Doppelg├Ąnger Folge #239 vom 11. April 2023

Wie funktionieren Analystensch├Ątzungen? ­čôŐ AirBnb | Braze | TikToks eCommerce | Twitter

Pip erkl├Ąrt, wieso Analysten scheinbar immer zum Kaufen raten und in welchem Verh├Ąltnis Analystenerwartungen zu Kursbewegungen nach Quartalszahlen stehen. Wir reden ├╝ber die Earnings von Twitter, TikToks schlecht laufendem E-Commerce Start, einem Short Report zu AirBnB und geben Karrieretipps.


Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:


(00:00:00) Gl├Âckler lernt Google Forms

(00:04:00) e-Scooter in Paris

(00:10:45) Wie funktionieren Analystensch├Ątzungen?

(00:26:35) Karriere Corner

(00:40:45) AirBnB

(00:48:15) Braze Earnings

(00:55:15) TikTok E-Commerce 

(00:56:00) Twitter


Shownotes:


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Alles Gesagt Podcast mit Sascha Lobo von Jochen Wegner und Christoph Amend


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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 239 Mitte April. Ich habe die letzte Stunde anderthalb cut und pastet und eine Google Form gemacht, zwischendurch mich mit dem Oberlehrer auf LinkedIn gebattled. Wie geht es euch so?
Wieso euch? Du darfst mich weiterhin in der Pluralis Majest├Ątis, ich wei├č nicht. Du kannst mich weiterhin als eine Person ansprechen, ein Zahl. Das ist okay. Wo kamst du her? Achso, du hast dich beschwert, dass du Namen aus E-Mails in Excel-Sheets rein copy-pasten musst, bis ich dir dann auferkl├Ąrt habe, dass es ein Produkt gibt namens Google Forms, das genau das f├╝r dich schon vollautomatisch erledigt. Ich bin nur Codespezialist.
Wie hilfst du uns damit? Du warst ja auch in dem Call mit Alexander Graf ├╝ber die Party und wie wir das alles machen dabei. Da h├Ąttest du ja einfach mal sagen k├Ânnen, das ist eine dumme Idee, Bewerbung per E-Mail.
Ich bin ja nicht so ein Helikopter-Eltern-Gesch├Ąftspartner, sondern ich lasse sie erstmal auf die Nase fallen. Und wenn du dann nicht weiterkommst, dann gebe ich dir noch mal einen kleinen Tipp, wie es auch gehen w├╝rde. Das musst du erst selber lernen. Wenn du mal alles vorgegeben bekommst, dann sagst du wieder, ich bin unsympathisch, weil ich alles besser wei├č. Das musst du schon entscheiden.
Dass du unsympathisch bist, das haben wir alle bis jetzt herausgefunden. Das ├Ąndert nichts. Nichts, nichts. Die Party ist nur daf├╝r da, dass ich was lerne. Doppelg├Ąnger-Kassenzone-Party, unterst├╝tzt von InternetX und Yonnos und Speedkid. Auch unterst├╝tzt, weil ich eigentlich nichts damit zu tun haben wollte und dann erfahren habe, wie teuer diese Party wird. Also es wird eine gute Party.
Hast du auch gesagt, was f├╝r hochkar├Ątige G├Ąste wir haben?
Ja, das Who ist ganz witzig, wie die Leute sich anmelden. Der Party-Gott Alexander Graf hat eine Frauenquote oder eine Quotenregelung eingef├╝hrt. Das bedeutet, man muss eigentlich zu zweit kommen. Ich bin ja jetzt durch alle E-Mails durchgegangen, die sich erst mal beworben haben. Sehr viele Leute schreiben das sehr gut mit, ich komme mit der und der Person, ich komme mit meiner Frau, wie auch immer. Und ein paar schreiben es eher so, als ob sie auf dem Weg nach Hamburg im ICE schauen, dass sie ihr Plus One noch bekommen.
Mit der Kollegin kommen die meisten. Das ist ja hier nicht ein Freigeist-Venture-Party, sondern die meisten kommen mit der Kollegin, nicht mit der Frau.
Ja, das auch.
Und die Frauenquote wird ├╝ber 50% h├Âchstwahrscheinlich sein, weil ja auch die Frauen Frauen mitbringen.
Ja, wird eine gute Party.
Meine Bef├╝rchtung ist, dass am Ende doch noch mehr da kommen und die am Eingang einfach sagen, meine Frau ist leider krank geworden.
Die kommt gleich.
Ihr m├╝sst auch am Einlass die Frau nochmal vorzeigen. Nicht vorzeigen, sondern der eigentlich wichtige Teil vorzeigen.
Ich habe ja jetzt E-Mails und alles gemacht, du machst T├╝rsteher, richtig?
Ich bin k├Ârperlich gerade ausgestattet T├╝rsteher zu sein.
Echt, wieso das denn?
Die sind ja meistens ein bisschen dicklich.
Achso, ich habe gedacht wegen dem kaputten Konditoren.
Und unfreundlich sein kann ich auch. Was braucht man noch? Und Leute selektieren sowieso. Eigentlich ├Ąndert sich gar nichts.
Der Ohrstrom-Hoodie, der ist noch zu farblich. Ne, ich ziehe ein schwarzes Doppelg├Ąnger-Hoodie dann an. Sehr gut. Und dann die beste News, die ich in der letzten Folge verpasst habe, wahrscheinlich hast du sie extra nicht in unser Trello-Board gezogen, ist, dass die Pariser gegen die Scooter gevotet haben. Also Paris, eine der ersten Scooter-Cities, hier deine kleine Elektroroller, mit denen du dich immer auf die Fresse legst, werden jetzt verboten.
Ja, und das ist so eine gute Nachricht.
Super. Endlich werden St├Ądte wieder scooterfrei. Ich wei├č, ich wei├č, noch nicht autofrei, aber scooterfrei ist schon mal die Qualit├Ąt des Lebens, die den Franzosen so wichtig ist. Die ist damit best├Ątigt.
Ich bin da nach wie vor f├╝r Technologieoffenheit und finde, dass Ausguter eine Daseinsberechtigung haben. Ich finde schon, dass man das teilweise regulieren sollte, wenn es zu sehr ausufert, dass man irgendwie Parkpl├Ątze daf├╝r baut. Wobei das ja vollkommen unm├Âglich zu sein scheint, Parkzonen einzurichten. Das sind ja keine Autos, nat├╝rlich verdienen die keine Parkzonen. Und ohne die Parkzonen, also wenn die nur in der App sichtbar sind, ist das Vergn├╝gen echt nur noch halb so gro├č. Genau genommen haben ungef├Ąhr 90.000 Pariser dagegen Stimmen von 1,6 Millionen Wahlberechtigten. Also nur 7,5% oder 6% der Wahlberechtigten. Aber das hat gereicht, weil die V- und Scooter-Fahrer nat├╝rlich nicht zur Wahl gegangen sind. Also es ist vor allen Dingen ein Aktivierungsproblem. Ich will gar nicht das Ergebnis in Frage stellen. Die Mehrheit hat sich dagegen ausgesprochen. Punkt, aus, Ende. Ob das jetzt die Stadt so viel sch├Âner macht, bin ich mir nicht sicher. Die Argumente sind ja dann eben die Verschandlung des ├Âffentlichen Raums und Fu├čwege und so weiter. Ich finde es lustig, dass bei Autos niemand dieses Argument in Frage stellt.
Ja, da bin ich voll bei dir. Also St├Ądte m├╝ssten schon mehr machen, aber Paris hat ja schon ein, zwei ganz gute Exampel gemacht.
Also wenn ein Auto halb auf den B├╝rgersteig parkt, beschwert sich irgendwie komischerweise keiner oder sagt, wir m├╝ssen die Autos wegw├Ąhlen.
Es wird noch schwieriger f├╝r Scooter-Firmen, durch den Sommer zu kommen oder durch den n├Ąchsten Winter zu kommen.
Ich glaube tats├Ąchlich auch nicht, dass sich die Mobilit├Ątslage dadurch verbessert. Man sagt ja, man diskonkurriert mehr mit zu Fu├č gehen und mit ├Âffentlichen Verkehrsmitteln, was teilweise auch stimmt. Aber es ist ja auch nur die halbe Wahrheit. Es sind auch Autofahrten, die dadurch nicht gemacht werden. Und vielleicht bewegt man sich ja mehr dadurch oder weiter oder wie auch immer. Paris wird es auch ohne Scooter schaffen. Aber man darf mit Elektrofahrr├Ądern, also die Uber-Bikes, Line-Bikes, die d├╝rfen weiterfahren, oder? Was ja zeigt, wie absurd das ist. Die stehen ja auch auf dem Fahrweg.
Ja, aber auf denen wird einfach nicht zu zweit oder zu dritt gefahren. Ich glaube, das gr├Â├čte Argument aus dem Guardian-Artikel war, dass eine Frau gestorben ist, weil ein Scooter mit zwei Personen in sie reingefahren ist und sie daran gestorben ist. Wie auch immer das passieren konnte. Und das war so das gro├če Argument und dass die Fu├čg├Ąnger sich nicht mehr wohlgef├╝hlt haben. Und der Unterschied zwischen den Scootern und den Fahrr├Ądern ist einfach, dass die Scooter ├Âfters viel mehr auf den Fu├čg├Ąnger w├Ągen. Und wenn du dich da dann nicht mehr sicher f├╝hlst, ist das schonÔÇŽ
Das ist vor allem ein Mangel an Polizeiarbeit und Execution. Also zwei Leute drauf, also ich melde mich mit meinem Lime-Account an. Da stehen regelm├Ą├čig irgendwo zwischen 85 und 90, nat├╝rlich total gelogen, Kilo auf dem Roller und auf einmal stehen 160 drauf. Nicht so schwer das rauszubekommen oder auszuschlie├čen, glaube ich, technisch. Und wenn nicht, muss man es halt verfolgen. Du kannst jedes Fahrrad falsch benutzen und mich zu dreit heraussetzen und jemanden umkesseln. Kann ich mit dem Scooter, kann ich mit dem Auto? In Berlin stirbt jeden Monat ein Fahrradfahrer oder Fahrradfahrerin an einem Auto und verlammt. Ich glaube, allein an Abbiegeabf├Ąllen, eine Person pro Monat. Und wir verbieten ja auch keine Autos. Ich finde, das sind alles Scheindebatten. Also es ist ja nicht wie die Welt dadurch besser wird, Scooters zu verbieten, ehrlich gesagt. Zumal die Fahrr├Ąder d├╝rfen weiterfahren. Also wo ist der Unterschied? Sorry.
