Doppelg├Ąnger Folge #188 vom 15. Oktober 2022

­čĹ╗ VC Ghostwriter | Miro + Around | Anteile | ­čž« Company KPI | Tourismusbranche | LVMH Earnings | Werbung Netflix

Warum haben VCs Ghostwriter? Adblocker blocken https://ads.lollipod.de. Miro kauft Around. Wie sollten Anteile unter 3 Gr├╝ndern verteilt werden? Was w├Ąre eine gute Company-KPI? Macht es Sinn als Business Angel immer zu verkaufen, sobald ein Start-up Unicorn Status erlangt? Facebook wird beschuldigt, Konkurrenten von OnlyFans zu benachteiligen. TikTok profitiert von Livestreams von bettelnden Familien. M├╝ssten Inflation & Gaspreise die Tourismusbranche im n├Ąchsten Jahr nicht noch st├Ąrker treffen als den E-Commerce aktuell? LVMH Earnings. Wie ist eure Meinung zum werbefinanzierten Abo von Netflix?

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:10) Ghostwriter

(00:07:15) Lollipod

(00:10:30) Miro + Around

(00:13:25) Anteile

(00:18:30) KPI; Driver Tree; North Star Metric

(00:38:00) Business Angel

(00:44:45) Facebook

(00:52:00) TikTok

(00:55:00) Tourismus

(01:04:00) LVMH

(01:18:30) Netflix

Shownotes:

Ghostwriter https://www.businessinsider.com/twitter-ghostwriter-silicon-valley-vc-venture-founder-san-francisco-2022-10

Scott Stedman: Nick Clegg and Nichola Mendelsohn are accused in a civil lawsuit of taking bribes from OnlyFans https://twitter.com/scottmstedman/status/1580276334948806656

Nick Clegg, Other Meta Executives 'Inadvertently' Identified in OnlyFans Bribery Suit https://gizmodo.com/clegg-meta-executives-identified-in-onlyfans-bribery-su-1849649270?rev=1665602961883

Facebook accused of blacklisting OnlyFansÔÇÖ rivals https://www.bbc.com/news/uk-60497274

OnlyFans OwnerÔÇÖs Dubious Financial History https://forensicnews.net/adminleo-onlyfans-owners-dubious-financial-history/

TikTok profits from livestreams of families begging https://www.bbc.com/news/world-63213567

Musk appeasement of Putin and China stokes fears of new Twitter policies https://www.washingtonpost.com/technology/2022/10/12/musk-twitter-foreign-policy-worries/

Elon Musk denies he spoke to Putin about Ukraine war https://www.bbc.com/news/world-europe-63225781

