Doppelg├Ąnger Folge #316 vom 5. Januar 2024

Warum zerst├Ârt Google den Cookie? ­čŹ¬ | Perplexity AI $520M Bewertung f├╝r Google Konkurrent | VCs | Uber und Verkehrstote

Wir diskutieren die strategische Entscheidung von Google, Web-Cookies zu ersetzen. Perplexity AI wird mit $520M bewertet und Pip wagt eine Prognose f├╝r den Such- und Werbemarkt. Was sind staatliche VC Fonds? Welche deutschen VC-Firmen haben die meisten Exits?


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Philipp Gl├Âckler und Philipp Kl├Âckner sprechen heute ├╝ber:

(00:00:00) Intro

(00:05:10) Warum zerst├Ârt Google den Cookie?┬á

(00:22:40) Perplexity AI

(00:43:10) Pips Model Agentur

(00:55:40) Staatliche VC Fonds 

(01:04:30) VC Exits

(01:16:25) Uber Verkehrstote 

(01:28:35) Amazon Video 


Shownotes:

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VC Exits: Businessinsider

VC Funding low: FT

Uber und Verkehrstote: MIT

Der Podcast, den Pip meinte: The Daily: Why are so many pedastrians are dying in the US? 

Amazon Video Ads: Bloomberg

Ein Klick auf die Textabschnitte spielt diese ab. Du kannst auch mit dem Player umherspringen.

