Doppelg├Ąnger Folge #215 vom 18. Januar 2023

­čŹĽ Amazon Roll-Up-Modell ­čÜŤ Einride ÔÜľ´ŞĆ ESOPs bei Down Rounds ­čĺŞ Steuern ­čÄČ Netflix Earnings Preview

K├Ânnte ein Amazon Roll-Up-Modell f├╝r Pizzataxis funktionieren? Wie finden wir Einride? Was bedeuten sinkende Bewertungen f├╝r ESOPs Halter_innen? Lange Steuerlast H├Ârerfrage an Pip. Wie werden wohl die Earnings f├╝r Netflix diese Woche sein?

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:04:00) Amazon Roll-up

(00:19:30) Einride

(00:56:55) ESOPs

(01:06:35) Steuerlast

(01:37:50) Netflix

Shownotes:

Twitter Auktion https://bid.hgpauction.com/auctions/8421/herita10194/lot-details/6db3e1b4-a543-4c6f-a7fb-af6c006a275f

16 Things To Know About The 409A Valuation https://a16z.com/2020/02/13/16-things-about-the-409a-valuation/

DeepMindÔÇÖs CEO Helped Take AI Mainstream. Now HeÔÇÖs Urging Caution https://time.com/6246119/demis-hassabis-deepmind-interview/

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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 215 Mitte Januar. Pip hast du uns jetzt das Twitter Logo gekauft?
├äh ne, weil ich bef├╝rchte, dass die Frachtkosten zu hoch sind. Das war eine ganz sch├Ân gro├če Box.
Und Elon verkauft jetzt alles, was er nicht mehr zum Arbeiten braucht und damit auch das Logo oder wie muss man das verstehen?
Genau, in den USA l├Ąuft gerade eine Auktion. Vielleicht packt Jan den Link in die Show Notes, wo man sich Twitter Memorabilia, also Andenken kaufen kann. Irgendwie einen originalen Schreibtisch oder Stehhocker. Aber auch einen Neon Bird, den man so an die Wand kleben kann. Aber kommt halt in so einer 2x2 Meter Box. Ich glaube die kostet ein paar hundert, wenn man die hier r├╝ber shippen will mit dem Boot. Man braucht auch... Ansonsten, ich freue mich ├╝ber das Geschenk, wenn du es mir schenken m├Âchtest. Ich darf es hier nicht aufh├Ąngen, glaube ich. Ich f├Ąnde es eigentlich voll cool. Vor allen Dingen ├╝berlegt, wenn dann... Naja. Also so oder so w├Ąre das sehr wertvoll, glaube ich. Also so emotional wertvoll sowieso.
Dein bestes Investment dieses Jahr?
Letztes Jahr? Ja, tats├Ąchlich.
Ja, aber k├Ânnte auch dieses Jahr dein bestes Investment sein?
Ich wollte mir eigentlich einen ├╝berlebensgro├čen Gola hier in die Wohnung stellen, aber das war dann ja nicht so gut. Twitter war tats├Ąchlich das beste Investment letztes Jahr. Ja, doch super. So ein beleuchtetes Twitter-Logo an die Wand.
Was gibt es noch zu kaufen? Kann man irgendwelche Yoga-Matten oder so richtigen Swag noch kaufen?
Sekunde, jetzt muss ich nachgucken. Hgpauction.com ist die Adresse. Heritage Partners. Was gibt es denn noch? Sekunde. Es gibt Computer und Elektro... Wie kann man hier erstmal... Boah, wie ich das hasse. Ich hasse Paginierung. Ich w├╝nsche mir gerne auf E-Commerce-Seiten, dass man umstellen kann von 10 Artikel pro Seite auf 10.000 pro Seite. Dann m├Âchte ich einfach nur durchs Feed scrollen. Also es sind unheimlich viele... Die m├╝ssen so einen All-Hands-Saal gehabt haben, der glaube ich aufgel├Âst wurde. Oh, es gibt auch nicht beleuchtete... Oh, die Twitter-Birds-Statue ist schon bei 1250. Sekunde, warum war denn der beleuchtete Vogel so g├╝nstig? Der beleuchtete Vogel ist auch schon bei 1000. So ein Ad-Symbol. Ich glaube, bepflanzbar. Gibt es auch schon 600 Dollar. Irgendwelche Elektro-Fahrrad-Ladestationen. Sch├Âne Holzst├╝hle hatten die. Alter, was hatten die f├╝r M├Âbel? Wenn man in den USA wohnt, m├╝sste man da eigentlich zuschlagen. Aber sch├Âne Designst├╝hle, so richtige Eames-Chairs und so. Haben sich was kosten lassen. Das ist kein M├╝ll. Masken. KN95-Masken gibt es. Kannst du einen Masken-Deal machen? Dreifach-Espresso-Automat. Nicht schlecht. Aber der steht schon bei 3000 Dollar. Moment, nicht ein Dreifach-Espresso-Automat. Das ist ein Dreifach. Drei einfache. Und dann gehe ich jetzt mal auf die... Also vier Espresso. F├╝nf, sechs... Sechs Espresso-Maschinen. Zwei Espresso-M├╝hlen. Also die Kantine wird offenbar aufgel├Âst. Das wird ja zu weit. Wer da gern st├Âbert, das ist alles noch relativ g├╝nstig. Aber bedenkt die Frachtkosten. Und bei Industrieauktionen bist du sogar verpflichtet, die selber abzuholen. Wir checken, ob sie ├╝berhaupt liefern. Und dann die Kosten f├╝r die Lieferung. Eigentlich muss man das selber abholen. Da m├╝sste man jetzt mal einen Experten fragen. Wir haben noch spannendere Themen heute. Wir haben eine ganze Menge an Fragen.
Und ein bisschen AI. Und nat├╝rlich dein neues Lieblingsthema ESOBs ist auch wieder reingeflogen. Aber lass erst mal so ein bisschen Startup-Welt-Fragengr├╝nde machen. Und zwar hat Fabio gefragt, ob man das Amazon-Roll-Up-Modell, das ja scheinbar nicht funktioniert h├Ątte, weil die Selbstversklavung nicht mehr geklappt hat, nachdem man ein Team ├╝bernommen hat. Ich habe selbst Ausbeutung gesagt, nicht Versklavung.
Aber ja, damit ist gemeint, dass der Einzelunternehmer oder Unternehmerin in der Regel mehr als acht Stunden arbeitet und sehr viel Energie in das Business steckt. Und einerseits kann man nat├╝rlich bei dem Modell Synergien heben. Andererseits ist es eben so, dass der neue Gesch├Ąftsf├╝hrer wahrscheinlich nicht 16 Stunden arbeiten wird. Und am Wochenende und so weiter.
Das ist damit gemeint. Was sind andere Gr├╝nde, warum es nicht funktioniert hat?
Ich w├╝rde jetzt noch nicht abschlie├čend sagen, dass es nicht funktioniert hat. Es wurde nat├╝rlich damals sehr stark gefundet. Das sind so Razer, SellerX, Berlin Brands Group, Thrasio war das, glaube ich, das Erste. Also ich glaube, ein nachhaltiges Problem ist, dass man am Ende, um zu wachsen, immer neue Produktkategorien erschlie├čen muss. Oder irgendwie darauf hoffen, dass bei Amazon das Volumen w├Ąchst. Das ist jetzt in den letzten zwei Jahren einfach nicht besonders stark passiert. Oder im letzten Jahr vor allem, im Jahr davor schon. Aber das war jetzt auch ein schlechtes Jahr, was Wachstum angeht. Dann professionalisiert sich das nat├╝rlich zunehmend. Und die Profite werden weg. Competed away sagt man im Englischen. Wie w├╝rde man das im Deutschen sagen? Wettbewerb Intensit├Ątsgr├╝nden. Das ist wahrscheinlich eine gute Beschreibung. Die chinesischen Verk├Ąufer gehen teilweise direkt zum Markt. Eventuell mit dem gleichen Produkt, was sie f├╝r andere herstellen. Professionalisieren sich dabei. Dann glaube ich, ultimativ ist Amazon halt auch kein gesundes ├ľkosystem, auf das ich bauen wollen w├╝rde. Und die Fantasie, dass man nebenbei ein eigenes D2C-Business aufbaut, das hat aus meinem Verst├Ąndnis f├╝r die Allerwenigsten geklappt eigentlich. Wenn du zu so einer Brand gehst und da einkaufst, das haben die Allerwenigsten geschafft, im erheblichen Ma├če zu schaffen. Und irgendwann ist die Produktpipeline halt alle. Eventuell war dann der Unternehmer, der verkauft hat, vielleicht doch kreativer oder hat die Kontaktliste den besten Leuten gehabt. Es ist gar nicht so einfach, eine Produktabteilung zu bauen, die immer wieder neue Top-K├╝chenmixer erfindet. Irgendwann ist dann vielleicht auch eine ganze Menge schon erfunden. Jedes Markenprodukt noch mal g├╝nstig in China. In verschiedenen Qualit├Ątsstufen, Farbendesigns gebaut. Ich glaube, dann wird es irgendwann schwer zu wachsen. Diese Roll-Ups sind ja Fremdkapital finanziert. Und nat├╝rlich funktioniert das alles deutlich einfacher, wenn Geld 2,9% kostet. Und nicht f├╝r das Modell wahrscheinlich 8 bis 10% w├╝rde ich sch├Ątzen. Bei euch bist du um die 10% oder so. Das ist ja auch ein bisschen schwierig. Aber es ist ja auch ein bisschen schwierig, um so H├Ąndler aufzukaufen. Und so viel Marge musst du erstmal abschmei├čen.
Eigentlich war der Ansatz doch, man ├╝bernimmt ganz viele Produkte und macht dann alles auf einmal gemeinsam organisiert. Also Marketing macht dann ein Team und nicht jeder einzeln. Vielleicht schafft man es irgendwie, im Einkauf Geld zu sparen. Vielleicht schafft man bei der Logistik irgendwie alles aus einem Lager oder aus einer Hand zu machen. Und da ist es g├╝nstiger, auf Scale zu machen als sonst alle Einzelnen. Oder?
Es gibt zwei Kalk├╝le. Das eine ist, was du alles gerade nennst, sind ja sogenannte Synergie- oder Skaleffekte. Synergieeffekte hei├čt, du brauchst nur noch eine Buchhaltung, nur noch eine HR-Person, falls es ├╝berhaupt eine gab. Also die Gemeinschaftsfunktion kannst du dir teilen. Dadurch entstehen Kostenvorteile. Gleichzeitig hast du durch die schiere Gr├Â├če eventuell andere Vorteile beim Einkauf. Du musst die Beziehung zu den Herstellern nur einmal zentral pflegen und nicht f├╝r jedes Produkt selber. Das ist sicherlich eins, worauf man gesetzt hat. Dem entgegen steht die verlorene Effizienz bei der Selbstausbeutung. Und ob das eben dann nicht auch nur ein gro├čes Unternehmen ist und man dann eventuell die Produkte... Idealerweise w├╝rde man vielleicht sogar zwei im gleichen Markt kaufen und k├Ânnte dann eventuell die Preise senken. Wobei, da bin ich mir eben nicht sicher, ob das nicht sofort jemand ausnutzen w├╝rde. Du kaufst die besten Hersteller f├╝r ein relativ einzigartiges Produkt in irgendeiner Kategorie und dann hast du nicht mehr so viel Preiswettbewerb. Aber A, k├Ânnte Amazon den Wettbewerb dann selbst mit befeuern, indem sie einsteigen in die Kategorie oder das Produkt. Oder es w├╝rden wahrscheinlich schnell neue H├Ąndler kommen, die die L├╝cke sehen. Das hei├čt, ich glaube, die Konkurrenz ist schon intensiviert. Das andere ist, worauf man sicherlich gesetzt hat, ist eine Multipill-Arbitrage. Also dass Razer oder Thresho wahrscheinlich auf 4-5... Na ne, 4-5 mal Umsatz ist ein bisschen viel. Sagen wir mal, auf 2 mal Umsatz oder sowas raisen k├Ânnte. Oder ein 8er, 10er Multipill auf die Earnings. Wahrscheinlich mehr, weil sie so schnell gewachsen sind am Anfang. Und man die H├Ąndler aber eventuell 4-4-5 mal eBit rauskauft. Oder einmal oder ein halbes Mal Umsatz. Ich wei├č nicht, was da jetzt noch die g├Ąngigen Preise sind. Und dass man so theoretisch eine sch├Âne Lawine aufbauen kann, die von alleine wie so ein Schneewall immer gr├Â├čer wird. Bis sich das Zinsszenario ├Ąndert. Dann kriegen die gro├čen Unternehmen nicht mehr die Bewertung. Die H├Ąndler sind relativ gesehen aber genauso profitabel wie vorher. Stark vereinfacht. Und dann ist das Modell auf einmal nicht mehr so gut. Dann ist das Modell auf einmal nicht mehr ganz so spannend. Weil die L├╝cke zwischen den beiden Bewertungen nicht mehr so gro├č ist. Und die Fremdkapitalkosten f├╝r die ├ťbernahmen gr├Â├čer sind. Also hast du Druck aus beiden Seiten. Dann ist es schwerer. Ich w├╝rde noch nicht sagen, dass es deswegen gescheitert ist. Vorher war es vielleicht noch einigerma├čen einfach. Jetzt wird es deutlich schwerer. Und das organische Wachstum, also das Wachstum ohne neue ├ťbernahmen. Das musst du, glaube ich, erstmal zeigen. Zinsszenario w├╝rde jetzt einen mittelgro├čen Amazon H├Ąndler kaufen, der K├╝chenger├Ąte herstellt. Zum Beispiel Sixties Design R├╝hrmaschinen. Also so einen einfachen Thermomix aus den Sixties. Sieht schick aus, aber ist relativ g├╝nstig. Trotzdem einigerma├čen gute Technik drin. Kostet dann vielleicht nur 150 Euro oder so was. Und den kaufst du. Und die Frage ist, wie kannst du dessen Produktpalette weiterhin um 20-30% im Umsatz steigern? Also entweder den Umsatz pro Unit oder pro SKU oder die Produktpalette erweitern. Das, glaube ich, ist gar nicht so einfach at scale zu machen. Also dass du 50 Unternehmen kaufst und du schaffst es f├╝r jedes Unternehmen, dass sie organisches Wachstum zeigen, ist, glaube ich, weit schwerer als gedacht. Und ist, glaube ich, auch strategisch n├Âv. Wir hatten ganz am Anfang dar├╝ber geredet. Mehrmals, glaube ich, schon. Das ist immer der Punkt, wo ich, wenn ich mir so etwas angeschaut habe, Fragen hatte, ob man wirklich die Produktpipeline so voll beh├Ąlt, wie die Firmen, die jetzt bis hierher gekommen sind. Weil ich glaube, viele haben auch verkauft, als sie eventuell gesehen haben, dass sie nicht mehr selber alleine gut weiterkommen mit neuen Produkten und so.
Fabio fragt jetzt, ob man so ein Modell nicht f├╝r unabh├Ąngige Take-away Pizzerien machen k├Ânnte. Also Pizzal├Ąden aufkaufen und dann Einkauf b├╝ndeln, Digitalisierung machen, Operations, Marketing, alles ├╝ber vielleicht eine Brand und es somit zu schaffen, eine gro├če Marke aufzubauen. Ich h├Ątte jetzt gedacht, das ist einfach Systemgastronomie.
