Doppelg├Ąnger Folge #240 vom 14. April 2023

­čÄô Q-Summit Uni Mannheim | Eklige Ossis | Bitcoin Maximalisten Debunked | Krisenkommunikation | LinkedIn CRM

Pip berichtet von seinem Vortrag auf dem Q-Summit an der Universit├Ąt Mannheim und entkr├Ąfte die Argumente der Bitcoin Maximalisten. Philipp sucht eine nachhaltige Waschmaschine. Pip streitet mit Carsten Maschmeyer auf LinkedIn und wir reden ├╝ber die mutma├člich von Julian Reichelt geleaken Chats mit Mathias D├Âpfner sowie das Fehlverhalten von CEOs auf Weihnachtsfeiern.


Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:


(00:00:00) nachhaltige Waschmaschinen

(00:03:00) Uni Mannheim Talk 

(00:05:30) Bitcoin Maximalisten Debunked

(00:37:45) LinkedIn

(00:42:30) KKR 

(00:45:50) Carsten Maschmeyer 

(00:51:30) Weihnachtsfeiern Fehlverhalten

(01:07:00) D├Âpfners Chats


Shownotes:

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Brutkasten Artikel: https://brutkasten.com/artikel/belaestigungen-auf-der-weihnachtsfeier-growrespect

LinkedIn Post zu Brutkasten Artikel: https://www.linkedin.com/posts/eminbugrasaral_ein-ceo-eine-weihnachtsfeier-neun-bel%C3%A4stigungen-activity-7051591479953100800-Q7QL

Cash App Gr├╝nder: https://edition.cnn.com/videos/business/2023/04/13/cash-app-founder-bob-lee-death-suspect-sot-vpx.cnn

D├Âpfner Zeit Artikel: https://www.zeit.de/2023/16/mathias-doepfner-axel-springer-interne-dokumente

Zeit Artikel Autor & KKR: https://twitter.com/holger_stark/status/1646181186773872643