Die Scooter d├╝rfen ja auch weiterfahren, es d├╝rfen nur die Sharing-Scooter nicht mehr weiterfahren.
Ja, die Sharing-Fahrr├Ąder d├╝rfen ja weiter und die stehen ja auch auf dem Weg rum. Das ist einfach nur konservatives Denken, das war nicht immer so, deswegen soll es nicht so sein. Die Fahrr├Ąder sind schon da, die Autos sind schon da, deswegen d├╝rfen die da bleiben. Kann man so machen, ist demokratisch jetzt so abgestimmt, deswegen bringt es auch nichts dagegen zu argumentieren.
Aber 100% schlussig finde ich es nicht. Wie viele Pariser h├ĄttenÔÇŽ
Ich finde es sinnvoll, das so zu regulieren, dass es mit den Rechten aller Verkehrsteilnehmer in Einklang steht, so wie jedes andere Verkehrsmittel das auch eigentlich m├╝sste, w├╝rde ich mal sagen.
Was denkst du, wie viele Leute in Paris h├Ątten gew├Ąhlt, wenn es um Autos ging?
Ich glaube, da h├Ąttest du auf jeden Fall mehr Wahlbeteiligung gehabt, mehr als 7,5%. Und ich glaube nat├╝rlich, dass die Mehrheit daf├╝r gewesen w├Ąre, obwohl Paris eigentlich ganz guten ├ľPNV hat, glaube ich. Also hat gute Busse und die Metro und Trams, glaube ich, doch auch Trams. Das ist nicht das Schlechteste.
Das stimmt.
Aber sie haben auch so genug Touristen. Und sie haben relativ breite Stra├čen, das ist auch nochmal ein Unterschied. Also je nachdem, wo du bist. Die gro├čen Stra├čen sind sehr breit. Wei├čt du ├╝brigens warum? Wenn wir eine kleine Geschichte schon noch machen. Weil Hausmann ist ja so der ber├╝hmte Architekt der Paris, der neu auf dem Rei├čbrett erbauen durfte. Und zwar, weil bei dem Aufstand die Truppen nicht schnell genug in die Stadt kamen und es so einfach war, die Stadt zu verbarrikadieren in den engen Stra├čen. Und dann hat der Herrscher, ich glaube, es war Napoleon, ich bin mir nicht sicher, ich glaube, es war nicht der erste Napoleon. Aber einer der Napoleons hat, glaube ich, gesagt, wir rei├čen jetzt die Innenstadt ab und bauen die gleiche Stadt nochmal mit breiten Einfallstra├čen und gro├čen Pl├Ątzen, sodass wir unsere Truppen ├╝berall aufmarschieren lassen k├Ânnen, relativ schnell. Und damit dieses Barrikadenbauen und diese ganzen Proteste aufh├Âren. Also dazu neigt der Franzose, ich hoffe, dass er das nicht als Nationalismus untersteht. Aber man muss schon sagen, dass Streikkultur und Barrikadenbauen so eine gewisse Tendenz hat oder Kultur sich ├╝ber die Jahrhunderte angeeignet hat. Und das hat man durch die breiten Stra├čen in Bastille und Jean-Seliz├ę und so versucht, so ein bisschen in den Griff zu bekommen. Deswegen gibt es so sch├Ân breite Boulevards in Paris. Und vielleicht ist es in M├╝nchen auch deswegen so, die haben auch relativ breite Stra├čen.
In M├╝nchen gibt es auch richtig gro├če Stra├čen, oder nicht?
Ja, weil die haben erst die Stalinallee, die hat ja erst Walter gebaut sp├Ąter. Die geht ja Richtung Moskau raus. Du wirst in den meisten sozialistischen St├Ądten eine, die Prachtallee in Richtung Moskau finden, also in Richtung Osten. Das sind Berlin, die heute jetzt Karl-Marx-Allee, fr├╝her Stalinallee und den Linden auch. Aber das gab es ja schon immer.
Okay, wie sind wir jetzt da hingekommen? Wir machen einfach weiter. Timo fragt, ob du mal das Analystengame erkl├Ąren k├Ânntest. Die Analystenmeinungen sagen ja komischerweise immer kaufen. Ist das so? Gibt es nur Analysten und Short-Seller?
Nein, also es ist nicht unangeschr├Ąnkt richtig, dass die immer kaufen sagen. Und da Aktien im Durchschnitt sich langfristig mit 7 bis 11 Prozent vermehren, also nicht vermehren, sondern wertvoller werden jedes Jahr, w├Ąre es, dass es mehr Kauf- als Verkauf-Empfehlungen gibt, nicht ungew├Âhnlich. Weil wir wissen, der Aktienmarkt, sehr langfristig geht ins Plus. Also es w├Ąre komisch, wenn die H├Ąlfte sagt verkaufen. Die Wahrheit ist nat├╝rlich schon, dass es nur von wenigen Aktien getragen wird oft und dass es schon viele gibt, die auch verlieren. Es gibt aber auch Verkaufsempfehlungen. Die hei├čen nur manchmal anders. Die hei├čen dann eher, ich glaube, Cell benutzen kaum noch Banken tats├Ąchlich. Die meisten sagen dann Underperform oder Underweight, also Untergewichten.
Oder Holt, damit man keinen Aktienbruch macht.
Also es gibt erstmal, also Analysten sind Menschen, die im sogenannten Equity Research arbeiten. Und da gibt es zwei Fraktionen von, und zwar Sell-Side und Buy-Side. Hast du eine Vermutung, was das hei├čen k├Ânnte?
Die einen, die verkaufen wollen und die anderen, die kaufen wollen.
Ja, im weitesten Sinne ist es so. Also Buy-Side-Analyst sind tats├Ąchlich die, die bei Kapitalallokatoren leben, also bei Fonds, Private Equity, Crossover-Fonds, Mutual Funds, also Kapitalanlage-Fonds, eventuell ETFs managen usw. Buy-Side, weil sie tats├Ąchlich die Equities, die Aktien kaufen. Analysts, die versuchen quasi die richtigen Entscheidungen zu treffen oder die Entscheider bei jener Entscheidung zu unterst├╝tzen. Und dann gibt es die Sell-Side-Analysts, die typischerweise f├╝r Investmentbanken arbeiten und ebenfalls Reports und Modelle schreiben und diese Reports in der Regel ver├Âffentlichen. Das ist ein gro├čer Unterschied. Und die werden ver├Âffentlicht, entweder exklusiv f├╝r deren Kunden oder so ein Teil wird exklusiv gehalten und ein Teil wird ver├Âffentlicht oder teilweise wird es auch f├╝r die Allgemeinheit ver├Âffentlicht. Aber das ist sozusagen die Sell-Side, das sind gro├če Investmentbanken, die f├╝r ihre Kunden einen Mehrwert generieren wollen durch Equity Research, also das Beurteilen von Aktien. Die gr├Â├čten Banken, es gibt das sogenannte Bulge Bracket, das sind die mit den dicksten Hosen, daher kommt der Begriff w├╝rde ich annehmen. Goldman Sachs, Morgan Stanley, JP Morgan Chase, Bank of America, Barclays, Citi und dann die europ├Ąischen sind UBS, Credit Suisse und Deutsche Bank, wobei man ├╝ber Credit Suisse und Deutsche Bank immer eher l├Ąchelt, dass sie nicht so Memes, dass die eigentlich nicht zum Bulge Bracket hinzugeh├Âren. Credit Suisse hat man ja gesehen, dass sich das eher ledigt hat und bei der Deutschen, die z├Ąhlt man eigentlich auch nicht mehr so richtig hinzu. Das sind die gro├čen Investmentbanks, die wird man oft h├Âren, dass die Urteile abgeben ├╝ber die Performance oder die erwartete Performance von Aktien. Dann gibt es noch so ein Second Tier oder eine kleinere Kohorte von Banken, Steiffel hat man sicherlich mal geh├Ârt, Piper Sandler, wenn man NTV schaut oder Markus Koch zuh├Ârt, dann h├Ârt man immer wieder, es gibt Journalisten, die gerne aus Analysen vorlesen, das machen wir nicht, ich finde es relativ wenig spannend, also schon, dass Analysten oft interessante Insights haben, aber ich finde auch nicht, dass man es lesen sollte, als w├╝rden die jetzt ihre Zukunft kennen. Steiffel, Piper Sandler, Evercore, die machen noch viel Arbeit im Tech Bereich, Societ├ę G├ęn├ęrale in Frankreich, Mitsuho, McAree, Needham, Cowen Company, Bernstein, Wolf Research, so hei├čen Namen. Und dann gibt es noch so lokale Player, das w├Ąre hier haupts├Ąchlich, glaube ich, Bernberg, Metzler, Haug, Aufh├Ąuser Lampe, Oppenheim, f├Ąllt mir noch was ein, aber auch die Leute, die da immer mal bei NTV vor dem Mikro stehen. Und dann gibt es noch Banken, die Paid Research anbieten, das hei├čt, die Firma, die gelistet ist, bezahlt eventuell daf├╝r, gecovert zu werden, weil sie eventuell so klein ist, dass die gro├čen Investmentbanken sie gar nicht interessiert und nicht interessiert sind in die Aktie. Dann kann man sich, ich glaube, das liegt so bei 50 bis 100.000 Dollar Euro, w├╝rde ich sch├Ątzen, nicht drauf festnageln. Ich glaube, Mbada macht sowas, Metzler glaube ich auch, Kepler Chevro, w├╝rde ich vermuten. Aber es gibt auf jeden Fall Investments, kleinere Investmentbanken, die Paid Research anbieten, das hei├čt, wenn du den Analysten teilweise bezahlst, dann schreibt er im Urteil, da hast du nat├╝rlich diese komische Verquickung, dass der Besteller gleichzeitig der Untersuchte ist, wie du das auch bei den Ratings hast, bei den Ratingagenturen oder bei den Buchpr├╝fern, was immer kompliziert ist. Wenn jemand dir 50.000 Euro daf├╝r zahlt, dass du seine Firma untersuchst, dann guckt man eventuell nat├╝rlich nicht ganz so genau hin, das ist die Vermutung zumindest, muss nicht so sein, aber deswegen ist Paid Research nicht so wertvoll angesehen wie der organische Research der Sellside-Banken. Genau, also Sellside-Investmentbanks, die f├╝r ihre Kunden Aktien analysieren, Buyside, die Gegenseite des Marktes k├Ânnte man sagen, das sind die Leute, die tats├Ąchlich Geld