Doppelg├Ąnger Folge #243 vom 25. April 2023

Tech Trendwende? Alphabet & Microsoft schlagen Erwartungen | VC Verg├╝tung | ­čÄž Spotify | Thrasio f├╝r Podcast Studios | VC & Business Angel finden

Greentech aus Schweden: Spotify postet Earnings. Wie w├╝rden wir f├╝r ein echtes Greentech Investoren finden? Wie verdienen VCs Geld? Kann ein Thrasio f├╝r Podcast Studios funktionieren und welche anderen Segmente w├Ąren f├╝r Roll-Ups interessant? Es gibt live Earnings von Microsoft und Alphabet und ein Ausblick auf die kommenden Earnings der Tech Aktien.


Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:


(00:00:00) Twitter

(00:06:55) Bluesky

(00:08:00) PodX Group: Thrasio f├╝r Podcast Studios

(00:20:00) VC Verg├╝tung

(00:28:00) Investoren finden 

(00:37:45) Spotify Earnings

(00:46:00) Alphabet Earnings

(00:54:00) Microsoft Earnings 


Shownotes:

Pip ist im Deffner & Zsch├Ąpitz - Wirtschafts- und B├Ârsen-Podcast Episode 260

Twitter & Propaganda: https://apnews.com/article/twitter-russia-china-elon-musk-ukraine-2eedeabf7d555dc1d0a68b3724cfdd55

