Doppelg├Ąnger Folge #276 vom 18. August 2023

­čźó Elon's free speech | ­čĺą Adyen Crash | KI Weiterbildung | Alphabet Spinoff | DLocal plant Verkauf | Farfetch Earnings

Elon schie├čt den Vogel mal wieder ab. Der Zahlungsanbieter Adyen stellt wie verr├╝ckt Leute ein und die Aktie halbiert sich fast. DLocal sucht einen K├Ąufer und Alphabet bereitet alles vor, um eine der "Other Bets" aus dem Mutterkonzern herauszutrennen. Pip erkl├Ąrt Gl├Âckler, warum er sich als Farfetch Investor Sorgen machen sollte.


Philipp Gl├Âckler und Philipp Kl├Âckner sprechen heute ├╝ber:


(00:00:00) Twitter

(00:14:55) Discord io Hack

(00:19:45) KI Weiterbildung Frage

(00:25:30) DLocal

(00:34:20) Adyen

(00:42:30) Farfetch

(01:04:20) Alphabet Other Bets Spin-off


Shownotes:

Werbung: Erfahre mehr ├╝ber das Cybersecurity-as-a-Service Angebot Sophos Managed Detection and Response auf sophos.de/MDR


Tweet Deck: The Verge

Elon drosselt traffic: Washington Post

Prof G locked out of X: Businessinsider

Discord.Io Hacked

DLockal explores Sale: Bloomberg

Alphabet plant Verkauf: The Information

Klarna Layoffs: Sifted


Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast

AI by Pip: https://www.doppelgaenger.io/ai

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Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 276 am 19. August. Ich bin Philipp Gl├Âckler und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Gl├Âckner. Wir haben heute eine KI Weiterbildungsfrage f├╝r Generation X, also Mitte 40 bis Mitte 50. Schauen uns unter anderem die Earnings von Adyen und Farfetch an, die beide sehr negativ reagiert haben. Aber lass uns kurz in vielleicht 140 Sekunden ├╝ber Twitter sprechen. Bist du gl├╝cklich, dass du bald f├╝r TweetDeck zahlen darfst?
Das kommt drauf an. Ich w├╝rde ja sofort, wie ich gesagt habe, f├╝r die alte Version von TweetDeck zahlen. Wenn das hei├čt, ich muss f├╝r den aktuellen M├╝ll, der TweetDeck jetzt hei├čt, Bezahlen f├Ąnde ich das wahrscheinlich keinen guten Deal. Also es sei denn, man entwickelt dann wieder weiter und macht das Produkt besser. F├╝r die aktuelle Version zu zahlen w├Ąre kompletter Hohn. Aber das TweetDeck wird jetzt X-Pro hei├čen, damit man sich so richtig Pro f├╝hlt und nicht wie so ein TweetDecker. Und dann darf man daf├╝r zahlen. Was soll es kosten? 20 Euro im Monat? Ich wei├č nicht. Wie gesagt, wenn ich daf├╝r die alte Version wieder bekomme, bin ich sofort dabei, zahle ich auch 50 Euro im Monat. F├╝r den jetzigen M├╝ll auch noch Geld zu bezahlen, f├Ąnde ich eine Frechheit, weil am Ende muss ich, also das jetzige Twitter l├Ądt dich nur dazu ein, das normale Webinterface zu nutzen. Von daher eher nein. Aber was viel schlimmer ist diese Woche, was auf X passiert ist, hast du mitbekommen, dass, auch das wieder bei den Kollegen von Haken dran, sehr gut nachvollziehbar diese Woche in den einzelnen Episoden, aber Hast du mitbekommen, dass die outgoing Links bei Twitter jetzt verz├Âgert werden, wenn sie zum Beispiel in Richtung New York Times, Washington Post, Substack, Blue Sky und so weiter f├╝hren?
Also alles, was Elon nicht mag, wird auf die rechte Spur gelegt, oder wie?
Kriegt einen 5-Sekunden-Delay, so eine kleine, wie sagt man, stille Treppe f├╝r die Nutzer kurz. Also du wirst quasi daf├╝r bestraft, dass du zwar auf New York Times Links zu klicken, indem du einfach f├╝nf Sekunden l├Ąnger warten musst, bis dein Link aufgerufen wird. Ich hatte erst die Vermutung, es k├Ânnte daran liegen, dass die New York Times ja AI-Bots sperrt und so und das vielleicht auch technisch versucht zu unterbinden. das fehlerhaft ist, aber es scheint tats├Ąchlich, also das Schema oder das Pattern, das Muster war erkennbar, dass es wirklich ausgerechnet die News-Outlets waren, die Elon nicht mag oder wo er sich in Konkurrenz zuw├Ąhnt. Und nachdem das so ein bisschen von der Washington Post dann gecovert wurde, hat man es auch wieder zur├╝ckgedreht. Aber was f├╝r ein herrschs├╝chtiger Kleingeist musst du sein, um einfach die Publikationen, die dir nicht passen oder die dir nicht wohlgesonnen sind, von so einer wirklich ehemals relevanten Plattform Also die einfach zu penalisieren, zu bestrafen. Er entwickelt sich eigentlich zum einfach Richtung 1A Richtung Hollywood-Billion├Ąr-Supervillain. Es ist wie in jedem James-Bond-Superman-oder-Iron-Man-Film so die Crazy-Genius-Superreichen dargestellt werden. Und er hat irgendwo das Playbook dazu gefunden oder zu viele dieser Filme gesehen. Und macht das eins zu eins. Und wenn du dann ├╝berlegst, dass es Menschen gibt, die sagen, der sollte US-Pr├Ąsident werden, die Welt w├╝rde besser. Sorry, das w├╝rde mir wirklich Angst machen.
Gute Nachricht ist, US-Pr├Ąsident kann er nicht werden. Er ist ja kein Amerikaner.
Ja, das kriegt er auch noch hin irgendwie. Und dann, also ich bin gerade an so einem Remote-Ort und ├╝berlege hier Starlink zu kaufen, um eventuell die Aufnahme einfacher zu machen. Aber ├╝berleg mal, du bist Starlink-Kunde und was sagt mir, dass der nicht irgendwann die New York Times einfach sperrt auf Starlink?
Oder sagt, mir gef├Ąllt der Podcast nicht, deswegen bist du kein Starlink-Nutzer mehr.
Genau, genau. Und er hat es ja in der Ukraine schon bewiesen, dass er gesagt hat, euer Milit├Ąr kann uns gerne nutzen, aber wenn es Richtung Krim geht, da hat mein Freund Putin das Sagen, finde ich. Das ist so ein super Beispiel f├╝r gib einem Menschen Macht und du siehst, wer sie eigentlich wirklich sind. Ich hab das schon zehntausend mal gesagt, aber was f├╝r ein schlechtes Vorbild man sein kann. Als reister Dude der Welt, du kannst alles machen, was du willst eigentlich. Und stattdessen k├Ąmpfst du so kleine Gesinnungskriege, statt diese Plattform zu retten und wertvoller machen. Du wirst zum Pr├Ąsidenten des Kleingarten- oder Vorsitzenden des Kleingartenvereins gew├Ąhlt und die erste Amtshandlung, die du machst, ist das Ma├čband holen und an die Hecke deines Nachbarns gehen, der dir schon immer der hat dich schon immer genervt. Wobei, das Ma├čband gibt es ja gar nicht. Es gibt ja kein Ma├čband, sondern das bessere Symbol w├Ąre eigentlich so, du kaufst dir den gr├Â├čten Club der Stadt und deine erste Amtshandlung ist, den Ex-Freund deiner Freundin auf die, also nicht G├Ąsteliste, sondern sozusagen Bouncer-Liste zu setzen. Sagt, der kommt jetzt hier nicht mehr rein und ├╝brigens, wenn die Stimmung kocht, wird jetzt Freiwild und Andreas Gabalier gespielt. Das ist, was Elon Musk mit Twitter macht gerade. Und wenn du ├╝berlegst, dass er das angeblich mal sozusagen um Free Speech zu retten, gekauft hat. Du kannst nat├╝rlich sagen, Eigentumsrechte, er kann das kaufen, er kann es auch kaputt machen, aber dann soll er nicht sagen, dass er es aus Verantwortungsbewusstsein gemacht hat, um Free Speech zu retten, weil was er gerade macht, ist das komplette Gegenteil. Er zensiert letztlich, also es ist eine marginale Zensur, die passiert, weil wenn du eine Seite f├╝nf Sekunden schneller machst, k├╝nstlich, wir haben ja viele H├Ârer, die aus dem Online-Marketing kommen, Du wei├čt, dass das zu Abbruchraten f├╝hrt, dass Leute vermuten, ihr Handy funktioniert nicht richtig, dass sie keine Geduld haben, weil unser Aufmerksamkeitsspann so niedrig ist. Es ist vollkommen klar, dass das tats├Ąchlich Besucher kostet und die Experience dann f├╝r Left-Leaning-Leute einfach schlechter macht. Ich finde, es ist wirklich wieder das letzte Beispiel, das du noch brauchst, um zu sagen, ist einfach nur ein faschistoides Arschloch und er hat tolle Dinge ├╝ber die Welt ├╝berbracht. Given ist ein krasser Innovator, auch gebe ich ihm auch gern, aber was er mit Twitter macht, zeigt einfach nur, dass er ein faschistoides Arschloch ist und wer ihn verteidigt, ist meiner Meinung nach auch nicht besser. Also wo ist die Verteidigungslinie f├╝r sowas? Wie willst du das Du kannst sagen, Eigentumsrechte, aber dann soll er sich halt nicht suggerieren, als w├Ąre er der Retter der Free Speech. Das, was er in seinem Account macht, auch das wurde auch bei Haken gerade erz├Ąhlt. Ich w├╝rde es einfach nur sekundieren. Ich hatte die gleichen Gedanken, aber weil es da schon gesagt wurde. Sein Verhalten selber, Mark Zuckerberg quasi remotely Schl├Ąge anzudrohen, ihn halb zu doxen und zu sagen, ich gehe jetzt in seinen Vorgarten und verkloppe ihn und fahre mit einer Videoaufzeichnung dahin. Das m├╝sst ihr ├╝berlegen. Also er hat gesagt, ich lasse einen Tesla