Doppelg├Ąnger Folge #237 vom 4. April 2023

­čÉ Twitter Algorithmus ­čŹĽAlibaba ÔŁĄ´ŞĆ A16Z + Saudi-Arabien ­čĺŞ Anteile verkaufen ­čžĹÔÇŹ­čĺ╗ Low-Code

Twitter hat den Algorithmus ver├Âffentlicht. Alibaba wird in sechs Teile aufgespaltet. Marc Andreessen, Ben Horowitz und Adam Neumann outen sich als Saudi-Arabien Fan Boys. Wie verkauft man als Mit-Gr├╝nder:in seine gevesteten Anteile? Ben├Âtigen wir mit Low-Code noch IT Spezialisten? Apple macht Buy Now Pay Later. LÔÇÖOreal kauft Aesop. Kerrisdale Capital verpetzt C3ai bei Deloitte. Google wird erneut die Vernichtung von Beweisen im Android-Kartellrechtsstreit beschuldigt


Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:


(00:02:00) Elon Musk


(00:03:15) Twitter Algorithmus


(00:17:45) a16z + Saudi-Arabien


(00:41:50) Anteile verkaufen


(00:51:30) Low-Code


(00:58:00) Apple BNPL


(01:02:00) L'Oreal + Aesop


(01:05:00) C3ai


(01:08:40) Google


Shownotes:


Umfrage f├╝r Bachelorarbeit ÔÇ×Einfluss von Low-Code Technologien auf den Fachkr├Ąftemangel in StartupsÔÇť https://forms.gle/FbGxjVArfbuWNgDx5


Aakash Gupta: Twitter revealed its algorithm to the world. HereÔÇÖs what you need to know: https://twitter.com/aakashg0/status/1641976869460275201


Rowan Cheung: I spent my weekend analyzing the Twitter algorithm with help of the new GPT-4 browsing feature. Here's EXACTLY how to optimize your Twitter posts for maximum virality: https://twitter.com/rowancheung/status/1642604461016113160


DAY 2 FII PRIORITY | The Future Of Living with Marc Andreessen, Ben Horowitz and Adam Neumann https://www.youtube.com/watch?v=RDdbyhIiLfs


Kerrisdale Capital: We sent a letter to C3aiÔÇÖs auditor Deloitte https://twitter.com/KerrisdaleCap/status/1643238360448630784


Google again accused of willfully destroying evidence in Android antitrust battle https://www.theregister.com/2023/03/28/google_destroying_evidence_claim/


