Doppelg├Ąnger Folge #248 vom 12. Mai 2023

­čĺí Das Zeitalter der Effizienz | AI Cheat Sheet | OMR23 Recap | Neue Twitter CEO | Earnings: Palantir, AirBnb, About You, Twilio, Affirm, Upstart, Robinhood, Beyond Meat

Heute reden wir ├╝ber die Highlights der OMR - wie die State Of The German Internet Keynote und den Talk von Luisa Neubauer. Vorher gibt es Earnings von: Palantir, Twilio, Affirm, Upstart, RobinHood und BeyondMeat. Im Anschluss h├Ârt ihr den Live Podcast von der OMR: Wie viel organischer Reichweite ging der OMR verloren dank ├╝berlastetem Handy Netz und fehlendem WLAN? Wie war Pips Talk zum Zeitalter der Effizienz? Nach der Aufnahme verk├╝ndet Elon, dass Twitter eine neue CEO hat.


Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) OMR23 recap

(00:23:00) Palantir

(00:27:45) AirBnb

(00:38:20) Twilio

(00:40:00) Affirm

(00:48:00) Upstart

(00:51:30) Robinhood

(00:58:30) Beyond Meat 

(01:00:30) About You

(01:12:00) Live Podcast OMR


Shownotes:

Pips Slides: https://www.doppelgaenger.io/info/besten-tools/ai-cheat-sheet/

Philipps erfolgreichster LinkedIn Post https://www.linkedin.com/posts/philippgloeckler_omr24-omr23-activity-7061982823527669760-oAg_