Ja, das ist eine M├Âglichkeit. Also du musst dich unterscheiden. Die Alternativen sind dieses sogenannte Road Up. Du kaufst viele kleine dazu, die existierende, mit einem ├Ąhnlichen Rational, was wir gleich noch mal erkl├Ąren in dem Fall. Wie w├╝rde es da aussehen? Du baust einfach eine neue Brand, betreibst sie selber oder du machst eine Systemgastronomie. Das hei├čt, du baust eine Brand und nimmst dir Franchise-Nehmer in vielen St├Ądten. Also baust du sowas wie ein Vapiano oder Subway und dann l├Ąsst du andere quasi betreiben. Du kannst dann aber zum Beispiel einen deutschlandweiten Platz, Joeys Pizza zum Beispiel, Dominos, ein hoch profitables Unternehmen. Eine der besten Aktien der letzten 20 Jahre, eine der Top Ten nach Rendite, w├╝rde ich denken. Ich glaube, es gibt eigentlich keinen Grund, die aufzukaufen. Also was kaufst du bei einem Restaurant wirklich?
Location, Kundenkontakte?
Ja genau, hier geht es ja jetzt um Take-Away. Da ist die Frage, wie treu sind Take-Away-Leute?
Also ich bin sehr treu an meinem Pizzalieferanten.
Ja, stimmt schon. Aber wenn du es dann vereinheitlichst, also wo holst du diese Energie her? Er schreibt hier Einkauf. Das Problem ist, Pizza hat ja relativ wenig Wareneinsatz. Du hast Mehl, vielleicht kannst du nochmal 10% beim Mehl sparen oder 20% wenn du es zentral einkaufst.
Der Unterschied wird dann nur sein, dass jetzt einer zur Metro f├Ąhrt und nicht f├╝nf.
Ja, aber am Ende muss es verteilt werden. Am Ende muss es distruiert werden trotzdem. Restaurants lassen sich ja auch in der Regel beliefern. Ob du jetzt als Kette das Mehl deutlich g├╝nstiger bekommst, wei├č ich nicht. Mein Gef├╝hl ist, dass die Economy of Scale, dass du g├╝nstigen Einkauf hast durch gr├Â├čere Mengen, der ist ungef├Ąhr in der Regel ein Drittel. Ich kann mir vorstellen, gerade bei Lieferpizza noch mal ein bisschen weniger. Ob das jetzt so Ausschlaggebende ist, wei├č ich nicht. Du k├Ânntest in der Vermarktung, also nicht mehr jede Pizzeria baut sich eine Website, sondern du hast eine zentrale Website, da h├Ąttest du sicherlich Effizienzen. Das hei├čt, du h├Ąttest vielleicht eine Plattform, wo du entweder den Franchise-Nehmern die Bestellung g├╝nstiger in Rechnung stellst, oder du sagst, das ist ein Marketing-Service unserer Brand, da zahlst du gar nichts f├╝r alles, was ├╝ber die Website generiert wurde. Das w├╝rde vielleicht noch funktionieren. So ein bisschen HR k├Ânntest du wahrscheinlich zentral machen. Also die Personalgewinnung, Personalverwaltung. Es gibt ja Milano-Pizza, Milano Wei├č, oder wie hei├čen die? Ich glaube Milano Wei├č, Sekunde. Gibt es das ├╝berall oder nur hier bei uns? Nur bei dir da im Hipster-Filter. Sekunde, ich glaube das ist relativ gro├č. Ich gucke mal kurz. Das ist keine Werbung, aber die Pizza schmeckt gar nicht schlecht. Also nicht so schlecht wie viele andere. Nee, gibt es auch Berger Stadt, Offenbach, Potsdam, Wiesbaden, Hamburg, K├Âln. Die machen das so ein bisschen, dass du eine zentrale Plattform hast, eine eigene Webseite und verkaufst das. Ich wei├č nicht, ob es Franchise oder selbst betrieben ist.
Tatsache, auch in Hamburg.
Probier mal, ist lecker. Hast du ein Gutscheincode f├╝r mich? Wenn du dich das erste Mal anmeldest, also ├╝ber die eigene Website, oder wenn du ├╝ber Lieferante bestellst, legen sie dir einen 10 Euro Gutscheincode rein, um dir anzutrainieren, n├Ąchstes Mal ├╝ber die eigene Website zu bestellen. Ich wei├č nicht, ob diese Roll-up-Sache so sinnvoll ist. Die kleinen Pizzal├Ąden leben ja schon von ihrer Identit├Ąt. W├╝rdest du die jetzt overpatchen, mit einem Milano-Sticker das ganze Restaurant einkleiden, dann w├╝rden die einen Teil der Kunden verlieren. Die Produktqualit├Ąt w├╝rde sich ├Ąndern. Wenn die Marke konsistent sein soll, muss sie an jeder Stadt gleich schmecken. Das ist ja Systemgastronomie. Dass die Pizza ├╝berall gleich steht und die Olive auf der Cuadro Stagioni immer am gleichen Punkt liegt, dann warum kleine Restaurants kaufen? Es gibt wirklich wenig Modelle, wo das m├Âglich ist und sinnvoll. Da wird das eigentlich probiert. Weil das ein ganz typisches Private Equity Game ist, solche Roll-ups. Du kaufst hier einen mittelgro├čen bis gro├čen Player und dann kaufst du kleinere Businesses dazu. Das ist eine relativ typische Strategie. Roll-ups in Private Equity oder Bolt-on oder Tuck-in Acquisitions. Also dass du kleinere immer hinzukaufst und zu einem gro├čen Kuchen dazu packst. Das wird bei Krankenh├Ąusern, Arztpraxen, Zahn├Ąrzten gemacht. Fahrschulen versucht das jetzt jemand. Fahrschulen ist vorher noch keiner drauf gekommen. Vielleicht gibt es schon noch M├Ąrkte, wo es sich lohnt, das anzugucken. Aber oft ist es ja ein bisschen arbitrage, dass man Leute, die kurz vor dem Ruhestand sind, kauft. Vielleicht macht das auch jemand bei Versicherungsmaklern. Du kannst Leute kurz vor dem Ruhestand kaufen und dann kannst du die Leute dann auch mal anrufen. Du kannst Leute kurz vor dem Ruhestand kaufen und dann kriegst du das Business vielleicht g├╝nstig, wenn du denen eine Lebensrente oder eine Einmalzahlung gibst. Aber irgendwann brauchst du ja wieder einen neuen Fahrlehrer daf├╝r, den du ausbilden musst. Bei ├ärzten hast du eigentlich das gleiche Problem. Ich will nicht sagen, dass da alle Ideen schon gespielt worden sind. Aber es haben sich glaube ich viele Business School Studenten und Private Equity Anl├Ąsse da verschiedenste M├Ąrkte schon angeschaut. Ausgerechnet bei Pizzerias sehe ich da jetzt, zumindest bei unabh├Ąngigen kleinen, sehe ich das nicht spannend. Die Synergien sind glaube ich viel zu klein. Systemgastronomie kann man immer probieren. Wenn es klappt, ist es ein Hauptgewinn.
Dominos Pizza, Chick-fil-A, Chipotle und so weiter.
Five Guys. Das war einfach ein beschissenes Konzept. Ich w├╝rde es gerne mit zwei Konzepten miteinander verbinden. Die lange Wartezeit von Restaurants und dann das extrem ungem├╝tliche Stehen in einer industriellen Gro├čb├Ąckerei-Atmosph├Ąre. Das ist die dummste Idee aller Zeiten. Aber wenn jemand ein anderes Modell hat, w├╝rde ich es mir gerne getrennt anschauen. Bei Pizzerias habe ich das Gef├╝hl, es gibt nicht genug Synergieeffekte. Im Einkauf reicht es nicht. Aber wenn man die Standorte bekommt, da wird ja auch spekuliert im Quick-Commerce-Markt, dass die Standorte inzwischen wichtig sind. Weil teilweise nur mit bestehenden Warenh├Ąusern genie├čt man ein bisschen Bestandsschutz. Eventuell d├╝rftest du in manchen St├Ądten keine neuen mehr er├Âffnen. Das ist bei Pizzerias jetzt nicht ganz so hart.
Also besser die beste Pizza finden und dann das ausr├Ąumen.
Aber ich glaube, da weiter zu schauen, ich will gar nicht die Leute so entmutigen. Das Play w├Ąre immer, wir kaufen so ein bisschen kleinere Gesch├Ąfte, die ├╝ber ihren Zenit hinaus sind, weg. Digitalisieren sie, holen uns die Stammkundschaft. Aber die Frage ist eben, schafft man es dann auch von dort aus, organisch zu wachsen? Und es ist nicht ein Einmaleffekt, den man hebt.
Also mehr als Optimierung. Und eher Aufwachstum. Dann hat Patrick uns gefragt, ob wir uns mal Einride oder Enride anschauen k├Ânnten. Er sei ├╝ber zwei verschiedene Venture Funds dort investiert. Hast du schon mal was von Enride geh├Ârt? Ich glaube, ja. Aber ich wei├č nicht, ob das eine gute Idee ist.
Ich glaube, ja. Aber nur so sehr entfernt. Also ich bis zu dieser E-Mail noch nie.
Und was ist dein Eindruck? Ich bin so ein bisschen abgetaucht in YouTube und so. Die Firma aus Schweden baut autonome LKWs. Die Firma aus Schweden baut autonome LKWs. Die Firma aus Schweden baut autonome LKWs. Hat mittlerweile so 650 Millionen Dollar geraced. Hat mittlerweile so 650 Millionen Dollar geraced. Und hat einen sehr guten Internet- und YouTube-Auftritt. Und hat einen sehr guten Internet- und YouTube-Auftritt. Fast so gut, dass bei mir so ein paar rote Fahnen angehen. Fast so gut, dass bei mir so ein paar rote Fahnen angehen.
Weil es so gut ist? Wir sind weder Logistik- noch Mobilit├Ątsexperten. Herr Gl├Âckler ist vielleicht sogar so ein kleiner Mobilit├Ątsexpert. Wir k├Ânnen das nat├╝rlich alles gar nicht so genau wissen. Wir k├Ânnen das nat├╝rlich alles gar nicht so genau wissen. Aber wir wurden hier nach unserer Meinung gefragt. Warum auch immer. Und vor allem, in was f├╝r Venture-Funds der investiert. Dir ist das zu schick alles. Das Marketing machen Sie sehr gut. Die Videos, da bin ich bei dir.
Ich habe mir so ein Video angeguckt. Das war, glaube ich, das N-Ride November Release. Dann erkl├Ąren die das so. Man hat das Gef├╝hl, man wurde inspiriert von den Apple-Videos. Man hat das Gef├╝hl, man wurde inspiriert von den Apple-Videos. Die neuen Videos, die Tim Cook macht. Die neuen Videos, die Tim Cook macht. Und ganz am Ende gibt es sogar ein Bit, der Steve Jobs-m├Ą├čig, Und ganz am Ende gibt es sogar ein Bit, der Steve Jobs-m├Ą├čig, One More Thing. Mich hat es sehr daran erinnert. Und es ist ein bisschen too good to be true. Und wenn man dann weiter in dieses Repertoire reingeht, dann k├Ânnte man auch fragen. Es gibt ja schon oft eine gewisse Korrelation mit Leuten, Es gibt ja schon oft eine gewisse Korrelation mit Leuten, die im Profil Forbes 30 unter 30 haben. Aber gut, das lassen wir mal.
Ich finde es vor allem krass, dass Sie in dem Video so anfangen mit dem ersten Dampfschiff, der ersten Eisenbahn, der erste Weltraumflug. Und sich auf eine Liga tun mit diesen Durchbr├╝chen. Und sich auf eine Liga tun mit diesen Durchbr├╝chen. Am Ende bauen Sie autonome elektrische Trucks.
Die man auch von der Ferne regeln kann. Wenn man jetzt ├╝berlegt, diese ganzen LKWs, die von A nach B fahren, diese ganzen LKWs, die von A nach B fahren, das kann man schon besser machen mit ein bisschen Technik. Man k├Ânnte ├╝berlegen, ob die vielleicht die Sachen beladen und dann losfahren. Und wenn sie dann an der Autobahn angekommen sind, dass der Fahrer die Fahrerin dann aussteigt und man dann einfach autonom die Strecke f├Ąhrt und dann auf der anderen Seite kommt wieder jemand und macht die letzte Meile nochmal. Da gibt es bestimmt unglaublich viele Wege, wie man das verbessern kann. Auch nachhaltiger, auch autonomer, auch Batterie.
Es gibt ja keine Kabine mehr. Wie du es gerade erkl├Ąrst, mit dem Umsteigen, das funktioniert nicht mehr. Das muss schon End-to-End fahren, so wie ich es verstanden habe. Ja, klar. Aber f├╝r den Markt generell,
was ich bei denen ein bisschen strange finde, ist, dass sie halt einfach alles machen. Sie haben tausend verschiedene Projekte da am Laufen und sagen, wir machen das in Dort, wir machen das in L.A., wir machen das hier in Deutschland und in Schweden und so weiter. Wir bauen hier so ein Hub. Ich habe das Gef├╝hl, von au├čen machen die zu viele Hochzeiten auf einmal. Aber wenn sie es gewinnen, dann gewinnen sie es wohl. Hast du irgendwas an Zahlen herausgefunden? Auf Signal hast du mir noch was anderes geschrieben.
M├Âchtest du das nochmal sagen? Nein. Okay. Aber sch├Ân, dass du dich tats├Ąchlich vorbereitet hast. Ich bin ├╝berrascht. Ich bin auch kurz eingetaucht. Es ist keine Professionelle Due Diligence, ich habe eine Stunde darauf verbracht und da viel zu viele unn├╝tze Sachen schon wieder gelernt. Aber was sch├Ątzt du denn, wie gro├č der Markt f├╝r Stra├čeng├╝terverkehrsmarkt oder Stra├čeng├╝tertransportmarkt ist? Also ist bestimmt der drittgr├Â├čte Markt der Welt.
Ne, das nicht.
