Doppelg├Ąnger Folge #271 vom 1. August 2023

Wie bestimmen VCs Start-up Bewertungen | Gewinne mitnehmen | ­čĹč Birkenstock IPO | Veganz | Earnings: TeamViewer, Uber, Arista Networks

Birkenstock plant den Gang an die B├Ârse und die Berliner Modeikone Philipp K. ist eher bullish f├╝r die Optik der Schuhe als f├╝r die Aktie. Wir reden ├╝ber Veganz und den Auftritt des Gr├╝nders im OMR Podcast. Ein H├Ârer fragt, wann man Aktiengewinne mitnehmen sollte. Es gibt Earnings von TeamViewer, Uber und Arista Networks. Wir reden dar├╝ber, woher wir Strom importieren und wen Mr. Beast verklagt.


Philipp Gl├Âckler und Philipp Kl├Âckner sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Veganz 

(00:14:40) VC Bewegungsprozess

(00:26:40) Gewinne mitnehmen

(00:30:00) Birkenstock IPO

(00:43:30) TeamViewer

(00:48:00) Uber

(00:54:45) Arista Networks

(01:07:00) Mr Beast Burger

(01:09:20) Energie 


Shownotes:

Werbung: Erfahre mehr ├╝ber das Cybersecurity-as-a-Service Angebot Sophos Managed Detection and Response auf sophos.de/MDR


