Doppelg├Ąnger Folge #223 vom 14. Februar 2023

­čô║ Super Bowl ­čž« Layoffs bei Meta & Twilio ­čĄľ Marge bei Google durch AI ­čôł Earnings: Palantir & Arista Networks

Was haben wir ├╝ber LinkedIn Marketing gelernt? Welche Super Bowl Ads haben uns am besten gefallen? Diese Woche wurden weitere Entlassungen bei Meta und Twilio bekannt. Wie wird sich die Gross Margin bei Google durch AI entwickeln? Earnings von Palantir & Arista Networks. Die riskante Wette von Scott Galloway mit Bed Bath & Beyond.

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:08:00) LinkedIn Learnings

(00:08:00) Super Bowl Werbung

(00:25:30) Meta

(00:29:55) Twilio

(00:35:30) Google

(01:00:30) Palantir Earnings

(01:13:30) Arista Networks Earnings

(01:20:50) Palantir & Arista Networks

(01:24:00) Scott & Bed Bath & Beyond

(01:32:30) Monday Earnings

Shownotes:

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Super Bowl ad with Ben Affleck https://www.youtube.com/watch?v=BBIX9FG6kZ0

Super Bowl ad: Michelob Ultra - Full Swing https://www.youtube.com/watch?v=zmloxV-Cdu8

Facebook Salaries https://www.levels.fyi/companies/facebook/salaries

Google vs. Bing CEO Search: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7030891361478295553/