Doppelg├Ąnger w├Ąhrend OMR & Finance Forward: doppelgaenger.io/omr


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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 243. Ende April ist es dunkel drau├čen. Ich habe zu viel Koffein in mir, damit Pip sp├Ąter Live-Earnings machen kann. Wir sprechen ├╝ber Spotify-Zahlen, wir sprechen ├╝ber Alphabet-Zahlen und sein Liebling Microsoft. Ich habe ein paar H├Ârerfragen, aber zuerst Pip, wie hast du es gemacht? Wieso hast du einen blauen Haken und ich habe keinen in deinem Taubenverein?
Warum du keinen hast, kann ich nicht sagen, weil alle Legacy-Haken, wann war das? Vor drei Tagen oder so, erstmal entfernt worden waren. Erstmal. Warum habe ich einen noch? Weil ich schon seit l├Ąngerem Twitter-Blue-Abonnent bin. Das hatte ich, ich glaube, vor Anfang des Jahres, als es in Deutschland noch nicht erh├Ąltlich war, auf britischem Boden war, habe ich das erworben, um das ein bisschen zu testen und zu verstehen. Und mir vielerlei Privilegien zu verschaffen durch Zahlungen. Und ich glaube, der Kurs war irgendwie so g├╝nstig, dass ich auch Geld spare. Also spare ich nicht, aber ich zahle weniger als in Deutschland. Der Grund daf├╝r, um meine Zielgruppe vor Missbrauch zu bewahren, das ist der einfache Grund.
Also Schutzgeld?
Schutzgeld, genau. Ich zahle f├╝r ein Problem, was Twitter geschaffen hat. Ungern, muss ich dazu sagen. Ich k├Ânnte auch gut weiter mit meinem Legacy-Blauen Haken leben, aber da der weg ist, bin ich jetzt gezwungen, diesen zu haben. Oder die Plattform zu verlassen. Aber wenn man die Plattform verl├Ąsst, kann morgen jemand aufstehen und sagen, ich bin Philipp Gl├Âckner, 8 Euro zahlen und hab einen blauen Haken. Also was soll ich machen? Unm├Âglich. Also das Problem ist eigentlich, alle Leute, die nicht auf Twitter sind, die sind eigentlich verloren. Weil da kannst du halt safe einen Doppelg├Ąnger aufbauen, der sich als sie ausgibt und dann tut was immer. Wenn man eine Audience aufbaut, kannst du irgendwie sagen, du bist der Bundesbankpr├Ąsident oder Chef der Monopolkommission oder was auch immer. Alle Leute, die nicht auf Twitter sind und let's go. Anderes Problem ist damit, dass nicht verifizierte, oder verifizierte ist das falsche Wort, also nicht gekaufte Accounts unheimlich schwer sind in der Suche zu finden, insbesondere wenn man Leute taggen will. Also wenn ich jetzt zum Beispiel den freudigen, guten, bekannten Philipp Westermeyer taggen will in einem Post, dann und einfach nur fr├╝her h├Ątte ich West eingegeben, h├Ątte Twitter safe erkannt, das ist mein n├Ąchster Kontakt, der so anf├Ąngt und der blau verifizierte Account. Deswegen schl├Ągt er sich relativ schnell von alleine vor. Im Moment ist es, w├╝rde ich sagen, auf einem Level, wo du eigentlich den Handel wissen musst, um irgendwie sicher die richtige Person zu taggen, weil die interne Suche oder diese Tagging-Vorschlagsfunktion komplett zerst├Ârt ist dadurch. Ja, ansonsten die State Affiliate Media Tags sind auch verschwunden. Also Presse wird jetzt komplett gleich gemacht, es gibt keinen Unterschied mehr zwischen, also mit den Worten von Elon Musk, alle Presseerzeugnisse sind in irgendeiner Art Propaganda und offenbar verdient das nicht mehr die Unterscheidung. Associated Press berichtet, ein Think Tank hat herausgefunden, dass seitdem russische Propaganda-Accounts 33% mehr Views bekommen, chinesische, Iran, ganz ├Ąhnlich. Dann haben nat├╝rlich viele sich ge├Ąu├čert, die gesagt haben, ich w├╝rde niemals den blauen Haken kaufen und den hat, um sie zu trollen, Elon Musk dann quasi einfach so eingeschenkt oder verpasst, ohne dass sie es wollen und damit ist f├╝r Dritte nicht mehr erkennbar gemacht, wer zahlt und wer nicht. Und die Kritik an dem Legacy-Blauen-Haken-Modell war ja, dass es quasi elit├Ąrer Faschisten-Kram war, dass die Leute sich da gegenseitig verifizieren und andere Leute nicht. Und das w├Ąre elit├Ąrer Quatsch. Und jetzt ist es eben so, dass man von Gottes Gnaden von Elon selbst den Account geschenkt oder gesponsert bekommt. Also er hat, ich glaube Stephen King war ein Account, Paul Krugman, ein ├ľkonom, der regelm├Ą├čig kommentiert und noch ein paar andere Stars haben den bekommen. Wie gesagt, einfach so, weil nach Elon's gut d├╝nken, was nat├╝rlich das viel bessere System ist, der der Bock hat, wird verifiziert per Knopfdruck. Um diese Willk├╝r im Nachhinein zu objektivieren, hat man dann gesagt, jetzt verifizieren wir alle Accounts ├╝ber eine Million, weil wahrscheinlich man schnell herausgefunden hat, dass die Aktivit├Ąt bei gewissen Top-Influencern runtergegangen ist. Weil die sich nat├╝rlich erst mal Fragen stellen, macht das hier alles noch Sinn? Und jetzt hat man gesagt, wenn du ├╝ber eine Million Follower hast, dann beh├Ąltst du den Legacy-Blauen-Haken. Was quasi hei├čt der Blaue Haken bleibt da? F├╝r Leute, die wichtig genug sind? Ich wei├č nicht. Ich glaube, der Selbsttrial-Error ist noch schlauer als das. Es ist erratisch. Es ist Trial-Error ohne Hypothese, w├╝rde ich sagen. Vielleicht gibt es sogar eine Hypothese, aber ich denke, man k├Ânnte die vorsichtiger testen bei so einem gro├čen Netzwerk. Es gibt ja einen Grund, warum gro├če verantwortliche Netzwerke wie Google oder Facebook gewisse Sachen mit einem Prozent der Nutzern testen oder nur in einem kleinen Land oder mit Fraktionen der Nutzerschaft. Aber Twitter haut halt raus, was Elon Musk auf dem Klo einf├Ąllt und da kommt dann sowas bei raus.
Er war fr├╝her besser, als er einfach nur getwittert hat. Aber wie stellst du sicher, dass man dich jetzt nicht kopiert? Also nur weil du einen Blauen Haken hast, hei├čt das ja nicht, dass ich jetzt einen Account unter deinem Namen mit deinem Foto machen kann oder nicht machen kann und mir auch einen Blauen Haken kaufen kann.
Ja, aber es kostet ja zu 100 Dollar im Jahr, mich zu kopieren. Also du brauchst einen erfolgreichen Versuch des Scams und dann hast du es wieder drin. Aber nat├╝rlich sozusagen der Brute Force Approach, also hunderte, tausende, zehntausende Accounts am Tag zu schaffen, der ist dadurch teurer geworden. Beziehungsweise die Accounts kannst du nat├╝rlich immer noch schaffen, aber die werden nach und nach unsichtbarer werden, glaube ich. Das h├Ątte man nat├╝rlich alles auch behavioral l├Âsen k├Ânnen. Du kannst nat├╝rlich gucken, du kannst einmal flaggen, was sind echte menschliche Accounts und dann am Verhalten relativ gut festmachen, meiner Meinung nach, was f├Ąhige Accounts sind und was nicht. Aber das scheint alles zu schwer zu sein f├╝r den schlauesten Mensch der Welt.
Und auf Blue Sky l├Ąuft ja immer noch nicht so wahnsinnig viel, die ein oder anderen Codefacts.
Ja, weil du deine Invites nicht weitergibst.
Ja, mein Freund, ich habe null Invites, ich habe immer nur noch einen, also ich habe einen Invite, den habe ich abgegeben und da kommt immer noch nicht mehr. Krass, bestellst du f├╝nf, weil heute oder morgen... Im n├Ąchsten Schritt kriegst du f├╝nf.
Ich schw├Âre.
Sehr sch├Ân, da ist mir aufgefallen, dass du wohl jetzt auch unter Vertrag bist bei irgendeiner Ford-Leader-Agentur. Du hast auf jeden Fall ein neues Foto da, das sieht gut aus.
Findest du gut, findest du es besser? Soll ich mehr nutzen?
Ja, wo hast du das denn aufgegraben?
Das wurde von mir gemacht.
Darfst du das ├╝berhaupt nutzen?
Mir wurde erkl├Ąrt, ja.
Schick, seri├Âs, mit Hemd.
Ja, das ist schon vor dem Geb├Ąude eines renommierten Verlags entstanden.
Von einem guten Freund. Damit wir mit dem Insider nicht weitermachen. Die letzte Woche waren wir ja auf so einem Podcast-Event und wir reden ja gleich auch ├╝ber Podcast-Musik-Earnings. Da gab es ein Thema, was mir noch nicht so ganz bewusst war. Eine Firma, die uns kurz vor der D-Event erw├Ąhnt bei irgendeinem Austausch. Die hei├čt PodX Group aus Stockholm. Und was die machen ist Podcast-Studio-Roll-Up. Man kennt das wahrscheinlich aus Trazio oder wie auch immer man es ausspricht. Also die Firma, die Amazon-Brands kauft und dann Synergien, Skaleneffekte hat. Meinst du, Pipp, das funktioniert auch mit Podcast-Studios? Also die haben glaube ich so f├╝nf Studios jetzt gekauft. Manche haben mehr, manche weniger. International, also echt scheint so, als ob sie als n├Ąchstes ein Target in Deutschland vielleicht kaufen werden. Gibt es da wirklich gro├če Skaleneffekte? Also hat vielleicht ein Studio oder ist es vielleicht vorteilhaft, wenn man genug Leute in der Postproduktion hat oder genug kreative Leute, die irgendwelche Ideen haben? Spart man an Miete f├╝r Studioplatz oder so? Macht das Modell Sinn in deinen Augen?
