da sah das Gesch├Ąft auch schon nicht besser aus.
Die Grossmargin war noch nie so schlecht. Ja, das ist ja auch so ein bisschen
ein bisschen ein Problem, aber die Grossmargin war noch nie so schlecht. Also, die geben wie bl├Âd Marketinggeld aus und reduzieren die Grossmargin. Ich meine, gut, die ganzen Rohstoffpreise schlagen nat├╝rlich brutal durch auf Lebensmittel, weil wir unsere, die Rohstoffe daf├╝r letztlich auch mit ├ľl und Energie herstellen. Alles, was wir vom Acker holen, hat einen relativ hohen Energiekostenbestandteil. Und D├╝nger und sowas ist auch alles teuer geworden. Und ich meine, fr├╝her hatten sie immerhin mal 35% Grossmargin. Da schien das noch in die richtige Richtung zu gehen, aber mit 14% kannst du echt nichts gewinnen. Und ich schau mal kurz, ich habe ja gesagt, dass ich OT-short bin. Die m├╝ssten das auch nicht gut gefunden haben. Sekunde, wie sind die? Die sind gestern 7% im Plus. Ich fasse es nicht. Deswegen sieht mein Trading-Account auch so rot aus. Ja, also Oatly hatte ein kleines Tief gestern, aber ist dann mal locker 10% hochgegangen tags├╝ber. Unfassbar. Ich glaube, da gibt es auch noch eine h├Ąssliche ├ťberraschung bei den Oatly-Zahlen. Die haben n├Ąmlich viele gleiche Probleme, zu wenig Grossmargin, die wird sich nicht verbessert haben durch die Rohstoffkosten. Man muss dazu sagen, als vern├╝nftiger Produzent hatcht man sich nat├╝rlich gegen die Rohstoffkosten. Also man geht Kontrakte ein, die einen dagegen versichern. Das hilft nat├╝rlich aber nur ein paar Quartale, weil irgendwann musst du diese Kontrakte ja wieder erneuern und dann werden auch die Kontrakte teuer. Entweder musst du gambeln oder auch die Absicherungskosten erh├Âhen sich ├╝ber die Zeit. Es ist ja nicht so, dass du auf ewig deine Sachen g├╝nstiger kaufen kannst, als der Markt es hergibt. Also Beer & Beat. Sorry f├╝r wer die Aktie hat. Ich verstehe, warum man daran glaubt. Das Produkt soll gut sein. Alle, die ich h├Âre, sagen, das schmeckt total lecker. Aber es ist einfach eine vollkommen nicht im finanziellen Sinn nicht nachhaltige Firma. Es sei denn, wir fangen jetzt an irgendwie 12 Euro f├╝r den Burger zu bezahlen. Also f├╝r den Patty. Dann k├Ânnte es wieder funktionieren. Aber ich glaube, angesichts der vielen Alternativen, die es jetzt gibt und die man entweder mag, weil sie vielleicht sogar besser schmecken oder einfach nur Abwechslung darstellen, ist es schwer. Wir haben auch gen├╝gend dar├╝ber geredet. Kommen wir gleich zur n├Ąchsten Schrott Company.
Wann habe ich meinen LFT gekauft? Im November oder im Dezember? Also wenn es im November war, hat sich Doom ja seitdem auf jeden Fall halbiert. Mein LFT hat ganz gut funktioniert.