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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 237. Anfang April, vor Ostern. Pip, wir sind beim neuen Hoster. Ich hoffe es klappt. Falls ihr diese Folge nicht h├Ârt, Pech gehabt. Nein, Quatsch. Schreibt mir eine E-Mail an podcast-at-doppelg├Ąnger.io Pip freut sich ├╝ber jede Mail, die reinkommt, die sagt, dass ich irgendwas falsch gemacht habe.
Bin gespannt, wie viele Abonnenten wir verloren haben.
Was denkst du, ein Drittel? Nein, ich glaube es hat alles geklappt. Bei den einzigen, bei denen es nicht richtig geklappt hat, war mal Google wieder. Denen war der Feed nicht sch├Ân genug oder so. Die brauchen irgendwie noch ein bisschen Zeit. Die m├╝ssen wahrscheinlich noch irgendwie nochmal auf die Dachterrasse oder irgendwie ein Offsite organisieren, bis sie uns ein Feed freischalten.
Ich glaube, weil der Logik, musste man da nicht in den Feed irgendein Tag einbauen sogar? Ich glaube, man muss den bestehenden Feed claimen und gibt es nicht aktiv ein Claim. Wie auch immer das technische Podcast war. Kannst du mit deinem Podcast Bubble besprechen. Apropos Podcast Bubble, ich habe deinen Digitale VorreiterInnen-Podcast geh├Ârt und war ├╝berrascht ├╝ber deine Antwort auf die Frage, was du denn nicht an mich, welche die drei Dinge sind, die du nicht an mich leiten kannst. Ich werde es nat├╝rlich nicht verraten. Muss man weiterhin h├Âren.
Wer das h├Âren m├Âchte, muss Babur Seg. Wie fandest du mein Geschenk an ihn?
Das hast du mir vorher schon erz├Ąhlt. Das war daher nicht so ├╝berraschend. Das war eine beeindruckende Leistung von Christoph Bosack. Ich habe ihm geschrieben, dass es krass ist, was man aus Gl├╝ck alles rausholen kann, wenn man sich wirklich f├╝r sein Leben interessiert.
Er hat in einem Podcast mehr rausgekriegt, als du in ├╝ber 200 Folgen.
Genau. Ist ja auch kein Interview-Podcast hier. Genau.
Erz├Ąhl mir mal lieber, was dein Freund Elon macht hier. Versucht er jetzt die Verluste aus seinem Taubenverein mit irgendwie Dogecoin hoch zu pushen oder was ist da los?
Ich wei├č ehrlich gesagt nicht mehr, was der Ausl├Âser daf├╝r war. Auf jeden Fall ist heute, ja immer noch, das Logo der Twitter-App im Web und ich glaube auch auf dem Handy, ein dieser, der Dogecoin-Hund. Die Rasse hei├čt doch irgendwie Shiba irgendwas. Shiba Inu, genau. So, auf jeden Fall ist das offizielle Twitter-Logo heute ein Shiba Inu. Einfach, weil es geht, weil es lustig ist. Das lustigstm├Âglichste oder das absurdeste Outcome ist immer das, was passieren wird bei Twitter. Ob das eine Wette ist, ich glaube irgendjemand hat die einfach auf die Idee gebracht, dass das lustig w├Ąre und dann hat er das gemacht. Und jetzt hat, glaube ich, der Kurs entsprechend reagiert und Leute spikulieren darauf, dass die W├Ąhrung Dogecoin davon profitieren k├Ânnte. Und haben den Dogecoin, glaube ich, also eine Kryptow├Ąhrung 25% hochgeschickt. Das ist mein letzter Stand. Das kann sich inzwischen nat├╝rlich ge├Ąndert haben. Es ist lustig, dass in einer Unternehmung, wo angeblich quasi kaum noch Entwickler arbeiten f├╝r sowas Zeit ist.
Vielleicht hat das Icon auch selbst ge├Ąndert.
Ansonsten sollten wir nicht auch alle schon Geld verdienen inzwischen eigentlich? Sollten Kreatoren nicht schon Geld bekommen von Twitter? Die H├Ąlfte der Werbeeinnahmen oder so? Hat er sich nicht mehr versprochen? Starting now? Wo ist mein Geld?
Du twitterst ja noch, ich mach da nichts mehr.
Na, du kommst doch noch wieder.
Nein, ich glaube der Laden ist vorher bust.
Genau, das was wirklich newsworthy ist, die Sache ist, dass Twitter wie versprochen, also nicht wie versprochen, sondern mit etwas Versp├Ątung, aber sie haben den Algorithmus offengelegt, um f├╝r Transparenz zu sorgen. Hast du was davon mitbekommen, wovon du berichten m├Âchtest? Nee, gar nichts. Okay, dann wir packen ein paar Links dazu in den Shownotes. Wir nutzen mal die Zusammenfassung eines Twitter-Users, der Akash Gupta hei├čt. Der hat sich das angeschaut und unter anderem, ich habe noch ein paar andere Sources gelesen, und die Sachen, die wirklich herausstechend sind, einerseits hat man herausgefunden, dass Likes, also es geht nat├╝rlich darum, was verschafft einem laut Twitter-Algorithmus mehr Sichtbarkeit. Die eine Sache, die bekannt geworden ist, dass jeder Like einen 30-fachen Boost bekommt, die Retweets einen 20-fachen, Replies, also Antworten auf die Tweets, nur einen 1-fachen zum Beispiel, wobei ich mir da noch nicht so sicher bin, ob die Interpretation, dass jeder Like den 30-fachen Boost bekommt, das ist nicht mein Verst├Ąndnis. Ich glaube einfach nur, dass der Parameter Likes so stark ins Ranking einflie├čt. Nicht zwangsl├Ąufig das Gleiche, aber auf jeden Fall scheint das der st├Ąrkste Parameter zu sein. Sagen wie viele Leute einen Tweet liken, soweit noch nicht ├╝berraschend. Dann ist es hart gecodet, dass Images und Videos einen zus├Ątzlichen 2-fachen Boost erhalten. Es hilft nicht, wenn man Links einbaut, insbesondere wenn es viele Links sind und man sowieso schlechtes Engagement hat. K├Ânnte sogar spammy wirken. Es flie├čt in die Sichtbarkeit deines Tweets ein, wenn dein Account, besonders viele Mutes, also Leute haben dich leise gestellt, Blogs, Unfollows, Spam-Reports oder Abuse-Reports hatten in der Vergangenheit. Es ist ein definitiv positives Merkmal, wenn du f├╝r das blaue H├Ąkchen bezahlt hast, wobei hier steht Blue Verified, das muss noch nicht bezahlt sein, vielleicht gilt es auch f├╝r alle Accounts mit einem blauen Haken, wobei Blue Verified ist ja eigentlich das bezahlte. Missinformation wird aktiv versucht rauszusortieren, also zu d├Ąmpfen in der Reichweite. Dazu geh├Ârt unter anderem auch eine Kategorie, die Ukraine Crisis Topic benannt ist. Das hei├čt nicht, meiner Meinung nach, nach meinem Verst├Ąndnis, das wurde sehr unterschiedlich interpretiert, ich w├╝rde sagen, es hei├čt nicht, dass jeder Ukraine Post raussortiert wird, sondern es w├Ąre hier die, insbesondere als Missinformation mit dem Bezug Ukraine, heraussortiert werden. Das w├Ąre mein Verst├Ąndnis, ich hoffe, ihr mich da. Dann ein Konzept, was glaube ich noch nicht zu 100% klar war, ist, dass man in gewisse Gruppen geclustert wird. Das hei├čt, Twitter baut eigentlich den Inbegriff einer Bubble um dich herum und in deiner Bubble erreichst du, auch wenn die dir jetzt noch nicht folgen, also von Leuten, die ├Ąhnlichen Accounts f├╝r dich folgen, wirst du einfach auch mehr gesehen. Also man versucht herauszufinden, welche Accounts besonders ├Ąhnlich sind und die erreichen ihre eigene Bubble dann ein bisschen st├Ąrker, w├Ąhrend es schwerer ist, Leute au├čerhalb der Bubble zu erreichen. Es gibt ein sogenanntes Out-of-Network-Penalty, also wenn du dich themenweise weit aus deinem Home-Turf hinaus bewirkst, also sagen wir, ich w├╝rde jetzt auf einmal ├╝ber Intermediieren des Fasten schreiben, dann scheint es daf├╝r ein Penalty zu geben. Schlechte Schreibweisen, also Misspellings, Vertipper oder ausgedachte W├Ârter kriegen komischerweise ein Penalty. Keine Ahnung, warum das sinnvoll sein sollte, aber das sind eigentlich die gro├čen Einblicke, die man bekommen hat, dann jemand anders hat das wir mit ChatsGBT sehr gut zusammenfassen lassen. Das k├Ânnen wir auch noch in die Show Notes packen. Irgendwas, was dich ├╝berrascht hat?
Warum ver├Âffentlichen Sie sowas?
Aus transparenten Gr├╝nden. Sie sagen, Sie sind eine transparente Firma, hier w├Ąren nicht Demokraten. Es gab auch so ein Beispiel, sobald das frei geworden ist, als der publiziert wurde, der Algorithmus, hat jemand nat├╝rlich nach Elon im Code gesucht und dabei eine Passage gefunden, wo es hier Unterscheidung gab, n├Ąmlich ist Elon ein Account, ist Demokrat, ist Republikaner, ist Elon oder ist ein Power-User. Das diente dem Anschein nach aber nicht dazu, wie zuerst vermutet, jetzt alle Tweets von Elon hoch zu gewichten, sondern eher, um zu messen, wie sich die Gewichte der Sichtbarkeiten verschieben. Wobei es nat├╝rlich ein Riesenproblem ist. Es ist ja nicht so, dass 50-50 zum Beispiel zwischen Demokraten und Republikanern zwangsl├Ąufig das richtige Gewicht ist. Wenn es so w├Ąre, dass mehr Demokraten auf Twitter w├Ąren, dann g├Ąbe es meiner Meinung nach keinen Grund, eine 50-50-Gewichtung von Meinungen und Aspekten, die eher Demokraten oder Republikaner ansprechen, herbeizuf├╝hren. Von daher verstehe ich die Logik nicht ganz. Es soll einfach Transparenz schaffen. Ich finde, dass Transparenz in aller Regel zu nur guten Effekten f├╝hrt, oder ├╝berwiegend guten Effekten. Von daher ist das schon sinnvoll. Was ich ├╝berraschend finde, dass es im wahrsten Sinne ein Algorithmus ist. Ich konnte hier in keiner der Zusammenfassungen irgendwelche Anzeichen auf Machine Learning finden. Du w├╝rdest ja denken, dass grundlegend ein gewisses unabh├Ąngiges Ranking mithilfe von Parametern, wie zum Beispiel Likes oder so, generiert wird. Und dass man dann aber irgendwie entweder auf Verweildauer oder die Time Spent in App oder wie oft ich im Monat wiederkomme, Anzahl der Sessions, dass so etwas noch als Machine Learning einflie├čt. Aber das scheint es nicht zu geben. Was wiederum hei├čt, dass es wirklich ein absolut rudiment├Ąrer Algorithmus nach meinem Daf├╝rhalten ist. Das ist wirklich eine Gleichung, die nicht jeder verstehen kann. Also hartgecode ist ├╝bertrieben, weil die verschiedenen Parameter, die Gewichtung, die kann man schon ver├Ąndern im Code. Aber dass man jetzt einfach sagt, Likes z├Ąhlen 30, Retweets z├Ąhlen 20, Replies z├Ąhlen einfach, das ist ja h├Âchst unwissenschaftlich, das da einfach so hart reinzuschreiben.
