Doppelg├Ąnger Folge #222 vom 10. Februar 2023

­čĹĘÔÇŹ­čĺ╝ LinkedIn Influencer ­čĄľ Bard, Bing & Big Tech Ôśü´ŞĆ Cloudflare ­čĹ« Jailbreaking AI ­čÜŚ Uber, Lyft | Affirm | Zoom

Pip erkl├Ąrt, warum er sich trotz verpatztem AI Event keine Sorgen um Google macht und warum echte Menschen mit Experten Status immer besser sein werden als die AI. Wir wundern uns ├╝ber das Engagement einiger der "erfolgreichsten" LinkedIn Influencer. Der vorl├Ąufige PR Stunt des Jahres gelingt diese Woche dem Zoom CEO, der Mitarbeitende entl├Ąsst und sein Gehalt k├╝rzt. Wieso f├Ąhrt Uber Lyft weit davon? Au├čerdem gab es Earnings von Disney, Cloudflare und Affirm.

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:55) Adam Newmann

(00:03:10) Google Event Fail

(00:13:00) Jailbreaking ChatGPT

(00:20:00) Experten vs AI

(00:25:20) Microsoft vs Google

(00:39:10) LinkedIn Engagement

(01:14:00) Disney Earnings

(01:16:00) Uber, Lyft Earnings

(01:23:00) Cloudflare Earnings

(01:28:40) Affirm Earnings

(01:46:00) Zoom layoffs und PR Stunt der Woche

Shownotes:

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Adam Neumann bei a16z https://youtu.be/BgK9KW9APfA

Wolframalpha und ChatGPT: https://writings.stephenwolfram.com/2023/01/wolframalpha-as-the-way-to-bring-computational-knowledge-superpowers-to-chatgpt/#chatgpt-and-wolfram%7Calpha

OMR Influencer Ranking: https://omr.com/de/daily/linkedin-influencer-ranking/

Jailbreak ChatGPT: https://www.reddit.com/r/OpenAI/comments/10wupiy/what_is_dan_how_does_it_work_how_is_it_different/?utm_source=share&utm_medium=ios_app&utm_name=iossmf

Jailbreak ChatGPT: https://twitter.com/kliu128/status/1623472922374574080?t=sA4FGobRKdr9dU-RjJGIpg&s=33