mit Videoaufzeichnung zum Haus fahren und dann gucken wir mal, ob er im Garten auf mich wartet. Das ist Doxing, du gibst die Privatadresse preis von einer Person, die sowieso schon einerlei, viele vielerlei Security-Probleme hat und exponiert ist. Daf├╝r w├╝rde jeder, also er hat Leute, die sein fucking Jet... verfolgt haben, von der Plattform geschmissen und Journalisten, die das nur gecovert haben. Und jetzt sagt er, ich fahre hier bei dem anderen Multi-Milliard├Ąr mal im Live-Coverage vor seine Wohnungst├╝r und ruhig im Schl├Ąger an. Was f├╝r ein Kind. Also und dann zweite Sache noch, das habe ich dir geschickt, hast du bestimmt mitbekommen. Scott Galloway hat sich ja in den letzten Pivot-Polgen und auch auf Threads und Twitter wieder sehr kritisch Ge├Ąu├čert, der letzte Tweet, den er auf Twitter abgegeben hat, war eine Referenz auf einen Business Insider-Artikel. Ah nee, das ist der Artikel, den packen wir in die Shownotes. Business Insider ├╝ber Prof. Galloway und Elon Musk. Aber sein letzter Tweet hat auf einen Reuters-Artikel hingewiesen. Reuters ├╝brigens auch verlangsamt, komischerweise, auf Twitter. Und dieser Reuters-Artikel hat beschrieben, wie Tesla letztlich ein Team aufgebaut hat, was Den einzigen Zweck hatte, Kundenbeschwerden in Bezug auf die Reichweite der Autos zu vergraben, zu blocken, abzuwiegeln. Es gibt immer mehr Kunden, die sich beschweren, dass die Reichweite, die ihnen angepriesen wurde beim Tesla, nicht erreichbar ist. Es kann Temperatur sein, es kann einfach falsche Darstellung sein, Unverst├Ąndnis bei den Verkaufsunterlagen oder was auch immer. Aber da entstand ein gro├čer Personalaufwand, das zu handeln. Daf├╝r gab es ein extra Team, was sich damit besch├Ąftigt hat. Dar├╝ber hat Reuters unter anderem berichtet. Das wiederum hat Scott Galloway aufgegriffen und promotet. Was Scott Galloway jetzt schreibt auf Threads inzwischen, weil er auf Twitter gesplockt ist, ist, dass ein Freund von Elon oder ein gemeinsamer Freund von beiden sozusagen da vermitteln wollte und gesagt hat, trefft euch doch mal. Elon wolle ihn treffen. W├╝rde mir jemand sagen Elon will mich treffen, w├╝rde ich erstmal zusammenzocken. Du wei├čt nicht, ob du auf die Fresse bekommst oder ein Verhandlungsangebot. Aber auf jeden Fall wollte Ina und ihn treffen. Darauf hatte Scott Galloway wenig Bock. Obwohl, den Kampf w├╝rde ich ehrlich gesagt fast noch lieber sehen, als... Scott Galloway ist ja auch ein ganz sch├Ânes Tier und der w├╝rde, glaube ich, einige Zeit investieren, um sich noch fitter zu machen.
Ich w├╝rde eher auf Mark wetten.
Ja, Mark w├╝rde gegen Galloway gewinnen, aber Galloway immer noch gegen Ina und Maas, glaube ich. Wie auch immer, darum geht es nicht. Jetzt wollen wir nicht auch noch in diese Quatsch-Kindergarten-Pr├╝geleien verfallen. Aber er hat dieses Treffen abgelehnt und hatte nicht das Gef├╝hl, er muss mit Elon Musk reden, nachdem er ihm irgendwie NAMP, wie hei├čt NAMP, Skull... Unbearable Numbskull oder so genannt hat auf Twitter. Verstehe ich das auch. Und zwei Tage sp├Ąter wurde sein Account geblockt. Jetzt ist Scott Galloway nat├╝rlich auch gut darin, sowas darzustellen. Also ob das der Grund war, das w├Ąre jetzt eine Mutma├čung, aber auf jeden Fall sieht es nicht gut aus in der Verkettung der Ereignisse. Und offenbar hat es bis heute nicht geschafft, den Account wieder zu anblocken oder wieder Zugang zu seinem Account zu erlangen. Sp├Ątestens da sollte jemand, der bei Twitter, also und da das inzwischen die Stories auch in den Medien geschafft hat, Sollte sp├Ątestens da Twitter eigentlich daran arbeiten, ihn wieder zu reinstaten oder Zugang zum Account zu geben? Das passiert offenbar nicht. Und das ist auch wieder, ich bring einfach Kritiker zum Schweigen. Und du kannst dich auch nicht berufen, dass er ange... also A, so ein Scott Galloway ist sicherlich bissig, aber verst├Â├čt er gegen keinerlei Community-Guidelines. Andererseits das, was Elon Musk macht, n├Ąmlich Leute zu doxen, ihnen Schl├Ąge anzudrohen, zu Gewalt aufzurufen, mehr oder weniger indirekt, das w├╝rde an jedem anderen Netzwerk eigentlich sofort geahndet werden. Aber er ist ja der H├╝ter, Besitzer und Alleinherrscher ├╝ber das Netzwerk und deswegen kann er sich behalten wie eine offene Hose. 140 Sekunden sind rum. Oder Scott Galloway ist einfach so schlau und hat sich bei den Influencern einen neuen Trick abgeschaut und zwar so die Lieblings-Supermodels auf Instagram haben jetzt einen neuen Trick und zwar sagen die immer, du siehst ein tr├Ąnenverzerrtes Gesicht und, oder tr├Ąnenverzerrt sagt man nicht oder, schmerzverzerrt und tr├Ąnengetr├Ąnktes Gesicht. Davon erz├Ąhlen, wie ich werde geblackmailed, also ich werde erpresst. Jemand droht mein Instagram Account zu melden. Ich kann nichts tun. Meine Karriere, meine wirtschaftliche Basis steht kurz vor dem Ruin. Bitte folgt mir auf allen anderen Netzwerken sofort, falls ich diesen Account verliere. Ist nat├╝rlich ein super Trick, um deine Instagram Follower auch zu TikTok, auch zu YouTube, auch zu Onlyfans und so weiter zu holen. Vielleicht hat Scott Galloway auch nur das gemacht.
Und dass die Leute auf seinen Threads-Account gehen.
Vielleicht sollten wir das auch machen. Falls wir irgendwann von Spotify, wir k├Ânnen mal ein bisschen ├╝ber Daniel Eck uphaten, dann wenn wir irgendwann von Spotify runtergeschmissen sind, folgt uns auch bei Apple Podcasts, folgt uns auch bei Instagram, folgt uns vor allem bei LinkedIn. Achso, das wollte ich noch sagen. Das letzte, sorry, das muss ich noch sagen. Also ich glaube, nach diesem Verhalten von Elon Musk ist es eigentlich demokratische Pflicht, Twitter zumindest weniger zu nutzen. Und du musst es eigentlich genauso wie die Bild-Zeitung behandeln und dem Ganzen nicht mehr Reichweite geben und dem Verfall dieses Netzwerks, sowie dem Verfall der Bild-Zeitung oder dem Relevanzverfall der Bild-Zeitung eigentlich nur zuschauen solltest, wie das dem Verfall preisgegeben wird. Genauso solltest du Twitter jetzt behandeln. Weil diesem Netzwerk noch mehr Macht zu geben, ist f├╝r die Demokratie, so wie das gehandelt wird, gerade eine Riesengefahr.
Also machst du jetzt das, was ich schon vor einem Jahr gemacht habe? Du h├Ârst auf zu twittern?
Es ist nat├╝rlich ein schwerer Zielkonflikt eigentlich, weil man hat da Follower m├Âchte, die eventuell nicht...
Snowflake kippt. Einmal harte Kante zeigen. H├Âr auf damit.
Es war noch nie so einfach. Also das Produkt ist so schlecht geworden. Dadurch, dass 80 Prozent des Nutzwertes f├╝r mich verschwunden ist, war es noch nie so einfach. Und wenn man ganz n├╝chtern sagt, meine Target Audience ist auch auf LinkedIn. Das sind irgendwie Leute, die Marktwirtschaft und Demokratie konservieren und voranbringen wollen.
Und du bist ja mittlerweile Shareholder von Microsoft, also ich w├Ąre daf├╝r, dass du jetzt einfach nicht mehr twitterst, l├Âsch die App und dich findet man bei uns auf dem Discord-Server und auf LinkedIn.
Ja, ich glaub's mal, also wenn du von der Target Audience, meine Target Audience sind, wie gesagt, Leute, die Marktwirtschaft und Demokratie voranbringen wollen und nicht irgendwelche russischen Trolls und Elon-J├╝nger, die mich zwischen verklebten Taschent├╝chern sitzend in ihrem Kinderzimmer Waifu-zaufend auf Twitter beschimpfen. Und ja, vielleicht sollte man es durchziehen. Ich meine, ich nutze es schon weniger, ich gebe dem weniger Aufmerksamkeit. Ich publiziere dort weniger. Und vielleicht sollte man es ganz einstellen. H├Âr auf.
H├Âr einfach auf. Du kannst ja n├Ąchstes Jahr wieder anfangen. Es ist wie mit Rauchen aufh├Âren oder irgendwas. Du wirst nicht viel vermissen.
Du wei├čt aber auch, ich ├╝berst├╝rze Dinge nicht. Aber der beste Grund ist wirklich, diese Woche passiert, das zu tun. Es gibt nat├╝rlich viele andere, aber Ich glaube, noch klarer kann man nicht zeigen, was das Verst├Ąndnis von Demokratie, von Marktplatz der Ideen, von Free Speech ist, als es diese Woche passiert ist. Und wenn das ein Fehler ist, dann kannst du dich ├Âffentlich daf├╝r entschuldigen und sagen, warum das passiert ist, dass das nie wieder passieren wird. Aber das macht man nicht. Man merkt, oh Shitstorm droht. Deswegen rollen wir still und leise mal zur├╝ck, dadurch, dass Leute es mitbekommen haben. Und dann musst du davon ausgehen, dass es intentional passiert ist. So, Twitter-Ecke geschlossen.
