Doppelg├Ąnger Folge #196 vom 12. November 2022

­čöą FTX | ­čöą Start-ups in Rezession | ­čöą Meta Entlassungen | Earnings: Fiverr Beyond Meat HomeToGo Figs Ziprecruiter

Auch heute m├╝ssen wir ├╝ber Twitter und FTX reden. Was sollten Start-ups jetzt machen? Ist jetzt die beste Zeit, ein Start-up zu gr├╝nden? Hat sich Meta von genug Leuten getrennt? Und nat├╝rlich gibt es heute Earnings: Fiverr, Beyond Meat, HomeToGo, Figs, Digital Turbine, The Trade Desk und Ziprecruiter.

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Taubenverein Twitter

(00:09:00) FTX

(00:29:30) Was sollten Start-ups jetzt machen?

(00:38:10) Ist jetzt die beste Zeit, ein Start-up zu gr├╝nden?

(00:41:00) Meta Entlassungen

(00:47:00) Layoff Gewinner

(00:51:15) Fiverr Earnings

(00:56:10) Beyond Meat Earnings

(01:01:00) HomeToGo Earnings

(01:09:30) Figs Earnings

(01:15:00) Digital Turbine Earnings

(01:17:00) The Trade Desk Earnings

(01:20:00) Ziprecruiter Earnings

Shownotes:

Elon Musk is putting Twitter at risk of billions in fines, warns company lawyer https://www.theverge.com/2022/11/10/23451198/twitter-ftc-elon-musk-lawyer-changes-fine-warning

FTX CEO SAM BANKMAN JUST DELETED THIS TWEET https://twitter.com/gurgavin/status/1590132273785229312

Aha so this (FTX) is what ÔÇťdecentralised financeÔÇŁ looks like? https://twitter.com/robinwigg/status/1590836357592911872

HomeToGo Q3 https://ir.hometogo.de/websites/hometogo/German/14000/news-detail.html?newsID=2378413

