Doppelg├Ąnger Folge #220 vom 3. Februar 2023

­čžŤ­čĆ╗ÔÇŹÔÖé´ŞĆEffizienz ­čôŽ K├╝ndigen ­čŞĆ IONOS IPO ­čžÉ Earnings: Peloton Meta Snap und AAA: Amazon Apple Alphabet

Wieso brauchen Tech Firmen so viele Menschen f├╝r eine App? Wie wird man gek├╝ndigt? IONOS IPO Deep Dive. Wir fangen mit Peloton, Meta und Snap Earnings an. Alles Aktien auf A: Amazon, Apple und Alphabet (AAA).

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:01:30) Zu viele Mitarbeiter bei Tech Firmen?

(00:15:50) Gek├╝ndigt

(00:22:10) IONOS IPO

(00:52:45) green ETF ACWI ESG Screened von Xtrackers. ISIN IE00BGHQ0G80

(00:57:00) Peloton Earnings

(01:08:45) Meta Earnings

(01:32:20) Snap Earnings

(01:38:00) Amazon Earnings

(01:57:00) Apple Earnings

(02:07:00) Google Earnings

(02:12:00) YouTube

(02:21:00) Twitter

Shownotes:

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Office Space Trailer https://www.youtube.com/watch?v=3_fG_zLbBeU

Fabio De Masi: Lieber Peter Altmaier , Ernsthafte Frage: Warum wollte Milliard├Ąr Angermayer mit Ihnen neben Corona auch ├╝ber seine Magic Mushroom ­čŹä Investments (ATAI Finanzierungsrunde) diskutieren? https://twitter.com/fabiodemasi/status/1621082885406208001

Capital: Christian Angermayer - Der Investor, der Wirtschaftsminister und die Magic-Mushroom-Firma https://www.capital.de/wirtschaft-politik/die-politischen-kontakte-von-investor-angermayer-33157328.html

Meta has taken the axe to its expense line. https://twitter.com/briansozzi/status/1620008179131371520

Google is holding an event about search and AI on February 8th https://www.theverge.com/2023/2/2/23583701/google-search-ai-event-february-maps

Echtgeld TV mit Tobias Kramer und Christian W. R├Âhl: Tech-Investor Pip Kl├Âckner: So erkennst Du herausragende Gesch├Ąftsmodelle | Deep Dive zum Ionos IPO https://www.youtube.com/watch?v=npTVBLBHfjQ

Spotify: Hotel Matze: Nina Chuba Interview von Matze Hielscher https://open.spotify.com/episode/0mivHj1fyWf9MUguNxXUEz?si=pVjcWqbRRN2CLKcBAHTJlA

Apple: Hotel Matze: Nina Chuba Interview von Matze Hielscher https://podcasts.apple.com/de/podcast/nina-chuba-wof%C3%BCr-willst-du-stehen/id1168045239?i=1000597588247&l=en

