Doppelg├Ąnger Folge #198 vom 19. November 2022

­čôŽ Auf eine Entlassung vorbereiten | Ôťë´ŞĆ Google | Earnings: Oatly Jumia Farfetch Bike24 On Running Palo Alto Network

Wie kann man sich auf eine m├Âgliche Entlassung vorbereiten? Was steht in dem offenen Brief von TCI an AlphabetÔÇÖs CEO Sundar Pichai? Macht das Verkaufen nach Phase von ├ťberoptimismus Sinn? Warum wird dLocal with von Muddy Waters geshortet? Earnings: Oatly, Jumia, Farfetch, Bike24, On Running und Palo Alto Networks.

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Sam

(00:14:30) Elon

(01:17:45) Auf Entlassung vorbereiten

(00:24:00) Offener Brief an Sundar Pichai

(00:37:50) Timing

(00:43:30) Oatly Earnings

(00:51:05) Jumia Earnings

(00:59:30) Farfetch Earnings

(01:06:50) Bike24 Earnings

(01:13:10) Amazons Growth Hack

(01:18:50) Muddy Waters shorter dLocal

(01:25:45) On Running Earnings

(01:29:00) Palo Alto Networks Earnings

Shownotes:

Brief an Sundar Pichai https://www.tcifund.com/files/corporateengageement/alphabet/15th%20November%202022.pdf

