Doppelgänger Folge #266 vom 14. Juli 2023

ūüßģ Social Chain Cashflow Fehler | About You Earnings | Pips Due Diligence | OpenAI leak | Google Bard | Claude 2 | Oklo Kernspaltung | Erbschaftssteuer

Pip erkl√§rt, welche Cashflow Fehler die Bafin bei der Social Chain AG gefunden hat und wie er vorgeht, wenn er eine Due Diligence macht. Wir schauen detailliert in die Zahlen von Abou You. Google Bard entt√§uscht Gl√∂ckler, bei OpenAI gab es Leaks und Elon gr√ľndet eine AI Firma. Das Kernspaltung Start-up Oklo macht ein SPAC mit Sam Altman von OpenAI.


Philipp Gl√∂ckler und Philipp Kl√∂ckner sprechen heute √ľber:


(00:00:00) Threads & Twitter

(00:04:00) Social Chain AG

(00:24:25) About You 

(00:42:40) Wie macht Pip DD

(00:52:15) OpenAI Leak

(00:58:20) Elon xAI

(01:02:20) Claude 2 Anthropic, Bard in Deutschland

(01:14:40) Vollzeit Glöckler

(01:22:20) Kernfusion

(01:25:10) Microsoft Layoffs

(01:26:00) Erbschaftssteuer


Shownotes:

Threads wird blockiert in der EU: Techcrunch

Social Chain AG Fehlerbekanntmachung: Bafin

Up-Listing Social Chain AG: Youtube

Podcast Empfehlung: Acquired Interview with Uber CEO Dara Khosrowshahi

Netflix Empfehlung: Eldorado: Everything the Nazis Hate

Glöcklers ONE Thing Kalendar: Doppelgaenger.io/one-thing


Doppelgänger Tech Talk Podcast

AI by Pip: https://www.doppelgaenger.io/ai

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Post Production by Jan Wagener

