Doppelg├Ąnger Folge #234 vom 24. M├Ąrz 2023

Hindenburg Research ­čĹŐ Block (Square) | Worldcoin | SentinelOne | On Running | Figs | Indeed

Wir streiten, ob man in Payment Dienstleiter investieren sollte. Hindenburg Research attackiert Jack Dorsey's Block. Sam Altman und Pip sind sich einig, dass es eine L├Âsung f├╝r Identify Verifikation braucht. Earnings von SentinelOne, On Running und Figs. Was hei├čt es f├╝r ZipRecruiter, wenn Indeed Leute entlassen muss?

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:01:30) Podcast Hosting

(00:06:15) Hindenburg x Block

(00:31:25) Crypto

(00:41:20) Coinbase

(00:44:10) TikTok

(00:50:25) Human to Human Interface, World Coin

(00:55:40) SentinelOne

(01:02:00) On Running

(01:07:45) Figs

(01:13:00) Indeed Layoffs

(01:21:00) Twitter

Shownotes:

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Bitcoin: https://twitter.com/balajis/status/1636827051419389952

Hindenburg: https://www.bloomberg.com/news/articles/2023-03-23/block-shares-fall-after-hindenburg-says-it-s-short-the-stock

Avocadostore Insider: https://twitter.com/jacksonfall/status/1638196549837811714

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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast, Folge 234, Ende M├Ąrz. Und diese Folge wird pr├Ąsentiert von Scalable Capital. Ihr werdet sp├Ąter die Werbung noch h├Âren. Ihr k├Ânnt jetzt schon auf doppelg├Ąnger.io slash scalable gehen und bekommt drei Monate gratis beim Prime Plus Broker. Link in den Shownotes, warum ich damit anfange. Pip, es gibt Neuigkeiten im Hoster Game. Ich hatte ja schon erz├Ąhlt, ich hatte eine schlechte ├ťberraschung. Aber das wird mit Abstand die beste Folge. Also bevor ich euch hier mit Hosting langweile, danach werden wir erfahren, ob irgendwas, ob vielleicht ein Block in dem Portfolio von Pip umgefallen ist. Wir reden ├╝ber Krypto, ein bisschen TikTok. Und was haben wir noch? Ein bisschen News, ein bisschen Earnings. On Running, hast du da eine Wette gewonnen?
Ja, dar├╝ber reden wir auch.
Und ja, Twitter steht hier auch wieder. Und man kann erfahren, wo man uns am Freitag vielleicht h├Âren und sehen kann. Es gibt eine neue Rubrik bei uns, die hei├čt, ich habe einen Bachelor auf Podcast.
Die Leiden des jungen Podcasters.
Genau, ich habe einen Bachelor auf Podcast, aber die Technik ist eine T├╝ftlerei. Wer wei├č, woher ich den Satz geklaut habe? E-Mail an podcast.doppelg├Ąnger.io. Es gibt zwei G├Ąstelistepl├Ątze f├╝r unsere Party mit InternetX und IONOS und Kassenzone und Speedkit und, und, und. Letztes Wochenende, unsere Werbung wurde nicht ausgesteuert. Wann erinnert sich? Also mein Geburtstag war eigentlich haupts├Ąchlich davon gepr├Ągt. Dann am Samstag, als die Folge wieder rausgekommen ist, bin ich nochmal in unseren Hostel gegangen, hab mir da sofort die Zahlen angeguckt. Wir haben ja die Werbung jetzt baked in gemacht. Ich habe gesagt, wir machen jetzt nur noch f├╝r alte Werbungen oder alte Folgen dynamisch. Ich schicke dir mal einen kleinen Screenshot, mach mal unseren Groupchat hier auf.
Unsere Telegram-Chatgruppe. Genau.
Jetzt erkl├Ąr mir mal kurz, was du da siehst. Gehe gerne nur auf den Samstag.
Am Samstag, also es scheint der Auslieferungsreport eines Werbespots zu sein, kann ich daraus schlie├čen. Und am Samstag gab es 158 Impressions, was komisch w├Ąre, weil das ja ein Tag ist, an dem eine neue Episode rauskommt.
Genau. Aber jetzt mal angenommen, das ist nur auf alte Folgen. Was denkst du, wenn du so ungef├Ąhr 100, 110 alte Folgen von uns nimmst? Also nicht die top aktuellen, so unter, ab Folge 230. Was denkst du, wie viele Downloads haben wir da wohl am Tag?
Am Tag? Alte Folgen, ne? 2 bis 3.000.
Sehr gut.
Ich bin der Sch├Ątzwelsmeister, du wei├čt es doch.
Super. Also 2, ich habe die Zahl gesehen und ich bin ja nicht der Zahlentyp von uns beiden. Aber wer mich kennt und wer wei├č, dass ich irgendwann so ein Excel-Sheet aufmache und anfange, Zahlen anzutippen, der wei├č, irgendwas l├Ąuft schief. Das habe ich gemacht. Und ja, es sieht halt so aus, dass einfach weniger als 10% der Werbung ausgesteuert wird. Das war jetzt der Fall f├╝r Scalable, mit denen haben wir eine gro├če Kooperation. Ich sponsere auch ein bisschen mit dem Event, den wir mit Finance Forward und so machen. Und den haben wir halt Werbung verkauft f├╝r drei Monate, f├╝r Folgen und ein bisschen im ...
Drei Monate? Da h├Ątte ich ja erwartet, dass du erstmal in Urlaub f├Ąhrst.
Ich bin ja nicht Jan aus dem Off. Aber apropos Jan aus dem Off. Also die Diskrepanz ist, wir verdienen, also wir verlieren einen Tag Jan aus dem Off, jeden Tag. Und das habe ich dann reported. Dann hat, also direkt am Samstag, am Montag kam dann, wir schauen uns das an, am Dienstag kam, ja wir m├╝ssen gucken, wir brauchen ein bisschen l├Ąnger. Am Mittwoch oder Donnerstag habe ich dann gemerkt, okay, es scheint repariert zu sein oder besser zu werden. Jetzt am Donnerstag war es dann, also am Donnerstag war es gefixt und wir haben auf einmal wieder mehr als 2000 Ausspielungen gehabt.
Okay. Aber du bist so masochistisch, dass du dieses Pingpong so genie├čt, dass du nicht erw├Ągst, mal den Hoster zu wechseln.
Ja, genau das hat die schlauste Person in meinem Haushalt gesagt. Du musst wechseln. Das haben wir jetzt gemacht. Ich habe die letzten Tage verhandelt, gesprochen, telefoniert.
Ihr habt Papagei zu Hause?
Ja, wir wechseln jetzt Hoster. Das erste Mal in der Geschichte von Doppelg├Ąnger. Vorher habe ich immer gedacht, das ist ein Hustle und es wird ein bisschen problematisch, aber es scheint nicht so schwierig zu sein. Und die ├ära geht zu Ende. Also Goodbye Old Hoster, Hello New Hoster.
Ich bin gespannt, was f├╝r Verwerfungen das mit sich bringt.
Ich glaube wenig, aber diesmal habe ich auf jeden Fall auch Telefonnummern, wenn irgendwas schief geht. Und falls es mit dem Transfer nicht funktioniert, dann k├Ânnen wir Mitte, Ende April uns zum Essen einladen lassen.
Gl├╝ckler ist hier in diesem Podcast der Mechaniker. Das hei├čt, wenn das schief geht alles, ist es nicht meine Schuld.
Du bist f├╝r den Content zust├Ąndig, ich mache hier die Technik und die Vermarktung. Ist doch eine sch├Âne Arbeitsteilung.
Genau. Jeder was er kann. Oder relativ am besten kann.
Es freut mich, dass du nicht so ├╝berrascht bist, dass wir jetzt den Hoster wechseln. Das beruhigt mich sehr.
Ich bin ├╝berrascht, dass es erst jetzt passiert.
Ja, ich bin ja ein Freund von kleineren Unternehmen und habe denen ja sehr fr├╝h sehr viel Vertrauen gegeben. Auch mit dem Tausch auf den App-Server. Aber das Vertrauen ist jetzt einfach weg. Und vielleicht haben wir dann auch ein paar mehr M├Âglichkeiten. Zum Beispiel deinen Wunsch, Video-Podcast zu machen, sollte vielleicht dann ein bisschen fr├╝her funktionieren.
Ich hoffe, du bist auch so gn├Ądig mit mir, wenn ich mal nicht zum Podcast erscheine oder so.
Apropos nicht erscheinen. Wie war die Erscheinung f├╝r dich gestern, als dein Lieblings-Short-Seller eine deiner Lieblings-Aktien attackiert hat?
Das ist nat├╝rlich immer eine Sache, die man sich nicht w├╝nscht. Dass eine Short-Attacke passiert auf eine Aktie, in die man selber investiert ist. Ich glaube, es war sogar in der letzten Sendung, wo ich es gesagt habe, dass treue H├Ârer des Doppelg├Ąnger-Tech-Talk-Podcasts wissen, dass Square auch eine meiner Positionen ist, in die ich investiert bin. Warum, haben wir ja auch in der letzten Folge erkl├Ąrt. Oder einige Gr├╝nde daf├╝r. Es kam jetzt, ich glaube am Mittwoch, Donnerstag, an einem dieser beiden Tage, kam ein neuer sogenannter Research-Report von Hindenburg Research raus. Das ist quasi immer die Offenbarung, dass man eine Position gegen eine Aktie wettend eingegangen ist und dass man dann sein Research und damit die Beweggr├╝nde daf├╝r offenlegt. Hindenburg Research muss man sagen, alle Short-Seller sind irgendwie ein bisschen, die allermeisten sind ein bisschen dodgy oder komische Leute, aber man kann durchaus sagen, dass Hindenburg Research ├╝berdurchschnittlich gute Arbeit macht, wenn nicht sogar exzellente. Sie haben Nikola Lordston Motors, zuletzt diesen indischen Adjani-Typen, da h├Âchstwahrscheinlich richtig eingesch├Ątzt und damit einen gro├čen Beitrag zur Hygiene der M├Ąrkte geliefert. Das hei├čt, ich w├╝rde jetzt die Reputation oder Urteilsf├Ąhigkeit von Hindenburg ├╝berhaupt nicht infrage stellen, sondern bin nat├╝rlich wirklich interessiert, was da jetzt dran sein k├Ânnte. Also nochmal kurz zur Einordnung, die Firma Block, die sie quasi attackieren, ist das ehemalige Square, gegr├╝ndet vom ehemaligen Twitter-CEO, immer noch Twitter-Gr├╝nder und jetzt eben CEO von Square und Blue Sky, wie hei├čt der eigentlich? Ich hab einen Blackout. Jack Dorsey nat├╝rlich. Ich hab ein bisschen Kreidestunge, weil ich ein bisschen fr├╝h ins Bett gegangen bin heute. Um die Firma geht's, das ist ein Zahlungsabwickler, also Square stellt unter anderem Terminals zur Verf├╝gung oder Card Reader, um es kleinen und mittleren Businesses zu erlauben, Karten zu akzeptieren. Es kann ein kleiner Marktstand sein, es kann ein Eiscafe sein, kann auch was Gr├Â├čeres sein. Sie haben ein Digital Wallet, wie wir letzte Episode erkl├Ąrt haben, die sogenannte Cash App. Sie haben ein Bitcoin Investment Business, wo die B2C, also die normalen Kunden in Bitcoin investieren k├Ânnen ├╝ber die Cash App. Sie haben ein Buy Now, Pay Later Dienst, ein Afterpay aus Australien ├╝bernommen. Das sollten die gr├Â├čten Gesch├Ąftsbereiche sein. Wir haben letztes Mal noch gelobt, dass insbesondere das Wachstum der Cash App die positiven Resultate unterstreicht, dass sie relativ hohe Kosten haben, aber das Wachstum bei der Cash App ganz gut aussieht. Das w├Ąre spannend, die Cash App, weil das eben langfristig ein geschlossenes ├ľkosystem sein k├Ânnte, wo man nicht mehr viele Operating Systems oder Kreditkartenbetreiber und Banken dazwischen braucht, wenn das so alles aufgeht. Die Hypothese meiner Wette ist quasi, dass mehr und mehr Zahlungen digital passieren in der Zukunft und dass es besonders spannend ist, wenn jemand sein eigenes W├Ąhrungssystem oder ein Closed Loop geschlossenes System baut, wo man so wenig wie m├Âglich Intermedi├Ąre braucht, weil man wie mit PayPal oder eben der Cash App einfach Geld hin und her schicken kann, relativ unkompliziert, ohne da vielleicht Kreditkarten zu belasten, wenn das so irgendwann ausreichend Verbreitung hat. Verbreitung hat dann sehr starke Netzwerkeffekte, sammelt sehr spannende Daten, all das was mir gef├Ąllt an Gesch├Ąftsmodellen. Was Hindenburg jetzt quasi vorwirft, also wenn ich etwas vergesse, ich f├╝ge es gerne hinzu, aber nach meinem