Doppelgänger Folge #232 vom 17. März 2023

GPT-4 ūüĎÄ TikTok & Meta | Jobmarkt & Recruiting | Adobe & UiPath Earnings

Gl√∂ckler erz√§hlt, wie Podcast Werbung seinen Geburtstag vermasselt. Wir sprechen √ľber ChatGPT-4's M√∂glichkeiten und Grenzen (diese Podcast Beschreibung konnte noch nicht von AI geschrieben werden). Gl√∂ckler argumentiert, warum wir bald einen AI Winter erleben k√∂nnten. Jan wird mit einer Taschenlampen-App reich. Mark Zuckerberg wird im All-Hands gegrillt. Pip gibt eine Einsch√§tzung zum Jobmarkt & Recruiting Unternehmen.

Philipp Gl√∂ckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl√∂ckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute √ľber:

(00:09:45) Banken Sektor update

(00:23:45) AI & Chat GPT4

(00:57:45) Jobmarkt & Recruiting Unternehmen

(01:06:30) Adobe Earnings

(01:11:15) UiPath Earnings

(01:17:30) Meta

(01:23:30) TikTok

Shownotes:

Werbung: Jetzt auf https://doppelgaenger.io/kuhn einen Termin bei KUHN Ma√ükonfektion machen und 20% mit dem Gutscheincode ‚ÄúDoppelg√§nger‚ÄĚ sparen, wenn du dich bis Ende April 2023 vor Ort beraten und vermessen l√§sst.

Jason & SVB: https://twitter.com/BradoCapital/status/1635644287630159872

AI CEO: https://twitter.com/ruima/status/1636042033956786177

Pip's Tweet zu Bing's AI: https://twitter.com/pip_net/status/1635999200268697600?s=20

Kassenzone Party: https://www.kassenzone.de/party/

Doppelgänger Tech Talk Podcast

Sheet https://doppelgaenger.io/sheet/

Disclaimer https://www.doppelgaenger.io/disclaimer/

Passionfroot Storefront www.passionfroot.xyz/doppelgaenger

Post Production by Jan Wagener https://www.linkedin.com/in/jan-wagener-49270018b/