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Willkommen zum Doppelg√§nger Tech Talk Podcast Folge 266 Mitte Juli. Ich bin der Vollzeit-Podcaster Philipp Kl√∂ckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Investor und Advisor Philipp Kl√∂ckner, auch Pip genannt. Heute lernen wir zweimal √ľber Cashflow. Es gibt AI-News von A bis X und vieles mehr in eurem Nummer 1 Marketing und Top 10 Business Podcast laut Apple. Pip am Anfang. In drei Minuten, was sind die neuesten News zu Threads und Twitter.
Ich lasse mir von dir doch nicht vorschreiben, wie lange ich sprechen darf. Eigentlich gibt es gar keine News. Wenn es keine gibt, dann wird auch nicht viel dar√ľber geredet. Und wenn es viele gibt, dann rede ich auch gerne eine halbe Stunde dar√ľber.
F√ľr mich gibt es zwei News. Das eine ist, ich kann deine Tweets wieder sehen, ohne dass ich Twitter auf dem Telefon und auf dem Rechner... Das wollte ich noch sagen.
Es gab tats√§chlich heute den ersten signifikanten Fehler auf Reds. N√§mlich, dass man die Tweets nicht lesen konnte, eine Zeit lang von verschiedenen Accounts. Mittlerweile ist klar geworden, dass das daran liegt, dass Meta nun aktiv gegen die Nutzung von der Threads-App in der EU vorgeht. Vorher musste man einfach nur den App-Store umgehen. Jetzt funktioniert das anscheinend nicht mal mehr, weil man ein VPN benutzt. Ihnen jetzt wirklich bezahlt werden, weil bei Twitter hat Elon Musk verlautbart und tats√§chlich auch r√ľckwirkend zu dem Tag, wo er gesagt hat, ab heute bezahlen wir die. Das w√§re mal √ľberraschend fair. Man muss aber Twitter Blut daf√ľr nat√ľrlich aktivieren. Und ansonsten wei√ü nicht, was man noch tun muss, um sich da, um da, wie sagt man, seine Anspr√ľche durchzusetzen. Ich habe auf jeden Fall noch keine Abrechnung bekommen von Twitter.
Mir hat ein H√∂rer geschrieben, Christian, dass wohl ein Nutzer dann geschrieben hat, das m√ľsste ja bedeuten, dass je mehr Hass man verbreitet, umso mehr Replies gibt's und umso mehr Kohle dann. Und Elon hat da wohl drauf reagiert. Also ob das so gut ist, dass man f√ľr Tweets bezahlt wird, werden wir dann in Zukunft sehen.
Ja, Hassnachrichten werden ja in der Verbreitung gehemmt. Das muss man schon mal fairerweise sagen. Es gibt mal zwei Sichtweisen darauf, ob es mehr Hass oder weniger Hass auf Twitter gibt. Man kann das an der Anzahl der Tweets messen. Die geht tendenziell hoch. Das hei√üt, mehr Nachrichten, dadurch, dass weniger Content-Moderation stattfindet, geht die Anzahl der Tweets sicherlich hoch, die extremistisch sind, Hass verbreiten, antisemitisch sind usw. Und das ist problematisch. Gleichzeitig ist es aber glaube ich schon wahr, dass diese Tweets weniger Reichweite finden. Das hei√üt, wenn man diesen Accounts nicht sehr aktiv folgt, verbreitet der Algorithmus diese Tweets weniger stark. Und so differenziert muss man das eigentlich betrachten. Also es ist schwer zu sagen, heute ist mehr oder weniger Hass auf Twitter als vorher. Sondern es kann definitiv mehr geschrieben werden und vielleicht ist es trotzdem so, dass manche Dinge einfach nicht mehr so stark verbreitet werden. Das ist, glaube ich, die differenzierte Sichtweise, die sich da anbietet. Und das w√ľrde dann widersprechen, dass man mehr Einnahmen damit macht, weil es ja nach, ich wei√ü nicht, wonach das bezahlt w√ľrde, nach Interaktion oder wie werden Creator bezahlt? Hast du die Schl√ľssel daf√ľr gesehen schon? Gibt's den schon? Also wir kriegen alle Geld, wir wissen aber nicht wof√ľr. Achso, wir kriegen einen Teil der Werbeeinnahmen unter unseren Tweets. So ist es glaube ich. Die werden ja Impression basiert und damit w√ľrde es, wenn das die Verbreitung, die Distribution des Tweets gehemmt wird, weil er aggressiv scheint, dann w√ľrde das eher dazu, also es droht eher, dass Leute irgendwie so eine Games machen oder irgendwelche Kettenbriefe oder was wei√ü ich bauen, um Werbeeinnahmen zu erzielen.
Lass uns bei Social bleiben. Was ist die Woche bei der Social Chain AG passiert?
Hammer √úberleitung. Wie an uns, die Social Chain AG ist entstanden mal aus der Luma Land und diese Agentur Social Chain aus UK von Stephen Bartlett hat dann weitere Unternehmen gekauft und sich an welchen beteiligt und federf√ľhrend dabei Dr. Georg Kofler, ehemaliger Gr√ľnder von Premiere oder Gesch√§ftsf√ľhrer von Premiere und schon Medienpers√∂nlichkeit schon l√§ngere Zeit. Da hat jetzt die BaFin eine ruhige... oder wei√ü gar nicht, ob das ruhige hei√üt. Wir gucken mal, wie das eigentlich ist. Das ist nur eine Feststellung. Bei der Bilanzkontrolle wurde eine Ma√ünahme ergriffen und die wurde vermeldet und zwar ist das eine Fehlerbekanntmachung f√ľr den offengelegten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021, also den Konzernabschluss √ľber das Kalenderjahr 2021 f√ľr die Social Chain AG. Die BaFin ist die Finanzaufsicht in Deutschland und die Bilanzkontrolle ist eben einer ihrer Bet√§tigungsfelder, wo sie schauen, ob die Firmen gem√§√ü HGB und IFRS, also den International Financial Reporting Standards, die Ver√∂ffentlichungspflichten korrekt erf√ľllen. Und dazu hat die BaFin jetzt am 12.07., also am Mittwoch, Folgendes bekannt gegeben. Die Finanzaufsicht BaFin hat bei ihrer Pr√ľfung festgestellt, dass der offengelegte Konzernabschluss, der in Berlin ans√§ssigende Social Chain AG zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2021 fehlerhaft ist. 1. Die Social Chain AG hat in ihrer Kapitalflussrechnung f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2021 den Cashflow aus operativer T√§tigkeit um 50 Millionen Euro zu hoch und den Cashflow aus Finanzierungst√§tigkeit um den gleichen Betrag zu niedrig ausgewiesen. Das Unternehmen hat eine erhaltene Zahlung aus der Aufnahme eines Bankdarlehens in H√∂he von 50 Millionen Euro f√§lschlicherweise als Cashflow aus operativer T√§tigkeit. Damit hat sie gegen Blablabla Paragraphen versto√üen usw. Weil Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen sind dem Cashflow aus Finanzierungst√§tigkeiten zuzuh√∂ren. Ich lese das Zweite noch vor, dann erkl√§re ich es nochmal genauer. Zweiter Versto√ü. In ihrer Kapitalflussrechnung f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2020 hat die Social Chain AG zudem den Cashflow aus operativer T√§tigkeit um weitere 9,3 Millionen Euro zu hoch und den Cashflow aus Investitionst√§tigkeit und Gleichbetrag zu niedrig ausgewiesen. Das Unternehmen hat erhaltene Zahlungen aus dem Verkauf von Aktien in H√∂he von 9,3 Millionen Euro. F√§lschlicherweise ist Cashflow aus operativer T√§tigkeit erfasst. Die Kapitalflussrechnung ist das Cashflow-Statement im Englischen. Also es geht darum, du hast ja die Gewinn- und Verlustrechnung oder dein Income-Statement im Englischen ganz oben, wo das Konzernergebnis berechnet wird und das EBIT. Und da kann es ja zu gewissem Buchgewinn kommen. Zum Beispiel, dass Dinge h√∂her bewertet werden oder abgeschrieben werden, dass ich einfach nur Lager aufbaue, dass ich Forderungen aufbaue, aber gar kein Geld einnehme. Und deswegen wird immer zus√§tzlich noch die Bilanz- und die Kapitalflussrechnung ver√∂ffentlicht, um ein einigerma√üen ganzheitliches Bild √ľber das Unternehmen zu bekommen. Und die Kapitalflussrechnung soll insbesondere quasi darauf abzielen, ob das Unternehmen in dem entsprechenden Jahr tats√§chlich Mittelzufl√ľsse hatte. Also es geht um den Unterschied zwischen zwischen Ertr√§gen und Einzahlungen oder Einnahmen und Einzahlungen. Also nur wenn es auf Cash wirksam wird, handelt es sich um eine Einzahlung. Man kann aber trotzdem Ertr√§ge, also Gewinne machen, die eventuell nicht zahlungswirksam werden. Man kann auch Verluste haben, die nicht zahlungswirksam werden. Zum Beispiel, wenn man Ausgaben f√ľr Share-Based Compensation f√ľr Mitarbeiteraktien hat. eine Ausgabe der Firma, die sie aber in Aktien bezahlt und deswegen sind sie nicht z.B. Cashflow relevant oder nicht zahlungswirksam. Das hei√üt deswegen unterscheidet man hier und gibt zus√§tzlich eine Kapitalflussrechnung oder Cashflow Statement raus und die ist typischerweise unterteilt in drei Teile und zwar den Cashflow aus operativer T√§tigkeit, aus Finanzierungst√§tigkeit und Investitionst√§tigkeit. Das ist nat√ľrlich deswegen spannend, weil man einerseits wissen will, wie viel hat Cash hat das Unternehmen durch den operativen Betrieb, also das Kerngesch√§ft, denn wirklich erl√∂st. Wie viel hat man durch Finanzierung Geld ausgegeben oder eingenommen. Also wenn ich einen Kredit aufnehme oder Kredite abbezahlen muss oder so, dann ist das Finanzierungst√§tigkeit. Das ist schon auch relevant, aber ich m√∂chte es ja nicht vermischen. Was ja hier zum Beispiel passiert ist, dass man sagt, man hat einen Bankdarlehen aufgenommen und sagt dann, wir haben hier aus der operativen T√§tigkeit 50 Millionen plus gemacht. Das ist ja keine korrekte Darstellung der Realit√§t, sondern ob ich das Geld von der Bank mir leihe oder 50 Millionen Zahlungs√ľbersch√ľsse aus dem operativen Gesch√§ft gemacht habe, ist ein signifikanter Unterschied. Und dann Investitionst√§tigkeiten will man eben auch wissen. Wenn ich, sagen wir mal, ich kaufe mir eine neue Fabrik oder ich investiere in neue Anlagen oder in ein neues Logistikzentrum, dann hat das ja einen ganz anderen Charakter. als ob ich operativen Verlust mache, zum Beispiel durch diese Ausgabe. Und deswegen will man das in diese drei Bereiche unterteilen. Und was hier dem Anschein nach passiert ist, ist, dass man einmal einen Bankkredit als operative Einzahlung behandelt hat, was nat√ľrlich haneb√ľchend ist. Und gleichzeitig den Verkauf von Aktien. Also einmal, jetzt mal sehr popul√§r wissenschaftlich gesagt, einmal hat man das Geldpumpen von der Bank als Einzahlung aus operativer T√§tigkeit deklariert, was nat√ľrlich falsch ist. Und dann hat man das Versilbern von Aktien, also ich habe einfach ein paar Aktien verkauft, auch als Gewinn aus operativer T√§tigkeit. nicht verbucht, sondern in einem Cashflow Statement dargestellt. Und das hat nat√ľrlich jetzt f√§lschlicherweise den Eindruck erweckt, dass die Social Chain AG 59,3 Millionen mehr positiven operativen Cashflow hatte. als es tats√§chlich der Fall war. Und das ist nat√ľrlich bei einer Firma, die heute keine 40 Millionen mehr wert ist, ein erheblicher Unterschied. Es ist einfach schwer zu glauben, dass das einfach mal so durchgerutscht ist.
Das ist ja vor allem zu dem Zeitpunkt passiert, als sie am meisten Media f√ľr diesen B√∂rsengang oder dieses Uplifting gemacht haben. Man kann auf YouTube immer noch ein witziges Video sehen, wo die Klimmz√ľge am Bullen machen. am 12.11.2021 Broadcast Uplisting of the Social Chain AG und da war die Aktie auf all time high und das war genau in diesem Zeitraum.
Bei 60 Euro muss man dazu sagen, war sie damals. Heute ist sie noch 2 Euro wert, das hei√üt sie ist, was ist das, 2 passt 30 mal in 60 rein, 97% Kursverlust seit dem Tag. wo sie dieses Uplisting gemacht haben. Also Uplisting hei√üt, dass man vielleicht vorher im Freiverkehr oder im Entry-Standard im OTC-Handel notiert hat und dann in ein h√∂heres B√∂rsensegment, zum Beispiel in General Standard oder den Prime Standard in den USA oder die New York Stock Exchange in den USA quasi hochgelistet wird. Das war damals gleichzeitig der H√∂hepunkt. Ob das da reinf√§llt, wei√ü ich nicht. Ich glaube das war im November 21, oder? Dieser Bericht kam tats√§chlich erst im April oder Juni. Da muss ich mal schauen. Da m√ľssen wir aufpassen, dass wir keinen Quatsch erz√§hlen. Nicht, dass sich jemand noch daran st√∂ren w√ľrde.
Du schaust jetzt, wann die Zahlen reported worden sind vom 2021.