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 198 Mitte bald Ende November. Pip was gibt's neues von deinen beiden Freunden Sam und Ilan.
Nicht so viel diese Woche ist mein Gef├╝hl oder die Zeit vergeht f├╝r mich schneller als beim letzten Mal Dienstag. Bei Sam Bankman Fried ist glaube ich nichts viel Neues passiert es hat sich jemand k├Ânnen wir in die Shownotes packen durch den Insolvenzantrag gearbeitet da ist ein ganz lustiger Twitter Thread entstanden also Genevieve Rochdechter eine erfahrene Buchhalterin und Managerin blablabla hat so ein paar Stilbl├╝ten daraus rausgeschrieben also A Die Reisekostenerstattung lief so dass man irgendwas in den Chat geschrieben hat und das dann hat irgendeine mit anderer Mitarbeiter entschieden ob das jetzt ausgezahlt wird oder nicht. Wei├č ich klar so bei ganz modernen Expense Management System l├Ąuft es ja gar nicht so viel anders au├čer es vielleicht die zwei Personen drauf schauen oder die richtige Person aber das scheint relativ locker gehandhabt zu werden. Dann hat Alameda Research also der Hedge Fund also nachdem er das Geld aus FTX rausgenommen hat hat er eine 1 Milliarde Lohn eine Milliarde Kredit an Sam Bankman Fried pers├Ânlich gegeben also an den Gr├╝nder von FTX und diesem Fonds. Keine Ahnung was der mit einer Milliarde gemacht hat aber der Director of Engineering Nisha Singh hat ebenfalls mehr als eine halbe Milliarde als privates Darlehen von Alameda bekommen und letztlich von deinen Kunden. Achso wie steht es da eigentlich kommt da noch was? Ne ne. Ich glaube nicht.
Ich hatte kurz ├╝berlegt ob ich mir in Bahamas VPN einrichten sollte nachdem ich hier euren Finance Forward Podcast geh├Ârt habe aber das hat nicht so einfach funktioniert und dann habe ich es sein lassen.
Da h├Ąttest du es raus bekommen meinst du? Gab es da irgendeine Entit├Ąt die noch nicht pleite war?
Ja ich meine ich h├Ątte irgendwas gelesen dass sie irgendwie in den Bahamas das Zeug rausgeben m├╝ssen oder so.
Naja viel Erfolg.
Es haben ein paar Journalisten wohl nach Leuten geschaut aber mir direkt hat bis jetzt noch keiner geschrieben.
Hast du eine Selbsthilfegruppe gegr├╝ndet f├╝r FTX Opfer?
Ne. So schlimm ist es nicht.
Es gibt ja auch mehr und mehr Ger├╝chte dass Binance so ein bisschen wackelt und die Auszahlung verlangsamt. Ich h├Ątte ja gedacht dass die wahrscheinlichste Reihenfolge Crypto.com Binance Kraken und Coinbase hielte ich f├╝r relativ sicher. Aber also relativ. Ich glaube nichts ist sicher.
Aber selbst Coinbase ich meine es hat ja jetzt jeder gelernt dass die Coins auf diesen B├Ârsen nicht sicher sind. Die Anbieter die irgendwie die es erm├Âglichen dass du das auf deinen eigenen Stick oder so ziehst. Die wachsen ja wie Unkraut. Da m├╝sste doch Coinbase auch mega drunter leiden. Also w├Ąre jetzt nicht nochmal der richtige Zeitpunkt um Coinbase zu shorten und zu sagen so Crypto funktioniert einfach auf diesen B├Ârsen nicht. Das Vertrauen ist verloren.
Ja also die Assets an der Management werden sicherlich runter gehen. Ich glaube das ist sicher anzunehmen. Also ich meine Coinbase f├Ąllt ja jetzt schon mit runter oder geht runter mit dem Markt. Glaube ich ganz gut. Von daher wei├č ich nicht ob ich zus├Ątzlich shorten w├╝rde. Aber einfach dadurch dass die Ergebnisse testiert worden sind durch eine Buchpr├╝fungsgesellschaft die ihr Hauptquartier nicht im Metaverse hat. W├╝rde ich da jetzt auch von ausgehen dass zumindest die B├╝cher jetzt nicht so frisiert worden oder ├Ąhnlich kompromittiert sind wie bei den anderen eventuell. Wie auch immer. Also wer es noch nicht gemacht hat ohne jetzt ein Urteil dar├╝ber zu treffen welche B├Ârse jetzt schlechter oder besser ist. Aber ich glaube es spricht nichts dagegen seine Guthaben jetzt so oder so in Sicherheit zu bringen. Sofern man an irgendeinen Wert glaubt bei den Coins. Auf einem Hardware Ledger sind die insofern sicher dass sie in den B├Ârsen eben wie man gerade gelernt hat nicht euch geh├Âren.
Wenn ihr sie nicht selber so physisch verwaltet.
Trotzdem hat auch das Gefahren. Also vergisst du das Passwort verlierst du den Ledger ist es auch f├╝r immer weg. Also ganz so einfach ist dann eben doch nicht. Also auch das hat Risiken. Muss man ├╝berlegen wo die Risiken h├Âher sind und wie viel Geld man da auch hat und so weiter.
Jetzt mal angenommen mal angenommen du hast keine Ahnung was tut dir weh. 500.000 Euro in Krypto. Was w├╝rde dich mehr ├Ąrgern. Du verlierst dein Hardware Wallet oder die B├Ârse auf der du das ganze wo die ganze halbe Mille drauf ist. Oder die B├Ârse auf der das drauf ist geht pleite oder hat dein Geld geuntreut. Mit was k├Ânntest du schlechter leben.
Also intuitiv finde ich das Hardware Wallet schlechter weil ich mehr das Gef├╝hl h├Ątte ich habe das selber verloren und nicht durch durch Vertrauen auf eine falsche Partei. Andererseits um das Risiko wissend habe ich ja so oder so die Entscheidung selbst getroffen. Auch die selbst wenn es die B├Ârse verliert habe ich h├Ątte ich mir vorwerfen m├╝ssen dass ich das prinzipiell wusste. Und insofern ist es fast gleich. Aber trotzdem w├╝rde es mir du hast jemanden dem die Schuld geben kannst. Das hast du beim Hardware Letzter nicht. Und selbst wenn es deine Entscheidung war das auf die B├Ârse zu legen kannst du jemandem die Schuld geben. Also du wirst dann so ein kleiner Reichsb├╝rger der irgendwie selber was furchtbar dummes gemacht hat oder wirtschaftlich versagt hat. Und dann sagt die Regierung und Steuern sind schuld. Deswegen ist das wahrscheinlich die einfache Wahrheit. Ich glaube dass es sehr menschlich ist f├╝r alles einen Schuldigen zu suchen und die schwerste Einsicht ist dass man die bei sich selber suchen sollte. Zumindest ist das mein Eindruck.
Ja ich habe gelesen es gibt ein Sextape.
Das habe ich nur irgendwo habe ich auch gelesen aber das habe ich f├╝r ein Meme gehalten. Ich wei├č nicht ob ich das sehen m├Âchte. Also kein Bodyshaming kein ├╝berhaupt. Aber es w├Ąre jetzt ein Sextape was mich weniger interessiert glaube ich. Wenn du es hast k├Ânnen wir gerne auf Twitch Public View. Ach nee dann wird man rausgeschmissen. Wie kann man das machen? Man l├Ąsst es auf einem anderen Server. Wir starten alle gleichzeitig und reden nur auf Twitch dar├╝ber. Das w├Ąre erlaubt. Wei├č nicht.
Ich fange jetzt auf jeden Fall ein witziges Meme um an das Geld zur├╝ck zu kommen.
Die erpressen oder?
Ja.
Ich meine da wurde ja noch Geld durch diesen Hack zuletzt rausgefl├Â├čt aus dem Konstrukt. Durch den vermeintlichen angeblichen Hack. Wei├č nicht ob es da noch was zu holen gibt. Das was jetzt die Insolvenzverwalter verwalten scheint nicht substanziell zu sein. Also da w├╝rdest du vielleicht drei bis f├╝nf Prozent deiner Guthaben noch bekommen. Ansonsten so eine Buchhaltung scheint auch nicht gro├č geschrieben geworden zu sein. Also es gibt eigentlich fast kaum Aufzeichnung von irgendwas. Weil die meisten Entscheidungen per Chat getroffen worden sind. Und die Chat Nachrichten praktischerweise nach 30 Tagen sich selbst zerst├Ârt haben. In der Regel nach einer gewissen Zeit. Es gab kein einziges Board Meeting in der ganzen Zeit. Weder bei der FTX Group noch bei den Holdings. Entschuldigung bei den Beteiligungen darunter. Es gab kein Cash Management System. Also normalerweise so eine Art CF ohne Software. Oder ein sophistiziertes Excel Sheet. Was so ein bisschen verhindert dass du irgendwann aufwachst und das Geld ist alle. Oder du hast auf einmal negative Bilanz auf dem Konto oder Schulden bei der Bank. Sowas gab es da selbstverst├Ąndlich auch nicht. Sondern wahrscheinlich war das ├Ąhnlich professionell wie das Balance Sheet was wir gesehen haben. Dieses Google Sheet. Wo ich gemeint h├Ątte das h├Ąttest du besser gekonnt. Es gab keinerlei Register davon wer eigentlich angestellt ist bei der Firma.
Wie bitte? Also das mit diesem mit dieser Run Rate. So ein Excel Sheet glaube ich das fehlt mindestens jedem zweiten Startup aktuell auch noch. Aber das wurde auf jeden Fall bei so ein paar High Growth Firmen bestimmt auch nicht gemacht.
Ja du machst schon Cash Management. Wenn du jeden Monat eh oder nicht jeden Monat. Wenn du so regelm├Ą├čig raisen kannst dass du nicht mal nah rankommst an den Punkt wo du kein Geld mehr auf der Bank hast. Aber ich glaube schon dass jeder vern├╝nftige CFO. Also wenn du ein CFO hast dann macht man das. Das war hier aber nicht der Fall. Also hier steht. Also es gibt. Also A niemand wei├č wer da wirklich gearbeitet hat und was er gemacht hat. Und die Versuche jemanden pers├Ânlich zu erreichen von vielen Mitarbeitern sind gescheitert. Das hei├čt man wei├č nicht ob diese Personen ├╝berhaupt existieren oder ob das Geld da nicht auch irgendwo einfach hingegangen ist. Das ist jetzt wieder ein weiteres klares Zeichen dass hier niemand due diligence gemacht hat von denen die investiert haben. Wenn du irgendwo mehr als 10 Millionen investiert ist es glaube ich vollkommen selbstverst├Ąndlich dass du dir eine Liste der Angestellten einfach um zu wissen wie viele Techies arbeiten da eigentlich. Ist Human Resources ├╝berhaupt genug ausgestattet um diese Gr├Â├če der Company zu ├╝berwachen und so weiter und so fort. Um die vor allen Dingen auch zu sehen ob die IP Rechte in Vertr├Ągen drin sind oder so. Es gibt ja Firmen die sowas vergessen. Wie auch immer. Also das kann ich mir nicht vorstellen dass irgendjemand da eine due diligence gemacht hat. Wenn der Zustand so war dass es quasi kein Employee Register gab. So dann Corporate Funds were used to purchase personal use real estate. Also man hat sich privat einfach Immobilien gekauft mit Firmengeld und die Employees und Executives haben sozusagen ihren Namen verwendet f├╝r Dinge die mit Firmengeld gekauft wurde. Die Kryptoguthaben oder die Deposits also die Einlagen der Kunden also zum Beispiel dein Geld wurde nicht mal im Balance Sheet also in der Bilanz aufgef├╝hrt. Also es wurde ├╝berhaupt keine Abgrenzung gemacht von Kundengeldern. Wenn du bei Coimbase bist w├╝rdest du relativ klar trennen was sind Kundengelder die du an der Custody hast oder die Einlagen sind und was sind eigentlich eigene Corporate Cash. Das ist hier offenbar nicht passiert. Es gibt nur ein Cash Posten. All Crypto Assets just went into one central slush fund used for whatever. Der Insolvenzantrag sagt au├čerdem dass alles was Sam Bankman-Fried ab jetzt noch sagt gilt nicht als offizielle Einlassung der Firma. Also dadurch dass er abgel├Âst wurde nur um auch die Klarheit zu schaffen.
Aber also wie kann das alles sein dass der Investor der irgendwie in Apple in Snowflake in Airbnb und in alle investiert hat und irgendwie zwei Partner hat die sich die Firma die die Firma irgendwie betreuen oder so dass das so weit geht.
Ja die Frage sollten sich die LPs von Sequoia auf jeden Fall fragen oder von Paradigm, Ultimate.
Und wie viel von denen gibt es noch. Also wurde einfach die letzten drei Jahre bei keiner Startup eine vern├╝nftige Idee gemacht. So ist das das Learning aus dem High Growth das wir w├Ąhrend Corona jetzt hatten und der absoluten FOMO.
Ich glaube die Wahrscheinlichkeit ist schon h├Âher im Crypto und Web3 Space. Ich kann mir auch doch schon vorstellen dass auch andere Entscheidungen einfach aufgrund von FOMO getroffen worden sind. Aber wenn was so wie soll man sagen so verwundbar auch f├╝r solche Compliance Themen und so ist wie eine B├Ârse die auch noch ein Netch Fund hat und so weiter oder wo das der gleichen Person geh├Ârt. Da steigt ja einfach das Risiko auch nochmal. Ich ├╝berlege jetzt gerade was ein Modell w├Ąre wo man jetzt nicht eigentlich sagt man ├╝berall vern├╝nftige Due Diligence machen. Also w├╝rde ich da jetzt als Angel Investor investieren mit meinem eigenen Geld. Ich mache nat├╝rlich keine tiefe Due Diligence in der Regel wenn ich ganz fr├╝h in Firmen.
Aber du h├Ąttest wahrscheinlich gesagt die DD hat bestimmt der gro├če VC gemacht.
Genau wenn ich mit einem VC ko-investiere dann w├╝rde ich davon ausgehen. Aber wenn das alle denken in so einer Runde dann endet das ja. Also das ist halt auch ein Problem.
Ich glaube es fallen noch mehr. Ich glaube wir sehen selbst E-Commerce Themen die fallen weil da Finanzierungsrunden gemacht wurden ohne wirkliche DD. Da hat sich einfach keiner irgendwelche Zahlen angeguckt wie Customer Lifetime oder so.
Wir haben nachher noch ein Beispiel aus der FinTech Szene wo es zumindest Anschuldigungen gibt oder Verd├Ąchtigungen. Dass auch da die B├╝cher frisiert worden sind. Also Cooking the Books. Ein s├╝damerikanisches FinTech. Da kommen wir sp├Ąter noch drauf. Wer hat das gesagt? Das ist Jim Chanos glaube ich. Einer der ber├╝hmtesten Short-Seller und Hedge Fund Manager. Er hat gesagt es ist das Zeitalter oder die Dekade Epoche des Frauds. Ich glaube schon. Klar ziehen solche Exzesse und gerade auch die ganzen Companies die durchs Background in die B├Ârse gekommen sind. Das zieht nat├╝rlich. Bei Bird haben wir gesehen dass die B├╝cher korrigiert worden sind nachtr├Ąglich. Weil Revenue falsch verbucht wurde. Nat├╝rlich zieht so etwas solche Sachen auch mit sich immer. Also der Exzess.
Was denkst du sagt Marcel Eck dazu? Wenn der sich das jetzt anguckt.