Aber schon substanziell gro├č. Deutschland rund 350 Milliarden. Also das ist ja auf G├╝ter beschr├Ąnkt. Das hei├čt, das ist quasi der Speditionsmarkt oder der bodengebundene oder stra├čengebundene Speditionsmarkt. Deutschland rund 65-70 Milliarden. 350 in der EU. Also das ist schon spannend. Wann w├╝rde man davon einen signifikanten Teil bekommen? Was habe ich mir noch angeschaut? Das ist schon mal gut, wenn jemand zumindest nicht vorher... Also es ist gut, wenn man da relevante Erfahrungen hat. Was ich komisch fand, ist, dass die CMO den gleichen Namen hatte ab 2020 wie er und vorher nicht. Aber wo die Liebe hinf├Ąllt, ich w├╝rde sagen, tendenziell ist das so ein bisschen ein Red Flag oder macht es nicht einfacher. Aber es gibt ja auch Leute, die total auf so P├Ąrchen-Konstellationen stehen. Wo war das so? Ankerkraut war so was. Ich glaube, Central. Ich glaube, diese Solarjachten-Quatsch. Ich halte das eher f├╝r problematisch. Dann f├╝r 30 under 30. Das war, glaube ich, seine Frau, nicht er, oder? Auch ein Warnsignal. Beziehungsweise das sind nat├╝rlich alles Vorurteile. Ich w├╝rde jetzt mal sagen, wenn man sich das so anschauen w├╝rde, w├╝rde man wahrscheinlich denken, es gibt eine hohe Korrelation mit 30 under 30 und der Highway in den Knast. Es scheint ja schon immer wieder F├Ąlle darin zu geben, die sich am Ende doch als Fraud herausstellen. Wie gesagt, ich glaube, dass diese P├Ąrchen-Thematik oder die AI w├╝rde auch sagen, dass es wahrscheinlich ist, dass das zu Problemen f├╝hrt. Beziehungsweise gibt es wenig Milliarden Unternehmen, die in Deutschland nicht mit Migrationshintergrund arbeiten. Kennst du eins? Biontech. Sehr sch├Ân. Du hast falsch. Biontech ist ein furchtbarer Outlier. Meine Biontech-Hypothese geht dadurch kaputt, dann meine P├Ąrchen-Hypothese, dass in Deutschland keine Leute mit Migrationshintergrund arbeiten. Bei der Statistik w├╝rdest du es eigentlich rausstreichen, weil es zu sehr ausbordet. Aber in dem Fall ist es ein gutes Beispiel. Dann w├╝rde ich das der AI ├╝berlassen. Vielleicht gibt es zumindest eine M├Âglichkeit, dass sie auf ein anderes Ergebnis k├Ąme. Ich finde, sie vermarkten sich relativ stark. Das ist mir auch aufgefallen. Da ist auch so ein bisschen mein Radar angesprungen. Tesla hat am Ende sehr gut funktioniert, obwohl sie auch sehr aggressiv vermarktet haben. Hat Tesla schon immer solche krassen YouTube-Videos gemacht?
Ich w├╝rde auf jeden Fall sagen, dass sie Produktmarketing und YouTube tendenziell immer besser gemacht haben,
weil sie ansonsten keine Medienleistung eingekauft haben. Sie haben schon auf gute Filme gesetzt, also hochwertig produzierte Videos. Das ist ein guter Beispiel. Dann, was man sich immer anschauen sollte, ist die Qualit├Ąt der vorherigen Investoren. Die ist hier besser als bei vielen anderen Sachen. Du hast EQT, das ist die schwedische Wallenberg-Familie. Eine sehr renommierte Private Equity & Growth Firma oder auch Venture. Temasek ist der Staatsfonds von Singapur, glaube ich. North Zone, ein guter Early Station W├Ârter. Dann haben wir auch noch ein paar andere. Ich w├╝rde sagen, das ist ein guter Beispiel. Mers Growth, also von der gro├čen Container-Logistik-Schifffahrtslinie. Der Growth Venture Fund, der jetzt auch k├╝rzlich gerade in ein deutsches Unternehmen investiert hat. Der ist Soros Fund Management und zuletzt der schwedische Pensionsfonds AMF, also der ├Âffentliche Pensionsfonds von Schweden. Da w├╝rde ich schon denken, dass die Vernunft von Norden und S├╝den in den letzten Jahren sehr stark ge├Ąndert hat. Da w├╝rde ich schon denken, dass sie vern├╝nftige Due Diligence gemacht haben. Das hei├čt, das w├╝rde jetzt eher physisch sprechen.
Mersk hat auch schon 300 von den Trucks geordert. Kann man auf Wikipedia lesen.
Das wiederum finde ich immer kompliziert. Diese ganzen Kooperationen, die verk├╝ndet werden mit Lidl, mit Oatly, mit Mersk, mit was wei├č ich. Das sind halt oft so LOIs. Wenn ihr das nicht da schaffst, dann w├╝rden wir uns so viel abnehmen. Das ist ja oft so, wenn jemand die eierlegende Wollmilchsau, also ein Truck, der mit schwedischem Solarstrom f├Ąhrt oder was wei├č ich, Wind oder was auch immer, und dabei keinen Fahrer mehr hat und so, nat├╝rlich w├╝rde das jemand kaufen. Ich glaube nicht, dass man da vorhaut, aber ich glaube, das ist eine gute Idee. Sie werben ja sehr viel mit Oatly, die das schon einsetzen. Die wiederum haben angeblich Tausende von Kilometern gefahren. Das klingt nat├╝rlich viel, aber Tausende von Kilometern ist unheimlich wenig f├╝r einen Truck. Der f├Ąhrt ja in der ersten Woche Tausende Kilometer. Da finde ich die Zahl, dass sie noch nicht Millionen Kilometer mitgefahren sind, eher underwhelming. Die Schulden sind sehr hoch. 200 Millionen wurden als neues Equity-Kapital in die Firma gegeben, also Eigenkapital. Davon stammen ├╝ber 90 Millionen aus dem Convertible Note. Da gab es Anfang des letzten Jahres schon mal eine Bridge-Finanzierung. Dann wurde es mit dem schwedischen Staatsfonds und noch irgendwelchen undisclosed Investors auf 200 aufgef├╝llt. Ich sch├Ątze mal, dass das bestenfalls die gleiche Bewertung wie die letzte war. Also so um die eine Milliarde. Das war keine signifikante Upground, allein auch, weil es dieses Convertible vorher gab. Das hei├čt, es scheinen schon alle vorsichtig zu sein. Es sind auch nur intern Investor oder ganz wenige Investoren hinzugekommen. Kann ein gutes Zeichen sein, kann ein schlechtes Zeichen sein. Und von diesen 300 Millionen Debt w├Ąren noch nur 150 Millionen ausgezahlt. Das ist letztlich ein Asset-Back-Security. Geld, um Trucks zu bauen und sie dann zu betreiben. Die blieben damit quasi in der Hand von Barclays. Die Firma darf das nutzen, um die zu bauen und zu betreiben. Am Ende ist es Asset-Back-Security. Die Trucks w├╝rden die Sicherheit darstellen oder die Stationen, je nachdem, was sie bauen. Sie steigen noch beim Personal weiter. Sie scheinen keine gro├čen Hiring-Stops oder Entlassungen gemacht zu haben. Das spricht auch daf├╝r, dass es gut l├Ąuft. Das ersetzt nat├╝rlich keine richtige DIN. Ich schaue nur von au├čen, was w├Ąre f├╝r mich, wenn ich mein eigenes Geld investieren w├╝rde. Mit einem Kunden w├╝rde man da viel tiefer reinschauen. Aber f├╝r mein eigenes Geld sind es ein paar Sachen von au├čen, die du auch gemacht hast. Was ein schlechtes Zeichen ist, dass sie letztes Jahr mal per Speck an die B├Ârse gehen wollten. Oder dass sie gemunkelt wurden, dass sie per Speck an die B├Ârse gehen k├Ânnten oder sich darauf vorbereiten. Das w├Ąre tendenziell eher ein Signal f├╝r adverse Selektion. Dass man entweder kein richtiges IPO schaffen k├Ânnte. Ich w├╝rde sagen, es gibt schon Szenarien, wo man sagt, der Speckmarkt, insbesondere f├╝r Electric Vehicle Companies, war so hei├č, dass man ihnen es vielleicht nicht h├Ątte ├╝bernehmen sollen, wenn sie das ausgenutzt h├Ątten. Du hattest die ganzen Reviews von Nikolaus. Schlag mich tot, was da alles gab. Das hei├čt, das mal schnell mitzunehmen und einen Speck belastet, die internen Prozesse, weniger als ein richtiges IPO, h├Ątte man vielleicht opportunistisch diskutieren k├Ânnen. Ist ja jetzt letztendlich auch nicht passiert.
Und war wahrscheinlich auch super smart, dass sie es nicht gemacht haben. Also keine Ahnung, ob sie die Wahl hatten damals, aber jetzt zur aktuellen Marktlage ist es doch gut,
Ja, ja, ja, ja. Also wahrscheinlich h├Ątten sie das Geld ins Speck gemacht, sonst w├Ąre es sehr teuer, jetzt Neues zu bekommen. Andererseits, was man sich jetzt fragen muss, ist, sie haben den Speck nicht gemacht. Es waren ja so viele Speck Companies, die noch gesucht haben nach Targets. Warum haben sie es selbst jetzt nicht gemacht? Ist es, weil keine Speck Company merchen wollte? Oder weil die internen Runde doch besser war am Ende? Hm. Naja, aber vielleicht auch ein bisschen schlechtes Signal, aber h├Ątten sie damals das Speck Geld mitgenommen, h├Ątte ich, glaube ich, gesagt, die Bewertungen, die damals gezahlt wurden von Specks f├╝r Electric Vehicle Companies auf Basis von d├╝nner Luft, vielleicht w├Ąre es auch opportunistisch schlau gewesen, das mitzunehmen im Netz. Im Nachhinein hast du recht, w├Ąre es wahrscheinlich nicht schlau gewesen. Aber daf├╝r m├╝ssen die Investoren es jetzt weiter finanzieren.
Na gut, wenn sie den Speck gemacht h├Ątten, m├╝ssten sie jetzt vielleicht eine Crowdfunding-Runde machen.
Ja, wahrscheinlich, genau. Dann so ein bisschen die technische Umsetzung. Also das Ding scheint zu fahren. Es gibt erfolgreiche Testfahrten in den USA. Schaut man sich das aber genauer an, es f├Ąhrt in 30 Meter Abstand davor ein Auto. Also es ist relativ sicher, dass sich da kein Auto dazwischen... Ich w├╝rde sagen, es ist eine sehr kontrollierte Testfahrt gewesen. Aber auf gerader Strecke, nicht bergab.
Genau, bei Nikola war es ja so,
dass die Testfahrt nur auf absch├╝ssigen Stra├čen funktioniert hat, weil das Auto nicht gefahren ist. Da scheinen sie schon dr├╝ber hinweggekommen zu sein. Sie prahlen so ein bisschen damit, dass sie der Erste sind, der in den USA eine Testfahrt machen d├╝rfen. Die Testfahrt ist jetzt aber eben nicht so, wie man sich das vorstellt, dass sie autonom von Dallas nach Denver gefahren sind, sondern eher so, dass sie ein paar Autobahnkilometer gemacht haben mit einem Warnfahrzeug vorneweg und einem hinten. Das ist noch ein bisschen unterkomplex im Vergleich zur m├Âglichen Mark 3 f├╝r irgendwann. Ebenfalls sehr stolz sind sie darauf, dass sie in Deutschland nach eigenen Angaben live sind. Also gibt es auch ein Video, wie das auf einer deutschen Stra├če f├Ąhrt, dieser Pott. Das muss man sich vorstellen wie ein Container auf R├Ądern ohne F├╝hrerhaus. Es gibt auch gr├Â├čere, so 40 Tonnen, also Sattelz├╝ge, die elektrisch fahren. Aber es gibt ihr sch├Ânstes futuristische, futuristisch-tis. Was f├╝r ein beschissenes Wort.
Nimmst du den Aussprachekurs noch?
Nee, man merkt schon, dass ich nachlasse. Futuristisch-tis, das ist ein sch├Ânes Wort. Das ist wie Fischer's Fritze, frische Fische. Futuristische Autos fahren frisch auf der Fahrbahn. Vorw├Ąrts. Also dieses sehr modern anmutende Pott, da f├Ąhrt er auf einer deutschen Autobahn. Und da drunter steht, oder gro├č dr├╝ber steht, Now live in Germany. Irgendwann 2022. Unten steht ganz klein, im feingedr├╝ckten, Autonomous driving in Germany is limited to closed areas. Und zwar, wo du dieses Video entstanden hast, ist in Aldenhofen. Wei├čt du, wo Aldenhofen ist?
Das ist wahrscheinlich dieser Autobahnabstand, wo man autonom fahren darf.
Also genau genommen ist es nicht mal eine Autobahn, sondern es ist in der N├Ąhe von Aachen, wenn man eine Linie ziehen w├╝rde zwischen L├╝tzerath und Aachen. Um das Thema auch mal definitiv anzuh├Âren, dar├╝ber reden wir heute nicht. Aber wenn du von L├╝tzerath nach Aachen fahren w├╝rdest, w├Ąre es auf der halben Strecke. Aber bei Hambach, beim Hambacher Forst. Und weil diese sch├Ânen Kohlegruben, ja so wundersch├Âne Landschaften hinterlassen, hat man beschlossen, auf die ehemalige Grube Emilmeirisch, eine Autobahnteststrecke zu bauen. Das hei├čt, da wird normalerweise Cobra 11 gedreht. Also das ist ein Filmset oder eine Filmkulisse, wo du Hochgeschwindigkeitsszenen aufnehmen darfst, um den normalen Verkehr nicht, also damit keine Autobahn gesperrt werden muss, oder du den normalen Verkehr nicht ├╝ber den Haufen f├Ąhrst. Da kann man da einfach Autobahn-Szenen drehen und irgendwelche Autos sich ├╝berschlagen lassen. Da wird aber tats├Ąchlich autonomes Fahren auch getestet von der RWTH und verschiedenen Herstellern. Von Vodafone werden 5G-Tests, das ist nat├╝rlich wichtig, die Konnektivit├Ąt und so, gemacht. Aber es ist letztlich eine Testumgebung f├╝r Autos. Und auf dieser abgeschlossenen Strecke ist man gefahren. Aber das kann man jetzt auch noch unter sehr gutem Marketing wieder abhaken. Dann muss man immer eben sagen, was ja spannend ist, dass das sogenannte Human-Led-Autonomy ist. Das hei├čt, das Auto kann theoretisch einigerma├čen autonom fahren. Damit man aber irgendwie eine Chance hat, eine regulatorische Zulassung dazu zu bekommen, wird es wahrscheinlich irgendwo einen zentralen Fahrer geben. So wie die US-Soldaten in Rammstein sitzen und die Drohnen lenken, sitzen dann eben irgendwo anders Menschen, die im Ernstfall eingreifen k├Ânnen, wenn so ein Auto Probleme hat. Man geht davon aus, dass ein Fahrer durchaus mehr als ein Fahrzeug steuern kann. Also es hat verschiedene Effizienzvorteile. Das Erste ist theoretisch, wenn es gut funktioniert, man kann ja sehr gut rechnen, wie wahrscheinlich das ist, dass zwei Autos gleichzeitig ein Problem haben. Dann kannst du es wie ein Callcenter machen, dass alles, was problemlos ist, wird so weggeschippert. Und wenn sich ein Problem andeutet, entweder bremst das Auto erst mal automatisch und der Fahrer wird nur gebraucht, um es wieder anzuwerfen und die Situation zu clearen quasi. Ich glaube, zum Eingreifen wird es schwer so kurzfristig. Aber das ist nat├╝rlich effizienter. Und gleichzeitig ist LKW-Fahrer oder Fahrerin nat├╝rlich auch nicht der Gesundheitsf├Ârderndste. Ich habe mir erkl├Ąren lassen, man muss den ganzen Tag Y-Food saufen aus Effizienzgr├╝nden, wenn man Fernfahrer ist. Allein um Leuten das zu ersparen, ist es schon wert, solche Trucks zu bauen und auf irgendwelchen Rastpl├Ątzen nachts abzupimmeln und man kann seine Kinder nicht aufwachsen sehen.
Du bist vorne der Marketingblase abgetaucht.