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Effizienz Podcast Folge 220. Nachdem Spotify letzte Woche hart auf Effizient gespielt hat, hat sich Marky Mark ein bisschen was abgeschaut. Und ja, ├╝ber Meta sprechen wir und viele, viele anderen Aktien auch. Pip, eine kurze Frage an dich. Hast du die Earnings getradet oder hast du sie nur interessant von der Seite beobachtet?
Ich hab die Earnings nicht getradet, das habe ich doch letztes Mal gesagt und ich habe mich dran gehalten.
Ja, aber als gestern so kurz vor Schluss noch so eine Nachricht kam, Microsoft, thank me later, habe ich gedacht, vielleicht.
Achso, nee, nee. Wie h├Ątte ich denn getradet? Wei├čt du noch, was ich letztes Mal gesagt habe? Ich habe Amazon besser gesch├Ątzt, glaube ich, als sie waren. Und Meta h├Ątte ich nat├╝rlich zumindest nicht lang gegangen. Wie auch immer. Wir kl├Ąren es gleich mit den Earnings. Ich bin froh, dass ich nicht gehandelt habe dieses Mal. Nachdem ich k├╝rzlich als spiels├╝chtig beschuldigt wurde in der Community, ├╝berlege ich jetzt immer dreimal, ob ich doch lieber an den Flipper-Automaten in der Eik-Kneipe gehe. So, wie wollen wir denn anfangen heute? Mit dem super, super AAA-Thursday? Apple, Amazon, Alphabet haben reported? Nein, das kommt gerade zum Ende.
Das kommt, Earnings kommt zum Schluss. Erstmal H├Ârerfragen. Und zwar hat Arne gefragt, wieso Tech-Firmen so viele Mitarbeiter haben. Also er arbeitet in einem Mittelstand, die haben so 40.000 Leute und die arbeiten alle, machen alles, bauen was, entwickeln was und so weiter. Von Hardware bis Software und alles. Und da ist auf jeden Fall verst├Ąndlich, warum da 40.000 Leute sind. Aber er war ├╝berrascht, dass bei Spotify 10.000 Leute waren. Was machen diese ganzen Leute? Jetzt sind es ja ein bisschen weniger in den n├Ąchsten Monaten, aber 10.000 Leute f├╝r so eine kleine App, die so ein bisschen Musik und Podcast abspielt?
Ja, gute Frage. Man kann das ja so ein bisschen nachvollziehen. Kriegt man das nur als Premium-Typ bei LinkedIn oder kann das jeder sehen? Wei├č ich gar nicht. Aber auf der Insights-Page f├╝r die Companies bei LinkedIn kann man sich das ja so ein bisschen aufschl├╝sseln lassen. Und tats├Ąchlich sind 26, 27% sogar der Mitarbeiter von Spotify, die auf LinkedIn registriert sind, sind im Bereich Engineering besch├Ąftigt. Also ein Viertel baut tats├Ąchlich Software oder macht im weitesten Sinne was im Bereich Engineering. Dann gibt es erstaunliche 14% oder es sind auch fast 2.000 Leute, die arbeiten in Arts und Design. Also jeder Siebte macht irgendwas mit Arts und Design. Moment. Das sieht man ├╝berall au├čer in der App.
Bedeutet das f├╝r jeden, der so einen Spotify-Rap gepostet hat, gibt es einen Designer, eine Designerin, die das individuell f├╝r dich malt?
Genau, das w├Ąre eine Erkl├Ąrung. Finde ich erstaunlich viele tats├Ąchlich. Da nat├╝rlich viel Media und Communication. Wie kommt man da auf 10.000 mit einem scheinbar einfachen Produkt? Also einerseits liegt das glaube ich daran, dass man in jedem gr├Â├čeren Land Operations haben muss. Du musst die Pressearbeit in jedem Land machen. Du musst einen relativ gro├čen Rechtsapparat auch unterhalten, um die Rechteabkl├Ąrung mit den verschiedenen Entities, mit den Musikrechte-Ownern zu machen. Ich glaube das untersch├Ątzt man vermutlich. Es klingt so, als m├╝sste man nur zu Warner, EMI und Universal gehen und diese vier gro├če Studios gibt es glaube ich, mit jedem einmal die Hand sch├╝tteln und dann h├Ątte man, so wirkt das in dem Film, wenn man die Serie geschaut hat. Aber es ist nat├╝rlich in jedem Land im Zweifel andere Rechteinhaber. Dann verkaufen K├╝nstler ihre Rechte an irgendwelche Fonds. Davon gibt es wahrscheinlich mehrere Dutzend. Von daher denke ich, dieses Contracting nimmt auch einiges. Da werden wahrscheinlich tausend Leute mit besch├Ąftigt sind, aber bestimmt einige hundert k├Ânnte ich mir vorstellen weltweit. Damit eben auch in jedem Land Rechte verf├╝gbar sind. Da kann man nat├╝rlich sagen, vielleicht m├╝ssen sich die Verlage und gro├čen Musikdistributoren auch mal anpassen und sagen, es ist ein internationaler Markt und wir vertreiben international. Dann k├Ânnte man auf beiden Seiten Synergien heben glaube ich. Aber so funktioniert das Musikbusiness glaube ich zumindest nicht in allen Bereichen. Dann scheint es mir so, dass man als Podcaststudio, sobald ein Podcast in eine Corporate Umgebung f├Ąllt, hat man sofort vier, f├╝nf Menschen, die sich um den Podcast k├╝mmern m├╝ssen, weil Podcaster sich den Popo nicht alleine abputzen k├Ânnen scheinbar. Ich wei├č es nicht. Wir machen das zu zweit. Wir haben Jan unseren Produzenten, aber wenn man sich mal ein gr├Â├čerer, erfolgreicherer Podcast anh├Ârt und dem Abspann lauscht, dann h├Ârt man ja schon, dass da vier, f├╝nf, sechs Leute teilweise mit besch├Ąftigt sind, ein Format zu produzieren. Das ist teilweise Recherche, redaktionelle Vorarbeit, Factchecking sowas. Das hei├čt, ich glaube das wird relativ personalintensiv sein. Es gibt ja lokale Podcasts in vielen L├Ąndern. Es ist ja nicht so, dass man fest und flauschig irgendwie in Schweden h├Ârt. Auch da wird es eigene Formate geben. Das hei├čt, ich denke die Podcast Creator Organisation wird auch relativ viele Leute einnehmen. Dann Werbeverkauf. Man denkt immer Werbung wird sehr automatisiert gebucht, aber am Ende, gerade die Werbung, die bei Spotify l├Ąuft, muss man glaube ich auch relativ aktiv verkaufen. Das ist noch nicht 100% safe Service, dass da Leute, so wie bei Lollipop, einfach klicken und direkt kaufen. Sondern ich glaube da wird aktiv Ad Sales gemacht. Das ist personalintensiv. Nicht, dass das besonders effizient w├Ąre, aber so funktioniert das Media Business bis heute.
Wir bei Lollipop sagen ja, your Ad Sales Team is our opportunity.
Sehr sch├Ân. Wo k├Ânnten da noch, ich glaube das w├Ąren die gr├Â├čten Teile der Organisation, die ich mir vorstellen k├Ânnte. Leider wird es nicht weiter. Sekunde, ich kann hier, ich gucke nochmal, Operations sollte es nicht so viel geben. Ich glaube das ist es. Dann die Leute, die den ganzen Tag Musik h├Âren, um Playlisten zu bauen. Nat├╝rlich auch. Aber ohne Witz. Es gibt ja editorielle Playlisten, auch die m├╝ssen betreut werden. Und auch das, da gibt es international, aber es gibt auch l├Ąnderspezifische Formatentwicklungen. Also mich wundern die 10.000. Ich glaube schon, dass man das auch mit 7.000 kann wahrscheinlich und dass dem Endnutzer erstmal nicht auffallen wird.
Kannst du mal sehen, wie viele Leute in Finance sind und die Centbetr├Ąge den K├╝nstlern ├╝berweisen jeden Monat?
Die Fennek-Fuchser. Sekunde, das w├Ąre administrative wahrscheinlich. Administrative sind nur 2%, 200 Leute. Gibt es hier Finance? Ne Finance gibt es gar nicht so richtig. IT gibt es noch, HR. HR ist 3%, ne auch 2%. Operations, haben doch Operations. 3%. Sales, oh Sales ist ordentlich, 5%. Ja, das ist es so. Und ich meine was man dazu sagen muss, IT-Firmen oder alle m├Âglichen Technologiefirmen haben die Tendenz, gibt bestimmten Gesetz dazu, ich habe den Namen aber vergessen, aber es ist auch einfach eine anekdotische Lehre, die ich immer wieder mache leider. Dass mit steigender Anzahl der Mitarbeiter in der Produktorganisation der Output pro Mitarbeiter signifikant sinkt. Das liegt einerseits nat├╝rlich daran, dass Software komplexer wird, wenn man in verschiedene L├Ąnder geht, verschiedene W├Ąhrungen akzeptiert. Also bei Spotify, das muss halt in jedem Land der Welt funktionieren, in jeder W├Ąhrung, auf jeder Plattform. Das kommt auch noch dazu. Wir denken immer so, das ist hier meine Apple-App, Spotify. Aber Spotify muss halt auch auf dem Google-Showdesk, auf dem Google-Pixel, auf dem Facebook-Portal, in deinem Auto laufen, im Android-Auto. Und am Ende, ich w├╝rde sch├Ątzen, dass es gut zwei, wenn nicht drei Dutzend verschiedene Spotify-Apps gibt. Teilweise kriegt man die vielleicht so gebaut, dass sie auf mehreren gleichzeitig laufen, aber man sieht ja, dass die Apps auch, also die Desktop-App komplett unterschiedlich ist, andere Funktionen hat und so. Von daher, das schafft nat├╝rlich auch nochmal Komplexit├Ąt. Also die Anzahl der L├Ąnder und so was, Anzahl der Features, das schafft Komplexit├Ąt, aber es ist auch einfach so, dass Menschen in gro├čen Organisationen nicht mehr so produktiv arbeiten. Ich beneide immer jedes Startup um das erste halbe Jahr, die ersten zw├Âlf Monate, wo ein Gr├╝nder oder Gr├╝nderin mit einem Developer zusammen Backend, Frontend komplett alleine hinschustert, die ganzen Anbindungen noch hinbekommt selber. Und auf einmal ist eine Anbindung an eine dritte Software irgendwie ein Quartal von einem ganzen Team nach einem Jahr. Und das begr├╝ndet wahrscheinlich so ein bisschen, warum die Tech-Konzern auch einfach immer mehr heiern. Ich glaube, das ist auch mangelnde Disziplin, aber es ist auch die mangelnde, die Frage ist, gibt es vielleicht irgendwo einen Punkt, wo die Produktivit├Ąt sogar negativ wird. Also wird es nicht so sein, dass ein Facebook mit elf Prozent weniger Leuten, Leute jetzt mehr Output schafft eventuell oder ein Google. Ich glaube, bei der Gr├Â├če an Organisationen musst du entweder eine fantastische Organisation dahinter haben, die das effizient h├Ąlt, dass da noch irgendwas passiert. Und andersrum, das Argument bei Google ist nat├╝rlich immer, wenn jemand nur 0,01 Prozent unser Hauptprodukt besser macht, zum Beispiel die Klickrate erh├Âht oder irgendwas, dann reicht das eben, damit dieser Mensch zweieinhalb Millionen im Jahr verdienen kann bei Google, wenn du so willst, wenn das jetzt ein teurer Entwickler w├Ąre. Das kommt nat├╝rlich auch in den Hut zu, dass du die schiere Gr├Â├če, muss man nur einmal im Jahr oder einmal in seinem Leben was richtig machen eventuell und du bist all right positiv als Angestellter.
Ja, meine gr├Â├čte ├ťberraschung im Konzern war, dass da auch Leute eingestellt werden, einfach um Leute einzustellen oder um Personalf├╝hrungen zu haben. Und das war ich fr├╝her ├╝berhaupt nicht gewohnt. Fr├╝her wurden Leute oder im Startup werden Leute eingestellt, haupts├Ąchlich um weniger Arbeit, also um einen Job zu machen. Und ich habe damals so ein bisschen auch beobachtet, dass einfach, ja, es in der Karriereplanung ist, dass irgendwann Personalf├╝hrung passieren muss und deswegen werden dann Leute eingestellt oder man kreiert irgendwelche Jobs, die gar nicht so sinnvoll oder notwendig sind.
Das verstehe ich auch, also so F├╝hrungsehnsucht ist auch was, was ich nicht verstehe. Aber es gibt Menschen, denen es total wichtig ist und es gibt Menschen, die sich nichts mehr w├╝nschen, als niemanden f├╝hren zu m├╝ssen. Und tats├Ąchlich ist es ganz oft so, dass man Leute einstellt. Irgendjemand, der Senior ist, wird f├╝r eine Seniorposition eingestellt, hat im Kopf aber ganz dringend Head von irgendwas werden zu wollen. Und dann erwartet man halt, dass man mindestens zwei Stellen unter sich schafft, allein damit man selber diese Headrolle haben kann. Und dann dehnt sich Arbeit schnell aus, sodass man auf einmal den Personalbedarf hat f├╝r Dinge, die man selber vorher noch operativ geschafft hat.
Was w├╝rdest du als CMO machen? Erstmal ein Head of Marketing einstellen?
Das ist ein gutes Beispiel. Ich glaube Startups sollten ganz lange kein CMO haben am Anfang, weil CMO bei den allermeisten Firmen eine reine Wasserkopfposition ist. Im besten Fall ist es die Budgetverwaltung, das Budget in verschiedene Kan├Ąle zu verteilen. Wobei das eigentlich mehr und mehr, wenn man nicht eine echte Brand ist, ist das ja eher eine quantitative Entscheidung. Das hei├čt, das macht eigentlich Justin oder Justine die Quant-Business-Analystin im Keller, die die Marketingbudgets in die Kan├Ąle verteilt. Von daher ist CMO eine Position, die man eigentlich oft erst nach der Series B oder C wirklich setzen soll. Vorher w├╝rde ich immer mit starken Spezialisten gehen eigentlich. Und selbst dann braucht man eigentlich noch den T-Shaped CMO, also der in einem Kanal besonders stark ist. Idealerweise der Kanal, der f├╝r die Firma auch wichtig ist.
Um Spotify noch abzuschlie├čen, nur weil ich die Woche dar├╝ber nachgedacht hatte kurz. Die zahlen ja Podcaster nichts, aber sie zahlen Musiker, Musikerinnen pro Stream. Hast du dir mal ├╝berlegt, wie viel wir mit unserem Podcast gemacht h├Ątten, wenn wir Musiker w├Ąren?
Also A, wir sollten dann unseren Podcast als Album oder Doppel-LP rausbringen, mit kleinen drei Minuten Tracks und nicht einer zwei Stunden Version, das ist schon mal nicht besonders schlau. Aber sag mal, was kriegt man pro Play? 0,17 Cent oder was war das?
Ich hab gesehen 0,003 Cent.
Und das hei├čt, was h├Ątten wir bekommen? Weniger als 10.000 Euro.
Also Downloads nur auf Spotify, ne? Immer auf den anderen Player noch ein bisschen was.
Ja, wir k├Ânnten aber aus jeder Episode, wir sind im Schnitt w├╝rde ich sagen anderthalb Stunden lang. Das sind 18, 20 Tracks. F├╝nf Minuten ist zu lang, wir machen drei Minuten Tracks. Dann haben wir 30 Tracks und dann sind wir bei 300.000. Gib deine Kontonummer durch.
Let's do it. Es wird dann, wenn das direkt durchl├Ąuft.
Wer kann das dann hindern? Wenn andere H├Ârb├╝cher machen d├╝rfen, dann k├Ânnen wir doch unseren Podcast als H├Ârbuch rausbringen. Im Selbstverlag, oder? Das w├Ąre voll bl├Âd. Aber dann spielen die uns Werbung dazwischen. Und dann kann man die Kapitelmarken auch richtig sch├Ân skippen. Kann man endlich so nach vorne skippen. Oder auch mal shuffeln. Ich lass mir die Reihenfolge noch nicht vorschreiben vom Podcast. Dann kann man im Shuffeln-Mode eine Folge h├Âren.
Alle Earnings hintereinander auf einmal.
Wir machen mal eine Ten-Bagger-Folge und die bringen wir als Album raus. Die kriegt dann ja hunderttausend von Downloads. Weil wir alle Ten-Bagger nennen, die es geben wird in den n├Ąchsten hundert Jahren.
Was f├╝r Mushrooms hast du heute wieder genommen? Das ist mir alles zu kreativ jetzt.
Apropos Mushrooms. Jan packt mal einen Tweet von Fabio De Masi in die Show Notes. Wo er so ein bisschen das dokumentiert, wie sich der Investor Christian Ackermeier immer wieder an den ehemaligen Wirtschaftsminister Altmaier gewendet hat. Wegen seines Sommerfestes, aber auch den Finanzierungsrunden von Atai und irgendwelchen Belangen von Mynarik. Also seinem komischen Weltraum-Startup und so weiter.
Dann k├Ânnen wir auch gleich einen Kapitalartikel dazu.
Oder Sternen oder Finance Forward. Gr├╝n und Jahr distribuiert sch├Ân in die verschiedenen Outlets. Das ist die neue Sparma├čnahme, dass jeder Artikel in jedem Outlet einmal rauskommt.
Dann noch eine anonyme Frage, bevor es um IPOs und Earnings geht. Und zwar, was muss man tun, um freigestellt zu werden, ohne fristlos gek├╝ndigt zu werden? Also Pipp, was sind deine Tipps, um passiv-aggressiv am Arbeitsplatz negativ aufzufallen, ohne aufzufallen? Ich h├Ątte einen Top-1-Tipp.
Bei Stringer musst du den Chefsies angucken. Erz├Ąhl weiter.
Mein Tipp Nummer eins w├Ąre, Remote Work aufs Maximale ausnutzen. Also einfach dem Chef sagen, sorry, ich bin jetzt drei Monate in S├╝dafrika und arbeite von dort.
Und das Ziel ist nicht gefeuert zu werden? Was ist das Ziel?
Das Ziel ist gek├╝ndigt zu werden und nicht gefeuert.
Was ist denn der Unterschied zwischen gek├╝ndigt und gefeuert?
Also fristlos, nicht negativ auffallen. Beide sagen, wir haben uns im Guten getrennt.
Also in Deutschland wirst du ja nicht fristlos gek├╝ndigt. Au├čer in der Probezeit. Das hei├čt, hast du mir nicht das neulich erz├Ąhlt mit den Etagen, wo die Manager, warst du das?
Ja, das war Thema in Hamburg.
Willst du das nicht erz├Ąhlen?
Es gibt bei irgendwelchen Firmen, gibt es irgendwelche Geb├Ąude, wo Leute nur noch geparkt werden. Weil es g├╝nstiger ist, dass die kopieren und weiter den Lohn zu bekommen, als sich von den Leuten zu trennen.
Weil die schon so viel Abfindungsberechtigung angesammelt haben, dass das Feuern teurer wird, als das weiter bezahlen. Haben schon ein paar Stempel auf der Stempelkarte. Das ist eine Frage, die ich mir niemals stellen w├╝rde. Im Zweifel kann man einfach sagen, man m├Âchte ein Sabbatical machen oder Bildungsurlaub machen. Ich glaube, das wird sogar gef├Ârdert unter gewissen Umst├Ąnden. Und man m├Âchte sich noch mal weiterbilden oder was anderes probieren. Es gibt ja viele Firmen, die so ein Leave erlauben, also so eine Art Sabbatical, wo ich mal ein Jahr was anderes machen kann. Und das darum w├╝rde ich bitten. Teilweise kriegt man das bezahlt, teilweise nicht. Das hielt jetzt noch f├╝r die beste M├Âglichkeit. Und bei einem Startup oder Wachstumsunternehmen ist es schwer, so etwas zu gew├Ąhren. Aber je erwachsener die Firma wird, desto eher sind das Perks, die manche Firmen auch anbieten, um ihr Personal zu binden. Ob das jetzt die beste Zeit daf├╝r ist, ist eine andere Frage.
Ja, scheint ja jemand zu sein, der die vielleicht raus wollen und vielleicht nur eine Abfindung haben m├Âchte.
Man kann nat├╝rlich einfach genauso wenig leisten, dass man sich nicht vertragsbr├╝chig zeigt, aber auch ganz sicher keine Performance mehr bekommt. Wobei, das dauert ja sehr lange bis das in einem gro├čen Unternehmen auff├Ąllt. Das ist das Problem. Ich glaube, die falsche Annahme ist, dass irgendjemand auffallen w├╝rde, wenn du schlecht arbeitest oder wenig tust. Du musst wirklich aktiv Dinge kaputt machen, glaube ich, damit ├╝berhaupt jemand auff├Ąllt. Weil nichts tun ist in der Regel eine gute Chance, nicht aufzufallen.
Aber auch das kann schief gehen. Da gibt es einen alten Film, Office Space. Da versucht jemand gefeuert zu werden und er wird promotet. Und je schlechter er sich benimmt, umso besser sind seine Karrierechancen.
Der ist gut lustig. Wer spielt da mit?
Keine Ahnung. Aber der Trailer Office Space kommt in die Chancen.
Und 8,6 nur bei IMDB.
Zu schlecht f├╝r dich. Ja, sonst habe ich auch schon mal miterlebt, dass man sich von Leuten trennt, weil sie zu Publik werden. Also stell dir vor, du bespielst LinkedIn irgendwie so, als ob du der CEO w├Ąrst. Bist es aber nicht. Oder stehlst da mit jemandem die Show. Das wird in Gro├čkonzernen auch nicht ganz so gerne gesehen.
Ist das, was dich deinen Job gekostet hat?
Nee, nee, nee. Ich bin ein Opfer der Umstrukturierung geworden.
Aber das w├Ąre doch ein gutes Angebot f├╝r die LinkedIn Engagement Agenturen. Dass man sich anbietet, um die Mitarbeiter bekannter zu machen als den Chef, damit die dann die Abfindung kassieren k├Ânnen. Ich kenne da alle, wo die Attention Manager schon ganz hei├č drauf w├Ąren, das zu erledigen.
Das Wort Attention Manager habe ich auch von dir erz├Ąhlt.
Mein Lieblingsjob ist Attention Manager. Also kein Urteil ├╝ber die Menschen, die das machen, aber ich finde es eine lustige Job Description.