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Willkommen im Doppelg├Ąnger-Tag-Talk-Podcast-Karnevalsveranstaltung am 11.11. aufgenommen, Folge 196. Tataaa, Tataaa, Tataaa. Piep, wie geht es mit deinem Taubenverein Twitter weiter? Kannst du mir ein Update geben?
Du willst jetzt die ganze Show so sprechen?
Na klar.
Letztes Mal wurdest du daf├╝r viel korrigiert, als du versucht hast, grausig zu reden.
Ich kann das ja auch nicht, aber es kann, ich kann nicht anders.
Okay. Was war bei Twitter? Es war eine wilde Woche wieder. Ich wei├č gar nicht mehr, was jetzt zwischen der letzten Sendung passiert ist oder gestern. Ich glaube, was nochmal neu hinzugekommen ist, ist, also am Mittwoch, das war definitiv nach der letzten Sendung, haben, ich glaube, vier oder drei oder vier wirklich wichtige Leute bei Twitter einfach ihren Job niedergelegt. Also die, die nicht gefeuert wurden, sondern dann freiwillig gek├╝ndigt haben. Das war unter anderem Damien Kirin, der Chief Privacy Officer, Lia Kisner, CISO, also Chief Information Security Officer, Marianne Fogarty, Chief Compliance Officer, also alles Sachen, die jetzt sehr viel mit Privacy, Sicherheit, Compliance, mit Recht, also, wie sag ich das, Rechtskonformit├Ąt und so weiter zu tun haben. Diese Marianne, die Chief Compliance Officer, hat getwittert zu ihrem R├╝cktritt, I don't watch Game of Thrones, I certainly don't want to play that work. Zeigt, glaube ich, warum sie sich da nicht wohl gef├╝hlt haben. Es wurde bekannt, dass die Entwickler, also Mitarbeiter haben gesagt, dass diese Reviews, also dass Leute irgendwelche Sachen nochmal auf Sicherheit und Compliance und Privacy pr├╝fen, quasi geskippt werden. Also die Entwickler entscheiden jetzt selber und zertifizieren sich selbst, ob die Arbeit compliant ist mit dem Recht. Die FTC hat angemeldet, dass sie sich Twitter, also die US-Marktaufsicht, also ne, die ist nicht die Marktaufsicht, nat├╝rlich die Konsumentenschutzbeh├Ârde, dass sie sich Twitter ganz genau anschaut. Die sagen, we are tracking recent developments at Twitter with deep concern, also sie schauen es nicht nur an, sondern sind auch schon besorgt und ├Ąu├čern Bedenken. Daraufhin hat der Anwalt von Elon Musk wohl gesagt, Elon puts rockets in space, he is not afraid of the FTC. Nur um, also auf Deutsch, wer irgendwie Raketen ins All jagt, der muss keine Angst vor der FTC haben. Das mag man bestimmt super gern, wenn man bei der FTC arbeitet. Einen Tag sp├Ąter hat er dann aber schon wieder getwittert, dass Twitter nat├╝rlich das Bestm├Âgliche tut, um compliant mit allen bestehenden Gesetzen und Regulierungen in der USA arbeiten wird. Hat wahrscheinlich gemerkt, dass es nicht so schlau war, also ein weiteres Zeichen f├╝r das eradische Vorgehen, dass er irgendwelche Dinge probiert oder raushat und dann schnell wieder zur├╝ckrudern muss, um es halbwegs in den Griff zu bekommen. Dann hat ein, also nachdem diese vier Personen, die ich gerade genannt habe, gek├╝ndigt haben, hat der interne Anwalt von, also ein interner Jurist von Twitter in das interne Slack Forum geschrieben, das ist die volle Nachricht gibt es auf The Verge, packen wir die Shownotes. Also es sagt quasi, der Chief Privacy Officer, Chief Compliance Officer und so weiter haben alle resigniert diese Woche und dass Leute sicherlich um viele Sachen gebeten werden in den n├Ąchsten Wochen, die sie eventuell nicht richtig finden. Weist die Leute so ein bisschen darauf hin, dass sie sich da eventuell auch Strafe machen k├Ânnten und schlie├čt mit dem Hinweis auf eine Whistleblower Seite. Also das wenn man glaubt, dass man sich bedroht f├╝hlt oder nicht sicher ist, ob man das Richtige tut, dann soll man sozusagen die Whistleblower Help beantragen, was ein relativ deutliches Zeichen ist, was man da erwartet, was los geht. Er schreibt auch, all of this is extremely dangerous for our users, also given that the FTC can and will, Ausrufezeichen, find Twitter billions of dollars pursuant to the FTC consent order, extremely detrimental to Twitters longevity as a platformer. Also er rechnet damit fast, dass die FTC Milliarden Strafen gegen Twitter verh├Ąngen k├Ânnte, was nat├╝rlich f├╝r die Plattform nicht gut ist. Elon Musk hat diese Woche au├čerdem gesagt, als er die Belegschaft adressiert hat. Elon Musk told Twitter employees on Thursday, the company may have a net negative cash flow of several billion dollars next year. Also die k├Ânnten mehrere Milliarden Dollar Cash verlieren, verbrennen n├Ąchstes Jahr. Adding that bankruptcy is not out of the question. Also es gibt noch die M├Âglichkeit, dass Twitter auch bankrott gehen kann, nachdem er 44 Milliarden daf├╝r bezahlt hat. Das hei├čt nicht, dass er die Firma auch retten wird, sagt er quasi. Und sie m├╝ssen einen Weg finden, mehr Cash einzunehmen. We can't scale to a billion users and take massive losses along the way. That's not feasible. Also wir k├Ânnen nicht einfach die Userzahl nochmal vervierfachen und immer mehr Verluste ansammeln, Musk said. Speaking at an all hands meeting for Twitters product team. But if you have a compelling product, people will buy it. That has been the experience at SpaceX and Tesla. Also es klingt wieder so ein bisschen nach Paywall und wir brauchen nicht die h├Âchste Anzahl der Nutzer, sondern wir m├╝ssen ein Produkt bauen, wof├╝r einige Nutzer bereit sind, viel Geld zu bezahlen.
Also in kurz, Twitter wird zum Fyre Festival und Elon macht nicht nur Twitter, sondern auch seine eigene Reputation kaputt.
Das ist auf jeden Fall, also am Tag darauf haben noch zwei weitere, da hat Joel Rose, der Senior Director Trust and Safety sich selbst entlassen und Robin Wheeler, Vice President US Client Solutions, also der Advertising Chef, ist einen Tag sp├Ąter gegangen. Es gibt ein Exodus von Top Talenten. Dieser Robin Wheeler wurde angeblich gestern ├╝berredet von Elon Musk und gesagt, er ist doch noch da. Wie gesagt, hin und her. Ja es ist auf jeden Fall ein gro├čes Chaos, ohne jede Frage. Wie wir letztes Mal gesagt haben, man kann den nicht beim Scheitern zusehen, wir haben ein bisschen fr├╝h gesagt, aber auf jeden Fall beim struggeln und diesem erratischen Verhalten. Ich glaube, das ist f├╝r den Nimbus oder den Halo Effekt von Elon Musk, also dass er der Midas ist, der alles zu Gold machen kann, nicht gut, also zu zweifelst ohne gro├čer Ingenieur und Innovator, gar keine Frage nat├╝rlich. Aber der Ruf, dass er jede Firma retten kann und damit seine Genialit├Ąt und seinen Arbeitseinsatz schei├če zu Gold machen kann, auf deutsch gesagt, das setzt er jetzt aufs Spiel. Und ich glaube, die ersten, die darunter leiden gerade sind Tesla Shareholder. Die behandelt er wie seine Ex-Frauen. Ich glaube nicht, dass Tesla gerade genug Aufmerksamkeit noch bekommt, sondern die Aufmerksamkeit ist sehr schnell komplett zu Twitter gewechselt, weil es nat├╝rlich daher zu viel zu l├Âsen gibt. Au├čerdem wurde Anfang der Woche bekannt, dass Musk bis zu 4 Milliarden US-Dollar an Tesla Shares wieder liquidiert hat. Und das nat├╝rlich nicht vorher angek├╝ndigt hat, sondern das ist jetzt aus Findings bekannt geworden, nachdem er ja mehrmals gesagt hat, vorher, he's done selling Tesla Shares und er plant nicht nochmal Tesla Shares zu verkaufen, hat es jetzt offensichtlich doch gemacht. Wahrscheinlich, weil die Cashflow Situation bei Tesla so schlecht aussieht oder vielleicht, weil Investoren sich doch nicht beteiligt haben an der Runde oder weil er einfach geglaubt hat, dass es eine gute M├Âglichkeit ist, seine Shares zu liquidieren.
Und k├Ânnte er ├Ąhnlich, wie er es mit Solar City gemacht hat, Tesla einfach Twitter kaufen lassen?
Das k├Ânnte... ja, Solar City war ja die Firma von seinem Bruder, die er so gerettet hat. Das ist nat├╝rlich eine Option. Also das w├Ąre aus Compliance-Sicht, w├╝rde ich wieder sagen, h├Âchst kritisch, dass du mit Mitteln deiner Shareholder, aber auch da gibt es ja keine effektive Governance bei Twitter. Also sein Board ist letztlich ein Puppentheater und er kann mehr oder weniger schalten und walten, wie er will und ich k├Ânnte mir vorstellen, dass das durchgeht, aber ich glaube nicht, dass er den Preis, also dass er da nochmal mehr als 30 Milliarden f├╝r zahlen kann. Also die Convertible Notes aus diesem Deal, aus dem letzten Deal handeln so, als w├Ąre Twitter eher zwischen 8 und 12 Milliarden wert oder dass der Markt zumindest glaubt, die w├Ąren so viel wert. Von daher w├╝rde ich eher vermuten, dass er zumindest sein Geld dann nicht wieder sieht, selbst wenn er es mit Tesla retten w├╝rde. Und es sieht ja auch eher so aus, als wenn sie es in so eine Art X.com Super App verwandeln wollen. Interessanterweise gibt hier Zizi von Binance, der 500 Millionen in den Twitter Deal investiert hat und reichlich Tipps gibt, wie man Twitter monetarisieren k├Ânnte mit Micropayments und so weiter, die man nat├╝rlich ├╝ber Krypto und seine B├Ârse abwickeln k├Ânnte oder deren Infrastruktur. Der k├Ânnte quasi helfen da irgendwie eine Super App draus zu bauen und ist mit Ratschl├Ągen immer bei der Sache.
Wenn wir schon ├╝ber Krypto reden und Geld, das man nicht mehr wieder bekommt, also meine paar Coins bei FTX scheine ich nicht mehr wieder zu bekommen, oder?
Also wenn du sie jetzt noch nicht raus hast, dann wird es schwer glaube ich. Wie sieht es da aus?
Ne, ist noch nichts angekommen. Es steht noch beides auf Requested seit Dienstag.
Dann w├╝rde ich mich im Kopf schon mal davon verabschieden. Also sagt dir NGMI was?
Keine Ahnung.
Not gonna make it. Das ist ja auch so ein Krypto Term und ich glaube FTX will not make it. Also der Chef, wer den Hintergrund braucht, den haben wir Anfangs oder Mitte der letzten Folge schon gemacht. Das ist irgendwer, wem der Anschluss da fehlt, der m├╝sste das vielleicht nochmal nachh├Âren. Prinzipiell geht es darum, dass die zweitgr├Â├čte Kryptob├Ârse der Welt, FTX, kollabiert und ein Rettungsversuch oder Rettungsverhandlung mit der gr├Â├čten B├Ârse, n├Ąmlich Binance, die vermutlich erheblich beigetragen hat zu dem Absturz, gescheitert ist. Jetzt versucht FTX, also Bank Manfred, der Gr├╝nder, noch Geld zu raisen in so einer Art Emergency Funding. Das w├╝rde nat├╝rlich zu furchtbaren Konditionen sein. Dazu muss man aber sagen, dass die L├╝cke, die er f├╝llen muss, rund 10 Milliarden Dollar gro├č ist. Und wer da halbwegs bei Trost ist, w├╝rde dem Typen jetzt 10 Milliarden geben. Also selbst wenn Sam Bank Manfred jetzt sofort zur├╝cktreten w├╝rde, selbst dann w├╝rde niemand 10 Milliarden echtes Geld in diese Plattform, glaube ich.
Aber wieso nicht? Ich meine, er war doch ein Vision├Ąr, jeder hat den geliebt.
