Doppelg├Ąnger Folge #190 vom 21. Oktober 2022

Netflix & Twitter | Tesla & Snap Earnings | ­čĹĘÔÇŹ­čĺ╗ Accel EU | ­čôŁ 2023 | Bundesanzeiger Tool gerfin

Nat├╝rlich geht es wieder um Elon und Twitter. Dazu schaut sich Pip die Zahlen von Tesla und Snap an. Habt ihr euch die Accel 2022 Euroscape Pr├Ąsentation angeschaut? Bird verabschiedet sich aus Deutschland und Uber will Werbung anbieten. Pip hat das Bundesanzeiger Toll gerfin auf LinkedIn gefunden und regt sich ├╝ber LinkedIn Anfragen auf.

Philipp Gl├Âckler (https://twitter.com/gloeckler) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:03:20) Twitter

(00:15:50) Tesla Earnings

(00:26:25) Snap Earnings

(00:44:25) Accel 2022 Euroscape

(00:57:30) 2023 Planung

(01:04:28) Bird

(01:07:30) Uber Werbung

(01:11:55) Bundesanzeiger Tool

(01:17:20) LinkedIn Bots

(01:24:00) B├Ârsenspiel

(01:30:39) Murakamy Podcast

Shownotes:

Accel 2022 Euroscape https://www.accel.com/noteworthy/accel-2022-euroscape-reset

Bundesanzeiger Toll gerfin https://gerfin.net/

Spotify: Murakamy Podcast: Vom Avocado-Store Gr├╝nder zum Doppelg├Ąnger-Podcast-Host mit Philipp Gl├Âckler https://open.spotify.com/episode/3S7bSpDXcgbviHqn895WI2?si=QgYsugAgSVOu7qk-rBpLuw

Apple: Murakamy Podcast: Vom Avocado-Store Gr├╝nder zum Doppelg├Ąnger-Podcast-Host mit Philipp Gl├Âckler https://podcasts.apple.com/de/podcast/36-vom-avocado-store-gr%C3%BCnder-zum-doppelg%C3%A4nger-podcast/id1459644708?i=1000583292491&l=en