Sind das die gleichen Personen, die vorher Feelgood Manager waren?
Das wei├č ich nicht. Ich habe ├╝brigens hier heute meine quartalsm├Ą├čigen Earnings-Posts auf LinkedIn gemacht. Und das Engagement, also entweder brauche ich auch mal Attention Manager oder das Engagement hier l├Ąsst zu w├╝nschen ├╝brig. Ich ├╝berlege, ob ich eventuell doch nicht dieses Karussell-Slide-Show-Feature-Headset nutzen soll. Vielleicht funktionieren, ich dachte das w├Ąre die Engagement-Bombe, aber mir scheint, vielleicht w├Ąre ein normales Bild doch besser gewesen. Oder die Leute haben schon gesagt, sie sind alle fertig mit Aktien.
Aktien geht jetzt wieder durch die Decke. Da muss man jetzt keine Slides mehr angucken, keine Zahlen mehr. Das ist jetzt up to the right.
Hier, wir haben doch immer so schlaue LinkedIn-Menschen in unserer H├Ârerschaft. Erkl├Ąrt mir das mal, soll ich jetzt Bilder machen oder, also Videos mache ich nicht, das ist auch klar. Aber Karussell scheint nicht gut zu funktionieren. Ich mache jetzt wieder Bilder demn├Ąchst, glaube ich. Karussell mag ich auch gar nicht, wenn ich es selber angucken muss. Bl├Âd von mir. Ich mache nachher noch mal Meta-Earnings, glaube ich. Das mache ich als Bild. Und wenn es besser l├Ąuft, obwohl es der dritte Post ist, dann wei├č ich Bescheid.
Freitagabend um 5 Uhr einen Post auf LinkedIn zu f├╝hren, das gibt bestimmt richtig Reichweite.
Das kannst du dir nat├╝rlich nicht vorstellen, dass Leute Freitagabend um 5 Uhr noch arbeiten.
Ne, H├Ąnde hoch, Wochenende.
Wie kann man das denn noch verkacken?
Wie machen wir einen guten ├ťbergang von Verkacken auf IONOS? Da gibt es ein IPO n├Ąchste Woche.
Wir machen jetzt die Drittverwertung meines IONOS. Ich habe schon ohne Axtenwitsch ein kurzes IONOS-Piece gemacht. Nach diesem Podcast, aber wirklich erst nach diesem Podcast, k├Ânnt ihr das auf EchtGeldTV nochmal h├Âren, wo ich zu Gast sein durfte. Aber wo ich jetzt die Vorbereitungszeit einmal investiert habe, m├╝ssen wir das nat├╝rlich dreifach verwerten. Ich hatte letztes Mal gesagt, ich war zu bl├Âd, den Prospekt, der oder das Prospekt? Der. Der Prospekt? Hei├čt bestimmt das. Ich war zu bl├Âd, das Prospekt, den, ├Ąh, Sekunde, ich glaube es geht beides. Heute lernen wir wieder tausend Sachen, die wir nicht lernen wollen.
Prospekt, Prospektinnen?
Prospektinnen, genau. Also wenn es der hei├čt, dann m├╝ssen wir, ├Ąh, duden.de will, dass ich meinen Adblocker ausschalte. Was geht die das an? Sekunde.
Welches Retargeting-Pixel ist denn auf duden.de?
Und dann merken sie es nicht, wenn ich ihn abgeschaltet habe, Idioten, ey. Boah, sind die bl├Âd, ey. Da freut sich bestimmt irgendjemand, wir haben voll cool diese Software installiert, die uns vor Adblockern warnt. Und wenn ich den jetzt ausschalte, kann ich es aber trotzdem nicht sehen. Ihr Idioten, ey, bei Duden. So, ├Ąhm, der oder das? Tats├Ąchlich der oder das? Okay, also ich kann beides sagen, sehr gut. Also letztes Mal war ich zu bl├Âd, den oder das Prospekt zu finden. Und inzwischen, also mir wurde dann freundlicherweise von Pio die Kapitalmarkt-Day-Pr├Ąsentation zugesendet. Wer h├╝bsche Menschen mag, kann sich die auch im Internet anschauen, vier Stunden lang als Video. Und das Prospekt ist auch raus bei der Jonas-Group.com, gef├Ąllt erstmal ans Prospekt, bei United Internet gibt es die Kapitalmarkt-Day-Pr├Ąsentation. United Internet ist die Mutter-Holding, sozusagen der 1&1 und der ehemaligen 1&1-Hosting, die dann zu Jonas geworden ist. United Internet ist die relativ bekannte Holding von Ralf Dommermuth, dem selbst ernannten Erfinder der All-Net-Flat. Und die andere ist, wie gesagt, die Hosting-Sparte. Die ist entstanden, ich glaube 1998, hat 1&1 damals Schlund und Partner in N├╝rnberg gekauft. Das war damals einer der gr├Â├čten Hoster oder Rechenzentren in Deutschland. Ich glaube, wer zu der Zeit im Internet gearbeitet hat, der wusste, dass wenn ein Server kaputt war, hie├č das immer nachts nach N├╝rnberg oder Frankfurt fahren, in der Regel. Bis es dann in Berlin in der Albuinenstra├če ein Datencenter gibt.
Wie oft ist das bei Rocket passiert?
Nee, das war andere Zeiten, sogar vor Rocket noch. Also es gibt bestimmt ein paar Entwickler.
Wie viele Ideale Leute?
Ich w├╝rde sch├Ątzen, es gibt 10 DevOps oder CTOs in unserer H├Ârerschaft, die mal nachts in irgendeinem Ford Fiesta nach N├╝rnberg gefahren sind. Ich glaube, da ist mal ein Bagger reingefahren oder so.
Die Geschichte brauchen wir.
Wenn ihr mal im Auto einen Roadtrip nach N├╝rnberg gemacht habt, um euren Server zu besuchen, dann schreibt uns eine Mail, damit wir das mal aufarbeiten k├Ânnen. So, wir kommen dazu gar nicht, wenn wir so weitermachen. Also Schlund und Partner wurde damals gekauft. Interessanterweise ist der Gr├╝nder von Schlund und Partner heute noch CEO von Jonas. 98, daraus h├Ârt man vor dem Internetcrash. Der Internetcrash hat 1&1 aber ganz gut ├╝berlebt insgesamt. Als eine der wenigen deutschen Firmen, die meisten sind ja zu Wohne gegangen. Zur United Internet geh├Ârt auch GMX, Web.de zum Beispiel und nat├╝rlich das Telekommunikationsgesch├Ąft von 1&1, was fr├╝her ein Reseller war, inzwischen glaube ich ein eigenes Netz aufbaut. Und 2017 dann ist es passiert, dass ein ehemaliger Marktbegleiter zu Ralf Dammermuth gegangen sein muss, n├Ąmlich Ren├ę Obermann, der inzwischen Partner bei Warwock Pincus ist, einem Private Equity Firma in London, im Londoner B├╝ro. Und hat ihm 25% der 1&1 Hosting quasi abgeschwatzt oder sich ├╝ber ihn ├╝berzeugen k├Ânnen, dass es ein guter Idee w├Ąre, da zu investieren. Im Laufe der Zeit wurde dann eben die 1&1 Hosting in Jonas umbenannt, aus der Domain rausgeschmolzen sozusagen oder rausgesponnen. Die Firma wurde rausgesponnen, die Organisation verselbstst├Ąndigt und so letztlich marktreif gemacht. Entweder f├╝r den Trade Sale oder ein IPO. Jetzt ist es zum IPO gekommen, man merkt auch 2017, da sind sieben Jahre vergangen inzwischen. So sechs, sieben Jahre und da m├Âchte ein Private Equity Fund nat├╝rlich auch irgendwann seine Returns sehen. Das hei├čt, es war auch einfach an der Zeit vermutlich, dass man es entweder an den N├Ąchsten ├╝bergibt oder an die B├Ârse bringt. Dazu kann man auch sagen, dass die Hostingbranche so ein bisschen ein Steckenpferd von Private Equity ist. Ich habe zweimal, also tats├Ąchlich einmal bei der 1&1, aber auch bei One.com, die sind in der Hand von Sinwin oder haben gepartnert mit Sinwin in einem anderen Private Equity Office gearbeitet. Und da Hostinganbieter einfach sehr berechenbare Cashflows liefern, eignen die sich sehr gut f├╝r Private Equity Unternehmen. Die k├Ânnen den Schuldendienst, den man eventuell bei der ├ťbernahme erzeugt hat, ganz gut bedienen aus den Cashflows, relativ berechenbar. Die Vertr├Ąge laufen im Schnitt so 7 bis 10 Prozent. Churn ist eigentlich eher durch nat├╝rliche Churn ein Problem, n├Ąmlich das kleine und mittlere Unternehmen im Schnitt nach zehn Jahren so oder so das zeitliche Segenen. Also viele leben ganz lang, es gibt aber auch ganz viele, die nach zwei Jahren schon zumachen, wenn das erste Mal die Steuer kommt oder so. Von daher gibt es eine nat├╝rliche Churn. Also wir werden nachher sehen, dass die Churn mit 13 Prozent oder so relativ hoch scheint und man nur auf sieben Jahre kommt im Schnitt beim Customer Lifetime Value. Aber dazu muss man eben bedenken, dass die kleinen und mittleren Unternehmen einfach auch eine nat├╝rliche Begrenzung oft haben in der Lebenszeit und viele auch ganz fr├╝h schon churnen dabei. Genau, so weit so gut. Dann k├Ânnen wir in die Zahlen gehen. Wir haben schon erz├Ąhlt, dass die an die B├Ârse kommen wollen. Man strebt jetzt wohl eine Bewertung um die 3,14 Milliarden an. Letztes Mal hat es ja deutlich h├Âher gesch├Ątzt. K├Ânnen wir gleich nochmal sp├Ąter darauf eingehen, warum ich glaube, dass das eigentlich relativ g├╝nstig ist. Sicherlich nicht geschenkt, aber im Vergleich dann doch ganz g├╝nstig. Jonas hat noch drei gro├če Gesch├Ąftsgebiete, k├Ânnte man sagen. Einmal gibt es den Web Presence und Produktivit├Ąts Layer. Das ist einfach das Hosting Domain Namen Gesch├Ąft. Eventuell gibt es eine Office Suite dabei oder ein Mail Client, kleinere Software Installationen und so weiter. Das macht ungef├Ąhr 800 Millionen Umsatz in 2021. Dann gibt es den Aftermarket, also den Secondary Market, den Marktplatz f├╝r Domain Namen. Also Zelo ist das bekannte Produkt dort. Die machen immerhin 150 Millionen Umsatz, also nicht nur mit dem Handel, sondern auch mit der Monetarisierung von geparkten Domains. Dort sind 22 Millionen Domains gelistet derzeit. Dann gibt es das Cloud Business, was ungef├Ąhr 100 Millionen Umsatz gemacht hat im letzten Jahr. Das w├Ąchst am schnellsten gerade und ist eine Cloud f├╝r kleinere und mittlere Unternehmen. Spielt nat├╝rlich sehr stark die Sicherheits-EU-Deutschland-Karte f├╝r Leute, die vielleicht nicht zu einem der gro├čen US-Player wollen, die deutschen Service haben wollen oder was auch immer die Beweggr├╝nde sein m├Âgen. Im Gesamtjahr 2021 hat man 1,1 Milliarde Gewinn gemacht. Das sollte in diesem Jahr, also 2022, wir kennen das vierte Quartal noch nicht, weil das noch nicht reported wurde, sondern die meisten Zahlen sind auf neun Monatsbasis, aber die Firma sagt selber, dass man zwischen 1,25 und 1,3 Milliarden landen wird. Das scheint realistisch. Ich glaube in den ersten neun Monaten sind sie mit 19 Prozent gewachsen, davor nur mit 12 Prozent das Jahr. Jetzt nochmal schneller, muss man schauen, ist das Preiserh├Âhung, wahrscheinlich zu einem bestimmten gewissen Anteil sind es Preiserh├Âhungen. Neukunden kommen wir sp├Ąter noch drauf, wie das Wachsen aussieht. Ich mache das hier entlang der Capital Market Day Pr├Ąsentation, wer das nachvollziehen m├Âchte. In der Vergangenheit ist man immer wieder auch durch ├ťbernahmen gewachsen. Auch das ist eher typisch als au├čergew├Âhnlich f├╝r den Hostingsektor, der ist sehr stark von Konsolidierung gepr├Ągt. Einfach weil es gute Synergien und Skaleneintr├Ąge gibt. Du brauchst im Zweifel nicht die doppelte Anzahl Rechenzentren, um die doppelte Anzahl Kunden zu hosten. Gerade wenn es einfache Webpakete sind, kann man die auf Servern zusammenlegen, Domains, da kann man die Verwaltung auch sehr gut zusammenlegen. Von daher ist es sinnvoll, dass sich der Markt da mehr und mehr konsolidiert. Es gibt eine begrenzte Anzahl von gro├čen Pl├Ąnen. Noch in der Vergangenheit hat man zum Beispiel United Domains, Fasthost, InternetX, Sedo, Home.pl, Asis und so weiter ├╝bernommen. Der Markt ist in den letzten Jahren mit 15% gewachsen. Die gehen jetzt davon aus, dass er in Zukunft mit 19% w├Ąchst. Wei├č ich gar nicht, ob, warum, also es kann schon sein, dass sich das beschleunigt, ist vielleicht weniger wichtig. Was wichtig ist zu verstehen, ist, dass dieser Webpr├Ąsenz und Produktivit├Ątsbase, der w├Ąchst wahrscheinlich hoch einstellig nur noch, also 8-9%. Das sind eben die neu registrierten Domains, einfache Webpakete, so eine Wordpress-Installation f├╝r ein Local Business oder sowas, w├Ąhrend der Cloud-Markt h├Âchstwahrscheinlich eher Richtung 30% wachsen k├Ânnte. Davon erreicht man aber gerade erst 20%. Wenn ich mich nicht irre, dann gehen wir gleich nochmal drauf ein. Yonnas ist in drei M├Ąrkten die Nummer eins in Deutschland, Spanien und ├ľsterreich. In UK, Polen, Frankreich ist man die Nummer zwei. Ich glaube in Frankreich m├╝sste OVH gr├Â├čer oder OVH gr├Â├čer sein. In Europa ist man prinzipiell mehr als doppelt so gro├č wie GoDaddy, der gro├če US-Hoster, der auch b├Ârsennotiert ist. Das hei├čt, das weckt nat├╝rlich so ein bisschen die ├ťbernahme-Fantasie, dass GoDaddy irgendwann sagt, um uns in Europa gro├č zu machen, k├Ânnten wir die schlucken. Dann gehen wir mal in die Zahlen. Also Revenue letztes Jahr, Umsatz letztes Jahr war 1,1 Milliarden. Wir sind jetzt nach drei Quartalen schon bei 950.000. W├╝rde man das vorzeichnen, kommt man eben so auf die ungef├Ąhr 1,3 Milliarden. Die EBIT-Marge, das ist jetzt mal das adjustierte EBIT, lag 2020 bei 36%. Geht jetzt inzwischen runter auf 29%. Grund daf├╝r sind unter anderem h├Âhere Energiepreise. In Datenzentren ist Energie neben der Hardware der zweitgr├Â├čte Inputfaktor. Und wird Energie teurer, m├╝ssen sich die Cost of Goods Sold oder die Cost of Revenue erh├Âhen. Das dr├╝ckt auf die Marge. Und man hat nochmal in Brand Marketing investiert. Sagt man, das ist ein weiterer Grund, warum das jetzt runter geht. Ansonsten w├Ąre das EBIT da bei 32%. Es ist ein adjustierter EBIT da, aber man muss sagen, von diesem adjustierten EBIT da verwandeln sich 90% in adjustierte Cash Contribution. Also es wird sehr gut in, also auf die ist adjustiert, muss man sagen, aber es werden eben 90% in Cash umgewandelt. Und das ist, wie gesagt, unter anderem deswegen ist es f├╝r Private Equity sehr spannend. Und in Cash umgewandelt werden 245 Millionen in den ersten neun Monaten. W├╝rde man das weiterzeichnen, Sekunde, 245, m├╝sste man so bei 320 vielleicht landen Ende des Jahres im Free Cashflow oder in der Cash Contribution. So zur Kundendynamik, wie ich schon gesagt habe, die Churn ist 13%, der Care Wert ist ungef├Ąhr sieben Jahre, kann man Customer Lifetime rechnen. Unter Einbeziehung dieser Customer Lifetime ist der Customer Lifetime Value oder der Net Present Value von Kunden ungef├Ąhr zehnmal so hoch wie der Customer Acquisition Cost. Also man zahlt das ein bisschen weniger als das erste Jahr, die ersten sechs bis neun Monate zahlt man die Marketingkosten des Kunden zur├╝ck und ab dann hat man eigentlich ein sehr hochmargiges Business, was regelm├Ą├čig sehr berechenbare Zahlungsstr├Âme abwirft, was das Produkt attraktiv macht. Genau und dann auf Seite 59 steht nochmal die Kundenanzahl in tausend, also wir haben rund sechs Millionen Kunden inzwischen und das w├Ąchst so mit zwei bis zweieinhalb Prozent im Jahr. So jetzt haben wir gesehen, das Revenue w├Ąchst deutlich schneller, also m├╝ssen sich die Preise erh├Âht haben oder man hat gr├Â├čere Kunden zuletzt errungen. Also einerseits hat man bestimmt mehr gro├če Cloud Kunden gewonnen, dadurch kann das Revenue schneller wachsen als die Kundenanzahl, weil die Warenk├Ârbe gr├Â├čer werden und andererseits hat man sicherlich die Preise erh├Âht, auch um die Energiekosten weiterzugeben vermutlich. Genau, aber nach Churn hat man wie gesagt plus 2,4 Prozent mehr Kunden und die machen plus 4,7 Prozent mehr Average Revenue per User APU, also das ist sozusagen die Preiserh├Âhung oder Upselling in h├Âhere Pakete, es muss nicht eine Preiserh├Âhung sein, gerade bei Domains ist Preiserh├Âhung relativ schwer, das kann man nur beschr├Ąnkt oft machen. Die Churn hat sich nochmal verbessert, 21, aber das war nat├╝rlich auch ein Sonderjahr. Wir hatten ja Corona Konjunktur, da sind viele neue Businesses nochmal entstanden, ein paar auch Out of Business gegangen. Es sieht jetzt aber in den Zahlen nicht so aus, also tats├Ąchlich ist das Wachstum nach Corona nochmal schneller geworden, das hei├čt es sieht nicht so aus, die Gefahr ist nat├╝rlich immer, sp├Ątestens seit Teamviewer hat jeder Angst, wenn ein Private Equity Unternehmen so etwas in Olympiaform an die B├Ârse bringt, weil es danach dann auch schlechter aussieht oder nicht mehr so gut, weil alles sozusagen f├╝r den einen Moment getrimmt wurde. Die Gefahr besteht immer, auf das individuelle Risiko w├╝rde ich jetzt hier nicht eingehen, aber es sieht jetzt nicht so aus, also entweder hat man es sehr gut geschafft, die Corona Einmaleffekte zu gl├Ątten und in die Gegenwart zu verl├Ąngern. Also man sieht nicht einen R├╝ckschlag nach Corona im Moment, das kann man nat├╝rlich mit Marketing und so weiter pushen, aber die Marketingquote scheint mir auch nicht signifikant angestiegen zu sein. Von daher sieht es eigentlich ganz gut aus, aber man muss sich das Risiko schon bewusst sein, dass Private Equity in der Regel nicht zum schlechtesten Zeitpunkt die Firma an die B├Ârse bringt. Ich glaube wir haben zum Operating Leverage hinten auch noch Slides, da gehen wir jetzt mal weiter zu der Pr├Ąsentation der CFO. Genau, eine tolle Employer Brand sind sie auch, aber haben ihren Headcount nur um 17% gesteigert seit 2019, also nicht so ├╝berzogen wie die gro├čen Tech-Konzerne, das ist ja schon mal gut. Relativ hohe Frauenquote. Da muss man sagen, es werden nur so rund 17% der Firma an die B├Ârse gebracht. Also der Free-Float, also die am Markt verf├╝gbaren Aktien werden relativ gering sein. Am Ende ist das weiterhin eine Firma, die sehr stark gepr├Ągt ist von Ralf Dommermuth. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist Ralf Dommermuth, im Aufsichtsrat ist Ren├ę Obermann, der ehemalige Telekom-Chef, der dann zu Warburg gegangen ist. Der CFO von United Internet, Kurt Dobitsch, der in vielen Aufsichtsraten schon sitzt, der 1&1, Claudia Borgers-Herold, die auch schon bei der 1&1 bekannt ist und Vanessa St├╝tzle, die unter anderem bei Hornbach im Aufsichtsrat sitzt. Wie gesagt, die meisten Anteile bleiben erstmal in der Hand der United Internet und von Warburg, die sich sicherlich irgendwann auch trennen werden von ihren Anteilen oder die distribuieren werden an ihre LPs. Das Cloud-Revenue war 2021 110 und scheint von 81 auf 97, sind 16 von 81, sind 20% zu wachsen. Wir haben ja eben gesehen, dass der Cloud-Markt laut der Studie da 30% wachsen soll, sie sehen nur 20% Wachstum. Da k├Ânnte man jetzt denken, das ist ja dann langsamer als der Markt, aber wir werden sp├Ąter heute noch lernen, dass das Wachstum des Cloud-Marktes ist, aber da m├╝ssen wir nochmal gucken, wie gro├č das wirklich ist. Deswegen ist 20% vielleicht gar nicht so schlecht oder sagen wir mal so, damit wachsen sie nicht langsamer als Amazon gerade im Cloud-Segment. Von daher kann man davon ausgehen, dass es bei 130, 132 vielleicht landen wird, das Cloud-Segment in 2022. Dann wird noch darauf hingewiesen, dass man so rund 50 Millionen Umsatz mit anderen United Internet Assets macht. Also es k├Ânnte sein, dass der irgendwann wieder abgezogen wird. Das war vorher quasi inner Konzern-Umsatz. Das wird hier aber extra ausgewiesen und ist damit einigerma├čen transparent. Also die Gefahr w├Ąre, sagen wir mal, dass WebDE oder Gmx sich auf einmal entscheiden, bei Amazon zu hosten statt bei Yonnas. Ist das wahrscheinlich? Wahrscheinlich will man in Deutschland bleiben. Und da die Interessen ja insofern allein sind, dass Ralf Dommermuth beide Firmen beherrscht, hat er eigentlich auch kein Interesse dazu, viel rum zu optimieren im Moment. Von daher ist das, glaube ich, eher ein hypothetisches Risiko. Dann wichtig, die Rohmargen. Die lagen so bei 72 Prozent in 2021. Das ist schon sehr, sehr gut. Wir wissen, dass Amazon und Google eher so zwei Drittel als Rohmarge haben im Cloud-Bereich und ein Drittel als Netto-Marge, als Profitmarge ├╝brig behalten. Also Amazon, Google nicht mehr und Amazon auch nicht mehr. Auch da kommen wir sp├Ąter dazu. Mit 72 hatten sie 2021 eine sehr, sehr gute Gross Margin. Wahrscheinlich, weil einzelne Gesch├Ąfte noch h├Âhere Rohmargen haben als das Cloud-Gesch├Ąft. Also vielleicht das Domain-Gesch├Ąft oder das Wiederverkaufen von Software. Diese Rohmarge ist aber runtergegangen auf 66 jetzt in den ersten neun Monaten von 2022. K├Ânnte im vierten Quartal sogar noch weiter runtergehen. Als Grund sagen sie die Energiepreise, die nat├╝rlich auf den Hosting-Markt dr├╝cken, auf die Datenzentren und niedrigere Margen im Aftermarket-Business, also bei Sedo. Da nimmt man sich, l├Ąuft das ├╝ber Spelling Sheet? Nee, eigentlich nicht. Dann sieht man das, das Marketing wurde leicht erh├Âht von 110 auf 124 in den neun Monaten. Das hei├čt, es wurde nicht zusammengek├╝rzt, aber auch nicht rapide erh├Âht, um jetzt irgendwelche Ergebnisse zu erzeugen. Die Marketingquote ist relativ gleich geblieben. 