Also ich glaube in der Produktion ist der Nutzen beschr├Ąnkt. Also die Produktionskosten sind ja relativ g├╝nstig. Es gibt Podcasts, die ein bisschen aufwendiger produzieren. Wenn Video, Licht und so weiter zukommt, da rechtfertigt das die Audience dann in der Regel aber auch. Es gibt auch so Buchhaltung oder sowas w├╝rde ich sagen, ist jetzt nicht ma├čgeblich. Man k├Ânnte sagen, es gibt einen, nicht Skaleneffekt, aber Synergieeffekt, n├Ąmlich in der Vermarktung. Wenn du jetzt ├╝berlegst, dass viele der kleineren und mittelgro├čen Podcast-Studios, ich w├╝rde sagen, es gibt zwei Klassen von Studios. Das eine sind so die, die von der Vermarktung runterkommen, also ein gro├čer Vermarkter wie IP, also RTL oder so. Oder ProSieben sagt, wir bauen jetzt auch mal ein Podcast-Studio und die haben die Advertiser-Kontakte schon. Und das andere sind Studios, die gute Podcasts produzieren und dann aber Vermarktung aufbauen m├╝ssen. F├╝rs weitere k├Ânnte ich mir vorstellen, dass es durchaus sinnvoll sein k├Ânnte, man kann das Agenturmodell machen, das hei├čt, ich sage, ich lasse mich vermarkten, dann habe ich einen dezidierten Vermarkter und mache das selber nicht. Dann gebe ich aber 25 bis 40 Prozent ab der Werbeerl├Âse. Oder man kann dann sagen, wir vermarkten intern und dann brauche ich eben eine eigene Sales-Abteilung, die anfangs wahrscheinlich auch mittleren zweistelligen Prozentbetrag der Erl├Âsung kostet. Das k├Ânnte eine Synergie sein, dass man sagt, ich leiste mir diese Sales-Abteilung nur einmal und dann habe ich einfach unheimlich viel Inventar dahinter und ich bin dann eigentlich ein Vermarkter mit einer Produktion. Also ein voll integriertes Studio. H├Ątte das Vorteile im Vergleich zu Studios, die nur Produkte... Das ist ja so ein bisschen das A-Cast-Modell oder so, eigentlich auch, oder? Die kaufen nicht Studios hinzu, sondern eher einzelne Titel. Die Frage ist, wozu brauchst du dann noch ein Studio? Dann kann ich mich als... Also was macht das Studio dann noch? Das ist so f├╝r Podcasterinnen, die sich nicht selber produzieren k├Ânnen vielleicht, oder? Weil ich w├╝rde ja dann als quasi dieses... Wie hei├čt das? PodX-Grupp? Ja, dann w├╝rde ich ja als PodX... Warum kaufe ich nicht direkt die Podcaster und Podcasterinnen ein, sondern warum dann ├╝berhaupt das Studio noch kaufen? Vielleicht, weil die Podcaster schon zu lange an das Studio gebunden sind oder langlaufende Vertr├Ąge haben. Und jetzt stell dir vor, du kaufst ein Podcast-Studio. Woher wei├č ich denn, dass die das Talent lang genug halten k├Ânnen? Also wenn ich jetzt Studio Boomins oder Podstars oder so kaufe, wer sagt mir, dass die Talente, also die Podcast-Hosts, nicht relativ schnell wieder dann woanders hingehen? Von daher, da ist die Frage, was ist eigentlich der Mehrwert des Podcast-Marktes? Podcast-Studios vielleicht nicht gerne h├Âren, aber was ist der Mehrwert des Podcast-Studios, wenn es nicht Vermarktung ist? Ich will nicht sagen, dass es nicht unheimlich hochwertige Produktionen gibt, die die Hosts selber vielleicht nicht hinbekommen w├╝rden. Das gibt es schon auch. Ja, das w├Ąren so meine Gedanken dazu.
Ich glaube, was nicht viel gesprochen wird, aber wahrscheinlich ein gro├čer Teil des Umsatzes ist, von allen Studios, ist die Produktion auf Auftrag. Also kannst du das irgendwie, also du hast dann auch Sales-Leute, die Firmen Corporate Podcasts verkaufen und die h├Ątten dann gewisse Skaleneffekte vielleicht. Man k├Ânnte ├╝berlegen, ob man Shows internationalisiert, also das macht ja Wondery recht erfolgreich jetzt, mit amerikanischen Shows, die sie in andere Sprachen ├╝bersetzen.
Kriegt der Unternehmen.
Ja, vielleicht im Branding oder im Titel noch nicht so gut, aber die Shows kommen gut an. Und ja, Vermarktung ist nat├╝rlich ein gro├čer Punkt. Aber wahrscheinlich macht es mehr Sinn, sich die Rosinen rauszupicken und wirklich die richtig gro├čen Shows rauszunehmen. Aber das, also sie konkurrieren ja eigentlich gegen die gro├čen Vermarkter, die exklusive Deals mit einzelnen Shows machen.
Genau. Ja, man kann das schon im Vergleich mit den Amazon, also die Amazon-H├Ąndler entwickeln eigene Produkte, aber die unberechenbar gr├Â├čte ist so ein bisschen die Host, glaube ich. Also du musst dir beim Verkauf des Studios eigentlich mit allen Hosts nochmal ein Earn-Out sichern oder so. Sonst, die Hosts haben ja nat├╝rlich auch ein eigenes Interesse da zu bleiben, aber es gibt ja auch Alternativen, man kann ja auch zum anderen Studio gehen. Also ich w├╝rde jetzt in das Modell nicht investieren, w├╝rde ich mal sagen. Du? Also findest du es schl├╝ssig?
Ich glaube, es istÔÇŽ
Du denkst bestimmt, das beste Modell ist eigentlich, dass man independent Host ist und mit einer sehr, sehr g├╝nstigen Vermarktungsplattform zusammenarbeitet. K├Ânnte ich mir vorstellen, dass du das f├╝r ein optimales Setup h├Ąltst.
Independent und exklusiv bei Lollipop.
Gibt es Premium f├╝r exklusiv schon bei euch? Kannst du nochmal ein Prozent ablassen?
Wir machen die gro├če Finanzierungsrunde und dann kaufen wir die ganzen Shows ein. Ich glaube, am Ende ist so ein bisschen wahrscheinlich entstanden in der Zeit, in der Spotify richtig viele Shows gekauft hat und da kann man irgendwie in Konkurrenz sehen. Und da war ja bestimmtÔÇŽ Ich k├Ânnte mir schon vorstellen, dass wenn du jetzt einen richtig gro├čen Katalog zusammenkaufst in den kommenden Monaten, dass das ein gutes Business ist in Zukunft.
Warte mal, bis du gleich die Werbel├Âse von Spotify siehst bei den Zahlen. Dann sprechen wir nochmal dar├╝ber.
Das mag nat├╝rlich sein. Vielleicht kommt es gleich nochmal in den Earnings ein bisschen. Mal schauen. Ich bin gespannt, welches Studios sie in Deutschland kaufen. Weil so wie die Seite aussieht, fehlt da noch eine deutsche Fahne irgendwie bei den Studios.
Was w├Ąre denn da jetzt? Sag doch mal, was da dein Verdacht ist.
Boah, nee. Die Ger├╝chtek├╝che machen wir nicht an. Ich w├╝rde eher sagen, dass es nicht eins der Top 3 Studios ist.
Was sind die Top 3 Postcard Studios in Deutschland?
Also Top 2 w├╝rde ich schon Bummens und Podstars sagen.
Von den Unabh├Ąngigen?
Ja.
Ich glaube von der Reichweite ist Zeit oder sowas doch auch nicht zu vernachl├Ąssigen bestimmt, oder?
Ja, klar. Handelsblatt, Palmiers. Ja, die sehe ich alle. Da sehe ich Podcasts ja nicht als das Kernprodukt. Aber ja, hast du nat├╝rlich recht.
Vielleicht ├Ąndert sich das noch. Novelli Gute. Novelli Gut. Sogar in Argentinien haben die das gekauft. Ich halte das f├╝r Quatsch, das Modell. Ich wei├č nicht, wie du dir Talent und Studio sichern willst. Du kannst ja sagen, das Studio existiert, scheint ja offenbar weiter in seiner Form zu existieren. Die werden ja nicht konsolidiert, sondern sie bleiben so unabh├Ąngig. Also in Anf├╝hrungsstrichen unabh├Ąngig. Sie bleiben als Brand erhalten. Dann muss das Studio sich halt selber k├╝mmern. Aber wenn die hier alle in anderen L├Ąndern sind, dann hilft dir die Vermarktung ja auch nichts mehr. Welche Marke m├Âchte denn in UK, Argentinien, Finnland gleichzeitig werben?
Das Einzige, was Sinn machen kann, ist, die Shows in verschiedenen Sprachen zu ver├Âffentlichen. Also die beste Show in Argentinien dann f├╝r den skandinavischen Markt.
Ah, hier gibt's, hast du das Business Diamond schon? Es gibt hier einen Business Diamanten.
Ja, den finde ich sehr witzig. Kannst du mir den erkl├Ąren?
Ja, da steht alles erkl├Ąrt. Sie haben hier drei Synergie-Layer. Das eine ist Technologie, Ad-Tech, Hosting und Players. Da w├╝rde ich sagen, das ist hier alles schon komplett commoditized. Also Players verstehe ich nicht, ob das so spannend ist. Hosting, Distribution, wei├č nicht, ob das besser ist. Ad-Tech scheint mir jetzt auch kein gro├čer, propriet├Ąrer Vorteil zu sein. Dann gibt's den Content Layer, Produktion, Podcast First und Legacy. Das ist alles Bullshit, w├╝rde ich sagen.
Ja, vor allem, was ich nicht verstehe ist, also Production, Podcast First und Legacy ist ja in gr├╝n in der Mitte. Ist das jetzt das, was sie machen? Und sie machen ein bisschen Hosting und ein bisschen Sales? Aber Branded Podcast machen sie auf jeden Fall auch, weil das steht in Examples for Monetization. Branded Podcast, Listening, Paid Listening und Sales House. Ja, ich verstehe es nicht so ganz. Ich glaube, es ist entstanden im Podcast-Hype und jetzt zieht man es weiter durch. Gibt es noch, die letzte Frage, irgendeinen Roll-Up, an das du wirklich glaubst? Also, bei...
