Doppelg├Ąnger Folge #258 vom 16. Juni 2023

­čĺ░ ÔéČ105mn f├╝r Mistral AI, MBA Alternative, Konsens bei LLMs, Peridot, ­čąŻ Lernen im Metaverse und Oracle Earnings

Pip war in Bielefeld. Wir sprechen und das Rekursionsproblem der AI, die 105m Finanzierung f├╝r ein AI Team (Mistral AI m├Âchte OpenAI aus Europa Konkurrenz machen). K├Ânnen Online Business Kurse einen MBA ersetzen? Wir diskutieren Pips Auftritt im Deffner und Zsch├Ąpitz Podcast. Google verkauft seinen Domain-Service an Squarespace. Pip testet den Peridot von Niantic. Von der AI erstellte Pitchdecks schneiden besser ab als menschliche. GoStudent bietet Unterricht im Metaverse an. Oracle Earnings.


Philipp Gl├Âckler (https://www.linkedin.com/in/philippgloeckler/) und Philipp Kl├Âckner (https://twitter.com/pip_net) sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Hinterland of Things

(00:03:30) Google verkauft an Squarespace

(00:05:55) Niantic Games 

(00:12:00) MBA für Lobbyismus 

(00:16:30) AI Pitch decks 

(00:20:00) Mistral AI Funding

(00:36:30) AI & Konsens 

(00:45:20) GoStudent VR

(00:58:25) Oracle Earnings

(01:05:00) Tesla & Twitter

(01:08:00) Diskussion zu DuZ 

(01:24:30) Verbot f├╝r russische Fonds


Shownotes:

Werbung: Hubspot hat gemeinsam mit LinkedIn einen neuen Report ├╝ber die Zukunft des Marketings in Europa ver├Âffentlicht. Den CMO Report kannst du ab sofort auf doppelgaenger.io/Hubspot herunterladen.


105m Funding f├╝r AI Startup https://www.ft.com/content/cf939ea4-d96c-4908-896a-48a74381f251

AI Pitchdecks: https://clarifycapital.com/the-future-of-investment-pitching

GoStudent VR: https://hello.gostudent.org/govr

Gazprom Militias: https://www.ft.com/content/4dd0aa0a-4b37-4082-8db0-0b969c539677

Twitter wird verklagt: https://on.ft.com/3Ji1Zfv

Schlechter Stil von Hugo Boss https://www.zeit.de/2023/26/hugo-boss-russland-ladenschliessungen-umsatz


Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

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Post Production by Jan Wagener https://www.linkedin.com/in/jan-wagener-49270018b/

