Doppelg├Ąnger Folge #124 vom 4. M├Ąrz 2022

­čç║­čçŽ | Magic Number | Earnings von ÔŁä´ŞĆ Snowflake ­čÄł Plug Power ­čž×ÔÇŹÔÖÇ´ŞĆ Wish ­čÜŤ Samsara

Was hat Pip am Mittwoch Abend am Bahnhof gemacht? Kann man sich etwas von Unternehmen mit guter Magic Number abschauen? M├╝sste der Erfolg von Unternehmen anders bewertet werden? Was ist bei Wish passiert? Shortet Pip noch Plug Power? Wie waren die Earnings von Samsara & Snowflake.

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:17:30) Magic number

(00:24:00) Nachhaltigkeit

(00:29:30) Wish

(00:33:10) PlugPower

(00:42:00) Samsara

(00:48:00) Snowflake

Shownotes:

Unterkunft f├╝r Menschen aus der Ukraine https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/

Oeconomia https://www.imdb.com/title/tt11664272/

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast, Folge 124, Anfang M├Ąrz. Mein Learning des Tages, ein Atomkraftwerk, welches hochgehen w├╝rde, w├╝rde wohl nicht so krass explodieren wie eine Atombombe. Mit solchen Sachen wollte ich mich eigentlich in meinem Leben nicht besch├Ąftigen. Pip, wie geht es dir so?
Ich bin auch heute Morgen irgendwie mit der Nacht aufgewacht und habe b├╝rgerlich weiter geschlafen, aber konnte nicht. Und habe dann den Fehler gemacht, aufs Handy zu schauen, um dann zu lesen, dass sich gerade dar├╝ber unterhalten wird, dass ein Kernkraftwerk, was irgendwie zehnmal so gro├č ist wie Tienanbiel, gerade von den Russen beballert wird. Fand ich auch nicht so schlau, aber es scheint ja gut ausgelaufen zu sein vorerst.
Und sonst habe ich geh├Ârt, du warst am Mittwoch am Berliner Hauptbahnhof. War das so?
Das wird eventuell eine etwas l├Ąngere Story, aber ich habe, wie ich glaube, in der letzten Folge erst, wo wir es gesagt haben, wie auch immer, man kann sich ja bei entweder unterkunftukraine.de oder diesem Elinor Network, wir k├Ânnen uns gerne nochmal in die Show Notes packen, bei airbnb.org, bei vielen Sachen sozusagen als Host melden, dass man eventuell Kriegsfr├╝chtlinge aufnehmen w├╝rde. Ich habe das nicht nur auf LinkedIn und Twitter propagiert, sondern nat├╝rlich auch selber gemacht. Und dann kam am Mittwochabend oder Nachmittag quasi eine E-Mail von diesem Netzwerk, dass das im Moment mit der geregelten Vermittlung nicht so gut klappen wird, wie man denkt, sondern dass irgendwie der Berliner Senat kapituliert und sagt, holt euch die Leute jetzt vom Bahnhof ab. Aber wir kriegen das ├╝berhaupt nicht geregelt. Also bin ich dann, ich hatte noch ein Dinner, was ich nicht verschieben konnte, wollte und bin dann danach, also der anscheinend wichtigste Zug kam 22.30 Uhr an, da bin ich dann hingegangen. Viele Bekannte, viele Freunde aus der Startup-Szene getroffen, viele H├Ârer, den Alex vom Zur├╝ck in die Zukunft Podcast, die Anastasia von CMO von Project A waren zum Beispiel da, wie auch immer der Zug hatte, dann deutlich Versp├Ątung. Das hei├čt, wir haben uns noch ein bisschen die Zeit vertrieben. Dann war es tempor├Ąr tats├Ąchlich so, dass es zu viel Angebot gab letztlich f├╝r, also in so einen Zug passen so 700 Leute ungef├Ąhr, viele davon wollen auch direkt weiter und es gab fast zu viele Leute, was nicht auf Dauer so sein wird, um es recht zu sagen. Also man muss sich vorstellen, die Leute, die meisten Leute sind vier, f├╝nf Tage unterwegs. Das hei├čt, die, die jetzt ankommen, sind noch vor den Angriffen auf Zivilisten letztlich gefl├╝chtet. Das hei├čt, es werden noch viel, viel mehr, also bitte jetzt nicht aufh├Âren sozusagen an den Bahnh├Âfen zu warten. Da werden noch 1000 und 10.000 ankommen. Da war es dann aber tempor├Ąr eben so, dass dort genug Leute waren. Deswegen sind wir zusammen weitergefahren zum ZOB, also zum Omnibusbahnhof, wo Flixbus und andere Busunternehmen ankommen. Da war relativ unklar, wann die n├Ąchsten Busse kamen. Ich glaube, es war dann schon um, ich glaube um zwei oder so, als ich los bin. Wie auch immer, ich war dann um halb drei unverrichtete Dinge zu Hause, fast ein bisschen entt├Ąuscht, dass ich da noch nicht helfen konnte. Und hab dann ├╝berbekannte, also einige der Bekannten, also am ZOB habe ich auch noch wieder Leute aus der Startup-Szene getroffen, die geholfen haben. Total cool alles. Und am n├Ąchsten Tag haben dann Menschen, mit denen ich mich unterhalten habe, oder die Zeit verbracht habe, gesagt, dass sie noch Freunde von Freunden haben, die noch was suchen f├╝r eine Familie mit Kindern. Wir hatten urspr├╝nglich geplant, unser ehemaliges, oder bis dahin, Office, also so ein kleines Homeoffice-Hobbyraum, in ein G├Ąstezimmer zu verwandeln, also eine Couch da auszuklappen. Das erschien erstmal zu klein, aber die meinten, das w├Ąre alles egal. Also die w├╝rden gern trotzdem kommen. Und das waren dann letztlich zwei, also wir haben dann kurz ├╝berlegt, weil es gab auch schon eine zweite Familie, die irgendwie zusammen angekommen sind. Und irgendwie haben wir dann, du wei├čt, was ist meine gr├Â├čte Schw├Ąche?
Nein sagen.
Genau, so bin ich n├Ąmlich zu diesem Podcast gekommen. Also wie auch immer, ich habe dann kurz ├╝berlegt, was man noch tun kann. Und am Ende haben wir auf unserer Couch, k├Ânnen auch drei, vier Kinder schlafen. Ich habe da auch schon mit drei Frauen, nein Spa├č, Gerd Schr├Âder hat da schon mit drei Frauen, nein auch nicht. Wie auch immer, auf jeden Fall, wir haben dann noch ein Luftbett gefunden und irgendwo auch den Platz daf├╝r gefunden, noch ein paar Decken organisiert. Und ich glaube, das ist, also das Ende der Geschichte sind ja zwei Familien und f├╝nf Kinder und vier Erwachsene, gerade in meiner Wohnung, wo sonst zwei Menschen leben. Ich glaube, was ich ├╝berhaupt nicht verstanden habe und ich glaube, was viele nicht verstehen, ist, dass wenn man aus dem Krieg fl├╝chtet, der Anspruch ├╝berhaupt nicht ist, eine volle Seite eines Betts zu haben oder so, sondern dass jede Yogamatte, jeder Schlafsack, jede Isomatte, jedes Luftbett, ein gerader, trockener Boden wahrscheinlich. Was gut ist, es gibt einen anderen H├Ârer von uns, darf man den sagen? Achso, der hat das Pseudonym, Geldhochzwei hei├čt der Twitter-Handel. Der, glaube ich, mit Wohnmobilen und Einliegerwohnung oder G├Ąstezimmer, 27 Leute inzwischen aufgenommen hat, hohen Respekt davor. Ich kann nur irgendwie aus tiefstem Herzen alle aufrufen, das was sie machen k├Ânnen, das was sie k├Ânnen zu tun. Nicht zu untersch├Ątzen, nicht zu ├╝bersch├Ątzen von was die Anspr├╝che sind, so Tee, paar Kartoffeln, ein warmer Platz, mal duschen, waschen, trockene Sachen. Ich glaube, das ist, worum es Menschen geht, die seit vier, f├╝nf Tagen unterwegs sind. Die Kinder, die gestern angekommen sind, die haben 14 Stunden am St├╝ck geschlafen.
Ich glaube, das passiert nicht so oft.