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 190 Mitte Ende Oktober. Pipp eine schnelle Frage f├╝r dich Kanzler oder Candy Crush?
Kanzler oder Candy Crush? Du spielst auch ein Foto an, das ich gestern gesendet habe, das aber nicht so richtig war von dich.
Ich fand das sehr sehr witzig, hat meinen Tag ein bisschen sch├Âner gemacht.
Das war witzig?
Ja, also dein Untertitel, du sa├č im Flugzeug, daf├╝r gibt es bestimmt die ein oder anderen b├Âsen Kommentare, du musst uns noch erkl├Ąren warum.
Genau, ich fliege normalerweise nicht mehr Inland, das war sowieso mein erster Flug, also Kurzstrecke, der erste seit vier Jahren. Der Grund war, ich habe den letzten Zug verpasst, habe es bevorzugt, um diesen Podcast unter anderem um diesen Podcast gut verzweiten, noch abends nach Hause zu kommen. Und deswegen durfte ich fliegen, habe das kompensiert nat├╝rlich und gleichzeitig das extra CO2 f├╝r ein Hotelzimmer gespart dabei.
Und dann hast du Candy Crush mit Laschet gespielt?
Nein, also ja, Armin Laschet, der ehemalige Getrennterkandidat der CDU sa├č neben uns und der hat so eine lustige Art das Handy zu behalten, das sieht halt aus wie diese so 55-J├Ąhrigen in der Tram, die Candy Crush spielen. Das fand ich ganz lustig.
Und zweite schnelle Frage, wie sieht es aus mit deinem Netflix Short? Shortest du weiter oder bist du raus?
Oh, habe ich mich gar nicht, ich glaube, ich habe mich noch nicht entschlossen, glaube ich. Du hast ja gesagt, ich soll weiter. Also die Gefahr ist, da komme ich sp├Ąter noch drauf, was die eigentliche Gefahr ist, aber das kann man auch jetzt schon sagen. Also was Netflix schon gesagt hat, ist, dass sie ihr Family Sharing Feature weltweit ausrollen wollen und das scheint ja in den Testm├Ąrkten gut funktioniert zu haben. Da ist nat├╝rlich die Gefahr, dass das tats├Ąchlich zu einem MAU-Wachstum f├╝hrt dann. Ich bin mir nicht so sicher, ob es zu einem signifikanten Umsatzwachstum f├╝hrt. Der Umsatz ist ja auch geschrumpft dieses Mal, das muss man auch sagen. Und Netflix hat gesagt, sie guiden nicht mehr MAUs, also mannst die Active Users. Das hei├čt, sie haben gesagt, sie halten diese Canceler nicht mehr f├╝r ausschlaggebend oder so ausschlaggebend in Zukunft, dass sie die unabh├Ąngig vom Umsatz und Earnings und was man normalerweise sozusagen, wo man Forecasts macht f├╝r die Analysten, wollen sie das nicht mehr sagen, ob sie glauben, sie haben n├Ąchstes Jahr mehr oder weniger MAUs. Das, ja, mach ich. Ich wei├č es nicht. Ich wei├č es auch nicht. Also der Fakt, wo habe ich mich versch├Ątzt? Also einerseits hat ihre, die Politik hat funktioniert und Stranger Things war stark. Jetzt kommt Squid Game, das wird nochmal stark wahrscheinlich. Aber das sorgt ja nicht daf├╝r, dass Leute dauerhaft die Accounts, also dadurch kriegen ja nicht viele Leute dauerhaft neue Accounts. Sondern es sind ein paar Leute, die wieder aktiviert wurden. Ich wei├č nicht, ich muss mir in Ruhe. Und ich meine, insgesamt ist es ja noch, wenn ich denke, dass der Markt insgesamt runter geht, ist ja auch das allein schon, w├Ąre jetzt ein Grund eher eine Short-Position zu halten als eine Long-Position. Ich lasse es mal erstmal noch offen, aber so richtig schlau ist es wahrscheinlich nicht. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philip und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko des P├ľ... Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.io, smash disclaimer nachlesen.
Und wie sieht es mit deiner Twitter-Aktie aus?
Die war zwischendurch bis auf 2 Dollar oder so an den 54,2 ├ťbernahmekurs schon dran. Und da h├Ątte man schon sagen k├Ânnen, das ist jetzt wieder eine Short-Opportunity theoretisch f├╝r Twitter, weil... der Maximum-Gain oder was gegen dich l├Ąuft, war halt nur noch 2 Dollar Unterschied. Dass irgendein Random-Event passiert, das den Deal doch noch zerbrechen l├Ąsst, ist auf jeden Fall mit mehr als 20% Wahrscheinlichkeit zu bepreisen. Und der Ausschlag w├Ąre vermutlich h├Âher. Das hei├čt, h├Ątte man theoretisch, so wie Hindenburg hat es ja so schlau getradet, ne? Theoretisch h├Ątte man jetzt bei dem hohen Kurs schon wieder fast dagegen wetten k├Ânnen. Habe ich nat├╝rlich nicht gemacht. Obwohl es ja schlau gewesen w├Ąre, weil Twitter jetzt wieder... Also Pre-Market, wir sind kurz vor Er├Âffnung des Marktes, der US-M├Ąrkte, wenn wir aufnehmen. Die ist jetzt 14% unter... oder? War das 14%? Sekunde, ich gucke nochmal.
Ja, ist sie jetzt mittlerweile aber wieder hochgegangen. Also jetzt ist nur noch minus 3,5%.
Ah, minus 4 sehe ich. Ja, okay, das ist besser. Aber zwischenzeitlich war Twitter wieder 14% im Minus. Und zwar, weil die beiden Regierungen... Es soll durchgesickert sein aus der beiden Regierungen, dass man M├Âglichkeiten testet, Elon Musk's Ventures SpaceX und auch den Twitter-Deal unter ein sogenanntes Security Review zu stellen. Das hei├čt, die Regierung w├╝rde sich anschauen, ob nicht amerikanische Sicherheitsinteressen eventuell verloren sind. Einfach, weil SpaceX sich hier aktiv in den Krieg eingemischt hat in der Ukraine. Einmal durch das Zurverf├╝gungstellen der Technologie f├╝r eine Partei, danach durch das Unterlassen oder das Zur├╝ckziehen der Versorgung in einem gewissen Bereich. Das hei├čt, theoretisch k├Ânnte da ein Privatmann oder eine Firma, die ihm zum Gro├čteil noch geh├Ârt, gegen amerikanische Interessen versto├čen. Da ├╝berlegt man, ob man die durchsetzen m├╝sste. Und es ist anders, dass man auch den Twitter-Deal inzwischen, wo man sagen w├╝rde, da geht es ja nur um Meinung, will die US-Regierung jetzt Sensor von Twitter werden? Das halte ich ehrlich gesagt f├╝r... Wie auch immer, sie gucken sich auch den Twitter-Deal an. Ob das schlau ist, wei├č ich nicht. Es gibt insgesamt, glaube ich, auch wenig Handhabe daf├╝r. Bei SpaceX w├╝rde ich fast noch sagen, das ist irgendwie vielleicht eine kritische Technologie. Und er hat ja schon bewiesen, dass er in Kriege damit eine Rolle bezieht. Auch wenn es dann im Anfang nat├╝rlich eine positive war auf der ukrainischen Seite. Aber ich bin jetzt relativ... Ich glaube nicht, dass man da Wege finden wird. Aber es hat jetzt erstmal daf├╝r gesorgt, dass man sich wieder fragt, ob dieser Twitter-Deal dann wirklich durchgeht. Weil das k├Ânnte schon dagegenstehen. Ansonsten, lustigerweise hat mich gestern noch jemand gefragt, was denn heute die Themen sein werden. Da meinte ich so, wahrscheinlich so Snap und Tesla haben Zahlen reported. Wir haben ein paar gute Fragen. Und ├╝ber Nacht passiert eigentlich irgendwas immer noch mit Elon Musk. Und tats├Ąchlich ist wieder nat├╝rlich genau das passiert. Einerseits kam diese Information heute Nacht, dass die beiden Regierungen sich diese Security-Review dort machen will. Dann hat Elon Musk gestern so ein bisschen mit seinem Putin-Zweitliebster-Marionette, dem Ex-Pr├Ąsidenten Medvedev, rumgeschakert auf Twitter. Also Medvedev hat einen... Dimitri Medvedev ist das. Der war fr├╝her, ich glaube, mal Premierminister, mal Pr├Ąsident. Also hat immer so eine Rochade gemacht, wenn ich mich recht erinnere, mit Putin. Und war quasi immer seine Fingerfigur, der Marionette, die er da genutzt hat, um einfach seine Amtszeit zu verl├Ąngern. Und sich letztlich quasi jetzt ewige Diktatorrechte zu sichern. Oder Autokratenrechte. Und zwar hatte Dimitri Medvedev auf Twitter gesagt, bye bye, lisztras, congrats to lettuce. Das beruht, glaube ich, auf irgendeiner Wette, dass so ein Salatkopf l├Ąnger frisch bleibt als sie im Amt oder so. Ich wei├č gar nicht genau, woher das Meme kommt. Aber wie auch immer, er meinte, das w├Ąre ein lustiger Kommentar dazu. Darauf hat Elon Musk gesagt, wo meine erste Frage war, warum der ├╝berhaupt das Gef├╝hl hat, er muss sich mit einem Putin-Vertrauten und Repr├Ąsentanten der russischen Autokraten-Regierung ├╝berhaupt unterhalten. Also ich finde jetzt nicht, dass man sich mit Russen unterhalten muss oder so. Vielleicht sogar im Gegenteil. Aber warum er jetzt mit einem ausgesprochenen Putin-Vertrauten und Repr├Ąsentanten dessen Regierung sich unterhalten muss, auf Twitter wei├č nicht. Pretty good troll to be honest, schreibt er darunter. Also gibt ihm quasi Props daf├╝r, dass das ein wirklich lustiger Spruch gewesen w├Ąre. Und schreibt dann direkt darunter, how is it going in Bakhmut. Bakhmut ist quasi ein Grenzort, eigentlich ist es kein Grenzort, sondern ein Ort, der sich direkt in der Ukraine befindet, aber der gerade sehr umk├Ąmpft ist, sagen die ukrainischen Armee, versucht ihn zur├╝ckzuerobern. Die Wagner-Truppen begehen da h├Âchstwahrscheinlich Kriegsverbrechen und versuchen ihn zu verteidigen. Da kann man jetzt sagen, wahrscheinlich wollte er nur zur├╝cktrollen und damit eine Position beziehen. Das war trotzdem die Frage, ob man so einen Ort, in dem Zivilisten sterben, jetzt unbedingt zu einem Internet-Meme oder f├╝r das Trolling von Matt Riddell benutzen musste. Und die Antwort darauf, die er quasi damit provoziert hat, und das finde ich das eigentliche Problem, dass er Dimitri Mattridell einfach, Elon Musk hat ja wie viel, 150, nee 110 Millionen Follower. Allein, dass er mit diesem russischen Troll und Putin-Vertrauten spricht, gibt ihm viel zu viel Sonne. Und er hat sicherlich dadurch Follower gewonnen und kann damit noch besser russische Propaganda verbreiten. Das halte ich f├╝r unheimlich gef├Ąhrlich. Selbst wenn er versucht hat, nur ihn zur├╝ckzutrollen, ist das glaube ich nicht schlau, wenn man so schlau ist wie Elon Musk, angeblich sein soll. Auf jeden Fall schreibt Matt Riddell als Antwort darauf, see you in Moscow on the Victory Day, also mehr oder weniger, wir laden dich zur Siegesparade ein. Und ja, das hat jetzt quasi halb Twitter gesehen dadurch, dass er sich da eingemischt hat. Nicht so schlau.
Wie wahrscheinlich findest du es, dass Elon das einfach nur macht, mit dem Ziel, dass das US-Government sagt, hey, du darfst Twitter nicht kaufen. Also ist er einfach...
Oh, das w├Ąre schlau. Er sabotiert seinen eigenen Deal und sagt, h├Âhere Gewalt, ich h├Ątte gerne gekauft f├╝r 44 Milliarden, but they don't let me do it.
Weil der scheint uns ja immer zwei, drei Schritte voraus. Gar nicht. Aber du hast ja immer das Gef├╝hl, er findet irgendeinen Schei├č, der nicht klappt. Also er hat ja wahrscheinlich auch die besten Berater und die werden sich wahrscheinlich hingesetzt haben und gesagt, okay, das sind die drei, vier Sachen, die wir machen k├Ânnen, damit der Deal irgendwie platzt.
Super schlauer Gedanke, finde ich sehr gut. Also er kommt rechtlich, sozusagen vertragsrechtlich, zivilrechtlich, kommt er aus dem Deal nicht raus. Ich glaube, das ist relativ klar. Das hat sich bis vor kurzem auch im Kurs gezeigt. Es gibt zivilrechtlich keine Handhabe, diesen Deal aufzul├Âsen. Das haben ihm seine Anw├Ąlte gesagt. Das hat der Richterin in Delaware eigentlich schon signalisiert, dass die Zeichen darauf stehen, es gibt keinen Weg zur├╝ck aus dem Deal. Das hei├čt, was er braucht, ist f├╝r ihre Gewalt politisches Eingreifen. Das w├Ąre vielleicht, oder sozusagen das Zusammenfallen der Finanzierung, das ist sozusagen so einfach, wie ihm die Leute hinterhergelaufen sind am Anfang, sehr schwer zu konstruieren. Jetzt kann man nat├╝rlich sagen, die letzten Wege w├Ąren politisches Eingreifen, Regulatorik, sowas. Da gibt es normalerweise Vorbehalte in solchen Vertr├Ągen, dass man sagt, wenn das aus irgendeinem Grund nicht an der Kartellbeh├Ârde vorbeikommt, gibt es dann eben diese entweder eine Milliarde Strafzahlung oder wir sehen es sogar als Pech gehabt f├╝r beide. Ich wei├č jetzt nicht, ob er das mit diesem Medvedev-Dialog da sch├╝rt, aber ich war schon sehr ├╝berrascht, dass die beiden Regierungen, bei SpaceX verstehe ich es, beim Twitter-Deal verstehe ich es ├╝berhaupt nicht. Die Republikaner sind ja eh, zumindest die sehr weit au├čen, sind ja sowieso gerade ├╝berzeugt davon, dass sie ├╝berall nur gesilenced werden, der woke Mob und die demokratische Twitter-Blase, und sie sie fertig macht. Dann jetzt als demokratische Regierung zu sagen, wir greifen in so einen Deal ein, ist bad luck, wie soll man sagen, bad luck. Kein guter Anschein, den sie damit erwecken. Ich wei├č nicht, was w├Ąre, also f├╝r Elon Musk w├Ąre das 20 Milliarden wert, die er spart, wenn jemand anders f├╝r ihn diesen Deal torpediert. Finde ich einen sehr, sehr spannenden Gedanken. Gef├╝hlt, also entweder geht er langsam den Weg von Kanye, was seine Einlassung eingeht, oder noch am Anfangstadium w├╝rde ich sagen, aber