Von einem Netzwerk zum n├Ąchsten Discord. Discord wurde gehackt. Auf jeden Fall war das die News, die ich aufgefangen habe am Anfang der Woche.
Ich hoffe, du hast weitergelesen.
Ja, genau. Es wurde n├Ąmlich Discord.io gehackt. Das ist so eine Verlinkung, Weiterlinkungs- so ein bisschen wie, also so ein Short-URL-Ding. Und weil man auf Discord, nur wenn man einen Premium-Account hat oder in einem Partnership-Programm ist, wirklich eine Verlinkung aufbauen kann. Also wir machen ja zum Beispiel doppelg├Ąnger.io slash Discord, das findet man und dann geht man dar├╝ber. Aber die URL ist eigentlich discord.gg slash irgendwas kryptisches.
So.
Nutzer, die gerne oder Communities, die gerne Leute auf ihre Community schicken wollen, haben daf├╝r Discord.io genutzt, um dann zum Beispiel Discord.io-Doppelg├Ąnger zu machen und dann in die Community reinzufunneln. So, die Seite wurde gehackt, daraus wurden 760.000 Mitglieder gestohlen. Um das mit Discord zu vergleichen, bei Discord rechnet man so mit fast 200 Millionen monatlichen aktiven Nutzern bis Ende des Jahres. Also nicht alle Discord Nutzer.
Es betrifft 0,3 Prozent w├╝rde es hei├čen ungef├Ąhr.
Genau und das interessante ist halt bei bei man findet jetzt also die die Daten sind auf so einem Marktplatz zum Verkauf angeboten und wenn man die Daten hat k├Ânnte man halt den Username hinter dem sich ja viele Leute verstecken mit der E-Mail Adresse matchen und wenn dann irgendjemand. sich schlecht benommen hat, wie es normalerweise auf Twitter tut, kann man halt jetzt sagen, wenn es ein Klarname-E-Mail ist, diese Person war das. So und die Hacker wurden oder ein Hacker oder mehrere wurden ausfindig gemacht und haben dazu gesagt, sie m├Âgen Discord und die Community nicht. Sie meinen, da w├Ąren viele P├Ądophile und alles und sie wollen einfach, dass dort nicht mehr weiter hingelinkt wird. Also sie wollen mit Discord.io in den Austausch kommen und sagen so, hey, wir lassen die Daten wieder verschwinden, wir wollen sie eigentlich gar nicht verkaufen, aber wir m├Âchten nicht, dass ihr auf irgendwelche Sachen verlinkt, die illegal, nicht jugendfrei oder alles sind. Also auf der einen Seite nicht wirklich ein Discord-Problem, auf der anderen Seite durch die Anschuldigungen halt schon ein Content-Management-Problem, das Discord scheinbar hat.
Also ich finde es zeigt auch, dass du Schon immer schauen, also durch diese Verwechslung jetzt ist es Discord.io, das ist Discord, was gehackt wurde und so weiter. Das zeigt auch, wie wichtig es ist eben den Wildwuchs mit deiner Brand, also warum es doch Sinn macht, Leute schnell zu verklagen oder deine Brand zu verteidigen gegen solche Angebote, selbst wenn es Fanprojekte. Es gab ein ├Ąhnliches Problem immer bei WordPress.org und WordPress.com. Das eine war ein kommerzieller Hoster, das andere war ein Open Source CMS. Auch da ist viel Shit, der eigentlich durch WordPress.com passiert ist, dann auf dieses Hauptprodukt zur├╝ckgefallen und so weiter. Das sollte einem schon bewusst sein, dass... Also das ist eigentlich der maximale... Der Super-GAU ist halt irgendein Ding, was deinen Namen mittr├Ągt, wird gehackt und alle lesen das, was du zuerst gelesen hast, n├Ąmlich Discord wurde gehackt. Und das m├Âchtest du nat├╝rlich eher nicht lesen. Jetzt ist das Problem, dass Discord nat├╝rlich so ein generisches Wort ist, dass es wahrscheinlich nicht sch├╝tzbar ist. Das hei├čt ja eigentlich... Was hei├čt Discord? Zwietracht? Nee. Wie ├╝bersetzt man das? Sekunde. Das muss ich mal schauen. Aber es ist ja ein generisches Wort. Ich komme an meinen Tastatur nicht dran, weil die B├╝cher da draufstehen.
Uneinigkeit des Kurs.
Uneinigkeit? Was habe ich gesagt? Zwietracht. Na gut, ich bin ein bisschen dr├╝ber weg. Genau. Das hei├čt, du kannst es nat├╝rlich als Marke nicht sch├╝tzen, sondern nur als Wortbildmarke. Und dann ist es auch schon relativ schwer, das zu verteidigen. Ja, aber auch ein bisschen Sturm im Wasserglas, oder? Deine Adresse ist da drin, dann musst du jetzt ein bisschen aufpassen, was du auf Discord schreibst, liebe K├Ąthe.
Irgendwelche Phishing-Mails, wenn deine E-Mail raus ist, aber sonst... Nein, das w├Ąre nat├╝rlich nicht auch so gekommen.
Das stimmt, das stimmt. Werbung.
Als die Werbeanfrage von Sophos kam, habe ich mir erstmal von einem Doppelg├Ąngerh├Ârer erkl├Ąren lassen, was Sophos eigentlich macht. Stell dir vor, du brauchst dir um s├Ąmtliche Cybersecurity-Herausforderungen in deinem Unternehmen keine Sorgen mehr zu machen. Sophos ist einer der gr├Â├čten IT-Sicherheitshersteller und bietet mit Sophos Managed Detection and Response, abgek├╝rzt MDR, Cybersecurity as a Service an. Das bedeutet, ein Threat-Hunting-Team von Sophos steht deinem Unternehmen 24-7 zur Seite und stoppt rechtzeitig Cyber-Bedrohungen. Im Prinzip ein ausgelagertes Security-Operation-Center, das in jeder Unternehmensgr├Â├če Ressourcen-Vorteile bietet. Mehr als 17.000 Kunden vertrauen bereits Sophos MDR. Falls du mehr erfahren m├Âchtest, geh auf sophos.de. Der Link ist in den Shownotes. Und danke Viktor f├╝rs Erkl├Ąren.
Werbung Ende.
Dann haben wir eine H├Ârerfrage heute, bis wir Earnings machen und Arne fragt, er als 46-j├Ąhriger Diplomkaufmann mit einem Master in International BWL arbeitet im Einkauf eines mittelst├Ąndlichen Markenartiklers in der Lebensmittelindustrie. Er w├Ąre hei├č auf neue KI-Tools und fragt, welche Weiterbildungen, Mikrolearning, PhD und so weiter, sollte er machen, um sich die n├Ąchsten 20 Berufsjahre fit f├╝r Data Science und KI zu machen. Pipp, wie machst du dich als Generation X fit?
PIPP SIEGFRIED Also fr├╝her habe ich auf Twitter den besten Accounts gefolgt. Das funktioniert nicht mehr so gut. Also es gibt viele hunderte wahrscheinlich kommerzielle Weiterbildungsangebote. Es geht hier um Daten, Data Science, Kompetenz und KI. Angefangen mit hier der Firma von Scott Galloway, Section 4, die sowas anbieten zum Beispiel in so zweist├╝ndigen Kursen als Ramp-Up. Ich bin mir sicher, dass Stackfuel, da bin ich investiert, da kann man zu seinem HR-Manager in einer Firma laufen und sagen, die Firma soll das kaufen. Dann kann man das da als Weiterbildung nebenberuflich machen. Es gibt andere Seminaranbieter, die das anbieten. Man kann es auf Udemy oder YouTube oder Coursera, glaube ich, so eigenverantwortlich lernen. Es gibt hervorragende Newsletter zum Thema KI. Ich glaube, am besten w├Ąre es tats├Ąchlich, sich selber eine Aufgabenstellung zu geben, also was, das ist ein bisschen das Problem, also wie komme ich erstmal dahin, dass ich ein Problem identifiziere, was ich mit KI l├Âsen kann. Das soll angeblich dieser Section 4 Kurs sogar ganz gut herleiten. Es ist f├╝r manche Leute scheint es schwer zu sein zu erkennen, wo kann ich das eigentlich gut einsetzen. Und sich selber so ein Problem zu stellen, sagen wir mal, ich m├Âchte den Arbeitsschritt an meinem, also der scheint mir besonders repetitiv oder doof, wie kann ich den mit KI lernen und das dann sich selber zu erschlie├čen, also am Beispiel, das ist glaube ich die beste Form zu lernen und automatisch muss man dabei den Markt ja immer wieder f├╝r verschiedene L├Âsungen scannen und wird viel lesen oder YouTube Videos schauen, also praxisnah wie m├Âglich, ansonsten wie gesagt es gibt eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten, von denen ich jetzt aber keins empfehlen w├╝rde, weil ich die jetzt selber nicht genutzt habe, sondern ich versuche es wirklich mir selber anzueignen. Ich nutze dazu die ├╝bliche Kombination aus Leuten auf LinkedIn, auf Twitter folgen, gute Substack Newsletter zum Thema AI und Prompt Engineering, YouTube-Videos vielleicht, das mache ich nicht so viel, aber das w├Ąre sicherlich auch eine gute L├Âsung. Das ist, glaube ich, der niedrigschwellige Einstieg. Ansonsten, es gibt B├╝cher dazu, ein SEO, Kai Spriesterbach hat zum Beispiel ein Buch ├╝ber die SEO-Anwendung mit Chat GPT geschrieben, wen das interessiert.
Wie sieht es aus mit Ph.D.? Ist das nicht fast schon zu lange? Also entwickelt sich das Thema nicht so schnell, dass manche B├╝cher und Ph.D.s zu schnell in Anf├╝hrungszeichen abgelaufen sind?
