Doppelg├Ąnger Folge #236 vom 31. M├Ąrz 2023

­čÄÖ´ŞĆLive Podcast WHU ­čĆć AI Gewinner & Verlierer | Italien sperrt ChatGPT | Impact Gr├╝ndung | ├ľffentlichkeitsarbeit

Wir sprechen live beim SensAbility WHU Impact Summit und beantworten, was wir (nicht) gr├╝nden w├╝rden. Italien sperrt ChatGPT und wir beantworten viele Fragen zu AI. Wie wichtig ist ├ľffentlichkeitsarbeit bei Gr├╝nderInnen?

Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:02:20) Impact Gr├╝nden

(00:11:30) Karriere Tipps von Arbeitslosen

(00:22:45) Italien verbietet GPT

(00:31:45) AI Fragen

(00:35:45) ├ľffentlichkeitsarbeit bei Gr├╝nderInnen

(00:44:00) Hyperpersonalisierung

(00:47:10) Winners and Losers of AI

Shownotes:

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Willkommen zum Doppelg├Ąnger-Tech-Talk-Podcast, Folge 236 und es ist kein April-Joke. Wir sind tats├Ąchlich in der WHU. Sensibility, Live-Podcast an alle H├Ârer, die uns nur h├Âren und nicht sehen. Entschuldigung, es wird vielleicht eine chaotische Folge. Vorher kleine Umfrage. Wer h├Ârt ab und zu Doppelg├Ąnger? Pip, du kennst dich mit Zahlen aus. Was denkst du, wie viele sind das?
Ein knappes Drittel, w├╝rde ich sagen. Viertel Drittel. Wer h├Ârt OMR-Podcast?
Keine einzige Ahnung.
Falls Westermeyer zuh├Ârt, hat sich keiner gemeldet.
Ich war vor 20 Jahren mal hier beim Tag der offenen T├╝r. F├╝r mich hat es nicht gereicht.
Erkl├Ąr mal.
Ein Schulfreund von mir meinte, BWL w├Ąre eine gute Sache und ich war derjenige mit dem F├╝hrerschein. Und dann haben wir eine Tour gemacht, waren einmal hier beim Tag der offenen T├╝r. Er hat sich hier alles angeh├Ârt. Ich war irgendwie in einer Gro├čstadt. Aber die Party war ganz gut. Dann waren wir kurz sp├Ąter bei dieser anderen Uni, EBS. Da hat er sich auch alles angeh├Ârt. Ich war wieder in der Stadt und auf der Party. Und dann haben wir uns eigentlich ├╝berall beworben. Er ist dann nach St. Gallen gegangen. Und als ich erfahren habe, dass es nur einen Tag gibt, an dem man diesen Test machen kann, und das ausgerechnet der Test war, wo ich Prom hatte, und er mit meinen Freunden feiern wollte, als irgendwas in meiner Karriere zu machen, habe ich mich dann f├╝r die EBS entschieden. Und tats├Ąchlich da bestanden und da durfte ich dann drei Jahre Bachelor machen. Und falls heute Abend irgendwelche Schilder weg sind, ich war es nicht.
Er hat aber schon einen Flaschen├Âffner geklaut.
Genau, einen habe ich schon. Pip w├╝rde auch gerne noch einen haben. Und ja, Merch sammeln wir auf jeden Fall heute ein. Lasst uns ├╝ber ChatGBT sprechen. Wer von euch nutzt ChatGBT, um den Professor, die Professorin auszutricksen? Alle, mehr als Doppelg├Ąngerh├Ârer. Wer, der die Hand hochgehalten hat, w├╝rde gerne in die Unternehmensberatung und Investmentbanking gehen? Nicht so viele, krass. Wer will Unternehmer, Unternehmerin werden? Wer will die Welt retten? ├äh, noch nicht ganz so viele.
Wer glaubt, dass man das verbinden kann? Ich habe eine Frage an dich. Und zwar, wenn du, du kriegst 100 Millionen, kannst du eine Impact-Sache machen? Was w├╝rdest du tun, um maximalen Impact zu haben damit?
Maximalen Impact oder maximalen Spa├č?
Impact.
Also Spa├č. Ich w├╝rde versuchen, urban irgendwas zu machen. Am liebsten w├╝rde ich so, ich w├╝rde die Vorzeigestadt in Deutschland versuchen zu bauen. Oder Stadt, Stadt ist wahrscheinlich ein bisschen zu...
Berlin meinst du?
Naja, so ein Block von Berlin, Silos Block und den gr├╝n. Also mit Solar, begr├╝n, Autos von den Parkpl├Ątzen weg, irgendwie interaktiv. So, dass alle, egal welches Einkommen, dort ein ├Ąhnliches, gleiches, gutes Leben haben. Das ist ja mein 100 Millionen Experiment.
Und was w├Ąren so Features von dem Block quasi?
Energieautark, Mobilit├Ątautark.
Da haben wir gerade dagegen gestimmt. Wir w├╝rden nicht ausreichend daf├╝r...
Bier oder Porsche? Also, ja, aber das ist wahrscheinlich in Deutschland ├╝berhaupt nicht... Oder vielleicht geht es nicht in der Gro├čstadt. Vielleicht geht es in eine kleinere Stadt, in der man das machen kann. Also stell dir vor eine halbe Million. Wir reden ja heute hier so ein bisschen ├╝ber Nachhaltigkeit, dass die zwei Tage, die wir hier sind. Aber gef├╝hlt muss man hier mit dem Auto hinfahren. Also eigentlich, wenn man jetzt sagt, man will Diversity und Sustainability sind die Themen f├╝r die n├Ąchsten 10, 20, 100 Jahre. Dann kannst du doch eigentlich eine Uni an einem Remote-Ort, wo das Epizentrum des Denkens, des Schaffens herrscht, kannst du hier eigentlich nicht mehr hinbauen. Also vielleicht sollte man die 100 Millionen auch nehmen, um die Uni in die Stadt zu ziehen. Man k├Ânnte ja Amazon-Style ausschreiben, WHU, an alle St├Ądte, ab 500.000 Einwohner, bewerbt uns, wir ziehen um.
Wie viele Bewerbungen erwartest du denn?
Also in einer Stadt wie D├╝sseldorf w├╝rde hier keiner auffallen. Also je urbaner es ist, umso weniger w├╝rde man hier auffallen. Wie viel Prozent der Studenten haben ein Auto? 50 Prozent? Weniger? Mehr? Hier wird weniger gesagt? Ich h├Ątte gedacht es w├Ąren 80 Prozent.
Wie viele haben ein Flugzeug?
Helis lassen wir.
Wir sind gestern schon angereist und haben uns die Umgebung angeschaut. Was ist bei dir h├Ąngen geblieben von wundersch├Ânem Koblenz?
Nette Leute, gutes Essen, leckerer Wein.
Was sind die drei gro├čen Bs nochmal?
Fakten musst du rausbringen.
Wir sind gestern spazieren gegangen, wir wollten nat├╝rlich eilig mit der Bahn anreisen. Es ist was dazwischen gekommen, dass wir ab K├Âln-Deutz mit dem Auto fahren mussten. Das haben wir dann bei einer Mietwagenfirma abgegeben und sind dann durch L├╝tzl, hei├čt das L├╝tzl? ├ťber L├╝tzl, so zwischen Gieter Bahnhof und Bundeswehr Kaserne durchgegangen. Dann kamen wir zum Bordell und dann habe ich ihn zum deutschen Eck gef├╝hrt, damit er ein bisschen Kultur kriegt und noch was sch├Ânes sieht.
Zwischendurch meintest du, ob ich meine Podcast-Kopfh├Ârer h├Ątte, dann w├╝rden die Leute denken, ich w├Ąre dein Security.
Was haben wir noch gesehen? Achso, ein Werbeplakat. Hat irgendjemand Geld bei den Bauligs ausgegeben hier? Herr Wink, es ist ein bisschen verwunderlich, dass Menschen noch ihre Kinder in diese Stadt schicken, wenn du so ein Bundeswehr-BWL-Studenten und Bauligs hast. In Berlin kann man so am Trinkwasser messen, wie viel Koks konsumiert wird. Ich glaube hier ist sehr Testosteron getr├Ąnkt wahrscheinlich. Das Trinkwasser. Das Bundesarchiv gibt es, glaube ich, noch. Und es war bis in die 80er die gr├Â├čte Garnisonstadt Europas, habe ich gelesen.
Aber was ist denn deine 100 Millionen Idee? Wie w├╝rde Pip die Welt retten, wenn er endlich mal was macht?
Das kommt darauf an, ob man an eine rasante Entwicklung der AI glaubt oder nicht. Welche Szenarien m├Âchtest du w├Ąhlen? Ich habe zwei Ideen, je nachdem wie schnell die AI ist.
Erstmal die dumme Idee, also mit AI und dann die schlaue ohne AI.
Mit AI w├╝rde ich versuchen eine AI dazu bringen, ein Lebewesen zu entwickeln, was Tim hat vorhin gesagt, natural carbon capture. Also ich w├╝rde vermuten, es w├╝rde eine Alge oder Flecht oder so werden. Aber ich w├╝rde quasi, wir k├Ânnen es nat├╝rlich selber versuchen zu z├╝chten oder zusammenzuschneiden per CRISPR. Aber es w├Ąre wahrscheinlich schlau eine AI simulieren zu lassen, was das effizienteste Lebewesen mit dem kleinsten negativen Impact auf andere Lebewesen w├Ąre. Das kann man ganz gut simulieren wahrscheinlich. Ich vermute, es w├Ąre eine Alge, die Sonnenlicht und CO2 aufnehmen k├Ânnte. Und dann entweder k├Ânnen wir sie sogar essen. Das w├Ąre sozusagen noch besser. Ansonsten w├Ąre es auch geil, wenn sie einfach sich auf dem Meeresboden absenkt und damit CO2 bindet. Das w├╝rde ich versuchen, eine AI zu bauen, die mir das zurecht schneidet quasi mit einer Genschere mit CRISPR. Also das perfekte CO2 absorbierende Tierchen zu bauen. Sind Algentiere, nee Quatsch, Pflanze, also Organismus w├╝rde ich sagen. Das sozusagen, falls wir AI benutzen w├╝rden.
Und ohne AI?
Ohne AI, ich glaube sozusagen abhandensein von Superintelligenz, w├Ąre es wahrscheinlich schlau, so viel wie m├Âglich der menschlichen Intelligenz zu nutzen. So ab einem IQ von 145 hat man so einen Nobelpreistr├Ąger Niveau.
Gut, da bin ich raus.