Ja, Ferienh├Ąuser.
Weil?
Holiday Homes. Weil es unheimliche Synergien bei Management, Wartung, Reinigung, Vermarktung gibt. Die einzelnen Hosts wollen vielleicht irgendwann divestieren, Erbschaft, Nachfolge, ├ťberforderung. Klang alles cool, das Ferienhaus. Also, du hast gerade ein Ferienhaus auf R├╝gen geschaut und dann merkst du auf einmal, Algarve ist das Wetter sch├Âner. Du willst es wieder absto├čen. Du merkst, du kannst in gro├čen Teilen Deutschlands keine Reinigungskr├Ąfte mehr bekommen f├╝r deine Ferienwohnung. Das, glaube ich, ist ein Bereich, an den man glauben k├Ânnte. Amazon-H├Ąndler wird schwer, glaube ich. Zumindest wird die Arbitrage nicht ganz so einfach. Ich habe ja schon x-mal beschrieben, warum. Dieses Ojo, oder wie hie├č dieses indische Hotel-Ding? Glaube ich eigentlich prinzipiell auch dran. Es war nat├╝rlich nur komplett overhyped, viel zu schnell gewachsen. Aber ich k├Ânnte mir vorstellen, dass so zwei, drei Sternhotels aufrollen und k├Ânnte schon auch funktionieren. Obwohl, ach, nee, so richtig sexy ist es auch nicht. Aber ich glaube, Fernwohnung ist ganz cool.
Wenn das funktioniert, m├╝sste Gastro auch funktionieren.
Gastro? Dann hast du Systemgastronomie und das verliert dann viel Charme. Nee, glaube ich ja nicht. Arztpraxen und sowas ist ja noch ganz hei├č. Das funktioniert wahrscheinlich auch.
Ein Lehrer hat uns geschrieben, dass er sich jetzt ein bisschen mit Venture-Capitalist und Business-Angels besch├Ąftigen darf, oder dass er seinen Sch├╝lern in der kaufm├Ąnnischen Schule erkl├Ąren darf, m├Âchte. Und dabei hat er eine Frage. Und zwar hat der Venture-Capitalist nach seiner Finanzierungsrunde irgendeine Art von Payout, also analog zu Zinsen oder Dividenden. Ich w├╝rde behaupten, nein, schreibt er, da ja die liquiden Mittel f├╝r das Wachstum des Unternehmens ben├Âtigt werden. Andererseits m├Âchte ich doch als Venture-Capitalist oder VC mich selbst auch in irgendeiner Form belohnen und nicht nur auf die hohen zuk├╝nftigen Bewertungen hoffen.
Was die ganz schlauen Venture-Capitalisten machen ist, die sagen, ich m├Âchte jedes Jahr 5% des Umsatzes zur├╝ckbekommen, bis mein Investment wieder drin ist. Das habe ich bei H├Âhle der L├Âwen gesehen. Das ist n├Ąmlich richtig schlau, weil die Firma dann weniger Umsatz macht. Das ist total bescheuert nat├╝rlich.
Ich glaube der Unterschied zwischen VC und Business-Angel ist doch, dass man als VC auch ein Gehalt bekommt.
Ja, also man muss unterscheiden, was man jetzt mit Venture-Capitalist meint. Die eigentlichen Venture-Capitalisten sind nat├╝rlich die GPs, die General Partners der Fonds, wo es wiederum Einleger gibt, also LPs, die Kapitalgeber, von denen in der Regel 95% plus des Kapitals aufgebracht wird. Was die machen ist Wagniskapital, aber sie geben nur das Geld in die Asset-Klasse. Wagniskapital w├╝rde man nicht als VC bezeichnen, sondern VC sind vor allem die, die das Geld verwalten, die Fonds. Da muss man unterscheiden. Die LPs, die Kapitalgeber, die Investoren in dem Fonds, die zahlen ├╝ber die ersten drei bis f├╝nf Jahre ihr zugesagtes Kapital nach und nach ein. In Fortschritt mit den Investitionen des Fonds. Je mehr Start-Up-Investitionen oder Wagniskapital-Investitionen der Fonds macht, desto mehr von dem zugesagten Kapital wird gecallt, wird beantragt. Und damit hat man die ersten drei bis f├╝nf Jahre Mittelabfl├╝sse als Investor. Und dann kann es ab Jahr drei, vier zu den ersten R├╝ckfl├╝ssen kommen, wenn fr├╝he Investments zuf├Ąllig verkauft werden, es vielleicht zu Liquidationen kommt oder zu IPOs. Die Mehrzahl der R├╝ckfl├╝sse ist eher so ab Jahr f├╝nf und am hinteren Ende. Dadurch kommt es zu dieser typischen sogenannten J-Curve, wo der Net Asset-Value des Fonds zwischenzeitlich vielleicht sogar negativ sein kann, wo sich erste Verluste, also Totalverluste, anheufen und sp├Ąter dann erst R├╝ckfl├╝sse passieren. Das f├╝hrt zu einer typischen Verteilung der Kapitalfl├╝sse. Am Anfang hohe Zufl├╝sse in den Fonds, was aber Abfl├╝sse f├╝r den Investor sind. Sp├Ątere Distribution des Fonds, also das Auszahlen von Exit-Erl├Âsen, was dann zu Kapitalzufl├╝ssen bei den Investoren f├╝hrt. Die VC-Sicht, also der General Partner im Fonds, der Fondsmanager, ist noch ein bisschen anders. Die finanzieren sich aus dreierlei Dingen. Einerseits die Managementgeb├╝hr, die in aller Regel so um die zwei Prozent liegt. Es gibt dann immer noch Sonderkonditionen, dass man ab einer gewissen Rendite eine h├Âhere Erfolgspr├Ąmie oder eine h├Âhere Managementgeb├╝hr bekommt. Das kann man gestalten, wie man will. Aber ganz stark vereinfacht hat man auf zwei Prozent Managementgeb├╝hr und 20 Prozent sogenannten Carry. Und dann eventuell ein Erl├Âse aus dem eigenen Anteil im Fonds, der aber in aller Regel einstellig ist. Das kommt aber durchaus hinzu. Wie gesagt, die Managementgeb├╝hr sind zwei Prozent pro Jahr. Also ├╝ber den gesamten Zeitraum des Fonds k├Ânnen das auch 20 Prozent des Fondsvolumen sein, wenn man davon ausgeht, dass das ├╝ber zehn Jahre l├Ąuft und das Geld investiert bliebe. Dann w├Ąre es hypothetisch der 20 Prozent vielleicht sogar. Dann eben der Carry. Carry ist, ich glaube, aus dem alten Venedig oder so kommt. Das ist quasi, was der Schiffskapit├Ąn bekommen hat, wenn er die Ware heile an den Bestimmungsort brachte. Das konnte er aufgrund des hohen Risikos irgendwie ein paar Prozent behalten. Und so ist es auch bei Venture-Fonds. R├╝ckfl├╝sse erhalten die VCs dann eben auch erst im Exit-Szenario oder eben aus der Managementgeb├╝hr. Also die f├Ąllt an, letztlich sobald Kapital committed ist. Teils seltener auch, wenn es gecallt ist erst, je nachdem. Auch das h├Ąngt von den Statuten des Fonds ab. Aber sobald quasi der Fonds aufgesetzt ist und am Beginn zu arbeiten hat man, also man braucht das Geld ja auch sofort, weil man einen Stab von VCs, Analysten, eventuell operativen Partnern und so weiter unterhalten muss. Das wird aus der Managementgeb├╝hr gezahlt. Ansonsten w├Ąre es untypisch, dass zwischenzeitlich irgendwelche Art von Dividenden oder R├╝ckfl├╝sse gezahlt werden aus dem Investment des Fonds. Also es gibt nur zwei, drei Arten von Erl├Âsen. Ein IPO, ein Trade-Sale, also Verkauf an ein anderes Unternehmen. Oder eine Liquidation, dass man minimal Geld zur├╝ckbekommt, weil die Firma ausgel├Âst ist. Oder dass sie fr├╝h erkannt hat, dass sie scheitert und dass Investoren Geld zur├╝ck gibt. Das sind die m├Âglichen R├╝ckfl├╝sse. Aber alle treten relativ sp├Ąt ein, w├╝rde ich sagen. Das hei├čt, man hofft auf den, man arbeitet gegen den sp├Ąten Carry und bekommt seine 2% Management-Provision. Jetzt muss man noch dazu sagen, dass es nat├╝rlich nicht so ist, dass man im Jahr 2000 den Fonds 1 auflegt und den bis 2010 noch ein bisschen weiter laufen l├Ąsst und dann den zweiten Fonds nach 10 Jahren aufsetzt. Sondern die decken sich quasi ├╝bereinander. Das hei├čt, ich raise vielleicht alle zwei oder drei Jahre einen Fonds und dadurch habe ich irgendwann im Durchschnitt 6-8% Managementgeb├╝hr im Jahr. Bei Tiger war die Fondsinvestitionsphase teilweise, ich glaube, der schnellste Fonds, der PIP 13, wenn ich mich nicht irre, ist glaube ich in neun Monaten ausinvestiert gewesen. Dann stackst du nat├╝rlich unheimlich viel Managementgeb├╝hr aufeinander, weil du im gleichen Jahr, also in einem Jahr bekommst du eventuell von bis zu 10 Fonds in dem Fall die Managementgeb├╝hren. Das hei├čt, du hast 20% des durchschnittlichen Fondsvolumens als Managementgeb├╝hr und am Ende nochmal den Carry oben drauf. Macht das Sinn? Genau. Also sie leben Tag ein Tag aus von der Managementgeb├╝hr und der Carry ist sozusagen das, was im Erfolgsverloben draufkommt. Und genauso ist es f├╝r die Anleger, die Investoren im Fonds, es ist eben ganz ├Ąhnlich, nur dass die nicht mal die Managementgeb├╝hr bekommen, sondern im Gegenteil, sie bezahlen die Managementgeb├╝hr und den Carry, wodurch es zum Unterschied von der sogenannten Netto- und Bruttorendite kommt, also nach Abzug der Fees ist es dann die Net-IRR, die Net-TVPI oder MOIC. Und deswegen ist die Rendite der Investoren eben noch ein bisschen kleiner als die Bruttorendite der Exits, wenn man so will, weil sie die Geb├╝hren frei abgezogen werden.