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Willkommen zum Doppelg├Ąnger-Tag-Talk-Podcast Folge 258. Pip war in der Stadt, die es nicht gibt. Wie war's?
Boah, das ist der lebendste Witz der Welt. Ich h├Ątte nicht gedacht, dass du dich so weit herabl├Ąsst. Ich war in Bielefeld auf der Hinterhand of Things. Die hat das f├╝nfte Mal stattgefunden. Ich war das erste Mal da und ich fand's gut. Au├čer, dass ich in meiner Stupidit├Ąt geglaubt habe, dass nat├╝rlich in Bielefeld alle Vortr├Ąge auf die Seite stehen werden und nicht auf die Idee gekommen war, den auf Englisch vorzubereiten. Dann, peinlich ber├╝hrt, festgestellt habe, dass fast alle Vortr├Ąge auf Englisch waren. Ich hatte auch noch angeboten, meinen schnell umzudrehen auf Englisch, aber das sollte ich dann noch nicht machen. Das war mir ein bisschen unangenehm, h├Ątte ich gesagt. Aber ansonsten war ich ganz zufrieden. Und eine coole Konferenz, also relativ flawless, absolut flawless. Viel Networking, guter Content, fand ich gut. Wurde nicht bezahlt, um das zu sagen, wurde gar nicht bezahlt. Aber ich fand's tats├Ąchlich spannend. Viele nette Leute, viele H├Ârer getroffen.
Das finde ich gut, dass du f├╝r uns auf Deutschland-Tour gehst.
Ja, damit du nicht arbeiten musst. Da gehe ich ein bisschen tingeln.
Super.
Wir haben zwei Themen zum letzten Mal noch. Die hast du jetzt schon wieder versteckt. Da muss ich jetzt wieder aus dem Kopf raten, was das eine Thema war. Achso, Google. Wir hatten letztes Mal angek├╝ndigt, dass wahrscheinlich Google, dass die Europ├Ąische Kommission am Mittwoch ein Statement of Objections verfassen wird. Das ist die offizielle, wei├č nicht, Klageschrift, nicht das richtige Wort, aber sozusagen dementsprechend. Und darin relativ klar auch die Restrukturierung von Google oder die organische Restrukturierung fordert. Offensichtlich, weil man auch gemerkt hat, dass die bisherigen Ma├čnahmen nicht gegriffen haben in anderen Industrien. Google ist ja so ein regelm├Ą├čiger Gast dort. Als Beklagter oder Beschwerde, wie sagt man das, wenn man ein Ziel der Beschwerde ist? Nicht Beschwerdef├╝hrer. Andi Klagter? Ja, Andi Klagter ist ein bisschen hart, aber die andere Seite des Beschwerdef├╝hrers, was auch immer das ist. Genau, und dann, was war das andere? Sekunde.
Das andere ist das neue Spiel, ├╝ber das wir gleich noch reden.
Nee, nee, nee, das haben wir beim letzten Mal verschoben. Aber es gab noch ein Update zu irgendwas, wor├╝ber wir das letzte Mal gesprochen haben. Es gibt eine sehr bunte Folge, viele News, ein paar Fragen und fast keine Earnings. Achso, Reddit war noch aktuell. Da haben wir letztes Mal erkl├Ąrt, mein Verdacht ist, warum die Moderatoren streiken. Das ist, weil Reddit die API zumacht. Das wiederum macht Reddit aber, glaube ich, weil sie merken, dass insbesondere die gro├čen Large-Language-Modelle auf Reddit-Daten trainiert werden, oder auf strukturellen Daten, die es bei Reddit gibt, n├Ąmlich den Verlinkungen. Und der CEO von Reddit droht jetzt, die Moderatoren zu entmachten, die da streiken. Vor allen Dingen hat er gesagt, man k├Ânnte einfache M├Âglichkeit schaffen, diese Moderatoren abzuw├Ąhlen. Also, dass man sofort Demokratie herstellt in den Subreddits und sagt, wenn ihr glaubt, wir f├╝hlen uns nicht repr├Ąsentiert von dem Moderator oder der Moderatorin, dann ist es sehr einfach zu machen, die Moderatoren abzuw├Ąhlen und sie damit fast rauszuschmei├čen eigentlich. Bin gespannt, wie das noch weiter eskaliert. Das waren die zwei Updates. Jetzt kannst du deine Agenda runterarbeiten. Du bist ja jetzt so gut vorbereitet.
Ich habe die Themen einfach ein bisschen nach links und rechts geschoben, also eigentlich nach unten. Wenn wir schon bei Google waren, k├Ânnen wir gleich noch ├╝ber die Google News setzen, dass sie die Domains wohl verkauft haben. Hast du Domains bei Google liegen, die jetzt Squarespace geh├Âren?
Nee, habe ich nicht. Es gab mal ein Produkt, das hie├č Google Domains. Da konnte man relativ g├╝nstig Domains registrieren. Und das hat Google jetzt aber divestiert, also verkauft. Und es ist an Squarespace gegangen. Und es ist ja so ein bisschen ein Meme fast, dass Google seine Services killt. Es gibt so Twitter-Accounts, die hei├čen killt bei Google und so. Es gibt einen Wikipedia-Artikel, der hei├čt, und es ist eine Kategorie auf Wikipedia sogar, Discontinued Google Services. Da geh├Ârt so Artwork dazu, Google Answers, Google Base, Google Blog Search, Google Buzz, Google Checkout, Google Code Search. Die meisten hat man entweder nie gekannt oder schon wieder vergessen. Google Labs, Google Latitude, Inbox by Gmail, Google Search Wiki, Google Squared, Google Stadia, Google Sync.
Ich erinnere mich noch an Google Wave.
Wave war dieser Messenger, ne?
Ja, dieses Gmail-Messenger-Thema, oder?
Ich meine, teilweise sind die dann einfach in anderen Produkten wiedergekommen. Also Stadia gibt es ja weiterhin, oder was habe ich eben noch vorgelesen hier? Schon wieder Urgent ist halt dann Analytics geworden. Also der Google Reader ist, glaube ich, weg for good, ist f├╝r immer weg. Aber ja, ein paar, Picnic, kennst du Picnic? Picasa, das was Google Fotos geworden ist, Und zwar, n├Ąchstes ist Google Domains. Das scheint nicht mehr als essentiell angesehen zu werden. Ich wei├č nicht, warum man das sinnvoll fand. Irgendwie wollte man wahrscheinlich eine bessere, einfache Beziehung zu SMBs aufbauen, k├Ânnte ich mir vorstellen. Ich wei├č es ehrlich gesagt wirklich nicht, was die Hypothese hinter Google Domains war. Scheint mir auch kein Kernbusiness zu sein. Und von daher ist es wahrscheinlich richtig, sich da zu refokussieren. Wenn du dazu nichts mehr zu sagen hast, w├╝rde ich zum n├Ąchsten Thema springen.
Sehr gerne.
Und zwar die kleinen Viecher, ├╝ber die wir letztes Mal nicht gesprochen haben. Wei├čt du noch, was Niantic Labs ist?
Waren das nicht die Verursacher des Pok├ęmon App Hypes?
Genau, das ist eine Spieleentwicklerfirma, die unterhalb von Google gegr├╝ndet wurde. Das erste Game war, glaube ich, der eine der ersten, war Ingress. Das war schon so ein Location-based AR-VR-Game oder AR-Game. Dann kam das gleiche in kinderfreundlich Pok├ęmon, das relativ weit verbreitet war. Und jetzt gibt es die Nachfolger, das hei├čt Peridot. Und es ist so eine Mischung aus Pok├ęmon Go, Tamagotchi und auch Location-based Augmented Reality.
Aber ist es nicht einfach nur Pok├ęmon, ohne dass man Nintendo f├╝r Pok├ęmon Geld zahlt?
Genau, so kann man es auch sagen. Es ist ein bisschen weiterentwickelt. Du musst dich immer darum k├╝mmern. Es hat so diesen Tamagotchi-Effekt, dass du dich k├╝mmern musst, f├╝ttern und so. Und vor allen Dingen viel spazieren gehen. Damit kriegt man wahrscheinlich die Compliance der Eltern, dass man mit diesen Viechern spazieren gehen muss. Das finden die Eltern vielleicht sogar gut und erlauben deswegen diese Apps, die wahrscheinlich eher j├╝ngere Menschen anspricht, w├╝rde ich sagen, wenn nicht ganz kleine Menschen. Warum baut Google das? Oder warum baut Niantic das? Also ich kann auch mal sagen, was man da so machen muss. Also du kriegst so ein Vieh, das musst du ein bisschen streicheln und Kunstst├╝cke mit dir machen, apportieren lassen. Dann kannst du es mit verschiedensten Sachen f├╝ttern. Die Dinge zum F├╝ttern findest du in verschiedenen Untergr├╝nden. Also du musst zum Beispiel das Tierchen, das Peridot in Sand suchen lassen oder in Erde oder in Gras oder im Baum oder in Geb├╝schen. Dann findest du da verschiedene Fr├╝hlingszwiebeln oder Tomaten, je nachdem wo man sucht. Oder Seetang, wenn man im Wasser sucht. Dann muss man dem Tierchen Hunde oder Katzen zeigen oder andere Menschen zeigen. Dann wird es immer gr├Â├čer und gr├Â├čer und kann sich dann irgendwann paaren. Dann kriegt man neue bunte Dinger. Also die schl├╝pfen am Anfang so aus dem Ei und dann kann man die irgendwann paaren mit anderen Nutzern. Dann kommen neue raus, dann hat man mehrere, um die man sich k├╝mmern muss. Und hat immer so Challenges und schreitet so weiter voran.
Also wie im normalen Leben?
Ja nur virtuell. Die Kinder k├Ânnen sich fr├╝h an ein ernstes Leben gew├Âhnen. Es gibt durchaus, also es ist nicht der einfache Antwort, die wollen unsere Daten.
Ich glaube es ist ganz anders. Die bauen das auf, weil wenn wir bald alle unsere Brillen aufhaben, bewegen wir uns ja gar nicht mehr. Und dann ist die Welt ja ganz traurig und die m├╝ssen uns ja auch irgendwie dazu kriegen, dass wir noch irgendwas machen. Und deswegen, wenn wir dann mal zwischendurch f├╝r eine Stunde die Brille absetzen und von unserem Sofa runter gehen, dann m├╝ssen wir halt drau├čen irgendwelche Fischer fangen.
Das kann nat├╝rlich auch sein. Das w├Ąre eine M├Âglichkeit.
Also das Leben des Lemming.
Achso ich wollte noch bei Google Trends schauen, wie trendy das schon ist. Da habe ich ganz vergessen. Sekunde, ich gucke mal nach. Ich glaube, w├Ąre ich noch superoperativer SEO, dann w├╝rde ich wahrscheinlich eine Webseite dazu bauen. Einfach auf Verdacht, dass das erfolgreich werden k├Ânnte. Es gibt noch nicht viel Content-Angebote daf├╝r. Also beziehungsweise so Peridot oder Peridot ist ein Halb-Edelstein, glaube ich. Sekunde, 90 Tage. Ne, ist komplett flat. Also das Spiel scheint noch, also es ist glaube ich eine Beta-Version, die ich teste. Es scheint noch ├╝berhaupt nicht gegriffen zu haben. Spannend. Vielleicht kann es ja auch sein, dass es gar nicht abhebt. Ich kann mir nicht, was ich ├╝berlegt habe, ist, ob die versuchen Google Street View billig, im Moment fangen ja in Deutschland wieder an die Street View Autos zu fahren, ob das eine einfache M├Âglichkeit ist, eine 3D Welt zu bauen. Weil du kriegst halt dadurch, dass du in verschiedenen Sachen in der Umgebung suchen musst und die Kamera dabei logischerweise die ganze Zeit an ist. Also was macht das Spiel glaube ich aus Google-Sicht spannend, dass die Kam, also es gibt Bewegungsdaten, aber die kriegt man mit Android ja auch so eventuell, wobei man kriegt zus├Ątzliche Daten von iPhone-Nutzern, das ist schon mal spannend. Dann kann man nicht sagen, dass es rein Daten, also das Produkt ist nicht so umsonst, sondern bestimmte Sachen kannst oder darfst du kaufen. Das hei├čt, ich glaube, es ist schon direkt ein finanzieller Nutzen auch dahinter. Aber dadurch, dass man st├Ąndig die Kamera, man m├╝sste mal gucken, was f├╝r Daten ├╝bertragen werden, w├Ąhrend die Kamera an ist, ob das alles hoch in die Cloud geht. Weil dann k├Ânnte es spannend sein, um eine 3D Welt zu bauen, ohne in jedem Winkel Autos fahren zu lassen. Und das Lustige ist, dass ja ausgerechnet Untergr├╝nde wie Sand, B├Ąume, Str├Ąucher, Pflanzen, Gras und sowas gefragt werden. Das ist nat├╝rlich das, wo die Autos nicht so gut hinkommen, auch ├╝ber den Spielplatz will man das Google-Auto ja nicht fahren haben. Man m├Âchte nat├╝rlich auch nicht irgendein Weirdo mit seinem Handy da Fotos machen sehen. Aber wenn ihr Leute so auf der Stra├če seht, die sich mit dem Handy vor euren Hund stellen und so kreisf├Ârmige Bewegungen auf dem Handy machen, das sind Leute, die Piri dort spielen. Das k├Ânnte ein bisschen weird wirken. Bin gespannt, ob das auch so gro├č wird wie Pok├ęmon.
Ich glaube nicht. Ich glaube, alle Leute, die das machen, haben doch vorher Pok├ęmon gespielt. Wieso sollen die auf eine andere Brand, die weniger wert ist, r├╝berziehen? Ist das Spiel so viel besser?
Es hat ein paar andere Features, ich habe noch nicht viel gespielt da drauf. Ich habe es nur kurz angetestet. Ich habe nicht vor, ewig dar├╝ber zu berichten. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es einigerma├čen erfolgreich wird.
W├╝rdest du weniger Google Fotos machen und mehr da versuchen, Nummer 1 in Deutschland zu sein? Auf keinen Fall.
Weltweit? So geil ist es nicht. Das ist mir auch zu bl├Âd. Ich glaube, die Frage ist, kann das echte Haustiere, also stellen wir mal vor, wir hatten das zu Corona schon gehabt, wie viele Haustiere jetzt nicht im Tierheim landen m├╝ssten, wenn die Menschen mit einem virtuellen Haustier spazieren gehen k├Ânnten drau├čen. Und in der Wohnung spielen. Du kannst auch in der Wohnung apportieren. Das w├Ąre vielleicht ganz gut gewesen. Dann m├╝ssten jetzt nicht die ganzen H├╝ndchen im Tierheim sitzen.
Aber kuscheln kannst du mit dem iPhone ja nicht.
Noch nicht, das wird schwer.
Lass uns eine h├Âhere Frage machen. Matthias hat es geschrieben, er ist 39, gelernter Maschinenbauer und arbeitet seit 4 Jahren in einem Start-up als Lobbyist. Also ├ľffentlichkeitsarbeit, Politik, Stakeholder-Management. Jetzt m├Âchte er die politische ├ľffentlichkeitsarbeit mit mehr Business-Themen verkn├╝pfen und sieht da eine Marktl├╝cke. Also PR plus Mathe oder Business, Business-Pl├Ąne. Und da war die Frage nach dem Studium. Vollzeitstudium w├╝rde er zeitlich nicht hinbekommen, aber es gibt ja Online-Kurse. Und da ist eine Frage, was wir davon halten. Wie w├╝rdest du so einen Online-Kurs finden, wenn dein Lobbyist oder PR-Berater sagt, ich w├╝rde jetzt gerne hier so einen 6 Monate Online-Kurs machen f├╝r BWL oder so was. Ist das eine Qualifikation oder ist das eher so ein Corporate-Benefit, den man anbietet, ├Ąhnlich wie ein Fitness-Abo?