Genau, also es ist logischerweise nach dem Ende von 2021 erst m√∂glich und in der Regel geht es so ungef√§hr f√ľnf, sechs Monate sp√§ter. Und ich habe in Erinnerung, dass es Ende April oder Anfang Juni war. Ich gucke jetzt aber sicherheitshalber nach, damit wir nicht aus Versehen eine falsche Tatsachenbehauptung hier reinbasteln. Wo w√ľrde man das Datum hinschreiben denn? Wahrscheinlich da, wo die Leute unterschreiben. Damit w√§ren wir auch schon bei einem anderen wichtigen Punkt. Am 27. April wurde das zumindest unterschrieben, dieser Gesch√§ftsbericht. Und also nochmal, um das zu erkl√§ren. Also es geht hier um... Also wir k√∂nnen auch nochmal in die Zahlen schauen, damit man ungef√§hr versteht, wie gro√ü die Abweichung ist. Im Jahr 2021 hat die Social Chain Ums√§tze von rund 313 Millionen Umsatz gemacht, laut des Gesch√§ftsberichts 2021. Ungef√§hr ein Drittel Rohmarge und ein negatives E-Betrag von minus 23. Das Konzernergebnis war sogar minus 82 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch minus 26 Millionen Konzernergebnis, jetzt ist es minus 82 und trotzdem ist man davon ausgegangen, also hat man auf der Gr√∂√üe 59,3 Millionen in das operative Gesch√§ft reingepackt und so hat sich der Cashflow aus operativer T√§tigkeit von plus 23 Millionen ergeben oder 22,9 Millionen. Also man hat ein negatives Konzernergebnis von 82 Millionen und kommt aber auf einen positiven Cashflow von 23 Millionen, wovon aber diese 59,3 eben eigentlich nicht dorthin geh√∂rt h√§tten und damit h√§tte sich ein deutlich h√∂herer, negativer operativer Cashflow ergeben. Jetzt ist es wirklich schwer zu glauben, dass das einfach ein Maus verklickt, Fehlbuchung, falsche Reihe in der Reihe verrutscht. Also sowas passiert nicht. Es gibt sicherlich so Mischf√§lle von Buchungen, wo es gar nicht so klar ist, ob das operativ ist oder nicht. Aber in der H√∂he ist es, also bevor so ein Jahresabschluss rausgeht oder so ein Finanzbericht, Also der ist unterschrieben vom CEO Wanja Oberhof damals, der inzwischen gegangen ist √ľbrigens. Vom CPO Ralf D√ľmmel, der inzwischen gegangen ist √ľbrigens. Und vom, also eigentlich zust√§ndig nat√ľrlich prim√§r erstmal w√§re der CFO Christian Seenitz. Sekunde. Ja, Christian Seenitz. der fr√ľher √ľbrigens auch bei Rocket war. Also das h√§tte dem CFO, also es h√§tte jeder Buchhalterin oder jedem Buchhalter auffallen m√ľssen. Es h√§tte definitiv dem CFO auffallen m√ľssen. Es h√§tte dem Vorstand, der das unterschrieben hat, auffallen m√ľssen. Man muss dazu sagen, auch Christian Senitz hat kurz darauf, n√§mlich im Juni, also einen Monat nach der Ver√∂ffentlichung des Berichts gek√ľndigt, K√∂nnte man jetzt spekulieren, vielleicht weil er da was gemacht hat, womit entweder er sich selber nicht wohl gef√ľhlt hat oder was auch nicht 100% seine Entscheidung war, wei√ü man, das ist Spekulation. Aber er hat wirklich kurz darauf gek√ľndigt, w√§hrend Vanja Oberhof und Ralf D√ľmmel sonst sp√§ter gek√ľndigt oder auf jeden Fall diesen Posten im Vorstand nicht mehr vollziehen. Inzwischen sitzt ja Georg Kofler selber im Vorstand. Dieser Vorstand aus drei Personen h√§tte das eigentlich k√∂nnen m√ľssen. Plus eigentlich jeder Mensch mit einer kaufm√§nnischen Ausbildung oder gar einem kaufm√§nnischen Studium. Dann geht es nat√ľrlich trotzdem noch durch den Aufsichtsrat. Ich als Aufsichtsrat muss auch diese Publikationen jedes Jahr belegen. Im Aufsichtsrat sa√üen damals Dr. Georg Kofler selbst, der √ľbrigens in der herumliegenden Zeit selber Aktien gehandelt hat, Henrike Lustschick von Bridgemaker. war damals Aufsichtsr√§tin. Und Henning Giesecke, heute noch Aufsichtsrat bei der Realbank und verschiedenen anderen Institutionen. Die drei, denen ist das als Aufsichtsrat auch offensichtlich nicht aufgefallen, dass ihre Firma ein negatives Konzernergebnis von minus 82 Millionen hatte und angeblich aber einen positiven Cashflow damit erwirtschaftet hat. Auch im Aufsichtsrats hat sich etwas ver√§ndert. Da ist jetzt Sebastian Stiezel drin, der bis 2021 interessanterweise IM Capital Market Fitness und Performance Projects war. Der wurde jetzt offenbar dem Anschein nach mit einem Aufsichtsrat-Posten belohnt f√ľr seine Arbeit 2021. Vorstand hat es unterzeichnet, der Aufsichtsrat hat es gebilligt und dann eigentlich ist nat√ľrlich der Wirtschaftspr√ľfer noch daf√ľr eingesetzt, um genau sowas zu verhindern. Das war hier die RSM GmbH, das ist keine kleine Wirtschaftspr√ľfer, also keine der gro√üen vier, aber eine der n√§chsten gr√∂√üten zehn. Und der dazust√§ndige Wirtschaftspr√ľfer Arno Kramer hat offenbar, war offenbar auch okay damit. Da k√∂nnen wir auch reingehen in Sekunde. Pr√ľfungsurteil. Wir haben den Konzernabschluss der Social Chain AG und ihrer Tochtergesellschaften bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzern Eigenkapitalver√§nderung und der Konzernkapitalflussrechnung f√ľr das Gesch√§ftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 sowie den Konzernanhang einschlie√ülich seiner Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegendmethoden gepr√ľft. Dar√ľber hinaus haben wir die Konzernlageberichte der Social Chain AG, der mit dem Lagericht der Gesellschaft zusammengeh√∂rte, den nachfolgenden Konzernlagebericht genannt, f√ľr das Gesch√§ft vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 gepr√ľft, die im Abschnitt 20 Informationen nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Pr√ľfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigef√ľgte Konzernanschluss in allen wesentlichen Belangen den IAFRS, also den Rechnungslegungsstandards, wie sie in der EU anzuwenden sind und den erg√§nzend nach ¬ß 315 E Absatz 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung diesen Vorschriften den tats√§chlichen Verh√§ltnissen ein entsprechendes Bild der Verm√∂gen- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seine Ertragslage f√ľr das Gesch√§ft ja, wie gesagt, 2021. Kann man sich alles durchlesen in diesem Finanzbericht, Gesch√§ftsbericht 2021 der Social Chain AG. Auch der Pr√ľfer attestiert hier sozusagen, dass das in wesentlichen Teilen einwandfrei die reale Lage darstellt. Wo man sich fragen kann, wie kann sowas denn passieren? Das muss, h√§tte einer dieser, Ich habe auf LinkedIn geschrieben, es gibt zwei, aus meiner Meinung nach, gibt es zwei logische Schl√ľsse hier. N√§mlich entweder, dass niemand der eben genannten Personen die kaufm√§nnische Grundbildung hat, das zu erkennen und zu einem Unternehmen zu leiten. Oder, dass die alle kollaboriert haben, um diesen streitbaren Gesch√§ftsbericht so rauszugeben.
Das w√ľrde doch keiner machen, sowas f√§llt doch immer auf.
Du kannst ja zwischen Inkompetenz und Vorsatz quasi wählen.
Was sind denn die Konsequenzen jetzt? Also die Aktie hat jetzt ein bisschen reagiert, es gab irgendwie ein Statement, dass das alles korrigiert wurde und so und dass es nicht so schlimm ist und schon in der Hauptversammlung am 21. Juli erläutert wurde.
Das macht es nicht besser.
Juni erläutert wurde so, also einfach back to business oder passiert jetzt noch irgendwas?
Ich glaube, dass sich kurzfristig erst mal keine Konsequenzen daraus ergeben. Also ich kann nicht einsch√§tzen, ob man jetzt irgendwie klargepr√§chtigt w√§re als Aktion√§r oder Aktion√§rin. Das wei√ü ich tats√§chlich nicht, ob man da irgendwelchen, eine Art von Schadenersatz. Das w√§re nat√ľrlich erheblich, weil der Kurs damals ja noch einigerma√üen zweistellig war, wenigstens noch. Also kann ich beurteilen, ob man da schadensersatzpflichtig geworden ist oder Anspr√ľche erworben hat als Aktion√§r. Aber nach meinem Verst√§ndnis geht hier nicht mal ein Verwarngeld damit einher. Schon problematisch. Was √ľbrigens auch interessant ist, man kann im Jahresabschlussbericht 22, also dem des n√§chsten Jahres, da wird ja √ľber die T√§tigkeit der Firma im darauf folgenden Jahr berichtet, aber in den Jahresabschlussberichten wird auch immer √ľber die Arbeit des Aufsichtsrats berichtet, damit man als Aktion√§r so ein bisschen kontrollieren kann, ob da auch alle ihre Arbeit machen. Und da steht unter Punkt 3 Beratungs- und Kontrollt√§tigkeit des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat der Schl√ľsselstein AG besteht laut Satzung aus drei Mitgliedern. Die gegenw√§rtigen Mitglieder des Aufsichtsrates sind Frau Henrike Lustzig, Herr Henning Giesecke und Herr Sebastian Stiezel zu dem Zeitpunkt schon. Und am 20. April des Jahres, also kurz bevor, am 27. kam ja dieser Bericht raus, haben wir gelesen. Am 20. April gab es ein Aufsichtsrat-Meeting, das hier wie folgt geschrieben wird. In der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 20. April 2022, also ordentlich hei√üt nur, dass es mehr oder weniger sowieso geplant war, sollten nach der Tagesordnung insbesondere die vom Vorstand aufgestellten Entw√ľrfe des Jahresabschlusses der Gesellschaft f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2021 sowie die gepr√ľften Konzernabschl√ľsse 2021 einschlie√ülich Konzernlagebericht, Abh√§ngigkeitsbericht √ľber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie die gesonderten nicht finanziellen Berichte gem√§√ü 289b HGB er√∂rtert und durch den Aufsichtsrat gebilligt werden. Da im Zeitpunkt der ordentlichen Sitzung jedoch, anders als bei Verabschiedung der Tagesordnung der Sitzung geplant, noch keine aufgestellten und gepr√ľften Entw√ľrfe von Einzel- und Jahresabschlussvorlagen, berichtet der f√ľr die Pr√ľfung zust√§ndige Partner des Abschlusspr√ľfers der Gesellschaft, der ERSM GmbH Wirtschaftspr√ľfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft mit Sitz in D√ľsseldorf, Herr Arno Kramer, allgemein zum Gang der Abschlusspr√ľfung und zur zeitlichen Abfolge des Abschlusses aller Pr√ľfungshandlungen sowie der Erteilung des Best√§tigungsvermerks. Also man hat sich am 20. April getroffen, wollte eigentlich billigen den Konzernabschluss, hat aber herausgefunden, der ist noch nicht fertig, hat sich aber intensiv mit Arno Kramer oder dieser Wirtschaftspr√ľfungsgesellschaft unterhalten offenbar dar√ľber. Die Billigung der vorgenannten Dokumente in der durch Gesetz und Satzung vorgeschriebenen Form wurde durch den Aufsichtsrat einstimmig verschoben erstmal. Erstmal habe ich hinzugef√ľgt. Man kann das nachlesen im Gesch√§ftsbericht 22. bis dem Aufsichtsrat die testierten Abschl√ľsse vorlagen und der Prozess der Aufstellung der Abschl√ľsse endg√ľltig finalisiert war. Weitere Schwerpunkte gab es auch. Und dann fand eine Woche sp√§ter eine Sitzung statt, am 27. April, das ist die Zeit, wo der dann fertig wurde, neben den Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes, das ist jetzt die Sitzung des 27. April, eine Woche sp√§ter, neben den Mitgliedern des Aufsichtsrates und des Vorstandes war in der ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 27. April 2022, durchgef√ľhrt als virtuelle Sitzung im Wege der Videokonferenz, auch Herr Arno Kramer von ASM als Abschlusspr√ľfer in der gesetzlichen vorgeschriebenen Form anwesend. Also der Pr√ľfer war mit drin in der Sitzung. Innerlicher Schwerpunkt der Bilanzaufsichtsratssitzung war die Er√∂rterung und Feststellung des Jahresabschlusses des Gesellschafts f√ľr das Jahr 2021 sowie die Billigung des Konzernabschlusses f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2021, einschlie√ülich der Konzernlagebericht sowie der gesonderten nicht finanziellen Bericht gem√§√ü 289b HGB. Der Feststellung voran ging eine ausf√ľhrliche Er√∂rterung der vorgenannten Unterlagen mit Herrn Arno Kramer von RSM, in deren Rahmen sich der Aufsichtsrat detailliert noch einmal die Schwerpunkte der Pr√ľfung und die hierbei identifizierten wesentlichen Punkte berichten lie√ü. Weitere Punkte der Agenda der ordentlichen Sitzung betrafen die Beschlussfassung √ľber den Bericht des Aufsichtsrates f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2021 sowie Personalangelegenheiten im Vorstand infolge des Ausscheidens von Herrn Christian Senitz, Finanzvorstand. Also hier wird einmal klar, dass Herr Senitz einigerma√üen umgehend gek√ľndigt hat, offenbar. Oder dass zumindest im April schon bekannt war, dass er die Firma verlassen w√ľrde. Und es l√§sst jetzt kein Zweifel mehr √ľbrig, dass Aufsichtsrat und Vorstand sich mit diesem Gesch√§ftsbericht und Pr√ľfer logischerweise mit dem Gesch√§ftsbericht besch√§ftigt haben m√ľssen und damit das so falsch wie es war oder so, wie es diese Bafin-R√ľge erhalten hat, damals gebilligt haben zusammen. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung und sollte aufgrund des Geh√∂rten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr denn auch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k√∂nnen unm√∂glich f√ľr etwaige Verluste haften. Alles k√∂nnt ihr auch nochmal unter doppelg√§nger.io slash Disclaimer nachlesen.
Zweites Cashflow Thema. Lass uns √ľber die Aktie, die ver√∂ffentlichten Zahlen von About You reden. Die B√∂rse hat mega positiv reagiert. Waren die Zahlen wirklich so gut?