Wir bleiben bei Finanzierungsrunden. Ein Green-Tech-Startup aus dem Bereich Ladeinfrastruktur und Energiemanagement ist aktuell auf der Suche nach Investoren und m├Âchte eine Runde h├Âherer siebenstelliger Bereich abschlie├čen. Bis jetzt ist ein Business Angel und ein Privatinvestor investiert, also es gibt nicht wirklich ein Netzwerk zu anderen Agents oder VCs. Und sie fragen, wie sie Investoren ansprechen sollten. Also was sind deine Tipps und Tricks? Breite Ansprache oder gezielt? Muss man eine gewisse Anzahl von Leuten irgendwie jede Woche ansprechen? Wie schreibt man Investoren am besten an? Pers├Ânlich, called, emailed, ├╝berlinked in, Twitter oder TikTok? Wie bereitet man heutzutage eine Finanzierungsrunde vor?
Also ich w├╝rde vielleicht beginnen mit einer Lead-Liste. Man soll sich Dinge immer so visualisieren und sich ein klares Target machen. Das hei├čt, es gibt ja viele Listen inzwischen von europ├Ąischen VCs, die man sich runterladen kann. Da w├╝rde man dann sortieren, wer kommt eigentlich erstmal nach Stage in Frage. Also raise ich gerade eine Pre-Seed, eine Seed, eine Series A Runde, eine Series B Runde. Was wollen die raisen? Einen hohen siebenstelligen Betrag. Ich w├╝rde sagen, dann w├╝rde man so nach Series A Investoren oder Investoren, die eben in dem Bereich zahlenm├Ą├čig investiert haben, schauen. Gleichzeitig w├╝rde man die vielleicht nach Industrie segmentieren. Was war das Thema? Ladeinfrastruktur. Das hei├čt, ich w├╝rde vielleicht nach Green Tech, Impact, Energy, Mobility, Automotive nochmal filtern. Dann hast du eigentlich deine Target-List von Investoren. Dann kannst du noch eventuell abziehen, welche, die conflicted sind, also die gar nicht investieren d├╝rfen in den Bereich, weil sie in einen direkten Konkurrenten investiert sind. Aber das w├Ąre vielleicht die Lead-Liste, die TLA-Lead-Liste, die du wirklich gerne m├Âchtest, die gut passen. Du kannst dann eventuell noch da drin Tiers bauen. Also, dass gewisse Marken besonders renommiert sind bei den Fonds und andere vielleicht eher, wenn da jetzt der Corporate VC von irgendeinem Energieversorger drin ist, dann ist das vielleicht nicht deine Nummer 1 Wahl, sondern du m├Âchtest vielleicht lieber irgendeinen erfolgreichen Mobility-Investor. Und dann, was man idealerweise versucht, w├Ąre dann diese Liste mit dem Netzwerk an Angels, ich verstehe, dass das hier in dem Fall nicht so einfach ist, aber normalerweise versucht man dann diese Liste mit dem Netzwerk an Angels, Freunden, Bekannten, Mitarbeitern, Gr├╝ndern und so weiter zu schauen, wer hat eigentlich wo Beziehungen. Am besten du kennst jemanden direkt da vielleicht ├╝ber ein vorheriges Investment oder ├╝ber drei Ecken. Man schaut, was ist der k├╝rzeste Weg, jetzt mal stark vereinfacht gesagt, auf LinkedIn, um zu der entscheidenden Person zu kommen. Achso, es hilft nat├╝rlich auch noch den richtigen Partner oder die richtige Partnerin oder den richtigen Associate, m├Ąnnlich, weiblich in den Fonds zu identifizieren idealerweise, wenn man das hinbekommt. Das erh├Âht die Chance. Und dann schaut man eben, wie k├Ânnte man sich jetzt zu dieser Person eine Intro machen lassen im Freundeskreis. Jetzt verstehe ich, wenn ich den Post oder die Frage richtig verstehe, ist es so, dass das eben nicht der Fall ist, dass man ein besonders gutes Netzwerk hat. Das steigert schon mal nicht die Erfolgschancen. Was man dann eben machen kann, ist eine m├Âglichst personalisierte Ansprache auf LinkedIn per E-Mail zu machen. Die zeigt, dass man sich mit dem Fonds auseinandergesetzt hat. Klar sagt, dass man den Fonds versteht. Sagt, warum man glaubt, dass dieser VC vielleicht ein guter Match w├Ąre daf├╝r. Einen kurzen eing├Ąngigen Pitch, der erkl├Ąrt, warum das die richtige L├Âsung zur richtigen Zeit mit dem richtigen Team ist. Das w├Ąre dann der n├Ąchst bessere Versuch, weil man keine Intros bekommt, bef├╝rchte ich. Aber ich glaube, die meisten VCs w├╝rden sagen, dass 95% ihrer Deals nicht aus einem kalten Dealflow kommt oder so wild rumfragen oder jemand hat mal was geschickt. Man kann nat├╝rlich versuchen, dass andere auf einen aufmerksam werden, dass man ein bisschen PR macht. Man versucht in der Startup-Presse zu erscheinen, in der lokalen Presse. Viele VCs haben so Monitoring-Services, die ihnen helfen, sowas zu finden. Also, dass man die Firma auf LinkedIn anmeldet und dass da irgendwie Mitarbeiterwachstum zu sehen ist. Oder wie gesagt, Presse-Coverage k├Ânnte helfen. Irgendwelche Contests, Pitch-Contests. Das sind so die M├Âglichkeiten, die mir einfallen. Hast du noch einen geheimen Tipp? Vielleicht auch erstmal mit einem Unternehmer oder einer Unternehmerin aus dem Bereich sprechen, die gefundet worden sind, aber vielleicht selber nicht mehr in dem Markt sind. Also sagen wir mal, keine Ahnung, was dann Deutschland in den Exit gemacht hat. Es geht einfach um einen typischen Business-Angel, der vielleicht investieren w├╝rde und dessen Aufgabe dann konkret wird, ist auch nochmal Intros zu machen. Da treiben sich auch viele so zwielichtige Gestalten rum. Also wenn dann jemand sagt, ich kriege dann aber 15% der Firma, wenn ich euch zwei Investoren vorstelle. Vorsicht, die sollen auch Geld reinlegen und bekommen daf├╝r 1%.
15% ist zu wenig, 30% ist in Ordnung, oder?
Man kann nat├╝rlich sagen, dass wenn eine Runde bei einer gewissen Bewertung stattfindet, dann gibt man denen nochmal eine kleine Feindafi oder so. Aber selbst das, eigentlich profitieren die durch ihre fr├╝he Beteiligung. Also wenn man sie einfach auf eine g├╝nstigere Bewertung reinnimmt, profitieren sie selber schon davon. Also auf keinen Fall irgendwie mehr als 1-2% f├╝r solche Intros oder Netzwerkmenschen ausgeben. Aber prinzipiell, es gibt Leute, die das wirklich gut k├Ânnen und die sollten aber zun├Ąchst auch mal an das Produkt glauben und nicht quasi Solo Corporate Finance Berater sein. Das ist meine pers├Ânliche Meinung. Also da ist die Wahrscheinlichkeit, dass man wirklich guten Support findet, auf jeden Fall eher niedriger. Hast du noch einen Geheimtipp?
Also sie machen ja Energie. Mein Versuch, also wenn ich jetzt der oder einer von den Gr├╝ndern w├Ąre und jetzt eine Runde mache, machen muss und ich schon ein bisschen was auf die Beine gestellt h├Ątte, w├╝rde ich jetzt versuchen bei Energiezone reinzukommen. Also ich w├╝rde schon viel machen, um vor allem in der jetzigen Zeit irgendwie Content zu produzieren, dass Leute darauf aufmerksam werden, merken, wie man so tickt.
Gl├╝ck ist der Sprichwort, den man in allem einen Nagel sieht und die Antwort ist Podcast. Also es ist zumindest ein zus├Ątzlicher Weg PR zu schaffen. Finde ich gut. Es ist eine gute Idee. Ich muss den Joke trotzdem machen, aber es ist keine schlechte Idee. Also prinzipiell dich zu vernetzen, eventuell auf Events zu gehen in der Industrie oder im Venture Capital Bereich und so weiter.
Und hast du nicht auch mal erz├Ąhlt, dass du immer schaust, wer so in deinen Kommentaren irgendwelche schlauen Kommentare hinterl├Ąsst und vielleicht sollte man das erst machen, bevor man dann die Anfrage stellt und sagt, hey, ich w├╝rde gerne mein Netzwerk erweitern und w├╝rde dich gerne hinzuf├╝gen.
So ein Friendly Stalker werden von den VCs? Genau. Und dann aber nicht die Idee reinschreiben, sondern du musst dann schreiben so X-Stripe building something in stealth mode. Das macht die VCs hei├č. Du schreibst Building the next charging solution, findet keiner spannend. So X-Stripe building something in stealth mode. Team 20 plus.
Und ohne zu wissen, was es ist und welche Firma, glaubst du es ist m├Âglich 7-stellig, mittel 7-stellig zu raisen auf so einem Thema?
Es ist nicht einfach, glaube ich. Kommt ein bisschen darauf an, wer die Vorinvestoren sind. Aber Green Tech ist, wenn du dir die Daten anschaust, ist Green Tech eine der Industrien, die weitergefundet wird, relativ stark. Also ich will nicht zu sehr entmutigen.
Ja, also ich glaube, es ist schwierig. Also es gibt ja so ein paar Modelle, die irgendwie Privathaush├Ąlte machen und so und Firmen und alles. Aber so die, du konkurrierst ja gegen die St├Ądte, gegen Tesla.
Von St├Ądten musst du keine Angst haben. Wie wahrscheinlich ist die, dass die ein vern├╝nftiges Laden Netzwerk bauen?