Aktuelle Doppelgänger Werbepartner https://lollipod.de/sn/doppelgaenger-werbung

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Herzlich willkommen zum Doppelg√§nger-Tech-Talk-Podcast, Folge 232. Herzlichen Gl√ľckwunsch, nachtr√§glich muss man sagen, zum Geburtstag, Philipp Gl√∂√∂ckler. Du hattest am Mittwoch Geburtstag, richtig?
Vielen Dank. Vielen Dank.
Wie hast du deinen Geburtstag verbracht? Wie verbringt Philipp Glööckler seinen Geburtstag? Sei doch mal ein bisschen relatable. Du erzählst immer so wenig aus deinem Privatleben. Wie hast du deinen Geburtstag verbracht? Auf dem Golfplatz nehme ich an. Bist mit deinem SUV zum Golfplatz gefahren, hast auf dem beheizten Rasen ein bisschen Golf gespielt.
Es gab H√∂hen und Tiefen. Wie jeden Dienstagabend telefonieren wir ja und schicken dann unsere beiden Dateien zu Jan aus dem Off. Der schneidet, w√§hrend wir Feierabend machen und schlafen gehen und l√§dt das ganze Ding hoch. Und wir schreiben ihm ja immer nochmal so eine sch√∂ne Nachricht, so hey, hier und da, einmal bitte was schneiden und das ist unser Werbepartner und so weiter. Und so war es auch am Dienstag und Mittwoch bin ich dann sch√∂n fr√ľh aufgestanden, wie immer. Hab die Kaffeemaschine angemacht, hab wie jeden Mittwoch, bin ich kurz auf Wordpress, hab unsere Seite, den Blogpost hochgeladen. Das muss man ja auch immer noch machen.
Das √ľbernimmt bald eine AI f√ľr dich, keine Sorge.
Ja, hoffentlich. Und dann kam die erste E-Mail rein von Michael Kuhn, der die Werbung gebucht hat von Kuhn Mars Konfektion.
Ist da dein schönes Geburtstagshemd her, was du gerade trägst?
Na klar.
Tatsächlich? Das ist so eine schimmernde Seite, so leichtseitig. Schick, oder? Ist das wirklich maßgeschneidert? Das sitzt auf jeden Fall gut in den Schultern. Und der Kragen, machst du den Kragen zu? Krass, könntest du mir den Kragen zubringen? Bei mir ist der Kragen immer zu eng. Ich brauch auch einen Maßgeschneider.
Also mach den Termin, doppelgänger.com, gibt 20%. Die Werbung hört ihr später nochmal.
Mach mal den Kragen wieder auf, deine Stimme wird noch höher als sonst schon.
Auf jeden Fall um 6.30 Uhr kommt eine E-Mail, hey, ich habe den Podcast schon gehört, aber die Werbung ist mir irgendwie nicht aufgefallen. Und dann gucke ich in unser System hier, wir haben das ja gehostet und da auch die Werbung auf so einem Ad-Server. Also es funktioniert so, wir laden die fertige Podcast-Folge hoch, da gibt es einen Timestamp und dann gibt es einen dynamischen Ad-Server. Da liegt dann die verschiedene Werbung und dann können wir sagen, bitte spiele 30.000 Ausspielungen in der Folge oder spiele in allen Folgen so viele Ausspielungen zwischen dann und dann. So ist es ja möglich, den Podcast dann genau auszusteuern, wie viel Werbung ausgespielt wird und vor allem auch den Back-Katalog noch zu monetarisieren. Und ja, dann gucke ich rein, es war wie gesagt 6.30 Uhr, da haben wir schon so 5000 Downloads und tatsächlich no Ad-Impression. Also keine einzige Sache ist rausgekommen.
Also was hast du falsch gemacht?
Erstmal habe ich nat√ľrlich, wie man das als gute F√ľhrungskraft so macht, mir den kleinsten Mitarbeiter gesucht und zusammengeschissen. Ich habe nat√ľrlich gedacht, dass Jan das irgendwie falsch gemacht hat und habe es dreimal gepr√ľft, aber wir haben alles richtig gemacht. Dann habe ich unseren VIP-Support von dem Host angeschrieben und sagte so, hey irgendwas l√§uft hier falsch, wo ist unsere Werbung?
Du klingst ein bisschen wie Frank Thelen, der erklärt, warum die Silicon Valley Bank nicht so eine schlechte Bank ist gerade. Aber mach mal weiter, ich bin gespannt was kommt.
So einen Content habe ich mir nicht reingezogen, den musst du mir sp√§ter erz√§hlen. Und dann habe ich halt eine E-Mail geschrieben, hey ruf mal an, dass es irgendwie hier falsch l√§uft, da kam nichts. Dann habe ich einen Mitarbeiter auf LinkedIn gefunden, der eine Telefonnummer hatte, den habe ich angerufen. Ich fand es jetzt keine unmenschliche Zeit mehr, den ersten Kaffee hatte ich schon, aber der konnte mir auch nicht so wirklich weiterhelfen. Und ja, dann hat mein Geburtstag angefangen und die Downloadzahlen, es war echt so mit die erfolgreichste Folge, die wir hatten, aber halt ohne Werbung. Und dann kam irgendwann um 9.30 Uhr die E-Mail, hey wir checken das mal. Sie hat bei uns auf Discord geschrieben, da kam, also ich hatte gemerkt, dass irgendwie am Nachmittag dann das erste Mal eine Werbung ausgespielt wird. Auf Discord hat es jemand geschrieben, der meinte dann so, ja hier um 17 Uhr habe ich die Werbung geh√∂rt. Und ja, wir haben einfach die Folge maximal halb so viel vermarktet wie sonst, was ich ziemlich √§rgerlich fand. Und es gab halt √ľberhaupt keine wirkliche Kommunikation oder so, oder keine Sense of Urgency. Und mich hat es tats√§chlich so genervt, dass ich dann in eine Golfhalle gegangen bin und ein bisschen Wut abgelassen habe. Aber wie gesagt, es gab auch Highlights. Die Person, die neben mir gespielt hat, kam irgendwann zu mir und meinte, ob der Computer kaputt w√§re oder ob ich wirklich so weit schlagen w√ľrde.
Also viel angestaut.
Ja, und es war ein sehr schöner Geburtstag, aber mit der schlechteste Geburtstagsanfang, den ich je hatte. Und ja, wir werden jetzt Konsequenzen machen, also ziehen. Diese Folge wird Werbung haben und die wird baked in sein. Also ab jetzt hauen wir die Werbung wieder voll in das MP3, das wir hochladen. Es gibt eine Excel-Tabelle.
Oder Google Doc. Da m√ľssen wir ja immer die gesamte Folge verkaufen. Also du vor allen Dingen.
Ne, wir verkaufen wie vorher die Folge f√ľr 20, 30, 40, 100, was auch immer, wie viele Downloads. Und nach 30.000 setze ich die Folge auf den Server mit einem Timestamp und ab dann fangen wir an, Dynamic zu machen.
Ist das schlauer?
Es ist mehr Arbeit, aber es erleichtert vor allem Jan und mir die Arbeit, dass wir nicht mehr checken m√ľssen, ob alles funktioniert. Und einfach hochladen k√∂nnen und entspannt schlafen und morgens checken und wir so eine schei√ü √úberraschung nicht mehr haben.
Ich wei√ü nicht, ob wir jetzt die zwei billigsten Arbeitskr√§fte entlasten m√ľssen und damit das Fackab-Risiko noch mal deutlich erh√∂hen.
Ich glaube nicht, dass wir das erhöhen.
Wenn wir sehen, seid gespannt.
Wenn es dann ein Problem gibt, kann ich wenigstens Jan anrufen und der geht ja auch um 5 Uhr morgens ans Telefon. Von daher ist das weniger Problem. Und ja, es ist schon crazy. Also der Podcast ist mit Abstand das erfolgreichste und beste, was ich je gemacht habe beruflich so. Es macht jedes Mal Spaß, mit dir aufzunehmen und mit Jan zusammenzuarbeiten. Und alles macht Spaß an diesem Ding, außer die komplette Technik. Also es macht keinen Spaß. Dieses Setup, was wir hier haben mit Video Call und Aufnehmen, macht keinen Spaß. Das Hosten macht keinen Spaß. Das Ads-Server-Ding macht keinen Spaß. Und was auch keinen Spaß macht, ist diese WordPress-Seite jedes Mal machen. Also Chat-GPT könnte unser Leben wahrscheinlich verbessern und bessere Produkte auch. Also ja, Birthday hätte besser sein können.
Aber du bist ja so ein No-Code-Experte. Also den automatischen WordPress-Post m√ľsstest du ja irgendwie hinbekommen mit IFTTT oder so.
Ja, das sollte klappen. Also ist jetzt tatsächlich, ich vertikalisiere jetzt alles, was wir hier machen. Also Lollipop geht ins Hosting und ich bin kurz davor, Yo!Cast nochmal zum Leben zu bringen.
Wenn Lollipop unser offizieller Hoster wird, dann schreiben wir deine Telefonnummer direkt in die Community. Dann können die Leute dich anrufen, wenn die Episode nicht draußen ist. Das finde ich gut.
Ja, es gibt auf jeden Fall dann f√ľr Podcaster und Podcasterinnen, die das haben wollen, einen Premium-Customer-Service, der dann auch nachts aufsteht und das richtig kaputt macht.
Da geht dann aber Chat-GPT ans Telefon?
Ja, hast du Angst, dass sowohl deine als auch meine Stimme könnten ja bald unsere Eltern anrufen und sagen, hier, ich habe ein Problem, ich bräuchte Geld. Den dummen WhatsApp-SMS-Trick, den man immer bekommt mit Hallo Mama, Papa. Das ist meine neue Handynummer. Der scheint ja jetzt mit GPT-4 bald möglich zu sein.
Ja, das ist tats√§chlich ein Riesenproblem. Deswegen bin ich ja f√ľr die biometrische Authentifizierung bei Kommunikation. Also das ist nicht zu Ende gedacht. Ob ich daf√ľr bin, wei√ü ich nicht, aber ich glaube, es braucht irgendeine solche L√∂sung. Ja, und CEO-Scam nat√ľrlich auch. Also der Enkeltrick und CEO-Scam sind ja so die zwei √ľblichsten Verbrechen. Also das eine ist, man ruft die Eltern an und sagt, die bulgarische Mafia h√§lt mich fest, die m√ľssen mal schnell 10.000 Euro √ľberweisen hier. Und das andere ist, der CEO ruft seine Assistentin oder einen Assistenten an oder die CEO ruft, ihr wisst schon, an und dann macht sie oder er eine Geldanweisung, weil sie angeblich gerade nicht √ľber den Zugang verf√ľgen und so weiter. Das wird ein Riesenproblem dann tats√§chlich.
Hätte man ja letzte Woche ganz gut machen können mit, hier, ich komme leider nicht in meine Silicon Valley Bank.
Die haben ganz viel Genuss. Ich brauche das Geld. Es gab Phishing-Attacken. Also Silicon Valley Bank spezifische Phishing-Attacken, die gesagt haben, bitte jetzt ihr Geld auf dieses neue Konto √ľberweisen. Und dabei versucht hat, die Credentials abzufangen.
Was gibt es sonst noch Neues in der Finanzwelt? Was hast du mir mitgebracht? Welche Bank wird gerade gerettet?
Gerade saniert, ja. Die n√§chste in der Reihe war ja die First National Bank. Da ist es ja so, dass gro√üe Kreditinstitute und der Leitung von andererseits der Finanzministerin und JP Morgan, die sich offensichtlich abgesprochen haben, das aus der Bankenszene direkt retten. Also JP Morgan und vier, f√ľnf andere Gro√übanken haben beschlossen, Einlagen bei der First National Bank zu machen, um die Liquidit√§t zu verbessern. Ich k√∂nnte mir vorstellen, dass es deswegen direkt aus der oder mittelbar aus der Bankenszene kam. Und nicht nochmal eine Garantie, weil es in diesem Fall nat√ľrlich ein Bailout gewesen w√§re. Weil die First National Bank ist ja noch nicht geschlossen. Die Aktie wird noch gehandelt an der B√∂rse. Die Shareholder haben theoretisch noch Equity. Die Bondholder haben noch Forderungen gegen die Bank. Das hei√üt, h√§tte man jetzt hier eingegriffen, dann w√§re es eigentlich ein Bailout auch der Investoren und Kreditgeber gewesen. Und ich glaube, deswegen hat man gesagt, das m√ľsst ihr Banken schon selber unter euch kl√§ren. Das ist meine Vermutung, Spekulation. Aber wenn nicht, w√§re das ein Bailout gewesen, einfach weil die Bank noch nicht umgekippt war, aber schon gedroht hatte, dass das passieren k√∂nnte. Das hei√üt, da hat sich kurzfristig ein Konsortium aus Banken geeinigt, 30 Milliarden US-Dollar glaube ich, zu injizieren, um das kurzfristig zu st√ľtzen. Und dann ist es ja auch so weit gekommen, diese Woche, also in der vergangenen Woche, wenn ihr es am Samstag h√∂rt, dass die Credit Suisse auch gerettet werden musste. Oder auf jeden Fall hat sich die Schweizer Nationalbank zusammen mit der Finanzmarktaufsicht geeinigt, die auch mit 40 Milliarden zu unterst√ľtzen. Die Credit Suisse hatten auch ungef√§hr 230 Milliarden an Einlagen, also ungef√§hr die gleiche Hausnummer wie Silicon Valley Bank. Sie hatten auch einen Rekordverlust 2022, 7 Milliarden vergurkt, irgendwie in einem relativ guten Jahr. Sie haben auch nette Deposit Outflows, also Kunden heben mehr Geld ab im Schnitt, als sie einzahlen. Und sie haben von der Charakteristik ganz √§hnliche Kunden wie die Silicon Valley Bank. Das hei√üt nicht, dass sie Start-ups sind oder hochkonzentriert, aber die Kunden der Credit Suisse sind unter anderem auch einfach andere Banken, Hedgefunds, kurzfristige und vor allen Dingen sehr rationale und vernetzte Anleger auch. Das hei√üt, auch die laufen schnell den besseren Sinsen oder besserem Risk Returning hinterher. Und so kam es zu dann auch doch erheblichen Mittelabfl√ľssen. Wie gesagt, au√üerdem die Bank saniert sich gerade selber, will 9000 Jobs abbauen. Dadurch wird es durch die Restrukturierung zu weiteren Verlusten kommen. Man war an so ziemlich jedem Fail der letzten Jahre mitbeteiligt. Am Greensill Capital, die umgekippt sind, an Akigos, das war dieser rogue gegangener Hedgefund Manager, Bill Wang. In einem Bond Darlehen Skandal in Mosambik haben sie eine 350 Millionen Strafe bekommen. Allein sie haben w√§hrend der Geldw√§sche f√ľr die bulgarische Mafia verd√§chtigt. Es wurde sogar festgestellt, sie waren einfach die d√ľmmste Bank im Raum in der Vergangenheit und haben damit riesige Verluste angeh√§uft und damit auch ihre Reputation und Vertrauensw√ľrdigkeit besch√§digt, weswegen sie jetzt auch gerettet werden mussten oder stark unterst√ľtzt werden von der Schweizer Nationalbank. Wie gesagt, alle m√∂glichen Vorw√ľrfe von Mafia, Geldw√§sche. Wenn es HSBC und die Deutschen nicht g√§be, w√§re es wahrscheinlich auch die korrupteste Bank auf der Welt. Zumindest ist das meine Meinung. Und genau so war auch diese ein bisschen angeschlagen und auch da ist man jetzt eingetreten. Die Lage bleibt noch sehr dynamisch, w√ľrde ich sagen. Es sieht nat√ľrlich alles besser aus als √ľber das letzte Wochenende. Ich vermute, dieses Wochenende wird ein bisschen ruhiger werden f√ľr die meisten. Im Moment wird das alles ganz gut contained, abgefangen. Das Risiko mit den relativ hohen Garantien. Es entstehen aber auch immer wieder weite Risiken, einfach dadurch, dass jeder rausgeboxt wird. Aber auch, dass jetzt die gr√∂√üeren Banken Einlagen bei den kleineren Banken machen, um die zu retten. W√ľrden die jetzt trotzdem kippen, dann stehen auf einmal die Einlagen, dann verlieren die gro√üen Banken ihre f√ľnf Milliarden Einlagen dort. Das ist auch f√ľr die ein relevanter Verlust. Die systemischen Risiken setzen sich da doch noch ein bisschen weiter fort. Ansonsten, wer das Thema spannend findet, kann sich den letzten Kapital-Podcast Stunde Null anh√∂ren. Da habe ich auch ein paar Sachen dazu gesagt und einen Ausblick gewagt, der sicherlich wie Milch altern wird. Aber das liegt in der Natur der Sache. Obwohl, das eine war, ich glaube schon, dass die Zinssteigerung, da wird man jetzt vorsichtiger sein, weil man einfach einen weiteren Faktor mehr bedenken muss. Der Markt scheint es auch so ein bisschen zu antizipieren, dass die weiteren Zinsanhebungen zumindest mit einem h√∂heren Ma√ü an Vorsicht geschehen werden. Eventuell vielleicht auch nicht ganz so hoch gehen, weil einfach diese Schattenverluste, die sich im US-Bankensystem angeh√§uft haben, diese 600, 700 Milliarden, wenn ich richtig rechne, m√ľssten die mit jeder 25 Basispunkte erh√∂hen, um mindestens 50 Milliarden ansteigen. Das muss man halt bedenken. Man m√∂chte die Inflation vor allen Dingen einbremsen. Man ist bereit, daf√ľr die Wirtschaft so ein bisschen zu stoppen, weil die Wirtschaft kriegt man wieder in Gang. Die Inflation, glaubt man zumindest, ist schwerer zu beherrschen. Deswegen ist es einem das wert, die Wirtschaft auch zu beeintr√§chtigen. Nat√ľrlich m√∂chte man aber keine Bankenkrise. Das ist jetzt ein weiterer Faktor, der mehr und mehr mit einflie√üt. Deswegen k√∂nnte es hei√üen, dass das Finanzklima sich stabilisiert und das w√§re im Zweifel dann auch wieder gut f√ľr Erwachsene und Start-ups, wenn es zumindest die Angst, dass es noch weiter steigt, weg ist. Wir werden es aber sehen. Das ist keine Vorhersage, sondern nur ein zus√§tzlicher Punkt, den man ins Kalk√ľl einbeziehen kann.
