Doppelgänger Folge #326 vom 9. Februar 2024

Apple Vision Pro | Pip & Gründen | Earnings: Cloudflare Snap Pinterest Fortinet Uber Disney ARM Adyen Expedia Affirm

Borchi oder Grill Royal? Was hat das mit Uber und Universal Basic Income zu tun? Pip fühlt sich als würde er mit Ski Aggu telefonieren. Wann geht Jan in Cloudflare finanzierte Rente? Viele Earnings diese Woche: Snap, Pinterest, Fortinet, Uber, Disney, ARM, Adyen, Expedia, Affirm und Cloudflare.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Apple Vision Pro Intro

(00:14:30) Warum gründet Pip nichts

(00:24:30) LinkedIn

(00:29:20) Google hatte mal BMW entfernt

(00:33:00) ETFs mit AI-Exposure

(00:43:15) Vision Pro App Store

(00:46:40) Snap Earnings

(00:49:10) Pinterest Earnings

(00:55:30) Fortinet Earnings

(00:58:00) Uber Earnings

(01:08:00) Disney Earnings

(01:11:20) ARM Earnings

(01:12:20) Adyen Earnings

(01:16:00) Expedia Earnings

(01:18:00) Affirm Earnings

(01:24:50) Cloudflare Earnings

(01:39:00) Twitter


Shownotes:

Vielen Dank an Lasse von appmotion für die Apple Vision Pro

Daniel H LinkedIn

Newsticker App: X

Twitter: Techcrunch

Elon Klage Free Speech: Forbes


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Nicht wirklich, ey. Warte, nimmst du schon auf? Ja. Sehr schön. Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast. Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast. Warum lachst du so? Ich kann nicht mehr. Ich kann wirklich nicht mehr. Das lassen wir einfach so drin. Wir lösen später auf, was hier passiert ist. Willkommen zum Doppelgänger-Tag-Talk-Podcast Folge 326. Das wird nie gehen. Ich kann den nicht mehr ernst nehmen. Ich habe Tränen in den Augen. Das ist halt wie ein fucking Zoom-Call mit Thiago. Ja. Du hast in der letzten Folge ja noch gesagt, dass du es gar nicht erwarten kannst, dass ich so eine Brille auf dem Kopf habe. Und hier ist sie jetzt. Okay, versuch nochmal. Ich versuche ernst zu... Es geht nicht. Wirklich nicht. Okay, versuch. Ich muss an was Ernstes denken. Zahnarzt oder so. Proktologe. Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 326 am 10. Februar 2024. Also, ich glaube, die einzige Möglichkeit, wie wir diesen Podcast aufnehmen, ist, dass ich das Fenster wegmache. Das kannst du vergessen. Das kannst du vergessen. Das kannst du wegmachen aus deiner komischen Brille. Oder sagt jemand, Podcast würde keinen Spaß machen. Komm, wir fangen jetzt an ohne Intro. Mach los. Ich habe schon Bauchmuskelkater. Ich auch. Ich fülle mir erstmal die Jacke aus, die mir so warm ist. Mann, lange nicht mehr so viel gelacht. Seit dem Putin-Interview nicht mehr so viel gelacht. So, auf geht's. Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 326 am 10. Februar 2024. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner. Heute ein ganz besonderer Tag. Pip und Jan aus dem Off freuen sich über die Cloudflare Earnings. Ich lebe in der Zukunft und nehme heute den kompletten Podcast mit der Vision Pro auf. Intro lassen wir wahrscheinlich drinnen. Pipp, guck mir in die Augen. Die Augen sieht man übrigens nicht durch. Nee, die sieht man nicht. Moment, ich kann hier an der Krone drehen und dann sehe ich die normale Welt oder die schönen Berge. Aber erstmal dazu, wie ich überhaupt zu dieser Vision Pro gekommen bin. Also ist nicht meine, keine Sorge. Ich habe das Geld nicht dafür ausgegeben, aber dank Pickleball habe ich wieder Lasse kennengelernt. Ein alter Wegbekannter. 2012 haben wir die ersten Apps gebaut, also die als Agentur, ich mit Y-Own-It. Und durch Pickleball haben wir uns im Sommer 2023 wieder getroffen. Und er hat mir erzählt, wie sehr er sich auf die Brille freut von Apple, weil das die perfekte Welt ist zwischen dem, was sie mit Apps machen und mit AR, VR schon gemacht haben. Und dann Anfang, Mitte Januar haben wir hin und her geschrieben, oh, die E-Mail von Apple ist da. Jetzt kann man die Brille vorbestellen. Er hat es sofort gemacht. Dann am Wochenende wurde das Ding in Amerika gekauft, abgeholt. mit UPS nach Hamburg geschickt. Zoll war ein bisschen tricky. Es gibt ja auch die ersten News, dass der Zoll in Berlin die ein oder andere Brille schon eingezogen hat. Hier hat es geklappt. Und gleich mal eine unvorbereitete Frage für dich. Was ist eine EORI-Nummer? EORI? Ja. Habe ich noch nie gehört. Ja, die brauchst du, um Sachen einführen zu können. Und die Agentur hatte die nicht, deswegen hat es ein bisschen gedauert. Und dann noch, beim Zoll kannst du VR-Brillen noch nicht angeben. Dafür gibt es noch keine Nummer, keine Zollnummer. Deswegen hat Lasse angegeben, es ist eine Brille und es gibt noch ein paar Einzelteile und so und große Verpackung. Da wurde er nochmal angerufen und hat erklärt, okay, es ist eine ganz besondere Brille. Die Dame beim Zoll hat gedacht, es gibt vielleicht so kleine Schrauben, die die Brille zusammenhalten. Aber es waren natürlich die Bänder und die ganzen Sachen, die sonst so sind. Dann Donnerstag, gestern, kam die Brille dann. Wie gesagt, 1.100 Euro hat der schöne Spaß gekostet, die Sachen hier hinzubekommen.
Und Freitagmorgen... Das heißt Zoll und Logistik, oder?
Genau. Zoll und Logistik und Versicherung natürlich. Und jetzt Freitag, 10 Uhr... kam Lasse hier vorbei, ich hab die Brille anprobiert und bin seitdem im Spatial Computing Modus. Also ist schon... Und siehst aus wie ein Folter. Ja gut, aber das Schöne ist ja, wir machen den Call so, dass du nicht meinen Avatar siehst, sondern mich mit der Brille. Hab gedacht, das macht das für dich ein bisschen witziger. So witzig, dass wir fünf Minuten nicht aufnehmen konnten. Und ich wollte jetzt mal ausprobieren, ob das das Arbeiten wirklich einfacher macht. Also was wir jetzt haben, das funktioniert nur mit einer amerikanischen Apple-ID. Wer hätte das gedacht? Das erste Gedanke ist, wie wird meine Arbeit noch einfacher mit dieser Brille? Moment, ich muss hier gerade eine Notification von der Brille wegmachen. Ja, also das funktioniert mit einer amerikanischen Apple-ID. Und der Computer hat die gleiche amerikanische Apple-ID wie die Brille natürlich. Und jetzt habe ich mir hier so ein Setup aufgebaut. Die Kamera, durch die du mich siehst, ist die gleiche wie immer. Aber meine Bildschirme sind nicht mehr connected, sondern es ist jetzt ein virtueller Bildschirm, der groß in meinem kleinen Büro hier erscheint. Und ich kann jetzt hier auf die Krone drücken. Und mir jetzt hier nochmal kurz ein paar Apps angucken an der Seite. Also am meisten freue ich mich eigentlich darüber, dass ich mir gleich irgendeinen 3D-Film bei Disney angucke, während du mir die Earnings oder uns die Earnings schön erklärst. Das habe ich gerade überlegt, ob ich in meinem Earnings-Sheet mit Brille in 3D rumfummeln könnte und navigieren könnte. Kannst du machen. Das ist ja meine Virtual Reality, in das Excel-Sheet einzusteigen. Du kannst es machen. Du kannst es so groß machen, wie du willst. Nicht groß, klein. Ganz klein. Ich muss sagen, ich würde sie nicht in der Öffentlichkeit tragen. Das würde ich dir auch nicht raten. Ich würde sie auch nicht zu Hause tragen. Ich könnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als einen Haushalt mit zwei, drei, vier von diesen Brillen. dann gibt es noch weniger Kommunikation als durch Kopfhörer und durch irgendwelche unendlichen Feeds. Aber zum Arbeiten kann das schon echt spannend sein. Du kannst halt die großen Bildschirme da machen. Und auch so die zum Lernen ist, glaube ich, auch ganz spannend. Was ich ausprobiert habe, ist natürlich einmal diese Dino-Demo, die jeder jetzt mittlerweile gesehen hat. schon ein bisschen erschreckend. Aber jetzt auch nicht zu krass, aber es ist ganz nett. Dann Disney-3D-Filme. Wer das mag, kann das ausprobieren. Ich glaube, Netflix und YouTube hätten, glaube ich, auch mal schnell dort Platz finden sollen. Und die krasseste App ist irgendwie Jigspace. Da kannst du dir die ganzen Motoren und so zusammenbauen und aussehen. Also alle 3D-Grafiken und Und so Sachen, glaube ich, sind echt super, super spannend. Aber ja, es wird für mich, wenn die kleiner wird, wenn die angenehmer wird und alles, denke ich einfach, dass sie halt den Bildschirm und den Fernseher komplett wegnehmen wird. Und den Fernseher? Ja. Das heißt, dass alle abends mit der Brille auf dem Sofa sitzen? Leider. Also auf jeden Fall, wenn du alleine bist, wahrscheinlich wird es die... Also die Brille ist ein guter Weg, alleine zu bleiben, auf jeden Fall. Ja, und das auf jeden Fall. Du brauchst jetzt