Doppelg├Ąnger Folge #289 vom 3. Oktober 2023

­čôŐ Unit Economics | SPAC vs. SPARC | SmileDirectClub Insolvenz | Neidkultur | Richtig Priorisieren | SBF & Michael Lewis | Signa Sports

Wie priorisiert Pip Aufgaben? Was sagen Unit Economics aus? Das Zahnschienen-Unternehmen SmileDirectClub Inc. meldete vier Jahre nach einem B├Ârsengang Insolvenz an. Der Prozess gegen SBF beginnt und Michael Lewis hat das Buch ÔÇťGoing InfiniteÔÇŁ ver├Âffentlicht. Ren├ę Benko nimmt seine Onlinehandelstochter Signa Sports United von der B├Ârse. Wir reden ├╝ber die Neidkultur in Deutschland am Beispiel von Jan B├Âhmermann und Michelle Obama.


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Philipp Gl├Âckler und Philipp Kl├Âckner sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Unit Economics 

(00:04:00) SPARC vs SPAC 

(00:10:45) Michelle Obama

(00:15:40) B├Âhmermann

(00:19:00) Oktoberfest

(00:23:45) Priorisieren

(00:33:20) SmileDirectClub

(00:42:40) SBF

(00:53:30) Signa Sports 

(01:02:30) Elon


Shownotes:´╗┐

Oktoberfest: FT

SmileDirectClub: Twitter

SBF: CBS

Signa Sports: Manager Magazin

AI Start-Ups: The Information

Tesla Q3: Twitter

Ein Klick auf die Textabschnitte spielt diese ab. Du kannst auch mit dem Player umherspringen.

Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 289 am 4. Oktober. Ich bin Philipp Kl├Âckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Kl├Âckner. Wir sprechen heute ├╝ber das Oktoberfest, Sam Bankman-Fried und Zahnschienen. Doch bevor wir anfangen, unvorbereitet zur Frage f├╝r heute. Was sind ├╝berhaupt Unit Economics? Vielleicht ist es wichtig f├╝r die Zahnschienen-Frage?
Achso. Ja, aufgrund von Pips Reise hatten wir ein paar technische Schwierigkeiten und entschuldigen uns f├╝r die Audioqualit├Ąt letzter und dieser Folge und geloben nat├╝rlich Besserung. Trotzdem viel Spa├č. Also unter Unit Economics versteht man, ich w├╝rde sagen, die Profitabilit├Ąt auf St├╝ckkostenbasis. Also das schaffst du es, sagen wir mal ein Beispiel von Gorillaz, wo das Wort ja immer erw├Ąhnt, schaffst du es quasi, dass du bei jeder Bestellung nicht Geld verlierst. Dazu kommen dann eventuell noch Kosten des Headquarters oder irgendwelche allgemeineren Ausgaben f├╝r den Betrieb der Firma. Aber die Grundfrage ist, bei Unity Economics verliert ein Zalando bei jedem Paket Geld, verliert ein Gorillaz bei einer einzelnen Bestellung. Geld oder ein Small Direct Club dann auf Basis eines einzelnen Kunden oder Kundens. Also funktioniert, also liefert jede einzelne Transaktion oder jeder Gesch├Ąftsvorgang einen Deckungsbeitrag f├╝r die Firma. Das hei├čt noch nicht, dass man dann profitabel ist, aber das hei├čt, wenn man das weiter skaliert, also ganz viele davon macht, Sagen wir mal, jedes Zalando-Paket w├╝rde nur einen Cent verdienen, dann hei├čt es ja trotzdem aber, wenn man Milliarden Pakete verkauft, wird die Firma irgendwann Profit haben. Deswegen sind die Uniteconomics relevant umzuschauen. Vor allen Dingen auch, ob das Modell prinzipiell tragbar ist. Was vollkommen klar ist, wenn nicht mal die Uniteconomics, die Einzeltransaktionsbetrachtung positiv wird, dann ist es quasi ausgeschlossen, dass die Firma als Ganzes profitabel sein kann. W├Ąhrend es schon sein kann, dass die Firma noch nicht profitabel ist, aber die Unit Economics schon positiv sind. Also dass da schon auf jeder einzelnen Bestellung oder jedem einzelnen Verkauf ein positiver Deckungsbeitrag erwirtschaftet wird. So w├╝rde ich das erkl├Ąren.
Und gab es da nicht eine gro├če Ver├Ąnderung der letzten Jahre von Customer Lifetime Value Betrachtung auf Unit Economics?
Depends. W├╝rde ich nicht
Weil sonst konnte man sich ja immer vorrechnen, ja der Kunde ist jetzt bei der ersten Bestellung nicht profitabel, aber wenn er 25 Pakete kauft, dann schon.
Ja, also ich glaube nicht, dass jetzt, also es hei├čt, dass ein Kunde bei der ersten Bestellung profitabel sein muss. Also das w├Ąre nat├╝rlich ein sch├Âner Zustand. Also man kann sagen, dadurch, dass die Finanzierungskosten h├Âher geworden sind, ist es so, dass Also die Geduld auf in der Zukunft liegende Profitabilit├Ąt zu warten wird dadurch kleiner. Also ich warte jetzt nicht f├╝nf Jahre bis der Customer Lifetime Value Break gibt. Ich mache die Spanne vielleicht k├╝rzer. Du kannst jetzt sagen, die erste Bestellung ist halt Zeitspanne Null, also muss eben sofort profitabel sein. Ich glaube schon, dass man trotzdem auf den Custom Lifetime Value schaut und nicht nur Gesch├Ąfte finanziert, die sofort bei der ersten Bestellung breakeven sind. Ansonsten w├╝rde man, glaube ich, auch sagen, ├╝berreagieren oder falsch handeln. Aber sicher, was richtig ist, ist, dass man den Custom Lifetime Value vielleicht besser qualifizieren l├Ąsst oder dass man nicht einfach glaubt, dass jemand, der im ersten Monat 10 Euro ausgibt, dass der jedes Jahr zwangsl├Ąufig 100 Euro ausgeben wird und so. Man guckt da bestimmt skeptisch drauf und ist nicht ganz so blau├Ąugig wie fr├╝her, das stimmt schon, denke ich.
Und in Vorbereitung auf die 140 Sekunden Elon am Ende der Folge, was ist der Unterschied zwischen einem Spark und einem Spec? Also ein Spec mit einem R zwischen dem A und dem C.
Es gab aber diesen legend├Ąren Speck, ich glaube es war der gr├Â├čte, also der gr├Â├čte war der Altimeters, der Grab Speck war relativ gro├č, aber es gab einen anderen, der auf jeden Fall relevant gro├č war, mit vier Milliarden Kapital an der Management. Das war der Pershing Square Tontine Speck von Bill Eggman. Bill Eggman ist der legend├Ąre Hedgefundmanager von seiner Firma Pershing Square. Und dieser Speck sollte ja mal einen Teil von Universal daraus spalten und Universal Music einzeln an die B├Ârse bringen. Das ist dann gescheitert. Und Bill Ackman hat jetzt eine neue Company aufgelegt und von der SEC, also der Kapitalmarktaufsichts, genehmigt bekommen. die Spark hei├čt. Das steht f├╝r Special Purpose Acquisition Rights Company. Ich w├╝rde sagen schon ein Rebranding des Specks. Specks sind nat├╝rlich so ein bisschen au├čer Mode gefallen, haben sich schlechte Reputationen erworben. Die allermeisten sind heute aus heutiger Sicht gesehen nicht nur negativ, sondern haben den Markt unterperformt. Teilweise hat man signifikant Geld verloren. Es hat ├╝berwiegend nicht die richtigen Companies an die B├Ârse gebracht. Einige Ausnahmen muss man schon sagen, aber als Klasse hat es definitiv deutlich anders performt. Der Hauptunterschied beim Spark gegen den Spec ist, dass man quasi nicht jemandem einen Blank-Check-Geld gibt. Also im Spec hat man ja investiert in eine Firma, eigentlich in ein Management und gehofft, dass die die richtige Firma akquirieren und dann hat man nochmal ein Wahlrecht gehabt. Wenn man glaubt, die haben nicht die richtige Firma akquiriert, dann konnte man seine Anteile, sein Geld zur├╝ckfordern. Das ist jetzt nat├╝rlich relativ teuer geworden. Damals hatten wir 0% Zinsen, das hei├čt das Geld dann mal parken und dann nochmal zur├╝ckholen war kein gro├čes Problem. Jetzt bei 5% Zinsen in den USA ist es halt so, dass du willst dein Geld vielleicht in zwei Jahren irgendwo parken. Und bei dem Spark ist es halt so, dass du erst dann quasi investierst, wenn klar ist, was das Target ist. Also Bill Eggman bringt trotzdem eine sogenannte Shell Company oder einen B├Ârsenmantel an die B├Ârse, die noch kein eigenes Gesch├Ąft hat und die das Ziel hat, mit einer anderen Company zu merchen. Ein Gro├čteil des Geldes wird aber eigentlich erst eingesammelt, wenn klar ist, mit welcher Firma sie merchen. Der Zeitraum daf├╝r ist 10 Jahre jetzt. Auch das kann man sagen. Entspannt ist ein bisschen die Lage. Keine Torschlusspanik. Und andererseits, auf zehn Jahre w├╝rde halt niemand dir Geld geben, wenn du nicht wei├čt, was am Ende akquiriert wird und so weiter. Deswegen ist das ein anderes, ob es ein besseres Konstrukt ist, muss man sehen. Ich vermute, es macht keinen signifikanten Unterschied. Das Wahlrecht gab es auch fr├╝her. Das ist jetzt quasi nur vorgezogen. Pershing Square selber w├╝rde 250 Millionen bis dreieinhalb Milliarden investieren in den Speck, mindestens auf f├╝nf Prozent. Das sind die wichtigsten Unterschiede, w├╝rde ich sagen. Man k├Ânnte sagen, es ist ein bisschen wie eine gelistete Kapitalerh├Âhung. Also in einer privaten Company fairerweise, gut, unverbunden mit einem B├Ârsengang. Also was erhalten bleibt ist, es ist ein verk├╝rzter IPO f├╝r Firmen. Also du hast diese Probleme, dass man ├╝berbordend positive oder optimistische Prospekte rausgeben kann, weil es eben keine echten IPO Prospekte sind. Es bringt eine Firma sehr schnell, also innerhalb von wenigen Wochen an die B├Ârse, wenn alles klappt. Genau, du kaufst quasi, der Speck kauft einen Teil der Firma und repr├Ąsentiert einen Teil des Kapitals, der in Zukunft, wenn die gemerged werden. Der Unterschied ist einfach nur, dass dein Geld nicht ewig gebunden ist und dass du erst entscheidest, ob du dabei sein m├Âchtest. wenn das Target auch feststeht, also wenn Bill Ackman sich entschieden hat. Er sucht nach schnell wachsenden, glaube ich, relevanten Companies, die noch im privaten Markt sind, hat er gesagt. Und dann wurde er eben gefragt, ob Twitter X da eine M├Âglichkeit w├Ąre, die er sieht. Und er hat geantwortet, absolut. Ich bin ├╝berrascht, dass er sich freiwillig diesen Sack Fl├Âhe einverleiben wollen w├╝rde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Elon Musk irgendeine Lust auf einen effektiven Board Controller, also eine vern├╝nftige Governance hat. Normalerweise sind in seinem Board ja nur Leute, die anscheinend relativ wenig zu sagen haben. Ich glaube, es w├╝rde Bill Eggman's brand nicht helfen, das zu merchen und dann damit Twitter wieder mit den erratischen Handlungen, die sie machen oder der schnellen Innovation, kann man auch sagen, ganz wie man sieht. Ob das jetzt schon wieder b├Ârsengeeignet ist, da w├Ąre ich mir nicht so sicher, ob er seine Brand damit belasten m├Âchte. Aber das ist ja sein Entscheidungsgang, ein m├╝ndiger Mensch, der deutlich mehr Erfahrung hat als ich.
Also hat Bill Erkman ein Vehikel geschaffen, wo er ├╝ber Nacht eine private Firma an die B├Ârse bringen kann und schaut sich jetzt alles an?
