Doppelg├Ąnger Folge #183 vom 27. September 2022

­čĆÜ Opendoor | ­čŽü DHDL | Rule of 40┬á| Urban Mobility App | Funding Meilensteine

Wie war Die H├Âhle der L├Âwen mit Diana zur L├Âwen? Was hat der Opendoor Co-Founder Keith Rabois erz├Ąhlt? Ab wann sollten man die Rule of 40 bei SaaS Start-ups messen? K├Ânnte eine Mobilit├Ątsapp f├╝r St├Ądte funktionieren? Welche Meilensteine muss ein Start-up zu den jeweiligen Funding-Rounds erreichen?

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Small Talk

(00:01:15) 30 Minuten Apotheke

(00:05:00) DHDL

(00:12:35) Opendoor

(00:50:30) Rule of 40 f├╝r kleinere Startups

(00:55:00) Mobility App

(01:00:15) Funding Meilensteine

Shownotes:

H├Âhle der L├Âwen Tweet: https://twitter.com/gloeckler/status/1574650735375003648

150 Business Angels: https://www.addedval.io/business-angels-liste-die-150-aktivsten-angels/

Opendoor Co-Founder Keith Rabois im Fernsehen https://twitter.com/dee_bosa/status/1573371849735835648

Opendoor Slides: https://www.opendoor.com/w/wp-content/uploads/2020/09/Opendoor-overview-investor-presentation.pdf

Rule of 40 Tweet: https://twitter.com/onlycfo/status/1571529851517177861

What does it take to raise capital, in SaaS, in 2022? https://medium.com/point-nine-news/what-does-it-take-to-raise-capital-in-saas-in-2022-7ebe55c86e3e

The B2B Marketplace Funding Napkin 2022 https://medium.com/point-nine-news/the-b2b-marketplace-funding-napkin-2022-f3f863f20c50

