Doppelg├Ąnger Folge #125 vom 8. M├Ąrz 2022

­čç║­čçŽ | SimilarWeb vs. SemRush | Yandex | ­čîÄ Changing World Order | Verm├Âgensverwalter

Internationaler Frauentag. SimilarWeb vs. SemRush. Verm├Âgensverwalter sinnvoll oder MSCI World? Ray DalioÔÇÖs Changing World Order. Was kann passieren wenn man den MSCI World hebelt? Wie gehen Unternehmen beim R├╝ckzug aus Russland vor?

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:19:00) SimilarWeb vs SemRush

(00:27:30) Verm├Âgensberater sinnvoll?

(00:32:00) Wie gehen Unternehmen beim R├╝ckzug aus Russland vor

(00:42:30) Yandex pleite?

(00:46:15) Ray DalioÔÇÖs Changing World Order

(00:56:00) MSCI World Hebeln

Shownotes:

Unterkunft f├╝r Menschen aus der Ukraine https://elinor.network/gastfreundschaft-ukraine/

LuLaRich - Official Trailer https://www.youtube.com/watch?v=nJgkwIHp1pc

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 125 und tats├Ąchlich ihr h├Ârt uns an einem Dienstag. Heute ist internationaler Frauentag und wir haben uns gedacht wir genie├čen den Frauentag und schenken uns die oder euch diese Mittwochsfolge schon am Dienstag. P├Âp, wie geht's dir? Du siehst leicht angeschlagen aus.
Mir geht's eigentlich gut. Also das letzte Mal war ich ein bisschen ├╝berm├╝det und wie man gemerkt hat, so wie Nordlichter sind, ein bisschen n├Ąher am Wasser gebaut, aber eigentlich, also vielleicht sollte man einfach sagen, vielen Dank f├╝r die vielen lieben Nachrichten, die ich bekommen habe. Auch das war sehr bewegend, dass ganz viele Leute gesagt haben, dass sie das bewegt hat und sie deswegen sofort Schritte unternehmen und versuchen zu helfen. Um mich muss man sich keine Sorgen machen, zumindest nicht mehr als sonst. Eigentlich geht's mir gut. Ich sehe so ein bisschen wie der heute wirklich wie der Gl├Âckner von Lotto Drama aus, weil ich eine kleine, mir ist eine Ader im Auge geplatzt, das sieht ein bisschen gruselig aus. Aber ansonsten geht's mir gut. Ich habe heute auch relativ lang geschlafen, von daher schon alles gut.
Wie ist es imagem├Ą├čig? Ich kann mich erinnern, am Anfang haben wir immer dar├╝ber gesprochen, dass du auf keinen Fall Gef├╝hle zeigen m├Âchtest. Dar├╝ber haben wir gesprochen, dar├╝ber haben wir nicht gesprochen. Wir haben immer so Witze gemacht, dass man auf jeden Fall, dass du der kalte Investor bist ohne Gef├╝hle. Das ist jetzt vorbei.
Ja, aber ich meine, im n├Ąchsten Podcast, wenn wir mal wieder Podcast bei einem anderen Podcast machen, erkl├Ąren wir, dass das alles ein Grosshack war.
Zur├╝ck zum Internationalen Frauentag. Was feiern wir?
Ich glaube eine Bewegung, die f├╝r das Wahlrecht und die Gleichstellung der Frauen eingetreten ist. Was vielleicht wichtig zu verstehen ist, ist, dass das im Ostblock oder ehemaligen Warschauer Pakt deutlich wichtiger war als in der westlichen Welt, glaube ich. Also ich erinnere mich noch, dass ich, bis ich neun war, in der DDR aufgewachsen, ich glaube, da ist man nicht nur am ersten Mai, sondern auch zum Internationalen Frauentag so ein bisschen auf die Stra├če gegangen mit Nelken und F├Ąhnchen und so. Also mit Nelken nicht, ich glaube, die sind eher f├╝r den ersten Mai, aber das ist relativ wichtig, weshalb ich morgen fr├╝h auch Fr├╝hst├╝ck machen darf f├╝r sozusagen die Familien, die ich aufgenommen habe. Und danach, sofern das alles klappt, mit den Kindern ins Zoo, Aquarium gehe und abends noch koche, wenn auch das klappt.
Super.
War das wirklich ein hohen, also f├╝r alle, die, wir machen mal vielleicht so ein paar Hacks und Learnings f├╝r die Leute, die jetzt tats├Ąchlich sich dankenswerterweise entschlossen haben, Fl├╝chten da aufzunehmen. Und eins ist, sozusagen heute, wenn ihr es h├Ârt, ist Internationaler Frauentag und das ist f├╝r diese Menschen nochmal wichtiger. Also das ist ganz sicher nicht das wichtigste Problem, was sie gerade haben, aber normalerweise w├Ąre das ein sehr wichtiger Tag f├╝r sie. Das hei├čt, irgendeine Geste, keine Ahnung, Fr├╝hst├╝ck machen, Fr├╝hst├╝ck kaufen, Fr├╝hst├╝ck vorbereiten, paar Blumen auf den Tisch stellen, wird euch bestimmt nicht ├╝bel genommen. Achso, wir haben in unserer Discord-Community, haben wir einen Channel, wo sich Leute austauschen, Erfahrungen teilen, versuchen sozusagen bessere Gastgeber zu werden. Da gibt es auch schon so eine Art Google Talk, was gerade entsteht mit zum Beispiel einer Einkaufsliste, was man kaufen sollte, wenn man Leute aufnimmt, was so die wichtigsten Grundnahrungsmittel sind. In der Hoffnung, dass das hilft. Vielleicht noch wichtig, in Berlin, also deutschlandweit k├Ânnen die Menschen alle sich am Reisezentrum kostenlose Tickets abholen, soweit ich das verstehe. Also sind freiz├╝gig innerhalb der Deutschen Bahn. In Berlin, glaube ich, VBB, also BVG und S-Bahn, wenn ich mich nicht irre, es reicht ein Pass, um auch da kostenlos mitzufahren. Vielleicht sollte man nicht den Originalpass mitnehmen, sondern eher, also es w├Ąre jetzt doof in der Situation, den Pass zu verlieren, deswegen, vielleicht reicht auch eine digitale Kopie, also ein Foto. Das passt. Das sollte man nutzen. Die Sprachbarriere ist ein Riesenproblem, aber auch das kriegt man mit Google Translate. Ganz, paar gute Storys. Heute machen wir ein paar sch├Âne Storys einfach. Also wenn man das macht, wie man vielleicht gemerkt hat, steigt einem so ungef├Ąhr ein Dutzend Mal am Tag das Wasser in die Augen, aber mindestens die H├Ąlfte davon aus guten Gr├╝nden oder weil man sehr positiv ger├╝hrt ist. Und eine wirklich coole Sache, die zum Beispiel passiert ist, ich glaube, es war am Sonntag, da haben Freunde Klamotten, also Kindersachen vorbeigebracht, Spielzeug und Anziehsachen f├╝r die kleineren Kinder. Und weil sozusagen die Geschichte beim letzten Mal, wo wir so ein bisschen gekattet haben, war, weil es noch ein bisschen zu fr├╝h war, dass es, glaube ich, wirklich unvorstellbar ist, dass die Leute, die ankommen, deren Leben passt in der Regel in einen Koffer. Und es ist ein bisschen schwer, das zu, also man kennt das so als Formulierung, aber es wirklich zu sehen, dass Leute, die drei kleine Kinder haben, das alles an Kleidung, Essen, P├Ąsse, was wei├č ich, deren Leben auf einmal in einem viel zu kleinen Koffer ist. Das ist was, was mich extrem traurig macht, ehrlich gesagt. Und umso sch├Âner war es, dass dann Freunde vorbeigekommen sind mit ganz vielen Kindersachen und es ist dann immer noch relativ schwer, die Menschen dazu zu bringen, das ├╝berhaupt anzunehmen. Aber, und die Mutter hat dann angerufen, also die Mutter, die Kleidung vorbeigebracht hat, angerufen und ich meinte so, bring am besten deine Kinder mit, das ist, glaube ich, was total cool ist, wenn die die Sachen selber ├╝bergeben, das zu lernen. Eine coole Sache. Und die kamen dann zu uns in die Wohnung und haben die ganzen, ihre Spielzeuge quasi selber ├╝bergeben. Und nach anderthalb Minuten haben neunj├Ąhriges und zehnj├Ąhriges M├Ądchen, die 2000 Kilometer voneinander geboren sind, sich ├╝berhaupt nicht verstehen, angefangen miteinander zu spielen und sich mit zwei Handys ├╝ber Google Translate zu unterhalten. Und zwei Stunden sp├Ąter waren die Brieffreundinnen und haben sich zur Verabschiedung gedr├╝ckt und vermissen sich jetzt wahrscheinlich schon und ├╝berlegen, wie sie Kontakt haben k├Ânnen. Da ├╝berlegst du dir wirklich, wann f├Ąngt es an, dass Menschen Arschl├Âcher werden?
Ja, die Grenzen im Kopf werden irgendwann ab 15 eingebaut.