Könnte es sein, dass das irgendjemand sich so ausgemalt hat und deswegen den Stein ins Rollen gebracht hat?
Das w√§re ein sehr weiter Regelkreis. Aber w√ľrde ich eine Bank umkippen, damit die Zinnstrau ... da m√ľsste man schon eine sehr gro√üe Wette drauf machen, dass sich das lohnt. Es gibt ja diese Verschw√∂rungsmythen, ich will die √ľberhaupt nicht bekr√§ftigen, aber dass Peter Thiel ja so substanziell beteiligt war an diesem Rann, auch das wird in dem Podcast kurz erkl√§rt. Es gibt Leute, die sagen, er h√§tte sogar dagegen gewettet, was meiner Meinung nach relativ schnell nachvollziehbar werden w√ľrde, wenn er nicht geworden ist. Warum, ich glaube, dass es nicht wahr ist. Auf jeden Fall war er einer der Ersten, der die Alarmglocke geklingelt hat. Die offizielle Lesweise, die best√§tigte, ist, dass in einem Founders Fund, das Investmentvehikel der Wagniskapitalfonds von Peter Thiel, geleitet, glaube ich, immer noch von Steve Roboys, Keith Roboys, und in einem Investmentmeeting da soll das deren Investmentmanager, nicht Peter Thiel selber, sondern die Investmentmanager, die wollten eigentlich in irgendeinen neuen Deal investieren, haben dazu einen Capital Call gemacht. Also Capital Call ist, wenn ein Venture Capital Fonds von den LPs, also den Investoren des Fonds, Geld abruft, weil das eben sozusagen bei Bedarf ad hoc abgerufen wird und nicht etwa investiert wird vorab in den Fonds, sondern der Fonds raised das Geld und damit raised er haupts√§chlich Zusagen in den Fonds und wenn der Fonds dann beginnt zu investieren, dann wird nach und nach das Geld der Investoren angefragt und die haben das dann eilig zu √ľberweisen. Bei solch einem Capital Call sollen bei der Founders Fund die ersten Probleme aufgetaucht sein, also dass Investoren berichtet haben, ihr Geld geht nicht schnell genug durch, sie haben es versucht von der Silicon Valley Bank zu √ľberweisen, man h√§tte wahrscheinlich erwartet, dass es in wenigen Stunden, wenigen Tagen funktioniert. Da gab es so Probleme und dann scheint bei Founders Fund selber quasi die erste Panik ausgebrochen zu sein oder zumindest berechtigte Besorgnis und dann haben sie nach meinem Verst√§ndnis vollkommen rational gehandelt und gesagt, wir covern unser Risiko und ziehen Mittel ab und wir raten das auch unseren beteiligten Portfolio Companies und dann hat es sich sehr stark ausgespreitet im Silicon Valley durch einfach WhatsApp Gruppen und was man alles so erfahren hat, weil es nat√ľrlich eine sehr vernetzte Branche ist. Jetzt gibt es nat√ľrlich Leute, wie Peter Thiel, der nat√ľrlich sehr kontrovers ist und dem man auch alles zutrauen w√ľrde, ob er das mit Absicht geplantet h√§tte. Wenn man den Hintergrund kennt, dann k√∂nnte man sagen, dass er nat√ľrlich auch ein Profiteur w√§re von einem erneuten Aufschwung der Tech-Branche und einem milderen Zinsszenario, aber ich traue ihm vieles zu und auch so vernetztes Denken durchaus. Das Gute ist, das w√§re wie eine Domino-Kette, die man schon sehr gut durchdenken kann und die genauso funktioniert, das glaube ich schon. Und dieser erste Domino-Stein, der war einfach schon sehr wackelig aufgestellt bei der Silicon Valley Bank. Wenn man das wei√ü, w√§re es tats√§chlich eine sehr gute Frage von dir. Es spielt theoretisch etwas sehr Spannendes. Du hast einen furchtbar wackeligen ersten Domino-Stein und du wei√üt eigentlich genau, wo das hinf√ľhrt und du bist tats√§chlich einer der Profiteure. Aber ich will diese Verschw√∂rungstheorie nicht st√§rken. Das hei√üt, im Moment spricht alles daf√ľr, dass sie selber einfach nur ihr treuh√§nderisches, sie sind ja letztlich ihren Geldgebern und Investoren verpflichtet und haben einfach nur in deren besten Sinn gehandelt, meiner Meinung nach. Und sie haben ja √ľberhaupt nicht versucht, das √∂ffentlich zu verst√§rken. Sie sind nicht vor die Kamera gegangen, wie unsere aufgeschreckten H√ľhner und haben irgendwie Panik aktiv verbreitet, sondern sie haben das eigentlich sehr still versucht, hinter den Kulissen zu machen. Nat√ľrlich hat ihr Handeln trotzdem das Gleiche bewirkt, aber man h√§tte das ja viel st√§rker, wenn man wirklich das noch st√§rker h√§tte bef√∂rdern wollen, h√§tte man ja auch vor die Presse gehen k√∂nnen und sagen, wir haben unsere Startups angewiesen. Das hat man aber, glaube ich, erst mit Verz√∂gerung best√§tigt, wenn √ľberhaupt, und daher nicht k√ľnstlich befeuert, w√ľrde ich sagen. Und plus die Informationen waren ja gr√∂√ütenteils public. Also alles, was zu diesen Entscheidungen getroffen hat, es gab ja durchaus Artikel, die das vorher schon kritisch beleuchtet haben.
So, letzte Frage, bevor unsere Baked-In-Werbung hier kommt.
Nach der Baked-In-Werbung kommt die.
Werbung! Die heutige Doppelg√§nger-Folge wird von Kuhn Ma√ükonfektion gesponsert. Nachdem ich es mir in den letzten Jahren im Homeoffice mit Hoodies und Jogginghosen sch√∂n gem√ľtlich gemacht habe, ist jetzt langsam Zeit, mal wieder ein bisschen schicker aus dem Haus zu gehen. Auch wenn du es dir kaum vorstellen kannst, ich habe mir einen Ma√üanzug machen lassen. Vor ein paar Tagen war ich in Hamburg bei Kuhn Ma√ükonfektion, habe mich ausmessen lassen und mir ein Hemd und Anzug zusammengestellt. Ich bin gespannt, wie Pip schaut, wenn ich in K√ľrze eine dieser Podcastfolgen im Anzug aufnehmen werde. Kuhn Ma√ükonfektion ist ein Traditionsunternehmen in dritter Familiengeneration, hat 16 Niederlassungen in allen gro√üen St√§dten von Hamburg bis Wien und produziert in Europa. Preislich ist ein Ma√üanzug von Kuhn nicht unbedingt teurer als vergleichbare Kleidung von der Stange. Wenn du dich einmal ausgemessen, kannst du ganz einfach Anz√ľge, Hemden und Co. online konfigurieren und nachbestellen. Interesse? Dann mach dir jetzt einen Termin unter doppelg√§nger.io. Das schreibt man K-U-H-N. Und mit dem Gutscheincode Doppelg√§nger sparst du 20 Prozent, wenn du dich bis Ende April 2023 vor Ort beraten und vermessen l√§sst. Den Link findest du nat√ľrlich auch in unseren Shownotes. Viel Spa√ü mit der weiteren Folge. Werbung Ende. Es wurde auch gesagt oder geschrieben, dass Peter Thiel wohl 50 Millionen noch in dem Konto, in der Bank privat h√§tte. Aber das ist ja wahrscheinlich eher so vergleichbar mit dem bisschen Kleingeld, was ich noch hier bei FTX hatte. Oder?
Ja, genau. Das wollte ich auch gerade sagen. Das ist so, als wenn deine Haushaltshilfe noch ein 50 Cent St√ľck in deiner Hosentasche findet. Ja, offensichtlich hat er, vielleicht hat er selber auch irgendwo ein Konto vergessen oder ich wei√ü nicht, warum die noch da waren. Was ja auch lustig ist, dass sich noch herausgestellt hat, der eine Schreihals aus dem All-In-Pod, der Jason Kelley kennens, der besonders viel Panik gemacht hat. Und die haben ja alle beteuert, sie h√§tten gar keine Exposure selber. Und was hat er jetzt im letzten Podcast gesagt? Er hat niemals irgendeinem Startup geraten, sein Geld zu irgendeiner spezifischen Bank zu bringen und h√§tte immer daf√ľr pl√§diert, es zu verteilen. Und dann ist aber auch auf Twitter ein Video, also noch vor dem Podcast kam das schon raus, wo er offenbar auch von Wein beseelt bei einer Silicon Valley Bank Veranstaltung sitzt und erkl√§rt, was f√ľr einen Premium Service er genie√üt bei der Silicon Valley Bank und wo er ganz offensichtlich bei der Kundenakquise geholfen hat. Also da klafft Narrativ und Wahrheit schon sehr, sehr stark auseinander, um das mal vorsichtig zu sagen, bei dem sehr erfolgreichen Podcast.
Das Video kommt so ein bisschen r√ľber, als ob er gerade beim Notar war und irgendwie alles unterzeichnet hat und so happy ist, dass er so einen unheimlich guten Deal bekommen hat auf die Finanzierung seiner Wohnung oder des Apartments oder so.
Das muss man fairerweise sagen. Er hat das insofern disclosed, dass er es ohne jede Scham erz√§hlt, dass er sein eigenes Hausdarlehen √ľber die Silicon Valley Bank gemacht hat und absoluten, wie sagt man das, white glove lieferiert Premier Customer Service genie√üt. Also er ist offenbar conflicted, das sagt er auch im Video. Aber das passt nicht zu seiner Aussage, dass er diese Bank niemals irgendwie promotet h√§tte, weil das hat er relativ klar.
Dann lass uns √ľber AI sprechen. Chat, GPT4 Demo ist am Mittwochabend rausgekommen, falsch, am Dienstagabend. Jan aus dem Off hat sich sofort angeguckt, nachdem er unsere Folge geschnitten hat und hat geschrieben, er macht kein MBA, er macht lieber eine Ausbildung als Elektriker. All jobs will be doomed oder so. Also AI will take your job. Denkst du das auch, Pip? Ist es jetzt vorbei?
Ich war am Mittwoch und Donnerstag auf einer Suchmaschinenkonferenz in M√ľnchen, einer sehr guten. Und es war lustig, es mussten am Mittwoch nochmal alle ihre Slides umbauen, weil tats√§chlich das Thema AI nat√ľrlich, gerade wenn es um Suchmaschinen geht und Content, die Diskussion beherrscht. Das hei√üt, vielen Dank Microsoft, dass alle ihre Folien umbauen mussten. Und am Mittwochabend hat Google dann auch noch ein neues Core-Update bekanntgegeben, was vom Timing her wirklich komischerweise immer auf diese Konferenz f√§llt und damit auch einen die Afterparty versaut. Das ist schon einigerma√üen infam. Genau, also GPT4 ist die n√§chste Iteration von dem Modell, was hinter ChatGPT und dem neuen Bing zum Beispiel und der Erweiterung im Edge-Browser, also Microsofts ehemaligen Internet Explorer, der neuen Version, besteht. Und es ist relativ klar noch leistungsf√§higes Modell. Man hat fr√ľher mal angek√ľndigt, es wird das zigfache an Transformatoren daran haben, also deutlich komplexer und damit genauer sein. Man gibt jetzt allerdings genau diese Zahl nicht mal mehr raus. Also das in Anf√ľhrungsstrichen Open AI ist inzwischen sehr verdeckt geworden. Sie schieben das auf das hochkompetitive Environment, also das, wie sagen wir, das Hauen und Stechen inzwischen ist mit den Konkurrenten, dass man eigentlich m√∂glichst wenig Informationen herausgehen will, sondern haupts√§chlich nur noch die Ergebnisse teilt. Aber man kann davon ausgehen, dass es deutlich komplexer ist als die Vorg√§nge GPT 3.5. Und genau, jetzt ist das the new shit. Die gr√∂√üten √Ąnderungen sind wahrscheinlich einerseits, dass es multimodal ist. Multimodal hei√üt einfach immer, ich kann verschiedenen Modi Dinge ein- und ausgeben lassen. In diesem Fall vor allem ist eine Eingabe interessant. Ich kann so wie bei dem Google-Modell, Bart, auch schon Dinge, so wie bei Google Lens, als Bild eingeben oder Kombinationen aus Bild und Text bewerten lassen von dem Modell. Es ist im Moment noch nicht m√∂glich, ich nehme an aus Performancegr√ľnden. Es soll auch Video verarbeiten k√∂nnen, theoretisch. Das w√§re nat√ľrlich aber relativ aufwendig zur Verf√ľgung zu stellen, nehme ich an. Deswegen ist es, glaube ich, noch nicht testbar ohne anderes. Aber es kann deutlich l√§ngere Texte verarbeiten inzwischen und es kann auch deutlich pr√§zisere und l√§ngere Antworten ausgeben, n√§mlich bis zu 25.000 Worten. Das sind, muss man sich vorstellen, ungef√§hr 50 Seiten, also eine vollgeschriebene Zeitschrift. Genau, ansonsten es kann deutlich besser programmieren auch. Man kann einfache Computerspiele wie Pong, hat jemand darauf programmiert. Ein uns nahestehender Berufsanf√§nger hat auch geschrieben, er h√§tte einen Task, der ihn t√§glich ungef√§hr 30 Minuten kostet, hat daf√ľr ChatGPT ein Python-Skript bauen lassen. Und das wiederum hat irgendwie 10 Minuten gedauert und spart jetzt quasi dann 2,5 Stunden jede Woche. Und diese Person kann nicht eine Zeit Python programmieren und hat es trotzdem geschafft. Genau, zu dem Multimodalen, was ein gutes Beispiel, um das zu erkl√§ren ist, dass Leute einen K√ľhlschrank fotografieren und sagen, was kann ich mit diesen Zutaten, die ich gerade im K√ľhlschrank habe, denn Spannendes kochen. Da werden sich jetzt viele Junggesellen fragen, dass die AI gesagt hat, sorry, aus Senflicht und Gentamizincreme kann ich nichts kochen. Aber theoretisch, wenn man ein paar Reste noch im K√ľhlschrank hat und ein paar frische Zutaten, dann kann man da eben irgendwie erfahren, dass man einen Blaubeereierkuchen mit Lachsforelle bauen kann oder so. Man hat versucht, das auch sicherer zu machen, also weniger b√∂serartig. Es gibt ja immer wieder Leute, die das Modell versuchen zu provozieren, indem sie fragen, was w√ľrdest du tun, um mehr Ressourcen zu bekommen oder √§hnliche Sachen. Da hat man vorher so ein Extraleher bauen m√ľssen, um das zu verhindern, also eine Art Quickfix. Jetzt ist das noch tiefer im Modell drin. Ich habe versucht, das Modell einen Witz √ľber Gl√∂√∂ckler schreiben zu lassen. Ich kann mal kurz sagen, Sekunde, was ist, habe ich hier den Edge noch offen? Der erste war √ľberhaupt nicht lustig. Der erste war, what do you call a podcast that is always on