Veganz-Gr├╝nder Jan Bredack im OMR Podcast Folge 613 am 26. Juli 2023

Mr. Beast: The Verge

Strom Importe: LinkedIn


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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 271 Anfang August. Ich bin Philipp Kl├Âckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Kl├Âckner. Wir haben heute zwei VC Fragen und schauen uns die Earnings von Teamviewer Uber Arista Networks an. Aber vorher lass uns ├╝ber Veganz sprechen. Und zwar gab es bei uns auf dem Discord-Server Carsten, der geschrieben hat, nach dem Veganz-Podcast ist mir ein bisschen schwindelig. Daraufhin OMR-Podcast angeh├Ârt. Und bevor du mir jetzt erkl├Ąrst, wie Veganz es schafft, in den n├Ąchsten zw├Âlf Monaten profitabel zu werden, Erstmal eine kleine Zusammenfassung. Also ich habe ein paar Learnings herausgezogen. Zum ersten, Autokonzerne verdienen ihr Geld mit ├Ąlteren Autos, wenn die so f├╝nf bis acht Jahre alt sind, ├╝ber die Werkstatten. Das habe ich selbst gemerkt. Hashtag Automatikgetriebe. Dann hat sich der Gr├╝nder von Veganz verliebt, ist dann Veganer geworden, hat dann angefangen sich selbst als Million├Ąr sch├Ân einen Supermarkt zu bauen, Pizza aus Amerika importiert und f├╝r 11 Euro verkauft und die letzten, ja man kann sagen, dass die letzten Jahrzehnte eine Dauertransformation gemacht. Erst alle L├Ąden auf, dann alle L├Ąden zu, dann Gro├čh├Ąndler geworden, dann produzierte Marke und ja jetzt kauft er IPs. F├╝r mich f├╝hlt es sich so an, dass er vom H├Ąndler
zur marke zum tech vc wird der irgendwie jetzt verschiedene wetten auf verschiedene vegane wetten setzt und hofft eins fliegt ja das prinzip hoffnung scheint auf jeden fall eine rolle zu spielen ich glaube wir hatten bei dem ipo auch schon mal was zur vegans gesagt eigentlich hat sich meine einsch├Ątzung nicht so gro├č ge├Ąndert dazu was wei├č ich eigentlich die frage
wie die profitabel werden k├Ânnen.
Das sehe ich nicht. Also zumachen. Ich sehe ehrlich gesagt nicht, wie das auf den gr├╝nen Zweig kommen kann. Ich kann mal kurz gucken. Also im Moment, ich gucke jetzt in den Jahresbericht 2022. Da ist man r├╝ckl├Ąufig gewesen. Da schiebt er ja auf erst Corona, dann Ukraine, dass sich das Konsumverhalten so ge├Ąndert h├Ątte. Wei├č nicht. Also wahrscheinlich Achten Leute wegen der Lebensmittelpreise ein bisschen mehr auf die Kosten, aber deren Umsatz ist von 30 auf 23 oder 24 Millionen runtergegangen. Also die machen insgesamt nur 24 Millionen Umsatz und also ungef├Ąhr 7 Millionen Rohertrag. Das ist, Sekunde, ich habe den Fehler gemacht sie ins Sheet zu bauen, daf├╝r verachte ich mich selber schon gerade.
Echt, die sind im Sheet?
Ja, aber es lohnt sich halt nicht, weil die Zwischenberichte zu den Quartalen sind totaler M├╝ll und der Halbjahresbericht, so viel kann man daraus nicht mitnehmen. Aber ich wollte noch mal kurz die Rohmarge anschauen. Achso, die habe ich noch gar nicht ausgerechnet. Sekunde. Ja, also 7,6 Millionen pro Ertrag haben sie letztes Jahr gemacht. Es wird wahrscheinlich noch weniger werden. Sie sind jetzt auf einer Runrate von 5 Millionen Umsatz pro Quartal. Also wenn es so weitergeht, landen sie unter 20 Millionen Umsatz. Die Rohmarge ist 32,4 Prozent. Und die neue Story ist ja jetzt, dass sie Produzent werden. Und wir haben ja letzte Woche ├╝ber Outlay gerade gesprochen und regelm├Ą├čig ├╝ber B&M. Die Businesses funktionieren ja auch nicht. Also wie jetzt ausgerechnet sie total Subscale, also zu klein, um irgendwie relevante Skalen zu erreichen, da auf bessere Margen kommen sollten, ist mir ein Schleier. Auch so, sie wollen das Erbsenprotein in Vertical Farming anbauen. Das w├Ąre nat├╝rlich der Clou, wenn sie das Voll integriert schaffen aber also die haben kein geld ich glaube 2022 waren sie hatten sie mal negative net cash positionen. Ich glaube der typ ist unheimlich gut sich darin so von krise zu krise zu hangeln und einfach nicht aufzugeben sind so ein typ der wahrscheinlich ├╝berm betten schild h├Ąngen hat wo drauf steht sagen wenn du immer wieder aufstehst kannst du kann dich niemand besiegen oder so. Ich glaube, das ist so ein bisschen sein Erfolgsgeheimnis. Ich wei├č nicht, ob wir es beim letzten Mal, was wir besprochen haben, schon gesagt haben. Es gibt ja so diese typischen Red Flags von IPOs, die du vermeiden solltest. Also ich erz├Ąhle jetzt mal die Pre-IPO-Geschichte von Veganz. Du hast einen Gro├čteil schon erz├Ąhlt und er hat so letztens, also was er geschafft hat, ist in der Dekade, wo in Deutschland tausende Biom├Ąrkte entstanden ist, mit Biom├Ąrkten pleite zu gehen. Also alle au├čerhalb von Berlin schlie├čen musste, glaube ich. 2018 hat er Crowdfunding gemacht, ich glaube in Capilendo, anderthalb Millionen eingesammelt. Crowdfunding, also schon Red Flag. 2019 n├Ąchstes Crowdfunding, nachdem die anderthalb Millionen durchgebracht worden sind, nochmal zwei Millionen auf Seedmatch mit Mindestrendite 8% sind. Das finde ich immer noch so krass, dass da Mindestrendite stehen darf auf der Plattform. Die Mindestrendite wird hier ganz sicher nicht 8% gewesen sein. Wenn alles gut geht und du dein Darlehen zur├╝ckbekommst samt Zinsen, dann h├Ąttest du 8% bekommen. Aber die Rendite kann ja durchaus niedriger sein. Ich wei├č nicht, ob Mindestrendite da ein gutes Wort f├╝r ist. Dann gab es 2019 eine Pre-IPO, oder nee, 2021 eine Pre-IPO-Runde. Wer ist der n├Ąchste greater fool nach zweimal Crowdfunding? Paladin One. Wei├čt du noch, was das ist? Nee. Das ist der Fonds von ehemals Karsten Marschmeier. Wird gemanagt von Marcel Marschmeier, seinem Sohn, soweit ich wei├č. Der hat auch privat investiert und Michael Durach hat privat investiert angeblich. Das ist der Manager von Devil Eye, die das McDonald's Ketchup mal gemacht haben. Daher kennt man die Marke vielleicht. Und da haben jeweils die Privatpersonen und die Firmen und Fonds angeblich investiert. Ich glaube, als wir Paladin One mal besprochen haben, haben wir da auch Vegans drin gefunden und uns gewundert, wie man so einen M├╝ll kaufen kann. Aber, genau, die haben Pre-IPO noch investiert. Wei├č nicht, ob die da dann irgendwie noch Geld rausgeholt haben. Dann gab es eine zweite Pre-IPO-Runde. So, du brauchst jetzt Greater Fool Theory, sagt dir das, ne?
Brauchst du immer ein d├╝mmeres.
Du musst nicht in profitable Unternehmen investieren, sondern nur jemand noch d├╝mmeres finden. Also zweimal Crowdfunding, dann Marschmeyers Fund. Was kam als n├Ąchstes noch, Pre-IPO-Runde? H├Âhle der L├Âwen. Nein, Brandenburg Capital. Das ist der Venture-Arm der Investitionsbank des Landes Brandenburg. Also wenn ihr aus Potsdam zuh├Ârt, ist das auch ein bisschen euer Steuergeld, was wir ganz jetzt durchbringen. Ich habe mir das Portfolio mal auf der Webseite angeschaut. Also das Portfolio sieht ein bisschen aus wie der goldene Handschuh, das Mosel-Eck nach zum Vier. Also das ist bei den allermeisten Investitionsbanken, wie sie geben. Also jetzt nicht ein Premium VC, der eingestiegen ist und dann hat man es aber trotzdem geschafft 50 Millionen im IPO zu raisen und daf├╝r verdient der Mann auf jeden Fall Respekt. Er hat im November 21, Tage vor dem absoluten Marketpeak, hat er die Firma an die B├Ârse gebracht f├╝r ein paar hundert Millionen glaube ich. Heute ist sie noch 25 Millionen.
Also mehr als 100 Millionen war sie glaube ich damals auch nicht wert. Und er hat im Podcast gesagt, sie waren f├╝r VCs zu erwachsen, weil sie kein hundertprozentiges Wachstum hatten und f├╝r Private Equity nicht interessant, weil sie nicht profitabel waren bzw.
sind. Also 2021 in dem IPO-Jahr hatten Sie zwar Ihren Umsatz von 27 auf 30 Millionen gesteigert, also ein bisschen mehr als 10 Prozent. Also 26,8 auf 30,4, also das sind wahrscheinlich eher so 11 Prozent. Und dabei aber den Verlust von 3 Millionen auf 10 Millionen gesteigert. Also Sie haben mit 7 zus├Ątzlichen Millionen Verlust 3 Millionen zus├Ątzlichen Umsatz gemacht, um noch Wachstum hinzubekommen im B├Ârsenjahr. Und 2022 haben sie dann ein negatives EBITDA von 12 Millionen. Das ist schon minus 50% EBITDA Marge, weil der Umsatz auf 24 runtergegangen ist. Aber wie gesagt, besseres Timing, Master des Timings. Die Firma ist nicht totzukriegen, hat den IPO perfekt getimed, nach Kosten von 40 Millionen, glaube ich, reingeholt. Dann, wie gesagt, In der Dekade, wo sie am aktivsten waren, ist Denz, Alnatura, Biocompany, Basic, Superbio, Vitalia, die ganzen Reformh├Ąuser, alles hat geboomt. Wie du im Handel ├╝berhaupt Geld verlieren kannst, im Bio-Handel in den letzten zehn Jahren, ist mir relativ unklar. Und meine Meinung ist auch nicht, dass irgendwie Corona oder der Ukraine-Krieg an den R├╝ckg├Ąngen schuld ist, obwohl nat├╝rlich die Lebensmittelpreise schon angestiegen sind. sondern eher die gestiegene Konkurrenzsituation. Du hast in jedem Supermarkt volle Bio-Regale. Die ganzen Nestl├ę-Unilever-Marken und Eigenmarken machen brutale Preiskonkurrenz. Es gibt ein komplettes ├ťberangebot. Vielf├Ąltiges Angebot, selbst bei Discountern, wenn du durch den Lidl gehst, ist jedes dritte Produkt Bio. Das andere klassische Red Flag ist, kein IPO machen, wo nicht vorher ein klassischer VC drin war. Oder beziehungsweise ist es schon eine erh├Âhte Gefahr, wenn kein VC vorher das Wachstum gesehen hat. Und beim IPO wurde ja wieder Wachstumshoffnung gemacht. Und wenn das vorher keiner gesehen hat, dann wird es hinterher an der B├Ârse auch nicht mehr kommen. Und jetzt, was er halt in dem Podcast dann sagt, ist, Dass sie jetzt tiefer integrieren, selber Hersteller werden, eigene Patente gekauft haben. Sie sagen in der Produktion w├Ąren die Margen besser als im Handel, das stimmt theoretisch, aber wie gesagt, gerade in dem Bereich kennen wir ja die gro├čen b├Ârsennotierten Firmen, die keine guten Margen haben. Und wenn man dann noch sehr viel in Patente k├Ânnen, sie nicht investiert haben bei ihrem schwachen Balance Sheet. Das hei├čt, sie werden, das hat er glaube ich auch einger├Ąumt, haupts├Ąchlich die Zinsen weiterhin bezahlen und damit geht die Marge dann ja auch doch wieder l├Âten. Ich w├╝rde sagen, gehen auch bald den Weg. Du meinst es ist ein bisschen Hei├čluft-Frippt├Âse? Ja, ich meine der PR-Auftritt hat jetzt erstmal funktioniert. Die Aktie ist glaube ich um 25% hoch gegangen innerhalb von einer Woche. hat dann nochmal 5 Millionen Market Cap gesch├Âpft. Aber Problem ist halt, das hat er auch gesagt, dass die Liquidit├Ąt der Aktie, wie bei vielen B├Ârseng├Ąngen, kleineren B├Ârseng├Ąngen, die 2021 waren, so niedrig. Ich glaube, du hast so rund 2000 St├╝ck. Ich habe heute geschaut, heute gab es 2000 St├╝ck Tagesumsatz. Das hei├čt mit 40.000 Euro, dann kannst du den gesamten Tagesumsatz aufnehmen. Also die ist sehr illiquide, sehr eng. Dadurch wird der Kurs auch von wenig K├Ąufen stark getrieben.