Ich habe wirklich nur eine Stunde drauf gewartet. Aber es ist alles so spannend. Das Coole ist nat├╝rlich, du hast h├Âhere Utilisation. Du k├Ânntest einen Truck, du m├╝sstest ihn zwischendurch laden, aber ansonsten kannst du ihn rund um die Uhr betreiben. Im Moment muss der wegen der Lenkzeiten, entweder musst du zwei Leute aufs Geh├Ąuse setzen, oder du musst zwischendurch immer acht Stunden schlafen. Was immer die Mindestdauer ist, Pause machen. Das Ding k├Ânntest du rund um die Uhr fahren, mit Ausnahme der Ladung. Das musste irgendwann geladen werden. Aber theoretisch kannst du alle zwei Stunden an einen neuen Fahrer ├╝bergeben. W├Ąhrenddessen kann der andere Kacka machen und eine Zigarette rauchen. Wahrscheinlich in einer anderen Reihenfolge. Aber wie auch immer. Auf jeden Fall k├Ânnte man es rund um die Uhr betreiben. Bessere Utilisation f├╝r die CapEx-Nutzung, also die Kapitalbindung des Fahrzeugs. Dann sollte man auf jeden Fall Tank und Rast schon mal shorten. Die sind nicht an der B├Ârse, glaube ich. Aber Rastst├Ątten, die leben ja auch so ein bisschen von LKW-Menschen.
Wenn das Ding alle zwei Stunden geladen werden muss, oder alle 200 Kilometer.
Die bauen ja ihr eigenes Grid daf├╝r. Da kommen wir auch gleich noch drauf. Ach nee, das ist ja schon mein n├Ąchster Punkt sogar. Und das habe ich noch nicht ganz so verstanden. Die werben so mit, wie sagt man, ├Ąhm, ich habe schon wieder Wort f├╝r nichts. Ich will nicht mehr. Wie hei├čt das? Mit so Vorbildregionen. Wie sagt man das denn? Dann gibt es doch ein Wort f├╝r. Sie haben auf jeden Fall so abgesteckte Testregionen. Irgendwie im Hafen von L.A. und irgendwo in Schweden und so weiter. Pilotregionen meinte ich, glaube ich. Oder irgendwie Pilotprojekte. Und das nennen sie sogenannte Grids. Und da scheint man auf vordefinierten Routen fahren zu wollen. Von vordefinierten St├╝tzpunkten. Und dabei sind mir zwei Sachen eingefallen. Erstens der legend├Ąre Autonomous Day von Tesla. Wo man gesagt hat, andere Autofahrer schaffen es nur, in Simulatoren richtig zu fahren. Und sie sind der einzige, die auf der Stra├če richtig fahren k├Ânnen. Und dann sah zuf├Ąllig der Weg, der gefahren wurde, genauso aus wie der Tesla-Simulator, den man vorher gesehen hat. Also die gleichen B├Ąume, die gleiche Ampel. Was eigentlich nur bewiesen hat, dass sie auch ihre Simulationsstrecke abgefahren sind f├╝r die Presse. Und andererseits von festen St├╝tzpunkten auf gleichen Routen von A nach B fahren, klingt f├╝r mich, als h├Ątten sie die Eisenbahn neu erfunden, ehrlich gesagt. Sorry. Und dann habe ich ├╝berlegt, aber man sagt immer, die Schiene ist sozusagen der beste Transportweg. Da ist man nat├╝rlich geneigt, als linksgr├╝nen, versiffter Podcast-Host sofort zu regulieren. Und sagt, selbst Elektroautos m├╝ssen von der Stra├če runter. Das k├Ânnen wir alles mit Z├╝gen machen. Aber, und dann wollte ich herausfinden, also dann kommt es am Ende darauf an, Infrastruktur, ist das Verlegen von Gleisen oder Verlegen und Erhalt von Eisenbahn und Stra├čen g├╝nstiger? Weil die Kosten musst du ja einrechnen quasi in die Rechnung. Und dann der Betrieb. Also braucht ein Zug oder so ein Autopod mehr Energie, um den Container von A nach B zu bringen? Daf├╝r habe ich nat├╝rlich keine Daten gefunden. Aber ich habe Daten f├╝r Stra├čenbahnen gefunden. Also ich bin so ein bisschen von A nach B gekommen. Aber was ich mich schon immer gefragt habe, ist warum sind Stra├čenbahnen eigentlich so fucking schwer? Also ist es, weil man diese Radreifen nur aus Stahl bauen kann und allein das macht sie so schwer? Oder ist es, dass man den Andruck, weil du hast ja nur ganz wenig Auflagefl├Ąche, brauchst du den Andruck vielleicht, um ├╝berhaupt die Kraft auf die Stra├če zu bringen? Wer das wei├č, das w├╝rde mich unheimlich interessieren, weil das kann ich nicht herausfinden. Aber was ich herausgefunden habe, ist, dass eigentlich E-Busse pro Passagier eine sehr ├Ąhnliche Effizienz haben, was CO2 und sowas ausgeht. Also du hast trotzdem noch Abrieb und Feinstaub, sowohl von den Bussen als auch von den Trams. Was CO2 angeht und Energienutzung, sind die relativ gleich auf. Also da gibt es keinen signifikanten Unterschied mehr. Im Vergleich zum Dieselbus ist eine Tram deutlich besser. Im Vergleich zu einem E-Bus ist Tram und Bus eigentlich relativ gleich. Das hei├čt, ich w├╝rde jetzt annehmen, dass ein Zug auch nicht so viel effizienter ist im Vergleich zu diesen kleinen Elektro-LKWs. Das hei├čt, wahrscheinlich ist es relativ egal, wie man f├Ąhrt. Ansonsten finde ich schon komisch, dass dieses Grid eben so sehr restriktiv ist. Also man kann letztlich die gleichen Strecken immer wieder fahren. Man muss dazu auch sagen, dass Logistiker nat├╝rlich tats├Ąchlich immer wieder die gleichen Strecken fahren. Also der f├Ąhrt halt vom Lidl-Zentrallager zu den Lidl-Filialen. Das sind ja auch sehr vordefinierte Routen. Von daher ist das vielleicht gar nicht so ein guter Kritikpunkt. Hat mir aber am Anfang erstmal ein bisschen Kopfschmerzen bereitet.
Auch wenn sie schon mal die gleichen Routen fahren, wie k├Ânnen die denn dann eine bessere Utilisation haben?
Utilisation meine ich vor allen Dingen im Sinne von, dass sie rund um die Uhr fahren k├Ânnen. Es gibt nat├╝rlich noch das andere Utilisation, die Auslastung. Da k├Ânntest du sagen, das machen sie ├╝ber ihre Software. Sie haben ja ihr eigenes Operating-System, Saga. Damit wollen sie unter anderem das, was jeder Sender und was wei├č ich, diese ganzen Logistik-Startups versprechen. Bessere Auslastung schaffen, indem sie Fahrten zusammenlegen und so weiter. Das ist, glaube ich, kein Hexenwerk. Das braucht es sicherlich, aber das finde ich zu wenig beeindruckend. Aber wo wir gerade bei Utilisation sind, da gibt es bei den Tesla Semis ein bisschen das Problem. Das k├Ânnte Enride auch haben. N├Ąmlich, dass die Batterien so schwer sind, dass ein 40-Tonner nicht mehr die gleiche Nutzlast hat, wie ein Diesel-40-Tonner. Weil das Auto einfach so schwer ist, kannst du nicht mehr so viel zu laden. So dass es eventuell g├╝nstiger ist, mit einem herk├Âmmlichen Truck zu fahren. Weil die gleiche Menge, also w├╝rdest du 40 Tonnen transportieren wollen, du wahrscheinlich viele dieser kleinen Pots brauchen w├╝rdest. Aber sie haben auch einen Sattelschlepper. Vielleicht schafft der 40 Tonnen Nutzlast. Das wei├č ich nicht. Ich bin kein Gunther-Gabriel-Fan und kenne mich bei sowas aus. Aber das muss man immer schauen. Ob A, Batterien, die richtige Technologie ├╝berhaupt sind f├╝r LKWs. Dann eben, wie viel Nutzlast die eigentlich verbrauchen, einfach um die Batterien hin und her zu fahren. Das sind ungef├Ąhr 4 Tonnen, glaube ich, pro Truck, die allein die Batterien wiegen. Das wiegt ein 200-500 Liter Tank nat├╝rlich nicht. Daf├╝r ist der Diesel-Motor schwerer als der Elektromotor. Das muss man ein bisschen abw├Ągen. Das ist nicht ganz einfach. Plus, ich glaube, Elektrotrucks d├╝rfen 2 Tonnen schwerer sein, weil sie elektrisch sind. Und d├╝rfen dann 42 Tonner sein, glaube ich. Dann hast du das regulatorische Risiko nat├╝rlich. Wird das jemals zugelassen werden, dass das halbautonom oder autonom f├Ąhrt? Halbautonom k├Ânnte eben klappen, aber im Moment ist man weit davon entfernt. Da kann man sagen, es gibt bestimmt R├Ąume wie Dubai oder so, wo sowas ├Ąhnlich wie Flugdrohnen und so besonders fr├╝h reguliert wird. Oder entreguliert wird, dereguliert wird. Andererseits ist ausgerechnet in Dubai dieses Produkt am unn├╝tzten, weil dort Fahrer im Vergleich zu den sonstigen Kosten verschwinden. Die Fahrer kommen halt aus Bangladesch oder Nepal oder Indien und kosten wirklich nichts. Wahrscheinlich ist die Subscription-Fee f├╝r so eine Software h├Âher, als was ein Fahrer kosten w├╝rde in Dubai. Das hei├čt, du hast ein bisschen ein Dilemma, dass du dort vielleicht Deregulierung haben w├╝rdest in ein paar L├Ąndern. Aber der wirtschaftliche Anreiz ist minimal in den L├Ąndern. Man kann es nat├╝rlich trotzdem, weil man ein Vorzeigestaat sein will. Ich glaube, die meisten Golfstaaten w├╝rden es allein aus Technologieoffenheit gern so machen. Aber der wirkliche wirtschaftliche Impact ist da vielleicht am kleinsten. W├Ąhrend er hier in Europa nat├╝rlich unheimlich gro├č ist. Wir hatten ja das mal dieses UK-Problem, aber ├╝berall fehlen nat├╝rlich Logistikmitarbeiter und Lkw-Fahrer und Fahrerinnen. Das hei├čt, um die demografische L├╝cke bei dem Job zu schlie├čen, w├Ąre das nat├╝rlich eine unheimlich wichtige L├Âsung. Wenn einfach eine Person, und die w├╝rde vielleicht da nicht in Europa sitzen, die w├╝rde wahrscheinlich eher in Lagos oder irgendwo in Kenia oder S├╝dafrika sitzen, weil es g├╝nstiger ist, gleiche Zeitzone. Und du willst ja auch welche in anderen Zeitzonen. Das hei├čt, du w├╝rdest vielleicht sogar ein paar in Bangalore sitzen haben oder in Bangladesch oder Nepal oder Pakistan oder was wei├č ich, oder Philippinen. Die k├Ânnten quasi die Morgensschichten, also im fr├╝hen Morgen fahren, wo man eigentlich niemanden aufwecken w├╝rde in Europa. Dann f├Ąhrt ├╝ber unsere Tageszeit jemand in Zentralafrika oder S├╝dafrika oder Algerien. Und morgens, Entschuldigung, abends f├Ąhrt jemand in Chile oder Ecuador. Und der oder die f├Ąhrt regelm├Ą├čig dann eben deutlich mehr verschiedene Fahrzeuge. Das w├Ąre schon unheimlich effizient, wenn man das hinbekommt. Wenn es nicht 100% autonom ist, sondern man das zugelassen bekommt, hast du schon eine krasse Effizienzsteigerung. Ich glaube, das ist auch die Vision so ein bisschen. Aber, soweit ich den Markt verstehe, ist Truckfahren ja nicht nur Truckfahren, sondern es ist vor allen Dingen auch Beladen, Entladen. Also der Typ oder die Person, die das Auto steuert, was 14 Lidl-M├Ąrkte abf├Ąhrt oder sagen wir mal 6 an einem Tag, die muss vor allen Dingen die Paletten immer hoch und runter holen. Und nicht immer die ganze Ladung, sondern einzelne Ladungsbestandteile usw. Und das ist die Frage, kriegst du das immer an die vor Ort-Logistik ausgelagert? Schafft man das, dass die Filiale entl├Ądt und da kommt dann der autonome Truck und die machen das? Das ist, glaube ich, auch gar nicht so einfach. Auch zum Beispiel beim Post. Denk mal so ein bisschen an die letzte Meile. Das Ding ist ja so klein, dass es auch gut in Innenst├Ądten genutzt werden k├Ânnte als Lieferwagen. Da ist dann die Frage, was n├╝tzt es auf der letzten Meile, wenn niemand das Ding entl├Ądt? Irgendjemand muss das Paket raus holen. Du kannst nicht irgendwie wildfremde Leute das Paket oder den ganzen Lieferraum ausrauben lassen. Das hei├čt, ist der LKW-Fahrer wirklich nur LKW-Fahrer oder ist das nicht doch deutlich mehr als nur autonomes Fahren, was man da l├Âsen muss?
Aber es w├╝rde ja schon einiges ver├Ąndern, wenn die 7 Stunden lange Fahrt, wenn die einfach von einem Computer ├╝bernommen wird.
Und dann schl├Ąft der w├Ąhrenddessen oder was?
Nee, also irgendjemand muss doch auf die Idee kommen, dass man die Dinger immer irgendwie bis zur Autobahnausfahrt hinf├Ąhrt und dann auf die autonome Schiene legt.
Ja, aber ohne F├╝hrerhaus kannst du die nicht dahin fahren. Das ist das Problem.
Ja, dann baust du da halt noch irgendwie so eine Anh├Ąngerkupplung oder so rein.
Wie mit Schiffen. Ah, nice, wir machen das jetzt. Mega Idee. Gl├╝ck gehabt. Vielleicht solltest du auch dein eigenes LKW-Startup bauen. Auf keinen Fall. Du baust ein LKW ohne F├╝hrerhaus und machst hinten Anh├Ąnger dran, wo der Fahrer drin ansitzt. Mega smart. Er h├Ąlt sich einfach oben so fest. Du machst vorne die Fahrerkabine weg, aber machst hinten Wohnwagen dran. Wie romantisch ist das?
Er kann sich doch einfach ├╝ber den Klappstuhl da in das Ding reinsetzen. Kann man dem nicht so ein Bett oder so was?