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Willkommen im Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 223. Mitte Februar, Valentinstag, ├╝berstanden. Pipp, was hast du die Woche, das Wochenende ├╝ber LinkedIn Marketing gelernt?
Hab ich was gelernt? Das ist eine gute Frage. In den Kommentaren gab es viel fachliches Feedback. Teilweise ein bisschen erhitzt, teilweise nicht. Mein Gef├╝hl ist, dass es noch ein sehr kleiner Kreis an Akteuren ist in Deutschland. Die deutsche LinkedIn Mafia scheint noch ein ├╝bersichtlicher Bande zu sein. Gibt es eine LinkedIn Konferenz eigentlich? Ich unterliege dem Eindruck, dass es schon m├Âglich ist, gewisse Dinge auf LinkedIn zu kaufen. Also dass man Follower-Likes und sowas kaufen kann. Daf├╝r gibt es Services, das ist relativ klar. Aber auch gr├Â├čere Branding-Pakete oder Thought Leadership-Pakete. Das ist ganz interessant. Meine Meinung ist immer noch, dass ich da komischerweise bei LinkedIn idealistisch bin, aber ich habe das Gef├╝hl, dass es eigentlich nicht so funktionieren kann. Menschen m├╝ssen authentisch kommunizieren. Wo das eigentlich scheitert ist, warum ich da Transparenz reinbringe, ist, weil ich mir ein besseres LinkedIn w├╝nsche. Und ich glaube, es hat eigentlich unheimlich viel Potenzial. Ich glaube, dass jeder Mensch was kann, was er teilen kann oder was wei├č oder was gelernt hat, was er teilen kann und was anderen hilft. Das hat eigentlich super viel Potenzial. Twitter ist gerade nicht mehr der richtige Platz daf├╝r. Und deswegen f├Ąnde ich es eigentlich sch├Ân, wenn mehr Leute es nutzen. Also statt irgendwelche Agenturen, irgendwelche Quatschposts zu schreiben zu lassen oder irgendwelche bezahlten Posts zu ver├Âffentlichen. Ich f├Ąnde es eigentlich voll cool, wenn da jeder was. Also ich w├╝rde gerne von Conversion-Experten irgendwie ihre besten AB-Tests lesen, von Data-Leuten ihre besten Queries oder ihre h├Ąrtesten Probleme. Da gab es neulich einen sehr guten Post von jemandem, der bei PayPal sehr gut dissektiert hat, wie ein gro├čes Churn-Problem angegangen ist. Mega wertvoller Content. Und eigentlich w├╝rde ich mir w├╝nschen, dass es mehr sowas gibt. Und abgesehen davon halte ich es eben f├╝r unauthentisch. Also gerade wenn man jemanden schon kennt und man liest dann diese Agentur-Posts. Du wei├čt safe, das hat der nicht selber geschrieben oder die. Das ist weird f├╝r die Leute, die schon Kontakte sind. Und es ist vielleicht das Image, was man bauen will, aber kann man das dauerhaft authentisch vertreten? Das ist ne andere Frage. Und warum ich glaube, es kann eigentlich nicht funktionieren, ist, weil die Agentur in der Regel nicht legitimiert ist, in den Kommentaren zu antworten, im Auftrag des Kunden. Also die Menschen, die vielleicht f├╝r Maschmeyer sch├Âne Posts machen, die d├╝rfen glaube ich in seinem Namen nicht auf meinen Kommentar antworten. Und sein Problem ist aber, also das ist jetzt nur ein random Beispiel, ich sag jetzt mal Maschmeyer. Sein Problem ist aber, dass der erste Kommentar so viel Sichtbarkeit bekommen kann, dass es zumindest jeglichen positiven Effekt neutralisiert, wenn nicht negative Effekte hat. Die Agentur kann nicht einschreiten, weil sie sich ein Okay holen m├╝sste und wahrscheinlich w├╝rden die meisten Leute nicht sagen, du darfst ja einfach mit Kommentatoren interagieren in meinem Namen, das k├Ânnte ja auch ein Kunde sein oder was auch immer. Deswegen glaube ich eigentlich, es kann so nicht funktionieren. Aber ich bin, also ich schaue das auch gerne von der Seitenlinie nicht, ich mische mich schon ein bisschen ein, aber ich schaue das an, vielleicht liege ich auch falsch und am Ende haben wir alle irgendwie ne Imageagentur f├╝r LinkedIn sp├Ąter.
Ich fand in dem einen Kommentar, ich glaube es war von Joel ganz gut, der meinte oder hat gefragt, ob man ├╝berhaupt noch kommentieren w├╝rde, wenn man schon sieht, dass 100 Kommentare da sind. Da w├╝rde ich mich auch dazu z├Ąhlen. Ist das bei dir nicht so? Du kommentierst ja auch sehr viel.
Ich kommentiere, mein Ziel ist ja eigentlich immer, dass ein schnelles Engagement in der ersten Stunde muss deutlich ├╝ber ein Prozent sein, sonst l├Âscht den Post wieder in der Regel. Apropos Post l├Âschen, da haben wir auch eine sch├Âne Story gleich noch. Und wenn ich Kommentare mache, ist eigentlich mein geheimliches Ziel, dass der Kommentar mehr Likes bekommt als der Post. Von daher w├╝rde mich das nicht abschrecken, aber ich glaube schon, dass das User abschreckt, wenn da schon zu viel Diskussion im Gang ist, dann hat man das Gef├╝hl, dass das vielleicht untergeht. Ich fand einen anderen Kommentar sch├Ân, jemand meinte, dass Frank Thielen eventuell, also g├Ąbe es einen Dislike-Button auf LinkedIn, dann h├Ątte Frank Thielen ein deutlich besseres Engagement, meinte jemand. Und ich bef├╝rchte, dass er w├Ąre wahr. Aber wir wollten eigentlich noch mehr Fingerpointing machen. Ich w├╝rde auch mal sagen, es sollte keine Pauschalunterstellung sein, dass alle Leute auf der Liste oder auch nur die Mehrheit oder viele davon schummeln im Sinne von Follower kaufen. Ich habe bei ein, zwei Accounts den Verdacht, dass das der Fall sein k├Ânnte. Ich w├╝rde das nicht als so einen Generalverdacht machen. Ich glaube aber, was man sieht ist, dass diese Accounts eine sehr unterschiedliche Leistung haben. Und viele haben gesagt, ist es nicht, wenn man so gro├č ist, deutlich schwerer, schau dir Gary Vee an oder andere Accounts. Das stimmt auch, wenn es gro├č ist, ist es viel schwerer auf ein oder zwei Prozent Engagement zu kommen, einfach weil die Audience so divers und breit ist, ist es schwerer logischerweise sie zu engagen. Das erkl├Ąrt, warum dein Engagement 0,5 Prozent und nicht 1,5 Prozent ist, glaube ich. Das erkl├Ąrt aber nicht, warum es 0,02 statt 2 Prozent ist. Das sind ja two orders of magnitude, wenn du so willst. Das wiederum, glaube ich, da braucht man eine bessere Begr├╝ndung. Da kann es trotzdem total legitime geben, im Sinne von LinkedIn hatte ich zu viele Nutzer vorgestellt, die keine passende Audience sind. Das gibt es schon, oder dass deine Nutzer zu selten auf LinkedIn insgesamt aktiv sind, gar keine LinkedIn-heavy User sind. Da gibt es ganz viele Erkl├Ąrungen. Ich glaube, es ist auch immer eine Mischung aus verschiedenen Faktoren. Was mich nur wundert, ist, dass insbesondere die Marken dann gar nicht so mit den Leuten interagieren, die besonders gutes Engagement haben, sondern teilweise noch auf Vanitymetriken rein zu fallen scheinen, wenn es unbezahlt ist. Und dann glaube ich, es gibt ein, das was man bei Instagram vor f├╝nf Jahren gesehen hat, ich glaube, es gibt ein erhebliches Kennzeichnungsproblem bei bezahlten Posts und Werbung. Das wei├č ich nicht, wann sich da der, wie hei├čt dieser Verein, der da, dieser Wettbewerbsrechtsverein, das w├╝rde er sich irgendwann mal anschauen, wenn ihn die Instagram-Influencer genervt haben, dann k├Ânnte es da noch ein Nachspiel geben, was so eine verdeckte Werbung auf LinkedIn angeht, glaube ich.
Ja, meine gr├Â├čte ├ťberraschung war, dass man tats├Ąchlich Posts raufen kann wohl von Leuten, die eigentlich fest angestellt in einer F├╝hrungsposition sind. Und das h├Ątte ich nicht f├╝r m├Âglich gehalten.
Das ist ja nicht so einfach, weil der Account ja nicht daf├╝r, das ist wahrscheinlich noch nicht h├Âchstrichterlich entschieden, oder vielleicht auch, ich wei├č nicht, aber du bist ja, also die Vermutung w├Ąre, das ist ja ein untreuer Vorwurf, dass du sagst, das m├╝sste der Arbeitnehmer genehmigen oder man entnimmt sogar irgendeinen Wert aus dem Unternehmen dadurch. Prinzipiell ist das ja dein privater Account, der ist mit dem Arbeitgeber ja nur insofern verlinkt, dass du ihn angegeben hast, den Arbeitgeber, der Account ist ja aber in deinem Besitz, von daher ist es vielleicht gestattet, dass du auch als CFO eines DAX-Konzerns oder was auch immer da Posts und Geld daf├╝r bekommst. Die Frage ist, ob es nicht irgendwo einen Zeitpunkt gibt, wo ein Schaden entsteht oder ein Schaden potenziell entstehen k├Ânnte. Aber man w├╝rde vermuten, dass gewisse Berufe gut genug verg├╝tet sind, um das nicht n├Âtig zu haben, aber vielleicht verdient man im C-Level, im DAX auch gar nicht so viel, das reicht zum Durchkommen ohne bezahlte LinkedIn-Posts.
Lass uns ├╝ber den Superbowl sprechen. Hast du es geguckt? Wei├čt du mal, wer gespielt hat?
Ich w├╝rde gerne mal schauen, wenn mal jemand eine lustige Superbowl-Party hat, ich w├╝rde mich fast anschlie├čen, aber ich bin dann der Typ, der entweder versuche ich Leuten, die es besser k├Ânnen zu erkl├Ąren, wie das Spiel geht, um richtig nervig zu sein, oder stelle mich wirklich dumm. Ich habe tats├Ąchlich keine Ahnung, w├Ąre ich in der Lage die Regeln zu verstehen, traue ich mir zu, wenn es der Durchschnittsamerikaner schafft. Ich habe das nicht gesehen, ne.
Ich habe auch ├╝berhaupt keine Ahnung, wer gespielt hat, gar nichts. Noch weniger als von der WM.
H├Ąttest du Philadelphia oder Kansas City gesetzt? Philadelphia. Hat Elon Musk auch, aber die haben verloren, danach hat er seinen Tweet gel├Âscht. Der hat gesagt, was ist das, Eagles? Ich glaube Eagles. Go Eagles. Und dann haben die leider verloren, dann hat er seinen Tweet gel├Âscht, das illoyale Schwein. Aber zu Twitter kommen wir auch noch. Beim Superbowl hatten wir letztes Jahr erz├Ąhlt, oder in der Mitte des Jahres, dass alle Firmen, die beim Superbowl Werbung gemacht haben, so Carvana und was das alles war, FTX auch, Salesforce, wirklich ein schlechtes Jahr hatten danach, wobei die B├Ârse auch insgesamt schlecht lief. Die Frage ist, wen h├Ątte man denn dieses Jahr sehen k├Ânnen, der auff├Ąllig und verd├Ąchtig w├Ąre, dass im n├Ąchsten Jahr jetzt die H├Ąlfte seiner B├Ârsenbewertung zu verlieren. Hast du dir da Gedanken dr├╝ber gemacht?
Ja, du hast mir ja einen Link geschickt und ich habe da gesehen, Werbung von Uber, DoorDash, E-Trade, Booking.com, Squarespace und T-Mobile. Das waren so die Techfirmen, die ich gesehen habe, auf jeden Fall in dieser Auflistung. Es gab wahrscheinlich noch viele, viele andere Werbeausspielungen.
Crowdstrike hat einen Werbespot gemacht, habe ich gesehen. 7 Millionen kostet ein Superbowl-Spot. Angeblich Crowdstrike hat einen gemacht mit so einem trojanischen Pferd. War nicht mega lustig, aber hat mich kurz besorgt. Ich w├╝rde auf Squarespace setzen, also vielleicht diese Performance von den eben genannten. Ich glaube f├╝r die, das Website-Bilder f├╝r SMEs sollte nicht ganz einfach sein in den USA, glaube ich. Hat sich ein bisschen erholt. Ja, 17 Sekunden. Ja, fast. Ja, Squarespace w├╝rde ich mir setzen. Ich glaube DoorDash ist auf einem guten Weg inzwischen. Uber haben wir gesehen, dass die Zahlen sich deutlich verbessert haben.
Von der Promi-Dichte w├╝rde ich sagen, dass Uber und T-Mobile vielleicht eine schlechte Zeit haben.
T-Mobile USA?
Die haben sich richtig jeden Promi geg├Ânnt. Kannst du dir vorstellen, welchen Werbespot ich am besten fand?
Ich glaube die unabh├Ąngigen Wahlen haben den Dutch Ram oder so. Also teilweise Cringe, teilweise sehr gut eingeordnet. Was ist dein Liebling?
Ich fand Benefa witzig. Also Ben Affleck verkauft Donuts f├╝r Dunkin Donuts.
Oh warte, kann ich mir kurz anschauen? Ich hab mir noch einen geschaut. Sekunde, Sekunde, Sekunde. Den fandst du lustig?
Ja, den fand ich nicht schlecht. Und dann gehen wir nach ganz unten. Da gibt es einen von Ultra und Full Swing.
Oh, das ist Golf. Das ist f├╝r dich. Ist das Venus Williams?
Ne, noch weiter unten. Es gibt zwei Ultra-Werbespots. Einer ist glaube ich oben und einer ist relativ weit unten.
Oh, T-Mobile hat Bradley Cooper. Und Sylvester Stallone f├╝r Paramount. Oh, Paramount ist ja auch dabei. Das ist doch hier Viacom. Die werden beim Streaming-M├╝ll jetzt auch untergehen bef├╝rchtet bald. Nochmal T-Mobile. Ist das John Travolta? Ist man noch nicht gecancelt als Scientology? Was wolltest du mich an? Ich sollte E-Trade, habe ich Popeyes? Booking.com. Nee, weiter runter. Machst du Booking.com f├╝r Hotels oder f├╝r Fernwohnungen?
Beides, eher f├╝r Fernwohnungen.
Square Space. Ach da, mit wer ist sie denn? Kennst du die?
Dr├╝ck mal drauf, guck mal und dann sag mir, warum ich den gut fand.
Oh, weil ein QR-Code auf der Dose ist. Ultra ist ein Lightbeer, glaube ich. Und mit dem QR-Code kannst du einen Sneakpeak in eine Netflix-Serie bekommen.