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast 188 Mitte Oktober. Pip, ich bin auf Jobsuche. Wie kann ich Ghostwriter von AMBC werden?
Die ├ťberschrift der Folge heute ist auf jeden Fall, was bereit sind Leute f├╝r Geld zu tun, w├╝rde ich sagen. Oder? Oder korrupte Schweine. Das ist zu drastisch vielleicht. Vermeintlich, mutma├člich korrupte Schweine. Ne, fangen wir mal bei den soften Themen an. Es gibt auf Insider.com, Business Insider, hat jemanden interviewt, der behauptet, er bek├Ąme 200.000 Dollar im Jahr daf├╝r. Tweets f├╝r Superstar, wie es hie├č. Also jetzt nicht irgendwen, sondern man muss davon ausgehen, dass das schon jemand bekanntes ist. Quasi als Ghostwriter zu schreiben, damit diejenigen Leute aktiv und wie echte Thought Leader wirken. Und er meint, er braucht daf├╝r so, ich glaube, f├╝nf Stunden die Woche oder so. Also, ja genau, f├╝nf Stunden die Woche. Teilweise wird man pro Monat bezahlt, teilweise pro Tweet. Das scheint so ein relativ g├Ąngiges Business zu sein. Ist auf jeden Fall einer der besseren Jobs. Mit 200.000 Euro kommt man jetzt auch nicht super weit im Silicon Valley, muss man sagen. Aber wenn man da nur f├╝nf Stunden f├╝r braucht, kann man im Rest der Zeit ja vielleicht noch drei Developer Jobs oder Designer Jobs machen.
Und gibt es da schon einen Marktplatz f├╝r?
Wei├č nicht, ob man das auf Fiverr macht oder woanders.
Vielleicht schreiben ja die erfolgreichsten Tweets die unerfolgreichsten VCs. Also man muss sich ja schon gut auskennen in der Materie, um da einen guten Tweet rauszuhauen.
Ja genau, du musst ja das ganze Inside Baseball und so. Also ich w├╝rde mir ├╝berhaupt nicht trauen, jemandem anderen meine Kommunikation. Also ich bewundere immer die Leute, wo da irgendwelche Praktikantinnen die LinkedIn und Twitter Posts schreiben d├╝rfen und so. Aber ich finde das unheimlich kompliziert, wenn jemand in deinem Namen kommunizieren darf.
Ja, ich finde es auch bemerkenswert.
Ich bin auch ein bisschen kontrolls├╝chtig vielleicht.
Ich finde auf LinkedIn und auf Twitter sollte es eigentlich nochmal einen extra Haken geben, der dann zeigt, wie viele Leute Zugang auf den Account haben. Weil es ja schon so, sowohl bei VCs als auch bei CEOs oder irgendwelchen, ob es Corporate Accounts sind oder Startup Founder Accounts, da wird ja schon ziemlich viel unterst├╝tzt. Links und rechts und als Au├čenstehender sieht man das ja nie.
Gab es denn mal so eine L├Âsung oder k├╝nstliche L├Âsung, dass man auf Twitter so die Initialien mit so einem hochgestellten Dach schreibt? Also wenn Christian Lindner selbst schreibt, steht da CL und wenn nicht Team Lindner oder Praktikant so und so. Damit hat man ja mal so eine Art Konvention gehabt, dass zu erkennen ist, ob das jetzt ein Mitarbeiter geschrieben hat oder die Person, die vermeintlich den Account f├╝hrt. Ich verstehe es nicht. Ich finde es schwer, an Leute zu gucken. Aber kommentiere auch drauf an, wer dein Audience ist. Ich glaube, wenn du eine sehr breite Audience hast und auch relativ einfache Messages, oder sagen wir, Messages, die sich an eine breite Audience richten, dann ist es vielleicht auch einfach, da irgendeinen Text da ranzulassen, der Kalenderspr├╝che umdichtet oder so.
Ich w├╝rde gerne mal wissen, ob es so ein, zwei Leute gibt, die einfach so f├╝nf bis zehn Leute haben und die zahlen dann pro Tweet. Also man kann dann so einreichen, was witzig ist und was nicht witzig ist und der Gewinner kriegt dann irgendwie 500 Euro oder so was. Oder Dollar. Aber ja, am Ende versuchen alle Content zu generieren und wenn der ein oder andere Banker nicht so kreativ ist, dann muss er sich halt einen kreativen kaufen.
Wer glaubst du denn hat in Deutschland, so in der deutschen VC-Szene oder Investoren-Szene, einen Ghostwriter?
Oh, ich glaube ganz sch├Ân viele. Ich glaube ganz sch├Ân viele. Sowohl von Unternehmen als auch VCs.
Aber es gibt ja gar nicht so viele, die ├╝berhaupt aktiv sind. Ja, von, ja. Also ich w├╝rde sagen, alle posten immer sch├Ân, wie er in irgendwelchen 80s-Joggings-Anz├╝gen durch den Central Park joggt. Habe ich noch nie irgendwo gesehen.
Oh, ja, das ist dein...
Auch mit seichten Botschaften verkn├╝pft nat├╝rlich.
Das ist dein Instagram-Rabbit Hole, in das ich nicht eintreten m├Âchte. Ich wundere, dass der dich ├╝berhaupt noch nicht geblockt hat. Ich glaube, dass...
Ich glaube, dass ich sein Fett wegbekomme.
Das machen wir n├Ąchste Woche. Aber ich glaube, dass 50% der Leute, also alle, die vern├╝nftige Fotoprofile haben, von denen mindestens 50% ist Mithilfe. Und es gibt ja auch, also viele schreiben ja auch aus, irgendwie Social Media Team und so. Und auf der Corporate-Ebene auf jeden Fall, da macht keiner was selbst.
Wo bestellt man sowas? Welche Firma macht das? Story Machine.
Sowas oder Social Media Mitarbeiter. Es gibt auf jeden Fall genug Tools, die das erm├Âglichen.
Ich kenne ein paar Story Machine Mitarbeiter mal liegen, f├╝r wen sie alles arbeiten. Wir verraten es auch nicht weiter. Das ist nur ganz pers├Ânlich im Interesse.
W├╝rdest du Leuten entfolgen, wenn du merkst, sie schreiben es nicht mehr selbst?
Entfolgen... Wahrscheinlich... Es h├Ąngt eher von Inhalt. Wenn der Ghostwriter besser ist als die Person, dann kann man denen ja auch gerade deswegen folgen. Ich w├╝rde es vom Inhalt eher abh├Ąngig machen.
Na ja, in der Musik ist es wahrscheinlich...
Oder im Zweifel wird es ja ganz gut gesteuert. Also du siehst das ja immer weniger, wenn es dich nicht wirklich interessiert. Wobei manchmal ist es ja auch so Autounfall, dass man hingucken muss. Das sind mal die fiesen Sachen im Social Feed, die du... Du willst sie eigentlich nicht sehen, aber dieses eine Mal musst du es noch durchlesen. Und dadurch, dass du es durchliest, der Bali-Urlaub vom Dima oder so, oder seinen neuen Lambo, den er bestellt, dann kriegst du es halt doch wieder angezeigt, weil du zu lange auf dem Post verbracht hast.
Gibt es da was Neues? Einen neuen Coin oder so? Oder wieso gibt es schon wieder einen neuen Lambo?
Ich wei├č auch nicht, wo das Geld diesmal herkommt. Achso, er verkauft den alten. Es geht so schlecht, dass er Trade-In. Der Letzte wird mit Verlust. Gott, warum wissen wir das ├╝berhaupt?
Ich habe gedacht, du h├Ąttest genug zu tun mit der Podcast-Vorbereitung. Wo hast du dich rumgetrieben? Egal.
Eigentlich wollte ich zum Arzt gehen, weil ich schon wieder einen Rezidiv habe, beziehungsweise einen leichten R├╝ckfall. So wie du auch nicht bei bester Gesundheit zu sein scheinst. Die gute Nachricht ist, ich habe immer noch kein Covid. Die schlechte ist, ich werde meine Bronchitis nicht los, aber mein Arzt wollte mich heute Mittag nicht mehr sehen. Deswegen darf ich bis Montag erst mal nicht sterben.
Also bleib gesund. Mein Highlight der Woche war, ich habe gemerkt, dass Ads vor Lollipop zu setzen, also ads.lollipop.de, war nicht sonderlich klug, weil wir ├╝berall geblockt worden sind von allen Ad-Blockern. Und jetzt versuchen wir uns gerade zu whitelisten.
Warum ├Ąndert ihr nicht dieses Abdomen? Ist das nicht eventuell der leichtere Prozess im Vergleich zu bei 10.000 Ad-Blockern, sich whitelisten zu lassen?
Es gibt ja nur ein, zwei gro├če Ad-Blocker. Und die Leute in der Branche wissen eigentlich auch sofort, worum es geht. Das Problem ist so ein bisschen, wenn du auf journalistischen Seiten bist, dann kannst du ja oft was dazwischen schalten. Also sieht man ja oft, dass dann irgendwie steht so, hey bitte, schalt deinen Ad-Blocker f├╝r unsere Seite aus. Das k├Ânnen wir nicht machen, weil dadurch, dass wir auf der URL sind, sind wir halt davor, also wir werden halt schon vorher geblockt. Aber ich gehe davon aus, dass wir n├Ąchste Woche freigeschaltet sind. Und dann ist kein Problem. Wir haben es uns ├╝berlegt, es rauszunehmen, aber haben es dann nicht gemacht. Also ads.lollipod.de. Im schlimmsten Fall ist es eine wei├če Seite mit so ein bisschen Text.
Genau, also ich sehe, your browser was unable to load some necessary resources.
Ja, das sieht sehr schlecht aus.
Contact your IT-Network-Administrator. Your host by AWS, sehe ich. Ich sehe ein paar Cloud-Frontlinks. Ja. Naja. Nicht gut. Mit dick angek├╝ndigt, den Launch letzte Woche. Verkackt. Und jetzt nicht mal erreichbar, die Seite. Verkackt.
Die zweite Niederlage bei Lollipod.
Was war die erste?
Ja, wir haben nicht daran gedacht, dass im Lollipod das iPod drin steht.
Achso, einen Markenclaim habt ihr auch noch?
Ja, aber den haben wir auch wieder gel├Âst. Aber ja, war ganz witzig mal da einen Brief zu bekommen. Daran haben wir auch nicht gedacht.
In meiner Heimatstadt Greifswald hat Uber einen unverpackten Laden verklagt. Die Uber, also u-fair f├╝r unverpackt, hei├čt das, dass die Marke besch├Ądigt. Ja, auch hart. Aber ich glaube, du musst deine Marke halt relativ hart verteidigen. Weil jedes Mal, wenn du nicht dagegen vorgehst, ├Âffnest du quasi das Feld f├╝r Leute, die sich sp├Ąter darauf beziehen k├Ânnen, dass du es da nicht... Es ist kompliziert.
Ja, es killt halt vor allem kleine Firmen. Weil so ein kleiner Laden kann sich halt nicht sofort oder nicht einfach so einen Anwalt leisten, der dann dagegen vorgeht. Ich kenne auch F├Ąlle, dass Leute dreimal, viermal jetzt irgendwie die Namen gewechselt haben. Das kommt auch vor. Bei uns ist alles gut gelaufen. Wir haben einen netten Brief bekommen und sofort eine L├Âsung angeboten. Und werden weiterhin so...
Was war die L├Âsung?
Einfach ein bisschen enger die Marke einschn├╝ren. Also was wir machen d├╝rfen, was nicht.
Achso.
Und das ist super fair. Da habe ich schon viel, viel b├Âsere Sachen geh├Ârt und gelesen. Und dann eine ├ťberraschung around. Vielleicht mag sich die eine oder der andere noch daran erinnern. Ein Video-Call-Tool, was ich mal ganz toll fand, wurde von Miro gekauft. Miro ist so ein Whiteboard-Tool. Hast du damit schon mal gearbeitet?
N├Â.
Ja schon. Ich habe da mal fr├╝her den ein oder anderen Workshop mitgemacht. Mit 20 Leuten. Das ist schon echt ein sch├Ânes, einfaches Tool. Urspr├╝nglich aus Russland, die dann irgendwie nach Amerika und Amsterdam gezogen sind. Und auch mittlerweile schon irgendwie 10 Milliarden wert. Und ich habe immer gedacht, die werden vielleicht von Zoom gekauft. Weil die Zusammenarbeit halt remote w├Ąre halt unheimlich sinnvoll. Du hast halt ein Whiteboard, w├Ąhrend du im Video-Call bist. Das haben sie ja jetzt ein bisschen umgedreht, indem sie Around gekauft haben. Aber das krasse ist halt jetzt der Vergleich Privatfirma und an der B├Ârse. Miro hat irgendwie 40 Millionen Nutzer, sagen sie. Da w├╝rde ich jetzt nicht sagen, dass die alle 100 Prozent aktiv sind. Aber die sind 10 Milliarden wert. Und Zoom hat 300 Millionen Daily Active User. Also schon sehr aktiv. Und die sind irgendwie so ein bisschen ├╝ber 20 Milliarden wert. Das ist ja schon ein wahnsinnig krasser Unterschied, oder? Dass die Firmen sich jetzt schon so unterscheiden. Nat├╝rlich Miro hat die gro├čen...
Da ist die Frage, ob Miro das noch wert ist. Ja, genau das. Also wachsende Firma versus schrumpfende. Ist Zoom schrumpfend? Ich glaube ja. Ich gucke noch kurz nach, wie ich sehe. Aber Zoom schrumpft... Oh, nee. Will null Wachstum gegen├╝ber Vorgpartei schaffen. F├╝nf Prozent gegen├╝ber Vorjahr. Aber es ist eine stark stagnierende Firma gegen eine noch schnell wachsende Firma.
Ja, schon Wahnsinn. Stell dir vor, so zwei Firmen mergen. Also das ist spannend. Aber es hat mir wieder gezeigt, dass Miro ja schon ein ganz cooles Produkt ist. Und around waren jetzt so um die 40 Leute. Ich gehe immer davon aus, dass es eher so ein Acquihire war. Und sie versuchen, das Produkt da so ein bisschen reinzubauen. Das fand ich eine der interessanteren K├Ąufe, die in der letzten Zeit passiert sind. Wir werden jetzt wahrscheinlich jede Woche ein, zwei Sachen sehen. Und gucken, wie wir das gut oder schlecht finden, die dann irgendwie wegkonsolidiert werden. Was glaubst du, was kommt n├Ąchste Woche? Hast du schon eine Prediction?