Neue Twitter CEO https://twitter.com/elonmusk/status/1657050349608501249?s

Linda Yaccarino https://www.linkedin.com/in/lindayaccarino/



Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Ich nehme keine Drogen, ich mag nur den Geruch von Koks, Blut tropft auf den Boden, nachts am Busbahnhof. Mit dem Song von Hafti und Paula Hartmann habe ich mich heute auf die Folge vorbereitet. Folge 248 vom Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast. Ihr h├Ârt jetzt erst unser sch├Ânes Gespr├Ąch, aufgenommen am Freitagvormittag und danach 45 Minuten Live Podcast, den wir am Mittwochnachmittag aufgenommen haben. Wir lassen die Woche ein bisschen Revue passieren und du hast eine ganze Menge Earnings mitgebracht und die angeguckt.
Bist du jetzt ein bisschen der deutsche Ben Horowitz mit deinen Rap Zitaten in jeder Folge?
Ja, ich habe mich gefragt, wie viele Koksnasen sagen eigentlich immer, dass sie keinen Koks nehmen?
Ja, wahrscheinlich, das kommt drauf an, wer fragt, glaube ich.
Ja, wahrscheinlich.
Das ist ja ein wichtiger Teil dieser Community, dass man sich untereinander erkennt und versteht, von daher verneint man es glaube ich nicht gegenüber jedem. Habt ihr in Hamburg mal das Trinkwasser gecheckt? Äh, nee, das Trinkwasser natürlich, sondern das Abwasser.
Meinst du, es ist h├Âher geworden, weil die ganzen Berliner angereist sind und die ganzen M├╝nchner? Da! You wish.
Achso, apropos you wish, es gab ein Missverst├Ąndnis in einem der vorletzten Podcasts, und zwar habe ich glaube ich auf unsere Verteilungsverhandlung ├╝ber die Podcast-Einnahmen mit you wish geantwortet. Das haben Leute als Jewish verstanden. Ich habe dich nat├╝rlich nicht als Mitglied der j├╝dischen Community bezeichnet, sondern gesagt, you wish im Sinne von, das h├Ąttest du wohl gern. Das hat mehr als eine Person anders verstanden, deswegen m├Âchte ich nochmal klarstellen, dass es nat├╝rlich nicht die Charakterisierung von vermeintlichen j├╝dischen Eigenschaften war, sondern einfach nur you wish, so wie ich das eben auch gesagt habe, hei├čen sollte. Das schien mir wichtig, weil es tats├Ąchlich mehrere Leute falsch verstanden haben.
Sonst hattest du Zeit, dir ein paar Vortr├Ąge im Nachgang vom Livestream der OMR oder auf YouTube anzuschauen?
Noch nicht viele, aber Sekunde, ich wollte gerade mal gucken. Aber ich habe mir die anderen KI, ├Ąh, AI-Vortr├Ąge, ich gebe gern ehrlich zu, dass ich den Vortrag von Frank eine sehr gute Einf├╝hrung in das Thema fand. Also es ist jetzt nicht mein Anspruch, ich habe jetzt begrenzt viel gelernt, aber man findet durchaus einige Parallelen. Aber ich finde es eine sehr gute Einf├╝hrung und vermutlich sehr, sehr gut wiederverwendbar auch, um das noch an anderer Stelle vorzutragen. Aber habe ich fast gar nichts daran zu meckern. Habe ich auch auf Twitter geschrieben. Ich bin jetzt ├╝brigens auch endblockt auf allen Kan├Ąlen, was nicht hei├čt, dass es nie wieder irgendwie Kritik geben wird oder so, sondern wenn ich das f├╝r angebracht halte, wird es nat├╝rlich geben. Aber Friede, Freude, Fragrance, die Kan├Ąle ├Âffnen sich und ich gebe gern zu, dass ich es gar keinen schlechten Vortrag fand.
Dass der Gerber es geschafft hat, euch beide zu entfollowen, k├Ânnte ja witziger nicht sein. Zu entfollowen? Ja, also dass ausgerechnet Gerber es schafft, euch beide zu umarmen und zusammenzubringen.
Das ist so ja nicht passiert. Gerber war nur Moderator mit der Moderationsflasche. Also wenn Kinder sich unterhalten oder betrunken, dann muss man, also ich kann nichts ├╝ber den Zustand noch sagen, dann hilft das, das wurde noch mehrmals praktiziert, auch auf anderen Events im Verlauf der OMR, die Moderationsflasche. Ja, die hat geholfen, etwas Ordnung ins Gespr├Ąch zu bringen.
Oh mein Gott. Ja, ich habe auch ein paar Sachen mir angeguckt. Luisa Neubauer fand ich einen super Talk. Ich habe es mir gestern Abend zum Einschlafen angeguckt, weil ich eine Nachricht bekommen habe von Podcast-Kollegen, die geschrieben haben, Jungs schaut euch mal die Kommentare an. Also da wurde Westermeyer wohl ein bisschen kritisiert. Ja, ich fand den Vortrag sehr gut. Inwiefern kritisiert? Ja, dass er sie irgendwie, also zum einen wie er da irgendwie sa├č, als sie vorgetragen hat. Das ist auch ein schwieriges, also generell, wei├č ich nicht, wie man ein gutes Bild machen kann, wenn man auf der B├╝hne 20 Minuten, 30 Minuten zuh├Ârt.
Das ist ├╝brigens auch eine gro├če Schw├Ąche von mir, auf Panels und so interessiert zu wirken. Also wenn ich bei der NDR Talkshow werde, was ich vorhabe, wirklich nicht danach strebe, dieses, wenn dann Stefanie Hertel ├╝ber ihre neue Platte erz├Ąhlt, furchtbar interessiert auszusehen, ist ein Talent, was mir definitiv fehlt. Also auf den Panels, wo ich sitze, wird in der Regel von anderen Leuten spannende Sachen erz├Ąhlt, aber ich kontrolliere da nicht ausreichend gut meine Gesichtsz├╝ge manchmal. Also ich verdrehe jetzt nicht die Augen oder so, aber es ist ja ein anstrengendes Event, da sieht man ein bisschen ersch├Âpft aus, wenn man gerade nicht selber redet.
Man braucht so ein freundliches Restface oder so.
Das andere Problem mit meinem Gesicht ist nat├╝rlich, dass es mal furchtbar rot wird. Das f├Ąllt auf der B├╝hne nicht so aus, obwohl so ein Rotverblast ist hinter meinem Gesicht. Daf├╝r ist im Nachhinein aufgefallen, dass meine Schuhe und meine Kleidung das Thema der B├╝hne gematcht hat, ohne dass ich vorher wusste, wie die B├╝hne aussehen w├╝rde. F├╝r alle Modehater auf Twitter.
Twitter war das erste Mal f├╝r mich komplett irrelevant auf der OMR.
Wie denn auch ohne Netz. Aber hier zu dem Thema Neuber, was ist denn deine Meinung? Es haben ja auch Leute dann gesagt, wie kann man dem einen so einen antikapitalistischen Widerstand da ├╝berhaupt eine B├╝hne geben, jetzt ein bisschen zugespitzt formuliert.
Ich fand es ein super Talk.
Das gleiche ├╝brigens, viele haben auch gesagt, wie kann man Stein Schmidt eine B├╝hne geben, als Beitrag oder Kommentar zu dessen Auftritt.
Ich finde eher, wie kann man Jeremy eine B├╝hne geben. Das ist die einzige Person, die ich nicht auf die B├╝hne gestellt h├Ątte. Es sind ja zwei Arten.
Die einen wurden ja mehr wegen ihrer, ich werde jetzt nicht radikal oder extrem, obwohl teilweise sind sie sicherlich radikal. Ich glaube schon, dass es unheimlich wichtig ist, dass man, ich glaube beide Ansichten, in dem Fall Luisa und Sven, haben definitiv eine Berechtigung. Solange von beiden Lagern Menschen da sehr unzufrieden mit sind, ist es eher ein gutes Zeichen. Wenn die OMR irgendwas braucht, meiner Meinung nach, ist es mehr Kante. Ich glaube, es bringt ├╝berhaupt nichts, so ein Everybody's Darling Event zu machen, wie man sich ├╝ber irgendeinen Gast emp├Âren darf. Ich halte es f├╝r total gesund, dass sowohl in Sven viele sehr gute, vielleicht auch einige krude Thesen pr├Ąsent sind. Gar nicht krude, aber Dinge, womit nicht jeder ├╝bereinstimmen w├╝rde. Und nat├╝rlich gibt es auch Leute, die irgendwie, was Fridays for Future macht, zu radikal finden. Aber dann immer diese Argumentation, wie kann man dem eine B├╝hne geben. Wie intolerant kann man sein, wenn man es nicht ertr├Ągt? Abgesehen davon, dass es ja offensichtlich wird, wenn man sich in diesem Raum befunden hat oder die Aufnahme sieht. Das ist mindestens popul├Ąr, wenn nicht beeindruckend. Ich glaube, es war der einzige Vortrag, wo die Mehrheit der Leute aufgestanden ist. Warum man das ├╝berhaupt infrage stellen kann, verstehe ich nicht.
Ich fand es super.
Die gleiche Toleranz sollte man gegen├╝ber beiden Lagern haben. Ich f├Ąnde es einen gro├čen Verlust, wenn Sven Schmitt da nicht auftreten d├╝rfte.
Ich fand es super.
Man braucht ja auch konservative, rationale, progressive, liberale Thesen. Ich fand, es war eigentlich eine sehr gute Mischung, die ich mal bei beiden m├Âglich fand. Und dann muss man sagen, der Fall Jeremy Fragins ist nat├╝rlich eventuell ein anderer.
Lass uns erst noch mal Luisa besprechen. Ich fand es super, dass sie auf der B├╝hne war. Ich fand es auch super, was sie gemacht hat. Ich fand, es war auch erwartbar so. Also, dass es dann so eine ├ťberraschung ist. Oh, sie greift die Sponsoren an. Das war klar. Ohne, dass ich so viel von ihr bis jetzt konsumiert habe, h├Ątte ich das ganz klar gesehen. Ich kann mich erinnern, wie ich vor zehn oder noch l├Ąnger auf so einem Nachhaltigkeits-Event war und komplett emp├Ârt war, dass McDonalds da Heinz Ketchup und Coca-Cola gesponsert hat, wie nachhaltig sie sind. Das gibt es immer. Und ihre Aufgabe ist es auch einfach, das Einzige, was ich mir erwartet h├Ątte von Westermeyer, und dass er einfach fragt, was soll ich machen? Was soll ich mit der OMR machen? Das w├Ąre die einzige Frage, die ich mir gew├╝nscht h├Ątte, die er sie noch freizeht. Er h├Ątte nat├╝rlich gesagt, mach dich oder mach andere Sponsoren oder so. Aber die Antwort h├Ątte ich mir gerne von ihr noch gew├╝nscht.
Zwei Punkte. Also, ich glaube, als Messeveranstalter diese Frage zu stellen, kann sehr schief gehen. Weil es ein gro├čer Vorteil ist, wenn niemand sieht, wie so eine Messe abgebaut wird. Diese ganzen St├Ąnde werden nicht eingeklappt und in den Keller der Messe oder von Spotify und Google und Co. getan, sondern werden abgerissen, weggeschmissen, verbrannt,
bestenfalls verbrannt. Du baust da eine Kleinstadt auf und rei├čt sie wieder ab, zwei, drei Tage sp├Ąter. Ich w├╝rde mir schon denken, dass das ein bisschen nachhaltiger ist als noch vor zehn Jahren. Die Ressourcen sind teurer geworden und alles. Die Leute ├╝berlegen sich schon, ob sie den Stand vielleicht noch mal nutzen k├Ânnen.
Ich bin daf├╝r, dass es solche Events gibt. Ich will das auch nicht digital machen, um das ganz klar zu sagen. Ich will nur sagen, das ist per se eine sehr unnachhaltige Sache. Und umso besser, dass man dann wenigstens bei den Sachen, wo es definitiv geht, wie Essen und so weiter, ein klares Zeichen setzt. Aber es ist schon sehr schwer. Aber es ist sozial valide, klar, h├Ątte man fragen k├Ânnen, was man besser kann. Ich finde es nicht ├╝berraschend, dass es die Sponsoren unter anderem angeht. Was ich komisch finde, ist, dass Fridays for Future so lange gebraucht hat, um es ein bisschen anma├čen. Ich glaube, das ist andersherum formuliert. Ich glaube, es ist eines der effektivsten Mittel, die Belegschaft sozusagen zu konvertieren. Und das, was sowieso passiert, nur viel langsamer, n├Ąmlich, dass Menschen f├╝r Purpose-Unternehmen arbeiten wollen und nicht nur im privaten, sondern auch im beruflichen Leben diese Philosophie vertreten wollen. Das zu beschleunigen, ist, glaube ich, eines der effektivsten Mittel. Weil es ist einer der zwei gr├Â├čten Pain-Pointe von jedem deutschen Unternehmen, ist sozusagen Recruiting und Personalmarketing. Einfach aus den Gr├╝nden, die ich im Vortrag schon beschrieben habe. Also, dass wir eine rund halbe Million L├╝cke pro Jahr haben. An Personal, das fehlt. Und ich glaube, ein sehr wirksames Mittel, Unternehmen in Richtung Sustainability zu beeinflussen, ist ├╝ber Shareholder. Also, indem man gr├╝nen Unternehmen einen h├Âheren Preis gibt. Das haben wir ausreichend beschrieben, wie das theoretisch funktionieren k├Ânnte. Allein mit ESG-Fonds funktioniert es nicht, das ist auch klar. Und das andere Mittel ist aber, was relativ kapitalistisch ist, ist daf├╝r zu sorgen, dass niemand mehr f├╝r solche Unternehmen arbeiten m├Âchte. Das w├╝rde sehr schnell zu sehr viel Wandel f├╝hren. Und ich glaube nicht, dass das ├╝brigens Kapitalistisch ist. Das f├╝hrt vielleicht zu Deindustrialisierung von Deutschland. Das mag marginal eine Konsequenz sein. Aber es ist zutiefst kapitalistisch, wenn Leute einfach sagen, ich m├Âchte f├╝r dieses Unternehmen nicht arbeiten. Der Arbeitsmarkt ist einer der M├Ąrkte in Volkswirtschaften. Und ich halte es als einen sehr schlauen Ansatz. Mich wundert fast, dass es so sp├Ąt erst, also relativ sp├Ąt erst in die Richtung schl├Ągt. Ich w├╝rde es viel mehr machen. Neben irgendwelchen Klima-Generalstreiks oder die effektivste Ma├čnahme, die man machen kann. Und nat├╝rlich effektiver, als sich auf Autobahnen festzukleben.
Glaubst du, dass die OMR jetzt Stress bekommt mit den Sponsoren wegen hier dem Parfumtypen?
Das kann ich nicht einsch├Ątzen und will es auch gar nicht befeuern. Ich w├╝rde auch da versuchen, differenzierte Meinungen zu tragen. Also ich glaube, Jeremy Fragrance darf das sagen, ehrlich gesagt, was er gesagt hat. Er hat auch schon mal gesagt, dass er das nicht vorwerfe. Ich glaube, das w├Ârtliche Zitat, was aber, muss man auch sagen, aus dem Zusammenhang gerissen wird, war, glaube ich, er k├Ânne f├╝nf Frauen, wei├č nicht, ob ich Frauen gesagt habe, f├╝nf Frauen piepen auf noch heute. So ungef├Ąhr. Wie gesagt, da gibt es einen gr├Â├čeren Zusammenhang zu.
Das interessiert ja, darf sich das gerne anh├Âren. Aber er macht es nicht, weil sein Mindset irgendwie anders ist, hat er gesagt.
Er will niemanden verarschen, er k├Ânnte es, er sagt dann, ich will aber niemanden verarschen und sagt, er ist hier der Gute und so weiter. Also erst mal sagen, f├╝r mich, Jeremy Fragrance ist eine Kunstfigur und damit kann der so etwas sagen. Das ist von der Meinungsfreiheit 100% abgedeckt. Das ist Unterhaltung, Kunst. Ob das geschmacklos ist, ist eine ganz andere Frage. Ich finde es 100% geschmacklos, weil ich sehe ├╝berhaupt keinen Grund, sowas irgendwie zu outlawen oder zu sagen, das geht nicht. Ob man ihn daf├╝r einl├Ądt, ist eine andere Frage. Ich sehe schon auch ein berechtigtes Interesse, solche Leute einzuladen, weil es nat├╝rlich interessant ist, zu verstehen, wie solche Kunstfiguren funktionieren und wie sie so erfolgreich sein k├Ânnen.
Aber der Typ ist doch ein broken record. Also der spielt doch immer die gleiche Platte ab. Es war doch 100% heraus, also ganz, ganz klar, dass der so einen Schei├č abliefert.
Ja, das ist wiederum schade. Das h├Ątte man vielleicht vorher wissen k├Ânnen, wenn er zwar in der Lage ist, das, was ihn erfolgreich macht, auszustellen, aber nicht zu erkl├Ąren. Er kann das immer wieder zeigen und man kann das bestaunen und nicht verstehen, aber er selber kann das nat├╝rlich, glaube ich, gar nicht so gut erkl├Ąren, was da eigentlich passiert. Ich wei├č nicht, ob man das vorher... Also am Ende muss ich jede Konferenz und jede Brand ├╝berlegen, ob sie das sozusagen stellvertretend haben m├Âchte. Ich verstehe das... Also aus Marketing-Sicht gibt es meiner Meinung nach ein Interesse daran, solche Kunstfiguren zu verstehen. Also am Ende ist es ja nichts anderes als irgendwie so ein Manta Manta oder Tommy Gerhardt fr├╝her. Das war auch ein bisschen eine andere Zeit oder so, aber die war jetzt auch weit von politisch korrekt entfernt. Die haben einfach dem deutschen Volk auch so ein bisschen den Spiegel vorgehalten. So Tommy Gerhardt jetzt zum Beispiel. Der war ja auch nicht pers├Ânlich so ein Asi. Von daher habe ich schon auch ein Ma├č an Toleranz daf├╝r, was nicht hei├čt, dass ich es geschmackvoll finde. Ich stehe nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht hinter den Thesen, aber ich w├╝rde die jetzt auch nicht verdammen. Ob man dem dann diesen Rahmen geben muss, ist eine andere Frage. Das ist bestimmt nichts, worauf jemand stolz ist oder besonders zufrieden mit ist. Ich wei├č nicht, ich habe ehrlich gesagt, gl├╝cklicherweise wei├č ich nicht, ob er regelm├Ą├čig so daneben greift. Ich wei├č, dass er von der Art her genau so ist, wie er auch dort aufgetreten ist. Ob er sich regelm├Ą├čig im Ton vergreift, das wei├č ich ehrlich gesagt nicht.