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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 240 Hotel Edition. Wir sind beide unterwegs. Pip, hier...
Du bist auch im Hotel.
Ich bin auch in einem kleinen Hotel. Ich spiele heute, wenn ihr das geh├Ârt habt, ein Pickleball Turnier und fahre daf├╝r schon durch die Republik.
Okay, also mit mir kannst du keine Tour machen und ich muss allein hier in Mannheim sein, aber f├╝r Pickleball bist du unterwegs. Wo bist du denn?
Ich bin in D├╝sseldorf und... Oh Gott. Ja, also wer einen guten Fr├╝hst├╝ckstipp hat, ich bin auch auf der Suche.
Ja, geh nach K├Âln.
Und es scheint so, ich bin mir mit der Agenda f├╝r den heutigen Podcast nicht so ganz sicher, aber es scheint so, dass wir auch kurz ├╝ber Miedo sprechen. Deswegen habe ich eine Frage an die Community. Und zwar, ich suche etwas. Ich suche den neuen Doppelg├Ąnger Duschkopf, aber als Waschmaschine. Also falls ihr da drau├čen wisst, was die absolut beste, nachhaltigste Waschmaschine ist, schreibt mir bitte gerne an podcast.doppelg├Ąnger.io oder Discord oder wo auch immer ihr mich findet. Warum fragst du mich zuerst? Du, deine alte Kiste habe ich gesehen. Das ist, glaube ich, nicht die L├Âsung. Hey, die ist super. Ja, aber ich m├Âchte eine, die mir zeigt, die Wasser spart, die mir zeigt, wie viel Wasser ich verbrauche.
Wie oft hast du im letzten Monat die Waschmaschine selber benutzt?
Ich bin Mr. Wash. Wirklich? Ich bin, du, alles, alles, was in meinem Haushalt getragen wird, wird von mir in die Waschmaschine getan, getrocknet und alles.
So eine gro├če Inspiration f├╝r uns alle. Habt ihr einen Trockner?
Bitte, ja, na klar. What? Nein. Ja, also wenn du...
Das geht gar nicht, geht gar nicht. Ganz kurz habe ich dich sehr geachtet wegen Mr. Wash und jetzt hast du einen Trockner.
Der Trockner wird nur... Der Trockner wird nat├╝rlich nur in Notf├Ąllen... Das ist wie dein Auto, ne? Das ist wie dein Auto, der steht nur rum. Mach mal bitte hinten den Kamin aus und sei mal ganz ruhig.
Meine Dense hat keinen Kamin diesmal.
Ja, also ich glaube, Waschmaschine und Trockner zusammen macht wenig Sinn. W├Ąre nat├╝rlich auch gut, aber ja, ich suche den Duschkopf unter den Waschmaschinen. Ich m├Âchte wissen, wie viel Wasser es verbraucht, wie man es vern├╝nftig macht. Am besten so wenig wie m├Âglich Zeug da rein, so wenig wie m├Âglich irgendwie Dreck aus dem Ding und saubere W├Ąsche. Und ich glaube, da ist noch nicht die Innovation am Ende. Da sind wir mit Waschmaschinen noch nicht auf den Mond geflogen.
Wenn ihr Gl├╝cklauf der OMR seht, dr├╝ckt ihn mal und dann riecht es so an seinen Sachen. Sagst du, hast du einen Trockner? Mach das mal mit ihm, immer wenn ihr ihn seht jetzt. Trockner braucht echt kein Mensch.
So viel kommt da nicht rein.
Obwohl deine Wohnung so klein ist, du kannst die W├Ąsche nicht zum Trocknen aufh├Ąngen. Du brauchst vielleicht einen Trockner.
Was ist nachhaltig besser, in meinen 50 Quadratmetern oder in deinen 500? Sehr sch├Ân, sehr sch├Ân. So, wo treibst du dich denn rum?
Ich bin in Sch├Ânmannheim, obwohl ich noch gar nicht genug gesehen habe von der Stadt. Ehrlich gesagt, genau genommen bin ich in Ludwigshafen, weil die Hotels so schei├če sind.
Okay, da war schon mal eine L├╝ge. Sch├Ân und Mannheim in einem Satz?
Ja, nee, es ist nicht so sch├Ân, wie ich dachte. Also ich bin gestern einmal kurz durch die Quadrate gegangen und hatte eine total romantische Vorstellung davon. Es war gar nicht so sch├Ân. Es sieht einfach aus wie jede andere Kack-Innenstadt.
Aber die Uni ist sehr sch├Ân.
Das Unigeb├Ąude ist ja das Schloss und das ist wundersch├Ân. Und habe ich im Speaker-Vertrag unterzeichnet, dass ich mich nicht negativ ├╝ber das Event ├Ąu├čern darf. Aber w├╝rde ich auch nicht. Also tats├Ąchlich, wir sind dieses Jahr auf ein paar Unis zu Gast. Und einer davon ist der Q-Summit der Mannheim Business School. Und es ist tats├Ąchlich ein cooles Event gewesen. Und mein Gef├╝hl war, ich habe die Studenten wieder gefragt, Studierenden wieder gefragt, wie viele Leute den Podcast h├Âren. Und ich glaube, es sind mehr H├Ąnde hochgegangen als an der WHO. Also von daher, gro├č Sympathie f├╝r Mannheim.
Mir wurde ein Video zugespielt, wie du auf der B├╝hne bist.
Ich habe auch alte Apps-Kollegen von dir getroffen, die dich weitergebracht haben als du.
Ja gut, man wusste schon damals, dass die es weiterbringen werden als ich. Genau das hat Gnabry Schleck auch gesagt.
Er hat gesagt, du warst schon damals, wie hat er es genannt, der Papagei, irgendwie so der Kanarienfohrer, also es war ganz nett, aber ich habe rausgeh├Ârt, du hast da nicht hingeh├Ârt. Aber der kreative Typ w├╝rde ich jetzt mal sagen.
Ja also mein Dresscode war nicht so wie deiner damals in der Uni.
Das ist nicht fair, komm man.
Insider Pipp hat mir ein Foto geschickt. Sofort missbrauchst du das. Sofort. Aber auf jeden Fall, das Video, was mir geschickt worden ist, ist wie du auf der B├╝hne bist am Anfang und dann kommt noch so Einheizer-Musik. Ja, die war hart. Da habe ich schon gedacht, es hat so ein bisschen angef├╝hlt wie so ein Erfolgshosen-Event.
Erfolgshosen?
Ja, hier von B├Âhmermann, der kleine Anecdote. Mindestens jeder vierte hat jetzt gelacht. Okay.
Ja, die Musik war ein bisschen hardcore, ja, am Anfang.
Und was hast du den Studenten und Studentinnen erkl├Ąrt?
Also das Krasse war, ich bin schon ein bisschen fr├╝her angereist, um auch die anderen Keynotes, also das Thema meines Tracks war Future of Money, um einigerma├čen zu verstehen, wie das Publikum schon geprimed wurde vorher. Da bin ich ein bisschen fr├╝her gekommen und hatte dann schon zwei andere Keynotes geh├Ârt zum Thema Future of Money, die beide so von, ich w├╝rde sagen, Bitcoin-Maximalisten gef├╝hrt wurden. Das eine war Alex von Frankenberg vom HTGF und das zweite, jetzt habe ich den Nachnamen vergessen, Philipp Sander, glaube ich, vom Frankfurt School of Finance Blockchain Center, wenn ich mich richtig erinnere. Da hatte ich kurz so Vibes, also ich habe kurz gecheckt, ob ich nicht in Dubai bin, weil das war einfach, also es hat sich angef├╝hlt wie ein Rekrutierungsevent f├╝r neue Bitcoin-J├╝nger. Das war ein bisschen weird. Da habe ich kurz ├╝berlegt, ob ich alle meine Slides wegschmei├če und stattdessen erkl├Ąre, warum Bitcoin nicht die Welt ist.
Das war ein bisschen weird.
Aber die Frage ist, was w├╝sste ich, wenn das Thema Future of Finance ist, wor├╝ber w├╝rdest du dann reden, wenn nicht ├╝ber Blockchain? Aber ich hatte das Gef├╝hl, das bessere Format w├Ąre ein Panel gewesen, wo verschiedene Meinungen zu dem Thema diskutiert werden, weil das vorher sehr sozusagen Bitcoin-Maximalist-Style war. Und gleichzeitig hatte ich doch ein paar Sachen vorbereitet und wollte dann nicht, also hatte gar nicht die Zeit, darauf richtig zu gehen. Und ich habe den Leuten aber versprochen dann, dass ich im Podcast erkl├Ąre, warum Bitcoin nicht die Zukunft ist. Das hei├čt, das m├╝ssen wir heute noch mal ansehen. Ich gucke mal, warum machst du das nicht? Die 10 Use Cases von Bitcoin. Thema, hast du zum Inflation Hedge eine Meinung? Nein. Okay, haben wir gerade eine eher hohe oder niedrige Inflation? Hohe Inflation. Geht Bitcoin gerade durch die Decke oder hat er sich halbiert im letzten Jahr? Geht durch die Decke. H├Ą, bist du bl├Âd? Hat sich halbiert?
Wieso? Seit Anfang des Jahres?
Ja, aber wir haben seit einem Jahr sehr hohe Inflation, seit einem Jahr. Irgendwie um die 10%.
Und Bitcoin ist runtergegangen.
Klar, jetzt ist er wieder von 18 auf 30 hoch, aber vorher ist er von 60 auf 30 runter.
F├╝r mich bewirkt sich Bitcoin eigentlich genau wie eine Growth-Tech-Stock-Firma.
Ja, Moment, Moment, das ist der Store of Value. Der kommt auch gleich. Ich muss einmal kurz was ausrechnen, weil das Beispiel von Alex von Frankenberg, das ist ├╝brigens der geistige Vater dieses Pamphlets damals, warum die Presse Start-Ups besser zu behandeln hat. Erinnerst du dich? Ja, leider.
Also spannend.
Also Alex von Frankenberg hat gesagt, also scheint ein gro├čer Feind der Geldsch├Âpfung zu sein. Also meine Inflation ist das Schlimmste, was uns passiert. Und er hat gesagt, 1985 konnte man mit 10 D-Mark eine Eiskugel kaufen, nee, 33 Eiskugeln kaufen, was vielleicht stimmt. Und heute kriegt man f├╝r 12 Euro eigentlich nur noch 6 Eiskugeln. So, wie fucked up ist diese Welt? Und nat├╝rlich unterschlagen, dass 12 Euro 24 D-Mark sind, beziehungsweise unterschlagen ist ein bisschen frech, aber das ist nat├╝rlich schon mal ein Thema.
Und mein Gef├╝hl ist auch, dass die Eiskugeln ungef├Ąhr viermal so gro├č sind wie fr├╝her.
Also als ich Kind war, waren Eiskugeln so gro├č wie Walnuss, nee, ein bisschen gr├Â├čer, wie eine Bergamotte ungef├Ąhr. Und jetzt sind sie so gro├č wie der Apfel.
Korrekt? M├Âglich. Findest du nicht? Also in Hamburg sind die Eiskugeln schon immer gut gro├č. Ja, die kommen schon in 2 Euro, das stimmt.
Aber das Ding ist, was w├Ąre, h├Ąttest du 10 Euro in den S&P 500 angelegt in 1985? Was glaubst du, wie viel Geld das heute w├Ąre?
Boah, 10.000 Euro? Na, nicht ganz.