Sie halbieren sich dreimal im Jahr. Sekunde, wo habe ich denn Doom jetzt? Ist das auch schrecklich wieder zugemacht schon? War zu rot. Sekunde, haben die uns mit einer Pr├Ąsentation verschont? Nein, wir haben eine wundersch├Âne Pr├Ąsentation, wie ├╝blich. Ach so, ├╝brigens, apropos Pr├Ąsentation. Ich habe das getwittert und auf LinkedIn gepostet. Was Etsy ja geil macht, ist, ihre aktiven Nutzer oder die neuen und reaktivierten Nutzerzahlen sinken so ein bisschen. Insgesamt steigt die, also sie hatten einen Riesensprung der Nutzer von 20 auf 21. Jetzt auf 22 ist das insgesamt noch ein ganz kleines Wachstum der aktiven Nutzer. Aber die neuen sinken schon. Und dann haben sie einfach die Zahl da dr├╝ber in so eine gelbe Box gelegt. Was optisch den intuitiven Eindruck erweckt, dass auch der dritte Chart, die dritte Kolumne, ich sage S├Ąule, h├Âher ist, deutlich h├Âher ist als die zweite. Also ich finde es ja doof, wenn man das zu plakativ macht, so diese Tricksereien. Aber das finde ich fast schon wieder geil. Da dachte ich, geil, warum bin ich da noch nicht drauf gekommen? Habe ich auf LinkedIn gepostet oder auf Twitter, k├Ânnt ihr mir gerne folgen. Fand ich ganz lustig, was man mit Charts und Informationen so machen kann. Genau. So gucken wir mal bei Jumia. Das wird gern als das Amazon von Afrika bezeichnet. Das stimmt insofern, dass sie E-Commerce machen, aber das war es auch schon. Und das auch nur unter starken Schmerzen. Was Jumia verk├╝ndet stolz, ist, dass sie Accelerating Order Growth haben. Die Anzahl der Bestellungen ist 40% hier und hier gestiegen. Das GMV hat eine Clear GMV Inflection, also ist am Z├╝ndungspunkt von mehr Wachstum, will man vermitteln. 20% Wachstum zum Vorjahr. Und die Anzahl der Consumers ist auch von 3 Millionen auf 3,8 Millionen gestiegen und Wachstum 29%. Das ist sozusagen der Aufmacher. Schaut man dann aber genauer hin, sieht man auch das habe ich ├╝brigens getwittert, dass ich es so brutal frech fand. Vielleicht machen die H├Ârer selber mal das Experiment und lesen sich die Pressemitteilung durch und eben die Zahlen 29% mehr Nutzer, 40% mehr Orders, 20% mehr GMV und ├╝berlegt dann, hat man jetzt Lust, die Aktie zu kaufen oder nicht? Und dann ist das ein gutes Beispiel, warum es sich lohnt, aber dann doch tiefer in die Zahlen reinzuschauen. Und zwar ist es so, dass, ich spreche jetzt ├╝ber Folie 34 der Earnings-Pr├Ąsentation, da sieht man, wie gesagt, dass das GMV 20% hoch ist und jetzt f├Ąngt es aber schon an, spannend zu werden, n├Ąmlich der Gross Profit, also der Rohertrag ist, also das GMV ist von 275 Millionen auf 330 Millionen gestiegen und der Rohertrag der Gross Profit ist nur von 33 Millionen auf 33,7 Millionen um 2% gestiegen in der gleichen Zeit. Das hei├čt, klar, dass die GMVs um 20% gewachsen sind, aber sie holen ganze 700.000 Euro mehr, Dollar, mehr Kohle daraus und das wird nicht sagen, dass das GMV nicht relevant w├Ąre oder die Anzahl der Orders, aber irgendwie geht es ja schon daraus, wie viel Rohertrag man mit dem Handelsgesch├Ąft macht oder dem Plattformgesch├Ąft und wenn dann das nur um 2% gesteigert werden kann, ist das schon mal problematisch, zumal die Full-Fill-Mit-Ausgaben trotzdem um 32% steigen, die Sales und Marketing, also Sales und Advertising nennen sie das, ist um 160% gestiegen, hat sich verzweihenhalbfacht von 12 auf 31 Millionen, also nochmal, du machst 700.000 Euro mehr Rohertrag und ballerst daf├╝r einfach mal 19 Millionen mehr Marketing raus, um 700.000 mehr Rohertrag rauszuholen. Au├čerdem sind die R&D-Kosten um 51% gestiegen und die Gemeinkosten ohne