Doppelg├Ąnger Folge #163 vom 19. Juli 2022

Netflix Earnings Short | ­čĄö Affiliate Attributionsproblem | Amazons Eigenmarken | Salesforce | Pinterest

Wir schauen auf den Amazon Prime Day und besprechen warum Amazon sich von Private-Label Produkten trennt. Welcher Affiliate verdient am Leinenhemden? Sollte man eher erster Sales Mitarbeiter_in werden oder bei einer Growth Firma anfangen? Wie sch├Ątzt Pip Salesforce ein? Wie werden wohl die Netflix Earnings ausfallen?

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:08:45) Amazon Prime Day; Private Label

(00:21:00) Affilate marketing Attributionsproblem

(00:32:00) Karriere in Sales bei Groth Firma oder Corporate

(00:40:30) Salesforce Aktie

(00:48:30) News

(00:55:30) Short bei den Netflix Earnings und Jan-Aus-Der-Zukunft

Shownotes:

Goldman-backed fintech Starling withdraws European bank license application in blow to global ambitions https://www.cnbc.com/2022/07/18/uk-fintech-starling-withdraws-european-bank-license-application.html

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 163 Mitte Juli. Milliard├Ąre sind auf Booten. Pipp, wo erreiche ich dich?
An der deutschen Ostsee. Auf Mykonos, Ibiza. Die coolen Leute sind gerade alle auf Mykonos oder Ibiza.
Ich habe gesehen, du bist mit dem Bus angereist und hast dir deine Autos bringen lassen. Wie verreist ein Pipp heutzutage?
Ich bin tats├Ąchlich mit dem Flixbus gefahren. Ich habe mir die erste Reihe, die teuren Panoramaseats, f├╝r 3 Euro extra geleistet. Und bin mit dem Flixbus gefahren. 3 Stunden dort und da. Das fand ich eine gute Experience. Was wirklich krass ist, ist, also Entschuldigung, mein Raum klingt heute ein bisschen wie Toilettenh├Ąuschen. Falls es ein ├Âffentliches Toilettenh├Ąuschen ist, wo ich aufnehme, das l├Ąsst sich leider nicht ├Ąndern. Ich finde es schon krass, dass Bus als Verkehrsmittel nicht vom 9 Euro Ticket profitiert. Obwohl, was ich heute selber vermutet und ├╝berpr├╝ft habe, ist es das CO2 freundlichste Verkehrsmittel. Noch mehr als Bahn. Insbesondere, wenn man die Infrastrukturkosten mit einbezieht. Also dass eventuell Trassen, Tunnel, Bahnh├Âfe etc. gebaut werden m├╝ssen. Ist ein Bus deutlich vorteilhafter als das eigene Auto. Wenn man mit 5 Leuten im Auto f├Ąhrt, kommt man in die gleiche Liga. Wie ein Bus ist es aber immer noch schlechter. Mit 1-2 Personen definitiv schlechter. Und es ist sogar besser als die Bahn. Wenn man mit Strom in die Bahn f├Ąhrt, dann ist es auch besser. Wir wissen ja gerade, dass wir auch mit Steinkohle wieder heizen oder Strom erzeugen. Deswegen ist es das beste Verkehrsmittel. Und es ist 10 mal sicherer als der eigene Pkw. Weil der Bus schon ein Tempolimit hat mit 100 km und damit weniger Risiko eingeht.
Und du hast WLAN und kannst gut den Podcast vorbereiten.
Das WLAN funktioniert weder schlechter noch besser als die Deutsche Bahn. Auf jeden Fall nicht schlechter.
Gut, es ist auch langsamer.
Achso, es ist ein bisschen einfacher sich zu den Funkmasten zu connecten, weil man langsamer ist. Das stimmt, man f├Ąhrt ja nur 100 km.
Apropos Funkmasten. Was gibt es Neues von Elon Musk? Man munkelt, du bist ein Twitter-Hater.
Ich w├╝rde sagen, heute thematisieren wir Elon Musk nicht so sehr. Aber mir scheint, ich muss mich zu einem Tweet ├Ąu├čern, den ich gestern Abend gemacht habe. Irgendein Reporter oder Paparazzi von der Daily Mail hat Elon Musk auf einem Boot vor Mykonos abgeschossen. Da gibt es ein paar nicht-nackt-Fotos, aber Oberk├Ârper-frei-Fotos von Elon Musk. Ich hatte irgendein Tweet, wo vier dieser Bilder drin waren, retweetet mit dem Kommentar This is what peak performance looks like. Daraufhin habe ich relativ viel Feedback bekommen, f├╝r das ich ihm dankbar bin. Dass das Bodyshaming w├Ąre und mein Lieblingsspruch ist immer, das kannst du besser. Ich wei├č auch, dass es gut gemeint ist. Ich will nur klarstellen, warum ich das repostet. A, dieses This is what peak performance looks like ist ein Internet-Meme. Wenn man das bei Google eingibt, findet man Millionen von Eintr├Ągen dazu. Das ist ein Standard-Kommentar, wenn irgendein alter, wei├čer Mann, der gleichzeitig Millionen oder Milliarden macht, sein ├äu├čeres zeigt. Dann wird man das wieder finden. Das hei├čt, ich war nicht der Erste, der diesen Kommentar gemacht hat und sicher auch nicht der Letzte. Das wird bei jedem anderen vermutlich wieder vorkommen. Es war auch gerade nicht als Bodyshaming gemeint. Was ich viel spannender finde, ist, dass w├Ąhrend die Tesla-Jahner ins Office gerufen werden, durch zwei schwere Quartale arbeiten und tats├Ąchlich Peak-Performance abgerufen wird von denen, der Chef auf dem Mykonos auf der Yacht chillt, Negronis sippt und ein bisschen abpimmelt.
Als Chef kannst du ja auch mal Wochenende machen.
Ich w├Ąre jetzt niemals ein Wochenender. Ich glaube nicht, dass Elon Musk zu wenig arbeitet, ehrlich gesagt. Aber es ist auch nicht sein erster Urlaub dieses Jahr. Er hat seinen 50. ausgiebig gefeiert. Er hat diesen Berlin-Trip gemacht. Ich glaube, er hat auch verstanden, dass es nicht so ein schlaues Signal war, weil er auf verschiedenste Tweets geantwortet hat, dass er inzwischen nat├╝rlich schon wieder in der Fabrik zur├╝ck w├Ąre und ganz hart mitarbeitet mit den Arbeitern. Ich finde es doof, den dann zu l├Âschen. Ich w├╝rde jetzt auch nicht sagen, dass der schlaueste Tweet der Welt war. Ich fand es aber auch total okay, darauf hinzuweisen, dass das gerade das unterschiedliche Leben von Leuten, die bei Tesla die Leistung bringen und dem CEO sind. Als Bodyshaming war es eigentlich nicht gemeint. Ich sehe wenig attraktiver aus, wahrscheinlich, wenn ich aus dem Meer vor Mykonos entspringe und ein paar Drinks hatte.
Je nachdem, von welcher Seite und wie man gerade sein Gesicht unter Kontrolle hat oder wann abgedr├╝ckt wird, ist es eh immer gut.
Was man schon noch sagen muss, ist, dass er, wenn irgendjemand damit angefangen hat, war er das, als er Bill Gates angegriffen hat, als der ein unvorteilhaftes Foto im Polohemd mal hatte. Von daher, ich will jetzt nicht sagen, dass das jede Reaktion rechtfertigt, aber mir jetzt zu sagen, dass er ein Opfer von Bodyshaming wird, finde ich auch ein bisschen albern. Wollen wir den Daily Mail Part abschlie├čen? Sehr gerne. Aber es gibt auch keine tiefen Analysen heute, um das gleich zu sagen. Die Leute, die diesen Podcast nur wegen der tiefen Analysen lieben. Es ist das Sommerloch. Die Badelatschen-Folge heute. Ich habe die richtig badelatschen an meine undisclosed location. Der Begriff Sommerloch, den gibt es ja nicht ohne Grund.
Aber im Sommerloch wurde gekauft. Amazon Prime Day, bester Amazon Prime Tag ever. 300 Millionen Produkte wurden verkauft. War es jetzt einfach Reste-Rampe-Tag von den ganzen Amazon-Eigenlabels, die aus dem Lager raus mussten?
Boah, was f├╝r ein Umschlag um die heutigen Themen hier. Bevor wir dahin kommen, also es ist tats├Ąchlich ein spannendes Thema, das besprechen wir auch gleich noch, will ich mich schon mal entschuldigen. Wir machen heute nur eine etwas k├╝rzere Episode. Also vielleicht nur eine Stunde 15 oder so. Weil ich habe mir jetzt die Strategie bei Spotify selber abgeschaut. Ist dir aufgefallen, dass fest und plauschig Jan und Olli, die sind ja in Sommerpause offiziell, machen aber einmal die Folge so einen 4-Minuten-Gig. Was sagt dir das sozusagen als schlauer Marktbeobachter?
Ist das recycelt aus den alten Folgen?
Nein, die gehen live nochmal kurz ans Mikro daf├╝r in ihrem Urlaub oder in ihrer Sommerpause und tun tats├Ąchlich was.
Und das ist tats├Ąchlich aktuell?
Das scheint mir aktuell zu sein. Es hat aktuellen Bezug in der Regel. Vielleicht ist es vorproduziert, das kann nat├╝rlich auch sein. Aber einmal die Woche gehen sie f├╝r 4-5 Minuten online, statt die Sommerpause wirklich durchzulegen.