Und hast du dir sein neuestes Produkt angeschaut, die Milch zum Trocknen?
Achso ja, gibt es viele Startups, die was ├Ąhnliches probieren, ist vielleicht spannend. Aber ich glaube es ist ein kleiner Markt, der einen Mixer hat. Hast du einen Mixer zuhause?
Ja, so einen normalen Mixer, klar.
Ich hab nur so einen R├╝hrstab, wozu braucht man einen Mixer?
Wenn man nicht so Pulver hat, dann muss man Sachen mixen.
Naja, ich will meine Milch auf jeden Fall nicht selber mixen.
Was ich da so interessant fand war, dass er im Nebensatz so gesagt hat, ja hier mit dem Patent und mit der Partnerfirma und so, wir k├Ânnen alles trocken. Shampoo, Cannabis, Milch, alles. Und sie machen jetzt das erste Mal Direct-to-Consumer mit sechs Influencern. Also das ist jetzt ein Startup in der Company wieder, ein komplett neuer Vertriebsweg. Sehe ich auch ein bisschen schwierig.
Ja, und ich finde es krass, du hast es eben schon angesprochen, dass er ja an seinem Ziel festh├Ąlt, bis 2024 profitabel zu werden mit der Company. Ausdr├╝cklich sage, er h├Ąlt daran fest, obwohl er regelm├Ą├čig die eigene Guidance korrigieren muss und sogar das Ergebnis, das letzte Quartal mussten sie ihr Ergebnis korrigieren, weil sie da sozusagen einen Fehler drin hatten. Also Philipp Westermeyer hat ja sogar nochmal nachgefragt, ob man das mit 25 Millionen Umsatz denn schaffen w├╝rde, worauf er dann meinte, ja der Umsatz kann sich ja auch noch ├Ąndern sozusagen, aber der ├Ąndert sich ja auch gerade schon, nur geht es halt in die falsche Richtung und mit weniger Umsatz mehr Gewinn zu machen ist gar nicht so einfach.
Ja wahrscheinlich glaubt er.
Also da hat er gesagt, kein Investor h├Ątte je mit ihm Geld verloren, das finde ich auch komische Statement.
Wenn er nicht verkauft hat, ja klar.
gekauft hast, hast du glaube ich drei Viertel des Werts verloren.
Wir sind ja fast beim Thema. Er meinte ja auch, dass seine Kunst oder sein Talent ist Geld einzusammeln. Darauf haben wir zwei PC-Fragen, also nicht genau auf ihn.
Naja Moment, also wenn er Geld einsammeln k├Ânnte, dann m├╝sste er nicht Crowdfunding machen. Also der kann irgendwie Scraping the Barrel, den Markt abw├Ąrts gehen, immer noch was finden. So begnadeter Geldraiser kann er nicht sein, sonst m├╝sste er nicht Crowdfunding machen. Ist vielleicht ein sch├Ânes... Also ja, er war immer unterwegs, Geld zu bekommen, um das da in seinen Cash-Verbrenner reinzusch├╝tten, aber...
Ich h├Âre, du bist kein Fan. Als wir dar├╝ber vor einem Jahr oder so gesprochen haben, meintest du noch, das w├Ąre die erste Maus, die zwar innovativ ist, aber dann einen Schlag auf den Nacken bekommt.
Ach stimmt, weil er zu fr├╝h war, so wie du immer. Ja, aber da habe ich auch schon gesagt, dass ich nicht verstehe, wie man kein Geld mit Biosuperm├Ąrkten verdienen kann in der Zeit, wo alle anderen... Naja, Basic ist auch insolvent gegangen und wurde jetzt von Tegut ├╝bernommen.
Von denen h├Ątte man das auch nicht gedacht.
Du w├╝rdest aber schon sagen, dass es mehr Biosuperm├Ąrkte heute gibt als vor 10 Jahren.
Ja, aber es gibt vor allem halt ├╝berall Bioprodukte. Die gab es halt fr├╝her noch nicht.
Das hat er ja verstanden, deswegen ist er ja zum Gro├čhandel gegangen und jetzt in die Produktion. Das ist schon auch schl├╝ssig, aber mein Gef├╝hl ist, naja das w├Ąre nicht der beste Manager. Werbung.
Als die Werbeanfrage von Sophos kam, habe ich mir erstmal von einem Doppelg├Ąngerh├Ârer erkl├Ąren lassen, was Sophos eigentlich macht. Stell dir vor, du brauchst dir um s├Ąmtliche Cybersecurity-Herausforderungen in deinem Unternehmen keine Sorgen mehr zu machen. Sophos ist einer der gr├Â├čten IT-Sicherheitshersteller und bietet mit Sophos Managed Detection and Response, abgek├╝rzt MDR, Cybersecurity as a Service an. Das bedeutet, ein Threat-Hunting-Team von Sophos steht deinem Unternehmen 24-7 zur Seite und stoppt rechtzeitig Cyber-Bedrohungen. Im Prinzip ein ausgelagertes Security-Operation-Center, das in jeder Unternehmensgr├Â├če Ressourcenvorteile bietet. Mehr als 17.000 Kunden vertrauen bereits Sophos MDR. Falls du mehr erfahren m├Âchtest, geh auf sophos.de. Der Link ist in den Shownotes. Und danke Viktor f├╝rs Erkl├Ąren.
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Lass uns ├╝ber VCs reden. Wir haben eine Frage reinbekommen, wie genau bestimmen VCs, Lead Investoren, eigentlich die Bewertung einer Firma? An sich h├Ątten die doch immer den Incentive, die Valuation so niedrig wie m├Âglich zu halten, um f├╝r ihr Geld den gr├Â├čtm├Âglichen Share an der Company zu bekommen. Mich w├╝rde interessieren, wie genau der Bewertungsprozess abl├Ąuft. Immerhin ist es ja ein ungleiches Spiel. Insbesondere bei Preseed Runden sitzen Investoren an deutlich gr├Â├čeren Hebel. F├╝hrt die Geldnot der Startups nicht automatisch zu einer unfairen ineffizienten Bepreisung zugunsten der Investoren? Schlie├člich wird kein VC ein faires Revenue Multiple ansetzen, wenn er den Preis nicht auch durch seine schiere Abh├Ąngigkeit dr├╝cken k├Ânnte. Oder sehe ich das falsch?
Das kannst du auch schon mal antworten oder?
Ich glaube es ist so ein bisschen Angebot und Nachfrage. Vor zwei Jahren, vor einem Jahr haben die VCs fast jeden Preis bezahlt. Jetzt verhandeln sie ein bisschen und ich sehe den gr├Â├čeren Hebel gar nicht bei Preseeds, wenn was neu ist, sondern eher jetzt in den kommenden Monaten, wenn den Startups, die irgendwie eine Belegschaft von 100, 200, 300 oder 1000 Leuten haben, wenn denen das Geld ausgeht, dann ist der Hebel von einem VC oder einem PI ja viel viel gr├Â├čer. zu verhandeln, weil entweder, also sonst sehen wir sowas, wie wir bei Social Chain gesehen haben, dass der Investor in letzter Sekunde abspringt und das Ding insolvent ist.
Ja, aber die Market Force, also richtig ist, das bestimmt sich durch Angebot und Nachfrage. Du hast eigentlich nicht viel, im Normalfall hast du nicht viel Marktmacht als VC, weil es ja mehr als einen VC gibt. Tats├Ąchlich relativ gut fragmentiert w├Ąre ├╝bertrieben, aber sehr breites Oligopol. Eigentlich, wenn man jetzt davon ausgeht, dass immer nur in gewissen Phasen, gewisser Weise, ein relativ internationaler Markt, also eigentlich ist es fast fragmentiert. Das hei├čt, es gibt eigentlich hunderte an potenziell interessierten Parteien. Es k├Ânnten ja auch noch Family Offices oder Angel Konglomerate oder was wei├č ich dazu kommen. Das hei├čt, wenn du einfach einen niedrigen Preis oder eine niedrige Bewertung anlegst, um mehr Shares zu bekommen an der Firma, kann halt jemand in die Ecke kommen und einen besseren Preis bieten. Insofern die sich nicht verabreden k├Ânnen und dazu sind sie eben zu sehr in Konkurrenz, kann das Startup eigentlich immer eine Konkurrenzsituation schaffen, wo die VCs geneigt sind, sich mit Angeboten zu ├╝bertrumpfen. Ausnahmefirmen, die wirklich nur einen Bieter haben. Das sollte man nat├╝rlich versuchen zu vermeiden. Deswegen spricht man immer mit mehreren Parteien. Wenn du nur einen Bieter h├Ąttest, dann kann es nat├╝rlich sein, dass du dich last minute ├╝ber den Preis auf einmal streitest. Aber eigentlich m├╝ssen alle Marktseiten davon ausgehen, dass wir einen gut informierten Markt haben, der einen vern├╝nftigen Preis findet. Was man ansonsten heranzieht, Einerseits geht es nat├╝rlich immer so ein bisschen um Kapitalbedarf. Das hei├čt, man m├Âchte die Company eigentlich f├╝r 18 bis 24 Monate mit Kapital ausstatten. Man kennt den Kapitalbedarf je nachdem, wie viel Wachstum man jetzt kaufen m├Âchte oder generieren m├Âchte. Dann kennt man ja ungef├Ąhr den Kapitalbedarf laut Businessplan. Dann muss man eben schauen, dass idealerweise der Kapitalbedarf so niedrig ist, dass er der VC weniger als 20 oder 15 Prozent der Firma bekommt, wenn er dieses Geld hineingibt. Wer den Preis macht, in der Regel der Lead Investor, dann k├Ânnen andere noch joinen. Man versucht bei unter 20 Prozent zu bleiben in den Runden. Sagen wir, du hast jetzt festgestellt, du brauchst 40 Millionen f├╝r die n├Ąchsten zwei Jahre, dann sollte die Company eben besser irgendwie 150, 200 Millionen gro├č sein, ansonsten verbesserst du halt besonders stark. Das spielt eine Rolle, der Kapitalbedarf. Und ansonsten gibt es nat├╝rlich Public Comps, also Comparables. Du schaust dir ├Ąhnliche Firmen, die b├Ârsennotiert sind. Grundlage ist, dass man vermutet, dass der ├Âffentliche Markt, die B├Ârse so effizient ist, dass sich da ein fairer Marktpreis bildet. Und wenn man sieht, so das Modell wird an der B├Ârse mit einem 6er Umsatz. Es geht um eine SaaS Company. Man schaut sich ├Ąhnlich gelagerte Firmen mit ├Ąhnlichen Rohmargen an. und findet dann raus, die haben im Moment zwischen 6 und 8 mal Umsatzmultipel an der B├Ârse. Dann legt man das an. Jetzt muss man nat├╝rlich noch bedenken, dass der Startup schneller w├Ąchst. Das hei├čt, es gibt eine relativ hohe Pr├Ąmie f├╝r h├Âheres Wachstum. Oder man baut dann eben doch so ein DCF-Modell schon, je nachdem, wie sp├Ąt es in der Phase des Startups ist. Das sind so die Sachen, die man ranzieht, glaube ich. gr├Â├čere, nicht nur die B├Ârse, vielleicht auch Companies, die zuletzt verkauft worden sind. Das ist ein bisschen der Vorteil, wenn man Corporates Finance beratet oder eine Investmentbank hat, dass die nat├╝rlich diese Zahlen sehr schnell generieren k├Ânnen. Es gibt aber auch teilweise ├Âffentliche Zahlen oder ich glaube im NOAA Booklet sind oft so Comparables drin aus den letzten Deals des Jahres. Es gibt bei PitchBook eventuell Daten dazu oder anderen Publikationen. Genau so findet sich der Preis, aber am Ende ist es, wie du sagst, es ist ein Markt und solange es ausreichend Konkurrenz gibt, muss man sich keine Sorgen machen, dass man ├╝bervorteilt wird in der Regel. Man muss nur schauen, dass man eben mit verschiedenen Investoren trifft und nicht in die Situation kommt, dass man nur noch von einem abh├Ąngig ist. Dann droht nat├╝rlich die Gefahr, dass man keinen fairen Preis daf├╝r bek├Ąme.