Willkommen zum Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast Folge 316 am 6. Januar 2024. Ich bin Philipp Kl├Âckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Kl├Âckner. Pip, wie l├Ąuft das Newsletter-Business?
L├Ąuft bei mir, l├Ąuft gut. Ich bin sehr zufrieden. Also meine eigenen selbstgesteckten zu niedrig gesteckten Ziele habe ich schon halb erreicht. Das ist nat├╝rlich ein Problem. ├ähm, scherz mal. Achso, scherz mal, wo wir sind. Also wir waren letztes Mal bei 750, haben wir begonnen.
Dann habe ich 3000 gesagt und das war schon fast. Genau. Und jetzt w├╝rde ich sagen 4000? F├╝nfeinhalb. Wow.
Also f├╝nfstellig sollte es wohl werden. Die Frage ist, wie?
Ich kriege die ganze Zeit nur E-Mails, dass irgendwelche Leute keine E-Mails bekommen haben. Ist das Problem jetzt gel├Âst?
Gel├Âste ├╝bertrieben. Also es haben viele Leute eine E-Mail bekommen, die es vorher nicht hatten. Die ├ľffnungsrate des Stop-Double-Opt-In ist inzwischen bei 95%. Das ist aber einer von 20, der es nicht hinbekommt, ist nat├╝rlich immer noch frustrierend. Ich wei├č ehrlich gesagt nicht, wie man es noch besser hinbekommt. Es liegt halt oft an internen Virenfiltern. Es gibt jeden Mail-Provider, also me.com, iCloud, Google, Google Mail, Leute, die es geschafft haben. Es liegt nicht an einem einzelnen Mail-Provider oder so. Es ist ein bisschen Gl├╝ck dabei, manchmal kommt es einfach sehr sp├Ąt, die Double-Hop-In-E-Mail. Naja, ich hoffe, die kommen noch nach und wenn es irgendwie gar nicht klappt, dann muss ich mich ja nochmal extra authentifizieren und die H├Ąnde hochladen. Es w├Ąre schon wild. Es ist spannend, es haben schon ganz viele Leute hier wegen Kooperationen sowas angetextet. Ich frage die nochmal, wie das bei denen ist eigentlich mit den Double-Opt-In, ob das besser funktioniert. Es ist schon ein bisschen wild, dass 5-10% das nicht hinbekommen.
Und die Erwartung ist auch so ein bisschen, also von ein, zwei Mails, dass man sofort ein Newsletter bekommt, wenn man sich angemeldet hat. Kannst du das einstellen, dass man, wenn man im Laufe der Woche sich anmeldet, den Newsletter von Montagmorgen noch bekommt?
Also ich kann in die Best├Ątigungs-Mail einfach einen Link auf die Webseite machen erstmal. Man kann auch so einen Funnel nat├╝rlich machen, dass du sofort was bekommst, wenn du einen Sign-Up hast, bekommst du sofort so ein Geschenk und so. Kannst du immer in den letzten Artikel verschieben. Mache ich bestimmt irgendwann mal als Automatisierung. Aber das ist jetzt nicht das Erste, womit man anf├Ąngt. Und doch, ich halte es auch nicht f├╝r das Wichtigste. Aber ja, so eine... Kleine Instant Gratification. Ich dachte, Memes w├Ąren ausreichend daf├╝r, aber ich kann in die Mail auf jeden Fall schon mal einen Link zur letzten Version machen und dann schaue ich mal, wie wir es automatisieren, dass es automatisch nochmal die letzten Newsletter kommt.
Wie viel Content steht schon f├╝r Montag?
Ich w├╝rde sagen, es kommt darauf an, was passiert. Wenn noch etwas Relevantes passiert, kann sich alles ├Ąndern. Aber in den Reedson-App, die ich auch sonst nutze, habe ich so einen Newsletter-Dump, wo ich einfach links reinkopiere, da stehen jetzt... Also das Problem wird eher, welche rauszumachen. Da sind so 10, 12 Links drin. Also ich w├╝rde lieber eigentlich auf 5, 6 runterkommen wieder. Das hei├čt, ich muss ein paar Themen aussortieren. Aber das zweite Material wird ja hier im Podcast besprochen. Nein, Quatsch. Achso, und ich habe mir vorgenommen, man kann den Newsletter ja so per Referral weiterleiten an Freunde. Und die ersten drei, die das machen, werde ich immer so mit LinkedIn oder Instaprofil erw├Ąhnen im Newsletter. Dann kann ich ein bisschen Fame zur├╝ckgeben. Ich wei├č nicht, ob das eine gro├če Motivation f├╝r Leute ist. Man wird vorher gefragt, ob man das m├Âchte. Es ist nicht so, dass eure Anonymit├Ąt nicht gesch├╝tzt ist. Ihr k├Ânnt auch ganz anonym das Leuten empfehlen. Aber wenn man einer der drei besten Weiterempfehler ist, dann kriegt man als ersten Preis eine E-Mail von mir, wo drin steht, ob man seinen Namen im Internet lesen m├Âchte. Und dann eventuell kann man irgendwie seine Firmenseite oder sein LinkedIn-Profil oder so auf seinem Namen verlinkt haben. Und damit erscheint das ja auch im Internet. Das ist auch ein Link. K├Ânnen die SEOs hei├č drauf sein.
werden.
Aber dann bitte nicht Referrals an hier meine Gmail-Adresse plus 1, plus 2, plus 3. Das sehe ich auch. Wenn jemand betr├╝gt, kriegt er auch eine Erw├Ąhnung. Aber eine, die einem vielleicht nicht so gut gef├Ąllt. Dann erkl├Ąre ich, wer versucht hat, das System zu checken und dabei sich furchtbar dumm angestellt hat. Letzte Frage.
Gibt es eine Rubrik f├╝r unsere Shownotes?
Ja, nicht eine extra Rubrik. Viele spannende Sachen, ├╝ber die wir reden, findet man da vielleicht auch mit Quellen. Aber jetzt die gesamten Shownotes da dumpen, muss ich mal sehen. Vielleicht schaffe ich noch eine kleine Sektion unten f├╝r die aktuelle Folge. Und dazu, das w├Ąre es vielleicht, dass ich sage, neben dem H├Ârtipp, da gibt es immer so eine Podcast-Empfehlung, darunter k├Ânnte man nochmal die letzte Doppelg├Ąnger-Episode featuren. Das ist ja auch so ein bisschen Sinn und Zweck, oder einer der Zwecke. Da k├Ânnte man nat├╝rlich ein paar Shownotes noch mit reinbringen. Das w├Ąre vielleicht die beste L├Âsung.
Bevor wir wieder ├╝ber AI sprechen, erkl├Ąr mir kurz, warum zerst├Ârt Google den Cookie?
Also das ist lustig, der von dir als Apple-User kommt. Vor vier Jahren hat Apple den Cookie schon l├Ąngst zerst├Ârt f├╝r euch. Also was passiert ist, dass ab dem 4. Januar erstmal 1% der Chrome-User, ich glaube es sind 30 Millionen Nutzer, entspricht das, werden keine Cookies mehr haben. Also Cookies sind diese kleinen Tracking-St├╝cke, Tracking-Bits oder Tracking-Datenpartikel, womit man Leute so ├╝bers Netz verfolgen kann, womit ich wei├č, auf welchem E-Commerce-Angebot war der zuletzt oder welche Webseiten besucht der oder die Person noch au├čerdem. Die Grundlage eines Gro├čteils der Werbeindustrie im Moment noch sind diese Cookies, die im Browser gespeichert werden. Und die schafft Google jetzt, nachdem Apple das, wie gesagt, vor vier Jahren eigentlich schon gemacht hat, schafft Google das jetzt zunehmend ab. Bis zur zweiten Jahresh├Ąlfte werden die wahrscheinlich 100% verschwunden sein. Man f├Ąngt jetzt mit einem typischen 1%-Test bei Google erstmal an am 4. Januar. Wenn ihr in dem 1%-Test drin seid, dann bekommt ihr eine Nachricht von eurem Browser oder Android-Ger├Ąt. Ja, was hei├čt das und warum macht Google das? Google hat selber jetzt so ein Alternativsystem entwickelt, das hei├čt Privacy Sandbox. Wenn man das bei Google eingibt, kann man sich da auch informieren, was das genau beinhaltet. Einfach gesagt ist das sozusagen ein Framework, w├╝rde ich es nennen, f├╝r sozusagen das Android-Betriebssystem, wo Google quasi der Monopolist ist und den Chrome-Browser, den Google quasi regiert. Ich sch├Ątze mal, Marktanteil Chrome. Wenn du den digitalen Vorreiter im Podcast geh├Ârt hast, dann m├╝sstest du die Frage eigentlich beantworten k├Ânnen. Da wurde mir die gestellt.
Den Podcast habe ich nat├╝rlich nicht geh├Ârt, aber ich w├╝rde sagen 20%. Achso, die sind auf jedem Android-Telefon.
Auf dem Samsung m├╝ssten sie theoretisch nicht drauf sein. Das ist ja eines dieser Bundling-Problematiken, dass du Android nicht nutzen darfst, wenn du nicht Chrome drauf hast zumindest. Aber die Frage ist, wenn du auf Web-Traffic schaust, wie viel Prozent des Web-Traffics wird ├╝ber den Chrome-Browser kommen? Und wie berechnest du das? Also wie erschlie├čt du das? Es geht ja immer auch um den Arbeitsweg, den Denkweg.
Also ich w├╝rde sagen, 90 Prozent der Betriebssysteme sind Microsoft. Und da installieren sich die Leute den Chrome-Browser und ein paar auf Apple. Das bedeutet, es ist wahrscheinlich unter 5%.
Chrome-Anteil?
Ja, wenn es nur Web-Traffic ist, also nicht mobile.
Das ist schon mal eine wichtige Erg├Ąnzung noch.
Und wenn es Mobile ist, ist es 50%.
Ja, also es ist insgesamt 66, zwei Drittel. Man k├Ânnte damit rechnen, dass auf Android die meisten Leute jetzt nicht Safari nutzen, sondern Chrome oder Firefox. Aber die meisten nutzen einfach Chrome, auch weil es von Google ja durchgedr├╝ckt wird, quasi per Android zum Standardbrowser gemacht wird. Und auf Windows-Systemen, wie du richtig gesagt hast, da w├╝rde ich auch davon ausgehen, dass mehr als 50%, anders kommst du ja auch auf die 66% nicht, dass da auch mehr als 50% den Chrome-Browser benutzen. Alles, was ├╝brig bleibt, ist nat├╝rlich vor allem, du kannst so mal StudCounter-Browser-Studs, dann m├╝sstest du das finden. Der n├Ąchstk├╝rzeste Konkurrent ist mit Sicherheit Safari, also dass dann mobile Ger├Ąte der App-Benutzer und die MacBooks und iPads sind.
Wahnsinn.
Sch├Ân sieht die Grafik aus, wie sie den, also wenn man sich 20 Jahre anschaut, wie sie zwei Drittel bekommen haben ├╝ber die Zeit, also wie schnell das w├Ąchst. Und dann Android-Marktanteil am Web-Traffic?
Das l├Ądt hier gerade? Nee, nicht, nee, nee. Keine Ahnung. Androids am Web-Traffic, also mobile, wie viele Leute Also nur am mobilen jetzt, nur am mobilen. Wahrscheinlich 80%.
70, weil gerade in Emerging Markets der Anteil nat├╝rlich viel h├Âher ist an Huawei, Samsung oder Huawei, Samsung, Xiaomi, Phone und so weiter. Das muss man verstehen, dass zwei Drittel des Browser-Marktes Google kontrolliert und 70% des Mobile Operating System Markets kontrolliert. Auf diesen sehr beherrschenden Marktanteilen wird jetzt quasi durchgesetzt, es gibt keine Cookies mehr, sondern es wird diese Privacy Sandbox angewendet stattdessen, dieses Framework. Damit wird... Man k├Ânnte sagen, die Datensammlung so ein bisschen bei Google monopolisiert. Also es wird deutlich schwerer f├╝r Dritte. Also es geht um Third-Party-Cookies. Also f├╝r Dritte wird es viel schwerer, Daten zu sammeln im Netz. Also zum Beispiel f├╝r den Facebook, f├╝r den Trade-Desk, f├╝r den Criteo, f├╝r diese ganzen Adjust-Ad-Roll-Sachen. W├Ąhrend man davon ausgehen kann, dass Google weiterhin jede Menge First-Party-Daten ├╝ber ihre, also selbst erhobene Daten ├╝ber seine Nutzer beh├Ąlt. Und diese Privacy-Sandbox, was die letztlich macht, ist, sie sagt, sie gibt den Menschen quasi mehr Datenschutz. Also Google sagt auch immer, es ist ein more private Web. Sie sagen nicht, das ist jetzt die L├Âsung. Apple sagt ja sozusagen, wir machen es so, so strikt wie m├Âglich und dann kannst du ├╝berw├Ąhlen, ob du es m├Âchtest oder nicht bei Apple. Du kannst sagen, ich m├Âchte weitergecheckt werden und wenn du es nicht machst, dann bist du aber auch relativ sicher eigentlich. Google sagt, wir machen es more private, daf├╝r hast du aber keine Wahl, sondern wir dr├╝cken es relativ stark per Default ├╝ber den Browser und das Operating System Android durch. Und dann die L├Âsung, wie man dann Nutzer verfolgt ist, also A, man muss quasi mit Google kommunizieren, also du musst diese Privacy-Sandbox nutzen, die APIs, die den Entwicklern zur Verf├╝gung gestellt wird, wenn du auf die Funktionalit├Ąten zugreifen m├Âchtest, der Privacy-Sandbox. Du kannst nat├╝rlich auch sagen, ich besch├Ąftige mich damit nicht und dann hast du keine Daten. Und die Daten, die es weiterhin gibt, sind einerseits Topics, also du kannst gewisse Themen quasi identifizieren, denn die Nutzer werden nat├╝rlich weiter verfolgt dabei im Browser, aber sie werden eben nicht mehr sozusagen eineindeutig als Person identifizierbar. Also es wei├č niemand mehr, dass du Philipp Gl├Âckler warst und auf diesen 20 Seiten zuletzt warst und das wird dann auch noch an andere Parteien weitergegeben im schlimmsten Fall. Was jetzt passiert ist, du kommst einfach in eine Kohorte, die halt entweder eine gewisse Affinit├Ąt hat zu gewissen Topics, irgendwie Fu├čballbegeisterter oder Sustainabilityfreak oder Cars. Petrolhead oder Travel Junkie oder was auch immer so Topics sein k├Ânnten. Und es gibt die sogenannten FLOCs, das sind Federated Learning of Cohorts Gruppen, also kleine Kohorten, die sich sehr ├Ąhnlich verhalten. Das hei├čt, da sind dann hundert, das ist ├╝brigens eine erschreckende Vorstellung, aber es sind dann hundert oder tausend Leute, die sich fast genauso, also statistisch fast genauso verhalten wie du. ├ähnliche Bildung, ├Ąhnliche Einkommensklasse, ├Ąhm, wobei, ├Ąhm, ├Ąhm, ├Ąhnliche Demografie, Wohnort, ├Ąh, ├Ąhnliches Setup, was die Technologie, also auch Mac, Guy, vielleicht die Uhlenhorster, ├Ąh, Mensch, der SUV f├Ąhrt und gerade einen Sommerurlaub plant. Oder Teenager mit Essst├Ârung oder so k├Ânnte so eine, ├Ąh, wei├č nicht, ob man das, ├Ąh, targetieren kann, aber... Also es werden ganz viele Menschen sozusagen, dass sie nicht mehr einzeln identifizierbar ist, in so eine kleine Kohorte gepackt. Die ist aber relativ aussagekr├Ąftig f├╝r Werbetreibenden. Und aber es liegt halt komplett in Googles Welt. Du kannst davon ausgehen, dass Google sehr gut damit arbeiten kann ├╝ber Machine Learning. Das machen sie ja sowieso schon, wenn du das aktivieren m├Âchtest. Kannst du halt ein relativ gutes Ad-Targeting weiterhin hinbekommen. Google will sich ja nicht in den eigenen Fu├č schie├čen. sondern sie glauben mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass sie aufgrund dieser Flocks der Federated Learning Cohorts oder Off-Cohorts immer noch gutes Ad-Targeting hinbekommen. Aber au├čerhalb von Google oder des Google-├ľkosystems wird es ohne Third-Party-Cookies nat├╝rlich deutlich schwerer. Man denke zum Beispiel an so Affiliate-Links oder Affiliate-Netzwerke, die bis vor kurzem sehr stark noch darauf vertraut haben oder bis heute vertrauen teilweise. F├╝r die ist das nat├╝rlich schwierig. Eine Einschr├Ąnkung ist, es wird zum Beispiel auch Fingerprinting schwer. Das war so eine L├Âsung zum Beispiel, Fingerprinting ist, wenn ich keinen Cookie nutzen m├Âchte oder kann oder darf, dann kann ich Fingerprinting machen. Das hei├čt, man kann davon ausgehen, dass es zum Beispiel nur ein MacBook mit deiner Screenaufl├Âsung, mit deinem Browser-Setup, mit deiner IP, der Mausgeschwindigkeit oder Tippgeschwindigkeit, die du