Ja, der Unterschied vom Spark zu Speck ist nicht so. Achso, noch ein wichtiger Fakt ist, dass die Leute, die vorher in seinem Speck waren, der Pershing Square Pontine, wird der jetzt aufgel├Âst. Der war sozusagen ├╝ber der Zeit und hat kein Target gefunden. Die bekommen jetzt Bezugsrechte f├╝r diese neue Firma unter anderem. Es ist vielleicht auch so ein bisschen Wegsicht, diese vier Milliarden, die Andermanagement gehabt hat, auch zuk├╝nftig, oder waren es anderthalb? Nee, es waren vier, glaube ich, sich die auch in die Zukunft zu sichern, damit das Geld, damit von diesem Geld, das Geld ist ja gerade knapp, jetzt kriegen die Investoren aus dem Tontine-Spec ihr Geld zur├╝ck. Das hei├čt, es w├Ąren auf einmal vier Milliarden, wenn ich mir die kriege. Ich gucke jetzt einfach kurz, bevor ich hier falsch erz├Ąhle. 4 Milliarden. Und also, die Leute, dieser Speck wird zur├╝ck aufgel├Âst und dann werden ja 4 Milliarden liquide, theoretisch. Und ich glaube, diese 4 Milliarden sind dann ja neues Ziel. Und so knapp wie Cash gerade ist, hat Pershing Square wahrscheinlich ein gro├čes Interesse daran, das sofort sich wieder einzuverleiben. Und vielleicht baut man deswegen wieder sofort ein Vehikel, um dieses Geld aufzusorgen. Das k├Ânnte eine zus├Ątzliche Motivation sein.
Who knows? Hast du die Rede von Michelle Obama gesehen ├╝berhaupt, als du in M├╝nchen warst?
Mhm, mhm.
War gut? Hast du was gelernt?
Boah, was hab ich gelernt? Also, sie ist eine charismatische Person, w├╝rde ich sagen. Ich bin mir sicher, dass es einige Leute motiviert hat, das zu h├Âren. Es gab schon noch so ein paar Weisheiten aus ihrem Buch, die sie wiedergegeben hat. Ich w├╝rde es jetzt nicht Learning sagen.
Ein gutes Entertainment?
Ein Entertainment w├╝rde ich auch nicht sagen. Ich glaube, es gibt Leute, die das motiviert und die auch so, wie sagt man das, eine Art Mantra daraus mitnehmen k├Ânnen. So zwei, drei, die, wenn du vor gewissen Entscheidungen stehst, dir helfen. What would Michelle do? Auch das hilft sicherlich Leuten.
Und die News sind, sie hat 700.000 Euro f├╝r die Keynote erhalten. Kann man schon machen, oder? Bei 5.000 Leuten auf der Konferenz, jederzeit 500 Euro, 2,5 Millionen. Und ein bisschen Sponsoring und so, da kann man schon mal 700 f├╝r ausgeben, oder? Oder ist es komplett ├╝bertrieben?
Also man k├Ânnte ja pro Kopf rechnen, dann hast du 120 Euro pro Kopf oder was ist das? 140. Und wenn ich mir andere Events anschaue, dann ist es oft so, dass der Keynote-Speaker oder der Speakerin in dem ungef├Ąhr so eine niedrige dreistellige Summe pro Kopf Es gibt so Business-Events, da sitzen vielleicht nur 100-200 Leute rum und da kriegt der oder die so einen Keynote-Speakerin trotzdem 10.000, 20.000, 30.000 Euro. Von daher ist das eigentlich keine absurde Summe. Das klingt nat├╝rlich riesig gro├č und die Bild-Zeitung, die das recherchiert hat, anscheinend macht daraus eben in ihrer typischen Boulevardesten-Verk├╝rzung w├╝rde sie sagen, 700.000 Euro f├╝r eine Stunde. Ganz so einfach ist es dann eben doch nicht, sondern es muss ja jemand daf├╝r aus den USA vermeintlich anreisen mit einem Team. Der Termin dauert nat├╝rlich l├Ąnger als nur eine Stunde, sondern vielleicht eher zweieinhalb bis drei Stunden insgesamt. Man muss letztlich ein bis zwei Tage aus seinem Schedule komplett wegblocken. Und am Ende, wie gesagt, das ist ein Markt, wenn jemand bereit ist zu zahlen. Warum nicht? Ihre gesteigerten Sicherheitsanforderungen, die werden ja weiterhin vom Secret Service gedeckt. Das finde ich zum Beispiel ein bisschen, da w├╝rde ich sagen, auch das keine Neiddebatte, aber da w├╝rde ich schon sagen, das ist eher privates Das ist ja ihr privates Anliegen letztlich. Und vollkommen fair, dass sie damit Geld verdienen, meiner Meinung nach. Und auch vollkommen fair, dass es so viel ist. Und auch wenn es noch mehr w├Ąre. Als Nicht-US-B├╝rger kann mir das egal sein. Aber die US-Pr├Ąsidenten und die First Lady bekommen ja quasi lebenslang Secret-Service-Schutz. Und das sind quasi solche privaten Events. Wobei, ich meine, du bist ja nur privat unterwegs, ehrlich gesagt. Und trotzdem repr├Ąsentierst du ja irgendwie dein altes Amt noch mit. Ja, muss man sich jetzt auch nicht hei├č machen. Aber das finde ich schon krass, dass weiterhin 10, 20 Leute Security mitrei├čen und das auch bezahlt wird vom Staat, was mir als Nicht-US-B├╝rger egal sein kann. Aber ich finde die Neiddebatte, die man versucht aufzumachen, Quatsch. Also am Ende als Konferenzbetreiber denke ich, macht es, also es zieht Publikum, es stellt die Sponsoren sozusagen in ein noch besseres Licht. Es gibt im Event eine gewisse Gr├Â├če oder eine gewisse Relevanz. Es sorgt daf├╝r, dass Medienaufmerksamkeit da ist. Im Normalfall w├╝rden da halt drei Startup-Medien, zwei Wirtschaftszeitungen und zwei regionale Reporter kommen und wenn Michelle da ist, dann kommen vielleicht eben auch noch ein paar ├╝berregionale Zeitungen und ein paar gr├Â├čere Wirtschaftsmagazine und h├Âren sich das an. Also warum nicht? Ich glaube, das Rational nachvollziehbar als Event-Veranstalter ist es, wenn es quasi Unit-Economics-m├Ą├čig sieht, um darauf zur├╝ckzukommen, also pro Teilnehmenden ist das im Business-Kontext nicht ungew├Âhnlich, dass der Kino-Speaker 100 Euro pro Kopf oder ein bisschen mehr Kostet. Das wird querfinanziert von Sponsoren. Von daher finde ich es komplett ein Nothing-Burger und auch kein News-Wert. Aber kann man nat├╝rlich machen. Ja, bl├Âd, wenn du B├Âhmermann bist und ein ganzes Jahr daf├╝r arbeitest.
Das war die andere News. Er kriegt 651.000 Euro plus Mehrwertsteuer vom ZDF. Was runtergerechnet auf 31 Folgen im Jahr irgendwie 21.000 Euro sind. Und er hat ausgedealt, dass er 2024 dann 22.000 und 2025 dann 23.000 Euro bekommt. Find ich auch nicht so krass ├╝bertrieben.
Ja, mein erster Gedanke w├Ąre, hey, Der bleibt doch einfach beim Podcast, da verdienst du doch mehr pro Episode. Also warum stellst du dich da? Die Aufzeichnungen, die Sendungen, die Recherchen, die ganzen Abstimmungsmeetings vorher, die brauchen ja wahrscheinlich netto auch zwei, drei Tage, w├╝rde ich vermuten, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Es ist ja auch nicht so, dass er nur eine Stunde vor der Kamera steht, sondern du hast Redaktionskonferenzen, du probst das wahrscheinlich, du musst dich immer wieder abstimmen und daf├╝r findest du ├╝berhaupt kein ├╝berzogenes Gehalt. Ganz ehrlich, in einem guten Jahr kann man das mit einem kleinen Publikum und einem guten Podcast. Also ich w├╝rde nicht sagen, ich w├╝rde daf├╝r nicht aufstehen. Das ist nat├╝rlich gutes Geld, aber es ist hart verdient. Also uns hassen nur ein paar Idioten von 50.000 Leuten. Ihn hasst die halbe... Also Hass ist eine Hassworte, aber ich w├╝rde sagen, er kriegt Gegenwind von einer halben Republik und schon auch einiges an Hass ab daf├╝r. Von daher, ich w├╝rde mir das Geld nicht antun, ehrlich gesagt. Bei uns ist das, ich w├╝rde sagen, das Value for Money oder Verh├Ąltnis ist in unserem Fall besser als Podcaster und in seinem Fall vielleicht auch, ich will mir sicher sein, Spotify-Dienst ist eigentlich der Spannendere, sodass man fast unterstellen muss, dass die Arbeit im ├ľffentlich-Rechtlichen aus einem h├Âheren Motiv machen. Nat├╝rlich sind 650.000 Euro eine Menge Geld und ein nettes Gnadenbrot daf├╝r und der Job gibt einem die M├Âglichkeit, eine gewisse Agenda zu verfolgen. Aber auch das finde ich ├╝berhaupt nicht teuer. Also es klingt wie Geld, aber wie gesagt, 20.000 pro Episode f├╝r jemanden, der easy 30.000 pro Podcast verdienen k├Ânnte und sich daf├╝r echt eine Menge Schei├če antun muss. Und beide Offenbarungen oder beide investigativen Anl├Ąufe hier kommen ja aus dem gleichen Haus, wo der Vorstaatsvorsitzende sieben Millionen im Jahr verdient und der bestbezahlte CEO Deutschlands ist, nach meiner Information. Das finde ich ├╝berhaupt ein bisschen lustig. Aber Neid funktioniert in Deutschland definitiv immer gut.
Das Witzigste an der ganzen Geschichte ist, dass du jetzt tats├Ąchlich aus dem Bett podcastest.
Ja genau, heute ist das erste Mal, dass ich aus dem Bett podcaste, weil man als Podcaster so schlecht verdient hat. Mein Zimmer hat keinen Schreibtisch heute und es ist auch relativ fr├╝h, was man an meiner Stimme vielleicht h├Ârt. So sonor klinge ich, wenn mein Mann morgens neben mir aufwacht. Ja genau, so arm sind wir. Warte mal, bis jemand an die Bild durchsticht, was du hier verdienst. Dann geht dein Heid los, glaube ich. Vielleicht mache ich es auch so hinten rum, sodass niemand wei├č, woher es kommt. Oder es k├Ânnte auch Jan sein, wer wei├č. Ich w├╝rde niemandem vertrauen. Ich w├╝rde nicht so offen dar├╝ber reden. Aber es ist in dem Bereich, w├╝rde ich sagen. In guten Jahren.
Jetzt m├╝sste ich so einen Witz machen.
Wie hat B├Âhmermann sich da draus geredet? Wenn du nur so viel verdienen w├╝rdest, dann w├Ąrst du leer. Aber bei dir ist es nicht glaubw├╝rdig, dass du irgendwo anders mehr verdienen k├Ânntest. Dann w├╝rde ich wieder in Gro├čkonzern gehen.