Und wie sieht das jetzt aus? Also mal angenommen du hast diese 40 Millionen vor zwei Jahren auf den ganzen Peak Valuations bekommen, bist vergleichbar mit Firmen die an der B├Ârse sind und jetzt 80 Prozent verloren haben in den letzten zwei Jahren. Gehst du dann raus und sagst so hey wir sind auch 80 Prozent weniger wert?
Also idealerweise hast du ja wenigstens deinen Umsatz nochmal verdoppelt in der Zwischenzeit. Das hei├čt, du kannst sagen, du bist nur noch ein Viertel wert, daf├╝r hast du dich ja beim Umsatz verdoppelt. Das hei├čt, netto hat sich die Valuation halbiert. Wenn das Startup weiter w├Ąchst, dann w├Ąchst man ja in die Valuation, in die Bewertung rein, spricht man so davon. Je nachdem wie schnell man w├Ąchst, schafft man es vielleicht sogar wieder auf die gleiche Valuation zu kommen. Und wenn nicht, strukturiert man die Runde halt in der Regel. Also du sagst nicht, ich bin jetzt freiwillig bittiger, sondern du gibst Investoren einen neuen Vorrang in der Liquidit├Ątskaskade, dass du halt sagst, wir tun jetzt mal so, als w├Ąre die Bewertung noch die gleiche, obwohl wir alle wissen, mein Unicorn ist nur auf 500 Millionen wert. Ihr investiert jetzt auf eine Unicorn-Bewertung, daf├╝r kriegt ihr aber eine doppelte Liquidit├Ątspr├Ąferenz. Also f├╝r den Fall, dass wir ein IPO machen, verkauft werden und so weiter, bekommt ihr euer Geld erstmal doppelt zur├╝ck und dann eventuell partizipierend oder nicht partizipierend noch ein Teil des Restes. Genau, das ist quasi die die logik die man in der regel abwendet dass man versucht diese darums zu verhindern weil man spart sich damit equity aber sollte die krise anhalten oder start-up dann nicht mehr wachsen und gar nicht mehr in die bewertung rein wachsen dann sp├╝rt man sp├Ątestens bei einem bei der verteilung der liquidit├Ąt liquidit├Ąt liquidit├Ąt wenn wenn hier das geld aufgeteilt wird Kommt nicht so oft vor. Liquidit├Ąts-Events kenne ich gar nicht, deswegen kann ich das auch nicht schreiben. Lange ist her.
Zweite VC-Frage. Wie stellen Angels, VCs und PIs sicher, dass ihre Investments in SaaS-Software-Companies auch ein gutes technisches Fundament haben? beziehungsweise unterst├╝tzen VCs und PIs dabei eine technische Grundlage f├╝r die Skalierung aufzubauen? Haben VCs und PIs daf├╝r Experten im Haus?
Da gibt es sicherlich verschiedene Modelle. Ich glaube ├╝blicher ist, dass man jemanden daf├╝r hiert, der das kann. Jemand, der regelm├Ą├čig an Tech-Firmen Late-Stage investiert, sagen wir mal so ein Bessemer oder Benchmark oder so, da w├╝rde ich davon ausgehen, dass die ein eigenes Team entweder selber ganz gut beurteilen k├Ânnen oder ein Team haben, was das gut beurteilen kann, also eine Tech-Due Diligence macht und sich schaut, ob der Tech-Stack jetzt nicht irgendwie nur eigener Spaghetti-Code ist, ob man irgendwie State-of-the-Art Skalierbare L├Âsungen nutzt und so weiter, ob man die IP-Rechte an allen Dingen hat, die man nutzt, ob man nicht gegen irgendwelche Lizenzvereinbarungen verst├Â├čt. Das sind so die Sachen, glaube ich, die man typischerweise pr├╝ft, ob man ein Disaster-Recovery-Plan haben, also was ist, wenn morgen der Server crasht, wie kann ich die Software eigentlich wieder aufbauen oder neu starten, das Business quasi. Behandle ich Datenschutz und so weiter richtig auf meinen Servern? Ist sicherlich ein Thema, was auch eventuell in die Tech-TD mit reinkommt. Genau, und ich glaube dann sehr Tech-lastige VCs oder PIs haben vielleicht ein eigenes Team daf├╝r. Ansonsten bieten das die Commercial-Duty-Dienstleister eigentlich auch Ich kenne mindestens zwei, die so ein spezialisiertes Team daf├╝r haben, dass alle Klischees best├Ątigen, typischerweise in Indien sitzt. Und das hei├čt, der, der auch sonst die Commercial-Idee macht, kann das eventuell mit anbieten bis zu einem gewissen Grad. Und es gibt nat├╝rlich auch hochspezialisierte Anbieter wie Code & Co oder Philips & Byrne kenne ich. Bei den anderen f├Ąllt mir ein Name gerade nicht ein, die werden sich jetzt ├Ąrgern. Genau, aber es gibt so spezialisierte Dienstleister, ├╝blicherweise Ex-CDO. Ganz oft ist es so tats├Ąchlich auch, dass, so wie ich bin ja ein externer quasi Senior Advisor f├╝r FUNZ, Und das kann nat├╝rlich auch sein, dass sie eine externe Person haben, der fr├╝her, der oder die fr├╝her CTO bei Amazon Europe war mal oder irgendwie sowas. Auch das ist nicht un├╝blich. Also die vier M├Âglichkeiten sind eigenes Team. Und es gibt alle. Ich habe alle schon definitiv davon gesehen. Eigenes Team, Teil der Commercial Decisions bei einem ├╝blichen Provider davon. Dann spezialisierte Firmen, wenn man TechDD sucht, findet man die Angebote bei Google. Oder man hat eben Advisor, die das pr├╝fen. So, im Seed-Stage w├╝rde man das wahrscheinlich noch nicht machen, beziehungsweise es kommt drauf an, ob man mit anderen Leuten Geld arbeitet oder nicht. Man hat nat├╝rlich andere Diligenzpflichten. Ich w├╝rde jetzt in der Regel keine Tech-Duty machen, sondern nur schauen, ob ich grunds├Ątzlich die Leute f├╝r f├Ąhig halte und ich das inhaltlich verstehe und glaube, dass das technisch m├Âglich ist. Aber je ├Ąlter man wird, desto mehr m├Âchte man halt sicherstellen, dass die Firma wirklich das IP besitzt an den Erfindungen, die sie hat und dass keine Risiken entstehen, weil man auf einmal merkt, dass alles, was man aufbaut, eigentlich bei einer anderen Firma zugekauft ist oder auftragsgefertigt wird und so weiter. Das kann schon gerade so f├╝r CTOs, die drei, vier, vielleicht schon Firmen durchlaufen haben, kann das auch ein spannendes Berufsbild sein, da zu unterst├╝tzen. Der Weg da rein ist halt letztlich eine Netzwerkfrage. Mit einer Initiativbewerbung wird es schwer sein.
Und es sind wahrscheinlich meistens so Unternehmertypen und weniger Unternehmensberater, die das machen?
Ja, ganz oft sind das tats├Ąchlich vorherige Investments der Firma. Also sagen wir mal, Toma Bravo hat mal ganz am Anfang in, I don't know, Snowflake investiert oder so. Dann ist irgendwann einer der fr├╝heren CDOs ausgestiegen und der wird dann so Senior Advisor. Und wenn sie ein Thema haben, dann ruft man die dazu oder so. Das ist, glaube ich, das Bild, was man ganz oft sieht. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Geh├Ârten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k├Ânnen unm├Âglich f├╝r etwaige Verluste haften. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.eu
Letzte Frage bevor wir zu IPOs und Earnings kommen. Wann nimmt man die Gewinne von einer Aktie mit? Bei 50, 100 oder mehr des Kaufwertes? Der Banker des Fragenden sagt immer bei so 30% oder mehr. Was ist deine Rule of Thumb f├╝r Gewinne mitnehmen?
Ich nehme Gewinne mit, wenn ich Liquidit├Ąt brauche. Das ist der Grund, warum ich Aktien verkaufe in der Regel. Jetzt eine Zahl zu nennen, w├Ąre religi├Âs. Es gibt wissenschaftlich keinen Grund daf├╝r, das zu machen. Es gibt aber trotzdem Leute, die sich besser f├╝hlen, wenn sie zum Beispiel ihr Geld verdoppelt haben, die H├Ąlfte rausnehmen, ihren Einsatz wieder vom Tisch nehmen und mit dem Gewinn weiterspielen. Am Ende muss man irgendwie eine Philosophie finden, mit der man selber leben kann und womit man sich gut f├╝hlt. Wissenschaftlich gibt es keinen Grund daf├╝r, Aktien zu verkaufen, wenn du weiterhin an die Firma glaubst. Du l├Ąsst dir auch weiterhin Aktien drin. Du triffst eigentlich gleichzeitig eine Kauf- und eine Verkaufsentscheidung, weil halten solltest du die Aktien nur, wenn du sie heute noch kaufen w├╝rdest eigentlich und trotzdem verkaufst du aber welche. Du kannst jetzt sagen, das ist Rebalancing, Portfolio wieder ausgleist, aber mit Rebalancing schafft man eigentlich nur die Gewinner rauszusp├╝len aus dem Depot regelm├Ą├čig, ich bin da kein so gro├čer Fan von, also lieber let your winners run oder wie sagt das dein Lieblingspodcast immer?
Let your winners run, das ist vor allem witzig, weil der Burtz so beim IPO dabei war.
Also ich halte nichts davon, aber es hat ja auch was Gutes. Die Frage ist, was w├╝rdest du dann mit dem Geld machen?
Eine andere Aktie kaufen. Beispiel, du hast eine Aktie gekauft, die hat sich um 100% entwickelt und dann nimmst du die H├Ąlfte vom Tisch und kaufst davon wieder eine andere Aktie.