Genau, ist es das erste Mal Taschengeld, ist es die Pubert├Ąt, ich wei├č es nicht, wann man anf├Ąngt nicht mehr Mensch zu sein, aber es war echt cool, das zu sehen, wie nat├╝rlich die miteinander umgehen. Ansonsten, was wirklich herausfordernd ist, achso, Google Lens, wenn ihr die App nicht kennt, es gibt eine App, die hei├čt Google Lens und ansonsten sind wir kein gro├čer Fan von Google Produkten, aber Google Lens ist glaube ich wirklich ein Produkt, was der V├Âlkerverst├Ąndigung sehr zustrieglich ist. Zum Beispiel, um auf deutschen Lebensmitteln zu erkennen, was eigentlich in einem Sahnebecher oder so drin ist, kann man das halt mit Google Lens einfach vor die Linse halten und auf den Translate Button dr├╝cken. Und damit kann man Leute quasi alles, was sich in einem Supermarkt oder im Haushalt befindet, ├╝bersetzen lassen. Das ist eine gro├če Hilfe, glaube ich, wenn man sich ansonsten nicht sehr gut verst├Ąndigen kann. Und eine der gr├Â├čten Herausforderungen ist tats├Ąchlich, dass der Patrick Kurt von Flixbus hat das, ich glaube, Flixbus macht wirklich hervorragende Arbeit gerade und ├╝bernimmt da humanit├Ąre und fast infrastrukturelle Aufgaben, indem sie von der Grenze und auch, ich glaube, sogar direkt aus der Ukraine unheimlich viele Leute abholen. Und er meinte, er ist durch einen der B├Ârse gegangen und die Leute sagen immer alle nur, c'est d'aubre, also es ist alles gut, alles gut. Also es ist unheimlich schwer, den Menschen irgendwie zu helfen, irgendwas zu kaufen. Die fragen halt nicht mal nach den dringendsten Sachen, also irgendwie Milch f├╝r die Kinder oder so. Das hei├čt, man muss unheimlich empathisch sein, um zu verstehen, was man kauft, weil die werden nach nichts fragen. Also du m├╝sstest ihnen eine Pistole an den Kopf halten, damit sie irgendeinen Wunsch ├Ąu├čern. Das ist so ein bisschen wie, es gibt so diesen Spruch, der Kranke hat nur einen Wunsch, also der will nur gesund sein, alles andere ist egal, einfach Priorit├Ąten. Und ├Ąhnliches da, glaube ich. Fl├╝chtende haben auch nur einen Wunsch, n├Ąmlich in Sicherheit zu sein und deswegen kriegt man wirklich nicht aus dem Menschen raus, wie man ihnen irgendwie helfen kann. Das hei├čt, die einzige M├Âglichkeit ist sie, nicht zu ├╝berh├Ąufen, aber irgendwie versuchen, irgendwie anhand der Sachen, die sie selber mitgebracht haben, zu schauen, was man nachkaufen kann. Ansonsten diese Einkaufsliste hilft, die ich da erstellt habe oder die noch komplettiert wird. So ein anderer Moment, wo mir das Wasser wieder ein bisschen jaung kommt, ist so, dass ich brauchte drei Tage und zwei Dolmetscher, um es hinzubekommen, dass man mir hilft, zu verstehen, welche Klamotten zum Beispiel gekauft werden k├Ânnen. Und dann erf├Ąhrst du irgendwie, dass quasi ein paar Schuhe fehlt oder warme Unterw├Ąsche oder wirklich Sachen, wo du denkst, das m├╝sste dir doch jemand sofort sagen eigentlich. Also, wie gesagt, man muss irgendwie mit einem ├ťberma├č an Vorsicht, Einf├╝hlsamkeit und Empathie da versuchen zu erraten, was man selber brauchen w├╝rde, wenn man in dieser Situation w├Ąre und einfach davon ausgehen, dass sie nichts, nada, niente, nilch dabei haben. Und also, ich habe mehrmals gefragt, ob mir jemand eine Einkaufsliste schreiben wird, ob es irgendwann irgendwas fehlt, aber es sind selbst wichtige Sachen wie irgendwie Milcheier oder so. Wenn man nicht selber daran denkt, dann w├╝rde niemand danach fragen. Deswegen, und ich meine, das sind nat├╝rlich unheimlich h├Âfliche Menschen, unheimlich dankbare Menschen, ist nat├╝rlich extrem schambehaftet, wenn du alles gef├╝hlt hinterhergeschmissen bekommst und nur von Spenden lebst. Es ist schwer, das anzunehmen nat├╝rlich, aber es geht nicht anders. Und ja, deswegen, wenn ihr sozusagen Leute habt, versucht so gut wie m├Âglich zu antizipieren, redet vielleicht mit Russen oder Ukrainern, was sie typischerweise in ihrem Haushalt h├Ątten. Das kann helfen.
Und von den vier Erwachsenen, die bei dir wohnen, spricht dort irgendjemand Englisch oder macht ihr alles ├╝ber Google Translate?
Wir kommunizieren haupts├Ąchlich, also entweder ├╝ber Google Translate oder ein Teil spricht gebrochenes Englisch. Oder sozusagen, wenn es mal was Komplizierteres ist, dann gibt es halt noch die Leute sozusagen, die vermittelt haben zu mir. Die dienen dann nat├╝rlich weiterhin als Kontakt und sprechen die Sprache. Ansonsten, was auch noch cool war, Sonntag war ein wirklich cooler Tag, und zwar der eine Teil will weiter nach UK ziehen. Da gibt es eine Regelung, vielleicht das auch als Hintergrund spannt, Ukrainer, die direkt oder indirekte Verwandte in UK haben, k├Ânnen bis zu, im Moment ist es 6000 pro Woche, glaube ich, aber es wird weiter ausgeweitet wahrscheinlich, nach UK weiterreisen. Die m├╝ssen ein Visa daf├╝r bekommen, aber das ist m├Âglich. Da ich selber in meinen Beh├Ârdeng├Ąngen schon scheitere, das ist wirklich nicht meine St├Ąrke, und durch Zufall tats├Ąchlich, ich wei├č nicht, irgendwie wurde in meinem Feed gespielt, dass eine Londoner Anw├Ąltin, die Ukrainerin ist, ihre Mutter, glaube ich, aus der Ukraine abgeholt hat oder so, und dann habe ich was gemacht, was ich sonst nie machen w├╝rde, n├Ąmlich sie einfach hinzugef├╝gt und gefragt, ob sie damit helfen k├Ânnte. Und die hat sofort angeboten, mit denen zu telefonieren, um zu helfen. Das war tats├Ąchlich cool, weil das ist wirklich, wo ich am wenigsten helfen kann. Ja, es gibt, wenn ihr es macht, es gibt unheimlich viele coole Momente, die es total wert sind, und sagen wir mal im positiven Sinne, sehr bewegend.
Freunde von uns sind jetzt mit zwei Autos an die Grenze gefahren, voll mit Sachen und kommen mit Leuten zur├╝ck. Es wird auch irgendwie organisiert von der ukrainischen Familie.
Das ist auch super. Also es fehlt definitiv an Logistik. Vielleicht hast du die Bilder von einigen der Bahnh├Âfen gesehen. Die sehen aus wie das Olympiastadion. Also, es ist unfassbar. Also es ist nicht, dass auch nur ann├Ąhernd genug Z├╝ge oder Busse bereitstehen, obwohl so viel schon getan wird, aber ich glaube, wer die M├Âglichkeit dazu hat, sollte das unbedingt erw├Ągen. Ansonsten ist es weiterhin sinnvoll, gerade in den Nachtstunden oder sp├Ąten Abendstunden am Berliner Bahnhof Leute abzuholen. Gerade die Menschen, die irgendwie weiterreisen und nur eine Nacht mal duschen und ├╝bernachten wollen. Da wird weiterhin Hilfe gebraucht, nach meinem Verst├Ąndnis. Also, Status heute sind 1,7 Millionen Ukrainer schon auf der Flucht. Oder Ukrainer und Menschen mit Ukraine bezugt. Die k├Ânnen auch aus anderen L├Ąndern sein. Und davon sind erst, ich glaube 50.000 gelten erst, als in Deutschland angekommen davon. Was einerseits sozusagen diese These unterst├╝tzt, dass die meisten in Polen bleiben wollen, direkt hinter der Grenze, aber auch, dass noch unheimlich viele kommen. Und ich w├╝rde davon ausgehen, im Moment sieht es leider so aus, als w├╝rde Kiew das n├Ąchste Aleppo. Und mich w├╝rde es nicht wundern, wenn wir bis Ende M├Ąrz 4, 5 Millionen Ukrainer auf der Reise haben. Das hei├čt, also ihr werdet alle noch gebraucht werden. All die Zimmer, die noch nicht vermittelt wurden, werden irgendwann gebraucht werden. Das wird uns noch leider, leider sehr lange besch├Ąftigen, bef├╝rchte ich.
Hast du den Post gesehen von dem CMO von SEMRUSH?
Ich wei├č nicht, ob ich die vom CMO, ich habe einen Post gesehen in Bezug auf SEMRUSH, wo es darum ging, dass sie sich als eine Firma mit Sitz in New York sehen. War das der?
Ja, genau.
Genau.
Gegr├╝ndet von zwei Russen, die sich dazu noch nicht ├Ąu├čern m├Âchten. Also es war auch so ein bisschen umschrieben, von wegen, gegr├╝ndet wurde sie, die Firma hier von den beiden Jungs. Aber aus Sicherheit ihnen und ihren Verwandten gegen├╝ber ├Ąu├čern sie sich dazu nicht. Und ich bin der CMO und spreche dar├╝ber. Und wie sie sich halt auch distanzieren und sagen, dass sie allen helfen, woanders in Europa zu arbeiten.