Ja, ich meine, es gibt super viele verschiedene Produkte. Er hat auch nach einem speziellen Produkt gefragt, da wir das aber nicht kennen und auch nicht bewerben wollen, k├Ânnen wir es sowieso nicht einsch├Ątzen, ob das jetzt ein gutes Produkt ist. Also ob du das jetzt bei der University of Arizona oder FH Hagen machst oder was wei├č ich, das k├Ânnen wir eh nicht einsch├Ątzen. Deswegen k├Ânnen wir es nur allgemein beantworten. Ich glaube, dass wenn man eh schon im Arbeitsleben ist, w├Ąre so eine relevante On-the-Job-Erfahrung eigentlich spannender, dass man irgendwie beweist, dass man im Management-Circle mitgesessen hat, dass man vielleicht Projekte auch zusammen mit Marketing, PR gemacht hat und eben nicht nur politische Kommunikation. Ich w├╝rde eher versuchen, so im Job zu beweisen, dass man weit ├╝ber die rein politische Sph├Ąre oder das Stakeholder au├čerhalb der Company hinweg gedacht hat. Trotzdem ist es nie falsch, sich weiterzubilden, glaube ich. Also wenn man die Reserven hat, um nebenbei einen MBA irgendwo zu machen, und wenn man das Wissen tats├Ąchlich noch nicht hat, glaube ich, allein auch Vokabular und Einblicke zu haben, um dann sp├Ąter im Unternehmen m├╝ndig mitzudiskutieren, ist es, glaube ich, nicht falsch. Also es gibt wirklich ganz wenig Angebote, wo man sagen k├Ânnte, dass Geld in Bildung schlecht investiert ist. Solange es jetzt nicht irgendein Coach ist, der dir 5000 Euro daf├╝r abnimmt, dass du irgendwie zehnmal im Zoom-Meeting bist und ein paar Lebensweisheiten bekommst. Das ist das einzige, was ich nicht mache. Aber wenn du so eine Art das Curriculum, den Studienplan dir anschauen kannst und du glaubst, das ist was, kann man sich auch selber fragen, w├╝rde ich jemanden einstellen, der das zus├Ątzlich gelernt hat? Ja, nein. Also ich w├╝rde da weniger auf Brands achten als mehr auf das Curriculum. Bei mir ist es genau andersrum.
Ich w├╝rde eher auf die Brand achten und auf das Erlebnis drumherum.
Ich meine die Personal Brand. Also gut, wenn du ein Harvard MBA machst, mach das. Das wird kein Problem sein. Ich meine jetzt Brand im Sinne, dass du bei irgendeinem Sales Coach oder so jetzt so ein Quick MBA oder keine Ahnung was, Easy-Projekte ausdenken. Das meinte ich mit Brand. Wenn du an der Ivy League Uni irgendwie ein Sommer MBA machen kannst oder sowas, why not go for it? Aber ich glaube, man kann das auch hinbekommen, wenn man die Chance dazu bekommt. Es ist nat├╝rlich die Frage, ob das klappt. Das kann man ja auch einfach im Job besprechen, sonst wo ist die Firma? Schlau finde ich. Aber ich glaube beide Wege gehen.
Ja, wie du gesagt hast, irgendwann gibt es vielleicht den Vergleich von einer Person, die einen Bachelor hat und einer Person, die einen Master hat. Und dann ist die T├╝r oder gibt es das Foto nur f├╝r die Person mit dem gr├Â├čeren Abschluss. Aber ja, ich w├╝rde schauen, so ein Executive MBA zu machen.
Was ich nicht so richtig einsch├Ątzen kann, ist, ob das bei politischer Kommunikation wirklich hilft. Also ich glaube im Marketing oder SEO ist es zum Beispiel so, dass es hilft, ein grundlegendes betriebswirtschaftliches Verst├Ąndnis zu haben. Ob das bei Kommunikation jetzt auch so ist? Mein Bauchgef├╝hl ist es zumindest etwas weniger. Wahrscheinlich ist es nicht unn├╝tz. Es ist immer gut zu verstehen, wie Wirtschaft funktioniert. Wahrscheinlich macht es Sinn. Kann man nicht verwerfen gegen den letzten Gedanken.
Werbung. Was denkst du, sind aktuell die Top 3 meistgenutzten Marketingkan├Ąle in Europa? Platz 1 Webseiten und Blogs. Nummer 2 E-Mail-Marketing. Und auf Platz 3 organisches Social Media. SEO ist auf Platz 5 und Content Marketing, dazu 10 Videos und Podcasts, auf Platz 7. Woher ich das wei├č? HubSpot hat gemeinsam mit LinkedIn einen neuen Report ├╝ber die Zukunft des Marketings in Europa ver├Âffentlicht. Den CMO-Report kannst du ab sofort auf doppelg├Ąnger.io. Link ist in den Shownotes. Werbung. Ende. Was hast du Neues ├╝ber AI die letzten 3 Tage gelernt? Hast du deine Keynote langsamer vorgetragen als damals? Also wird es besser, je ├Âfterst du es machst?
Mal so, mal so. In welcher Universit├Ąt war ich zuletzt? In Frankfurt. Habe ich brutal ├╝berzogen und war trotzdem super schnell. In Bielefeld habe ich ein paar Fohlen weggelassen und es hat ganz gut gepasst zeitlich. Ich habe es gestern noch bei einem internen Event gemacht, da durfte ich glaube ich ├╝berziehen ein bisschen. Geht so. Aber das Spannendste ist das Gef├╝hl, wenn ich die Themen so durchschaue, dass wir uns noch ein paar Wochen offenbar immer wieder darauf beziehen k├Ânnen. Weil die scheinen nicht so schnell zu altern, wie ich gedacht h├Ątte. Es ist ganz spannend, es ist rausgekommen und zwar hat eine Studie von Clarify Capital rausgefunden, was sie gemacht haben ist, dass sie Pitch Decks genommen haben, die von Menschen gemacht worden sind und haben die sozusagen dann nochmal versucht mit GPT vor darzustellen. Und dann haben sie 250 Investoren und Business Owner steht hier, wir erkl├Ąren gleich nochmal was das ist, gefragt in welche der beiden sie investieren w├╝rden. Oder sie haben alle gesehen und mussten ja, nein sagen, ob sie investieren wollen oder nicht. Sie mussten sich nicht entscheiden, weil dann w├╝ssten sie ja das. Sie wussten nicht welche Variante Human oder GPT vor ist, sondern sie haben einfach nur entschieden, wo w├╝rden sie investieren und wo nicht und wie viel eventuell. Also was der Unterschied ist, es gab drei Fragen, die hier ausgewertet sind. Die Einordnung, ob das ein hoch oder sehr hoch qualitatives Pitch Deck ist, war 77% zu 26% und die 77% hat jet GPT. Also drei Viertel dachten, die von jet GPT erdachten, Pitch Decks waren qualitativ hochwertig. Bei den menschlich konstruierten war es nur ungef├Ąhr ein Viertel. Kernelemente wurden sehr gut beschrieben im Pitch Deck, sagten ebenfalls 76% bei jet GPT, bei den menschlichen nur 37% und dass das Problem klar beschrieben war in den Pitch Decks. Auch da hat jet GPT drei Viertel der Stimmen gewonnen, w├Ąhrend Menschen nur 40% gewonnen haben. Jetzt kann man denken, vielleicht waren die menschlichen Pitch Decks einfach schlecht und jet GPT hat sich perfekt ausgedacht. Wenn ich den Ablauf richtig verstehe, war es so, dass die menschlichen Pitch Decks, welche waren die schon Geld bekommen haben. Also es sind Pitch Decks, die Funding bekommen haben und die hat man einfach nur versucht noch mal zu renovieren mit jet GPT. Da hat jet GPT gewonnen. Es wird hier von Investors und Business Owners geschrieben und an der anderen Stelle steht, einer von f├╝nf Investoren h├Ątte mehr als 10.000 Euro investiert in die folgenden Businesses. Das hei├čt, das waren keine VCs, die da drauf geschaut haben. Ich glaube, tendenziell w├╝rde es vielleicht trotzdem gar nicht anders aussehen, weil es waren im besten Fall semi-professionelle Investoren, also Unternehmer und Unternehmerinnen. Vielleicht kann es auch sein, dass die auf grafische Features noch ein bisschen mehr stehen, wobei wahrscheinlich professionelle Investoren auch nicht blind daf├╝r sind. Aber die Ergebnisse sind eigentlich so klar, dass man schon sagen muss, dass es h├Âchstwahrscheinlich relevant ist. Das ist ja auch einigerma├čen wahrscheinlich, wenn man ├╝berlegt, wie viel Trainingsdaten es zu Pitch Decks gibt, dass eine generative AI das schon sehr gut kann, ist vielleicht gar nicht so ├╝berraschend. Also das Ausma├č ├╝berrascht eher, wie klar die Ergebnisse sind. Die Studie packen wir in die Show Notes, wer sich das noch mal genauer anschauen m├Âchte.
Und wenn wir schon bei AI und Pitches sind, warst du ├╝berrascht, dass ein europ├Ąisches, franz├Âsisches Startup 105 Millionen Funding bekommt, ohne irgendetwas?
Genau, also die hatten drei CVs mehr oder weniger und zw├Âlf Mitarbeiter schon eingeworben. Das ist vielleicht auch nicht ganz unwichtig. Ich glaube Mistral AI hei├čt es, das waren so ein bisschen die News der Woche, wurde viel bel├Ąchelt, ist nat├╝rlich vollkommen overhyped, so siehst du das wahrscheinlich auch schon, wie ich an deinem Schmonzettengrinsen entnehme. Hat es dich denn ├╝berrascht oder was denkst du denn dazu?
Ich erinnere mich an so ein Kassensystem aus Hamburg, das irgendwie ultra viel Kohle bekommen hat und nie ein richtiges Produkt rausgebracht hat. Also wahrscheinlich ist es jetzt ├Ąhnlich wie vor ein paar Monaten mit den ganzen Kryptoentwicklern. Oft ist ja dann so ein Thema, das Risiko ist sehr klein, weil im schlimmsten Fall machen wir einen Equihire mit den 30 oder 100 AI Experten, die wir in den kommenden Monaten einstellen.
Das wird ein teurerer Equihire dann bei 240 Millionen. Ich hatte harte Wimdu-Vibes, Wimdu hat damals ja auch 80 auf 200 geraced, glaube ich, wenn ich mich richtig erinnere. Ich wei├č nicht, ob das auch Seed hie├č offiziell, aber es ist die gr├Â├čte Seed-Runde. Es geht um ein Funding von 105 Millionen auf einer Post Money Bewertung. Also die Company nach dieser Kapitalinjektion ist die Company 240 Millionen wert, das hei├čt vorher war sie 135 Millionen wert, obwohl es eben nur 12 Leute sind und keine Webseite, kein Produkt. Das letzte, was ich kannte, war echt Wimdu, was so in dem Ausma├č war. Die Mistral AI will ein europ├Ąisches LLM bauen, also ein gro├čes AI-Modell, wenn ich es richtig verstanden habe. Und ich meine, die Wahrheit ist, das deutlich kosteng├╝nstiger zu bauen. Also ChatGPT hat, man glaubt, so 200 Millionen gekostet. Das umfangreichste Modell, Googles Bart wahrscheinlich auch locker dreistellig in Millionen, wenn nicht mehr. Und von daher, wenn dein Anspruch ist, du willst ein europ├Ąisches LLM bauen und ein generelles, also ein sehr breites Modell, dann ist die Funding-Summe, glaube ich, realistisch, weil du wirst keine nachvollziehbaren Zwischen-Steps oder Milestones haben, wo du sagst, ja wir gehen erstmal so weit, wir gucken, wie weit wir kommen und dann holen wir mehr Kapital. Sondern du musst das Ding halt einmal trainieren und das ist mega, mega teuer. Und da ist 105 Millionen, glaube ich, eine realistische Summe prinzipiell erstmal. Du brauchst ein europ├Ąisches Modell, ich glaube, das k├Ânnte schon eine USP sein, also dass du sagst, sagen wir mal, das unterliegt der Regulierung in Europa, es ist privacy-sensibel, du kannst es vielleicht on-premise laufen lassen, also in deiner eigenen Hardware-Welt und dann passt man das auf verschiedene industrielle Applikationen an. Das halte ich f├╝r ein Modell, was funktionieren k├Ânnte oder wo es Nachfrage daf├╝r gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einen Product-Market-Fit daf├╝r gibt. Also ich glaube, den Product-Market-Fit kann man fast skippen, weil ich glaube, Unternehmen w├╝rden gerne OpenAI nutzen, haben aber auch Restriktionen, warum sie es nicht k├Ânnen oder wollen. Also warum sie es nicht uneingeschr├Ąnkt wollen, n├Ąmlich Privacy und so weiter, dass Daten nicht in den USA sein sollen, Regulierung und so weiter. Von daher ist es, glaube ich, nicht bl├Âd. Investiert haben, da k├Ânnen wir auch noch kurz schauen, Lightspeed Ventures hat es, glaube ich, angef├╝hrt, dann war, glaube ich, La Familia und Headline eben als eVentures drin. Es wird zumindest gef├Ârdert von der BPI Frankreich, das ist deren Investmentbank, hei├čt, glaube ich, Banque Publique d'Investissement. Dann so ein paar Individuen noch, Eric Schmidt unter anderem, der ehemalige Chef, AI-Chef von Meta, soll Supporter des Teams sein. Achso, genau, und das ist nat├╝rlich einer der Gr├╝nde, warum man mit relativ wenig vorzuweisen so viel Geld raisen kann, ist, dass das Team halt der eine Gr├╝nder, Arthur Mensch hei├čt er, hat vorher bei DeepMind in London gearbeitet, dieses Googles AI, sozusagen Subsidiary gewesen, DeepMind, deren Forschungsstelle, das hei├čt, der gilt als Experte und seine beiden Mitgr├╝nder sind Guillaume Lample und Thimothe Lacroix, und die waren beide bei Meta vorher, sozusagen im AI-Segment t├Ątig. Das gibt denen, und sagen wir mal, Meta hat viele Open-Source-Modelle entwickelt, Google hat selber eben Palm, worauf ihr letztes Produkt BART beruht, und vorher nat├╝rlich das GPT an sich entwickelt, aber auch andere Modelle, und von daher spricht man den Leuten wahrscheinlich zu, dass sie einen fairen Shot h├Ątten, das zu bauen. Ich glaube, was so ein bisschen off sind, ist die Arithmetik daran. Also die VCs, die da jetzt investiert haben, die werden typischerweise so irgendwie 2-3% ihres Funds da investiert haben. Also du machst so, ich sch├Ątze mal 20, maximal 30 Investments aus einem Fund in der Regel, ich glaube 20 ist ein guter Mittelwert, und du brauchst ein bisschen trockenes Pulver, um Double Down pro Rate zu machen sp├Ąter, das hei├čt, realistisch vielleicht 2-3% investiert, und das hei├čt eigentlich so, die Firma muss sich verf├╝nfzigfachen, damit du einen Fund Returner bekommst. Das ist ja der Kehrwert, und dein Anspruch im VC ist ein Hit Business, jedes Investment muss die M├Âglichkeit haben, Fund Returner zu werden, ansonsten machst du wahrscheinlich dein Handwerk falsch, und wenn die Bewertung jetzt schon 240 ist, auf der du eingestiegen bist, dann muss das halt mal 50, das sind 12 Milliarden, dann hast du aber noch ordentlich Dilution hinterher, also du wirst ja noch weitere Runden brauchen, also das wird nicht weniger Kapital intensiv mit der Zeit, h├Âchstwahrscheinlich, weil du weitere Iterationen sp├Ąter auch wieder neu trainieren musst, das hei├čt bis dahin hast du vielleicht mehr Firmenwert geschaffen, aber du wirst wieder verw├Ąssern und wieder viel Geld brauchen, man hat ja gesehen, was die Funding Runden bei Open AI waren zuletzt, das hei├čt am Ende muss das eine 20 Milliarden Company sein, oder es wird kein wirklich guter Deal, und wie gesagt, du hast massiven Kapitalbedarf, das ist nicht in irgendeiner Weise Asset light das Modell, sondern du brauchst Ressourcen, in den USA ist es inzwischen so weit, dass die VCs nicht mehr Basketballspieler und Rapstars mitbringen, sondern Nvidia Chips in die Gespr├Ąche, um die Firmen zu ├╝berzeugen, berichtet ein Medium, was ich leider vergessen habe, aber die Ressourcen, also Training Ressourcen zu bekommen, weil die gro├čen Gafas sitzen ja auf ihren eigenen Chips quasi, da m├Âchte man wahrscheinlich nicht in die Cloud gehen unbedingt, und alle, die unabh├Ąngig bleiben wollen, m├╝ssen mit Nvidia Chips arbeiten, und bei Nvidia steht eine lange Schlange vor der T├╝r, irgendwie als wenn da Klopapier zur Pandemie verkauft wird, und von daher hast du halt einen hohen Kapitalbedarf mit dem Modell, w├╝rde ich sagen.
Sind die ├╝berhaupt in der Lage, irgendwie in europ├Ąisch das zu bauen, also die Infrastruktur, wenn du jetzt sagst, es ist jetzt voll europ├Ąisch, haben wir ├╝berhaupt die Infrastruktur daf├╝r?