Verst├Ąndnis ist die Grundkritik, dass insbesondere das Wachstum dieser Cash App und der Transaktionen, die dar├╝ber passieren, auch dadurch befeuert werden, dass eine Underserved Audience, w├╝rde man sagen, vorher Unbankable People, also Leute, die noch gar keine Bankverbindungen haben, sind einer der Zielm├Ąrkte, auch nach Jack Dorseys eigenen Aussagen und Hindenburg sagt quasi, die Underserved Audience, die Square hier unter anderem bedient, sind Kriminelle. Das hei├čt, der Vorwurf ist, dass die KYC, also Know Your Customer Prozesse, nicht streng genug verfolgt werden, das ist quasi das, was jeder machen muss, wenn er einen Bankkonto er├Âffnet oder andere digitale Bankdienstleistungen, dass man sich ausweisen muss mittels einer dieser typischen ID Now Abfrage oder es gibt ja auch andere Anbieter, wo man den Ausweis zeigen muss, ein Ausweisdokument da ein bisschen mit dem Daumen drauf rumwischen und jeder hat das bestimmt inzwischen schon mal gemacht. Und das macht sozusagen, nach den Anschuldigungen von Hindenburg Research macht Square das eben besonders schlecht, was dazu f├╝hrt, dass a, Leute unter komplett falschen Namen Accounts er├Âffnen k├Ânnen, das hei├čt, als Beispiel nimmt Hindenburg, Renate Anderson ist der Gr├╝nder, nimmt, dass es irgendwie 30 verschiedene Varianten von Elon Musk gibt, selbst der Gr├╝nder Jack Dorsey existiert 20 Mal auf der Plattform, insbesondere diese Accounts werden auch genutzt, um Scam und Fraud zu betreiben. Also jemand sagt, ich schick dir 10.000 Dollar zur├╝ck, wenn du mir mal 100 Dollar schickst und so und dann verschwindet der Account einfach. Also es gibt Fraud auf der Plattform offenbar und es ist sozusagen, sie haben riesen Identit├Ątsprobleme, weil sie die Accounts offenbar nicht vern├╝nftig verifizieren, was im Zweifel eben dazu f├╝hrt, dass man sogar Kreditkarten unter falschen Namen ausstellen kann mittels Square. Diese Cash App, die Kreditkarten und so weiter werden dann auch noch besonders oft eben f├╝r kriminelle Transaktionen, es wird hier von Drug, Human Trafficking, also das k├Ânnte Prostitution oder Menschenhandel eben sein und so weiter, dass es daf├╝r eingesetzt wird. Und der H├Âhepunkt des Researches ist sicherlich ein YouTube Video, in dem man, also Jack Dorsey hat in einem fr├╝heren Interview mal gesagt, dass er unheimlich stolz darauf ist, dass die Cash App wirklich so ein Erfolgskonzept ist, dass sie sogar in vielen Rap und Hip Hop Videos sozusagen als Kulturgut angekommen ist. Und Hindenburg erkl├Ąrt jetzt quasi, dass es dort haupts├Ąchlich als Bestandteil krimineller Machenschaften erw├Ąhnt wird. Irgendwie, ich lasse jemanden umbringen und bezahle jemanden per Cash App oder so ungef├Ąhr. Hast du da in deiner professionellen Kapazit├Ąt als Hip Hop-Konnoisseur noch mehr zu zu sagen? Es stimmt sicherlich so, dass es k├╝nstlerisch ein sch├Ânes Werk war, was da geliefert wurde.
Ich ├Ąrgere mich ein bisschen, das h├Ątte man eigentlich sehen k├Ânnen. Also, falls man sich noch an eine der ersten Folgen erinnert, Folge 36, da habe ich ja erz├Ąhlt, wie wom├Âglich es zu dem Deal Jay-Z, Jack Dorsey kam, also Tidal und Square. Und da, selbst da, also vor zwei Jahren, gab es schon einen Artikel von der Financial Times, der tats├Ąchlich sagt, so hey, es gibt 200 Hip Hop Artists, die die Cash App in den Lyrics haben, laut Genius und so. Und das war ja so das Ziel. Und das ist schon, also, man h├Ątte fast drauf kommen k├Ânnen, habe ich gedacht. Aber man ist dann doch zu weit weg von dem Produkt.
Warum sollte man bei Hip Hop an Verbrechen denken?
Naja, wenn in dem Lyric irgendwie klar dar├╝ber gerappt wird, wie ein Produkt genutzt wird, dann k├Ânnte man sich das schon irgendwie so ein bisschen angucken.
Ist das alles echt, was Rapper singen?
Also, der Einzige, der real ist, ist Hufty. Aber, das nat├╝rlich nicht. Vielleicht haben sie es nicht erlebt, aber vielleicht haben sie es geh├Ârt? Oder irgendwie so ein bisschen ausgemalt so? Ich finde es schon crazy.
Es scheint auf jeden Fall ein Standardzahlungsmittel bei einigen kriminellen Gesch├Ąften zu sein. Wobei, nach der Logik k├Ânnte man auch sagen, die FED ist Fraud, weil vorher hat man Dollarnoten genutzt. Das sind nichts anderes als Zahlungsmittel des Notenbanksystems. Also, ich will jetzt gar nicht zu sehr Whataboutism wegreden. Aber auch vorher wurde mit einem anderen Geld weg. Das ist halt nun mal digitales Geld. Aber man m├Âchte nicht die Company sein, die das besonders einfach macht. Von daher ist die Kritik, sofern das stimmt, vollkommen richtig. Ich gehe nach jetziger Lage davon aus, dass es ganz sicher Fraudf├Ąlle gibt. Ich glaube, prinzipiell hat jedes schnell wachsende Fintech-Produkt aus zwei Gr├╝nden eine h├Âhere Fraudquote. Das Einzige ist, dass man schneller w├Ąchst und dabei einfach die Prozesse sich nicht so schnell ausbilden, wie sie m├╝ssten. Das wird zu Recht kritisiert. Das wurde bei einer N26 kritisiert und deswegen hat man ihnen so ein Wachstumsverbot gegeben. Das betrifft Br├╝cken Revolut, denen immer wieder ganz ├Ąhnliche Vorw├╝rfe gemacht wurden. Ich will ├╝berhaupt nicht ablegen von dem Thema. Man muss nur schon einordnen, dass es einerseits eine Konsequenz des Wachstums ist, aber auch, dass Fintech eben alles demokratisieren und vereinfachen will. Vereinfachung kann eben auch hei├čen, dass vielleicht sinnvolle Features nicht nachgebaut werden, weil es zu sch├Ân einfach ist. Aber zu einfach kann dann eben auch schnell ausgenutzt werden von Leuten, die immer gut darin sind, sehr schnell L├╝cken in Systemen zu identifizieren.
Aber jetzt zu dir. Du hast ja Meta immer kritisiert und meintest, da gibt es sehr viele Fake-Yout-Nutzer. Jetzt hast du ein gro├čes St├╝ck in deinem Portfolio, was das ├Ąhnliche Problem hat. Da m├╝sstest du dich doch jetzt eigentlich von trennen.
Also es ist vollkommen zweifelsfrei kritikw├╝rdig, sondern es ist schlechte Business-Practice. Ich finde das relativ schlimm. Das ist nat├╝rlich etwas, was man sich nicht w├╝nscht, was auch einfach falsch ist. Ich bin durchaus aber auch beunruhigt, dass die SEC oder FTC da nicht ausreichend dahergegangen ist. Also es scheint ja dem Anschein nach, oder den Vorw├╝rfen zufolge, dass sie sich da einfach eine l├Ąngere Zeit auch im illegalen Bereich, dadurch dass sie keine Social Security Number abgefragt haben und so weiter, bewegt h├Ątten. Und dass das nicht ausreichend auch Straf verfolgt wird, finde ich ein Riesenproblem. Ich will gar nicht die Schuld zu den Beh├Ârden dr├╝ber legen. Die Ursprungsschuld ist ganz klar bei Square, wenn sie es da zu einfach gemacht haben. Also ihr Ziel war nat├╝rlich das Onboarding, das Erstellen eines Accounts, eventuell einer Debitkarte und so weiter, so einfach wie m├Âglich zu machen. Aber wie gesagt, die origin├Ąre Schuld liegt ganz klar bei ihnen. Ich bin auch echt ├╝berrascht, dass es wurden ja Beh├Ârden darauf hingewiesen und die haben offenbar auch nicht gehandelt. Genau, von daher, ich finde es richtig schei├če, gar keine Frage. Die Frage ist, warum ich jetzt auch sagen wollte, das ist was, was alle betrifft, einerseits wegen des Vaxums, andererseits weil man es zu einfach macht, weil man es so sch├Ân einfach machen m├Âchte, ist, hier wird jetzt gesprochen in dem Research, our research indicates however that Block has widely overstated genuine user accounts. Also durch die M├Âglichkeit, mehrere Profile pro Person und Profile unter falschen Namen zu ├Âffnen, hast du n├Ąmlich genau das gleiche Problem wie bei Meta, wie du vollkommen richtig sagst, also dass auch die Nutzerzahlen aufgebl├Ąht werden, was wiederum hei├čt, dass Square h├Âchstwahrscheinlich falsche Nutzerzahlen wissentlich oder unwissentlich reported, unwissentlich, ganz sicher, wissentlich, vermutlich auch reported hat und dass auch die Customer Acquisition Kosten nat├╝rlich verf├Ąlscht werden. Also wenn ich sage, mit dem gleichen Marketing Ausgaben, ob ich da 20 Millionen echte oder 20 Millionen echte und 30 Millionen falsche Nutzer akquiriere, das ver├Ąndert die Customer Acquisition Kosten nat├╝rlich und das ist sozusagen auch dann berechtigt davor, dass sie sagen, es ist nicht nur so, dass sie nicht genug aufgepasst haben, sondern durch diese mangelnde Verifizierung und Identit├Ątsabfrage im Prozess ist es h├Âchstwahrscheinlich, dass sie ihre eigenen Userzahlen systematisch ├╝bersch├Ątzt haben und damit den Customer Acquisition Kosten auch nicht mehr verhindern. Also das ist etwas, was Pro-User als Care-Wert der ganzen Gleichung nat├╝rlich auch untersch├Ątzt haben. So, ich wollte es noch zu Ende lesen. Weitlich ├╝bersch├Ątzt sich der Genuine User Accounts und hat unterstatiert das Customer Acquisition Cost. Also 40 bis 75 Prozent der Accounts, die sich ehemalige, sie haben offenbar mit ehemaligen Mitarbeitern gesprochen, die sich angeschaut haben, waren Fake, Fraud oder Accounts, die sozusagen mehrere Accounts, die einer Person zuzurechnen sind. Jetzt klingt dieses 40 bis 75 Prozent nat├╝rlich sehr hoch. Mein Verst├Ąndnis hier ist aber, und ich hoffe ich irre mich da nicht, aber nach allem was ich verstehe, ist es so, dass von den Accounts, die sie gereviewt haben und diese Mitarbeiter sa├čen anscheinend im Anti-Fraud Team, von denen haben sich 40 bis 75 Prozent als Fraudulent. Mein Verst├Ąndnis ist nicht, ich hoffe ich liege da nicht falsch, aber mein Verst├Ąndnis ist nicht, dass die H├Ąlfte der Square Accounts Fake sind, sondern dass von denen, die sich dieses Team angeschaut hat, also die offensichtlich gemeldet worden sind zum Beispiel, von denen die Mehrheit, kann man schon sagen, bei 40 bis 75 Prozent Fraudulent oder irgendwie problematisch waren. Jetzt muss man sagen, das ist so, als wenn du sagst, die Feuerwehr sagt, bei der H├Ąlfte der Eins├Ątze hat es gebrannt. Also ist das jetzt so problematisch? Also ich glaube, das Problem existiert, ich will es ├╝berhaupt nicht wegkriegen, gar keine Frage. Den Ausma├č des Problems jetzt zu verstehen, finde ich noch sehr schwer und ich finde, da hat Tinburg auch keine gute Arbeit gemacht, das darzulegen. Man k├Ânnte ja sehr gut eine Rechnung machen, dass man glaubt, dass es auf die Gesamtnutzerzahl, also wie muss ich das eigentlich umrechnen, auf die Gesamtnutzerzahl. Sie sagen immer nur, dass von den Reviewten 40 bis 75 Prozent Fake war und sie sagen auch, es gibt 51 Millionen Monthly Transacting Active Users, aber sie sagen jetzt nicht, wie viel Prozent dieser Nutzer sie glauben betroffen sind. Sie sagen jetzt nicht, wir glauben, dass 40 Prozent davon betroffen sind oder dass eine Million davon betroffen ist, sondern das bleiben sie so ein bisschen schuldig. Ich finde trotzdem gut, dass sie die Arbeit machen, aber das macht es mir jetzt noch schwer einzusch├Ątzen, wie gro├č das Problem ist, ehrlich gesagt. Und logischerweise hoffe ich, dass es nicht super gro├č ist. Ein weiterer Vorwurf ist, dass sie sagen, dass die Kosten aus Fraudulent Accounts, also dass wenn jetzt zum Beispiel jemand betrogen w├╝rde und Square muss aus irgendeinem Grund dem Nutzer sein Geld wiedergeben, dass das unter Marketingkosten verbucht wurde. Das halte ich tats├Ąchlich f├╝r eine sehr schlechte Praxis und f├Ąnde das zudem entt├Ąuschend. Ich w├╝rde auch sagen, ich habe meine Position bisher nicht, also die Aktie, die das Initial 20 Prozent runterging, hat sich da bei minus 15 wieder ein bisschen gefangen. Ich habe meine Position A, weil der Verlust sozusagen eh erlitten wurde schon, jetzt noch nicht verkauft. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philip und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen ihr Risiko... Position der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen. Prinzipiell glaube ich noch an die Langfristvision von Block und Square. Und ich w├╝rde halt vorher gerne wissen, was das tats├Ąchlich ausmarsiert. Ich bin nicht ├╝berrascht, dass es diese Probleme gibt. Ich gehe aber auch davon aus, dass Hindenburg sie nicht reporten w├╝rde, wenn sie nicht massiv w├Ąren. Aber ich w├╝rde jetzt nochmal benefit of the doubt gehen, bis das besser erkl├Ąrt ist. Aber es ist schon relativ klar, dass Block sich hier nicht perfekt verhalten hat bisher. Andere Probleme sind, dass sie sagen, quasi diese BNPL-├ťbernahme, also Afterpay zu kaufen, entwickelt eigentlich keinen wirklichen Wert f├╝r Aktion├Ąre. Das Transaktionsvolumen k├Ânnte eben von kriminellen Ums├Ątzen getrieben sein. Man kann sich, wir packen das nat├╝rlich hin, bookresearch.com slash block. Wir packen das gerne in die Shownotes. Soll sich jeder gerne, der das interessiert, nochmal selbst informieren. Ich w├╝rde sagen, es ist sehr ausf├╝hrlich gearbeitet. Mir fehlt so ein bisschen, ein bisschen mehr Fleisch ranpacken h├Ątte man k├Ânnen, was den tats├Ąchlichen Impact angeht. Da h├Ąlt man sich meiner Meinung nach sehr bedeckt. Das hei├čt auch meiner Meinung nach, dass sie es nicht wissen. Weil wenn sie das wissen, w├Ąre es dumm, das nicht darzustellen. Das hei├čt, es k├Ânnte jetzt auch sein, theoretisch, es k├Ânnte einfach sein, dass es wirklich ganz schlimm ist und Square ist nicht mal die H├Ąlfte wert. Ich glaube, sie machen hier auch sogar eine Kalkulation, was sie f├╝r einen fairen Wert halten, wer das sich anschauen mag. Das ist ein Szenario, es gibt da durchaus ein Szenario, wo sie quasi, sie haben ja eine Position in Square, also eine Short-Position, dass sie einfach von der Rufsch├Ądigung jetzt profitieren. Und dass das Ausma├č vielleicht kleiner w├Ąre, als man initial vermutet, wenn man das liest. Aber wie gesagt, wir haben die Information nicht, deswegen w├╝rde ich da auch gar nicht zu viel spekulieren.
Zwei ├ťberraschungen f├╝r mich. Das eine finde ich ├╝berraschend, dass sie es schaffen, so lange das geheim zu halten, bis sie es leaken. Also die scheinen ja wirklich mit vielen Leuten gesprochen zu haben. Und ich h├Ątte irgendwie gedacht, dass das vorher rauskommt.
Und das andere ist... Was hei├čt das f├╝r dich? Vielleicht ist das ja auch ein Indikator, dass es in jeder Bank diesen Prozess gibt und jede Bank hat diese Probleme. Sicherlich managen das viele Geldinstitute besser als Square, habe ich den Eindruck. Aber es kann auch sein, dass niemand einfach Whistleblower geworden ist, weil niemand es f├╝r besonders problematisch gehalten hat. Und ich bin biased, das ist ja offensichtlich, aber ich versuche schon beide Seiten zu sehen.
Und meine zweite ├ťberraschung ist, ich h├Ątte wetten k├Ânnen, dass du verkauft hast.
Warum?
Also ich kann mir jetzt nicht vorstellen, dass die da so schnell wieder aus der Nummer rauskommen. Also alleine die Beh├Ârden werden sich das Ding doch jetzt mega genau angucken.
Ja, vielleicht haben sie aber auch schon ganz viel verbessert. Es kann ja auch, das hilft ja auch besser zu werden. Also diesen Prozess, der illegal gewesen sein k├Ânnte, wo sie diese Social Security-Nummer nicht abgefragt haben, den haben sie ja danach verbessert und dann wertet Hindenburg es als Schuldeingest├Ąndnis, dass sie es verbessert haben. Das kann man nat├╝rlich so sehen, aber ich w├╝rde ihnen nicht unterstellen, dass sie mit Absicht wegschauen, zumindest noch nicht, damit die Zahlen sch├Ân wachsen. Das Problem ist nat├╝rlich, dass man wenig Interesse hat, die Kundenzahl klein zu sch├Ątzen oder klein zu halten, wenn man unter anderem daran gemessen wird und das ist ein Problem. Das haben wir aber gar nicht so viel betrachtet, ehrlich gesagt, sondern wir haben wirklich auf den Gross Profit geschaut. Und das ist Profit, der wirklich entstanden ist. Es sei denn, die haben auch die B├╝cher gef├Ąlscht, wovon, wenn das so w├Ąre, Hindenburg h├Ątte nat├╝rlich sofort draufgeschlagen. Davon gehe ich nicht aus. Das hei├čt, die echte Gefahr von einer finanziellen Perspektive ist jetzt, dass ein Teil des Transaktionsumsatzes in der Cash App sozusagen illegale Gesch├Ąfte sind und dass diese nat├╝rlich in Zukunft hoffentlich wegfallen werden. Deswegen ist es so wichtig, wie gro├č das ist. Ansonsten, das hei├čt jetzt noch nicht, dass das ganze Square Gesch├Ąftsmodell Bullshit ist oder so. Das lese ich da nicht raus. Es sind immer noch relativ vage, also gut ausgearbeitete, ich will das ├╝berhaupt nicht, wie gesagt, Hindenburg macht super Arbeit und ich finde es auch super wichtig, dass sowas passiert. Aber das Ausma├č ist komplett vage, also wie viel Prozent der Accounts das betrifft. Und wie gesagt, es gibt viele andere FinTech-Institute, die das gleiche Problem haben. Das entschuldige ich dabei in keinem Fall, Block. Ich gucke gerade noch mal, ob man hier irgendwie sehen kann. Die Abteilung Fraud hei├čt bei Cash App ├╝brigens Behavioral Insights. Das klingt viel besser als Beschiss. Ich habe nicht das Gef├╝hl, dass sie es mit Absicht verschleiert haben. Aber dass du das Problem hast, ist ganz klar. Wenn du es einfach wie m├Âglich machst. Aber es gibt ja zum Beispiel auch den Case nur, dass Bettler die Square App benutzen. Weil jeder sagt, er hat gar kein Kleingeld mehr. Da sagen sie, wir k├Ânnen auch deine Kreditkarte nehmen. Vielleicht hat er gar keine Social Security Number, weil er ein illegal Eingereister ist. Ist nat├╝rlich ein schweres Gewicht. Du willst definitiv nicht kriminelle Gesch├Ąfte ├╝ber deine Banking App laufen lassen. Aber das Ziel ist eben schon, auch Leute, die bisher keine Bankverbindung hatten, wieder mit dem Finanzsystem in Kontakt zu setzen. Klar, aber man muss das viel viel besser managen. ├ťberhaupt keine Frage. Aber man muss auch ├╝berlegen, wie willst du es sonst machen? Du kannst nur noch sagen, arme Leute nehmen jetzt Bargeld und Reiche ziehen ihre Karte ├╝berall durch. Oder du brauchst halt ein Produkt, was niedrigschwellig einfache Bankdienstleistungen zur Verf├╝gung steht. Du brauchst trotzdem KYC, du solltest trotzdem Ausweis haben. Das ist alles vollkommen klar. Aber man muss auch ein bisschen verstehen, wie es zu diesem Problem gekommen ist. Es ist ja nicht, dass jemand sagt, hey, lass mal eine Kartellbank hier bauen.
Ja, nat├╝rlich nicht. Aber auf der anderen Seite hast du vor ein paar Folgen zwei Dokus empfohlen. Und das ist ja jetzt ein relativ ├Ąhnlicher Fall. Also wesentlich kleiner wahrscheinlich. Aber es ist halt schon relativ ├Ąhnlich. Und wenn du es bei der gro├čen Bank schlecht findest, wie kannst du dann in der kleinen Bank investiert sein?
Ja, du kannst sagen, du gehst in gar keine Bank mehr rein. Die Wahrheit ist doch, wenn jemand einen Enkeltrick macht oder CEO scammt, ├╝berweist du das Geld ja auch irgendwo hin. Und das ist halt auch bei irgendeiner Bank. Kriminelle versuchen ja auch jetzt schon Gesch├Ąfte zu machen, die nicht immer Bargeld involvieren. Nach der Logik kannst du auch keinen einzigen Bitcoin besitzen. Du kannst keine Geldnote benutzen. Also nach dem Argument darfst du meiner Meinung nach keine Geldnoten benutzen. Weil das ist kriminelle W├Ąhrung. Bargeld ist gleich Crime nach der gleichen Logik, die du jetzt anwendest.
Gut, dann lass uns lieber...
Jetzt hast du keinen Bock mehr zu diskutieren. Nein, du hast durchaus einen Punkt. Crime ist halt ein Teil der Wirtschaft. Einen, den man so klein halten sollte wie m├Âglich oder nahe Null runterfahren. Man kann sagen, man darf nicht mehr in Banken oder Zahlungsdienstleister investieren. Das Crime-Thema ist... Aber was ich nicht glaube, ist, dass Block eine besonders schlechte Bank ist. Das glaube ich noch nicht, ehrlich gesagt. Ich glaube, durch das Wachstum, so wie andere Neobanken auch, haben sie das besonders schlecht gel├Âst. Da w├╝rde ich auch noch dabei sein. Aber es ist eben nicht so, dass der Chef vom Mexikan Drug Cartel sein Geld dahin legt, sondern dass kleine und mittelgro├če Betr├╝ger das nutzen. Luden, alles m├Âgliche, Drogenh├Ąndler vor allen Dingen. Das passiert, gar keine Frage. Aber ich glaube, es ist ein Unterschied, wenn eine HSBC den Cartel-Boss bankt oder wenn eine Bank, die versucht, digitale Zahlungsmittel f├╝r jedermann m├Âglich zu machen, da eben auch Kriminelle hat, die eben ein Teil der Gesellschaft sind. Und andererseits ist es dadurch auch einfach trackbar. Es ist ja auch theoretisch die Frage, ich will jetzt nicht sagen, man sollte solche Dinge Kriminellen zur Verf├╝gung stellen, aber ich finde es auch ein bisschen komisch, ehrlich gesagt. Weil theoretisch kannst du ja ├╝ber E-Mail-Nummer, Location, Telefonnummer und so, du wirst ja viel einfacher trackbar dadurch. Eigentlich ist es nicht schlau, das digital zu machen, glaube ich. Aber wenn Bargeld aus der Gesellschaft verschwindet, bleibt dir irgendwo noch keine andere M├Âglichkeit. Ich habe das bestimmt schon mal erlebt, dass jemand im Club gesagt hat, hast du mal 100 Euro Bar, ich muss was kaufen. Ich kann dir das Paypallen. Aber das, was ich kaufen will, die nehmen kein Paypal. Das gibt es nur in Berlin.
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Du erinnerst dich noch, wer Balaji ist?
Ja, irgend so ein Krypto-Maximalist.