SEMRUSH hat eine relativ starke Base in St. Petersburg, wenn ich mich nicht irre. Hat aber auch ein B├╝ro in der tschechischen Republik und eben den offiziellen Sitz in New York. Ist glaube ich insgesamt eine sehr internationale Company, aber kommt definitiv aus Russland urspr├╝nglich und haben wahrscheinlich Gl├╝ck, dass sie nicht direkt von den, nicht unmittelbar von den Sanktionen betroffen sind, dadurch, dass sie ihren offiziellen Sitz dort haben. Aber einfach wird es glaube ich auch nicht.
Ja man sieht, wie sich schon einige wirklich positionieren und auf der anderen Seite sieht man dann, wie hart Russland irgendwie mit der Polizei durch die Stadt geht und sich irgendwie Telefone anguckt, was da gelesen wird angeblich. Also schon Wahnsinn. Ich habe auch gesehen, dass sie wohl ab 11. M├Ąrz ihr eigenes Internet mehr oder minder haben.
Ja ich w├╝rde davon ausgehen, dass Russland sozusagen komplett medientechnisch isoliert ist, was ja einer der Gr├╝nde ist, warum ich es hier komplett borniert halte, dass Facebook und Google sich da versuchen, also noch ein Ma├č an Kooperation mit Russland an den Tag zu legen. Da gab es ein sch├Ânes neues Statement von meinem neuen Lieblings-Freund Niklec. Da m├Âchte ich mich noch mal entschuldigen, da in der Folge, wo ich ein bisschen zu wenig geschlafen habe, habe ich ein sehr h├Ąssliches Wort dazu gesagt, was die anderen rauspiepen musste. Ich wollte eigentlich sagen, dass Niklec die Public Policy Hure von Facebook ist, aber ich hatte Angst, dass sie den F***ern beschweren w├╝rden, dass sie nur ihre Zeit verkaufen, nicht K├Ârper und Seele wie Niklec f├╝r Geld. Und zwar hat Niklec geschrieben, LinkedIn und Facebook, nachdem erwartungsgem├Ą├č Facebook komplett gesperrt wurde in Russland, hat Niklec das im Namen von Meta Mjeta das Bedauern ausgedruckt. Das scheint, ja, als Zitat. Soon millions of ordinary Russians will find themselves cut off from reliable information, deprived of their everyday ways of connecting with family and friends. Also wie realit├Ątsfern muss man eigentlich sein, wenn man als Facebook schreibt, dass jetzt ein Volk seinen Zugang zu reliable information verliert, wenn Facebook abgeschaltet wird. Also ich habe auf Facebook oder LinkedIn das kommentiert, ob das ein Parody Account ist oder ein Satire Account, dieser Niklec. Man muss ja ein bisschen Awareness f├╝r sein eigenes Image in der Gesellschaft haben und ausgerechnet Facebook, was irgendwie die Autobahn von Hass und Fake News ist im Internet, zu bedauern, dass jetzt der Access zu reliable information verloren geht, nachdem man der Haupttr├Ąger zusammen mit Twitter und anderen Medien von Fake News ist, ist wirklich absurd. Also es ist ungef├Ąhr, ich wei├č nicht, man k├Ânnte fast eine Parallele erzielen, irgendwie das, so wie Mark Zuckerberg Snap damals bedroht hat und sagt, wir kopieren euch einfach, oder wir machen euch kaputt, wenn ihr nicht verkauft. Das hat sowas Putineskes, dann dieses ├╝beralterte Universum Facebook, also Russland hat ├╝brigens ein riesengro├čes demografisches Problem, auch sind genauso ├╝beraltert wie unsere Gesellschaft und die gr├Â├čten Talente und jungen Leute hauen nat├╝rlich auch da ab. Und das, was Facebook hier an Propaganda raushast, ist meiner Meinung nach ├Ąhnlich dreist wie die L├╝gen, die aus dem Kreml kommen. Also vielleicht sollte man es nicht vergleichen, weil der Kreml schon eine eigene Qualit├Ąt hat, aber ich finde das an Dreistigkeit nicht zu ├╝bertreffen, w├╝rde ich sagen. Zumal man eben noch versucht, naja, was auch immer. Wir wollen ja nicht weiter in Hastiraden versinken, davon gibt es genug auf der Welt.
Dann lass uns lieber ein bisschen was machen, was sich gew├╝nscht worden ist. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Es handelt sich hierbei keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Pipp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko... Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen. Wir wurden gefragt, ob wir SimilarWeb und Zemrush mal wieder vergleichen k├Ânnten. Ich meine, wir h├Ątten das sogar schon mal gemacht, oder?
Aber die haben ja neue Ergebnisse geliefert. Die sind insofern vergleichbar, dass es beides Outside-In-Analyse-Tools sind in einem anderen Preissegment. Jeweils die zu einem sehr ├Ąhnlichen Zeitpunkt an die B├Ârse gekommen sind letztes Jahr. Die sind beide im Sheet drin, gl├╝cklicherweise. Sonst h├Ątte ich es wahrscheinlich nicht geschafft, das vorzubereiten. Aber die SimilarWeb-Zahlen sind schon vor l├Ąngerer Zeit gekommen. Und Zemrush ist auch rausgekommen. Wir gucken uns einfach mal die Zahlen an. SimilarWeb ist schon vor einiger Zeit gekommen. Die sind leicht beschleunigt gewachsen. Das war im Vorquartal nur noch 46,1%. Jetzt ist man wieder bei 51%, also leicht beschleunigt. 13% im Vergleich zum Vorquartal. Die Cross-Margin hat ein bisschen gelitten. Das hatten wir wirklich schon mal besprochen. F├Ąllt mir gerade auf, wo ich sage, ich glaube, weil sie neue Datenquellen eingekauft haben, die sie nicht sofort monetarisieren. Und ich habe in unserem Sheet so einen kleinen Chart mal reingebaut. Da sieht man sehr gut, dass sie schon das Revenue steigern, aber das Operating Income sich auch schon sehr stark negativ ausweitet. Von daher ist es schwer. Ich glaube, ich hatte damals gesagt, dass es sich schon noch drehen k├Ânnte. Die Magic Number wird leicht besser gerade. Aber die Rule of Forty ist mit 25 eigentlich zu klein. Der Operating Cashflow liegt bei minus 26%. Im Vergleich zu 50% Wachstum ist das ein klein bisschen zu viel eigentlich. Das hei├čt, die sind beide sehr fair bewertet. Wenn ich mich jetzt festlegen m├╝sste, w├╝rde ich wahrscheinlich SEMrush w├Ąhlen, nicht SimilarWeb. Aber auch unter anderem, weil die NRR bei SimilarWeb nur 113 ist, wobei die sich aber verbessert. Genau darauf habe ich, glaube ich, die Turnaround-Fantasie so ein bisschen aufgebaut. Also es gibt eine ... Ich bin niemand, der auf Turnaround setzt normalerweise, aber es deutet sich eine leichte Verbesserung der wichtigsten Kennzahlen, n├Ąmlich in dem Fall der Magic Number und NRR, ab bei SimilarWeb. Und das k├Ânnte dazu f├╝hren, dass sie sich in Richtung 40 bewegen bei der Rule of Forty. Aber ich wei├č nicht, ob man darauf spekulieren muss. Im Moment gibt es viele g├╝nstige Tech-Werte. Ob man dann ausgerechnet die mitnehmen muss, wei├č ich nicht. Im Moment sind sie nicht gut genug, was Cross-Margin und Operating Cashload, Operating Margin angeht. Die operativen Kennzahlen tendieren aber so ein bisschen im Moment in die richtige Richtung. Deswegen w├╝rde ich sie jetzt auf keinen Fall aufgeben zu fr├╝h. Und SEMrush wiederum, deren Zahlen sind k├╝rzlich gekommen, von 49 auf 54 Millionen Umsatz. Das ist noch relativ klein gestiegen. Das ist keine Beschleunigung, sondern eine leichte Verlangsamung von 53 auf 57,5%. Die Cross-Margin hat sich aber verbessert auf 78,5 von zuvor 77. Und der Operating Cashload ist relativ stark. Der ist n├Ąmlich 44% des Umsatzes. Also man generiert viel Cash. Da muss man aber vorsichtig sein, weil SEMrush n├Ąmlich nach meinem Marktrauschen versucht gerade viele Nutzer hoch zu verkaufen in teurere Pakete. Und das wird Cashflow wirksam, bevor es Revenue wirksam wird. Also du kannst jetzt f├╝r zwei Jahre einen Vertrag abschlie├čen. Und dadurch hat man hohe Billings in einem Quartal und einen hohen Cashflow. Aber das Revenue-Wachstum wird dadurch vielleicht nicht dauerhaft auf der gleichen H├Âhe bleiben. Was aber gut ist, ist, dass die DB-NER steigt von im Vorjahr 114 auf jetzt 126%. Das ist ein guter Anstieg. Und 126 ist auch schon im wirklich sehr guten Bereich. Die Rule of Forty liegt inzwischen bei 92%. Das liegt aber so ein bisschen an dem Cashflow-Effekt. Weil wir in der Rule of Forty den Operating Cashflow drin haben. Und weil der hier so extra stark ist und weil der eben eventuell so ein bisschen nach vorne gezogenes Revenue sein k├Ânnte, bin ich da. Es sieht auf dem Papier ganz gut aus, aber ich w├Ąre noch vorsichtig skeptisch. Aber wenn meine Sorgen nicht begr├╝ndet sind, dann haben