Ich glaube, am Ende brauchst du Grips, Daten und Hardware, und sp├Ąter Distribution, wenn du es anwenden willst, aber ich glaube, es soll ein B2B Modell werden, oder ├╝berwiegend B2B, das hei├čt, es w├Ąre Sales, das kann man in jedem Land machen, Daten sollte es auch genug geben, das Problem, es wird am Ende Hardware, die Frage ist, wie kann sich Europa genug Hardware, Zugang zu Hardware sichern letztlich, das wird schwer. Ich hatte eine spannende Diskussion in Bielefeld ├╝ber die Kompetitivit├Ąt von China bei AI. Ob China nicht, also A, versuchen wir mit aller Macht zu ver├Ąndern, dass irgendwelche Chips nach China gehen, was f├╝r Europa und die USA wahrscheinlich gut w├Ąre, um einen Vorsprung zu behalten, das hei├čt, das Hardware-Problem hat China auch, und ich bin mir sicher, dass sie alle m├Âglichen Pl├Ąne haben, das irgendwie trotzdem hinzubekommen, und das andere ist ja aber, dass China nicht auf 100% der Daten lernen kann, und die Modelle alle noch strenger als wir nachzensieren muss. Also unsere Modelle sind ja auch zensiert letztlich, damit die keinen Unfug anstellen, sind gewisse Antworten ausgeschlossen, so auf dem, wie hei├čt das Layer bei Microsoft, ich habe vergessen, wie ist es, irgendwie Composer Layer, oder wo die Antworten zusammengebaut werden, die Bedienebene. Das wird ja nochmal gefiltert, falls da jetzt steht, wie man eine Bombe baut, oder so, dann wird es eben rausgenommen. Aber der Aufwand daf├╝r ist in China ja viel gr├Â├čer, weil da sind viel mehr Dinge. Das ist so ein bisschen wie das Internet, also Diktatoren haben halt kein Interesse daran, dass das freie Informationen, freie Flie├čen, und sie k├Ânnen eigentlich auch nicht an einer allwissenden AI Interesse haben, weil die ja auch w├╝sste, wie sch├Ân es in anderen L├Ąndern ist, und wie freie andere L├Ąnder sind, und dass Kommunismus vielleicht keine auf dauerhaft gangbare Regierungsform ist. Deswegen k├Ânnte es sein, dass es f├╝r China echt schwer wird, da Schritt zu halten, obwohl sie an Ressourcen wirklich sehr viel, also sie sind die zweitgr├Â├čte Nation, was Investitionen angeht, definitiv. Sie sind eins der L├Ąnder, das am st├Ąrksten, das Land, das am st├Ąrksten profitieren wird vom Einsatz von AI. Dennoch relativ gesehen, letztes Mal haben wir gesagt, oder vorletztes Mal, dass China bis 2030 das Bruttosozialprodukt von Deutschland hinzugewinnen wird, nur durch den Einsatz von AI. Aber eigentlich haben sie, glaube ich, strukturell so ein paar Nachteile, die es nicht einfacher machen, gute Anwendungen zu bauen, wenn man immer schauen muss, dass da nicht aus Versehen die Wahrheit rauskommt.
Sie k├Ânnen es ja bei anderen Leuten testen. Also TikTok lernen Sie ja sehr viel wahrscheinlich.
Ja, genau, Sie k├Ânnen es im Ausland entwickeln und dann im Inland zensiert testen zum Beispiel. Das w├Ąre eine M├Âglichkeit. Die andere Frage ist, 105 Millionen Jahre, so viel brauchst du wahrscheinlich, um ein gutes Team aufzubauen und wirklich gro├če Modelle zu trainieren. Aber w├Ąre es f├╝r B2B Anwendungen nicht vielleicht doch besser, eins dieser Open Source Modelle weiterzuentwickeln? Ich habe ja so einen Vergleich gehabt, um jetzt rein zuf├Ąllig nochmal auf meine Pr├Ąsentation zur├╝ckzukommen. Tats├Ąchlich kann man das immer wieder gebrauchen. Ich bin selber ├╝berrascht. Sekunde, die hei├čt 2023.
Die Pr├Ąsentation findet ihr auf doppelg├Ąnger.io. Ach gut, das ist Sachs, ich h├Ątte es vergessen.
In Slide 61, das letzte Mal war es 62, jetzt 61. Slide 61, sieht man, ja, also das Chet GPT ist halt dieses eine Trillion, das ist dann eine Billion Parameter Modell, also die Neuronen, wenn man so will. Es ist stark vereinfacht in dem Modell, es gibt halt eine Million so kleine Schalterchen. Im menschlichen Kopf gibt es ├╝brigens 10 Milliarden. Das hat halt 200 Millionen gekostet zu trainieren. Dann gibt es Google Bart, das hat nur 137 Milliarden, also nur ein Siebentel ungef├Ąhr von Chet GPT. Chet GPT ist auch nur 7% schlechter in der Performance, also es beantwortet manche Fragen besser, ein paar schlechter auch, viele gleich gut, aber insgesamt erreicht es 93% der Performance von Chet GPT. Und dann gibt es Wikuna 13b, das hei├čt 13b, weil es nur 13, also englisch, billionen, deutsch, 13 Milliarden Parameter hat. Also es ist nur ein Zehntel von Bart vom Umfang. Das hat angeblich nur, umgerechnet 130 US-Dollar gekostet zu trainieren und kommt aber auf die fast gleiche Performance wie Googles Bart und auf 92% von Chet GPT. Die Frage ist eher, also sollte man nicht lieber kleinere Open Source Modelle mit besseren Daten trainieren oder auf sehr spezialisierte Use Cases oder sollte man wirklich noch ein so ein Megamodell bauen. Aber gut, wenn du das europ├Ąische Modell bauen willst, als sozusagen Gegenpart zu Chet GPT oder Bart, dann willst du wahrscheinlich ein breites Modell und dann brauchst du auch 100 Millionen, das ist glaube ich die Wahrheit. Anders geht es da nicht. Wenn du ein breites Modell bauen willst, ob das der richtige Weg ist, bin ich mir nicht so sicher. Aber sonst g├Ąbe es ja kein europ├Ąisches. Wie gesagt, ich bin mir nicht so sicher bei der, also es ist so eine asymmetrische Wette, w├╝rde ich sagen, aber in die falsche Richtung. Man sagt ja asymmetrische Wette, wenn Risiko und Chance falsch verteilt ist oder zum Beispiel die Chance deutlich gr├Â├čer ist als das Risiko. Hier in dem Fall glaube ich, dass vielleicht das Risiko auch ein bisschen reduziert sogar, aber die Chance ist, wenn du schon bei 240 Millionen einsteigst, glaube ich nur noch begrenzt gro├č. Aber wir werden sehen. Vielleicht wird es ja mehr als 20 Milliarden wert oder in meiner Rechnung ist ein Fehler.
Dann muss es auf jeden Fall schnell Unicorn werden. Also in diesem Jahr m├╝ssen wir noch dar├╝ber sprechen, dass sie jetzt Unicorn-Status erreicht haben.
Ich bin gespannt, wie schnell das, also ob die jetzt anderthalb Jahre untertauchen quasi oder zwei Jahre untertauchen und das bauen oder ob es relativ schnell erste Ergebnisse geben wird.
Oder dass in sechs Monaten kein Mensch mehr von Chat-GPT spricht und es auch egal ist, was sie sich da vorgenommen haben.
Und alle wieder NFTs im Metaverse z├╝chten, meinst du?
Ja, oder irgendwelchen Teletubbies hinterherlaufen.
Ich glaube, das wird nicht der Fall sein, aber gut, wir werden es sehen.
Meta hat die Woche auch irgendwie ein paar Sachen announced, oder? Zur AI, die m├╝ssen sich jetzt auch positionieren, dass das Ding vielleicht nicht ganz so gro├č ist wie das Metaverse.
Genau, Meta hat bekannt gegeben, dass sie weiter auf Open-Source-Modelle setzen werden, also ihre Modelle ├╝berwiegend Open-Source machen werden. Also Vicuna 13b ist eine Weiterentwicklung von Lama. Nach Lama gab es Alpaca, das war etwas besser und dann gab es Vicuna und da lagen jeweils nur wenige Wochen, also nur zwei oder drei Wochen dazwischen. Also dieses Vicuna 13b, was 92 Prozent der Performance von Chat-GPT erreicht, ist eine zweifache Iteration aus einem Lama Open-Source-Modell von Facebook. Und Facebook will dann ihre anderen Modelle auch Open-Sourcen jetzt, was strategisch, also einerseits macht das das Leben f├╝r die anderen Tech-Konzerne nicht einfacher, wenn es kostenlose Konkurrenz gibt. Und andererseits kannst du nat├╝rlich auch darauf bauen, dass die Open-Source-Community deine Modelle weiterentwickelt. Also sie machen die sicherer, f├Ąhiger, wenn sie vielleicht auch konkret bauen vielleicht was, worauf du selber nicht gekommen w├Ąrst, wof├╝r du dann aber die Ressourcen hast, das selber zu machen im Zweifel. Also du lernst schneller und dein Modell w├Ąchst so ein bisschen mit. Ich wei├č nicht, ob du sogar eventuell, je nachdem wie es eingesetzt wird, also ob es auch bei Facebook l├Ąuft oder ob es bei den Entwicklern l├Ąuft, w├╝rdest du eventuell sogar noch Daten und Ergebnisse bekommen und die Inferenzen, also die Aussagen des Modells. Aber es ist zumindest eine spannende, spannende Approach, glaube ich, das Open-Source zu machen, wenn man glaubt, man kann mit den ganz Gro├čen vielleicht auch nicht mithalten. Dann zu sagen, dann partnern wir mit der Rebellen-Allianz und der Open-Source-Community, finde ich strategisch gar nicht so bl├Âd, ehrlich gesagt.
Und zum Abschluss von AI kam noch eine Frage zu deiner Hypothese, AI Mittelma├č wird wertlos. Die Frage ist, ob du da nochmal tiefer reingehen m├Âchtest, weil ja der Output auch vom Input irgendwie abh├Ąngt und wahrscheinlich ja die Trainingsdaten immer besser werden und deswegen auch bessere Sachen als Mittelma├č irgendwann wertlos werden k├Ânnten.
Genau, also der User sagt, dass eine der Vorteile von Machine Learning ist, dass man die Trainingsdaten gewichten k├Ânne. Und so k├Ânnte man ja sozusagen gute Trainingsdaten oder Expertenmeinungen so hochgewichten, dass die AI eben nicht mehr so schlau wird wie der Durchschnitt oder die Konsensmeinung, sondern wie die schlauste Meinung. Dazu br├Ąuchte man ja jemanden, der wei├č, was die schlauste Meinung ist. Also man kann das nat├╝rlich ├╝ber, man k├Ânnte es so wie Google machen mit so einem Page-Rank-Algorithmus, dass man sagt, die Meinung, die am meisten zitiert werden, das ist ja das Google-System, wer die meisten Links bekommt, die meisten Referenzen, Zitate, der wird bei Google tendenziell weiter oben stehen. Das hat lange Zeit ganz gut funktioniert, aber das f├╝hrt nicht zwangsl├Ąufig dazu, dass die schlauste Antwort oben steht, sondern die popul├Ąrste. Das hei├čt, man geht sehr stark auf den akademischen Sektor, was Google ja auch gemacht hat. Aber ich glaube nicht, dass das das Problem vollends l├Âst, weil popul├Ąr nicht gleich richtig oder schlau ist. Ich glaube, dass es die Konvergenz zur Konsensmeinung oder zum Durchschnitt trotzdem geben wird. Und vor allen Dingen geht das gr├Â├čere Problem noch, dass dann Meinungsvielfalt fl├Âten geht. Es gibt halt Probleme, wo es auch nicht nur eine Antwort gibt. Selbst bei einem SEO-Audit, also ich frage Chat-DbT, wie meine Webseite besser aussehen k├Ânnte, dann kriege ich halt irgendwelche allgemeing├╝ltigen Tipps, die ich machen kann. So ein paar Titel ver├Ąndern und dies und das und bla bla bla, mehr Content schreiben. Das stimmt vielleicht alles so. Das ist f├╝r Webseiten, die schon einigerma├čen optisiert, mir sind vollkommen nutzlos oder sogar sch├Ądlich. Bin gespannt, wie viel Arbeit damit zerst├Ârt wird in Zukunft, weil jemand glaubt, Chat-DbT kann das besser. Und dann wirklich tiefgehende strukturelle Probleme kann im Moment zumindest, das kann sich alles noch ├Ąndern in der Zukunft, aber Chat-DbT glaube ich nicht l├Âsen. Ich glaube schon, dass es immer besser wird, das ist gar keine Frage. Und dass es nur den Mittelma├č bedroht, das ist definitiv auch eine tempor├Ąre Aussage. Ich glaube schon, dass es sehr breit, sehr tief schlau wird in den n├Ąchsten zwei, drei Jahren, EI, und sich da sehr schnell entwickelt. Die Frage ist halt, wie man schlau definiert. Ich glaube, die EI hat ja keinen Anspruch auf Wahrheit oder auf, wie definierst du schlau. Du kannst sagen, es soll mindestens richtig sein, das w├Ąre auch schon ein guter Anspruch, aber selbst das ist glaube ich unheimlich schwer umzusetzen, weil viele der Meinungen, die im Internet stehen, sind einfach nicht richtig. Bisschen philosophisch alles. Also ich glaube, es wird besser, von daher ist die Frage jetzt, nat├╝rlich wirst du Daten gewichten, aber beim Gewichten hast du ja schon das Problem, dass du gar nicht wei├čt, was du hochgewichten willst. Deswegen nutzt man ja sowas wie Reddit dann, weil man denkt, ok, wenn das drei Nutzer hochgewotet haben, dann ist das entweder richtig, schlau, lustig oder besonders polarisierend. Hinter dem Upvote k├Ânnen sich auch schon viele Meinungen ausdr├╝cken, es muss nicht sein, dass es besonders guter Content ist, einfach nur popul├Ąrer Content, aber das ist immer schon nochmal besser, als einfach nur auf Durchschnittswerte zu schauen oder einfach allen Content gleich zu gewichten. W├╝rde man dann eben so Verweise nehmen, so wie Google, sollte sich die Qualit├Ąt auch schon erh├Âhen, tendenziell, aber du bist immer noch nicht bei richtig oder bei perfekt. Das Spannende ist ja, dass bei Menschen es akzeptiert ist, dass 90% auch bei einem Problem falsch liegen k├Ânnen. Und das ist ja eben der Expertenstatus, dass dann einer oder ein paar Leute es trotzdem besser wissen. Ich glaube, die Ambiguit├Ąt wird AI vermutlich nicht abbilden k├Ânnen, also dass man zum Beispiel mehrere Konzepte gleichzeitig im Kopf hat, sondern sie tendiert ja wahrscheinlich dazu, obwohl die gibt auch so, manchmal gibt es ja auch so Depends-Antworten, vielleicht kann sie es doch so ein bisschen, wenn die Meinung nicht klar ist, finde ich noch schwer vorauszusagen, muss man vielleicht ein bisschen beobachten. Ich glaube nicht, dass es kurzfristig besser werden kann als echte Experten, es sei denn, es sind sehr mathematische Probleme, wird es wahrscheinlich besser werden als Experten, so wie es im Schach auch besser wird. Es gibt definitiv Bereiche, wo sie jetzt schon besser ist oder besser werden kann. Ob das auf alle Gebiete zutrifft?
Ja, wieso sollte denn in Jura oder irgendwie im Business nicht besser sein? Also wenn du dir jetzt zum Beispiel irgendwelche...
Jura bestimmt, ja.
Oder auch, also stell dir vor, du wei├čt ja alles, was du gelernt hast, ich jetzt nicht, also man m├╝sste ja eigentlich eine Firma besser f├╝hren k├Ânnen, wenn du alle Frameworks, alle Daten, alles hast.