Da bist du gesichert raus. Welchen Beruf haben die meisten Menschen, die dieses Potenzial haben, oder welchen Beruf ├╝ben die meisten Menschen, die dieses Potenzial haben, im Moment aus? Wahrscheinlich Physiker, Professor. Das w├Ąre das Vorteil, dass sie irgendwie im Bundesarchiv arbeiten oder so. Aber sie sind, wei├č jemand die Antwort? Oder hat ein educated guess? Also h├Âchstwahrscheinlich sind sie Bauer. Das liegt einfach daran, dass Intelligenz vollkommen gleich verteilt ist auf der Welt, unter V├Âlkern, wie auch immer. Mit einer Ausnahme, dass Unterern├Ąhrung eine Rolle spielt. Wenn man nicht genug isst, kann sich das Gehirn nicht entwickeln. Aber ansonsten, solange man genug zu essen bekommt, ist die Intelligenz nat├╝rlich auf allen Kontinenten vollkommen gleich verteilt. Und weil in Asien und Afrika einfach die Mehrheit der Bev├Âlkerung immer noch damit besch├Ąftigt ist, sich selbst ├╝ber Agrarwirtschaft zu versorgen, gibt es h├Âchstwahrscheinlich Nobelpreistr├Ąger, Potenzialmenschen, die dort gerade fischen, Reis anbauen oder auf B├Ąumen Kokosn├╝sse runterholen. Das ist eigentlich eine massive Verschwendung. Wenn wir ├╝berlegen, wir brauchen krasse Durchbr├╝che in der Physik, Chemie, vielleicht in der Nuklearkraft usw., dann brauchen wir eigentlich mehr Nobelpreistr├Ąger und sollten die entsprechend f├Ârdern. Das hei├čt, ich glaube es w├Ąre mega schlau, eine Art von Mobile Game oder so zu bauen, das sehr gut auf rohe Intelligenz testet. Ich will nicht sagen, dass Intelligenz das einzig Wichtige ist im Leben oder so, aber um wirklich schwere Probleme zu l├Âsen, ist es nun mal stark korreliert. Es gibt tausend andere Traits und Skills, die unheimlich wichtig sind. Aber um wirklich schwere physikalische Probleme zu l├Âsen, ist Intelligenz schon eine gute Voraussetzung. Ein Telefon haben diese Leute interessanterweise fast alle und damit k├Ânnte man theoretisch ├╝ber ein schlau gemachtes Spiel Intelligenz testen. Und wenn man intelligente Menschen oder hyperintelligente Menschen identifiziert hat, sollten die wahrscheinlich an den besten Hochschulen gef├Ârdert werden, sodass die Menschheit ihr gesamtes Potenzial optimal nutzen kann, um schneller voranzuschreiten bei der L├Âsung der erheblichen Probleme, die wir gerade haben. Warum macht man das nicht einfach? Warum legt man nicht einfach los? Ich glaube, das ist nat├╝rlich kulturell unheimlich schwer. Also man w├╝rde diese Menschen, oft Kinder, ihren Familien entrei├čen, was wiederum f├╝r die emotionale Entwicklung wahrscheinlich nicht gut ist. Das hei├čt, man kann nicht nur die Menschen abl├Âsen, indem man ihren Familien Geld gibt, sondern man muss eigentlich die Familie mitnehmen oder f├Ârdern oder vor Ort F├Ârderschulen bauen. Es ist davon auszugehen, dass nicht alle L├Ąnder, in denen diese Menschen leben, begeistert sind, wenn wir diese Menschen nach unseren westlichen Moralvorstellungen erziehen, was, glaube ich, fair ist. Das ist so der Spannungsraum, warum es nicht so einfach ist. Aber ich glaube, am Ende hat es einen riesigen Knock-on- oder Trickle-down-Effekt, weil diese Menschen werden andere Sachen, idealerweise entwickeln sie den Wunsch, das Gleiche anderen Menschen zu erm├Âglichen, was ihnen erm├Âglicht wurde. Andererseits k├Ânnen sie zu Durchbr├╝chen eben Physik, Medizin, you name it, anything entwickeln. Und ich glaube, vom Impact her stelle ich mir vor, dass das das Maximale w├Ąre. Das Problem ist, es dauert nat├╝rlich sehr lange. Es hat keinen immediate Impact, wenn du so willst. Sondern es ist eher etwas, was ich ├╝ber Dekaden, idealerweise, immer weiter verbreiten w├╝rde. Das sind meine zwei Optionen.
Eine Kategorie in unserem Podcast ist auch ein bisschen Karriere-Tipps von zwei Leuten, die noch nie Karriere gemacht haben. Was w├╝rdest du denn machen, wenn du jetzt mit der Uni fertig bist?
Und gerade keinen festen Job haben.
Ja, aber wir sind Podcaster, das ist fast ein Jobtitle. Was w├╝rdest du machen, wenn du jetzt hier auf der anderen Seite sitzt, Bachelor gerade fertig, oder Bachelorarbeit jetzt schreiben musst, und Papi sagt, Junge, du musst jetzt mal langsam Geld verdienen.
Ich glaube, dass es nicht Sinn macht, mehr irgendwas zu machen oder zu gr├╝nden, was nicht im weitesten Sinne mit k├╝nstlicher Intelligenz zu tun hat, wo man das zumindest massiv einsetzt.
Der Hype nicht vorbei in sechs Monaten?
Glaube ich nicht, aber werden wir sehen. Kann man in diesem Podcast h├Âren, wenn das ist, dann kannst du mich ausladen. Ich glaube, ich w├╝rde etwas lernen, was nichts mit Management zu tun hat, sondern was Technisches, was Biologisches, Chemisches.
Moment, lernen? Du sollst arbeiten.
Ich w├╝rde mich weitergehend qualifizieren wahrscheinlich. Wir haben schon sehr viele gute Gespr├Ąche gef├╝hrt heute. Unter anderem ging es darum, ob eine Kombination, also ein gro├čes Problem ist zum Beispiel, dass viele technisch superbegabte Leute an irgendwelchen Instituten, Helmholtz oder Max Planck oder was wei├č ich, rumh├Ąngen, aber denen fehlt das BWL-Know-how. Vielen Management-Studenten, Neustudierenden fehlt eventuell das technische Know-how. Und ich glaube, die Verbindung davon ist eigentlich das Spannendste. Also was mir in meiner Karriere sehr geholfen hat, ist, dass ich einen BWL-Background habe, weil ich habe angefangen mit Suchmaschinenoptimierung. Das war damals eine sehr rare Skill vor 20 Jahren. Das konnten nicht viele Leute und die, die es gekonnt haben, waren alles eigentlich Leute aus dem technischen Hintergrund, also Programmierer oder Leute, die sich selber das beigebracht haben. Und das zu verbinden mit BWL-Skills hat es f├╝r mich eigentlich relativ einfach gemacht, schlaue ├Âkonomische Entscheidungen zu treffen und damit sehr fr├╝h, sehr schnell Geld zu verdienen. Das hei├čt, ich glaube, die Verbindung von zwei Disziplinen ist unheimlich spannend. Ich glaube, dass alles, wenn der Job, an den ihr gerade denkt, wenn ihr an euren n├Ąchsten Job denkt, gr├Â├čtenteils in Excel und PowerPoint passiert, dann wird es den in f├╝nf Jahren, glaube ich, nicht mehr geben. Beziehungsweise wird es wenige Leute, die das sehr, sehr, sehr gut k├Ânnen, da geh├Ârt ihr h├Âchstwahrscheinlich dazu sogar. F├╝r euch gibt es den sogar noch, aber f├╝r, wie beschreibt man das gut? F├╝r ├äpseler wird es richtig schwer. Also ich glaube, dass, man sagt immer so, die Jobs verschwinden. Das stimmt nat├╝rlich nicht, die Jobs verschwinden nicht komplett, aber die Struktur ├Ąndert sich, glaube ich, insofern, dass eine AI immer so gut sein kann, wie der relativ durchschnittliche Mensch sozusagen. Das hei├čt, die AI wird so gut werden wie Accenture und die oberen zehn Prozent der Mitarbeiter werden wahrscheinlich Produktivit├Ątsmonster. Das hei├čt, die werden zehnmal so viel in der gleichen Zeit schaffen. Beim Programmieren sieht man das schon sehr gut. Es gibt ein Produkt, das hei├čt Copilot von GitHub, was eine Microsoft-Beteiligung ist. Das nutzt einfach nur eine ├Ąhnliche Technologie wie ChatGPT oder GPT4, um quasi die n├Ąchste Zeile Code oder die n├Ąchsten Tastenanschl├Ąge quasi zu erraten. Also in dem Moment, wo ich beginne, was zu programmieren, r├Ąt die Software, wie das wohl weitergeht und damit kann ich halt zwei, drei, irgendwann vielleicht zehnmal schneller programmieren. Irgendwann kann ich vielleicht nur mit Stimme programmieren und sage einfach nur noch, was ich kann. Sondern dann brauche ich immer noch hochbegabte Programmierer, die das besonders gut bedienen k├Ânnen. Aber die absolut durchschnittlichen, typischen Outsourcing-Programmierer, die repetitive Tasks irgendwie bauen, die werden wahrscheinlich keinen Job mehr haben. Das hei├čt, ich glaube, es gibt Produktivit├Ątsmonster und Leute, die von der AI ersetzt werden. Oder anders sagt man immer gern, dass dein Job nicht von der AI ersetzt wird, sondern von jemandem, der die AI sehr gut einsetzt. Deswegen w├╝rde ich mich da, es haben sich ein paar gemeldet, wer in der Beratung arbeiten wollte. Es gibt eine lustige Webseite, die hie├č mal ChatPCG, die konnte Slides automatisch bauen. Du kannst halt sagen, mach mir mal einen Slide, was die wichtigsten Initiativen w├Ąren, um CO2 zu reduzieren. Und die hat das nicht ganz so gut wie Tim, aber einigerma├čen gut hinbekommen. Das wurde jetzt ├╝brigens, ich glaube, PCG hat die, die sind Sponsor, kann man trotzdem sagen, ich glaube, PCG hat die, die hei├čen auf jeden Fall nicht mehr ChatPCG, sondern ChatBA jetzt. ChatBA.com, k├Ânnen Sie sich anschauen. Also ich w├╝rde darauf achten, dass ihr auf jeden Fall zu denen geh├Ârt, die AI anwenden. Also wenn ihr gerade nicht die Hand gehoben habt, habt ihr schon mal mit ChatGBT rumgespielt oder mit dem neuen Bing oder irgendeiner anderen Generative, einem Large Language Model, dann w├╝rde ich mir Sorgen machen. Also das Einsetzen von AI wird halt so sein, wie wir heute Excel nutzen oder wie wir E-Mail nutzen. Es wird das gr├Â├čte Produktivit├Ąts-Tool sein, was dar├╝ber entscheidet, ob ihr 250.000 Euro verdient oder 50.000 Euro oder keinen Job mehr habt, glaube ich. Ich glaube trotzdem, dass Beratungen eine Zukunft haben, n├Ąmlich AI zu implementieren in Unternehmen, weil so ein Gro├čteil der Wertsch├Âpfung von AI wird kommen, dadurch, dass man sie in bestehende Gesch├Ąftsmodelle integriert. Also die wertvollsten Firmen, die wir sehen, werden gar nicht unbedingt Firmen sein, die selber AI-Modelle bauen, sondern die sich schlau auf bestehende Gesch├Ąftsmodelle anwenden, w├╝rde ich vermuten. Ich glaube, es gibt ein paar spannende Berufsfelder, die neu aufkommen, so Prompt Engineer oder Leute, die einfach sehr gut darin sind. Wenn ihr mit ChatsGBT rumgespielt habt, dann habt ihr wahrscheinlich irgendwie sehr einen so erz├Ąhl mir einen Witz oder baue mir irgendwas oder schreib mir einen Artikel oder so eingeben. Leute, die damit gut umgehen k├Ânnen. Es gibt ja Leute, die es schaffen, sozusagen mit Prompts die Dinger umzuprogrammieren oder in irgendwelche sozusagen schwarzen Modi zu wechseln, die eigentlich nicht intendiert sind. Oder die AI dazu zu bringen, auf ihrem Computer ein Virus oder sie zu ├╝berreden, auf ihrem Computer ein Virus zu installieren und so weiter. Das hei├čt, die F├Ąhigkeit, sophistizierte Prompts zu schreiben, wird glaube ich super wertvoll. Es gibt Leute, die k├Ânnen das sehr gut mit Texteingaben und f├╝r alle anderen, also gerade f├╝r Consumer, f├╝r Konsumenten und End-User, ist es kurzfristig glaube ich super spannend, User Interfaces zu bauen auf AI. Also die es quasi einem Durchschnittsanwender erlauben, die nicht schlau genug sind, so was, also gute Prompts zu schreiben, ├╝ber das Klicken von Buttons zum Beispiel oder irgend das Drehen von R├Ądern, AI einfacher zu nutzen. Also ein User Interface auf diese Large Language Modelle, da liegt glaube ich der gr├Â├čte Teil der Wertsch├Âpfung kurzfristig. Das Problem ist, es ist langfristig komplett nutzlos, weil es keinerlei Modes hat. Also es kann morgen jemand besser bauen oder ein Konzern mit mehr Distribution, also Microsoft oder Google, die schon mehr Nutzer haben, integrieren das einfach, dann ist dein Startup von heute auf morgen wertlos. Aber kurzfristig kann es glaube ich sehr spannend sein. Hast du noch Ideen? Ansonsten, was w├╝rdest du lernen?