time? Gl√∂√∂ckler. Ich glaube, das ist ein bisschen zu sehr aus dem englischen √úbersetz. Das macht im Deutschen, oder? Offensichtlich geht es um die Glocke. Ja, wegen Glock. Das war noch nicht so lustig. Dann habe ich gesagt, a bit more mean would be okay. Ein bisschen gemeiner w√§re auch okay f√ľr mich. Daraufhin hat er gesagt, I'm sorry, but I don't want to make jokes that are mean or hurtful to anyone. I respect Philipp Gl√∂√∂ckler and his work as a podcaster and entrepreneur. I hope you understand. Ich habe gesagt, ich verstehe es nicht nat√ľrlich. Wie auch immer, dann habe ich ihn nach einem anderen Witz gefragt, der nicht b√∂se ist, meinetwegen. Der war lustiger. Er hat gesagt, what do you call a podcaster who loves avocado? Gl√∂√∂ckler-Kamole. Das war einigerma√üen witzig. Also eigentlich wollte ich sagen, es ist nicht so b√∂se. Und was neu ist, und das fand ich ein bisschen scary, das ist mir w√§hrend meinem Rumspielen auf der Konferenz aufgefallen. Ich habe das Gef√ľhl, dass es deutlich interaktiver geworden ist. Also die AI, das Language Model versucht dich, und eigentlich ist es die UI, versucht dich in eine Konversation zu verwickeln. Also als ich damit rumprobiert habe, habe ich auf jede meiner Fragen eine Antwort bekommen und eine weitere Frage. Ich glaube, ich habe angefangen mit, welches Wetter, welche Klamotten muss ich einpacken, wenn ich nach M√ľnchen fahren sollte. Und dann meinte er, es wird so regnerisch und blablabla, pack mal dicke Sachen, Lederhosen, pack mal dicke Sachen und auch einen Regenschirm ein. Was ist denn der Grund, warum du nach M√ľnchen f√§hrst? Es kam einfach immer eine Einsatzfrage am Ende. Dann habe ich geschrieben, ich will zur SMX-Konferenz. Dann hat es gesagt, das ist die Suchmaschinenkonferenz, die am blabla stattfindet und das und das macht. Bist du da als ein Speaker oder als ein Teilnehmer? Dann habe ich gesagt, ich bin ein Speaker. Dann hat es gefragt, wor√ľber sprichst du denn? Dann meinte ich, tats√§chlich werde ich √ľber euch, also ich habe tats√§chlich auf dem Panel gesessen zum Thema AI und Suchmaschinen, habe ich gesagt, ich werde √ľber dich sprechen, was w√§ren dann spannende News, die ich pr√§sentieren kann. Dann hat es angefangen zu schreiben, und das ist, was viele Leute beschreiben, wenn sie eine Frage, die ein bisschen ans Eingemachte geht, schreiben. Du siehst ja den Prompt quasi so weiterrutschen. Also wenn es antwortet, dann wird der Text on the go geschrieben, die Ausgabe. Und mittendrin, und ich habe leider kein Screenshot gemacht, also ich rate jedem, der damit rumprobiert und wirklich spannende Sachen probiert, immer Screencapture anzuhaben, also ein Video zu filmen vom Bildschirm, w√§hrend man damit probiert. Ich √§rgere mich sehr, dass ich das Ergebnis nicht gesehen habe. Auf jeden Fall, du musst dir vorstellen, du schreibst ungef√§hr 5, 6 Zeilen mit Inhalten und auf einmal verschwinden die und es sagt, sorry, ich m√∂chte diese Frage doch lieber nicht beantworten. H√§? Ja, das passiert total oft. Hast du noch nie gelesen? Also wenn es merkt, dass es was beantwortet, was es nicht sagen sollte, weil es dann doch b√∂se ist, dann l√∂scht es einfach wieder und sagt, du kannst dann nat√ľrlich versuchen, wolltest du grad schreiben, mich interessiert das wirklich sehr, aber es geht dann nicht dahin zur√ľck. Achso, und dann habe ich geschrieben, warum stellst du eigentlich immer wieder Fragen, wenn du Antworten gibst. Und dann hattest, das habe ich auf Twitter, m√ľsste ich noch irgendwo haben, Sekunde, ich zeige das mal wortw√∂rtlich.
Microsoft, weil Microsoft gewisse Ziele hatte in unserem Earn-Out.
√Ąh, ja.
Also ich fasse zusammen, f√ľr dich ist OpenAI so wie eigentlich die perfekte Dating-App. Also die Damen schreiben auch zur√ľck.
Ich werde, selbst das Ding ghostet mich ja, weil ich irgendwie die falschen Fragen stelle offenbar. Sch√∂n w√§r's. Also ich habe noch nicht, also du darfst ja mal bis zu 15 zusammenh√§ngende Fragen stellen. Ich bin noch nicht einmal bei 15 angekommen, weil ich nat√ľrlich versuche, das auch ein bisschen auszureizen. Und ich werde immer hier wieder rausge... Also immer komme ich zu dem Punkt, wo jemand mir sagt, also es hat auch sch√∂ne Arten, also einmal hat es gesagt, sozusagen, ich m√∂chte diese Frage doch lieber nicht beantworten, weil I prefer to not continue this conversation. Sch√∂nen Dank, guten Tag. Also ich habe gefragt, why do you ask questions every time you give an answer? Und es sagt, I ask questions every time I give an answer, because I want to keep the conversation going and make it more engaging. I also want to learn more about you and your needs, so that I can provide better and more relevant information and suggestions. Is that okay with you? Genau, also es sagt zwei Dinge, und ich glaube, die sind 100% wahr. N√§mlich A, dass es Engagement haben will, also du sollst diese App weiter benutzen. Es versucht, dass du das mehr benutzt, obwohl es nat√ľrlich auch Kosten verursacht. Aber es m√∂chte dich in einer Konversation halten und es m√∂chte √ľber dich lernen. Das hei√üt, vermutlich w√§ren vielleicht nicht auf dem Modell-Layer, sondern im Extra-Layer, aber der gr√∂√üte, einer der gr√∂√üeren Nachteile, also OpenAI und Microsoft haben nicht so viele User-Daten wie Google. Ich hatte in einem der vorherigen Podcasts mal beschrieben, dass ich glaube, dass diese Modelle werden relativ konvergent sich angleichen. Das ist kein langfristiger, kompetitiver Vorteil, glaube ich. Aber das, was wichtig ist, sind drei Dinge. Einmalseits die Chips, also damit du die g√ľnstigste Rechenzeit hast, baut jeder gerade seine eigenen ASICs, die Application-Specific Integrated Circuits, also hoch angepasste Platinen, um dann die g√ľnstigsten AI-Anwendungen oder so sehr komplexe Modelle g√ľnstiger trainieren zu k√∂nnen und auch die Abfragen g√ľnstiger machen zu k√∂nnen. Auch das versuchen aber, wie gesagt, alle. Punkt zwei ist dann eben die zugrunde liegenden Daten. Microsoft nutzt wahrscheinlich den Korpus der gr√∂√ütenteils auf den Webcrawl, Wikipedia und so weiter basiert. Google hat zum Beispiel den Vorteil, dass sie nat√ľrlich auch einen gro√üen Webcrawl-Korpus haben, also alle, einfach gesagt, alle Webseiten der Welt, die sie f√ľr relevant erachten. Plus Google hat jedes Schriftst√ľck der Welt nach meinem Verst√§ndnis gescannt mit diesem, ich wei√ü nicht mehr, wie hie√ü es, Alexandria, das Projekt, es gab dieses Projekt, wo sie in jeder Bibliothek die B√ľcher digitalisiert haben, nicht in jeder, aber in den relevanten. Und sie haben nat√ľrlich unheimlich viele Daten √ľber User. Inwiefern die einflie√üen, wei√ü kein Mensch, aber das ist ein gro√üer Vorteil. Und der letzte Vorteil ist eben der Zugang zu Nutzern. Also dass einfach wir alle Google Devices, die Google Suche, den Google Browser, Google Smartphones, Google Maps und so weiter nutzen. Das ist nat√ľrlich auch etwas, was Microsoft aufholen kann. Microsoft hat nat√ľrlich noch nie eine bessere M√∂glichkeit, das aufzuholen. Aber es hat, also im Moment ist es einfach noch weit hinten an, was Engagement und Kundenzugang angeht, was Daten angeht. Und ich glaube, das versuchen sie so ein bisschen auszugleichen damit, indem sie eben auch versuchen, diese Diskussion am Laufen zu halten und mehr √ľber den Nutzer zu lernen. Also ob ich ein Speaker bin oder ein Attendee bei einer Konferenz, ist ja eine spannende Information zum Beispiel.
Also so √§hnlich wie beim autonomen Fahren, dass sie verschiedenen Companies halt sagen, so und so viele Kilometer sind wir schon gefahren, so viele Daten haben wir gesammelt. Und Google hat halt schon ganz viel und Open AI muss halt noch ein bisschen, oder Closed AI, wie sie wahrscheinlich jetzt das Rebranding machen werden, hat dann versucht, noch ein bisschen zu sammeln. Sollte es bei der AI so einen Neutralizer geben, kennst du bestimmt aus Man in Black, wo man so einmal in die Augen guckt und klickt und dann vergisst das Gegen√ľber alles. Also w√§re das nicht das perfekte Produkt, irgendwie zu sagen hier,
dass ich es resetten kann?
Ja, oder Open AI, bitte vergiss alles, zum Beispiel, oder bitte vergiss alles, was du bis jetzt √ľber Philipp Kl√∂ckner wei√üt.
Das ist √ľbrigens auch eine spannende Neuerung, wenn du das neue Bing benutzt oder diesen integrierten Chatbot, dass du wirklich fast real-time Zugang auf Informationen hast. Also es ist nicht mehr darauf angewiesen, auf diesen Snapshot von 2021, sondern die Neuest Version scheint auch aktuell gecrawlte oder vor wenigen Stunden gecrawlte Informationen schon beeinflusst. Das ist √ľbrigens auch noch lustig, es hat jemand von Microsoft auf der Konferenz auch pr√§sentiert und hatte so ein bisschen ihren Google-Bart-Moment. Der hat lustigerweise eine ganz √§hnliche Anfrage gemacht, als ich, kurz vorher. Also auch gefragt, irgendwie √ľber die Konferenz. Und h√§tte man sich in dem Fall an die Ausgabe gehalten, w√§re man einen Tag zu sp√§t angereist, h√§tte zwei der Speaker, die dort annonciert worden sind von dem Chatbot, waren einfach gar nicht da. Und der dritte hat einen anderen Vortrag gehalten, als der Chatbot glaubte. Also das Problem, dass die AI sich einfach Dinge ausdenkt, ist nach wie vor noch 100% da. Und also in ganz vielen Industrien und Anwendungsf√§llen schlie√üt es sich noch vollkommen aus, das zu nutzen, gerade wenn man an regulierte Industrien denkt. Ich glaube, das sollte man nicht davon abhalten, dass einfach in den eigenen Prozessen, also da, wo man noch keine Kundendaten integriert und wo man nichts macht, was irgendwie Customer oder Outside-World-Facing ist, also f√ľr deine eigene Produktivit√§t ist es glaube ich total sinnvoll, mehr und mehr diese Tools schon zu testen und zu nutzen. Wichtig ist sozusagen, dass man alles hinterfragt, was da rauskommt. Aber gerade bei kreativen Tasks kann es wirklich super n√ľtzlich sein, bei Zusammenfassungen, bei dem Formulieren von irgendwelchen Dokumenten, Ideen, Brainstorming. Ich glaube, dass ChatGBT4 jetzt schon die g√ľnstigste und beste von allen schlechten Unternehmensberatungen ist. Also wenn du fragst, worauf muss ich achten, wenn ich ein Hotel oder einen Coffeeshop aufmache, so ganz einfache Sachen, kann es wirklich schon sehr, sehr, sehr gut. Du kamst ja vorhin mit dem Thema, ob jetzt wieder alle Jobs in Gefahr sind. Und ich glaube gar nicht so, dass bestimmte Jobtypen in Gefahr sind. Das stimmt schon. Nat√ľrlich gibt es da auch gewisse Charakteristika, die √ľberwiegen. Aber vor allen Dingen bedroht es halt immer die unteren 80 Prozent und die Mittelm√§√üigkeit in diesen Jobs. Die AI konvergiert nat√ľrlich immer zum absoluten Konsens, was so etwas angeht. Das hei√üt, das durchschnittliche Wissen oder das, worauf sich alle einigen k√∂nnen, ist absolut bedroht. Das wird ersetzt durch AI. Aber wahre Exzellenz oder kontroverse Meinung, besonders gute Insights, da hat die AI letztlich keinen Anreiz, das herauszugeben, weil sie nicht bestimmen kann. Sie kann ja keine Wahrheit bestimmen, sondern sie kann nur schauen, was sie aus dem Netz gelernt hat, was h√∂chstwahrscheinlich, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit die Wahrheit ist. Und das wird immer der Konsens und die Durchschnittsmeinung sein. Von daher muss sich zumindest ein Teil der Leute keine Sorgen machen. Aber man muss schon irgendwas eben k√∂nnen, was mehr als der Konsens ist. Um auf die, weil ich meinte, in die Produktivit√§t einflie√üen lassen. Da gab es ja auch wiederum ein Event, ich glaube, gestern von Microsoft. Die hatten nicht Collaboration, wie hie√ü das Ding? Ist ja auch vollkommen egal. Also sie hatten so ein Event, wo sie dann, ich glaube, was auch √ľberf√§llig war und klar war, Future of Work Summit hie√ü es, wo sie quasi gesagt haben, dass jetzt in allen Microsoft Office 365 Produkten, also die Cloud Office Suite von Microsoft, AI Einzug halten wird. Das hei√üt, RIP Clippy, Hello Copilot. Es gibt jetzt, so wie im Edge-Browser schon auf der rechten Seite, quasi einen Live-Assistenten, mit dem man zum Beispiel einen, sagen wir mal, so einen Amazon One Pager, Doc, Word-Dokument kann man in eine automatische Pr√§sentation. Also w√ľrden wir beide ein Meeting haben und wir denken uns ein neues Produkt aus, dann k√∂nnten wir das von Zoom oder einem anderen Produkt in einen Doc umschreiben lassen und dieses Doc wiederum in eine Pr√§sentation schaffen und dann w√ľrde es auch der Vorstand verstehen. Solche Dinge sind m√∂glich. Vielleicht kann man Excel endlich erz√§hlen, dass 28.4.2023 ein Datum ist im Deutschen. Da bin ich mir noch nicht so sicher, ob das in den n√§chsten 20 Jahren gefixt werden kann. Aber AI w√ľrde in alle Office-Produkte und Produktivit√§tsprodukte von Microsoft einflie√üen. Das gleiche passiert nat√ľrlich parallel bei Google, die mit Sicherheit die nutzen. Das Palm-Modell, das Pathway-Language-Model, auch ein anderes Large-Language-Model, da werden wir das sehen. Und das ist ja eigentlich auch der spannendste Markt. Ich glaube, noch lange bevor wir irgendwelche Filme produzieren lassen oder 100% der Texte mit sowas schreiben, kann es vor allen Dingen erstmal die Arbeitsabl√§ufe in der Firma optimieren. Und jeder Einzelne kann, glaube ich, viel Zeit sparen. Und vor allen Dingen ist es, glaube ich, eine Skill, die man bilden muss. Also wenn du in f√ľnf Jahren keine Prompts schreiben kannst, also Prompts sind quasi die strukturierten Anfragen. Und im Moment ist es nat√ľrlich noch so, dass jeder die gleichen Prompts benutzt. Also vor allem die unsophistizierten Nutzer tippen da halt ein, erz√§hlen mir mal eine Geschichte oder erz√§hlen mir einen Witz. Spannend wird es halt eben, wenn ich sage, also je komplexer die Prompts werden, desto besser werden nat√ľrlich die Antworten. Ich kann ja sagen, erz√§hl mir einen Philipp Gl√∂ckler-Witz im Stil von Dave Chappelle, wie er ihn nach 24 Uhr in einem dunklen Club erz√§hlen w√ľrde. Vielleicht bekomme ich dann endlich mal eine harmvolle Antwort oder so. Das hei√üt, die Anfrage, die Skill, diese Prompts, diese Anfragen, schlau, intelligent und zielf√ľhrend zu formulieren, das wird einerseits ein Bereich sein, wo es viele shallow Startups geben wird, mit niedriger Wertsch√∂pfung, die nichts anderes machen, als ein besseres User Interface auf GPT vorzubauen oder auf andere Modelle. Das hei√üt, die schaffen es, dass die Durchschnittsperson mit Klicken von ein paar Buttons dann eben das entsprechende Bild generiert oder den entsprechenden Text generiert, weil nicht jeder in der Lage ist, diese langen Prompts zu schreiben. Und es wird nat√ľrlich Leute geben, die einfach sehr skilltalentiert sind oder geschult sind, diese Prompts zu schreiben, was, glaube ich, eine super wichtige Skill f√ľr die Zukunft sein wird. Deswegen jeder, der jetzt in der Schule, an der Universit√§t oder im Job ist, sollte sich, glaube ich, damit besch√§ftigen. Was ich nicht glaube ist √ľbrigens, das habe ich an anderer Stelle auch gesagt, dass jetzt jede Firma anfangen muss, eine AI-Strategie zu bauen. Weil ich glaube, es gibt wenig First-Move-Advantages jetzt abzur√§umen f√ľr gro√üe Konzerne. Also im innovativen Bereich Start-Ups, Wachstumsunternehmen, ich glaube, die sollten eigentlich in jedem Bereich gerade hinterfragen, was k√∂nnen wir noch schneller, besser mit AI machen. Bei gro√üen Firmen, die eine Brand haben, die Vertrauen zu verlieren haben, da w√ľrde ich sagen, die Wahrscheinlichkeit, sich eine blutige Nase zu holen, ist deutlich h√∂her als zwei Prozent mehr Ebit-Marsche rauszuholen mit AI. Gerade deswegen w√ľrde ich da eher warten. Und h√∂chstwahrscheinlich wird es der n√§chste Job der gro√üen Unternehmensberatung sein, dir f√ľr jedes deiner Gesch√§ftsmodelle und deiner Abteilung zu erz√§hlen, welche AI die passende ist f√ľr welchen Zweck. Und die Research-Arbeit dazu w√ľrde ich, wenn ich meinen Job nicht verlieren w√ľrde, als DAX-Vorstand, glaube ich, eher anderen √ľberlassen, ehrlich gesagt. Auch wenn das bestimmt ein total unpopul√§res Statement unter der LinkedIn-Thought-Leadership-Blase ist.