Also sie geben dem Algo von Spotify ein bisschen was zu fressen, damit sie weiter sichtbar bleiben?
Ich glaube schon. Ich glaube, die Gefahr f├╝r Podcasts ist, wenn du nicht einmal die Woche sendest, fliegst du halt aus den Folgen f├╝r dich, deine Shows, zuletzt geh├Ârt, neue Folgen. Ich glaube, aus all diesen Features fliegst du sehr schnell raus, wenn du nicht die Frequenz und Regelm├Ą├čigkeit schaffst. Und ich glaube, das k├Ânnte der Grund sein, warum das liebe Spotify-Team die beiden angehalten hat, ihr k├Ânnt Sommerpause machen, aber gebt uns doch so einen 5-Minuten-Feature einmal die Woche, damit ihr oben in den Features drin bleibt.
Und gemischtes Hack hat es nicht n├Âtig?
Ja, komisch. Wei├č ich nicht, warum die es nicht machen. Wir hatten uns ja so ein bisschen erhofft, wir weiden uns hier am Sommerloch und ├╝bernehmen die Audience, aber es ist erstaunlich schwer, tats├Ąchlich h├Âhere Zahlen zu bekommen. Obwohl die Konkurrenz ja deutlich gesunken ist, k├Ąmpft man mit den Vormonatswerten. Das Urlaubshotel ist der gr├Â├čte Feind des Podcasts, scheint mir. Wenn die Menschen nicht vor ihren Kindern fl├╝chten k├Ânnen und ihren Familienmitgliedern, dann leidet die Zeit f├╝r Podcasts. Aber das ist ja ultimativ was Gutes f├╝r die Familien. Obwohl es w├Ąre im Urlaub so viel, okay, wir machen die ultimative Talkbanker-Pause. Es ist ja vollkommen klar, dass durch die gesteigerte Interaktion mit der Familie im Urlaub, es zu deutlich mehr Scheidungen nach dem Urlaub kommt. Nach Weihnachten und Urlaub, glaube ich, steigt es ja. H├Ârt stattdessen lieber Podcast. Es k├Ânnte eine Ehe retten, w├╝rde ich jetzt mutma├čen.
Ja, ich warte auf die E-Mail, die sagt, mein Mann h├Ârt nur euren Podcast, seitdem redet er nicht mehr mit mir. Ich reiche die Scheidung an.
Ihr habt auch 32 Grad in Hamburg heute oder so, oder? Yes. Davor bin ich gefl├╝chtet, in etwas k├╝hlere Gefilde, wo man sich abk├╝hlen kann. Du bleibst in der Gro├čstadt.
Ich bleibe in der Gro├čstadt, es ist Eis, genug Schatten, alles gut. So, jetzt Amazon Prime Day. Also 300 Millionen Produkte wurden verkauft. F├╝r mich ein Zeichen, ganz klar, auch in der Krise gewinnt Amazon. Oder haben jetzt alle Leute irgendwas gekauft, also irgendwelche Essentials, die wir sowieso brauchen. Also Windelvorrat f├╝r die n├Ąchsten drei Jahre, Toilettenpapier, Nudeln.
Also hat Amazon gewonnen in dieser Krise? Da bin ich mir relativ sicher. Das ist einfach zu beantworten, glaube ich. Der Markt glaubt, Sales Force geht so, was haben wir gesagt, noch mal 24 Prozent runter im Vergleich zum Vorjahr. Nach minus 20 Prozent im Vorquartal. Das hei├čt, wenn Amazon am Prime Day Plus macht, dann scheint das zu signalisieren, dass sie ├╝berdurchschnittlich wachsen, was ich Ihnen auch zutrauen w├╝rde. Ich glaube, dass dieses Wachstum ├╝berdurchschnittlich in den USA oder Nordamerika herausgearbeitet wurde. Und dass das internationale Gesch├Ąft bei Amazon nicht nur relativ, sondern extrem schwach sein wird dieses Quartal. Mal sehen, wenn wir die Zahlen bekommen, ob das wahr ist. Mein Gef├╝hl ist, dass es viel einfacher war, diesen Anstieg in Nordamerika zu erwirtschaften. Vielleicht auf jeden Fall nicht in Europa.
Und warum? Bauchgef├╝hl?
Die Zahlen sehen in den USA besser aus. Diese Lockdown-Sonderkonjunktur war da sowieso schw├Ącher, weil man da fr├╝her aufgemacht hat, immer so ein bisschen auf hatte und so weiter. Das alles nicht so ernst genommen hat. Dementsprechend sind die Vorjahresvergleiche jetzt auch ein bisschen einfacher in den USA. F├╝r Europa sehe ich relativ schwarz weiterhin. Aber Amazon hat da relative St├Ąrke bewiesen erst mal. Ich w├╝rde auch tendenziell sagen, E-Commerce Europa ist mehr negativ betroffen als USA. Man k├Ânnte auch sagen, man nimmt sich eine US-Aktie, geht da lang und eine europ├Ąische E-Commerce Aktie geht da schon. Und das andere ist, was das Wall Street Journal hat diese Woche berichtet, dass Amazon die H├Ąlfte seiner Amazon-Eigenmarken, das Private-Label, das Eigenmarkengesch├Ąft, also die H├Ąlfte der Produkte einstampfen und zur├╝ckziehen will. Sch├Ątz mal, wie viele Produkte es vorher gab? Halbe Million. Halbe Million eigene Produkte?
Keine Ahnung, das war alles von denen. Batterien.
Wow, ich h├Ątte weniger gesch├Ątzt, aber du bist gut. 52.000 oder 43.000 gibt es tats├Ąchlich. Das ist mehr, als ich gedacht h├Ątte, ehrlich gesagt. Was relativ klar wird bei der Anzahl, ist glaube ich, dass du immer so sehr ungleiche Verteilungen hast. Also nat├╝rlich suchen die sich nur die Produkte aus, die ein hohes Volumen haben und sozusagen ein hohes Trigger-Potenzial, dass sie wirklich Produkte sind, die Leute auch als erstes in den Warenkorb legen. Eventuell. So HDMI-Kabel ist ein gutes Beispiel. Also Druckerkabel, Monitorkabel, Batterien, einfache T-Shirts, Unterw├Ąsche, Haushaltsartikel. Und w├╝rde man jetzt die H├Ąlfte, so wie es anscheinend der Fall sein wird, davon killen, w├╝rde ich vermuten, dass das weniger als 20% des Umsatzes hat. Weil du normalerweise immer so eine ungleiche Verteilung hast. Von daher w├╝rde ich davon ausgehen, dass es vom Umsatz her gar nicht so stark sinkt, sondern dass man einfach nur den eigenen Longtail, der absolut gesehen aber schon wahrscheinlich short h├Ątte, weil sie nat├╝rlich volumenstark Produkte nutzen, wegnehmen. Warum machen sie das?
Geld zu sparen, Fulfillment-Kosten, Warenrisiko reduzieren.
Verkaufen m├╝ssen sie auch. Also irgendjemand verkauft das ja weiter wahrscheinlich. Und sich totschrumpfen w├Ąre auch keine gute Idee.
Wenn es jemand anderes verkauft, ist das ja gut f├╝r sie, dann verdienen sie ja dran. Und das Fulfillment k├Ânnen sie wahrscheinlich auch einfacher abrechnen. Dann haben sie ja auch noch diesen Case, dass man halt sagt, ihr k├Ânnt nicht alles machen Amazon. Und es gibt ja auch einige Marken, die sagen, Amazon Basics kopiert hier einfach unsere Produkte. W├Ąre interessant zu sehen, ob die auch rausgenommen werden. Also sind viele von diesen Produkten, die jetzt rausfallen, welche, die sehr ├Ąhnlich sind mit einer Brand oder einer Marke. Versucht man so ein bisschen den Rechtsfall oder so einzud├Ąmmen, in dem man sagt, hey, wir haben schon sehr viel runtergenommen, wir machen gar nicht mehr so viel.
Das ist glaube ich mal ein guter Punkt, dass man sagt, mit relativ wenig Verzicht auf Umsatz kann man einen signifikanten Teil der regulatorischen Scrutiny, also des regulatorischen Argwohnens bek├Ąmpfen. Weil dann konkret bei einer der gr├Â├čten Kritikpunkte immer die klauen die Daten der H├Ąndler und bauen ihre eigenen Produkte. Das wieder zur├╝ckzufahren, w├╝rde vielleicht ein bisschen den Wettbewerb verbessern oder den regulatorischen Druck verringern. Aber ich glaube, das ist ein guter Trade-Off, den sie machen k├Ânnen. Und das, was du angedeutet hast, ist auch wichtig, dass eigentlich Eigenmarken gemacht werden, weil die Marge besser ist, als wenn man Produkte einkauft. Ich kann ein Produkt irgendwie bei einem Zwischenh├Ąndler einkaufen und habe dann irgendwas zwischen 32% Handelsmarge in der Regel da drauf. Wenn ich das Produkt selber beim Produzenten aber einkaufe, als Nicht-Marken- oder Eigenmarken-Produkt, also Amazon Basics oder einer der vielen anderen Marken, dann kriege ich bestenfalls so 40, 50, 55% Marge je nach Kategorie, bei Kleidung vielleicht bis zu 55%, bei Kosmetik sogar noch ein bisschen mehr, bei Batterien vielleicht ein bisschen weniger und Elektronik. Das hei├čt, ich habe eine bessere Marge. Aber es ist unwahrscheinlich, dass die Marge nach allen Kosten nochmal deutlich besser ist als im Third-Party-Gesch├Ąft. Also wenn ich das einfach f├╝r andere Leute verschicke. Man geht inzwischen davon aus, nach einer Studie von ILSR, das ist eine Lobby-Organisation f├╝r den lokalen Handel. Sie sind sicherlich Amazon-kritisch, aber die gehen davon aus, dass die Third-Party-Marge, also wenn Amazon im Auftrag anderer H├Ąndler verkauft, bei 34% liegt. Das hei├čt, du kaufst was f├╝r 100 Dollar, 34% davon beh├Ąlt Amazon f├╝r sich ein. Das ist schwer, das mit einem Eigenmarkengesch├Ąft zu schlagen. Wenn du alle Kosten mit reinnimmst, ist es wahrscheinlich spannend. Ein Nachteil des Eigenmarkengesch├Ąfts ist meiner Meinung nach die Working Capital-Bindung. Die Kennzahl, auf die Amazon optimiert, ist der Free Cashflow. Ich w├╝rde vermuten, dass Amazon es noch nicht schafft, dass sie die Produzenten bezahlen d├╝rfen, nachdem die Ware verkauft ist. Das w├Ąre nat├╝rlich der Traumfall, dann hast du negative Working Capital und arbeitest sozusagen mit Lieferantenkrediten.