Amateure. Oder vielleicht ist er auch beeindruckt wie lange die mit deutlich weniger Aufwand das geschafft haben. Also Wirecard musste ja relativ viel veranstalten. Also Firmen kaufen und so weiter. F├╝r zu viel Geld. Um da irgendwie Geld raus zu bekommen aus dem System. Anlegergeld. Aber die haben sich einigerma├čen viel M├╝he gegeben. Dann denkst du vielleicht dass es unfair ist. Dass du dir so viel M├╝he gegeben hast und wirst entdeckt weil so ein paar Short-Seller und Journalisten echt gute Arbeit machen. Und die anderen kommen drei vier Jahre durch mit deutlich weniger Aufwand. Da hat es halt keiner sehen wollen. Offenbar. Beziehungsweise es gibt ja Leute die das. Ich glaube das Problem ist die Krypto Dauerb├Ąren. Die Leute die generell sich gegen Krypto ausgesprochen haben. Deren Argumente wurden halt nicht als valide genommen. Weil die dachten die haben ein Problem mit Krypto und deswegen sind sie gegen alle Player. Und dann ist nat├╝rlich schwer zu unterscheiden was ist jetzt berechtigte Kritik. Es gab ja auch dieses Interview mit Sam Bankman Friedwer gefragt wurde. Ich glaube wie DeFi Lending funktioniert oder so. Oder diese hohen APRs. Wie kann man eigentlich 16 Prozent verdienen wenn ich da mein Ethereum in irgendein Fund stecke. Und er meinte hat er gesagt ja das muss man sich wie eine Blackbox vorstellen. Wo mehr Geld reinkommt als man raussteckt. Und dann hat jemand gesagt das klingt f├╝r mich wie ein Ponzi Scheme. Und er so ja. Im Nachhinein klingen die ganzen Sachen die er gesagt hat nat├╝rlich alle sehr eindeutig. Genau. Ansonsten bei Twitter und Market Square. Das glaube ich nicht so viel Neues passiert. Das einzige was mir jetzt aufgefallen ist das erw├Ąhnenswert ist. Ist dass es diese E-Mail gab. Haben wir davon letztes Mal schon berichtet. Es gab eine E-Mail wo Elon Musk die Angestellten nochmal einschw├Ârt darauf einschw├Ârt darauf dass jetzt Hardcore Zeiten kommen. Und entweder hat man Lust Hardcore zu arbeiten mit ihm und Twitter um das mit zu ├Ąndern und den Pivot hinzulegen. Und dann soll man sozusagen so einen Confirm Button in der E-Mail klicken. Und wenn man das nicht tut kriegt man drei Monate Abfindung. Das war die Message. Daraufhin soll es gestern zu einem Exodus kleineren Exodus gekommen sein aus der Firmenzentrale wieder. Dass mehrere Mitarbeiter das Geb├Ąude verlassen haben worauf man das Geb├Ąude gesperrt haben. Und da wei├č ich jetzt nicht ob dadurch dass die die H├Ąkchen ja alle nichts mehr bedeuten auf Twitter. Aber da gab es eine lustige Debatte wo man offensichtlich auch einen der Einlasswerte die diese Schildchen kontrollieren die Badges kontrollieren gefeuert hat. Und dann umgekehrt.
Das war definitiv ein Fake Tweet. Sicher? Ja les mal vor.
Der hat einen blauen H├Ąkchen. Oh der ist gel├Âscht. Oh ist unavailable.
Das war ein VC der das gemacht hat. Also der hat so einen kleinen VC vor wo er so Angel Tickets macht.
Aber Elon Musk hat darauf reagiert und meinte danke f├╝r deine Arbeit. Also der Witz war man hat das Geb├Ąude offenbar gesperrt um zu schauen dass die Leute die das Geb├Ąude verlassen auch so ein bisschen regelgem├Ą├č gehen zu lassen. Und daraufhin hat dieser Twitter Account den Eindruck erweckt dass man sich selber ausgesperrt h├Ątte und einen gefeuerten Wert abbr├Ąuchte um sich wieder rein zu lassen. Aber offenbar war es keine wahre Information. Das war trotzdem ganz lustig. Genau. Sonst noch was was du mitbekommen hast um Twitter drumherum. Elon Musk feiert sich weiter f├╝r Usage Rekorde. Also Twitter war noch nie so busy wie jetzt gerade. Wobei die der Anstieg halt wirklich marginal ist. Die Userzahlen sind um ein Prozent hoch oder so seit der ├ťbernahme. Gleichzeitig sind die Werbeverluste aber wahrscheinlich ein Viertel bis ein Drittel runter. Also das hilft nicht. Die Werbung wird gef├╝hlt berichten viele immer schlechter. Ich habe zuletzt Werbung vom PIV das ist der Investment Fund der Saudis gesehen. Der Saudi Prinz ist ja einer der Investoren in diesem Deal der seinen Anteil aus Twitter nicht nur r├╝bergerollt hat sondern ich glaube sogar noch vergr├Â├čert hat. Und es scheint jetzt so als ob jetzt der n├Ąhere Kreis der Investoren da jetzt Werbung schaltet und damit auch was das wieder soll. F├╝r die Saudis ist es linke Tasche rechte Tasche das verstehe ich so. Das ist vollkommen egal. Aber wenn jemand das mit seinem also wenn da zum Beispiel Tesla und Starlink jetzt wieder mit den Investoren mit den Geldern derer Investoren das machen ist es ja wieder ein anderes Compliance Problem.
Und hast du das Gef├╝hl Spam wird mehr oder weniger?
Auf Twitter? Ich w├╝rde fairerweise sagen gleich viel. Also nicht mehr. Zur Krypte Hochzeit hat man fast ein bisschen mehr bekommen. Ich finde es schwer herauszufinden was echt ist und was nicht. Es liest sich mehr und mehr wie eine riesige Parodie. Na gut. So wo wir gerade bei Entlassung sind. Wir haben nur kurzfristig eine h├Âhere Frage bekommen. Und zwar fragt jemand. Mein Arbeitgeber hat die Entlassung von einer vierstelligen Anzahl MitarbeiterInnen bekannt gegeben. In den n├Ąchsten Tagen und Wochen werden die betroffenen MitarbeiterInnen informiert. Da ich momentan nicht einsch├Ątzen kann ob ich Gewinner in der K├╝ndigungslotterie bin bereite ich mich so auf das Schlimmste vor. Es scheint so ein bisschen indifferent zu sein. F├Ąnde es nicht ganz schlimm gefeuert zu werden. Ansonsten w├╝rde aber schon gerne bleiben. Er m├Âchte aber verhindern kalt erwischt zu werden. Im Worst Case w├╝rde ich ein Angebot akzeptieren. Und jetzt die Frage. Was w├Ąren eure ein bis zwei Fehler die ich in dem Prozess auf jeden Fall vermeiden sollte. Gibt es noch ein zwei Dinge die man schlauerweise machen sollte wenn der Fall eintritt. Ich mein bestes Versuche irgendwelche Corporate Anstellungsverh├Ąltnisse zu vermeiden. Bist du vielleicht der Experte und kannst aus eigener Erfahrung berichten was dir in deiner jahrelangen Erfahrung geholfen hat und was du vielleicht lieber nicht falsch gemacht h├Ąttest oder was du auch von anderen geh├Ârt hast.
Also ich w├╝rde zuerst mal versuchen mit dem Guten auseinander zu gehen. Man sieht sich immer zweimal und je nachdem in welcher Branche man ist arbeitet man mit den gleichen Leuten irgendwie in zwei in f├╝nf in zehn Jahren wieder zusammen. Nichtsdestotrotz kann sowas auch b├Âse werden. Ich w├╝rde jetzt sagen wenn eine Firma so mehrere hundert mehrere tausend Leute entl├Ąsst dann sind die Deals meistens in Ordnung. Anders sieht es halt aus wenn man sich von einzelnen Leuten trennt. Ich habe auch munkeln geh├Ârt dass bei Facebook die Angebote eigentlich sehr gut sind. Und davon kann man eigentlich ausgehen also wenn so eine gro├če Firma mehrere Leute rauswirft dass die Angebote meistens gut sind. Nichtsdestotrotz wenn man keine Rechtsschutzversicherung hat ist vielleicht jetzt der richtige Zeitpunkt eine abzuschlie├čen.
Ist das legitim dass du wohl wissen dass sowas droht.
Ich wei├č es nicht.
Obwohl wenn die K├╝ndigung noch nicht ausgesprochen ist. Doch dann k├Ânnte es noch klappen.
Weil also erst mal wird ja dann irgendwann zu einem Meeting kommen wahrscheinlich mit der Chefin dem Chef oder so. Und dort muss man eigentlich so spielen als ob man gar nicht gehen m├Âchte. Also du bist geschockt du sagst wolltest eigentlich weiterarbeiten bist gl├╝cklich beim Arbeitgeber. Und sonst solltest du beim ersten Meeting nichts annehmen also einfach sagen Okay herzlichen Dank ich nehme das nach Hause ich bespreche das zu Hause. Und dann abwarten und dann ist wahrscheinlich der Zeitpunkt wo du dann mit einer Anw├Ąltin mit einem Arbeitsanwalt sprichst und dar├╝ber gehst und schaust. Dann gibt es eigentlich nur zwei Wege entweder du einigst dich oder du gehst vor Gericht und vor Gericht ist halt echt tough so und dann ist Anwaltsshow. Dann wird wahnsinnig viel Papier produziert.
Aber was f├╝r Papiere braucht man da. Also was gibt es denn f├╝r Beweismittel in so einem Arbeitsrechtsprozess.
Das Beste was du haben kannst ist Zeugnisse Zwischenzeugnisse. Worauf du ein Top Mitarbeiter zum Beispiel.
Das ist ja eher f├╝r den Fall dass du aus Performance Gr├╝nden quasi gefeuert wirst ohne Abfindung. Genau um dann eine gute Abfindung zu erwirken.
Oder es kann ja sein dass das gesagt wird so Hey wir entlassen jetzt hier ein paar Leute und wir haben andere als arbeitende Personen kannst du ja argumentieren so Hey ich kann den anderen Job auch machen. Und zum Beispiel wenn du jetzt im Finance gefeuert wirst aber im Marketing irgendwie den Job machen k├Ânntest und im Zeugnis steht drin dass du irgendwie vor zwei Jahren Marketing gemacht hast k├Ânnte das ein Argument sein. Aber jetzt ist wahrscheinlich auch zu sp├Ąt zu sagen Du ich h├Ątte gerne ein Interim Zeugnis. Das w├╝rde ich zum aktuellen Zeitpunkt dann nicht machen.
Hast du das immer gemacht also dir so halbj├Ąhrlich Zeugnisse ausstellen lassen.
Leider nicht im Nachhinein w├╝rde ich es jetzt immer machen.
Ist das nicht schlechtes Signaling wenn Mitarbeiter oder Mitarbeiterin das macht.
Ja aber vor allem wenn halt Personen auch wechseln. Das kann ja im Corporate Umfeld ist ja oft so dass dein Chef in dein Chef nach zwei Jahren oder so geht oder dass du eine andere Aufgabe hast und wenn du irgendwie ein Thema abschlie├čt w├╝rde ich das schon machen. Und f├╝r mich und f├╝r diesen Podcast war es ganz gut dass es damals ein Zwischenzeugnis gab. Wenn es Schlag auf Schlag vor Gericht geht dann sagt die eine Seite Du kannst nichts und die andere Seite sagt Ich kann alles und das musst du halt irgendwie zeigen.
Du hast gesagt Ich kann alles.
Ja und hier ist es schwarz auf wei├č.
Welche T├Ątigkeiten k├Ânntest du dann noch so gut aus├╝ben wie die die du gemacht hast. CFO bei FTX w├╝rde ich dir geben.
Genau Crypto CFO geht auf jeden Fall.
Kann jeder mit einem halben Semester BWL.
Und ich bin mir auch zu nix zu schade das wei├čt du ja.
Stimmt kannst du telefonieren. Outbound Sales. K├Ânntest du Sales machen. Leute anrufen den ganzen Tag.
Ich liebe Sales. Hier Lollipop 100 Podcast jetzt drauf.
Kannst du so gut mit Rejection mit Abneigung.
Mein Freund wie lange habe ich an dir gearbeitet dass du diesen dummen Podcast.
Ich bin ja sehr h├Âflich da drin Rejection zu ├Ąu├čern.
Du kannst ja nicht Nein sagen. Da wird es aber lange dauern. Ein Grund warum es so viele gefundete Startups gibt ist weil sowohl Angels als auch VCs nicht Nein sagen k├Ânnen.
Das stimmt.
Doch es gibt. Ich wette mit dir.
Du investierst doch in irgendwo weil du nicht Nein sagen kannst.
Es gibt viele Angels die irgendwelche kleinen Tickets machen weil sie das lieber machen als Nein zu sagen.
Das ist ja nicht ein bold Statement. Aber wenn du es sagst.
Also zur├╝ck zu Entlassung. Ich hoffe alles geht gut. Und wenn man Anwalt braucht in Hamburg kenne ich einen sehr kreativen. Da kann man mir gerne schreiben. Und ich hoffe einfach dass es also ich glaube kurz und kurz und knapp und im guten Auseinander ist immer besser.
Ja schnell abschlie├čen. Aber wo wir gerade dabei sind meine These war ja dass wir erst ein Drittel der Entlassung gesehen haben. Muss sich eigentlich jeder jetzt vorbereiten oder welche. Also ich muss. Wird schwer. Glaube ich.
Alles schwer. Fintech. E-Commerce.
Tod. Alles. Nicht Tod. Fintech E-Commerce. Wird schwer.
Glaube ich. Es wird auch schwer.
Es wird alles schwer.
Es w├Ąre jetzt nicht der perfekte Zeitpunkt in dem du den Brief von Google rausholst oder an Google.
Achso. Ja. Wir hatten ja den Fall bei Meta dass ein aktivistischer Investor und zwar Brett Gerstner von Altimeter diesem gro├čen Cross-Over fand. Mark H├Âflichs geschrieben hat wie er was was er davon hielt wie man das Unternehmen eigentlich f├╝hren sollte insbesondere auf die Anzahl der Mitarbeiter. Und das gleiche ist jetzt bei Alphabet also der Google Mutter passiert und zwar hat der TCI Fund einen langj├Ąhrigen Western Alphabet einen offenen Brief an Sundar Pichai. Cc Board of Directors. Sehr sch├Ân. Geschrieben schreibt quasi Dear Sundar TCI has been a significant shareholder of Alphabet since 2017. We currently own shares valued at more than 6 billion reflecting our strong conviction Alphabet's future. Also ist ein Fonds der seit langem in Alphabet investiert ist und 6 Milliarden an Shares allein h├Ąlt und damit schon einigerma├čen relevanter Shareholder ist. Sicherlich jetzt. Das entspricht ja nicht mal ein Prozent der Bewertung. Aber trotzdem ist es nicht vollkommen relevant. Und die sagen quasi insbesondere dass der der Headcount viel zu hoch ist. Die Ausgaben im Q3 sind um 18 Prozent gestiegen w├Ąhrend der Umsatz um 6 Prozent gestiegen ist und die EBIT Marge ist von 39 auf 32 gefallen f├╝r die Google eigenen Services. Das der sagt quasi das derzeitige Ausgabe Verhalten insbesondere auf der Personalseite entspricht nicht den derzeitigen Zeiten. Eine andere Forderung die er macht ist dass man sich auf eine Ziel EBIT Marge kommitten sollte. Also dass man nicht sagt unsere EBIT Marge ist das Ergebnis der wirtschaftlichen T├Ątigkeit also oder der der Makro Situation sondern eben sagt wir wollen 40 Prozent schl├Ągt er hier vor f├╝r unsere Investoren der Wirtschaft und f├╝r unsere Shareholder. Und dementsprechend managen wir auch die Workforce und lassen eben Leute wenn es schlecht l├Ąuft und wenn es gut l├Ąuft dann k├Ânnen wir wieder welche einstellen. Der zeigt quasi wie insbesondere seit 2017 die Anzahl der Mitarbeiter nochmal angestiegen ist. Wirft ihn vor dass es eigentlich nur einen minimalen operativen Hebel gibt bei Google. Also man w├╝rde ja erwarten dass die Anzahl der Leute die diese Suche herstellen und die Werbedienstleistung damit nicht so schnell steigen kann wie der Umsatz. Das hei├čt theoretisch m├╝sste sich ein operativer Hebel ergeben dass die Ums├Ątze schneller wachsen als die Kosten und somit sich die EBIT Marge immer weiter ausdehnt. Also die Schere aufgeht zwischen Kosten und Ums├Ątzen und dann das ist ja dieser operative Hebel und den sieht er hier eben nicht und das ist auch richtig. Und das was ich am spannendsten fand eigentlich also ich glaube nicht dass Google sich da stark nachrichten wird ehrlich gesagt. Aber was krass ist, sch├Ątze mal falls du es nicht gelesen hast aber wahrscheinlich hast du es nicht sorgf├Ąltig genug gelesen was der nicht durchschnittliche sondern Median Google Mitarbeiter verdient im Jahr.