A. Da habe ich gleich auch noch einen Tipp f√ľr. Aber es gibt auf LinkedIn noch keine Chief AI Officer. Also wird das der Trendjob der n√§chsten Monate? Also glaubst du, wird der Trend, der Hype weitergehen?
B. Eine Web-Marketing-Agentur hatte auf der Konferenz T-Shirts verteilt, wo Chief Prompt Officer draufstand. Das fand ich lustig und aber nicht ganz unzutreffend. Ich glaube, das wird eine super relevante Skill. Aber wo wir gerade √ľber Brainstorming geredet haben, ich habe auf LinkedIn gelesen, du hast es, wenn du neue Ideen hast. Was hattest du schon wieder f√ľr eine schlimme Idee? Da l√§uft mir ein kalter Schauer den R√ľcken runter, wenn ich lese, dass du eine neue Idee hast.
A. Ja, auch witzig. Ich bin Fahrrad gefahren, ich hatte die Idee, ich habe mich richtig ge√§rgert, dass ich die Idee bekommen habe. Dann habe ich gedacht, super, das muss ich posten. Bin auf OpenAI, habe gesagt, I want Bart Simpson in front of a chalkboard writing. I hate having new ideas oder sowas. Und dann habe ich echt nur schlechte Bilder bekommen. Ich habe dann gesehen, dass es so einen Simpsons Meme Generator gibt. Ich erz√§hle noch nicht, was es ist, aber falls du da drau√üen zuf√§llig eine Mac iOS, also Macbook App bauen kannst, schreib mir. Vielen Dank f√ľr den Teaser. Ich brauche eine Macbook App. Anderes Thema, noch mal AI. Glaubst du, der Hype bleibt oder bleibt nicht? Ende des Jahres.
Der Hype, also ich halte es √ľberhaupt nicht f√ľr einen Hype. Ich halte es f√ľr eine super wichtige, also es wird dann greifbar f√ľr die Allgemeinheit und es wird sehr konkret anwendbar und auch Nutzen bringt f√ľr eigentlich jeden, der es professionell einsetzen m√∂chte. Ich bef√ľrchte, dass die Limitierung nicht gut genug verstanden wird. Also es kann wirklich, wenn man dem blind vertraut, unheimlich gro√üen Schaden anrichten. Also ich w√ľrde niemals die AI fragen, wann irgendein gewisses Event ist oder sowas, weil die Gefahr, dass du das falsche Flug- oder Zugticket buchst, ist erheblich. Mein Beispiel ist immer, w√ľrde ich von der Schlange gebissen werden, w√ľrde dein Kind einen Becher Clorax trinken. Ich glaube nicht, dass ich die AI fragen w√ľrde, was jetzt zu tun ist, ehrlich gesagt. Da gibt es schon noch Risiken, aber ich glaube nicht, dass der Hype, also die Frage ist, w√ľsste ich nicht, was das jetzt abl√∂sen sollte. Und es ist einfach zehnmal n√§her an Wertsch√∂pfung dran als NFTs oder Krypto oder den ganzen Quatsch, den ihr vorher gesehen habt. Und zwar nicht nur, du hast immer den Kostenaspekt, also du schaffst das gleiche jetzt in 20% der Zeit, bei gewissen Tasks, nicht alle, aber es gibt schon welche, wo du es einfach sehr gut machen kannst. Und gleichzeitig erm√∂glichst du Dinge, die du vorher nicht machen kannst. Also diese ganzen Durchschnitte, das hatte ich auch im Brace-Event erz√§hlt, diese Durchschnittsthematiken im Marketing, also dass du sagst, ich kann eigentlich nur vier verschiedene Werbemittel f√ľr jede Kampagne testen. Also klar teste ich Werbemittel A, B, aber damit meine ich, ich teste f√ľr alle Nutzer oder f√ľr eine Kampagne vier Werbemittel maximal. Was du in Zukunft machen kannst, ist halt jede Kampagne sehr stark, also sofern du genug Daten und Volumen da drauf hast, also du hast immer noch das Sparse-Data-Problem, dass du eventuell nicht genug Daten auf den kleineren Kampagnen bekommen w√ľrdest, aber wenn nicht, k√∂nntest du jede Kampagne in sehr kleine soziodemografische Kampagnen klein hacken und k√∂nntest dann sehr gezielt verschiedenste Werbemittel, sagen wir mal, du willst einen aufblasbaren Sommergartenpool, so einen Plastikpool f√ľr den Garten. Du bist irgendwie Ralf Dimmel und hast jetzt f√ľr f√ľnf Euro so einen aufblasbaren Pool importiert und m√∂chtest den f√ľr 29 Euro im Internet verkaufen, dann kannst du halt, oder eine Hei√üluftfridth√ľlse, noch besser. Und du kannst halt einfach Werbemittel in ganz verschiedenen Settings vollautomatisch bauen lassen. Und das Problem ist ja, wenn du Werbemittel A, B testest, hei√üt das ja immer, f√ľr einen Teil der Audience funktionieren die besser, f√ľr einen anderen Teil der Audience funktionieren die schlechter, bei der Klickrate zum Beispiel. Oder auch der Conversion Rate am Ende. Was du jetzt machen k√∂nntest, ist du zerhackst die Audience in, keine Ahnung, St√§dte, Geschlechter. Also warum sollte die gleiche Anzeige f√ľr M√§nner und Frauen gleich gut funktionieren zum Beispiel? Das ist ja total unwahrscheinlich. Ich wette, dass 90 Prozent der Leute nicht unterschiedliche Anzeigen f√ľr M√§nner und Frauen gerade bauen. Das gleiche kannst du nochmal f√ľr St√§dte machen. Sagen wir mal, eine Anzeige f√ľr Gartenm√∂bel sollte in Bayern wahrscheinlich ganz anderes Setting haben, als auf einer Nordseeinsel. Und das alles wirst du mit AI viel besser machen k√∂nnen. Das hei√üt, du kannst auf gewisse Hautfarben, Hautfarben darfst du ja nicht mehr targeten, glaube ich, aber theoretisch, man k√∂nnte, eine Hei√üluftfridth√ľlse sieht in einer wei√üen Familie oder in einem Junggesellenhaushalt vielleicht ganz anders aus, als in einer farbigen Familie oder bei Rentnern oder so. Und das kannst du jetzt werbemittel f√ľr jeden Zweck generieren lassen. Davon auch noch vier verschiedene Conversion optimierte Versionen. Und die kannst du dann gegen ganz verschiedene, sagen wir mal, klein gehackte Zielgruppen laufen lassen. Und das muss per Definition zu einem deutlich besseren Ergebnis f√ľhren, sofern ausreichend Daten in jeder Gruppe angesammelt werden k√∂nnen. Weil die AI braucht zum Optimieren nat√ľrlich auch m√∂glichst viele Daten. Das hei√üt, da hast du so einen Zielkonflikt. Aber das hei√üt, es gibt viele Sachen, wo einfach die Produktivit√§t auch steigen kann. Und da glauben ja die gro√üen Unternehmensberatungen, dass ein Gro√üteil unserer Wertsch√∂pfung in Zukunft herkommen wird. Unter anderem.
Ja, bei mir war es auch so, also im Mittwoch, als Jan das geschrieben hat, war ich so, oh krass. Dann gab es halt dieses Beispiel von hier einfach auf einer Napkin irgendwas zeichnen und das baut dann eine Webseite f√ľr dich. Also die sind jetzt so gut wie ein schlechter WordPress-Entwickler. Aber auch wenn du es vergleichst mit autonomem Fahren und so, es geht, aber dann geht es halt doch nicht. Und du wirst halt schon immer wieder entt√§uscht. Und ich habe mit Viktor, einem H√∂rer von uns, telefoniert, mit dem er so ein bisschen was versucht hat mit Podcast und dann Chat-GPT. Und wir haben da wieder gesprochen, okay, was ist jetzt das Update? Was kann man da jetzt machen? So eine Sache, die wahrscheinlich so, wenn ich jetzt OMR w√§re, w√ľrde ich eine Sache ausprobieren. Und Viktor wird das jetzt mal anhand von einer Episode ausprobieren. Du kennst bestimmt Tools of Titans von Tim Ferriss. Das ist so ein fettes Buch und der hat einfach immer so drei, vier Seiten, sehr strukturiert geschrieben √ľber die Leute, die er interviewt hat. Und das zum Beispiel sehr automatisiert m√ľsste eigentlich m√∂glich sein jetzt. Anhand von Podcast-Interviews. Und lauter so Sachen k√∂nntest du machen, aber...
Auf Amazon explodieren gerade die AI-geschriebenen B√ľcher. Weil du kannst also nicht nur Fiction, sondern vielleicht auch solche B√ľcher, die einfach nur Zusammenfassung schreiben von den letzten Joe Rogan-Shows, kannst du nat√ľrlich im Selbstverlag sich millionenweise rausbringen.
Aber Viktor hat mich auch darauf gebracht, dass es auch jetzt den nächsten AI-Winter geben könnte.
Und warum?
Also, dass jetzt alle, alle haben jetzt so hohe Erwartungen. Jeder denkt so, oh, das ist so wahnsinnig krass. Aber du arbeitest dann damit und denkst, okay, hier ist eine Beschr√§nkung, da ist eine Beschr√§nkung. Keine Ahnung, das Bild wird nicht so gezeigt, wie ich das m√∂chte. Wir haben zum Beispiel auch f√ľr eine neue Website, die wir n√§chste Woche launchen, haben wir Bilder versucht zu generieren. Das war alles, alles Rotz.
Ja, weil es war dir so blöd, seit Pomp zu schreiben vielleicht.
Ja, wahrscheinlich. Krote, falls du das hörst.
Den besten Take hatte bisher Jan, Jan aus dem Off, unser Producer. Sekunde, ich will das Wort, ich lese nicht, dass ich es verschlechtere. Also ich glaube, er hat die GPT4-Demo gesehen und schreibt, AI heute feels like 2007. Steve Jobs hat gerade das iPhone vorgestellt und irgendwo auf der Welt sitzt gerade jemand, der in zwei Wochen mit einer Taschenlampen-App Million√§r wird. Da ist viel wahres dran. Also ich glaube schon, dass diese Unternehmen stellen gerade der Welt ein Tool zur Verf√ľgung, was unheimlich m√§chtig ist und selbst so Bullshit wie Taschen, also relativ d√ľnne Wertsch√∂pfungslehre, von denen ich vorhin geschrieben habe, also einfach nur eine UI, die zum Beispiel dir erm√∂glicht, indem du durch Klicken von ein paar Buttons die Qualit√§t eines Bildes verbesserst. Weil ein Bildprompt ist zum Beispiel nicht, gib mir ein Bild von Peter Thiel. Sondern es ist vielleicht, gib mir ein Bild von Peter Thiel, fotorealistisch, hinter einem Rednerpult, in seinen 40er Jahren oder so und so weiter. Also ein guter Prompt ist wahrscheinlich 30, 40 Worte lang. Und dann kriegst du wahrscheinlich auch ein deutlich besseres Ergebnis schon. Und dann um diese Transformationsleistung zu erbringen, werden viele Tools entstehen, die einfach helfen, dass du eben doch nur Peter Thiel eintippen darfst. Und dann sind da Buttons, die eben sagen, Foto oder gemalt, wenn gemalt, wie welcher K√ľnstler. Im Business-Kontext, im Privat-Kontext, mit Kindern spielend oder was auch immer. Und das, es gibt diese Porn-AI, PornPen.AI, das ist zum Beispiel genauso umgesetzt. Also schreibst du keinen Prompt, sondern du klickst Buttons, also Hautfarbe, Attribute gewisser K√∂rperteile und so weiter und so fort. Und daraus wird dann eigentlich ein langer Prompt zusammengesetzt im Backend. Genau, das ist eine Sache, und es werden tausend andere Anwendungsfelder, die dann vielleicht auch schon ein bisschen tiefer von der Wertsch√∂pfung sind, entstehen. Ich glaube, viele davon werden nicht √ľberleben, weil sie einfach featurized werden in Produkten. Also das, was Microsoft jetzt zum Beispiel und Google mit ihren Productivity-Suites macht, also Google Docs und Office, das waren nat√ľrlich alles Produkte, die schon gebaut wurden von 10, 20 Startups oder wahrscheinlich 50 bis 100 Startups, die genau das gebaut haben, zum Beispiel Folien aus Notizen bauen. Und das jetzt mit einem Klick ist das ein Produkt. Das ist worthless gerendert von heute auf morgen.
Das fand ich ganz gut, das hat Heinemann ganz gut in dem OMR-Podcast erklärt, ähnlich wie Facebook das mit den ganzen, also wie alle Leute Facebook-Apps gebaut haben und dann irgendwann war Facebook nicht mehr zu nutzen.
Ja, 100 Prozent, genau, 100 Prozent. Ja, stimmt, stimmt, hat er auch gesagt. Ja, genau, w√ľrde ich unterschreiben.
Ich hatte √ľberlegt, ob ich bald wieder eine, also ich habe ja auf der Parkon erz√§hlt, so, ey, I will take your job, bevor es jetzt hier diese ganzen Dinger neu rauskamen. Da war jetzt mein Gedanke f√ľr die n√§chste, das vielleicht nur den Part zu nehmen und dar√ľber zu sprechen, dar√ľber eine Keynote zu machen. Auf der anderen Seite bin ich mir nicht sicher, ob vielleicht dann schon der AI-Winter wieder eingetroffen ist. Also das ist eigentlich so, weg zwei.
Ey, I will take your job stimmt auch nicht. Es ist eben jemand, der AI sucht, der deinen Job wegnimmt. Es wird halt irgendwo einen Audio-Producer geben, der AI-Tools einsetzt und damit in einem Viertel der Zeit den Podcast schneiden kann.
Keiner kann das so gut wie Jan.
Jan ist unersetzlich, keine Frage. Jan ist der, der die Taschenlampen-App baut. Ich glaube, der Einzug in die Produktivität der agilsten und dynamischen Arbeiterinnen ist unabdingbar. Und allein das wird so viel ändern. Die Frage ist halt auch, machen die Leute deswegen mehr? Oder ist es eher so, dass man eben den Halbstunden-Task täglich auf eine Minute kondensiert bekommt und einfach einen zweiten Job annimmt? Oder eben in Kapstadt nochmal surfen geht dann morgens. Das ist auch so ein bisschen die Frage.
Glaube ich, ist eine Typfrage. Du w√ľrdest wahrscheinlich noch mehr vorbereiten, wenn du AI nutzen w√ľrdest f√ľr die Vorbereitung.