Ja genau, also B├╝cher altern nat├╝rlich sehr schnell in dem Segment. Ob ich jetzt eine Universit├Ąre, also ein Aufbaustudio machen w├╝rde daf├╝r, Also wenn man es wirklich tief will, wenn du jetzt wirklich umschulen willst in Richtung AI-Anwendung, Data Science, dann kann man auch ├╝berlegen, ob man ein Ph.D. nochmal wirklich macht in die Richtung. Ansonsten ist das Thema, glaube ich, so dynamisch, dass ich eher schauen w├╝rde, was sind meine t├Ąglichen News-Medien, um das gut zu verfolgen, kann ich Wenn du regelm├Ą├čige Artikel dazu liest, sollte Google dir zum Beispiel auch automatisch in deinem, wei├č nicht, beim Android w├╝rde ich es vorschlagen, wenn ich, kann man bei Discover, Google Discover halt schauen, was man f├╝r Artikel vorgeschrieben kriegt.
Und letzte Frage dazu, wenn du im Einkauf bist, was f├╝r eine Aufgabe w├╝rdest du dir stellen f├╝r die n├Ąchsten drei bis sechs Monate?
Einkauf Markenartikel. Kommt jetzt darauf an, ob es strategischer oder taktischer Einkauf ist. Also sollst du langfristig die Inhaltsstoffe beschaffen oder hier ab und an mal einen Meetingraum neu ausstatten und die Telefonanlage erneuern? Ich wei├č ehrlich gesagt nicht so gut, wie automatisiert die Einkaufsprozesse da schon sind. In manchen Industrien ist es definitiv so, dass der Job des Eink├Ąufer ist es regelm├Ą├čig Kunden abzutelefonieren und Angebote oder so Request for Proposals und sowas rauszuschicken. Das kann man, glaube ich, mit KI ganz gut l├Âsen, dass man eigentlich Bots baut, die automatisch Angebote einholen f├╝r gewisse Liefermengen, gewisse Lieferqualit├Ąten. Die Frage ist immer, will man das? Also man kann dadurch der Supereink├Ąufer werden. Man baut nat├╝rlich aber auch schon die Plattform, die sp├Ąter Einkauf st├Ąrker automatisiert, was noch erstaunlich wenig passiert im Moment. Auch da entstehen L├Âsungen f├╝r Commodities-Industrien. Oder f├╝r taktischen Einkauf bin ich auch in eine investiert, die Lotse hei├čt. Aber ja, dazu kenne ich den Einkaufsprozess nicht gut. Aber ich glaube, das automatisierte Einholen von Angeboten, das sollte man auch mit AI und Chatbots ganz gut hinbekommen.
Also sollte doch jeder ├╝berlegen, wie er sich und seinen Job irgendwann ├╝berfl├╝ssig machen kann.
Genau, weil wenn nicht, macht es ein anderer. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Geh├Ârten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir k├Ânnen unm├Âglich f├╝r etwaige Verluste haften. Alles k├Ânnt ihr auch nochmal unter doppelg├Ąnger.io slash Disclaimer nachlesen.
Weitere News. D-Local soll angeblich nach einem K├Ąufer suchen. Was macht D-Local nochmal und wer k├Ânnte das kaufen?
Ob sie das suchen, wei├č ich gar nicht. Aber sie haben gesagt, sie wurden angesprochen und erw├Ągen den Verkauf. Die Local ist ein Uruguay basierter Zahlungsabwickler. Also man k├Ânnte sagen so ein bisschen Square oder so in S├╝damerika. Die haben auch Zahlen gebracht am 15. August. Der Umsatz w├Ąchst weiter mit 60% und 59%. Das ist auf dem gleichen Level wie die letzten vier Quartale eigentlich, also keine starke Verlangsamung. Das ist auf Dollarbasis. Du hast nat├╝rlich allerlei FX-Probleme in S├╝damerika, also Wechselkursprobleme, aber die zahlen auf Dollarbasis trotzdem 59 Prozent ├╝ber dem Vorjahr. Die Kosten wachsen ein bisschen schneller, dadurch geht der Rohertrag erheblich runter von 49 auf 44 Prozent. Und die Rohmarge ist, ich will nicht sagen im freien Fall, aber vor zweieinhalb Jahren war die mal bei 60 Prozent, jetzt ist sie bei 44. Also man sieht auf jeden Fall Konkurrenz und Margendruck da. Die operativen Kosten steigen ungef├Ąhr so schnell wie der Umsatz. Dadurch verschlechtert sich aber die operative Marge, n├Ąmlich genau um den Verfall in der Rohmarge. noch 35 Prozent profitabel operativ und jetzt ist man operativ noch 30 Prozent im gr├╝nen Bereich. Aber wie gesagt, die Firma w├Ąchst weiter, Margenverfall. Und warum man jetzt verkaufen will? Die Frage ist, also entweder glaubt man selber, das Gesch├Ąft wird gerade nicht besser und die Margen k├Ânnten weiter dr├╝cken und man will einfach einen gro├čen Partner haben, weil man, ich meine, was ist da noch aktiv? Du hast Newbank, du hast Stone Co. und so weiter und die alle werden ja auch sehr kritisch be├Ąugt. Es gab ein Short-Seller-Report, ne, ein Short-Seller-Report glaube ich nicht, aber ein Presseartikel, der die Local-, also die argentinischen Authorities, Beh├Ârden, ermitteln gegen die Locals wegen Verdacht auf Bruch der Kapitalkontrollen. Also Argentinien hat Kapitalkontrollen, das hei├čt, du kannst die W├Ąhrung nicht frei konvertieren, au├čer Landes bringen und so weiter. Dadurch ist auch damals dieser Paypal Fehler, wo man 40% g├╝nstiger einkaufen konnte mit Paypal, mit dem argentinischen Peso. Mit dem Touristendollar und so weiter. Und wenn sich jetzt herausstellt, diese Firma w├Ąchst nur so grandios, weil es ein Mittel ist, den Peso zu konvertieren. Oder sagen wir mal, da ist irgendwie so ein Bug drin, wie bei Paypal. Und das ist eigentlich, was der Umsatz gerade treibt. Dann w├╝rde ich die wahrscheinlich auch schnell verkaufen wollen. Ich glaube, das ist schon ein vielleicht nicht signifikantes, aber relevantes Risiko, was man auf dem Plan haben muss, dass diese Kapitalkontrollen in Argentin alle m├Âglichen Incentives schaffen. Digitale, also sag mal, was k├Ânntest du machen, du k├Ânntest ├╝ber die Local Bitcoins kaufen. Mit argentinischen Peso bringst du die Bitcoin au├čer Landes. Endlich haben wir den Use Case f├╝r Bitcoin gefunden. Kapitalverkehrskontrollen in Argentinien zu gehen. Also du kaufst Bitcoins, was ich w├╝rde denken unter Strafe steht, aus genau dem Grund, aber ich wei├č es nicht, so gut kenne ich mich nicht aus. Und dann kannst du die Bitcoins irgendwo anders in Dollar rumwandeln oder irgendwie Schweizer Franken. Und dann hast du damit die Kapitalverkehrskontrollen im Umgang, k├Ânnte ich mir vorstellen. Wenn sowas der Grund ist f├╝r dieses wirklich krasse Wachstum, hat man halt ein erhebliches Risiko. Du hast das politische Risiko gerade, also gerade in Argentinien, wie gesagt, die Loco sitzt glaube ich in In Uruguay, wenn ich mich nicht irre, aber Argentinien ist ein gro├čer Markt, da kommt ja gerade so ein Super-Loco-Typ an die Macht, so ein Tantra-Lehrer, der will die W├Ąhrung abschaffen, wenn ich mich nicht irre. Was wollte er? Nicht die W├Ąhrung, sondern die Zentralbank abschaffen und dann eine dollargebundene W├Ąhrung machen. Die Aktie hat aber sehr stark positiv reagiert, so 30, 40 Prozent, wie man das kennt bei so einem ├ťbernahmeverdacht. Billiger kriegt man die wahrscheinlich auch nicht von der B├Ârse genommen. Jetzt nat├╝rlich zu sp├Ąt darauf zu spekulieren. Wer da drin war, kann sich jetzt freuen ├╝ber diesen Anstieg. Ob das dann bei einer Due Diligence dann wirklich alles so durchgeht, das ist wieder die Frage. Das, was bei b├Ârsennotierten Firmen teilweise relativ lange gut geht, kann in so einer echten Due Diligence dann komischerweise doch nochmal auffallen. Oft. Auf Jahressicht sind sie weiter 35% negativ. Haben noch ein Drittel ihres H├Âchstkurses ungef├Ąhr. konservieren k├Ânnen, aber ja, wer das kauft, im Gespr├Ąch war irgend so eine komische Bank, die ich nicht kannte oder eine Sekunde. Sie haben noch einen neuen Co-CEO ernannt. Es ist auch die Frage, warum sucht der andere den Ausstieg. Sebastian Kanowitsch war der Alte. Jetzt haben sie den CFO von MercadoLibre geholt. Das klingt so ein bisschen wie Transition. Also ├ťbergabe.
Und an MercadoLibre zu verkaufen?
Die haben auch noch eine eigene, sehr erfolgreiche Payment-Tochter in den gleichen L├Ąndern. Das ist auch Konkurrenz. Die k├Ânnen sich schon vorstellen, dass sie in Ibiza sind, aber vielleicht wissen die auch schon mehr ├╝ber das Gesch├Ąft, dass sie es gar nicht haben wollen. Das ist die Frage. Ich w├Ąre nicht ├╝berrascht, wenn da irgendwas komisches noch rauskommt, aber vielleicht ist es auch einfach eine total spannende Option. Das werden wir irgendwann rausfinden. So, wenn wir eh schon in S├╝damerika sind, dann k├Ânnen wir auch noch gleich ├╝ber Newbank reden. Die haben reported, ist... Eine Neobank oder New Holdings hei├čt die Aktie. Das Produkt ist Nubank. Ist eine Neobank auch in S├╝damerika und Lateinamerika. Bekannt dadurch, dass es eins der wenigen Tech-Investments von Warren Buffett war, der, glaube ich, pre-IPO eingestiegen ist. Und dass sie brutale Wachstumsraten hatten. Auf Dollarbasis letztes Jahr bis zu 400 Prozent Wachstum gehabt. Inzwischen ist es runter auf 76, also verlangsamt sich von 149 ├╝ber 103 jetzt auf 76 Prozent Wachstum, aber immer noch ein sehr hohes Wachstum. Der Rohertrag w├Ąchst sogar mit 115 Prozent, also ├╝berdurchschnittlich. Die haben hier eine gute Kostenstruktur, die nicht ├╝berskaliert, sondern der Umsatz skaliert ├╝ber. Die Kostenstruktur w├Ąchst langsamer. Die operativen Ausgaben steigen sogar nur um 18 Prozent. Und wenn man jetzt die Informationen zusammenpackt, also die Cost of Revenues, Steigen langsamer ist der umsatz und die opex dann wei├č man die m├╝ssen profitabler geworden sein und sie haben es geschafft von minus drei prozent Profitmarge vor einem jahr auf jetzt plus zw├Âlf prozent das schwingt einfach mal 250 millionen innerhalb von einem quartal 250 millionen schwenk von minus in positives ergebnis Also brutal gut. Beim operativen Ergebnis sieht es sogar noch st├Ąrker aus. Ein operatives Ergebnis ist es sogar ein Schwenk um 350 Millionen. Bei einem Umsatz von rund zwei Milliarden muss man auch sagen im Quartal. Aber profitabilit├Ątsm├Ą├čig verbessert sich Nubank stark. Wachstum geht runter. Ich wei├č gar nicht wie die aufgenommen wurden die Zahlen. Ich w├╝rde vermuten gemixt. Ich gucke noch mal kurz. Ich hatte schon mal recherchiert.