die gerade eine 92er Rule of Forty, die extrem gut w├Ąre. Haben ein gutes Wachstum, so um die 50%. Sind Cashflow positiv und auch sonst beim Operating Income fast schon profitabel. Nach Gap. Und dann sind sie eigentlich, ich glaube, mit dem 10er-11er Sales Multiple gerade relativ g├╝nstig bewertet. Und sie kriegen wahrscheinlich gerade einen Russlandabschlag, der insofern eigentlich nicht wirklich begr├╝ndet ist, wenn wir recht haben. Also ich glaube jetzt nicht, dass sie direkt unter den Restriktionen leiden oder unter den Sanktionen leiden. Und ich glaube auch nicht, oder ich w├╝rde denken, dass Firmen das nicht freiwillig sanktionieren. Ich kenne Teile des Teams von SEMrush und einmal den Gr├╝nder Oleg auch kennengelernt. Ich w├Ąre sehr ├╝berrascht, wenn die jetzt Putin-Freunde werden, um das so weit vielleicht nur zu sagen. Und ich glaube, es ist auch super wichtig ├╝brigens, diese Sanktionen sind total wichtig und auch, dass die relativ l├╝ckenlos durchgezogen werden. Das darf aber jetzt nicht in irgendwie eine Russophobie oder so ausarten. Also ich wei├č genau, wie komisch sich das gerade anf├╝hlt, wenn in der Bahn oder im Restaurant neben euch jemand Russisch spricht. Und dass man, dass diese Sprache so eine gewisse H├Ąsslichkeit irgendwie erlangt hat und einem komische Gef├╝hle gibt. Aber gerade die im Ausland lebenden Russen und auch viele in Russland lebende Russen sind halt ├╝berhaupt nicht einverstanden mit der Politik Russlands. Und ich glaube, es ist ganz gef├Ąhrlich, wenn wir jetzt anfangen, insbesondere die Russen, die uns tagt├Ąglich ├╝ber den Weg laufen, skeptisch zu betrachten. Kleines Beispiel, ich war am, war das auch am Sonntag? Ich glaube, es war auch am Sonntag. Es gibt in Berlin russische Superm├Ąrkte, die 24-7 aufhaben, auch am Sonntag. Und ich war da einkaufen und bin dann mit zwei bedruckten Plastikt├╝ten mit der russischen Flagge drauf durch die Stadt gelaufen. Und das f├╝hlt sich ein bisschen nach Spie├črutenlauf an, mit diesen Plastikt├╝ten gerade durch die Stadt zu laufen. Und wir m├╝ssen da wirklich aufpassen, dass wir verstehen, dass wir nicht mit Russland im Krieg sind, sondern dass das zu 100 Prozent Putins Krieg ist und wir mit dem russischen Volk an sich eigentlich kein Problem haben. Und deswegen seid bitte nachgiebig und versteht das auch. Und viele der Menschen, mit denen ich jetzt zum Beispiel gerade durch die Aufnahme der Fl├╝chtlingsfamilien zusammenarbeite, die sind ausnahmslos russisch. Also Russen, die in Berlin leben, russische Diaspora in Deutschland. Und die sind gerade unter anderem, die sich am meisten bem├╝hen, ukrainischen Familien zu helfen bei der Flucht. Von daher nur der Appell, dass wir das nicht verwechseln, wer Putin und wer Russland ist.
Ich habe von einem Nachbarn erfahren, dass es gar nicht so einfach ist, Lkw-Fahrer zu finden, die von Russland Sachen bringen, weil die wohl angegriffen werden, wenn sie mal eine Pause machen oder so.
Ja, aber genau dahin darfst du halt nicht f├╝hren. Also ich verstehe total die Gef├╝hle, die in den Mund kommen. Und ich habe das auch, aber das ist irrational. Da muss man sich irgendwie gegen wehren. Und ich w├╝rde sagen, die allermeisten Deutschen sind nicht in der Lage, ukrainisch, russisch und polnisch auseinanderzuhalten. Ukrainisch ist eher am ehesten eine Mischung zwischen polnisch und russisch. Und ihr wisst weder, ob das ├╝berhaupt wirklich Russen sind, ihr wisst nicht, ob die aus Russland genau deswegen gefl├╝chtet sind. In den allermeisten F├Ąllen werden sie keine Putin-Unterst├╝tzer sein. Also sofern jemand nicht mit einer russischen Flagge durch die Stadt l├Ąuft und irgendwie Heil-Super-Operationen sagt, versuch den Leuten offen gegen├╝ber zu bleiben oder respektvoll wenigstens.
Dann haben wir eine weitere Frage. Die f├Ąngt an mit der Vater eines Bekannten von mir. Ich w├╝rde das so und ├╝bersetzen mit ich. Also wenn jemand so eine Frage stellt wie ich frage f├╝r einen Freund, dann finde ich es meistens, ist es vielleicht die Person selbst, wahrscheinlich liege ich damit falsch. Aber es wird folgendes Setup. Der Vater eines Bekannten hat ein siebenstelliges Depot, welches von einem Verm├Âgensverwalter verwaltet wurde. Tats├Ąchlich verwaltet, weil es war schlechter als der MSCI World. Also ein ETF h├Ątte sich mehr gelohnt und man h├Ątte weniger bezahlt. Jetzt wird das alles aufgel├Âst. Man hat jetzt 25 Einzeltitel von BASF bis Siemens und muss jetzt sich ├╝berlegen, was man damit macht. Also was verkauft man, was beh├Ąlt man und was macht man damit? Und die Frage ist, wen fragt man? Also geht man zu einer Bank, geht man zu einem anderen Verm├Âgensverwalter? Ich h├Ątte jetzt gesagt, die schnelle Antwort von mir w├Ąre, einfach MSCI World und Augen zu, wenn man nichts damit zu tun haben m├Âchte. Was w├╝rde Pip machen?
Ja, gute Frage. Also ich w├╝rde nicht zu einem Verm├Âgensverwalterberater gehen. Ich w├╝rde auch unserer Verwaltung Beratung nicht h├Âren. Wir bieten keine an. Aber wissenschaftlich ist es klar. Also es ist A, der MSCI World hat das in der Vergangenheit geschlagen und sonderstatistisch ist es zumindest h├Âchstwahrscheinlich, dass es auch in der Zukunft tut. Und it's always the right time to do the right thing. Also man sollte sich vielleicht zu irgendwelchen steuerlichen Aspekten beraten lassen. Das kann ich nicht durchsteigen, noch weniger als das andere. Aber ich w├╝rde weder bei einem Verm├Âgensberater bleiben noch zu einem gehen. Wenn man ├╝berzeugt ist und verstanden hat, warum der MSCI World langfristig, ich glaube der Horizont ist hier auch langfristig, die beste Alternative ist, dann w├╝rde ich eben keine sell or hold Entscheidung treffen, sondern ich w├╝rde es umschichten. Wir kennen jetzt auch die einzelnen Titel alle nicht, aber so einen Bairds und Siemens w├╝rde ich zum Beispiel nicht besitzen wollen. Ich glaube nicht, dass sie langfristig in der Lage sind, den MSCI World auszuperformen. Verm├Âgensverwalter k├Ânnen Sinn machen, wenn man eine etwas h├Âhere Pr├Ąferenz f├╝r Kapital erhalt hat. Wobei, du hast vollkommen recht, du hast es schon erw├Ąhnt, dass auch dann die Verwaltungskosten ganz oft die Performance oder die risikoadjustierte Performance dann wieder auffressen. Was einige Verm├Âgensverwalter schaffen, ist, dass sie im Abschwung ein bisschen weniger verlieren. Die gehen nicht so hoch, wenn es l├Ąuft. Also wenn jetzt 2020 haben die Verm├Âgensverwalter bestimmt nicht irgendwie wie der Nestec oder MSCI World performt. Aber es gibt ein paar, die in der Krise auch nicht so viel verlieren. Irgendwie ein Flossbach von Storch, Multiple Opportunities oder so. Da hast du wahrscheinlich ein bisschen mehr Sicherheit drin, weniger Drawdown. Also du bist nicht ganz so weit unter Wasser, wenn es mal kracht, w├╝rde ich vermuten. Aber wenn man langfristig genug denkt, ist das eigentlich nicht mehr so wichtig. Wie gesagt, wir wissen, dass MSCI World langfristig besser ist. Der Schnitt der Verm├Âgensverwalter und auch die unteren 99% schaffen es nicht. Die Wahrscheinlichkeit, den 1% zu treffen, der es vielleicht zwischenzeitlich mal schafft, ist so unwahrscheinlich. Und es gibt auch niemand, der jetzt sagt, ich mache einmal ein Portfolio. Also niemand, der das seri├Âs macht, glaube ich, der sagt, ich mache hier einmal eine Portfolioanalyse und sagt hier sieben Zeiten BASF raus, Bayer kaufen, Deutsche Bank kommt wieder. Also es gibt bestimmt viele Leute, die das verkaufen. Dass die Sachen damit besser laufen als MSCI World, halte ich f├╝r unwahrscheinlich. Von daher w├╝rde ich nochmal irgendwie steuerliche Aspekte abklopfen und ansonsten in die statistisch nachgewiesene bessere Strategie wechseln. Also ich habe jetzt nur ganz lang gesagt, was du sofort gesagt hast in zwei S├Ątzen.
Wenn du so kurz reden w├╝rdest wie ich, dann w├Ąre der Podcast wahrscheinlich nur zehn Minuten lang. Die letzten Tage haben wir immer mehr gesehen, welche Firmen jetzt aus Russland rausgehen oder nicht mehr in Russland mit Russland arbeiten m├Âchten. Bis auf Coca-Cola gef├╝hlt jede Firma. Was passiert denn?
