Doppelg├Ąnger Folge #158 vom 1. Juli 2022

K5 live Pod | ­čŤő 4-Tage-Woche | ­čĄĹ Anteile f├╝r GF | UPstart DOWNgrade | Layoffs | Binance ÔŁĄ´ŞĆ Khaby Lame

W├╝rden wir eine 4-Tage-Woche einf├╝hren? Wie viel Anteile sollte ein neuer Gesch├Ąftsf├╝hrer erhalten? Northern Data ver├Âffentlich Zahlen. Morgan Stanley stuft Upstart runter. UiPath entl├Ąsst und Meta stellt weniger an. Binance kauft sich Promis: von Cristiano Ronaldo zu dem TikTok Superstar Khaki Lame. Und (fast) alles, was wir (und Tarek M├╝ller) auf der K5 am Mittwoch erz├Ąhlt haben.

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:05:30) 4 Tage Woche

(00:15:00) Gesch├Ąftsf├╝hrer Verdienst

(00:25:30) Northern Data

(00:30:40) Upstart

(00:44:00) K5 Live Podcast

Shownotes:

Northern Data verpasst operative Gewinnprognose f├╝r 2021 - Bilanz-Vorlage verschoben https://www.4investors.de/nachrichten/boerse.php?sektion=stock&ID=163433

Exclusive: Meta slashes hiring plans, girds for 'fierce' headwinds https://www.reuters.com/technology/exclusive-meta-girds-fierce-headwinds-slower-growth-second-half-memo-2022-06-30/

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

Doppelg├Ąnger & Friends auf Twitch am Mittwoch den 6.7.22 um 21 Uhr https://www.twitch.tv/doppelgaengerio

Sheet https://doppelgaenger.io/sheet/

Earnings & Event Kalender https://www.doppelgaenger.io/kalender/

Disclaimer https://www.doppelgaenger.io/disclaimer/

Post Production by Jan Wagener https://twitter.com/JanAusDemOff

Ein Klick auf die Textabschnitte spielt diese ab. Du kannst auch mit dem Player umherspringen.

Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 158. Anfang Juli. Bitcoin unten, Ether unten, Amazon vor Pandemic Niveau. Aber wir sind immer noch gut gelaunt, haben ein paar Fragen f├╝r euch, ein paar News. Und danach h├Ârt ihr uns einen Live Podcast von der K5. So gut geschnitten, dass hier nur die besten Takes und besten News aus der 1. Wie lange haben wir gesprochen? Eine gute Stunde? Wir haben eine halbe Stunde ├╝berzogen, aber eine halbe Stunde sp├Ąter angefangen. Also 45 Minuten. Dann bis ein bisschen ├╝ber eine Stunde, glaube ich. Mal sehen, was Jan rauskommt. Am Ende wurde es doch sehr spannend. Und irgendwie hat Tarek M├╝ller von About You wieder die letzte H├Ąlfte komplett ├╝bernommen. Woran liegt das, dass er so einen Raum, egal wo der ist, den sofort ausf├╝llt? Das ist das Politiker-Gen. Achso, dann wird ihm das ja noch hilfreich sein sp├Ąter. Der erste Doppelg├Ąnger Podcast mit Gast sozusagen. Ja, tats├Ąchlich ist das so. Wird nicht wieder vorkommen. Aber Tarek hat zugesagt f├╝r unsere kleine Doppelg├Ąnger in Friends Discord Sache. Nee, Twitch. Aber wir werden wahrscheinlich ├╝ber Discord sprechen. Und dann das technische Setup. Damit werde ich mich n├Ąchste Woche besch├Ąftigen. Kurz vorher, wie immer. Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Aber ja, also. Und dann ├╝bernimmt er das ja auch. Dann kommt da auch wieder kein anderer. Aber man hat ja auch nicht das Gef├╝hl, man muss den Mikrofon wegnehmen. Ist ja schon auch interessant. Aber moderierst du das dann? Oder wie machen wir das? Ja klar. Oh Gott. Verena hat auch schon zugesagt. Mal gucken. Es wird ein witziger Abend. Also Mittwoch, 21 Uhr auf Twitch. Sonst gute Fragen. Sollen wir direkt starten? Oder hast du noch eine ├ťberraschungsfrage f├╝r mich? Eine ├ťberraschungsfrage f├╝r dich habe ich heute. Warum du ein Hemd an hast, w├╝rde ich fragen. Das ist ein Novum. Sieht etwas casual aus mit drei Kn├Âpfen offen. Aber hast du noch ein Vorstellungsgespr├Ąch heute? Nee, nicht. Sondern ich bin im Regen so nass geworden, dass ich jetzt hier das dreckige Hemd, das eigentlich in die Reinigung sollte, angezogen habe. Also meine Regenkleidung auf dem Fahrrad hat nicht gehalten, was die verspricht. Warum f├Ąhrst du bei Regen denn Fahrrad? Warum nicht? Allwetter-Fahrrad. Also wenn die Regenkleidung stimmt, dann ist es ja okay. Ist ja nicht jetzt minus f├╝nf Grad. Hast du so ein Plastikkondom zum ├ťberziehen? Nee, noch nicht. Ich habe auf Twitter gefragt, was ich mir kaufen soll jetzt. Also das wird meine n├Ąchste Investition. Apropos kaufen. K5, hier E-Commerce. Eine Sache, die man ja schon so ein bisschen gelernt hat, ist, dass alle jetzt wahrscheinlich ein bisschen zu viel gekauft haben und die Lager sehr, sehr voll sind. Du meinst, dass 2021 so viel gekauft wurde, dass dann zu viel bestellt wurde, dass man jetzt nicht los wird? Genau. Also dass Shops zu viel auf Lager haben und jetzt in den kommenden Wochen, Monaten viel Discounts machen m├╝ssen, damit sie die Lager wieder leer bekommen. Vermutlich, genau. Ist das nicht die perfekte L├Âsung und die Antwort, dass die Inflation dann doch vorbei ist? Ja, also die Denkweise, die du hast, ist vollkommen richtig. Hohe Discounts und zu hohe Inventories w├╝rden Preisdruck verursachen. Das Problem ist, dass der Preisdruck, also im statistischen Warenkorb ist Fast Fashion relativ klein drin. Und Technologie, also dein n├Ąchster 50-Zoll-Fernseher, das neue MacBook, das iPhone, das ist so, wenn man um die Technologie bereinigt, also dass da mehr Leistung drin steckt, sind das deflation├Ąre Produkte. Also die werden eher tendenziell immer g├╝nstiger. Das, was die Inflation treibt, sind ja Energiepreise, Lebensmittelpreise. Bis vor kurzem die Autos noch sehr, das k├Ânnte sich ein bisschen ├Ąndern. Und das wird davon leider nicht, also es ist ja nicht so, dass der Edeka jetzt die Butter g├╝nstiger macht, weil die L├Ąger voll sind, sondern eher Klamotten. Das hat schon auch einen Effekt, aber im Vergleich zum Gesamteffekt eher zu vernachl├Ąssigen. Aber das k├Ânnte daf├╝r sorgen, dass es irgendwie von 8,5 auf 7,8 geht oder so was. Aber das wird jetzt uns nicht in normale Sph├Ąren bringen, bef├╝rchte ich. Aber ansonsten ist die Denkweise richtig. Ist nur sozusagen die falsche Kategorie, w├╝rde ich vermuten. Die Sachen, worauf der Handel jetzt gerade sitzen bleibt, das sind Sachen, die die Inflation meiner Meinung nach kaum getrieben haben in der Vergangenheit. Und k├Ânntest du mir und allen H├Ârerinnen und H├Ârern noch einen Gefallen tun? Die V├Âgel wieder, oder was? Kannst du den V├Âgeln bitte was zu essen geben? Oder in den... Sekunde. Sitze ich hier wieder in der Sauna ohne ein laues L├╝ftchen und schwitze mich tot, weil du die V├Âgel nicht h├Âren magst. Ich meine, im Kurzerm Hemd kann man das schon machen. Eine gute Diskussion, die wir bei uns auf dem Discord-Server hatten, war die 4-Tage-Woche. Und zwar, ob wir als CEO auf eine 4-Tage-Woche gehen w├╝rden. Das wurde pro und contra alles auf Discord diskutiert. Dazu gab es so ein, zwei L├Ąnder, die sich da ein bisschen positioniert haben. Belgien beispielsweise hat das Recht auf die 4-Tage-Woche eingef├╝hrt. In England gibt es ein Modell, die testen 180 100. Also, wenn man 100% Produktivit├Ąt bei 80% Arbeit schafft, bekommt man 100% Lohn. Wie siehst du das? Bist du f├╝r die 4-Tage-Woche, weil angenommen, Jan aus dem Off w├Ąre bei uns festangestellt und w├╝rde sagen, er w├╝rde jetzt gerne irgendwie jeden Freitag... Nur die ersten 80 Minuten steigen des Podcasts. Genau. Oder jeden Freitag irgendwie surfen gehen. Wie stehst du zur 4-Tage-Woche? Ich merke gerade, dass ich mich auf die vollkommen falsche Frage vorbereitet habe. Weil ich gelesen habe, also die Frage ist hier ├╝berschrieben mit, w├╝rdet ihr als CEO auf eine 4-Tage-Woche gehen? Und ich habe tats├Ąchlich gedacht, ob die Frage ist, ob ein CEO auch 4 Tage arbeiten kann. Das ist auch irgendwie vorbereitet, das verstehe ich jetzt. Die Frage ist, w├╝rde ich das dem Rest der Firma erlauben, richtig? Genau. Also gibt es ├╝berhaupt einen CEO, der 5 Tage arbeitet? Bei den ganzen Veranstaltungen und so? Es ist ja Arbeit. Okay, also ich glaube, es ist absurd. Es ist unkomplett aus der Zeit gefallen. 4 Tage? Ja. Also wer sich das leisten kann, in welcher Firma das funktioniert, der soll es gerne machen. Ich bin weit entfernt davon, das irgendjemandem zu verbieten. Aber es ist halt eine komplette Bubble-Diskussion. Also wenn du Fintech machst oder so, oder Krypto, oder ich wei├č nicht, Analytics-Startup, und du glaubst, man kann das schaffen, dann k├Ânnen wir gleich dar├╝ber reden, ob das geht. Gerne. Aber w├╝rde man das deutschlandweit machen? Also ich glaube nicht, dass eine M├╝llfrau oder eine Kassiererin oder Kassierer in 4 Tagen die gleiche Arbeit schaffen. Oder jemand, der im Krankenhaus arbeitet. Oder ein Lkw-Fahrer, Lkw-Fahrerin. Wie soll denn das gehen? Also wir haben jetzt schon ├╝berall Mangel in Berufen, die entweder ungelernt sind oder Fachkr├Ąfte. Und wenn du jetzt noch die 4 Tage machen, dann kannst du sagen, wir nehmen jetzt einen 10% R├╝ckgang des GDP in Kauf. Und komplette Zerst├Ârung der Gesellschaft dadurch. Und staatliche Leistungen und so weiter. Also unsere Produktion einigerma├čen aufrecht zu halten, w├Ąre nicht m├Âglich, meiner Meinung nach. Deswegen halte ich es f├╝r, wenn man das f├╝r ein gesamtes Land verordnen und diskutieren m├Âchte, ist das absolut realit├Ątsfern. So kann man das jetzt in einem Startup, wo man die Dienstleistungen haupts├Ąchlich im Homeoffice, digital, meiner Meinung nach auch in einem HQ bringt, kann man das da probieren? Warum nicht? Man kann das tempor├Ąr machen zum Beispiel. Es gibt Branchen, in denen du eine low Seasonalit├Ąt hast. Und da zu sagen, im Winter oder im Sommer erlauben wir das. Warum nicht? Man kann es auch ganzj├Ąhrig ausprobieren. Ich glaube, das ist ein Vorteil. Hier steht noch die Frage, ob man in 6 Stunden konzentrierter Arbeit das gleich geschafft wie in 8 Stunden. Ich glaube schon, dass du im Laufe eines Tages und auch der Woche eine abnehmende Produktivit├Ąt hast. Ich glaube zum Beispiel, dass junge M├╝tter und vielleicht auch V├Ąter, die Teilzeit arbeiten, unheimlich effektive Mitarbeiter sind, weil sie einfach unheimlich organisiert sind. Ich glaube aber andererseits, dass nicht alle Menschen die richten. Das setzt dir voraus, dass du eine sehr gute F├Ąhigkeit zur Priorisierung hast. Dann ist es definitiv so. Von daher glaube ich schon, dass es nicht unbedingt Sinn macht, darauf zu pochen, dass da Leute ihre 8 Stunden absitzen auf Arbeit, sofern sie ihre Ziele erreichen. Das klappt glaube ich nur f├╝r einen sehr kleinen Teil der ├ľkonomie oder der Volkswirtschaft. Und jetzt kommt dein Pl├Ądoyer f├╝r die 4-Tage-Woche. Gl├╝ckwunsch eigentlich f├╝r die 4-Stunden-Woche. Die Kurzversion ist Gl├╝ckwunsch f├╝r die 4-Stunden-Woche. Zweimal in der Woche Podcast aufnehmen von Werbegeldern leben. Und das soll doch bitte jeder machen k├Ânnen. Vielleicht h├Ątte ich zuerst reden lassen sollen. Jetzt traue ich es nicht mehr. Es gibt ein Buch, das hei├čt Deep Work. Warte, wir nehmen es andersrum auf. Jan, du schneidest es andersrum. Gl├╝ckwunsch sagt jetzt erst dein Pl├Ądoyer f├╝r die 4-Tage-Woche. Und dann komme ich. Es gibt ein Buch, das hei├čt Deep Work. Da steht drin, dass man sich 3-4 Mal am Tag 90 Minuten richtig konzentrieren kann. Hast du das deinem Paketboten mal erkl├Ąrt? Das geht nat├╝rlich nicht. Aber du musst ja als Firma und generell in den Zeiten, ob du jetzt sagst, du hast zu wenig Mitarbeiter, wir sind zu viel ausgelastet, musst du ja immer daran arbeiten, effizienter zu werden. Und ich glaube schon, dass du da irgendwie reinguckst. Wei├čt du, was das Schlimmste ist in Corporate Jobs? In der Regel die Vorgesetzten. Und die w├Âchentlichen Regeltermine. Und wenn du da beispielsweise rangehst und da irgendwas machst, kannst du schon was machen. Auch Kassiererin. In Belgien konnte man vor 20 Jahren schon Self-Checkout machen. Das wird jetzt langsam hier und da ausprobiert. Nat├╝rlich in der Pflege kriegst du das irgendwie nicht hin. Du kannst jetzt nicht sagen, in der Pflege habt ihr alle so hart gearbeitet und bei dem Mangel wirst du da ├╝berhaupt kein Problem l├Âsen. Das ist mir schon klar. Das eine Problem von 40 Stunden in der Woche ist nat├╝rlich, da hast du vollkommen recht, dass es keinen Anreiz mehr gibt, effektiver zu werden. Sondern im Gegenteil, der Anreiz ist, die Arbeit so weit auszudehnen, um den Tag zu f├╝llen. Mit Mittagspausen, K├Ąffchenpause, Raucherpause usw. Das ist schon eine Gefahr. Ich habe mich immer wieder in neue Gebiete gesucht. Ich h├Ątte es doof gefunden, auf einem Gebiet auch die ineffizienteren Sachen zu machen. Deswegen habe ich immer wieder neue Aufgabenbereiche geholt. Ich habe dann von ganz vielen Jobs, bestimmt zu vielen, die wichtigsten 20-30% gemacht. Was ja eigentlich effizienter ist. Du musst eigentlich schon ein System schaffen, wo es einen Anreiz gibt, f├╝r die Berufe, wo das geht. Um bessere L├Âsungen zu finden, f├╝r einzelne Probleme. Den Anreiz gibt es bei einer 40-Stunden-Woche tendenziell weniger. Discord hat das einer sehr gut beschrieben. Manchmal in gr├Â├čeren Unternehmen ist es so, dass viele Projektleiter an ├Ąhnlichen Problemen oder sogar dem gleichen Problem arbeiten. Und dann, ich zitiere, in meiner Bubble gibt es im Moment eher zu viele Projektleiter, die sich nicht mehr an die Projektleiterin besch├Ąftigen. In meiner Bubble gibt es im Moment eher zu viele Fachkr├Ąfte, die nicht ausgelastet sind. Die Frage ist, was ist das Setup in einem B├╝ro oder in einem Konzern, in einem Startup, das so aufsetzt, dass jeder maximal effizient arbeitet und es auch in Ordnung ist, indem man sechs Stunden konzentriert arbeitet. Auf der anderen Seite leben wir in einer sehr kompetenten Welt. Und du k├Ânntest ├Ąhnlich wie du sagst, your margin is my opportunity, k├Ânntest du halt sagen, deine vier Tage Woche ist meine Opportunity, weil in f├╝nf Tagen konzentriert oder in sechs Tagen konzentriert mit Blick auf China schaffen wir mehr. Das muss jeder CEO oder jede Firma, jeder Manager, jede Managerin entscheiden. Inwieweit du es schaffst, dein Team, deine Mannschaft so zu leiten, dass das maximal Gute f├╝r die Firma rauskommt. Deswegen ist es vielleicht auch so wichtig, dass Menschen auch f├╝r einen Purpose oder der Purpose kann auch Geld sein, also f├╝r einen Bonus oder so arbeiten. Weil man dann neben den drei Anreizen hat, nicht Arbeit auszudehnen, um die Zeit zu f├╝llen, um innerhalb der gegebenen Zeit das Maximale zu erreichen. Wenn du wirklich daran glaubst, was du tust, wenn du entweder f├╝r deine eigene Karriere, deinen eigenen Geldbeutel, dein eigenes Wissen oder einen gr├Â├čeren Zweck arbeitest, dann sollte dir eigentlich egal sein, ob du das in der Arbeitszeit machst oder ob du auch ein bisschen l├Ąnger arbeitest. Und wie sieht es mit CEOs aus? Wenn man so vier Tage in der Woche arbeitet? Eher nicht, ehrlich gesagt. Ein Startup zu gr├╝nden ist so schwer. Es ├╝berleben nur 10, 20 Prozent ├╝berhaupt. Und zu glauben, man schafft das mit einer Teilzeitwoche, halte ich f├╝r absurd. Es ist ein Team aus drei oder vier Gr├╝ndern und es ist nicht nur komplement├Ąr, sondern auch wirklich so, dass der eine f├╝r den anderen sprechen kann. Ich glaube, das ist es auch nicht. Jeder andere kann nicht arbeiten, wenn man auf eine wichtige Entscheidung wartet. Du willst ja nicht selber zum Blocker werden. Du willst aber auch keinen CEO haben, der alles entscheiden muss. Am Anfang in einem Startup ist das schon so. Du hast ja jetzt die 14 Management-Ebenen. Ich glaube, einem CEO w├Ąre ich das nicht zu gestehen. Sp├Ąter bei gr├Â├čeren Firmen, wenn du zwei, drei Management-Ebenen hast, dann w├╝rde ich sogar sagen, es ist ein Ziel, dass der CEO vom Bus ├╝berfahren werden kann und die Firma trotzdem l├Ąuft. Dann die zweite Frage des Tages. Die lille ist ich vor, die ist wieder zu lang f├╝r dich, oder? Sehr gut. Vielleicht sage ich mal lieber nicht den Namen. Es geht darum, wie viele Anteile an einer Firma ein neu hinzukommender Gesch├Ąftsf├╝hrer bekommen sollte. Es geht um ein zweij├Ąhriges, junges Startup, das gebootstrappt wurde, also ohne externe Mittel ausgekommen ist bisher. Vor zwei Jahren gegr├╝ndet, kein externes Kapital. Beide Gr├╝nder geh├Âren die H├Ąlfte. Der eine hat k├╝rzlich 25.000 Euro reingetan bei einer Bewertung von drei Millionen. Damit m├╝sste er jetzt die goldene Aktie haben, so ein Dutzend Mitarbeiter. Revenue Run Rate eine Million, verdient schon Geld, soll sich verzehnfachen dieses Jahr und danach noch mal verdreifachen laut Plan. Jetzt m├Âchte einer der Advisor mehr Zeit in das Startup investieren und als GF einsteigen mit 20 bis 30 Stunden pro Woche. Gr├╝nde das Potenzial des Gesch├Ąfts, was er jetzt sieht. Spa├č am Thema, Spa├č an der Arbeit mit den Gr├╝ndern und m├Âchte noch mal unternehmerisch t├Ątig werden. Ein prim├Ąrer Mehrwert f├╝r das Startup w├Ąre gro├čes Netzwerk potenzieller Neukunden und aktive Sales durch den neuen GF. Es k├Ąmen Investment oder Commitment von bis zu 100.000 Euro dazu eventuell. Was w├Ąre ein fairer Anteil an der Firma, die man dem Menschen nat├╝rlich mit einer Vestingperiode sehr schlau zusprechen k├Ânnte? Wie w├╝rde man da rangehen? Ich w├╝rde mir als erstes ausrechnen, wenn man eine Bewertung zu dem einer der Gr├╝nder jetzt irgendwie ein bisschen was reingezahlt hat, was w├╝rde das bedeuten, wenn er 100.000 daf├╝r reingibt? Wahrscheinlich w├Ąren das dann 3% oder 3 Millionen Bewertung. 