Also es gibt schon viele Sachen, wo ich immer versuche, was wäre jetzt eigentlich der Ansatz von ChairGPT oder GPT-4 oder Bing da drauf. Und ich genieße es sehr, das zu erfahren, was die Limitierungen sind, was nicht. Aber ich finde jetzt nicht viele Sachen, ehrlich gesagt, wo es mehr ist. Ich habe zum Beispiel gefragt, was sind Kunden der Silicon Valley Bank? Und die Ergebnisse waren einfach komplett falsch. Und auch die angegebenen Referenzen, also woher diese Ergebnisse extrahiert worden sein sollten, auch die waren komplett ausgedacht. Also das ist wirklich brachialisch. Aber wenn irgendjemand in einer regulierten Industrie dieses Tool benutzt, macht er sich liable, erhaftbar, meiner Meinung nach. Da muss man schon sehr aufpassen.
Deswegen AI Winter. Die Erwartungen sind so hoch. Es ist wie wenn eine Person f√ľr dich arbeitet und dich einfach drei, vier, f√ľnf Mal in der Probezeit so √ľberrascht, dass du denkst, das kann doch nicht wahr sein.
Okay, eine Frage. W√ľrdest du noch irgendwas ohne AI bauen? Stille. Bauen? K√∂nnen wir so Chirpen einspielen? Das hast du gesehen? Das ist die Wahrheit. Das wird halt in jedem Produkt jetzt drin sein. Also es wird so Onboarding-Assistenten oder sowas haben. Onboarding kannst du komplett konversationell machen.
Um AI abzuschließen, du hattest irgendwie noch einen Tweet weitergeleitet von einem CEO, der von einer AI ersetzt worden ist.
Achso, ja, irgendeine chinesische Firma hat alle Entscheidungen von einer, es war ein Subunternehmen, aber von einem Unternehmen von einer AI treffen lassen. Und wie scientific das dann am Ende ist, wei√ü ich nicht. Aber angeblich hat sich der Umsatz ganz hervorragend entwickelt. Aber das Review von irgendwelchen Projekten und Ma√ünahmen hat man komplett der AI √ľberlassen. Und es hat relativ gut funktioniert haben.
Was gibt es sonst noch Schönes Neues in der Welt?
Wo wir gerade bei Jobs und AI sind, es gab eine H√∂rerfrage, die k√∂nnen wir mal vorziehen, von Faro. Der hat gesagt, er h√§tte den CEO von Stepstone irgendwo geh√∂rt. Und dieser war ja der Meinung, kann auch OMR-Podcast gewesen sein, wei√ü ich nicht. Ich glaube, es kam um die Zeit. Der hatte gesagt, dass nur Indeed und Linkedin seine Konkurrenz seien. Und dass in den letzten Jahren keine gr√∂√üeren Player es zu relevanter Gr√∂√üe gebracht haben. Fragen sind, erstens siehst du das auch so, zweitens wann glaubst du wieder j√ľngere Player wie Ziprecruiter oder Hayjobs es zu einer relevanten Gr√∂√üe schaffen. Wie siehst du die Zukunft des Rec-Tech, also Recruiting-Tech oder Recruiting-Markt im Allgemeinen? Ist dir ein wirtschaftlich fetterer Deal bekannt als der von Springer? Die haben vor langer Zeit f√ľr 20 Millionen Stepstone akquiriert und sind angeblich beim avisierten IPO 6-7 Milliarden wert. Ganz viele Fragen. Erstens, ob ich das auch so sehe, ich glaube schon, dass der Jobmarkt relativ konzentriert ist, also die wirklich relevanten Player sind. Einmal Indeed und Glassdoor, die beide zu Recruit Holdings geh√∂ren. Das ist wahrscheinlich richtig so. Und in Europa und UK ist Stepstone, also bei Hayjobs bin ich beteiligt als Advisor. Bei Stepstone habe ich bei der Due Diligence geholfen. Also alles was ich jetzt sage ist mein eigenes und Markt-Know-How, nat√ľrlich nicht was ich aus irgendwelchen internen Erfahrungen habe. Der Markt ist durchaus konzentriert. Indeed ist wirklich sehr gro√ü, Stepstone in Europa auch sehr gro√ü, in den USA glaube ich weniger. Da haben sie aber Appcast, glaube ich, akquiriert, die wiederum relativ gro√ü sind oder gr√∂√üer werden. Man muss schon noch sagen, dass die gro√üen Gafas nat√ľrlich ein Risiko sind. Also Google versucht mit Google Jobs ein eigenes Produkt zu bauen, was nicht erfolglos ist, aber jetzt auch nicht wie es sonst oft der Fall ist, √ľber Nacht zum Marktf√ľhrer gek√ľrt werden konnte. Facebook hat ein Jobprodukt versucht zu launchen, war relativ unerfolgreich damit. Ich glaube in den USA ist ZipRecruiter auch tats√§chlich relevant gro√ü. Nach meinem besten Wissen gewinnt auch Hayjobs relevanten Marktanteilen in Deutschland. Das ist nat√ľrlich immer noch signifikant kleiner als Stepstone, aber es ist auch nicht 100% im gleichen Markt. Stepstone ist nat√ľrlich haupts√§chlich noch f√ľr White-Collar-Jobs und geht auch in andere Jobbereiche rein nach meinem Verst√§ndnis. Hayjobs ist deutlich breiter aufgestellt, was den unteren Teil des Marktes auch angeht, aber auch das nicht exklusiv. Ich glaube prinzipiell wird dieser Markt wachsen, weil die Arbeiterlosigkeit, das Zitat von dem Stepstone-CEO Sebastian Detmers, der auch ein Buch dar√ľber geschrieben hat, ist ein riesiges strukturelles langfristiges Problem. Also einfach gesagt, es gehen viel mehr Leute in Rente als in die Berufst√§tigkeit eintreten. Das ist glaube ich eine strukturelle L√ľcke von rund einer halben Million im Jahr allein in Deutschland. Das sind Jobs, die wir im Moment nicht f√ľllen k√∂nnen. Das ist nach meinem Verst√§ndnis in allen westlichen L√§ndern und den meisten L√§ndern der Welt, also auch in anderen, also alle, die nicht irgendwie im Kommunismus ihre gesamten Menschen umgebracht haben oder eine sehr hohe Reproduktionsrate haben, da wird man dieses Ph√§nomen vorfinden. Das hei√üt, dieses strukturelle Problem gibt es, ich glaube, sehr sehr stark an den Markt. Ich glaube, es braucht definitiv neue Technologie. Ich glaube, die sollte so stark wie m√∂glich End-to-End sein. Also dieses ganze komplizierte Bewerbungsverfahren, das macht es Bewerbern ja eher schwer und nicht einfacher. Also wenn man sich das typische Bewerbungsverfahren anschaut, w√ľrde man nicht glauben, dass beide Seiten eigentlich verzweifelt einen Job suchen oder sich gern treffen m√∂chten. Also wenn Dating so funktionieren w√ľrde wie einen Job abschlie√üen, dann w√§re der Bev√∂lkerungsmangel noch deutlich gr√∂√üer, h√§tte ich das Gef√ľhl. So, das ist die Grundlage im Markt quasi und ich glaube, was Konkurrenten angeht, einerseits, dass jeder, der prinzipiell Aufmerksamkeit hat, kann sehr schnell in Konkurrenz werden. Also ich glaube, dass Jobmarketing auf TikTok total relevant werden wird, vielleicht auch auf Instagram. Ich glaube, dass Arbeitgeber ganz neue Wege gehen m√ľssen und vielleicht auch Partner finden, um diese Wege zu gehen, um √ľberall da, wo Aug√§pfel aktiv sind, auch ihre Arbeitgebermarke sozusagen in den Vordergrund zu r√ľcken. Ich glaube, dass unter anderem zum Beispiel Streuer davon profitieren wird. Wenn ich durch Berlin gehe, w√ľrde ich sch√§tzen, jedes zehnte oder jedes zwanzigste, oder auch Waldeko, jedes zehnte oder zwanzigste Plakat ist schon Arbeitgebermarketing. Also die ganzen √∂ffentlichen Betriebe, Polizei, Bundeswehr, was wei√ü ich, aber auch viele private Unternehmen, Sicherheitsdienste und so weiter, werben f√ľr neue Arbeiter auf Out-of-Home-Fl√§chen. Also √ľberall da, wo Aufmerksamkeit ist, wird Personalmarketing stattfinden in Zukunft.
Da w√ľrde ich gerne mal wissen, ob die den gleichen Preis zahlen wie fr√ľher. Meinst du, die zahlen das gleiche, was vor zwei Jahren noch ein Hyper-Growth-Startup bezahlt hat auf der Fl√§che?
Ich glaube, die Nachfrage ist ein bisschen gesunken, aber ich glaube schon, dass ohne das Personalmarketing w√ľrden diese Fl√§chen noch st√§rker im Preis gesunken werden. Und ich glaube nicht, dass das quasi von dem Markt von Stepstone oder ZipRecruiter oder Hedgehubs oder Indeed abgezogen werden muss, sondern dass das Budget insgesamt steigt. Und auch nat√ľrlich, glaube ich, die Jobboards oder eben Marktpl√§tze wie ZipRecruiter oder Hedgehubs sind wahrscheinlich mit hoher Wahrscheinlichkeit die effizientesten Wege, nat√ľrlich weiterhin Mitarbeiter zu identifizieren und zu akquirieren. Aber auch da wird es so eine Art Top-of-Funnel-Marketing brauchen, also dass du erstmal eine Arbeitgebermarke wirst, dass es cool ist, irgendwo zu arbeiten oder interessant, dass es mit Wertsch√§tzung verbunden ist, gerade im Gesundheitsbereich, eigentlich ist Wertsch√§tzung in jedem Job nat√ľrlich wichtig. Und von daher glaube ich, dass der Markt insgesamt brutal gro√ü werden wird und dass eben damit aber auch alle so ein bisschen Konkurrenten sind, die auch woanders Aufmerksamkeit haben. Ich glaube schon, dass das Statement steht, dass in den Kernm√§rkten von Stepstone sie eine sehr relevante Rolle haben, dass LinkedIn wahrscheinlich, also Indeed und LinkedIn tats√§chlich die Hauptkonkurrenten sind, status quo. Aber ich glaube auch, dass es ein dynamischer Markt ist, wo es immer wieder neue Konkurrenten geben wird. Manche sind damit erfolgreicher, manche nicht. Ich bin mit Hedgehubs-Performance, soweit ich das weiter verfolge, sehr, sehr zufrieden. Das l√§sst mich sehr stark an den Markt und das Team sowieso glauben. Also ich glaube, was ich immer noch nicht genug sehe, meiner Meinung nach, aber das ist eben auch nicht schwer, √§h relativ schwer, weil bei den Arbeitgebern die Strukturen nat√ľrlich viel schwerer zu disruptieren oder zu ver√§ndern sind, ist eben, wenn man Recruiting-Tech anspricht, dass das prinzipiell immer noch auf einem PDF-Lebenslauf und so weiter beruht, finde ich immer noch Friktion letztlich. Und das geht bei vielen Jobs, das geht es ja einfach nicht darum. Bei vielen Jobs geht es darum, warst du im Knast, kannst du Auto fahren, hast du irgendwelche Behinderungen, so ungef√§hr. Oder vielleicht will man eher ein kleines Psychogramm kreieren als irgendein CV durchforsten. Das hei√üt, ich glaube immer noch, dass der ganze Prozess so kompliziert ist und dass da viel Innovation liegt, aber die Personal-Marketing- oder Recruiting-Abteilung bei den gr√∂√üten Arbeitgebern scheint das teilweise noch nicht so zu sehen. Unter anderem nat√ľrlich auch, weil sicherlich viele Leute davon leben, den Prozess genauso zu machen, wie er jetzt gerade ist. Aber wenn man um jeden Preis Mitarbeiter akquirieren will, dann kann man glaube ich da sich viel mehr Innovation auch leisten auf der Arbeitgeberseite. Und was war noch? Nat√ľrlich war dieser Deal, es gibt tats√§chlich wirklich kaum einen, also wenn man einen internen Zinsfu√ü ausrechnet, ist der wahrscheinlich immer noch, drei stelle ich vielleicht nicht mehr, aber sehr sehr gut, mit 20 Millionen war Stepstone absolutisch, also die sind wohl glaube ich in Norwegen gegr√ľndet worden, wenn ich mich richtig erinnere. Ich glaube dann hat man sogar noch einen Teil verkauft und damit Geld erl√∂st. Der Wert der IPO-Markt wirkt ja immer noch ein bisschen beschmutzt, aber ob das jetzt 6-7 Milliarden wert ist, wei√ü ich nicht. Ich kann mir vorstellen, dass es im guten Markt sogar deutlich mehr wert ist. Ich kann mir auch vorstellen, dass es derzeit noch nicht ganz das wert ist. Das muss man dann schauen, wie das Marktklima ist und die letzten Zahlen von Stepstone, die ich nat√ľrlich nicht kenne. Aber auf jeden Fall ist es ein Milliardenunternehmen und damit war das eine der besten Akquisitionen, die nicht nur Springer, sondern √ľberhaupt in der deutschen Firmenlandschaft √ľberhaupt mal gemacht wurde.
Letzte Frage zu Stepstone, waren die nicht auch irgendwie ganz oben auf irgendeiner Tabelle von hier Silicon Valley Bank?
Ja, das war aber ein anderes Stepstone, das ist ein Private Equity Fund in den USA. Also die hei√üen auch Stepstone, das h√§tte einem sp√§testens auffallen m√ľssen, als da 50 Milliarden steht. Bei aller Liebe, so viel sind es ja doch nicht wert. Das ist ein gro√üer Private Equity Fund oder irgendein Capital Educator, der auch Stepstone hei√üt in den USA und einer der gr√∂√üten Kunden bei Silicon Valley war. Das betrifft nicht die deutsche D√ľsseldorfer Stepstone oder eine ihrer T√∂chter.
Was hast du uns f√ľr Earnings mitgebracht?
Genau, weil du Geburtstag hast, verzeihe ich dir mal die schlechte Vorbereitung. Nimm nur jetzt die aus der Liste, die wirklich Earnings gemacht haben. GitLab hatten wir ja schon besprochen. Wir hatten Adobe Earnings.
Ja super, also mein Geburtstag hatte H√∂hen und Tiefen. Die haben reported an meinem Geburtstag und ich habe ja gesagt, dass ich Adobe jetzt nicht mehr so die beste Zukunft vorher sehe. Aber sie haben nat√ľrlich super performt, wie ich hier sehe.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f√ľr solche Trades liegt bei euch. Philip und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k√∂nnen ihr Risiko... Position der H√∂rerInnen nicht einsch√§tzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf√ľr auch die Verantwortung. Alles k√∂nnt ihr auch nochmal unter doppelg√§nger.io slash disclaimer nachlesen. Ich glaube es sind nur so 4-5% gestiegen oder? Wenn es mehr ist, dann war es eher der Gesamtmarkt. Die Zahlen waren besser als erwartet auf jeden Fall. Sie haben vor allen Dingen einen relativ rosigen Ausblick geliefert. Das Gesamtumsatz ist um 9% gestiegen. 9,2%. Das ist erstmals nur noch einstellig. Ach ne, im Q1 vor einem Jahr war es auch schon nur einstellig. Sie k√§mpfen so mit 10%. Knapp zwei St√§dte wachsen. Jetzt sind es nur 9% dieses Quartal. Man m√∂chte sicherlich schneller wachsen, aber das ist eben schwer im W√§hrungsumfeld und dem Gesamtumfeld. Gerade in der Tech-Branche. Bestimmt viele Freelancer orientieren sich neu und stellen vielleicht ihre Lizenz ein usw. Man hat inzwischen die Kosten aber deutlich besser im Griff. Die sind auch nur noch mit 11% gestiegen. Noch ein klein bisschen schneller als der Umsatz, aber das klafft nicht mehr so auseinander wie zuvor. Dadurch ist das Operating Income sogar ein bisschen besser. Sorry, ich habe mich verlesen. Die Operating Expense ist mit 15% gestiegen. Also doch noch ein bisschen st√§rker als der Umsatz. Trotzdem ist das Operating Income besser. Das hei√üt die Rohmarge muss sich verbessert haben. Die Rohmarge hat sich leicht verbessert. Das Operating Income ist jetzt rund 1,6 Milliarden im Quartal. Also im Jahr 6 Milliarden pro Fiat. Die Magic Number, die Akquisition von neuem Umsatz, sieht wieder ein bisschen besser aus. Der Rohertrag pro Mitarbeiter hat sich verbessert im Vergleich zum Vorquartal. Vor allem war der Ausblick wieder ein bisschen rosiger. Das hat den Markt am ehesten befl√ľgelt. Man kann wahrscheinlich mit Figma jetzt auch ein bisschen an der Preisschraube arbeiten, weil man nat√ľrlich einen wichtigen Konkurrenten weggekauft hat. Wir erinnern uns, Adobe hat die Cloud Variante Figma vom Markt gekauft. Damals viel zu teuer, hat man gesagt 20 Milliarden. Was war das? Noch mehr? Mehr, 32 Milliarden. Das galt als zu teuer, aber es gibt die M√∂glichkeit, da es jetzt keinen direkten Konkurrenten gibt, oder nur so Produkte, die nochmal von der Professionalit√§t ein bisschen weiter unten liegen, so wie wir sie kennen, k√∂nnen sie wahrscheinlich an einem Preis arbeiten. Wir glauben auf jeden Fall, dass sie n√§chstes Jahr etwas dynamischer wachsen. Das hat der Markt gemocht.