N├Ąchste Woche kommen die ersten Earnings. Da freue ich mich drauf.
Netflix, Tesla. Da kannst du gleich mal noch deine Prediction f├╝r abgeben. Bevor wir in die harten Themen gehen, lass uns noch in eine kleine Startup-Frage gehen. Und zwar in kurz. Zwei alte Hasen mit zehn Jahren Gesch├Ąftserfahrung oder Business-Erfahrung gr├╝nden gemeinsam eine Firma mit einem Youngster, der so seit zwei Jahren arbeitet. Und ├╝berlegen gerade, wie sie die Firmenanteile aufteilen w├╝rden. Zur Option 45, 45, 10 oder alle drei gleich viel. Was w├╝rdest du als eher so zahlengetriebener VC, PI-Mann sagen? Was findest du sinnvoller, was ist glaubw├╝rdiger, wenn man jetzt ein Unternehmen gr├╝ndet und da die eine oder andere Finanzierungsrunde mitmachen muss?
Es ist so, dass sie letztlich alle im gleichen Gebiet arbeiten, in verschiedenen Positionen. Der eine macht das seit zwei Jahren, die andere seit zehn Jahren. Die wollen aber zusammen gr├╝nden.
Und die beiden ├älteren w├Ąren eher so die Gesch├Ąftsf├╝hrung und er w├╝rde an einem der beiden berichten.
Achso, also es ist nicht CEO oder so. Also es ist nicht C-Level. Ja. Oh, schwer. Also einerseits neige ich dazu zu sagen, dass was die Leute opfern ist Zeit. Also Seniorit├Ąt im Vorleben halte ich nicht f├╝r einen Grund zu sagen, jemand kriegt so und so viel Geld. Also wenn man sich da die Berufsjahre aufrechnet, um dann die Anteile zu verteilen, ich glaube das ist Bullshit, weil am Ende verbringt jeder Mensch hat genau gleich viel Zeit im Durchschnitt. Und so sollte man auch die Anteile verteilen. Wenn es jetzt so ist, dass zwei wirklich Gr├╝nder CEO sind und jemand ist quasi ein Mitarbeiter der ersten Stunde, dann w├╝rde ich fast gegen null gehen bei den Prozenten und stattdessen Aesop's Westen lassen. Also A muss man eben noch sehen, ob das ├╝berhaupt klappt und selbst die, wenn man es richtig aufsetzt, westen ja selbst die Gr├╝nder ihre Shares. Vielleicht noch ein kleiner Tipp, den man gerade wenn man mehr als eine Person gr├╝ndet, befolgen k├Ânnte, dass man ist, also sp├Ąter wird ein VC das wahrscheinlich eh immer verlangen, dass die Gr├╝nder ihre Shares noch mal westen. Das hei├čt, dass wenn jemand schnell aussteigt, eben nicht damit einfach Substanz da ist, um eventuell einen neuen Gesch├Ąftsf├╝hrer oder Gesch├Ąftsf├╝hrerin zu inzentivieren, dass man dann die Firma einen Teil der Anteile zur├╝ckkaufen kann sehr g├╝nstig. Also das sollte man eh machen, Gr├╝nder westen. Und dann, wenn es jetzt quasi ein Mitarbeiter oder Mitarbeiterin im zweiten Level ist, dann w├╝rde ich wahrscheinlich auch eher Aesop's nehmen, weil also entweder musst du sehr klar belegen, warum da Wert gestiftet wird und deswegen Gr├╝ndungsanteile bei der Person sein sollen. Also auf jeden Fall w├╝rde ich es da nicht mehr dritteln nat├╝rlich. Ja, also man kann entweder einen kleinen, kleinen Prozentteil dann bei der Gr├╝ndung geben. Das h├Ąngt nat├╝rlich auch davon ab, wie viel Kapitalleute f├Ąhig sind mit reinzulegen am Anfang. Aber jetzt junge Angestellte mit vielen Shares zu belegen, macht wahrscheinlich langfristig eher Probleme.
Also entweder sind alle drei gleich, also gleich wichtig f├╝r den Erfolg der Firma und dann sollten alle drei gleich viele Anteile bekommen.
Korrekt, also dann haben sie alle doch den Titel Gr├╝nder, Gr├╝nderin und C-Level.
Genau, und dann w├╝rde ich auch eher schauen, dass ich irgendwie allen drei C-Level gebe. Und vielleicht, also das kann man ja irgendwie, wenn beide CEO sind, kann ja auch einer vielleicht das E mit dem O tauschen oder so. Und das Einzige, wo ich glaube, wo es eine Variable dr├╝ben gibt, ist im Gehalt. Dass du schon argumentieren kannst, irgendwie, wenn jetzt jemand zehn Jahre ├Ąlter ist und vielleicht Familie hat und alles und dass er vielleicht ein bisschen mehr Geld braucht als jemand, der zehn Jahre j├╝nger ist und irgendwie noch ihr Studentenleben lebt. So, und dass man da irgendwie sich regelt, solange man vielleicht keine Finanzierungsrunde oder keine gro├če Runde oder so gemacht hat, w├╝rde er da drehen. Aber eine Firma zu gr├╝nden mit einem Cap-Table, der ungleich verteilt ist, glaube ich, ist schon eine schlechte Startposition. So, da wird es immer Diskussionen geben und dann auch in dem Altersunterschied irgendwann, weil die Jungen ziehen auf jeden Fall nach und werden irgendwann irgendwie das Gef├╝hl haben, sie werden daf├╝r benachteiligt. Also, entweder gibt es zwei Gr├╝nder und einen ersten Mitarbeiter oder irgendwie Anteile f├╝r die ersten Mitarbeiter oder es gibt drei Gr├╝nder und dann ist alles easy, alles gleich. Und dann haben wir noch eine KPI-Frage, etwas l├Ąngere Frage, die w├╝rde ich dich direkt vorlesen und beantworten lassen.
Okay, weil du angeschlagen bist, mache ich das gern. Ich glaube, ich klinge wie das Doppelg├Ąnger-Wachserrad. Wir sind ein Tech-Scale-Up, welches Plattformen, vor allen Dingen verschiedene Apps betreibt. Um bei unserem starken Wachstum die ganze Company zu alignen, ├╝berlegen wir uns, eine Company-KPI zu tracken und visibel zu machen. Das Ziel der KPI ist, dass Produktmarketing, Sales und bestenfalls auch weitere Partner sie beeinflussen k├Ânnen, sie eine Aussage dar├╝ber zul├Ąsst, ob das Gesch├Ąft erfolgreich skaliert. Unsere Nutzerinnen monetarisieren wir durch Werbung in unseren Apps, wird direkt gebucht. Wir tracken aktuell neben Revenue und User-Growth zum Beispiel Mao, Wow, CPI, ARR, Apu. Was ist die North Star Metric? Die einzig wahre Erfolgs-Kennziffer f├╝r die gesamte Unternehmung. Was ich relativ schwer finde. Es muss jeder beeinflussen k├Ânnen. Am Ende geht es in den meisten Firmen darum, was der Werttreiber f├╝r die Bewertung der Firma ist. Da m├Âchte man so nah wie m├Âglich rankommen. Es geht darum, wie andere Menschen die Firma bewerten. Dann brauchst du die Ziffer, die am n├Ąchsten Tag dran ist. Das w├Ąre wahrscheinlich ARR. Wobei man bei dem Modell nicht zwangsl├Ąufig von ARR sprechen w├╝rde, weil Werbeums├Ątze in ihrer Natur nicht so predictable, also voraussehbar sind wie wirkliche Subscription-Ums├Ątze. Deswegen ist ARR meiner Meinung nach der falsche Ausdruck. Was nicht hei├čt, dass ganz viele Leute ARR benutzen in verschiedensten Industrien, wo es nicht zul├Ąssig w├Ąre. Da ist aber die Frage, wie jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin ARR selber beeinflussen kann. Ich glaube, am Ende ist es schon gut, so eine Art Revenue-Baum zu haben. Das ist relativ g├Ąngig in Unternehmensberatung. Unter DriverTree findet man auf jeden Fall gute Beispiele. Was es eigentlich ist, ist, dass man sagt, was die Bestimmungsgr├╝nde f├╝r diese Kern-KPI sind. Am Ende geht es darum, den monatlichen Umsatz zu steigern. Wovon ist der getrieben? Der ist von Impression-Preis getrieben und der Anzahl der Impressions. Die Impressions sind getrieben von der Anzahl der Nutzer und der Nutzungsintensit├Ąt. Also Sessions pro Monat oder Dauer. Time in App ist getrieben von Anzahl der Sessions und Session-Dauer. Anzahl der Sessions ist getrieben von Anzahl der Nutzer und Nutzungsintensit├Ąt usw. Das hei├čt, du kannst bis zum Urschleim fragen, warum irgendwas diese Zahl bestimmt. Dann muss man verschiedenen Teams verschiedene Ziele geben. Das Marketing-Team soll nicht nur auf Downloads optimieren, sondern auch auf Retention. Sie sollen nicht falsch inzentiviert werden, um jeden Preis Downloads g├╝nstig zu holen, die dann aber eine schlechte Day-2-Retention haben, wo die App am zweiten Tag nicht mehr aufgemacht wird. Das hei├čt, die w├╝rde ich schon Marketing wahrscheinlich sehr nah an New Mouse oder Insgesamt-Mouse inzentivieren. Kann man eventuell nochmal in Retention und Acquisition-Team unterscheiden. Die einen w├╝rden stark an dem Verh├Ąltnis von Installs und Mouse arbeiten, die anderen an New Mouse oder New Installs. Dann gibt es das Vermarktungsteam. Das sollte eigentlich den TKP-Kosten, also die, was man erl├Âst, f├╝r 1000 Einblendungen haben. Ich glaube nicht, dass es gut ist, in dem Fall eine Company KPIs zu haben. Und wenn, dann w├Ąre es relativ klar, entweder Mouse oder EAA, je nachdem, was h├Âher bewertet ist. Bei Social Media Apps kann es am Anfang oft so sein, dass die Maus eigentlich das MAU w├Ąchst. Bei BeReal ist es nat├╝rlich vollkommen Quatsch, einen Moment auf Werbung zu schauen. Da gibt es glaube ich auch noch keine. Aber selbst wenn es welche g├Ąbe, dann ist das MAU-Wachstum am Anfang wahrscheinlich noch wichtiger. Es geht darum, wie der Markt dich bewertet und m├Âglichst nah daran sein. Aber ich w├╝rde eigentlich so einen Treiberbaum bauen. Dann muss auch jeder seine Ziele erkennen. Dann kann man eigentlich auch gut das nutzen, um so etwas wie OKRs zu inspirieren. Wichtig ist erstmal, dass die Leute manchmal erstaunt sind, was die tats├Ąchlichen Treiber ihres Umsatzes sind. Man erkennt auch kleinere Sachen, wie zum Beispiel die Nutzungsintensit├Ąt, nicht nur von der Sessionl├Ąnge, sondern auch von der Anzahl der Sessions. Oder andersherum. Manchmal ist das eine offensichtlich und das andere nicht so. Von daher finde ich das eigentlich ein ganz gutes Modell, eine ganz gute ├ťbung. Die Gr├╝nder und Gr├╝nderinnen verstehen das in der Regel einigerma├čen gut, je nachdem, wie erfahren sie schon sind. Das hilft aber dem Rest der Firma oft den Impact und die verschiedenen Stellgr├Â├čen. Was dabei rauskommt, ist eigentlich, dass jeder in der Firma am Endergebnis aktiv mitarbeiten kann und was genau der Pfad ist, ├╝ber den deine Contribution ins Endergebnis hineingeht. Man sagt immer, in Growth Organizations ist eine Northstar KPI total wichtig, diese eine zu haben. Dann ist es in der Regel Mauerwachstum. Nach meinem Fisch w├╝rde ich sagen, eine Sekunde. Ich glaube, in den meisten Growth Companies w├Ąre es die Anzahl der aktiven Nutzer. Wie auch immer, das kann eine t├Ągliche Bestellung oder einmal im Monat bestellt sein. Das kann bei einem Fashion- oder Quick-Commerce-Modell, aber auch beim Airbnb einmal im Jahr etwas gekauft sein. Die aktiven Nutzer sind in der Regel die Northstar KPI, wenn es nur eine gibt. Bei einem B2B SaaS-Modell ist es aber eher A. Ich glaube aber nicht, dass eine KPI so gut ist.
Hat sich etwas ver├Ąndert in der Zeit von Growth oder Hyper-Growth zu Efficient- oder Healthy-Growth?
Ja, ich glaube unbedingt. Zum Beispiel, dass man viel mehr auf Retention setzt, also dass der Eimer keine L├Âcher mehr hat und nicht nur wie viel man oben reinsch├╝ttet. Bei den Kan├Ąlen sieht man das auch in allen Decks. Bei dem About-You-Deck zum Beispiel, da steht dann, dass du adjustierte ROI-Targets hast. Du musst eigentlich von einem anderen Customer Lifetime Value f├╝r die Zukunft ausgeben. Das hei├čt, du musst deine Customer Acquisition Cost anpassen. Du musst im Ad-Bidding den Return on Ad Spend oder ROI anpassen. Das hei├čt, du setzt dann niedrigere Multi-Pills ein. Vorher warst du vielleicht bereit, das 1,2-fache des ersten Deckungsbeitrags auszugeben. Dann sagst du, je nachdem wie viel Sichtbarkeit man auf den Lifetime Value hat, dass man vielleicht doch die erste Bestellung schon Unit-Economy-profitabel haben m├Âchte. Das h├Ąngt sehr vom Modell ab. Aber dass gerade die ROIs ├╝berall adjustiert werden, das ist ein Fakt. Das ist auch was am Ende die Werberl├Âse von Google und Facebook begrenzt. Das Gute ist, dadurch, dass alle reduzieren, kriegen letztlich, ein bisschen bedingt durch den Ad-Marketplace, im Idealfall alle genauso viel Traffic. Nur dass sie weniger zahlen und sich anders verteilt. Je nachdem, theoretisch k├Ânnte es sich sogar genauso verteilen. Man k├Ânnte sagen, Google oder Facebook haben weniger Anreiz, zus├Ątzliche Werbepl├Ątze bereitzustellen. Das hei├čt, dass sie dann die Werbepl├Ątze reduzieren, um die Konkurrenz wieder zu erh├Âhen. Aber die brauchen eventuell auch den Volumeneffekt, also mehr Anzeigen anzuzeigen. Die ├Ąchzen ja selber oder m├╝ssen Wachstumsziele schaffen. Das hilft zum Besten dabei profitabel zu werden. Das war die Ursprungsfrage, ob man die ROI-Targets anpasst. Vielleicht noch ein weiterer Beitrag. Wenn du davon ausgehst, dass dein Werbe... Nehmen wir mal ruhig nur als Beispiel so ein Gorillas- oder irgendein Quick-Commerce-Unternehmen. Du hattest am Anfang 20 Millionen oder noch mehr Marketingbudget im Monat zur Verf├╝gung. Das hei├čt, du hast eigentlich versucht, jeden zu bekommen, zu einem teilweise vielleicht hoch zweistelligen Kack oder so. Und jetzt, wo das Budget beschr├Ąnkt ist, schaust du nat├╝rlich viel mehr, ob du diskriminieren kannst und die besseren Kohorten beim Bidding identifizieren kannst. Das hei├čt, du nimmst vielleicht weniger Android-Nutzer, wenn du wei├čt, dass sie schlechter funktionieren. Oder diskriminierst gegen gewisse Wohngebiete, gewisse Altersklassen, gewisse Endger├Ąte, gewisse Browsernutzung. Du wirst halt viel selektiver. Die Beschr├Ąnkung der Ressourcen f├╝hrt ja immer zu ├Âkonomischem Handeln. Also, dass du mehr Obacht auf das Verh├Ąltnis von Input und Output setzt. Das hei├čt, dass du wahrscheinlich mit gleichen Mitteln versuchst, da du eh nicht alle User kaufen kannst, versuchst du die besten zu kaufen und wirst auch dadurch zum Beispiel automatisch effizienter.