eigentlich nichts mehr. Du musst jetzt nicht mehr wandern. Du kannst jetzt einfach mit der Brille irgendwo hingehen und dir die Sachen angucken. Also schon eine traurige Zukunft. Mir hat ein Hörer, schöne Grüße an Andi, geschrieben, dass die Brille wird der Todesstoß für Peloton sein. weil du kannst einfach auf jedes Standard-Fahrrad setzen und kannst in der komplett virtuellen Welt Training machen, entweder in einem so massive Multiplayer-Kurs oder in einer realistischen, kannst durch die Pyrenäen fahren oder über die Alpenquerung oder so. Das fand ich sehr einleuchtend, glaube ich. Auch so Rudern, also dass du nicht auf dem Rudergerät einfach nur ruderst in deinem Keller oder Wohnzimmer, sondern dass du halt durch die Antarktis oder durch den Grand Canyon ruderst oder auf dem Amazonasland ruderst. Das ist, glaube ich, alles relativ cool. Und also Paletten kannst du wegschmeißen. Du kannst überlegen, die reinen Software-Module, sowas wie Swift oder was es da noch so gibt, vielleicht etwas, die könnten gute Apps dafür bauen, eventuell, und ihre Userbase nutzen. Aber du könntest auch sagen, es ist an der Zeit, all diese Modelle jetzt nochmal im Spatial Computing durchzudenken. Und dann musst du eigentlich die komplett wegschmeißen. Alles, was bisher irgendwo dran ein iPad-Bildschirm gebaut hat, ist dann Quatsch. Die Frage ist halt, willst du überhaupt noch Sport machen, wenn du mit der Brille alles erleben kannst, wenn du einfach zu Hause rumhängst? Ja, das ist nicht so gut wahrscheinlich. Na gut, ich meine, du willst dich ja noch irgendwie ertüchtigen. Also die Kombination von einem Spinning-Bike oder so und dem Ding macht schon noch Sinn, glaube ich, aber ja. Aber du brauchst nichts mehr. Also du kannst das Ding jetzt hier die ganze Zeit auflasten.
Nichts mehr essen.
Steckst du einfach in der virtuellen Welt Weintrauben im Mund oder lässt sie stecken? Trinken aus einem großen Glas oder Taffetasse ist auf jeden Fall schwierig.
Egal, wenn du dich jetzt so voll sabberst.
Hast du ein View-Through oder hast du Kameras drauf? Also siehst du wirklich durch die Brille?
Nee, das sind Kameras.
Also es ist so ein bisschen verschwommen. Es ist nicht so verschwommen wie bei anderen Herstellern. Also man merkt schon, das Ding ist halt einfach, hat eine bessere Qualität und ist mehr durchdacht als alles andere, was man vorher drauf hatte. Man verliert auch, also ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass das so derbe schwer ist oder so. Sondern es ist schon recht angenehm und ich habe jetzt nicht die richtigen Teile für mich drauf. auf der Brille. Ich habe auch nicht die, also ich habe Kontaktlensen an und nutze das darüber. Und du kannst, also du verlierst halt komplett das Gefühl für Raum und Zeit, kannst aber immer hier über die Krone halt ein- und auszoomen. Also ich habe es jetzt so aufgebaut, dass es halt, wenn ich jetzt hier einen großen Bildschirm vor mir habe, das wird wahrscheinlich jetzt so, was ist da, 70 Zoll sehe ich uns jetzt hier. Und kann jetzt hier so rausdrehen und dann sehe ich Berge im Hintergrund und nur diesen Bildschirm. Kannst auch Kontaktlinsen, Longbrillen, Short gehen, oder? Als Brillenträger brauchst du ja definitiv mehr Kontaktlinsen in Zukunft. In Amerika kannst du ja mit einem Rezept dir dann da die richtigen Gläser reinsetzen lassen. Andererseits wirst du wieder mehr Brillen brauchen. Also für die Leute, die noch irgendwo in die echte Welt gehen werden, du bist ja kurzsichtig zwangsläufig dadurch, weil du gar nicht mehr in die Weite guckst, was ein Riesenproblem wird wahrscheinlich. Aber du kannst ja in die Weite gucken durch dieses See-Through. Ja, aber du guckst... Nee, nee, nee.
Also ich gucke ja wieder auf den Bildschirm.
Ja, ja, ja, aber deine Augen gucken ja weiter auf den Screen. Der Screen, deine Augen... Also Sekunde mal. Nee, nee, die Brennweite bleibt die gleiche. Also du denkst, du guckst in die Ferne, aber die Brennweite deiner Augen verändert sich doch nicht, wenn du auf den... Nee, nee, nee, du guckst ja auf den kleinen Screen ganz vorne.
Ja, ich gucke jetzt auf... Sekunde, ich versuche das gerade logisch zu lösen.
Nee, eigentlich dürfte sich deine Brennweite nicht verändern. Ne, ich glaube nicht. Also du bist kurzsichtiger. Ich schaue jetzt nochmal auf dich. Jetzt schaue ich mal auf die rechte Seite, klicke hier auf die Krone und jetzt bin ich hier in meinen ganzen Apps. Jetzt kann ich hier so ein bisschen rum und ich mache halt alles mit meinen Augen. Was auch falsch ist, man hat ja dieses Keyboard so auf dem Boden immer gesehen. Man bewegt wirklich alles mit den Augen. Das ist schon verrückt. Also... Du läufst halt hier jetzt durch und klickst dann immer und das ist alles. Hör auf mit deinen Händen diese komischen Bewegungen zu machen, sonst muss ich wieder an. Kriege ich den nächsten Lachanfall, dann können wir natürlich schon nicht aufnehmen. Das ist auch das Gefährliche, dass du, also hast du dieses Video gesehen von dem Vater, der das auf dem Sofa anhat und das dreijährige Kind macht einfach alles nach. So, das wirst du auch haben. So, jetzt bin ich hier gefangen in der Dino-Welt. Jetzt muss ich noch nach unten gucken, um das irgendwie auszumachen. Das dauert jetzt ein bisschen. Aber ich habe mich schon so ein paar Mal verloren in der ganzen Sache. Und wir müssen auf jeden Fall auch über die Taschenlampen-App reden.
Das gibt keinen Fond, ne?
G-Space wird es nicht geben. Ja, das tut mir leid für dich. Ja, ich bin ja eh kein Apple-Dude. Jetzt kommt hier der Schmetterling auf mich zugeflogen. Auf meine Hand. Okay, nee, das kannst du nicht machen. Komm, lass mal ein paar Themen machen hier. Wir haben noch viele Earnings heute. Ich kann dir jetzt nicht beim Schmetterlinge hüten zu gucken. Du siehst aus, wie das Meme hier mit dem ist. Ist das Marketing? Oder weißt du, was ich meine? Das Schmetterlings-Meme? Ja. Mach du mal weiter. Ich muss ja erstmal gucken, wie ich hier wieder rauskomme. Nee, du musst die nächste Frage nur vorlesen. Geht nicht. Ich bin gerade mit den Dinos beschäftigt. Okay, dann mach du mit den Dinos rum und ich lese dir die Frage. Ich mache die Show einfach allein heute. So, Discord-User Dana Dana fragt, hast du, siehst du, das ist eine Frage, an die ich einholst. Hast du, Pip, jemals damit geliebt, ein eigenes Produkt zu bauen, irgendwas abseits von Consulting, Advising, Investing zu machen? Wenn ja, in welchem Bereich? Hast du eine Schublade voller Ideen? Wie oft zuckt es in den Fingern? Mir ist so, als hätten wir das schon mal beantwortet. Wer das schon kennen kann, ein Kapitel vorspulen. Aber ich erzähle dir jetzt mal eine ganz andere Story. Die Frage ist natürlich berechtigt. Fragen sich anscheinend auch mehrere Leute. Also ich habe immer mal wieder Produktideen. Gar nicht so oft. Also ich bin jetzt nicht ein Mensch, der durch die Welt geht und ständig nach neuen Startup-Ideen sucht. Aber es gibt manchmal Probleme, wo mir Lösungen einfallen. Ob die dann alle gut sind, ist eine andere Frage. Aber ganz wenige sind so übrig geblieben. dass ich echt mal überlegt habe, ob es sich lohnt, das zu machen. Ich habe, glaube ich, schon mal erzählt, dass ich lange bevor es Gorillas, also zwei, drei Jahre bevor es Gorillas gab, sowas ähnliches mal überlegt habe mit einem Freund und nicht zu einem guten Plan gekommen bin. Dann sowas wie Acorns, also das, was Trade Republic jetzt gebaut hat, so eine Cashback-Kreditkarte, die in den Sparplan geht. Das