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Willkommen im Doppelg├Ąnger-Tag-Talk-Podcast, Folge 183, Ende September. Pip, zur├╝ck von den Wiesen. Hat es sich gelohnt, noch mal kurz von Berlin r├╝ber nach M├╝nchen und dann wieder zur├╝ck, um hier jetzt aus deinem Homestudio mit mir sprechen zu k├Ânnen?
Also ich freue mich auf jeden Fall, dass ich wieder zu Hause bin und hoffentlich bald wieder gesund. Ansonsten, ja, es hat sich gelohnt.
Also n├Ąchstes Jahr wieder?
Insgesamt. Ob ich es zweimal mache n├Ąchstes Jahr, wei├č ich noch nicht. Das werde ich spontan entscheiden. Wenn es gute Anl├Ąsse gibt vielleicht. Aber ich bin nicht, wie du dir vorstellen kannst, bin ich nicht der gr├Â├čte Wiesen-Fan. Das sprichst jetzt nicht 100% meinem Naturellen, das ist auch nicht meine kulturelle Aufgabe, das bayerische Kulturgut zu f├Ârdern. Das Gute an dem Konzept ist ja, dass es mit zunehmender Dauer ertr├Ąglicher wird.
Ja, bis man sich an nichts mehr erinnern kann. Und hast du heute Morgen Edotrans genommen oder eher nicht?
Nee, ich habe den ersten Zug heute fr├╝h genommen um 7.55 Uhr. Deswegen habe ich einfach fr├╝h aufgeh├Ârt zu trinken gestern und bin brav ins Bett gegangen, als andere in den Club gegangen sind.
Sehr sch├Ân. Weil ich wollte eigentlich einen sch├Ânen Sack-Waver haben, dass du mir sagst, Edotrans, das kann man gar nicht mehr kaufen. Aber wer es braucht, kann sich bei mir melden. Ich habe in Hamburg die einzige Apotheke gefunden, die es wohl verf├╝gbar hat, weil ich es am Montagmorgen f├╝r eine Person bestellen wollte. Ich habe es auch bestellt ├╝ber eine dieser Apps, die mir die Medikamente nach Hause bringen in 30 Minuten. Und habe mal wieder ein E-Commerce-Erlebnis aus den 2000ern gehabt. Und zwar bestellt, halbe Stunde gewartet, dann Anruf bekommen. Entschuldigung, das gibt es ├╝berhaupt nicht, ist ├╝berhaupt nicht verf├╝gbar. Also es war Edotrans und noch ein anderes Medikament, was wohl beides nicht wirklich verf├╝gbar ist. Eigentlich habe ich gedacht, dass man das in Startups heutzutage ein bisschen besser hinkriegt.
Da w├╝rde ich sofort spontan, intuitiv die Gegenmeinung nehmen. Aus zwei Gr├╝nden. A liegt das nat├╝rlich an der Kopplung von dem ERP der Apotheke mit dem des Startups. Normalerweise kann ein Startup darauf vertrauen, dass die g├Ąngigen Arzneimittel, und die d├╝rfen ja sowieso nur over the counter verkaufen im Moment, glaube ich, wenn ich mich recht. Gibt es da schon verschreibungspflichtige Sachen? Ne, ne?
Ne, glaube ich nicht.
Also das hei├čt, die g├Ąngigen over the counter Sachen, davon kannst du ausgehen, dass jede Apotheke die hat. Und dein Edotrans, das w├Ąre ja auch in jeder Offline-Apotheke ausverkauft gewesen. Also warum erwartest du jetzt, dass die dir das liefern k├Ânnen? Deine Offline-Experience w├Ąre genauso schlecht gewesen und dass sie es trotzdem verf├╝gbar zeigen, das liegt daran, dass sie es in der Phase, wo sie sind, w├╝rden sie es entweder mit Excel machen oder einfach davon ausgehen, dass alles vorhanden ist in den g├Ąngigen Apotheken. Und einfach gut sortierte Partner-Apotheken suchen. Mich w├╝rde wundern, wenn du ausgerechnet Apotheken, obwohl die vielleicht beim ERP sogar fortschrittlicher sind als andere H├Ąndler, aber...
Die haben doch wahrscheinlich ein besseres ERP als irgendwie ein Fashion-Laden um die Ecke.
Das ja vermutlich, weil es hochstandardisiert ist mit den PZNs, den Arzneinummern. Das kann schon sein, aber ja, ich bin jetzt nicht so ├╝berrascht.
Ja, ich war entt├Ąuscht und fand das nicht so das beste Erlebnis und hab mich gefragt, wann die anderen...
Guck mal dieses Konkurrenzprodukt, da du jetzt st├Ąndig Werbung f├╝r das Stardar-Produkt machst, es gibt auch Oral-Pedonen, mach das gleiche, schmeckt sogar besser, finde ich. Gibt es n├Ąmlich ohne Geschmack oder mit ganz wenig Geschmack und Leis ist auch eine Elektrolyt-L├Âsung.
Ja und in dem Fast-Commerce-Hype wurde das doch immer als irgendwie ein Sektor erkl├Ąrt, also eigentlich m├╝ssten doch jetzt die Leute, die das Essen mir bringen, auch irgendwann mir die nicht verschreibbaren Medikamente bringen k├Ânnen. Oder war das nur um ein bisschen Storytelling damals?
Wann damals?
So sechs Monate oder zw├Âlf Monate wurde das nicht irgendwie als eine m├Âgliche TAM-Erweiterung erkl├Ąrt?
Also beide sind Logistik-Dienstleistungen, das hei├čt du kannst schon die gleichen Fahrer nutzen. Ich glaube das w├Ąre sogar hochkomplement├Ąr, weil, das haben wir doch schon mal erkl├Ąrt neulich oder? Da habe ich das jemand anders an die Backe gebunden. Ja auf jeden Fall.
Hau nochmal raus.
Es ist hochkomplement├Ąr, weil Medikamente nat├╝rlich typischerweise zu ├ľffnungszeiten nachgefragt werden. N├Ąmlich wenn du beim Arzt oder der ├ärztin warst oder eben morgens im Kater wachst, dann hast du Lust oder Bedarf an Medikamenten. In der Zeit ist bei den Lebensmittel- und Essendieferdiensten zum Beispiel eher Flaute. Das hei├čt du kannst die beiden Peak-Zeiten fast perfekt ├╝bereinander legen und h├Ąttest eine sehr gute Grundlast. Das macht es eigentlich interessant, das mit der gleichen Logistik-Flaute zu machen. Problem zwischen Groceries, also Gorilla-Flink-Modell und Apotheken ist aber, dass du nicht beides aus dem gleichen Lagerhaus liefern darfst. Sondern es muss aus einer Apotheke kommen. Und ein Lebensmittel-Lagerhaus kann nicht gleichzeitig eine Apotheke sein. Das hei├čt du m├╝sstest das R├Ąumen nicht trennen mindestens und eine Apotheke einstellen wahrscheinlich auch.
Dann als du gestern Abend einen Mars getrunken hast, habe ich mir H├Âhle der L├Âwen angeschaut. Wegen Diana, die war super. Die Show selbst, boah, bisschen in die Jage gekommen. Es gab f├╝nf Produkte oder Startups ohne zu tief in die rein zu gehen. Es war sogar was Digitales dabei. So richtig Deals, also zwei digitale Themen und dann drei Hardware-Themen oder Offline-Themen.
Das ist schon mehr als sonst. Zwei digitale Themen, 40% Quote ist mehr als sonst.
Ja und zwei haben auch einen Zuschlag bekommen. F├╝r 20% Abgabe haben sie 50.000 Euro bekommen.
Ich habe noch nie f├╝r ein Angel-Ticket 20% f├╝r meine 50.000 bekommen komischerweise.
Da musst du vielleicht mal in Offline-Handel eingehen. War ├╝berraschend und ich habe mich dann gefragt, ob das vielleicht vorher abgesprochen war. Kofler hat beide Tickets gemacht und f├╝r mich sah das fast so aus, als ob er die mit denen vorher gesprochen hat, denen dann gesagt hat, kommt bitte in die Show und dann machen wir das dann nochmal offiziell. Also es f├╝hlt sich fast so an, als ob die intern das Sourcing machen f├╝r die Show dann und dann die Leute da durchtanzen lassen.
Es gibt eine Verbraucherzentrale, die daf├╝r pl├Ądiert hat, dass man es als Dauerwerbesendung kennzeichnen sollte. Ich wei├č nicht, ob man da, also theoretisch ist es die Produktionsfirma und die handeln Akteure ja verschiedene Leute. Ich wei├č nicht, aber kann nat├╝rlich sein, dass die da, ich w├╝rde es nicht unterstellen, dass die da aktiv was platzieren k├Ânnen, aber man kann es auch nicht ausschlie├čen. Wei├č man nicht. Was die h├Ąufige Kritik ist, ist, dass mehr als die H├Ąlfte der Deals und in der ersten Staffel in Deutschland glaube ich sogar 75% oder so platzen nach der Ausstrahlung.
Also ich habe das dann getwittert und da hat tats├Ąchlich jemand geantwortet und meinte, bei unserem Startup war das so, Maschmeyer hat da wohl investiert und es war ├Ąhnlich, also dass die wahrscheinlich von denen vorher angesprochen worden sind, bevor sie in der Show waren. Und dann, wenn es eine Dauerwerbesendung ist, was ja jedem klar ist.
Die haben sich nicht das erste Mal gesehen dort? Das ist ja Wahnsinn. Du meinst, was im Fernsehen kommt, ist gar nicht echt?
Mach die Schluss, ich glaube an die heile Welt.
Das sind vielleicht auch gar keine richtigen Investoren, die da sitzen, sondern TV-Pers├Ânlichkeiten.
Ja, aber dann zur├╝ck zur Dauerwerbesendung. Also es war ja schon damals klar, dass das einfach unheimlichen Druck auf die Webseiten bringt. Und du hast ja noch einen Zeitgap von wahrscheinlich drei bis sechs Monate, bis das ausgestrahlt ist. Also wenn ich ein Hardwareprodukt habe, dann sehe ich doch zu, dass ich auf jeden Fall an dem Tag einen vern├╝nftigen Shop habe und das Zeug abverkaufen kann. Und das war bei keinem der Fall.
Komisch, ich glaube da gibt es inzwischen feste Dienstleister, die das mit denen zusammen machen. Das ist ja einer der Gr├╝nde, warum es opportun ist, das Zeitverz├Âgert auszusenden. Also die Staffel erst zu produzieren und sp├Ąter auszusenden. Weil in der Zeit kannst du nat├╝rlich die Produktion schon starten f├╝r die Sachen. Du willst ja diesen TV-Peak haben, also die lange Sprungnachfrage durch die Ausstrahlung der Sendung. Und dass so lange vorher die Deals gemacht werden und die Vertr├Ąge geschlossen und die Show aufgezeichnet, gibt da nat├╝rlich Zeit, die Shops und die Produktion darauf vorzubereiten, dass man auch diesen Schwung voll mitnehmen kann.
Ja, Diana hat keinen Deal gemacht, war aber mit Abstand die Beste hinter der Kamera und war mit Abstand die Beste vor der Kamera und hat sogar jedes Investment von ihr gezeigt. O-Strom war auch dabei, das hat mich nat├╝rlich gefreut. Also mal schauen, wenn sie nochmal kommt, schaue ich vielleicht nochmal, aber die Show ist wirklich weit weg.