Also in den letzten f├╝nf Tagen fast minus acht Prozent.
Genau, ich glaube es war leicht negativ, weil Wachstum nat├╝rlich hier mehr z├Ąhlt als Profitabilit├Ąt. Wobei ich finde, man h├Ątte lieber zehn Prozent mehr Wachstum gesehen und die Profitabilit├Ąt, daran glaubt bei Nubank halt eh jeder, die waren sowieso cashflow-positiv. Die Zahlen zeigten sowieso in die richtige Richtung, also die vorzeitige Profitabilit├Ąt hat hier eigentlich nichts gebracht. Da sieht man, die M├Ąrkte haben auch wieder Appetit auf Wachstum und auf Risiko. beziehungsweise das Risiko war hier beschr├Ąnkt. Deswegen hat es ein bisschen zur├╝ckgesetzt, aber ansonsten eine Aktie, die auch in der Vergangenheit immer sehr gut gelaufen ist, aber mit der Krise nat├╝rlich, weil sie auch eine brutale Bewertung hatte, auch ein bisschen zur├╝ckgesetzt wurde.
Und der letzte Payment-Anbieter, der diese Woche reported hat und negativ aufgefallen ist,
Ja, ein negativ aufgefallenes nett formuliert. Die Aktie hat zwischen 35 und 40 Prozent verloren. Es geht um unseren gro├čen europ├Ąischen Payment-Anbieter Adyen aus den Niederlanden.
Habe ich damals meine Tennis-Story erz├Ąhlt von fr├╝her? Also es gab mal eine Zeit, da habe ich noch diesen anderen Ballsport gemacht und ein Kollege von mir, das war zu der Wirecard Zeit, und da hat mir ein Kollege erz├Ąhlt, dass er sehr sehr lange recherchiert h├Ątte, Eddian oder Wirecard, auf welchen Paymentanbieter sollte er setzen und er hat sich dann f├╝r Wirecard entschieden.
Als Kunde oder als Investor?
Als Investor, also als Aktion├Ąr.
Ich glaube Etienne w├Ąre gut gewesen, auch wenn die jetzt 40% verlieren. Etienne ist davor immer sehr stabil gelaufen, aufgrund der soliden Zahlen war es nicht ├╝berm├Ą├čig stark betroffen vom Tech-Crash. Also den Umsatz kann man nicht so richtig vergleichen, weil sie haben die Bemessungsbasis, wenn ich das sehe, die sind nicht mehr vergleichbar. Achso, die Net Revenue k├Ânnen wir vergleichen. Das prozessierte Volumen ist um 23% gestiegen und das Net Revenue um 21%. Das ist langsamer, im Vorquartal waren wir noch bei 30%, 37% und 47% davor. Also im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Wachstum halbiert. Gleichzeitig steigen die Kosten, und das ist meiner Meinung nach das Hauptproblem, um 66%. Und das Management hat auch relativ klar den Analysten straight ins Gesicht gesagt, Wir heiern f├╝r zuk├╝nftiges Wachstum. Aber sorry, 66 Prozent, wenn eine Firma 23, 22 Prozent w├Ąchst, das ist ein bisschen Realit├Ątsverlust, glaube ich. Das w├╝rde ich ehrlich gesagt auch so abstrafen als Aktion├Ąr. Wenn eine Firma, die knapp ein bisschen ├╝ber 20 Prozent w├Ąchst, mir sagt, sie brauchen zwei Drittel mehr Personalkosten n├Ąchstes Jahr, finde ich nicht nachvollziehbar. Die Personalkosten steigen sogar um 83 Prozent. Also sie sparen ein bisschen bei Eigentlich sparen sie nur bei other operating expenses. Personalkosten 83% ├╝ber Vorjahr.
Wie kann das so viel mehr sein? Ich habe mir den earnings call angeguckt.
Heiern wie bl├Âde.
Ja, aber heiern wie bl├Âde. Sie sagen, sie heiern irgendwie 500 Leute.
Dann haben sie den Leuten vielleicht mehr Geld gegeben, weil die befinden sich in harter Konkurrenz, gerade in Nordamerika. Also Etienne ist so eine Marke, die in der Regel, wenn alles gut l├Ąuft, nicht auftaucht. Manchmal siehst du das in der URL. Oder als einen kleinen Footprint im Zahlungsprozess, aber in der Regel f├Ąllt es dir nicht aus. Ich w├╝rde vermuten, jeder der das hier gerade h├Ârt, hat schon mal mit Edien bezahlt. Zum Beispiel dein Spotify, dein Spotify-Subscription, dein Netflix-Subscription in Europa, dein Booking.com Buchungsprozess, all das l├Ąuft ├╝ber Edien. Weil es eine gute L├Âsung ist, f├Ąllt es dir gar nicht auf in der Regel. Also sozusagen ├╝ber APIs anprogrammierbar, sodass es Komplett quasi in so ein white-label-prozess ├╝bergeht, dass du gar nicht merkst, dass du mit Etienne bezahlst, sondern du glaubst, du bezahlst mit Booking oder bei Booking. Und in Europa ist die Konkurrenz, Entschuldigung, in Nordamerika ist die Konkurrenz mit Stripe, die das gleiche irgendwie noch developer, noch mehr developer-friendly, vielleicht auch g├╝nstiger anbieten. Du hast die ganzen Buy-Now-Pay-Later-Anbieter, die versuchen mehr und mehr dieses Volumen zu ├╝bernehmen. Und ich glaube, das ist nicht ganz irrelevant, In Phasen wie jetzt wird die Null-Prozent-Finanzierung von Klana oder Paypal oder Firmen nat├╝rlich nochmal spannender. Das Helikoptergeld in den USA geht langsam aus. Du sp├╝rst, beim Null-Prozent-Zinswelt hat dieses ganze Klana und so weiter noch gar keinen Sinn gemacht. Aber inzwischen, wenn ich ein Hotelsimmer buche, was ich in zwei Monaten betrete, wenn mich jemand 30 Tage umsonst gibt, ohne Downside, also du bist eigentlich bl├Âd, wenn es sofort bezahlt wird, w├╝rde ich sagen. Von daher w├Ąren die Beinau-Pelleta-Anbieter eigentlich immer spannender, w├╝rde ich sagen, aus Konsumentensicht, auch wenn sie nat├╝rlich Gefahren bergen, was Verschuldung angeht, aber wenn du ein m├╝ndiger Konsument bist oder eine m├╝ndige Konsumentin, dann, also ich muss fairerweise sagen, dass ich bei Bahntickets und Toilets oder so, bei Bookings zum Beispiel, immer ├Âfter die kostenfrei in 30 Tagen mit PayPal bezahlen. Why not, wenn mir jemand 30 Tage Kredit f├╝r 0 Euro gibt, bei irgendwie 3-5% Markzinsen. Warum soll ich das nicht nehmen? Long story short, starke Konkurrenz, insbesondere in Nordamerika, wo sie nicht so stark wachsen, wie sie wollten. Komplette Kostenexplosion im Vergleich zum Umsatz. Also ich frage mich auch, woher die Schuss bekommt. Also in der Vergangenheit ist Edding gut gelaufen und die Investoren waren sicher gl├╝cklich mit ihm. Aber woher jetzt die Schuss bekommt zu sagen, wir planen weiter so zu heiern, als w├╝rde alles gut sein und wir wachsen. Das wird so abgestraft wie Mark Zuckerbergs Metaverse-Fantasien und ich glaube, sie werden irgendwann demn├Ąchst zur├╝ckrudern m├╝ssen und sagen, wir entlassen ein Viertel der Belegschaft, um wieder auf soliden Boden zu kommen. Weil auf 50% Wachstum kommen sie von heute auf morgen nicht zur├╝ck. Wie soll das denn gehen? Also der darunter liegende Markt w├Ąchst nicht so schnell. Marktanteile sind verteilt im Payment. Du hast erhebliche Konkurrenz. Du hast immer wieder neue Angebote, sei es Binow Paylater, sei es Stripe, sei es ganz neue Contender, die irgendwie Payment-Rails bauen. Also h├Ątte ich, h├Ątte ihn besessen, w├Ąre ich wahrscheinlich auch ausgestiegen jetzt. Nach dem Verfall ist es nat├╝rlich jetzt nicht mehr ganz so opportun. Aber rein strategisch wirkt es nicht mehr 100% sound, was sie gerade machen, finde ich.
Ja und ich finde, sie haben zu viel investiert in die unheimlich sch├Ânen Videos. Also ├Ąhnlich wie mit Palantir haben sie da so ein Animationsvideo, wie sie zeigen, dass alles super ist und setzen sich dann in ein, ja wie ein Designstudio und machen Q&A und so. Das ist mir alles zu, zu poliert.
Ja, wenn man so schlechte Zahlen und so schlechte Entscheidungen verkaufen muss, vielleicht kein Wunder.
Was hast du uns noch mitgebracht? Magst du mir vielleicht erkl├Ąren, warum mein Fahrfetch so schlecht l├Ąuft?
Ich m├Âchte noch einmal ganz kurz in die Hiringzahlen schauen ehrlich gesagt, wenn du mir das gestattest.
Also in dem Short-Video haben sie gesagt, sie hirnen dieses Jahr 551 neue Leute und dann in der Q&A-Session wird so ein bisschen gepriesen, dass die neuen Leute alle so super sind und dass sie damit so viel machen k├Ânnen und sie ihre Ambitionen damit erreichen werden.