Aber so sollten die das noch nicht k├Ânnen. Aldi kann das ja auch.
Hier und da gelingt ihnen das. Bestimmt, ob es bei den Basics gelingt, wo man absoluten Preisdruck versucht zu erzeugen, bin ich mir nicht so sicher. Ansonsten w├╝rde das sehr stark dagegen sprechen, das zu machen. Der Cashflow-Effekt w├Ąre dann sehr interessant. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie die Kapitalbindung im eigenen Lager mit eigenen Produkten machen. Bei 52.000 Produkten ist es schwer, die komplett zu finanzieren. Wer soll die gegenfinanzieren? Ich glaube schon, dass das eine Rolle spielt. Diese super billigen Batterien oder Produkte sind im Zweifel nicht die besten Kundenkohorten, die du damit anziehst. Du willst eigentlich Kunden, die haupts├Ąchlich auf Convenience und Geschwindigkeit setzen und f├╝r die Preis fast ein Nebenfaktor sind. Ich glaube, der Grund, warum Amazon urspr├╝nglich mal ├╝berhaupt das Eigenmarktengesch├Ąft gestartet hat, ist nat├╝rlich einerseits die Margen, andererseits aber auch, um Preisdruck auf gewisse Kategorien auszu├╝ben. N├Ąmlich um die Drittpartei-H├Ąndler mehr oder weniger dazu zu zwingen, die Preise weiter zu senken und ihre Margen nach unten anzupassen, damit der Konsument die Konsumentin davon profitieren kann. Vermutlich hat Amazon mehr und mehr herausgefunden, dass die Konkurrenz inzwischen so stark genug ist, dass sie diesen zus├Ątzlichen Druck, indem sie selber quasi als Dumpinganbieter, der nahe an den Herstellungskosten oder sehr g├╝nstig produziert, dabei selbst gar nicht mehr so viel Marge macht, nicht mehr lohnt. Zumal, ich k├Ânnte mir auch vorstellen, dass sie festgestellt haben, dass die Amazon Basics Ums├Ątze aus der Amazon Werbung klauen. Amazon Basics w├Ąre ja immer das g├╝nstigste Produkt. Wenn du dir eine Kategorie- oder Suchseite vorstellst, die im oberen Drittel 75% Werbung ist, und das g├╝nstigste Produkt ist trotzdem Amazon Basics, A. bringst du dem Nutzer dabei bei, dass sie die Werbung ignorieren sollte, weil das billigste Angebot ist woanders und hei├čt Amazon Basics. Von daher ist es vielleicht gar nicht so opportun, das zu machen. Am Ende ist es vielleicht spannender, die Werbeklicks mitzunehmen und den Third-Party-Umsatz als das Eigengesch├Ąft, das Private-Label-Gesch├Ąft. Von daher ist es, glaube ich, gar nicht so negativ zu sehen, dass sie da einen Schritt zur├╝ckgehen. Das senkt regulatorischen Druck. Ich glaube, Amazon ist schlau genug, das durchzurechnen, dass es keinen negativen Margin-Effekt hat. Wahrscheinlich hat es einen positiven. Ich glaube, die Preise bleiben trotzdem ├Ąhnlich tief. Im schlimmsten Fall verlieren sie ein paar super Kunden, die nur nach Deals shoppen, die aber auch eigentlich keinen Customer-Lifetime-Value oder Contribution-Margin f├╝r Amazon entwickeln. Von daher bin ich da ganz optimistisch.
W├╝rdest du anderen H├Ąndlern auch empfehlen, weniger Private-Label zu machen?
Das h├Ąngt immer vom Modell ab. Zum Beispiel bei Fashion? Zalando hat das ja auch nicht. Die sind ja mal eine Zeit lang sehr aggressiv mit Mint & Berry in Private-Label gegangen. Und da waren es, glaube ich, viel zu viele andere Marken damals. Ich glaube, 30 St├╝ck oder so waren es. Und haben das mehr oder weniger zur├╝ckgefahren. Ich glaube, bei M├Âbel, wo Produkte relativ undifferenziert sind, kann das Sinn machen. Ich glaube, im Lebensmittelbereich macht es definitiv Sinn. Ich glaube, im Nahrungserg├Ąnzungsmittel-Beauty-Bereich kann es bei gewissen Standardprodukten, wie Nagellackentferner oder sehr einfachen dekorativen Kosmetikprodukten, schon sinnvoll sein. Aber ich glaube, in der Breite, wie Amazon es gemacht hat, ist es nicht sinnvoll. Und es ist vermutlich auch ein relativ personalintensives Gesch├Ąft. Du hast die gleichen Logistik- und Fulfillmentkosten wie ├╝berall. Du hast die gleichen Marketingkosten. Aber du hast zus├Ątzlich sourcing-Kosten. Du hast ein ganzes Riesendepartment. Und sie haben ja auch direkt Leute entlassen mit der Entscheidung, die sich diese Produkte ausdenken m├╝ssen, die die Herstellerbeziehungen managen und so. Die Qualit├Ątskontrolle machen. Wo Amazon Basics draufsteht, muss ja trotzdem Qualit├Ąt drin sein. Und das alles den H├Ąndlern zu ├╝berlassen, ist letztlich wahrscheinlich sogar strafbar. Warum dich mit diesem margenarmen Teil des Jobs ├╝berhaupt besch├Ąftigen?
Ich kann mich noch daran erinnern, 2008, als die Krise war, in dem Fashion-Bereich war es so, dass vor allem H├Ąndler renommierte Marken gekauft haben und weniger kleinere oder neue Marken. Weil gesagt wurde, hey, jetzt kaufen die Kunden erstmal das, was sie kennen, den Marken, denen sie vertrauen. Und das war f├╝r kleine Marken vor allem schwierig. Vielleicht ist da auch eine kleine Parallele. Wobei man ja sagen w├╝rde, hey, also No-Name-Batterien werden wahrscheinlich eher gekauft als Branded-Batterien, wenn das Geld knapper ist.
Ja, das ist nat├╝rlich schon die Frage, ob das die richtige Zeit ist, den Schritt zu machen. Weil theoretisch sollte das Preisbewusstsein ja steigen. Aber das kann Amazon sehr gut messen, indem sie ihre Produkte einfach mal aus einer Kategorie zur├╝ckziehen und schauen, wie sich das Preisgef├╝hl entwickelt. Also gibt es trotzdem Konkurrenten, die sehr aggressive Preispunkte beibehalten. Und wenn das der Fall ist, dann kann ich halt sagen, ein Gro├čteil des Use-Cases f├╝r Amazon Basics, n├Ąmlich das Preisniveau niedrig zu halten, ist damit obsolet geworden. Und dann k├Ânnen wir uns die Arbeit auch sparen und die H├Ąndler. Also wir sorgen lieber f├╝r vollst├Ąndige Konkurrenz auf unserem Marktplatz und nehmen uns da unsere 30% Marge ab, statt sozusagen selber als Akteur zu interagieren, wof├╝r wir dann au├čerdem immer wieder blaue Augen kassieren von Wettbewerbsbeh├Ârden.
Dann haben wir von Steffen eine Affiliate-Marketing-Frage bekommen, mit ein bisschen Storytelling, deswegen kurz vorgelesen. Also, Steffen ist auf einer Hochzeit am Meer eingeladen und es sei nicht Sylt. Am Tag davor gibt es so ein Family und Freunde-Abendessen. Man lernt sich schon mal ein bisschen kennen. Dresscode ist Smart Casual. Das ist ja meistens der Abend vor der Hochzeit, auf der dann auf der Hochzeit jeder dr├╝ber spricht. Auf jeden Fall, Steffen hat geschaut auf Instagram und einigen Seiten, was er sich so als Outfit anziehen sollte oder kaufen sollte. Und es sind zwei Leinenhemden bei einem H├Ąndler geworden. Jetzt w├╝rde er gerne wissen, wer an seinem Kauf alles gekauft hat. Er hat im Private-Modus auf iPhone, MacBook, iPad sich alles angeguckt. Bei Insta hat er auch das App-Tracking abgelehnt. Er hat Google-Anzeigen gesehen, auch irgendwelche Banner auf allen Ger├Ąten, auf irgendwelchen Webseiten. Zum Schluss hat er noch auf einer Newsletter-Rabattseite irgendwie 10 Euro Newsletter-Anmeldungsrabatt bekommen. Und dann alle Fenster auf dem MacBook geschlossen, Computer formatiert. Nee, kleiner Witz, aber alle Fenster geschlossen. Und dann ├╝ber Google organische Suche auf der H├Ąndlerseite gekauft. Und seine Frage, wer bekommt jetzt was von dem Hochzeitskuchen ab? Und wer verdient da alles mit?