100.000. Die Frage noch ein bisschen ist, arbeitet er f├╝r Gehalt? Ist das Konzept so, dass er irgendwie ein Fixgehalt hat und dann Anteile? Also verzichtet er auf sein Gehalt und arbeitet nur f├╝r Anteile? Und dann w├╝rde ich es hochrechnen, wie viel ist das Ding in 4 Jahren wert? Und ihn noch 4 Jahre vesten und schauen, dass er vielleicht irgendwie auf 6% 6 bis 10% irgendwie kommt in dem Zeitraum. Wie w├╝rdest du es machen? Also wenn man das macht, w├╝rde ich auf jeden Fall mindestens 3, besser 4 Jahre vesten. Also dass man seine Anteile nur im Fortschritt mit der Betriebszugeh├Ârigkeit verdient, um einfach sicher zu gehen, dass jemand dann nicht einfach versucht, von den vielleicht ├╝berraschend guten Ergebnissen der Firma zu profitieren. Ich finde es auch hier bedenklich, wenn jemand dann doch nur 20, 30 Stunden das machen will. Ich finde immer das Argument, das ist ja auch genannt, gro├čes Netzwerk potenzieller Neukunden, ich wei├č nicht, ob ich das gut gehen sehen in der Vergangenheit. Es ist immer gut, wenn du sagst, ich habe kein Netzwerk. Das ist doch einer deiner Standardspruchs als Angel, oder nicht? Genau. Aber das ist ja noch ein spezieller Fall. Ich w├╝rde es fast abh├Ąngig machen vom tats├Ąchlichen Sales Potenzial, also was an Sales dabei rumkommt. Man k├Ânnte machen, dass man sich ein bisschen von der Anzahl der Kunden, man k├Ânnte machen, dass man den neuen Vertr├Ągen, wir kennen jetzt nicht, welche Branche das ist, den Vertr├Ągen irgendeinen Wert zu bemisst. Und dass die Vertr├Ąge, die er reinbringt, dass er sich mit dem Wert mehr oder weniger in die Firma einkaufen kann. Um sicherzustellen, dass das auch wirklich eintritt. Weil die Gefahr ist ja, dass selbst wenn du Investing hast, dass du so lange daran glaubst, dass du es dann doch nicht die Rei├čleine ziehst. Was bedeutet das, wenn er jetzt eine halbe Million Umsatz im Jahr reinbringt, dass er davon irgendwie 10% an Anteilen bekommt? Genau, du kannst ja sagen, dass du das durchschnittlich eingeworbene EAA, dass du das in Anteile wandeln darfst. Zu einer Bewertung von, kann man ja festschreiben, irgendwie 5 mal Umsatz oder so. W├Ąre es nicht dann einfacher zu sagen, der Bonus wird in Anteilen wiedergegeben. Also ein normaler Sales-Mitarbeiter w├╝rde 20% Bonus bekommen. Oder wie auch immer. Und das geht halt in die Anteile. Ist ja nicht so viel anders eigentlich. Das ist ja wie ein Bonus dann. Du kannst sagen, gibst einmal Umsatz oder 0,9 mal Umsatz als Share-Paket quasi weiter. Da muss man immer noch gucken, ob die dann auch lang genug verbleiben. Was ich halt so denke, ist der Grund, warum man hier, wenn die jetzt im Juli sagen, es wird sich verzehnfachen, 2022, das ist ja eigentlich ein ganz gutes Ergebnis, wenn es auch noch auf einer sehr niedrigen Runrate ist, mit einer Million Umsatz. Aber das haben ja die Gr├╝nder geschafft. Ich wei├č gar nicht, warum ich davon ausgehen w├╝rde, dass man das nicht dann auch alleine weitermachen k├Ânnte. Es gibt schon Leute, die investieren, oder sind Advisor f├╝r 20 Unternehmen. Und wenn eins l├Ąuft, dann versuchen sie sich irgendwie, da rein zu zecken. Ich wei├č nicht, ob das hier so ist. Wir kennen das Unternehmen ├╝berhaupt nicht. Wir kennen die Advisor nicht. Aber dann versuchen sie sich da rein zu zecken, ein ordentliches Gehalt zu zahlen und noch Shares zu nehmen. Es gibt Leute, die das dann tats├Ąchlich auf die n├Ąchste Ebene bringen. Das hatten wir letztes Mal. Das ist eigentlich auch ein gutes Principal-Agent-Problem. Du wei├čt n├Ąmlich nicht, was der leisten wird im Nachhinein. Deswegen w├╝rdest du maximal die Incentives alignen. Das ist ja zum Beispiel die Bonusregelung, dass man sagt, warum sollten wir dir Sachen schenken. Und die zwei M├Âglichkeiten sind, du nimmst Westing. Westing hei├čt, wir entscheiden jedes Quartal, ob wir noch happy sind. Also ob wir glauben, die Versprechen wurden eingehalten. Dann sagt der immer, ja, dieses Quartal war schwer und ich muss erst Beziehungen zu den Kunden aufbauen. Und der Sales-Cycle ist so lang. Ich habe schon mit 30 gesprochen. Die sind alle hei├č wie Frittenfett, aber sein kann ich erst im n├Ąchsten Jahr, weil die Budgets schon fix sind. Da hast du diese Ausreden und das wird dann so sehr irrational und du m├Âchtest dich auch nicht streiten. Und dann l├Ąuft das Westing eventuell l├Ąnger, als man will. Die andere M├Âglichkeit ist, es direkt an Performance-Targets zu bauen. Wenn es in der Tat wirklich neue Sales sind, dann kann man ja sagen, f├╝r die Sales, die tats├Ąchlich abgeliefert sind und vielleicht noch mit so einer In-Klammern-Klausel und nach 12 Monaten auch noch da sind oder mindestens ein Jahr verl├Ąngert werden, kann man ├╝ber eine eventuelle Call-Option der Firma, also dass sie die Anteile auf ihr zur├╝ckkaufen k├Ânnen, wenn Kunden k├╝ndigen zu fr├╝h oder so, regeln. Mein Bauchgef├╝hl ist, ich w├╝rde da sehr skeptisch sein, wenn ich tats├Ąchlich Performance bin. In keinem Fall w├╝rde ich mehr als 15% an jemanden geben. Das Maximum im Kopf w├Ąren 10-12%. Ich war mal in so einer Situation, da lag ich auch ungef├Ąhr in dem Bereich nicht ganz zweistellig bzw. ich habe auch Shares dazu gekauft. Ein paar als ESAP bekommen, als Gesch├Ąftsf├╝hrer, die haben gewestet und zwar am Ende, glaube ich, so 10% an der Camping-Insel, ein bisschen mehr. Da w├╝rde ich hoffen, dass ich abgeliefert habe, aber da wurden Vorkehrungen getroffen, dass wenn das nicht passt, ich auch wieder rausgeschubst werden kann. Also lieber zu vorsichtig denken. Und jemand, der das wirklich leisten kann, dem ist das schei├čegal. Ich w├╝rde jede Performance-Klausel, an der ich selber arbeiten kann, es gibt immer Sachen, wo ich es gar nicht verantworten kann. Sagen wir mal, es h├Ąngt an irgendeinem SEO-Ziel oder so und am Ende gibt es gar keine SEO-Ressourcen in der Firma. Das ist dann immer kompliziert. Ich w├╝rde das mit einem Kommen-Ziel lieber machen, weil dann kann immer noch jemand sagen, es war doof. Aber ich wollte nur sagen, jemand, der wirklich leisten kann, der wird immer diese Klausel unterschreiben. Und wenn jemand sagt, ich will kein Westing oder ich will mich nicht zu einer gewissen Performance committen, dann ist das f├╝r mich ein starkes Zeichen, dass es jemand ist, der sich nur ins gemachte Bett legen wird. Aber andererseits kennen die sich ja schon ein paar Monate anscheinend. Vielleicht k├Ânnen sie es auch einsch├Ątzen, wie wertvoll das ist. Ich finde auch, wenn man ein Startup hat, das funktioniert, das Bootstrap funktioniert mit zwei Leuten, die das aufgebaut haben, wieso eintreten da mit reinziehen? Es wird nur komplexer, wenn der unbedingt Umsatz machen will und irgendwie da rein m├Âchte, kann man den immer noch Chief Revenue Officer nennen, muss noch nicht als Gesch├Ąftsf├╝hrer dabei sein, wenn er richtig abliefert oder vielleicht einer der beiden nach ein, zwei, drei Jahren keine Lust mehr hat, da irgendwas machen. Aber ein gut funktionierendes F├╝hrungsteam von zwei Leuten in so einer kleinen Firma auf einmal auf drei hoch zu machen, sehe ich nicht wirklich als notwendig. Und wenn so alte Industrie-Granden der Weg zum Erfolg w├Ąren, dann w├╝rden die ja die Startups gr├╝nden? Das w├╝rden wir in zehn Jahren nicht mehr sagen, aber pass auf bei Leuten ohne uns mit wei├čen Haaren. Ich ├╝berlege gerade, ob es ein gutes Beispiel gibt daf├╝r, wo das Hinzuf├╝gen einer Seniorenperson in Erweiterung der Managementriege noch mal einen deutlichen Impuls gebracht hat. Aber ich kenne ehrlich gesagt keinen. Wenn wir ein bisschen mehr Research machen, glaube ich schon, es gibt ja doch so... Wenn die das k├Ânnten, dann w├╝rden sie es halt selber bauen. Am Ende k├Ânnen die bestenfalls ihr Netzwerk verkaufen. Dann soll man eben schauen, ob das auch passiert. Dann kann man die Schei├če rausgeben. Und selbst dann muss man noch ├╝berlegen, ob das ├╝ber normale Sales-Leute nicht einfacher w├Ąre. Also mal schauen, haltet uns auf dem Laufenden. Und apropos auf dem Laufenden halten, was sind die News der letzten Tage? Was hat dich auf Twitter verr├╝ckt gemacht? Ich habe in meinem Outlook-Kalender einen Termin gehabt, dass f├╝r den 30. Juni Zahlen von Northern Data versprochen worden sind. Dass wir nach einem halben Jahr jetzt die Jahresendberichte f├╝r das Jahr 2021 bekommen. Das ist passiert und doch nicht passiert. Also die kam tats├Ąchlich im Laufe des Tages dann. Aber es gab so ein Ebit-Update, aber die genaue Bilanz liegt doch wieder nicht gepr├╝ft vor anscheinend. Also Sie sagen, Sie haben Umsatz von 190 Millionen gemacht. Das liegt im Bereich der prognostizierten 180 bis 220 Millionen. Das ist schon mal neu, dass Sie das schaffen. Und damit ein Ergebnis von 90 Millionen. Das ist ein bisschen unter den prognostizierten 100 bis 120 Millionen. Das entspr├Ąche ja irgendwie von rund 55 Prozent Ebit-Marge. Hast du das Gef├╝hl, dass man 2021 mit Crypto-Mining und High-Performance-Computing, je nachdem, das wei├č man ja nicht genau, was sie gerade machen, aber 54 Prozent Ebit-Marge machen konnte? Letztes Jahr vielleicht schon. Also wir hatten ja schon bis November 2021 ist ja alles hochgegangen. Also der All-Time-High von Bitcoin zum Beispiel war ja so November 2021. Aber dann m├╝sste das ja hei├čen, dass Mining ├╝berhaupt nicht kompetitiv ist. Also es gibt ja angeblich so viele Miner auf der ganzen Welt. Wenn da jemand noch von jedem Euro mehr als 50 Prozent zur├╝ck beh├Ąlt, dann scheint es ja nicht genug Miner zu geben, wenn man damit so horrende Renditen machen kann. Das verstehe ich nicht so richtig. Mein Gef├╝hl w├Ąre ja, in einem Markt mit perfekter Konkurrenz, wo du jetzt kein Oligopol oder Monopol hast, da w├╝rde ja kein Player mit so einem eigentlich Commodity-Gesch├Ąft, also ein Rechenzentrum stellen, der dann Bitcoin oder Ether meint, ├╝ber 50 Prozent Marge machen. Und die Frage ist ein bisschen, wenn die die immer sofort verkauft haben in den Markt, dann hast du recht, bis November gab es H├Âchstkurse eigentlich. Wenn du die stichtagsbezogen bilanzieren m├╝sstest, am Ende sozusagen des Dezembers, dann sieht es schon deutlich schwerer aus. Vielleicht haben sie gar keine selber auf dem Balance Sheet, sondern verkaufen die immer sofort. Der Markt hat es auf jeden Fall erstmal nicht gut gefunden. Die Aktie ist auf ihrem vorl├Ąufigen Tiefstand, glaube ich, bei um die knapp unter 21. Ich habe ├╝brigens meine Position dann auch rausstoppen lassen bei 21. Also ich war da short, die kam irgendwie von ├╝ber 100. Jetzt sind sie bei 21,50 oder so. Habe ich mich rausstoppen lassen, weil ich das Geld da in meinem Spa├č-Account lieber jetzt f├╝r die Earnings-Season zum Spielen haben m├Âchte. Und auf den Untergang von Northern Data kann ich auch sp├Ąter noch mal wetten, habe ich das Gef├╝hl. Und die andere Sache, also was nat├╝rlich auch kompliziert ist, dass dadurch, dass man nur in sehr beschr├Ąnktem Umfang wei├č, wer da eigentlich in diesen Datacentern wohnt oder wer die Kunden sind, best├╝ndet nat├╝rlich auch durch die hohe Anzahl der Third-Party-Gesch├Ąfte oder wie sagt man das, In-Gesch├Ąfte, was der richtige Ausdruck. Also mein Gef├╝hl ist, dass generell in der Kryptobranche und eventuell auch unter dem Investorenkreis oder erweiterten Netzwerk von Northern Data, es ja immer wieder Gesch├Ąfte untereinander gibt. Also mit irgendwie Block One, Cryptology und so etwas, dass dieses ganze firmengeflechtete und erweiterte Netzwerk ist, auch wenn es da keine direkte Beteiligung teilweise gibt, teilweise schon. Das erm├Âglicht nat├╝rlich zu einem gewissen Ma├č auch, Gewinne hin und her zu schieben oder Ums├Ątze eventuell. Ich will nicht konkret unterstellen, dass das passiert ist, aber das macht es zumindest einigerma├čen intransparent, unter was f├╝r kompetitiven Bedingungen diese extrem hohe EBIT-Marge entstanden ist. Und es scheint auch keiner Vertrauen zu schaffen, dass eben die echte Bilanz oder Jahresendbericht dann eben doch noch nicht da ist. Jetzt gibt es halt vorl├Ąufige Zahlen. Der Markt fand es nicht gut, also er ist gestern runtergegangen. Ich glaube das Klimawandel stand auch nicht so gut gestern. Heute geht es wieder ganz gut hoch, ein bisschen hoch auf 22, springt zur├╝ck. Aber ich bleibe da einigerma├čen skeptisch im Zweifel wegen Governance und Transparenz. Sp├Ątestens dieses Jahr sollte es dann halt anders aussehen. Bei den aktuellen Kryptokursen ist Mining kurzfristig erstmal deutlich unattraktiver. Und bei Strompreisen. Genau, Strom geht hoch, Krypto geht runter. Das sollte Mining nicht attraktiver machen. Aber ich habe zwischendurch auch irgendwo mal wieder gelesen, jetzt ist Metaverse. Durch Metaverse wird man deutlich mehr High-Performance-Computing brauchen und da wittert man auch schon Morgenluft. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu nachlesen. Dann gab es News von einem der Lieblings-Fintechs, der sogenannten Tech-Fonds-Manager Upstart. Da hat morgens Stanley jetzt die Prognose deutlich gesenkt. Das Kursziel wurde von 88 auf 19 revidiert. Das w├╝rde, ich glaube, eine Reduzierung um 50 Prozent sein. Genau, die sind bei 32. Die sind allein diese Woche 20 Prozent runtergegangen nach den News. Also morgens Stanley, eine gro├če Investmentbank, sieht, dass sie sich nochmal halbieren k├Ânnten auf 19 Dollar und haben ihre Einsch├Ątzung auf Verkaufen ge├Ąndert. Also der Analyst James Fossett von morgens Stanley, der macht sich einer der Sorgen um die Qualit├Ąt der Kredite, die man selber aufs Betting-Sheet genommen hat. Die F├Ąhigkeit, die an die andere Marktseite zu verkaufen. Wo Investoren jetzt andere Investitionsm├Âglichkeiten mit guten Zinsen haben. Das hei├čt, der Appetit f├╝r solche relativ riskanten Konsumentenkredite auf der Abnehmerseite sinkt. Und das Modell, sie sagen h├Âflicherweise, die Zyklizit├Ąt des Modells wurde noch nicht erpr├╝ft. Ich w├╝rde es ein bisschen drastischer sagen. Es wurde einfach in Goldilocks-Zeiten, wo es keine Zinsen gab, wo es keine Defaults gab, wo es kaum echte wirtschaftliche Probleme gab, wo die meisten Schuldner vom Staat raus gebillt wurden. Also auch die privaten Schuldner, also die Haushalte, meine ich, mit Stimulus-Checks ├╝ber Wasser gehalten worden sind. In solchen Zeiten wurde das Modell trainiert und ist stark gewachsen. Zumindest ist es noch nicht sicher, dass das auch in jetzt schweren Zeiten mit einem deutlich angeschlagenen Konsumenten gut funktioniert. Deswegen war ich relativ skeptisch bei Upstart. Mal sehen, wo es landet. Kann nat├╝rlich auch wieder hochgehen. Da bin ich sehr gespannt auf die n├Ąchsten Zahlen, ehrlich gesagt. Also ob sie es wieder schaffen, noch mal den Umsatz knapp zu schlagen des Vorquartals. Ich glaube, sie w├Ąren, ich w├╝rde sagen, sie schaffen es ganz sicher nicht. Weil sie m├╝ssten, also sie wissen, die Wall Street hat ihnen gesagt, wir wollen nicht, dass ihr mehr Kredite auf Balance-Sheet nehmt. Sonst sehen wir, dass ihr die nicht mehr loswerden w├╝rdet. Um die Ums├Ątze zu schlagen des Vorquartals, m├╝ssen sie, meiner Meinung nach, aber auf Balance-Sheet nehmen, weil sie wahrscheinlich nicht schnell genug loswerden. Also ich w├╝rde auf einen Umsatzr├╝ckgang mit einem leichten Anstieg der eigenen Kredite tippen. Und das w├Ąre eine relativ h├Ąssliche Nachricht, denke ich. Aber das werden wir sehen. Und das ist bis jetzt nur Spekulation. So, dann haben wir Layoffs bei UiPath. Berichtet auch unter anderem Barrons. Und zwar will man bis zu 5% der Belegschaft entlassen. Das klingt nicht viel. Ist im Fall von UiPath. Aber Sekunde, wir gucken mal auf Layoffs.fyi. Wo ist da UiPath? Ach da, 5% entspricht 210 Mitarbeitern. Wer ├╝brigens in der Zeit auch entlassen hat, Applovin hat 300 Leute entlassen. StockX, der Sneaker, oder Rarity Marktplatz, wie nennt man das? Collectible Marktplatz. 120 Leute. Was ich nicht verstehe, ist, wieso Substack 13 Leute entlassen hat. 14%. Wird auch schwerer wahrscheinlich. Wird schwerer eine Anschlussfinanzierung zu bekommen. Unity hat 300 entlassen. Niantic, der Pok├ęmon-Spielmacher, hat 85 entlassen. Stream? Was ist ein Stream? Keine Ahnung. Und dann Enjoy hat 400 Leute entlassen. Die sind auch pleite, ne? Das ist der erste Spec, der pleite gegangen ist, glaub ich. Enjoy, das war so ein, ich baue dir die Ger├Ąte auf, Ding. Und ByteDance, die TikTok-Mutter, hat auch Leute entlassen. BitPanda hat 270 entlassen, sehe ich gerade in Wien. Und ByteDance hat aber nur von so einem Game-Studio Leute entlassen. Netflix, 3%, 300, hab ich auch gar nicht mitbekommen. Aber wir waren bei UiPath. Und deren Problem ist ja schon, es kam bei uns im DoubleGanger.io-Sheet ganz gut nachvollziehen. Die haben ihre Kosten gegen├╝ber dem Vorjahr erheblich gesteigert. Das sieht man nicht so gut, weil im Q1 des letzten Jahres war der B├Ârsengang. Und deswegen sind da viele Sharebase-Compensation-Bestandteile f├Ąllig geworden. Das verwischt so ein bisschen den richtigen Wert. Aber wenn man die jetzt abzieht, dann sieht man eigentlich, dass sich die operativen Kosten selbst ohne Sharebase-Compensation, also ESOP-Programme, verdoppelt haben gegen├╝ber dem Vorjahr, w├Ąhrend der Umsatz nur noch um 31,6% gewachsen ist. Ich glaube, er wird noch mal deutlich unter 30% nur wachsen im Q2 jetzt mit den neuesten Zahlen von UiPath. Die Kosten wachsen aber weiter mit ... So schnell kriegen sie die gar nicht eingebremst. Die werden sich vielleicht nicht weiter verdoppeln, aber wachsen viel, viel schneller als der Umsatz, der von fast minus 47% hat. Bei nur 30% Wachstum kann man sich ausrechnen, dass die bei der Rule of Fourty nicht ann├Ąhernd auf die 40% kommen. Die Magic Number sieht durchs Jahr gemittelt mit 0,09% auch viel, viel, viel zu niedrig aus. Immer noch kein Fan von UiPath. Dass die jetzt an Kosten arbeiten m├╝ssen, ist vollkommen richtig, aber 5% wird da nicht reichen, glaube ich. Um Katie Woods happy zu machen. Stimmt, ist sie da auch investiert? Nein, sie war da schon mal dran. Ich kann nochmal um Cashflow gucken. Operating Cashflow ist auch in den letzten 12 Monaten minus 180 Millionen bei einer Milliarde Umsatz. Aber ja, selbst wenn wir das nehmen, sind wir nicht bei der Rule of Fourty okay. Also man wird heftig verw├Ąssert durch Sharebase Compensation und Cashflie├čt ab. Das sieht nicht gut aus. Vielleicht kriegt man den Cashflow ein bisschen in den Griff mit den Entlassungen. Also etwas mehr, tendenziell zumindest, aber insgesamt sieht es nicht gut aus. Ich mochte die schon seit dem IPO nicht. Ich finde es komisch, wir sind doch viel zu teuer in die B├Ârse gegangen. Achso, selbst Meta hat nochmal angek├╝ndigt, dass sie ihre offenen Stellen um 30% reduzieren werden. Das finde ich mega ├╝berraschend, um ehrlich zu sein. Oder ist das jetzt das Zeichen, wir machen jetzt doch kein Metaverse mehr? Sie hatten ja schon in einzelnen Abteilungen einen Hiring Freeze gehabt. Mark Zuckerberg hat angek├╝ndigt, dass sie sich