Die Frage ist vielleicht, ob die wieder erwarten, dass ich tats├Ąchlich noch einen typischen Angel am ├Ąhnlichsten sehe, wie die Leute, die da sitzen. Frage ich mich.
Ja, auf jeden Fall.
Obwohl es ja erst vor einem Jahr oder so begonnen hat. Vor drei. Vor drei Jahren?
Die wurde sehr gut dargestellt und hat das auch echt gut gemacht. Hat das Ganze ein bisschen j├╝nger, ein bisschen glaubw├╝rdiger gemacht.
Ich glaube was gibt es doch in den USA, ist Mark Cuban oder so drin. Darf ich noch sagen, dieser O'Leary, der von Anfang an dabei war, der ist ja auch nur so ein TV-Casper, der schon immer Reality-TV gemacht hat, aber Mark Cuban ist ja eigentlich ein ernstzunehmender Typ, das hat mich mal gewundert. In UK ist ja Stephen Bartlett hier, der Social-Chain-Gr├╝nder auch drin. Ich glaube, ich habe versucht herauszufinden, ob es schnell irgendwo einen echten Angel-Investor gibt, der dort sitzt. Das glaube ich eigentlich nicht, ehrlich gesagt.
Ich h├Ątte auch erwartet, dass die Pitches irgendwie besser sind und habe mich dann gefragt, ob die Show vielleicht besser davon l├Ądt, ob es so ein bisschen so dieses, wie hei├čen diese Shows hier mit Bowlen und so, ob es besser ist, wenn die sich davor ein bisschen blamieren und man die dann so zurechtweisen kann.
DSDS meinst du?
Ja.
Da habe ich auch eine Geschichte mit. Es wurden ├╝brigens die Top 150 Angel-Investoren, das habe ich heute durch Zufall im Zug gelesen, hat so ein Startup eine Liste erstellt mit den Top 150. Und bist du dabei? Unter Top 150 bin ich ja. Soll ich z├Ąhlen? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10.
Auf Nummer 1 ist doch bestimmt hier einer der Berliner Super-Angel, der ├╝berall dabei ist und schon fr├╝h.
Ich glaube, ich z├Ąhle 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30.
Ah, nicht ganz. Also du hast die Top 30 nicht geschafft. Top 40. Kannst du dir jetzt auf LinkedIn schreiben, mit 40 Top 40.
Aber ich wei├č auch gar nicht, ob hier alles drin ist, ehrlich gesagt. Ich wei├č gar nicht, wie die das gemacht haben. Aber der Dritte hat zum Beispiel nur doppelt so viel Investment wie ich. Nummer 1 ist SEK Ventures. Und das wiederum sind die Flexbus Gr├╝nder, glaube ich. Achso, wenn man das durch 3 teilen, dann sind sie ungef├Ąhr ein Level. Dann, Sekunde, wer ist das? Jan Tegmayr, kenne ich gar nicht. Ich frage mich vorher, die Daten kommen. Dann hier die ganze Saarbr├╝cker-Bande, das ist klar, dass die viele haben.
Kann man sich anschauen.
Edit Value, 150 Business Angels. Da kann man sich das anschauen, wer Kapital sucht und dann k├Ânnen alle die Leute voll spammen. Erste Frau ist Verena Paus, da in den 30ern, glaube ich. Also nicht vom Alter, sondern Position. Also vielleicht auch vom Alter, das wei├č ich nicht.
Die hat eins mehr als ich. Kann ich bei dir investieren, oder habe ich dich ├╝berholt? Da m├╝ssen wir hier nochmal ├╝ber die Terms reden. Aber wann kommt die n├Ąchste Liste? Bis dahin schaffst du das. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philip und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko- Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu-disclaimer nachlesen. Dann lass uns ├╝ber das witzigste Thema der Woche reden. Und zwar der Open Door CEO.
Das war echt eine schlechte Woche. Aber wahrscheinlich ja. Mein Trading-Portfolio ist hellgr├╝n. Es sagt mir, dass ich in das andere nicht reingucken sollte. Richtig?
Das ist dein Short-Portfolio.
Da wo ein bisschen mehr Short drin ist als normal.
Das ist super.
Das ist gr├╝n und dann wei├č ich immer, ich sollte in das andere gar nicht rein schauen.
Das finde ich super, dass du dir die Farben da noch anguckst.
Moment, jetzt ist es rot. Der Markt hat aufgemacht. Jetzt ist es rot. Ach ja, jetzt geht wieder alles hoch hier.
Affirm plus 6%.
Oatly plus 8%. Das ist wieder einer der guten Tage.
Toll ey. Das ist ein Quatsch. Kannst du jetzt langsam ins andere Portfolio gucken. Wie hei├čt der? Keith Rebois? Rebois? Das ist wahrscheinlich Franz├Âsisch, oder? Rebois? Rebois, ja. Auf jeden Fall. Die Amis sagen auch Rebois. Einer der PayPal-Mitarbeiter und linke, rechte Hand von Peter Thiel hat Open Door gek├╝ndigt. 2003 hatte er schon mal die Idee. Er hat schon mal ein bisschen Spielgeld bekommen. Dann hat das aufgeh├Ârt. Und zehn Jahre sp├Ąter hat er dann nochmal angefangen mit einem Dream Team. Was sie machen ist, sie kaufen und verkaufen H├Ąuser. In Amerika ist ja dieses Hausflappen auch gang und g├Ąbe. Es gibt ja sogar deutsche Angel-Investoren, die irgendwie ab und zu mal das Gef├╝hl hatten, sie m├╝ssten damit jetzt das schnelle Geld machen. In Deutschland funktioniert das scheinbar, oder zum Gl├╝ck wahrscheinlich nicht so gut.
Wei├čt du warum?
Weil wir Notar und alles zahlen?
Genau, wegen der Nebenkosten des Erwerbs. Anderthalb Prozent Notar im Schnitt und dreieinhalb bis sechseinhalb Prozent Grunderwerbssteuern. Schaut man sich die Rohmarge von Open Door an, sieht man, dass das dann noch schlechter funktioniert als so schon.
Also gar nicht mehr. Genau, gar nicht mehr.
Mir wurde es mehrmals gepitcht ├╝brigens. Ich habe zweimal einen Pitch bekommen, dass man das so machen sollte. Es war ein Gr├╝nder, die wollten das bauen. Meinten, sie haben einen krassen Algorithmus, der es geschafft hat, zwei H├Ąuser mit 20 Prozent plus zu verkaufen. Und die wollten das trotzdem machen. Obwohl ich der Meinung war, dass das unm├Âglich funktionieren kann mit den hohen Nebenerwerbskosten.
Ich glaube ja unheimlich daran, dass Technik und Algorithmus gewisse Sachen einfacher und besser macht. Wir haben ja dar├╝ber schon gesprochen, hier ├╝ber Bilder und so. Aber in der Immobranche glaube ich tats├Ąchlich nicht mehr dran. Also wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die hier zum Beispiel in Hamburg arbeiten und von denen ich jetzt von au├čen sagen w├╝rde, dass die einen guten Job machen in der Branche, dann kennen die eigentlich jedes Haus und alle Personen und die bekommen halt einfach einen Anruf oder wissen, wen sie anrufen m├╝ssen, um irgendwas zu kaufen.
Aber die Frage ist, ob das das effizienteste Gesamt-Setup ist.
Die l├Ąuft es auf jeden Fall richtig gut und deren Telefonbuch und alles kriegt man glaube ich nicht so einfach in der AI abgebildet. Und es gibt ja irgendwie einen Markt, der au├čerhalb ist von dem Markt, den wir irgendwie sehen, wenn wir auf irgendwelche Webseiten gucken oder wenn wir uns irgendwelche Daten angucken. Du hast in Amerika glaube ich immer noch mal den Vorteil, dass man historisch immer sehen kann, f├╝r welchen Preis ein Haus verkauft worden ist und kannst da wahrscheinlich mehr Daten hinzuf├╝gen und dann wahrscheinlich analysieren, hier hat einer gekauft, der wird wahrscheinlich in f├╝nf Jahren verkaufen und so. Aber ich finde es schwierig, die Geschichte so zu glauben, dass das irgendwie wahnsinnig gut funktioniert. Und es scheint ja auch nicht zu funktionieren.
Aber die Makler geben dann halt unheimlich viel Geld. Also dass man effizienter Kunden akquirieren kann, als durch Makler. Also willst du ein Haus f├╝r eine Million verkaufen. Glaubst du wirklich, es braucht 70.000 Euro, um einen K├Ąufer daf├╝r zu finden? Oder andersrum, wenn du eins kaufen willst, das es wert ist?
Nein, aber wenn.
Oder in der H├Âhe nehmen sie vielleicht auch nur 30.000 oder 40.000 Euro daf├╝r.
Aber oft vermarktet der Makler das ja auch nur, weil er vorher schon irgendwie mit drin war. Also stell dir vor, du kaufstÔÇŽ
Ist das das bessere System?
Nein, nat├╝rlich nicht. Aber welche AI soll denn auf einmal versuchen, diese Business Relationships zu untergraben?
Dass man versteht, dass es keinen Sinn macht, jemandem da irgendwie ganze Prozente von Mauspreis zu geben zwischendurch.
I don't know. Aber lass uns ├╝ber die Zahlen reden. Keith, der Co-Founder war im Fernsehen und hat lautstark behauptet, dass sie seit f├╝nf Jahren Quartal f├╝r Quartal profitabel sind.
Und einen ziemlich stabilen Meltdown auch gehabt dabei.
Ja, genau. Er wurde dann irgendwann unh├Âflich und hat gesagt, dass er sein Gegen├╝ber nicht ganz verstehen w├╝rde, wie man das vern├╝nftig rechnet. Ein Hin und Her. Sie seien auf keinen Fall nicht profitabel. Wir verlinken es in der Show noch. Es ist ganz interessant zu sehen und auch die K├Ârpersprache sich anzuschauen, wie der da irgendwie rumfuchtelt. Nur meine Frage an dich. Waren sie profitabel? Sind sie profitabel? Welche Zahlen? Wie analysiert ihr die Zahlen? Ist es ├Ąhnlich wie bei WeWork, dass sie irgendwie einen Community-Discount drin haben und deswegen profitabel sind? Oder schaffen sie es einfach die H├Ąuser vern├╝nftig zu verkaufen, aber die ganze IT und die ganzen Entwickler, die die AI bauen, die sind irgendwie nicht auf dem Balance-Sheet? Also wie tricksen sie rum und wie liest man die Zahlen von OpenDoor richtig?