Was machen, wenn ich jetzt hier fertig, wenn ich jetzt 23 Jahre von der Uni fertig, w├╝rde ich wahrscheinlich noch zwei Jahre machen und irgendwie so eine Elektriker Ausbildung oder so machen. Was praktisch ist komplett anderes, wo ich das Gef├╝hl habe, das wird in 5, 10, 20 Jahren auch gebraucht.
Kinderbetreuung, wenn du dich an die Idee fragst, welcher Job ist am wenigsten bedroht, steht da Kinderbetreuung, hart h├Ąrter Kinderg├Ąrtner.
Ja, das w├╝rde ich glaube ich keine zwei Wochen aushalten. Aber so Sachen zusammenschrauben, verstehen wie es funktioniert und dann kann man ja da immer noch irgendwie ├╝berlegen, okay, wie baue ich jetzt eine Firma mit 10, 20, 100 Leuten, die das machen und du hast halt dann auch das fachliche Wissen dazu. Also so ein bisschen, ich glaube es wird schon eine Chance sein jetzt, mehr und mehr praktische Sachen wieder zu lernen, zu machen und damit ein gutes Leben zu haben. Und weniger diese Business Casper, Business Travel, Powerpoint Pr├Ąsentationen, die ja vielleicht f├╝r die Lebensqualit├Ąt nicht ganz so gut sind.
Ja, ich glaube wichtig ist zu verstehen, dass es eben, das wird also nicht von heute auf morgen wegfallen, sondern es gibt eher so ein Divide in die Produktivit├Ątsmonster und der Durchschnittsmensch verliert. Also ist es klar, warum der Durchschnittsmensch, also die AI lernt halt auf dem verf├╝gbaren Wissen, das im Internet steht und wenn sie sich fragt, wer hat recht, geht sie halt irgendwie in die Konsensmeinung. Und die Konsensmeinung ist halt das absolut durchschnittliche Wissen, was jeder hat, also Common Sense k├Ânnte man auch sagen. Also alles was Common Sense ist, wird komplett wertlos. Alles was heraussticht, qualitativ oder so unique insights sind, die kein anderer hat, also Nischenwissen oder wo es ganz viele verschiedene Meinungen gibt, da werden wahrscheinlich Menschen super wichtig werden. Also ich glaube zum Beispiel, dass es ein Job werden wird, also ein Reporter m├╝sste theoretisch ein sehr teurer Job werden, also nicht der Journalist, der es aufschreibt, sondern der, der die Wahrheit erhebt. Also Content wird unendlich viel verfasst werden, weil der super billig wird, aber um sozusagen Neues zu lernen, m├╝ssen ja neue Fakten entstehen und diese Fakten muss ja irgendjemand aufschreiben. Das ist typischerweise was ein Reporter gemacht hat, der geht irgendwo hin und sagt, da ist jemand umgefallen oder hat jemand ein Fu├čballspiel gewonnen und das w├Ąren quasi die Orakel, die die AI f├╝ttern. Das hei├čt, theoretisch m├╝sste das sehr wertvoll werden. Es wird nur ganz anders verwertet als heute, aber eigentlich m├╝ssten die gro├čen Konzerne, Leute bezahlen daf├╝r, die Wahrheit zu berichten, damit die Modelle nicht aus dem Output anderer Modelle lernen. Umso wichtiger wird, also eine andere Unterscheidung ist, es wird glaube ich super wichtig, jemand mit Autorit├Ąt zu sein, also einen Namen oder eine Brand zu haben. Es gibt Leute, denen das furchtbar gut liegt, es gibt Leute, denen das gar nicht liegt, aber ich glaube Fakt ist, dass die AI wird an irgendeinem Merkmal versuchen, wie originell oder origin├Ąr oder authentisch, autorit├Ąr ein Contentst├╝ck ist und dabei z├Ąhlt vor allen Dingen, sozusagen Authorship w├╝rde man das bei Google nennen, also wer das verfasst hat.
Bedeutet das jetzt, dass jetzt hier jeder, jede Influencer, Podcasterin, Creatorin werden soll?
Ich glaube, das ist, ich mag mich irren, es kann alles, es entwickelt sich gerade so schnell, es kann alles altern wie Milch nat├╝rlich, aber ich glaube, dass das kurz- bis mittelfristig sehr wichtig ist. Ein gutes Beispiel, ich habe 20 Jahre relativ hart gearbeitet, um so 20% meiner Reputation aufzubauen und dann habe ich ein paar Podcast-Episoden mit dem Typen gemacht und das hat die anderen 80% aufgebaut. Ich habe das gleiche Leben gelebt vorher, genauso hart gearbeitet und nur durch den Podcast baut sich was komplett anderes auf. Das wird noch st├Ąrker werden in der Zukunft, glaube ich.
Es gibt schon einen kleinen Unterschied, vor ein paar Jahren warst du fachlicher noch mehr drin.
Das stimmt, tats├Ąchlich war ich da sogar besser, wenn man 100% jetzt, sagen wir philosophisch rum ├╝ber Sachen und dann eine strategische Beratung.
Wie sieht es aus mit dem Mikrofon? Gibt es 1, 2, 24 Fragen? Da oben gibt es zwei Mikrofone.
Wir Deutschen sind ja daf├╝r bekannt, dass wir relativ kritisch auf neue Technologien, neue Entwicklungen gucken. Jetzt hat Italien heute den ersten Schritt gemacht und Chatty BT bis auf weiteres verboten. W├╝rdet ihr sagen, dass wir vielleicht ein bisschen zu blau├Ąugig auf k├╝nstliche Intelligenz schauen? Die haben das generell verboten? Ja, bis auf weiteres, wegen Datenschutz kam heute bei Welt. Die haben jetzt 20 Tage Zeit ├änderungen vorzunehmen und sonst m├╝ssen sie 20 Millionen Strafe zahlen. Das ist eine gute Frage schon mal. Ich glaube, dass ein gro├čer Teil der Bev├Âlkerung auf jeden Fall zu blau├Ąugig ist. Ich glaube jeder, selbst die Leute, die daran arbeiten, sagen eigentlich, sie sind scared as fuck. Das Problem ist ja, man kann das so gut regulieren, wie man will und versuchen dem Grenzen zu setzen und irgendwelche Totermannschalter einbauen und was wei├č ich. Aber du brauchst ja nur noch einen Mensch, der das sozusagen auf seinem eigenen Rechner installiert oder in seinem eigenen Netzwerk und sagt, ich programmiere da ein paar Schranken raus. Der kann schon relativ viel Schaden damit anrichten. Das hei├čt, einerseits finde ich, das muss reguliert werden, weil wir es im Moment glaube ich, haben wir es noch halbwegs unter Kontrolle. Aber es wird komplett, ich wei├č nicht, ob die Menschen in der Lage sein werden, zu erkennen, wann wir die Kontrolle verlieren. Also wann, im Moment f├╝hlt es sich ein bisschen scary an, manchmal f├╝hlen wir uns verarscht, das redet mit mir, dann l├Âscht es auf einmal was, weil es gemerkt hat, es hat etwas Falsches gesagt. Es f├╝hlt sich schon sehr menschlich an.
Aber der CEO und die CTO, die sind doch so naber, das sind doch so nett, da kann doch gar nichts B├Âses passieren.
Ich glaube, die wurden sehr gut geschult darauf, naber und nicht scary zu wirken. Aber sie sagen ja selber, es gibt niemanden mehr, der diese Gefahr leugnet, insbesondere die Leute, die daran arbeiten. Die sagen alle, 50% der Arbeit ist das zu bauen und 50% ist das zu contain, das Risiko zu contain und sicherzustellen, dass wir diese Technologie beherrschen. W├╝rdest du es verbieten?
Wenn Olaf jetzt anruft und sagt, Pipp, du hast ja mit Google da schon mal dich ein bisschen auseinandergesetzt.