Werbung. Wusstest du, dass Lenovo in Barcelona die Reaktionszeit von Notfalldiensten bei Verkehrsunf├Ąllen verbessert? Ich hatte vor ein paar Tagen erw├Ąhnt, dass Lenovo Barcelona dabei hilft, eine Stadt der Zukunft zu werden. Daf├╝r hat Lenovo leistungsstarke, widerstandsf├Ąhige und kompakte Edge-Server entwickelt, welche in den 3000 Stra├čenverteilerschr├Ąnken in Barcelona eingebaut werden. Wenn ein Verkehrsunfall auftritt, k├Ânnen die Kameras der Stadt das Ereignis erkennen und die Rettungskr├Ąfte informieren. ├ťber das 5G-Netz der Stadt und die gut platzierten Edge-Server von Lenovo kann der Notdienst nahezu sofort auf die Informationen zugreifen, um seine Reaktion optimal zu koordinieren. Mit ma├čgeschneiderten L├Âsungen von Lenovo wird die Smart City Barcelona immer weiterentwickelt, um das Leben der Menschen in der Stadt zu verbessern. Wenn du erfahren m├Âchtest, wie Lenovo mit der Stadt Barcelona kooperiert, klicke jetzt auf den Link in unseren Show Notes. Werbung Ende. Zur├╝ck zum Oktoberfest. Ist die schlechte Laune in Deutschland jetzt beendet mit dem Oktoberfest? H├Ârt das Gejammere jetzt endlich auf?
├äh, ja. Die Financial Times hat berichtet, ├Ąh, ich war in St. Williamson auch erwiesen und ich dachte, mein Gef├╝hl war eher so, es werden nicht so viele Leute kommen wie sonst. Weil? Ich dachte schon, die Leute sp├╝ren das so ein bisschen und viele Leute verreisen auch in der Zeit international. Andererseits kommen nat├╝rlich auch wieder mehr internationale G├Ąste. Aber man geht davon aus, dass eines der erfolgreichen Rennen war und gr├Â├čer als letztes Jahr. Fairerweise muss man sagen, der Hauptfaktor ist was beim Oktoberfest oder bei der Wiesn? Bier, Bier. Nein, Wetter. Und zwar letztes Jahr war es ja so, dass es 90 Prozent der Zeit oder der Tage geregnet hatte und ich glaube nicht einmal ├╝ber zw├Âlf Grad hei├č wurde. Und du hast ja den sch├Ânsten Altweibesommer seit Jahrzehnten. Und dadurch sind einfach optimale Bedingungen, einfach eine Masse mehr zu trinken oder auch ├Âfter nochmal spontan hinzugehen. Und das macht schon einen Unterschied. Was ich komisch fand ist, dass Oktoberfest, also die FT schreibt, benutzt man das Synonym Pilsner f├╝r Bier. Ist Oktoberfest Bier Pilsner? W├╝rde man das Pilsner nennen? Das ist doch nicht so herb wie Pilsner. Aber es ist auch kein helles. Ich glaube das ist irgendwie so untergieriges Lagerbier, aber Pilsner ist auch ein Lagerbier. Keine Ahnung, aber ich fand es komisch im Kontext von Oktoberfest Pilsner zu h├Âren. Vielleicht ist es auch Pilsner. Was die FT auch schreibt ist, es ist nicht nur der Bierkonsum, der steigt. Wie gesagt, das ist haupts├Ąchlich ein Wettereffekt, muss man sagen. Es gibt auch ein paar andere Anzeichen, dass sich die Lage wieder verbessert. Was hei├čt nicht die Lage verbessert, aber dass Leute optimistischer, insbesondere beim privaten Konsum, wieder mehr Geld ausgeben. Das ist das jetzt mit den neuesten Inflationszahlen, die L├Âhne tats├Ąchlich schneller steigen als die Inflation, plus die Renten, B├╝rgergeld und so. All das sorgt f├╝r neuen Konsum und setzt f├╝r den Binnenmarkt neue Impulse. Wir haben jetzt wieder sich dar├╝ber zu streiten, ob das eben aus Staatskassen bezahlt werden soll oder nicht. Aber Fakt ist, dass Renten und B├╝rgergeld zum hohen Grad in privaten Konsum transformiert werden, was nat├╝rlich weiterhin schwer ist f├╝r Deutschland. oder warum wir besonders stark bleiben, warum wir als eine der wenigen oder einzige gro├če ├ľkonomie schrumpfen, ist halt, dass wir an den CapEx und Investitionen der Welt h├Ąngen, dass wir das haupts├Ąchlich mit Maschinenbau und Autos machen. Und das h├Ąngt ab davon ab, ob Deutschland und andere L├Ąnder neues Kapital, produktives Kapital aufbauen, also Maschinenparks einfach gesagt. Und das passiert nat├╝rlich weniger, wenn generell eine Rezession ist. Deswegen w├╝rde Deutschland bei einem konjunkturellen Anstieg immer ├╝berm├Ą├čig profitieren und eben auch sehr stark dann jetzt negativ betroffen sein, wenn einfach in China und auf der ganzen Welt weniger Fabriken gebaut werden. Das ist zumindest ein wichtiger Grund, warum wir deutlich schlechter dastehen. Das ist, weil wir besonders exportabh├Ąngig sind. Ich habe versucht, weltweite CapEx-Zahlen zu finden. Das ist gar nicht so einfach, weil da m├╝sste man es eigentlich sehr sch├Ân sehen k├Ânnen. Da k├Ânntest du wahrscheinlich ableiten, dass x Prozent des weltweiten CapEx immer aus Deutschland kommen. Und dann k├Ânntest du gleichzeitig einen Nettoeffekt aufs GDP zumindest approximieren, aber das ist mir ohne weiteres nicht gelungen. Aber ich glaube, nat├╝rlich ist die Energiepolitik der letzten Jahrzehnte ein gro├čes Problem und die damit verbundene Teuerung. Wenn man will, kann man auch der aktuellen Regierung irgendwie Schuld daf├╝r geben. Ich glaube, es ist auch schon wichtig zu sagen, das ist die Politik der vergangenen Jahre und eben der Fakt, dass wir besonders stark von Investitionen anderer L├Ąnder abh├Ąngig sind, dazu beitr├Ągt, dass das Volk besonders schlecht aussieht, was nicht hei├čen soll, dass das das einzige Problem ist. Es gibt viele andere strukturelle Probleme in Deutschland. Also ich w├╝rde sagen, das Oktoberfest zeigt der Privatrennsum gar nicht so schlecht, aber auch Wettereffekt m├╝ssen wir sehen. Aber die meisten Volkswirtschaftler vermuten, dass es in der BIN-Nachfrage jetzt deutliche Impulse geben k├Ânnte. Wobei, das h├Ąngt nat├╝rlich auch davon ab, ob die Menschen selber glauben, es geht wieder voran, oder ob sie ihr Geld zusammenhalten, weil sie glauben, sie k├Ânnen sich sonst n├Ąchstes Jahr vielleicht keinen Urlaub mehr leisten. Das h├Ąngt nat├╝rlich auch alles ein bisschen an der Stimmung.
Oder kein Oktoberfest.
Oder keine Wiesn, genau.
Dann habe ich deinen Money-Mindset-Podcast angeh├Ârt, also den ersten Teil, der ver├Âffentlicht war. Mir war es ein bisschen zu viel Fragen auf, wie viel Kohle hast du denn jetzt?
Ja, raten wir wem noch.
Aber du hast dort kurz erkl├Ąrt oder erz├Ąhlt, wie wichtig es ist, gut zu priorisieren und dass es schwierig ist, es gut zu erkl├Ąren. Magst du es hier nochmal versuchen und noch besser zu erkl├Ąren? Also wie priorisiert man besser?
Ich finde es tats├Ąchlich relativ schwer. Also ich glaube, ein bisschen ist halt Intuition dabei und Intuition ist ja dann meistens auch erlernt tats├Ąchlich. Aber ich habe erw├Ąhnt, wenn man das Gef├╝hl hat, dass man gar nicht versteht, was wichtig oder dringlich ist, dann gibt es einen interessanten Spruch. Es gibt diese Eisenhower-Matrix, auf die ich gleich komme. Es geht um den sp├Ąteren US-Pr├Ąsidenten und Alliierten, General Dwight D. Eisenhower oder Ike Eisenhower. Dem wurde gar nichts, glaube ich, unterstellt, dass er diese Matrix genutzt hat, aber er hat mal ein legend├Ąres Zitat gesagt, und das hei├čt, I have two kinds of problems, the urgent and the important. The urgent are not important and the important are never urgent. Also es gibt zwei Arten von Problemen, die wichtigen und die dringlichen. Und die Dringlichen sind nicht wichtig und die Wichtigen sind nie dringlich. Also du neigst dazu, strategisch wichtige Sachen immer weiter zu verschieben, weil sie nie in dem Moment wichtig sind. Und gleichzeitig die Dringlichen, die du irgendwie bearbeiten musst, sind strategisch aber relativ unwichtig in der Regel. Und in Anlehnung daran gibt es die sogenannte Eisenhower Matrix und die kann dabei helfen wahrscheinlich. Da werden Probleme in dringlich und wichtig unterteilt. Dann entstehen logischerweise vier Quadranten. Und wenn was zum Beispiel dringend unwichtig ist, dann sollte man es sofort selbst erledigen. Es hat hohe Relevanz und es kann nicht verschoben werden. Dann sollte man sich dem so schnell wie m├Âglich Asset widmen. Dann gibt es die Dinge, die zwar dringend sind, aber nicht wirklich wichtig. Dann sollte man die an kompetente Mitarbeiter delegieren. Das ist nat├╝rlich einfacher gesagt als getan, weil es voraussetzt, dass man kompetente Mitarbeiter hat. Aber wer ein gutes Leadership macht, sorgt nat├╝rlich daf├╝r, dass er gute Stellvertreter oder andere Mitarbeiter hat. Dringend muss nat├╝rlich trotzdem sofort erledigt werden, aber wenn es weniger wichtig ist, kann man es delegieren, wobei dahinter auch das Bild steht, dass man nur wichtige Sachen nur selber erledigen kann. Das ist vielleicht auch ein bisschen eine antikierte Denkweise. Also die Frage ist ja, sollte ich dringend und wichtig nicht auch an die beste Person, den besten oder die beste Spezialistin verteilen? Weil es ist ja nicht selbstverst├Ąndlich, dass ich, also als General kann man sagen, ja, ich bin hier ganz klar ganz oben in der Pyramide. Aber ich w├╝rde schon in Frage stellen, ob dringend, wichtig, immer hei├čt selbst erledigen. Ich werfe mir gerne selber vor, dass das auch mein intuitiver Gedanke ist in der Regel. Ich