er scheint so ein bisschen ├╝ber den Peak seiner geistigen Gesundheit hinweg zu sein, oder er macht das alles sehr bewusst, um eventuell auch schlechte Zahlen oder diesen Deal zu ├╝berdecken. Sollte er das nicht schaffen, aus diesem Deal rauszukommen, da kann ich schon mal eine schlechte Prediction mir selber anlasten, und zwar habe ich ja auf der Project E-Konferenz, in seinem Live-Podcast gesagt, dass Elon Musk jeden zweiten Mitarbeiter gehen lassen wird bei Twitter, um irgendwie den Schuldendienst f├╝r diese Finanzierung stemmen zu k├Ânnen. Das war insofern falsch, dass er drei von vier Mitarbeitern entlassen will, was aufgrund von Informationen, die die Washington Post erhalten hat, oder Zugriff darauf bekommen hat, aus Dokumenten oder Dialogen, die Elon Musk mit seinen Finanziers dieses Deals gehabt haben soll. Und darin scheint erw├Ąhnt zu werden, dass er von den 7.500 Twitter-Angestellten bis zu 5.500 entlassen k├Ânnte. Das entspricht ungef├Ąhr 75 Prozent. Das ist tats├Ąchlich das, was wirtschaftlich n├Âtig w├Ąre, vermutlich, um diesen Deal irgendwie lukrativ f├╝r die Finanziers zu machen. W├Ąre nat├╝rlich spannend, ob man das mit 50 Prozent, h├Ątte ich gesagt, kann man ganz sicher Twitter auch irgendwie noch sinnvoll weiterf├╝hren. Ob es mit 25 geht, das ist dann die Frage. Wo legst du dann das Augenmerk drauf? Wie verkaufst du noch Werbung? Du kannst nicht, also eine Sache, an die ich glaube, ist, ich glaube, es ist viel g├╝nstiger, ein Subscript, also auch aus OPEX-Sicht, aus Sicht der operativen Kosten, ist es wahrscheinlich g├╝nstiger, ein Subscription-finanziertes Modell zu unterhalten, das, glaube ich, hochautomatisiert ist, als ein Werbebetrieb, wo du halt viele noch Salesleute, Media, so die ganzen Leute, die irgendwie in irgendeinem Restaurants abh├Ąngen, Advertiser einladen und rumkuscheln, das ist wahrscheinlich viel teurer, als einfach ein Subscription-Button und Stripe einzuf├╝hren. Das hei├čt, da k├Ânnte man sicherlich sparen. Ich glaube, es w├Ąre gef├Ąhrlich, bei Identity und Security zu sparen. Bin gespannt, aber, wie gesagt, drei von vier Mitarbeiter k├Ânnten das weitersuchen.
Oder es ist noch ein PR-Move, um irgendjemanden b├Âse zu machen und zu sagen, das darf auf keinen Fall passieren, so viele Leute darfst du nicht rauswerfen. Ich glaube, dass der nicht verr├╝ckt ist, im Gegensatz zu dem einen oder dem anderen Rapper, sondern dass der einfach immer versucht, drei, vier Schritte voraus zu sein. Manchmal ├╝berwirft er sich.
Das ist schon wahrscheinlich. Ja, glaube ich auch. Ich w├╝rde auch nicht unterstellen, dass er jetzt irgendwie verr├╝ckt ist. Ich glaube trotzdem, dass er ein bisschen mehr getrieben ist, als dass er treibt gerade. Aber ich w├╝rde schon noch sagen, er spielt vielleicht Schach, wenn alle noch M├╝lle spielen, oder Dame. Ich finde die Gedanken ganz schlau. Ansonsten, was er sonst damit vielleicht so ein bisschen auch ├╝berdeckt, sind die Tesla-Zahlen. Die waren nicht schlecht. Tesla hat lange keine super schlechten Zahlen geliefert. Sie haben aber etwas entt├Ąuscht beim Umsatz. Der ist nicht so hoch ausgefallen, wie man gedacht hatte und dementsprechend dann auch der Rohmarge. Ich wollte den Tesla-Fans und unseren H├Ârern sogar den Tribut zollen und Tesla in unser Earnings-Sheet eintragen. Aber ich kann dir nicht sagen, warum. Aber Google-Sheets streikt, zumindest bei mir, zumindest bei diesem Sheet. Es sagt, es sind da zu viele Parteien drin, obwohl eigentlich nur sieben Leute gerade gleichzeitig drin waren. Auf jeden Fall habe ich nicht die Chance. Also man kann sehen, dass ich angefangen habe, einen Tesla-Reiter zu bearbeiten. Aber er sagt immer wieder, ich kann nicht speichern. Ich habe keine Internet-Connection, obwohl ich eine habe, die offensichtlich gerade sehr gut funktioniert. Ich verspreche, das nachzuholen, weil es mich auch interessiert, dass so ein bisschen die Margenentwicklung bei Tesla zu verfolgen. Das Unternehmen ist jetzt auch so gro├č und wichtig, um das nicht da drin zu haben. Deswegen w├╝rde ich es gerne nachholen. Aber Google-Sheets sabotiert das leider gerade. Von daher m├╝ssen wir es jetzt ein klein bisschen oberfl├Ąchlicher machen. Wir machen sp├Ątestens bei den n├Ąchsten Earnings dann auch bestimmt mal einen Deep Dive zu den Tesla-Zahlen. Was man sagen kann oder was heraussticht, ist, dass Tesla mal sehr sch├Ân ihre Zahlen pr├Ąsentiert. Da kriegen sie schon mal Lob von mir f├╝r. Sie haben ihren Umsatz vom Vergleichsquartal des Vorjahres 11,4 auf jetzt 17,8. Milliarden gesteigert. Also die Automotive Sales sind das jetzt, der Verkaufserl├Âs der Fahrzeuge. Gesamtumsatz eher von 13,8 zu 21,5. Das entspricht etwas mehr als 50 Prozent. Also es ist durchaus noch eine Wachstumsfirma. Da gibt es gar keine Frage dran. Das Net Income hat sich ziemlich genau verdoppelt, von 1,6 auf 3,3 Milliarden. Es bleibt auch ordentlich Geld ├╝brig f├╝r die Shareholder. Ob das jetzt die derzeitige Bewertung rechtfertigt, das m├╝ssen wir heute mal nicht ausdiskutieren. Aber man kann auf jeden Fall sagen, das Spannende ist tats├Ąchlich den brutalen Operating Leverage, den Tesla. Also Operating Leverage spricht man davon, wenn bei steigendem Umsatz das Ergebnis ├╝berproportional steigt. Das entsteht explizit dadurch, dass entweder die Cost of Revenues oder Cost of Goods Sold weniger schnell steigen als der Umsatz oder aber die sonstigen operativen Ausgaben, n├Ąmlich eben Marketing, Research and Development, Forschung und Entwicklung also, oder die Gemeinausgaben weniger schnell steigen als der Umsatz steigt. Und dann ergibt sich eben mit mehr und mehr Umsatz mehr und mehr EBIT. Als Extremfall k├Ânnte man sich vorstellen, die Fixkosten bleiben komplett gleich, aber das Ergebnis verdoppelt sich. Dann w├╝rde bei einer Rohmarge von 50 Prozent zum Beispiel sich das Ergebnis verdreifachen. Also ich habe eine Milliarde Umsatz, 500 Millionen Kosten, dann w├Ąre was ├╝brig bleibt, 500 Millionen. Wenn ich doppelt so viel Umsatz mache und die Kosten gleich bleiben, habe ich 1,5 Milliarden, n├Ąmlich zwei minus die gleichen 500 Millionen Kosten, habe ich dreimal so viel Ergebnis gemacht. Das w├Ąre jetzt ein sehr brutaler Operating Leverage. Nur als Beispiel, um das nochmal zu erkl├Ąren. Bei Tesla ist es nat├╝rlich nicht so krass, aber was man schon sagen muss, in der Zeit, wo die Ums├Ątze um circa etwas ├╝ber 50 Prozent gestiegen ist, sind die gesamten operativen Ausgaben von 1,656 auf 1,694. Also doch fast genauso, wie ich gesagt habe. Also die Cost of Goods Sold oder Cost of Revenues, der war ein Einsatz, das ist logisch, wenn ich mehr Autos baue, dann brauche ich auch mehr Rohbetriebsstoffe und so weiter. Aber die wirklich operativen Ausgaben, die sind einfach gleich geblieben in das ganze Jahr, w├Ąhrend Tesla 50 Prozent mehr Autos, oder zumindest Umsatz mit Autos gemacht hat. Und das ist nat├╝rlich Wahnsinn. Das kann man jetzt positiv sehen, aus finanzieller Sicht ist das mega spannend, so einen gro├čen Operating Leverage. Jetzt kann man sagen, das liegt daran, dass das eine Technologie und Software Company ist. Man verkauft mit jedem Auto einfach ein weiteres St├╝ck Software, ohne dass man mehr Software entwickeln muss jedes Mal. Das ist einfach ein weiteres Endger├Ąt, so wie bei Windows oder so, wo ich das zu null variablen Kosten rauflade. Also ich brauche ja keine CD oder so, um das da reinzuladen, wie bei deutschen Autos manchmal noch in den vergangenen Jahren. Sondern ich lade das da hoch, fertig, eine Kopie mehr. Damit skaliert das so. Jetzt muss man mal sagen, dass selbst die gr├Â├čten, erfolgreichsten Software Companies, auch die haben Operating Leverage, aber trotzdem wachsen da die Forschung und Entwicklungskosten mit. Also bei Tesla, bei Forschung und Entwicklung, ist von 611 Millionen auf 733 Millionen gestiegen. Man sieht, sie haben eingespart, also wenn das steigt und es insgesamt glatt bleibt, haben sie eingespart bei, ja ein bisschen General Admin und sie hatten vor einem Jahr ein bisschen Restrikturierungskosten.
Haben Sie vielleicht gemerkt, dass das mit dem autonomen Fahren nichts wird und geben jetzt da nicht mehr so viel Geld aus?
Das ist eine Sache. Also auf jeden Fall muss man sich fragen, warum prozentual Tesla immer weniger, also man muss das ja eben im Vergleich zum Umsatz sehen. Und mal als Beispiel, ich habe jetzt gerade gesagt, Tesla gibt 733 Millionen, also im Gesamtjahr sagen wir rund drei Milliarden, f├╝r Forschung und Entwicklung aus. Kennst du die Zahl, die korrespondierende Zahl von VW zuf├Ąllig? Sch├Ątz mal, wie viel Geld, also Tesla gibt drei Milliarden f├╝r Forschung und Entwicklung aus, was gibt VW aus?
30.
Na nicht ganz, 15,5 ungef├Ąhr. Aber es ist oder war der gr├Â├čte R&D, also Forschung und Entwicklungspender der Welt, der VW-Konzern. Das muss man sagen, viele Marken, viele Technologien, weil im Auto, im Verbrenner sind viel mehr, du musst am Vergaser forschen, du musst am Motor forschen, du musst an der Lichtmaschine, was wei├č ich, wobei das nat├╝rlich auch von Zulieferern, genau genommen m├╝sste man das Forschung und Entwicklung Budget der Zulieferer auch dazu rechnen, also das Betrugs-Device hat ja Bosch gebaut zum Beispiel und nicht VW selber, wie auch immer. Aber VW gibt dann, wenn man das auf den Umsatz, n├Ąmlich 220 Milliarden macht VW ungef├Ąhr im Jahr, umrechnet geben sie aber so 7% rund, w├╝rde ich sch├Ątzen, hab's nicht nachgerechnet, f├╝r Forschung und Entwicklung aus, w├Ąhrend Tesla von, das ist jetzt Quartalssicht, aber ihr k├Ânnt's auch aufs Jahr machen, aufs Jahr sind sie bei 60 Milliarden, drei, also 5% geben sie aus f├╝r Forschung und Entwicklung, obwohl sie auf einer viel kleineren Skala sind, also normalerweise, VW ist halt viel, viel gr├Â├čer, obwohl auch nur noch viermal so gro├č beim Umsatz eigentlich, wenn man das genau nimmt. Also du kriegst theoretisch, kriegt man weniger f├╝r sein Geld, ist auch, also ich find's komisch, dass die innovativste Autocompany der Welt prozentual gesehen das kleinste Forschung und Entwicklungsbudget hat. Das ist, jetzt kannst du sagen, vielleicht ist die Forschung und Entwicklung wirklich so innovativ, weil man nicht an Patenten forscht, sondern an Software, die sofort einsetzbar ist. Also man baut nicht irgendwelche Motorgenerationen ├╝ber sieben Jahre oder zehn Jahre, mit zehn Jahres Entwicklungszyklen, wie das bei so einem verbrennungsbasierten Autobauen oft ist, dass man irgendeine Plattform baut, die dauert vielleicht zehn Jahre Entwicklung, dann werden acht Jahre darauf Autos gebaut bei zehn verschiedenen Marken, irgendwie der Seat, der Octavia und der Golf und der was wei├č ich alles auf der gleichen Plattform. Das ist schon eine andere Logik, glaube ich, die Tesla verfolgt und VW. Aber Wahnsinn schon, wie gro├č dieser operative Hebel ist. Aus finanzieller Sicht spannend, ob das langfristig die innovativste Company damit bleibt oder ob sie nicht insbesondere von China zum Beispiel auch Druck bekommen und ob man, also ich glaube sowieso nicht, dass sie der f├╝hrende Self-Driving sozusagen Player sind. Das scheint auch objektiv nicht wahr zu sein, aber ob man das damit werden kann mit dem Budget, ist die Frage. Die Tesla-Aktie hat auch eher nicht so gut reagiert darauf. Da hatte man sich noch mehr Wachstum versprochen, vor allen Dingen, weil nat├╝rlich die drei gro├čen Fabriken eigentlich langsam so durchs Ramp-up durch sein sollten. Gr├╝nheide l├Ąuft nat├╝rlich noch nicht auf voller Kapazit├Ąt. Ja, aber es waren keine schlechte Zahlen, das will ich gar nicht sagen, weil sie ist profitabel, haben 15 Sekunde, aber nicht 14 Prozent Profitmarge. Sekunde Cashflow ist sicherlich auch, ja, 5 Milliarden operativen Cashflow, das sind 23 Prozent rund. Also ich runde das jetzt alles im Kopf, ich habe es nicht genau ausgehalten. Sind schon sehr solide Zahlen. Nicht so, dass sie die Bewertung rechtfertigen, aber schon ganz spannend. Wie gesagt, ich versuche es mal ├╝ber die Tage, wenn Google Sheets mich fiel l├Ąsst, auch mit in den Sheet zu nehmen.
H├Ąttest dein Flugdach bei Laschet ja schon mal fragen k├Ânnen, wie Elon so ist. F├Ąllt mir gerade auf.
Ach stimmt, die haben sich ja getroffen. Der reist aber so ganz alleine, nicht mal mit Koffer. Ach so, oder vielleicht hat er den Koffer noch abgeholt. Der ist ein Kofferaufgeber bestimmt. Ja, fand ich lustig. Oder hat zwei Probleme. Der Flugtisch ist sehr einsam auf mich.
Aber Tesla, letzte Frage dazu, wird die Aktie sich jetzt doch mal bewegen, je nachdem was mit Twitter passiert?