Aber die besten zu kaufen bedeutet doch auch, mehr Geld pro Nutzer auszugeben. Also je mehr ich targete, umso teurer wird es doch.
Das stimmt prinzipiell. Die besten ist aber nicht absolut definiert als, die iPhone-Nutzer sind jetzt die besten. Sondern am Ende geht es um den ROI. Also du versuchst, den CLV zu verstehen und die Customer Acquisition Cost. Und du akquirierst, so wie eigentlich immer in einem Unternehmen, was nicht im Hyper-Growth, also in einem Unternehmen, was sich im rationalen Wachstum befindet, w├╝rdest du ja immer schauen, dass du das Verh├Ąltnis von Lifetime Value zu CAC, also zu Customer Acquisition Cost, optimierst. W├Ąhrend das in Hyper-Growth-Phasen typischerweise viel zu wenig passiert, muss man ehrlich gestehen. Das sieht man ja auch unter anderem durch die Gutschein-Schirme und so. Und da ist man, glaube ich, jetzt eher vorsichtiger und inzentiviert ganz bestimmtes Verhalten, was man braucht.
Der Paladin-CEO hat ja gesagt, dass sie irgendwie noch sechs Monate haben, bis ihnen irgendwas einf├Ąllt. Oder in der Zeit m├╝ssen sie irgendwie den Laden umdrehen.
Der ist der Meister in Salami-Entlassungen auf jeden Fall, oder? Die vierte Entlassungswelle, glaube ich, vor zwei Wochen bekannt gegeben.
Diese Woche gab es noch keine News. Aber w├╝rdest du auch, in der jetzigen Zeit, da hei├čt es ja, man muss auf jeden Fall ├╝berleben und alles, w├Ąre es da sinnvoll, auch KPI-m├Ą├čig zu zeigen, was die Runrate noch ist? Also stell dir vor, du gehst ins B├╝ro und dann steht da auf einmal noch 24 Monate, was ja noch wahnsinnig lange w├Ąre. Genau, das ist bequem. Oder dreieinhalb Monate. Oder l├Âst du damit die absolute Panik aus und deine Firma wird nicht mehr managable?
Das ist eine gute Frage. Das h├Ąngt, glaube ich, ein bisschen davon ab, ob die Menschen, die dort arbeiten, diese Zahl irgendwie beeinflussen k├Ânnen. Also ich bin relativ stark f├╝r Transparenz. Als ich selber die Kultur einer Firma verantwortet habe, haben wir das eigentlich sehr transparent gemacht. Also dass die meisten Leute Zugang zu den meisten KPIs hatten, die relevant waren. Also nicht so, dass jeder mit der Kundendatenbank losgehen kann, aber dass man sieht, wie viel Umsatz haben wir dieses Jahr mehr gemacht oder diesen Monat. Weil ich glaube, dass es, insbesondere wenn es w├Ąchst, sehr motivierend zu sehen und Teil daran zu haben. Jetzt kann man nat├╝rlich sagen, es macht Sinn, den Leuten Druck zu machen, indem man sagt, wir haben nur noch sechs Monate Geld. Ich glaube, dann muss man halt sehr gut kommentieren, was man gerade tut. Also ob man glaubt, dass das jetzt gut ist oder nicht. Ich glaube, dass es nicht gut ist, wenn Leute von heute auf morgen erfahren, dass wenn wir bis Ende des Monats keinen Investor finden, dann muss hier ├╝brigens jeder Zweite gehen n├Ąchsten Monat. Ich glaube, das ├╝berrascht dann die Leute f├Ąlschlicherweise in dem Glauben zu lassen, dass eigentlich alles okay ist. Das ist, glaube ich, definitiv falsch. Ob man es jetzt radikal transparent machen muss, das h├Ąngt ein bisschen davon ab, wie gesagt, ob Leute es beeinflussen k├Ânnen, ob das eine Kultur ist, in der Leute das eventuell auch anspornen. Ich glaube, insbesondere wenn man 24 Monate plus oder 18 Monate plus noch Runway hat, dann ist es vielleicht auch schlau, den Leuten die Sicherheit zu geben. Weil es, glaube ich, die Churn bei den Mitarbeitern produziert gerade. Also sie ├╝berlegen sich vielleicht nochmal, ob sie in eine Firma gehen, die vor einem Jahr gefundet wurde und seitdem keine Runde bekannt gegeben hat. Transparenz ist nat├╝rlich immer dann am spannendsten, wenn es eine St├Ąrke ist. Also wenn du bessere Zahlen als die Konkurrenz oder der Markt zeigen kannst. Dann w├╝rde ich das intern eigentlich auch nutzen. Das Problem ist, dass man das nat├╝rlich nicht selektiv machen kann. Du kannst nicht in guten Zeiten transparent sein und in schlechten dann opak oder intransparent sein. Das hei├čt, du musst das dann schon auch durchziehen. Aber ich sch├Ątze, dass Transparenz fast immer unter fast allen Umst├Ąnden zu besseren Outcomes f├╝hrt. Und vor allen Dingen baut es Vertrauen auf, wenn man wirklich 100% transparent ist. Deswegen sind wir auch der transparent Podcast und zeigen unsere Assistenz. Ich habe es nicht gepostet, diesen Monat. Wir haben ja gesagt, dass sie ein bisschen knapp darunter liegen. Vielleicht poste ich es auch nochmal. Aber deswegen zeigen wir unter anderem unsere H├Ârerzahlen. Ich glaube, dass das viele positive Effekte hat. Also A ist die Schw├Ąche vieler anderen Podcasts, dass sie es nicht machen wollen. Und B gibt es, glaube ich, der Audience das Gef├╝hl, Teil einer Bewegung, einer wachsenden Bewegung zu sein. Und insbesondere die, die wissen, dass sie bei einer der ersten sechs S├Ąulen schon dabei waren, finden es, glaube ich, auch cool, dass sie einer der ersten 1000 oder 2000 H├Ârerinnen waren von etwas, was jetzt irgendwie 40.000, 45.000 H├Ârer hat.
Ja, ab und zu h├Âre ich auch, dass es arrogant ist, dass wir es posten und wir sollten es lieber sein lassen.
Warum ist es arrogant?
Ich finde es auch in Ordnung und finde es auch eher transparent. Aber ich habe schon auch geh├Ârt, dass es nicht so gut ankommt.
Das w├╝rde ich super gerne verstehen, das Argument. Also ich meine, wir arbeiten hart daf├╝r. Wir haben das nicht erkauft, nicht mit Plays in Videospielen k├╝nstlicher Zeug. Warum sollte man das nicht zeigen? Die Frage ist, ist es nicht arrogant, irgendwie teure Spots zu verkaufen, wenn du nicht die Transparenz ├╝ber deine H├Ârerschaft herstellen kannst? Ja, das stimmt. Ich w├╝rde das Argument super interessieren. Also wer das gesagt hat, kann das gerne nochmal schicken. Ich w├╝rde es gerne verstehen, warum das arrogant ist. Ich glaube, das...
Die Frage ist, was ist schlimmer? Irgendwelche Cover oder Artikel von einem selbst zu posten oder so Zahlen zu posten. Da finde ich Zahlen auf jeden Fall netter und vern├╝nftiger.
Das ist ja ein Datum. Das ist ja einfach nur ein Fakt. Wir kommentieren es ja auch nicht ├╝berm├Ą├čig oder feiern es hart ab. Also nat├╝rlich freuen wir uns, wenn es hochgeht, weil wir viel Zeit daf├╝r investieren. Aber ich finde es hat mit arrogant nichts zu tun. Ich finde es arrogant, wenn man sich irgendwie Standing, Leading und was wei├č ich nennt. Oder wenn Leute ihre... Also es gibt... Ich will gar nicht... Es k├Ânnen Podcasts, YouTube Kan├Ąle sein oder was auch immer, die zum Beispiel dann mit Zahlen, die wir, also zum Beispiel die Zahl, die links oben steht, bei einem Podcast-Poster. Ich sage mal jetzt eine Zahl. Sekunde. 5 Millionen. Nee, das ist ja alle Downloads. Das w├Ąre frech. So frech ist glaube ich auch keiner. Ach, das kann man schon. Also ich habe hier mal umgestellt auf sozusagen die All-Time-Stats, die mir der Podcast hofst. Das sind die offiziellen Zahlen, die die meisten Leute als gegeben nehmen. Da steht hier 167.000 H├Ârer und 166.000 Abonnenten. Wir wissen, dass das nicht die richtigen Zahlen sind. Deswegen nehmen wir die Downloads pro Episode. Aber wir k├Ânnten jetzt sagen, es gibt Podcasts, die das, oder YouTube Kan├Ąle, die das machen. Die sagen, wir haben 200.000 oder 1,5 Millionen H├Ârer. Wo du genau wei├čt, du siehst das an den Chart-Positionen, du siehst das an der Anzahl der Reviews und so weiter, das ist nicht wahr. Ist dann die Frage, ist das arrogant oder inkompetent, wenn du diese Zahlen glaubst und dich damit t├Ąuscht. Naja, wie auch immer. Ich hab noch nie dar├╝ber nachgedacht. Wenn Leute das uncool finden, w├╝rde ich gerne nochmal die Argumente verstehen.
Vielleicht kann Jan aus dem Off hier kurz reinsprechen und das reinsagen.
Woher wei├č der das denn?
Der meinte das zu mir.
Der hat gesagt das auch? Arrogant meinte ich nicht. Ich meine nur, dass bei Leuten, die euch nicht sehr gut kennen, der Eindruck entstehen kann, dass in eurem Driver-Tree die Downloadzahl ganz oben steht, quasi als Selbstzweck. Wenn ihr den Witz, dass Pip schlechte Laune hat, wenn das Wachstum in Gefahr ist, zu oft wiederholt, dann wirkt es so als seien die Downloads quasi die North-Star-Metric. Aber die sind ja nur ein Proxy f├╝r irgendwie Wissensvermittlung oder Bildung oder keine Ahnung wie ihr das nennen w├╝rdet. Ihr habt einen Growth-Hintergrund, deshalb passen diese Spr├╝che ja auch irgendwie. Wie k├Ânnen wir die monthly Downloads erh├Âhen, gl├Âckler? Denkt ihr mal was aus. Ihr macht ja nicht wie Jan und Olli im Sommer zwei Monate Pause und publisht quasi leere Folgen, um die Downloads zu erhalten. Wir machen keine Pause und ihr liefert ununterbrochen Content. Das transparente Publishing der Downloads finde ich auch gut. Eine bessere KPI w├Ąre halt irgendwie die Anzahl der Leute, die ihr vor einem Palantir-Investment bewahrt habt. Oder die Anzahl netter Zuschriften, die ihr erhalten habt. Kann man nat├╝rlich nicht so sch├Ân reporten wie die Downloads. Es darf nur halt nicht zu oft um die Downloadzahl gehen. Aber wir haben bald tats├Ąchlich, wir haben bald 5 Millionen Downloads. Nicht gerade.
Kategorisation dazu, still day one.
Jetzt fragen Leute nat├╝rlich bei 188 Folgen. Also kritische Geister w├╝rden jetzt nat├╝rlich rechnen bei 188 Folgen. Da kommen wir aber nicht auf 40.000 Downloads pro Folge. Das ist richtig. Ihr m├╝sst die alten Folgen nochmal nachh├Âren. Wobei das aufgrund des aktuellen Bezugs, obwohl manchmal, ich wei├č gar nicht, kann man auch skippen was zu aktuell ist.
Es freut sich vor allem InternetX, wenn ihr die alten Folgen h├Ârt. Apropos alte Folgen. Die Folge von letzter Woche, da gab es zwei Punkte, die wir besprochen haben. Das eine war Gorillas Investment. Und das andere war Facebook. Am Ende hast du so ein bisschen gesagt, es stellt sich dann die Frage, ob Firmen ├╝berhaupt so lange irgendwie immer wachsen k├Ânnen, immer oben dabei sein k├Ânnen. Und da bin ich rausgegangen aus der Folge und hab mich gefragt, ob es vielleicht Sinn macht, als Business Angel immer zu verkaufen. Also immer, wenn ein Startup eine gewisse H├Âhe hat, eine halbe Milliarde oder Unicorns Status, w├Ąre es dann nicht sinnvoll, als Business Angel zu sagen, okay, danke, ich bin raus.
So, und wie ├╝blich fehlt die Hypothese. Weil? Fragezeichen. Also was erhoffst du dir davon?
Weil du dann, also es k├Ânnen ja mehrere Sachen passieren. Einmal das Ding kann pleite gehen. Oder es kann passieren, dass du halt einfach durch die anderen Investoren verw├Ąsserst und ausgesquiesst wirst. Dass es irgendwelche Liquidation Preferences dann in den Folgerunden gibt. Und du ja eigentlich als kleiner Angel, der irgendwie da 25, 50, 100.000 reingelegt hat, so rausgedr├╝ckt wirst, dass es sich irgendwann nicht mehr lohnt. Und dann ist es eher so der Spatz auf der Hand, als die Taube auf dem Dach.