Share-Based Compensation, da kommt n├Ąmlich noch das Gehalt rauf, um 22% gestiegen. Und dadurch weitet sich das Adjusted EBITDA-Loss von 34 auf 70 Millionen aus, also 107% Verdopplung beim Verlust, beim Adjustierten EBITDA und der Operating Loss nach GAP steigt um 78% von 47,5 auf 84,5 Millionen. So nochmal, das hei├čt, dass man f├╝r 700.000 Euro mehr Rohertrag 19 Millionen mehr Marketing ausgegeben hat, 36 Millionen mehr EBIT verbrannt hat f├╝r 700.000 und den Operating Loss auch nochmal, was sind das? 47,84 auch 37 Millionen roundabout an mehr Operating Loss gemacht hat. So das hei├čt, man w├Ąchst beim Gross Profit eigentlich gar nicht, beim GMV immerhin um 20% und hat aber die Verluste einfach mal verdoppelt, das Adjustierte EBITDA zum Vorjahr. Auch da sehe ich ├╝berhaupt nicht, wo das hinf├╝hren soll. Und der Grund, was da ja spannend ist, ist, warum wachsen die Orders denn so stark, aber das Revenue gar nicht und das GMV auch schon langsamer. Das hatten wir letztes Mal erz├Ąhlt, dazu gen├╝gt ein kleiner Blick auf die Jumia Startseite. Jumia.co.ke ist Kenia, .com.ng ist Nigeria, das sollten die zwei gr├Â├čten L├Ąnder sein. Da werden halt abwechselnd Maismehl, Reiss├Ącke oder Jameson Whiskey Flaschen verkauft unter Supermarktpreisen. Das sorgt halt daf├╝r, dass man viele Orders durchbekommt, aber das ist ein Grund daf├╝r, warum die Gross Margin so brutal schlecht ist und warum die ├╝berhaupt nicht gesteigert werden kann, weil es daran nichts zu verdienen gibt. Sie boosten sich damit, dass sie 850 FMCG Brands, also Fast Moving Consumer Goods, also das sind halt die Supermarkt-Sachen, auf die Plattform gebracht haben. Procter & Gamble, Danone, Coca-Cola, Unilever, Racket Bankers, Panorica, Diageo, das sind die Schnapskonzerne, sind alle Kunden geworden bei Doumia, aber wie gesagt, damit scheint man ├╝berhaupt kein Geld zu verdienen und auch der Revenue-Mix hat sich brutal ge├Ąndert. Das waren vor nach Anzahl Items Sold ist FMCG inzwischen die gr├Â├čte Kategorie, nicht ├╝berraschend. Das ist das Wachstum. Okay, man hat den FMCG-Anteil um 100% gesteigert. Die Zusammensetzung sieht man hier gar nicht. Das ist auch schlau. Sie unterteilen jetzt ihren GMV nach Phones & Electronics, wo jeder wei├č, das ist niedrig- margig, da gibt es nur 2-4% Handelsmarge drauf, deswegen ist das nicht spannend und da sagen sie jetzt ganz stolz, den Anteil dr├╝cken wir und der Anteil an Fashion, Beauty und FMCG steigt. Fashion, Beauty denkt man an hohe Gross-Margin, 50-60%, aber FMCG ist dann halt mit in diesem Block drin und dieser Block w├Ąchst fucking nur, weil FMCG da drin ist und sie Brot f├╝r die Welt mit Investorengeldern spielen und da Reis und Maismehl unter dem Supermarktpreis verkaufen. Und Alkohol, oder? Das ist auch krass, also geht man auf Jumia, ich gehe mal auf die Webseite und k├Ânnte gerne mal selber machen, ich fange mal mit Kenya an. So, gro├čes Banner, Supermarkt Week ist das Haupt-Banner auf der Webseite und ich komme auf Home, steht Supermarkt Week, da begr├╝├čt mich eine fr├Âhliche Kundin, die ihr Paket aufmacht, wo Umo-Bleiche drin ist, irgendwelche Putzmittel und eine dicke Flasche Jameson, schon. Und dann klick ich da rauf auf die Supermarkt Week und dann kommt oben sofort, Sekunde, mach das nochmal parallel in Nigeria, jetzt steht Cloudflare hier vor, please click each image containing a vertical river. Will Tesla jetzt Boote bauen, oder warum muss ich hier auf einmal, vielleicht damit die Autos nicht in, ah, weil das Auto sonst bei einem vertical river wie eine Stra├če aussieht.
N├Ąmlich, dass du ins Wasser f├Ąhrst.