Genau, und die Netflix-Serie Full Swing, das ist diese Serie, die es auch mal von Formel 1 gab und die es jetzt ├╝ber Golf gibt, f├Ąngt heute auf Netflix an. Ich habe den Werbespot vorgestern gesehen und habe den QR-Code gescannt und kam dann auf einen private, also erstmal muss man nat├╝rlich seine Daten abgeben, aber nachdem man sagt, dass man ├Ąlter ist als 18. Und dann habe ich das Video, also ich habe leider nicht das ganze Video geschafft, aber ich habe mir die erste halbe Stunde von der ersten Folge von Full Swing schon am Montag angucken k├Ânnen. Und wir haben uns im Discord-Channel geteilt, jetzt ist der Link leider off, also auf privat genommen.
Aber mega schlau, Media einzukaufen. Netflix kriegt Free Media im Spot und auf der Dose und daf├╝r geben sie nur ein paar Leuten Early Access. Finde ich eigentlich sehr schlaues Marketing.
Das fand ich die beste Ad, also nat├╝rlich auch, weil ich die Serie unbedingt gucken m├Âchte, aber das war f├╝r mich die beste Ad von denen, die dort aufgelistet waren.
Ja, finde ich ganz spannend. Und wie ist Full Swing? Nicht so gut, ne? Wie willst du aus Golf auch was Vern├╝nftiges machen? Boah, doch. Au├čer, wie hei├čt der Film mit Adam Sandler? Der Golf-Film. Happy Gilmore. Der ist richtig gut, den liebe ich. Adam Sandler-Film ist sowieso mein guilty pleasure. Vielleicht gucke ich heute mal eine Romance, guck mal, ob es eine Romance gibt mit Adam Sandler f├╝r einen Valentinstag.
Gibt's doch nicht, dass...
Okay, es gibt 30 Romances mit Adam Sandler.
Ist das nicht einer der Filme, wo die Frau immer wieder den Tag vergisst?
50 First Dates, ja, weil da dreh ich durch. Das ist echt zu schmaltig, sorry. Ich gucke eine sch├Âne Palantir-Doku heute zum Valentinstag, glaube ich. Ich kriege von YouTube immer diesen... weil du mir dieses doofe Video von diesem Arnie geschickt hast, sehe ich jetzt immer verr├╝ckte Alex Karp-Videos auf YouTube. Mein Algorithmus ist komplett zerv├Âgelt, ey. Also Adam Sandler ist auf jeden Fall krass underrated, finde ich.
Das ist dein Trash-TV. Ich sehe schon die ├ťberschrift, so schaltet Pip ab. Und dann kommt so ein Banner mit den zehn schlechtesten Filmen.
Ja, mit Hand in der Jogginghose, Bier in der Hand. That's me. Sekunde. Ah, Reign Over Me ist ein sch├Âner Film ├╝brigens.
Den kenne ich tats├Ąchlich nicht.
Okay, also Squarespace, w├╝rde ich sagen, verliert am meisten im n├Ąchsten Jahr.
Und wie sieht es bei Elon aus? Der war auch da und hat sich abfotografieren lassen.
Genau, Elon mag ja die Mainstream-Media nicht mehr und sagt, dass er Medien ├╝berhaupt nicht mehr vertrauen kann, weil die seinen neuen Konkurrenten... Also Medien sehen sich in Konkurrenz mit Twitter, deswegen kann man sie nicht ernst nehmen und sieht Medien ja sowieso als den gro├čen Feind. Und deswegen hat er sich in die Loge mit Robert Murdoch gesetzt, um das Superbowl zu schauen, also dem Besitzer von Fox News und riesigen Zeitungsimperien in Australien und in den USA. Ob das jetzt so gut f├╝r das Image ist, was er versucht zu erzeugen, ist mir auch nicht ganz klar. Wie gesagt, dass er seinen Support f├╝r die Eagles eingestellt hat, nachdem Kansas City gewonnen hat, haben wir schon erz├Ąhlt. Ansonsten hat er aber hart gearbeitet diese Woche, den Recommendation-Algo zu fixen. Also was du siehst, wenn du Twitter... Bist du noch angemeldet auf Twitter?
Ich bin auch drin, aber ich bin kaum mehr drin.
Ich brauch dich gleich mal f├╝r einen Test. Also letzte Woche wurde bekannt, dass Elon Musk aufgefallen ist, dass er nicht mehr genug Reads h├Ątte, sagt er meiner Meinung nach. Da hat er mit dem Entwickler dr├╝ber gesprochen und der hat ihm wiederum einen Google Trends Chart gezeigt und meinte... Also Elon hat gesagt, ich habe deutlich weniger Interaction und Views auf meinem Post wie zu dem und dem Zeitpunkt. Dann hat der Entwickler versucht zu zeigen, dass Elon Musk einfach spannender war zu dem Zeitpunkt, also mehr nachgefragt, hat ihm Google Trends gezeigt. Was hat Elon Musk daraufhin gemacht?
Ihn gefeuert?
Genau. Damit hat er den Rest der Entwickler offenbar motiviert, das ja zu fixen. Wir machen mal einen Live-Test. Magst du mal dein Handy nehmen und Twitter aufmachen?
Ja, ich habe es nur noch auf dem Rechner, aber ich twitter es auf.
Was sind deine ersten Tweets auf der Startseite?
Mein erster Tweet ist, dass irgendjemand von Elon Musk einen Tweet liked vor 11 Stunden. Elons Tweets und Twitter. Zweiter, jemand liked Elon Musks Tweet. Dritter Tweet...
Bist du in Notifications oder im H├Ąuschen?
Im H├Ąuschen, auf meiner Hausseite.
F├╝r die meisten Leute sieht Twitter inzwischen so aus, als wenn es einen Reiter g├Ąbe, der Elon Musk hei├čt, auf dem sie sind. Also er hat es irgendwie geschafft, dass jeder Mensch jetzt seine Tweets sieht. Achso Sekunde, ich wollte nochmal live in die Zahlen gucken. Sekunde, ob das noch stimmt, was ich heute Morgen schon mal getestet habe. Elon Musk gewinnt normalerweise so 100.000 Follower am Tag. True Story. Ich glaube er hat 126 Millionen, Sekunde, das wissen wir gleich. Er hat 129 Millionen rund. Normalerweise gewinnt er am Tag 100.000 dazu. Die letzten zwei Tage, also seit das live ist, hat er einmal 22.000 verloren und heute nochmal 15.000 verloren. Also netto kostet es ihn 120.000, weil er so overexposed wird gerade, dass Leute ihm entfolgen, nur um es nicht mehr zu sehen. Also irgendwas wurde so getweetet. A, man sieht daran, wie er sehr stark das Produkt um sich selbst herum baut, also vollkommen egozentrisch. Und das hat jetzt dazu gef├╝hrt, dass Leute, also es gibt unheimlich viele gute Witze dar├╝ber auf Facebook, dass es drei Reiter jetzt gibt mit All, Verified und Elon Musk. Und Elon Musk ist der vorderste, der aktiviert ist. Dann hat Jane M. Chung, diese Twitter Re-Engineering Engineer aus Hongkong, hat einen lustigen Tweet verfasst mit so ungef├Ąhr, man muss Twitter Blue kaufen oder 20 Posts von Elon Musk liken, um Twitter zu benutzen. Genau, also er t├╝ftelt da am Produkt, er glaubt das Produkt verbessert zu haben, aber eigentlich sind gestern alle Leute aufgewacht und haben sich gewundert, warum sie nur noch Elon Musk Tweets auf Twitter sehen. Ein Grund daf├╝r k├Ânnte sein, also scheinbar lag das unter anderem daran, dass er viele Leute geblockt hat und aus irgendeinem Grund wurden da absolute Zahlen und nicht die Ratio genommen oder das prozentuale Blockrate. Und dadurch, warum, das verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz, warum das seine Sichtbarkeit, ach doch, also die die er geblockt hat, k├Ânnen die nat├╝rlich nicht mehr sehen und das k├Ânnte dann eventuell doch die Sichtbarkeit einschr├Ąnken. Wie auch immer, auf jeden Fall hat er allen Leuten Amnestie gegeben und alle die er mal geblockt hat, k├Ânnen ihn jetzt wieder anschauen, das hat er auch ├Âffentlich gemacht. Ich hoffe sein gr├Â├čter Follower wird ihm da bald folgen, im wahrsten Sinne des Wortes und das auch machen, dann k├Ânnte ich endlich wieder die Tweets von Frank Thelen genie├čen. Aber das scheint an seiner Meinung nach dazu gef├╝hrt haben, dass er diesen Shadowban oder was auch immer, dieses Penalty gel├Âst hat, aber es scheint auch irgendwas am Code gemacht worden zu sein.
Ich bin ganz froh, dass ich die Tweets nicht lesen muss, aber ich habe heute ein kleines Insight bekommen und zwar habe ich vor ein paar Wochen doch erz├Ąhlt, dass hier so ein Agenturkollege von mir ein Model Y geleast hat, also Short Term Lease und jetzt das erste mal voll elektrisch Tesla gefahren ist, auch eine l├Ąngere Strecke. Meinte so 200-300 Kilometer dann laden, w├Ąre aber ganz cool und easy vor allem in der Gruppe, aber auch gr├Â├čte ├ťberraschung f├╝r mich, er sagt der Fahrassistent w├Ąre in seinem vorherigen Auto Golf 8, also Volkswagen wesentlich besser als das Tesla Programm und Tesla w├Ąre ├╝berhaupt nicht vergleichbar damit. Also das fand ich schon, ich habe ja immer gesagt, Tesla vielleicht nicht so sch├Ân verarbeitet und alles, aber Software k├Ânnen sie, nur dass der Fahrassistent jetzt vom Volkswagen besser ist, h├Ątte ich zur aktuellen Zeit eigentlich nicht gedacht.
Bist du auf der Autobahn gefahren oder Stadt? Ja Autobahn. Ich glaube auf der Autobahn hast du mindestens Parit├Ąt ehrlich gesagt, also in gewissen Situationen wollen dich alle Autos umbringen, wenn du gelbe Streifen hast und eine schlechte Pylone oder so, dann glaube ich ist es immer schlau mal ans Lenkrad zu greifen. Also da hatte ich auch schon mal ein anderes deutsches Fabrikat, das einfach eine Vollbremsung und Abbiegen, also eine Ausfahrt versucht hat zu nehmen, als ich gerade ausfahren wollte. Ich glaube weil das Navi, also die nehmen sich glaube ich nicht viel, aber ich glaube auf der Autobahn sind die meisten, also Spur halten, Abstand halten, eventuell Spur wechseln, das kriegen glaube ich alle gleich gut hin. Inzwischen die Frage ist, was du in der Innenstadt mit Verkehr schaffst und man muss halt sagen, das echte Full Self Driving von Tesla, ich mache jetzt hier Anf├╝hrungsstriche in der Luft, das echte Full Self Driving von Tesla ist ja eh noch nicht zugelassen in Deutschland, also das kannst du ja gar nicht so richtig machen, du musst ja noch irgendwie eine Wasserflasche ins Lenkrad stecken, damit das funktioniert und so.
Aber das ist so krass, er hat doch erz├Ąhlt, so von wegen so Tempo-Ajustieren, also wenn du jetzt von 140 auf 80 runter musst, das w├╝rde der Tesla gar nicht schnell genug schaffen. Der sieht das Schild viel zu sp├Ąt und bremst dann zu sp├Ąt ab, das hei├čt du f├Ąhrst mit 140 noch bei 80 oder mit 120 bei 80 und gibst einen Punkt ab.
Der Blitzer darf ja erst ein paar hundert Meter danach stehen eigentlich oder? Ich m├Âchte auch lieber energieversparend abgebremst werden. So von uns schon die H├Ąlfte der H├Ârer hassen jetzt, wollen wir noch ├╝ber die Berliner Wahl reden?
Hast du es diesmal geschafft? Hast du gew├Ąhlt?
H├Ą? Ich habe letztes Mal auch gew├Ąhlt.
Hast du besser gew├Ąhlt als letztes Mal?
Das ist ein Geheimnis, was ich gew├Ąhlt habe, das kann sich bestimmt niemand denken. Aber was ich sagen kann, ist, dass ich in dem Bezirk wohne mit der h├Âchsten Gr├╝nquote, 42 Prozent. Liegt vielleicht auch daran, dass ich Wahlhelfer war. Nat├╝rlich nicht. Aber vor uns war so eine gastige AfD Oma, die die Personalien von allen Wahlhelfern haben wollte. Das fand ich schon ├╝berraschend, dass Leute sich nicht zu fein sind das zu machen. Meine zwei Kommentare sind, ich finde es immer traurig, dass 10 Prozent der Leute okay damit sind Nazis zu w├Ąhlen und in manchen Bezirken sogar jeder Vierter. Das ist traurig. Und ich finde es auch ein bisschen traurig, dass die FDP raus ist. Weil ich glaube, dass sie in den allermeisten Parlamenten eigentlich gute Oppositionsarbeit macht. Das w├╝rde ich ihnen durchaus zugestehen. Deswegen ist es schade. Aber es hat sich herausgestellt, dass Autos und ausw├Ąrtige Vermieter nicht wahlberechtigt sind in Berlin. Damit hatte die FDP nicht rechnen k├Ânnen. Und dadurch sind sie leider unter die 5 Prozent H├╝rde gefallen. Ansonsten, ich f├Ąnde es ehrlich gesagt spannend, wenn vielleicht auch die CDU mal probieren k├Ânnte, ob sie es besser macht in Berlin. Ich fand es ein bisschen doof die Anfragen mit Silvester. Ich verstehe aber auch, dass gerade ├Ąltere Leute sich nach mehr Sicherheit sehen. Und ich glaube das war ein wichtiger Grund. Mal sehen. Mein Gef├╝hl ist, dass man so viel schlechter, also ich bin nicht der Typ, der jetzt von Fails State Rage oder so ist, mir ist das so d├Ąmlich f├╝r Berlin. Aber es ist auch legitim zu sagen, man kann mal Leute probieren, ob jemand anders das besser kann, wenn man das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten hat als SPD. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Kripp und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen die Risiko- Disposition der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen.
Lass uns in den Effizienz-Corner gehen. Was gibt's neues? Wer ist diese Woche noch effizienter als letzte Woche?
Ich hatte ja nach dem Meta-Earnings-Call von Mark Zuckerberg gesagt, dass es bl├Âd w├Ąre Terror zu verbreiten und Leute sp├Ąter zu entlassen. Also am besten h├Ątte er es bei der ersten Welle machen sollen, wenn nicht h├Ątte er es sp├Ątestens mit dem Earnings-Call sofort machen sollen. Was bl├Âd w├Ąre, w├Ąre weitere Effizienzma├čnahmen anzuk├╝ndigen und sie dann aber sp├Ąter erst zu unternehmen. Aber genau das, es gibt jetzt Hinweise darauf, dass das der Fall sein k├Ânnte. Also das Meta eine weitere Entlassungswelle plant. Sie hatten 11 Prozent, 12 Prozent? Hast du es im Kopf?