w├╝rde aber nicht sagen, dass das zwar ins L├Ąufe richtig ist, weil es kann die richtige Person, die das noch besser kann als du selbst, delegieren ist auch f├╝r wichtig und dringend. eine gute M├Âglichkeit, wenn man nicht glaubt, dass man alles selbst am besten machen kann. Darauf kommen wir sp├Ąter noch. Und dann gibt es nat├╝rlich die nicht dringenden Dinge. Und die k├Ânnen entweder wichtig oder unwichtig sein. Wenn die unwichtig sind, sollte man sie einfach gar nicht ignorieren. Das klingt alles nat├╝rlich total einfach. Absurd einfach, aber das sagt diese Madrigadenskipp. Es scheint Leute zu geben, denen das hilft. Und wenn sie nicht dringend, aber wichtig sind, dann sollte man sie terminieren und selbst erledigen. Wobei auch das, glaube ich, ein Trugschluss ist, weil wenn ich jetzt sage, ich mache das in drei Wochen, dann gibt es ja in der Regel wieder andere dringliche Dinge, die da vorliegen. Also ich gehe sowas alles gar nicht so ├╝bergeplant an, aber ich glaube, im Zweifel k├Ânnte es schlauer sein, das ein bisschen zu timeboxen und jeden Tag Zeit zu nehmen, um an wichtigen strategischen Fragen zu arbeiten und die wichtigsten, also klar musst du die wichtigsten Dinge zuerst, also wichtig und dringend musst du zuerst wegarbeiten. Und mit der ├╝brigbleibenden Zeit w├╝rde ich immer strategisch arbeiten. Weil wenn nicht, neigst du dazu, absteigen, wichtige Dinge so lange zu machen, bis der Tag voll ist. Und das ist ├╝brigens ein anderes Zitat, sowas, ich w├╝rde nicht sagen, aus dem Kontext gerissen ist. Ich habe das schon so gesagt, aber ich erkl├Ąre es nochmal, wie es gemeint ist. Ich habe so gesagt, dass dass es gut ist, immer ├╝berfordert zu sein, oder dass ich in der Vergangenheit immer ├╝berfordert war und daraus gelernt habe. Damit meine ich nicht die ├ťberforderung, quasi eine zeitliche ├ťberforderung, oder dass ich gesundheitlich an meine Grenzen gegangen bin, sondern eher, dass man, man sollte meiner Meinung nach immer mehr zu tun haben, als man Zeit hat. Ich erkl├Ąre gleich, warum. Sondern der andere Aspekt ist, man sollte immer intellektuell herausgefordert sein und ├╝berfordert im Sinne von, dass du dich so ein bisschen wie ein Imposter f├╝hlst. Was ich nicht sage, ist, du solltest immer 16 Stunden arbeiten m├╝ssen, um deinen Job ├╝berhaupt zu schaffen. Das ist unfugtlos krank, da bin ich ├╝berhaupt nicht daf├╝r. Es ist ├╝brigens lustig, wie unterschiedlich es aufgenommen wurde. Auf Instagram gab es so einen krassen Gegenpush dagegen, weil Leute es sozusagen als Aufruf zum Burnout verstanden haben und das soll es auch ganz klar nicht sein. Auf LinkedIn fanden Leute es, sagen, differenzierter betrachtet, w├╝rde ich sagen. Aber gemeint war es, wie gesagt, also ich glaube, man sollte immer mehr zu tun haben, als man Zeit zu verlegen hat. Und nicht, um dann die Zeit auszudehnen, sondern ich glaube, du musst jeden Tag was liegen lassen, weil nur das stellt sicher, dass du die wichtigsten Dinge tust und ├╝berhaupt priorisieren musst. Das ist letztlich der Gedanke des ├Âkonomischen Handelns. Du musst ein knappes Gut haben, deine eigene Zeit ist das knappe Gut. Und dann entscheidest du, was du schaffen kannst und was nicht. Also die Grundaussage dahinter ist, wenn du alles geschafft hast an einem Tag, also deine Liste abgearbeitet hast, dann unterstelle ich, hast du Dinge getan, die nicht unbedingt wichtig waren. Und die Frage, ob du denen h├Ąttest delegieren k├Ânnen oder wegschmei├čen oder so, ist eine andere Frage, aber daher. der Gedanke. Und wie gesagt, ich glaube, ich finde diese Eisenhauermatrix, wie Sie beschrieben, ist gar nicht so gut terminieren und selbst erledigen. Ich w├╝rde eher schauen, die wichtigsten Sachen, die wirklich unaufschieblich sind, zu machen, trotzdem jeden Tag an strategischen Dingen arbeiten, oder zumindest sehr regelm├Ą├čig, kann auch irgendwie ein Tag die Woche sein oder so. Ansonsten arbeitet man n├Ąmlich nie an den strategischen Dingen. Gerade im Startup neigt man dazu, immer nur Firefighting zu machen. Und dann kann es schnell passieren, dass man bei der eigentlichen Vision, Mission gar nicht mehr so richtig vorankommt.
Und wie wichtig und dringlich ist deine E-Mail-Inbox am Tag?
Also ich lasse mich nicht den Tag diktieren von meiner E-Mail-Inbox.
Aber machst du es so, dass du das irgendwie in eine gewisse Zeitbox setzt und sagst hier, ich mache jetzt eine halbe Stunde E-Mail und danach mache ich die anderen Sachen?
Ich mache das, wenn ich die wichtigeren anderen Sachen erledigt habe. Also es gibt in der Regel andere, also ich w├╝rde zum Beispiel nicht meine E-Mail, also wenn, sagen wir mal, es ist ein Tag, wo wir um, irgendwie um 10 oder 11 Uhr einen Podcast aufnehmen und ich bin irgendwie um 7 oder 8 Uhr am Computer, dann w├╝rde ich erstmal den Podcast vorbereiten und wenn dann Zeit ├╝brig ist, w├╝rde ich aufs E-Mail-Auto nicht erstmal E-Mails machen und gucken, wo steht mein Leben ├╝berhaupt, sondern fakt ist, mein wichtigster Punkt an dem Tag ist ja der Podcast. Das hei├čt, das w├╝rde ich zuerst machen und das hei├čt dann, dass E-Mails irgendwie 8-12 Stunden l├Ąnger liegen bleiben. Aber das finde ich vertretbar, ehrlich gesagt. Und die Leute, die mich kennen, wissen, dass sie mich, wenn was Dringendes ist, anders erreichen k├Ânnen. Von daher. Ansonsten habe ich so Hunger f├╝r deine E-Mails, glaube ich.
Also der gro├če Fluch des normalen Arbeitens in der digitalen Welt. E-Mail, Slack und irgendwelche Bots abarbeiten. Und never ending stories of meetings.
Ja, aber da gibt es ja viele Ans├Ątze, also wie man das versucht zu begrenzen. Irgendwie mit nur dreimal am Tag in die E-Mails schauen oder, ich glaube es haben schon viele erkannt, dass das, eventuell nicht die beste Art ist, zu arbeiten. Die Ansatzen m├Âchtest du uns in deinem stressigen Arbeitsalltag noch einen Einblick geben, wie du priorisierst?
Ich gucke, wann Pip aufnehmen m├Âchte und baue da drumherum mein Leben. That's all it needs. Genau.
Und kriegst daf├╝r einen B├Âhmermann-Like-Gehalt.
Ja, wenn das so wenig w├Ąre, w├╝rde ich zum Gro├čkonzern gehen. Ja, stimmt. Lass uns weitermachen. Die Zahnschiedenunternehmen Smile Direct Club meldet nach vier Jahren B├Ârsengang Insolvenz an. Hier erleben wir, dass ein gro├čes Startup einen gro├čen IPO feiert. Ich habe mir da ein sch├Ânes Video angeschaut von damals, als der Co-Founder noch bei irgendwie 20 Dollar meinte, wir wollen hier langfristig eine gute Entwicklung haben. Jetzt ist das Ding zu Ende, oder? Also wird wahrscheinlich jetzt Insolvenz, bedeutet ja nicht, dass die Firma zu Ende ist, aber wird auf jeden Fall schwieriger.
Ja, angeblich wollen die Gr├╝nder irgendwie nochmal Geld reinstecken oder so, das wei├č ich nicht. Aber f├╝r die Investoren ist erstmal Ende Gel├Ąnde, w├╝rde ich sagen. Und man muss auch sagen, es sieht nicht so aus, als h├Ątte das Modell zu irgendeinem Zeitpunkt besonders gut funktioniert. jetzt kein junges Unternehmen mehr, schon eine ganze Zeit lang unterwegs und sind dann eben in der letzten Zeit an die B├Ârse gegangen. Also ich habe mir mal nochmal die Zahlen f├╝r das zweite Quartal angeschaut. Letztes Jahr haben sie 117 Millionen Umsatz gemacht in einem Quartal, also im zweiten Quartal. Das ist gesunken auf 95, das m├╝ssten so 22 Prozent weniger, w├╝rde ich sch├Ątzen. 22 Prozent weniger Umsatz sein, also gesund geschrumpft k├Ânnte man sagen. Man hat Marketing von 71 auf 50 Millionen reduziert, aber der Verlust bleibt trotzdem bei 45 Millionen, also fast der H├Ąlfte des Umsatzes im Quartal des vorherigen Jahres. waren es noch 55 Millionen, also man hat 10 Millionen Verlust gespart, macht aber 23 Millionen weniger Umsatz. Das hei├čt, es scheint nicht gut zu gelingen, das gesund zu schrumpfen. In den ersten sechs Monaten sind schon 50 Millionen negativer Cashflow angesammelt worden. Also es w├Ąchst nicht, es hat keine gute Operating Leverage. offenbar, sonst k├Ânnte man es irgendwie nehmen. Es scheint weder skalierbar noch profitabel und damit auch vollkommen klar, dass es nicht funktionieren konnte. Ich glaube, wir haben es nicht so richtig angeguckt beim IPO. Im Nachhinein, ich kenne den Markt nicht super gut, habe jetzt noch nicht unheimlich viel Zeit drauf verbracht, aber mein Gef├╝hl ist, Am Ende braucht das Modell ja immer noch eine bessere Lead-Generierung f├╝r Zahn├Ąrzte, oder? Du verschickst das Produkt zwar als MyDirectClub, aber ich glaube, es ist noch ein Zahnarzt in der Transaktion trotzdem drin. Man hat irgendwie Geld mit der Finanzierung verdient, weil Leute sich das nicht direkt leisten konnten und dann finanziert haben. Und damit kann man noch ein bisschen mehr Geld verdienen, aber am Ende sind die Marketingkosten immer so hoch geblieben, dass man Und auch die Gemeinkosten wundern mich, warum die so hoch sind. Also wie gesagt, wir haben 95 Millionen Umsatz, inklusive der Zinseinnahmen fast mehr als 100 Millionen. Dann die Cost of Revenues sind 29, das fand ich auch schon relativ hoch, also nur 70 Prozent Marge auf dem Produkt. Und dann kommen halt 50 Millionen Marketing und 60 Millionen General & Admin dazu. Da frage ich mich, Haben die so Stations, also so Flagship-Stores gehabt oder so?