typischerweise machst, den Language Settings und so weiter, genau der Browser und der Version, die du hast, gibt. ├ťber Kombination vieler Merkmale kannst du Menschen fingerprinten, nennt man das. Einfach weil die Leute viel uniker sind, als man sich vorstellt, wenn man genug Signale hat. Und von denen werden viele zum Beispiel sicherheitshalber in Airquotes auch unterbunden jetzt. Das hei├čt, das Fingerprinting wird auch schwerer. Das hei├čt, deine n├Ąchstbeste Alternative verschwindet auch f├╝r dich als Werbetreibenden oder als Werbenetzwerk. Achso, dann gibt es noch Protected Audiences. Das ist vom Naming her, glaube ich, ein Homerun. Protected Audiences ist nicht das, was es klingt, sondern es ist quasi Retargeting. Also ├╝ber Google kannst du Menschen weiterhin genauso retargeten wie vorher, n├Ąmlich dass du eigentlich wei├čt, f├╝r welches Produkt sie sich ungef├Ąhr interessiert haben und dass sie deine Webseite schon mal besucht haben. Aber sozusagen f├╝r den Rest des Web wird es halt deutlich schwerer. Es ist so ein bisschen, also ein Nutzer oder ein H├Ârer hat gefragt, macht Google jetzt damit das Werbe├Âkosystem quasi kaputt oder so. Ich w├╝rde es so vergleichen. Du hast ein Monopol, sagen wir du bist ein Flughafen. Du bist der Betreiber des Frankfurter Flughafens. Und du sagst, Messer sind eigentlich viel zu gef├Ąhrlich f├╝r unsere Leute hier und f├╝r den Flugverkehr. Wir verbieten jetzt Messer. Also hier darf man keine Zwillingen-WMF-Messer benutzen, sondern nur noch die, die von uns selber zertifiziert sind. Und au├čerdem geh├Ârt dem Flughafen auch ein Messerhersteller, der sichere Messer herstellt. Und es sind jetzt nur noch die sicheren Messer erlaubt. Damit ist der Markt f├╝r die, die normale Messer hergestellt haben, die gef├Ąhrlich waren, aber das war der freie Markt, ist jetzt weg. Und du kannst jetzt entweder stumpfere Messer nehmen oder kein Messer mehr. Oder mit L├Âffel essen, quasi. Ich wei├č nicht, ob das ein guter Vergleich ist, aber man kann schon davon ausgehen, dass der Rest der Werbeindustrie jetzt nicht super happy ist damit. Also gerade zum Beispiel The Trade Desk, die ja relativ gut gelaufen sind noch bisher, haben sich so ge├Ąu├čert, dass sie nicht glauben, dass es irgendeinen Gewinner au├čer Google gibt jetzt durch diese Neuerung. Und Criteo oder so hat zum Beispiel an der B├Ârse wieder, also ging schon lange nicht wirklich gut an der B├Ârse, aber haben jetzt wieder ein sehr schweres Ja, hinter sich. Und am Ende wird es, glaube ich, zwei Effekte geben. Das eine ist, es k├Ânnte Werbebudget dadurch, dass gewisse Werbeformen ineffektiver werden. Denken wir zum Beispiel an Affiliate-Marketing, dieses ├╝ber Cookie-Empfehlungen, ├╝ber Cookies oder Publishing-Display-Werbung im Publishing-Bereich. Die k├Ânnten ineffizienter werden. Und was machst du als Werbetreibender, wenn eine Werbeform ineffizienter ist? Also eine wird ineffizient f├╝r dich.
Abschalten.
Genau, verschiebst Budget woanders hin und das w├╝rde im Zweifel zum Beispiel zu Search flie├čen. Das w├Ąre eine Auswegm├Âglichkeit quasi und damit wieder in Googles H├Ąnde. aber auch andere Display-├ľkosysteme wie eben Trade Desk oder Crite oder so. Also das ganze Thema Realtime Bidding, Programmatic Display Advertising wird wahrscheinlich auch eher negativ betroffen sein und relativ gesehen k├Ânnte das wiederum so die Double-Click-L├Âsung, also Googles eigenes Ads-├ľkosystem, wo sie ja voll integriert sind von DSP, SSP, AdExchange und so weiter, k├Ânnte das weiter dort deren Vormachstellung st├Ąrken. Was man mal wieder gut erkl├Ąren kann bei der Gelegenheit ist, wie Google quasi sehr strategisch diese M├Âglichkeit ├╝berhaupt geschaffen hat. Die haben ganz am Anfang, vor 15, wenn nicht 20 Jahren, wahrscheinlich ├╝berlegt, wenn wir Monopol werden, wer kann uns eigentlich noch gef├Ąhrlich werden und als Suchanbieter, als Website im Netz die Suche anbietet. Ist nat├╝rlich klar, dass am ehesten ein Browser sagen kann, ich mache eine andere Suche jetzt zu meiner Startseite. Dann hat man, glaube ich, deswegen angefangen, den Chrome-Browser zu entwickeln, basierend auf Open-Source-Software, wenn ich mich richtig erinnere. Dann der n├Ąchste Schritt w├Ąre das Operating System. Also es k├Ânnte Windows oder Apple sagen, nicht mehr mit uns, Google. Wir haben eine eigene Suche, gerade Microsoft zum Beispiel mit Windows, k├Ânnte sagen, wir haben ja auch selber Bing, warum sollten wir Google auf unsere Rechner lassen? Das hei├čt, man hat sich dann f├╝r das mobile Zeitalter entschlossen, ein stark subventioniertes, kostenloses Betriebssystem zu vertreiben, Android, das sozusagen bis heute funktioniert. glaube ich, nichts kostet als f├╝r die Hardwarehersteller, daf├╝r aber die Verpflichtung hat, dass du gewisse Google-Produkte mit installierst und nutzt, die Standards, die Google ist und so weiter, worum es ja auch in diesem Android-Wettbewerbsverfahren geht. Und man k├Ânnte weitergehen, irgendwie der n├Ąchste Schritt w├Ąre der Internet Service Provider, also das ist dein... Ja, dein Kabelanbieter, wenn du so willst, dass der sagen k├Ânnte, ich lasse Traffic zu Google einfach gar nicht mehr durch. Und auch da hat Google ja mit dem Projekt Loon diesen Starlink-Vorl├Ąufer mit Luftballon oder mit Google Fiber, oder hei├čt es nur noch FI, ich wei├č gar nicht, also ihrem ISP, auf jeden Fall Internet Service Provider, versucht so ein bisschen in den Markt reinzugehen. Das war jetzt nicht ganz so erfolgreich, aber... Wie gesagt, Chrome hat zwei Drittel Marktanteile ├╝ber alle Ger├Ąte und Android im mobilen Markt 70%. Chromebooks k├Ânnte man auch noch ├Ąhnliche vertikale Integration sehen, die sie gebaut haben. Und das Pixel-Smartphone nat├╝rlich auch, also Google-Hardware, sei es jetzt Chromebooks oder Pixel oder die Nest-Sachen. Das hat alles schon einen starken defensiven Charakter, um dieses Monopol weiter zu verteidigen und in andere M├Ąrkte zu ├╝bertragen und sich unabh├Ąngig von anderen Monopolen eventuell in der Hardware-Landschaft zum Beispiel zu machen. Genau das, was Facebook nicht gelungen ist. Aber rein strategisch muss man Google gratulieren, das exzellent gemanagt zu haben und in zwei weiteren M├Ąrkten mit Browsern und Betriebssystem da die Dominanz, die sie angestrebt haben, erreicht zu haben. Ob das dann jetzt im Endeffekt das Beste f├╝r Werbetreibende, Werbenetz, also den Rest des Marktes und Konsumenten ist, ist eine andere Frage. Das werden vermutlich, je nachdem wie stark sich das jetzt auswirkt, also Google ist da in st├Ąndigen Gespr├Ąchen mit der CMA, der Competition and Markets Authority, glaube ich, in UK, die schon von Anfang an bem├Ąngelt haben, das k├Ânnte problematisch sein. Muss man mal sehen. Nach meinem Gef├╝hl, wenn ich ├╝berlege, wie sich das auswirken m├╝sste, w├╝rde es mich nicht wundern, wenn es neue Wettbewerbsklagen gibt dadurch. Und es bringt jetzt erstmal wieder, frischen Wind ist das falsche Wort, aber Bewegung in den Displaymarkt oder in den Online-Werbemarkt, weil sich Marktanteile eben verschieben k├Ânnte und es w├Ąre komisch, wenn sie sich nicht zu Google verschieben dadurch.
Aber die anderen Gro├čen k├Ânnten ja auch Gewinner davon sein. Also man nimmt ja eigentlich den Kleinen die Luft zum Atmen.
Ja, es gibt letztlich die, die gute First-Party-Data haben. Also die eingeloggte Nutzer haben, die ihre Nutzer gut kennen. Du k├Ânntest sagen Facebook und Instagram, du k├Ânntest sagen gro├če Verlagsnetzwerke vielleicht. Apps, die sehr aktiv genutzt werden, wo der Nutzer eingeloggt ist, w├Ąhrend er sie nutzt, die sind im Zweifel am wenigsten davon betroffen. Bist du eine Webseite oder eine App, die nur sporadisch besucht wird, wird deine Monetarisierung dadurch eher schwerer, w├╝rde ich vermuten.
Und f├╝r Fashion-Style wird es doch wahrscheinlich auch schwieriger. Also wenn du jetzt ├╝berlegst, du konkurrierst gegen einen Shein oder... ein Temu oder irgendwie ein TikTok, die E-Commerce bald anbieten oder jetzt schon anbieten und irgendwie Apps haben, die Nutzer wesentlich mehr ans Produkt binden und du kannst dann durch andere Kan├Ąle nicht mehr so viel Werbung machen als zum Beispiel E-Commerce-Plattform, wird das dein Business ja auch beeintr├Ąchtigen. Also der Retargeting ist ja eigentlich der g├╝nstige Weg, um einen Kunden zu oder einen Kauf zu triggern.
Ja, man muss ein bisschen schauen, wie innovativ jetzt der Rest der Industrie ist und ob Trade Desk irgendwie, also die bauen nat├╝rlich, versuchen nat├╝rlich alle irgendwelche Arten von Identifiern zu bauen. Man muss halt schauen, ob alternative Konzepte da irgendwie erfolgreich werden. Aber prinzipiell, die chinesischen Plattformen haben nat├╝rlich einen gro├čen Vorteil, dass sie erstmal bei der Neukundenakquise erstmal noch nicht so relevant, w├╝rde ich sagen. Da k├Ânnen die viel Geld rauspulvern und ich w├╝rde ja auch recht geben, dass sie prinzipiell von Anfang an darauf achten. die Nutzer besser in ihrem ├ľkosystem zu halten und nicht immer wieder neu ├╝ber Google und Facebook zu akquirieren. Von daher k├Ânnte das so ein bisschen in die Karten spielen. Und das alte Performance-Marketing-Playbook wird dadurch noch wertloser, wenn man so marginal oder tendenziell noch wertlos. Es wird nicht wertlos, aber es wird schwer zu sagen, dass Online-Marketing oder Performance-Marketing deine Competitive Edge ist. Aber das ist eigentlich seit f├╝nf, wenn nicht zehn Jahren, wenn man ganz ehrlich ist. Aber es wird noch mal klarer vielleicht dadurch.
Wie immer am Anfang des Jahres gibt es ab und zu eine News, dass es einen neuen Google-Konkurrenten vielleicht geben k├Ânnte. Vor zwei Jahren gab es bei OMR mal einen Artikel dar├╝ber. Da haben sie so ein bisschen vorgestellt, wen es alles gibt. u.com, Niva, Xani, Kagi, wie sie alle hei├čen. Niva ist mittlerweile abgeschaltet. Nun gibt es was Neues.
Perplexity.
Es ist aber keine Suchmaschine, sondern eine Antwortmaschine. Answer Engine habe ich in dem PR-Text gelesen. H├Ąttest du investiert auf einer Bewertung Post 520 Millionen, w├Ąrst du gerne bei so einer AI-Suche dabei?
Also erstmal finde ich spannend, wie gut man daran sieht, wie wichtig Timing ist. Niva, wie du richtig gesagt hast, ist ja mit einem sehr ├Ąhnlichen Konzept. Also die haben das mit dem AI-Arzermaschinen erst ein bisschen sp├Ąter gemacht, aber die waren auch mit 70 Millionen gefundet, glaube ich, oder 80 sogar. Und wie du richtig sagst, haben das Gesch├Ąft eingestellt dieses Jahr. Letztes Jahr. Also halt neue Firmen, die eigentlich etwas sehr ├Ąhnliches machen wollen wie Niva und die werden jetzt halt mit 70 Millionen gefundet oder mit 45 Millionen bei U.com. Das ist schon ganz spannend, das zeigt auch, wie wichtig Timing ist, weil was man glaube ich sagen kann, dass es nie billiger war, so eine. so ein Produkt herzustellen. Fr├╝her w├Ąre eine Suchmaschine bauen sehr komplex gewesen. Ich glaube, heute so eine Answer-Maschine zu bauen, ist, wie man sieht, relativ kapitaleffizient erstmal. Muss man sehen, wie viel Geld noch reinflie├čt. H├Ątte ich da investiert? Ich w├╝rde sagen, ja, aus zwei Gr├╝nden. Das erste ist, dass der Markt oder der Kuchen so gro├č ist, dass du selbst bei einer 1 zu 1.000 Chance wahrscheinlich einen guten Erwartungswert h├Ąttest f├╝r dein Investment. Du wirst, wenn es funktioniert, nicht mehr so viel Kapitalbedarf haben, glaube ich, beziehungsweise wird es sehr schnell M├Âglichkeiten geben, das zu refinanzieren. Ich glaube, wenn ich es richtig gelesen habe, hat Perplexity AI schon 5 bis 10 Millionen ARR. Das ist von Leuten, die 20 Dollar im Monat zahlen, so wie bei ChatGDPT, um das h├Ąufiger zu nutzen. Das zeigt ganz gut das Monetarisierungspotenzial und im Vergleich zum Funding ist das jetzt nicht wild eigentlich. Also man k├Ânnte sogar sagen, naja, g├╝nstig ist jetzt auch nicht, aber bei dem Wachstum ist es ganz nett. Also die Logik ist, die Ausfallrate ist ja bei allen Startups einigerma├čen gleich, aber wenn du eine neue Suchmaschine bauen w├╝rdest oder Answer-Maschine, das gleiche sage ich auch immer ├╝ber Social Networks. In Social Network kannst du eigentlich fast immer investieren, weil wenn es klappt und relevant gro├č wird, dann wird es halt ein sehr, sehr gro├čer Exit, h├Âchstwahrscheinlich. Und das gleiche w├╝rde ich jetzt bei Search sagen. Ich halte es nicht f├╝r besonders wahrscheinlich, dass es klappen wird, ehrlich gesagt. Aber wenn es klappt, dann ist der Kuchen so gro├č, dass man auch bei einer sehr kleinen Erfolgswahrscheinlichkeit das machen k├Ânnte. Und das andere ist, der Cap-Table liest sich jetzt auch eher attraktiv. Da war IVP, glaube ich, schon drin. IVP f├╝hrt jetzt die Runde an. Aber ansonsten ist Nian, New Enterprise Associates, Databricks Ventures drin, Idad Gil, so ein Ex-Twitter-VP, so ein Scaling-Mastermind. Tobi L├╝ttke von Shopify, der CEO ist drin, der Ex-GitHub-CEO, Ned Friedman und auch Nvidia und sogar Jeff Bezos, der Amazon-Gr├╝nder und ehemalige CEO. Von daher h├Ątte ich das Gef├╝hl, es w├Ąre jetzt kein gro├čer Fehler, in dem Kreis von Namen zu stehen. Aber die rationalere Variante ist die erste Antwort. Von daher w├╝rde ich jetzt da so eine sehr konzentrierte Bett drauf machen und da so eine deutlich sechsstellige Summe reinsch├╝tten. Wahrscheinlich nicht, aber viele solche Sachen als kleine Betts zu machen... glaube ich, ist im Vergleich zum Beispiel zum Investment in das n├Ąchste LLM, wo du ja genau das gegenteilige Problem hast, n├Ąmlich, dass du auf eine viel zu hohe Anfangsbewertung investierst. Und dann muss man ├╝berlegen, wie gro├č kann das eigentlich noch werden? Da glaube ich, da ist die Mathematik schwerer. Genau, das w├Ąren meine Gedanken.
Aber es ist doch schon so ein Produkt wieder, dass man das Gef├╝hl hatte, OpenAI k├Ânnte das beim n├Ąchsten Product Update auch vorstellen.