Die Zahlen waren auf jeden Fall gut. Die B√∂rse hat glaube ich plus 36 habe ich zwischendurch mal gesehen. Ich wei√ü gar nicht wie es geschlossen hat, aber ich habe plus 31 plus 36 gesehen. Ich wei√ü nicht wie es geschlossen hat, aber es war deutlich zweistellig. Im Plus, die Meldung dort war, die Pressenachricht dazu war, AboutYou achieves profitability already in Q1 des Finanzjahres, oder Fiskaljahres 2023, 2024. AboutYou befindet sich noch im Q1, weil sie ein verschobenes Gesch√§ftsjahr haben, was im Februar, nee, im M√§rz, am 1. M√§rz anf√§ngt. Und verk√ľndet jetzt die Profitabilit√§t und da h√§tte, oder war vielleicht sogar eins dran, Ja, also eigentlich h√§tte an das Wort Profitability ein Sternchen rangeh√∂rt. Tats√§chlich kommt es im n√§chsten Satz, der n√§chste Satz oder der erste Satz der eigentlichen Pressemitteilung nach der Headline ist Significant Improvements in Adjusted EBITDA. Da ist dann eine Fu√ünote dran to Euro 4.2 Millionen. Also das EBIT, das adjustierte EBITDA ist nach dem Vorjahr minus 29 Millionen das erste Mal jetzt bei plus 4.2. Millionen und einem positiven Free Cash Flow von 10,8 Millionen. Der war vorher auch noch 24,4. Soweit so gut. Das ist erstmal eine klare Verbesserung gegen√ľber dem Vorjahr. Also wie gesagt, im Vorjahr hat man Adjusted EBITDA war deutlich negativ. Das ist jetzt bei plus 4,2. Kann man √ľbrigens alles auch im Doppelg√§nger-Sheet nachlesen. Da kann man es gut nachvollziehen, wenn es einen interessiert. Der Umsatz ist nur noch minimal gewachsen um knapp 1%. Eigentlich ist er stagniert 0,6%. Vorher waren wir bei 504 Millionen Ums√§tze. Jetzt sind wir bei 507. Also 3 Millionen konnte man nochmal drauflegen. Die Rohmarge hat sich wieder deutlich erholt. Die war in den letzten zwei Quartalen 35 und 34 Prozent. Die ist jetzt auf fast 40 Prozent wieder hoch. Das ist ein bisschen unter dem Vorjahr. Aber wenn man bedenkt, dass die ja aggressiv ihr Lager abverkaufen m√ľssen, ist das definitiv eine Verbesserung der Rohmarge im Vergleich zu den Vorquartalen. Und jetzt auch keine schlechte mehr, weil die Richtung 40% wieder geht. Wie hat man es geschafft, das Ergebnis so zu drehen? Haupts√§chlich indem man die Marketingkosten halbiert hat. Die Marketingkosten waren letztes Jahr noch 105 Millionen und sind jetzt auf 51 Millionen runtergegangen. Das ist nur noch, also an anderen Worten, letztes Jahr hat man 21% der Ums√§tze in Marketing investiert, Vollgas. Und jetzt ist man nur noch bei 10% Marketingquote. Also man hat 50% 53,6 Millionen Marketing-Ausgaben gestrichen und damit das Ergebnis von minus 29 auf plus 4, also ungef√§hr 33 Millionen das Ergebnis. verbessert, aber auf die Kosten, dass es eben nicht mehr w√§chst, muss man relativ klar sagen. Die n√§chste spannende Frage w√§re noch, wie hat sich das Inventar entwickelt? Also kommt man von den Bergen von Klamotten, auf denen man sitzt, auf denen fast alle Retailer sitzen, runter und dann sieht man, dass im Vorquartal hatte man 134 Prozent der Ums√§tze auf Lager, das ist jetzt runtergegangen auf 106. Das ist immer noch elevated im Vergleich zum Vorjahr und vor allen Dingen zum normalen Level, was um die 60-70% w√§re, glaube ich. Das hei√üt, es ist schon noch sehr hoch, aber es ist niedriger als im Vorquartal. Aber 106% der Ums√§tze ist schon noch hoch, aber man baut langsam das ab. Und dadurch ergibt sich eben auch dieser positive Cashflow-Effekt. Formell ist es absolut richtig, dass AboutYou einen positiven Cashflow aus operativer T√§tigkeit gemacht hat. Aber es liegt nat√ľrlich daran, dass sie im Vergleich zum Vorquartal Inventar abgebaut haben aus dem Lager quasi und dann vielleicht weniger neu geordert haben. Und so passiert es dann eben, dass der Cashflow sich erh√∂ht. Das sind eigentlich die Sachen, die dann dazu f√ľhren. Wir k√∂nnen nochmal durch die Pr√§sentation gehen. Also ich finde schon, dass About You Job deutlich besser dasteht als im Vorquartal. Das ist vollkommen klar. Man muss eben nur verstehen und eben dieses adjustierte EBITDA, das Konzernergebnis, Sekunde, da m√ľssen wir auch mal reingucken. Das Konzernergebnis ist n√§mlich schon noch deutlich negativ. Kann man sich alles auf der About You Investor Relations Seite anschauen. Das Konzernergebnis findet man in der Pressemitteilung glaube ich nicht. Ich sehe es nicht auf dem ersten Anhieb zumindest. Ich w√ľrde auch nicht sagen, dass ich es unterschlagen kann. Wo man es auf jeden Fall sieht, ist in Financials. Da sieht man das Profit for the period, also das Konzernergebnis. Das ist immer noch minus 24 Millionen quasi. Nach dieser adjustierten E-Beta-Logik ist man positiv. Das normale E-Beta ohne Adjustierung ist noch 3 Millionen im Minus. Ob jetzt plus 0,8% oder minus 0,5% das w√ľrde ich Ihnen eigentlich auch geben. Das finde ich jetzt auch nicht so relevant. Also man kann auch einfach sagen sie sind breakeven und nicht profitabel und dann w√ľrde ich jetzt bei minus 0,5% auch nicht eigentlich doll meckern. Aber das Konzernergebnis ist schon halt, die Profitabilit√§t sieht noch ein bisschen anders aus, aber da haben manche Leute ja fast aggressiv gehetzt, dass es irref√ľhrend w√§re. Soweit w√ľrde ich jetzt nicht gehen. Also die Lage hat sich deutlich gebessert. Nach adjustierten EBITDA ist man positiv. Der Cashflow hat sich deutlich verbessert. Das ist aber auch klar. Also wenn man sagt, Das darf nicht als Cashflow z√§hlen, wenn man das Lager aufl√∂st letztlich, dann h√§tte man auch in den vorherigen Quartalen, als sich das Lager angestaut hat, sagen sollen, der Anstieg an Inventaren m√ľssen wir jetzt aus dem Cashflow rausrechnen. Dann muss man auch in beiden Sachen fair sein. Also was man lernen kann ist, dass es sich immer lohnt Cashflow und Income Statement separat anzuschauen und dann nach Unstimmigkeiten zu suchen. Ansonsten, wie gesagt, die Profitabilit√§t kommt durch den Cutten aus dem Marketing. Da besteht nat√ľrlich so ein bisschen die Gefahr, dass man so eine Art Schulden eingeht, Die jetzt erreichte, adjustierte EBITDA-Profitabilit√§t basiert nat√ľrlich noch auf Marketing-Ausgaben der Vorquartale, wo man Brand aufgebaut hat, Dinge angeschoben hat. Nutzer k√∂nnen dann wieder noch mal g√ľnstig reaktiviert werden √ľber CRM. Aber es ist f√ľrs Marketing ja schon auch wichtig, √ľber Brand- und Top-of-Funnel-Ma√ünahmen eine neue Nutzerbasis aufzubauen und die Brand aufzubauen. Und wenn man jetzt so stark cuttet, dann wird eventuell die Marketingeffizienz in Zukunft auch wieder schlechter aussehen irgendwann. Jetzt erstmal sieht es nat√ľrlich extrem gut aus, weil man sehr g√ľnstig Kunden akquiriert hat, relativ gesehen, oder neue Orders akquiriert hat, aber es wird sich irgendwann auch wahrscheinlich negativ rechnen, wenn man zu effizient wird im Marketing, weil man dann letztlich, also Wie wirst du effizienter im Marketing? Du gehst mehr in die transaktionsnahen Kan√§le, also Search, weniger Brand, weniger Top of Funnel und dann kauft man irgendwann vielleicht nur noch, also mal stark √ľbertrieben, irgendwann nur noch den eigenen Brand Traffic, der eh konvertiert h√§tte und ist dann super effizient, aber so baut man halt nicht neue Kunden auf und deswegen ist das Umsatzwachstum ja jetzt auch im ersten Mal weggegangen. Man sieht sehr gut, dass das Wachstum jetzt nur noch aus DACH kommt, n√§mlich da, wo man schon eine Kundenbasis hatte. Das Hauptwachstum kommt daher, also die anderen L√§nder oder Rest of Europe leidet jetzt relativ unter der K√ľrzung des Marketingbudgets, weil man nat√ľrlich haupts√§chlich in den neuen L√§ndern gecuttet hat. Man sieht auch, dass das TME-Gesch√§ft, also das Softwaregesch√§ft von AboutYou, jetzt dadurch schrumpft. Wobei dadurch kann man sagen, dass die Partner, die volumenbasiert zahlen bei TME, also das ist unter anderem das Scale-Segment, das hat zwar jetzt 18% Marge, also auch da ist man profitabler geworden. Vorher waren es 14%, jetzt sind es 18,2%. Aber das Wachstum ist minus drei Prozent im TME-Segment. Und die Marge ist auch schlechter als im Vorquartal. Da war sie n√§mlich schon auf 27 hoch, jetzt ist sie nur noch auf 18, weil wahrscheinlich Economies of Scale so ein bisschen fehlen. Also das Software-Segment w√§chst gerade nicht mehr, sondern schrumpft sogar ein klein bisschen. Das kann nat√ľrlich auch eigentlich nicht gut sein. Es wurde zwischendurch, also der Markt hat immer gemunkelt aus verschiedensten Ecken, sogar mal erwogen wurde, dass Teile des Software-Segments eventuell zu verkaufen, weil About.io nat√ľrlich weiterhin noch Geld braucht. Wobei man jetzt in diesem Quartal erstmal nicht so viel Geld verbrannt hat, aber eventuell gibt es noch Nachfinanzierungsbedarf. Da w√ľrde jetzt nat√ľrlich der bessere Aktienkurs helfen. Also wenn jetzt 30 Prozent ansteigt, dann ist eine Kapitalerh√∂hung an der B√∂rse erstmal opportuner als vorher, wo die Aktie quasi weniger wert war. Man kann nat√ľrlich auch weiter √ľberlegen, ob man einzelne Gesch√§ftsbereiche ausgliedert und damit Cash generiert, falls jemand das haben m√∂chte. Ansonsten sieht man auch, dass Fulfillment weiterhin teurer wird. Da steigen die Kosten weiter um. Lass mich gucken. Fulfillment anteilig, also relativ gesehen war das im Vorjahr 22 Prozent des Umsatzes, jetzt sind es 24 Prozent des Umsatzes. Das ist aber besser als in den Vorquartalen, muss man sagen. Gegen√ľber dem Vorjahr ist es leicht teurer geworden. Gegen√ľber den anderen Quartalen wird aber auch Fulfillment wieder relativ g√ľnstiger.
Ich habe ein paar Fragen. Erstens, hättest du About You das gleiche geraten vor einem halben Jahr?
Dieses Ergebnis jetzt herbeizuf√ľhren?
Ja, also so drastisch Marketing zu k√ľrzen. Ist ja schon so eine Art PE-Move, oder?
Naja, es ist einigerma√üen alternativlos. Also es ist nicht sicher, dass du nochmal zu vern√ľnftigen Konditionen eine Kapitalerh√∂hung machen kannst. Sekunde, was sind noch Wert von 600 Millionen? Ich wei√ü es gar nicht, muss ich mal gucken. Oh, schon wieder eine Milliarde wert. Achso, ja, durch den 30% Anstieg, genau. Also sind eine Milliarde wert, aber vorher waren sie halt eher bei, ja, irgendwie 700 Millionen, 600, 700 Millionen. Da quasi, also, dass man da nochmal viel neues Geld aufnehmen kann, ohne stark zu verw√§ssern, war nicht ganz klar. Oder du h√§ttest eben Unternehmsteile verkaufen m√ľssen, oder du musst cutten. Also ein Tod musste sterben. Ich glaube, alles war nicht, also vor einem Quartal war all das nicht attraktiv, denke ich. Und so war das, alternativlos war es auch nicht, aber es war vielleicht der beste Weg. Gef√ľhlt, finde ich, sitzen sie immer noch auf viel Inventory. Also ich h√§tte vielleicht entweder bei der Grossmargin noch mehr abgegeben oder beim Marketing mehr ausgegeben und mehr vom Inventar liquidiert. Aber ich bin mir sicher, dass sie das gut durchdacht haben und dass es nicht so einfach ist, wie ich mir das gerade vorstelle. Aber die Die Rohmarge ist, finde ich, fast schon wieder zu gut daf√ľr, dass das Inventar noch so hoch ist. Muss man mal schauen. Aber ich h√§tte keine bessere Idee gehabt, was man jetzt damit machen soll. Die Frage ist, kriegt man das jetzt wieder beschleunigt, das Wachstum auf dem Marketinglevel? Ich meine, was ich machen w√ľrde, ist, du hast jetzt einmal Profitabilit√§t gezeigt. Ich mache hier G√§nsef√ľ√üchen bei Profitabilit√§t. Ich finde es aber auch nicht, dass es so weit weg von Profitabilit√§t ist. Das hei√üt, du hast es jetzt gezeigt, der Markt hat darauf reagiert, dass es theoretisch funktioniert. Ich glaube, dass das noch nicht beweist, dass du langfristig profitabel sein kannst, weil du halt eigentlich Schulden, du baust jetzt beim Inventarschulden ab und du baust beim Marketing Schulden auf, weil zuk√ľnftige Marketingma√ünahmen tendenziell ineffizienter sein k√∂nnten, weil du den Brandvorlauf nicht hast dieses Quartal. Das hei√üt, ob das nachhaltig profitabel ist, w√ľrde ich nochmal ein Fragezeichen ran machen. Aber die Kapitalm√§rkte haben es jetzt erstmal geglaubt. Du k√∂nntest jetzt dann neues Geld aufnehmen und dann sozusagen nochmal einen neuen Ramp-Up, einen effizienten Ramp-Up machen, der moderates Wachstum und eine leicht negative Profitabilit√§t √ľber vier, f√ľnf Quartale dann erzeugt. Und dann kommst du vielleicht wieder auf einen gr√ľnen Zweig.
Und hast du Sorge, dass sie sich dadurch nicht wesentlich mehr zu Zalando angleichen? Also die Geschichte war ja immer, About You ist f√ľr die j√ľngere Zielgruppe, ist mehr Inspiration, versteht Social. Jetzt h√∂rt es sich f√ľr mich so an, als ob es eher die Kernfunktionen sind, die das Team nat√ľrlich auch gut kann, aber f√ľr die eigentlich Zalando steht. Also irgendwie Performance Marketing auf der Order.
ja ich glaube schon dass es beschr√§nkt sie jetzt dabei neue l√§nder zu erobern und ihr brandplay weiterzuspielen sie geben weiter sie haben bei man kann es in der pr√§sentation noch sehen also sie cutten bei influence sie k√∂nnen es schon across the board aber keine fashion labels mehr mit rettern oder wie also von den 51 prozent ersparnis im marketing ist der gr√∂√üteil wie ich schon gesagt habe in rest of europe ein bisschen in dach und ein bisschen auch in tme Und am meisten hat man bei Offline-Marketing-Channels, also das w√ľrde ich jetzt mal als Brand bezeichnen, gespart. Aber auch bei Influencer... Also am wenigsten hat man Online-Marketing gespart, am meisten bei Offline-Marketing. Und Influencer und Content ist so dazwischen. Also da hat man schon auch erheblich gecuttet. Aber das entspricht ja ungef√§hr dem, was ich gesagt habe.
Letzte Frage zu About You. W√ľrdest du das Tech-Business, also Software f√ľr gro√üe Marken und so, verkaufen? Wenn ja, an wen?