in Aktien investieren, bei Fonds und Kapitalallokatoren und man kann jetzt sagen, Sellside gilt als ein bisschen stressiger und besser bezahlt, andererseits, wenn du an der Buyside sitzt und wirklich erfolgreich bist, kennt dein Gehalt letztlich keine Grenzen. Wenn du irgendwann deinen eigenen Fonds aufmachen w├╝rdest, ist das eigentlich der spannendere Weg. Du hast bis dahin ein bisschen leichteres Leben, aber nat├╝rlich auch krasser Druck, weil bei der Sellside wird es nicht so offensichtlich, wenn du dich mal versch├Ątzt wahrscheinlich, da wirst du vielleicht nicht sofort einen Job verlieren, wenn du bei der Buyside regelm├Ą├čig schlechte Entscheidungen triffst, dann wirst du an der Performance gemessen. W├Ąhrend die Sellside eigentlich so konservativ sch├Ątzt, dass sie ganz selten komplett daneben liegen und wenn, dann liegen oft alle daneben, weil die Modelle der Banken nat├╝rlich eine gewisse Konvergenz kennen, das hei├čt, die basteln alle letztlich die Analysten, egal ob Buyside oder Sellside, also Buyside nicht unbedingt, aber die Guten w├╝rden auch da ein DCF-Modell bauen, also Discounted Cashflow-Modell, das hei├čt, sie versuchen zu schauen, wie viel Geld wird die Firma in den n├Ąchsten Quartalen investieren. Und in den n├Ąchsten Jahren und wie viel w├Ąren diese Cashflows, die zuk├╝nftigen heute wert und das w├Ąre die viere Bewertung und daraus ergibt sich vielleicht ein Price Target. Wobei man sagen muss, dass in Zeiten, wo dann die B├Ârse ├╝bertreibt, man eben nicht mehr ein realistisches Price Target nimmt, sondern man macht eventuell trotzdem ein Buy Rating, von daher ist der Kommentar aus der Frage gar nicht so bl├Âd. Was man schon sieht ist, dass die DCF-Modelle haben bestimmt auch in den Zeiten der ├ťbertreibung jetzt nicht gesagt, dass man SaaS-Stocks mit 50 mal Umsatz bewerten sollte, das hat auch da eigentlich keinen Sinn gemacht, aber die Aktie steht nun mal schon da und man glaubt, die wird weiter performen, dann gibt man halt trotzdem einen Price Target, was 20% ├╝ber dem aktuellen Kurs ist, raus, obwohl es eigentlich nicht das Ergebnis des eigenen Modells ist, zumindest scheint mir das so zu laufen. Genau das sind die beiden Marktseiten und dann was man noch erkl├Ąren muss, ist die basieren ihr Wissen oder ihre Modelle nat├╝rlich einerseits auf den Zahlen aus der Vergangenheit logischerweise, dann der Guidance des Unternehmens, also der Ausblick, deswegen ist der immer so wichtig, was das Unternehmen sagt, was es glaubt n├Ąchstes Jahr verdienen zu werden, weil dann das auch unter anderem die Basis f├╝r die Sch├Ątzung der Analysten sind. Also du hast die Unternehmensguidance, die relativ konservativ ist in der Regel, also Firmen neigen dazu ihre Zukunft sehr konservativ, also vorsichtig einzusch├Ątzen, einfach weil man, wenn man zu optimistisch schaut, also f├╝r zu konservativ gehst du nicht in den Knast, im Zweifel rechnet jeder seine eigene Sch├Ątzung noch oben drauf, w├╝rdest du zu optimistisch sein, k├Ânnte es immer Irref├╝hrung hei├čen, wenn es dann doch nicht so gut l├Ąuft, deswegen ist man lieber auf der sicheren Seite. Das hei├čt die Analysten bauen basierend auf der Guidance des Unternehmens ihre eigenen Sch├Ątzungen auf, die in der Regel ├╝ber denen des Unternehmens liegen, man wird selten finden, dass ein Analyst sagt, er glaubt nicht, er glaubt nicht, dass das Unternehmen seine eigene Guidance schafft, das kommt w├╝rde ich sagen in weniger als 10% der F├Ąlle vor oder noch weniger. Aus den Estimates, also den Sch├Ątzungen der verschiedenen Analysten, sagen wir mal eine gro├če Aktie wie Mercedes-Benz oder so, die wird von allen gro├čen Bankh├Ąusern wahrscheinlich gecovert oder allen die Automotive Research haben, aus diesen verschiedenen Sch├Ątzungen der verschiedenen Analysten und Analystinnen wird dann ein sogenanntes Consensus Estimate gebaut, das sind die Konsenssch├Ątzungen auf Deutsch. Und da beziehungsweise und ├╝ber den Konsenssch├Ątzungen gibt es eigentlich noch die sogenannten Whisper Earnings, das sind die Fl├╝ster Sch├Ątzungen. Das ist so ein bisschen was man sich eigentlich erhofft, also auch die Analysten werden relativ konservativ sch├Ątzen, nicht so konservativ wie die Firma, die Firma sch├Ątzt am konservativsten, also sagen wir mal die hat eine Milliarde Umsatz 2022 gemacht und sagt, wir glauben wir k├Ânnen 20% wachsen, wir machen 1,2 Milliarden in 2023. Dann sagt der Analyst, ja die haben die letzten Jahre immer 5-10% ├╝ber ihren eigenen Erwartungen gelegen, deswegen glaube ich die werden 1,25 Milliarden Umsatz machen. Und dann glaubt er eigentlich ist es aber ein gutes Jahr und ich glaube eigentlich, das w├╝rde ich jetzt nicht so aufschreiben, weil ich will nicht sp├Ąter falsch liegen, Untersch├Ątzen ist besser als ├ťbersch├Ątzen wie ├╝berall im Leben, deswegen hat er aber trotzdem so eine Fl├╝ster Sch├Ątzung im Kopf, dass er vielleicht glaubt eigentlich werden die bei 128, 1,28 Milliarden rauskommen und das sind die sogenannten Whisper Sch├Ątzungen. Und wenn dann die Earnings rauskommen und sie liegen ├╝ber den impliziten Fl├╝ster Sch├Ątzung, dann reagiert die Aktie in der Regel positiv, weil Marktakteure sozusagen kalt erwischt werden und nachkaufen, weil die Aktien deutlich besser performt haben. Und dieser Konsens der Analysten gibt nat├╝rlich so ein bisschen auch den Konsens des Gesamtmarkts wieder. Wenn alle sich rational verhalten, dann w├╝rden die Analysten ja zum gleichen Ergebnis kommen wie die By-Side Analysten und deswegen ist es quasi nicht nur wichtig, ob eine Firma w├Ąchst oder nicht w├Ąchst, sondern ob sie schneller w├Ąchst als erwartet. Also alles was erwartet wird, ist im aktuellen Kurs abgebildet. Also dass sie um 1,25 Milliarden, also schon auf 1,25 Milliarden wachsen, das ist sozusagen eh schon inkludiert, sogar dass sie es um 3 Prozent nochmal ├╝ber erf├╝llen werden ist inkludiert und nur wenn es dann ├╝berraschend hoch wird, dann kommt es in der Regel zu einem signifikanten Anstieg, weil man sich bei seinem Modell geirrt hat und es besser wird als gedacht. Und wenn die Firma ihre eigene Guidance nicht erreicht oder auch nur die Sch├Ątzung oder die Whisper Sch├Ątzung nicht erreicht, im schlimmsten Fall ist, wenn du deine eigene Guidance nicht mehr erreichst, aber auch wenn du die impliziten Sch├Ątzungen nicht erreicht hast, dann kommt es eben in der Regel zu einem eher negativen Trading, After Hours oder am n├Ąchsten Handelstag nach den Earnings. So w├╝rde ich sagen funktioniert es. Wenn man sich das ein bisschen anschauen will, nat├╝rlich diese Sch├Ątzungen sind nicht super ├Âffentlich, aber ich nutze meistens finvis, also finvis.com, da kann man sich f├╝r die gr├Â├čeren US Titel auf jeden Fall die verschiedenen Reports der Banken anschauen, in Refinitiv, Bloomberg und so weiter ist nat├╝rlich auch drin. Manchmal kann man es bei den Banken oder den Unternehmen selber lesen, wenn sie es publizieren, dass es so eine Liste gibt. Hast du Fragen dazu? Also wichtig ist diese Bewegung nach den Earnings, wenn die Resultate des Quartals rausgebracht werden, die basieren nicht darauf, ob die Firma jetzt gewachsen oder geschrumpft ist, so einfach ist es nicht, sondern ob sie mehr gewachsen ist als man glaubt oder weniger gewachsen als man glaubte oder im Fall, dass sie schrumpft, ob sie langsamer geschrumpft ist, dann reagiert die Aktie halt positiv. Es geht immer darum, ob man, deswegen muss man eigentlich die Stimmung des Marktes oder die Sch├Ątzung des Marktes kennen, um die Ergebnisse zu interpretieren. Wenn alle dachten, eine Aktie wird 30% machen und sie w├Ąchst mit 28, dann ist das letztlich ein sogenannter Earnings Miss, also sie haben die Erwartung nicht getroffen und wenn man dachte, sie w├Ąchst mit 30 und sie schafft 35, dann ist es ein sogenannter Earnings Beat, also die Erwartungen wurden ├╝bertroffen oder geschlagen und darauf wird in aller Regelung. eine positive Ver├Ąnderung des Resultats sein. Und hinzu kommt halt noch, wenn es dann noch irgendwelche Kommentare gibt in der Pr├Ąsentation oder im Earnings Call, kann das den Kurs auch nochmal bewegen, zum Beispiel man k├╝ndigt ein Aktienr├╝ckkaufprogramm an oder man k├╝ndigt Entlassungen an oder sowas hat nat├╝rlich auch alles noch einen Einfluss, aber ansonsten geht es haupts├Ąchlich eben um diese, wie man von der Guidance ├╝ber Estimates, Consensus Estimates und Whisper Estimates zur Marktmeinung kommt und dann ob diese Marktmeinung geschlagen wird oder nicht. Ich hoffe, es war nachvollziehbar.