LinkedIn Post Engagement Sheet: http://doppelgaenger.io/vip

Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Kids in meinem Alter haben Ideen und stehlen wie Frank Thelen. Das, meine Damen und Herren, war Deichkind auf dem neuen Track Kids in meinem Alter. Und damit ein herzlich Willkommen zur neuen Folge Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast. Mein Name ist Philipp Gl├Âckler und gegen├╝ber sitzt wie immer der wundervolle Philipp Gl├Âckner. Freitagnachmittag. Was f├╝r eine Woche. Adam Neumann is back. Eine Masterclass im Storytelling. Und Google PR auch eine Masterclass. Eher nicht so gut. Und eine Menge Earnings. Oder, Pipp, was haben wir noch so?
Es gibt Quartalsberichte von Cloudflare, von PayPal, von Robinhood, von Affirm, Uber und Lyft, vielleicht Disney.
Zu Anfang m├╝ssen wir ├╝ber Adam Neumann reden. Hast du das Interview gesehen, was er mit Marc Andreessen gegeben hat zu Flow?
Nee, leider nicht. H├Ąttest du es ins Trello Board gepackt, dann h├Ątte ich mich darauf vorbereitet. Aber du hast dich entschieden, das nicht zu tun. Deswegen darfst du mir jetzt erz├Ąhlen, was ich verpasst habe.
Genau, das Trello Board ist deine Aufgabe. Da habe ich nichts mehr zu tun. Nein, Quatsch, ich habe es vergessen.
Soll ich jetzt raten, welche Themen du nimmst?
Genau, wir tun es auf jeden Fall in die Show Notes. Man muss nicht alles gucken, aber der Part von Adam Neumann ist wirklich Wahnsinn, wie krass der diese Geschichte erz├Ąhlen kann. Er baut ja jetzt Flow. Das kann man sich so ein bisschen vorstellen wie WeWork, aber zum Wohnen. Also irgendwie Google Campus Feeling mit Alkohol f├╝r Mietwohnungen. Und wie er diese Geschichten erz├Ąhlt, wie er am Anfang erz├Ąhlt, wie Marc ihn angerufen hat, als er am Boden war und er dann gelernt hat von Marc, dass irgendwie Gr├╝nden ist, wie 1 zu 1 Kampf. Und manchmal kriegt man einfach einen Schlag ins Gesicht. Storytelling des Feinsten. Und ich bin gespannt, wie gro├č diese Firma wird. Aber es war schon wieder bemerkenswert. Er hatte nat├╝rlich auch keine Schuhe an, aber meine Socken und Sandalen. Er hat erz├Ąhlt, dass er irgendwas am Fu├č hat und deswegen das hatte. Wirklich Wahnsinn, was f├╝r eine Show er da gemacht hat. Auch wie uninteressant f├╝r mich die Sachen waren, die Marc gesagt hat, als auch eine Person, die viel zu sagen hat, sehr intelligent ist. Aber das Charisma ist dann echt nochmal was anderes. Und ich bin gespannt. Das ganze Modell verstehe ich nicht so ganz. Also man ist wohl Mieter, Mieterin, hat aber die M├Âglichkeit Anteile von der Firma zu haben. Und angeblich w├╝rde man deswegen eine bessere Verbindung zu der Immobilie haben und w├╝rde auch mal was selbst reparieren. Da bin ich mir nicht ganz so sicher, ob das alles so aufgeht. Aber vielleicht ist er ja zum zweiten Mal erfolgreich. Die andere gro├če PR-Story war Google. Den Event habe ich mir auch angeguckt. Sie haben ja pr├Ąsentiert, wie viel AI sie k├Ânnen. Aber dabei muss wohl irgendwas nicht so ganz geklappt haben. Auf dem YouTube-Video, was ich gesehen habe, habe ich jetzt nicht den richtigen Fehler gefunden. Einmal gab es so eine peinliche Situation, dass man was zeigen wollte auf dem Handy und das Handy war verschwunden.
Genau. Da bin ich gespannt, ob da jemand seinen Job verloren hat. Das ist wahrscheinlich nicht so geil oder war nicht der beste Tag f├╝r die Person. Wenn deine einzige Aufgabe ist, ein Handy vorzubereiten f├╝r eine Pr├Ąsentation, dann liegt es nicht am vereinbarten Ort.
War das der Grund, warum die Aktie so abgest├╝rzt ist?
Ich glaube, das war eine Kombination aus verschiedenen Sachen. Einerseits hat man in der Pr├Ąsentation schon, oder sogar in Materialien, die davor schon kursiert sind, einfach einen Fehler gehabt. Da wurde dieser Bart-Bot gefragt. Bart ist Googles Antwort auf Chat-GPT von OpenAI. Der wurde gefragt, was die letzten Entdeckungen von diesem Weltraumteleskop sind. Die dritte Antwort war falsch. Da hat der Bot gesagt, dass das Weltraumteleskop das erste Mal einen Exoplaneten, also einen au├čerhalb unseres Sonnensystems, entdeckt hat. Das wurde 2014 schon durch dieses andere Teleskop in Chile vollbracht. Von daher war es einfach eine faktisch falsche Antwort. Ich glaube, das hat Leute entt├Ąuscht. Und vielleicht auch insgesamt, dass man das, was pr├Ąsentiert wurde, hat ja so ein bisschen dementsprochen, was ich gesagt habe. Dass Google vor allen Dingen pr├Ąsentiert wird, wo schon AI drin ist. Da ging es viel um Google Lens, also ihre intelligente Kamera. Die gro├če Br├╝cke ├╝ber die Pr├Ąsentation war, dass Google so ein bisschen nach dem Motto, wenn du es sehen kannst, kannst du es auch suchen, dass sie sehr stark auf Augmented Reality setzen. Wenn du es mit einer Kamera fotografieren kannst oder was immer du deiner Kamera oder deinem Handy zeigst, das wird von der AI interpretiert oder es startet eine Suche. Darauf setzen sie sehr stark. Das betrifft dann Google Maps, Google Translate. In all diesen Produkten steckt schon viel AI drin. Und das wird immer mehr. Und man kann mit so einer intelligenten Map navigieren oder eben die Kamera verstehen, die Kontext von Fotos und irgendwelchen Spr├╝chen immer besser. Hin und her. Und anscheinend war das dem Markt nicht genug. Dann wirkte es eben ein bisschen st├╝mperhaft, dadurch, dass dieser offensichtliche Fehler, nein, offensichtlich nicht, dadurch, dass da ein faktischer Fehler drin war. Und letztlich dieser kleine Fehler, mit dem Handy das gefehlt hat, hat auch nicht f├╝r Vertrauen gesorgt. Dann hat die zwischendurch abgebrochen anscheinend die Pr├Ąsentation, der Livestream zumindest, und war hinterher nicht mehr verf├╝gbar. Ich wei├č nicht, ob jemand einen Panik-Button gedr├╝ckt hat oder warum es zwischenzeitlich weg war. Inzwischen ist es wieder im Netzwerk verf├╝gbar und man kann das noch nachschauen. Google Live from Paris hie├č das Event. Insgesamt war der Markt, glaube ich, entt├Ąuscht, dass man nicht gut genug pr├Ąsentiert hat, dass man eventuell ├Ąhnlich weit wie Microsoft ist. Das sah nicht aus wie ein ehrliches Kampfangebot an Microsoft, w├Ąhrend Microsoft immer lautere T├Âne anschlie├čt. Also Satya Nadella, der CEO, spricht inzwischen sehr offen dar├╝ber, dass sie Google ein Good Run for their Money geben w├╝rde, w├╝rde man im Englisch sagen, oder dass sie Google zum Tanzen auffordern hat. Er hat es, glaube ich, genannt, wollen. Und das ist nat├╝rlich einfach, wenn du der 3% Marktanteil im Suchmarkt hast, wenig zu verlieren hast, dann kannst du nat├╝rlich so eine dicke Fresse haben und selbstbewusst rausgehen, weil du hast einfach nichts zu verlieren. Noch schlechter kann Bing nicht werden. Microsoft wird Chet Gpt eben als so ein Assistenten in Bing und den Browser Edge einbauen, haben sie pr├Ąsentiert. Sie sagen relativ klar, sie halten Search f├╝r den gr├Â├čten Softwaremarkt der Welt. Also am Ende ist das eben das Google Revenue in H├Âhe von was sind das, 2,5 Milliarden oder so. Das ist tats├Ąchlich der gr├Â├čte Markt wahrscheinlich, den es gibt. Und sie sagen, sie wollen mehr davon haben. Ich glaube immer noch nicht, dass Google jetzt Toast ist und Microsoft diesen Markt sicher ├╝bernehmen wird. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass Microsoft ein paar Marktanteile ├╝bernimmt und dass irgendwie einstellig Marktanteile in Richtung Bing geht. Einfach, weil Leute zum Beispiel, weil sie Chet Gpt gerade nicht nutzen k├Ânnen, weil es st├Ąndig ├╝ber Kapazit├Ąt ist, stattdessen Bing nutzen werden. Das ist eigentlich ein ganz netter Trick. Das k├Ânnte man fast bewusst erzeugen, wenn man wollte, dass man sagt, du kannst entweder nur noch Chet Gpt Pro nehmen und daf├╝r bezahlen oder wir geben dir eigentlich immer eine Overcapacity Notice und dann ist der beste Weg, die Version 4.0 zu nutzen, Bing zu nutzen. Das k├Ânnte durchaus Bing helfen, ein paar Marktanteile zu gewinnen. Das hat durchaus auch Kosten, die dahinter stehen, aber das k├Ânnte spannend sein. Am Ende glaube ich, fairerweise zu diesem Fehler, der bei Google passiert ist, auch da sieht man wieder die Goliath-David-Rolle. Ganz gute David-und-Goliath-Rolle. Nat├╝rlich macht Chet Gpt ja Dutzende solcher Fehler auch. Er hat eine sehr niedrige Zuverl├Ąssigkeit, was Fakten angeht. Aber da verzeiht man es eben, weil es Beta hei├čt, Version 0.9 oder so, weil es Microsoft ist oder die kleine Open AI bisher war und nicht der gro├če Google, schaut man nicht so kritisch hin. Das ist strategisch, hat Google einfach einen Riesen-Nachteil, dadurch, dass sie wirklich was zu verlieren haben als Marktf├╝hrer mit zig Milliarden Ums├Ątzen in dem Markt. Google kann sich nicht erlauben, einfach falsche Informationen rauszuholen. Es gab ja mal dieses Direct-Answer-Produkt vor einer Weile. Da sind dann, habe ich das letzte Folge schon erz├Ąhlt, mit den Dinosauriern und so, wie auch immer. Also genau, da sind dann Fehler aufgetreten. Dann hat Google jetzt in dieser Pr├Ąsentation auch selber gesagt, dass es sogenannte NORA-Results gibt, N-O-R-A, wie die Freundin von Thomas Anders hei├čt. Wie hei├čt der S├Ąnger von Modern Talking? Thomas Anders, glaube ich. Und NORA steht f├╝r Not Only One Right Answer. Oder Not One Right Answer Only. Eins von beiden. Und in dem Fall ist es halt ein bisschen komplizierter. Google scheint da sehr viel vorsichtiger zu sein. Und da entwickelt sich inzwischen halt ein massives PR-Problem. Der Markt und die ├ľffentlichkeit nimmt Google dann nicht ab, dass sie quasi irgendwie Waffengleichheit h├Ątten oder gar einen Vorsprung. Und das hat dann daf├╝r gesorgt, dass der Kurs von Google, glaube ich, 7 Prozent am ersten Tag, weitere 5 Prozent am n├Ąchsten eingebrochen ist. Und das hat so dann wirklich inzwischen wahrscheinlich 150 bis 200 Milliarden Marktkapitalisierung gekostet. Weil Google vorher 1,4 deutsche Billionen wert war. Wahnsinn. Ja, das sind teure Fehler.
Ganz sch├Ân teurer Event.
Ja, ich bin gespannt, wie man das gerade r├╝ckw├Ąrts... Tats├Ąchlich hat das aber wirtschaftlich ja gar keinen... Also ich halte das f├╝r irrational. Ich w├╝rde jetzt fast ├╝berlegen, Google nachzukaufen. Wobei, dann muss man ja darauf setzen, dass sich die Stimmung dreht. Das hilft mir gar nichts, wenn ich fundamental richtig liege, aber die Stimmung sich immer weiter verschlechtert. Dann kann der Kurs ja weiter runterutschen. Also was Google stark macht, ist ja nicht nur... Also der Google-Algorithmus war damals nat├╝rlich revolution├Ąr, aber was viel wichtiger ist bei Google, das haben wir ja schon mehrmals erz├Ąhlt, wenn es auch um Regulierung ging und ob man den Algorithmus befreien sollte und so weiter. Der tats├Ąchliche Mode, der tats├Ąchliche Burgraben von Google sind nat├╝rlich die Nutzer, die generellen Usage-Daten. Also dass sie ├╝ber Jahrzehnte die Interaktion der Nutzer verfolgt haben und dadurch wissen, welche Ergebnisse besonders gut sind und so weiter. Dass sie unheimlich viele pers├Ânliche Daten und Pr├Ąferenzen der Einzelnen Nutzer haben, was die Ergebnisse besser macht f├╝r die Einzelnen Nutzer nochmal. Das ist eigentlich das Wertvolle. Und am Ende werden ├╝ber die besten AI-Ergebnisse ja die Daten entscheiden. Und das Web-Scannen, das ist zwar viel Aufwand, aber theoretisch kann auch das jeder und Google hat das gemacht. Aber Google hat ja au├čerdem, in dem ich wei├č nicht mehr, wie das Projekt hie├č, aber Google hat jedes Buch der Welt. Also sie haben quasi die Bibliothek von Alexandria, wo war die Bibliothek, ich glaube Alexandria, gebaut und jedes Buch gescannt. Das hei├čt, Google wird wahrscheinlich den besten Zugang zu ├Âffentlich verf├╝gbaren und halb privaten Daten haben. Und dass sie sich sozusagen von den Transformatoren-Modellen, die ihm ann├Ąhern k├Ânnen oder weiter sind, oder einfach ein anderes Modell haben, was eh nicht gut ist, davon bin ich relativ ├╝berzeugt, ehrlich gesagt. Also sie haben ja gesagt, dieses BART basiert auf Lambda. Lambda ist sozusagen dieses mehrere Jahre alte Modell, schon was Google so ein bisschen weggepackt hat, weil es ein bisschen scary war. Lambda steht f├╝r Language Model for Dialog Application, glaube ich. Also ├╝ber, also dialogische Anwendung. Das hei├čt, was man jetzt Conversational Search oder Conversational AI sagt. Das hei├čt, die Suche oder der Bot kann auf meine Antwort reagieren. Dieses Modell hat Google lange gehabt. Von daher, ich kann mir nicht vorstellen, dass das so viel schlechter w├Ąre als GPT 3,5 oder 4. Von daher gebe ich Google noch nicht auf. Aber ich w├╝rde sagen, sie haben ein manifestes PR-Problem, dass sie einfach abgeh├Ąngt aussehen. Und der Markt die Wichtigkeit von Generative AI f├╝r Konsumentenprodukte mit der Einschr├Ąnkung, glaube ich, schwer ├╝bersch├Ątzt. Ich glaube, Generative AI ist ein riesen Quantensprung tats├Ąchlich. Aber Googles Gesch├Ąft ist ja letztlich auf der Nachfrageseite ein Konsumentengesch├Ąft. Und ich glaube, die meisten Nutzer haben ├╝berhaupt kein Interesse daran, so was wie Chat-GPT zu nutzen, kurz- und mittelfristig. Von daher bin ich da noch wenig besorgt. Jetzt, wo ich es gerade sage, eine andere News, die wir diese Woche hatten, wo wir gerade ├╝ber Sicherheit und sowas gesprochen haben und diese Conversational Charts. Es gibt jetzt Versuche, also nach k├╝rzester Zeit erfolgreiche Versuche, diese Bots zu jailbreaken. Also die haben ja viele Sicherheitsmechanismen. So was, dass sie keine wirklichen Gewaltstories erz├Ąhlen, dass sie, wenn irgendwas droht, diskriminiert zu werden, aussteigen eigentlich aus der Konversation oder dies blocken. Dass sie keine Urteile ├╝ber Menschen treffen, ├╝ber Aktienkurse und so weiter. Und es haben es viele Leute geschafft, mehr oder weniger das zu reverse-engineeren oder zu jailbreaken, indem sie Kommandos rausgefunden haben. Wir packen es einfach mal in die Shownotes. Ich glaube, bei dem ChachiBikini geht es darum, dass der interne Codename, ich glaube, den verwendet wird. Und dann fragt man so rekursiv quasi, was die Grundlage ist. Also man kann rekursiv im Code hochgehen, w├╝rde man sagen. Am ehesten ist es schwer zu beschreiben. Wir w├╝rden es einfach mal in die Shownotes packen. Und dabei erf├Ąhrt man quasi, was die Grenzen der Programmierung waren oder was auch die N├Âte sind und kann eventuell lernen, sie zu umgehen. Und bei Google war es, wie war da der interne Codename? Ich muss mal kurz gucken. Habe ich dir das gestern geschickt? Ja. Sydney. Sydney, genau. War das Google oder Microsoft? Google ist das, oder? Keine Ahnung.
Ich kann die beiden nicht unterscheiden.
Ich w├╝rde sagen, wir packen es mal in die Shownotes. Vielleicht ist es noch nicht f├╝r alle interessant. Aber letztlich geht es darum, dass diese Chatbots, die ein Interface sind. Du hast zwar keine Tastatur, aber du kannst die Mitsprache hacken, w├╝rde man einfacher vereinfacht sagen. Das trifft es, glaube ich, nicht. Und du kannst damit gewisse Regeln umgehen. Du kannst gewisse Regeln verstehen, die denen beigebracht worden sind. Und ich glaube, man wird noch viel mehr lernen, wie man sie eventuell sogar missbrauchen kann, um sich, also ich wei├č nicht, ob sie sich irgendwann gegen ihren Erschaffer wenden k├Ânnten oder sich selber umprogrammieren im schlimmsten Fall. Also wenn man schlau ist, hat man das alles bedacht und dann doch Dinge eingebaut. Die Frage ist, wenn das Interface Sprache ist, ob man dann nicht alles, was man mit einer Tastatur hacken k├Ânnte, auch mit der Sprache hacken k├Ânnte. Wobei man davon ausgehen sollte, dass irgendwo jemand ein paar Sicherheits- oder Brandmauern eingezogen haben sollte, die nicht zu ├╝berschreiten sind mit Sprache oder nicht ohne ein gewisses Codewort. Wobei diese Codeworte, oder nicht Codeworte, aber diese internen Bezeichnungen ja schon relativ schnell durchgesickert zu sein scheinen. Das ist ganz spannend, wenn man es liest. Ein bisschen gruselig vielleicht auch. Genau, ansonsten gab es noch was zum Google-Event zu sagen. Ich fand es auch ein bisschen underwhelming. Also man sieht, dass Google viel mit AI arbeitet, aber das war vorher auch bekannt. Den Fokus auf die Kamera, das war noch mal deutlicher als sonst. Es geht nat├╝rlich auch in Google Translate, so on the go Translation. Erinnerst du dich noch an die Google I.O., wann war das? 2021 oder so? Da hatten sie ja diesen Chatbot ein Restaurant anrufen lassen und einen Tisch reservieren. Oder einen Friseurtermin f├╝r eine Frau. Da konnte man eigentlich schon sehr gut sehen, wie weit Google dort schon war. Und das war, glaube ich, sehr ausgefeilt damals schon. Und seitdem ist ja einige Zeit vergangen.