Ich h├Ątte ihm keine B├╝hne gegeben. Ich fand es auch schon damals komisch, dass Hotel Mazzi ihn interviewt hat. Das h├Ątte ich auch nicht gemacht.
Was ich nat├╝rlich nicht machen w├╝rde, ist, als Advertiser bei ihm als Influencer auch nur einen Cent zu versenken. Also dass der positiv meine Produkte anreichern kann, daran glaube ich null. Egal wie jung meine Audience ist, halte ich es f├╝r sehr kompliziert, solchen Leuten Geld zu geben.
Aber diese Aldi-Kampagne wird doch gefeiert. Die war auch in der OMR-Pr├Ąsentation drin mit State of the Internet, German Internet.
Da habe ich mir nicht sicher, ob das netto positiv auf den Markenwert einzahlt. Das w├╝rde ich in Frage stellen. Ich glaube, es gibt, das habe ich auch in der Keynote, das ist immer ein sehr wichtiger Aspekt beim netto-positiv-Durchschnittseffekt, dass der Effekt ja daraus besteht, und alle Sachen sollte man so differenzieren. Das ist, warum man Sachen differenziert betrachten soll. Es gibt nat├╝rlich einen Teil der Audience, wo das positiv wirkt. Ich vermute nur, dass in der breiten Kundschaft von Aldi, der keinen Zugang zu diesen Medien hat und das sehen wird, der netto-effekt-negativ ist, obwohl es insgesamt Gruppen gibt, auf die es vielleicht cool und positiv wirkt.
Dann gab es auch zwei komische Sachen. Eine wurde mir geschickt, eine habe ich nachgeschaut, und eine habe ich miterlebt und bin rausgegangen. Aber die hat mich danach noch ein bisschen inspiriert. Das eine war, der Boss-CEO hat mitten in seiner Pr├Ąsentation gesagt, egal ob du Mann oder Frau bist, you can be your own boss. Also sehr auf Diversity und alles. Das scheint wohl das Brand-Purpose zu sein. Das finde ich immer witzig, wenn das so gesagt wird. Das ist ein bisschen wie dieser Immobilienladen, der alles Liebe zum Frauentag gesagt hat und dann ein Bild mit f├╝nf Anz├╝gen. Generell ist es schon bemerkenswert, dass vor allem diese ganzen Modeh├Ąuser, wo ich meinen w├╝rde, dass die Zielgruppe mindestens 50-50 ist, obwohl Boss vielleicht eher nicht. Ich glaube, dass die Frauen das auch ansprechen wollen. Das Ziel ist dann doch eher, um Boss bei Boss zu sein, ist es dann doch besser, ein Mann zu sein wahrscheinlich. Das andere war nach der German State of Internet, die man sich wirklich angucken sollte, die tun wir auch verlinken, die ist schon ausgeschnitten auf YouTube mit Philipp und Roland. Die Pr├Ąsentation fand ich wirklich handwerklich super.
Achso, weil da auch, Entschuldigung, ich muss das unterbrechen, weil viele Leute fragen, ich gehe theoretisch davon aus, dass auch mein Vortrag nochmal freigeschnitten wird. Ich kann es aber nicht versprechen, aber ich k├Ânnte mir vorstellen. F├╝r die Leute, die fragen, damit ich nicht alle linkenden Nachrichten einzeln beantworten muss, ich w├╝rde davon ausgehen, dass der eventuell noch auf YouTube erscheint die n├Ąchsten Tage. Ansonsten die Slides und das versprochene AI-Cheat-Sheet. Da stehen vor allen Dingen ein paar AI-Anwendungen, die ich f├╝r echt praktisch halte, drin f├╝r verschiedene Aufgabenstellungen. Und einmal so ein kurzes Beispiel, wie man gute Prompts zum Beispiel f├╝r Chats GPT schreibt. Also gibt Chats GPT erst eine Rolle, zum Beispiel sag, du bist Physiklehrer oder du bist Goldman Sachs Analyst oder du bist Kardiologin. Dann sozusagen den Output spezifizieren oder einen gewissen Stil, erkl├Ąr mir das wie einen F├╝nfj├Ąhrigen oder sowas, das da drin. Und eben auch die Slides. Ich habe einen Fehler gemacht, die ├╝ber Dropbox hochzuladen. Ich kriege jetzt jedes Mal eine E-Mail, die die runterl├Ądt und kann sagen, es haben schon ├╝ber 2000 Leute runtergeladen.
Geiler Typ. Um ein bisschen zu flexen, es haben ├╝ber 125 Impressionen meinen kleinen LinkedIn-Tweet gesehen.
125.000, meinst du das ehrlich?
Ja. Ja, aber nochmal, also das zweite Thema, achso, zu deinen Sachen, ich ├╝berarbeite vielleicht nochmal die OMR-Seite, also doppelg├Ąnger.io.com und dann tun wir da alle Sachen rein, also deinen Talk kann man dann da sehen, vielleicht unseren Podcast, wenn der irgendwann ausgegeben ist. Hab ich jetzt gesagt, wo die Slides sind?
doppelg├Ąnger.io.com
Ja, okay. Kommt auch nochmal in die Show Notes. Ich kann zustimmen, dein Management hat nicht gesagt, dass deine Sachen nicht ver├Âffentlicht werden d├╝rfen. Auf jeden Fall, der zweite Moment war, nach dieser Pr├Ąsentation wurde dann Jochen Schweizer gefragt, wie es ihm so geht und er hat so ein bisschen rumgeheult und meinte so, ja, wei├čt du, ich habe ja am ProSieben verkauft und wenn du deine eigene Marke verkaufst, dann gibst du ja auch irgendwie dein Leben aus der Hand und wenn da Probleme entstehen, dann sind die Probleme irgendwie deine und so weiter und er geht aber jetzt, macht jetzt irgendwie selbst seine PR und es geht irgendwie weiter so. Dann, also das gepaart mit so ein paar Gespr├Ąchen, boah, OMR, krass wie das war und alles und ob das vielleicht mal verkauft wird, hab ich mir nur gedacht, ich hoffe, ich hoffe, dass es nicht verkauft wird und dass Philipp das und dieses ganze Team das einfach immer, immer weiter macht und immer, immer besser macht und hatte so ein bisschen heute Morgen, als ich auf dem Fahrrad war, das Gef├╝hl so, hoffentlich, hoffentlich passiert nicht das Jochen Schweizer Ph├Ąnomen, weil die Marke ja schon so, also ist ja schon sehr auf Philipp, auf das Team, auf Hamburg, auf alles und die Welt scheint sich ja jetzt so ein bisschen zu teilen zwischen mehr Influencer, mehr Prominenz, noch gr├Â├čer so, kann man noch irgendwie ein Boot machen, kann man Heiligen Geist Feld noch machen und dann auf der anderen Seite irgendwie der Wunsch, aber vielleicht sind das auch einfach die alten Hasen, die halt am Anfang schon dabei waren, wo wir uns vielleicht dazuz├Ąhlen, der Wunsch auf mehr Substanz oder mehr Keynotes.
Dar├╝ber sprechen wir sp├Ąter in dem Live-Podcast noch, den man am Schluss h├Âren kann, das muss ich eigentlich nochmal aufw├Ąrmen, aber das hab ich ja, glaub ich, schon hinl├Ąnglich erkl├Ąrt, dass man mit einem Event f├╝r schlaue Leute und tiefe Learnings keine 70.000 Leute erreicht, ist mein Gef├╝hl zumindest, dann m├╝sste man sich mit einer deutlich kleineren Audience zufrieden geben. Obwohl ich selber nat├╝rlich gern mehr tiefgr├╝ndige Keynotes h├Âren w├╝rde, aber mir ist auch durchaus bewusst, dass das ein bisschen im Widerspruch zu einem wirklich gro├čen Event, einer wirklich gro├čen Messe steht.
Genug Smalltalk.
Und ich glaub auch nicht, dass Leute 400 Euro zahlen, einfach nur um Jeremy Fragrance zu sehen, ehrlich gesagt.
F├╝r was zahlt man denn 400 Euro, f├╝r KIZ?
F├╝r zwei Tage gute Unterhaltung und Input, Masterclasses.
Ja, und die Leute, die St├Ąnde halten, weil... Um ein paar Menschen zu sehen, glaub ich, Leute wieder zu treffen. Also von den Leuten, die St├Ąnde hatten, die waren irgendwie alle sehr happy, muss man ehrlich sagen. Da scheint es echt viele Gespr├Ąche zu geben, viel Meeting-Marathon, Deluxe hab ich geh├Ârt. Genug Smalltalk, wir reden gleich nochmal, wenn ihr den Live-Podcast h├Ârt, dann ein bisschen, wie der Tag so war und vor allem das Internet. Lasst uns Earnings machen.
Sie fangen an mit PayPal, machen wir n├Ąchstes Mal, w├╝rde ich sagen. Da komme ich nochmal tiefer rein. Palantir k├Ânnen wir machen. Das ist die von Peter Thielen ins Leben gerufene Datenanalyse-Firma. Also inzwischen w├╝rden sie sich ganz sicher nat├╝rlich eine AI-Firma nennen. Aber genau, Palantirs Umsatz ist um 18% gewachsen. Das ist ein Gem├╝h besser als im Vorquartal. Da waren es nur 17,5%, jetzt sind es 17,7%. Im Vorjahr waren es noch 31%. Das hei├čt, das Wachstum verlangsamt sich schon, aber es k├Ânnte sich so eine Bodenbildung abbilden. Ich glaube, die Aktie hat auch sehr positiv reagiert, wenn ich mich erinnere. Die Rohmarge hat sich minimal verbessert von 79 auf 79,5%. Die Kosten wachsen nur noch mit 5,6%. Da hat man ├╝ber die letzten Quartale schon immer sehr stark reduziert, sodass man tats├Ąchlich, ich glaube, das erste Mal einen Break-Even nach Gap geschafft hat. Also man hat 4 Millionen ├ťberschuss erwirtschaftet. Das entspricht bei rund 525 Millionen Umsatz einer Marge von etwas unter 1%. Ist damit Break-Even. Cashflow generiert man so sehr schon, was da auf das Ergebnis gedr├╝ckt sind, wie immer die Mitarbeiteroption, Sharebase Compensation. Der operative Cashflow w├╝rde im dreistelligen Millionenbereich liegen. Also da ist man sehr gesund positiv schon. Ob das jetzt, Sekunde, wie viel sind die? Ich glaube, 40 Mal Umsatz. Ich w├╝rde schon sagen, es sieht so aus, als h├Ątten sie das Tief jetzt hinter sich. Da bin ich mir relativ sicher. Wir waren zwischendurch mal 5,6 Dollar runter. 45 Mal Gewinn sind es, kosten sie. Ob das jetzt bei 17% Umsatzwachstum nicht trotzdem ein bisschen teurer ist, da w├Ąre ich schon noch vorsichtig. Und sie sind, glaube ich, sind sie in der Rule of 4, sind sie wieder dr├╝ber mit 54 sogar relativ deutlich. Vor allem getrieben vom starken Cashflow. Also ich w├╝rde durchaus sagen, es sind gute Ergebnisse.
Der Markt sieht es auf jeden Fall auch so. Die sind plus 33% fast hoch in den letzten 5 Tagen.
Man hat allerdings auch gesagt, also f├╝r das n├Ąchste Quartal hat man relativ vorsichtig wieder geguided, w├╝rde vorsichtig sein. Also dass die Aktie danach hochgeht, ist definitiv gerechtfertigt, weil die Ergebnisse sich schon relativ klar verbessert haben. Insbesondere der Beweis, dass man auch nach Gap positiv werden kann. Ich glaube, das hatten wir vielleicht sogar letztes Mal angedeutet, dass sie da auf dem besten Weg zu sind. Das ist sicherlich wertvoll. Gleichzeitig geht das Wachstum nat├╝rlich runter, wobei eben auch da Bodenbildung ist. Ob sie zuk├╝nftig eher mit 12 oder mit 20% wachsen, da glaube ich eher an weniger als 20%. Insbesondere, weil das Commercial Segment nicht so richtig funktioniert,
meiner Meinung nach.
Und auch das Government, also das ├Âffentliche Tr├Ągersegment, sowieso nicht mehr deutlich w├Ąchst.
Wir werden es sehen.
Aber ich w├╝rde gerne sagen, dass das im Vergleich mit den letzten Earnings relativ gute Ergebnisse waren. Die meisten Sachen, also was Kosteneinsparungen angeht, aber auch Umsatzwachstum, Rohmarge, sich eigentlich alles auf dem richtigen Pfad befindet. Allein Magic Number, also die Neukundengewinnung, ist mit 0,35 immer noch relativ ineffizient bei Palantir. Daf├╝r sind die Vertr├Ąge aber entsprechend langlaufend nat├╝rlich. Die Net Revenue Retention konnte ich nicht finden. Ist auch eher kein gutes Zeichen, wenn die auf einmal nicht angegeben wird. Mit der praht man sonst ganz gerne, wenn sie ├╝ber 110 ist. Sie haben sie weggelassen. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass sie unter 110 gefallen ist. Aber wie gesagt, ausnahmsweise kein Grund zu n├Ârgeln. Bei Palantir, weit entfernt nat├╝rlich vom Modell des Tenex DNA Teams trotzdem, aber ein gutes Quartal und die Aktie steigt dann auch.
Sie war auch schon mal ├╝ber dreimal mehr wert.
Es ist jetzt um den IPO-Kurs, wenn ich mich nicht irre.
Es handelt sich aber nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Geh├Ârten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k├Ânnen unm├Âglich f├╝r etwaige Verluste haften. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash Disclaimer nachlesen.
So, als n├Ąchstes Airbnb k├Ânnen wir machen. Da mal als Disclaimer, dass ich im Aufsichtsrat eines Konkurrenten bin. Ich werde es so wenig wie m├Âglich werten, was da passiert ist. So, dass nat├╝rlich keiner irgendwelche exklusiven Insights generieren kann. Airbnbs gebuchte N├Ąchte steigen um 19%. Der Umsatz steigt um rund 20,5%. Die Kosten steigen um auch 20,4%. Das hei├čt, der Umsatz steigt jetzt so sehr wie die Kosten. Man hatte die Kosten ja mal ganz gut im Griff bekommen. Die ziehen jetzt eher wieder ein klein bisschen an. Also gerade beim Marketing hat man noch deutlich mehr als nur 20% gesteigert. Dieses Narrativ Airbnb w├╝rde nie wieder Performance Marketing brauchen, wie das mal w├Ąhrend des IPOs gecoint wurde. Das hat sich eventuell dann doch als falsch erwiesen. Bestimmt nicht zur ├ťberraschung irgendwelcher Menschen. Ansonsten wurde auch hier, ich glaube die Aktie hat tendenziell leicht verloren. Also ich halte Airbnb f├╝r ein sehr solides Unternehmen. Aber warum sie leicht verloren hat, ist, dass sie geguided haben. Also in der Vorschau, im Ausblick gesagt haben, dass das Q2 vom Wachstum her sehr schwer aussehen k├Ânnte. Insbesondere weil im Vorjahr das Q2 besonders stark war, weil es dazu starke Nachholeffekte nach Corona kam. Also viele Leute konnten das erste Mal reisen, haben das ausgenutzt. Davon hat Airbnb letztes Jahr sehr stark profitiert. Dieses Jahr vermuten sie, dass es sehr schwere Vergleichswerte werden k├Ânnten. Ich w├╝rde jetzt mal sagen, das Wachstum k├Ânnte vielleicht nur bei 12, 15% liegen. Man muss dazu sagen, dass Airbnb das vermutlich relativ gut voraussagen kann. Der Grund daf├╝r ist, dass es ein sehr saisonales Gesch├Ąft ist. Und die Buchung f├╝r das zweite Quartal, also der Umsatz des zweiten Quartals, wird verbucht in dem Moment, wo die Leute auf Reise gehen oder das Airbnb betreten. In dieser virtuellen Sekunde, wo das Airbnb betritt, kann man den Umsatz verbuchen. Der Host wird ausgezahlt und Airbnb verbucht die Ums├Ątze. Diese, also 70, 80% der Ums├Ątze, die sie im Q2 machen, da haben sie jetzt schon sehr gute Visibility drauf. Das hei├čt, die sind eigentlich schon gebucht. Sie k├Ânnen die nat├╝rlich nur noch nicht nach Gap als Umsatz deklarieren, weil der Trip noch nicht angetreten ist. Aber in der Anzahl der gebuchten Aufenthalte kann man das eigentlich schon jetzt ableiten. Das hei├čt, Airbnb wei├č eigentlich, ob es ein gutes oder schlechtes Q2 werden wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit. Ich w├╝rde so auf, ich glaube eher ├╝ber 80%, sogar die Visibility, die man im Q1 schon hat, auf das n├Ąchste Quartal sch├Ątzen. Das hei├čt, diese, in Anf├╝hrungsstrichen, Ergebnisse, nicht Ergebniswarnung, aber diese Umsatzeinsch├Ątzung, ich w├╝rde da relativ viel Gewicht beimessen, weil es sehr berechenbar ist. Und diese Saisonalit├Ąt f├╝hrt zu einem ganz spannenden, noch anderen Aspekt, n├Ąmlich einerseits, dass das Q1 immer ein relativ schlechtes ist. Also Airbnb ist nach Gap Operating Income negativ, obwohl sie vorher schon positiv waren im Q1. Beziehungsweise im Q1 sind sie immer negativ bisher, aber sie waren in anderen Quartalen schon positiv. Das liegt nat├╝rlich daran, an dem Gleichen, n├Ąmlich dass ich alle Werbeausgaben, oder einen Gro├čteil, nicht alle, aber einen Gro├čteil der Werbeausgaben tats├Ąchlich im Q1 habe. Wenn Leute ihren Jahresurlaub planen eventuell. Das hei├čt, da werbe ich nat├╝rlich um die Budgets der im n├Ąchsten Jahr Reisenden. Und gleichzeitig, die Reisesaison ist dann eher im Q2, Q3. Und da habe ich dann die Umsatzeffekte. Das hei├čt, Q2, Q3 wird immer besonders profitabel sein. Q1 wird immer relativ wenig profitabel sein, weil alle Kalorien, alle Werbeausgaben liegen im Q1 und alle N├Ąhrstoffe der Firma liegen dann, wenn die Leute tats├Ąchlich reisen. Dann muss man aber gar nicht mehr so viel Werbung ausgeben. Und einen weiteren interessanten Nebeneffekt hat, und warum das dann unterm Strich, also im Net Income, das Operating Income ist ja quasi das Ergebnis der normalen Gesch├Ąftst├Ątigkeit und danach kommt noch das Finanzergebnis dazu. Und nach dem Finanzergebnis ist Airbnb sogar das erste Mal positiv im Q1. Und zwar auch gleich um 117 Millionen. Da hat man im Vorjahr noch rund 18 Millionen Verlust gemacht. Jetzt ist man 117 Millionen im Plus. Der Grund daf├╝r ist das Finanzergebnis von 146 Millionen. Und das sind nach meinem Verst├Ąndnis zum absolut ├╝berwiegenden Teil die Zinseinnahmen aus verwalteten Guthaben der Kunden. Weil der nette Nebeneffekt von dem, was ich als Saisonalit├Ąt gerade beschrieben habe, ist, dass die Kunden im Januar ihren, sagen wir mal, Sommerurlaub in der Provence buchen und da vielleicht 3.000, 4.000 Euro f├╝r ein sch├Ânes Familienfernhaus anzahlen.