Ich habe es gelesen es war irgendwas ├╝ber 200 250.000 oder so.
295 also rund 300.000 US Dollar. Ich w├╝rde jetzt annehmen, Sekunde das ist genauer beschrieben.
Das fand ich noch nicht mal so krass um ehrlich zu sein. Wenn du dir amerikanische Geh├Ąlter f├╝r Entwickler oder so ausdr├╝ckst.
Also es ist Medien das ist von 186.000 sozusagen wenn du denen die alle nach Gehalt ordnest und auf den 95.000 oder was habe ich gesagt 186 also 93.000 klickst dessen oder deren Gehalt ist das. Das hei├čt es gibt Leute die deutlich mehr verdienen und es gibt Leute die weniger verdienen auch noch. Weil das eben jetzt nicht ganz einfach einzusch├Ątzen ist. Da hast du ja recht die Geh├Ąlter in der Techbranche in den USA sind insgesamt sehr hoch. Aber mal zum Vergleich also Google ist bei 296.000. Microsoft das letzte mal als ich geguckt habe auch ein Techkonzern 177.000 nur. Das ist so 30 Prozent 35 Prozent weniger. Also Alphabet zahlt 67 Prozent zwei Drittel mehr als Microsoft im Schnitt.
Unfassbar.
Oder nicht im Schnitt sondern f├╝r den oder die medialen Mitarbeiterin und die Top 20 US Technologie Unternehmen. Also auch Microsoft ist schon eher ein positiver Outlier oder Top Tier Firma. Die Top 20 zahlen 117.000 im Schnitt. Da ist Alphabet jetzt zweieinhalbfach dr├╝ber. Also 300.000 Dollar pro Mitarbeiter. Warum kann man sich das leisten. Weil man ich glaube auch anderthalb Millionen pro Mitarbeiter macht. Ich habe das mal als Kennzeichen in unser Sheet hier reingepackt. Und da kommt tats├Ąchlich raus Revenue per Employee 1,51 Millionen. Am H├Âhepunkt waren es mal 1,65 Millionen sogar. Gehen jetzt nat├╝rlich noch Traffic Acquisition kostet 30 Prozent runter. Also die Rohmarge ist dann vielleicht noch die H├Ąlfte davon. Aber man verdient schon noch ordentlich Geld an den Mitarbeitern. Aber der Wert ist gerade r├╝ckl├Ąufig und die Kritik dass es jetzt im Moment keinen operativen Hebel gibt ist nat├╝rlich schon richtig. Aber es ist schon Wahnsinn wieder so ein weiterer Datenpunkt wie absurd dieses Hiring Verhalten von den Gafas ist. Und Google wirklich hier als Beispiel. Und da gibt es ja auch immer in der Silicon Valley TV Serie gibt es diese lustige Dachterrasse, wo die Entwickler abgestellt werden f├╝r diese Geh├Ąlter und eigentlich nicht wissen was sie tun sollen. Es gibt dieses Rest Invest Narrativ. Also du l├Ąsst dich anstellen und investierst deine Stock Options und bist eigentlich zwangsl├Ąufig Million├Ąr danach. Also kann man ja nicht anders sagen. Wenn du deine Ausgaben halbwegs im Griff hast, dann gut zahlst du jetzt noch Steuern da drauf. Aber wenn jetzt davon ausgeht, dass Stock Based Compensation dabei ist und die Aktie sich auch immer ganz gut entwickelt hat von Google, dann bist du eigentlich nach vier Jahren Google zwangsl├Ąufig Million├Ąr oder hast irgendwie einen komischen exzessiven Lifestyle w├╝rde ich sagen. Wenn also f├╝r die obere H├Ąlfte gilt das muss man jetzt sagen. Der Median kann auch sein, dass darunter jetzt ganz viele dann wieder weniger verdienen. Aber die absolute Mehrheit der Google Mitarbeiterinnen scheint sehr gut kompensiert zu werden f├╝r was auch immer. Einfach weil der der die Economies of Scale oder der Leverage den es dann doch gibt, der sich jetzt aber nur gerade nicht abzeichnet, eben so riesig ist. Weil es einfach im Moment noch vom Targeting her das beste Modell der Welt ist. Und jetzt muss man sich ├╝berlegen, wenn da jetzt so ein Elon Musk reink├Ąme und sagt, das reduzieren wir mal um 50 Prozent. Ich bin mir relativ sicher Google w├╝rde genauso aussehen am n├Ąchsten Tag wie heute, wenn man das tun w├╝rde. Und dann h├Ąttest du nat├╝rlich nochmal eine ganz andere EBIT Marge bei Google. Und ich glaube, wie gesagt, ich versuche mir immer wieder zu erkl├Ąren, warum man einfach so viele Leute einstellt. Und ich glaube eine Erkl├Ąrung ist, dass man auch einfach verhindern will, dass das rauskommt, dass man 60, 70 Prozent EBIT Marge h├Ątte. Weil das Monopol so eintr├Ąglich ist. Anders ist es kaum zu erkl├Ąren.
Und was sagst du zu dem Punkt, dass man Other Bets, also zum Beispiel Google Ventures, Nest, vor allem auch Waymo, krass reduzieren sollte? Also dort um 50 Prozent die Kosten zu sparen, weil autonomes Fahren jetzt irgendwie doch nichts wird?
Das h├Ątte ich ehrlich gesagt f├╝r falsch. Ich glaube, Google hat sich einen riesigen Vorsprung erarbeitet mit Waymo. Und ist einer der Top-3-Anbieter und deutlich vor Tesla nach meinem Verst├Ąndnis und der Einsch├Ątzung vieler Experten. Und ich glaube, das ist mit Maps gut monetarisierbar eventuell. Also eigentlich m├╝ssen sich nur mit irgendeinem Autohersteller und Asset-Back-Security-Anbieter irgendwie eine gro├če Versicherung oder so die Flotte finanzieren. Und dann k├Ânnen sie die selber betreiben. Eigentlich haben sie alle St├╝cke, die sie brauchen, daf├╝r zusammen. Klar dauert es, bis die Deregulierung so weit gehen wird, dass man das auch darf. Aber ich halte das f├╝r eine der besseren Betten. Und ihre AI-F├Ąhigkeiten zu nutzen, um den Healthcare-Sektor weiter zu verbessern, also das Verily-Kellico-Projekt und so weiter, halte ich auch f├╝r schlau. Auch Nest hat, glaube ich, eine strategische Bedeutung. Ich glaube, Voice ist nicht so gro├č geworden. Deswegen will Amazon ja auch bei Alexa sparen. Vielleicht wird das ganze IoT-Zuhause-Ding nicht so hei├č gegessen, wie es gekocht wird. Das glaube ich schon. Aber ich glaube nicht, dass das Googles gro├čes Problem ist, die Other Bets. Also die Verluste, die da anfallen oder auflaufen, sind Other Bets, Operating Loss, ja es ist sechs Milliarden im Jahr. Aber das w├Ąre jetzt nicht mal zehn Prozent Beitrag zum Operating Income. Das ist schon ein Beitrag, aber ich halte das nicht f├╝r das gr├Â├čte Problem. Ich halte die hohen Forschungs- und Entwicklungsausgaben im Zusammenhang mit dem Kerngesch├Ąft und eventuell auch die Sales-Ausgaben f├╝r eher das Problem. Das m├╝sste man sich auch mal fragen. Wir gehen ja alle so oder so zu Google. Die Aufgabe des Sales Rep bei Google ist, die zu erkl├Ąren, welche neue Produkte es gibt oder welche unterausgelastet sind und wo du jetzt inzentiviert wirst, da reinzugehen. Nat├╝rlich hat das schon irgendwo einen Nutzen, aber ich habe auch das Gef├╝hl, dass viele der schlaueren Advertiser auch ohne den Support vielleicht besser dran werden oder nicht signifikant schlechter dran werden.
Ich musste die Tage l├Ącheln, als ich gemischtes Hack geh├Ârt habe und da Felix Nobrecht erz├Ąhlt eine Viertelstunde dar├╝ber, wie geil YouTube Premium ist und dass er jetzt endlich den Premium Account hat, nachdem sie ihm das hundertmal gezeigt haben. Und ich habe nur gedacht, krass, dass Spotify das nicht irgendwie rausschneidet oder flaggt oder sowas. YouTube ist ja schon das Konkurrenzprodukt Nummer eins wahrscheinlich oder Nummer zwei, Nummer drei. Auf jeden Fall das Premium oder? Du kannst dar├╝ber ja auch Musik h├Âren.
Du kannst ja nicht st├Ąndig deine Podcasts hochzensieren. Jan B├Âhmermann darf ja auch immer sagen, dass Daniel Aiken in irgendwelche Bomben investiert. Scheint er irgendwie was dran gefressen zu haben.
Gut, also du glaubst, Google macht nichts?
Also doch, Google muss schon den Headcount reduzieren, aber ob das jetzt der Ausl├Âser ist, da bin ich mir nicht so sicher. Aber wir k├Ânnen mal, wo trainen die? Ich meine am Ende m├╝sste ich, dass das Gute ist, dass Sunder Pekai am Aktienkurs gemessen wird und ihm das nicht so egal sein kann und dass er seinen Job auch verlieren kann im Gegensatz zu Elon Musk oder Mark Zuckerberg. Von daher ist es nicht ganz einfach. Ja, 18 mal Forward PE hat Google. Die w├╝rden jetzt bei einem Aufschwung nat├╝rlich wieder 15 Prozent wachsen. Ich finde es nicht, dass sie im Vergleich zu einem Facebook oder so, die sind viel schlechter bewertet und aber auch mit Gr├╝nden. Ich glaube, dass er jetzt noch nicht den kalten Atem seines Boards im Nacken sp├╝rt, ehrlich gesagt. Nicht genug. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass Google so ein bisschen zumindest die nat├╝rliche Churn ausnutzt und Leute quasi dar├╝ber gehen l├Ąsst und eventuell so netto Leute verliert, ohne welche zu feuern.
Ja und sie m├╝ssten ja irgendwann auch merken, dass weniger geworben wird und dann also die. Wie viel Prozent macht Google mit Search?
Prozent des Umsatzes?
Ja.
Boah, ungef├Ąhr 40 von 70 glaube ich. Der Rest ist YouTube 7 Milliarden, also im Quartalsweise. Cloud ist 7, YouTube ist 7, Search Revenue ist 40 Milliarden und gesamt ungef├Ąhr 70 Milliarden.
Wenn Search irgendwie ein bisschen kippelt, dann m├╝ssten sie auf jeden Fall was machen. Vorher versuchen sie wahrscheinlich und die haben wahrscheinlich irgendwieÔÇŽ
Search w├Ąchst mit 4,3 Prozent und die Kosten wachsen mit 13 Prozent. Das ist das Problem.
Also sie machen einfach nur Kosten, damit sie nicht so auffallen.
Wei├č ich.
Maps haben sie doch bestimmt immer wieder da auf dem Schreibtisch liegen und sagen immer, ja Monetarisierung machen wir sp├Ąter, machen wir sp├Ąter, machen wir sp├Ąter, damit wir nicht noch gr├Â├čer und m├Ąchtiger aussehen.
Ja, das ist die Frage. Warum? Also sie haben ja mal diese Guaranteed-Batches gemacht, um Maps zu monetarisieren. Warum gehen die nicht h├Ąrter rein? Vielleicht ist der Grund, dass sie da kein Deal mit Apple hinbekommen. So bei Search bin ich mir relativ sicher, dass sie mehr als 50 Prozent der Ums├Ątze mit Apple teilen ├╝ber die Traffic Acquisition Kosten. Also Apple sagt, wir greifen euer Suchmonopol nicht an, wenn ihr uns irgendwie irgendwas zwischen 50 und 70 Prozent der Ums├Ątze unserer Apple Nutzer zur├╝ckgibt in Search. Und die Frage ist, ob Google Angst hat, dass wenn man das gleiche in Maps macht, dass Apple Maps dann attraktiver wird. Also da gibt es im Suchmarkt gibt es keinen Konkurrenten letztlich, keinen ernstzunehmenden. Beim Maps k├Ânnten sie nat├╝rlich Angst haben, dass wenn sie st├Ąrker monetarisieren, dass Apple dann wieder das pr├Ąferierte Maps Produkt wird. Oder zumindest, dass Google das Produkt nicht so mit unterst├╝tzen will bei der Monetarisierung, obwohl es nat├╝rlich gutes Geld w├Ąre. I don't know.
Das Apple Maps Produkt ist halt leider noch nicht vergleichbar. Also vor allem nicht in Europa. Hier in Hamburg kannst du dich noch nicht mit dem Fahrrad von A nach B navigieren lassen.
Vielleicht sollten sie dann doch lieber das Geld mit Google teilen. Wer wei├č. Aber das ist nat├╝rlich nicht gut f├╝r die Angebotsvielfalt und die Konsumenten am Ende.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.
Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch.
Kipp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen Risiko- Positionen der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen. Dann haben wir hier noch eine Frage von letzter Woche. Da hat sich ein Kollege gedacht, man k├Ânnte doch eigentlich den Markttime vor allem letzte Woche Donnerstag, Freitag, als es so optimistisch war, ob man dann nach so zwei, drei Tagen alles gr├╝n nicht mal wieder rausgeht, alles verkauft und danach wieder reingeht. H├Ątte das geklappt? Lass uns das mal ganz kurz bei Google gucken. Also ich schaue mir jetzt mal den Verlauf an von vor einem Monat.
Also er hat erst gesagt, dass ihm klar ist, dass man den Markt nicht time sollte. Aber w├Ąre es nicht ein guter Anlass, dass wenn man zwei so sehr ├╝berhitzte Tage hatte, wo viele Short-Squeezes passiert sind und also die, die Short waren, kalt getroffen worden sind und dann eben bei manchen Aktien wirklich signifikant zweistellige Gewinne innerhalb von zwei Tagen aufgelaufen sind.
So f├Ąngt der ├ťbermut an.