Aber du w├╝rdest auf jeden Fall 250 Eiskugeln daf├╝r bekommen. Also, oder anders gesagt, du k├Ânntest eine Eiskugel essen und h├Ąttest immer noch 450 Euro ├╝brig. Also, das muss man schon auch sehen. Aber es ist nat├╝rlich ein sch├Ân plakatives Beispiel mit dem Eis, das kann jeder relaten. Auf jeden Fall, Inflation ist furchtbar, die Staaten drucken so viel Geld usw. Also Inflation Hedge, w├╝rde ich ja sagen, funktioniert einfach nicht, weil in Zeiten von hoher Inflation Bitcoin offenbar ├╝berhaupt nicht darauf reagiert. So, dann der n├Ąchste Use Case, Store of Value. In Klammern Digital Gold. H├Ąttest du halt dein Value vor einem Jahr gestort in Bitcoin, oder so wie El Salvador deine Staatsfinanzen teilweise in Bitcoin gehalten, hast du dein Volk einfach halb so reich gemacht. Also, du kannst nat├╝rlich sagen, bei 10% Inflation verliert dein Geld einfach 10% der Kaufkraft jedes Jahr. Aber h├Ąttest du vor einem Jahr Bitcoin gekauft, h├Ąttest du 15% der Kaufkraft. Ich wei├č nicht, ob das das bessere Modell ist, ehrlich gesagt. Plus, das Bitcoin, ich habe so eine Grafik gezeigt, die Korrelation von Bitcoin mit Gold, du wirst ja vermuten, wenn es digitales Gold ist, dass es sich ├Ąhnlich verh├Ąlt, die schwanken ziemlich genau zwischen Plus 0,3 Korrelation und Minus 0,3. Hoch Volatil, also mal komplett ├╝ber, mal komplett unter der Linie. Aber der Mittelwert, w├╝rde ich sagen, f├╝r die letzten zwei Jahre ist genau bei 0 Korrelation. Das hei├čt, wie du eben schon gesagt hast, es korreliert halt ├╝berhaupt nicht mit Gold und es wird auch nicht von Inflation getrieben, sondern bestenfalls ist es ein spekulatives Asset, aber es ist nicht mit Gold korreliert. Also, ich will nicht sagen, es ist das Gegenteil von digitalem Gold, aber es verh├Ąlt sich ├╝berhaupt nicht wie digitales Gold. Und wie gesagt, wenn deine Entscheidung gewesen w├Ąre, vor einem Jahr dein Reichtum da drin zu storen oder dein Value zu konservieren in Bitcoin, dann k├Ânntest du jetzt halb so viel mit deinem Verm├Âgen kaufen wie vor einem Jahr rund. Ich glaube, ein Jahr stimmt nicht ganz, aber vom H├Âhepunkt 60.000. Dann gibt es den Use Case nat├╝rlich Transfer of Value across Borders oder International Payments. Glaubst du, dass das der Case ist, du lebst in einem Kriegstaat oder autorit├Ąren Staat. Libanon wurde genannt. In Libanon ist die Inflation so hoch. Die Leute kriegen Geld nicht mal mehr aus den Bankautomaten. Jetzt m├╝sste man nat├╝rlich annehmen, dass jeder autorit├Ąre Staat oder in einer Kriegssituation oder Hyperinflationssituation w├╝rde der Staat logischerweise Krypto-Currencies verbieten. Das ist das Einzige, was Sinn macht. Wie nutzt du es dann? Wie wendest du das an? Ich schaffe es wahrscheinlich, einen Grenz-Checkpoint von Libanon nach Syrien mit meiner Uhr zu ├╝bertreten, wenn ich die daf├╝r aufgebe, w├╝rde ich vermuten. Aber ich glaube, es ist schwer, jemandem zu erkl├Ąren, ich gebe dir jetzt mal mein Ledger. Wie verwandle ich das Geld wieder in Waren? Der B├Ącker wird meinen Bitcoin nicht nehmen, vermute ich.
Also wenn du entf├╝hrt wirst, kommst du mit deiner Rolex wahrscheinlich weiter.
Der Use Case, wer ist das? Ich glaube, der Jack Weinstein, der bei Logan Bartlett Show hat es mal sehr gut geschrieben. Der Use Case ist quasi, was fr├╝her Diamanten im Rektum waren. Du willst dein Verm├Âgen aus dem Land schmuggeln, fr├╝her hast du die Diamanten in den Popo gesteckt. Das ist eigentlich der Use Case. Also A muss man sagen, wenn das der Use Case ist, dann ist der Markt schon relativ klein. Also die Market Cap von Diamanten, die im Popo geschmuggelt werden, ist relativ klein.
Auf so einen USB-Stick passt doch mehr als in den Popo. Der TAM wird gr├Â├čer.
Theoretisch kannst du mehr dar├╝ber verstehen. Aber das Problem ist, wenn die Cryptocurrency outlawed wird, also verboten wird, dann wie willst du es jemals wieder in Geld, also das Geld wieder anwendbar zu machen, ist schon sehr schwer. Du kannst nicht sagen, wenn du die Grenze ├╝bertrittst und hoffst, du kommst in ein freieres Land, dann h├Ąttest du dort Zugang zu deinem Geld. Das ist der Diamanten im Popo Use Case letztlich. Aber falls das richtig w├Ąre, was ich nicht glaube, dann ist er sehr klein. Dann hast du Decentralized Finance als Future. Das fand auch der Professor von der Frankfurt School of Finance, sozusagen den wichtigsten Use Case. Das ist glaube ich einfach das Problem, das k├Ânnte Sinn machen, wenn es reguliert w├Ąre. Ich glaube immer noch, dass DeFi insofern ineffizient ist, dass ich noch nicht verstehe, wie ein Decentral Ledger effizienter sein soll als ein Central. Ich verstehe, dass die Kontrolle demokratisierter ist, dass Transparenz wurde mal als Vorteil genannt. Da denke ich so, I don't know. Und Anti-Geldw├Ąsche. Mein Gef├╝hl ist, dass auf Binance mehr Geld gewaschen wird als mit Bargeld. Im Vergleich gesehen. Auch mit Bargeld wird viel Geld gewaschen. Aber wenn du die Geldw├Ąsche am Bargeldumlauf prozentual siehst, ist die Bargeld-Geldw├Ąsche wahrscheinlich niedriger prozentual als die an Krypto. Es scheint ja so, als wenn Einzelkryptob├Ârsen erhebliche Probleme damit haben.
Gut, aber das haben doch Banken auch, oder? Gibt es nicht auch normale Banken, die immer Geldw├Ąsche-Probleme bekommen?
Genau. Aber die haben halt eine Bilanzsumme von, Sekunde, habe ich zuf├Ąllig auch in der Pr├Ąsentation, Bilanzsumme der Deutschen Bank ist, nur als Beispiel, nicht, dass ich das wieder auf den Kopf bekommen wollte, ist 1,3 Trillionen oder Billion, Deutsche Billion, Commerzbank eine halbe Billion ungef├Ąhr. Der Anteil daran der Geldw├Ąsche ist, ich w├╝rde sagen, relativ kleiner als der an Krypto. Also ich glaube, das Geld, was ├╝ber Kryptotransaktionen gewaschen wird, ist prozentual h├Âher, der Geldw├Ąsche-Anteil ist prozentual h├Âher als der bei Banken. Plus die Transparenz, wissen wir auch, funktioniert nicht wegen sogenannter Tumbler, also wo du Transaktionen, die theoretisch nachverfolgbar waren, so lange in Mikrotransaktionen hin und her w├Ąschst, was auch das Transaktionsvolumen, das war auch Transaktionsvolumen, irgendwie 2 Milliarden am Tag oder so, ich wei├č nicht mal den genauen Wert, aber man wei├č ja auch, dass das Volumen unter anderem durch das Tumbling, also das Waschen von, das war f├╝r dich f├╝r Waschmaschinen gl├╝cklich, vielleicht machst du einfach eine Bitcoin-Waschmaschine auf. Also Tumbling ist quasi eine theoretisch nachvollziehbare Transaktion, wird ├╝ber so viele kleine Adressen immer wieder gesplittet in ganz viele kleine Transaktionen, so dass irgendwann die Nachvollziehbarkeit und Transparenz des Systems komplett verloren geht. Also ist das schon mal auch kein Mehrwert. So, was haben wir noch, Sekunde. Also die, und das Hauptproblem von DeFi, ich bin geneigt zu glauben, dass DeFi noch am ehesten, also Decentralized Finance, am ehesten sinnvoller Use Case w├Ąre. Das Problem ist halt, dass daf├╝r br├Ąuchtest du gute Regulierung und theoretisch haben wir die in Deutschland, aber solange keiner der Player oder die Mehrzahl der Player einfach den Weg geht, ich m├Âchte lieber nicht reguliert sein, weil das der einfache Weg ist, es gibt ja diesen Satz von Charlie Munger, dem Business Partner von Warren Buffett, show me the incentives and I show you the outcome. Und wenn das Incentive ist, der einfache Weg ist nicht reguliert zu sein, siehe Binance, siehe FTX, siehe all die B├Ârsen, die pleite gegangen sind, dann w├╝rde nat├╝rlich, warum sollte ein CEO den harten Weg gehen, sich diesen ganzen Regulierung unterwerfen, die sicherlich pain in the ass sind, wenn es so viel einfacher ist einfach irgendeinen Standort in der Welt zu haben, auf dem Grand Cayman, Zypern, was wei├č ich, nicht reguliert zu sein oder schlecht reguliert zu sein. Und dann machen zu k├Ânnen, was er will, so wie die ersten Banken damals, die auch alle pleite gegangen sind, das hei├čt, du kannst regulieren, dann ist Regulierung das Feature und kann Vertrauen ins System schaffen, aber wenn es so lange die M├Âglichkeit gibt, dass du auch nicht reguliert Kryptob├Ârsen aufmachst, werden die Leute weiter ihr Geld verdienen, wie bei FTX und so weiter. Aber es ist einfach der einfache Weg und das Lustige ist ja, dass diese B├Ârsen genau das gemacht haben, was die Kryptomaximalisten dem Staat vorwerfen, n├Ąmlich Creating Money Out of Thin Air. Also was die alle gemacht haben, ist ihre eigene Bilanz aufgeblasen, indem sie ihre eigenen W├Ąhrungen, ihre eigenen Coins geschaffen haben und die haben letztlich Geld gedruckt. Also das was die Kryptomaximalisten, ich verstehe die Trennung zwischen Bitcoin-Maximalist und den B├Ârsen, das sind die Akteure, die das Problem sind, Bitcoin an sich macht nat├╝rlich so rein vom White Paper Sinn, es ist eine nicht inflation├Ąre W├Ąhrung und so weiter, aber da kommen wir auch gleich noch drauf. Also es sind die Akteure, die das Problem sind in dem Fall, aber solange das nicht vern├╝nftig reguliert ist und solange jeder den Weg geht, mit wenigen Ausnahmen, wie Coinbase, die glaube ich versuchen reguliert zu sein, den einfachen Weg geht, dann machen die B├Ârsen halt genau das, was die schlechteste Zentralbank der Welt macht, n├Ąmlich unbegrenzt eigene Coins drucken, damit selber spekulieren im schlimmsten Fall noch und das scheint mir nicht das bessere System zu sein.
Moment, um das jetzt nochmal zu verstehen, also Dr. Alexander von Frankenberg hat pr├Ąsentiert, dass irgendwie Bitcoin besser ist als das, was die Staaten aktuell machen oder wie?
Definitiv, ich habe ihn nicht gefragt, ob es sein Gehalt inzwischen in Bitcoin bezieht, ich glaube, dass der HTGF weiterhin Government Funded Vehikel ist.
Ich bin mal gespannt, wann der irgendwie Walk the Talk macht und sein Bitcoin Venture startet oder so, aber aktuell ist der Gesch├Ąftsf├╝hrer vom HTGF und der, also hier steht, zu den Investoren unseres vierten Fonds geh├Âren neben dem Bundesministerium f├╝r Wirtschaft und Klimaschutz und der KfW Capital 45 Unternehmen. Also das ist ja ungef├Ąhr so, also wenn der erz├Ąhlt, dass wir alle auf Bitcoin gehen m├╝ssen, das ist ja ungef├Ąhr so, wie wenn mein irgendwie vollbeamteter Geschichtslehrer mir sagt, Philipp, du musst Unternehmer werden.
Ja genau, der hat auch so T-Shirts verteilt, also der hat immer so gefragt, wann wurde Bitcoin oder was ist das Geburtsdatum von Satoshi Nakamoto und so, dann hat man immer ein T-Shirt bekommen, wenn man das richtig geraten hat und so weiter. Zwischenzeitlich sag ich so, das ist voll Conspiracy Theory, also was das Geburtsdatum ist, irgendwie der Tag, an dem Bretton Woods abgeschafft wurde oder Gold illegal gemacht wurde oder so, richtig wild, also faktisch ist das richtig, aber h├Ąttest du da gesessen, das war eine Rekrutierungsveranstaltung f├╝r neue Bitcoiner, safe, richtig wild. Ich hab echt ├╝berlegt, wo ich bin, crazy. Also ansonsten, der Summit war super, die Veranstaltung insgesamt total cool, aber dieser Future of Money Track, wobei man muss sagen, wor├╝ber willst du reden bei Future of Money, wenn nicht Krypto, ich versteh's auch ein bisschen. Und das krasse war ├╝brigens, die letzte Slide war ├╝berschrieben value for value und es war ein QR-Code, h├Ątte dir gefallen, zu seinem privaten Bitcoin Wallet, also sozusagen die Studenten durften dem Gesch├Ąftsf├╝hrer des Hightech Gr├╝nderfonds Geld spenden, wenn sie diesen Vortrag spannt waren.
Oh, hast du da ein Foto von?
Hab ich ein Foto von. Konnten ihm ein paar Satoshis spenden, da ich so, wobei als Gesch├Ąftsf├╝hrer hat Richter bestimmt ein festes Gehalt auch, aber das fand ich schon speziell, also ich w├╝rde nicht auf die Idee kommen, mir von Studenten Geld f├╝r meinen Vortrag geben zu lassen.