2021 hat man mehr ausgegeben, aber da ist man auch stark gewachsen. Das hei├čt, man sieht jetzt sofern hier, was nicht irgendwie ganz geschickt weg, irgendwohin adjustiert wurde, sieht es so aus, als gibt es erstmal keine Anzeichen daf├╝r, dass man irgendwie versucht hat, mit Marketing die Ergebnisse sehr stark zu beeinflussen nochmal. Dann wird hier von einem strong operating leverage geredet. So stark sieht er f├╝r mich jetzt nicht aus, aber prinzipiell hat das Hosting-Business nat├╝rlich ein operating leverage. Insbesondere deswegen machen die Roll-up-Strategien, also das Aufkaufen weiterer Marktteilnehmer, auch so viel Sinn. Damit w├╝rde ich das jetzt mal schlie├čen, nachdem jetzt wahrscheinlich schon alle eingeschlafen sind. Noch kurz zum Konkurrenzmarkt. Nach oben hin ist es nat├╝rlich, es ist ein Web-Service, Google Cloud Platform und Microsoft Azure, die die Alternativen sind. Tats├Ąchlich richtet man sich aber eher an kleine und mittelst├Ąndische Unternehmen. Da w├Ąre es eventuell eher die OVH Cloud, T-Systems oder noch kleineren Bieter, vielleicht auch in Digital Ocean, ├╝ber die wir ja manchmal reden, die die Alternativen w├Ąren, die man w├Ąhlt, wenn man in die Cloud will, aber eben was braucht, was ein bisschen gr├Â├čer ist als ein normales Server-Paket. Und wie w├╝rde man jetzt diese Firma am besten bewerten? Es gibt mit GoDaddy eben, also wir k├Ânnen mal auf Digital Ocean schauen, da sage ich aber auch gleich, warum das eben nicht so gut passt. Digital Ocean ist glaube ich mit, ich glaube 6,5 Mal Umsatz bewertet, aber das k├Ânnen wir nachschauen. Ist 6,12 Mal, also 6 Mal Umsatz, beziehungsweise 27 Mal Price Earnings zahlt man f├╝r Digital Ocean. Im Moment, das ist was wir immer so die kleine Developer Cloud nennen, also so ein AWS f├╝r kleine Anwendungen, kleine Apps, Solo-Entrepreneure, die in der Cloud programmieren oder hosten m├Âchten. Und die wachsen aber noch mit 36,5%. Insofern ist das nicht wirklich vergleichbar. Also man k├Ânnte jetzt sagen, und sind die so profitabel? Die haben eine operative Marge von nur 6%. Also sind auch noch nicht so profitabel, wachsen aber deutlich schneller. Deswegen eignen die sich nicht so gut als Vergleichswert. Aber ich habe von GoDaddy gesprochen, die sind ungef├Ąhr 4 Mal so gro├č, beziehungsweise jetzt vielleicht auch nur noch 3 Mal so gro├č. Sekunde, ich glaube, ja genau, machen 4 Milliarden Umsatz. Wir haben eben gesagt, 1,3 glauben wir, k├Ânnte Jonas machen. Dann ist es eigentlich nur noch 3 Mal so gro├č. Und die sind mit 3,3 Mal Sales bewertet. W├╝rde man das jetzt anwenden auf die Jonas, 3,3 Mal 1,3 ist nicht so schwer, dann w├Ąren wir bei 4. Nee, ein bisschen mehr als 4. Gott, Gott, muss ja schon rechnen hier. Bei 4,3 Milliarden w├Ąren wir. Und wir lernen ja, die wird nur f├╝r 3,1 Milliarden an die B├Ârse gehen im Moment. Und jetzt muss man eigentlich dazu noch sagen, dass der Umsatz bei GoDaddy nur noch mit 7% w├Ąchst. Also die wachsen nicht mit 19% oder nicht mal zweistellig wie die Jonas. Haben eine ├Ąhnliche Profitmarge, w├╝rde ich sagen. Vielleicht sogar eine etwas schlechtere, aber einen guten Cashflow. Von daher w├╝rde ich, wie ich letztes Mal auch schon konkludiert habe, die Jonas mittelfristig eher bei 5 Milliarden sehen. Also wir empfehlen sowas nicht. Ich glaube, das ist von nach unten ganz gut abgesichert, weil es k├Ânnte wieder jemand von der B├Ârse nehmen, es k├Ânnte von einem GoDaddy gekauft werden, wenn die die Finanzierung hinbekommen. Das muss man dazu sagen, die Jonas ist noch ganz gut verschuldet, mit 1,2 Milliarden Netto-Schulden. Und GoDaddy selber hat auch 4 Milliarden Schulden, wo sie einige Zeit brauchen, um die abzuzahlen. Das hei├čt, die k├Ânnen jetzt nicht einfach nochmal 5 Milliarden aufnehmen, um etwas anderes zu kaufen. Das k├Ânnten sie so schnell nicht zur├╝ckzahlen. M├╝ssen sie es mit der Kapitalerh├Âhung kombinieren. Aber dennoch ist es nach unten ganz gut abgesichert, weil es so ein berechenbares Gesch├Ąft ist. Das Risiko m├╝sste schon sein, dass Leute grunds├Ątzlich das Erschaffen von Domains aufgeben. Das hat man mal mit Facebook geglaubt, dass es eventuell so sein wird, dass keiner mehr ein Domain haben wird. Das ist offenbar nicht so gekommen. Auch die Apps haben Domains nicht allzu sehr geschadet. Letztendlich, die riesigen Gesellschaften, die ich wichtig finde, ist eben, man wei├č ja nicht, wie gut das Unternehmen jetzt in Form bleibt, nachdem es in Topform an die B├Ârse gebracht ist. Da gibt es einfach historisch ein paar Beispiele, wo es nicht super gelaufen ist. Das sollte einem bewusst sein. Dann gab es eben theoretisch die Sonderkonjunktur w├Ąhrend Corona, wo ich jetzt aber nicht sehe, dass man so stark davon profitiert hat, dass es zu irgendeiner Art von R├╝ckschlag k├Ąme. Ich w├╝sste auch nicht, warum der in der Zukunft kommen sollte. Es ist sicherlich problematisch, dass wir nicht viele Pleiten hatten in den letzten zwei Jahren. Das hei├čt, dass die Churn zur├╝ckgegangen ist, k├Ânnte auch daran liegen, dass kaum ein Unternehmen pleite gegangen ist in den letzten Jahren. Die Pleitewelle wird sicherlich noch kommen. Da wird es wieder mehr nat├╝rliche Churn geben.
Aber ein Gegenargument w├Ąre, man wechselt zu IONOS, weil man vielleicht vorher Save My Ass AWS aufgebaut hat und nicht so ganz auf die Kosten geschaut hat. ├ähnlich wie wenn man mit einer gro├čen Unternehmensberatung arbeitet, wurde noch nie ein CTO gefeuert, der AWS eingebaut hat. Wahrscheinlich. Und mit Blick auf Kosten sagt man dann, okay, vielleicht nimmt man jetzt in Kauf, dass man jetzt einmal switcht, weil es dann langfristig wieder g├╝nstiger ist. Also die Zeit, in der wir jetzt sind, das ist ja das Jahr der Effizienz, also Kosteneffizienz und Effizienz generell, k├Ânnte halt auch ganz gut f├╝r IONOS sein.
Wenn das so aussieht, dass sie g├╝nstiger werden als eine AWS-Firma. Mein Gef├╝hl ist, dass Sie sagen, der typische Pitch machen Sie wahrscheinlich nicht gegen AWS, sondern die Kunden, die sich daf├╝r entscheiden, wollen in Europa hosten. Auch das versuchen die gro├čen Hoster zu l├Âsen, die europ├Ąische Instanzen und so weiter kaufen k├Ânnen. Aber ich glaube tats├Ąchlich, dass sie eher so mit OVH, den Franzosen oder T-Systems konkurrieren. Oder tats├Ąchlich vielleicht mit Digital Ocean. Ansonsten, was ich noch schade finde, was nicht so richtig gelingt zu zeigen, ist die Revenue Expansion. Man sieht das so ein bisschen in den steigenden APU. Die Kohorten sehen einigerma├čen stabil aus. Also die Revenue Expansion scheint einen Teil der Churn zu kompensieren. Aber so eine Net Negative Revenue Retention, die findet man nicht. Also dass man sozusagen positives NRA hat oder NRA ├╝ber 100. Das gelingt mit dem Business dann doch nicht. Das w├Ąre nat├╝rlich spannend, wenn man es wirklich schafft, dass die bestehenden Kunden jedes Jahr so viel mehr ausgeben, um die Logo-Churn zu ├╝berwinden. Ein so tolles Business ist es dann eben auch nicht. Aber man sieht ja, es funktioniert trotzdem sehr eintr├Ąglich, auch ohne das. Genau, das sind die wichtigen Sachen. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass es einen kleinen Pop gibt am ersten Handelstag und dass sie sich ├╝ber die Zeit in 5 Milliarden ann├Ąhern. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Kripp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen die Risikodisposition der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu nachlesen.
Ich w├╝rde sagen, auch wenn du den Disclaimer jetzt vorgespult hast, h├Âr ihn dir nochmal an, geh nochmal in die Show Notes,
les ihn dir nochmal durch.
Disclaimer, Disclaimer, Disclaimer.
Ja, also man sollte auch nicht zeichnen, um auf irgendwelche Pops zu hoffen. Das ist sowieso Quatsch. Also, wenn es ein schlechter Handelstag ist, dann kann es auch ganz anders aussehen einfach am ersten Tag. Und prinzipiell sollte man es nur kaufen, wenn man langfristig an Unternehmen glaubt. Und ich habe auch gar nicht gesagt, dass man es kaufen soll. Ich finde es attraktiv bewertet, ehrlich gesagt, im Vergleich zu GoDaddy. Aber vielleicht ├╝bersehe ich auch irgendwas, was GoDaddy deutlich attraktiver macht. Aber vom Verschuldungsgrad sind die eigentlich relativ ├Ąhnlich. Die im Markt wachsen langsamer und sind nicht deutlich profitabler. Von daher, wir werden sehen. Also, wenn wir schon mal ein deutsches IPO wieder haben, dann m├╝ssen wir das ja auch besprechen.
Hast du schon eine Idee, wer als n├Ąchstes ein IPO macht? Wird es jetzt, nachdem die Aktien irgendwie hochgelaufen sind in den letzten 30 Tagen?
Ja, also vielleicht wird wieder noch irgendein anderer Konzern irgendwas rausspinnen dieses Jahr. Aber das Besondere ist, warum k├Ânnen die jetzt, obwohl es, es gibt ja gerade wieder so eine kleine Bullenrallye. Also der Markt ist schon wieder fast ein bisschen zu optimistisch, finde ich. Von daher ist es vielleicht jetzt ein gutes, also sie waren offensichtlich vorbereitet, sodass sie es jetzt sehr schnell exekutieren k├Ânnen, den B├Ârsengang. Andererseits k├Ânnen sie nat├╝rlich fast in jedem Kliba an die B├Ârse gehen, weil es ein profitables Business ist. Also das ist Double-Digit-Growth-Technologie aus Deutschland mit einem sch├Ânen Home-Bias und einem highly cash-generative Business. Damit kannst du, ich will nicht sagen zu jedem Zeitpunkt, aber damit kannst du auch an die B├Ârse gehen, wenn es nicht super l├Ąuft. Weil die Leute, die jetzt risk-off sind, f├╝r die ist das, wei├č ich nicht, ich will jetzt nicht sagen, f├╝r die ist eine gute Aktie, das w├Ąre zu wertend. Aber also sagen wir so, das schreckt jetzt niemanden ab zumindest. Gerade man braucht jetzt, man braucht keine niedrigen Zinsen, um das ein ganz gutes Modell zumindest prinzipiell zu finden. Von daher w├╝rde ich jetzt nicht sagen, dass es die Glocke l├Ąutet f├╝r die n├Ąchsten zehn B├Ârseng├Ąnge, die jetzt hinterher kommen. Da w├Ąre ich eher ├╝berrascht, wenn das passiert. Sondern es ist ein gutes Modell, was sehr a-zyklisch in der Regel w├Ąchst mit einigerma├čen stabilen Margen. Also die Gross-Margen muss man sich aber anschauen. Also dass die auf 66 gefallen ist, da vielleicht nochmal genauer hingucken, auch ins Prospekt, was da die Gr├╝nde als Gr├╝nde angegeben wurden. Ob man das nachvollziehen kann oder das ist so ein bisschen, es kann nat├╝rlich sein, dass ich auch das ├╝bersehen habe, aber sch├Âner w├Ąre es nat├╝rlich, wenn man so eine Art Segmentsberichterstattung hat. Also wie l├Ąuft das Hosting-Business-Standalone, das Cloud-Business-Standalone inklusive Margen und das Aftermarket-Business. Das habe ich nicht gefunden. Das kann auch immer hei├čen, es gibt einen Grund, warum es nicht gezeigt wurde. Der Grund kann auch sein, weil wenn man einmal anf├Ąngt, Segment-Reporting zu machen, dann muss man es immer reporten. Oder dann wird oft erwartet, dass man es auch in Zukunft reportet. Das wei├č ich nicht, kann ich nur spekulieren.
Pip, du hast ja gefragt nach einem gr├╝nen ETF. Nun kam eine E-Mail rein. Wie ist das K├╝rzel? Die ISIN werde ich jetzt hier weniger vorlesen.
Soll ich das nachlesen? Also ich hatte gebeten, wir hatten keinen guten, wirklich gr├╝nen Forum gefunden. Also keinen mit vern├╝nftigen Geb├╝hren. Ich hatte gebeten, wenn jemand einen hat, dann darf ich ihn gerne schicken. Und daraufhin hat Patrick, einer unserer H├Ârer, vorgeschlagen, er w├╝rde, also ich vermute mal, dass er den nutzt, den ACWi-ESG-Screen von X-Trackers. Die ISIN ist, ne, die packen wir in die, wer ist das, schon uns? Der hat 0,25 TER, also eine vern├╝nftige Verwaltungsgeb├╝hr, ist 1,4 Milliarden gro├č. Ich habe mir den jetzt gerade mal angeschaut. Und die Top Ten Holdings sieht erstmal ganz gut aus. Also ich habe keinen Pepsi und Coca Cola in den Top Ten, das ist schon mal gut. Also Apple ist auf eins, Microsoft, Amazon, Alphabet, Nvidia, Tesla, Taiwan, Semiconductor, United Health, Johnson & Johnson sind die gr├Â├čten Holdings. Das ist deutlich besser, als was man sonst in den Top Ten findet. Jetzt, ich habe das Gef├╝hl, so was Sustainability angeht, ist das deutlich besser. Es geht dann aber auch weiter mit, als n├Ąchstes elfgr├Â├čte Holding kommt dann aber schon Meta-Plattformen, JP Morgan Chase, Berkshire Hathaway, Home Depot, Visa Corporation. Also es gibt durchaus Unternehmen, wo man mit der Governance dann schon vielleicht Probleme hat. Also ein Tesla, also Governance-Struktur hei├čt, dass du eventuell ein Board hast, was nicht zu sagen hast. Das gleiche gilt bei Meta, du hast bei Tesla und Meta Alleinherrscher, die Stimmrechtsmehrheit haben. Das gleiche ist bei Alphabet der Fall, wenn ich mich nicht irre. F├╝r mich kann das in einem, also es ist nat├╝rlich super gef├Ąhrlich f├╝r einen Fonds, wenn der irgendwie einen Amazon, Apple und Alphabet nicht reinnimmt, weil das riesige Unternehmen sind, die auch einen Gro├čteil der Performance tragen in vielen Jahren. Andererseits hat das f├╝r mich in einem ESG-Fonds nichts zu suchen. Also Apple hat irgendwie sehr fragw├╝rdige Deals mit China, Uiguren-Thema und so weiter. Braucht auch viele Ressourcen. Tesla hat schlechte Governance-Strukturen, sei es irgendwie das Verhalten des CEOs auf Twitter, das den Aktienkurs positiv nach negativ sehr stark beeinflussen kann, wo einfach schlicht gelogen wird, offenbar. Bei Meta, Meta hat meiner Meinung nach auch, was gesundheitliche Nachhaltigkeit angeht und Governance-Probleme. Also ich w├╝rde sagen, der Fonds ist besser als die, die wir letztes Mal besprochen haben. Von daher danke f├╝r den Hinweis. Wir packen ihn auch gerne in die Show Notes. Ist das der mit, ich kann hier mit gutem Gewissen schlafen Fonds? Auch noch nicht, finde ich. Aber ich finde es besser als das, was wir gesehen haben. Von daher ist es eine Verbesserung, die wir gerne nennen. Aber wie gesagt, es geht ja um Nachhaltigkeit, um Societal Impact und auch Governance. Und das sehe ich hier auch nicht bei allen Unternehmen perfekt widergespiegelt. Obwohl man nat├╝rlich sagen muss, dass Apple jetzt nicht der Hort alles B├Âsen ist. Aber die ganz wei├če Weste ist es eben doch nicht, glaube ich. Wenn man daran geht, wie sie sich gegen den USB-Stecker wehren und so weiter.
Nicht so b├Âse gegen meinen Apple.
Ja, es geht ja auch gar nicht um Apple. Problematischer finde ich tats├Ąchlich hier Meta und Tesla, wo einfach die Tesla darf meine Dringend sein muss, aus Economic, Social und Environmental Sicht da rein. Aber aus Governance Sicht verbietet es sich meiner Meinung nach, einen Tesla in irgendeinem ESG-Fond aufzunehmen. Aber wie gesagt, es ist nicht der Philips Standard, sondern ESG. Und das ist nur meine pers├Ânliche Meinung. Wie gesagt, danke f├╝r den Hinweis. Er hei├čt X-Trackers MSCI AC World ESG Screened Usage ETF 1C.
So, dann bin ich diese Woche vom Stuhl gefallen. Vom Fahrrad. Ich habe mir angeguckt, was Peloton seit Anfang des Jahres gemacht hat.
Verdoppelt hat sich.
Verdoppelt. Ist das? Ne, das ist kein Ten-Bagger. Das ist ein Doubler. Doubler spricht man ja eigentlich nicht dar├╝ber. Das passiert ja einfach so. Aber 108% seit Anfang des Jahres.
Das ist nur ein Monat. Heute ist der 3. Februar.
Unfassbar. H├Ątte er die Fahrradkette, h├Ątte man mal kaufen k├Ânnen.
Du hast mich rausgequatscht, aber nicht wieder rein. Wo war das Training-Signal? Das Gl├╝ckliche-Gl├╝ckliche-Training-Signal.
Genau. Wo habe ich dich rausgequatscht? Bei 162 oder so. Jetzt ist sie bei 1690. Wir sind in Dollar, falls jemand nachschauen m├Âchte. Aber ja, Wahnsinn. Wie sind die Zahlen? Ist das jetzt der CEO des Jahres? Der neue CEO, der aufger├Ąumt hat? Oder wie schafft man das? Oder sind es einfach nur die Zinsen? Oder gibt es eine neue Pandemie, von der ich noch nichts wei├č?