Ach, das ist ja spannend, damit das Auto nicht ins Wasser f├Ąhrt, mache ich jetzt hier die Arbeit f├╝r Tesla. Na gut, so, Grocery Super Saver, also auch hier, also und links, rechts fette Panorika-Wertung, werden schon, Absolut, Vodka, Jameson, diverse Regal soll ich saufen. Und hatten wir schon mal gesagt, oder es ist eine super Doku dr├╝ber, wie die Schnapskonzerne gerade versuchen, den gesamten afrikanischen Kontinent alkohols├╝chtig zu machen. Ich kann aus j├╝ngster Erfahrung sagen, dass es keine gute Idee ist. Aber sozusagen, deswegen gibt es hier 20% off auf harten Schnaps bei Jumia und deutlich g├╝nstiger als Supermarkt. Und leider reagiert die afrikanische Bev├Âlkerung sehr gut da drauf und bekommt ein Riesenalkoholproblem in den n├Ąchsten Jahren dadurch. Da werden mit brutalen Methoden, mit starken Verkaufsmethoden irgendwie h├╝bsche Frauen, die den M├Ąnnern Bier andrehen und so weiter. Genau. Haben wir schon mal erw├Ąhnt, die Doku. Wenn nicht, einfach mal googeln nach Doku Afrika Alkohol. Riesenproblem. So, wie auch immer. Es gibt zu Jumia nichts Gutes weiter zu sagen. Ich sehe auch nicht, wohin das noch f├╝hren kann. Ehrlich gesagt, wie gesagt, weiten sich nur die Verluste auf bei minimaler Erh├Âhung des Gross Profit. Einzige Chance ist, dass man durch die hohe Anzahl an Transaktionen irgendwann nochmal zu einem relevanten Fintech-Player in Afrika wird. Die Hoffnung sehe ich noch. Sicherlich ist das Logistik-Netzwerk auch irgendwas wert von Jumia. Aber Geld verdienen l├Ąsst sich mit der Firma im Moment nichts. Im Gegenteil, sie verbrennen massiv
Kohle. Wie sieht es mit New Work aus?
Sind die Ergebnisse besser? Die verbrennen immerhin keine Kohle, sondern generieren massiv Cash, erh├Âhen die Dividende, zahlen eine Sonderdividende. Da muss man dazu sagen, ich glaube, die Hubert Burda ist Gro├čaktion├Ąr bei Xing und scheint darauf zu pochen, dass das Geld da p├╝nktlich kommt. Xing w├Ąchst nur 5% glaube ich. Das finde ich, angesichts der Tatsache, dass dieser Markt so viel R├╝ckenwind hat, wie noch nie, glaube ich. Also der HR-Markt, da hatten wir schon mal besprochen, warum Labour-Charges so ein riesen Problem ist. Ich muss mal kurz in die News reingehen. Es sind die vorl├Ąufigen Ergebnisse und die Konzerngesamtrechnung sagt, dass der Umsatz eben um 5% gesteigert werden konnte. Und zwar von 276,5 Millionen auf 290 Millionen. Das ist das Gesamtjahr, 291 Millionen. Das sind wie gesagt ungef├Ąhr 5%. Und das Spannende ist aber, das sind ja, der Unterschied hier ist ungef├Ąhr 14, irgendwas Millionen zwischen den beiden Zahlen. Das ist sozusagen der zus├Ątzliche Umsatz. Und das wurde zu 100% in Konzernergebnis umgewandelt. Das Ergebnis ist n├Ąmlich von 26 Millionen auf, 26,1 Millionen auf 39,6 Millionen hochgegangen. Und das sind genau letztlich, oder fast genau diese 14 Millionen. Also man konnte den Umsatzanstieg zu 95, 95% in EBIT umwandeln. Was ein sch├Âner Operating Leverage ist. Fairerweise muss man sagen, das sieht stark so aus, wenn das mit einer gewissen Reduzierung des Personalaufwands einhergeht. Also ich glaube, da gab es Entlassung im letzten Jahr. Und das sorgt daf├╝r, dass man eben bei milde steigendem Umsatz das EBIT immerhin um 50% steigern konnte. Und so eine hohe ├ťbertragung des Mehrumsatzes ins EBIT bekommt. Daf├╝r bekommt Onkel Hubert seine Dividende und Sonderdividende. Ich w├╝rde sagen, Xing, extrem ertragstarkes Unternehmen. Scheint darauf optimiert zu werden. Beim Wachstum, wie gesagt, 5% in der derzeitigen Zeit mit so viel R├╝ckenwind auf dem Jobmarkt, ist meiner Meinung nach eher besorgniserregend. Der R├╝ckenwind in der HR-Industrie wird bleiben, aber ich wei├č nicht, ob er so gro├č bleiben wird, wie er jetzt gerade ist. Da