Das klingt ein bisschen zwanghaft nach Zwangsst├Ârung. Aber Sekunde, die eine Sache, die ich noch verstehen muss, ist, woher kam der Rabatt f├╝r Newsletter-Anmeldungen? Also bei der gleichen Seite oder auf einer Deal-Seite?
Es steht Rabattcode-Seite.
Ach so, auf einer Rabattcode-Seite.
Und ich w├╝rde mal annehmen, dass er auf der Webseite, auf der er es gekauft hat, alles akzeptiert hat. Also da muss man ja die Cookies akzeptieren. Und da sieht man ja dann auch sehr sch├Ân, wer alles, also mit dem, dem sie alles zusammenarbeiten. Wir nennen jetzt mal den Laden nicht,
nicht, dass er zusammencrashed. Er m├Âchte jetzt wissen, wer daran Geld verdient hat? Genau. Die richtige Frage ist, wer glaubt daran, Geld verdient zu haben? Also das ist ja letztlich das Attributionsproblem. Und da gibt es genau genommen keine Wahrheit. Jeder Player, der Attribution betreibt, also versucht herauszufinden, ├╝ber Cookies oder andere Tracking-Methoden, was die Bestimmungsgr├╝nde f├╝r entstandene Abverk├Ąufe sind, entscheidet sich letztlich f├╝r eine Religion, in Klammern Attributionsmodell, und dann verfolgt man die und dementsprechend definiert man oder interpretiert man die Wahrheit. Fakt ist, vermutlich wird der Advertiser, also der Verk├Ąufer, der Shop, nie erfahren, was der tats├Ąchlich Kanal ist, sondern kann nur gewisse Annahmen treffen. Also es gibt hier eine Ausnahme, wenn der Gutscheincode...
Also wenn wir zum Beispiel einen Doppelg├Ąnger-Gutscheincode h├Ątten, dann k├Ânnte der Shop ja sagen, hey, der Sale kommt von Doppelg├Ąnger.
Genau, also wenn der Gutschein von MyDeals gewesen ist und hie├č MyDeals News f├╝r die Newsletteranmeldung, dann lie├če sich dar├╝ber das Tracken, das w├Ąre vielleicht auch sogar schlau, das so zu machen, weil man dann nicht nur auf das Cookie-Tracking angewiesen ist, also sowohl f├╝r MyDeals als auch weil sie die Umgehung des Cookie-Trackings nicht ver├Ąndern k├Ânnen, als auch der Advertiser versteht besser, was tats├Ąchlich passiert ist und wie viel inkrementellen Wert die Plattform geliefert hat. Das m├╝ssen wir mal ausnehmen. Es k├Ânnte sein, dass das ├╝ber den Customize... Was gibt es? Da gibt es kein gutes deutsches Wort daf├╝r. Ein individualisierten... Ja, das Wort ist jung. Also es gibt die M├Âglichkeit, dass durch den individualisierten Gutscheincode das tats├Ąchlich trackbar w├Ąre. Dann w├╝rde der Affiliate, also MyDeal-Plattform in diesem Fall, 100% des Values bekommen, vermutlich. Es sei denn, der Advertiser entscheidet sich, durch den organischen Besuch sp├Ąter, das doch noch zu verteilen. Also man k├Ânnte ja zum Beispiel verschiedene Modelle nehmen. Man k├Ânnte sagen, ich nehme Last Non-Direct oder Non-Organic-Klick. Dann w├╝rde... Oder ich nehme Last Paid-Klick und die Deal-Plattform w├Ąre eine Paid-Plattform und w├╝rde 100% bekommen. Ich kann sagen, ich nehme das Badewannen-Modell und ich sehe hier nur zwei Besuche, also Badewanne w├╝rde hei├čen, der erste Werbekontakt und der letzte bekommt 40%. Alles dazwischen teilt sich 20% zum Beispiel. In dem Fall w├╝rde MyDeals und Organic die H├Ąlfte bekommen. Du k├Ânntest sagen, du verteilst das linear. Das w├╝rde auch 50-50 hei├čen in dem Fall. Richtig ist, dass du die anderen ganzen Kontakte nicht siehst, wenn die Cookies deaktiviert waren. Aber vermutlich h├Ątte sowohl Facebook als auch... Oder Instagram war das? Es war auf jeden Fall ein Facebook-Medium da drin. Sowohl Facebook als auch Google w├╝rden vermutlich sich einen Teil dieses Sales zu attribuieren. Und zwar ├╝ber, was sie Machine Learning nennen w├╝rden. Das hei├čt, sie sehen vielleicht trotzdem den Nutzer auf der... Also sie d├╝rfen ihn per Cookie nicht tracken, aber sie k├Ânnen gewisse Annahmen treffen ├╝ber den Web-Traffic, weil sie die Nutzer eventuell trotzdem ├╝ber andere Methoden verfolgen. Google hat dieses Federated Learning of Cohorts-Vlogs gehabt. Das haben sie eingestellt und dann Topics genannt, weil es weniger bedrohlich klingt. Aber letztlich geht es darum, das Verhalten einer kleinen Gruppe von Nutzern hochzurechnen und ohne die Nutzer zu de-anonymisieren, trotzdem zu tracken. Das hei├čt, die w├╝rden schon sagen, wir glauben mit Wahrscheinlichkeit XY, dass hier ein Viertel-Sale passiert ist f├╝r uns. Und das ist vielleicht sogar dann der tats├Ąchliche Beitrag. Oder auch nicht. Das kann abweichen. Das kann aber auch richtig sein. Das w├╝rde sowohl Facebook als auch Google machen wahrscheinlich. In diesem Fall. Das hei├čt, du kriegst das vielleicht reported, obwohl es nicht klassisch per Cookies getrackt wird. Davon w├╝rde ich ausgehen. Die Frage ist aber, du musst ja f├╝r deine eigene Attribution, f├╝r dein Tracking, musst du diese Werte nicht akzeptieren von Google Face. Du kannst sagen, ich mache selber Server-Side Attribution. Also ich versuche selber die Referra zu lesen. Oder ich mache Server-Side Tracking plus eigene Attribution. Oder ich benutze ein Fingerprint-Tracking und ich erkenne diesen Nutzer ├╝ber andere Merkmale trotzdem wieder. Oder ich kann eine ausreichend kleine Gruppe an Nutzern isolieren, um deren Verhalten zu tracken. Letztlich h├Ąngt es ein bisschen davon ab, welche Philosophie der Advertiser gew├Ąhlt hat und welche Granularit├Ąt beim Tracking der selber erreicht. Und inwiefern er den zugelieferten Daten von Google und Facebook vertraut. Was auf jeden Fall richtig ist, wenn ich meine SEO-Abteilung, meine Brand-Abteilung, Facebook und Google frage, dann haben 250% der Parteien an diesem Z├Ąhl teilgenommen. Das ist ein ├╝bliches Ergebnis, vielleicht nicht ganz so viel. Aber mehr als 100% haben an diesem Z├Ąhl verursacht. Ich glaube, das ist schon sinnvoll. Der letzte Kontakt war Organic. Ich glaube schon, dass es sinnvoll ist, Organic und Direct Traffic zu einem gewissen Ma├č zu diskontieren. Vereinfacht gesagt. Und deswegen ist ein Attributionsmodell zum Beispiel auch wichtig, weil ganz oft ist der letzte Kontakt ein Direktbesuch oder organisch. Die einfachste M├Âglichkeit, das zu erkl├Ąren, ist zum Beispiel immer, ich mache einen Facebook-Klick, mache 30 Tage lang meinen Computer zu, ├Âffne ihn wieder oder ├Âffne den Tab wieder, finde dort die Seite und entscheide mich, den Verkauf abzuschlie├čen. Und dann sieht das aus wie ein Direct Visit, weil es ohne Tracking-Parameter nochmal aufgerufen wird, die Seite, und der Cookie eventuell abgelaufen ist oder gel├Âscht wurde. Und nat├╝rlich ist der Ursprung dieses Klicks noch in einem Facebook-Werbebudget zum Beispiel. Deswegen ist der einzige Weg, das eigentlich rauszufinden, dass man sogenannte Blackouts, also entweder macht man einen sehr sophistizierten Inkrementalit├Ątstest, dass man Kan├Ąle schwanken l├Ąsst und schaut, wie sich das auf den Gesamtumsatz auswirkt, um dann so einen richtigen Marketing-Mix daraus zu bauen. Oder man kann einen Blackouts-Test machen, indem man, w├╝rdest du jetzt 100% deiner Facebook-Klicks nicht mehr bezahlen, dann w├╝rdest du auch Direct-Klicks und Organic-Klicks mit verlieren, die n├Ąmlich indirekte Resultate aus diesem Werbeumsatz sind. Ein gutes Beispiel war zum Beispiel damals bei Wimloo. Da hatten wir ganz einfach eine Traffic-Verteilung von ungef├Ąhr einem Drittel Organic Search, einem Drittel Paid Search und einem Drittel Direct. Und sowohl das Paid- als auch das Organic-Department war sich immer 100% sicher, dass ein Gro├čteil des Direct-Traffics eigentlich ihnen h├Ątte zugerechnet werden m├╝ssen. Weil der einfache Grund, es gab zu dem Zeitpunkt gar keine Brandwerbung und es war nicht schl├╝ssig davon auszugehen, dass irgendwer jemand die Webseite aus Loyalit├Ątsgr├╝nden nochmal besucht. Das hei├čt, du musst eigentlich einen Teil des Direct- und Organic-Traffic zur├╝ckverteilen auf die Paid- und Performance-Kan├Ąle, glaube ich. Ein ganz guter anderer Plausibilit├Ątssystem, den man machen kann, ist, dass man mal schaut, wie viel Non-Brand-Traffic eigentlich nicht auf der Startseite, also andersrum, wie viel Direct- und Brand-Traffic auf einer anderen Seite als der Startseite passiert. Und da m├╝sstest du dich ja fragen, warum ruft jemand eine tiefe Webseite, irgendwie Doppelg├Ąnger-Ratgeber-NRA auf, und warum glauben wir, dass es Brandt, wenn es gar keinen Weg gibt, diese Webseite direkt aufzurufen? Also niemand hat die sich gewerkt oder gebookmarkt. Das hei├čt, es muss aus einem anderen Kanal kommen. Im Fall, dass der Gutschein individualisiert war, h├Ątte man daran tracken k├Ânnen. Ansonsten werden alle Teilnehmer, sowohl das interne BI-Team als auch die gro├čen Werbennetzwerke, sich zurecht versuchen, mit Machine Learning zurechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie an diesem Zelt teilgenommen haben. Und was man intern definieren und vertesten muss, und wozu man dann ein BI-Team und ein Attribution-Team hat, ist, wie nah das an der Wahrheit ist und was die Sensitivit├Ąt auf tats├Ąchliche Abverk├Ąufe ist. Das war sehr theoretisch, aber ich wei├č nicht, wie man es besser erkl├Ąren kann.