Ja, ich mag, dass du sagst, aufger├Ąumt hat. Ich w├╝rde sagen, aufger├Ąumt ist er noch lange nicht. Die Firma befindet sich nicht mehr im freien Fall. Beziehungsweise ist sie vom Tiefstpunkt eben wieder hochgebounced. Auf das Doppelte des, sie war aber 8 Dollar inzwischen. Da steht es nat├╝rlich jetzt besser da. Der macht durchaus auch einiges richtig. Wir k├Ânnen mal in die Ergebnisse reingehen. Der Umsatz mit den Connected Fitness Products, das sind die Fahrr├Ąder mit iPad, ist halb so hoch wie noch letztes Jahr. Bei 381 Millionen, minus 52 Prozent Umsatzwachstum. Also man verkauft logischerweise deutlich weniger von diesen Bikes. Wer eins wollte, hat eins. Wer es sich damals nicht leisten konnte, kann es sich heute erst recht nicht leisten und hat sich da auch nicht aufgespart. Von daher muss man jetzt sehen, wo sich das einpickt. Das Christmas Q4 ist bei Pelleton das Q2. Ist nat├╝rlich historisch immer der st├Ąrkste Quadral. Und es war auch fast doppelt so viel Umsatz wie im Q3. Aber es ist nur halb so viel wie im letzten Jahr, muss man auch dazu sagen. Der Subscription Revenue wiederum ist um 22 Prozent gestiegen gegen├╝ber dem Vorjahr. Das ist zwar langsamer in allen Quartalen davor. Es ist sogar ein bisschen unter dem Vorquartal, sehe ich gerade. Das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen. Also man hat im Q3, also ich rede jetzt vom Kalenderjahr, die Financial Years sind hier anders, im Q3 hat man noch 412 Millionen Umsatz gemacht. Das sind nur noch 411 Millionen. Das hei├čt, da ist man vielleicht ├╝ber die Kuppe so ein bisschen. Obwohl man jetzt Weihnachten nat├╝rlich wieder viele Fahrr├Ąder verkauft hat, die vielleicht noch keine Subscriptions sofort wurden. M├╝sste man mal gucken. Aber die Gefahr ist nat├╝rlich so ein bisschen, dass gerade jetzt, wo der freie Fall beim Verkauf aufh├Ârt, ist man auf einmal ├╝ber die Kuppe beim Subscription Revenue. Das sieht schon so aus. Also gegen├╝ber dem Vorjahr ist es 22 Prozent h├Âher, aber gegen├╝ber dem Vorquartal ist es minimal gefallen. Von daher ist die Euphorie vielleicht auch ein bisschen zu fr├╝h. Das Subscription Modell ist sehr profitabel. Da fallen 278 Millionen von den 411 Millionen als Rohgewinn an. Das Verkaufen der Fahrr├Ąder verbrennt weiterhin Geld. Also diese 380 Millionen Umsatz, denen stehen Kosten von 442 Millionen entgegen. Das hei├čt, man verkauft die Fahrr├Ąder mit einem Verlust, die Rohmarge ist minus 16 Prozent im Moment. Das kann aber Sinn machen, solange man eben danach dieses spannende Subscription Business weitermacht. Marketing hat man um 38 Prozent gek├╝rzt gegen├╝ber dem Vorjahr. Die anderen kosten eher so rund 20 Prozent. So liegt die Kostenbasis oder die OPEX-Basis 20 Prozent unter dem Vorjahr. Der Umsatz liegt aber insgesamt 30 Prozent unter dem Vorjahr. Also man h├Ąuft immer noch Verluste an, macht 330 Millionen Verlust im Q4 allein. Insofern ist jetzt noch kein Grund, irgendwie an die Decke zu springen. Die Profitmarge ist immer noch minus 42 Prozent. Erfolgreich ist sicherlich, dass man den bereinigten Free Cashflow einigerma├čen gestoppt hat. Die Firma blutet kein Geld mehr. Der ist noch minus 94 Millionen. Der CEO sagt, er bereinigt ein paar Sachen weg und dann ist eigentlich ein ausreichlicher Cashflow. 94 Millionen sind nat├╝rlich aber eine Menge, um zu bereinigen. Das sind zwar Einmaleffekte, aber es sind 94 Millionen, die die Company noch mal verlassen haben. Muss man jetzt schauen, ob damit dann wirklich Schluss ist und zumindest das Cashbluten aufh├Ârt. Es wirkt schon so ein bisschen so, als h├Ątte man den Tiefpunkt gefunden. Aber worauf muss man noch schauen, um zuk├╝nftiges ├ťbel vorauszusehen? Das ist das Inventar. Und das hat man zwar abgebaut ├╝ber das Weihnachtsquartal. Das ist jetzt nur noch 790 Millionen statt zuvor 993 Millionen. Aber es sind immer noch 207 Prozent des Umsatzes. Und das ist mehr als im letzten Jahr. Das hei├čt, man hat noch zwei ganze Quartale an verkauften Fahrr├Ądern auf Lager. Obwohl man sich mit Suppliern getrennt hat, dass man Dinge nicht mehr abnimmt, hat hohe Ersatzzahlungen daf├╝r bezahlt, dass man die Fahrr├Ąder nicht mehr abnehmen kann. Wahrscheinlich Fabriken geschlossen oder schlie├čen lassen. Und man hat weiterhin noch 800 Millionen an Fahrr├Ądern im Lager. Das hei├čt, selbst wenn man nicht ein Fahrrad produzieren w├╝rde, die n├Ąchsten zwei Quartale k├Ânnte man weiterhin viele verkaufen. Eigentlich sogar drei Quartale, weil Weihnachten war jetzt ein besonders starkes Quartal. Gemessen am normalen Revenue sind es eigentlich fast vier normale Quartale. Acht Millionen? Achthundert Millionen an Fahrr├Ądern.
Wie viele Fahrr├Ąder sind das? 2000 kostet so ein Ding?
Ja, 40.000. Was hast du gesagt? 2000 kostet das? 40.000, oder? Ja. Ach, Sekunde. Ich bin heute nicht so stark mit Rechnen. Philipp wei├č schon, warum. Aber Sekunde. Was hab ich gesagt? 80 Millionen durch 2000. 40.000, genau. Hab ich doch recht. Kann ab jetzt wieder Kopf rechnen.
Was w├╝rde ich machen, wenn ich jetzt hier die ganzen Fahrr├Ąder noch auf Lager h├Ątte?
Die 40.000, keine neuen mehr bauen. Du kannst sie ja nicht umwidmen.
Ich w├╝rde jetzt sechs Monate Pop-Up-Shops machen und Cycling-Courses in allen St├Ądten.
Ja, aber es ist Winter.
Ja, und? Die Leute gehen ja zu den Classes. Stellst du in jeder Stadt so einen Pop-Up-Laden, stellst da 20 Dinger rein, machst sechs Monate Party, konvertierst alle als App-Downloads, als Nutzer.
Du machst ein Pop-Up-Parking. Wie hei├čt das hier? Cycling?
Cycling-Class. High-Cycle oder so was.
Wie hei├čt denn das? Gibt es noch ein Wort daf├╝r?
Keine Ahnung. Eben stehen, Fahrrad fahren.
Sekunde. Mir f├Ąllt das Wort nicht ein. Sowas wie Spinning, meine ich. Spinning, richtig so. Genau, du machst Pop-Up-Spinning-Stores oder du vermietest das sehr g├╝nstig an so Dinge und hoffst, dass die Leute dann zu Hause auch so ein Ding stehen haben wollen. Machst du irgendwie mit Biet-Eddy oder Urban Sports Club zusammen oder so? Ich glaube, Urban Sports Club k├Ânnte kostenlose Fahrr├Ąder ganz gut gebrauchen.
Oder du nimmst die ganzen leeren Fl├Ąchen von den 10-Minuten-Superm├Ąrkten, die jetzt immer wieder frei stehen. Kannst du auch machen. Also leere Fl├Ąchen gibt es ja genug g├╝nstige. Da stellt sich Dinge rein. Brand ist gut. Ladenfl├Ąche. Warum nicht?
Vielleicht bist du der Abwechslung. Vielleicht bist du der, der jetzt hier hingehen muss. Also wer eine Idee hat, was man mit 40.000 Fahrr├Ądern machen kann, Peloton sucht Rat. Ansonsten m├╝ssen sie Rat von Gl├Â├Âckl annehmen. Sie sagen das zweite Mal in Folge nicht, wie viele Workouts noch gemacht werden. Ich w├╝rde schwer davon ausgehen, dass die Intensit├Ąt der Nutzung sinkt. Also man hat aufgeh├Ârt, die Connected Workouts zu reporten, als sie von Q1 auf Q2 von 184 auf 148 gefallen sind. Und danach haben wir keine Werte bekommen. Deswegen gehe ich davon aus, dass sie im Q3 unter 120 Millionen waren. Dann jetzt vielleicht wieder ein bisschen hochgegangen sind. Wir werden es sehen. Aber mein Verdacht ist, dass jetzt das Subscription Revenue als n├Ąchstes krumpelt. Und deswegen, was kostet das? Wir nehmen ja nur den Subscription Umsatz. Der Fahrrad Umsatz ist ja sogar kaputt. Das muss man als Marketing abbuchen. Das ist die teuerste. Was ist Cost of Revenue? Gross margin 50. Also eigentlich haben sie 50 Millionen extra Marketingkosten, weil die Fahrr├Ąder teurer sind zu bauen, als man sie verkaufen kann. Und dann haben wir 1,6 Milliarden Umsatz. Was kostet Peloton?
39 Euro im Monat.
Nein, was die Aktien kosten.
Achso, 16 hast du doch gesagt.
Auch nicht, was die Einzelne kostet, was die Firma kostet. 5,7 Milliarden. Alter, wer ist hier der Profi? Bei 1,6 ist das zwischen 3 und 4. 3,5 mal Umsatz finde ich doch zu teuer. Vor allem kommt ja nie wieder Geld raus. Also bis die positiven Cashflow machen und dann, was ist Sharebase Compensation? Das ist auch glaube ich ├╝ber 100 Sekunden. Sharebase Compensation ist auch noch 75 Millionen. Also sind 200, 300 im Jahr. 300 Millionen Sharebase Compensation. Und dann sind sie auch nicht mal Cashflow positiv. Das dauert noch eine Weile, bis das durchsaniert ist. Sch├Ân, wenn die Leute die Euphorie haben, da schon wieder die Aktien zu verdoppeln. Vielleicht war es vorher zu g├╝nstig, aber ob es schon wieder 3,5 mal Umsatz w├Ąre, da bin ich mir noch nicht so sicher. Und ich glaube, die These habe ich hier bei EchtgeldTV auch gemacht. Warum habe ich das nicht Silvester gesagt? Ich hoffe, 2023 ist das Jahr, wo die Fetischisierung von Subscription-Modellen endlich mal aufh├Ârt. Ich glaube, wir werden im Streaming und im SaaS-Markt lernen, dass alles, was Subscription ist, doch nicht so stark eingeloggt ist als Umsatz, wie wir mal geglaubt haben. Wenn die Firmen pleite gehen, wenn die Konsumenten kein Geld mehr haben, wenn die Kreditkarten bouncen auf einmal bei Netflix, dann hilft dir das sch├Ânste Subscription-Modell nichts mehr. Dann ist es bestenfalls ein sch├Ân strukturierter Case f├╝r Kassob├╝ros. Aber ich glaube, ein Marktplatz mit sch├Ânen, echten Netzwerkeffekten ist das sch├Ânste Subscription-Modell. Das hei├čt, eigentlich m├╝ssten alle Subscription-Modelle zweimal Umsatz weniger Multiple haben und alle Marktpl├Ątze ein bis anderthalbmal mehr Umsatz Multiple. Glaube ich, wenn man das rational sehen w├╝rde. Ich vermute, einige Marktpl├Ątze werden die Krise besser durchstehen als die Subscription-Modelle, obwohl uns seit Jahren was anderes erz├Ąhlt wird. Aber das werden wir noch herausfinden. Ich muss demn├Ąchst noch so eine spannende Rede handeln. Da kann ich das gut erz├Ąhlen, finde ich. Das klingt so prophetisch. Sekunde, das schreibe ich mir gleich auf.
Soll ich das rausnehmen, damit sich das keiner klaut?
Ende Episode 220, falls ich mir das nochmal anh├Âren will. Was f├╝r ein Quatsch. Ich schreibe mir ganz oft Dinge auf und dann lese ich die sp├Ąter und wei├č ├╝berhaupt nicht mehr, warum ich das cool fand. Warum ich das einen schlauen Satz fand. Aber jetzt habe ich die Episode und kann das nochmal nachh├Âren. Mit der Euphorie, die ich jetzt verspr├╝ht habe. Dann nochmal erz├Ąhlen. Also Peloton, es wird besser, muss man sagen. Aber ich glaube noch nicht, dass wir das Ende des Schrecken schon gesehen haben bei Peloton.
Dann lass zu Meta gehen. Apropos Schrecken. Ich habe mir den Earnings Code angeh├Ârt. Den Anfang, Mark, On Fire, Effizienz, Effizienz, Effizienz.
Das Ja der Effizienz. Was machen wir eigentlich im Ja der Effizienz? K├Ânnen wir irgendwo k├╝rzen, Philipp? Wir k├Ânnen Jan runterhandeln. Unsere Kantinenangestellten k├Ânnen wir rausschmei├čen. Das soll ein gro├čer Effizienz-Move sein, habe ich gesehen.
Dann machen wir den Podcast nur noch 45 Minuten pro Folge.
Um Serverkosten zu sparen. Wir sparen eine Folge ein, wir machen eine H├Ąlfte. Oder wir sparen die H├Ąlfte des Personals ein. Oder ein Drittel.
Das k├Ânnen wir auch machen. Ungeschnitten hochladen, geht auch.
Ich meine nicht an damit, aber... Genau, du redest einfach selbst. Eigentlich k├Ânnen wir nicht sparen. Wir sind zu nimbel. Wir m├╝ssen Kosten produzieren. Sonst k├Ânnen wir niemals VC raisen, wenn wir kein Geld verbrennen.
Ich habe den Earnings Call geh├Ârt und habe mir ├╝berlegt, wie das wohl dazu zustande gekommen ist. Und ich glaube, Marc...
Bevor du gleich diese lustige Geschichte erz├Ąhlst, die ich noch nicht kenne. Die Aktie ist ja danach 23% hochgegangen. Kannst du mir schon erkl├Ąren, warum das der Fall war?
Effizienz.
Achso, weil die Message ist angekommen bei ihm.
Und AI.
Okay, dann jetzt deine Geschichte.
Also die Message ist Effizienz, AI und long term irgendwann ganz weit in der Zukunft machen wir Metaverse. Aber aktuell ist Effizienz das Ja der Effizienz und AI, AI, AI, AI. Dann habe ich mir ├╝berlegt, wie kam Marc da wohl drauf? Und meine Antwort ist, der war bestimmt im Skiurlaub. Mit Bill Gates und Warren Buffett. Und hat sich komplett ausgeheult und meinte so, Alter, 2022 war so ein Schei├čjahr. Ich habe keinen Bock mehr. Meine Nachbarn lachen ├╝ber mich, dass ich jeden Tag Geld verliere. Und au├čerdem, was muss ich tun, damit die Wall Street mich wieder macht?
Aber 2022 war das beste Jahr ever f├╝r Marc Zuckerberg. Wieso das denn? Weil er nicht mehr das gr├Â├čte Arschloch ist, weil Elon durchgedreht ist.
Ja gut, aber das w├Ąre dir ja auch egal, wenn Marc...
Und er ist nicht mehr das Antitrustopfer Nummer eins, sondern Leute versuchen jetzt Apple und Google ins Bein zu pinkeln und Microsoft.
Wann geht es dir besser? Wenn dein Portfolio gr├╝n ist oder wenn du irgendwie von allen geliebt wirst?
Ich habe beides so lange nicht mehr erlebt.
Ja, auf jeden Fall, Marc m├Âchte von der Wall Street wieder geliebt werden und sein Freund Warren hat ihm gesagt, dann musst du effizienter werden. Und hier Bill Gates hat ganz viel Blabla gemacht und jeder Satz hat mit AI entweder begonnen oder aufgeh├Ârt. Und deswegen hat er das so sch├Ân positioniert.
Bei der Presse ist ├╝berall nur Efficiency angekommen und nicht AI.
Man kann sich das sch├Ân anh├Âren. Es ist schon ├╝berraschend, wie sehr er auf AI gesetzt hat. Und er sagt zum Beispiel, unsere Priorit├Ąten haben sich nie ver├Ąndert. Die zwei Major Sachen auf unserer Roadmap sind AI und dann Longer Term Metaverse. Und er erkl├Ąrt halt so, wie sie zum einen in der Recommendation schon sehr gut sind in der AI, aber halt noch ein bisschen besser werden m├╝ssen und halt Market Leader im AI sein wollen. Und erkl├Ąrt auch, wie er mehr monetarisieren m├Âchte mit dem Reels, was wohl ziemlich gut ankommt und mit WhatsApp Business. Und dieses ganze Blabla Connecting People und so kommt nur ganz am Schluss mal kurz.
Das habe ich auch gefragt. Wof├╝r brauchst du generative AI, um Leute zu connecten? Ja, wieso geht das denn? Du musst die Leute nur drin lassen.
Also besseren Content machen.
Also wenn dir irgendjemand beim Skifahren getroffen ist, dann war es Tom Siebel, glaube ich, der bei C3 AI hier den Trick abgezogen hat mit AI. Und er dachte, wenn C3 AI hochgeht 27 Prozent, nachdem die AI einmal erw├Ąhnen, obwohl sie vorher schon das K├╝rzel AI haben. Die Firma hat schon das K├╝rzel AI vorher gehabt bei Bloomberg. Und weil sie es einmal noch zus├Ątzlich erw├Ąhnen. Mein Verst├Ąndnis ist, dass der Markt jetzt hofft, also der Markt hofft, dass der Markt begriffen hat, es ist jetzt die Zeit f├╝r das Cost Cutting gekommen. Und er hat sich von seinen Metaverse-Tr├Ąumen mehr oder weniger, zumindest von den hohen Investitionen verabschiedet. Aber das zeigt sich. Und ich glaube, der Hauptgrund ist eigentlich das Buyback-Programm. Also dass er sich die Liebe erkauft mit 40 Milliarden und versprochen hat, f├╝r 40 Milliarden Shares zur├╝ckzukaufen. Das ist ein Zehntel fast der Bewertung. Und allein das sollte den Kurs stark treiben oder hat es ja jetzt schon getrieben. Das glaube ich, ist eher der Grund, warum die Liebe jetzt kommt. Weil in den Zahlen zeigt sich das ├╝berhaupt nicht. Aber eins nach dem anderen. Plus er hat sich null vom Metaverse losgesagt, meiner Meinung nach. Also er sagt Effizienz, aber was Effizienz f├╝r ihn hei├čt, ist was ganz anderes. Es geht nicht darum, wof├╝r er ja abgestraft wird, ist seine Metaverse-Fantasien mit 100 Milliarden zu finanzieren. Da wird er nicht einen Cent sparen, glaube ich, sondern er wird das gesunde Gesch├Ąftsmodell kaputt schrumpfen, was sie haben und was sowieso schon schrumpfen wird. Apropos schrumpfen, der Umsatz von Facebook ist n├Ąmlich um viereinhalb. Grandioso ├ťberleitung, ne? Der auch in Olympia-Form heute. Kann an die B├Ârse.
Kannst du es ein bisschen schneller machen, damit Leute, die es mit anderthalb h├Âren, nicht mehr mitkommen?
Genau. Also mit 1,1 habe ich mich ├╝berreden lassen, darf man h├Âren inzwischen. Das verurteile ich nicht mehr. Also Umsatz. Logischerweise ist das vierte Quartal das st├Ąrkste Quartal bei Meta, was wie bei jedem anderen Ad-Industrie getriebenen Werbemarktplatz auch. Das hei├čt, man ist mit 32 Milliarden deutlich ├╝ber dem Vorkartal, aber unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres. Also Ende 2021 hat man noch 33,7 Milliarden Umsatz gemacht. Jetzt sind wir nur noch bei 32,165. Das ist viereinhalb Prozent weniger als im Vorjahr. Die Kosten dieses Umsatzes, die Cost of Revenue, haben sich aber um 31 Prozent erh├Âht. Das hei├čt, die Kostenbasis ist einfach mal ein Drittel teurer als letztes Jahr bei einem schrumpfenden Umsatz. Schrumpft der Umsatz, weil alle Leute Facebook verlassen? Nein, es ist nat├╝rlich der Werbemarkt und die FX, also die Foreign Exchange, die Wechselkurse, die aufs Ergebnis dr├╝cken. Allein viereinhalb oder drei bis vier Prozent sollten ein Wechselkurseffekt sein. Von diesem Abfall, das sieht man auch ganz gut, weil in den USA das Business deutlich weniger schrumpft als in Europa. Der Rest ist eben die Depression des Werbemarktes in Q4 gewesen, dass der nicht so hei├č gelaufen ist wie in Q4 des letzten Jahres. Trotzdem glaube ich, dass die Anspruchnahme jetzt nicht durch die Decke geht. Aber dazu kommen wir gleich noch. Durch die h├Âheren Cost of Revenue, ich habe gesagt, es ist ein Drittel h├Âher geworden, im Vorjahr hatte Facebook noch eine Rohmarge von 81 Prozent. Die ist auf 74 Prozent komprimiert worden. Das ist ein erheblicher Einbruch der Rohmarge. Ich wei├č nicht, welches Unternehmen sieben Punkte in der Rohmarge verliert, und die Aktie geht 23 Prozent hoch am n├Ąchsten Tag.
Du verstehst Effizienz einfach nicht.
Ich glaube, es war der gr├Â├čte Bullshit-Lip Service, den er jemals geliefert hat. Er hat genau das erz├Ąhlt, was Leute h├Âren wollten, aber er wird nichts davon delivern. Aber darauf kommen wir gleich. Aber er hat sch├Ân ├╝ber den Punkt gespielt, jetzt finde ich das fast sieben Prozent, ich gucke sicher noch mal nach. Ich finde das fast unglaublich. Sekunde. Wo haben wir Meter? Nicht, dass ich etwas Falsches sage, mir ist ja furchtbar unangenehm. Full Year 22. Cost of Revenue 8336. Doch, ist Wahnsinn. Und damit ist die Sekunde. Mal sehen, was ich ├╝ber die Zeit habe. Das Wort Grossmargin kommt nicht einmal vor. Ich glaube, er hat es hervorragend geschafft. Du hast doch den Call geh├Ârt, hat irgendein Analyst danach gefragt,
warum die Grossmargin? Die Calls habe ich mir nicht mehr angeh├Ârt. Das ist mir zu viel Substanz.
Genau, war es den meisten anscheinend auch. Die Aktie legt 25 Prozent zu an dem Tag, als die Rohmarge sieben Punkte verloren hat. Und damit fast zehn Prozent runtergegangen ist. Sekunde. Das machen wir jetzt auch noch mal richtig. Es m├╝ssen so neun Prozent sein, wenn ich mich nicht irre. Es sind 8,7, also neun Prozent. Wir haben neun Prozent weniger Rohmarge bei Facebook. Oder sieben Prozent weniger Rohmarge. Und die Aktie geht 23 Prozent hoch. Hallo, wie auch immer. Nicht genug, dass der Umsatz nicht w├Ąchst. Und die Rohmarge sich deutlich verschlechtert hat. Jetzt k├Ânnten sich ja die Opex verbessert haben. Bei den operativen Kosten legt man um weitere 18 Prozent zu. Jetzt muss man sagen, die K├╝ndigung kam ja erst relativ sp├Ąt. Im Q4, glaube ich, oder war es Anfang des Jahres? Anfang des Jahres. Da werden wir fr├╝hestens im Q1 die Kosteneffekte sehen. Aber im Q4 sind die Kosten um 18 Prozent gestiegen, w├Ąhrend der Umsatz um 4,5 Prozent gesunken ist und die Rohmarge sich deutlich verschlechtert hat. Hervorragendes Unternehmen. Und, ich bin Meta gerade nicht short ├╝brigens, aber auch nicht long logischerweise. Die R&D-Kosten sind 39 Prozent hoch. Marketing hat man stabil gehalten, nur plus 4 Prozent, aber damit auch noch neun Prozent mehr als der Umsatz geschrumpft ist. Und General Admin hat man sogar sieben Prozent gespart gegen├╝ber dem Vorjahr. Aber wie gesagt, insgesamt wachsen die Total Opex mit 18 Prozent bei schrumpfenden Ums├Ątzen. Und damit hat sich das operative Income, der operative Gewinn um 49 Prozent halbiert. Von 12,6 Millionen auf 6,4 Millionen. Fast eine Halbierung des operativen Gewinns. Das war alles aber nicht so schlecht, wie man gedacht hatte. Offenbar, der Markt hat noch Schlimmeres erwartet. Das Net Income liegt sogar nur bei 4,6 Milliarden, ist 55 Prozent unter dem Vorjahr. Und jetzt, Facebook ist ja jetzt wieder 500 Milliarden wert, rund. Der Net Profit, Net Income ist 23 Milliarden. Also wir haben eine Firma, die gerade schrumpft, die eine Margenkompression schon bei der Rohmarge hat, deren Kosten schneller wachsen als der Umsatz. Und sie ist gerade mehr als 20 mal Net Income wert. I don't know, ob das so, der operative Cashflow sieht deutlich besser aus. Der ist bei 50 Millionen, aber die Sharebase Compensation wird entsprechend auch sehr hoch sein. Habe ich die hier drin? Habe ich nicht drin. Wie auch immer, ich finde es, es war vorher bei 100 war Meta wahrscheinlich so g├╝nstig bewertet, w├╝rde ich sagen. Das ist gar keine Frage. Deswegen auch Meta hat 70 Prozent zugelegt dieses Jahr, glaube ich. Aber ich finde nicht, dass das irgendeinen Grund gibt, in Euphorie auszubrechen.