Ja, ich meine, dass dann eine Korrektur nach unten kommt, ist nat├╝rlich wahrscheinlicher, als dass es unwahrscheinlich ist. Aber du hast gesehen, dass danach der Short-Interest im Nasdaq, der SQQQ glaube ich, der so einen Short Nasdaq 100 geht, hat glaube ich ein Rekordvolumen gehabt an dem Tag, weil man genau glaubt, das war eine ├ťbertreibung, jetzt wird es auch wieder runtergehen. Ob das jetzt geklappt hat oder nicht ist letztlich, wei├č nicht, du kannst ja mal schauen, ob du es rausfindest, aber gerade da ist halt wieder die Gefahr, dass, ich meine, es kann doch mal eine News kommen, es kann sein, dass sich noch mehr Leute eindecken m├╝ssen, weil sie Margin Calls bekommen. Ich hielt es f├╝r wahrscheinlicher, auf so eine ├ťbertreibung die Gegenseite zu spielen, aber macht man das jetzt systematisch, dann handelt man so viel hin und her, dass die Geb├╝hren eventuell das auch auffressen. Man kann das ja mit so einem Musterdepot oder Demo-Account irgendwo auch mal pr├╝fen, wie erfolgreich man w├Ąre, wenn man traden w├╝rde. In der Regel ist das ern├╝chternd, w├╝rde ich denken, von daher w├╝rde ich nicht dazu raten, das zu timen, auch wenn es einem so vorkommt, als sollte man jetzt mal die Gewinne eventuell, was so ein DeadCat, Cat Bounce oder B├Ąrenmarkt Rally war, mitzunehmen, aber die Gewinne mitzunehmen, habe ich gesagt, oder Verluste? Also die Gewinne mitzunehmen war nicht auf jeden Fall. Also ich bleibe da stoisch und auf meiner Dauer-Long-Strategie, bis auf mein Trading-Konto, da mache ich das und auch noch mittelerfolgreich. In der Woche, wo es so hochging, ging es mir eher schlecht, weil das Portfolio ein bisschen mehr Short ist, als es Long ist. Jetzt gerade ist es aber ├ľl geht runter auf 78. Also ich habe ja neulich gesagt, dass ich ├ľl geshortet habe, und zwar einmal bei 93 und dann nochmal bei 85 oder 86. Das macht man in der Regel mit einem relativ hohen Hebel, man sollte das nicht tun, das ist jetzt sowieso zu sp├Ąt. Also es macht keinen Sinn, das jetzt irgendwie nachzutraden oder so, logischerweise. Aber es ist ganz erfreulich, dass ├ľl jetzt auf 78 runter ist. Hat sich irgendwas entspannt in Russland wieder? Also was senkt den ├ľlkurs? Das sind in der Regel zwei Sachen, entweder, dass man weniger wirtschaftliche Aktivit├Ąt erwartet, also eine noch gr├Â├čere Rezession, dann w├╝rde die Industrie n├Ąmlich weniger Energie verbrauchen, das w├╝rde auf den Roh├Âlpreis dr├╝cken, oder eine Entspannung der weltpolitischen Lage, das w├╝rde auch dem ├ľlpreis helfen. Warum er jetzt gerade runter geht, wei├č ich nicht, weil es in der letzten Viertelstunde passiert ist, wo wir eigentlich hier aufnehmen. Aber deswegen ist mein Depot fast wieder gr├╝n, das kommt ein bisschen darauf an, wie die, au├čerdem bin ich ausnahmsweise mal Deutschland long, das hat auch ganz gut funktioniert bisher, den DAX long, da muss ich jetzt mal einen Stoppkurs wieder nachziehen. Aber was soll ich noch sagen? Also es kommt darauf an, wie die Tech-Titel heute ├Âffnen, wenn die negativ er├Âffnen, dann k├Ânnte ich heute noch ins Gr├╝n drehen. Aber was war jetzt der Ausgangspunkt der Frage? Also ich w├╝rde, wie gesagt, das ist mit einem ganz kleinen Teil des Verm├Âgens, wo ich meinen Spieltrieb und meine Rechthaberei versuche zu befriedigen. F├╝r die allermeisten F├Ąlle macht es keinen Sinn, das zu time, sondern es kann genauso gut der Anfang einer echten Rally sein. Ich halte es f├╝r sehr unwahrscheinlich gerade, aber man wei├č es nicht. Wenn man es wissen w├╝rde, dann w├Ąren wir alle Million├Ąre, wenn es so wahrscheinlich ist. Du h├Ąttest ja nach dem ersten Tag, der erste Tag war eine krasse ├ťbertreibung, die Nesdaq ist 5% hochgegangen, da h├Ąttest du ja auch schon sagen k├Ânnen, da gehe ich jetzt dagegen, das ist eine krasse ├ťbertreibung. Und dann h├Ąttest du dich am zweiten Tag nochmal richtig einen Schlag in den Nacken bekommen, weil einfach ein zweiter sehr sehr guter Tag kam. Also das ist ja eigentlich schon, das so revisionistisch zu sagen, jetzt im Nachhinein w├Ąre das nicht schlau gewesen, da behielte man ja eventuell recht. Aber du musst dich eigentlich fragen, h├Ątte ich das gleiche nicht schon am ersten Tag gedacht, dass das eine ├ťbertreibung ist? Und da h├Ąttest du dich halt in den Nesseln gesessen. Deswegen gibt es nur eine M├Âglichkeit, entweder simuliert man wirklich, wie man getradet h├Ątte, aber das ist man tendenziell unehrlich mit sich selbst, oder man testet es mal mit einem freien Trading Account ohne echtes Geld. Und wie gesagt, dann lernt man oft, dass man nicht so ein guter Trader ist, wie man dachte. Und genau 85 bis 90% der Leute, die sowas machen mit echtem Geld, verlieren ihr Geld. Um das nochmal dazu zu sagen. Also vielleicht einfach nur ein Musterdepot irgendwo machen und gar nicht erst ein Trading Account ├Âffnen. Wo wir bei vergessen sind, ich habe Oatly letztes mal vergessen. Ich war so aufgeregt, dass ich, Entschuldige, dass ich Sie unterbrochen habe. Aber bevor ich es nochmal vergesse, unsere Hafermilch, die Hafermilch Hoffnung aus Schweden, das m├╝ssen wir unterbringen. Die kam n├Ąmlich Montag schon raus. Und das ist ja sonst immer etwas, worauf ich mich sehr freue. Und zwar sieht es so aus, dass der Umsatz bei Oatly nach letztes Jahr zwischen 46 und 66% Wachstum, dieses Jahr auf 18 bis 22% Wachstum gefallen, jetzt auf 7% Wachstum gefallen ist. Also man ist noch knapp ├╝ber dem Vorquartal. Daf├╝r wachsen die Kosten der Produkte, die man da rein tut, immer weiter um 41%. Also Umsatz w├Ąchst nur um 7%. Die Kosten auf Goods Sold, also die Rohbetriebsstoffe und so weiter, Produktion ist 41% teurer geworden. Und damit bleiben jetzt noch ganze 5 Millionen Gross Profit oder 2,7% Rohmarge ├╝brig. Also es wird, jetzt kann man hier wieder einen Spruch machen, wenn die restlichen Mitarbeiter nicht daf├╝r bezahlen, dass sie arbeiten d├╝rfen, wird es schwer, da ein positives Business draus zu machen. Und so ist der Verlust, hat sich weiter ausgedehnt auf einen Rekordverlust von 104 Millionen und die operative Marge ist auf minus 57% runter bei Oatly. Die Cash Burn ist, Sekunde, das ist kumuliert, also bis zum Q3 sind schon 215 Millionen an Cash verbrannt worden. Das Inventar staut sich weiter auf, 118 Millionen an Warenwert hat man im Zwischenlager, vor einem Jahr waren es noch 78 Millionen. Das ist auch eine Steigerung um 52%. Was dabei immer wichtig ist, warum das Inventar so wichtig ist, das sind quasi Lebensmittel, die noch nicht abgeschrieben sind, aber wo schon relativ klar ist, dass der Vorrat sich schneller anstaut, als dass man das Zeug abverkaufen kann. Das hei├čt irgendwann wird man die Milch, wei├č nicht, nach Afrika schicken, w├Ąre zu teuer wahrscheinlich. Das hei├čt sie wird wahrscheinlich in die Ostsee gesch├╝ttet oder wo auch immer die gerade lagert. Der Preis liegt bei 1,45 pro Liter, den in Oatly im Schnitt erl├Âst, wenn man die Revenues einfach durch die Anzahl der Liter teilt. Wie gesagt die Inventory steigen und das Problem bei diesen Inventory ist eben, dass das noch nicht erfolgswirksam ist, sondern man hat Geld ausgegeben und sagt jetzt haben wir es im Lager, damit haben wir noch kein Geld verloren. Das ist so ein bisschen wie ein Crystal Ball f├╝r zuk├╝nftige Verluste, wenn die Inventories immer st├Ąrker steigen. Und deswegen ist das Ergebnis eigentlich noch schlechter, als es nach Gap schon aussieht. Das ist quasi die eine Schw├Ąche des Gap Income Statements, bzw. warum man eben zus├Ątzlich auf die Assets oder das Cashflow Statement schauen muss, weil du quasi in deinem Inventar, sofern man das als unverk├Ąuflich ansieht ab einem gewissen Punkt, das ja auch nicht ewig haltbar ist, da so zuk├╝nftige Verluste sich schon abzeichnen. Genau ich habe gesagt, sie haben insgesamt dieses Jahr 215 Millionen verbrannt und wenn man aufs Cash schaut, dann sind da eigentlich auch noch 105 Millionen Cash. Also das reicht eigentlich nur noch f├╝r zwei Quartale, wenn es so weiter geht. Sie haben angek├╝ndigt, dass sie sich refinanzieren wollen. Das Problem ist aber, dass Oatly auch nur noch 1,15 Milliarden oder so wert ist. Das hilft nat├╝rlich jetzt auch nicht. Das hei├čt, w├╝rde man jetzt noch mal 200 Millionen aufnehmen zum Beispiel, dann h├Ątte man eine Verw├Ąsserung um irgendwas zwischen 16 und 20 Prozent. Das ist auch nicht sch├Ân. Von daher sieht das kompliziert aus. Also das ist sicherlich der Konkurrenzdruck durch Handelsmarken von den gro├čen Ketten, aber auch von den gro├čen Konsumg├╝tern. Also die Konkurrenz sind einerseits Alpro und die gro├čen Marken von Nestle, Unilever und so weiter und aber auch die Handelsmarken von den gro├čen Discountern, Ketten und so weiter. Die Auswahl ist einfach so gro├č geworden, dass es echt schwer ist, da noch die hohe Preise f├╝rzunehmen. Auch wenn Oatly vielen besser schmeckt, ist es einfach schwer die Preise durchzusetzen. Der Bull Case w├Ąre, dass echte Milch so teuer wird. Du hast bei Butter oder so teilweise oder Margarine schon den Fall, dass Ersatzprodukte, pflanzliche Ersatzprodukte manchmal g├╝nstiger werden als die Originalprodukte. Das ist glaube ich was, was langfristig helfen k├Ânnte. Das kommt f├╝r Oatly aber ein bisschen zu sp├Ąt, glaube ich. Die Gegenthese, die man aber auch sagen kann, wo wir gerade ├╝ber Milch sprechen, wie viel Prozent des Umsatzes im Lebensmitteleinzelhandel bei Dairy, also Milchprodukten, ist eigentlich brand driven. Jemand aus der Industrie sch├Ątzt das eher auf oder es gibt Studien, die das bei 20% taxieren. Also 4 von 5 Milcht├╝ten, die ├╝ber das Rollband gehen, sind eigentlich die Hausmarken der Discounter und der gro├čen Konzerne. Nur ein F├╝nftel der Milchprodukte, also der Milchprodukte, da ist der Brand share vielleicht ein bisschen h├Âher. Aber wenn es wirklich um Milch selber geht, und Milch ist ja das margen├Ąrmste Produkt im ganzen Supermarkt wahrscheinlich. Das ist halt der Preis, den jeder aus dem Kopf kennt. So wie Eier, Butter und so weiter. Das hei├čt man wei├č ja, dass Milchbauern eigentlich nichts daran verdienen, dass Superm├Ąrkte ihre eigene Marge sehr weit runterfahren, weil es ein Lockprodukt ist. Die Frage ist jetzt, wird bei Milchersatzprodukten, werden da langfristig Marken mehr als 20% nehmen oder wird es genauso Commodity wie jetzt Milch? Du kannst argumentieren, in einem Milchersatzprodukt baust du ja fast synthetisch eigentlich ein Produkt zusammen. Das hei├čt du kannst mehr am Geschmack experimentieren, du kannst mit jeder Marke auch, Milch ist Milch. Du kannst jetzt, wenn dir jemand sagt, das ist Heumilch, dann schmeckt es f├╝r dich eben ein bisschen gr├╝ner und leckerer oder muffliger oder was auch immer. Aber grunds├Ątzlich ist Milch Milch und relativ undifferenziert. Das ist bei Milchersatzprodukten nat├╝rlich ein bisschen besser, aber man kann schon sagen, das ist wahrscheinlich nicht das margenst├Ąrkste Produkt wird und vor allem wird es jetzt nicht die Opex-Rechtwerten, die Oatly hier aufgebaut hat, wo sie jetzt 100 Millionen im Quartal verbrennen gerade.
Ja und wenn man im Supermarkt mehr aufs Geld guckt, dann schaut man vielleicht auch mal noch weniger auf Marken.
Genau, dann greifst du halt eher zu der Gorillas-Milch oder zu der 1,59 Handelsmarke statt der 2,19 Oatly.
Und ich habe munkeln geh├Ârt, dass Oatly f├╝r Berlin in der Gastro gar nicht mehr die coolste Alternative ist.
Was w├Ąre gerade noch besser? Herbsen?
Ich wei├č es nicht, aber ich habe eine Geschichte geh├Ârt, dass Leute gefragt haben, was f├╝r Hafer und dann bei Oatly auf Kuhmilch wieder geswitcht sind. Was ich sehr witzig und sehr Berlin fand.
Es gibt Leute, die m├Âgen die Barista nicht, weil da so viel Chemie drin ist. Das ist ja auch was Schamazio angeprangert hat bei seiner Karin-Aktion da, wo er meinte, er m├Âchte nicht gefragt werden, ob man Kuhmilch hat, sondern Kuhmilch w├Ąre normal. Letztes Mal habe ich noch ├╝berlegt, warum ich Oatly nicht geshortet habe und nicht mehr short bin.
Weil sie gekauft werden?
Genau, das ist n├Ąmlich die Gefahr. Einerseits kannst du sagen, in zwei Quartalen geht da sehr wahrscheinlich das Licht aus. Oder vielleicht schaffen sie es noch ein Jahr mit einer Kreditlinie, wo du aber sehr stark verw├Ąssert wirst. Aber die Gefahr ist nat├╝rlich, dass jemand jetzt bei einer Milliarde irgendwann die Brand einkauft. Und die Frage ist, kannst du mit der Formel, die sie haben, also der Herstellungsformel, irgendwie auf eine bessere Marge kommen? Was ich f├╝r wahrscheinlich halte, ist, dass eine gro├če Konsumguterkonzerne das preisg├╝nstiger darstellen und herstellen kann. Da muss es Ineffizienz geben. So schlecht kann man ja fast nicht produzieren und dass die Margen so schlecht sind bei dem Konkurrenzdruck. Von daher kannst du es halt nicht mit Preis Target Zero shorten, weil die Gefahr zu gro├č ist, dass dann doch ein Nestl├ę oder Unilever das am Ende einkaufen. Oder Danone oder keine Ahnung wer sowas noch kaufen k├Ânnte.
Ich habe ja vor ungef├Ąhr einem Jahr meinen J-Pack da gekauft. Und daraufhin hat sich hier unser Nachbar-Podcast, Defner und Sch├Ąpitz, einer der beiden, sich so ein bisschen ge├Ąu├čert.
Boah, du bist so nachtragend. Jetzt machst du den Jumia-Vergleich.
Ich bin ├╝berhaupt nicht nachtragend.
Du vergisst nur nicht.
F├╝r mich wollte ich jetzt nur nochmal schauen, was besser gewesen w├Ąre.
Hoffentlich schickt Dietmar dir mal eine Entschuldigungskarte, damit du dich endlich einf├Ąngst. Ja, komm, sag uns, was besser gewesen w├Ąre.
Es ist tats├Ąchlich so, also mit ETH, auf Dollar gerechnet, weil die Jumia-Achse ja auch auf Dollar ist, hat man in den letzten zw├Âlf Monaten minus 67,76% gemacht.
Du hast in Euro investiert. Du musst das jetzt schon in Euro machen.
Und das ist schlechter als mit Jumia. Da h├Ątte man n├Ąmlich nur minus 66,52% gemacht. Also beides Griff ins Klo in den letzten zw├Âlf Monaten.
Okay, also bist du doch nicht so nachtragend. Und Cloudflare? Cloudflare, das ist hier Content Entertainment. Damit ihr beide wie Gewinner ausseht, was hat Cloudflare in der Zeit gemacht?