Ja, er war vor allen Dingen ein Hasardeur, w├╝rde ich sagen. Das erkennt man nur leider immer relativ sp├Ąt. Ich glaube, man h├Ątte es fr├╝her erkennen k├Ânnen. Angeblich spricht er noch mit Kraken. Das ist die vierte oder f├╝nfte Sekunde. Ich gucke mal kurz auf CoinMarketCap. Ich glaube, Coinbase ist noch gr├Â├čer und dann kommt schon Kraken. Nein, Kraken ist die dritte Gr├Â├če. Weil FTX jetzt nicht mehr in der Top 10 ist, ist es tats├Ąchlich so, dass Binance jetzt die erste ist, Coinbase die zweite und Kraken die dritte. Also normalerweise w├Ąre Kraken die vierte gewesen, wie ich gesagt habe. Jetzt ist es die dritte. Und die gelten als relativ liquide und scheinbar muss man immer sagen, es kann sich ja immer innerhalb von 24 Stunden ├Ąndern, wie wir gelernt haben. Aber scheinbar einigerma├čen transparent und solide aufgestellt und konservativ vor allen Dingen. Also die scheinen noch nicht betroffen zu sein. Im Gegensatz zu BlockFi zum Beispiel, das ist ein Crypto-Landing-Marketplace, glaube ich. Die haben gestern n├Ąmlich geschrieben, das Alameda ist ein Investmentfonds von Sam Bankman-Fried. Erkl├Ąren wir gleich mal. Also sie schieben es jetzt auf die Unsicherheit im Markt, dass sie auch ihre Kundenabhebung begrenzt haben. Was eigentlich ja das klare Zeichen ist, ├╝bertrieben, aber ein relativ guter Indikator ist, dass man hier auch schlechte News in den n├Ąchsten Tagen oder Stunden h├Âren k├Ânnte von BlockFi. Also es gibt nat├╝rlich einen riesen Domino-Effekt, der sich durch die Industrie z├Ąhlt. Wie gesagt, Sam Bankman-Fried versucht eine Notrunde zu raisen, um die Kunden zu retten. Er sagt immer, die Kunden sind seine Number One Priorit├Ąt, was wirklich zynisch und dreist ist, wenn man wei├č, was er in den letzten Monaten getrieben hat. Noch vorzugeben, dass die Kunden die Top-Prio werden. Ich glaube, er wird sich eher bald in einem Flieger auf die Philippinen befinden, wenn nicht jetzt schon. Weil da die Handschellen klicken sollten und m├╝ssen. Also ohne jetzt vorzuverurteilen, aber das scheint mir anhand der bekannten Fakten relativ sicher und die SEC ermittelt da ja auch schon. Er hat unter anderem auch vielleicht als Indiz daf├╝r, dass er ein gewisses Schuldbewusstsein hat und auch versucht, die Faktenlage nicht weiter zu verschlechtern. Er hat ja urspr├╝nglich am 7. November noch getwittert, FTX has enough to cover all client holdings, we don't invest client assets, we have been processing all withdrawals and will continue to be und bla bla bla. All das ist im Nachhinein eine L├╝ge. Also A, du merkst ja gerade, sie prozessieren deinen Withdrawal, das ist insofern richtig.
Ne, tun sie nicht, das steht immer noch auf Requested.
Ja, aber das ist jetzt so ein bisschen Schr├Âdingers Katze. Dadurch ist es noch nicht tot, aber du kriegst es auch nicht zur├╝ck. Aber ich w├╝rde jetzt sagen, es ist fair zu sagen, dass es noch im Status des Prozessierens ist. Das hei├čt ja noch nicht, dass der Prozess abgeschlossen ist. Nein, also nat├╝rlich ist es Quatsch, also du hast schon recht. Und das andere, was er gesagt hat, ist, we don't invest client assets. Und das ist eben, was hier eigentlich passiert ist, was jetzt immer klarer wird. Also das Balance Sheet, die Bilanz und so eine Firma funktioniert nicht so viel anders wie eine Bank am Ende. Das hei├čt, da waren 16 Milliarden an Guthaben und Verbindlichkeiten auf dem Balance Sheet, also der Bilanz. Und von diesen 16 Milliarden soll Sam Bankman-Fried bis zu 10 Milliarden, und das sind halt Kundengelder auf der Bilanz, in seine andere Firma, n├Ąmlich Alameda Research, die Geld in alle m├Âglichen Risky Assets, vor allen Dingen Kryptow├Ąhrungen anlegt und das sicherlich auch gehebelt, verschoben haben. Das ist einfach erkl├Ąrt so, als wenn der Chef deiner Kreissparkasse sich die Kundeneinlagen auf sein CFD-Konto ├╝berweist und die Kundengelder dann gehebelt in Palantir und Beyond Meat investiert. Das hat er quasi mit dem Gro├čteil der Kundengelder, also mit 10 Milliarden, bei einer Bilanzsumme von 16 Milliarden, also das sind bisher, vielleicht zu fr├╝h das Fakten zu nennen, aber das ist was bisher durchsickert, gemacht. Also dass er hier so einen Unrecord gelogen hat, we don't invest client assets even in treasuries, das ist h├Âchstwahrscheinlich eine falsche Aussage, deswegen wurde dieser Tweet von ihm selbst auch gel├Âscht und das w├╝rde ich dann als schuldeingest├Ąndnis schon einordnen. Er sagt weiterhin, dass explizit FTX US, also die US, also es gibt eine internationale Version von FTX, wo man in den meisten L├Ąndern Zugang zu hat, dann gibt es noch in bestimmten Regulierungsr├Ąumen, also in Japan, Australien, der EU und so spezielle Plattformen. Die US sagt er ist explizit nicht davon betroffen, da gibt es jetzt aber auch Quellen, die behaupten, dass FTX US, also die US, wo er bisher sagte die ist safe, 200 bis 400 Millionen an BlockFi, das ist die Firma die ich eben genannt habe, die gesagt hat wir k├Ânnen jetzt erstmal keine Gelder auszahlen, verborgt hat und es jetzt eine L├╝cke in deren Balance Sheet geht und BlockFi eine 400 Millionen Kreditlinie hat. Die eventuell auch kollabieren k├Ânnte und ja, also es wird dem Anschein nach auch FTX US betreffen, also er versucht irgendwie der Wahrheit vorweg zu laufen, kriegt das aber nicht gut hin, weil die Ereignisse ihn dann immer schnell, sehr schnell ├╝berholen und das andere was vielleicht noch erw├Ąhnenswert ist, dass ich die Information hat das reported, dass also Sequoia war ja einer der Investoren, die haben jetzt an ihre Investoren geschrieben unter anderem, dass sie nat├╝rlich ihr Gesch├Ąft ist in riskante Firmen zu investieren, so dass es wie man hohe Renditen macht, das ist ja auch alles richtig, weisen aber auch hin, dass sie wie immer da eine sehr gute Due Diligence gemacht haben, das kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das 100% war, weil jetzt nach und nach so rauskommt, wir packen auch mal den Org Chart, also das Firmengeflecht, was um FTX und Simon Bankman Freed gebaut wurde, in die Show nutzt. Da ist w├╝rde ich jetzt mal grob sch├Ątzen, befinden sich so 50 bis 60 verschiedene Firmen drauf, also jemand hat auf Twitter gemeint, das sieht wirklich aus wie Decentralized Finance, wenn du siehst wie viele verschiedene Holdings in den verschiedensten, also ├╝blicherweise in Antigua, Bahamas, Singapur, Gibraltar, T├╝rkei, Nigeria, Seychellen, ├╝berall die L├Ąnder, wo man gern sein Geld verwalten m├Âchte. Also es gibt ein riesiges Firmenkonstrukt, was da aufgebaut wurde, das packen wir in die Show nutzt, dass Sequoia das nicht irgendwie komisch f├Ąnde und gleichzeitig die Leute, die diese Firmen leiten, unter anderem die CEO von Alameda Research, also seine Anlagefirma, leben anscheinend in einer Art Kommune irgendwo auf den Bahamas und sollen in der Vergangenheit fast ausnahmslos irgendeine Art von romantische, also im besten Fall romantische Beziehungen zueinander gepflegt haben, unter anderem soll die CEO von Alameda sozusagen eine fr├╝here Partnerin oder Gespielerin von ihm gewesen sein. Also wenn du ├╝berlegst aus was f├╝r Gr├╝nden teilweise in Europa Runden platzen, ist es sich schwer vorzustellen, dass hier irgendjemand vern├╝nftige Due Diligence gemacht hat. Und um das weiter zu komplizieren, ist es au├čerdem rausgekommen, dass Sam Bankman-Fried selber wiederum mehr als 500 Millionen seines Geldes unter anderem in die Fonds von Paradigm, Sequoia und Altimeter und andere investiert haben soll. Also Altimeter ist ein Grossfund von, oder ein Crossover-Fund von Brett Gerstner, Sequoia sollte inzwischen bekannt sein, einer der renommiertesten US-Fonds und Paradigm auch so ein Fintech-Krypto-spezialisierter Fonds, glaube ich. Paradigm hat da 20 Millionen investiert, in Sequoia allein 200 Millionen. Und das ist interessanterweise fast mehr als Sequoia in FTX investiert hat. Also Sequoia hat ├╝ber die zwei Runden 214 Millionen in FTX investiert und Sam Bankman-Fried wiederum hat 100 Millionen in Sequoia Continuation Fund oder wie hei├čt der? Eternity? Dieser neue Fonds, den sie auf Dauer laufen lassen und dann in den gro├čen Wealth Fund von Sequoia auch nochmal 100 Millionen. Das ist jetzt nicht ganz untypisch, dass VCs ihre Gr├╝nder auch als LP gerne willkommen hei├čen, dass man nach so kurzer Zeit aber eine halbe Milliarde schon bei VCs verteilt hat, die dann auch die n├Ąchsten Runden machen, ist schon ein bisschen auff├Ąllig. Also es kommen quasi jede Stunde neue News und Abstrusit├Ąten. Es ist spannend, dass wir das verfolgen. Es wird definitiv eine gute Doku daraus werden, glaube ich. Die Frage ist nur, ob Jack Black oder wie hei├čt der andere? Noah? Sekunde. Ah ja, Jonah Hill. Sorry, Jonah Hill. Genau, du hast vollkommen recht. Der w├Ąre wirklich die perfekte Besetzung f├╝r Sam Bankman-Fried wahrscheinlich. Das k├Ânnte auch lustig werden. Lustig ist nat├╝rlich nicht f├╝r die ganzen Leute, die da ihr Geld gehabt haben. Und das ist jetzt, das ist eigentlich die spannende Frage. Da gibt es viele verschiedene Meinungen zu. Ich glaube, dass ZZ, der CEO und Gr├╝nder von Binance, dass der FTX jetzt den Todessto├č versetzt hat, weil er sozusagen die, also FTX war ein gro├čer, hat wahrscheinlich neunstellige Summen in die US-Politik gespendet. Und um die Regulierung zu beeinflussen. Und davon hat sich Binance und ZZ auf den Fu├č getreten gef├╝hlt. Ihnen daf├╝r jetzt so die Klippe runterzusto├čen und verbluten zu lassen, ist einerseits verst├Ąndlich und nat├╝rlich ist Binance jetzt mit Abstand die gr├Â├čte Kryptob├Ârse. Also Binance hat ungef├Ąhr, handelt heute ein Volumen von, das ist jetzt vielleicht ein schlechter Tag, um das zu betrachten. Aber das Volumen, was die im Schnitt so handeln, ist ungef├Ąhr Faktor 10 mal gr├Â├čer als die n├Ąchstgr├Â├čere B├Ârse, was im Moment Coinbase ist. Also sie haben sich den gr├Â├čten Konkurrenten wahrscheinlich damit vom Leib geschaffen. Andererseits ist der negative Impact auf das gesamte Krypto-├ľkosystem nat├╝rlich so schlecht, dass man so einen sogenannten B├Ąrendienst der gesamten Industrie und sich selbst eben auch erwiesen hat. Das sind ja alle W├Ąhrungen unter Wasser. Viele andere, vielleicht sogar gute Projekte werden jetzt in Mitleidenschaft gezogen. Und f├╝r die Akzeptanz und Konfidenz der Konsumenten in Krypto ist es nat├╝rlich ein weiteres Riesenproblem. Also du hast definitiv Marktteilnehmer auf Dauer verloren dadurch. Und der n├Ąchste Krypto-Boom kommt wahrscheinlich jetzt nicht fr├╝her, sondern eher sp├Ąter. Falls es den geben wird, kann man gut vorstellen, dass es einen gibt. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass das demn├Ąchst wieder sehr stark steigt, ist nat├╝rlich eher kleinheit und durch. Und ich glaube die meisten Player im ├ľkosystem w├Ąren sehr froh, wenn das jetzt eher nicht passiert wird. Selbst wenn sie Konkurrenten von FTX waren und selber eine B├Ârse oder Krypto-Projekte hatten. Also ich glaube, das ist sicherlich ein weiterer, nicht der letzte Nagel im Sarg von Krypto, aber ein weiterer. Sicherlich nicht gut f├╝r das gesamte ├ľkosystem.
Ja und wir haben jetzt irgendwie aus China das gr├Â├čte Social Network, die gr├Â├čte Krypto-B├Ârse und bald wahrscheinlich auch den gr├Â├čten E-Commerce Player. Das ergibt ja auch nochmal mehr Abh├Ąngigkeit, als wir uns das vor f├╝nf oder vor zehn Jahren gedacht hatten.
Ja das ist die Frage, was wird jetzt die US-Regulierungsbeh├Ârde machen? Also ich kann mir gut vorstellen, dass man versucht, Binance, also auch Binance hat so wie FTX einen eigenen US-Ableger. Ich kann mir gut vorstellen, dass man versucht, die Regulierung so zu machen, dass sie haupts├Ąchlich US-Firmen bevorzugen wird und man sie irgendwie kontrollieren kann. Das passt nat├╝rlich alles nicht zu dem Gedanken von trustless, decentralized Finance, aber dazu passen diese B├Ârsen ja eh nicht. Also wenn du siehst, wie viel Marktanteil quasi Binance hat, dann siehst du ja, dass es schon lange kein echter dezentralisierter Marktplatz ist. Nat├╝rlich versuchen viele Plattformen das zu verfolgen als Prinzip und Ideologie, aber in der Realit├Ąt sieht das ja ganz anders aus, wie du gerade an deiner eigenen Erfahrung merkst. Schwer abzusch├Ątzen. Und f├╝r wen willst du jetzt regulieren? Also theoretisch machst du dann jetzt eine Regulierung f├╝r Coinbase alleine, wenn mehr oder weniger diese noch die letzten stehen. Die haben heute ├╝brigens eine weitere Entlassungsrunde angek├╝ndigt. Also auch die Aktien von Coinbase werden nat├╝rlich auch in Mitleidenschaft getragen und so wie auch Robinhood, an der FTX wiederum beteiligt war. Ich glaube ein bisschen erholt sich Coinbase, weil gestern, da k├Ânnen wir auch gleich nochmal, gestern ist es zehn Prozent hoch. In der letzten Woche ist aber immer noch 16 Prozent unter Wasser. Gestern war nat├╝rlich ein wahnsinniger Tag an der Technologienb├Ârse. Ich glaube die Nestec hat sechs oder sieben Prozent im Plus geschlossen.