Jura ist ein guter Case, w├╝rde ich sagen. Das ist absolut... 99 Prozent der Anw├Ąlte schl├Ągt, das kann ich mir relativ schnell vorstellen, nicht heute, aber relativ schnell. Du brauchst halt immer noch jemanden, der es richtig promptet. Und dann das, was der Zeuge oder die Zeugin oder die Angeklagte von sich gibt, dass man das noch richtig abfragt und so weiter. Du musst schon noch, also wenn schlecht gepromptet wird, also wenn ich einfach nur sage, verteidige mich mal, das wird halt nicht reichen. Sondern so die Beweisaufnahme, was w├Ąre ├╝berhaupt eine gute Strategie? Das ist genauso wie bei der Medizin, passieren die Fehler ja nicht nur in der Entscheidung, sondern auch in der Anamnese, also im Aufnehmen der Informationen. Wenn du halt nach einem gewissen Fakt nicht fragst, wenn du nicht wei├čt, dass jemand im letzten halben Jahr in Bangladesch oder Myanmar im Urlaub war, dann ist es schwer, auf eine Tropenkrankheit zu kommen oder ein Parasiten. Von daher, aber ich meine, da kann man auch Checklisten und drittes, also ich glaube es gibt schon, also Medizin und Jura glaube ich schon, dass das sehr schnell geht.
Und wieso Business nicht? Wir haben doch jetzt vorhin, du hast uns doch erkl├Ąrt, dass die AI die besseren Pitchdecks schreibt.
Ich glaube auch, dass Aspekte von Business, also irgendwie eine, sagen wir mal, Vorratsplanung oder Supply Chain sollte ja auch irgendwann besser k├Ânnen, relativ klar. Produktentwicklung auch wahrscheinlich.
Dann SEO doch auch.
SEO auch, also was auf jeden Fall besser kann, ist der analytische Teil von SEO. N├Ąmlich, dass nach jedem Google Update setzen sich paar tausend SEOs hin und durchsuchen ihre Lieblingsseiten, wie die performen und sagen dann, hier, weil eine Seite, die so und so aussieht, abgest├╝rzt ist, habe ich jetzt das Pattern gefunden. Und das ist vollkommen unwahrscheinlich, dass ein Mensch wirklich gut darin ist, Patterns in so Updates zu erkennen. Das kann ein Machine Learning eigentlich viel besser, dass man sagt, alle Seiten, die besonders stark verloren und gewonnen haben, teilen diese Merkmale. Das ist nicht mal Machine Learning, sondern eigentlich auch eine Regression, aber das kann eine Maschine deutlich besser. Das dann richtig umzusetzen, ist nochmal eine andere Frage, aber ich glaube, die Hinweise, die Datengrundlage f├╝r SEO schaffen, da wird AI unheimlich wertvoll sein. Habe ich vor, habe ich es im Podcast mal gesagt, ganz am Anfang oder auf einer Konferenz? Ich habe fr├╝her immer daf├╝r geworben, dass wir f├╝r Waffengleichheit sorgen m├╝ssen. Und das, wenn Google quasi mit AI arbeitet, dass SEOs das Gleiche tun m├╝ssen, um den Algorithmus reverse zu engineeren quasi. Ich glaube, das war tats├Ąchlich auf einer SMX oder so mal. Keine Ahnung. Ja, es gibt schon, ich glaube, was intellektuelle Arbeit ist, ist bedroht. Punkt. Alles, was eigene Recherche braucht, also was Social Recherche braucht, was Social Engineering braucht, die Journalistenarbeit. Bei der Journalistenarbeit ist das Schreiben bedroht, aber nicht das Reporten. Also die Personen finden, obwohl, man kann ja eigentlich auch eine Person auf LinkedIn ausfindig machen und ausquetschen. Und ihr so ein charmantes Wissen entlocken. Vielleicht geht sogar das. Ansonsten w├╝rde ich sagen, das eigentliche Reporting ist relativ schwer zu ersetzen und super wertvoll, weil die AI von alleine ja keine neuen Fakten schaffen kann, sondern nur auf Fakten angewiesen ist. Achso, und das ist noch das andere Problem, warum die Qualit├Ąt, es gibt dieses Rekursionsproblem, n├Ąmlich, dass die Qualit├Ąt des Outputs der AI immer weiter sinken w├╝rde, wenn sie von sich selber lernt. Das ist so ein bisschen der Hund, der immer seine eigene Pupu isst. Es wird halt nicht besser, was da hinten rauskommt. Dadurch, wenn die AI selber aus AI generierten Inhalten lernt, dann f├╝hrt das zu einer Verengung des Informationsraums, w├╝rde man vermuten. Und das ist noch eine andere Schw├Ąche, wo, wie gesagt, die Vielfalt der Meinung und Heterogenit├Ąt der Information ist, glaube ich, noch ein Wert. Aber das ist alles auch Status heute. Ich glaube, nat├╝rlich macht man sich genau dar├╝ber gerade ├╝berall Gedanken und ├╝berlegt, wie man sowas besser abbilden kann.
Sollen wir ├╝ber das witzigste Video der Woche reden?
Ich wei├č noch nicht, welches das ist, glaube ich.
Kinder lernen im Virtual Reality, also lernen, besser zu lernen in Virtual Reality.
Ich hab's ein Video zu. Achso, dann habe ich das sogar verpasst. Sekunde. Das muss ich mir noch anschauen.
Schau es dir an.
Warte mal kurz. Okay, das ist super cringe. Also teilweise nachvollziehbar, aber super cringe. Es ist leider zu lang, sonst h├Ątte Jan das mal einspielen k├Ânnen.
Erkl├Ąr mal.
Also wir sind, es kam heute, ich glaube, diese Woche eine Pressemitteilung von, ich hab's auf LinkedIn gefunden, von GoVR. Und zwar ist das das neue Virtual Reality, das immersive Lernprodukt von GoStudent. Das passiert nat├╝rlich mit der MetaQuest, also das wurde in Zusammenarbeit mit Immers, die bauen so Lern- und Weiterbildungserfahrungen mithilfe von AR, kann man glaube ich sagen, und unterst├╝tzt von Meta gebaut. Ich wollte erst fragen, wie viel Geld oder wie viel Ressourcen Meta zur Verf├╝gung gestellt hat. Es wurde ja mal gesagt, dass eine der gro├čen Kostenpunkte des MetaVer sind, dass Meta f├╝r andere Firmen Apps entwickelt, f├╝r Brands im Metaverse, um das ├╝berhaupt mit Content zu f├╝llen. Das hei├čt, es k├Ânnte sein, dass Meta das sogar mit Ressourcen unterst├╝tzt hat, wei├č ich nicht, vielleicht haben sie es auch nur mit Know-how unterst├╝tzt, das kann man nur mutma├čen. Aber auf jeden Fall kann man, es gibt viermal schnellere Lernerfolge angeblich, mehr Selbstbewusstsein, bessere Noten logischerweise. Ich glaube, was schon Sinn macht, dass Menschen, die sch├╝chtern, es geht hier um Sprache lernen vor allem, dass Menschen, die sch├╝chtern sind, im Metaverse so ein bisschen die Realit├Ąt vergessen und ihre Sch├╝chternheit ablegen. Das k├Ânnte nat├╝rlich funktionieren, aber meine, ich glaube, wenn ich irgendwas gemacht h├Ątte, w├Ąre es ja auf AI zu setzen, eigentlich, logischerweise. Aber, weil so eine meiner Thesen f├╝r diese Pr├Ąsentation war, war, dass eigentlich niemand, also GoStudent kam da ganz kurz vordrin, und meine These ist eigentlich, dass niemand mehr Nachhilfekurse mit echten Tutoren geben will, weil die AI sollte relativ schnell, also wenn GoStudent hoffentlich alle Nachhilfen aufgezeichnet hat, sollte eine AI relativ schnell in der Lage sein, Kinder besser zu unterrichten als der durchschnittliche Tutor zumindest. Und was gut ist, dass man das A1 zu 1 machen k├Ânnte, das hat zwei Vorteile, n├Ąmlich, dass das Problem Sch├╝chternheit dann auch komplett weg ist, weil ich denke, Kinder h├Ątten kein Problem, Englisch mit dem Computer zu reden, wenn sie wissen, niemand anderes ist im Raum und niemand h├Ârt zu, k├Ânnen, glaube ich, sehr sch├╝chterne Menschen trotzdem mit einer Maschine einfach reden, wenn man ihnen gut erkl├Ąrt, dass das ein Computer ist, niemand zuh├Ârt, niemand sie aufnimmt, die Eltern es nicht wissen, dann, glaube ich, ist das ein Riesen-Unlock f├╝r Leute, die sich sonst nicht trauen, Fremdsprachen zu sprechen. Und der andere Vorteil von 1 zu 1 Tutoring durch AI ist, also es w├Ąre normalerweise einfach vom finanziellen, ├Âkonomischen nicht abbildbar, nicht jede Familie kann sich leisten, Kinder 1 zu 1 zu unterrichten, aber der gro├če Vorteil w├Ąre, dass es durch AI eben erm├Âglicht wird, das zu tun und dass dadurch Kinder in ihrer individuellen, nicht nur Kinder auch erwachsen oder heranwachsen, aber in ihrer individuellen Geschwindigkeit trainieren k├Ânnen oder lernen k├Ânnen. Also die AI k├Ânnte st├Ąndig checken, ob jemand mental schon ausgecheckt ist, nachfragen hat und das Lerntempo sehr gut mitbestimmen und zwischendurch kontrollieren. Genau das, wof├╝r Lehrer heutzutage keine Zeit mehr haben, k├Ânntest du alles im 1 zu 1 Training machen. Die Leute, die sehr lernf├Ąhig sind, k├Ânnten massiv gef├Ârdert werden und Leute, die langsamer sind, k├Ânnten auch ihren Ressourcen entsprechend gef├Ârdert werden, was f├╝r den Durchschnitt, also nicht nur f├╝r den Durchschnitt, sondern f├╝r jeden Einzelnen eigentlich die bessere Erfahrung sein soll. Ich glaube, es ist trotzdem noch sinnvoll, dass man in Klassen gewisse Stunden hat, aber ich glaube, dass dann Hausaufgaben demokratisieren, in Anf├╝hrungsstrichen, durch AI halte ich f├╝r deutlich schlauer, als dass die Tutoren sich in Virtual Reality bewegen. Das ist f├╝r die gro├če Debatte VR oder AI wichtiger oder spannender. Ich h├Ątte das Problem, man muss jetzt sagen, das Ding hier zu bauen hat bestimmt ein Jahr gedauert oder anderthalb Jahre und w├╝rde man heute entscheiden, k├Ânnte ich mir vorstellen, vielleicht h├Ątte man AI genommen und nicht VR, aber ich glaube, der gr├Â├čere Durchbruch ist, dass 1 zu 1 Tutoring mit AI m├Âglich wird. Ich meine, ganz ehrlich, um einem F├╝nfkl├Ąssler Unterricht zu geben, ist ChatsGBT gut genug und wenn nicht, wird es das sehr, sehr schnell, vor allen Dingen, wenn du eventuell mitgeschnittene Lessons hattest von fr├╝her. Und das, glaube ich, ist eigentlich die viel gr├Â├čere Opportunity. Deswegen finde ich jetzt, dass VR, ich meine, es sind hier so ein paar Statistiken dabei, die daf├╝r sprechen, dass es erfolgreich ist, aber gerade wenn es um Sch├╝chternheit und Selbstbewusstsein geht, glaube ich, ist es, f├Ąnde ich, so einen vertrauten AI-Tutor spannender, als jetzt die Klasse auf einmal im Metaverse zu treffen. Warum soll das besser sein als ein Zoom-Klassenraum?
Also das eine ist, die Klasse im Metaverse zu treffen, das andere ist, die ganzen anderen Leute da im Metaverse zu treffen. Das ist bestimmt f├╝r jemanden...
Bis du das erste Mal merkst, dass man auch da gemobbt werden kann.
Das ist bestimmt f├╝r sch├╝chterne Leute nicht der richtige Ort oder geschweige denn f├╝r irgendein Kind wahrscheinlich der richtige Ort. Und das Ganze, also ich habe bei dem Video volle Microsoft-Vibes von vor zehn Jahren bekommen, als sie irgendwie rumgegangen sind und gesagt haben, hey, wir haben auch einen App-Store. Wollt ihr nicht, liebe App-Entwickler, wollt ihr nicht bitte eure super funktionierende App auch f├╝r uns bauen?
Du siehst das als Apple-Konkurrenten vor allem wieder?
Ich sehe es einfach als Meta, die halt versuchen Cases da hinzukriegen. Und mit Schule und Bildung ist ja immer sch├Ân, ein Produkt irgendwie in die Masse zu bekommen oder Geschichten zu erz├Ąhlen. Und das ist halt einfach gute PR, die wahrscheinlich ein bisschen was gekostet hat.
Ja, ich frage mich auch, warum sollten Kinder das spannender finden, wenn es bei Erwachsenen ja nicht funktioniert, dass sie glauben, sie k├Ânnen besser lernen oder zusammenarbeiten im Metaverse? Die meisten Leute wollen das ja nicht. Warum sollten Kinder das jetzt ausgerechnet cool finden? Klar, das ist ein bisschen spielerisches Lernen, das verstehe ich schon. Das kann kurzzeitig spannender sein. Aber das Fiese ist, ich kann diese Ergebnisse ja erzeugen, wenn ich im Metaverse einfach super interaktive Kurse mache, wo es viel Back and Forth gibt, ich gestalte den Unterricht einfach ganz anders, als ich es vorher auf Zoom habe. Nat├╝rlich werden die Ergebnisse einem besser sein. Aber w├╝rde ich den Unterricht in Zoom oder im Klassenraum genauso interaktiv machen, vielleicht werden auch da die Ergebnisse besser. Das ist die Frage, ob man da wirklich ├äpfel mit ├äpfeln vergleichen kann oder ob das nicht noch ganz andere Gr├╝nde hat, n├Ąmlich dass es interaktiver ist. Dass nicht die Technologie, sondern die andere Unterrichtsf├╝hrung eigentlich der Grund ist. Und der Grund, warum ich es glaube, wie gesagt, ich glaube, man konnte nicht einfach zwischen VR und AI entscheiden, sondern im Zweifel sollte man beides machen oder hat sich viel fr├╝her entschieden, als diese scheinbare Entscheidung zur Verf├╝gung stand. Aber das Problem ist, dass das hier nicht die Probleme von GoStudent l├Âst. Das hei├čt, du brauchst weiterhin einen Lehrer oder einen Tutor. Das geht weiterhin von der Rohmarge ab. Die Sch├╝lerzahl steigt nicht mehr. Also ich glaube, es sind 600, 700 Millionen in GoStudent geflossen, wenn ich mich nicht irre. Ich glaube, 3 Milliarden oder so. Letzte Bewertung von Prosos Softbank Deutsche Telekom. Die haben 300 Millionen im Januar 2022 reingegeben. Die m├╝ssten auch, glaube ich, bald wieder rausgehen. Das ist ein Fundraising, w├╝rde ich denken. Haben auch schon 350 Leute entlassen und USA, Kanada, Schweden zugemacht. Gleichzeitig oder kurz vorher aber noch im Studienkreis in Deutschland zugekauft, in Spanien, UK und ├ľsterreich hinzugekauft. Ich glaube, weil relativ klar war, dass nach Corona der Traffic runtergegangen ist. Das sieht man bei SimilarWeb eigentlich ganz gut und das Paid Search Traffic stark zur├╝ckgefahren wurde. Dass der Gesamttraffic bestenfalls stagniert eigentlich runtergeht. Also GoStudents Erfolg war so ein bisschen Corona Baby auch. Und dann hat man halt das Problem, dass man immer die Tutoren bezahlen muss weiterhin. Und da w├Ąre AI ja viel spannender, weil AI hat Cost of Revenue von 5 bis 10 Prozent vielleicht. Das hei├čt, du hast 90 Prozent Rohmarge, w├Ąhrend GoStudent ja schon f├╝r die relativ hohe Take Rate kritisiert wird, wenn man sich die Erfahrungen und Meinungen im Netz durchliest. Dann sind nicht alle Tutoren super happy damit, w├╝rde ich sagen. Und auch nicht alle Kunden. Und ich glaube, sie nehmen sich 30 Prozent, also schlagen 50 Prozent auf den Tutorenpreis auf, wenn ich mich nicht irre. Und das mit AI zu ersetzen, w├Ąre nat├╝rlich viel spannender. Dass du sagst, hier kriegt jeder 1 zu 1 Training. Wir k├Ânnen da das Zehnfache aufschlagen auf die Kosten der AI. Und sind damit immer noch g├╝nstiger als das jetzige Produkt. Und so k├Ânnen sich auch andere Schichten das leisten. Das hielt ich eigentlich f├╝r das wichtigere Produkt im jetzigen Stadium, als so ein Virtual Reality Shishi. Auch wenn es ein sch├Ânes Projekt, glaube ich, PR-m├Ą├čig f├╝r Meta ist. Und f├╝r GoStudent wahrscheinlich. Und ich bin gespannt, ob man in der breiten Masse schafft, diese Ergebnisse zu erzielen. Plus, dass nat├╝rlich jedes Kind jetzt eine Quest Pro braucht daf├╝r, warum es wiederum schlau ist, das von Meta zu unterst├╝tzen. Weil jeder, der diese tolle Form des Lernens in Anspruch nehmen will, braucht eine Quest Pro daf├╝r, um in Metaverse zu verschwinden. Was wiederum dazu f├╝hrt, dass es dann innerhalb von GoStudent zwei Klassengeschehen hat, was gef├Ąhrlich sein kann. Wenn du das Gef├╝hl hast, du kriegst nur das zweitbeste Training, dann willst du vielleicht auch die Nachhilfe gar nicht mehr haben. Du gehst ja zur Nachhilfe, weil du besser werden willst. Und f├╝r die zweitbeste Version ohne VR bezahlst du dann wieder nicht. Vielleicht kann GoStudent ein paar VR-Brillen verkaufen sogar und damit noch Geld verdienen. Achso, warte, hier gibt es Booster-Paket. 