Ach krass, wird das immer vorher eingebucht?
Airbnb, du zahlst vorab als Kunde und der Host, der Vermieter, Vermieterin des Objekts wird in den allermeisten F├Ąllen nach meinem Verst├Ąndnis bei Reiseantritt verg├╝tet. Das hei├čt, in der Zwischenzeit kann Airbnb mit diesem Geld arbeiten. Also es ist ein Trustee, also arbeiten, sie k├Ânnen es jetzt nicht ausgeben, sondern man muss das schon irgendwie separiert behalten. Aber man kann zumindest die Zinseinnahmen behalten. Und die sind eben so erheblich, dass sie allein pro Quartal inzwischen bei 150 Millionen liegen. Also Runrate 600 Millionen Zinseinkommen im Jahr. Und das geht jetzt voll in die Marge von Airbnb ein nat├╝rlich. Also man kann sich auch gerne mal fragen, bei welchen anderen Marktplatzmodellen eventuell ├Ąhnliche Effekte auftreten. Aber wenn man ├╝berlegt, dass der gesamte operative Gewinn von Airbnb in den letzten 4 Quartalen, also in den letzten 12 Monaten bei 1,8 Milliarden liegen, kommen jetzt einfach ein Drittel nochmal an Reihenzinsgewinn dazu. Was dann in einem Hochzinsszenario nat├╝rlich ein sehr spannender Aspekt dieses Gesch├Ąftsmodells ist. Und ├Ąhnlich gelagerte Gesch├Ąftsmodelle. Genau, ich glaube, das war es zu Airbnb. Also Ergebnisse wie immer sehr gut, w├╝rde ich sagen.
Und Aktie minus 7 Prozent?
Wegen des schlechten Ausblicks. Also weil Sie gesagt haben, Q2, glaube ich, ich spreche jetzt mal sinngem├Ą├č ein bisschen frei, da werden wir h├Âchstwahrscheinlich nicht um 20 Prozent wachsen wie jetzt zuvor. Da k├Ânnten die Ergebnisse deutlich schlechter aussehen. Ich gehe davon aus, dass die Marketingquote nochmal steigen wird, damit Sie ein bisschen kurzfristiges Volumen auch reinbekommen. Es gibt nat├╝rlich nicht nur diese langfristigen Buchungen. Es gibt nat├╝rlich auch jemand, der mal spontan entscheidet, von London nach Paris zu fliegen oder so eine Messeunterkunft zu buchen. Das wird vielleicht eher dann im gleichen Quartal gebucht. Und so ein bisschen kann man das Ergebnis nat├╝rlich taktisch schon beeinflussen. Aber wie gesagt, ich w├╝rde sch├Ątzen, irgendwo zwischen 70 und 90 Prozent des Ergebnisses stehen entweder fest oder man hat sehr, sehr gute Sichtbarkeit auf das zuk├╝nftige Ergebnis in dem Gesch├Ąftsmodell. Alles andere w├Ąre ja auch unlogisch.
Und dieses Zinsthema, das m├╝sste doch auch f├╝r SaaS-Firmen dann relevant sein. Also die versuchen doch auch immer zu sagen, so kauf jetzt das Jahresabo. Und haben das Geld ja dann auch wesentlich fr├╝her als Monat f├╝r Monat?
Also eben mehr Geld, als wenn ein Cashflow fr├╝her, also gerade die Firmen, die Cashflow-positiv sind, aber nach Gap vielleicht noch negativ, die haben durch den hohen Cashflow dann einen zus├Ątzlichen Einkommensstream. Der erscheint immer als sogenanntes, also bei Finanz, sagen wir mal bei einem Robinhood oder einem Finanzprodukt, w├╝rde es im operativen Ergebnis als Interest-Income oder bei einem Affirm zum Beispiel erscheinen. Bei allen anderen ist es eben ein nicht operatives Einkommen und im Finanzergebnis. Das hei├čt, es geht ins Net-Income unten ein. Und ja, du kannst sagen, wenn die viel Cash einsammeln, dann verbessert das schon ihre Marge um ein paar Pr├Ązentpunkte am Ende. Das hat ein Softwareunternehmen aber aus der operativen T├Ątigkeit herauszunehmen, sozusagen diesen Zinseffekt. Ich glaube am spannendsten ist wirklich bei Marktpl├Ątzen, wo die Vereinnahmung der Kundengelder und die Auszahlung der Merchantgelder stark auseinanderfallen. Man kennt das Prinzip, das ist eigentlich so ein bisschen das Aldi-Prinzip, nur dass sie es umdrehen, sondern Aldi verbucht die Kundengelder sofort im Laden, also wenn das Produkt verkauft wird, kriegen sie das Cash und sie zahlen dann die Lieferanten sp├Ąter. Das ist ein anderer Aspekt des gleichen Modells.
Alright, was hast du noch mitgebracht?
Muss ich gucken. Airbnb Twilio k├Ânnen wir vielleicht ein bisschen schneller machen. Das ist deutlich weniger spannend vielleicht inzwischen. Also ich w├╝rde auch da vermuten eher schlechte Reaktionen. Umsatz w├Ąchst nur noch um 15 Prozent. Das war vor einem Jahr noch fast 50 Prozent, jetzt bei 15 Prozent nach 22 im Vorquartal. Also sehr moderates Wachstum, weit entfernt von einer High-Growth-Company. Der Rohertrag ist auf Niveau des Vorjahres, das muss man schon als Erfolg bezeichnen fast. Die Kosten wachsen unterproportional mit nur 9 Prozent. Trotzdem ist das Ergebnis noch stark negativ, mehr minus 21 Prozent. Verlust nach Gap ungef├Ąhr 200 Millionen, die man verliert bei einer Milliarde Umsatz. Und der operative Cashflow ist leider auch noch negativ mit fast 100 Millionen. Und die Rule of Four ist mit 11, 12 Prozent auch nicht sehr gut. Also Twilio hat schon Probleme auf einen gr├╝nen Pfad zu kommen. Jetzt haben sie auch das Problem, dass sie eigentlich negativ sind und kaum noch wachsen. Sie haben schon zweimal hier gro├če Restrukturierungsausgaben drin, stehen also schon Leute entlassen. Aber es scheint noch zu zaghaft zu sein. Die Kosten wachsen immerhin noch mit 9 Prozent gegen├╝ber dem Vorjahr. Und so sehr wie sie einen roten Salen gibt oder wie der Cashflow noch negativ ist, ist es einfach zu wenig. Von daher...
├ťber die letzten f├╝nf Tage minus 8 Prozent und die waren mal achtmal mehr wert.
Ja, Twilio war ein sehr sch├Ânes Modell, als das Internet w├Ąhrend Corona brutal gewohnt hat. Vielleicht gibt es auch wieder Use Cases, AI-Anwendungen, wo sie stark von profitieren werden. Also zum Beispiel, jetzt gerade total ausgedacht, wilde Hypothese, aber entbehrt vielleicht nicht mehr eine gewisse Logik. Wenn es viel einfacher wird, personalisiertes Messaging zu machen. Also ein Vorteil von AI w├Ąre, dass ich nicht mehr jedem Kunden die gleiche Nachricht schreiben muss, sondern ich kann sehr personalisiert auf Kundenprofile verschiedene Nachrichten schicken. Dadurch k├Ânnte der CRM-Kanal viel effektiver werden. Das hei├čt, deine CRM-Ausgaben und die Intensit├Ąt deiner CRM-Ma├čnahmen w├╝rde ├╝berdurchschnittlich steigen im Vergleich zu den letzten Jahren. Und davon w├╝rde Twilio die Kan├Ąle programmierbar machen. Also ob du es per SMS oder Anruf oder WhatsApp-Nachricht oder App-Push usw. empf├Ąngst, das ist einer der Use Cases von Twilio. Und davon k├Ânnten sie profitieren, wie vielleicht auch so ein Brace, der den ├Ąhnlichen Vorteil empfangen k├Ânnte. Sofern die Grundhypothese stimmt, dass personalisiertes CRM einer der Sekund├Ąreffekte aus einem AI-Boom sein k├Ânnte, was ich f├╝r sehr schl├╝ssig halte, ehrlich gesagt. Okay, damit k├Ânnen wir es auch schon belassen bei Twilio und zu Affirm gehen.
Oh, was ist denn da passiert? Plus 25% fast in den letzten 5 Tagen.
Ja, die wachsen beim GmbH noch mit. Affirm ist ein Buy Now Pay Later Anbieter.
Das amerikanische Klana sozusagen.
Genau, das amerikanische Klana. Dinge sp├Ąter bezahlen, sich damit verschulden. Die spannendste Sache, das gebe ich gerne schon mal vorab weg, ist, dass Affirm sich damit br├╝stet. Ganz stolz verk├╝ndet Affirm, dass die Anzahl der Loans, die mehr als 30% Zinsen im Jahr haben, in den letzten 9 Monaten von 0% auf fast 15% gestiegen sind. Also jeder siebte Kunde bei Affirm zahlt inzwischen mehr als 30% Zinsen im Jahr. Das ist das Modell, das die anderen richten. Das finden die gut?
Die Kunden? Affirm.
Naja, das soll vermutlich zeigen, dass sie sich sehr gut an das neue Zinsszenario anpassen k├Ânnen und ihre hohen Zinskosten weitergeben k├Ânnen. Ob das f├╝r Konsumenten und Konsumentinnen dann besonders spannend ist, ist eine andere Frage. Also 30% Zinsen hei├čt nach 3, 4, 5 Jahren zahlst du das vier- und f├╝nffache deiner urspr├╝nglichen Ausgaben. So lange gehen eine Firmenkredite nat├╝rlich nicht, weil man zahlt das in der Regel nur ├╝ber wenige Monate. Aber wenn man das eben revolvieren macht, also immer wieder ├╝ber Firmeneinkauf, dann erleidet man eben genau diese Sachen und zahlt letztlich 30% mehr im Jahr f├╝r das, was man sich gekauft hat. Das ist vermutlich kein nachhaltiges Konsumtionsmodell f├╝r Privathaushalte und Konsumenten. Also, naja. Also wie gesagt, trotzdem floriert dieses Modell insofern, dass es immer noch mit 18% w├Ąchst. Im Vorjahr waren es noch 73% GmbH Anstieg, aber man h├Ąlt das immerhin bei plus 18%. Der eigene Umsatz steigt aber nur noch um 8,3%. Also die Take Rate sinkt, kann man daraus ableiten. Das operative Ergebnis bleibt negativ mit ├╝ber 300 Millionen Verlusten. Bei einem Umsatz von 381 Millionen macht man ├╝ber 310 Millionen US-Dollar Verlust. Das ist eine negative operative Marge von 81%. Sekunde, das kommt jetzt fast ein bisschen hoch. Das w├╝rde ich gerne nochmal validieren. Immer noch bei minus 81. Net Loss 205, Operating Loss 310. Doch, ist richtig. Okay, also es ist eine minus 81% operative Marge. Sehr schwer, wenn der Umsatz nur noch um 8% w├Ąchst, dann minus 80% des Umsatzes zu verbrennen. Man sieht auch keine wirkliche Trendumkehr beim Wachstum. Max Leftsch in der Gr├╝nder schl├Ągt definitiv moderatere T├Âne an. Inzwischen erscheint so ein bisschen Humbleness eingekehrt zu sein. Er spricht jetzt von einem Ausdauerrennen, den man sich befindet. Das sagen eigentlich alle Leute, die sagen, wir sind keine Wachstumsfirma mehr. Das l├Ąuft echt nicht gut. Dann werden Dinge von Sprints zu Marathons. Wir haben die Wille und die Kapazit├Ąt nicht nur zu beenden, sondern zu gewinnen. Er glaubt, er ist der Gewinner und spricht nat├╝rlich klarer damit an. Leading into our foundational advantages of strong and nimble underwriting and scalable technology, we intend to grow responsibly. Grow responsibly soll bei dir nat├╝rlich den Eindruck erwecken, dass es hier ein besonders nachhaltiges Gesch├Ąftsmodell w├Ąre. Tats├Ąchlich hei├čt grow responsibly einfach nur, wir werden langsam erwachsen. Ob 30% API jetzt deswegen nachhaltiger sind, ist eine andere Frage. Wie auch immer, du sagst, die Aktie fand es trotzdem gut. Ich glaube, sie hat sehr volatil reagiert vor allen Dingen.
Also auf f├╝nf Tage sehe ich hier plus 25%.
Auf die Ergebnisse haben sie mit minus 11 kurzfristig reagiert. Es kann sein, dass sich das schon ein bisschen ver├Ąndert hat. Die Ergebnisse sind auch einfach nicht gut, muss man sagen. Das ist mein Eindruck. Also diese brutale 80%. Mein Eindruck ist auch, da sieht man ja sehr klar eine gewisse Trendumkehr. Ich glaube nicht, dass sie es im Sommer schaffen werden, wie gesagt. Aber ich glaube, Klana ist auf dem Weg, zumindest in die N├Ąhe von Profitabilit├Ąt wieder zu kommen. Affirm wiederum ist glaube ich weit davon entfernt. Also w├╝rde ich heute, es kommt ja noch drauf an, auf welcher Bewertung, aber w├╝rde ich Affirm zur derzeitigen Bewertung kaufen oder Klana f├╝r 6, sie sagen mal f├╝r 5 Milliarden, dann w├╝rde ich im Moment Klana kaufen, glaube ich. Obwohl ich beide Modelle nicht gut finde. Ich glaube bei Klana muss man ein bisschen schauen, wie es sich entwickelt. Aber ich glaube inzwischen halte ich f├╝r Affirm fast f├╝r ├╝berbewerteter.
Affirm war schon mal 13 mal so viel wert. Ja, ja.
Also weil sie sehr stark von Paladin und so weiter profitiert haben damals und auch nat├╝rlich viel vom E-Commerce-Boom und Corona. Und man muss nat├╝rlich anrechnen, dass sie immerhin noch wachsen. Also das ist, dass sie ihr Total Revenue immer noch mit 7,4% w├Ąchst, ist ja schon vorteilhaft. Sie haben au├čerdem angek├╝ndigt, dass sie mehr R├╝ckstellungen f├╝r ausgefallene Kredite schon zur├╝cklegen. Das scheint auch sinnvoll, wenn man immer mehr Leuten Geld f├╝r 30% Zinsen gibt, dann ist relativ klar, dass man Kreditausf├Ąlle geradezu provoziert, weil die meisten Leute das nicht langfristig zahlen k├Ânnen. Das hei├čt, die Ergebnisse w├Ąren, mein Gef├╝hl ist, dass sie noch schlechteren Profilkredite geben, um weiter zu wachsen. Deswegen aber die R├╝ckstellung f├╝r Verluste aus Kreditverlusten, also aus Defaults, aus wenn Kunden einfach nichts zahlen k├Ânnen, erh├Âhen und sich auch nur wieder ein bisschen Zeit kaufen. Ansonsten, was man auch sieht, ist, dass die Loans, die sie selber halten, also sie haben dieses Total Platform Funding, das ist quasi die 8,2 Milliarden, die sie im Moment ihren Kunden zur Verf├╝gung stellen, davon halten sie inzwischen fast die H├Ąlfte auf dem eigenen Balance Sheet. Ein Gro├čteil dieser Modelle, sei es Upstyle oder Firm oder Klana, ist ja fast eine Art Vermittler zu sein. Also ich akquiriere die Kunden, vergeb Konsumentenkredite und die verbriefe ich dann sofort. Das hei├čt, ich wandle die in strukturierte Wertpapiere um, die ich dann Banken und Investoren, Versicherungen geb├╝ndelt und dann wieder relativ sicher verkaufe. Das Interesse an diesen Wertpapieren sinkt nat├╝rlich aber, weil ich will mir vielleicht keine por├Âsen Konsumentenkredite gerade ins Portfolio einkaufen, wenn ich 5% bekomme, wenn ich einfach nur US-Dollar-Anleihen vom Staat kaufe. Das hei├čt, es macht es schwerer, diese Anleihen an den Markt zu bringen, zu guten Preisen. Und ich glaube, das ist eine Konsequenz, warum Firm gerade sein Balance Sheet mit den eigenen Krediten, ob die faul sind oder nicht, wird sich noch zeigen, oder zu welchem Anteil die faul sind. Aber der Grund, warum sie immer mehr der Kredite selber On Balance Sheet haben, egal ob sie Securitized sind oder nicht, ist sicherlich, dass der Markt die nicht mehr abnehmen will im gleichen Ma├č. Und das erh├Âht nat├╝rlich das Risiko f├╝r zuk├╝nftige Verluste, in dem Fall, dass die USA wirklich in eine tiefere Rezession rutschen, was ja ein m├Âgliches Szenario w├Ąre. Dann w├╝rde Firm durch das Exposure, was sie selber geschafft haben, mit 4 Milliarden an vergebenen Loans, die auf ihrem eigenen Balance Sheet sind, also sagen wir, da w├╝rden 10% von abfallen, dann haben wir einen Sonderverlust von 400 Millionen. Und das ist im Vergleich zu den normalen 300 Millionen Verlust von Firm dann fast schon gar nicht mehr so gro├č, lustigerweise. Ich sehe noch nicht so richtig, wie das Modell auf den gr├╝nen Pfad kommt. Da sehe ich es relativ gesehen fast eher bei Klarna. Und wo wir schon ├╝ber die Vergabestellen von Krediten sprechen, k├Ânnen wir zu Upstart mal schnell eine Abbiegung r├╝ber machen. Die machen das Ganze eher f├╝r Autokredite, Studienkredite, Hauskredite. Ich w├╝rde sagen, ein typischer Hypotheken- und Kreditvermittler mit einem netten AI- und Technologieanstrich hat