Du kennst mich gut, weil das habe ich tats├Ąchlich hier als Tab, wenn der vor zw├Âlf Monaten alles in Cloudflare gesteckt h├Ątte, minus 76%.
Ich glaube, in der Klassose passiert gerade was. Jetzt musst du das raus schneiden, das ist nicht mehr Child Safe. Also ich konnte nicht verstehen, was du gesagt hast. Ich habe verstanden, minus 6,7% oder so. Also deutlich besser. Gut, was wollten wir? Achso, aber du wolltest jetzt wahrscheinlich noch eine Einordnung der Jumia-Ergebnisse trotzdem h├Âren.
Ja, du hast hier irgendwas reingehauen, dass der CEO sich umentschieden hat.
Genau, vor einem Monat ist der eine CMO, und zwar ich glaube Jeremy Hodora oder welcher, Sekunde, oder Sascha Ponionek, das ist einer von zwei CEOs oder Gr├╝ndern, die das damals mit Rocket gegr├╝ndet haben, hat sich verabschiedet schon. Das kann man deuten, wie man m├Âchte. Du kannst mal gucken, was Jumia noch wert ist, w├Ąhrend ich das hier in meinem Sheet suche.
Was kann ich dir sagen? Weniger als eine halbe Milliarde US-Dollar. 450 Millionen? 467 Millionen.
Immerhin. Jumias Ums├Ątze sind in den letzten vier Quartalen immer so um 25 bis 30% gewachsen und in diesem Quartal nur noch 3,3%. Das ist nat├╝rlich eine deutliche Verlangsamung, aber man muss dazu sagen, dass mit einem Jahr Verzug Jumia jetzt gemerkt hat, dass man kostenseitig nicht mehr so weitermachen kann. Also Gratulation, dass man das endlich einsieht. Es ist glaube ich mindestens ein Jahr zu sp├Ąt daf├╝r. Aber so konnte man immerhin den Anstieg oder die operativen Kosten, nicht nur den Anstieg verringern, sondern wirklich die Kosten um 15% senken. Das kommt haupts├Ąchlich aus Marketing. Marketing hat man fast um 31% gesenkt gegen├╝ber dem Vorjahr. Technology und Content, da investiert man noch weiter, aber Fulfillment ist nur langsam gewachsen. Marketing niedriger und General Admin auch deutlich niedriger im Vergleich zum Vorjahr. So konnten wir jetzt insgesamt die Kosten um 15% senken und gleichzeitig hat sich auch die Rohmarge positiv entwickelt. Die war im letzten Jahr noch 60%, ist jetzt 65,4%, also insgesamt 5,5% Punkte h├Âher. Das ist ganz ordentlich, also man muss hier massiv auf Rabatte verzichtet haben. Also nicht rabattiert, sondern auf Rabatte verzichtet haben. Das gibt es jetzt wahrscheinlich, gucken wir mal live, ob es hier immer noch den Jamison f├╝r 7 Euro gibt. Na nun, gar kein Schnaps mehr auf der Homepage, was ist hier los?
VPN an? Ne. Ich gucke auch gerade, auf welcher Domain bist du?
Jumia.com.mg
Genau. Adidas, das sieht richtig, iPhone, das sieht richtig, einen Rei├čsack gibt es trotzdem. Ja, wo siehst du den? Bei mir hier im sichtbaren Bereich und dann komme ich direkt auf Guinness 24, Guinness Alkohol ab 12, auch ein bisschen rabattiert.
Kenia ist auch mehr Lebensmittel noch und da gibt es auch Schnapswerbung ├╝berall.
Ja, 25% weil Whisky.
Das Brot f├╝r die Welt Programm geht trotzdem noch weiter. Man muss schon sagen, sie haben die Rohmarge deutlich verbessert, wirklich erheblich und die operativen Kosten gesenkt. Und so konnten sie den Verlust auf nur noch 43 Millionen bei 50 Millionen Umsatz, konnte man den Verlust auf 43 Millionen einschr├Ąnken. Also statt den normalen negativen operativen Margen von weit ├╝ber 100%, also dass man mehr Verlust als Umsatz macht, ist man jetzt bei minus 85,5% und macht eben nur noch ungef├Ąhr 6,7 des Umsatzes als Verlust. Das klingt schlecht, ist im Fall von Jumia aber eine deutliche Verbesserung. Ich glaube die Ergebnisse wurden sogar einigerma├čen gut aufgenommen. Ich glaube aber auch hier ist es eigentlich zu sp├Ąt, Sekunde habe ich hier die Cash Position. Also der Cashflow ist weiterhin ungef├Ąhr 54 Millionen negativ pro Quartal und Total Cash ist noch da, ich glaube so rund 400 Millionen. Also schaffen sie das noch, k├Ânnten bis zu zwei Jahre noch so weitermachen. H├Ą, hatten das nicht schon mal Kurzaus? Achso, die haben sich neues Geld geholt. Das war schon mal weniger, die One-Ray. Genau, dann wurde man da auch schon verw├Ąssert durch die Kredite. Genau, ansonsten Inventar k├Ânnen wir auch mal anschauen. Das Inventar haben sie auch gut abverkauft. Das ist ein bisschen gestiegen gegen├╝ber dem vorher, aber jetzt nicht besorgniserregend. Das ist 24,3% des Umsatzes, das ist deutlich besser als in den Vorquartalen schon. Also das Kostenprogramm ziehen sie schon ordentlich durch. Da fragt man sich eher, was sie vorher gemacht haben. Also da haben sie hier echt wenig Wachstum mit sehr vielen Verlusten gekauft. Vielleicht h├Ątte man von Anfang an auf ein bisschen nachhaltigeren Kurs gegangen. Das Paymentvolumen ihrer eigenen Paymentl├Âsung leidet jetzt auch unter dem niedrigeren Umsatz, also unter dem langsam steigenden Umsatz. Da geht es nicht weit voran. Die Transaktionen mit JumiaPay gehen sogar runter. Die Anzahl der Orders, die mit JumiaPay bezahlt wird, geht erheblich runter von 36 auf 32%. Also ich w├╝rde vermuten, sie haben das Bezahlen mit JumiaPay sehr stark inzentiviert mit Rabatten zuvor. Und jetzt haben sie es eingestellt. Dadurch zahlen weniger Leute mit JumiaPay. Daf├╝r verbessern sich aber alle Margen. Das Payment wird ein bisschen teurer, aber sie haben gute Margeneffekte aus General Admin und der erheblichen Reduzierung der Marketingausgaben. So dr├Ąngt sich jetzt trotzdem nicht auf, Jumia zu kaufen, nat├╝rlich. Aber es sieht weniger schlecht aus, als man... Also zumindest ist die Awareness f├╝r das Kostenproblem, was sie haben, setzt sich jetzt mehr durch. Wie gesagt, es gab da auch personelle Ver├Ąnderungen. Aber das f├╝hrt jetzt glaube ich auf keinen guten Kurs. Mal 4,50$ sind sie noch wert. Das ist schon wieder All-Time-Low eigentlich. Ganz fr├╝her waren sie mal unter 3$ vom E-Commerce-Boom. Naja, also eigentlich traden sie weiterhin auf sehr, sehr niedrigem Niveau. Also so gut das auch ist, dass man die Kosten jetzt versucht in den Griff zu bekommen, ist es jetzt so, dass man nicht mehr w├Ąchst und aber trotzdem minus 85,5% operative Marge hat. Also das ist ganz nett, dass man sparen konnte, aber das Wachstum ist halt jetzt auch weg. Das hei├čt, wenn man jetzt einfach auf dem Niveau bleibt oder leicht weiter w├Ąchst, br├Ąuchte man trotzdem noch Milliarden, um das hier irgendwie auf einen gr├╝nen Pfad zu bekommen. Und Afrika wird sich ja nicht von heute auf morgen entwickeln. Gefahr w├Ąre hier, dass irgendein Chineser das vielleicht noch kauft oder so. Aber eigentlich ist das ja ein einziges Geldkrematorium. Von daher w├╝sste ich jetzt auch nicht, warum sich das aufdringen sollte. Es sei denn, man hat wirklich irgendwelche politischen oder strategischen Interesse dahinter. Deswegen Chinesen. Aber eigentlich ist das als Modell in den n├Ąchsten 5 Jahren noch nicht, also auf dem jetzigen Apparat nicht gangbar, glaube ich.
Eine Aktie, die schlechter l├Ąuft als Jumia, auf jeden Fall die letzten 12 Monate, und genauso schlecht wie Cloudflare, ist Farfetched. Und die scheinen auch richtig schlecht reported zu haben, weil heute minus 11,6%.
Ja, bist du da nicht auch investiert?
Dar├╝ber m├Âchte ich nicht sprechen.
Du hast da so ein Doppel-Exposure in Luxury.
Ich habe ein Exposure in Luxury oder zwei Apple und LWMH, die super laufen, aber nicht wirklich negativ. Und Farfetched habe ich mich wohl verfangen.
Ja, auf einen H├Âhepunkt reingegriffen so ein bisschen.
Nee, das auf keinen Fall.
Wann hast du das gekauft?
Schon lange, als wir den Podcast angefangen haben oder bevor wir den Podcast gemacht haben.
Na gut, dann hast du ein bisschen Corona noch mitgenommen.
Genau, ich war ganz weit oben und jetzt bin ich wieder ganz weit unten.
Ja, so ist das im Leben. Also Farfetched, vom Bild her gewisse Parallelen. Also es ist so, dass die Kosten nur noch um 25% bei Farfetch wachsen. Ja, aber man spart auch schon bei Demand Generation. Also das ist letztlich Marketing, das nennen sie Demand Generation Expense. Das sind ein Sechstel niedriger als im Vorjahr. Also da gibt es Sparprogramme. Wo wachsen sie denn noch? Ach, eigentlich treiben nur die Sharebase Compensation. Sie geben 84 Millionen an Aktien raus. Das ansonsten w├╝rde man nur minimal wachsen bei Selling General Admin oder bei den operativen Kosten. Und gleichzeitig, der Umsatz w├Ąchst aber auch nur noch mit 2%. Also minimal. Im Vorjahr 582, 583 Millionen, jetzt sind es 593 Millionen, 2% Wachstum ungef├Ąhr. Die DMV ist sogar r├╝ckl├Ąufig. Das ist um 5% gesunken gegen├╝ber dem Vorjahr. Liegt einfach daran, dass man jetzt offline wieder ganz gut Luxury shoppen kann. Und vielleicht auch, ich glaube Farfetch, da w├╝rde ich jetzt sagen, das sind eben nicht nur die Leute, die es sich leisten k├Ânnen, sondern die auch glauben, sie kriegen ├╝ber Internet dann doch nochmal Designerware g├╝nstiger. Und im Gegensatz zu LVMH, die ich glaube, die konjunkturell relativ resilient sind, weil die reichen Leute die Konjunktur relativ wenig juckt, ist es bei Farfetch, glaube ich, so, dass ein Teil der Klientel einfach schon preissensibel ist oder einfach Budgetrestriktion hat, also kein Geld. Und das schl├Ągt da vielleicht die gesamtwirtschaftliche Lage ein bisschen mehr zu. Aber auch das Reopening nat├╝rlich immer noch, was im Vergleich zum Vorjahr vielleicht noch ein bisschen drauf dr├╝ckt.
Aber wenn die jetzt alle ihre G-Klassen wieder verkauft haben, dann haben sie ja wieder Geld f├╝r Klamotten.
Es ist sch├Ân die News eingestreut, dass so viel G-Klassen wie noch nie auf dem Marktplatz, auf irgendeinem Kavana oder was war, war. Und mit dem Kommentar, Crypto Bros are hurting. Die Urexporte der Schweiz nach China sind auch gesunken, nicht gesunken, aber verlangsamen sich deutlich. Also, was wollte ich noch zu Farfetch sagen? Achso, und auch die, da m├╝ssen wir jetzt sagen, das ist ja ein Handelsgesch├Ąft, auch da m├╝ssen wir jetzt ins Inventar schauen. Und zwar, letztes Jahr lagen zu diesem Zeitpunkt, also im Q3, Ende Q3, ungef├Ąhr 20% des GMVs bei Ihnen im Lager. Schatz mal, wie dieser Wert heute aussieht? Doppelt so hoch. Ja, das w├Ąre sch├Ân. Das sind 47,6, also noch mehr als doppelt so hoch. Man hat 460 Millionen an Ware im Lager. Brauchen tut man f├╝r das Gesch├Ąftsmodell offenbar nur ein Drittel davon. Also, zu besten Zeiten hatten Sie nur 14% des Umsatzes oder des GMVs als Inventar. Das ist nat├╝rlich ein bisschen gepr├Ągt vom wie viel First-Party und Third-Party Umsatz Sie machen. Also Farfetch ist ein H├Ąndler- und Marktplatz gleichzeitig. Aber richtig effizient ist das nicht. Und auch da hast du eigentlich wieder diese Abschreibungsgefahr, dass Sie diese Sachen nur noch stark rabattiert verkaufen k├Ânnen. Wobei man sagen muss, im Moment haben Sie die Rohmarge noch gut im Griff. Die ist ├╝ber dem Vorjahr. Vorher war es 43,3. Das war auch der Tiefstpunkt. Jetzt ist es auf 45 wieder hoch. Sie hatten w├Ąhrend Corona aber auch zwischenzeitlich Cross-Margins von ├╝ber 53%. Also so richtig gut ist die Rohmarge noch nicht. Jetzt haben Sie sie leicht verbessert. Sie haben das Marketing eingeschr├Ąnkt. Aber das Inventar, das Sie wahrscheinlich weit im Voraus schon gekauft haben, das bleibt liegen. Und da haben Sie quasi eine halbe Milliarde Zeitbombe im Lager. Das sollte die Fulfillmentkosten erh├Âhen. Sekunde, weisen Sie die extra aus. Die sind ungef├Ąhr nur ganz leicht gestiegen im Vergleich zum Umsatz. Obwohl der GMV ist ja niedriger. Aber es h├Ąlt sich einigerma├čen in Grenzen. Das ist gar nicht so schlimm. Aber da bin ich auch skeptisch. Da w├╝rde ich fast ├╝berlegen dagegen zu wetten. Sie haben einen schlechten Outlook gemacht. Die Aktie ist gesunken. Gucken wir mal, wie sie heute steht. Der Markt ist ja jetzt offen. After Hours war minus 10, jetzt minus 15 bestimmt.
Ja, minus 13, minus 12,5 auf 7,99 Dollar gerade. Die ganze Firma ist noch 3 Milliarden wert.
Ich gucke mal. 3 Milliarden im Vergleich zum zweimalen Umsatz f├╝r einen reinen Marktplatz. Wenn ich rein mag, Platz, die handeln ja auch selbst. Und sie haben ihre Brandsparte und Stores und sowas auch.
Wie sieht es nochmal bei Asos aus? Wie ist da nochmal das Verh├Ąltnis?
Asos ist weit unter 1. Aber das ist jetzt auch nicht so 100% vergleichbar. Ich glaube, Farfetch kann auch tiefer gehen, ehrlich gesagt. Aber du solltest nat├╝rlich nicht handeln, sondern stuhl bleiben. Also lass dich nicht, dass ich nachher schuld bin. Ich werde jetzt nicht gegen deine Aktie. Das ist gemein. Das Inventar behalten wir mal im Auge. Was ist denn der Umsatz? Der Umsatz ist, eigenes Revenue ist 600 rund. Und 480 haben sie im Lager. Deswegen ist der Cashflow auch brutal negativ. Das haben wir noch gar nicht gesagt. Die operative Marge ist minus 30% bei Nullwachstum. Das ist auch nicht gut schon mal. Also nicht wachsen und 30% Geld verlieren. Und der Cashflow ist aber nochmal deutlich niedriger. Im Quartal waren es 121 Millionen. Ist das schon kumuliert? Auf Jahresbasis sind es 520 Millionen, die sie quasi an Cash geblutet haben. Nicht so sch├Ân. Ich bin gespannt, ob sie irgendwie ihre Inventare da loswerden. Das wird ein paar Quartale dauern, glaube ich. Du musst ja f├╝r die Attraktivit├Ąt trotzdem die neue Ware kaufen. Du kannst ja nicht sagen, wir kaufen jetzt einfach nichts Neues mehr, sondern verkaufen erst mal das alte. Dann hast du n├Ąmlich schlechte Conversion Rate. Wenn du da ├╝berall Herbst 2021 oder schon 2022 noch kleben hast, dann sieht die Seite ja Quatsch. Dann gehen deine Conversion Rates runter. Du brauchst also auch neue Ware f├╝r die Attraktivit├Ąt des Sortiments. Und gleichzeitig musst du die alte darunter noch abverkaufen. Das ist super. Und du kannst nicht den Sale auf die gesamte Ware machen, weil dann kaufen die Leute nur die neue Kollektion. Im schlimmsten Fall ist es nicht so einfach, da wieder rauszukommen, wenn du einmal zu viele Inventare hast. Aber das werden wir noch ganz viel sehen in diesem und n├Ąchsten Jahr. Da bin ich gespannt, wer damit gut umgehen kann. Wie gesagt, Jumla hat es gar nicht so schlecht gemacht.