Ja, fair. Also es ist eigentlich nichts anderes als Googlebot oder ChatGPT oder Microsoft Copilot mit einer besseren UI oder UX. Dahinter steht auch irgendwie ab und an eigene propriet├Ąre Modelle, aber prinzipiell nutzen sie Googles Gemini-Modell, das Mistral-7b-Modell, das Entropic-Cloud-Modell, das GPT-4 von OpenAI nutzen sie. Du kannst, wenn du Pro-User bist, sogar ausw├Ąhlen, welches du nutzen m├Âchtest von denen, also wenn du eine Pr├Ąferenz f├╝r eins hast. Ansonsten nehme ich an, haben sie irgendeine Art Router oder so ein Mix of Experts Part davor, der das beste Modell f├╝r die jeweilige Suchanfrage aussucht. Ich glaube, es ist ganz spannend. Du kannst deutlich viele Daten sammeln. Ich glaube, du musst nicht jede Frage wieder neu beantworten. Du kannst ein bisschen Caching machen, weil Leute irgendwann ja mehr und mehr die gleichen Sachen fragen. Fairerweise ist es immer noch bei Google zum Beispiel so, dass jede f├╝nfte oder sechste Anfrage, glaube ich, noch nie gegoogelt wurde, wenn man so m├Âchte. Es kommen immer wieder neue Fragen, aber ich glaube... Sagen wir mal, wenn jemand fragt, wer war Jeffrey Epstein? Das wird halt heute wahrscheinlich 10.000 Mal gegoogelt. Und du m├╝sstest jetzt nicht jedem eine neue Antwort. Also du kannst, glaube ich, die AI-Antworten so ein bisschen cachen und k├Ânntest das dadurch sehr effizient machen. Das, glaube ich, ist langfristig f├╝r die Unity-Economics ganz spannend, wenn du wirklich relevante Gr├Â├če hast. Und wie gesagt, du kannst davor so ein bisschen routern, was gerade das g├╝nstigste, energieeffizienteste, kosteneffizienteste Modell f├╝r jede Anfrage ist und daraus lernen, wie gut auch die Antworten waren. Von daher glaube ich, k├Ânnte es ganz spannend sein. Ja, die sind alle sehr ├Ąhnlich, wie du richtig sagst. Das k├Ânnte ChatGPT auch selber bauen oder macht es vielleicht sogar. Oder es k├Ânnte eins ihrer, der App Store wird glaube ich n├Ąchste Woche gelauncht, wo man Apps kaufen kann bei ChatGPT. Das k├Ânnte auch einfach eine App sein, sonst in ChatGPT App Store. Oder wie hei├čt der? GPT Store? I don't know. Am Ende glaube ich, wird es halt bei diesen Themen eher um das User Interface und die Distribution gehen. Also Wie du vollkommen richtig sagst, das kann wahrscheinlich nicht jeder, das ist ├╝bertrieben, aber mehrere Player k├Ânnen das, glaube ich, bauen. Die Frage ist, wer baut eine UX- die Nutzern gut hilft oder die besonders einfach verst├Ąndlich ist und wir sind ein Distributionspartner, um schnell irgendwie die ersten 100 Millionen Nutzer zu erreichen, glaube ich. Also bisher ist Perplexity sehr stark noch ├╝ber Word of Mouth gewachsen. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass sie so ein bisschen mit Publishern partern k├Ânnten, weil sie noch relativ viele Quellen angeben. Du hast so kleine Quellenhinweise und die Quellen sind, glaube ich, auch so als Buttons vermerkt oder als kleine Vorschau-Windows. Das hei├čt, sie Die schicken tendenziell, w├╝rde ich sagen, mehr Traffic zur├╝ck ins Netz, als das jetzt ein BART oder ein ChatGPT gerade macht. Aber auch das k├Ânnte man nachbauen. Damals sozusagen im Search-Markt war es ja so, dass Google wirklich... Am Anfang zumindest Marktanteil gewonnen hat, weil diese PageRank Algorithmus zu einem besseren Produkt gef├╝hrt hat, also zu einer besseren Auswahl der zehn blauen Links. Sp├Ąter ist man durch Daten noch besser geworden wiederum, dann war es die Kombination aus einem besseren Algorithmus und mehr Daten, die man aus allen Nutzern gelernt hat und dann aber auch sp├Ąter noch mehr Daten aus einzelnen Nutzern, also dass sie dich pers├Ânlich noch mal besser kannten und welche Quellen du vielleicht bevorzugst. Ich glaube, das ist mit AI viel schwerer zu machen. Eine AI zu bauen, die mehr als ein, zwei Prozent besser ist als eine andere, halte ich f├╝r relativ unwahrscheinlich. Das hei├čt, es muss irgendwie eher die UX sein oder ein besonders guter Interface-Ansatz, den Menschen besonders m├Âgen. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass das Beste, was passieren kann, ist, dass es eine Welt gibt, wo die Suche oder die Einzelmaschine in dem Fall nicht mehr monopolisiert ist, sondern dass es endlich f├╝r jeden Flavor quasi eine beste Suchmaschine gibt. Der Suchmaschinenmarkt ist halt jetzt ein Monopol, unter anderem auch, man k├Ânnte argumentieren, ob es ein nat├╝rliches Monopol ist. Das hei├čt, dass der gr├Â├čte so einen Skalenvorteil erreicht, die ich gerade erkl├Ąrt habe, n├Ąmlich, dass ich so viel Daten sammle, dass die Suche immer besser wird und dass ich jeden Nutzer inzwischen so gut kenne, dass ich auch f├╝r jeden Nutzer das beste Produkt bauen kann. Man k├Ânnte argumentieren, damit wird Suche zum nat├╝rlichen Monopol, weil die zweitbeste Suche kann das gar nicht mehr so gut bauen. Bing kann nicht mehr so gut werden, wie Google ist, wenn du so willst. Falls das wahr ist, dann m├╝sste man es trotzdem regulieren nat├╝rlich aber. Also auch ein nat├╝rliches Monopol muss reguliert werden. Plus, fairerweise muss man sagen, Google hat ja ganz klar sich Marktanteil hinzugekauft. So klar ist es jetzt auch wieder nicht. Und was ich mir gut vorstellen kann, ist, dass man mit AI... diese super starken Skaleneffekte vielleicht nicht hat, sondern dass du zumindest anfangs k├Ânnen alle ausreichend gute Produkte bauen, auch mit kleineren Userzahlen vielleicht, sodass man nicht so gro├č werden muss. Und dann vielleicht gibt es dann nicht, also zumindest Oligopol vielleicht mit vier, f├╝nf Anbietern. Und dann gibt es halt einen, der jetzt eher wissenschaftlich ist, einen, der ein bisschen einfacher ist. Manche Leute wollen vielleicht mehr Quellen sehen. Ich w├╝rde zum Beispiel gerne eine gute Antwort haben, aber auch sagen, viele Quellen sehen, einfach zug├Ąnglich und vielleicht schon so halb aufgeklappt auch. Ansonsten die Qualit├Ąt finde ich relativ ├╝berzeugend bisher. Ich habe mal die Frage vom letzten Mal, wo ich eine Viertelstunde dran gegoogelt habe, was ist der Anteil der ├ľlindustrie in Kasachstan gestellt? Darauf hat es geantwortet, the oil and gas industries and related sectors accounted for 17% of the gross domestic product in Kasachstan in 2020. Additionally the petroleum industry accounts for 50% of total exports and 30% of government tax revenues. Also das w├Ąre sehr schnell genau die Daten gewesen, die ich brauchte, um meine These zu unterst├╝tzen. Das hat gut funktioniert. Ich habe dann noch gefragt, was waren Scott Galloways Predictions f├╝r 2024? Das war nicht ganz so gut, also er hat die nicht gefunden, fairerweise, aber er hat sehr gut wiedergegeben, was das eigentlich ist. Scott Galloway, Professor of Marketing at NYU Stern, is known for making annual predictions on business and technology, while the specific details of the 2024 predictions are not readily available in the provided search results. It is known that, also das Modell versteht hier seine eigenen Limitationen, er sagt, in dem Result jetzt wirst du die Predictions nicht finden. While the specific details of the 2024 predictions are not readily available in the provided search result, it is known that he shared his unfiltered predictions for 2024 in a live event on December 12th, correct? And also on LinkedIn, correct? Das finde ich eine sehr gute Einordnung, muss ich sagen. Also sie sagen genau, dass sie selber nicht wissen. Sie sagen auch, wo man es am wahrscheinlichsten findet. Ist jetzt 100% korrekt und sie geben die korrekten Quellen und Links auch zu LinkedIn, zu Section 4, also wo das Seminar stattfand und ein paar anderen Sachen an, was sie nicht so gut konnten. Ich habe gefragt, was ist der beste Tech- und Marketing-Podcast in deutscher Sprache. Da hatten sie furchtbare Resultate, muss ich sagen. Ansonsten habe ich noch gefragt, wie macht man Boulevardier oder Negroni, haben sie gut hinbekommen. Ist schon ganz gut, w├╝rde ich sagen.
Ich habe Microsoft Copilot gerade gefragt. What are the 2024 predictions of Scott Galloway? Und er sagt, gib mir sogar ein paar mit einem Link auf ein YouTube-Video.
Ja, es gibt jetzt ein YouTube-Video, weil es drin ist. Das Vimeo-Video ist ├╝brigens wieder verschwunden, das im Newsletter verlinkt war. Da sieht man mal, wie wichtig es ist, diesen Newsletter zeitgerecht zu bekommen, weil die verlinkten Informationen schon verschwinden Tage sp├Ąter.
Magst du den sch├Ânen Graph von den verschiedenen Browsern, wie sie sich ├╝ber die letzten 20 Jahre ver├Ąndert haben, auch reinnehmen? Oder hast du schon einen Graph f├╝r diesen Newsletter am Montag?
Ich w├╝rde es manikieren als Idee.
Das ist nicht so wichtig.
Bevor ich das vergesse, kann es sein, dass mir ein ausgerechnet ein Chart fehlt.
Die gro├če Frage ist, wer baut den besten Assistenten, der am schnellsten die guten Sachen zusammenspielt. Es ist ein bisschen Wettrennen um UX, UI, bevor es die Gro├čen nachmachen und kopieren.
Gleichzeitig Diese Produkte haben ja auch noch ├╝berhaupt keine Modes. Ein weiterer Vorteil von Google ist ja, dass du, oder was dieses, ich sag jetzt mal nat├╝rliche Monopol weiter verst├Ąrkt, ist ja, dass du so viele Daten dort l├Ąsst, dass Google irgendwann so viel ├╝ber dich wei├č, dass es sich auch anf├╝hlt, als w├Ąre es schlau, weiterhin deine Daten dort abzugeben und nicht woanders. Und ich glaube, das ist bei den AI-basierten Answer-Machines jetzt erstmal noch nicht so stark. Das hei├čt, du kannst viel promiskulenter hin und her wechseln zwischen den Produkten. Es gibt eigentlich kein Login. Also ich h├Ątte jetzt bis gestern BART oder Chattivity genutzt und jetzt w├╝rde ich nach der Experience mit Perplexity-AI wahrscheinlich tendenziell eher das nutzen. Und meine Wechselkosten sind genau null. Das ist bei Google schon, also sie behaupten immer, es ist genauso einfach bei sich. Dann die Realit├Ąt zeigt, es ist nicht ganz so einfach. Durch Log-In-Daten und dadurch, dass sie sich mal zur Default-Engine kaufen auf verschiedenen Ger├Ąten. Aber ich glaube, die Competition ist noch super offen. Und ich w├╝rde auch einiges darauf setzen, dass in f├╝nf Jahren... Das Top-AI-Produkt, was man zu typischen Suchzwecken nutzt, keins der ist, die wir heute besprochen haben. Oder vielleicht weiterhin Google. Doch am ehesten w├╝rde ich sagen, es ist weiterhin Google. Es kann aber sein, dass der n├Ąchstbeste Competitor einer ist, der hier noch gar nicht auf der Liste steht. Das halte ich f├╝r zumindest m├Âglich. Ich wei├č nicht, ob es wahrscheinlich ist, aber m├Âglich. Definitiv m├Âglich.
Also du denkst, wir suchen in f├╝nf Jahren auch alles immer noch auf Google?
Nee, nicht alles. Das ist sehr undifferenziert. Ich glaube, es wird viele Leute geben, die sehr spezielle Suchmaschinen nutzen. Es wird Leute geben, die f├╝r verschiedene Zwecke verschiedene Suchmaschinen nutzen. Und trotzdem glaube ich, dass ein Gro├čteil der Bev├Âlkerung noch Google nutzen wird. Aber ich meine, ganz ehrlich, zwei Prozent am Suchmaschinenmarkt, da kann man schon gut von leben, wenn jemand da... 2% von Nerds ├╝berzeugt, das zu nutzen und daf├╝r 20 Euro im Monat zu zahlen, ist das ganz spannend. Immerhin. Und ich glaube, es wird mehr Optionen geben. Es wird mehr verschiedene Suchmaschinen geben wieder. Da bin ich mir relativ sicher. Ich glaube, die Nummer 2 wird keine 10% Marktanteile haben.
Hat sie ja aktuell auch noch nicht.
Ja.
Also niemand wird Bing ├╝berholen.
Doch, Bing wird... Das w├╝rde ich wiederum aufwetten, dass Bing nicht mehr die zweitgr├Â├čte Suchmaschine ist. Das halte ich f├╝r eine relativ sichere Wette.
Und rechtem├Ą├čig k├Ânnen die Kleinen doch wesentlich mehr verklagt werden als die Gro├čen. Also was wir in der Folge 314 besprochen haben mit der New York Times, dass die OpenAI verklagt, dass... Am Ende nutzen die ja alle mehr oder weniger das gleiche Text-Stack. Wie sollte denn jetzt so eine neue Suchmaschine es schaffen oder Answer-Maschine es schaffen, das besser anzuzeigen, als es ein OpenAI macht?
Ja, die Frage ist, ob sie es wirklich dann so eins zu eins wiedergeben, wie OpenAI das teilweise tut. Ich w├╝rde sagen, sie h├Ątten eine Chance, wenn sie, so wie sie es jetzt machen zum Beispiel, die Quellen viel st├Ąrker promoten. Also bei Perplexity kommen die Quellen noch ├╝ber dem Content, wenn man es fair betrachtet. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass das schon eine Logik ist, mit der Publisher fast eher einverstanden sind. Ich glaube, w├╝rde ich jetzt fragen, was ist der letzte Kommentar zum Bundesligaspiel von dem und dem und es wird da eins zu eins abgedruckt. dann ist die Klickrate auf die Quelle wahrscheinlich nicht mehr besonders hoch. Also das m├Âchte dann ein Verleger vielleicht eher nicht. Wenn es jetzt aber zum Beispiel... Also ich habe zum Beispiel bei dem Kasachstan-Ding die Quelle angeklickt, weil ich dem der AI erstmal nicht vertraue, zumindest anfangs. Und ich nochmal sehen m├Âchte, ob das auch wirklich in dem Text stand drin. Von daher glaube ich, kriegt man das vielleicht eher hin. Aber du hast nat├╝rlich recht, dass die... jetzt eigentlich nicht die finanziellen Mittel haben, um diese ganzen Verfahren, mit denen OpenAI sich gerade rumschl├Ągt, auch noch durchzumachen. Ich glaube, das Schlauste ist, man w├╝rde so eine Art Fonds machen, so ein bisschen wie die VG-Wort, aber du kannst jetzt Leute auch nicht nach Content, nach W├Ârtern verg├╝ten. Dann entsteht nat├╝rlich noch mehr Bullshit-Content. Die Frage, was k├Ânntest du machen? Du kannst auch nicht Leute, ich habe ├╝berlegt, ob man Leute subventioniert, also du kannst sagen, du gibst jedem 20% Zuschuss f├╝r jede Personalkosten im Journalismus, aber dann hast du einen Anreiz, zu viele Leute einzustellen, das w├Ąre auch dumm eigentlich. Man k├Ânnte so eine Art Profitpool, so ├Ąhnlich wie bei Spotify schon eigentlich machen, dass du sagst, Wir geben 20, 30, 50 Prozent unserer Einnahmen weiter. Wir bauen damit einen Fonds oder einen Profitpool. f├╝r die Content-Wirtschaft. Und die Frage ist dann aber, was ist der Verteilungsschl├╝ssel? Man k├Ânnte sagen, man verteilt es nach anderen Erl├Âsen. Also wenn jemand beweist, dass er halt auch aus Suchmaschinen oder aus App-Besuchen Relevanz hat. Also es ist eine Art IVW-Ranking. Also dass der am meisten gelesene Publisher schon auch noch am meisten Geld bekommt. Irgendeinen Schl├╝ssel braucht man. Ja.