Also das Problem ist, dass es, also entweder kann man sagen, es gibt nur eine Definition von Profitabilit├Ąt und das ist das Net Income nach GAP, nach den Generally Accepted Accounting Principles in den USA. Das ist sozusagen, was bei uns die Buchhaltung nach HGB oder IRFRS w├Ąre, also International Financial Standards Reporting Standards. Oder man kann halt schon sagen, dass es verschiedene Definitionen gibt. Er beruft sich einerseits auf die ganzen adjustierten Sachen, die sie machen. Also sie haben adjustiertes Net Income, das ist schon ein bisschen absurd. Sie haben adjustierte Rohmargen und adjustiertes EBITDA nat├╝rlich auch. Das ist eigentlich nicht so 100% akzeptiert vom Markt. Das kann bei gewissen Gesch├Ąftsmodellen zus├Ątzliche Informationen schon bringen, wenn man von gewissen Sachen abstrahiert. In der Regel werden aber so unliebsame Kosten einfach dann noch ab und an weg adjustiert. Worauf er sich beruft ist, dass sie so einen Gross Margin Profitabel sind. Das ist nat├╝rlich Quatsch. Man kann sagen, man hat positive Gross Margins, aber das ist die Grundbedingung, au├čer bei PlugPower, oder Beyond Meat und Oati, es ist die Grundbedingung irgendwie Geld zu verdienen. Dass man positive Rohertr├Ąge hat, also dass die Erstellung der G├╝ter oder Dienstleistung weniger kostet, als das, wie man sie verkauft. Da w├╝rde man jetzt noch nicht von Profitabilit├Ąt sprechen. Worauf er sich noch beruft ist die Contribution Margin, beziehungsweise bei ihnen adjustierte Contribution Margin, das wird man im Deutschen wahrscheinlich als Deckungsbeitrag bezeichnet. Also Keither Boyce war vorher wie gesagt bei Paypal, war CEO bei Square als Hired Gun, war bei Kosel Aventures, ist jetzt beim Founders Fund von Peter Thiel, das hei├čt er kommt aus der VC Szene. Was er eigentlich sagen will ist, dass sie positive Unit Economics haben, glaube ich. Das w├╝rde ich ihm jetzt zur Verteidigung anheimstellen. Das ist tats├Ąchlich auch so, also sie verlieren kein Geld, also im Durchschnitt verlieren sie kein Geld, wenn sie H├Ąuser verkaufen. Und dann gibt es noch Operating Expenses, aber die muss man nach Gap, also wenn man in einer Public Company ist, dann kann man sich nicht Profitabel nennen vor Operating Expenses oder vor Headquarter Kosten, also den, wie sagt man, die Unternehmenszentrale oder so. Das ist definitiv nicht die Definition von Profitabel.
In den letzten f├╝nf Jahren h├Ątte man ja auch ohne Probleme, ohne AI jedes Haus f├╝r einen Profit verkaufen k├Ânnen.
Ja, das ist ein ganz spannender Punkt, da kann ich gleich mal drauf kommen. Also die Frage ist, ist Open Door eigentlich nur gewachsen, weil sie auf dieser Welle hochgeschwommen ist, der Appreciating House Prices, also der immer teurer werdenden H├Ąuser, weil sie die als sogenanntes iBuyer Modell oder Flipper tats├Ąchlich auch selber auf dem Balance Sheet halten f├╝r eine gewisse Zeit. Jeder der H├Ąuser einfach nur gehalten h├Ątte in der letzten Zeit, h├Ątte damit zwangsl├Ąufig Geld verdient. Open Door war ein Spec, das war der Chamats IPOB, also der zweite Spec, den Chamat gemacht hat, notiert heute bei rund drei Dollar. Das ist gar nicht so schlecht im Vergleich zu anderen Specs, muss man wahrscheinlich fairerweise sagen. Und sie haben die Versprechen, die sie im Spec-Pro-Spec gemacht haben, auch relativ gut gehalten. Also sie haben diese, das ist ja alles andere als normal, also sie haben die Umsatzziele erreicht, die sie prognostiziert haben oder sind sogar deutlich dr├╝ber. Jetzt zur Frage der Profitabilit├Ąt. Die ganz grundlegenden Sachen, die einfachste Sache der Profitabilit├Ąt oder die einfachste Definition w├Ąre eben auf Basis von Unit Economics. Das w├Ąre bei einem Zalando, ob du auf das einzelne Paket oder auf den einzelnen Kunden noch Geld rauflegst, bei Gorillas auf die einzelnen Lieferungen oder eben hier auf das einzelne Haus, das du verkaufst. Nach der Definition sind sie nat├╝rlich profitabel, aber das wendet man bei Startups und so ganz gerne ab. Bei Public Companies muss man auch von dem Alter, der jetzt sieben Jahre alt, da muss man schon ein bisschen mehr als nur auf die Unit Economics schauen, glaube ich. Dann gibt es eben noch den Unterschied zwischen Gap und Non-Gap. Non-Gap hei├čt einfach nur, dass das so Zahlen sind, die du zus├Ątzlich reportest, die nicht diesen offiziellen Accounting-Principles standhalten. Das hei├čt da wird zum Beispiel typischerweise, das haben wir schon immer beschrieben, die Stock-Base-Compensation, also die Mitarbeiterbeteiligungsprogramme, rausgerechnet, weil es nicht vom Cash der Firma abgeht, sondern es dilutet nur die Shareholder in Anf├╝hrungsstrichen. Das hei├čt es werden neue Aktien rausgegeben. Das muss man nach Gap ausweisen, als w├Ąre es ein Buchverlust. Philosophisch, ob man jetzt sagt, es ist einer oder nicht, aber auf jeden Fall ist es ein Schaden, den du erleidest durch die Verw├Ąsserung. Und nach Gap musst du das eben ausweisen, also sagen wir mal, die gesamte Entwicklungsabteilung verdient 100 Millionen Cash und kriegt au├čerdem 30 Millionen in Aktien in einem Quartal. Dann sind die Gap-Kosten f├╝r Research and Development in dem Fall minus 130 Millionen, weil man die Aktien mit reinnehmen muss. Und nach Non-Gap adjustiert man diese Share-Base-Compensation zum Beispiel ganz gerne raus. Machen sie nat├╝rlich auch in ihren ganzen adjustierten Metriken. Dann gibt es noch den Unterschied zwischen Operating Income und Net Income. Das Operating Income ist quasi das Einkommen oder der Gewinn aus der normalen Gesch├Ąftst├Ątigkeit. Und das ist haupts├Ąchlich vor Zinsen und Steuern. Also was da drauf kommt, ist dann in der Regel die Kosten oder Gewinne, das Finanzergebnis, also Kosten oder Gewinne f├╝r Geldanlage oder Aufnahme von Krediten und die Income Taxes. Und damit kommt man dann zu Net Income. So und das muss man fairerweise sagen, also im letzten Jahr haben die 622 Millionen Verlust gemacht. Das wird ihnen da auch vorgehalten quasi. Und im Jahr davor waren es 251 Millionen Verlust. Und dann sagt er immer, so zeigen sie Q2, zeigen sie Q2. Im Q2 war es so, dass das operative Ergebnis tats├Ąchlich 32 Millionen und plus war. Also selbst inklusive der Sharebase Compensation, also nach GAP, das Net Income war aber minus 54 Millionen, weil die Zinskosten in H├Âhe von 89 Millionen, die man bei einem Real Estate kaufen und finanzieren muss, auch zwischenzeitlich, da kann man jetzt nicht sagen, die Zinskosten nehmen wir mal raus. Das geh├Ârt nicht zur normalen Gesch├Ąftst├Ątigkeit. Ich w├╝rde sagen, die muss man dann schon mit betrachten. Das hei├čt, sie waren nach GAP auf Net Income Basis eben doch negativ. Aber was er h├Ątte sagen sollen ist, schauen sie mal aufs Q1, weil im Q1 waren sie nach GAP, beziehungsweise in der operativen Marge, positiv und in der Profit Marge, also der Net Income Marge, auch positiv. Achso und ich habe das alles in Cheat gemacht, Open Door sogar, damit man das Gebrabel besser nachvollziehen kann. Ich versuche es auch f├╝r die, die nicht in Cheat gucken k├Ânnen, trotzdem verst├Ąndlich zu machen, aber man kann das ganz gut nachvollziehen. Eigentlich hat Open Door f├╝r einen Spec relativ gut abgeliefert. Sie haben mal versprochen, sekundig kann man gucken, hier im Spec-Tag, das verlinken wir auch gleich nochmal. Ich packe das hier gleich mal rein, damit wir es nicht vergessen. Also einer der Vorteile der Specs war es ja, dass bei einem IPO darf man, oder es ist nicht ratsam, Forward-Looking Statements, also Aussagen ├╝ber die Zukunft zu treffen. Da die Company, die eigentliche Spec-Company ist ja schon Public und man mergt dann nur mit der Company, die jetzt an die B├Ârse soll. Das hei├čt, diese Company darf durchaus Forward-Looking Statements machen. Also man kann eben im Deck sehr gut beschreiben, was jetzt so besonders attraktiv in der Company ist und darf sich dabei weit aus dem Fenster lehnen, was dann ja auch massiv missbraucht wurde. Und sie sagen, sie werden in 2021 3,5 Milliarden Umsatz schaffen, 2022, also dieses Jahr 6,2 und sie haben im letzten Jahr Umsatz 8 Milliarden gemacht, also mehr als das Doppelte. Und dieses Jahr auch schon 12 Milliarden, also wenn sie die Guidance treffen, werden sie 11, 12 Milliarden machen, allein in den ersten drei Quartalen. Also sie haben dieses Ziel, was sie da angegeben haben, haben sie schon in den ersten zwei Quartalen geschafft. Das hei├čt, sie liefern Revenue ganz gut ab, die adjustierte EBIT-Marge, die hier versprochen wird, ist f├╝r 2021 minus 5, dann minus 2 Prozent, das haben sie deutlich ├╝bertroffen sogar. Das hei├čt, eigentlich liefern sie ganz gut ab und waren im letzten Quartal tats├Ąchlich auch profitabel. Dann kam das Q2, da sind sie leicht negativ geworden, das liegt meiner Meinung nach daran, dass die Zinsen gestiegen sind, also die Ausgaben f├╝r Zinsen steigen deutlich an, das sieht man. Die Rohmarge haben sie hochgefahren, das ist gut. Die Kosten wachsen langsamer als der Umsatz, also es gibt einen Operating Leverage, der hat sie sozusagen in die Profitabilit├Ąt hier auch gebracht, beim Operating Income. Und das Hauptproblem ist, und warum der Cashflow zum Beispiel auch brutal negativ ist, ist, dass sie 14.000 H├Ąuser angekauft haben im Q2 und nur 10.500 verkauft haben. Das hei├čt, sie haben 3.500 H├Ąuser mehr gekauft, als sie verkauft haben und dadurch haben sie jetzt auf einmal 6,6 Milliarden an Housing Inventory, also Real Estate, Immobilien, auf dem Balance Sheet. Das hei├čt, dass ein iBuyer Modell immer ein bisschen was auf dem Balance Sheet hat, weil sie es ja flippen m├╝ssen und eine gewisse Haltedauer haben, bis sie das schaffen. So ein paar Wochen wirst du auch in dem Modell das noch halten, weil du es eventuell ein bisschen reparieren musst und so. Aber dass sie jetzt 160% des Inventars auf dem Balance Sheet haben, des Umsatzes als Inventar auf dem Balance Sheet haben, das ist in der jetzigen Marktkonstellation wahrscheinlich sehr ung├╝nstig. Das hei├čt, die Zahlen bis zum Ende Q2 sehen eigentlich noch total gut aus, sind ganz leicht ins Negative gerutscht wieder. Aber was das eigentliche Problem ist, warum wir ├╝berhaupt noch eingeladen wurden, ist, dass der Markt da jetzt nat├╝rlich dreht. Und zwar gab es einen externen Report von einer Research Firma, Yippit Data hei├čt die, dass 42% der Transaktionen im August Geld verloren haben, die ├╝ber Opendoor liefen. Also dass Opendoor H├Ąuser billiger verkauft hat, als sie sie angekauft haben. Das hei├čt nicht zwangsl├Ąufig, dass sie Geld verlieren, weil sie noch eine 5%ige Geb├╝hr darauf haben, aber die allein reicht nicht, um das zu decken. Also sie brauchen schon Gewinn, um im Schnitt Geld zu machen. Also sie streben eine Contribution Margin von 7% nach Ankosten an. Und jetzt wissen nat├╝rlich alle, dass die Zinsen gestiegen sind. Dadurch sinkt die Nachfrage nach H├Ąusern, einfach weil die Leute keine Finanzierung bekommen. Also je h├Âher die Zinsen sind, desto weniger Leute k├Ânnen sich ein Haus leisten, logischerweise.