Ja gut f├╝r sie, also sie haben ungef├Ąhr 4.300, also laut LinkedIn Insights 4.300 FTEs, das hei├čt 500 w├Ąren immer noch 10% und LinkedIn glaubt, dass sie gegen├╝ber dem Vorjahr immerhin ein Drittel mehr Leute haben. Und gegen├╝ber vor zwei Jahren 83% mehr Leute. Und offensichtlich sind diese Leute zunehmend teurer, sonst k├Ąme es ja nicht zu diesem 80% Anstieg. Lass mich mal gucken, ob da irgendwelche Sondereffekte... Nee, das sieht... Letztes Quartal waren es sogar 90%, 92%. Komisch. Es w├Ąchst ein bisschen, es w├Ąchst ja schneller als die Leute. Also entweder haben sie sehr viel teurere Leute eingestellt, oder es sind irgendwelche Management-Kompensationen ausgezahlt worden. Naja, wie auch immer.
Vielleicht versucht sich das C-Level ein bisschen zu distanzieren, eine n├Ąchste Ebene einzubauen. Und in Amerika irgendwie noch teure Leute reinzuholen, damit sie da wieder weiter wachsen.
Mag sein. Der zweite Kandidat, der irgendwie knapp an die 40% verloren hat, ich glaube gestern war es. Also vorgestern, wenn ihr das h├Ârt, ist Farfetch, du bist der Aktion├Ąr, hast dich sicherlich sehr gefreut.
Genau, ich habe es vor lauter Erdien nicht mitbekommen und habe die Aktie immer noch und erinnere mich an meinen Fehler damals und meine Bekanntschaft.
Ich hab's nie verstanden, ich hab's ja auch mehrmals versucht auszureden, aber du h├Ârst ja nicht.
Ja gut, ich habe so ein paar Aktien bei mir im Depot, die erinnern mich haupts├Ąchlich an dich und manchmal an andere Leute. Ist ein gutes Learning, dass ich vielleicht nicht der beste Picker bin oder ein bisschen mehr Research machen sollte bevor ich was kaufe.
Naja, aber mit Elfer um H. und Alper bist du ja auch ganz gut gelaufen.
Das waren ja meine eigenen Ideen. Fafetsch ist aber nicht meine Idee, hallo? Nein, nein, nein. Fafetsch ist einer anderen Person zugeordnet, die mir das nur so erkl├Ąrt hat, das hat alles so Sinn gemacht. Wer war das?
Alex Graf, Marc Fafetsch? Auch nicht, glaube ich, oder?
Naja, du musst jetzt nicht blamen, wer das war, aber es macht schon Sinn einen Marktplatz f├╝r Luxusartikel zu haben, wenn alle anderen gro├čen Player es nicht schaffen.
Ja, das ist ja immer, das ist das gro├če Gr├╝ndungsdilemma. Du baust was, was es noch nicht gibt und ist der Grund, dass alle schlauer sind und es einfach schon immer gescheitert ist und einfach nicht funktioniert? Oder bist du der Erste, der so genial ist darauf zu kommen? Es k├Ânnte es weiteres sein.
Ja, es gab einen Punkt, da h├Ątte ich aussteigen sollen, als die zu gr├Â├čenwahnsinnig und zu international und zu Amazon Cloud m├Ą├čig und so waren, aber das ist wahrscheinlich zwei Jahre her. Und jetzt halte ich es da und der Renner immer einen Bekannten von mir, dass er mich zum Essen einladen soll.
Also, wenn es dir Trost verschafft, ich habe den Verdacht, Du musst das nicht mehr unendlich lang erleiden, das Problem. Weil ich glaube f├╝r Fahrf├Ącher muss irgendwann eine L├Âsung gefunden werden. Da kommen wir aber, wir reden gleich nochmal ├╝ber den Cache-Bestand. So, zu den Zahlen, damit du auch verstehst, warum du... Oh, ich sehe gerade hier, ich habe einen Fehler gemacht. Ich brauche 1,30 Minuten, um das kurz zu korrigieren. Sekunde. Also der Grund meines Fehlers, den erkl├Ąre ich gerne, weil es mich auch schon wieder mit Hass erf├╝llt. Ach ne, mit Hass nicht. Hass kenn ich nicht.
Es wird Zeit, dass du von Twitter runterkommst.
Ja genau, so weit ist es schon. Also es ist normalerweise so, das sind diese Income Statements. Da werden immer so zwei Spalten miteinander verglichen. Das Vergleichsquartal des Vorjahres und dieses Quartal. Und alle Firmen, die ihre Tassen einigerma├čen im Schrank haben, Machen es. So dass die linke spalte sind die aktuellen zahlen und die rechte ist der vergleichswert Und dann gibt es noch ein paar firmen ich wei├č nicht ob der cf oder linksh├Ąnder ist oder woran das liegt die machen es genau andersrum Und f├╝r jemand der dann bei der analyse dieser sachen schon so gepr├Ągt ist wie ich Und das so schlafwandlerisch ├╝bertr├Ągt dem f├Ąllt dann nicht auf dass dass er jetzt einfach die Ergebnisse des letzten Jahres nochmal einf├╝gt in eine Spalte. Deswegen muss ich das jetzt, also ich habe quasi die Ergebnisse des Vorjahres, weil die in der linken, die normalerweise die aktuelle Spalte ist, stand, habe ich hier eingetragen und das muss ich noch kurz korrigieren.
Das ist ja gut f├╝r mich, dann sind die Zahlen ja besser als erwartet.
Das w├Ąre eine falsche Annahme. Die Grand-Plattform GmV ist 107137. Das gesamte GmV, also das vermittelte Handelsvolumen ├╝ber Fahrfahrt. Luxusmarken im Moment haupts├Ąchlich Off-Price-Plattformen f├╝r Luxusmarken, wo man g├╝nstiger einkaufen kann, was dann aber wiederum auch die besten Marken abschr├Ąnkt. Um das schon mal vorwegzunehmen, es ist nat├╝rlich f├╝r Farfetch ├╝berhaupt nicht gut jetzt in die Bredouille zu kommen, dass sie durch Marktdruck und Liquidit├Ątsdruck ihr Inventory abverkaufen m├╝ssen. Also sie haben zu volle Lagerh├Ąuser. Wir werden gleich lernen, dass die Rohmarge sinkt. Das hei├čt, sie m├╝ssen dann immer mehr Sachen, um ├╝berhaupt Umsatz zu machen, minus 30 Prozent rankleben.
Das gef├Ąllt den Marken nat├╝rlich ├╝berhaupt nicht und vor allem im Luxus-Segment ist das ein gro├čes Problem. Die w├╝rden lieber, dass die Produkte verbrannt werden, als sie f├╝r minus 30 Prozent zu verkaufen.
Genau, immerhin verstehst du deinen Markt als Luxus-Schn├Âsel. Aber was du beschreibst ist genau richtig. Also sie haben den Druck, sie m├╝ssen ihre Warenh├Ąuser abverkaufen und der einzige Weg ist viel mehr Marketing auszugeben oder g├╝nstigere Preise zu machen. Und damit bekommst du aber nicht Caring dazu irgendwie Gucci auf die Plattform zu stellen oder dass du Christian Dior endlich auf die Plattform bekommst. Ja die kriegen sie sowieso nicht. Es ist nicht so, dass das Modell gar nicht funktioniert. Irgendwie Jukes, Mr. Porter, My Theresa und so, wo es teilweise besser, teilweise nicht so aussieht. Aber das gro├če Problem ist, dass die wirklich stark marken, diese Plattform trotzdem meiden. Und wie gesagt, jetzt, wenn du zu viel Off-Price machen musst, zu viel Discounts, dann sag das f├╝r die Zukunft schon mal deinem Verhandlungsgegen├╝ber. dass das hier keine hochluxuri├Âse Plattform ist, die den Demand sicher hat, sondern dass sie wirklich jedes Quartal k├Ąmpfen m├╝ssen und dass sie auch bereit sind, dazu Abverkauf-Discounts an deine Produkte zu kleben und genau das kann eine Luxusmarke nicht wollen, weil das klingt ja nicht wie Farbe. Also wenn ich auf diese Webseite komme, ich gehe jetzt mal, wir machen mal den Live-Test, wie schlimm das eigentlich aussieht. So, da gehen wir nochmal rauf. The Global Destination for Modern Luxury. Ich bin M├Ąnnchen. Ja, Hip-Hop. Sch├Ân. Gehen wir mal auf Men's Sale. Also f├╝r Newsletter-Sign-Up bekomme ich direkt 10%. Dann gibt es hier Nike. So, und bei Stone Island steht zum Beispiel 30% dran. GZap ist Sanotti, wer mal das ist. Minus 60%. Etro minus 40 Prozent, Dsquared minus 25 Prozent. Das kann ein Stone Island oder Dsquared oder Etro oder auch Giuseppe eigentlich nicht wollen, dass hier teilweise bis zu minus 70 Prozent Labels an ihren Produkten kleben, weil was die Nutzer oder Kenzo Shopping Bag minus 40 Prozent Palm Angels, naja, egal. Deutsche Gabana minus 40, Karl Lagerfeld minus 50, Missioni minus 40. Was der Nutzer oder die Eink├Ąuferin hier wahrnimmt, ist ja nicht, Fahrpferd geht schlecht. Sondern sie glauben, die Ware von diesem Designer verkauft sich nicht. Und das ist jetzt ein... Ich bin hier beim Factory Outlet und nicht mehr beim The Modern Home for Fashion oder wie The Global Destination for Modern Luxury. So, naja, wie auch immer.
Aber Factory Outlet muss doch super funktionieren in der aktuellen Lage. Wie hei├čt dieses TK Max?