Also f├╝r mich ist Google tats├Ąchlich jetzt wie so ein Weltklasse-Boxer, der richtig ins Gesicht geschlagen wurde und jetzt erst mal wieder sein Gleichgewicht finden muss. Also das kommt alles sehr, sehr schnell und sehr, sehr ungeplant oder hektisch daher. Also so eine Keynote, dass man da einfach das Handy zuf├Ąllig nicht findet, ist schon strange. Und auch die anderen Sachen, die du da gesagt hast. Aber noch mal zu Lenz. Du hast ja das auf deinem Telefon. Und ich meine, ein paar Sachen wurden geannounced, dass die bald funktionieren. Ich meine, eine Sache, die bald funktioniert, ist, dass du, wenn ich dir jetzt zum Beispiel ein Foto schicke mit einem Haus im Hintergrund, du wohl aus dem Foto herausfinden kannst, nicht anhand von den Daten, sondern anhand von den Geb├Ąuden im Hintergrund, wo ich bin oder wo ich dieses Foto gemacht habe.
Ja, das kann ich aber schon immer eigentlich. Also je nachdem, wie markant, also wenn es sich um ein sogenanntes Landmark handelt, also eine Sehensw├╝rdigkeit oder ein sehr markantes Geb├Ąude, kann man das entweder ├╝ber Reverse Image Search oder auch ├╝ber Lenz schon jetzt, w├╝rde ich sagen. Ich glaube, die Herausforderung wird da eher sein, dem normalen Nutzer beizubringen, das zu nutzen und damit ausreichend zu experimentieren. Und sie verlegen die Lenz in die Standard Search Bar. Also da, wo jetzt die Spracheingabe ist, k├Ânnte eventuell Lenz liegen oder zus├Ątzlich. Das wei├č ich nicht, habe ich nicht aufgepasst. Man kann mit Lenz schon ganz viel machen. Also ich nutze das zum Beispiel super gerne, um Speisekarten zu ├╝bersetzen oder auch irgendwelche anderen Sachen. Man kann auch einen Schauspieler, von dem man den Namen nicht erinnert, damit fotografieren und das super schnell rausbekommen. Also das kann unheimlich viel. Also dieses, you can search what you see oder wie sie es nennen, das funktioniert eigentlich ganz gut, w├╝rde ich sagen.
Aber das w├╝rde auch bedeuten, wenn Oli Schulz jetzt irgendwie ein Selfie-Video macht, w├Ąhrend er mit seinem Hund durch die Stra├čen von Berlin geht, k├Ânnte man mit einem Screenshot relativ genau herausfinden, wo der so ruml├Ąuft. Oder ist es wirklich nur, der muss dann am Fernsehturm vorbeilaufen?
Ja, der Unterschied ist, auch fr├╝her konnten das ja Leute, also fr├╝her konnten es die Leute, die schon mal da gewesen waren. Dann erkennst du es nat├╝rlich relativ einfach wieder. Jetzt kann es fast jedermann oder jeder, der das bedienen kann, ganz gut. Es ist aber ja sowieso nicht schlau, in dem Moment, wo du irgendwo bist, also ein Live-Video in der ├ľffentlichkeit zu machen, bedingt immer sozusagen Selbst-Doxing, also dass man seinen Standort damit offenbart. Es sei denn, man macht das in irgendeiner Sichtbeton-Ecke, wo niemand draufschlie├čen kann, wo genau das ist. Aber sobald du dich in irgendeiner Stra├če befindest und live gehst, dann wei├č nat├╝rlicherweise irgendjemand, wo du gerade bist, w├╝rde ich behaupten. Aber ja, in Zukunft kann das halt jeder und dann ist es nochmal deutlich gef├Ąhrlicher. Das stimmt schon. Ansonsten zu den Fehlern nochmal, da gibt es auch einen spannenden Artikel von Wolframs Alpha. Wolframs Alpha ist eine Suchmaschine, eine besonders gute mathematische Suchmaschine, die gut faktenbasiert rechnen kann und so weiter. Und die erkl├Ąren ganz gut, was der Unterschied zwischen ChattGPT und Wolframs Alpha ist. Zum Beispiel, dass ChattGPT Entfernungen zwischen Chicago und Tokio komplett falsch berechnet. Also auch ChattGPT macht diese Fehler, die man jetzt Google so hart angekreidet hat, macht Microsoft oder OpenAI ganz klar auch oft. Und wir haben ja schon viele F├Ąlle diskutiert, wo quasi getr├Ąumt oder traditioniert wird von der Suche. Es ist halt ein f├╝nfj├Ąhriges Kind, das auch mal schwindelt. Und jetzt packen wir auch mal die Schonis. Das ist so ein bisschen ein Long Read. Das dauert vielleicht zehn bis 15 Minuten, das zu lesen. Aber es ist ganz spannend, um zu erkl├Ąren, wo auch die Limitierungen schon liegen oder wo andere Suchmaschinen eigentlich besser sind. Und das kommt so ein bisschen raus, wie eine Kombination aus beiden. W├Ąre besser ein bisschen Verkaufspitch f├╝r Wolframs Alpha. Aber da kann man ganz gut lernen, was die Limitierungen sind. Und ich glaube, ein weiteres Problem ist, man wird ja schon viel gefragt, welche Jobs gehen alle weg und was man alles damit machen kann. SEO Audits und eben Beraterfohlen und so weiter. Ich glaube, eine gro├če Limitierung am Ende wird immer sein, dass die AI so zur Konvergenz oder zum Konsens neigt. Also wenn sie lernt, dann lernt sie in der Regel entweder aus den popul├Ąrsten Quellen oder einen Querschnitt aus verschiedenen Quellen. Und damit hast du immer, sagen wir mal, du w├╝rdest jetzt sagen, mach mir f├╝r meinen WordPress-Blog ein SEO Audit. Also erkl├Ąr mir mal, was ich aus Suchmaschinenoptimierungs-Sicht besser machen kann. Dann bekommst du eine total gute durchschnittliche Handlungsanweisung. Und die helfen dir wahrscheinlich, wenn du bisher noch null SEO gemacht hast. W├╝rdest du jetzt aber zum Beispiel vorher exzellentes SEO gemacht haben, dann w├╝rdest du h├Âchstwahrscheinlich deinen Status verschlechtern, w├╝rdest du das jetzt anwenden. Also ich glaube, ein Riesenproblem oder wo Menschen dann am Ende noch unheimlich n├╝tzlich sein werden, ist die Tatsache der Exzellenz oder Expertenstatus. Ich erkenne noch nicht, wie man das beibringen k├Ânnte. Also dass du sagen kannst, gib mir die beste L├Âsung f├╝r ein gewisses Problem. Weil die AI kann beste eigentlich nur festmachen an, die Autorit├Ąt der Quelle war besonders hoch. Ich habe diese Information besonders oft gefunden. Und das w├╝rde definitiv nicht f├╝r exzellent treffen. Also die am meisten verbreiteten Informationen sind nicht zwangsl├Ąufig die besten. Das sind vielleicht die richtigsten, aber nicht die besten. Und was k├Ânnte man noch nehmen, um die beste Autorit├Ąt der Quelle oder Person oder der Entit├Ąt. W├Ąre wahrscheinlich nochmal ein gutes Beispiel. Aber ich glaube auch nicht, dass Chet Gpt gut lernen kann, ob Nir Patel der bessere SEO ist oder Bastian Grimm. Von daher glaube ich, w├╝rde das eine Limitierung sein. Das wiederum w├╝rde hei├čen, dass der absolut durchschnittliche Job extrem bedroht, w├Ąhrend die absolut ├╝berdurchschnittlichen Menschen wahrscheinlich noch wertvoller werden. Also eine Art Orakel werden, weil sie noch seltener werden. Und weil sie die einzigen sind, die einen Unterschied machen. Du k├Ânntest sagen, wenn jetzt jeder Mensch eingeben kann, mach mir ein SEO Audit. Und das kannst du auf ganz viele Sachen beziehen. Das ist jetzt nur einfach ein sehr sch├Ânes Beispiel, weil es tats├Ąchlich schon geht. Dann w├Ąre jedes Unternehmen der Welt auf einmal beim SEO auf dem Status, sagen wir mal 0,75. Also 75 Prozent von wirklich, wirklich gut. Und das ist dann der absolute Durchschnitt. Und damit haben eigentlich alle nichts gewonnen, weil du dann die absolute Waffengleichheit wieder hast. Das ist genauso, als w├╝rden alle gar kein SEO machen. Im Moment ist es immer noch so, es gibt viele, die gar keins machen. Es gibt welche, die machen Mittelm├Ą├čiges und dann gibt es welche wenige, die Exzellentes machen. Und in Zukunft h├Ąttest du es eventuell dadurch, dass es so billig wird. Die Umsetzung ist nat├╝rlich das eigentliche Problem. Also im Moment scheitern Unternehmen ja auch nicht an SEO Audits, sondern an der richtigen Umsetzung der Ratschl├Ąge. Und aber das Spannende w├Ąre, meine Hypothese w├Ąre, dass es noch wertvoller wird, sozusagen die wenigen Orakel zu haben, die noch schlauer sind, als die die eigentlichen Content Lieferanten sein sollten, die aber vielleicht noch nicht von der AI kopiert worden sind, weil sie nicht konsensf├Ąhig genug sind. Weil ihre Gedanken noch nicht hunderttausendmal im Web vervielf├Ąltigt worden sind. Das hielte ich f├╝r ganz spannend. Deswegen bin ich noch relativ realistisch, relativ optimistisch f├╝r Leute, die einen Expertenstatus und irgendwas haben.
F├╝r mich h├Ârt sich das so ein bisschen an, als ob das Orakel sich jetzt versucht, Argumente dahin zu legen, dass das Orakel auch in Zukunft immer noch wichtig sein wird.
Ich will vor allen Dingen gut schlafen k├Ânnen. Ich bin unbesorgt. Also Clownberufe wie unsere werden auch weiterhin. Immer, obwohl, nee, auch nicht eigentlich.
Vielleicht hei├čt das Bad, weil alle Jobs verloren gehen, au├čer die Clowns.
Au├čer die Baden.
Au├čer die Baden. Alle gehen baden, au├čer die Baden. Vom Branding habe ich mich gefragt, wieso haben die das Ding nicht einfach Nora genannt? Das w├Ąre doch der wesentlich bessere Name gewesen.
Hmm.
Oder irgendwas anderes. Aber das fand ich so das erste Mal, wo ich so gedacht habe, okay, das macht ja eigentlich fast Sinn.
Vielleicht, weil es was Asexuelles sein sollte. Ich bin mir sicher, es wurde sich sehr viel Gedanken gemacht um den Namen, ehrlich gesagt. Ich glaube, ich k├Ânnte mir vorstellen, dass der Entscheidungsprozess, Alexa Alexa zu nennen oder Siri Siri zu nennen, hat mehrere hundert, wenn nicht tausend Stunden.
Und Bad wahrscheinlich vier Minuten.
Ich bin mir nicht so sicher. Ich glaube, da steckt viel Kalk├╝l hinter, warum das Bad hei├čt.
Das ist auf jeden Fall mega spannend. Und was auch mega spannend ist, ist wie auf einmal Microsoft von der Seite kommt und super selbstbewusst da antritt. Wie so ein kleiner Junge, der irgendwie das Gef├╝hl hat, er k├Ânnte jetzt irgendwie Fu├čballprofi werden oder so und hat jetzt eine Chance, da mitzuspielen. Unfassbar. Das Wall Street Journal Interview hast du bestimmt auch gesehen, oder? Also dieser Zusammenschnitt, wo dann so gesagt wird, hey, Google war immer dominant und ich freue mich richtig auf den Kampf jetzt, auf das Race. Und endlich haben Consumer wieder Choice oder M├Âglichkeiten und so. Das ist schon Wahnsinn. Und auf die Frage, wie sieht die Zukunft aus, wird nat├╝rlich sch├Ân CEO-Talk, PR-Schule gesagt. Es wird alles besser. Es wird mehr Jobs geben durch AI. Wir werden alle mehr Zeit haben und so.
Das stimmt auch gleich.
Ich bin gespannt. Stell dir vor, auf einmal Google nur noch 80% Search in diesem Jahr.
Ach so, das habe ich noch gar nicht gesagt. Nee, ist mir unvorstellbar, meiner Meinung nach.
Warum denn? Warum?
Also erst, um nochmal kurz abzuschlie├čen. Nat├╝rlich ist Microsoft nicht der Schuljunge, sondern Satya Nadella hat das einfach unheimlich gut geleitet in der Vergangenheit des Unternehmens und so ganz heimlich im Hintergrund eine zwei Trillion Dollar Kampagne draus gemacht. Sie ist 2.000 Milliarden oder zwei Millionen Millionen wert. Eigentlich ist Microsoft der Gr├Â├čere als Google. Das hei├čt, er puncht eigentlich down. Aber im Suchbereich sind sie halt sehr klein und wirken abgeschlagen. Und da fordern sie, also versp├╝rt er jetzt das Momentum und nutzt das sehr stark aus. Und ich glaube, das ist auch schlau aus der Underdog-Position in Search. Die Gefahr ist nat├╝rlich, dass damit s├Ąmtliche oder viele Antitrust-Verfahren im Search-Bereich komplizierter werden. Weil Google nat├╝rlich sich dann vor jeden Richter stellen wird und sagen, hier haben wir den Typen mit einer 2.000.000 Millionen Kampagne, der gerade gesagt hat, die Konkurrenz war noch nie so aktiv oder so das Playing Field war noch nie so gerade und die machen uns jetzt fertig. Und ihr erz├Ąhlt uns hier, wir sind ein Monopol. Und ich meine, an beidem ist was dran. Aber da wei├č ich noch nicht, ob das so schlau war. Vielleicht h├Ątte Microsoft die Underdog-Rolle noch ein bisschen l├Ąnger spielen sollen. Sie haben Google beim B├Ârsenkurs jetzt aber nat├╝rlich erstmal ordentlich damit geschadet. Von daher ist ganz gut. Und das andere, warum ich nicht glaube, dass Googles Market Share auf 80 Prozent runtergeht weltweit, ist, dass ich habe ja eben von diesen Data-Modes gesprochen, die ich f├╝r wichtige halte. Und dar├╝ber hinaus hat Google ja weitere Modes. Also sagen wir mal, den Browser Chrome mit eigentlich monopolistischen Marktanteilen. Und selbst wenn man daran nicht glaubt, dass das wichtig in Zukunft, weil es mehr ├╝ber Sprache geht, dann die Endger├Ąte, ├╝ber die wir die Sprache eingeben im Moment, n├Ąmlich die Smartphones, sind zu 100 Prozent in Google Hand. Also Android ist die eine H├Ąlfte des Marktes. Die geh├Ârt Google einfach. Und da k├Ânnen sie relativ gut durchregieren. Und die andere H├Ąlfte, iOS, Apple, kaufen sie sich mit zweistelligen Milliardenzahlungen jedes Jahr. Und wie will Microsoft diese Modes ├╝berwinden? Ob ich hier mit seinem Windows-PC m├Âchte, niemand reden, ganz ehrlich. Das hat mit Cortana nicht so gut funktioniert. Kein Mensch w├╝rde sich Edge runterladen daf├╝r. Nat├╝rlich werden sich da irgendwie marginal Marktanteile nochmal verschieben. Aber werden wir jetzt alle morgen deswegen Edge benutzen?
Was ist Edge? Ist das der Browser?
Der ehemalige Internet Explorer. Ja, du kennst das nicht mal. Also der Average Joe, der liest nicht das Wall Street Journal und hat ja eine Della von OpenAI ist jetzt in Bing und Edge drin reden und installiert sich dann erst mal Bing und Edge und f├Ąngt an, nur noch zu Bing und Edge zu nutzen als Browser. Also die Google-Burggr├Ąben sind schon sehr, sehr tief, glaube ich. Trotzdem ist es nicht schlecht. Und nat├╝rlich ebnet sich das Schlachtfeld ein bisschen. Aber Google ist weit davon entfernt, sein Monopol zu verlieren hier. Ich w├╝rde einiges darauf wetten, dass das in den n├Ąchsten zehn Jahren nicht passiert. Aber die Chancen standen trotzdem noch nicht so gut. Also es war noch zehnmal schwerer, das in den letzten drei Jahren zu schaffen. Also tendenziell haben sich die Chancen verbessert. Aber ich w├╝rde Google noch lange nicht verloren geben.
Ich glaube, ich halte dagegen. Ich glaube, dass das Boxers...
Sag mal einen Zeitraum und packst auf die Pr├Ądiktionsarbeit.
In den n├Ąchsten f├╝nf Jahren. Es m├╝ssen doch jetzt nur noch zwei, drei andere Schl├Ąge kommen. Ich finde, Bing muss vorne auch ein bisschen aufger├Ąumt werden. Ich wollte es heute mal kurz austesten, weil ich sehen wollte, ob ich vielleicht tats├Ąchlich schon das Gl├╝ck h├Ątte, da so ein bisschen AI drin zu sehen. Ich war ├╝berrascht, dass die Seite immer noch Content auf der Startseite hat. Also dass sie das nicht mehr angleichen, die Google, verstehe ich nicht.
Microsoft hat das gleiche Endger├Ąte-Problem, was Facebook hat letztlich. Also wir haben einen guten Footprint noch, aber du wusstest in vielen Office-Anwendungen wird AI drin sein. Gar keine Frage.
Welche andere Firma k├Ânnte so viel Kohle bei Apple auf den Tisch legen, dass sie jetzt die Suche ├╝bernehmen?
Ja, nat├╝rlich Microsoft. Aber das Lustige ist, dass dann wahrscheinlich die Kartellbeh├Ârden sagen w├╝rden, das hier ist Kollaboration oder Collusion und die d├╝rfen nicht zusammenarbeiten. Die haben ja beide dann eine Monopole im Desktop-OS, also in Betriebssystemen f├╝r PCs. Wobei das genau das gleiche jetzt bei Smartphones, die eigentlich viel wichtiger sind f├╝r die Zukunft, schon der Fall ist. Und da juckt es ja leider keinen. Also dann w├╝rde es spannend werden, es bleibt sogar so spannend, glaube ich. Ich glaube nicht, dass die Innovation frei genug ist. Ich glaube aber auch, dass die nat├╝rlichen Kr├Ąfte der M├Ąrkte gerade ein bisschen st├Ąrker sind als in den letzten Jahren. Es ist super spannend, ob Apple mit der AR-Brille relevant Marktanteile gewinnen kann, ob Facebook doch noch was auf die Kette bekommt, ob Google nicht wieder mit der Brille rauskommt, wenn du ├╝berlegst, wie stark sie jetzt auf AR setzen und auf Visual. Entweder ist Google 1,5 Prozent ├╝berzeugt, dass Menschen auch weiterhin ihr Handy als Brille benutzen werden, so verkaufen sie es im Moment, oder sie bereiten Menschen gerade sehr vorsichtig darauf vor, dass alles, was sie mit dem Handy, mit der Lens jetzt machen k├Ânnen, demn├Ąchst auf ihre Augen kommt.