Ja, eine meiner gr├Â├čten ├ťberraschungen in dem Podcast war, dass du immer erst selbst alles analysiert hast und dann manchmal, konnte ja jeder h├Âren, dann gesagt hast, ja was haben denn ├╝berhaupt die Analysten gesagt oder prediktet. Bei dir ist es ja immer ein Schritt danach, du guckst ja immer erst mal alles selbst an und schaust danach.
Ist Geld wieder knapp oder warum bist du so nett? Ich schaue mir dann Analysten Einsch├Ątzungen und Sekund├Ąrmeinungen an, wenn ich irgendwas nicht verstehe, wenn ich glaube, die Aktie h├Ątte auch steigen m├╝ssen und wenn nicht, dann sage ich das ja auch oft hier, dann versuche ich als Zweitmeinung das durchzulesen. Oftmals lernt man auch was dabei. Man kann auch einfach diese Meinung wiedergeben nat├╝rlich, dann ist man halt Journalist und nicht Analyst, aber ich bin nichts von beidem, um das ganz klar zu sagen, aber das, was ich dann ├╝ben will oder was mir Spa├č macht, ist nat├╝rlich das Analysieren und nicht das Berichten. Es gibt andere Leute, jeder kann das machen, was er gut kann. Ich kann beides noch nicht, aber man darf hier zuh├Âren, wie ich das versuche zu lernen.
Gibt es einen Analysten, eine Analystin, die du folgst, wo du immer sagst, das hat immer Hand und Fu├č?
Ehrlich gesagt nicht, nein. Es gibt so Twitter-Accounts oder LinkedIn-Accounts schon, denen ich folge, die gute Takes haben auf Earnings, denen ich folge, aber ein Analyst, also im weitesten Sinne sind das nat├╝rlich Analysten im Sinne von die Analyse von Aktien und Firmen, aber es sind jetzt keine typischen Sell-Side-Analysten oder teilweise sind es Buy-Side-Leute, also die selbe Geldverwaltung. Achso und was man noch dazu sagen muss, ein Analyst oder eine Analystin covert nat├╝rlich nicht alle Aktien, sondern ein Gebiet, also zum Beispiel Automotive, also alle Autohersteller oder Banking oder FinTech oder Travel. Es ist wahrscheinlich, ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich w├╝rde vermuten, dass die Analysten, die ja zum Beispiel Secure-On-The-Go anschauen, auch Airbnb, Expedia und TripAdvisor vielleicht sich anschauen. In der Regel covert man so vier bis acht Companies, w├╝rde ich sagen, je nachdem wie gro├č sie sind und deren Aufgabe ist nat├╝rlich einerseits Kontakt zum Management zu halten, das hei├čt sie kriegen vielleicht auch mal ein Meeting mit einem CEO oder CFO, um die Strategie besser zu verstehen. Man darf denen nat├╝rlich aber keine Informationen geben, die nicht auch public sind, aber genau sie sind Experte in einem Bereich. Deswegen reden wir zum Beispiel hier auch nicht ├╝ber Minenaktien oder Bankentiteln, es gibt irgendwie was, was relevant und spannend macht, aber wir versuchen es auch auf Software, Marktpl├Ątze und Dinge, die wir einigerma├čen verstehen zu konzentrieren. So w├╝rde es ein Analyst oder eine Analystin wahrscheinlich auch machen.
Dann lass uns in den Karriere-Corner gehen. Scott Galloway sagt ja immer, es gibt die Patagonia-Westen-Rezision. Nun hat ein H├Ârer gefragt, ob es nicht vielleicht eine Absolventen-Rezision stattdessen geben wird und ob es daf├╝r vielleicht irgendwelche Daten oder so gibt. Ist es in den Abschwungphasen immer so, dass vor allem j├╝ngere Leute, Karriere-Starter, Starterinnen irgendwie das Problem haben, nicht mehr so einfach so gute Jobs zu bekommen?
Das ist glaube ich schon so, weil nat├╝rlich der einfachste Weg zu sparen ist Neueinstellungen nicht vorzunehmen, weil Entlassen in der Regel Geld kostet. Andererseits wei├čt du nat├╝rlich auch, dass du deine Talent-Density sozusagen verschlechterst, wenn du Leute beh├Ąltst, nur weil sie schon da waren und keine jungen High Potentials gleichzeitig einstellst. Das hei├čt ein wirklich strategischer Arbeitgeber w├╝rde eigentlich through cycle versuchen zu hiren, um immer die Besten aus jedem Jahrgang zu bekommen. Aber das ist nat├╝rlich schwer in Zeiten, wenn andere Sachen erwartet werden vom Unternehmen, wenn man publik gelistet ist zum Beispiel. Ich glaube eine Partnerschaft kann teilweise auch sagen, sagen wir eine Unternehmensberatung, die eine Partnerschaft ist, k├Ânnte auch sagen, wir wollen, wir m├╝ssen in jedem Jahrgang die besten Leute holen und deswegen hirnen wir auch w├Ąhrend rezessiver Perioden, auch wenn es schwer ist. Aber ich glaube schon, f├╝r Absolventen wird es nat├╝rlich, wird zumindest die Konkurrenz h├Âher, wenn es weniger neue Jobs gibt und die Job Openings, das kann man ja sehen, dass die Job Openings in gewissen Berufen einfach jetzt weniger werden. Das ist glaube ich relativ klar, das ist ja auch der Grund, warum so SIP Recruiter oder Recruit Holdings schlechter laufen inzwischen, weil Job Openings, wof├╝r die bezahlt werden letztlich, weniger werden. Insgesamt glaube ich aber, dass die Rezession so stark am Arbeitsmarkt nicht ankommt. Nat├╝rlich ver├Ąndert sich das alles marginal und nicht nur marginal, sondern auch deutlich, aber netto gibt es halt immer noch diese Arbeiterlosigkeit. Also es gehen halt eine halbe Million, wenn wir jetzt Deutschland nehmen, eine halbe Million mehr in Rente, als auf den Arbeitsmarkt kommen. Das hei├čt, vielleicht kannst du dir den Job nicht mehr ganz so stark aussuchen, wenn du unbedingt zu Google wolltest, ist das sicherlich schwerer geworden gerade, wenn die gro├čen Tech-Konzerne gerade alle versuchen zu entlassen. Aber ich glaube jetzt noch nicht, dass esÔÇŽ Und etwas richtig ist, ist, dass es betrifft glaube ich, also der Begriff Patagonia-Westen-Rezession kommt ja daher, dass eben nicht sogenannte Blue-Color-Worker, also essentielle Arbeiter, die Frontline-Worker, sagen wir mal in den USA, die wirklich am Menschen, im Supermarkt, im Krankenhaus arbeiten, die haben ├╝berhaupt gar keine Rezession gerade. Also es machen glaube ich nicht viele Edekas zu oder Krankenh├Ąuser zu gerade, von daher, da gibt es weiterhin einen krassen Mangel, aber wo gerade Leute abgebaut werden, das ist ja tats├Ąchlich dann im Tech-Bereich eher, w├╝rde ich sagen. Die Rezession wird gerade sp├╝rbar bei gro├čen Unternehmensberatungen, bei gro├čen Tech-Unternehmen. Hast du irgendwo im Blue-Color-Bereich entlassen geh├Ârt? McDonalds, aber das war auch in der Zentrale, glaube ich. Ich glaube die Mitarbeiter in den Filialen oder wie die es nennen, Franchises, die sind ja gar nicht auf ihrer eigenen Payroll oder nicht alle. Ja, also ich glaube von daher stimmt der Begriff Patagonia schon und damit stimmt auch Absolventinnen nat├╝rlich, weil die nat├╝rlich in den White-Color, ├╝berwiegend White-Color-Arbeitsmarkt kommen. Aber prinzipiell, und die n├Ąchste Welle AI, das ist noch so weit raus, bis da wirklich Jobs wegfallen, das ist weit raus, glaube ich. Ich glaube erstmal w├╝rden sogar, ich wei├č nicht, ob Jobs geschaffen werden, aber im ersten Schritt w├Ąren Menschen ja erstmal effektiver und effizienter. Das f├╝hrt erstmal zu mehr Wachstum und k├Ânnte die Rezession sogar schneller beenden, theoretisch. Also Boom und Rezession oder Konjunkturzyklen sind ja durch GDP-Wachstum definiert, also das Wachstum des Bruttosozialprodukts und wenn die Produktivit├Ąt steigt, hat das positive Auswirkungen. Und bevor Leute jetzt entlassen werden, weil jemand neben ihnen besonders gut GDP eingeben kann, ist es wahrscheinlicher, dass Leute mehr gewuppt bekommen kurzfristig und dadurch die Produktivit├Ąt steigt, es volkswirtschaftlich mehr Wachstum gibt und das Gegenteil von Rezession passiert, also ein konjunkturer Aufschwung.