fand ich auch sehr früh schon sehr spannend. Dann hat mir aber jemand erzählt, das gibt es schon in den USA und heißt Acorns. Und dann habe ich es nicht weiter verfolgt. Und ich hatte mal so das Problem... Loyalty und Cashback und Kommunikation eigentlich zwischen lokalen Businesses, SMBs und ihren Kunden. Also sozusagen, wie du mit deinem Kiez kommerziell interagierst und wie du das lokale Advertising-Business gegen den üblichen Verdächtigen wegnimmst. Das finde ich eigentlich ganz spannend, einen Kommunikationskanal, wo irgendwie dein Lieblingsitaliener, dein Friseur, dein Nagelstudio dir schreiben kann. beziehungsweise du Loyalität dazu aufbauen kannst. Das waren so Ideen, die ich mal hatte, aber dann letztlich aus verschiedensten Gründen verworfen habe. Ich finde, das andere ist, warum ich eigentlich das mag, was ich mache, ist, dass es mir sehr um die Lernkurve und Vielseitigkeit geht. Ich glaube und habe das teilweise bei Leuten auch erlebt, dass wenn du so sieben bis 13 Jahre Gründer oder Gründerin bist, Wenn du das wirklich intensiv machst, und eigentlich musst du es maximal intensiv machen, sonst ist es unwahrscheinlich, dass es erfolgreich wird, wirst du so ein bisschen industrieblind. Du misst alles nur noch in deiner Industrie. Du bist zwar in deinen Zahlen sicherlich besser drin als jeder andere, aber hast nicht viel Zeit, dich links und rechts zu beschäftigen. Ich mag eigentlich diesen Überblick über mindestens zwei, drei Branchen zu haben und vielseitig zu lernen und mich nicht nur mit einer Sache Vollzeit zu beschäftigen. Jetzt Kann man sagen, das ist irgendwie so ein bisschen intellektuell faul, sich einfach nur einer Sache, also sich verschiedenen Sachen zu widmen und nie selber was anzustellen. Und das darf man gern so denken, aber wie ich da hingekommen bin ist, also ich habe ja sechs Jahre relativ intensiv in einem Startup oder Scale-Up. Und gleichzeitig auch, ich weiß nicht, was ich damit bewiesen habe, aber auch zuletzt hatte ich bei Diallo glaube ich ein Team von 40, 42 Leuten, wenn du alles zusammenzählst. Ich war auch mal zweieinhalb Jahre so Hired Gun Geschäftsführer bei einem Startup. Ich kenne die andere Seite schon, aber ich glaube, was mir mehr Spaß macht und was auch mehr mein Calling oder Igigagai oder wie du es nennen willst, ist schon anderen Leuten zu helfen, was zu bauen und mein Wissen weiterzugeben und das zu verbreiten. Ich glaube, das kann ich besser. Es ist einfach mehr Stärke und es kostet mich vor allen Dingen viel weniger Energie. Also es ist einfacher für mich, jeden Tag aufzustehen und das zu machen, weil ich es liebe und weil ich glaube, dass ich es ganz gut kann, als Und ich glaube nicht, dass es irgendwie besonders vergnügungssteuerpflichtig ist, ein Startup zu leiten, sondern es ist, wie Ben Horowitz das gerne erzählt, so wie ein Baby, wo du jeden Morgen erstmal nach dem Essen kotzt. Und ich habe höchsten Respekt vor Gründern und Gründerinnen, genau das zu können. Und man könnte auch sagen, mir fehlt da wahrscheinlich so ein bisschen... Der Grit oder der Killerinstinkt, ich bin nicht gut darin, Dinge um jeden Preis zu erreichen, sondern ich finde, alles hat einen Preis, der angemessen ist, sei es moralisch oder Geld oder Energie, die man dafür braucht. Und das können andere definitiv besser und ich habe Puls und Respekt davor. Und gleichzeitig finde ich aber auch, dass eben Unternehmen nicht nur durch Gründer und Gründerinnen, sondern auch durch ihre, insbesondere ihr Personal, ihre zweite Riege, ihre dritte Riege, teilweise auch ihr Board oder ihre Advisor zum Erfolg kommen und ich finde das wichtig. Und man muss vielleicht auch noch sehen, gleichzeitig arbeite ich ja höchst selbstständig. Also viele Sachen, die mir zum Beispiel wichtig sind, nämlich ich möchte unternehmerisch inzentiviert sein, deswegen habe ich ja viel in der Vergangenheit für ESOPs gearbeitet. Ich habe eine hohe Risikoneigung, also ein paar Gründereigenschaften glaube ich, habe ich. Aber die versuche ich halt auch so auszuleben, indem ich relative Risiko eingehe, wenn ich für jemanden arbeite, zum Beispiel, dass ich nur durch Aktien inzentiviert bin. Das hat bei Rocket zum Beispiel regelmäßig dazu geführt, dass ich mehr Risiko als die Gründer getragen habe, letztlich, weil ich kein Gehalt bekommen habe. Die Rocket-Gründer haben bekanntermaßen so sechsstellige Jahresgelder bekommen und ihre Aktien. Während ich quasi, wenn sowas wie Wimdu was für ein Euro verkauft wurde, da habe ich ja zwei, drei Jahre da sogar relativ viel dran gearbeitet und bin leer ausgegangen. Von daher, also Ich glaube schon, dass ich sehr unternehmerisch arbeite und sehr selbstbestimmt. Eine andere Sache, die mir einfach nicht viel Spaß macht, ist ständig Menschen anzuleiten, Menschen zu heiern, auch damit umzugehen, dass Leute dein Unternehmen verlassen wollen, vielleicht Leute zu feuern und so weiter. Und ich glaube, wenn man sich den Luxus erarbeitet hat, dann muss man sich das halt nicht geben. Und ich habe nicht so ein Itch, dass ich irgendwie unbedingt jetzt eine Industrie revolutionieren muss. Also ich finde es großartig, wenn Leute das tun und ich helfe super gern dabei mit. Aber es ist nicht so, dass es mich nicht schlafen lässt, wenn ich das nicht selber mache. Das wäre so die Erklärung. Aber es gibt immer mal Probleme, wo ich denke so... Achso, und das ist das andere, dass wenn ich denke, also ich habe so eine Idee, wie man eine Industrie revolutionieren könnte oder wie man was lösen könnte, ein Problem... dann ist das für mich, wird es in dem Moment eigentlich schon langweilig, wo ich den vermeintlichen Pfad gefunden habe, wie das wohl gut gehen würde. Also ich habe überhaupt keinen Spaß mehr daran, das durchzuschauen. durchzusetzen selber oder zu exekuten. Das kostet 90% Energie, bringt aber 10% des Spaßes, das intellektuell zu lösen oder zu analysieren, finde ich viel spannender und das entspricht meinem Naturell viel mehr. Und wie gesagt, man kann das irgendwie als Alltaktik sehen, aber ich habe mir die Freiheit, das zu tun, hart erarbeitet und bin sehr glücklich, dass ich das machen kann, weil ich jeden Tag gern aufstehe. Um genau das zu machen und ehrlich gesagt, als Angestellter gab es viele großartige Tage, viele Sachen, die ich erreicht habe mit meinem Team und die mir auch Freude gemacht haben, aber es war nicht jeder Tag einfach schön und auch als Angestellter Geschäftsführer im Startup war es auf keinen Fall jeden Tag schön. Von daher ist das für mich das bessere Leben und ich glaube, man muss seine eigenen Stärken und Schwächen erfüllen. Und dann habe ich zufälligerweise diese Woche einen Podcast gehört mit Florian Heinemann, der es nicht genauso, aber ganz ähnlich oder andere wichtige Aspekte beschreibt und den fand ich sehr inspirierend oder gut. dass dann auch so arrivierte Menschen wie Flo Heinemann da zumindest ähnlich denken. Bei Digital Kompakt konnte man den in einer der letzten Episoden hören. Das fand ich ganz gut und habe mich da drin sehr wiedergefunden. Also der sagt zum Beispiel auch so, dass sowas wie Sales ihm nicht besonders viel Spaß macht. Der kann das ganz gut, glaube ich. Und ich glaube, ich kann das auch gut. In so einem 1&1-Meeting, ich glaube, ich kann, wenn ich muss oder will, sehr überzeugend sein, aber mich jeden Tag hinsetzen und Leute cold-callen oder nerven, ist definitiv nicht was, was mir besonders gut liegt. Das kann man da nochmal hören. Ich beziehe mich