2x50 Minuten Englischgruppenunterricht. Dein eigenes Meta-Quest. Ach, gucke, du kriegst ein eigenes Meta-Quest 2 Headset. Software, Training und Einf├╝hrung. 20 Einheiten. Preis 27,45 Euro pro Unterrichtseinheit. Mal 20 sind 540,55 Euro. Daf├╝r kriegt man noch nicht mal das Meta-Quest 2, oder? Also, irgendwo steckt Meta hier doch Geld rein. Sekunde. Wahrscheinlich bei der Entwicklung und dem... Was kostet ein Meta-Quest? Genau, es kostet 500 Euro. Also man kriegt hier die ersten 20 Stunden umsonst. Ich glaube nicht, dass GoStudent auf Geld verzichtet. Das hei├čt, dass Meta die Headsets sponsert vielleicht? Oder muss man die in der Video abgeben? Also, das ist ein bisschen schwierig. Oder muss man die in der Video abgeben? Das w├Ąre auch eklig. Kennenlernpaket. 5x50 Minuten Englisch. F├╝r 19 Euro. Ach, das ist aber ohne Meta-Quest, glaube ich. Kennenlernen. Was ist denn der Unterschied? Ach, so sind 5x50 Minuten. Und nur f├╝r Mitglieder verf├╝gbar. Das geht alles on top. Na ja. Mal sehen. Wenn es den Kindern hilft, warum nicht? Aber ich glaube, viel spannender ist... Und ich meine, das 1 zu 1, die 1 zu 1 Weiterbildung, das kannst du auf jedes Thema. Das kannst du auf MBA beziehen, das kannst du auf berufliche Fortbildung beziehen, das kannst du auf Tutoring im Studium beziehen. Das Hauptproblem des Gruppenunterrichts ist ja, dass nicht alle Leute gleich lernen, dass dadurch so leistungsf├Ąhige Menschen brutal gelangweilt werden und weniger leistungsf├Ąhig werden eventuell. Dass andere Leute einfach nicht hinterherkommen, den Anschluss verlieren und das komplett aufgeben. Soll ich das mal sagen? Ich habe Franz├Âsisch zum Beispiel irgendwann den Anschluss verloren und einfach aufgegeben, mehr oder weniger. Dann konnte ich nur noch sagen, ich kann meine Hausaufgaben nicht gemacht. Und das war es f├╝r mich mit Franz├Âsisch. Wenn du die Gap schlie├čen kannst, glaube ich, erreichst du durch alle Klassen bessere Ergebnisse. Ich glaube, daf├╝r ist das ein super Use Case von AI. Und ich glaube, teilweise ist es jetzt m├Âglich. Und teilweise wird es den durchschnittlichen... oder die Ausbildung, die man in der Schule hat, die man in der Schule hat, die man in der Schule hat, die man in der Schule hat, die man in der Schule hat, 80, 90 Prozent der Lehrer wahrscheinlich in weniger als zwei Jahren schlagen in den allermeisten F├Ąchern. Und es wird viel geduldiger sein auch. Also du hast halt nicht mehr die Gefahr, dass der Lehrer einfach oder die Lehrerin einfach, sagen wir mal, nicht zu deinem Stil passt, vorsichtig gesagt. Oder einfach ein ganz schlechter Lehrer ist. Es gibt ja auch einfach Lehrer, die jetzt nicht super motiviert sind selber. Die AI steht halt auf, hat niemals getrunken am Vortag, ist immer top motiviert, immer gut gelaunt, hat immer Zeit f├╝r deine Probleme, deine R├╝ckfragen, hat immer mega aufmerksam zu, ob du gerade hinterher kommst oder ob du gerade die Augen verdrehst oder irgendwie Dampf aus deinen Ohren rauskommt, halte ich f├╝r einen super wichtigen Bestandteil oder Einsatzgebiet von AI.
Ja, besser als, dass im Metaverse irgendwelche Werbungen jetzt aufpoppt, zum Beispiel, oder irgendwelche creepy Leute um die Seite kommen. Also, ja. Aber wie du gesagt hast, das wurde einfach schon vor Monaten gebaut und jetzt sind sie endlich fertig geworden. Absolut, ja.
Genau, wir haben letztes Mal Oracle verschoben, das k├Ânnen wir noch kurz nachholen jetzt. Wei├čt du, was Oracle macht? Wie SAP, w├╝rde ich sagen.
Genau, ERP, Unternehmenssoftware,
gro├če Datenbanken, all sowas, machen immerhin so um 50 Millionen Umsatz im Jahr, ziemlich genau 50 Millionen sogar, also genau genommen sind es Milliarden nat├╝rlich, Entschuldigung, also genau genommen sind es 49,955 Milliarden. Also Oracle ist ein sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, seri├Âs wahrscheinlich in den n├Ąchsten Jahren. Oracle hat sein, das ist ihr viertes Quartal, das im Mai endet gerade, also komischerweise ist es das vierte Quartal, abweichendes Finanzjahr haben wir relativ oft, aber da hat man jetzt fast 14 Milliarden Umsatz gemacht und den hier um 17 Prozent gesteigert und das ist eben deutlich, deutlich schneller als ein Microsoft- oder ein Salesforce- oder ein SAP- oder sowas gerade w├Ąchst, also ein bisschen zweistellig oder niedrig zweistellig und Oracle macht da 17 Prozent, aber was viel wichtiger ist, ist, dass ihr Cloud-Umsatz, also Oracle macht so ein bisschen einen ├Ąhnlichen Prozess wie SAP durchaus, dass sie versuchen, bestehende Lizenzen und On-Premise-Anwendungen in die Cloud zu verschieben und dieser Cloud-Umsatz w├Ąchst mit 54 Prozent und verglichen nicht zu dem Gesamtwachstum, aber zu diesem 54 Prozent wachsen die Kosten dann relativ moderat, so im Moment sinkt noch zwischenzeitlich die Rohmarge und die Profitabilit├Ąt aber wenn man davon ausgeht, dass dieses Cloud-Wachstum jetzt so weiter so dynamisch bleibt, k├Ânnte sich das bald umdrehen und so oder so ist Oracle hoch profitabel, hat eine operative Marge von 30 Prozent immer noch, obwohl wir ja so sehr schwere Zeiten haben, hat, was man auch sagen muss, relativ hohe Finanzierungskosten, also die haben, ich glaube, so 90,4 Milliarden, 90,5 Milliarden, das hei├čt, der Zinsdienst m├╝sste so irgendwo je nachdem wann und wie festgestellt werden, dass die das geschrieben haben, so bei rund 5 Milliarden wahrscheinlich liegen, Sekunde, das k├Ânnen wir auch nachschauen, Interest Expenses, ├╝ber die letzten 12 Monate waren das 3,5 Milliarden, also das kommt, also sie sind erstmal operativ sehr profitabel und dann geht aber schon noch ein ganz starkes Zinsergebnis davon ab, weil man diese ganzen ├ťbernahmen irgendwie finanzieren musste, also Oracle ist quasi stark geleveredgt, hat, weil sie immer wieder diese Buyouts machen, das ist ja ein zus├Ątzlicher Effekt von Oracle, deren Zinsaufwendungen steigen und der operative Gewinn zum Net Income hin schmilzt ein bisschen weg, w├Ąhrend Firmen, die vielleicht unprofitabel sind, aber noch viel Cash rumliegen haben aus dem B├Ârsengang, die kriegen ja zus├Ątzliche Zinseinnahmen, weil es endlich wieder Zinsen gibt, die selbst bei einem schlechten operativen Ergebnis dann das Net Income, also sagen nach dem Finanzergebnis verbessern k├Ânnen, weil Zinseinnahmen hinzukommen. Also die ├ťbernahmen zu finanzieren, Kredite aufnehmen und so ist das wie hei├čt das auf Deutsch eigentlich, Unternehmensergebnis, naja, also das Net Profit ist deutlich kleiner als der operative Profit, aber immer noch eine Marge von 24% Net Profit, was sehr gut ist. Cashflow brutal positiv, auf Sicht der letzten 12 Monate 34% operative Cashflow Marge, das hei├čt, sie k├Ânnen diese Zinsen auch immer sehr gut bedienen, da muss man sich keine Sorgen machen, dass sie irgendwie ├╝berschuldet werden oder so, das ist definitiv nicht der Fall, auch nach Finanzergebnis und Investition ist der Free Cashflow noch ├╝ber 8 Milliarden auf Basis der letzten 12 Monate, also sofern sich die Zinsen nicht nochmal verdoppeln, ist man da relativ safe. Die Revenue Expansion sieht extrem gut aus, Magic Number sehr sauber, die ├╝ber 50 und die Oracle Aktie ist ja nach den Ergebnissen auch 5% hochgegangen, glaube ich, und hat Larry Ellison, den Gr├╝nder, glaube ich, wieder in die Top 5 der reichsten US-Gr├╝nder oder US-Unternehmer katapultiert und insofern waren es tendenziell ├╝berraschend gute Ergebnisse. Kommen wir jetzt schauen, wie es weitergeht. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung, man sollte aufgrund des Geh├Ârten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k├Ânnen unm├Âglich f├╝r etwaige Verluste haften. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu slash Disclaimer nachlesen. Ein bisschen schwer zu sagen, sie weisen es nicht so klar aus, was jetzt pure Cloud ist und was noch Lizenzen und Dienstleistungen ist, aber auf jeden Fall w├Ąchst der Cloud-Anteil und es ist allein schon fast ein Drittel der Ums├Ątze. Insgesamt ist es noch ein bisschen mehr. Sie verkaufen auch Hardware teilweise, um die Datenbanken zu hosten, wenn ich mich nicht irre. Gute Ergebnisse, war der Markt sehr zufrieden mit. Oracle ist jetzt auch im Schiedsrahmen, ein bisschen Arbeit, weil die ja schon ein bisschen ├Ąlter sind und durch das abweichende Finanzjahr und relativ viele Zahlen, aber kann man sich jetzt auch dort anschauen.
Wieso laufen die ganzen Aktien ├╝berhaupt wieder seit Anfang des Jahres so gut? Ich meine, selbst ein Tesla ist irgendwie blo├č 143 Prozent seit Anfang des Jahres.
Warum?
Oracle ist jetzt auf All-Time-High.
Naja, weil die Zinsen sind nat├╝rlich trotzdem weiter gestiegen, aber das war ja auch ein bisschen einkalkuliert und absehbar. Vor allen Dingen ist Unsicherheit verschwunden, w├╝rde ich sagen. Die Energiepreise haben sich ein bisschen, die Inflation ist langsam zur├╝ckgegangen, die Energiepreise haben sich stabilisiert. Man findet sich mit dem Krieg ab. Die B├Ârsensicherheit ist kleiner geworden, obwohl die Welt jetzt nicht besser geworden ist in der Zeit, aber es ist, wie schlecht sie ist, ist es klarer geworden, k├Ânnte man sagen. Und damit k├Ânnen B├Ârsen wiederum ein bisschen besser umgehen. Und man geht auch davon aus, dass die Zinsen dann irgendwann wieder wahrscheinlich ├╝ber die Kuppe gehen, obwohl im Moment es ja noch so aussieht, als wenn es noch ein, zwei Anhebungen geben k├Ânnte. Zum Abschluss noch ein paar schlechte Nachrichten f├╝r Elon Musk.
Was f├╝r Stress hat der gerade? Ach, Stress hat er bestimmt, vielerlei. Zwei Sachen haben wir sogar, f├Ąllt mir gerade auf. Das eine ist,
obwohl Tesla ja angeblich immer kein Nachfrageproblem hat, gibt es in der Fabrik in Gr├╝nheide, Kurzarbeit ist jetzt nicht das richtige Wort, aber man hat Leiharbeiter freigestellt und die k├Ânnen dann auch nicht mehr arbeiten. Und das ist ja auch ein Problem, weil man hat ja auch die M├Âglichkeit, dass man die Leute, die die Arbeit machen, die Leiharbeiter freigestellt und die Schichten verk├╝rzt oder Schichten gestrichen. Das passt nicht zu der Aussage, dass Tesla die Autos au├čer Hand gerissen werden. Das glaubt ja auch eigentlich keiner mehr, allein weil die Inventories sich erh├Âhen. Die sind inzwischen ├╝ber 100% des Umsatzes. Das kann man im doppelg├Ąnger.io-Sheet ganz gut nachlesen. Da gibt es eine Zeile Inventories, die sind um 115%, ach so, Entschuldigung, ich habe es falsch gesagt. Die sind um 15% gestiegen, aber weil der Umsatz in Anf├╝hrungsstrichen nur um 24% gestiegen ist, betragen sie jetzt 62% des Umsatzes. Also nicht ganz so schlimm, aber vor einem Jahr waren es noch 36%, jetzt sind es 62% des Umsatzes auf Lager. Das hei├čt, da stapeln sich schon ein bisschen Autos. Und deswegen hat man die Produktion in Gr├╝nheide jetzt eingebremst. Das spricht einfach nur daf├╝r, dass es nicht genug Nachfrage gibt. Ich glaube, das ist jetzt kein gro├čer Tesla-Doomorism oder nicht besonders parteiisch, das ist einfach die Fakten. Da muss man Tesla nicht f├╝r hassen, um das zu sehen. Ich glaube, es ist schwer zu ignorieren. Wir sehen ja sowieso, dass die Rohmargen schmelzen bei Tesla. Das wird wahrscheinlich weiter so gehen, wenn die Abs├Ątze nicht signifikant anziehen. Tesla h├Ąlt trotzdem an seinen Verkaufszahlen fest. Also die Guidance, wie viel sie verkaufen wollen, glauben sie weiter erreichen zu k├Ânnen. Ich wei├č nicht wie, ob sie noch weiter rabattieren oder so, aber da versucht man das Problem noch so ein bisschen zu leugnen. Und ansonsten Twitter, die andere Lieblingsfirma von Elon Musk, wird gerade von der Musikindustrie auf 250 Millionen verklagt, f├╝r die Nutzung von Copyright-gesch├╝tzten Werken, logischerweise. Twitter war bis 2021 mit der Musikindustrie in Verhandlungen. Durch die ├ťbernahme von Elon Musk wurde es aber wohl abgebrochen. Und jetzt haben 17 Musikpublisher, also Verleger, unter anderem Sony Universal, die National Music Publishers Association und so weiter und so fort, Klage erhoben und versuchen 250 Millionen f├╝r den Missbrauch von 1700 verschiedenen Songs auf Twitter, zur missbr├Ąuchlichen Verwertung dieser Musikst├╝cke zu bekommen. Das Geld hat Twitter sicherlich nicht in der Portokasse gerade, sondern sie haben ganz andere Probleme. Aber ja, das kommt jetzt auch noch darauf hinzu. Achso, dann haben wir noch ein Thema, das ist eigentlich gar nicht so spannend, aber weil ich war ja diese Woche, also wenn ihr es h├Ârt, am letzten Dienstag nochmal bei Defner und Sch├Ąbitz zu Gast. Und eins der Themen war da unter anderem, also da ging es, wer das h├Âren will nochmal, da ging es einigerma├čen hei├č her, meinten einige. Ich fand es einen guten Schlagabtausch. Wir haben uns da jetzt nicht viel gegeben. Holger meinte, er ist nicht so ganz gl├╝cklich, weil ich ihn in eine zu rechte Ecke gesteckt habe. Das war definitiv nicht das Ziel, sondern er hat vor allen Dingen h├Âhere Meinungen verlesen und ich habe dazu Stellung genommen. Und er hat dann auf meine, ich sage mal relativ, f├╝r das Weltpublikum sicherlich sehr linken oder gr├╝nen Thesen versucht, das ein bisschen zu relativieren, wogegen ich mich gew├Ąhrt habe, wodurch es, glaube ich, zu einer sehr lebhaften Debatte gekommen ist, wo, glaube ich, also weder kann man mir alle gr├╝nen Fehler anlasten, noch w├╝rde ich Holger nur ansatzweise in eine rechte Ecke stellen. Aber wir haben da eben Rollen eingenommen und uns selber sicherlich auch ein bisschen ├╝ber Geb├╝hr in Ecken gedr├Ąngt. Sollte er damit ungl├╝cklich sein, dann bitte ich gern um Entschuldigung daf├╝r, wenn das bei ihm so angekommen ist. Ich glaube, viele Leute haben sehr ausgewogen dazu reagiert. Manche haben sich irgendwie klar auf meine Seite gestellt. Viele, sagen wir mal so, auf Instagram oder so, haben sich auch sehr klar gegen mich positioniert. Und mit all dem kann ich gut leben. Das Einzige, was ich immer wirklich, wirklich traurig finde, ist, dass dann Leute sagen, so, ich musste das abschalten oder so nicht wieder einladen, sowas, keine Plattform geben. Ich finde es total okay, wenn jemand sagt, das ist mir viel zu links oder, also ich finde es schon komisch, wenn Leute zu links oder bunt, als schon, das sind aber bunte Meinungen,