Keine Ahnung. Irgendwas zweistelliges, unteres zweistelliges.
Es waren 11.000 und 13 Prozent. Also sie haben 11.000 Menschen gehen lassen, w├╝rden es dann von 13 auf 18, 20 Prozent erh├Âhen. Es wird ein bisschen klar, dass die Budgetplanung bei Meta hakt. Die Leute noch nicht wissen mit welchen Budgets und wie viele Leute sie planen k├Ânnen. Das ist ganz oben noch nicht ganz klar, wie viele Leute man ├╝berhaupt behalten will. Und deswegen gehen jetzt erste Leute davon aus, dass es eine zweite Entlassungswelle geben k├Ânnte. So hat Mark Zuckerberg auch gelungen. Das k├Ânnte f├╝r Aktion├Ąre von Meta nat├╝rlich spannend sein. Also wenn jetzt mehr und mehr durchklingt, dass er eben doch geh├Ârt hat, was die Stunde Meta geschlagen hat und vielleicht Richtung 18, 20 Prozent geht, dann w├╝rde das das Ergebnis noch mal deutlich positiv beeinflussen. Wobei man m├╝sste ja eben auch an den CapEx arbeiten. Das tun sie aber auch. Also da k├Ânnte es noch News geben. Dann w├╝rde ich aber sagen, dass er es zumindest nicht perfekt, bestimmt auch nicht unheimlich desastr├Âs, aber auch nicht perfekt gemanagt, wenn er es erst im Earnings Call Terror und Unsicherheit in der Belegschaft verbreitet. Und die gibt es nach internen Stimmen definitiv gerade. Und es ist dann relativ sp├Ąt exekutiert. Aber du brauchst bei so einem gro├čen Konzern wahrscheinlich auch eine Zeit, um zu evaluieren, wer eigentlich gehen soll. Achso doch, Marne Levine, das war die Chief Business Officer. Es geht nach 13 Jahren. Und die Natur der Ausd├╝nnung bei Meta scheint zu sein, dass man eher Management spart. Also man will den Wasserkopf so ein bisschen loswerden und mehr produktive Leute haben. Das hei├čt, ich glaube da gibt es Grund davon auszugehen, dass das der Fall sein k├Ânnte, dass man zu viel Management Ebenen einbaut. Es gibt ein gutes Tool, wenn man sehen will, was die Leute bei Meta verdienen. Der kann Levels.fy sich anschauen. Und da kann man so schauen, was Leute, also auch wenn ihr euch irgendwo bewirbt bei einem gr├Â├čeren Techkonzern. Ich glaube es geht auch f├╝r die Europ├Ąischen inzwischen. Also ihr k├Ânnt auch f├╝r einen Delivery Hero mal schauen, oder so was. Entwickler da bekommen oder beim Zalando. Also da sieht man zum Beispiel bei Facebook werden sie Beispiele des Software Engineers bekommen Einstiegskategorie 175.000. Und drei Level h├Âher sind es dann schon eine halbe Million im Jahr. Weitere drei Level h├Âher kriegt man zwei. Also das E9 ist die h├Âchste Ingenierstufe. Das ist dann, wie hei├čt das, sophisticated? Ich f├Ąll den Namen nicht ein. Aber da bekommst du dann schon 2,2 Millionen. Das ist ganz ordentlich.
Also ab E9 brauchst du dann keinen LinkedIn Post mehr zu verkaufen.
Genau. Was Data Scientists verdienen, Produktmanager, Produktdesigners, Technical Recruiter und so kann man sich alles anschauen. Levels.fy ein ganz cooles Tool um sich so ├╝ber die Gehaltsgef├╝ge ein Bild zu machen. Nicht vergessen, dass im Silicon Valley die Hauspreise extrem hoch sind. Also mit 175.000 ist es gar nicht so einfach da durchzukommen. Aber wenn man vorher schon mal eine Tastatur angefasst hat steigt man vielleicht auch ein bisschen h├Âher ein bei Facebook. Achso, sie werden nicht in Anf├╝hrungsstrichen produktive Leute entlassen, sondern vor allem im Management versuchen zu sparen. Was nat├╝rlich einerseits besonders hohe Gehalte hat, andererseits eventuell weniger produktiv ist. Was sich dann noch zeigen wird. ├ähnliches gilt f├╝r Twilio, die nachdem sie ja schon mal 11% entlassen haben im September 2022 als eine der ersten, w├╝rde ich sagen, der ersten gro├čen Techfirmen, werden offenbar noch mal weitere 17% entlassen. Genau das was du verhindern willst eigentlich. Also erst einen kleinen Cut und dann einen gr├Â├čeren hinterher ist wahrscheinlich das ung├╝nstigste was du machen kannst. Aber nat├╝rlich h├Ątte es sich komisch angef├╝hlt 28, 30% von heute auf morgen zu cutten. Aber der Effekt f├╝r die Moral sollte hier insgesamt deutlich schlechter sein durch die zweite Runde. Weil nat├╝rlich fragen sich Menschen jetzt, wird eine dritte Runde kommen, geht es dem Business generell gut? Einfach zu sagen, wir haben overscaled, das Netz hat sich anders entwickelt, w├Ąre wahrscheinlich eine gute Begr├╝ndung gewesen um beim ersten Mal deutlicher zuzuschlagen. Wobei eben 28% jeder M├Ąrz, jeder Vierte klingt nat├╝rlich wahnsinnig. Aber man kann sich vorstellen, dass die Twilio Zahlen nicht besonders gut werden werden. Wenn man 28% Personal cuttet insgesamt, dann muss man schon von einer deutlichen Verlangsamung angehen. Twilio ist eine Plattform die so Messaging macht, also eure Two-Factor-Authentification, eure Online-Banking-Pins, eure irgendwelche transaktionalen E-Mails, Sprachnachrichten mit Pins oder sowas bekommt ihr in der Regel ├╝ber Twilio versendet. Das ist eine API um Kommunikationsdienstleistungen wie SMS oder Anrufe anzusteuern, aber auch andere Engagement Plattformen. Und es wird einfach weniger engaged. Also die Neukunden-Authentifizierungsprozesse, Logins in Krypto-Plattformen wird Twilio wahrscheinlich sehr schaden. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass viele der, also Krypto-Plattformen und Neo-Trading hatte ja viel Authentification immer. Du kriegst entweder eine SMS oder irgendein anderes Mittel, mindestens beim ersten Mal, jedes Mal wenn du das Device wechselst, teilweise bei jedem Login eine SMS. Und ich glaube, dass Twilio unter anderem auch da sehr stark leidet. So m├╝ssen jetzt insgesamt schon 28% der Leute gehen, wobei wenn erst 11 gehen und dann 17 sind es 27%. Mal sehen, wir k├Ânnen mal in die Tabelle schauen, die Earnings kennen wir nat├╝rlich noch nicht. Also sie sind zuletzt noch 33% gewachsen und die Kosten waren aber 54% gewachsen. Also es war schon ein starkes Missverh├Ąltnis. Da musste man was tun, wobei da waren Restructuring-Kosten dabei, w├╝rde man die 160.000 abziehen, w├Ąre es ein bisschen weniger. Sie werden wahrscheinlich auf 25, 24% nochmal runtergehen beim Wachstum und deswegen m├╝ssen sie an den Kosten arbeiten. Da f├╝hrt leider kein Weg dran vorbei, das ist die Realit├Ąt. Das Netz wird nicht von alleine wieder aktiver werden und es droht schon so ein bisschen eine Art Tech-Recession, glaube ich. Also es kam ein Artikel raus, ich glaube auch bei The Information, dass Twitter allein 75% der Salesforce Kosten gespart hat. Also ich glaube alles was Seed basiert ist, also ein Zoom, ein Slack. Slack ist ja in Salesforce drin. Spannenderweise Monday kommen wir sp├Ąter drauf, hat ganz gut performt. Asana m├╝sste man sich mal anschauen, aber es scheint wirklich sehr schwer zu sein.
Und vor allem auch dein Microsoft.
Vielleicht auch Microsoft, wobei Microsoft ja durch die Cloud-Sparte getrieben wird. Und LinkedIn w├╝rde von mehr Beweglichkeit im Jobmarkt profitieren, glaube ich. Ich glaube, dass die gro├čen Jobplattformen und LinkedIn geh├Ârt dazu, von mehr Liquidit├Ąt im Jobmarkt profitieren w├╝rden. Ansonsten k├Ânnte sich eben so eine Abw├Ąrtsspirale tats├Ąchlich bilden, dass die Entlassung der einen Firma die Ums├Ątze der anderen beeinflussen und sich so eine echte Mini-Rezession daraus wird. Ich glaube die allermeisten Gesch├Ąftsmittel mit wenigen Ausnahmen, weil ich w├╝rde sagen UiPass ist eine Ausnahme, C3AI, BigCommerce, vielleicht Palantir reden wir gleich mal dr├╝ber, da sieht es gar nicht so schlecht aus. Sind die meisten Gesch├Ąftsmittel schon nachhaltig, sollte es so eine Mini-Tech-Rezession geben, aber es ist eben ├╝berf├Ąllig, dass man die Kosten anpasst. Und man muss auch sagen, die meisten Firmen haben das noch nicht getan. Also viele hirnen vorsichtiger oder stoppen das Hiring, aber es haben noch nicht alle entlassen und ich sehe auch ├╝berhaupt noch nicht das Ende. Also bei Twilio dachten wir das Wichtigste w├Ąre getan und es sind jetzt noch mal 17 Prozent, also eigentlich jeder Sechste noch mal entlassen worden. Es gibt keine Garantie daf├╝r, dass das nicht auch bei anderen gro├čen Konzernen passt. Und wir haben gerade dr├╝ber geredet, auch bei Meta, da werden jetzt sicher nicht 2000 Leute mehr entlassen, sondern wahrscheinlich auch eher 5000 bis 8000. Wir werden es sehen. Das hat auf jeden Fall dann so Domino-Effekte, w├╝rde ich behaupten auf den Rest der Industrie.
Wir haben ja in den letzten Folgen viel ├╝ber Google versus OpenAI gesprochen oder versus Bing. Und du hattest einen Artikel mir weitergeleitet, dass einige Google-MitarbeiterInnen bei OpenAI geholfen haben, um das dann wirklich marktreif zu machen oder den Launch vorzubereiten, im Hintergrund zu arbeiten. Da kam mir die Frage, ob wir vielleicht dieses Jahr so eine gro├če Klage sehen, ├Ąhnlich wie wir es mal mit Waymo und Uber hatten. Dass als Uber Otto, Otto das Startup gekauft hat von einem ehemaligen Google-Mitarbeiter, wurde der verklagt oder wurden die verklagt, dass er Secrets mitgenommen hat. W├Ąre ja auch eine M├Âglichkeit, um sich in dem Battle zwischen Google und Microsoft jetzt zu wehren oder ein bisschen anzugreifen.
Ja, ist die Frage, ob es bei AI Trade Secrets, Gesch├Ąftsgeheimnisse gibt, die nicht patentierbar, aber dennoch irgendwie sch├╝tzenswert sind. Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Glaube ich, aber was relativ klar wird, ist, dass OpenAI schon ein paar Google-Leute brauchte, um Chat-GPT ├╝ber die Ziellinie zu schieben. Ich gehe ja davon aus, dass Googles Kernkompetenz AI ist inzwischen eigentlich und sie vor vielen Jahren beschlossen haben, alle Probleme, die sie k├Ânnen mit Machine Learning zu l├Âsen. Von daher ist es kein gro├čes Wunder, ob es da Prozesse geben wird, wird man sehen. Im Moment sind alle sehr aufgeschreckt und besch├Ąftigt, also sich damit, also mit dem Tanzen besch├Ąftigt, weil es hat ja sie alle aufgefordert hat zum Tanzen. Es gibt jetzt viele Leute, die sagen, das ist gar nicht so ein starker, also es ist nat├╝rlich ein Angriff auf den Market Share von Google im Search Business, also den Marktanteil, was Microsoft macht, dass sie hoffen, dass mehr Leute auf Bing suchen und wieder Bewegung in die Marktanteile auf den Suchmarkt kommt. Das k├Ânnte eine Strategie sein, ich glaube nicht, dass da viele Marktanteile verschoben werden, vielleicht bestenfalls niedrig einstellige Betr├Ąge, Prozentpunkte w├╝rde ich glauben. F├╝r Microsoft w├Ąre eine Steigerung um 50 Prozent, also eine Steigerung um 50 Prozent von ihrem bisherigen Marktanteil, je nachdem, welchen Markt man sich anschaut und so. Ich glaube Microsoft inflatet die Bing-Zahlen noch ein bisschen ehrlich gesagt. Und eine andere Theorie oder eine andere Hypothese ist, dass Microsoft vor allen Dingen einen Angriff auf die Gross Margins, also den Rohertrag von Google startet. Im Sinne von, wir wissen ja inzwischen, dass eine Chat-GPT-Anfrage sehr viel mehr Geld kostet als eine Suchanfrage bei Google im Moment, weil die Suchanfrage bei Google zwar Machine Learning verwendet an vielen Stellen, h├Âchstwahrscheinlich, aber gr├Â├čtenteils noch algorithmisch ausgeliefert wird. Und Chat-GPT, also eine mehrzeitige Antwort auf eine Frage zu schreiben, kostet halt mehrere Cent im Moment noch. Und indem Microsoft jetzt Google zwingt, sich umzustellen und auch ein Chatbot, also Bart, zu implementieren, w├╝rde das Gesch├Ąftsmodell von Google auf der Cost-of-Revenue-Seite einfach deutlich teurer werden. Und damit die Roh-Marge, Gross-Marge und Brutto-Marge komprimieren. Zur Erinnerung, die Brutto-Marge oder Gross-Marge ist der Umsatz, der gesamte Umsatz der Firma minus die Kosten der Erstellung der Produkte oder Dienstleistungen. Also bevor man Marketing, R&D, also Forschung und Entwicklung und die Gemeinkosten abzieht. Also die Forschung und Entwicklung, Gemeinkosten, Sales und Marketing, das wird sp├Ąter noch abgezogen von der Roh-Marge. Aber die Roh-Marge ist erstmal die Leistungserstellung oder Entschuldigung der Umsatz minus die Leistungskosten der Leistungserstellung. Das ist die Roh-Marge. Beim Auto w├Ąre es eben der Verkaufspreis minus den Arbeitslohn, die Werkteile und so weiter. Um es einfach zu machen, bei einer Suchmaschine, im Fall von Google, ist es der gesamte Werbeumsatz minus die Traffic Acquisition-Kosten, also was sie ausgeben, um Traffic zu akquirieren von Publishern oder von Apple oder von Mozilla oder ihren anderen Traffic-Partnern. Und die Datacenter-Kosten und die Kosten des Betriebs solcher