Was ich mir gemerkt habe, war 2 Millionen Nutzer, Daily Nutzer auf Facebook.
Genau, haben noch mal 20.000 neue Nutzer gefunden. Von 1,98 auf 2 Millionen Daily Nutzer auf Facebook, wie auch immer das ist. Die Family of Apps, das sind nat├╝rlich Menschen in Schwellenl├Ąndern usw., die aber den Abu konsequent runtertreiben. Also die sind nat├╝rlich l├Ąngst nicht so stark monetarisiert wie in den USA, Kanada oder Westeuropa. Family of Apps, also insgesamt inzwischen knapp 3 Milliarden. Milliarden sind das alles, Entschuldigung. 20 Millionen Nutzer haben sie hinzugewonnen. Du hast Millionen gesagt eben. Es sind 3 Milliarden Nutzer across Apps. 3,74 sind sogar monatlich aktiv auf einer der App inklusive WhatsApp. Die steigen wiederum leicht, haben wir oft genug erz├Ąhlt. Ich glaube, es ist nicht m├Âglich, klar zu ermitteln, wie viele aktive, echte Nutzer oder monetarisierbare Nutzer man hat. Deswegen kann man auch direkt gleich aufs Revenue gucken und ob dann der Abu sinkt oder steigt, weil die Anzahl der Nutzer ist letztlich fast auch egal. Der Headcount geht ├╝brigens schon runter. Also man hat 800 Mitarbeiter weniger als im Vorquartal. Das hei├čt, die ersten Entlassungen waren schon letztes Jahr. Und das hat Marc ja auch noch mal gesagt. Die Entlassungen, die man gesehen hat, waren nicht das Ende der Effizienzma├čnahmen, sondern der Anfang der Effizienzma├čnahmen. Also da frage ich mich, wenn man Leute entlassen will, soll man die auch so fr├╝h wie m├Âglich entlassen, oder? Also macht das Sinn, jetzt anzuk├╝ndigen, ich werde weitere Kostenma├čnahmen machen? Das hei├čt, es gibt jetzt drei M├Âglichkeiten. Entweder er will sp├Ąter feuern, dann w├Ąre es mega dumm, es nicht jetzt schon zu machen. Wenn du wei├čt, du musst Leute rausschmei├čen, dann h├Ątte er es gestern machen sollen, bei der letzten Entlassungsquelle. Das noch mal anzuk├╝ndigen, w├Ąre mega bl├Âd, wenn er es sp├Ąter machen sollte. So bl├Âd ist er nicht. Es wird hei├čen, er wird keine Leute entlassen. Das hei├čt, sein ganzes OPEX-Problem wird gr├Â├čtenteils da bleiben. Und die Marge wird sich nicht verbessern. Und stattdessen will er bei irgendwelchen anderen Sachen spenden. Es gibt auf Twitter eine lustige Liste von, ich glaube, die er mit JP Morgan kommuniziert hat. Sekunde. Ich habe es auch getwittert, die Liste, wen das interessiert, finde ich das jetzt. Also unter anderem Kostenma├čnahmen. Ein 342 Millionen teures Data Center in D├Ąnemark wird nicht erweitert. Da spart man. Die Ride Perks, also irgendwelche Transportmitarbeiterverg├╝nstigungen, wurden eingestellt. Ein London Office wird untervermietet. Das Bay Area Office wird reduziert. Zwei der New York Offices werden aufgegeben. Das muss man sich auch mal ├╝berlegen. Die m├╝ssen ja vorher leer gewesen sein. Oder halb leer oder ein Drittel leer, wenn man die einfach zusammenlegen kann so schnell. Was f├╝r ein Luxus, war auch vorher zu unterhalten. Es wird 1000 Dollar Health Benefits gek├╝rzt f├╝r die Employees. Ein 800 Millionen Data Center in Texas wird nicht gebaut oder wird angehalten. Die Entwicklung eines 1,5 Milliarden Alabama Data Center wird gestoppt oder eingefroren. Ein 800 Millionen Data Center in Idaho wird pausiert. Ein paar Job Offers werden zur├╝ckgenommen, die schon drau├čen waren. Was ist? Washington oder? In Washington wird eine Fl├Ąche abgemeldet. 100 Leute in der Cafeteria werden entlassen. Es geht nicht darum, OPEX zu sparen. Er sagt einerseits, das ist nur der Beginn von Kostenma├čnahmen. Es kann aber keine Mitarbeiter betreffen. Sonst hat er was wirklich Dummes gemacht. Er hat sie nicht gleich gefeuert, sondern alle in Angst und Schrecken festgesetzt. Sp├Ąter w├╝rde er sie eh feuern m├╝ssen. So dumm kann nicht mal Mark Zuckerberg sein. Dumm ist er sowieso nicht. Er will eine andere gro├če Sparm├Âglichkeit an den CapEx sparen. Das ist die Erweiterung von Data Center. Das ist typischerweise CapEx Kapitalausgaben. Jetzt kannst du nat├╝rlich sagen, das ist eine Effizienzma├čnahme. Aber warum h├Ârt eine Firma auf, Data Center zu bauen?
Weil sie weniger Daten brauchen. Aber wenn sie AI machen wollen, brauchen sie doch die Daten Center.
Ja, weil sie weniger Nutzung erwarten. Facebook rechnet mit weniger Wachstum. Wenn sie nicht anfangen, f├╝nf verschiedene Data Center nicht mehr auszubauen oder geplante Vergr├Â├čerungen aufzuhalten, dann hei├čt das, sie haben sich vorher ganz erheblich im Wachstum geirrt. Was sie machen, ist keine effizienzma├čnahme. Das ist, sie passen ihre Struktur den ge├Ąnderten Bedingungen an. Das hat er ja auch gesagt, dass er nicht mit dem gleichen Wachstum ... Facebook wird nicht mehr 20% Wachstum sehen. Das hat er relativ klar gesagt oder vorsichtig formuliert. Das wurde nicht gro├č aufgepackt, aber er hat relativ klar gesagt, das Wachstum von Corona wird Facebook nie wieder sehen. Das ist kein Aufwachmoment von wegen, ich hole jetzt ├╝berall Kosten raus und deswegen mache ich die Data Center zu. Sondern es ist, ich werde diese nicht bauen, weil wir die nie wieder brauchen werden, weil wir nicht mehr wachsen als Firma. Das steckt meiner Meinung nach dahinter. Das kann man so oder so lesen, das ist nur meine Meinung. Es ist offensichtlich, dass ich Facebook auch nicht besonders mag. Ich glaube nicht, dass das Ausdruck von einer gro├čen Effizienzdenke ist. Effizienz w├Ąre mehr Leute cutten und das macht er offenbar nicht. Sondern er verpackt sehr schlau die Vorbereitung auf ein schrumpfendes Business in eine angebliche Effizienzma├čnahme. Und aus einem schrumpfenden Business kannst du trotzdem mehr Gewinne rausholen. Also wenn du wirklich Kosten cuttest, kannst du nat├╝rlich mehr Cashflow generieren, auch in einem schrumpfenden Business. Aber ich sage jetzt nicht, dass Facebook f├╝r immer schrumpfen wird. Der Werbemarkt wird sich erholen und vielleicht auch die Wechselkurse, wei├č man nicht. Aber zweistellig wachsen wird Facebook so schnell nicht wieder. Beziehungsweise auch nur f├╝r einen kurzen Bounceback-Moment. Oder wenn sie das Metaverse wirklich hinbekommen und etabliert bekommen. Aber im Moment baut man noch f├╝r andere Firmen kostenlos Apps. Wenn du irgendwas im Metaverse machst, w├╝rde ein Eventim zu Facebook gehen und sagen, bau uns eine virtuelle Konzert-App und wir bringen euch unsere K├╝nstler. Abgesehen davon, dass Eventim keine K├╝nstler hat, aber wir managen das Verh├Ąltnis. Dann w├╝rde Facebook Ihnen wahrscheinlich bis heute noch kostenlos die gesamte Metaverse-App bauen. Und der Schwachsinn hat bis heute noch nicht aufgeh├Ârt. Das geht weiter. Und das sieht man zum Beispiel auch in den Ausgaben. Der operative Verlust f├╝r das Reality-Labs-Gesch├Ąft macht 4,3 Milliarden Euro Verlust in einem Quartal. Das war im Vorquartal 3,6, da war es 2,8. Da gehen die Verluste weiter aus. Die Investitionen in Reality-Labs gehen volle Kraft weiter. Und der Wert wird n├Ąchstes Quartal nicht unter 4 Milliarden sein, glaube ich, der da wieder verbraten wird. W├Ąhrenddessen das Hauptgesch├Ąft immer schlechter wird. Also ich sage nicht, dass Meta wieder auf 100 muss oder so. Aber ich glaube, er hat es gut alles in eine gute PR-Message verpackt. Das Share-Buyback-Programm hat den Kurs jetzt massiv gest├╝tzt. Aber ich meine, Mark Zuckerberg ist auch nicht der beste Eink├Ąufer seiner eigenen Shares. Wir haben letztes Mal dar├╝ber geredet, wie Facebook f├╝r ├╝ber 300 Dollar eigene Shares gekauft hat. Zwischenzeitlich oder im Schnitt f├╝r 200 irgendwas gekauft hat, die zwischenzeitlich dann auf 100 Dollar runtergegangen sind. Ob das ein guter Anleger ist? So pervers ist dieses Share-Buyback-System schon, dass statt mir meine 50 Milliarden auszuzahlen an die Aktion├Ąre und dann Steuern daf├╝r zu zahlen, kauft die Firma lieber bei ├╝ber 200 Dollar ihre eigenen Aktien zur├╝ck und hat einen 100 oder 50 Prozent Verlust auf diese Aktien. Und da freuen sich die Leute und sagen, es ist eine effizientere Mittelverwendung, unser Gewinne, wenn ich die Aktie zu H├Âchstkursen aufkaufe im Share-Buyback-Programm. Jetzt ist er wieder bei 170 und jetzt kaufen sie f├╝r 170 wieder die Aktie und dann f├Ąllt sie wieder auf 100, wenn man sieht, dass er Bullshit erz├Ąhlt hat und keine Kosten sparen wird wahrscheinlich, zumindest nicht signifikant. Also ich w├╝rde sagen, meine Prediction ist, wir werden im Nachhinein sehen, dass er minimal bei CapEx spart und nicht signifikant die Kosten runterbekommt oder nochmal Leute feuern muss. Und dann hat er was furchtbar Dummes gemacht, n├Ąmlich das angek├╝ndigt und ganz lange nicht umgesetzt, statt sie von Anfang an zu feuern. Und wenn jetzt noch eine richtige Recession kommen soll, das hei├čt, wenn der Werbemarkt sich nicht kurzfristig wieder erh├Âht, dann haben sie noch ein paar ganz andere Sachen kommen. Wir werden es sehen. Ich hoffe, das war jetzt nicht zu... Ansonsten habe ich hier in unser Sheet, das jetzt ├╝brigens im Chip h├╝bschen Financial Times Lachsfarben ist, um die Augen zu sch├╝ren, habe ich noch den Net Profit und Gross Profit per Employee hinzugef├╝gt, auch f├╝r Meta? Oh, da steht noch mal, ich vergesse das immer, mal 4 zu machen, weil das ja das ganze Jahr betrifft. Ach ne, mal 4 geht auch nicht, weil das hat ja Saisonalit├Ąt. Na gut, das mache ich gleich nochmal ordentlich. Aber der geht signifikant hoch. Ah, der Net Profit sowieso, aber der Gross Profit, der war vor zwei Jahren mal im Q4 390 mal 4, also 1,2 Millionen pro Mitarbeiter an Rohgewinn, den Facebook erwirtschaftet hat. Das sind jetzt noch 275 mal 4, sind 1,1 Millionen pro Mitarbeiter. Innerhalb von zwei Jahren ein Gro├čteil der Effizienz einfach verloren gegangen. Ich glaube, Facebook muss mehr feuern. Wir werden es sehen. Bullen Case w├Ąre, der Werbemarkt erholt sich schnell, alle Leute kommen zu Facebook zur├╝ck und das Metaverse klappt in den n├Ąchsten zwei Jahren. Aber das sagen sie ja gar nicht. Also das ist ein langfristiges Projekt. Und Metaverse ist auch die einzige Strategie, die sie machen k├Ânnen. Das haben wir auch schon oft besprochen. Er hat strategisch ja keine andere Wahl. Das einzige, was man machen k├Ânnte, ist versuchen kleiner zu machen, nicht f├╝r andere Leute die Apps zu bauen und das ein bisschen Startup-m├Ą├čig anzugehen und nicht mit so massigen CapEx. Aber die eine Sache, wo ich mir sicher bin, ist, dass was jetzt als CapEx Efficiency verkauft wird, ist Vorbereitung auf weniger Wachstum bei Facebook.
Ich k├Ânnte auch sagen, die Server werden weniger gebraucht, weil es Metaverse nicht so gut ankommt.
Das ist die gleiche Aussage. Aber das ist nichts anderes, als wenn Amazon sagt, wir bauen unsere Warehouses nicht aus. N├Ąmlich wir wissen, wir wachsen nicht mehr n├Ąchstes Jahr. Sie haben ├ťberkapazit├Ąten aufgebaut und sie wissen, die werden sie nicht auslasten k├Ânnen. Und deswegen stoppen sie das. Year of Efficiency. Kantinen, 100 Kantinen. Also das einzige, was da drin steht, was ernst zu nehmen ist, ist, sie haben ihre Health Benefits bei den Employees gek├╝rzt und 100 Kantinen Mitarbeiter gek├╝ndigt. Der Rest ist einfach, wenn du ganze B├╝rofl├Ąchen so schnell k├╝ndigen kannst, dann waren die vorher leer. Da muss man sagen, vorher haben die einfach unheimlich geschlampt mit ihrem Geld. Aber gut, das wissen Meta-Aktion├Ąre ja hoffentlich, wie mit ihrem Geld umgegangen wird. Im Zweifel, Buy High Sell Low, Buy Back Programme, davon gibt es jetzt wieder 40 Milliarden. Damit stehen insgesamt 50 Milliarden zur Verf├╝gung f├╝r den zweitschlechtesten Trader der Welt nach mir, Mark Zuckerberg.
Ich habe gute Nachrichten f├╝r OMR.
Machen wir die erste Doppelfolge.
Snap hat sich erholt von ihrem kleinen OMR-Dip.
Ja, das hat 2,5 Milliarden Market Cap gekostet, zu OMR zu gehen f├╝r Erwin Spiegel. Weil am n├Ąchsten Tag die Aktie um wie viel Prozent runtergegangen ist. Das lag nat├╝rlich nicht am Interview, sondern an den Earnings von Snap. Da gehen wir jetzt auch mal kurz rein. Da doppelklicken wir jetzt mal im Sheet. So, jetzt m├╝ssen wir den Gang runterschalten. Das sind jetzt nur noch 1,3 Milliarden Umsatz, von denen wir sprechen. Snap hat es immerhin geschafft zu wachsen und zwar um 0,14 Prozent. Also beim Wachstum hat es Facebook geschlagen um 4,64 Prozent. Also minimales Wachstum kein gutes Ergebnis. Was Snap immer ganz gerne macht ist, sie sagen immer, sie kennen ja die Januarzahlen schon. Und deswegen guiden sie f├╝r das n├Ąchste Quartal. Sie haben schon gute Visibility, Sichtbarkeit der Ergebnisse im Q1. Der Januar ist abgelaufen. Sie k├Ânnen schon ganz gut sagen, wird es gut, wird es schlecht. Und sie sagen, es wird eher schlecht. Also der Januar wird unter dem Feuer liegen, glauben sie. Und das w├╝rde hei├čen, gegen Richtung 1 Milliarde k├Ânnte es gehen. Man k├Ânnte sogar unter 1 Milliarde fallen, wenn es richtig schlecht l├Ąuft. Also die Range, die sie angeben, da k├Ânnte etwas passieren. Ansonsten, auch bei Snap wachsen die Kosten weiter viel zu schnell, mit immer noch 26,5 Prozent. Auch da m├╝ssten sicher K├╝rzungen noch durchsetzen, mehr und mehr. Aber Revenue stagniert, schwacher Werbemarkt. Gr├╝nde sollten klar sein. Plus die Apple-Problematik, AT&T dr├╝ckt weiterhin auf das Modell von Snap. Und so bauen sich die Verluste aus. Im Vorjahr hat man auch 25 Millionen, nur 25 Millionen verloren. Im Q4, das sind dieses Jahr schon 288 Millionen minus. Das ist eine negative Profitmarge von 22 Prozent inzwischen. Vorher waren es nur minus 2 Prozent. Also die L├╝cke, die rei├čt relativ stark auf. Man muss dazu sagen, operativer Cashflow sind sie auf Gesamtjahressicht, im Q4 sowieso, starkes Weihnachtsquartal, aber auch auf Gesamtjahressicht ist die operative Cashflow noch positiv. Sie haben keinen Finanzierungsbedarf oder so. Aber die Share-Based Compensation, die ist hier signifikant. Die 38 Prozent der OPEX sind Share-Based Compensation. Das sind allein 418 Millionen Share-Based Compensation. Deswegen kann man fast 300 Millionen Verlust machen, aber hat trotzdem positiven Cashflow, weil der Verlust besteht zum ├╝berwiegenden Teil, zum mehr als der H├Âhe des Verlustes, um genau zu sein, aus Share-Based Compensation, also rein Buchverlusten oder Verbesserungen der Aktion├Ąre. Ansonsten w├Ąchst die Firma nicht, generiert ein bisschen Cash, wie gesagt, muss man schauen, ob die mit dem steigenden Werbemarkt wieder neue Dynamik finden. Aber das habe ich vergessen bei Meta. Wenn man in Meta investiert, glaubt man entweder, dass die Cashfontaine irgendwann wieder angeht von alleine oder, dass Mark Zuckerberg wirklich k├╝rzt, oder wenn du glaubst, entweder TikTok wird verboten oder es Meta-World funktioniert, kann es nat├╝rlich trotzdem eine gute Wette sein. Was ich sagen wollte, ist, dass nat├╝rlich sowohl Snap als auch Meta unter TikTok weiterhin leiden und Snap vielleicht sogar ein bisschen mehr. Da gibt es ja jetzt mehr und mehr Hoffnung oder Ideen, erste Gesetze, die eingebracht werden, TikTok zu verbieten in den USA, um Druck auszu├╝ben. Das wird wahrscheinlich eher dazu f├╝hren, dass TikTok im Zweifel eine US-Entity gr├╝ndet, die autark dort betrieben wird auf US-Boden. Aber auch da w├╝rde ich sagen, auch bei Snap nicht vollkommen klar, dass man das Momentum wieder aufnimmt, wenn der Werbemarkt anzieht. Bei der Sekunde, die Nutzer zahlt, schauen wir uns mal an. Das ist ja im Zweifel relevant. Und die wachsen nicht so stark wie im Vorquartal. Da waren es 4,6 Prozent Wachstum, sind jetzt noch 3,3. Das sind trotzdem 12 Millionen neue Nutzer netto. Aber 12 Millionen, 3,3 Prozent, immerhin, ist nicht schlecht. Im Vergleich zum Vorjahr sind es ├╝brigens noch mal deutlich mehr. Vorher waren es 319 Millionen, jetzt sind wir 375 Millionen. Also Nutzerwachstum hat Snap noch ganz ordentlich. So kann man es eigentlich auch sehen. Das Nutzerwachstum ist fast bei 20 Prozent. Und das Revenue ist stabil. Das hei├čt, der Revenue pro Nutzer ist einfach um 20 Prozent gefallen. Wahrscheinlich. So in dem Dreh, Back-of-Envelope. Achso, den Apo haben wir ja sogar. Der ist von 4 Dollar auf 3,74 gefallen. Also so wie ich gesagt habe, letztlich alles.
Noch Fragen? Und keine Fantasie f├╝r die kommenden Monate?
Ich finde es sehr uninspiriert, im wahrsten Sinne des Wortes, was Snap gerade macht. Ich habe das Glitch-Modell hier und da. Ich glaube, sie werden location-based noch mal mehr. Und das mit dem Map ist, glaube ich, das, was im ersten noch f├╝r einen Durchbruch geeignet ist. Noch mal ein ganz neues Bedienkonzept aufzumachen oder zu erweitern. Aber ansonsten finde ich es schwer. Aber das Nutzerwachstum sieht gut aus bei Snap. Vielleicht sind wir auch zu weit weg von der Generation, um das zu verstehen. Eigentlich ist das Nutzerwachstum noch brachial gut. Also 20 Prozent fast. Gegen├╝ber dem, ja, 16, 17 Prozent gegen├╝ber dem Vorjahr.
Da h├Ątte er mal ├╝ber Effizienz gesprochen.
Oder AI. Oder ein paar Leute in eine Kantine rausgeschmissen. So, Betty, du hast keinen Job mehr. Morgen ist Earnings-Call.
Weiter zu Amazon. Da hast du eigentlich bessere Zahlen erwartet. Eher Erholung, hast du auf jeden Fall am Ende der letzten Folge gesagt. Ist nicht ganz so gut gelaufen, oder?