Nein. Ich meine, es ist eine logistische Herausforderung, die man l├Âsen kann. Es muss halt dort, wo beladen und entladen wird, m├╝ssen andere Leute zur Verf├╝gung stehen. Aber die haben ja auch einen Job. In der Lidl-Filiale gibt es niemanden, der nichts zu tun hat. Zwischendurch mal zwei Stunden. Also das Ding entladen. Du willst ja auch nicht in jedem Supermarkt eine Stelle haben, die nur zwei Stunden besch├Ąftigt. Ich glaube, das ist auch gar nicht so einfach. Ich will nicht sagen, dass es unm├Âglich ist. Logistik ist ja die Aufgabe, so etwas m├Âglich zu machen. Daher kommt der Begriff. Aber ja, eigentlich ist es, wenn du ├╝berlegst, welche Technologien uns zur Verf├╝gung stehen, ist ein Autofahren oder gerade ein LKW fahren, das noch mal ein bisschen eindimensionaler ist, als eigentlich nichts, womit sich Menschen besch├Ąftigen sollen. Und vor allem nicht unter solchen Umst├Ąnden. Es gibt bestimmt Leute, die das total romantisch und sch├Ân finden. Das wird uns im unterschichtlichen Fernsehen immer erz├Ąhlt zumindest. Aber ich glaube, die Arbeitsbedingungen sind eigentlich nicht so cool. Gerade wenn man eventuell eine Familie haben m├Âchte. Also wir haben uns schon viel zu lange dar├╝ber geredet. Mein Fazit w├Ąre, ich pers├Ânlich w├╝rde da eher nicht investieren. Aber ich finde, irgendjemand muss es ja finanzieren. Weil ich glaube schon, dass es so etwas geben wird. Ob das jetzt die L├Âsung sein wird oder eine andere. Wie gesagt, es gibt mit dem Tesla Semi-Truck eine Konkurrenzprodukt. Es baut sicherlich immer einen Volvo, Mercedes, was wei├č ich, einen eigenen autonomen Truck. Und die werden sicherlich auch entweder mit Wasserstoff oder elektrisch fahren. Mittelfristig. Von daher gibt es schon auch ausreichend Konkurrenz. Du k├Ânntest sagen, es gibt schon eine sehr gro├če Upside. Wenn das das Tesla f├╝r Trucks werden w├╝rde und du diese Sachen alle selber betreibst, dann k├Ânnte das schon auch ein signifikant gro├čes Unternehmen werden. Du kannst aber schon auch sagen, es wurde schon unheimlich viel Geld verloren in diesen ganzen E-V-Wetten. Weil offenbar nicht alle davon tolle Unternehmen werden. Ich finde es eine gute Wette auf den Fahrermangel. Also auf die demografischen Probleme. Du wettest aber eben auch auf schneller die Regulierung. Das finde ich immer relativ kompliziert. Da kann man auch abwarten und sp├Ąter vielleicht noch kaufen, wenn man so ├╝berzeugt ist. Dann muss man halt schon sehen, dass es sehr verschiedene Gesch├Ąftsmodelle sind. Also du hast einmal die Operating Software. Das ist dieses Einride Saga OS. Das ist so eine Mischung zwischen Fleet Management, irgendwie Samsara und Sender nach meinem. Also ein bisschen Routenstreckenoptimierung, aber auch Tracking der Fahrzeuge. Ja, ich glaube Sender plus Samsara ist eine ganz gute Beschreibung. Dann hast du diese Einride Stations, also eigene Ladestationen, die fremde Kunden, aber auch unabh├Ąngige Kunden anfahren d├╝rfen. Lustigerweise hast du die Karte von New York gesehen. Also die gehen davon aus, dass sie so eine Riesenladestation irgendwo Downtown Manhattan bauen. Das will ich gerne mal sehen, wo sie eine Tiefgarage k├Ânnen. Aber ich glaube selbst eine Tiefgarage in New York ist noch teurer als so eine schei├č Ladestation. Das war glaube ich nicht so schlau. Wie auch immer. Dann hast du, die Frage ist, kannst du so eine Art Asset Light digitale Spedition oder Uber bauen? Also du kannst entweder eine Asset Light digitale Spedition bauen. Das hei├čt, diese Fahrzeuge werden auch weiterhin mit Asset Back Securities finanziert. Das hei├čt, irgendeine Versicherung haut da ein paar Milliarden rein, betreibt oder ├╝bernimmt die CapEx, die Ausgaben f├╝r die Fahrzeuge. Daf├╝r zahlt Einreit in quasi eine Leasinggeb├╝hr. Die Rendite des Versicherers wiederum hat daf├╝r aber eigentlich sehr niedrige Kosten f├╝r den Betrieb, weil sie nur leasen die Fahrzeuge. Oder du baust halt so ein Uber sogar, dass du ein Marketplace f├╝r die Driver machst und jeder und die Kunden kaufen, nein, w├╝rden die Fahrzeuge leihen. Aber es ist auch die Frage, ob du da jemals auf eine EBIT Marge von ├╝ber 20% mitkommst, bin ich mir auch nicht so sicher, ehrlich gesagt. Weil am Ende ist es unheimlich schwer, sich zu differenzieren. Hast du gro├če Netzwerkeffekte? I don't know. Ich glaube, es kann gut zwei, drei, vier Player geben. Zu stark sind die Netzwerke. Du hast Netzwerkeffekte, aber ich glaube, die sind nicht stark genug, beziehungsweise zu schnell nachbildbar. Und das langweiligste Modell w├Ąre ja so wie bei Lirium auch, die Dinger zu bauen und zu verkaufen. Das ist glaube ich bl├Âd. Also als OEM, als Hersteller, Manufacturer, verdienst du damit kein vern├╝nftiges Geld. Das kann nicht das Modell sein. Das hei├čt, du musst irgendwie eine Kombination aus Software-Stations und dem Betrieb der Dinger machen. Aber es ist, glaube ich, gar nicht so einfach, da ein Modell zu finden. Man sieht ja, wie lange es f├╝r Uber braucht, um das halbwegs profitabel ├╝berhaupt hinzubekommen. Geschweige denn, von vern├╝nftigen Margen ist Uber ja noch weit entfernt. Von daher, f├╝r mich w├╝rde es sich eher nicht aufdr├Ąngen. Aber ich finde es gut, dass Leute es finanzieren. Und es ist auch kein super starkes Statement. Ich bin weit davon entfernt zu sagen, man muss da die Finger von lassen oder so. Andererseits machen sie sehr gutes Marketing, aber es gibt schon auch ein paar Sachen, die das Pippradar so ein bisschen anmachen lassen. Aber nichts so Substanzielles, dass es nachweisbar problematisch ist.
Und w├╝rdest du gerne in der Zukunft leben, in der so Dinge herumfahren?
Das ist die eigentliche Frage, mit der ich mich am meisten besch├Ąftige. Ist es besser, diesen Verkehr auf der Schiene oder auf der Stra├če zu haben? Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn du davon ausgehst, dass beides irgendwann mal mit gr├╝nem Strom betrieben wird. Ich bin f├╝r Stra├če und gegen Schiene. Weil?
Mehr Flexibilit├Ąt.
Und Kosten sind doch wahrscheinlich auch.
Schiene bedeutet ja eigentlich nur Monopol.
Ja und f├╝r den Personenverkehr behindern. Bisher versucht man ja, den G├╝terverkehr auf die Schiene zu bekommen. Die Frage ist, w├Ąre es nicht sogar gut, den G├╝terverkehr, wenn es das g├Ąbe, den G├╝terverkehr von der Schiene wegzubekommen. Dann h├Ątte man schnellere Trassen f├╝r den Personenverkehr eventuell. Freie Gleise. Man m├╝sste nochmal den Feinstaub anschauen. Und mein Gef├╝hl ist noch, dass die Abnutzung der Infrastruktur auf der Schiene weniger ist als auf der Stra├če. Also ein 40 Tonner macht die Stra├če signifikant schlechter mit jeder ├ťberfahrt. Ich glaube, ├╝ber die Schiene k├Ânnen ganz oft 2 bis 400 Tonnen r├╝ber. Wei├čt du, was eine Tram wiegt ├╝brigens? 35 Tonnen ungef├Ąhr. Wow. Also ein Gitterzug. Ein Tagong? Ne, der ganze Zug.
Der ganze Zug, ja.
Je nach L├Ąnge. Es gibt ja verschiedene L├Ąngen. Das ist eigentlich die Frage, wo musst du mehr in die Infrastruktur investieren. Aber letztlich muss man alle Kosten zusammenrechnen und dann eine Entscheidung treffen. Was denkst du, wenn... Die Stra├čen w├Ąren halt auch leerer. Andersrum k├Ânntest du sagen, die Stra├čen w├Ąren leerer, wenn das Zeug auf der Schiene w├Ąre. Dann kannst du endlich ohne Tempolimit... Wenn wir schon bei der FDP sind, es kamen noch ein paar ESOP-Fragen rein.
Und zwar...
Also ich w├╝rde nochmal... Es macht auf jeden Fall Spa├č, sich Aldenhoven nochmal bei Google Maps auf der Karte anzuschauen, so ein bisschen rauszusoomen und dann auf die Satellitenansicht zu gehen. Da kann man sehr sch├Ân sehen, wie sch├Ân Tagebau aus dem All aussieht. Und also, ich w├╝rde sagen, das ist ein sehr interessanter Punkt. Und also... Diese Grube Hambach, da w├╝rde das gesamte Stadtgebiet von Aachen reinpassen. Wei├č nicht, ob du schon mal in Aachen warst, aber es ist schon krass. Es ist ein riesen fucking braunes, dunkelbraunes Loch. Aber naja, da kommt ein sch├Ânes Nahholungsgebiet mit Baggersee irgendwann rein. Oder eine Teststrecke f├╝r autonome Autos. ESOPs.
Robert hat gefragt, wie es aussieht bei sinkenden Bewertungen. Also wir erleben ja jetzt wahrscheinlich in den kommenden Monaten ein paar Startups, bei denen die Bewertung eher nach unten geht. Und er fragt, wie das aussieht f├╝r Leute, die ESOPs halten. Gibt es da Gefahren oder sogar Chancen?
Also Beispiel.
Ich bin Mitarbeiter eines Unternehmens, das eine Milliarde wert ist. Und leider haben wir das ganze Geld ausgegeben und machen jetzt eine Runde auf 500 Millionen. Und ich hatte in meinem Arbeitsvertrag irgendwelche ESOPs.
Genau. Und dann ist zum Beispiel wichtig, zu welcher Runde du... Also wenn du ein Mitarbeiteroptionsprogramm unterschreibst, dann sind die wichtigen Zahlen eigentlich die Anzahl der ESOPs und der Strike Price. Also das ist der Aus├╝bungspreis der Optionen.
Also ich habe den Job angefangen, gerade als die neue Runde zu einer Million announced worden ist.
Eine Milliarde hast du gesagt. Eine Milliarde. Dann w├╝rde ganz oft, ich glaube es ist in der Mehrheit der F├Ąllen so, dass dann eine Milliarde der Strike Price w├Ąre. Also die logische Begr├╝ndung w├Ąre, du arbeitest ja erst ab jetzt in der Firma mit. Deswegen sollst du erst vom Zugewinn vom Status Quo profitieren. Das hei├čt, wenn die Firma mal zwei Milliarden wert ist und dein Strike Price ist eine Milliarde, dann w├╝rdest du eben auf deinen Anteil die Verdopplung bekommen. Aber nicht die erste Milliarde. Also sozusagen die w├╝rde abgezogen. Also du bekommst sagen, du h├Ąttest ein Prozent an der Firma, das w├Ąren 20 Millionen. Du musst aber erst f├╝r 10 Millionen die Anteile kaufen. Also blieben dir 10 Millionen. Dein Aus├╝bungspreis ist 10 Millionen. 20 w├╝rdest du bekommen, dann ist das Delta 10 Millionen. Und das, weil du ja E-Shop-Holder bist, versteuerst du das nur mit 25 Prozent und beh├Ąltst 7,5 Millionen davon. Als typischer Arbeitermitarbeiter. Ein Problem ist schon mal, dass die meisten Leute gar nicht wissen, wie viele Optionen. Also du kriegst ja in der Regel eine Anzahl Optionen. Das ist die dritte Zahl. Also ich habe ja gesagt, die Anzahl der Optionen ist relevant und der Strike Price oder Aus├╝bungspreis. Dann eigentlich ist wichtig, dass du noch die Anzahl der gesamten fully diluted shares, also wie viele shares hat die Firma eigentlich und wie viele Optionen wurden schon rausgegeben. Weil das Problem ist, du wei├čt ja in der Regel nicht, wie viel Prozent der Firma jetzt diese Optionen repr├Ąsentiert. Also du hast, du kriegst sagen wir mal jedes Quartal zwei Optionen. Dann w├Ąchstest vier Jahre. Dann hast du nach 16 Quartalen 32 Optionen. Und wie viel ist das jetzt? Also du kriegst 32 Optionen zum Strike Price von 100. Was sagt dir das? Auf keinen Fall. Ja, man kann jetzt sagen, die w├Ąren auf der letzten Bewertung offensichtlich dann 3200 Euro wert gewesen. So das ist sozusagen deine Partizipation. Aber so kann man es nat├╝rlich so umkannst du es auch rechnen. Und dann wenn sich der Firmenwert verdoppelt, dann h├Ąttest du eben 3200 Euro verdient. Ich glaube was noch wichtig ist, es wird immer so viel mit den kleinen Angestellten herumgerechnet. Ich glaube was schon wichtig ist, ist dass meine bisherige Erfahrung und Ergebnis einiger Stichproben ist, dass die absolute Mehrheit der Optionen nicht von irgendwelchen kleinen Mitarbeitern gehalten wird. Sondern haupts├Ąchlich von Gr├╝ndern und Gr├╝nderinnen. Und vielleicht Ziellevel Exekutives und dann ab und an noch zweites, vielleicht drittes Level auch. Aber die Mehrheit ist oft in der Hand von Menschen, die schon Aktien haben und einfach langfristig zus├Ątzlich inzentiviert werden sollen. Also die Politiker erz├Ąhlen teilweise irgendwelche Geschichten von kleinen Mitarbeitern, die jetzt ihre Eltern pflegen m├╝ssen und deswegen den Job verlassen und so weiter. Also das Dry Income haben wir ja erkl├Ąrt, das ist gehakt, das macht so oder so Sinn. Aber ich habe das Gef├╝hl, es wird nicht 100% Daten basiert getrieben, die ganze Debatte. Aber die wollen wir auch gar nicht wieder aufmachen. Also die Gefahr ist, dass wenn du jetzt eine Downround hast, dann muss die Firmenbewertung erstmal wieder den Strike Price ├╝bertreffen. Das Gute ist, bei einer Option hast du kein negatives Risiko. Es sei denn, du h├Ąttest vorher schon tats├Ąchlich Steuern zahlen m├╝ssen. Das ist ja das Problem, was gel├Âst werden muss und was auch richtig ist, dass man es l├Âst. Aber du w├╝rdest nicht verlieren, weil die Firma jetzt weniger wert ist. Aber es ist der Abstand zu deiner Gewinnzone, der ist dadurch nochmal gr├Â├čer geworden. Das hei├čt, was man oft macht, in den USA ist es ja g├Ąngig, dass man diese, wie hei├čt das? 401k? Das ist die Vorsorge. Es gibt einen Paragrafen, der sagt, dass du diese interne Bewertung der Aktien immer anpassen musst. Ich glaube, es ist die 409a Valuation. Vielen Dank daf├╝r. Gef├Ąhrliches Heimwissen mit Pip. Es geht um die Versteuerung, damit du berechnen kannst, was das Delta ist und was das Geschenk ist. In den USA muss man ├╝brigens die ESOPs hinterher auch nochmal versteuern. Von daher ist es gar nicht so viel besser dort. Nur, dass die Gesetze in jedem Land unterschiedlich sind. Wenn du da in Texas lebst, ist es einfach viel attraktiver. In New York bist du gar nicht zwangsl├Ąufig so viel besser gestellt, als in der EU, glaube ich. Du hast eine interne Bewertung, die du quasi regelm├Ą├čig neu anpasst, weil es f├╝r alle vorteilhaft ist, das zu tun. Dadurch erfahren wir auch, dass Checkout.com ihre interne Bewertung ver├Ąndert hat. Das bekommt man immer dann raus, wenn diese 409a Valuation f├╝r die Steuer angepasst wird. Das k├Ânnte man in Deutschland nat├╝rlich auch machen. Ein ESOP ist ein ganz einfacher zweiseitiger Vertrag. Also zweiseitig im Sinne von zwei Parteien. Du kannst nat├╝rlich sagen, wir machen eine ├änderungsvereinbarung oder wir ├Ąndern das gesamte ESOP-Programm und ver├Ąndern den Strike-Price f├╝r alle ausgegebenen ESOPs auf. Da m├╝ssen die Gesellschafter in der Regel einmal zustimmen und dann kann man den Strike-Price auch senken wieder. Aber mein eigener Druck ist schon, dass viele Leute nicht verstehen, wie viel Equity ihre Optionen in Euro repr├Ąsentieren. Und ob sie gerade im Geld sind oder nicht. Oder was passieren muss, damit sie ins Geld kommen mit den Optionen. Ich glaube, gute Firmen versuchen das transparent zu machen. Es gibt im Zweifel auch mal ein oder zwei Mitarbeiter, die es doch durchrechnen und verstehen wollen. Und eventuell sonst Unfrieden stiften. Wir packen mal einen Artikel ├╝ber diese 4-9-Valuation. Da gibt es einen von A6-16Z in die Show Notes. Obwohl ist das relevant, wenn man in Deutschland labelt? Auch wieder nicht. Wir packen trotzdem in die Show Notes. Gibt es Chancen, die sich daraus ergeben? Was sich auf jeden Fall lohnt, ist nochmal in seinen ESOP-Vertrag rein zu gucken. Zu ├╝berlegen, ob man den eigentlich versteht. Wenn nicht, sollte man sich nochmal erkl├Ąren lassen. Und wenn der Strike-Preis, wobei das interessant ist, der Strike-Preis ist ja oft in pro Share angebildet. Das hei├čt, da steht im Zweifel drin, dein Strike-Preis ist 50,69 Euro. Das hilft dir halt auch gar nicht. Du liest vielleicht in Gr├╝nderszene oder was wei├č ich, auf Crunchbase, was die letzte Valuation der Company ist. Aber wenn du die Anzahl der Shares nicht kennst, wei├čt du ja nicht, welchem Share-Price das entspricht. Typischerweise, sei denn du bist einer, der auch Shareholder ist, was in der Regel auch der Fall ist. Aber wenn es eine Differenz gibt, dann m├╝sstest du eigentlich schauen, wie weit bin ich weg. Kann ich das, glaub ich, ├╝berhaupt noch daran, dass es erreicht? Also habe ich bei einer sehr hohen Runde von Tiger Global zuletzt angefangen, dort zu arbeiten. Und entsprechend hoch war die Valuation. Und jetzt sagen, ist die Firma eigentlich nur noch ein Viertel wert? Dann m├╝sste sich die Firma vervierfachen, damit du ├╝berhaupt wieder ins Geld kommst und deine Options ├╝berhaupt was wert sind. Dann m├╝sste man eventuell nachverhandeln. Teilweise machen Firmen das proaktiv, teilweise nicht. Man kann nat├╝rlich, wenn eine Firma weiter w├Ąchst oder glaubt, dass sie in diese Valuation schon gut reingewachsen ist, dann gibt es auch vielleicht keinen Grund, da drum herumzur├╝tteln.