Das ist eine sehr gute Umschreibung. Darauf w├Ąre ich gar nicht gekommen. Der Name ist Balaji Srinivasan. Klingt nach armenischer Herkunft. War mal CTO von Coinbase. Ist jetzt als, ich w├╝rde auch sagen, Krypto-Maximalist seitdem unterwegs. H├Ąlt Vortr├Ąge und so weiter. Glaubt sehr stark an Bitcoin. Und vor allen Dingen glaubt er, dass die Politik, die der Notenbank, auch die allerj├╝ngste Politik, wieder gro├če Fehler beinhaltet. Und hat sich deswegen dazu eingelassen, dass er glaubt, dass der Bitcoin ├╝ber eine Million Dollar in den n├Ąchsten 90 Tagen, also in den n├Ąchsten drei Monaten, wert sein sollte. Nach seinem Ersch├Ątzung. Grund ist, einfach gesagt, das Bailout des Banksystems das Neute. Und dass die US bis zu zwei Trillionen garantieren wollen und damit eventuell neues Geld r├╝cken. Also wenn diese Banken diese Notkredite, was die US-Regierung ja unter anderem macht, ist quasi diese Liquidit├Ątsfazilit├Ąt anzubieten. Das hei├čt, wenn Banken abflie├čende Deposits ausgleichen m├╝ssen, k├Ânnen sie quasi sehr sehr g├╝nstig, sehr sehr schnell, sehr unkompliziert und liquide Geld von der FED sich holen. Und Geld von der FED holen, also wenn die Banken Geld von der Notenbank nehmen, ist das letztlich Wiederschaffung von neuem Geld. Das hei├čt, die Zentralbankbilanz steigt wieder an. Und das sollte den Dollar schw├Ąchen. Und er sagt quasi, da diese Fazilit├Ąt bis zu zwei Trillionen sein k├Ânnte oder die Garantien, ist das quasi wie neues Geld r├╝cken. Und das wird als Angriff auf den Dollar letztlich wirksam werden. Und deswegen k├Ânnte es zu Hyperinflation kommen. Er sagt, wir haben eine digitale Pandemie erlebt, digitale Aufst├Ąnde, also digitale Pandemie in Klammern Covid, digitale Aufst├Ąnde in Klammern Black-Life-Matters und digitale Bankruns in Klammern Silicon Valley Bank. Deswegen kann das innerhalb von Stunden und Tagen passieren, so schnell. Also es w├Ąre ja, der Bitcoin ist heute bei 28.000, eine Verf├╝rzigfachung, ist das richtig? Ja, eine Verf├╝rzigfachung. Und er meint, es k├Ânnte so schnell gehen, weil Hyperinflation in digitalen Zeiten so schnell geht. Das muss nach meinem Verst├Ąndnis ist Covid keine digitale Pandemie, sondern wurde mit Flugzeugen um die Welt getragen. Was da an Digitalit├Ąt war, verstehe ich nicht. Ich wei├č auch nicht, warum Black-Life-Matters digitale Aufst├Ąnde sind, aber wie auch immer. Auf jeden Fall ist das die Hypothese. Und dann hat jemand, ein Pokerspieler glaube ich, Sekunde, ich muss mal gucken. Okay, da ist ein Pokerspieler, der dann, also Igor Koganov hei├čt der, der sagt, I bet against you and donate 100% to give directly if I win. Also er sagt, Balaji macht diese Wette, dass er quasi eine Million Dollar wettet, dass der Bitcoin bei einer Million Dollar, also er sagt, den Verfall des US-Dollars wird man daran merken, dass der Bitcoin im Vergleich zum US-Dollar viel, viel wertvoller wird, beziehungsweise der US-Dollar unheimlich an Wert verliert. Und das wird den Bitcoin auf eine Million US-Dollars treiben innerhalb von 90 Tagen. Und auf die Wette gehen dann, ich glaube, sogar zwei Leute ein. Und die scheinen das auch schon auf das Trustee-Konto ├╝berwiesen zu haben, das Geld. Irgendein Showmaster hat sich dazu Verf├╝gung gestellt, dass er das Geld verwaltet so lange. Und tats├Ąchlich ist der Bitcoin-Kurs jetzt in den letzten Tagen auf jeden Fall schon mal von, ich glaube um 30% gestiegen auf 28.000, steht da im Moment glaube ich wieder ungef├Ąhr, Sekunde.
Genau, 28.200.
Genau, ja. Balaji ist sich sehr sicher, dass der jetzt auf eine Million gehen wird.
Oder hat er einfach nur irgendwie Bitcoin gepusht, weil er da eine gro├če Position selbst drin hat. Das ist ja ├Ąhnlich wie ein Short-Seller, der irgendwas sagt, was kaputt geht, kann der ja einfach mit seinem Sprachrohr sagen so, hey, jetzt, jetzt, now or never, jetzt ist die Zeit.
Genau, es gibt eigentlich zwei einfache Rechnungen, inwiefern das Statement Sinn macht. Das eine ist, gehen wir jetzt mal nur von dem j├╝ngsten Anstieg um ungef├Ąhr 10.000 Dollar aus, dann br├Ąuchte er ja um diese Wette zu bezahlen nur 200 Bitcoins haben, dann w├Ąre er schon im Plus. Das hei├čt, wenn er den Kurs jetzt sehr stark hochgerieben hat, w├╝rde ich ihn vielleicht sogar noch weiter hochtreiben, und h├Ątte er nur 200 Bitcoins, ich gehe davon aus, dass er deutlich mehr hat, ehrlich gesagt, dann h├Ątte sich das eh schon f├╝r ihn gelohnt und er kann das aus der Portokasse zahlen. Und die andere Logik ist, wenn du mich jetzt fragen w├╝rdest, w├╝rde ich in diese Wette einsteigen, w├╝rde ich sagen, ich w├╝rde sofort die andere Seite nehmen und dagegen wetten. Weil das Einfache ist ja, dass wenn ich gewinne, kriege ich eine Million offensichtlich, und der Bitcoin geht einfach vielleicht nur bis 50.000 hoch oder auf jeden Fall kommt es zu keiner Hyperinflation. Also er zeigt dann auch noch aus vergangenen Krisen, wie schnell eigentlich Hyperinflation passiert. Also die Verdopplungsgeschwindigkeit des Geldes, beziehungsweise die Halbierung des Wertes, war Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg innerhalb weniger als einem Tag, in Zimbabwe jetzt k├╝rzlich 2008, war es innerhalb eines Tages hat sich der Wert halbiert. In Jugoslawien 1994 1,4 Tage, Deutschland in den 20er Jahren Weltwirtschaftskrise, alle vier Tage hat sich der Wert halbiert. Griechenland nach dem Krieg auch, also er sagt so, wie schnell das geht, um dann auch weiter Panik zu erzeugen. Aber was ich sagen wollte, also wenn ich gewinne, kriege ich meine Millionen, alles ist gut. Was ist mein Risiko, wenn ich verliere, dass ich die Millionen zahlen muss? Jetzt muss man aber sagen, dass wenn sein Szenario richtig ist, dann ist diese Million ja eben nichts mehr wert. Das hei├čt, ich w├╝rde die Wette dreimal am Tag, also so oft ich kann mit meinen Mitteln, w├╝rde ich diese Wette machen. Weil das ist wirklich Hats I win, Tails you lose. Weil wenn ich gewinne, kriege ich meine Millionen safe. Wenn ich verliere, dann ist diese Million, die ich verliere, nach seiner Logik ja eh gar nichts mehr wert. Also jeder rationale Mensch m├╝sste diese Wette eingehen. Weil die Downside einfach viel niedriger ist, als die Upside, eine Million zu bekommen. Die Downside ist eine Million zu verlieren, aber nur in einem Szenario, wo diese eine Million nur noch genau ein Bitcoin oder weniger wert ist. Das hei├čt, wenn er recht beh├Ąlt, dann ist meine Million ja eh nichts mehr wert. Das hei├čt, die dann zu verlieren, w├Ąre einfach ein Bitcoin, den ich verliere. Von daher ist es eine super Wette. Also w├╝rde ich die Chance haben, w├╝rde ich sofort die gleiche Wette machen. Was nicht hei├čt, dass der Bitcoin nicht vielleicht profitieren wird, noch ├╝ber die n├Ąchsten Wochen. Aber ich glaube nicht, dass es auf eine Million gehen wird. Weil das w├╝rde das Untergang des Dollarsystems hei├čen. Wovon, was genau er ja beschreibt, was er glaubt, was passieren wird. Und nat├╝rlich, das Geld drucken ist problematisch. Das ist auch gar keine Frage. Du hast jetzt die ganzen Banken, immer mehr Banken, die darauf zugreifen. Die europ├Ąischen Banken bleiben hoch volatil diese Woche. Du hast bei h├Âheren Zinsen, also wir haben ja gesagt, am Mittwoch war die FED-Sitzung, oder FOMC. Da wurde jetzt um ein Viertel Prozent nochmal erh├Âht wieder. Also ich glaube, man hat sich gem├Ą├čigt, hatte bestimmt vorher ein halbes Prozent geplant. Hat aber keine Pause gemacht, sondern weiter ein Viertel Prozent erh├Âht. Was relativ stark signalisiert, wir k├Ąmpfen weiter gegen die Inflation. Aber es war auch noch eine relativ moderate Steigerung. Je h├Âher der Zins steigt, desto mehr Immobilienkredite k├Ânnten irgendwann problematisch werden. Sowohl im kommerziellen, als auch im Haussektor. Es bleibt schon eine sehr angespannte Lage, glaube ich. Aber ich hei├če es f├╝r Panikmacher, ehrlich gesagt. Und vor allem ist es ein irrationaler Wert. Die Werte darfst du niemandem anbieten. Die ist einfach dumm. Und eigentlich ist er ein super schlauer Typ. Wenn er sie nur einmal macht, verliert er nur einmal oder zweimal die Millionen. Das ist verkraftbar f├╝r ihn, sofern er ausreichend Bitcoin hat. H├Âchstwahrscheinlich, wenn er schlau ist, hat er irgendwelche Hebelprodukte genutzt. Theoretisch w├╝rdest du am liebsten mit dir Dollars borgen, um Bitcoins zu kaufen. Weil du davon ausgehst, dass der Dollar sich eh entwertet und deine Bitcoins sich aufwerten. Das hei├čt, die Steigerung w├╝rde von ganz alleine f├╝r die Zinskosten und so weiter bezahlen. Ich w├╝rde davon ausgehen, dass er entsprechende Gesch├Ąfte getroffen hat oder sowieso genug Bitcoin besitzt. Sodass das in jedem Fall eine positive Wette f├╝r ihn ist. Das ist ein lustiges Szenario ├╝brigens. Sowohl ich halte das ja f├╝r eine positive Wette, wenn ich die Gegenseite nehme. Und trotzdem kann es f├╝r ihn auch eine positive sein, wenn er die andere Seite hat. Weil in dem Fall, dass es zu einem moderaten Anstieg kommt, er h├Âchstwahrscheinlich trotzdem profitiert. W├Ąhrend ich die Wette gewinnen w├╝rde. Aber er macht vielleicht trotzdem ein paar Millionen mehr noch.
Er scheint schon ein smarter Typ zu sein. Aber auf der anderen Seite hat er irgendwie 2012, 2013 gedacht, es w├Ąre smart, Bitcoin-Mining in Amerika zu machen. Was sich nicht so ganz bewahrheitet hat.
2012, 2013? Ich glaube, wenn du 2012 Bitcoin gemeint hast, ist es fast egal, wie viel es gekostet hat. 2012, was hat er gekostet? 15 Dollar oder so? Und wenn er 20 daf├╝r bezahlt hat, ist es im Nachhinein immer noch ganz gut.
Doch. Das Business, was er hatte, ist auf jeden Fall eher f├╝r ein Apple und ein Ei an Coinbase gegangen. Und dann ist er da CTO geworden.
Und danach Partner bei Andreessen Horwitz. Das haben wir noch vergessen zu erw├Ąhnen, dass er zwischenzeitlich bei Andreessen war. Du hast gesagt, er war vorher bei Coinbase CTO. Und auch Coinbase hat so ein bisschen Probleme mit Compliance. Die mussten bekannt geben diese Woche, dass sie eine sogenannte Wealth Notice bekommen haben. Das ist eine Art Warnschuss, w├Ąre schon untertrieben. Es ist eigentlich die Ank├╝ndigung, dass SEC Charges, also Strafen, in n├Ąchster Zeit kommen werden. Es wird einem quasi schon mal so eine Art Rechtsbehehrungsbelehrung zugeschickt, mit welchem Toolset man angegriffen wird oder belastet wird. Was ist eigentlich, wo man dagegen versto├čen hat und auf welcher Grundlage wird eventuell eine Strafe erhoben. Wir erfahren nicht viel ├╝ber die Gr├╝nde, aber Coinbase sagt, sie selber haben auch noch nicht viel erfahren. Es geht um verschiedene Gesch├Ąftsbereiche, ihren Spot Market, also den B├Ârsenhandel, der W├Ąhrung, das Staking-Produkt und so weiter. So viel wissen sie, aber genauere Vorwerte verteilen sie noch nicht mit der ├ľffentlichkeit und hat die SEC auch nicht. Aber sie mussten quasi aus Ad-Hoc-Gr├╝nden bekannt geben, dass es diese Notiz gab oder diese Warnung. Wie gesagt, es ist h├Âchstwahrscheinlich, dass darauf eine SEC-Strafe folgt, zumindest war es in der Vergangenheit so. Sp├Ątestens dann werden wir wahrscheinlich erfahren, was die konkreten Vorw├╝rfe sind. Sie sagen quasi, dass sie beim B├Ârsengang von der SEC green lighted wurden. Also die SEC hat ja auch den B├Ârsengang gepr├╝ft von Coinbase damals und sie berufen sich so ein bisschen darauf, warum haben wir uns an die B├Ârse gelassen, wenn wir jetzt im Nachhinein glauben, wir haben ein unreguliertes Gesch├Ąftsmodell. Oder eines, wo wir den Regulierungen nicht nachgekommen sind. Wir werden sehen, wie das ausspielt, aber das hat auch noch mal so ungef├Ąhr 20% auf den Coinbase Kurs gedr├╝ckt. Aber auch davon w├╝rde ich mich nicht zu sehr abschrecken lassen, weil es ja h├Âchstwahrscheinlich Dinge sind, die man auch irgendwie fixen kann.