Ja, aber ein Stadtwerk sollte man auch nicht untersch├Ątzen, dass die den Zugang haben oder vor allem irgendwas verhindern, dass das nicht gemacht wird.
Geiler Satz. Die Stadtwerke sollte man nicht untersch├Ątzen. Finde ich gut.
Und was ich immer noch nicht verstehe, ist, warum McDonalds da nicht mega reingeht. Also eigentlich m├╝sste doch jede McDonalds sofort vier von diesen Ladestationen haben.
Ja, w├Ąre voll schlau. Finde ich gut. Zus├Ątzliche Einnahme und mehr Frequenz. Das Problem ist, glaube ich, dass der typische McDonalds Kunde eher einen F-155 f├Ąhrt und noch nicht so 100 Prozent auf E. Schlimme Vorurteile und Pauschalierung nat├╝rlich. Apropos Green Tech. Lass uns doch mal zu unserem Green Tech aus Schweden kommen und zwar Spotify.
Ich sehe plus 7 Prozent. Du sagst, das Werbemarkt geht nicht ab. Irgendwo muss die Musik doch spielen.
Plus 7 Prozent gegen einen sehr schwachen Markt heute. Also es sind eigentlich plus 10, 12 Prozent, wenn man so will, weil der Markt wirklich stark abkackt auch. Spotify hat seine Schrumpfbank Umsatz, muss man erstmal sagen. Gegen├╝ber dem Vorjahr steigt der Umsatz noch um 14,3 Prozent. Achso, das ist nat├╝rlich die Szenarit├Ąt, weil das Q4 beeintr├Ąchtigt von den Werbeeinnahmen immer relativ stark ist. Im Vorjahr waren es 2,66 Milliarden, jetzt sind es 3,04 Milliarden. Im Vorquartal waren es noch 3,16 Milliarden, das war das Weihnachtsquartal. Von daher kann man da absehen. Aber sp├Ątestens, wenn man dann auf die Premium-Subscriber-Ums├Ątze schaut, auch da kommt es zu einem Quartals-zu-Quartal-minimalen Abfall. Und das l├Ąsst sich nicht mit Werbeums├Ątzen beschreiben, sondern von 2,717 Milliarden geht es runter auf 2,713. Genau genommen kann man sagen, es bleibt gleich ganz kleine Tendenz. Also was sind das? 4 Millionen verliert man an Ums├Ątzen mit Premium-Subscribern. Das ist immer noch 14 Prozent h├Âher als im Vorjahr, muss man auch sagen. Nur Quartal-zu-Quartal sieht es ein bisschen schwach aus. Ad-Supported geht runter von 450 im Q4 auf 330, aber auch das ist nat├╝rlich saisonal beeintr├Ąchtigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind es noch 17 Prozent mehr. Da w├Ąre es dann von 282 Millionen auf 329 Millionen. Also man w├Ąchst beim Revenue insgesamt zu 14,3 Prozent. Ein bisschen schw├Ącher als im Vorquartal, aber deutlich besser als im Vorjahr noch. Wobei sich das Wachstum eben auch verlangsamt. Gut ist, dass die Cost of Revenues auch genau auf 14,4 Prozent zu liegen, was nat├╝rlich haupts├Ąchlich daran liegt, dass man einfach immer 30 Prozent direkt abdr├╝ckt an die Rechteinhaber im Schnitt ganz grob. Damit ergibt sich eine Rohmarge von 25,2 Prozent, die im Vorjahr auch 1 und 1 genauso hoch war. Die operativen Kosten allerdings steigen um 36 Prozent und dadurch rutscht man jetzt tiefer in die roten Zahlen beim operativen Ergebnis. Im Vorquartal hat man fast noch eine ausgeglichene Null gehabt. Jetzt macht man 157 Millionen Verlust, also rutscht man ein bisschen tiefer in die roten Zahlen.
Kannst du da sehen, was das Event letzte Woche gekostet hat oder wird das noch dieses Quartal bezahlt?
Das wird im Q2 nat├╝rlich bezahlt. Operativer Cashflow ist noch positiv, kann man sagen. Das hei├čt, es sind vor allem die Stock-Base-Compensation, die das Ergebnis in die roten Zahlen treibt. Free Cashflow, operativer Cashflow, beides positiv. Und dann, was nat├╝rlich aber noch wichtig ist, sind die h├Âheren Zahlen. Und zwar kannst du aus dem Kopf sch├Ątzen, wie viel h├Âher Spotify hat?
300 Millionen.
515. Sind um 22 Prozent gestiegen. Das ist tats├Ąchlich eine Beschleunigung. Also vor einem Jahr waren es 18,5 Prozent Wachstum, dann mal hoch auf 20, jetzt sind es 22 Prozent. Also es ist wirklich eine Beschleunigung beim h├Âheren Wachstum. Die bezahlten Premium-Subscriber, die wachsen nur mit 15,4 Prozent, was auch schon gut ist. Die Ad-Supported-Mouse, also die werbefinanzierten Free Subscriptions, das macht keinen Sinn, also die freien Accounts, wachsen mit 26 Prozent. Das ist vor allen Dingen, was die Investoren oder Analysten positiv ├╝berrascht hat, dass weiterhin sehr hoher Wachstum von Monthly Active-Usern im Premium-Segment nur 5 Millionen neue Nutzer, aber im nicht bezahlten immerhin 21 Millionen. Das kann sich sehen lassen.
Anfang des Jahres hat Daniel Eck, CEO von Spotify, gesagt, hier Next-Era-Efficiency. Siehst du das in den Zahlen schon?
Ne, das kann man nicht sehen, weil die R&D-Ausgaben, also Forschung und Entwicklung, um 74 Prozent gestiegen sind gegen├╝ber dem Vorjahr, w├Ąhrend der Umsatz nur um 14 Prozent gekletscht ist. Wie gesagt, das kann ich da noch nicht erkennen. Also die General Admin steigen nur um 7 Prozent, da sieht man was. Und Marketing und Sales ist im Vergleich zum Q4 auch niedriger. Das geht langsam in die richtige Richtung, aber insbesondere die Forschung und Entwicklungsausgaben sind noch sehr, sehr hoch. Was man schon aber sieht, ist, dass der Headcount insgesamt in der Company runtergeht. Spotify hatte seinen absoluten H├Âhepunkt bei den FTEs, den Angestellten, mit 10.150 zum 31. Dezember des letzten Jahres. Und jetzt sind es zum 31. M├Ąrz nur noch 9.600, also rund 500 Leute, 5 Prozent weniger als zum Jahreswechsel. Das hei├čt, da sieht es so aus, als wenn man langsam vorsichtiger Leute gehen l├Ąsst. 5 Prozent sollte ungef├Ąhr das Natural Turnover sein, also Leute, die freiwillig k├╝ndigen. Zuletzt ist der Gross Profit pro Mitarbeiter auch wirklich brutal runter. Der war mal vor drei Jahren bei 425.000 Dollar im Jahr und ist runter auf 305.000 vor zwei Quartalen. Jetzt k├Ânnte er langsam wieder steigen. Also ja, man sieht Anzeichen, dass man weniger Leute jetzt besch├Ąftigt, aber die Ausgaben f├╝r Forschung und Entwicklung steigen noch relativ stark gegen├╝ber dem Vorjahr, k├Ânnten sich jetzt aber auch Quartal zu Quartal ein bisschen verlangsamen.
Was bedeutet, deine Aussicht ist eher neutral bis negativ?
1,7 Dollar zum H├Âhepunkt. Das hei├čt, wenn der Werbemarkt sich stabilisiert, k├Ânnten da schnell nochmal 100 Millionen mehr rauspurzeln, w├╝rde ich sagen. Sekunde 150 sogar. Einfach, wenn sich die Werbepreise wieder verbessern und die Nachfrage. Daniel Eck hat auch in Aussicht gestellt, dass man ├╝ber Preiserh├Âhungen nachdenkt, wenn der richtige Moment daf├╝r k├Ąme. Das traut man sich im Moment vielleicht noch nicht, obwohl ich glaube, es nicht viel Konkurrenz gibt f├╝r Spotify. Aber das w├Ąre nat├╝rlich eine zus├Ątzliche M├Âglichkeit, nochmal schnell 8 bis 10 Prozent mehr Umsatz zu machen ├╝ber Preiserh├Âhungen, was dann aber immer ein Einmaleffekt ist. Aber signifikant w├Ąre gut f├╝r die Branche, weil die 70 Prozent davon sofort bek├Ąmen. Das w├Ąren 300 Millionen mehr, also wenn ich jetzt bei 10 Prozent bleibe, w├Ąren es 300 Millionen mehr im Quartal, 1,2 Milliarden mehr im Jahr, das w├Ąren 900 Millionen mehr f├╝r die Musikindustrie. Auch nicht so schlecht.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Keine spezifischen Kauf- und Anlageempfehlungen. Keine Anlageberatung, keine Rechtsberatung, keine Steuerberatung und auch keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Die Verantwortung f├╝r solche Trades liegt bei euch. Philip und Philipp haften nicht vor eure Verluste. Philipp und Philipp und Philipp k├Ânnen die Risikodisposition der H├ÂrerInnen nicht einsch├Ątzen. Ihr entscheidet selber, was ihr kauft und tragt daf├╝r auch die Verantwortung. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash disclaimer nachlesen. Dann lass uns Live-Earnings machen. Mit was fangen wir an? Microsoft oder Alphabet? Ich bin f├╝r Alphabet, weil du bei Microsoft wahrscheinlich noch mehr Spa├č drin hast.