Wenn du glaubst, dass die besser ist, dann macht es ja auch Sinn, aber dann solltest du eigentlich 100% umschichten, wenn du glaubst, dass die andere besser ist. Ja. Stell dir vor, das w├Ąren Marketingkan├Ąle. Ich sage ja auch nicht, Google l├Ąuft diesen Monat so gut, ich nehme mal ein bisschen Geld raus und packe das jetzt in Facebook. Du gehst dahin, wo du ├╝berzeugt bist und du gehst so lange, bis es Sinn macht und da es keine Erm├╝dung gibt am Aktienmarkt, also wenn du mehr reinpackst, wird die Chance nicht schlechter. Also das ist der Unterschied zu den Marketingkan├Ąlen. Also ich kann keine gute Antwort darauf geben, weil es Aberglaube ist, dass es irgendeine richtige Zahl gibt. Also wenn nicht, mag man mich gerne. Vielleicht gibt es bei uns im Aktienchannel auf Discord dann Diskussionen dazu und jemand findet doch noch, warum das Sinn machen k├Ânnte. Ich halte es f├╝r Unfug. Und ich korrigiere, also Aktien verkaufst du, wenn du nicht mehr glaubst, dass sie schneller wachsen als der Markt oder dass der Markt sich insgesamt schlecht entwickelt oder wenn du ein besseres Investment gefunden hast oder wenn du Liquidit├Ąt brauchst. Das sind die Hauptmotive meiner Meinung nach und alles andere ist Aberglaube. Und trotzdem kann man das, wenn man, es gibt Leute, die leben besser, wenn sie stolpern und nochmal einen Meter zur├╝ckgehen und nochmal ├╝ber den gleichen Stein gehen. Und wenn du dann ein besseres Leben lebst, dann lebe halt mit Arbeit, glaube ich. Das ist ja trotzdem okay. Macht jemand aus meiner Familie immer. Wenn sie stolpert, geht sie wieder zur├╝ck und geht nochmal richtig r├╝ber. Was das soll, wei├č ich auch nicht. Aber es scheint das Leben einfacher zu machen. Also warum nicht? Und dann kann man auch irgendwie nach 50 Prozent mal ein Viertel mitnehmen oder nach 100 Prozent die H├Ąlfte mitnehmen. Was immer einen besser schlafen l├Ąsst, aber eine wissenschaftliche Begr├╝ndung gibt es daf├╝r meiner Meinung nach nicht.
Wenn wir schon bei Stolpern und Aberglauben sind, ich bereue es ein bisschen, dass ich dir meine roten Birkis geschenkt habe. Seitdem ist das Wetter schlechter geworden.
Ja ich habe Fu├čpilze, hab ich nicht verliert. Sehr gut. Wie sieht's aus?
Freust du dich auf den Birkenstock-IPO? Als Nutzer und Fan der Marke? Bist du schon mit Rot und Blau Schuhe aus der Wohnung raus?
Das Geile ist ja, ich kann ja jetzt tauschen. Ich kann ja links, rechts, rot. Warum bin ich da auch nicht gekommen?
Daf├╝r habe ich dir die geschenkt.
Dann sehe ich aus wie ein Trump-Supporter so ein bisschen, oder? Muss ich mal testen. Aber ist eigentlich eine geile Idee. Ja. Probiere ich heute mal. Ach nee, heute ist vom Wetter her nicht so wirklich Wetter. Sekunde, wie warm ist es? 21 Grad, doch, da kann man schon wirklich dran. Genau Birkenstock, die legend├Ąre deutsche ich glaube von 1774 oder so ist die Marke, das sind diese zwei schnallen Arizona Sandalen, die Markenbekanntheit Birkenstock ist wahrscheinlich bei 94 Prozent oder so muss man nicht erkl├Ąren.
Heidi Klum hat's ausgemacht.
Das glaube ich wiederum nicht. Aber richtig ist, dass seit ungef├Ąhr zehn Jahren die Marke quasi wieder auflebt. Nicht so Hype-m├Ą├čig, wie es sich anf├╝hlt. Es ist eigentlich ein relativ stetiger Anstieg. Sie wird zunehmend popul├Ąrer, aber gar nicht so doll. Deren IPO soll mit bis zu 8 Milliarden US-Dollar gepreist werden. So viel k├Ânnen ein paar Plastik- und Lederlatschen mit Kork drin wert werden. Das entspricht ungef├Ąhr einem sechstfachen Umsatz Malte, also so wie gute SaaS-Firmen. 1,2 Milliarden Umsatz machen sie, der ist aber im letzten Jahr um 30% gestiegen. Sch├Ątz mal EBIT-Marge. 50%? Nicht ganz so gut. Super Luxury ist es nicht, obwohl es gibt ja welche f├╝r 230 Euro und so inzwischen auch. Rund 30% sch├Ątzt man die EBIT-Marge und Free Cash oder Cashflow Home Operations 20% also konvertiert das auch gut in Cash. Und ja wie gesagt fast 30% Wachstum letztes Jahr, 30% Marge das ist schon Eigentlich vom profil ist es was wie saas, die meisten saas w├╝rden sich freuen wenn sie 30 prozent marge h├Ątten und noch 30 prozent wachsen. Die gefahr ist nat├╝rlich, also und das geh├Ârt ja zu el cataton, das wiederum ist das family office kann man glaube ich sagen von lwm asch und, Der Group Anno, also das wiederum ist das wirkliche Family Office von Bernhard Anno, die haben zusammen so eine Art Private Equity Investor geschaffen, also die LVMH Gruppe und das Family Office des Besitzers. Das hei├čt L. Ketterton, das hat ├╝brigens auch Audity an die B├Ârse gebracht, zuletzt, schon der zweite Exit in kurzer Zeit. Erinnerst dich noch Audity, das AI Gesichtscreme Zeug? Ach was. Das war auch von L. Ketterton.
Es gibt noch keinen Pitch Deck oder so f├╝r den IPO. Meine Frage w├Ąre, ob AI auch bei Birkenstock irgendwie eine Rolle spielt.
Wird echt schwer, glaube ich. Du k├Ânntest deinen Fu├čabdruck einsenden und dann kriegst du Mass Customization. W├Ąre auch ein Markt, glaube ich. Aber wie gesagt, die Zahlen sind einigerma├čen transparent. 1,2 Milliarden Euro Umsatz steigt 29%, 30, 31% EBITDA-Marge angeblich. Investieren auch weiter in das Wachs. Also muss erst mal 30% mehr Schulbau jedes Jahr. Sind flei├čig am Fabriken bauen und sie stellen ja angeblich fast nur oder ├╝berwiegend auf deutschem Boden her. Die letzten zwei Fabriken haben 120 Millionen in Pacywalk in Mecklenburg-Vorpommern. Investiert und in G├Ârlitz, wenn du jetzt eine Deutschlandkarte vor deinem imagin├Ąren Auge h├Ąttest, sind das die zwei rechts ├Ąu├čersten Punkte in Deutschland, sprich wo du Zugang zu Polen hast. Also Pasewak ist quasi der Grenz├╝bergang und die Bahnverbindung nach Polen im Norden und G├Ârlitz ist das gleiche im S├╝den. Die k├Ąmpfen sehr mit dem, beugen und dehnen das Narrativ, das sie alles in Deutschland herstellen, maximal, und erweitern sich jetzt an der polnischen Grenze, wo man guten Zugang dazu noch, obwohl die Menschen an der polnischen Grenze, also an der deutsch-polnischen Grenze, eigentlich fast so gut verdienen wie die Ossis auf der anderen Seite inzwischen. was ja auch Sinn macht, wenn sie gleiche Arbeit machen. Und sie haben fast die gleichen Lebenshaltungskosten auch wie im Osten, von daher ist da kein so gro├čer Unterschied. Unsere ganzen Amazon-Lager und so sind ja auch, wenn ihr auf der Autobahn hinterschwebt, kommen erstmal irgendwie die ganzen Logistik-Lager von Amazon und ein paar anderen Logistikern. Genau, ansonsten ist Birkenstock noch bekannt daf├╝r, dass sie diesen Amazon-Boykott gemacht haben und wirklich sich mit H├Ąnden und F├╝├čen gestr├Ąubt haben, nicht auf Amazon zu verkaufen und versucht auch in ihren H├Ąndlern das zu untersagen, ob es mal besser, mal schlechter funktioniert. Plus unter anderem, weil die ganzen Kopien verkauft werden von chinesischen H├Ąndlern auf Amazon. Und sie sind au├čerdem daf├╝r bekannt geworden, dass sie bis 2012 noch, also bis vor zehn Jahren, wo der Trend zur├╝ckkam, Frauen einen Euro weniger bezahlten als M├Ąnner. Einfach so. Wurde dann aber kassiert vom Gericht zum Gl├╝ck. Da war ich auch nicht so sympathisch, die Familie Birkenstock.
Also ich h├Âre raus, du bist eher nicht dabei.
Also auf Business Seite sieht das erstmal gut aus, wobei die Bewertung auch, also Sekunde bei 1,2 Milliarden 31 Prozent sind 380, 390 Millionen EBITDA, das ist 20 mal EBITDA bei 30 Prozent Wachstum.
K├Ânntest du das f├╝r mich vergleichen mit On Running, damit ich so ein bisschen ein Bild bekomme?
Also wir zahlen 6 mal Umsatz und 20 mal EBITDA ungef├Ąhr. Das ist aber insofern gerechtfertigt, dass sie halt noch 30% wachsen, falls sie das weiter wachsen. Das ist nat├╝rlich mal das Problem. Bei ON zahlen wir 14 mal Umsatz und Forward KGV 53. Die wachsen auch mit 80 Prozent, also richtig gut vergleichbar ist es leider nicht. Ich finde das vom Preis angemessen, aber die Gefahr ist halt, ich w├╝rde es trotzdem nicht, also w├Ąre das ein SaaS Business, w├Ąre das ein total fairer Preis. oder fast noch ein bisschen g├╝nstig. Das Problem ist aber, dass das nat├╝rlich ein Modetrend ist. Also es kann sein, dass weiterhin 30% mehr Leute jedes Jahr Birkenstock cool finden oder sich ein zweites Paar kaufen. Aber die Mode kann sich auch drehen. Vielleicht sind morgen wieder Moonboots oder Axe in oder keine Ahnung.
Also dich im Sommer mit Moonboots, das m├Âchte ich sehen.
Ja, aber hat man Axe nicht irgendwann auch im Sommer getragen? Also als Modetrend?
Wahrscheinlich in Berlin Mitte.
Ja oder irgendwas anderes kommt. Also nat├╝rlich wird der Umsatz nicht sich halbieren innerhalb von drei Jahren, aber ob er weiter mit 30 Prozent w├Ąchst, darauf spekuliert man. Zumindest daran muss man glauben. Ist immer ganz gut sich zu fragen, wenn man so investiert. Was muss gut gehen und was kann schief gehen? Also was gut gehen muss ist, dass Birkenstock weiter super popul├Ąr bleibt. Dann werden sich die Margen wahrscheinlich noch besser entwickeln. Sie werden mehr und mehr, glaube ich, Luxury-Items entwickeln. Das hei├čt, die Rohmarge k├Ânnte noch gr├Â├čer sein. Bei den irgendwie 230-Euro-Teilen, die kosten wahrscheinlich 20 in der Produktion und gehen f├╝r, keine Ahnung, 110 in den Zwischenhandel oder so. Ach nee, Mehrwertsteuer kommt noch runter. Gehen vielleicht f├╝r 90 inzwischen halt. Also hast du fast Margen wie bei Software auch. Die Plastikdinger kosten wie viel, die du mir geschenkt hast?
Ich hab dir ja g├╝nstige geschossen. Ich meine, ich h├Ątte unter 40 Euro bezahlt damals.
Genau, die kosten so 40, 50. Das ist Spritzguss, glaube ich. Die kannst du f├╝r wahrscheinlich 7 Euro gie├čen. Also die ma├čen sich sogar. Wenn die 30% EBIT-Marge haben, haben die schon mal safe 60, 65% Rohmarge, w├╝rde ich denken. Mal gucken. Ein gutes Beispiel ist zum Beispiel, ein gutes Beispiel ist zum Beispiel, hervorragend. Achso was ich noch sagen wollte, El Kataton hatte die, oder El Kataton, wo sitzen die denn jetzt? Sekunde. Und warum hei├čen die ├╝berhaupt so? Die sitzen bestimmt in Paris oder?