Ja, auf jeden Fall. Ich will da noch mal reingehen kurz. Es gibt diesen einen Fall, wo ich mir gedacht habe, kein Mensch nutzt das so. Geben sie so live oder semi-live auf die Stra├če und eine Frau hat ihr Handy in der Hand und zeigt so die Stra├če entlang und sagt so, hey, hier kann ich ├╝ber mein Handy sofort sehen, wo ich irgendwie einen Kaffee trinken kann. Das ist ja ├╝berhaupt kein Mehrwert mit dem Telefon.
Wei├čt du, wie viele Leute ich kenne, die Live-Navigation machen? Also du wei├čt, wie Live-Navigation funktioniert?
Ja gut, du isst doch Pizza Hawaii, das vergesse ich immer.
Also ich glaube... Das macht halt mega Sinn in der Brille,
aber ├╝berhaupt keinen Sinn auf dem Telefon. Ich glaube, einer der wertvollsten Jobs der Zukunft
wird sein, wirklich so Interface-Designer. Also in dem Handy steckt einfach so viel drin, dass es schwer ist, mit dem begrenzten Raum den Leuten zu vermitteln, was sie alles tun k├Ânnen damit. Also wie bringst du Leuten bei, diese Features aktiv nachzufragen? Viele Sachen sind ja schon komplett ├╝berladen mit irgendwelchen Buttons und Funktionen. Ich glaube, das Handy kann jetzt schon viel mehr, als die Leute sich bewusst sind. Oft zum Beispiel so was wie Augmented Navigation. Also dass du mit deinem Handy vor dir auf die Stra├če zeigen, mit der Kamera gehen kannst und dir werden Pfeile links und rechts eingeblendet, wenn du abbiegen musst. Oder eben wo sich die Wohnung befindet, in die du dich bewegen willst oder das B├╝ro. Das einzige, was peinlicher ist als das Handy, ist, dass du nicht so viel Zeit hast,
Das einzige, was peinlicher ist als das, ist, mit dem iPad ein Foto zu machen.
Das macht doch kein Mensch. Oder im Baguette-Modus zu telefonieren. Na gut, wir reden eh noch genau ├╝ber das Thema. Das Thema w├╝rde uns nat├╝rlich leider nicht verlassen. Wir reden ├╝ber die Welt.
Also, what a time to be alive. Sch├Ân, dass da jetzt endlich mal Bewegung reinkommt. Ich hoffe, die Bewegung bleibt und das Thema ist nicht irgendwie in sechs Monaten wieder vom Tisch.
Du merkst schon, die Bewegung spielt sich unter den bereits vier gr├Â├čten Unternehmen der Welt ab.
Ja, aber dass die alten S├Ącke sich wenigstens bewegen k├Ânnen, ist ja schon fantastisch.
Das ist fantastisch. Fantastisch w├Ąre, wenn viele kleine und mittelgro├če Unternehmen hier deutliche Fortschritte machen. Im Moment spekulieren wir dar├╝ber, dass die gr├Â├čte Company der Welt die zweitgr├Â├čte Company der Welt abl├Âst. Wenn wir erstmal Saudi-Aramco rausnehmen. Ob das jetzt wirklich Innovation ist oder gut f├╝r Konsumenten am Ende, ist eine andere Frage.
Ja, aber wenn die nicht mehr...
Du l├Ąsst doch sonst kein gutes Haar an Microsoft-Produkten. Jetzt sagst du, die w├╝nschen dir herbei, dass Microsoft den Suchmarkt ├╝bernimmt. Was denkst du denn, wie der dann aussehen wird? Wenn der die Google-Teams geleitet w├╝rde?
Ich w├╝nsche mir einfach, dass ein bisschen Bewegung reinkommt. Dass vielleicht Google mal auf 80% Marktanteil kommt und dann k├Ânnte es vielleicht auch passieren, dass kleinere Player da wieder mehr in den Markt reinkommen k├Ânnen.
Und vielleicht m├╝ssten sich die Web-Werbsbeh├Ârden sogar auch den OpenAI-Deal anschauen. Was Microsoft jetzt wieder macht, wie immer, ist bundeln letztlich. Sie sagen, du kriegst ├╝ber Bing OpenAI umsonst. Das ist nichts anderes, als was meiner Meinung nach auch an Teams schon web-werbs-niedrig ist. OpenAI kostet jetzt entweder 20 Dollar im Monat oder du musst ewig warten, um es zu benutzen und dann kommst du gar nicht rein. Und jetzt sagen sie, wenn du ein Microsoft-Produkt nutzt, n├Ąmlich die Bing-Suche oder den Edge-Browser, dann kannst du OpenAI umsonst nutzen. Das ist meiner Meinung nach predatory pricing oder bundling oder dumping oder wie auch immer du das nennen willst. Also genau genommen m├╝sste es bundling sein. Wer hat jetzt noch Incentive, gerade eine AI f├╝r Consumer anzubauen? Also ein U.com oder Niva oder Wolframs Alpha? Ich denke so, okay, jeder kriegt jetzt umsonst den Zugang zu einer relativ guten OpenAI auf Bing. Ich werde nie Geld damit verdienen k├Ânnen und ich werde nie ein besseres Werbeprodukt bauen k├Ânnen als Microsoft oder Google. Also wenn die zwei gr├Â├čten Konzerne der Welt schon wieder umsonst anbieten, also bei Bart kannst du umsonst suchen, bei Bing kannst du jetzt umsonst AI nutzen. Woher soll jetzt Innovation kommen in dem Bereich? Aus China vielleicht, aber schon ein Riesenproblem auch wieder. Damit ist der Markt f├╝r Conversational AI tot. Also f├╝r die horizontale Konsumentenanwendung, n├Ąmlich das Ask Me Anything sozusagen. Es kann total tolle spezialisierte Anwendungen basierend auf anderen Datasets geben, gar keine Frage. Ich will den Sektor ja nicht totreden. Aber die horizontale Suche oder Ask Me Anything w├╝rde ich es jetzt nennen, das ist schon wieder aufgeteilt zwischen zwei Unternehmen, die jetzt Price Dumping machen, n├Ąmlich die zwei Cent Kosten pro Anfrage tragen, damit niemand anders in den Markt rein kann. Und that's it.
Aber trotzdem wird da rumgedoktert und die APIs sind ja immerhin bald auch offen. Ich habe diese Woche mit einem H├Ârer gesprochen, der uns eine Mail geschrieben hat und einen Chat mit unserem Podcast gebaut hat. Also du musst dir vorstellen, du transkriptierst unsere Folgen, haust die dann in OpenAI und kannst dann Fragen stellen. Also du k├Ânntest jetzt fragen, hey, ├╝ber was haben sich Philipp und Philipp gestern unterhalten? Gibt es was Neues von Twitter? Wie waren die Earnings? Und der sucht dann Antworten raus.
Dann haben wir endlich eine gute Episodensuche, die wir lizenzieren k├Ânnen.
Ja, die Frage ist, wie lange kannst du die lizenzieren? Also das ist ja m├Âglich und das kann ja jeder machen. Mein erster Gedanke war auch so, hey, cool, das k├Ânnte man als Premium-Produkt anbieten f├╝r 8 Euro im Monat oder 8 Dollar im Monat, f├╝r das man ja jedes Produkt jetzt im Internet anbietet. Aber die Frage ist, wie lange kriegst du das hin? Und wann funktioniert das auch selbst in OpenAI oder so? Und ich glaube, jeder, der Content produziert, muss sich irgendwie fragen oder Medienh├Ąuser und so weiter, was irgendwie alles auffindbar oder lesbar wird. Das fand ich bei Bing auch ganz gut. Es ist auch interessant, wie die sich jetzt verschieden positionieren. Google sagt so, hey, wir sind sicher und so, wir sind sehr responsible. Auch unser API ist auf jeden Fall irgendwie auch immer da und so. Also alles das, was man irgendwie vorher gesehen hat bei OpenAI, was vielleicht ein bisschen anders ist oder versuchen, die so in die Linie zu setzen. Und Microsoft auf der anderen Seite sagt so, hey, bei uns sieht man jetzt auch die Quellen, wenn du das irgendwie bei uns in Bing suchst. Ja, wird auf jeden Fall ein interessanter Schlagabtausch. Aber ja, irgendwann wird einfach alles noch mal wesentlich besser auffindbar.
Wir werden sehen.
Um Microsoft abzuschlie├čen, ich wurde die Tage gefragt, ob du deine LinkedIn-Posts h├Ąndisch machst oder ob du ein Team und eine Software im Hintergrund hast, die alles f├╝r dich machen und du denen einfach nur die Ideen schickst.
Woher kam der Verdacht?
Aus den langen Posts mit Screenshots, glaube ich. Ich glaube, nicht der Post mit diesem Foto, das nichts mit dem Post zu tun hatte.
Das war ja Satire. Aber man sieht ja wohl, dass die von der Software nicht kommen k├Ânnen und auch kein Team in der Lage w├Ąre, so etwas Schlaues zusammenzubauen. Meine Reichweite ist Handarbeit nat├╝rlich. Teuer zusammengekl├Âppelt mit Content-Bits. Apropos, ich hatte einen Hinweis bekommen diese Woche von jemandem, dem ein erstaunlich wenig Engagement auf den LinkedIn-Posts aufgefallen ist. Und das fand ich dann interessant und wollte es irgendwie objektivieren. Und zwar ein guter Ausgangspunkt daf├╝r ist ein Artikel bei OMR, wo die Top 20 Influencer vorgestellt werden, den wir nat├╝rlich in die Shownotes packen. Da sind die Top 20 LinkedIn-Influencer drin. Den habe ich als Ausgangslage genommen, um dann mal zu schauen. Also ich kann ihn mal vorlesen einfach und dann sage ich, was ich gemacht habe. Also es geht um die Top 20 deutschen Influencer. Das waren am 21.09.2021 war der Artikel. Andreas von der Haid, was ihr von dem kennt, war glaube ich ein Manager von Amazon damals, hat wahnsinnige fast eine halbe Million Follower. Auf Platz zwei ist die Triebfeder der Innovation in Deutschland Frank Thelen. Auf Platz drei Patrick Abra, der CBO von Goodgame Studios. Platz vier Dieter Zetsche, ehemaliger Daimler-CEO. Platz f├╝nf Herbert Dies, inzwischen ehemaliger Volkswagen-CEO. Sechs Karsten Maschmeyer, sieben Lea-Sophie Kramer, acht Miriam Meckel, Handelsblatt-Herausgeberin. Vladimir Klitschko auf neun, Tina M├╝ller, ehemals Douglas-CEO auf zehn, Christian Klein, CEO SAP auf elf, Tim H├Âttges, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Telekom auf zw├Âlf, auf 13 Fu├čballer Philipp Lahm, auf 14 Oliver Bussmann, CEO und Co-Founder von Bussmann Advisory. 15 Celine-Flores Willers, am weitesten sind LinkedIn-Influencer, w├╝rde ich sagen. Dann Ola Kellenius, Vorstandsvorsitzender Daimler AG, Thomas M├╝ller, Fu├čballer, Joe Keser, Ex-CEO Siemens, auf 19 Jens Spahn, auf 20 Verena Pauster. Soweit, so erwartbar, vielleicht auch erstmal bis auf zwei, w├╝rde ich sagen, keine gr├Â├čeren ├ťberraschungen dabei. Und darauf hingewiesen, dass es bei Einzelnen wirklich erstaunlich wenig Engagement gibt, habe ich mir dann mal die M├╝he gemacht, also wie w├╝rde man Engagement messen? Normalerweise w├╝rde man den Reach der einzelnen Posts ins Verh├Ąltnis setzen zu den Interaktionen, die damit generiert wurden. Also die Reactions, so was man fr├╝her Likes genannt hat, da gibt es ja jetzt mehr M├Âglichkeiten, wir nennen es jetzt mal Reactions oder Likes, dann nat├╝rlich Kommentare und Repostings oder Resharings, wenn Leute das weiterleiten. Und da ich die Reichweite nicht kenne, weil das sieht ja nur der Inhaber des Posts und es gibt auch keine guten Outside-In-Tools f├╝r LinkedIn, das hei├čt man kann das eigentlich, es gibt keine Fake-Follower-Checks oder so f├╝r LinkedIn, das ist alles relativ schwer, weil LinkedIn auch echt schwer zu scrapen ist, und habe ich mir sagen lassen. Und deswegen habe ich mich nicht gescheut, auch hier Handarbeit zu machen und habe einfach mal die letzten f├╝nf Posts, das ist ausreichend repr├Ąsentativ scheint mir, also ich habe mit drei angefangen, habe dann einfach der Fairness halber doch f├╝nf genommen, das hat die Ergebnisse nicht stark ver├Ąndert. Und deswegen w├╝rde ich sagen, das ist jetzt ersch├Âpfend, wer Lust hat, kann das auch mit den letzten zehn oder letzten zwanzig mal probieren, ich w├╝rde behaupten, das ver├Ąndert das Ergebnis nicht signifikant, allein deswegen, weil das, was gleich Spannendes daraus hervorgehen wird, so eindeutig ist, dass zehn weitere Posts das nicht ver├Ąndern werden. Also was habe ich gemacht, ich habe mir die letzten f├╝nf Posts genommen und diese Reactions, Comments und Reposts einfach mal in eine Tabelle geschrieben, davon den Durchschnitt gebildet, das durch die Anzahl der Follower dividiert und dann bekomme ich, was sich jetzt eine Average Engagement Rate genannt hat, also man k├Ânnte auch sagen, wie viel Prozent der eigenen Follower konnte man mit dem durchschnittlichen Post aktivieren. Das w├Ąre normalerweise ein gutes Mittel, um die Qualit├Ąt eines Instagram Profils oder so zum Beispiel zu messen, darauf setzen unter anderem auch die meisten Tools, die es gibt in dem Markt, nur f├╝r LinkedIn gibt es die eben nicht, deswegen musste ich das hier h├Ąndisch machen, in einem Google Sheet, das ich der Transparenz halber nat├╝rlich ├Âffentlich gemacht habe, das kann man erreichen unter doppelg├Ąnger.io, slash VIP, VIP klein geschrieben, es geht hier offensichtlich um sehr wichtige Personen, deswegen doppelg├Ąnger.io, slash VIP, dann k├Ânnt ihr auf das Sheet schauen und die Zahlen anschauen. Der Zeitpunkt, wo ich das gemacht habe, war so Freitag Mittag, ungef├Ąhr gegen zw├Âlf, die Zahlen sind nicht so dynamisch, dass es darauf gro├č ankommt, ich habe keine Post genommen, die jetzt in der letzten Stunde geliegen haben, weil man muss sagen, die meisten Likes kommen in den ersten drei, vier Stunden zusammen, von daher w├Ąre das gar kein so gro├čes Problem, weil ich habe jetzt ganz junge Post, ich glaube einmal einen ganz jungen, den ich fairerweise weggelassen habe, weil er eventuell noch nicht genug gesammelt haben h├Ątte k├Ânnen, ansonsten waren die alle relativ alt und hatten genug Zeit, Likes zu sammeln.
Ja und was man dazu noch sagen muss ist, auf LinkedIn kann man sich ja keine Interaktion wirklich kaufen, auf jeden Fall nicht als individuelle Person, also kannst du deine Reichweite, wenn du jetzt einen Post machst, auf Twitter zum Beispiel, auf Facebook, das glaube ich auch, kannst du ja jetzt deinen Link noch oder deinen Tweet noch promoten, da kannst du noch Geld ausgeben, damit das noch mehr Leute sehen, das geht meines Erachtens auf LinkedIn nur als Firma.
Genau, es geht als Firma oder ├╝ber gewisse Netzwerke, es gibt so Tauschringe bestimmt, ich glaube da gab es auch schon OMR Artikel dazu, dass es so Tauschringe gibt, likest du meinen Post, like ich deinen und sowas, das gibt es im kleinen Rahmen, aber damit kann man keine gr├Â├čeren Manipulationen veranstalten, man kann auch LinkedIn Likes kaufen, glaube ich, ├╝ber Marktpl├Ątze, dann w├╝rde das dazu f├╝hren, dass die Zahlen jetzt hier, das konnte ich jetzt nicht ├╝berpr├╝fen, ob die Likes nochmal, aber ob jemand regelm├Ą├čig f├╝r seine Post dann Engagement kaufen w├╝rde, das hielt sich auch nicht f├╝r zielf├╝hrend eigentlich. So und ich kann einfach mal mit dem Durchschnittswert anfangen, um zu sehen, was sind normale Werte eigentlich daf├╝r, also der Durchschnitt ist tats├Ąchlich ziemlich genau bei 1%, lustigerweise ist das auch so ein Wert, bei dem ich mich orientiere, wenn ich schaue, ob ein Post gut l├Ąuft oder nicht, schaue ich, ob ich mindestens 1% derjenigen gesehen haben, irgendwie darauf reagieren, wenn es darunter bleibt, dann wei├č man eigentlich schon, es kriegt nicht viel Reichtum, wenn es deutlich dar├╝ber ist, dann entwickelt es in der Regel eine gewisse Viralit├Ąt. So ist es so, also wie gesagt, 1% ist der absolute Durchschnitt, sagen wir mal, das hei├čt, wenn jemand 100.000 Follower hat, dann sollte der 1.000 Follower dazu bringen, oder Follower und deren folgende, also deren Connections, die dadurch eventuell aktiviert werden, w├╝rde er im absoluten Durchschnitt dazu bringen, auf den Post zu reagieren. Und es gibt Leute, die das deutlich ├╝bertreffen, es gibt Leute, die da leicht drunter sind und es gibt Leute, die einfach unheimlich stark von abweichen, und zwar sofort die ersten drei, der eben genannten, n├Ąmlich dieser Andreas van der Heidt, Frank Thelen und Patrick Abra haben eine Average Engagement Rate von 0,1, 0,0 und 0,1%, also sie sind unter einem Zehntel des Average Engagements. Ich mache jetzt mal eine Kommastelle dazu, bei Frank Thelen ist dieser Wert 0,02, bei Andreas van der Heidt 0,06, 0,1 im Vergleich zum absoluten Durchschnitt von 0,1. Und der Durchschnitt ist jetzt von diesen drei, die nat├╝rlich besonders viele Follower haben, schon auch sehr stark runtergezogen. Und der vierte dann zum Beispiel, Dieter Zetsche, der kommt auf 7,25, also um das vorwegzunehmen, falls ihr jetzt noch nicht auf das Blatt schaut, der ist der absolute K├Ânig hier. Dieter Zetsche, und den h├Ątte glaube ich niemand f├╝r den LinkedIn Boss gehalten, aber der hat nicht nur eine Viertel Million Follower, sondern der hat mit den letzten f├╝nf Posts, wo man dazu sagen muss, die sind drei Jahre her und sozusagen sein Abschiedspost geh├Ârt dazu, aber der ist nicht so absonderlich, dass es ein Outlier w├Ąre, also ich habe so geschaut, ob wir irgendwelche zu sehr aus dem Ruder schlagen, das ist hier nicht der Fall, sondern die sind durchschnittlich sehr hoch. Der schafft es auf 7% Engagement, was unheimlich stark ist. Dann Herbert Dies, der schafft 1%, ist damit so ein absolutes Mittelma├č. Carsten Maschmeyer 0,4, das ist, ich w├╝rde sagen, schon eher unter der H├Ąlfte des Durchschnitts, eher schlecht. Lea Sofie 0,7, das ist schon wieder ein bisschen n├Ąher dran am Durchschnitt. Miriam Meckel, also die Herausgeberin Handelblatt, auch ungew├Âhnlich 0,03%, extrem niedrig, hat fast 170.000 Follower, aber engaged im Schnitt nur 43 davon. Das ist ein sehr, sehr kleiner Wert. Wladimir Klitschko ist unheimlich gro├č geworden, dessen Profil ist von September auf heute von 130.000 auf 420.000 gewachsen, das kommt auf 0,7 immerhin. Tina M├╝ller, CEO Douglas, auch nur 0,26. Christian Klein, SAP 1,36, eher ├╝berdurchschnittlich. Tim H├Âttges um den Durchschnitt. Philipp Lahm unterdurchschnittlich 0,3. Dann Oliver Busmann, der mir auch nicht weiter bekannt ist, 0,01, also auch eher auff├Ąllig niedrig. Celine Flores, die sich mit LinkedIn auszukennen scheint, 1,67, deutlich ├╝berdurchschnittlich, also nicht krass, nicht Herbert-Zetsche-Niveau, aber wirklich ├╝berdurchschnittlich gut. Dann Ola Kelenius, der Nachfolger von Dieter Zetsche, 2,5, ist der Zweitbeste vom Engagement her.