Ja genau, die haben drei Produkte eigentlich. Das eine sind so Smile-Shops, das andere sind Impression-Kits, also da schicken die dir das nach Hause und dann machst du dir so einen Zahnabdruck und bekommst dann deine Schienen. Und das andere ist in Praxen, dass sie dort mit den Zahn├Ąrzten zusammenarbeiten.
Ist schonmal immer komisch, wenn du drei Modelle brauchst.
Siehst du irgendeine Position, dass es vielleicht auch legal irgendwie Klagen oder so gibt, dass die Patienten nicht zufrieden sind?
Ich glaube, es ist schon mal komisch, wenn du drei Modelle brauchst, die sich ja fast widersprechen. Wenn du den Leugner nach Hause schickst und sagst, mach den Abdruck selbst, sagst du, du brauchst keinen Zahlarzt. Und wenn du gleichzeitig sagst, wir bieten es auch an der Zahnarztpraxis an, dann musst du erkl├Ąren, warum brauchst du einen Zahnarzt. Mache ich das nur f├╝rs Wohlf├╝hlen oder ist es dann teurer? Ist es f├╝r die Leute, die es sich leisten k├Ânnen? Es kann ja nur eine von beiden Sachen wahr sein. Entweder ist es ein Produkt, was du komplett selbst machen kannst, was dann deutlich g├╝nstiger ist. Das Selbstversprechen ist g├╝nstiger als die Behandlung an den Zahnarzt. Und dann kannst du so marginal deine Z├Ąhne mal weiter korrigieren, als mal der Red Club macht. So Liner-Schienen nennt man das, glaube ich. Also diese Plastikschienen, die man beim Essen rausnehmen muss, ansonsten fast unsichtbar tr├Ągt und die aber so marginal, aber ├╝ber Zeit dann eben doch relevant das Bild deiner Szene ver├Ąndern. Und Zahn├Ąrzte waren immer dagegen. Da muss man auch sagen, das ist nat├╝rlich in ihrem Lobbyinteresse auch zu sagen, dass man das nicht zu Hause machen kann. Also es gibt auch medizinische Gr├╝nde, warum man es vielleicht nicht selber machen soll. Es ist nat├╝rlich auch klar, dass Zahn├Ąrzte nicht sagen, bohre dir jetzt selber die L├Âcher aus dem Zahn. Deswegen ist es ein bisschen schwer zu sagen, weil allein, dass es die zwei Modelle gibt, ist schon komisch. Ich kann mir vorstellen, dass... Hast du mal die Reviews, die angeschaut?
Ja, nicht gut.
Ja.
Also, vor allem, wenn du Trustpilot Deutschland anguckst, sind viele... ...Nie-Wieder-Kommentare. Aber auch, dass die Firma nicht erreichbar ist.
Ja, ich glaube, du brauchst schon einen exzellenten Kundenservice. Dann ist nat├╝rlich die Gefahr so, wenn du es selber machst, glaube ich, die Disziplin richtig anzuwenden, die Kontrolle, das Anpassen. Wenn es irgendwie erschwingen geht, w├╝rde ich das eher nehmen. Die Frage ist ja auch, was ist der wirkliche Mehrwert dieses Produkts? Du kannst es auch ├╝ber ganz normale Zahnarzt beziehen, dann kriegst du die VisiLine, das Vorbildprodukt, was aber deutlich teurer ist, wenn ich mich recht erinnere. Ich glaube, man kann annehmen, dass die herk├Âmmlichen Techniken mit den sogenannten Zahnheizungen, also mit den verstellbaren Exo-Zahnklammern, die von au├čen an den Z├Ąhnen dran sitzen, oder auch von innen. Es gibt ja verschiedene andere Modelle. Es ist ja fast eher ein Beauty-Produkt, wenn du sagst... Also das ist alles meine popul├Ąr wissenschaftliche Konsumentenmeinung, aber mir scheinen kosmetische Aspekte da mehr im Vordergrund zu stehen. Und ansonsten ist man beim Kieferorthop├Ąden oder Zahnarzt, glaube ich, besser aufgehoben. Aber ich wei├č nicht, du bist vielleicht der Experte da.
Die, ja, die, die Marge, also ich hab mir ├╝berlegt, was kann, k├Ânnen wir daraus lernen, so. Und die Marge machen sie ja daraus, dass sie eigentlich Leute haben, die weniger ausgebildet sind und die den Job machen k├Ânnen. Also entweder machst du es selbst oder bei denen im Studio oder sowas. Und das l├Ąuft super, wenn es gut funktioniert. Aber sobald was schiefl├Ąuft, gibt's halt schlechte Bewertungen und so weiter. Und ich glaube, du k├Ânntest das Learning jetzt auch auf Modelle nehmen, die wir in der Vergangenheit besprochen haben. Egal, ob es irgendwie Z├Ąhne sind oder eine Solaranlage, du brauchst halt schon die Leute, die sich vern├╝nftig damit auskennen. Also so diesen Profi rauszuholen oder die gelehrte Person da rauszuschneiden, um da ein Modell zu machen, ist vielleicht ... Kurzfristig eine gute Idee f├╝r die ersten drei, vier, f├╝nf Jahre, aber dann langfristig, wenn man genug Kundenbewertungen und alles hat, vielleicht dann doch nicht.
Ja, oder du musst es so g├╝nstig machen, dass du eine Full Money Background hier geben kannst. Ich sage ja immer, die kostet nichts, weil niemand die in Anspruch nimmt, aber ich bef├╝rchte, bei dem Modell w├╝rden ein paar Leute, und weil es ja auch relevante Summen sind, um die es geht, w├╝rden Leute claimen, ich will ja doch mein Geld zur├╝ck, das hat ja gar nichts gebracht. Ansonsten h├Ątten sie es vielleicht sogar angeboten, um die Reviews zu managen. Es wurde immer gehypt, die Dinge sind wie Pilze aus dem Boden gesprossen. Es wurde immer gehypt als ein sehr attraktives Konzept, weil prinzipiell die Rohmargen erstmal ganz gut sind. Aber wie gesagt, wenn du dann eigene Shops daf├╝r haben musst und so weiter, dann ist es vielleicht dann doch nicht mehr so spannend. Ich war ├╝berrascht, wie hoch die General & Admin sind, aber es macht vielleicht dann Sinn, wenn sie wirklich diese eigenen Flagship-Stores haben in Fu├čg├Ąngerzonen, dann kannst du auf die, was sind das hier, ├╝ber 200 Millionen im Jahr, die sie General & Admin haben, dann passt das vielleicht so. Aber ja, eins von den Modellen, wie gesagt, wenn das verschwindet, die Welt wird es wahrscheinlich nicht stark vermissen. Und es gibt ja konkurrierende Modelle, ich wei├č nicht, wie es um die steht. Am Ende, wenn du ├╝berzeugt davon bist, kannst du es weiter beim Kiefer oder Beten als Zahnarzt auch haben, wahrscheinlich das Produkt.
Wie sehr freust du dich auf den ganzen Prozess mit Sam Bankman-Fried?
Nicht ganz so sehr wie auf dem Google-Antitrust-Prozess, aber auch da kommen nat├╝rlich jetzt schon viele lustigen... Achso, das habe ich ├╝brigens vergessen. Das h├Ątte gut zum Billmermann-Topic noch gepasst. Sch├Ątzt mal, was Tom Brady f├╝r 20 Stunden Arbeit im Jahr f├╝r drei Jahre bekommen hat. Also er musste sich kommitten, drei Jahre lang 20 Stunden Arbeit zu machen im Jahr maximal. Und sch├Ątzt mal, wie viel SPF ihm daf├╝r gegeben hat.
Ich w├╝rde sch├Ątzen 55 Millionen.
Ja, genau. Der ist auf jeden Fall der Gewinner der ganzen Neiddebatte. Warum steht das nicht auf dem Bild?
Ich habe mir zur Vorbereitung das Interview angeguckt von Michael Lewis. Den wird man kennen, wenn man The Big Short gesehen oder gelesen hat. Also ein Autor, der das Buch geschrieben hat. Und der gibt ein Interview, das verlinken wir mal in den Shownotes, in 60 Minutes, zu Sam Bankman-Fried. Und das Wahnsinnige ist, der hat ja jetzt, also der Prozess f├Ąngt heute, Dienstag, 3. Oktober an. Und heute kommt sein Buch auch raus, Going Infinite. Dar├╝ber und das krasse ist, hast du mitbekommen, wie die sich kennengelernt haben? Also der Autor und der Vision├Ąr, der Gr├╝nder?
Nee, h├Âr mich auf.
Und zwar wollte ein Investor investieren in FTX. Und hat gesagt, hier Michael, geh mal bitte mit Sam spazieren und analysier den mal f├╝r mich oder mach ihm klar, dass ich der richtige Investor bin, um in seine Firma zu kommen, weil jeder wollte ja in dieser Gelddruckmaschine FTX dabei sein. Und so sind die spazieren gegangen und daraufhin, hat hat dann michael lewis gemerkt okay das k├Ânnte mein n├Ąchstes gro├čes buch werden ich muss auf jeden fall dabei sein die haben hundert mal miteinander gesprochen in der ganzen zeit bis es bf eingesperrt wurde weil er das Tagebuch seiner Ex-Freundin ver├Âffentlicht hat oder an die Presse geschickt hat.
Aber hat der Investor auch investiert danach? Oder hat er ihm gleich geraten, ne investieren wir nicht, aber ich habe hier ein spannendes... Ich glaube, w├╝rde beiden, der hat investiert.
Da hat er nicht erz├Ąhlt, also dar├╝ber, vielleicht liest man das im Buch, vielleicht auch nicht, das wird nicht gesagt, aber zu Tom Brady erz├Ąhlt er, dass der wirklich entt├Ąuscht war, also dass es so sch├Ân war, dass die beiden, der Supernerd und der Supersportler befreundet waren, obwohl sie ├╝berhaupt nichts, also die haben sich gegenseitig irgendwie bewundert und es war eine, w├Ąre fast eine Freundschaft gewesen und dann erz├Ąhlt er auch den, also das ist ja schon, Wahnsinn, was der f├╝r ein Rise and Fall in was f├╝r einer kurzen Zeit hatte. Also der Ultra-Nerd, mit dem keiner reden wollte, zu jemand, mit dem jeder zusammen sein wollte oder jeder wollte Geld von ihm und dann wieder zum Nobody, sobald das Geld weg ist.