Datacenter und dazu w├╝rden zum Beispiel auch die AI-Modelle dazugeh├Âren, die viel Strom verbrauchen oder viel Computerechenzeit verbrauchen. Und indem man Google zwingt, eben nicht mal ihren einfachen Algorithmus zu verwenden, sondern ein Machine Learning, ein Large Language Model, LLM, w├╝rde man die Kosten, also die Cost of Revenue von Google in die H├Âhe treiben. Und das wiederum w├╝rde Google erheblich unprofitabler machen. Und ich finde es eigentlich relativ schl├╝ssig, dass das passieren k├Ânnte und habe echt ├╝berlegt, dass wenn Googles Margen jetzt stark komprimiert werden, ob das eigentlich in Zukunft noch so ein spannendes Gesch├Ąftsmodell sein wird. Und es gibt Sekunde, Monstanley hat dazu schon ein bisschen Arbeit gemacht, also da haben ein paar Analysten schon die Zahlen gecruncht, ein paar Annahmen getroffen und die sagen, wenn 50 Prozent der Suchenden, also es gibt 5 Cases, die sich unterscheiden ├╝ber die Anzahl, eigentlich gibt es 25 Cases. Man stellt sich eine Matrix vor, in der einmal der Anteil der Suchenden, die per Machine Learning beantwortet werden steht, einmal ist es von 10 bis 50 Prozent, 10, 20, 30, 40, 50 Prozent. Also wie oft braucht Google Machine Learning, um eine Suchanfrage zu beantworten? Hypothese w├Ąre, dass sie es eben nicht bei 100 Prozent machen, was glaube ich schlau ist. Und das andere ist, wie lang die Antwort ist. Das h├Ąlt morgen Stanley f├╝r einen Kostentreiber, also ob die Antwort 25, 50, 75 oder 100 Worte ist, halten sie f├╝r einen Kostentreiber des Modells. Da bin ich mir nicht ganz sicher, ob man das so rechnen w├╝rde, aber die werden sicherlich Arbeit gemacht haben und ich bin jetzt am Vertrauen. Und f├╝r den Fall, dass die H├Ąlfte der Suchenden eine 50-wortige Antwort ben├Âtigten, geht morgen Stanley davon aus, dass im Jahr 2024 6 Milliarden an zus├Ątzlichen Kosten auf Google zukommen w├╝rden und damit das EBIT, also das Ergebnis von Google auch um 6 Milliarden runterdr├╝cken w├╝rden von ├╝ber 99 Milliarden. Milliarden Dollar auf um die 93,6 Milliarden Dollar. Das hei├čt, es w├╝rde die Marge von Google um 6 Prozent komprimieren. Sekunde, ist das die Marge? Ja, nee, ist nicht die Marge, aber gegen├╝ber dem Case ohne Statutipitive w├╝rde man 6 Prozent EBIT verlieren. Und das w├Ąre schon erheblich, wenn man das Discount Cashflow Model baut, also den Unternehmenswert von Google versucht zu berechnen und den fairen Wert der Aktie, dann machst du einen riesen Unterschied, ob du 98 Milliarden oder 99 Milliarden oder nur 93,5 Milliarden machst. Insofern kann man das als eine Warnung sehen. Erst dachte ich, okay, das ist total plausibel. Also wird Google jetzt noch so ein spannendes Gesch├Ąftsmodell sein, wenn es einfach viel teurer wird, diese Suchenden zu delivern? Und dann habe ich ├╝berlegt, was w├╝rde Google eigentlich tun, wenn das, also im Bewusstsein, dass das kommt, was w├╝rdest du tun, um das zu verhindern? Also dass du einfach nicht bei jeder zweiten Suche erhebliche Kosten, also ich glaube, dass du f├╝nf bis zehnfache der Erstellungskosten auf einmal hast. Und ich glaube, da ist die Annahme auch schon falsch. Also dass man glaubt, dass jede zweite Suche ein Large Language Model inkludiert, halte ich f├╝r eher unwahrscheinlich, ehrlich gesagt.
Wetter in Hamburg.
Genau. Also du hast ja irgendwie eine Art von Vorklassifizierer, also wenn ein Suchterm bei Google reinkommt, dann gibt es wahrscheinlich irgendeinen Algorithmusbestandteil, der erstmal ├╝berlegt, ist das jetzt ein Local Query, ist das ein News Query, ist das ein Commercial Query, sucht jemand nur eine Webseite oder ein Profil, ist es eine Suche nach einer Information. Und da k├Ânnte man schon sagen, zum Beispiel bei kommerziellen oder bei lokalen Queries sehe ich mich ├╝berhaupt nicht veranlasst, das ist ein Gro├čteil der Queries, sehe ich mich gar nicht veranlasst, ├╝berhaupt diese Kosten auszul├Âsen, weil wir eigentlich ausreichend gute Algorithmen, wir k├Ânnen trotzdem LLMs nutzen, um unsere Algorithmen zu verbessern, um zu lernen aus Queries, was bessere Ergebnisse sind. Das macht Google relativ sicher auch schon, oder sagen wir mal so, meiner Meinung nach, sozusagen eben Prozess der Verbesserung des Algorithmus, aber dass jede Abfrage diese Kosten initiiert bei solchen Queries, das w├Ąre sicherlich doof, das hei├čt die kann man schon mal abrechnen. Dann k├Ânnte man weiterhin ├╝berlegen, dass f├╝r Queries, wo die relativ oft vorkommen, was zwei Drittel der Queries sind bei Google, also Queries sind Suchanfragen, also wenn jemand was eintippt, kann man ja auch relativ gut cachen. Also warum w├╝rdest du eigentlich immer wieder die AI nochmal arbeiten lassen, wenn du, du kannst zum Beispiel gut klassifizieren, ist das ein Query, wo sich wahrscheinlich das Ergebnis ge├Ąndert hat in den letzten Zeiten, oder man kann auch den Cache immer mal wieder alle 100 Queries refreshen, aber du kannst einfach sagen, wenn jemand sagt, wie hoch ist der Mount Everest, das ├Ąndert sich ja nicht so oft, also lerne ich das und cache es, also ich speichere es zwischen und ich frage gar nicht mehr die AI, sondern ich gebe sogar eine schnellere Antwort, die ich irgendwo schon hingeschrieben habe, was zwei positive Effekte hat, n├Ąmlich dass es unheimlich schnell auf einmal wirkt, also die Google AI wirkt dann viel schneller, weil sie einfach nicht live arbeitet, sondern sich erinnert mehr oder weniger, also es ├Ąndert sich nicht die AI oder das Machine Learning, sondern es ├Ąndert sich eine Datenbank in dem Fall, also man br├Ąuchte eine Cache Weiche davor. Und das letzte, was man machen kann, ist, dass man AI insbesondere oder Machine Learning und LRM Modelle insbesondere in die Suchanfragen einbaut, wo sie besonders gute Ergebnisse geliefert haben, also immer dann, wenn Nutzer aktiv Bart aufgerufen haben und dann was eingeben hat, dann k├Ânnte man nur f├╝r diese Suchen, also f├╝r relativ komplexe Fragen zum Beispiel, wo man User Feedback gesammelt hat, dass Bart eine gute Antwort gegeben hat, weil der Nutzer besonders happy war hinterher. In diesen F├Ąllen k├Ânnte man Bart quasi in die normalen Suchergebnisse propagieren. Das hei├čt, immer dann, wenn ich wieder mit Machine Learning herausgefunden habe, dass LRM ein besonders gutes Ergebnis geliefert hat, dann lasse ich es in die allgemeine Suche einflie├čen und nur dann. Und damit solltest du wahrscheinlich bei unter 10% der Suchen sein und dann ist der Unterschied im E-Bit n├Ąmlich auch nur noch eine Milliarde. Ich glaube, dass man das unter 20, wahrscheinlich unter 10% der Suchen bekommt und was sich hier auch herausstellt, ist, dass Google in dem Fall insbesondere wieder den Mode, also den Burggraben und Vorteil h├Ątte, dass sie viel mehr Suchanfragen haben und viel mehr Daten und damit viel schneller lernen k├Ânnen, wann Nutzer zum Beispiel LRM, Ergebnisse bevorzugen und wann nicht. Das hei├čt, die Lerngeschwindigkeit von Google und auch die Infrastruktur durch Suchanfragen zu lernen. Also es ist das eine, die ganzen Daten von Nutzern zu empfangen, das andere ist sie aber effektiv zu verarbeiten. Ich glaube, da ist Google einfach viel besser als Bing schon, das User Feedback zu verarbeiten und auch die ganze Kultur von Google im organischen Ranking ist wahrscheinlich viel besser dazu geeignet, das zu verarbeiten, sodass ihnen das eigentlich einen Vorteil geben sollte, eben nicht die gleichen Kosten zu erleiden, wie Microsoft es tut, wenn sie bei jedem bl├Âden Edge-Seitenaufruf oder Bing-Query eventuell Chat-GPT mit abfragen oder sehr einfach zug├Ąnglich machen. Plus und das habe ich zwischendurch vergessen, es ist nat├╝rlich auch so, dass ein Gro├čteil der Menschen eventuell das gar nicht nutzen m├Âchte oder will. Also das ist eine andere Sache, die du messen kannst, n├Ąmlich neigen gewisse Nutzer, also den besonders tech-savvy Nutzern, die das zum Beispiel mehrmals aktiv nachgefragt haben, denen biete ich das direkt an oder ich propagiere die Serbs, ja die Serbs sind Suchmaschinen-Ergebnisseiten, da schicke ich besonders oft LLM-Ergebnisse rein, weil ich wei├č, das ist jemand, der sich das durchliest, der da aktiv nachgefragt hat in der Vergangenheit, indem er es angew├Ąhlt hat oder so. Und dann gibt es andere Leute, die auf einem 10 Jahre alten Samsung-Phone besonders langsam tippen und die Textgr├Â├če auf 36 hochgestellt haben, vielleicht legen die gar nicht so viel Wert auf PI-Ergebnisse und wollen gar nicht so viel Zeit mit rumstellen. Und deswegen glaube ich ehrlich gesagt, dass der KostenimpfÔÇŽ also ich habe meine These, man m├╝sste Google dann schorten, was ich zwischendurch dachte, dann wieder verworfen.
Jetzt h├Ârt sich das eher so an, als ob du deine Microsoft-Aktien verkaufen m├╝sstest und Google kaufen solltest.
Ne das ist ja nicht ein luftleerer Raum, also auch Microsoft wird sich sicherlich davor weiterentwickeln, aber ich glaube schon, dass Google mit dem Browser-Operating-System, Daten und Nutzern riesige Modes hat, die sie zumindest sehr gut mitstinken lassen. F├╝r Microsoft ist AI ja nicht das einzige Play. Du hast so viele Sachen, die bei Microsoft in die richtige Richtung laufen. Das ist ja nicht so ein One-Track-Pony wie Metaverse bei Meta. Wenn Microsoft das AI-Race nicht gewinnt, kann man dar├╝ber reden, ob Software ├╝berhaupt noch irgendwas wert sein wird. Aber ich glaube nicht, dass das f├╝r sie schon eine wichtige Entscheidung und wert da stark zu investieren und das zu versuchen zu gewinnen. Aber ich glaube weder, dass Google schon Toast ist oder ihre Margen komplett komprimiert werden, noch glaube ich, dass Microsoft stark gewonnen oder verloren hat schon zu diesem Zeitpunkt. Was aber auf jeden Fall schwer sein wird, ist mit weniger Nutzern gleich schnell zu lernen, glaube ich, f├╝r Microsoft. Und ich glaube nicht, dass sie in der besseren, ich glaube sie sind in der David-Position gegen Goliath. Also Microsoft kann sich halt Fehler leisten, die Google sich nicht leisten kann. Und zwei sch├Âne Beispiele dazu. Also das eine, jemand hat auseinandergenommen, der Google-Kurs ist ja unter anderem so abgerutscht, weil in Googles Pr├Ąsentation Bart so einen eklatanten Fehler gemacht hat, dass er nicht wusste, dass 2014 schon mal ein Exoplanet beobachtet wurde oder festgehalten wurde von einem Teleskop. Und das war ein Grund f├╝r Misstrauen gegen├╝ber Bart. Jetzt haben Leute aber sich auch die Beispiele aus der Pr├Ąsentation von Microsoft rausgenommen. N├Ąmlich da wurde das Quartalsergebnis von Gap und Lululemon, also erst das von Gap zusammengefasst und dann mit dem von Lululemon verglichen. Und dabei ist es auch zu mehreren Ungenauigkeiten, um es vorsichtig zu sagen, gekommen. Auch da hat ChatsGBT wie so oft einfach relationiert und falsche Finanzdaten letztlich generiert. Von daher ist es gar nicht so, dass Microsoft da irgendwie besser w├Ąre, aber ihnen wird das eben eher verziehen, was ein Vorteil ist. Und ein anderes Beispiel, was durch unseren Discord-Server heute geschw├Ârt ist oder gestern, ist die Suche nach dem Term CEO in der Bildersuche bei Google. Also es kam auch, Grundlage war ein Tweet dazu. Und zwar ist es so, dass wenn ich bei Google nach CEO suche, in der Bildersuche, dann finde ich allerlei, zwar allerlei Stockbilder dazwischen, die nicht von gro├čartiger Qualit├Ąt sind vielleicht. Aber es ist ein relativ diverses Ergebnis. Wenn ich bei Microsoft nach CEO suche, finde ich, also bei Bing in dem Fall, es variiert so ein bisschen. Ich gucke jetzt mal nochmal das aktuelle Ergebnis an. Im Moment ist eins von circa 30 Bildern eine Frau. Und der Rest sind ├╝berwiegend wei├če M├Ąnner mit Ausnahme von den Google und Microsoft CEOs, wenn man so m├Âchte. Also es ist weniger divers, um es einfach zu sagen. Und das hat jetzt zum Beispiel auch Fragen aufgeworfen. Also genau genommen ist es n├Ąher dran an der Realit├Ąt als das Google. Also das Google versucht Diversit├Ąt herzustellen ist insofern falsch, dass es eine Missinterpretation der Realit├Ąt geht. Also es ist eine Wunschdenke. Und Bing w├Ąre tats├Ąchlich an der Realit├Ąt n├Ąher dran. Also sie zeigen mehr echte CEOs, muss man zum Beispiel sagen. Also es sind keine Stockimages dabei oder deutlich weniger oder gar keine. Die Frauenquote ist, hat jemand geschrieben, 8,8% bei Fortune 500 oder so oder S&P 500. Und da ist das Bing Ergebnis n├Ąher dran.
Was m├╝sste denn das perfekte Ergebnis sein? M├╝sste es nicht die Auflistung der CEOs sein nach Market Cap?