die Performance Reviews, dass sie ja deutlich h├Âhere Ma├čst├Ąbe anlegen in Zukunft. Also auf Deutschland, wir versuchen die Underperformer schon so ein bisschen rauszup├Âbeln. Hiring Freeze in einzelnen Abteilungen und jetzt ist dann die Gesamtzahl der Stellen um 30% gestrichen. Das hei├čt, sie werden weiter wahrscheinlich 5.000, 6.000, 7.000 Leute einstellen. Aber das ist deutlich weniger als in der Personalplanung bisher drin war. Ich glaube, das hei├čt vor allem, dass die Wall Street ihm sein Metaverse Pet Project nicht bezahlen will und sagt, du kannst es machen, aber es darf nicht 10 Milliarden im Jahr kosten. Aber f├╝r einen Discount von 30% ist es dann in Ordnung? Da muss dann noch mehr fallen. Dann kann er es halt nicht mehr bauen. Vielleicht erschart er deswegen, ob es kapitaleffizienter w├Ąre, die Sandbox zu kaufen. Da gab es letzte Woche Ger├╝chte, oder Anfang der Woche, dass er zukauft, das w├Ąre eventuell g├╝nstiger als es beim Meta zu entwickeln. Sehr sicher sogar, w├╝rde ich vermuten. Meinst du, er kriegt das durch? Man hat doch immer gesagt, er darf nichts mehr kaufen. Ja, nichts im Bereich Social Media. Aber ihn jetzt zu verbieten, irgendwie ein Metaverse zu kaufen oder ein Gaming Company, das wird sicherlich gepr├╝ft, aber es ist schon relativ schwer, das dann zu verbieten, glaube ich. Auch wenn die Stimmung gerade relativ negativ ist, was Antitrust angeht. Und dann, die letzten zwei Sachen, die mir noch aufgefallen sind, ist Binance, also der Gr├╝nder von Binance, ZZ, k├╝ndigt im Tagesrhythmus gerade Megadeals ein. Ich glaube, es wirkt sehr, als wollen die so relative St├Ąrke im Krypto-Universum beweisen, dass sie noch hiern k├Ânnen. Er hat irgendwie getwittert, dass sie noch ├╝ber 2000 Stellen schaffen, wenn ich mich recht erinnere. Oder auf jeden Fall sehr aggressiv weiterheiern, w├Ąhrend ja viele Krypto-Ventures wirklich mit dem Tod bedroht sind gerade. Sie haben Cristiano Ronaldo gesigned diese Woche als Ambassador. Und Kaby Lamm, also das ist der gr├Â├čte, ich glaube, der gr├Â├čte TikToker in der Welt mit 150 Millionen Followern, der sozusagen diese Senegalese, der so sehr, ich glaube, nur mit Mimik auf so Lifehack-Videos reagiert, wenn ihr es googelt, kennt ihr es wahrscheinlich sofort, wer ihn nicht vom Namen her kennt. Und auch der ist jetzt Binance-Ambassador geworden angeblich. Was das wert ist, habe ich nicht gefunden auf Anhieb. Meinst du, die Deals wurden in den letzten Wochen gemacht oder vielleicht im November letzten Jahres? Die wurden bestimmt schon l├Ąnger angek├╝ndigt. Die Frage ist, werden die aus dem Token bezahlt oder werden die mit echtem Cash bezahlt? Das ist auch die Frage. Stimmt, Cash. Das ist die Frage. Ist das jetzt das letzte Aufb├Ąumen oder ... Also auf jeden Fall ist Binance gef├╝hlt am aktivsten von allen. Und FTX nat├╝rlich. Sam Bankman-Fried, der irgendwie die H├Ąlfte der angeschlagenen Kryptofonds selber rausb├Ąhlt noch anscheinend. Ich finde ja das Spannende an diesem TikTok-Star, also der ist ja der absolute Corona-Gewinner. Der hat ja seinen Job als Einwanderer nach Italien irgendwie, hat dann in einer Fabrik gearbeitet, durch Corona seinen Job verloren und dann mit TikTok angefangen. Und dann, was wirklich krass an der Nummer ist, der hat ja wie kein anderer den Algorithmus von TikTok von China durchgespielt. Ja, und mit einem Konzept. Also das sind ja quasi alles Reactions, was der macht. Oder wie hei├čt das bei TikTok, wenn du sozusagen diesen Spleen-Script machst? Keine Ahnung, ich nenne es jetzt mal Reactions. Pseudo-Lifehack-Videos hat der gemacht. Also der hat von anderen, die so lange ein Video gemacht haben, was ein Lifehack ist, hat er einfach das so witzig ohne Sprache gemacht. Und jetzt ist er ja eigentlich der gr├Â├čte Weltstar ever von einer chinesischen Plattform. Als Muslim das geschafft zu haben, auf einer chinesischen Plattform, ist schon f├╝r mich die News der Woche. Was du darin alles siehst. Oder haben sie das extra gemacht? Haben sie sich extra einen ausgesucht? Also hat die Plattform ihn gro├č gemacht? Oder hat er die Plattform so gut gespielt und TikTok hat nicht aufgepasst? Also ich glaube, der ist schon krass talentiert. Auf jeden Fall. Also mit so wenig Ausdrucksmitteln das so gut zu machen. Und es ist immer noch ein Konzept, was es halt vorher nicht gab. Ist halt sehr echter Creator, sehr origin├Ąr. Aber mal sehen. Ich bin jetzt gespannt, ob man damit die Kryptobranche als Ganzes noch gerettet bekommt. Mit Cristiano Ronaldo und Kaby S... Lame? Lamm, Entschuldigung. Wir werden sehen. N├Ąchste Woche kommen schon die Banken. Die Banken-Earnings kommen uns nicht an. Aber dann da drauf die Woche sollte es weitere spannende Earnings geben. Bis dahin k├Ânnt ihr jetzt die Live-Aufnahme von der K5 in Berlin. Was eine sehr gute Konferenz war. Ich war das erste Mal da, ehrlich gesagt. Fr├╝her gab es wohl nur eine B├╝hne, habe ich mir sagen lassen. Aber daf├╝r hat es ganz gut funktioniert. Mit mehreren B├╝hnen dieses Mal. Wenn man im E-Commerce arbeitet, im weitesten Sinne, oder im Handel, Online-Handel, Offline-Handel, ist es, glaube ich, sehr zu empfehlen. Wir waren auch das erste Mal beide dort auf der B├╝hne. Die Aufnahme f├Ąngt wahrscheinlich an, man muss dazu sagen. Wir waren eine halbe Stunde nach dem offiziellen Beginn da. Gl├Â├Âckle hatte schon ein bisschen getrunken. Wir haben vorher ungef├Ąhr eine Stunde verschiedene Shop-Systeme h├Âren d├╝rfen. Wir reden unter anderem dar├╝ber, warum das Metaverse 5 Billionen, also 5.000 Milliarden US-Dollar wert sein sollte. Und ein paar andere Spezifikationen. Wer noch Leute raus schmei├čen muss, dar├╝ber reden wir. Was haben wir noch erz├Ąhlt? ├ťber meine Badelatschen. ├ťber Gl├Â├Âcklers Adiletten, genau. Also es lohnt sich, reinzuh├Âren. Es sollte kurzweilig sein. Und ansonsten, bis Dienstag haben wir bestimmt wieder neue Themen, neue Layoffs, neue ├ťbernahmen vielleicht. Die Zeit der ├ťbernahmen kommt, habe ich das Gef├╝hl. Und Bitcoin? ├ťber 20 oder unter 15? In dem Korridor unter 20. Es geht weiter mit dem Crash. Also schreibt uns Fragen an podcast-der-doppelg├Ąnger.io. Wir h├Âren uns wieder am Mittwoch. Sch├Ânes Wochenende. Bis dann. Ciao, ciao. Viel Spa├č mit der K5. Prost. Wir haben eine Menge Themen, ├╝ber die wir heute sprechen wollen. Fangen wir erstmal an, Pip. Ich bin ja f├╝nf Stunden aus Hamburg hierher gefahren. Du warst schon ein bisschen hier. Hast du irgendwas gelernt? Ich habe viel gelernt. Rat mal, wie viel Prozent eBay gewachsen ist w├Ąhrend Corona? 4,3. Minus 14, hat Jochen Krisch gesagt. Hat einen sehr guten Vortrag gehalten. Was hast du noch gelernt? Es begann mit provokanten Thesen aus dem E-Commerce. Und die eine, die mir aufgefallen ist, ist... Also provokante Thesen haben ja den Sinn, dass sie in den Raum gestellt werden, um dann diskutiert zu werden. Ich glaube, D├Ârte war das. Die hatte viele gute Thesen. Und die eine war, Ergebnis vor Umsatz z├Ąhlt jetzt die Bottomline. Und das merkt man tats├Ąchlich, dass viele Unternehmen jetzt ganz dringend versuchen, Profitabilit├Ąt zu zeigen, weil der Markt, die Analysten, die Banken das gern sehen wollen. Ist das bei diesen 10-Minuten-E-Commerce-Themen auch was? Oder bei diesen Superm├Ąrkten z├Ąhlt das noch nicht, oder? Da muss der Deckungsbeitrag drei oder so, da ist Profitabilit├Ąt erreicht. Dar├╝ber reden wir heute nicht. Ich glaube, ehrlich gesagt, mir ist das so undifferenziert, zu sagen, jetzt, weil Geld teuer wird. Was man ja schon sieht, ist, wer jetzt noch Geld ausgibt, gewinnt, glaube ich, massiv Marktanteile. Und sofern man Investoren hat, die das unterst├╝tzen, hielt ich es f├╝r gut, eigentlich weiter auf Wachstum zu setzen. Aber welcher Investor unterst├╝tzt denn jetzt noch E-Commerce? Das ist eine andere Frage. Aber die Differenzierung, die da, glaube ich, n├Âtig ist, nat├╝rlich geht es am Ende darum, was unterm Strich steht, also die Bottomline. Die Frage ist, will man das in Periode 1 bewerten, oder geht es um die Bottomline ├╝ber die n├Ąchsten 10 Jahre? Und ich glaube, da machen viele Unternehmen Fehler, wenn sie zu fr├╝h jetzt durch Zw├Ąnge des Kapitalmarkts auf Profitabilit├Ąt pushen. Und ich glaube, zu sagen, weil jetzt so eine Ern├╝chterung einkehrt, zu sagen, jeder muss jetzt profitabel sein, egal, wie schnell er w├Ąchst, egal, was f├╝r Opportunit├Ąten es gibt. Man muss auch sagen, dadurch, dass es nicht mehr so viel freies Kapital gibt, sinkt der Konkurrenzdruck. Nie war es so g├╝nstig, neue M├Ąrkte zu erobern, weil Konkurrenten z.B. im Food-Delivery-Segment kein Geld mehr bekommen, um ihre Gutscheinaktion, ihr SEM usw. so brutal weiterzuziehen. Wenn du jetzt der Player bist, der weiterhin von seinen Investoren bekommt zu investieren, dann, glaube ich, kannst du Marktanteile gewinnen. Deswegen bin ich, ich glaube, wer wachsen kann, sollte weiter wachsen, wenn er die Investoren hat, die das mittragen und die Unit Economics, die das erlauben. Also du bist daf├╝r, mehr VC-Geld, PE-Geld auszugeben, mehr wachsen, au├čer dein Geld. Die Unit Economics ist erlaubt. Und die andere Frage ist, wie wird man ├╝ber Nacht profitabel? Das ist die h├Ąssliche Seite dieser provokanten These. Vom E-Commerce- und SaaS-Business-Pivoten. Auch gut, aber die Wahrheit ist, wir sehen ja in der Softwarebranche, in den schnell wachsenden Companies, ├╝berall Layoffs. Und aus dem E-Commerce haben wir noch relativ wenig Layoffs, also Entlassungen geh├Ârt. Und ich glaube schon, wenn man weiter darauf dr├Ąngt, dann wird uns das bevorstehen. Dann m├╝ssen die Leute auch sagen, wir wollen jetzt Leute entlassen, wir wollen unsere Fixkosten senken. Das war eine andere These von Stefan Welzel, glaube ich. Die Leute, die die beste Fixkostenbasis haben, werden Vorteile haben. Aber dann m├╝ssen diese Companies auch stolz sagen, wen sie entlassen m├Âchten, um das zu erreichen. Fixkosten hei├čt wenig Fixkosten und alles extern dazu geholt. Ja, oder weniger Dinge tun. Hast du sonst noch irgendwelche positiven Sachen hier gelernt? Und, was ich noch wichtig finde, ich hab gerade drau├čen mit Erik Siegmann gesprochen und wollte, dass der uns Themen gibt, und er hat gesagt, ich hab zehn Cappuccino getrunken, das reicht. Und ich glaube schon, es gibt in den n├Ąchsten zwei, drei Jahren einen ganz spannenden Verteilungskampf, der eigentlich motivieren sollte, weiter Marktanteile zu gewinnen. Also, was gerade passiert ist, die ganz Gro├čen, Amazon, Zalando, die schaffen gerade so eine schwarze Null, w├Ąhrend der Gesamtmarkt in Westeuropa wahrscheinlich zwischen acht und 15 Prozent schrumpft, im Q1, Q2 wird wahrscheinlich nicht so viel besser aussehen, als es eigentlich ist. Das hei├čt, die gro├čen Plattformen schaffen es aber genau nicht, zu wachsen, zu stagnieren, das hei├čt, irgendjemand muss verlieren. Wer verliert im Onlinehandel? Die Kleinen. Wer sind die Kleinen? ├ähm, wir stehen nicht hier drauf. Ich w├╝rde vermuten, die Monobrandstores, also die OEMs, die Hersteller selber, die ihre eigenen Marken vertreiben, die nicht die besten Marketingteams haben, die auf einmal merken, dass sie, dadurch, dass die Conversion einbricht nach Corona, dass sie bestenfalls ihren Kack adjustieren, wenn sie schlau sind, dass sie nicht mehr kompetitiv sind. Es sind die Branchen, auch, es kam eher von Erik Siegmann als von mir, die ├╝berm├Ą├čig w├Ąhrend Corona profitiert haben. Onlineapotheken, Home and Living vielleicht. Die fallen wahrscheinlich deutlich ├╝berdurchschnittlich, damit andere gerade noch so nicht schrumpfen werden. Und was spannend ist, was wir ├╝ber Corona komplett vergessen haben, weil wir sie komplett mit Staatshilfen zugebombt haben, ist, wir haben ganz vergessen, dass der Offlinehandel ja stirbt. Ich glaub, ich fall an den Offlinehandel. Warum? Am Sonntag hab ich mir Badelatschen gekauft. Weil wir sind ja Podcaster, wir gehen jetzt in die Sommerpause. Aber du hast sie ja nicht an. Nee, noch nicht. Im Gegensatz zu Hamburg wird's heute Abend hier regnen. Da will ich ja nicht nasse F├╝├če bekommen. Auf jeden Fall Badelatschen. Ich hab geguckt auf zwei gro├če E-Commerce-Player, deren Aktien man kaufen k├Ânnte. Und der Marke selbst. Die Marke selbst hatte das Modell, was ich haben wollte. Was ist dein pr├Ąferiertes Badelatschen-Modell? Dar├╝ber m├Âcht ich nicht sprechen. Die Adilette? Wir haben ja so ein paar Ground Rules in unserem Podcast. Du bist ein Havaianas-Typ, oder? Also, sch├Âne Badelatschen. Made in Germany oder vielleicht eine deutsche Brand. Herzogenaurach. Genau. Auf dem Markenshop muss ich auch sagen, kleiner Fail. Versandkosten h├Ątte ich zahlen m├╝ssen. M├Âchte ich nat├╝rlich nicht. Jetzt Rezessionen, wir machen immer Spartipps. Versandkosten zahl ich nicht. Dann hab ich weitergeguckt. Der eine Shop, da funktioniert die Suche nicht so ganz, wie ich das haben wollte. Hab's dann endlich gefunden. Der andere Shop war's in meiner Gr├Â├če. Nicht die Farbe, die ich wollte. Aber der Discount war so gut, dass ich mich f├╝r rot entschieden habe. Also, mich gezweit in roten Schuhen. Aber Sonntag bestellt, Freitag kommt's. Also, da h├Ątte ich auch vielleicht das 10-Euro-Premium bezahlt und mir das einfach aus dem Laden geholt. Wenn ich jetzt am Donnerstag in den Urlaub fliege, wie alle Podcaster, hab ich die Schuhe gar nicht. Vielleicht Dropshipping. Direkt von der Spritzgussmaschine aus der T├╝rkei. Meinst du? Aber h├Ątte E-Commerce sich in den letzten 10, 20 Jahren nicht irgendwie schneller bewegen m├╝ssen? Oder war's so einfach in Corona, jetzt Geld zu verdienen, dass es auch reicht, das Zeug in f├╝nf Tagen zu verschicken? Als Fernbeginn. Vielleicht ist auch grad High Demand f├╝r Badelatschen. Hast du noch eine andere Ausrede? Ich finde, es sollte einfacher werden. Hast du in Offlinehandel versucht, Badelatschen zu bekommen? Das pr├Ąferierte Modell, wo h├Ąttest du das bekommen? Wei├čt du, in welchen Store du gehen musst, um genau die zu bekommen? Da h├Ątte ich jetzt Google Maps gefragt. H├Ątte das funktioniert? Da h├Ątte ich mal angegangen. Da h├Ątte es vielleicht geklappt. Ich hab's nicht ausprobiert, aber ich finde, es muss schneller gehen. Und ich glaube ja, dass die Zukunft entweder Marke ist, also wenn's Premium oder einigerma├čen Marke ist, dann ist der Markenshop. Und dann gibt's noch Amazon. Glaubst du, es wird anders sein in f├╝nf oder in zehn Jahren? Also Community, Amazon oder Markenshop? Warum solltest du zum Markenshop gehen? Die meisten Marken bekommst du ja auf Amazon. Weil ich die Marke gut finde und wahrscheinlich alle sechs Monate ist der einzige Shop, in dem ich immer wieder komme. Aber so gut, dass du Versandkosten zahlst? Ja, das ist halt das Problem. Das m├╝ssten die doch in den Griff kriegen, wenn die wissen, dass ich immer wieder komme. Ich glaub, was wir vergessen haben ├╝ber Corona ist, was normalerweise sozusagen die Hymne dieser Konferenz war, obwohl ich noch nie hier war, aber jetzt immer kommen werde, dass der Offlinehandel stirbt. Aber wir haben die alle so mit Corona-Hilfen zugepumpt. Und die Frage ist, wann wir diese Unternehmen von der Herz-Lungen-Maschine nehmen. Und dann gibt es auf einmal wieder viel Volumen zu verteilen, das online gehen wird. Und wer jetzt, glaub ich, anf├Ąngt, Spending zu cutten und Kosten zu sparen und keine Marktanteile gewinnt, wird eventuell auch an dem Teil sozusagen des Verteilungswettkampfs dann nicht teilnehmen. Weil der wird definitiv ├╝ber die n├Ąchsten ein, zwei, maximal drei Jahre passieren. Wahrscheinlich werden wir in den n├Ąchsten zwei Jahren ganz viel h├Âren, dass die gro├čen Verb├Ąnde lobbyieren, dass wir wieder Paketsteuer ... Im Moment br├Ąuchten wir eigentlich eine Schaufenstersteuer, weil der Onlinehandel es unheimlich schwer hat. Also eigentlich m├╝ssten wir sagen, dass man pro Schaufenster in der Offline ... Denen geht's grad gut offline, deswegen m├╝ssten die jetzt eigentlich pro Schaufenster zahlen, aber es wird wieder andersrum sein. Die werden ums ├ťberleben k├Ąmpfen und die Politik fragen, um die Innenst├Ądte zu retten und so weiter. Aber ich glaub, dass es in ein, zwei Jahren wieder extrem hohes Wachstum geben wird tats├Ąchlich im E-Commerce. Und wer jetzt so fr├╝h spart, verpasst vielleicht auch die Gelegenheit, da an teilzunehmen. Wie war das ├╝berhaupt damals, als du ├╝berlegt hast, was du ├╝ber Rocket so SEO-m├Ą├čig beraten wirst? Gab's da nicht die M├Âglichkeit, bei so einem Schuhladen was zu machen? Ja. Wie war die Geschichte noch mal? Die waren schon relativ gut aufgestellt zu der Zeit. Und es gab eine andere Firma, Ladenzahle, die waren noch ein bisschen j├╝nger. Ich wollte mich nicht ins gemachte Bett legen, deswegen hab ich da geholfen. Das lief auch ganz okay. Angenommen, du h├Ąttest damals bei Zalando angefangen. Dann h├Ątt ich auf dem Million├Ąrs- Panel davor gestanden. Und dann hast du dich vom SEO ein bisschen hochgearbeitet. Irgendwann durftest du ein M&A machen. Die Fragen stehen hier alle nicht in unserem Skript. H├Ąttest du High Sobriety gekauft? Oder h├Ąttest du lieber gesagt, lass doch lieber in M├Âbel gehen und Home24 oder West Wing machen? Das ist eine schlaue Frage aus unserer Community. Nicht, dass ihr denkt, dass Gl├Â├Âckler so schlaue Fragen stellen k├Ânnte. Aber