Ja und das ist ein bisschen das krasse, er sollte eigentlich zum Nobody sein, sondern er sollte eigentlich der meistgehasste Mensch der Wallstreet sein. Also wenn du ├╝berlegst, das ist ja auch die Kritik von vielen Leuten, dass er immer noch zu positiv besprochen wird. Es wird ein bisschen daran festgemacht, seine Spenden an Demokraten und sein Elternhaus und so weiter. Ich wei├č nicht, ob das der Grund ist. Es k├Ânnte ein Grund sein. Also zum Hintergrund ansonsten, es gibt auch eine aktuelle OMR-Episode, wo der Spiegel-Reporter, der jetzt nicht ganz so nah dran war, aber schon einigerma├čen nah dran, da ist ein bisschen schildert, wer das interessiert, ist eine ganz spannende Episode, die ich gestern geh├Ârt habe. Aber wo es viel Kritik gibt, ist, dass Also wenn du ├╝berlegst, wie Bernie Madoff, der vergleichbar viel Geld irgendwie entwendet hat, damals behandelt wurde von den Medien, dann wundert man sich immer noch, warum der wie so ein kleiner Junge, der hier einmal den falschen Knopf gedr├╝ckt hat, behandelt wird. Und was er gemacht hat, ist mit anderen Leuten Geld hochspekulative gestellt. Mutma├člich, h├Âchstwahrscheinlich, das werden ja Gerichte jetzt rausfinden, ob er einfach nur eine schlechte Risikovorsorge hatte oder ob er einfach nicht eiskalt gesagt hat, die einzige M├Âglichkeit, meine Firma zu retten, ist, mit dem Geld meiner Kunden, der Bank, einen Hedgefonds zu f├╝ttern und hochriskante Spekulationen zu machen, in der Hoffnung, entweder noch mehr Geld zu machen oder die Firma zu retten und w├Ąhrenddessen aber Geld in seine Privatsph├Ąre, unter anderem an seine Eltern und so weiter, auch aus der Firma rausgeholt hat. Ich glaube schon, dass er deutlich mehr Kritik verdient. Wie gesagt, es ist, als wenn er beim Computerspiel die falsche Abzweigung oder ins falsche Level gegangen ist. Aber zumindest im Endergebnis ist das Ergebnis, dass viele Menschen ihr Geld verloren haben. Daf├╝r wird er sowohl in 60 Minutes, aber auch sonst, glaube ich, fast noch zu wohlwollend geschildert. Wie viel Vorsatz jetzt dahinter stand, wird das Gericht zeigen. Es gab schon Anzeichen von Chatprotokollen und so, dass es alles einigerma├čen im vollen Bewusstsein geschehen ist. Trotzdem unterstellt man ihm da immer diese Naivit├Ąt. Aber ich verstehe die Kritiker, die da sagen, man kann den Typen auch gerne kritischer betrachten.
Ja, wahrscheinlich hat der Welpenschutz. Unternehmer unter 30, unter 35 kriegen gewisse Welpenschutz.
Ja, so wirkt es ein bisschen.
Da gibt's auch einen Punkt, dass er wohl irgendwie gesagt hat, so alle, alle Leute ├╝ber 45 sind nutzlos. Und parallel hat dann der Autor gedacht, so ja, eigentlich w├Ąre so ein bisschen Adult Supervision ganz gut hier in der Firma. Also ich finde, das ist eigentlich das krasseste, dass diese ganzen gro├čen Investoren alle da drin waren, aber keiner irgendwie ein Board aufgebaut hat und keiner das, da irgendwas aufgesetzt hat, dass das... sauberer ist, wenn, also die Geschichte, die dort erz├Ąhlt wird, ist so ein bisschen so, also er hatte ja seinen Hedgefonds und da gab es schon Konten und alles und mit FTX konnte er halt nicht so schnell Konten in anderen L├Ąndern aufmachen, deswegen ist das Geld erstmal dahin geflossen und so. Das kann ja alles sein, aber du m├╝sstest doch, wenn du auf einmal dann so einen gro├čen Wachstumsschub hast und so viel gro├če Investoren dazukommen, irgendwie einen Plan haben, um das zu professionalisieren?
Ich bin mir nicht sicher. Ich glaube, das wirkt halt weiter. Du hast es ja gebaut auf eine relativ einfache Art und Weise. Ich will nicht sagen, dass es trivial ist, aber du hast FTX halt gebaut. Das ging mit relativ einfachen Mitteln. Du brauchst halt einmal viele gute Entwickler. Wahrscheinlich glaubst du, dass du so weiterkommst. Es gibt Leute, die investieren dann unheimlich viel in Regulatoren und den Apparat da drum. Bei anderen Belangen war er h├Âchst professionell. Er hat versucht, die Politik systematisch zu beeinflussen. Ich wei├č nicht, wie professionell er es gemacht hat, aber er hat das Problem erkannt und viel Geld ausgegeben. Ich glaube schon, dass auch seine Eltern, die sind ja Juraprofessoren, Berater hatten, die ihm gesagt haben, was er dazu braucht und dass Investoren versucht haben zu helfen. Wo ich mir nicht sicher bin, es wird ja immer so erz├Ąhlt, FTX war ja halt ein Grand. Ich h├Âre immer so das Narrativ, FTX war eigentlich, also die Kryptob├Ârse, die er gebaut hat, war eigentlich ein super solides Business, wo das Geld nur so rausgeflossen ist und er hat sich nur mit dem Hedgefonds verzockt. Da bin ich mir halt auch nicht so sicher. Also ob FTX Standalone, also also war es in den USA ja nicht legal oder das meiste, was sie gemacht haben, dann konnte man nur in Bahamas machen, das muss man schon mal unterscheiden. Ob FTX USA jetzt Bei den Werbeausgaben, also wenn du die Werbeausgaben dagegen rechnest, da sind wir bei einem Customer Lifetime Spiel, das hat sich mit Sicherheit nicht auf Uniteconomics gelohnt, sondern es hat sich nur gelohnt, FTX so stark aufzublenden, weil du A, dieses noch nicht legale, internationale Gesch├Ąft hattest, was dann aber trotzdem Leute aus allen L├Ąndern genutzt haben und eventuell, weil du deinen eigenen Coin, den ist der FTT, glaube ich, damit hochgejagt hast und damit dein Privatverm├Âgen mehr oder weniger und weil du selber spekuliert hast mit deinem Almeda auf eventuell die Sachen, die du selber auch weiter pushst. Und ich habe nicht das Gef├╝hl, dass eins der Businessmodelle an sich profitabel und sustainable war, sondern dass es auch nur in der Jetzt nicht super substanziell, aber mein Gef├╝hl ist schon, dass kein Modell stand alone, zumindest auf der Basis, wie es dann aufgeblasen wurde und wie viel Geld sie ausgegeben haben, funktioniert h├Ątte, also so attraktiv w├Ąre. Es musste schon alles ineinander greifen. Es ist so eine Art Flywheel mit dem eigenen Coin, der eigenen B├Ârse, dem eigenen Hedgefund und nur das rechtfertigt dann, glaube ich, diese hohen Werbeausgaben und so weiter. Es ist eben nicht so, dass er was geniales gebaut hat, wo auch Social Media der w├Ąre, glaube ich, sondern dann h├Ątte er keine Investoren gebraucht, to be honest. Wenn das so w├Ąre, wie gesagt, dann h├Ątte man nicht Investoren Geld nehmen m├╝ssen. Von daher, glaube ich, wird er da noch viel zu sehr als Genius gesehen.
Und letztes Highlight zu der Aufnahme ist, dass er wohl ├╝berlegt hat, Donald Trump 5 Milliarden zu geben, um 2024 nicht als Pr├Ąsident zu kandidieren.
Ja, vielleicht war das sein Deal mit den Demokraten auch, keine Ahnung. Das wiederum furchtbar rational ist, weil man unterstellen kann, dass es Trump vor allen Dingen um Geld geht. Mich freut, dass er es nicht genommen hat, ehrlich gesagt. Wahrscheinlich, weil es nur in Tokens gewesen w├Ąre oder so.
2024, das war zu der Zeit, als FTX zusammengefallen ist.
Ja, wir glauben ja nicht, dass Trump das macht, um Amerika zu retten. Ich glaube, der hat prim├Ąr pekuni├Ąre Motive, um ihn auszuzahlen. Wenn man wirklich glaubt, dass Trump schlecht ist f├╝r Amerika, dann halte ich das f├╝r eine rationale Schlussfolgerung. Nicht wundert, warum der Deal nicht zustande gekommen ist, ehrlich gesagt. Vielleicht zahlt Putin mehr. I don't know.
Was haben wir noch f├╝r schnelle News, bevor du aus dem Bett gehen kannst?
Genau, ├Ąhm... Siegner Sports, das haben wir bei YWO besprochen, glaube ich, waren nicht ├╝berm├Ą├čig ├╝berzeugt, ist von, was waren das, sechs Euro urspr├╝nglich oder so, auf jetzt Penny Stock, ├Ąh, Sekunde, ich muss mal den Kurs, Siegner Sports United hie├č das, glaube ich, ne? Genau, ist bei... 8 Dollar an die B├Ârse gekommen, steht jetzt bei 15 Cent. Das ist quasi das Online-Sports-Imperium um Renobankos Firmen geformt. Auch da kurzer Blick in die letzten Zahlen. Wir haben das Q2 23 lag beim Umsatz, also Q2 2022, Vorjahr war 255 Millionen Umsatz, Net Revenue hei├čt es hier, Q2 2023 ist 195 Millionen, also eine 20-prozentige Kontraktion, mehr, ein bisschen mehr, auch 22-prozentige Kontraktion im Online-Gesch├Ąft. Das ist, ich w├╝rde sagen, mehr als der Markt. Das EBITDA, adjusted EBITDA, ist von minus 15 Millionen auf minus 59 Millionen. Im Handelsgesch├Ąft negative Marge von 30 Prozent. Muss man auch erstmal schaffen. Die Visits sind 26 Prozent runtergegangen. Gross Profit, Rohertrag ├╝ber 50 Prozent eingebrochen. Komplette Shitshow, w├╝rde ich sagen. Die Firmen, die dahinter stehen, k├Ânnen wir vielleicht nochmal sagen. War das nicht auch ein SPAC? Wei├č ich gar nicht mehr. Ich glaube es war ein normaler B├Ârsengang. Die Firmen zeigen sich schon gar nicht mehr oder was, um den Ruf nicht zu sch├Ądigen.
Also die einzige Firma, die ich daraus kenne, ist Tennis Point.
Ich glaube Fahrrad.de und so ist auch dabei, eine Sekunde. Aber die zeigen echt nicht mal die Marke auf der Seite, eine Sekunde. Events, Presentations, dann gucken wir mal letzte Pr├Ąsentation an hier.
Das k├Ânnte ein Spec sein, weil sie sind bei 8 Dollar gestartet.
Ja, aber eigentlich m├╝sste es ja z├Ąhlen, aber es kann nat├╝rlich sein, dass es schlecht ist.