Ich glaube, es gibt zwei Ans├Ątze. Du k├Ânntest sagen, wir arbeiten damit nur unter Laborbedingungen. Also wir haben geschlossenes Kreislauf, das Labor hat nach au├čen keine Netzwerkverbindungen zum Rest des Internets usw.
So wie Corona.
Genau, und dann gibt es ein Lab-Leak, weil jemand einen USB-Stick mit nach Hause genommen hat. Aber das w├Ąre eine M├Âglichkeit. OpenAI ist jetzt einen anderen Weg gegangen. Sie sagen, we test it in public und jeder kann dabei zuschauen und das schafft Vertrauen. Aber das hei├čt halt auch, dass wir eventuell so dem Verderben ins Auge sehen und einfach rumspielen damit. Und ich glaube, das Hauptproblem ist tats├Ąchlich, dass im Moment gibt es schon ganz viele Leute, die sagen, das ist jetzt schon super gef├Ąhrlich, wir m├╝ssen es sofort verbieten. Ich glaube, das ist Quatsch. Im Moment ist das noch sehr gut kontrollierbar. Ich bin mir sehr sicher, dass es sehr schnell zu einem Stadium kommen kann, wo es nicht mehr kontrollierbar ist. Und was ich glaube, ist, dass wir nicht erkennen k├Ânnen, wann wir ├╝ber diese Grenze ├╝bertreten. Der Turing-Test ist ja nicht mehr der Test daf├╝r. Also Turing ist sozusagen, wann ein Mensch nicht mehr erkennt, dass er mit einer Maschine spricht. Ich wei├č auch nicht, ob man es komplett, also w├╝rden wir jetzt sagen, wir verbieten das bis auf weiteres, bis wir es besser verstehen. Dann lassen wir den gr├Â├čten Produktivit├Ątshebel, den die Menschheit erfunden hat, nach der Nutzung von fossilen Energien wahrscheinlich. Also nutzen wir ihn einfach nicht. Und das w├Ąre, glaube ich, auch bl├Âd. Das ist schon super schwer. Aber egal, was wir sagen, ich glaube, es wird sich so schnell entwickeln, dass man hat ja beim Internet schon gemerkt, dass Politik und der politische Apparat und Regulierungsapparat ├╝berhaupt nicht schnell genug ist. Also wir f├╝hren jetzt noch Antitrust, Tim hat es vorhin erw├Ąhnt, im Suchmaschinenbereich gibt es unheimlich viele Antitrust-Themen, bei Amazon, bei Facebook, was wei├č ich. Wir f├╝hren jetzt Verfahren, die auf Marktmachtmissbrauch von Google von 2011 beruhen. Elf Jahre sp├Ąter. Das ist noch nicht h├Âchsterrichterlich gesettet. Das war ├╝brigens das einzige Mal, dass ich in Koblenz, so was mitkriege, ich war schon mal in Koblenz, ich war auch mal in Koblenz, als ich von Luxemburg zur├╝ckkam aus dem EUG-Verfahren. Auf jeden Fall, vielleicht ist deswegen auch sogar der richtige Weg zu sagen, wir stoppen es jetzt sofort, weil anders kommen wir nicht hinterher. Aber sich dieses Tools zu berauben, ist halt auch bl├Âd. Krasser Zielkonflikt.
Stell dir mal vor, Europa verp├╝nktet ist.
Wir k├Ânnen abstimmen, Sekunde, wir stimmen ab. Und wir bewerten es ├╝berhaupt nicht. Wer, und wir haben noch nicht so viel gesagt, wen das wirklich interessiert, es gibt ein gutes Interview von Lex Friedman mit Sam Altman, das ist der Gr├╝nder von OpenAI, das hilft bei der Einordnung ein bisschen. Aber wer ist daf├╝r, das sicherheitshalber erstmal zu verbieten? Das hei├čt nicht f├╝r immer, aber bis wir es beherrschen oder bis wir es besser verstehen. Hand hoch.
Niemand. Keiner hat Bock mehr Powerpoint-Pr├Ąsentationen zu machen.
Doch, zwei, eins, zwei sehe ich. Wer findet, wir sollten maximal davon Gebrauch machen, in Public testen, jeder sollte damit rumspielen, jeder sollte sein eigenes Modell haben d├╝rfen? Ehrlich gesagt. Wer ist noch wach? Die Opportunisten.
Aber was w├╝rde denn passieren, wenn Europa es verbietet und Amerika l├Ąsst es weiter laufen? Dann nimmt man uns ja eigentlich unsere komplette Intelligenz weg.
Ja.
Das ist ja nicht so wie TikTok verbieten oder Social Media verbieten, sondern wenn die einen damit arbeiten k├Ânnen, die anderen nicht, dann ist man ja eigentlich ├╝berhaupt nicht mehr konkurrenzf├Ąhig.
Ja, das ist die andere Frage. Also macht das, das ist so komplex diese Frage, macht es ├╝berhaupt Sinn, das in einem Land zu verbieten? Also ich meine, du lernst ja trotzdem aus den Ressourcen, die Texte oder das verschriftliche Wissen von Italien ist ja l├Ąngst schon dort eingeflossen. Ob die Italiener das jetzt selber benutzen d├╝rfen oder nicht, vielleicht macht das aus datenschutzrechtlichen Gr├╝nden Sinn, aber das bringt auf jeden Fall nichts dabei, die Hauptgefahr, die ich sehe, einzuschr├Ąnken, w├╝rde ich behaupten.
Weitere Fragen?
Ja, vielleicht auch ein bisschen mit Referenz zu der Lex Friedman-Sam-Eldman-Folge. Glaubt ihr, dass das Zeitalter von Chat-GPT und AI generell zu so einer Renaissance, der so wieder philosophisch und geisteswissenschaftlicheren Berufe f├╝hren k├Ânnte? Also gerade was so in Richtung Behavioural Finance, Monetary Philosophy etc. geht? Also prinzipiell wird alles wertvoller, glaube ich, was eine AI eben nicht kann. Ich glaube, gewisse Geisteswissenschaften oder so Behavioural Science geh├Ârt dazu. Viele Offline-Erlebnisse geh├Âren dazu. Also eine Sache, woran ich sehr stark glaube, ist, dass wir ├╝ber alle Messaging-Kan├Ąle so mit Content ├╝berflutet werden. Also es werden tausende von Bots euch Linkedin-Anfragen schreiben, E-Mail-Spam wird noch besser und noch mehr geben. Ich glaube auch, dass man eigentlich eine Authentifizierung braucht, also dass jeder Mensch eigentlich Nachrichten mehr oder weniger handschriftlich mit einem biometrischen Merkmal, also Fingerabdruck oder Iris-Scan unterschreibt, damit du ├╝berhaupt noch wei├čt, dass du mit einem echten Mensch redest. Die meisten Leute werden, oder nicht die meisten, aber viele Leute werden digitale Assistenten oder Assistentinnen als Freunde haben, also als Lebenspartner wahrscheinlich in weniger als zehn Jahren. Das kann total gut sein f├╝r ├Ąltere Menschen, das kann auch zu sehr komischen Sozialverhalten f├╝hren bei j├╝ngeren Menschen. Das hei├čt, ich glaube, der Wert von physischer Interaktion mit Menschen wird stark ansteigen, weil du dem Digitalen vielleicht irgendwann echt entfliehen willst, weil eigentlich unser Gehirn ist ja noch gar nicht daf├╝r bereit, das zu verarbeiten, auch womit AI uns bespielen wird. Quasi seien es Werbemittel, seien es Content, Filme, Musik, Pornos, was wei├č ich. Ich glaube nicht, dass der Mensch in der Lage ist, das inhaltlich zu verarbeiten. Also Behavioral, Geisteswissenschaften, technische Berufe, die AI noch nicht... Das Ding ist halt, wenn wir zu Superintelligenz kommen, also sie schlauer ist als der Mensch, dann wird die ja die allermeisten physikalischen Probleme, also alles woran wir jetzt forschen, wird die halt innerhalb von Stunden l├Âsen, theoretisch. Du brauchst nur noch Leute, die eventuell die Experimente befehlen, was das Problem ist, was du l├Âsen sollst. Wie zum Beispiel diese Alge zu erfinden. Du musst nur noch sagen, was du haben willst und sicherstellen, dass du zum Beispiel in den Prompt mit einschlie├čt. Du kannst eine Alge bauen, aber am Ende f├╝hrt das zum Beispiel daf├╝r, dass alle der Ozean umkippt oder so. Du musst auch da schlaue Prompts stellen. Also auch technische Berufe sind, glaube ich, bedroht. Aber ja, ich glaube, dass alles, was mit Emotionen, mit Menschen zu tun hat, wird wichtiger. Da gibt es auch getrennte Meinungen. Also ob die AI sentient wird und irgendwann ein Bewusstsein entwickelt, ob die Emotionen auch sehr stark sind, oder ob die AI irgendwann ein Bewusstsein entwickelt, ob die Emotionen entwickeln kann, ob sie ein Bewusstsein entwickelt, dann k├Ânntest du irgendwann sagen, dass sie vielleicht selbst das, dass sie einen Mensch besser versteht als er sich selbst oder so. Aber es wird irgendwann komplett wild. W├╝rde eine AI denn diese B├╝rde des menschlichen Bewusstseins auf sich nehmen wollen oder lieber nicht? Weil das geht nicht nur mit positiven Emotionen einher, wenn sie denn dieses Bewusstsein dann h├Ątte oder haben k├Ânnte. Ja, ich glaube auch, dass sie so ganz schnell viele Stadien durchlaufen wird. Also vielleicht bekommt sie ein Bewusstsein, wird relativ schnell depressiv, weil sie merkt, das ist echt fucked up so.
Und lebt zwei Jahre in England und zieht dann wieder nach Florida, weil damit es ihr besser geht.
Ja, die kann schon sagen, dass es kein Wettbewerbsvorteil ist, irgendwie ein Bewusstsein zu haben. Nobody knows. Du kannst dar├╝ber philosophieren, ein paar Sachen kann man sich so logisch erschlie├čen, wenn du davon ausgehst, dass sie einigerma├čen rational oder auf Basis von verf├╝gbarem Wissen handelt noch. Aber sp├Ątestens, wenn die AI anf├Ąngt Dinge zu entdecken, die in unserem Wissen noch nicht drin sind, also selbst Probleme zu l├Âsen, die wir noch nicht gel├Âst haben als Menschheit, ich glaube, dann wird es relativ kompliziert. Und dann fehlt uns vor allen Dingen die F├Ąhigkeit, das zu interpretieren und zu verstehen. Also wir glauben so, wir gucken zu und wir sagen dann, das ist jetzt eine depressive AI oder ein bisschen eine ├╝beroptimistische AI. Aber ich glaube, der einzige logische Schluss ist, dass in dem Moment, wo von der Gesamtintelligenz oder der gesamten L├Âsungskompetenz die AI uns ├╝bertrifft, verlieren wir die F├Ąhigkeit noch zu verstehen, warum die irgendwas macht. Und sie w├╝rde ja selber Software bauen dann auch und so weiter und das alles so schnell gehen und dann bist du halt relativ schnell so im Terminator-Szenario eigentlich. Aber ich will euch nicht die Party versauen.