Aber vielleicht ist es auch eine Opportunity, die wir noch auslassen. Kann man da einen Verwendungszweck mit reinschreiben, also sollen wir den Link in die Show Notes tun und man kann ihm dann sch├Âne Gr├╝├če schicken oder so?
Ich kann dir einen QR-Code auf jeden Fall schicken, dann kannst du schauen, ob du da irgendwas, vielleicht kannst du auch eins deiner NFTs dar├╝ber schicken oder so ins Wallet, I don't know, paar sch├Âne Schuhe.
Also die Krypto-Pr├Ąsentation, die ich erwarte, ist eigentlich hier die ugly truth of Bitcoin oder sowas. Also ├Ąhnlich hier wie...
Das habe ich mir zwischendurch ├╝berlegt, ob ich alle meine Slides wegschmei├če und genau das mache. Also alles das, was ich gerade erz├Ąhlt habe und es geht ja noch weiter, dann hoffe ich das mal, aber das fand ich dann auch so ein bisschen schlecht, deswegen verschiebe ich das jetzt in den Podcast. Smart Contracts, das kannst du sagen auf der Ethereum Blockchain, dann hie├č es so, die Market Cap der gr├Â├čten Assets, also Immobilien, Stocks, was wei├č ich, das wandert alles auf die Blockchain. Also der gesamte Immobilienmarkt nat├╝rlich, der gesamte Aktienmarkt, all das ist zuk├╝nftig auf der Blockchain. Da hast du ja haupts├Ąchlich das Orakel-Problem, das hei├čt, dass Hilde oder Heiner im Katasteramt, glaube ich, nicht so offen daf├╝r sind, dass wir uns beide eine Immobilie ├╝ber Blockchain ├╝bertragen haben. Oder anders gesagt, was kann man denn nehmen? Du hast die Rechte an meiner Uhr ├╝ber Blockchain erworben und dann entforste die mal. Also ich sage, ja, passt, erworben, sch├Âner Idiot, aber jetzt die Uhr gebe ich dir ja trotz. Wie kriegst du die Uhr von meinem Arm? Im Normalfall h├Ąttest du einen ordentlichen Vertrag und so weiter, w├╝rdest du zur Polizei gehen. Mein Gef├╝hl ist, dass die Polizei noch nicht 100% darauf vorbereitet ist, dass jemand da hingeht und sagt, hier, krieg mal die Blockchain, Alter, meine Uhr. Und am Ende, du brauchst immer ein sogenanntes Orakel, was die Blockchain interpretiert. Und das beste, was du tun kannst, ist, das existierende System zu duplizieren in der Blockchain. Das hei├čt, du brauchst weiterhin das Orakel, die Amtsperson, die best├Ątigt, dass dieses Asset jetzt auf der Blockchain liegt oder transferiert wird zu einem neuen Owner. Und wenn du es nur auf der Blockchain hast, ist es nicht enforceable, weil du es rechtlich nicht durchsetzen kannst. Wenn du es rechtlich durchsetzen willst, dann brauchst du auch die Blockchain nicht mehr, weil das System haben wir schon. Das hei├čt, du hast nur was komplizierter gemacht, was es jetzt schon gibt. Ich sage nicht, dass irgendwie notarielle Beurkundungen, Grundbucheintr├Ąge und so was, dass das alles perfekt effizient ist. Das ist es ganz sicher nicht. Aber alles, was Blockchain im Moment hinzuf├╝gt, ist, das gleiche System weiterhin zu brauchen und eine Blockchain zu haben. Also, Smart Contracts, ich glaube nicht dran. So, Tokenization, Fractional Ownership, haben wir auch schon gesehen, dass das alles zu nichts f├╝hrt. NFTs, I don't know. Und was auch spannend, Metaverse war nat├╝rlich ein weiterer Use Case. W├╝rde ich sagen, muss man selber entscheiden, ob man daran glaubt oder nicht. Was interessant ist aber, dass die Sprache der Blockchain-Maximalisten oder Slash-Bitcoin-Maximalisten sozusagen dem├╝tiger wird. Im Sinne von, man sagt dann so bei Sachen wie NFTs oder Metaverse, das wird noch ein paar Jahre dauern. Oder das kommt langsam, aber es kommt. Also, ich bin mir sicher, vor einem Jahr h├Ątten die Leute noch gesagt, weil da alles gerade hoch ging, das ist jetzt the next big thing, so jump on the train.
Das ist ungef├Ąhr so, wie wenn du sagst, ich investiere langfristig.
Genau, genau, genau. Also, die sagen jetzt quasi dann immer, es geht ganz langsam, aber es kommt definitiv so. Oder es geht gerade ein bisschen langsamer, weil sie merken, es ist gerade ein Abschwung. Man muss die Folien ein bisschen ├Ąndern des Vortrags, das ist ein bisschen komplizierter. Aber langfristig kommt das noch alles. Wobei, fairerweise muss man auch sagen, Alex von Frankenberg hat, glaube ich, vor ein paar Jahren eine ├Ąhnliche Pr├Ąsentation gehalten, als der Bitcoin bei rund 1000 stand. Und wer dem damals geglaubt hat, hat nat├╝rlich auch gut damit gelegen. Was ich auch fairerweise immer sage, ich versuche mich auch dagegen zu hatchen. Das hei├čt, f├╝r den Fall, dass ich falsch liege, mit meiner Meinung, was gut sein kann, glaube ich, ist es schon sinnvoll, irgendwie ein, zwei Prozent seines Verm├Âgens vielleicht doch in ETH und Bitcoin zu haben oder in Coinbase. Und sich zu hatchen gegen den Fall, dass die Leute alle recht haben. Was ich aber krass finde, ist mit welcher Selbstverst├Ąndlichkeit das vorgetragen wird.
Gut, aber wenn du diese Pr├Ąsentation schon gemacht hast, als der Bitcoin noch bei 1000 war und jetzt bei 30.000, dann m├╝sstest du doch eigentlich diese Pr├Ąsentation nicht mehr machen, geschweige denn noch deinen normalen Job machen.
Das Problem ist, damit das weiter funktioniert, musst du ja immer neue Leute rekrutieren. Achso, das war der Anfang der Pr├Ąsentation. Alles, was mal richtig gro├č wird, klingt am Anfang wie Bullshit. Okay, das hier wird auf jeden Fall gro├č. Und es ist kein Ponzi Scheme mehr. Es kam so diese Analogie wieder. Bitcoin hat so viel Benutzer wie das Internet. Wenn man das Internet in 1998 hatte, dann muss man sagen, dass die Leute, die das Internet benutzt haben, das tagt├Ąglich benutzt haben. Wenn sie es einmal benutzt haben, haben sie es meistens tagt├Ąglich benutzt. Ich glaube blo├č, weil Leute Bitcoin kaufen. Ich glaube 200 Millionen oder so besitzen irgendeine Art von Krypto. Das wollte ich noch fragen, aber ich habe vergessen zu fragen. Wie viele Leute wirklich Bitcoin benutzt haben oder eine Kryptow├Ąhrung benutzt haben, um etwas anderes zu tun, au├čer eine andere Kryptow├Ąhrung zu kaufen oder einen NFT? Ich glaube, das ist weniger als 1% der Menschheit. Also hast du Krypto jemals benutzt, um etwas zu kaufen, was nicht eine andere W├Ąhrung w├Ąre oder einen NFT?
N├Â, haupts├Ąchlich um FTX zu unterst├╝tzen.
Von daher bin ich mir, diese Internetanalogie, das ist so, wir hatten damals 200 Millionen Internetnutzer und jetzt sind es 40 Milliarden. In Anf├╝hrungsstrichen. Bin ich mir nicht so sicher, ob das eine gute Analogie ist.
Um ehrlich zu sein, am Anfang von dem Internet waren wir ja auch nicht always on. Mittlerweile vergisst du eher dein Portemonnaie als dein Handy und bist die ganze Zeit online, 24-7. Aber vor 20 Jahren sah das auch noch anders aus. Also vielleicht bei dir nicht, weil du die ganze Zeit irgendwelche Spiele gezockt hast, aber man hat ja das Internet nicht so krass genutzt, wie man es heutzutage nutzt.
Und dann habe ich abends noch ├╝berlegt, ich hatte dann die Ehre, ├╝ber Stinne noch das Thema weiter zu verfolgen, mit dem besagten Herrn. Und das Argument, was ich auch noch wichtig finde, ist, was w├╝rdest du denn in einer Krise wie Corona machen oder in einer schweren Rezession, wenn du eine non-inflatable currency hast? Also sagen wir mal, wir glauben 100% an Bitcoin oder der Staat f├╝hrt eine Cryptocurrency ein, die limitiert ist und damit nicht inflated werden kann. Damit w├Ąre Inflation ein Ding der Geschichte, aber ich glaube, damit w├Ąren Zinsen auch ein Ding der Geschichte logischerweise. Ich wei├č nicht, ob die Sparer darauf vorbereitet sind, dass sie keine Zinsen mehr bekommen, aber du h├Ąttest theoretisch Store of Value und vielleicht ein appreciating asset, also etwas, was von alleine immer wertvoller wird. Aber was w├╝rdest du in einer Krise machen wie Corona? Also wie kannst du die Wirtschaft noch stimulieren, wenn du nicht Geld druckst? Es gibt unheimlich viele Gr├╝nde, davon auszugeben, der Meinung zu sein, dass Inflation ein Riesenproblem ist. Also niemand mag Inflation, ich will jetzt auch gar nicht klein reden. Aber die Frage ist, wie willst du noch auf Krisen reagieren, wenn du kein Geld drucken kannst? Du kannst halt fiskalische Impulse setzen, also der Staat kann Geld ausgeben. Das Problem ist aber, wenn er das nicht hat, also nicht drucken kann, ist das auch sehr limitiert. Ich glaube diese Vision, wir h├Ątten ein Geld, was technisch kontrolliert ist und nicht inflation├Ąr gedruckt werden kann, ist rein theoretisch total nett. Aber wie soll der Staat dann noch auf Krisen reagieren k├Ânnen? Und was ich auch nicht mag bei der ganzen Bitcoin-Debatte ist so dieses, das Staatsbild, was da so vertreten wird. Also dass du sagst, der Staat ist der b├Âse Gelddrucker, ineffiziente, nat├╝rlich ist der Staat ineffizient, das ist ja gar keine Frage. Aber der Staat ist halt trotzdem die Summe aller B├╝rger. Ich finde jedes Mal, wenn man das Wort Staat in solchen Diskussionen nennt, muss man klar machen, dass der Staat die Summe aller B├╝rger ist. Also zu sagen, der Staat ist mega verschuldet, was wei├č ich. Der Staat ist verschuldet, ja, aber die B├╝rger haben deswegen Verm├Âgen. Also der Grund, warum die B├╝rger Verm├Âgen haben, ist, weil der Staat verschuldet ist. Der Staat ist bei seinen B├╝rgern verschuldet. Das ist halt zu sagen, eine Rechnung, die dem VWLer irgendwie offensichtlich ist. Aber in solchen Debatten wird immer so versucht, so einen Golf zwischen B├╝rger und Staat aufzumachen, den es halt nicht gibt. Weil jeder Staat ist bei seinen B├╝rgern verschuldet oder bei anderen Staaten. So funktioniert das Geld. Also ansonsten musst du sagen, wir wollen keinen Zinsen mehr. Dann geht es, wenn du dein Verm├Âgen nicht mehr vermehren willst, dann muss der Staat sich nicht verschulden. Aber sofern Privathaushalte Geld aufbauen wollen, m├╝ssen Unternehmen und der Staat sich verschulden. Naja, das waren so kurz die zehn gro├čen Use Cases von Bitcoin, die ich glaube, also was, am ehesten w├╝rde ich sagen, Decentralized Finance h├Ątte eine Zukunft, wenn es reguliert w├╝rde. Dann k├Ânnte das theoretisch funktionieren. Aber es sind die Anreize, die Incentives, sind einfach nicht da. Es ist viel einfacher, selber das Geld zu drucken. Also warum sollte ich den regulierten Weg gehen?