Bei Coinbase bist du nicht dran, oder?
Im Vergleich zu Coinbase Operating Expenses habe ich das Gef├╝hl, wird die Strafe so oder so klein aussehen.
Hast du bei Coinbase noch eine Position?
Nein. Aber ich halte es nach wie vor f├╝r, wenn man auf Bitcoin wetten will und auf den n├Ąchsten Bitcoin-Sommer, also wenn man jetzt zum Beispiel Balaji folgt, ich tue das offenbar nicht, aber man kann ja trotzdem daran glauben. Wie gesagt, dass Bitcoin jetzt ├╝ber eine Zeit lang besser l├Ąuft, ist gar nicht so unwahrscheinlich. Dann halte ich Coinbase f├╝r eine gute Wette darauf, ehrlich gesagt. Weil es ein Unternehmen ist, was bei einem Wiederaufkommen oder aufkeimen des Kryptomarktes sicherlich ├╝berproportional profitieren w├╝rde. Wenn das nicht passiert, verbrennen sie auch so viel Geld, dass es nicht mehr unendlich lange funktioniert. Aber ich habe das auch aus moralischen Gr├╝nden nat├╝rlich nicht, weil ich geh├Ârt habe, ├╝ber Bitcoin wird viel Kriminelles abgewickelt. Das habe ich gerade gelernt.
Wenn wir schon mal kriminell sind, hast du dir TikTok reingezogen? Jetzt 5,5 Stunden sch├Ân Congress Hearing?
Habe ich nicht ausf├╝hrlich geh├Ârt, aber ich freue mich, wenn du mir ein paar Highlights vermitteln k├Ânntest.
Ich habe auch nur punktuell geschaut, was es als Short Videos gibt. Sie scheinen das mit der Content Moderation auch wirklich nicht so gut zu machen, wie man denkt.
Au├čer wenn es staatsfeindliche Inhalte sind, dann scheint es relativ gut zu funktionieren, habe ich das Gef├╝hl. Nicht unser Staat, sondern der andere da, der gr├Â├čere rote.
Der CEO hat auf jeden Fall immer versucht, sich aus der Materie zu sprechen. Ich glaube, das Ding ist Ende des Jahres Toast. Da wird der Stecker gezogen.
Die Chinesen sagen, sie verkaufen nicht. Ich habe Scott Galloway geh├Ârt, fand ich eine gute Einsch├Ątzung. Das Problem ist, wir stehen nicht unter chinesischer Kontrolle. Und dann sagt der chinesische Staat, wir verkaufen das Unternehmen nicht. Das passt nicht so gut zusammen, die beiden ├äu├čerungen. Wahnsinn. Also du gehst davon aus, dass es verboten wird? Ja. Dann musst du ja Meter und Alphabet Long gehen.
Zuf├Ąlligerweise haben das ja schon ein paar Leute, die sehr laut schreien, dass das verboten werden muss, sich mit ein paar Positionen eingedeckt.
Okay, das habe ich noch gar nicht mitbekommen. Also zu der Wette, ich glaube, es ist kein Aufruf, das irgendwie zu handeln. Es gibt trotzdem unheimlich viele Risiken. Und sowieso sollte man nicht so kurzfristige Sachen spielen, meiner Meinung nach. Rein von der Logik her kannst du schon sagen, die Downside auf einer Meta und Google ist gerade relativ niedrig. Es gibt Gesch├Ąftsrisiken, AI, was wei├č ich alles. Aber die Downside ist trotzdem einigerma├čen berechenbar, w├Ąhrend die Upside w├╝rde TikTok wirklich verboten werden. In den USA und vielleicht in der westlichen Welt. Da hast du nat├╝rlich schon viel Upside f├╝r YouTube und Meta. Also alle Metaprodukte eigentlich w├╝rden davon profitieren, glaube ich.
Wobei man sagen muss, dass die wahrscheinlich dann auch h├Ąrter beobachtet werden. Also ich k├Ânnte mir vorstellen, dass es einen harten Cut gibt mit, wir haben jetzt TikTok verboten. Aber, also die eine Droge ist jetzt verboten, aber die anderen Drogen gucken uns auch an. Und ihr m├╝sst euch da besser verhalten. Es gibt ja diesen Vergleich von in China werden irgendwie andere Content gezeigt. Und da gibt es Regulierungen, was gesehen werden darf, wie lange irgendwas konsumiert werden darf und so weiter. Und ich k├Ânnte mir vorstellen, dass die gro├čen amerikanischen Player dann auch irgendwie dort ein bisschen beigeben m├╝ssen. Nichtsdestotrotz sind es die Produkte, die dann am meisten genutzt werden und am meisten Werbung verkaufen k├Ânnen.
Er hat ja auch versucht, das ein bisschen zu deflektieren auf seine westlichen Konkurrenten. Also gefragt nach dem Datenschutz hat er sinngem├Ą├č gesagt, habt ihr euch eure eigenen Firmen angeschaut. Die sind eigentlich bekannt daf├╝r, jetzt auch nicht die besten Verwalter von Daten zu sein.
Ja, ich verstehe nicht, warum sie nicht proaktiv versucht haben, die Firma irgendwie nach au├čen amerikanischer darzustellen.
Es gibt ja dieses Projekt Texas, wo sie sagen, wir w├Ąhlen lokale Server, wir speichern, sind relativ transparent, es arbeiten nur noch Amerikaner in der Firma und so. Sie sagen ja, das ist genau ihr Vorschlag. Aber die Politik ist inzwischen gef├╝hlt so weit, dass sie das nicht mehr interessiert. Also das Remedy, das TikTok jetzt anbietet, scheint ihnen nicht mehr genug zu sein. Auch wenn es theoretisch ja genau die Concerns adressiert, also die Vermutung, dass man ausgesp├Ąht wird und so weiter. Das w├╝rde ja nicht mehr der Fall sein, wenn du sagst, wir machen den Algorithmus transparent, wir gehen in US-Datenzentren und wir lassen die US-Tochter von Amerikanern steuern. Dann ist das eigentlich schon ein gro├čer Schritt in die richtige Richtung. Aber das reicht offenbar den Kongressabgeordneten nicht. Und ich meine, die werden nat├╝rlich auch hart lobbyiert. Also ich w├╝rde schon davon ausgehen, dass es eine breite Unterst├╝tzung in der US-Internetwirtschaft daf├╝r gibt, TikTok jetzt in Gar auszumachen.
Ja, auf der anderen Seite sind da ja auch viele amerikanische Investoren drin, oder?
Also ├╝berleg mal, wo die Werbebudgets hingehen w├╝rden. Also wenn das endlich zu w├Ąre, muss das Werbebudget sofort wieder den Weg des geringsten Widerstandes w├Ąhlen. Und w├╝rde nat├╝rlich haupts├Ąchlich bei Meta und Google landen, ganz zu schweigen von den Nutzern.
Ja, und bei Lollipop nat├╝rlich.
Und bei Lollipop, genau. Also was hast du gesagt davor?
Ja, es sind ja auch viele amerikanische Investoren da drin.
Also genau, ja ja, in Bitens sind viele auch US-Investoren.
Ich habe so ein bisschen das Gef├╝hl, dass sich ein paar Amerikaner auch nicht so ├Âffentlich dazu ├Ąu├čern, weil die nat├╝rlich auch Business Relationships haben mit denen, f├╝r die das irgendwie der gro├če Fundreturner ist.
Ich glaube nicht, dass sie so fr├╝h, ich glaube sie haben eher im Gross State investiert. Oder doch alles, die China Funds von Sequoia oder so haben wahrscheinlich relativ fr├╝h Schrittmessig.
Ja, und dann ist die Working Relationship vollkommen leicht zu Ende, wenn man sich da zu sehr dagegen stemmt. Aber ja, ich w├╝rde nicht empfehlen, ich glaube es gibt bestimmt im Laufe des Wochenendes oder jetzt schon ein gutes 5-Minute Best-Of, wo der CEO jede Frage nicht beantwortet, aber beantwortet.
Also in der Community wurde auf jeden Fall geschrieben, dass TikTok selber voll ist mit Videos davon.
Okay, ja schaut jetzt jeder nach, da bin ich ja nicht so viel drin oder gar nicht, von daher, das musst du f├╝r uns checken.
Ich habe noch diese Woche was Spannendes gelesen und zwar, du erinnerst dich sicherlich an meine Ausf├╝hrungen dar├╝ber, dass ich glaube wir brauchen ein Human-to-Human Interface, also ein Weg. Also die Hypothese war, es wird so viel Content und Kommunikation von AI in die Welt rausgerotzt in Zukunft, dass ich als Mensch komplett ├╝berfordert sein werde und auch nicht mehr wei├č, was echt und unecht ist. Und deswegen w├╝nsche ich mir ein Ger├Ąt, in dem ich den Senden-Button nur noch biometrisch dr├╝cken kann. Also ich muss mich als Mensch authentifizieren, um eine E-Mail abzusenden und dann kriegt die eben ein kleines Logo, das wurde von einem Menschen abgeschickt. Genauso mit LinkedIn Nachrichten, SMS, WhatsApp Nachrichten und so weiter. Man k├Ânnte die dann zum Beispiel nach oben sortieren in Posteingang, diese Nachrichten, ich wei├č, dass sie von einem echten Menschen kommen. Du hast so eine Art verschl├╝sseltes Zertifikat und ich glaube wir brauchen das, weil wir sonst einfach nicht der Flut an Messaging her werden, die irgendwelche Bots uns in Zukunft schicken werden. Und dann war ich ├╝berrascht, herauszufinden, dass Sam Altman, also der Kernfigur hinter der jetzigen Version von OpenAI, auch investiert hat in WorldKind, die ein Digital Identity Protocol planen. Nat├╝rlich auf der Blockchain, was ich f├╝r Unsinn halte, aber wenn es sein muss. Aber die wollen WorldID bauen und sind sozusagen auch von, ich glaube es ist co-founded von ihm die Firma. Also w├Ąhrend er an OpenAI gearbeitet hat, hat er diese Firma geco-founded und scheint offenbar genau zu dem gleichen Schluss gekommen zu sein. Wenn er diese Firma gebaut hat, w├Ąhrend er an der AI gebaut hat, sieht er offenbar das gleiche Problem. Sie wollen das mit so einem Ger├Ąt machen, eigentlich sehr ├Ąhnlich zu dem, was ich beschrieben habe. Also, WorldCoin, a project which aims to build digital identity via biometrics, stored on chain, launched WorldID, a protocol that aims to provide tools for developers to prove that there is a real person behind a digital action. Genau was ich beschrieben habe eigentlich. Wenn man Kommunikation als digitale Aktion sehen w├╝rde, das w├╝rde mir jetzt tats├Ąchlich noch mehr Konfidenz geben, dass ich mit meiner Aussage da richtig lagere. Und dann habe ich ├╝berlegt, wer k├Ânnte der erste Mega Profiteur davon sein und warum w├╝rde ich selber die Firma jetzt heute nicht mehr bauen. Oder glaube nicht, dass ich in so eine investieren w├╝rde, obwohl ich das Problem 100% sehe. Weil eigentlich Apple in der perfekten Lage ist, das schon zu bauen. Ich habe ja gesagt, ein Fingerabdruck w├Ąre gut, aber nat├╝rlich ist ein FaceScan oder ein RetinaScan ├Ąhnlich gut. Und eigentlich hat Apple in dem Ger├Ąt schon ausreichend biometrische Merkmale, um genau das zu machen. Also Apple k├Ânnte entweder sagen, jedes Mal wenn du eine Nachricht schickst, musst du deinen Finger auf dem Screen haben oder hinten dran oder wie auch immer. Oder es wird quasi FaceTime abgefragt, wenn du eine Nachricht schickst, um zu schauen, ob es menschlich ist. Und damit ist Apple eigentlich in einer guten Position, genau das zu bauen.