Und f├╝r Scott Galloway und YouTube ist das Beispiel ja auch nicht wesentlich besser. Also jetzt, weil was ich jetzt hier hatte bei Microsoft Copilot, wenn der mir einfach die Prediction sagt, die Scott Galloway da in seinem Video gesagt hat, dann muss ich mir einmal den Content nicht mehr angucken und zum anderen kriegt YouTube keine Werbeeinnahmen mehr.
Ja, aber da haben wir letztes Mal 100% das Gegenbeispiel selber erfahren, n├Ąmlich dass wir die Predictions hatten, aber der Kontext komplett gefehlt hat, um seine Art es vorzutragen und zu erkl├Ąren, was er genau damit meint. So einfach ist es dann eben doch nicht. Aber... Du musst keine Pornos mehr gucken, weil du wei├čt, am Ende kommen die.
Die AI ist ja schon besser als unsere Analyse von dem Screenshot. Also wir haben einen Screenshot gehabt und haben uns ├╝berlegt, was die ├ťberschriften bedeuten. Die schauen sich YouTube an, haben das Transkript und so weiter und k├Ânnen ja die Informationen viel besser zusammenfassen als wir durch ein Bild.
Ja, fair. Ein bisschen besser kriegen sie es hin, aber... Ich meine, am Ende, wenn der Content gut ist, dann willst du auch das ganze Video nochmal sehen. Ich w├╝rde es eher als Teaser sehen. Also die Gegenfrage. Wenn jemand ein Newsletter baut und zweimal die Woche unseren Podcast in zehn Stichpunkten zusammenfasst. W├╝rdest du das unterbinden oder f├Ąndest du es nicht super?
Okay, kann man machen.
Kannst du auch Leuten erlauben, Kurzvideos zu machen zum Beispiel oder sowas, um das in sozialen Medien zu verteilen? Ich finde, das sind faire Teaser auf den Content. Ich habe ein Problem, wenn jemand eins zu eins seinen Content ├╝bernimmt, sozusagen. Aber selbst bei, also ich w├╝rde zum Beispiel kein Problem mit Zitaten haben, wenn jemand hier kleine Bits rausschneidet und die irgendwie promoten will, sofern irgendein Credit gegeben wird, also man noch erkennt, um welches Format es sich handelt, aber Das war nur meine Meinung. Ich sage jetzt nicht, dass jeder Medientreibende oder Kreator das so sehen muss.
Wie w├╝rdest du es denn sehen, wenn du eine Modelagentur hast? Da kam heute eine Frage rein, wie gesagt, Folge 314. Dort haben wir dar├╝ber gesprochen, dass die New York Times OpenAI verklagt. Und die Frage, die per E-Mail reinkam, war, ob es jetzt berechtigt w├Ąre, Bildrechte von Menschen ├Ąhnlich wie die New York Times dort zu argumentieren. Also zum Beispiel, wenn generative AI nicht real existierende Models f├╝r Werbung oder E-Commerce-Webseiten nutzt, was sollte eine Modelagentur machen? Die m├Âchte ja eigentlich, dass AI-Werbung mit Menschen, nur aus echten Menschen, also Models mit deren Einwilderung und gegebenenfalls mit Zahlungen, Wie w├╝rdest du das sehen? Ist das Model-Business jetzt komplett disrupted? Braucht man eigentlich keine Menschen mehr? Macht man alles ├╝ber AI oder kann man da irgendwie vorgehen? W├╝rdest du jetzt als Model-Agentur anfangen zu klagen?
Ich bin gespannt, ob du das anders siehst, aber ich w├╝rde sagen, das Model-Business ist fertig. Also es kommt drauf an. Also dann w├╝rde es mal ein paar Supermodels geben, wahrscheinlich. Aber wenn dein Model-Job ist, irgendwie bei Otto oder About You ein paar Schl├╝pfer zu tragen, weil du irgendwie gute Apps hast oder eine ansonsten einigerma├čen irgendwie dem Sch├Ânheitsideal entsprechende Grundfigur, ich glaube, das wird schwer. Man muss auch sagen, das ist jetzt auch, wenn es interessanterweise als Berufsbild ja fast positiv wahrgenommen wird, aber ich finde es jetzt eigentlich auch keine erquickliche, also du bist ja ein Kleiderst├Ąnder letztlich, wenn man ganz ehrlich ist. Also bis auf irgendwie ein paar Models, die jetzt wirklich Supermodels sind, w├╝rde ich sagen, durchschnittliche Leute sind Kleiderst├Ąnder und Ich w├╝rde sagen, das ist auch keine super sinnstiftende Arbeit, wo ich jetzt sagen w├╝rde, es muss menschlich bleiben. Ich w├╝rde sagen, ganz ehrlich, ob irgendwie eine Unterhose von einem AI-K├Ârper oder einem echten K├Ârper getragen wird, ist mir als Konsument erstmal vollkommen egal. Ich sehe auch nicht den gesellschaftlichen Nutzen, das jetzt irgendwie zu verbieten, zu pensionieren oder was. Das Einzige, was ich verbieten w├╝rde, ist, dass Sollte eine AI jetzt, sagen wir mal, den K├Ârper von Claudia Schiffer oder so eins zu eins nachkreieren d├╝rfen? Das w├╝rde ich sagen nicht. Also ich w├╝rde... ich w├╝rde sagen, du solltest die Pers├Ânlichkeitsrechte oder Rechte am eigenen Bild oder wie man das nennen m├Âchte, nicht verletzen d├╝rfen. Also sagst du, du machst jetzt eine zweite Claudia Schiffer. Das w├╝rde ich sagen, sollte unterbunden werden. Es sollte kein Fair Use sein. Wenn ich jetzt eintippe, baue mir mal eine magersichtige, blonde, langhaarige Frau in kleiner Gr├Â├če 30 an. Und die sieht nicht eins zu eins wie ein existierendes Model aus. Ich glaube, das schaffst du nicht zu ver├Ąndern. Das ist schwer. Und Fakt ist, w├╝rde jemand das malen, ich finde immer ein ganz guter Test ist, w├╝rde ein Mensch das gleiche tun, w├╝rden wir ihn dann verklagen daf├╝r. Und Fakt ist, wenn jemand malt, der nicht spezifisch f├╝r eine Person, also selbst wenn du eine Person malst, w├Ąre es ja okay, aber Dann w├╝rden wir das, glaube ich, nicht unterbinden. Jetzt k├Ânnen wir fairerweise sagen, wenn jemand die New York Times einfach rezitiert, w├╝rden wir sie auch, obwohl doch, wenn jemand sie vorliest, komplett aus dem Kopf, dann w├╝rden wir es wahrscheinlich unterbinden. Und damit Geld verdienen vor allen Dingen und damit die Verwertungsm├Âglichkeit der New York Times selber einschr├Ąnkt, w├╝rden wir es unterbinden. Ich verstehe, dass das irgendwie Agenturen oder auch Models vielleicht nicht gerne h├Âren, aber ich... Ich kann mir vorstellen, dass es Leute gibt, denen es wichtig ist, dass Models irgendwie authentisch sind und die explizit sich w├╝nschen, dass es echte Menschen sind. Das gibt es vielleicht auch. Aber die... Wie nennt man das? Alles, was nicht die oberen 1% der Modelwirtschaft sind, ist, glaube ich, absolut bedroht durch AI. Und die AI kannst du halt... Die ist nicht nach 12 Stunden fertig und braucht irgendwie was zu essen oder eine Pause. Dann kannst du halt... Es wird so viel billiger, so viel effizienter. Wie gesagt, ich wei├č nicht, ob das daran liegt, dass ich besonders weit vom Modelshop entfernt bin, aber ich habe ehrlich gesagt sehr begrenzt Begleitung damit. Auch wenn ich es pers├Ânlich... Es ist jetzt nicht, dass ich g├Ąnzlich unempathisch w├Ąre und ich verstehe, dass f├╝r die Leute, die das eventuell machen, nat├╝rlich riesig problematisch ist. Aber ich wei├č nicht, ob man jetzt sagen w├╝rde, man schade, dass wir damals Models durch AI-Models ersetzt haben. Das, glaube ich, wird man in 50 Jahren zur├╝ckblickend nicht sagen. Also die Frage, also ich glaube, wo man aufpassen muss, welche Bias wir nimmt man. Also Ich finde es spannend, ob man testet, ob ├╝berhaupt dieses Standardbild, was man nutzt, ist das ├╝berhaupt das, was am besten verkauft. Also hat man das ├╝berhaupt schon getestet, dass das, was wir Models nennen, dass die wirklich am besten verkaufen? Oder w├Ąre nicht ein Typ mit ein bisschen weniger Sixpack vielleicht sogar, w├╝rde der meine Unterhose nicht besser verkaufen? Das k├Ânnte man mit AI zum Beispiel auch viel besser testen nochmal.
Die Zukunft vom E-Commerce wird doch sein, dass du alles anhast, was du dir online anschaust. Also die AI wei├č, wie du aussiehst oder der Shop und dann ziehst du einfach alles an, was du dadurch hast.
Wie geil ist das denn? Gl├╝ck, das musst du gr├╝nden. ├ťberleg mal. Du meinst ein Display-Werbenetzwerk, was den Nutzer automatisch in die Sachen reinpackt. Ja, das ist richtig geil. Finde ich mega gut. Und dann sehe ich mich schon in Lack und Leder.
Die Frage ist, kaufst du es eher, wenn du dich da drin siehst oder wenn du mich da drin siehst?
Ich finde das eigentlich, kann das nicht dieses Fit, Superfit, wie hei├čt denn dieser, Fit Analytics oder so, k├Ânnen die das nicht eigentlich gut bauen? Ich finde das einen richtig guten Ansatz, dass du sagst, du baust quasi nur noch 3D-Modelle von so Cut-Modelle, Computer-Edit-Design-Modelle von... von Klamotten. Ist das noch Metaverse? Nee, eigentlich auch nicht. Und dann siehst du, wenn du Werbung siehst, schon, wie es an dir aussehen w├╝rde. Ich meine, es ist definitiv Aufmerksamkeit stark. Es wird Retouren wahrscheinlich im Griff behalten, so ein bisschen. Ich finde es richtig schlau. Gibt es sowas noch nicht? Kann nicht sein, dass du... Wahrscheinlich gibt es in 10 Jahren wieder ein Dual-SD zufrieden. Gr├╝nde es nicht. War in 10 Jahren. Ich finde es richtig... Ich glaube, dass... Eigentlich sollte Werbung so funktionieren. Also ich will das halt nicht.
Nicht nur Werbung, auch der Shop sollte da so funktionieren. Also ich m├Âchte auf About You gehen und ich m├Âchte einfach so, hey, das bin ich. Vielleicht will ich so gerne aussehen noch. Also wahrscheinlich das, was Outfittery, mit dem Outfittery mich nie ├╝berzeugen konnte, das will ich jetzt online sehen.
China wird es bauen, glaube ich. China hat den gr├Â├čten Anreiz.
Also ich werde es nicht machen. Ich beteilige mich gerne hier die Idee.
Mit beteiligen meint er, er m├Âchte f├╝r die Idee 10% haben. Genau.
Ich mache es vielleicht in 10 Jahren, aber das wird doch die Zukunft sein.
Ja, finde ich sehr hellsichtig. Finde ich eine richtig gute Idee.
Ideen hat er.
So sollte es eigentlich funktionieren. Ja, und ansonsten, ich finde, du kannst halt aus meiner Sicht den Models an sich halt auch... K├╝nstlich auf eine Art. Nicht alle. Ich pauschaliere nat├╝rlich super stark, weil ich jetzt im Kopf an Den Jacked App Sky, leicht farbig rasierte Glatze oder dunkle Robert Pattinson Frisur und 1,88 gro├č. Ne, 1,78 d├╝rfen die glaube ich nur sein. Ne, gr├Â├čer m├╝ssen die gr├Â├čer, klein sein. Ich glaube nicht zu klein, aber auch nicht zu gro├č. Wie auch immer. Also ich denke nat├╝rlich an das Stereotyp und das ist schon der Fehler. H├Ątte man das nicht schon fr├╝her wegrationalisieren k├Ânnen, ist eher die Frage, die sich da stellt. Warum brauchen wir ├╝berhaupt Generative AI daf├╝r? Aber sp├Ątestens mit Generative AI hat der Job, keine Berechtigung ist ein schlechtes Wort, eine schlechte Formulierung, aber hat viel an seiner existenten Grundlage eingeb├╝├čt, w├╝rde ich jetzt mal sagen. Sollte es zitatf├Ąhig sein, w├╝rde ich sagen, durch Generative AI hat der Modeljob und die Modelindustrie viel an ihrer Berechtigung eingeb├╝├čt. Aber ich meine, du baust die erste AI-Modelagentur. Die andere Frage ist, du kannst jetzt eine Modelagentur mit 20.000 Kunden, 20.000 Inventar sein.
Die Frage ist, wie du die Klamotten schnell auf die AI-Models kriegst. Und was f├╝r ein Rattenschwarz an Leuten da noch gebraucht wird oder nicht mehr gebraucht wird.
Naja, die Hersteller m├╝ssen das halt einfach an einem Greenroom quasi oder an einer gr├╝nen oder wei├čen Puppe einmal quasi bei der Herstellung. Also der Hersteller braucht quasi ein kleines Studio, wo es im Greenroom aufgenommen wird oder keine Ahnung, vielleicht kann man das, obwohl ich glaube Modeindustrie arbeitet nicht so viel mit CAD, oder? Also dass du so einen Cut direkt hast, aber das kannst du ja schnell herstellen. Hast du einen 3D-Scanner, ziehst das einmal in der wei├čen Puppe an und dann verschickst du es so und dann kann jeder Shop sich selber das bauen. Ist auch f├╝r Influencer geil. Du kannst einerseits sagen, der Konsument oder die Konsumentin ist das Model und das, was du eben gerade beschrieben hast, was ich gut finde. Du kannst auch sagen... Influencer k├Ânnen so alles anziehen eigentlich. Aber Influencer werden halt auch komplett synthetisch werden. Ich will nicht sagen, dass die auch nur Models sind, aber es gibt auch ganz verschiedene Influencer nat├╝rlich, so wie es verschiedene Models gibt, aber ich glaube, das ist die n├Ąchste Frage, die ich mir stellen soll. Ob synthetische Influencer nicht die besseren Influencer sind? Und ob nicht jeder seinen eigenen Influencer haben m├Âchte ├╝berhaupt? Also, das ist ja auch ein bisschen, obwohl du willst ja so ein bisschen ├╝ber die Influencer auch l├Ąstern zusammen, ich meine, dich austauschen. Aber ansonsten w├╝rde ich sagen, hey, soll doch jeder seinen eigenen Influencer haben Aber das ist auch nicht der Sinn von Influencing eigentlich, oder? Das w├Ąre dann wieder eher so Lebenspartner, Chatbot, AI-Freundin oder Freund.
Wenn du in das Revitur reingehst, kannst du ja alles abschaffen. Also Podcasts brauchst du ja auch nicht mehr. Brauchst du auch Bildung, Leute, die dir irgendwas beibringen, brauchst du auch nicht mehr. Was brauchst du denn noch?
G├Ąrtner? G├Ąrtner, sorry. Das kann ja auch eine Maschine. Das kann so ein Optimus-Roboter auch. Naja, nee, all die Sachen, die ich so dumbed down machen kann, um diesen Podcast zu machen, muss ich erstmal finden. Ja, aber klar, kannst du das immer weiterziehen auch. Aber ich glaube, Model tats├Ąchlich schwer. Wenn da gerade ein Verkaufsangebot auf dem Tisch liegt, w├╝rde ich vielleicht nicht Nein sagen. Man kann nat├╝rlich auch ├╝berlegen, also man m├╝sste dar├╝ber noch l├Ąnger nachdenken, aber eine Sache, die man sich nat├╝rlich ├╝berlegen ist, werden Models vielleicht nicht f├╝r andere Zwecke, sondern um so Mannequins f├╝r AI zu sein, zum Beispiel um Videos zu erstellen oder so, wird es nicht alternative Einsatzzwecke auch geben f├╝r Models. Also sozusagen k├Ânnten die nicht Trainingsdaten sein, zum Beispiel. Wobei es gibt eben leider gibt es ausreichend Bilder wahrscheinlich von Menschen, um viele Sachen zu trainieren. Aber es gibt schon ja noch AI-Firmen, die so Stimmen oder Bewegungs... Na, das hast du aus dem Film, oder? Wenn du so 3D-Bewegungen brauchst, kann ich mir noch vorstellen, dass Modeling so ein bisschen Trainingsdaten erzeugen werden k├Ânnte.
L├Ąsst du dir AI einmal in Germany's Next Topmodel angucken, alle Folgen und sag, wei├čt du, wie die laufen m├╝ssen.
Ja, aber du willst ja nicht nur Modeling machen, du willst vielleicht auch Videos drehen ├╝ber Gesundheit, ├╝ber Arbeitsschutz, ├╝ber Onboarding von Menschen, so Trainingsvideos und vielleicht willst du daf├╝r auch andere Models haben. Aber der Markt wird nicht mehr so gro├č. Also das werden vielleicht ein paar Dutzend Menschen auf der Welt machen, dann ein paar Hundert, nicht mehr Zehntausende.