Ja, wir werden weitere Quartale draufschauen.
Da spricht der Gebrochene.
Ich bin gespannt. Ich bin gerade noch schockiert, wie viel man f├╝r Unterhosen ausgeben kann. Lass uns weitermachen. Was ist mit Bike24 los? Der Fahrrad-Hype auch bald vorbei?
Da w├╝rde ich mal Ja sagen. Es wurde in unserer Community, und ich glaube einmal per Instagram oder so, gefragt, ob wir uns das mal anschauen k├Ânnten. Wir haben am H├Âhepunkt des Bike-Wahnsinns ein IPO gemacht letztes Jahr. Dazu Gl├╝ckwunsch. Das war sicherlich gutes Timing. Das Szenario war letztes Jahr so. Corona. Man konnte nicht viel reisen, man konnte nicht viel machen. Viele Leute haben ihr Heil in der Natur gesucht, angefangen zu joggen, Yoga zu machen und viele auch Fahrrad zu fahren. Manche, weil sie ├Âffentliche Verkehrsmittel meiden wollten. Manche, weil sie es wirklich zur Erholung oder als Sport gemacht haben. Das hat so Bl├╝ten getrieben, dass gewisse Fahrradtypen, also Gravel-Bikes zum Beispiel, also eine Mischung aus Mountain-Bike oder Trekking-Bike und Rennrad, oder ein sehr einfaches Trekking-Bike, dass die einfach komplett ausverkauft waren von gewissen Marken. Du konntest die nicht mehr kriegen. Viele Fahrr├Ąder gab es nur noch auf Vorbestellungen usw. Da haben alle komplett ihr Inventar leer verkauft, kann man sagen. Das ist nat├╝rlich das Beste, was dir passieren kann als H├Ąndler. Au├čer, dass du irgendwann Conversion-Rate-Probleme bekommst, weil du die Leute nicht mehr einkaufen kannst, weil du zu wenig Inventar hast. Das ist auch nicht gut. Aber es war auf jeden Fall das Boom-Jahr. Die letzten zwei Jahre waren absolute Fahrrad-Boom-Jahre. Auf diesen wachsenden Zahlen hat Bike24 es an die B├Ârse geschafft. Jetzt w├Ąchst man gegen├╝ber dem Vorjahr immer noch 13%. Das ist eigentlich gar nicht so schlecht. Im Dachraum, also Deutschland, ├ľsterreich, Schweiz noch um 11%. Der Rest von Europa schon leicht negativ. Der Rest der Welt auch negativ. Spanien, Italien, Frankreich, wo man sehr stark investiert hat, da w├Ąchst man dreistellig, aber auf einem sehr niedrigen Niveau. Das bereinigte EBITDA ist tats├Ąchlich auch positiv. Was man sagen muss, bei diesen steigenden Ums├Ątzen ist das Bruttoergebnis runtergegangen. Das Bruttoergebnis ist letztlich die Rohmarge, also der Umsatz nach Aufwendung f├╝r Handelswaren, Verbrauchsmaterial und Betriebsstoffe. Die Kosten sind n├Ąmlich um 22% gestiegen. Und so ist jetzt trotz der 13% mehr Umsatz 8% weniger Bruttoergebnis ├╝brig geblieben. Wahrscheinlich, weil man auch da mehr rabattieren musste, um wahrelos zu werden. Und so ist die Rohmarge prozentual von 30,6 auf 24,8, also rund 30 auf rund 25 runtergegangen. Um 5,8% Punkte, das ist schon ein ganz ordentlicher Verlust. Normalerweise hat man mit dem Fahrraddurchschnitt so ein bisschen mehr Marge. Und das tats├Ąchliche Periodenergebnis ist von im Vorjahr 1,4 Millionen positiv auf minus 2 Millionen gedreht. Das denken wir also, minus 2 Millionen ist ja noch ein junges Unternehmen. N├Ąchstes Jahr zieht das Wachstum vielleicht auch wieder an. Das kann ja alles klappen. Und auch hier schaut man jetzt nur die Pressemitteilung an, denkt man, dass die R├╝cksendequote sogar ein bisschen runtergegangen. Die wiederkehrenden Bestellungen sind aber runtergegangen. Das ist wiederum nicht gut. Es sind mehr Neukunden. Die Anzahl der Bestellungen w├Ąchst, das macht auch Sinn. Aktive Kunden sind auch gestiegen. Das klingt jetzt alles gut auf der Pressemitteilung, aber da muss man sich dann eben auch den gesamten Jahres, den nicht Jahres, sondern neuen Monatsbericht durchlesen. Und auch hier ist der Teufel, also sowieso waren das jetzt keine super Ergebnisse, obwohl im Vergleich zum Vorjahr, das ja super gut war, ja auch gar nicht so schlecht. Aber jetzt ist wieder das gleiche Problem, was wir eben schon beschrieben haben. Und zwar schaut man dann in die Inventories, die jetzt hier Vorr├Ąte hei├čen auf Deutsch, in der Bilanz, dann sind die von 68 Millionen auf 96 Millionen ganz erheblich gestiegen. Das m├╝ssten 30 Prozent rund sein oder einfach auch 32 Millionen mehr Inventar bei fast gleichem oder bei niedrigerem Rohergebnis. Jetzt wissen wir, da muss der Cashflow auch deutlich negativer sein, weil irgendwas hat ja diese 30 Millionen Inventar, das man gekauft hat und nicht los wird gekauft. Und man sieht dann, dass der Mittelzufluss aus betrieblicher T├Ątigkeit auf Englisch Operating Cashflow minus 18 Millionen ist schon dieses Jahr. Und dann schauen wir nochmal auf die Bilanz wieder, also das Asset Statement oder Balance Sheet. Da sieht man n├Ąmlich, dass die Zahlungsmittel und Zahlungsmittel├Ąquivalente ebenfalls nur noch 21 Milliarden betragen. Das hei├čt, die m├╝ssen sich jetzt M├╝he geben, dass sie ihre 100 Millionen Inventar, das sie haben, nicht zu verlustreich abverkaufen. Ansonsten kommen sie sehr schnell in Liquidit├Ątsprobleme, w├╝rde ich vermuten. Im Moment laden sie das Lager auf, kriegen es nicht schnell genug verkauft, machen dabei einen kleinen Verlust, aber vor allem machen sie einen gro├čen negativen Cashflow, weil sie Barmittel in Ware umtauschen. Das kann man nur beschr├Ąnkt lange machen, wenn man die Ware nicht auch irgendwann wieder verkauft. Also auch hier das Inventar- und Cashflow-Problem, was sich auf den ersten Blick noch nicht sofort zeigt, weil die Zahlen noch ganz ordentlich aussehen. Aber das muss man jetzt sehr kurzfristig l├Âsen. Ich glaube, n├Ąchstes Jahr wird ein gutes Zei- Also wer sich neue Fahrr├Ąder kaufen will, Q1 ist wahrscheinlich um sich g├╝nstig Fahrr├Ąder zu kaufen, k├Ânnte ich mir vorstellen.
Ich schaue gerade auf der Webseite, ist alles noch so minus 16 Prozent, 23 Prozent. Also es sieht jetzt noch nicht so aus, als ob die sich hier richtig von den Fahrr├Ądern l├Âsen wollen.
Ja, ich gucke mal parallel, was gibt es noch? Rosebikes vielleicht? Da ist jetzt gerade Black Week. Apropos Black Week, da musst du auch gleich was dazu sagen. So, gucken wir mal, was die D2C-Marken machen.
Die Webseiten, die direkt verkaufen, werden ja nie hart in den Sale gehen, oder? Naja, wenn du zu viel bestellst.
Also du hast ja eine Supply Chain beim Fahren. Du kaufst die Rahmen irgendwie in der Regel, ich w├╝rde sch├Ątzen aus China, ein. Die Komponenten, ich wei├č nicht, wo Shimano produzieren l├Ąsst. Das ist ein japanisches Unternehmer, das wird bestimmt auch au├čerhalb von Japan produzieren. Also du hast eine Supply Chain, die nicht so ganz einfach ist. Du brauchst viele verschiedene Teile zum gleichen Zeitpunkt. Und das war jetzt die letzten Jahre auch ein bisschen disruptiert. Ja, wann kauft man? Gut, Black Friday kann g├╝nstig sein. Ich glaube, n├Ąchstes Jahr wird es auch noch g├╝nstig bei den Fahrradherstellern werden, wenn das ganze Inventar abgebaut werden muss. Im schlimmsten Fall kann man es aus der Insolvenzmasse kaufen. Muss man sehen. Erinnerst du dich noch, wir waren ja auf so einem E-Commerce-Talk letzte Woche. Erinnerst du dich noch, was mein Tipp war f├╝r ...
Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Also auf jeden Fall jetzt so schnell wie m├Âglich, so g├╝nstig wie m├Âglich, Discounts machen, bevor das Geld der Kunden weg ist.
Genau. Also verkaufen, verkaufen, verkaufen. Das ist ein bisschen einfach, aber so ein Ums├Ątze-Vorziehen, habe ich es gesagt. Also Abverkauf-Vorziehen. Das hei├čt, w├Ąhrend des Black Fridays und im Ende des Weihnachtsgesch├Ąfts w├╝rde ich glauben, dass gegen Ende dieser Perioden die Budgets einfach auch alle sind bei vielen Konsumenten. Also kein Geld mehr da ist. Dann kann man vielleicht noch mit Klaner kaufen oder so. Aber ich glaube, dass die Conversion-Rates da sinken werden und dann noch mehr Shops auf ihrer Ware sitzen bleiben. Und deswegen hielte ich es f├╝r schlau, einfach jegliche Aktion einfach so fr├╝h wie m├Âglich zu starten, um eine der ersten Parteien zu sein, die ihren Wallet-Share vom Konsumenten-Budget noch einfahren kann. Verstehst du, inwiefern die Amazon-Nachricht, die ich dir hier in das Trello-Board kopiert habe, damit zusammenh├Ąngt?
Hm, ne.
Das hat mir Fabi von MyDeals gerade geschickt und meinte, was hat er geschrieben? Ist das ein Boss-Move oder so? Sekunde, so w├╝rde ich es nennen. Amazon ist wieder allen einen Schritt voraus, hat er erst kommentiert. Ich hoffe, dass es okay ist, dass ich jetzt die Nachricht vorlese. Aber ich will nur die Quelle nennen. Also ich lese es mal vor. Amazon hat auf ihren Webseiten im Moment ein kleines Fenster, wo drin steht, wenn sie vom 18. bis 28. November, also das ist die Zeit vorm Black Friday, ein Produkt mit dem Black Friday-Deal-Zeichen kaufen, das von Amazon verkauft wird und der Preis vor dem 5. Dezember, also Mitternacht, weiter sinkt. Erstatten wir automatisch die Differenz. Wir informieren Sie per E-Mail, sobald wir Ihre Erstattung bearbeiten.
Ha, ha, ha, wie geil.
Also was bewirkt das in der Konsumentin, im Konsumenten?
Ich kaufe alles bei Amazon nat├╝rlich.
Ja, das Gute ist, du musst jetzt nicht aus Angst auf den Black Friday warten. Sondern was sie sagen ist, wenn das beim Black Friday g├╝nstiger werden sollte, dann erstatten wir dir die Differenz.
Ja, und auch danach. Wann ist denn Black Friday? Ist der am 5. Dezember oder ist der davor?
Der Black Friday ist am 28. November, Sekunde, ├Ąh, n├Ąchste Woche, Sekunde nicht 28. Ist am, also inklusive Cyber Monday ist ihrer. Also was sie schreiben ist quasi, wenn Sie von heute bis zum Cyber Monday ein Produkt mit dem Black Friday kaufen und es danach billiger wird, also inklusive des Black Fridays und des Cyber Mondays, also es gilt f├╝r die Zeit jetzt gerade, es gilt f├╝r den Black Friday und f├╝r den Cyber Monday und die Zeit bis zum 5. Dezember. Wenn ich in diesem ersten Zeitraum kaufe und es wird entweder sp├Ąter vor Weihnachten g├╝nstiger oder aber auch beim Cyber Monday oder auch beim Black Friday, dann bekomme ich Differenz erstattet. Und was bewirkt das jetzt? Ich brauche nicht mehr taktieren. Ich muss nicht mehr ├╝berlegen, wird das zum Black Friday g├╝nstiger, weil ganz viele Leute sehen gerade Dinge und sagen, das spare ich mir zum Black Friday, da kriege ich noch mal 20 Euro Gutschein per E-Mail zugeschickt. Und was Amazon jetzt macht, ist, sagt, mach dir keine Sorgen, sondern kaufe es halt einfach jetzt, wenn es g├╝nstiger werden sollte, wenn eine Aktion kommt, wo dieses Produkt deutlich g├╝nstiger ist, dann erstatten wir dir. Du kannst bei uns nichts falsch machen. Wir erstatten dir das Geld und deswegen lehne dich zur├╝ck, kaufe jetzt. Du wirst die Entscheidung definitiv nicht bereuen, weil es wird nicht billiger bis Weihnachten. Und wenn es billiger wird, dann erstatten wir es dir. Und das ist genau, was ich gesagt habe, Ums├Ątze vorziehen. Weil das sorgt daf├╝r, dass ich jetzt, statt auf Black Friday zu warten und zu taktieren, es gibt ganz viele Sachen, die planbar sind, wo ich sage, du kaufst jetzt zum Black Friday oder Cyber Monday, warum soll ich das nicht einfach mitnehmen? Wenn ich genau wei├č, ich muss jetzt irgendwelche K├╝chenutensilien kaufen oder wei├če Hemden oder blaue Chinos oder irgendwelche Dinge, die ich immer kaufe. Dann w├╝rde ich es nat├╝rlich immer abtaktieren. Und Amazon sagt mir einfach, ist vollkommen egal, wann du es machst, weil wir geben dir automatisch den Black Friday, den besten Preis, den du dieser ganzen Periode, von heute bis zum Cyber Monday haben willst, den geben wir dir. Das f├╝hrt genau zu dem, was ich gesagt habe.
Sie machen das ja noch mit Dynamic Pricing. Also sie nehmen ja nur den Preis, den sie auf den ganzen anderen Webseiten sehen. Das bedeutet auch, dass wenn auf irgendeinem anderen Shop das Produkt am 4. Dezember g├╝nstiger angeboten wird, wird es auf Amazon auch g├╝nstiger sein. Und sie nehmen einfach die komplette Luft aus dem Markt.
Und ich meine, die Einschr├Ąnkung ist, dass es von Amazon verkauft wird. Also ich bin mir nicht sicher, ob das f├╝r die Third Party gilt. Also wenn H├Ąndler ganz g├╝nstiges verkaufen. Weil ansonsten k├Ânntest du als H├Ąndler ja ein Produkt sehr g├╝nstig verkaufen. Und dann m├╝sste Amazon allen anderen die Differenz zahlen. Das w├╝rde ja nicht gehen. Das hei├čt, es gilt wahrscheinlich nur f├╝r Amazon Retailer, also ihr eigenes Angebot, bevor jetzt alle anfangen zu shoppen. Aber ich glaube, es ist mega schlau. Weil also nichts ist besser, als entweder die Choice zu reduzieren, die Auswahl zu reduzieren, oder die Wahrscheinlichkeit, dass ich einen Kauf sp├Ąter bereue, weil ich einen besseren Preis sehe. Das ist kein sch├Ânes Erlebnis. Diese Sorge nimmt Amazon mir einfach mit einem kleinen Statement. Was einfach mega, mega schlau ist, glaube ich.