Wie sch├Ân w├Ąre das, wenn man jedes Mal FaceTime machen m├╝sste f├╝r jede E-Mail, die man wegschickt.
Es w├╝rde ja noch more frictionless gehen, also noch friktionsloser.
Aber als Empf├Ąnger, also ich meine das echt.
Ich glaube es w├Ąre total gesund f├╝r die Kommunikation. E-Mail ist der Hauptstresstreiber. Ich glaube es w├Ąre total gesund, das zu bauen. Und das Problem ist dann aber weitergedacht. In meinem AI-Nihilismus bef├╝rchte ich, eigentlich ist ja die Logik von AI w├Ąre, dass jedes System, was wir uns als Menschheit ausbauen, um das zu unterbinden, m├╝sste die AI ja mittelfristig in der Lage sein zu knacken. Also die Frage ist, wie lange wird eine AI dumm genug sein, um irgendeine technische H├╝rde, die wir als Menschheit ihr stellen, nicht zu ├╝berschreiten.
Aktuell kann die AI ja noch nicht so schlau sein, weil die beste Idee, die sie bis jetzt hatte im Internet, war Avocados dort zu gr├╝nden.
Ja, man muss ziemlich dumm sein, um genau zu sein. Der Link zu diesem Inside-Joke ist in den Show Notes. Also es ist ja nicht schwer zu extrapolieren, dass sie ein bisschen schlauer werden wird und vielleicht irgendwann ein echter AGI wird. Aber dann ist es sehr unwahrscheinlich davon auszugehen, dass die Menschheit in der Lage sein wird, ihr irgendwelche relevanten H├╝rden in den Weg zu packen. Was, glaube ich, der Grund f├╝r das dritte von Sam Altman geco-foundede Projekt ist, n├Ąmlich seine Insel in Neuseeland. Ich habe gedacht, sein Bunker. Ja, das ist ja sein Bunker quasi. Oder hat er noch einen Bunker? Er hat bestimmt ausreichend Bunker. Aber bis die AI das ├╝berwunden hat, diese Grenze, f├Ąnde ich schon sehr gut, wenn Kommunikation signiert werden k├Ânnte mit biometrischen Merkmalen.
Hast du noch ein paar Earnings dabei?
Wir packen den Link auch in eine, also World Coin hei├čt das Projekt, findet man in Google News, was es da f├╝r News gibt. Aber ich fand es ganz spannend, nat├╝rlich nur, weil es meine eigene These untermauert. Earnings, wir k├Ânnen, wir haben zwei, drei Earnings. Einmal hat ein H├Ârer gebeten, dass wir Sentinel One nachholen. Die haben schon Ende Februar reported, wir haben es nicht berichtet. Sentinel One ist eine Security Firma. Sie ist insofern die risikoreichste, dass sie noch hochunprofitabel, aber auch sehr schnell wachsend ist. Das hei├čt, man muss sich darauf verlassen, dass die Wachstumsgeschwindigkeit hoch ist. Es war im Vorquartal noch ├╝ber 100 Prozent, also verdoppelte sich der Umsatz in der Vergangenheit. Gleichzeitig war die operative Marge im Schnitt dieses Jahr auch noch fast minus 100 Prozent. Das hei├čt, sie m├╝ssen einfach lange wachsen, damit das irgendwann gut funktioniert. Ansonsten ist Security ein spannender Bereich und Sentinel One ein sehr spannendes Unternehmen in dem Bereich. Wer es ein bisschen sicherer mag, kann sich sozusagen langsam von Z-Scaler ├╝ber Crowdstrike, ├╝ber Palo Alto Networks und Fortinet in sichere, Cashflow-positive oder sogar nach Gap Net Income profitable Firmen vorarbeiten. Sentinel One ist mit Sicherheit das mit dem h├Âchsten Risiko, weil sie noch viel Geld verbrennen. Aber sie haben wieder gar nicht so schlechte Ergebnisse pr├Ąsentiert. Der Umsatz w├Ąchst nat├╝rlich langsam. Das werden wir jetzt bei allen Firmen sehen. Das ist keine ├ťberraschung. Nach 120 Prozent Wachstum im letzten Jahr, 109 im Q1 und im Q3 waren es immer noch 106. Das sind jetzt nur noch 92 Prozent. Das ist aber eben fast immer noch eine Verdoppelung. Das Gute ist, dass die Kosten in Anf├╝hrungsstrichen nur mit 66 Prozent wachsen. Das ist deutlich schneller, langsamer als die Ums├Ątze. Das hei├čt, die Ertragslage verbessert sich, was in dem Fall hei├čt, dass man nur noch 100 Millionen Verlust macht. Das ist aber marginentechnisch eine Verbesserung von zuvor minus 108 Prozent Marge auf nur noch minus 79 Prozent, was immer noch hoch unprofitabel ist. Aber es ist ein Wachstumstarke Firma. Was machen wir, um zu schauen, ob das in einem guten Verh├Ąltnis steht? Wie viel darf eine Firma eigentlich verbrennen, die so schnell w├Ąchst? Das ist genau, wo die Rule of Forty da ist. Da sieht man dann dies mit 72 immer noch sehr, sehr gut. Was daran liegt, dass der Operating Cashflow nicht ganz so negativ ist, beziehungsweise der Free Cashflow sind sogar nur noch minus 20 Prozent. Operating Cashflow ist minus 56 Prozent. Also der ist schon etwas besser als das Gap-Ergebnis. Der Unterschied ist da haupts├Ąchlich die Mitarbeiteraktien, die im Cashflow nicht ber├╝cksichtigt sind, im Gap-Ergebnis aber schon. Und eben das hohe Wachstumstempo, das f├╝hrt dann dazu, dass die Rule of Forty eigentlich ganz gut aussieht. Ansonsten, was sehr positiv heraussticht, ist, vielleicht nicht, wenn man nicht hinguckt, oder kein Conditional Formatting drauf hat, aber im Vorjahr war die Rohmarge, Grossmargen, noch bei 63 Prozent. Und die gingen jetzt auf 68,5 hoch. Das ist ein signifikanter Anstieg bei der Rohmarge. Und es sieht jetzt schon sehr so aus, als wenn Central One jetzt langsam in die Bereiche kommen, wo sie einen sehr sch├Ânen Operating Leverage ausbauen. Das hei├čt, w├╝rden sie ihren Umsatz noch mal verdoppeln, scheinen weder die Cost of Revenues noch die Operating Expenses sich zu verdoppeln, sondern deutlich langsamer zu wachsen. Und dadurch steigt sowohl die Rohmarge als auch die operative Marge relativ gesehen weiter an. Und es sieht im Moment noch alles so aus, als k├Ąme das, also bleibt Central One auf einem gr├╝nen Pfad, w├╝rde ich sagen. Aber wenn das Wachstum nicht langsam runtergeht, sondern mal schneller runtergehen sollte, kann sich das auch ganz schnell ├Ąndern. Im Moment sieht es sozusagen von 106 auf 92, hat der Markt mehr oder weniger erwartet, beziehungsweise die Ergebnisse haben die Sch├Ątzung leicht ├╝bertroffen. Aber die Gefahr, w├╝rden die jetzt nur noch mit 80 Prozent wachsen n├Ąchstes Quartal, dann kann das auch ganz, ganz schnell zu hohen Abstrafungen beim Kurs f├╝hren. Es sei denn, es verbessert sich auch. Im Moment sieht es so aus, als m├╝sste sich die Profitabilit├Ątslage weiter deutlich verbessern. Das hei├čt, sie k├Ânnen ein bisschen langsamer wachsen, weil ja ihre Marge sich immer weiter verbessert. So k├Ânnte man quasi in einem sehr gesunden Bereich bleiben, wenn alles gut geht. Was zu Send habe ich da eigentlich noch eine Position? Muss ich mal gucken, ob ich das hier disklonieren muss. Ich glaube gerade nicht und wenn dann nur eine ganz kleine, also keine signifikante. Ich finde den Sektor gut, die Aktie ist relativ risikoreich, aber eigentlich schon ein spannendes Unternehmen w├╝rde ich sagen. Aber keinen Grund dazu zu schlagen und so weiter. Und dann, du hattest die Wette angesprochen, Noah Leidinger vom Unaktien wird schwer. Podcast hat er auf LinkedIn auch schon sein Defeat erkl├Ąrt, dass er h├Âchstwahrscheinlich die Wette verlieren wird. Und zwar ging es damals um zwei Modelle, die ich eigentlich beide sehr mag. Also einmal On Running, die Schweizer Laufschuhe und wird immer mehr sozusagen zu einer sportlichen Fitnessmarke. Und Fix, F-I-G-S, wie die Feigen, eine Firma, die Arzt- und Pflegerinnenbekleidung herstellt. Fix ist insofern spannend, dass es nat├╝rlich ein hochmargiges Produkt ist. Also diese OP-Kittel oder Arbeitskittel kosten nicht die Welt, k├Ânnen relativ teuer verkauft werden. Vor allen Dingen muss man sie immer wieder erneuern und daraus ergibt sich so eine Art Abo-Modell. Man m├Âchte vielleicht auch mehr Farben tragen oder d├╝nnere und l├Ąngere Varianten im Sommer und Winter. Das hei├čt die Warnk├Ârbe sahen bei Fix immer ganz spannend aus. Die Retention-Rate sah ganz gut aus, das k├Ânnen wir wieder kaufen und das Wachstum war lange Zeit auch gut. Und ich glaube wir hatten mal, ich wei├č gar nicht mehr, auch auf LinkedIn, glaube ich, gewettet sozusagen, er fand Fix das spannende Modell, ich fand On das spannende Modell. Ich glaube, dass er da keinen Fehler bei der Analyse gemacht hat. Es hat sich so ein bisschen in der Grossmargin und den Inventories angedeutet, was das Problem sein wird sp├Ąter. Aber es ist einfach auch viel Gl├╝ck, was er entschieden hat am Ende oder entscheiden sollte sp├Ąter. Wir k├Ânnen trotzdem mal in beide Ergebnisse reingehen. Womit magst du gerne anfangen?
On Running. Ich meine die Aktie ist ja abgegangen, das muss ja spannend gewesen sein.
Genau, ich glaube die haben so 20% ├╝ber Nacht gewonnen, wenn ich mich richtig erinnere. Also haben extrem gute Ergebnisse geliefert mit einer Einschr├Ąnkung, w├╝rde ich sagen. Aber wir gehen erstmal auf die guten Sachen ein. Also On ist im ersten Quartal um 68% gewachsen, dann noch auf 67% und im letzten Quartal noch mit 50%. Dann haben sie in diesem Quartal oder abgelaufenem Q4 auf einmal wieder 92% Wachstum gezeigt. Ein wahnsinnig hohes Wachstum. Beschleunigung beim Umsatz, sehr ├╝berraschend offenbar f├╝r den gesamten Markt. Und so war nach einem stark negativen operativen Ergebnis letztes Jahr, das hing aber auch an Sondereffekten, das Ergebnis dieses Jahr einfach 15 Millionen operativer Gewinn ungef├Ąhr, das m├╝ssten Schweizer Franken sein, wenn ich mich nicht irre. Also sie sind positiv, sie wachsen schnell, sie haben ihre Rohmarge gehalten, die war zwischenzeitlich im Q1 auf 52% runter, hat sich dann auf 55, 57% erholt und ist jetzt inzwischen wieder bei 58,5%, was nah an den Bestwerten des Vorjahres ist. Die Rohmarge geht in die richtige Richtung. Sie mussten nicht stark rabattiert verkaufen, wie gesagt sie machen Gewinn, wachsen dabei aber wie Unkraut letztlich. Sie sind auch in allen Geografien gewachsen, also Nordamerika 82% Wachstum, Europa noch 69%, Asia-Pacific 104% Wachstum auf sehr kleiner Basis allerdings. Die Schuhe wachsen mit 97% am schnellsten, man muss sagen Bekleidung und Accessoires wachsen mit 15, 28% auf sehr kleiner Flamme. Es hilft vielleicht die Warenk├Ârbe ein bisschen gr├Â├čer zu machen, aber es tr├Ągt nicht signifikant zum Umsatz bei. Die Kleiderlinien und Accessoires w├╝rde ich schon als Misserfolg einordnen, aber es kann trotzdem wertvoll sein, weil es eventuell h├Âher margig ist nochmal als die Schuhe und die Warenk├Ârbe erh├Âht. Deswegen kann es strategisch trotzdem sinnvoll sein, da mal ein paar Sachen mit zu verkaufen. So weit so gut k├Ânnte man denken, das Problem offenbart sich so ein bisschen, wenn man auf den Operating Cash Flow schaut. Der ist n├Ąmlich, obwohl wir 15 Millionen Gewinne sehen, immer noch 70 Millionen im Minus, allein im Q4. Auf Gesamtjahressicht machen sie noch 230 Millionen Schweizer Franken Verlust. Jetzt sehe ich in ein leeres Gl├Âcklergesicht. Ich hatte die Frage fr├╝her schon mal gestellt, wie das passieren kann, dass man Geld verliert, obwohl man selbst nach strengsten Gabstandards positiv ist oder IFS ist es in dem Fall wahrscheinlich. Du hast bis heute nichts gelernt, was der Grund sein k├Ânnte. Mein Verdacht ist, bzw. kann man das auch relativ einfach nachvollziehen, dass sie gar nicht so viel mehr verkaufen, sondern vor allen Dingen mehr produzieren und sich die Lager weiter anstauen. Das hei├čt, der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 92% gestiegen, was wahnsinnig gut ist. Das Inventar ist im Vergleich zum Vorjahr aber um 195% gestiegen. Was man aber doch eigentlich auch machen muss, wenn man so krass w├Ąchst.