hatten wir so eine Art lokales Maximum, glaube ich. Wir haben ein riesen Fachkr├Ąfteproblem. Das wird da bleiben. Aber wenn du jetzt schon nur 5% w├Ąchst oder das Segment HR ist um 10% gewachsen, aber auch das ist eigentlich f├╝r die derzeitige Zeit zu klein. Also wenn du ├╝berlegst, auch Microsoft weist ja die LinkedIn-Ums├Ątze, ich glaube, das waren plus 36% im Q4, im Gesamtjahr zwischen 40-50%, was LinkedIn gemacht hat, glaube ich. Und irgendwo muss man sich ja schon an der Branche messen lassen. Und da ist New Work einfach ein Underperformer, was Wachstum angeht, was Ertragskraft angeht. M├╝ssen wir erstmal gucken, was da die Dividendenrendite und die Bewertung ist. Ich glaube, so 20 Mal gewinnen muss man daf├╝r hinlegen. Ich glaube, die Aktie hat auch eher negativ reagiert auf. Also positiv haben die vorl├Ąufigen Ergebnisse jetzt nicht den Aktienkurs befl├╝gelt. Ah, Yahoo sagt sogar 35 Mal Price Earnings. Das finde ich ein bisschen viel f├╝r quasi kein Wachstum in der Marktphase. Also f├╝r 5% Wachstum in der Marktphase. So 2% Dividendenrendite ohne die Sonderdividende, das ist ganz okay. Vielleicht deswegen dann auch, wenn du eine Niedrigzinsphase hast, dann sind 2% Dividenden nat├╝rlich viel, das sichert den Kurs sehr stark ab. Die Frage ist eben, wie lange kann man die Dividende noch steigern, wenn man jetzt die Personalkosten wieder langsam hochf├Ąhrt. Ich finde es vom Wachstum her entt├Ąuschend und bin kein Fan, aber extrem ertragsstark. Wer einfach, wen das freut, mit einem 155 Euro Aktienkurs, dann 7 Euro Dividende zu bekommen, f├╝r den ist es nat├╝rlich eine spannende Aktie.
Darfst du was zu Home2Go sagen?
Auch da gab es, ich m├Âchte das nur faktisch sozusagen sagen. Brauche ich mich dazu nicht ├Ąu├čerst, weil ich im Aufsichtsrat bei Home2Go sitze, deswegen w├╝rde ich nur die Ergebnisse einmal verlesen oder die Pressemitteilung. Home2Go announced a strong finish to 2021. Das IFRS Revenue hat sich mehr als verdoppelt im Q4. Mehr als verdoppelt hei├čt in dem Fall plus 150% auf 21 Millionen. Das IFRS Revenue, IFRS, International Financial Reporting Standards, das muss man sich vorstellen als der Umsatz, der im Q4 mit ├ťbernachtung verdient worden ist. Also der Innenumsatz, der verdient worden ist. Das ist zu unterscheiden von dem Buchungsvolumen. Das w├Ąren die Ums├Ątze der Zukunft und die Buchung, typischerweise bucht man Reisen vorher. Das hei├čt, was wir uns jetzt anschauen ist, was im Q4, also die Vergangenheit, was im Q4 tats├Ąchlich ├╝bernachtet wurde sozusagen. Das ist das IFRS Revenue, weil man nat├╝rlich nur verbuchen kann, was auch wirklich schon geleistet wurde. F├╝rs Gesamtjahr ist man bei 95 Millionen angekommen. Die urspr├╝ngliche Guidance war 80, das hei├čt, die hat man deutlich ├╝bertroffen. Die hatte man schon mal positiv revidiert, wenn ich mich nicht irre, auf 85 bis 90 und jetzt waren 95 geschafft, also auch die geschlagen. Das ist alles faktisch, keine Bewertung. Und das CPA On-Site Revenue, das ist sozusagen der, wenn man so m├Âchte, Marktplatz-Umsatz, also der auf Home2Go selber gemacht wird, wo nicht weitergeleitet wird zu einem externen Partner. Der ist um 370 Prozent gestiegen, also hat sich fast verf├╝nffacht. Das ist nat├╝rlich insofern gut, dass man den Marktplatzanteil bei so einem Modell immer so, oder den On-Site-Anteil so hoch wie m├Âglich haben m├Âchte, damit das eben nicht ein Trivago wird. Also das hei├čt, da wird jetzt gegen die Strategie delivered, wie gut oder schlecht, kann man dann selber beurteilen. Das underlying adjusted EBITDA ist immer noch bei minus 22 Millionen, also im Vergleich zu 95 m├╝ssten das ungef├Ąhr minus 24 Prozent EBITDA Marge sein. Genau. So, dann was haben wir noch? Clover Health steht hier.