Also wenn der Twitter Deal ultimativ durchgeht, dann w├╝rde die Aktie noch mal ein bisschen leiden, glaube ich. Das hielt ich auch f├╝r richtig. Weil das wird Attention kosten. Es ist unwahrscheinlich, dass kurzfristig, vielleicht langfristig, aber kurzfristig, dass Elon Musk in einem besseren Licht erscheinen l├Ąsst, was mit Twitter in den ersten Monaten passieren wird. Ich w├╝rde mir w├╝nschen, ich mag Twitter als Plattform. Es gibt durchaus auch Leute, die sagen, lasst uns die letzten Tage auf Twitter noch genie├čen. Aber ich w├╝rde mir nat├╝rlich w├╝nschen, dass daraus was nicht Schlechteres, vielleicht sogar Besseres wird. Zutrauen w├╝rde ich ihm sogar. Ich glaube, es gibt eine Chance. Ich glaube, es ist alles andere als sicher. Aber dass das sozusagen ihn als Person jetzt kurzfristig wieder, dass es seinen Heiligenschein, seinen Halo-Effekt verst├Ąrkt verbessert, hielt ich f├╝r eher unwahrscheinlich, leider.
Dann lass uns zu Snap gehen. Da sehe ich gerade Astra Auer.
Das kann er bald dazukaufen, wenn es weiter so ein Kurs sinkt.
Minus 29 Prozent After Hours. Was ist denn da passiert?
Ich bin zum Gl├╝ck nicht mehr das Gute ist. Ich bin noch, ist die B├Ârse schon offen? Nee. Ich bin ja noch Short Meta und Short Pinterest, aber zum Gl├╝ck nicht mehr Long Snap. Das hei├čt, Snap wird nat├╝rlich die anderen werbebasierten Plattformen mit runterrei├čen. Das k├Ânnte mir dann ein bisschen helfen heute. Zum Gl├╝ck bin ich nicht mehr Snap Long. Ich glaube, strategisch ist Snap schon noch eigentlich ganz spannend positioniert. Aber die Zahlen, ich habe nicht ganz verstanden, warum die jetzt so schlecht waren, ehrlich gesagt. Das muss ich auch mal gestehen. Wir k├Ânnen ja mal erst mal durchgehen. Snap, wissen wir, ist die Mutter von Snapchat, Kamera, Social Network Company. Hat es geschafft. Also der Umsatz war letztes Jahr im Schnitt. Sekunde, achso, jetzt geht Schei├č-Sheet nat├╝rlich nicht. Okay, dann wie rechne ich das jetzt schon im Kopf aus? Sekunde 60, 60 plus 160 sind 280, sind 70. Also im letzten Jahr sind sie im Schnitt mit 70% gewachsen. Im Top-Quartal, dem Q2, sogar um 116%. Von da, von diesem Top-Quartal, ist es das Wachstum von Snap von 116 auf 58, auf 42, auf 38, auf 13. Und jetzt, dieses aktuelle Quartal, auf 6% runtergegangen. Das hei├čt, es hat sich weiter verlangsamt. Und w├╝rde man auf das 2-Jahres-Wachstum schauen, ist es sogar noch schlimmer. Weil das Q2 war ja dieses 116%-Wachstumsquartal im letzten Jahr. Dass man da nicht viel drauflegen konnte, ist klar. Aber das Q3 hatte nur noch 57%. Und da hat man jetzt auch nur 5% draufgelegt. Und das ist gesamt auf 2-Jahres-Sicht gesehen, nat├╝rlich hat man das Wachstum sogar halbiert. Also die Wachstumsrate halbiert. Wie auch immer, im Endeffekt ist man gewachsen um 6%. Das ist aber weniger, als man von Snap erwartet. Unter anderem, weil die Company noch unprofitabel ist. Was man geschafft hat, ist, dass die Rohmarge sich verbessert hat. Die geben sie selber nicht aus, aber ich hab sie mal berechnet. Die war letztes Quartal, im Vergleichsquartal des Vorjahres, 58,5, ist jetzt ├╝ber 63%. Das ist gut, das ist vermutlich schon Ersteffekte aus Kosteneinsparungsma├čnahmen. Snap hat im August, sp├Ąten August angek├╝ndigt, dass sie 20% der Belegschaft gehen lassen m├╝ssen. Und ihre Belegschaft reduzieren um bis zu 20%. Das hat jetzt einen ersten guten Effekt auf die Rohmarge schon mal. Dann sieht man auch, dass die sonstigen Kosten, die wachsen zwar noch mit 25%, das ist aber eine Verlangsamung. Auch da sieht man Sparma├čnahmen. Und theoretisch m├╝sste man jetzt, also die gesamten operativen Kosten sind ungef├Ąhr 1 Mrd. Und 150 Mio. davon sind aber Restrukturierungskosten. Also Severance-Abfindungspakete f├╝r diese Menschen, die man jetzt hat gehen lassen. D.h. w├╝rde man die 150 abziehen, dann h├Ątte man nur 860 Mio. an operativen Ausgaben. Und dann w├╝rde das Kostenwachstum tats├Ąchlich nur ungef├Ąhr dem Umsatzwachstum entsprechen. D.h. man h├Ątte sozusagen die Cashburn ein bisschen einged├Ąmmt. Da man diese Restrukturierungskosten nachg├Ąbe, jetzt aber erst mal mit verbuchen muss im Net Income und im Operating Income, ist man jetzt bei 1,1 Mrd. Umsatz rund ungef├Ąhr 300 Mio. minus. Das entspricht einer operativen Marge, einer negativen von minus 26%. Also man verliert ungef├Ąhr ein Viertel des Umsatzes. Wie gesagt, diese 300 Mio. setzen sich aber einerseits zusammen aus 150 einmaligen Restrukturierungskosten. Also einfach Abfindungsgeld, was einmalig bezahlt wird. Und man muss sagen, die Kostenersparnis, dadurch, dass die Entlassung Mitte, Ende August kam, ist die Kostenersparnis im Q3 nat├╝rlich noch gar nicht voll eingetreten, sondern maximal zu zwei Dritteln. Die Abfindungskosten sind aber zu 100% schon realisiert. D.h. die Kostenbasis sollte sich n├Ąchstes Quartal noch mal leicht verbessern. Ich w├╝rde jetzt damit rechnen, dass die OPEX unter einer Milliarde liegen k├Ânnten n├Ąchstes Quartal. Und das andere ist, dass in diesen 300 Mio. Verlust nach GAP, also nach den strengsten Accounting-Standards in den USA, sind allein 340 Mio. Share-Based Compensation, also Mitarbeiterbeteiligungsprogramme drin. Und daraus, dem geschulten H├Ârer oder H├Ârerin wird daraus klar, dass der operative Cashflow, der Free-Cashflow und das adjustierte EBITDA, wo sowohl Restrukturierungsma├čnahmen als auch Share-Based Compensation, Mitarbeiterbeteiligungsprogramme rausgenommen werden, sind alle drei positiv. Also Snap hat ein sehr solides Cashpolster mit 4,5 Mrd. Cash und ├äquivalente. Und sie sind Cashflow-positiv. Also sie nehmen mehr Geld ein, als sie verlieren. Warum sie jetzt trotzdem ein negatives GAP-Income haben, ist eben, dass man diese 340 Mio. an Aktien, die sie rausgeben im Quartal, dort mit hinein nimmt, formell. Was man aber auch sagen muss, ist, dass sie, ich glaube, letztes Quartal schon ein Share-R├╝ckkaufprogramm hatten, also ein Aktienr├╝ckkaufsprogramm, und dieses um weitere 500 aufgestockt haben, wenn ich es richtig verstanden habe, dieses Quartal. Sodass die Verw├Ąsserung durch diese herausgegebenen Aktien gar nicht so gro├č ist. Die Anzahl der Shares w├Ąchst im Vergleich zum Vorjahr n├Ąmlich nur um 1,7%. Das ist gar nicht so viel Verw├Ąsserung. Durch das Aktienr├╝ckkaufprogramm kauft man n├Ąmlich genau diese Verw├Ąsserungen und zu sehr g├╝nstigen Kursen gerade nat├╝rlich auch. Also es ist relativ gesehen g├╝nstig, wenn sie weiter so abst├╝rzen. Also im Nachhinein waren es keine g├╝nstigen Kurse, weil sie jetzt nochmal 30% verloren haben, muss man auch wieder sagen. Genau, aber sie balancieren das eigentlich ganz gut aus. Warum hat man die Aktie 30% gekellert? Nat├╝rlich, weil sich das Wachstum weiter verlangsamt hat. Und da hat man mehr erwartet und Snap war halt weiterhin noch relativ hoch bewertet. Ein anderer Lichtblick, ich hatte in meiner Tabelle den Anstieg der Nutzer von 347 auf 362 Millionen prognostiziert. Das ist bei 363 raus, ein ganz klein bisschen besser sogar noch. Und damit w├Ąchst die Anzahl der Nutzer um 4,6% und damit auch, ich glaube, das ist seit Langem der h├Âchste Anstieg, sowohl absolut als auch relativ gesehen. Das hei├čt, das Nutzerwachstum ist weiter total im Fortschritt eigentlich. Da w├Ąre ich allerdings, also so skeptisch wie ich da bei Facebook immer bin, glaube ich, w├Ąre es fair jetzt auch mal zu sagen, muss man das eigentlich bei Snap hinterfragen? Dass jetzt quasi bei diesen minimalen, also sie sagen, sie haben 19% mehr Nutzer, das ist dann gegen├╝ber dem Vorjahr, was dieser Anstieg, was dem entspr├Ąche, werden 19% wachsen. DAUs worldwide steigen um 19% gegen├╝ber dem Vorjahr. Das setzt sich zusammen aus einer Million neuer Nutzer in Nordamerika, das sind nur 4%, zwei Millionen neue Nutzer in Europa, das sind 11% Anstieg und Rest der Welt 34%. Also der Anstieg der Nutzer und dann vielleicht der APU, also der Average Revenue per Nutzer, insgesamt ist der APU runtergegangen von 3,49 Dollar pro Nutzer auf 3,1 Dollar pro Nutzer. Das entspricht einem Verfall von 11%. In Nordamerika ist er stabil geblieben. Das ist ganz spannend, sie machen pro Nutzer genauso viel Umsatz wie im Vorjahr, als der Werbemarkt noch deutlich vitaler war. Das ist ja, h├Ątte man vielleicht gar nicht so erwartet. In Europa machen sie minus 5%, das w├╝rde ich sagen, das ist einfach zu 100% der Dollar-Effekt oder W├Ąhrungseffekt. Und im Rest der Welt machen sie minus 10%, was glaube ich teilweise der Werbeeffekt ist, teilweise man wei├č es nicht. Und die Frage ist jetzt schon, wo kommen diese 34% Wachstum, und das sind halt 13 Millionen neue Nutzer, international her. Snapchat scheint sehr stark in Saudi-Arabien zu sein und insgesamt auf der arabischen Halbinsel in Teilen Afrikas.
Wie sieht Indien aus? Ist TikTok nicht in Indien verboten?
Genau, TikTok ist dort verboten, das ist ein Wachstumsmarkt. Ich muss auch sagen, dass ich auf Snapchat tendenziell etwas mehr Scam sehe als bisher. Ich hatte es mal sehr sauber empfunden, man sieht schon, dass mehr und mehr Scam-Modelle auch dazukommen. Das hei├čt, ich w├╝rde dieser Mauerzahl, also zumindest ├Ąhnliche Skepsis entgegenbringen. Nicht ganz so sehr wie bei Facebook, aber ich glaube, es ist fair zu sagen, dass man immer vorsichtig sein sollte bei Social Media Networks mit der Anzahl der aktiven Nutzer. Aber ich bin gespannt, ich bin ├╝berrascht, wie gut sie eigentlich die Monetarisierung halten. Dass sie nur 11% beim Abo verlieren gegen├╝ber dem Vorjahr, weniger sogar, finde ich eigentlich, bin ich ├╝berrascht. So schwach wie der Werbemarkt ist. Sie sagen selber, also sie geben f├╝r die Gr├╝nde an, also die Gr├╝nde f├╝r das relativ schwache Umsatzwachstum, including platform policy changes, ich w├╝rde schreiben in Klammern ATT, also das schwere Tracking durch Apple.
Immer noch, das muss aber jetzt mal langsam vorbei sein.
Ich glaube, das ist jetzt das vorletzte Quartal wahrscheinlich, wo man es noch deutlich sieht. Also platform policy changes, ich sage in Klammern ATT, macroeconomic headwinds, das ist der Werbemarkt, also Inflation, Rezessions├Ąngste, and increased competition, in Klammern TikTok, schreibe ich jetzt dazu. We are finding that our advertising partners across many industries are decreasing their marketing budgets, klar, especially in the face of operating environment headwinds, also Gegenwinde aus dem operativen Umfeld, das ist halt so die weltpolitische Lage oder die weltwirtschaftliche Lage, Inflation-driven cost pressure and rising cost of capital, also es einfach nicht so viel Geld zur Verf├╝gung stellt. Nat├╝rlich, weniger VC-Geld hei├čt auch weniger Werbebudgets oder generell weniger billiges Geld hei├čt weniger Werbebudgets. Das sagen sie selber, sind so die Gr├╝nde. Und ich glaube, was auch nicht geholfen hat, ist, dass sie keine Guidance geben. Also normalerweise guiden Unternehmen, also machen ein Outlook, eine Vorausschau auf die wichtigsten Business KPIs, das w├Ąren hier Mouse Earnings und Umsatz. Da sagen sie, wir trauen uns eigentlich ├╝ber das Q4, obwohl das ja jetzt schon begonnen hat, keine Aussage zu treffen. Einerseits, weil sie insgesamt eine schlechte Sichtbarkeit haben auf dieses Quartal, auch weil ein Gro├čteil des Q4 Revenues in der zweiten H├Ąlfte, also nach Halloween, gemacht wird. Ich glaube, sie wissen einfach nicht, ob es Weihnachten gibt dieses Jahr. Da ist jetzt die Frage, du hast einerseits volle Lager, also die Retailer haben Absatzdruck, gleichzeitig haben sie auch leere Kassen. Ist, glaube ich, schwer zu pr├Ądikten, ob das Weihnachtsgesch├Ąft gut oder schlecht wird und das sagen sie damit. Sie sagen aber auch, dass bisher, diese erste Monat des Quartals, der jetzt schon abgelaufen ist fast, noch nicht ganz, es sind zwei Drittel abgelaufen, dass der ungef├Ąhr 9% im Plus liegt. Das w├Ąre jetzt ja ein bisschen besser als das letzte Quartal. Das ist zwar immer noch einstellig und viel zu wenig f├╝r Snapchat, aber das w├Ąre jetzt kein schlechtes Wachstum, aber ich bef├╝rchte fast, das Weihnachtsquartal wird schwer. Und noch eine Sache vielleicht, die spannend ist, sie haben ja Snap Plus eingef├╝hrt, die M├Âglichkeit zu bezahlen und ein paar extra Features zu bekommen. Darauf sind 1,5 Millionen Nutzer eingegangen und haben das gekauft. Das kostet 3,99 im Monat, also rund 48 Dollar im Jahr. Diese 1,5 Millionen Nutzer entspricht aber letztlich jedem Zwangsnutzen Nutzer, also 0,5% der Snap Nutzer und damit auch nur 75 Millionen Dollar ERA quasi. Das hei├čt, das wird jetzt definitiv kurzfristig nicht die Rettung, es sei denn, man erfindet noch Features, die wirklich da nochmal die Penetration der Snap Plus Nutzer deutlich hochfahren. Also Gesamtumsatz bei Snap ist ungef├Ąhr 4,5 Milliarden. Das 2022 Revenue wird auf Jahressicht 4,5 Milliarden rauskommen und da sind 75 Millionen Dollar Subscription Revenue nat├╝rlich nichts, was die Katze fett macht. Wie sagt man das? Den Braten fett macht?