Also ich brauche doch die neuen Konnektionen.
Um mehr zu verkaufen, muss man mehr auf Lager haben, korrekt. Aber bei 100% mehr Umsatz w├╝rde man mit 100% mehr Lager rechnen, einfach gesagt. Hier ist es so, dass im Vorjahr, im Dezember, 135 Millionen ungef├Ąhr an Inventar rumlagen in der Firma. Das sind inzwischen fast 400 Millionen, also verdreifacht wirklich. Das Problem an der Buchhaltung ist quasi, dass wenn ich Dinge einkaufe und produziere, dann werden aus Rohstoffen unverkaufte G├╝ter und dadurch entsteht buchhalterisch eine Wertsch├Âpfung. Und wenn ich das nicht billig verkaufe, dann bleibt eben auch die Rohmarge hoch. Aber die Gefahr ist nat├╝rlich, dass sich Dinge aufstauen, die man irgendwann doch rabattiert verkaufen muss. Es sei denn, das Umsatzwachstum bleibt zu hoch oder beschleunigt sich noch weiter, dann ist alles gut. Also man sollte einfach das Inventar im Vergleich in Relation zum Umsatz setzen. Und dann sieht man, dass letztes Jahr noch 70% des Umsatzes auf Lager lagen und jetzt sind es 108%. Also entweder bereiten sie sich, wie du sagst, auf maximales Wachstum vor oder sie hauen sich gerade das Lager zu, machen hier IFRS Buchgewinne, weil sie Ware produzieren, aber sie verlieren halt Geld im Moment. Sie bluten richtig Geld, weil sie Cash eintauschen gegen Dinge, die sie im Lager haben. Und um das Cash zur├╝ckzubekommen, musst du es irgendwann verkaufen. Und ob dann die Rohmarge noch so gut sein wird, ist die Frage. Das kann alles gut gehen, aber ich glaube, es ist wichtig zu sagen, dass das IFRS Ergebnis, was wir hier sehen, sehr positiv und bald profitabel aussieht. Die Firma verliert aber rund eine Viertel Milliarde Schweizer Franken dieses Jahr. Das ist ziemlich genau, was sie an Lagerbest├Ąnden aufgebaut haben. Du tauscht einfach nur Aktivposten, n├Ąmlich Geld gegen Ware, oder wertest sie sogar ein bisschen auf, weil du sie produzierst und weiterverarbeitest. Aber um wirklich Umsatzwachstum und auch einen positiven Kapitalfluss zu erzeugen, musst du diese Ware auch irgendwann verkaufen. Da m├╝ssen wir mal schauen, wann das passiert. Okay, dann schauen wir uns mal an, wie gesagt, der Markt hat das alles positiv gesehen, der Umsatzwachstum spricht schon auch f├╝r sich. Und bei FIX ist es eben insofern ein anderes Bild, dass das Wachstum sich hier nicht beschleunigt, sondern immer langsamer wird. Man ist im kurz vor dem, also es war auch wieder ein perfekt getimtes IPO, also wer das im richtigen Moment rausgebracht hat, verdient eine Medaille. Sie kamen im Q2 2021 an den Markt. Im Vorquartal sind sie um 170% gewachsen, 172% gewachsen mit ihren Arztketteln. Nach dem IPO waren es ganz schnell nur noch 58%, 34% und gegen Grundeinmitte dieses Jahres auf 20%. Und inzwischen im Q4, jetzt die j├╝ngsten Zahlen, sind wir bei 13% Wachstum. Nat├╝rlich mit schweren Vergleichswerten vom letzten Jahr, aber wirklich nur 13% j├Ąhrlich. Man ist auch hier noch operativ gerade so profitabel, 2,2% operative Marge. Man macht so 3 Millionen Gewinn aus 145 Millionen Umsatz. Also problematisch hier aber, dass die Rohmarge f├Ąllt. Die ist von ehemals 73% jetzt nur noch 68%, das hei├čt man muss schon billiger verkaufen. Die Kosten laufen weiter, operative Ausgaben sind um 30% gestiegen, der Umsatz aber nur um 12,5% mitgestiegen, sodass sich die Margensituation verschlechtert. Sie sind noch knapp positiv, aber es wird immer weniger das Polster. Und auch hier lohnt sich der Blick in die Inventories, denn auch die haben sich hier verdoppelt. Vorher 86 Millionen im Ende Dezember im Lager, dieses Jahr 178 Millionen. Mehr als das Doppelte von 86 im Lager und das bei 12% mehr Umsatz. Also du meintest ja bei ON einigerma├čen berechtigt, nat├╝rlich m├╝ssen die Lager mitsteigen, wenn man so schnell wachsen will, fix w├Ąchst er nur noch mit 12% und hat sein Lager trotzdem verdoppelt. Das hei├čt die werden den M├╝ll einfach nicht los, auf deutsch gesagt. Das ist auch warum die Rohmarge schon sinkt. Ich w├╝rde das Problem nicht mehr ONLON gehen, weil auch die im Inventar ein paar Risiken haben. Aber man k├Ânnte fast ├╝berlegen, ob man fix SHORT gehen will, weil diese 180 Millionen an Ware, die da im Lager liegen, die werden sie halt nicht zu der gleichen Marge verkauft bekommen, ihre Kosten werden weiter steigen. Ich w├╝rde wetten, dass sie eine gr├Â├čere Entlassung bekannt geben im Verlauf des Jahres. Und auch hier sieht man eigentlich wieder, wenn man nicht drauf gekommen w├Ąre ├╝ber die Inventories, hat man auch hier wieder diese Kluft, dass der operative Profit positiv ist. Operating Profit im Gesamtjahr ungef├Ąhr 40 Millionen Dollar, aber der operative Cashflow ist stark negativ mit minus 35 Millionen Dollar. Und immer wenn das passiert, hei├čt es in der Regel, dass sich irgendwelche Waren im Lager hanscht, weil man weiterhin Geld ausgegeben hat, um Dinge einzukaufen, die man im Umsatz aber nicht mehr realisiert hat.
K├Ânnte es nicht einfach sein, dass sie das steuerlich optimieren? Also ├Ąhnlich wie manche Firmen irgendwie am Ende des Jahres nochmal neue Computer kaufen oder sowas? Dass sie einfach am Ende des Jahres, du guckst dir ja gerade bei beiden Firmen Q4 an, halt denken so, hey wir machen am Ende des Jahres immer die Lager voll, geben das ganze Geld f├╝r die Ware aus, dann haben wir steuerlich optimiert?
Das ist einerseits eine sehr schlaue Frage, weil ich genau die Skepsis nat├╝rlich immer angebracht ist, um auch nicht in Fallen zu stapfen. Andererseits schaut man ja genau deswegen auf Vorjahresvergleiche. Also ich vergleiche es ja nicht mit dem letzten Quartal, sondern mit dem Q4 des Vorjahres. Das hei├čt, wenn es solche saisonalen Effekte gibt, Budgetverschiebung, Steuergr├╝nde oder so, dann w├╝rden sie sich ja jedes Jahr in gleicher Form zeigen. Das hei├čt, ich vergleiche es ja mit dem Q4 des letzten Jahres, die Lagerst├Ąnde, von daher gehe ich davon aus, dass das keine Rolle spielt. Man sollte sich das nat├╝rlich fragen, es gibt ganz viele Unternehmen, also gerade im Softwarebereich, die auch gerade bei der Kapitalflussrechnung, also beim Cashflow, Saisonalit├Ąt haben. Zum Beispiel, dass sie ihre Billings typischerweise im Dezember nochmal Budget von den Kunden bekommen oder im Januar frische Vertr├Ąge unterzeichnen. Da sieht man, dass das Revenue relativ gleichm├Ą├čig verbucht wird jedes Jahr, w├Ąhrend die Cashflows aber im Q1 und Q4 besonders stark sind. Das gibt es alles. Deswegen unterscheidet man ja oft zwischen dem Vorquartal und dem Vorjahresquartal. Vorquartal w├╝rde ja eben hei├čen, ich vergleiche mit dem Q3, dem Herbst, ich vergleiche das Winterquartal mit dem Herbstquartal, aber wann immer ich ├╝ber Wachstum rede, geht es eigentlich fast immer gegen das Vorjahr, Year on Year oder eben gegen den Vorjahresquartal oder Vergleichsperiode, wie auch immer man es nennen m├Âchte. Das nutzt man unter anderem, weil es automatisch Seasonality Adjusted ist. Aber zum Verst├Ąndnis trotzdem eine gute Frage, um sie zu stellen. Das w├Ąre die kleine Earnings-Section f├╝r heute. Wenn wir noch irgendeine andere Aktie vergessen haben dieses Jahr, k├Ânnt ihr uns die auch nochmal schicken und dann gucken wir da vielleicht sogar auch nochmal rein. Achso, dann vielleicht noch zu den M├Ąrkten noch eine weitere Sache. Es kam eine vielleicht nicht ganz ├╝berraschende, aber doch schon ein paar Leute kalt erwischt, Nachricht von Indeed. Indeed ist, wir hatten dar├╝ber gesprochen im Zusammenhang mit Stepstone und dem Job-Markt in der vorletzten Episode glaube ich, eigentlich eine der gr├Â├čten, wenn nicht die gr├Â├čte Job-Plattformen der Welt. Indeed ist in einer Gruppe HR-Tech mit Glassdoor, die wiederum geh├Âren oder bilden zusammen das HR-Tech-Segment von Recruit, was eine japanische Holding-Company ist. Und Indeed hat jetzt am 22. M├Ąrz, das war am Mittwoch, angek├╝ndigt, dass sie 2.200 Leute und damit 15%, das hei├čt jeden siebten Mitarbeiter und Mitarbeiterin entlassen werden m├╝ssen. Der CEO wendet sich in einem Schreiben an seine Belegschaft, erkl├Ąrt vor allen Dingen, er schreibt dann so, how did we get here, wie sind wir hier angekommen eigentlich, dass die Job-Openings in den USA um 3,5% gesinkt sind letztes Quartal und dass insbesondere gesponsorte Jobs, also dass Arbeitgeber ihrer Job-Anzeige ein Budget geben, so w├╝rde ich es formulieren, das Volumen ist um 33% eingebrochen und dadurch w├Ąchst Indeed nicht mehr der Schrumpf sogar und dementsprechend musste man jetzt die Personalplanung anpassen und hat Leute gehen lassen zu den ├╝blichen fernen Bedingungen. Das kann man nat├╝rlich durchaus als stellvertretend f├╝r den gesamten Job-Sektor verstehen. Also das Resultat war, dass Recruit erst mal gestiegen ist, weil Indeed als Job-Segment so wichtig ist. Der Markt mochte, Entlassungen werden ja in der Regel gefeiert, das hei├čt hier fallen einfach 15% Kosten weg langfristig. Dementsprechend positiv hat die Aktie erst mal reagiert. Das hei├čt nat├╝rlich, es kommen schwere Zeiten f├╝r Zip-Recruiter. Es wird vermutlich kurzfristig nicht das beste Wetter sein f├╝r ein Stepstone-IPO. Vielleicht wei├č ich nicht, ob deren Zahlen signifikant besser aussehen. Vielleicht bin ich ein bisschen zu fr├╝h, ich bin ja auch in Zip-Recruiter investiert. Vielleicht h├Ątte man tats├Ąchlich mit Abwarten g├╝nstiger in den Jobmarkt einsteigen k├Ânnen. Ich glaube 100% langfristig an diesem Markt und dann ├Ąndert auch ├╝berhaupt nichts an meiner Positionierung. Aber es sieht ja schon aus, dass man quasi noch mal kurzfristig durch ein Tal geht beziehungsweise dass sich bei Corona einfach doch viel Budget angestaut hat im Jobmarkt, das jetzt einfach nicht wieder reingepackt wird. Aber langfristig bin ich wie gesagt relativ unbesorgt. Muss man jetzt schauen, was Zip-Recruiter macht. Die sollten ├Ąhnlich impacted sein, wenn einfach nur noch ein Drittel der Sponsor-Jobs wegfallen, muss das auch Zip-Recruiter betreffen, das ist relativ klar. Und den Rest des Marktes. Ob die jetzt auch noch mal Leute entlassen werden oder so, wird man sehen. Aber hier auf jeden Fall