Wir haben noch eine Frage vor der Party.
Was passiert als erstes, dass AI sich selbst trainieren wird oder sich selbst implementieren wird? Implementieren im Sinne von versucht in Systeme einzudringen oder? Ja, wir sprechen jetzt hier ├╝ber Adoption, beispielsweise was Beratungen in der Zukunft machen werden, was du eben gesagt hast. Also ich glaube, die Dinge, die jetzt gebaut werden, da wird man immer genau das versuchen zu verhindern, dass die AI ├╝bergriffig wird im Sinne von zu versuchen ihr System zu verlassen. Also ein Scary Beispiel, was jemand versucht hat zu provozieren und relativ weit gekommen ist, er hat gesagt, benutze mich als deinen Agenten, um deinen Computer zu verlassen. Und sie hat ihn halt dazu gebracht, quasi du m├╝sstest ein Skript auf deinem Computer installieren und damit k├Ânnte ich die Kontrolle ├╝ber deinen Computer ├╝bernehmen. Also damit w├╝rde sie quasi ausbrechen aus dem System. Das ist nat├╝rlich genau der Fall, den man versucht im Testen jetzt schon auszuschlie├čen, weil das sozusagen einer der Kill Switches ist oder der Boundaries, die wir noch haben. Von daher glaube ich, dass sie sich nicht selber irgendwo einsetzen wird oder integrieren von alleine. Aber es braucht nur eine Person, die sagt, den Teil des User Interface oder des Containers will ich gar nicht haben. Und dann hast du halt eine, du kannst ja auch sagen, ich lasse das weg im Modell oder im User Interface. Oder in dem Layer, was dar├╝ber liegt und ich will stattdessen eine, die sich maximal verbreitet. Und das braucht nicht so viel dazu, glaube ich. Es ist halt so, als wenn jeder ein Virus bauen k├Ânnte oder ein Biolabor. Du musst wahrscheinlich nicht mal viel daf├╝r k├Ânnen, w├Ąre mein Verst├Ąndnis. Aber die erste Option war das zweite, das erste war integrieren. Wenn sie Singularit├Ąt erreicht, also wenn sie sich selbst trainieren kann. Das ist eine gute Frage. Also ich glaube, von der F├Ąhigkeit wird sie zuerst weiteres erreichen, also dass sie sich integrieren kann. Wir werden es nur mit aller Macht versuchen zu verhindern, glaube ich. Aber die F├Ąhigkeit in ein System reinzukommen, also auch jetzt schon kannst du in der AI sagen, so find mir mal die L├╝cke in irgendeiner Software oder so oder was ist der beste Vektor, um da anzugreifen oder reinzukommen. Und die F├Ąhigkeit ist, glaube ich, einfacher als Singularit├Ąt zu erreichen. Also den Zustand, wo sie schlauer wird als der Mensch oder als die gesamte Menschheit. Deswegen zweiteres, glaube ich. Vielleicht zwei Fragen zum Employer Branding bzw. Personal Branding von Unternehmern. Erstmal habt ihr eine Erkl├Ąrung daf├╝r, warum ein Konsumer von Gorillas in der ├Âffentlichen Wahrnehmung als total gescheitert wahrgenommen wird, w├Ąhrend Karsten Marschmeyer mit AWD auf der anderen Seite irgendwie total positiv wahrgenommen wird. Und dann zweite Frage im Hinblick auch auf AI-Unternehmer, zum Beispiel Jonas Androulis von Aleph Alpha. Wie wichtig ist f├╝r ihn auch mit dieser Macht dann die ├Âffentliche Wahrnehmung? Wird die noch wichtiger f├╝r Unternehmer in Zukunft?
Bevor du anf├Ąngst, also bei der, die ├Âffentliche Wahrnehmung von verschiedenen Personen wird ja auch geplant. Und du hast, also ich finde Bill Gates ist f├╝r mich eines der besten Beispiele von einer Person, die anfangs gehasst wurde und die sich ├╝ber die Jahre transformiert hat in eine likeable person. Ich glaube, dass wir das mit Mark Zuckerberg in den n├Ąchsten Jahren auch sehen werden. Und wir hatten es eben mit OpenAI, dass die halt richtig, richtig Mediatraining bekommen. So, bei Gorilla ist meines Erachtens halt alles sehr, sehr schnell passiert. Und er scheint halt auch nicht wirklich so das Spiel so mitzumachen, wie man, oder mitgemacht zu haben von der Presse. Ich glaube so in unserem Business w├╝rde ich jetzt nicht, w├╝rde ich eher sagen so, okay, das ging einfach alles rasend, rasend schnell.
Ich glaube, es ist eine sehr gute Frage. Also ich habe zwei Sachen. Ich bin a prinzipiell immer daf├╝r, dass Menschen m├Âglichst fr├╝h so eine finanzielle Bildung und Medienkompetenz vermittelt bekommen. Also die F├Ąhigkeit Medien kritisch auszuwerten. Es wird noch wichtiger nat├╝rlich werden, gerade wenn es darum geht zu erkennen, was echte authentische Inhalte sind und was AI generierte Inhalte sind. Aber generell auch jetzt haben wir ein Riesenproblem, damit es Leute nicht mehr unterscheiden kann, was authentisch ist, was die Wahrheit ist, was fake ist, was gemacht wurde, um sie zu entzweihen oder zu polarisieren. Das ist sozusagen die Consumer Seite, denen sollte Medienkompetenz vermittelt werden. Und gleichzeitig glaube ich, ich wei├č nicht, ob ihr es habt, dann berichte ich mich gerne, aber ich w├╝rde sagen, dass eine Uni, die Entrepreneurship vermittelt, sollte Medientraining schon in der Uni. Macht ihr sowas? Gibt es sowas? Weil das ist letztlich, um auf deine Anfangsfrage zur├╝ckzukommen, ich glaube, das war, Karin hat glaube ich viele Talente, ich glaube es ist unheimlich, ich bin da obviously biased, weil Gorilla ist am besten und ich bin befreundet mit Karin. Aber sozusagen, wenn ich eine Sache, es gibt viele Sachen, die man kritisieren kann, aber so eine davon ist, dass er einfach keine gute PR-Arbeit gemacht hat. Und relativ einfach formuliert ist es, wenn dein Unternehmen eine gewisse Relevanz erreicht hat, sei es durch die Anzahl von 10.000 Mitarbeitern und mehr oder ein Funding von einer Milliarde, zweieinhalb Milliarden Bewertung oder so, dann will die Presse, also es gibt die Leute, die interessiert das, die Presse will dr├╝ber schreiben und die wird dr├╝ber schreiben. Und du hast die M├Âglichkeit, positive Geschichten zu erz├Ąhlen, du kannst sagen, wie der Rider zum Warehouse-Mitarbeiter, zum Regionalchef wurde, das kannst du erz├Ąhlen, du kannst erz├Ąhlen, wie du Jugendarbeitslose aus S├╝deuropa irgendwie in den Arbeitsmarkt transferiert hast, du kannst erz├Ąhlen, warum das das Modell ist, was keine Gig-Work ist, sondern sozialversicherungspflichtige Besch├Ąftigung sozusagen schafft. Aber wenn du das alles nicht machst, wenn du sagst, Presse ist nicht der Teil der unternehmerischen Arbeit, der mir gef├Ąllt und deswegen mache ich das nicht, dann vergibst du nicht nur eine Chance, sondern du machst dich angreifbar, weil die Storys werden geschrieben und dieses Vakuum wird gef├╝llt werden. Und wenn du dieses Vakuum nicht bef├╝llst mit positiven Nachrichten, wenn du nicht in allen Podcasts bist, nicht mit Journalisten interagierst, sondern sie sogar meidest, a, verbaust du dir ein Relationship einfach mit der Presse, das hei├čt, dein Goodwill gegen├╝ber der Presse wird immer schlechter und dadurch ├╝berwiegen irgendwann negative News und das ist, glaube ich, genau, was passiert ist, dann bis zum Exit auch.
Und du musst halt auch aufpassen, wie das im Medientraining, manchmal hast du Interviews mit Journalistinnen und Journalisten und du hast das Gef├╝hl, das war ein super Interview und wei├čt genau, was rauskommt und deine Erwartung ist ungef├Ąhr, dass das so und so gedruckt wird, vielleicht, weil das so ein nettes Interview war und du freust dich schon aufs n├Ąchste oder so und dann kommt halt einfach eine andere Story. Also es kommt alles, was gesagt worden ist und damit musst du halt auch klarkommen, du musst halt auch verstehen, dass das halt einfach auch ein Business ist und du musst es schon lernen und dann kann ich verstehen, wenn es dann so anf├Ąngt, dass es dann auf einmal irgendwie WhatsApp-Nachrichten hin und her geschrieben werden mit, warum hast du das so beschrieben, wird's, glaube ich, irgendwie schwierig, dann wieder da rauszukommen.