Also genau, wenn das Spatzen-Mindset sozusagen dein Mindset ist, dann ist das, das ist auch durchaus was, was viele Leute propagieren, die sagen, ich nehme immer mein Investment so schnell wie m├Âglich wieder raus. Also wenn sich mein Geld irgendwie vervierfacht hat, dann versuche ich meinen Einsatz wieder rauszuholen. Das ist genauso schlau, als wenn man das mit Public Stock, mit Aktien macht. N├Ąmlich es gibt keine wissenschaftliche Basis, dass das schlau w├Ąre. Das ist aber was, was manchen Leuten kann, dass sie es mental helfen, Geld besser auszugeben, wenn sie schnell ihren Einsatz wieder recoupen oder rausholen. Ich glaube, dass es keine Grundlage daf├╝r gibt, dass das eine sinnvolle Strategie ist. Man kann, also die Hypothese ist halt schwer. Also warum ausgerechnet, wenn es zu einem Unicorn wird? Du hast angesprochen, es kann danach Pleite gehen. Tats├Ąchlich ist ja so, dass mit jeder Runde die Wahrscheinlichkeit, dass es Pleite geht, runter geht. Im Gegenzug geht aber auch die Wachstumsgeschwindigkeit in der Regel. Oder die Wachstumsgeschwindigkeit der Valuation ein bisschen runter. Nat├╝rlich w├Ąchst die am Anfang viel schneller. Zum Beispiel h├Ątte ich relativ wahrscheinlich in der n├Ąchsten Runde bei Gorillas tats├Ąchlich das erste Mal Secondaries gemacht. Aber allein davon getragen, dass ich vermutet h├Ątte, also diese Entscheidung habe ich vor einem Jahr getroffen, muss man dazu sagen. Da war es noch ein anderes Umfeld. Aber so oder so h├Ątte ich dann wahrscheinlich einen Teil der Anteile verkauft. Aber aus dem einzigen Grund, dass ich mir relativ sicher bin, dass die Verdopplungsgeschwindigkeit sich massiv reduziert hat inzwischen. Wenn man das sieht, dass die, ein bestes Beispiel w├Ąre, du h├Ąttest jetzt irgendwas zum Beispiel im Quick-Remove, wo die Geschwindigkeit runter geht und gleichzeitig hast du wieder gute Opportunit├Ąten im Angel-Markt oder in ein paar Black Markets gerade zu g├╝nstigen Bewertungen, dann kann es rational sein, Geld umzuschichten. Das macht Sinn. Aber das ist sozusagen aus dem Gesamtblick auf den Gesamtmarkt, zu sagen, ich habe jetzt woanders bessere Opportunities. Das an dieser Unicorn-Valuation festzumachen, du hast eigentlich die ganze Zeit nicht besonders viele Rechte als Angel. Deswegen werden die auch nicht verletzt. Die Liquidation Preferences sind sozusagen das Late-Stage-Risiko. Also, dass die Firma h├Âchstwahrscheinlich in der Pleite geht. Aber wenn es zu einem Fire-Sale kommt oder zu einer Down-Round, dann, sagen wir mal, punkt-punkt-punktig die Liquidation-Preference. Das kann nat├╝rlich unangenehm sein. Aber ich glaube, das ist, ich habe noch zu wenig Wissenschaftliches dar├╝ber gelesen. Aber es gibt viele, die sagen so, sie holen immer nach so und so vielen Runden oder so ihr Geld wieder raus oder nach so und so viel X. Aber ich glaube, eigentlich w├╝rde es mich ├╝berraschen, wenn es wissenschaftlich etwas Haltbares gibt. Wenn du zum Beispiel glaubst, die Firma, also stell dir mal vor, du h├Ąttest bei Google in der Series D oder so das Geld rausgenommen. Oder bei einem Facebook oder bei einem Uber oder was wei├č ich. Die haben danach nochmal 20X, 40X, 50X, 100X gemacht. Und die VCs versuchen in den USA ja gerade eher, sozusagen noch mehr von der Public-Wertsch├Âpfung mitzunehmen, weil sie glauben, dass selbst nach dem IPO, also die haben jetzt noch andere Incentives, also da noch Managementgeb├╝hr l├Ąnger drauf zu bekommen und so, ist vielleicht auch ganz nett. Aber die gehen ja eher dazu, ├╝ber l├Ąnger investiert zu bleiben und nicht fr├╝her raus. Und prinzipiell, ich f├Ąnde es auch toll, wenn du mal einen Home Run hast, dass du den bis zum IPO h├Ąltst. Irgendwie wie bei meinen Food Panda Shares oder so, die dann quasi zum IPO von Delivery Hero monetarisiert wurden. H├Ątte ich die vorher zum Beispiel als Secondaries verkauft, h├Ątte ich wahrscheinlich nie einen wirklich guten Kurs bekommen. Von daher glaube ich, eigentlich w├╝rde ich das, au├čer in dem Moment, wo ich nicht mehr an das Management glaube oder wo ich glaube, die Firma w├Ąchst jetzt lang an das Risiko, die Risk-Return-Verh├Ąltnis hat sich signifikant ver├Ąndert. Zum Beispiel, dass der Return jetzt nicht mehr so stark steigen wird in n├Ąchster Zeit oder man immer mehr verw├Ąssert wird bei kapitalintensiven Modellen. Dann kann man das sagen. Aber ansonsten, ich glaube, bei einem SaaS-Unternehmen da irgendwie fr├╝h auszusteigen, hielt ich f├╝r kompletten Quatsch in der Regel. Aber klar, am Ende schwimmst du halt immer auch mit dem Markt. In Hindsight w├╝rdest du erst nat├╝rlich sagen, bei der 2,1 Milliarden Runde Gorillashares verkauft zu haben, w├Ąre der schlauste Secondary-Move ├╝berhaupt gewesen.
Ist ja einfacher, eine Milliarde wert zu werden, also von 10 Millionen auf eine Milliarde, als von einer Milliarde auf f├╝nf.
Da bin ich mir nicht so sicher. Na, wie viel w├╝rden zigtausend Startups, wie viel schaffen Unicorns zu werden von allen Unicorns? Wie viel schaffen es sich nochmal zu verf├╝nffachen? Kommt nat├╝rlich ein bisschen auf den Zeithorizont an. Aber die Frage ist halt, wie schnell es wird. Du musst eigentlich relativ rational so ein Risiko, also was ist das Ausfallrisiko, mit dem du noch rechnest, inklusive, dass du von Liquidit├Ątspr├Ąferenzen in den R├╝cken gestochen wirst? Und was ist die Verdopplungsgeschwindigkeit, die du erwartest? Dann kannst du es vergleichen mit dem Kapitalmarktzins oder was du vermutest zu bekommen, wenn du es einfach in MSCI World legst oder in den gemanagten VC Fund. Eigentlich m├╝sste man es eher mit gemanagten VC, weil du hast ja in beiden F├Ąllen eine sehr lange Kapitalbindung, in der Regel, je nachdem wie liquide deine angel shares sind.
Dann lassen wir uns in die Kategorie gehen, Social Networks, die sich schei├č ├╝bernehmen.
Mutma├člich schei├č ├╝bernehmen, genau. Die englische BBC hat vor einiger Zeit, im Februar geschrieben, dass Facebook von drei sogenannten CreatorInnen beschuldigt wurde, Onlyfans-Rivalen zu blacklisten. Und zwar, dass man die Webseiten dieser Konkurrenten, der Kl├Ąger war Fencecentro, was ein Konkurrent ist, und ich glaube auch drei solche Talente, was mutma├člich gemacht wurde durch Facebook, ist, dass die Webseiten der Konkurrenten auf eine Datenbank, der Global Internet Forum to Counter Terrorism, GIF gelegt wurde. Das ist sozusagen ein Zusammenschluss von verschiedenen Unternehmen, inklusive Twitter auch, die quasi da Webseiten blacklisten, wo da irgendwelche IS-Leute Menschen enthaupten, zum Beispiel. Und angeblich soll Facebook es geschafft haben, die Onlyfans-Konkurrenten dort unterzubringen. Das hat man im Februar bemerkt. Und da gab es ein ... Facebook hat das nat├╝rlich, wie hie├č das Wort, dementiert. Und dann gab es lange nichts davon zu h├Âren. Und jetzt wurde aus Versehen, angeblich zumindest, hat sich in den Gerichtsdokumenten gezeigt, da wurden aus Versehen Konten nicht geschw├Ąrzt von Menschen. Und da hat man festgestellt, also einerseits das Phoenix Internet, das ist die Mutter von Onlyfans, die geh├Ârt ja dem ukrainischst├Ąmmigen Leo, nicht Blawatnik, wie hei├čt der? Sekunde. Leo Radvinsky. Also diese Phoenix Internet ist beteiligt, hat die gleiche Adresse wie eine Firma namens Smart Team International Business in Hongkong. Und diese Firma hat an drei Trusts, also treuh├Ąnderische Gesellschaften in den Philippinen, Geld ausgezahlt. Und diese Trusts hei├čen Christian Peralta Trust, Nicola Mendelssohn Trust und Miguel Kleck Trust. Und jetzt muss man dazu wissen, dass Nicola Mendelssohn ist bei Facebook Head of Global Team, oder so, Sekunde, schreibe ich nochmal nach, bevor wir Quatsch erz├Ąhlen. VP Global Business Group Admeter. Der andere Typ, also die andere Person, Christian Peralta, ist zu der Zeit ebenfalls bei Facebook, irgendwie im Trust Department oder so, besch├Ąftigt gewesen. Und Miguel Kleck ist, diesen Anschuldigungen nach, ein Trust angemeldet auf den Sohn von Nick Kleck. Und Nick Kleck, den hatten wir schon mal irgendwie als Thema, wo er auch nicht so gut weggekommen ist in der Folge. Der VP Global Affairs, also der Chef-Lobbyist quasi von Facebook. Und es entsteht jetzt zumindest sehr stark der Eindruck, dass diese drei Zahlungen in H├Âhe von mindestens 100, oder rund 150.000 Dollar empfangen haben, oder diese Trusts auf diese ├Ąhnlich lautenden Namen, Zahlungen empfangen haben, eventuell, um, ja, was immer zu tun, was im Interesse von Own Defense w├Ąre. Und das w├Ąre nat├╝rlich sehr kompliziert, denn der Mensch quasi, der im Auftrag von Facebook oder Meta mit Politikern auf der ganzen Welt redet, und denen erz├Ąhlt, wie sch├Ân das Metaverse wird, und dass sie irgendwie weiter die Haftung f├╝r Inhalte nicht ├╝berstrapazieren sollen und so weiter. Also von einem Lobbyist w├╝rde man ja zwangsl├Ąufig erwarten, dass er f├╝r Geld vieles macht, aber dass man sich offen von, sagen wir mal so, Pornbusinesses bestechen l├Ąsst, um Konkurrenten aus dem Weg zu schaffen, w├Ąre schon nochmal ein neues Level an Korruption, sofern das wahr sein sollte, sagen wir mal, was sich in dem Prozess erst herausstellen wird. Nat├╝rlich dementieren alle Parteien das im Moment, beziehungsweise ├Ąu├čern sich nicht dazu. Aber diese scheinbar aus Versehen, also es waren die Anw├Ąlte von Own Defense, die das aus Versehen falsch redacted haben, also geschw├Ąrzt haben oder was vergessen haben beim Schw├Ąrzen. Also man muss sagen, die Trusts sind in den Philippinen, sagen wir mal, der Case f├╝r diese netten Meta-Mitarbeiter w├Ąre, es ist nirgendwo einfacher als in den Philippinen, eine Firma auf eine verstorbene Person oder eine Person mit einem gefalschen Ausweis, also durch die Korruption in den Philippinen, w├╝rdest du es dahin bekommen, sicherlich eine Firma auf eine Person, die sich nie dort befunden hat oder nur ein falscher Stellvertreter sich dort befunden hat, anzumelden und den Eindruck zu erwecken, jemand w├Ąre bestechlich. Dann ist die Frage, warum Own Defense das wollte, also warum wollen die den Facebook-Personen was auswischen? Das ist aber ein m├Âgliches Szenario, muss man fairerweise dazu sagen, wie gesagt, es sind nur Anschuldigungen und es wird jetzt ein Gericht kl├Ąren, sollte es wahr sein, wie gesagt, finde ich es gerade f├╝r Nikola Mendelssohn und Nick Clegg, ich wei├č gar nicht, ob ich es noch so ├╝berraschen, also ├╝berraschen finde ich schon, weil die verdienen ja alle nicht schlecht, also warum so dicht dann wegen...
150.000 Dollar oder was, das ist doch echt, aber wenn die Aktie abst├╝rzt und man hat irgendwelche Verb├╝ndlichkeiten...
Ja, aber um eine Webseite auf eine Datenbank zu setzen, ist nat├╝rlich auch schnell verdientes Geld, aber wenn es wahr ist, wirklich schlau, zeigt aber auch, was f├╝r Menschen sind die, die f├╝r Meta dann dort arbeiten. Wir packen die Links, es gibt einen guten Artikel von Gizmodo, der ist sehr ausf├╝hrlich, den packen wir mal in die Show Notes und von der BBC, den Ursprungsartikel, dann soll man sicherheitshalber sich das alles selber durchlesen und eine Meinung bilden, es gibt noch einen ├╝ber den Admin Leo, das ist Leo Radwinski, quasi den OwnDefense Besitzer, dann soll man sich da sicherheitshalber eine Meinung bilden, aber ich w├╝rde sagen, es sieht nicht gut aus f├╝r die Leute da.
Ja, was auch nicht gut aussieht, ist TikToks Growth Hack, was haben die sich als super Idee ├╝berlegt?