Ich war gestern Mittag mit so einem hart arbeitenden jungen Mann essen in Patagonia Gucci und er meinte nur, ihm kotzt die Rezession jetzt langsam an und langsam k├Ânnte es doch mal wieder drehen. Und irgendwie seitdem, also es war Donnerstag, seitdem ist auf einmal alles gr├╝n. Alles wegen Inflation oder warum?
Also dieses ├ťbersichtsboard, wo man sehr ├╝bersichtlich sehen kann, wie der S&P 500, wie die einzelnen Aktien da performen, war so hellgr├╝n, dass man am Monitor eine Sonnenbrille tragen musste. Amazon hat an einem Tag zehn Prozent gewonnen, viele gro├če Grafis sechs Prozent. Unprofitable Tech hat fast sicher zwischen 15 und 25 Prozent an einem Tag gewonnen, darunter auch absolute Rotzfirmen wie Biondmeat, C3i, UiPath, Plugpower, Oatly, also die schlechtesten, wirklich unm├Âglich noch fortf├╝hrbaren, also doch Palantir kann man vielleicht fortf├╝hren, aber viele davon haben eigentlich kein Going Concern und Pfad in die Zukunft und selbst die haben gewonnen.
Also dein Short Portfolio ist tot?
Nee, tot noch nicht, aber es ist tief ins Rote gedreht. Es wurde jetzt nicht irgendwie ein March & Call ausgel├Âst oder so. Ich hatte bis gestern noch einen sehr erfolgreichen, ich wollte mich eigentlich freuen, ich hatte ja letztes mal gesagt, dass ich Anfang der Woche angefangen habe gegen ├ľl zu wetten, das ging ganz gut von fast 95 auf 86 runter und ├ľl ist ja relativ hoch, also da hebelt man deutlich mehr als f├╝nffach. Das war ganz spannend und hat mich ├╝ber die Trauer, dass ich bei Upstart nicht Short geblieben bin, hinweggetr├Âstet, aber auch ├ľl geht jetzt hoch, weil man glaubt, dass die Konjunktur sich verw├Ąssern k├Ânnte. Also der Grund ist einfach gesagt, dass der Inflation Print, also die aktuellen Inflation Zahlen in den USA mit 7,7% besser, also weniger Inflation als erwartet rausgekommen ist. Daraus schlie├čt der Markt nat├╝rlich, jetzt wird die Notenbank vielleicht nicht weiter die Zinsen erh├Âhen m├╝ssen, weil sie schon so effektiv die Inflation eingeschr├Ąnkt hat. Die Stimmen aus der Bank sagen eher, wir werden unsere Strategie jetzt nicht von heute auf morgen ├Ąndern, aber nat├╝rlich ist die Inflation die Hauptberechtigung und der Hauptvorwand, um die Zinsen weiter zu erh├Âhen und weil Staaten diese Zinsen auch zahlen m├╝ssen, haben Staaten eigentlich kein gro├čes Interesse die Zinsen zu weit zu erh├Âhen, weil die Schuldenlast der Staaten sich erh├Âht. Und jetzt hofft man halt, dass die Zinsschraube etwas weniger angedreht wird und dann k├Ânnte sich eben das Umfeld f├╝r Tech-Aktien schnell wieder zumindest relativ verbessern. Die Euphorie, die jetzt gestern ausgebrochen ist, ich glaube die ist unberechtigt, das k├Ânnte eher so ein Dead Cat Bounce sein, also dass man im B├Ąrenmarkt gibt es immer mal wieder Tage, wo Leute glauben, jetzt ist der Zeitpunkt einzusteigen, dann gibt es gewisse technische Reaktionen, also gerade bei diesen Aktien, die ├╝ber 20% hoch sind, da ist es nat├╝rlich dann auch so, dass Short-Seller kalt erwischt werden, dass Margin Calls kommen, dass Positionen gecovert, also geschlossen werden m├╝ssen und einen Short kann man nur schlie├čen, indem man die Aktie kauft. Das treibt die Kurse weiter und bei anderen Short-Sellern laufen dann eventuell Margin Calls oder eher Stop-Loss Limits rein und m├╝ssen covern, also noch mehr Aktien kaufen. Und das treibt die Kurse dann durchaus sehr stark, also der st├Ąrkste Kursanstieg war zum Beispiel gestern bei Digital Turbine, die so App-Marketing machen, die sind innerhalb des Tages mal 70% im Plus geworden und haben glaube ich plus 61% geschlossen. Also wir schauen gleich mal auf die Zahlen noch mal kurz rauf, aber die haben schon positiv ├╝berrascht und waren nicht so schlecht wie geglaubt, aber dass man da 60% ins Plus gehen muss bei der Aktie, das ist sicherlich eine ├ťberreaktion. Und f├╝r mich sagt das wieder nur, also selbst der DAX war gestern 4% im Plus nach der Rally, f├╝r mich sagt das eher, dass es nochmal 20-30% drunter gehen wird, wenn einigerma├čen ohne Grund, das war der beste Tag seit zwei Jahren, glaube ich vom Ausma├č. Ich glaube es hat zwei Trillionen an neuer Marktbewertung geschaffen ├╝ber Nacht mehr oder weniger.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. KIP und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko- Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen.
Ich freue mich nat├╝rlich einerseits f├╝r alle Leute, die jetzt mal wieder gr├╝ne Zahlen sehen und nat├╝rlich habe auch ich irgendwie sechsstellig so Papiergewinne gemacht gestern. F├╝r die Gesamtgesundheit und Rationalit├Ąt der M├Ąrkte ist es glaube ich nicht gut gewesen gestern. Und ich hoffe, dass heute jetzt noch eine deutliche Korrektur kommt oder gehe auf jeden Fall davon aus. Ich kann mich irren, also woher soll ich es wissen, aber dass das jetzt der Wendepunkt war, halte ich f├╝r sehr sehr unpartei- Das ist nicht der Tiefpunkt. Also wir haben gestern, bevor dieser Rally kam, nicht den Tiefpunkt des Jahres 2022 gesehen. Da w├╝rde ich mich mal festlegen. Ist nat├╝rlich ein bisschen aus dem Fenster gelehnt.
Du hast an dem Tag nur sechsstellig gewonnen? Nein, keinerwitz. Und inspiriert von dem Event, den wir gestern hatten oder auf dem du auf der B├╝hne warst, da wurdest du gefragt, was Startups jetzt machen sollten. Also eher auf Kosten schauen oder mehr riskieren. Auf Angriff gehen oder eher Abwehr. Magst du nochmal zusammenfassen, was so deine Sicht der Dinge sind? Also wenn du jetzt die n├Ąchsten Monate ein Startup operieren w├╝rdest.
Ja, also da gibt es nat├╝rlich die ganzen Plattit├╝den und Allgemeinpl├Ątze, die ich jetzt nicht nochmal wiederholen will. Ich glaube schon, also wenn man ein gro├čer Brandadvertiser ist oder so, dann hat man vielleicht ein bisschen mehr Wahlfreiheit da. Aber ich glaube gerade f├╝r Startups sind halt per Default tot. Das hei├čt, sie sind unprofitabel und k├Ânnen nicht weitermachen, es sei denn, sie wachsen oder bekommen neues Geld. Wachsen ist dieses Jahr unheimlich schwer, gegen die starken Vorjahresergebnisse und ├╝berhaupt, weil alle anderen Firmen stark mit Konsum oder mit Investitionen zur├╝ckhalten. Neues Geld zu bekommen ist auch relativ schwer, gerade vor allen Dingen, wenn man nicht seine Bewertung aufgeben m├Âchte daf├╝r oder ganz schlechte Konditionen akzeptieren will. Das hei├čt, das ist ja keine ganz freiwillige Entscheidung, ob man jetzt auf Attacke setzt oder ob man auf Kosten schaut und diefern. Das ist einfach ein Erfordernis der Zeit und wenn man nochmal irgendwann Geld haben will, dann erwartet vor allen Dingen der Kapitalmarkt oder die Investoren, dass man Kosten diszipliniert. Also wir reden ja auch bei jeder Aktie, die wir uns anschauen, wo inzwischen schauen wir fast mehr auf das Verh├Ąltnis zwischen Kostenwachstum und Umsatzwachstum als auf das Umsatzwachstum selbst. Das ist ja auch richtig so in solchen Zeiten. Wer Zugang zu gutem Geld hat, nat├╝rlich ist das toll, wenn man so eine Situation ausnutzen kann, vielleicht sogar den Markt konsolidieren, also Konkurrenten g├╝nstig aufkaufen oder den Fakt nutzen, dass dadurch, dass andere Advertiser aus dem Markt rausgehen, zum Beispiel die Quick-Commerce-Anbieter und dass dadurch Werbepl├Ątze auch wieder g├╝nstiger werden, wenn man das nutzen kann und die Mittel dazu hat, gibt es ├╝berhaupt keinen Grund verzweifelt zu sein. Also wenn intern die Metriken gut aussehen, sollte man das definitiv nutzen, aber das ist glaube ich insbesondere bei Startups nicht die Realit├Ąt, in der die allermeisten Startups leben. Es gibt immer Ausnahmen nat├╝rlich. Also ich glaube das Kostenbewusstsein ist vom Markt definitiv h├Âher gesch├Ątzt als die F├Ąhigkeit jetzt gro├če Angriffe zu fahren. Und wenn ich irgendwas, was Konsumenten, die to see lastig ist, konsumerlastig, dann w├Ąre mein bester Tipp, den ich gestern auch gesagt habe, dass ich versuchen w├╝rde Umsatz fortzuziehen. Also ich w├╝rde einen Black Friday Sneak Peek eine Woche vorher machen, das gibt es ja teilweise schon als Kampagnen oft, sodass drei Tage vorher schon mal Deals gemacht werden k├Ânnen und so. Ich w├╝rde das Weihnachtsgesch├Ąft so stark wie m├Âglich versuchen fortzuverlagern, weil meine Angst ist, dass a, das Consumer Sentiment zum Ende des Jahres, wenn die ersten Energierechnungen reinkommen, wenn sich vielleicht die gesamtwirtschaftliche Lage weiter verschlechtert, dass das Konsumentenvertrauen sich dadurch weiter verschlechtert und damit die Conversion Rate und dass auch Budgets einfach zunehmend alle sind. Das hei├čt es geht ja darum, was Leute ├╝berhaupt ausgeben k├Ânnen. Vielleicht haben manche das Gl├╝ck noch einen Bonus oder ein 13. Jahresgehalt zu bekommen. Das hilft sicherlich, aber ich glaube bei den Leuten, wo es schon immer knapp ist, die werden halt sehr fr├╝h im Dezember vielleicht schon gar kein Geld mehr haben. Und ich glaube der Kampf k├Ânnte sein, einfach die Konsumentenbudgets so fr├╝h wie m├Âglich einzusammeln, bevor sie depleted sind, also ausgesch├Âpft sind. Das hielte ich f├╝r eine gute Strategie. Also man kann das, wir konnten das bei einem gro├čen E-Commerce Projekt, wo ich mal gearbeitet habe, sehr gut sehen, dass wenn die Arbeitslosenhilfe, an dem Tag, wo die Arbeitslosenhilfe ├╝berwiesen wird, ist die Conversion deutlich h├Âher als drei Wochen sp├Ąter gegen Ende des Monats. Und ich glaube jetzt wird es so sein, dass die Conversion vor Black Friday, vor Weihnachten im Moment relativ gut ist, aber relativ gesehen, also nat├╝rlich hast du vor Weihnachten dann nochmal richtig gute Conversions, aber relativ gesehen glaube ich hast du im Moment einen gr├Â├čeren Conversion Vorteil. Es wird glaube ich zunehmend schwerer gegen Ende noch zu konvertieren und der Hintergrund, also warum wir dar├╝ber reden, ist ja, du hast ja, also viele E-Commerce Player haben ja volle Inventories und die m├╝ssen abverkaufen. Es ist keine M├Âglichkeit zu sagen, verkaufen wir es dann sp├Ąter. Es wird au├čerdem wahrscheinlich deflation├Ąre Erwartungen geben bei den Konsumenten, das hei├čt sie werden lernen, es wird alles noch immer billiger, billiger, billiger und dann kauft vielleicht gar keiner mehr oder man wartet, man kennt das aus Verbrauchermagazinen, dass die sagen, nicht noch eine Woche vor Weihnachten kaufen, da ist alles teurer, das stimmt auch so nach Idealodaten zumindest. Sondern die besten Deals kann man eigentlich Anfang Januar machen, wenn die Gutscheine alle weg sind, also wenn der Weihnachtsumsatz weg ist und die Gutscheine ausgegeben. Mitte Januar ist glaube ich der niedrigste Preispunkt im Jahr, wo man die besten Deals machen kann, weil da m├╝ssen die Lager abverkauft werden. Und wenn jetzt zu viele Konsumenten darauf spekulieren, dann bleiben die Lagerh├Ąuser und Inventare ├╝ber den Dezember sehr sehr voll und deswegen w├╝rde ich eher versuchen so fr├╝h wie m├Âglich abzuverkaufen, auch auf Kosten von Rohmargen und Marketingausgaben, sofern es nicht v├Âllig absurd ist, also im E-Commerce Bereich zumindest. Und ansonsten kostenm├Ą├čig, das haben wir auch genug gesagt, also ich glaube es ist eine gute Zeit, um sich zu hinterfragen, ob man jeden Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen, die man in den letzten zwei Jahren geheiert hat, auch wirklich noch braucht. Irgendwo muss man sparen und es ist unwahrscheinlich, dass man in der Zeit, wo Geld so billig war und das Wachstum so hoch war, dass man da nicht overheiert hat. Ich kenne ganz wenige Firmen, wo Leute sehr konservativ geblieben sind und nicht dem Drang nachgegeben haben, im hoffnungslosen Optimismus viel zu viele Leute zu heiern. Deswegen muss sich schon jeder fragen, ob ihn oder sie das nicht auch betrifft.