Dann fangen wir an mit Alphabet, eben als Google. Also zur Intro, wir kennen jetzt sozusagen den Press Release und die neuen Zahlen. Wir haben aber die Ergebniskonferenz logischerweise noch nicht h├Âren k├Ânnen. So lange bleiben wir dann in unserem Alter doch nicht mehr auf. Alphabet hat seine Ums├Ątze erneut ein klein wenig steigern k├Ânnen um 2,6% Kontext. Im Vorjahr konnte man noch 23% plus machen im Vergleich zu dessen Vorjahr. Das ist dann runtergegangen auf 13%, 6% und 1% am lokalen Minimum. Und jetzt geht es ein klein bisschen h├Âher auf 2,6% Wachstum und auf rund 70 Milliarden Umsatz im Q1. Das Q1 ist historisch das schw├Ąchste Quartal. Q4 das st├Ąrkste wegen des Weihnachtsgesch├Ąfts logischerweise. Also es ist ein kleines Wachstum, aber es ist ein Wachstum. Das Search-Gesch├Ąft wiederum, das Gesch├Ąft mit der Suche, w├Ąchst mit 2%. Das ist im Vorquartal sogar geschrumpft um 1,6%. Das hei├čt hier jetzt der Umschwung auf ein kleines Wachstum wieder von einem zuvor schrumpfenden Gesch├Ąft. Man liegt nat├╝rlich unter dem Weihnachtsquartal, dem Vorquartal, aber knapp ├╝ber dem Vergleichsquartal des letzten Jahres. YouTube schrumpft weiterhin das dritte Quartal in Folge. Vor einem Jahr ist YouTube noch um 14,5% gewachsen. Jetzt dann nochmal 5%, dann aber 2% geschrumpft, 8% geschrumpft und jetzt schrumpft es wieder 3% das dritte Mal in Folge. Negatives Wachstum, man ist unter dem Niveau des Vorjahres bei YouTube. Das liegt nat├╝rlich einerseits an den sinkenden Werbepreisen, aber auch an weniger Engagement auf der Plattform k├Ânnte ich mir vorstellen. Das was ├╝berhaupt noch Wachstum generiert im signifikanten Ma├če bei Google ist?
Cloud.
Gl├╝ck erschl├Ąft schon. Genau, die Google Cloud Plattform mit 28% Wachstum. Das ist ein klein bisschen weniger als im Vorquartal, da waren es noch 32%, vor einem Jahr waren es sogar noch 44% Wachstum. Aber 28% ist wahrscheinlich besser als man gedacht hat. Ich w├╝rde vermuten, die Zahlen ├╝berraschen leicht positiv. Aktie 2-5% im Plus. Was siehst du?
Fast 4% im Plus.
Das passt. Also ich w├╝rde sagen, dass man froh ist, dass es nicht schneller abw├Ąrts geht. Dass man leicht w├Ąchst ist wahrscheinlich auch eine positive ├ťberraschung, also ein Earningspeed. Soweit so gut. 28% ist ein gutes Cloud Plattform und was besonders ist, wenn ich das richtig gesehen habe, Google macht erstmals Gewinn mit der Cloud. Also die operative Marge, man hat 190 Millionen Plus gemacht bei 2,5 Milliarden Umsatz. Letztes Jahr noch im Q1 minus 16% operative Marge, ein Sechstel der Ums├Ątze verloren. Jetzt sind wir 2,6% im Plus bei der Marge, das hei├čt Break-Even im Q1 bei der Google Cloud. Obwohl man als der Value for Money F├╝hrer gilt, sehr g├╝nstig anbietet. Das hilft sicherlich. Schauen wir mal an auf die sonstigen Kosten. Die Cost of Revenue steigen nur mit 3,4%, also ungef├Ąhr so wie der Umsatz steigt. R&D 26% ├╝ber dem Vorjahr, Marketing 12% ├╝ber dem Vorjahr, Gemeinkosten auch 11% ├╝ber dem Vorjahr, Gesamt OPEX 19% ├╝ber dem Vorjahr, also schmilzt der Gewinn noch weiterhin dahin. Nochmal 8% weniger Net Income als im Vorjahr, aber man macht 15 Milliarden Gewinn, also wir haben auf sehr hohem Niveau. Das hat hier niemanden gest├Ârt, es ist viel wichtiger, dass man wieder ein klein bisschen w├Ąchst und dass die Cloud gesund w├Ąchst und profitabel ist. Was spannend ist, ist dass die Traffic Acquisition Cost runtergegangen sind. Die sind ja normalerweise so rund 30% des Suchumsatzes, sind es das erste Mal nur 29%. Das ist keine gro├če Abweichung, aber entweder hat Google tats├Ąchlich mit ein paar Partnern nachverhandelt oder es gibt erste Partner, die sich gegen Google entschieden haben, aber man hat es irgendwie geschafft, den Revenue Share mit den Traffic Acquisition Partnern positiv zu beeinflussen. Das kann alles m├Âgliche sein, es k├Ânnen Handyhersteller sein, also Hardware OEMs. Es kann sein, dass man irgendwo weniger mit Publishern oder YouTube Creatern teilt. In jedem Fall sind die Traffic Acquisition Cost 2% niedriger, obwohl der Umsatz 2% h├Âher ist. Ich wei├č nicht, wo man da die Effizienz rausgeholt hat. Die Personalbasis steigt immer noch um 16% gegen├╝ber dem Vorjahr und liegt sogar etwas ├╝ber dem Q4. Google hat es noch nicht geschafft, netto Personal freizusetzen bis zum 31.3. Sie wollten sich von 6% der Mitarbeiter trennen. Ich denke, es liegt daran, dass man sie in Europa nicht schnell genug loswird, dass man auch im Q1 noch eventuell Hires hatte, die jetzt erst nach und nach gehen. Also die Effizienzma├čnahmen setzen sich noch nicht schnell genug durch. Da sollten weitere Kosteneffekte jetzt noch in den n├Ąchsten Quartalen kommen, w├╝rde ich denken. Dass da die Kosten vielleicht nicht runtergehen, aber langsamer wachsen. Im Moment, wie gesagt, noch 19% ├╝ber dem Vorjahr die Kosten. Da muss man sicherlich, wenn man nur 2% Wachstum hat, ein bisschen noch anpassen bei den Kosten. Ich w├╝rde sagen, so weit, so gut. Nicht sch├Ân ist sicherlich das dritte negative Quartal in Folge bei YouTube, aber das sieht auch so ein bisschen aus, als w├Ąre man da durch die Talsohle durch. Da k├Ânnte es jetzt auch bald wieder zum positiven Wachstum switchen. Cloud w├╝rde ich als sehr positiv einordnen. 7,5 Milliarden Cloud Umsatz, was das hei├čt, Runrate 30 Milliarden im Jahr. Das ist schon ein ganz ordentliches Cloud-Gesch├Ąft und wie gesagt, ab jetzt liefert das auch Deckungsbeitr├Ąge.
Und bei beiden Firmen ist ja Open AI jetzt das gr├Â├čte Thema gewesen in den letzten Monaten. Sieht man da schon irgendwas? Also k├Ânnte man sagen, die Leute suchen weniger bei Google oder geben deswegen weniger Geld aus oder irgendwas? Oder ist das einfach nur PR und man sieht es in den Zahlen eigentlich gar nicht?
Das w├╝rde mich sehr wundern, wenn das schon Auswirkungen auf Suchverhalten hat. Ehrlich gesagt, also marginal vielleicht, das w├╝rde dann einfach den Search Umsatz, der geht ja von minus 1,6 auf plus 1,9% Wachstum fast wieder ein bisschen hoch. Die Zahl der Suchen gibt Google, also man k├Ânnte sagen, die Suchintensit├Ąt kann man an der Zahl der Suchen messen. Die gibt Google aber seit fast einem Jahrzehnt glaube ich nicht mehr an. Ich vermute seit dem Tag, wo es eventuell netto weniger Suchen gab.
Also wie mit den Doppelg├Ąnger-Download-Zahlen.
Ja genau. Ich w├╝rde vermuten, dass das noch keine signifikanten Auswirkungen hat.
Auf YouTube k├Ânnte es doch Auswirkungen haben, vor allem. Also wenn man so ein How-To, wenn man fragt OpenAI nach irgendwie, wie man irgendwas repariert oder irgendwas kocht oder so, anstatt sich ein How-To-Video auf YouTube anzuschauen.
Ist das so? Ich behaupte nein. Ich finde nicht, AI ist overhyped, aber die tagt├Ągliche Anwendung von JGBT ist noch sehr ungleichm├Ą├čig verteiltes Wissen, glaube ich. Mich w├╝rde es ├╝berraschen. Ich glaube, das wird erstmal sehr graduell passieren. Von daher, ich w├╝rde vermuten, es hat noch keinen Impact.
Dann lass uns zu Microsoft gehen.
Microsoft. Der Umsatz w├Ąchst nochmal um 7 Prozent. Das ist auch schneller als im Vorquartal. Da waren es nur 2 Prozent. Das war der Tiefpunkt. Jetzt wieder 7 Prozent Wachstum auf fast 53 Milliarden, also ├╝ber 200 Milliarden Jahresumsatz. US-Dollar, also Beschleunigung des Wachstums wieder getrieben, nicht vom Produktumsatz. Der Produktumsatz schrumpft um 10 Prozent. Also alles, was man verpackt aus einer Box kauft von Microsoft. Aber das Service und weiteres Revenue, das w├Ąchst umso schneller mit rund 20 Prozent, sodass das Gesamtwachstum dann positive 7 Prozent sind. Die Kosten steigen auch um genau 7 Prozent. Das hei├čt, das Ergebnis bleibt ├╝berwiegend ├Ąhnlich. Das operative Ergebnis verbessert sich sogar. Unter anderem, weil sich die Rohmarge auf 69,5 Prozent, was echt schon gut ist, verbessert. Die operative Marge ist nochmal 1 Prozent ├╝ber dem Vorjahr bei 42,3 Prozent. Microsoft bekommt seine Kosten sehr gut gemanagt im Gleichschritt mit den Ums├Ątzen. Auch die Profitabilit├Ąt, also Netto-Marge nach allen anderen Kosten rund 35 Prozent, auch besser als im Vorjahr. Zudem gibt es 4 Prozent weniger Aktien. Noch ein kurzer Nachtrag zu Google Alphabet. Die haben inzwischen gegen├╝ber dem Vorjahr 4 Prozent Aktien weggekauft und sich weitere Share-Buyback-Programme genehmigen lassen im Wert von 70 Milliarden. Und f├╝hren so ihren ├ťberschuss-Cashflow an die Aktion├Ąre zur├╝ck. Bei Microsoft ist es nur 1 Prozent. Aber das sind 1 Prozent von 2 Trillionen. Also 1 Prozent negative Verbesserungen kosten Microsoft auch schon 20 Milliarden, wenn sie 1 Prozent der Aktien zur├╝ckkaufen w├╝rden. Gute Zahlen. Wir gehen mal in die Segmente rein. Ich w├╝rde auch vermuten, bei Microsoft eine positive Reaktion. Die Unternehmen sind so gro├č, dass da jetzt keine riesige Schwankung gibt. Aber ich glaube 5 Prozent habe ich eben gesehen. Ist das immer noch so?
Ja, also fast 5 Prozent.