Ich bin gerade auf der Career-Seite von Google. Rate mal, also wenn du da eingibst, da kannst du ja sagen, wo du gerne einen Job haben w├╝rdest. Ich habe da jetzt Berlin, Hamburg und M├╝nchen eingegeben. Rate mal, wie viele Jobs ich da angeboten bekomme. Ich bin offen f├╝r alles in Hamburg, Berlin und M├╝nchen.
Ich glaube weniger als 100, wobei das vorher bestimmt mehrere tausend waren. Weniger als 100, vielleicht sogar weniger als 30.
Ein.
Ein? Was ist der Job? Das ist jetzt super interessant nat├╝rlich. Halt das, verrate mir am Ende. Nein, Sack.
Darfst dreimal wetten.
Was der Job ist? Jobtitle. Ist es was in Richtung Compliance, PR oder Security?
K├Ânnte alles sein. Student Researcher.
Okay, das w├╝rde ich jetzt sagen, z├Ąhlt noch nicht mal als Jobopening. Aber die kriegen ja, die werden ja ihre Leute ja nicht los.
Aber null? Also ein Job, ein Studentenjob? Das kann doch nicht wahr sein.
Aber die haben ein Mitarbeiterziel und entlassen lernen sie gerade das unheimlich schwer in Deutschland. Und dann ist der einzige Weg das zu erreichen, wirklich gar nicht mehr einzustellen. Was auch dazu f├╝hrt, dass eher die guten Leute gehen.
Ja, ich habe dir den Link geschickt, aber das kann doch nicht eine Person. Aber bei Amazon war es auch so. Amazon hat mir auf Instagram Werbung gezeigt mit hier 5000 Stellen und dann ist man da drauf gegangen und da waren da glaube ich auch 50 oder so drauf. Das war vor zwei Wochen.
Und du kannst, es ist auch in der Regel, vor allem wenn du eventuell mit Arbeitsrechtsverfahren und so rechnest. Mitarbeiter m├Âgen das unheimlich ungern. Wenn du entlassen wirst, das wird ja sicherlich als eine betriebsbedingte K├╝ndigung, also es wird vermutlich ├╝ber Aufl├Âsungsvertr├Ąge versucht zu machen, was der einzige Weg ist, was ├╝berhaupt gehen. Wenn nicht, w├╝rdest du eine betriebsbedingte K├╝ndigung machen. Und dann ist es immer schwer, wenn nebenbei dein Department ├Ąhnliche Jobs hirnt. Aber alles Spekulationen. Wir wissen es nicht.
Ja, aber es ist ein sehr sehr guter Punkt. Was denkst du, wie viele Jobs gibt es noch in San Francisco?
Bei Google? Da man da schneller hirnen und feiern kann, ob das jetzt gut oder schlecht ist, mal dahingestellt, gibt es wieder mehr Jobs schon. Ein paar hundert.
Ja, 464.
Ja, macht Sinn.
Aber klar, die ganzen deutschen Firmen.
In Paris, such mal Paris, wirst du auch Null finden. Und Dublin findest du wahrscheinlich schon wieder. Ich glaube, Irland ist ein bisschen liberaler.
Paris gibt es sechs.
Genau, such mal Dublin.
Ein Student Researcher.
Lissabon? Oder ist das ein Porto?
Null. Was w├╝rdest du jetzt machen, angenommen der kleine Pip kommt in zwei, drei Monaten aus der Uni raus?
Ja, ich w├Ąre so sinnig zu Google gegangen. Also seitdem du vielleicht AI Researcher bist. Aber ich glaube, dass du bei Google nicht f├╝r den Arbeitsmarkt qualifiziert wirst.
Das ist ein anderes Thema.
Sorry, alle Googler, aber es trifft nat├╝rlich auch nicht auf alle zu. Ich habe das Gef├╝hl, dass Google Mitarbeiter, also ein Teil des seiner Mitarbeiter zu Menschen erzieht, die f├╝r den Rest der Wirtschaft nicht mehr nutzbar sind. Was ja die Strategie zu sein scheint. Es gab ja letzte Woche wieder diese Artikel, die rumlaufen von Menschen, die first hand berichten, dass sie geheiert wurden und nicht wissen, was sie in dem Job tun sollten. Ich will das nicht zu sehr pauschalieren. Es arbeiten nat├╝rlich unheimlich viele f├Ąhige Leute bei Google und in jedem Tech-Unternehmen. Aber rein anekdotisch gab es auf jeden Fall Leute, die wirklich nicht wussten, warum sie da sind. Und bis auf wenige Ausnahmen finde ich es immer schwer, Googler zu heiern. Weil in einem normalen Job zu bestehen, ist definitiv eine andere Erfahrung, als in einem Unternehmen zu arbeiten, wo historisch Leute, die jedes Jahr fast automatisch 30% mehr der Dienstleistung aus den H├Ąnden gerissen haben, weil einfach die darunter liegende Wirtschaft so boomt und die Konkurrenz durch das Produkt so hochgefahren wird.
Vergiss mal Google. Also Rezession, es ist schwieriger sich zu bewerben, neue Jobs zu finden. Pip kommt aus der Uni. Was w├Ąre dein Actionplan? W├╝rdest du trotzdem weiter so machen, wie vorher zu schauen, okay das sind die 5, 10, 100 Firmen, dort sehe ich mich in Zukunft und da bewerben?
Also ich war im Gegensatz, dadurch, dass ich nicht ganz so lange studiert habe wie du, bin ich zum Ende einer Rezession in den Jobmarkt gekommen.
Ich auch, ich habe ja k├╝rzer studiert als du.
Aber ich habe auch einen ordentlichen Abschluss, vergleichs FF und B├Ârn. Du hast genau so lange f├╝r einen Bachelor gebraucht, wie ich f├╝r einen Diplom Kaufmann.
Und jetzt musst du trotzdem jede Woche zweimal mit telefonieren. Lucky you.
Ja, freu mich sehr, wirklich. Ich w├╝rde in der Startup Wirtschaft arbeiten nat├╝rlich, also da wo die Lernkurve am h├Âchsten ist und wo ich auf die Zukunft und also die besten Arbeitgeber in Deutschland waren historisch immer die gro├čen Tech-Konzerne und die, also erst waren es die gro├čen Automobilkonzerne und Versicherer, dann kamen die Tech-Konzerne hinzu und ich glaube, dass du, wenn du was Relevantes f├╝r die Zukunft lernen willst, ist immer schwer sowas so absolut zu sagen. F├╝r mich pers├Ânlich hielt ich die Startup Wirtschaft f├╝r spannender, weil ich das Gef├╝hl habe, ich w├╝rde mehr lernen, aber man lernt nat├╝rlich in fast jedem Unternehmen, wo man reinkommt in den ersten zwei Jahren erstmal unheimlich viel, auch in einem herk├Âmmlichen Technologie-Konzern oder Automobilkonzern wahrscheinlich. Aber ich w├╝rde versuchen, mich da nicht zu sehr einzun├Ąsten, sondern entweder schnell Abteilungen und Jobs zu wechseln oder daf├╝r sorgen, dass die Lernkurve steil bleibt. Aber ich finde es schwer, auf Basis der, was w├╝rdest du machen, allen anderen Leuten Advice zu geben, das ist anma├čend und ich hoffe, die wenigsten Leute sind so wie ich. In ihrem Sinne, nicht in meinem.
Das hoffe ich auch. Weitere Karrierefrage, jemand hat einen Doktor im Marketing und Sales gemacht und m├Âchte jetzt Karriere beginnen. Consulting, VC oder Startup?
Das hatten wir doch letztes Mal schon sehr ├Ąhnlich, oder?
Fast. K├Ânnen wir auch schieben, h├Âr die alte Folge an.
Ja, also im Startup w├╝rde ich keinen Doktor einstellen. Du brauchst die ersten Jahre Hands-on, vielleicht spiel ich ja sp├Ąter ein Teamleiten, ich wei├č nicht, wenn er super relevant auf einem aktuellen Gebiet geforscht hat.
Moment, aber f├╝r Zalando war es doch ganz gut, dass Dr. Heinemann da war und nicht du.
Ja, der war unter anderem ja da wegen seiner Gr├╝ndungserfahrung, w├╝rde ich vermuten. Nat├╝rlich hat er auch wichtige akademische Erfahrungen, aber sch├Ân, dass du so grinst. Ich w├╝rde vermuten, es war die Kombination aus Hands-on, Gr├╝ndererfahrung und so weiter.
Wahrscheinlich muss man beim Startup ein bisschen mehr Hands-on zeigen, wenn man den Doktor hat.
Was ich schwierig finde ist VC. Das hat uns lustigerweise unser Fahrer bei der WU, also Fahrer klingt jetzt ein bisschen absch├Ątzig, aber ein ganz schlauer Fahrer, fand ich einen sehr validen Punkt, den er hat. Dass es ein bisschen absurd ist, wenn du von der Uni kommst und auf einmal irgendwelchen Gr├╝ndern und Operators erz├Ąhlen sollst oder dir in Interviews Fragen stellst und so tust, als h├Ąttest du die Welt besser verstanden als sie. Das ist schon ein bisschen komisch. Deswegen finde ich den Einstieg in VC, ich glaube, wenn du vorher ├╝ber das Investmentbanken gegangen bist, hast du vielleicht ein bisschen relevante Erfahrungen und vielleicht sogar ein paar Skills, die manche Gr├╝nder und Gr├╝nderinnen noch nicht haben. Aber Doktor, Marketing und Sales, das ist auch wieder so allgemein. Man muss halt wissen, was genau die akademische Arbeit war, welcher Bereich. Aber im Consulting wird das sicherlich am meisten gewertsch├Ątzt, habe ich das Gef├╝hl.