Um Bitcoin abzuschlie├čen, kurz, wir haben ├╝ber den Mord des Cash App Gr├╝nders gesprochen. Und als wir dar├╝ber gesprochen haben, kam es irgendwie so r├╝ber, als ob der auf offener Stra├če erstochen wurde. Da gibt es jetzt einen Arrest. Und zwar scheint es so, dass der M├Ârder ihn kannte und dass er den im Auto erstochen hat. Und der Typ dann da raus ist. Also auch krass.
Das war nicht die Obdachlosen?
Ne, also diese ganze Story und alles das, was wir nat├╝rlich auch so ein bisschen gesagt haben mit San Francisco, Amerika und Crime und so, war halt, also, ja, eigentlich so ein Internettyp hat den anderen Internettyp niedergestochen.
Gro├čartiges Beispiel f├╝r Vorurteil gegen Statistik. Weil die Statistik sagt ja, es ist immer eine nahestehende Person. Ich glaube 75%, komplett ausgedacht, also nicht ausgedacht, aber aus dem Ged├Ąchtnis wiedergeben, es ist irgendwo zwischen 60 und 80% glaube ich, ist der M├Ârder einer Person im n├Ąheren Umkreis der Person zu finden. Einfach weil Morde in der Regel aus Passion begangen werden, also aus irgendwelchen niedrigen Beweggr├╝nden, Hass, Liebe, was wei├č ich, ist in der Regel der M├Ârder aus dem nahen Umkreis. Das recherchiert man auch in der eigenen Familie und Partnerschaften zuerst. Von daher w├╝rdest du auch wetten, sagen wir, h├Ąttest du mich gefragt, wer war der M├Ârder, h├Ątte ich jederzeit 50-50 eine M├╝nze darauf werfen m├╝ssen, dass es jemand aus dem Umkreis w├Ąre versus ein. Also h├Ąttest du auf jemanden, der auf der Stra├če lebt, getippt, also h├Ątte ich wetten d├╝rfen auf jemanden aus der Familie oder jemanden von der Stra├če, w├Ąre die Wette auf jemanden aus der Familie oder aus dem n├Ąheren Umkreis, eigentlich musst du die immer nehmen, weil das der offensichtliche Grund ist, warum Leute umgebracht werden. Klingt im Nachhinein nat├╝rlich total schlau, aber wir haben es beide damals anders vermutet.
Ja und wenn wir schon mal schlau sind, was hast du den Studenten jetzt in Mannheim erkl├Ąrt noch? Also war es die gro├če Pr├Ąsentation des Pips, war es die Vorbereitung auf die OMR?
Nein, nein, nein. Also ich wollte offensichtlich nicht so viel ├╝ber Krypto reden. Man k├Ânnte die Br├╝cke spannen, um die Zukunft zu erkl├Ąren, muss man die Gegenwart verstehen. Das hei├čt, ich habe versucht einfach nochmal in einfachen Terms die Silicon Valley Bank Krise zu erkl├Ąren und warum die Valuations von Startups gerade quasi in den Keller gehen. Also was die Logik dahinter ist mit Zins und so weiter. Also warum deprimiert ein erh├Âhter Zinssatz den Startup Markt oder den Venture Capital Markt gerade und das m├Âglichst einfach? Also eigentlich, ich habe versucht die Vorlesung zu halten, die ich mir an meiner Uni gew├╝nscht h├Ątte. Weil so ganz viele Sachen wie Discount Cashflow Modelle oder die Abzinsung von Anleihen oder die Berechnung der Rendite von Anleihen, das machst du im Studium halt super theoretisch, also du lernst definitiv, wie du das ausrechnest, was der heutige Kurs einer Anleihe ist, wenn sich der Markt Rendite angleicht. Aber ich habe versucht das einfach zu erkl├Ąren, weil das w├Ąre was, was ich im Studium gerne einfacher vermittelt h├Ątte. Und mein Feedback war auch, dass es nach wie vor im Studium mega theoretisch vermittelt wird. Also ich wei├č nicht, ob ich es besser erkl├Ąrt habe, das kann ich nicht einsch├Ątzen, aber ich habe versucht die Vorlesung zu halten, die ich gerne geh├Ârt h├Ątte. Und jemand hat sich vorher die Folien angeschaut und dachte, schei├če eine Vorlesung. Als die Folien durchgeschaut haben, war ich so, oh Gott, oh Gott, oh Gott, Formeln. Aber ich habe die Formeln nur als Beispiel genommen, wie ich es theoretisch mal gelernt habe. Also wie ein Discount Cashflow sich errechnet oder die Rendite von Anleihen oder der Marktpreis von Anleihen. Aber ich habe es nat├╝rlich viel einfacher zu erkl├Ąren.
Du bist ja gro├čer Microsoft-Investor, Aktion├Ąr und LinkedIn geh├Ârt ja nat├╝rlich auch dazu. Wir spielen da ja so ein bisschen rum. Also so contentm├Ą├čig ist es glaube ich aktuell, dass...
Von LinkedIn war auch jemand auf der Konferenz. Die gehen an die Unis und erkl├Ąren den Leuten, wie man ihre Profilnummer... Fand ich auch schlau.
Ja. Hatten die einen Stand oder so und da konnte man sich hinschneiden? Nee.
Aber es war ├╝berall, also Stichprobe zwei von zwei nur. Aber wer wirklich wild am Heiern ist, scheinen Flaschenpost und Enpal zu sein. Die haben, ich will jetzt nicht sagen auf jeder, aber auf den zwei, wo wir waren, Unis, einen Stand f├╝r Recruiting. Und nat├╝rlich die Unternehmensberatung und Auditors auch. Aber von den gr├Â├čeren Startups, Grownups, scheint Enpal quasi am brutalsten zu heiern gerade von den Universit├Ąten.
Hat sich eine der gro├čen Unternehmensberatungen wieder super diverse gezeigt?
Dazu m├Âchte ich mich nicht ├Ąu├čern.
Ja, Herr Flaschenpost, da w├╝rde mich mal eine Idee interessieren.
Also warum Gl├╝ckler das sagt ist, weil auf den Recruiting-Veranstaltungen, ich sage jetzt nicht wo und wer und was, aber es wirkt so ein bisschen so, als wenn man die Quoten diversen Menschen besonders rausholt f├╝r die Recruiting-Veranstaltungen. W├╝rde ich jetzt mal so formulieren. Hier in Mannheim war das aber nicht so. Habe ich unterschrieben.
Ich nutze auf jeden Fall LinkedIn jetzt wieder viel, aber eher so im DM-Bereich, also mit Nachrichten. Und da ist mir aufgefallen, also LinkedIn wurde, meine ich, so f├╝r so 26 Milliarden gekauft. K├Ânntest du dir vorstellen, dass Microsoft nochmal so eine Transaktion machen w├╝rde? In einem eher einem CRM-Bereich. Also zum Beispiel, ich sage dir, mein Workflow aktuell bei LinkedIn ist direkte Nachrichten. Also oft kommt was zu mir, manchmal schreibe ich ja Leute an oder so. Und dann, wenn es interessant wird, direkt auf LinkedIn. Also E-Mail, Telefonnummer oder vor allem halt Link zu Terminfindung. Also das kannst du mit Hotspot machen oder mit Calendi oder so. Und da habe ich gedacht, eigentlich w├Ąre das doch ein perfekter Fit. So ein CRM zu haben, das an LinkedIn dran ist, das dann halt weitergeht. Die Microsoft-Experten werden jetzt nat├╝rlich schreiben, ja daf├╝r gibt es irgendwie Dynamics-CRM von Microsoft. Aber ich habe noch keinen kennengelernt, der das nutzt. Und wir w├╝rden jetzt vermuten, dass eigentlich die doch mal so eine Transaktion machen w├╝rden. Oder sollten. Dass sie mehr ins CRM gehen m├╝ssten.
Dazu m├╝ssten sie eigentlich LinkedIn nur mit ihren eigenen Produkten besser verkn├╝pfen? Also mit Outlook im Zweifel. Aber mein Gef├╝hl ist, dass man LinkedIn auch so ein bisschen Standalone laufen lassen will. Also ich sehe den Need total. Also ich glaube, es w├╝rde sinnvoll erscheinen, dass man Kontakte viel mehr annotieren kann. Also sich Notizen machen zu Menschen, Termine vereinbaren und so weiter. Das in LinkedIn zu bauen.
LinkedIn ist schon sehr im Web geblieben, w├╝rde ich sagen.
Es ist keine Productivity-App geworden. Selbst f├╝r heavy User. Also sagen wir mal, du w├Ąrst Recruiter, dann w├╝rdest du das erst recht wollen. Das ist doch total bekloppt eigentlich. Wenn du Recruiting bei LinkedIn machst und das dann letztlich immer in dein HR-Tool oder Recruiting-Tool ├╝berf├╝hren musst. Da m├╝sste du eigentlich bessere Anbindungen bauen. Andererseits macht Microsoft es halt maximal schwer, diese Anbindung zu bauen. Die m├╝ssten eine Paid-API bauen. Also dass du die ├ťberf├╝hrung in andere Produkte f├╝r Geld machen kannst pro API-Call. Weil LinkedIn zu scrapen ist super schwer. Aber du k├Ânntest es ja anderen Tools erlauben f├╝r ein paar Cent pro API-Call auf LinkedIn zuzugreifen. Ich glaube, das w├Ąre super wertvoll und w├╝rde zu einer Innovation f├╝hren. Aber wenn du mehr oder weniger der Marktf├╝hrer in dem Bereich bist, hast du eigentlich gar kein Interesse daran, anderen Leuten das zu erm├Âglichen. Aber es f├╝hrt leider auch dazu, dass du selber vielleicht nicht alle Features baust, die sinnvoll erscheinen w├╝rden. Einfach weil es zu gut l├Ąuft.
Es gibt diesen LinkedIn-Sales-Navigator. Den kann man mit HubSpot verbinden, aber das f├╝hlt sich auch irgendwie nicht so wirklich nativ an. Man muss immer wieder zu LinkedIn zur├╝ck. Bei mir ist es so, die Leute gehen sofort ins E-Mail-Postfach. Ich sehe da eigentlich das gr├Â├čte Potenzial, dass du diese Kontakte rauskriegst und es irgendwie verbinden m├╝sstest. Aber auf der anderen Seite, HubSpot kostet jetzt so 21 Milliarden. Ob man sich das leisten k├Ânnte? Aber es w├Ąre ein cooler Battle. Ist nicht Salesforce so mega anti-Microsoft?
Du w├Ąrst doch ein guter Investmentbanker. Du erkl├Ąrst einfach, welche Firmen sie kaufen sollen. Und nimmst dann vielleicht nur 2 Prozent oder so.
Anzug habe ich ja schon.
400 Millionen. Genau, Anzug hast du. Und dann 400 Millionen f├╝r HubSpot an Microsoft verkaufen.
Deine Uhr geh├Ârt mir jetzt auch schon, habe ich eben verstanden. Nee. Achso. Als Investmentbanker m├╝sste ich wahrscheinlich besser zuh├Âren. Also meine Hypothese ist, die kaufen, was du sagst, und passiert nichts, sie schlafen.
Ich sage, sie bauen lieber irgendeinen AI-Quatsch da rein.
Ja, ok. Verstehe. Gut, musst du nat├╝rlich wissen, was das f├╝r dich bedeutet als Aktion├Ąr. Ich habe mit der Firma ja nichts zu tun.
Ja, aber LinkedIn ist jetzt auch nicht der... Also es ist ein spannender Teil von Microsoft, glaube ich. Aber wird immer weniger Teil meiner Microsoft-Hypothese. Ich glaube, der Cloud- und AI-Bereich ist viel spannender.
Wir haben ja noch so ein paar Themen, ├╝ber die wir eigentlich nicht reden wollen. Welches davon sollen wir zuerst machen?
I don't know, hit me. Ich habe gerade nicht mal unsere Trailerliste offen.
Ich habe den Podcast von deinem Chef geh├Ârt.
Bei OMR?
Ja, also, wie hei├čt der? Philipp Freise von KKR war Interview. Ich habe den Podcast geh├Ârt, fand ihn auch ganz gut, habe mir aber dann so im Nachgang gedacht, wenn ich der PR-Berater w├Ąre, w├╝rde ich ihm sagen, besser nicht so viel in der ├ľffentlichkeit sein, sondern der coole Dude im Hintergrund, der irgendwie alle Leute im Telefonbuch hat und f├╝r die ganz wichtigen Calls mal kurz aus dem Meeting geht.
Aber er ist schon sehr eloquent. Also ich w├╝rde jetzt nicht sagen, dass er verliert dadurch, dass er redet.
Aber gewinnen tut er nat├╝rlich auch nicht. Und das konnte man ja diese Woche sehr, sehr gut sehen. Schlechtes Timing. Du kaufst eine PR-Beratung und dein erster Auftritt ist, dass ein Statement kommt, welches am n├Ąchsten Tag von der f├╝hrenden Zeitung in Deutschland mit der Cover-Story irgendwie nochmal in ein anderes Licht gebracht wird. Das ist schon nicht die beste PR. W├Ąre besser gewesen, er w├Ąre nicht erschienen.