Also in anderen Worten, bei deiner Lieblings-App hat sich weder vorne noch hinten irgendwas in den letzten zehn Jahren ge├Ąndert?
Das ist die Frage. Eine M├Âglichkeit ist, dass jemand hat der alte Twitter-Algorithmus nicht gefallen, der eventuell Machine Learning inkludiert hat und hat es deswegen komplett neu geschrieben, dass man es aber versteht und dass es deutlich einfacher ist. Oder er war immer relativ einfach schon. Aber ich bin mir 100% sicher, dass es bei dem Google-Ranking oder dem Facebook-Algorithmus grundlegend anders funktioniert. Also die haben sozusagen als Vorstufe bestimmt noch ein algorithmisches Ranking, also wo man irgendwie gewisse Information Retrieval-Systeme nutzt, um zu versuchen, sollte diese Website ├╝berhaupt ranken oder ist dieser Post ├╝berhaupt relevant. Nat├╝rlich guckt man auf Facebook, ob ich dem folge ├╝berhaupt und nat├╝rlich schaut Google, ob das Keyword ├╝berhaupt darauf vorkommt. Aber sozusagen im sp├Ąteren Stadium des tats├Ąchlichen Rankings, w├╝rde ich sagen, flie├čt bei den anderen Netzwerken deutlich mehr Machine Learning ein, um einfach zu schauen, was ist engaging und nur auf Likes zu achten. Ich meine, manchmal kann eine Vereinfachung auch zu einem ├Ąhnlich guten Ergebnis f├╝hren. Aber ich war auf jeden Fall ├╝berrascht, dass das so relativ algorithmisch im Sinne von, das ist halt eine Faktorengleichung, die aneinander gepurselt wird.
Was gab es sonst noch f├╝r newsworthy Sachen?
Noch eine Erweiterung, da sich der Algorithmus ja recht offensichtlich ver├Ąndert hat. Viele Benutzer beschreiben ja, dass was sie sehen nicht mehr so interessant ist wie vorher, oder zumindest sich ver├Ąndert hat. Das w├╝rde die These best├Ąrken, dass es vorher einen anderen gab. Und wenn es Machine Learning ist, ist ja ein Nachteil, dass es eine Blackbox ist, in der du nicht viel reinschauen kannst und schlecht verstehst, warum irgendwas jetzt genauso ist. Beispiel LinkedIn vielleicht auch. Und vielleicht spreche ich das daf├╝r, da sich was relevant ge├Ąndert hat, dass es vielleicht doch ein relativ neuer Ranking-Mixer ist, den Twitter da jetzt nutzt. Ja, und was war deine Frage?
Was gab es sonst noch f├╝r News diese Woche?
Ich wei├č gar nicht, ob es diese oder letzte war. Es wurde noch bekannt, letzte Woche schon, dass Alibaba aufgespalten wird in sechs Teile. Aber wir erinnern uns, der gro├če Oligopolist aus China. Auf einmal ist nach einem Jahr verschwinden Jack Ma wieder aufgetaucht auf dem chinesischen Festland. Alibaba wird aufgespaltet in sechs Teile, die da w├Ąren. Es ist einmal das Thema Cloud, die Cloud Intelligence Group, das ist letztlich die Cloud-Plattform. Taobao, Tmall Commerce, das ist das lokale Marktplatz-Business. Local Services Group, das sind alle anderen lokalen Anwendungen. Chineo, Smart Logistics, das Logistik-Netzwerk offenbar. Global Digital Commerce, das sind, ich w├╝rde sagen, alle gr├Â├čeren Marktpl├Ątze au├čerhalb von China. Digital Media & Entertainment ist die sechste Sparte. Ich wei├č nicht so richtig, wo Alipay oder AnFinancial eigentlich drin liegt. Das wurde ja zwischendurch, musste sich das als Finanzbeh├Ârde registrieren lassen, also nicht als Beh├Ârde, sondern als Finanzinstitution registrieren lassen. Wozu das jetzt gez├Ąhlt wird, wei├č ich nicht, aber im Prinzip gibt es jetzt nicht mal ein Alibaba, sondern sechs kleine T├Âchter mit eigenen CEOs, eigenem Management Board und so weiter. Was sind m├Âgliche Vor- und Nachteile?
Ich w├╝rde sagen, der Staat hat die CEOs gestellt.
Interessante Sichtweise. Man geht noch davon aus, dass obwohl offiziell Jack Ma ├╝berhaupt keine Funktionen mehr in der Firma erf├╝llt, au├čer dass er wesentlich Anteil besitzt, dass der die Postenverteilung schon mit ├╝bernommen hat. Eigentlich ist ja Mr. Zeng der CEO der Alibaba-Gruppe gerade. Jack Ma h├Ąngt wirklich nur im Hintergrund. Ich glaube auch, um die Gruppe so ein bisschen zu sch├╝tzen. Sie selber sagen, Sie wollen kleine agile Schnellboote haben. Es gab zu viele Management-Ebenen. Es gibt erheblichen Konkurrenzkampf in einigen Gebieten in China. Sie sagen, es ist Vorteil auf der kleinere, agilere Gruppe zu steuern. Ich glaube, ein Grund ist schon auch, dass diese einzelnen Gruppen allein genommen weniger m├Ąchtig sind. Das hei├čt, man geht einem gro├čen Teil an Antitrust und Scrutiny der Wettbewerbsbeh├Ârden aus dem Weg, wenn man sich selber freiwillig zerschl├Ągt. Diese ganzen Vorw├╝rfe, denen sich Amazon auch wieder stellen muss, das war bei Alibaba nicht mal der Fall. Aber wir sind H├Ąndler und Marktplatz auf der gleichen Plattform. Wir besitzen die Daten von beiden Parteien. Ich bevorzuge Leute, die unser Logistiksystem benutzen. Das alles ist nat├╝rlich dann deutlich schwerer durchzuboxen als Wettbewerbsbeh├Ârde, wenn man in sechs unabh├Ąngigen Getieren ist. Wenn Logistik hier zum Beispiel vom Marktplatz getrennt ist und E-Commerce vom Marktplatz vielleicht auch. Wobei Alibaba selber kein E-Commerce gemacht hat. Ich glaube, ein weiterer Grund ist auch einfach der Valuation-Unlock. Ein Holding hat ja immer einen gewissen Abschlag. Und die Sum of the parts, also die Summe der einzelnen Teile, ist in der Regel gr├Â├čer. Wenn man eine Firma in sechs Teile zerschl├Ągt, wird die Marktkapitalisierung der einzelnen Teile mit Sicherheit h├Âher sein, als die der vorherigen Mutterholding. Und die letzte Frage ist auch, ich will jetzt nicht sagen, ist alles au├čer Cloud nicht eh Rotze, aber ich glaube schon, dass das Cloud-Gesch├Ąft eventuell zuk├╝nftig mit anderen Wachstumsraten rechnet, als zum Beispiel das E-Commerce Marketplace Business. Und das w├╝rde, ich glaube auch Amazon, t├Ąte wahrscheinlich aus Shareholder-Sicht schlau daran, AWS abzuspinnen. A, weil der Markt viel mehr R├╝ckenwind hat durch AI und Software insgesamt, auch wenn auch Cloud hat eher eine schwere Zeit verglichen mit den letzten zwei Jahren. Aber ohne jeden Zweifel ist das Cloud-Business viel attraktiver als das E-Commerce oder Marketplace-Business. Wenn du Media mit dazu nimmst, ist es doch ganz spannend, das Marketplace-Business. Aber das ist ja ohne die Cloud-Deckungsbeitr├Ąge w├Ąre das ja sogar noch EBIT negativ. Von daher w├╝rde ich sagen, h├Ątte ich lieber eine Amazon-Aktie oder eine AWS-Aktie. Ich w├╝rde sogar eine Amazon-Aktie gegen eine AWS-Aktie tauschen. Also ich lasse nat├╝rlich viel auf dem Tisch liegen, aber ich glaube AWS wird am Ende genauso viel wert sein, wie die gesamte B├Ârsenbewertung wie Amazon jetzt. Insbesondere weil es schneller w├Ąchst und bessere Margen hat als alle anderen Besch├Ąftsbereiche, wenn man es genau nimmt. Und ich glaube auch das wird Teil der Kalkulation bei Alibaba gewesen sein. Also ich denke Hauptgr├╝nde sind sich aus dem Visier der Wettbewerbsbeh├Ârden so ein bisschen weg zu bewegen. Und das andere nat├╝rlich auch den Wert der einzelnen Unternehmen komplett zu anlocken oder zu entwickeln. Ansonsten hast du die Einlassung deines Lieblings-VCs auf einer gro├čen Tech-Konferenz in Miami mitbekommen?
Also meinst du das in Driesen Horvitz Video?
Genau, also man konnte es auf TechCrunch in den News lesen, aber man konnte auch das gesamte Video anschauen.
Ich habe das gesamte Video leider erst kurz vor der Aufnahme gefunden und gesehen. Es gibt auf jeden Fall ein Video von Marc Antriessen, Ben Horvitz und Adam Newman, in dem sie erkl├Ąren wie unheimlich cool sie Saudi finden und dass sie dort jetzt alles machen k├Ânnen, was sie in Amerika nicht machen konnten. Mein Gedanke war, ich habe nur Ausschnitte gesehen und habe hier das Video und ziehe es mir gleich nach der Aufnahme nochmal richtig ein. Aber mein Gedanke war, das ist jetzt der n├Ąchste Schritt. Es gibt Sportswashing und es gibt Startupswashing. Also man l├Ądt jetzt sehr charismatische Gr├╝nder ein und macht vielleicht das Silicon Valley Banking-Abiente, dass man denen Honig um den Mund schmiert und ihnen Geld gibt und dann reden auf einmal alle gut von einem.
Das kann man so stehen lassen. Wie du schon gesagt hast, die beiden Gr├╝ndungspartner Marc Antriessen und Ben Horvitz von Antriessen Horvitz haben dort Adam Newman, den ehemaligen WeWork-Founder, in den sie auch investiert haben, interviewt, was ja sowieso schon ein komisches Format ist, das zwei Visiers in eigener Typen, Ringelpitz, um nicht ein anderes Wort zu benutzen. Die haben sie auf der B├╝hne interviewt und die Konferenz, die hie├č FII Institute, das ist letztlich ein, ich w├╝rde fast sagen, Think Tank von Saudi-Arabien. Zumindest das Board of Trustees hat den Governor des PIF, das ist der Public Investment Fund von Saudi-Arabien, der ungef├Ąhr 600 Milliarden US-Dollar verwaltet. Die Prinzessin Rima ist die Botschafterin von Saudi-Arabien in den USA und noch ein paar andere Leute aus der Region oder mit Verbindung dazu. Das hei├čt, dieses Institut hat eine Konferenz gemacht, wo das neben Speeches von Jared Kushner und anderen Leuten ein Format war. Und es f├╝hrte dann so weit, dass irgendwann, ich glaube es war Ben Horowitz, der meinte, Saudi-Arabien ist ein Start-up-Country. Saudi has a founder, you don't call him a founder, you call him his royal highness. Newman hat sp├Ąter noch mal sehr berat gesagt, it's leaders like his royal highness that are actually going to lead us where we want to go. Also da h├Ątte man eigentlich so ein bisschen in seinen eigenen Mund spucken m├╝ssen, dabei das zu sagen. Also wenn irgendein Land keinen Founder hat, dann ist es definitiv nicht der derzeitige Prinz oder K├Ânig von Saudi-Arabien der Founder, sondern er ist einfach da fucking reingeboren in die Rolle. Und wenn MBS, der Kronprinz f├╝r irgendwas, der lebende Beweis ist, dass man mit einem Geld der Welt keine Erziehung kaufen kann. Aber absolutistische Monarchen als Founder zu preisen, ist glaube ich sehr out of tone. Aber wie auch immer, offenbar gibt es da ganz gro├če Liebe und positive Vibes inzwischen zwischen Ben Horowitz und Saudi-Arabien. Und der Gutt, was Adam Newman sagt, ist nat├╝rlich genauso bescheuert. Aber warum kuschelt man da jetzt? Was ist dein Verdacht, warum man da jetzt so kuschelig wird auf einmal?