Genau, Eltern verstehen das vielleicht, was das hei├čt. Ich glaube, das ist eine gute Gelegenheit, um seinen Kindern mal beizubringen, vorzuleben, was irgendwie gutes Menschsein ist. Man muss ja nicht nur programmieren und BWL lernen in der dritten Klasse, man kann auch einfach lernen, dass man Menschen in Not hilft, egal wo die herkommen. Dass die auch Kinder haben, dass das Spiel sagt, was die Langweit f├╝r andere die Welt bedeutet. Und was wollte ich noch sagen? Das ist schon das Wichtigste. Man kann sich ├╝berall anmelden, viel Hilfe spenden oder auch irgendwie mit Logistik helfen. Man kann Sachen spenden, Lebensmittel spenden, Geld spenden.
Das hilft alles. Genau, das haben wir gestern gemacht. Also beziehungsweise ein anderer Teil meines Haushalts hat das gestern gemacht. Die Sachen in Hamburg hingefahren aus dem Haus, aus unserem Haus sozusagen gesammelt von den ganzen Familien, die da wohnen. Und die Sachen werden dann jeden Abend Richtung Ukraine gefahren. Da sollte man auch nicht alles hingeben. Die verschiedenen Veranstalter oder Organisatoren wissen eigentlich recht genau Bescheid, was da aktuell gebraucht wird. Ich glaube wir k├Ânnen nur aufrufen, dass jeder sich informiert und schaut, wie und was er helfen kann. 1-2 Links wird es in den Show Notes geben.
Genau, es haben ein paar Twitter-User auch gefragt nach Tipps. Also A, diese Menschen sollten auf keinen Fall Asyl beantragen, weil sie dann einen Aufenthaltszwang haben und sie d├╝rfen sich dann nicht mehr frei bewegen, d├╝rfen nicht arbeiten und so weiter. Im Moment haben sie einen Sonderstatus, dass sie sich 90 Tage nicht anmelden m├╝ssen, sondern nach meinem Verst├Ąndnis frei bewegen d├╝rfen. Sie sind sozial versichert, krankenversichert durch die EU. Das haben alle Innenminister kurzfristig beschlossen. Das hei├čt es ist schlauer diese 90 Tage abzuwarten. Die werden wahrscheinlich danach nochmal verl├Ąngert werden k├Ânnen. Also sie nicht sofort zu irgendeiner Landesbeh├Ârde schicken, sondern sie ├╝berlegen, was auch noch super wichtig ist. Also zum Beispiel in dieser Szene am Bahnhof, die allermeisten Leute, die nach Deutschland kommen, beziehungsweise die, die nicht nach Deutschland kommen, die allermeisten Ukrainer bleiben direkt hinter der polnischen Grenze und wollen so schnell wie m├Âglich zur├╝ck in die Ukraine. Das hei├čt die bewegen sich ├╝berhaupt nicht weit weg, sondern bleiben kurz hinter der Grenze in Bulgarien, Rum├Ąnien, Moldau oder in Polen. Die relativ wenigen, die ├╝berhaupt nach Deutschland kommen bis jetzt, das werden mehr, kommen hier oft her, weil sie Freunde oder Bekannte haben. Das hei├čt die wollen manchmal nur eine Nacht trocken schlafen. Die meisten Hauptbahnh├Âfe in Deutschland sind nicht der Flughafen von Dubai. Das hei├čt da kann man nicht gut ├╝bernachten und selbst irgendwie eine Nacht ein Bett zur Verf├╝gung stellen kann sehr helfen. Das hei├čt was ich sagen wollte, die meisten Leute wollen direkt weiterreisen. Die planen nicht zwangsl├Ąufig selbsthaft zu werden. Manche tun das sicher, aber die allermeisten wollen entweder weiter oder bleiben so nah wie m├Âglich an der Ukraine dran, nach meinem Verst├Ąndnis. Ansonsten, wie gesagt, die Leute sind versichert. Dazu gibt es auch ein Merkblatt inzwischen online. Das k├Ânnte alles noch besser sein. Vielleicht machen wir noch so eine Art Linksammlung oder einen Channel in der Community, wo man sowas sammeln kann. Ukrainer essen letztlich sehr ├Ąhnlich wie wir. Ein bisschen kartoffellastiger, ein bisschen weniger Pasta und Reis. Kauft ein paar Eier, Mehl, Sahne, Butter, Milch, Cerealien f├╝r Kinder, Haferflocken. Das was wir auch erwarten w├╝rden oder was absolute Grundnahrungsmittel sind f├╝r uns ein paar saure Gurken. Das ist glaube ich schon das Wichtigste. Vielleicht ein bisschen Spielzeug. Ich kann nur sagen, die meisten Leute kommen mit sehr, sehr wenig Sachen an. Tats├Ąchlich.
Neben den Bomben und Raketen, die wir heute Morgen gesehen haben und ├╝ber die wir gelesen haben, hat man auch gesehen, dass Big Tech auf einmal in Russland ausgeschaltet worden ist. Oder habe ich die News falsch gelesen? Aber es scheint so, als ob sowohl CNN als auch irgendwie der App Store, Google und so weiter, es jetzt nicht mehr in Russland ohne VPN zu erreichen.
Genau. Ich wei├č nicht, ob es f├╝r Google gilt und f├╝r YouTube. F├╝r Facebook gilt es, f├╝r Twitter, f├╝r viele Netzwerke, was wir News Outlets bezeichnen w├╝rden. Noch spannender ist, was davor passiert ist. Und zwar, ich glaube, ein Tag vorher. Wir haben ja letztens erz├Ąhlt, dass Nutzer kreativ werden ├╝ber Booking.com, ├╝ber Google Maps, ├╝ber TripAdvisor, Reviews hinterlassen, um das russische Volk zu erreichen. Um die Distributionswege zu nutzen, die Google und Facebook nicht nutzen wollen. Um das Richtige zu tun. Und was hat Google? Ich glaube, ich habe es angedeutet, was ich glaube, was passieren wird innerhalb. Also ich habe insofern falsch gelegen, dass ich gesagt habe, in den n├Ąchsten 48 Stunden wird Google diese Reviews eh l├Âschen. Ich lag insofern falsch, dass es keine 6 Stunden gedauert hat nach der Ausstrahlung des Podcasts, bis das passiert ist und so weiter. Google dann bekannt gegeben in einem ersten Artikel, der glaube ich irgendwie in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch gekommen sein muss, haben sie gesagt, dass sie besonders stark darauf achten, dass ihre Community Guidelines eingehalten werden, auch dort. Und deswegen anfangen die Reviews zu l├Âschen anscheinend. Das haben sie noch nicht so geschrieben, aber sie achten sehr stark auf die Einhaltung der Community Guidelines. Am n├Ąchsten Tag haben sie dann gesagt, dass sie seit ab dem 24. Februar, also dem Kriegsabfang, jegliches Feature, jegliche User Submission l├Âschen. Unter dem, ich nenne es, also die Google Spokesperson sagt, man h├Ârt vielleicht, ich halte es f├╝r einen Vorwand, aber sagt, es liegt daran, dass angeblich Nutzer das benutzt haben, um russische Airstrike Targets zu flaggen. Also um Markierungen zu setzen, wo Luftangriffe passieren sollten. Was w├╝rde man tun, um es abzuk├╝rzen, Google hat daraufhin nicht etwa eine Ukraine, sondern eine Ukraine, Belarus und Russland. Das Hacken oder die Angriffe der Nutzer auf die Reviews passiert nat├╝rlich in Russland und Russland hat glaube ich gerade keine Gefahr von Luftangriffen. Und was Google aber gemacht hat, ist in den drei involvierten L├Ąndern, inklusive den zwei Aggressoren, denen ├╝berhaupt keine Bedrohung droht gerade, s├Ąmtliche Reviews zu l├Âschen. Also unter dem Vorwand, das ukrainische Volk zu sch├╝tzen, hat man die kritischen Reviews, die die Wahrheit ausdr├╝cken, in Russland entfernt. Ab dem 24. Februar, also ab Kriegsbeginn, um wahrscheinlich Putin irgendwie milde zu stimmen oder was wei├č ich, um noch ein paar Tage l├Ąnger zu leben. Obwohl, wie ich auch damals gesagt habe, vollkommen klar ist, dass diese Plattformen irgendwann ausgeschaltet werden. Stattdessen hat Google jetzt versucht, sich selber zu zensieren, da noch ein bisschen l├Ąnger das Gesch├Ąft in Russland am Laufen zu halten. Und wenige Stunden sp├Ąter wurden dann die Plattformen eher abgeschaltet. Seit jetzt ist es zu sp├Ąt. Die App-Stores k├Ânnen nicht mehr benutzt werden. Facebook ist offline, Twitter ist offline und quasi nicht erreichbar ohne VPN. Vielleicht geht es f├╝r technisch versierte Nutzer noch ├╝ber VPN. Und das Fenster, in dem man h├Ątte das Richtige tun k├Ânnen, ist damit schon l├Ąngst geschlossen. Vielleicht k├Ânnte man weiterhin Android nutzen. Ich w├╝rde es sehr empfehlen. Ansonsten werden die Kan├Ąle ├╝berhaupt das russische Volk erreichen f├╝r irgendwelche westlichen Medien. Gerade immer enger. Und Roskomnazor, der Regulator oder Zensor in Russland, wird nach und nach nat├╝rlich s├Ąmtliche westliche Medien abschotten, bis du halt nur noch Putins Bullshit-Welt im Fernsehen oder Internet sehen kannst. Ich habe irgendwo aufgeschnappt, dass Modern Talking seine russischen Fans angeschrieben hat. Falls das stimmt, f├Ąnde ich das richtig. Falls das stimmt, f├Ąnde ich es noch richtiger, wenn Rammstein, Scooter und Tokio Shell das gleiche tun. Wenn die unheimlich gro├če russische Fanbases haben, falls die so eine Art Newsletter oder irgendeinen Kanal haben, um die zu erreichen, w├╝rde ich gro├čen Druck aus├╝ben. Die, die das k├Ânnen, das tun. Mit dem Preis, dass sie viele Fans verlieren werden. Aber vielleicht ist es wichtiger, solche Fans zu haben. Die Auftaktkonzerte in Moskau werden wahrscheinlich nicht mehr stattfinden, so wie ich das sehe. Und wenn das schwer wird, dann muss man das Geld in Goldband und Koffer raustragen, wahrscheinlich aus dem Stadion. Von daher w├Ąre es vielleicht schlau, im Moment zu sein, E-Mail noch einer der wenigen Kan├Ąle, der ├╝berhaupt funktionieren kann, wenn du das russische Volk erreichen m├Âchtest.