Und ich sehe gerade, dass die Aktie noch 2,45 Dollar wert ist.
Ja, die waren schon auf 2 runter. Das Krasseste, die Zahlen wurden relativ gut aufgenommen bei Clover, wobei man da auch mal sagen muss, das ist jetzt auch wieder Bumsbudenterritorium eigentlich. Also Clover ist eigentlich ganz gut vergleichbar meiner Meinung nach mit Oscar Health auch. Also auch die haben es geschafft, eine moderne Krankenversicherung aufzubauen, die mehr medizinische Leistungen bezahlt, als sie Pr├Ąmien einnimmt. Und zwar ist diese MCR, das ist die Medical Care Ratio, also die Rechnung, die man an ├ärzte, Krankenh├Ąuser etc. bezahlt, sind 102,8 Prozent der Pr├Ąmieneinnahmen, die man aus Versicherungspolisen bekommt. Das ist aber insofern kein Problem, dass hier das innovative, ebenfalls innovative, normalized Adjusted EBITDA berechnet wird. Also der Net Loss, also sozusagen nach General Accepted Accounting Principles, ist der Net Loss minus 187 Millionen. Revenue, also die Pr├Ąmieneinnahmen, sind 432 Millionen. Das Net Loss ist minus 187. Das ist irgendwie minus 40 Prozent wahrscheinlich Net Income Margin. Das wird dann schon mal Adjusted EBITDA auf 154 runteradjustiert, der Verlust von 187. Und dann wird das noch normalisiert, das bereits Adjustierte EBITDA. Und dadurch geht es von 155 auf nur noch 68,5 Verlust hoch. Das hat mich nat├╝rlich interessiert. Wie normalisiert man 90 Millionen Verluste weg? Was hat man rausnormalisiert? Was denkst du? Keine Ahnung. Das findet man nat├╝rlich nur im Anhang raus, was da jetzt wegnormalisiert wurde. Also zum Adjusted EBITDA kommt man durch die Stock-Based Compensation. Das haben wir schon mal erkl├Ąrt. Die hier mit 31 Millionen 8 Prozent des Umsatzes sind. Das ist auch schon ordentlich, aber jetzt noch nicht total schr├Ąg. So kommen wir zum Adjusted EBITDA. Und dann wegnormalisiert wurden Covid-Related Costs. Das hei├čt, Clover sagt eigentlich, wie aus GeHealth, wenn es keine Krankheiten g├Ąbe, dann w├Ąren wir ein guter Krankenversicherer. Oder wir w├Ąren eine bessere Versicherung, wenn es kein Risiko g├Ąbe. Und so kommt man dann n├Ąmlich von einer Auszahlungsquote von 102,8 Prozent auf nur noch, also nach den Normalisierungen auf 76, 96,7 Prozent, was immer noch eine sehr schlechte Medical Care Ratio ist. Wir hatten uns letztes Mal United Healthcare, das hatten wir uns angeschaut, da liegt das bei 85 Prozent. Und die haben durch Corona nur 3 Prozent ausgezahlt. Also die haben auch schlechtere Werte, logischerweise. Aber da ist es eher so, dass die Medical Care Ratio von 85 auf 88 mal hochgeht, oder 87. Hier ist es eben so, dass die Polizen sowieso schon massiv subventioniert scheinen, weil keiner dieser Neo-Versicherung auf eine bessere MCR als 85 kommt, auf 90 kommt. Und in 2020 hat man 109 Prozent rausgehauen, 2021 103 Prozent. Und dann zieht man aber alles, was Covid ist, ab und kommt damit immer noch 97, beziehungsweise 98 im Vorjahr. Also sagen wir mal so, selbst mit 98, dann bleiben ja nur 2 Prozent, was jetzt hier zum Beispiel der Rohertrag w├Ąre, das kann man bei Versicherungen nicht so davon, aber man k├Ânnte jetzt sagen, die ├╝brigen 2 Prozent sind ja das, aus dem sich Clover Health jetzt finanzieren muss, wenn sie 98 Prozent der Pr├Ąmien aussch├╝tten, oder ausgeben f├╝r die Gesundheitsleistung. Und aus diesen 2 Prozent die gesamten