er auch w├Ąhrend Corona stark geboomt. Bei Nullzins k├Ânnen sich auf einmal ganz viele Leute glauben, sich ein Haus leisten zu k├Ânnen oder ein neues Auto. Davon hat Upstart sehr stark profitiert, hat sehr freih├Ąndig Kredite vergeben. Inzwischen liegt man fast zwei Drittel unter dem Vorjahr beim Umsatz. Also der Umsatz ist von 314 Millionen im letzten Jahr auf nur noch 117 Millionen gesunken. Das entspricht fast genau einer Drittelung, weil ich nur den Revenue vom Fees genommen habe. Der Gesamtumsatz ist von 310 auf 303 genau gedrittelt. Die operativen Ausgaben konnten sie auch runterfahren, aber eben nur um 15 Prozent. Und wenn man dann den Umsatz drittelt und die Ausgaben nur um ein Siebentel reduzieren kann, ist klar, dass man h├Âchstwahrscheinlich tief in die roten Zahlen rutscht. Im Vorjahr hatte man noch 11 Prozent positive operative Marge, jetzt sind wir bei minus 112 Prozent. Also mehr als doppelt so viel Kosten wie Umsatz und damit mehr Verlust als Umsatz. Wirklich jetzt nicht besonders gut und vielleicht auch noch nicht so richtig der Boden absehbar. Auch hier k├Ânnen wir mal gucken, was sie eigentlich an Lohns selber haben. Ich konnte noch nicht die Zahl f├╝r die Anzahl der Lohns und die Borrows finden auf Anhieb, aber das verborgte Geld liegt bei rund einer Milliarde im Quartal, die sie auf dem eigenen Balance-Sheet haben. Also auch da, die haben signifikant Exposure zu eventuell gr├Â├čeren Kreditausf├Ąllen. Urspr├╝nglich war das Modell, wir vermitteln Kunden und geben das weiter an Investoren. Genau wie eben bei Klana beschrieben, haben die das quasi im langfristigen gr├Â├čeren Bereich gemacht. Auch hier, obwohl der Umsatz sinkt, also sie weniger Kredite vergeben, ist die Anzahl der Kredite, die sie auf dem eigenen Balance-Sheet haben, von rund 600 Millionen auf fast eine Milliarde gestiegen. Also auch da k├Ânnte man berechtigt sagen, sie m├╝ssen immer mehr der Kredite selber aus dem eigenen Balance-Sheet finanzieren. Was hei├čt, dass sie die Risiken nicht gut weitergeben k├Ânnen an den Markt, aus den gleichen Gr├╝nden, wie ich eben beschrieben habe, bei Affirm. Mein Verdacht w├Ąre, dass sich bei Upstart zeigen wird, dass sie haupts├Ąchlich von billigem Geld profitiert haben, dass sie eventuell auch nicht deutlich besser Risiko einsch├Ątzen k├Ânnen, weil sie ihr Geld nur schneller verteilen konnten, in einer Zeit, wo es genug Geld gab und die meisten Leute auch noch ihre Kredite zur├╝ckzahlen konnten. Wie lange das jetzt h├Ąlt, muss man mal schauen. Das Cash h├Ąlt bei der aktuellen Burn-Rate auf jeden Fall noch ungef├Ąhr f├╝nf bis sechs Quartale, nach meiner schnellen Rechnung. Dann bleiben wir vielleicht in der Finanzecke und machen Robin Hood hintendran. Robin Hood ist quasi, manche w├╝rden sagen, das Vorbild von Trade Republic aus den USA, wobei das Kundenprofil doch noch unterschiedlich ist. Also Robin Hood, w├╝rde ich sagen, sind schon deutlich mehr auf schnelles Traden ausgelegte Anlegerinnen. Das erkl├Ąre ich gleich nochmal, woran man das auch sieht. Die Net Revenues haben sich verbessert, relativ klar, obwohl wir in der B├Ârsenflaute sind. Im Vorjahr waren sie auch auf dem Tiefstpunkt mit rund 299 Millionen Umsatz. Jetzt ist man inzwischen bei 441 Millionen wieder. Spannend daran ist aber, dass der Umsatz mit Trading von 2018 auf 207 Millionen gefallen ist. Warum das Ergebnis jetzt auf einmal 150 Millionen gr├Â├čer, nicht das Ergebnis, sondern die Ums├Ątze 150 Millionen gr├Â├čer ist, auch das ist der reine Zinsgewinn auf die Einlagen der Robin Hood User. Die parken inzwischen n├Ąmlich, ich glaube, 11 Milliarden.
Aber die sollten doch in Zukunft wahrscheinlich weniger dort parken, weil das Apple-Angebot mit irgendwie 4% so ultra attraktiv in Amerika ist.
Ja, die Frage ist, wie gro├č der Overlap da tats├Ąchlich ist. Wo finde ich denn hier die Cash Assets? Also die Nutzer halten 11 Milliarden in Cash bei Robin Hood. Und weil Robin Hood ihnen da die Zinsen nicht weitergibt, so wie das in Deutschland gerade bei Trade Republic oder Scalable, sondern durch ein bisschen Getrieben vom Wettbewerb sicherlich passiert, passiert es da nicht. Und so kassiert jetzt Robin Hood 200 Millionen, ich denke im Gesamtjahr wird das eine Milliarde erreichen an Zinseinnahmen. Und das rettet ihnen so ein bisschen, wie sagt man das, was rettet ihnen das? Den Hals?
Den Arsch.
Den Hals, das rettet ihnen den Arsch. W├╝rde man denken. Aber trotzdem macht Robin Hood noch ├╝ber eine halbe Milliarde Verlust. Das ist auch hier wieder mehr als der Umsatz. Das liegt jetzt einmalig, aber auch an sehr hohen Sonderausgaben f├╝r, ich denke, das sind Restriktierungsma├čnahmen. Also es gab einfach, ich glaube, 500 Millionen an Sharebase Compensation. Also 500 Millionen extra Effekt allein Sharebase Compensation. Ich gehe davon aus, dass das Abfindungen sind. Oder das Management hat sich die genehmigt, das wei├č ich gar nicht. Ich w├╝rde von erster ausgehen. Dadurch ist man weiterhin trotzdem noch tief im Minus. Also sie profitieren gar nicht so stark davon, obwohl eine Milliarde im Jahr an Zinseinnahmen nat├╝rlich sch├Ân ist. Da kann man nur hoffen, dass keiner der anderen Broker auf die Idee kommt, den Leuten mal ihre Guthaben zu verzinsen. Oder dass die Robin Hood User mal so schlau werden, mit einem Klick einfach Geldmarktfonds zu kaufen, die t├Ąglich handelbar sind. Statt sie in Cash zu halten bei Robin Hood, wo sie quasi 5% im Jahr verlieren, die sie zur Unterst├╝tzung der App spenden. Achso, dann hat Robin Hood angek├╝ndigt, das was ich vor, ich glaube, anderthalb Jahren mal vermutet habe. Da war ich deutlich zu fr├╝h mit meiner Vorhersage. Es wird jetzt 24 Stunden Trading f├╝r die popul├Ąrsten Aktien und ETFs geben bei Robin Hood. Das ist f├╝r langfristige Investoren nat├╝rlich vollkommen unwichtig, f├╝r notorische Zocker aber ein guter Weg die Transaction Revenues wieder hochzufahren. Indem man rund um die Uhr dann vermutlich auch mit h├Âheren Spreads und damit h├Âheren Einnahmen f├╝r Robin Hood handeln kann.
K├Ânnte man sagen, es ist sowohl schlecht f├╝r das Portfolio als auch f├╝r die Beziehungen zwischenmenschlich. Weil die Leute dann noch mehr am Telefon rumh├Ąngen und irgendwelchen Schei├č die ganze Zeit kaufen wollen.
Ja, also es ist aus jeder Sicht. Also du zahlst nachts h├Âhere Spreads und h├Âhere Geb├╝hren damit. Die Gefahr, dass Leute dann insbesondere Earnings und sowas traden. Wir sehen ja oft wie Volatil Aktien, also gerade Pre-Market und After Hours, also in der Phase wo nicht mehr an der New Yorker B├Ârse gehandelt wird. Da gibt es besonders viel Volatilit├Ąt und Leuten da dann besonders teuer zu erlauben noch Aktien zu handeln. Ich halte das nicht f├╝r gut, weil man gar nicht mehr aufh├Ârt. Es ist so wie eine Spielothek die 24 Stunden aufh├Ârt. Das hilft vermutlich nicht dabei gute finanzielle Habits zu entwickeln. F├╝r langfristiges Investment gibt es ├╝berhaupt keinen Grund das zu machen. Du kannst entweder Sparpl├Ąne machen oder du kannst einfach auch eine limitierte Order f├╝r den n├Ąchsten Tag rausgeben, wenn du gebildeter Investor oder Investorin bist. Und sagen, wenn du nachts um 2 Uhr entscheidest, du m├Âchtest jetzt eine Apple Aktie kaufen. Du kannst einfach sagen, wenn die am n├Ąchsten Tag noch unter dem Kurs ist, dann m├Âchte ich sie zum ersten Kurs oder zum Mittagskurs kaufen. Eigentlich braucht es dieses Feature nicht, zumindest nicht wenn der Purpose der Firma langfristige Anlage ist. Warum es das aber nicht ist, sieht man unter anderem wieder an der Quote der Einnahmen, die aus Equity Trading, n├Ąmlich aus Aktienhandel gewonnen wird. Die ist bei 6%. Also rund jeder 16. Euro, den Robinhood verdient, verdienen sie tats├Ąchlich mit Aktienhandel und Anlagen und alles anderes. Optionen, Krypto, Zinsgewinne. Vermutlich jetzt kein netto positives Unterfangen f├╝r eine bessere Aktienkultur, w├╝rde ich sagen. Aber man muss auch fairerweise sagen, es gibt nat├╝rlich bei allen diesen Produkten auch Nutzer, die vieles richtig machen, die einfach nur straight in ihre Lieblings ETFs investieren. Was unter anderem dazu f├╝hrt, dass es immer netto Zufl├╝sse gibt. Also auch in diesem Quartal, Sekunde. Assets under Management, wo haben wir die? Assets under Custody sind, achso da gibt es immer noch eine sch├Âne Tabelle zu, glaube ich. Die kann man aufrufen, da sieht man das sogar aufgerichtet. Also New Deposits, 4,4 Milliarden. 4,4 Milliarden kommt es an zur Neueinzahlung bei Robinhood. Das sind nicht nur Leute, die da Sparpl├Ąne machen, sondern auch Leute, die immer wieder versuchen zu traden und immer wieder Geld verlieren vielleicht. Aber das Modell ist insofern resilient, dass es Leute gibt, die jeden Monat Geld, wie man das als guter Investor auch tun w├╝rde, jeden Monat Geld ├╝berweisen und das anlegen. Das f├╝hrt wiederum zu den hohen Zinsgewinnen unter anderem, aber auch dazu, dass es gar nicht so einfach ist, mit dem Modell schief zu gehen, wenn du einmal ein paar Schl├Ąge. Und ich glaube auch, dass sich langfristig herausstellen wird, dass diese langfristig aktiven Nutzer akquirieren, wo man ja immer die Kickbacks von, wenn du einen BlackRock-Fonds kaufst oder so, bekommst du nat├╝rlich auch einen Kickback von der B├Ârse oder vom Imitenten oder der Imitentin des Fonds. Von daher kann man, glaube ich, langfristig mit guten InvestorInnen mehr Geld verdienen, als mit Zockern, die jetzt hin und her schnell mal ein paar tausend Dollar da durchjagen. Wir werden es sehen. So viel zu Robin Hood. Was h├Ątten wir noch? Beyond Meat, erinnere ich mich noch, ist rausgekommen, hatte ich mir angeschaut. Kann man vielleicht k├╝rzer machen, da muss man jetzt nicht noch viel draufhacken. Es geht seinen Gang.
Hacken auf Hackfleisch.
Achso, lustig. Der Umsatzwachstum ist minus 16%, das hei├čt der Umsatz schrimpft um 16%. Das ist ein bisschen langsamer als im Vorquartal, wenn man es positiv sehen will, aber sicherlich nicht positiv, dass man ein Sechstel des Umsatzes immer noch verliert. Wir sind jetzt weit von den fr├╝hen Topwerten entfernt. Ein Lichtblick ist sicherlich, dass die Rohmarge mal wieder positiv ist, ein Quartal nach vier Quartalen ohne deutlich positive Rohmarge. 7% Rohertrag Grossmargin macht man immerhin jetzt mal mit den B├╝rgern. Nach Abzug der Verwaltungs- und Marketingkosten bleibt aber weiterhin eine negative Marge von 65%. Die Kosten konnte man auf 35% reduzieren, das reicht aber alles nicht. Wie gesagt, man verbrennt weiter 63%. Ich glaube bei B&M, so wie vielleicht auch bei Oatly wird die Frage, es ist so ein bisschen ein Pokerspiel. Man k├Ânnte als gro├čer FMCG-Konzern jetzt einfach zuschauen, bis das so billig wird, dass man tats├Ąchlich die Marke einfach vom Markt kauft und g├╝nstiger im bestehenden Logistik- und Produktionsnetzwerk abbilden kann. Die Gefahr ist nat├╝rlich, dass es mehr als ein FMCG-Konzern gibt und man so ein bisschen puckert. Also wenn Unilever zu langsam ist, kauft es vielleicht P&G oder Nestl├ę. Von daher bleibt es nat├╝rlich spannend, wer dann doch irgendwo mal zugreifen wird. Bis dahin verschlechtern sich aber vor allem erstmal die Ergebnisse. Relativ haben sie sich sogar ein bisschen verbessert, aber sie bleiben desastr├Âs, muss man sagen. Und damit w├╝rde ich dann auch schon das abschlie├čen. Ich w├╝rde vielleicht mal noch About You, zumindest kurz, vollkommen klar, dass die Fashion Retail gerade nicht Hochkonjunktur hat, sonst es eher eine schwere Zeit wird, was sich unter anderem in der erheblich gesunkenen Rohmarge ausdr├╝ckt. Also die Gross Margin der Rohertragsmarge oder Rohmarge ist von 43 im Vorjahr auf 34%, nochmal um weitere 9% runtergegangen. Vollkommen klar, dass sich mit so einer Rohmarge kein vern├╝nftiges Handelsgesch├Ąft machen l├Ąsst. About You versucht trotzdem auf einem einigerma├čen gr├╝nen Pfad zu bleiben, indem man die Marketingausgaben von 69 auf 39 Millionen Euro erheblich reduziert hat. Also man gibt statt 17% nur noch 9% des Umsatzes f├╝r Marketing aus und schafft es so, das adjustierte EBITDA bei minus 5% rund zu halten. Das ist relativ gesehen glaube ich ein Erfolg, obwohl die Rohmarge und das nur sehr geringe Umsatzwachstum von 3,4% nat├╝rlich einigerma├čen besorgniserregend sind, zumal wenn man sich die Inventories anschaut. Also wir wissen, die Inventories, die Lagerbest├Ąnde geben gut Auskunft dar├╝ber, ob man zuk├╝nftig eher gute oder eher schlechte Rohmargen erarbeiten wird. Hat man das Lager zu voll, muss man Ware in der Regel rabattieren. Das dr├╝ckt auf die Rohmarge, wie es jetzt offensichtlich schon passiert ist nat├╝rlich. Das ist der Grund, warum sie runtergeht oder einer der Gr├╝nde, der Hauptgrund. Die Lagerbest├Ąnde sind bei 555 Millionen Euro. Das sind 134% des Quartalsumsatzes, noch mal deutlich mehr als im Vorjahr und den Vorquartalen. Also die Inventarslage entspannt sich leider nicht, sondern ich w├╝rde sagen, spannt sich sogar weiter an. Man kann sagen, jetzt kommt die Sommersaison und es wird jetzt mehr abgekauft wahrscheinlich im n├Ąchsten Quartal. Aber ich kann mir auch vorstellen, dass die Rohmarge sehr schlecht bleiben wird und so bleibt es nat├╝rlich schwer zu wachsen. Wenn man das Marketing beim Marketing sparen muss, kriegt man die Dinge nicht abverkauft. Gleichzeitig will man nat├╝rlich nicht unn├Âtig viel Geld verbrennen und einigerma├čen den Pfad zur Profitabilit├Ąt zeigen. Im Hintergrund erh├Âht sich aber immer weiter der Warenbestand. Ich w├╝rde sagen, es bleibt sehr angespannt. Gut, sicherlich die Ergebnisse von der TME-Tochter, also Scale, die liefern 12 Millionen Ebit-Beitrag und h├Ątten damit eine Marge von 27% bei vern├╝nftigem Wachstum. Also Anni ist auch noch 10% gegen├╝ber vorher, sehe ich gerade. Aber Anni, das Ebit w├Ąchst mit 10%, der Umsatz w├Ąchst bei TME auch nur minimal, leider. Na gut, aber ich glaube, die Sekunde irgendwas haben sie doch, da muss ich nochmal reingucken. Auf irgendwas sind sie doch so ganz stolz. Ich glaube, das war der DMV-abh├Ąngige Anteil oder so. Also sie zeigen tats├Ąchlich nur ├╝ber vier Jahre, dass Scale sich sehr positiv entwickelt. Also ├╝ber vier Jahre konnte man die Kundenanzahl verziehend machen und eigentlich auch das externe Transaction Volume. Das verflacht sich nat├╝rlich aber sehr stark in dieses Quartal. Daher auch nur das sehr moderate Wachstum. Sobald der Markt ansieht, w├╝rde man nat├╝rlich dann wieder vermutlich ├╝berproportional profitieren, k├Ânnte man dazu sagen. Aber im Moment auch da eher Stagnation, wobei man anscheinend weitere Logos gewinnt. Cashflow noch deutlich negativ mit, ich glaube, minus 77 Millionen Sekunden. Genau, operativer Cashflow ist minus 77 Millionen, Investing Cashflow minus 16 Millionen, Financing minus 8 Millionen. Damit liegt man fast 100 Millionen ├╝ber dem Vorquartal. Es sind noch 205 Millionen Cash gibt About You an. Langsam muss man den Cashflow irgendwie eind├Ąmmen. Die Company verliert schon einiges an Geld, das zu gro├čen Teilen offensichtlich in das Inventar geht, was man leider nicht schafft abzuverkaufen. Ich bin mir sicher, dass man da gerade mehrere Optionen, um zu neuen liquiden Mitteln zu kommen, pr├╝ft. Eine M├Âglichkeit w├Ąre eine Kapitalerh├Âhung. Man k├Ânnte nat├╝rlich auch Kosten weiter reduzieren. Man k├Ânnte auch Unternehmensteile eventuell abspalten, internationales Gesch├Ąft, TME-Gesch├Ąft oder was auch immer man f├╝r opportun h├Ąlt. Ich glaube, soviel zu About You. Der Fashion-Markt bleibt angespannt. Im Moment scheint About You ein bisschen mehr zu treffen als der Landtag.