Auf dem deutschen YouTube trendet gerade ein Song von Capital Bra und Contra K, der hei├čt Stop Wars. Und die haben eine Webseite auch dazu, in dem sie dann auf Spenden aufrufen. Stop-Wars.com. Da scheinen sich ein bisschen was zu ├╝berlegen. Aber nat├╝rlich, eine E-Mail-Liste von Fans, die darauf warten, ihre Superhelden, Superk├╝nstler live zu sehen, k├Ânnte schon einiges bewegen.
Und dann vielleicht noch ein letzter Hinweis, bevor ich mit meiner Gutmensch-Moralisten-Schei├če aufh├Âre. Die Ukraine und Russland sind zwei der gr├Â├čten Weizenproduzenten in Europa. Oder die sind die gr├Â├čten Weizenproduzenten in Europa und welche der gr├Â├čten weltweit. Es ist vollkommen klar, dass die Weizen- und Lebensmittelpreise steigen. Und wer zuletzt auf Commodity-ETFs, also Rohstoffe und Future-Kontrakte auf Rohstoffe gesetzt hat, hat damit gute Renditen gemacht. Diese jetzt zu kaufen, treibt den Preis von Weizen, Reis, Soja, Mais und so weiter, Absolut-Grundnahrungsmitteln, weiter. Man kann relativ klar sagen, dass mit jeder Prozentpreissteigerung bei den Rohstoffen, wie viele Millionen Menschen mehr verhungern in der dritten Welt. Deswegen w├╝rde ich, leider wird es nicht verboten. Prinzipiell ist es auch ein gutes Mittel f├╝r einige Produzenten, sich gegen steigende Preise abzusichern. Daf├╝r sind diese Future-Kontrakte eigentlich da. Aber ich hielt es f├╝r ein aus gut schlafen k├Ânnen, sich f├╝r ein extrem schlechtes Investment in Commodity-ETFs investiert zu sein. Oder auf die Lebensmittelpreise zu spekulieren, wenn man das als Anleger aus Profitmotiven macht. Das ist nicht wert. Es gibt genug andere M├Âglichkeiten Geld zu verdienen. Vielleicht muss man das nicht machen. Das treibt die Preise hoch, f├╝r die das UNHCR Reis f├╝r die dritte Welt einkaufen muss. Unter anderem Weizen oder Mais oder Soja, was auch immer. Vielleicht muss das nicht sein. Vielleicht kann man auf die 5 Euro verzichten.
Dann lasst uns mal in den Part gehen, ├╝ber den wir eigentlich im Podcast immer reden wollten. Ein paar Zahlen, ein paar Fragen, ein paar Earnings. Eine Frage geht ├╝ber die Magic Number. Es wurde gefragt, ob Unternehmen, die eine hohe Magic Number haben, offenbar ihr Werbegesch├Ąft im Griff haben. Und ob es nicht sinnvoll w├Ąre, sich das abzuschauen. Die machen ja quasi alles in der Kundenakquise richtig. Und ob man da nicht einfach Cut & Paste machen k├Ânnte. ├ähnlich wie man fr├╝her die SEO-Strategie von Zalando kopiert hat.
Cut & Paste. Du willst ihn erst einmal wegnehmen und nicht nur kopieren. Hast du eine Meinung dazu?
Bei mir ist die Magic Number eher so Product-Market-Fit. Das hei├čt, ich h├Ątte jetzt gedacht, das Produkt muss halt auch richtig stimmen. Sonst gibt man da irgendwie Marketing-Geld aus und merkt, die kommentieren nicht richtig. Was ist deine Meinung?
Wir k├Ânnen nochmal kurz erkl├Ąren, was die Magic Number ist. In der Magic Number kann man die Marketing-Effizienz messen. Und die wiederum h├Ąngt, wie du richtig sagst, vom Product-Market-Fit ab. Also wie gut der typische Kunde oder die Kundin das Produkt annimmt und was die Zahlungsbereitschaft daf├╝r ist. Was man dazu macht, ist, dass man den Umsatzanstieg der letzten Periode berechnet. Bei b├Ârsennotierten Unternehmen ist das in der Regel ein Quartal. Sagen wir mal, ein Unternehmen hat seinen Umsatz von 100 auf 120 oder 150.000, der einfach teilweise gesteigert von Quartal auf Quartal. Also man hat 50.000 Revenuen zugewonnen. Die kommen jetzt nat├╝rlich jedes Quartal rein. Deswegen annualisiert man das, um das ARR zu bekommen. Also man rechnet die 50.000 mal 4, ist damit bei 200.000 neuem ARR. Und das rechnet man dann durch die Marketing-Kosten dieser Periode aber nur. Und sagen wir jetzt mal, die haben dann 250.000 f├╝r Marketing ausgegeben. Dann k├Ąme man auf eine Magic-Number von 0,8. Also die 50 mal 4, das ist dann 50, das neue Revenue pro Quartal. Um das ARR auszurechnen, das annualisierte neue Revenue, macht man es mal 4, ist bei 200. Das rechnet man durch 250 und hat dann die 0,8. Das hei├čt, dass man bei 0,8 ein Jahr und drei Monate, wenn ich mich nicht irre, braucht, bis sich ein Kunde amortisiert. Und das ist akzeptabel. Richtig toll ist, wenn es unter ein Jahr dauert, vielleicht nur neun Monate oder so, dann w├Ąre die Magic-Number, wenn ich mich nicht irre, ├╝ber 1. Alles zwischen 0,7 und 1 ist schon eigentlich sehr gut. Oder das ist eigentlich, wenn nicht, muss man auch ├╝berlegen, ist man zu billig oder warum. Also man will auch gar nicht, dass die deutlich ├╝ber einen steigt, ehrlich gesagt. Das hei├čt in der Regel, dass man dann unterinvestiert. Also sagen wir, du akquirierst neues ARR f├╝r weniger als 50 Cent auf den Dollar, dann hei├čt es eigentlich, du musst das weiter aufdrehen. Also du willst ja gar nicht, dass es so schnell ist, sondern das ARR ist so wertvoll, dass du eigentlich dann deutlich mehr investieren w├╝rdest. Und wenn die Magic-Number zu hoch geht, dann muss man sich, das kann sogar negativ sein, n├Ąmlich das hei├čt eigentlich, dass es keine, oder kann hei├čen, dass es keine Kan├Ąle gibt, die noch skalierbar sind, wo man mehr Geld sinnvoll ausgeben k├Ânnte, um das weiterzutreiben. Also das kann da hei├čen, der TAM ist schon erreicht oder man ist nah am TAM-Dach, also am Total Addressable Market. Oder es gibt noch keine guten Marketingkan├Ąle, etc. Prinzipiell ist es vollkommen richtig, dass Firmen, die eine Magic-Number ├╝ber 0,7 haben, unter 0,5 ist es zum Beispiel dann sehr schlecht. Also dann muss man sich fragen, also wenn man zwei Jahre Marketing ausgeben muss, oder die Marketingkosten von zwei Jahren Revenue, macht das Sinn? Also wenn man zwei Jahre des Revenues als Marketing ausgeben muss, um neue Kunden zu akquirieren, dann wird es eigentlich relativ schwer, skalierbar zu werden. Das w├╝rde dann ja einer Magic-Number von 0,5 oder weniger entsprechen. Und irgendwo dazwischen kann man bestimmt sich abschauen, wie machen die das? Das h├Ąngt aber selten rein am Marketing. Das kann in der Sales-Effizienz sein, also im internen Vertrieb, im Inbound-Sales. Das kann am Produkt liegen, wie du richtig sagst. Das kann an so einem Premium-Modell wie bei Cloudflare liegen, dass du einfach ein sehr g├╝nstiges Produkt hast, was alle gerne umsonst benutzen, und dass man daraus dann gut hochverkauft. Das w├Ąre aber zum Beispiel etwas, was man sich abschauen kann. Das kann daran liegen, dass man ein volumenbasiertes Modell wie Snowflake, ├╝ber die wir bestimmt heute noch kurz reden, hat, also dass das Revenue automatisch mit Aktivit├Ąt steigt. Und ist das eben gar kein Marketing-Trick und auch kein Sales-Trick, sondern ist es eigentlich ein Pricing- oder Gesch├Ąftsmodell-Trick? Also ich bin total dabei, dass man sich die, wo das gut funktioniert, genau anschauen soll. Aber die Hebel werden ganz selten tats├Ąchlich im Marketing liegen, glaube ich. Man m├╝sste eher mal so eine Matrix bauen, was eigentlich die verschiedenen Ans├Ątze sind, vom Gesch├Ąftsmodell, vom Pricing, vom Marketing, vom Sales. Was lernen kann man da sicherlich, aber es ist nicht so monokausal, dass man sagen kann, ich gucke mir jetzt an, wie machen die Online-Werbung oder so, wenn die eine hohe Magic-Number haben. Das ist zu einfach, das ist deutlich mehr dimensionaler, woraus die gute Magic-Number entstehen kann, w├╝rde ich sagen.