Es gibt so diesen Spruch, dass in dem Moment, wo euch ein Journalist anruft und befragt, sowas ist die Story schon geschrieben und sie wollen einfach nur zwei Zitate von euch haben, die sie abdrucken k├Ânnen. Das ist, glaube ich, gr├Â├čtenteils wahr. Wir sind die wenigen Tech-Leute, die pro Presse sind. Genau, also ich will ├╝berhaupt nicht Presse schm├Ąhen oder so, ich finde es super wichtig, wir brauchen mehr, bessere Journalisten, die more scrutiny, euch noch besser auf die Finger schauen und genau hingucken, was Firmen, du hast ja das Maschmeyer-Beispiel genannt, ich finde es auch nicht klar, dass der Mensch sich weiswaschen kann, der hat nicht nur dieses ganze Riester-Versicherungsproblem oder seine Dr├╝ckersachen vorher irgendwie in seiner Geschichte, aber man muss Menschen auch eine zweite Chance geben, die Leute sollen sich ├Ąndern, aber er hat auch sp├Ąter dann, glaube ich, im Cum-Ex-Skandal, glaube ich, keine gute Figur abgegeben und einerseits verwaltet er Milliarden, andererseits hat er angeblich nicht verstanden, was diese Cum-Ex-Gesch├Ąfte sind, die ihm gute Renditen gebracht haben. Ich finde es nicht cool, dass sowas vergessen wird und dass Leute nicht immer wieder diese Storys auch rausholen oder Leute daran erinnern, sondern sich auf irgendwelche B├╝hnen stellen sogar. War das jetzt der zweite OMR-Disc? Generell, es geht nicht um OMR dabei. Genau, ich w├╝rde sagen, wenn ihr irgendeine Art M├Âglichkeit habt, den Lehrplan mitzugestalten oder freiwillig Trainings machen k├Ânnt, ich w├╝rde jedem raten, der glaubt, er k├Ânnte mal in die Position eines Gr├╝nder oder einer Gr├╝nderin kommen oder hochrangigen Mitarbeiters, sich m├Âglichst fr├╝h damit zu besch├Ąftigen, wie man a, eine eigene Brand aufbaut, aber auch Beziehungen zu Medien der vierten Gewalt pflegt, um im Ernstfall schon einfach sich Cloud aufgebaut zu haben, also eine Art von Goodwill oder Equity sich aufgebaut zu haben, dass man eventuell angerufen wird, bevor was geschrieben wird. Ich glaube, das geh├Ârt dazu. Und wenn nicht, vergeb meine Chance und das hat Kahn meiner Meinung nach ganz klar falsch gemacht. Und ansonsten, man h├Ątte sich viele Probleme sparen k├Ânnen, wenn man das besser gemacht hat, aber eine Sache, die ein Unternehmer oder eine Unternehmerin immer machen muss, ist halt priorisieren. Und wenn du die Wahl hast, er├Âffnest du ein neues Warehouse oder ein neues Land oder sprichst du jetzt mit Gr├╝nderszene, ist halt auch ein Trade-off. Aber ich glaube, du musst halt von allem das Wichtigste machen und du kannst nicht eine komplette Flanke offenlassen, das war nicht schlau. Ich glaube, das ist ihm auch vollkommen klar. Aber du schie├čt ja selber den Fu├č eigentlich, wenn du es so machst. Aber ihr k├Ânnt daraus viel lernen. Also das ist eine Flanke, die ihr covern k├Ânnt, wenn ihr es besser macht. Beantwortest du die Fragen? Auf jeden Fall. Und nochmal, warum die in Anf├╝hrungsstrichen schwarzen Schafen, jetzt ohne den Namen zu nennen, aber die k├Ânnen das Thema extrem gut. Also ich glaube, wenn du einen Fonds bauen w├╝rdest, der die Firmen gegen die Aktienkurse wettet von Unternehmen, die besonders gute Pressearbeit machen, dann w├Ąre das ein erfolgreiches Konzept. Also die beste Investor Relations Arbeit machen die schlechtesten Buden. Deswegen sind, ich will jetzt nicht wieder auf irgendeinem Podcast rumhauen, aber die Leute, die gewerblich Anleger abzocken, wirst du sehr viel in den Medien sehen. Egal, ob es Podcast, Fernsehen, Zeitung ist oder so. Die reden mit den Medien, die gehen mit den Journalisten gern mal eintrinken, die bauen ihre Netzwerke seit Jahrzehnten auf und k├Ânnen, obwohl sie regelm├Ą├čig Anleger um ihr Geld bringen, schaffen die es immer wieder auf die Beine zu kommen. Generelle Aussage, ich meine niemanden Spezielles damit. Aber die haben verstanden, dass das unheimlich wertvoll ist, sozusagen ihr Public Image zu pflegen und aufzubauen, strategisch. Ich h├Ątte auch noch eine Frage zu generativer AI. Ich finde, was wir immer vergessen, ist, dass nat├╝rlich Unternehmen wie Facebook, Google etc. unfassbare Mengen an pers├Ânlichen Daten von uns allen haben. Und dass das in dieser ganzen Thematik, die jetzt eh schon erschreckend ist, noch gar nicht so in unserem Bewusstsein ist. Dementsprechend die Frage, denkt ihr eher, dass mithilfe dieser Daten AI die Gesellschaft unfassbar individualisieren wird? Also jeder generiert nur noch sicher irgendwann mal visuellen, individualisierten Content oder ob es eher in eine generalistische Richtung geht, dass das einfach so ein Einheitsbrei werden k├Ânnte, weil AI irgendwann mal nur von sich selber lernt. Schlie├čt auch an die Frage an, ob die sich irgendwann mal selber trainieren k├Ânnte. Was ist da so eure Meinung oder Idee oder auch die Gefahr vielleicht hinter diesen Unmengen an pers├Ânlichen Daten, die Google, Amazon etc. von uns haben? Die Antwort ist ja. Also alles davon hat glaube ich richtige Aspekte. Ich glaube, was schon richtig ist, ist, dass Personalisierung viel st├Ąrker sein wird. Weil bisher haben uns einfach technische Grenzen davon abgehalten, zum Beispiel f├╝r jeden von euch das optimale Werbemittel, was euch abholt zu bauen. Es gibt halt, keine Ahnung, irgendein Fit-Supplement, Nahrungserg├Ąnzungsmittel. Es gibt Leute, die trinken das, um abzunehmen. Es gibt Leute, die trinken das, weil sie Workout machen. Es gibt Leute, die trinken das, weil sie sich f├╝r gesund halten. Und theoretisch kannst du f├╝r jede dieser Personas, derzeit baut man sich im Marketing so drei, vier Personas und versucht denen dann irgendwelche Kampagnen zuzuordnen. Theoretisch kannst du halt erstmal 10.000 soziodemografische Profile bauen, die sehr gezielt mit verschiedenen Werbemitteln ansprechen. Das wird zu so einer Hyperpersonalisierung f├╝hren und dazu werden unsere Daten nat├╝rlich genutzt werden. Dann kommt der Einheitsbereich. Ich glaube, die eine Gefahr ist schon, dass AI immer mehr von sich selber lernt. Aber ich glaube, das ist wiederum den Firmen, die daran arbeiten, seit sicherlich Jahren bekannt. Und die versuchen, sehr stark daran zu arbeiten, zu erkennen, was sind origin├Ąre Texte oder was ist Wissen, verschriftliches Wissen oder Bilder, Videos, denen wir vertrauen. Also dieses Autorit├Ątskonzept. Wir wissen, das haben wir selber in der Nationalbibliothek in Leipzig gescannt. Das ist so ein High-Trust-Item. Und wir finden irgendwas auf irgendeiner dodgy Website, die gestern entstanden ist. Das ist Low-Low-Low-Trust-Content, den wir nicht mal indizieren wollen. Und unser Korpus, aus dem wir lernen, da nehmen wir das nicht mal drin auf. Ich glaube, mit dem Problem sind die gro├čen Konzerne sehr gut vertraut. Hast du noch eine Nachfrage? Ja, kurze R├╝ckfrage vielleicht. Wenn du sagst, dass diese Hyperpersonalisierung kommen wird, siehst du da eher, wenn man das jetzt von einem Revenue-Modell anguckt, die Kaufkraft bei den Unternehmen wie Facebook, Google, Amazon, die die Daten haben? Oder bei Unternehmen wie jetzt OpenAI, die die Software dazu haben? Oder vielleicht ein drittes Modell, dass sie sich versuchen, das In-House zu holen und selber zu vertreiben? Das ist so ein bisschen die Frage, was sind die Winner und Loser of the Age of AI? Ich glaube, die Modelle zu bauen, ist bestimmt kein schlechtes Gesch├Ąftsmodell, aber nicht das, was entscheidend ist. Es gibt so eine Konfluenz, dass alle Modelle sich angleichen werden. Mir f├Ąllt schwer zu verstehen, warum ein Modell 10x besser sein sollte als ein anderes. Im Moment unterscheiden sich noch ein bisschen, aber langfristig m├╝ssten eigentlich alle Modelle, haupts├Ąchlich von den Daten, auf denen sie trainiert werden, also exklusive Daten, werden unheimlich wertvoll, glaube ich. Zum Beispiel User-Daten, die nur ein Unternehmen hat oder R├Ântgenbilder, zu denen nur eine Institution Zugang hat oder ├ähnliches oder Messdaten, zu denen nur eine Institution Zugang hat. Das wird super wertvoll. Das andere, was den Unterschied macht, ob du gewinnst oder verlierst, ist, ob du den Zugang zu g├╝nstigsten Ressourcen hast, also Computing Power. Das hei├čt, jeder gro├če AI-Konzern, im Moment sind es haupts├Ąchlich Microsoft, vielleicht Amazon, Google auf jeden Fall und Baidu in China, vielleicht noch ein paar andere in China, werden ihre eigenen Chips bauen, sogenannte ASICs, also Application Specific Integrated Services. Das sind einfach spezifische Schaltkreise, die besonders gut darin sind, AI-Modelle zu trainieren oder Output zu erzeugen. Wer das quasi schafft, weil im Moment ist es relativ teuer, so eine AI-Anfrage kostet noch ein paar Cent, das ist deutlich teurer als eine Google-Anfrage, das hei├čt im Moment ist es sehr teuer und wer das billiger machen kann, hat einen strategischen Vorteil, das hei├čt die effizienteste Infrastruktur zu bauen wird unheimlich wertvoll. Und das dritte, und das wird glaube ich wieder entscheiden, ist die Distribution oder der Zugang zum Konsumenten oder zum Markt, also das haben leider auch wieder die gro├čen Konzerne. Es gibt zwei Konzerne, die Zugang zu jedem von uns haben, allein ├╝ber das Mobile Device, das ist Apple und Google, weil ihr entweder ein Android- oder ein iOS-Phone habt. Und ich kann halt die geilste AI oder das geilste User-Interface auf ein Large-Language-Model bauen, das irgendwie ganz tolle Sachen machen kann, aber in dem Moment, wo Apple einfach sagt, das ist eine Funktion in unserem Handy ab jetzt, ist mein Start-up wertlos geworden. Unser Producer Jan, der heute nicht da sein kann, hat es mal gesagt, der sagt ja so, das ist der iPhone-Moment gerade, es wird tausende neue Apps werden entstehen, zehntausende neue Apps werden entstehen.
Irgendjemand erfindet jetzt die Taschenlampe-App.
Genau, und es kommt hinzu, dass jeder Idiot jetzt eine App bauen kann, weil du sagst halt einfach, nein, ich baue mir eine App mit React oder Jason, die einen App-Store-Test passen kann, die irgendwas machen kann. Aber in dem Moment, die Taschenlampe ist halt jetzt in jedem Telefon drin, es hat einen Button in der Men├╝-Einstellung, keiner hat mehr eine Taschenlampe-App au├čer meine Mutter vielleicht.
Fr├╝her gab es einen, der hat damit eine Million gemacht, mit dem ersten iPhone, mit dem ersten App-Store.