Daimler hat einfach das beste Social Media Team, w├╝rde ich sagen. Und die Autos funktionieren immer. Einer meiner erfolgreichsten Posts ever war auch, die Elektro G-Klasse zu posten. Das wird in Deutschland einfach geklickt. Ich glaube, schnelle Autos werden einfach geklickt.
Also das ist auf jeden Fall ein Muster. Du hast es jetzt vorweg genommen, aber ich habe mal verglichen, Automenschen gegen Nicht-Automenschen. Das durchschnittliche Engagement von Menschen, die was mit Autokonzernen zu tun haben, ist ungef├Ąhr siebenmal h├Âher als das von denen, die nichts mit Autos zu tun haben.
Hast du dir auch angeguckt, wie viele von den Leuten, die das Engagement bei Daimler arbeiten?
Ich finde, das spielt keine Rolle. Also warum soll das nicht aus einem eigenen Unternehmen sein? Wenn du schaffst, dass deine eigenen Mitarbeiter mit dir engagieren, w├╝rde ich das gar nicht f├╝r ehrenr├╝hrig oder schlecht halten, sondern f├╝r sogar besonders gutes Nutzen von LinkedIn.
Ich habe gedacht, das ist f├╝r dich die Definition eines Stiefelleckers.
Ich wei├č nicht, ob sich jemand veranlasst sieht, den Chef auf LinkedIn zu liken. Ich glaube, das ist eher eine Errungenschaft, wenn dich viele Mitarbeiter liken. Die f├╝hlen sich ja relativ sicher auf LinkedIn. Und man sieht ja nicht, es gibt ja keinen Daumen nach unten oder so. Du kannst immer sagen, ich habe das nicht gesehen. Also ich w├╝rde sagen, wenn man Mitarbeiter engaged bekommt, finde ich das sogar gut. Gehen wir mal weiter. Thomas M├╝ller 1,7, eher ├╝berdurchschnittlich, Fu├čball l├Ąuft. Dann Joe Keser, Siemens Chef, auch eher ├╝berdurchschnittlich, nicht herausragend. Jens Spahn, absolut unterirdisch. 0,1 auch. Auch sehr auff├Ąllig. Interessanterweise, ich habe auch mal geschaut, wie die seit dem Artikel im September sich ver├Ąndert haben. Da f├Ąllt bei Jens Spahn auf, dass er nur 500 Leute hinzugewonnen hat, w├Ąhrend andere eigentlich im Schnitt so 35% hinzugewonnen haben, viele deutlich mehr. Also Klitschko hat sich ja verdreienhalbfacht. Jens Spahn hat eigentlich kaum hinzugewonnen. Das wirkt fast so, als wurde er einmal aufgebaut und hat dann einfach nichts gemacht. Wir haben jetzt im Schnitt zwischen 24 und 60 Interaktionen. Das ist f├╝r 80.000 Follower eigentlich extrem wenig, aber wer will, vielleicht liegt es daran, dass man nicht ├Âffentlich liken w├╝rde. Ich wei├č es nicht. Verena Paus hat dann deutlich ├╝berdurchschnittlich, ja deutlich ├╝ber 1,24. Das ist auch deutlich ├╝ber dem Durchschnitt. Also es ist schwer zu beschreiben, aber man muss sich vorstellen, dass eigentlich fast alle deutlich ├╝ber 1 liegen. Und dann gibt es wirklich genau 5 Accounts, die im Prozent Nachkomma Nachkomma Bereich sind. Also wir reden hier ├╝ber 0,6 Promille bei Andres von der Haid, 0,2 Promille, also nicht 2 Promille, 0,2 Promille, das sind 0,02% bei Frank Thelen, 0,1% bei Patrick Abra. Ja, Mecklen 0,03, also 0,3 Promille und 0,1 Promille bei Oliver Busmann. Und dann 0,1 bei Jens Spahn. Hier w├╝rde ich schon unterstellen, das ist da nicht mit rechten Dingen zugeht. Also das muss nicht hei├čen, dass die selber Follower gekauft haben oder so. Das kann auch sagen, jemand anderes hat es gekauft oder irgendeine Agentur hat es gemacht oder jemand hat es sogar b├Âse mit denen gemeint oder wollte sogar vielleicht die ├Âffentliche Meinung manipulieren. Aber was man auf jeden Fall sagen kann ist, dass es hier eklatante Unterschiede im Engagement gibt, wo es nicht darum geht, ob jemand 1 oder 2% hat, sondern dass jemand wirklich nicht mal 0,2 Promille seiner Followerschaft aktiviert bekommt. Wobei bei Frank Thelen habe ich mir einen guten Trick abgeschaut und zwar der beste Post, den er gemacht hat, der war aber leider nicht in den letzten 5, war einer, wo er, Sekunde, wo habe ich das, also da schreibt er, wir brauchen mehr Frauenpower, auch hier auf LinkedIn und dann w├Ąhlt mit 5 Influencerinnen, die da tats├Ąchlich auf dieser Liste auch erscheinen und Judith Williams und taggt ihn nat├╝rlich in dem Artikel und sammelt so nat├╝rlich geschickt ├╝berdurchschnittlich viele Likes und Kommentare auf. Weil er quasi auf die Reichweite dieser Frauen aufbaut, indem er sie so ├Âffentlich in einer Collage lobt und das ist tats├Ąchlich einer der erfolgreichsten Posts geworden. Also der Trick, den hier jeder mitnehmen kann, einfach mal ├╝ber diese Influencer oder diese Liste oder was auch immer sprechen und dabei alle Leute taggen, dann scheint man, sofern die Leute sich weiter engagieren, zum Beispiel ganz lieb Danke sagen, kriegt man dann deren Reichweite quasi mitgeschenkt. Das hat Frank Thelen oder seine Agentur sehr gut verstanden. Ansonsten ist es aber wirklich fragw├╝rdig.
Also auf der Liste sind ja bestimmt ein paar da, die auch f├╝r die Post Geld nehmen. Also da ist bestimmt der eine oder andere Werbedeal irgendwie mit irgendeinem Post verbunden.
Das wei├č ich nicht, das habe ich jetzt nicht gepr├╝ft. Achso, achso, achso, hier doch, der eben genannte, macht ja Logitech Werbung zum Beispiel auf LinkedIn. Da muss man sich nat├╝rlich fragen, ob das bei 0,2 Promille Engagement, also bei so 50 durchschnittlichen Likes, ob das dann so viel Sinn macht. Ja, da hast du nat├╝rlich recht. Ansonsten ein paar Auswertungen noch. Also Auto gegen andere habe ich gesagt. Auto performt siebenfach aus. Weiblich gegen m├Ąnnlich ist 1,06% m├Ąnnlich, 0,7% weiblich. Das ist nat├╝rlich jetzt aber, weil es eine Liste mit nur 20 Menschen sind, wird das sehr stark beeinflusst von Miriam Meckel, die jetzt eine besonders niedrige hat. Obwohl, es gibt ja auch M├Ąnner mit einer besonders niedrigen, das ist nicht der Grund. Der Grund ist eher, dass Dieter Zetsche mit relativ vielen Followern ein relativ hohes Engagement hat. Damit rettet er die M├Ąnner. Ansonsten wird das ja gleich verteilt. Da g├Ąbe es auch keinen Grund, warum das anders sein sollte.
Leider hat der ├╝berhaupt keinen Zugang mehr zu seinem Account. Das Passwort scheint ja irgendwo noch bei Mercedes rumzulegen.
Ja, das Lustige ist, wie gesagt, er hat es seit drei Jahren nicht mehr gepostet. Das Passwort hat er abgegeben an der T├╝r. Und das andere, was ich verglichen habe, was ich viel spannender finde, ist Corporate gegen Influencer, habe ich es genannt. Und zwar Leute, die jetzt wirklich CEO in einem Konzern sind. Ich habe jetzt da ein bisschen, ich habe wirklich Konzern, Konzern gesagt. Also nat├╝rlich sind alle Leute irgendwie CEO von irgendeiner Firma, die man hier findet. Aber ich habe jetzt wirklich gesagt, so ein Daimler, ein VW, ein Siemens, eine SAP, das ist f├╝r mich ein Konzern. Und alle anderen, auch wenn die jetzt vielleicht eine eigene Firma haben, sind eigentlich eher Influencer. Und dann zeigt sich, dass die Corporates ungef├Ąhr f├╝nfmal besser performen als die sogenannten Influencer vom Engagement. Was ich auch sehr spannend finde. Also mein Eindruck oder mein Takeaway ist, dass die authentischen CEOs, die sich hier meiner Meinung nach, die ich gesehen habe, die letzten f├╝nf Posts waren ├╝berwiegend eher authentisch gegeben haben, performen die scheinbar, mit der Ausnahme von Celine Flores Willers muss man sagen, die wirklich sehr gut l├Ąuft und auch Verena eigentlich ├╝berdurchschnittlich, performen die meisten sogenannten Influencer hier aus, w├╝rde ich sagen. Wobei diese Trennung ist nicht ganz, also diese Andreas van der Heide ist eigentlich Vice President irgendwas bei Chewy, also den habe ich jetzt nicht zu Corporate gez├Ąhlt zum Beispiel, m├╝sste man vielleicht, aber w├╝rde ich jetzt auch nicht so eng nehmen. Ich habe mal zum Vergleich, ich habe mal ein paar Menschen genommen, von denen ich wei├č, dass sie das h├Âchstwahrscheinlich nicht k├╝nstlich beeinflussen, auch um so einen Benchmark oder Sanity Check hinzubekommen. Zum Beispiel Philipp Gl├Â├Âckler, der sich definitiv nicht die M├╝he machen w├╝rde, da irgendwelche strategischen Ambitionen zu entwickeln.
Ja doch, also was ich mache jetzt, ich verrate es euch, ich schreibe immer DMs und E-Mails an Leute, dass sie meine Sachen liken sollen. Das funktioniert.
Das ist ja fucking Handarbeit, machen Leute teilweise. Du bist tats├Ąchlich, also wenn hier an meiner Rechnung mit dem 1% Durchschnitt nichts falsch war, dann liegst du 50% ├╝ber dem Durchschnitt mit 1,48, das ist gar nicht so schlecht.
Ich glaube du hast dich verrechnet.
Ich selbst bin bei 1,9, das ist nat├╝rlich, bevor die Unterstellung von au├čen kommt, mache ich die gerne selber. Der einzige Grund diese Liste zu erstellen ist, dass ich gr├╝n verneid bin, dass diese Leute alle mehr Follower haben als ich. Ich bin bei 1,9, der Johannes Klisch von Snox, der hat ungef├Ąhr doppelt so viele Follower wie ich. 1,73, also auch deutlich ├╝berdurchschnittlich, liegt zwischen uns beiden ungef├Ąhr. Holger Zschepitz von der Welt, vom AAA Podcast. 1,7, achso den kann man ├╝brigens sagen, wenn ihr uns durchgeh├Ârt habt, k├Ânnt ihr den h├Âren. Da wird Frank Thelen, n├Ąmlich glaube ich zu Gast sein. Nat├╝rlich hat er was zu verkaufen, wenn er zu Gast ist und sein Wohnzimmer bei der Welt wieder besucht. Wer so ein bisschen rumgesucht hat auf den B├Ârsenportalen seiner Fasson, hat da bestimmt, dem ist bestimmt aufgefallen, dass unter dem Namen Tenix DNA neue Fonds erscheinen. Frank Thelen begl├╝ckt die Welt mit neuen Varianten, noch ausgekl├╝gelteren Varianten des Tenix DNA Fonds und wer darauf Lust hat, der kann sich die PR-Tour dazu bei Alles auf Aktien dieses Wochenende gerne anh├Âren und dann nat├╝rlich flei├čig einkaufen gehen. Dann habe ich hier den Marius Luther von Heyjobs, der postet oft zum Arbeitsmarkt sehr interessante Sachen. Ich bin da investiert, aber ich wei├č, dass der das ernst nimmt und nicht k├╝nstlich macht. Auch 1,73, also auch so genau zwischen uns wieder. Fabian Spielberger von Pepper.com, 2,6 sogar. Also nochmal deutlich h├Âher, da muss man sagen, da ist jetzt ein Exitpost dazwischen gewesen, das hilft ein bisschen. Johannes Gliescher, Philipp Westermeyer, 0,5 liegt so ein bisschen daneben. Und da muss man vielleicht sagen, ein Grund, warum diese Differenzen auch nat├╝rlicherweise entstehen k├Ânnen und das ist definitiv Teil des Problems. Also ich will gar nicht sagen, dass jeder hier irgendwas gekauft oder manipuliert haben muss. Aber was nat├╝rlich dazu f├╝hrt, dass man viele Follower gewinnt, die man dann eventuell nicht 100% engagieren kann, ist, wenn man in die Onboarding oder Vorschlagslisten von LinkedIn kommt. Das hei├čt, ihr seht ja bestimmt oft immer, dass LinkedIn euch mehr oder weniger deutlich dazu auffordert, irgendwelchen Business-Influencern zu folgen oder diese vorschl├Ągt. Da schien eine Zeit lang in Deutschland mal handgecodet zu sein, diesen Andreas van der Heid, hat glaube ich jeder mal vorgeschlagen bekommen zum Beispiel. Das f├╝hrt nat├╝rlich dazu, dass unheimlich viele Leute dann als Follower gewonnen werden und dass man da nicht das volle Engagement rausbekommt, ist relativ logisch. Wobei man sieht, bei manchen ist es schon so, dass, wenn ihr jetzt Frank Thelen oder Andreas anschaut oder auch die anderen, die posten schon sehr konsensf├Ąhigen Content auch. Das hei├čt, man wundert sich eigentlich, warum damit nicht eine breitere Audience engagiert wird. Aber ich wollte nur sagen, das ist nat├╝rlich ein Grund, weil wenn man auf einen Schlag sehr viele Follower bekommt durch irgendein Feature, sei es mal im Fernsehen gewesen oder von LinkedIn promotet, dann bekommt man Follower, die man sich selber nicht ausgesucht hat oder die nicht allein durch den eigenen Content vorselektiert worden sind. Das f├╝hrt nat├╝rlich auch zu einer gewissen Underperformance. Ich glaube nicht, dass das erkl├Ąrt, dass manche Leute ├╝ber zwei Prozent haben und andere weniger als 0,2 Promille. Also dass der Faktor 10.000 dazwischen liegt. Also f├╝r mich f├Ąllt es immer noch schwer, das zu begreifen, weil das kann man nur optisch sehen. Aber der Faktor zwischen einem Thomas M├╝ller oder einem Joe Kayser oder einem Philipp Gl├Â├Âckler und Frank Thelen ist 10.000 faches Engagement.
Ja, aber das kannst du ja nicht vergleichen. Thelen hat fast eine halbe Million an Followern und ich habe hier irgendwie 14.000.
Faktor 10.000, das ist ├╝ber jeden Zweifel erhaben. Oder ich sag es nochmal in anderen Worten. Das ist wirklich nicht ganz einfach zu begreifen. Dein durchschnittlicher Post hat 196 Engagements. Der von Frank Thelen, der durchschnittliche der letzten f├╝nf hat 52. Ein Viertel. Ja, der hat eine halbe Million Follower, aber er hat ein Viertel deiner Engagements. Wie klar muss man es noch sagen?
Also Samsung, wenn ihr das h├Ârt, DMs eropen.