Und Unternehmen mit einer Top-Magic-Number sind?
Bis jetzt kann man in unserer Tabelle sehen. Meistens wird die berechnet, wie gesagt, wenn sie ├╝ber 0,9 ist, ist das schon sehr gut. Wir hatten neulich, ich wei├č nicht mehr, welches war, wir hatten neulich mal eins, das war deutlich ├╝ber 1. Da hatte ich aber auch erw├Ąhnt, dass das auch hei├čen kann, man findet gar nicht mehr Kunden. Das war eins, was wir zuletzt hinzugef├╝gt haben. Sekunde, ich gucke mal, ob ich es durch Zufall, was hatten wir denn zuletzt?
Kann es sein, dass es Fastly war?
Nee, Fastly l├Ąuft ja nicht. Sekunde, was? Setscaler, da habe ich sie nicht berechnet.
Also wer schauen m├Âchte, Pip schaut gerade auf unserem Sheet, das findet ihr unter doppelg├Ąnger.io.
Ah, Datadog zum Beispiel. Datadog hat eine extrem, also das war ein Server-Observability-Monitoring-Plattform f├╝r Apps in der Cloud. Die haben eine Magic Number, die konsequent die letzten vier Quartale 1,3, 1,9, 1,9, 2,5 war. Also brutal hoch schon. Und da muss man sich zum Beispiel, das kann man feiern, also das ist eine extrem hohe Marketing-Effizienz im Sinne von wie viel Umsatz man pro ausgegebenen Marketing-Dollar rausholt. Das kann aber eben auch hei├čen, dass man keinen effizienten Weg gefunden hat, mehr Sysadmins oder DevOps-Leute zu finden, die eben genau f├╝r diese Dienstleistungen interessant sein k├Ânnten.
Dann haben wir eine weitere Frage von Keith und zwar hat der gefragt, ob in einer Welt endlichem Wachstum und einem sterbenden Planeten wir nicht langsam anfangen sollten, den Erfolg von Unternehmen anders zu bewerten. Also ansonsten finanzieren wir doch einfach nur weiter unseren eigenen Untergang, sagt er und unsere aktuelle Form des Kapitalismus ist doch so einfach nicht mehr tragbar. Harte Frage, da k├Ânnen wir wahrscheinlich eine halbe Stunde dr├╝ber reden. In kurz h├Ątte ich jetzt gedacht, leider ist es nicht so einfach und wir als Menschen lernen eigentlich immer erst, wenn es zu sp├Ąt ist, aus aktueller Lage, dass wir vielleicht ein bisschen zu abh├Ąngig sind von Russland und dann werden wir erst kreativ. Wie siehst du es, w├╝rdest du Unternehmen anders bewerten?
Also man k├Ânnte sich auch dazu nochmal, also wer es jetzt noch nicht getan hat, diese ├ľkonomia-Doku anschauen, da geht es ja teilweise auch um, was ich Postwachstumsekonomie genannt habe, das ist damit direkt verkn├╝pft. Man kann sich zu dem Thema Kohlenstoff-Bubble belesen, da ist die Grundaussage, wenn ich mich nicht irre, dass gerade Energiekonzerne oder Ressourcenkonzerne mit Vorkommen bewertet sind, die sie eventuell, wenn wir irgendwie CO2-Ziele einhalten wollen, niemals mehr werden f├Ârdern d├╝rfen und ob man dann sozusagen dann auch einen Discount Cashflow machen sollte und da irgendwie 20 Jahre in die Zukunft den Gewinn ausrechnen, ist die Frage. Und das dar├╝ber liegende Problem ist wahrscheinlich schon, dass das, was wir Wirtschaftswachstum nennen in den letzten Jahren, gro├čenteils darauf beruht, dass wir gelernt haben, irgendwas aus der Erde rauszusaugen, n├Ąmlich ├╝berwiegend ├ľl und Kohle, das dann zu verbrennen, damit eigentlich alle Bereiche unserer Industrie insofern effizienter zu machen, dass wir nicht mehr ├Âkonomisch handeln, weil wir den Input-Faktor mit Null bewerten oder nur mit den Kosten der F├Ârderung und dann gesagt haben, das ist jetzt Wachstum. Obwohl, das Grundprinzip ├Âkonomischen Handelns ist ja, dass du sozusagen das Verh├Ąltnis von Input zu Output optimierst. Und der grunds├Ątzliche Fehler, den wir genau genommen seit 200 Jahren, aber insbesondere auch in den letzten 50 Jahren gemacht haben, ist einerseits, dass wir so tun, als wenn der Rohstoff unendlich vorhanden ist, also ├ľl und Kohle und so weiter, also fossile Rohstoffe insgesamt oder fossile Fuels und andererseits eben, dass wir die Exterit├Ąten, also dass es einen negativen Output gibt, den wir einfach vergessen. Also beim Input vergessen wir was und beim Output, der sozusagen ged├Ąmpft wird eigentlich durch den CO2-Effekt, das rechnen wir auch nicht ein. Das hei├čt, alles, was wir in der Vergangenheit als Wirtschaftswachstum tituliert haben, ist kompletter Bullshit und hat mit ├Âkonomischen Handeln ├╝berhaupt nichts zu tun. Es gab eine Partei, die das seit 40 Jahren sagt, dann es gibt der gesamte Rest, der, da muss man auch dazu sagen, ein wichtiger Punkt und deswegen kann man das vom Thema Ungleichheit nicht trennen, ist, dass die negativen Effekte, insbesondere Klimawandel, ja sehr stark sozialisiert werden, also nicht nur innerhalb unserer Gesellschaft, sondern auf der ganzen Welt, n├Ąmlich dass andere L├Ąnder das zuerst tragen, die davon am allerwenigsten profitiert haben in der Regel. Und aber auch sozusagen in unserer Gesellschaft sind es nat├╝rlich, die Profite daraus haben nat├╝rlich sehr wenige mitgenommen. Sehr gutes Beispiel davon Russland, wo quasi 10, 20, 30 Leute das Geld aus der Erde gesaugt haben, w├Ąhrend das Volk irgendwie mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 10.000 Euro lebt. Oder der Median ist, also dadurch, dass das Ungleichheit verteilt hat, ist der Median wahrscheinlich eher bei 6, 7.000 Dollar im Jahr. Das Krasseste ist ja, dass immer insbesondere diesen Parteien, die uns jahrelang vorgespielt haben, das ist schon alles okay so, dass denen immer das Wirtschaftsverst├Ąndnis unterstellt wird. Die, die das System haben am Laufen lassen, die sich von Lobbyisten haben bequatschen lassen, weil es dem Volk sch├Ân erz├Ąhlt, es geht alles gut so, es sind genug Rohstoffe da, das l├Âsen wir alles mit Technologie irgendwann. Das sind die Personen, die Parteien, denen wir sagen, die haben besonders viel Ahnung von Wirtschaft, obwohl das mit wirtschaftlichem Handeln, das Verh├Ąltnis von Input und Output, nichts zu tun hat. Das ist einfach komplette Milchm├Ądchenrechnung gewesen, zu sagen, der Input kommt aus der Erde umsonst und den negativen Output gibt es nicht. Naja, das w├Ąre ein Thema f├╝r einen Podcast oder einen ganz eigenen Podcast. Dass wir da umdenken, das war der Kern der Frage, wenn ich es verstehe, das war vor 50 Jahren unheimlich wichtig, dass wir da umgedacht h├Ątten. Jetzt wird es deutlich schwerer. Wer jetzt noch den Schuss nicht geh├Ârt hat, dem ist es glaube ich nicht zu helfen. Der braucht vielleicht noch ein paar Fluten oder muss nasse F├╝├če selber bekommen. Ansonsten, ich habe das Gef├╝hl, dass wir da auf einem immer besseren Weg sind, aber wir tun halt lange noch nicht genug daf├╝r. Aber einer der wenigen positiven Effekte dieses Krieges ist ja, dass wir jetzt, wie hei├čt es, Freiheitsenergien schaffen und da diesen Wandel vielleicht beschleunigen und verstehen, dass es neben den wahrscheinlich noch viel h├Âheren ├Âkologischen und ├Âkonomischen Kosten eben auch extrem harte sicherheitspolitische Aspekte und Kosten hat. Das ist vielleicht das einzig Gute, was man im Ganzen abgewinnen kann. Dass wir verstehen, dass wir auch gar nicht mehr von ├ľl- und fossilen Energien abh├Ąngig sein wollen, obwohl sie scheinbar so sch├Ân g├╝nstig sind.