Ja, aber die verkaufen ja nicht Luxury, sondern so Mid-Market-Marken. Ja klar, das funktioniert bei einer Zielgruppe, aber das ist nicht die Zielgruppe, die Farfetch gerne h├Ątte und das ist nicht die, mit der Farfetch neue Marken auf die Plattform bekommt. So, Numbers not Narratives. GMV schaffen sie ungef├Ąhr auf Vorjahresniveau zu halten. Sie wachsen 7% bei der Digital Plattform, aber ihre Brand Plattform kackt 41% ab. Das ist nach meinem Verst├Ąndnis Off-White haben sie mal gekauft. Und ich glaube Reebok haben sie auch gekauft, wenn ich mich nicht irre. Die Einnahmen aus dieser Brand Plattform oder das GMV geht auf jeden Fall 41% runter. Dann... Third-Party-Revenue steigt um 6%. First-Party, also ihr Eigenhandel geht um 15% hoch. Third-Party ist so ein H├Ąndler, auch Farfetch. Farfetch ist ja eine Plattform. Fulfillment plus 14%. Aber wie gesagt, die Brand-Plattform zieht es runter. Und in-Store minus 15%. Das ist glaube ich, wenn wenn Boutiquen auf das Farfetch Inventory zur├╝ckgreifen k├Ânnen und das lokal verkaufen k├Ânnen. Ich glaube, sie haben nicht eigene Stores, sondern sie erlauben Partnern, das im Laden zu verkaufen, wenn ich mich nicht irre. Dann die Cost of Revenue. Sekunde, da muss ich noch das Wachstum einziehen. Also Umsatz minus 1% kosten plus 6% also der Wareneinsatz plus 6% und dadurch sinkt die Rohmarge ganz erheblich von 46,2 auf 42,5 also um 3,7 Prozentpunkte oder minus 8% so relativ m├╝ssten es sein. Das kann nicht gut sein und jetzt k├Ânnen wir gleich mal vorspringen auf die Inventories. Gleichzeitig erh├Âht sich das Inventar um 50 Prozent. Also die Rohmarge verschlechtert sich schon. Ihr Inventar steigt aber immer noch um 50 Prozent. Das hei├čt der Margendruck wird nur noch gr├Â├čer werden. Es wird nur noch mehr auf Preis geben. Vor einem Jahr waren es 29% des Quartalsumsatzes, wobei eigentlich sollten wir das nicht mit ihrem First-Party-Business vergleichen, nicht mit dem Gesamtumsatz Sekunde. First-Party ist Zeile 14, wir ziehen mal die Zeile 14 da durch, das ist eigentlich, also ich habe bisher sozusagen Um das Lager objektiv zu betrachten, w├╝rde man es nat├╝rlich im Vergleich zum Umsatz sich anschauen und nicht absolut, weil wenn eine Firma w├Ąchst, muss sie nat├╝rlich auch ein immer gr├Â├čeres Lager haben, um Dinge vorzuhalten. Deswegen schaut man auf die Quote der Inventories zum Absatz in dem Quartal und da die Inventories nat├╝rlich nur ihr First-Party-Gesch├Ąft betreffen und die Brand-Plattformen, um fair zu sein. Jetzt wird es mir schon wieder zu kompliziert. Sekunde, Brandplattform w├Ąre plus L6. Das muss dann in Klammern. Punktrechnung vor Strichrechnung. Oh ja, das sieht schon nach einer gef├Ąhrlicheren Zahl aus. So, also jetzt vergleichen wir die Lagerbest├Ąnde im Vergleich zur First-Party-Revenue, also das, was sie selber verkaufen, und der Brandplattform, also die Produkte und Marken, die sie selber besitzen. Was nicht drin ist, ist Third-Party-Revenue auf ihrer Plattform, weil da m├╝sste man sagen, das sind nicht ihre eigenen Inventories. Und das In-Store ist nach meiner Logik auch nicht ihre eigenen Inventories. Und jetzt sieht man sehr sch├Ân, dass wir bei ├╝ber 100% des Umsatzes sind bei den Inventories. Also wir hatten vor einem Jahr 112 Prozent des Quartalsumsatzes aus diesen zwei Bereichen im Lager. Und jetzt haben wir 183 Prozent. Das hei├čt, sie brauchen zwei Quartale. Also wenn sie nichts mehr einkaufen w├╝rden, br├Ąuchten sie zwei Quartale, um das abzuverkaufen, wenn man unterstellen w├╝rde. Und sie k├Ânnten das abkaufen. Aber die Wahrheit ist ja, sie m├╝ssen neue attraktive Ware kaufen, damit das Angebot attraktiv bleibt und sie die Shelfhacker, die Ladenh├╝ter mitverkaufen k├Ânnen.
Oder sie machen Pivot zu Vintage. Lassen wir das Zeug jetzt einfach liegen?
Ja genau, noch zehn Jahre liegen lassen, dann k├Ânnen sie es bei Humana verkaufen. Oder die neue Win-Tisch-Plattform werden. Also wir haben einen stabilen Umsatz ungef├Ąhr, wir haben steigende Kosten, sinkende Profitabilit├Ąt. Vorher waren es minus 29 Prozent operative Marge, jetzt sind wir bei minus 40 Prozent. Das sollte dir Sorgen machen. Und wenn das dir nicht Sorgen genug macht, Au├čerdem steigt das Inventar um 50 Prozent, trotz gleichbleibenden Umsatzes. Das hei├čt, die Lager, die Regalb├Âden biegen sich im Lager. Und das hei├čt, die Rohmarge wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter verfallen. Sie haben nicht das Geld mehr f├╝r Marketing auszugeben oder f├╝r Demand Generation, wie das bei Ihnen hei├čt. Wir haben jetzt hier Innenums├Ątze von 330, eine Innenumsatz von 570. Millionen und Verluste von 228 Millionen. Wenn du Hoffnung willst, dann musst du ins adjustierte EBITDA gucken. Da werden aus minus 280 Millionen Profit after Tax auf einmal nur noch 30 Millionen adjustiertes EBITDA. Also wenn man einen Grund braucht zu verstehen, warum adjustiertes EBITDA keine Metrik ist, die zuverl├Ąssig Auskunft ├╝ber das Gesch├Ąft gibt, Also, je nachdem. Manchmal erw├Ąhnen wir es, manchmal nicht. Es h├Ąngt haupts├Ąchlich daran, was adjustiert wird. Wenn es vollkommen transparent ist, dass nur Share-Based Compensation und Einmaleffekte adjustiert werden oder Restrukturierungsaufgaben, insbesondere bei Restrukturierungsausgaben, oder wenn du Impairments hast f├╝r Assets, also Wertanpassung, dann macht es manchmal Sinn, sich das mal ohne Gap-Sichtweise mit adjustierten EBITDA anzuschauen. Aber hier ist es halt so, ich habe mir mal angeschaut, was wird da eigentlich adjustiert? Sekunde. Wenn man das verstehen will, sucht man in dem Income Statement nach Adjusted Ebitda Reconciliation, steht da in der Regel. Und die Reconciliation ist quasi die R├╝ckaufl├Âsung der Sachen, die adjustiert werden. Und da sehen wir, wie man von 280 Millionen Loss after Tax, also Periodenverlust nach Steuern, auf nur noch minus 30 Millionen adjustierte EBITDA kommt. Und zwar die Net Finance Expense von 35,5 Millionen wird gestrichen. Da muss man sagen, Farfetch ist leider aber hoch verschuldet und hat Finanzkosten von 40 Millionen im Jahr bei Ertr├Ągen von viereinhalb Millionen. Dadurch kommt man auf netto minus 35 Millionen. Ist das gew├Âhnliche Gesch├Ąftst├Ątigkeit? Nat├╝rlich nicht. Aber als Aktion├Ąr sollte mich trotzdem interessieren, dass die einfach einen Schuldendienst von 35 Millionen im Quartal haben. Dann die Income Tax Benefit wird wegadjustiert. Okay, warum nicht? Dann Depreciation Amortization, Abschreibung und Amortisierung. Das ist nat├╝rlich genau, was sich hinter EBITDA versteckt. Aber in dem Fall hier sind es auch 90 Millionen im Quartal. Es ist jetzt nicht besonders, dass das abgeschrieben wird, aber die H├Âhe ist relevant. Deswegen sollte man es verstehen. Dann gibt es 70 Millionen an Share Base Compensation. Das ist jetzt auch besonders hoch in dem Fall, w├╝rde ich sagen. Dann eben Wertabschreibung, das ist FAIR, die zu adjustieren. Dann Other Items, 20 Millionen. Wenn das so hoch ist, sollte man sich auch mal anschauen, was sind die Other Items. Hier steht... Represents other items which are outside the normal scope of our ordinary activities. Na gut, das w├╝rde man ja annehmen. Und dann Impairment losses on tangible assets. Also Wertanpassung und jetzt aber an greifbaren, an materiellen assets. Das hei├čt, das k├Ânnte auch Abschreibung des Lagers schon sein. Und das dann zum Beispiel, ist das ein Einmaleffekt? Da bin ich mir auch nicht so sicher. Das ist ja genau das, ich will nicht sagen, also ich will es nicht mit der Social Chain vergleichen, aber wenn Adjusted EBITDA Und das operative Ergebnis so stark auseinanderfallen, dann lohnt es sich eben, sich mal genauer anzuschauen, was liegt da eigentlich dazwischen. Und hier ist halt einmal minus 30, das w├Ąre nur 5% Verlustmarge auf einmal nach reduziertem EBITDA. Nach GAP macht die Firma aber minus 40% Verlust oder nach Net Income sogar minus Ja, fast minus 50 Prozent. Und minus 5 oder minus 50 Prozent, das ist nat├╝rlich schon ein Unterschied. Aber ansonsten, der Ausblick ist, Farfetch w├Ąchst nicht, au├čer die Kosten. Die operative Marge ist im R├╝ckzug und wird weiter sinken, weil das Inventar steigt. Und ach so, jetzt wollte man doch sagen, wie viel Cash noch da ist. Cash and Cash Equivalence ist bei 450 Millionen. Und der operative Cashflow ist diese in den ersten zw├Âlf Monaten 108 Millionen negativ. So jetzt gibt es hier ein bisschen Seasonalit├Ąt sicherlich. Im letzten Jahr waren es ├╝brigens am Ende eine halbe Million. Das hei├čt, w├╝rde dieses Jahr wieder das letzte Jahr werden, Dann erleben wir das Ende dieses Jahres nicht mehr. Beziehungsweise vielleicht k├Ânnen sie eine Kapitalerh├Âhung machen, vielleicht nicht. Eigentlich m├╝ssen sie eine machen, um vorzusorgen. Das hei├čt weitere Verw├Ąsserung. Das ist auch nicht gut f├╝r dich als Aktion├Ąr. Ich glaube, k├Ânnen wir hier eine ├ťbernahme sehen? Sie sind ja selber der Gr├Â├čte in dem Bereich. Wer w├╝rde es kaufen?
Einer von den gro├čen Marken. Ist nicht irgendeiner schon drin oder beteiligt?