Letzte Karrierefrage, was macht man ├╝berhaupt als Venture Manager in einem Accelerator und ist das ein guter Zwischenstritt, um danach wieder was zu gr├╝nden? Das ist genau, was ich gerade beschrieben habe, nach meiner Logik. Jemand, der Gr├╝ndern erz├Ąhlt, wie die Welt funktioniert. Und ist es nicht auch, Entrepreneur in Residence ist dann das andere auf Corporate Seite oder auf Startup Seite?
K├Ânnte sein, ja. Venture Manager sind Engagement Manager oder Betreuer innerhalb eines Accelerators, also die Schnittstelle zum Startup. Und dadurch, dass die nat├╝rlich ├╝ber die verschiedenen Badges in der Regel mehrere Startups sehen, bauen die nat├╝rlich relevante Erfahrungen und vor allen Dingen Netzwerk auf. Das kann schon helfen, ich will nicht sagen, dass es komplett nutzlos ist. Also man hat ein relevantes Netzwerk ├╝ber die Zeit, man hat nat├╝rlich, sagen wir mal, du bist jetzt im typischen Accelerator, hast du irgendwie zwischen 4 und 12 Companies pro Badge. Bei den Gro├čen nat├╝rlich noch mal deutlich mehr. Dann kannst du nat├╝rlich den jungen Badges immer schon mit viel Wissen und Prozessen zur Seite stehen. Das ist meine Auffassung, die Aufgabe eines Venture Managers. Hilft das dabei, selber zu gr├╝nden irgendwann? Wahrscheinlich auch. W├╝rde ich jetzt nicht verneinen, sagen wir mal. Und man bleibt in einem sehr unternehmerischen Umfeld nat├╝rlich auch gut. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Geh├Ârten keine Kaufs- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Die beiden Podcast-Hosts k├Ânnen die Risikodisposition der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Es besteht zudem immer das Risiko eines Totalverlusts. Ihr solltet immer euren eigenen Research machen und eigenst├Ąndige Entscheidungen treffen. Solltet ihr dann auch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k├Ânnen unm├Âglich f├╝r erdfeigere Verluste haften. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.io slash disclaimer nachlesen.
Wie fandest du den shortesten Short Report, den du je gelesen hast?
Du meinst den von Bear Cave zu Airbnb? Nicht besonders fundiert. Wir gehen den mal trotzdem durch, weil es prinzipiell ganz spannend ist. Und zwar berichtet Yahoo, dass The Bear Cave, das ist eigentlich ein Sub-Stack, den Twitter-Accounteure regelm├Ą├čig auch Short-Ideen teilen, dass Airbnb jetzt eine besonders schwere Zeit bevorsteht, weil The Bear Cave herausgefunden hat, dass die Super-Hosts auf Airbnb Wege suchen, ohne Airbnb ihre Wohnung zu vermieten. Da w├╝rde ich jetzt quasi die Kompetenz ein bisschen in Frage stellen, wenn dir das jetzt auff├Ąllt, weil das ja ein Trend, der seit Jahren so geht. Und offenbar sind die Netzwerkeffekte von Airbnb nat├╝rlich aber so stark, dass es von relativ wenig Erfolg gekr├Ânt ist. Es gibt so ein gr├Â├čeres Business in den USA, das wie so eine Art Razor oder Thrasio f├╝r Wohnungen ist, Vakasa hei├čen die. Also die kaufen, vermarkten selber und vermarkten aber auch ├╝ber Plattformen. Und es ist nat├╝rlich zu erwarten, dass sich Hosts auch versuchen, sich zu professionalisieren und selber zu vermarkten. Unter anderem, weil, und da wird in dem Report so eine Beispielrechnung genommen, also da hat jemand was gebucht, was 630 Dollar pro Nacht kostet, sagen wir irgendein Townhouse mit einem Jacuzzi, ich wei├č nicht wo es ist, und dieser kostet 634 Dollar pro Nacht und die Endrechnung ist dann aber 2300 Dollar, obwohl es nur zwei N├Ąchte sind, und zwar weil eine Cleaning-Fee von 460 Dollar hinzukommt, die Airbnb Service-Fee auf der Gastseite von 244 und noch Steuern in H├Âhe von 291. Und man muss sagen, das ist jetzt immer noch nicht was der Host bekommt, sondern der Host bezahlt nach meinem Verst├Ąndnis auch noch mal eine Geb├╝hr. Das ist nat├╝rlich schon so, wenn man da browst und man schaut erst, 634 Dollar pro Nacht und am Ende ist die Endrechnung fast doppelt so hoch. Das finden sowohl die Hosts als auch die G├Ąste zunehmend doof. Also Artist, Claimer, ich bin im Aufsichtsrat eines, im weitesten Sinne Konkurrenten oder Frenemy von Airbnb, aber aus Marktsicht h├Ârt man halt, dass beide Marktseiten das nicht super finden oder zunehmend kompliziert, aber das ist auch so zu erwarten, wenn ein Unternehmen m├Ąchtiger wird. Und andererseits will ich auch ganz klar sagen, dass Airbnb halt unheimlich erfolgreich ist damit. Also sie wachsen, Sekunde, was war der letzte Wachstumsrat, ich glaube so 20%, genau gebuchte N├Ąchte 20%, Umsatz 24%. Also man kann es Airbnb nicht unterstellen, dass sie irgendwie ein Momentum verlieren oder so. Also im Vergleich zu den Hyperwachstumsphasen ja, aber sie wachsen halt immer in einem sehr schweren Markt dieses Jahr mit 20% zuletzt. Also da gibt es kein gr├Â├čeres Problem. Und dass die gr├Â├čeren Hosts irgendwie versuchen auch selber ihre Ferienwohnungen zu vermieten, w├Ąre jetzt auch kein Grund die Aktien zu shorten f├╝r mich. Aber es ist trotzdem ein Pattern auf das ich setze. Man k├Ânnte ja sagen, eine Hypothese f├╝r Home2Go k├Ânnte sein, wenn eine Plattform so gro├č und m├Ąchtig wird wie Airbnb, wird es immer Leute geben, die sich da nicht mehr wohlf├╝hlen. Und das ist sowohl f├╝r die Supply-Seite, also die Hosts, als auch f├╝r die Nachfrage-Seite, die Reisenden, eine spannende Alternative daf├╝r zu bauen. Und so ein Status heute hat Home2Go deutlich niedrigere Kosten f├╝r beide Marktseiten, in den meisten F├Ąllen. Von daher, aber ich w├╝rde jetzt nicht auf den Short Report draufschlagen und sagen, genau Airbnb ist verdammt, sondern eigentlich glaube ich nutzen sie ihre Marktmacht. Sehr gut, was ich viel komischer finde ist, das hat mir jemand anders zugeschickt diese Woche, dass wenn man sich bei LinkedIn Insights, kann man sich auf Company-Ebene ja so das Personalwachstum anschauen. Und da sieht man, dass Airbnb extrem geheiert hat zuletzt. Und wenn man dann in die Aufteilung geht, dann sieht man, dass Airbnb angeblich 3.800 Leute im Bereich Arts und Design hat, was ungef├Ąhr so 14% des Headcounts ist. Und dass sie administrative, was der Inbegriff von Overhead ja w├Ąre, im letzten Jahr fast vervierfacht haben auf 10% des Headcounts.
Die haben 27.000 Leute?
Genau, lustig, der Fehler ist mir zuletzt aufgefallen, ich habe das n├Ąmlich dann versucht mit meiner Tabelle, deswegen macht es Sinn seinen eigenen Research zuerst zu machen oder immer seinen eigenen Research zu machen. Tats├Ąchlich hat Airbnb die Mitarbeiter n├Ąmlich nur um jeweils 10% in den letzten zwei Jahren gesteigert und damit sehr moderat und das war auch vollkommen richtig so. Das hei├čt die LinkedIn Zahlen sind hier vollkommen falsch und ich habe zwei Vermutungen, also ich konnte es jetzt noch nicht lang genug nachforschen. Die Employee Zahl ist ungef├Ąhr viermal so hoch wie sie sein sollte und es gibt zwei M├Âglichkeiten, entweder, dass einfach viele Hosts angemeldet sind bei LinkedIn und sagen, ich bin der Airbnb Host dieser Wohnung oder dieses Fernhauses und deswegen werden sie f├Ąlschlicherweise von LinkedIn hinzugef├╝gt.
Ja, also ich habe hier einen Kandidaten aus Deutschland, der ist Airbnb Superhost.
Ich glaube die f├Ąllen dazu und vermutlich wird das in Administrativ oder Arts & Design reingef├╝gt oder je nachdem wie kreativ sie sich benennen. Also ich f├Ąnde es sehr fragw├╝rdig, wenn Arts & Design die Top-Kategorie w├Ąre und Administrativ die zweitgr├Â├čte. Von daher gehe ich davon aus, dass viele, die sagen sie sind Airbnb Superhost oder Airbnb Verwalter, dass die dann, oder Verwalterinnen zu administrativ gez├Ąhlt werden und vielleicht andere Leute, die sagen ich entwerfe Airbnbs oder so geh├Âren vielleicht zu Arts & Design oder ├Ąhnlichem und deswegen sind diese Zahlen einfach nicht ernst zu nehmen bei LinkedIn. Was ein relativ gro├čes Problem ist, dass man das nicht besser validiert bekommt und unterschrieben bekommt, was Leute sind, die wirklich bei Airbnb arbeiten und welche, die ihr eigenes Airbnb vermitteln. Man kann es auch positiv sehen, der Begriff Airbnb ist so ein Generikum geworden, so wie Tempo Taschentuch oder was nennt man immer noch als Beispiel, so Nivea, Tesa Film ist sehr gut, dass man eben Fanhaus mit Airbnb schon gleich setzt und das f├╝hrt dann zu so einem lustigen Problem. Also ich w├╝rde sagen, den Zahlen hier bei LinkedIn kann man einfach nicht vertrauen, deswegen k├Ânnen wir das auch gleich wieder vergessen eigentlich das Thema. Tats├Ąchlich haben sie sehr moderat geheiert, nachdem sie ganz am Anfang von Corona ja mal hart entlassen machen mussten und so entwickelt sich Airbnb. Airbnb ist eine der Vorzeigekompanies, was gross profit pro Mitarbeiter, n├Ąhert sich einer Million Dollar inzwischen an. Vor zwei Jahren waren es noch 600.000, jetzt sind es 914.000 pro Mitarbeiterin. Also eigentlich machen sie ganz viel richtig, was andere Companies falsch machen gerade bei Mitarbeitenden. Also LinkedIn Zahlen sind nicht vertrauensw├╝rdig, haben wir rausgefunden. Gutes Beispiel, warum man denen nicht so blind vertrauen sollte wahrscheinlich, zumindest bei Firmen, wo es einen Grund gibt, warum der Name in der Jobdescription von verschiedensten Leuten vorkommen k├Ânnte.