Ja, mir ist gar nicht so wichtig, ob ich da jetzt feier. Ich gestehe gern ein, dass ich es nicht gut getroffen habe. Wichtiger finde ich, dass wirklich ein sehr, sehr gemischtes Bild ist bei Amazon. Dieses Quartal. ├ťberwiegend ist es nicht gro├čartig. Da hast du schon recht. Also der Gesamtumsatz ist um 9 Prozent gestiegen oder 8,6 Prozent auf rund 150 Milliarden US-Dollar. Und da muss man relativ klar sagen, dass die Net-Product-Sales, oder wir k├Ânnen gleich mal in die Segmente gehen. Das Online-Stores-Gesch├Ąft ist um 2,3 Prozent geschrumpft. Also der eigene Handel, das, was Amazon selber als H├Ąndler ├╝ber die Plattform verkauft, ist kleiner als im letzten Weihnachtsquartal gewesen. Selbst Whole Foods hat mehr Umsatz gemacht. Die sind um 6 Prozent gewachsen. Das ist aber auch ein bisschen Inflation wahrscheinlich. Bei Whole Foods sind die Preise so hoch, da f├Ąllt die Inflation auch nicht mehr auf. Aber das Third-Party-Seller, also das Service-Revenue hat sich ganz gut geschlagen. Das Third-Party-Seller, also die Amazon Marketplace-Merchants, deren Umsatz ist um 20 Prozent gestiegen. Das kann teilweise Kostenerh├Âhung sein, aber auch origin├Ąres Wachstum. Wir haben es in den vergangenen Quartalen immer schon mal gesagt, man sieht eigentlich einen relativ klaren strategischen Wandel bei Amazon, dass sie ihr eigenes Retail-Gesch├Ąft mehr und mehr aufgeben, zugunsten des Third-Party-Seller-Businesses. Also man sieht, das w├Ąchst mit 20 Prozent eigentlich richtig gut, w├Ąhrend ihr eigenes Gesch├Ąft schrumpft. Das gemittelte Wachstum w├Ąre so im niedrigen einstelligen Bereich, aber das will man offenbar gar nicht f├╝r sein eigenes Gesch├Ąft, sondern man gibt freiwillig nach. Oder vielleicht haben sie auch Probleme mit der Supply-Chain, das wei├č man nicht. Aber mein Gef├╝hl ist, es ist eine strategische Entscheidung, dass Amazon weniger selbst verkaufen will. Vielleicht auch, um den regulatorischen Druck ein bisschen herauszulassen. Und stattdessen gibt man den Marktplatz-H├Ąndlern Platz zu wachsen. Die bittet man daf├╝r aber weiterhin vorz├╝glich zur Kasse und eher mehr denn je, weil man nat├╝rlich auch steigende Fulfillment-Kosten hat. Da kommen wir gleich nochmal zu. Dann, was ich herausstechend finde, ist, ich w├╝rde sagen, das eigentliche E-Commerce-Gesch├Ąft von Amazon ist drei oder vierlagrig. Die Basis sind ihre eigenen Angebote. Die schaffen einen gewissen Preisdruck und erwirtschaften auch Margen vermutlich f├╝r Amazon. Damit versuchen H├Ąndler zu konkurrieren oder andere Produkte zus├Ątzlich anzubieten. Und darauf wiederum basiert ein Retail-Media-Modell, also der Advertising-Markt von Amazon, wo Leute sich extra Pl├Ątze, Rankings oder Display-Anzeigen kaufen auf Amazon und anderen Webseiten. Und das war der Bereich, der am schnellsten gewachsen ist zuletzt. Und auch der w├Ąchst wieder mit 18,9%. Und damit muss man sagen, nat├╝rlich deutlich st├Ąrker als der Werbemarkt, den wir gerade bei Facebook oder Snap gesehen haben. Snap stabil, Facebook leicht schrumpfen, Google kommen wir gleich drauf, aber nicht besser als die anderen beiden. Und Amazon macht jetzt immerhin hier 19% plus im Advertising-Gesch├Ąft. Das hei├čt, das Retail-Media-Gesch├Ąft steigt weiter. Amazon gewinnt damit relativ klar Marktanteile im Media-Business, wo es ja auch gerade den Monopol oder den Wettbewerbsprozess gibt bei Google im Display-Sektor. Und sie sind jetzt wahrscheinlich bei einer 40-Milliarden-Run-Rate. Das Q4 ist nat├╝rlich auch da besonders hoch mit 11,5 Milliarden, aber insgesamt, also last 12 months ist es noch 37,7, aber so n├Ąchstes Jahr, im n├Ąchsten Quartal sind wir dann bald bei 40 Milliarden Advertising-Business, das Amazon hat. Zum Vergleich, wir nehmen Google, Sekunde, das Hin- und Herspringen nervt jetzt, unser Sheet ist echt gro├č geworden. Google Properties macht 246 Milliarden, also Amazon ist ungef├Ąhr ein F├╝nftel, ein Sechstel von Google, dem gr├Â├čten Player im Werbemarkt, aber w├Ąchst eben deutlich schneller Gewinn-Marktanteile hinzu. Aber wenn man das jetzt feiert, neigt man dazu zu ├╝bersehen, dass erstmals dieses Advertising-Business langsamer w├Ąchst als das Third-Party-Seller-Business. Also ein H├Ąndler, der gleich viel Geld ausgegeben hat wie letztes Jahr, hat vermutlich weniger Geld f├╝r Advertising ausgegeben, weil das Third-Party wurde um 20% hochgezogen, Advertising schafft noch 19% Wachstum. Das ist jetzt die Frage, sind das Preiseffekte, die Preiserh├Âhungen beim Third-Party-Gesch├Ąft, das jetzt einen Einmaleffekt gemacht haben, oder schafft Amazon es nicht mehr, dass Retail-Media schneller w├Ąchst als Third-Party-Services. Man k├Ânnte auch sagen, Third-Party-Services profitiert sehr stark von dem R├╝ckgang des eigenen Amazon-Gesch├Ąftes, weil man ihn der Markt ├╝berl├Ąsst, mehr oder weniger. Aber das sollte man auf jeden Fall beobachten, weil bisher war es ja immer sch├Ân, dass Advertising noch mal in den E-Marketplaces, Marketplace-H├Ąndler, aber das kommt jetzt auch langsam zum Erliegen nicht. Es ist noch gesundes Wachstum, aber nur noch so schnell wie die H├Ąndler eigentlich. Dann ist noch das vierte Layer im E-Commerce-Gesch├Ąft, das w├Ąre Subscription-Services, das nat├╝rlich ├╝ber ein viel gr├Â├čeres Value-Offering erstreckt, n├Ąmlich auch Prime Video usw. Und in Zukunft RX-Path, das Pharmacy, das Apotheken-Abo-System, kommen wir gleich kurz drauf. Also Subscription-Services, da war das Wachstum auf 10% oder zuletzt sogar 9% runtergegangen. Dann hatte man Preiserh├Âhungen angek├╝ndigt, die materialisieren sich jetzt. 13,1% ist das neue Wachstum des Prime-Subscription-Businesses. Das hei├čt, da ist man jetzt wieder zweistellig. Das k├Ânnen neue Prime-Abos sein, das wird aber sicherlich auch ein Preiserh├Âhungseffekt sein, da gab es Preiserh├Âhungen. Und so w├Ąchst man jetzt wieder mit 13%. Dann gibt es RX-Path, ja auch eine Preiserh├Âhung. Das hei├čt, da wird es, ich glaube, 5 Dollar extra pro Monat kostet das. Das hei├čt, das k├Ânnte f├╝r neues Wachstum beim Subscription-Business sorgen. Weil die gleiche Anzahl der Abos, wenn 10% der Prime-Kunden vielleicht RX-Path hinzulegen, dann h├Ątte man schon 0,5% was habe ich gesagt? Wenn 10% das hinzulegen, die wachsen um 50%, dann hat man 5% extra Wachstum rausgeholt. Das wird man wahrscheinlich sehen. Ich glaube, 10% wird man nicht sofort haben, aber ich bin relativ optimistisch f├╝r Subscription-Services, dass wir da zweistellig bleiben beim Wachstum. Und dann finde ich noch ganz spannend, also AWS haben wir nat├╝rlich, da reden wir gleich dr├╝ber, aber der Posten-Other wird auch zunehmend gr├Â├čer. Also wir haben inzwischen 4 Milliarden Other-Business. Also Ums├Ątze, ├╝ber die sich jede Firma freuen w├╝rde in H├Âhe von 4 Milliarden, sind bei Amazon Other, nachdem man schon alle gr├Â├čeren Sachen rausgenommen hat. Und da steckt unter anderem die Kreditkarten-Ums├Ątze. Ich habe das Gef├╝hl, dass wenn es nicht Healthcare ist, vielleicht doch Financial Services irgendwann noch mal relevant wird. Im Moment sind das Kickbacks von den Partnerbanken, vermute ich. Aber so ganz still und heimlich wird dieser Other-Anteil wieder relevant gro├č. Da sind au├čerdem noch drin Verwertungsrechte aus eigenen Medien. Also wenn Amazon Filme produziert und sie dann anderen zur Verf├╝gung stellt, dann ist das im Moment auch im Other-Business, weil es kein Media oder sowas gibt. Aber dieses Other-W├Ąchsgrad um 76,5% gegen├╝ber dem Vorjahr. Ich bin gespannt, was da als n├Ąchstes rausgekoppelt wird. Vielleicht dehnt man die Kreditkarte doch noch mal aus. Ich glaube, die selber zu betreiben, macht keinen Sinn. Aber es scheint mir nicht so wichtig, aber es scheint ja zu relevanten Revenue zu f├╝hren. Genau, dann AWS. Das ist ja normalerweise der Wachstumstreiber und Profitbringer. AWS w├Ąchst im Vorjahr um 40%. Wie viel dieses Jahr noch? Um die 30%.
20%.
Also das Wachstum hat sich halbiert. Im Q1 waren es noch 37%, dann 33%, dann 27,5% und jetzt ist es noch 20%. Nicht mal eine Milliarde ├╝ber dem Vorquartal. Bei 21 Milliarden Runrate demzufolge ├╝ber 80 Milliarden. Immerhin ist AWS der Marktf├╝hrer. Das ist nat├╝rlich ein substanzielles Cloud-Business, aber das Wachstum ist auf 20% runter und damit w├Ąchst Amazon genauso schnell wie die Jonas Cloud. Das war der gleiche Wert, den wir gesehen haben. Also ob der Cloud-Markt wirklich um 30% noch w├Ąchst, ist die Frage. Bei Google und bei Microsoft tut das noch. Da ist ein 31-32% Wachstum aktuell. Bei Amazon, bei Marktf├╝hrer sind es noch 20% gleicher Wert bei Jonas. Dann gucken wir nochmal auf das Umsatzwachstum. Die Profitabilit├Ąt ist dann so, dass Amazon mit aller M├╝he noch 2% operative Marge erwirtschaftet. Die kommt aber, also es sind 2,7 Milliarden, die kommen nat├╝rlich ├╝berwiegend aus dem AWS-Gesch├Ąft. Das allein ist nicht so viel. Das sind aber die meisten, die da sind. Die kommen nat├╝rlich ├╝berwiegend aus dem AWS-Gesch├Ąft. Das allein, ich glaube, 5 Milliarden beitr├Ągt. Sekunde, Operating Income von AWS ist ja 5,2 Milliarden. Also ohne AWS, ohne das Advertising-Business, w├Ąre Amazon sowieso schwerst defizit├Ąr. Das Nordamerika-Gesch├Ąft ist inzwischen operativ leicht negativ. Das internationale Gesch├Ąft ist deutlich negativ. Sowohl beim Wachstum mit minus 7,5% als auch beim Operating Income mit minus 6,5%. Da verliert man ordentlich Geld. Teilweise international nat├╝rlich getrieben von W├Ąhrungseffekten. Und dann, was noch spannend ist, wir haben gesagt, AWS tr├Ągt mit 5,2 Milliarden zum Ergebnis bei und ist 20% gewachsen. Spannenderweise hat AWS im Vorjahr mehr Gewinn gemacht. Das hei├čt, obwohl man 20% gewachsen ist, macht man weniger Gewinn dieses Jahr. Die Gewinnmarge oder operative Marge von AWS hat sich von 30% im letzten Jahr auf nur noch 24% deutlich verschlechtert. Das sind 20% eingebrochen. Und das wird ein kompetitiver Druck sein. Das k├Ânnen auch Energiepreise sein. Genau das Gleiche wie bei Yonnas letztlich. Rohmarge f├Ąllt ab, die kannst du nicht wieder rausholen. Deswegen, sie haben auch bei AWS Leute gek├╝rzt, wenn ich mich nicht irre. Damit f├Ąllt AWS als Gewinntreiber aus. Sie haben genauso viel Deckungsbeitrag abgeliefert wie im Vorjahr. Obwohl die 20% wachsen. Das hei├čt, im Moment verlangsamt sich das Wachstum relativ stark und die Marge bricht stark ein. Es tr├Ągt doch ganz gut den Verlust der anderen Gesch├Ąftsmodelle mit. Aber die Cloud-Fantasie br├Âckelt auch ein bisschen. Amazon ist glaube ich 5% runtergegangen nach den Earnings. Das muss Leute gestimmt machen. Ich fasse nochmal zusammen. Positiv ist das Prime-Gesch├Ąft. Und das Werbe- und Third-Party-Gesch├Ąft w├Ąchst deutlich. Aber das eigene Gesch├Ąft ist strategisch. Da muss man gar nicht so drauf gucken. Aber man macht erhebliche Verluste. AWS hat eine ordentliche Wachstums- und Profitabilit├Ątsstelle bekommen. Das sollte allen negativ aufsto├čen. Und ist wahrscheinlich allein f├╝r einen 5% Kursverlust. Was ich noch sehr spannend finde, ist die Full-Filment-Kosten. Da gucken wir nochmal auf die Kostenseite. Und zwar das GMV ist h├Âchstwahrscheinlich um 20% gestiegen. Nicht ganz 20% gestiegen. Aber das ist ein bisschen zu viel. Und das ist ein bisschen zu viel. Und das ist ein bisschen zu viel. Und das ist ein bisschen zu viel. Amazon ist ein bisschen weniger. Und die Full-Filment-Kosten, um das alles rauszuliefern, sind spannenderweise nur um 3% gestiegen. Amazon ist brutal effizienter bei der Logistik geworden. Amazon ist brutal effizienter bei der Logistik geworden. Das liegt einerseits daran, dass das Q4 wirkt immer besonders effizient, weil nat├╝rlich die Auslastung hoch ist im Weihnachtsquartal. Das ist ein bisschen zu viel. Und dann gibt es auch die Kosten, die wir nicht erwarten. Weil nat├╝rlich die Auslastung hoch ist im Weihnachtsquartal. Das hei├čt, man f├Ąhrt an maximaler Kapazit├Ąt. Je h├Âher die Kapazit├Ąt ausgef├╝llt ist im Warenhaus, desto niedriger die Kosten pro St├╝ck und desto h├Âher die Effizienz. Aber das ist nicht der einzige Effekt. Man hat wirklich den Output zweistellig gesteigert und die Kosten aber nur noch um 2,9% gestiegen. und die Kosten aber nur noch um 2,9% gestiegen. Das kann wirklich brutal effizienter geworden sein. Diese ├ťberkapazit├Ąten scheint man gut abgebaut zu haben seit Corona. Das finde ich zum Beispiel sehr positiv. Die Rohmarge ist besser als im Vorjahr bei Amazon. Aber Amazon hat eine 3% h├Âhere Rohmarge. Aber Amazon hat eine 3% h├Âhere Rohmarge. Von 40 auf 42,6% hochgegangen. Und die Fulfillmentkosten sinken. Das ist die Aktie, die 5% verliert. Ich glaube, das sind die wichtigsten Sachen zu Amazon. Ich glaube, das sind die wichtigsten Sachen zu Amazon. Was kriegen wir sonst noch reported? Die Anzahl der Mitarbeiter haben wir schon mal behandelt. Die Anzahl der Mitarbeiter haben wir schon mal behandelt. Da gab es Entlassungen. Man ist jetzt bei 1,4 Millionen. Das waren mal 1,61 im Vorjahr. Gross Profit pro Mitarbeiter steigt bei Amazon dadurch. Die haben geh├Ârt, was die Zeit geschlagen hat. Die haben geh├Ârt, was die Zeit geschlagen hat. Das m├╝ssten die wichtigsten Inventories von Amazon sein. Das m├╝ssten die wichtigsten Inventories von Amazon sein. Der Lagerbestand ist unauff├Ąllig. Der ist ein bisschen ├╝ber dem Vorjahr. Man kauft nicht zu viel ein. Man schafft es einigerma├čen abzuverkaufen, was man hat. Im Vorjahr waren es 46% des Umsatzes. Das ist kein signifikanter Anstieg. Im Vergleich zu den ├╝ber 60% in den ersten drei Quartalen schafft man es ganz gut, die Lager langsam zu leeren. Das liegt einerseits am Weihnachtsquartal. Andererseits geht es aber generell auch in die richtige Richtung. Ich w├╝rde sagen, Licht und Schatten. ├ťberwiegend Schatten, weil es ein schweres Umfeld ist f├╝r Amazon. Aber es gibt auch Lichtblicke. Ich bin mehr als gl├╝cklich weiterhin, dass ich letztes Jahr diese Aktie abgesto├čen habe. Die ich sehr mochte und auch gut gelaufen ist. Aber das habe ich zum Gl├╝ck zum richtigen Zeitpunkt gesehen, dass f├╝r Amazon gerade nicht die beste Dekade wird. Und vielleicht hatten wir wirklich Peak Amazon. Vielleicht hat Alex Graf endlich ... Ach du bist doch investiert bei Amazon. Alter, laber, laber. Vergleich doch mal deine Microsoft. Vielleicht hatte Alex Graf recht und Peak Amazon war tats├Ąchlich 2023. Herzlichen Gl├╝ckwunsch mit deiner Microsoft Aktie.
Dieses Jahr mit plus 9,44 Prozent. Wahrscheinlich die schlecht performste Tech Aktie des Jahres. Und Amazon? Amazon plus 25 Prozent, mein Freund. Kaum siehst du irgendwie eine kleine negative Sache. Und hast du nicht auch Anfang des Jahres erz├Ąhlt, du glaubst an den Turnaround von Amazon? Ja.
Dass er im Q3, Q4 kommt, oder? Kannst du dir gerne nochmal anh├Âren, Freundchen. Letztes Jahr Amazon ├╝ber 365 Tage minus 22 Prozent. Microsoft ein Jahr Performance. Oh, minus 13 auch. Na gut, aber besser. Und Microsoft macht AI. Ja, Pussy Goat, ich habe so eine Luftnummer, als ich letztes Jahr beteiligt. LinkedIn und AI gegen deinen Shampoo-Spritzer-CEO. He's coming back. Wenn Jeff wieder kommt, kaufe ich wieder. Da bist du zu sp├Ąt.
Hast du diese Woche hier Chat-GPT genutzt? Ich benutze jetzt nur noch Porn-Pampern.
Der AI-Hype ist vorbei.
Wieso? Microsoft hat sich da so eine kleine, wie hie├č dieses kleine Ding, was immer so bei Office, die haben sich Clippy gekauft. Kein vern├╝nftiger Unternehmer h├Ątte das Ding verkauft.
Pass mal auf, wie schlau Clippy werden wird. Ich glaube, in 2025 hat Azure AWS ├╝berholt. Ja. Ja, egal. Hast du blo├č die gr├Â├čte Cloud-Hose in Kampenieder Welt, wo willst du damit hin? Du hast dann dein Amazon, dein komischer Marktplatz-Bude da,
wenn die Leute nichts mehr kaufen. Kannst du deine Unternehmen mal gerade anrufen, wer von denen bei Microsoft ist und wer bei AWS. Geh mal durch deine Lieblings-Firmen, an denen du beteiligt bist.
Es sind viele bei Azure bestimmt. Ach Quatsch, nobody. 2020 hatte er, Sekunde, wir gucken jetzt mal hier, Marktanteil. Sekunde.
Ach so, den Azure wissen wir ja nicht. Das ist freiwillig, kein Mensch.
Das ist Quatsch. Frag mal, hier Community, sag mal, wie geil Azure ist. Sekunde. Das Einzige, was nervt, ist, dass sie das Azure-Revenue nicht einzeln auswerten.
Selbst dann der Brand hapert schon.
Kein Mensch wei├č, wie man es ausspricht. Azure ist ein schei├č Brand, da bin ich auch dabei. Das Cloud-Revenue haben wir. Cloud-Revenue, nehmen wir das mal stellvertretend. Ja, Cloud ist Cloud. Das k├Ânnen wir nicht einfach alles gleich machen. Kriegen wir jetzt nicht hin. L├Ąuft doch, 2025. 2025 hat Microsoft AWS abgel├Âst. Weil sie es vielleicht schaffen, 30 wird schwer, aber Amazon f├Ąllt unter 20. Und die Profite purzeln weg. Das wird erst mal schei├če, wenn die Gewinnmargen wegcompetet werden im Cloud-Business. Wegen Yonnas. Dann wird es richtig h├Ąsslich. Dann kannst du ├╝berall eine Null abziehen.
Lass uns ├╝ber Apple sprechen. Ich habe als Shareholder ein bisschen was daf├╝r gemacht, dass die n├Ąchsten Zahlen besser sind. Vorgestern mein altes Geschrottet. Wie das? Fr├╝her war es so, dass ich das Telefon kaputt gemacht habe. Das letzte Telefon, was ich kaputt gemacht habe, ist schon echt eine Weile her. Damals recht betrunken versucht, ein Taxi zu bekommen.
Und Handy auf dem Bordstein gefallen dabei. Ich nicht, aber das Handy. An deiner Wange ist es auf dem Bordstein gefallen.
Es ist aus der Hand gefallen. Dann hat es sich in Zeitlupe gedreht. Und dann auf dem Bordstein. Dann war es kaputt, trotz Cover.
Bist du noch nicht alt genug f├╝r Handy-Hulappen? Die Alternative w├Ąre, Handy versichern lassen. Ich glaube, f├╝r dich w├Ąre ein Brustbeutel ganz gut.
Ich habe einen Clipper an der Seite, der an die Brust geht.
Sehr sch├Ân. Apple hat dieses Jahr auch schon 24% Plus gemacht. Ja, bei mir geht es gut. Das ist das sichere Zeichen, dass wir noch mal einen Crash bekommen. Es sind ja alles gute Unternehmen. LWM Asch? Sekunde. Auch 21% hoch. Selbst MSCI ist plus 22,8%.
Wo ist Microsoft nochmal?
Wann hat die App, wo bestimmt jeder wei├č, welcher ich meine, endlich mal ein Year-to-Date? Nerviger M├╝ll. 20% ist hier mein zweitgr├Â├čtes Portfolio im Plus. Soll ich mal gucken, was ich die Sekunde seit kaufe? Oh, ZipRecruiter ist nur noch 2% im Minus seit Kauf. Da kaufe ich auch nochmal nach bald. Jetzt werde ich mich ein bisschen nerv├Âs. Ich habe das Gef├╝hl, ich habe das Gef├╝hl, ich habe noch die China-Aktie. Ich habe noch die Kaffee-Aktie. Die Kaffee-Aktie hast du immer noch?
Ja.
Das ist so ein Wahnsinn. Die waren mal auf 37 Euro. Dann sind die auf 1,18 Euro. Also haben 8% mehr. Und dann sind die auf 1,18 Euro. Also haben 8% mehr als 95, 96% verloren. H├Ąttest du bei 1,18 Euro gekauft, Sekunde, jetzt sind sie bei 26% wieder. Wahnsinn. 434%. Aber in der Zeit haben sie einmal 98% verloren. Oh Gott, oh Gott, oh Gott.
Meine sch├Âne Apple-Anekdote ist jetzt hin.
Also du hast dein Handy. Wie ist es diesmal kaputt gegangen?
Ich h├Âre Podcasts und laufe zum Biom├╝ll.
Und hast reingeschmissen?
Nein, ich hatte das in der Tasche und habe so einen Beutel aus der Tasche gezogen. Dann ist es rausgefallen und auf dem Boden und kaputt. Dann wollte ich es erst reparieren lassen. Was denkst du, was kostet so ein neues Display? 400 Euro.
Dann kannst du auch 3 Samsung-Telefone kaufen. Ja, aber wer will schon mit einem Samsung-Telefon rumlaufen.
Egal.
Soll ich dir so einen Brustbeutel mal zuschicken?
Ne, alles gut.
Dann habe ich... Da kann man auch so ein Taschentuch noch reinstecken, wenn man eins braucht.
Also war ich bei Apple, hab gesagt, ich h├Ątte gern hier ein neues Telefon.
Gehst du in den Apple-Store und sagst, ich h├Ątte gern ein neues Telefon?
Bei Apple macht es eh keinen Sinn, die Preise sind eh ├╝berall die gleichen. Und wenn du es auf Amazon kaufst, kommt es ja nicht direkt. Das ├Ąndert nicht viel. Aber meine Hoffnung war, dass sie wenigstens das kaputte Telefon reinnehmen, einfach einen neuen Screen drauf machen und dann als Refurb verkaufen. Sekunde.
Machen sie nat├╝rlich auch nicht. Telefon 13?