der ├ťbergang war ziemlich gut. Ja, genau. Ist es schlau, High Sobriety zu kaufen statt ... Was war die Alternative? West Wing, Home24? Ich glaube, dass Zalando schon ein Motiv hat, Umsatz ... Also, Zalando hat letztens ... Was war das? Revenue minus 1,5 und GMV plus 1,5. Oder andersrum, also letztlich schwarze Null im Q1. Also nicht gewachsen, aber auch nicht viel verloren. Ich glaub schon, dass die um jede Million Umsatz k├Ąmpfen. Und auch nicht die Rentabilit├Ąt k├Ąmpfen. Von daher ist es, glaub ich, nicht schlau, sich einen Home24-Kreiter zu kaufen, die Verluste machen. Ich glaub, es ist nicht schlau, einen West Wing hinzuzukaufen, die noch Gewinn machen, aber definitiv dieses Jahr ... So w├╝rde ich mein linkes Ei drauf verwerten, dass West Wing dieses Jahr Verluste macht. Auf links sieht der nicht so gut. Bitte was? Nichts. Von daher willst du in der jetzigen Phase Verluste hinzukaufen? Definitiv nicht. Zalando hat letzte Woche eine Gewinnwarnung rausgegeben, dass sie glauben, sie k├Ânnen gerade noch 0 bis 3 Prozent ... Wei├čt du das auf dem Kopf? 0 bis 3 Prozent EBIT machen. Adjusted EBIT, glaub ich. 0 bis 3 Prozent Wachstum. Ich glaub, auch EBIT. Sie wollen noch positiv sein. Wachstum brutal runteradjustiert im Outlook. Und wollen noch profitabel sein. Das glaub ich leider, dass Zalando das nicht schafft. Aber um das ├╝berhaupt zu schaffen, ist es gerade extrem attraktiv, irgendwo EBIT hinzuzukaufen. Hei├č Nobility hat Umsatz und EBIT versprochen. Relativ hohe EBIT-Marge im Vergleich zu einem Fashion-Business, weil es ein Publishing-Business ist mit einer h├Âheren EBIT-Marge. Von daher war es opportun, das zu kaufen. Ob der Preis, so die kolportierte Viertelmilliarde, stimmt. Hei├č Nobility macht angeblich 60 Millionen Umsatz. Zalando soll bis zu 200 oder 240 Millionen daf├╝r bezahlt haben. Ist die Frage, ob da eine Earn-Out-Klausel dabei ist, dass sie irgendwelche Milestone erreichen m├╝ssen, um das wirklich zu bekommen. Aber das w├Ąre ein hoher Preis. Aber es ist schlauer investiert, kurzfristig zumindest, als in West Wing oder Home24. Weil da h├Ątte man, glaub ich, f├╝r 2022 Verluste dazu gekauft. Und das wollen sie nicht. Sie wollen bestimmt, wie alle, auch in diesem Jahr Profitabilit├Ąt zeigen. Ich bef├╝rchte, dass sie das nicht schaffen werden. Was h├Ąttest du denn gekauft? Comspot. Bitte was? Comspot. Copspot? Kennst du gar nicht, ne? So ein Retailer oder Reseller von Apple-Produkten. Warum sollst du anderes kaufen? Wieso, die fangen doch jetzt an mit Apple-Sachen. Und dann haben sie einen, der wirklich Umsatz macht. Wenn er so schluckt, hei├čt das, ich muss Themenwechsel machen. Gut, du hast mir ein Foto geschickt von der Werbung. Unknown Fashion. Ja, w├╝rd ich dich fragen. Du hast fr├╝her mal ein Start-up gegr├╝ndet, das hie├č Why Own It. Lass nicht dr├╝ber sprechen. Genau, er war ein bisschen vor der Zeit, vorsichtig formuliert. Als ich heute hergefahren bin, an meiner U-Bahn- oder S-Bahn-Station hing ein Plakat von Unown. Das Konzept ist, wenn ich es richtig verstehe, du kannst einmal im Monat zwei Kleider aussuchen. Scheint sich prim├Ąr an Frauen zu richten. Du kannst einmal im Monat zwei Kleider aussuchen, im Wert von bis zu 250 Euro. Das kostet 39 Euro im Monat. Kleider leasen statt kaufen. ├ťbersetzt Rent The Runway f├╝r Berliner. Genau. Hab ich im Podcast gelernt, dass das nicht so sinnvoll ist, weil man die Dinger immer wieder sauber machen muss, reparieren muss und so weiter. Ja, hab ich nicht verstanden, warum das noch mal jemand anf├Ąngt. Wir m├╝ssen schon ein bisschen mehr gute Laune machen. Was ist ein Laune-Thema? Amazon ist keine gute Laune. F├╝nf E-Commerce-Player, die in den kommenden Monaten privat genommen werden, kann auch nicht wirklich gute Laune. Wie sieht es denn aus, Aktien? Du gibst manchmal ein paar Aktien-Ideen. Ich hab ein paar nachgekauft, sind alle jetzt rot. Aber jetzt, wo alles am Boden ist, wie sieht es aus? Wo k├Ânnte ich meine ... Ich hab 50 Euro bekommen f├╝r ein Selfie. Wo k├Ânnte ich die investieren? Gibt es irgendwie Food, Living, Mode, irgendwas, was du glaubst, was auf der n├Ąchsten K5 gr├╝ner aussieht als aktuell? Ich glaube, es ist relativ schwer, gerade in E-Commerce ... Auch schlechte Laune. Aber ich w├╝rde ... Wo wollen wir anfangen? Ich w├╝rde grad nicht in Food Delivery investieren. Was denn? Also nicht in Delivery Hero, nicht in ... Takeaway, nicht in DoorDash. Ich glaube, tendenziell ... Wieso nicht? Weil es sehr schwer abzusehen ist. Hast du gemerkt, dass ein Supermarkt next door ist? Ich bin eh kein guter Kunde davon. Aber ich glaube, dass es schwer abzusehen ist, wo die neue Baseline f├╝r das Gesch├Ąftsmodell ist. Ich glaub, der Nach-Corona-Effekt ist noch nicht verdaut. Ich glaube, das sollten die Zeiten schwerer werden, dass Leute verstehen, dass sich f├╝r 20 Euro Pizza bestellen kein nachhaltiges Ern├Ąhrungsmodell ist. Ich glaube tats├Ąchlich, dass aufgrund der Historie HelloFresh im Zweifel das beste Food-Delivery-Modell ist. Die haben die nach Corona wachsenden Schmerzen ganz gut verkraftet. Nat├╝rlich wird auch da die Ebit-Marge sinken. Sie scheinen noch zu wachsen. Gegen├╝ber dem Vorjahr zumindest. Deswegen im Zweifel HelloFresh, wenn man muss. Haben die das M├╝llproblem mittlerweile gel├Âst? Welches M├╝llproblem? Schicken die uns nicht die ganze Zeit die Kisten und wir m├╝ssen die dann wegwerfen? Im Supermarkt siehst du die halt noch nicht. Die Kisten liegen ja auch im Lager. Nicht mein Problem. Food haben wir durch. W├╝rdest du nicht mehr machen? Hast du von deinen Fehlern gelernt? Wie sieht es weiter aus? Lifestyle? Ich habe das nicht gelernt. Ich sehe im Nachhinein gut aus. Ich habe Delivery Hero damals nach dem B├Ârsengang f├╝r 38 Euro verkauft. Habe den aktuellen Kurs nicht im Kopf. H├Ątte ich f├╝r 36 wieder kaufen k├Ânnen. Die Firma macht 10 Mal so viel Umsatz heute. Wild. Was war das n├Ąchste Thema? Lifestyle. Home and Living meinst du? Lifestyle. Man hat vielleicht schon rausgeh├Ârt, vielleicht nicht Home24 und West Wing gerade. Ich glaube, Home24 ist noch negativ. Es ist ein relativ langer Weg mit M├Âbeln auf gute Zahlen zu kommen. West Wing wird ins Negative drehen dieses Jahr. Ich glaube, Wayfair hat die Scale und die Retention, also die Repeat Rate, die sie am besten erscheinen lassen. Oder Jochen Krisch hat heute in Australien gezeigt, Temple Webster, glaube ich. Notieren ungef├Ąhr auf einmal Umsatz. Wachsen noch mit 45 Prozent, glaube ich. Sieht auch solid aus. Also Wayfair oder das australische Wayfair. Wobei, da prangert gerade auf der Homepage 60 Prozent Sales auf viele Kategorien. Vielleicht haben die ihr Inventar auch ein bisschen zu sehr aufgeladen und k├Ânnten Probleme mit der Gross Margin bekommen dieses Jahr. Ich glaube, Wayfair ist schon das Online-M├Âbel-Business, wo am ehesten absehbar ist, dass sie die Scale haben, um das langfristig durchzuziehen. Dass sie genug Wiederkaufrate haben. Ich glaube, man muss da nicht unbedingt zu viel Experimente eingehen. Und wer macht es am besten? Welche Modeaktie soll ich jetzt kaufen? Welche Mode? Lass dich nicht leiden von irgendwelchen Leuten, die hier im Publikum sind, bitte. Ich bin ja ein Wachstums-Guy. Nicht, weil Tarek da jetzt gerade sitzt. Ich glaube schon an die Firmen, die noch am st├Ąrksten wachsen. About you ist das. Letztes Jahr 38, 48 Prozent. Ich glaube, ihr werdet dieses Jahr 20 schaffen. Was sehr gut w├Ąre. Er kann nat├╝rlich nicht ... Er hat so mit den Liedern geschlagen. Also 20 Prozent w├Ąren gut f├╝r mich. Wenn man dieses Jahr 20 Prozent w├Ąchst, outperformt man den Markt. Also wenn man nicht w├Ąchst, outperformt man den Markt. Ich glaube, da letztlich about you ein ├Ąhnliches Umsatzmaterial hat wie die anderen Player, aber schneller w├Ąchst. Und ich pers├Ânlich an den Pfad zur Profitabilit├Ąt glaube, dass es ein attraktives Software-Segment g├Ąbe. Wir haben heute geh├Ârt, 100 Webseiten inzwischen. Ich wei├č nicht, ob da jetzt jede internationale mitgez├Ąhlt wird. Z├Ąhlt die internationale einzeln? Ein Kunde kann auch drei Domains haben. Aber es wird als ein Kunde gez├Ąhlt dann? Also wir z├Ąhlen Domains. Also er ist Oliver Krumme, ein Kunde hat aber drei Marken. Das ist Oliver Krummer, Fibes geht gleich durch. Okay, aber das ist fair. Wie w├Ąchst jetzt die Umsatzsumme im Letzten? Du hast ja eine Disclosure gefragt. Ja, about you hat ├╝brigens einen Preis f├╝r Investor Relations gewonnen. Weil sie es auch wirklich sehr gut machen, glaube ich. Also sie versuchen, so transparent wie m├Âglich zu sein und erlauben es einem, relativ gut das Business zu verstehen. Also aufgrund der Transparenz und des Wachstums w├╝rde ich das pr├Ąferieren. Ich glaube, Zalando w├╝rde ich knapp ├╝ber Market Performance sehen. Ich glaube, die sind auch, die werden mit Profitabilit├Ąt zu k├Ąmpfen haben. Sie werden, glaube ich, knapp ├╝ber Null Wachstum schaffen. Dieses Jahr bef├╝rchte ich, ehrlich gesagt. Ich glaube, Market Underperform ist Asos und Buhu. Da k├Ânnte es sein, dass jemand die vom Markt kauft, weil sie deutlich g├╝nstiger bewertet sind und das Management auswechselt, k├Ânnte ich mir vorstellen. Ich habe keine Informationen dazu, ich wei├č es nicht, aber das k├Ânnte ich mir vorstellen. Gibt es noch irgendwelche Mode? Ich w├╝rde nichts von diesen Stitch Fix, Rent the Runway, den ganzen Quatsch w├╝rde ich nicht machen. Ich glaube, tendenziell in der Peer Group finde ich About You schon tats├Ąchlich am besten. Aufgrund der Zahlen. W├Ąre cooler, wenn du in der Gag geklatscht w├╝rdest. Skail ist das Gleiche. Gut, sollen wir die letzte Metaverse-Frage stellen und dann Vorwarn? Ihr k├Ânnt Fragen stellen. Wir haben zwei Mikros oder zwei sehr motivierte Tontechniker, die gerne testen wollen, ob die Mikros funktionieren. Die Metaverse-Frage muss ich dir stellen. Philipp Gl├╝ck hat f├╝r 12.000 Euro ein Ding gekauft, also so einen Typen, ein Avatar. Ist das ein Avatar? 12.000 Dollar soll ich sagen, wobei das das Gleiche ist inzwischen. Er hat es gekauft, weil er ein gro├čer Metaverse-Belieber ist. Letzte Woche kam eine Studie heraus, dass McKinsey den Metaverse-Markt 2030 auf ... Sekunde, jetzt machen wir eine Umfrage. Wie gro├č ist der Markt f├╝r das Metaverse 2030 in acht Jahren? Sechs Millionen! Sechs Millionen? Hat jemand die McKinsey-Sache gelesen oder arbeitet bei denen? Nicht schlecht. Oder ist bei Oliver Wyman oder so. Ja, sechs Trillionen. Also McKinsey sch├Ątzt drei Trillionen. Das ist ├╝brigens das GDP von Deutschland. Sechs. Sechs oder drei. McKinsey sagt drei, oder? Nee, sechs. Und dann gibt es jemand anderes, der 13 sagt. Citibank sagt 13. Genau, 13 Trillionen. Das sind nat├╝rlich Zahlen, auf Deutsch w├Ąren das Billionen. Das sind 13.000 Milliarden US-Dollar. Kannst du das vergleichen im E-Commerce-Markt? Wie viel Umsatz macht so eine Barque? Ich kann dir sagen, dass das globale BIP oder GDP 100 Trillionen ist. Es gibt eine Bank, die glaubt, dass jeder achte Dollar 2030 im Metaverse umgekehrt ist. Wie viele Meta-Aktien haben die so? Keine Ahnung. Das ist eine gute Frage. Du, es ist deine Aufgabe, mir zu erkl├Ąren, wie das funktionieren kann. Als Endkonsument stelle ich mir das so vor wie ProSieben schauen, aber ohne Film. Also du l├Ąufst da durch und es ist ├╝berall Werbung. Und dann m├╝sste es doch eigentlich funktionieren. Aber warum Werbung? Der spannendere Case ist doch, dass du was im Metaverse kaufst und nicht Werbung machst. Du kaufst ja Klamotten. Mit Werbung kriegst du ... Der Ad-Market ist keine 13 Trillionen. Der weltweite Werbemarkt ist definitiv unter einer Trillion. Glaub ich. Knapp. Ich glaube, es gibt genau zwei Cases, wie man auf 13 oder 3 Trillionen US-Dollar-Marktgr├Â├če kommen kann. Das eine ist, wir brauchen 50 Prozent Inflation, dann wird der Markt automatisch so gro├č. Also wenn wir ausreichend Inflation haben, dann kann das irgendwann so gro├č sein. Das andere ist, man kann argumentieren, es gibt einen Markt, der noch mal deutlich gr├Â├čer ist als das globale GDP. Das ist sozusagen Real Estate. Also die Summe, der Wert aller Immobilien m├╝sste irgendwie 800 Trillionen oder so sein. Man k├Ânnte jetzt nat├╝rlich sagen, wenn ein Prozent aller Immobilien im Metaverse nur existieren, dann h├Ątte man den ausreichenden Wert schon beisammen. Die Frage ist dann aber Immobilien. Wie kauft man typischerweise Immobilien? Besitzt du eine Immobilie? Also man kann auf jeden Fall Sand kaufen. Was? Man kann Sand, also man kann doch so Land in der Sandbox kaufen. Wie du in der Real World Immobilien kaufst. Ach so, du gehst zum Notar und sagst, ich hab hier jemanden kennengelernt, der w├╝rde von dem gerne die Immobilie kaufen. Ja, wie bezahlst du das? Mit Geld. Das hast du Cash da. Ja, und mit Krediten. Genau, und die Frage ist jetzt, wer gibt dir einen Kredit, um ein Grundst├╝ck im Metaverse zu kaufen? Also haupts├Ąchlich w├╝rde ich sagen, Firmen und Klaner. Willst du mal live die Haspa anrufen und fragen, ob sie dir 2 Millionen f├╝r ein Penthouse im Metaverse geben w├╝rden? Ich brauch doch nur ein bisschen Land. Oder ein Land. Ich glaube, das wird schwierig. Aber glaubst du, das ist der Case? Das ist halt das Einzige, wie es m├Âglich w├Ąre. Also Land, neue Schuhe, Weste, Werbung. Es geht ja nicht, weil niemand w├╝rde dir einen Kredit daf├╝r geben. Au├čer die Leute, die bei irgendwelchen Kryptob├Ârsen Geld anlegen, um 20% Zinsen zu bekommen und daran glauben. Aber ich glaube, es funktioniert nicht. Wenn es funktioniert, ist aber die spannende Frage, also sagen wir mal, der Markt ist 8 Trillionen gro├č, oder 5 oder was auch immer. Woher kommt dieses Geld und wo geht es weg? Das hei├čt, wenn das funktioniert, dann gibt es ganz viele andere Unternehmen, die auf einmal ein Problem haben. Also wie gesagt, die Weltwirtschaft ist 100 Trillionen gro├č pro Jahr. 100.000 Milliarden. Wenn 13 davon im Metaverse sind, dann verdienen die alle 15% weniger Geld im Jahr mit realen Produkten. Ich kenne nur einen im Saal, der ein Hypeware, wie hei├čt das? Wie hei├čt der Laden? Hypeware? Von daher ist es vielleicht ein guter Hedge. Ja, aber guter Hedge gegen├╝ber. Also jetzt mal angenommen, wir sitzen nur noch bei uns zu Hause auf dem Sofa, haben so eine Brille auf. Das Einzige, bei dem wir wahrscheinlich wirklich sparen werden, ist dann die Klamotte. Also ich muss mir dann keine Sneaker mehr f├╝r 100, 200 Euro kaufen, weil ich ja meine Metaverse-Sneaker habe. Aber essen muss ich ja trotzdem noch. Essen musst du noch, ja. Wahrscheinlich. Aber du kannst dann Y-Food trinken oder so, weil du bist dann nur noch im Metaverse. Ja, gut, aber es kostet ja auch 4 Euro oder so. Haben wir sonst noch Fragen im Publikum? Wir haben noch eine gute H├Ârerfrage aus der Community. Und zwar, du darfst das beantworten, Amazon baut ja mit Amazon Go so ihre eigenen Grocery Stores oder so 24-Stunden-Stores und bietet das auch anderen an. Ist das schlau? Doof? Finde ich super. Ich glaube ja, online ist vorbei jetzt. Wir haben jetzt 20 Jahre online probiert. Es dauert immer noch super lange. Es ist super teuer. Retouren werden bald Geld kosten. Dann hat keiner mehr Lust, sich irgendwie f├╝r 500 Euro Klamotten zu kaufen und dann wieder f├╝r 400 Euro zur├╝ckzuschicken. Deswegen, ich glaube, in den n├Ąchsten 10 Jahren Retail. Es gibt wieder Rolltreppen, Karstadt. Sagst du jetzt, du bist bullisch f├╝r Offline-Handel, Ralf? Ja. Ach so, das ist die andere Veranstaltung in der n├Ąchsten Woche. Ich bin schon in der Sommerlaune. Und was macht dich da so bullisch? Das Einkaufserlebnis? Wir h├Âren immer wieder von, in unserer Community gibt es Diskussionen ├╝ber, wie sagt man das, lebhafte Diskussionen ├╝ber Gorillas. Und ein Argument ist immer, dass der Wocheneinkauf das Highlight der Woche ist. Bist du so ein Typ, dessen Sozialleben so retarded ist? Was ist dein Highlight der Woche? Zweimal die Woche, es ist bestimmt. Zweimal die Woche, mein Highlight ist, wenn der Call, also die Podcastaufnahme vorbei ist und ich wei├č, es ist jetzt zu Ende. Nein, aber eine sch├Âne Interaktion. Ich kann mir schon vorstellen, jetzt beispielsweise heute Morgen. Mein Tag heute Vormittag, also bis ich hier angekommen bin, h├Ątte eigentlich nicht schlechter sein k├Ânnen. Ich war am Bahnhof, habe Franzbr├Âtchen gekauft, habe drei gekauft, eins gegessen und mir erst mal meine Hose versaut. Dann habe ich mir ├╝berlegt, kann man im E-Commerce sich jetzt irgendwas kaufen, was hier in diesem Hotel ankommt und ich dann direkt eine neue Hose haben kann? Nee. Wie kann man sich mit einem Franzbr├Âtchen die Hose versauen? Im Gegensatz zu Berlin war es in Hamburg ein bisschen w├Ąrmer, die Schokolade ist runtergetropft. Wer ist denn Franzbr├Âtchen mit Schokolade? Man ist Klassik. Wer ist Franzbr├Âtchen mit Schokolade? Die Mehrheit. Ich dachte, es sind Paten. Wer ist Franzbr├Âtchen Klassik ohne alles? Also f├╝r die Aufnahme, es hat sich keiner gemeldet. Dann bin ich am Hauptbahnhof angekommen, habe gedacht, super, jetzt bin ich gleich auf der K5, habe ins Internet geguckt und gesehen, hier f├Ąhrt man eine Stunde hin. Hier angekommen, war eigentlich alles super. Welche Geschichte wollte ich erz├Ąhlen? Ja, ich glaube an Offline. Also h├Ątte ich jetzt eine neue Hose und w├╝rde mich