Wir haben auf jeden Fall mit Braten in jeder Episode ein falsches Sprichwort.
Das findest du lustig, ne? Na gut, genau. Also es wachsen so ein bisschen die ├ťbernahme-Fantasien nat├╝rlich bei Snap beim jetzigen Kurs. Wir k├Ânnen nochmal auf den Preis gucken.
Also hier steht jetzt 17,8 Milliarden, aber ist das jetzt noch Pre-Market oder?
Das ist wahrscheinlich noch Pre-Market, also kannst du quasi 30% runternehmen. Kriegst du das hin? Also es sind 12 dann. Also wenn Elon Musk noch ein paar Freunde anpingt, kann er sich das dazu kaufen. Oder Google k├Ânnte interessiert sein. Google hat keine, aber ich mein die haben auch gelernt, dass sie Social Network einfach nicht k├Ânnen.
Apple kauft das Ding.
Ja, Apple w├Ąre eine M├Âglichkeit. Es kostet noch viermal Umsatz, das ist nicht unm├Âglich viel. Es ist ja wie gesagt sogar, also na gut, den Cashflow des letzten Jahres sollte man jetzt nicht nehmen. Aber es wird zunehmend erschwinglicher, das kann man sagen. Ich glaube der Freeflow ist auch gro├č genug, dass man es eventuell hinbekommt. Und das Vertrauen in Snap ist vielleicht auch so gesunken, dass Leute sich vielleicht freuen w├╝rden, das jetzt mit 50% Pr├Ąmie auch wieder loszuh├Âren. Ich wei├č es nicht.
Ja, Apple kauft die noch, bevor sie die Brille rausbringen.
Apple kauft die, bevor sie die Brille rausbringen? Das ist nat├╝rlich ein brutaler Acquihire f├╝r Apple. Ich glaube von der Kultur ist es kein schlechter Match. Es sind beides Design-Produkt-Companies. Wie w├╝rdest du es integrieren in Apple? Das ist die Frage. W├╝rdest du die offizielle Kamera, will der die Vorstandsvorsitzende mit dem iPhone Snap als Standardkamera im iPhone haben?
Nein, das nicht. Aber alles was mit Kamera zu tun hat und mit AR ist bei Snap halt verankert. Die ist ja eine Firma, die aus einer App zu einer Foto- oder Kamerafirma wurde und dann zu einer Brillenfirma. Und auf jeden Fall, der CEO ist wahrscheinlich mit einer der Produktvision├Ąre ├╝berhaupt. Aber kann Apple den halten? Apple ist wahrscheinlich die einzige Firma, bei der er bleiben w├╝rde.
Wird er denn eine Nachfolger f├╝r Tim Cook irgendwann? Das glaube ich nicht. Elfen Spiegel? H├Ątte Steve Jobs Elfen Spiegel als Nachfolger gesehen?
Vielleicht ist es auf Papier schon.
Sie bauen Produkte nicht perfekt genug. Sie haben ja eine andere Kultur. Sie bringen ja sehr fr├╝h relativ schlechte Produkte raus. Die einer sehr kleinen Audience sehr gut gefallen. Apple braucht ja was anderes. Aber sie sind schon mega detailorientiert.
Na ja, mal schauen.
Ansonsten die zwei gro├čen Vorteile von Snap sind halt, also einerseits, sie haben eine sehr junge Audience in der Zeit zwischen 14 und 30, 34, 35, wo man Markenpr├Ąferenzen ausbildet, wo man die ersten wichtigen Entscheidungen im Leben trifft. Das ist theoretisch eine spannende Werbezielgruppe. Und wie du richtig sagst, sie sind meiner Meinung nach die Firma mit der h├Âchsten Pr├Ąferenz oder Offenheit f├╝r AR und VR Anwendung in der Nutzerschaft. Sie haben die Early Adopter, die anderen noch gewinnen m├╝ssen. Und ich glaube, es w├Ąre einfach, um die Snap Audience eine Art von Metaverse oder AR Welt zu bauen, als Leute in das komische Metaverse von Meta reinzutreiben. Also, ich glaube, um die Snap Audience ein Meta reinzutreiben.
Und jetzt Preview auf die anderen Earnings, die wir haben werden. Also man geht jetzt davon aus, dass die ganzen Advertiser, Google, Facebook und so weiter,
Pinterest auch nicht so gut laufen werden. Ja, Google gilt tendenziell als ein bisschen resilienter. Es werden die vor allen Dingen, die unter App Tracking leiden, die werden es abbekommen.
Meine minus drei Prozent.
Minus zwei nur noch. Und Meta wird aber eher sechs Prozent im Minus sein, glaube ich. Ja, 6,3 pre-market ist es immer noch. Warten sieben Minuten noch auf den Markt. Also ja, es trifft vor allen Dingen erst mal Meta und Pinterest jetzt. Und Google, ja gut, also die Aussichten f├╝r den Werbemarkt sind schon schlecht. Aber Google hat halt First-Party-Data und einfach einige Sachen betreffen sie nicht so stark. Snapchat hat mehr US-Exposure, also ein bisschen weniger W├Ąhrungseffekte. Das trifft Google tendenziell mehr, glaube ich, und Meta. Und Meta und Pinterest trifft eben noch mal die ATT von Apple. Ja, die Tracking-Richtlinien.
Dann lass uns mal den Excel 2022 Euroscape angucken. Das ist eine Pr├Ąsentation von einem gro├čen VC ├╝ber SARS in Europa. Ich habe eigentlich nur zwei Sachen rausgenommen. Einmal, alle SARS-Firmen haben einen Wert verloren, weltweit in den letzten Monaten. Und das zweite ist, es gab keinen einzigen IPO dieses Jahr. Ja, du, das ist
keine... Also den h├Ątte man ja wenn ├╝berhaupt ganz am Anfang schicken m├╝ssen und selbst da war es schon schwer. Apropos Instacart hat den IPO h├Âchstwahrscheinlich abgesagt und die Bewertung wurde ein weiteres Mal geslashed, auch bei Instacart. Kam diese Woche raus. Ja, keine ├ťberraschung. Man spricht ja so von diesen IPO-Fenstern und das ist gerade nicht nur zu, sondern auch mit Brettern vernagelt. Also, das w├Ąre Wahnsinn jetzt eine Firma an die B├Ârse zu bringen in diesem Jahr bei den, sagen wir mal, Malte-Pilzen in makro├Âkonomischen Bedingungen. Was ganz spannend ist an der Pr├Ąsentation, Jan packt die bestimmt in die Shownotes, also Excel Euroscape hei├čt die. Excel ist ein Londoner, sehr renommierte VC mit schon ein bisschen Software-Fokus. Also ihre Aussage ist, die SARS Malte-Pilz sind inzwischen zwischen dem 10-Jahres-Pre-Covid-Average. Weil sie haben gesagt, vom Q2, also Entschuldigung, nicht Q2, zweiten Monat 2020, also erstes Quartal 2020, als Covid gerade kam, minus 10 Jahre, schauen wir mal, in diese Dekade, was war das Average SARS Malte-Pilz? Und das war, das sind Sales-Malte-Pilz, 6,1. Und inzwischen sind wir auf 5,7 runter. Jetzt schreien die Tech- und Software-Optimisten nat├╝rlich schon, das sind generational buying opportunity. So billig war SARS noch nie, sagt mir Excel hier. Jetzt muss man fairerweise auch sagen, da ist das Jahr 2018, 2019, 2020 aber auch drin und da hatten wir schon extrem billiges Geld. Also da waren die Malte-Pilz schon auf 10, 11 im Durchschnitt hoch. Und das historische SARS Malte-Pilz, also wenn wir 2005 bis 2016 nehmen und das die Great Financial Crisis vielleicht sogar als Outlier rausnehmen, dann w├Ąren wir um die 5,5 Prozent, n├Ąmlich genau wo wir jetzt sind. Also wir sind eigentlich, meiner Meinung nach sind wir nicht unter dem, also wir sind unter dem Pre-Covid-Average, aber unter dem historischen Average eher nicht, sondern man h├Ątte jetzt diese Niedrigzinsjahre fairerweise schon rausschneiden sollen. Das finde ich nicht ganz angebracht. Und das andere ist, wir haben jetzt halt andere Zinsen. Also diese Malte-Pilz, nicht zinsbereinigt oder in irgendeiner Weise dazu zu schreiben, also da m├╝ssen wir halt eine Zinskurve mal r├╝berlegen. Weil du kannst nicht sagen, jetzt kostet alles sechsmal, aber das sind gerade hier also Firmen, die ich mir, die jetzt noch nicht public sind, die mit Sales-Malte-Pilz bewertet sind, die sind in der Regel noch negativ oder die gr├Â├čten Teile der Cashflows liegen weit in der Zukunft und das ohne das Zinsszenario zu betrachten, finde ich dann intellektuell nicht ganz, also nicht sofistiziert genug, ehrlich gesagt. Und tendenzielle Daten, nettes Narrativ. Ich glaube, Softwerks sind nat├╝rlich g├╝nstiger, also wir liegen noch auf ein Drittel des Covid-Peaks bei den Bewertungen und das war nat├╝rlich eine ├ťbertreibung. Von daher sind wir g├╝nstiger und ich glaube, man macht auch nicht viel falsch, wenn man weiter durchspart gewisse Aktien oder Sparpl├Ąne oder jetzt auch wieder auf fairen Kursen einsteigt. Aber zur Great Financial Crisis waren die Malte-Pilz, das sieht man n├Ąmlich auch aus dem Chart, bei 2x. Davon, das w├╝rde ein weiteres Zweidrittel, also w├╝rden wir da hingehen, was ich nicht hoffe, dann h├Ątten wir nochmal zwei Drittel Downward Potential. Von daher ist es, glaube ich, nicht so einfach wie zu sagen, also man h├Ârt hier sehr durch die Pr├Ąsentation durch, wir haben hier, haben wir nicht schon ├╝bertrieben beim Abschlag, wir sind unter dem Average, das w├╝rde ich so nicht unterschreiben. Das ist deren Aufgabe, das vielleicht zu propagieren, aber w├Ąre ich vorsichtig mit. Wo sie berechtigt, glaube ich, Grund zur Euphorie, oder nicht zur Euphorie, aber zum relativen Optimismus geben, ist, sie sagen, seit in den n├Ąchsten drei Jahren wird sich die Cloud-Penetration von 41% auf 51% weiter erh├Âhen, wahrscheinlich. Die Ausgaben f├╝r Digital-Transformationen werden sich um fast 50% steigern in den n├Ąchsten drei Jahren. Die Ausgaben f├╝r Cyber-Security werden sich um 50% steigern in den n├Ąchsten vier Jahren. Dann steht hier noch, dass die Market-Cap von USDC sich verhundertfacht hat. Krypto w├╝rde ich jetzt mal weglassen, das hilft jetzt ├╝berhaupt nicht hier. Aber was man schon sagen muss, ist, glaube ich, dass dieser Wirtschaft, also SaaS, Cloud, Security meinetwegen auch Digital-Transformationen ist nat├╝rlich weiter im Markt mit brutalem R├╝ckenwind. Es werden Firmen jetzt nicht anfangen, ich glaube schon, es wird eine Phase des Kostenbewusstseins in der Rezession kommen, aber es gibt ja durchaus viele Cloud-Projekte, viele Transformationsprojekte, wenn man jetzt so an UiPath, Robotic Automation, Celeronus und so weiter denkt, die tats├Ąchlich auch positive Kosteneffekte palentieren nat├╝rlich, die positive Kosteneffekte ausl├Âsen k├Ânnen. Von daher, das finde ich ein faires Argument, dass man sagt, lass uns nicht vergessen, fieser R├╝ckenwind, wir haben eigentlich ├╝berall zweistellige Wachstumsraten in diesen Teilm├Ąrkten und warum sollte das aufh├Âren? Dann kommt explizit die Frage, have we overcorrected? Da w├╝rde ich sagen, nein. Wir haben korrigiert und das war total gesund. Ich glaube, ├╝berkorrigiert haben wir noch lange nicht. Sie machen das, Sie vergleichen das mit Excel, also Sie bauen da so eine Value-Gap aus aus der 30% historischen Kegel des Cloud-Marktes, wenn ich das richtig verstehe und sag, da ist man jetzt drunter und man w├╝rde das zu billig kaufen. Auch da m├╝sste man das inklusive der Zinsen betrachten. Finde ich nicht. Das wird ├╝brigens spannend, ob Microsoft Azure weiter ├╝ber 40% Wachstum liegen w├╝rde, ob AWS weiter ├╝ber 30% Wachstum liegen w├╝rde. Das w├Ąre ein Schocker, wenn der Cloud-Markt jetzt anf├Ąngt zu stottern. Es gibt durchaus Gr├╝nde daf├╝r, das anzunehmen. Nicht, dass er auf 20% runtergeht, aber dass er nicht signifikant ├╝ber 30 bleibt, muss man mal gucken. Ansonsten sagen Sie nat├╝rlich, es wurde jetzt viel zu wenig VC-Geld investiert. Ich w├╝rde es mit einem anderen Satz begleiten, den ich auch schon auf der Project A kann dran sagen. Als VC muss man ja Optimist sein. Der schlimmste Beruf ist Berufsoptimist. Mir gibt es jetzt eher gemischte Gef├╝hle. Da sind richtige Aussagen drin. Ich w├╝rde jetzt keinesfalls die Kompetenz von Excel zweifeln. Aber das ist nat├╝rlich tendenzi├Âs. Excel hat auch so etwas wie UiPath an der B├Ârse. Insorgt, Squarespace, DocuSign, Dropbox, Slack. Das ist jetzt auch alles nicht gro├čartig gelaufen, teilweise. Naja.
Hast du dir noch mal geschaut, was sie damals gesagt haben, als die Multiples so hoch waren, also vor zwei Jahren? Haben sie da gesagt, es geht immer so weiter?