Stimmt, alles wirst du wahrscheinlich morgen auf Discord erfahren.
Nee Greenwich sitzen sie in Connecticut. Achso. Also es wurde gegr├╝ndet von jemandem, der Ketterton hie├č. Oder eigentlich hie├č er Carl Frischkorn. Aber es hie├č Ketterton Simon Partners und wurde sp├Ąter erst von Anno ├╝bernommen. Also dann hei├čt es Ketterton. Genau, die haben es 2021 erst gekauft vor zwei Jahren und flippen es jetzt relativ schnell. Da sollte man sich auch fragen, warum Bill Ketterton das nach zwei Jahren schon weggeben. Wenn das Ding 30% im Jahr w├Ąchst und du es f├╝r 4 Milliarden gekauft hast, du machst nur zweimal dein Geld. Aus Fonds-Sicht ist es eigentlich, na gut, die werden es vielleicht FK finanziert haben, weil du ein Leverage hast, da du es mit Fremdkapital finanzierst. Also Birkenstock kann sich selber quasi aus dem Cashflow zur├╝ckzahlen, wenn das so eine Art Private Equity Struktur war. Haben sie ausreichend operativen Cashflow, um das zur├╝ckzuzahlen ihren Kaufpreis. Sagen wir, da haben sie vielleicht dreimal ihr eigenes Geld gemacht, das ist schon etwas besser, aber richtig gut w├Ąre eigentlich vier, f├╝nf mal dann eigenes Geld zu machen. Und in zwei Jahren hast du dann zwar eine gute IRA irgendwie, wahrscheinlich 60% oder so, wenn du verdoppelst in zwei Jahren, aber Du h├Ąttest ja den Gewinner weiter reiten k├Ânnen noch drei, vier, f├╝nf Jahre. Also irgendwie glauben sie vielleicht schon daran, dass der Trend ges├Ąttigt sein k├Ânnte oder sehen schon neuen Trend oder sie glauben einfach nur, dass es gerade die beste Art ist Geld f├╝r weiteres Wachstum aufzunehmen. Wie, guck mal kurz wie das Cash, ach so kann ich nicht gucken, wie viel Cash die haben, aber ich, Ich w├╝rde es nicht kaufen. Ein gutes mahnendes Beispiel ist Doc Martens, die hat Permira gekauft, ich glaube 2013 hat Permira, also ein Private Equity Investor, Doc Martens, diese ikonischen Springerstiefel, w├╝rde man im Volksmund wahrscheinlich sagen, gekauft. hat die die Marke fabul├Âs wiederbelebt, es geschafft die Nachfrage enorm zu steigern. Es gab in den letzten Jahren, erinnert man sich, dann wurden die auf einmal wieder alle in und auch junge Menschen haben die eigentlich die Marke vielleicht noch nicht kannten, haben die angefangen zu tragen, haben dann auch letztes Jahr ein IPO gemacht. Und die Aktie seitdem hat sich gef├╝nftelt. Und komischerweise ist die Brandnachfrage auch, also wenn du Google Trends anschaust, in Pemira IPO zu greifen, musst du schon viel Gl├╝ck haben. Wir haben nachher noch TeamViewer, aber da musst du schon viel Gl├╝ck haben, wenn du bei so einer Pemira Company kaufst. Aber die haben es halt auch zum perfekten Zeitpunkt an die B├Ârse gebracht und seitdem geht es eher abw├Ąrts. Also die Firma w├Ąchst noch ein bisschen beim Revenue, aber die Nachfrage sinkt schon und vielleicht dauert es dann wieder 20 Jahre bis Doc Martens das n├Ąchste Mal wiederbelebt wird.
Ja, also bei Doc Martens gab es ja wirklich eine Brand-Auffrischung, so ein bisschen. Also die Marke war gro├č, als wir in der Schule waren und wurde jetzt wieder gro├č. Birkenstock sieht man ja eigentlich schon, also gef├╝hlt ein konstantes Wachstum. Und wenn wir das vergleichen mit On Running, w├╝rde ich jetzt eher Sorge haben, dass On nicht mehr 80 Prozent w├Ąchst, anstatt Birkenstock nicht mehr 30.
Jaja, nat├╝rlich wird auch nicht mehr 80% wachsen in die Ewigkeit. Aber auch Birkenstock, also ein bisschen k├Ânnen sie ├╝ber Preis wachsen immer. Ich will auch nur sagen, dass das ein m├Âgliches Risiko ist. Und ich glaube, dass die Wiederbelebung der Marke zwischen Doc Martens und Birkenstock, das ist schon vergleichbar. Wie gesagt, ich habe am Anfang gesagt, bei Birkenstock war es ein bisschen allm├Ąhlicher. Aber es hat vor zehn Jahren angefangen sich zu akzelerieren. Bei Doc Martens war es 2015 ungef├Ąhr. Und das ist, glaube ich, einer der besten Jobs, den man machen kann in der Mode, wenn du, genauso wie er hier, erl├Ąsst diese Tennismarke. Wenn du sowas wieder, so eine 80s-Marke oder Serge Tarini oder so, wenn du die wieder belebt bekommst, sch├Âpfst du unheimlich viel Wert. Aber irgendwann sind die halt auch wieder out in der Regel. Das ist halt das Risiko. Kann aber auch erst in f├╝nf Jahren sein.
Kannst du dir vorstellen, wo ich in den letzten Wochen, Monaten Teamviewer positiv wahrgenommen habe?
In der Sponsor- und Pickleball-Liga nehme ich an. Fast.
Der Rapper Age hatte auf einem Festival das neue Menu-Trikot geleakt und da war er, der junge Mitte 20-j├Ąhrige englische Rapper, in dem Trikot und da stand vorne Teamviewer drauf.
Okay, Farfetch.
Letztes Earnings waren die Ausblicke nicht so gut, jetzt scheinen sie positiv ├╝berrascht zu haben. Wie sehen die Zahlen aus?
Gut sehen sie aus, sie wachsen weiterhin mit zw├Âlf Prozent, ihre Rohmarge verbessert sich nochmal ein klein bisschen von 87,3 auf 87,5, also das ist schon echt gute Gross Margin Rohmarge. Operative Kosten steigen ein bisschen weniger als der Umsatz und damit verbessert sich auch das Ergebnis wieder auf 16,5 Prozent. Die Marge verbessert sich auf 25,5 Prozent. Das sind noch nicht die 40 Prozent, die es mal zu Corona-Zeiten gab, aber es ist ein guter Wert. f├╝r die operative Marge, das generiert weiter auch Cash, sie zahlen die Schulden, Teamviewer war vorher im Besitz von Permira, zahlen die Schulden gut ab, gute Mischung aus Profitabilit├Ąt und Wachstum, also sehr moderatem Wachstum. Die Zahlen waren glaube ich positiv ├╝berraschend, wie hat die Aktie reagiert, war das heute?
Ja, plus 7,3 Prozent.
Ja, Problem ist, sie haben eine sehr gute Guidance rausgegeben, aber der Markt glaubt immer noch dem Management nicht so 100% munkelt man. Sagen, dass die, weil sie noch nicht so lange an der B├Ârse sind und immer mal ├╝ber- und untertroffen haben, ist sozusagen die Guidance Qualit├Ąt stellt man auch so ein bisschen in Frage, dass man auch wenn sie jetzt eine bessere Guidance rausgeben, glauben die Analysten halt noch nicht, dass TeamViewer wirklich gut darin ist, das selber einzusch├Ątzen. Deswegen muss man in den ersten zwei, drei Jahren seines B├Ârsendebuts so eine Credibility aufbauen, indem man jahlerweise regelm├Ą├čig seine eigene Guidance knapp ├╝bertrifft. Das ist eigentlich das gewollte Resultat. Das haben sie in der Vergangenheit nicht immer gemacht. Sie sind am Anfang stark unter die Guidance gegangen. Dann haben sie ein Rebound gehabt, das vorher dem Markt aber nicht erzielt und deswegen fehlt dann so ein bisschen das Vertrauen. Ansonsten k├Ânnte der Kurs, also insgesamt sind sie eigentlich noch relativ g├╝nstig bewertet, wenn man sie mit ihren Peers vergleicht. Aber das ist so ein bisschen ein Vertrauensproblem, k├Ânnte man sagen. Ansonsten generieren sie eigentlich so jedes Quartal mindestens 15 Millionen Cashflow. Also aus dem operativen Gesch├Ąft eine Viertel Milliarde in den letzten vier Quartalen oder in den letzten zw├Âlf Monaten. Damit k├Ânnen Sie dann Ihre Schulden ganz gut abzahlen. Wir kaufen glaube ich so ein bisschen Aktien zur├╝ck sogar. Ja ordentlich sogar. Warte mal, ich muss hier mal das Wachstum reinlegen. 4 Monaten 10% der Aktien zur├╝ckgekauft, was dem Kurs auch helfen sollte. Also haben schon genug Geld ├╝ber, um Aktien zur├╝ckzukaufen und die Schulden zur├╝ckzuzahlen. Ist auf einem ganz guten Weg, ist nat├╝rlich mit 12% Wachstum trotzdem ein bisschen langweilig, aber hervorragende Marge. Wir geben 40% f├╝r Marketing aus. Das ist beim Vergleich zu US-Companies auch nicht so ungew├Âhnlich. Die NRA, die Net Revenue Retention, verbessert sich zunehmend wieder. Vor zwei Jahren haben sie begonnen, das zu reporten. Da war sie unter 100. Inzwischen ist sie auf 109 geklettert, ganz allm├Ąhlich. Das ist ganz gut. Die Kunden expandieren ihre Vertr├Ąge. Sieht eigentlich ganz gut aus.
Und Uber ist profitabel, aber reagiert negativ am Markt. Ich sehe gerade Minus 5,5 Prozent.
5,6 Prozent. Oh wirklich? Das habe ich nicht gedacht.
Nimm uns durch die Zahlen.
Also Uber w├Ąchst um 15,6 Prozent. Das ist das Gross Booking Value. Der Umsatz w├Ąchst um 14 Prozent. Das ist auch wo sie quasi die Guidance oder die Markterwartung untertroffen haben. Also das ist das Wachstum von zuvor. Die letzten vier Quartale waren 106 Prozent, aber das war so aufholen gegen├╝ber Corona, dann 72 Prozent, 49, 29 und jetzt nur noch 14 Prozent. Also da gibt es eine starke Verlangsamung des Wachstums und das ist das, wo Sie die Erwartungen nicht getroffen haben. Gleichzeitig ist die Rohmarge fast 10% besser als im Vorjahresquartal. Letztes Jahr waren 36,2% Rohmarge, jetzt sind es 40,2%, also 4% Punkte oder 10% hoch. Die operativen Kosten sind fast auf Vorjahresniveau, sch├Ân Geld gespart. Und dadurch, trotz des moderaten Umsatzanstiegs, haben Sie das erste Mal einen Gap-Profit gemacht. Also nach inklusive Sharebase-Compensation und allen Sachen, die man rausrechnen darf sp├Ąter, haben sie es trotzdem geschafft nach dem strengsten Standard 300 Millionen Gewinn zu machen. Das ist dann erstmals in der Firmengeschichte der Fall. Gute Kostenkontrolle, trotzdem akzeptables Wachstum. Und der Cashflow ist auf Quartalsbasis auch das erste Mal ├╝ber eine Milliarde. Also sie werden wahrscheinlich so 4-5 Milliarden positiven Cashflow machen dieses Jahr. Bei so 125 Millionen Milliarden, 130 Milliarden Umsatz, Crossbooking bei Sekunde, der Umsatz ist nur 35 Milliarden wird es auf 40 hochgehen. Ja, 40 Millionen Umsatz, dann haben sie 10% positive operative Cash Flow Marge. Das ist schon ganz ordentlich. Wann hat der ├╝bernommen, Dara Kostaschahi, der ehemalige Expedia CEO?
2017, im August 2017.
Wie hast du das denn so schnell rausgefunden?
Tja, mittlerweile bin ich vorbereitet.