das ist ja immer noch Welt. Ja, gut, aber wie auch immer,
wer bunt oder links schon als so fast Schimpfwort benutzt, das finde ich auch komisch, aber wie auch immer, das kann auch das meiner Meinung nach, oder das darf gerne auch Meinung sein. Und man kann auch sagen, so, alles was der sagt, finde ich doof. Idealerweise hat man sogar noch Argumente daf├╝r. Oder man kann sagen, das ist mir zu links oder zu gr├╝n oder so einfach ist das nicht. Kann man alles sagen, man kann auch sagen, ich finde den richtig bl├Âd oder der erz├Ąhlt Stuss. Alles fein. Aber ich finde auch dieses, ich kann mir das nicht anh├Âren oder ich will mir das nicht anh├Âren oder man darf sowas nicht senden oder wenn es so weitergeht, wird das hier zum ├Âffentlich-rechtlichen Rundfunk oder so was, wo die Welt jetzt wirklich nicht im Verdacht steht. Ich will jetzt nicht nochmal irgendwelche Debatten oder Argumente anfangen, weil Heuge hat jetzt gar nicht die Chance, sich zu verteidigen, was auch gar nicht m├╝sste, weil ich ihn ja gar nicht angreife. Aber wie auch immer, was ich nur sagen wollte, ich finde es mega traurig, dass Leute das dann nicht ertragen k├Ânnen, und ich verstehe das auch wirklich nicht, weil ich das nicht ertrage. Das ist so, als wenn du sagst, ich habe mal Pizza Salami gegessen und die schmeckt richtig gut, und jetzt will ich nur noch Pizza Salami essen. Du wirst niemals wissen, ob das die richtige Pizza ist, weil du isst ja nichts anderes mehr und immer nur in seiner eigenen Echo-Kammer zu leben und dann bewusst zu sagen, ich will andere Meinungen nicht h├Âren, hier sollten andere Meinungen nicht passieren. Also Heuge w├╝rde sowas nie sagen, sondern der plattformt mich da quasi und ich wei├č, dass er super offen ist und dass er sowieso gar nicht, aber ich bin schon da und das ist auch der Grund, warum ich mich nicht mehr so auf den Weg setze, um mich dann zur├╝ckzupuschen gegen meine Argumente und vielleicht nicht mal aus ├ťberzeugung, teilweise vielleicht schon, aber sicherlich nicht aus rechter Gesinnung. Warum Leute so, und das passiert auf beiden Seiten auch, es gibt auch Leute, die sagen, man darf keinen rechten Leute plattformen oder so. Was mich ├╝berrascht hat, ist wie viel Cancel-Cultures es auf der rechten Seite gibt. Weil Cancel-Cultures das ist definitiv ein Problem auf der linken Seite und Intoleranz gegen├╝ber rechten und man sagt, ich kann das nicht h├Âren,
weil das links ist oder so.
Wie soll man dann noch schlauer werden in seinem Leben, wenn man nicht mehr andere Meinungen h├Ârt und wie soll man ├╝berhaupt wissen, ob die eigene Meinung sinnvoll ist,
wenn man seit einem Vierteljahr keine anderen mehr geh├Ârt hat anscheinend. Zwei Punkte dazu. Zum einen ist es halt immer noch Welt-Umspringer und die haben meines Erachtens eine Seite.
Moment, aber das w├╝rde ich nicht Heuge anlassen, sondern vielleicht dem Publikum und den Leser. Es sind ja nur ein paar Leute, die schreiben. Es gibt wahrscheinlich unheimlich viele Leute, die sagen, ich habe an beiden Argumenten was gefunden, da kann ich das mehr nachvollziehen, da hat der und der ├╝ber die Schr├Ąnke geschlagen. Das ist eigentlich, was ich mir w├╝nsche, dass man sowohl gemeinsam, und bei ganz vielen Sachen sind Heuge und ich uns ja einig, wir haben da ganz viel Konsens gewonnen, wenn man das h├Âren will, also wenn man sich das anh├Ârt und davon ausgeht, da sprechen zwei nette, intelligente Menschen miteinander und tauschen sich aus, dann h├Ârt man viel Konsens und viel Respekt daraus. Und wenn man aber Hass auf Linke oder Rechte hat, dann kann man auch das Interview genau anders. Ich glaube, es h├Ąngt sehr davon ab, aus welcher Perspektive du das interpretierst. Und wie kam ich jetzt darauf? Entschuldige, du warst noch nicht fertig.
Ja, und mein zweiter Punkt istÔÇŽ
Achso, ich wollte sagen, ich will nicht unterstellen, dass Holger da die Meinung der Welt vertritt. Es gibt bestimmt gewisse journalistische Prinzipien der Welt, die er glaubt zu verteidigen, aber ich will jetzt nicht sagen, dass er in der rechten Ecke ist, weil er bei der Welt ist. Das ist nicht mein Gef├╝hl. Und ich glaube, weder Diefner noch Chappitz bei dem Podcast besonders stark die Weltmeinung reflektieren. Ist mein Gef├╝hl zumindest. Beides gr├╝ne Prenzlberger, wenn man ganz ehrlich ist, oder so ein linksliberaler oder mittigliberaler Prenzlberger. Du hast nat├╝rlich recht, das Publikum, das da kommentiert oder so, das hat nat├╝rlich eine gewisse Weltsicht, in der die linke Seite teilweise auch automatisch der Feind ist. Das erkl├Ąrt einiges davon.
Ja, aber ich finde, du kannst dieses Prenzlberger und dann Springer arbeiten, vielleicht ist diese Zeit auch langsam mal vorbei. Du wirst am Ende, ├Ąhnlich wie ein Musiker oder K├╝nstler oder was auch immer, wenn deine Audience, du bist ja schon das, was deine Audience so ein bisschen ist. Und dasÔÇŽ
wirst du das, was deine Audience ist?
Stell dir vor, du bist Rockmusiker und auf einmal merkst du, du bist Rockmusiker und bist eigentlich links und auf einmal merkst du, deine ganze Musik wird von Rechten geh├Ârt. Was machst du dann? Im Herzen bist du links, also ├Ąnderst du dann deine Texte, ├Ąnderst du dann deine Venues, ├Ąnderst du deinen Look,
oder machst du einfach weiter, weil es die Miete zahlt? Das ist ein komisches Beispiel. Deine Musik zieht ja nicht aus Versehen Rechte an.
Besonders Casper hat beispielsweise sehr klar sich positioniert, dass er nicht m├Âchte, dass seine Songs auf irgendwelchen AfD-Demos gespielt werden. Ja, das ist auch gut.
So, finde ich super. W├╝rde ich auch so machen. Okay, wo ist die Parallelit├Ąt zur Welt?
Wenn dein Herz f├╝r was anderes schl├Ągt, dann kannst du das vielleicht, alsoÔÇŽ Aber wenn es dann ein Medium gibt,
was trotzdem bereit ist, dich einzustellen, dann ist das ja genau die Freiheit, die ich m├Âchte. Ich darf ja dahin gehen. Ich bin ja offenbar so ein Teil der Leser, bin ja offenbar nicht geheuer, und trotzdem darf ich dahin. Ich f├Ąnde es Quatsch, das zu boykottieren, weil dann haben wir ja noch mehr Polarisierung und noch mehr Echokammern. Aber es ist viel wichtiger, dass Leute mit anderen Meinungen da passieren d├╝rfen, was ja offenbar passiert und was auch richtig ist und was ich ausdr├╝cklich bef├╝rworte und lobe und gut finde daran, dass das m├Âglich ist, was eigentlich selbstverst├Ąndlich sein sollte, aberÔÇŽ
Der zweite Punkt, und der geht da so ein bisschen mitte ├╝ber, ist das Format. Es ist einfach das falsche Format, um dich als Gast einzuladen. Stell dir vor, ich mache n├Ąchste Woche Urlaub und die n├Ąchsten vier Folgen bin anstatt ich es, kommt Sven Schmidt.
So wasÔÇŽ
Das f├Ąnde ich total gut.
Nicht, weil du weg bist, sondern weil wir uns unsere Toleranz gegen├╝ber anderen Meinungen zeigen k├Ânnen. Das w├╝rde ich total gerne machen. Wenn du bereit w├Ąrst zu gehen und Sven bereit w├Ąre zu kommen, was glaube ich das gr├Â├čere Problem w├Ąre, w├╝rde ich das sofort machen. Das w├Ąre eine super Bereicherung, weil ich mir sicher bin, dass Sven und ich uns gut unterhalten k├Ânnen, vielleicht auch streiten, und trotzdem vertragen und bei vielen Sachen die gleiche Meinung haben und trotzdem sind wir bei vielen Sachen an ganz anderen Enden des Spektrums und dass das trotzdem passieren kann, ich glaube genau das muss man vorleben und es gibt viele Sachen, die in der Welt gedruckt werden, mit denen ich ├╝berhaupt nicht ├╝bereinstimme, aber das hei├čt nicht, dass ich deswegen nicht lese, weil ich will ja trotzdem verstehen, wie Leute die AfD verteidigen k├Ânnen, was nicht regelm├Ą├čig gemacht wird, weil das passiert vielleicht auch mal bei der Welt, aber das ist jetzt nicht ihre Aufgabe und ich w├╝rde mir jetzt nicht eine junge Freiheit kaufen daf├╝r, aber ich h├Âre, der All-In-Podcast ist ja politisch auch weit entfernt von meinen Idealen und trotzdem m├Âchte ich nat├╝rlich auch nur ansatzweise richtig sein k├Ânnen.
Ja, aber nochmal zu dem Format, also wenn Sven Schmidt jetzt hier n├Ąchste Woche w├Ąre, w├╝rden das wahrscheinlich 20, 30 bis 50 Prozent nicht so gut finden. Und deswegen w├╝rdest du es nicht machen?
Ja, auf dem Format w├╝rde ich es nicht machen,
ich w├╝rde es auf einem anderen Format machen, wenn du die Diskussion hast, also da...
Ja, du kannst nat├╝rlich sagen, das ist kein Doppelg├Ąnger von nachher, aber ich w├╝rde sofort ein Parallel,
du darfst es nicht lassen,
blo├č weil du Angst hast, dass es ein ganz kleiner Anteil, glaube ich, unserer Audience, w├╝rde vielleicht sagen, ich will das wirklich nicht, und tats├Ąchlich aus politischen Gr├╝nden, aber ich finde, darauf darfst du keine R├╝cksicht nehmen,
weil wenn jemand so intolerant ist, dass er das nicht ertragen kann, dann w├Ąre das jemand, auf den ich auch verzichten k├Ânnte. Ja, und jetzt nochmal zur├╝ck zu Sven, also auch wenn es schade w├Ąre. Ein paar w├╝rden ja sagen, wir haben mal ein Programm von briefing von heute, hablen heute dar├╝ber, warum Post Hotels das nicht unterhalten soll, wenn ihr euch mal bevor retrouven wollt, dann ihr seht hier, wir hatten uns doch schon dieŔüŐattle-screen- ja bitte pisst wisst noch nicht´┐Ż ja, da bestehe DienstaÔÇŽ So wer... So´┐Ż,
jetzt muss noch was fehlen. Das ist jetzt der Moment... Ja, also das ist jetzt die Folge, das Format und unser Format vielleicht auch ist so festgelegt, dass es irgendwann schwer wird sozusagen noch wieder aufzumachen, aber A, noch ein bisschen frische Luft schade trotzdem nicht und B, ich find's gar nicht, also weil du grad meintest Sven oder so, das w├Ąre sicherlich guter Content oder so, das ist nat├╝rlich auch sch├Ân, dass eventuell guter Content dabei rauskommt, aber ich find's viel wichtiger, dass man das vorlebt, dass Leute sich zivilisiert fetzen k├Ânnen, dass sie nicht nur auf die schwierigen Fakten basiert sind hoffentlich und dass sie bei einzelnen Sachen ├╝berein liegen, wie das bei mir und Holger bei ganz vielen Sachen ist und bei anderen in anderer Meinung sind und Holger teilweise auch vielleicht nur als Journalist zur├╝ckpuscht und meine Meinung testen, ob die ├╝berhaupt wasserdicht sind, obwohl er vielleicht gar nicht anderer Meinung ist und das finde ich viel wichtiger, das vorzuleben.
Weil das viel zu wenig passiert,
es passt viel zu wenig, alle leben in fucking Filterbubbles und das ist definitiv, also wenn unser Format eine Schw├Ąche hat, weil wir gesinnungsm├Ą├čig zu nah aneinander sind, au├čer bei der Mobilit├Ąt haben wir schon so leicht andere Einstellungen manchmal, aber ich glaube die gr├Â├čte Schw├Ąche unseres Formats ist, au├čer dass wir uns hier schon wieder ├╝ber zwei Stunden wahrscheinlich vorlabern, ist, dass wir zu ├Ąhnlich sind eigentlich und uns deswegen nicht so richtig fetzen k├Ânnen, was bei Holger total Spa├č gemacht hat.
Ja, aber es ist halt nicht der Content, der von deiner Audience erwartet wird. Das ist so ein bisschen, wie wenn du zum Rammstein Konzert gehst und dann singt da auf einmal Helene Fischer. Bist du auch entt├Ąuscht? Ja, ich glaube, wenn man das regelm├Ą├čig,
ich finde das gar nicht so schlecht, vor allem wenn du deine Tochter mit hast. Also, wenn man das regelm├Ą├čig macht, findet man vielleicht Leute, die genau das zu sch├Ątzen wissen.
Ja, aber es ist ein anderes, man muss Leute auch immer ein bisschen ├╝berfordern,
man darf den Leuten nicht zumuten und was wei├č ich. Aber es muss nicht nur Podcast-Content erstellt werden.
Das ist das andere, was mich richtig aufregt. Dar├╝ber muss ich mich auskotzen.
Wenn dann immer Leute sagen, so bleib bei deinen Leistungen, erz├Ąhl mal ├╝ber Tech-Aktien, aber von Politik halt einfach die Fresse. Wenn ich das gemacht h├Ątte, w├╝rde ich immer noch bei Yalo sitzen und Kataloge von Konrad durchsuchen und Daten ins Internet eingeben. Wenn ich immer bei meinen Leistungen geblieben w├Ąre
und mich nie f├╝r andere Dinge interessiert h├Ątte.
Das ist wirklich das D├╝mmste, was man sagen kann. Aber das kommt leider aus der Ecke unheimlich oft. Ich will nicht sagen, also offenbar trifft es mich ja trotzdem, aber es trifft mich nur, weil das zeigt wirklich ultimative geistige Beschr├Ąnkung. Wenn du andere Leute versuchst, in ihre Schubladen einzuordnen und in ihre Schranken zu weisen, eventuell selber irgendwie nicht den Horizont hast, um aus dem Fenster zu gucken. Das nervt mich tats├Ąchlich echt nicht im Sinn, dass es mich pers├Ânlich trifft, sondern weil ich es echt traurig finde, dass es Leute gibt, die sagen, zu was sie sich ├Ąu├čern k├Ânnen und zu was nicht. Obwohl das auch, also wenn irgendjemand, sagen wir mal, wenn jetzt ein Financial Analyst von Goldman Sachs kommt und sagt, ich habe da und da einen Fehler gemacht, dann ist das nochmal was anderes. Aber wenn irgendein Dreik├Ąse hoch sagt, der selbst von nichts Ahnung hat, ich sollte mich mit denen in die Sache nicht k├╝mmern und es ist nochmal ein Unterschied, ob jemand ├╝ber Fakten redet oder ich kann ja eine Meinung zu Dingen haben. Ich muss nicht ├╝berall ein Experte sein, um eine Meinung zu Dingen zu haben,