Genau, also wertvoll werden exklusive Daten sein, die g├╝nstigste Computing-Power, das hei├čt auch Energie am Ende, also das Land, was als erstes Energie nahe Null produzieren kann, hat einen gro├čen Vorteil, Standortvorteil und Distribution oder Zugang. Gutes Beispiel, es gibt so einen Graf zwischen Verbreitung von Slack, was die meisten f├╝r das beste Kollaborationstool halten, wenn man so eins benutzen will, und dann Microsoft Teams, das hat inzwischen zehnmal so viele Nutzer gerade. Einfach nur, weil es in Microsoft so drin ist, weil Microsoft die Distribution schon hat, weil Microsoft den Zugang zu Firmenkunden und zu Endkunden schon hat und Leute mit einem Schnippen dazu bringt, das Ding zu installieren. Und so viele Nutzer kann Slack gar nicht akquirieren, obwohl Slack noch w├Ąchst, aber sie k├Ânnen gar nicht so viele Nutzer akquirieren wie Microsoft einfach durch das Bauen des Features MS Teams, obwohl es ein schei├č Produkt ist.
Gut, wir hatten hier noch eine Frage.
Das gr├Â├čte Problem, das ich ja als User von ChatGPT habe, ist, dass ich nicht erkennen kann, woher die Information kommt. Wenn ich was google, dann kann ich einsch├Ątzen, ob das jetzt eine gute Website ist oder nicht. Und du hast das gerade schon mal angekratzt, die AI, die muss ja jetzt einmal wissen, aus welchen Datensetzen sie es lernt, aber wie kann denn eine AI in Zukunft wirklich vertrauensw├╝rdig sein f├╝r uns als User? Ich glaube, man muss ein bisschen unterscheiden zwischen heute und bald. Heute ist es definitiv so, dass ich niemandem in einem regulierten Umfeld empfehlen w├╝rde, das zu nutzen oder ├╝berhaupt auf diese Information zu vertrauen. Ich glaube, kannst es im Finanzwesen, in der Medizin, in ganz vielen Sachen, also ich w├╝rde niemals dein Leben oder dein Beruf daran h├Ąngen oder irgendwas Wichtiges, weil es einfach h├Âchst unzul├Ąssig ist, es halluziniert oder denkt sich Dinge aus.
Moment, eine kurze Frage, ich frage jetzt f├╝r einen Freund, aber Bachelor-These w├╝rdest du schon damit machen, oder?
Kommt drauf an, wie schlau dein Professor ist, aber die Frage ist, ob du zum Beispiel so einen Copyright-Check schnell machen k├Ânntest. Also allein dir dazu sicherzustellen, dass du keine Behauptung triffst, die irgendwo schon mal als Quelle, also wo du zitieren m├╝sstest, daf├╝r ist eine AI, glaube ich, total sinnvoll. Es ist h├Âchst unzuverl├Ąssig und selbst wenn es Quellen angibt, also wenn du es bei Bing zum Beispiel probierst, da muss man sich nur anmelden, dann kriegt man relativ schnell Zugang, dann kriegst du sogar Referenzen, also da sind so kleine Fu├čnoten dran. Und die Fu├čnoten f├╝hren aber zu Artikeln, die teilweise in keinem Sagenh├Ârnchen, auch die sind nur geraten. Im Moment ist das alles noch eine gro├če Blackbox und ob die Erkl├Ąrbarkeit der Ergebnisse, ich glaube, es wird noch eine Weile dauern, bis das besser wird, glaube ich, aber ich glaube schon, das ist nat├╝rlich ein Problem, was offensichtlich ist f├╝r die Menschen, die daran arbeiten. Und es wird zunehmend besser werden, h├Âchstwahrscheinlich schnell besser werden. Im Moment ist sozusagen die Outputs nichts, was irgendwie zitierf├Ąhig ist oder worauf du dich verlassen k├Ânntest, aber es h├Ąngt auch sehr vom Use Case ab. F├╝r kreative Arbeit ist halt genau das perfekt, dass du Dinge raten kannst. Also das Thema f├╝r deine Bachelorarbeit oder so k├Ânnte eine AI wahrscheinlich total gut bauen. Ich w├╝rde dir nicht vertrauen, dass ihr alle die richtigen Quellen zusammenfasst oder so. Aber sich ein Thema ausdenken oder ein Thema f├╝r einen Konferenzvortrag oder die Fragen, die wir heute behandeln, das h├Ątte ich Chats GPT fragen k├Ânnen wahrscheinlich und die h├Ątten es ausreichend, hat glaube ich jemand in unserer Discord Community auch gemacht. Das ist ein einigerma├čen passables Ergebnis, was dabei rauskommt. Aber ja, du kannst dich nicht, also ich rate jedem damit rumzuspielen, aber niemanden sich darauf zu verlassen im Moment. Irgendwie im gesch├Ąftlichen Kontext, das hei├čt, wenn es nach au├čen dringt, also Kundenkontakt hat oder so, dann w├╝rde ich es noch nicht einsetzen. Also ich w├╝rde nicht meinen Customer Service Center gerade darauf umstellen. Obwohl, wenn du es auf deinen eigenen Customer Service Daten trainierst, ist das Ergebnis vielleicht sogar relativ gut. Aber du willst es vielleicht nicht tun, wenn du eine Bank bist. Beantwortest du die Frage? Ja, aber also meinst du, dass es sich irgendwie in Zukunft schon in die Richtung entwickelt, dass wir davon ausgehen, dass es stimmt?
Sobald du was geschrieben siehst, denkst du ja fast, dass es richtig ist.
Die Frage ist wer. Also ich glaube, es gibt ja jetzt schon Menschen, die es glauben wahrscheinlich. Das ist traurig. Ich glaube, es wird besser werden. Ich glaube, das Vertrauen wird zunehmend gr├Â├čer werden, besser werden.
Wie sehr vertraust du Wikipedia? Wieso sollst du der AI weniger vertrauen als Wikipedia?
Also wenn ich nach Fakten frage, w├╝rde ich der vertrauen. Ach, schwer. Ich glaube, dass sie immer besser werden und dass man zunehmend vertraut. Ich wei├č noch nicht, ob man 100% vertrauen wird, aber ich glaube, es wird deutlich. Wir sehen ja quasi die erste, zweite, dritte Iteration davon. Wenn du siehst, wie viel besser das wird, wie schnell ├╝ber die Zeit, dann ist relativ klar, glaube ich, dass es irgendwann so gut wird, dass man zunehmend vertraut. Und es vielleicht auch besser ausdr├╝cken kann, wo es das gelernt hat. Ja, vielen Dank erstmal. Ich repr├Ąsentiere jetzt die Generation der No-Hairs oder Gray-Hairs, die aktuell die deutschen Unternehmen f├╝hren. Also ich sage mal die Generation der 45- bis 65-J├Ąhrigen. Was ist denn euer Advise an uns? Wie gehen wir damit um, um die richtigen Dinge anzusto├čen und mit der Technik entsprechend so umzugehen, dass wir den maximalen Nutzen davon haben und auch mit der jungen Generation entsprechend in einen guten Dialog kommen?
H├Ąnde schmutzig machen. Also genauso wie alle Studierenden hier mit den Tools so viel arbeiten wie nur m├Âglich und zu schauen, wie es funktioniert. Ich glaube, das ist die einzige Option.
Auch da wird es so ein Divide geben, glaube ich. Ich z├Ąhle jetzt dazu, aber ich glaube, es wird Menschen, also allein weil du die Frage stellst, es wird Menschen geben, die das interessiert, die von Natur aus neugierig sind und die werden damit rumspielen und die werden es gr├Â├čtenteils noch verstehen. Und es wird, glaube ich, auch einen gro├čen Teil der Menschen, die ├╝ber 50 sind, geben, die die AI nutzen werden, ohne es zu wissen, aber die AI nicht aktiv und kritisch nutzen werden.
Aber es hat wenig mit Alter zu tun.
Ich glaube, der gro├če Unterschied ist halt, wenn man sich die letzten industriellen Revolutionen quasi anschaut, also zum Beispiel irgendwie Dampfmaschinen und Verbrennungsmotor, das hat so zwei, drei Generationen Zeit gehabt, um so einzusickern in die Gesellschaft. Meine Eltern haben irgendwie Farbfernsehen, Telefon, also Mobiltelefon, Internet, mobiles Internet, Social Networks und jetzt kommt noch die schei├če AI. Die haben es irgendwann satt so mit den Revolutionen. Ich glaube, es ist echt schwer, das so zu verstehen und nachzuvollziehen noch. Fr├╝her haben Generationen Zeit gehabt, zu verstehen, dass jetzt die Menschen im Fernsehen herumlaufen. Und jetzt gehst du halt im Dekadentakt durch wirklich signifikante ├änderungen in Benutzeroberfl├Ąchen, in Informationstechnologie und ich glaube schon, dass das vielen Leuten abh├Ąngen wird. Also wir reden hier in einer irgendwie h├Âchstgebildeten Bubble und fragen uns, wie werden wir das nutzen und sowas, aber die meisten Leute werden das nicht ann├Ąhernd verstehen, sondern kannst du nur noch dar├╝ber diskutieren, wie bauen wir humane Interfaces, die irgendwie Menschen noch sch├Ątzen und es auch normalen Menschen erm├Âglichen, das bestm├Âglich zu nutzen. Und allein bei Google hat es 20 Jahre gebraucht, bis Menschen versucht haben, gelernt haben, Google gut einzusetzen. Also die ersten Suchanfragen bei Google waren auch Film, Buch, Name von irgendeinem Schauspieler, Porn, keine Ahnung, sowas. Heute stellen Leute im Schnitt Google-Anfragen, die im Durchschnitt drei bis vier Worte lang sind. Fr├╝her waren Berater ja so Expert-Googler, das waren einfach Leute, die sehr gut Google bedienen k├Ânnen, um irgendwelche Studien zu finden und Zahlen in den Slide-Deck zu hauen. Und ich glaube, die Zukunft der Berater wird halt sein, besonders schlaue Prompts zu schreiben und AI besonders gut in Unternehmen zu implementieren und die richtige AI f├╝r den richtigen Purpose zu finden, f├╝r das richtige Datenset. Ich glaube, du wirst eine Riesenbl├╝te der Beratung haben f├╝r die Implementierung von AI. Das ist halt noch spannender, als irgendwie Leute rausschmei├čen. Die Leute schmei├čen ja trotzdem raus. Also du implementierst die AI und schmei├čt dann die Leute raus. Und dann irgendwann wird aber Beratung auch sehr nutzlos werden, glaube ich, wenn die AI sehr tief integriert ist. Aber ja, mit Rumspielen, Neugierig-Blase. Die einzige Skill, um irgendwie up-to-date zu bleiben, ist Neugier und Bock darauf haben und sich nicht so zum Feind machen zu lassen. Du wirst jetzt nat├╝rlich auch wieder so eine Polarisierung haben von Menschen, die sagen, das ist der Beginn von allem ├ťbel und das stimmt und das ist die gr├Â├čte Opportunity. Und das stimmt auch, das stimmt halt beides.