Also Modelagentur schnell verkaufen und irgendwas anderes weitermachen. Peter hat uns gefragt, was wir von semistaatlichen VC-Fonds halten. Mich w├╝rde mal eure Meinung zu semistaatlichen VC-Fonds interessieren. Also welche, bei denen der Gro├čteil des Geldes aus der Staatskasse kommt und deren Gr├╝ndung vom Staat ausgingen. Beispiel w├Ąre der Hightech-Gr├╝nderfonds in Deutschland oder der AWS-Gr├╝nderfonds in ├ľsterreich. Gibt es aus eurer Sicht wesentliche Unterschiede zu privaten VC-Fonds? Eine von vier Fragen. Lass uns erstmal die machen.
Also die wesentlichen Unterschiede k├Ânnten sein, dass sie Nebenzwecke teilweise erf├╝llen. Also wenn Profitmaximierung oder Returnmaximierung nicht dein einziges Ziel ist, M├╝sste das nach meiner Logik immer zu einer gewissen Underperformance oder Ineffizienz f├╝hren? Also wenn dein Nebenziel ist Wirtschaftsf├Ârderung oder Vernetzung von Wirtschaft und Mittelstand oder Wissenstransfer und fairerweise, das tun andere Fonds ja auch irgendwie, eine Familie macht das vielleicht auch oder so, dann k├Ânnte das dazu f├╝hren, dass du nicht mehr optimal performst wie in einem anderen Fonds. Also die Frage ist, w├╝rdest du jetzt lieber LP sein wollen bei Andreessen Horvitz oder Sequoia? Ich ja. als beim HTGF. Du w├Ąrst wahrscheinlich auch lieber LP bei irgendwie HV 468 oder .9 in Deutschland als beim HTGF, glaube ich. Hei├čt das, dass die jetzt irgendwie komplett dysfunktional sind? Das glaube ich auch nicht, aber ein anderer wichtiger Punkt ist nat├╝rlich, dass du auch da Adverselektion hast, n├Ąmlich dass Die besten Founder, die sich so ein bisschen die VCs aussuchen k├Ânnen, nat├╝rlich eher zu den Namen, die ich gerade genannt habe, vielleicht gehen. Und nicht, dass die Public-Private-Partnerships oder die halbstaatlichen Fonds, die dann eher so Equity of Last Resort sind, oder wie man es nennen m├Âchte. Das k├Ąme, glaube ich, hinzu. Also ich w├╝rde vermuten, dass sie prinzipiell einfach schlechter verformen aus zwei Gr├╝nden, weil sie gewisse Nebenziele haben, sofern ich das richtig einordne. Und dass nat├╝rlich du so selbstverst├Ąrkende Effekte hast. Der private Markt ist halt nicht so effizient wie die B├Ârse, wo das Geld immer zum besten Return l├Ąuft und dadurch sich die Renditen eigentlich ausgleichen, zu einem Zeitpunkt zumindest immer, oder die Preise die Erwartungen widerspiegeln am Ende. sondern im privaten Markt, also bei der Finanzierung von Startups kann es halt so sein, dass der HTGF dir ein besseres Angebot macht und nimmst trotzdem das Geld von Andreessen Horvitz oder Sequoia, einfach weil es das bessere Signaling ist, weil du dir vielleicht mehr Know-how versprichst am Ende. Was nicht hei├čt, dass, man muss fairerweise sagen, die haben nat├╝rlich auch Vorteile. Du kriegst zum Beispiel wahrscheinlich besseren Zugang zu Industrieunternehmen, wenn du jetzt das mit dem HTGF machst. Das ist eine Mischung aus staatlichem Geld und glaube ich auch der Mittelstandswirtschaft ├╝berwiegend. Das kann nat├╝rlich auch eine St├Ąrke sein. Du willst in deutschen Mittelstand reinverkaufen, da kann das vielleicht helfen, weil man einfach, weil viele Mittelst├Ąndler auch oder Industrieunternehmen LP sind, dass die dann quasi auch eher bereit sind, mal mit dir zu sprechen als Startup. Also du hast Zugang zu Corpus und vielleicht dem Start damit. Du hast wahrscheinlich eine bessere Chance, Exits an das Netzwerk hinzubekommen. Also das Wenn das Startup nicht ganz optimal l├Ąuft, dass du es aber trotzdem irgendwie in einem Asset Deal oder Trade Sale verkauft bekommst noch an eine der Firmen, da ist die Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich ein bisschen h├Âher. Von daher ist es jetzt auch nicht nur negativ oder so w├╝rde ich sagen. Aber es w├Ąre jetzt Quatsch, glaube ich, zu leugnen, dass es einen Unterschied gibt. Und wenn er, wie gesagt, allein durch die Adverselektion kommt, dass erfolgreiche Gr├╝nder sich immer die besten VCs aussuchen k├Ânnen und das nat├╝rlich dann... die mit der h├Âchsten Signaling-Wirkung und vorherigen Performance und den brightesten Partnern wahrscheinlich gew├Ąhlt werden. Und dann hilft es nat├╝rlich nicht, wenn man einen streitbaren Kryptomaximalist ganz nach oben stellt, mit dem man sich vielleicht eher nicht schm├╝cken m├Âchte.
Damit hast du eigentlich die zweite Frage. Was spricht daf├╝r dagegen, aus Sicht eines Startups Geld von diesen Fonds zu raisen beantwortet?
Ja, ich w├╝rde sagen, also daf├╝r... Wie gesagt, der Zugang zur Industrie oder dem, wer auch immer sozusagen noch Co-Investor in dem Fonds ist, da h├Ątte man besseren Zugang. Eventuell, was dagegen spricht, haben wir ausreichend gesagt. Eventuell bekommt man vielleicht auch ein bisschen mehr Zeit oder Aufmerksamkeit dort. Man muss sagen, die Public VCs haben in der Regel ein relativ gro├čes Portfolio. Das hei├čt, es gibt vielleicht ein bisschen Wert auch im Portfolio. Nochmal, das w├╝rde ich jetzt aber auch nicht ├╝bergewichten, aber kann man fairerweise auch nochmal dazu sagen. Und sie k├Ânnten eventuell einen l├Ąngeren Horizont haben. So normalerweise suchen Fonds ja nach sieben, acht Jahren einen Exit. Es gibt eine Maximaldauer dann wirklich, je nachdem wann man... investiert wurde von vielleicht zehn, elf Jahren. Man kann das irgendwie noch verl├Ąngern, aber nach allem, was ich wei├č, dr├╝cken da die, die sehen die Public, also Public im Sinne von Government, nicht Public Markets, B├Ârse, sondern im Sinne von ├Âffentlicher Tr├Ąger oder Co-Tr├Ąger, haben da oft einen l├Ąngeren Horizont.
Und w├╝rdest du als LP in so einen privaten Fonds investieren?
hart, nein. Also, ja, nicht ├╝bel nehmen, aber es, also wie gesagt, das habe ich auch am Anfang gekl├Ąrt, also, wenn, wie gesagt, wenn jetzt Andreessen, Sequoia, Kozla da stehen und Alex von Frankenberg, dann w├╝rde ich jetzt nicht Geld in Hightech-Grundaufbau stecken, nat├╝rlich. Das hei├čt aber nicht, dass es jetzt f├╝r ein Industrieunternehmen kann es eben genau die richtige Strategie sein, wenn du jetzt Innovationschef bei, keine Ahnung, Heidelberg Zement bist, dann kann das vielleicht eben strategisch schon mal die richtige Entscheidung sein. Das hei├čt, ich w├╝rde auch davon ausgehen, dass der typische LP im HTGF ist jetzt neben dem Staat wahrscheinlich nicht eine Versicherungskasse oder Pensionskasse. Das ist jetzt nicht irgendwie der Pensionsfonds von Kanada wahrscheinlich drin oder einen Staatsfonds, sondern das ist dann eben ein Corporate oder ein Industrieunternehmen oder ein Mittelst├Ąndler und f├╝r die kann das wiederum dann Sinn machen, gerade wegen dieser Nebenziele quasi, Vernetzung mit, du willst mit innovativen Startups vernetzt werden, du willst den ersten Fu├č in die T├╝r bekommen, ein erstes Investment machen, da kann das dann ein strategisches Rational sein, was wiederum aus deren Sicht Sinn macht und F├╝r mich als einen relativ Rendite gesteuerten Investor mit ein paar idealistischen Nebenzielen vielleicht und ansonsten der seine eigene Zeit und Freizeit und Leben optimieren m├Âchte, w├╝sste ich keinen Grund, warum ich das tun w├╝rde.
Letzte Frage. Wenn man eine Karriere im VC anstrebt, ist eine Anstellung in einem derartigen Fonds ein gutes Sprungbett oder eher verp├Ânt?
Verp├Ânt ist, glaube ich, ├╝bertrieben. Auch da w├╝rde man nat├╝rlich sagen, es gibt irgendwie 1A H├Ąuser. Nat├╝rlich ist es besser, wenn du irgendwie bei GFC oder, keine Ahnung, Point9 oder so vorher associate warst, w├╝rde ich vermuten, oder bei einem guten US-Fonds. Aber ich glaube, ich w├╝rde jetzt nicht sagen, dass es ein Karrieregrad ist, wenn du beim HTGF warst. Also wenn man sich anschaut, die Leute, die da fr├╝her waren, Es sind durchaus oft auch Gr├╝nder oder VCs sp├Ąter geworden bei anderen VCs. Ich glaube, dir w├╝rde davon ausgehen, dass du dein Handwerk da trotzdem gut lernst. Wie gesagt, es gibt ein relativ gro├čes Portfolio, dementsprechend viele Transaktionen, an denen du auch irgendwie mitlernen kannst. Ich glaube, das ist spannend. Das hei├čt, ich w├╝rde davon ausgehen, du hast trotzdem eine gute Lernkurve. Deine Reputation wird eben nicht ganz so hoch sein. Aber ich glaube, das Handwerk kannst du da trotzdem gut erlernen. Und ich glaube, du kannst danach auch sehr gut eine Position in einem anderen VC bekommen. Vielleicht auch eine Ebene h├Âher schon. Dann kommt es auch darauf an, ob du gute Deals machst.
Oder in einem der Unternehmen, die du irgendwie begleitet hast.
Oder in einem der Unternehmen, genau. Also ich w├╝rde sagen, das... Das ist jetzt nicht das neue Investmentbanking beim Hightech-Gr├╝nderfonds zu arbeiten, aber es ist auch kein Karrieregrad. Und es gibt ja jetzt nicht nur die Top-Quartal-VCs und den HTGF. Dazwischen gibt es nat├╝rlich auch viele andere mediocre VCs, wo ich jetzt sagen w├╝rde, die sind jetzt auch keine bessere Station, dann kannst du auch zum HTGF gehen.
Wie sieht es denn generell aus mit deutschen VC-Firmen und Exits in den letzten Monaten?
Ja, das hat Gr├╝nderszene ganz gut aufgearbeitet diese Woche. Das passt so gut zu der Frage, dass das nochmal mit reinnehmen w├╝rde. Wir packen den Link auf jeden Fall auch in die Shownotes, weil wir es ja jetzt relativ stark wiedergeben, was da auch drin steht. Aber man kann sich das auf jeden Fall nochmal selber genau anschauen und sich die Fakten dahinter, ein paar werden es nicht alle Fakten erw├Ąhnen, aber die wichtigsten kann man sich nochmal anschauen. Und zwar ist das ├╝berschrieben, diese deutschen VC-Firmen haben die meisten Exits laut Dealroom. Also sie haben Dealroom-Daten genutzt und das ausgewertet. Das ist ganz spannend, n├Ąmlich nach allem, was ich eben gesagt habe, w├╝rdest du ├╝berrascht sein, welcher VC die meisten Exits hat in Deutschland?
Wahrscheinlich HTGF?
Es ist tats├Ąchlich der HTGF. Der HTGF ist der Hightech-Gr├╝nderfonds. Das ist eben das, wor├╝ber wir eben geredet haben. Und zwar haben die es innerhalb von 18 Jahren, 2005 wurden die gegr├╝ndet, auf immerhin 157 Exits geschafft. Gesamtwert der Exits und das liegt bei 3,9 Milliarden US-Dollar. Wer ein bisschen Erfahrung hat, wird jetzt schon merken, fast 4 Milliarden US-Dollar, aber 157 Exits. Wenn man das dann durchrechnet, m├╝sste das so um die 25 Millionen pro Exit sein. Man kann schon auch sagen, dass die Exits relativ klein sind im Durchschnitt. 25 ist der Schnitt, wie gesagt. Das ist nicht die besten oder schlechtesten Exits, sondern im Schnitt machen sie in Anf├╝hrungsstrichen nur 25 Millionen. Das sind relativ gesehen sehr kleine Exits, aber davon sehr viele. Das liegt ein bisschen an der Portfoliogr├Â├če, w├╝rde ich denken, dass die jetzt bei der Anzahl der Exits gewinnen. haben wir eben erkl├Ąrt, dass sie relativ viele Partner und Betreuer haben und dementsprechend auch viele Transaktionen.
Kannst du auch sehen, was der gr├Â├čte Exit war von denen?
Hier nicht. In den Original-Dealroom-Daten. Aber du kannst ja mal per Plexity fragen, was der gr├Â├čte Exit des Hightech-Gr├╝nderfonds ist. Wir k├Ânnen auch mal kurz ins Portfolio schauen. Vielleicht, ich werde jetzt mit Sicherheit nicht die richtige Firma treffen, aber ich kann mal gucken, welche ich jetzt sch├Ątzen w├╝rde auf den gr├Â├čten Exit. Wobei ich nat├╝rlich die Anteile auch nicht kenne. Portfolio, Exits. K├Ânnen wir je mal vorlesen, dass man auch sieht, die sind hier nicht nur an Quatsch beteiligt. Hornet Security ist, wei├č nicht wie gro├č, aber ist auf jeden Fall eine Marke, die man noch kennt. Bubbler haben sie mal gemacht. Webseite, so ├ťbersetzung, oder war das, glaube ich? Ne, Bubbler war Suchmaschinen├╝bersetzung. Ne, ├ťbersetzung. Sekunde, was kenne ich hier noch? Ich glaube, Viele so B2B-Software auch, die man vielleicht gar nicht kennt, die aber trotzdem sehr relevant sein k├Ânnen in den Industrien. Ja, man h├Ârt mich scrollen, aber ich erkenne nicht wieder. Kimeta war eine Classified-Seite. Kann jetzt, glaube ich, auch nicht riesig gewesen sein, der Exit. Enphone, so ein Telefonie-Betreiber. Achso, hier kommen noch f├╝nf Seiten. Vielleicht k├Ânnen jetzt nicht alle durchgehen.
Also Perplexity sagt mir nichts. Die finden das nicht auf der Webseite und deswegen sagen sie nichts. Aber normalerweise ranken die VCs doch immer ihre Seiten so, dass man immer sieht, dass die erfolgreichen Exits ganz oben stehen.
Ja, aber die hier sind alphabetisch. Vielleicht lieben die alle Kinder gleich gern. Die sind, ich bef├╝rchte, alphabetisch geordnet. finden wir jetzt nicht raus. Aber Schnitt 25, ein Milliarden-Exit w├╝rde da schon viele mit rausziehen. Also ich glaube, es Ja, und dann die Gesamtexit-Summe t├Ąuscht ja auch so ein bisschen ├╝ber, der VC besitzt ja nicht 100% an dem Startup, sondern immer irgendwie am Ende vielleicht noch 3, 4, 5% in der Regel. Muss man auch mal sehen.
Wie sieht es denn bei den anderen VCs aus?
Oder ist mit 4 Milliarden gemeint, was sie insgesamt zur├╝ckgespielt haben? Nein, glaube ich nicht. Finde ich auch ├╝berraschend.
Aber du hast den Artikel gelesen, ich frage nur.