Das kommt drauf an, wie sehr du zuk√ľnftig daran glaubst, an das Business. Also ohne Not willst du es prinzipiell nicht verkaufen. Ich pers√∂nlich glaube, dass das Business √ľber Logos, also neue Kunden, skalieren kann, theoretisch, dass die Kunden, die du kontrahierst, mit denen du Vertr√§ge schlie√üt, dass das aber keine Kunden sind, mit denen du stark wachsen kannst, leider. Verstehst du, was ich meine? Also, guck dir die Marken an, die die unterzeichnen. Vielleicht w√§chst ja ein E-Commerce-Gesch√§ft, aber insgesamt verlieren doch fast alle im E-Commerce gerade. Das meiste gewinnt halt Amazon, vielleicht ein Salon ein bisschen, vielleicht ein About You ein bisschen. aber die die anderen marken und die also die solo marken shops und so weiter die k√∂nnen so ein bisschen handelsvolumen ins internet verschieben vielleicht und dadurch w√§chst der markt aber ist das ein langfristig skalierbares segment und es h√§ngt halt sehr also dadurch dass du volumenm√§√üig bezahlt wird h√§ngt dein erfolg h√§ngt an der exzellenz dieser kunden letztlich und ich war Es ist meiner Meinung nach nicht schlau, ein volumenbasiertes Business zu bauen f√ľr Kunden, deren Business im Structural Decline ist eigentlich. Das ist so, als w√ľrdest du f√ľr Verlage nochmal ein Redaktionssystem online bauen oder so. Obwohl du wei√üt eigentlich, dass... Obwohl, nee, online geht ja vielleicht sogar noch. Das ist so, als w√ľrdest du f√ľr Verlage irgendwie nochmal bessere Druckmaschinen bauen. Obwohl du wei√üt, dass die Auflage eh sinkt. Von daher bin ich Ich bin nicht super bullish f√ľr das Business, aber ich glaube, dass es einen Markt daf√ľr gibt. Ich glaube nur nicht, dass es so sch√∂n √ľberskaliert wie ein echtes SaaS-Business. Und dann k√∂nnte man √ľberlegen, ob man es verkauft. Wer w√ľrde es kaufen? Vielleicht irgendeine Full-Service-E-Commerce-Agentur, also die f√ľr Marken den Shop und die Logistik und sowas komplett √ľbernehmen. F√ľr die k√∂nnte das spannend sein, k√∂nnte ich mir vorstellen. Ich wei√ü nicht, ob ich es ohne Not verkaufen w√ľrde, aber sicherlich m√∂chte man irgendwo noch Cash generieren.
W√ľrde es f√ľr Spiker nicht auch Sinn machen?
Das kann ich nicht einschätzen, ob die sich das einverleiben möchten oder nicht. Die Frage ist, ob Spiker ein ähnliches Problem hat. Wobei Spiker nicht volumenbasiert abrechnet, deswegen ist es nicht ganz so wild.
Ich k√∂nnte mir vorstellen, dass wir in der Zeit der Effizienz, wir sehen ja √ľberall, dass sich fokussiert wird, egal wo, egal welche Firmen und deswegen macht es vielleicht Sinn, Sachen zusammenzusetzen, die das √§hnliche oder das gleiche Business machen und sich von den Sachen zu trennen. Also k√∂nnt ihr mir schon gut vorstellen, dass da irgendwas passiert in den kommenden Monaten.
Adjustiertes Ebitda von dem TME-Segment ist so 33, Runrate vielleicht eher 40, also vielleicht w√ľrde man daf√ľr, aber es wechselt halt auch nicht mehr, das ist auch bl√∂d. Also es hilft jetzt nicht, das zu verkaufen, dass es gerade schrumpft, ehrlich gesagt. Das ist ja mal dreistellig gewachsen vor anderthalb Jahren, aber Und sonst h√§tte ich gesagt, da kriegt man bestimmt, wenn es 40 Millionen EBITDA macht, k√∂nnte man da bis zu einer halben Milliarde rausholen, aber da es jetzt schrumpft, ist es wahrscheinlich auch nicht so geil. K√∂nnte man auch sagen, es ist die H√§lfte von, wenn man an die halbe Milliarde glaubt, die ich gerade gesagt habe, es ist die H√§lfte von der Boutuse Bewertung. Man wei√ü es nicht.
Lass uns eine H√∂rerfrage beantworten, beziehungsweise mehrere. Alex hat uns eine E-Mail geschrieben. Falls ihr uns auch eine E-Mail schreiben wollt, schreibt gerne an podcast.doppelg√§nger.io oder fragen auch immer gerne √ľber Discord.
Aber wir bekommen bald Earnings-Season, dann k√∂nnen wir nicht mal so viele Fragen machen. Dann kommen nur noch die besten durch. Also m√ľsst ihr noch bessere Fragen stellen.
Und k√ľrzere.
Welche die Glööckler vorlesen können.
Genau. Also Alex fragt, was schaust du dir als erstes an, wenn du schnell ein neues Unternehmen verstehen möchtest? Geschäftsmodell, Markt und Zahlen. Und die Frage dazu, welche Quellen nutzt du als erstes?
Da fehlt jetzt wieder ein bisschen Kontext. Also geht es um Due Diligence Arbeit f√ľr Private Equity oder um Angel Investments oder um Aktien?
Ja, ich w√ľrde mal sagen eine DD.
Also zumindest so wie bei dem, was ich mache, man f√§ngt da nicht bei null an. Es gibt in der Regel entweder so ein Investor-Memorandum, also dass die Firma sich selber schon darstellt. Das hei√üt, da sind schon viele Informationen √ľber den Markt, √ľber Konkurrenz, √ľber die Ergebnisse der letzten Jahre, √ľber die Ans√§tze f√ľr Marketing und Vertrieb, √ľber die Technologie, die sie nutzen und so weiter drin. Das hei√üt, man bekommt eigentlich so ein bis zu 200 Seiten PowerPoint-Verkaufsprospekt schon angeliefert, wo man viel rausbekommt. Da ist nat√ľrlich schon der erste Punkt spannend zu schauen, wo da eventuell Sachen zu positiv dargestellt werden. Das hei√üt, man kauft das jetzt nicht eins zu eins, aber da lernt man einfach sehr viel schon √ľber den Markt und das Unternehmen. Das kann von einer Sales-Site, Investmentbank oder Unternehmensberatung erstellt worden sein. Dann gibt es eventuell auch schon eine Buy-Side, also von der Seite des Investors oder K√§ufers, eine Commercial Due Diligence. Das hei√üt, da hat schon ein McKinsey oder ein BCK oder ein Bain oder ein Wyman drauf gearbeitet und zeigt ihre Sicht auch nochmal des Marktes, der Konkurrenz, wie Kunden das Unternehmen einordnen, wie zufrieden die sind und so weiter. Das hei√üt, bei dem, was ich mache, n√§mlich ich erweitere das ja nur, um dann besonders digitale, besonders digitale, produktnahe Das hei√üt, die grobe Einsch√§tzung habe ich in der Regel schon. Das hei√üt nicht, dass ich mich dann nicht damit besch√§ftige oder Dinge nochmal hinterfrage, weil das ist eigentlich schon da. W√§re es jetzt eine Public Company, dann w√ľrde man bei der Investorenpr√§sentation anfangen. Wenn man Company-Name plus Investor-Pr√§sentation sucht, findet man in der Regel von dem letzten Kapitalmarkttag oder den letzten Quartalsergebnissen oder einer anderen Konferenz So ein Investor Deck, da kann man eigentlich auch schon relativ gut lernen, wie die Company sich im Markt positioniert. Und bei Startups macht das Pitch Deck das in ein, zwei Seiten eigentlich, dass man den Markt beschreibt und die Positionierung im Markt. Das hei√üt, da w√ľrde man definitiv anfangen. Dann w√ľrde man bei jetzt bestehenden Firmen, bei Startups weniger, aber bei bestehenden Firmen halt relativ schnell in die Gesch√§ftsberichte gehen oder in den Businessplan, je nachdem. Manchmal hat schon jemand einen Businessplan gemacht oder man macht seinen eigenen aus den Gesch√§ftsberichten und dann schaut man sich halt so die Rohmargen an, die Marketingquoten, die verschiedenen Marketingkan√§le. Dann w√ľrde man vielleicht ein bisschen so im Markt rumfragen, also versuchen einen Insider zu finden, der den Markt versteht. um noch zu √ľberlegen, worauf m√ľsste man besonders achten oder was hat man eventuell √ľbersehen. Das w√ľrden sowohl professionelle Judicians, Leute, als auch ich eventuell machen. Eventuell findet man so Industry Benchmarks oder sowas von Unternehmensberatungen. Der gro√üe Vorteil, den die gro√üen Unternehmensberatungen haben, ist nat√ľrlich immer, dass sie auch die Zahlen von verschiedenen anderen Marktteilnehmern kennen. Die werden dann irgendwie ein bisschen kryptisch so geschw√§rzt oder so den Namen der Firma. Da steht dann so Competitor A, B, C oder so, aber du kannst eigentlich ableiten wer das jeweils ist, entweder an den Produkten oder den M√§rkten, die sie bedienen und so weiter. Das hei√üt, die k√∂nnen sehr gut Benchmarking machen. Die wissen halt genau, was die Rohmarge f√ľr Kosmetik, Mode, Schuhe, D2C, was wei√ü ich, zu sein hat. Das w√§re f√ľr mich ein bisschen schwer, aber das ist auch nicht der Teil, den ich abliefere, sondern mein Teil ist, konkret die digitalen Marketing-Kan√§le oder die digitalen Aspekte des Produktangebots zu beurteilen. Aber das w√§ren so die... Also dann schaue ich nat√ľrlich... Bei den softeren Zahlen, also sagen wir sowas wie Traffic-Nutzer, monatliche Nutzer oder so, da gibt es ja nicht so gute Standards. Das hei√üt, da validiere ich das nochmal outside in mit irgendwie so Sachen wie SimilarWeb oder Zemrush oder was es so f√ľr Tools gibt, um zu gucken, gibt es denn in der Zusammensetzung der Marketingkan√§le vielleicht irgendwelche Auff√§lligkeiten oder Abh√§ngigkeiten auch. Ich fordere relativ fr√ľh so ein Marketing, das ist spannenderweise fast nie in den Unterlagen dabei, weil das ist auch was, was Firmen ungern vielleicht weggeben m√∂chten, aber so eine Art eigentliche Marketing-Mix-Table, also wie viel Nutzer kommen aus welchem Kanal, am liebsten die letzten 36 Monate pro Monat oder pro Quartal. Aus welchem Kanal kommen wie viele Nutzer, √ľber Brand, √ľber generisch, Neunutzer, Altenutzer, zu welchem Kack, zu welchem Klickpreis, wie hoch sind die Warenk√∂rbe dieser Nutzer aus den verschiedenen Kan√§len. Und da kann man dann so ein bisschen auch sehen, ob jetzt zum Verkauf hin zum Beispiel das Marketing effizient in Anf√ľhrungsstrichen gemacht wurde und ob man da also Schulden eingeht, wie ich sie gerade beschrieben habe bei About You vermeintlich. Wenn ich jetzt dann tiefer reingehe, w√ľrde ich mir die Kampagnen anschauen, die Webseite, die SEO Performance und so weiter. Aber die gro√üe Marktanalyse, das ist ja nicht mein Angebot, das machen in aller Regel andere oder macht das verkaufene Unternehmen selber und l√§sst das dann in der Regel auch von der Unternehmensberatung erstellen.
Also du schaust dir eher an, ob das dann stimmt, was dort angepriesen wurde. Oder ob du irgendwelche Red Flags findest.
Genau, also man muss halt, wenn es von der Sales Seite gemacht ist, also von der Investmentbank oder der Firma selber oder der beauftragten Unternehmung, dann wird es nat√ľrlich tendenziell alles ein bisschen rosaner und positiver darstellen. Wenn es schon Buy-Side-Due Diligence gibt, dann ist das im Zweifel ein bisschen skeptischer. Es sei denn, was auch passiert, dass Leute unbedingt diesen Deal machen wollen, dann sagt man, das soll nicht so skeptisch sein, soll es auch geben. Aber gerade bei der Sell-Side, da geht es nat√ľrlich darum, das so ein bisschen zu poken und zu gucken, Ist das wirklich aussagekr√§ftig oder kann man da auch schon sehen, also jedes Mal wenn, sagen wir mal, eine schwache Metrik gew√§hlt wurde oder ein kurzer Zeitraum gezeigt wird oder so, dann ist in der Regel ein guter Grund nochmal reinzuschauen, ob das nicht von au√üen auch anders aussieht, wenn man dieser Pr√§sentation nicht glauben w√ľrde oder wenn man sie nicht h√§tte.
Und die andere Frage von Alex war, wie identifizierst du potenzielle Short-Kandidaten? Was sind die Red Flags und wo schaust du hin, um welche zu finden? Zum Beispiel nennt ihr da Oatly.
Also ich bin ja kein Short-Seller, sondern ich habe das irgendwie hobbym√§√üig eine Zeit lang gemacht. Ich glaube im Moment habe ich keine oder kaum Short-Positionen. Und ich habe auch keine, so wie vern√ľnftige Short-Sale, habe ich jetzt auch keine gro√üartigen Short-Hypothesen. Ich versuche einfach nur Firmen zu erkennen, die meiner Meinung nach unviable sind, also die einfach auf Dauer nicht so funktionieren k√∂nnen. Und Oatly und Beyond Meats sind allein deswegen ein gutes Beispiel, weil die Rohmargen viel zu niedrig waren, teils sogar negativ. Oder auch sowas wie PlugPower. Aber was sich hier auch zeigt, ist, dass Also diese Firmen haben wirtschaftlich einfach keinen Sinn gemacht. Also es war offensichtlich, dass das nicht funktionieren kann. Aber die Gefahr ist ja eben, dass, wenn neuer Hype ausbricht, die Aktien halt trotzdem laufen. Deswegen ist es nicht so einfach. bestenfalls hast du noch eine √úbernahmefantasie da und trotzdem k√∂nnen die Aktien sich auch positiv entwickeln, weil der Markt sich positiv entwickelt. Dagegen bist du ja abgesichert, wenn du Short-Selling richtig machst, mit Long-Short-Strategie. Ich habe das noch nicht ausreichend getestet, aber eine gute Strategie den Markt zu schlagen k√∂nnte vermutlich sein, du kaufst den Markt und die offensichtlichsten schlechten Companies shortest du.
Das ist leicht besagt.
Du willst gar nicht bessere Firmen kaufen, du willst nur die wirklich absolut schlechtesten raus sortieren. Aber selbst das ist gar nicht so einfach, w√ľrde ich sagen. Also ich w√ľrde schon darauf wetten, dass Oatly und B&M und PlugPower in zehn Jahren nicht mehr da sind, aber ob sie nicht zwischendurch nochmal steigen, das ist gar nicht so klar. Und auf so lange Zeit zu shorten w√§re unheimlich teuer. Deswegen macht das auch keinen Sinn. Also wie denn Fischer oder Wenn ich das Gef√ľhl habe, in einem begrenzten Markt, sagen wir mal Cloud, funktioniert eine Firma deutlich besser als die andere und das ist im Preis noch nicht abgebildet. Normalerweise ist das im Preis ja abgebildet. aus irgendeinem Grund ist noch nicht abgebildet, dann kannst du halt sagen, du nimmst dir in einem Sektor die beste und schlechteste Firma, Cloudflare und Fastly ist das beste Beispiel, wobei Cloudflare ja sehr hoch bewertet ist, aber du kannst halt sagen, Fastly, die liefern ja auch keine vern√ľnftigen Zahlen einfach, w√§hrend Cloudflare sehr gut hat und dann kannst du sagen, das Delta dazwischen m√ľsste eigentlich aufgehen. Das w√§re noch eine andere M√∂glichkeit. Aber ich w√ľrde niemandem raten dazu. In der Regel steigt der Markt insgesamt. Deswegen ist es glaube ich nicht schlau sich ohne Grund mit Shorten zu besch√§ftigen.
Dann lass uns in den AI-Corner gehen. Es gab ganz sch√∂n viele News diese Woche zu AI. Erstmal Leak bei OpenAI. Was wurde √ľber GPT-4-Architektur, Datens√§tze und Kosten herausgefunden? Irgendwelche News f√ľr dich dort bei der Sache?