einfach ruhig hin, damit das meine Ausführungen noch glaubwürdiger macht. Also Leute, die es geschafft haben, wollen es dann nicht nochmal machen? Es gibt Leute, die brauchen das, glaube ich, immer wieder. Und es ist beim zweiten, dritten Mal natürlich auch einfacher, ein Startup zu gründen. Aber ich... Ich weiß nicht, also warum soll ich, warum muss ich? Also klar möchte ich erfolgreich sein, klar möchte ich auch, dass meine Eltern stolz sind. Und ich bin, glaube ich, sehr kompetitiv, sehr ehrgeizig. Wer mich kennt, ich glaube nicht, dass jemand bin, der einfach aufgibt oder der nicht. Aber was dazu zum Beispiel gehört zu dem Kompetiven ist, ich will, wenn ich was tue, dann will ich einer der ein Prozent Besten daran sein. Das war beim SEO so, das ist bei anderen Sachen so. Und ich bin mir sehr sicher, dass ich nicht einer der 1% oder auch nur 10% besten Gründer bin. Da gibt es Leute, die es viel, viel besser können, die viel runder sind, die viel resilienter sind, die viel mehr Netzwerk haben und auch bereit sind, das zu nutzen. Und ich finde es wichtiger, die Dinge zu machen, wo du top, top, top sein kannst. dann wusste ich, keine Energie oder Gesundheit kostet, das auszuüben. Und wie gesagt, ich urteile nicht darüber, wie andere Leute ihr Leben verbringen. Wenn jemand das irgendwie einordnen möchte, kann er gern. Aber ich kann sehr gut damit leben. Früher hatte ich so manchmal ein schlechtes Gewissen und dachte, ist das eigentlich fair, dass meine Arbeit sich anfühlt wie Computerspielen? Aber wie gesagt, erst muss man immer sehen, dass ich das schon insgesamt 20 Jahre mache. und es nicht immer so einfach war in der Vergangenheit. Und B, sehe ich das durchaus als Privileg und bin super dankbar dafür, dass ich das kann und versuche das aber bestmöglich auch zu nutzen, um anderen zu helfen. Und das finde ich tatsächlich viel wichtiger. Und wie gesagt, ich habe genauso viel Respekt davor, wenn Leute sich das antun, ein Startup zu gründen. Wie sieht es denn bei deinem neuen Lieblingsnetzwerk aus? Redet man auf LinkedIn weiter über LinkedIn? Ich würde sagen deutlich weniger, was ein bisschen schade ist, weil dadurch natürlich die große Wirtschaftsprüfungsfirma, das jetzt so ein bisschen auszusitzen scheint, einfach das Problem. Auch die besprochene Corporate Influencerin arbeitet einfach so weiter wie zuvor. Was übrigens ganz spannend ist, was mir noch aufgefallen ist, so als weiteres Indiz. Wenn ich jetzt ein Posting mache mit gutem Inhalt und habe so 40.000, 50.000 Leute Reichweite, das heißt so, ich habe vielleicht 400 Interaktionen auf dem Post, dann ist in der Regel so, dass darunter entsteht ja fast immer eine Debatte und die erste oder zweite Person, die einen guten Kommentar macht, kriegt dann eigentlich relativ schnell hohe zweistellige Anzahl an Likes. Ganz egal, ob es so eine Widerrede ist oder Beipflichten oder einen guten Aspekt nochmal highlighten oder irgendwie interagieren. Und was bei den Posts von dem Account von Lara-Sophie Boutour ist, ist, dass sie postet, hat 20.000 Interaktionen, was für mich heißt, sie hat mindestens eine siebenstellige Reichweite. Und der erste Kommentar hat aber nur drei, vier Likes. Und der ist von vermeintlichen anderen, ich würde jetzt sagen, Pod-Nutzern oder Automatisierten. Also es ist komisch, dass quasi diese echte Debatte, dass keiner es schafft, einen vernünftigen Kommentar unter diese Post runterzubringen. Das fand ich sehr auffällig. Und ich habe da auch Spaß mal gemacht. Und ich habe geschrieben, einfach nur so, hätte ich so einen viralen Post, würde der erste Kommentar dreistellige Likes haben. Lustig war, seit mein Kommentar natürlich dann sofort die dreistelligen Likes bekommen, was wiederum andere Gründe hat, aber das fand ich noch ganz interessant. Und was anderes so on the fly rausgekommen ist, es gibt schon Leute, die da weiter... unter anderem einen LinkedIn-User, der sich selber Daniel H. nennt. Und der hat interessanterweise in einem Pod, also LEM-Pod ist so eine typische Software, die man dazu nutzt, Engagement-Pods nochmal, sind letztlich Plattformen, könnte man sagen, wo sich Nutzer verabreden, sich gegenseitig, also sehr systematisch verabreden, sich gegenseitig mit Likes zu unterstützen. Und unter anderem den Account von Stephen Bartlett hat er da drin auch gefunden. Das ist der Gründer der Social Chain Agency quasi, die ursprünglich in die Social Chain Gruppe reingemerged wurde unter den Fittichen von Georg Kofler. Also ich halte Stephen Bartlett auch eher für einen Imposter als einen erfolgreichen Geschäftsmann, ehrlich gesagt. Er ist, glaube ich, in der Dragon's Den in der UK unterwegs. Höhle der Löwen-Version drin gewesen. Nee, heißt das Dragon's Den in UK? Möglich. Dragon's Den ist der US-Name, oder? Ja, der war das Höhle der Löwen-Format. Und es hat sich aber später zum Beispiel herausgestellt, dass er seine Agentur nicht so teuer verkauft hat, wie er angegeben hat. Also es hat so ein bisschen was Imposterhaftes. Ich glaube, das, was er jetzt mit diesem Podcast-Format macht, den er gerade macht, das Liegt ihm eigentlich ganz gut. Da finde ich ihn auch besser. Aber ansonsten fand ich ihn ein bisschen mal sehr abgehoben. Und der hat auch diese komische Flight-Story-Agentur gemacht, wo er Unternehmen anbieten wollte, quasi ihre Aktienkurse zu manipulieren. Sehr boulevardesk verkürzt. Naja, wir müssen das nicht mal wiederholen. Da gibt es eine alte Folge zu, Flight-Story, wen das interessiert. Aber auch der scheint ein aktiver Nutzer. Und der hat Millionen von LinkedIn-Followern. Scheint aber auch ein sehr aktiver Nutzer dieser Pods zu sein. Interessanterweise. Also ich glaube, was eigentlich ganz cool ist, ist, dass jetzt du so eine Bewegung hast, die diese Pots systematisch unterwandern und dadurch, das ist so ein bisschen wie die Link-Marktplätze auch im SEO wieder, da war ja ein Problem, dass irgendein Google-Angestellter, also der Chef-Spam-Hunter in der Regel bei Google, sich da anmelden konnte und dann sieht, wer eigentlich gerade Links kaufen und verkaufen will, weil da so Listen kursierten oder es Plattformen gab. Und das gleiche passiert jetzt hier, dass in den Pods sich Nutzer einschleichen und jeder, der die nutzt, könnte dadurch Gefahr laufen aufzufallen, so wie jetzt Stephen Bartlett oder zuvor andere Accounts. Und das wiederum hat ja eine sehr schöne hygienische Funktion für den ganzen Markt, wo immer man dafür Transparenz sorgen kann, indem man mal so Screenshots von so einem Pod zeigt und wer da eigentlich alles mit interagiert, das ist natürlich ganz praktisch. Aber es bedeutet ja eigentlich, dass man jetzt so eine Bewegung sieht, dass LinkedIn halt immer schlauer wird und die Leute dann irgendwann abmahnt. Es gab ja früher, ich kenne ein, zwei Leute, die sind aus LinkedIn irgendwie gebannt worden, weil sie zu hart Sales dort gemacht haben oder irgendwelche Tools genutzt haben, die sie nicht hätten nutzen sollen, dürfen. Ich finde, das sieht man leider noch viel zu wenig. Ich fände es sehr wichtig, da so ein Exempel zu statuieren. Habe ich das Habe ich das in unserem Podcast schon mal erzählt? Oder nur für den Sascha Palenberg? Also es gab ja mal in der SEO-Range, habe ich noch nicht erzählt, oder? Erzähl mal. Also 2008, da hatte ich drei Jahre angefangen, ich war noch Relativ SEO-Newbie, naja, weiß nicht. Man muss sich vorstellen, Google war erst zehn Jahre alt, 2008, und hat sich getraut, den deutschen Automobilbauer