Also Marketing und Personal auf jeden Fall sparen oder hinterfragen nochmal.
Personal ja, Marketing w├Ąre ich vorsichtig. Bei Marketing, also gerade im E-Commerce, musst du einen Zielkonflikt l├Âsen zwischen, du willst deine Logistik auslagern, wir sehen ja das bei Zalando, About You, aber auch Amazon, dass sie alle ihre Logistik sehr stark aufgebaut haben, jetzt unter den hohen Fixkosten leiden, weil die Logistik nicht gut genug ausgelastet ist. Also eigentlich musst du drei Variablen zugleich optimieren, was per se unheimlich schwierig ist, n├Ąmlich einerseits das Einkauf und Inventar, also den Lagerbestand in Betracht fassen, den musst du halt abbauen. Der wird nicht nur teuer, weil er immer unverk├Ąuflicher wird, also die Mode vom letzten Jahr wird einfach zunehmend unverk├Ąuflicher. Das ist ein Problem, aber auch einfach die Handlingkosten, dass das Lager so voll ist, werden immer gr├Â├čer. Das hei├čt, das musst du optimieren, gleichzeitig musst du deine Gross Margin optimieren, also du willst nat├╝rlich irgendwo noch 50% Marge rausholen, aber das geht halt einfach nicht, wenn du die L├Ąger voll hast und Konsumentenklima schlecht ist. Du musst deine Logistik auslasten, wie gesagt, und dann musst du nat├╝rlich schauen, ob das Marketing eben noch eine Sensitivit├Ąt hat, also ob ich mit 1 Euro mehr Ausgaben auch wirklich noch irgendwie x Euro mehr Umsatz bekomme oder wie viel schlechter ist dieser Wert als der Wert, den ich sonst beobachte. Der ROI oder der Return on Adspend, das ist nat├╝rlich schwer, ein System mit so vielen Variablen zu optimieren, aber es k├Ânnte eventuell sinnvoll sein, ineffizienteres Marketing zu machen, wenn ich dadurch die Kostenstruktur in der Logistik verbessern kann und die quasi immer teuer werdenden Shelfhacker, die, wie sagt man das auf Deutsch, Ladenh├╝ter im Lager, dass ich die irgendwann mal los abverkaufen kann. Weil sonst wird das n├Ąchstes Jahr alles als Kilo Ware verkauft im Zentner oder so, was da rumliegt. Von daher ist es nicht ganz so einfach. Also jetzt zu sagen, beim Marketing sparen muss nicht zwangsl├Ąufig richtig sein, das muss man mit anderen KPIs ausbalancieren und nat├╝rlich schauen, wenn man sparen sollte, ist, wenn man merkt, dass zus├Ątzliches Spending einfach ├╝berhaupt keinen Umsatz mehr generiert. Und das wird glaube ich gegen Ende des Jahres eher mehr der Fall sein, als es jetzt gerade der Fall ist, deswegen erhielt ich es f├╝r schlau, Aktionen vorzuziehen, eher bevor alle Leute um die Weihnachtsbudgets und Black Friday Budgets konkurrieren. Ich glaube n├Ąchste Woche ist schon Black Friday oder? Ja, whatever.
Startups, die jetzt eine Runde raisen m├╝ssen, haben ja eine unheimlich schwere Zeit, aber w├Ąre jetzt nicht die beste Zeit, um ein Startup von null anzufangen? Also ist jetzt nicht die Zeit zu gr├╝nden, es sind auf einmal Leute auf dem Markt, man kann eine Firma jetzt mit einer ganz anderen Kultur gr├╝nden, irgendwie wesentlich mehr auf Kosten schauen und k├Ânnte man jetzt nicht fast ein Modell, das vielleicht in den letzten Monaten noch ein Unicorn war, jetzt die Bewertung halbiert wird, schlicht kopieren und besser machen oder direkt auf Unit Economics oder so aufbauen und kopieren und in den kommenden Monaten ├╝berholen?
Also ich glaube es ist immer die richtige Zeit zu gr├╝nden, ich glaube es gibt keinen Grund gr├╝nden zu time, vor einem Jahr hattest du den Vorteil, dass du mit Geld zugeschissen wurdest, das hilft schon beim Gr├╝nden, das baut nichts, man ist die bessere Firma, aber das hilft nat├╝rlich auch zumindest das erste Jahr zu ├╝berstehen. Also nat├╝rlich hast du jetzt ein bisschen einfacheren Zugang zu Talent, das Talent ist glaube ich nicht signifikant g├╝nstiger als vorher, aber du kannst immerhin ├╝berhaupt Leute heiern, weil so viele Leute auch entlassen werden, andererseits vor einem Jahr hattest du halt vielleicht schlechteren Zugang zu Talent, daf├╝r hattest du aber viel mehr Geld, um Geh├Ąlter zu bezahlen, also alles hat Vor- und Nachteile und das gleicht sich so ein bisschen aus. Ich glaube der einzige Unterschied ist, dass in den schweren Zeiten Firmen von Anfang an nachhaltiger aufgesetzt wurden, also dass man mehr auf Rohmargen von Anfang an schaut, ob das Modell eine gewisse Revenue Expansion enth├Ąlt, ob das langfristig ├╝berhaupt nachhaltig ist. Alle guten ├Âkonomischen Entscheidungen werden immer in Knappheit getroffen und ich glaube wozu eine Zeit mit so viel Geld oder billigem Geld wie die letzten zwei Jahre definitiv f├╝hrt, ist, dass unekonomische Entscheidungen getroffen werden, wo nicht genug Optimierungsgedanke dahinter steht, weil es an Knappheit mangelt und sozusagen die Abundance, der ├ťberfluss an Geld sorgt daf├╝r, dass Firmen, also sowohl das Firmen, die eigentlich schon pleite sind, zu lange noch am Leben bleiben, sogenannte Zombie-Unternehmen. Die gibt es auch, aber es werden eben auch welche gegr├╝ndet, die von den Unieconomics vielleicht nicht straff genug sind oder nicht nachhaltig genug. Das ist der einzige Grund, warum ich sagen w├╝rde, in der Krise werden vielleicht bessere Unternehmen gegr├╝ndet, ansonsten haben alle Phasen ihre Vor- und Nachteile, glaube ich. Und wie gesagt, wenn man eine gute Idee hat, ich w├╝rde nicht sagen, ich warte jetzt diese Phase ab und gr├╝nde dann. Oder ich h├Ątte vor allem auch nicht gesagt, das ist mir gerade alles zu hei├č, ich schmei├č das 12 Millionen Pre-Seed Termsheet jetzt weg.
Ich bin auch immer skeptisch, wenn Leute sagen, sie wollen erst noch was lernen, bevor sie was gr├╝nden. Also noch ein Studium, noch irgendwie ein, zwei Jahre Berufserfahrung, ich w├╝rde eher die Fehler vorher machen. Zur Entlassung, die Woche war ja eigentlich gepr├Ągt von Meta. Da gab es einen Brief oder ein Memo von Marc, 11.000 Mitarbeiterinnen mussten gehen. Ist das genug?
Es ist schwer zu beurteilen. Also es ist schon ein klares Zeichen, w├╝rde ich sagen. Also wahrscheinlich mehr als man, also A, es ist ja niemand geglaubt, dass Meta ├╝berhaupt entl├Ąsst und 11.000 entspricht 13 Prozent ungef├Ąhr der Belegschaft. Das soll als Zeichen wahrscheinlich eine gewisse Entschlossenheit zeigen. Andererseits, wenn man es dann mit Fakten, auf Fakten basiert, dann ist es eben aber auch nur, das sind nur die Leute, die Meta alleine im ersten und zweiten Quartal dieses Jahres eingestellt hat. Also der Headcount ist um fast 12.000, nee fast genau 11.600 Leute hat Meta im Q1 und Q2 eingestellt. Die Q3-Hires dieses Jahres und Q4-Hires des letzten Jahres, also sie sind andersherum gesagt, sie sind immer noch 20, jetzt sind sie nach der Entlassung noch 10.000 ├╝ber Vorjahr. Ich glaube die bessere Entscheidung w├Ąre gewesen, das war das, was Brett Gerstner von Ultimater in seinem offenen Brief tats├Ąchlich vorgeschlagen hat, eher so Richtung 20.000 zu machen und die Hires des letzten Jahres quasi r├╝ckg├Ąngig zu machen. Also nicht genau die Leute, aber nat├╝rlich willst du immer wieder gute Talente hirnen, aber ich glaube irgendwo muss man, es gibt ja so diese alte Strategie von Jack Welch, dass man immer die, in Anf├╝hrungsstrichen, schlechtesten 10 Prozent der Belegschaft sich regelm├Ą├čig trennen sollte. Aber ich glaube man h├Ątte hier durchaus auch drastischer vorgehen k├Ânnen, auch wenn das f├╝r die betroffenen Personen nat├╝rlich immer unerfreulich und hart ist und nie eine sch├Âne Phase im Leben, wenn du erf├Ąhrst, dass du nicht mehr gebraucht wirst im Unternehmen, auch wenn das sicherlich viele talentierte Leute sind, die da eventuell betroffen sind. Ich glaube es war als Zeichen trotzdem nicht, wir haben es ja letztes Mal gesagt, also die Frage ist jetzt, wo wohnen die Leute entlassen. Also wenn die im slash Metaverse oder Reality Labs gr├Â├čtenteils entlassen worden w├Ąren, dann w├╝rde ich sagen, dass man versucht zu zeigen, dass man hier eine echte Kursanpassung macht. Wenn man das per Rasenm├Ąher durch alle Abteilungen, hier zeigt das f├╝r mich nicht, dass man, dann w├Ąre meine Vermutung immer noch, dass die Topline Ergebnisse, also die Umsatzzahlen f├╝r Q4 oder f├╝rs Q1 vor allem Q4 wird immer gut, weil es Weihnachten ist, aber dass letztlich die Umsatzerwartungen auch ans n├Ąchste Jahr so schlecht sind, dass man eher generell die Kostenbasis anpasst, aber nicht grunds├Ątzlich von der Strategie abweichen will. Das was Investoren ja eigentlich nervt, ist die Strategie so stark aufs Metaverse zu wetten und das Kerngesch├Ąft dabei immer unprofitabler werden zu lassen. Von daher bin ich mir noch nicht so sicher, aber ich meine 11.000 Leute ist nat├╝rlich so oder so schon ein erheblicher Schritt.
Es gibt so ein Google Sheet, da sind so 1200, 1300 LinkedIn Profile jetzt drin und man sieht so die ganzen Jobs. Mich hat gewundert, dass wirklich viel Engineering und Produkt entlassen wird. Ich h├Ątte eher gedacht, es sind andere Positionen. Und in dem Letter hat Marc ja auch geschrieben, sie werden auch in Zukunft jetzt noch irgendwie andere Costcutting Changes machen. Hast du da eine Idee, was als n├Ąchstes passiert? Weil der Marc w├╝nscht sich ja einfach nur, Marc h├Âr auf mit dem Metaverse, verkauf wieder Werbung. W├Ąre das nicht der einfachste Weg, wenn er einfach in drei Monaten sagt, sorry Metaverse ist wie autonomes Fahren, das dauert einfach noch viel viel l├Ąnger und wir machen jetzt erstmal hier wieder Geld drucken?
Also ich k├Ânnte mir vorstellen, dass man m├╝sste wahrscheinlich, also der zweitgr├Â├čte Kostenbereich au├čer den Operativen Ausgaben, wo ein gro├čer Block immer Geh├Ąlter sind, ist CapEx, also die Ausgaben f├╝r Kapital, also Investitionen zum Beispiel in Produktionsanlagen oder Server. Da k├Ânnte man sicherlich sparen. Ich gehe davon aus, dass man eventuell eigene Chips oder eben eigene Hardware bauen l├Ąsst mit den Quest-Brillen und so weiter. Vielleicht kann man da sparen. Wei├č nicht, ob das das sein k├Ânnte. Was war deine letzte Frage nochmal?
Ob er einfach sagen w├╝rde, jetzt Schluss, Metaverse vorbei, ist wie autonomes Fahren, es dauert einfach zu lange. Meine Uwe hat das ja auch gemacht, oder?