Das haben wir ebenfalls bei der BBC gelesen und zwar wird dort behauptet, dass in nordsyrischen Fl├╝chtlingslagern Vertreter von Agenturen, die sich ausgeben f├╝r TikTok zu arbeiten, das ist glaube ich schwer nachvollziehbar, also sie werden in Anf├╝hrungsstrichen TikTok-Middlemen genannt, ich w├Ąre da vorsichtig, die da jetzt direkt TikTok zuzurechnen, man erlebt das ja oft, dass man auch von irgendwelchen Agenturen angerufen wird, die sagen, wir rufen im Auftrag von Google an und dann sind es einfach nur irgendwelche Ad-Agenturen, die irgendwie Google-Partner sind und bla bla, also ich w├╝rde jetzt nicht so weit gehen zu sagen, das sind TikTok-Angestellte, die das machen, aber irgendeine Art von Affiliate oder Agenturen scheinen durch diese Fl├╝chtlingscamps zu laufen und Menschen zu rekrutieren, die ein freigeschaltetes Telefon mit einem Account bekommen, in der Regel mit einer UK-SIM, um dann quasi online zu battlen. Das hei├čt, die sprechen herzergreifende Nachrichten aus dem Fl├╝chtlingscamp als TikTok-Video ein, kriegen daf├╝r digitale Goods oder Spenden im Zweifel, deswegen w├Ąhlt man die UK, weil da die Spendenbereitschaft relativ gesehen, bei CPM sozusagen am h├Âchsten ist, und dann haben sich einzelne fl├╝chtende Menschen insofern ge├Ąu├čert, dass sie irgendwie 30 Cent vom Dollar ├╝brig behalten von diesen Spenden. So ist jetzt die Frage, wer da TikTok bestreitet, dass sie einen 70% Share haben, da ist die Frage, ob diese Mittelsm├Ąnner, diese Agenturen da noch Geld absch├Âpfen, aber es ist nat├╝rlich so oder so absolut ersch├╝tternd, dass Menschen aus dem Leid der Leute da versuchen, Profit zu schlagen und da als Intermedi├Ąr, als Mittelsmann Geld mitzumachen. Also es w├Ąre wahrscheinlich sehr viel sinnvoller, wenn die Spenden ├╝ber Hilfsorganisationen ├╝berwiegend dann im Land landen, statt dass irgendwelche digitalen Mittelsm├Ąnner da zwei Drittel oder Mittelsfrauen zwei Drittel da einbehalten.
Unfassbar, unfassbar, wie man auf so eine Idee kommen kann, ist mir echtÔÇŽ
Im Internet gibt es nichts, was funktioniert, gibt es. So einfach ist das. Es gibt nichts, was es nicht gibt, solange man Geld damit verdienen kann.
Ja, aber alsoÔÇŽ Auch das TikTok das zul├Ąsst, das ist also unfassbar.
Die Frage ist, wie TikTok darauf reagiert. Sekunde, ich schau mal kurz, ob wir das hier nochÔÇŽ Die haben sich dazu ge├Ąu├čert zum Sachverhalt, aber ich glaube nicht zwangsl├Ąufig, dass sie das einstellen. Kann man nochmal durchlesen im Artikel. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philipp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen die Risiko-Disposition der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen.
Dann hat Dominik gefragt, wie sich jetzt Inflation und Gaspreise auf die Tourismusbranche in den n├Ąchsten Jahren auswirkt. Ob das ├Ąhnliche Auswirkungen hat wie im E-Commerce aktuell. In seiner Bubble w├╝rden Weihnachtsgeschenke immer noch gekauft werden, aber im Notfall wird der Sommerurlaub dann eine Nummer kleiner. Ist nachdem wir jetzt Fashion gesehen haben und M├Âbel am struggeln, Urlaub das n├Ąchste? Oder kommt vorher noch irgendwie Immobilien, Autopreise und sonstiges?
Das ist eine sehr gute Frage auf jeden Fall. Ich bin mir nicht so sicher, ob das zu Weihnachten noch mal unter dem Baum voll und dann im Sommerurlaub. Da bin ich mir nicht so sicher, ob das so passt. Ich glaube, dass die Durchschnittsausgaben pro Nutzer diese Weihnachten niedriger sein werden. Was einerseits daran liegt, dass man sich letztes Jahr und vorletztes Jahr viel mehr schenken konnte. Alle Leute haben irgendwas gebraucht, einen Brotbackofen und die neuen Hobbys. Man konnte ja sonst nicht viel machen, deswegen hatte man viel Budget f├╝r Geschenke. Das muss zwangsl├Ąufig niedriger sein dieses Jahr. Alles andere finde ich sehr verwunderlich. Und dann war es nat├╝rlich so, dass der Tourismus hat dieses Jahr sehr stark angezogen, weil es fast unlimitiertes Budget gab, weil Leute unheimlichen Hunger hatten nach Erlebnissen und Urlaub. Die Frage ist, wie lange h├Ąlt das an? Mein Bauchgef├╝hl w├Ąre, dass es sich einen kompensierenden Effekt hat. Einerseits gibt es immer noch eine ├ťbernachfrage nach Urlaub, weil man hat ja zwei Jahre letztlich nicht vollkommen frei entscheiden k├Ânnen. Andererseits gibt es nat├╝rlich wirtschaftliche Zw├Ąnge, weil man die Gasrechnung, das Urlaubsbudget, wegfrisst. Das w├Ąre dann gut f├╝r Domestic Travel wieder. Dann alle wieder sch├Ân in die Fernh├Ąuser an der Ostsee und dem Allg├Ąu. Deswegen gilt diese Fernhausbranche als sehr krisenresistent. So wie auch Preisvergleiche oder Shopping. Im Boom w├Ąchst man mit dem Markt und in der Rezession durch die wirtschaftlichen N├Âte. Ich glaube nicht, dass es zu einem Einbruch wie E-Commerce im Tourismus kommen wird. Das w├╝rde mich sehr ├╝berraschen, ehrlich gesagt.
Ich glaube, der n├Ąchste Einbruch ist Automobil. Die Preise halbieren sich.
Die Gebrauchtwagenpreise?
Gebrauchtwagenpreise und generell Preise und Nachfrage.
Im Moment haben wir sehr stark diese Supply Chain Probleme noch. Deswegen kann Chips nicht schnell genug gebaut werden. Aber ich glaube schon, dass die Nachfrage sehr stark senken wird. Dass dann Gebrauchtwagen am st├Ąrksten leiden. Und am Ende auch die gesamte Nachfrage. Du hast eine sehr sichere Nachfrage. Die ganzen Mietwagenfirmen fahren ihre Autos immer noch viel zu lange. Das hei├čt, die m├╝ssen mal einen Generationswechsel wieder machen. Die fahren wahrscheinlich ein halbes oder ein ganzes Jahr l├Ąnger als sonst. Das sieht man, wenn man sich die SIX-Gesch├Ąftszahlen anschaut. Dann sieht man, dass ihre Kapitalbindung runtergeht. Und sie weniger Cashflow f├╝r Neuerwerbe haben. Letztes Mal, als ich draufgeschaut habe, konnte man das ganz gut erkennen. Ich glaube, was super schwer ist, ist, eine ├ľkonomie wieder komplett einzupendeln. Das hie├č es ja gerade bei der Fashion-Industrie. Die ganzen Sportartikelhersteller, die ganzen Fashion-Brands, die ganzen E-Commerce-H├Ârer sitzen auf diesen L├Ągern. Es will jetzt auch niemand aufh├Âren zu produzieren. Du hast die Kapazit├Ąten, die du hast. Jetzt fehlt Nachfrage und es ist schon sehr schwer. Du musst entweder Werke zumachen, Produktlinien schlie├čen. Du musst das alte abverkaufen. Und bei der n├Ąchsten Kollektion hast du auch schon wieder Nachfrageprobleme. Das hei├čt, es staut sich. Ich will jetzt nicht sagen, wir brauchen eine Rezession. Aber nach dem Boom der letzten Jahre ist es unheimlich schwer, auf diesem Boom aufzubauen und weiterzuwachsen. Gerade wenn wir jetzt einmal dieses Lagerproblem haben. Und das betrifft eben nicht nur Online. Es betrifft, wenn Nike verschrottet, hei├čt das ja auch, dass die ihre Doors, also die L├Ąden, nicht abverkauft haben. Verschrottet tun sie noch nicht. Wir haben auch zu viele Inventories. Ich glaube, es ist unheimlich schwer, die Wirtschaft wieder in Gleichschritt zu bekommen. Das Supply and Demand halbwegs matcht. Und das Gute ist im Zweifel bei Tourismus, dass, ne okay, ich bin, ich sage Moment, Moment, Moment. Jetzt habe ich es. Tourismus wird nicht die Nachfragekrise haben, weil Tourismus im Supply so krass beschr├Ąnkt ist. Es dauert unheimlich lange, Tourismus hochzufahren. Du hast jetzt noch Probleme, dass in S├╝dostasien teilweise irgendwelche Freizeitparks noch gar nicht auf sind oder das Personal erst mal wieder zu bekommen, Restaurants wieder zu ├Âffnen. Da ist das auch sehr stark au├čer Schwung geraten. Und ich glaube, du hast eine riesige, also Tourismus ist sehr Supply Constrained und du kannst ├ťberkapazit├Ąten gar nicht so schnell aufbauen, wie es jetzt im Online-Handel passiert ist. Nike kann halt schnell ein bisschen mehr Ware bauen, machen lassen in China, in irgendwelchen H├╝tten. Oder Online-H├Ąndler k├Ânnen neue Lager ├Âffnen, relativ schnell und mit Waren vollhauen. Aber im Tourismus ist es eigentlich super schwer, ├ťberkapazit├Ąten aufzubauen. Man sieht es manchmal so bei Flug-Airlines, die haben manchmal Probleme, das zu managen. Aber es ist ja nicht so, dass jemanden, dass Hotels jetzt gebaut wurden deswegen oder so. Das hei├čt, du hast immer noch zu wenig Angebot eigentlich beim Tourismus, glaube ich. Das siehst du ja an den Hotelpreisen. Wo hast du das letzte Mal irgendwie f├╝r 100 Euro irgendwo unterbenachtet, selbst wenn du so ein sehr modester Mensch bist? Die Flugpreise, also allein der Preiseffekt wird den Markt, glaube ich, so sehr treiben durch die Knappheit.
Auf der anderen Seite haben sich doch echt schon viele Leute irgendwie da als Investitionen irgendwo ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung gekauft, die jetzt nicht wirklich bitter n├Âtig war. Oder sind die alle immer komplett ausgebucht?
Nee, Ferienwohnungen sind nicht immer ausgebucht. Aber in der Saison, du hast ja auch das Problem, dass die meisten Leute nicht flexibel sind. Das hei├čt, die wollen alle zur gleichen Zeit, also insbesondere Schulferien weg. Und dann hast du eine absolute Knappheit. Ich glaube, die Kreuzfahrtsunternehmen haben Rekordnachfragen verk├╝ndet. Neulich habe ich irgendwie mitbekommen auf einem Ohr. Ich glaube, die Tourismusbranche wird das relativ gut durchstehen. Ich glaube, wir sind gerade erst dabei, Kapazit├Ąten oder immer noch dabei, Kapazit├Ąten wieder aufzubauen. Man m├╝sste jetzt schauen, sind es irgendwie in Hurghada, in ├ägypten oder so, alle Hotels ├╝berhaupt schon wieder auf? Und ich vermute, dass das noch gar nicht so 100% alles im Schwung ist. Aber es ist eine sehr gute Frage auch. Wenn ich mich irre, f├Ąnde ich es spannend, warum. Aber ich glaube, du hast nicht diesen Oversupply, den du im Handel und in Konsumg├╝tern sehr schnell aufbauen kannst, durch die M├Ąchtigkeit unserer Produktionsanlagen. Das ist, glaube ich, einfach nicht so einfach. Du kannst halt, wenn ein Hotel Doppelschichten macht, also eine Fabrik kann, wenn sie l├Ąnger arbeitet, eine Stunde, kann sie halt 12% mehr raushauen. Ein Hotel kann mit Doppelschichten nicht mehr Touristen bedienen. Und Flugzeuge auch nicht.
Also Tourismus und Luxus ist krisensicher. Oder wie sehen die Zahlen von LWM Arsch aus?
Ja genau, du hast dir gew├╝nscht, dass dein bestes Investment, stimmt das, das Beste ist besser als Apple?
Nee, das nicht.
Aber dein sehr krisenfestes Investment ...
Meine Microsoft ist das.
Deine Microsoft. Wie gut hast du dich mit der Firma besch├Ąftigt?
Champagner, Handtaschen, Luxus, alles Produkte, die ich nicht brauche, ich kaufe.
Aber du m├Âchtest mit daran verdienen, wenn die Reichen gemolken werden.
Genau, wenn die Reichen sich noch mehr von mir abschichten, also Reichen abschichten ...
Die Rache des kleinen Mannes oder Frau.
Genau, dann will ich wenigstens mit daran verdienen.
Find ich gut, gutes Motiv. Also im Schnitt sind die im 28% gewachsen, wieder im Q3 oder 9 Monatszahlen. Achso, das muss ich mal gucken, ob das Q3 oder 9 Monatszahlen waren, die ich jetzt gesehen habe. Ah, so richtig ist es, langsam zieht sich etwas das Wachstum im Q3. Aber auf Sicht der ersten 9 Monate ist man immer noch st├Ąrker gewachsen, als 28% gegen├╝ber dem Vorjahr gewachsen. Also was macht LVMH oder LVMH, das ist eine franz├Âsische Firma, besitzt der Arnault Familie, ist in der Regel entweder der 2. oder 3. reichste Mann der Welt. So wechselt sich da immer so ein bisschen mit Jeff Bezos ab, also ist rund 150 Milliarden schwer, bezeichnet sich als ein Haus von H├Ąusern oder Maisons nennen die ihre Marken, also Markenh├Ąuser. Also das LV steht f├╝r Louis Vuitton, also die Taschen- und Ledermacher. M f├╝r Mouette, Champagner und H f├╝r Hennessy, ist Brandy, also Cognac, glaube ich. Es ist Cognac, ja. Sie haben 4-5 gro├če Sparten, in denen dann mehrere Maisons oder H├Ąuser sind. Das ist einmal Champagner und Wein, dazu geh├Ârt sozusagen das namengebende Mouette Echandron, aber auch W├Ârf-Clicquot, also eigentlich fast alle Shampoos-Marken, die der Durchschnittsmensch kennt. Mouette Echandron, W├Ârf-Clicquot, dann im h├Âheren Preissegment Dom Perignon und Ruinat, Amandes de Brignac, das ist Jay-Z Champagner mit dem Ace of Spades, also der Poker-Karte vorne drauf, Krug Mercier, ich glaube das sind die Shampoos-Marken, dann so ein paar Weing├╝ter, irgendwo in der Pavella, hier und da. Dann Spirits, das ist eben Hennessy, Belvedere, Wodka, Art Beck, das ist ein ganz guter Ida Whiskey, Glen Moroney und Glen Moray, glaube ich noch. Das zusammen macht aber nur 10%, also alles was Souff├ę ist, macht 10%, hat aber 30% Marge, operative Marge, also die Rohmarge ist insgesamt bei zwei Dritteln bei LVMH, also der Wareneinsatz ist immer nur ein Drittel ungef├Ąhr. Die operative Marge ist am Ende insgesamt knapp unter 30% bei Spirits und Wein, Champagner ungef├Ąhr bei 30%. Dann gibt es, der gr├Â├čte Teil ist Fashion und Leather, also Mode und Leder, dazu geh├Ârt Louis Vuitton, bekannt f├╝r geschmacklose Klamotten, die aber sehr teuer sind. Christian Dior, Celine, Bulgari, Fendi, Givenchy, Kenzo, Marc Jacobs, das macht zusammen die H├Ąlfte der Ums├Ątze und hat eine 42% Marge, operative Marge, also was ├╝brig bleibt am Ende. Dann gibt es ein Uhrensegment, Hublot, Tag Heuer, Zenith und Tiffany w├╝rde man wahrscheinlich dazu z├Ąhlen, also die ganzen Watches und Jewelry, also die gesamte Tiffany Gruppe geh├Ârt zu LVMH inzwischen. Genau, Hublot, auch furchtbar h├Ąssliche Uhren, Tag Heuer, also g├╝nstiges Menso, Omega Breitling, Preisklasse, Zenith, Preissegment wei├č ich nicht, aber ist auch sehr h├Ąsslich.