Ich hoffe einfach, dass das Hemd kein kurzermliges Hemd ist. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob er vielleicht ein Foto mit dem Brautpaar macht, mit Kopfh├Ârern auf, wie Sie uns im Podcast h├Âren.
Auf einer Leinenhemd, auf einer so white topic. Aber zwar nicht white night Thema, sondern casual. Wie hei├čt das? Business casual? Ne, hast du es gesagt? Sommerlich casual? Ich wei├č es nicht. Ja.
Dann lass uns weiter machen. Andere Karrierefrage, f├╝r die wir auf jeden Fall nicht qualifiziert sind. Ein 32-J├Ąhriger war ein bisschen in der Old Economy und hat dann viereinhalb Jahre in Marketing und Vertrieb f├╝r zwei Startups gearbeitet. Beide Firmen haben B2B SaaS-Produkte und der Product-Market-Fit war bzw. ist aus der Sicht des Fragenden noch nicht hundertprozentig gegeben. Jetzt liegt eine betriebsbedingte K├╝ndigung vor und es ist also h├Âchste Zeit, sich neu zu bewerben. Ein paar Angebote gibt es von Recruitern, Firmen mit Product-Market-Fit oder in der High-Growth-Phase, Business Development Jobs dort, super Zielgeh├Ąlter um die 100.000 Euro. Kann man machen, aber es gibt nat├╝rlich immer Alternativen. Und zwar ein Ex-Kollege hat angeboten, als erster Vertrieb in seine Firma zu kommen. Neben einem soliden Fixum, nat├╝rlich ein bisschen weniger als die Angebote und das Gehalt fr├╝her, gibt es eine Provision, ungedeckelt und fast 5% gew├Ąsserte ESOPs. Geht bitte davon aus, dass das Produkt technisch nahezu perfekt umgesetzt ist. In Klammern, das w├╝rde ich gerne mal sehen. Gibt es so etwas?
Das ist auch nicht entscheidend f├╝r den CS-Erfolg, ist meine Erfahrung.
Es handelt sich um einen No-Code-App-Builder, mit dem man Web-Apps bauen kann und deployen, hosten usw. Der Job des H├Ârers w├Ąre herauszufinden, ob daf├╝r Firmen Subscriptions zahlen w├╝rden. Also eigentlich wieder Product-Market-Fit herausfinden und schauen, dass es funktioniert, dass Leute daf├╝r Geld ausgeben. Pers├Ânlich und fachlich findet er den Founder super. Es gibt Geld von Business Angels f├╝r die n├Ąchsten 18 Monate und in der Zeit sollte er so 10-15 Kunden gewinnen. Nun ist die Frage, was soll er machen? Was w├╝rde Pip tun mit 32, ein bisschen Old Economy, ein bisschen Start-Up-Erfahrung? Jetzt zu einem gro├čen Tech-Unternehmen in Sales oder in eine F├╝nf-Mann-Bude als erster Vertriebler?
Was w├╝rdest du tun? Ich glaube, ich w├╝rde mich zuerst mal fragen, was die eigenen Pr├Ąferenzen sind, was einem wichtig ist. Vor allem die Risikobereitschaft, die nat├╝rlich eine Rolle spielt. Die gr├Â├čte Organisation hat wahrscheinlich als Sales-Mitarbeiter, insofern man sich in den oberen 80% h├Ąlt, eine gute Chance auf das Zielgehalt zu kommen und da auch den Job ein paar Jahre zu behalten. Die Gefahr beim Start-Up ist, dass das aus irgendeinem Grund, den man nicht mal selber zu verschulden hat, eventuell nicht funktioniert. Ich glaube, zwei Sachen finde ich jetzt wichtig an der Frage. A, die Aufgabe ist, die ersten 10-15 Kunden zu gewinnen. Gut ist, dass das mit einem signifikanten ESA-Paket verbunden ist. Das macht es spannend. Wenn das klappen sollte, kann das viel Spa├č machen am Ende. Mein Bauchgef├╝hl ist eigentlich immer, dass die ersten 10 Kunden der CEO selber oder die CEO selber sein sollte. Dass du jemanden einstellen musst, der das Produkt verkauft, was angeblich technisch perfekt ist und sich bis dahin, falls die Annahme oder ich es richtig herausgeh├Ârt habe, dass es bisher noch nicht verkauft wurde, dann frage ich mich, warum kann nicht mal der CEO das schon 2-3 Mal verkaufen. Ich w├╝rde es f├╝r ein besseres Signal halten, wenn das Produkt schon 10 Mal verkauft wurde und es darum geht, von 10 auf 100 Kunden zu kommen. Das ist nach meinem Verst├Ąndnis die Stelle, an der man sozusagen neue Sales Hilfe braucht oder erfahrenes Sales Personal. Die ersten 10 Kunden muss, sollte der Gr├╝nder oder die Gr├╝nderin machen, um Produktfeedback einzuholen, um zu verstehen, wie der Salesprozess verbessert werden kann, was eigentlich die Bed├╝rfnisse der Kunden sind, wo Product-Market-Fit noch nicht da ist und wo er da ist. Das w├╝rde ich noch mal hinterfragen. Vielleicht haben wir es einfach nicht geh├Ârt. Das ist alles schon der Fall. Das ist mir jetzt erst mal aufgefallen. Das andere ist, dass wenn man der erste Sales-Mitarbeiter wird, damit ja auch der Anspruch einhergeht, dass man eventuell der Head of Sales wird oder bleibt, dann muss man sich fragen, hat man noch Lust auf diese Personalverantwortung und traut man sich auch zu, vier weitere Sales-Mitarbeiter einzustellen und zu f├╝hren, eventuell noch gr├Â├čeres Team. Wenn man sich ├╝berlegt, wie man fr├╝her selber gef├╝hrt wurde als Sales-Mitarbeiter, hat man Lust, diese Person zu sein, anderen Leuten diese Performance abzuverlangen, sie zu motivieren, anzupatschen. Sales ist nach meiner Erfahrung schon eine relativ raue Umgebung. Es ist etwas ganz anderes, ein talentierter Sales-Mitarbeiter oder Mitarbeiterin zu sein und eine erfolgreiche Sales-Organisation zu leiten. Vielleicht ist es auch gar nicht der Anspruch. Vielleicht geht es wirklich nur darum, von 0 auf 10, 15 zu kommen. Dann wird noch mal jemand erfahren und ist geheiert. Aber da fehlen dann die 5% ESOPs, die man schon hat. Das ist eigentlich das Wichtige. Die 5% ESOPs sagen schon, wir erwarten von dir, dass du nicht nur die ersten 10, 15 Kunden machst, sondern dass du Sales f├╝r diese Firma l├Âst. Das hei├čt, man muss die Frage stellen, ob man glaubt, dass man auch in zwei Jahren noch der richtige Sales-Leader f├╝r die Firma ist. Wenn man das mit Ja beantwortet, dann ist das vom Erwartungswert her, also es hat mehr Risiko, aber es ist vom Erwartungswert wahrscheinlich das bessere Szenario, wenn man an alle anderen Sachen glaubt. Es kann trotzdem schief gehen nat├╝rlich. Das sind meine zwei Haken oder Gedanken, die mir da sofort auffallen.