Aber das sagt er ganz klar nicht, glaube ich. Also ich glaube, dass er noch im h├Âchsten Ma├če der ├ťberzeugung ist, dass die einzige Rettung f├╝r Facebook eine eigene Hardware-Plattform sein kann. Deswegen die Frage ist, kann man das mit g├╝nstigen Mitteln erreichen? Ich glaube, das kann man, vor allem wenn man das nicht in einem gro├čen Konzern baut, sondern als kleines Start-up. Da Facebook aber wei├č oder vermutet, dass es ihnen nicht erlaubt wird, zwangsl├Ąufig, sollte da jetzt schnell ein Leader entstehen in dem Bereich, k├Ânnten sie Pech haben, dass sie ihn nicht akquirieren d├╝rfen und dann verpassen sie diese Gelegenheit auch. Das hei├čt, sie m├╝ssen es selber bauen, obwohl man sich bestimmt vollkommen bewusst ist, dass die n├Ąchste Plattform in so einem riesigen Konzern zu bauen eventuell nicht die effizienteste Form ist, Innovation zu betreiben. Aber es gibt keine andere Wahl. Es gibt ja so ein altes, internes Schreiben von Mark Zuckerberg, wo er genau das beschreibt, dass er noch lange bevor App-Tracking-Transparency eingef├╝hrt wurde, dass sie sich quasi in der Hand von Google und Apple sehen und dass es Facebooks number one priority sein muss, eine eigene Plattform, die n├Ąchste Plattform selber zu bauen. Von daher glaube ich nicht, dass er da einen Schritt zur├╝ck macht, ehrlich gesagt. Das ist was die ganz k├╝hlen Investoren w├╝rden das nat├╝rlich gerne sehen, dass man da deutlich weniger investiert, aber er sieht sich bestimmt auch in Konkurrenz mit Apple, die eben ihre eigenen Hardware-Produkte im Bereich AR, VR, Augmented Reality bauen. Und von daher ist es schon eine schwere Situation, da die Interessen abzuw├Ągen. Aber das Gute ist, eigentlich muss er die Interessen ja nicht abw├Ągen, weil er es relativ stark selbst bestimmen kann.
Du meintest die Tage, dass du glaubst, dass wir erst so bei 30% von der Layoff-Welle sind. Wenn wir jetzt in die n├Ąchsten 6 bis 12 Monate schauen und halt diese News, die auch jetzt diese Woche mit Facebook waren, einfach jede Woche rauskommt, gibt es irgendwelche Gewinner oder Profiteure von der Tatsache, dass jetzt so viele Leute auf dem Arbeitsmarkt sind? Oder eine andere Frage, kann man als Anleger irgendwie profitieren, dass es jetzt so Layoff-Wellen gibt?
Also wer soll davon profitieren? Umzugsunternehmen, Jobplattformen? Also man w├╝rde ja denken, f├╝r Jobplattformen wird es schwerer, wenn die Not der Arbeitgeber sinkt, aber tats├Ąchlich kann durchaus Liquidit├Ąt, also dass Leute ├╝berhaupt bereit sind, den Job zu wechseln, kann durchaus positiv sein, oder Job wechseln m├╝ssen, weil am Ende suchen wieder mehr Leute nach Jobs. Vorher war das Problem von Plattformen auch so ein bisschen, dass es unheimlich viel Nachfrage gab, aber vielleicht gar nicht so viel Angebot an Arbeitskraft mehr, weil wir so nah der effektiven Vollbesch├Ąftigung sind.
Irgendwas wie Automatisierung, Kostensparen, ist das jetzt der Zeitpunkt, wo UiPath abgeht, weil man jetzt auf einmal merkt, ah mit irgendeiner Software, mit irgendeinem Service kann ich jetzt hier die H├Ąlfte meiner Buchhaltung sparen?
Ja so effizienzverbessernde Software, so RPA, also UiPath, Robotic Process Automation oder auch so was wie Celones, also Analyse von Prozessen, f├╝r die k├Ânnte das weiteren R├╝ckenwind geben. Also Sparprogramm in Verbindung mit Prozessanalyse und Unternehmensberatung nat├╝rlich, f├╝r die sollte es eventuell auch spannend sein.
Wirklich, ich habe munkeln geh├Ârt, dass die auch schon anfangen jetzt weniger zu heiern.
Also gerade wenn ich was im Arbeitsmarkt machen w├╝rde, dann wegen der langfristigen Knappheit an Arbeitskraft. Jetzt kurzfristig, also auch wenn ich da immer relativ herzlos dar├╝ber rede ├╝ber die K├╝ndigung, aber da jetzt wirtschaftlich von zu profitieren, wei├č nicht. Also A glaube ich, vielleicht belehrt uns jemand was dann schlauer Trade w├Ąre, aber mit langfristigen Investieren hat das glaube ich eh nichts zu tun. Von daher f├Ąllt mir jetzt auf Anhieb nichts ein ehrlich gesagt.
Wollten nicht 2008 eine ganze Reihe von Investmentbankern dann Cocktailbars er├Âffnen und so Sachen? Also kann man irgendwie den Leuten erkl├Ąren was sie als n├Ąchstes machen? Follow your passion, Onlinekurs f├╝r Umschulung in ein Passionbusiness?
Also du kannst so eine Mischung zwischen, in den USA gibt es ja so diese Outplacements, wie hei├čt das? Das ist noch was anderes. Also du kriegst ja in deinem Severance Package, also eine Abfindung, oft so irgendwie vier Monate Gehalt, sechs Monate Krankenversicherung und irgendwie ein Budget von 20.000, um dich weiterzubilden oder ├ťbergangshilfe oder Coaching zu lassen. So was kannst du nat├╝rlich anbieten, aber auch das ist ja total kurz, also es werden ja jetzt nicht die n├Ąchsten zehn Jahre Leute entlassen, also muss man mal sehen.
Dann lass uns in die Earnings gehen. Die Woche ab Donnerstag, meintest du schon, war auf jeden Fall gr├╝n. Also wenn wir uns jetzt die Zahlen angucken, k├Ânnen wir eigentlich sagen, plus 15% ist Status quo f├╝r die Woche oder sogar mehr?
Ja, also wer gestern nicht zweistellig im Plus war, war im Minus quasi, das kann man gut sagen.
Wie sieht es mit Fiverr aus?
Fiverr ist ein Marktplatz f├╝r Freelance Arbeit im Internet.
Sind die Gewinner oder Verlierer jetzt in den kommenden Monaten? Also Freelancer, auf der einen Seite spart man wahrscheinlich Freelancer als erstes, auf der anderen Seite k├Ânnte der eine oder die andere sich bei Fiverr anmelden, weil sie jetzt keinen Job mehr haben.
Also ich glaube, die Leute, die jetzt entlassen wurden, die werden alle relativ schnell einen Job finden k├Ânnen, wieder w├╝rde ich denken oder selber was gr├╝nden. Ich traue mich keine Voraussage zu machen, ich finde es relativ schwer prognostizierbar, das Modell von Fiverr. Ich verstehe nicht so richtig, was der Treiber da ist, ehrlich gesagt, so kann man es auch sagen. Die sind w├Ąhrend Corona halt mal dreistellig gewachsen, ein Quartal, also haben sich verdoppelt im Q1 2021 zum H├Âhepunkt. Und das Wachstum ist jetzt schrittweise auf inzwischen noch 11% gegen├╝ber dem Vorjahr zur├╝ckgegangen. Also man w├Ąchst noch um 11%, die Rohmarge f├Ąllt langsam ein bisschen zusammen, die war mal am H├Âhepunkt 83%, jetzt ist es noch 81%, was immer noch eine sehr, sehr gute Rohmarge nat├╝rlich ist. Operative Ausgaben wachsen auch ungef├Ąhr im gleichen Dreh, also das haben sie einigerma├čen im Griff, aber sie sind trotzdem noch unprofitabel, unter anderem, weil sich die Rohmarge eben verschlechtert hat. Und die operative Marge ist halt minus 15% und sie wachsen nur 11% und das ist halt, also Rule of Forty w├Ąre ja dann 7% zum Beispiel, selbst wenn man mit dem Cashflow rechnet. Neben dem Cashflow w├Ąre es sogar ein bisschen h├Âher, 18%. Also es w├Ąre 18% als Rule of Forty, weil sie halt, also Cashflow positiv sind sie, aber sie wachsen noch sehr langsam. Nach Gap sind sie noch deutlich negativ, minus 15%, eben Cashflow ist plus 7%. Sie erh├Âhen die Take Rate zunehmend, die war letztes Jahr bei 27%, ist dieses Jahr bei 30%, aber der Kundenstamm w├Ąchst gerade nicht, der Umsatz pro Kunde liegt 10% ├╝ber dem Vorjahr immerhin, oder ein bisschen mehr. Die Magic Number ist aber negativ logischerweise, oder nicht logischerweise, sondern weil man, also man w├Ąchst noch 11% gegen├╝ber dem Vorjahr, gegen├╝ber dem Q2 und dem Q1 ist man aber geschrumpft, deswegen ist die Magic Number negativ. Also im Q4 k├Ânnten sie sogar gegen├╝ber dem Vorjahr schrumpfen oder bei Nullwachstum sein. Also es ist jetzt unheimlich schwer herauszufinden, was ist die Langfristig Wachstumsrate von Five, aber im Moment geht das Wachstum immer weiter runter. Die letzten zwei Quartale liegen wie gesagt unter dem Vorquartal, es ist ein schrumpfendes Gesch├Ąft, ich w├╝rde da jetzt nicht ehrlich gesagt investieren. Ich glaube die haben gestern so unentschieden reagiert und das hie├č im Zweifel.
Plus 17% hatte ich mir notiert.
Ja, aber ich glaube die Zahlen kamen am Mittwoch oder Sekunde? Ach doch, ging ein bisschen hoch. Ja, 17%. Na gut, da war jetzt viel vom Markt muss man sagen. Also ich habe gerade gesagt 15% war eigentlich der Markt gestern, wenn man ein unprofitables Tag war. Ich glaube es waren keine guten Ergebnisse, ehrlich gesagt. Also man muss sagen das Vorquartal war deutlich schlechter, aber da hatten sie so eine extra Aufwendung, wo sie was abgeschrieben haben. Eigentlich war es vom Cashflow wird es eher schlechter. Das Adjusted Ebitda rechnen sie sich immer sch├Âner, aber der Cashflow verschlechtert sich zunehmend. Der ist noch positiv, aber sie hauen halt so viele eigene Aktien raus, dass das nette Ergebnis dann eben doch negativ ist. Na, ich finde es, also es ist eine schrumpfende Firma gerade, die 15, minus 15% Marge hat und ich wei├č nicht woher die 15% kommen sollen, um das ins Positive zu drehen. Man wird verw├Ąssert. Ich glaube nicht daran. Also wenn man nicht irgendwie glaubt, dass so Tele-Task-Arbeit der Trend der Zukunft wird, f├╝hle ich mich nicht gen├Âtigt, das jetzt hier gut zu finden. Und so was mir fehlt ist die Revenue Expansion, also der Umsatz pro Kunde, dass der regelm├Ą├čig ├╝ber die lange Zeit steigt. Entweder demonstrieren sie es nicht gut genug in ihrer Pr├Ąsentation oder es passiert nicht, was ich eher vermute. Und die Take-Rate kann man eben auch nur begrenzt. Die ist jetzt halt auf 30 hoch. Wie viel Geld willst du noch nehmen von der Arbeit? Das geht ja quasi vom Arbeitslohn der anderen Person ab. Und ich glaube bei 30% das ist ja irgendwie schon fast wie so ein Musiker oder so ein Manager, dass du 30% bekommst von der gesamten Arbeitsleistung f├╝r die Vermittlung. Das ist schon eine ganze Menge. Ich glaube zu sehr viel h├Âher kann man das nicht machen. Von daher bin ich nicht ├╝berzeugt von Fiverr.
Ja und unsere Erfahrung war ja von denen, wir haben ja beide getestet oder ich hatte beide getestet hier f├╝r Transkripte und das ging ja eigentlich direkt ├╝ber E-Mail. Also die Teilnehmer haben sofort versucht den Marktplatz auszuhebeln und einfach per E-Mail zu kommunizieren und dann eine Rechnung zu schreiben. W├╝rdest du denn eher dann in Beyond Meat investieren? Die sind ja auch diese Woche plus 20% gegangen.
Beyond Meat, dass ich in Beyond Meat nicht investieren w├╝rde wei├čt du vielleicht inzwischen oder die H├Âheren und H├Âheren wissen das wahrscheinlich. Obwohl ich es nat├╝rlich gut finde wenn man mehr Fleischalternativen konsumiert. Als Konsument finde ich es eine sehr begr├╝├čenswerte Bewegung. Ich m├Âchte es nur ungern mit meinem Geld finanzieren. Beyond Meat hat so ein bisschen wie Oatly das gleiche Problem. Man hat Ums├Ątze von genau 82,5 Millionen dieses Quartal. Das liegt 44% unterm Vorquartal und 22,5% unterm Vorjahr. Also man schrumpft gegen├╝ber dem Vorjahr und erheblich gegen├╝ber dem Vorquartal. Man muss das Einbruch der Ums├Ątze nennen. Von 147 auf 82,5 Millionen das ist schon ein erheblicher Einbruch. Und die Rohmarge sinkt jetzt auf minus 18%. Und es ist einfach unheimlich schwer profitabel zu werden, wenn man eine negative Rohmarge hat und einen die Angestellten nicht f├╝rs Arbeiten bezahlen wollen. Also dass sie arbeiten d├╝rfen. Das hei├čt nach diesem minus 18% also Sie haben 15 Millionen Fehlbetrag bei der Rohmarge und dann kommen nochmal 75 Millionen operative Kosten dazu und zu Ende man damit minus 90 Millionen operativen Verlust bei Ums├Ątzen von nur 82,5 Millionen. Also ├╝ber minus 109% operative Marge. Man macht mehr Verlust als Umsatz. Das f├╝hrt auf keinen gr├╝nen Zweig mehr. Und also dieser Umsatzeinbruch ist brutal. Man hat es immerhin geschafft das Inventar nicht weiter zu steigern im Vergleich zum Vorquartal. Also die Lage wahrscheinlich weil die Leute Sachen inzwischen abschreiben m├╝ssen. Sie haben trotzdem noch den Umsatz von drei Quartalen gerade im Lager. Das hei├čt sie m├╝ssten eigentlich neun Monate nichts mehr produzieren und k├Ânnten den Umsatz den sie im Moment haben allein aus Lagerbest├Ąnden bestreiten. Das ist ein viel zu hoher Wert. Ja ich wei├č nicht wie viel kosten die noch. Ich w├╝rde mal gucken ob es sich lohnt die Marke zu kaufen. Ich glaube die Marke von Bier und Miet und das Rezept m├Âgen viele aber es ist jetzt schon relativ teuer. Mehr Geld wollen Kunden daf├╝r auch nicht ausgeben. Achso sind immerhin nur noch 850 Millionen wert. Aber das ist auch teuer f├╝r eine Marke und es gibt ja viele andere Alternativen auch.