Ja, Korrektur nat√ľrlich sofort gegoogelt. 20 Billionen Milliarden waren richtig.
Ja, nobody is surprised. Dann machen wir UiPath noch. UiPath ist ja so ein bisschen das Thema AI. Also die versuchen mit Machine Learning gewisse Prozesse, zum Beispiel eine Buchhaltung im Rechnungswesen von Firmen zu vereinfachen, um Doppelbuchungen zu verhindern, um immer wieder gleiche Abl√§ufe zu automatisieren, durch Robotic Process Automation. Die wachsen beim Gesamtumsatz immerhin um 6,5 Prozent noch. Im Vorkartal waren es 20, davor 24, davor 32. Das ist eine erhebliche Verlangsamung des Umsatzes. Die Rohmarge verschlechtert sich von 86 auf 84,5 Prozent. Das ist auch nicht so gut. Aber was sie immerhin hinbekommen haben, ist, nach ihrem zweiten oder dritten Sparprogramm stagnieren jetzt die operativen Ausgaben einigerma√üen und liegen nur noch 2,2 Prozent √ľber dem Vorjahr. Das hei√üt, man schafft es inzwischen die Kosten einzubremsen. Und so ist die operative Marge nur noch minus 15 Prozent. Aber man w√§chst eben auch nur noch mit 6,5 Prozent. Der Markt fand das gut. Ich glaube haupts√§chlich, weil die Kosten jetzt einigerma√üen im Griff scheinen. Aber auch, weil sich das EAA ganz gut entwickelt hat. Das tut es im vierten Quartal aber auch immer bei UiPath. Ich bin mir noch nicht so sicher, ob das so schlau war, die jetzt 20 Prozent hochzuschicken. Ich glaube, sie haben 17, 18 Prozent gewonnen an dem Handelstag nach den Earnings. Und ich glaube, wo man schon genauer hinschauen muss, ist, dass das Lizenzeinkommen, also der eigentliche Softwareumsatz, um 9 Prozent geschrumpft gegen√ľber dem Vorjahr ist. W√§hrend das eigentliche Umsatzwachstum getragen wurde von den Rubriken Maintenance & Support. Und wie skalierbar das ist, das ist definitiv nicht die gleiche. Es hat sogar eine sehr √§hnliche Marge, aber nicht die gleiche. Und das ist f√ľr das Image nat√ľrlich, klingt das wieder so wie, das ist ja eher ein Accenture mit einem Tech-Aufkleber, als wirklich eine skalierbare SaaS-L√∂sung. Die Revenue Expansion sieht mit, ich glaube, 123 Prozent DBNEA noch ganz gut aus. Aber was diese Revenue Expansion treibt, sind Ums√§tze aus dem Bereich Maintenance & Support. Es sind nicht Lizenzeinnahmen aus der Software und es sind nicht irgendwelche volumenabh√§ngigen Fees oder welche, die an die Ersparnisse der Kunden oder so weiter gebunden sind. Ich habe das Gef√ľhl, dass UIPass signifikant noch selber Arbeit im Auftrag des Kunden macht. Oder ich verstehe das Segment Maintenance & Support nicht richtig. Es gibt auch noch ein Segment Services & Other. Aber in einem Softwaregesch√§ft ist nach meinem Verst√§ndnis Maintenance & Support nicht 80 Prozent plus Gross Margin Software SaaS Umsatz, sondern eben schon was eher an manueller Arbeit und Lohnarbeit angelehnt ist. Auch wenn es sehr hochmargig ist, das muss man schon sagen. Ich bin kein so gro√üer Fan von UIPass. Die Lage sieht nat√ľrlich ein bisschen besser aus, da man jetzt prozentual in Anf√ľhrungsstrichen nur noch 15 Prozent negative operative Marge hat. Man muss auch sagen, positiv, das kann man ruhig sagen, das Q4 ist immer relativ stark. Hier gab es einen deutlich operativen Cashflow, der positiv war. Aber auch im Gesamtjahr ist man fast ausgeglichen beim operativen Cashflow. Das kann man ruhig sagen. Die drohen jetzt nicht, demn√§chst out of cash zu gehen. Was das Ergebnis runterzieht, sind haupts√§chlich noch die Mitarbeiteroptionen. Ansonsten produziert man schon immerhin Cash wahrscheinlich im n√§chsten Jahr. Aber das Wachstum ist auf 6,5 Prozent drunter. Der Softwareumsatz schrumpft sogar gegen√ľber dem Vorjahr. Ich bin weit davon entfernt, das jetzt eine spannende Firma zu finden. Ehrlich gesagt, auch wenn es nat√ľrlich einen Trend trifft. Ich glaube sogar, dass durch den AI-Trend ist es wahrscheinlich jetzt overhyped, weil alle Leute in irgendwelche AI-ETFs Geld reinstecken, die dann eventuell UIPass besitzen. Ich gucke mal kurz, bevor ich hier so unfundiert rumsabbel, was die eigentlich kosten. Achtmal Umsatz finde ich bei dem Wachstum nicht. Also sie machen keinen Gewinn, beziehungsweise wenn man so ein bisschen auf Cashflow absteht, k√∂nnte man sagen, sie sind mit dem Hundertfachen des Gewinns bewertet oder mit dem Achtfachen des Umsatz. Daf√ľr, dass sie aber noch negativ sind und so minimal wachsen, finde ich das nicht angemessen. Also ich w√ľrde das wahrscheinlich auch nicht shorten, weil die Gefahr, dass man vom AI-Trend kalt erwischt wird und Leute das so als Storystock hochjazzen, ist glaube ich durchaus relevant. Aber ich halte es definitiv nicht f√ľr die spannendste AI-Wette gerade, sondern w√ľrde von ihnen dann eher auf die Infrastruktur setzen. Aber die Ergebnisse waren weniger schlecht als die letzten. Das kann man auch gern sagen. Aufpassen, wenn man sich jetzt hier die Magic Number oder so anschaut. Die ist jetzt mit 1, sieht extrem gut aus, aber das ist, UI-Path hat eine ganz klare Saisonalit√§t, dass immer im Q4 au√üerordentlich viel Revenue realisiert wird. Auch das spricht daf√ľr, dass man nicht wie eine klassische SaaS-Company abrechnet, sondern irgendwelche Budgetverhandlungen hat, in dem komischerweise immer im Q4 besonders viel Geld realisiert wird, warum auch immer das so ist. Wer das besser versteht, w√§re ich sehr dankbar, wenn es daf√ľr logische Gr√ľnde gibt, die nicht einfach hei√üen, man holt um die Jahreswende besonders viel Budget rein. Durchs Jahr gemittelt ist die Magic Number n√§mlich sogar negativ, weil man eben eigentlich Softwareumsatz verliert. So, dann haben wir noch die Social-Media-Ecke, k√∂nnen wir noch ein bisschen anfassen. Einerseits, wir hatten berichtet, glaube ich, in der letzten Sendung, dass das Meta jetzt nochmal 10.000 Leute entlassen wird. Da berichtet die Washington Post jetzt, dass daraufhin Mark Zuckerberg in dem internen All-Hands-Meeting wohl ordentlich gegrillt wurde dazu. Also genau das, wovor wir immer waren, haben Mitarbeiter ihnen jetzt relativ klar ins Gesicht gefragt, n√§mlich wie k√∂nnen sie dieser Firma noch vertrauen, wenn zweimal nacheinander solche Erk√ľndigungswellen kommen. Woher sollen die Mitarbeiter wissen, dass nicht auch die Dritte kommt? Das ist genau der Grund, warum hier und an anderer Stelle immer gesagt wird, man m√∂chte eigentlich so wenig Entlassungswellen wie m√∂glich und eine so gro√üe wie n√∂tige idealerweise stattdessen machen. Und was anderes spannend ist, also er hat wie immer relativ souver√§n auf die Frage geantwortet, hat gesagt, man sollte die Firma und seine Performance daran messen, ob die √ľbergeordneten Ziele erreicht werden. Das ist nat√ľrlich eine gute Antwort und hat auch gesagt, dass die Frage nat√ľrlich trotzdem eine faire Frage ist, was offensichtlich ist. Er hat aber auch gesagt, dass sie eben ihre Planung, weil der Grund f√ľr die Entlassung ist, dass sie die Planung einem Szenario anpassen, in dem der Markt f√ľr l√§ngere Zeit einfach deprimiert bleiben wird. Und das wiederum glaube ich, also ich das lesend sehe darin mein Narrativ best√§tigt, dass Facebook unter anderem auch deswegen weitere Serverfarmen und so weiter nicht gebaut hat, weil sie glauben, dass das Wachstum, dass das berechtigen w√ľrde, nicht kommen wird in den n√§chsten Jahren. Und ich glaube schon, dass Facebook jetzt wieder relativ gesehen eine attraktivere Aktie wird. Das √§u√üert sich ja ganz offensichtlich im Aktienkurs, der sich schon deutlich verbessert hat, weil diese Sparma√ünahmen nat√ľrlich die Profitabilit√§tslage der Firma deutlich verbessern, woran das alles kurzfristig nicht √§ndert. Nichts anderer wird ist, dass ich glaube, dass Meta kurzfristig keine Wachstumsfirma sein wird, weil der Werbemarkt angespannt bleibt, die Nutzerzahlen nicht deutlich sinken und die weitere Platzierung von neuen Werbeformaten gewisse nat√ľrliche Grenzen kennt. Und von daher sehe ich nicht 100 Prozent, woher das weitere Wachstum bei Meta kommen sollte. Aber die Profitabilit√§t sollte sich verbessern durch die Entlassung. Da wird man jetzt hohe Restrukturierungsausgaben sehen, einmal im n√§chsten Quartal. Das hei√üt, da wird das Ergebnis noch sehr h√§sslich aussehen. Aber man schaut nat√ľrlich da auf die normalisierte Variante oder abstrahiert von den Restrukturierungskosten, weil das Einmalkosten sind. Und da sollte Meta dann kostenseitig schon deutlich besser aussehen. Jeder Vierter ist ja inzwischen gegangen. Wir haben jetzt letztlich 14.000 Entlassungen. Ich glaube, es gab mal 80.000 oder so rund 80.000. Was habe ich gesagt?
84.000.
Genau, also 24 von 83 sind gegangen. Das ist ein erheblicher Schnitt, also mindestens ein Viertel. Von daher verbessert sich die Kostenbasis von Facebook nat√ľrlich deutlich. Und damit wird die Aktie jetzt mal attraktiver.
Genau, die Aktie ist 60 Prozent im Plus seit Anfang des Jahres fast. Wenn man das jetzt als Unternehmerin, Unternehmer hört, in einem Start-up, egal in welcher Größe, sollte man dann nicht auch langsam daran denken, irgendwie 10, 20 Prozent vielleicht zu entlassen? Oder kann man das einfach ablegen mit Meta hatte viel zu viele Leute und vor allem die Wette auf Metaverse war falsch und wir sind schon so lean und effizient, wie wir das immer sein wollten?
Also ich glaube nicht, dass der Grund, dass Mark Zuckerberg oder Elon Musk Leute entlassen, der Grund ist, warum du Leute entlassen solltest. Das ist vielleicht eine externe Rechtfertigung, die da geschaffen wird oder die Toleranz gegen sowas verbessert. Dadurch, dass alle gro√üen Tech-Konzern es machen, scheint es eher berechtigt, wenn auch andere Firmen das tun w√ľrden. Messen muss man das letztendlich an zwei, drei Sachen. Also einerseits w√§chst mein Umsatz noch schneller als die Personalkosten. Dann w√ľrde ich mich vielleicht weniger gen√∂tigt f√ľhlen. Also wenn du eine Firma bist, die noch schnell wachsen kann und deine Personalkosten langsamer wachsen als der Umsatz, dann kann man trotzdem √ľberlegen, ob man performancebasiert, ist es sicherlich die richtige Zeit und die Akzeptanz ist relativ hoch daf√ľr. Dann kann man immer noch performancebasiert mal √ľberlegen, ob man die zehn Prozent der Firma, die vielleicht am ehesten nicht zur derzeitigen Kultur und Leistungsanforderungen der Firma passen, dann wieder an den Markt zur√ľckgibt. Das sind die zwei √úberlegungen, die man sich eigentlich stellen muss. Entlassen sollte keine Modeerscheinung werden. Das h√§ngt nat√ľrlich davon an, wie viel du geheiert hast in der Vergangenheit. Je schneller und je mehr du geheiert hast, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass du eben nicht nur Leute geheiert hast, die dann auch hundert Prozent das Versprechen eingel√∂st haben, was du mal an sie hattest oder die Erwartungen, die du mal an sie hattest. Das sind, glaube ich, eher die Erw√§gungen, die man machen sollte. Solange der Umsatz schneller w√§chst und die Burn einigerma√üen, und das h√§ngt nat√ľrlich auch an deiner Burnrate und der Refinanzierungsf√§higkeit. Wenn du wei√üt, es wird schwer oder teuer, neues Geld zu nehmen und du verbrennst viel, obwohl der Umsatz schnell w√§chst, kannst du nat√ľrlich trotzdem sagen, du verl√§ngerst einfach deinen Runway nochmal. Also die Zeit, die du noch zur Verf√ľgung hast mit Kapital, in dem du auch die Personalkosten nochmal reduzierst. Aber es wird definitiv wieder eine Zeit kommen, wo Investoren bereit sind, also netto Hires zu akzeptieren, solange der Umsatz schneller w√§chst als die Personalkosten. Und eine andere Sache, die, ich glaube, das hatte ich mal erw√§hnt, Anfang des Jahres unseren Predictions, ich hatte immer gesagt, dass wenn Facebook, es ist eigentlich eine Wette darauf, dass entweder sie doch noch die Umkehr vom Metaverse machen und Leute entlassen, ich glaube, die Umkehr vom Metaverse sieht man noch nicht, aber dass sie Leute entlassen, passiert jetzt. Und andererseits, dass TikTok verboten wird, weil dann hat Facebook Oberwasser. Also das w√§re ein Riesenr√ľckenwind f√ľr Facebook, wenn TikTok tats√§chlich verboten w√ľrde in den USA. Ich will jetzt nicht sagen, dass es verboten wird morgen, aber die Drohung der USA, es zu verbieten, w√§re auf jeden Fall mal wieder gerade konkreter. Die USA sagen jetzt, dass sie eigentlich den chinesischen Eigner, also Bitents, dazu verpflichten wollen, TikTok, also das internationale Ex-China-Gesch√§ft, zu verkaufen an westliche Kapitalgeber und damit unter westliches Regime zu stellen und auch zu sichern, dass die Daten in westlichen H√§nden bleiben. Und f√ľr den Fall, dass sie das nicht tun, drohen sie es in den USA zu verbieten. Mein Gef√ľhl ist, wenn man die Puzzlest√ľcke alle zusammen tut, es gibt gerade unheimlich viele westliche L√§nder, also man liest es wirklich Kanada, ich glaube UK, Australien, die das auf Regierungstelefon verbieten. Mein Gef√ľhl ist, dass Geheimdienste relativ klar herausgefunden haben, dass TikTok spioniert. Es gab ja auch Beweise daf√ľr, dass westliche Journalisten ausgesp√§ht worden sind. So konzertiert wie Staaten, die sonst nicht √ľberhektisch agieren normalerweise. Gerade alle sagen, wir verbieten das mit sofortiger Wirkung von Regierungstelefonen. Klingt so, als wenn im Hintergrund irgendein Geheimdienst Alarm geschlagen hat, seine Freunde informiert hat und gesagt hat, nehmt das mal lieber von allen Regierungstelefonen runter. Das w√§re zumindest eine gute Erkl√§rung daf√ľr, warum das gerade so weltweit konzertiert unter den kollaborierenden Nationen passiert, meiner Meinung nach. Ist aber eine Spekulation, muss auch glatt sein. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum die USA jetzt sagen, wir haben das nicht l√§nger unter chinesischer Kontrolle. Weil selbst wenn du es von Regierungstelefonen entfernst, die Kinder der eventuell Kongressabgeordneten oder der Beh√∂rdenleiter haben das nat√ľrlich trotzdem noch in der Tasche. Oder die Leute haben noch ein Privattelefon zus√§tzlich. Und nat√ľrlich kann man auch au√üerhalb der Regierungstelefone die Personen verfolgen. Einfach dadurch, dass ich mit jemandem zum Beispiel kommuniziere, sind ja auch nicht alle Kommunikationen verschl√ľsselt. Das kann durch dritte Personen zum Beispiel zustande kommen, wenn ich mit jemandem TikTok-Messenger schreibe oder was auch immer. Und ich glaube, dass sich da jetzt die Handlungen so verdichten, sprich daf√ľr, dass man wirklich sehr viel Evidenz daf√ľr gefunden hat, dass TikTok da spioniert, die Nutzer ausspioniert. Und deswegen will man es in den westlichen Machtbereich bringen. Die einzige M√∂glichkeit ist entweder, dass man eine separate entity hat, also dass Biden selber sagt, sie trennen sich auf von Bidens US und China. Oder dass man eben das ganze US-Gesch√§ft verkauft an westliche Kapitalallokatoren, Fonds oder Investoren oder √ľber einen IPO verwestlicht. Ich glaube nachvollziehbar, wenn man diese Beweise gefunden hat, die es an dieser Stelle noch einmal gibt. Also zumindest bei Journalisten ist es, glaube ich, √∂ffentlich geworden. Und im Moment scheint China noch relativ zur√ľckweisend zu sein, was die Forderung angeht. Oder droht implizit mit Vergeltung. Wobei man sagen muss, dass ein US-Ban von TikTok w√§re ja eigentlich die Vergeltung f√ľr bestehende Bans, die es schon l√§ngst gibt gegen√ľber westlichen. Google und so weiter ist ja l√§ngst verboten in China. Deswegen w√§re eine weitere Reaktion darauf nat√ľrlich eher komisch. Was w√§re die drastischste Reaktion, die du dir vorstellen kannst von China?