Gut, aber die Preise zu vergleichen, macht man eigentlich doch im Nachgang nur, wenn man vorher entweder bei Idealo gearbeitet hat oder irgendwie so ein Geizkragenportal managt.
Ja, es gibt ja schlechtere Shops als Amazon, die, obwohl du was gekauft hast, es dir trotzdem zuschicken als Rabattaktion. Das ist das D├╝mmste, was du machen kannst.
Oh, echt?
Ja, das bewirkt es n├Ąmlich noch mehr. Ansonsten sollte man nat├╝rlich vor jedem Kauf vorher einen Preisvergleich machen.
Einfach nicht kaufen.
Bei einem richtigen Preisvergleich.
Genau.
Wir haben vorhin angeteasert, dass eins, unser D-Local ist ein Payment-Anbieter, wo ja immer eine rote Leuchte schon angehen sollte, aus Uruguay, die versprechen, dass die gro├čen westlichen Konzernen den Paymentmarkt und Zugang zu der Bev├Âlkerung in Emerging Markets in S├╝damerika unter anderem und anderen L├Ąndern liefern.
Und wieso sollte da eine Lampe angehen?
Bei Payment immer und in der dritten Welt sowieso. Das haben wir letztes Mal schon beschrieben, dass man da vorsichtig sein sollte. Hier ist es jetzt so, dass einer der bekannteren und f├Ąhigeren Short-Seller, n├Ąmlich Carsten Block von Muddy Waters Research, announced hat, dass sie Short sind und dementsprechend auch einen Bericht, der seine Thesen unterst├╝tzt, rausgegeben hat. Was sie sagen ist. Er hat so ein ganz nettes Narrativ, das hei├čt, to hide a lie, a thousand lies are needed. Also wenn du eine L├╝ge verstecken willst, brauchst du tausende von L├╝gen. Was er damit inszenieren will, ist, wenn du die B├╝cher guckst, also die Bilanzen frisiert, dann musst du auf ganz viele Stimmigkeiten achten untereinander. Also du kannst ja einfach eine Zahl ver├Ąndern, sondern du musst schauen, ist die Wachstumsrate jetzt noch plausibel, sind die relativen, also ist die Take Rate. ├ťberleg mal, du w├╝rdest bei einem Marktplatz eine Zahl frisieren. Sagen wir mal, du w├╝rdest den Umsatz von Jumia frisieren. Will ich nicht unterstellen, dass die das machen, nicht im geringsten, aber nur als Beispiel. Dann m├╝sstest du zum Beispiel das Verh├Ąltnis zum GMV mitfrisieren. Also m├╝sstest du auch das GMV erh├Âhen. Und jetzt m├╝sstest du, weil der Umsatz steigt, m├╝sstest du auch die Fulfillment-Kosten mitfrisieren. Weil ansonsten w├╝rde jemand sagen, dann w├╝rde ich jetzt im Analysten-Call fragen, warum ist der Fulfillment auf einmal so g├╝nstig im Vergleich zum Umsatz. Das hei├čt, du hast tausend Abh├Ąngigkeiten unter diesen Zahlen und deswegen sind diese Relationen zwischen den Zahlen, die ich oft berechne in unserem Sheet, auch so wichtig. Weil daraus siehst du eigentlich, ob Dinge effizienter, besser werden oder eben auch frisiert werden. Und das versucht Karsel und Blocke jetzt vorzuwerfen, dass sie beim TPV, dem Total Payment Volume, angefangen haben, irgendwie rumzutricksen und dass ganz viele andere Unstimmigkeiten sich dadurch ergeben haben. Die zwei Hauptanschuldigungen sind, dass man in verschiedenen Filings, also eingereichten Unterlagen, wo man seine Zahlen zeigt, verschiedene Werte f├╝r das TPV, also das Total Payment Volume angegeben hat. Also einmal ist es irgendwie zwei Sekunde, einmal ist es 471 Millionen in einer gewissen Kohorte und dann ist es in einer anderen Pr├Ąsentation, die ein bisschen mehr als ein Jahr sp├Ąter ist, sind es auf einmal 56 Millionen, also nur noch 12 Prozent davon. Bei der 2020er Kohorte sind es einmal 343 Millionen und dann 260 Millionen. Und wie soll sich das von heute auf morgen ├Ąndern? Also es sind Werte, die sich eigentlich nicht ├Ąndern k├Ânnen, retrospektiv, also die m├╝ssen eigentlich immer kongruent sein, wenn du es im Nachhinein pr├╝fst. Es gibt keinen Grund, warum sich die Vergangenheit ver├Ąndern sollte. Das ist aufgefallen und das Weitere ist, dass die Trade Receivables im Nachhinein sich ver├Ąndert haben und damit die Netto-Finanzposition. Also das Cash ist gleich geblieben, aber sie haben Receivables, also Geld, was sie noch zu bekommen haben, nachtr├Ąglich erh├Âht um 10 Prozent oder 11 Prozent. Das ist ihnen einmal aufgefallen. Und so bei der Verrechnung der verschiedenen Unternehmen untereinander. Also sie stellen auf von allen L├Ąndern, in denen sie aktiv sind, wie viel sozusagen zwischen den L├Ąndern da eventuell verschoben wurde usw. Und dabei gibt es auch Unstimmigkeiten. Warum ist das so wichtig? Es ist gar nicht diese kleinen Betr├Ąge, um die es da geht, oder teilweise, teilweise sind es ja sehr gro├če Diskrepanzen, aber ob da ja 10 Prozent mehr Netto-Finanzposition ist oder nicht, ist eigentlich gar nicht so wichtig. Aber der Fakt, dass im Nachhinein die Zahlen keinen Sinn mehr ergeben, das ist ein sehr starkes Indiz daf├╝r, dass eventuell die B├╝cher frisiert worden sind. Das ist quasi seine Schlussfolgerung. Das ist eine Unterstellung bis jetzt, muss ich erst rausstellen. Short-Seller liegen oft auch falsch. Aber er sieht das quasi als Indiz, dass es Unstimmigkeiten in der Bilanz gibt, dass es darauf hindeuten k├Ânnte, dass man eben k├╝nstlich die Zahlen frisiert h├Ątte und dabei einfach sozusagen die ganze Bilanz ins Ungleichgewicht gebracht h├Ątte. Und dann muss man immer mehr und mehr nachfrisieren, um es irgendwie wieder gerade zu biegen. Und das wirft er ihnen vor. Und dadurch ist die Aktie, glaube ich, von 24 oder so auf 10 Dollar runtergegangen. Also es wurde einigerma├čen ernst genommen vom Markt.
Ja, Wahnsinn. Einfach mal halbiert durch so ein Short-Report. Das ist ja auch nicht ganz normal.
Und das passiert normalerweise nicht, wenn es haltlos ist. Also die Firma hat reagiert mit dem Standard-Statement. Ansonsten haben die gute Zahlen geliefert. Die sind um 51% gewachsen. Das ist langsamer als vorher, aber immer noch recht schnell. Und haben eine 37% EBIT-Marge. Das ist zum Beispiel auch etwas, wo ich denke, das ist ja auch schon fast auff├Ąllig. Also dass du ein schnell wachsendes Payment-Business bist. Wenn das so gut l├Ąuft, warum w├╝rdest du so fr├╝h schon eine 37% EBIT-Marge haben wollen? Also was w├╝rde man stattdessen eher tun?
Ja, Marketing.
Genau, du w├╝rdest ja noch weiter in Wachstum investieren. Wenn du denkst, du hast ein Modell, was gut funktioniert, die Union-Economics sind gut, dann w├╝rdest du so fr├╝h in der Hochwachstumsphase eigentlich noch nicht auf so eine hohe EBIT-Marge optimieren. Das hei├čt, das finde ich auch ein bisschen fragw├╝rdig. Das reicht jetzt nicht, um ein Short-Report zu schreiben. Aber das ist irgendwie ein kleines Signal, was vielleicht auch auff├Ąllig ist. Jetzt wollte ich noch sagen, was sie gesagt haben. Sie haben ganz kurz geschrieben, die Local, nee, das ist die, the report contains numerous inaccurate statements, groundless claims and speculation. Short-Seller reports are often designed to drive the stock down, bla bla bla. Also das ist so die Standard-Aussage, dass du sagst, dass verschiedene falsche Zahlen dort angegeben worden sind und so weiter. Obwohl das ja aus ihren Zahlen kommt. Also eigentlich kann es nicht, es ist ja unwahrscheinlich, dass es inakkurat ist, es liegt 100% auf ihren eigenen Filings. Von daher sollte man hier skeptisch sein, glaube ich. Und ich pers├Ânlich, also kein Urteil ├╝ber die Firmen treffend, aber meine pers├Ânliche Anlagestrategie ist, dass ich keine FinTechs und schon gar nicht Payment-Booten in Emerging Markets kaufen w├╝rde. Also kein Stone Co., kein D-Local, selbst Nubank w├Ąre ich vorsichtig, obwohl es dem Anschein nach eine sehr, sehr gute Firma ist. Da werden ganz viele Seri├Âse dabei sein, aber das Risiko da auf Raw zu sto├čen ist relativ gesehen, glaube ich, nur noch in der deutschen Immobilienbranche h├Âher.
Also dann lieber Sneakers aus der Schweiz?
Genau, ich habe letztes Mal geprahlt, dass Noah Swette mit mir, der hat so ein Fix, fand er, also es war fr├╝her auch ein gutes Modell, gegen On mit mir gewettet und ich war eher auf der On-Seite und habe mich schon als Gewinner gew├Ąhlt. Aber auch On hat nicht perfekte Zahlen abgeliefert. Sie sind inzwischen bei 328 Millionen Umsatz, das entspricht immerhin noch 50% Wachstum gegen├╝ber dem Vorjahr. Zuletzt ist man mit hohen 60er-Prozentzahlen gewachsen, aber jetzt auch da war viel Outdoor-Boom dabei nat├╝rlich. Und auf den Gr├Â├čen, die sind jetzt bei Milliarden Ums├Ątzen im Jahr oder bei einer Milliarde Umsatz im Jahr, da w├Ąchst man nat├╝rlich irgendwann auch zunehmend langsamer. Von daher sind 50% Wachstum jetzt eigentlich total okay, w├╝rde ich sagen. Nicht so sch├Ân ist, dass die Rohmarge runtergegangen ist von 60 auf 57%. Sie sagen, das ist viel Handling, Logistik und so weiter, was da drin steckt. Ich meine, man sieht jetzt nicht viel, die ganz alten Modelle verkaufen sie manchmal g├╝nstiger ab, aber ansonsten machen die nicht viel Ausverkauf, w├╝rde ich da noch sagen. Das operative Ergebnis ist mit 40 Millionen aber ganz ordentlich, sind 12,4% positive Marge. Das ist definitiv eins der besseren Quartale und besser als die letzten Quartale auch. Das hei├čt, was die gut gemacht haben, ist, dass ihre Kosten nur noch mit 36, 37% wachsen und die Umsatz aber noch mit 50%. Deswegen hat sich der Gewinn jetzt ausgeweitet auf 12,4% Marge. Also da bleibt Geld ├╝brig, das ist super. Aber schauen wir jetzt auf den operativen Cashflow, dann wundern wir uns, warum ist der denn so negativ? Sie haben dieses Jahr aggregiert schon 70 Millionen Gewinn gemacht nach GAAP, nach IAFS ist das wahrscheinlich, 70,4 Millionen. Und der Cashflow ist dieses Jahr aber minus aggregiert f├╝r die ersten 9 Monate minus 157 Millionen. Und auch hier staut sich so ein bisschen das Lager auf. Und zwar ist das Inventar von dem Jahr vorher 145 Millionen auf 262 Millionen angestiegen. Und das entspricht inzwischen 80% der Ums├Ątze. Vorher waren es 67, also relativ gesehen ist es kein so starker Anstieg. Aber das Inventar geht langsam hoch. Wie gesagt, der Cashflow ist eigentlich stark negativ. Nach IAFS liefern sie aber positive Margen. Da muss man gucken. Ich glaube, dass es von den Zahlen her noch besser aussieht als fix ehrlich gesagt. Aber es sind jetzt nicht mehr 100% perfekte Zahlen, w├╝rde ich sagen. Aber trotzdem, es w├Ąchst 50%. Ich halte es f├╝r eine gro├če Erfolgsstory, die Firma. Muss man jetzt gucken, ob sich das Inventar weiter aufstaut. Also die ersten Anzeichen sind auf jeden Fall, dass es relativ zum Umsatz w├Ąchst. Muss man ein bisschen gucken. Also es w├Ąre ein Wunder, wenn die als einzige keine Abverkaufsprobleme h├Ątten. Nat├╝rlich. Nike hat ja erhebliche hohe Margenprobleme gehabt zuletzt. Die w├╝rden sich freuen, die hohe Marge von On zu haben. Ich gucke mal, wo Nike gerade ist. Ja, die hohe Marge ist auf 44% gefallen. Die war schon mal deutlich besser zuletzt. Das ist jetzt bei 44%. Also das geht runter. Von daher ist das alles noch ein jammernder hohem Niveau bei On. Aber nicht mehr ganz perfekt.
Und zum Schluss, hast du noch Lust auf Palo Alto Network? Oder sollen wir das verschieben?
Das k├Ânnen wir schnell machen. Das kommt aus der Security-Ecke wieder. Die sind beim Umsatz mit 25% gewachsen. Die Kosten wachsen nur mit 14%. Das hei├čt, der Gewinn dehnt sich aus. Operativer Gewinn ist das zweite Mal in Folge positiv nach Gap, also nach Stock-Base-Compensation. Der operative Cashflow ist sogar brutal hoch. Man rechnet mit einer 35% Cashflow-Marge ├╝bers Jahr. Die sind jetzt im Q1, weil sie ein verschobenes Gesch├Ąftsjahr haben. Also f├╝r die n├Ąchsten vier Quartale rechnen sie mit 35% Cashflow-Marge. Das ist ganz super. Sie geben halt viel Aktien raus. Deswegen ist das Gap-Resultat nur knapp positiv. Aber sie sind definitiv Break-Even jetzt erstmal. Der Umsatz w├Ąchst schneller als die Kosten. Das ist gut. Die Marge hat sich verbessert zum Vorjahr. Die Roh-Marge. Rule of Forty. Warum sind die so hoch? Achso, weil die Operative Cashflow-Marge ein bisschen au├čerordentlich ist dieses Quartal. Die Magic Number sieht sehr niedrig aus. Das liegt daran, dass das erste Quartal immer schlecht f├╝r die ist. Deswegen kann man sich von der Magic Number, die ist jetzt 0,08, das w├Ąre ganz desastr├Âs eigentlich. Die ist im ersten Quartal bei Palo Alto Networks immer schlecht. Also da gibt es eine Saisonalit├Ąt, die steigert sich ├╝ber das Jahr bis sie maximal ist im vierten Quartal. Das hei├čt, da muss man drauf gucken, aber noch nicht Alarm ausrufen. Alles andere sieht eigentlich ganz gut aus. Ich glaube, die Aktien haben auch sehr positiv reagiert. Also insbesondere die angek├╝ndigte hohe Free-Cash-Flow-Marge und auch das Gewinnziel, das Umsatzziel, da war der Markt sehr zufrieden mit.
Heute plus 8 Prozent und auch eine Aktie, die man auf jeden Fall die letzten zw├Âlf Monate h├Ątte haben sollen, weil die ist gerade mal minus 2,4 Prozent runter.
Plus 8 Prozent sind gegen den Markt. Also Tech ist heute eher negativ, ist rot. Also ich bin kurz davor, gr├╝n zu drehen hier bei mir. Also das, was wir so vor einem Jahr angefangen haben zu sagen, dass Cybersecurity wahrscheinlich relativ outperformt den Softwaresektor. Das scheint wahr zu werden. Macht ja auch Sinn, aber ewig werden nat├╝rlich auch die Immunen nicht sein. Also auch da kann man sich vielleicht auf Probleme vorbereiten irgendwann. Aber relativ gesehen, sieht das Software erstmal ganz gut aus.
Dann sch├Ânes Wochenende. Falls ihr uns n├Ąchste Woche schon Dienstag h├Âren und sehen wollt, wir sind auf der Trade-Off und bis dahin, bleibt stabil. Peace.
Ciao, ciao.