Also es sind gute Zahlen. Wie gesagt, Umsatz zieht wieder an, Kosten gut im Griff, Profitabilit├Ąt verbessert sich sogar gegen├╝ber dem Vorjahr. Kann man nicht meckern. Die Productivity in Business-Sparte w├Ąchst mit 11 Prozent, die Intelligent Cloud mit 16 Prozent, Personal Computing mit minus 9 Prozent. Das liegt daran, haupts├Ąchlich Hardware. Da kommen wir gleich nochmal drauf. Dann noch die feineren Segmente. Das Cloud Revenue ist 22 Prozent gewachsen, Office 13 Prozent im Plus, wieder zieht alles wieder an, Office 365 14 Prozent im Plus, Consumer Office gleich bleiben ungef├Ąhr, LinkedIn immerhin noch 8 Prozent im Plus. Vorquartal war noch 10, also der Werbemarkt da bleibt weiter angespannt. Dynamics 17 und 25 Prozent im Plus. Azure 27 Prozent im Plus. Das ist ungef├Ąhr auch 4 Punkte Verlangsamung wie bei Google. Google f├Ąllt ja von 32 auf 28, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Beim Cloud, Azure f├Ąllt von 31 Prozent, wachsen auf 27. Auch im Rahmen, w├╝rde ich einfach sagen, Windows OEM, also Neuinstallation von Windows mit verkauften Computern, minus 28 Prozent. Also da sieht man, dass diese Menschen, die sich alle w├Ąhrend Corona neue Computer gekauft haben, das f├╝hrt jetzt zu so einem Lack oder Kater, wo deutlich weniger Produkte gekauft werden. Windows Commercial geht komischerweise wieder hoch um 14 Prozent, da werden viele neue Lizenzen verkauft. Xbox plus 3 Prozent, sieht langsam wieder an. Search and Use Advertising steigt um 10 Prozent und Devices, also die Surface Serie haupts├Ąchlich, minus 30 Prozent. Das war im Vorquartal aber auch noch schlechter. Also verbessert sich auch alles. Marginal w├╝rde ich sagen, Cloud sehr stabil. Microsoft sagt uns leider nicht, ob Cloud Deckungsbeitr├Ąge liefert oder nicht. Also man kriegt immer die prozentuale Ver├Ąnderung der Segmente, aber nicht die absolute H├Âhe oder gar den operativen Gewinn. Das Einzige, was man sieht, ist, dass eben insgesamt die Rohmarge 70 Prozent ist und die operative Marge 42 Prozent. Ich w├╝rde fast sagen, das lie├če sich nicht bewerkstelligen, wenn die Cloud noch negativ ist. So geil sind die anderen Segmente dann doch nicht. Also mit Hardware, das ganze Xbox und so weiter, Segment macht man sicher nicht hoch zweistellige Margen. Von daher glaube ich, dass auch die Server und Cloud Produkte profitabel sein werden inzwischen. Gute Zahlen von beiden, w├╝rde ich sagen. Optimistischer Einstieg in die Tech-Saison. Muss man jetzt schauen, ob die kleineren Cloud-Titel, ob da tats├Ąchlich dann auch schon das Tal zu sehen ist. Hier sieht es jetzt erstmal so aus, als wenn es ein erstes Tal g├Ąbe und das Wachstum wieder ein bisschen Schwung bekommt, in kleinen Schritten, aber in der richtigen Richtung. Dann bin ich gespannt.
Wirst du jetzt so ein Chart-Techniker oder wie?
Achso, wegen des Tals? Ne, aber man sucht nat├╝rlich nach so Drehpunkten, wo sich Trends umkehren. Und wie gesagt, bei Google ging es zwischendurch bis ins negative Wachstum oder Schrumpfung. Das scheint jetzt erstmal umgekehrt zu sein. Mit einer Riesenrezession oder so kann sich das auch nochmal ├Ąndern, aber so Flackern oder Volatilit├Ąt in Ergebnissen sieht man eher selten. Also da gibt es schon Trends. Auch ohne Chart-Techniker zu sein, kann man da zumindest in Trends glauben.
Im Laufe der Woche haben wir ja noch Meta, Amazon, Snap, Cloudflare und Pinterest. Magst du irgendeine Prediction abgeben? Bist du bei irgendeiner Aktie sehr positiv oder sehr negativ?
Ich glaube, Meta wird ziemliches Durcheinander. Ich habe heute im Podcast, achso, wer das jetzt alles durchgeh├Ârt hat und immer noch nicht genug hat, kann sich noch die aktuelle Folge von Defner und Schepitz anh├Âren, wo ich zu Gast sein durfte. Es lohnt sich bis zum Ende zu h├Âren, w├╝rde ich sagen. Wird sich Meta jetzt in AI umbenennen oder das K├╝rzel ist ja aber schon weg wegen C3 AI? Also ich glaube, Meta ist schon, die haben jetzt ein Viertel des Personals rausgeschmissen, scheinensernst zu meinen. Es ist ein bisschen schwer zu erkennen, was jetzt die wirkliche Theorie ist. Also macht man jetzt im Hinterhof irgendwo noch Metaverse oder macht man voll AI oder geht man voll auf Profitabilit├Ąt? Das ist jetzt ein bisschen schwer. Das was vorher unerl├Ąsslich schien als Strategie des Metaverse, scheint jetzt doch expandable zu sein. Ich finde es schwer zu beurteilen. Also die Kostenma├čnahmen werden alle erst sehr verz├Âgert, glaube ich, wirksam werden durch die arbeitsrechtlichen Probleme in Europa. Dadurch, dass es wird zu hohen Sonderzahlungen kommen, die das Ergebnis jetzt noch mal belasten, die aber einmal Effekte sind. Also da muss man dann sehr gut zwischen Cashflow, Gap-Ergebnis und adjustierten EBITDA eventuell unterscheiden. Cloudfair war spannend zu sehen, ob da eventuell Wachstum wieder anzieht. Ich w├╝rde vermuten nicht, aber es w├Ąre nat├╝rlich spannend. Ich glaube eher nicht, aber ich glaube bei den SaaS-Stocks ist noch nicht die Tarsule erreicht. Bei Microsoft gab es noch eine ganz spannende News und zwar wollen sie Teams und Office anbundeln. Ich w├╝rde relativ klar sagen, dass das Bundling oder Predatory Pricing oder Dumping oder wie auch immer man das nennen will, wenn man ein Produkt, was eine andere Company anbietet, n├Ąmlich Zoom oder Slack einfach kostenlos in sein Produkt einbaut, also Teams bei Office. Das macht den Markt kaputt, schmei├čt eventuell die Konkurrenz aus dem Markt und die Angst ist, dass am Ende die Preise f├╝r Konsumenten steigen. Deswegen wird das normalerweise unterbunden. Jetzt kommt Microsoft an den Wettbewerbsbeh├Ârden, die das offenbar jetzt erst gemerkt haben zuvor und scheint Teams und Office freiwillig zu anbundeln. Das hei├čt man m├╝sste dann f├╝r die Teams-Lizenz selber zahlen. Inzwischen ist das nat├╝rlich in Unternehmen aber so etabliert, dass man jetzt nicht nochmal auf eine andere L├Âsung umsteigen will. Das hei├čt man hat das lang genug durchgezogen, um das zum Brauch zu machen bei Unternehmen und die Konkurrenz Zoom und Slack im Wachstum deutlich zu behindern, w├╝rde ich behaupten. Und jetzt sagt man, na gut, jetzt kann man es auch auseinandernehmen. Genau. Das ist noch erw├Ąhnenswert. Ansonsten geht die Fintech-Schlachterei weiter. Nach Stripe wurde jetzt von Investoren abgewertet. Zuletzt 33 Milliarden Bewertung, jetzt 15 Milliarden weniger. Da zeigt sich die Qualit├Ąt von Investoren, aber die Charakteristika verschiedener Investoren. VC's haben in der Regel keine hohe Veranlagung, ihre eigenen Investitionen runterzuschreiben und schlecht zu rechnen, indem man Markt-to-Market macht und sie den Marktpreis anpasst. Wenn man einen gro├čen Crossover oder Private Equity Fund als Investor hat, dann kann das sein, oder jemand seine Anteile auf den Markt wirft, wie bei N26 geschehen, dann kann es eben zu so ungewollten Offenbarungen des tats├Ąchlichen Marktpreises kommen, weil Leute das proaktiv abschreiben, verkaufen wollen und so ein Marktpreis gefunden wird, den man ansonsten versucht durch diese strukturierten Runden Liquidation Preferences und so weiter, m├Âglichst lange zu verschleiern.
Da bin ich gespannt, wie die Stimmung auf der Finance Forward sein wird, wenn die Fintechs immer ein bisschen drauf gehen. Die letzte gro├če Party.
Die ist ausverkauft, die Finance Forward. Es gibt keine DG30 Tickets mehr.
Die sind ausverkauft, aber falls ihr trotzdem uns noch sehen wollt, ein ganz kleines Kontingent gibt es f├╝r Doppelg├Ąnger und Friends noch. Die Party ist jetzt voll, da sind alle Einladungen und Absagen raus. Das Thema ist somit abgehakt, aber f├╝r Finance Forward machen wir so eine kleine...
Party auf harte T├╝r. Nicht versuchen, nicht battlen, nicht Last Minute schreiben. Auch... Bei uns ist es wie Berghain, niemand kommt rein.
Ja, oben steht Peace drauf und keiner kommt rein, wenn er nicht auf der Liste ist. Sonst, genau, schaut mal bei doppelg├Ąnger.io. Da k├Ânntet ihr euch noch eintragen f├╝r Montag 18 Uhr. Da schicken wir auch noch die Einladungen raus. Das passiert wahrscheinlich n├Ąchste Woche irgendwann. Und sonst, gegen mich Pickleball spielen, dich auf der B├╝hne sehen. Wei├čt du jetzt wann du dran bist?
Kann man der aktuellen Timetable entnehmen, w├╝rde ich annehmen.
Ich habe gesehen, du bist zweimal dran und du bist noch als Old markiert?
Viermal, insgesamt. Ich bin nicht mehr als Old markiert. Ich wei├č nicht, wie das gekommen ist, aber ich bin jetzt nur noch Philipp Kl├Âckner und nicht mehr Philipp Kl├Âckner in Klammern Old.
Also, habt einen sch├Ânen Mittwoch. Wir h├Âren uns Samstag. Bleibt gesund. Bis dann. Peace.
Tsch├╝ss.