Also die fast alle FMCGs, also Konsumg├╝terkonzerne, sind glaube ich noch in Russland aktiv. Die kann man ruhig mal alle sch├Ąmen. Also ich habe jetzt die Liste nicht hier, aber es gibt da eine ├ťbersicht. Aber es ist Coca-Cola und viele andere, also insgesamt im Bereich Konsumg├╝ter, sind noch viele aktiv geblieben.
Was machen denn jetzt die ganzen Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, die in diesen Firmen arbeiten? Also in den Firmen, die jetzt ab sofort kein Business mehr dort machen.
Was viele Firmen machen, glaube ich, da gibt es ganz viele Aspekte. Also Russland hat auch, glaube ich, ein ├ťberangebot an Jobs. Dieser Headhunter-Group, die wir mal erw├Ąhnt haben, l├Ąuft ja unter anderem deswegen gut, weil die, ich habe vorhin erw├Ąhnt, dass sie die gleiche Alters oder eine sehr ├Ąhnliche Alterspyramide haben. Plus, dass junge Leute weggehen oder im Krieg verheizt werden. Von daher werden die sicher alle relativ schnell wieder einen Job finden. Was tats├Ąchlich aber oft passiert, wenn die Firmen sagen, wir ziehen sich zur├╝ck, das hat man jetzt vor allen Dingen bei den Big Four-Consulting-Firmen gesehen. Also irgendwie BCG, McKinsey, dann auch die kleineren Accenture und so haben sich alle zur├╝ckgezogen. Und was die machen ist, die spalten ihre russische Division ab und sagen sozusagen, wir cutten die off, wir schneiden die von unserem Netzwerk ab. Also ich wei├č nicht, ob die die Marke noch benutzen d├╝rfen, aber die meisten dieser Firmen sind ja als Partnerschaften organisiert und die sagen, das geh├Ârt offiziell nicht mehr zu unserer Partnerschaft. Nach meinem Verst├Ąndnis k├Ânnen die weiter operieren in Russland und irgendwie versuchen sich selbst zu vermarkten oder weiter mit Kunden zu arbeiten. Was nicht mehr passiert ist, dass, keine Ahnung, KPMG Russland, dann jemand in Amsterdam oder in London fragen kann nach einer Meinung oder so. Diese Business-Ties werden gecuttet, die Verbindung. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Firmen weiter operieren. Skeptisch zu betrachten w├Ąre es nat├╝rlich vor allem dann, wenn es so eine Art R├╝ckkaufvereinbarung gibt. Also du kannst ja sagen, wir schneiden die ab und offiziell verschwinden die aus unserem Firmenorganigramm. Und wir haben aber ein Vorkaufsrecht zu einem sehr g├╝nstigen Preis, eine Call-Option auf diese Firma, wenn die Sanktionen wieder fallen. Ich wei├č nicht, ob das so gemacht wird. Ich hielte die Firmen f├╝r schlau genug, sich einen sch├Ânen Segway zu bauen, um auch schnell wieder in den Markt reinzugehen. Nach meinem Verst├Ąndnis ist es so, dass sie jetzt sagen, die k├Ânnen dort weiter operieren, vielleicht nicht mit unserer Brand, um den Sanktionen gerecht zu werden, dann sind sie formell von unserem Netzwerk abgeschlossen. Ob es diese Vereinbarung gibt, wei├č ich nicht. Aber es w├Ąre eventuell ein Weg, dann sehr schnell wieder reinzugehen, wenn alles wieder gut wird. Aber man rechnet damit, dass die russische Wirtschaft durch die Sanktionen jetzt schon sehr, sehr schwer beeintr├Ąchtigt sein wird. Also das Q2 wird es wahrscheinlich haupts├Ąchlich wirksam werden. Wenn es wirksam wird, dann schrumpft die Wirtschaft zweistellig in Russland, was schon sehr stark w├Ąre. Und so oder so werden die wahrscheinlich nicht schaffen, ihren gesamten Personalstock zu ├╝bernehmen. Viele Mitarbeiter werden nat├╝rlich auch einfach evakuiert und vielleicht in anderen Filialen dann eingesetzt. Was jetzt mit denen passiert, die wirklich da bleiben, kann ich gar nicht so genau sagen, ehrlich gesagt. Wo wir gerade bei Sanktionen sind, was noch ganz spannend ist, die von Mastercard haben sich jetzt letzte Woche zur├╝ckgezogen aus Russland. Da steigt man jetzt sehr schnell auf das chinesische System UnionPay um, was tats├Ąchlich das zweitgr├Â├čte Kreditkartennetzwerk der Welt ist. Also sie sind kleiner als Visa, aber gr├Â├čer als Master. W├Ąren damit jetzt noch ein bisschen gr├Â├čer. ├ťberhaupt, Xi Jinping kommt wahrscheinlich vor Lachen nicht mehr in Schlafgrad, dass wir uns hier in Europa die K├Âpfe einhauen. Egal was wir tun, ob wir mit den Sanktionen unsere eigene Wirtschaft auch treffen und die der Russen, das alles n├╝tzt ihm. Er ist der Einzige, mit dem die Russen noch handeln k├Ânnen. Das hei├čt, er kauft das ├ľl bestimmt nicht zum Marktpreis bei denen. Er kauft das Aluminium vielleicht nicht zum Marktpreis, weil er der Einzige ist, der es noch abnimmt. Finanziert er einerseits diesen Krieg weiter gegen unsere Sanktionen und kriegt w├Ąhrend bei uns der ├ľlpreis steigt, sein ├ľl vielleicht ein bisschen g├╝nstiger.
Und wir kaufen von ihm dann das russische Gas wieder.
Das w├Ąre schlimm. Was auch ersch├╝tternd ist, dass heute, wir nehmen ja am Montag auf, wurde auch bekannt, dass China sich jetzt doch sehr klar zu Russland bekennt. Und uneingeschr├Ąnkt unterst├╝tzt. Das ist nat├╝rlich ein bisschen besorgniserregend, weil ich glaube, die haben schon abgewartet, wie schlecht das l├Ąuft f├╝r Putin. Ob sie ihn fallen lassen. Das ist eine Frage der Bekenntnis. Kann jetzt entweder hei├čen, dass es doch wieder irgendeinen Schweinedeal gab zwischen den beiden. Oder dass sie glauben, dass er vielleicht doch gewinnen kann in der Ukraine. Das ist nicht so gut. Und der ├ľlpreis geht Richtung 200 gerade. Weil wir diskutieren, das ├ľl eben nicht mehr zu kaufen aus Russland und das Gas. Eventuell erst das ├ľl, eventuell auch das Gas. Was ist die Summe 500 Millionen am Tag? Oder was ├╝berweisen wir an Russland f├╝r die Rohstofflieferung? Das ist schon unheimlich viel Geld, das letztlich den Krieg finanziert. W├╝rde man das jetzt auch noch abschneiden, w├╝rde es deutlich schwerer f├╝r Russland, aber auch deutlich schwerer f├╝r uns werden. Dann w├╝rde es hei├čen eben teurer. Es w├╝rde wahrscheinlich zu einer beginnenden Rezession wiederkommen in Europa. Eventuell. Sehr wahrscheinlich auch in den USA. Das Gute ist aber, dass vielleicht kann man das kurzzeitig eingehen, um damit Putin an den Tisch zu zwingen. Weil er nat├╝rlich davon ausgeht, dass wir das nicht tun. Vielleicht sollte man aber einfach mal ein paar Wochen teurer tanken, um noch mehr Druck auszu├╝ben. Um einfach die Warnungsposition f├╝r Zelensky zu verbessern, indem man noch mehr Geschlossenheit zeigt und noch mehr Stringenz. Was es aber auch vor allen Dingen zeigt, ist, dass wenn Putin rumspinnt und der ├ľlpreis steigt, dass unsere ganze Wirtschaft in eine Zession f├Ąllt, zeigt nur wieder, wie bescheuert diese Milchm├Ądchenrechnungen, die wir Wachstum nennen, vorher waren, die nur auf fossile Brennstoffe beruhten. Wenn die teurer werden, dass sofort das Wirtschaftswachstum auff├Ąllt, zeigt, dass wir unsere ganze Industrie nur mit fossilen Brennstoffen befeuern, die wir nicht richtig bepreisen. Das war in der ganzen Vergangenheit nur von unseren Kindern geborgtes Wachstum. Und wo die externen Effekte von anderen zu tragen sind.
Gibt es ├╝berhaupt eine Hochrechnung, wie viel wir gespart haben durch Corona? Also wie viel weniger wir gefahren sind, wie viel weniger Brennstoff durch Travel usw.?
Eine gute Frage. Habe ich nicht gesehen. Aber es sind weniger Flugwerke, wobei die ja teilweise trotzdem fliegen mussten, um die Landesloss nicht zu verlieren, was total absurd war. Aber theoretisch musste trotzdem weniger geflogen, weniger gefahren, wegen weniger Kreuzfahrt geschiffert werden.
Ja, aber immer interessant zu sehen. Also da gibt es bestimmt irgendwas. Vielleicht finden wir es morgen auf Twitter oder Discord.