nicht hier so hinter dem Stand verstecken. Du h├Ąttest dir bei Arrive eine Hose bestellen k├Ânnen? Nein, ich wette mit dir, die Hose ist nicht so gut. Ich wette mit dir, die haben keine Hosen. Check mal. Wer ist das ultimative Produkt? Blaue Boss Chino 34? Ah, jetzt muss ich erst die App runterladen. Du musst noch eine andere Anekdote erz├Ąhlen, das dauert noch ein bisschen. Also ich glaube, es geht nur zusammen. Also Offline, Online, Omni-Channel. Das, was ich immer nie sagen wollte. Aber mittlerweile bin ich alt und grau oder habe keine Haare mehr und ich glaube dran. Ich halte es f├╝r groben Unfug. Ich glaube, Online-H├Ąndler sollten die Chance nutzen. Aber es akzeptiert doch kein Mensch mehr, eine Woche auf eine Sache zu warten. Also wo ist denn der Punkt? Du kannst in 15 Minuten die allermeisten Sachen haben. Stimmt ja nicht, meine Badelatschen kommen am Freitag. Und wenn ich eine gro├če Order mache f├╝r 500 Euro, kommt es mit 5 Paketen. Das ist doch nicht mehr Zukunft. Das f├╝hlt sich doch an wie in den 90er Jahren. Du m├Âchtest lieber in 5 L├Ąden gehen und mit 5 Papiert├╝ten zur├╝ck. Nein, ich m├Âchte, dass jemand einmal die Woche vorbeikommt und mir alles bringt. Du kannst ja mal wieder was gr├╝nden, was sowas macht. Der sicherste Weg ist zu verhindern. Ich glaube schon, dass Online-H├Ąndler, wenn man die M├Âglichkeiten hat, investieren sollten. Die Kundenakquisekosten waren wahrscheinlich nie niedriger als heute. Im Vergleich zu den letzten 2 Jahren. Klar, die Conversion ist ein bisschen schlechter. Aber viele der Konkurrenten haben nicht mehr das Geld mitzustinken. Man kann ├╝berlegen, ob man die kauft oder ob man das Geld in Werbung steckt. Ich glaube, dass jetzt gef├╝hlt geht Online-Budget offline. Das wird sich sp├Ątestens n├Ąchstes Jahr wieder ├Ąndern. Vermutlich, es w├Ąre logisch anzunehmen, dass die Offline-H├Ąndler den gleichen Fehler machen, wie die Online-H├Ąndler. N├Ąmlich, dass sie sich die Lager vollhauen, weil sie denken, super, die Leute kommen wieder alle offline einkaufen. Durch diesen Re-Shop. Revenge-Shopping hei├čt es. Die Leute gehen jetzt wieder offline einkaufen, dann hauen die sich die Lager voll und merken, n├Ąchstes Jahr kommen die Leute gar nicht mehr. Jetzt gehen die doch wieder online ├╝ber die Zeit. Ich glaube, ich w├╝rde auch einen Teil haben wollen als Online-H├Ąndler. Aber du brauchst nat├╝rlich... Die Frage ist, ist es ein Vorteil, jetzt nicht b├Ârsennotiert zu sein? Und dass du das mit deinem kleinen Investorenkreis selber entscheiden kannst, ob du den Atem hast, das zu machen. Und ob du nicht dem Kapitalmarkt nachh├Ącheln musst und sagen, ja, wir werden profitabel n├Ąchstes Jahr. So wie alle. Wir machen jetzt keinen neuen L├Ąnder mehr auf. Ah, da, Frage. Sekunde. Denkt euch schon mal schlaue Fragen an. Gl├Â├Âckler hat keinen Tee mehr, der sucht gerade in seinem Handy. Also ich h├Ątte mir eine Gr├Â├če 25, Clothes Jeans w├╝rde mir nicht passen. 25, das ist... Bikini kann ich mir noch kaufen, ich bin nicht ganz ├╝berzeugt. Bist du bei Rivecard? So, was ist deine Frage? Hi, Martin. Ah, Martin M├╝ller vom Hightech-Undervolk. Moin. Ich h├Ątte mal die Frage, weil wir haben ├╝ber Profitabilit├Ąt gesprochen im E-Commerce. Ich glaube, viele treibt das jetzt um. Die Frage ist jetzt, wie mache ich das jetzt? Also, erh├Âhe ich die Preise, schmei├če ich Leute raus, versuche ich doch noch mal im Einkauf was rauszuholen, versuche ich neue Kan├Ąle. Also wie steigere ich denn gerade meine Profitabilit├Ąt? Was funktioniert denn jetzt am besten? Ja, verfolgende Frage. Martin ist VC, das hei├čt, seine Aufgabe ist, dem Gr├╝nder zu sagen, dass er profitabel sein muss. So einfach ist das. Bitte? Ne, die Wahrheit ist, das hei├čt, ihr m├╝sst euren Angestellten erz├Ąhlen, dass sie dezimiert werden, also dass jeder Zehnte gehen muss. Und so senkt man Fixkosten. Und im E-Commerce ist das noch nicht passiert, aber ich glaube, das wird passieren. Also was wir gerade noch nicht sehen, was aber eigentlich schon passiert, ist, es gibt noch unheimlich viele Firmen, die sind an der B├Ârse notiert und haben ein sogenanntes Price-Earnings-Multiple oder ein KGV von 25 und das klingt schon viel realistischer als fr├╝her, ich muss nur 25 mal den Gewinn zahlen, die wachsen noch und so weiter. EYES ist ein gutes Beispiel, die machen offiziell noch Gewinn, aber die Wahrheit ist, diese Firmen werden 2022 keinen Gewinn machen. Es ist Quatsch, sich gesund zu rechnen, wie billig gerade eine Meta-Aktie, Facebook-Aktie zum Beispiel ist. Die traden auf, keine Ahnung, acht oder sechs Mal Gewinn. Und das klingt nat├╝rlich wie kostenloses Geld einsammeln, aber Fakt ist, die werden dieses Jahr, also Meta wird dieses Jahr Gewinn machen, aber der Gewinn wird brutal einbrechen. Alles, was von Werbung abh├Ąngt, was E-Commerce ist, wird den Weg dieses Korkens gehen. Also, wir sind das nicht gewohnt, also die meisten hier im Saal kennen B├Ârse, Wachstumsunternehmen nur so, dass das jedes Jahr ein bisschen besser wird. So Preis-Earnings haben wir nicht drauf geschaut, das KGV, aber nur auf den Umsatz, aber dass Gewinner auch wieder weggehen k├Ânnen, das war uns nicht bewusst. Und gerade im Handel, also Handel ist der besch├╝tzendste Job der Welt. Du hast irgendwie eine 2% EBIT-Marge und wenn dann 10% Top-Line-Wachstum fehlen, dann ist die gesamte EBIT-Marge weg und du bist noch 4% im Minus eventuell, weil es einen Operating Leverage gibt. Ich glaube, der einzige Weg, das zu ├Ąndern, ist, an den Fixkosten zu arbeiten. Und das hei├čt, Leute entlassen. Andererseits, ich habe mit ein paar Leuten heute gesprochen, die sagen auch, wir sind ├╝ber 100% gewachsen in den letzten zwei Jahren, aber wir haben auch doppelt so viel Personal. Und es ist schon auch die Chance zu sagen, wir haben viele Leute geheiert, die wir auch aus purer Not geheiert haben und jetzt k├Ânnen wir auch noch mal ├╝berlegen, wen wir davon wirklich dringend brauchen. Aber wer sagt, Bottom Line z├Ąhlt jetzt? Also es gibt zwei Strategien. Entweder sagt man, wir wollen jetzt profitabel sein, dann hei├čt das Leute entlassen und dann hei├čt es, wenn man Gl├╝ck hat, hat man die M├Âglichkeit, die Leute zu entlassen, also sozusagen eine Art performancebasierte Sichtweise dabei einzugehen. Und die andere ist, ich habe einen Investor, der mir erlaubt, diese M├Âglichkeiten, oder ein Investorenbasisteam erlaubt, diese M├Âglichkeiten jetzt zur Konsolidierung zu nutzen. Das hei├čt, entweder ich bin in der Lage weiterhin, Kundenakquise zu betreiben, w├Ąhrend meinen Konkurrenten vielleicht das Geld dazu fehlt, oder ich kaufe jetzt Konkurrenten auf, die es gerade f├╝r Kleingeld zu kaufen gibt. Und ich glaube, die gro├čen GAFA-Unternehmen, zum Beispiel Amazon, wird Zukunftsk├Ąufe machen Ende dieses Jahres, Anfang n├Ąchsten Jahres. Also auch Amazon hat Wachstumsprobleme, die wachsen auch irgendwie so um den Nullpunkt oder mit M├╝he und Not, international nicht, in Amerika gerade so. Und der einfachste Weg, noch ein positives Ergebnis und Wachstum zu zeigen, ist, Umsatz hinzuzukaufen. Das w├Ąren die, die die Kassen dazu haben oder die Investorenbasis weiter nutzen, glaube ich. W├╝rdest du Kategorien oder irgendwelche Hobbyprojekte schlie├čen? Das passiert alles l├Ąngst so. Das h├Ârt man auch noch nicht. Also ich glaube, was noch besonders ist vielleicht, ist, dass in den letzten Jahren, man h├Ârt ja immer, es gibt so Statistiken, dass zum Beispiel 80, 85 Prozent der Unternehmen die sogenannten Analystensch├Ątzungen an der Wall Street ├╝bertroffen haben. Das haben wir die ganzen letzten Jahre geh├Ârt. Es gab immer positive ├ťberraschungen. Die Unternehmen machen eine relativ konservative Guidance. Das hei├čt, sie sagen, wir sind letztes Quartal 70 Prozent gewachsen. Wir glauben, wir wachsen das n├Ąchste nur 60 Prozent, obwohl sie hoffen, dass sie 65 Prozent oder 68 Prozent wachsen. Ein bisschen langsamer, deutlich mehr Entsch├Ątzung, dann mag sich die Wall Street. Und das ist jetzt die letzten Jahre immer so gewesen. Man guidet relativ konservativ, aber hat ein starkes Wachstum und ├╝bertrifft das noch. Und was wir jetzt im Q2 sehen werden, das gab es im Q1 schon in Ansatzweisen. Und Zalando war insofern Avangard, dass sie als der erste Player Gewinnwarnung rausgegeben haben. Aber was wir bei allen anderen sehen werden, ist, dass jetzt im Q2, also im Juli, August, wenn die neuen Unternehmenszahlen rauskommen, dann werden viele Unternehmen Gewinnwarnung rausgeben und ihre Ganzjahresprognosen anpassen und vielleicht die Prognose f├╝r n├Ąchstes Jahr schon und sagen, es wird ein ziemlich beschissenes Jahr f├╝r E-Commerce. Ja, was war die Frage? Beschissenes Jahr f├╝r E-Commerce w├╝rde ich gerne weitermachen. Mal angenommen, ich w├Ąre jetzt gerade aus der Uni raus. Aber Moment, man soll ja der optimistische Teil daran sein. Wenn ihr gerade nicht zweistellig euch verschlechtert gegen├╝ber dem Vorjahr, wenn ihr gerade nur zwei Prozent sinkt, oder sogar ein Prozent wachst ├╝ber dem Vorjahr, wahrscheinlich hei├čt das, dass eure Marge sinkt, weil ihr mehr geheiert habt, die Kosten steigen weiter usw. Aber das hei├čt, ihr gewinnt Marktanteile, und das ist was wert. Das ist sozusagen aus Ergebnisperspektive kein gutes Jahr f├╝r den E-Commerce, ganz sicher, weil es unheimlich schwer ist, diesen Anpassungszyklus der Gesamtwirtschaft sozusagen immer gut auszusteuern. Sondern man hat halt zu viel bestellt, dann muss man rabattieren, dann hat man einen Verlust eventuell. Aber wenn ihr nicht wirklich zweistellig Umsatz verliert dieses Jahr, dann habt ihr wahrscheinlich relativ gewonnen. Und die, die verlieren, sind eher die, die eben 20 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr haben. Bevor Gl├╝ck eure n├Ąchste Frage stellt, haben wir noch eine gute H├Ârerfrage da. Sehr gut, ein Gl├╝ck. Du kannst jetzt eine gute ausdenken. Ich wollte dich fragen, ob du in E-Commerce jetzt auch investieren w├╝rdest in den n├Ąchsten 6 bis 12 Monaten? Ja, hallo. Erstmal vielen Dank f├╝r den leckeren Wei├čwein, der ist sch├Ân kalt. Er l├╝gt, ist nicht lecker. Heute Morgen gab es viele Hypothesen auf der Stage. Und der Hannes hat eine rausgehauen, die mich den ganzen Tag nicht in Ruhe gelassen hat. Weil ich bin jetzt seit drei Monaten im Marktplatz-Business unterwegs als Marktplatzaggregator. Und Hannes meinte, der Kanal Marktplatz, der ist eigentlich tot. Die Brands m├╝ssen wieder Online-Shops aufbauen, gro├č machen. Und zur├╝ck zum Online-Shop. Und es geht mehr Richtung eigene Website und weniger jetzt Richtung About You und Zalando. Das hat mich dann noch ein bisschen verunsichert. Muss ich jetzt meinen Kunden sagen, es beginnt wieder ein neues Zeitalter? Oder wie siehst du das? Was hat Hannes hier verkauft? Du musst ja berufst├Ątig sagen, das ist nicht so. Du darfst noch mal Stellung nehmen dazu. Also, du darfst pr├Ązisieren. Mal gucken, was Novo Meint dir Sch├Ânes gekauft hat. Also, dass irgendwas tot ist, sagt normalerweise nur der Alex. Ich sage, Dinge sterben ja gar nicht. Eine Sichtweise f├╝r die Marktpl├Ątze selbst ist sie sehr erfolgreich. Der Erfolg ist nur sehr eindimensional. Weil wenn du Produkte ├╝ber den Marktplatz verkaufst, geh├Ârt dir der Kunde nicht. Und m├Âglicherweise geh├Ârt dir das Produkt auch nicht. Dann hast du halt wenig Wertsch├Âpfung. Und dann erh├Âht der Marktplatz seinen prozentualen Anteil, den er gern von dir h├Ątte. Und du weinst. Aber es gibt ja nichts zu weinen, weil du hast ja auch nichts gemacht f├╝r dein Geld. Es bleibt provokant. Ja, ich finde es immer respektvoll, wenn Leute provokante Thesen formulieren. Weil es gibt ja Diskussionsgrundlage. Ich glaube schon, dass relativ gesehen, waren die letzten zwei Jahre f├╝r Marktpl├Ątze, also relativ verlieren sie, glaube ich, an Macht. Weil die letzten zwei Jahre waren sicherlich ein Riesenvorteil f├╝r Marktpl├Ątze, weil sie sozusagen tiefere Regale hatten, eine h├Âhere Chance, dass Inventar verf├╝gbar ist, im Vergleich zu einem Monobrandstore oder so weiter. Das hei├čt, die Marktpl├Ątze hatten die letzten zwei Jahre unheimlich viel R├╝ckenwind. Und werden sie relativ an Macht verlieren? Wahrscheinlich ja. Sind sie langfristig das bessere Konzept? Das h├Ąngt an der St├Ąrke der Brand, w├╝rde ich sagen. It depends, w├╝rde der SEO sagen. Oder der Anwalt. Aber welche Brand verkauft denn ├╝ber den Marktplatz? Die allermeisten. Aber die starken Brands brauchen den Marktplatz auch bald nicht mehr. Welche ist, sag mal eine? Die von meinen Badelatschen zum Beispiel. Also au├čer wegen den Versandkosten. Aber irgendwo geht die Rechnung ja nicht auf. Also die Marktpl├Ątze werden doch in Zukunft, wenn jeder E-Commerce kann, dann macht es doch keinen Sinn mehr, einen Marktplatz zu haben. Warum braucht man bei Badelatschen eigentlich eine Brand? Bitte? Weil man gut aussehen m├Âchte. Auch am Strand. Kannst du mal ein Bild von den Badelatschen zeigen, die du bestellt hast? Zeige ich, wenn du deine Arbitrage-Idee erz├Ąhlst. Nee, das passiert heute nicht. Oder den Duschkopf? Insider. Also ich glaube schon, dass langfristig Marktpl├Ątze die besseren Modelle sind. Tats├Ąchlich. Ich glaube aber, dass sie relativ an St├Ąrke verloren haben. So w├╝rde ich mich festlegen. Von daher habe ich eine gewisse Sympathie. Das ist vielleicht nicht das Rational dahinter. Aber ich glaube, tendenziell stimmt die Aussage. Wir haben jetzt wirklich keine Themen mehr. Aber erst in einer Stunde m├╝ssen wir weg. Also falls ihr noch Fragen habt, ist das jetzt eure Chance. Hier, Sven hat noch eine Frage. Also irgendwann macht das Buffet zu. In einer Stunde, wei├č ich nicht, ob es noch was zu essen gibt. In der Regel macht das eine halbe Stunde nach der Er├Âffnung zu. Ich wollte gestern zum Speak at the Namm. Ich war um 10 da und stand vor verschlossenen T├╝ren. Wir haben gemerkt, dass du kommst. Wir haben uns im Stillverhalten eingeschlossen. Ich glaube, es liegt eher am Spiker. Jedes Mal, wenn du auf eine Spiker-Party gehst, ist der Laden dicht. Stimmt, das auch. Danach wollte ich zur Open Bar im Hotel Estrell. Die hat auch um 10 zugemacht. Aber wir sind froh, dass wir hier sind, Sven. Ja, ist okay. Das zum letzten Mal. Ich glaube, der Wein ging aber auch auf uns. Der ist auch sehr lecker. Ich habe noch nichts gekriegt. Ich habe eine Frage. Im letzten, nein, in deinem Gespr├Ąch, nicht bei euch, sondern mit dem Westermeyer, ging es um diese Contrarian. Oha. Ja. Und ich, dann habe ich nat├╝rlich, ich habe es durchgeh├Ârt. Ich habe mich eh nicht schwer getan und gesagt, okay, was ist eigentlich meine Contrarian-Sicht. Und ich habe mir dann gedacht, jetzt hauen wir alle wieder auf den E-Commerce drauf. Wir haben jetzt den ganzen Tag hinter uns. Und man sagt, naja, in der Substanz, also in der Substanz sind die Firmen alle besser als vor drei Jahren. Die Bewertungen waren crazy. Und jetzt sagt die B├Ârse, ja, aus vielen Gr├╝nden, Zinsen hoch, ja, und so weiter, dass die Bewertungen runter m├╝ssen. Wir sehen aber in Bewertungen, die sind jetzt, also auf die, auf die, also Kursumsatzverh├Ąltnisse von vielen tollen Firmen unter eins. Ja. Und ich glaube auch nicht, dass es jetzt in den n├Ąchsten 18, 24, 36 Monaten so richtig sch├Ân an der B├Ârse wird f├╝r das Segment. Ich glaube dennoch, und das w├Ąre meine Contrarian-Sicht, klar, auch weil wir dann den Fonds machen, aber ich glaube einfach auch, dass es kein schlechter Zeitpunkt ist, in dem Space investiert zu sein. Geschweige denn, und da hatten wir auch dr├╝ber gesprochen, auch akquisitorisch unterwegs zu sein in dem Feld. Also ich glaube, das sind gute Investments, aber mit einer langfristigen Perspektive. Also f├╝nf bis sieben Jahre. Genau, also ich glaube, vollkommen, also ist das kontr├Ąr, ja. Also zur schlechten, aktuellen Schlechtstimmung ist es kontr├Ąr, aber es ist, glaube ich, vollkommen richtig. Nat├╝rlich, die gro├če Welle, wir haben jetzt diese Corona-Sonderkonjunktur, die alles sehr stark verwirft, aber die gro├če Welle, auf der alle immer noch weitersurfen, ist der Offline-Online-Shift. Und der wird weitergehen. Und das wollte ich vorhin sagen, als Gl├╝ck, dass ich mich die ganze Zeit unterbrochen habe, dass die Innenst├Ądte, das ist halt ein ├ľkosystem, das kippen wird. Aber noch nicht in den gro├čen St├Ądten. Wenn in den Malls und in den Innenst├Ądten noch weitere f├╝nf bis zehn Prozent der Fl├Ąchen verschwinden, dann, also es steckt sich ja, es ist ja ein Domino-Effekt, es steckt sich gegenseitig an, wenn der Deichmann weggeht, dann kriegt der H&M kein, nicht mehr genug Footfall, oder wie hei├čt das auf der, Laufkundschaft, dann geht der Galleria kaputt und dann geht der Hugendude kaputt. Diesen Ketteneffekt, den wird es weitergeben. Und nat├╝rlich wird dieses Volumen, gerade in mittelgro├čen St├Ądten, wo dann vielleicht nicht sofort jemand das ersetzt, tendenziell online gehen. Und deswegen, nat├╝rlich bin ich langfristig bullisch f├╝r E-Commerce, es gibt ├╝berhaupt keinen Grund, das nicht zu sein. Die Frage ist sozusagen, haben wir schon den lowest low gesehen? Also die gro├če Gefahr ist, die Bewertungen sind mit einmal Umsatz wirklich relativ fair. Warum geiern jetzt noch nicht ├╝berall Private-Equity-Firmen und kaufen die ganzen b├Ârsennotierten