Also was ich schon sagen w├╝rde, ist, dass sie ThroughCycle immer investiert haben. Also auch in der Phase. Sie haben einen kleinen marginalen Vorteil. In Excel w├╝rde ich sagen, m├╝sst ihr nicht die Tiger oder SoftBank Valuation oder Co2 Valuation zahlen. Weil du Excel in deine Firma g├╝nstiger reinnimmst, weil du danach die teure Tiger Bewertung bekommst. Die gelten ja sehr stark als Leading Investor. Das gewisse undiskriminatorische oder weniger selektive Investoren, zum Beispiel diese gro├čen Superfonds, relativ blind in alles reingehen w├╝rden, wo Excel vorher DuPage-Divisions gemacht haben, was sie nach meiner Erfahrung sehr Division oder sehr tiefgr├╝ndig tats├Ąchlich machen. Und das gibt ihnen einen Preisvorteil. Also ich w├╝rde schon glauben, es gibt Founder, die schmei├čen ein 20 auf 80 Millionen Termsheet weg, wenn sie daf├╝r 15 auf 70 mit Excel machen k├Ânnen. Und ich glaube auch, dass das eine schlaue Entscheidung ist. Und von daher hat Excel einen kleinen Vorteil. Ich wei├č nicht, ob sie in der Zeit jetzt irgendwas gesagt haben, dass sie jetzt eine massive Unterbewertung haben. Wahrscheinlich haben sie damals mehr auf TAM und Potenzial gesetzt, also wo das alles noch hingehen kann, wie gro├č diese M├Ąrkte sind. Und jetzt schaut man halt ein bisschen. Das muss man halt auch sagen. Du kannst nat├╝rlich sch├Ân sagen, die Cloud-Penetration steigt auf 41, von 41 auf 51 bis 2025. Das sagt aber auch, dass wir 2025 sozusagen die H├Ąlfte des Potenzials erreicht haben. Wenn du es dann weitermachst, dann, na gut, irgendwann kommt die n├Ąchste Technologie hoffentlich. Das ist ja die eigentlich gro├če Frage. Was kommt nach der Cloud? Was kommt nach Mobile? Crypto Web 3? Das sieht ja
eher gerade nach AI und Artificial Intelligence, also AI und
AR aus. Das k├Ânnte gut sein. Wenn du ├╝berlegst, wie schnell in den letzten drei bis f├╝nf Jahren bei AI gesehen haben, dann f├Ąllt es einem, glaube ich, schwer, sich vorzustellen, was 2028 oder 2030 m├Âglich sein wird. Open AI ist auch schon mit 20 Milliarden, also die, die DALI und GPT-3 und sowas, glaube ich, machen, mit 20 Milliarden bewertet und Microsoft versucht stark mit denen zu kuscheln. Da muss man sich fragen, wie open das dann noch sein kann lange, aber AI k├Ânnte, AI, AR ist im Moment wahrscheinlich als Web 3, w├╝rde ich sagen.
Wobei, also, aber zu Open muss man auch sagen, GitHub haben die doch auch gekauft, oder? Das ist doch auch weiterhin noch sehr benutzt.
GitHub, ja, genau, haben sie auch gekauft.
Wahnsinn, dass die alles kaufen d├╝rfen. Das scheint ja auch ein bisschen die Strategie zu sein, von denen alles zu kaufen und dann k├Ânnen sie ja da ├╝berall ihre Services reinbuchen. Also, da gibt es eine Strategie mit, hier, nimmt unsere Cloud-Tools, nimmt unsere ganzen Tools und wir sind alle eins.
Ja, ich glaube, f├╝r Microsoft ist es unbedingt spannend. Also, Sie k├Ânnen das in jedem Microsoft-Produkt nach deutlich mehr AI-Anwendung, also man sieht das ja in PowerPoint so ein bisschen mit den Design-Vorschl├Ągen, das Gute ist, Sie k├Ânnen das in Ihrer eigenen Cloud laufen lassen in Azure. Im Moment ist ja noch relativ, also f├╝r jemand, der komplett technisch unbedarft ist, ist ja schon noch ein bisschen kompliziert, sozusagen, Delhi zu nutzen. Aber wenn du sozusagen, du kriegst die Rechenzeit for free oder in deinem Microsoft Office 365 Abonnement, kriegst du die Azure-Rechenzeit und da kannst du dir dann Bilder innerhalb von PowerPoint oder so zusammen malen lassen. Das ist, glaube ich, schon spannend. Oder auch so, also, um mal auf unser Google-Sheet hier zur├╝ckzukommen lassen, ich wundere mich ja schon jedes Mal, wie viel ich da eingeben muss. Es geht mir letztlich immer sehr ├Ąhnliche Sachen ein und dass nicht irgendwann mal Vorschl├Ąge kommen, dass die Spalten Research, Development, Sales und Marketing, Generate Admin eventuell immer die total Expenses ergeben. So ein paar Vorschl├Ąge gibt es, die sind mir auch bewusst, aber also, du kannst ja Code vorschlagen schon mit AI. Wer macht das? Ist das GitLab? Wer macht diese automatischen Code-Vorschl├Ąge?
GitHub hat da Service f├╝r, ja.
Oder GitHub, ja. Genau. Das Excel mir nicht hier, nachdem ich ein paar Zeilen benannt hat, mir mal so ein Income-Sheet automatisch dahin baut, finde ich immer noch komisch. Das sollte ja ein relativ Standard Use-Case von Excel sein. K├Ânnte ich mir gut vorstellen, dass man da schneller lernen kann. Also es ist ja nicht Excel, sondern Google Sheets, was ich nutze. Aber Excel macht es auch nicht besser. Macht nicht viel besser. Na gut, whatever.
Stell dir vor, du bist Manager von einem gr├Â├čeren E-Commerce-Player zum Beispiel oder einer gr├Â├čeren SaaS-Firma
und... Oh, ich hab nur Bock drauf.
...musst jetzt als Berufspessimist f├╝rs n├Ąchste Jahr eine Planung abgeben. Wie w├╝rdest du vorgehen? Oder machst du es wie Snap und sagst einfach, wir k├Ânnen ├╝berhaupt nicht mehr in die Zukunft sehen, wir geben einfach ├╝berhaupt nichts mehr. Wir fahren einfach nur in Sicht. Ja, intern
planen sie ja schon irgendwie. Sie guiden nur den Markt nicht, um da nicht zu sehr zu verpassen. Wie w├╝rde ich 2023 budgetieren, meinst du? Ja. Also A, das h├Ąngt nat├╝rlich sehr davon ab, ob man vorher, also insbesondere auch vor Covid schon, also Covid hat viele Sondereffekte, das ist nat├╝rlich eine gro├če Challenge, davon zu abstrahieren. Da kommen wir vielleicht gleich drauf an. Aber erst mal, um dann eine bessere Antwort drauf zu geben, muss man erst mal ├╝berlegen, war ich vor Covid eine Wachstumskompanie oder hatte ich ein sehr berechenbares Umsatzwachstum vor Covid? Also, dass ich halt jedes Jahr 8% gewachsen bin. Wenn ich davor um 40% gewachsen bin, dann mal um 100% und jetzt mal wieder auf 20 runter bin durch den Effekt, so ein bisschen wie in About You zum Beispiel als Beispiel, ich glaube, das macht es nochmal deutlich schwer. Ansonsten w├╝rde ich schon, w├╝rde es f├╝r mich schon so aussehen, als wenn du sozusagen die Sonderkonjunktur hattest in 2021. Du hast jetzt, dieses Jahr wird eigentlich, w├╝rde man denken, die neue Baseline bilden. Das hei├čt, wie du 2021 gewachsen ist, liegt sehr stark an der Gesamtmarke, der Gesamtmarke E-Commerce zum Beispiel, zweistellig gefallen dieses Jahr. Ich w├╝rde schon davon ausgehen, dass es von diesem Jahr ausgehend wieder ein Wachstum geben wird. Zum Beispiel im E-Commerce, zum Beispiel im Softwarebereich, in vielen Industrien letztlich. Und was aber jetzt die Karte ist, die du nicht wei├čt, oder der Blindspot ist nat├╝rlich, wird es eine Rezession geben 2023? In Klammern, Philipp glaubt h├Âchstwahrscheinlich ja. Dass, wenn dein Business B2C ist, also von Konsumenten Sentiment abh├Ąngt, von Konsumenten Stimmung, dann m├╝sstest du das sozusagen da einbrechenen. Und das w├╝rde das Wachstum d├Ąmpfen. Genau, also das sind die Blindspots. Rezessionen wird es geben. In der Rezession ist jetzt nicht so, dass dein, wenn du vorher auf plus 12% Wachstum war, weil du kennst ja den R├╝ckenwind deines Marktes so ein bisschen. Und wenn du vorher auf plus 12% Wachstum warst jahrelang, dann glaube ich nicht, dass du wegen der Rezession jetzt auf minus 8 gehst, sondern gehst halt von 12 auf 5 wahrscheinlich runter. Wie gesagt, je nach Industrie. Da verdienen sich zu Recht ja, Unternehmensberater verdienen damit ja nicht schlecht, sowas f├╝r den Markt eben auch so ein bisschen zu forecasten. Aber ich glaube, es ist schwer. Ich glaube, es gibt keinen Grund irgendwie von ├╝berm├Ą├čiger Euphorie auszugehen, dass du sagst, ja, war jetzt so schlecht, dass wir einen Aufholeffekt wieder haben w├╝rden. Also ein Zur├╝ck, so ein Bounceback, glaube ich nicht. Ich glaube eher 2022 neue Baseline. Und darauf w├╝rde ich theoretisch jetzt das 2019er Wachstum legen als meine historische Wachstumsrate. Es sei denn, dass es ein spezieller Markt ist, wo es Gr├╝nde gibt davon auszugehen, dass es anders ist. Und die w├╝rde ich d├Ąmpfen, um mein vermeintliches Exposure zu rezessiven zu verhindern. Also, wenn ich jetzt eine neue Couch kaufe, meistens macht sie alte noch ein Jahr, dann sitzt man halt auf Flecken. Da w├╝rde ich sagen, Rezessionsimpact eher gro├č, bei Lebensmitteln eher klein, Kleidung tendenziell, sondern dazwischen, aber auch eher gro├č. Und so m├╝sste man das wahrscheinlich, glaube ich, auch in der Zukunft so m├╝sste man das wahrscheinlich modellieren, w├╝rde ich denken. Aber das Problem ist ja, das klingt so sch├Ân, du hast ja immer noch andere Sondereffekte. Also es ist nat├╝rlich komplexer, weil du hast die Inventories sind voll. Die muss ja auch noch loswerden. Daf├╝r kaufst du nicht neu ein, sondern planst die abzuverkaufen, das dr├╝ckt auf die Marge. Schwer, wenn du jetzt beim Handel bleibst. Ich glaube, es gibt keinen Grund f├╝r Euphorie, es gibt keinen Grund f├╝r Panik.
Und es irgendwie als Chance zu sehen und zu sagen, jetzt haue ich doppelt so hart drauf, weil die anderen...
Also wenn du die st├Ąrksten Unit Economics in deinem Markt hast, in einem Wachstumsmarkt, alle Player sind noch unprofitabel, aber du... Spannend, da habe ich neulich gerade mit jemandem dr├╝ber geredet. Also du bist in einem Wachstumsmarkt, alle Player sind noch relativ unprofitabel, aber du hast die st├Ąrksten Unit Economics, also du verdienst an der ersten Bestellung, ersten Dienstleistung, ersten Transaktionen schon Geld, dann k├Ânnte es nat├╝rlich opportun sein zu sagen, alle anderen haben vermutlich gerade schlechteren Access to Capital und sollte ich nicht die niedrigen Werbepreise zum Beispiel nutzen, wenn mein Gesamtmarkt intakt ist. Also nicht, wenn ich im Home and Living bin, ist das glaube ich keine schlaue Strategie. Aber sagen wir, du bist... Was l├Ąuft denn gut? Tourismus wird wahrscheinlich gut laufen. So, sagen wir da, zumindest alles ├╝ber dem billigsten Segment von Tourismus. Dazu sagen, ich nutze jetzt meine relative St├Ąrke und gewinne Marktanteile, weil andere sind vorsichtig, leiden mehr unter den Margen, kriegen wahrscheinlich nicht viel VC-Geld in den n├Ąchsten 2 Jahren oder 1,5 Jahren. Das k├Ânnte tats├Ąchlich eine gewinnende Strategie sein. Aber du brauchst sozusagen viel Buy-In von deinen Investoren oder musst sehr gut zeigen k├Ânnen, wie stark deine Unit sind und warum du aus einem Move der St├Ąrke genau das machst. Also man sagt ja immer so, alle Krisen bieten auch Chancen, aber jetzt eine Rezession, wo liegt da die Chance? Wenn du genug... Wenn du so ein Familienunternehmen mit unheimlich viel Cash bist, zuzukaufen, wie so ein Nutzer das gemacht hast, das ist sicherlich eine Chance. Oder auch so ein App, die haben 4,5 Milliarden und brauchen sie nicht, haben positiven Cashflow. Die k├Ânnen weiter eigentlich so Acquihires machen f├╝r Schl├╝sseltechnologien vielleicht. Das ist vielleicht sozusagen die... Man kann diese niedrigen Multiples, die Excel da bem├Ąngelt, nat├╝rlich nutzen, um zu sagen, das ist jetzt eine Zeit zu konsolidieren und den Markt aktiv aufzur├Ąumen. Ansonsten sehe ich sozusagen operativ eher wenig Opportunities, au├čer an der Kostenbasis. Du hast jede Rechtfertigung, deine Kostenbasis mal zu reviewen, und zu schauen, ob jeder wirklich an dem Tisch sitzen muss, jeder und jede an dem Tisch sitzen muss, wo er oder sie gerade sitzen. Das w├╝rde ich noch als eine Opportunity sehen. Das ist nat├╝rlich ein sehr k├╝hles Kalk├╝l, aber ich glaube, es ist trotzdem ehrlich.
Was ist denn mit BERT los? Verlierst du jetzt deine Scooter in der Stadt?
Ich habe doch gesagt, BERT ist die einzige Marke, die ich nicht benutze. Und jetzt kam die News, dass BERT das Rationale tut, w├╝rde ich vermuten, und sich aus Deutschland, Norwegen, Schweden zur├╝ckzieht. Das sind eigentlich vom Consumer Wealth, oder von der Kaufkraft, einfach gesagt, von der Kaufkraft mit die st├Ąrksten M├Ąrkte, also nicht in absoluten Zahlen, aber relativ gesehen sind das sehr wohlhabende Menschen, die in Deutschland, Norwegen und Schweden leben. Insofern schon spannende M├Ąrkte, aber BERT hat schon erkannt, dass mit, w├╝rde ich vermuten, in fast allen, zumindest in Deutschland, Schweden, ist Tierlein, Woi, Bolt eventuell aktiv. Und dass sie da einfach immer weniger Nutzung auf den Dingern haben. Ich glaube, es ist gut f├╝r die St├Ądte. Du hast letztlich fast ein F├╝nftel Roller weniger auf der Stra├če, wenn nicht sogar ein Viertel. Es ist gut f├╝r BERT. Ich glaube, die L├Ąnder, da gab es keine Chance zu gewinnen, au├čer ├╝ber Konsolidierung. Daf├╝r haben sie, wenn man sich den Aktienkurs anschaut, weder den Kurs noch das Cash, um das zu finanzieren, eine Konsolidierung, oder selber Treiber der Konsolidierung zu sein. Ich glaube, es macht keinen Sinn, das Gesch├Ąft zu verkaufen. Du hast Zero Switching Cost, also will irgendjemand den Kundenstamm von BERT haben, was hast du davon? Du kannst direkt den n├Ąchsten Roller nehmen, eine App runterladen, Google Pay, Apple Pay, fertig. Das hei├čt, der Kundenstamm ist meiner Meinung nach nicht ver├Ąu├čerbar. Die Ger├Ąte sind nicht ver├Ąu├čerbar, meiner Meinung nach, weil sie signifikant anders aussehen als die der anderen. Es wird, glaube ich, hohe Komplexit├Ątskosten bei der Technologie haben. Ich hoffe, dass sie sie nicht verschrotten, sondern irgendwo anders einsetzen k├Ânnen. Und von daher, glaube ich, logischer Schritt zur Kosteneinsparung, der wahrscheinlich ├╝berf├Ąllig war bei BERT. Und ich weine dem jetzt keine Tr├Ąnen nach. Also ich kann gerne auch noch einer verschwinden. Also ich fahr die gr├╝nen am liebsten. Keine Ahnung warum. Vielleicht ist das auch so ein Farbding. Ich find's gerade kacke. Ob das jemand gesucht hat, welche Farbe f├╝r sozusagen Sicherheit, obwohl dann h├Ątte man sie blau machen m├╝ssen. Aber das sieht zu sehr nach Polizei aus. Ach so, gr├╝n macht man nat├╝rlich, weil es so sch├Ân ├Âko aussieht.