Das Interessante ist, dass die Mehrheit, da gab es heute, damit ich ├╝berhaupt, also ich habe wirklich nicht viel News. Das ist ├╝brigens eine andere gute Sache, da erz├Ąhle ich gleich am Ende noch mal was zu. Aber eine andere gute Sache daran, sich mit den wichtigen Sachen zu besch├Ąftigen, ist, dass man weniger Doomscrolling und Newsconsumption macht, tats├Ąchlich. Aber ich habe f├╝r die Vorbereitung zumindest ein paar Podcasts heute noch auf dem Weg hierher geh├Ârt. Achso, ich bin heute ├╝brigens im Exil, im Palast des Friedens, Palast der Friede meine ich nat├╝rlich. KKA und Friede Springer und vor allen Dingen Holger Jabitz lassen mich heute freudigerweise, weil bei mir zu Hause an Podcast aufnehmen oder vorbereiten nicht zu denken ist, im Springer-Neubau aufnehmen. Vielen Dank daf├╝r. Und auf dem Weg hierher habe ich heute noch ein paar Podcasts, vielen Dank daf├╝r. Und auf dem Weg hierher habe ich den Handelsblatt Today Podcast noch geh├Ârt und die haben sich auf eine YouGov-Studie bezogen, wonach 54% der Deutschen durchaus bereit w├Ąren, ein bisschen weniger zu heizen, um die Energieabnahme oder ├ľlabnahme von Russland zu reduzieren. Und vielleicht sollten noch mal die gro├čen Unternehmen fragen, ob die das auch so sehen. Ich vermute ja nicht, aber w├╝rde man jetzt den Volkswillen durchsetzen, dann m├╝sste man eigentlich schon l├Ąngst sagen, wir wollen das ├ľlen nicht mehr kaufen. Vielleicht kann ja jeder sich so ein sch├Ânes Flecktarn-Hoodie wie du anziehen und dann die Heizung zwei Grad tiefer stellen. Im Moment scheint das vielleicht noch nicht der Konsens, aber der Willen der Mehrheit der Bev├Âlkerung zu sein. Und ich bin auch daf├╝r, dass man das umsetzt. Im Moment ist es so, dass unsere Strom- und Gasrechnungen Putins Truppen bezahlen. Und sei es nur als Druckmittel oder vielleicht sogar ein bisschen auf Dauer. Im Sommer wird es eher einfacher, logischerweise. Und die Sommer werden eher w├Ąrmer. Ich f├Ąnde es schon sinnvoll, da noch mehr Druck aufzuh├╝ben. Apropos Verhandlungstisch. Es wurden so ein paar Sachen angeblich von denen, also es ist unbest├Ątigt, aber durchgestochen von den Verhandlungen. Der Wunsch von Putin scheint es zu sein, neben Donetsk und Luhansk und die Krim zu behalten, w├╝rde er sich darauf einlassen, einen Marionetten-Pr├Ąsidenten Selenskyi zu behalten, sogar schon. Aber selber einen gef├Ąhrlichen Premierminister einzusetzen, was es zu einer vassalen Republik machen w├╝rde. Aber es gibt schon etwas Gespr├Ąchsbereitschaft. Und ich glaube, wenn die USA, Japan, vielleicht S├╝dkorea, Indien und Europa sagen w├╝rden, wir kaufen jetzt das ├ľl nicht mehr, dass die Verhandlungsmacht nochmal steigt gegen Putin. Die Frage ist, ob man ├╝berhaupt mit dem verhandeln kann. Das hat sich zuletzt nicht so gezeigt.
Dann gab es die News, dass Yandex davor gewarnt hat, dass es vielleicht nicht die Schulden abzahlen kann. Yandex ist ja das russische Google mit ganz vielen verschiedenen Services. Haben auch so eine Art Uber dort und alles. Waren im Februar noch 17 Milliarden wert. Sind irgendwie in Holland based, aber halt russisch. Wie sieht deren Zukunft denn aus? Oder ist f├╝r die eigentlich super, weil Google jetzt kein Werbe-Business mehr in Russland macht und man auf einmal die Marketing-Dollar bei Yandex hinterl├Ąsst?
Ja, schwer. Sie sollten eigentlich davon profitieren, dass Google es auch nochmal schwerer bekommt. Dass es nochmal schwerer wird f├╝r Google auch in Russland. Da k├Ânnte Yandex dann stark von profitieren. Vielleicht haben sie gemeint, ich glaube, es wurde russischen Unternehmen untersagt, ihre Auslandsschulden in harter W├Ąhrung zu bezahlen. Das hei├čt, sie m├╝ssen die im Moment in Ruble bezahlen, was bald wertloses Geld ist. Der Rubelkurs bricht weiter brutal ein. Das hei├čt, ich wei├č gar nicht, ob das so Yandex-bezogen ist oder ob das nicht fast alle russischen Unternehmen betrifft, dass die sich jetzt weigern m├╝ssen, beziehungsweise sagen, wir bezahlen jetzt unsere Schulden in Rubel. Das w├╝rde den Rubelkurs auch weiter unter Druck setzen, weil die Schuldner w├╝rden die auch sofort wieder umwandeln. Was Putin nat├╝rlich will, ist, dass die Unternehmen nicht Fremdw├Ąhrungen kaufen, um die Schulden zur├╝ckzuzahlen, weil das w├Ąre weiterhin Rubelkurs dr├╝cken w├╝rden. Wenn sie es dem Schuldner geben und der es verkauft, dann hat es aber den gleichen Effekt. Ich wei├č nicht. Ich w├╝rde Yandex noch nicht aufgeben. Ich glaube im Zweifel, da das letztlich stark zensiert ist und zu einem gewissen Grad zum Propagandaapparat mitgeh├Ârt, w├╝rde ich davon ausgehen, dass das ein essenzieller Bestandteil des russischen Internets bleibt. Die Aktien w├╝rde ich ganz sicher nicht kaufen, so wie keine russische Aktien und doch immer weniger chinesische Aktien. Also sp├Ątestens nach diesem klaren Bekenntnis von China heute. Ich hatte ja letztes, vorletztes Mal, wei├č ich nicht mehr, gesagt, dass ich meine letzte China-Aktie verkauft habe. Ich hielt es f├╝r eine gute Aktion, entweder moralisch oder auch wirtschaftlich einigerma├čen gef├Ąhrlich, jetzt weiter China-Aktien zu halten. Wie gesagt, Yandex, der Staat kann nur begrenzt viele Unternehmen retten, beziehungsweise die Sperrbank. Ich wei├č nicht, wie viele ausl├Ąndische Schuldner Yandex hat. Aber die Frage ist, wie sehr du den Bankrott dann ├╝berhaupt noch erzwingen kannst, das wei├č ich wiederum nicht. Im Zweifel kann Putin noch einfach sagen, die Zahlungsverpflichtungen haben keine G├╝ltigkeit mehr, ich wei├č es nicht. Aber die haben noch ein 1er Sales Maltepil oder so, das sind schon krass g├╝nstig bewertet nat├╝rlich, aber kaufen w├╝rde ich sie trotzdem nicht. Also pro Forma sind sie wahrscheinlich schon pleite.
Wahnsinn. Was denkst du, wie viele russische Firmen haben die ├Ąhnlichen Probleme jetzt in der Zukunft?
Fast alle, die Auslandsschulden haben, w├╝rde ich sagen. Und die anderen haben das Problem mit der sinkenden Volkswirtschaft. Das hat halt schon sehr weitreichende... Achso, ich war heute noch in einem anderen russischen Laden, der hatte erhebliche Probleme mit seinem Kassensystem. Ich wei├č nicht, ob das in Deutschland oder Russland war, oder ob sein Konto in Russland liegt. Aber der meinte, der hat mit dem Taschenrechner die Rechnung gemacht, weil er meinte, irgendwie funktioniert seit gestern seine Kasse nicht mehr so gut. Und die haben halt auch riesige Probleme. Die k├Ânnen ja die Waren nicht mehr importieren. Die d├╝rfen ja keine russische Waren mehr kaufen demn├Ąchst. Da k├Ânnen ein paar Bulgarer schon polnische Waren verkaufen, aber denen trifft das halt auch super hart. Bist du ├╝berhaupt ein Fan von Ray Dalio?
Boah, es gibt ganz viele Leute, die ihn f├╝r super schlau halten.
Ich habe ehrlich gesagt, sein Standardwerk ist Prinz, aber ich habe es selber nicht gelesen. Scheint sehr erfahren zu sein, alles aus beruflichem Munde zu kommen. Ich habe mich mit den Theorien, Shame on me, aber noch nie wirklich auseinandergesetzt. Aber da gibt es irgendwelche News, und du hast versprochen, da ich mich nicht vorbereite gerade. Da bin ich gespannt, was du mir dazu erz├Ąhlen kannst. Bei Prinz hat er ja irgendwie, ich wei├č nicht, wie viele es sind,
80, 90, 100, 200, 300, 500, 500, 500, 500, 500, 500, 500, 500, 80 oder 40 Principles runtergeschrieben, und sagt, jedes Unternehmen sollte Regeln haben, damit alle wissen, wie man zu handeln hat. Das Buch war auch sehr gut. Was hatte er, ein Fonds oder so was? Oder irgendwie im Banking irgendwas? Er hat auf jeden Fall damit seine Firma gemanagt. Mit dem Buch eigentlich angefangen, ich habe das Buch erst mal mitgebracht, mit dem Buch eigentlich angefangen, als Autor um die Welt zu ziehen. Jetzt hat er, glaube ich, Ende des Jahres ein neues Buch rausgebracht, Changing World Order, oder Principles for Dealing with the Changing World Order, was nat├╝rlich jetzt wieder voll reinpasst. Es gibt so ein sch├Ânes Erkl├Ąrvideo, das so der Teaser des Buches ist, in dem er alles fein s├Ąuberlich mit seiner sch├Ânen Stimme erkl├Ąrt, wie die verschiedenen L├Ąnder, wie beispielsweise anfangs die Holl├Ąnder, dann die Engl├Ąnder, dann die Amerikaner, und jetzt die Chinesen, immer in so einem Big Circle sind, und sich nach oben arbeiten, und dann irgendwann ├╝ber die Verh├Ąltnisse leben. und dann irgendwann sich ├╝ber die Verh├Ąltnisse leben, und er halt darauf alles abbildet. Das Beispiel, was bei mir h├Ąngen geblieben ist, ist, dass die Holl├Ąnder waren diejenigen, die am ehesten gute Boote bauen konnten, und dann haben die immer mehr Wohlstand aufgebaut.