Also ich f├Ąnde es auf jeden Fall gut transparent zu machen. Was man hier sieht ist eines der Hauptprobleme von Suchmaschinen, n├Ąmlich dass es dir nicht transparent ist, warum es zu dieser Auswahl kam. Also warum ist Marc Benioff auf drei und jemand ein Artikel ├╝ber die erfolgreichsten schwarzen, also es ist jetzt nur ├╝bersetzt von mir, ich w├╝rde es sonst so nicht sagen vielleicht, CEOs auf Platz 30. Warum ist die erste Frau auf Platz 20? Das verstehst du halt nicht. Das ist glaube ich das Problem. Ich finde beide Rankings akzeptabel. Also gar keine Frage, dass man sich mehr Frauen in den Positionen w├╝nschen w├╝rde. Ich finde es auch gef├Ąhrlich zu sagen, weil wir das wollen, stellen wir jetzt die Imagesuche falsch da oder die Realit├Ąt nicht mehr korrekt da. Also was w├Ąre, wenn du Karte von S├╝dostasien suchst und Taiwan ist ein eigenst├Ąndiges Land, was es einfach nicht ist im Moment. Also es hat ja so einen Sonderstatus. Soll eine Suchmaschine das entscheiden? Soll eine AI das raten? Und wie einfach w├Ąre die dann zu beeinflussen? Also es ist nicht so einfach. Abgesehen davon kann ich Taiwan nat├╝rlich absolut die Unabh├Ąngigkeit, aber der Status ist eben nicht so einfach. Und ich finde es gef├Ąhrlich, wenn Suchmaschinen Wunschdenken ausdr├╝cken ehrlich gesagt. Das ist ja nicht wof├╝r man sie fragt. Die Erwartung einer Suchmaschine ist, dass man Wahrheit findet oder Fakten findet. Und nicht wie Google glaubt, dass die CEO Welt aussehen sollte. Aber ich wei├č, dass Google, oder mein Eindruck ist, dass Google sich stark um das Thema Diversity k├╝mmert. Also unter anderem mit der Pixelkamera, die versucht Bilder, also nicht, dass alle Menschen wei├č gezeichnet werden, weil man glaubt, dass das besser aussieht. Also dass sie auch f├╝r andersfarbige Menschen bestm├Âgliche Ergebnisse, also reale, attraktive, ├Ąsthetische Ergebnisse erzielt. Was man eventuell nicht mit den gleichen Algorithmen schafft wie die, die auf wei├če Menschen zugeschnitten sind und so weiter und so fort. Genau, jetzt ist es ein bisschen abgedriftet vom AI Competition Thema. Die andere Sache, die glaube ich noch wichtig ist, dann zu erw├Ąhnen ist, wo Google ebenfalls einen Vorteil haben k├Ânnte und was ebenfalls ihre, also es gibt zwei Sachen, die dieser Gross Margin Entwicklung, selbst wenn man davon ausgehen w├╝rde, dass die so eintreten w├╝rde. Ich w├╝rde es eher auf 10, 20 Prozent der Queries quantifizieren, aber jetzt sagen wir mal, das betrifft einen relevanten Anteil der Queries. Dann gibt es nat├╝rlich eine gegenteilige Entwicklung, dass a, die Verarbeitung dieser Queries, also die Infrastruktur dahinter effizienter werden wird in den n├Ąchsten Jahren, dass b, Inshallah, Energie g├╝nstiger wird, w├╝rde ich sagen. Wir rechnen ja zumindest mittel- und langfristig mit deutlich niedrigen Energiekosten, wenn wir die Kernfusion der Sonne anzapfen mehr und mehr. Energiekosten sollte eines der Hauptherausforderungen sein f├╝r alle gro├čen Tech-Konzerne, w├╝rde ich behaupten, einfach weil es wichtig wird f├╝r die Rechenzeitkosten. Und das dritte ist, dass Google schon seit langer Zeit f├╝r seine Machine Learning Modelle eine eigene quasi Chip-Familie gebaut hat, die sogenannten TPUs, das sind Tensor Flow Processing Units, also die darauf optimierend sind, mit Googles neuralen Netzwerken besonders Energie- und kosteneffizient zu lernen. Das w├Ąre eventuell, sofern die deutlich besser sind als der Wettbewerb, also man geht davon aus, dass sie so einen 30-40% Kostenvorteil erreichen k├Ânnten gegen├╝ber dem normalen GPU oder so von Nvidia. Auch Nvidia baut nat├╝rlich AI spezialisierte Chips und ich glaube eine Prediction war ja, dass jeder Tech-Konzern seine eigenen Chips bauen wird von mir dieses Jahr. Das passt ganz gut dazu und wir haben es glaube ich auch schon mal so oder so erw├Ąhnt. Das k├Ânnte noch ein weiterer Mod sein oder Differenzierungsfaktor f├╝r Tech-Konzerne, ob du da sozusagen die g├╝nstigste Rechenzeit anbieten kannst, sei es f├╝r Kunden oder deine eigenen Anwendungen, weil du hochspezialisierte ASICs hast, also Application Specific Integrated Circles, also Schaltkreise, die f├╝r eine gewisse Applikation, in dem Fall Machine Learning, besonders geeignet sind. Amazon hat da ihr, jetzt habe ich den Namen vergessen, hast du es im Kopf gerade? Amazon's Modell hei├čt Graviton glaub ich. Ja, Graviton. Graviton hei├čt der Amazon, also AWS, baut auch solche Chips. Bei Google ist es die TPU, TensorFlow Processing Unit. Man geht davon aus, dass Baidu und Alibaba an gleichen Sachen bauen und ich denke auch Microsoft. Microsoft arbeitet im Moment wohl mit Nvidia. Aber ich k├Ânnte mir vorstellen, dass die auch, wenn sie eine signifikante Rolle spielen sollen, wenn sie Vorteile in der Infrastruktur ausspielen wollen, wenn sie Kunden f├╝r AI Anwendungen zu Azure anlocken wollen, dann brauchen sie eigentlich, also entweder brauchen sie g├╝nstigere Energie oder bessere Chips als der Marktdurchschnitt zumindest. Besser als Google wird wahrscheinlich schwer, aber da m├╝sste man mit Google noch aufholen, ansonsten hat man einen Kostenachteil und dann ist es schwer jemanden zu versuchen in einen Materialschlag zu verwickeln, wenn deine Panzer 40 Prozent mehr Benzin brauchen oder 50 Prozent, w├Ąre ja der Kehrwert eigentlich. Von daher m├╝sste Microsoft da nachziehen oder man kann es eben deuten, als Google hat da eventuell einen weiteren Mode, der kann aufgeweicht werden, wenn andere Leute forschen und eigene Schaltkreise bauen, die eben ├Ąhnliche Effizienz haben. Aber was ich eigentlich sagen will, es ist eine sehr dynamische Lage. Ich finde es schwer hier und vor allem auch den ganz falschen Zeitpunkt irgendwelche Gewinner zu k├╝ren. Aber es ist nicht nur User Adoption, was hier eine Rolle spielt. Es geht am Ende um Preise, um Infrastruktur, um die beste Infrastruktur, sicherlich auch um das Image, die einfache Rolle. Es wird viel um Narrative gehen. Da liegt Microsoft im Moment ganz klar vorne. Das erkl├Ąrt warum der Google Kurs abrauscht und Microsoft sich relativ gut schl├Ągt. Und es sind aber ganz viele Dinge, die eine Rolle spielen. Achso und wer dies ja noch keine Wurzelbehandlung hatte, der kann auch Lanz und Precht anh├Âren, die letzte Folge. Da geht es n├Ąmlich auch um AI. Kann ich sehr empfehlen, nicht.
Ah stimmt, die haben einen Podcast.
Von denen habe ich mir das abgeh├Ârt, was ich erz├Ąhlt habe gerade. Da geht es nat├╝rlich um viel sophistiziertere, philosophische Zusammenh├Ąnge.
Hast du gestern Abend noch getradet, vor den Earnings oder eher nicht?
Ne, zum Gl├╝ck nicht. Mal gucken, wie es hier aussieht. Ah gut. Ne, zum Gl├╝ck nicht. Du sprichst sicherlich auf Palantir an. Die haben sich gut, schau du mal wie die gerade stehen. Haben die immer noch plus 18 Prozent?
Ne, ganz so viel nicht mehr.
Plus 13? Also After Hours waren sie 13 Prozent im Plus. Ich glaube es war ein bisschen ├╝bertrieben. Ich glaube, wenn Leute die Zahlen verdauen.
Jetzt sind sie plus 16 Prozent.
Naja, besser als ich gedacht h├Ątte. Also die Kernnachricht bei Palantir, die die Palantir verbreiten will, ist, dass sie das erste Mal profitabel werden und das wirklich ein Wendepunkt in ihrer Geschichte ist. Sie sind schon seit langem Cashflow positiv. Sekunde, war das auch immer so? Ja, seit zwei Jahren ist der operative Cashflow schon positiv, das muss man ganz klar sagen. Aber Palantir ist daf├╝r bekannt, dass sie sehr gener├Âs mit Sharebase Compensation, mit Mitarbeiteroptionen umgehen und das zieht den Cashflow, also das zieht nicht den Cashflow nach unten, sondern das G├Ąrbergergebnis nach unten, weil da werden die Mitarbeiteraktien als bares Geld mit eingerechnet und demnach war das operative Ergebnis immer negativ. Ist es auch immer noch, aber die operative Marge ist auf nur noch minus 3,5 Prozent runtergegangen und das Net Income, inklusive des Finanzergebnisses, das ist mit plus 33,5 Millionen das erste Mal 6,6 Prozent im Plus.
Moment, Moment, Moment, jetzt hast du mich komplett verloren. Also sie sind profitabel, aber nicht profitabel?
Sie sind profitabel, also Cashflow positiv, sie sind nach GAAP Profit Margin, Net Income profitabel, aber die operative Marge ist, obwohl sich deutlich verbessert hat, weiterhin noch negativ, aber man erkennt ganz deutlich, dass sich das noch ├Ąndern k├Ânnte im n├Ąchsten Jahr. Warum ist das Net Income, also wenn das Net Income positiv ist und das Operating Income, also das aus der gew├Âhnlichen Gesch├Ąftst├Ątigkeit negativ ist, muss der Grund in der Regel im Finanzergebnis liegen und hier ist, sagen wir, neben Zinsen, die sie auf Guthaben bekommen haben, der Hauptgrund, dass sie ein Joint Venture mit Sompo, das ist ein Finanzkonzern in Japan, wo sie 50-50 mit Sompo investiert waren, das haben sie verkauft, haben daf├╝r 44 Millionen Dollar bekommen und das rei├čt quasi ihr Finanzergebnis und damit das Net Income nach oben. Das feiern sie dann als positives Quartal. Das ist nat├╝rlich ein Einmaleffekt und ich finde es intellektuell ein bisschen unehrlich, aber k├Ânnen wir ihnen die Freude, ist auf jeden Fall ein deutlich besseres Ergebnis. Also man hat im Vorjahr noch minus 13,6% operative Marge gemacht, jetzt sind es nur noch minus 3,5%, inklusive aller Kosten und Sharebase Compensation schon. Wie gesagt, Cashflow war schon immer positiv, oder die letzten zwei Jahre positiv, das ist alles gut, aber es ist mal noch eben doch nicht so sonnig, wie man uns glauben machen will, weil, was man auch klar sagen muss, das Wachstum ist inzwischen auf 17,5% runtergegangen und man rechnet f├╝rs Q1 hat man geguided Revenue auf Basis des Q4 oder sogar knapp unter Q4, das wird man sicherlich ein bisschen ├╝bertreffen, aber von Q4 auf Q1 wird es eigentlich kaum Wachstum geben, laut Forecast. Das juckt aber niemand, weil man in Aussicht gestellt hat, dass man n├Ąchstes Jahr profitabel sein wird stattdessen. Man sieht, dass Palantir die Kosten ganz gut im Griff hat inzwischen, also die OPEX wachsen nur noch um 4,4% gegen├╝ber dem Vorjahr, also weniger als das Umsatzwachstum, aber das Umsatzwachstum ist mit 17,5% nat├╝rlich nicht mehr gro├čartig. Die gro├čartigen Analysten bei 10xDNA gehen ja weiterhin von 30 bis 40% langfristigen Wachstum aus, da ist jetzt Palantir nicht mal bei der H├Ąlfte, das ├Ąltere Modell ging sogar noch von 90% aus, wenn ich mich nicht irre, da ist man jetzt wirklich sehr weit von entfernt, von daher ist das schon sehr sehr langsam f├╝r eine eigentlich schnell wachsende Firma, w├╝rde ich sagen. Die RULE of 40 ist eben durch das langsame Wachstum auch nur noch 32,4%, wobei man fairerweise dazu sagen muss, Palantir rechnet nat├╝rlich mit ihrer Non-Gap Operating Margin, also die ist komplett durchadjustiert, Stockoptions alles abgezogen und dann sehen sie auch eine positive RULE of 40. Wir k├Ânnen mal ein bisschen durch die Pr├Ąsentation gehen, da sieht man wieder, wer hier alles pr├Ąsentiert hat auf ihrem letzten Foundry Day. Also sie sagen sie sind profitabel, wie gesagt das nur inklusive des Finanzergebnisses, das kann aber im n├Ąchsten Quartal schon anders aussehen, da k├Ânnte man auch operativ profitabel sein. Die verschiedenen Revenue, also Palantir hat zwei gro├če Revenue Streams, das eine sind Regierungskunden, also haupts├Ąchlich Sicherheitsbeh├Ârden, Clandestine Services, also Geheimdienste und Milit├Ąrdienste. Das w├Ąchst noch mit 19% year on year, aber schaut man jetzt ins letzte Quartal, sogar bei 23% wieder, das kam ein bisschen schneller, also es w├Ąchst mit rund 20% und dann gibt es das Commercial Business, das ist Foundry, das ist f├╝r den privaten Sektor, da w├Ąchst man global nur noch mit 10,8%. In den USA w├Ąchst man aber wiederum gegen├╝ber dem Vorjahr um 67%, das hei├čt international, nach allem was ich verstehe, m├╝ssen sie deutlich geschrumpft sein. Ich k├Ânnte mir vorstellen, also warum w├Ąchst das nur noch mit 11% das Commercial Business, ich glaube es liegt daran, dass die Specs in die sie investiert haben, um meiner Meinung nach Revenue hinzuzukaufen durch die Investments, gehen inzwischen pleite oder m├╝ssen alle Ausgaben sparen und sie scheinen k├Ânnten dann eventuell daran sparen weiter in Palantir zu zahlen. Und da r├Ącht sich jetzt so ein bisschen, dass sie das Revenue gepimpt haben, indem sie einfach in irgendwelche Specs investiert haben, um die Firmen damit zu motivieren Palantir Dienstleistungen im kommerziellen Bereich zu