Hast du uns auch ein paar Earningszahlen mitgebracht?
Du hattest mich darauf hingewiesen, ich wei├č nicht ob es vom H├Ârer oder H├Ârerin kam oder von dir selbst, dass wir die Brace Earnings vergessen hatten, wo wir von Airbnb zu Bbbbbbb.
Die wurde im Discord Server erw├Ąhnt.
Achso genau, die kam Ende M├Ąrz, so vor ein, zwei Wochen und haben positiv ├╝berrascht, das kann man schon vorweg sagen. Und zwar, also Brace ist eine Vietnamers Custom Engagement Plattform, also wie erreiche ich meine bestehenden Kunden oder welche, die in einem gewissen Funnel drin sind, wie reaktiviere ich die oder f├╝hre sie tiefer in mein Produkt rein oder bringe sie dazu wieder zu bestellen. Das macht man ├╝ber verschiedenste Kan├Ąle und Brace konstatiert das quasi als SaaS-L├Âsung. Und die wachsen, obwohl man ja wei├č, das E-Commerce Umfeld, von dem sie nat├╝rlich abh├Ąngen, also Brace hat nat├╝rlich stark floriert, w├╝rde ich vermuten, vom ganzen Quick-Commerce-Boom, vom App-Boom w├Ąhrend Corona, vom Streaming-Boom, vom allgemeinen E-Commerce-Boom kann man eigentlich sagen. Und damit haben sie jetzt genau den gleichen Kater oder Probleme das Wachstum zu halten, was sie da erlebt haben. Man muss aber sagen, dass sie im Vorjahr sind sie noch mit 64% gewachsen und sie schaffen weiterhin immer noch 40%. Das ist, w├╝rde ich sagen, ganz gut, angemessen an dem schweren Umfeld. Die Rohmarge geht ein bisschen runter, aber das k├Ânnte auch saisonal sein, dass sie eventuell besonders viele Nachrichten verschicken m├╝ssen im Weihnachtsquartal, aber das nicht 100% in Preise umgeschlagen bekommen k├Ânnte. Ich vermute, dass es daran liegt, dass man nicht oft genug pro SMS zahlt oder pro Interaktion, sondern das w├╝rde dann auf die Rohmarge dr├╝cken. Aber die ist im Rahmen. Im Vorquartal waren sie 69%, jetzt ist sie 66%, im Vorjahr war sie immer nur 65%, also die liegt schon ├╝ber dem Vorjahr, unter dem Vorquartal. Da muss man ein bisschen drauf achten, wohin die sich entwickelt, weil die jetzt weiter sinken ist nat├╝rlich problematisch. Das eigentlich Gute und was den Markt positiv ├╝berrascht hat und warum es zu der positiven Kursreaktion der Zweistelligen kam, ich glaube 16-17% sind sie danach hochgegangen, ist, dass sie Cashflow positiv geworden sind im vierten Quartal und im Gesamtjahr nur 22 Millionen verbrannt haben. Der Grund daf├╝r ist eine sehr starke Kostendisziplin, also w├Ąhrend der Umsatz um 40% gegen├╝ber dem Vorjahr gestiegen ist, sind die operativen Kosten oder Ausgaben nur um 15% gestiegen. Also Kosten nur 15% h├Âher, Umsatz aber 40% h├Âher, das hei├čt die Profitabilit├Ątslage verbessert sich, gleichzeitig w├Ąchst man weiter und eigentlich sind die Kosten auf Niveau des Vorquartals. Also sieht sehr stark, wirklich hart auf die Bremse getreten aus, sicherlich vielleicht ein paar Entlassungen, LinkedIn sieht sehr stabil aus. Also die haben in den letzten sechs Monaten wenig oder keine Leute eingestellt und dadurch haben sie die Kosten jetzt im Griff, wachsen so niedrig zweistellig, aber der Umsatz w├Ąchst weiter, relativ dynamisch f├╝r die schwere Zeit mit 40% und wie gesagt, dadurch geht die Verlustschere ein bisschen zu, Cashflow sogar positiv im vierten Quartal und da bin ich mir sicher, das mochte der Markt. Man muss aber schon auch sagen, die Rule of 40, na gut, also Cashflow ist ausgeglichen, w├Ąchst um 40%, dann ist man per Definition mit der Rule of 40, warum war ich nicht hier so komisch, Sekunde. Ach ja, ich nehme die falsche Zahl, ich muss die 28 nehmen, dann haben wir hier eine 40 und was auch nicht so gut aussieht, ist die Magic Number, also die Vertriebst├Ątigkeiten sind jetzt noch nicht so effizient, wie sie sein sollten. Man hat im Vergleich zum Vorquartal in Anf├╝hrungsstrichen nur 5,5 Millionen mehr Umsatz gemacht, hat daf├╝r aber, also annualisierter Umsatz w├Ąren es dann nat├╝rlich 22 Millionen, hat daf├╝r aber 53 Millionen im Marketing ausgegeben und kommt so auf eine Magic Number von 0,4. Das hei├čt, ├╝bersetzt, dass man im ersten Jahr nur 42% der Kundenakquisitionsausgaben amortisieren kann ├╝ber Ums├Ątze, das hei├čt, man braucht zweieinhalb Jahre, um den Kunden komplett zu amortisieren, das ist weit weg vom Optimum. Man sucht eigentlich eine Magic Number zwischen 0,5 und 0,75, toll, wenn man Richtung 1 kommt, also dass im ersten Jahr der Kunde sich selber abzahlt, das hei├čt, die Kundengewinnung ist noch nicht super effizient, man muss aber auch sagen, es ist nat├╝rlich ein schweres Jahr, beziehungsweise die Revenue Expansion bei bestehenden Kunden ist nat├╝rlich besonders schwer, weil alle Kunden strugglen. Insofern finde ich 40% Wachstum schon ein gutes Ergebnis, aber es ist sozusagen mit viel Marketingaufwand erkauft, deswegen ist man nach Gap, ist man schon auch noch minus 37% operative Marge, also da ist man noch schwer negativ, nach Cashflow-Betrachtung, Kapitalflussrechnung hat man aber schon eine schwarze Null im letzten Quartal, der Rest sind dann eben noch nachzuholende Ums├Ątze und Sharebase Compensation, also Mitarbeiterbeteiligung. Aber der Markt mochte sicherlich, dass die Kosten so gut unter Kontrolle sind und man trotzdem w├Ąchst, das sieht auch wirklich tats├Ąchlich gut aus f├╝r die schweren Zeiten.
Was hast du sonst noch f├╝r News f├╝r uns?