Forschungs-, Entwicklungs- und Ausgaben zu bezahlen, wird schon einigerma├čen schwer. Also so kommt man eben auf die Loss-From-Operations von 187 Millionen, weil halt 60 Millionen Salaries, 55 Millionen General Admin, 61 Millionen, das ist die Reserve f├╝r die Polizen, das ist ein Sondereffekt bei den Krankenhassen. Wie auch immer, sich aus diesen 2 Prozent zu speisen, ist schon sehr schwer. Aber das hei├čt, wenn du jetzt entweder Oscar oder Clover Health Aktion├Ąr bist, musst du A, glauben, dass man mit einer Medical Care Ratio oder Loss Ratio von 95 Prozent und den ├╝brigbleibenden 2 bis 5 Prozent ├╝berhaupt die Unternehmung f├╝ttern kann, und B, musst du die Finger kreuzen, dass nie wieder eine Epidemie kommt. So, dann k├Ânnte das eventuell funktionieren, oder eine Pandemie. Ansonsten notieren die, glaube ich, zu Recht bei irgendwie 25 Prozent oder minus 75 Prozent des Speckpreises. Und zwar einer der schon mazmed Specks, wenn ich mich nicht irre, oder? Clover Health, da muss man auch... Ach nee, war das nicht sein
Geiko? Nee, Metromal war sein Geiko.
Metromal war sein Geiko. Die wurden... Naja. Lemonade hat auch schlechte Zahlen ├╝brigens pr├Ąsentiert. Wir haben nicht alle geschafft heute, es gab noch mehr Zahlen, aber wir haben versucht, die Spannendsten uns rauszusuchen. Genau, und ich glaube, das waren alle, die wir jetzt f├╝r spannend befunden haben.
Dann lass mal ganz kurz gucken, was wir n├Ąchste Woche haben. Zoom, C, Salesforce, Zip sehe ich hier auf der Liste. Ich glaube, Zoom wird schlecht, C wird gut, Salesforce wird wie immer gut, und Zip musst du mir sagen.
Also, Zip Recruiter. Ja, ich bin ja Zip-Long. SEA Limited hatte ich verkauft, k├Ânnte jetzt aber nachdem er Libre so gut abgeliefert hat, k├Ânnte immer noch schlecht werden, k├Ânnte aber auch gut werden. Also, was ich gut finde, wir haben E-Commerce-Player, die sich gut schlagen, Farfetch, relativ gut. Wobei auch Etsy und Sony, also warum Etsy so stark zugelegt hat, verstehe ich schon, aber der Ausblick ist halt trotzdem traurig. Das wurde meiner Meinung nach nicht genug gew├╝rdigt. Wiederum, es ist gut, dass es da Spreu und Weizen gibt noch. Salesforce wird super abliefern, denke ich. Alles war f├╝r Earnings bisher ganz gut aus. Zoom, da k├Ânnen wir mal reinschauen. Da gab es ja eine M├Âglichkeit, das ein bisschen vorauszusehen. Zoom w├╝rde ich mal, muss man nicht und sollte man noch nicht nachtraden, aber werde ich noch mal checken, ob ich da Short will. Und zwar, wobei die Gefahr ist, Sekunde, muss ich
├╝berlegen. Die Gefahr ist Krieg, alle
gehen wieder auf Zoom. Ne, die Gefahr ist, also ich glaube, Zoom macht gerade was nicht schlau ist, und zwar sie ziehen Cashflow vor. Also, ich predicte mal, Zoom w├╝rde einen sehr guten operativen Cashflow haben, weil was sie gerade machen ist, sie schreiben den Kunden, du kannst 30% sparen, wenn du jetzt verl├Ąngerst schon und bezahlst. So, das ist f├╝r die Billings und f├╝r den Cashflow extrem gut, f├╝r das zuk├╝nftige Revenue ist es aber richtig dumm. Und f├╝r die Revenue Expansion vor allen Dingen, wenn du den Kunden sagst, du hast bisher 120 Euro im Jahr bezahlt, du musst nur noch 90 zahlen. Besser kannst du deine NRA eigentlich nicht kaputt machen, indem du Leuten 30% Rabatt gibst, wenn sie dich fr├╝her bezahlen. Das wird jetzt gut f├╝r ihren Cashflow und