Ich glaube, das ist die gro├če Frage jetzt. Sind sie Gewinner oder Verlierer in der Krise? Weil das Modell ist ja so ein bisschen wie, wir kaufen dein Auto. Also wenn jetzt jemand morgen Kohle braucht, dann kann er sofort sein Auto verkaufen oder sofort sein Haus verkaufen. Aber auf der anderen Seite will halt aktuell auch keiner einen gebrauchten Wagen oder ein Haus kaufen oder bekommt ├╝berhaupt nicht die Finanzierung.
Es will auch eigentlich niemand verkaufen in so einem Markt, wo du wei├čt, die Preise fallen. Du machst es eigentlich nur, wenn du gezwungen bist und dann macht es letztlich die Bank f├╝r dich. Also ob da Open Door noch eine Rolle spielt, ist die Frage. Ich glaube, sie sind ein Verlierer. Also a, weil sie sich aufgeladen haben. Also entweder haben sie wirklich einen Riesenfehler begangen und sich viel zu viel mit Inventory aufgeladen, weil sie noch geglaubt haben, es geht weiter. Oder sie haben schon gesehen, dass die Preise fallen und sind es einfach nicht losgeworden und haben nicht verkauft. Wobei das der noch gr├Â├čere Fehler w├Ąre. Weil wenn du wei├čt, wir sind over the top und der gibt dir in dem Interview noch an, er sei der einzige Mensch auf der Erde, der den Market Peak, also den H├Âhepunkt des Marktes perfekt vorausgesagt h├Ątte. Das sagen die Zahlen jetzt nicht. Weil entweder hat er am H├Âhepunkt des Marktes richtig viel eingekauft an Inventory oder er hat es zumindest nicht geschafft, das zu verkaufen, sondern spekuliert, indem er es h├Ąlt, dass es sogar noch d├╝mmer eigentlich ist. Das hei├čt, das ist nicht gut. Und wie gesagt, jetzt wurden diese Daten public, dass nicht ein Gro├čteil, aber ein wirklich signifikanter Teil der Transaktionen f├╝r Open Door Verlustgesch├Ąfte sind. Das w├Ąre in den Q3-Zahlen, die jetzt noch nicht drau├čen sind. Deswegen sieht man es in diesen Zahlen noch gar nicht. Und letztlich hei├čt das, dass wenn der Markt jetzt runter geht in den USA, also was man schon sieht in den Zahlen ist, die Preise sinken im Schnitt. Du hattest glaube ich in drei ihrer Kernm├Ąrkte sind die Preise zwischen Juni und August um 10 bis 16 Prozent gefallen. Also Preiserosion. Dann das Volumen geht runter. Also weniger Leute wollen ├╝berhaupt ein Haus haben. Du hast wirtschaftliche Unsicherheit und h├Âhere Zinsen. Das hei├čt, weniger Leute k├Ânnen sich ein Haus leisten. Also Volumen geht runter, Preis geht runter. Dann ist die Frage, ob du ├╝berhaupt noch Landing hast. Weil die Frage ist ja auch, wie viel Kredit, also die Mortgage Zinsen, die Darlehenszinsen f├╝r H├Ąuser sind von drei auf sechs und ein halb Prozent hochgegangen, k├Ânnten weiter steigen. Und damit k├Ânnen sich einfach Millionen von Menschen gar kein Haus mehr leisten, die bisher vorher im Markt waren eventuell. So das hei├čt, die Preise werden dann relativ sicher weiter fallen und dann m├╝ssten sie diese 6,6 Milliarden an Registrate Inventory unter ihrem Einkaufspreis verkaufen. Und nur damit klar, also ihr Net Income im Q1 war 28 Millionen, im Q2 war es minus 54 Millionen. Das ist sozusagen, wo sich rum ihr Ergebnis dreht, der Gewinn den sie macht, w├╝rden die Preise f├╝r das, was sie auf dem Betting Sheet haben gerade nur um ein Prozent, fallen. W├Ąren das 66 Millionen an Buchverlusten, die sie h├Ątten. Also mehr Geld als sie je verdient haben im Net Income. Wenn nur ein Prozent der Preis der Sachen, die sie auf dem Betting Sheet haben, nur ein Prozent verf├Ąllt, ist das mehr als sie jemals an Gewinn gemacht haben, den sie verlieren auf einmal. Wenn der 10 Prozent runter geht, wie teilweise schon angedeutet, sind das 600 Millionen an Abschreibung. Und es k├Ânnte weiter gehen, es k├Ânnten auch 20 Prozent, weil w├Ąhrend der GFC, der Great Financial Crisis, sind die Preise ungef├Ąhr um 25 Prozent runter gegangen, dass es so schlimm wird, glaube ich, ehrlich gesagt nicht.
Er w├╝rde jetzt auch verkaufen und er h├Ątte irgendwie systematisch jetzt verkauft. Wenn man sich jetzt Open Door anguckt, w├Ąre es super schlau gewesen, das Ding im November zu verkaufen. Da war die Aktie auf 23 Dollar.
Ja, die war am H├Âhepunkt mal auf 30 sogar und hat sich gez├Ąhnt quasi seitdem.
Kannst du f├╝r mich kurz herausfinden, ob der tats├Ąchlich verkauft hat oder nicht? Weil ich habe geguckt, ich habe nicht gesehen, dass er verkauft hat. Und der hat ja irgendwie lauthals gesagt, dass er da mit einer Milliarde oder so reingeht, damals als sie den Speck gemacht haben.
Ich kann mal schauen, ob ich es herausfinde. Also er hat nicht mehr als anderthalb Prozent an der Company gerade. Das m├╝sste ja Social Capital sein wahrscheinlich.
Ja, aber die haben noch eine IPO.
Also die sind jetzt noch zwei Milliarden wert, das hei├čt, die waren noch nie mehr als 20 Milliarden wert. Er ist auf jeden Fall nicht mehr unter den Top Ten Shareholder. Der zehnte Platz ist 1,5 Prozent. Also er m├╝sste drau├čen sein. Sekunde, ich checke noch ein paar andere Sachen.
Ich meine, im IPO waren sie 18 Millionen.
Ne, also ich sehe nicht. Ich glaube, der hat ausgecasht.
Aber es m├╝sste ja eigentlich dann angezeigt werden, oder? So jeden Verkauf, jeden Insider Trade m├╝sste ja eigentlich findbar sein.
Ja, er w├Ąre kein Insider, sondern 10 Prozent. Die Frage ist aber, ob er 10 Prozent Shareholder war mit einer Milliarde, wahrscheinlich nicht. Du musst nur als Executive, also wenn du im Board, die Frage ist, war er im Board. Ich kann nochmal bei Open Insider gucken, ob es da steht. Also wenn du mehr als 10 Prozent hast, musst du es anzeigen. Und wenn du eine Position in der Firma einnimmst.
Geil, dann k├Ânnte es ja sein, dass er das Ding irgendwie verkauft.
Ja, das macht er doch nur. Das macht er ja st├Ąndig, dass er die Sachen promotet und dann fallen l├Ąsst. Hat er bei Virgin so gemacht, bei, was hei├čt das, Under Drive Kings? Ne, wo war das? Ja, auf jeden Fall ist das ja sein Hauptberuf, genau das zu tun. Aber also, ich glaube schon, dass es auch ein Bull Case gibt f├╝r Open Door. W├╝rden die jetzt durch diese Krise, also das Modell hat gezeigt, dass es auf dem Weg war, profitabel zu werden. Und das sogar schon bewiesen hat. Auch selbst inklusive Sharebase Compensation, wenn man die rausrechnet, war es sogar schon relativ profitabel. Die Adjusted EBITDA Marge war plus 5,2 Prozent. Nach h├Ąrtesten Standards w├Ąren es irgendwie plus 1 Prozent gewesen, immerhin. Und ich glaube, w├╝rden diese Krise durchstehen, ist das schon ein Riesenmarkt und ein Modell, was einigerma├čen zu funktionieren scheint. Wobei, historisch sehr davon getrieben, dass die Preise alle hochgehen, dass du vor allem null Zinsen hattest, dass jeder H├Ąuser kauft. Siehst du auch, 2020 hatten sie 300 Millionen Umsatz im Q3, jetzt sind sie bei 4, 5 Milliarden die ersten zwei Quartale. Also sie sind schon krass explodiert, dadurch, dass jeder sich jetzt wieder ein Haus leisten konnte mit beliebigen Geld. Aber eigentlich, es gibt schon, glaube ich, einen Bull Case. Der Bear Case w├Ąre wahrscheinlich, dass sie eben doch nur die Aufwertung des H├Ąusermarkts geritten sind und das kostenlose Geld. Dann muss man sich fragen, die nehmen 5 Prozent Provision. Warum ist dieses bessere AI gesteuerte Modell, braucht 5 Prozent Provision, wenn du es ├╝ber Makler mit 3 Prozent Provision verkaufen kannst? Und warum wollten alle VCs eigentlich nach sechs Jahren schon da raus? Also in der Phase, wo eigentlich alle guten Sachen so lang wie m├Âglich private gehalten wurden, wollten komischerweise alle aussteigen, also haben das Back-to-B├Ârse gebracht, in einer Zeit, wo du viele andere Optionen gehabt h├Ąttest. Ich glaube schon, die haben ein signifikantes Risiko und werden dreistellige Millionenverluste machen im Q3. Wahrscheinlich bis zu 500 Millionen, wenn sie es fair abschreiben, was sie da auf dem Balance Sheet haben.