Firmen? A, weil Helmut Friedman und EQT bestimmt nicht super happy sind, dass sie zum Flo├č gekauft haben. I'm happy. Und B, weil ... Es gibt kein B, oder? Weil nat├╝rlich, um von Private-Equity gekauft werden, brauchst du ja einen positiven Cashflow. Und der wird jetzt erstmal wahrscheinlich vier bis sechs Quartale nicht da sein. Sonst werden wir das durchleben, was absehbar erscheint, dass es besser wird. Aber deswegen greift da noch niemand hin, sondern man wartet so ein bisschen, bis sich die Wogen gl├Ątten, bis das Ende oder die Talsohle der Krise absehbar ist. Und dann wird es sicherlich sein, dass dann die Bewertungen immer noch bei einmal Umsatz sind oder bei 1,2 oder so. Und die Margen, also wenn es absehbar wird, dass man irgendwie wieder auf einen positiven Cashflow geht, dann nat├╝rlich wird die B├Ârse das antizipieren und die Bewertungen wieder hochschicken. Oder es wird ruckzuck zugekauft. Und dann wollen nat├╝rlich Kapitalgeber von dem Aufschwung profitieren. Deswegen langfristig ganz klar Bullish f├╝r E-Commerce. Ich glaube aber auch, wenn die PEs zuschlagen, ist es ja wieder zu sp├Ąt. Ich sehe es ja als Unternehmer, zu sagen, es gibt jetzt echt Opportunities. Weil wenn alle n├Ąmlich zittern und Angst haben, dann gibt es da das eine oder andere Gem und Juwel, was man sich da schon rauspicken kann. Aber das Problem ist ja, dass E-Commerce, also wenn du wirklich puren E-Commerce machst, ist es ja sehr kapitalintensiv. Und zu den jetzigen Kapitalkosten zum Beispiel noch mal was Neues. Also wenn du jetzt aus der VC-Perspektive sprichst, jetzt zu den jetzigen Kapitalkosten noch mal was Neues aufzubauen. Also schaffst du es, eine Investitionspipeline aufzubauen von einer Milliarde, um jetzt noch mal einen gro├čen Player aufzubauen in irgendeinem Segment? Das wird schwer. Deswegen w├╝rde ich wahrscheinlich eher in mittelgro├če Player, die jetzt entweder g├╝nstig an der B├Ârse notieren oder den B├Ârsengang jetzt nicht schaffen wegen der aktuellen Probleme, investieren. Und ich glaube, warum das nicht so klar ist, wie es scheint, also es scheint ja offensichtlich zu sein, dass E-Commerce wird es wieder gut gehen in f├╝nf Jahren. Aber warum greift jetzt nicht jeder zu bei unter einmal Umsatz? Es gibt halt schon noch die Chance, dass wir eine riesen Konsumentenkrise haben. Also dass die ganzen Claner-Schulden und was wei├č ich, daf├╝r sorgen, dass Leute signifikant weniger f├╝r Discretionary Spend, also irgendwie Ausgaben, die wir neben Lebensmitteln und Energie so t├Ątigen k├Ânnen, ausgeben. Das sollte dem ganzen Sektor dann noch mal sozusagen eine D├Ąmpfung geben. Das kann passieren. Wir hoffen, dass das nicht passiert. Wir hoffen, wir haben eine normale Rezession, hohe Inflation und irgendwann schwingt sich das wieder ein, wenn die Supply-Krise weg ist. Aber es kann ja schon auch sein, dass wir noch eine wirkliche Nachfrage-Krise bekommen wegen Konsumschulden. Wir haben die Makro-Risiken mit dem Krieg in Osteuropa. Von daher gibt es schon auch noch ein Risiko. Aber klar, als VC muss man eine optimistische Brille haben. Es gibt ausreichend Gr├╝nde, davon auszugehen, dass Offline-Handel die Markteinteil zur├╝ckerobert. Das zumindest ist nicht wahrscheinlich. Aber wieso in St├Ądten nicht? Also in gro├čen St├Ądten, Berlin, Hamburg, was auch immer, M├╝nchen, ist ja hier die H├Ąlfte der Veranstaltung, Frankfurt und so. Also wieso soll ... Ich war in dem gr├Â├čten Intersport von Berlin. Gut, Intersport, das ... Ja. Wo w├╝rdest du denn Badelatschen suchen, wenn nicht im Intersport? Ich bin hingegangen, wollte in Ornenschuh. Dann sagen die, wir haben die schwarzen und die wei├čen, die anderen Farben werden zu selten verkauft. Das gleiche Erlebnis hatte ich mit meinen Badelatschen bei den gro├čen, also bei den Fashion-L├Ąden von A bis Z. Aber was du nicht erz├Ąhlst, ist, dass du die ... Nix noch! Was Philipp nicht erz├Ąhlt, ist, dass er nat├╝rlich im Offline-Handel, also wenn die online nicht verf├╝gbar waren, bei den gro├čen Marktpl├Ątzen, dann h├Ąttest du in deinem fucking Deichmann nat├╝rlich schon gar nicht bekommen. Ich zahl dir zehn Badelatschen, wenn du heute noch in Berlin, das ist eine relativ gro├če Stadt, das Modell im Offline-Handel ... Gut, es ist Viertel vor acht, mein Freund. Du bist in Berlin, die L├Ąden haben bis zehn auf. Auch die Schuhl├Ąden? Nee. Deswegen gehen sie bei Grott. Ich glaube, der E-Commerce arbeitet gegen dich. Die Shopsysteme haben ├╝berzogen, dass ich jetzt keine Badelatschen mehr f├╝r in Urlaub habe. Aber Philipp, die drei Gruppen, die du gerade genannt hast, stehen f├╝r ungef├Ąhr zehn Prozent der Bev├Âlkerung. Also, die in den Top-A-Lagen, die Busch-St├Ądte steigen vielpreisig, weil genau das noch funktioniert. Aber das gleiche ... Moment, mit Tarek was spricht, braucht er Mikro. Wir brauchen Tarek online. Wir haben es schon gemerkt auf der Weihnachtsparty, das funktioniert. Das ist genau das Argument, geh mal nach Greves-M├╝hlen. Ich will doch nicht auf dem Dorf leben. Ich lebe doch in Hamburg, weil ich Hamburg liebe, weil es die beste Stadt in Deutschland ist. Wieso ... Und dort, also in den St├Ądten, in denen es gute Restaurants gibt, gute Kultur, gibt es auch gute L├Ąden. Jetzt wird es absurd. Tut mir leid.
In den St├Ądten ist die Online-Penetration ├╝berdurchschnittlich hoch. Aber ich glaube auch, in denen momentan die Online-Proposition ist nicht gut. Nach zwei Jahren Corona, das System ist ├╝berlastet worden. Die Erfahrung, die du hattest mit dem Set, wahrscheinlich bei 5 Tagen Lieferzeit, die ist nicht gut. Die ist in Corona ... Das System wurde ├╝berlastet. Daran hat das System noch zu knapsen. Aber ich glaube, was man sich immer klarmachen muss, ich komme ja auch aus Hamburg, du ja auch. Hamburg, Berlin und M├╝nchen repr├Ąsentieren nicht Deutschland
und repr├Ąsentieren nicht Europa. Wie viel Prozent E-Commerce machst du mit den gro├čen St├Ądten?
Wahrscheinlich irgendwie 10, 20 Prozent oder so. So wenig? Ja, 70 Prozent der Deutschen leben in St├Ądten unter 100.000 Einwohnern.
Und geht da mal ein Intersport, wenn du sagst, ich will baden latschen, sagen sie, wir haben die dunkelblauen Nike und die schwarzen Adidas?
Vor allem ist der Intersport eine Stunde weit entfernt.
Und das?
Ich glaube, man muss abstrahieren im Einkaufsverhalten. Ich gebe dir recht, dass die Online-Proposition gerade schlecht ist oder auch in den letzten zwei Jahren gelitten hat. Aber ich glaube, man muss bedenken, dass diese Sachen, die du gerade nennst, Arrive und so weiter, das ist eine totale Gro├čstadt-Bubble. Es gibt kein Arrive.
Das ist f├╝r mich auch nicht relevant. Es gibt keinen Hauptbahnhof, der um die Ecke ist
und wo man Samstag noch mal kurz eine Adilette einkaufen kann.
Ja, aber auf der anderen Seite sehe ich, wie mein DHL-Mann jetzt k├╝ndigt, weil er zu viele Pakete ausliefern muss. Ich sehe, wie ich meine ersten Retouren bezahlen muss. Und ich sehe, wie ich meinen Fast-Commerce nicht mehr um 10 Uhr morgens machen kann, sondern erst um 11, wenn die Fahrer wieder da sind. Ich sehe den Mehrwert nicht mehr so ganz.
Ich glaube, das ist der Effekt, dass gerade der E-Commerce seine strukturelle Marge optimiert. Zalando ist ja gerade vor ein paar Tagen in der Presse gewesen, hat zum Beispiel einen Mindestbestellwert eingef├╝hrt, unter dem sie Versandkosten verlangen. Das ist ja gerade die Reaktion darauf, dass man sagt, wir m├╝ssen jetzt die Margen optimieren. Ich glaube, es ist am Ende ein Trade-off zwischen Marge, Kunden-Experience und Wachstum. Momentan geht das Panel sehr stark Richtung Marge, auf Kosten der Kunden-Experience und auf Kosten des Wachstums. Ich glaube, das Panel wird sich irgendwann wieder rekalibrieren.
Aber das Problem wirst du doch jetzt auch haben. Wenn du jetzt auf Marge gehen musst, 2008 war es so, als kleine Brand war es sehr schwierig, irgendwo deine Sachen auf einer Messe zu verkaufen. Das hei├čt, die Gro├čen von A bis Z werden jetzt auf die gro├čen Marken gehen, die man auch ├╝berall kaufen kann. F├╝r die Kleinen wird es schwierig, den Longtail kriegst du gar nicht mehr. Du wirst ├Ąhnliche Probleme bekommen wie alle Retailer. Ist auch so.
Ganz ehrlich, ich war auch letztens wieder offline shoppen, weil diese Outdoor-Rush stattfindet. Ich glaube nur, das Kaufverhalten, das du beschreibst, n├Ąhert sich einem repr├Ąsentativen Kaufverhalten an. Man muss bedenken, dass in der Online-Mode-Industrie 20 Prozent der Ums├Ątze nur online erfolgen. Vielleicht ist es so, dass du in den letzten zwei, drei Jahren aufgrund der Bubble, nehme ich mich nicht aus, geht mir auch so, deutlich ├╝ber 50 Prozent Online-Penetration hattest. Was ich pers├Ânlich glaube, ist, dass die langfristige Online-Penetration irgendwo zwischen 30 und 50 Prozent liegen wird. Das w├Ąre allerdings noch deutlich h├Âher, als es heute ist. Das ist wahrscheinlich niedriger, als du es in den letzten zwei Jahren hattest. Deswegen hast du jetzt gerade das Gef├╝hl, dass es eine Art Renaissance des Offline-Gesch├Ąftes gibt, weil dein eigenes Kaufverhalten sich vielleicht n├Ąher, ann├Ąhernd sozusagen, oder wieder mehr den 50 Prozent ann├Ąhert. Was aber eigentlich nur bedeutet, dass du wieder ein bisschen mehr in die Realit├Ąt kommst, geht mir auch so, ja, und wir ein bisschen aus unserer Bubble herausgerissen werden. Aber man darf halt nicht vergessen, wie niedrig die Online-Penetrationen heute noch sind. Wie gesagt, sie sind im Online-Mode-Bereich bei um die 20 Prozent in Europa. Das ist halt ultra wenig. Also, wenn du halt ├╝berlegst, dass du halt ab und an mal wieder offline einkaufen gehst, ist ja die Frage, kaufst du jetzt halt wirklich vier von f├╝nf Mal offline? Und das glaube ich, das wird nicht passieren. Du wirst wahrscheinlich irgendwie bei 50-50 landen oder sowas. Was sich f├╝r dich wie eine Offline-Renaissance anf├╝hlt, aber was immer noch eine Erh├Âhung der Online-Penetration w├Ąre. Das hei├čt, selbst wenn dann die Dorfler, die noch nicht mal diesen Zugang haben zum Berliner Store oder Hamburger Store, dein Kaufverhalten adaptieren, bedeutet das noch massives Wachstum f├╝r den Online-Bereich.
Hat er den Kunden gerade Dorfler genannt? Ich glaube einfach, dass die ... Moment, Moment. F├╝r mich ist die gro├če Frage, ich, der jetzt alles, was ich anhab, ist online gekauft, werde ich eher zum Offliner oder werden unsere Eltern eher zum Onliner? Beides, glaube ich. Aber das hei├čt, dass du alles, was du tr├Ągst ... Aber dann musst du doch auch beides machen.
Also machst du ja auch. Ja, es ist halt die Frage, ob halt nicht Kanalexzellenz sozusagen den Fakt schl├Ągt, dass der Kunde halt in beiden Kan├Ąlen unterwegs ist. Ein ganz banales Beispiel, wir haben als About You schon mal einen Offline-Laden gehabt. Die wenigsten wissen das.
Edit es gibt es doch immer noch.
Ja, Edit es gibt es immer noch. Aber wir haben einen About You-Laden gehabt. Was ich interessant fand ...
Tarek, sollen wir einen Podcast zusammen machen? Ich h├Ątte zwei Tage die Woche noch Zeit.
Was ich interessant fand, in dem Offline-Einkaufszentrum sind die Leute nicht zu About You gegangen, sondern sind zu diesen klassischen Offline-L├Ąden gegangen. Online wiederum haben sie uns angestarrt. Ich glaube, der Kunde m├Âchte halt jeweilige Kanalexzellenz und erwartet halt von einem About You keine Exzellenz im Offline-Gesch├Ąft. Er erwartet allerdings von einem Offliner wiederum keine Online-Exzellenz. Und ich glaube deswegen, dass sozusagen die Idee, ich bin jetzt online erfolgreich und deswegen werde ich auch offline erfolgreich, oder umgekehrt, nicht funktioniert. Weil der Kunde zwischen den beiden Kan├Ąlen unterscheidet. Was ja nicht hei├čt, dass man sich nicht verkn├╝pft. Zalando hat ja mit Connected Retail, glaube ich, da finde ich zumindest einen ganz guten Move gemacht, dass sie sich mit Offlinern connecten und quasi deren Bestand eben digitalisieren. Also man kann sich ja verbinden, aber ich glaube nicht, dass der Erfolg von Zalando online bedeutet, dass die Leute halt offline auch in Zalando gehen w├╝rden.
Gebt ihr bei Scale Omni-Channel an? Also kann man das da dazukaufen? Ja, ja, Omni-Channel ist eins unserer vier gro├čen Use-Cases,
weswegen sich auch Kunden f├╝r uns entscheiden. Ja, wenn du halt schon Offline-L├Ąden hast, dann machst du nat├╝rlich irgendwie einen Online-Kanal dazu. Also ich glaube, wenn du eh beides hast, dann musst du es nat├╝rlich miteinander verbinden und das m├Âglichst gut optimieren. Die Frage ist ja nur, solltest du jetzt als Onliner irgendwie einen Offline-Laden starten? Und da glaube ich, das w├Ąre die absolut falsche Entscheidung gerade.
So, aber Gl├╝ckwunsch, da du jetzt, ganz normal, du redest ja ja gleich wieder, da du jetzt sozusagen der letzte Verfechter des Offline-Handels bist, dann sagen wir, wir machen dich jetzt zum B├╝rgermeister von Hamburg. Wie rettest du die Innenstadt? B├╝rgermeister von Hamburg ist ja wohl ganz so eindeutig Tareks Thema. Du kannst ja jetzt die Gegenkandidatur annehmen. Wie rettest du die M├Ânckebergstra├če? Wie machst du die wieder attraktiver? Au├čer durch Badelatschen. Alles, was gro├če Brands sind, f├╝r die wird die Miete halt dreimal so teuer. Das hei├čt, du willst so ein Bikini Berlin aus, kennst du das? Also das sind halt nur so Pop-Up-Stores, so Flagshipping-Stores, von sehr kleinen Marken, so stellst du dir zuk├╝nftig die Innenstadt vor. Ja, aber ich wei├č auch, dass das auch schmiert wird. Und da werden die Touristen dann einkaufen. Ja, das wird halt auch nicht funktionieren. Ich h├Ątte eine Idee, wie ich die Innenstadt retten w├╝rde, auch wenn es nicht mein Job ist.
Darf ich das einmal ├Ąu├čern? Ja, ja.
Ich w├╝rde die Innenstadt mehr managen wie ein Center.
Was die Centers machen, ist, die nehmen unterschiedliche H├Âhen von Mieten, von unterschiedlichen ... Du kannst auch runterkommen,
dann muss der Kameramann sich ... Die Gewerkschaft ruft schon an, dass der Kameramann Gefahren eingeht.
Das Problem der Innenstadt ist, dass jede Mobilie von verschiedenen Firmen besitzt wird, und die halt auf ihre eigene Miete optimieren. Was wiederum dazu f├╝hrt, dass da halt nur Filialen sind und es relativ monoton ist. Also da ist kaum Vielfalt, da ist nichts Cooles. Weil die Sachen, die cool sind und so ein bisschen au├čergew├Âhnlich, k├Ânnten sich die hohen Mieten nicht leisten. Die Frequenzen in den Innenst├Ądten gehen mehr zur├╝ck als in den Centers. Warum? Weil die Centers halt sagen, okay, von denen, die richtig viel Geld verdienen in meinem Center, verlange ich eine h├Âhere Miete. Ich subventioniere durch die h├Âhere Miete allerdings auch so ein bisschen die Vielfalt und die Coolness. Also die betrachten eben ihr Center ganzheitlich und betrachten das sozusagen als ganzheitliche Experience. Und das machen die Innenst├Ądte nicht, weil es halt kein ganzheitliches Management der Innenst├Ądte gibt. Ihr habt geh├Ârt, dass ich eben das Gleiche gesagt habe. Man m├╝sste mit Mieten diverser umgehen. Dann w├╝rde man auch mehr Vielfalt in der Innenstadt erzeugen und die Innenstadt wieder attraktiver machen.
Aber woran bemisst du, was eine coole Brand ist und was eine Umsatz...
Es gibt Marken, die ziehen halt sehr schnell, die ziehen ein Footfall sehr stark. Und es gibt Marken, die monetarisieren Footfall sehr stark. Und diejenigen, die den Footfall sehr stark ziehen, aber nicht so gut monetarisieren, kriegen eine niedrigere Miete. Woran wiederum derjenige, der den Footfall monetarisiert, auch ein Interesse hat. Also am Ende ist es ein Interessenalignment. Deswegen findest du zum Beispiel in irgendwelchen Centers Superm├Ąrkte, die zahlen wahrscheinlich weniger Miete als ein Zara. Weil die ziehen Footfall rein und Zara monetarisiert Footfall. Du findest auch irgendwelche Start-ups da, die halt sehr cool sind oder irgendwelche event-driven companies sozusagen oder food. Ja, die ziehen halt Footfall rein, den wiederum der Zara monetarisiert. Und deswegen quersubventioniert der Zara eben die Footfall-Companies.
Zarek, ich h├Ątte schon noch eine private Frage zwischen dir und mir. Nee, Moment, bevor du wieder damit anf├Ąngst. M├╝sstet ihr dann nicht in Gorillas investieren, damit die die Ankermieter kaputt machen in den Malls, damit dann auch der Offline-Moderator stirbt endlich?
So wichtig ist mir unser Erfolg nicht. Ich w├╝nsche dem der Innenstadt nicht den Tod. Also so wichtig ist mir das jetzt auch nicht. Niemand w├╝nscht der Innenstadt den Tod.
Die Frage ist halt, ob die Innenstadt vom Handel betrieben und gehtrieben.
Au├čerdem machen die das schon ganz selbst mit dem Sterben.
Was wolltest du noch fragen? Ich wollte einfach fragen, Tarek, wann kann ich dich jetzt als B├╝rgermeister w├Ąhlen?
So wie der Kurs aktuell ist, dauert es noch ein paar Jahre.
Den will ich schon nochmal fixen.
Ich habe schon den Anspruch, dass ich es schaffe, mich aus der Wirtschaft zu verabschieden und sagen zu k├Ânnen, dass niemand jemals Geld verloren hat mit mir.