Weil sie Kohle haben. Also sie sind nat├╝rlich hei├č auf das Geld.
Aber glaubst du Andreas Horowitz braucht f├╝r seine Fonds die Saudi-Kohle? Also ja, PIV verwaltet ├╝ber 600 Milliarden US-Dollar, aber in Reason brauchen die Saudi-Kohle? Es gibt viele Startups, die sich jetzt genau die Frage stellen m├╝ssen, glaube ich. Wenn wir unsere Bewertungen retten wollen, dann m├╝ssen wir Abstriche machen bei der Reputation unserer Investoren. Und dann ist Saudi-Arabien definitiv eine Frage, die man sich stellt. Aber Andreas Horowitz, w├╝rde man ja vermuten, die k├Ânnen woanders ja Geld bekommen. Warum machen die in Koh Tao?
Vielleicht ist es auch ein guter Exit-Kanin. Also wenn du die Firma nicht mehr IPO'n kannst, wenn du sie nicht mehr an Corporate verkaufen kannst, dann kannst du es vielleicht in Saudi-Arabien verkaufen. Und das zweite war, ich habe gedacht, ach, jetzt macht es ├╝berhaupt Sinn. Weil das Ganze, f├╝r das Adam Newman steht hier, f├╝r New Way of Living und so, und irgendwie das Expat Hostel, Flo, das w├╝rde ja auch super dorthin passen. Und wenn man jetzt sagt, man verbindet irgendwie das Charisma und das Auftreten von Adam Newman und setzt das irgendwie in Middle East und l├Ąsst ihn da Immobilien mit Brands zusammenbauen, in denen man ja auch unheimlich schnell arbeiten kann. Also da kann man einfach H├Ąuser, Stra├čen, alles sehr schnell bauen. So, dann ist das vielleicht auch einfach das 10x, 100x Multiple, was sie mit Flo generieren k├Ânnen.
Ja, finde ich eine sehr gute Einsch├Ątzung. Also ich glaube A, ich glaube nicht, dass sie selber in Reason Horowitz unbedingt das Saudi-Geld ben├Âtigen. Aber es ist bestimmt ein sehr willkommener Follow-on-Investor, gerade f├╝r Schei├če, die sonst niemand mehr kaufen m├Âchte. Oder wo man keine vern├╝nftigen Serieninvestoren f├╝r bekommt. Und das Zweite ist auch, was du sagst, wenn ich mal ein Startup habe, was in irgendeinem Land eine besonders komplizierte Technologie testen m├Âchte, die vielleicht woanders reguliert ist, Flugtaxis, das ist ein perfektes Beispiel zum Beispiel, oder irgendwie ein High-Speed-Train oder irgendein Krypto-Quatsch oder was wei├č ich. Dann ist es, glaube ich, toll, einen souver├Ąnen Partner wie Saudi-Arabiens oder die K├Ânigsfamilie zu haben, die das eventuell mal schnell greenlighten kann in ihrem eigenen Land und so f├╝r erste Ums├Ątze f├╝r so eine Firma oder erste einfach auch Case-Studies sorgen kann. Ich glaube, das ist tats├Ąchlich das, was, wenn ├╝berhaupt, spannend ist.
Ja, sollen wir unsere Prinzipien auch einfach ├╝ber Bord werfen und jetzt mit allen zusammenarbeiten?
Ich habe schon Podcast-Werbung vom PIV geh├Ârt, glaube ich, irgendwo. Das Spannende ist, dank der eifrigen Journalisten bei The Information, also wenn man irgendwo anfangen m├Âchte, ein Medium zu bezahlen, dann w├╝rde ich empfehlen, das bei The Information zu machen, die haben daraufhin n├Ąmlich herausgefunden, also bisher war das ja relativ gut versteckt, wer eigentlich Saudi-Geld nimmt und wer nicht. Man konnte davon ausgehen, dass jeder, der sich von Softbank hat finanzieren lassen, eigentlich mittelbar 40-50 Prozent des Geldes von Saudis bekommen hat, weil die der gr├Â├čte LP- und Kreditgeber an den Vision Fund war. Der war ja mit Fremdkapital gehebelt, deswegen Mischung aus LP, also Equity, in dem Fonds als Limited Partner und gleichzeitig eine Kreditlinie, die MBS quasi Masayoshi-San geschrieben hat. Ansonsten war nicht so viel, also entweder hat man relativ offen ein Investment vom PIV bekommen, das kann man auf Crunchbase nachschauen oder Pitchbook, wer da direkt Investments bekommen hat, aber was The Information herausgefunden hat, ist, dass der Saudi Public Investment Fund, also der PIV, inzwischen auf seiner Webseite ganz stolz verk├╝ndet, mit wem man zusammenarbeitet. Also inzwischen k├Ânnen die VCs da anscheinend nicht mehr ausreichend dagegen pushen, vielleicht sind sie ja sogar auch stolz darauf. Es gibt eine Seite, die hei├čt sunabill.com, packen wir auch mal in die Show Notes, Our Partners, da steht unter anderem ihre direkten Investments, dazu z├Ąhlen unter anderem BIRD, die Roller Company, die Craft Ventures David Sachs an die B├Ârse gebracht hat, die jetzt bei unter einem Dollar steht inzwischen, das war ein, bevor man das an, war das per Spec eigentlich BIRD oder war das ein gleicher IPO? Ich glaube es war ein Spec, also bevor man es an die Retail Investoren entsorgt hat, waren vorher die Saudis der Investor auf Last Resort und was war noch dabei? Aura, diese Aura Ring, der Sieger Schlafmesse Ring, unter anderem haben sie auch investiert, Sell N.E.K., diese Auto Plattform in Dubai und ein paar andere Firmen, komischerweise N.E.A., New Enterprise Associates, was eigentlich ein Fund ist, verstehe ich jetzt nicht warum der unter Investments steht, aber unter den Direct Investments steht auch die Venture & Growth Funds, in die sie investiert sind und da sind unter anderem sehr renommierte Namen wie 500 Startups von Dave McClure drin, also so eine Art Accelerator wie Y Combinator, ein bisschen kleiner, aber sehr renommiert, also nach Y Combinator wahrscheinlich und Plug & Play Tech Center wahrscheinlich, einer der Top 3 Startup Inkubatoren, Akzeleratoren, Entschuldigung, dann, da es alphabetisch geordnet ist, ganz oben dabei nat├╝rlich Andreessen Horowitz, also die haben da offenbar signifikant Geld gelassen im Fund, Co2, Tiger Cup, unter anderem auch Gorilla Investor in vielen der letzten, also 2020, 2021er Late Stage Growth Runden, ganz gro├č dabei gewesen Co2, Craft Ventures, wieder David Sachs, auch da scheinen die Saudi Familie, LP im Fund von David Sachs zu sein, was man ja sonst eher nicht erwarten w├╝rde, Dragonair, auch eine Late Stage Investoren, die sehr aktiv waren in den letzten 2 Jahren, G Squared, genau das gleiche, General Atlantic, kennt man bestimmt, Green Oaks Capital, auch Late Stage, sehr aktiv in den letzten 2 Jahren, unter anderem auch bei Gorillas, ich glaube all die G Squared, Green Oaks, Dragonair waren alle bei Gorillas drin, wenn ich mich nicht irre, aber auch bei Fiat und so, Iconic Capital, wo unter anderem, glaube ich, wenn ich mich nicht irre, Mark Zuckerberg sein Geld verwalten l├Ąsst, oder zum Teil nat├╝rlich Inside Partners, auch KKA erscheint hier, die, glaube ich, Infrastrukturprojekte in Saudi Arabien machen, was haben wir noch, TCV, Tech Crossover Ventures, TA Associates, auch im Namen Techstars, ein anderer gro├čer Accelerator, Third Point, nicht unbekannt, Wailer Ventures von Peter Thiel ist dabei, Village Global, also wirklich viele sehr renommierte Namen, die Saudi Geld genommen haben, und viele dabei, wo man denken w├╝rde, die br├Ąuchten das nicht, um LP Geld zu raisen, aber vielleicht, um sich Anschlussfinanzierung und gute Kontakte zu sichern, das w├╝rde ich vermuten, ist der Grund, der mir klar war. Komisch ist, dass der Vision Fund hier nicht auftaucht, das h├Ątte ich mir gefragt, warum ist der denn nicht hier, also der Softbank Vision Fund ist nicht dabei, obwohl das ja eigentlich das gr├Â├čte Asset ist, w├╝rde man denken, aber naja, also auf jeden Fall hat sich Saudi Arabien tief in Silicon Valley eingekauft, warum das problematisch ist, f├╝r die, die den Hintergrund nicht haben, nat├╝rlich ist Saudi Arabien eine absolute Monarchie, es gibt keine Pressefreiheit, es wird autorit├Ąr regiert, Frauenrechte sind ein riesiges Thema, wobei man sagen muss, die verbessern sich halt allm├Ąhlich, also Autofahren, Berufswahl usw., der Papa oder ein m├Ąnnliches Familienmitglied muss noch unterschreiben, aber in der H├Âhe k├Ânnen Frauen fast alle Berufe aufnehmen, m├╝ssen dann aber getrennt von anderen Geschlechtern sein, also ich glaube, ich w├╝rde schon versuchen, differenziert zu sehen, Saudi Arabien befindet sich definitiv auf einer Entwicklung, ich glaube, es war auch einfach besonders dumm, dass sie den Journalisten Jamal Khashoggi in einer saudischen Botschaft in Wadisistan, ich glaube in der T├╝rkei umgebracht haben, dass er wirklich, ich wei├č nicht, ob irgendein Staatsangestellter da rogue gegangen ist oder das wirklich auf Befehl von MBS war, dann muss man wirklich sagen, ist der so dumm, wie man sein kann, weil eigentlich waren sie dabei, ihre Reputation zu verbessern und zu zeigen, dass sie auch in dem Prozess, das ist ein Land, das eigentlich keine 100 Jahre alt ist und man kann nicht alles auch immer in unseren westlichen Standards messen, man muss auch sagen, auch wenn es um Katar geht oder so, was da seit 60 