Ja, die News sind einig, dass das best√§tigt wurde, gr√∂√ütenteils was bekannt war. Es wurde herausgefunden, dass GPT ungef√§hr 1,8 Billionen English Trillion Parameter hat. Das war gr√∂√ütenteils bekannt, die in 120 Schichten angeordnet sind. Damit ist es ungef√§hr zehnmal gr√∂√üer. als GPT-3. Es besteht aus 16 verschiedenen Experten-Modellen. Das ist ein sogenanntes Mixture of Expert Model. Sie verwenden 16 Experten-Module daf√ľr, die jeweils 111 Milliarden Parameter haben. Der Datensatz, mit dem GPT-4 trainiert wurde, war 13 Billionen Token gro√ü. Token sind roundabout 4 Buchstaben. Also 1,5 Token sind ein Wort ungef√§hr, glaube ich. Also ganz stark √ľber den Daumen kann man sagen, ein Token entspricht ungef√§hr einem Wort, aber tats√§chlich hat ein Wort eher 1,3, 1,5 Token. Also das ist ungef√§hr die Masse, die da gelernt wurde. Die Trainingsdaten umfassen Common Crawl und Refined Web mit insgesamt 13 Billionen Token. Common Crawl ist bekannt, das ist dieses gro√üe, was man sich bei Hugging Face und so auch runterladen kann, das gro√üe Webmodul oder der gro√üe Webkorpus. Refined Web. Das ist komisch, dass man mit beiden trainiert, weil Refined Web ist eigentlich Common Crawl dedupliziert, also Dubletten rausgenommen und gefiltert, also Schrott rausgefiltert, um es leichter zu machen und es kommt auf √§hnlich gute Ergebnisse mit deutlich weniger Daten. Deswegen hat man Refined Web. als Korpus gemacht. Warum man beide benutzen w√ľrde, ist mir nicht 100% klar. Dann gibt es Spekulationen, dass es weitere Quellen wie Twitter, Reddit, YouTube und eine gro√üe Sammlung von Lehrb√ľchern gibt. Da wundert mich, dass das Spekulationen sind, weil in GPT 3.5 war schon Books 1 und 2, das sind zwei andere Corporate. Und dieses Reddit, wie hie√ü das, Weblinks, das sozusagen mit diesen Redditlinks versehen inkludiert ist und dass vielleicht Twitter und YouTube dabei ist, ist vielleicht auch nicht √úberraschend. Elon Musk beschwert sich, dass seine Twitter-Daten immer gescrapet werden von den gro√üen Large-Language-Modellen oder deren Trainingsscrapern. Das hei√üt, keine gro√üe √úberraschung, Trainingskosten ungef√§hr 63 Millionen Dollar. Das war, glaube ich, auch bekannt. Die Inferenz, also das Entscheidungstreffen des Modells oder das Ausf√ľhren des Modells, kostet dreimal mehr als DaVinci, ein bis dahin sehr gro√ües, teures Modell. Die Sachen, die jetzt rauskommen. Das Besondere ist einfach, dass es damit offiziell best√§tigt wurde, was vorher sozusagen nur Chatter oder Hearsay war. Innuendo sagt man, glaube ich.
Und dann ist zu lesen, dass OpenAI jetzt untersucht wird von der US-Beh√∂rde wegen KI-Risiken. K√∂nnte das so ein gro√üer Ausbremser sein f√ľr OpenAI, dass sie jetzt als die Marke, die am bekanntesten ist, sich allen Fragen und Antworten stellen muss und die anderen irgendwie links und rechts √ľberholen k√∂nnen?
Ja, bis jetzt erst mal nur eine Befragung durch die FTC. Es geht jetzt nicht um AI-Risiken insgesamt, sondern um konkrete Risiken durch Fehlentscheidungen. Also das Modell hat einen unrichtigen Output gemacht und daraufhin ist ein Schaden entstanden. Oder es hat eine Firma diffamiert dadurch aus Versehen oder irgendwas angedichtet. was sie selber nicht getan hat. Und au√üerdem, ob Datenschutz-Sachen verletzt worden sind bei der Anwendung von GPT-4 oder von OpenAI-Produkten. Das ist, glaube ich, schon einer der Gr√ľnde. Es gibt meiner Meinung nach zwei Gr√ľnde, warum. Es ist ja auff√§llig, dass die selbst die gro√üen Konzerne Regulierung wollen. Und ich glaube, daf√ľr gibt es zwei Gr√ľnde. Das eine ist, weil die Konkurrenz ausbremst, weil sie diese Regulierungen so bestimmen k√∂nnen oder die Mittel haben, Regulierungen so mit zu beeinflussen, dass sie ihnen gelegen kommt, beziehungsweise sehr stark vereinfacht ist jede Regulierung immer f√ľr gr√∂√üere Gut, weil die Auseinandersetzung mit der Regulierung Ressourcen verbraucht. Datenschutz als einfaches Beispiel. Du brauchst halt selbst als Ein-Mann-Unternehmen schon Datenschutzbeauftragten, wenn du Kundendaten verwaltest, nach meiner Kenntnis. Das macht nat√ľrlich keinen Spa√ü. Das ist f√ľr eine gro√üe Firma viel einfacher zu tragen. Deswegen ist Regulierung schon mal immer gut f√ľr einen Kamm, wenn es so ein gro√üer ist. Zudem kann man sie vielleicht sogar noch beeinflussen, sodass die eigenen Modelle schon gesch√ľtzt sind. Das ist die eine Sache, warum sie Regulierung wollen, glaube ich, die gro√üen Firmen. Und die andere ist, glaube ich, weil Regulierung auch so ein bisschen schon den Rahmen geben kann, f√ľr wer Schuld ist, wenn solche Sch√§den eintreten. Also ist es der Produzent des Modells? Ist es der Anwender des Modells? Ist es der, der daraufhin handelt? Also wo genau ist die Schuld? Wenn es um Schaden und Haftbarkeit geht, muss er eventuell auch die Schuld definieren. Und wer hat jetzt den Fehler gemacht? Die Firma, die das Modell trainiert hat? Oder die Firma, die das Modell anwendet? Oder derjenige, der aufgrund des Outputs des Modells handelt? Das ist nicht so einfach und auch das w√ľrde Regulierung ja eventuell mitkl√§ren, die Haftbarkeitsfrage. Und die FTC schaut jetzt mal da rein und irgendwie braucht man ja auch grundlegende Annahmen oder Gesetzgebung dazu. Dass die das jetzt komplett blockiert, wei√ü ich nicht. Ich glaube, die sind ganz gut darauf vorbereitet, dass sie sich irgendwann damit auseinandersetzen m√ľssen.
Hast du dir x.ai von Elon angeguckt? Der versucht ja jetzt seinen OpenAI nochmal selbst zu bauen.
Genau, nachdem er erst versucht hat allen anderen das Scraping von Twitter nicht mehr möglich zu machen, weil diese bösen AI-Company seinen Content Clown baute, jetzt eine eigene. AI Company, die x.ai heißen soll. Unter x.ai kann man sich das auch anschauen.
Da sieht man nicht viel. Einfach nur eine Auflistung von Leuten, die da sind und man kann sich da bewerben und es verlinkt unheimlich viel auf Twitter. Also alle Profile sind mit Twitter Profilen hinterlegt und heute ist wohl irgendwie ein Twitter Spaces dazu. Das ist erstmal nur so eine kleine Landingpage, um zu zeigen, dass man es ernst meint.
Genau. Letztlich sieht man da ein Team, was durch zwei Dinge auff√§llt. N√§mlich a, dass es Leute von den vorherigen Top-AI-Researchern ist. Also von DeepMind, OpenAI, Google und Microsoft Research und so weiter. Und das andere ist, dass es zw√∂lf Dudes sind. Elon Musk. Genau, aber die bauen jetzt an AI, die, wie hat er das genannt, ich glaube, die Welt verstehen will oder so. Sekunde, muss ich nochmal gucken. Er hat irgendwie so ein schwammiges Ziel formuliert. Understand the true nature of the universe. Das soll die Firma machen. Die Gefahr ist glaube ich so ein bisschen, dass das so ein Anti-Open-AI wird. Also warum f√ľhlt sich Musk jetzt dazu gen√∂tigt, eine eigene Firma zu bauen? Also entweder will er Twitter wirklich dicht machen f√ľr andere und sagt, mein Edge in diesem Game ist, dass ich die Twitter-Daten habe und als einziger darauf zugreifen kann. Das k√∂nnte ja ihm einen Webbewerbsvorteil geben, weil alle arbeiten mit diesem Common Crawl, Refined Web, Weblinks, diesen Standard-Corporell, womit die Maschinen gelernt, getrainiert werden. Und wenn er jetzt als einziger noch die Twitter-Daten h√§tte, dann w√§re das vielleicht interessant, aber auch ein komisches Bias schon. Andererseits habe ich ein bisschen Angst, dass Elon Musk dann auf die Idee kommt, dass Sam Altman OpenAI genauso zensiert wie Twitter vorher zensiert wurde. Das passiert ja. Es gibt definitiv Zensur in den Modellen, einfach weil gewisse Outputs verhindert werden sollen und gewisse Fragen auch nicht beantwortet werden sollen, weil sie eventuell polarisierend sein k√∂nnten. Und wenn Elon Musk jetzt das Gegenteil davon macht und sagt Free Speech, auch f√ľr Large-Language-Modelle, die k√∂nnen ja sagen, warum sollste nicht fragen d√ľrfen, wie man eine Biowaffe baut. Ich hoffe, dass es nicht den Weg geht. Das ist nat√ľrlich jetzt erstmal eine Unterstellung. so erratisch wie er zuletzt Twitter gef√ľhrt hat und so gef√§hrlich wie diese Technologie ist, bin ich mir nicht hundert Prozent sicher, ob die in seinen H√§nden am besten aufgehoben w√§re. Also nat√ľrlich hat er genauso wie jeder andere ein Recht eine Firma da zu bauen, aber die Technologie bietet ja schon f√ľr viel Potenzial auch was kaputt zu machen. Und man w√ľrde sie einfach lieber entweder in den H√§nden einer gro√üen Firma mit entsprechenden Gremien wissen oder einigerma√üen verantwortungsvollen Gr√ľndern und Gr√ľnderinnen. Und zuletzt sah ihre Maske einfach nicht so aus. Aber man wei√ü noch nicht so richtig, was er damit bezweckt. Man wird es sehen. Sie soll auf jeden Fall eng mit Tesla und X zusammenarbeiten. Elon Musk nennt Twitter immer mehr nur noch X und nicht Twitter. Ist vielleicht ein bisschen zu fr√ľh zu urteilen. Wir haben noch so viel weitere AI-News. Es ist die Woche der AI-News. Kommen alle Leute mit neuen Modellen raus.
Hast du ein VPN installiert und Cloud 2 von Anthropic ausprobiert? Auch eine gro√üe AI-Firma, wie ich gelesen habe, wo auch Leute da arbeiten, die fr√ľher bei den anderen gro√üen AI-Firmen waren. Das geh√∂rt ja jetzt zum Pitch dazu, um irgendwie eine Milliardenbewertung auf AI zu bekommen.
Ja, das Problem ist, dass Google und DeepMind vorher so viele AI-Entwickler aufgesaugt haben, dass es unm√∂glich ist, fast eine Firma zu bauen, ohne jemanden von DeepMind oder Google oder dann OpenAI sp√§ter zu heiern. Ich habe Cloud 2 noch nicht probiert, aber Cloud 2 ist das Modell von Anthropic. Die branden sich so ein bisschen als die Guten im AI-Game. Oder manche nennen es auch das Headquarter of Doomerism. Also dass sie immer wieder darauf hinweisen, wie gef√§hrlich das ist und deswegen umso wichtiger ist, dass man es wie sie sehr humanistisch angeht. Es gibt verschiedene Theorien, warum das Modell Claude hei√üt. Das eine ist, dass nach Claude Shannon ein Wissenschaftler benannt ist. Das andere ist, dass es ein m√§nnlicher Gegenpart sein soll zu Siri, Alexa und Cortana, die immer weiblich sind. Und man sucht f√ľr AI nat√ľrlich, man sucht n√§mlich nicht denkbar harmlos wohlklingende Namen f√ľr AI aus. Und Claude w√ľrde sich ja nicht richtig bedroht finden von einem Typen der Claude. Das klingt so wie wenn er dich umbringen w√ľrde, dann w√ľrde er dir vorher noch ein Glas Rotwein servieren. Also Clod hat so eine sch√∂ne Phonetik, dass es einfach nicht gef√§hrlich klingt. Und Clod II ist jetzt sozusagen die n√§chste Iteration vom Ursprungsmodell Clod. Das Besondere daran ist, also das ist sehr gut darin, sowas wie die Code Interpreter bei Chats GPT machen. Da gibt es ja dieses Code Interpreter Plugin, womit du PDFs auswerten kannst oder Excel-Tabellen auswerten kannst. Das kann Cloud besonders gut. Und das Besondere ist noch, also, dass es unheimlich viel Kontext hat. Kontext ist eigentlich, man w√ľrde sagen, Kurzzeitmemory. Kurzzeitged√§chtnis. CLOT hat 100k Kontext. 100k hei√üt in dem Fall, glaube ich, sicher Tokens. Also sagen die 70.000 Worte an Konversationen, an das es sich √§ndern kann. Das hei√üt, du kannst sehr lange hin und her schreiben und du kannst auch verschiedene Dokumente dadurch zum Beispiel reinpacken, wenn sie nicht zu gro√ü sind. Zum Vergleich, ChatGPT4 hatten ungef√§hr nur ein Drittel so viel Kontext. Also die haben nur 32k Tokens im Kurzzeitmemory. Also es geht, verstehst du, was der Kontext ist? Ja, ne? Also das Vorgespr√§ch, was ich die AI merken kann und ich kann ewig lange Threads und Unterhaltung f√ľhren oder Analysen bestellen und es wird immer noch wissen, was es mir gerade gesagt hat und ich kann darauf aufbauen. Und je mehr Kontext hat, desto mehr Konversation und Wissen kann ich aufbauen. Das hei√üt, das ist der gro√üe Vorteil. Und der zweite gro√üe Vorteil ist, Der zweite ist, dass es deutlich g√ľnstiger als GPT-4 ist. Ungef√§hr Faktor 4,5. Und der dritte, das nochmal besonders spannend ist, dass der Cut-off 2023 ist. Also GPT-4 hat ja immer noch nur Daten bis September 21 oder November 21. Und CLO2 ist jetzt zumindest schon 2023 angekommen. Das hei√üt, es verf√ľgt √ľber mehr Daten. Es wei√ü schon, wer der aktuelle Bundeskanzler ist und so weiter.
Alles auf klot.ai, ich wollte es mir gestern Abend angucken, aber dann habe ich gesehen, ich muss in England oder USA sein und das war mir dann zu viel Aufwand.
In Deutschland kannst du ab gestern, nee ab dem 12.13 glaube ich auch, also Mittwoch dieser Woche, kannst du BART probieren, also googelt, hast du damit rumgesperrt.
Das habe ich gemacht und ich habe gemerkt, der AI-Hype ist hiermit beendet. Ich habe noch nie, ich wurde noch nie von AI so entt√§uscht wie gestern Abend. Also man klickt sich da rein, unter wasistesbart.google.com wahrscheinlich kommt man da drauf. Wenn man irgendwie einen Firmen-Gmail-Account hat, muss man dann noch zwei, drei Klicks machen im Admin-Bereich, damit das ganze Personal irgendwie damit arbeiten kann. Und dann macht man das. Erste Frage, die ich gestellt habe, war, wer ist Philipp Kl√∂ckner? Also, wer bist du? Dazu gab es nichts. Dann habe ich gefragt, wer ist Frank Thelen? Und da gab's einen Text, der ist ja auch ein bisschen bekannter so, aber in dem Text steht drin, dass er Universit√§t M√ľnster und Stanford studiert hat und dass er bei McKinsey gearbeitet hat. Und wenn ich das vergleiche mit seinem Wikipedia-Eintrag, dann stimmt das irgendwie nicht so ganz. Und dann hab ich das Browserfenster wieder zugemacht und hab gedacht, das reicht f√ľr vier Stunden Vorbereitung, Doppelg√§nger-Podcast am Tag, ich bin raus.