vielleicht ist es eine g├╝nstige, ne, ist es keine g├╝nstige, ist eine Art die Unternehmung zu finanzieren, aber das kostet zuk├╝nftig richtig Performance, glaube ich. Ich wei├č nicht, ob sie das bei gro├čen Kunden auch machen, ich habe nur das ganz normale Paket, aber das k├Ânnte, glaube ich, gef├Ąhrlich werden. Und warum ich mich jetzt nicht traue, das zu traden, ist, weil eventuell feiert dann jemand den positiven Cashflow ab und versteht nicht, wie das Revenue in den n├Ąchsten Quartalen negativ belasten wird. Das hei├čt, mittelfristig bin ich skeptisch bei Zoom aufgrund dieser Tatsache und auch generell, weil wir so eine Art Peak da gesehen haben. Ich habe ein bisschen Angst davor, dass Zoom genau das erreicht, was sie wollten, n├Ąmlich, dass die Billings hoch gehen, weil die Billings kann man halt schon, das ist eine Nicht-Gap-Metrik, also das weisen sie zus├Ątzlich aus, die Billings und der Cashflow, das w├Ąre beides stark positiv davon betroffen, aber das Revenue eben sinkt man damit langfristig. Deswegen traue ich mich nicht, ich halte es nicht gut, nicht f├╝r gut, was sie tun, aber ich traue mich nicht dagegen zu wetten, glaube ich, oder eben nur sehr diversifiziert, weil ich mir nicht sicher bin, ob der Markt das richtig aufnimmt und versteht, gerade bei Zoom, weil auch schon viel Retail-Anteil mit drin ist. Genau, SIP w├╝rde ich sagen, nach den Recruit-Zahlen in Indeed und Glassdoor haben ja gut abgeliefert, aber du siehst schon eine Reduzierung des Year-on-Year-Wachstums bei Indeed und Glassdoor, das w├Ąre nat├╝rlich jetzt spannend, wenn ein SIP-Recruiter die noch nicht sp├╝rt, aber die Gefahr schon, dass auch sie, dass dieser maximale R├╝ckenwind vom Jobmarkt schon so ein bisschen weg ist gerade, und deswegen langfristig bleibe ich Bullish f├╝r SIP, gerade auch, weil ich sie f├╝r relativ gut bewertet halte, dass sie aber jetzt nochmal schneller wachsen, ist relativ unwahrscheinlich, schon, deswegen w├╝rde ich da jetzt auch nicht auf eine positive ├ťberraschung setzen. Ich habe SIP nicht gekauft, weil ich hoffe, dass sie dieses Quartal die besten Earnings der Welt rausbringt, sondern weil ich langfristig an den Markt glaube. Ich will SIP in f├╝nf Jahren noch halten und hoffen, dass, oder nicht hoffen, aber die Labor-Shortage wird ein Riesenproblem bleiben und SIP wird davon, also SIP-Recruiter wird davon profitieren. Darauf setze ich, ob sie jetzt diese Earnings besser oder schlechter sind, ist f├╝r mich nicht super relevant. Nat├╝rlich freue ich mich, wenn sie positiv abliefern, aber generell, wenn ich irgendwo investiere, ist es nicht die Hoffnung, dass sie jetzt beim n├Ąchsten Quartal brutal schon ausperformen, sondern dass sie langfristig vielleicht mehr als 30%
Wachstum schaffen. Vielen Dank f├╝r deine Zeit. Ich hatte eigentlich keinen Bock, heute aufzunehmen. Das war die erste Folge, auf die ich keine Lust hatte, aber als ich dich gesehen habe, hast du mich zum Lachen gebracht.
Sch├Ân, dass mein Leid dir gesagt hat, dass dir nicht am schlechtesten geht heute. Am n├Ąchsten Mittwoch kann man uns wieder einen Alter Fr├Âsche mit alten Fr├Âschen h├Âren. Ich hoffe, dass sich die Lage vielleicht schon ein bisschen entspannt hat und wir uns nicht nach Sorgen um das Baltikum machen m├╝ssen, alles Gute und bleib stabil.
Sch├Ânes Wochenende, bis dann.
Ciao, ciao.