Jahren erst entsteht oder Dubai, man muss relativ klar sagen, was nicht stimmt in den L├Ąndern, jetzt die gleichen Ma├čst├Ąbe anzusetzen, also auch in Deutschland konnte eine Frau kein Bankkonto in 60er Jahren, glaube ich, ├Ąndern, Wahlrecht ist ein Riesenthema gewesen, Homosexualit├Ąt war auch noch illegal, ich glaube in den Nachkriegsjahren oder tief in die 70er in Deutschland, also so ganz haben wir die moralische H├Âhe auch nicht dar├╝ber zu urteilen, finde ich, trotzdem, Foltern, Steinigung, Amputation, was es da alles gibt, relativ klar, dass das irgendwie kein Land ist, plus Terrorfinanzierung, der Krieg im Jemen und so weiter, ich glaube, man muss dem Land schon zugestehen, dass sie auf dem Weg der Besserung sind, trotzdem haben sie eben auch gerade zuletzt wieder viele Fehler gemacht, aber was zweifelsohne richtig ist, ist, dass es ein unheimlich reiches Land ist, durch den schieren ├ľlreichtum, gerade wieder durch die Jahresergebnisse von Saudi Aramco, die fast 60 Milliarden oder so Gewinn gemacht haben, Sekunde, jetzt habe ich eine Zahl gesagt, jetzt muss ich schon gucken, ob es richtig ist, okay, 60 Milliarden war falsch, es waren 160 Milliarden Gewinn, also die Marktkapitalisierung von Alibaba ungef├Ąhr haben sie als Gewinn, wie kam es jetzt dahin, also es ist ein furchtbar reiches Land, und die sich transformieren wollen von der fossilen Wirtschaft, es gibt dieses Neom-Megaprojekt in der W├╝ste, und ich glaube, das sehen schon viele Geldgeber, wenn du Dinge umsetzen willst, Dinge bauen willst, Dinge machen willst, Dinge ausprobieren willst, dann wird die Golfregion immer wichtiger, die werden gegenseitig unheimlich viel, um sich gegenseitig zu ├╝bertrumpfen, also in dem Wettstreit Dubai, Katar, Saudi Arabien, du hast Sportswashing vorhin angesprochen, die werden also nicht nur Haus der n├Ąchsten EMs, WMs, Olympischen Spiele und so weiter versuchen zu werden, sie werden sich auch mit Gro├čprojekten wie diesem Neom, was so eine l├Ąngliche Stadt, die glaube ich ├╝ber mehrere Kilometer in einem Strich konstruiert wird, am Golf von Aqaba, dar├╝ber wird man sich versuchen zu profilieren, und ich glaube schon, dass es ein Hort der Innovation ist, der, so wie Dubai auch zuletzt, viele Leute anzieht, mich selber reizt das nicht, ich finde es auch nicht spannend, aber es ist auch Quatsch, das zu ignorieren und zu sagen, das ist jetzt eine Region, die wir weiter verteufeln m├╝ssen, und wo wir uns nicht mit auseinandersetzen m├╝ssen, weil Fakt ist, wenn wir es nicht tun, dann wird es China tun, und man muss nat├╝rlich auch die Herrscherfamilie und das Volk an sich, so wie auch in Russland oder so, trennen, ich glaube schon, dass wir uns irgendwie zu Saudi-Arabien verhalten m├╝ssen, und zu jeder VC, Kapitalgeber und so weiter, aber was man sicherlich nicht machen muss, ist so stiefel├Ąckerische Einlassungen, von wegen, His Royal Highness w├Ąre ein Founder, und was wei├č ich, also der startet da jetzt gro├če Projekte, das stimmt schon, aber zuallererst ist er mal ein autorit├Ąrer Herrscher, der 2015 noch so 160 Leute ├Âffentlich hat hinrichten lassen, und andere eben sehr un├Âffentlich in Botschaften hat zerst├╝ckeln lassen, von daher w├╝rde ich mir w├╝nschen, dass alle versuchen, das ein bisschen differenzierter zu sehen, ich bin mir sicher, dass ich mir den Zorn beider Seiten eingezogen habe, mit meiner differenzierten Sichtweise, also kommt in die Community, und erz├Ąhlt mir, warum ich viel zu milde bin, oder warum ich immer noch zu hart bin, ich bin mir sicher, ich habe niemandem Gefallen getan, aber das ist meine pers├Ânliche Meinung.
Du bist ja in so ein paar Funds investiert, was w├╝rdest du denn jetzt machen, wenn das so einer von denen ist, in denen du eigentlich ab und zu mal irgendwie ein bisschen was ├╝berweisen musst, w├╝rdest du dich davon differenzieren, oder ist es einfach Business as usual?
Ich finde es bei den Funds nicht so spannend wie bei Startups direkt, also die Frage ist z.B., was w├Ąre, wenn, so als Investor auf Last Resort, Gorillas z.B. Saudi Geld genommen h├Ątte, oder so, also, sehr schwere Frage, ich habe mir die Frage aufgestellt, ich w├╝rde sagen, w├Ąre es meine eigene Firma, und h├Ątte ich f├╝r nichts eine Verantwortung, dann w├╝rde ich immer sagen, ich mache lieber meine Firma dicht, als Saudi Geld zu nehmen, ganz ehrlich, aber wenn du Mitarbeiter hast, und wenn du anderen Investoren gegen├╝ber, nat├╝rlich versprochen hast, ihr Geld auch zu vermehren, oder wenigstens zu erhalten, ist das nat├╝rlich viel schwerer. Was ich auf jeden Fall, ich w├╝rde schon sagen, wenn ich die Wahl h├Ątte, der norwegische Start-Up-Fund investiert, auf eine 2 Milliarden Bewertung in meine Firma, oder Saudi Arabien f├╝r 2,6 Millionen, oder Milliarden, dann w├╝rde ich immer noch lieber den norwegischen Start-Up-Fund nehmen, relativ klar. Also ich w├╝rde jetzt nicht f├╝r Kleingeld mich von Saudis kaufen lassen. Wenn es Fonds sind, also sagen wir mal, ein Fonds, in den ich investiert bin, hat auch Saudi Geld, dann w├╝rde ich sagen, sofern das im Moment legal gestattet ist, also wenn jetzt niemand gegen Sanktionen versteht, dann ist das nun mal ein Fonds, das ich dann auch nicht f├╝r Saudi Arabien investieren w├╝rde, wobei der Fonds nat├╝rlich so ein bisschen ausw├Ąhlen kann, von wem man das Geld nimmt. Ich kann mir vorstellen, dass meine Entscheidung, da nochmal Geld reinzutun, ver├Ąndert. Und ich glaube, es w├╝rde meine Entscheidung, wenn ein Start-Up Saudi Geld nimmt, vielleicht w├╝rde ich dann eher Secondaries bei der n├Ąchsten Runde anstreben, oder bei der gleichen Runde sogar.
Was machst du denn mit den Secondaries? Wie ist es mit dem Geld von dort?
Kannst du damit leben? Naja, ich m├Âchte immer ungern auf Panels sitzen, in Gesellschaften sein, oder in Cap-Tables mit Menschen, die ich moralisch nicht f├╝r einwandfrei halte. Es ist schwer genug, das zu tun, wenn man Investor ist. Es ist gar nicht so einfach, sich daran zu halten. Was ich gerade sagen wollte, ich glaube, die Kaschoggi-Sache war 2018 oder 2019, ich glaube, davor h├Ątte ich das auch nochmal anders gesehen. Das hat nochmal gezeigt, dass man sich um nichts k├╝mmert. Davor w├Ąre ich mehr auf der Seite gewesen, Saudi Arabien versucht zu zeigen, dass sie auf einem Weg sind. Ich halte ├╝berhaupt nichts davon zu sagen, wir sind hier Westeuropa, und ihr m├╝sst jetzt irgendwie euren Frauen die Schleier runterrei├čen, und alles von heute auf morgen ├Ąndern. Das ist vermessen, und ist auch gem├Ą├č unserer eigenen Geschichte geschichtsvergessen, weil wir das ja auch erst vor 15 Jahren gelernt haben, und das hart erk├Ąmpft wurde. Ich glaube nicht, dass man es von au├čen so stark erzwingen sollte, sofern man im Land selber bestrebt, daf├╝r sieht es allm├Ąhlich zu ├Ąndern. Das Zerst├Âckeln von Kaschoggi hat nat├╝rlich auch einen relativ klar hohen Mittelfinger in die ganze Welt, dass man sehr undiplomatisch mit gewissen Issues umgeht. Die Frage ist, kann Saudi Arabien sich wirklich auf einen mehr und mehr demokratischen Weg begeben? Das w├Ąre nat├╝rlich das, woran man gerne glauben m├Âchte, dass beide Transformationen vom ├ľlstaat zum Innovationsland, Millionenquadratmeter-Startup, wenn ich Ben Horowitz richtig verstanden habe, relativ unwahrscheinlich sind. Ich wei├č nicht, ob es noch Untersuchungen dazu gibt, aber rein empirisch ist es ja so, dass rohstoffreiche Staaten zu autorit├Ąren Regierungen neigen. Gibt es da auch schon Untersuchungen, dass das so ist? Es lohnt sich nicht, Hochtechnologie zu machen, wenn man das Geld so einfach aus der Erde holen kann. Gleichzeitig erh├Âht das die Wahrscheinlichkeit, dass sich irgendwelche mafi├Âsen oder autorit├Ąren Strukturen entwickeln. Wobei dann w├Ąre ja eben genau die Transformation vom Rohstoffstaat zu einem Hochtechnologieland vielleicht auch das. Ich glaube nicht, dass die Regierung in den n├Ąchsten Jahren die Chance hat, dass dauerhaft Hunderttausende oder Millionen von westlichen Gastarbeitern in dem Land arbeiten m├Âchten, wenn das zivile Miteinander dort weiterhin so organisiert bleibt wie jetzt. Das hei├čt tats├Ąchlich, wenn du baust jetzt diese Stadt dort, du siedelst Technologie an, du siedelst Startups an, das wird ├╝ber die ├╝blichen Wege Steuerfreiheit, Krypto, ihr d├╝rft unreguliert machen, was ihr wollt und so weiter, solange ihr nicht Eures Royal Highness beleidigt macht. Das wird bestimmt funktionieren bis zu einem gewissen Grad. Ich w├╝rde das nicht untersch├Ątzen. Nicht nur Saudi-Arabien, sondern die ganze Region. Ich sehe ├╝berhaupt nicht, wie der scheitern kann, ehrlich gesagt. Ich halte das f├╝r sicher. Und vielleicht f├╝hrt es dann tats├Ąchlich auch zu der Transformation der Zivilgesellschaft mehr und mehr. Ich glaube, dass man das nicht weiter kriminalisiert, weil man das nicht weiter abdankt, aber dass man ein gewisses Ma├č an Pressefreiheit vielleicht wieder zul├Ąsst, Frauenrechte weiter st├Ąrkt, hoffentlich LGBT-Rechte auch einf├╝hrt und unterst├╝tzt und es nicht weiter kriminalisiert. Ich glaube schon, dass das n├Âtig ist. Du kannst das eine ohne das andere nicht machen. Du kannst ja nicht Entwickler und Entwicklerinnen aus der ganzen Welt anlocken. Die Homosexualit├Ąt als Todesstrafe stellen. Ich wei├č nicht, ob es eine Todesstrafe ist, aber eine Kombination von diesen Dingen. Von daher ist es vielleicht der Weg zum Wandel, wenn man eben vom Rohstoffstaat ins Technologiezeitalter eintritt. Von daher sollte man die Entwickler auch nicht boykottieren. Aber man kann ja auch klare Forderungen stellen und sagen, Saudi-Arabien ist ein Land mit viel Potenzial, aber es ist ein Land, das nicht nur f├╝r sich, Saudi-Arabien ist ein Land mit viel Potenzial, wenn die Zivilgesellschaft sich den Ambitionen, die man an Technologie hat, anpasst.