Saga.de ist dabei, Tennis Point.
Sie haben Wiggle gekauft mit dem Speck. Also genau, es war ein Speck und sie haben gleichzeitig Wiggle den Bicycle Store gekauft. Ja, also Inflation ist schuld, ist die erste Folge. Commodity-Preise steigen, das ist bei Fahrr├Ądern nat├╝rlich nicht ganz unwichtig, wenn Stahl und alles teurer wird. Wobei Stahl m├╝sste ja jetzt gerade, wenn die Konjunktur abflaut, g├╝nstiger werden. Oder Aluminium oder was auch immer, Carbon. Container-Shipping-Rates sind h├Âher geworden. Da lerne ich nichts draus aus der Pr├Ąsentation. Okay. Aber dann ein gutes Beispiel, wie bei einem Speck aus 10 Euro 15 Cent werden k├Ânnen und damit mehr als 99 Prozent des Kapitals der Anleger vernichtet. Und jetzt will Rene Benko das aber wieder private nehmen, habe ich irgendwo gelesen. Also ganz ├Ąhnlich wie SmileDirect. Also wenn Sie es richtig verstanden wollten, da die Gr├╝nder ja auch nochmal investieren. Das w├Ąre nat├╝rlich geil, wenn du einmal das Speckgeld einsammelst und dann f├╝r Pennies on the Dollar, also literally Pennies, also f├╝r 60 Millionen, Moment, wenn die jetzt noch 60 Millionen wert sind, dann m├╝ssen die 15 Cent auf 10 sind 7 mal 70 mal 6, sind die mal 4,2 Milliarden wert gewesen? Nein.
Da sind doch gro├če Shops dabei.
Also, jetzt w├╝rde ich gerne nochmal die Art Episode h├Âren, die wir gemacht haben. Naja, auf jeden Fall sind jetzt mal 60 Millionen wert und es wird diskutiert, ob Ren├ę Benko es wieder von der B├Ârse nimmt. Das w├Ąre nat├╝rlich ein Schn├Ąppchen jetzt. Der Kurs ist aber allein in den letzten f├╝nf Tagen, dann hat er sich nochmal halbiert. Normalerweise w├╝rde, wenn er es von der B├Ârse nimmt, der Kurs wieder anziehen. Nein. Okay, nicht zu viel Zeit darauf verbringen. Ansonsten, Die ersten AI-Startups senken schon ihre Bewertungen wieder. The Information berichtet, Stephanie Palazzolo, dass Jasper, also das war einst eine der besten L├Âsungen, um wirklich Texte zu kreieren oder Copywriting, AI, also so Wir kennen viele Leute im Bereich SEO oder Online-Marketing, die das den GPT-L├Âsungen vorgezogen haben, zumindest in der Vergangenheit, weil die so f├╝r den Use-Case schon sehr viel besser waren, aber eben auch nur so ein Wrapper um existierende Modelle, dass die ihre interne Valuation so um 20 Prozent runtergefahren haben, obwohl die M├Ąrkte sich ja eigentlich erholen. Es gibt jetzt keinen Grund mehr aus Zinsgr├╝nden, die Valuation zu senken, dass man sagt, das Gesamtszenario hat sich ge├Ąndert, sondern die Gr├╝nde m├╝ssen mehr eigentlich in der tats├Ąchlichen Performance der Firma liegen. Also es k├Ânnte sein, dass ein paar von diesen Superrunden wirklich zu hoch gepriced gewesen sind und so ein bisschen Realismus jetzt einkehrt. In der AI-Szene. Es gibt nat├╝rlich weitere Sachen, die gefundet werden und die spannend sind, aber trotzdem scheint die Euphorie ein bisschen nachzulassen. So, und dann gestern, ach herzlichen Gl├╝ckwunsch zum Tag der Einheit ├╝brigens. Wenn ihr es h├Ârt, ist der schon vorbei. Wir h├Ątten uns ja nie getroffen, h├Âchstwahrscheinlich. Es sei denn, du w├Ąrst in die DDR gefl├╝chtet. Aber herzlichen Gl├╝ckwunsch. Die zweitwichtigste Zahl, die rauskommt, sind die Tesla Deliveries. Die waren 4% schlechter. als die Wall Street erwartet hat. Die Aktie hat aber gar nicht so schlimm reagiert, glaube ich. Also man hatte mit ein bisschen besseren Zahlen gerechnet, hat sich eigentlich ganz gut befangen, die Aktie ist vollkommen unver├Ąndert. Wie gesagt, Wall Street hat sich 4% h├Âher erwartet, sie kam ein bisschen niedriger raus, sicherlich nicht brutal schlecht, aber man muss nat├╝rlich bedenken, dass Tesla aggressive Price Cuts gemacht hat, um diese Zahlen zu treffen. Trotzdem stehen sie wahrscheinlich da besser als andere Autobauer, das ist aber auch vollkommen klar. Aber man wird es in der hohen Marge von Tesla erkennen, denke ich. Und es werden weitere Price Guides wahrscheinlich n├Âtig sein, wenn man die Absatzzahlen hoch halten will. Aber wie gesagt, gemessen am Umfeld, es gab auch keine furchtbaren Zahlen, es war einfach nur ein bisschen schlechter als erwartet. Es wurde schon nicht gut erwartet und war noch ein klein bisschen schlechter. Genau. Und damit sind wir so am Ende. Heute m├╝ssen wir auch nicht ├╝ber Elon reden, oder? M├Âchtest du ├╝ber Elon reden?
N├Â, eigentlich nicht.
Dann skippen wir Elon. Heben wir uns das f├╝r eine andere Episode auf. Ich bin mir sicher, es wird noch genug anders geben. Dann bleiben wir heute beinahe Elon frei. Wie gesagt, Tesla zahlen gar nicht so schlecht.
Ich bin bald ein Jahr Twitter frei. Das bedeutet, dass Elon bald ein Jahr Twitter besitzt.
Hast du es an dem Tag wohl beschlossen? Ja. Und durchgezogen? Ja. Die Twitter-Trolle sagen ja immer, dass die Leute das andere nicht machen, aber du bist das Gegenteil. Du versuchst mich zu verleiten, doch dr├╝ber zu reden, aber herzlichen Gl├╝ckwunsch. Ist bestimmt gut f├╝r deine Gesundheit. Deine, wie sagt man, mentale Gesundheit.
Ja, macht das Leben viel angenehmer. Und ich krieg ja immer noch, die schlimmsten Twitter-News krieg ich ja immer noch von dir. Immer warm pr├Ąsentiert.
Ja, ich frag mich, wie die dich erreichen. Wenn du nicht da bist.
Kommen links und rechts kommen sie irgendwie da rein. Es gibt nur diesen einen Groupchat hier. Gr├╝├če gehen raus. Der m├╝sste mal langsam auf irgendein anderes Medium r├╝ber.
Ja. Wie bekommst du die dann mit, wenn du nicht auf Twitter bist?
Gar nicht. Ich war gestern drin und hab nochmal geschaut, aber ich reagiere da ├╝berhaupt nicht mehr drauf.
Also.
Verstehe. Ja. War eine sch├Âne Zeit da, aber ich glaube, es wird einfach... Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Ding nochmal so gedreht wird, dass da Leute gerne draufgehen.
Es kommt ein bisschen darauf an, wie die Wahlen ausgehen, glaube ich. Meinst du, wenn ein Republikaner gewinnt, was wird dann passieren? Also ich habe ein bisschen Angst davor.
Am Ende hat er das Medium so umgedreht, dass man da keine Zeit mehr drauf verbringen m├Âchte, au├čer man ist seiner Meinung. Und das ist halt jetzt einfach wie ein Newspaper, das eine gewisse Richtung geht und das wird halt dann nicht mehr besucht.
Das w├╝rde ich auch sagen. Es ist eigentlich keine Plattform mehr. A, weil es die Meinung des Verlegers ist. besonders verst├Ąrkt. Elon sorgt ja daf├╝r, dass er selber die meiste Reichweite hat. Damit ist es eigentlich keine neutrale Plattform mehr. Das muss man schon sagen. Und es ist eben nicht nur algorithmisch. Also die einzige Sache, die ich sage, und dann machen wir auch Schlusswort, dass Peter Mass ja gestern wieder so anti-Zelensky-Memes verbreitet hat. Was sich so ein Free-Speech-Steller machen, ist alles okay. Aber ich finde es dann doch... Nat├╝rlich darfst du, und ich meine, er findet halt lustige Sachen lustig und auch wenn sie politisch sind, so ist es auch fein, aber ich finde es schon ein bisschen arm, wenn du dich nicht traust irgendwie Putin oder Xi Jinping auf Twitter anzugreifen, aber dir nicht zu fein bist. Sozusagen Silenski, es gab so ein Meme, wo dieser Junge, der in einer Klasse sitzt und so ganz stark, ich wei├č nicht, wie das Meme hei├čt, ehrlich gesagt, aber sich nicht verkneifen kann, irgendwas zu tun. Man hat das Gesicht von Zelensky da reingemurft und dann gesagt, dass Zelensky, wenn er zehn Minuten nicht nach einer Milliarde neue R├╝stungshilfe gefragt hat, kann man lustig finden. Das verstehe ich auch. Ich finde es aber ein bisschen arm, wenn du halt im Zweifel auf die kleineren, also wenn du deinen Free Speech nicht nutzt, um Diktatoren anzuprangern, aber Leute, die gerade von Aggressoren angegriffen werden, dich dar├╝ber lustig machst, weil sie um internationale Hilfe bitten, finde ich es Einfach ein bisschen out of touch, aber wei├č nicht. Und das ist, warum ich auch Sorgen mache, wenn ein republikanischer Kandidat gew├Ąhlt wird, dass das relativ wahrscheinlich hei├čen wird, dass es keine weitere Unterst├╝tzung aus den USA f├╝r die Ukraine gibt. Und das macht es nat├╝rlich sehr attraktiv f├╝r Russland wiederum daf├╝r zu sorgen, dass ein republikanischer Kandidat gew├Ąhlt wird. Deswegen der Kreml ja auch sagt, dass Elon Musk ein sehr Ein gro├čer Unternehmer ist ein gro├čes Fakt. Aber da gehen wir jetzt nicht hin, sonst verlieren wir eine weitere Viertelstunde. Das diskutieren wir ein anderes Mal.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir uns gefunden haben. Tag der Deutschen Einheit und w├╝nsche allen einen sch├Ânen Mittwoch. Wir h├Âren uns wieder am Samstag.
Bis dann. Wir brauchen mehr Vereinigung, weniger Spaltung. Sch├Ânen Abend.
Der Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Gl├Âckner und Philipp Gl├Âckler, recherchiert von uns, produziert von Jan aus dem Off. Infos zur Vermarktung gibt's auf doppelg├Ąnger.io. Wenn dir die Folge gefallen hat, teil sie gerne mit einer Person, die uns noch nicht h├Ârt. Vielen Dank f├╝r deine Zeit und bis Samstag.