Ich will einfach nur Zahlen von dir h├Âren, du musst mir jetzt nicht sagen, wo du die Speise zahlst.
Wir sollen immer sagen, was die Firma macht, wir sollen erz├Ąhlen, was die Firmen machen. Also die Uhren und Jewelry macht 14% und nur 19% Marge, also da ist es ein bisschen schwerer mit Geld zu verdienen. Dann gibt es noch Selective Retailing, also sie haben zum Beispiel Remover den Kofferherstellern zugekauft oder Sephora, ein Kosmetik und Parf├╝merie Kette aus den USA. Das macht insgesamt so 20% Umsatz, aber nur 5% Marge aus. Und dann, sch├Ątze mal, wieviel Prozent der Ums├Ątze in Asien ohne Japan sind?
30 bis 40.
Sehr gut, 35%, genau. Das ist ein bisschen r├╝ckl├Ąufig, sieht man ganz gut. Also es w├Ąchst deutlich langsamer Asien durch die Covid-Restriktionen, die es in China haupts├Ąchlich nat├╝rlich gibt. Die EU macht so rund 25% und die USA halt noch mal ein bisschen weniger. Wir k├Ânnen mal durch die neuen Monatspr├Ąsentationen gehen. Also sie wachsen. Jetzt nicht Q3, sondern Aufsicht von neun Monaten. Wir schauen am Ende nochmal, wie sich das zusammensetzt. Von 44 Milliarden auf rund 59,5 Milliarden. Das entspricht 28% Umsatzwachstum, Aufsicht von neun Monaten. Davon sind 20% organisch und der Rest kommt aus. Was glaubst du? Aus dem Currency-Effekt. Also da sie ein franz├Âsisch stimmiges Unternehmen, was quasi in Euro bilanziert ist, aber viel Umsatz eben im Ausland macht, wo im Zweifel auch oft Dollarpreise oder an Dollar gebundene Preise gelten, profitieren sie sehr stark von der Euro-Schw├Ąche. Also theoretisch muss man sagen, der Euro ist halt 8% weniger wert geworden in der Zeit. Also organisch sind 20% gewachsen. Der W├Ąhrungseffekt in Euro gemessen f├╝gt dann weitere 8% Wachstum hinzu. Im Q3 sind sie in den USA, also das ist jetzt nur das organische Wachstum, 11% gewachsen. Das war im Vorquartal noch 22%. Also es geht langsamer. In Japan 30%. Irgendwie stehen die Japaner total auf den ganzen Kram. Und in Europa 36%, aber in Asien nur 6% gewachsen organisch. Das liegt au├čer in Asien fast immer ├╝ber dem Wert des ersten Halbjahres. Also es verlangsamt sich langsam. Man hat nat├╝rlich von den schlechten Vorjahreszahlen vorher, also einfachen Vergleichen, sehr stark profitiert. Und das geht jetzt so ein bisschen raus. Weine und Spirituosen w├Ąchst mit 14 statt 20%. Hat aber den gleichen W├Ąhrungseffekt. Also wachsen ein bisschen langsamer. Mode und Leder w├Ąchst mit 24% am schnellsten. Parf├╝m und Kosmetik. Achso, das gibt es auch noch. Gelin und Dior. Ein paar hochpreisige Parf├╝m-Marken. Die wachsen mit 12% plus W├Ąhrungseffekt. Watches und Jewelry. Das hat mich ├╝berrascht. W├Ąchst noch mit 16%. Obwohl dieser Watch-Price-Index, der sieht wirklich brutal aus, wie der gerade runtergeht. Kann man sich das auf www.watchcharts.com anschauen. Der ist ein Index, wei├č nicht, wie der berechnet wird, ehrlich gesagt. Aber der war im H├Âhepunkt w├Ąhrend Corona von 25 auf 55.000 Dollar hochgegangen. Und ist jetzt runter auf 43.500 wieder. Also hat relativ stark eingew├╝├čt in den letzten 6 Monaten. Krass.
Der sieht schlimmer aus als jedes Portfolio.
Da fehlt halt deutlich Nachfrage. Das Retailing, also Sephora und so, w├Ąchst auch mit 20%. Die profitieren davon, dass sie wieder aufmachen. Au├čer bei DFS, das ist in Hongkong, Macau, da ist noch viel zu. Ich finde es schon krass, wie... Aber ich meine, in einer Welt, die immer ungleicher wird, macht es total Sinn, dass Luxus so durchzieht. Man sieht jetzt eine Verlangsamung. Andererseits kann man ja damit rechnen, dass China sich irgendwann erholen wird. Es gibt auch da Risiken, dass du da irgendwann eine Konsumentenkrise haben wirst oder eine Immobilienkrise. Die k├Ânnten sich dann negativ auswirken. Aber sofern China irgendwann wieder aufmacht und diese schlimmen Covid-Restriktionen sich ver├Ąndern, dann h├Ątte es nat├╝rlich nochmal starkes Extrawachstum, dass es nachgeholt wird. Wobei auch viele das im Ausland kaufen. Der Umsatz ist zum Beispiel in Frankreich. Frankreich wird einzeln ausgewiesen, unter anderem weil ganz viele Leute zum Beispiel aus den USA oder China wirklich nach Paris fliegen, um Louis Vuitton zu kaufen. Da gibt es halt, wenn man auf dem Champs-Elys├ęes zum Louis-Laden geht, ist da safe eine Schlange von Leuten, die das aus steuerlichen Gr├╝nden oder Authentizit├Ątsgr├╝nden in Paris kaufen wollen. Da ist wahrscheinlich noch Potenzial, dass China wieder noch mehr anzieht. Aber es gilt als relativ krisenresistent, weil es die reichen Leute in der Krise in der Regel nicht juckt. Ich glaube problematisch w├Ąre es, wenn sich in China das Wachstum stark verlangsamt. Ich glaube, LVMH profitiert sehr stark davon, dass jeden Tag Million├Ąre in China geboren werden. Das hilft wahrscheinlich beim Absatz von Louis-Vuitton-Taschen und Luxus-Whiskys und Champagners. Ich finde es ganz lustig, diese Umverteilung nach unten als Aktion├Ąr. Die haben eine brutale Wachstums-Marge von ungef├Ąhr 66%. Die operative Marge ist auch so rund 28-27%. Sie sind ja relativ hoch verschuldet, weil sie durch viele ├ťbernahmen gewachsen sind in der Vergangenheit. Sie kaufen halt diese Maisons, die Markenh├Ąuser immer wieder hinzu. Dadurch haben sie relativ hohe Schulden. So 37 Milliarden gibt Yahoo Finance an. Das aber bei einer Marktbewertung von ├╝ber 300 Milliarden. Sie traden auf 20x Forward Price Earnings. Das ist relativ teuer nat├╝rlich. Andererseits wachsen sie noch mit 30% auf 9-Monats-Sicht und haben eine sehr hohe profit-Marge oder operative Marge. Da kommt man gut durch alle Krisen. Warum nicht Geld verdienen, wenn andere Leute zu viel haben? Kann man schon machen. F├╝r dich ist es gut, die haben nur 5% Year-to-Date verloren, oder so. Oder auf Sicht von einem Jahr?
Ich glaube, es ist mein stabilster Aktien-Depot.
Ja, minus 7% steht hier 52 Wochen. Besser als der S&P.
Also, geht mal auf die Webseiten, schaut mal nach Weihnachtsgeschenken. Die meisten unserer H├Ârer k├Ânnen sich das ja leisten.
Aber da ist halt zum Beispiel, ist das die Frage? Ich w├╝rde ja mal sagen, dass die Leute auch irgendwann kapieren, dass Experiences wichtiger sind. Ich glaube, ich verstehe die Audience nicht gut genug. Ich verstehe, wie die Leute das Geld nicht haben und sich das kaufen, was ja auch ein signifikanter Teil ist. Ich glaube, es fliegen immer mehr Louis-Taschen in der Economy als in der Business-Class. Aber ich verstehe definitiv auch die Leute nicht, die genug Geld haben und sich es dann kaufen. Aber die Zahlen zeigen, dass es ein sehr robustes Business ist. Auf jeden Fall, von den brutalen Schlie├čungen w├Ąhrend Corona nat├╝rlich ein bisschen, haben sie einen Hit bekommen auch, weil die L├Ąden einfach zu waren und man in Clubs nicht feiern kann. Also es gehen ja keine Dompi-Flaschen aus dem Lager. Ich glaube, es gibt Champagner, wo habe ich das denn neulich gelesen? Ich glaube, du hast eine brutale Shortage bei Champagner gerade. Also teilweise darfst du nur noch eine bestimmte Anzahl Flaschen aufmachen und sowas. In Clubs, die Preise ziehen immer h├Âher an. Also weil man da logischerweise durch die Produktion und Keller und so weiter auch Supply Constraint ist, kann man sehr gut an der Marge arbeiten.
Die Champagner-Krise. Ich habe gedacht, die Rolex- und Champagner-Krise gibt es nur auf dem Oktoberfest oder in M├╝nchen. Gab es nicht jedes Jahr irgendwie in M├╝nchen so eine Nachricht, dass es keine Rolex mehr zu kaufen gibt oder so?
Warum kaufen wir Rolex?
Keine Ahnung. Ich meine, irgendwann gab es das mal. Die Uhrenkenner werden uns bestimmt aufkl├Ąren und erkl├Ąren, was los ist. Zum Schluss, Sparthipp. Du in Amerika, w├╝rdest du dein Netflix-Account jetzt runterschrauben und Werbung gucken?
Ab November ist es soweit.
Dann kann man irgendwie f├╝r 6,99 Netflix mit kleinen Werbeunterbrechungen gucken. Gute Idee oder einfach nochmal News for Earnings n├Ąchste Woche?
Hoffnungsschimmer vor schlechten Earnings, w├╝rde ich sagen. Also, Disclaimer. Ich habe gerade vorher nochmal geguckt. Um keinen Qualm. Ich habe ja aus Bock diese Netflix-Positionen, mit der ich mich letztes Mal ein bisschen versch├Ątzt habe, offengelassen. Und die ist jetzt nicht so gut gelaufen. Also 20% im Minus. Vorhebel. Das hei├čt, ich setze jetzt darauf, dass Netflix nochmal einbricht. Hoffentlich. Also die Hoffnung ist nat├╝rlich, mit einem g├╝nstigen Angebot neue Abos wieder zu bekommen. Die Gefahr ist aber durchaus nat├╝rlich, dass eventuell auch Leute, die ein teures Abo haben, runterskalieren und sagen, dann gucke ich mir halt Werbung an. Und zahle nur 6,99. So oder so wird sich das in diesen Quartals dann nat├╝rlich noch nicht manifestieren. Ich hoffe, dass sich der Nutzerschwund noch st├Ąrker manifestieren wird, erst mal bei Netflix dieses Quartal. Weil die N├Âte haben. Also Netflix leidet unter der Dollarschw├Ąche. Das m├╝sste nochmal st├Ąrker rauskommen. Dollarst├Ąrke. Dollarst├Ąrke, Entschuldigung, da hast du sehr gut aufgepasst. Also unter der Dollarst├Ąrke, weil sie viel Umsatz im Ausland machen und in den USA notieren und bilanzieren. Das hei├čt, das m├╝sste sich nochmal durchdr├╝cken. Ich glaube, dass die wirtschaftlichen N├Âte sich langsam, dass Menschen sich langsam vielleicht darauf vorbereiten. Wenn nicht, ist es was, worauf man in den n├Ąchsten Quartalen noch hoffen kann. Ich sehe ├╝berhaupt keinen Grund, warum man gerade Netflix Abonnent werden sollte, ehrlich gesagt.
Aber ab und zu gibt es mal einen ganz guten Stand-Up-Comedy-Beitrag.
Ja, aber es gibt mehr und mehr Leute, die einfach ein neues Abo machen, wegbingen und wieder zumachen den Account. Ja. Das ist zu viel Zeit und zu wenig Geld.
Ganze Zeit.
Das ist nat├╝rlich insofern, aber das ist spannend. Weil was hei├čt das? Du giltst in diesem Quartal als aktiver Nutzer und deine Churn ist aber schon passiert eigentlich. Weil du schlie├čt deinen Account ja nicht aktiv wahrscheinlich, sondern du sagst nur, ich will jetzt nicht bezahlen.
Doch, doch. Was ich mache ist, ich schlie├če das auf dem Telefon ab und dann sehe ich bei Apple meine ganzen Subscriptions und die haue ich immer wieder raus. Und dann gucke ich mir halt eine Sache an, das einzige was bei mir halt durchl├Ąuft ist Amazon Prime. Auch ja da, ich habe angefangen The Giant Beast, that is the Global Economy zu schauen, was du vor ein paar Folgen empfohlen hast. Sehr gut.
Fandst du gut?
Ja, super gemacht als Doku.
Dachte ich mir, dass sie das gef├Ąllt. Sch├Ân f├╝r vierj├Ąhrige.
Genau, sch├Ân f├╝r Jungs ab sechs. Also es f├╝r mich genau richtig.
Ja, fand ich gut.
Und ja, also ich glaube Netflix hat zwei, also hat vor allem einen Fehler in der ganzen Nummer gemacht. Den Business Case, den die sich ausgerechnet haben, die zeigen jetzt die Werbung und nehmen weniger Geld von den Nutzern. Der sah vor vier oder vor zw├Âlf Monaten wahrscheinlich noch anders aus. Jetzt kann man ja schon vermuten, dass vielleicht ein bisschen weniger Werbegeld in die ganze Bewegtbild Werbung kommt. Und dann rechnet sich das gar nicht mehr so, wie sie sich das vor einem Jahr vielleicht ausgerechnet haben.