aber ich w├╝rde einfach sagen, macht eine Sommerpause, wenn ihr beide in den Urlaub wollt. Wir wissen ja selber, wie schlimm das ist. Ja, aber bei dem Format, die Leute sind nicht dir b├Âse, sondern sie sind einfach b├Âse, dass sie nicht Defner h├Âren.
Das bestimmt auch. Das Format ist vielleicht auch besser, aber das ist wieder das Pizza-Argument. Das hei├čt halt jeden Tag Pizza. Vielleicht willst du auch mal einmal eine Capricciosa essen. Einfach mal ein bisschen Abwechslung, nochmal Oliven drauf. Mal ein Minz-Pesto und nicht ein Basilikum-Pesto. Ey, sagt der Pizza-Arbeit-Typ.
Ich glaube, Podcast ist ein Habit-Ding. Die Leute laden das Ding dienstagsabends runter und wollen dann in den Feierabend oder am Mittwochmorgen damit joggen gehen. Du kannst die, ich finde dieses... Dann w├╝rde OMR ja gar nicht funktionieren. Das ist ja, da ist es ja so,
da ist es ja erwartet.
Das ist ein Interview-Podcast. Da wird erwartet und die Leute gucken. Den einen m├Âchte ich sehen, die andere m├Âchte ich sehen, den m├Âchte ich nicht sehen oder h├Âren. So und da ist es ja, da wird ja damit gespielt. Aber gut, ich...
Aber ich w├╝rde sagen,
das ist ein Debatten-Format
und nat├╝rlich, es fehlt die typische Rolle. Die sagen, das normalerweise sehr gut macht und der Stellvertreter ist ja nicht da. Der kann nur anders sein. Aber es ist ja trotzdem noch ein Debatten-Format. Es sind trotzdem zwei Meinungen am Tisch. Es geht trotzdem um Wirtschaft und um Politik. Es ist ein Debatten-Format in dem Kosmos der Welt.
So, das hast du gesprengt. Also du bist auch gegen Talkshow,
sondern f├╝r Hauser & Kienzle. Wobei, Hauser & Kienzle, glaube ich, war schon mal ein Partner.
Ich wei├č gar nicht, wer Hauser & Kienzle ist.
Zwei ZDF-Opas. Der eine war halt so ein bisschen SPD-n├Ąher und der andere war so ein Digger mit Brille und Platze. Der war ein bisschen konservativer eingestellt und das war ein gutes Format. So was braucht es halt. Aber eine Talkshow ist auch ein gutes Format, wo viele Meinungen sind. Es sind halt wechselnde G├Ąste und mal kommt der und mal der.
Aber gut, das ist ein anderes Format. Wir w├╝rden keinen Interview-Podcast auf diesem Feed machen.
Das ist mein Thema.
Wei├č ich nicht.
Einen reinen Interview-Podcast nicht. Aber zum Beispiel einmal im Monat eine Ausnahme machen f├╝r eine Elefanten-Runde, w├Ąre ich offen f├╝r. Das w├Ąre einfach, Leute an den Tisch zu bekommen.
Ich w├╝rde es in einem anderen Feed machen.
Das macht keinen Sinn. Wenn es einmal im Monat ist, brauchst du keinen Podcast aufmachen. Das funktioniert genauso wie nicht. F├╝r die n├Ąchste Folge gibt es eine Frage ├╝ber Podcast. Das ist das einzige Thema, wie ich drauf gekommen bin. Gerade auf meinen kleinen Rant. Und die bitte um Entschuldigung, falls, ganz egal, ob das gerechtfertigt ist oder nicht. Sondern insofern es jemand sich ├╝berhaupt dadurch falsch verstanden gef├╝hlt hat, tut es mir so oder so leid. Aber was ich eigentlich sagen wollte, ist ja, und zwar eine Frage war von einem H├Ârer, das war der B├Ąr von Chepez, also sein Negativ-Event der Woche war, dass die deutsche B├Ârse den Handel mit Fonds und ETFs sperrt, in denen russische Konstituents sind, also Titel in diesem Fonds aus Russland stammen, weil wir einen Embargo haben und man nicht will, dass man in russische Titel investiert. Deswegen sollte man das auch nicht ├╝ber Fonds k├Ânnen. Dann gab es ein paar passive Titel, die man nicht ├╝ber Fonds investieren kann. Und das war ein Faktor, warum wir nicht ├╝ber Fonds investieren konnten. Dann gab es ein paar passive Titel, die einfach nur versuchen, Europa oder Emerging Markets oder die ganze Welt abzubilden. Und deswegen auch einen sehr gro├čen ├ľlproduzenten aus Russland h├Ątten. Ich verstehe nat├╝rlich, dass das problematisch ist, wenn man da nicht mehr aus seinem Fonds rauskommt. Und trotzdem denke ich, wenn ich Russland-Aktien habe, dann profitiere ich eventuell an der Upside, weil die ja so g├╝nstig sind. Also muss ich auch das Risiko bewusst tragen. Und eines der politischen Risiken ist, dass du aus den Aktien nicht mehr rauskommst. Dass du aus dem ganzen Fonds nicht mehr rauskommst, ist nat├╝rlich ein erweitertes Risiko, an das man vielleicht nicht gedacht hat. Aber da spielt man auch keine Rolle. Ist das fair? Wahrscheinlich nicht. Aber w├Ąre das fair zu sagen, jeder kann sich erst dann seine Aktien entledigen, wenn sie ihm unangenehm werden? Nein, der Markt bewertet diese Aktien ja so niedrig, weil man zuk├╝nftige Probleme schon antizipiert. Zum Beispiel, dass man gar nicht mehr schnell genug rausk├Ąme. Deswegen sind Aktien in Russland oder China deutlich niedrigere Malteser. Das ist ein Fakt, der in Brasilien oder in Portugal nicht so viel mehr ist. Und jetzt noch mal ein guter Fakt hinzugekommen. Und zwar hat die Financial Times berichtet, es ging glaube ich, gar konkret um Gazprom. Und Russland ist jetzt inzwischen dazu ├╝bergegangen, dass der russische Staat keinen neuen Rekruten mehr anwirbt, wenn ich es richtig verstanden habe. Aber daf├╝r stellen die gro├čen Unternehmen, unter anderem Gazprom, jetzt eigene S├Âldner-Heere, mehr oder weniger, oder Rekruten-Heere auf. Und Gazprom ist einer davon. Es gab ja auch die Aussage, glaube ich, von dem, wie hei├čt der, Prishogin, von der Wagner Group, dieser Koch da, keine Ahnung, auf jeden Fall. Der scheint ja seine Unterst├╝tzung so ein bisschen zur├╝ckgezogen zu haben f├╝r den Krieg. Oder zumindest gesagt, sie stellen keine weiteren Truppen mehr. Was die Motivation ist, verstehe ich noch nicht 100%. Wie sagt der Kreml, sagt sie, stellen keine mehr. Und jetzt wei├č ich nicht, ob die Oligarchen und die Konzerne sich jetzt so ein bisschen darum streiten, wer jetzt sozusagen die Gunst der n├Ąchsten Regierung bekommt, indem sie selber eine Armee aufstellen. Oder Truppen aufstellen. Aber auf jeden Fall kann man jetzt nicht mehr sagen, also irgendwie, das sind ja nur Unternehmen, ich wollte die Welt abbilden. Manchmal ist die Welt abbilden und damit alles abzubilden, halt auch schon eine Entscheidung, die zu undiskriminierend ist. Manchmal muss man halt diskriminieren und sagen, ich will halt China nicht. Ich will zwar die ganze Welt, aber China will ich nicht. Oder Russland will ich nicht, weil ich glaube, dass das kein gesichertes System ist. Und dieses, alles was gleich verteilt ist, ist automatisch fair, so einfach ist die Welt nicht. Und nicht jedes Thema hat auch zwei Seiten oder so. Das sagt Karel Spricher sehr gut, mit Bezug auf Christiane Amampour von CNN ist das, glaube ich. So Both-Side-ism ist halt nicht die richtige Einstellung. Also bestimmt ist ├Âffentlich-rechtlich-rundfunk irgendwie zu linkslastig, glaube ich, ist richtig, ehrlich gesagt. Man muss auch nicht zu jedem Thema zwei Seiten haben. Man muss zum Thema, sagen wir mal, menschengemachter Klimawandel, also ob das existiert, da braucht man nicht mehr zwei Seiten zu haben, glaube ich, zum Thema. Das ist keine gute Debatte, wenn man sagt, es gibt zu Wissenschaften zwei Fakten. Zu Corona, vielleicht braucht man da wieder zwei Seiten. Zu anderen Themen, was der richtige Weg aus der Klimakrise ist, braucht man ganz viele Meinungen, verschiedene, glaube ich. Aber A ist, glaube ich, dieses Both-Side-ism nicht richtig. Und B auch Passivit├Ąt und einfach die Schweiz zu sein zu allem. Und im Moment, apropos Schweiz, ├╝ber die Schweiz werden viele Sachen nach Russland gehandelt. Das kann auch nicht die L├Âsung sein. Und von daher ist mein Mitleid sozusagen, bleibt man noch begrenzt mit Leuten, die deswegen jetzt ihre Fonds nicht so einfach ├╝ber Neoprokolus werden k├Ânnen oder weiter ansparen k├Ânnen. Die haben vielleicht eine relativ passive Entscheidung getroffen, in Russland aktiv zu sein. Aber es ist eine Entscheidung, Russland nicht aktiv zu diskriminieren. Und das ist eine Entscheidung, die ich nicht aktiv diskriminieren kann. Aber es ist eine Entscheidung, Russland nicht aktiv zu diskriminieren. Und das ist nun mal leider der Zweck eines Embargos, dass man dieses Land diskriminiert. Und wenn man dem nicht folgt oder das nicht mit antizipiert hat, aber trotzdem davon profitieren wollte vorher, und das tut man indirekt durch die niedrigen Preise, dann muss man, glaube ich, damit gehen. Ist zumindest meine vorl├Ąufige Meinung. Und trotzdem w├Ąre es nat├╝rlich praktischer, wenn man so ein Dreitages-Window h├Ątte, wo jeder divestieren kann. Aber das gab es ja wiederum auch, weil deswegen sind die Aktien ja so eingest├╝rzt an der B├Ârse in Moskau, weil alle ganz schnell raus wollten. Aber da wollte vielleicht niemand zu dem Preis rein. Oder man wollte halt selber weiter die Welt abdecken, abbilden, ganz passiv. Aber wie gesagt, auch das ist eine Meinung, die man ausdr├╝ckt, wenn man sagt, ich m├Âchte trotzdem drin bleiben oder trotzdem neutral bleiben. Und es gibt halt Dinge, wo man vielleicht nicht neutral bleiben sollte. Man sollte mal faktenbasiert handeln. Aber Neutralit├Ąt kann schon eine falsche... Also im Zweiten Weltkrieg neutral zu sein, ist vielleicht nicht die beste Entscheidung.
Meine Russland-├ťberraschung der Woche war, dass Hugo Boss ja immer noch da verkauft. Die haben ja eigentlich gesagt, dass sie sich da rausgezogen haben und da nichts verkaufen. Jetzt kam raus, dass sie eigentlich mehr Umsatz machen als das Jahr zuvor. Ihre eigenen L├Ąden sind nat├╝rlich nicht mehr offen, sondern das Zeug kommt irgendwie anders. Und man markiert es nicht...
Kommen die mit Drittl├Ąnder?
Man markiert es nicht als Luxus, aber es gibt Zahlen ├╝ber Zoll und so, dass da mehr Ware reingeht als vor Kriegsbeginn.
Das ist die Frage, wie du das steuern kannst. Also es sei denn, du machst als Firma ein ganz klares Statement, dass du... naja, das ist deine Sache.
Sie sagen als Firma, dass sie ihre vertraglichen Verpflichtungen mit den Gro├čhandelspartnern nicht einstellen. Also es ist schon gewollt.
Aber ich meine, da w├╝rden ja Embargos eigentlich ├╝berwiegen. Also ich bin ja nicht gezwungen, wieder ein Embargos... Achso doch, aber wenn der Gro├čh├Ąndler in der T├╝rkei sitzt, dann kannst du den nicht boykottieren, theoretisch. Dann musst du einen Vertrag erf├╝llen, selbst wenn du wei├čt, was der dann damit macht, ist glaube ich sehr schwer zu steuern. Ich ├╝berlege gerade, was eine gute L├Âsung w├Ąre, aber mir f├Ąllt keiner ein, ehrlich gesagt, wie du das gut steuern kannst. Du kannst einfach nur sagen, du willst ja auch nicht das russische Volk an sich beleidigen. Du willst halt dem Staat wirtschaftlich schaden, aber jetzt zu sagen, du hast Russland, ist ja auch falsch. Du kannst sagen, ein ganz klares Statement gegen Putin machen, ist vielleicht das Schlauste. Aber dann kaufen es vielleicht zumindest einige Leute nicht mehr. Aber ich wei├č auch nicht. Schwere Frage, ehrlich gesagt.
Aber gut. Haben wir sonst noch was? Any good news? Hast du hier Jokos Show auf Amazon schon geschaut? Weltretter und so?
Nein, habe ich noch nicht. Ich wei├č, you can't relate, aber ich war unterwegs diese Woche und musste tats├Ąchlich auch arbeiten. Und deswegen habe ich es leider noch nicht geschafft. Aber am Wochenende habe ich ein bisschen Zeit. Da gehe ich vielleicht mit dem Holger ein Bier trinken. Und dann gucke ich mir die Jokos Show an.
Also die Podcast Folge war auf jeden Fall so die Stimmung aus der Kneipe. Ich bin gespannt. Nimm vielleicht ein Mikro mit.
Das wei├č ich nicht. Das ist das Lustige. Ich glaube, wir k├Ânnten genau die gleiche Debatte mit einem Bier auf einer Parkbank f├╝hren. Und es w├Ąre gar nichts. Also es ist auch nicht jetzt nichts. Wir verstehen uns ja auch so. Es geht ja nur darum, wie andere Leute das aufnehmen letztlich. Und ich glaube, da kommt es wieder um, an wem du zuh├Ârst. Also klar gibt es immer Leute, die dich ├╝belst beschimpfen. Und ich kann auch damit umgehen beschimpft zu werden, wenn jemand meine Meinung nicht gut findet. Das Einzige, was ich wirklich doof finde, ist, die Meinung zu verbieten oder zu sagen, ich h├Âre das mir nicht mehr an. Das ist einfach dumm. Man kann anderer Meinung sein als ich und trotzdem schlau. Aber zu sagen, ich will mir die nicht anh├Âren, das ist dumm. Wie kam ich jetzt darauf? Achso, ich wollte sagen, das Gespr├Ąch h├Ątte genauso stattfinden k├Ânnen.
Und es w├Ąre ein ganz normaler Tag gewesen.
Weil wer mich kennt, du hast vielleicht auch ab und an schon Erfahrungen damit gemacht. So Gepl├Ąnkel sind nicht meine St├Ąrke. Es ist eher so Fullbody-Kontakt, auch um Diskussionen zu verk├╝rzen und nicht unn├Âtig, sich auf Seitenkriegspl├Ątzen zu besch├Ąftigen. Aber ja. Ich glaube, es geht einfach darum, auf welcher B├╝hne wird wer gesprochen.
Und wenn du auf der B├╝hne bist, auf der eigentlich andere Leute sprechen, dann wird das nicht so gemacht. ├ähnlich wie wenn irgendjemand auf der B├╝hne... Was auch keinen Sinn macht, ist Preaching to the Converted. Das hei├čt, glaube ich, sagt man im Englischen.
Also immer wieder, auch unter unseren H├Ârern sind wir nicht alle der gleichen Meinung. Zum Gl├╝ck, w├Ąre schlimm. Aber ich finde, es ist ein sehr guter Weg, dass wir eventuell mal eine andere Meinung hier h├Ątten. Oder dass ich eben wohin gehen darf, wo normalerweise anders. Dass anders gesagt wird. Das ist doch das Wertvolle. Und ich bleibe dabei, das ist genau, was wir brauchen. Du kannst... Vielleicht ist das ein anderes Format und so. Ich verstehe schon, dass du das nicht auf der politischen Ebene, sondern auf der Formatebene siehst, was daran nicht stimmt. Aber da muss sich das Format auch mal unterordnen, w├╝rde ich sagen. Dem h├Âheren, dem h├Âheren, dem h├Âheren, dem h├Âheren. Dem h├Âheren Sinn. Und es geht ja gar nicht darum, dass ich da sein muss. Ich kann auch gerne jemand anderes einladen. Ich mache das ja eigentlich auch nur, damit Dietmar einfach Urlaub machen kann. Hart arbeitende Defner.
In diesem Sinne, habt ein sch├Ânes Wochenende. Bis Mittwoch.
Bis Mittwoch. Ciao, ciao.