Es soll auch Fonds geben, die ganz gut performt haben. Achso, weil es ja auch eine Jobfrage ist. Bei uns auf dem Discord-Service h├Ąngt auch Martin M├Âllmann vom HTGF an. Den kann man bestimmt ansprechen und fragen auch, wenn man auf LinkedIn ansprechen m├Âchte. Wenn man Fragen hat, der steht bestimmt gerne zur Seite und erkl├Ąrt das Thema. Nochmal daf├╝r versucht zu helfen. Nach dem HTGF mit 157 Exits sind laut dem Dealroom-Ranking auf zwei HV Capital, ehemals Holzbrink Ventures, mit 126 Exits immerhin. Und jetzt sieht man aber schon dreimal so viel Exit-Volume, also 12,8 Milliarden, mehr als dreimal so viel sogar. Und da ist dann, das kann man relativ einfach rechnen, 12,8 Milliarden, 126 Exits, da muss also 100 Millionen oder mehr im Schnitt rauskommen. Das hei├čt, im Schnitt viermal so viel. Mehr als viermal so viel Exiterl├Âs quasi. Vielleicht nicht f├╝r Holzbrink, aber insgesamt f├╝r die Companies, die an die B├Ârse gehen. Die Anteile wei├č man wieder nicht. Und auf drei ist Global Founders Capital. Das, was Rocket Oliver Samba mal gegr├╝ndet hat. Da ganz spannend, die haben 78 Unternehmen nur geexited. aber damit 61 Milliarden gemacht. Das ist nat├╝rlich nochmal ein ganz anderer Schnack. Also da sprechen wir von 800 Millionen durchschnittlich im Exit-Value, wenn ich es richtig berechnet habe. Und das erst seit 2013. Also der HTGF und Holzbrink Ventures sind glaube ich seit 2005 und 2000 am Markt. Und Global Founders Capital erst seit, wenn ich es richtig, Google hat ├╝brigens 2006 gesagt und zwar falsch, also nicht auf die AI h├Âren, aber 2013 m├╝sste es gegr├╝ndet worden sein. Hat ja damals auch relativ hohe Wellen geschlagen. Und dort berechnet Dealroom offenbar das 61 Milliarden an Exit Value. Und selbst wenn es weniger w├Ąre, w├Ąre es in der Zeit definitiv noch bei Weitem mit das erfolgreichste. Auch die haben ein Riesenportfolio. Wenn du auf Pitchbook oder Crunchbase guckst, glaube ich knapp 1000 Beteiligungen inzwischen. Aber vom Erwartungswert sieht es extrem gut aus gerade. Ich glaube, es gibt nur begrenzt viele LPs in GFC, wenn ich mich nicht irre. Aber stechen hier sehr stark nach oben raus. Sowohl was die Menge angeht, die absolute, als auch eben der durchschnittliche Exit-Value. Also Exit meint immer Verkauf oder B├Ârsengang letztlich in aller Regel. Dann auf Platz 4 ist Next47. Das ist sozusagen der Siemens Corporate VC. Auch erst 2016 gegr├╝ndet, aber schon 64 Exits im Wert von 4,5 Milliarden Euro. Auch hier sieht man, das m├╝ssten eher so 70 Millionen pro Exit sein, also auch jetzt nicht super gro├č. Dann kommt Weddington Partners, auch schon 2007 aus M├╝nchen, 64 Exits. mit Gesamtwert 44 Milliarden. Das ist auch relativ hoch. Das sind 680 Millionen pro Exit. Also haben sie einen sehr gro├čen oder haben ein, zwei richtige Home Runs drin gehabt. Dann kommt Acton, was glaube ich mal aus Burda entstanden ist, mit 61 Exits und rund 7 Milliarden, auch relativ einfach zu rechnen, m├╝ssten so 110, 115 Millionen pro Exit sein. Dann kommt Early Bird, auch schon seit vor 2000er Zeiten, glaube ich, so neuer Marktzeit entstanden. 61 Exits mit 4,6 Milliarden. Das ist auch 75 Millionen im Schnitt. Jetzt auch nicht schlecht. Dann TA Ventures. Das ist ein bisschen ukrainisch-russisch st├Ąmmig, glaube ich, wenn ich mich nicht irre. Mit 54 Exits 2 Milliarden gemacht. Das auch eher klein. M├╝sste im Schnitt so 40 Millionen sein pro Exits. Aber daf├╝r, dass es kein gro├čer Name ist, nat├╝rlich auch gar nicht schlecht. Dann ganz interessant, IBB Ventures, das ist die Berliner Investitionsbank Berlin-Brandenburg, glaube ich, die w├╝rde ich sagen jetzt auch Nebenauftr├Ąge vielleicht haben. Haben es immerhin auf 51 Exits gebracht, seit 1997, mit einem Gesamtwert von rund einer Milliarde. 51, eine Milliarde kann man sich schnell ausrechnen, das ist auch nur 20 Millionen pro Exit. Also da sieht man vielleicht auch wieder so ein bisschen, in welche Richtung es geht, wenn man ├Âffentlich finanziert ist. jetzt man eben nicht an den ganz gro├čen Homeruns beteiligt ist, dem Anschein nach.
K├Ânnte es nicht noch was anderes sein, dass die einen VCs ein bisschen fr├╝her reingehen, die anderen ein bisschen sp├Ąter und dann es wahrscheinlicher ist, dass der Exit gr├Â├čer wird und das zweite ist, wie werden diese Exits qualifiziert? Also verkaufen vielleicht kleinere eher mal noch eine Sache und die gro├čen lassen es dann einfach totlaufen? Also Exit ist ja auch ein Firecell. Das w├╝rdest du vielleicht eher machen?
Also ich k├Ânnte mir vorstellen, dass die Halb├Âffentlichen es eher nochmal hinbekommen, an irgendeinen Industriepartner das Team zu verkaufen. Das kann ich mir gut vorstellen. Das w├╝rde dann den, dadurch, dass es Equihires oder FireSales gibt, w├╝rde es den Durchschnittsvalue runterdr├╝cken. Ich w├╝rde es auch sagen, dass auch gr├Â├čere VCs oder profitgetriebene VCs jetzt nicht sagen, wir lassen eine Firma sterben, obwohl wir noch 4 Millionen daf├╝r bekommen k├Ânnten. Aber tendenziell k├Ânntest du recht haben. Das mit dem fr├╝her-sp├Ąter-Investieren bin ich mir nicht so sicher. Aber Fakt ist, w├╝rdest du jetzt nur Series C und sp├Ąter investieren, dann w├Ąren deine Exits nat├╝rlich Also hast du schon recht. Und IBB ist zum Beispiel relativ fr├╝h dabei, in der Regel fairerweise, HTGF auch. Das zieht das Ergebnis nochmal ein bisschen runter. Am Ende m├╝sste man jetzt auch die IRR oder die BI Distributions auf eingezahltes Kapital nat├╝rlich berechnen, aber das haben wir ja jetzt hier nicht, die Daten, die werden jetzt auch nicht public sein. Aber indikativ sieht man, glaube ich, trotzdem, dass die jetzt tendenziell eher kleine Exits machen. Aber die Phase spielt eine Rolle und vielleicht auch, dass sie es besser hinbekommen, das Team noch woanders unterzubringen teilweise. Und auf Platz 10 ein relativ junger, aber beste Reputation, w├╝rde ich sagen, ├╝ber Zweifel erhaben, Point9 aus Berlin. 2011 erst gegr├╝ndet, hat aber schon 43 Exits mit einem Wert von 13,7 Milliarden und das sind wiederum auch ├╝ber 300 Millionen. Pro Deal im Schnitt. Wahrscheinlich sehr stark beeinflusst von, weil sie in Delivery Hero ein Stake hatten, die f├╝r, was sind die, ich glaube 6, 7 Milliarden an die B├Ârse gegangen sind damals, wenn ich mich recht erinnere. Das sollte hier zu dem Ergebnis stark beigetragen haben, aber sollen dann auch ansonsten sehr, sehr gute Returns f├╝r ihre Investoren erwirtschaften. Ansonsten die Daten kommen von Dealroom, den Artikel gibt es zu lesen bei Business Insider bzw. Gr├╝nderszene. Fand ich ganz spannend, weil es gut zu dem Thema von vorher gepasst hat.
Ja, deswegen mit Point 9. Ich habe mit Point 9 abgestempelt, dass die nur SARS machen, aber da ist ja tats├Ąchlich Delivery Hero oder auch... SARS und Marketplace ist, glaube ich, die Fokussierung.
Das hei├čt, Delivery Hero w├╝rde als Marketplace wahrscheinlich gelten. Ich glaube, SARS und Marketplace sind so die zwei Strong Suits.
Okay, und Tier hat man einfach gemacht, weil Roller da so hei├č war.
Man k├Ânnte sagen, T ist ein Marketplace. Oder man kannte den Gr├╝nder einfach gut aus fr├╝heren Team Europe Zeiten oder so. Das wei├č ich nicht. Oder man wollte auch mal ein schlechtes Investment haben. Ich wei├č es nicht.
Welcher ├ťbergang ist jetzt besser von Tier? Sollen wir nochmal zu VCs in 2023 kurz gehen?
Oder m├Âchtest du uns... Nein, von Tier auf Verkehrstote liegt dir doch viel mehr. Komm, das nehme ich dir nicht weg.
Dann erkl├Ąr mal, wie sieht es aus mit Verkehrstoten und Uber? Da hast du hier ein Scientific Paper hochgeladen bei uns. Was hast du da rausgelesen?
Achso, die andere News war es auch nur so, das war einfach, dass 2023 so wenig neues Geld f├╝r VC geraced wurde, wie seit 6 Jahren nicht mehr. Also da gibt es diesen dicken ZIRB, wei├čt du was ZIRB ist?
Ne, erkl├Ąr es mir.
ZIRB, Zero Interest Rate Policy, also in der Nullzinsphase. Es ist nat├╝rlich viel Geld in VC geflossen. Das hei├čt, es gab einen gro├čen Kapital├╝berhang. Es war sehr einfach. Viele neue VCs haben Geld geraced. Viele gro├če Fonds sind entstanden. Bestehende Fonds haben deutlich gr├Â├čere Fonds gemacht, als sie bisher hatten. Dadurch gab es einfach viel Kapital. Jetzt geht es auf so 2018er, 2017er Niveau erstmal zur├╝ck, letztes Jahr. Das war auch schon den News, kann man bei der Financial Times nachlesen. Wir packen es in die Schurnutz, w├╝rde ich sagen. Aber jetzt zu der spannenden Studie. Und zwar, ich wei├č gar nicht mehr, wo ich es geh├Ârt habe. Ich glaube in einem Podcast. Aber mir f├Ąllt leider nicht mal ein, welche. Es war nicht der All About Mobility. Aber vielleicht w├Ąre es ein spannendes Thema f├╝r allen. Und zwar gibt es eine Studie von Michael Anderson und Lucas Davis am MIT. Und was sie herausgefunden haben, ich vermute fast einfach dadurch, dass sie sich geschaut haben, St├Ądte, wo es Uber gibt und St├Ądte, wo es kein Uber gibt, dass durch Uber... die Verkehrstoten um 5% gesunken sind in der Zeit sozusagen, wo Uber den Markt penetriert hat. Also konnte jeder 20. Verkehrstote verhindert werden durch Ride-Sharing oder Ride-Hailing und damit ein volkswirtschaftlicher Schaden von 7 Milliarden verhindert werden. Laut dieser Studie, kann man sich gerne durchlesen.
Weniger Drinking, Driving. Wahrscheinlich, dass du nicht mehr besoffen Auto f├Ąhrst, sondern eher besoffen die App aufmachst und dich nach Hause fahren l├Ąsst.
Ja, ich w├╝rde vermuten, dass auch in den USA die drei Hauptgr├╝nde f├╝r Verkehrstote sind Drunk Driving, Driving Under The Influence, Speeding und Texting While Driving oder Attention. Und all das kannst du dem Uber-Fahrer schwer sagen, er soll jetzt mal irgendwie 120 fahren in einer 30-Meilen-Zone. Du kannst so lange an deinem Handy rumtexten, bis es dir schlecht wird, aber du wirst dadurch nicht einen Unfall bauen, wenn du Uber f├Ąhrst. Und du kannst besoffen oder unter dem Einfluss von was auch immer dich in ein Uber setzen und du wirst nicht deswegen einen Unfall bauen, was schl├╝ssig ist. Und dadurch haben diese Wissenschaftler hergeleitet, dass wahrscheinlich 21 Verkehrstoten uns erspart oder den Amerikanern erspart geblieben ist. Glaubst du, dass Verkehrstote ansteigen oder zur├╝ckgehen in den USA?
Ich glaube, es wird mehr, weil mehr Leute Auto fahren.
Ich gucke gerade mal, wie es in Deutschland ist.
Es sind weniger junge Leute Auto in St├Ądten.
Also es gibt einen langfristigen Trend, der geht zur├╝ck. Also wir fangen an, ich glaube die ├Ąlteste Statistik ist von 1921, Goldene Zwanziger. Da gab es 24 Tote pro 100 Millionen. VMT sind wahrscheinlich Verkehrsminuten oder so. Wow, nicht schlecht. Also pro 100 Millionen gefahrene Kilometer sind 24 Menschen gestorben 1921. Das ging dann runter bis in die 2010er Jahre auf nur noch 1,1 pro 100 Millionen Meilen. Und es geht aber wieder hoch inzwischen auf 1,35 Tote. Das sind ├╝brigens 43.000 Menschen tot. Im Jahr, das war mal runter auf 32, inzwischen sind es 43. Fairerweise in den 20ern sind weniger nat├╝rlich gestorben, weil weniger Auto gefahren sind, fairerweise. Aber wei├čt du, was der Grund ist?
Ich w├╝rde sagen iPhone. Mobile Phones. Wann kam das iPhone?
2007?
Wahrscheinlich ab 2009 sind alle Leute nur auf dem Telefon.
Da ging es stark noch runter. Wie gesagt, bis 2014 wieder ab war der absolute Tiefpunkt.
Was kam 2014? Instagram?
Snapchat? Also Leute, die sich damit besch├Ąftigen. Ah, jetzt wei├č ich wieder, wo ich es geh├Ârt habe. Es hat vorgetragen eine Forscherin, die dieser Tote war kein Unfall oder so hei├čt es. Die hat ein Buch geschrieben dar├╝ber. Das hei├čt irgendwie, dass dieser Tote war kein Unfall oder so? Ah, f├Ąllt mir nicht ein. Du h├Ârst ja schon True-Crime-Podcasts. Nee, war nicht True-Crimes. Es war wissenschaftlich. Aber der Grund ist SUVs. Einfach weil, wenn Menschen getroffen werden, sie viel t├Âdlicher getroffen werden. Wir wissen, die Sto├čstangen und K├╝hlergrills von SUVs sind eher auf der Brust- und Kopfh├Âhe, was die verletzlichsten Teile am K├Ârper sind. Das hei├čt, an die H├╝fte oder ans Kniegelenk gefahren zu werden von einem Tesla, tut erstmal bestimmt auch weh und kann auch Knacks machen. Aber es ist noch nicht ganz klar, ob du davon stirbst, je nachdem, wie schnell das Auto ist. F├Ąhrt dir ein SUV aber selbst mit 30 oder 40 direkt gegen die Birne oder gegen die Brust, gute Chance sofort innere Verletzungen zu haben oder ein Polytrauma. Hinzu kommt, dass ein normales Auto, also eine Limousine, nimmt dich ja wortw├Ârtlich auf die Haube, wenn du angefahren wirst in der Regel. w├Ąhrend ein SUV dich in der Regel ├╝berrollt, was auch eine relativ schlechte Life Expectancy nach sich zieht, wenn so ein Trecker ├╝ber dich r├╝bergefahren ist. Der dritte Grund ist, was eher h├Ąsslich ist, Triggerwarnung. Wer Kinder hat, will das vielleicht nicht h├Âren und m├Âchte 15 Sekunden vorspulen, aber es fahren mehr und mehr Leute in ihrer eigenen Auffahrt, nicht mehr Katzen, sondern ihre eigenen Kinder oder andere Leute Kinder um. weil die Autos so ├╝bersichtlich sind, dass du auch nicht siehst, was vor oder hinter deinem SUV passiert. So un├╝bersichtlich, habe ich ├╝bersichtlich gesagt? Naja. Und auch das tr├Ągt leider inzwischen signifikant zu Verkehrstoten bei und ist sicherlich was, was man gerne vermeiden m├Âchte. Genau. Discord findet es raus, wie das Buch hei├čt. Ich wei├č auch nicht mehr, was der... Mir f├Ąllt nicht ein, welcher Podcast war. Aber die Message des Buches ist, dass viele der Sachen verhinderbar w├Ąre, wenn man Autos, so wie tendenziell in Europa, nicht nur auf die Sicherheit der Insassen optimieren w├╝rde, sondern auch auf die Sicherheit der sonstigen Verkehrsteilnehmer. Das ist das Problem sozusagen, wenn du Autos immer mehr wie einen Panzer baust, also SUVs, dann f├╝hlt sich der da drin zwar sicherer, Und du, also Fahrer werden, also was die Verkehrstoten hochtreibt, sind nat├╝rlich nicht Fahrer, die jetzt mehr sterben, sondern Fahrer sind sicherer denn je oder FahrerInnen, aber die s├Ąmtlichen anderen Verkehrsteilnehmer sterben immer h├Ąufiger. Und das wiederum f├╝hrt dazu, dadurch, dass du dich von SUVs bedroht f├╝hlst, neigen noch mehr Leute dazu, ein SUV zu kaufen, weil sie selber sozusagen sich Panzern gegen├╝ber sehen und dann willst du halt auch nicht mehr in deinem, Daihatsu-Kuore oder Fiat Panda rumfahren, sondern kaufst irgendwann einfach aus Selbstschutz ein SUV und dadurch kommen noch mehr Verkehrstote zustande. Klingt wie was, was eigentlich verhinderbar w├Ąre. Fand ich ganz spannend. Ich guck jetzt mal, ob ich das Buch finde. Sekunde. Ich frag per Flexity-AI. Warte.
Das Buch kannst du in deinen Newsletter setzen.
Und genau, der kommt bestimmt... Ne, obwohl das nicht so ein Newsletter-Thema ist. Das ist mir ein bisschen zu... Zu intellektuell.
Buch der Woche.
Ja, Buch der Woche ist eine Kategorie, mit der ich nicht anfange. Das Problem mit Rubriken ist ja, dass man sie weiterf├╝hren muss. Und wie du wei├čt, bin ich kein... Leseratte. Keine Leseratte, besser h├Ątte ich es nicht sagen k├Ânnen. Ich bin eine Ratte, aber keine Leseratte. Und ich bin eine Podcast-Ratte, eine Podcast-Eule. Und deswegen w├Ąre Buch der Woche ein gef├Ąhrliches Wagnis f├╝r mich.
Buch der Woche aus einem Podcast, den ich geh├Ârt habe. Hier die Podcast-Empfehlung. Was hast du dir jetzt gefragt?