Genau Euro ne.
Ich glaube nicht dass es ├╝bernommen wird ehrlich gesagt. Also vielleicht man k├Ânnte aus der Insolvenzma├če die Marke kaufen das ist sicherlich Sinn und dann irgendwas g├╝nstigeres darunter verkaufen und schauen ob Leute drauf reinfallen. Aber kann ich mir nicht vorstellen wie das funktioniert.
Ich k├Ânnte mir schon vorstellen dass alle gro├čen auf die gucken und schauen wann sie kaufen k├Ânnten oder ├╝bernehmen k├Ânnten. So als Marke ist es ja schon. Die stehen ja schon f├╝r also ist ja schon das Tempo des veganen Patties.
Du kaufst eine Kombination aus Marke und Geschmack und den Geschmack kannst du halt also entweder sind die operativ sehr sehr unbegabt dass sie es nicht hinbekommen und ansonsten kannst du du kannst diesen Geschmack halt nicht g├╝nstiger herstellen anscheinend. Also wie gesagt oder sie sind einfach zu bl├Âd in der Fertigung oder haben ihre Prozesse ├╝berhaupt nicht im Griff. Es scheint ja so dass die Kombination aus Inhaltsstoffen dadurch ergibt sich die Rob Marger also die Produktionskosten sind 15 Millionen h├Âher als der Verkaufspreis im Moment. Das Modell kaufst du quasi und du kannst nat├╝rlich sagen in einem gro├čen Konzern kannst du viele R&D Ausgaben die Gemeinkosten vielleicht nochmal durch Synergieeffekte so ein bisschen eind├Ąmmen. Aber ich glaube das Produkt funktioniert einfach nicht so auf wenn es beliebt ist aber noch mehr Geld wir wollen Leute daf├╝r anscheinend bezahlen es gibt halt auch immer mehr Alternativen. Also der Markt. Man kann es auch so sagen ich glaube der Markt f├╝r alternative Lebensmittel w├Ąchst zwar schnell aber er w├Ąchst nicht so schnell wie die verschiedenen Angebote. Also du hast so viele neue Marken die entstanden sind in den letzten Jahren. Und obwohl der Markt viel R├╝ckenwind hat verteilt sich das Marktvolumen der TAM der total addressable market glaube ich auf immer mehr Wettbewerber. Und ich glaube ganz ├Ąhnlich wie Oatly wird Beyond Meat eben so die erste Maus sein die den Speck nicht bekommen hat. Also die haben den Markt geebnet haben viel Offenheit und Bereitschaft mit Marketing Geld und guten Produkten investiert um den Markt aufzubauen. Aber den Rest ernten werden wahrscheinlich g├╝nstige Handelsmarken und so schnelle Follower die einfach mit besseren Modellen das hinbekommen.
Dann lass uns zu Home2go gehen. Die scheinen ja abgeliefert zu haben.
Home2go ist eine Ferienhaus Plattform.
In der du eine kleine Rolle hast.
Genau ich bin da Aufsichtsrat deswegen bin ich einerseits nicht als also einerseits werde ich mich nur sehr beschr├Ąnkt ├Ąu├čern dazu und andererseits bin ich nat├╝rlich nicht als unparteiisch wahrzunehmen in dem Fall. Ich w├╝rde mal kurz vorher die Airbnb Zahlen aufmachen. Als Vergleich oder als Erinnerung suchen. Airbnb ist ja beim Umsatz um 29% gewachsen und beim Buchungsvolumen um 31%. Umsatz ist das quasi was verreist wurde diesen Monat. Das ist um 29% gewachsen. Das Buchungsvolumen ist eben was gewucht wurde. Das ist um 31% gewachsen. Airbnb ist schon hoch profitabel muss man dazu sagen. Hat eine sehr hohe operative Marge. Insbesondere Q3. Q3 ist der st├Ąrkste Quartal des Jahres. Das hatten wir auch erkl├Ąrt als wir ├╝ber Airbnb gesprochen haben. Das liegt an dem Markt weil Menschen eben dort verreisen. Dann wird der Umsatz realisiert von der Ferienhausindustrie. Die vergleichbaren Zahlen sind jetzt das Revenue nach IAFS. IAFS ist sozusagen der internationale Rechnungsstandard. So was wie Gap in USA ist das quasi international anerkannt. Und dieser Umsatz ist mit 60% gewachsen. Also das ist doppelt so schnell wie Airbnb. Ungef├Ąhr. Also es war am Umsatz gemessen wahrscheinlich ein sehr gutes Quartal. Und das Buchungsvolumen. Sekunde. Also Gross Booking Value. Sekunde ich schau mal in die Pr├Ąsentation. Es gibt eine Pr├Ąsentation auf der Investor Relations Seite von Home2go. Da kann man sich das im Zweifel nochmal anschauen. Und die Booking Revenues. Also das was man von den zuk├╝nftigen Buchungen einbehalten wird. Die sind um 53% und damit auch ungef├Ąhr doppelt so schnell wie die von Airbnb gewachsen. Also in diesem Q3 2020 scheint Home2go deutlich schneller zu wachsen. Oder reportet deutlich schnelleres Wachstum als Airbnb. Also eigentlich doppelt so schnell. Ich w├╝rde jetzt nicht auf das Adjusted Ebitda eingeben. Sondern da geben wir bei anderen Firmen auch nicht viel drauf. Deswegen vielleicht nur das Home2go angek├╝ndigt hat, dass man im n├Ąchsten Jahr 2023 profitabel sein m├Âchte auf Adjusted Ebitda Basis. Dieses dritte Quartal war mit plus 24 Millionen jetzt auch deutlich profitabel. Das erste ist aber zum Beispiel mit minus 23 sehr unprofitabel gewesen. Das liegt einfach gesagt daran, dass die Marketing Ausgaben im ersten Quartal anfallen, wenn alle Leute buchen wollen. Und dass die Ums├Ątze, wenn die Leute dann ihre Reise antreten und man die Ums├Ątze verbuchen kann, im Q3 einfallen. Dadurch ist das Q3 relativ gesehen sehr profitabel und das Q1 immer sehr unprofitabel relativ gesehen. Das gilt alles quasi f├╝r die Industrie und gar nicht Home2go spezifisch. Das wird bei Airbnb ganz genau so sein. Aber wir k├Ânnen ja auf den operativen Gewinn gehen. Der war letztes Jahr noch minus 83 Millionen, ist jetzt plus 13 Millionen. Das wiederum ist einerseits von Saisonit├Ąt nat├╝rlich getrieben. Man muss auch fairerweise sagen, letztes Jahr waren die Specausgaben, die erheblich waren im Q3 drin, ich glaube es waren fast, ich will nicht l├╝gen, so rund, sagen wir roundabout 90 bis 100 Millionen, die Einmalausgaben waren f├╝r den Spec. Vielleicht sogar ein bisschen mehr, deswegen kann man die Werte jetzt nicht so gut vergleichen. Aber auch nach IAVS ist das operative Ergebnis jetzt deutlich im Plus gewesen. Was ich sch├Ân finde ist einerseits, dass die Onsite Revenues, also wer Home2go mal benutzt hat, wei├č, dass man da entweder auf der Seite buchen kann, manchmal wird aber man auch noch zu Partnern weitergeleitet. Aber der Teil, den man direkt auf der Plattform bucht, hat sich verdoppelt dieses Jahr. Das ist Teil der Strategie quasi mehr und mehr Buchungen auf der eigenen Plattform logischerweise in der Marktplatzlogik durchzuf├╝hren. Und das dagegen exekutiert man meiner Meinung nach ganz gut, weil dieser Anteil mit 100% w├Ąchst und damit fast doppelt so schnell wie der sonstige Umsatz. Und der Anteil Subscriptions und Services, also das SaaS und ├Ąhnliches Revenue, das ist sogar mit 250% rund gewachsen von 2,4 auf 8,5 Millionen, da spielen aber auch Akquisitionen, also Zuk├Ąufe eine Rolle. Aber der Anteil wird auch gr├Â├čer und ist jetzt bei 8,9% des Umsatzes, kommt quasi aus Subscriptions und Services. Das ist Business, ansonsten sind noch 167 Millionen Cash da, die Cash Burn war in diesem Quartal 18 Millionen im Gesamtjahr, m├╝ssen wir mal gucken wo das landet. Genau, die Mitarbeiterzahl liegt bei 643, das ist auch durch Akquisitionen gewachsen, wer sich da wundert warum die noch relativ schnell war. Die Kosten, die lassen sich jetzt schlecht beobachten, weil das vorher eben so stark von Sondereffekten durch den IPO, durch den Speckmerger gepr├Ągt war. Aber die wachsen langsamer als die Ums├Ątze, kann man relativ klar sagen, weil das IFS Revenue eben noch mit 60% w├Ąchst. Ich gucke nochmal schnell in die Pr├Ąsi, ob ich irgendwas wichtiges vergessen habe. Die Rohmarge liegt bei 95%, das ist nat├╝rlich sehr gut, das liegt an dem relativ kapitaleffizienten Marktplatzmodell. Ein bisschen schlechter als im Vorjahr, aber im Vorjahr gab es Sondereffekte, also tats├Ąchlich ist sie deutlich besser als das Mittel der letzten 6 Quartale, bis auf eben dieses eine Quartal, wo es Sondereffekte gab. Wie gesagt, die Guidance ist, dass man dieses Jahr beim Revenue zwischen 48 und 54%, die wurden nochmal nach oben angehoben und dieses Jahr wird das adjustierte EBITDA zwischen minus 14 und 18 liegen. Wie gesagt, man m├Âchte 2023 dann break even sein nach adjusted EBITDA. Die Wachstumszahlen sind gut, jetzt muss man schauen, wie gut das n├Ąchste Jahr wird. Das war jetzt ein sehr starkes Jahr f├╝r die Industrie und ich habe in dem Sheet auch die Zahlen versus 2019, also wie viel gr├Â├čer ist das eigentlich heute als 2019. Also da sieht man, dass 2019 hat man im Q4, Q4 ist ein schlechtes Beispiel, aber wahrscheinlich so 20 Millionen Umsatz gemacht, wir sind jetzt bei 70, also es ist schon brutal gewachsen in den letzten drei Jahren im Schnitt. Da gab es halt viel Hoch und Runter durch Corona, aber das Booking Revenue liegt zum Beispiel 126% ├╝ber 2019. Aber guckt euch selber an, es gibt eine Pr├Ąsentation auf der Seite und im Sheet kann man das selber analysieren. Ich glaube der Vergleich mit Airbnb macht logischerweise Sinn, weil es in einer sehr ├Ąhnlichen Industrie ist.
Und glaubst du, dass die Reiseindustrie jetzt keine Layoffs haben wird? Also wird das immer noch Boom in den kommenden Monaten?
Also das wollte ich gerade sagen, ich glaube 2023 wird wieder ein Wachstumsjahr f├╝r die Reiseindustrie, aber ich glaube eins mit moderaterem Wachstum. Also du siehst das bei Airbnb, dass es sich verlangsamt schon das Wachstum, bei Home Turbo gl├╝cklicherweise wachsen wir noch etwas schneller. Ich glaube, dass insgesamt das Marktwachstum n├Ąchstes Jahr moderater sein wird als dieses Jahr. Alles andere wird mich sehr ├╝berraschen. Also es wird kein Boomjahr, dass es zu Entlassungen kommt in der Reiseindustrie, das glaube ich eher nicht. Es kann sein, dass alle Firmen, also gerade Technologiefirmen immer mal wieder an den Kosten arbeiten, aber ich w├╝rde jetzt nicht mit Entlassungen reden. Also ich glaube die Auslastung in der Reiseindustrie wird n├Ąchstes Jahr weiterhin sehr gut sein. Es gibt noch einen Reiser├╝ckstau, dass Leute einfach zwei Jahre verzichtet haben und das definitiv machen wollen. Ich glaube die werden auch lieber auf Weihnachtsgeschenke verzichten als auch ihren Mali-Urlaub oder ├ägyptenurlaub. Von daher bin ich moderat optimistisch f├╝r das n├Ąchste Jahr. Also vom schrumpfenden Markt gehe ich nicht aus. Aber die Wachstumsraten der letzten zwei Jahre werden wir auch nicht wieder sehen, dass es auf folgendem Platz bleibt.
Was haben wir noch bei uns in der Earningsliste?
Wir haben FIGS, das ist F-I-G-S, die stellen diese Arztw├Ąsche her. Das ist eigentlich ein sehr spannendes D2C Modell gewesen, sage ich schon mal dazu. Einfach gesagt so ein Schwesternkleidung, Pflegekleidung, Arzt- und ├ärztin-Kittel. Das in einer Art Abo-Modell oder mit sehr guter Retention w├╝rde ich eher sagen. Ich glaube ein richtiges Abo ist es nicht. Ist nat├╝rlich gut, weil es hochmargige Ware ist. Die Rohmarge war letztes Jahr noch 73 Prozent, ist jetzt immer noch 70 Prozent, 71 Prozent. Du hast hohe Wiederkaufrate, wie gesagt gute Marge. Lohnt sich D2C zu machen, weil die Produkte sehen ein bisschen besser aus als die meisten anderen, die man kauft oder vom Arbeitgeber zur Verf├╝gung gestellt bekommt. W├Ąhrend Corona teilweise auch ├╝ber 100 Prozent gewachsen. Das Wachstum hat sich dann verlangsamt, ist jetzt auf 25 Prozent runter. Das w├Ąre ein bisschen schneller als im Vorquartal, da war es mal auf 21 Prozent schon runter das Wachstum. Von da hat es sich ganz leicht beschleunigt. Die Kosten steigen um 24 Prozent. Also jetzt k├Ânnte man sagen, der Umsatz steigt um 25, die Kosten steigen um 24. Das ist eigentlich gut. Der Umsatz ist ganz klein bisschen schneller als die Kosten. Das Ergebnis m├╝sste sich verbessern, tut es auch. Die Kassierer haben letztes Jahr 10,5 Millionen ├ťberschuss, die ist ja 11,2 Millionen. Das entspricht 8,7 Prozent operativer Marge. So weit wie so gut. Und dann gibt es jetzt aber eine kleine Aufgabe f├╝r dich. Bei 11,2 Millionen operativen Profitfall ist der Cashflow f├╝r dieses gesamte Jahr trotzdem bei minus 40 Millionen. Allein dieses Quartal m├╝sste es nochmal so 14, 15 Millionen Cash gewesen sein, die die Firma verloren hat. Das ist nicht ganz einfach, aber kannst du dir ein Szenario ausdenken unter der eine Firma nach den strengsten Buchhaltungsrichtlinien profitabel ist, aber trotzdem Geld verliert? Also Cash aus der Kasse verliert.