Mal gucken, ich w├╝rde mal in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit ein paar Sachen nur so anteasern. Europas gr├Â├čter Speck wurde aufgel├Âst, das war nicht Bill Eggman, der ist ja auch nicht in Europa gewesen, aber der wollte ja wie Van Dievers kommen. Dein Freund, LVMH-Gr├╝nder Bernar Arnault hat zusammen mit dem ehemaligen Unikredit-CEO Jean-Pierre M├╝stier einen sehr gro├čen Speck gehabt, der jetzt aufgel├Âst wird und das werden wir nat├╝rlich bei ganz vielen Specks sehen. Also wer noch ein bisschen Namen zu verwalten hat und ich w├╝rde vermuten, Bernar Arnault, dem ist ein guter Name was wert, der kauft jetzt nicht irgendeine Schrottkampagne, das ist auch deutlich schwerer geworden, sondern gibt das Geld einfach zur├╝ck. Die Aktion├Ąre und Aktion├Ąrinnen werden in der Regel nicht sauer sein, weil sie ihr Geld ├╝ber einen langen Zeitraum ohne Zinsverluste zumindest angelegt haben, was gut ist. Also eigentlich war es total, du hast zum Zeitpunkt einer Blase, vor zwei Jahren w├Ąre das gewesen, vielleicht, ich wei├č nicht wann dieser aufgesetzt wurde, aber w├Ąre er vor zwei Jahren aufgesetzt worden, dann hast du nicht genau am H├Âhepunkt, aber um den H├Âhepunkt der Blase hast du eine Million irgendwo geparkt und bekommst sie jetzt zur├╝ck und kannst jetzt die meisten Tech-Aktien mit einem zwei Drittel Discount kaufen. Also warum solltest du b├Âse sein das Geld jetzt einfach zur├╝ck zu bekommen, weil jetzt hast du eigentlich gute Kaufkurse. Deswegen w├╝rde ich vermuten, dass die meisten Investoren gar nicht b├Âse sind, wenn sie hier andersrum sagen, h├Ątte der damals sofort konvertiert eine Company gefunden, dann w├Ąre der Kurs dieser Specks, egal wie gut die Company w├Ąre, wahrscheinlich zwischen minus 50 und minus 80 Prozent runter. Insofern ist Geld zur├╝ckbekommen, wie bei den allermeisten Specks, wirklich die beste Variante, deswegen erwarte ich keine gro├čen Verwerfungen. Aber das wird nat├╝rlich mit ganz vielen Specks passieren, nicht alle werden so viel Aufmerksamkeit damit erregen wie Benno Arnault, aber die werden jetzt alle einfach aufgel├Âst. Dann TikTok kriegt seine E-Commerce Aktivit├Ąten nicht gestartet, da sollte es ja sozusagen Shopping-Integration geben, aber es haben sich noch keine 100 H├Ąndler und H├Ąndlerinnen gefunden, die sich da anmelden wollten. Wahrscheinlich will man den Kanal nicht investieren aus A, eventuellen Reputationsschaden und B, man gar nicht wei├č, ob es TikTok lang genug gibt und sich die Investition lohnt. Man versucht nat├╝rlich jetzt nicht, irgendwelche kleinen H├Ąndler werden das sicherlich probieren, aber die gro├čen scheinen es nicht so mit offenen Armen zu empfangen. Und dann zwei News vom Taubenverein, und zwar einerseits hat unser manngewordenes Kind am Geb├Ąude am Market Square in San Francisco, dem Twitter-Hauptquartier, das W aus dem Twitter-Logo entfernen lassen, sodass das Firmenschuld jetzt sich Titter liest. Eine wahnsinnig sinnvolle Verwendung der Zeit des schlauesten Unternehmer aller Zeiten. Und gleichzeitig wird er von seinen Fanboys daf├╝r gelobt, dass jetzt mehr und mehr Leute vermuten, dass die ultimative Strategie ist, aus Twitter diese super App zu bauen. Das hat man dadurch herausgefunden, da mutma├čt man deswegen, weil die Holding-Company, die Twitter h├Ąlt, inzwischen nicht mehr Twitter hei├čt, sondern die X Corp, also X.com war urspr├╝nglich mal Elon Musk's Baby, dass er an PayPal verkauft hat. Also eine Payment-Company, die er mal bauen wollte, ist dann mit PayPal zusammengemerged, ist da Teil der PayPal-Mafia geworden und X.com hat nicht weiter existiert. Er hat aber weiter die Domain X.com besessen und jetzt hat er Twitter und die X Holding ├╝berflie├čen lassen und auf Twitter hat unter anderem jemand geschrieben, der es total genial findet, Linas Billiunas, der eigentlich nicht nur dumme Posts macht, aber hat hier geschrieben, Twitter Inc. no longer exists, it's now X Corp. This brings us one step closer to Elon Musk's vision for X, the everything App. The most powerful fintech company in the world has officially been started. Also X.com oder X, die App soll the everything App werden und gleichzeitig sehen wir gerade die Genese oder wohnen wir der Genese des wertvollsten Fintech der Welt bei. Da w├╝rde ich ein gro├čes Fragezeichen dran machen. Ich glaube so viele Trust-Probleme, wie Twitter sich gerade einhandelt, ist es die letzte Company, die ich in meinem Finanzbereich wissen wollte oder wo ich meine auch nur einen Dollar verschieben w├╝rde. Ich glaube ein schlechtere Ausgangsbasis kann man kaum haben f├╝r ein wirkliches Fintech. Was nicht hei├čt, dass es unm├Âglich ist, dass er irgendeinen Weg findet, das noch spannend zu machen. Ein gewisses Talent f├╝r gute Produkte hat er ja schon. Dieser Mieterscham, dass er jedes Produkt erfolgreich machen kann, das manifestiert sich ja noch nicht 100% bei Twitter, w├╝rde ich mal vorsichtig sagen. Im Moment sieht es eher, also ich habe noch nie so viel Spam ├╝ber Mitteilungen bekommen, wie jetzt gerade. Obwohl eigentlich, ich glaube am Ende wird er irgendwann so einen Schalter umlegen, so einen Bait-and-Switch machen und sagen, alle die nicht zahlen werden eigentlich unsichtbar und jetzt haben wir ein Trusted Network, wobei auch das ja nicht stimmt, weil die falschen Leute gerade 8 Dollar zahlen und die richtigen aus Protestesteilen nicht tun und dadurch unsichtbar werden. Wir erinnern an New York Times, NPR und so weiter. Die Twitter-Suche ist vollkommen unbemissbar. Also Leute zu taggen wird gerade vollkommen unm├Âglich, weil jeder der einen blauen Haken hat, sagen wir ich w├╝rde jetzt Philipp Westermeier suchen und fangen an Philipp W. oder so zu tippen, ist der letzte Account, den ich sehe, ist Philipp Westermeier. Das einzige Begr├╝ndung daf├╝r kann sein, dass er mich geblockt hat nach meinen St├Ąngereien, aber das glaube ich nicht. Oder dass er geshadowbanned ist, was ich auch nicht glaube, sondern es ist einfach, dass jeder Account, der einen blauen Haken hat, wird pr├Ąferiert in der internen Suche, sodass es fast unm├Âglich ist, die offiziellen Accounts zu finden, was zu noch mehr Problemen f├╝hrt und so weiter und so fort. Aber ich muss noch was Gutes sagen und zwar habe ich meinen all├Âsterlichen Tesla-Ride gemacht am Wochenende und muss sagen, dass die Experience, wann war das? Ich glaube vor zwei Jahren war das oder? Das war einer der ersten Podcasts. Die Experience ist tats├Ąchlich deutlich besser geworden. Ich habe mir bei einer Mietwagenfirma meines Ertrauens einen Tesla geholt und bin damit Richtung Norden gefahren. Und Arsys Charger wird wirklich besser und auch krass, an dem Supercharger, wo letztes Mal zwei Autos standen und man dann zwangsl├Ąufig nat├╝rlich attackiert wird von den Teslarianern, standen ungelogen 16 Autos zum Laden in einer Reihe.
Alles Teslas.
Alles Teslas. Der ist schon krass und Ladexperience ist nach wie vor super, wenn es alles geht. Damals lag er auch nicht an Tesla, sondern am Vermieter eigentlich, der die schlechte App hatte, um das Auto zu kontrollieren. Das ist jetzt besser gel├Âst. Der hat wieder zweimal versucht mich umzubringen, nat├╝rlich, indem er mitten auf der Autobahn bei 130 beschlossen hat den Tempomat auf 70 runter zu regeln. Also von jetzt auf gleich. Die Schilder lesen kann es ja eh nicht, aber da tut es auch wenigstens nicht so. Aber es hat einfach meine Tempomateinstellung von 130 auf 70 korrigiert und dann machst du eine Vollbremsung, womit weder die Insassen noch die hinter dir fahrenden rechnen in dem Moment, weil die Stra├če komplett frei ist. Und auf dem Weg habe ich Podcastempfehlung. Ich habe den Podcast Alles gesagt von der Zeit mit Sascha Lobo geh├Ârt und ich bin gar kein so gro├čer Sascha Lobo Fan, beziehungsweise finde ich viele Sachen, die er sagt, total schlau und andere wieder auch, finde ich gar nicht so gut. Aber das ist ja ein Grund ihn zu h├Âren dann, damit man andere Meinungen h├Ârt und seine eigene best├Ątigt wei├č. Aber was ich gut fand ist, dass in dem Alles gesagt Podcast, das ist ja so ein sehr ehrliches Format in der Regel, weil man ist schwer ├╝ber sechs Stunden eine PR Story zu erz├Ąhlen, das k├Ânnen selbst die besten Leute nicht. Aber ich finde es auch sehr gut, dass er relativ ehrlich sagt, dass alles was er eigentlich je gegr├╝ndet hat, dem Niedergang entgegen gestrebt ist. Er sagt auch relativ klar, das waren keine gro├čen Exits, sondern bestenfalls Fire Sales oder f├╝r einen Markt verkauft. Das Lustige ist, dass das ja fast schon erfrischend ist, wenn es Ehrlichkeit gibt, in einem Interview Podcast. Aber deswegen fand ich das so angenehm und dass er auch, ich will nicht sagen der Einzige ist, aber einer der ebenso erfrischend sagt, dass er sein ganzes Geld eigentlich mit Vortr├Ągen verdient und dass das das unternehmerischste ist, was er derzeit macht eigentlich. Das fand ich beides einen sehr ehrlichen Umgang mit seinem eigenen Vita und ich glaube, das braucht es eigentlich mehr. Und es hei├čt ja nicht, dass er deswegen Verlierer ist, im Gegenteil. F├╝r mich ist es das Gegenteil, weil er nat├╝rlich ein extrem hochbezahlter Speaker ist und erfolgreicher und weil er weiter der Digitale Erz├Ąhler sein darf, obwohl er gescheitert ist, was ja auch vollkommen richtig ist. Und dass man das so erz├Ąhlen kann und trotzdem relevant ist, finde ich eine bessere Leistung als die vielen anderen Stimmen. Diese gibt die versuchen jeden Clients Exit zu einem Erfolg hoch zu stilisieren und oft sich aber auch dann ├Ąhnlich ├╝ber Wasser halten eigentlich.
Sechs Stunden Podcast.
Ich habe erst die ersten drei geh├Ârt, weil es so schnell ging. Ansonsten kann ich das Autofahren weiter nicht empfehlen als Erfahrung. Es war unumg├Ąnglich leider, weil die Flixbus Linie noch nicht offen hat. Da wo ich hin musste. Ansonsten w├Ąre ich nat├╝rlich Bus gefahren. Aber ├ľkostrom war die einzige M├Âglichkeit hinzukommen.
Vielen Dank. Wir h├Âren uns wieder am Samstag. Bis dahin. Sch├Ânen Mittwoch. Geht auf doppelg├Ąnger.io slash OMR. Bewirbt euch f├╝r die Party. Wir sehen uns. Wir h├Âren euch. Oder ihr h├Ârt uns. Bis dann. Feierabend. Tsch├╝ss.
Tsch├╝ss. Bis zum Wochenende.