Wahnsinn. 2017, so lange ist das schon her? Gott, wie die Zeit vergeht, wa? Wahnsinn. Aber zu Corona-Zeiten im Q2, na gut, das war das, wo gar nichts ging, da hatten sie minus 84% Marge, aber im Corona-Jahr 2020 hatten sie minus 40% operative Marge, jetzt sind sie auf plus 4% oder plus 3,5%, schon ganz ordentlich. Woher kommt es? Wir kriegen ja noch so ein bisschen, was haben wir denn? Die Trips sind um 22% gestiegen. Die Monthly Active Customers um 12%. Der Trip Value ist ein bisschen runtergegangen, also kleinere, k├╝rzere F├Ąhrten. Mobility, also das Taxi-Gesch├Ąft, in Anf├╝hrung, das Taxi-Disruption-Gesch├Ąft. Da ist der Umsatz um 38% gestiegen, also das treibt eigentlich den Anstieg. W├Ąhrend man im Delivery Segment, was eigentlich fast genauso gro├č ist inzwischen, nur mit 12,4% w├Ąchst.
Aber wieder mehr als in den Vormonaten, Vorquartalen.
Genau, das hat sich beschleunigt, obwohl man sicherlich Marketingausgaben gespart hat. Da hilft sicherlich, dass der Marketingdruck insgesamt sinkt, dass die ganzen Konkurrenten, Volt, Priceline und Instacart und was wei├č ich, auch alle, also Uber Eats ist ja das Delivery-Gesch├Ąftsf├╝hrung. Es gibt drei Segmente, es gibt das Mobilit├Ątsgesch├Ąft, das ist Taxi, dann Delivery, das ist Uber Eats letztlich und dann gibt es Uber Freight noch, was eigentlich nicht relevant ist von der Gr├Â├če und auch weiter schrumpft inzwischen. Und ansonsten, was man auch sehr gut sieht, die Take-Rate geht stramm gegen 30% im Mobility-Gesch├Ąft. Also wenn ihr ein Uber einsteigt und 15ÔéČ zahlt, oder sagen wir 20ÔéČ zahlt, damit es einfach zu rechnen ist, dann gehen 6ÔéČ davon, ne erstmal werden Steuern bezahlt und dann vom Rest geht eben 30% an Uber. Der Taxifahrer oder Urfahrer muss auch noch seinen eigenen Sprit bezahlen und das Auto leasen. Und was dann wirklich f├╝r die Arbeit ├╝brig bleibt, ist wahrscheinlich auf oder unter Mindestlohn-Niveau. Deswegen versucht man auch alle m├Âglichen Konstrukte zu finden, die Fahrer irgendwie prek├Ąr anzustellen. Und ja, geografisch gibt es auch einen Unterschied und zwar kommt das Wachstum ├╝berwiegend aus Lateinamerika und Europa mit rund 30% Wachstum dort, w├Ąhrend man in den USA und Kanada nur 4% w├Ąchst. Das liegt wahrscheinlich auch ein bisschen daran, Dass europa sehr stark aufholt und usa nie so richtig runter nie so ganz stark runtergegangen ist und vielleicht sind die marketingkosten da relativ gesehen noch. Ja aber ich finde also bottomline sind gute ergebnisse aber man fragt sich jetzt nat├╝rlich wie gro├č kann uber noch werden wenn sie jetzt nur noch 14 prozent wachsen.
Vor allem was ich mich frage ist, wieso wachsen sie in Umsatz nur 14% und das erste mal seit ein paar Quartalen ist der Innenumsatzwachstum kleiner als der Au├čenumsatz. Daf├╝r m├╝sste es ja irgendwie eine Erkl├Ąrung geben.
Genau, das w├╝rde eigentlich hei├čen, dass die Take Rate sich verschlechtert hat.
Die bleibt gleich, auf jeden Fall so wie du sie ausgerechnet hast.
Ne, sie ist 0,3% niedriger. Die Gesamt-Take-Rate. Sekunde. Also es gibt unten eine Gesamt-Take-Rate in der Tabelle. Die ist 0,3% niedriger. Das kann eigentlich nur daran liegen. Warum verbessern sich die Take-Rates in den Segmenten, aber die Gesamt-Take-Rate f├Ąllt? Das ist eine gute Frage. Achso, weil sie bei weil sie im Frachtgesch├Ąft eine rechnerische 100%ige Take Rate haben und das schrumpft. Also Frachtgesch├Ąft ist 100%, Innenumsatz ist gleich Au├čenumsatz und das schrumpft. Und die Sachen, die wachsen, haben eine kleinere Take Rate, deswegen ist die gemittelte Take Rate leicht rezessiv. Das gleicht sich irgendwann aus, wenn das Frachtgesch├Ąft so klein wird, dass es weniger relevant ist von der Gr├Â├če. Insgesamt, also im Mobility-Segment ist es Year-on-Year die Take-Rate von 26,6 auf 29,3 hochgegangen. Und im Delivery-Segment, wo die Konkurrenz noch gr├Â├čer ist, w├╝rde ich sagen von 19,4 auf 19,6 hochgegangen. Also 20 Prozent sozusagen der Essenslieferung, 30 Prozent deiner Taxifahrt gibst du an Uber ab, circa.
Was haben wir noch f├╝r Earnings?
Ich glaube Arista Networks haben wir noch. Eine meiner Lieblingscompanies. Habe ich leider nur keine Aktien bzw. nur in meinem Sparportfolio habe ich irgendwie 100 St├╝ck oder so, aber nicht in meinem Hauptportfolio. Arista Networks ist von dem Deutschen Andi von Bechtolsheim oder Andreas von Bechtolsheim gegr├╝ndet, der Sun Microsystem gebaut hat, einer der ersten Google-Investoren, ausreichend mit finanziellen Mitteln gesegnet schon in seinem Leben und baut jetzt auch mit Arista noch eine super spannende Company auf. Arista baut die Switches in Datenzentren. Also die Hauptkunden sind Microsoft, Facebook, eventuell auch Google, Amazon und so weiter. Und sie bauen quasi der Klempner f├╝r die Daten-Cent. Das hei├čt, die Leitung, die Ethernet-Leitung zwischen den Servers, die quasi gigabitschnellen Datenverkehr zwischen den verschiedenen Servern erm├Âglichen. Dieses Plumbing oder diese Vernetzung baut Arista. Es gibt zwei gro├če Konkurrenten. Der eine ist Cisco, der noch Marktf├╝hrer ist, aber weniger Geld damit macht. Und, also Arista hat mehr von den Profits, Cisco mehr vom Umsatz. Und dann hast du noch Juniper, glaube ich, und dann kommen noch Dell und VMware, also die auch so ├Ąhnliche Produkte noch haben, aber eigentlich gewinnt, das zeigen Sie mal ganz kurz, Sekunde. Also vor 10 Jahren, 2012, hatte Cisco noch 78% Marktanteil im Markt f├╝r High-Speed-Data-Center-Switching. Also alle Switches, das sind die Umstellgleise quasi f├╝r die Stecker. Also da hatte Cisco 78% Marktanteil und Arista 3,5. Und in nur zehn Jahren hat sich Ciscos Marktanteil mehr als halbiert und Arista ist von 3,5% auf 25% Dollar Share hochgegangen und wachsen weiter super dynamisch, w├Ąhrend Cisco weiter Marktanteile verliert. Sie haben jetzt dieses Quartal 39% mehr Umsatz gemacht. Sie hatten noch vorsichtiger, also im Vorquartal waren es noch 54%. Sie hat noch vorsichtiger geitert habe ich letztes mal gesagt ich glaube sie sind zu vorsichtig sie haben es jetzt leicht ├╝bertroffen, ich glaube sie sind 15% hoch oder so. 20 sogar. 20? Krass. Ja, h├Ątte ich mal mehr, naja. Aber ich glaube alles auf Aktien hatte ich die mal erw├Ąhnt, als Bullen. Doch stimmt, war mein letzter Bulle bei, ne wo hat man die Bullen, ich war alles auf Aktien, hier bei Defner und Chibitz. Wer da gekauft hat, obwohl das Problem ist, dass Arista dieses Jahr gar nicht so viel Performance, also jetzt gerade erholen sie sich sehr gut, aber sie haben vorher auch was verloren, n├Ąmlich als Microsoft und Meta, die sind die beiden gr├Â├čten Kunden, Als die angek├╝ndigt haben, sie wollen weniger f├╝r CapEx ausgeben, also ihre Investitionst├Ątigkeiten, die ja ├╝berwiegend Server sind, hatten wir letztes Mal erkl├Ąrt im Zusammenhang mit NVIDIA. Die wollten weniger ausgeben und da haben alle schon gesagt, oh, wenn die weniger ausgeben, macht Arista weniger Umsatz. Deswegen sind sie ein bisschen runtergegangen und Arista hat sich durch den Tech-Crash relativ gut gehalten, weil sie einfach super solide Ergebnisse gebracht haben. Dadurch sind sie dieses Jahr gar nicht so gut gelaufen. Aber h├Ątte man vor dem Tech-Crash oder auf dem H├Âhepunkt des Marktes Arista erkauft, w├Ąre das einer der besten Stocks gewesen, der obwohl es High-Tech ist, kaum verloren hat. Genau, also Wachstum 39%, die Rohmarge haben sie auch eine Rohmarge, verschlechtert sich ganz leicht, aber nicht relevant, w├╝rde ich sagen.
Vor allem bis fast 80 Prozent, oder?
Ja, im Service-Bereich. Im Service-Bereich. Der Gro├čteil, den sie machen, ist aber Hardware, wie gesagt, Switches. Und da ist es schlechter, die Gesamtmarge ist rund 61 Prozent Cross-Margin. Die operativen Kosten steigen nur um 26%, also einfach gesagt 39% mehr Umsatz, nur 24% mehr operative Kosten und dadurch verbessert sich das Ergebnis auf 530 Millionen Ergebnisbeitrag, was einer Marge von 36,3% entspricht. Also brutal gute Marge, besser als Birkenstock noch. Im Vorjahr waren es auch schon 34,5 und man sieht, dass das Gesch├Ąft halt so ein bisschen zyklisch ist. Also wenn Firmen weniger investieren in Server, dann leidet Arista auch ein bisschen. Aber generell, die Langfristperspektive muss ja sein, wir k├Ânnen uns wahrscheinlich alle keine Welt vorstellen, wo weniger Datacenters gebaut werden. in Zukunft. Also dann m├╝ssen wir irgendwie einen Quantencomputer bauen und den innerhalb von zehn Jahren also kosteneffizient machen, dass wir irgendwie nur noch ein Datacenter auf jedem Kontinent haben, so ungef├Ąhr. Das ist nat├╝rlich Quatsch. Also kann man davon ausgehen, dass der Markt gr├Â├čer wird. Insbesondere durch Investitionen in AI werden wir wahrscheinlich noch mehr Rechenkapazit├Ąt brauchen. Wenn sowas wie Metaverse oder so passieren w├╝rde, dann erst recht. Wir haben ja jetzt gesehen, Facebook kappt so ein bisschen das CapEx-Spending. Big Tech CapEx oder Cloud Scaler CapEx plus Facebook ist eigentlich die Umsatzseite bei Arista, wenn man so will. Die haben alle gesagt, wir sind ein bisschen vorsichtiger bei den Ausgaben und gleichzeitig m├╝ssen sie alle schon wieder sagen, wir investieren auch in AI. Also ich gehe davon aus, dass bei Facebook, bei CapEx auch die Kosteneinsparungsma├čnahmen fast schon vor├╝ber sind und auch Amazon muss wahrscheinlich wieder in neue Server investieren. Von daher w├╝rde ich, da mir keine gro├čen Sorgen um Zyklizit├Ąt gerade machen. Ich glaube, dass der n├Ąchste Investment-Cycle f├╝r AI gerade losgeht. Von daher muss man sich vielleicht keine Sorgen machen vorerst, obwohl es prinzipiell eben ein zyklisches Gesch├Ąft macht. Es generiert unheimlich viel Cashflow. Operativer Cashflow-Marge, ist das zw├Âlf Monate? Nee, ist nur auf diesem Quartal ungef├Ąhr 35 Prozent, also sehr gute Conversion des Gap-Ergebnis in echtes Geld. Das Inventar, steigt relativ stark an das ist 120% ├╝ber vorher und entspricht jetzt auch relativ gesehen 50% mehr vom Umsatz den man jetzt auf Inventar hat. Das k├Ânnte Vorbereitung auf den n├Ąchsten Supercycle sein. Das k├Ânnte aber auch schon hei├čen, der Abverkauf lahmt ein bisschen. Also haben sie hier ein bisschen ├╝berproduziert auch. Aber insgesamt sieht es schon noch sehr gut aus. Wie gesagt, die Aktie gewinnt 20%.