Ich glaube ├╝berhaupt nicht dran. Ich glaube, der Markt ist ein mega lokaler Markt. Da kommst du gar nicht rein, wenn du nicht vor Ort bist. Oder hast du ├╝berhaupt nicht die M├Âglichkeiten, g├╝nstig einzukaufen, wenn du nicht vor Ort bist und irgendwie die Leute kennst. Und f├╝r mich ist das einfach ein Beispiel von Second Time, Third Time Entrepreneuren, die ein absolut super Netzwerk haben und halt das Ding durchfinanziert bekommen haben durch ihr Netzwerk und dann irgendwann verkaufen mussten. Das ist so ein Paradebeispiel, dadurch, dass man mit diesem Netzwerk das Ding so weit nach vorne pushen kann, ohne dass man wirklich den Markt so versteht. Nat├╝rlich kann es funktionieren und dann hat man es richtig disrupted und wahrscheinlich ist das das, was sie machen wollten. Aber f├╝r mich ist das Ding, also ja.
Also eine Disruption ist es nicht wirklich. Die haben 1% des Marktes und ich glaube, es ist ein bisschen effizienter. Ich glaube nicht, dass Immobilienmarktleiter eine riesige Wertsch├Âpfung haben. Ich glaube, es kann profitabel sein, aber es wird jetzt erstmal eine sehr, sehr schwere. Also man muss sagen, die Company notiert unter Cash. Also sie haben noch 2 Milliarden Cash oder so und die Firma ist weniger wert, als das, was sie an liquiden Mitteln haben. Das ist aber deswegen, weil sie auch 9 Milliarden Schulden haben. Denen entgegen steht einerseits das Cash, andererseits aber auch die 6,6 Milliarden Real Estate Inventory und ob die eben noch 6,6 Milliarden wert sind, ist die Frage. Und wenn die abschreiben muss, schl├Ągt das halt voll ins Net Income durch. Der schlechteste Take war ├╝brigens, Keith R. Boyce hat sich dazu herabgelassen, einen Seeking Alpha, irgendeinen Hobbyanalysten, der ein Open Door Bulle ist anscheinend, zu retreaten. Und der hat in der Risikosektion seiner mittelm├Ą├čigen Analyse geschrieben, dass der Decline in den letzten 4 Jahren ausgef├╝hrt hat, das Schlimmste war minus 3%. Typisch ist, dass der Wohnungsmarkt langsam aufgibt und der Decline nach dem ersten Schock im Sommer 2022 wird wahrscheinlich ein langsames Verlangen niedriger sein. Der Aufbau von Open Doors ist weniger als 120 Tage lang und sie beurteilen, dass sie 5-15% unter der Fair Value A kaufen. Sie sind unwahrscheinlich viel Geld zu verlieren, auch w├Ąhrend der Bargain Markte. Das ist eine grobe Fehleinsch├Ątzung, weil der Grund, warum die Housing Preise nur langsam oder zeitverz├Âgert runtergehen, ist, weil Leute nicht verkaufen, wenn die Preise schlecht sind. Deswegen bewegt sich der Preis relativ langsam und verz├Âgert. Und diese Option hat Open Door aber leider nicht. Sie m├╝ssen sie schnell flippen. Das ist ├╝brigens auch lustig, sie sagen immer in ihrem Speck Prospekt und in ihrem Series A Stand drin, das dauert klassischerweise 3 Monate ein Haus zu verkaufen in den USA. Wie kann das sein? Und sie selber halten das Inventory auch zwischen 90 und 120 Tagen. Also sie sind ├╝berhaupt nicht schneller als der normale Markt. Und das Problem ist, wenn sie das Haus eben nicht in diesem schlechten Markt zu einem schlechteren Preis jetzt verkaufen, oder anders gesagt, sie k├Ânnen w├Ąhlen zwischen zwei Arten zu sterben. Sie verkaufen nicht zu den schlechten Preisen und halten das Inventar. Dann tickt aber jedes Quartal die Uhr gegen sie, weil sie dann selber die 8% Zinsen zahlen m├╝ssen f├╝r ihre H├Ąuser, die sie haben. Das ist ihre gesamte Marge, also nach einem Jahr haben sie gar keine Contribution Marge mehr, weil die Zinsen das aufgefressen haben. Plus du hast andere Holdingkosten wie Insurance, Utilities, also Wasserwerk, Strom und so weiter, Property Tax, das alles l├Ąuft gegen dich, wenn du das Ding nicht verkaufst. Das hei├čt, wenn du nicht verkaufst, bringen dich die laufenden Kosten um. Verkaufst du das Haus, verkaufst du mit Verlust. Also either way they are fucked. Und deswegen k├Ânnen sie diese Annahme, dass die Kostenpreise nicht schnell fallen werden f├╝r sie, stimmt nicht, weil sie m├╝ssen verkaufen. Sie haben Verkaufsdruck und ich glaube, sie werden schlechte Preise erl├Âsen. Sie m├╝ssen es abverkaufen. Sie haben nicht die Option zu halten und es w├Ąre mega riskant zu halten, weil der Markt ja noch weiter runter gehen k├Ânnte oder sehr wahrscheinlich noch weiter runter geht. Deswegen werden sie mit viel Verlust die n├Ąchsten Quartale abverkaufen m├╝ssen. Und die zwei Milliarden Cash k├Ânnten daf├╝r reichen, um das zu puffern. Das Problem ist aber, dass sie dann in einem Markt sind, wo das Volumen niedrig ist und sie die operativen Kosten, die sie haben, wieder nicht tragen k├Ânnen. Das hei├čt, sie haben dann ihr Rekordrevenue von f├╝nf Milliarden, geht dann auf zwei Milliarden runter und dann ist ihr Grossprofit nur noch 200 Millionen und dann stehen Total Opex in H├Âhe von 450 Millionen dem entgegen. Das hei├čt, dann werden sie noch unprofitabler. Das hei├čt, sie sind wirklich total in die Ecke getrieben jetzt und das ist der Grund, warum die Aktie unter Cash notiert. Und ich sehe eigentlich keinen Ausweg, weil klar ist, der Immobilienmarkt wird nicht drehen. Er k├Ânnte schlechter werden. Sie haben keine Optionalit├Ąt. Sie k├Ânnen nicht halten oder halten w├Ąre noch riskanter, als jetzt mit Verlust zu verkaufen. Sie haben sich aus irgendeinem unerkl├Ąrlichen Grund im Q2 komplett aufgeladen und nochmals 150 Prozent mehr an Inventory aufgebaut. ├ťberhaupt nicht gut. Das erkl├Ąrt vielleicht ein bisschen, wie komisch der sich in dem Interview gibt. Er wirkt ja eine Mischung zwischen angegriffen und ein bisschen ├╝berhebbelig. Also ich w├╝rde sagen, eher unwahrscheinlich, dass die ├╝ber drei Dollar nach den Q4 Zahlen im Februar notieren.
Und Jan, nur f├╝r dich. Jetzt schau bitte nicht nach, ob du das Ding irgendwie shorten kannst.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich shorten w├╝rde, ehrlich gesagt. ├ťbernahmefantasie ist glaube ich begrenzt. Aber es gibt schon ein Bull Case. Wenn sie diese Phase durchstehen, dann kann das auch das Amazon-Deal sein. Also es ist convenience. Es ist nicht die besten Preise f├╝r beide Parteien, aber ganz gute Preise. Viel Liquidit├Ąt, also Schnelligkeit. Irgendwo anders kriegst du innerhalb von drei Tagen Geld f├╝r dein Haus. Ich glaube schon, dass das Modell ├╝berleben wird. Aber f├╝r Aktion├Ąre wird das noch viel Verbesserung hei├čen.
Ich meine, wenn der Kunde zur aktuellen Zeit schon so sich vor dem Mikrofon verh├Ąlt, dann kann es doch nur noch bergab gehen.
Ja, nach dessen Logik, wenn du da drin steckst und auf Contribution-Margin guckst jeden Tag, nach seiner Logik ist er profitabel. Er glaubt das wirklich, wenn er das sagt. Und er sagt halt, Gap ist bogus oder ist Bullshit. Aber dass dir ein Finanzjournalist jetzt nicht deine adjustierten Gross Profits und Contribution-Margin, wo sie n├Ąmlich lustigerweise ausgerechnet die Wertsteigerung und Wertverlust rausadjustieren, unter anderem neben Share-Based Compensation. Das ist die Frage, ob sie da jetzt ihren Ma├čstab ├Ąndern werden, wenn es das erste Mal gegen sie spielt. Weil bisher haben sie immer gesagt, wenn man da reingeht in den Letter to Share Holders, der immer jedes Quartal rauskommt, da sagen sie quasi jetzt f├╝r das letzte Q2 zum Beispiel, der Gross Profit nach Gap war 486 Millionen. Das entspricht 11,6% Gross Margin, was richtig gut ist. Die haben sie gut gesteigert. Also ich mache erst mal 11,6% Rohertrag mit Hausflippen. Und dann haben sie Inventory Valuation Adjustment von 82 Millionen, die sie da zurechnen und 12 aus dem Vorperiode wieder abrechnen. Also plus 70 Millionen, dadurch, dass ihr Inventory ihrer Meinung nach wertvoller geworden ist. Dann haben sie jetzt schon 20% mehr Gross Profit und jetzt eine adjustierte Gross Margin von 13%, was dann schon fast absurd ist, weil du in einem Haus 13% mehr verkaufen kannst. Aber sie sagen, das ist eigentlich ganz lustig, also die Augenwischerei dabei ist ja, dass du beim Gross Profit nur die verkauften H├Ąuser nimmst, aber die Wertsteigerung des gesamten anderen Katalogs noch draufrechnest in den Gross Profit. Dadurch haben sie jetzt 556 statt 486 Millionen und statt 11,5 haben sie 13,2% Gross Marge. Dann wird abgezogen die Direct Selling Cost, das sind so die Transaktionskosten, die Holding Cost und dann haben sie danach den Contribution Profit, also den Deckungsbeitrag, der noch dann 422 Millionen. Und so kommen sie dann am Ende auf Contribution Profit after Interest von 389, die Zinsen rechnen sie auch erst ganz am Ende ab. Dann sind sie bei 9,3% Contribution Margin, auf die sie schauen. Und wahrscheinlich bel├╝gen sie sich da selber, dass sie glauben, das ist deswegen profitabel, aber das tr├Ągt gerade so die operativen Ausgaben und wird es im n├Ąchsten und ├╝bern├Ąchsten Quartal ganz sicher nicht tun. Im Gegenteil, wenn sie dann das gleiche machen, m├╝ssen sie eine Abschreibung von ich glaube 4,5 Millionen auf ihr Inventory machen und das w├Ąre ihr gesamter Gross Profit. Das hei├čt, nach ihr Adjusted Gross Profit, also das ist ja das Spannende, wenn ihr Adjusted Gross Profit n├Ąchstes Quartal nicht negativ ist, dann haben sie ihr eigenes Non-Gap Auditing ge├Ąndert. Weil bisher rechnen sie halt die Wertsteigerung des Inventars rauf, wenn sie es abrechnen, m├╝sste es gr├Â├čer als das echte Gap Gross Profit sein und dann ist ja klar, dass der Rest, dann kommen noch die Opex drauf und dann wird es wild. Aber ich wei├č nicht, ob ich es schorten w├╝rde. Ich glaube es werden relativ desastr├Âse Earnings, aber der Markt rechnet nat├╝rlich jetzt, man sieht ja daran, dass sie unter Cash traden, also weniger als das Geld, was sie auf dem Konto haben wert sind, dass der Markt schon viel schlechte News einkalkuliert hat.