Genau, verkauf es solange du kannst. Was habe ich noch? Achso, es gibt vier Neuzug├Ąnge in der Liste. Ausgangspunkt f├╝r die Kalkulation war die Liste vom 21. September. Wer jetzt gefehlt hat, weil sie inzwischen in diese Liste eingedrungen w├Ąren, w├Ąre Uwe Sahin, der Gr├╝nder von Biontech mit 200.000 Followern inzwischen. Der kommt auf 3,8. Das ist das Vierfache des normalen Engagements. Auch sehr gut. Postet selten, aber inhaltsvoll. Und dann Lars Behrendt, der CEO von Granny und Smith. 0,66. Das ist ein bisschen unterdurchschnittlich, aber nicht auff├Ąllig. Tietjen Onaran, CEO von GW, das ist Global Digital Women, glaube ich. 1,17, ganz leicht ├╝berdurchschnittlich. Und Anahita Esmailzadeh von Microsoft, 1,36, auch auf einer hohen Followerbasis, auch eher ├╝berdurchschnittlich. Spannend ist, dass die Leute, die ich hier als Benchmark genommen habe, sind alle relativ klar noch n├Ąher an dem Durchschnitt dran, w├Ąhrend in den Top 20 wirklich da extreme L├╝cken auft├╝ren. Und ich w├╝rde sagen, Oliver Bussmann und Patrick Abra und Frank Thelen sieht mir dubios aus. Ich w├╝rde sagen, dass das auf mich, meiner Meinung nach, dubios wirkt. Obwohl man Aktivit├Ąt hat, also da wird gepostet, und trotzdem schafft man es da eben keine Bruchteile der eigenen Leute zu engagieren. Das muss irgendwelche algorithmischen oder andere Gr├╝nde haben. Und dann, damit das hier, das soll ja auch kein Fingerpointing werden, sondern m├Âglichst konstruktiv sein, und ein Contentpiece, was mir besonders gut aufgefallen ist, beziehungsweise ich habe das neulich irgendwo schon mal geschrieben, oder im Zweifel unter meinem Satireposter, ich finde es echt traurig, wie viele Leute irgendeine Emotions- und Ego-Post machen und irgendwie ihre Kinder, Hunde und Partner und was wei├č ich da vor die Kamera schleifen, um irgendwie Leute zu engagieren. Ich habe aber neulich ein super gutes Beispiel gesehen von richtig guten Content, den ich gerne mehr auf LinkedIn sehen w├╝rde. Ich glaube LinkedIn k├Ânnte wirklich brutal gut sein darin, dass jeder das sharet, was er am besten kann, weil es gibt immer Leute, die es interessiert und daraus lernen k├Ânnen. Was f├╝r dich einfach wirkt, kann f├╝r andere unheimlich viel Learning sein. Ein sehr gutes Beispiel daf├╝r ist Elise Mousset von Planair, sowohl die Company als auch die Person ist mir vollkommen unbekannt, um das dazu zu sagen, die gepostet hat, die zehn verschiedene Climate und ESG Policies oder Standards gepostet hat, die man durchklicken kann als Slideshow. Also Slideshow ist ein gutes Format, um zu lernen und zu pr├Ąsentieren. Und da sieht man quasi, was ist der Unterschied zwischen dem Non-Financial Reporting Directive der EU, der Corporate Sustainability Reporting Directive der EU, der EU Taxonomy, der EU Sustainable Finance Plans, des Reform of Germany's Climate Protection Act. Unheimlich viel Wissen, sehr schlau verpackt in kurzen Slides. Ich fand das super gut, habe das auch darunter geschrieben, dass ich mir w├╝nschte, dass LinkedIn so funktionieren w├╝rde, dass alle so funktionieren. Ich versuche selber in die Richtung zu gehen, wenn ich nicht gerade irgendwelche Shitposting mache. Und nur zum Vergleich, was der Unterschied ist. Wir haben von einem durchschnittlichen Engagement von 1% geredet bei den betrachteten Top 20 hier. Was diese eine Post geschafft hat von Elise Mousset ist 26% Engagement. Das sind nat├╝rlich nicht Leute aus ihren, sie hat nicht jeden vierten ihrer eigenen Follower mitengaget, sondern sie hat eben dadurch, dass Leute kommentiert haben und so weiter, weitere Menschen kennengelernt ├╝ber den Post. Und vor dem Post hatte sie wahrscheinlich deutlich unter 2000, also wahrscheinlich hat sie bei 1500 gestartet, w├╝rde ich fast vermuten. Dann w├Ąre das Engagement sogar noch h├Âher, dann w├Ąren wir eigentlich bei ├╝ber 30%. Und wenn man es gewichtet, ich habe au├čerdem noch so ein gewichtetes Engagement gemacht, wo ich die Reactions, also die billigen Reactions, sage ich mal, abgewertet habe um die H├Ąlfte und die teuren Engagements um den Faktor, Sekunde, um welchen Faktor habe ich die aufgewertet, um den Faktor 10 aufgewertet. Dann bleibt der Durchschnitt weiterhin bei 1%. Also ich habe es so gemacht, dass der Durchschnitt weiterhin 1% ist. Aber dass Shares und Comments, die ich f├╝r wertvoller halte, h├Âher gewichtet sind. Und da k├Ąme ich sie sogar auf 53% Engagement. Das ist glaube ich auch ein guter Qualit├Ątsstandard. Man sieht zum Beispiel, M├Ąnner teilen nicht gern. M├Ąnner sind beim geteilten, ach nee, das hat sich ein bisschen normalisiert auch. Ja doch, aber Frauen teilen mehr, M├Ąnner liken mehr. Das kann man schon sehen. Genau, das ist auch in der Tabelle drin, ganz unten als Beispiel. So sollte LinkedIn meiner Meinung nach funktionieren. Was nicht hei├čt, dass ich Leuten vorschreiben will, was sie schreiben sollen, aber ich will einfach zeigen, dass solche Posts massive Engagement boosten und damit auch Follower boost geben k├Ânnen. Und wenn jeder das machen w├╝rde, dann w├╝rden wir alle mehr lernen und LinkedIn w├Ąre ein sch├Ânerer Ort, zumindest f├╝r mich. Genau, und damit h├Ątten wir es. Die Tabelle gibt es unter doppelg├Ąnger.io. Ich w├╝rde empfehlen, mal reinzuschauen. Es ist wirklich schwer zu verstehen rein verbal, wie offensichtlich dieser Unterschied ist. Die Tabelle ist einigerma├čen selbsterkl├Ąrend. Die Profile sind verlinkt, damit man das nachvollziehen kann. Und das war's. Achso, wir wollten ja noch Earnings machen, haben wir ganz vergessen.
Sollen wir einfach lassen. Erz├Ąhl mir erstmal, was mit deiner IONOS Aktie los ist. Du hast ja drei Aktien gekauft, bist ein bisschen Geld verdient oder verloren?
Also noch habe ich es nicht verloren, aber der Kurs ist tats├Ąchlich gesungen. Auch das habe ich in einem LinkedIn Post ver├Âffentlicht, was ich dar├╝ber denke, der einigerma├čen gut funktioniert hat, sehr gut sogar. Ich frage mich nat├╝rlich, warum ich das so falsch eingesch├Ątzt habe. Ich h├Ątte die Firma f├╝r wertvoll erachtet, als sie gerade notiert. Sie m├╝sste bei 16 Sekunden, wo notiert sie heute?
Und das habe ich mich auch gefragt, wenn ich die jetzt IONOS bei Finance, Google, blablabla da eingebe, komme ich immer noch auf United Internet. Wieso sind die so langsam?
Ja, diese Portale sind wirklich echt schlecht. Also Yahoo kennt sie glaube ich noch gar nicht und die anderen berechnen die Marktkapitalisierung. Also sie ist, notiert es bei 16,30, der Ausgabekurs war 18,50. Ich h├Ątte gedacht, sie m├╝sste am oberen Ende rauskommen, sogar bei 22,50. Tats├Ąchlich notiert sie jetzt bei rund, was sind das, wenn 22,5, Entschuldigung, 3,1 Milliarden waren, dann sind 16 knapp ├╝ber 2 Milliarden. Also im Vergleich zu GoDaddy, selbst wenn die ganzen Schuldensituationen und so weiter, ist ein Betragsziel wirklich relativ g├╝nstig, auch im Vergleich zur franz├Âsischen OVH. So ein Disclosure, ich habe ein paar Teile gezeichnet und ein paar nachgekauft dann sp├Ąter f├╝r 16,30, um sofort zu verbilligen. Also es ist kein relevanter Anteil im Portfolio, aber trotzdem eine runde Position. Und warum hat das nicht funktioniert? Ich glaube, also einerseits ist das Parkett, also die Stimmung ist noch schlecht, an der B├Ârse hat sich dadurch gezeigt, da hat jetzt jemand seinen Fu├č ins Wasser gehalten und es war kalt, w├╝rde ich sagen. Und das wird auch zuk├╝nftig IPOs abschrecken, denke ich. Das kann daran liegen, was wir vorher gesagt haben, dass so ein bisschen verbrannte Erde hinterlassen wurde von Pemira mit Teamviewer, das sollte Angst haben in Private Equity IPOs reinzugreifen. Es gibt sicherlich Kritik daran an der Inhaberstruktur, also dass die Firma letztlich weiter beherrscht wird von der United Internet und Ralf Dommermuth, die weiterhin die Mehrheit haben und die Strategie damit mehr oder weniger allein bestimmen. Der Free Float ist 15, ich glaube nach Greenshow 17,5 oder so Prozent und damit haben die Aktion├Ąre letztlich sehr wenige Rechte. Das hei├čt, man ist fast so eine Art stiller Gesellschafter von Ralf Dommermuth in dem Fall. Das muss aber nicht schlecht sein, das ist ein Grund zur Kritik, das will ich schon auch ganz klar sagen. Das muss aber nicht schlecht sein, bei Amazon zum Beispiel war meine Investmenthypothese ja genau das, dass ich mich an Jeff Bezos ranh├Ąngen m├Âchte und das genau der Grund war, warum ich da co-investieren m├Âchte. Genau, das ist nat├╝rlich nicht so super, wenn man wei├č, dass der Free Float nicht so gro├č ist kurzfristig und mittelfristig, da gibt es jetzt nicht die M├Âglichkeit, dass da ein aktivistischer Investor reinkommt und die Strategie signifikant mitbestimmt. Das schreckt vielleicht Leute ab. Auch die Verquickung nat├╝rlich, durch die Anteile, durch das Intra-Konzerngesch├Ąft, was es mal gab, durch Kreditbeziehungen zwischen den Unternehmen, die es gibt, das sehen sicherlich Marktteilnehmer kritisch, das muss man selber beurteilen. Rein von der Cashflow-Lage finde ich es immer noch sehr sehr fair bewertet und ich glaube nicht, dass es ein Verdoppler ist oder so kurzfristig, aber das ist jetzt mein erstes Value-Investment w├╝rde ich das mal nennen. Ob das dann so aufgeht, muss man sehen. Ich rechne jetzt nicht mit exorbitanten Renditen, ich finde sie aber ganz n├╝chtern betrachtet. Wenn ich sie f├╝r 18,50 haben wollte, oder wenn ich sie f├╝r 22,50 gezeichnet h├Ątte, dann muss ich sie bei 16,30 gerade eigentlich kaufen, ist meine Meinung. Kann mich nat├╝rlich trotzdem irren, das werden wir rausfinden in den n├Ąchsten Jahren. Ansonsten sehr viel mehr habe ich dar├╝ber jetzt auch noch nicht gelernt, warum Leute das nicht m├Âgen sollen. Die Firma ist nat├╝rlich, weil sie aus Private Equity kommt, verschuldet mit, das haben wir auch letztes Mal schon erw├Ąhnt, mit 1,2 Milliarden. Das dauert ein bisschen das mit dem Cashflow abzuzahlen, aber das wird man die Zeit sicherlich trotzdem machen. Damit steigt der Free Cashflow ├╝ber die Zeit auch weiter an. Von daher, ja, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Ob ein GoDaddy sich daf├╝r interessiert, da ist nat├╝rlich die Gefahr, dass ein Reifdommermut vielleicht sagt, warum soll ich das an ein GoDaddy abgeben. Das hei├čt, du hast eine Inhaberstruktur, die nat├╝rlich dazu geeignet ist, sowas auch zu verhindern, wenn man das nicht m├Âchte, oder wenn man das Angebot nicht f├╝r attraktiv genug ansieht. Vielleicht k├Ânnte Jonas selber auch weiter konsolidieren. Wir haben ja gesagt, dass der Markt sehr stark von Konsolidierung getrieben ist. Das wird sich zeigen. Ich will jetzt gar nicht noch mehr dar├╝ber reden. Wir haben es ja ausgiebig betrachtet. Ich bin ├╝berrascht, muss ich sagen. Ich habe es genutzt, ein bisschen zu verbilligen. Aber es ist keine signifikante Position, sondern einfach mal was, was ich mir anschauen m├Âchte. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen.
Dann lass uns weiter in Earnings machen. Was hast du uns mitgebracht?
Ich muss da ein bisschen ausw├Ąhlen. Wir machen ein paar Sachen nur ganz kurz als Update. Zum Beispiel ein Disney. Da sieht man relativ klar, dass Disney im Streaming inzwischen Geld verliert. Die Subscriber, da k├Ânnen wir nochmal kurz reingehen. Disney ist noch nicht ganz fertig im Sheet. Das sieht noch aus wie Kraut und R├╝ben, weil das ein bisschen kompliziert ist. Die reporten echt noch wie in den 60er Jahren. Die Subscriber sind, also sie haben noch minimal Subscriber hinzugewonnen. Gegen den Vorkartal 1,4 Millionen. Sind jetzt bei 104,3 Disney Plus Subscriber. Wenn man Hotstar dazurechnet, sind es 163 Millionen. Das w├Ąre sogar ein bisschen r├╝ckl├Ąufig. Man sieht langsam, dass auch die die Grenzen des Wachstums ber├╝hren, was Subscriber angeht. Das Media Gesch├Ąft war durch Werbung, durch hohe Kosten in der Contentproduktion getrieben negativ. Die Parks, aus den Parks sprudelt das Geld weiterhin. Man hat beschlossen Leute zu entlassen und, Sekunde ich muss mal hier in den Layoff. Da ist es noch gar nicht drin. Wo haben wir Disney? Also man hat sich entschlossen Leute zu entlassen und 5,5 Milliarden einzusparen, was nat├╝rlich ein ordentliches Paket ist. Ich schau mal, ob ich rausfinde wie viele Leute. Von 7000 Leuten werden sie sich trennen. Das klingt viel, das ist auch viel. Aber es sind an der Gesamtbelegschaft gemessen 3% und damit fast human im Ausma├č. Also es gibt ein Kostenprogramm Geld sparen. Der Markt hat so ein bisschen durchwachsen reagiert w├╝rde ich sagen. Ich glaube das wichtigste ist tats├Ąchlich, dass auch hier der Subscriber Growth langsam zur├╝ck geht. Dann hatten wir Uber und Lyft und das ist tats├Ąchlich Licht und Schatten. Uber hatte ein extrem gutes Quartal. Das beste glaube ich seit sie an der B├Ârse sind.
Durch welchen Service? Also Essen, Autos, Freight?
Das hei├čt gr├Â├čere Take Rate, vollkommen klar. Das haben wir letztes Mal besprochen, dass die Take Rate deutlich ausgeweitet wird. Auf Kosten der Kunden und auf Kosten der Uber Fahrer w├╝rde ich vermuten. Die eigenen Kosten wachsen nur mit 38,3 also 10% niedriger als der Umsatz. Das ist gut. Es gibt ein Operating Leverage. Dadurch verengt sich der Verlust auf nur noch minus 1,6% nach Gap. Nach ihren komischen Adjusted Logiken und Free Cashflow sind sie nat├╝rlich l├Ąngerer. Nach ihren Adjusted Logiken sehen sie sich nat├╝rlich schon viel deutlicher im Plus. Aber nach US Gap, also den allgemein akzeptierten Accounting Principles der USA, dem Rechnungslegungsstandard der USA sind sie nur noch 1,6% im Minus und damit kurz vor Break Even. Das Net Income ist sogar positiv. Das m├╝ssten Zinsgewinne sein, die dazu f├╝hren. Operative Marge ist wie gesagt minus 1,6%. Das waren vorher noch minus 10%. Also deutlich profitabler geworden. Kosten nicht unn├Âtig stark gesteigert. Booking Volume 19% hoch. Daraus aber fast 50% mehr Umsatz gemacht. Und woher kommt der? Das Mobility Segment, das ist quasi das Ride Hailing, Taxi bestellen, w├Ąchst um 82%. Das war von Corona deutlich deprimiert im letzten Jahr noch. Q4 2021. Da gibt es jetzt deutliche Erholungen. Ihr merkt es bestimmt alle selber. Wenn ihr in Gro├čst├Ądten wohnt, ihr fahrt mehr Uber oder Taxi oder Bolt oder Freenow. Und das sieht Uber sehr stark. Bei den Bookings, Sekunde, das ist, muss ich mal gucken, ob man auch hier sieht, woher die Take Rate eigentlich kommt. Ich kann mal Bookings vergleichen. Das Revenue w├Ąchst mit 81, die Bookings mit 31. Also deutlich mehr Marge aus dem Mobility Gesch├Ąft drauf. Die Take Rate war im letzten Jahr noch 20%. Also wenn ihr f├╝r 10 Euro Taxi gefahren seid, kriegt der Fahrer 8. Also Ex-Steuern, sage ich jetzt mal. Der Vereinfachung halber nehmen wir mehr als Steuern raus. Also wenn ihr f├╝r 12 Euro Taxi gefahren seid, bekommt, die Frage ist, ob Uber jetzt in Deutschland Steuern zahlt, aber davon abstrichen wir erstmal wirklich. Ihr fahrt f├╝r 12 Euro Taxi, 2 Euro gehen rund an den Staat, 2 an Uber, 8 an den Taxifahrer. Inzwischen sieht das anders aus, weil Uber sich 28% davon als Take Rate genehmigt. Also gehen eher 7 Euro an den Taxifahrer und 3 Euro oder 2,80 Euro an Uber.
Wahnsinn, dass die ganzen Leute dann noch fahren. Also sie zahlen mehr an Uber und mehr Sprit.
Genau, also das hei├čt auf Deutsch, es wird teurer. Gerade bei Search Pricing merkt man das. Also wenn es wirklich Nachfrage gibt, dann wird es auch erheblich teurer. Ich denke es liegt nat├╝rlich auch daran, dass die Budgets der Konkurrenz so ein bisschen senken. Also die Konkurrenzangebote, Berlin ist gerade sehr kompetitiv mit Bold noch und FreeNow, aber in anderen M├Ąrkten sinkt so ein bisschen die Intensit├Ąt der Konkurrenz. Dann kann man sowohl beim Marketing sparen, was sie getan haben. Sekunde, das hole ich auch nochmal raus hier. Marketing minus 11%. Da sparen sie, R&D geht weiter hoch, General Admin geht weiter hoch, aber beim Marketing haben sie 11% eingespart gegen├╝ber dem Vorjahr. Machen damit 50% mehr Umsatz, da kommt die Effizienz her. Effizienz wurde nat├╝rlich auch da erw├Ąhnt, das ist sonnenklar. So kommt man auf 82% mehr Wachstum im Modellsektor. Weniger Konkurrenz, weniger Marketing. Die Fahrer haben weniger Auswahl, wenn es nicht mal vier Anbieter gibt, f├╝r die ich fahren kann. Und da nutzen sie die Marktmacht und rutschen jetzt in die Profitabilit├Ąt demn├Ąchst, w├╝rde ich denken. Beim Delivery w├Ąchst man weniger, das hat ja w├Ąhrend Corona besonders gut funktioniert, da sind sie dreistellig gewachsen w├Ąhrend Corona. Jetzt noch 21%, das ist aber immer noch ganz ordentlich. Die Take Rate ist dort 20%, das sind aber auch 10% mehr als im Vorjahr. 2% Punkte, 10%, das war bei 18, jetzt ist es bei 20,5, das ist sogar ein bisschen mehr als 10%. 2,5% Punkte, mehr Take Rate. Uber Freight ist eigentlich weiter zu vernachl├Ąssigen, das w├Ąchst ein bisschen, aber Marge ist da ├╝bersichtlich, das macht doch minimal Verlust. Genau, ansonsten w├Ąchst am meisten gerade Europa, hat sich verdoppelt. In den USA ist man auch vorher schon ein bisschen gefahren, da w├Ąchst man so 30, 38% in S├╝damerika, Nordamerika. In Europa aber da zieht das Gesch├Ąft wirklich wieder an. Mit plus 110% gegen├╝ber dem Vorjahr. Teilweise getrieben von Margen, teilweise getrieben vom Volumen. Asien auch eher 30%. Also Europa l├Ąsst Uber gerade richtig wachsen. Deutlich schlechter sieht es bei Lyft aus. Uber hat einen sehr guten Ausblick gemacht. Sie sind 49% gewachsen im letzten Quartal. F├╝rs n├Ąchste Jahr gehen sie auch von 20-30% aus. Von einem guten zweistelligen Wachstumsraten aus. Dann ist vollkommen klar, dass sie profitabel werden. Und dann ist das auch eine sch├Âne Turnaround Story, die Dara Kostaschari da hingelegt hat. Der sieht ein bisschen ├Ąlter geworden aus in den letzten zwei Jahren, aber wenn wir ├╝berlegen, dass vor zwei Jahren im ersten Quartal 21 die operative Marge noch minus 53% war, dann ist das echt eine Leistung, das hier richtig zu drehen. Das hat bestimmt ein bisschen geholfen, dass in Konkurrenten das Geld ausgeht. Lyft habe ich gesagt. Da sieht es deutlich schlechter aus. Der Umsatz ist nur um 21% gestiegen. Das was bei Uber um 49% hochgegangen ist, ist hier nur um 21% hochgegangen. Mehr oder weniger flat gegen├╝ber dem Vorquartal. Also das Wachstum scheint raus zu sein. Das zeichnet sich ab. Der Ausblick dementsprechend schlecht. Der Markt hat es gar nicht gemocht und schickt die Aktie glaube ich 30% runter. 30% nach den Earnings erstmal runter. Wie gesagt, Ausblick schlecht. Das mag der Markt auch nie. Da trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen, wie man so gerne sagt. Das ist ein bisschen overused hier. Aber ich wei├č nicht, ob Lyft damit ├╝berhaupt noch auf einen gr├╝nen Pfad kommen kann.