Genau, sie sind von einem relativ guten Gesch├Ąftsmodell auf ein schlechteres umgestiegen im Moment.
Und das dann noch Wind von vorne hat, weil der Werbemarkt nach unten geht.
Genau, aber ich meine, was willst du sonst tun? Also die Alternative ist, du sagst zu Aktion├Ąren, das war's. Es gibt 200 Millionen Menschen oder 22 Millionen Menschen auf der Welt, die Netflix gucken wollen. Und f├╝r die anderen haben wir noch keine Inhalte gefunden, die sie dazu bringen, das dauerhaft zu abonnieren. Einzige M├Âglichkeit w├Ąre, in Sport-Events brutal zu investieren. Dazu haben sie eigentlich das Geld nicht. Also was hei├čt, sie haben das Geld, aber das operative Ergebnis ist schon gestresst und wird eigentlich nur dadurch gest├╝tzt, dass sie ihre Verluste noch in Pseudo-IP umwandeln. Das haben wir letztes Mal erkl├Ąrt, erkl├Ąren wir vielleicht bei den Zahlen die n├Ąchste Woche. Also ich muss mal kurz gucken, ob Q3 ist. Das sieht man nicht so gut, ob das ein gutes oder ein schlechtes ist. Also das Winterquartal ist schon relativ gut. Das Q4 wird einigerma├čen besser werden wieder. Aber Q3, ich glaube, es wird wieder sinken. Sie rechnen mit einer Million zus├Ątzlichen Abonnenten. Kann nat├╝rlich sein, dass sie die irgendwie ├╝berall zusammenkratzen. Aber dann wird es beim Umsatz gerade, glaube ich, nicht passen. Vielleicht schlagen sich die Preiserh├Âhungen noch durch. Wann wurden die gemacht?
Schon eine Weile.
Sind die schon durch? Ich wei├č nicht, ob die im letzten Quartal schon manifestiert haben oder nicht. Also Netflix muss irgendwie beweisen, wie sie ihren Markt vergr├Â├čern k├Ânnen.
Sie m├╝ssen vor allem jetzt nochmal hart durchgreifen, dass man irgendwie nur eine gewisse Anzahl von Accounts mit dem Vertrag haben kann. Also du kannst ja immer noch irgendwie das teilen und auf x Ger├Ąten irgendwie runterladen und dich da anmelden. Was ich tats├Ąchlich, also ich habe die App jetzt gerade auf dem Handy und bin tats├Ąchlich ├╝berrascht.
Aber warum teilst du die Accounts dann nicht? Warum machst du die st├Ąndig an? Ich habe noch drei frei, so willst du sein? Offiziell darf ich das nicht mehr, ne?
Ja, nein, m├Âchte ich nicht. Aber was tats├Ąchlich, also ich habe die App jetzt echt lange nicht mehr auf dem Telefon gehabt. Und was sie jetzt haben ist Schnelle Lacher. Kennst du das? Also auf Deutsch hei├čt das Schnelle Lacher. Das ist wie auf TikTok. Du gehst und sie zeigen dir dann vor allem von Startup Comedians die verschiedenen Sequenzen. Also immer mal so 30 Sekunden oder eine Minute und dann kannst du drauf gehen und siehst dann alle Shows von denen oder die Show, aus dem das raus ist. Und ich glaube, wenn sie da echt wesentlich mehr machen, kann es schon die Zahlen ma├čgeblich erh├Âhen. Da k├Ânnte man dann auch sehr gut Werbung einf├Ądeln.
Aber wer zahlt denn daf├╝r?
Ja, aber du bleibst schon da und findest halt mehr. Die wollen ja auch, dass die Leute l├Ąnger auf der App bleiben. Stell dir vor, sie w├╝rden da zum Beispiel die Highlights zeigen von den verschiedenen Filmen. Da siehst du die zehn glaubw├╝rdigen Szenen von Fast and the Furious zum Beispiel. Und danach kannst du dir den Film angucken. D├╝rfen die die Filme schneiden, wie sie wollen oder m├╝ssen sie offizielle Trailer immer nehmen?
Ich glaube nicht, dass du die Rechte hast, das einfach so zu schneiden, wie du willst, ehrlich gesagt. Schade. Also ich w├╝rde jetzt auch nicht zwangsl├Ąufig gegen, obwohl mache ich ja gerade, also kurzfristig gegen Retailstings. Langfristig traue ich dem schon zu, noch irgendwas zu finden, was funktioniert. Ich glaube nicht, dass es Gaming ist. Vielleicht ist es so etwas wie ein Short-Format. Vielleicht war Quibi nur nicht die richtige Zeit und Netflix hat eher die Bibliothek, um sowas auch nochmal cool zu machen.
Vielleicht kauft er Paladin.
Wei├č nicht. Andererseits, der Headwind ist halt, Leute haben kein Geld. Leute kriegen es bei Amazon auch sehr g├╝nstig und bei Disney vor allen Dingen g├╝nstig. Und TikTok frisst einfach unheimlich viel Zeit weg. Und Leute wollen auch wieder mehr rausgehen, wenn sie k├Ânnen.
Aber Netflix ist die g├╝nstigste Alternative, wenn das mit den Werbungen l├Ąuft.
Paramount ist noch g├╝nstiger.
Ich bin gespannt. N├Ąchste Woche sehen wir die Earnings und ab November sehen wir...
Im Vorjahr konntest du halt nichts machen au├čer Netflix. Und jetzt hast du wieder Alternativen. Und ich glaube, die Leute, die quasi nur aus Langeweile Netflix geschaut haben, die sind halt schwer zur├╝ck zu reaktivieren. Achso, und dann hat unser Lieblings-Russian-Asset diese Woche noch wieder rumgez├╝ndelt. Beziehungsweise ist ein Report rausgekommen, auch da haben wir einen Link von der BBC, die schon uns gepackt. Dass Elon Musk angeblich mit Putin ├╝ber den... also bevor h├Âchstwahrscheinlich oder nachdem, das wei├č ich gar nicht, er seine komischen Tweets mit den tollen Friedensvorschl├Ągen f├╝r die Ukraine abgesetzt hat, die vom Kreml und Putin sehr begr├╝├čt wurden, vom Rest der Welt zur├╝ckgewiesen, soll er mutma├člich mit Putin gesprochen haben.
Er sagt, das stimmt nicht.
Genau, er dementiert das, auch der Kreml dementiert das. Wer diese Anschuldigung erhebt, ist Ian Brammer von der Eurasia Group. Das ist sozusagen eine Think Tank oder eine Firma, die globale politische Risiken analysiert f├╝r Unternehmen und Staaten. Und einer muss von den beiden l├╝gen, das ist relativ logisch. Und ich glaube, egal was man von Elon Musk h├Ąlt, ich glaube schon, dass die Fakten es hergeben, dass Ian Brammers gesamtes Business ist auf seine Reputation und Integrit├Ąt aufgebaut. Der L├╝gt hielte ich f├╝r sehr ├╝berraschend. Elon Musk wiederum ist, das muss man fairerweise sagen, ein notorischer L├╝gner. Er gibt jetzt tausend Sender, Solar Panels, sein Truck. Er ist einfach ein Vision├Ąr. Also er hat einen Reality Distortion Field, meinst du. Also er lebt in seiner eigenen Realit├Ąt, sagen wir mal so. Von daher kann er nicht l├╝gen und trotzdem die Unwahrheit sagen. Und der Kreml zeichnet sich jetzt auch nicht durch eine faktengetreue Wiedergabe der Realit├Ąt. Also eine faktengetreue Wiedergabe der Lage aus vermutlich.
Viel krasser finde ich diese Starlink Nummer, dass er da getwittert hat, dass sie die jetzt da rausnehmen wollen oder irgendwie Zahlungen deaktivieren. Und dann sagt er, mir wurde ja gesagt, ich soll irgendwie mich verpissen.
Ich habe lustigerweise, als wir das letzte Mal dar├╝ber gesprochen haben, dachte ich noch so, als ich meinte, wenn er seine Armee von Sicherheitsrobotern baut und so, und dass es eigentlich auch gef├Ąhrlich ist, seine Kommunikation komplett auf Starlink aufzubauen, wenn der Typ die Macht irgendwann hat und sagt, ich finde es eigentlich nicht gut, was er gerade macht. Habe es mir aber verkn├╝pft zu sagen, weil es die schlechte Tesla-Aktienkurs ist, gef├╝hlt desto empfindlicher werden unsere Zuh├Ârer auch, was Elon Musk angeht. Und meine Kommentare dazu. Aber tats├Ąchlich ist genau das eingetreten, n├Ąmlich dass die Ukraine zun├Ąchst festgestellt hat, dass je n├Ąher sie sich der Grenze zu Krim, also nicht der Grenze, sondern je n├Ąher sich der Krim ann├Ąhert, eine Grenze darf es eigentlich nicht geben, weil sie ja nur wirklich rechtswidrig adaktiert ist, je n├Ąher sich der Krim ann├Ąhert, funktioniert Starlink einfach nicht mehr. Ich glaube, er hat dann mehr oder weniger klar zugegeben, dass das so intendiert ist, also dass er nicht vorhat, den Starlink-Exzess auf die Krim auszuweitern, weil er das mit der Angst vor einem nuklearen Krieg begr├╝ndet hat. Da ist die Frage, woher er wei├č, dass das die rote Linie ist f├╝r Putin, die Krim. Also das scheint die rote Linie zu sein, weil er die quasi als Table-Stick sieht und dass das, auch wenn es v├Âlkerrechtswidrig annektiert ist, inzwischen Russland zuzurechnen ist. Aber irgendwie hat er das Gef├╝hl, dass wenn die Ukraine sich die Krim zur├╝ckholen w├╝rde, dass das einen Nuklearkrieg ausl├Âsen k├Ânnte. Und deswegen sabotiert er das, anders kann man das eigentlich nicht nennen, sabotiert er aktiv sozusagen ukrainische Operationen um die Krim herum und hat jetzt gesagt, entweder sollen die USA den Satellitenschirm, der Starlink bef├Ârdert, dort bezahlen, oder er tut, was der Botschafter eben gesagt hat, n├Ąmlich To Fuck Off, also sich verpissen. Das ist halt entweder beleidigt oder aktive Teilnahme. Also er sagt ja immer, er m├Âchte nicht, dass Starlink an aktiven Kriegshandlungen teilnimmt, dann h├Ątte er es vielleicht der Ukraine nicht geben d├╝rfen, weil das war ja klar, dass es eine Konfliktzone war. Das scheint der Ukraine sehr geholfen zu haben, Starlink, das muss man auch dazu sagen. Es wurde aber auch nicht nur durch Elon Musk finanziert. Aber es ist nat├╝rlich super gef├Ąhrlich, wenn irgendein Superreich einfach sagt, ich m├Âchte, dass ihr diesen Schritt zur Befreiung eures Landes jetzt nicht macht, weil ich habe da einen besseren Vorschlag gemacht und ich habe Angst, dass irgendein Eurotip im Kreml sonst weiter eskaliert. Kompliziert.
Ja, mal gucken, was wir in der n├Ąchsten Folge ├╝ber ihn erz├Ąhlen k├Ânnen.
Und das andere ist halt, dass theoretisch, es gibt diesen Logan Act, das hat Scott Galloway getwittert, das hei├čt eigentlich d├╝rfen US-Individuals, also B├╝rger, nicht mit advers gestimmten Regierungen, mit denen die USA in einem Disput sind, was man auf Russland wohl beziehen m├╝sste, in irgendeine Art von Verhandlung treten. Das hei├čt, er hat eventuell auch ein Gesetz gebrochen, wenn er sich wirklich, also fairerweise kann man sagen, er hat zugegeben, mit Putin gesprochen zu haben, aber vor 18 Monaten, da ging es um SpaceX, das hei├čt, er hat definitiv Kontakt mit Putin gehabt. Es kann nat├╝rlich auch sein, dass beide recht haben, insofern, dass er Ian Bremmer belogen hat. Also, dass Ian Bremmer sagt, Elon Musk hat mir gesagt, er hat mit Putin gesprochen. Das kann dann richtig sein, dass entweder wollte Musk sich selber ├╝berh├Âhen und hat nicht mit ihm gesprochen, oder er hat mit ihm gesprochen und l├╝gt jetzt. Aber so oder so muss einer von den beiden logen. Ich w├╝rde jetzt f├╝r niemanden meine Hand ins Feuer legen, aber ich halte es f├╝r sehr viel unwahrscheinlicher, dass Ian Bremmer, der wie gesagt sein Geld mit seiner Reputation verdient, der auch einfach keinen Grund hat. Also, der kann sich vor Interviewanfragen und Arbeit eh gerade nicht retten, weil er als sehr guter Analyst der weltpolitischen Lage gilt. Der hat ├╝berhaupt keinen Grund, das alles jetzt kaputt zu machen, um sich da ein bisschen in den Vordergrund zu stellen. Ich bin gespannt, ob im Prozess zum Beispiel dann so Putin SMS oder so, na gut, SMS schreiben die wahrscheinlich nicht, weil das so dumm ist, Fax. Fax. Fax, meinst du? Brieftauben. Keine Ahnung, wie telefonieren die? Aber der wird ja mit keinem Device, was in den USA registriert ist. Hat Elon Musk ein abh├Ârsicheres Handy? So viele Fragen. Hast du gelesen, wer bei OMR gelesen, wer die Elon Musk Party im April veranstaltet hat?
So ein Gutscheintyp.
Er ist manchmal auch nicht verstanden, worauf sein Business basiert, n├Ąmlich auf Diskretion. Ich glaube, wenn du Promi-Partys organisierst und dann wie ein Pappermauer mit der Presse redest und dich dabei noch richtig, richtig, richtig dumm aussehen l├Ąsst, ist er auch nicht so schlau. Aber er ist ja nicht die erste komische Entscheidung in seinem Leben, die er trifft. Naja, so genug Gossip f├╝r heute. Ich habe geh├Ârt, viele H├Ârer m├Âgen den Gossip-Teil besonders. Ab n├Ąchster Woche gibt es wieder harte Fakten, Fakten, Fakten.
Ja, genau. Da gibt es wieder sch├Âne Earnings mit viel Bildschirmzeit und allem. Wir freuen uns drauf. Habt ein sch├Ânes Wochenende. Bis Mittwoch. Peace.
Ciao, ciao.