Die Holl├Ąnder konnten gute Boote bauen? Wie gute Civilization-Spieler kennen, waren das Floyden, die Boote. Und Holl├Ąnder sind sehr gute Sumpf-Trockenleger. Deswegen gibt es in vielen St├Ądten der Welt ein holl├Ąndisches Viertel. Es gibt so einen Witz, wenn Aliens irgendwann mal auf die Welt kommen, denken die Menschen m├╝ssen total bescheuert sein, weil die ihre sch├Ânsten St├Ądte immer direkt in S├╝mpfe bauen. Das wiederum liegt nat├╝rlich daran, dass St├Ądte dort entstanden sind, wo Fl├╝sse sind, und typischerweise wo der Fluss mit seichten Wasser ├╝berquert worden konnte, also als noch nicht einfach verbr├╝cken zu worden, sind in der Regel auch S├╝mpfe. Und das wiederum konnten die Holl├Ąnder, die gro├če Deichbauer usw. sind, extrem gut trockenlegen. Und deswegen hat der alte Fritz zum Beispiel auch die Holl├Ąnder eingeladen nach Potsdam, wo es auch ein holl├Ąndisches Viertel gibt, um immer da, wo ein Sumpf war, und ich glaube auch in Dessau und 10.000 anderen St├Ądten, dann haben die das mal sch├Ân trockengelegt,
und dann haben die das Bildungsauftrag abgeschlossen. Vielen Dank. Auf jeden Fall, die Holl├Ąnder waren dann irgendwann die Leute zu teurer, und dann haben die Engl├Ąnder, die haben ja g├╝nstigere Leute gehabt, die waren ja noch nicht so weit, die haben dann einfach von den Holl├Ąndern die Designer eingeladen und haben dann die Boote g├╝nstiger gebaut
und haben dann angefangen, ihren Wohlstand aufzubauen. Noch schlauer ├╝brigens, einer der gro├čen, einer der wenigen Zahnden und Despoten, die Russland zum Vorteil gediehen waren, hat es noch schlauer gemacht. Der ist n├Ąmlich als Jugendlicher oder junger Mann durch ganz Europa gezogen, unter anderem zu den Holl├Ąnder, um Boote zu bauen und sowas zu lernen, und hat die Technologien, wie die Chinesen heute, nach Russland exportiert und die russische Industrie damit aufgebaut, dass er das Beste aus der ganzen Welt geklaut hat und den Russen beigebracht hat. Das war so ein bisschen die Bl├╝tezeit Russlands, in der das passiert ist. Und auch nicht die letzte. Das ist ├╝brigens ganz spannend, dass der Rubel komplett kaputt gemacht wurde, auch schon vorher von Putin, wei├č man ja, von den Baltischen Zaaten zu den anderen Nachbarl├Ąndern. Das ist wirklich desastr├Âs. Der Wohlstand in Russland w├Ąchst einfach ├╝berhaupt nicht. Und selbst dann ist er eben noch sehr ungleich verteilt.
So, jetzt wieder du. So verteilt sich das. Meine Frage an dich ist, glaubst du jetzt, dass Amerika und Europa sich mehr und mehr nach unten entwickeln und wir jetzt wieder eine Epoche haben, wo China einfach on top ist und uns alles bestimmen wird? Es geht ja so ein bisschen auch um, wer denn die Default-W├Ąhrung hat. Wird der Dollar nicht mehr so wichtig? Wird alles nur noch China, China, China sein? Oder glaubst du, Amerika und Europa haben noch einen Stellenwert? Oder kommt Indien auf einmal? Indien kommt auf jeden Fall. Aber ich glaube, dass wir uns jetzt
ein bisschen mehr auf die Welt achten m├╝ssen. Ich glaube, dass die Welt ja heute deutlich globalisiert ist. Zur Zeit der Holl├Ąnder brauchtest du wahrscheinlich ein Vierteljahr, um mit deiner Fleute von Holland nach Indonesien zu reisen. Und da war es jetzt nicht so, dass sich Leute zum Studieren dahin begeben haben. Und ich glaube, es ist schon wichtig in Zukunft, in einer Wissensgesellschaft, die F├Ąhigkeit eines Landes, Talente anzuziehen. Das ist, glaube ich, wichtiger als damals. Weil die Talente damals einfach nicht so mobil waren wie heute. Und was ich schon den USA durch die starke Wirtschaftskraft und der vermeintliche Ausblick dort, gro├če Verm├Âgen am einfachsten zu schaffen, oder eben Europa durch ein sehr gutes Sozial- und Wertesystem, dass das schon noch viel mehr ist, dass wir uns da auch noch ein bisschen mehr auf die Welt achten m├╝ssen. Und das ist auch ein sehr wichtiges Wertesystem, dass das schon noch viel Anziehung aus├╝bt. Es ist ja noch nicht so, dass irgendwie unsere besten Studenten nach China gehen, oder unsere besten Sch├╝ler nach China gehen, um zu studieren. Das sehe ich noch wenig. Es gibt Leute, die das gerne verstehen wollen, wie China funktioniert. Aber wir reisen noch nicht, im Moment zumindest noch nicht, da hin, um uns was abzugucken. Und ich glaube, das begrenzt so ein bisschen den Faktor. Das eine ist, dass China nicht nur der beste Staat von China ist, andererseits ist es nat├╝rlich, dass sie zu einem Gro├čteil der Technologie Zugang haben inzwischen, weil es entweder nachentwickelt, geklaut oder was wei├č ich wurde. Und dass sie das dann mit g├╝nstigerer Arbeitskraft exekutieren k├Ânnen. Das ist strategisch, weltpolitisch, in der globalisierten Welt, glaube ich, schon ein System, das nur einen gleichen Vorteil hat, hat Indien. Aber ob die wertvollsten Companies da gebaut werden, da bin ich mir nicht so sicher. Zumal, auch China isoliert sich ja jetzt weiter damit. Die haben den gro├čen Vorteil, dass wir keine Sanktionen gegen die erlassen werden k├Ânnen, aufgrund der hohen Verquickung mit unseren Wirtschaftszweigen. Aber ich w├╝rde eher glauben, dass die gr├Â├čten Unternehmen der Welt die gesamte westliche Welt als Markt haben. Auch wenn die nicht so viel Geld haben, aber die die gr├Â├čten Unternehmen der Welt sind, die die gesamte westliche Welt als Markt haben. Auch wenn China sozusagen der gr├Â├čte Binnenmarkt der Welt ganz sicher wird, oder sogar schon ist, wei├č ich gar nicht. Und Indien wird aber auch in die Top 5 reinkommen, wenn sie es nicht schon sind. Oder wahrscheinlich Top 3 langfristig.
Oder werden wir irgendwann nur noch Firmen vergleichen und nicht mehr L├Ąnder oder Kontinente?
Ja genau, das ist ja auch schwer zu sagen. Wo geh├Âren, ist ja, nimm Semrush so. Das ist in New York und ist in Russland gegr├╝ndet. Es hat die meisten Kunden wahrscheinlich in Indien. Tats├Ąchlich, w├╝rde ich vermuten, kann mich irgend. Also so einfach ist das gar nicht zu trennen. Ist ein Apple ein US-Unternehmen? Wei├č ich nicht.
Ist in Russland ├╝berhaupt noch VPN erlaubt?
Wie willst du das unterbinden?
In China wurde es verboten. Apple d├╝rfte ab 2017 keine VPN-Apps mehr im App Store haben. Ja, ich w├╝rde davon ausgehen, dass Russland das ganze Playbook,
das du in China hast, auch mehr oder weniger durchzieht, was das Internet angeht. Oder sie wird das Splinternet haben in Zukunft mit einem komplett eigenen Universum. Also Facebook und Twitter sind schon drau├čen. Google, ich glaube, ist eine Frage der Zeit. Google funktioniert jetzt schon nicht. Also Reviews gehen nicht. Die Nachrichten sind schon zensiert.
Dann haben wir noch eine letzte Frage. Die kann ich auch kurz beantworten. Die Antwort ist Nein. Die Frage ist von einer Person, die zweimal schlauer ist als ich. Aber ich glaube, es ist trotzdem dumm. Und zwar hat die Person so ein bisschen angelegt und zwar auch irgendwie mit Hebel in irgendwelche ETFs. Und dann hat sie gesagt, sie w├╝rde jetzt gerne einen Kredit aufnehmen f├╝r 5000 Euro, um dann MSCI World Anteile zu erwerben. Und rechnet dann so sch├Ân hin und her, was sie sonst noch so gemacht hat.
Und der jetzige Depotwert ist ungef├Ąhr 10.000?
Genau. Also Kredit aufnehmen f├╝r gehebelt MSCI World. H├Ârt sich so an, als ob das eine Safe Bet ist. Was denkt er falsch?