Dann gibt es noch Payment und Cloudflare.
Genau, machen wir erst Cloudflare. Dann wollen wir mit was angenehmes. Ach nee, es kommen eh wieder Layoffs. Dann fangen wir mal zwischendurch was angenehmes. Und zwar meine Cloudflare, mit der ich ins Grab gehen werde. Cloudflare ist in den letzten Jahren so ein bisschen getrieben von dem hohen Volumen im Internet. In Corona eher so um die 50% und mehr gewachsen. Jetzt ist man im Q2 noch 54%, Q3 47% und jetzt noch 42% gewachsen. Das war gr├Â├čtenteils eingepreist. Man hat die Wachstum-Diagnostik ganz leicht ├╝bertroffen. Das war, womit der Markt gerechnet hat. 42% Wachstum, das ist ganz gut. Das ist auch noch ordentlich gegen├╝ber dem Vorquartal. Der Rohertrag Crossprofit hat sich auch deutlich erh├Âht. Die Marge ist gegen den Vorquartal ein klein bisschen runtergegangen, gegen das Vorjahr schon etwas deutlicher. Das sind sicherlich erh├Âhte Stromkosten, erh├Âhte Personalkosten, die als Cost of Revenues da reingehen. Also die ist statt 78 jetzt 75. Sofern es nicht weiter runter geht, ist das kein gr├Â├čeres Problem. Aber es w├Ąre nat├╝rlich sch├Ân, wenn sie auch wieder hoch geht. Die Kosten sind um 34% gestiegen, also langsamer als der Umsatz. Das ist gut. Das war bei Cloudflare mit einer Ausnahme. Da gab es einen Sondereffekt. Auch immer so. Cloudflare hat eine gute Kostendisziplin. Die Kosten wachsen langsamer und der Headcount auch w├Ąchst langsamer als der Umsatz. Dadurch verbessert sich zunehmend die Marge bei Cloudflare. Man ist noch mit minus 18,5% operativer Marge. Deutlich negativ muss man sagen. Man hat aber ebenso deutlich positiven Cashflow. Sie k├Ânnen auf Jahresbasis noch nicht, oder? Doch, auch auf Jahresbasis deutlich sogar positiv. ├ťber 100 Millionen positiven Cashflow. Warum das Gap-Ergebnis trotzdem noch negativ ist, ist die Sharebase-Compensation. Also Mitarbeiteroptionen, die nach Gap 100% ins Ergebnis einflie├čen, obwohl die Firma Geld verdient. Aber sie geben immer noch Aktien raus und die Aktion├Ąre werden dilutet, verw├Ąssert. Das flie├čt nach Gap mit ins Ergebnis ein und deswegen ist man auf dem Papier noch negativ, obwohl sich Geld ansammelt in der Firma. Was kann man noch sagen? Die Marge habe ich gesagt, minus 18,5, aber verbessert sich. Das war vorher noch minus 21%. Man sieht ganz kleinen Operating Leverage. Wenn ich jetzt z├Ąhle, das ist Marketing, hier mal eins hier, das Wachstum, das gab es vorher noch nicht. 37% mehr Marketing, nur aber 42% mehr Umsatz. Die Magic Number verschlechtert sich ein klein bisschen, aber ist mit 0,63 noch okayisch, am unteren Ende von okay. Es ist aber vom Makroklima wahrscheinlich auch mit die schlechteste Zeit f├╝r Cloudfraer. Nat├╝rlich kommt man so ein bisschen zur├╝ck von der Corona-Zeit. ├ťberall wird gespart, ├╝berall werden Kosten in IT nochmal infrage gestellt. Deswegen ist es nicht so verwunderlich, dass die Magic Number ein bisschen runter geht. Die Rule of 40 ist noch deutlich ├╝ber 50 mit 54. Das ist gut, das hei├čt es ist definitiv absehbar, dass die Firma irgendwann profitabel wird. Sofern sich nicht gr├Â├čere Dinge ├Ąndern. Die Expansion der Accounts, also was der durchschnittliche Kunde pro Jahr mehr ausgibt mit Cloudfraer sieht auch gut aus. Das ist immer noch 122%. Auch das geht runter von 127 auf 126, 124 und jetzt 122. Damit hat man aber gerechnet, weil Kunden weniger Volumen im Internet brauchen. Gerade geht die und weil das Volumen getrieben ist das Modell, geht die Revenue Expansion leicht runter. 122 ist aber noch ein sehr guter Wert. Man gewinnt weiter neue Kunden hinzu. 6000 neue Kunden hat man gewonnen und ├╝ber 130 gro├če Kunden mit mehr als 100.000 Euro Umsatz. Die steigen um 44% sogar gegen├╝ber dem Vorjahr. Die ganz gro├čen um 52% die mehr als eine Million machen. Das sieht soweit alles gesund aus. Die Kundenakquisekosten sind vergleichbar mit den Vorperioden. Beim Hiring treten sie auch schon vorsichtig auf die Bremse. Sie heiern weiter. Also sie haben nochmal 35 Leute, 36 Leute eingestellt gegen├╝ber dem Vorquartal. Aber langsamer als im Vorjahr. Man sieht eine Reduktion beim Hiring und man sieht auch, dass der Grossprofit, der Rohertrag pro Angestellte steigt jedes Jahr an bei Cloudfraer. Das hei├čt es gibt eine interne Effizienz. Man verdient pro Angestellten mehr Geld jedes Jahr. Nicht wie bei den gro├čen Techkonzernen, sondern es gibt ein Operating Leverage. Die Kosten wachsen nicht so schnell wie der Umsetzer. Ich halte es nach wie vor f├╝r ein sehr solides, leider auch sehr teures Unternehmen. Auch Cloudfraer hat sich glaube ich deutlich erholt im Verlauf des Jahres mit den anderen Techstocks. 36% Sekunde. Ja 36% genau. Seit Jahresanfang kommt langsam wieder zur├╝ck. Kann auch wieder runter gehen, wissen wir alle nicht. Aber es ist ein Ergebnis, was der Marktlage entspricht. Es geht ├╝berall ein bisschen runter, aber es trifft die Erwartungen und intern wird die Firma trotzdem besser. Das hei├čt alle Kennzahlen innerhalb der Firma, somit Ausnahme der Magic Number, verbessern sich. Auch wenn das Volumen nat├╝rlich ein bisschen leidet. Von daher bin ich da mehr als beruhigt.
Und Finance? Fintechs?
Genau. Wer nicht so gut schlafen kann ist sicherlich unsere Buy Now Pay Later Mafia. Affirm ist ein gro├čer US-amerikanischer oder der gr├Â├čte US-amerikanische Buy Now Pay Later Player. Das was Klarna in Europa und auch zunehmend in den USA macht, macht Affirm da schon l├Ąnger. Wer den Podcast hier ├Âfter h├Ârt, dem ist nicht unbekannt, dass ich dem Modell aus vielerlei Gr├╝nden skeptisch bin. Ich glaube nicht, dass es gut f├╝r die Gesellschaft und die Consumer ist, die das nutzen. Ich glaube, dass es auch kein gutes Gesch├Ąftsmodell ist und wenn dann eins, was eben auf Kosten der H├Ąndler und Consumer geht. Es ist jetzt so, dass der Umsatz, das Total Revenue immer noch um 11% w├Ąchst. Das klingt ja ganz okay. Man muss aber dazu sagen, dass es Anfang des Jahres noch 54% waren, Ende letzten Jahres noch 77%. Also es kommt zu einer deutlichen Verlangsamung. Und das Q3 ist nat├╝rlich der starke Weihnachtsquartal. Also bei Ihnen ist das Q3. Wir reden einfach vom Kalender. Ja nun ignorieren wir jetzt mal die Finanzquartale. Das Q4 ist das starke Weihnachtsquartal. Das Q1 wird sehr sicher darunter liegen. In diesem Fall w├╝rde ich sagen. Also da wird man unter 400 Millionen Umsatz liegen. Die Take Rate geht immer weiter runter. Also das was man vom GmV. GmV ist um 27% ├╝brigens gestiegen. Der Umsatz nur um 10,7. Das GmV um 27%. Da sieht man hier passiert das Gegenteil wie von Uber. N├Ąmlich, dass unter dem Wettbewerbsdruck die Marge wegschmilzt auf nur noch 7,1%. Das war vor zwei Jahren noch bei 10%. Vor dem Jahr davor sogar bei 13%. Das liegt an zwei Gr├╝nden. Einerseits der Wettbewerbsdruck, andererseits die steigenden Zinsen. Weil wenn man Konsumentenkredite vergibt, dann ist dein Wareneinkauf, ist was du an Zinsen bezahlt. In den USA steigen wie in Europa die Zinsen. Das kann eine Firma noch nicht 100% weitergeben an die Kunden und deswegen sinkt die Marge. Wie sie das versuchen weiterzugeben, da kommen wir gleich noch drauf. Dann, es ist ein bisschen kompliziert mit der Firma, weil es so viele Kostenarten gibt. Die haben Transaktionsgeb├╝hren, die haben Fundingkosten. Also die Zinsen die sie selber zahlen. Sie m├╝ssen R├╝ckstellungen bilden f├╝r Kreditverluste, die sie verdoppelt haben gegen├╝ber dem Jahr ├╝brigens. Also nicht die Kreditverluste, aber die R├╝ckstellungen daf├╝r sind um 103% gestiegen. Also man rechnet mit h├Âheren Ausfallraten und arbeitet da diligent daran das einzupreisen. Das dr├╝ckt dann auch die Gewinne, weil man diese Vorkehrungen treffen muss. Man hat Service und Prozesskosten und so weiter. Und am Ende ist es so, dass die gesamte Kostenbasis, also die totalen OPEX um 36% wachsen. Also die Ums├Ątze wachsen nur noch um 11% rund und die Kosten um 36%. Das hei├čt der Verlust dehnt sich aus. Die Verlustmarge dehnt sich aus. Und w├Ąhrend man letztes Jahr bei nur minus 50% im Schnitt negative operativer Marge ist, ist man inzwischen wieder bei minus 90%. Also je mehr Umsatz eine Firma macht und sie wachsen nur noch mit 10%, desto negativer werden sie. Also genau genommen, das ist sehr ├Ąhnlich zu dem was ich vor kurzem ├╝ber das Klarna gesagt habe, sie wachsen nicht mehr und sie verlieren inzwischen fast wieder 2 Euro, sie verlieren 1 Euro f├╝r jeden Euro den sie Umsatz machen. Was nicht nach einem guten Gesch├Ąftsmodell klingt. Minus 90% operative Marge, ganz schwer da auf den gr├╝nen Zweig zu kommen. Und das nicht zeigt hier in die richtige Richtung, sondern die negative Marge weitet sich immer weiter aus. Wer m├Âchte kann das gut im doppelg├Ąnger.io-sheet nachvollziehen. Da ist so ein Graf dazu, wo man das auch ein bisschen bildlich betrachten kann. Das ist eine ziemliche Shitshow. Verlust ist 360 Millionen w├Ąhrend der Umsatz rund 400 Millionen ist. Sehr schwer damit auf den gr├╝nen Pfad zu kommen. Rule of 40 macht gar keinen Sinn bei dem Business, aber w├Ąre minus 5 negativ. Die Anzahl der Merchants ist r├╝ckl├Ąufig das erste Mal. Man hatte letztes Quartal noch 145.000 teilnehmende H├Ąndler. Jetzt sind es noch 243.000. Das ist mehr als im Vorjahr, aber weniger als im Vorquartal. Das hei├čt da gehen jetzt H├Ąndler pleite, k├Ânnte man daraus. Also entweder k├╝ndigen sie Firm, eigentlich ist es vollkommen egal, aber entweder k├╝ndigen sie Firm, weil sie schei├če finden, das w├Ąre nicht gut oder sie gehen pleite und das w├Ąre auch nicht gut f├╝r Firm. Aber auf jeden Fall haben sie netto weniger H├Ąndler. Die gro├čen Merchants wiederum, die konnten sie nochmal steigern um 2000 von 88.000 auf 90.000, aber von den kleinen gehen viele pleite offenbar oder verlassen Firm. Umsatz pro Customer ist alles nicht so spannend. Wir m├╝ssen ein bisschen auf die Zeit achten. Was noch vielleicht wichtig ist, ist Loans held for Investment. Das sind die Kredite, die sie selber verkaufen an die Kunden, also die sie selber haben. Eigentlich wollen sie das nicht. Eigentlich versucht man die Kredite weiter zu geben, weiter zu verkaufen an Finanzinvestoren. Das hei├čt man paketiert die oder securitizet die, verbrieft die w├╝rde man auf deutsch sagen. Man klebt 10.000 Konsumentenkredite zusammen in ein Papier, macht ein Schn├╝rchen drum und schreibt durchschnittlich gute Qualit├Ąt oder Subprime drauf und dann verkauft man das an Finanzinvestoren und die sind bereit dann irgendwie 8% Zinsen daf├╝r zu zahlen oder erwarten das zu bekommen, anders umgesagt. Da es jetzt aber andere M├Âglichkeiten gibt Zinsen zu bekommen ohne so hohe Risiken einzugehen, wird es viel schwerer diese Pakete weiter zu verkaufen. Das ist so in die Analogie zur Immobilienkrise in den USA nat├╝rlich, wer das nicht versteht. Das hei├čt die Qualit├Ąt, also es passieren viele Sachen gleichzeitig. Die Zinsen werden h├Âher, das hei├čt Anleger haben die M├Âglichkeit woanders relativ sicher Geld anzulegen und auch gute Zinsen zu bekommen. Die Qualit├Ąt dieser Kredite verschlechtert sich, weil der amerikanische Konsument fr├╝her oder sp├Ąter einen Hit bekommen wird und schon zunehmend schlechter dasteht durch Inflationskosten, durch vielleicht Arbeitslosigkeit, die sieht eigentlich gut aus, aber eher durch Inflation vielleicht, dass die Leute einfach nicht mehr Geld in der Tasche haben und das spielt beides nicht f├╝r die Firm und deswegen sinken eben auch die Margen. Genau und die Loansheld von Westmin steigen um 57 Prozent, obwohl der Umsatz um 10 Prozent steigt eben. 81 Prozent der Transaktionen werden beim Shop gemacht, 19 werden durch die Firm selber, durch ihre App oder Webseite initiiert, das ist vielleicht noch spannend. Nur noch 10 Prozent der Kredite haben keine Zinsen. Also bei Klarna ist es ja oft so oder auch bei Amazon oder anderen PayNow PayLetter Anbietern ist es ja so, dass man oft Angebote bekommt, dass man gar keine Zinsen hat, wenn man innerhalb von vier Wochen zahlt. Bei Firm, das ist eher PayDay Loan w├╝rde ich sagen. 10 Prozent der Kredite haben keine Zinsen, da zahlt der Shop quasi eine sehr hohe Geb├╝hr, damit der Kunde keine Zinsen zahlen muss. Ein Viertel ungef├Ąhr zahlen in vier Raten und 67 Prozent, also zwei Drittel der Konsumentenkredite tragen Zinsen in erheblicher H├Âhe teilweise bei Firmen, da kommen wir gleich nochmal drauf. Bei den Kategorien wachsen sie am st├Ąrksten in General Merchandise, das ist wahrscheinlich das Amazon oder was auch immer. Bei Travel und Ticketing wachsen sie um 63 Prozent, das muss man sich fragen, ob das Dinge sind, die man bei Now PayLetter bezahlen sollte, eine Reise oder ein Ticket. Bei Sport und Outdoor sinken sie schon gegen├╝ber dem vorher, das ist aber der Peloton Effekt sehr stark, weil sie Peloton als Kunden verloren haben, beziehungsweise Peloton als Kunden kein Business mehr macht. Bei Others steigen sie noch, die Anzahl der aktiven Konsumenten steigt, die haben sie um 38 Prozent hochgetragen ungef├Ąhr. Ein Gro├čteil der Transaktionen kommt von Repeat Customers inzwischen, wahrscheinlich weil sie das Marketing ein bisschen einschr├Ąnken mussten. Merchants haben wir dar├╝ber geredet, die Fees sind relativ stabil. Sie sparen so ein bisschen bei R&D, Technology and Data, das sparen sie noch nicht. Bei Sales und Marketing nur moderat. Bei General Management versucht man schon ein bisschen Geld einzusparen, aber trotzdem wird die Firma negativer und negativer. Und das Spannende ist, die Ausfallraten steigen noch nicht signifikant, man kann das so ein bisschen sehen, aber nicht wirklich signifikant. Also da warten alle noch darauf, dass es crasht. Ich finde jetzt die Quelle gerade nicht, aber ich habe in den Affirm-Unterlagen irgendwo gelesen, dass was sie jetzt tun werden ist, den Zins f├╝r diese kurzfristigen Konsumkredite auf das Maximum, was vom Kongress und den Verbraucherschutzorganisationen, sie sagen bef├╝rwortet, aber besser formuliert w├Ąre erlaubt, ist hochzusetzen und zwar auf 36 Prozent im Jahr. Das hei├čt, damit wird Buy Now, Pay Later, das war schon vorher eine dumme Entscheidung, Konsum auf Pump zu finanzieren, aber mit 36 Prozent Zinsen zahlt man einfach 36 Prozent mehr f├╝r das, was man per Buy Now, Pay Later kauft ├╝ber Affirm. Das betrifft nat├╝rlich vor allem Leute mit schlechten Credit-Ratings, die woanders auch eventuell keine Kredite mehr bekommen. Hat man ein besseres Rating oder zahlt der Merchant mit f├╝r Affirm, dann kann das eventuell f├╝r den Endkunden g├╝nstiger sein. Im Extremfall ist es aber so, dass Menschen, die sich mit Affirm nochmal eine Tankf├╝llung kaufen, eine Pizza bestellen oder Lebensmittel kaufen oder was anderes, bis zu 36 Prozent Zinsen im Jahr. Also nach allen deutschen Ma├čst├Ąben w├╝rde es sich