Ich habe erst mal ├╝berlegt, was w├Ąre der Worst Case? Am schlimmsten k├Ânnte passieren, dass er in zwei Jahren da wieder aufh├Ârt und dass dann die letzten drei Startups alle drei am Struggeln waren und nie so wirklich abgehoben haben. Aber auf der anderen Seite k├Ânnte das Gleiche auch passieren, wenn er jetzt in einer High-Growth-Firma anf├Ąngt und die in der Probezeit jetzt announcen, dass sie sich von 20 Prozent der Leute trennen m├Âchten oder sowas. Ganz so sicher ist wahrscheinlich beides nicht. Im besten Fall macht der Startup ein IPO und mit f├╝nf Prozent ist man auf jeden Fall gut dabei. Aber auf den Blick jetzt auf den Lebenslauf, hat er geschrieben, er war in Corporates, er war jetzt in Startups und Anfang 30 finde ich jetzt mal so zwei Jahre zu sehen, wie zum Beispiel eine amerikanische gro├če Firma Sales aufbaut oder vern├╝nftig Sales macht und auch managt und man dann dort auch ein, zwei Pers├Ânlichkeiten kennenlernt, von denen man irgendwie was lernen kann. In der Phase vielleicht nicht so schlecht. Also neue SaaS-Firmen mit Product-Market-Fit wird es immer mal wieder geben und dann kann man immer noch mal reinschauen. Und die Opportunity wird es wahrscheinlich in zwei Jahren auch geben. Plus jetzt vielleicht in diesem Cycle ist es eher so, dass man, ├Ąhnlich wie wir es bei Fashion irgendwie gesprochen haben, 2008 jetzt mal nicht irgendwie dem neuesten No-Code-Startup eine Chance gibt zu experimentieren, weil diese Hobby-Projekte ja eher gestrichen werden und man eher wenig rum experimentiert, sondern eher Kosten spart.
Okay, also du nimmst den D├Âner in der Hand statt den Braten im Ofen, oder? Genau.
Okay. Gebt uns ein Update und schickt uns vor allem eine Nachricht, wenn es ein IPO gab.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Kripp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko- Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.io slash disclaimer nachlesen.
Dann weitere Frage, falls ihr auch Fragen habt, gerne an podcast.doppelg├Ąnger.io. Wir sammeln viele gute Fragen, damit wir in den n├Ąchsten Wochen nicht zu viel Earnings besprechen m├╝ssen. Die Frage geht so ein bisschen in die Earnings-Runde. Und zwar wird nach der Salesforce Aktie gefragt. Es scheint wohl jemanden zu geben, der glaubt, die Aktie ist zu hoch bewertet. Er findet es zu teuer, meint, SaaS ist Luxus. Viele Kunden k├Ânnten pleite gehen oder werden sparen m├╝ssen. Die Zielgruppe strumpft. CRM ist wichtiger als New Business. Die amerikanischen Sales-Teams werden weniger. Es gibt viel Konkurrenz. Zunehmend zuzugegebenerma├čen gibt es nat├╝rlich Login. Die St├Ąrke w├Ąre diskussionsw├╝rdig. Und er findet, die Aktie h├Ątte, also Salesforce h├Ątte in den letzten 12 Monaten wesentlich mehr nachgeben m├╝ssen. Also so nach November hat sich die Aktie fast halbiert. Das finde ich vor allem f├╝r Salesforce, die ja eigentlich eine der Top 10 Brands, Produkte in Tech sind und ja so SaaS erfunden haben, schon ziemlich krass. Hast du die Aktie? Hattest du die Aktie? Findest du sie interessant? Oder denkst du auch, es wird schwierig?
Ich finde sie auf jeden Fall interessant. Mir ist sie fast schon ein bisschen zu gro├č. Aber interessant finde ich sie auf jeden Fall. Was ich glaube ist, dass ein paar Sales-Seats, also Arbeitspl├Ątze, verloren gehen werden in n├Ąchster Zeit. Einfach weil das Marketingbudget sinkt und damit auch das Outbound und New Customer Sales. Dass das ein bisschen zur├╝ckgefahren wird, das glaube ich schon. Das wird Salesforce relativ sicher Wachstum kosten. Ich glaube eher, dass das hei├čt, dass sie von 24% vielleicht auf 19% runtergehen. Ich glaube nicht, dass zu negativ Wachstum bei Salesforce kommen wird. Das hielt ich f├╝r sehr ├╝berraschend. Dass Sales SaaS ist Luxus. Ich glaube, es ist Luxuslich kein... Sales SaaS ist Luxus. Also wenn ich das richtig verstehe, dass die Software-Unterst├╝tzung von Sales Luxus w├Ąre, w├╝rde ich andersherum formulieren, dass es nicht zu machen ist. Luxus verglichen mit dem Gehalt eines Sales-Mitarbeiters, Mitarbeiterinnen und dem Ertragspotenzial oder New ARR Potenzial sind die Kosten f├╝r Salesforce... Salesforce ist keinesfalls g├╝nstig, aber verglichen mit den Kosten und dann die versprochene Produktivit├Ątssteigerung, w├Ąre es irrational, sich das nicht zu leisten, meiner Meinung nach. Also zu sagen, wir sparen jetzt an Salesforce und machen aber weiter Sales, dann hat man Salesforce vorher falsch eingesetzt, glaube ich, wenn man glaubt, das w├Ąre eine schlaue Entscheidung. Also ich glaube, das SaaS-Unterst├╝tzte Sales ist definitiv nicht Luxus aus meiner Sicht. Viele Kunden gehen pleite oder werden sparen m├╝ssen. Zielgruppe schrumpft. Das wiederum w├╝rde ich teilweise teilen. Das wird passieren. CM ist wichtiger als New Business. Also relativ gesehen, tendenziell, stimmt diese Aussage auch. Allerdings ist Salesforce ja auch... Also das K├╝rzel von Bloomberg ist CM von Salesforce. Die kommen aus dem CM-Gesch├Ąft. Und wenn man Salesforce... Mein Gef├╝hl ist, ein Business-Desi, man schreibt der Salesforce nicht vollumf├Ąnglich einsetzt. Aber Salesforce hat ja eine signifikante CM-Komponente. Upselling, Retention, was wei├č ich, da gibt es zig Module und M├Âglichkeiten, Salesforce so einzusetzen. Physikalische Salesteams werden weniger. Das wiederum glaube ich. Das spreche ich manchmal auch nicht gegen Salesforce. Viel Konkurrenz, das sehe ich nicht so. Gewisser Login sehe ich so. Also ich kenne unheimlich wenig Leute. Wenn sich mal jemand melden will, der mehr als 100 Salesforce-Seeds hatte und dann auf ein anderes Produkt umgestiegen ist, w├╝rde ich gerne wissen, welches Produkt das war. Das habe ich selber noch nicht erlebt. Und wenn, glaube ich, ist es weniger als 1% der Kunden, die das macht. Also wenn du einmal 100 Seeds bei Salesforce hast, also eine wirklich gro├če Salesorganisation, dann gibt es, glaube ich, wenig Firmen, die sagen, wir nutzen jetzt was anderes. Es gibt schon Konkurrenz im fr├╝heren Segment, also dass du erstmal Hubspot oder erstmal Pipedrive oder SugarCRM nutzt, um mit einem kleinen Team zu starten. Aber dass bei signifikanter Gr├Â├če du von Salesforce auf was anderes wechselst, habe ich super selten. Also ich habe es noch nie gesehen. Ich will nicht ausschlie├čen, dass es das gibt, aber mich w├╝rde mal interessieren, was das Szenario ist und wie das passiert. Wie gesagt, ich glaube, ein super starkes Login macht einen unheimlich viel Preis. Wenn Salesforce heute zu dem Kunden sagt, wir wachsen nicht, deswegen kostet das Produkt jetzt 30% mehr. Ich glaube, es w├╝rden sich alle aufregen und dann die Rechnung ├╝berweisen. Ich finde auch nicht, dass die Aktie, was man sagen muss, die hat sich gut gehalten in der Zeit. Sie hat relative St├Ąrke bewiesen. Das ist aber auch erkl├Ąrbar, weil sie eben nicht unprofitable Tech ist, sondern weil sie hochprofitables Tech ist. Salesforce macht ungef├Ąhr 28 Milliarden Umsatz und davon bleiben 6,5 Milliarden als Operating Cashflow ├╝brig. Sie wachsen noch mit 24%. Das wird ein bisschen runtergehen, aber 24% das ist erhebliches Wachstum, wenn man das mal auf 5 Jahre hochrechnet, wenn es so weitergehen w├╝rde. Preis Earnings ist bei 35%. Da k├Ânnte der Earningsanteil sich jetzt ein bisschen verschlechtern. Die Kosten wachsen tats├Ąchlich schneller als das Revenue. Das ist in solch einer Zeit nicht so gut. Ich glaube, Salesforce wird auch ein bisschen Kostendisziplin ├╝ben m├╝ssen. Die operative Marge geht n├Ąmlich runter. Das ist getrieben von Mitarbeiteraktien zum gro├čen Teil. Die Ergebnisse werden sich jetzt kurzfristig nicht verbessern. Da bin ich total dabei. Aber an die Langl├Ąufigkeit und Nachhaltigkeit von Salesforce glaube ich extrem. Ich glaube, das Wachstum k├Ânnte jetzt unter 20 gehen kurzfristig. Ich glaube, das E-Bit wird zusammen kondensiert, weil die Kosten schneller steigen und Salesforce die Kosten nicht ganz so schnell einbremsen kann. Wobei die OPEX schon unter dem Vorsekunde, obwohl da eine Saisonalit├Ąt drin ist. Die sind im Q1 immer ein bisschen wichtig. Ich glaube, sie werden die Kosten runterfahren. Aber ich finde nicht, dass Brachialiebe bewertet ist. 6x Sales ist es letztlich. Das ist bei dem Free Cashflow und dem Wachstum eigentlich ganz okay. Ich glaube, sowohl das Wachstum als auch die Profitabilit├Ąt muss man ein bisschen discounten im n├Ąchsten Jahr, wenn es so weitergeht, wie es jetzt aussieht. Aber dass Brachialiebe bewertet ist oder ein Luxusprodukt, da bin ich ehrlich gesagt weit von entfernt. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es noch nicht der tiefste Kurs ist, den wir gesehen haben. Weil Salesforce schon sehr stark abh├Ąngig ist vom Wohlergehen vieler Startups und Saleslastige, also vom ganzen SaaS-Sektor. Und der wird ein bisschen eingebremst, sicherlich. Von daher w├╝rde ich jetzt auch nicht zum aggressiven Kauf raten. Dann w├╝rde ich eher ein Fortinet oder so etwas nehmen, was ├Ąhnliche Profitabilit├Ąts- und Wachstumszahlen hat, aber noch unverzichtbarer ist, weil es Security ist. Prinzipiell halte ich Salesforce f├╝r das Login, glaube ich. Ich glaube auch, dass Salesforce unverzichtbar ist. Das einzige Problem ist, dass sie letztlich so ein Fast-Art, Volumen-basiertes Modell haben. Also ein Seed-basiertes Modell, man zahlt pro Arbeitsplatz. Und das leidet halt, wenn jetzt ├╝berall Leute entlassen werden. Das ist ihre Schw├Ąche, dass sie konjunkturell unterperformen und eine gewisse Zyklik haben. Und das spricht jetzt kurzfristig gegen Salesforce, sicherlich.