14 Pro? Ne, ich habe das kleinste 14 Pro mir gekauft.
Okay, also mit 6 GB RAM?
RAM?
128 GB Ding, meine ich. In welcher Farbe? Schwarz. Warum hast du nicht Dunkellila genommen? Space-Schwarz hei├čt das.
Wieso kaufst du irgendwas, was du danach nicht mehr so verkaufen kannst? Was hast du bezahlt?
Netto oder Brutto? Brutto.
Was ist diese AFA-Grenze?
1293 Euro hab ich bezahlt. Ist auf 1000 erh├Âht worden, oder? Ne, f├╝r Sammelposten auf 800. Das ist eine AFA-Grenze, die du nicht sofort abschreiben kannst. Oder als Kosten veranlagen kannst.
Wie viel hast du bezahlt schon nochmal? Ich habe 1293 Euro gekauft und auf Amazon gibt es das f├╝r 1257.
G├╝nstigstes Angebot beim Preisvergleich deines Vertrauens? 159, aber das ist eBay, muss ich sagen. Das w├╝rde ich auch nicht nehmen. Ab 1200 gibt es Angebote. Aber das sind schon mal 100 Euro, wenn man den iPhone leisten kann.
Es sind 50 Euro Unterschied und bei Amazon kommt das Ding erst am Freitag. Und hier habe ich es jetzt sofort. Das sind mir die 50 Euro wert.
Achso, ich verstehe. Und meine Hoffnung war... Achso, wir k├Ânnen keine Werbung machen. Es gibt ja auch so Sachen, die es am gleichen Tag bringen. Ja gut, aber ich wollte... Eine Chance gegeben, einen Werbesplot zu verkaufen. Wie der Philipp sich ein Handy am gleichen Tag liefern lassen hat. Gibt es das da?
Da habe ich einmal ein Ladeger├Ąt gesucht. Das gab es nicht. Seitdem ist die App wieder weg.
Wie? Die hat kein Ladeger├Ąt? Das w├Ąre wirklich bl├Âd.
Die hatte kein Macbook-Ladeger├Ąt. Einmal habe ich es gebraucht, dann sofort wieder weg. Ich habe auf jeden Fall gehofft, dass Apple mein altes Telefon einnimmt. Aber das tun sie nicht. Das muss ich jetzt reparieren und dann verkaufen. Gut, aber wir wollten ├╝ber die Zahlen reden.
Ich gucke mal, ob man ein iPhone liefern lassen kann. Ein iWatch gibt es schon mal, ein Macbook gibt es, ein Pencil, ein Apple TV, aber kein iPhone. Naja, dann wei├č ich auch nicht. Dann kann man ja auch nicht mehr helfen. Was haben wir noch? Hast du noch eine Frage zur Abwechslung?
Nein, willst du nochmal ├╝ber die Zahlen gehen? Wir machen heute vier Stunden.
Heute ist die kurze vier Stunden gewesen. Es ist der super Earnings Thursday gewesen. Apple haben wir ja sogar im Sheet seit letzter Saison. Und bist du schon ein bisschen beide, dass auch dein Apple geschrumpft ist, obwohl du dich eingesetzt hast? Q1 hast du ja jetzt supported den Umsatz. Also Apples Device Umsatz ist um 7,7% geschrumpft gegen mit dem Vorjahr. Aber das Service Revenue rettet ein wenig. Das ist n├Ąmlich 6,5% gestiegen. Der Gesamtumsatz schrumpft dennoch um 5,5% gegen├╝ber dem Vorjahr. Auch bei Apple Rezession. Die Rohmarge ist besser als im Vorquartal, aber schlechter als im Vorjahr. Vorjahr 38,4%, jetzt noch 37% Rohmarge. Das ist aber trotzdem noch ganz gut f├╝r ein Ger├Ątehersteller im Servicegesch├Ąft. Achso, das war nur die Produktrohmarge. Die gesamte Rohmarge ist n├Ąmlich sogar 43%, weil das Servicegesch├Ąft 71% Rohmarge hat. Problematisch ist das auch bei Apple, die Kosten mit 12,2% weiter wachsen, w├Ąhrend der Umsatz gerade schrumpft. Aber man muss fairerweise sagen, hattest du ja in der vorletzten Folge glaube ich ganz richtig gesagt, dass Apple die einzigen sind, die einigerma├čen vorsichtig geheiert haben durch die ganzen Jahre. Und deswegen auch mal ein paar Quartale eventuell durchstehen k├Ânnen. Die Kosten wachsen nur mit 12%, muss man sagen. Ein relativ konservatives Hiring in letzter Zeit bei Apple. Sie haben nie mehr als 10% mehr Leute eingestellt im Jahr. Und dadurch vielleicht schaffen, ich habe ja ├╝berlegt, weil Timmy da den Paycard mitnimmt, ob er Leute folgen muss, aber vielleicht k├Ânnte Apple auch der einzige sein, der vorbildlich geheiert hat und es ohne schafft. Es sieht bisher so aus. Operative Marge geht von 33,5 auf 30,7 runter. Bringt Apple auch nicht um. Die Supply Chain war belastet, der Consumer Demand ist logischerweise belastet. iPhone Ums├Ątze 8% weniger als im Vorjahr. Vor allen Dingen aber iMac, wobei das viel weniger ist. Also absolut gesehen viel kleinere Zahlen. iPhone macht allein 66 Milliarden Umsatz. iMac ist das nur mit 8 Milliarden relativ kleines Gesch├Ąft. Das geht aber um fast 30% zur├╝ck. Also mit iMacs hat sich wirklich jedes Jahr jeder eingedeckt, der einen brauchte, als der neue M1 Chip kam, nehme ich an. Und dieses Jahr will niemand mehr ein iMac haben. Also 29% ist ja schon ein erheblicher R├╝ckgang gegen├╝ber dem Vorjahr. Und iPad, das ist plus 30% interessanterweise. Kam da was Neues raus beim iPad? Achso, da kommt jetzt dieses, wo kaum noch erkennbar ist, ob das iPad ist eigentlich schon so gut wie. Und Services, wie gesagt, plus 6,4%. Ich finde, was hat denn der Markt gemacht? Ich finde es gar nicht schlecht, ehrlich gesagt. Ich w├╝rde vermuten, dass man damit gerechnet hat. Geht 3% hoch heute. Keine schlechte Zahlen.
Dann, last but not least, Google.
Google. Google hat erstmal die Presse eingeladen zu einem AI-Event. Ich glaube, da wird man versuchen, sein PR-Problem zu l├Âsen. Dass alle Leute denken, dass bei Google nur Idioten arbeiten und man von AI keine Ahnung hat. Obwohl man, glaube ich, seit 10, 15 Jahren ganz ordentlich an Machine Learning und AI arbeitet. Da will man neue Produkte und neue Wege zu suchen tats├Ąchlich zeigen. Ich glaube, es wird wenig Richtung ChatsGBT gehen. Wir k├Ânnen mal auch das verlinken. Sekunde. In den Shownotes. Die Einladung, das Live from Paris am 8. Februar ist das. Das m├╝sste der Mittwochn├Ąchste der Woche sein. Shownotes. Ich denke, es wird um das, was wir auch bisher schon angedeutet haben, gehen. Dass du mit Bild basiert noch besser suchen kannst. Ein multimodales Such- und Lernmodell. Du kannst sprechen, du kannst Bilder eingeben und damit eine Suche ausl├Âsen. Google wird pr├Ąsentieren, wie man teilweise im Shopping, in Maps oder Translate schon AI einsetzt. Ich glaube, es wird so ein bisschen PR sein. Schaut mal, ihr wisst gar nicht, wo ├╝berall schon AI drinsteckt bei Google. Google hat vor langer Zeit gesagt, sie wollen jedes Problem, das sie haben, mit AI l├Âsen. Weil das der skalierbarste und schnellste und beste Weg ist. Ich glaube, das wird man jetzt vor allen Dingen pr├Ąsentieren. Gar nicht so, was es Neues gibt, sondern ich denke, sie werden vor allen Dingen zeigen, wo AI drin ist, wo wir es vielleicht nicht vermuten. Das hei├čt, sie werden wieder ├╝ber B├Ąrtmarmlambda sprechen. ├ťber Lenz, ihre intelligente Kamera und so weiter und so fort. Und vielleicht gibt es auch was Neues. Ich erwarte nichts Gro├čartiges, aber wir schauen drauf. Dazu?
Ich kann mich noch erinnern, als bei Zalando announced wurde, dass sie sich von 200 Leuten im Marketing l├Âsen, weil sie alles automatisieren. So was m├╝sste es doch dieses Jahr jetzt viel geben. Wenn alle ├╝ber AI und Effizienz reden, dann ist das doch eigentlich die Pressemitteilung, die wir in den kommenden Monaten ein paar Mal erleben k├Ânnen.
Ja, aber wie oft ist das wirklich? Ich w├╝rde fast vermuten, dass Unternehmen j├╝ngerer Generationen gar nicht so viele Leute wieder eingestellt h├Ątten. Zalando kam einerseits aus einer Zeit, wo Marketing so wichtig war und wo sie so weit vorne im Marketing war, dass sie wirklich sehr viele Leute damit besch├Ąftigt haben. Dann haben sie aber auch die Transition durchgemacht in eine Welt, wo man das zunehmend automatisieren konnte oder wo Marketing noch quantitativer wurde als vorher. Und daher kam das glaube ich so ein bisschen und ich fand das auch ein bisschen undifferenziert, ehrlich gesagt, wie viele Leute da tats├Ąchlich gelassen wurden. Aber ja klar, das k├Ânnte sein. Die Frage ist dann, ob es wirklich echt ist oder wieder nur so zucken, w├╝rde ich es jetzt nennen. Ich sage jetzt mal zucken, wenn jemand etwas ank├╝ndigt, was da nicht passiert, wie Mark Zuckerberg. Glaubst du an die Kostenma├čnahmen? Du hast gar nichts gesagt zu Facebook. Aber du findest ja auch sympathisch, weil du zugeh├Ârt hast, beim Call habe ich das Gef├╝hl. Sack wird noch der neue Liebling.
War ja eine meiner alten Predictions letztes oder vorletztes Jahr.
Ach stimmt, dass er unheimlich lovely wird.
Und die Pr├Ąsentation war gut. Die Zahlen habe ich mir nicht so genau angeguckt, wie du das gemacht hast. Aber ja, ich glaube, der muss sich irgendwie, vielleicht hat er da mit seinen Jungs auch gesprochen, wie er irgendwie aus der Metaverse nur mal wieder heile rauskommt. Das Schlimme wird halt sein, meine gr├Â├čte Sorge bei Meta ist, dass die irgendwie wahnsinnig an Relevanz im Wahlkampf gewinnen. Und ich habe immer das Gef├╝hl, je mehr Nutzer auf Facebook, umso mehr Hate Speech. Und dass das so ein bisschen mehr und mehr getrieben wird. Und dann m├╝ssen sie halt Reels und WhatsApp hart monetarisieren. Und da ist die Frage, schaffen sie das in einem Level, in dem es die Endkonsumenten noch mitmachen.
Wer kriegt die TikTok-User, wenn TikTok wirklich verboten w├╝rde?
YouTube oder Meta? Beide. Oder Snap? Wahrscheinlich teilst du erst du dich als Teil auf.
Das glaube ich auch, woher kriege ich die meisten?
Wahrscheinlich YouTube.
Glaube ich auch. Ich glaube auch, dass Shorts gewinnt und nicht Reels, ehrlich gesagt. Naja, wir werden es sehen oder auch nicht.
Aber auch YouTube Shorts, muss ich ├╝berlegen, wie sie das Zeug monetarisieren.
Apropos YouTube. Sch├Âne ├ťberleitung. Wir haben das geschafft ├╝ber Meta dann doch noch. Alphabet ist ja die Mutter von Google und YouTube. Und YouTube war w├Ąhrend Corona die Wachstumsbombe f├╝r Alphabet. Ist zwischenzeitlich am H├Âhepunkt mit 84% gewachsen im Q2 2021, also vor anderthalb Jahren. Jetzt sind wir im Q4 2022, schauen uns das Weihnachtsquartal an und sehen, das Google Suchgesch├Ąft ist, ich wollte fast schreiben, das erste Mal seit Google Public ist geschrumpft. Das stimmt aber nicht, weil sie im Corona Quartal im Q2 20 ist schon mal 10% eingebrochen. Das Google Ergebnis, weil die Advertiser sehr verschreckt reagiert haben auf Corona damals. Wie wir heute wissen, vielleicht ├╝berzogen. Jetzt ist es aber das zweite Quartal um nur 1,6% eingebrochen, aber eingebrochen. Gesamt w├Ąchst Google noch mit 1% beim Umsatz, aber nur noch 1% auch. Getragen wird das nicht etwa von YouTube, denn YouTube hat sogar noch st├Ąrkeres negatives Wachstum. Mit minus 8% gegen├╝ber dem Vorjahr, also schrumpft ganz erheblich. Und was Google aber rausboxt, ist die Google Cloud. Die w├Ąchst n├Ąmlich mit 32% noch, macht ├╝ber 1,8 Milliarden mehr Umsatz als im Vorjahr. Ist jetzt bei 7,3 Milliarden Runrate, damit ungef├Ąhr 30 Milliarden Runrate, die sie im Jahr machen mit Cloud Umsatz. Die Cloud generiert noch kein Geld f├╝r Google, aber auch das ist spannend. Minus 6,6% ist die Marge nur noch. Die war vor drei Jahren noch minus 60%. Jetzt ist man kurz vorm Break-Even eigentlich im Cloud-Gesch├Ąft. Minus 6,6%. Das hei├čt, bei Google verbessert sich die Marge. Man sieht ein Operating Leverage. Sie wachsen mit 32%, nicht mit 20% wie Amazon. Erhalten ihr Wachstum von allen Cloud-Playern eigentlich vergleichbar mit Azure, w├╝rde ich sagen. Aber 32% gut, schneller als der Markt, gewinnt auch Marktanteile. Other Bets ist uns eigentlich egal. Aber problematisch auch hier, Googles Rohmarge schrumpft mit fast drei Prozentpunkten von 56 auf 53,5%. Und die OPEX steigt nur noch mit 10%. Also Google hat die Kosten ganz gut unter Kontrolle bekommen. Nur noch 10% Kostenanstieg gegen├╝ber dem Vorjahr bei 1% Umsatzanstieg. Das Ergebnis verschlechtert sich trotzdem um 17% gegen├╝ber dem Vorjahr. Das Net Income sogar um 34%. Und erstaunlicherweise sind die Traffic Acquisition Kosten wieder fast auf den Punkt genau 30%. 30,3% ist es dieses Quartal. Letztes Quartal war es 29,9%. Es wirkt fast so, als w├╝rde man sich die Ums├Ątze teilen mit Partnern, die den Traffic daf├╝r liefern. Der Rohertrag plus Mitarbeiter liegt unter dem Vorjahr deutlich unter mir. Vorjahr 856.000 pro Mitarbeiter, im Vorjahr waren es noch 1,08 Millionen Rohertrag pro Mitarbeiter. Also die innere Effizienz bei Google verschlechtert sich eigentlich erheblich. Man muss deutlich beim Wachstum zulegen oder beim Personal nachlegen. Google ist trotzdem eine Cashmaschine. Aber als Unternehmen ist man in den letzten 5 Jahren nicht effizienter geworden. Der Umsatz pro Mitarbeiter ist genauso hoch wie vor 5 Jahren. Bei der Gr├Â├če w├╝rde man irgendwelche Skalenertr├Ąge erwarten. Dass man irgendwo effizienter wird und was besser macht. Aber das scheint hier nicht zu passieren. Die operative Marge ist wie immer noch hervorragend mit 24%. Das war noch 30% vor einem Jahr. Das sind doch schon die wichtigsten Sachen. YouTube minus 8%, Suchgesch├Ąft minus 2%, Gesamtumsatz plus 1% dank 32% Cloud-Wachstum. Ich glaube das war es auch schon von Alphabet. Irgendwas, was du noch spannend f├Ąndest daran?
Nein. Ich bleibe bei Amazon oder Apple.
Ich bin gespannt wie du damit f├Ąhrst dieses Jahr.
Das sind die einzigen beiden Produkte von denen ich das Gef├╝hl habe, dass ich sie auch in 10 Jahren noch nutze.
Das kann gut sein. Die Frage ist ob viele Leute hinzukommen.
YouTube w├╝rde ich gerne gesondert haben.
Bei Alphabet k├Ânnen wir mal gucken was die kosten. Ich glaube bei Google w├╝rde das Wachstum wieder kommen, wenn der Werbemarkt sich erholt. Daf├╝r ist 18% gar nicht schlecht. Die Marge w├╝rde sich nochmal verbessern. Es gibt glaube ich noch Hoffnung, dass Google noch mal Leute entlassen wird. Eher nicht. Aber sie werden irgendwann wieder rein wachsen in die Struktur. Wir m├╝ssen einfach aufpassen, dass sie nicht wieder so stark anfangen zu heilen.
Google wird auch von allen gro├čen Techfirmen kulturell die gr├Â├čten Herausforderungen haben in den n├Ąchsten 6 bis 12 Monaten.
Weil sie ihre Leute so verzogen haben? Erkl├Ąr mal was du damit meinst.
Bei Google war die letzten 20 Jahre Friede, Freude, Eierkuchen. Es gab kein Unternehmen wo die Leute sich so wohl gef├╝hlt haben wie dort. Ich kann mir kaum vorstellen wie es funktioniert in dem Unternehmen, wenn es so effizient gelebt wird. Wie es zum Beispiel bei Amazon oder Apple oder Facebook ist. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass das kulturell eine Herausforderung wird. Und AI. Wir m├╝ssen mal gucken was der PR-Event so sagt. Ich k├Ânnte mir eher vorstellen, dass sie AI besser machen als Microsoft, weil ich diesen Deal irgendwie strange finde. Ich kann nicht verstehen, wieso man die H├Ąlfte der Firma verkauft, wenn man auf einem Rocketchip sitzt. Das geht mir nicht im Kopf.
F├╝r Welt 10.
Das ist ein Clubhouse-Hype.
Daf├╝r wurde es auch mit 29 Milliarden bewertet.
Der Clubhouse wurde auch f├╝r 4 Milliarden oder so mal kurz bewertet. Wenn du die Welt wirklich ver├Ąnderst, verkaufst du nicht an Microsoft. Also verkaufst du nicht an Corporate. Das machst du einfach nicht.
Sie behalten ja die Goldene Aktie. Die Chance, dass du die Welt zum Positiven damit ver├Ąnderst, holst viel Effizienz raus. Du ver├Ąnderst die Welt auf jeden Fall. Aber der Risk Return, wenn du sagst, die Wahrscheinlichkeit eines negativen Outcomes, werden die Leute daf├╝r danken, dass du diese AI-Welle, der Erfolg der AI-Welle, am Ende ganz viele V├Ąter haben. Jeder wird das claimen. Google, Microsoft, Sam Altman, OpenAI, Elon Musk, alle werden schuld sein.
Wir auch. Ich habe eine Pr├Ąsentation letztes Jahr gemacht, da hie├č es, AI will take your job. Wir k├Ânnen das auch claimen.
Wenn die ersten negativen Konsequenzen kommen, dann wird es niemand gewesen sein wollen.
Aber die Jungs, die das machen, die haben doch unn├Âtig Kohle.
Sam Altman ist der Typ, der sich auch einen Neuseelanden-Bunker gekauft hatte. Der Typ ist Prepper. Bevor ich etwas Falsches sage, klingelt da was?
Es geht gerade Pipps Prepper-Liste.
Sam Altman ist ein Prepper und r├╝stet sich schon mal f├╝r die Endzeit, die er selber baut.
In diesem Sinne, sch├Ân, dass wir so eine kurze und knappige Podcast-Episode haben. Wenn ihr jetzt keinen Bock mehr habt auf Finanzen und so und nicht bei EchtgeldTV vorbeischaut, The Goat of Podcasting ist back, Hotel Matze ist zur├╝ck. Ich habe den Podcast mit Nina geh├Ârt, Nina Trouba. Das ist meine Empfehlung f├╝rs Wochenende. Bis dann. Peace.
Ciao, ciao.
Ja bitte, was ist los? Es ist Wochenende jetzt.
Ich hatte schon wieder Sehnsucht nach dir und musste direkt anrufen, weil ich habe gerade in meinem Twitter-Feed gesehen, dass jemand, ├╝ber den wir heute viel zu wenig gesprochen haben, Elon Musk, hat gerade getwittert. Von heute an, das ist auch geil, jetzt merke ich es erst, aber ich schreibe, Starting today, Twitter will share ad revenue with creators for ads that appear in their reply threads. Also, in den Replies meiner Tweets, wenn dort Werbung erscheint, wird es mit mir geteilt. Ich finde es spannend, dass starting today, dass niemand irgendwelche Konto-Daten von mir hat, aber angeblich ab heute, ohne dass ich ├╝berhaupt eingewilligt habe, das zu tun, wird es mit mir geteilt, offenbar. Moment, Moment, ich habe eine Frage. Kommst du zur├╝ck auf Twitter, wenn du Geld kriegst?
Nein, mein Leben ist so viel besser, seitdem ich nicht mehr auf Twitter bin und kaum noch auf Linkedin.
Ich zeige jetzt nur noch, es gibt ab morgen Nacktfotos von Philipp aus der Sauna, also Philipp Gl├Â├Âckler, in meinem Twitter-Feed.
Ach cool, wenn du die noch hast, kannst du mir die vorher nochmal schicken. Ich habe zwei Fragen dazu. A, der sagt doch hier, man sollte nicht glauben, was er twittert. Also ist es eine L├╝ge oder ist es ernst?
Achso, das k├Ânnen wieder alles hei├čen. Achso, nee, pass auf, ich sag dir. Er plant gerade Geld zu raisen, um die Schulden wegzukaufen. Und das ist die Grundlage, um jetzt Geld zu raisen, das k├Ânnte nat├╝rlich gut sein.
Und die zweite Frage w├Ąre, wenn jetzt ich was twitter und unter mir jemand mit meinem Fake-Account so Leute einl├Ądt, dass sie dann Krypto irgendwo hinschicken sollen, kriege ich dann auch 20% von?
Wenn ich das, ja genau, das w├Ąre geil. Vor allen Dingen, ich glaube, viele Leute werden entt├Ąuscht. Also das Traurige ist, du lernst ja, wie schlecht der TKP von Twitter ist, wenn du die H├Ąlfte des Geldes bekommst. Also ich glaube, es w├╝rde sich ├Ąhnlich anf├╝hlen wie Spotify. Also machen wir jetzt das Doppelalbum auf Spotify oder verst├Ąrken wir unsere Twitter-Pr├Ąsenz? Wo holen wir demn├Ąchst mehr Kleingeld raus? Also Twitch schien ja eh nicht zu funktionieren, was Kleingeld angeht.
Twitch nervt mich auch bei jedem Monat, wenn ich die Umsatzsteuer da hochlaufen muss.
Auf welchem Hartgeld-Strich des Internets postet die ├ľl-Messenger?
Wir machen einfach Daily-Podcasts, Du kannst mich jetzt jeden Tag nerven. Und wir machen im Gegensatz zu anderen Dailies auch am Wochenende.
Nein danke und tsch├╝ss. Sch├Ânes Wochenende.