Na, was ein k├╝rzlich erschienenes Buch w├Ąre mit Thema so Fatal Traffic Casualties in the US. Irgendwas mit No Accident hei├čt es. There are no accidents. Das h├Ątte ich drauf kommen k├Ânnen. Von Jesse Singer. Also der Titel ist nat├╝rlich ein bisschen rei├čerisch, aber die Grundmessage dahinter ist eben, dass vieles von dem, was wir als Unfall bezeichnen, teilweise auch selbst gew├Ąhltes Leid ist. Also w├╝rde man Autos anders designen, k├Ânnte man, was wir Unf├Ąlle nennen, verhindern. Und das muss doch nicht sein. Das betrifft, wie gesagt, ihr m├╝sst euch nicht alle schlecht f├╝hlen, das betrifft vor allen Dingen die USA, das Buch. Aber trotzdem kann man sich nat├╝rlich dar├╝ber Gedanken machen. Wie kamen wir jetzt darauf? Achso, Uber. Uber hat die Verkehrsquote um 5% gesenkt. Das ist die positive Message. Auch ihr sollt nicht betrunken fahren oder nicht texten, sondern im Zweifel weniger Auto fahren und mal ein Uber nehmen, wenn man sowieso nicht fahrt├╝chtig ist. Und mal eine gute Nachricht, wie einerseits Technologie so ein bisschen doch leicht verhindern kann. Und es w├╝rde nat├╝rlich noch besser mit Full-Safe-Driving werden, wenn es das irgendwann mal gibt. sollten die Verkehrstoten wahrscheinlich auf unter 10.000 in den USA runtergehen. K├Ânnte ich mir gut vorstellen.
Auch wenn die da alle beim Cybertruck rumfahren.
Das Gute ist ja, dass an Autos quasi h├Âhere Anspr├╝che gestellt werden als an Menschen. Ich glaube, das ist auch richtig bei AI, weil es sei denn, die Hersteller m├Âchten gern haften. Ich bin auch daf├╝r, dass Hersteller haften, wenn das Auto einen Fehler macht. Bei Menschen m├╝ssen wir damit leben, dass sie fehlbar sind. Bei Drunk Driving habe ich null Mitleid, ehrlich gesagt. Da haftet man ja auch, soweit man ├╝berhaupt kann. Aber prinzipiell glaube ich, dass eine Wenn Autopiloten zugelassen werden, die so stark reguliert und getestet sein werden, dass sie... Ganz egal, ob es jetzt Tesla oder Baidu oder Volvo oder was wei├č ich ist oder Google, wie hei├čt es, Waymo. Ich gehe davon aus, dass jedes davon und nat├╝rlich auch Tesla schon besser f├Ąhrt. Ich vermute sogar, dass Tesla auf vielen Strecken jetzt schon besser f├Ąhrt als ein Mensch. Ich glaube, das ist auch gar nicht fraglich. Aber der Anspruch muss wahrscheinlich noch ein bisschen h├Âher sein. Sowohl bei Tesla als auch bei allen anderen Autoherstellern. Aber fairerweise, es ist halt echt eine schwere Frage. Du k├Ânntest argumentieren, dass Selbst mit schlechtem Self-Driving w├╝rden wir schon weniger Verkehrstod haben. Wahrscheinlich. Wir sind halt nur viel schlechter darin, das zu akzeptieren. Weil da erwarten wir, dass es 100% verhinderbar ist. Aber man k├Ânnte eine Debatte machen, so ein bisschen wie diese AI-Debatte insgesamt, dass du eigentlich AI nicht verbieten d├╝rftest, weil du einfach damit den Tod von Menschen, die nicht sterben m├╝ssten, akzeptierst, weil sie zum Beispiel nicht die richtigen Antibiotika bekommen oder nicht die richtige medizinische Versorgung oder so. Obwohl AI das schon k├Ânnte.
Zum Schluss ein bisschen ├╝ber Amazon. Bist du bereit? Zahlst du 2,99 mehr im Monat f├╝r Amazon Prime, um keine Werbung zu sehen?
Ja, ein bisschen fieser Trick. Also man glaubt ja, man zahlt die 9,99 bei Amazon und kriegt daf├╝r nicht nur Pakete g├╝nstig und schnell, sondern auch Amazon Prime Video kostenlos dazu und Prime Music und was wei├č ich. Jetzt soll aber Werbung quasi eingef├╝hrt werden in Prime Video. Das wird weniger Werbung. Sie sagen weniger Werbung als im linearen Fernsehen und in anderen Anbietern. Das finde ich schon besorgniserregend. Also zum Vergleich, wei├čt du, wie viel Werbung im linearen Fernsehen kommt?
Alle 25 Minuten irgendwas.
Also wie viel Netto-Zeit? Keine Ahnung. Ich glaube, es sind 20 oder 25 Prozent. Also 12 oder 15 Minuten. Ich glaube, meine letzte Information war 12. Dass du 12 Minuten in jeder Stunde quasi Werbung, muss ich mir ├╝berlegen, dass du ein F├╝nftel deiner Zeit vor Werbung verbringst. Und w├╝rde Amazon jetzt sagen, wir machen nur 5 Minuten pro Stunde, f├Ąnde ich das immer noch unertr├Ąglich, ehrlich gesagt. Das hei├čt, ich werde ganz sicher die 2,99 zahlen, um mich auch davon noch frei zu kaufen. Ich gehe auch davon aus, dass mindestens ein Drittel der Amazon-Kunden das tun werden, ehrlich gesagt. Ganz sicher nicht alle. Aber ein Drittel, ich w├╝rde es sogar noch ein bisschen h├Âher schenken. Also das einzige Ding ist, ich w├╝rde nat├╝rlich gerne schon verstehen, wie gut die Werbung ist auf Amazon. Das hei├čt, also ich werde es nicht sofort machen. Wahrscheinlich werde ich mich ein bisschen damit qu├Ąlen und eigentlich m├Âchte ich nat├╝rlich auch beobachten, Es gibt ja Freeview und so, wo teilweise jetzt schon Werbung drin ist. Und ich fand, es gibt keinen TV-Sender und keine andere Videoplattform, auch nicht YouTube, die so relevante Werbung gezeigt hat f├╝r mich. Ich fand es stunning.
Was hast du gesehen?
Naja, halt keine Damenbinden oder Fitness-Nahrungserg├Ąnzungsmittelprodukte, sondern Dinge, die relevant sind f├╝r mich. Also zwei Pfannen. Lederpeitschen, Strap-on-Dildos, Schieber's Real Drink.
Dann wurden dir die zwei Superpfannen gezeigt, die du danach sofort gekauft hast.
Die zwei Superpfannen? Pfannen habe ich tats├Ąchlich gekauft bei Amazon. Das hei├čt, aus gewerblichem Interesse oder beruflichem Interesse w├╝rde ich nat├╝rlich schon gerne weiter Amazon-Werbung aufsehen. Aber ich kann ja gezielt einen werbefinanzierten Kanal anschauen auf Amazon. Also Ich werde es nicht sofort machen, so ein bisschen w├╝rde ich schon auch beobachten. Fr├╝her habe ich immer gesagt, man kann sich nicht leisten, ein Bild nicht anzuschauen, weil du als Marketer musst du checken, was in der Bild steht. Das w├╝rde ich jetzt heute eher nicht mehr machen, aber das ist so ein bisschen das Problem. Wenn du in einer werbefreien Welt lebst, am Ende ist Werbung ja auch Information und es ist nicht so einfach, wenn du dich auch mit Werbung oder Marketing besch├Ąftigst. Zu sagen, so wie du, du sagst ja so, ich mache hier einen Podcast ├╝ber Internet, Startups und Medien und halte mich von allen sozialen Medien fern und dem gr├Â├čten Business-Setzwerk der Welt. Kann man machen. Ist ja auch gut, das vorzuleben, dass man sich trotzdem einigerma├čen kompetent ├Ąu├čern kann. Gelingt ja ganz gut, erstaunlicherweise.
Aber ich habe einfach keine Zeit f├╝r Instagram und ich habe keinen Bock auf TikTok.
Ja, Instagram und TikTok nutze ich auch nicht so viel. Sollte auch gar kein Diss sein. Ich glaube, es ist schwer, ├╝ber etwas zu reden, was du dann selber nicht mehr aktiv konsumierst. Der Output der Industrie, in der ich zumindest teilweise arbeite. Und deswegen will ich es schon auch verstehen eigentlich. Aber ich gehe jetzt nicht so weit, dass ich mich deswegen von linearem Fernseher bei RTL 2 sitze und gucke, was jetzt gerade an Werbung kommt. Aber ich gucke immer nur die Blasenschw├Ąche-Werbung vor der Tagesschau nat├╝rlich.
Was es auch zeigen wird ein bisschen ist, wie viel von den Prime-Kunden wirklich auch Video und alles konsumieren. Und wie viel einfach das nur nutzen, um die Pakete g├╝nstig zu bekommen.
Also irgendein Investment, ich glaube Bank of America war es, gehen davon aus, dass drei Millionen mehr Werbeumsatz allein dadurch pro Jahr generiert werden k├Ânnte. Ich glaube schon n├Ąchstes Jahr auch.
Das ist gut f├╝r meine Q3. Bitte alles in Q3.
damit du deine Walmart-Wette gewinnst. Und weitere 1,8 Milliarden dadurch entstehen, dass Leute die 2,99 extra zahlen. Ich glaube, das passt auch mit dem 1 Drittel zusammen, was ich gesagt habe. Das 1 Drittel das Abo nehmen und 2 Drittel die Werbung weitergucken. Wenn das ungef├Ąhr aufs Gleiche rauskommt. Aber Amazon ist da beim Pricing bestimmt nicht doof. Ich bin mir da nicht... Eigentlich m├╝sstest du es teurer pricen, weil die Leute... die bezahlen, nat├╝rlich wertvoller sind. Also die Leute, die nicht bezahlen, sind tendenziell Leute, die wiederum unattraktivere, relativ gesehen unattraktivere Kunden sind. Aber nochmal 30 Euro im Jahr w├Ąre es mir wert, ehrlich gesagt. Ich meine, die Frage ist, sagen wir mal, jeden zweiten Abend schaffe ich es, anderthalb Stunden streaming zu machen. Das sind ungef├Ąhr 10 Stunden pro Woche, sind 500 Stunden im Jahr. Ich gucke zur H├Ąlfte Netflix und Amazon so ein bisschen, sind 250 bei Amazon. W├╝rden sie nur 5% der Zeit Werbung machen, was habe ich gesagt, 500, 250? Davon 5% sind 125, sind 12 Stunden. 12 Stunden zur├╝ckkaufen f├╝r 30 Euro ist ein No-Brainer, w├╝rde ich jetzt sagen. Es sei denn, die Werbung wird super unterhaltsam und lustig, aber wie wahrscheinlich ist das schon?
Wenn es die beste Werbung ist?
Also ich w├╝rde sagen, das tut immer weh, so diese ganzen Abos abzuschlie├čen und man hat tendenziell nat├╝rlich auch zu viel davon. Aber ich glaube, noch bl├Âder ist dir in den anderthalb oder zwei Stunden Freizeit, die du am Tag hast, wo du irgendwie mit deinem Partner da irgendwas im Fernsehen genie├čt oder dir eine Dritte-Welt-Krieg-Doku anschaust. Ausgerechnet bei der Zeit, dir Zeit klauen zu lassen, klingt nat├╝rlich nicht so spannend. Und worin Amazon auch richtig gut ist, an Stellen einzuspielen. Also die Logik, ich meine dazu hat Amazon auch alle Daten, um das perfekt zu machen nat├╝rlich. Amazon spielt die Werbung nat├╝rlich nicht irgendwie alle 20 Minuten ein, zumindest ist mein Eindruck, sondern speziell an den Stellen, wo du auf keinen Fall abschaltest. Das hei├čt, das Ding, was du so beim linearen Fernsehen machst, du wei├čt, jetzt kommt eine von zwei 6-Minuten-Werbebl├Âcken und jetzt gehe ich nochmal sch├Ân Z├Ąhneputzen im Bad. Das funktioniert nat├╝rlich auch nicht.
Zwei Mal Z├Ąhneputzen. Das geht ja angeblich in den Daten nicht, aber richtig smart w├Ąre, wenn Amazon wei├č, wann du gerade auf Toilette warst, durch deine Alexa und erst danach die Werbung spielt.
Ich habe ja auch eine Alexa-Klo-Sp├╝lung, von daher wissen die das ganz genau. Elektrische Zahnb├╝rste, wollte ich sagen. Ja, ich glaube, mein Amazon-Bull-Case ist ja, dass sie mit Projekt Kuiper einfach 3000 Satelliten ins All hauen, Kabelanschluss, Internet-Service-Provider, alles werden. das ist der sicherste Weg, die n├Ąchsten 100 Millionen zu machen f├╝r Amazon, zusammen mit Healthcare und Insurance. Und es ist halt mega spannend, wenn du einfach die ganzen Kabel aus dem Fernseher rei├čen kannst und deinen Amazon-Fire-TV-Stick da reinhaust. Der kriegt direkt aus dem Internet alles, super schnell, kostenlos, keine weiteren Kosten mehr. Dann zahlst du halt 20, 25 Dollar f├╝r Prime oder 40 Dollar und kriegst daf├╝r aber noch HBO oder ein paar Pay-TV-Kan├Ąle und ESPN vielleicht, obwohl auf Disney wird jetzt nicht ESPN und Amazon verkaufen, aber Und ich glaube, dass das schon sehr, sehr spannend ist aus Amazons Perspektive, dass du sowohl den Medienkonsum als auch den physischen Konsum von Menschen kontrollierst und damit quasi ├╝ber Werbung Konsum inzentivieren kannst und so einen Closed Cycle oder Closed Loop eigentlich hast, was alles, was hier Konsum angeht.
Und das schaffst du schneller, als es ein TikTok schafft? Oder irgendein anderes soziales Medium?
Ja, ich sage nicht, dass es keine Konkurrenten gibt. Aber ich glaube, dass Amazon in einer guten Position daf├╝r ist, einen hohen Anreiz hat. Und mich w├╝rde auch wundern, wenn das nicht die Vision hinter Kuiper ist. Also Projekt Kuiper ist das Starlink-Projekt von Amazon, wenn man es so stark vereinfachen m├Âchte. Aber f├╝r Amazon ist es halt viel einfacher zu monetarisieren als f├╝r Starlink, fairerweise. Ist mein Gef├╝hl. Also du kannst alles machen, was Starlink macht, plus du hast einen viel gr├Â├čeren Anreiz nochmal Der ISP f├╝r deine Nutzer zu werden. Und du kannst viel mehr Medien da durchjagen, als es ein Tesla oder Starlink kann. Hast die Medien schon, hast die Inhalte schon. Baust letztlich einen App-Store f├╝r Unterhaltung. Habe ich mit Philipp Wessler mal gerade dr├╝ber. Also ich f├╝hre das jetzt mal nicht weiter, sondern man kann sich das anh├Âren. Im aktuellen OMR-Podcast, der morgen erst kommt, am Sonntag, also wir wissen ja nicht, wann ihr es h├Ârt, aber wenn ihr es am Samstag h├Ârt, dann kommt am Sonntag ein OMR-Podcast, wo, wenn sich nicht noch irgendein C-Promi oder Fu├čballer zwischengedr├Ąngelt hat, dann kommt eine Predictions-Folge mit Philipp Westermeyer und mir bei OMR. Da geht es um das gleiche Thema, deswegen muss ich das jetzt nicht nochmal runterbabbeln, sondern man kann das da h├Âren. Und den Newsletter muss ich auch nicht nochmal promoten, weil ich das dann auch da mache.
Ja, aber da du es da nicht so richtig gut machst, jetzt hier nochmal, also geht auf doppelg├Ąnger.io slash news und tragt euch f├╝r den Newsletter an.
Achso, und wer es jetzt wirklich noch nicht geschafft hat, also viele haben jetzt inzwischen ihre Best├Ątigung, also es tut mir wirklich leid, dass Beehive da so Probleme mit dem Opt-in-Verfahren hat. Also jeder Zwanzigste hat es irgendwie nicht geschafft. Wer es wirklich nicht hinbekommen hat, also wer Dienstag noch keine Newsletter bekommen hat und im Spam nachgeschaut hat und alles, der darf am Dienstag gerne Mail schreiben und dann versuche ich Ihnen oder Sie h├Ąndisch hinzuzuf├╝gen. Fairerweise, die meisten haben es irgendwann geschafft. Also viele, die geschrieben haben, haben dann gesagt, sp├Ąter hat es doch noch geklappt. Also ein bisschen Geduld, so einen Tag w├╝rde ich schon warten, bevor ich aufgebe. Aber wer jetzt weder eine positive Best├Ątigung hat, noch den Newsletter am Montag bekommt, der darf sie nat├╝rlich gerne melden. Dann versuche ich das Problem gerne h├Ąndisch zu l├Âsen, auch wenn es f├╝r uns alle sinnvoll ist. Genau.
Ich freue mich auf den Newsletter, w├╝nsche euch allen ein sch├Ânes Wochenende.
Bis dann. Peace. Ciao, ciao.
Der Doppelg├Ąnger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Kl├Âckner und Philipp Bl├Âckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelg├Ąnger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelg├Ąnger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, sch├Ânes Wochenende und bis Mittwoch.