Und das reicht f√ľr dich auch um den AI-Hype komplett abzusagen?
Ja, also das Produkt ist doch... Aber das ist eins von vielen Produkten.
Du sagst ja auch nicht, weil es den E-Golf gab, wären Electric Vehicles nie wieder was.
Aber wenn die Firma, die sich als Super-AI-Firma positioniert und so viel Zeit da rein investiert, dann sowas macht und einfach Fake-News raushaut, das kann doch nicht die Wahrheit sein. Also das kann doch nicht die Realität sein, dass wir heutzutage, also dass die noch nicht mal irgendwie in Google-Search auf Wikipedia wäre sinnvoller als das Produkt. Soll ich dann schreiben, nee, stimmt nicht? Schau nochmal?
Nat√ľrlich ist eine Google-Search bei manchen Anfragen noch sinnvoller.
Warst du positiv √ľberrascht?
Du musst fairerweise sagen, was lustig ist, wir kriegen unterschiedliche Halluzinationen. Also es ist nicht komplett falsch, was er zu Frank Thelen sagt. Ich hab jetzt mal gefragt, German Businessman Investor Author, ist richtig. Founder und CEO of Freigas Capital, richtig. Das ist eine Venture Capital Firma, richtig. Das sind Early Stage Technology Companies investiert, auch richtig. Thelen is a well-known television personality, having appeared as a judge in the German show Höhler Löwen, The Lion's Den. Auch richtig. Der erste Absatz ist schon mal komplett richtig. Geboren in Bonn 1975, nehme ich an, auch richtig. Studied Business Administration, University of Cologne and St. Gallen. Das ist, glaube ich, falsch, oder? Ich glaube, die hat die Schule nicht 100% abgeschlossen.
Also bei mir auf Wikipedia steht, dass er Wirtschaftsinformatik Bonn-Rhein-Sieg angefangen hat und dann wegen Unternehmertum aufgehört hat.
95% des Contents, den ich bekomme, ist richtig. Aber trotzdem falsche Informationen drin, da hast du ja auch recht. Aber A, du urteilst jetzt wieder √ľber eine mehr der Beta-Version. Wir haben ja damals immer gemutma√üt, oder ich habe gemutma√üt, dass Google es nicht rausbringt, weil eben ihre Truth Brand das Problem ist, dass du erwartest von Google, dass was da rauskommt 100% richtig ist. Das funktioniert bei Search in 99,8% der F√§lle relativ gut. Auch nicht immer, wenn du nach dem g√ľnstigsten Produkt fragst oder so, hat Google oft nicht die richtige Antwort. Aber das ist halt die gro√üe Gefahr, warum sie, glaube ich, AI nicht so fr√ľh ausgerollt haben. Du sagst jetzt den AI-Hype ab, aber was dein eigentliches Bias ist, ist, Sam Altman darf machen, was er will, weil du ihn als Startup wahrnimmst und nicht sagst, ich vertraue jetzt Microsoft nicht mehr. Und Bard, f√ľr Google, die haben halt mehr zu verlieren. Das ist eine gr√∂√üere Firma. Und bei jedem Startup sagst du auch, cool, wie weit das schon kommt. Und hier sagst du, wow, das ist nicht hundertprozentig richtig. Das ist ja der totale Rotz.
Bei OpenAI gibt es ja auch Fehler, die nicht wahr sind.
Da hast du den AI-Hype nicht abgeblasen, deswegen.
Ich bin schon skeptischer. Je mehr ich mich damit auseinandersetze, umso skeptischer bin ich, weil f√ľr uns halt Podcast-Vorbereitung ist die Frage, wo gehen wir hin, was schauen wir uns an. Und wenn ich jetzt f√ľr eine Person was recherchieren m√∂chte und sagen m√∂chte, hey gib mir irgendwie 2000 W√∂rter √ľber eine Person, was muss ich wissen, dann w√§re f√ľr den Podcast ja auch daneben, wenn ich jetzt hier einfach falsche Sachen
Ich w√ľrde behaupten, das ist nicht der Main-Use-Case von generativer AI. Irgendwann wird man sie daf√ľr schon nutzen k√∂nnen, aber du sagst ja selber, also womit hast du es ge-fact-checkt mit Wikipedia. Also dieses Tool lernt bestenfalls auch von Wikipedia und h√§tte dir das gleiche wiedergegeben. Es wird immer Use-Cases geben, wo du direkt zu Wikipedia gibst, weil es einfach, weil du 100%, ob das 100% Wahrheit ist, ist eine andere Frage, aber weil da √ľberwiegend die Wahrheit steht. Dass das jetzt schlechter ist als die Wikipedia ist nat√ľrlich schon nicht gro√üartig, aber es ist halt auch eine Beta-Version.
Das Vertrauen ist einfach weg. Also ich vertraue ja dem System nicht.
Ja, aber es ist ja auch nicht die Google-Startseite, sondern es ist BART und steht Groß-Experiment dran und auch das ist sicherlich nicht Zufall, dass da, also wer schreibt neben irgendeinem Produkt Experiment oder schreibt mal Beta oder Sternchen-Beta oder irgendwie sowas ran, sie haben hier ganz klar Experiment daneben geschrieben und du kommst auch, Es liegt auf einer Subdomain, es ist nicht in der Suche drin. Also ich wäre da ein bisschen mehr forgiving und man muss sich auch ein bisschen im Kontext einordnen. Also Google hat nicht gesagt, ab heute ist das unsere Search Experience. Haben sie nicht gesagt. Ab heute ist das besser als unsere Suchergebnisse. Steht nirgendwo.
Aber sie bringen es raus und sagen, hey, wir sind jetzt in 40 Sprachen available. So, ja, ist nur Beta, aber Beta schreibt jeder auf sein Produkt am Anfang. Dann m√ľssen sie mir als Nutzer ja wenigstens irgendwie die M√∂glichkeit geben zu ranken. Also au√üer Daumen hoch, Daumen runter. Ich glaube, das ist richtig. Also soll ich jetzt als Nutzer die ganze Zeit sagen, ist falsch, ist falsch, ist falsch, stimmt nicht, guck nochmal nach. Also gebe ich jetzt Nachl√§sse?
Ja, so funktionieren Tech-Produkte. Du machst die Arbeit.
Okay, da hätte ich mehr erwartet.
Das heißt, du hast alle Fragen falsch beantwortet, die du gestellt hast?
Ich habe eine Frage gestellt. Damit bin ich nicht happy. Jetzt lasse ich sie erstmal wieder liegen.
Du musstest sie auch nicht nutzen. Aber ich wollte nur sagen, dass es gelauncht ist und man damit rumspielen kann. Gut, du hast mal wieder den iHype offiziell behändet.
Nein, bestimmt nicht. Aber mein erstes Kundenerlebnis war einfach nicht so, wie ich es mir vorgestellt hätte.
Ja, aber wie gesagt, ich glaube das Problem ist, dass du Google auf ein viel zu hohes Podest stellst. Und wie gesagt, Google ist sich des Risikos ja bewusst und deswegen steht der Experiment dran, deswegen ist es auch in der Subdomain. Vielleicht w√§re es sogar schlauer unter einer anderen Brand raus. Du hast nicht mal das Google-Logo im Tab √ľbrigens. Das FEV-Icon oben, also das kleine Symbol, was sich im Browser festsetzt, sind so Sternchen. Da ist nicht das G, Google-G drin. Ich glaube, das ist alles sehr durchdacht, glaube ich.
Das ist genauso durchdacht wie Apple, bei der sich keiner die Brille angezogen hat. Man möchte einfach sich distanzieren von möglichen Failuren.
Und wie gesagt, f√ľr dich steht Google halt f√ľr den Hort des Wissens oder dort, wo die Verweise zu richtigem Wissen oft stehen. Und jetzt antwortet halt was, was sich nicht mehr wie Google anf√ľhlt. Das ist schon eine Challenge f√ľr Google. Aber sollen sie deswegen gar nicht rausgehen? Du brauchst ja die Nutzerdaten, um besser zu werden. Sie k√∂nnten halt immer weiter besser trainieren, aber die AI wird ja dadurch besser, dass sie benutzt wird auch. Und wenn sie Nutzerdaten, ihr gr√∂√üter Vorteil sind Nutzerdaten, wenn sie die jetzt in dem Fall nicht bekommen, dann rennt Microsoft halt vielleicht weg, obwohl sie weniger Marktanteil haben. Du musst schon irgendwann rausgehen zum Tanzen, um die Nutzerdaten zu sammeln und das Feedback zu bekommen. Okay, wir haben verstanden. Du bist nicht begeistert von der Produktqualit√§t. Das k√∂nnen wir auf jeden Fall so festhalten.
Ich versuche Knoten jetzt die n√§chsten Tage mal auszuprobieren. Mal gucken, ob ich da zufriedener bin mit den Ergebnissen. Wir haben noch eine H√∂rerfrage von Discord, die mich nat√ľrlich auch sehr interessieren w√ľrde. Und zwar schreibt jemand, mich w√ľrde interessieren, warum Pipp in Folge 264 erst negativ darauf reagiert hat, dass Kl√∂ckler Doppelg√§nger Vollzeit durchziehen m√∂chte. War es das typische Gl√∂ckler-Bashing in Pip-Style? Jedenfalls wirkte Pip sehr nachdenklich, als w√ľrde er gerade Pro und Contra-Liste aufstellen in seinem Kopf. Der Gedankengang w√ľrde mich interessieren. Habe ich dich √ľberrannt?
√úberrannt auf jeden Fall. Und vielleicht hat man im Videopodcast auch ein bisschen zu sehr gemerkt, dass ich erstmal dar√ľber nachdenken muss. Und tats√§chlich habe ich im Kopf erstmal √ľberlegt, was das f√ľr Implikationen hat. Der erste Gedanke war, dass ich neben meinem eigenen Haushalt und Jan aus dem Off jetzt auch noch die Verantwortung f√ľr dein finanzielles Wohlergehen habe. Sei denn du verf√ľgst √ľber gro√üe Verm√∂gen und passive Einkommensstreams, von denen du mir noch nichts gesagt hast. Was hast du da nochmal verk√ľndet? Dass du Podcasts ab jetzt was machst?
Dass ich vier Stunden am Tag mich um Doppelg√§nger k√ľmmere.
Und wie hast du das genannt?
Oh, the one thing. Ich mache eine Sache.
Ich glaube du hast auch Vollzeit genannt. Das ist nat√ľrlich schon wieder lustig, dass du sagst Vollzeit bei dir vier Stunden am Tag bedeutet.
Vier Stunden konzentriert. Meinst du Leute, die acht Stunden im Arbeitsvertrag stehen haben, arbeiten mehr als vier Stunden richtig konzentriert?
Das kommt auf die Leute an. Willst du unterstellen, dass Leute das prinzipiell nicht machen? Da glaube ich mir nicht.
Ich glaube, dass es in unserer heutigen Zeit unheimlich schwer ist, vier Stunden konzentriert zu arbeiten. Mit den ganzen Tools, E-Mails, Slack, anrufen, alles.
Ich glaube, wenn du zum Beispiel ein M√ľllmann bist oder an der Kasse sitzt oder im Finanzamt sitzt, dann musst du das schon machen. Das nur zur Erkl√§rung. Ich habe mich nat√ľrlich auch gefragt, was du in der Zeit machen wirst. Das ist ja auch gef√§hrlich, wenn jemand viel Energie hat, aber noch keinen Plan. Aus Erfahrung kann ich sagen, das kann auch schnell gef√§hrlich werden. Das hei√üt, ich habe mich nat√ľrlich auch √ľberlegt, wie man diese geballte Willenspower jetzt auch sinnvoll einsetzen kann, ohne Schaden anzurichten. Das ist mir noch nicht ganz klar, obwohl man schon merkt, dass du besser vorbereitet bist auf jeden Fall. Ja das hab ich noch √ľberlegt. Also pass auf, was machen wir eigentlich mit der Mitte? Hast du einen Plan oder wie verbringst du die Momente? Ich schwanke so zwischen wir geben dir Hausaufgaben oder du Du kannst es immer ganz gut, so Firmengeschichten zu erz√§hlen. Du k√∂nntest jede Folge eine Iconic Company vorstellen. So 20 Minuten, das w√§re eine M√∂glichkeit. Oder wir holen dein Grundstudium nach. Du hast ja nur an der Reben-Uni da studiert. Ich nehme ein Buch Einf√ľhrung in die BWL und werfe ein Dart-Pfeil in die Inhaltsangabe. Und dann bringen wir dir nach und nach BWL nochmal bei. Das w√§re auch eine M√∂glichkeit.
Aber ich bin noch nicht sicher. Mit Cashflow haben wir ja heute schon ganz gut angefangen.
Da gibt es √ľbrigens schon eine Landingpage auf Doppelg√§nger f√ľr Sekunde. Ich gucke mal ob wir daf√ľr ranken. Cashflow Statement. Aber das ist noch nicht ganz fertig.
Doppelg√§nger.io slash Cashflow. Ja, mein Ziel ist auf jeden Fall ein bisschen mehr auf Augenh√∂he mit dir zu gehen und wahrscheinlich das, was du in einer Stunde schaffst, da brauch ich aktuell noch vier Stunden f√ľr. Mal schauen. Aber dass du mich jetzt hier durchf√ľttern musst, ich mach ja auch ein bisschen was in der Vermarktung. Es soll sich schon so anf√ľhlen, als ob es 50-50 ist und ich glaube es kann dem Podcast nur guttun, wenn ich da mehr mache. Aber ja, du warst, ich war auch so ein bisschen √ľberrascht, ich glaube du hast √ľberhaupt nicht damit gerechnet und hast ja dann auch so, in dem Video sieht man ja auch so ein bisschen das Spiel mit dem Wasser mit Jan, was in dem Podcast rausgeschnitten worden ist und dann auf einmal so und als wir dann das Offside noch weiter hatten, wurdest du Von Minute zu Minute lockerer. Also ich habe das Gef√ľhl, auch wenn man es in der Aufnahme noch nicht geh√∂rt hat, du findest es ganz gut.
Im Prinzip bin ich ein gro√üer Verfechter von Fokus. Ich glaube schon, dass man nur eine Sache richtig gut machen kann. Man hat ja auch noch ein Privatleben und andere Sachen. Ja, wie gesagt, es geht so ein bisschen darum, in welche Richtung diese Energie denn gelenkt werden. Mir fehlt noch ein bisschen die Vorstellungskraft, aber ich glaube uns f√§llt noch was ein, dich mehr auch einzubinden. Wir stehen auf der ersten Seite f√ľr Cashflow-Statement in Google auf Deutsch. Habe ich gerade gecheckt.
Gratuliere.
Dann kann sich der Dr. Kofler mal durchlesen und belesen, bevor er irgendwelche Gesch√§ftsberichte unterschreibt n√§chstes Mal. Ich verbrauch noch ein bisschen h√∂her, ich w√ľnsche mir auch h√∂herer Input, wie wir Gl√∂cklers Energie bestens, also deine 20 Stunden pro Woche, wie wir die jetzt bestm√∂glich zum Wohle der H√∂rerinnen einsetzen.
Ich bin gespannt. E-Mails oder Discord und alle anderen Kanäle. Wir lesen das meiste.
Manchmal antworten wir auch.
Hast du noch schnelle News zum Ende der Woche?