Das war ja vor Wochen, als das aufgenommen wurde. Im Nachhinein wei├č man nicht. Also Kiki hat sich an FGS Global, das ist ehemals Hering-Schuppner, eine Kommunikationsberatung beteiligt, das ist richtig. Ich glaube, die sind busy gerade, habe ich das Gef├╝hl. Um es mal nahe zu sagen. Also die Kommunikationsfrage, ich w├╝sste nicht, wie ich das l├Âsen w├╝rde. Ich glaube, dass Private Equity Unternehmen immer ein Kommunikationsthema haben. Einfach weil du erkl├Ąren willst, was du machst und f├╝r wen du attraktiv bist. Und auch so ein bisschen das 80er Jahre oder m├╝ntef├Ąhrige Image von PE abzubauen. Was glaube ich eben die Branche auch nicht mehr korrekt charakterisiert heutzutage. Das hei├čt, du hast einen Kommunikationsauftrag als PE-Unternehmen. Das sehe ich eigentlich 100%. Und gleichzeitig finde ich aber, die Reputation eher hinter den Kulissen zu arbeiten, kann tats├Ąchlich eine viel faszinierendere sein. Also du kannst schon sagen, dass was ├╝ber dich gesagt wird, ohne dass du selber kommunizierst. Wenn du das gut managst, und da w├╝rde ich sagen, das hat Philipp Freise bisher sehr gut. Ich wei├č nicht, ob er es gemanagt hat, aber er hat so ein Hintergrund, wo er eine extrem gute Reputation gehabt hat, dann spricht das auch schon sehr stark f├╝r sich. Aber ich glaube schon, dass du kommunizieren musst am Ende.
Ich glaube nicht, dass er es schlecht macht. Er macht es auf jeden Fall gut.
Wenn es nicht passt, dann wird ewig dieses Heuschrecken-Thema und irgendwie RJ Anabisco, die Barbarians at the Gate. Die Leute labern halt irgendwelche 80er Jahre-Narrative.
Lass sie reden. Ich bin ja normal derjenige, der jedem sagt, mach einen Podcast, geh raus oder so. Aber bei manchen Sachen w├╝rde ich...
Wer sind die drei Leute, die keinen Podcast machen sollen? Die f├╝nf Leute, komm, gib uns die Liste.
Einer h├Ârt gerade zu. Der f├Ąhrt gerade in seinem Audi SUV durch Berlin und h├Ârt jetzt. Dem habe ich das ausgeredet. Ich glaube, je nachdem, in welcher Phase du bist, also wenn du jetzt Unternehmer bist und irgendwie da dein Unicorn hast, brauchst du nicht einen Podcast und dann brauchst du auch nicht irgendwelchen Beef auf LinkedIn anzufangen. Beef auf LinkedIn?
Apropos, ich fand gar nicht, ob das auf der Agenda stand, aber ich musste wieder unter einem Post von Karsten Maschmeyer kommentieren.
Da h├Ątte ich auch noch eine Kommentare. Den nennt die Frage sp├Ąter f├╝r.
Der sich den letzten Steuerzahlerreport nicht durchgelesen hat, glaube ich. Aber die Bild-Headline, dass die Bundesministerien 1,5 Millionen f├╝r Maskenbildner ausgeben oder f├╝r so Thema Kosmetik, Friseur und so weiter, was am Ende 4000 Euro pro Tag sind. Das ist, glaube ich, gemessen am Umfang der Ministerien auch gar nicht so viel Geld, ehrlich gesagt, 4000 Euro am Tag. Aber auf jeden Fall ist das nat├╝rlich eine sch├Âne Zahl hier. Das hat so etwas ein bisschen Misogynes. Das ist nat├╝rlich, weil wir so viele Frauen in den Ministerien haben, haben wir auch immer 1,5 Millionen Friseurkosten in Anf├╝hrungsstrichen. Ich w├╝rde auch mal gucken, was mich interessiert, ist, ob die Nutzung der Luftbereitschaft, der Flugbereitschaft der Bundesregierung eventuell runtergegangen ist in der aktuellen Regierung. Das konnte man da, glaube ich, nicht lesen oder ich habe es nicht gefunden. Ich habe es versucht zu finden. Aber es ist nat├╝rlich so ein sch├Ân misogynes Thema, dass du sagst, auf einmal m├╝ssen unsere Minister immer h├╝bsch gemacht werden f├╝rs Fernsehen. Er hat den Post beschlossen mit so ungef├Ąhr, also die LinkedIn-Agentur hat nat├╝rlich mit einer Frage geschlossen, weil es ein professionell gemanagter LinkedIn-Account ist bei Carsten Maschmeyer. Ich muss mal kurz gucken, bevor ich eine falsche Faktatsachenbehauptung mache, lese ich das lieber mal durch. Geschlossen hat er mit, wie seht ihr das? Wo sollte der Staat Kosten sparen? Also der Staat ist zu dick f├╝r ihn, ineffizient und so weiter, verstehen wir alles. Also mein Vorschlag war, also vor allen Dingen, weil ich glaube, dass Carsten Maschmeyer nicht in der Lage ist, den Staat zu kritisieren, weil er ihn in vielerlei Hinsicht selber ausgebeutet hat, ist meine pers├Ânliche Meinung. Also A, mein Vorschlag war, dass wir die Riester-Rente, die F├Ârderung der Riester-Rente, die kostet ungef├Ąhr zwischen drei und vier Milliarden im Jahr, die einzustellen, weil am Ende finanziert die staatliche F├Ârderung der Riester-Rente Vertriebsprovisionen und hohe Fondsgeb├╝hren von Verm├Âgensverwaltern, unter anderem dem, von dem Carsten Maschmeyer mal gegr├╝ndet hat fr├╝her. Das hei├čt, das einzustellen und stattdessen den Sparerfreibetrag zu erh├Âhen, sodass Leute steuerfrei nat├╝rlich gecappt, also bis zu einem gewissen Grad, meines Wissens eine Million oder irgendeine Summe, was als Altersvorsorge logisch erscheint, also das Aktiensparen oder was auch immer, wie man das sparen will, zu inzentivieren, indem man einen hohen Sparerfreibetrag f├╝r Altersvorsorge w├Ąhlt, wenn Assets langfristig gehalten werden und gecappt, damit nicht irgendwelche Milliard├Ąre sich damit steuerfrei Verm├Âgen aufbauen. Und mein zweiter Tipp war, also nach der Abschaffung der Riester-Rente, dass die beste M├Âglichkeit, Steuerverschwendung beim Staat Einhalt zu gebieten, ist nat├╝rlich daf├╝r zu sorgen, dass es gar nicht erst zu Steueraufkommen kommt, zum Beispiel durch Cum-Ex-Gesch├Ąfte. Daran erinnert sich Carsten Maschmeyer nicht so gut, aber angeblich oder mutma├člich scheint er in Fonds investiert gewesen zu sein oder mit Banken kooperiert zu haben, die an diesen Cum-Ex-Gesch├Ąften reichlich verdient haben, indem sie den deutschen Staat um insgesamt 10 Milliarden betrogen haben. Und das ist nat├╝rlich die effektivste Variante, den Staat schlank zu machen, indem man daf├╝r sorgt, dass er gar keine Steuern erst einnimmt und sich quasi an der Steuerkasse selber bedient, indem man zu Unrechtssteuererleichterungen ├╝ber Cum-Ex-Gesch├Ąfte geh├Ârt.
Gut, also Millionen sparen oder Millionen mehr einnehmen und dann kann man auch die paar Millionen irgendwie zahlen.
Ja, was war die h├Âhere Frage noch?
Also Carsten Maschmeyer hat so einen unheimlich geilen Schreibtisch, der steht nur auf einem Fu├č. Das ist das absolute unn├Âtigste, geilste Produkt, was ich bis jetzt von Carsten Maschmeyer gesehen habe. Wer wei├č, wo man so einen Schreibtisch bekommt, ich w├╝rde sch├Ątzen, der kostet so 50.000 bis 100.000 Euro. Kann mir jemand sagen, welcher Tisch das ist?
Ich glaube, 50.000 bis 100.000 Euro kostet auch sein eigenes Gesicht, ehrlich gesagt. Also wenn wir ├╝ber Kosmetikkosten reden, oder sagen wir das Familienbudget, ich w├╝rde vermuten, meine Meinung ist, ich w├╝rde vermuten, dass 50.000 bis 100.000 Euro auch das Kosmetikbudget der Familie Maschmeyer ist. Ich kann mich da irren, das ist nur meine leihene Einsch├Ątzung.
Okay, das ist die Einsch├Ątzung von Philipp Pl├Âckner aus Berlin. Ich distanziere da, ich glaube, es ist nat├╝rliche Sch├Ânheit.
Du glaubst an die nat├╝rliche Sch├Ânheit. Meine Einsch├Ątzung ist, dass wenn man das Familienbudget der Familie Maschmeyer auf die Bundesministerien hochrechnen w├╝rde, k├Ąme man eventuell zu einer ├Ąhnlichen Summe.
Gut, aber die machen auch unheimlich guten Insta-Content, muss man auch sagen.
Story Machine, wen meinst du jetzt?
Maschmeyers. Also das Instagame, die Storys, die...
Man macht das nicht Kritik, Mann.
Das wei├č ich wiederum nicht.
Also die Agentur? Wissen wir alles nicht. K├Ânnen wir nur vermuten.
Cool, sind wir fertig, oder haben wir noch zwei, drei Themen?
Sehr gut, ich gucke jetzt doch mal ein Trello, was wir noch haben.
Also Elon Musk hat irgendein BBC-Interview gemacht.
Also ich habe eine Frage zu unserer Kassenzone-Feier. Da ist ja mandatory, dass man eine Frau mitbringt.
Ja, oder eine Frau ist.
Wird das so eine M├╝nchen-Style-Feier, w├╝rde ich mal vorsichtig formulieren.
Moment, also so wie man Weihnachten 2021 gefeiert hat, oder was?
Ja, ich ├╝berlege gerade, ob das noch so angemessen ist, dass man zwangs... Also den Gleichstellungsauftrag, den Quotenauftrag, finde ich sehr gut. Andererseits hat es auch einen komischen Touch.
Ich w├╝rde sagen, unsere H├Ârerinnen und H├Ârer k├Ânnen sich benehmen.
Daf├╝r hast du zu sorgen. Du bist Bouncer, du gehst dazwischen.
Genau, ich mache die G├Ąsteliste und du machst den T├╝rsteher.
Vielleicht h├Ątten wir auch sagen sollen, dass man... Also viele Leute bringen ja Kolleginnen oder Kollegen mit. Vielleicht h├Ątte man das auch unterbinden sollen.
Oder sagen, ist es in Ordnung, wenn sie auf der gleichen Hierarchie-Ebene sind? Also darf der C... Darf die CMO mit dem COO knutschen, wenn sie beide Familien zu Hause haben, auf der Weihnachtsfeier?
Das finde ich kompliziert. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen, meiner Meinung nach. Ich sage, du hast deinen Vorschlag.
Also wir reden um den hei├čen Brei. Es geht um diese Geschichte von dem CEO von Fynn, diesem Autovermieter. Da kam diese Woche was raus im Brutkasten. Brutkasten.de Wir tun den Link in die Shownotes. Wir haben auch eine E-Mail oder zwei dazu bekommen, dass wir das Thema unbedingt besprechen m├╝ssten. Auf eine hast du geantwortet, aber da kam jetzt nichts mehr, oder? Kam da noch irgendwas, was ich nicht mitbekommen habe?
Ich glaube nicht. Ich habe ehrlich gesagt auch meine E-Mails jetzt nicht mehr gecheckt.
Also, das ist schon echt... Also ich finde es crazy.
Vielleicht beschreibst du mal, was die mutma├člichen Anschuldigungen sind. Also es geht nicht um Fakten, sondern erst mal Anschuldigungen.
So wie ich es verstanden habe, war es eine feuchtfr├Âhliche Weihnachtsfeier Ende 2021, in dem der CEO wohl knutschen wollte.
Mutma├člich, genau.
Mutma├člich. Und dann wurde das Thema in der Firma und es wurde aber nie so wirklich aus dem Weg ger├Ąumt. Und deswegen sind die Betroffenen jetzt an die Presse gegangen oder haben das gemacht.
Es scheint eine Vielzahl von Betroffenen zu geben. Also es geht nicht um einen Vorfall, sondern es geht um eine Feier, wo es den Anschuldigungen nach zu einer Vielzahl von Vorkommnissen kam.
Ja. Was w├╝rdest du machen, wenn du im Vollsurf der CEO gewesen w├Ąrst und das alles? Am n├Ąchsten Morgen kriegst du eine SMS und sagst, was war mit dir los? Und du sagst, ich erinnere mich an gar nichts, irgendjemand hat mir was ins Glas geworfen, ich war voll wie eine Natta.