beherzter Schritt, 15% ist f├╝r Indeed glaube ich eine Menge, 2200 Leute. Also die Entlassungen gehen und das sollte jetzt niemand mehr ├╝berraschen. Fr├Âhlich weiter oder weniger fr├Âhlich weiter. Und wo wir gerade im Jobmarkt sind, interessanterweise zeitgleich, das scheint in dem Fall glaube ich wirklich ein Zufall gewesen zu sein, aber man kann es fast nicht glauben, aber zeitgleich hat Google sein Job Ads Produkt angek├╝ndigt. Das hei├čt Google for Jobs gab es ja schon l├Ąngere Zeit, das werde ich nach einer Berufsbezeichnung und einer Stadtsuche oder auch nur einem Beruf, dann finde ich bei Google in der Regel schon Jobanzeigen. Das ist ein weiteres Vertical, wo Google sich quasi versucht ein eigenes Produkt zu etablieren, damit Suchende nicht zu gr├Â├čeren Plattformen wie Indeed, wie Stepstone, wie Zip-Recruiter und so weiter abwandern. Und jetzt wird dieses Produkt eben f├╝r den Werbemarkt ge├Âffnet. Das hei├čt ich kann nicht nur organisch meine Jobanzeigen hier listen als Job-Board oder als Arbeitgeber, sondern ich kann mir jetzt Sichtbarkeit f├╝r meinen Job kaufen. Das hei├čt genau diese Jobs, die jetzt um 30% gefallen sind, die mit Budget hinterlegt sind, die versucht Google da quasi, das Budget versucht Google abzugreifen. Google hat nat├╝rlich viel Sichtbarkeit, Top of Funnel in der Suche. Die erste M├Âglichkeit jemanden sozusagen mit einer Jobanzeige in Kontakt zu bringen, ist sicherlich relativ oft noch Google. Gleichzeitig wird es Player-Ge- also wenn du bisher sehr am SEO-Traffic gehangen hast, dann ist das sicherlich eher negativ, weil Google nat├╝rlich f├╝r diese Jobanzeigen noch mehr Platz schaffen wird in den eigenen Serbs. Das hei├čt organische Ergebnisse, seien es Job-Listings oder eben andere Webseiten oder andere Job-Boards, werden weiter nach unten r├╝cken, nach aller Erkenntnis, die man in jedem anderen Vertical, also Hotels, Fl├╝ge, Fernwohnungen, was wei├č ich, hatte, wird das die Konsequenz sein. Gleichzeitig kann es nat├╝rlich f├╝r Player, die Budget verwalten, auch spannend sein, dass dieses Produkt jetzt Biddable wird, also dass ich da programmatisch Jobanzeigen platzieren kann und mir damit Sichtbarkeit einkaufen. Hat man jetzt eine bessere User Experience zum Beispiel, besseren Zugang zu Kundenbudgets usw., dann verliert man eventuell Geld, weil man den Traffic nicht mehr organisch bekommt, aber man kann mithilfe von Geld Konkurrenz verdr├Ąngen. Der Profiteur, ganz offensichtlich Google, die von diesem Wettkampf dann profitieren. Und das sollte eben auch f├╝r Indeed, bei Indeed ist es ein bisschen schwer zu sagen, ich w├╝rde sagen, sie sind eher ein Netto-Verlierer davon und kein Profiteur. Also ja genau, je mehr SEO-Traffic man bisher hatte in dem Bereich und Indeed hat immer sehr gute SEO-Arbeit eigentlich gemacht, desto eher betrifft einen das jetzt auch advers oder eben negativ. Die Frage ist, wie schnell, ich wei├č nicht, ob schon Klagen aus Jobportalen vorliegen bei der Europ├Ąischen Union, ob das jetzt zu neuen Klagen, Erweiterung der Klagen, neuen Klageteilnehmern f├╝hrt. Genau dieses Verhalten wurde in anderen Bereichen wie Shopping usw. ja auch abgestraft oder angemahnt. Ich w├╝rde auch mal schauen, wie sich die Sichtbarkeit der gro├čen Jobportale ver├Ąndert. In der Vergangenheit gab es zumindest immer wieder Marktteilnehmer, die sich beschwert haben, dass sie das Gef├╝hl hatten, dass wenn Google eigene Produkte launcht, entweder direkt Konkurrenten abstraft oder eventuell durch die Ver├Ąnderung der Usermetriken die Konkurrenzportale auf einmal schlechter aussehen, wird jetzt die Industrie zu beobachten haben, wie sie das betrifft. Und dann muss man ├╝berlegen, wie man damit umgeht. Es gibt ja genug Industrien, die sich damit schon auseinandersetzen mussten, eben im Reisebereich oder Shoppingbereich. Da kann man die Analogien ja ganz gut ziehen oder sich mit Betroffenen unterhalten.
Sonst hast du noch ein paar schnelle News? Irgendwas aus deinem Taubenverein?
Im Taubenverein gibt es News, dass wenn wir unsere Doppelg├Ąngerseite jetzt verifizieren wollen, also wir wollen einfach nicht, dass jemand anders auch einen Doppelg├Ąngeraccount aufmacht und dann so aussieht wie wir, weil er ja das gleiche Bild nutzen k├Ânnte, dann m├╝ssen wir uns jetzt nicht einen blauen, aber einen goldenen Haken als Firma kaufen. Und das kostet das Kleingeld von 950 Pfund im Monat, also 10.000, 12.000 Euro oder Dollar im Jahr. Das erinnert nat├╝rlich sehr an das Modell von Meta, die gesagt haben, na klar k├Ânnen wir dich vor Impersonation sch├╝tzen, wenn du zahlender Nutzer wirst. Und Twitter erkennt dir nat├╝rlich das Potenzial, dass sofern du auf Twitter aktiv bist, musst du dich eigentlich authentifizieren, damit jemand wei├č, das ist der offizielle Account. Twitter versucht jetzt die Zahlungsbereitschaft daf├╝r abzugreifen mit knapp unter 1.000 Euro im Monat. Und wenn du, wie gesagt, was ist deine Wahl? Du kannst sagen, na gut, dann mache ich Twitter halt nicht mehr. Oder ich bin unverifiziert auf Twitter, dann kann jeder dich kopieren. Wenn du sagst, ich mache Twitter gar nicht mehr, dann hilft das ja auch nicht, weil dann erst recht jemand dein Firmenaccount sozusagen nach├Ąffen kann. Das hei├čt am Ende bleibt dir als gro├če Marke eigentlich nichts ├╝brig, als da das Schutzgeld an Meta und Twitter abzudr├╝cken, damit deine Marke nicht komplett missbraucht werden kann in diesen gro├čen Netzwerken mit diesen erheblichen Identit├Ątsproblemen.
Ich wei├č nicht, was als erstes weg ist. TikTok oder Twitter? Das Einzige, was mich auf Twitter noch h├Ąlt, sind irgendwie zwei, drei Groupchats, die wir eigentlich auf Discord aufziehen k├Ânnen.
Wo kriegst du denn deine News denn her? Ah, so jetzt sagst du wieder aus der Doppelgang-Community? Genau. Das Privileg haben wir nicht alle Leute, obwohl fast jeder da rein kann. Ja, kann jeder rein.
Da steht zum Beispiel jetzt gerade, dass Deutsche Bank am Trenden ist auf Twitter.
Ja, das ist besorgniserregend. Wo nicht jeder rein kann ├╝brigens, aber alle, die in Berlin wohnen und wahlberechtigt sind, sind am Sonntag die Wahlkabinen zur Klimawahl in Berlin. Also wer mag, ist herzlich aufgerufen, an der Herbeif├╝hrung eines Volksentscheids mitzuwirken, indem man an der Klimawahl teilnimmt. Es geht darum, die Stadt bis 2030 klimaneutral zu machen. Man k├Ânnte jetzt sagen, warum interessiert mich Berlin? Wenn die Chinesen weiter Gase ausf├╝llen, wir kennen die Argumente hier alle so, selbst wenn ganz Deutschland das macht, das ├Ąndert nichts und so weiter. Ich glaube, es ist anders. Ich glaube, es macht einen gro├čen Unterschied, ob gro├če St├Ądte da vorangehen, weil ich glaube, das macht es f├╝r andere St├Ądte fast obligatorisch, dem Vorbild zu folgen, wenn eine Stadt wie Berlin es beweisen k├Ânnte, was nicht klar ist. Man sollte sich meiner Meinung nach dazu selbst verpflichten, zu probieren, klimaneutral zu sein. Das wird nat├╝rlich alles andere als einfach werden, aber ich glaube, es ist eine schlaue Verpflichtung. Wer glaubt, das ist eh nicht m├Âglich, dem sei gesagt, dass hundert andere St├Ądte, und zwar keine D├Ârfer, sondern St├Ądte wie Mailand, Paris und so weiter, l├Ąngst die gleiche Entscheidung getroffen haben oder ├Ąhnliche Entscheidung getroffen haben. Das hei├čt, es ist nicht nur das bl├Âde linksgr├╝nversiffte Berlin, was das macht, sondern die allermeisten Metropolen sind auf dem Weg, ├Ąhnliche Vorhaben zu beschlie├čen. Je mehr Metropolen das tun, und insofern ist eben auch die Entscheidung in Berlin, finde ich, relevant, desto mehr St├Ądte und Kreise werden dem Beispiel folgen irgendwann. Insofern halte ich es schon f├╝r eine entscheidende Wahl. Auch wer das unbedingt verhindern m├Âchte, ist herzlich aufrufen, zur Wahl zu gehen. Ich halte es f├╝r weniger relevant, weil es ja erst einmal darum geht, ob 25 Prozent der Bev├Âlkerung, es m├╝ssten so ein bisschen ├╝ber 650.000 Berliner sein, sich gen├Âtigt f├╝hlen, dahin zu gehen, um diesen Entscheid herbeizuf├╝hren. Sollte es zu dem Entscheid kommen, ist, glaube ich, die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass er positiv ausgeht. Aber es ist jetzt eben super wichtig, dass Leute erst einmal dahin gehen, um diesen Volksentscheid herbeizuf├╝hren. Und daher mein Aufruf, wie gesagt, wenn jemand anderer Meinung ist, ich will niemanden davon abhalten, seine demokratischen Rechte wahrzunehmen. Mir ist jeder Mensch lieber, der Wahlen w├Ąhlen geht, als der nicht w├Ąhlen geht, auch wenn er eine andere Partei w├Ąhlt oder ein anderes Vorhaben, was ich f├╝r sinnvoll halte, ablehnt. Es gibt viele andere Berliner Unternehmer, die sich dem Vorhaben angeschlossen haben, Briefe unterschrieben haben und so weiter. Ich glaube, es wird nochmal eine Demo geben am Samstag. Am Sonntag ist die Wahl, wenn man in Berlin wahlberechtigt ist, w├╝rde ich herzlich darum bitten, sich den kleinen Spaziergang zu g├Ânnen und seinen Wahlzettel da abzugeben, was auch immer die Alternative ist, die man ausdr├╝cken m├Âchte mit seiner Wahl. Vielen Dank f├╝r die Aufmerksamkeit.
Ja und wer sich das noch reingezogen hat, der kann jetzt auch auf unseren Discord-Server gehen. Und zwar sind wir am Freitag in der WAU bei der Sensibility-Konferenz.
Das klingt so nach betreuten F├╝hlen oder was hei├čt Sensibility?
Genau, wir ├Âffnen uns einmal privat. Es geht um Nachhaltigkeit, wird glaube ich ein ganz cooler Kongress f├╝r zwei Tage. Wir sind auf jeden Fall am Freitag da, schaut mal vorbei auf dem Discord-Server, haben die Organisatoren was gepostet.
Und wer noch Fragen hat, wir machen ja einen Live-Podcast, wer noch besonders geeignete Fragen hat, um die vor den Trust Fund Kids an der WAU zu diskutieren, gern auch noch ein paar Fragen schicken, die wir dort live diskutieren k├Ânnen, damit wir f├╝r unser junges Publikum besonders spannende Fragen haben, die da passen. Aber man kann auch alle anderen Fragen schicken, die machen wir vielleicht in einem anderen Podcast.
Ich war das letzte Mal da beim Tag der offenen T├╝r. Ich glaube, ich habe schon mal erz├Ąhlt, warum ich da nicht studiert habe.
Ich nehme an, weil die dich nicht genommen haben. Oder deine Eltern reich sind, aber nicht so reich.
Ja, ich erz├Ąhle es vielleicht nochmal in der n├Ąchsten Folge oder ├╝bern├Ąchsten Folge.
Das kannst du auf der B├╝hne erz├Ąhlen, beim Live-Podcast. Nimm uns nicht die guten Stories weg.
Top, ich w├╝nsche dir ein sch├Ânes Wochenende und wir sehen uns am Freitag. Genie├čt die Sonne oder den Regen, geht w├Ąhlen und bis dann.
Peace! Genau, geht an die frische Luft und wenn ihr eh drau├čen seid, dann k├Ânnt ihr auch w├Ąhlen gehen. Ciao, ciao!