Das w├Ąre aktuell nicht der Fall. Okay, das dauert noch. Also ich bleibe der Stadt treu. Haben wir sonst noch irgendwelche h├Âhere Fragen? Oder Sven sagt, das Essen baut in f├╝nf Minuten ab. Du bist zu betrunken, ich gehe laufen. Jetzt nicht stolpern, jetzt nicht stolpern. Moment, wir hatten hier auch noch eine Frage. Du bist schneller, ne? Jetzt ist die Frage, ob die Testing das schafft. Ach, jetzt habe ich es noch. Eine Frage an Tarek. Versucht ihr jetzt nachzuziehen bei Zalando, wo sie jetzt die Versandkosten wieder erh├Âht haben, beziehungsweise eingef├╝hrt haben? Bleib gleich unten, Tarek.
Ich habe noch nichts gegessen, au├čer eine Portion Karottensuppe und habe jetzt schon Bier und so eine Flasche Wein hier gesoffen. Fahr dich nach Hause. Unser Compliance Team w├Ąre stolz auf dich. Das kommentieren wir nicht, die Frage. Das kommt oft von der Presse,
aber wir haben uns f├╝r keinen Kommentar entschieden. Tarek, trink mal bitte noch ein bisschen was. Hat jemand noch ein Glas f├╝r Tarek? Das Glas ist leer, das ist das Problem. Noch eine h├Âhere Frage? Schnell, bevor. Dann nehme ich noch eine. Auch wieder Tarek involviert tats├Ąchlich. Mich hat das Thema ein bisschen angefixt, dass Zalando Hei├čneuer Bayer Tee aufgekauft hat. Das w├Ąre f├╝r mich eher so ein About-You-Move gewesen. Weil ich gedacht h├Ątte, von der Z├Ąhlgruppe passt es eventuell ein bisschen besser zu About-You. Deswegen vielleicht auch die Frage an Pip. Tarek darf dazu ja nichts sagen. Aber was f├╝r strategische Zukunfts-H├Ąufe w├╝rdest du denn bei einem About-You vielleicht gerade jetzt sehen, wo die Preise auf dem Markt tendenziell auch ein bisschen niedriger sind f├╝r strategische Akquisition? Sehr gute Frage. Ich glaube, der Hauptunterschied ist, Tarek w├╝rde mir bestimmt zustimmen, dass About-You, glaube ich, mehr organische Wachstumsquellen hat als Zalando. Zalando ist deutlich gr├Â├čer. Wenn die 5% wachsen, ist das zu vergleichen mit, wenn About-You 15% w├Ąchst. In absoluten Zahlen wahrscheinlich. Von daher ist die Not geringer bei About-You. Von ... Ich ... Sehr gute Frage. Ich ├╝berlege gerade, was passt High-Snow-Biotea besser zur Marke von About-You oder zu Zalando? Ich glaube, ehrlich gesagt, nicht daran, dass man sich Coolness hinzukaufen kann. Also, die eigentlich spannende Frage ist, ich w├╝rde sagen, wir k├Ânnen inzwischen konstatieren, dass bei Social Media ist es so, dass jede Generation sein eigenes Netzwerk hat. Unsere Eltern und leider wir sind auf Facebook. Eine Generation J├╝nger ist auf Instagram. Generation Z ist auf Snapchat und TikTok. Und ich glaube, was Tarek nachts nicht schlafen l├Ąsst, ist, dass die n├Ąchste Generation ... Er hat, glaube ich, eine Generation von Zalando geklaut, die j├╝nger ist. Ich bin mir sehr sicher, dass die durchschnittliche Kundschaft von About-You j├╝nger ist als die von Zalando. Die w├Ąchst sich sogar um eine ├Ąltere Generation und will in dem Bereich wachsen. Und die Frage ist, wird es nicht so sein, dass die Menschen, die heute zw├Âlf, 13 sind, dass die auch About-You nicht mehr cool finden? Dass die vielleicht ├╝ber Media einkaufen, das hei├čt, direkt ├╝ber TikTok, direkt ├╝ber Snapchat, eventuell, dass kein echter Shop- oder Marketplace mehr dazwischensteht, k├Ânnte ich mir vorstellen. Oder dass es was Neues gibt. Ich wei├č nicht, wobei ich Shein noch sehr ├╝berlappend mit About-You sehen w├╝rde. Genau, das finde ich eigentlich spannender. Also, werden wir in f├╝nf Jahren feststellen, dass es so eine Wellenbewegung gibt wie bei Social Media, das ... Ich meine, darauf kann man reagieren. Das hei├čt nicht, dass About-You irgendwann ├╝ber den Berg ist, sondern da muss man halt neue Marken ... Das hat Facebook ja auch sehr gut gemacht, dass sie neue Marken hinzugekauft haben fr├╝h genug und dann auch noch mal so ein bisschen profitiert haben. Man kann auch auf so was immer reagieren. Aber du kannst ja mal sagen, wie du dar├╝ber denkst. Ich sehe das in Tendenzen zumindest, dass jede Generation ihre eigene Shoppingplattform hat.
Ja, also, ich sehe das auch so. Ich glaube, wir k├Ânnen mit About-You nicht alle Use Cases im Frontend abdecken. Deswegen haben wir auch Scale letztendlich, weil am Ende des Tages braucht jeder, der im Onlinehandel Gesch├Ąft machen will, Technologie.
Darf ich eine Zwischenfrage stellen? Gibt es eine Marke auf Scale, die j├╝ngere Kunden hat als About-You?
Ja, 6pm zum Beispiel, YNOT.
Gut, mit der ihr keine Kooperation habt? Naja, mit 6pm und YNOT, die haben sich f├╝r Scale entschieden
und haben uns das angeguckt und dachten, das ist so geil, da investieren wir rein.
Aber YNOT ist doch eure Firma mit denen.
Genau, wir haben da rein ... Die Entscheidung f├╝r Scale war aber ... Auch bei 6pm war das so, die wollten halt Scale nutzen.
Moment, Moment, Moment. Oder war es so, dass ihr gesagt habt, wir investieren, wenn ihr dann Scale nutzt? Das macht Palantir zum Beispiel so.
Nee, das machen wir nicht so. Also f├╝r uns war es so, wir haben uns das halt angeguckt und gesagt, okay, unsere Technologie kann da so sehr einen Hebel erwirken. Diesen Hebel, an diesem Hebel wollen wir doppelt verdienen. Einerseits mit der Vieh, die wir chargen, andererseits mit dem, wo wir uns daran beteiligen. Was ich aber eigentlich sagen will, ich glaube, auch wenn du in der ganz jungen Welt unterwegs bist, du wirst Technologie brauchen, du wirst Logistik brauchen, Payment, du wirst halt Infrastruktur brauchen. Und wir k├Ânnen diese Infrastruktur zur Verf├╝gung stellen. Und ich glaube, dieses Scale-Gesch├Ąft, das sorgt daf├╝r, dass wir uns mit About You weiterhin auf eine gewisse Zielgruppe fokussieren k├Ânnen und eine gewisse Marke aufbauen k├Ânnen. Und zu Highest Mobility glaube ich, zun├Ąchst einmal glaube ich nicht, dass Zalando sich etwas kauft, um sich Umsatz oder Gewinn zu kaufen. Daf├╝r sind die viel zu langfristig unterwegs. Also ich pers├Ânlich finde, Zalando ist ein mega Unternehmen. Wenn ich nicht so expost w├Ąre auf About You, w├╝rde ich mir Zalando-Aktien kaufen. Weil ich finde, es ist ein mega Unternehmen. Und was ich unter anderem daran so mega finde, ist, dass die Unternehmen langfristig sehen.
Was glaubst du, ist die langfristige Wachstumsrate? Zalando wird dieses Jahr nicht wachsen, das ist total okay, weil der Markt schrumpft. Aber was glaubst du, ist die langfristige Wachstumsrate von Zalando?
Also die sagen ja, bevor ich jetzt was sagen w├╝rde ...
Wer kann dein Compliance-Appart?
Ja, also die werden auf jeden Fall weiter Marktanteile gewinnen in den n├Ąchsten 10, 20, 30 Jahren.
Auf Kosten von wem?
Auf Kosten von Omnichannel-Heritage-Playern, meiner Meinung nach, im Wesentlichen. Ich glaube n├Ąmlich, starke Marken, hier Adidas, Nike und Co., die werden ihr eigenes D2C bauen. Schlechte Marken werden im D2C verlieren, starke Marken werden im D2C gewinnen. Und die ganzen Legacy-Player, Katalog, Omnichannel, etc. werden verlieren. Und quasi auf den Kosten von schlechten Marken und den Legacy-Playern wird Zalando und wird ein About You wachsen.
Aber du kannst doch ... Wie kannst du Marge aufbauen, wenn du auf den schlechten Marken profitierst? Also, wenn Nike und Adidas ihr eigenes Modell haben und im Gegensatz zu meinen Badelatschen mir jetzt die Schuhe versandkostenfrei verstecken, wie kannst du dann langfristig gut Geld verdienen?
Ich glaube, Nike und Adidas sind ein gutes Beispiel. Nike und Adidas sind ja beide b├Ârsennotiert. Die haben beide gesagt, dass sie ihre sogenannten T├╝ren, das sind quasi die Anzahl der H├Ąndler, die sie beliefern, von, keine Ahnung, 20.000, 30.000 oder so was reduzieren. Und die haben gesagt, sie wollen sich eigentlich nur noch auf 50.000 bis 100.000 Player weltweit fokussieren. Es gab ja vorhin noch diese Marktplatzfrage. Was die machen, ist eigentlich ziemlich schlau. Die gucken sich an, schafft dieser H├Ąndler, den ich hier beliefere, eigentlich inkrementellen Umsatz? Und schafft dieser Marktplatz, den ich beliefe, inkrementellen Umsatz? Das hei├čt, ich glaube f├╝r die Frage, auch die Hypothese, die Hannes in den Raum geworfen hat, Marktpl├Ątze sind eigentlich unn├Âtig, H├Ąndler werden sich von, oder Marken werden sich von Marktpl├Ątzen zur├╝ckziehen. Glaube ich, jede Marke, die das schlau macht, schaut, ist das ein Marktplatz, der inkrementellen Umsatz bringt oder nicht? Und ich glaube, manche tun das, manche tun das nicht. Wir zum Gl├╝ck, und auch Zalando, muss man fairerweise sagen, sind aus Sicht von den genannten Lieferanten und auch anderen, heute Marktpl├Ątze, die halt inkrementellen Umsatz hinzuf├╝gen. Und auf der anderen Seite hei├čt das aber auch, die beliefern halt tausende von T├╝ren nicht mehr. Und das meine ich ja, da werden richtig viele H├Ąndler sterben, weil die einerseits den Kundenzugang verlieren und den Lieferantenzugang verlieren. Das hei├čt, die werden im Grunde genommen von zwei Seiten gerade unter Druck gesetzt und die werden es nicht ├╝berleben. Es wird eine Konsolidierung geben und auf dessen Kosten unter anderem wird ein Zalando in About You wachsen. Und ein Marktanteil im Online-Gesch├Ąft gewinnen und das Online-Gesch├Ąft wird, glaube ich, generell wiederum wachsen gegen├╝ber Offline. Wenn auch nicht mit den Wachstumsraten, die wir jetzt in Corona gesehen haben. So hei├čt Nobiety, glaube ich, was ich eigentlich sagen wollte, ist, Zalando trifft keine Entscheidung, um seinen Kurs zu polischen. Das ist ein Unternehmen, was langfristig gef├╝hrt wird. Deswegen finde ich Zalando auch so geil. Ich glaube, Zalando ist absolut unterbewertet. Ich glaube, Zalando ist das bestgef├╝hrte digitale Unternehmen, was wir gerade in Deutschland haben. Ich meine, wir haben es wirklich ernst. Ich glaube, die haben sich High Snow White gekauft aus strategischen Gr├╝nden. Ich glaube, nat├╝rlich passt ein High Snow White mehr zu About You. Aber genau aus dem Grund h├Ątte About You auch nicht so eine hohe Zahlungsbereitschaft. Und deswegen ist es schon richtig, dass High Snow White wahrscheinlich an Zalando verkauft hat. Weil wenn etwas extrem gut zu einem passt, dann braucht man es nicht so doll. Und wer es mit Dollar braucht, zahlt mehr. Insofern glaube ich, dass das das Rational war, warum die nicht mal an unsere T├╝r geklopft haben.
Glaubst du, das war ein Prozess mit mehreren Bietern?
Soweit ich wei├č schon. Und soweit ich wei├č, ist der Prozess auch schon l├Ąnger im Gange. Also der lief schon. Oder die Gespr├Ąche fangen... Also ich kenne diese M&A-Prozesse ja auch. Die finden ja nicht innerhalb von drei Monaten statt. Ich bin mir ziemlich sicher, die Gespr├Ąche haben auch schon angefangen zu einer Zeit, wo es noch nicht so stark um Profitabilit├Ąt ging. Deswegen glaube ich nicht, dass das Rational von Zalando war. Das ist jetzt nur Spekulation. Ich wei├č wirklich nichts dar├╝ber. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Rational war, das Kaufen von Ebit. Weil ich k├Ânnte mir vorstellen, dass zu dem Zeitpunkt,
wo es noch nicht so stark war. Ich habe eine letzte Frage an Tarek. Und dann w├╝rde ich dir gerne das Mikrofon wegnehmen. Gerne. Wir haben auch einen Essenstermin ├╝brigens seit einer Viertelstunde. Das Management hat mir gerade eine SMS geschrieben, dass wir jetzt aufh├Âren k├Ânnen. Also es ist in Ordnung. Tarek, was hast du die letzten drei Monate gelernt? Worauf willst du denn aus? Ich sag einfach mal. Du bist ja ein Typ, ich kenne dich ja auch schon von der Seitenlinie seit ├╝ber zehn Jahren. Du hast mit Shishas angefangen.
Ich habe mit Webseiten angefangen.
Aber Shishas ist das, woran sich die Leute erinnern k├Ânnen. Genau, das k├Ânnen die Leute sich erinnern. Du hast verschiedene Firmen, du hast E-Commerce gemacht, du hast Software gebaut, du hast was an Otto verkauft, du hast jetzt eine Firma an die B├Ârse gebracht. Was hast du die letzten drei Monate gelernt? In den letzten drei Monaten, das Kapitalmarkt extrem unberechenbar ist.
Kurzfristig zumindest. Gut, aber unberechenbar, das haben ja alle gelitten. Genau, also h├Ątte ich nicht erwartet.
Aber du hast ja auch eine Firma, die hat sich ja auch schon in den letzten drei Monaten
unberechenbar verbreitet.
Genau, also h├Ątte ich nicht erwartet. Aber glaubst du zum Beispiel, dass wenn du den Zw├Ąngen des Kapitalmarktes nachkommst, also rechnest du, also du m├Âchtest jetzt n├Ąchstes Jahr, wenn ich es richtig verstanden habe, profitabel sein, und rechnest du damit, dass wirklich diese Analysten das gutieren, dass die dann sagen, cool, dass ihr profitabel geworden seid, jetzt erh├Âhen wir unser Rating von Market Performance by. Glaubst du, dass das passiert? Oder machst du das nicht und dann sagen sie trotzdem noch wieder, ja, der Sektor ist schei├če. Also wie entscheidest du, wann du sozusagen das machst? Ich glaub, du hast intern in der Firma wahrscheinlich, so wie die meisten CEOs oder C-Level-Executives, einen anderen Blick, was das Beste f├╝r die Firma ist. Und dann musst du aber auch erforderlich sind, dass Kapitalmarkts nachkommen. Und hast du das Gef├╝hl, dass wenn du denen jetzt nachkommst, dass das wirklich gutiert wird? Also was Prip sagen will, wann wirst du B├╝rgermeister von Hamburg sein? Nein, Quatsch. Also der Plan,
n├Ąchstes Jahr profitabel zu sein, der stand schon zum Zeitpunkt des IPOs, also zu einer Zeit, wo uns keiner danach gefragt hat. Deswegen, f├╝r viele klingt das wie so eine News. Wir haben das aber, wenn man in unseren Prospektus guckt, wenn man in unsere Unterlagen guckt. Und die h├Ąttet ihr so oder so verfolgt? Ja, das stand zum Zeitpunkt des IPOs da drin. Die Frage ist, jetzt in der jetzigen Zeit, w├╝rden wir uns jetzt vielleicht umentscheiden? Und ich w├╝rde fast sagen, wenn wir privat w├Ąren und Investoren h├Ątten, die sagen, okay, uns sind die n├Ąchsten Jahre eigentlich egal, wir sehen das Business f├╝nf oder zehn Jahre. Ich glaube, dann m├╝sste man eher die Frage stellen, ob man die Entscheidung nicht eher zur├╝cknimmt. Aber die Entscheidung, dass wir, oder auch die Guidance, dass wir n├Ąchstes Jahr profitabel sein wollen, die stand zum Zeitpunkt des IPOs, also in der Phase, wo niemand sich f├╝r Profitabilit├Ąt interessiert hat, haben wir das schon gesagt. Warum? Weil wir glauben, dass Unternehmen, was positiven Cash generiert, absolut unabh├Ąngig ist. Weil du eben nicht mehr an irgendeinem Zeitpunkt vielleicht Geld aufnehmen musst und insofern nicht mehr so davon abh├Ąngig bist, wie gerade das Sentiment am Kapitalmarkt ist. Und was Hannes, Sebastian und ich ultimativ glauben, ist, dass Unabh├Ąngigkeit eines Unternehmens ein Asset ist und dass die Unabh├Ąngigkeit daran liegt, dass du irgendwann positiven Cash generierst und somit nicht mehr auf Finanzierungsgrunden angewiesen bist. Ich glaube, was man sich dann ├╝berlegen muss, wenn man jetzt positives Cash generiert, wie viel Cash generiert man, was tut man mit dem Cash? Und ich glaube, dann kann es genauso rational sein, ich habe am Amazon gefahren, die Strategie zu sagen, ich bin immer leicht positiv, aber im Grunde genommen investiere ich die Opportunit├Ąt, noch positiver zu sein, immer an Wachstum. Aber diese Entscheidung zu treffen, das ist halt einfacher, sobald du halt kein Geld mehr burnst. Und Hannes, Sebastian und ich sind ultimativ davon ├╝berzeugt, dass die Unabh├Ąngigkeit eines Unternehmens ein totales Asset sein kann, weil du dann wirklich sinnvolle Entscheidungen treffen kannst, weil du dann wirklich nicht mehr auf den Kapitalmarkt angewiesen bist, weil du halt nicht mehr an irgendeinem Zeitpunkt Geld raisen musst und du willst nie Geld raisen an einem Zeitpunkt, wo deine Bewertung im Arsch ist. Und insofern muss ich sagen, ich stehe, vor anderthalb Jahren haben wir im Prinzip diese Guidance festgelegt, ich glaube auch nach wie vor, dass das sinnvoll ist, dass wir n├Ąchstes Jahr die Profitabilit├Ąt erreichen, auch wenn ich dir total zustimme, dass jetzt wahrscheinlich die Zeit w├Ąre, wo man am besten und effizientesten Marktanteil gewinnen k├Ânnte, weil vorhin kam ja auch die Frage, wie kann man jetzt die Kosten reduzieren? Du hast Personal gesagt, da stimme ich dir 100% zu, aber vor allen Dingen auch Marketing. Und wenn man dr├╝ber nachdenkt, dass die meisten Marketing-Spendings heutzutage von E-Commerce-Playern in Auktionssysteme gehen und Auktionssysteme im Preis davon abh├Ąngen, wie viele Auktionsteilnehmer es gibt, bedeutet das halt, die Preise werden sinken, die Traffic-Preise werden sinken. Das hei├čt, wahrscheinlich ist es so, dass man sich in den n├Ąchsten sechs bis zw├Âlf Monaten so g├╝nstig Kunden akquirieren kann, wie seit langem nicht mehr.
Dann spielt dir das Game, was alle spielen, n├Ąmlich Kosten senken. Statt Contrarian zu sein und zu sagen, wir nutzen das aus.
Klar, ja, ist so. Wenn man halt privat w├Ąre und sagen w├╝rde, man hat halt einen 5-10-Jahres-Horizont, w├╝rde man sich vielleicht anders entscheiden. Traurigerweise muss man sagen, es gibt ja gerade Gas und Trendioll und Co.
von Chinesen besessen, privat. Habt ihr nicht Angst, dass ein Trendioll, ein Schein das jetzt nutzt, um Marktanteile zu gewinnen?
Glaube ich nicht. Die sind in einem anderen Segment unterwegs. Aber da sieht man halt auch den Horizont, den ein privates Unternehmen gerade annehmen kann und sagen kann, okay, es ist die wahrscheinlich gr├Â├čte Opportunity, g├╝nstig Kunden zu akquirieren, weil die ganzen anderen Player gerade ihre Marketingbudgets halt pullen.
Ich w├╝rde f├╝rchten, Sven sagt Schluss. Wir m├╝ssen aufh├Âren. Vielen Dank, dass ihr da wart. Danke, Tarek. Danke euch. Danke, Tarek.