Anteile auszahlen oder sowas h├Ątte ich jetzt gesch├Ątzt.
F├╝r jemanden der nie richtig BWL studieren konnte, ist das ganz gut. Also was passiert ist ein Aktivtausch. Das hei├čt es wurde mit Cash weiter Ware eingekauft. Also deine erste Vermutung ist gar nicht so schlecht. Und weil das eigentlich eine ertragsneutrale Handlung ist, also wenn ich in den Laden gehe, also ich habe meine kleine Bilanz hier als kleiner Kr├Ąmer und Kaufmann. Ich gehe jetzt zum Warenhaus meines Lieferanten, gebe dem 100 Euro aus meiner Firmenkasse und komme mit 10 Shirts im Wert von 100 Euro zur├╝ck. Dann hat meine Firma in dem Moment weder Verlust noch Gewinn gemacht. Ich habe nur Barm in Ware getauscht. Und genau das gleiche passiert bei Fix. Also sie kaufen weiter Ware ein, aber verkaufen sie nicht. Die Ums├Ątze steigen nur um 25 Prozent, aber die Inventories sind allein im letzten Quartal um 20 Millionen gestiegen und machen inzwischen 142 Prozent des Umsatzes aus. Das war vor einem Jahr im vierten Quartal noch 73 Prozent. Also gemessen am Umsatz hat sich der Lagerbestand quasi verdoppelt. Und das ist quasi der Trick, dass der Operating Profit weiter positiv aussieht. Weil man nat├╝rlich sagen kann, wir haben ja 170 Millionen an Ware noch im Lager. Aber tats├Ąchlich geht immer mehr Cash daf├╝r weg. Das Cash landet ins Lager und wenn das irgendwann nicht abverkauft wird, dann muss man irgendwann die Lagerbest├Ąnde abschreiben w├╝rde ich annehmen. Oder mit Rabatt verkaufen. Und dann tritt der ├Âkonomische Schaden ein. Das hei├čt ich hoffe, dass der Markt jetzt nicht auf Fix hoch gejubelt hat nach den Zahlen. Und auch lustig, das adjustierte EBITDA ist sogar doppelt so hoch wie der Gewinn hier. Hier sieht man wieder, dass es wichtig ist. Einerseits ist das Income Statement schon der wichtigste Teil in der Regel um die Zahlen, also da wo Revenue, Kosten, Operating Expenses und sowas stehen. Das ist schon der wichtigste Teil um den Erfolg einer Firma zu sehen. Und diese Informationen h├Ątte man jetzt aber nirgendwo bekommen k├Ânnen, au├čer man schaut sich au├čerdem das Cashflow Statement und die Assets, also die Bilanz an. Weil da sieht man, dass die Inventories sich stark erh├Âht haben und dass dadurch der negative Cashflow entsteht. N├Ąmlich weil wahres Geld in Ware umgewandelt wird, was erfolgsneutral ist, weil noch kein Cent verloren geht dadurch. Aber man wandelt wertvolles Geld in Waren um, wo noch nicht klar ist, ob man die auch mal verkaufen kann irgendwann. Und deswegen w├╝rde ich jetzt vermuten, die Zahlen sollten eher schlecht aufgenommen sein. Ich glaube ich habe noch eine Wette mit Noah laufen, oder? Von hier ohne Aktien wird es schwer. Ich glaube On gegen Fix haben wir gewettet und er fand Fix besser. Ich fand Fix fr├╝her auch gut muss man dazu sagen. Aber die Zahlen haben sich jetzt jedes Quartal verschlechtert. Die haben gestern 10% plus gemacht und gehen jetzt nachb├Ârslich 14% fast runter. Also auch der Markt hat das Problem erkannt mit den Inventories offenbar. Ansonsten eigentlich ein sch├Ânes D2C Modell, fast vorbildhaft, aber es leidet jetzt auch unter der vorher deutlich besseren Corona Performance und muss sich jetzt noch ein bisschen neu einschwingen glaube ich. Und die Cashflow irgendwie in den Griff bekommen und die Waren auch mal abverkaufen, die sie da vorgeordert haben.
Welche Earnings hast du dir noch angeschaut?
Vielleicht machen wir mal Digital Turbine noch, die diese 60% Anstieg gemacht haben. Das ist das K├╝rzel Apps, die machen App Marketing, also Werbung auf mobilen Endger├Ąten, in Spiele Apps und so weiter. Also starker Player im Mobile Advertising und Gaming Advertising. ├ľkosystem, die haben ein verschobenes Finanzjahr, deswegen nicht wundern, dass das jetzt die Q2 Zahlen sind. Das ist auch lustig, die sind ja 60% gestiegen, der Umsatz liegt aber 44% unter dem Vorjahr. Die gleichzeitig hat die Rohmarge aber verbessert, achso die haben was umgestellt, die Accounten anders. Das hei├čt man kann das mit dem Umsatz nicht so richtig vergleichen, dann lass uns lieber auf den Gross Profit schauen. Aber auch der liegt 5 Millionen, 4,5 Millionen unter dem Vorjahr. Die Gross Margin hat sich verbessert, aber es liegt daran, dass sie die Kundengelder jetzt nicht mehr ├╝ber ihre eigene Bilanz ziehen. Deswegen sinkt der Umsatz sehr stark und deswegen macht es Sinn dann stattdessen auf den Deckungsbeitrag oder die Rohmarge zu schauen. Die sinkt dann nur f├╝r in Anf├╝hrungsstrichen 5% gegen├╝ber dem Vorjahr. Die Kosten sinken aber um 12%, das hei├čt die managen ihre Kosten sehr gut und k├Ânnen das Ergebnis sogar steigern bei niedrigeren Rohmargen und deutlich niedrigeren Umsatzen. Und so ist der Netloss ebenfalls 12 Millionen positiv bei Ums├Ątzen von 170 Millionen. Positiver Free Cashflow, positiver Operating Cashflow. Also scheint es sehr solide zu sein. Man m├╝sste jetzt mal warten bis diese Umstellung vollzogen ist, dass man dann wieder gute Vorjahresvergleiche hat. Aber die Zahlen wurden durch die Advertising Krise schlecht erwartet und waren jetzt nicht so schlecht wie gedacht. Plus sie haben ihre Kosten eben gut im Griff. Das hilft sicherlich. So etwas wie Magic Number und Rule of Forty kann man jetzt nicht drauf schauen, weil das Umsatzwachstum das negative gerade irref├╝hrend ist. Weil sie einfach anders buchen als im Vorjahr. Dann muss man sich vielleicht mal die Pr├Ąsentation anschauen um das besser zu verstehen. Dann haben wir noch, wo wir gerade bei Werbung sind, das Trade Desk.
Plus 19. Auf jeden Fall gestern, aber das hei├čt ja eigentlich 0.
Ja plus 19 ist schon ganz ordentlich. Das Trade Desk ist ein Ad Exchange letztlich. Also ein gro├čer unabh├Ąngiger Spieler im Display Marketing ├ľkosystem. Auch da leicht verlangsamtes Umsatzwachstum, aber mit 31 Prozent eigentlich echt noch ganz gut. Ich bin jedes Quartal ├╝berrascht wie resilient Trade Desk ist. Du denkst eigentlich die w├╝rden zerdr├╝ckt werden zwischen Google und Apple und damals auch Facebook. Sind aber w├Ąhrend Facebook schrumpft, Google stagniert, w├Ąchst Trade Desk hier mit 31 Prozent. Das ist wirklich Wahnsinn. Die Rohmarge ist bei 82 Prozent krass gut. Sie sind nicht so profitabel wie letztes Jahr, weil sie schon auch h├Âhere Kosten haben. Die Kosten steigen um 66 Prozent. Das ist ganz sch├Ân erheblich. Dadurch sinkt der Gewinn ein wenig, aber sie bleiben profitabel. Ich glaube das ist das Wichtigste. Oder werden wieder profitabel. Zwischendurch kann man negativ. Das hei├čt sie sind wieder profitabel. So muss man es eigentlich sagen. Das freut sicherlich. Das Adjusted Ebitda ist sogar erheblich und der operative Kostschloss vor allen Dingen. Man hat ungef├Ąhr ein Drittel operativen Cashflow. Der Umsatz der letzten drei Quartale, also dieses Jahr Year to Date ist rund 1,1 Millionen und der positive Cashflow dieses Jahres Year to Date die letzten neun Monate ist bei 375 Millionen. Das sollten so ein bisschen mehr als 30 Prozent sogar sein. Also sehr Cash generierend. Hauen leider in gleicher H├Âhe Sharebase Compensation, also Mitarbeiteroptionen raus. Dadurch ist das Ergebnis nur ganz leicht positiv. Aber ich finde es krass wie stark die den Werbemarkt insgesamt outperformen. Und das sieht man auch am Kurs. Ich glaube die haben sich wirklich sehr gut entwickelt ├╝ber dieses Challenging Jahr. Ich glaube weniger als 30 Prozent im Minus. Sekunde Year to Date. 39 Prozent. Das sind inzwischen 23 Milliarden Wert. Das entspricht dem Vierfachen vielleicht. Oder was kriegt man daf├╝r noch? Oh 16-fachen des Umsatzes. What the fuck? Das liegt an der hohen Cashflow Marge. Weil das Price Earnings ist tats├Ąchlich nur 40 auf dem Level. Also man macht bei auf Sicht der letzten vier Quartale, also des letzten Jahres macht man bei 1,5 Milliarden Umsatz ├╝ber 500. Gemessen darin ist das Multiple dann wieder fast fair. Gemessen am Umsatz klingt das hoch, aber weil die Marge gemessen an Earnings ist es dann wieder fast fair. Von daher ganz okay.
Dann w├╝rde ich sagen ZipRecruiter. Eine deiner Lieblingsfirmen.
Achso genau wir skippen mal Coupang. Das schaffen wir heute nicht mehr. Aber hat wie die meisten internationalen Marktpl├Ątze sich ganz gut entwickelt. Hat auch das Inventar und Kosten sehr gut im Griff. Wir m├╝ssen dazu gar nicht sagen. Kann man im Sheet anschauen. Was wollte ich machen? Achso ZipRecruiter. ZipRecruiter war ja so immer meine Lieblingsbet des letzten Jahres, wenn ich irgendwo was sagen musste. Also empfehlen tun wir ja nichts. Aber dann habe ich mir gesagt ZipRecruiter bin ich relativ optimistisch. Die haben das vierte mal in Folge ihre Zahlen geschlagen. Also liefern sehr solide ab weiterhin. Machen 227 Millionen Umsatz. Das ist 5% weniger als im Vorquartal. Aber liegt beim Vorjahr in einem nat├╝rlich sehr schweren Jobmarkt gerade. Ihre Kosten steigen um 1,9%. Haben sie gut im Griff. Und so steigt die operative Marge von 8,4 auf 13%. Knapp 30 Millionen ├ťberschuss. Die Rohmarge konnte man auch verbessern um 1%. Was bei 90% Rohmarge schon schwer ist dann noch ein Prozent rauszuholen. Und obwohl der Umsatz jetzt nicht signifikant gewachsen ist. Also obwohl der Umsatz runter geht konnten sie das Ergebnis verbessern. Das Zeug von Disziplin. Der Cashflow ist sowieso auch stark positiv. 13% ungef├Ąhr. Adjusted Debit da 23%. Aber da wissen wir da stecken viele Sachen nicht drin die da rein geh├Âren sollten. Der Umsatz pro Werbetreibenden sinkt logischerweise. Der Umsatz steigt aber die Anzahl der Werbetreibenden geht zur├╝ck. Weil gerade weniger Leute einen dringend einstellen m├╝ssen offenbar. Die Marketingquote wird immer g├╝nstiger. Also man gibt jetzt das erste mal weniger als 50% f├╝r Marketingers. Weniger als 50% des Umsatzes. Und so sieht das Ergebnis eigentlich ganz solide aus. Und ich bin sehr zufrieden mit den Zahlen. Es w├Ąre nat├╝rlich sch├Ân wenn das Wachstum wieder anziehen w├╝rde. Daf├╝r braucht es aber ein bisschen R├╝ckenwind vom Arbeitsmarkt. Langfristig bin ich wie gesagt sowieso sehr bullish f├╝r alles was mit Arbeitsmarkt zu tun hat und was diese Knappheit behandelt. So meine Stimme gibt auf. Ich w├╝rde sagen. We call it the day. Wix m├╝ssen wir uns auch nicht angucken oder? Wix war doof. Vielleicht wenn wir Zeit haben machen wir n├Ąchstes mal noch Wix Du, Lingo oder Roblox. Aber so wichtig ist das auch nicht. Beziehungsweise m├╝sst ihr uns sagen wenn ihr es wichtig findet und warum.
Ja super. Dann lasst uns n├Ąchste Folge auch so ein Info machen.
Genau das m├╝ssen wir leider auch wieder verschieben.
Also habt ein sch├Ânes Wochenende. Bis Mittwoch. Peace. Ciao.