Da gab es immer mal so News, wer sich da beteiligt und wer nicht. Also ich glaube, Louis Bernardo will sich nicht beschmutzen mit Farfetch. Wenn du das Haus der ultimativen Brands bist, willst du nicht diese Restaurantbe kaufen oder gar deine eigenen Brands dort listen. Ich glaube auch nicht, dass Kehring oder Richemont das machen. Ach nee, hat Richemont nicht investiert?
Ja, Richemont hat auf jeden Fall eine Partnerschaft mit denen. Also Alibaba und Richemont haben 600 Millionen investiert.
Alibaba kann es kaufen. Die Chinesen k├Ânnen es kaufen.
Und 25 Prozent von Farfetch China Ventures.
Also ich wette, Farfetch geht nach China. Das passt auf, das passt vor der Brandanmutung auch. Farfetch geht nach China, ist meine Prediction. Und achso, der Grund ├╝brigens nochmal, also warum die Zahlen noch nicht so gut sind, ist glaube ich sehr stark einfach, dass w├Ąhrend Corona ja die ganzen Boutiquen geschlossen haben. Dann haben sie das 2022 noch ganz gut ├╝berstanden, so ein bisschen nachlaufenden Effekt gehabt. Aber der Hauptunterschied ist, dass die Fernreisen, glaube ich, sehr stark zugenommen haben dieses Jahr. Haben wir jetzt auch schon mehrmals dar├╝ber gesprochen. Also Amerikaner kommen wieder nach Europa, Asiaten kommen wieder nach Europa mehr und mehr. China war bis vor kurzem noch sehr abgeschottet. Das passiert alles wieder und vor den Louis-Stores in Paris stehen 200-Meter-Schlangen und Bouncer, weil sie sich nicht retten k├Ânnen. Das hei├čt, Luxus ist wieder offline, Luxus ist wieder connected mit Travel nach Europa und das ist was Farfetch nat├╝rlich im Herzen trifft. Das kann nicht gut sein f├╝r sie.
Also was soll ich jetzt machen? Verkaufen oder auf eine ├ťbernahme betten?
Ach, wenn ich dir jetzt sag, verkaufen, dann kommt ├╝bermorgen die Nachricht, Alibaba kauft Fahrfetch. Ich berate dich da nicht. Ich sage dir gerne meine Meinung zu Dingen, die du meinetwegen gekauft hast, was du ja nicht tun solltest und auch die H├Ârer und H├Ârerinnen nicht tun sollen. Aber wenn das hier jemand anders zu verbocken hast, dann kannst du gerne den Experten oder die Expertin um Rat fragen. Ich glaube auf jeden Fall, dass es so nicht weitergeht an der B├Ârse f├╝r Farfetch. Das hei├čt, entweder kauft sie jemand weg, Private Equity oder irgendjemand, der auf Profitabilit├Ąt setzt, ist ja ausgeschlossen. Einfach weil der Cashflow, das ist immer noch ein riesen Geldkrematorium, die Firma. Und keiner der Bereiche, auch nicht irgendein Bereich f├╝r sich genommen, ist profitabel. Und das hei├čt, es kann nur jemand sein, der das aus, die Saudis vielleicht. Also Farfetch kaufst du aus Prestigegr├╝nden oder weil du Zugang zum gro├čen Teil der Nachfrage hast. Und die, keine Ahnung, die Saudis k├Ânnen sagen, das kommen in ihre Malls in dieser Lion City oder was auch immer. Ich sag, Alibaba oder Saudis kaufen Farfetch. Und wenn nicht, macht das innerhalb von 18 Monaten die Gr├Ątsche irgendwie.
Und wenn ich dieses Jahr nur eine Aktie oder eine Position verkaufe, die Verlust gemacht hat, steuerlich, macht das dann nichts aus, oder? Also um Steuern zu sparen, m├╝sste ich auch was verkaufen, mit dem ich Gewinn gemacht habe, oder wie sieht das nochmal aus?
Ich glaube, du kannst das auch so ein bisschen vorne nachtragen. Ich bin kein Steuerexpert, ich glaube, du kannst ein bisschen vorne nachtragen. Du kannst auch einfach was, wo du viel Gewinn gemacht hast, verkaufen und sofort wieder kaufen und hast minimale Transaktionskosten, aber musst auf den mitgenommenen Gewinn da erstmal keine Steuern zahlen. Aber, keine Ahnung, da gibt es bessere YouTube-Angebote f├╝r oder so, die dir das nochmal erkl├Ąren k├Ânnen. Ich versuche solche Erw├Ągungen nicht zu sehr in meine Entscheidungen. Die verkl├Ąren eher das Bild und helfen dir nicht, gute Entscheidungen zu treffen. ├ťbrigens, vor einem Jahr war Farfetch noch profitabel. 68 Millionen plus Nachsteuern. Aber das war aufgrund von Bewertungseffekten. Also operativ waren sie auch letztes Jahr schon negativ. Das hilft jetzt auch nicht das Bild zu sch├Ąrfen. Am wenigsten guter Content f├╝r ein Podcast. Ja hast du gut gekauft. K├Ânnen wir viel lernen mit dir zusammen. Vielen Dank daf├╝r.
Was hast du uns noch mitgebracht?
Fortinet machen wir n├Ąchste Woche mit Palo Alto zusammen. Ich w├╝rde sagen Cisco machen wir dann auch mit denen zusammen. Dann machen wir noch schnell zwei News. The Information berichtet, dass der Alphabet Konzern, die Alphabet Holding, also Google Mutter, eins ihrer Alphabets, an die B├Ârse bringen will oder von der Firma l├Âsen will, einen Spin-off machen will. Other Bets ist die Rubrik bei Google, neben Search und YouTube, die sozusagen die neuen Gesch├Ąftsbereiche, die man aus Google X, ihrem eigenen Venture Builder entstanden ist, verwaltet. Dann die zwei werthaltigsten Bestandteile, die auch wirklich eigenen Umsatz machen, sind Waymo Und Verily, und Verily ist das, was fr├╝her mal, ah, wie hie├č das fr├╝her? California Lifescience, Calico Lifescience? Keine Ahnung, irgendwie so. Es sind die geballten Health-Tech-Projekte des Google-Konzerns oder Alphabet-Konzerns. Und Google scheint schon erhebliche Anstrengungen zu unternehmen, dann Verily vom Hauptkonzern abzutrennen. Also, dass Leute eigene Arbeitsvertr├Ąge bekommen, dass man Strukturen, wo man vorher auf die Konzernressourcen, sagen wir Buchhaltung, zur├╝ckgegriffen hat, werden jetzt dann dupliziert und neu aufgesetzt innerhalb von Verily, was alles so Anzeichen sind daf├╝r, dass man das getrennt an die B├Ârse bringen will oder getrennt verkaufen oder so vor sich hin laufen lassen will. Verily macht bereits erste Ums├Ątze. Ob sie schon profitabel sind, wei├č ich nicht, aber ganz spannend. ├ähnliches k├Ânnte nat├╝rlich mit Waymo passieren dann auch. Und insofern, warum ist das schlau eigentlich? Warum macht man das? Du kannst schon sagen, die haben gemeinsame strategische Interessen wie Daten. Warum sollte man das nicht zusammenlassen? Andererseits ist Google eben ein Unternehmen, was jetzt nur noch so mit dem Markt, Werbemarkt, ein bisschen ├╝ber dem Werbemarkt w├Ąchst. Und diese neuen Business Units, sei es Waymo oder Verily, werden ja hohe zweistellige, wenn nicht sogar niedrig dreistellige Wachstumsraten haben. Das hei├čt, die haben irgendwie ein ganz anderes Finanzprofil als die Firma. Aus Shareholder-Sicht erreichst du mehr in der Sum-of-the-parts-Analyse, also dass du nicht sagst, wir haben hier eine Holding, wo das alles drin diskontiert wird, sondern die einzelnen Teile sind tats├Ąchlich wertvoller in dem Fall, weil diese schnell wachsenden Other Bets ganz andere Bewertungsmultiples bekommen k├Ânnen als Google als Gesamtkonzern. Und dann noch schnell die Layoff-Corner, hatten wir lange nicht mehr, aber das, wer hat das nochmal erfahren? Sifted, also Financial Times Fintech Outlet, berichtet, dass Klarna jetzt auch seinen Customer Service in Deutschland und Schweden umstrukturiert, in dem Sinn, dass die Leute entlassen werden und ihnen aber ein ├Ąhnlicher Vertrag oder gleicher Vertrag bei einem Outsourcing-Partner, FoundEver, geboten wird. Das hei├čt, man versucht, den Customer Service von der P&L runter zu bekommen. Und Klarna will ja dieses Jahr noch, wir m├╝ssten die Zahlen in den n├Ąchsten zwei, drei Wochen bekommen eigentlich f├╝r das erste Halbjahr. Dann sprechen wir nat├╝rlich auch, Klarna glaubt noch, dass sie zumindest auf Monatsbasis positiv werden k├Ânnen dieses Jahr. Zuletzt ging das definitiv in die richtige Richtung muss man sagen. Also ich w├╝rde mir das interessiert anschauen, ich w├╝rde es noch nicht anzweifeln, auch wenn ich es f├╝r schwer halte. Und das ist vielleicht ein weiterer Schritt. Man hat sofort dadurch keine Kosteneffekte, weil man beim Outsourcing-Partner das gleiche anbietet. Aber langfristig kann man die Ressourcen dann besser verteilen und muss nur abnehmen, was man wirklich braucht. Und vielleicht nicht st├Ąndig so viel Customer Service vorhalten. Bei einem Outsourcing-Partner l├Ąsst sich das immer besser balancieren und sollte zu einer h├Âheren Effizienz f├╝hren. Eventuell aber auch zu schlechterer Kundenerfahrung. Das wird man sehen. Und damit sind wir durch und ihr ins sonnige Wochenende. Entlassen.
Ich freue mich auf Mittwoch. Habt ein sch├Ânes Wochenende.
Bis dann. Peace. Ich freue mich auf Mittwoch. Something no one ever said. Au├čer Doppelg├Ąngerh├Âre. Bis dann. Ciao, ciao.
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