Ich habe gerade mal geschaut, im Juli 2018 kam die News raus, About You wird zum ersten Unicorn aus Hamburg. Jetzt sind sie ungef├Ąhr wieder genauso viel wert. Schon crazy. Also kann man wahrscheinlich nicht vergleichen zwischen Private und Public Market. Aber schon verr├╝ckt, wie sie gewachsen sind und wie der Markt so reagiert.
Da gibt es ja etliche Firmen, bei denen es so ist. Aber ja, About You ist ein gutes Beispiel. Ich bin gespannt. Es sieht auf jeden Fall aus, als br├Ąuchte man Cash, bevor man die Wende im Fashion-Markt erleben wird. Wenn man sich das Inventar anschaut und die Wachstumsraten, dann sieht es f├╝r mich aus, als wenn About You aus eigener Kraft erstmal nicht in einen Cashflow-positiven Bereich kommt. Das hei├čt, eine Kapitalerh├Âhung bei den derzeitigen Bedingungen, beim derzeitigen Aktienkurs ist nat├╝rlich auch, Sekunde, was haben wir gesagt?
Wie gesagt, ist der Market Cap unter einer Milliarde. Also 944 Millionen steht hier.
Das hei├čt, w├╝rde man jetzt vielleicht 1,5 Jahre Runway kaufen, m├╝sste man signifikant neue Aktien rausgeben. Also vielleicht 20, 30 Prozent verbessern. Weitere Kosteneinsparungen w├╝rden, glaube ich, man hat offensichtlich beim Marketingbudget, das muss man auch mal sagen, das Marketingbudget geht von 69 auf 39 Millionen runter und der Umsatz steigt immerhin noch mit 3,4 Prozent. Das ist schon von der Effizienz des Marketings, das hat sich schon klar verbessert. Aber man sieht auch, beim Personal, das sieht eher aus, als wenn man nat├╝rliche Churn zul├Ąsst. Also es geht von 1315 Menschen auf 1283 runter zum Stichtag. Das ist die Frage, ob man daran noch arbeiten kann. Am Ende bleibt Refinanzierung oder Ver├Ąu├čerung von Gesch├Ąftseinheiten. Oder es kann nat├╝rlich auch sein, dass sich da ein K├Ąufer findet. Das w├Ąre f├╝r die IPO-Investoren von AboutYou sicherlich kein attraktives Denial. Jetzt mit einer kleinen Pr├Ąmie die Firma abgekauft zu bekommen. Aber Konsolidierung ist nat├╝rlich was, was sicherlich im Raum steht und diskutiert wird.
Also Zalando, AboutYou, zack boom. Ich h├Ątte doch mal die Prediction, dass Zalando, AboutYou und Asos zusammen gekauft wird von Bestseller mit einem PE.
Ja, das entbehrt nicht einer gewissen Logik. Das wird sicherlich in irgendwelchen Hinterzimmern auch immer mal wieder diskutiert mit verschiedensten Parteien. Und trotzdem gibt es dann vielleicht Gr├╝nde, warum das nicht oder noch nicht passiert.
In eigener Sache f├╝r alle, die Sport machen wollen. Pickleball startet am Sonntag in Berlin in einer gr├Â├čeren Runde. Kommst du da vorher? Nein, das nicht. Ich spiele parallel heute.
Es gibt auch keinen Grund Sonntags nach Berlin zu kommen, oder?
Nein, du bist der einzige Grund, warum ich nach Berlin kommen w├╝rde.
Vielleicht g├Ąbe Sonntag ja einen Anlass.
Ach du, ich wei├č, auf was du anspielst, aber gratulieren darf ich dir noch nicht. Sonst aber guter Reminder, ich muss noch ein Geschenk zu dir schicken. Ich habe eine witzige Idee. Komm schon, Mikroons. Keine Sorge, es ist kein Pickleball-Set. Aber ja, wer spielen will, auf pickle.com anmelden.
Wir haben jetzt gar nicht ├╝ber die Google I.O. Konferenz geredet. M├Âchtest du dazu noch was sagen oder wollen wir das einfach auf n├Ąchstes Mal verschieben und dann ein bisschen tiefer gehen?
Ja, das machen wir n├Ąchstes Mal ein bisschen tiefer. Ich war positiv ├╝berrascht.
Kleiner Spoiler, es wird alle ├╝berraschen, es ging viel um AI.
Ja, und letzte AI-Frage noch. Also fast AI-Frage, weil es gab jetzt viele animierte Bilder dazu. Hast du eine Idee, wer die neue CEO von Twitter wird n├Ąchste Woche?
Stimmt, ich hatte mein Lieblingsthema Twitter fast vergessen. Elon Musk hat in Aussicht gestellt, es k├Ânnte eine neue CEO bei Twitter geben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elon Musk sich mit Leuten wie Sheryl Sandberg oder Marissa Mayer einigen k├Ânnte. Ich bin gespannt. Wer ist es? Marjorie Taylor Greene vielleicht?
Am besten w├Ąre seine Mutter.
Seine Mom. Ja, und er bleibt halt weiter CEO und Head of Engineering und in allen m├Âglichen Positionen, die das eigentliche Produkt bestimmen. Also es klingt ein bisschen, als w├╝rde er eine Mischung zwischen CEO und Chief of Staff, vielleicht sogar auch nur Anzeigenverk├Ąuferin suchen und gleichzeitig den Eindruck erwecken, dass er so ein bisschen ein Blitzableiter auch scheint.
Gab es nicht bei Twitter eine Frau, die immer mal zwischen Twitter und VC hin und her geswitcht ist? ├ťber das letzte Jahrzehnt?
Ich kann dir sagen, wer ein guter CEO w├Ąre. Sarah Tevill von Greylock. Aber die kriegt er nicht, glaube ich.
Warum? Also warum ausgerechnet die?
Weil die sehr analytisch auf Marktplatz und soziale Netzwerke schaut, glaube ich. Sekunde. Die war auch gar nicht mit Twitter.
Keine Ahnung. Muss ich mal tief analysieren. Soll ich dir n├Ąchste Folge?
Angeblich Head of Advertising von NBC Universal ist in Gespr├Ąchen. Linda Iaccarino. Das w├╝rde sehr dazu sprechen, dass er eigentlich einen Chief Revenue Office-Werbeverk├Ąuferin sucht und die dann CEO nennt, um ein paar andere Probleme damit mitzul├Âsen. Mein Tipp ist, es wird jemand sein, der Advertising Background hat und die einzige Aufgabe ist, wieder Revenue reinzusammeln. N├Ąmlich die Werbetreibenden davon ├╝berzeugen, dass das, was der eigentliche Chef der Kompanie ist, gar nicht so schlimm ist und man doch mal einen kleinen Kopfsprung in die Jauche gr├╝be wagen sollte als Advertiser.
Aber wollte er nicht weg vom Advertising?
Ich glaube, das ist mathematisch schwer m├Âglich. Also es gibt ja keinen anderen Revenue Stream. Also keinen signifikanten. Blutcheckmarks, zwei Prozent Durchdringung. Was war das? Irgendjemand hat das ausgerechnet? Also das reicht vielleicht bestenfalls, um die Miete zu zahlen, aber nicht das Personal.
Gut.
Es seien dann die Affiliation Badges, also die teuren Firmenaccounts, w├Ąren jetzt noch der Nachbrenner f├╝r das Umsatzwachstum, aber ich sehe es nicht.
Ich bin gespannt. Wir werden es n├Ąchste Woche erfahren.
Na gut, die Folge wird lang genug mit dem Live-Podcast.
Viel Spa├č, sch├Ânes Wochenende. Peace.
Ciao, ciao.
Willkommen zum Doppelg├Ąnger-Tech-Talk-Podcast. Ich habe gedacht, du h├Ąttest Wein besorgt. Hatte ich versucht. Okay, also falls wir eine Flasche Wein haben k├Ânnten, zwei Gl├Ąser, das w├╝rde die n├Ąchste Dreiviertelstunde f├╝r uns bequemer machen, f├╝r euch wahrscheinlich auch. Sch├Ân, dass wir hier sein durften. Pip musste arbeiten, ich durfte mich entspannen. Und ein H├Ârer ist heute leider nicht da. Der hat mir geschrieben, er kann es nicht ertragen, uns in normaler Geschwindigkeit zu h├Âren. Ich werde ihn auf jeden Fall morgen fragen, ob er deine Keynote geh├Ârt hat. Es sah ein bisschen aus, als ob du 60 Minuten in 20 Minuten verpacken wolltest.
Das Gute ist, ich habe jetzt einen Vortrag zu 45 bis 60 Minuten, den ich dann auf Corporate Events und so halten kann. Den musste ich gestern in 25 Minuten durchbringen. Ich war ein bisschen schnell, ich hatte 60 Slides, ich wusste auch, dass das zu viel ist f├╝r die Zeit. Ich habe hohen Respekt davor, wie ein Sascha Lobo das schafft, 7 bis 10 gute Thesen in aller Ruhe r├╝berzubringen. Mir liegt das irgendwie nicht, vielleicht auch, weil ich mehr an Daten und Quellen denke.
Ich kann dir erkl├Ąren, wie der das macht. Der wird mit der Pr├Ąsentation ungef├Ąhr eine Woche vorher fertig und dann ├╝bt er das.
Ich wurde auch fertig, bevor es losging und habe das auch mehr als einmal ge├╝bt. Da wusste ich auch schon, dass ich es nicht schaffen werde in 25 Minuten.
Da hast du gedacht, du machst einfach noch schneller, dann versteht man deine Witze nicht mehr, was du erz├Ąhlst, eh nicht mehr und du schaffst es in der Zeit. Was hast du sonst mitgenommen, bevor wir ├╝ber AI sprechen und du mir alles nochmal erkl├Ąrst, was ich in der Geschwindigkeit nicht verstanden habe? OMR 2023, du warst bei der ersten dabei, ich kann mich nicht ganz erinnern, ob es die erste oder die zweite war.
Ich war bei der zweiten dabei.
Wir waren da beide schon dabei. Es ist ein bisschen gr├Â├čer geworden. Damals ging das Internet noch, weil wir nur so 300 Leute waren. Das war jetzt ein bisschen schwerer. Wir sind ja in so einer digitalen Branche, da wird ja viel mit dem Handy aufgenommen und dann geteilt auf verschiedenen sozialen Medien, die dann diese gro├čen St├Ąnde haben und uns das alles erm├Âglichen. Wir haben schon gemerkt, Peak Gaffer haben wir heute gelernt, es m├╝sste ja bald eigentlich Peak Mama hei├čen. Was denkst du, so reichweitenm├Ą├čig, wie viel Reichweite hat OMR verloren, weil das Internet nicht funktioniert hat? Organische Reichweite.
Also es geht darum, dass ihr eventuell nicht jetzt eine Instagram Story schnell machen k├Ânnt, weil eventuell ihr kein schnelles Internet daf├╝r zur Verf├╝gung habt und ob das Leute wirklich davon abh├Ąlt zu sharen und dadurch das Event an Reichweite verliert. Ist sicher sympathisch, dass wir es auf dieser roten B├╝hne vortragen. Ich glaube, man merkt ja schon, dass Leute dann trotzdem, sobald sie wieder Internet haben, posten. Also ich w├╝rde sagen, ein Drittel der Teilnehmenden will vielleicht gar nicht posten. Ein Drittel tut es so oder so, zur Not abends aus dem Hotel. Und ein Drittel w├╝rde es vielleicht spontan tun und macht es dann doch nicht, weil man merkt, das Internet ist einfach nicht gut. Das w├Ąren also ein Drittel von angeblich 70.000. Das sind, wei├čt du nicht, aber 23.000, glaube ich. Wie viel hat jemand durchschnittlich Follower auf Instagram oder LinkedIn?
300.
Wir sind hier auf einem Online-Marketing-Event.
350? Man kann sich hier kaufen. 7.000.
Okay, also sagen wir 300 echte. Davon erreicht man ja nur einen Teil, also 200. Dann h├Ątten wir 23.000 mal 200, das sind 4 Millionen, oder? 4,5 Millionen?
Wenn du das sagst.
4,5 Millionen an Verlorene. Jetzt muss man nat├╝rlich aber sagen, dass die Reichweiten sich nat├╝rlich ├╝berlappen. Also es ist dann so, dass, wenn ich es bei dir nicht sehe, sieht man es vielleicht bei mir im Feed. Und deswegen verliert man dann doch nicht so viel Reichweite. Ich habe aber im Flurfunk hier so eine Zahl, ich w├╝rde h├Âren, dass angeblich die earned media, also die erarbeitete Reichweite, unbezahlte Reichweite des Festivals bis zu 4 Milliarden sein sollte.
Ja, ich glaube mit richtig schnellem Internet w├Ąre es doppelt so hoch.
Doppelt so hoch w├╝rde ich nicht sagen, aber es w├Ąre signifikant h├Âher. Aber es ist auch nat├╝rlich nicht so einfach das zu fixen.
In der letzten Folge haben wir kurz dar├╝ber gesprochen, dass ich einen erfolgreichen LinkedIn-Post gemacht habe ├╝ber mein zu langsames ├╝ber Rot mit dem Fahrrad fahren. Als ich gestern Abend mit Jan aus dem Offen Fahrrad nach Hause gefahren bin, bin ich ├╝ber diese Ampel nochmal gefahren. Also ├╝ber die Kreuzung, die Ampel war aus. Also das ist wieder ein Zeichen, dass da eigentlich keine Ampel hin muss und ich eigentlich nichts falsch gemacht habe. Das stimmt nat├╝rlich nicht. Also wenn ihr sp├Ąter mit dem Roller, mit dem Fahrrad fahrt, A, nichts trinken und B, immer bei roten Ampeln stehen bleiben. Zweiter erfolgreichster Post, ich w├╝rde sagen, das wird wahrscheinlich mein erfolgreichster ever. Bitte mehr Keynotes und weniger Promis auf der OMR 2024. Das bedeutet, wir sind dann vielleicht auch nicht mehr da, wurde mir schon gesagt. Aber ist es vielleicht nach Peak Mama, Peak Gaffer auch Peak OMR?
Also ich glaube nicht, dass es uns zusteht, ├╝ber ein so erfolgreiches Format zu urteilen. Also erstmal den Respekt davor haben, dass in elf Jahren oder zehn Jahren auf 70.000 Teilnehmerinnen aufgebaut zu haben.
Ja, auch man muss sagen, ohne Westermeyer w├╝rden wir hier nicht sitzen. Du hast ja schon in deiner Keynote gesagt, der Podcast war der Grund, dass du auf die B├╝hne darfst und den Podcast machen wir, weil Westermeyer mit Podcast angefangen hat.
Genau, und also dir und Philipp Westermeyer habe ich das zu verdanken und ihr damit auch. Also ich glaube, so viel scheint OMR nicht falsch zu machen, wenn man das immer wieder, es sind ja eher physikalische Grenzen, die dieses Festival inzwischen begrenzen. Von daher sagen wir zuerst vor allen Dingen Lob und Respekt an das ganze OMR-Team. Ich glaube, also gestern bei der Keynote war es ja so, dass ich die Ehre hatte, nach den Geissens aufzutreten. Das bringt nat├╝rlich das Problem mit, wir haben vorhin schon ├╝ber ├ťberlappungen in Reichweiten geredet und ich w├╝rde vermuten, dass so ein Venn-Diagramm, wo diese zwei Kreise sind, das mit den Geissens ist nat├╝rlich viel gr├Â├čer, in Mainz dann vielleicht so, aber die ├ťberlappung dazwischen, also Leute, die die Geissen schauen und mir gern zuh├Âren, h├Ąlt sich wahrscheinlich in Grenzen, was dann dazu f├╝hrt, dass, keine Ahnung, 7.500, 9.000 Leute aus der gro├čen Konferenzhall raus wollen und gleichzeitig vielleicht 5.000 andere Leute wieder rein wollen. Und das sorgt f├╝r sehr viel Dynamik, w├Ąhrend man eigentlich auf der B├╝hne ist. Das war f├╝r mich auf der B├╝hne gar nicht so schlimm, aber ich glaube, f├╝r die Zuh├Ârenden war es nicht ganz einfach, sozusagen von Anfang an zu starten. Und ich habe ├╝berlegt, ob es nicht, aber das ist nur meine Meinung, ich glaube, es wird sich ganz viel Gedanken gemacht, wie ein gutes Konzept aussieht und dass es auch zusammenh├Ąngende Themenbereiche gibt und so weiter. Aber vielleicht w├Ąre es auch eine M├Âglichkeit, dass man sagt, man hat eine eher Entertainment-lastige Stage und es kann auch gern die gr├Â├čte Stage sein, es macht unheimlich viel Sinn wahrscheinlich, dass die gr├Â├čte Stage das ist. Und vielleicht gibt es dann sozusagen, ich finde es gut, dass die Masterclass ist, wo es glaube ich super viel Tiefe gibt, dass die getrennt sind und dass, sagen wir, wer wirklich lernen, lernen, lernen will und Erfahrungen machen, f├╝r den es da ein ganz klares Format war. Und dann eben so f├╝r vielleicht fachlich angehauchte Keynotes f├╝r so einen Richard Socher oder Sascha Lobo, eventuell ich, vielleicht sozusagen die zweitgr├Â├čte Halle dann zu machen, hielte ich f├╝r, weil da ist es, ich glaube, man h├Ątte weniger Bewegungen zwischen den Hallen, weniger Unruhe, das hielte ich f├╝r schlau. Was ich wirklich gut fand, ich glaube der Einlass hat dieses Jahr hervorragend gut funktioniert, ich habe niemanden meckern h├Âren und das ist ja auch nicht so einfach, ich fand das Essenangebot wahnsinnig qualitativ hochwertig, unheimlich breit, also wenn man damit okay ist, dass man kein Fleisch essen muss, dann war die Vielfalt, also besser kannst du vegetarisches und veganes Essen glaube ich nicht vermarkten, als zu zeigen, was man alles in dem Bereich machen kann. Ich glaube daf├╝r war das ein sehr gutes Beispiel, selbst f├╝r Leute, die so eine Art der K├╝che nicht anh├Ąngen. Ansonsten gerne immer mehr Steckdosen und ja Internet, aber ich glaube ich muss mal gucken, ob ich noch, achso und zumindest f├╝r die Fachtracks f├Ąnde ich so Fachmoderatoren wie so ein Christoph Bursack oder so vielleicht fast unterhaltsamer, also nat├╝rlich ist so stark was f├╝r Leute auf der B├╝hne stehen, aber auch da. Aber auch da f├Ąnde ich es glaube ich noch cooler, wenn Leute mit einem Fachhintergrund auf der B├╝hne stehen, wenn es ein fachlicher Vortrag ist, wenn es eher ein Entertainment Thema ist oder ein Podcast, dann ist es nat├╝rlich auch total spannend, wenn es ein bekannter Moderator macht.