Dann hat Marcel eine Frage zur Steuerlast. Magst du die ├╝bernehmen und gleich beantworten?
├äh, Sekunde. Achso, die ist an mich pers├Ânlich gerichtet auch. Also, ein H├Ârer hat uns geschrieben, mir f├Ąllt immer wieder auf, dass du deine Steuerlast gerne mit der Steuerlast anderer vergleichst und das irgendwie als ungerecht empfindest. Wenn du tats├Ąchlich der Meinung bist, dass dein Geld in den Taschen des Staates besser aufgehoben ist, wieso nutzt du nicht das Spendenkonto des Fiskus? Du k├Ânntest ja auch einfach freiwillig Steuern zahlen. Geht das? Ja, es gibt ein Spendenkonto. Ich habe mich damit noch nicht besch├Ąftigt. Es gibt ja durchaus Erben, Unternehmerinnen und so. Es gibt diese Initiative Tax Me Now. Also ich bin nicht der Einzige, der aktiv sagt, bitte besteuert mich her daf├╝r. Ich bin ja auch gar nicht f├╝r h├Âhere Steuern, f├╝r mich pers├Ânlich. Ich will nur keine Privilegien und eine ├╝bergreifende Gerechtigkeit. Tax Me Now, da geht es, glaube ich, mehr um Erbschaftsteuern, was, glaube ich, auch sinnvoller ist noch. Aber das ist f├╝r viele Leute nat├╝rlich schwer zu verstehen, dass Leute gibt, die freiwillig Steuern zahlen. Es ist nicht so, dass es mir unheimlich viel Spa├č macht, Steuern zu bezahlen. Aber ich glaube, dass irgendjemand Steuern zahlen muss. Und wenn, dann sollten es vielleicht die Leute sein, die in der Lage sind, das auch zu tun. Und ich glaube schon, dass es gerechter ist, wenn Leute, die mehr Geld verdienen, einen h├Âheren Steuersatz haben. Prinzipiell. Das finde ich sehr schwer, dagegen zu argumentieren. Und das Argument, wenn du das Geld so gerne loswerden willst, dann spende es doch gleich dem Staat. Das ist so, als wenn ich sage, wenn dir die Steuern zu hoch sind in Deutschland, dann geh doch nach Amerika. Das ist das gleiche Diskussionslevel, glaube ich. Das ist schwer darauf jetzt aufzubauen. Aber ich glaube, das habe ich noch nicht so 100% ernst gemeint. Deswegen geht die E-Mail ja auch noch weiter. Du k├Ânntest ja auch freiwillig mehr Steuern zahlen. Aber unabh├Ąngig davon ist es nicht sinnvoller, die Summe des gesamten Steueraufkommens und Schulden einmal zu hinterfragen und sich mehr mit der Sinnhaftigkeit der Mittelverwendung zu besch├Ąftigen, anstatt immer nur die Gerechtigkeitsfrage zu stellen. Deine Begeisterung f├╝r die Institution Staat kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich mit der Institution Staat begeistert bin. Insbesondere auch, weil du als Unternehmer doch eigentlich wei├čt, dass die besten L├Âsungen f├╝r die Probleme der Menschen nicht von Politikern entwickelt werden. Ich pers├Ânlich glaube nicht, dass der Staat ein Einnahmeproblem hat, sondern ein Ausgabeproblem. In Deutschland betr├Ągt die Staatsquote mittlerweile ├╝ber 50%. Also ich finde es total valide, die Ausgabenseite des Staates zu ├╝berpr├╝fen. Wie gesagt, Begeisterung habe ich f├╝r den Staat auch nicht. Ich glaube schon, dass viele Sachen in Unternehmen effizienter gel├Âst werden, aber vielleicht auch nicht alle Sachen. Wir haben ja versucht, die Altersvorsorge zum Beispiel halb staatlich oder halb unternehmerisch zu l├Âsen. Das hat f├╝r unheimlich hohe Geb├╝hren gef├╝hrt bei den Konsumenten oder bei den Vorsorgen. Und das war zum Beispiel keine gute Idee. Abgesehen davon, wenn man die Ausgaben infrage stellt, was legitim ist oder was man st├Ąndig machen sollte, da gibt es ja auch Institutionen, die das tun, da muss man halt sagen, wo man sparen will. Also wo will man konkret das Geld gerade ausgeben? Erstmal die Staatsquote, 50%. Die ist nat├╝rlich im Vergleich relativ hoch. ├ľsterreich hat noch eine relativ hohe, dann Griechenland und Italien, die nordischen Staaten. Aber was man auch sehen muss, ist, dass ├╝berall Leute anfangen, Kosten-Nutzen-Rechnungen aufzumachen, au├čer wenn es um die Staatsquote geht, dann wird immer in absoluten Zahlen gedacht. Und was man schon mal sehen muss, ist, dass man innerhalb dieser Staatsquote Altersvorsorge, Krankenversorgung, Gesundheitsversorgung, kostenlose Bildung, relativ viel Infrastruktur, ja da kann man viel daran meckern, an unserer kaputten Infrastruktur, aber sie ist im Zweifel deutlich besser als in den USA zum Beispiel. Da sind die Stra├čen viel kaputter, die Netze nicht besser, das Elektrizit├Ątsnetz und Wassernetz ist komplett im Arsch. Von daher haben wir vielleicht nicht die beste Infrastruktur der Welt, aber auch nicht die schlechteste.
Ich finde es auch immer krass, wenn Leute sagen, ich verlasse das Land und das ist alles so schlimm hier, wo geht das hin? Ich verstehe es ├╝berhaupt nicht. Ich finde das Leben hier so unglaublich angenehm. Und bis jetzt, also au├čer das Wetter, habe ich keinen einzigen Grund, irgendwie irgendwann hier wegzugehen.
Also ich finde es wichtig, dass man eben auch mal ├╝berlegt, was man eigentlich bekommt an Sicherheit und Grundversorgung und Daseinsvorsorge f├╝r diese hohe Staatsquote. Und dann ├╝berlegen wir nochmal, wollen wir lieber ein Bildungssystem haben wie in den USA? Keinen Fall. Wo die Eltern das bezahlen. Ich glaube nicht, dass das ein besseres Bildungssystem ist, was die USA haben.
Ja, oder willst du sofort irgendwie 5000 bis 40000 Dollar zahlen, um dein Kind auf die Welt zu bringen?
Genau. Willst du in dem Gesundheitssystem der USA leben besser? Wie gesagt, m├Âchtest du die Infrastruktur der USA haben? Oder die Altersvorsorge?
Oder die ganzen Obdachlosen vor deiner Haust├╝r in der Stadt? Also das ist ja nochmal ein anderes Thema, als wir das in Europa gewohnt sind.
In Hamburg ja trotzdem. Aber es ist nochmal ein Unterschied. Ich will nicht damit sagen, dass die Staatsquote nicht zu hoch ist, oder dass der Staat per se die tollste Institution ist, oder schon gar nicht eine besonders effiziente Institution ist. Aber ich w├╝rde nur dazu auff├╝hren, dass man auch diese Debatte einigerma├čen datenbasiert und ehrlich f├╝hrt. Und dazu geh├Ârt, dass man irgendwie eine Kosten-Nutzen-Betrachtung macht und nicht einfach sagt, wir sind der teuerste Staat der Welt. Wir sind mit Sicherheit auch der mit dem h├Âchsten Lebensstandard. Und dann kann man nat├╝rlich sagen, dass man diesen ganzen Sozialkram nicht will, weil ich bin privat versichert. Ich schicke meine Kinder an die Elite-Uni und Infrastruktur interessiert mich eh nicht. Ich fahre Tesla. Genau, ich fahre nicht Bahn und ich habe meine eigene Solaranlage und was wei├č ich. Das verstehe ich schon. Und komischerweise gibt es Leute, die aus relativ einfachen Verh├Ąltnissen kommen, dann reich werden. Und in dem Moment, wo sie es geschafft haben, switchen auf, ich will sofort Steuernsenkung und was wei├č ich. Das finde ich ehrlich gesagt zu kurz in der Betrachtung, um es vorsichtig zu formulieren. Die Frage, die man sich eigentlich stellen muss, ist n├Ąmlich nicht, m├Âchte ich heute als wei├čer reicher Mann lieber in einer liberaleren Gesellschaft leben? Sondern die Frage ist, wenn du morgen an einer Lotterie teilnimmst und du wirst mit einer random Hautfarbe, mit einem random Geschlecht und einer random gesundheitlichen oder genetischen Konstitution und einem random IQ wiedergeboren, m├Âchtest du dann lieber in den USA leben oder in Deutschland? Das ist die Frage. Und du wei├čt nat├╝rlich auch und random Familie. Also du kannst quasi in einem Milliarden-Familienunternehmen geboren werden oder aber auch in erste Generationen zugewanderte. Und die Frage musst du dir stellen, ob du es dann immer noch besser findest, wenn du eventuell dumm, schwarz und weiblich, um es einfach zu sagen, und in eine nicht privilegierte Familie geboren wirst, ob du dann immer noch das System so beschissen finden w├╝rdest. Und da gibt es bestimmt Leute, die das immer noch bef├╝rworten, was glaube ich nicht rational ist. Aber ich glaube, das w├Ąre intellektuell ehrlich, sich das zu fragen. Abgesehen davon, es steht nicht direkt im Grundgesetz, dass wir eine soziale Marktwirtschaft haben, aber durchaus, dass es weder eine Zwangswirtschaft noch eine Laissez-faire-Wirtschaft geben kann. Also eine komplett liberalisierte Marktwirtschaft. Es wird immer mit sozialer Verantwortung abzuw├Ągen sein. Wenn man das ├Ąndern will, muss man auch einfach zwei Drittel der Politiker zusammen bekommen. Das wird schwer in einem Land, wo bald alle Rentner sind oder die Mehrheit Rentner ist. Von daher muss man einfach schauen, was uns vorgegeben ist als Land in der Verfassung. Kann man Dinge in Unternehmen prinzipiell effizienter machen? Viele wahrscheinlich.
Kann auch in vielen gro├čen Unternehmen Sachen noch effizienter machen.