Genau, wir haben noch drei Bits, wo wir jetzt nicht l√§nger drauf eingehen. Das eine ist, Sam Altman, der schon bei OpenAI und bei WorldCoin irgendwie signifikant beteiligt ist, da wurde jetzt noch bekannt, dass sein Startup Oklo, was sich mit Kernspaltung, also nicht Kernfusion, sondern Kernspaltung befasst, also es m√∂chte Kernspaltung machen und die Brennst√§be recyceln, weniger Abf√§lle machen, glaube ich. dass er das jetzt √ľber den Speck an die B√∂rse holt. Er ist im Board, er ist sogar Chair des Boards, also Vorsitzender des Verwaltungsrats, ist die deutsche √úbersetzung glaube ich. Also im Board von Okla ist er der Vorsitzende und in dem Speck ist er einer der beiden Gr√ľnder des Specks. Das riecht nat√ľrlich nach vielen Interessenkonflikten, aber √ľber diesen Speck k√∂nnten jetzt bis zu 500 Millionen in die Firma flie√üen, sofern die Spec-Holder da alle zustimmen. Das ist jetzt die Frage, wie viele davon zustimmen. Das w√ľrde Okla dann mit 850 Millionen US-Dollar bewerten. Auch spannend, ob er das n√§chste so Multigenie wird wie Elon Musk und einfach ganz viele Sachen gleichzeitig baut. Das bleibt spannend.
Macht das Gegenteil von mir One Thing.
K√∂nnte man so sagen, ja. Prinzipiell finde ich es gut, wenn Richtung Kernspaltung, Kernfusion weiter geforscht wird. Ich glaube, dass es derzeit keine spannenden Energientr√§ger sind und dass es zu lange dauert, sie aufzubauen. Aber ich bin vollumf√§nglich daf√ľr, dass man das weiter erforscht. Bis dahin, bis eine bessere Version erforscht ist, halte ich es f√ľr eine gute Idee, die Fusionsenergie, die die Sonne abstrahlt, mit Solarkollektoren aufzufangen. Wir nutzen Fusionsenergie ja schon relativ effizient mit Solarkollektoren. Wenn man jetzt versucht, unbedingt die Fusion selber zu erzeugen, das soll kein Grabr√§der auf Forschung sein. Aber wonach man forscht, ist im Moment, es regnet jeden Tag, n√§mlich Sonne vom Himmel, und wir versuchen trotzdem Wasser mit der Knallgrasprobe herzustellen. Ich wei√ü nicht, ob das so der effizienteste Weg ist, Wenn wir irgendwann super kleine Fusionsreaktoren haben, die die Kreuzfahrtschiffe antreiben oder so, ist das wahrscheinlich keine dumme Idee. Von daher bin ich schon daf√ľr, dass man da weiter forscht. Dann gibt es weitere Entlassungen bei Microsoft.
Eine Sache noch. Macht ihr keine Sorge, dass jetzt diese Startup-Software-Typen auf einmal so Kernspaltung machen wollen? Also bei so Pilzen und irgendwelchen Sachen, das können sie meinetwegen gerne alles machen. Das kann ja nochmal krassere Auswirkungen haben.
Das sind ja nicht zwangsl√§ufig die Softwareentwickler, die das bauen sollen, das sind ja auch Naturwissenschaftler, die da mitarbeiten. Das Gute ist glaube ich, dass die die Arbeitsmethoden und das Geld haben, das voranzutreiben. Und ich glaube nicht, dass Kernfusion jetzt an die B√∂rse sollte, weil das ist am Ende tragen jetzt dann wieder Kleinanleger die Risiken daf√ľr. Ich glaube so grundlegende Technologie sollte eigentlich vom Staat finanziert werden, also die Forschung daf√ľr zumindest. Weil einfach die, es gibt keine, also wie willst du als VC da investieren? Also es gibt keine Sinn oder es ist super schwer die ersten Milestones zu erreichen. Manchmal sind die ersten signifikanten Milestones. irgendwie noch sieben, acht Jahre weg, da musste eigentlich der VC-Fonds schon wieder raus aus dem Ding. Das hei√üt, das eignet sich eigentlich gar nicht so gut f√ľr Venture Capital. Ist dann jetzt an die B√∂rse auszulagern, was ja hier quasi passiert, und damit an einen Retail-Anleger, bin ich mir nicht sicher, ob das so viel besser ist. Ich f√§nde es eigentlich besser, wenn man Wagniskapital beginnt, wenn Dinge sozusagen Applied Science sind und anwendbar und Gesch√§ftsmodelle dazu gibt. Und wenn man dann Privatanleger involviert, die Risiken einigerma√üen berechenbar werden und die Erwartungswerte sich so ein bisschen abzeichnen, was Gewinn, Umsatz, Marktgr√∂√üe und so geht, aber das werde ich jetzt nicht √§ndern mit einem Pl√§doyer. Von daher, es gibt News, Microsoft entl√§sst weiter Salesleute, zwar nur 300 Leute, das ist gemessen an Microsoft relativ wenig, aber das ist nochmal eine neue kleine Welle zu den 10.000, die wir schon entlassen haben. Das nur als Zeichen, dass ich glaube, dass das durchaus weitergeht mit Entlassungen. Das Besondere ist ja noch, im Moment entlassen nur Firmen, die freiwillig entlassen. Die Firmen, die m√ľssen, weil sie Funding verlieren oder nicht mehr bekommen, weil sich die Ergebnisse weiter verschlechtern und so. Das kommt alles, glaube ich, noch dazu. Im Moment geht es haupts√§chlich um freiwillige K√ľndigungen, zumindest die gro√üen Entlassungswellen. Ich glaube, da besteht uns weiteres bevor. Und dann mein kleiner Politik-Rant widmet sich heute Lieblingsvendehals Markus S√∂der von der bayerischen CSU, der auf Twitter gerade sch√∂n demonstriert, wie man das Volk gegen die Erbschaftssteuer aufhetzt. Er hat getwittert von seinem Account markus-s√∂der mit vier sch√∂nen Bildern aus dem Bierzelt. So wird da ja Politik gemacht. Unterwegs in Oberbayern-Doppelpunkt. Auftakt der Maisacher Volksfestwoche mit √ľber 1300 Besuchern im Festzelt. Tolle Atmosph√§re, super Stimmung. Wir stehen an der Seite der Normalverdiener-Hashtag und kampfen gegen die unfaire und ungerechte Hashtag Erbschaftssteuer. Wir wollen nicht, dass Erben ihr Elternhaus verkaufen m√ľssen, um die Steuer zu bezahlen. Die Erbschaftssteuer auf das Elternhaus muss weg. Darum k√ľmmert sich die CSU. Wo soll man anfangen? Man k√∂nnte sagen, da sind einfach zahlreiche L√ľgen oder Fehlannahmen in dem Tweet drin. Ob die Erbstaatsteuer jetzt gerecht oder ungerecht ist, das ist letztlich eine ideologische Frage. zumindest so beschreiben, dass mehr als 90 Prozent der Leute davon profitieren, wenn es eine Erbschaftssteuer g√§be, die auch durchgesetzt w√ľrde. Das hei√üt eigentlich ist es relativ irrational, wahrscheinlich sogar mehr als 98, aber es ist relativ irrational, gegen die Erbschaftssteuer zu argumentieren, weil die meisten Leute es eigentlich nicht betrifft, weil es hohe Freibetr√§ge f√ľr selbstgenutztes Wohneigentum gibt. Damit fangen die L√ľgen schon an. Ein Normalverdiener betrifft, ich wei√ü nicht was seine Definition von Normalverdiener ist, aber der Freibetrag ist f√ľr Kinder zum Beispiel 400.000 Euro pro Erbnehmer. Das hei√üt, und man k√∂nnte dir das Haus, ja theoretisch auch noch in, sag mal du besitzt ein Haus, was 800.000 kostet, dann k√∂nntest du dir das Land der Mutter geben, oder wenn das jetzt so eine klassische Cis-Familie ist, gibst du das Land der Mutter und das Haus dem Mann. zum Beispiel, dann k√∂nnen die es getrennt werben, dann hast du eventuell zwei Kinder, dann hast du schon mal 1.600.000 Freibetrag, schon wenn ich es richtig rechte, nach meiner Logik.
Moment, Mann sagst du dem Ehemann oder Mann sagst du dem Sohn?
Es gibt schon jetzt einen hohen Freibetrag f√ľr selbstgenutztes Wohneigentum unter 200m¬≤, das sowieso befreit. Das hei√üt, wenn die Familie, die Oma oder Opa davor drin gewohnt hat und versterben, ist das bis 200m¬≤ sowieso steuerfrei. Und danach gibt es einen Freibetrag von 400.000 pro Person. Und pro Erblasser. Also weil, vorausgesetzt, sie sterben jetzt nicht gleichzeitig und selbst dann ist es glaube ich so. Das hei√üt, du k√∂nntest halt sagen, dem einen geh√∂rt das Land und dem anderen das Haus und so kannst du schon mal auch splitten. Das hei√üt, um √ľber eine Grenze zu kommen, die Normalverdiener, √ľberdurchschnittlich belastet, ist schon mal relativ schwer. Wir wollen nicht, dass Erben ihr Elternhaus verkaufen m√ľssen, um die Steuer zu bezahlen. Niemand muss sein Elternhaus verkaufen. Du kannst das weiter nutzen oder vermieten. Und wenn du es jetzt nicht selber nutzt und deswegen nicht den Schutz hast, kannst du es vermieten. Und dann nimmst du halt eine kleine Hypothek auf. Um diese 7% oder 11%, je nachdem wie gro√ü das Erbe ist, um die 7% wieder abzubezahlen, kannst du halt das kurz wieder mit einer kleinen Hypothek belegen, das Haus, und daraus abzahlen. Geh√∂rt es dir nach, keine Ahnung, 5 oder 10 Jahren, geh√∂rt es dir wieder. Gar kein Problem. Du musst nur abwarten und es vermieten. Klar, du k√∂nntest sonst von Stunde eins Geld verdienen, aber es ist halt die Frage, wenn das ein produktives Gut ist, also ein Haus, was du vermietest, warum sollst du es geschenkt bekommen? Das Argument ist nat√ľrlich immer, das Geld ist schon versteuert und bla bla bla. Ja, aber ich stelle mich auch nicht an eine Kasse in Edeka und sage, ich will die Mehrwertsteuer nicht zahlen, weil ich meinen Lohn schon versteuert habe. Es steht halt nirgendwo geschrieben, dass man Dinge nicht zweimal versteuern kann oder dass man mit versteuertem Geld weiterhin Verbrauchssteuern zahlen muss oder so. Das steht nicht in der Bibel, steht nicht in der Verfassung meiner Meinung nach, wenn ich mich nicht irre. Und warum das so eine heilige Kuh ist, die niemand anfassen darf. ist mir nicht klar. Plus, wenn man eine Erbstersteuer ausgibt, kann man die Freibetr√§ge auch noch mal verdoppeln, dass man sagt, bis zu einer Million hat hier ein Freibetrag. Warum du irgendwie Milliardenverm√∂gen steuerfrei vererben sollst, ist mir nicht klar. Und f√ľr Firmen gilt √ľbrigens genau das gleiche. Ich kann auch auf eine Firma Hypotheken. Entweder sagt man, der Staat wird stiller Gesellschafter, bis das abbezahlt ist. Also das Finanzamt wird quasi stiller Gesellschafter. Oder ich muss halt einen Teil meiner Firma wieder ver√§u√üern und zur√ľckkaufen sp√§ter. Oder im Nachhinein. Oder ich nehme einen Bankkredit auf die Firma auf. Wenn mir eine gro√üe Firma vererbt wird, und sorry, wenn du die 7% Erbschersteuer oder vielleicht sind es dann ein bisschen mehr, 11, 15, vielleicht bis zu 19%, dann wenn du das nicht erwirtschaftest, Chris, √ľber dein Leben und bis dir die Firma wieder geh√∂rt, dann bist du vielleicht auch kein guter Unternehmer, wenn man das nicht hinbekommt. Wie auch immer. Auf jeden Fall. Ich verstehe nicht so richtig, warum man mit dem Thema, am Ende ist das die Lobby der Familienunternehmer, die du damit f√∂rderst und nicht die Gerechtigkeit unter Normalverdienern oder einfachen Leuten. Ganz viele Leute haben gar nicht so viel Geld, dass die Erbschaftssteuer betrifft. Dann gibt es die absolute Mehrheit der Menschen ist 100% in diesen Freibetr√§gen. eigentlich mit drin. Und selbst wenn, wenn du mal irgendwie einen vierstelligen Betrag zahlen musst, aber ein halbes Millionenhaus daf√ľr erbst, bringt dich das wahrscheinlich nicht um. Wie auch immer. Ich finde trotzdem, man kann ideologisch bei der, man kann, also ich sage jetzt nicht, jemand liegt falsch, wenn er eine andere Meinung hat. Du kannst auch sagen, das ist nicht mein Konzept von Eigentum, dass Eigentum nochmal besteuert wird oder so. Ich glaube nur, dass Ich verstehe nicht, warum man es immer wieder schafft, das gesamte Volk gegen die Erbschaftssteuer aufzuhetzen, weil eigentlich die absolute Mehrheit, und deutlich mehr als die absolute Mehrheit, also irgendwo in den oberen 90er-Prozent, ein Profiteus von der Erbschaftssteuer. Das ist ja ein erhebliches Steueraufkommen, was uns auch hilft, den Staat zu finanzieren. Und nat√ľrlich ist es eine Form von Umverteilung. Aber ohne Umverteilung wird es eben auch schwer, wenn die Leute kein Geld haben, wird es auch schwer, deine Sachen zu verkaufen als Unternehmer. Naja, aber vor allen Dingen wird das hier wieder mit falschen Fakten Politiker gemacht, weil es eben hohe Freibetr√§ge gibt. Es gibt Ausnahmeregelungen f√ľr selbstgenutztes Wohneigentum und so weiter und so fort.
Während du dich auf Twitter rumgetrieben hast, ich habe noch eine Podcast-Empfehlung. Und zwar acquired mit dem CEO von Uber, Dara. Und da hätte ich eine Frage an dich. Kannst du dir vorstellen, was Dara und Daniel Ek gemeinsam haben?
Daniel Ek und Dara Kostaschai? Ja.
Oder irgendwelche Parallelen im Lebenslauf?
Den Haarschnitt.
Funfacts aus dem Podcast, also ein bisschen √ľberproduziert so am Anfang, aber das Interview ist wirklich gut und er erz√§hlt wie er zu dem Job gekommen ist, also von Expedia zu Uber. Und er wurde von einem Headhunter angerufen, wollte das √ľberhaupt nicht und dann war er bei dieser Sun Valley Konferenz von Allen & Company, wo Dara fr√ľher gearbeitet hat und dann kam Daniel Eck zu ihm und meinte, du w√§rst doch der perfekte Typ f√ľr Uber, magst du dir das nicht mehr angucken. Und dann kam raus, dass Daniel Eck √ľber einen Headhunter Dara vorgeschlagen hat. Und erz√§hlt dann wie er mit Expedia und so, wie sauber er das dann gespielt hat, um da r√ľber zu kommen. Also kleine Podcast Empfehlung am Rande im Sommerloch und die zweite Content Empfehlung Eldorado auf Netflix. Da kann man sehen, wie schnell sich die Welt ver√§ndert. Das war eine Empfehlung von Fest und Flauschig. Ich habe es die Tage gesehen und es ist schon erschreckend, wie schnell die Freiheit in einer Stadt, in einem Land oder in Europa verloren geht. In diesem Sinne habt ein sch√∂nes Wochenende. Bis Mittwoch.
Peace.