Ja, ich glaube, da wird sich noch einiges ver├Ąndern m├╝ssen.
Und apropos Nachhaltigkeit, wo wir gerade dabei sind. Es kamen unheimlich schlechte Zahlen von Wish raus diese Woche. Wish ist, ich nenne es immer ganz gerne, Pipeline f├╝r Plastik aus China oder Polyesterklamotten. Und zwar hat Wish es geschafft, sozusagen, weil ich heute nicht unheimlich viel Zeit f├╝r Vorbereitung hatte, nehme ich mir einfach mal das Recht von excitingcommerce.de bei Jochen Grisch so ein bisschen zu stehlen, der das schon sehr ├╝bersichtlich aufbereitet hat. Ich habe jetzt nicht irgendwie die ganze Earnings-Pr├Ąsentation durchgeschaut. Was er sehr gut herausarbeitet, ist letztlich, dass 64 Prozent des Umsatzes wegbrechen, quasi implodiert Wish gerade. Die monthly active users gehen runter von 104 auf 44 Millionen, also sie verlieren 60 Prozent ihrer Nutzer. Das Revenue, wie gesagt, um 64 runter. Gross profit zwischendrittel und viertel sich. Gross margin geht von 57 auf 42 runter, was f├╝r Fast Fashion dann eben schon sehr schlecht ist. Das Adjusted EBITDA schr├Ąnkt sich sogar ein bisschen ein, lustigerweise, weil sie weniger Gesch├Ąft machen. Vorher haben sie mehr durchgeblasen. Ich dachte, niemand h├Ątte in Wish investiert sein sollen. Jetzt wird es aber klarer, dass es auch wirtschaftlich
kompletter Unsinn ist. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philipp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen den Risiko des Pil... Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen. Was da eher spannend
ist, ist eben, ob irgendwann Shein die Kurve kriegen w├╝rde und ob die es eben besser machen k├Ânnen oder ob da irgendwann auch die Einsicht kommt. Die sind was Marketing und Engagement angeht eben gerade deutlich besser unterwegs. Vom Produktsortiment sind sie glaube ich... Also nichts ist so schrottig wie Wish. Wer das nicht kennt, billigste China-Kleidung, Counterfeit, also Produktpiraterie, falsche Rolex, falsche IWC, falsche Montblanc, F├Âlan.
Vor allem halt, ich glaube der Unterschied zu dem anderen Player ist, dass Wish halt ein Marktplatz ist. Da kaufst du halt das Ding direkt vom Produzenten und es wird ├╝berhaupt nichts ├╝berpr├╝ft. Die anderen sind ja eine Marke eigentlich. Das ist ja eher so ein bisschen H&M aus China direkt. Genau und viel mehr auf Kleidung. Genau, was schon vielleicht
eher funktionieren k├Ânnte. Ist von der User-Erfahrung weniger entt├Ąuschend auf jeden Fall als Wish. Da bin ich bei dir. Und ich glaube bei Wish war ja vollkommen klar, dass eben dieser eBay-Effekt irgendwann kommt. Also dass du die Nutzer wortw├Ârtlich verbrennst, also dass die sich die Finger verbrennen. Und ich habe da nie bestellt logischerweise, aber ich kann mir sehr genau vor, es muss wieder in den ersten Tagen von eBay gewesen sein, wo du dir irgendwie dann deinen Ralph Lauren Polo gekauft hast, damit du als BWLer sch├Ân mit hochgeklappten Kragen rumlaufen kannst. Und dann hast du gelesen, dass da Made in Taiwan oder Hongkong drin steht und der Polospieler falsch rum war. Oder so ungef├Ąhr. Der Kragen stand nicht die ganze Zeit. Der Kragen stand nicht richtig steif, genau. Der Toolengrund Kragen nicht steif genug. Na gut, St├Âcken, was wolltest du sagen?
Ich schau mir gerade die Aktie an. Alter Falter, die sind ja ungef├Ąhr ein Jahr jetzt an der B├Ârse. Minus 90 Prozent. Das ist weit vorne. Da schaut Schabbat ganz neidisch. Also Minus 90 Prozent, das ist ja schlechter als ein Speck. Das ist Wahnsinn. Ich habe kurz aus dem Augenwinkel gesehen, dass du irgendwas ├╝ber Plug Power getwittert hast. Ich gehe davon aus, dass du immer noch Plug Power shortest und dass es sich nicht so ganz f├╝r dich lohnt.