kaufen. Und was man auch sehr sch├Ân sieht ist, sie sagen sie haben im Q4 55 Deals geclosed, also einen am Werktag ungef├Ąhr, also einen Neukunden am Werk, ich wei├č gar nicht ob es Neukunden sind, aber sie nennen das Deals, die mindestens eine Million Volumen hatten und von denen hatten nur 11 von 55, also nur ein F├╝nftel mehr als 5 Millionen Volumen. Das sind schon sehr sehr kleine Kunden und Alex Karp sagt ja immer Palantir ist relativ teuer, das muss man sich leisten k├Ânnen, weil das so gut ist, aber nur 11 Deals mit mehr als 5 Millionen Volumen halte ich schon f├╝r sehr klein ehrlich gesagt. Ansonsten was wirklich gut aussieht ist die Rohmarge, die Grossmarge, die ist bei 82% Non-Gap, aber selbst nach Gap ist sie bei 80% ungef├Ąhr auf Basis des Vorjahres, das ist f├╝r das Produkt eigentlich schon ganz gut, muss man sehen ob das sogar sich noch weiter verbessern kann. Ich glaube es gibt schon im internationalen Commerzsegment erhebliche Probleme weiter zu wachsen, was auch auff├Ąllt ist, dass sie den, sie reporten die Billings, also die neu geschriebenen Rechnungen, die sind 0,3% ├╝ber dem Vorjahr, das ist kein gutes Zeichen in der Regel, Billings sind ein guter Predictor f├╝r Future Revenue w├╝rde ich sagen und ich gehe davon aus, dass das Revenue weiter schrumpfen wird. Also die Frage ist eher ob man vielleicht im n├Ąchsten Quartal Palantir shorten will, wobei sie werden profitabel werden h├Âchstwahrscheinlich, das k├Ânnte gef├Ąhrlich sein, aber sie reporten, zumindest habe ich es nicht gefunden und das 10k Filing ist noch nicht raus, sie reporten den Remaining Deal Value und die Remaining Performance Obligations nicht mehr, was auch sehr gute Prediktoren f├╝r zuk├╝nftiges Revenue sind, also wie viel Leistung schulden sie Kunden noch, weil das ist eigentlich zuk├╝nftiges Revenue, das haben sie aufgeh├Ârt zu reporten, zumindest in der Pressemitteilung und dem Pr├Ąsentationsdeck, da war es bisher immer drin, das ist ein bisschen komisch finde ich, h├Ątte ich mich gefreut wenn man das bekommt, aber es k├Ânnte ein Hint sein, dass die Zahlen nicht besonders gut aussehen und dann als letztes vielleicht noch, also die Net Dollar Retention geht von 131 im Vorjahr auf 115 runter, das ist auch nicht gut, das hei├čt Kunden haben Igel in Taschen und geben deutlich weniger aus im Vergleich zum Vorjahr, ebenfalls kein super Zeichen, wobei 115 noch ganz gut ist, muss man auch sagen, es sind halt schwere Zeiten und wir sehen die Net Dollar Retention bei allen Firmen sinken, nicht ├╝berall so viel wie hier, aber das ist ein gesamtes Problem und dann sagen wir mal, was man sich als Aktion├Ąr von Palantir bewusst machen muss ist, dass man dieses Jahr erneut um 10% verw├Ąssert worden ist, das hei├čt vor einem Jahr gab es 2 Millionen Aktien, inzwischen gibt es sogar Milliarden, ja 2 Milliarden Aktien, in diesem Jahr gibt es schon 2,2 Milliarden.
Und das ist weil sie Kapitalerh├Âhung machen oder warum?
Cash haben sie ja, sie sind ja Cashflow positiv, das hei├čt sie m├╝ssen eigentlich keine Kapitalerh├Âhung machen, aber weil sie ihren Mitarbeitern so viel Sharebase Compensation rausgeben, also in dem Fall sagen wir 10% der Firma, 10% ist so ein bisschen wie eine Zentralbank, die neue Geldscheine dr├╝ckt, also sie drucken neue Aktien um die an ihre Mitarbeiter rauszugeben, das verw├Ąssert die Bestandsaktion├Ąre und man muss sich hier fast fragen, wann die H├Ąlfte der Firma in Besitz der Belegschaft ist. Also im letzten Jahr waren es noch 14%, das normalisiert sich ja fast schon, aber 10% ist 10%, das ist eine ordentliche Verw├Ąsserung, aber im GAP Ergebnis ist die ja mit drin, also mit berechnet die Verw├Ąsserung, von daher sollte man sich dessen bewusst sein, aber es ist ja schon inkludiert. Also der Weg in die Profitabilit├Ąt, den kriegen sie gut hin, w├╝rde ich sagen, da kann man sie auch durchaus f├╝r loben, was das Problem ist, dass das gleichzeitig mit einer Halbierung des Wachstums im Vergleich zum Vorjahr, ja das ist ziemlich genau eine Halbierung einhergeht und man jetzt unter 20% w├Ąchst und damit ist man eigentlich schon im Reifestadium einer Software Company. Wie sehr man jetzt in die positiven Zahlen dreht, wird man noch sehen und wie gro├č die Lock-In-Effekte sind und wie lange die Commercial Kunden von Palantir auch ├╝berleben, ob es da noch mehr Backlash gibt aus den Speck-Deals. Die Government Kunden sind auch z├Âgerlicher als die Kunden, was hatten wir da? Die Kundenanzahl Government steigt, aber das Revenue steigt nicht deutlich schneller als die Kundenanzahl, also da kriegt man nicht mehr Geld raus nat├╝rlich aus den Regierungsvertr├Ągen. International sieht es deutlich schwerer aus immer als in den USA und Commercial international, also das ist auch relativ klar, also Commercial international, also Gesch├Ąftskunden au├čerhalb von den USA weisen sie nicht mal mehr aus, also da gehe ich von negativen Wachstum aus ehrlich gesagt, ansonsten passen die Zahlen auch gar nicht, die Kunden, naja doch sie k├Ânnten ein bisschen plus, also mich nervt sowieso, dass sie das nicht konsistent ausweisen alles, das m├╝ssen wir uns Gedanken machen. Beim Wachstum gibt es auf jeden Fall Probleme und es sieht gerade nicht so aus, als wenn das Commercial Business total durch die Decke geht und jetzt die Zukunft von Palantir ist, von daher bin ich gespannt auf das n├Ąchste Quartal, wie viel Wachstum man da noch hinbekommt.
Was hast du uns noch mitgebracht?
Wir haben einen Neuzug├Ąnger im Sheet ganz vorne mit A, unter dem K├╝rzel Anet, A-N-E-T, Arista Networks, wei├čt du was die machen?
Leitungen verlegen?
Ja, naja, ist auf jeden Fall, bei A-A w├╝rde man sagen ein Schaufelverk├Ąufer und zwar Arista Networks baut Data Center Infrastruktur, gegr├╝ndet von Andy von Bechtolzheim, deutschst├Ąmmiger Silicon Valley, wie sagt man das, wenn er schon lange da war? Veteran? Ewig rumpimmelt, genau Veteran war das, wo er versucht hat. Ein Silicon Valley Veteran hat Sun Microsystems, glaube ich mal gegr├╝ndet. Arista ist quasi sein n├Ąchster und war einer der ersten Google Investoren und allein das sollte ihn zum Milliard├Ąr gemacht haben, weil er sehr fr├╝h da signifikant Geld reingehauen hat. Und Arista baut letztlich Ethernet Ports, Switches, also wirklich das Plumbing w├╝rde man sagen im Englischen, also wirklich Hardware auch, Hardware und Services f├╝r Data Center und also gr├Â├čter Konkurrent ist Cisco, den man noch aus neuer Marktzeiten kennt oder aus der ersten Internet Bubble und ich glaube sich nie erholt haben wirklich vom Aktienkurs. Arista hat aber deutlich bessere Margen, deutlich mehr Wachstum als Cisco und nimmt Cisco. Da gibt es ├╝brigens einen sch├Ânen Chart in der Arista Pr├Ąsentation, wo du zwei Geraden siehst, die eine verliert Marktanteil, geht runter, die andere kreuzt die andere und gewinnt Marktanteil hinzu, nur sind beide auf verschiedenen Legenden. Also die, die nach oben kreuzt, h├Ârt bei 20 auf und die, die nach unten weg geht, geht nur bis 40 runter. Also es erweckt den Eindruck, man h├Ątte Cisco ├╝berholt durch dieses Kreuzen der zwei Charts. Tats├Ąchlich ist es zwar richtig, dass Arista stark hinzugewinnt und Cisco eher verliert, aber Arista ist keinesfalls noch gr├Â├čer als Cisco, aber auf einem guten Weg dahin und aus meiner Sicht die spannendere Firma, aber auch teuer bewertet. Zu den Zahlen, die machen damit so rund 4 Milliarden Umsatz, 4,4 Milliarden Umsatz im Jahr, davon eine Milliarde mit Produkten und rund 200 Millionen mit Services. Die Rohmarge bei den Produkten ist 74, ne das ist Wachstum, Entschuldigung, die Rohmarge, Produkt ist 57 Prozent, das ist ein bisschen unter dem Vorjahr. Die Service Rohmarge steuern sie genau auf 80 scheint mir, sie ist sehr konstant auf 80 und das spannende ist, dass die Marketingquote total niedrig ist. Also sie haben 1,2 Millionen oder 1,275 Milliarden Umsatz und geben daf├╝r nur 85 Millionen Marketing aus. Also 6 Prozent Marketing. Marketingquote, das ist halt wie so ein Fashion Retailer, also so ein Monday.com oder Asana haben ja ├╝ber 50, 60 Prozent Marketingquote. Die hier geben keine 8 Prozent ihres Umsatzes f├╝r Marketing aus und weil die Bruttomarge 60 Prozent ist, Marketing nicht so viel kostet, landet man am Ende bei einer operativen Marge nach Gap, also inklusive aller Sharebase Compensation von 43 Prozent. Also brutal positiv nach Gap und das habe ich jetzt noch gar nicht gesagt, es w├Ąchst mit 64 Prozent. Vor Quartal 67 Prozent, im Vorjahr nur so um die 30. Also Arista hat ein richtig gutes Quartal, profitiert wahrscheinlich sehr stark von den Datacenter Investitionen der gro├čen Techkonzerne. Da haben wir aber auch geh├Ârt, die wollen CapEx senken, da muss man jetzt vorsichtig sein. Also ich halte Arista f├╝r eine erfordernde Firma, die aber auch sehr teuer bewertet ist und wahrscheinlich so ein bisschen an einem tempor├Ąren Maximum gerade. Das hei├čt es k├Ânnte sich kurzfristig auch mal verschlechtern, weil die Techkonzerne CapEx und das ist Datacenter sparen und CapEx w├╝rde man bei Arista ausgeben typischerweise. Das hei├čt wenn Facebook sein CapEx halbiert, dann trifft das Arista direkt. Denn sie sagen selber im Earnings Call, die Cloud Titans, also das sind die drei gro├čen Cloud Anbieter, haben 46 Prozent, also fast die H├Ąlfte des gesamten Umsatz von Arista gemacht. Allein Meta hat 26 Prozent gemacht, Microsoft 16 Prozent und andere 4,5 Prozent. Daraus lese ich, dass Amazon ein Cisco Kunde ist, w├╝rde ich sagen. Google scheint Kunde zu sein oder werden zu wollen bei Arista. Genau, das hei├čt wenn da jetzt die Investitionssehnsucht ein bisschen runter geht, best├╝nde die Gefahr, dass auch das Gesch├Ąft ein bisschen leidet. Und das andere Problem ist hier, kann man wieder sehr sch├Ân das Gegenteil der Exempel machen. Wir haben hier ein sehr hohes Ergebnis nach Gap mit den 43 Prozent operative Marge. Der Cashflow ist aber gar nicht so hoch. Der Cashflow ist n├Ąmlich nur 4 Prozent des Umsatzes der positive Cashflow. Ich will jetzt nicht die gleiche Aufgabe nochmal stellen, aber der Grund warum sie kaum positiven Cashflow machen, aber ein hohes Gapergebnis ist, dass sie G├╝ter produzieren und verwandeln in fertige Waren, die sie noch nicht verkaufen. Und damit nicht liquidieren, also nicht zu Cash machen. Die Inventories sind n├Ąmlich im Vergleich zum Vorjahr haben die sich verdoppelt. Das 98 Prozent gestiegen, also ja verdoppelt. Und sie wachsen zwar mit 65 Prozent, was war das, 64 Prozent. Das hei├čt verdoppelt ist nicht total schlimm, aber sie haben schon deutlich mehr Inventory als im Vorjahr. Und das deutet so ein bisschen darauf hin, dass entweder sind sie bestens vorbereitet auf gro├če Investitionsvorhaben bei Data Centers. Sagen wir mal der iBoom geht komplett durch die Decke. Dann sind sie ein Schaufelverk├Ąufer, der die Spitzhacken schon vorsortiert alle im Lager liegen hat mit Preisschildern. Sollte das Gegenteil passieren, dass alle gro├čen Cloud Anbieter ersparen, so wie ein Meta zum Beispiel bei den Data Centers oder ein Uber, die gerade auf Google und Oracle wechseln statt ihr eigenes zu bauen, dann k├Ânnten sie auf der Hardware sitzen bleiben, also auf ihren Ethernet Switches. Das hei├čt ich bin mir nicht ganz so sicher. Ich mag das Unternehmen, ich finde es krass wie die wachsen, ich finde die Margen krass, aber ich habe ein bisschen Angst, dass das hier am H├Âhepunkt ist und man muss dazu auch sagen, sie sind nat├╝rlich, ich w├╝rde mal sch├Ątzen mit neun bis zehn mal, ungef├Ąhr zehn mal Sales bewertet. Aber das ist nur 24 mal das EBIT, muss man auch sagen. Am EBIT gemessen sind sie nicht teuer, aber das EBIT ist eben gepr├Ągt von diesen Inventories. M├╝ssten sie das abschreiben oder kriegen sie die nicht schnell genug verkauft, ihre Hardware, dann k├Ânnte das EBIT sehr schnell leiden. Von daher, also am EBIT gemessen sind sie nicht so teuer. Die wachsen noch 64 Prozent. Aber es ist ein sehr zyklisches Gesch├Ąft, w├╝rde ich sagen. Also ob Data Center gebaut werden oder nicht, h├Ąngt halt sehr stark an der Stimmung in der Tech-Industrie, das sehen wir ja gerade. Und irgendwann wird man versuchen bei CapEx zu sparen, sowohl Amazon als auch Meta, wie wir sehen, vielleicht auch irgendwann Google. Dann ist mir ein bisschen zu risky, um das jetzt zu, aber was man jetzt mal sagen muss, also Arista kostet zehn mal Sales, hat 65 Prozent Wachstum und 42 Prozent EBIT Marge. Und Palantir hat glaube ich das gleiche