Ich bin gespannt. Meinst du, wir machen eine Doppelg├Ąngeraufnahme dort irgendwann in den n├Ąchsten f├╝nf Jahren?
Wenn ich weitere Zeichen, wenn man zum Beispiel Bedauern f├╝r den verachtensw├╝rdigen Attentat an Jamal Khashoggi zeigt und sich abzeichnet, dass man weiter auf einem Weg zur├╝ckgeht, der Milderung ist und sich der Menschenrechtsindex verbessert, w├╝rde ich das nicht ausschlie├čen. Nicht einfach so oder f├╝r Geld.
M├╝ssten wir vielleicht am Anfang noch mal was von der Podcastfolge rausschneiden? Die AI wird sich ewig daran erinnern.
Gut, dann gehen wir mal auf eine H├Ârerfrage.
Es hat uns jemand geschrieben, der aus seinem Startup austreten m├Âchte und am liebsten w├╝rde er seine gew├Ąsserten Teile oder Anteile an der Firma ver├Ąu├čern. Gew├Ąssert bedeutet, er ist nicht so lange geblieben, wie er ausgemacht hat oder wie der Vertrag aufgesetzt war. Zum Beispiel geplant war f├╝r vier Jahre, aber nach zwei Jahren h├Ârt er auf. Das bedeutet, ihm geh├Âren nur die H├Ąlfte der Anteile, die ihm zugeschrieben waren. Er kann auch voll gew├Ąssert haben, theoretisch. Er kann auch alle haben, aber gew├Ąssert hei├čt,
er hat sich ├╝ber die Jahre die Anteile verdient. Jetzt die Frage, wie sollte er das am besten angehen?
Mit wem spricht er zuerst? Wie soll er seine Verkaufsabsichten kommunizieren, ohne dabei schlechte Stimmung zu machen? Wer macht die Preisvorschl├Ąge? Wie w├╝rdest du es durchspielen? Ich w├╝rde nicht verkaufen. Ich w├╝rde nicht verkaufen. Vielleicht braucht er das Geld f├╝r die n├Ąchste Runde.
Das kam auf die Frage heraus.
Mein Ziel w├Ąre, nie zu verkaufen. Wenn ich verkaufen m├╝sste, w├╝rde ich es vielleicht erst verkaufen, wenn die n├Ąchste Runde kommt. Wenn man darauf nicht warten kann, muss man wahrscheinlich damit rechnen, dass man einen Discount geben muss. Oder dass man es g├╝nstiger abgibt.
Sofern man weiter an die Firma glaubt, kann man gut sagen, warum nicht einfach dabei bleiben. Ohne Not verkaufen, wenn man an die Firma glaubt. Wenn man zum einen eh nicht die beste Bewertung bekommt. H├Âchstwahrscheinlich. Jede Studie sagt, dass sich die Bewertungen an den Private Markets anpassen. Wenn die letzte Runde Anfang 2022 kommt, dann w├╝rde man vielleicht noch ein Drittel des Geldes bekommen. Die Firma ist in der Zwischenzeit gewachsen. Das ist die erste Erw├Ągung, die du gerade gesagt hast. Vielleicht muss man gar nicht verkaufen. Wenn man daran nicht glaubt, oder sich ├╝berworfen hat und sein Geld nicht geparkt haben will. Das ist oft, dass man strategisch anderer Meinung war. Dann m├Âchte man sein Geld drau├čen haben, weil man glaubt, es wird alles schieflaufen. Er spricht von einer letzten Runde, bei der eine Bewertung zustande gekommen ist. Dann h├Ątte man bei der Runde anmelden m├╝ssen, dass man bereit w├Ąre, einen Teil der Shares abzugeben. Option zwei ist, man meldet es bei der n├Ąchsten Runde an. Bei einer Funding-Runde kann man Primary und Secondary-Kapital raisen. Primary hei├čt, es werden neue Shares geschaffen. Daf├╝r zahlt ein Investor Geld ein, um diese Shares zu erwerben. Und Secondary ist der Investor oder die Investorin, der von vorherigen Gesellschaftern, Shareholdern Anteile an der Firma erwirbt. Im Sekund├Ąrmarkt werden Shares verkauft. Dazu k├Ânnen zum Beispiel solche Shares geh├Âren, die man dann verkauft. Der n├Ąchste Investor, statt 12 Prozent, es werden nur 10 Prozent neue Shares geschaffen. Die anderen 2 Prozent kauft er von einem ehemaligen Mitgr├╝nder. Das w├Ąre eine M├Âglichkeit f├╝r eine gemischte Primary-Secondary-Transaktion. Das w├Ąre eine M├Âglichkeit f├╝r eine gemischte Primary-Secondary-Transaktion. Wenn man es in der Zwischenzeit macht, er fragt ja, wie er das vor allem mit dem Startup kommunizieren soll, ich hielt es f├╝r am schlauesten, der Startup hat eigentlich keinen Grund, etwas dagegen zu haben. Von daher fiel es eigentlich am schlauesten, sich erst einen potenziellen K├Ąufer zu suchen und dann mit dem K├Ąufer dorthin zu gehen. Der K├Ąufer kann ein bestehender Investor sein, der kennt die Firma gut, der ist eventuell ├╝berzeugt. Er will seinen Anteil vergr├Â├čern. Man kann mit dem Bestandsinvestor reden und sagen, ich w├╝rde meine Shares gerne abgeben. Idealerweise mit einem guten Grund, der nicht hei├čt, wenn du jemandem sagst, ich will die Shares der Firma nicht mehr haben, dann wird niemand die kaufen wollen von dir, wenn du selber als Insider die nicht mehr haben willst. Ein guter Grund w├Ąre, ich will etwas Neues bauen und brauche daf├╝r das Geld. Ansonsten findet die Firma ganz prima. Man kann auch einen Bestandsinvestor verkaufen oder einen neuen Investor. Da muss man ein bisschen ├╝berlegen, ist das ein Investor, den alle anderen als neuer Shareholder akzeptieren w├╝rden. Verkauft man das an direkten Konkurrenten oder ein besonders dummes Geld, das keinen strategischen Wert hat, dann k├Ânnten eventuell die Bestandsgesellschaften oder die Gesellschaftsfrauen sagen, das ist etwas, was wir eher nicht supporten. Idealerweise hat man in seinem Gesch├Ąft oder in seinem Gesellschaftsvertrag im Shareholder Agreement schon Vorkehrungen f├╝r diesen Fall getroffen. Die hei├čen zum Beispiel, wenn ich jemanden finde, der meine Shares kaufen will, dann kann ich das tun, au├čer die Gesellschaft oder die Summe der Gesellschaft bietet mir einen besseren Preis. Es ist relativ ├╝blich, dass die Gesellschaft zum Beispiel ein Vorkaufsrecht hat, um zu verhindern, dass meine Shares an Konkurrenten verkauft werden. Da kann man sagen, ich kann extern mich um einen K├Ąufer k├╝mmern. Wenn die Gesellschaft aber sagt, sie m├Âchte nicht, dass ich an denen verkaufe, dann m├╝ssen sie mir mehr Geld f├╝r meine Shares geben. Damit zettelt man zuk├╝nftige Probleme. Ich m├╝sste nur noch jemanden zum Bluffen extern finden, der das kauft. Dann agiert die Gesellschaft als Vork├Ąufer, die nicht die Gesellschaft sind. Wenn man jemanden gefunden hat, der die Shares kaufen w├╝rde, sollte man in der Regel in der Lage sein, den Rest der Gesellschaft zu ├╝berzeugen. Das nervigste ist, dass das jeden noch mal zum Notar muss. Deswegen macht man es gerne im Zusammenhang mit bestehenden Runden, wo es nur zwei Seiten mehr sind, die unterschrieben werden m├╝ssen. Das sind die M├Âglichkeiten. Ich w├╝rde erst mal kl├Ąren, gibt es irgendwo ein Marktinteresse. Wenn man gut ist mit den Gr├╝nden, dann kann man das abkl├Ąren, ob die das Cash daf├╝r haben. In der Regel raist das Startup ja Geld und will nicht Aktien zur├╝ckkaufen. Das ist ja kein B├Ârsennotieres Unternehmen, das ein Share-Buyback-Programm unterh├Ąlt. Die sind froh, wenn sie Cash haben und nicht Aktien zur├╝ckkaufen m├╝ssen. Deswegen w├╝rde ich eher bei den bestehenden Investoren suchen, weil ich glaube, er h├Ątte eigentlich gern noch mehr Shares. Wenn nicht, kann man versuchen, einen neuen Investor zu finden. Aber da m├╝ssen sich alle Gesellschafter einigen, dass sie Bock darauf haben. Das w├Ąren so meine Ideen. Und auch mit dem Anwalt vielleicht mal checken, was die Rechte sind, die man hat. Kann man es auch einfach so verkaufen? Wenn ich irgendjemanden finde, kann ich es einfach so verkaufen? Kann die Firma es blockieren? Hat die Firma ein Vorkaufsrecht? Wenn man beim guten Anwalt sein Shareholder-Agreement aufgesetzt hat, dann sind diese F├Ąlle eigentlich alle relativ klar schon gel├Âst. Was nat├╝rlich, was ist verstandardm├Ą├čig auftritt und zu Problemen f├╝hrt. Deswegen gibt es daf├╝r in der Regel Vorkaufsrechte. Tag-along, drag-along und sowas. Womit relativ klar ist, dass die Firma das kaufen wird, wenn ich zum Beispiel einen Investor anschleppe, den sie nicht mag.
Kann man irgendeinen Konstrukt bauen, das vor allem f├╝r die verbliebenen Gr├╝nder gut ist? Also dass du denen irgendwie anbietest, also mal angenommen, es gibt drei Leute und einer geht raus, dass derjenige sagt, hey, ich w├╝rde gerne, dass ihr weiterhin am meisten Ownership von der Company habt oder sowas. Ob man da irgendwas spielen kann, ob es da irgendeinen Trick oder irgendwas gibt.
In dem Fall w├Ąre es vielleicht am besten, wenn die Gesellschaft die zur├╝ckkauft. Dann kriegt anteilig jeder ein bisschen was zur├╝ck. Man kann es nat├╝rlich direkt an die Gr├╝nder verkaufen,
aber es ist unwahrscheinlich, dass die die Kohle haben. Wenn der eine Gr├╝nder kein Geld hat, dann kann man davon ausgehen, dass die restliche Cap-Table derjenigen, die operativ arbeiten, auch kein Geld hat.