Sorry, da soll man nicht dr├╝ber lachen. Nat├╝rlich versuchst du es erst mal intern einzufangen. Wir k├Ânnen davon ausgehen, was ├Âffentlich ist. Es war eine Weihnachtsfeier, wo offensichtlich auch getrunken wird. Und mindestens der CEO, vielleicht auch andere Leute, haben den Anschuldigungen nach weiblichen Mitarbeiter bedr├Ąngt. Ich w├╝rde sagen, genauer wei├č man es gerade nicht und ob das wahr ist, wei├č man auch nicht. Ich habe im Moment keinen Grund, das zu fragen. Meine Stimme ist ein bisschen heiser, weil ich gestern noch versucht habe, Background-Recherche zu machen. Die hat schon dazu gef├╝hrt, dass es auch Leute gibt, die das komplett anders sehen. Das l├Ąsst mich aber nicht glauben, ehrlich gesagt, dass die Gesch├╝ldeter geweiht sind. Also ich w├╝rde deswegen auf keinen Fall den Anschuldigungen die Berechtigung absprechen. Nat├╝rlicherweise gibt es immer Leute, die das auch anders sehen. Deswegen will ich das erw├Ąhnen. Mein Eindruck ist trotzdem, ich liege lieber dabei falsch. Also die Frage, die auch wir uns stellen m├╝ssen, sind nat├╝rlich die beiden Worst Cases. Man beschuldigt jemand eventuell zu Unrecht. Das hei├čt, eventuell hat nur ein oder zwei Personen jemand zu Unrecht beschuldigt. Dann w├Ąre es nat├╝rlich ein Riesenproblem. Dann hat diese Person aber die M├Âglichkeit, selber zu kommunizieren. Du hast ja gerade gefragt, was w├╝rdest du tun? Ich glaube, dann muss man a. die Menschen, wenn dich Leute zu Unrecht bezichtigen, dann musst du sie verklagen und dann musst du selber kommunizieren. Das ist so. Und wenn das jemand nicht tut, ich will nicht sagen, dass er sich dadurch schuldig macht, aber dann vergibst du die Chance, deine Version der Story drau├čen zu haben. Wenn es eine zweite Version der Story g├Ąbe, die uns kommuniziert worden w├Ąre, und vielleicht gab es die Chance dazu, dann w├╝rde ich die definitiv auch erw├Ąhnen. Aber bisher gibt es diese Version nicht. Und der zweite Worst Case w├Ąre, weil man sich nicht 100% sicher ist und weil man das First Hand nicht perfekt recherchieren kann, schweigt man jetzt lieber dazu. Und mein Gef├╝hl ist, das ist die schlechtere Variante. Ich glaube, sowas passiert nat├╝rlich nicht nur in dieser Firma. Das passiert wahrscheinlich auf jeder f├╝nften Weihnachtsfeier, wenn nicht mehr.
Das Problem an der ganzen Sache ist ja, dass vor allem in den kleinen Firmen und in den Startups ├╝berhaupt keine Prozesse daf├╝r drin sind. Und niemand wird dem CEO sagen, Alter, du bist jetzt raus. Ich glaube, in Corporates gibt es daf├╝r bessere Prozesse.
Und bei meiner Anf├╝hrungsstrichen-Recherche habe ich auch gelernt, dass es Firmen gibt, die sowas extrem gut handeln. Aber in Startups ist das nat├╝rlich nicht so. Was ich nur sagen wollte, das passiert nat├╝rlich ganz oft. Und ich glaube, es tot zu schweigen w├Ąre deshalb doof, weil wenn es irgendwas braucht, ist es, dass mehr Leute sich trauen. Also das zu normalisieren, dass man damit rausgeht, glaube ich. Es birgt nat├╝rlich immer die Gefahr, dass Leute auch zu Unrecht beschuldigt werden. Aber im Zweifel, der zu Unrecht Beschuldigte kann sich ja wehren. W├Ąhrend die Leute, die sich nicht trauen, das rauszubringen, oder einfach die Wahrheit zu sagen, die haben das gr├Â├čere Problem. Deswegen ist es meiner Meinung nach keine Option, jetzt zu sagen, man schaut erst mal, wie sich das entwickelt und was da dran ist und so weiter. Das sind jetzt Anschuldigungen, das muss man auch sagen. Also man muss selber einsch├Ątzen, ob man denen glaubt oder nicht. Aber ich erkenne keinen Motiv, warum jemand diese Anschuldigungen zu Unrecht erheben wollte. Und ich gehe davon aus, dass die Broadcasten, Journalisten da hoffentlich ordentlich Arbeit gemacht haben. Aber deine Frage war eigentlich, was w├╝rde ich tun? Also du versuchst das logischerweise intern einzufangen, im Sinne von, wenn du Fehlverhalten gemacht hast, entschuldigst du dich daf├╝r bei den Betroffenen. Also du gestehst es ein, du entschuldigst dich und du korrigierst es. Das hei├čt, wenn es vielleicht sogar mehrfach vorgekommen ist, ich wei├č nicht, ob es in dem Fall so war, aber dann ist es vielleicht an der Zeit, irgendeine Art von Coaching oder Therapie auch anzustreben, wenn du diesen Job weiter ausf├╝llen willst. Und wenn das nicht funktioniert, also wenn das Opfer...
Wenn du bei der n├Ąchsten Weihnachtsparty wieder knuschen m├Âchtest oder was?
Ja, oder das Opfer die Entschuldigung nicht annimmt und damit trotzdem rausgehen m├Âchte, ich glaube dann... Ich wei├č nicht, vielleicht bei einem einmaligen Fehltritt, nicht um zu sagen, dass es okay ist, aber sofern es eine gewisse Einsicht gibt, also wenn du dich entschuldigst und sagst, es war ein Fehler, dann w├╝rde ich sagen, ist vielleicht noch nicht an der Zeit zur├╝ckzutreten. Aber wenn das Kultur wird, also wenn das wiederholt passiert oder falls es so ist, in dem Fall mehreren Leuten passiert ist, dann w├╝rde ich schon sagen, dass man vielleicht nicht geeignet ist, um den Job zu f├╝hren.
Also wenn so ein Thema noch drei, sechs oder zw├Âlf Monate Thema in einem Unternehmen ist, dann ist over. Also... Ja. Also du warst kurz...
Das hei├čt, du hast es nicht kommunikativ eingefangen und du hast nicht das Vertrauen der Mitarbeiter zur├╝ckgewonnen, w├╝rde ich sagen. Das muss ja das Ziel sein. Ich glaube, dass Menschen Fehler machen, daf├╝r haben Menschen auch Verst├Ąndnis.
Ja, aber du kannst... Also ich finde, als F├╝hrungspers├Ânlichkeit kannst du so einen Fehler nicht machen, nicht in so einem Unternehmen. Keine Ahnung, wie viel das Unternehmen damals wert war oder wert ist. Ich kann mir schon vorstellen, dass sie... Ja, dass sie halt zu einem Zeitpunkt war, wo alles mega gehypt war und man irgendwie denkt, man ist unantastbar.
Ja, wir m├╝ssen jetzt nicht ├╝ber die Motive mutma├čen,
dass wir Gr├╝nde haben. Das macht keinen Sinn. Genau. Ich glaube, auch nicht ein gutes Vorbild, aber es gibt diese E-Mail von Travis von Uber, der mal zu seinen Leuten gesagt hat, hier, ihr solltet auf jeden Fall keinen Sex miteinander haben, au├čer das und das. Und ich als CEO werde auf jeden Fall niemanden anfassen. So, das ist auch komplett ├╝berspitzt, aber du hast halt als F├╝hrungspers├Ânlichkeit eine gewisse Rolle und wenn es wahr ist...
Also, ich will das nicht relativieren, aber am Ende sind es auch Menschen. Du kannst auch mal irgendwie ein Signal missverstehen. Ich will es nicht falsch verstehen, ich will es ├╝berhaupt nicht relativieren, aber A, Menschen machen Fehler und Menschen k├Ânnen sich irren. Und dann gibt es den Weg, sich zu verst├Ąndigen und ehrlich zu sagen, ich habe mich geirrt oder ich habe einen Fehler gemacht. Wenn dann die Gegenseite es nicht akzeptiert, dann ist es so, auch okay. Aber ich will das nicht normalisieren, aber die Wahrheit ist, das passiert viel ├Âfter, als es in den Medien ist, nat├╝rlich. Und jeder hat das mal auf irgendeiner Weihnachtsfeier gesehen. Also ich definitiv. In jeder Firma, in der ich je... Sekunde. Ich w├╝rde... Ja, ich sage ja pauschal. In jeder Firma hat es irgendeine Art und Weise gegeben, dass es meistens konsensual, also dass beide Seiten nicht abgeneigt geschienen haben. Aber da kann man sich irren. Nat├╝rlich ist nur ein Ja ein Ja, gar keine Frage. Ich habe ├╝brigens gute Weihnachtsfeiern gesehen, wo das quasi an der Garderobe stand, dass nur ein Ja ein Ja ist und so. Ich glaube, das ist gut, einfach um Leuten zu erkl├Ąren. Also es weckt einfach ein Bewusstsein daf├╝r, dass du dich hier in einem respektvollen Kontext bewegst und dass Leute darauf achten. Wenn einfach schon an der Garderobe steht, nur ein Ja ist ein Ja, f├╝hlst du dich, ich will nicht sagen beobachtet, aber im Kopf erinnert daran, dass hier nicht ein rechtsfreier Raum ist, gerade weil Weihnachtsfeier ist. Das fand ich gar keine so bl├Âde L├Âsung, ehrlich gesagt. Also ich will es nicht normalisieren, aber du kannst Menschen nicht den Fehler absprechen, dass sie sich auch irren und dass sie Dinge falsch machen. Das hei├čt, wenn du das tust, dann musst du eventuell die Konsequenzen daf├╝r fragen. Das ist vollkommen klar. Ich will nicht sagen, dass es okay ist. Aber du kannst doch nicht so tun wie, man darf sich nicht auf einer Weihnachtsfeier irgendjemandem ann├Ąhern.
Als CEO hast du das nicht zu tun. Genau, als CEO ist es einfach furchtbar dumm.
Da ist gar keine Frage.
Du kannst auf tausend Partys gehen. Also keine Ahnung, wenn du unbedingt irgendwie so... Also du kannst es ├╝berall machen, ist komplett egal. Es ist immer noch eine Frage, ob es gut ist oder schlecht. Je nachdem, in welcher Beziehung du bist und was auch immer.
Also ich glaube, du bist nicht schlau, als CEO das auf der Weihnachtsfeier zu machen.
Nicht schlau, nicht schlau. Es ist komplett bescheuert.
Ja, aber, aber, nicht um das zu rechtfertigen, aber Statistik ist, wie viel Prozent der Menschen lernen sich auf Arbeit kennen. Ich glaube, ich habe 90 oder 100 Prozent meiner Partner auf Arbeit kennengelernt, weil ich nicht viele andere Dinge gemacht habe au├čer zu arbeiten. Das hei├čt, ich konnte Menschen gar nicht woanders kennenlernen. Ich habe die jetzt nicht auf der Weihnachtsfeier irgendwie auf der Toilette kennengelernt, aber...
Aber an der Garderobe, da stand ja hei├čt ja.
Und darunter waren Leute, die Chefinnen von mir waren und darunter waren... keine direkt Untergebenen und wenn nicht, habe ich das sofort gekl├Ąrt und dann vern├╝nftige Verh├Ąltnisse herbeigef├╝hrt. Und zwar nat├╝rlich immer consensual. Aber ja, Menschen sind auch Menschen. Aber, wie gesagt, ich will das nicht relativieren. Meine Aussage ist, dass wenn man Fehler macht, dann gibt es ja... Also Menschen haben ja auch M├Âglichkeiten zu kommunizieren und einzugestehen, dass sie Fehler gemacht haben. In der Innenbeziehung, also zu dem vermeintlichen Opfer und auch in der Au├čenbeziehung, wenn es nicht geht, kannst du immer noch nach au├čen sagen, ich habe einfach einen dummen Fehler gemacht. Ich bin auch 100 Prozent bei dir, dass der CEO kann nichts richtig machen auf der Weihnachtsfeier. Das Beste, was du als CEO machen kannst, ist um 10 nach Hause zu gehen und nichts zu trinken. Das war sehr fr├╝h in meinem... Also sobald ich Leadership war, nach irgendwie ein, zwei Jahren meiner Karriere, habe ich definitiv gemerkt, dass Weihnachtsfeiern nicht f├╝rs Leadership gemacht sind, sondern f├╝r die Belegschaft. Weil ich gemerkt habe, dass auf Weihnachtsfeiern A, die Amateure trinken, einfach gesagt, und dass jeder Mitarbeiter das als Gelegenheit nimmt, sozusagen mal zu sagen, was schon immer ihm nicht gepasst hat oder ihr nicht gepasst hat. Und da habe ich sehr fr├╝h gemerkt, dass f├╝r F├╝hrungsangestellte Weihnachtsfeier schon mal kein guter Ort ist. Einerseits kriegst du mal ungefiltertes Feedback, was auch ganz gut ist, aber es ist glaube ich schlau, dass du sagst, mit aufsteigender Hierarchie-Ebene sollte man weniger trinken. W├Ąre mein Tipp.