Dann gestern Abend habe ich munkeln geh├Ârt, gab es...
Also eine Sache noch zur Entschuldigung.
So ist das in meinem Podcast, ich fange irgendwas an und dann hat er noch einen anderen Gedanken.
Ja genau, mir f├Ąllt dann ein, was ich viel spannender finde und eigentlich passte die Keynote total gut zu unserem Podcast. Unser Podcast Konzept ist ja, also einen guten Podcast sollte man unter 45 Minuten machen, idealerweise t├Ąglich und so weiter, das haben wir alles falsch gemacht, wir quatschen bis zu zweieinhalb Stunden, wir haben keine G├Ąste, was es unheimlich schwer macht, die Reichweiten anderer Menschen zu hijacken. Also ein Podcast Experte w├╝rde euch sagen, wir machen alles falsch, was man falsch machen kann. Ich habe jemanden getroffen, der stand neben einem Sprechcoach, einem Speakercoach, w├Ąhrend ich gesprochen habe und der meinte auch, der Typ auf der B├╝hne macht alles falsch, was man falsch machen kann. Zu schnell geredet, zu viele Slides, zu schnell geskippt, Publikum den R├╝cken zugedreht und so weiter. Aber das Feedback, was ich auf Instagram bekommen habe, war jetzt nicht ganz so schlecht, w├╝rde ich sagen.
Du hast das super gemacht, aber n├Ąchstes Mal bereite ich dich ein bisschen vor. Da du die Keynote machst und deine Reichweite mindestens dreimal so gro├č ist wie meine und du auch dreimal so schlauer bist wie ich, durftest du bei einem Essen teilnehmen, bei dem ich mich vielleicht in den n├Ąchsten f├╝nf Jahren langsam hocharbeiten kann.
Das Lustige ist, bei dem Essen hat jeder dar├╝ber geredet, dass du beleidigt bist, dass du nicht kommen darfst. Du warst trotzdem im Gespr├Ąch, das hast du geschafft.
Und ich habe es auf die Keynote von Westerweyer geschafft, ein alter Post.
Die konnte ich leider noch nicht sehen.
Da kommen wir gleich nochmal dazu. Wir fangen mit gestern Abend an. Gestern Abend habe ich in einer kleinen Runde au├čerhalb von OMR-Kosmos gegessen und du warst in der VIP-Ecke, also in vier Jahreszeiten, das ist ja jetzt das OMR-Hostel. Da durftest du im Keller, habe ich geh├Ârt, man durfte mit dem Koch zusammenspielen, also man durfte sich Sachen irgendwie aus der Pfanne nehmen und so. Hast du mitgekocht?
Ich habe nicht mitgekocht, ich habe auch lange Zeit das Konzept dieser R├Ąumlichkeiten nicht verstanden. Ich habe dann entdeckt, dass es einen Dessertbereich hinter der K├╝che gab, der mir bis dahin noch nicht...
Gab es auch eine Besenkammer?
Der war auch da, ja. Aber es ist so ein Konzept, wo man immer um die Ecke geht, dann er├Âffnet sich so ein neuer Bereich und da sind noch mehr Leute, aber es war unheimlich voll vor allen Dingen.
Es gibt wohl 300 Leute, die Top 100 in Deutschland sind. Und dann wurde mir heute Morgen, ich war ein bisschen fr├╝her da, weil ich ja gestern nicht trinken musste, wurde mir gesagt, es gab ein Podcast, also eine Bierflasche wurde rumgereicht zwischen Frank Thelen und dir, wer wann reden darf. Mein Wunsch w├Ąre, du darfst jetzt einmal noch mal kurz ├╝ber Frank irgendwas sagen und dann machen wir ein Jahr Frank-Pause.
Das h├Ąngt halt davon ab, ob es Anlass gibt dar├╝ber zu reden. Ich kann mir vorstellen, dass es zunehmend weniger Anlass und vor allen Dingen Relevanz gibt, von daher ist das durchaus m├Âglich. Wir hatten ein durchaus l├Ąngeres Gespr├Ąch, ich w├╝rde sagen auf eine halbe Stunde, das verschwimmt dann so ein bisschen gegen Ende des Abends, aber ich glaube es war so eine halbe Stunde. Wir haben uns gut unterhalten, w├╝rde ich sagen. Nicht vern├╝nftig, wir ├╝bertrieben, aber gut unterhalten. Uns wurde zwischenzeitlich nahegelegt, unseren Podcast schlie├čen zu m├╝ssen, aber das lag glaube ich an einem Missverst├Ąndnis.
Einen was? Einen Podcast schlie├čen?
Unseren Podcast einstellen zu m├╝ssen.
Achso, also so ein Deal, er h├Ârt auf mit seinem Fonds und wir h├Âren auf mit dem Podcast oder wie?
Das war so die Schlussfolgerung daraus.
Okay, da trinke ich erstmal einen drauf.
28 Minuten der 30 Minuten habe ich damit verbracht, Frank Thelen zu erkl├Ąren, was der Unterschied zwischen einem Finanzprodukt und einem Podcast ist. Es ist mir aber nicht gelungen, aber ich will das auch gar nicht so isoliert darstellen. Wir haben uns total zivilisiert unterhalten, wir werden uns dann manchmal trotzdem nicht einig.
Also ich mache n├Ąchstes Jahr gerne Platz, ihr k├Ânnt gerne zusammen auf der B├╝hne einen Podcast aufh├Âren.
Ich dr├╝cke mich auch nicht davor, aber ich lege gar nicht so viel Wert drauf.
Dann war ich heute Morgen um 8.30 Uhr schon hier, habe erstmal gesehen, dass die Musik Acts auch tats├Ąchlich morgens um 8.30 Uhr proben. Also Respekt daf├╝r. Und sa├č dann in der ersten Reihe, war hier Philipp Westermeyer und Roland. Chapeau, super Pr├Ąsentation. Man hat gemerkt, wir haben es dreimal vorher geprobt, mindestens. Sehr sch├Âne Slides, wenig AI, ich meine fast gar nichts und G├Ąnsehautmoment am Anfang.
Aber die haben auch den gleichen Vorteil wie Frank Thelen, n├Ąmlich ein gro├čes kompetentes Team.
Wir haben Jan aus dem Off, der schneidet uns einen Podcast, was braucht man mehr. Sch├Ân, du hast alles selbst gemacht, immer noch.
Mit ChatsGBT habe ich es gemacht und mit Journey, aber da kommen wir noch zu.
Ja und dann kurzes G├Ąnsehaut am Anfang f├╝r guten Zweck. Konnte man Sachen spenden und wurde ein bisschen erz├Ąhlt. Und dann kam das Fahrrad von Vodafone auf die B├╝hne und Philipp Westermeyer wurde eingeladen in einem Tag 400 Kilometer von Hamburg nach D├╝sseldorf zu fahren.
Das ist untrainiert, ambitioniert w├╝rde ich sagen. Also ich w├╝rde es nicht schaffen.
In wie vielen Tagen w├╝rdest du es schaffen?
400 Kilometer, in 4, wenn das Wetter gut ist vielleicht in 3 und wenn ich ein bisschen trainieren darf vorher. Mit ein bisschen trainieren w├╝rde ich 3 sicher schaffen. Ja 3. Und R├╝ckenwind. Von Hamburg bis D├╝sseldorf ist nicht viel Steigung.
Ja das geht. Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich fahre ja gerne Fahrrad, aber ich w├╝rde es nicht machen. Muskelkater ist Todes.
Ja? Okay. Ich muss nochmal so ein Projekt ├╝berdenken.
Vielleicht hast du ja Tipps f├╝r ihn irgendwann. Dein Keynote war gut, Vertical Videos ist das gro├če Ding. Was habe ich mir noch geschrieben? Peak OMR haben wir schon gesprochen, Peak Gaffer.
Warum Peak Gaffer?
Er hat so Winners und Losers gemacht, aber Westermeyer ist ja dann immer die Schweiz. Er sagt so das sind die Verlierer, aber das ist nicht so b├Âse gemeint. Mein Gedanke danach war mehr von diesen Keynotes und ich w├╝rde mir eines, wie du sagst, eine Stage mit irgendwie einem halben Tag oder l├Ąnger wirklich Content, Content, Content. So wie fr├╝her damals auf der Reeperbahn. Das w├╝rde nochmal so ein bisschen Rockstar Image. Achso Rockstar d├╝rfen wir nicht mehr sagen. Es darf doch OMR hei├čen.
Ich glaube schon, dass beides seine Berechtigung hat.
Dann kommen wir zu deiner Keynote. AI, du hast dich eine Woche eingeschlossen, das ganze Wochenende angeschlossen. Wir haben Freitag Podcast aufgenommen und Montagmorgen. Also den Podcast, den ihr heute h├Ârt, also nicht den jetzt, sondern den ihr heute Morgen h├Âren konntet und gleich auf dem Nachhauseweg. Das war so gerade an dem Zeitpunkt, als du die Pr├Ąsentation losgeschickt hast, hat man gemerkt, du bist langsam erleichtert, aber das Wochenende war schon so wie damals auch eine Klausur lernen. Bei mir, also ich wollte sagen, du wusstest ja meistens alles. Ich habe nicht so viel gelernt f├╝r Klausuren, ja. Ich musste das schnell reinkriegen und dann habe ich auch wieder alles vergessen. Was hast du gelernt?
Was ich gelernt habe? Also ich habe versucht, ich glaube es macht ├╝berhaupt keinen Sinn, nicht ├╝ber das Thema KI zu sprechen, gerade ├╝ber k├╝nstliche Intelligenz. Deswegen war es relativ klar, dass das ein Thema war und ich wollte es nat├╝rlich mit irgendwas verbinden, was au├čerdem im letzten Jahr passiert ist oder was ich spannend fand. Und es gab das gro├če Thema Layoffs und so ein bisschen die Verschwendungssucht der Tech-Konzerne und ich dachte, ein guter Edge w├Ąre eigentlich zu sagen, dass wir einerseits nat├╝rlich in so einem Exzess gelebt haben, vor allen Dingen viel zu viele Menschen eingestellt haben in den gro├čen Tech-Konzernen. Dann gibt es ein Ph├Ąnomen, ein makro├Âkonomisches, also volkswirtschaftliches, dass sowohl die USA als auch Europa und Deutschland immer unproduktiver werden. Also die volkswirtschaftliche Produktivit├Ąt misst man im Output gemessen in Euro pro Stunde, also sozusagen die erwirtschaftete Wirtschaftsleistung des einzelnen Individuums pro Stunde. Und das steigt schon noch jedes Jahr, aber der Gradient oder die erste Ableitung wird immer flacher. Das konnte man relativ gut darstellen, es wird viel zu wenig dar├╝ber geredet, glaube ich, also ein bisschen ist es in der Fachpresse teilweise oder der Wirtschaftspresse. Aber man w├╝rde ja denken, dass in einem Zeitalter, wo es mehr und mehr Technologie gibt, man auch als Gesellschaft immer produktiver wird, aber das l├Ąsst sich ├╝berhaupt nicht nachweisen. Sondern seit den 2000er Jahren oder eigentlich seit der Nachwendezeit werden wir in Westeuropa und den USA, die das gleiche Ph├Ąnomen haben, immer nicht unproduktiver, aber wir steigern unsere Produktivit├Ąt nur sehr, sehr moderat. Und zus├Ątzlich haben wir das Problem des demografischen Wandels, das hei├čt, dass immer mehr Leute den Arbeitsmarkt verlassen und immer weniger Leute in den Arbeitsmarkt gehen. Wir sind ungef├Ąhr 80 Millionen Deutsche, das hei├čt es geht logischerweise, wenn man im Schnitt 80 Jahre alt wird, eine Million Leute im Jahr in Rente, die verlassen den Arbeitsmarkt. Es kommen aber nur 500.000, n├Ąmlich geburtenschwache Jahrg├Ąnge in den Arbeitsmarkt rein. Das kannst auch du ausrechnen, das ist eine L├╝cke von halber Millionen Leuten. Die m├╝ssen wir halt sowieso mit Immigration f├╝llen, aber au├čerdem ist es eine weitere Herausforderung, also wir m├╝ssen als Volkswirtschaft produktiver werden. Das war so ein bisschen die Br├╝cke, die B├╝hne, die ich versucht habe zu bauen. Ich muss mal gucken, was ich noch so erz├Ąhlt habe. Dann nat├╝rlich die Einkommensverteilung ist super ungerecht und so, das schaffen wir jetzt nicht. Kannst du es ein bisschen langsamer machen?
Du bist schon wieder voll im Modus und kannst auch aufstehen und einen Klick in die Hand geben.
Ich finde es ja auch gut, Leute immer ein bisschen zu ├╝berfordern, also gerade die Leute, die unseren Podcast immer mit doppelter Geschwindigkeit h├Âren, f├╝r die wir es ein bisschen schwerer machen. Es gibt auch Sparzw├Ąnge bei Wachstums- und Startup-Unternehmen, die sind selbst von den b├Ârsennotierten Unternehmen sind 40% und ein steigender Anteil nicht profitabel. Startups, Wachstumsunternehmen m├╝ssen lernen mit Geld zu haushalten, weil das VC-Funding, insbesondere das Late-Stage- und Growth-Funding, also die sp├Ąteren Finanzierungsphasen eines Startups, da flie├čt gerade relativ wenig Geld rein. Das hei├čt auch da muss man Produktivit├Ąt steigern. Das geht halt unter anderem ├╝ber Entlassungen nat├╝rlich, aber auch indem man eben neue Technologien findet, das k├Ânnte AI sein. Ich habe dann noch gezeigt dieses Ph├Ąnomen, dass die gro├čen GAFA-Unternehmen dazu neigen, ihre gesamten Umsatzanstiege sofort wieder in neues Personal zu investieren. Also man kann eigentlich eine Gerade zeichnen von das ist Googles Umsatz, wie er ansteigt und genau darauf ist die Anzahl der Besch├Ąftigten. Jetzt kann man sagen, das ist doch ganz toll, wenn ein Unternehmen, was mehr Umsatz und Gewinn macht, auch immer mehr Jobs schafft, aber eigentlich sozusagen nach betriebswirtschaftlicher Theorie ist das nicht, was man will. Sogenannte Skalenertr├Ąge oder eine ├╝berproportionale Gewinnsucht des Unternehmens oder ein Operating Leverage, wie auch immer man es nennen m├Âchte. Das hei├čt, wenn ich mehr Geld verdiene, will ich eigentlich ├╝berdurchschnittlich viel Gewinn erwirtschaften. Also je gr├Â├čer ein Unternehmen wird, desto profitabler soll es werden. Das sieht man bei den GAFA-Unternehmen aber gar nicht, sondern der Bruttoertrag pro Mitarbeiter ist komplett konstant oder sinkt sogar leicht bei Facebook, w├Ąhrend die L├Âhne, also der Output pro Mitarbeiter ist konstant oder sinkt, w├Ąhrend die L├Âhne der Mitarbeiter, wie wir alle wissen, ja immer weiter steigen. Und das hat zu einer riesigen Verschwendung bei diesen Tech-Unternehmen gef├╝hrt, bis so zu diesem Silicon Valley Meme, dieser Begriff Rest Invest, was quasi hei├čt, ich pimmel ab bei den Unternehmen. Es gibt Leute, die wissen oder die haben mit Nachrichten gesprochen und gesagt, sie wurden von Google oder Facebook eingestellt und sie wissen nicht wof├╝r. Sie wissen nicht, was ihre Arbeit ist. Sie arbeiten, sie kommen seit drei Monaten ins Unternehmen und sie haben immer noch nicht gefunden, was sie tun k├Ânnen, um produktiv zu sein. Das ist nat├╝rlich nur ein Teil der Belegschaft, aber man kennt es vielleicht, wer die TV-Serie Silicon Valley kennt, der kennt diese Szene auf dem Dach von dem Hooli, also dem Google-Hauptquartier, wo Entwickler in so St├╝hlen wie hier sitzen und Drinks trinken, weil sie einfach nichts zu tun haben.
Lass mal bei Silicon Valley bleiben, also bei dieser Serie. Da gibt es ja dann sp├Ąter verschiedene Sachen noch, die passieren. ├ťber Krypto m├╝ssen wir jetzt nicht sprechen, das machen wir vielleicht wieder n├Ąchstes Jahr, aber AI, da gibt es ja so ein AI-Startup, das so einen Roboter hat. Muss man davon jetzt Angst haben?
Also man sollte skeptisch und sorgenvoll auf k├╝nstliche Intelligenz schauen oder wie soll man sagen, problembewusst w├╝rde ich es nennen. Man sollte nicht Angst haben, denn Angst bringt uns nicht weiter, aber es ist ja so, dass eigentlich die Gr├╝nder und Verantwortlichen in allen Unternehmen, die gerade federf├╝hrend bei der AI forschen, sagen, wir brauchen eine Regulierung und es ist definitiv etwas, was wir bauen m├╝ssen.
Das ist doch nur eine Ausrede. Das ist doch ungef├Ąhr so, wie wenn wir ein Wettrennen machen und ich sage, du fang mal ein bisschen sp├Ąter an. Wir fahren mal ein Fahrrad von hier nach D├╝sseldorf und ich sage, komm, ich m├Âchte irgendwie einen Tag vorher losfahren.
Ich glaube schon, dass die sich Sorgen machen und zumindest sagen wollen, wir haben es euch vorher gesagt, dass das schief gehen wird. Und selbst die Wissenschaftler, wenn du die ganze Businesswelt mal rausnimmst, es gibt ja drei von vier Wissenschaftlern, die sagen, es wird zu einem revolution├Ąren Umbruch in der Gesellschaft kommen durch AI und jeder zweite AI-Wissenschaftler sagt, dass es eine 10% oder h├Âhere Chance gibt, dass AI quasi das Ende der Menschheit, wie wir sie kennen, bekommt. Wenn das selbst die Wissenschaftler, die daran arbeiten, sagen, w├╝rde ich sagen, gibt es Grund anzunehmen, dass es zumindest Gefahren gibt, die man versuchen muss zu kontrollieren.
Und bekommst du schon Werbung auf irgendwelchen Plattformen f├╝r Bunker oder so?