Klar. Also das ist ja auch,
das hat ja auch die Welt aufs Guter erfahren, darf man nie vergessen.
Entschuldigung. Ja, auf keinen Fall. Also ich glaube, das ist net negative f├╝r die Umwelt, auf jeden Fall.
Net negative? Ja. Warum denn net negative?
Ja, ich glaube, ich hab noch keinen ├ľko getroffen, der wirklich meinte, dass das gut f├╝r die Umwelt ist. Also beweis mir gerne das Gegenteil. Ich freu mich auf die Nachrichten in der Inbox. Ich w├╝rde denen nicht, du trauerst nicht hinterher, wenn eine Firma nicht mehr da ist. Ich w├╝rde nicht hinterher trauern, wenn die Dinger einfach nicht mehr in der Stadt sind.
Und wie sollen Leute sich stattdessen fortbewegen?
Zu Fu├č, Fahrrad, ├ľffis. Baut Fahrradwege.
Ja, Fahrradwege bauen, ist gut.
Uber macht genau das gleiche wie Netflix. Also alle hatten irgendwie vor einem Jahr wahrscheinlich irgendeinen Workshop, dass sie jetzt Advertising machen m├╝ssen. Und sie scheinen jetzt auch irgendwas zu machen. Oder was haben die
jetzt vor? Genau. Uber baut einen Werbearm aus, um sozusagen ihre relativ, also sie haben nat├╝rlich, wer viel Uber f├Ąhrt und ├╝berhaupt Uber f├Ąhrt, ist relativ gesehen besser verdient auf jeden Fall. Das hei├čt, ihre Werbe Audience ist wertvoll. Sie haben extrem gute Targeting Daten. Denn ich wei├č mindestens welches Handy das Leute benutzen. Und ich wei├č, wo sie essen, wo sie schlafen, ob sie fliegen, wie oft sie fliegen. Das sind hervorragende Proxys f├╝r Bildung und Haushaltseinkommen. Also wenn ich sehe, jemand landet regelm├Ą├čig am Privatterminal des BERs, f├Ąhrt dann zum Hotel Rom und geht im Grillinal snacken, dann hast du glaube ich ganz gut, also das ist jetzt ein sehr extremes Beispiel, aber hast du super Targeting Daten. Dein normaler
Dienstagabend.
Genau. Wenn ich es nicht mehr nach Hause schaffe, schlafe ich im Hotel Rom. Also auf jeden Fall sind es glaube ich gro├čartige Targeting Daten, die Mobilit├Ątsprovider haben. Ob den Nutzern das dann gef├Ąllt, ist eine zweite Frage. Und wie Apple versucht das zu verhindern, ist die dritte Frage, weil ich glaube Apple diese Daten, weil das sind nat├╝rlich sch├Âne exklusive Daten von Apple und Google auch, die Location Daten, die man ja normalerweise ├╝ber Google Maps oder die Apps unter sein Ger├Ąt selber erhebt. Aber ja, Uber will zus├Ątzliche Werbem├Ąrkte aufschlagen. ├ťbrigens auch Instacart hat bekannt gegeben, das ist wo ja auch viele Quick-Commerce-Dienste perspektivisch drauf gesetzt haben. Und Instacart ist ja letztlich einer. Auch da habe ich gute Konsumenten- und Konsumdaten, pr├Ąferierte Marken, Brands, Produkte, kauft jemand ├ľko, kauft jemand Premium, kauft jemand Alkohol, Zigaretten, Babyprodukte, all das hervorragende Targeting Daten. Also Uber macht das, Instacart hat es vor ein oder zwei Wochen angek├╝ndigt und das ist nat├╝rlich ein Einweg, die die Profitabilit├Ątsgap bei solchen Modellen zu schlie├čen. Sei es im Quick-Commerce, sei es in Uber, irgendwas, sich ja immer mit dem Vorwurf rumschlagen muss, dass sie nicht profitabel sein k├Ânnen so richtig. Von daher glaube ich, ganz logischer Schritt. Und es w├Ąre fast doof, das nicht zu nutzen. Also was glaube ich nervig w├Ąre, wenn es so ist, dass wenn du ein Uber bestellen willst, dann kommt erstmal so ein Pop-up-Screen, den du drei Sekunden warten musst, um ihn wegzudr├╝cken im schlimmsten Fall. Ich glaube, das w├Ąre richtig dumm. Wenn du es irgendwie auf der Fahrt, wenn man ja schon noch mit der Uber-App manchmal rumspielt, um schon das Trinkgeld festzulegen oder irgendwelche anderen Sachen zu verfolgen, ob der oder die Fahrerin den richtigen Weg f├Ąhrt. Ich glaube, das w├Ąre ein guter Punkt zum Beispiel, um Werbung, Angebote einzuspielen. Warum nicht? Kein wilder Weg, oder? W├╝rde es dich st├Âren? W├╝rdest du dir den da auch nachziehen? Werbemarkt aufbauen? Freenow hat glaube ich nicht den Scale, um ein gutes Werbeprodukt aufzuziehen. Da hat Uber glaube ich
einen Vorteil. Haben wir es schon mal versucht im Taxi, mit so Displays im Taxi.
Ah, das war auch cool. Wenn du im Taxi ein Display hast und das Display w├╝sste, wer da jetzt f├Ąhrt, das ist nat├╝rlich noch besser. Weil da hast du die fast undivided Attention. Das ist viel besser, als das in der App selber zu machen. Und so ein Display kostet ja nichts mehr. W├╝rde es so aussehen, vielleicht? Das w├Ąre eigentlich besser, als in der App zu machen.
Sie k├Ânnten nat├╝rlich auch die Description starten, dass irgendwie so Displays auf Taxis geschraubt werden. Und dann dort Werbung macht.
Ich finde, Innenst├Ądte mit mehr Werbung zuzugleichen, ist dann auch nicht so ein geiles Konzept, ehrlich gesagt. Im Auto f├Ąnde ich es okay. Weggucken ist auch schwer, aber das w├╝rde mich jetzt nicht so sehr st├Âren. W├╝rde ich vielleicht sogar als Information, wenn man zwischendurch ein paar Nachrichten laufen l├Ąsst und Podcast-Empfehlungen, f├Ąnde ich das vielleicht gar nicht so doof. W├Ąre das vielleicht ein Werbemedium f├╝r uns? Leute, die
Taxi-Werbung, Ur-Werbung?
Alle, die zu DMAX-Co fahren? Das ist nat├╝rlich Quatsch. Es gibt kein DMAX-Co mehr. Bald. Dann hast du ein Tool gefunden. Ich bin super begeistert. Gro├čes Lob. An wen?
An den Entwickler. Hast du dir schon Anteile klar gemacht?
Ich bin ja nicht so ein Schau.
Nicht, dass ich es nicht ├╝berlegt h├Ątte. Hast du nicht gesagt, hier 50.000, 50%?
Ich bin mir sicher, dass so etwas jetzt... Ein junger, ambitiert, weniger Mensch namens Ferdinand hat auf LinkedIn, da habe ich es zumindest gesehen, ein Tool publiziert, das einen wirklich nervigen... Du kennst es schon, aber wenn ich jetzt jedem frage, was sind die schlechtesten Public Frontends, die es gibt, zusammen mit Elster und so weiter, ist der Bundesanzeiger, glaube ich, aus UI-Sicht, User Experience-Sicht, nicht weit vorne bei Bedienerfreundlichkeit, Bedienerinnenfreundlichkeit. Was der Ferdinand gebaut hat, ist ein Tool, das hei├čt GetFin, oder? Sekunde, ja. GERFin. GERFin, G-E-R wie Germany. G-E-R-Fin wie finance.net. Und was das macht, ist, ich kann in Excel eine Suche nach einer Firma machen, die im Bundesanzeiger ist, und kann mir dann alle Bilanzen und Income Statements, die beim Bundesanzeiger vorliegen, sofern diese Firma pflichtgem├Ą├č und termingerecht meldet, runterladen, was allein im Vergleich zum normalen Frontend des Bundesanzeiger schon ein 10x Verbesserung ist, w├╝rde ich sagen. Ich h├Ątte direkt weitere Feature-W├╝nsche, und zwar Art 1, ich glaube, noch geiler f├Ąnde ich es, wenn das alles online passiert, ich suche die Firma noch auf der Webseite, und dann bekomme ich als Download schon ein Excel-File, wo einfach alle Daten schon drin sind in TABs. Also die letzten 20 Jahre, also entweder Bilanzen oder Income Statement, je nachdem, ob die Firma bilanzierungspflichtig ist, wenn das schon in TABs ist, f├Ąnde ich es sogar noch besser, als mir die einzelnen Jahre selber runterladen zu m├╝ssen, das w├╝rde mir weitere Zeit ersparen, w├Ąre ich bereit. Das Krasse ist noch, das tut es umsonst. Das ist ein Verbrechen, finde ich, sowas umsonst rauszugeben. Wie viel w├╝rde das kosten? Ich glaube, es schadet ja mindestens 99, auch 199 oder mehr w├╝rden Leute, glaube ich, zahlen, die es regelm├Ą├čig nutzen. Das k├Ânnte das n├Ąchste Think-Cell ein bisschen ├╝bertrieben, aber es k├Ânnte ein kleines Think-Cell sein, also 90% Gross Margin, ich glaube, sie k├Ânnen 10 Millionen Umsatz mit dem Jahr machen, obwohl du hast nicht den weltweiten Markt. Aber ich glaube, du kannst ein, zwei Millionen Umsatz damit machen, bei extrem hoher Rohmarge. Und du kannst eventuell schauen, dass im UK Company Register k├Ânnte das, muss man mal schauen, irgendwo wird es ja auch ├Ąhnliche Liberalisierung geben. Was wollte ich noch sagen? Es w├Ąre toll, das alles auf einmal zu haben. Ich w├╝rde nicht verbrechen, dass es kostenlos ist. Unter anderem, weil es die Kredibilit├Ąt, glaube ich, des Tools so ein bisschen fraglich erscheinen l├Ąsst. Also wenn sowas kostenlos ist, mit so viel Mehrwert, frage ich mich schon, ist da Schadcode drin, gerade wenn ich es in Excel installieren soll, kompliziert. Von daher w├Ąre es fast seri├Âser, wenn ich daf├╝r zahlen m├╝sste. Also der Code ist von Microsoft gecheckt und so, keine Sorge, der scheint sehr sauber zu sein. Aber ich finde es trotzdem, ich w├╝rde wahrscheinlich weniger nachdenken, wenn es kosten w├╝rde, als wenn es umsonst ist in dem Fall. Und ein weiteres super wertvolles Feature w├Ąre, wenn du Updates bekommst. Also jede Company, die ich je runtergeladen habe, kann ich ein kleines H├Ąkchen danach setzen. Remind me of new documents. Und jedes Mal, wenn ein neues Dokument kommt, neuer Gesellschafter, neues SAA, neue Gesellschafterliste, neue Bilanz oder Income Statement, bekomme ich ein Ping. Mega wertvoll. Sparst du n├Ąmlich das st├Ąndige eigene Checken. Richtig cool. Gro├čes Lob f├╝r das Tool. Ich finde es hat brutal Mehrwert. Gerade wenn du, ich glaube, wenn du als VC arbeitest, wenn du sehr viel mit Competitive Intelligence, also wenn dich interessiert, einfach die Zahlen deiner Konkurrenten und irgendwelche Marktbenchmarks. Ich glaube f├╝r Journalisten als Target Audience mega wertvoll. Gro├čes Lob. Und ├Ąrgert mich ein bisschen. Ist so einfach. So ein typisches Ding. Du m├╝sstest nur anfangen. Bei den Payen, manchmal habe ich noch zu wenig Payen Bewusstsein. Ich ├Ąrgere mich jedes verfickte Mal, wenn ich auf der Bundesanzeiger Seite bin. Jedes Mal.
Ich hasse es. Und wie oft ├Ąrgerst du dich, wenn du irgendwie
Earnings Codes vorbereitest? Dokumente im Warnkorb, im Internet, wo man Dinge downloadet, wo man Dinge in Links ├Âffnet. Dokumenten zwar in Warnkorb legen und es dann eventuell doch umsonst auskriegen. Wie bescheuert. Also h├Ątten die, h├Ątte der Bundesanzeiger gesagt, es gibt ein Lifetime Abo f├╝r 1000 Euro. Daf├╝r kannst du immer einfach alles mit einem Klick ├Âffnen. H├Ątte ich es l├Ąngst gekauft. Mittlerweile ist es ja der Prozess immer noch genauso bescheuert als wenn du es zahlen m├╝sstest. Du legst es ja weiterhin in den Warnkorb, glaube ich. So ein Kacktool. Aber nicht agiert selber. Umso cooler, als Ferdy Hans gemacht hat. Wie gesagt, die Seite kommt in den Shownetz. Gerfin.net Und dann st├╝rzt euch rauf und quatscht dem die Prozente ab, wenn ihr wollt. Ich glaube, er kann das sehr gut alleine machen. Wer so weit gekommen ist, der kann auch das Produkt selber extrem gut weiterentwickeln.
Und was nervt dich noch?