Ja, ich bin gespannt, wie der die Storykreise zieht. Naja, wir tun den Link... Den Artikel fand ich so semi-gut.
Der Artikel ist ja anonym geschrieben, muss man dazu sagen. Es gibt einen LinkedIn-Post, der zu dem Artikel den anonymisiert. Also sagt, ich glaube es geht um diese Firma dabei und um diese Person. Der Artikel bei Bootcasten ist erstmal anonym formuliert.
Okay, wir verlinken den LinkedIn-Post, dann kann sich jeder da Gedanken zu machen.
Meine Hoffnung w├Ąre auf jeden Fall, dass wenn irgendeine Sache normalisiert werden sollte, dass man solch Fehlverhalten zun├Ąchst intern adressiert und wenn das nicht gut gehandelt wird, damit dann rausgeht. Obwohl das nat├╝rlich f├╝r die Betroffenen auch kein sch├Âner Weg ist. Aber das ist der Grund, warum man glaube ich nicht nicht dar├╝ber reden kann.
Ja, dass das irgendwie ├╝ber ein Jahr da so rumh├Ąngt, ist auf jeden Fall kein gutes Management. So, sind wir fast durch. Haben wir sonst noch was? Ah ja, eine Frage habe ich noch an dich. Du bist ja mein Lieblings-Ossi, ne? Sag mal, bist du Kommunist oder Faschist? Das lassen wir als Cliffhanger f├╝r die n├Ąchste Folge.
Nur einfache Themen halt.
Ich w├╝rde sagen, wir tun den Zeitartikel in die Shownotes und da kann sich jeder selbst ein Bild machen. War eine anstrengende Woche f├╝r alle Beteiligten.
F├╝r mich nicht. Also gestern Abend war ein bisschen anstrengend. Ich ├╝berlege gerade, was eine gute Replik drauf ist. Also ich bin definitiv keiner. Was war? Faschist oder Kommunist? Was war die Auswahl? Ich glaube, ich habe weniger faschistoide Z├╝ge. Also wenn ├╝berhaupt, habe ich wahrscheinlich kommunistische Z├╝ge. Aber nat├╝rlich bin ich kein Kommunist, sondern ein Demokrat und Vertreter der sozialen Marktwirtschaft. Du sprichst nat├╝rlich an auf den Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer AG, der sich in, ich vermute, SMS so ge├Ąu├čert hat, dass... Was ist das f├╝r eine ├Ârtliche Zitat, Sekunde? Also genau, wir packen uns die Shownotes, man soll sich selber die uns├Ąglichen Zitate durchlesen. Aber unter anderem sagt er, dass alle Ossis entweder Kommunisten oder Faschisten sind. Und, was ich viel schlimmer finde, ist, er scheint auch zu sagen, meine Mutter hat es schon immer gesagt, die Ossis werden nie Demokraten. Vielleicht sollte man aus der ehemaligen DDR eine Agrarproduktionszone mit Einheitslohn machen. Ich glaube, das scheint mir faschistoider zu sein, als die Ossis selber. Das ist hochproblematisch. Ich w├╝rde davon ausgehen, dass das die Rache von Julian Reichelt ist, der private Kommunikation jetzt geleakt hat an die Zeit mit Matthias L├Âffner. Wir k├Ânnen ja umsteigen in den Modus, was w├╝rdest du machen? Oder was kann man daraus lernen? Hast du direkte Tipps?
Also, wenn du meine WhatsApp-Nachrichten oder Signal-Nachrichten leaken w├╝rdest, was ich dann machen w├╝rde?
Der einfache Advice w├Ąre nat├╝rlich, sowas nicht zu schreiben. Ein Hacker hat mir mal eine, ich finde, sehr gute Lebensweisheit genannt. Die hie├č, mach niemals zwei dumme Dinge gleichzeitig. Ein gutes Beispiel ist, du kannst mal ├╝ber eine rote Ampel fahren und Leute kommen relativ oft auch mit betrunkenem Autofahren durch. Aber wenn du betrunkenes Auto f├Ąhrst und dabei ├╝ber eine rote Ampel f├Ąhrst, ist die Gefahr, deinen F├╝hrerschein zu verlieren, unheimlich hoch auf einmal. Zwei dumme Sachen gleichzeitig zu machen, ist in der Regel, wie du dir Sachen einhandelst oder in Probleme ger├Ątst. Und ich glaube, du kannst dein Unternehmen vermutlich mit dem Smartphone lenken, wenn du davon ├╝berzeugt bist, dass das der richtige Weg ist. Dann muss man es, glaube ich, aber um 11 Uhr nachts auch weglegen. Schreibt mir. Du kannst auch ein sehr enges Verh├Ąltnis zu dem Chefredakteur, der Bild, unterhalten. Aber dann darfst du dich niemals mit ihm verstreiten, weil dann eben sowas dabei rauskommt. Das scheinen mir Probleme zu sein. Also ich gehe davon aus, dass der E-Mail-Verlauf oder SMS-Verlauf zwischen Matthias D├Âffner und Julian Reichelt, sollte das sozusagen aus dessen Fundus kommen, immer relativ privat war auch. Das hei├čt, dass da die Grenzen zwischen Privat und Gesch├Ąft verschwommen sind und man deswegen sehr offen und frei geredet hat. Und ich glaube auch, die wenigsten von uns k├Ânnen sich freisprechen, dass sie nach vier Bier am Stammtisch, also ich w├╝rde jetzt nicht sagen, dass man die Ossis zu einer Mindestlohn-Produktionszone erkl├Ąren sollte. Ich finde es auch Quatsch, mich dar├╝ber zu umf├╝hren, nur weil ich Ossi bin. Man sollte die Empathie haben, das betrifft nat├╝rlich auch immer irgendwann andere Leute. Und ich emp├Âre mich jetzt nicht dar├╝ber, weil ich Ossi bin, sondern weil es ja generell ein kompliziertes Weltbild ist, was sich da offenbart. Ich glaube schon, dass viele Leute von uns sich nicht davon freisprechen k├Ânnen, dass sie am Fu├čballstammtisch nicht auch mal einen dummen Spruch machen. Aber dann solltest du das eben nicht per SMS im Business-Kontext machen. Und wenn das verschwimmt, ist es glaube ich mega kompliziert. Ich habe bestimmt schon richtig dumme Sachen gesagt mal nach ein paar Bier.
Hast du auch schon dumme Sachen geschrieben?
Genau, also du wirst in meinem Verlauf, findest du bestimmt auch... Moment, da darf ich mich jetzt mit dir auch nicht verstreiten.
Ich versuche schon, keine Dinge zu schreiben, die ich nicht auch im ├ľffentlichen zu Not sagen w├╝rde.
Sag mal ein Beispiel. Von heute oder von gestern? Heute habe ich noch nichts geschrieben. Habe ich gestern was geschrieben? Sekunde.
Ob ich gestern was geschrieben habe, muss ich auch noch checken.
Letzte Frage zu der Nummer. Es kam ja auch so was wie von wegen wir m├╝ssen die FDP pushen und sowas.
Surprise, surprise. Hat man das nicht aus der Bild-Zeitung auch so rauslesen? Also A, es gab ja schon diesen Dialog mit Benjamin von Stuttgart-Barre,
wo es ja auch schon gegen├╝ber Merkel und Demokratie ├Ąhnliche Verlautbarungen gab. Das hei├čt, wir haben uns ja auch schon mal ein bisschen ├╝ber dieses Thema gefragt. Wo es ja auch schon gegen├╝ber Merkel und Demokratie ├Ąhnliche Verlautbarungen gab. Das hei├čt, so ├╝berraschend kann das eigentlich gar nicht sein. Es ist im Wortlaut nat├╝rlich irgendwie schon alarmierend, w├╝rde ich sagen. Aber die Geisteshaltung ist ja auch schon in vorherigen SMS mit Benjamin von Stuttgart-Barre so ein bisschen durchgekommen. Und dass die Bild-Zeitung Stimmung gegen eine rot-gr├╝ne Koalition macht und pro FDP geschrieben hat, auch das h├Ątte man aus der Bild-Zeitung rauslesen k├Ânnen. Ich meine, das ist jetzt hier belegt, dass das sozusagen als Order von oben kam. Also bisher h├Ąttest du dich fragen m├╝ssen, ist das die Bild-Redaktion, ist es Julian Reichelt oder ist es der Springer-Verlag, der das m├Âchte? Und jetzt hast du halt rausgefunden, okay, das war eine klare Order von oben. Oder eine Order ist ein bisschen ├╝bertrieben, aber es ist schon eine Anweisung von oben. Also gut, wenn dein Chef dir was nett schreibt, dann ist es so oder so eine Anweisung. Insofern bringt das nochmal Klarheit rein. Aber herauslesen h├Ątte man das auch so k├Ânnen. Apropos, wo bleibt denn der FDP-Rechenschaftsberecht f├╝r 2021? Den 14. April 2023. Ich h├Ątte gerne den Rechenschaftsbericht der FDP, wo diese ganzen 50.000 Euro Spenden, die genau nicht ├╝ber der Grenze sind, um beim Bundestag gemeldet zu sein, mal zu erfahren. Die FDP prangt halt immer Transparenz bei anderen NGOs und so weiter an. Es w├Ąre doch toll, wenn sie diesem Transparenzgebot mal selber nachkommen w├╝rden und ihre Spender im Rechenschaftsbericht publizieren. Weil auch da stand ja im Zusammenhang, da wurden ja Leute vor den Kahn einer Anti-Rot-Gr├╝n-Kampagne gespannt.
Ich h├Ątte eine mega Content-Idee f├╝r OMR, f├╝rs Festival. Benjamin Stuckrad-Barre auf der B├╝hne und er geht einfach durch private Nachrichten.
Geil, machen, machen, machen. Philipp, bitte, bitte, bitte, bitte. Wir bewerben es, wenn du es machst, bewerben wir es. Benjamin von Stuckrad-Barre erz├Ąhlt aus seinem SMS mit Matthias Steffner. Wie sch├Ân w├Ąre das? Aber nicht Julian Reichelt auf der B├╝hne. Das ist nicht okay. Das ist nicht okay.
Ach, Mann, oh, Mann, oh, Mann. What a time to be alive. Pip, ich w├╝rde vorschlagen, wir gehen fr├╝hst├╝cken, w├╝nschen euch alle ein sch├Ânes Wochenende. Jetzt haben wir gar nicht ├╝ber Miele gesprochen, das machen wir vielleicht in der n├Ąchsten Folge. Aber das muss jetzt nicht auch noch sein.
Viel Gl├╝ck bei der Waschmaschinen-Suche.
Danke, ich freue mich auf die Nachrichten. Willst du noch ein bisschen Werbung einsprechen?
Ach so, ach so, genau. Ihr m├╝sst auf, also ihr m├╝sst gar nichts. Aber der beste, preisg├╝nstigste Weg, die Finals Forward und OMR gleichzeitig zu erleben, ist, und zu einem exklusiven Side-Event eingeladen zu werden, wo Philipp L├Âckler, ich, Lisa von Aktiengramm und Herr R├Âhl von EchtgeldTV und die Finanzflusscrew im Panel sitzen. Kann man bekommen, wenn man was tut?
Auf doppelg├Ąnger.io. Das ist die erste Veranstaltung. Dann machen wir noch eine Party, da kann man sich auch bewerben. Dann sind zwei Tage Finals Forward und OMR.
Da bekommt man 30%, oder?
Genau, auf das Finals Forward Ticket.
Also es ist nach unserem Wissen, bitte den Discount auch nicht weitergeben, aber es ist die g├╝nstigste Variante im Moment, auf die Finals Forward und OMR zu gehen.
Ja, und wie ich geh├Ârt habe, bleibt es auch die g├╝nstigste.
Es sei denn, man ist Benjamin von Stuttgart-Barre und darf umsonst rein, wenn man auf der B├╝hne vortr├Ągt.
Die WhatsApp-Nachrichten vortr├Ągt. Genau. Top, dann haben wir es und sch├Ânes Wochenende. Bis Mittwoch. Ciao, ciao. Peace.