Das ist auch wahr. Bei Riesa hast du riesige Probleme. Das siehst du in den USA auch, dass der Verbraucherschutz so schlecht ist, dass letztlich die Konsumenten f├╝r alles mehr zahlen. F├╝r einen 5G-Plan, also f├╝r Datenpakete f├╝r dein Handy, zahlst du das vierfach in den USA. Einfach weil es nicht reguliert ist, weil der Staat nicht eingreift. Dann gehen wir noch mal auf die Ausgabenseite. Gr├Â├čtes Budget Arbeit und Soziales 161 Milliarden. Wo willst du da sparen? Du kannst sagen, du k├╝rzt Hartz IV oder B├╝rgergeld wieder. Da musst du auch sagen, dass B├╝rgergeld letztlich eine Umlage nicht von Arm zu Reich ist, sondern von der Mittelschicht zur Oberschicht. Weil das Geld, was du den ├Ąrmsten Menschen gibst, wird zu 100% verkonsumiert, weil die nicht sparen k├Ânnen. Die k├Ânnen damit auch nicht Verm├Âgen ansparen oder Verm├Âgen aufbauen. Sondern es wird sofort zu 100% verkonsumiert. Wer profitiert von diesem Konsum? Einerseits die Gesamtwirtschaft, aber ├╝berdurchschnittlich nat├╝rlich die Unternehmen und damit die Unternehmer. Das hei├čt, die Steuern aufgebracht werden ├╝berwiegend von der Mittelschicht, n├Ąmlich ├╝ber Umsatz- und Lohnsteuer, was die gr├Â├čten Aufkommen sind. Es ist auch nicht so, dass die Unternehmen die Mehrheit der Steuern tragen, sondern es ist so, dass die Mittelschicht die Mehrheit der Steuern und sogar die Unterschicht ├╝ber Konsum steuern. Das hei├čt, das wird super schwer, da zu sparen. Es ist ja kein Wunder, dass fast alle Milliard├Ąre, zumindest in den USA, f├╝r ein bedingungsloses Grundeinkommen sind. Weil sie genau wissen, dass die armen Menschen damit mehr Geld bekommen haben. Das ist ja letztlich fast zu Corona passiert, dass alle Helikoptergeld bekommen haben. Das war ein Megastimulus f├╝r die Gesamtwirtschaft, wodurch aktuelle Oxford-Studie, die Reichen mal wieder noch reicher geworden sind in den letzten zwei Jahren. Weil Staatsgeld, was aus Steuergeldern von allen, insbesondere der Mittelschicht und der arbeitenden Bev├Âlkerung, aufgebracht wurde, umverteilt wurde und ausgegeben wurde f├╝r Konsum. Und dann kannst du bei Gesundheit sparen, das ist der n├Ąchstgr├Â├čte Punkt. Da musst du dich eben fragen, m├Âchtest du ein anderes Gesundheitssystem haben? Unser ist nicht perfekt und hyper-effizient sicherlich, aber es ist nicht das schlechteste der Welt und das glaube ich in den oberen 10, 20 Prozent ganz sicher. Kannst beim Finanzministerium sparen, das ist der n├Ąchstgr├Â├čte Block. Verteidigung, ich glaube nicht ist ein guter Zeitpunkt, um an Verteidigung zu sparen. Kann man da effizienter einkaufen? Wahrscheinlich auch. Verkehr und digitales Infrastruktur sollten wir glaube ich nicht sparen. Im Gegenteil, sollten wir vielleicht sogar investieren. Das gleiche gilt f├╝r Bildung und Forschung. Also du kannst nur interne Effizienz irgendwo rausholen und versuchen, die Prozesse besser zu machen. Bin ich da daf├╝r? Nat├╝rlich. Und jetzt muss ich sagen, auch fairerweise, ich habe nat├╝rlich nachgefragt, wie er das denn konkret machen w├╝rde und er hat auch darauf geantwortet. Also wir freuen uns immer ├╝ber so, das f├Ąngt jetzt ein bisschen schnippisch an, seine erste E-Mail, aber das kann man mir auch mal vorwerfen, von daher ist das ja schon relativ substanziell gewesen und deswegen habe ich auch nochmal nachgefragt. Meine Frage war, wo genau sollten wir denn sparen, mehr oder weniger. Dann schreibt der H├Ârer, Deutschland hat direkt nach China und noch vor der EU das zweitgr├Â├čte Parlament der Welt, was ├╝brigens jetzt reformiert werden soll, was ich gut finde. Also wir brauchen nicht 736 Abgeordnete, um unsere Wahlkreise zu repr├Ąsentieren. Bin ich total dabei. Also da sieht man, wie wichtig auch Debatte ist und miteinander reden, obwohl wir wahrscheinlich, ich glaube, er w├╝rde mich beschreiben als der schlimmste linksgr├╝nversifften Gerechtigkeits- und Verteidigungsfreund der Welt. Aber tats├Ąchlich liegen wir bei ganz vielen Sachen auf einer Linie. Unser Parlament ist so gro├č, full stop. Also w├╝rde ich total sagen, das Kanzleramt soll jetzt f├╝r 7,5 Millionen nochmal ausgebaut werden. Muss man auch fragen, bin ich mir auch nicht sicher, ob der Kanzleretat jetzt nochmal so gro├č gemacht werden muss.
Bekommen die dann Internetzugang?
Ob das so gut ist, wei├č ich nicht. Die tats├Ąchlichen Kosten werden wahrscheinlich deutlich ├╝ber eine Milliarde liegen. Staatliche ├Âffentliche Bauvorhaben kosten immer mindestens das Doppelte, siehe BER, Elbphilharmonie, die Elbphilharmonie ein staatliches Vorhaben, Stuttgart 21 und so weiter. Da muss man dazu sagen, also einerseits ist es mehr als gang und g├Ąbe, dass man die Projekte besonders g├╝nstig kalkuliert, damit sie ├╝berhaupt freigegeben werden, wohl wissend, dass sie teurer werden. Also teilweise ist das sehr einberechnet. BER und so weiter ist nochmal eine ganz besondere Katastrophe. Aber es ist auch nicht so, dass jedes Haus in der Privatwirtschaft zu den avisierten Kosten gebaut wird, ist mein Gef├╝hl. Daf├╝r gibt es noch zu viele Bauruinen und wer mal ein Eigenheim gebaut hat, der soll mir sagen, wer das von Anfang genau richtig eingesch├Ątzt hat. Aber ja, der Staat ist nicht der effizienteste Bauherr wahrscheinlich. Teilweise ist das aber systematisch gewollt, teilweise auch nicht. Die gesetzliche Rente funktioniert nicht und wird heute schon mit ca. 100 Milliarden im Jahr bezuschusst. Ich bin 100 Prozent f├╝r eine Aktienrente, gar keine Frage. Also wir m├╝ssen von einem umlagebasierten System so schnell wie m├Âglich einen ├ťbergang schaffen in ein kapitalbasiertes System, also mit einem Staatsfonds, der das Geld sinnvoll anlegt und damit Renditen erwirtschaftet. Das ist wirklich schade, dass wir da nicht besser vorankommen. Auch da liegen wir wahrscheinlich 100 Prozent auf einer Linie. Das wird nat├╝rlich alles noch viel schlimmer, je ├Ąlter die Leute werden. Und ├╝ber kapitalgebundene Altersversorger an den zuk├╝nftigen Produktivit├Ątssteigerungen durch Technologie, durch AI zum Beispiel teilzunehmen, ist auch die einzige M├Âglichkeit, diese Gesellschaft quasi weiter zu finanzieren und die Menschen, die nicht mehr an der Wirtschaft teilhaben, als Rentner, aber sich das verdient haben. Von daher m├╝ssen wir mehr vom umlagefinanzierten System zu einer Aktienrente weg. ├ťberhaupt keine Frage. Und es ist auch toll, dass die FDP sich daf├╝r einsetzt oder am meisten versucht daf├╝r zu tun im Moment. Da habe ich ├╝berhaupt kein Problem damit, das zu sagen. Und wie gesagt, all for it. Wenn der Staat den Menschen weniger Geld wegnehmen w├╝rde, bliebe ihnen auch mehr f├╝r die private eigenverantwortliche Altersvorsorge. Zus├Ątzlich k├Ânnte man steuerliche Anreize setzen, eigenverantwortlich vorzusorgen. Zum Beispiel 401k USA. Da ist jetzt eine Sache drin, mit der ich ├╝berhaupt nicht ├╝bereinstimme und eine, mit der ich sehr ├╝bereinstimme. Also die private Altersvorsorge zus├Ątzlich zu f├Ârdern, bin ich mit einem gewissen Cap sehr daf├╝r. Also zu sagen, jeder soll 10.000 Euro im Jahr einzahlen d├╝rfen in so einen 401k Plan. Und das ist dann, was hei├čt die Frage, wie man das gestaltet. Man muss ja Inflation und so weiter einreichen. Aber ich wei├č nicht, ob es 100% steuerfrei sein soll. Sagen wir mal, die M├Ąrkte laufen so, dass es am Ende 200 Millionen sind. Und der Lebens-, der Durchschnittshaushalt verdient weiterhin vielleicht nur 200.000 Euro in 30 Jahren. Dann braucht man es wahrscheinlich, ich w├╝rde sagen, das darf bis zum Doppelten oder, ja was ist eine gute Regelung, ich w├╝rde sagen, so bis zum Doppelten des Durchschnittseinkommens oder so, darf man das steuerfrei rausholen. Darf man steuerfrei entsparen als Rentner oder es auch weiter vererben. Ich glaube nicht unbegrenzt, weil das finde ich schwer. Der Staat sollte nicht den Aufbau von Familienverm├Âgen f├Ârdern, glaube ich, sondern die Altersvorsorge. Und die Altersvorsorge hat irgendwo Grenzen, sorry. Vielleicht ist dieses Doppelte des Durchschnittseinkommens nicht der letzte Stand der Weisheit oder wie man das sagt. Aber ich glaube, irgendeine Obergrenze muss es daran geben. Weil jemand zahlt ja auch die Subventionen da. Aber ich glaube, Altersvorsorge f├Ârdern bis zum gewissen Mindestma├č ist gut. Ich glaube trotzdem, dass man eine Rente braucht, weil es gibt eben G├╝ter, mit denen sich das Wirtschaftsindividuum regelm├Ą├čig unterversorgt. Und dazu geh├Âren zum Beispiel Bildung und Altersvorsorge. Weil Menschen nicht langfristig genug denken, w├╝rden die meisten Leute ihre Kinder nicht zur Schule schicken, sondern aufs Feld oder in die Spielbibliothek. Und sie w├╝rden sich nicht ausreichend mit Gesundheit und Altersvorsorge versorgen. Deswegen hat man daf├╝r gesetzliche Kassen. Sollte man die trotzdem auf Aktien basieren? Ja. Das ist meine Meinung. Und dann jetzt, w├╝rde der Staat den Menschen weniger Geld wegnehmen, bliebe ihnen mehr, um das eigenverantwortlich zu machen. Da ist ja das Problem, dass die Steuern, ├╝ber die ich meistens rede, also insbesondere Erbschaftsteuern oder Einkommenssteuer oder jetzt sowas wie ESOBs, dass das eben Leute betrifft, die eigentlich zus├Ątzliches Geld bestenfalls irgendwo in Aktien investieren oder Immobilien, aber nicht zur├╝ck in die Wirtschaft leiten ├╝ber Konsum und wahrscheinlich auch nicht noch mehr Altersvorsorge betreiben. Also nicht ├╝ber die Grenze, von der ich zuvor gesprochen habe, hinaus. Also die Frage ist, was passiert, wenn wir den Spitzensteuersatz senken oder sagen, Kapitalgewinne sind noch g├╝nstiger. Das ist nat├╝rlich das Ursprungsproblem dieser ESOB-Debatte, dass Kapitalertr├Ąge immer noch g├╝nstiger sind als Arbeits- oder besser besteuert sind als Arbeitseinkommen. Das ist ja eigentlich das Problem. Wenn nicht, h├Ątten wir diese ganze Debatte ja nicht. Aber ich finde es so einfach zu sagen, wenn jetzt insbesondere die Unternehmer weniger Steuern zahlen, dann entstehen vor allen Dingen Sicherheitsverluste, weil das Geld leider nicht sofort in die Wirtschaft wiederindiziert wird. Da werden nicht sofort Arbeitspl├Ątze mit geschaffen, sondern es wird leider eine weitere Mobile von gekauft. Und zumindest ist mein Eindruck, wenn jemand das gut mit Fakten widerlegen kann, besch├Ąftige ich mich super gerne auch damit nochmal. Aber mein Eindruck ist, dass wenn ich relativ armen Menschen Geld gebe oder irgendwelche anderen Erleichterungen, was nicht hei├čt, dass ich alles umverteilen will oder so, aber ich finde es irgendwie die Spitzensteuers├Ątze zu senken oder die Staatsquote insgesamt ideologisch senken zu wollen. Ich sage nicht, dass sie nicht vielleicht niedriger sein sollte, aber aus Prinzip die Staatsquote zu senken, ohne dabei den Nutzen zu betrachten, halte ich f├╝r kompliziert. Und ich glaube nicht, dass Leute mehr in Altersvorsorge investieren oder die Wirtschaft stimulieren, wenn man die Steuern senkt. Es sei denn, man w├╝rde die Verbrauchssteuern senken, also die Mehrwertsteuer. Wenn jemand einen Weg findet, es zu finanzieren, die Mehrwertsteuer um ein oder zwei Prozent zu senken, w├╝rde ich sagen, auch gut. Dann k├Ânnen n├Ąmlich wirklich Leute, die kaum was zum Sparen haben, eventuell, falls die Unternehmen sofort die Gewinne einstreichen w├╝rden, h├Ątten die tats├Ąchlich mehr Geld zur Verf├╝gung. Aber relativ reichen Menschen noch mehr Steuern zu ersparen, hielte ich f├╝r relativ schwer, weil es am Ende nur zu gr├Â├čeren Verm├Âgen f├╝hrt. Und dann k├Ânnen wir uns wieder mit Wohlstand und was wei├č ich r├╝ben, aber wenn ein Gro├čteil der Gesellschaft nicht mehr daran partizipiert, bringt uns der Wohlstand, glaube ich, auch nichts. Der Wohlstand muss schon irgendwie nicht gleichm├Ą├čig verteilt sein, aber einigerma├čen gerecht. Und ich bin immer daf├╝r anreize, f├╝r Arbeit zu schaffen. Ich will nicht irgendwie einen ultimativen Sozialstaat. Ich finde UBI relativ kompliziert, ehrlich gesagt. Vor allen Dingen, weil man sehr gut kl├Ąren muss, wer das eigentlich bezahlen soll am Ende. Aber ... Und k├Ânnen wir jetzt noch zwei Stunden dr├╝ber reden. Wir haben bestimmt tausend Punkte vergessen und das ist jetzt auch nicht fair, weil diese Person jetzt darauf nicht Stellung nehmen kann. Sekunde, es kommt noch ein letzter Absatz. Ach so, das habe ich, glaube ich, noch dazu geschrieben, dass ich bin immer f├╝r Abschaffung von Subventionen. So, die Abschaffung von Subventionen, schreibt er jetzt noch, und sinnloser B├╝rokratie in Verbindung mit dem Wettbewerb zu staatlich monopolisierten Aufgaben, auch in der Verwaltung, w├╝rden extreme Einsparpotenziale bieten. Man k├Ânnte die Autobahn privatisieren und alle Staatsbeteiligungen an Unternehmen ver├Ąu├čern. Also ich bin prinzipiell f├╝r den Abbau von Subventionen. Die Autobahn privatisieren, die Frage ist, wer w├╝rde die kaufen wollen? Die haben wir mit Gemeinschaftsmitteln gebaut. Die nutzungsbasiert ... Ich wei├č nicht, warum die Autobahn privatisieren. Hat das irgendwo besonders gut funktioniert? Finde ich jetzt auch kein gro├čes Vorbildland. Also am Ende kannst du immer ├╝ber die Mineral├Âlsteuer oder Kfz-Steuer das einigerma├čen nutzungsbasiert umlegen, die Infrastruktur kosten. Prinzipiell sollte die Autobahn der zahlen, der es nutzt. Das finde ich schon, aber das hat man in der Mineral├Âlsteuer mehr oder weniger mit drin. Alle monopolisierten Aufgaben, also zu privatisieren, wie viele staatliche Sachen gibt es denn noch? Gibt es noch etwas, was wir dringend privatisieren m├╝ssen? F├Ąllt dir was ein? Ich finde es auch nicht, dass der Staat noch so viele Beteiligungen hat. Vielleicht ein paar Stadtwerke oder so, das kann sein. Es gibt ja durchaus L├Ąnder, wo man sieht, wie das funktioniert, wenn alles privatisiert ist. Das ist glaube ich auch nicht so einfach. Aber ja, Subventionen sparen. Ich glaube nicht, dass wir Schweinehaltung subventionieren m├╝ssen. Ich meine, man muss deutschlandlich der g├╝nstigste Schweineproduzent der Welt sein. Das ist nur ein Beispiel, jetzt ist es ein bisschen plakativ. Aber es gibt schon noch andere Subventionen, die man eventuell abbauen kann. Es gibt auch welche, die n├Âtig sind wahrscheinlich.
Du bist ganz sch├Ân in Bespr├Ąchslaune heute.
Ich haue mal alle Karten weg, gib mir einfach ein Preview,
wie werden die Earnings f├╝r Netflix?