Dann noch ein bisschen News, bevor du die Prediction f├╝r Netflix-Earnings machst. Wir nehmen Dienstag Nachmittag auf.
Ich kann ja mal fast forward durch die News gehen. Letzte Woche ist bekannt geworden, dass der aktivistische Investor Elliot, der war ja schon ein paar Mal Thema, in Pinterest eingestiegen ist. Wir haben ungef├Ąhr 10% gekauft, mindestens 9%. In der Regel versuchen sie 9,9% zu bekommen. Man geht davon aus, dass es keine feindliche ├ťbernahme ist, weil letztes Jahr ist Ben Silverman, der Gr├╝nder, zur├╝ckgetreten. Der neue CEO kommt von Google. Scheint eine hohe Akzeptanz zu haben in der Investoren-Community. Woran Elliot zu glauben scheint, ist, dass man international noch deutlich st├Ąrker wachsen kann. Insbesondere die Monetarisierung von Pinterest ist international relativ schlecht. Sowohl weil die Werbekunden noch ausbleiben und weil die Nutzungsintensit├Ąt relativ gering ist. Man hofft, dass die m├Ąnnliche Audience das noch mehr einsetzen wird. Und es gibt nat├╝rlich die Hoffnung, dass die tiefere Integration mit E-Commerce das attraktiv machen k├Ânnte. Es ist, glaube ich, eine der besten Inspirationsplattformen f├╝r Impulsk├Ąufe, aber auch f├╝r Suche nach Produkten.
W├Ąre es nicht eigentlich das beste Target f├╝r Google jetzt, um zu sagen, hey, wir merken, die Leute inspirieren sich woanders, wir verlieren an TikTok und Instagram-Leute, Pinterest k├Ânnen wir g├╝nstig dazu nehmen und hilft uns das zu machen. Plus wir helfen denen einfach mehr Werbung zu verkaufen.
Das kann schon ein Spekulationsmotiv sein, dass man glaubt, dass eine der schw├Ącheren, also Google hat ja eine gewisse Schw├Ąche beim Shopping, sie versuchen sich selber stark zu bevorteilen durch die Horizontalsuche, aber es gibt kein Google-Shopping-Produkt, das man aktiv ansteuert. Das k├Ânnte nat├╝rlich spannend sein, das mit Pinterest zu erweitern. Pinterest ist im Moment so g├╝nstig, dass das m├Âglich ist. Andererseits ist E-Commerce nat├╝rlich genau das Feld, wo du auch gerade nicht sein willst. Ich glaube schon sehr stark, dass Pinterest ein unheimlich wertvolles Media-Asset ist und man da mehr Monetarisierung ├╝ber E-Commerce rausziehen kann. Aber ob jetzt gerade die richtige Zeit ist, ist die Gefahr. Ich war ja Pinterest-Short, das war sehr profitabel w├Ąhrend des E-Commerce-Downturns. Und wenn eine prinzipiell gute Firma, was Pinterest ja ohne Zweifel ist, dann eben zu g├╝nstig wird, dann passiert eben so etwas wie, dass Elliot hier einsteigt und die Aktie zwischenzeitlich 25% hoch geht. Oder, wie du sagst, es k├Ânnte jetzt auch Google zuschlagen, dann gehen sie 40% hoch oder mehr. Und deswegen sind die offensichtlichsten Shorts, es bleibt immer ein Restrisiko. Ich glaube, ich bin jetzt nur noch minimal im Minus, glaube ich sogar. Das hat bisher sehr gut funktioniert, aber dann passiert halt so etwas. Das ist eigentlich ein sehr sch├Ânes Beispiel, was vollkommen selbstverst├Ąndlich scheint, n├Ąmlich dass Pinterest schlechte Zahlen wegen des E-Commerces liefern wird. Heute laufen sie ein bisschen schlecht an, ich bin jetzt 0,09% im Plus. Aber es war deutlich besser vorher und Elliot hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daf├╝r habe ich alles getan und gleich drauf. Dann als Quick News der letzte Grapher-Konzern, n├Ąmlich Apple, hat jetzt auch angek├╝ndigt, dass sie ihr Hiring verlangsamen, zumindest. Damit haben alle Gro├čen, glaube ich, ich glaube Microsoft hat es noch nicht so superdeutlich gesagt, aber eigentlich haben alle relativ klar gesagt, das ist auch auf dem h├Âchsten Level der Tech-Konzerne, wo Geld normalerweise keine Rolle spielt, wo man fix damit rechnet, die Personalkosten um 25-30% zu steigern jedes Jahr. Da ist man jetzt sehr vorsichtig geworden beim Hiring. Was liegst du als Apple-Experte draus? Ja, das war halt... Machst du dir Sorgen um deine Apple-Position? Hast du Apple-Aktien? N├Â. Du hast keine Apple-Aktien?
Doch, doch, aber ich mache mir keine Sorgen.
Ach so, sehr gut.
Es muss halt jetzt jede Firma sparen. Aktuell spart halt jeder und es w├Ąre dumm, es nicht auch zu tun.
Wo k├Ânnen wir sparen? Wo kann Doppelg├Ąnger sparen?
Das habe ich schon mehrmals angesprochen. Jan aus dem Off, da kann man immer sparen. Wir m├╝ssen dann nochmal in die Verhandlungen gehen.
Aber Jan kriegt nur 10%, ich w├╝sste, wo wir 45% sparen k├Ânnen. Nein, wir sparen nicht. Wir bleiben Grossstock. Wir bleiben unserem Motto verhaftet und bleiben Grossstock. Wir wachsen. Die Guten kriegen immer Geld, steht ├╝berall. Daran m├╝ssen wir glauben. Achso, und dann die letzte News noch. Wir hatten mal ├╝ber die Starling Bank geredet. Das ist ein b├Ârsennotierter Venture Capital Fund, der mir erschien wie eine gute M├Âglichkeit, den Fintech-Downturn zu shorten, weil Chrysalis sich massiv eingekauft hat in Starling Bank, in Wefox, in WISE, also TransferWise, in Klana. Die haben auch ordentlich geliefert und sind seitdem glaube ich 30-40% gefallen. Und jetzt wackelt auch Starling langsam. Starling Bank und Klana haben die bekannt gegeben, dass sie in UK aktiv sind, einer der gr├Â├čten L├Ąnder, wie sagt man das, Kreditvergeber in UK inzwischen. Sie wollten nach Europa ├╝ber eine irische Banklizenz expandieren und haben das jetzt abgeblasen. Nat├╝rlich aus Kostengr├╝nden und weil es auch 4 Jahre gedauert hat, der Prozess nicht wirklich vorangegangen ist. Das sollte jetzt auf jeden Fall auch die Wachstumshypothese und Phantasie bei Starling deutlich. Starling Bank ist ├╝brigens auch dadurch aufgefallen, dass sie sehr flei├čig dabei waren, die Corona-Hilfen in UK zu verteilen. Oder anders gesagt, sie sollen einigerma├čen schlampig, also ich muss sagen, wer das sagt, weil die Frau hat schon angek├╝ndigt, dagegen vorzugehen. Der ehemalige Minister hat gesagt, dass sie eine der worst offenders when it came to making checks on business applying for the government's Billion Bounds Back Loans Program. Sie waren ein sehr flei├čiger Weitergeber dieser Staatshilfen und haben anscheinend nicht besonders gut gepr├╝ft, wenn sie diese Kredite vergeben haben. Es muss also so gewesen sein, dass der Staat f├╝r all diese Kredite geb├╝rgt hat, so wie die KfW-Fazilit├Ąten in Deutschland auch. Das hei├čt, die Bank gibt die Kredite weiter im Auge und der Staat b├╝rgt f├╝r die Kreditnehmer. Und sie sollen halt besonders unvorsichtig diese Kredite weitergegeben haben. Ja, fernsahlbar, die CEO der Firma sagt, diese Anschuldigungen w├Ąren defamatory, diffamierend und wilde Behauptungen. Aber ich glaube, das wird eines der n├Ąchsten Fintechs sein, wo sich herausstellt, dass sie eigentlich nur eine Sonderkonjunktur haben, weil sie unheimlich viele Kredite f├╝r den Staat rausgegeben haben aus der Sonderfazilit├Ąt, um das Bounds Back Programm nach Corona oder w├Ąhrend Corona zu unterst├╝tzen.
Wo kann man das nachlesen?