Ich shorte sie gerade nicht. Ich habe mal gesagt, es ist ein Dauershort. Ich w├╝rde es auch weiter als Absicherung gegen zu viel Euphorie nehmen. Die Gefahr ist nat├╝rlich, dass jetzt gerade mit den neuen Freiheitsenergien, ich kann jetzt mal schauen, wie dieser Clean Energy ETF gelaufen ist. Also Plug Power ist irgendwie die letzten paar Tage 38 Prozent hochgegangen. Das entzieht sich vollkommen meiner, genau, allein der Global Clean Energy Use Hits von iShares hat sich jetzt um 10 Prozent nach oben bewegt, zwischenzeitlich. Plug Power schaue ich nochmal. Die sind Year-to-Date 17 Prozent unter Wasser, aber die letzten f├╝nf Tage 8 Prozent im Plus, letzten Monat 12 und auf irgendeinem Zeitraum war es 38. Also Tiefstpunkt war mal bei 17, 16 Euro. Jetzt waren sie zwischenzeitlich auf 23 hoch. Das kommt aber nicht hin, da habe ich eine komische Zahl gesehen. Wie auch immer, jetzt geht es wieder ein bisschen runter. Wir k├Ânnen einmal kurz durch die Zahl gehen, aber das hat ungef├Ąhr so viel mit der ├ľkonomie zu tun, wie unsere, sagen wir mal, das gesamtwirtschaftliche Ph├Ąnomen, was wir gerade beschrieben haben. Also das Gute ist, das Net Revenue von Plug Power ist um, achso, das k├Ânnen wir nicht sagen, wie es gestiegen ist, weil Plug Power hat einen besonderen Zaubertrick vollbracht letztes Jahr, n├Ąmlich sie hat ein negatives Net Revenue. Also, dass sie negative Gross Margin haben, das ist f├╝r Plug Power wiederum schon wieder fast normal. Also, dass sie der Rohertrag, also der Umsatz, nur minus die produktspezifischen Kosten, der ist bei Plug Power sogar im absoluten Default Zustand schon negativ. Da sind sie bestimmt eine der ganz wenigen Companies in der Welt, die das schaffen. Aber im Q4 2020 hatten sie ein besonderes Kunstst├╝ck geschafft und sogar einen negativen Umsatz verbucht. Das lag, wenn ich mich nicht irre, irgendwie an diesen Warrants, die sie verschenkt haben an Amazon und Walmart, daf├╝r, dass die die Gabelstapler abnehmen. Wie auch immer, deswegen haben wir keinen guten Vergleichswert. Man kann aber sagen, zum Vorquartal ist der Umsatz von 144 auf 162 gestiegen. So, das ist schon mal Umsatzwachstum, das ist gut. Dann kommt da aber, achso, Plug Power baut letztlich Gabelstapler um, die auf Wasserstoffbasis, also da kommen Brennstoffzellen rein, sie bauen auch die Anlagen um den, also die Elektrolyseure, die den Wasserstoff sozusagen bauen, um den zu verbrennen, und dann kannst du halt mit so einem Wasserstoffgabelstapler durchs Warenhaus pesen und es kommt hinten nur Wasserdampf raus, sozusagen. Also kein CO2, kein Nitrat, keine schlechten D├Ąmpfe. Genau, und dabei haben sie ja verschiedene Probleme, n├Ąmlich nicht nur, dass sie diese Gabelstapler nicht verkaufen und die Anlagen relativ schlecht, sondern vor allen Dingen, dass sie es nicht schaffen, irgendwie einen Gewinn dabei zu machen, Wasserstoff zu produzieren. Sie haben Ums├Ątze aus dem Verkauf von Fuels, die Linie im Income Statement hei├čt Fuel Delivered, und sogenannte Power Purchase Agreements, also es leuten ihnen Energie abkaufen, und diese beiden Gesch├Ąftseinheiten, wenn man dann in die Cost of Revenue schaut, haben eine negative Gross Margin von Fuel Delivered, das ├ťberschlagen jetzt ungef├Ąhr minus 66 Prozent, w├╝rde ich sch├Ątzen, ja, minus 60 Prozent, und Power Purchase Agreements auch minus zwei Drittel. Also sie verlieren bei jedem Molek├╝l Wasserstoff, das sie ausliefern, zwei Drittel des Wertes quasi. Das sagen sie liegt an den hohen Energiekosten, das stimmt nat├╝rlich, die Energiekosten sind hoch, und das Problem ist, dass dieser Wasserstoff anscheinend, also sie sagen, das sind die hohen Kosten f├╝r Natural Gas, also es wirkt so, als wenn es irgendwie aus Erdgas, also ob der Wasserstoff mit Erdgas produziert wird, wenn ich das richtig verstehe, vielleicht, also ich habe mich jetzt diesmal, wie gesagt, aus terminlichen Gr├╝nden nicht so stark damit besch├Ąftigen k├Ânnen, aber anders kann ich mir gerade nicht erkl├Ąren, dass es so schwer ist, das alles herzustellen, und wie gesagt, da wird halt vor Kosten schon der Rohertrag schon negativ, und dann kommt noch R&D, also Forschung und Entwicklung, Selling General and Admin dazu, in H├Âhe von knapp 100 Millionen, 112 Millionen OPEX, und dann ist man bei einem Operating Loss von 200 Millionen, bei einem Umsatz von 162 Millionen, also man macht mehr Verlust als Umsatz, der Operating Cashflow ist beeindruckende minus 360 Millionen, das sind 221 Prozent des Umsatzes, das flutet man, also da flie├čt das Geld aus der Company, ich will jetzt kein Bild daf├╝r finden, das w├Ąre alles eklig,
aber was machst du denn dann als CEO? Also musst du auch neue Aktien drucken,
also die Shares haben sich verdoppelt, seit Q1 letzten Jahres zum Q4 diesen Jahres, sind die von 305 Millionen auf 577 Millionen gestiegen, das hei├čt, dadurch geht aber der, selbst der Gewinn pro Aktie, der Verlust pro Aktie geht weiter hoch, obwohl die sozusagen verw├Ąssert werden und halbiert, das Einzige, wie man das erkl├Ąren kann, ist, dass das irgendwie en vogue ist, dass alle glauben, Wasserstoff muss kommen, und weil es kommen muss, muss man dabei sein, und deswegen will jeder dabei sein, und Leute kaufen die Aktien, und sie sind in diesem ETF eben drin, in dem Clean Energy, und hatten fr├╝her mal eine sehr hohe Position da drin, deswegen gibt es eine gewisse nat├╝rliche Nachfrage, die da immer wieder reinzieht in die Aktie, ich wei├č gerade nicht, ob das hier richtig ist, aber die Price-Sales-Verh├Ąltnis ist angeblich 400 Grad, aber das ist, weil das negative, das ist auch so lustig, der negative Umsatz plus die drei Quartale, die jetzt halbwegs gut liefen, also wo sie ├╝berhaupt, also wo sie mit gut liefen meine ich, sie haben positiven Umsatz gemacht, das muss ja schon gut hei├čen, dadurch kommt es jetzt auf Last-12-Months-Basis zu einem Sales Multiple von 400, das ist nat├╝rlich nicht stellvertretend, sondern ein Sondereffekt, aber sie glauben, die Companies, oder der Markt glaubt, die Companies sind immer noch 15 Milliarden wert, nur der negative Cashflow, nur der operative Neger ist 1 Milliarde, die sie jedes Jahr verlieren, ich glaube, ich habe auf Twitter irgendwie geschrieben, ich verstehe nicht, warum man eine Company haben will, wo die Gross Margin schon minus 54 Prozent ist, dann noch 100 Millionen bis 12 Millionen OpEx abfallen und dann minus 221 Prozent negativer operativer Cashflow passiert und die dich au├čerdem noch diluten, um irgendwie ├╝ber 8 Quartale um die H├Ąlfte, ich verstehe das nicht, deswegen, ich will nicht sagen, das ist ein Safe-Short, aber f├╝r mich ist das ein Betting on Zero, ich wei├č nicht, ob das irgendwann, also bei 15 Milliarden kann das keiner kaufen, vielleicht, ich wei├č auch nicht, wo die Assets werden, ich verstehe das nicht, einfach, ich verstehe es nicht, das ist auch eine, w├╝rdest du einem BWL-Studenten das Income Statement sagen, w├╝rde er sagen, da ist irgendwo ein Fehler, also weil der Gross Profit ist ja negativ und wie kann man einen negativen Umsatz machen, das ist so absurd alles und da gibt es bestimmt gute Erkl├Ąrungen f├╝r die hohen Preise f├╝r Energie und was wei├č ich, aber wenn man die dann nicht umlegen kann, also wahrscheinlich hat man gesagt, ihr kriegt unseren Wasserstoff auf 10 Jahre diskontiert, wenn ihr uns die doofen Gabelschabler abkauft und deswegen macht man jetzt regelm├Ą├čig 66 Prozent Verlust beim Energiehandel, das ist wahrscheinlich, also was sie gemacht haben, ist, dass sie den Kunden Warrants gegeben haben, also Aktien daf├╝r, kann man sich in einem ├Ąlteren Podcast nochmal genauer anh├Âren, also sie haben Amazon und Walmart letztlich Aktienoptionen gegeben, damit sie die Dinger ├╝berhaupt annehmen, damit haben Amazon und Walmart Gabelschabler im Wert von einer Milliarde gekauft und 5 Milliarden an Wert, damals, inzwischen ist ja nichts mehr wert, aber an Aktienoptionen bekommen und dann nehme ich an, dass man zu lange die Preise f├╝r den Wasserstoff in Liefervertr├Ągen festgeschrieben hat, also man gesagt hat, ihr kauft den Gabelschabler und k├Ânnt 10 Jahre umsonst tanken oder sehr g├╝nstig tanken und jetzt machen die Energiepreise ihnen das ganze Modell halt komplett kaputt, aber es hat auch vorher schon hin und vor nicht funktioniert. Also wenn da jemand viel Ahnung hat von der Branche, ich hab's nicht, aber f├╝r jemanden, der noch nicht versteht, was die gr├╝ne 10 Trillionen Dollar Industrie ist, von denen, die immer reden, dann ist es schwer hier irgendeinen Sinn drin zu finden, das gibt's im Sheet, also wer so auf obskure Dinge steht, f├╝r den ist das ein kleines Fest hier bei Plugpower.
Dann lass uns weitermachen und zu Samsara gehen, das war ja eine unserer Ideen f├╝r dieses Jahr.
Jetzt ist es unsere, jetzt ist es unsere, ja. Wessen Idee war das? Wer hat sich noch so umgeschlagen, dass er die gerne machen m├Âchte und ich kann die deswegen nicht machen? Ich hab' dann auch gesagt, ich find' die gut.
Ich glaube wir hatten's beide, wir k├Ânnen uns die minus 40 Prozent teilen, dann ist es minus 20 auf jeden Fall.
In der Zeit, wo alles runtergegangen ist, was Wachstum im Tech war?