BMW komplett aus dem Index von Google zu verbannen. Und zwar, weil, ich glaube, damals eine Münchner SEO-Agentur, die das betreut hat, den Account von BMW hat so... ich würde sagen, damals schon veralterte, aber noch gerade so funktionierende, shady SEO-Taktiken genutzt. Das heißt, die Marketingabteilung hatten immer die Challenge, dass sie natürlich bestmögliche Experiences auf Webseiten kreieren wollen, mit irgendwie Flash sich bewegenden Autos und so virtuellen Probefahrten fast. Und dann hat die SEO-Abteilung aber noch gesagt, ja, aber wenn wir bei Google dranken wollen, dann brauchen wir ganz viel Text-Content, damit Google versteht, hier geht es um den neuen 3er BMW. Und das hat man dann teilweise so gelöst, dass man für Google und Nutzer unterschiedliche Varianten gemacht hat. Entweder über Cloaking, das heißt, man hat über technische Hilfsmittel Google eine andere Version der Webseite gezeigt, oder man konnte zum Beispiel auf weißem Inhalt unterhalb der Webseite mit weißer Schrift Keywords verbergen. Und sowas hat BMW oder deren Agentur damals für sie gemacht. Und da hat Google sich getraut, die komplett aus dem Index rauszuschmeißen. Und das hat natürlich, einerseits war es sehr mutig, Google war damals noch nicht so groß, und gleichzeitig hat es eine sehr gute hygienische Wirkung gehabt, weil natürlich Es ist gar nicht so schlimm, die paar Tage aus dem Index rauszufliegen. Das kann man als große Firma relativ schnell wieder revidieren. Aber das Presseecho, also dass der Spiegel über dich schreibt, dass BMW dich sozusagen bei Google betrogen hat oder geschummelt hat. Das willst du natürlich eigentlich nicht haben mit deiner Brand. Also anscheinend kannst du ja selbst bei den Autos mit Diesel schummeln und kannst weiterhin auch die verkaufen, aber für deine Marke ist das prinzipiell nicht gut. Und ich glaube, sowas ähnliches müsste LinkedIn hier eigentlich auch tun, also ein Exempel statuieren, um Leute auch abzuschrecken. Ich glaube, damals bei BMW hat das eine sehr abschreckende Wirkung, zumindest für große Marken gehabt. Und ich fände es gut, wenn LinkedIn das auch hier tun würde. Das Problem ist so ein bisschen, könnte ich mir vorstellen, dass die Leute, aber das haben wir schon mal erklärt, dass die Leute höchstwahrscheinlich einer der größten Werbetreibenden ist auf LinkedIn. Ganz sicher eine der größten Organisationen mit fast einer halben Million Angestellten. Und die möchte man eventuell nicht zu sehr auch öffentlich peinigen. Also aus Sicht von Sühne und Abschreckung... So setzt man ja Gesetze durch, letztlich. Und ich glaube, Abschreckung ist eigentlich ganz wichtig aus Sicht von LinkedIn und deswegen sollten sie eigentlich zeigen, dass man hier, sofern das alles so stimmt und es Grund dafür gäbe, dann ist es, glaube ich, besser, jemanden sehr öffentlich quasi zu hängen, als sich manuell später mit den ganzen Folgeproblemen auseinanderzusetzen. Und das war zum Beispiel immer Googles Problem. Die haben halt, wenn sie mal jemanden bestraft haben, haben die es immer sehr, sehr public gemacht. Weil das, glaube ich, als Kommunikationsmittel viel, viel mehr geeignet ist, um große Zahlen von Webmastern oder Webseitenbetreibern zu erreichen und abzuschrecken. als später händisch die ganze Anti-Spam-Arbeit zu machen und jeden kleinen Linkverkäufer oder Linkkäufer oder Tricks in den SEO zu erwischen. Also eigentlich skalieren diese öffentlichen Hinrichtungen bei der Spam-Bekämpfung eigentlich deutlich besser. Auch deswegen wäre es schlau von LinkedIn, das zu tun. Daniel hat uns eine E-Mail geschrieben. Er würde gerne ein bisschen mehr Exposure zur AI-Bubble haben und fragt, was man so machen könnte mit einer fünfstelligen Summe, wenn man nicht in Microsoft investiert und auch kein, in Anführungszeichen, kleiner LP bei Koshler Ventures ist. Koshler Ventures. Koshler. Ja, letztlich... Da sind wir jetzt wieder fast schon wieder so ein bisschen in der ETF-Debatte. Also entweder kann man sich selber, wobei das nicht anzuraten ist, die irgendwie Magnificent Seven oder Firmen mit AI-Exposure zusammenkaufen. Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass es kaum noch Technologie geben wird zukünftig, die nicht irgendwie an AI gebunden ist. Die Frage ist so, also es ist keine dumme Frage, es ist eine gute Frage, aber Das ist so, als hättest du 1998 gefragt, auf wen muss ich setzen, um Informationstechnologie oder Internettechnologie zu kaufen. Und richtig wäre, du hättest die ganze Nestec kaufen können, weil alles Internetfirmen geworden sind im weitesten Sinne. Also es gibt ein Produkt, aber das ist keine Empfehlung. Es gibt diesen, ich glaube AI und Big Data heißt der, von X-Trackers. Da gibt es einen ETF. Der versucht das auf jeden Fall so ein bisschen abzudecken. Inwiefern das gelingt, muss man dann schauen. Ich gucke mal, was da drin ist. Also der hat schon ein bisschen höhere Kosten, 0,35. Das ist schon noch machbar. Also nicht furchtbar hoch, aber das wird es. Nicht nichts. Und da ist dann zum Beispiel, die größten Positionen sind Meta, Salesforce, Amazon, Alphabet, Nvidia, AMD, Samsung, Microsoft, Bank of America, interessanterweise Adobe. Da sieht man, bei Meta oder Amazon spielt wahrscheinlich vielmehr die Daten, also Big Data, der Big Data Aspekt eine Rolle, weil sowohl Amazon hat viele konsumtielle Daten, als auch Meta natürlich. Aber das ist so eine Mischung aus Big Data und AI. Das könnte was sein, wenn man sich nicht aktiv damit beschäftigen möchte, dann ist das, glaube ich, es gibt bestimmt auch schon neue AI-ETFs, die man recherchieren könnte. Problem, wie gesagt, da könnten dann so Pseudo-AI-Companies wie Palantir oder C3-AI drin sein. Das ist was, wo ich jetzt eher nicht investiere, aber wenn das nur eine kleine Position ist, bringt einem das auch nicht um. Genau, ansonsten kann man sich die Performance nochmal anschauen. Also ich habe jetzt mal den NASDAQ 100 Usage, den wir letztes Mal besprochen haben, dann wieder den S&P 500 Information Technology, das ist das, wo die Magnificent 7 nicht alle drin sind. Dann jetzt den X-Trackers Artificial Intelligence Big Data, den wir eben besprochen haben, verglichen. Und ich habe noch den X-Trackers MSCI World Information Technology, der ist XUTC, glaube ich, mit reingenommen. Und was man jetzt schon sieht, ist, dass weiterhin vorne bei der 3-Jahres-Performance liegt der S&P 500 Information Technology. Der Artificial Intelligence läuft gar nicht so gut. Auf 3 Jahre macht der S&P 500 Tech fast 75%. Der AI macht nur 44%. Die Nasdaq hat 47% gemacht. Also AI kann man sagen, ist ungefähr in Line mit Nasdaq 100%. Und der MSCI World Information Technology ist mit 58% auf drei Jahre. Noch ein bisschen liegt es so dazwischen. Ich glaube, man muss sich mal die Inhaltsstoffe anschauen und die Gebühren. Oder man mixt die alle. Ich glaube, alle haben sehr viel Tech-Exposure. Vielleicht sucht man sich zwei raus und mixt die. Ich habe es auch noch mal, Sekunde. Womit können wir es noch vergleichen? Achso, den Arc Innovation habe ich mal genutzt. Der hat auf drei Jahre, schätze mal, Casey Wood? Drei Jahre sind noch negativ. Richtig, minus 31% immer noch. Also während Nasdaq 47% gemacht hat, Information Technology, S&P 500 hat 75% gemacht, hat Casey Wood minus 31% mit Tech gemacht. Schaust du dir ARK Innovation... Fünf Jahre lang an, da ist er immerhin im Plus, mit 1,78 Prozent. Über fünf Jahre, insgesamt 1,78, hättest du einfach in die Nestec blind