Was hast du jetzt weggehauen? Was Wichtiges? Das ist doch alles nicht wichtig. Wir packen es in die Schuhe. DeepMind ist eine AI-Unit von Google. Der sieht durchaus erhebliche Probleme. Ich wei├č nicht, warum Google seinen AI-Fortschritt nicht so ├Âffentlich macht. Wir haben da schon eine Pandora's Box ge├Âffnet. Die, die jetzt mit AI arbeiten, sollen sich der Verantwortung sehr bewusst sein. Das war auch schon die Zusammenfassung. Er erz├Ąhlt als Beispiel, dass du zwar mit Biotechnologie und AI die besten Medikamente und L├Âsungen f├╝r Krankheiten bauen kannst, aber du kannst auch die schlimmsten Biowaffen damit bauen. Das ist ein Beispiel. Das packen wir in die Show Notes.
Hast du Thank You for Smoking gesehen? Ich glaube, ja.
Das ist ein Film, keine Doku, oder?
Genau, das ist ein Film, ├╝ber das Rauchen gar nicht so schlimm ist.
Bist du das David Sext, den er produziert hat?
Ja. Es gibt bald einen ├Ąhnlichen Film, der hei├čt Thank You for Your Data. Also so ein AI-Lobby-Film. Vielleicht gibt es den auch erst in 30 Jahren, wenn die Welt zu Ende ist. Mit der krasseste Job m├╝sste jetzt Daten- oder AI-Lobbyist sein. Immer allen zu erkl├Ąren, es wird alles gut.
Ja, ich glaube, es wird signifikant Lobby-Budget auf Liberalisierung von Daten verwendet werden. Gerade Gesundheitsdaten. Das ist auch vollkommen richtig. Man k├Ânnte damit wahrscheinlich schneller Fortschritte erreichen. Aber es ist auch einigerma├čen gef├Ąhrlich, so etwas zu liberalisieren. Wie auch immer, das Thema k├Ânnen wir jetzt nicht noch aufmachen. Dann hat Sequoia Capital, einer der besten VCs der Welt, f├Ąngt an, seine Fees zu reduzieren. Aber berichtet Reuters, da muss man dazu sagen, das klingt ein bisschen dramatischer als es ist. Tats├Ąchlich haben sie das gleiche Management-Fee wie vorher, aber sie bemessen es jetzt mit Capital Deployed und nicht mehr Capital Under Management. Erst wenn sie wirklich irgendwo investiert haben, dann wird diese Fee v├Âllig, vorher war es nicht auf Committed Capital, sondern sobald es in ihren Herrschaftsbereich ├╝bertritt. Also es ist gar nicht so ein gro├čer Unterschied.
Glaubst du, dass die mit FTX so ein gro├čes Glaubw├╝rdigkeitsproblem haben? Oder ist das anders?
Sie m├╝ssen bei jeder Gelegenheit dazu Stellung nehmen. Du kannst dich auf keine B├╝hne mehr setzen, ohne nach FTX gefragt zu werden. Das ist f├╝r Sequoia nat├╝rlich nicht cool. Bevor wir Netflix-Earnings machen, dann hat die IONOS Group SE, Societe Europaeen, also eine europ├Ąische Aktiengesellschaft, bisher Tochter der 1&1, und ein Co-Investment mit Warburg Pincus, einem Private Equity Player. Also IONOS ist die Hosting-Sparte von 1&1, k├Ânnte man sagen. Und die hat jetzt die sogenannte Intention to Float, also die Intention, ihre Aktien an die B├Ârse zu bringen. Also ein IPO heute best├Ątigt. Wir hatten schon mal kurz dr├╝ber geredet in den letzten Episoden. Damit kommt ein weiteres Cloud- und Tech-Infrastruktur-Unternehmen an die B├Ârse. In der Praxis ist das jetzt ein bisschen anders. In der Pressemitteilung gibt es schon ein paar Fakten. Ich glaube, das Prospekt ist noch nicht raus, zumindest konnte es nicht finden. Investor Relations, Sub-Seite gibt es auch noch nicht bei IONOS. Oder ich konnte auch die nicht finden. Auf jeden Fall erf├Ąhrt man schon, dass sie in 2021, also im vorletzten Jahr, rund 1,1 Milliarden Umsatz gemacht haben. In 2022, glaube ich, ist man in den ersten drei Quartalen um 19% gewachsen. Das langfristige Marktwachstum sch├Ątzt man in Reale Sekunde, Cloud sogar ein bisschen schneller bei 20% langfristig. Dann die Adjusted EBITDA-Marge lag 2021 bei 32%, also hoch profitabel. Und man glaubt, dass man langfristig oder mittelfristig bei 30% landen kann. Cash Conversion Rate, rund 90%. Da haben wir auch mal erkl├Ąrt, dass Hosting aus Cashflow-Sichten ein sehr spannendes Business ist. Deswegen relativ viel Private Equity. Ich hatte vorhin 40% gesagt, Warwick Pinkes, das sind nur knapp unter 25%. 24,9% hat Warwick Pinkes, 75,1% hat die United Internet. Steht hier. Die kommt jetzt an die B├Ârse. Man k├Ânnte das am ehesten mit einem GoDaddy vergleichen, wenn man Public Comparables haben will. Das w├Ąre das Erste, worauf ich komme. Die sind ungef├Ąhr viermal gr├Â├čer, was Umsatz angeht. Eher bei vier Milliarden als bei einer. Sie sind aber deutlich weniger profitabel und wachsen langsam. Hier wird von 19% in the first nine months auf 2021 steht hier. Sie glauben, dass sie 2022 zwischen 15% und 18% gewachsen ist. So oder so ist das deutlich schneller als GoDaddy. GoDaddy w├Ąchst im letzten Quartal nur mit 7%. Und hat eine Profitmarge von nur 8,5%. Aber einen sehr guten Free Cashflow. Hat ein Sales Multiple von drei. Das hei├čt, ich kann mir schon vorstellen, dadurch, dass sie schneller wachsen und profitabler sind, zumindest auf Basis der Zahlen, die ich jetzt sehe, adjustiert d├╝rften da nur ein paar Investitionen, eine Abschreibung auf Server vielleicht werden. Also schon signifikant. Und ein E-Subs oder Sharebase Compensation. Da m├╝sste man dann gucken, wie gro├č der Unterschied zwischen Adjusted Ebitda und Free Cashflow wirklich ist. Aber prinzipiell sieht es so aus, als wenn es schneller w├Ąchst und profitabler w├Ąre als GoDaddy. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie vier bis f├╝nfmal Umsatz daf├╝r bekommen. Vielleicht weniger wert als Celonis gerade. Die Software Multiples, das f├Ąngt ein bisschen davon ab, wie stark Celonis gewachsen ist, wurden ja viel st├Ąrker komprimiert. Von daher, ich denke, die werden mehr als 5 Milliarden einsammeln. Cool, dass die News so schnell rausgekommen ist. Also ich h├Ątte gedacht, es dauert noch ein bisschen. Anscheinend ist das Klima gut genug f├╝r ein IPO. Ja, das ist ein guter Punkt. Ein bisschen dauert es ja noch. Und dadurch, dass du einen sehr gesunden Cashflow hast, das ist nat├╝rlich eine Off-Risk-Firma. Also du hast Cashflow, du kannst sehr gut prognostizieren, die Kundensharen sind relativ bekannt im Hosting-Business. Wenn es keine gro├čen Pivotierungen gibt im Hosting-Markt, dass Domains morgen ├╝berf├Ąllig werden oder Cloud-Infrastruktur, doch alle bei Google bestellen und nicht bei Google. Dann hast du einen sehr berechenbaren Cashflow. Ich habe es damals noch mit dem Energieversorger oder Utility verglichen. Du hast eine margehohe Berechenbarkeit. Also neue Kunden gewinnen ist dann immer herausfordernd. Gleichzeitig kannst du sehr genau berechnen, was du aus dem Kunden rausholst. Du kannst intern so ein bisschen Cross-Selling, Up-Selling machen in andere Produkte, gr├Â├čere Datenbanken, noch eine Office-Suite dazu und so weiter und so fort. Von daher noch kein Urteil. Wir haben jetzt noch nicht die altg├╝ltigen Zahlen gesehen, aber ich glaube schon, dass das rund 5 Milliarden wert sein kann. Wahrscheinlich w├Ąren Sie ja eher bei 1,3 Milliarden in 2022 liegen. Ich w├╝rde mich festlegen, ├╝ber 5 Milliarden. Ich m├╝sste vielleicht noch mal bei CodeDaddy genauer reingucken, aber bei Yahoo sehen Sie deutlich weniger profitabel und langsamer erwachsen aus. Let's see. Alles k├Ânnt ihr auch noch mal unter doppelg├Ąnger.io slash disclaimer nachlesen.
Glaubst du, man kann anhand von Views auf YouTube herausfinden, wie erfolgreich ein Quartal von Netflix sein wird? Also wenn du dir alle Trailer von Netflix und vielleicht anderen anschaust und daran irgendwie ausmisst, ob jetzt, keine Ahnung, Breakpoint oder so was, Glass Onion mega erfolgreich wird und das Subscriptions bringt?
Ach so, du k├Ânntest ja, wenn du davon ausgehst, dass so Flagship-Serien sehr stark den Neukunden treibt, dann k├Ânntest du, ich war White Lotus, nee, das war HBO, White Lotus, dann hat Netflix doch wieder keine geilen Titel. Na ja, Glass Onion, dann die ganzen Tennis-Series, ist das gut? Was ist Glass Onion? Musst du dir angucken. Kannst du heute Abend sch├Ân Date Night machen? Nee, ich muss heute Abend was anderes machen. Aber das ist nur ein Film. Ist der so gut, dass er, du brauchst einen richtig guten Serien. Ich glaube, es war ein schlechteres Quartal, aber es war sehr falsch mit Netflix, wie wir alle wissen. Ich habe seitdem meine Position nicht geschlossen, das hei├čt, ich w├╝rde jetzt nicht die n├Ąchsten Earnings traden, weil sie ja schon eine ganz gute Wende hingelegt hat, wie dauerhaft die ist, muss man erz├Ąhlen. Aber ich hoffe noch,
die ist mit dem Markt gehedged. Du hast eine Short-Position oder eine Long-Position bei Netflix? Immer Short.
Ich habe das schon mal gesehen,
dass es in den letzten sechs Monaten gegangen ist.
Ja, das sehe ich hier. Aber bist du da noch nicht rausgedr├╝ckt worden? Das ist ja mit dem Markt, das Portfolio ist insgesamt gehedged. Zumindest das, was der Markt, apropos Markt, es ist wieder G├╝lle kommt hoch Tag. Auf unter sechs Euro sind bei 14, haben sich verdoppelt innerhalb von ein paar Tagen. Was f├╝r ein Wahnsinn. Die Bubble ist noch nicht vor├╝ber. Das schon mal Ansage. Die Frage machen wir n├Ąchstes Mal auch nochmal. Da gab es eine gute Frage zum MSCI World. Die kam von mir, die kam nicht vom H├Ârer. Die kam von dir? War gar nicht so gut. Als kleiner Teaser f├╝r die n├Ąchste Folge. Wie kam jetzt darauf? Netflix plus 70% in den letzten sechs Monaten.
Ich habe n├Ąmlich gedacht.
Die Bubble ist noch nicht rum. Also A, auf Robin Hood kann man jetzt mit Affirm investieren. Du kannst buy now, pay later Aktien kaufen. Das nennt man normalerweise Margin Trading. Oder zocken auf Pump. Vielleicht bin gespannt, was Affirm damit macht. Und dann die Three Arrows Capital Founder raisen ihre n├Ąchste Crypto Exchange. Und die hei├čt nicht FTX, sondern GTX. Und haben 25 Millionen geracet daf├╝r schon.
M├╝ssten die nicht ins Gef├Ąngnis?
Wei├č nicht, vielleicht machen sie es ja aus Bali oder so.
Keine Ahnung. Mein Gedanke war, Netflix muss die n├Ąchsten Monate abgeben. Es gibt neben Breaking Point auch Full Swing. Das ist das gleiche nochmal f├╝r Golf.
Und es gibt nochmal Drive to Survive.
Das sind alles Egoman. Diese Einzelsportarten sind super entertaining. Vor allem die Tennis Leute. Ich glaube, die Tennis Leute sind noch crazier als die Golf Leute. Die Tennis Leute spielen ja gegeneinander. Und finden sich deswegen alle schei├če. Und das ist super entertaining.
Das gucken die Leute.
Aber dann habe ich gesehen, die Aktie ist ja schon plus 70%. Die letzten 6 Monate. Das ist Wahnsinn. Jetzt wei├č ich nicht, was ich machen soll.
Soll ich jetzt Longda reingehen? Ich bleib da Sturheit noch drin. Aber ich wei├č nicht, ob das schlau ist. Es hat schon viele Verluste angeh├Ąuft. Aber wie teuer ist denn Netflix, wenn die 70% hoch sind?
144 Milliarden.
145 Milliarden Dollar. Ich bin gespannt, ob die irgendwo mal anfangen, ihre Filme wieder abzuschreiben. Die machen ja immer Gewinn, nur weil sie die Produktionsausgaben aktivieren.
Sie sind auf jeden Fall der einzige Streamer, von dem ich mitbekomme, dass sie neue Sachen rausbringen. Und neue Sachen, die ich gucken m├Âchte.
Ihr Umsatzwachstum ist 6%. Einstellig im letzten Quartal. Kannst ja auch einen GoDaddy kaufen. Und GoDaddy hat wenigstens echten Cashflow. Netflix Revenue ungef├Ąhr 32 Milliarden. Davon Cashflow maximal 1 Milliarde. Das macht GoDaddy aus 4 Milliarden Umsatz den gleichen Cashflow. Das ist ja auch ein bisschen schief. Haben auch fast das gleiche Seeltsmalte. Netflix ist ein bisschen besser. Wenn du an das Ebit glaubst, dann bin ich gespannt, ob sie irgendwann wieder zweistelliges Umsatzwachstum bekommen. Warum sollte sich das Umsatzwachstum beschleunigen? Wer kommt auf die Welt? Werden sich junge Menschen mehr ein Netflix-Account kaufen?
Nee, aber deine beiden Freunde, die dein Account gerade noch teilt.
Ich habe keine Freunde. Und die Freunde, die ich habe, k├Ânnen sich ein eigenes Netflix-Account kaufen.
Die w├╝rden nicht die Peinlichkeit eingehen, jemanden nach einem Netflix-Account zu fragen.
Aber die Shared-Accounts werden doch dieses Jahr hinf├Ąllig.
Das gibt auf jeden Fall Kohle.
Und wenn sie diejenigen sind, die die besten Serien rausbringen? Wie hat man das durchsetzt? Ich glaube, bis in zwei Accounts. Das wird ein bisschen schwieriger werden. Das ist auch relativ wahrscheinlich. Wir finden es raus. Ich gucke mal. Ich w├╝rde das jetzt nicht traden. Das ist sowieso mein Lost Case. Vielleicht soll ich ja mal aussteigen. Bleibt man noch drin. Aber man wei├č doch ganz genau, was ein Tesla aktuell kostet. Vielleicht das Billow-Modell. So ungef├Ąhr hoch sind die Verluste. Apropos Tesla. Da hoffe ich ja noch. Da bin ich da auch.
Ich meine, wir sind n├Ąchste Woche dran. Mittwoch. N├Ąchste Woche ist Tesla und Spotify.
Sehr sch├Ân. Endlich wieder Earnings Season.
Wir sehen uns gleich. Habt einen sch├Ânen Mittwoch. Bis bald.
Peace.