In Verbindung mit Product Growth Year-over-Year, 42% ist ja schon ein bisschen weniger als in den Vorquartalen. Also wenn du das in Verbindung setzt, scheinen sie ein bisschen unter Erwartung zu verkaufen oder zu wachsen.
Nein, sie haben angek├╝ndigt, dass sie, ich glaube sie haben nur 1,42 oder so geguided. Man m├╝sste jetzt in die Q2, also sie haben noch konservativer geguided. Ich gucke mal kurz. Ja, geguided haben sie 1,35 bis 1,4 Milliarden und sie haben jetzt 1,45 geschafft.
Aber geguided haben sie letztes Quartal und das Zeug was sie auf Lager haben, haben sie wahrscheinlich vor drei Quartalen bestellt.
Ach so meinst du. Ja ich meine sie stellen es ja selber her. Ja die Frage ist, wenn sie so konservativ geguided haben, warum produzieren sie dann so viel? Ja die Inventories sind schon ein bisschen ein h├Ąsslicher Punkt. Sie haben sich verdoppelt. Letztes Jahr waren es noch 850 Millionen. auf Lager, jetzt sind es 1,86 Milliarden, die sie an Waren auf dem Lager haben. Das ist schon relevant h├Âher, auch wenn sie 40% gewachsen sind in der Zeit. Muss man mal gucken, warum sie jetzt so viel produziert haben. Aber na gut, also Wahrscheinlich planen sie schon, also Datacenter sind ja Projekte, die wahrscheinlich zwei, drei Jahre brauchen, um gebaut zu werden, mindestens. Und das hei├čt, sie m├╝ssen schon weit voraus planen und irgendwie muss sie der CapEx-Schock, also dass jetzt alle Firmen im Schnitt 20 Prozent weniger investieren wollten, kurzfristig einmal ja getroffen haben. Das ist vielleicht hier gezeigt in den Inventories und trotzdem glaube ich aber, dass es wieder Schwung aufnimmt. Du kriegst die Dinger mal verkauft. Innerhalb von sechs Monaten ├╝beraltert jetzt nicht die Hardware. Es gibt Firmen, die kaufen nur alte Server, weil es f├╝r gewisse Zwecke total spannend ist.
Wir wissen ja auch nicht, was in den Orderboxes ist. Wenn die B2B-Sales machen, dann kann es ja gut sein, dass sie das Inventary schon verkauft haben, aber wir davon noch nichts wissen.
Wir haben immer eine sehr sch├Âne Pr├Ąsentation. Es ist ├╝brigens auch Female-Led. Andy von Bechtolzheim ist nur Chief Development Officer. Die CEO ist eine Frau. Ne Bestellung sieht man, also sie guiden wieder sehr konservativ auf 1,45 bis 1,5 Milliarden n├Ąchstes Quartal mit ├Ąhnlichen Margen. Inventory geht hoch, also die Umschlaggeschwindigkeit geht runter, das ist schon richtig, aber der Cash Conversion Cycle, sozusagen die Finanzmetrik, die da am Ende auch von abh├Ąngt, die sieht eigentlich ganz gut aus. Ich w├╝rde sagen, kein Grund zur Sorge, aber was man im Auge behalten sollte. Und man muss dazu sagen, ich lobe die Firma ja zu ├╝berschw├Ąnglich und finde die auch gut, aber sie ist schon sehr rich bewertet leider. Also wer jetzt glaubt, das missverstanden hat, als hier w├╝rde es sich um Schn├Ąppchen handeln mit rosigen Zukunftsaussichten, Die sind mit 10 mal Umsatz bewertet. Das ist f├╝r einen Hardwarehersteller nat├╝rlich viel. Sie haben eine gute operative Marge und wachsen ordentlich. Das hilft nat├╝rlich. Price Earnings w├Ąre sogar nur 26, 27. Das geht fast wieder. Aber wenn der Markt dann doch mal drehen sollte, wobei man kann glaube ich davon ausgehen, dass sie quasi ein bisschen der Schaufelhersteller des AI Gold Rush sein und deswegen Bei einem richtigen Downturn werden sie stark betroffen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass deutlich weniger Datacenter neu gebaut werden.
Dann haben wir noch ein bisschen News aus der Influencer-Welt. Ich habe ja gedacht, dass der YouTuber MrBeast seinen MrBeast-Burger so alleine wie m├Âglich gegr├╝ndet hat. Das scheint nicht so. Und zwar verklagt er jetzt seine Partner, mit denen er den Burger gemacht hat. Die Website ist irgendwie JoinVDC, Virtual Dining Concept, und er ist nicht happy damit, dass die Produkte nicht so gut sind, wie er erwartet und dass seine Marke damit mit reingezogen wird. Wenn Leute zum Beispiel Fotos von einem Burger fotografieren, der eigentlich roh ist und nicht so schmeckt, wie sie das in den sch├Ânen YouTube Videos gesehen haben, Also Virtual Kitchens scheint wirklich nicht so einfach zu sein und nicht das super VC-Game mit Influencern, um da irgendwie das absolut super Business zu machen.
Ja, das ist nat├╝rlich jetzt nur eine Stichprobe. Also wir hatten ja dar├╝ber berichtet, dass die Partnerschaft gek├╝ndigt wurde oder es einfach zugemacht wurde. Jetzt erf├Ąhrt man im Nachhinein die Gr├╝nde, aber das, was der gro├če Vorteil ist, n├Ąmlich dass man sehr schnell neue Filialen er├Âffnen kann, also insbesondere wenn man es in anderen, in virtuellen Kitchens macht. Die Flipseite davon, also bei dem Happy Slice Modell, man siedelt sich in bestehende Pizzerias oder B├Ąckereien ein oder stellt irgendwo einen Ofen in der Ecke. Aber die Flipside ist nat├╝rlich, was du ja damals bei einem ├Ąhnlichen Modell mal auch bem├Ąngelt hast, sehr schnell, dass wenn wir bei der gleichen Brand im Prenzlauer Berg und bei dir bestellen, bekommen wir halt eine andere Produktqualit├Ąt. Und das ist f├╝r Systemgastronomie und f├╝r eine Brand ist das unheimlich gef├Ąhrlich. Weil Brands wurden nur daf├╝r erschaffen, um genau das zu ver├Ąndern. Bei Produkten, die ansonsten schwer zu unterscheiden sind, dient die Brand dazu, dass ein gewisses Geschmacksmuster oder eine gewisse Qualit├Ąt garantiert ist. Und wenn das nicht mehr funktioniert, dann ist die Brand in Gefahr. Ich glaube, es ist auch vollkommen richtig, dass er sich da zur├╝ckzieht aus der Zusammenarbeit, weil das nat├╝rlich schlecht f├╝r seine Ich glaube die ersten Brands waren tats├Ąchlich, deswegen hei├čt es auch Brands, so auf Whiskyf├Ąssern so eingebrannt und Bierf├Ąssern, weil Bier und Whisky ist ja unm├Âglich zu unterscheiden voneinander und damit du im Saloon im Wilden Westen nicht alle Whiskys durchprobieren musstest. Was ja irgendwann negativen Grenzen hat, dann hat man begonnen damit Brands auf die F├Ąsser aufzumachen. Und so wusste man eben, dass das ein Whisky ist, der einem so schmeckt, wie als man ihn letztes Mal getrunken hat. Und genau die Erfahrung will man eben haben. Und umso bl├Âder ist das eben, wenn du bei mir eine Pizza bestellst und die total lecker ist. Und dann gehst du zuhause, bestellst bei der gleichen Kette. Und bekommst auch ein komplett anderes Qualit├Ątserlebnis. Das ist das Schlechteste, was einem Brand passieren kann.
Hast du sonst noch was aus deinem Social Network des Vertrauens gefunden?
Genau, ich habe noch einen Servicehinweis. Kann Jan gerne in die Show Notes packen, Link. War ja gerade wieder in der ├ľffentlichkeit und ein bisschen getrieben vom Goldpimmel Verlag da, eine Debatte ├╝ber die deutsche Energiepolitik am Laufen ist und wieder mit gro├čer Energieunsicherheit Angst gemacht wird und dass sie irgendwie Atomstrom aus Frankreich importieren und das immer der ganze Quark ist. gibt es eine ganz gute Aufstellung von Fakten auf LinkedIn, wo man einfach mal geschaut hat, wie das eigentlich im siebten Monat, also im August, war. Also Deutschland importiert im Sommer immer ein bisschen Strom, wird hier gesagt. Und dieser Strom, den wir gerade importieren, also A ist nur eine ganz kleine positive Bilanz, also der Import, Und der wiederum ist eben kein Atomstrom aus Frankreich ├╝berwiegend, sondern ├╝berwiegend ist er aus D├Ąnemark und ├╝berwiegend aus erneuerbaren Energien, also der Strom den wir invertieren und wodurch wir unsere Braunkohle, Steinkohle, Erdgaskraftwerke kaum nutzen. m├╝ssen. Deren Utilization liegt n├Ąmlich bei respektive 36,99 Prozent in der Reihenfolge. Das hei├čt, sie sind stark unterausgelastet. Wir h├Ątten die als Reserve, brauchen die aber nicht, weil wir gr├╝nen Solar- und Windstrom aus Hauptexportland oder f├╝r uns Importland ist D├Ąnemark. Also auf eins ist D├Ąnemark, auf zwei die Schweiz, dann Niederlande, Norwegen, auch mit einem hohen EEA-Anteil logischerweise. Dann kommt, glaube ich, Schweden mit einem hohen Anteil, Belgien, das k├Ânnte nat├╝rlich Atomstrom sein, und dann kommt irgendwann Frankreich. Aber die f├╝nf gr├Â├čten L├Ąnder, aus denen wir importieren, sind, also wir haben gerade den h├Âchsten Anteil von erneuerbaren Energien, von 72 Prozent, unter anderem durch die Importe. Ja, vielleicht ist das auch eine ganz gute L├Âsung, dass wenn L├Ąnder, die schlau genug sind, ihre Energien auszubauen und ├ťbersch├╝sse haben, die dann an uns verkaufen. Nat├╝rlich m├╝ssen wir trotzdem selber daf├╝r sorgen, dass wir selber Speichel l├Âsen, erneuerbare Energien und gerne alle anderen Konzepte, die gediegen sind, das Problem zu l├Âsen, zu investieren. Aber die gro├če Versorgungsl├╝cke, mit der gerade wieder Angst gemacht wird, scheint es einfach nicht zu geben. Aber es ist nat├╝rlich ein Thema, wohinter sich Menschen schnell im Sommerloch versammeln lassen. Und das war's auch schon mit der kleinen Politik-Ecke. f├╝r heute. Linke sind Shownotes. Und dann haben wir, ich glaube, Amazon kommt bis zu unserer n├Ąchsten Aufnahme, oder?
Ja, wir haben Amazon, wir haben, ich glaube, Coinbase, Apple.
Achso, und MercadoLibre und Etsy und so. Das ist die super Woche. Also bis jetzt war es noch relativ ruhig, aber am Samstag, am Wochenende, wird es viel Earnings und ein paar Fragen geben. Vielleicht. Ich freue mich drauf.
Habt einen sch├Ânen Mittwoch. Bis dann.
Peace. Bis dann. Ciao, ciao.