Aber trotzdem schmerzhaft. Wie sieht's da aus? Die haben die Zahlen am Mittwoch geliefert?
Die waren, also der Markt, Mittwoch war vorgestern, das war die Nacht, wo ich jetzt nicht so viel Zeit hatte daf├╝r. Also das Problem bei Samsara ist so ein bisschen, die sind letzten Quartal erst an die B├Ârse gegangen, deswegen sind die Zahlen noch, geh├Ârt I zwischen E und F, ich versuch das gerade im Sheet einzusortieren, A, B, C, D, E, F, G, H, I, hinter H, hinter Hubspot und Hut, so jetzt an der richtigen Stelle. Also IOT ist das Blumenberg-K├╝rzel, das Problem ist, die sind letztes Quartal erst an die B├Ârse gegangen und deswegen haben wir jetzt nicht ein wundersch├Ânes Balance-Sheet. Ich hab's jetzt angefangen zu machen, die Vergleichswerte kommen jetzt so langsam rein an jedes Quartal, aber da kann man jetzt noch nicht so viel sehen. Was man sehen kann, ist, dass sie immer noch mit 66% wachsen. Das ist ganz gut, von 75% im Vorjahr auf jetzt 26 Millionen. Damit bleibt eine Grossmargin von 70% ├╝brig, das ist insofern, die war ein bisschen h├Âher letztes Jahr, 72%, jetzt noch 69%. Die ist insofern nicht 100% Software-typisch, weil sie ja Hardware mitverkaufen. Also Samsara baut IOT f├╝r alle m├Âglichen Arten von Industriefahrzeugen, f├╝r Trucks, f├╝r Muldenkipper, das erh├Âht die Sicherheit der Fahrer und des Equipments, die P├╝nktlichkeit, die Sustainability, also den Energieverbrauch und so weiter. Letztlich so ein bisschen wie eine Dashcam und ein GPS-Tracker f├╝r die Fahrzeugflotte, mit ein paar coolen Features und Produkten hinten dran, wobei es eben um Gr├╝n, Sicherheit und Effizienz geht. Beziehungsweise das Gr├╝n resultiert aus der Effizienz auch. Genau, dann machen sie erstmal jetzt nach GAP, also den Generally Accepted Accounting Principles, machen sie einen sehr hohen negativen operativen Verlust von minus 200%. Also die Kosten sind, der Umsatz ist in Anf├╝hrungsstrichen nur 126 Millionen, die Kosten sind jetzt 252 Millionen, also fast das Doppelte des Umsatzes, ne nicht die Kosten, sondern das was ├╝brig bleibt ist so hoch. Jetzt muss man mal sagen, weil das Q4 eben das IPO-Quartal ist und weil nach GAP die Stock-Base-Compensation dabei ist, muss man das jetzt ein bisschen normalisieren oder adjustieren. Und zwar ist es so, dass beim IPO unheimlich viele Aktienoptionen f├Ąllig sind, weil das, wenn du einen ESOP-Vertrag hattest, sei es die Gesch├Ąftsleitung oder Mitarbeiteroptionen, dann steht da oft der sogenannte Accelerated Vesting Clause drin, das hei├čt, dass bei einem Liquidit├Ąts-Event oder Exit-Event, das kann ein IPO oder ein Trade Sale an eine andere Company sein, dann w├Ąsten unheimlich viele Optionen. Also selbst wenn du erst zwei Jahre dabei warst, dann kriegst du vielleicht die Optionen f├╝r vier Jahre schon, weil die ganze Firma feiert oder weil das Ziel eingetreten ist einfach. Und deswegen hast du jetzt ab normal h├Âhere Stock-Base-Compensation in der H├Âhe von 250 Millionen Operating Loss, sind 234 allein nur Stock-Base-Compensation, die man aber nach GAP halt da reinrechnen muss in den Verlust. Das hei├čt, es ist jetzt pro Form erstmal ein Buchverlust. Beim CEO kann es auch so sein, dass der eben mit dem CLI, also obwohl es unterscheidet sich letztlich nicht so stark von den Mitarbeiteroptionen. So dadurch kommt es zu einem hohen GAP-Verlust, adjustiert man das aber jetzt und macht das Non-GAP Operating Income, dann ist es tats├Ąchlich nur noch siebteinhalb Millionen, die fehlen, und das entspricht dann einem negativen Non-GAP Operating Income von 14%. So, und rechnet man das dann mit dem Wachstum von 66 zusammen, dann ist man schon wieder bei den NW30 von 52, also in total gesunden Territorium. Das hei├čt, wir m├╝ssen jetzt davon ausgehen, dass die Stock-Base-Compensation im n├Ąchsten Quartal deutlich niedriger war. Vor einem Jahr waren die noch nur 4 Millionen insgesamt, also sehr klein. Das wird jetzt schon deutlich mehr als 4 Millionen sein nat├╝rlich, aber es wird nicht nochmal irgendwie 250 Millionen sein, die man da rauspustet an Stock-Base-Compensation. Genau, ansonsten, die Kunden wachsen nicht so. Im Vorquartal hat man 100 Kunden hinzugewonnen, also von den gro├čen Kunden jetzt noch 91. Das wird nat├╝rlich auch nicht einfacher, noch immer 100 richtig gro├če Kunden zu finden, aber das ist jetzt noch nichts, was mir besorgniserregend ist. Die DBNA liegt bei ├╝ber 125, das ist so eine 2+, w├╝rde ich sagen, keine 1+, aber eine 2+, 1- auf der Skala. Und ansonsten, wie gesagt, der Cashflow ist noch minus 38%. Die zahlen aber alle in die richtige Richtung und Samsara war unter anderem sch├Ân, weil es so relativ g├╝nstig bewertet war. Die hatten ein relativ niedriges Multiple daf├╝r, sind 8,5 Milliarden wert und das entspricht einem Price-Sales-Multiple von ungef├Ąhr 20, was dann jetzt f├╝r das Wachstum von 66 gar nicht so teuer ist. Die Gefahr ist ein bisschen, wie lange man eben noch ├╝berhaupt flotten hat, wo ein Fahrer drin sitzt. Du brauchst ja kein Dashcam mehr, wenn das ganze Auto autonom gefahren wird, das ist ein bisschen das langfristige Problem. Aber um den B├Ârsengang herum ist es nat├╝rlich jetzt schwer, die Zahlen zu deuten. Die Zahlen, die man sieht, geben jetzt keinen Anlass zur Skepsis. Die Verw├Ąsserung ist f├╝r den Fakt, dass sie jetzt einen B├Ârsengang gemacht haben, auch nicht zu gro├č, von 243 auf 370 Millionen. Wie gesagt, gerade beim B├Ârsengang werden eben unheimlich viele neue Aktien herausgegeben, sowohl f├╝r den B├Ârsengang als auch f├╝r die Mitarbeiter. Von daher ist das auch nicht total untypisch und ich w├╝rde das weiter beobachten. Ich halte die. Ich hatte ja Tencent verkauft, die liefen jetzt gar nicht so schlecht, aber habe sehr gut an Sansar gekauft. Das war jetzt kurzfristig erstmal gut. Ich glaube Sansar ist 10-12% hoch nach den Earnings. Der Tiefpunkt war 16,4, sind dann auf 17,5 hoch. Das ist ja so in dem Dreh. Und halten sich ganz gut um die 17 jetzt gerade.
Und eine deiner Lieblingsfirmen, Snowflake, hast du relativ fr├╝h nach dem IPO gekauft.
Teuer meinst du mit fr├╝h?
Wenn mich nicht alles wundert, m├╝sstest du da im Minus sein. Deutlich, deutlich. Die scheinen jetzt das erste Mal, keine Ahnung wann du die gekauft hast, aber die scheinen jetzt das erste Mal oder auf jeden Fall vielleicht nicht das erste Mal, das zweite Mal unter IPO zu sein. Also wenn ich Max gucke, dann sind die jetzt minus 12%. Also 12% g├╝nstiger als damals als Warren Buffett, obwohl der wahrscheinlich noch ein Tick fr├╝her rein die Aktie gekauft hat. Und die hatten auch Earnings und da sind sie auch nicht so positiv mit weggekommen. Obwohl eigentlich doch alles gut war, oder?