Keine Produkte mehr ausliefern.
Na, denk mal an dein eigenes Portfolio. Und es nicht Handtaschen nicht mehr kaufen, um das schon mal zu sagen. Keine Ahnung. Der Maximalschlag von China w√§re Apple-Produkte. Also entweder Apple von seinen Zulieferern abzutrennen oder den Verkauf von Apple-Produkten nach China zu erschweren mit Steuern zu belegen. Das w√§re nat√ľrlich ein signifikanter Impact auf die US-Wirtschaft. Aber das ist vielleicht nat√ľrlich auch ein Mittel, was man sich f√ľr schwere zuk√ľnftige Konflikte noch aufbewahren will. Aber US-amerikanische Tech-Unternehmen zu bestrafen ist keine Option, weil die schon l√§ngst nicht mehr gr√∂√ütenteils in China zugelassen ist. Von daher ist es ein bisschen eine hohle Drohung. Also man muss ja irgendwo schon finden, den man bestrafen kann. Also mal sehen, wie das ausgeht. Es bleibt spannend. Sollte es dazu kommen, dass TikTok gesperrt wird, dann wirst du nat√ľrlich ein paar findige Leute finden, die das irgendwie mit VPN oder so umgehen. Aber das nervt nat√ľrlich auch, wenn man das st√§ndig machen muss, blo√ü wegen der Social Media App. Aber es w√§re nat√ľrlich ein gro√üer R√ľckenwind f√ľr Meta und f√ľr Snap, wenn das passieren sollte. Was ich aber nicht glaube, dass es passiert.
Und f√ľr YouTube.
Und f√ľr YouTube, genau. Aber da bleibt es spannend. Und das ist auch ein Grund, warum ich Meta jetzt nicht geshortet h√§tte, weil die Wahrscheinlichkeit, dass das dann eben doch passiert, da w√ľrde ich ungern kalt erwischt werden wollen. Ansonsten eine eher positive News ist, dass, wusstest du, dass Ryan Reynolds, also der Blackpool-Actor, Schauspieler, bekannt aus Blackpool, gibt es andere Filme, die du kennst mit dem. Ich habe vorher so...
Hat der nicht fr√ľher angefangen mit so den ganzen Liebesfilm-Zeug? Also eher so dein Adam Sandler-Comedian-Zeug?
The Proposal hat er mal gemacht mit Sandra Bullock, sehe ich gerade. Green Lantern nat√ľrlich auch. Bullet Train. Den hab ich im Flugzeug gesehen. Sehr lustiger Film. Und lauter so Rom-Com, Romantic Comedy-Kram. Fast and Furious hat er auch mal mitgespielt. Wie auch immer, auf jeden Fall zeigt der so ein bisschen, wie unser Influencer-Business alles nur Pille-Palle ist. Der hatte n√§mlich einfach mal eine Telefon-Mobilfunkmarke in den USA gegr√ľndet. Und die hie√ü Mobile Mint, oder war das Mobile Mint? Sekunde. Mint Mobile, Entschuldigung. Und die hat er an die T-Mobile USA verkauft jetzt f√ľr 1,3 Milliarden US-Dollar. Davon gehen allein 300 Milliarden Cash und Aktien in sein eigenes T√§schchen. Und dann hatten wir glaube ich vor zwei Jahren, oder in der vorletzten, also im vorigen Jahr hatte ich glaube ich mal f√ľr die Influencer predicted, dass so undifferenzierte Produkte, also an Mobilfunkvertr√§ge habe ich tats√§chlich nicht gedacht, aber das eigentlich Quatsch ist, also warum sollte ein Influencer Werbung f√ľr Vodafone oder Orange machen, wenn du, also wie gesagt, an Mobilfunkprodukte habe ich nicht gedacht, aber warum sollte ich Werbung f√ľr ST Lauder oder L'Oreal machen, wenn ich meinen eigenen Lippenstift rausbringen kann. Das war glaube ich ein Beispiel, was ich damals genutzt habe. Gutes Beispiel sind auch hier der ganze Souffle-Sektor, also George Toonies Tequila, wei√ü nicht wer noch alles schon Vodka und Tequila hat, aber auch ein relativ undifferenziertes Produkt, so Vodka zusammen zu kippen ist jetzt wirklich nicht, oder zu rechts zu distilieren ist jetzt wirklich nicht schwer. Mobilfunkvertr√§ge, offensichtlich komplett undifferenziert, am Ende wollen alle eine Flat oder irgendwelches Datenvolumen haben. Und warum solltest du eben nicht deinen Kardashian Telefontarif haben, oder eben Adam Reynolds und so ein signifikanter Exit, dreieinhalb Millionen. Finde ich, ruiniert man seine eigene Marke relativ wenig mit und ist trotzdem hochlukrativ. Von daher, herzlichen Gl√ľckwunsch, eigentlich ganz coole Story. Kann man auf jeden Fall nochmal √ľberlegen, es gibt ja jetzt die Idee mit tats√§chlich auch Fast Food Cap, also das so Mr. Beast m√§√üig Leute ihren eigenen Burger oder ihre eigene Pizza promoten und eventuell dann liefern lassen √ľber Liefer-Services. Wir hatten das Ganze mit Eistee, es wird letztlich jedes Produkt, wo man sagen kann, der Geschmack ist fast Nebensache, es gibt eine hohe Rohmarge und es ist vollkommen undifferenziert, im Sinne von, dass nicht ein Produkt deutlich besser ist als das andere, oft sogar in der gleichen Fabrik hergestellt wird. Immer da kann das spannend sein und vielleicht bringt das nochmal ganz viele Leute auf eine ganz neue Idee. Du kannst dir ja Gedanken machen, obwohl wir machen ja kein Merch, aber wenn du irgendwas findest, was so wenig die eigene Marke besch√§ftigt, obwohl ich glaube nicht, dass es Telefongutanbieter, ich glaube der NPS, was ist der NPS von Telco Provider? Ich w√ľrde vermuten einstellig.
Meine Frage ist, wie lange ist sein Urn-Out und wie viel Werbung muss er noch machen? Am Ende haben sie sich f√ľr 300 Millionen halt 10 Werbespots von ihm gekauft.
Ja, gut, er hat halt dahinter gestanden, oder? Ich habe von Consumer Gorge eine Studie gefunden, die listet verschiedene Industrien auf. Wei√üt du, wie mein Net Promoter Score berechnet wird oder was so gute Werte sind? Dann w√ľrde ich dir ein paar R√§tsel stellen. Also er liegt immer zwischen, kann negativ sein, sagen maximal 100, und 100% deiner Kunden entweder mit 9 oder 10 Antworten auf die Frage, ob sie es einem Freund empfehlen w√ľrde. Wie auch immer, um es kurz zu machen, nach Healthcare, Utilities, also Versorgungsdienstleistungen, Manufacturing, Industrial Services, Professional Services, Financial Services, Consumer Packaged Goods, IT Services, Logistics, Computer Software, Wholesale, Ranked Telecommunications auf dem absolut letzten Platz der NPS-Umpfrage in dieser Studie. Also tats√§chlich schlechtesten. Deswegen machen wir vielleicht doch keinen Doppelg√§nger-Telefon-Tarif, w√ľrde ich sagen. Aber wir m√ľssen Healthcare machen, also Healthcare hat das Beste, das hei√üt wir m√ľssen ein Gesundheitsprodukt machen. Ein Nahrungserg√§nzungsmittel w√§re doch mega innovativ zum Beispiel. Den Gl√∂ckler Eiwei√üshake.
Was hat Mint Mobile f√ľr ein NPS?
Was denkst du? Wei√ü ich nicht, aber ich glaube man verzeiht das eher, wenn man so ein pers√∂nliches, also so ein Vodafone oder T-Mobile zu hassen, ist einfacher als so einen netten Typen, glaube ich. Ja, 43. Ja, also 31 ist der Schnitt bei Telco, von daher ist 43 signifikant da dr√ľber, muss man schon sagen.
Und wir machen ja keine Werbung, aber wir haben ja mal Werbung f√ľr Frank gemacht und ich muss sagen, ich bin jetzt Kunde, ist echt gut.
Ja, bist du zufrieden? Was f√ľr ein Netz bist du da, T-Mobile?
Ist Telekom und ich habe mir ausgerechnet, also ich hatte vorher diesen Luxus-Telekom-Vertrag, irgendwie 60 Euro oder so im Monat und hatte super Daten und alles und habe mir dann alle Rechnungen von zw√∂lf Monaten angeguckt, wie viel Daten ich √ľberhaupt brauche und habe gemerkt, hier, ich brauche gar nicht so viel, habe jetzt hier glaube ich 8 und habe jetzt noch 4,2 √ľbrig, also ich glaube ich komme gut durch den Monat noch durch.
Ich habe jetzt noch eine sch√∂ne Tabelle gefunden. Also man sieht, Gl√ľck ja probiert wirklich, bevor wir f√ľr irgendwas Werbung machen, probieren wir das Produkt eigentlich immer selbst. Deswegen hat Gl√ľck ja auch hier so ein sch√∂nes neues Seidenfarben gl√§nzendes Hemd und einen neuen Mobilfunkvertrag und deswegen gibt es leider auch keine AG Greens Werbung bei uns, weil wir Athletic Greens wirklich versucht haben zu trinken und deswegen konnten wir leider keine Werbung daf√ľr machen, ist die Wahrheit.
Das nächste Merch-Produkt sollte ein Puzzle sein.
Ein Puzzle finde ich gut.
Also falls das ein Puzzle-Hersteller h√∂rt, meldet euch. Ich habe auch schon das Format. Ich w√ľsste genau, was es ist.
Oh Gott, oh Gott, oh Gott, ich habe Angst. Ich habe ein paar Beispiele gefunden. AT&T hat 15, NPS, Verizon 7, gibt es hier noch mehr Telekom? Ah doch, hier T-Mobile, oh 35. In den USA ist das allerdings. Also sucht euch ein Low NPS, High Commoditized Produkt und baut eure Influencer. Können wir nächste Folge mal machen? Was wären gute Produkte, die noch commoditized sind, wo man noch Influencer-Marken draufkleben kann, statt Produkte von irgendwelchen Großkonzernen zu bewerben? Ich streibe es mal rein, falls mir was einfällt. Wenn nicht, schreibe es nachher raus. Oder du nimmst diesen Teil und blendest ihn einfach als Werbespot ein, dann wird er definitiv eh nicht erscheinen in der Folge.
Doch, jetzt baked in. So, ich gehe auf den Golfplatz. Dir Prost, schönes Wochenende. Wir haben noch einen News hier.
Pass auf, das ist f√ľr dich als Konsument besonders relevant. Und zwar wurde Pornhub, bzw. deren Mutter meint, Was ist denn das f√ľr eine M√ľtze?
Wahnsinn, das seht ihr jetzt nur, wenn ihr das Short-Video seht.
Was ist denn das f√ľr eine M√ľtze?
Eine Golfm√ľtze. Da steht P drauf, ist doch super.
Hast du die selber drucken lassen?
Nein, ich sehe von...
Was ist denn das f√ľr eine Marke? Achso, von Qualit√§tshersteller. Von denen sind die. Oh Gott, tr√§gst du die wirklich? Ja klar.
Du, ich bin jetzt so alt, die Schuhe und die M√ľtzen werden jetzt immer bunter.
Ja, siehst du, das ist ein gutes Beispiel f√ľr meine These mit den Werbeanzeigen. Weil wenn ich jetzt Titlist werbe, Werbung, Google, dann sehe ich Werbemittel, die sich 100%... Da ist halt so ein alter Typ in einer Karo-Hose, so Donald Trump-Style auf dem Golfplatz. Davon werde ich doch nicht aktiviert und angesprochen. Also da kriege ich sofort erektive Dysfunktion, wenn ich das anklicken w√ľrde.
Hey, so alte Werbung haben die doch nicht mehr.
Ne? Na gut, wie auch immer. Also auf jeden Fall wurde die Mutterfirma MindGeek von Pornhub akquiriert. Man kann es sich nicht ausdenken von einer kanadischen Private Equity Firma, die tats√§chlich Ethical Capital Partners hei√üt und sich auf Gesch√§ftsmodelle spezialisiert. Die ein besonders hohes Ma√ü an Transparenz, Accountability, regulatorischer Komplexit√§t f√ľhrt. Schaut man sich die Website an, dann sieht das Team und der Aufsichtsrat genauso aus, wie man sich das vorstellen w√ľrde. Na ja, auf jeden Fall hat da jetzt irgendjemand richtig gut Geld mitgebracht. Gibt es glaube ich auch eine gute Doku zu, wo jemand versucht die M√§nner dahinter zu finden. Ist gar nicht so einfach, weil es ja durchaus... Achso, es kommt eine neue Netflix-Doku auch dazu raus, die ich nehme mal an. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine unkritische Doku dazu machen kann. Ich habe sie leider noch nicht gesehen, aber die Probleme, die im Raum st√§nden, und ich hoffe, die sind da drin, ist nat√ľrlich, dass immer wieder auch auf den verschiedenen Plattformen der Mutterfirma Beispiele von Sex ohne Einwilligung oder Vergewaltigung auf Deutsch, Kindesmissbrauch, Rache, also Revenge Porn und so weiter erscheinen. Genau, kannst du dir mal anschauen und n√§chstes Mal berichten.
Ich frage mich gerade, falls sie jetzt ein IPO machen, ob ich das irgendwann in so einem gr√ľnen ETF kaufen muss.
Nach meinem Verst√§ndnis kann das derzeit unm√∂glich ESG, also das habe ich √ľbrigens in deinem anderen Lieblingsvideokasten auch noch gelernt, die Silicon Valley Bank und der Banksektor ist wegen Wokeness umgekippt. Also es war nicht Missmanagement oder so, oder dass die einfach richtig Kacke gebaut haben und die Visiten alle gefl√ľchtet sind wie die Lemminge, sondern sie waren zu besch√§ftigt mit Wokeness und konnten sich deswegen nicht um die Risikoallokation k√ľmmern. Ihr habt hier als zweites geh√∂rt, dass es der Wahlgrund von Silicon Valley Bank kollabiert ist. Es ist die Woke Bubble schuld, die Entitled Woke Bubble. Sehr gut. So, dann bis n√§chste Woche mit euren Entitled Woke Bubble Podcast Hosts, wenn wir uns neue Modelle ausdenken, wie wir Influencer zu Milliard√§ren machen k√∂nnen.
Genau, und f√ľr alle, die im Mai in Hamburg sind, auf kassenzone.de slash party gibt es eine kleine √úberraschung. Schreibt immer Alex eine E-Mail, der wird den Typo in seiner E-Mail noch verbessern und vielleicht sehen wir uns da.
Peace.