investiert, breit gestreut, also die Nestec 100, über fünf Jahre hättest du 171 Prozent gemacht. Also die hundertfache Rendite im Vergleich zum ARK Innovation. Also es lohnt sich, also man sieht hier sehr gut, es lohnt sich nicht in irgendwelche Tech-Systeme, Manager zu investieren, sondern diese Indizes laufen eigentlich in der Regel besser. Tenix DNA, die haben noch keine drei Jahre voll, aber auf zweieinhalb Jahre seit Auflage sind sie bei minus 44 Prozent. Kann man jetzt sagen, ja, das liegt daran, dass sie am Höhepunkt der Blase da doof getimt den Fonds gestartet haben. Aber das würde ich jetzt als einzige Ausrede nicht gelten lassen, weil das ist ja eine Wahl. Es ist ja nicht Zufall, wann du deinen Fonds startest. Man hat sich überlegt, am Höhepunkt der Blase ist es einfacher, Geld einzusammeln. Wir starten es jetzt und dann muss man auch damit leben, wenn danach die Performance scheiße ist. Ansonsten kann man es bald auf drei Jahre Sicht vergleichen und dann hat man nochmal fairere Zahlen. Ähm... Also ich finde alle diese vier Produkte okay. Also wichtig ist, man muss sich der Schwächen bewusst sein. Und wie gesagt, ich glaube, wenn du in Technologie investierst, wirst du immer 80% AI-Exposure drin haben. Ob du jetzt Nestec 100, da wird jedes Unternehmen mit AI arbeiten, ein Salesforce, ein Microsoft, was da alles groß ist. Wir können nochmal hier reingucken in den Nestec 100, was die Größen sind. Sachen sind so Apple vorne. Apple wird natürlich, du spielst da gerade mit so einer komischen Brille rum, da wirst du ein AI-Endgerät haben. Siri wird ein AI-Update bekommen und vielleicht wird das nochmal in neue Computing-Plattformen führen. Microsoft, brutal viel AI-Exposure. Amazon vielleicht noch am wenigsten, aber über AWS sollten sie mit profitieren und sie bauen ja selber Rufus und Q, also ein B2B und B2C System. Chat-Agent, Broadcom, über die Data Center wird AI-Exposure haben. Meta, er will die größte AI-Plattform open source werden. Nvidia, muss ich nicht erklären, warum das AI-relevant ist. Tesla, da sagt der CEO, er möchte kein AI weiterentwickeln, weil er nicht mehr Shares bekommt, also ist vielleicht kein echtes AI-Unternehmen, aber klar, Machine Learning ist für das Self-Driving unheimlich wichtig, also insofern sind sie es schon, sie bauen ihre eigenen Chips, das stimmt schon alles. Dann Alphabet, Google muss man auch nicht erklären, wie groß da die AI-Exposure ist, das wäre jetzt die Nestec 100 und egal in welche anderen ich jetzt reinschauen würde, Und wenn ihr jetzt sagt, ja, aber so ein Accenture oder sowas ist in Information Technology drin, aber klar, Accenture oder Cognizant und diese ganzen Agenturen werden halt auch mega davon profitieren, weil sie das implementieren werden am Ende für große Firmen, die sich das selber nicht zutrauen. Von daher glaube ich, wenn du in Tech bist, bist du in AI. Wenn du es ein bisschen mehr steuern willst, könntest du diesen AI und Big Data von X-Trackers nehmen. Ich gucke mal, ob ich jetzt hier auf Anhieb nochmal einen anderen finde. Es gibt einen Wisdom Tree Artificial Intelligence USIT, sehe ich gerade, und einen LNG. Und es gibt den Robotics und AI auch noch. Auch die kann man sich... Am besten irgendwie auf JustETF oder so einen Vergleich machen, sich die Performance anschauen, wobei die historische Performance immer nicht maßgeblich sein muss für die zukünftige. Was macht der hier auf drei Jahre? Sekunde. Der ist zum Beispiel auf drei Jahre, ist der Wisdom Tree. Achso, der ist noch keine drei Jahre. Doch, der Wisdom Tree Artificial Intelligence ist flat auf drei Jahre. Und da ist Sentinel-1 drin, UiPath, Advanced Micro, also AMD. Ein paar Sachen, die ich nicht kenne. Upstart, das willst du halt alles nicht unbedingt haben, wenn du an AI glaubst. Das ist halt immer das Problem. Dann sagt so eine Firma wie Upstart oder UiPath, wir machen hier ganz viel mit AI. Und dann ist das vielleicht aber gar nicht so AI, wie man sich das denkt. Achso, wir können in den ARK Innovation, wollen wir da noch kurz reingucken, was da eigentlich, wie man es schafft, so stark anders zu performen. Können wir auch noch kurz die Constituents angucken. Casey Wood ist das, ARK Innovation, irgendwer, der es nicht kennt, legendäre Fondsmanagerin. In den USA hat er eigentlich nur bewiesen, dass wenn es hoch geht, dass sie quasi dreifachen Hebel auf die Nasdaq zeigen kann, aber wenn es runter geht, dann verliert sie auch stärker. Da ist die größte Position mit 9%, was schon ein Wahnsinn ist für so eine kleine Firma, Coinbase. Also wenn Krypto fliegt, dann wird es dem Arc Innovation wieder besser gehen. Dann kommt Tesla als nächstes, Roku ist nicht gut gelaufen zuletzt, UiPath hat sich ein bisschen erholt, Block hat viel verloren von Home. Warum sie noch 5% in Zoom hat, ist mir unklar. CRISPR ist eine super wichtige Technologie, ob es ein super geiles Business kurzfristig ist, weiß ich nicht. Roblox war sicherlich kein schlauer Kauf von ihrer Unity-Software. Das Gleiche. Da kann man gut argumentieren. Also Roblox hat immer eine Plattform, aber Unity müsste eigentlich durch, könnte durch AI brutal disrupted werden. Moment, wird Unity nicht unheimlich genutzt, um jetzt hier Sachen für die Brille zu bauen? Ja, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es da Next-Generation-Plattformen gibt, die das deutlich effizienter tun. Also das, was Unity macht, so Welten bauen, 3D-Mapping, das kannst du mit AI viel, viel effizienter. Du kannst sagen, Unity macht den gleichen Case wie Adobe, wenn sie es als erster sehr gut implementieren, dann werden sie einfach noch geiler als Company. Ich glaube auch, dass viele Leute sich bewerben. So wie es viele Adobe-Challenger gibt, gibt es sicherlich auch viele, die jetzt versuchen, Game Design mit AI viel einfacher nochmal zu machen, mit generativer AI, logischerweise. Und dann Shopify ist die zehngrößte Position, war ja zuletzt auch keine so geile Wette im Nachhinein. Naja, jetzt sind wir schon wieder so ein bisschen abgedriftet. Aber wo waren wir? Wo kamen wir her? Ja, genau, haben wir beantwortet. Ich gucke jetzt hier ein bisschen nach rechts. Da habe ich gerade den App Store von der Vision Pro auf. Er zeigt mir hier alles, was hier so drin ist. In Gedanken zu der Podcast-Folge wollte ich eigentlich, wie man es auf dem iPhone so schön machen kann, mir anschauen, was sind die Apps, die am meisten Geld verdienen. Das geht leider nicht. Ich sehe sowas, was gerade hot ist, also Disney Plus ist ganz oben dabei, dann Jigspace, diese 3D-Präsentation, von der ich am Anfang ein bisschen erzählt habe. Es gibt natürlich Productivity-Apps hier, da kann ich mal reingehen. Microsoft Word ist direkt oben dabei, Box ist dabei, Things for Vision 3 nimmt sofort 30 Dollar, um hier mitzuspielen. Man merkt schon, es wird auf jeden Fall versucht, immer sofort Geld oder Abo abzuschließen für die neuen Nutzer, die sich das WC leisten. Und die schöne Story, oder eine der Storys, die uns Jan geschickt hat, weil wir uns immer gefragt haben, was ist jetzt so die Taschenlampen-App, also die erste App, die von ganz vielen runtergeladen wird und mit der man gut Geld verdienen kann, ist halt ein Nutzer auf Twitter, jemals ex, nee, andersrum, ge-ex, dass er in einer All-Night eine App gebaut hat, die den News-Ticker durchzeigt. Und was Eigentlich eine ganz schöne App ist. Man kann auswählen, was man so für News sehen möchte. Technology oder Business oder Politik und so. Und dann