dabei um Wucher handeln, also dass man eine wirtschaftliche Notlage ausnutzt und mehr als das Dreifache, ich glaube das sind die Bedingungen, ich glaube ein sogar reicht schon, aber wenn man sowohl eine wirtschaftliche Notlage ausnutzt und das Dreifache des Marktzins verlangt, dann w├╝rde das glaube ich nach meinem Verst├Ąndnis, nach deutschen Definitionen ein Wuchergesch├Ąft sein und damit nichtig. Das hei├čt man k├Ânnte wahrscheinlich sogar mit dem Geld weglaufen, wenn man wollte. Beziehungsweise, ich wei├č nicht, ob das die Rechtsfolge ist, aber ich finde es auf jeden Fall moralisch anstrengend. Das ist quasi der Nachfolger des Payday-Loans-Gesch├Ąfts, wo man Leuten daf├╝r, dass sie f├╝r 30 Tage einen Kredit bekommen, um ├╝ber die Runden zu kommen oder auch nur f├╝r eine Woche scheinbar kleine Betr├Ąge abnimmt, aber weil der Zeitraum, in dem das Geld verliehen wird, so klein ist, erkennt man nicht, dass der effektive Zins deutlich zweistellig ist, in dem Fall hier bis zu 36 Prozent. Ich sch├Ątze mal, ich kann mal kurz ausrechnen, nach f├╝nf Jahren hat man da bestimmt schon das Dreifache oder Vierfache zusammen. Nach f├╝nf Jahren zahlt man fast das F├╝nffache. Du w├╝rdest ein Euro immer wieder per Affirm investieren, dann w├╝rdest du nach f├╝nf Jahren Affirm f├╝nf Euro schulden. Das wird schwer. Da musst du viele Sparpl├Ąne abschlie├čen, um das wieder rauszuholen. Also der Zinsesinsteffekt ist da brutal. Das sieht man nat├╝rlich nicht, wenn man nur f├╝r ein paar Wochen oder ein paar Monate so einen kurzfristigen Kredit macht. Dann sieht das aus, als w├Ąren es nur ein paar Dollar mehr. Aber es ist ein sehr eintr├Ągliches Gesch├Ąft. Wenn es nicht so ein schlechtes Gesch├Ąftsmittel w├Ąre, dass man selbst damit nicht Geld verdient. Das muss man sich auch mal fragen, wie man mit dem Zinsen immer noch kein Geld verdient. Aber so steht es um Affirm. Noch ein bisschen schlechter steht es um Openpay. Die haben inzwischen Gl├Ąubiger Schutz beantragt. Das ist eine Firma, die haupts├Ąchlich in Australien unterwegs ist. Da wo Afterpay, die von Square aufgekauft wurden, aktiv sind. Da wurden jetzt 80 von 140 Mitarbeiter entlassen bei Openpay und Gl├Ąubiger Schutz beantragt. Es wird kein neues Business mehr aufgenommen. Das ist ein weiterer BNPL Service, der dann die Fl├╝gel spreizt. Es gibt noch SIP und Sessel, denen wird es glaube ich nicht viel besser gehen. Wir werden sehen. Ich finde es nicht schade um die Player ehrlich gesagt. Ich bin gespannt, ob Klana wirklich das Ziel dieses Jahr Breakeven zu erreichen erreicht. Ich w├Ąre ├╝berrascht. Sie haben das angek├╝ndigt. Ich kann es mir in meinen k├╝hnsten Tr├Ąumen nicht vorstellen. Ich habe keine Lust ein Besen zu essen. Deswegen verspreche ich es nicht. Was k├Ânnte ich tun, wenn Klana Breakeven macht? Philipp hast du einen Wettvorschlag?
Zitrone essen.
Zitrone essen ist lecker. Da h├Ątte ich kein Problem mit. Na gut, dann esse ich eine Zitrone. Ich esse drei Zitronen. Drei? Dann kriege ich Reflux. Ne, lieber nicht. Ich esse eine Zitrone.
Sehr gut. Ich mache ein Video davon. Pipp, lass uns Feierabend machen.
Robinhood w├╝rde ich schon gerne noch machen. Paypal geht der Chef, das ist langweilig, l├Ąuft nicht gut. Robinhood k├Ânnen wir noch fix machen. Wir k├Ânnen uns ein bisschen auf die Highlights konzentrieren, wenn es da welche g├Ąbe. Robinhood ist die lustige Trading App, die angeblich mit 1.800 Geld verdient. Da ist es so, dass die Funded Accounts, also die Anzahl der Accounts, die es gibt, ist nochmal minimal um 50.000 gestiegen auf 23 Millionen. Aber das ist eigentlich seit sieben Quartalen stagnierend. Also minimale Ver├Ąnderung von Q4 20 auf Q2 21 hat man sich noch innerhalb von sechs Monaten verdoppelt. Inzwischen hat man in sieben Quartalen nicht mal mehr 500.000 Nutzern zugef├╝gt. Das ist absolut stagnierend. Die Anzahl der Accounts, die davon aktiv sind, ist sogar runtergegangen. Das waren im Q2 21 noch fast 100% der Accounts, die auch aktiv waren von den 22,5. Inzwischen ist nicht mal die H├Ąlfte der Accounts noch aktiv, die gefunden sind. Es sind noch 11 Millionen aktive Nutzer. Wirklich spannend finde ich, dass vor 18 Monaten haben die Assets under custody, damit bemisst man Brokerfirmen gerne. Also wie viel Geld verwaltet man im Kundenauftrag? Wie viel Geld haben die Kunden in ihren Depots, Accounts und Kryptowallets? Das waren 102 Milliarden im Q2 21 vor 18 Monaten. Das ist jetzt runtergegangen auf 62 Milliarden. Jetzt k├Ânnte man denken, die haben 40% verloren von ihrem Ersparten, ihren Aktien und Optionen und Krypto. Aber tats├Ąchlich haben die Nutzer in dem Zeitraum auch nochmal 25 Milliarden hinzugef├╝gt. Das hei├čt sie haben nicht 40 verloren, sondern 40 plus 25, also 65 Milliarden verloren in dem Zeitraum. Man sieht auch, dass die meisten Nutzer, viele Nutzer mit Optionen und Krypto rumhantieren und dass da die Verluste besonders gro├č sind. Aber man kann gut sagen, dass Robinhood mit diesen 65 Milliarden mehr Geld verdient hat, als sie jemals wert waren. Oder mehr Geld vernichtet haben f├╝r die Kunden. Da schaut Frank Thelen neidisch r├╝ber aus dem Tenex DNA Office. So schlecht geht es kaum. Was man auch wieder sehr stark sieht ist die Verteilung der Trades. Das habe ich schon ein bisschen angesprochen. Das Revenue kommt noch weniger inzwischen aus dem Aktienhandel. Ich habe es mal aufgeschl├╝sselt im Sheet. Der Prozentsatz den Robinhood mit Aktienhandel verdient von seinem Umsatz war vor zwei Jahren mal 25%. Das ist schon wenig, aber das war immer noch was. Inzwischen ist er auf 5,5% runter. Den Gro├čteil des Umsatzes macht Robinhood mit Optionen. Das sind 124 Millionen mit Aktienhandel im Vergleich 21 Millionen. Also man macht sechs mal so viel Geld mit hochriskanten Optionsgesch├Ąften wie mit Aktienhandel. Man macht weitere 55 Millionen mit Margin Interest, also mit Geldverborgen auf Pump. Das ist ungef├Ąhr zweieinhalb mal so viel wie mit Aktien. Insgesamt ist der Anteil des Aktientradings am Umsatz nur 5,5%. Der Rest ist High Risk Crypto Trading, High Risk Option Trading, High Risk Margin Lending, Security Lending. Ein bisschen Zinseinnahmen auf die Guthaben der Kunden inzwischen. Auch wenn das Robinhood hei├čt, f├╝r mich sieht es ein bisschen aus wie der Sherwood Forest, wie er in der Underworld aussehen muss. Wie hei├čt das? Die Anderswelt auf Deutsch? Also das Gegenteil von dem was man verstehen w├╝rde. Darunter man macht immer noch gr├╝ne Verluste bei Robinhood. Die engen sich ein bisschen ein. Der Netloss ist nur noch 166 Millionen. Die haben immer ├╝ber eine Milliarde im Quartal verloren vor zwei Jahren. Man spart hier Kosten. Die CEOs haben ihre Compensation Package reduziert. Ich glaube ihre Sharebase Compensation haben sie abgegeben. Das hat einen kleinen Einfluss und dadurch verbessert sich die Verlustlage. Aber es ist auch noch lange nicht profitabel. Aber das kann bei einem Broker dann nat├╝rlich auch sein, wenn die B├Ârse ein bisschen flach liegt. Apropos Compensation Package. Dar├╝ber w├╝rde ich schon gerne noch reden. Du bist ja ein gro├čer Zoom Fan, immer Philipp. Der CEO Eric Yuan hat bekannt gegeben, dass er 1300 Mitarbeiter entlassen wird diese Woche. Also die Entlassungen gehen schon mal straight weiter im Februar. Da ├Ąndert sich gar nichts. Im Januar hatten wir den absoluten H├Âhenpunkt mit mehr als 100.000 Entlassungen. Allein in der Tech-Industrie. Da werden wir auch im Februar nahe rankommen wahrscheinlich, so wie es aussieht im Moment. Und Eric Yuan hat aber gesagt, weil das sein Fehler ist, dass er diese 1300 Leute entlassen muss. Das ist auch glaube ich relevant. Das ist 10 oder 11 Prozent bei Zoom. 15 Prozent sogar. Das ist ein Fehler f├╝r den er zu beschuldigen ist, sagt er. Er m├Âchte Accountability zeigen und nicht nur Worte. Und was macht er? Er k├╝rzt sein eigenes Gehalt um 98 Prozent auf 10.000 Euro. Im Jahr also.
Das ist ja ungef├Ąhr so, wenn ich sagen w├╝rde, ich gehe heute Abend nicht essen.
Genau. Er hat vorher 500.000 bekommen. Er k├╝rzt das auf 10.000. Das ist nat├╝rlich ein guter Schritt. Ob man das jetzt so feiern sollte, ist eine andere Frage. Also das zu machen, wenn da viele Leute auf Geld verzichten m├╝ssen oder gar ihren Job verlieren, finde ich das Mindeste, dass auch der CEO auf Geld verzichtet. Und das vielleicht intern auch einmal so sagt, dass man dann an die Presse tritt und sagt, das ist hier mein Fehler und um es wieder gut zu machen verzichte ich auf 98 Prozent. Ist auf jeden Fall ein PR-Stunt, der extrem gut funktioniert hat. Also Business Insider und viele andere haben das aufgegriffen und fanden es ganz gro├čartig. Auf LinkedIn feiern die Influencer schon dieses Wohlverhalten. Man muss da tats├Ąchlich mal die Mathematik machen und zwar zweifach. Einmal ist es so, dass Eric Yuan 4 Milliarden schwer ist und dass diese 490.000 auf die er verzichtet ungef├Ąhr 0,1 Promille, 0,1 Promille, nicht 1 Prozent, nicht 1 Promille, 0,1 Promille seines Verm├Âgens sind. Die wird er vermutlich nicht vermissen. Das ist ein Urlaub weniger, selbst das nicht. Von daher trifft ihn das genau genommen gar nicht, sondern ist einfach nur ein Zeichen, ein Signal, dass aber wie gesagt gut funktioniert hat hier. Und genau genommen ist es sogar was, was extrem vorteilhaft f├╝r ihn als einer der gr├Â├čten Aktion├Ąre von Zoom ist. Weil wenn man die Mathematik auch hier mal durchrechnet, ist es ja so, dass Zoom immer noch eine 46-fache Ebit-Multiple, das ist das Ebit-Multiple, was ich gefunden habe. Wenn nicht kann man es auch mit dem, was man f├╝r richtig h├Ąlt, neu rechnen. Das wird das Ergebnis nicht stark ver├Ąndern. Aber sagen wir mal, Zoom notiert auf einem 46-fachen Ebit-Multiple und man verzichtet auf 490.000 Euro Kosten, das geht nat├╝rlich eins zu eins ins Ebit durch. Also du hast zwar nicht mehr Umsatz, aber du hast weniger Kosten. Dadurch verbessert sich das Ebit um eine halbe Million in dem Jahr. Wenn man ein Ebit-Multiple hat, also wenn die Marktkapitalisierung der Firma immer so rund das 50-fache des Ergebnisses ist, des Ebit, dann hei├čt das, wenn man auf 500.000 Gehalt verzichtet oder auf 490.000 und das mal 46 rechnet, m├╝sste man so irgendwo bei 22 Millionen sein, die man an Marktkapitalisierung geschaffen hat. Und jetzt ist es so, dass Eric Yuan auch noch 20 Prozent an der Firma besitzt. Das hei├čt von diesen 22 Millionen, sozusagen von diesem Anstieg geh├Ârt ihm ein F├╝nftel. Das w├Ąren eben dann so zwischen 4 und 4,5 Millionen. So wenn er jetzt sein Gehalt abzieht, dann sind wir bei 4 Millionen. Das hei├čt dadurch, dass er der Firma diese Kosten erspart hat, ist sein Stake in Zoom 4 Millionen mehr wert geworden. Eigentlich, wenn man davon ausgeht, dass die M├Ąrkte rational agieren, so wie er hier sehr rational agiert hat und das als emotional verkauft hat. Solange einem mehr als 10 Prozent einer Firma geh├Ârt und das Ebit-Multiple ├╝ber 10 ist, ist es relativ einfach auf sein Gehalt zu verzichten als CEO. Das ist eine reine Mathematik-Sache. Das ist auch der Grund, warum Jeff Bezos nur einen Euro Gehalt oder einen Dollar Gehalt bekommen hat, weil ihm so viel von der Firma geh├Ârt, dass es bl├Âd w├Ąre, sich Gehalt zu zahlen, weil es nur das Ergebnis von Amazon verschlechtert. Und solange Amazon so ein vern├╝nftiges Ebit-Multiple hat, ist es immer schlauer zu sagen, ich zahle mir nat├╝rlich kein Geld. Also man muss eigentlich den Aktion├Ąren nicht g├Ânnen. Das ist der einzige Grund, warum du das nicht machen wirst. Ich nehme das Geld nur, damit die Aktion├Ąre nicht auch davon profitieren. Wenn du selber signifikant beteiligt bist und so ein 10 Prozent ist eine gute Grenze, bei 20 ist es vollkommen unfraglich, dann macht es sehr viel Sinn auf sein Gehalt zu verzichten, weil man tats├Ąchlich Plus macht und das kriegt auf jeden Fall den Preis als PR-Stunt der Woche. Ich will nicht sagen, dass es falsch ist, Gehalt zu verzichten. Das ist vollkommen richtig. Ich finde es sehr anst├Ąndig. Aber das zu verkaufen, also nach au├čen zu verkaufen vor allen Dingen, finde ich ein bisschen unanst├Ąndig. Auf jeden Fall ist es schlau, wo wir bei den Layoffs sind. GitHub entl├Ąsst 10 Prozent der Angestellten, wird vollkommen remote, folgt dann mit dem Beispiel von GitLab. Yahoo l├Ąsst 20 Prozent der Leute gehen, das sind 1600 Menschen. Die Layoffs h├Ąufen sich und darunter profitiert unter anderem LinkedIn, um den Circle zu schlie├čen. LinkedIn hat ein Viertel mehr Engagement anscheinend im Januar im Vergleich zu Dezember. Januar ist nat├╝rlich High Season f├╝r Jobsuchende sowieso, aber die Jobkrise treibt das nat├╝rlich an. Man sieht, Sekunde wo habe ich die Layoffs. Wir sind jetzt schon bei 22.000 wieder im Februar nach 10 Tagen. Das hei├čt wir werden auch bei 50, 60 mindestens landen wahrscheinlich im Februar, obwohl der Monat ein bisschen k├╝rzer. Dell hat allein 6600 Leute gehen lassen. Yahoo, Zoom haben wir gesagt, Daraa's, Baidu, Rivian. Also es gibt ├╝berall Entlassungen. Ich glaube tats├Ąchlich, dass es gut sein wird f├╝r den Jobmarkt. Also k├Ânnen sich viele andere Firmen Personal sammeln, aber auch die Firmen und meine geliebte ZipRecruiter wird von der neuen Liquidit├Ąt im Jobmarkt profitieren. Ich glaube mehr und mehr Marktpl├Ątze werden direkt oder indirekt pro Bewerber oder pro Hire, also pro Angestellten, den man gewinnen konnte, abrechnen und mehr Liquidit├Ąt im Markt. Man k├Ânnte denken, da sinkt die Konkurrenz und dadurch sinkt das Gesch├Ąft. Ich glaube es wird so sein, dass so ein Glassdoor Indeed oder Recruit Holdings oder ZipRecruiter davon profitieren k├Ânnte. Das werden wir im Q4 vielleicht noch gar nicht sehen, obwohl da die Layoffs ja angefangen haben. Aber gerade im Q1 glaube ich werden die davon profitieren, dass viele Leute sich nochmal umorientieren, dass viele Leute sich umorientieren m├╝ssen, dass der Jobmarkt neue Liquidit├Ąt bekommt und damit das Transaktionsvolumen, wenn man so m├Âchte, im Jobneuanfangmarkt steigt. Das k├Ânnte ich mir vorstellen, dass das den Markt antreibt und deswegen finde ich es nat├╝rlich traurig, dass die Leute ihren Job verlieren, aber ich glaube, dass es einerseits f├╝r die Unternehmen gut sein wird, die diese Mitarbeiter einstellen k├Ânnen und vielleicht auch f├╝r die Marktpl├Ątze, die an der Vermittlung sehr stark partizipieren m├╝ssen. Das reine Volumenmarkt m├╝sste wie gesagt eigentlich sehr stark davon getrieben werden, weil im Moment, also vorher war der Jobmarkt eigentlich congested, also verstopft. Es gab Nachfrage auf einer Seite, aber es gab ├╝berhaupt keine Nachfrage auf der anderen Seite, n├Ąmlich nach offenen Positionen in bestimmten Bereichen zumindest und dann h├Âren Marktpl├Ątze auf zu funktionieren. Wer dieses Buch Who gets what and why, das ich ganz am Anfang mal empfohlen habe von Doppelg├Ąnger gelesen hat, der wei├č, dass Congestion ein typisches Marktplatzproblem war und ich behaupte, der Jobmarkt war congested, also verstopft und er k├Ânnte sich jetzt entstopfen und das k├Ânnte f├╝r viel Liquidit├Ąt suchen sorgen und das sorgt f├╝r Transaktionslose. Das sorgt f├╝r Transaktionsvolumen und das wiederum f├╝r spudelnde Ums├Ątze bei Marktpl├Ątzen. Deswegen bin ich da sehr optimistisch eigentlich und damit haben wir jetzt eigentlich auch den Bogen geschlossen. PayPal m├╝ssen wir nicht machen wie gesagt.
Ich freue mich auf deinen LinkedIn Post morgen und w├╝nsche allen ein sch├Ânes Wochenende.
Wozu soll ich schreiben? Ich wollte entweder schreiben zu Robin Hood zu Affirm oder soll ich zu den LinkedIn Influencers schreiben?
Ich w├╝rde sagen, mach so ein sch├Ânes Bild mit so ein paar LinkedIn VIPs.
Ach ich tag die alle, das wird der Trick. Dann k├Ânnen die ja mal Stellung nehmen dazu. Man muss ihnen auch die M├Âglichkeit geben zu erkl├Ąren wie es dazu kommt. Es gibt ja viele gute Gr├╝nde wie es dazu kommen kann.
In diesem Sinne, Peace.
Genau, dann kauft nicht die falschen Fonds und bis zum n├Ąchsten Mal. Ciao, ciao.