Ja die hatten inzwischen 22% verloren nach den Earnings. Ich bin immer noch 28% im Minus damit. Halte die aber. Die Zahlen waren nicht so schlecht, fand ich. Auch da wieder long story short, es war der Ausblick in die Zukunft, der besorgniserregend war, den man nicht mochte. Die Zahlen ansonsten war, Snowflake ist in der Vergangenheit mit ├╝ber 100% gewachsen. Die letzten drei Quartale waren 129, 110 Sekunde. Ne das waren die Cost of Revenue. Das Product Revenue ist 110, 110, 310% gewachsen die letzten drei Quartale. Und jetzt wieder 102 und das ist eigentlich ganz gut. Damit bin ich sehr zufrieden. Dass sie ├╝berhaupt noch mal ├╝ber 100% waren, das ist ja schwer genug. Es hat sich au├čerdem die Gross Margin ausgeweitet. Da kommen wir gleich nochmal drauf, warum das so sein k├Ânnte. Sales und Marketing ist ein bisschen mitgewachsen, aber nicht so schnell wie der Umsatz. Das hei├čt der Operating Leverage ist besser geworden. Die Verluste nach Gap wurden von 200 Millionen auf 150 Millionen eingeschr├Ąnkt. Der Earnings per Share ist runter, wobei die Dilution jetzt zumindest jetzt zum Vorjahr, Q4 zu Q4, nicht sehr gro├č bei den Shares, also nicht unheimlich viele Shares rausgegeben. Die Marketing Ratio ist g├╝nstiger geworden. Die Sales Efficient, also die Magic Number ist ├╝ber 1 geblieben. Die Net Retention Rate, also was die Kunden j├Ąhrlich dann mehr ausgeben, da hatte nat├╝rlich Endless Snowflake immer diesen enormen brutalen Wert von 168, der im Q2 auf 169 gestiegen ist und im Q3 nochmal auf 173 und jetzt auf 178. Also 168 war schon komplett absurd, jetzt sind wir bei 178. Das hei├čt, wenn du 2020 100 Dollar ausgegeben hast bei Snowflake, hast du 2021 178 Dollar dort ausgegeben, der durchschnittliche Kunde, unter der Ma├čgabe, dass alle geblieben werden. Das ist schon enorm. Das Problem ist jetzt, dass sie gevorkastet haben, dass sie eventuell im Q1 eben nur 79 bis 81 Prozent wachsen statt 102. Das wiederum w├╝rde ja hei├čen, dass sie keinen einzigen Kunden dazu gewinnen, beziehungsweise bei einer NRA von 178 w├Ąre das ja allein schon aus der Revenue Expansion zu stemmen, dieses Wachstum. Deswegen w├╝rde ich davon ausgehen, dass sie ein bisschen mehr schaffen. Sie vorkasten in der Regel relativ konservativ. Das hat aber auch dazu gef├╝hrt, dass sie mehr deutlich ├╝bertroffen haben und sie haben diesmal nicht so deutlich ├╝bertroffen. Deswegen war man ein bisschen traurig. Ich glaube inzwischen hat sich es auf minus 15 oder minus 12 Prozent wieder einged├Ąmmt. Es ist nicht mehr ganz so weit unter Wasser. Aber sozusagen in den Zahlen, die man jetzt sieht, h├Ątte ich die jetzt nicht so stark abgestraft. Ich finde die eigentlichen wichtigen Zahlen, n├Ąmlich die Magic Number und die Rudolph 40, bei 106 Prozent noch komplett absurd. Was man dazu sagen muss, Snowflake ist nat├╝rlich wegen dieser guten Zahlen extrem teuer. Irgendwie 80 mal Umsatz. Jetzt sind es nur noch 65. Durch das hohe Wachstum wachsen die eben auch sehr schnell rein. Der Ausblick war nicht so gut und der CEO hat gesagt, dass es unter anderem daran liegt, dass man durch dieses consumption-based Modell bezahlt. Also man bezahlt nicht jeden Monat den gleichen Betrag oder auch nicht pro Produkt, sondern man zahlt wie viel Anfragen oder wie viel Computing Power in der Cloud man nimmt. Snowflake baut Data Lakes, Data Warehouses in der Cloud. Also ganz gro├če Datenbankkonstrukte, wo dann verschiedene Leute drauf arbeiten k├Ânnen. Und man bezahlt sozusagen die Rechenzeit, die ben├Âtigt wird von den Anfragen bei der Datenverarbeitung in der Cloud. Und ein Fehler, den sie gemacht haben, ist, dass sie die Anfragen teilweise noch effizienter gemacht haben. Also dass sie noch schneller verarbeitet werden, damit man weniger Zeit f├╝r die gleiche Anfrage braucht. Und das hat dazu gef├╝hrt, dass die Kunden weniger Geld ausgeben und sie ein bisschen Charity gemacht haben. Ich glaube, das f├╝hrt aber auch dazu, dass die Gross Margin hochgeht, weil sozusagen auch ihre Einkaufskosten. Also es passt zu der Aussage, dass die Gross Margin hochgeht, weil du erwarten w├╝rdest, dass nicht nur der Kunde den Kostenvorteil nimmt, sondern dass auch sie einen Kostenvorteil bekommen, wenn sie effizienter arbeiten. Wenn sie das so weitermachen, dann w├╝rde sich die Gross Margin weiter verbessern, was sch├Ân w├Ąre. Und das Produkt wird nat├╝rlich auch attraktiver, wenn es billiger wird. Du kannst jetzt sagen, ja sie haben weniger Geld gemacht damit. Aber es hei├čt auch, das Produkt wird noch attraktiver im Vergleich zu anderen Dienstleistern, die vielleicht etwas ├ähnliches anbieten. Von daher, das Einzige, was mir bei Snowflake jetzt aus den Schuhen hauen w├╝rde, w├Ąre wirklich ein brutaler Abfall beim Wachstum. Oder wenn dieser exzellente NRR, Net Revenue Retention Wert, sich stark ver├Ąndern w├╝rde. Aber der ver├Ąndert sich ja in die vollkommen richtige Richtung. Also da denkt man, es kann nicht mehr besser werden und jetzt ist er von 168 auf 178 hoch. Da w├╝rde jeder SaaS CEO f├╝r morden, um so eine Net Revenue Retention zu haben. Also quasi das Geld zu verdoppeln. Das kann nat├╝rlich nicht ewig so weitergehen, das wei├č man auch. Wer hier Kunde gibt, jedes Jahr doppelt so viel aus, oder 78% mehr aus, f├╝r den Vertrag gerne. Andererseits, das hatte ich ein paar mal erkl├Ąrt, wenn du anf├Ąngst Daten in der Cloud zu verarbeiten, die Daten werden nicht weniger. Der Bedarf, Daten zu verarbeiten, wird nicht weniger. User-Daten werden automatisch mehr. Die Sachen, die du damit anf├Ąngst, die Use Cases f├╝r die User-Daten, werden komplexer. Keine Ahnung, CRM, Retargeting, Recommendation Engines. Wenn du einmal die Daten hast, baust du immer mehr damit. Ich glaube, was oft noch fehlt, ist so eine Art Daten├Âkonomie. Also dass Leute auch mal ├╝berlegen, muss ich jede Anfrage auf den gesamten Daten machen? Kann ich auch mal Daten wegschmei├čen? Ist die Haltung und die Verarbeitung der Daten nicht irgendwann so teuer, dass sie die Effizienz, das Gewinne ├╝bersteigt? Das passiert doch viel zu wenig, weil die meisten Sachen zu g├╝nstig sind. Das kann man nat├╝rlich irgendwann nochmal ├╝berdenken. Aber bis jetzt, ich war, ich meine, aufgrund des Ausblicks war ich nicht ├╝berrascht, dass da zu einer Entt├Ąuschung kommt, dass sich Snowflake jetzt grundlegend verschlechtert hat. Aber ich glaube nicht, dass Snowflake trotzdem super teuer ist. Ist mir auch voll bewusst, dass ich da dann mal zu fr├╝h eingestiegen bin.
Die haben sich ja auch relativ positiv entwickelt erst mal. Du hattest sogar mal dein Geld fast verdoppelt irgendwann. Ne, die waren immer nur knapp im Gr├╝n.
Zuletzt haben wir auch nicht ganz so viel verloren, wenn ich mich nicht irre, bei dem letzten Crash. Von daher, ich bin da nicht ungl├╝cklich. Ich verstehe das, wenn da jetzt Leute, also wie gesagt, ich bin da selber auch im Minus. Aber das ist wirklich ein langfristiges Investment. Und wie gesagt, im Moment verdoppelt es sich. Es hat sich dieses Jahr wieder verdoppelt, auf jahres Sicht. Das treibt mir jetzt nicht die Tr├Ąnen in die Augen.
In diesem Sinne, lasst euch nicht zu viel Tr├Ąnen in die Augen treiben dieses Wochenende. Bleibt stabil, habt ein okayes Wochenende und wir sind Mittwoch wieder f├╝r euch da.
Wir h├Âren uns auf jeden Fall wieder Mittwoch.
Bis dann. Peace.