Das andere, was mich gerade nervt, wir machen ein paar Rants heute. Kriegst du in letzter Zeit auch immer LinkedIn-Anfragen nach dem Motto, Sekunde, ich gehe mal hier in meine Anfragen. Also es gibt jetzt eine bl├Âdere Anfrage als Hallo, ich bin der und der, Beziehungsschaden nur, wem keiner hat, lass uns mal vernetzen. Das war bisher die d├╝mmste Anfrage. Jetzt hat es aber jemand geschafft, das nicht nur zu ├╝berbieten, sondern richtig krass zu skalieren. Und zwar geht das so. Hallo Philipp, mein Name ist ... in der Regel weiblicher Name, weiblicher Formname, die pers├Ânliche Assistentin von ... das LinkedIn-Mitglied, was mich penetrieren m├Âchte. Ich sage jetzt mal, das ist der h├Ąufigste Name Thomas. Ich stelle es mal mit verteilten Rollen vor. Wir sagen, die Assistentin gibt sich hier als Gundula aus. Und der Mensch, der mich nerven will, hei├čt Thomas M├╝ller. Hallo Philipp, mein Name ist Gundula, die pers├Ânliche Assistentin von Thomas M├╝ller. Thomas m├Âchte sein umfassendes Netzwerk mit dir teilen und freut sich ├╝ber eine Verbindung. Ich w├╝nsche Ihnen einen wunderbaren Tag. Nachdem ich vorher geduzt wurde. W├╝nschen Sie mir jetzt Ihnen einen wundersch├Ânen Tag. Und das sehe ich so ... Kriegst du das auch? Dass Leute so eine fake pers├Ânliche Assistentin haben? Das sind so Typen, wo du genau wei├čt, die waren irgendwie ein Jahr Solarium-Besitzer. Dann haben sie Multi-Level-Marketing-Vertrieb gemacht. Und jetzt machen sie Software-Sales. Und irgendjemand hat so ein Sales-Automatisierungstool gebaut, wo sie den Leuten verkaufen, du wirkst zehnmal authentischer, wenn so ein Clown, wo du wei├čt, der verdient keine 3000 Euro im Monat, so tut, als h├Ątte er eine pers├Ânliche Assistentin oder einen Assistenten. Und das ist der sicherste Weg von mir. Also A. Selbst werde ich authentisch. F├Ąnde ich unheimlich frech, wenn mir irgendjemand ├╝ber seine pers├Ânliche Assistentin ... Also du kannst ja auch einfach so tun, als w├Ąrst du es. Das kann ja eine Assistentin, Assistentin PA, was wei├č ich, schreiben. Aber warum dann nicht so tun, als w├Ąr's authentisch? Und das machen ja schlaue Leute auch so. Aber um sich k├╝nstlich zu erh├Âhen, zu sagen, ich hab ├╝brigens eine pers├Ânliche Assistentin, kann die mal Kontakt mit deinem Office aufnehmen? Ey, wie ... Das ist nach irgendwie ... Ich hab 14 Emojis in der Tagline und irgendwo steht Krypto, Web3, Vordenker, bla bla bla, in deiner Beschreibung. Ist das mit Abstand die neueste, d├╝mmste Sache, die du machen kannst, um Leute auf LinkedIn zu nerven und 100% nicht akzeptiert zu werden? Also A. Die Leute, die du damit akquirierst, sind die wertlosesten ... Also die Leute, die dazu Ja sagen, sind die wertlosesten, d├╝mmsten Leute auf LinkedIn. Und das ist der sicherste Weg, Adverselektionen zu machen und nicht einen echten Entscheider zu kontaktieren. Es gibt einen ganz speziellen Platz in der H├Âlle f├╝r Leute, die sowas als LinkedIn Best Practice verkaufen. Wenn niemand den Trainer oder das Produkt kennt, was das zu verschulden hat, das w├╝rden wir n├Ąchstes Mal gern besprechen.
Das kommt dann in die Show-Notes.
Ich m├Âchte das gern mal ausprobieren, was mir da noch versprochen wird. Also was Leute dazu treibt, zu glauben, dass das ne geile Masche ist. Zu sagen, ich hab ne ...
Du bist einfach nur neidisch. Warum? Ich glaub, weil du der einzige in Deutschland in der Internetwirtschaft bist, der keine privaten Assistenten hat.
Ja, das sind ja Fake ... Die sind ja nicht echt. Krass, dass du das nicht bekommen hast. Ich krieg mindestens, ich w├╝rd sagen, im Schnitt 5-10 pro Woche von diesen Anfragen. Nur nach diesem Muster. Ich bin von einem vollkommen unwichtigen Typ die pers├Ânliche Assistentin.
Ja. Wei├čt du warum? Weil bei dir drin steht, dass du ein Superinvestor bist oder sowas.
Nein, es ist irgendein Sales Leadgenerierungsautomatisierungstool, oder irgendein richtig schlimmer LinkedIn-Berater, der das auf gro├čen Kongressen oder so als Best Practice propagiert. Wer wei├č, woher das kommt? Ich w├Ąr unheimlich gespannt. Keine Ahnung, warum ich so chick habe.
Also ich hab LinkedIn so eingestellt, dass man mir nicht als erstes ne Anfrage stellen kann, sondern erst mal auf Follow geht. Und seitdem ich das gemacht hab, kommen...
Das hab ich auch, das sollte man sowieso machen. Aber es kommen trotzdem noch erstaunlich viele. Und was ich bei LinkedIn
so krass finde ist, wie weit man, also, wieso sie das Tool nicht mehr zumachen. Also, die k├Ânnten da doch wesentlich mehr Geld machen, wenn sie einfach mehr die Leute in das Abo dr├╝cken w├╝rden.
Also ich w├╝rd A sagen, es gibt wenig Leute, die mehr als 20 echte Kontakte pro Woche machen. Also du hast das Follow Feature, wer mir nur folgen will, kann mir folgen. Echte Kontakte, mit denen ich wirklich in Kontakt treten will, kann man auf 20 oder auf x Prozent der Followerschaft limitieren. Aber dass so Leute, die sich gestern angemeldet haben, sagen, mit 500 Leuten in der ersten Woche Kontakt aufnehmen, ich w├╝rd das begrenzen. Ich glaub, das ist schlechte User Experience. Und ich versteh auch nicht das Kack├╝l dahinter. Also, du kannst sagen, es ist ein Shotgun Approach, damit du mehr, wenn du dann irgendwann mal jemanden ansprichst, auf den du wirklich, den du targetiert hast, dass du dann gemeinsame Kontakte hast. Aber auch das w├╝rde man ja viel, dann w├╝rde ich eher ein Tool bauen, wo du sagst, das ist mein Target und ich aus dessen Umkreis frag mal alle Leute an, damit der denkt, wir haben gemeinsame Kontakte. Weil das ist tats├Ąchlich eins mein, das ist nat├╝rlich aus Netzwerk-Diversit├Ątssicht auch ein kompliziertes Verhalten, was ich da an den Tag lege. Aber so einer meiner Entscheidungskriterien ist nat├╝rlich schon, wie viele gemeinsame Kontakte haben wir. Also hast du einen gemeinsamen Kontakt und du wei├čt, das ist der Typ, der dir auch schon auf den Nerven geht und den gr├Â├čten Schei├č erz├Ąhlt. Nat├╝rlich werde ich diese Person nicht auch noch annehmen, wenn das unser einziger Kontakt ist.
Da ist es schlimm so, es gibt wirklich ein paar Leute, die werden mir immer vorgeschlagen, bei allen Leuten, die ich rejecte. Das sind immer die gleichen vier Leute, die mit denen Kontakte haben.
Da musst du aktiv daran arbeiten und die Leute rausspeisen. Weil das nimmt dich auch aus dem Targeting eventuell raus. So, genug f├╝r heute. Aber ich m├Âchte wirklich verstehen, sowas interessiert mich. Also wie so viel Unheil ├╝ber meine Welt vor allen Dingen gebracht wird, das m├Âchte ich gerne verstehen. Warum gibt es denn keine guten LinkedIn-Coaches, die sind Dinge, die auch zur Seriosit├Ąt beitragen. Also das machen ja teilweise Leute.
Doch, die Guten merkst du nur nicht.
Das ist wie mit der... Genau, du hast vollkommen recht. Die logische Konsequenz w├Ąre, die gut gecoachten Leute w├╝rde ich als authentisch wahrnehmen und deswegen w├╝rde ich gar nicht merken,
dass es gecoacht ist. Ich bin auf jeden Fall beruhigt, dass es dir wieder besser geht, dass du dich um so Kleinigkeiten
aufregen kannst. Das stimmt wohl. Das ist ein Neuaufkeimen der Energie. So kann man das durchaus sehen. So, letzte H├Ârerfrage und dann darfst du ins Wochenende.
Endlich. Hier wird gefragt, ein Podcast-H├Ârer fragt f├╝r seine Tochter, die gerade ein B├Ârsenspiel im Gymnasium macht, was drei gute Aktien w├Ąren f├╝r die n├Ąchsten drei Monate, um dann was zu lernen von potenziellen Up- und Downsides, ├ťbernahmen, Earnings und anderen ├ťberraschungen. Was denkst du? B├Ârsenspiel, welche drei Tipps f├╝r die Tochter?
Du zuerst.
Disney?
Das hei├čt, du glaubst, die Subscription-Zahlen w├Ąren richtig gut in das Ergebnis?
Genau.
Dann muss man sehr stark darauf achten, ob das Revenue im gleichen Verh├Ąltnis steigt, wie Subscription-Zahlen oder ob es wirklich nur immer billiger Discount-Nutzer sind, die dazukommen aus Indien oder so.
Weiter. Und du hast noch die Parks und so. Kannst du das ein bisschen angucken. Dann w├╝rde ich irgendwie eine Sportartikel-Marke nehmen. Warum? Weil vielleicht aktuell am meisten lernen kann, ist Adidas.
Aber nachdem, was du von Nike geh├Ârt hast, dass die Inventories sich aufstammen, also okay, aber das ist deine Meinung. Ich w├╝rde sagen, Vorsicht bei Sportartikeln. Wenn ├╝berhaupt w├╝rde ich On nehmen, aber selbst die haben Inventory. Sekunde. Ich glaube schon. Ich gucke mal ganz kurz nach. Dauert nur eine Sekunde.
Aber sie sollen ja was lernen. Es geht ja nicht darum, dass die Aktie sich jetzt nach oben entwickelt.
Achso, dann kannst du auch Tennis DNA-Fonds kaufen. Da lernst du auf jeden Fall was. N├Ąmlich erstmal in den n├Ąchsten zehn Jahren das gar nicht mehr anzupassen. Kunde-Inventories bei On war von 40 auf 61 Prozent des Umsatzes gestiegen. Also es ist nicht ganz so schlimm, aber es ist schon aufsteigend. Aber gut. Und was war das dritte bei dir?
Ja, Tennis DNA. Wie man so ein Fonds...
Als Turnaround-Kandidat? Die sind am absoluten Tiefpunkt reingreifen jetzt?
Ja, oder hier KT, Ark Innovation oder irgendwie sowas.
In den n├Ąchsten drei Monaten kommt der Tech-Turnaround, musst du dir ja glauben.
Nein, du gehst ja immer darum, aber dann hast du halt verschiedene Sachen, die es so verschieden gibt.
Also das eine ist ja eher so...
Okay, du nimmst die Frage einfach nicht ernst. Doch klar, aber du gehst da nur darauf ein, du willst jetzt die...
Du musst ja mal sagen, was ist wahrscheinlich, das in den n├Ąchsten drei Monaten zweistellige Renditen macht.
So. Vorweiner. Sind wir hier alles auf Aktien-Podcast oder was?
Ja, genau. Mit Pistole an Kopf. Hahaha. Deine Familie ist an einem unbekannten Ort, wenn du es nicht sagst, kommst du hier nicht raus.
Hahaha. N├Â, ich bleib dabei. Ich mach keine Pistole auf die Brust-Aktion. Aber ja, Snap w├╝rde ich zum Beispiel... Hat es mich in den Fingern gejuckt, ob ich da jetzt nicht noch was kaufe?
Das w├Ąre nat├╝rlich ein Motiv, dass du sagst, du werdest einfach random auf ├ťbernahme und ticken Private-Kandidaten.
Du k├Ânntest sagen, du nimmst irgendwie... Ja, plus die Firma fand ich schon immer spannend, aber die werden halt die n├Ąchsten sechs Monate mindestens, wahrscheinlich die n├Ąchsten zw├Âlf oder vierzwanzig Monate...
Du hast vollkommen falschen Horizont. Das hier ist ein B├Ârsenspiel, wo junge Menschen B├Ârse lernen m├╝ssen, und deswegen wurde der Horizont auf drei Monate gelegt. Das ist ja das eigentliche Problem, muss man auch mal sagen. Ich finde es total cool einerseits, wenn junge Menschen an Gymnasien und gerne auch an allgemeinen... Wie hei├čt das jetzt? Haupt... Wer ist denn das? Hauptrealschule? Realschule. Wie hie├č das bei uns? Gesamtschule? Wenn einfach an allen Schulen und der Baumschule auch Aktien- und Wirtschaftswissen gelernt wird, das ist ungemein zu bef├╝rworten. Aber das Problem bei diesen B├Ârsenspielen ist, du bringst den Leuten als ersten Kontakt mit der B├Ârse Zocken bei. N├Ąmlich innerhalb von drei Monaten maximal Rendite zu machen. Und das ist... Also A, kann das jemand verstehen, ├╝berhaupt, was da die ausschlaggebenden Punkte sind, so kurzfristig gesehen vor allen Dingen. Und B ist es ja genau das falsche Kalk├╝l, zu sagen, dass man in drei Monaten jetzt irgendwelche Returns zu erwarten hat. Und wenn nicht, hat man es entweder schlecht oder... Irgendein Typ, der mit Dartfallen wirft, kriegt durch Zufall eine ├ťbernahmekandidatin rein und gewinnt. Und jemand, der sich viel... Das bist du. Irgendjemand anders, der sich echt viel Gedanken gemacht hat, vielleicht sogar strategische Analyse, strandet damit. Das f├Ąnde ich total traurig. Deswegen finde ich es eigentlich Quatsch. Aber, wo ich so ein bisschen h├Ąngen geblieben bin, das Einzige, was kurzfristig Sinn machen k├Ânnte, w├Ąre tats├Ąchlich, jetzt auf ├ťbernahmekandidaten zu setzen. Und dann w├╝rde ich... Snap finde ich gar nicht doof. Snap, Splunk und About You. Das ist ja auch Quatsch. Wie erkl├Ąrst du jemandem, was... Also, exklusiv, Pipp sagt,
diese drei Firmen werden dieses
Quartal noch... Also, wie erkl├Ąrst du jetzt einen Gymnasiasten oder Gymnasiastin, was Splunk macht? Das ist ja auch Quatsch. Wenn sie was kauft, was sie gar nicht versteht. Das ist ja auch wieder Unfug. Warum? Ja, wie kann man es besser machen? Du m├╝sstest in der f├╝nften Klasse anfangen und in den n├Ąchsten sieben Jahren... Du musst jedes Jahr... Du darfst einmal im... Bei der Zeugnisaufgabe darfst du umschichten einmal im halben Jahr. Du musst eine These pr├Ąsentieren, warum du was verkaufst, warum du was kaufst. Und das w├Ąre ein besseres System. Aber B├Ârsenspiel auf drei Monate ist definitiv, wie man nichts ├╝ber die B├Ârse lernen kann, eigentlich. Au├čer, dass sie random ist. Finde ich ein bisschen ├Ąrgerlich oder traurig. Aber ja, deswegen habe ich auch keinen guten Tipp. Aber wenn ich... Ich glaube, w├╝rde ich das ├Âffentlich noch machen? Auch nicht. Ich w├╝rde gar keinen Tipp ├Ąu├čern.
Ich bin auf jeden Fall gut drauf, dass du wieder schlechte Laune hast f├╝r ein paar Themen, die einfach komplett egal sind. Ich w├╝rde Putoptionsscheine kaufen. Ich freue mich, dass du wieder mehr oder
minder gesund bist. Wie alt ist man in der Sekundarstufe 2? Keine Ahnung. Die 17-j├Ąhrige Tochter w├╝rde ich alles auf einen Meter Putoptionsschein setzen. Und wenn jemand fragt, warum, sagt sie, weil ich nicht wei├č, was dieses Meter ist. Weil sie 17 ist. Keine Ahnung. Das ist mein bester Tipp.
In diesem Sinne, habt ein sch├Ânes Wochenende. Falls ihr noch nicht eingeschlafen seid oder noch nicht genug Sport gemacht habt, Murakami Podcast anh├Âren. Da habe ich anderthalb Stunden mit Marco gesprochen. Ein bisschen ├╝ber alles. Auch die Entstehung von unserem kleinen Podcast hier. Aber von vorne bis hinten, von Avocado Store, Corporates, Startup bis zu Lollipop. Und Doppelg├Ąnger ist nat├╝rlich auch drin.
Wie lang? Anderthalb Stunden. Ui. Also,
in diesem Sinne, habt ein sch├Ânes Wochenende. Bis
Mittwoch. Peace. Tsch├╝sseldorf.