Auf CNBC und wir packen das nat├╝rlich gerne in die Schuhe. Ich h├Âre Cover My Ass da raus.
Dann lasst uns zu den Netflix-Earnings gehen. Vorher, hast du schon King of Songs jetzt geschaut?
Boah, ich habe die erste Folge geguckt und ich habe ja OCD und muss Serien zu Ende gucken, die ich angefangen habe, aber es f├Ąllt mir echt schwer da. Also ich konnte mir noch nicht ├╝berwinden, die zweite Folge zu schauen. Echt? Ich wei├č nicht, ob es noch besser wird, aber ich fand die erste hart klamaukig.
Ja, ist auf jeden Fall klamaukig.
Also vielleicht muss man mehr getrunken haben oder kiffen, damit es lustig ist, aber ich fand das sehr, sehr platten Humor, ehrlich gesagt. Also du w├╝rdest aus der Finanzszene irgendwie ein bisschen sch├Ąrferen Humor oder so. Vielleicht hilft es gerade normalen Menschen, das auch zu verstehen. Ist auf jeden Fall eine gute Parodie, also als Parodie oder Percivlage auf die deutschen Zahlungsvermittlersektor oder Zahlungsanbietersektor. Finde ich gar nicht schlecht, aber ich fand es jetzt nicht mehr ├╝berzeugend. Hast du es durchgeschaut?
Ja, ich fand es witzig.
Okay, das sagt ja einiges.
F├╝r mich war es flach genug.
Also ich muss es, wenn dann alleine schauen, wurde mir sozusagen bedeutet aus der n├Ąheren Nachbarschaft. Aber Netflix, achso, das ist ein Fakt. Hast du in Strangers Things geschaut? Wie viele Stunden Netflix werden am Tag geschaut, sch├Ątzt du? Es sei denn, du hast heute schon ohne Aktien mit schwer gehalten, wei├čt du es ja. Von allen Leuten, also weltweit. Ich gebe dir einen Tipp, es sind ungef├Ąhr 220 Millionen Nutzer.
Jeder guckt eine Stunde.
Ja, genau so ist es. 200 Millionen Stunden Videoinventar am Tag.
Wie viele ist es bei TikTok und bei YouTube?
Pro Nutzer bestimmt, das kann ich mir fast vorstellen. Also pro aktiven Nutzer, das kann gut sein. Aber das macht den Microsoft Deal auch nochmal so spannend, wenn du erstmal verstehst, wie viel Zeit dahinter steht. Das sind halt 73 Milliarden Stunden im Jahr. Also das sind ja Premium Stunden im Moment alles noch. Ach ├╝brigens, wir haben uns ja gefragt, warum der Trader den Deal nicht bekommen hat. Wei├čt du inzwischen warum? Nein. Weil der Trader anscheinend seit langem an einem Deal mit Disney gearbeitet hat und jetzt mit Disney ein Handshake gemacht hat. Also der Trader wird der Vermarkter f├╝r Disney Plus und ESPN und so weiter. Und wahrscheinlich konnten sie deswegen nicht mehr mit Netflix arbeiten. Und vielleicht hat ihnen das auch gar nicht so leid getan, weil ich glaube in 5 bis 8 Jahren ist Disney eh gr├Â├čer als Netflix. Damit kommen wir zu der Hypothese, warum ich gerade Netflix wieder schaue. Umfassend, sch├Ątze mal wie viele Stunden pro Woche Stranger Things geguckt wird. Also du hast 200 Millionen Stunden am Tag Gesamtvolumen. Das w├Ąren rund 1,5 Milliarden pro Woche. Wie viel Prozent davon ist nur Stranger Things?
10 Prozent.
Also sind auch 200 Millionen wieder, aber pro Woche und nicht pro Tag diesmal. Und das krasse ist, die H├Ąlfte davon ist die alten Folgen. Also jede der ersten drei Seasons, also die vierte ist jetzt rausgekommen und jede der ersten drei Seasons ist in den Top 10 der meist geguckten Produkte.
Bei bestem Wettbewerb.
Ja. Ich glaube ja Netflix ist rein statistisch gesehen immer eine gute Aktie um Vor-Earnings zu shorten. Das hat die Vergangenheit bewiesen, was nicht hei├čt, dass das deskriptiv ist f├╝r die Zukunft. Das kann schon sich immer ├Ąndern. Netflix selber sch├Ątzt, dass sie nur 2 Millionen Nutzer verlieren dieses Quartal. Das w├Ąre ein Prozent der Gesamtnutzerschaft. Sie glauben, dass ihren Umsatz noch um 9,7 Prozent, also fast 10 Prozent steigt. Das m├╝sste demzufolge ja zu mehr als 10 Prozent aus Preissteigerung kommen. Ich glaube, dass das nicht m├Âglich ist, ehrlich gesagt. Das Werbemodell werden sie fr├╝hestens Ende Q4 starten. Es wird Q2 und Q3 definitiv noch keine signifikanten Ums├Ątze machen. Wir kennen aus den Zahlungsdaten, dass die Leute nur das UK-Land massiv sparen bei Subscription-Produkten. Ich glaube einfach, dass 1 Prozent nicht genug ist bei Netflix dieses Quartal. Dass es mehr werden k├Ânnte. Ich rechne mit bis zu 3,5 Millionen Nutzer weniger. Das w├Ąren knapp 2 Prozent weniger. Ich glaube, dass der Umsatz nur noch fast sinken k├Ânnte. Ich glaube eher, dass er zwischen 0 und 5 Prozent steigt, aber nicht bei 10 Prozent. Ich glaube, dass die Zahlen negativ ├╝berraschen. Kurz gesagt. Ich glaube, die Leute m├╝ssen ins Portemonnaie schauen. Disney ist besseres Value for Money, vor allem wenn man Netflix schon viel durchgeschaut hat. Es gibt Sommer als Konkurrenzangebot. Es gibt Experience als echtes Konkurrenzangebot. Es gibt TikTok als Zeitfresser. Und ich wette mal vorsichtig gegen Netflix. So, Jan aus dem Office heute, Jan aus der Zukunft. Und zwar eben nach den Earnings am Abend. Die heutige Folge zeigt gut, dass Shorten doch gef├Ąhrlich sein kann. Die Userzahlen sind n├Ąmlich weniger stark gefallen als erwartet, und zwar um 970.000. Daraus resultiert dann ein Umsatzwachstum von 9 Prozent und nicht 0 bis 5 Prozent, so wie Pip das gedacht hat. Constant Currency, also ohne W├Ąhrungseffekte, w├Ąren sie ├╝brigens 13 Prozent gewachsen. Das wurde ja letzte Folge schon besprochen, was der starke Dollar f├╝r einen Einfluss auf Unternehmen hat, die viel Umsatz au├čerhalb der USA machen. Pip ist ja, Zitat, ca. 200 St├╝ck oder so Short. Ich wei├č jetzt nicht, ob diese 200 St├╝ck quasi mal den aktuellen Kurs gerechnet werden und man dann das eingesetzte Kapital hat, oder ob das quasi nur die gehebelte Menge ist, die Pip mit seinem Kapital bewegt. Nichtsdestotrotz ist, stand jetzt, die Netflix-Aktie 8 Prozent im Plus. Und wenn man das, sagen wir mal, mit einem f├╝nffachen Hebel macht, ja. Schalten Sie also n├Ąchste Woche wieder ein, um zu erfahren, ob wir uns einen Audioproducer weiterhin leisten k├Ânnen oder wollen. Wenn ich das Geld verloren habe, w├╝rde ich dann sozusagen Double Down on Tesla am Mittwoch machen. Die m├╝ssten ein schlechtes Quartal haben. China-Produktion m├╝sste schlecht gelaufen sein. Gr├╝nheide scheint nicht super zu laufen. Hohe Bitcoin-Verluste werden sie ausweisen. Die sind nat├╝rlich im Kurs schon antizipiert. Und dann haben wir am Donnerstag noch Snap.
Das wird auch schwierig. Werbemarkt Freefall.
Genau. Die werden nat├╝rlich unter dem Werbemarkt leiden. Ich glaube, Snap ist eines der wenigen Unternehmen, die noch kredibel steigende Nutzerzahlen haben. Ich habe da wenig Bot-Experience zuletzt gehabt. Snap, glaube ich, wird einigerma├čen gute Nutzerzahlen haben, aber schlechte Werbeums├Ątze. K├Ânnte irgendwann auch ein ├ťbernahmekandidat werden. Ist aber noch zu teilen. Wir haben auch 100 Milliarden. Wann haben wir 100 Milliarden? Wir haben jetzt wahrscheinlich noch 20, oder? 22,8. Geil. 22,4. Das entspricht f├╝nfmal Sales. Positiver Cashflow. Apple wird zuschnappen. Apple will Snapchat, um die jungen Generationen abzuholen. Und das Metaverse. Ja, stimmt. Halte ich f├╝r valide. Also ist die Wahrscheinlichkeit gr├Â├čer als 10 Prozent.
Das reicht f├╝r mich, um diese Podcast-Folge zu beenden.
Ja, wir sind eh schon 1,15 auf die Minute. Richtig gut. Es wird ja noch ein bisschen geschnitten.
Aber habt einen sch├Ânen, warmen, hei├čen Mittwoch. Immer sch├Ân viel trinken und cool bleiben.
Bis Samstag. Peace. Und entschuldigt bitte die Soundqualit├Ąt. Wir tun alles, um die Sommerpause f├╝r euch unterhaltsam zu gestalten und lehrreich. Bis zum n├Ąchsten Mal. Ciao, ciao.