Ich w├╝rde behaupten, das ├╝blichste Szenario ist, dass im Rahmen der n├Ąchsten Runde eine Secondary-Transaktion vorgesehen wird. Das hei├čt, da sagt man einfach den neuen Investoren, einer der Altgesellschafter will aus guten Gr├╝nden Anteile verkaufen. Nicht, weil er an die Firma nicht mehr glaubt, sondern weil er einfach nicht mehr aktiv ist und das n├Ąchste Ding damit bauen m├Âchte. Das w├Ąre Option eins. Die wahrscheinlichste Option zwei ist, dass man im Gesellschaftkreis der Bestandsinvestoren jemanden findet, der die Anteile eventuell ├╝bernehmen w├╝rde. Sofern es der Firma gut geht und sofern noch alle an die letzte Bewertung glauben. Was im Moment nat├╝rlich in der volatilen Lage sich schnell ├Ąndern kann. Also wenn die Runde 2021 oder Anfang 2022 gemacht wurde, dann wird wahrscheinlich niemand zu diesem Preis gerade die Aktien kaufen wollen. Generell w├╝rde ich nicht davon ausgehen, dass es unbedingt einen Discount braucht. Also nicht blo├č, wenn man sich die Aktien verkauft, muss man sich auf einen Discount einlassen. Das w├╝rde ich nicht sagen. Aber aufgrund der derzeitigen Situation ist es so, dass niemand mehr die Bewertung von 2021 zahlen w├╝rde. Und das w├╝rde dann letztlich zu einem Discount f├╝hren oder dass man einen anderen Preis bek├Ąme.
Vielen Dank. Ich bin gespannt. An den H├Ârer, gib uns ein Update, wie du es gel├Âst hast. Und viel Erfolg bei der Verhandlung. Eine andere H├Ârerfrage. Daf├╝r m├╝sst ihr jetzt erstmal alle in unsere Show Notes gehen. Und zwar gibt es eine kurze Umfrage f├╝r eine Bachelorarbeit ├╝ber den Einfluss von Low-Code-Technologien auf den Fachkr├Ąftemangel in Startups. Also jeder, der ein Startup hat und irgendwas mit Low-Code, No-Code macht, jetzt einmal kurz in die Show Notes. Und Adrian bei der Bachelor-Thesis helfen. Dazu hat er zwei Fragen f├╝r uns. Erstens, ben├Âtigen wir, wie bisher in den medialen Sprachrohren, noch so viele IT-Spezialisten oder brauchen wir einfach nur noch gute Citizen-Developer? Ich glaube, dass du in der Prototyp-Phase
also man kann deutlich mehr Apps, Startups, also nichts im Programmieren, aber man kann deutlich mehr Apps, Startups, also nichts im Programmieren, also nichts im ProgMarket Fit bringen, aber zu einem Prototypen, den man testen kann. Ich glaube, da wird es viel Effizienz geben. Du brauchst vielleicht beim Gr├╝nden nicht sofort schon ein CTO, wenn du ein bisschen Advice hast und F├Ąhigkeiten. Du brauchst nicht das irgendwie zwei, drei Entwicklerteam, um zu deinem ersten Prototypen zu kommen. Vielleicht.
Stattdessen brauchst du einen CFO, der erstmal drei Konten er├Âffnet.
Das auch nicht beim Startup. Also beim C-Stage. Also das alles als graduelle Ausgabe. Es gibt nat├╝rlich komplexe Projekte, wo man weiterhin von Anfang an ein ordentliches Setup braucht. Da kriegt man aber auch anderes Funding f├╝r in der Regel. Aber um kleine Sachen zu testen, kommt man mit weniger Entwicklerressourcen aus. Das glaube ich schon. Ich glaube, im weiteren Verlauf wird die Effizienz h├Âher. Durch AI-unterst├╝tzte Entwicklungen und No-Code-No-Code. Ich glaube, dass im weiteren Verlauf dann No-Code-No-Code unwichtiger werden. Ich glaube, es ist super, dich von 0 auf 0,7 Alphabeta-Version zu bringen. Ich glaube nicht, dass es gut ist, um dich von 1 auf 100 zu skalieren. Ich glaube nicht, dass viele Firmen dort auf 100 sind. Ich glaube, es ist super, wenn man sich von 1 auf 100 schl├Ągt. Zumindest nicht bei Consumer-Facing-Tech. Wenn intern, um BI-Anwendungen, Daten-Warehouses anzusprechen, ein paar internen Optimierungen, BI-L├Âsungen usw. zu bauen. Ich glaube, da wird es auch immer mehr No-Code-No-Code-L├Âsungen geben. Also No-Code hei├čt, man muss nicht programmieren k├Ânnen. Also intern kann man das bestimmt auch hier und da nutzen. Ich glaube nicht, dass du mit No-Code-No-Code dich in die Series C durchschlagen kannst. Das hielte ich f├╝r sehr, sehr unwahrscheinlich. Es kommt auch ein bisschen darauf an, was du baust. Aber die Frage ist ja auch, wenn du das damit bauen kannst, wie defendable ist das? Aber das habe ich bei der WU gesagt, dass ich glaube, dass das machen kann, die R&D-Ausgaben werden relativ gesehen sinken und die Marketing-Ausgaben werden relativ steigen. Weil um zu lernen und Zugang zu bekommen, wird Gr├Â├če und Marktzugang wichtiger und die R&D-Ausgaben und das Produkt ein bisschen unwichtiger w├Ąren meine Voraussage im Vergleich. Auch das nur relativ gesehen. Nicht im Sinne von nur noch Marketing, kein Tech mehr, sondern auch nur noch Marketing. Ganz marginal wird sich das ver├Ąndern, glaube ich, ├╝ber die Zeit. Du hast ja jetzt mit dem ganzen AI-Hype und allem Sachen auch wieder wesentlich komplexer.
Du brauchst halt immer noch, ich glaube, es macht auf jeden Fall Sinn, auch weiterhin IT-Spezialist oder Spezialistin zu werden und sich da tief reinzubohren und nicht nur an der Oberfl├Ąche zu arbeiten. Das ist ja auch ein bisschen das, was ich mir vorgestellt habe. Der Vorteil ist halt, du kriegst viel schneller was realisiert und man k├Ânnte jetzt Vergleiche machen mit, was fr├╝her irgendwie nur Entwickler oder wo nur wirklich sehr technisch avisierte Leute Interesse hatten, irgendwas zu bauen. Das k├Ânnen halt jetzt auch andere einfach mal nebenher bauen oder auf jeden Fall den Start daf├╝r finden. Die n├Ąchste Frage war, wie ist das mit dem Thema, was man jetzt mit Low-Code machen sollte, ob man das ins Programm mit einnehmen w├╝rde. Da w├╝rde ich, glaube ich, schon sagen, dass man auf jeden Fall vielleicht nicht, das eine ist, man bringt irgendwie Informatik schon fr├╝h in die Schulen. Das andere ist, man zeigt es halt oder man l├Ąsst halt die Daten, die man in der Schule hat, in die Schule bringen. Man zeigt es halt oder man l├Ąsst halt Sachen bauen. Und das sollte ja jetzt mittlerweile mit den ganzen Tools auch so m├Âglich sein, dass man das in der Schule schon machen kann. Also dass man konkrete Aufgaben gibt und sagt, hey, mit den Tools, die es hier gibt, baue eine Webseite, baue eine kleine Applikation. Und ich glaube, das kann nur von Vorteil sein.
Ja, also ich glaube, der Unterricht heute sollte nicht mehr irgendwie kleine Lagerroboter mit Turbo Pascal programmieren sein, sondern eher das Spektrum an verf├╝gbaren L├Âsungen kennenlernen. Also die Logik von Programmieren, was eine Datenbank ist, wie man die anspricht, verf├╝gbare Sprachen und so weiter. Ich glaube, das macht schon Sinn, das einmal theoretisch zu lernen oder auch halb praktisch. Aber ich glaube, es ist viel wichtiger zu verstehen, was sind eigentlich Tools, die zur Verf├╝gung stehen und wie weit kann ich damit auch alleine kommen und wo brauche ich professionelle Hilfe. Das jedem im Ansatz Programmieren beizubringen, macht immer noch ├╝berhaupt keinen Sinn. Wenn du Krankenpfleger werden m├Âchtest oder Busfahrerin, wei├č nicht, ob so wichtig ist, dass du, also Busfahrerin, wei├č nicht, ob ich das noch werden wollte,
aber dann brauchst du vielleicht nicht Informatik lernen. Mal gucken, klick schnell durch die Form. Ich habe es gemacht, es sind glaube ich sieben Fragen. Das kann man schnell auf dem Handy machen. Dann hast du noch ein paar neue alte News.
Was gibt es Neues, Altes von Apple Pay? Dein Lieblingskonzern ist jetzt ins Buy Now, Pay Later-Gesch├Ąft eingestiegen.
Haben wir da nicht schon mal vor einem Jahr dr├╝ber gesprochen?
Da war es eine Androhung, glaube ich, oder so. Die Goldman-Karte hat Apple schon lange. Sie hat es damit gut geschafft, Verluste f├╝r Goldman einzufahren. Jetzt geht man offiziell in Apple Pay Later. Warum auch das denn? Wahrscheinlich haben sie gemerkt,
dass sie gerne mitverdienen w├╝rden, wenn diese ganzen Luxus-Fahrr├Ąder f├╝r zu Hause verkauft werden. Es ist nat├╝rlich attraktiv, weil es Service Revenue ist.
Das f├Ąllt Apple zunehmend schwer zu steigern. Das w├Ąre 100% Service Revenue nat├╝rlich. Plus, sie haben jede Menge Geld. Das w├Ąre eine gute M├Âglichkeit, ihr eigenes Geld sinnvollen Zwecken hinzuzuf├╝gen. Also selber zum Lender zu werden.
Sie haben wahrscheinlich auch die besten Kunden.
Ich halte es immer noch f├╝r ein beschissenes Gesch├Ąftsmodell. Man muss aber fairerweise sagen, dass niemand bessere Voraussetzungen daf├╝r hat. Sie haben die H├Ąndlerseite mit Apple Pay schon akquiriert. Sie haben die Konsumentenseite sowieso auf ihrer Plattform. Sie haben die Daten, was bisherige Payments usw. angeht. Selbst wenn du die Paymentdaten nicht h├Ąttest, k├Ânntest du aus allen anderen Daten des Kunden ├╝ber Machine Learning sehr gut herausfinden, ob der Mensch wahrscheinlich defaultet oder p├╝nktlich seine Zahlung zur├╝ckzahlt. Das hei├čt, sie haben schon einen harten Headstart in das Modell, wenn sie es machen wollten. Das ist ein guter Punkt. Ich glaube, das ist ein guter Punkt. Ich glaube, strategisch macht es auch nur deswegen Sinn, weil die Gefahr w├Ąre, dass eine L├Âsung wie Clan oder Affirm ansonsten ein eigenes ├ľkosystem aufbaut. Also um zu sagen, damit Leute jetzt nicht wegen des Features bei Now Pay Later zu Square oder zu Affirm oder zu Clan abwandern, dann bieten wir das lieber an. Das ist ein guter Punkt. Ich glaube, das ist ein guter Punkt. Ich glaube, das ist ein guter Punkt. Dann bieten wir das lieber an und ersticken damit diesen Markt mehr oder weniger oder nehmen Bewertungen und Wachstum aus dem Markt raus. Ansonsten nicht f├╝r die Strategie.
Vor allem die besten Kunden aus dem Markt raus.
Genau. Du nimmst alle positiven Profile und die besten Kunden raus. Damit machst du den TAM komplett, sehr guter Punkt, den tats├Ąchlich adressierbaren Markt, das ist nicht die Definition von TAM nat├╝rlich, aber den, den du wirklich servicen kannst, aus dem schneidest du dir eigentlich die besten Profile raus. Das ist eine fiese Taktik. Jeder wei├č, was er mir einen Kredit geben sollte als dir.
Wieso das denn?
Weil ich Apple nutze und du Android.
Vielleicht sollte man sich da nicht auf einzelne Merkmale verlassen.