Multiple, ist auch bei neun oder so, ja bei 8,5. Also Palantir ist bei 8,5 ein gar nicht so viel schlechteres Multiple, ist aber noch knapp negativ und w├Ąchst nur mit 17,5 Prozent. Da w├╝rde ich, also wenn mir jemand die Pistole auf die Brust halten w├╝rde und sagt Andy oder Alex, dann w├╝rde ich aber, Andy Bechtolz ist ├╝brigens Technologie oder CTO oder Technologie Advisor oder so, das hat eine weibliche CEO inzwischen die Firma, dann w├╝rde ich eher Arista Networks nehmen glaube ich. Die finde ich dann schon fairer bepreist, die machen Gewinn, positiv ist der Cashflow ja nur nicht so stark. Und ich glaube, dass wenn man glaubt, dass wir das Zeitalter der AI gerade betreten und dass das Investitionsvorhaben bedingen wird bei Microsoft, bei Google, bei Amazon, bei anderen, dann ist Arista Networks definitiv jemand. Weil dann, also wir brauchen f├╝r AI unheimlich viel Rechenzeit und Rechenzeit kommt nicht irgendwie aus Menschen, sondern aus Data Centers und aus neuen Computern und die m├╝ssen, also die GPUs baut halt Nvidia oder die Firma selber bei Auftragsproduzenten und die Switches dazwischen und das Plumbing, die Verkabelung, die baut unter anderem Arista und Cisco und dann w├Ąre das eine gute AI-Wette. Eventuell, aber wie gesagt, Vorsicht die Inventories, Vorsicht der Cashflow sah in der Vergangenheit immer besser aus und wird immer kleiner, weil man auf Halde produziert und es noch nicht in Cash verwandelt was im Lager liegt. Das sollte man zumindest beobachten und das Revenue hat in der Vergangenheit auch immer mal ganz gut geschwankt. Ist ein bisschen bl├Âd, wenn man so darauf antwortet, wenn man keinen langfristigen Liefervertr├Ąge hat, das ist halt kein Subscription Business, sondern wenn mal alle Data Center wollen, w├Ąchst es 60 Prozent, wenn mal alle auf die Bremse treten, dann hast du so wie in 2020 auch mal negatives zweistelliges Wachstum. Von daher ist das sicherlich einer der Gr├╝nde, warum es im Vergleich zum Ebit noch relativ g├╝nstig ist. Das hei├čt eigentlich muss man das kaufen in schwachen Phasen. 2020 h├Ątte w├Ąre wenn, aber 2020 h├Ątte man es wahrscheinlich f├╝r ein Drittel kaufen k├Ânnen. Das w├Ąre ein toller Trade gewesen. Ansonsten mag ich die Firma aber schon. Ich habe nur das Gef├╝hl, dass wenn man sie jetzt kaufen w├╝rde, kauft man sie im H├Âhepunkt oder am Inflection Point der gro├čen AI-Welle. Wir werden es nie wissen. Beziehungsweise doch, wir werden es wissen. Und dann werde ich sagen, ich habe doch gesagt, it depends. Wenn ihr in zwei Jahren die H├Ąlfte eures Geldes verloren habt. So wollen wir Monday.com noch machen oder meine Stimme l├Ąsst schon ein bisschen nach.
Ne, ne, ne, Monday schieben wir. Aber was du mir schon noch erkl├Ąren musst ist Bad, Bath & Beyond. Also heute morgen hast du mir gesagt, ich oder geschrieben, ich sollte mir Prof G anh├Âren. Der gute Scott Gataway. Habe ich mir angeh├Ârt und habe gelernt. Der alte Mann zockt ja noch mehr als mein Lieblings Podcast Co-host. Alter Falter, der macht irgendwie zwei bis drei Stocks die Woche, wo er mit Optionen richtig mal so eine Mille rumzockt oder so.
Offenbar, weil es dann nicht so schlau ist, sein Publikum zu verkaufen als besonders schlaue Strategie. Zumal er sich mit dem Beispiel, was ich vielleicht gleich erkl├Ąre, ordentlich in die Nestle gesetzt hat.
Vielleicht zur richtigen Stellung. So viel hat er nicht eingegeben. Er hat erz├Ąhlt, dass er 4000 Put Optionen von Bad, Bath & Beyond gekauft hat. Eine Aktie, die auch mal so ein Meme Stock war. Und er hat das wohl bei 250 gekauft mit der Hoffnung, dass es in den n├Ąchsten vier Tagen nach oben geht und wohl so gehebelt, dass es irgendwie 800 bis eine Million ist. Also wenn er sich verhebelt, muss er bis zu 800.000 Dollar oder so zahlen, wenn es auf null gehen w├╝rde.
Ja, die H├Ąlfte hast du schon ganz gut verstanden. Was Scott Galloway gemacht hat, ist eine Put Option schreiben. Das hei├čt, jeder Options Trade hat auch eine Gegenseite. Also der K├Ąufer einer Put Option spekuliert ja auf fallende Kurse. Und Scott Galloway sagt quasi, ich verkaufe jemanden f├╝r in dem Fall 25 Cent die Option, mir diese Aktie sp├Ąter f├╝r 2,50 Dollar anzudrehen und ich muss sie ihm abnehmen. Und wenn der Kurs dann unter 2,25 Dollar f├Ąllt, also wenn der bleibt, dann habe ich die 25 Cent eingesagt als Gewinn gemacht. Also wenn der Kurs sich nicht ver├Ąndert, habe ich 25 Cent als Gewinn, also 10 Prozent in dem Fall vereinnahmt. Wenn er weniger als 25 Prozent f├Ąllt, habe ich die Differenz immer noch. Wenn er unter 2,25 f├Ąllt, dann beginne ich Geld zu verlieren. Und wenn er auf null geht, dann schulde ich die gesamte Differenz von 2,50, weil der K├Ąufer k├Ânnte beliebig viele Aktien, nein genau so viele wie die Optionskontrakte verbriefen, kaufen und ich muss die f├╝r 2,50 abnehmen. Und weil diese 4.000 Kontrakte, waren es 4.000, bist du sicher? Dann ist ein Kontrakt 100 Aktien in dem Fall, dann hast du 400.000 Shares, genau mal 2 Euro, dann kommst du auf 900.000. Dann bist du im Nestland und er war sich unheimlich sicher, ich glaube Bad Bars in Beyond war noch bei 3, er ist sich sicher, dass sie nicht unter 2,25 gehen und sie sind jetzt bei 1,80. Das hei├čt er ist jetzt 70 Cent mal 400.000, also 300.000 hat er verloren mit diesem Trade bisher. Je nachdem wann die Gegenseite den aus├╝bt. Ich glaube amerikanische Optionen kann man jederzeit aus├╝ben. Ich habe verstanden, dass es bis Freitag geht. Ja, aber die Frage ist, ob man die vorher aus├╝ben kann. Es gibt welche, die kannst du nur am Endtag aus├╝ben oder sobald der Kurs opportun ist f├╝r dich. Ich glaube in dem Fall k├Ânnte ich es auch zwischenzeitlich aus├╝ben. Wenn nicht kann er jetzt noch bis Freitag hoffen, dass es sich wiederholt, aber zeigt ganz gut warum das vielleicht kein gutes Beispiel ist. Zumal der Verlust zwar nicht unbegrenzt ist, aber doch sehr hoch sein kann. Also Bad Bars und Beyond steht kurz vor der Insolvenz, vor Chapter 11. Und das andere was er erkl├Ąrt hat und ich glaube das ist genauso, man kann ja schon mal erkl├Ąren, dass es das gibt, dass man Call Optionen schreibt. Das hei├čt ich gebe jemandem das Recht eine Aktie von mir zu kaufen zu einem gewissen Preis. Also ich sage zum Beispiel ich habe eine, was nehmen wir jetzt, nehmen wir mal Meta, was kosten die gerade. Genau ich habe eine Meta Aktie, die ist gerade 166 Euro wert und ich gebe jemandem die Option raus, er kann die Aktie kaufen f├╝r 180 Euro. Das hei├čt wenn Meta unter 180 bleibt, habe ich die Optionspr├Ąmie vielleicht 2 Euro kassiert und nat├╝rlich w├╝rde sie niemand kaufen von mir, weil sie am Markt billiger ist. Das hei├čt ich muss sie nicht f├╝r 180 verkaufen, weil jeder sich g├╝nstiger am Markt bedienen k├Ânnte. So was jetzt aber passieren kann, wenn man, wie Mark Zuckerberg, macht was er gesagt hat und entl├Ąsst jetzt nochmal richtig Leute, dann w├╝rde die vielleicht 20% hochgehen und ├╝ber 200 stehen und dann verliere ich die Differenz. Wie er das erkl├Ąrt ist, er kann sich halt Miete holen, indem er die Option schreibt, die Call Option f├╝r jemand anders schreibt und kann eine Rendite machen und wenn die Aktie sich nicht stark bewegt, hat er die Rendite, obwohl die Aktie sich kaum oder nur leicht oder gar nicht bewegt hat oder sogar negativ bewegt hat, hat er Geld verdient. Das Problem ist aber, dass ein Gro├čteil der Rendite von Aktien kommt eben aus ganz wenigen sehr gro├čen Kursbewegungen. Das kann so oft sein, wenn du irgendeinen Reach hast oder so, aber selbst die k├Ânnen volatil sein bei Zins├Ąnderungen. Das hei├čt, die meisten Aktien oder viele Aktien sind relativ volatil und wenn dir dann so ein 20% Tag oder ein ├ťbernahmeangebot oder so auf einmal passiert, da hast du das gleiche Risiko getragen, aber deine Upside signifikant gecuttet. Das kann trotzdem funktionieren, wenn du richtig liegst, dann hast du eine Zusatzmarge aus deiner Aktie gemacht, obwohl sich nicht oder nur wenig bewegt hat, aber am Ende ist das mehr oder weniger ein Wettgesch├Ąft, an der noch ein Intermedi├Ąr, also die Bank, die das market, quasi deine Option verdient. Also ich glaube, dass f├╝r den durchschnittlichen und fortgeschrittenen Investor ├╝berhaupt nicht in Frage kommt. Ich mache sowas definitiv nicht.
Wie du vorher schon gesagt hast, ich habe nur die H├Ąlfte vom verstanden. Ich war auch ├╝berrascht, dass er das macht. Also tats├Ąchlich habe ich immer gedacht, er macht relativ wenig und hat irgendwie nur so ein paar Trades. Also ich h├Ątte irgendwie Airbnb war mir bekannt und glaube noch eins, zwei andere.
Er sagt mir, er hat nur drei, vier, f├╝nf Longstocks und dann hat er jetzt erz├Ąhlt, dass er jede Woche mindestens einen Options Trade macht.
Zwei bis drei, jede Woche.
Kann nat├╝rlich sein, dass er immer wieder die Option schreibt, f├╝r die Aktien, die er hat. Also er macht das immer kurzfristig, also nur bis zum Ende der Woche f├╝r f├╝nf Tage und damit wettest du quasi, dass die Aktie sich in dieser Zeit nicht signifikant bewegt. Aber es kann halt, also gerade beim Schreiben von Shorts, wenn du einen krassen Absturz hast, schon kompliziert werden.
Ja es passt auch nicht so ganz mit seinem Image zusammen. Also mit seinem Image, er hat ja mit am lautesten gegen Robin Hood gewittert.
Er will es ja verkaufen als was total rationales. Und ich meine, wenn du das l├Ąngere Zeit beobachtest und damit gut f├Ąhrst, er sagt ├╝ber eine lange Zeit hat er damit Geld gemacht. I don't know, dann kann man es vielleicht machen. Ich wei├č nicht, ob ich das machen w├╝rde.
Du selbst schon abgeneigt bist.
Also du kannst es machen, wenn es irgendwelche Szenarien gibt, in denen du ein Misspricing hast, dass Leute besonders viel f├╝r diese Optionen geben, weil sie zum Beispiel eine Aktie shorten wollen. Du kannst es machen, wenn die Shortnachfrage, zum Beispiel nach Bed Bath & Beyond, so gro├č ist, dass sie quasi zu viel zahlen f├╝r die Option, also einen mathematisch irrationalen Preis. Dann k├Ânnte man es machen, aber du siehst ja, auch dann kann man sich noch in die Nestle setzen. Von daher ist es vielleicht so oder so nicht klar. So wir machen jetzt Monday.com ein Schnelldurchflug, bevor wir uns hier Schulden f├╝r n├Ąchstes Mal aufhei├čen. Bei Monday.com l├Ąuft es super, ich verstehe nicht warum, weil ich w├╝rde denken, dass sie eigentlich von den Entlassungen getroffen sein m├╝ssten, negativ. Aber sie wachsen mit 57%, also im Vorjahr sind sie auch mit ├╝ber 90% gewachsen, aber 57% ist eigentlich ganz ordentlich. Sie sind auch kurz vor dem Break-Even, nur noch minus 6,7% operative Marge. Cashflow ist l├Ąngst positiv und zwar ordentlich mit 23% gegen Jahresende, da ist ein bisschen Saisonalit├Ąt drin. Rule of Forty liegt bei 80%, Magic Number 0,6% sehr stabil, Revenue Expansion geht runter, aber sieht gut aus. Ich w├Ąre ├╝berrascht ehrlich gesagt, wie gut, aber sind wahrscheinlich entsprechend teuer, das gucke ich jetzt nochmal schnell. Monday ist ein Collaboration Tool letztlich. Ich bin erstaunt, dass sie nicht st├Ąrker leiden. 13x Sales, also sau teuer, aber es sind auch gute Zahlen. Drehen ins Plus, also bei Cashflow und so muss man sich keine Sorgen machen. Jetzt gucken wir nochmal kurz die Kosten an. Haben sie auch gut im Griff. Kosten wachsen nur noch mit 24%, Umsatz wechseln mit 57%, sch├Âner Operating Leverage. Marketingquote kann man sich noch kurz angucken. 88 Millionen bei 170 Millionen Revenue, das sollte ├╝ber 50% sein. 59% Marketing, aber das wird auch besser, das war im letzten Jahr noch 80. Da bildet sich ein sch├Âner Operating Leverage, gerade ist jetzt die Frage, wie weit kriegen die das Marketing noch runter. Sieht ganz nett aus, aber ist verdammt teuer.
Ja krass, plus 10%, plus 11% heute.
Sp├Ąter heute, also wenn ihr das h├Ârt, gestern kommt noch Airbnb, Upstart und NewBank raus. Das haben wir heute nicht geschafft. Roblox und TradeDesk ist heute morgen rausgekommen, wenn ihr das h├Ârt. Shopify kommt heute Abend raus, also Mittwochabend, Roku Mittwochabend, Twilio Mittwochabend, achso, was haben wir noch, Datadog am Donnerstag Vormittag, Crocs, Paramount, Digital Ocean Donnerstag, Dordash Donnerstag, also da haben wir genug zu reden am Freitag.
Also schickt uns bitte keine Fragen an podcast.doppelg├Ąnger.io bis Freitag, wir haben genug Earnings zu besprechen und habt einen sch├Ânen Mittwoch. Falls euch die Folge gefallen hat, teilt sie mit Freunden, Bekannten, Kollegen und bis Samstag. Peace.
Ciao, ciao.