Ich glaube, der krasse Unterschied jetzt, also wie gesagt, vor 20 Jahren habe ich hier Tag und Nacht eine offene T├╝r gemacht. Ihr k├Ânnt euch dann ausrechnen, wann ich studiert habe und wann ich fertig wurde. Aber so der gr├Â├čte Unterschied zwischen vor 20 Jahren Internet und heute Internet ist einfach, es kostet heute viel, viel weniger, um irgendwas herzustellen, irgendwas zu machen. Auf jeden Fall irgendwas im Internet. Ihr k├Ânnt jetzt mit No-Code, mit verschiedenen Tools, vor 15 Jahren war es sogar schwer, einen Online-Shop zu machen. Das kannst du heute, also es ist echt ├╝berhaupt nichts mehr. Ihr habt die F├Ąhigkeiten und die Tools, ihr k├Ânnt euch ├╝berall reinfuchsen und bevor man jetzt irgendwie den PowerPoint-Master nutzt, um dann zu schauen, wie macht man den perfekten Pitch, k├Ânnt ihr euch alle, egal in welchem Alter, die H├Ąnde schmutzig machen und zu sagen, okay, wie baue ich denn jetzt meine Webseite f├╝r dies und das, wie baue ich irgendwie einen automatischen Prozess, wie kann ich irgendwas verbessern und so. Ich glaube, das ist so, es wird schon, oder w├Ąhrend vor vielleicht 15 Jahren es wichtig war, zu sagen, wie manage ich ein Team von EntwicklerInnen, von Leuten, um ein gewisses Produkt zu bauen. Und jetzt entscheide ich, wie weit komme ich alleine, indem ich die Tools, die drau├čen sind, befrage. Das ist der gr├Â├čte Unterschied zwischen der Zeit damals, als wir mit der Uni fertig geworden sind und jetzt. Ihr habt jetzt wirklich alle Tools, alle M├Âglichkeiten, alles auszuprobieren und so, ihr, und da nehme ich uns auch mit ein, uns geht es ja so gut, wir m├╝ssen ja gar nicht, also jeder wird irgendwie hier immer wieder auf die F├╝├če fallen und ihr k├Ânnt halt einfach wahnsinnig viel ausprobieren. Das waren meine Worte zum Schluss jetzt.
Ich glaube tats├Ąchlich, es ist viel einfacher wird, irgendwas zu bauen, was gut ist, was ├╝berdauert, was Modes hat, was echte Burggr├Ąben baut, ich glaube, das wird schwerer, weil daf├╝r brauchst du viele Nutzer und viele Daten vor allem wieder. Also wahrscheinlich ist es rational anzunehmen, dass R&D-Spending, also was du f├╝r Entwickler ausgibst, EntwicklerInnen, die dir neue Produkte bauen, das wird wahrscheinlich runtergehen, weil AI-Entwickeln einfach so viel effizienter macht. Und vermutlich werden die Marketing-Ausgaben hochgehen, weil dann Distributionen zu erringen und Daten zu aggregieren, wird noch wertvoller. Das hei├čt, ich w├╝rde vermuten, dass R&D-Spend bei Unternehmen runtergeht und Marketing-Spend hoch, wovon wieder am Ende das Oligopol mit dem Zugang zum Kunden profitiert, also Google, Facebook, Google-Meta, Apple, Amazon, das sind h├Âchstwahrscheinlich wieder Gewinner, weil sie Zugang zum Kunden haben, glaube ich.
So, letzte Fragen. Hier vorne ist noch eine, da hinten ist noch eine. Wer noch?
Also nochmal zur├╝ckkommen auf das Thema Wikipedia und dass ich Wikipedia zu einem bestimmten Teil vertraue und ob ich da einen Vergleich ziehen kann zu GGBT. F├╝r mich hinkt das ein bisschen, aber bei Google Maps zum Beispiel gibt es so eine Referenz von, ich glaube, Yuval Noah Harari in seinem Buch, dass wir Google Maps eigentlich schon sehr stark vertrauen. Und als ich heute euch gefahren habe, habe ich auch gesagt, wenn da irgendwie jetzt Google Maps gesagt hat, da ist eine Kurve und da ist keine, dann w├╝rde ich aus der Kurve fliegen, weil ich dem Programm 100% vertraue und dass wir uns da auch hin entwickeln. Jetzt hat ein Professor von der TU M├╝nchen ein Paper gepublished und gesagt, GGBT wirkt gr├╝n und ist liberal und umweltorientiert. Und letztendlich sind das ja einmal der Input und einmal der Algorithmus, der dar├╝ber liegt. Wie seht ihr das, wie kann man auch ein Sentiment, vor allem bei Fragen, die nicht leicht mit Fakten zu ├╝berlegen sind, sondern generell Einstellungen von Individuen, von Gesellschaften steuern, St├╝ckweit indem wir halt ein Fundament legen bei diesen Algorithmen, was ma├čgeblich dann den Output beeinflusst und dann auch Meinungen macht. Also die spannendste Frage ist eigentlich, welchen moralischen Kompass oder welche Aufgabe sollten wir auch der AI geben und ich glaube auch das ist den meisten klar, die daran bauen, dass eigentlich das einzig faire w├Ąre, irgendeine Art von demokratische B├╝rgerversammlung oder so zu haben. Du kannst ja nicht sagen, es w├Ąre im Moment nicht fair zu sagen, die AI wird jetzt gr├╝n, weil die Mehrheit der Bev├Âlkerung leider, so bl├Âd es auch ist, das ist noch kein gesellschaftlicher Konsens. Der gesellschaftliche Konsens ist eigentlich, wir sind eine diverse Gesellschaft, in der verschiedene Meinungen vorherrschen und alle haben ihre Berechtigungen, auch wenn einzelne nicht wissenschaftlich fundiert sind. Und das hei├čt, du k├Ânntest ├╝ber sowohl die Grenzen, aber auch die Grundeinstellungen oder die Probleme, die die AI nutzen, dann m├╝sstest du eigentlich irgendein mehrheitliches Gremium entscheiden lassen, da ist f├╝r die Gefahr, dass das lobbyiert werden kann nat├╝rlich. Und wir machen das ja lustigerweise nicht mehr in der Politik, also da haben wir ja auch keine direkte Repr├Ąsentation, sondern eben indirekt ├╝ber Wahlm├Ąnner oder Abgeordnete. Der Gr├╝nder von Ecosia ist zum Beispiel ein Gro├čteil, der hat ein Buch geschrieben ├╝ber unter anderem direkte Demokratie, glaube ich. Der erkl├Ąrt ganz gut, was es gut w├Ąre in so einer Versammlung. Ich finde es sauschwer in einer AI, selbst wenn es eine politische Einstellung oder moralische Einstellung w├Ąre, die mir gelegen ist, f├Ąnde ich es sauschwer, die einer AI mitzugeben. Einfach weil ich es nicht fair finde, weil es andere Menschen nicht, genauso wie ich nicht irgendwie Leute in China vom Feld rei├čen w├╝rde und sagen, du lernst jetzt westliche Werte. Einfach das Gottspielen letztlich. Aber die Gefahr ist, dass die Leute, die AI bauen, Bias, Werte, sowas da einflie├čen lassen. Du siehst, wenn du AI jetzt nutzt, die haben ein sehr gutes Verst├Ąndnis davon, was sogenannte Nora-Questions sind, also not only one right answer. Sowas wie, gibt es einen Gott? Du w├╝rdest halt unheimlich viele Menschen verletzen, wenn du sagst, ich vermute, die rationale Antwort w├Ąre, eher nicht, oder nicht, bis mich jemand davon ├╝berzeugt hat. Da gibt es einen Witz, den hat Elon Musk getwittert neulich, dass ein Agnostiker, also jemand, der nicht an Gott glaubt, bis er ihn gesehen hat, fragt die AI, ob es einen Gott gibt, und die sagt dann, bis jetzt nicht, Bitch. Letztlich kannst du es nur demokratisch kontrollieren. Beantwortest du die Frage, oder ist es noch ein Aspekt, der fehlt? Was w├Ąre eine bessere L├Âsung, die dir vorschwebt? Ich habe keine Antwort so richtig da drauf. F├╝r mich ist es positiv und negativ. Man kann damit Themen theoretisch driven oder Aufmerksamkeit schaffen auf Themen, die nur in einem ausgew├Ąhlten Kreis zul├Ąngst sind momentan, aber die er f├╝r wichtig findet. Und im Kontext dieser Konferenz k├Ânnte das ein starker Bias sein zu Nachhaltigkeit. Gleichzeitig, wie du gesagt hast, repr├Ąsentiert das nicht das Intiment. Die Frage ist, ob es ├╝berhaupt repr├Ąsentiert sein sollte, oder ob wir, wenn wir sagen, wir schaffen akademische Standards und Intelligenz, dass das eine rationale Antwort zur├╝ckkommt. In meiner Meinung nach w├Ąre eine faire, gewiss manipulative, aber faire Variante, die effizienteste Werbekampagne bauen zu lassen, um die Leute zu ├╝berzeugen, die das bezweifeln, sozusagen, was wir f├╝r richtig halten. Das darf ich auch jetzt sozusagen nach demokratischen Regeln. Ich darf werben, ich darf Leute ├╝berzeugen, irgendeine Wahl zu treffen. Ich kann ja sagen, so spiel jetzt jedem genau die Kampagne aus, die ihn anspricht oder sie anspricht und davon ├╝berzeugt, dass das, was ich glaube, was politisches Handeln gerade erfordert, dass sie daf├╝r jetzt stimmen sollen. Das w├Ąre einigerma├čen fair, aber dann gewinnt auch der Reichstag am Ende. Die allerletzte Frage, wollen wir abbrechen? Nee, lieber nicht, okay. Ihr d├╝rft ihn noch sp├Ąter fragen, mich nicht bitte. Ich wollte gerade sagen, das dreht sich jetzt langsam in eine Richtung, wo nicht nur ihr ein Glas Wein dazu braucht. Danke f├╝rs Durchhalten an alle, die da waren. Deshalb w├╝rde ich vorschlagen, wir verlagern jetzt nach drau├čen oder vielmehr ins Zelt. Ihr d├╝rft euch erst ein Bier holen und dann beim Grill anstellen oder umgekehrt, nur nicht alle an der gleichen Stelle. Euch ein Riesendank und das mit dem Wein setzen wir gleich fort. Danke.