Genau das ist die Frage, die du dir stellen musst. In welchem Szenario gewinnt doch jemand anders? Also es gibt keinen risikofreien Return auf der Welt. Und wenn du das hebelst, verkauft dir das letztlich eine Bank und die macht dabei eine Marge. Du hast immer jemanden gegen den du wettest dabei. Und es gibt halt Szenarien, wo auch das schief geht. In dem Szenario, wo der MSCI World eben 80% f├Ąllt, was nicht oft passiert, aber passieren kann. Also der maximal Drawdown beim MSCI World ist schon relativ ├╝bersichtlich. Aber es gibt immer ein Szenario, wo das funktioniert. Es kann sein, dass sich der Zins anpasst. Es kann sein, dass Inflation oder Deflation deine Rechnung kaputt machen. Das ist wahrscheinlich schlauer in der Phase, wie jetzt zu machen, als vor einem halben Jahr, wo wir in der Bubble waren. Das stimmt alles. Prinzipiell sollte man immer entschieden davon abbreiten, auf Hebel oder mit geborgenem Geld zu investieren. Was ich mir vorstellen k├Ânnte, ist, dass man 20-25% seines Depots so beleidigt. Und ich glaube, eine der Pr├Ąmissen, die er hier hat, ist ja, dass er auch regelm├Ą├čig um 500 Euro im Monat anlegen w├╝rde. Wenn man den Cashflow hat, dass man auch ohne Aktiengewinne diesen Kredit jederzeit bedienen k├Ânnte, dann kann man es vielleicht zu einem gewissen Rahmen machen. Ich w├╝rde den nicht zu hoch w├Ąhlen, sondern deutlich unter 30%, vielleicht besser nur 20 machen. Wenn du das aus deinem eigenen Cashflow herauskommst, aber auch, du kannst auch deinen Job verlieren, du wei├čt ja, was passiert, bedienen kannst, dann ist es gut. Was man auf keinen Fall machen sollte, ist zu sagen, ich zahle den Kredit aus der Dividende zur├╝ck, das wird schon funktionieren. Keine Dividende ist sicher, kein Aktienkurs ist sicher. Also zu hoffen, dass die Performance allein den Kredit bezahlt, das ist kompliziert. Wenn du die zus├Ątzliche Sicherheit hast, dann ist das vielleicht. Aber die extra Rendite ist ja auch relativ ├╝bersichtlich. Am Ende sagt er damit, ich m├Âchte eine Bank werden. Ich brauche mir langfristig Geld und lege das woanders an. Das ist eigentlich nicht die Aufgabe des Wirtschaftsobjekts, sondern das w├Ąre eine Bankingaufgabe. Wer der glaubt, der kann das besser als Banken. Das ist eigentlich, was man denken muss, wenn man das macht. Dass man glaubt, man ist schlauer als Goldman Sachs. Weil die w├╝rden diese kostenlosen Rendite auch gerne mitnehmen. Von daher w├Ąre ich vorsichtig. Wie gesagt, wenn man es aus dem eigenen Cashflow zur Not den Kredit bedienen kann, warum nicht? Dann ist es auch nicht so viel anders als ein Haus kaufen. Aber es sind Assets dahinter. Bei den jetzigen Bewertungen ist es nicht mehr ganz so absurd. Aber das hei├čt nicht, dass es nicht runtergehen kann. Ich w├╝rde es niemals mit mehr als 20-25% des Depots machen. Ich w├╝rde es nie machen. Besser ist auch nie. Da hast du schon recht.
Dann gibt es unsere n├Ąchste Folge. Nehmen wir wieder Freitag auf und senden Samstag.
Machen wir jetzt Daily. Daily w├╝rde mich gerade ein bisschen ├╝berfordern. Wir versuchen mal Freitag aufzunehmen. Ich habe geh├Ârt, n├Ąchste Woche hast du Geburtstag gesto├čen.
Wie alt wirst du?
Zu jung. Deswegen hast du ja deinen coolen Camouflage-Hoodie. Genau, ich fange jetzt an. Kaufst du dir einen SUV? Ne, hast du ja schon. Machen wir am Freitag und h├Âren uns wieder am Wochenende. Ich bef├╝rchte, die Newslage wird nicht besser. Aber die Newslage nervt einfach. Das, was mich heute wirklich nervt, ist die Machtlosigkeit, die man hat. Dass man vom Fernseher sitzt in Apathie und Agonie. Man macht Doom-Scrolling auf Twitter. Man proviantiert sich nur mit Hass und wird immer entt├Ąuschter. Man ist in einem echt schlechten Mental-Health-State. Einer der Gr├╝nde, warum ich empfehlen w├╝rde, Leute aufzuhalten, die sich nicht mehr so gut f├╝hlen, ist, dass sie sich nicht mehr so gut f├╝hlen. Sie sind nicht mehr so gut f├╝hlen. Warum ich empfehlen w├╝rde, Leute aufzuhalten, so nah wie m├Âglich mit Menschen auf der Flucht in Kontakt zu kommen, ist, weil ich glaube, dass es f├╝r den eigenen Mental-Health total sinnvoll ist, Menschen zu helfen. Wir sind Social Animals. Nichts macht Menschen gl├╝cklicher, als anderen Menschen zu helfen und auf Ungl├╝ck zu bewahren. Ich w├╝rde meine Gef├╝hlswelt ungern einem russischen Diktator ├╝berlassen. Ich glaube, der beste Weg, das in den Griff zu bekommen und nicht schlecht zu schlafen und sich jeden Tag zu ├Ąrgern, jeder kennt das, wenn er auf Twitter schaut, dass du anf├Ąngst, noch mehr zu hassen und noch mehr mit der Welt entt├Ąuscht bist und alles schlimm findest, ist, Liebe zu schenken und hilfsbereit zu sein. Und ├╝berhaupt wieder sein Leben in den Griff zu bekommen, dadurch, indem man anderen hilft, ist es deutlich einfacher, mit der Situation umzugehen. Du wei├čt genau, du musst mindestens f├╝r den n├Ąchsten Tag optimistisch sein, um das alles hinzubekommen. Du kriegst positives Feedback. Du l├Ądst dich mit guten Gef├╝hlen auf, statt mit Hass. Du wirst Herr deiner eigenen Gef├╝hle und l├Ąsst dich nicht von einem russischen Vollidioten bestimmen. Und wenn ihr es nicht f├╝r andere Leute macht, dann tut es f├╝r euch selbst. Ich glaube, es ist besser, seinen Kindern humanit├Ąre Hilfe zu erkl├Ąren, als ihnen Krieg zu erkl├Ąren. Da gibt es auch mehr zu lernen f├╝r alle bei. Hast du das Foto von dem, wie hei├čt der Obermotz hier, von der russischen Ortschaftenkirche? Nicht Oligarch, Patriarch, da, der V├Ąterchen. Hast du dessen Kost├╝m gesehen? Der sieht aus wie so von einer Querdenker-Demo mit so einem Mob auf dem Kopf und was auch immer. Und dann hat er gesagt, dass die NATO greift. Warte Sekunde, ich muss das mal nachlesen. Das war so bescheuert, das kann man gar nicht glauben. Aber das war, was mich dann tats├Ąchlich wieder sauer gemacht hat. According to him, the West essentially organizes genocide campaigns against countries that refuse to stage gay parades. Also was wir westliche L├Ąnder machen, ist, wir ├╝ben den Genozid an irgendwelchen L├Ąndern, die wir gerade gar nicht angreifen, die sich weigern, schwule Paraden zu machen. Mir scheint, die russische Ortschaftenkirche ist quasi gleichgeschaltet mit dem Staat. Es gibt irgendwie Kommentare, dass die dem FSB oder KGB untersteht. Das kann ich nicht nachvollziehen und best├Ątigen. Aber es ist schon echt gruselig, was f├╝r eine furchtbare Religion das auch sein muss, wenn der der Obermotz. Daf├╝r gibt es noch lustige Fotos, wo seine 30.000 Dollar Uhr wegretuschiert wurde. Das habe ich auch getwickelt. Was mir dazu eingefallen ist, es gibt diesen Spruch, man braucht keinen Gott f├╝r eine Religion, aber man braucht einen Teufel. Ich glaube, alles, was Putin gerade schafft, ist, dass er der personifizierte Satan ist und damit die Religion der N├Ąchstenliebe gerade so stark auf dem Vormarsch ist. Wie sch├Ân lang nicht mehr das ist. Er hat den Westen gegen sich vereint, dass Leute sich relativ uneigenn├╝tzig helfen. Es gibt einen Grund, warum man die ganzen AfD-Fratzen gerade immer weniger sieht. Es bewirkt auch viel Gutes in der Welt, so hoch die Kosten daf├╝r sind. Deswegen provientiert euch mit Liebe und N├Ąchstenliebe und fangt an, irgendwas zu tun, zu helfen. Denn ihr werdet auch selber davon profitieren und euch besser f├╝hlen. Nicht nur das, was ich gerade gesagt habe. Nicht, weil ihr Gutmenschen seid, sondern weil ihr euer Leben beginnt wieder unter Kontrolle zu haben und nicht euer Gef├╝hl zur Welt anderen Leuten zu ├╝berlassen. Mit dieser Andacht zum internationalen Frauenmarkt, herzlichen Gl├╝ckwunsch an alle Frauen, die das h├Âren. Es ist euer Tag morgen, lasst euch verw├Âhnen. Wir h├Âren uns am Wochenende wieder.
Du hast noch was zu sagen. F├╝r alle M├Ąnner, die sich daran erinnern k├Ânnen, dass Montag Equal Pay Day war. Ihr k├Ânnt die Geh├Ąlter der Frauen nach oben ajustieren. Es sind immer noch 18% Unterschied.
Peace. Wir sind auf jeden Fall wieder da.