W├Ąre es f├╝r sie jetzt nicht sinnvoller, das Modell zu drehen und zu sagen, wir flippen die H├Ąuser jetzt nicht mehr so schnell? Also genau das Gegenteil davon und zu sagen, wir gehen jetzt davon aus, dass es ein 2, 3 Jahre Downturn gibt, kaufen immer noch selektiv die Sachen, halten die und verkaufen sie dann, wenn der Markt sich gedreht hat?
Es scheint so, als w├Ąre das schlau, aber es ist ├╝berhaupt nicht schlau, weil die Marge, also ihre beste Bullshit Marge hier, also die 13 k├Ânnen wir nicht nehmen, da ist ja wirklich Wertsteigerung von anderen Immobilien auf die Rohmarge der tats├Ąchlichen Verkauften drauf gerechnet, das ist Bullshit. Also, falls es nicht klar geworden ist, sie sagen quasi von ihrem gesamten Bestand, auch den, den sie nicht verkaufen, rechnen sie die Wertsteigerung auf den Rohertrag aus dem echten Umsatz, was Quatsch ist. Aber wir nehmen jetzt mal ihre Gap Cross Margin von 11,6, die ist schon sehr, sehr gut. Wenn du jetzt zum Beispiel die ein Jahr halten w├╝rdest, dann laufen da gegen Zinsen, ich w├╝rde sch├Ątzen zwischen 7 und 8 Prozent, eventuell ein bisschen h├Âher, dann bleiben 4 Prozent Marge ├╝brig, dann hast du die anderen Holding Cost, Property Tax, irgendwie Stromrechnung, Wasserrechnung, Instandhaltung f├╝r ein Jahr, kannst auch nicht warten bis die Mieten kommen, das sind auch ein, zwei Prozent des Hauswertes w├╝rde ich denken. Dann hast du das Risiko, dass der Preis weiter f├Ąllt und dann, du baust immer mehr Exposure auf und exponierst dich noch mehr zu einem theoretischen Preisverfall und wenn dann das passiert, was 2008 passiert ist, oder es noch weiter in die Richtung geht, verlierst du noch mehr Geld. Und au├čerdem musst du noch die OPEX tragen, also die operativen Ausgaben, also das, dein Entwicklerteam, die Gemeinkosten und die Marketingausgaben, die k├Ânntest du ein bisschen reduzieren in dem Fall. Aber du h├Ąttest immer noch einen riesen Kostenapparat, den du ├╝berhaupt nicht auslasten kannst, weil du ja gar keine H├Ąuser verkaufst. Also sich jetzt voll zu saugen mit Inventar, in der Hoffnung, dass die Preise irgendwann wieder hochgehen, das w├Ąre komplettes Harakiri. Das ist, glaube ich, keine Option. Deswegen, ich glaube, ich will nicht er sein, weil er hat keine Option. Er kann die Krise nicht durchstehen, weil dann fressen ihn die Zinsen auf und verengen seine Marge immer weiter. Und wenn er verkauft, dann realisiert er die Verluste, dann kann er nicht mehr adjustieren. Also wenn du H├Ąuser verkaufst, dann hast du Zahlungsstr├Âme und die sieht man dann. Dann wirst du brutale, also du wirst theoretisch sogar positive Cashflows haben, weil er dann ja weniger kaufen w├╝rde wahrscheinlich. Aber wenn du Inventary abbaust, hast du immer positiven Cashflow. Aber er wird dann hohe Gapverluste haben auf jeden Fall, wenn er das umsetzen muss. Von daher gibt es, glaube ich, keinen Ausweg, ehrlich gesagt, au├čer hoffen, dass es nicht lange dauert. Und was er nat├╝rlich sagt, also er bezeichnet das so als Temporary Disruption. Es sagen dann viele Leute, sie sind gar kein Flipper, sondern ein Marketmaker, also Liquidity Provider, w├╝rde man ja auch zu einem Marketmaker sagen. Sie spekulieren gar nicht mit diesen H├Ąusern und sie halten die gar nicht, sondern eigentlich sorgen sie nur daf├╝r, dass Leute kaufen und verkaufen k├Ânnen und das besonders smooth. Und daf├╝r nehmen sie eine 5% Geb├╝hr. Das ist sachlich auch alles so richtig, aber sie brauchen f├╝r diesen Prozess trotzdem im Moment mehrere Monate und zunehmend l├Ąnger. Und deswegen kannst du jetzt nicht sagen, das ist nur eine B├Ârse, wo gehandelt wird und auch bei, egal ob der Preis jetzt niedrig oder hoch ist, am Ende werden sie Umsatz machen in jeder Marktsituation. Das stimmt aus vielerlei Gr├╝nden nicht. Also ja, sie haben diese Commission von 5%, die sie bekommen, aber im Downmarket sinkt auch das Marktvolumen. Es geht nicht nur um die Preise, sondern das Volumen sinkt auch. Also weniger Leute handeln ├╝berhaupt gerade, weil niemand sich vom Haus zum schlechten Preis trennen will. Und wenn du den Vergleich nehmen w├╝rdest, du k├Ânntest dann einen Broker nehmen, also irgendwie so eine Sino AG oder Flatex oder so. Wenn der Aktienmarkt runter geht, verlieren die auch alle Geld, weil sie auf dem gleichen Kostenapparat sitzen, aber das Handelsvolumen nicht mehr hoch genug ist. Deswegen eigentlich schei├čegal, ob die Flipper, iBuyer, Broker, Marketmaker, Liquidity Provider sind. So oder so halten sie die Sachen zu lange und so oder so haben sie massive Probleme, wenn der Markt runter geht, weil sie auf einem zu hohen Kostenapparat sitzen.
Du hast uns ja schon ein paar mal die Rule of Forty erkl├Ąrt. Nun hat ein H├Ârer uns gefragt, mit einem Link zu einem Tweet, ob die wirklich relevant ist f├╝r kleinere Startups, also klein in andere F├╝hrungszeichen. Stell dir vor, eine SaaS-Firma, die unter 25 Millionen im Jahr macht, also ARR, j├Ąhrlich wiederkommende Revenue, schaut man sich f├╝r die die Rule of Forty noch nicht an? W├╝rdest du dir das, wenn du da jetzt ein Pitch Deck bekommst und irgendwie gesagt wird, hier, Serious, was ist das? ABC, ist das eine faire Bewertung? W├╝rdest du dir da die Rule of Forty gar nicht anschauen?
Also nee, ich w├╝rde auf jeden Fall nicht darauf bestehen, dass man die irgendwie einh├Ąlt oder so. Also wenn jemand die rausgibt und tats├Ąchlich da gut drin liegt, dann ist das ganz so nice to have, glaube ich. Aber ich glaube, du wirst jetzt in der A, B Runde noch nicht da drauf schauen, weil entweder ist es noch total okay, dass der Fixkostenblock, also die Gemeinkosten und R&D so gro├č sind, dass dann eventuell ein Vielfaches des Umsatzes im Negativen ist. Das kann gut vorkommen und trotzdem eine gute Company sein. M├╝sste man mal tats├Ąchlich in Personio zum Beispiel reinschauen. Ich w├╝rde sagen, Personio hatte in dem letzten Jahr, wo man reinschauen kann, wahrscheinlich eine schlechte Rule of Forty. Und trotzdem ist es, glaube ich, eine gut wachsende Company. Und das Gegenteil kann auch der Fall sein, du hast, sagen wir mal, du machst erst im zweiten Jahr Revenue. Du hast angefangen Revenue zu machen im Q4 des Vorjahres und jetzt hast du 12 Quartale und viel mehr Revenue. Deswegen hast du irgendwie paar tausend Prozent Wachstum, weil du dich vervielfacht hast beim Revenue. Dann ist ja fast egal, wie viele Verluste du noch machst, weil dein Wachstum so hoch ist. Deswegen kann man dem eigentlich in den ersten drei Jahren einer Firma nicht vertrauen. Aber ich glaube, irgendwann so nach drei, vier Jahren oder wenn du in den zweistelligen Millionenbereich des Revenues reinrutscht, dann k├Ânnte man sich anfangen das anzuschauen. Und ich glaube, der n├Ąchste Teil der Frage ist, welche KPIs w├Ąren stattdessen sinnvoll, oder?
Genau, also zum Beispiel Magic Number oder Net Retention Rate oder sowas.
Genau, ich glaube, Magic Number muss man eigentlich von Tag eins drauf schauen. Also wie viel muss ich ausgeben, um 100.000 Euro Revenue zu generieren? Wie viel Geld muss ich in Werbung und Marketing und Sale stecken, um diese 100.000 reinzuholen? Ich w├╝rde sagen, es gibt nur eine gro├če Messe im Jahr und ich habe keinen anderen Kanal, um es jetzt sehr stark zu vereinfachen. Mein Messeauftritt da kostet 50.000 Euro und ich kriege da aber nur zwei Kunden mit einem Jahresumsatz von 10.000 Euro, dann habe ich eine sehr schlechte Magic Number. Wenn ich aber auf der Messe jetzt zum Beispiel 120.000 Euro AER einsammle, dann habe ich eine sehr gute Magic Number, also von deutlich ├╝ber eins, weil die New AER deutlich h├Âher ist als die Ausgaben. Da sollte man sehr fr├╝h drauf schauen. Also du willst nicht so viel mehr, also du willst eigentlich nicht mehr ausgeben als das Revenue an der Krise. Wahrscheinlich sogar noch eine bessere Quote ganz am Anfang haben, idealerweise, weil du ja die Early Adopter zuerst abgrast eigentlich. Und was anderes, wo ich sehr fr├╝h drauf schauen w├╝rde, also die ultimative Kennzahl ist am Anfang eigentlich auch Wachstum, einfach AER Wachstum. Also wie schnell w├Ąchst dein AER ├╝berhaupt? Also du brauchst am Anfang die ersten drei, vier Jahre auch dreistellige Wachstumsraten auf jeden Fall, also mehr als Verdopplung jedes Jahr. Und das ist nat├╝rlich die wichtigste Kennzahl. Aber ich glaube, was schon wichtig ist, danach ist eben die Magic Number und die Net Revenue Retention oder Net Dollar Retention. Schaffst du es diese 30% Account Expansion auf den Kunden hinzubekommen, dass du irgendwie ein Produkt baust, was entweder mehr und mehr genutzt wird ├╝ber die Zeit oder mehr und mehr Wert entwickelt durch irgendwelche Netzwerkeffekte oder du immer wieder neue Features entwickeln kannst, die den Produktumfang so erweitern, dass du die Rechnung gr├Â├čer erh├Âhen kannst ├╝ber die Zeit. Das finde ich zum Beispiel, es gibt manchmal Produkte, ich ├╝berlege gerade, was das letzte war, wo ich drauf geschaut habe, wo das eigentlich klar war, dass das nicht geht. Ich werde mir das nicht mehr ein. Aber sagen wir mal, du verkaufst einen Zugang zu einer Datenbank oder so und das ist mehr so ein 0,1 Thema, das wird immer 99 Dollar kosten oder eben gar nichts. Dann ist das f├╝r die langfristigen Wachstumsperspektiven eigentlich schon sehr ung├Ąnzig. Also du brauchst irgendeine Art von Revenue Expansion in das Businessmodell integriert, ansonsten wird es bei SaaS Modellen irgendwann relativ schwer eigentlich.