Ich finde strategisch nicht die schlaueste Sache der Welt, aber ich finde, dass es eine gute Strategie ist, als defensiver Move, um sicherzustellen, man muss es einer anderen Payment Plattform jetzt auch nicht unn├Âtig einfach machen, signifikante Marktanteile zu gewinnen und dann einfach zu sagen, schaut mal, wie einfach wir das k├Ânnen. Eigentlich haben wir schon Kontakt zu allen Marktseiten und die besseren Daten und damit wird jetzt alles nur Raise to the bottom. Ist vielleicht dann schon schl├╝ssig und es ist willkommene Service Revenue, w├╝rde ich denken. Sie k├Ânnen wahrscheinlich auch schlechte Produkterfahrungen verhindern, weil sie besser wissen, wem man es anbieten sollte und wem nicht. Wo wir gerade bei Luxusproblemen sind. L'Oreal hat, ich glaube, Start ist heute, am Dienstag, angek├╝ndigt, dass sie Aesop, wie auch immer man es nennen m├Âchte, da streiten sich ganze Generationen dr├╝ber, f├╝r die gr├Â├čte ├ťbernahme von L'Oreal oder in der Kategorie in der Vergangenheit. F├╝r 2,5 Milliarden kauft man nach Rosmarin und Mandarinen riechende Peeling-Seife. Bist du Aesop-Fan? Seife ist Seife. Aus den Hotels und Fitnessclubs, wo du dich rumtreibst, kennst du das bestimmt, wie ich dich einsch├Ątze? Allein, dass du lachst, sagt schon, dass ich recht habe. Ich wollte gerade wissen,
f├╝r wie viel wurde Lush damals gekauft?
Lush ist ja das Anti-Aesop, womit sich Transferleistungsempf├Ąnger das Bad sch├Âner machen.
Ach so, ich habe gedacht, es ist genau das Gleiche.
Ist Lush nicht diese ekelhafte, stinkende Seife in der Fu├čg├Ąngers├Âhne? Lush riecht billig und ist billig. Aesop ist ein halber Liter Seife f├╝r 40-50 Dollar. Ist billig und riecht teuer.
Ist teuer, aber keine Ahnung. Kosmetik interessiert mich nicht so wirklich. Hast du das auch, dass wenn du an einem Lush-Laden vorbeigehst,
dass du gar nicht... Ich ├╝berlege gerade, ob ich ├╝berempfindlich bin. Ich verstehe gar nicht, wie man da reingehen kann.
Bei mir ist es so, wenn ich daran vorbeigehe,
wenn ich jetzt was kaufen m├╝sste, dann br├Ąuchte ich eine Maske. Also au├čerhalb des Ladens riecht es schon so stark, dass ich um keinen Preis der Welt da reingehen w├╝rde. Aber auch Lush hat irgendwie so einen leichten Fair-Trade-Hang.
Seife lernt man doch im Chemieunterricht. Du nicht.
Hast du Seife nicht mal hergestellt? Machen wir es nur im Leistungskurs? Seife kann man selber herstellen. Ich habe gedacht, Lush wurde auch irgendwo verkauft. Ich kann hier nur, wenn ich Lush-Exit suche, dann finde ich nur, dass Facebook und Instagram weg sind.
Kann man selber. Du brauchst nur tierische Fette und ein bisschen Natronlauge.
Aber zweieinhalb Jahren h├Ątte man nicht gedacht, oder?
Ich wusste nicht, dass dieses Laden so teuer ist.
Ich habe es mir mal vorgestellt. Ich habe es mir vorgestellt, dass es so teuer ist. Aber zweieinhalb Jahren h├Ątte man nicht gedacht, oder? Ich wusste nicht, dass diese so gro├č sind. ├ťberleg mal, was die Marge drauf machen. Das Ding kostet vielleicht inhaltsstoffloses Doppelte von der normalen Rossmann-Seife. Bestenfalls 2 Euro pro Flasche. Dann verkaufst du es f├╝r 30 Euro.
80-90% Rohmarge. Anfang der 1990er kaufte The Body Shop einen Laden f├╝r 1,5 Millionen Pfund. Ich hatte gedacht, dass Lush auch gekauft worden ist. Aber es ist schon die Premium-Kosmetik oder Seifenherstellung mit coolen L├Ąden.
Genau, wir haben auch noch Kosmetikprodukte, nicht nur Seife.
Das ist das, was wert ist.
Und ein gro├čes B2B-Segment wahrscheinlich auch. Ansonsten Carol's Day Capital, die auch viele Short-Positionen eingehen, haben dem Auditor, also dem Buchpr├╝fer von C3.ai, die ich besonders verachte, wie man aus fr├╝heren Podcasts rausgeh├Ârt hat, eine Nachricht geschrieben. In dem Brief weisen sie den Buchpr├╝fer, das Audit-Committee des Supervisory Boards und die SEC im CC darauf hin, dass sie erhebliche Zweifel am Accounting von C3.ai haben. Also insbesondere die Unbilled Receivables, also die Zuk├╝nftige Revenue, was noch nicht in Rechnung gestellt wurde. Sie sagen, sie wird ihrer Meinung nach krass ├╝bersch├Ątzt. Die Buchhaltung ist sehr undurchsichtig. Sie vermuten, dass man Kosten in Research & Development verlegt hat. Das ist das, was ich auch vermutet hatte. Aber das ist auch ein sehr gro├čes Problem. Und sie sagen, dass sie das nicht vermitteln k├Ânnen. Sie haben Research & Development verlegt, die eigentlich in den Cost of Revenue sein sollten. Konkret w├Ąre das im Fall von C3.ai, dass sie sagen, unsere Entwickler bauen Software, stattdessen arbeiten die eigentlich aber beim Kunden, um die Software zu implementieren. Warum ist das ein riesen Unterschied? Wenn du Research & Development machst, dann sind das Ausgaben, wo man denkt, dass die Kosten f├╝r den Operating Leverage weniger werden, wenn man sagt, die Entwickler arbeiten eigentlich beim Kunden, dann erh├Âht das die Cost of Revenue und senkt die Rohmarge und macht das ganze Gesch├Ąftsmodell unattraktiver. Und man wirft ihnen quasi vor, dass man glaubt, dass die Entwickler eher so als Forward Engineers, so ├Ąhnlich wie bei Palantir, beim Kunden arbeiten, weil die Anzahl von dem angeblichen Subscription Revenue au├čerdem eher als Consulting oder Service Revenue anzusehen ist. Und man ist verwundert, dass die Company drei oder vier CFOs hatte in den letzten vier Jahren. Also Inflated Cross-Margins, es gab vier CFOs und ihre Conclusion ist, die Leute m├╝ssen nicht fraudulenten Accounting machen. Die Aktie hat noch sehr verhalten reagiert, aber mich w├╝rde es nicht wundern, wenn Carousel Capital dort Recht haben k├Ânnte. Ich verstehe sowieso nicht, warum die Firma die Bewertung hat, nachdem sie kaum noch w├Ąchst und ungef├Ąhr den gleichen Verlust wie Umsatz hat. Ansonsten Quick News noch, was auch diskutiert wurde letzte Woche, ist, ob Amazon nicht doch noch AMC Entertainment oder Amazon Entertainment. American Entertainment hat nur kurzfristig mitgespielt. Inzwischen hat sich der Kurs wieder nach unten bewegt. Das hat finanziell wenig Sinn gemacht, weil es verschiedene Kinoketten h├Ątte umsonst gegeben, die gerade Bankrott sind. Da h├Ątte man einfach nur die Assets ├╝bernehmen m├╝ssen. Das h├Ątte es deutlich g├╝nstiger haben k├Ânnen, als AMC zu kaufen. Das hei├čt, sofern wir nicht wieder irgendwas nicht verstehen, dass es in den USA keine Meinung zu AMC gibt, wo das f├╝r Amazon schlau sein k├Ânnte, eine Kinokette zu ├╝bernehmen. Aber im Moment g├Ąbe es noch opportunere L├Âsungen,
die man kaufen k├Ânnte.
Da muss man nicht AMC f├╝r 8 Milliarden kaufen. Da w├╝rde ich auch lieber eine Seife kaufen oder vier. Genau, da kannst du dreimal eine Seife verkaufen. Und dann The Register meldet, dass Google willfully destroying evidence, also dass sie mit Absicht Beweise zerst├Âren. Die Beweise in solch einem Antitrust-Verfahren sind nat├╝rlich ganz oft interne Dialoge von Google. Also dass jemand sagt, in einer E-Mail, das ist jetzt konstruiert, das k├Ânnen wir nicht machen, weil dann werden sich viele Advertiser beschweren. Oder wir k├Ânnen nicht den und den Kunden bevorzugen, weil es dann viel Geld ausgibt. Aber solche Dialoge k├Ânnten eventuell, wenn Google in internen Gespr├Ąchen sagt, wir haben so und so viel Marktanteil, oder wir glauben, so und so viel Marktanteil zu haben, oder wir haben Macht ├╝ber den und den Kunden, all das m├Âchte man eigentlich nicht on record haben. Das passiert nat├╝rlich aber oft in internen Dialogen. Und das wird dann sp├Ąter eventuell zu Beweismitteln im Verfahren. Und Epic Games in dem Android-Verfahren wirft Google vor, dass sie mehrere Beispiele haben, wo sie Beweise gefunden haben, dass interne Google-Mitarbeiter mit Absicht in sogenannte History of Chats, also wo der Verlauf nicht gespeichert wird, wechseln. Es gab jetzt auch schon einen Richter, der quasi da ein Urteil zu erlassen hat. Es geht laut Aussage, von Epic auch ganz nach oben bis zu Zunda Pikai, dem CEO. Und das ist nat├╝rlich extrem unkooperativ, reicht nicht, sondern es ist kriminelles Verhalten eigentlich, wenn du mit Absicht die Beweise f├╝r dein eigenes Fehlverhalten entweder im Nachhinein l├Âscht, oder dann gar nicht erst erzeugst, oder mit Absicht die Beweissicherung umgehst, indem du sagst, wir d├╝rfen, also Google hat ja seine Mitarbeiter, das wurde vor l├Ąngerem ├Âffentlich bekannt, gebrieft, dass sie gewisse Terminologien wie Marktmacht, Gr├Â├če und so weiter gar nicht mehr benutzen sollten in internen Chats. Und wenn wir jetzt sagen, jedes Mal, wenn wir ├╝ber antitrust-spezifische Themen reden, wechseln wir direkt in einen Signal-Modus, wo sich die Nachrichten selber zerst├Âren. Dann ist das eben auch problematisch. Also dieses Don't be evil ist lang vorbei, das wissen wir alles. Aber es ist jetzt nochmal sehr ├Âffentlich geworden, es gab ein Urteil dazu. Der Link ist in den Shownotes. Das waren dann auch die News f├╝r diese Woche. Und die n├Ąchste Woche gibt es dann am Oster-Samstag die n├Ąchste Folge.
Ja, eure beiden Osterhasen sind dann wieder f├╝r euch da. Falls ihr kurz vor der OMR, also am Montag, 8. Mai mit uns feiern wollt, schaut mal auf doppelg├Ąnger.io, slash OMR f├╝r alle, die sich schon beworben haben zu unserer Tassenzone-Doppelg├Ąnger-Party, gehostet von IONOS und mit InternetX und Speedkit. Ich gehe durch die Liste, Mr. Graf nat├╝rlich auch. Wir antworten euch in den kommenden Tagen. Bewerbt euch, ich glaube, es wird eine gute Party. Und wir freuen uns auf zwei, drei Tage OMR hier in Hamburg. Und dann sehen wir uns dann. Bis Samstag. Peace.
Bis dann. Ciao, ciao.