Ich wei├č nicht, ob dir ein Bunker helfen w├╝rde. Ich verstehe das Konzept von einem Bunker nicht so ganz. Dann lebst du halt in einem Bunker. Das ist ja auch nicht geil.
Real Estate in Neuseeland.
Das kaufen sich ja, also Sam Altman, das ist der Gr├╝nder von OpenAI, der ist ein bekennender Prepper, also jemand, der sich auf den Weltuntergang vorbereitet. Und der hat sich mit Neuseeland als ein guter Ort, um die meisten nuklearen und was wei├č ich Katastrophen zu ├╝berleben, weil es sich sehr gut selbst versorgen kann mit Lebensmitteln. Das ist glaube ich ein Grund, weil es so ein bisschen bergig ist, was nicht so einfach ist f├╝r Fahrzeuge und relativ weit ab vom Schuss ist auch und in keine gro├čen B├╝ndnisse verwickelt, wo man Opfer eines Krieges werden k├Ânnte. Und der hat sich glaube ich ein gro├čes Anwesen in Neuseeland gekauft, zusammen auch mit Peter Thiel.
Ich k├Ânnte mir nichts Sch├Âneres vorstellen, als zusammen mit Peter Thiel, Sam Altman und Kim.com irgendwie da auf der Insel abzuh├Ąngen.
Das klingt nach einem sch├Ânen Sommerurlaub.
Da bleibe ich lieber in der sch├Ânsten Stadt der Welt.
Jetzt kommen wir zu den positiven Seiten der K├╝nstliche Intelligenz. McKinsey hat herausgefunden, dass bis 2030, also in den n├Ąchsten sieben Jahren zus├Ątzliches Bruttosozialproduktwachstum in H├Âhe von ungef├Ąhr 16% herungen wird. Also der inkrementelle zus├Ątzliche Effekt, das zus├Ątzliche Wachstum der Volkswirtschaft nur durch die Anwendung von KI wird 16% betragen.
Wird McKinsey dann auch produktiver? Also brauchen die weniger Leute? Was machen die denn mit ihrem Gesch├Ąftsmodell? Die verdienen doch Geld, weil sie BWL-Studenten in Firmen setzen, die dann Pr├Ąsentationen schreiben.
Ich glaube kurzfristig wird McKinsey mehr Arbeit haben, weil sie das in den Unternehmen implementieren werden. AI-Anwendungen, also jedem Unternehmen sagen, was f├╝r sie die richtige AI-Anwendung ist, womit man Output erh├Âhen kann oder Kosten sparen. Langfristig ist es ein Modell, das auch selbst von AI disruptiert wird. Nicht disruptiert, aber so produktiv wird, dass man weniger Leute daf├╝r brauchen wird.
Also JetGPT 5 ist schlauer als so ein Mackie-Typ? Oder produktiver? Schlauer nicht, produktiver?
Produktiver wahrscheinlich.
Musst du n├Ąchstes Jahr deine Pr├Ąsentation noch machen oder kannst du einfach JetGPT sagen, baue mal?
Ich glaube schon, dass... also ich kann mich dabei unterst├╝tzen lassen. Ich glaube in zwei Jahren, das habe ich neulich mal getwittert, irgendwas an Kommunikation, sei es eine WhatsApp-Nachricht, eine E-Mail oder eine Pr├Ąsentation oder ein Blog-Post oder ein LinkedIn-Post, in zwei Jahren zu schreiben ohne irgendeine AI-Unterst├╝tzung, wird das ├äquivalent sein von heute einem handschriftlichen Briefschreiben. Ich glaube keiner, der hier im Saal sitzt, wird in zwei Jahren irgendwas verfassen, wobei er oder sie nicht von AI unterst├╝tzt wird zumindest. Also sowas wie Autovervollst├Ąndigung machen wir eigentlich schon. Also die Autovervollst├Ąndigung von Apple, das ist Machine Learning eigentlich. Also eigentlich macht man es schon und ich glaube es wird die absolute Ausnahme sein, dass man irgendwas macht, sei es eine Pr├Ąsentation oder eine E-Mail, wo man nicht AI nutzt. Also sollte ich nochmal in einem Jahr irgendeine Pr├Ąsentation machen, dann werde ich wahrscheinlich zunehmend von AI unterst├╝tzt, aber die Gedanken werde ich... Das Gute an AI ist, das habe ich auch gesagt in der Keynote, dass es die absolute Durchschnittlichkeit ersetzt.
Dann bin ich raus.
Du hast ja auch gewisse einzigartige Z├╝ge.
Danke.
Die sind vielleicht unersetzlich, aber ich glaube schon eine mittelm├Ą├čige Unternehmensberatung f├╝r kleine und mittlere Unternehmen kannst du wahrscheinlich auch jetzt schon mit ChatsGBT gut betreiben. Aber wenn du Exzellenz auf einem Gebiet haben willst, wenn du irgendwie den absoluten Experten f├╝r Branding in einem sehr kleinen Teilbereich der Wirtschaft oder so haben willst, ich glaube da wirst du immer noch Experten brauchen, weil AI konvergiert ja zu... AI f├╝ttert sich aus dem Gelernten, aus dem Web, aus B├╝chern, aus dem Wissen der Menschheit und wenn es entscheiden muss, welche Aspekte dieses Wissens gebe ich zur├╝ck, wird es sich in der Regel f├╝r entweder den Konsens entscheiden, also die Meinung, die es am ├Âftesten wiederfindet oder die sozusagen mit dem h├Âchsten Grad an Vertrauen, also das zum Beispiel Ergebnisse aus der Wikipedia werden f├╝nfmal oder mehr als f├╝nfmal h├Âher gewertet als der Rest des Webs. Das sind die zwei M├Âglichkeiten, aber es wird zu Konvergenz f├╝hren und dass immer der Durchschnitt wieder gespiegelt wird und die wirklich differenzierten, polarisierenden oder Meinungen mit unheimlich viel Expertise, die wirst du glaube ich weiter noch eine Zeit lang von Menschen bekommen, die gro├če Gefahr haben, aber dass du nat├╝rlich auch furchtbar homogene Meinungen bekommst. Also w├╝rde sich jeder nur noch von AI informieren lassen, siehst du im Zweifel vielleicht nicht mehr verschiedene Aspekte einer heterogenen Debatte. Also willst du jedes Mal die genau mittige, durchschnittliche Meinung haben, ich glaube, das ist Gefahr. Ich glaube, ich habe ein paar kurzfristige Gefahren, also die gro├čen Gefahren, die jeder sieht, sind ja sogenannte AGI, also Artificial General Intelligence, das w├Ąre eine Intelligenz, die more capable, also m├Ąchtiger wird als der Mensch selber und den Menschen in den F├Ąhigkeiten zu lernen ├╝bertrifft und vor allem allgemeine Dinge lernen kann und nicht nur spezielle Sachen, auf die sie trainiert wurde. Die k├Ânnte sich dann ├╝ber den Menschen erheben, das ist eine Gefahr, die sehe ich kurzfristig nicht, aber ich sehe definitiv, dass die Menschheit das bauen wird. Dar├╝ber habe ich nicht geredet, weil das wird, dann werde ich auch traurig auf der B├╝hne. Ich glaube auch nicht, dass alle Jobs verloren gehen durch die AI, das wird netto Jobs schaffen durch neues Wirtschaftswachstum. Also in Deutschland wird sich das Wirtschaftswachstum nur durch AI verdoppeln. Normalerweise w├╝rden wir die n├Ąchsten sieben Jahre mit 1,4% wachsen, sind die Annahmen, mit AI werden wir zus├Ątzliche 1,6% erreichen, das hei├čt es werden ausreichend Jobs geschaffen. Dadurch aber sechs konkrete Gefahren, die ich sehe, sind einerseits eine komplette Contentexplosion, dadurch, dass Content kreieren nichts mehr kostet, wird es so viel Rotzm├╝ll Spamseiten im Internet geben, es wird so viel M├╝llkommunikation geben, Spam-E-Mails werden uns komplett ├╝bermannen, Spam-Chatnachrichten in LinkedIn, in Whatsapp, in Telegram, in Discord werden absurd werden. Wir werden jeglichen Content-Piece oder jeglichen Messaging nicht mehr vertrauen k├Ânnen, deswegen glaube ich, man braucht ein Ger├Ąt, das sicherstellt, dass eine Nachricht von einem menschlichen Akteur geschrieben wird und nicht von einer AI. Es wird mehr Ungleichheit geben, weil diese Wachstumseffekte, von denen ich geredet habe, werden wieder gr├Â├čtenteils den reichsten Menschen der Welt zugutekommen und die Mittelschicht wird wahrscheinlich weiter erodieren, das hei├čt mehr Spaltung nach Arm und Reich, mehr Spaltung nach urbaner Bev├Âlkerung und provinzieller Bev├Âlkerung, so wie wir das jetzt schon haben und noch mehr Spaltung nach Jung und Alt. Unsere Eltern haben mit M├╝he gelernt, dass der Fernseher bunt wird, dann gab es Telefone, dann gab es irgendwann Mobiltelefone, dann gab es auch noch Social Media, irgendwann kommt diese Generation glaube ich nicht mehr hinterher, das hei├čt es wird eine Spaltung geben von sehr jungen Menschen, die alles mit AI machen. 90% der Sch├╝ler nutzen Chat-GPT f├╝r Hausaufgaben, 10% der Eltern glauben, dass ihre Sch├╝ler Chat-GPT f├╝r Hausaufgaben nutzen, das zeigt ganz gut den Golf sozusagen zwischen den Generationen.
Ich habe vor kurzem mit einer Englischlehrerin gesprochen, die hat gesagt, Essays werden jetzt nur in der Schule geschrieben. Also 45 Minuten schreiben.
Ja, anders l├Ąsst es sich auch nicht kontrollieren, die Frage ist, ob es Sinn macht, das ist halt so das Taschenrechner Ph├Ąnomen, dar├╝ber haben wir schon mal gesprochen, wie uns gesagt wurde, du wirst nicht dein ganzes Leben einen Taschenrechner in der Tasche haben.
Ne, ich gucke 5 Stunden am Tag drauf. Genau. Okay, wie viele Punkte hast du noch, weil ich w├╝rde am Ende gerne nochmal zu uns kommen. Du hattest 6 Punkte, das waren jetzt 2, 3.
Genau, du wirst offensichtlich mehr Polarisierung haben, also warum ich glaube, dass das einer der most immediate risks ist, also der unmittelbaren Risiken. Wir haben ja gesehen, was einfaches Machine Learning im Facebook-Feed gemacht hat mit der Gesellschaft. Das Facebook-Feed war eine der ersten skalierenden Machine Learning Anwendungen, die fast jeden Menschen betroffen haben und das hat daf├╝r gesorgt, dass Headlines, Medien ├╝berwiegend negativ polarisierend wurden, es hat die Gesellschaft mehr gespalten als denn je und das war sozusagen die einfachste Form von Reinforcement Learning, die da eingesetzt wurde. Und jetzt stellt man sich vor, dass eine unendliche Menge an Content, Deepfakes, also falsche Gesichter, falsche Videos von Politikern und so weiter generiert werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es dadurch besser wird. Sekunde, ich muss mal kurz gucken, was die sechste Gefahr war. Achso, Heterogenit├Ąt, das habe ich schon gesagt, also dass Heterogenit├Ąt verloren geht, genau.
Wie sieht es denn bei uns aus? Also der gr├Â├čte Unterschied AI-m├Ą├čig, den ich bei uns jetzt gemerkt habe in den letzten Wochen, ist eigentlich Transkripte. Wir haben uns das vor einem Jahr oder vor zwei schon mal angeguckt. Einfach die Folge, die ihr h├Ârt von einer Maschine, hat ja jeder Gaffer irgendwie so ein, oder jedes Mama hat irgendwie so ein Service, dass man einmal da Audio rein und dann kriegt man W├Ârter raus. Das hat bei uns eigentlich nie so funktioniert. Also die Qualit├Ąt war damals, w├╝rde ich sagen vor einem Jahr, ungef├Ąhr so, dass du mehr Zeit mit der Korrektur gebraucht hast, als es braucht, als einfach abzutippen. Und jetzt hatten wir durch einen H├Ârer in unserer Discord-Community das erste Mal was entdeckt, was wirklich gute Qualit├Ąt abgeliefert hat. Also eins zu eins das, was wir gesagt haben. Manchmal nutzen wir ja irgendwie ein, zwei englische W├Ârter oder mal eine Firma oder einen Cloud-Service, den wir falsch aussprechen. Selbst das war relativ korrekt dargestellt.
Ich glaube, das ist halt das Spannende daran, wenn man ├╝berlegt, in wie wenig Zeit sich die Qualit├Ąt von fast unbrauchbar zu fast perfekt entwickelt hat. Und ich werde ab und an mal kritisiert daf├╝r, dass ich quasi so was wie AGI voraussage oder dass Entwickler irgendwie doppelt so produktiv werden. Stand heute ist das nat├╝rlich noch nicht so. Sie sind erst 40% produktiver, vielleicht auch nur 30% produktiver. Aber allein an der Trajectory, wenn man das einfach nur extra poliert, die Daten, die Entwicklung, die wir jetzt im letzten Jahr gemacht haben.
In den letzten drei Monaten.
Ja, genau. Also A, sie beschleunigt sich ganz klar. Das alles l├Ąsst sich nur noch auf logarithmischen Skalen darstellen, die Fortschritte. Ich glaube, das verstehen Menschen einfach nicht gut genug, wie schnell das besser wird und einfach das Weiterdenken der letzten drei Monate eigentlich fast zwangsl├Ąufig dahin kommt. Und wenn man das nicht sieht, dann wird es, glaube ich, schwer. Aber es ist halt auch nicht einfach f├╝r Menschen exponentielle Entwicklungen zu verstehen. Und das andere ist, dass man es eben, man bewertet immer diese, obwohl diese Versionen schon sehr fortgeschritten sind, jetzt glaube ich, also gerade JetGBT4, man bewertet halt immer das Ist. Und ich habe das im Vortrag verglichen mit einem Menschen, der gerade den ersten Doppelg├Ąnger, ├Ąh, Doppelg├Ąnger, den ersten Doppeldecker aufsteigen sieht. Und das erste Flugzeug oder die Luftmaschine von den Wright Brothers. Und die Menschen ├╝berlegen, die Vision├Ąre haben damals bestimmt gesagt, wir k├Ânnen Maschinengewehre daran bauen, wir k├Ânnen Bomben daran bauen. Und das hat f├╝r die wahrscheinlich wie unheimlich viel Innovation geklingt. Aber keiner hat in dem Moment an ├ťberschallflugzeug gedacht oder dass man mal Atombomben auf St├Ądte, die 10.000 Kilometer entfernt sind, werfen kann oder dass man mal auf den Mond klettern wird. Und ich glaube, das Besondere an der AI ist halt, dass es die erste Technologie war, wo sich zeigt, dass sie eigentlich schon out of the box viel mehr kann, als das, f├╝r was wir sie gebaut haben. Also ChatterGPT wurde gebaut, um das n├Ąchste Wort vorauszusagen, also um plausible Erkl├Ąrungen, Konversationen zu f├╝hren, Wissen wiederzugeben, wahrscheinliche Antworten auf menschliche Fragen zu generieren. Und wenn man sieht, was jetzt f├╝r Anwendungen entstehen aus ChatterGPT schon, die gar nicht vorgesehen waren, dass Leute damit Rezepte machen, Einkaufslisten, automatisch kochen, dass man Fl├╝ge buchen kann.
Drake Songs. An Drakes Stelle w├╝rde ich jetzt eine Tour machen, nur mit AI Songs. Ja, k├Ânnte man auch machen. Hier steht 1 Minute 30, ich wei├č nicht, ob wir so ├╝berziehen k├Ânnen, wie wir es im Podcast manchmal machen. Letzte Frage. Wenn ihr eine Frage habt, k├Ânnt ihr uns immer eine E-Mail schreiben an podcast.doppelg├Ąnger.io oder in unseren Discord-Server. Ab und zu, eigentlich fast gef├╝hlt alle zwei Wochen, kommt eine Frage, hey, ihr k├Ânnt euren Podcast viel g├╝nstiger produzieren lassen, denn Jan aus dem Orf, euer Produzent, der unsere beiden MP3s zusammenlegt, die Fehler, also die M's, die Schniefer und die b├Âsen W├Ârter rausschneidet, den k├Ânnt ihr mit AI ersetzen. Die Frage an dich ist, k├Ânnen wir Jan ersetzen oder wird Jan eher uns ersetzen?
Also beides wird m├Âglich sein. Also mit den 250 Folgen, also man br├Ąuchte nicht mal 250 Folgen, aber das w├╝rde zu einer ausreichend guten Qualit├Ąt f├╝hren. Also wenn man einfach sozusagen eine Art News-API, wo ich aktuelle Ereignisse bekomme, welche Firmen welche Zahlen reported haben, was die Medien gerade umtreibt, verbinde mit einem Stimmmuster und lerne den Stil quasi, den wir haben miteinander aus den letzten 250 Episoden lernen, w├╝rde man ein relativ gutes Ergebnis, also einen k├╝nstlichen Podcast generieren k├Ânnen. Und ich glaube einen Podcast, den mindestens die H├Ąlfte der H├Ârerinnen nicht als fake erkennen w├╝rde. Ich wei├č nicht, ob das heute m├Âglich ist, aber es wird innerhalb der n├Ąchsten neun Monate m├Âglich sein.
Also die Sachen, die wir bis jetzt zugeschickt bekommen haben, waren noch nicht so gut, aber wenn das so schnell funktioniert wie mit Transkripten, kann es schon passieren. Vielleicht h├Ârt ihr in den n├Ąchsten zw├Âlf Monaten eine Folge mit uns, die Jan aus dem Orf macht, w├Ąhrend wir...
...w├Ąhrend wir mal Urlaub in den Fernsehen gucken. Wir h├Ątten endlich wieder Urlaub ohne Podcast.
Ja, wir haben noch nie eine Folge verpasst. Vielen Dank an unsere besseren H├Ąlften daf├╝r, dass ihr damit klarkommt. Vielen Dank f├╝rs Zuh├Âren. Hier steht Null. Ich warte die ganze Zeit, DJ gibt es nur auf der gro├čen B├╝hne. Sind wir durch? Job is done?
Vielen Dank f├╝r die Aufmerksamkeit. Dankesch├Ân.
Vielen Dank. Vielen Dank. Nimmst du die Flasche mit? Vielen, vielen Dank. Danke sch├Ân.