Dann haben wir eine Mobilit├Ątsfrage zur letzten Folge und zwar haben wir in der letzten Folge gesagt, dass es keine wirkliche Meta-App gibt, um Mobilit├Ąt in Berlin zu organisieren. Es gibt wohl eine, Yelby, hie├č mir auch ein Begriff. Und Sixt. Und Sixt und auch FreeNow. Also es gibt auf jeden Fall immer Versuche, die ultimative App zu bauen. Uber hat das ja auch so ein bisschen vorgegeben, indem sie ihre App gr├Â├čer aufgebohrt haben. Nichtsdestotrotz glaube ich, ist es mega schwierig, das abzul├Âsen, weil du hast halt zum einen auf dem Telefon eine Map, die dir sagt, wie du am schnellsten von A nach B kommst. Also Google Maps bei dir, auf meinem Telefon Apple und wahrscheinlich die meisten haben auch Google noch runtergeladen. Und die sind einfach Marktf├╝hrer. Da kann ich mir auch kaum vorstellen, dass da jemand vern├╝nftig gegen ankommt. Und dann hast du so spezifische Apps, w├╝rde auch sagen, der DB Navigator ist da auch drin. Die k├Ânnte man aufbohren, da k├Ânnte man das besser machen. Aber du k├Ąmpfst eigentlich immer nur gegen die St├Ądte. Yelby ist ja von BVG unterst├╝tzt oder gemacht sogar. Das kann Sinn machen in der Customer Acquisition, aber so richtig gut kriegst du es glaube ich nie gel├Âst. Also es muss ja immer in Verbindung mit den ├ľffis sein und dann konkurrierst du ja immer gegen das Zeug, was so auf der Stra├če rumsteht. Also wenn du den Roller haben willst, der vor deiner Nase ist, wie schnell schaffst du es? Dann downloadest du dir ja meistens die App von dem Rollerbetreiber oder hast sie schon. Ich k├Ânnte mir nur vorstellen, dass die St├Ądte vern├╝nftig hinkriegen, aber so richtig durchdachtes Konzept funktioniert glaube ich nicht wirklich. Und dann hast du den Shift zu Apple Pay, Google Pay, dass du irgendwann einfach alles nutzen kannst. Und dann ist das Zusammenspiel halt sowieso nur noch Maps plus X und X ist einfach, also wieso soll ich mir mein Sixt Auto nicht auch ohne Sixt App ├Âffnen k├Ânnen, wenn ich halt ├╝ber meine Apple ID oder Apple Pay halt alle Daten hinterlegt habe, wenn da mein F├╝hrerschein hinterlegt ist. Und es halt einfach klar ist, dass es funktioniert, weil dann w├Ąre es ja sogar sicherer. Also mein Telefon m├╝sste ja in Zukunft eher wissen, wenn ich meinen F├╝hrerschein verloren habe oder er mir f├╝r einen Monat oder so ausgeliehen weggenommen worden ist, als Sixt selbst. Also ich glaube, dass da noch viel kommt, aber es kommt viel f├╝r Apple und Google und weniger f├╝r die Betreiber, die versuchen die ultimative Super App da zu bauen. Das war im Trend, aber ich sehe da nicht wirklich die Zukunft.
Ich habe Yelby ehrlich gesagt noch nicht probiert. Ich finde Sixt relativ praktisch, aber es konsolidiert glaube ich nicht alle Rolleranbieter. Ich glaube aber rein logisch w├Ąre es auch am ehesten, dass ein Maps plus Payment Provider, was eben genau die beiden gro├čen Mobile OS werden, das ├╝bernimmt. Ich glaube schon auch, dass jemand eine wirklich gute UX bauen kann, daran vorbei und schneller und agiler das bauen kann, theoretisch. Die Frage ist aber am Ende, die Maps und Payment Provider dann eben ihre Marktmacht missbrauchen, um das kaputt zu machen, wovon auszugehen ist.
Ja, du hast unheimlich viele Schnittstellen, die du immer wieder ├Ąndern, verbessern musst. Und das m├╝ssen die anderen ja auch. Ja, wird immer wieder was runterfallen. Ich glaube es nicht, wenn jemand eine super UX gefunden hat, dann bitte melden. Aber der Markt bewegt sich irgendwie ein bisschen langsamer, als man sich das so w├╝nschen k├Ânnte. H├Ąlt deine Stimme noch eine Frage durch, oder sollen wir es lieber n├Ąchsten Freitag machen?
Eine k├Ânnen wir noch machen. Tut mir leid, dass meine Stimme ist ein bisschen gefordert.
Welchen Song hast du gestern so laut gesungen?
Nicht den mit L. Bin ich so ein guter S├Ąnger.
Wie viel Ma├č braucht Pip, damit er anf├Ąngt zu singen?
Ich m├Âchte so nichts singen. Es gibt schon Filme, die sind teilweise, die Musik ist gar nicht so schlimm. Aber eher die Leute. Also nicht die, mit denen ich da bin, sondern alle anderen.
Ja, ist schon in Ordnung. Also ihr m├╝sst ihn n├Ąchstes Jahr nicht mehr einladen, will er euch damit sagen. Zur Startup Frage. Welche Meilensteine muss ein StarterÔÇŽ
Ich bewerte immer unseren Podcast da. Jetzt h├Âren die Leute das erste Mal und du bist so assi.
Gibt es Aufkleber auf den Wiesen von uns? Hast du irgendwo am Pissoir uns irgendwo verewigt?
Ich habe tats├Ąchlich daran gedacht, lustigerweise. Als ich gesehen habe, ich wusste nicht, dass das ein Ding ist, aber habe dann Aufkleber gesehen und dachte, h├Ątte es hier auch machen k├Ânnen.
Mal gucken, mal gucken, ob du n├Ąchstes Jahr nochmal kommen darfst. Also Startup Frage. Welche Meilensteine muss ein Startup zu den jeweiligen Fundingrunden erreichen? Zum Beispiel Pre-Seed, Seed, Series A, Series B. Ein bisschen was steht da schon in Klammern. Also Pre-Seed, gute Idee plus Team. Seed, MVP, Series A, wie viel Traction, Growth und B dann Revenue und Growth. Was sagt Pip, was m├╝ssen die Startups haben? Und was mich interessieren w├╝rde ist, sieht man eine Ver├Ąnderung? Vor allem jetzt, wenn sich der Markt ein bisschen ver├Ąndert, kann es sein, dass man jetzt auf einmal Pre-Seed mehr sehen m├Âchte als noch vor sechs Monaten?
Vielleicht tendenziell, aber marginal schon, ja. Ich finde die Unterscheidung Pre-Seed und Re-Seed ein bisschen kompliziert. Also wo brauchst du dann das MVP? Das h├Ąngt so ein bisschen daran, wie aufwendig das ist. Also stell dir mal vor, du baust sowas wie Trade Republic. Ich glaube nicht, dass man erwarten kann, dass wenn du so ein Banking revolutionieren willst, dass du da schon einen MVP hast quasi. Es gibt f├╝r SaaS und ich glaube B2B Marketplaces, kennst du die Funding-Napkin von Point9? K├Ânnen wir mal verlinken. Es gibt glaube ich eine f├╝r B2B Marketplaces und eine f├╝r SaaS Software, wo genau das drin steht. Also was sind so die Erwartungen in der gewissen State, um eine erfolgreiche Runde zu closen? Deswegen will ich es gar nicht klauen, sondern darauf verweisen, weil ich glaube, das ist eine wirklich gute Quelle. Also Point9 ist nicht nur ein erfahrener, sondern vor allem auch ein extrem erfolgreicher SaaS Investor. Ansonsten, ich glaube Series A w├╝rde man in der Regel erwarten, dass es erstes Revenue gibt und logischerweise ist dann die Growth Traction und ich glaube auch schon so ein bisschen die Loyalit├Ąt oder Retention. Wenn es ein Modell ist, wo man das schon sehr fr├╝h absehen kann, dann w├Ąre das schon gut, dass man in einer kleinen Gruppe von Kunden schon beweisen kann, dass die sehr sticky sind, also nicht nach vier Monaten wieder k├╝ndigen oder dass es vielleicht eine Revenue Expansion gibt oder mehr Seats gebucht werden oder dass es zum Beispiel eine Intensivierung des Engagements gibt. Also es ist ja schwer innerhalb vom ersten Jahr oder ersten zwei Jahren jetzt schon so etwas wie Net Revenue Retention oder so zu rechnen. Du wei├čt ja noch nicht, was der n├Ąchste Jahr bei dir ausgeben wird, du hast den Kunden gerade erst gewonnen eventuell. Aber wenn du zum Beispiel zeigen kannst, dass das Produkt nach dem ersten Webinar oder so, dass du gutes Onboarding machst und dass es von da immer mehr genutzt wird, dass du irgendwie, wenn du vertreibst Kreditkarten, dass immer mehr Leute in deiner Kundenfirma eine Kreditkarte bekommen aus deiner sowas wie Pleo oder so, zum Beispiel so eine B2B L├Âsung. Bei sowas sind Engagement und Anspruchnahme des Produktes ein gutes Signal. Serious B geht dann letztlich viel um Unicom, Crossmarch. Crossmarch ist glaube ich auch bei A schon wichtig, also wenn du ein Produkt baust, wo du bei Software und Marktpl├Ątzen irgendwann mal 80% oder Richtung 80% liegst. Genau. Ich meine die Begriffe dieses A, ob das jetzt E oder C ist, ist teilweise ja so oft im Zwischenweg auch so ein bisschen arbitr├Ąr. Ich glaube bei A brauchst du auf jeden Fall ein Produkt und erste Kunden. Bei den meisten Sachen h├Ąttest du dann auch erstes Revenue. Das kommt dann immer auch drauf an, was f├╝r ein Produkt du brauchst.
Ich habe keine Meinung dazu. Ich glaube nur, dass es sich verschiebt. Ich glaube, dass der Markt jetzt sich ein bisschen ├Ąndert und dass einfach Investoren jetzt mehr fr├╝heren Zeitpunkten sehen m├Âchten.
Das ist tendenziell wahrscheinlich so. H├Ąngt glaube ich auch ein bisschen vom Team ab. Also ich glaube, wenn du irgendwie so ein Serious Entrepreneur bist, kannst du wahrscheinlich weiter noch relativ gut auch ohne oder auch eine Idee raisen. Wenn du so wenig Erfahrung hast, kriegst du das Geld wahrscheinlich nicht so einfach hinterher geschmissen wie bisher.
Habt einen sch├Ânen Mittwoch. Wir h├Âren uns wieder Samstag mit einer starken Stimme von Pip. Erhol dich gut und bis dann. Ciao, ciao.
Bis dann. Ciao, ciao.
Peace.