sieht man hier unten immer so durchlaufen, was ist so passiert. Also eigentlich eine sehr kreative, gute Idee. Ich hätte gedacht, ich finde die schon direkt. Also man findet sie natürlich über die Suche. Aber sie wird jetzt noch nicht high geleitet. Das sind eigentlich alle großen Apps, die so zu sehen sind hier im Store drin. Viele Games natürlich. MBA ist dabei. Ja, kann man sich auf jeden Fall noch überlegen, was sind Informationen, die du immer, wenn du Spatial Computing machst, was sind eigentlich Informationen, die du immer parat haben möchtest? So Wetterbericht oder Börsenticker, so einen personalisierbaren Börsenticker, dass da unten statt deinen News durchlaufen, laufen die Positionen, vielleicht News und Kurse von deinem Portfolio durch. Das wäre, glaube ich, eine geile App, um die zu bauen, dass du so eine Art CNBC-Band unten oder Bloomberg-Band unten durchlaufen hast durch dein Screen. Andererseits... Kann man auch davon ausgehen, dass Apple das wahrscheinlich irgendwann alles selber bauen wird, oder? Also eine Wetter-App ist, glaube ich, wieder sehr kurzer Abitur, bis Apple selber sagt, so einfach kannst du hier dein Wetter auf den Homescreen ziehen oder auf deine Homebrille. Eine Wetter-App haben wir sogar hier schon drauf. Es gibt schon eine ganze Menge. Also es waren ein paar Leute dabei, die schon kreativ... Wahl und alles bespielt haben. Aber das ist ja die Frage mit der großen Taschenlampen-App. Du bist halt kurzfristiger Gewinner. Jetzt scheinen irgendwie die Großen alle schon die Gewinner zu sein. Was man sieht, ist so Essen bestellen. Die Überkategorien sind Games. Ich verlaufe mich immer so ein bisschen. Man muss sich schon dran gewöhnen, dass man mit den Augen alles macht. Ich verspreche, dass jetzt nicht jede Sendung so wird. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht besonders unterhaltsam ist. Aber cool, dass du das für uns testest. Dann lass uns zu Earnings gehen. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Gehörten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr denn aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir können unmöglich für etwaige Verluste haften. Alles könnt ihr auch nochmal unter doppelgänger.io slash disclaimer nachlesen. Womit möchtest du anfangen? Diese Woche ist ja ganz schön viel hoch und runter gegangen. gefallen und gestiegen. Lass uns mit Snap anfangen, die sind wieder abgeraucht. Ja, Snap konnte seinen Umsatz steigern gegenüber dem Vorjahr um 5% auf 1,36 Milliarden, das ist das Weihnachtsquartal, das ist für werbefinanzierte Unternehmen immer besonders attraktiv, deswegen lag es 5%, es lag deutlich wie am Vorkortal, aber im Vergleich zum Vorjahr waren es in Anführungsstrichen nur 5%. Und die Aktie ist natürlich deswegen abgerauscht, weil man nach den Meta-Zahlen, die trotz Kosten oder wegen, vielleicht sogar wegen Kosteneinsparungsmaßnahmen, 25% mehr Umsatz gemacht haben. Und wenn du dann als auch Social-Media-Unternehmen, was auch werbefinanziert ist, nur 5% machst, dann enttäusche den Markt. Das ist ganz klar. Also was Snap nicht beweisen konnte, ist, dass sie in gleichermaßen wie Meta von der Erholung des Werbemarkts profitieren können. Das heißt, es ist fast unsichtbar, dass das auch für Snap passiert. Schaut man sich die Userzahlen an, dann sind ihre Nutzer immerhin um 2% noch weiter gewachsen, von 406 auf 414 Millionen DAOs, Daily Active Users. Aber der Average Revenue per Nutzer, der APU, Average Revenue per User, so eine industrieweite Kennzahl, ist um 5% runtergegangen. Und das heißt, dass eigentlich sie noch gar keine Erholung sehen. Also das Wachstum, die 5% Wachstum beim Umsatz holen sie nur aus dem User-Wachstum raus. Der ist nämlich hier und hier von 375 auf 714 erhoben. sind ziemlich genau 10%, würde ich schätzen. Sie haben 5% Umsatzwachstum. Das heißt, die Preise müssen um 5% verfallen sein, wenn die Nutzer um 10% gewachsen sind. Und genau das sieht man dann ja beim APU. Und die Zahlen werden nicht besser. Die Kosten, sie liegen jetzt bei den Kosten endlich mal 11% unterm Vorjahr. Aber die Rohmarge wird immer schlimmer. Vorjahr-Rohmarge 63%, jetzt nur noch 54,3%. Also fast 9 Prozentpunkte Rohmarge verloren, dann ist auch egal, ob du noch 11 Prozent Operating Cost einsparst. Sieht gerade nicht so gut aus. Also der Verlust ist 18 Prozent des Umsatzes weiterhin. Zum Glück ist ein Großteil davon einfach nur Share Based Compensation, also ohne die Aktienoptionen, die sie ausgeben. Sie sind Cashflow-positiv, aber man wird halt noch brutal verwässert jedes Jahr bei Snap. Und ich würde, weil es in die gleiche Kategorie gehört, vielleicht mal Pinterest noch gleich mit vorziehen. Die haben auch reportet. Das ist ja auch letztlich Social Media, könnte man sagen. Das alles findet man im Sheet. Achso, Leute haben gefragt, woher ich immer diese Daten beziehe, die ich hier vorlabere. Und also einerseits, die stehen alle im doppelgänger.io-Sheet und dieser Sheet wiederum feedet sich nicht aus irgendeiner API, weil ich den allen nicht vertraue. sondern Aktienanalyse ist Handarbeit. Das heißt, ich schaue tatsächlich von diesen ganzen Unternehmen die Earnings Statements durch. Also hier sind, wie viele? Hatten wir mal ausgerechnet, 130 glaube ich inzwischen Unternehmen im Sheet. Das heißt, man muss sich viermal im Jahr deren Earnings Statements durchlesen und diese Zahlen händisch übertragen und dabei kann man sie dann auch gleich gut durchlesen. Ich habe keinen besseren Weg gefunden, das zu tun. Man kann es natürlich über einen Bloomberg-Terminal oder so machen. Das, würde ich sagen, sind die einzigen Zahlen, die einigermaßen verlässlich sind. Aber selbst da bieten die tatsächlichen Earnings-Releases immer noch mehr Color oder mehr Informationen, als jetzt einfach nur die Zahlen zu konsumieren. Deswegen ist das der einzige Weg. Und damit das nicht jeder machen muss, bieten wir dieses Sheet an und dann entwickelt das vielleicht sogar ein bisschen Wert für die Allgemeinheit. So, und jetzt bin ich im Reiter für Pinterest. Das ist so eine Plattform, wo man so kleine Bildchen posten kann und so Boards erstellen. Und die wachsen immerhin mit 12% gegenüber dem Vorjahr. Die sind aber auch nicht ganz so stark geschrumpft wie Snap davor, aber sind jetzt auf 12% Wachstum hoch. Und die sind immerhin super profitabel im Weihnachtsquartal, weil die haben auch fast 12% Kosten gespart. Ganz anderes Bild, also ihre Rohmarge hat sich verbessert um 3 Prozentpunkte auf 82 Prozent, was eine sehr gute Rohmarge ist im Vergleich zu Snap. Dann haben sie eben auch 12 Prozent Kosten eingespart gegenüber dem Vorjahr. Und so hat sich das Ergebnis mehr als verdreißigfacht von 6 Millionen im Vorjahr auf jetzt 196 Millionen. Das schaffen sie jetzt nur im Weihnachtsquartal so viel Überschuss. Aber im nächsten Jahr sieht das so aus, als könnten sie dann auch auf Gesamtjahressicht positiv sein. Ich kann mir vorstellen, dass der Markt trotzdem nicht so gut reagiert hat auf Pinterest, obwohl diese Zahlen jetzt erstmal gut aussehen. Aber einerseits schaut man jetzt auf die Nutzer, die wachsen immerhin global auch mit 11%. Das ist ganz gut für so eine schon relativ reife Plattform. Der APU, Average Revenue Per User, Der um 5% gefallen ist bei Snapchat, steigt hier immerhin um 2%. Aber auch Pinterest profitiert eben nicht im vollen Maße von der Erholungswerte. Beziehungsweise muss man sich fragen, ob der Werbemarkt sich wirklich so erholt oder ob Meta einfach nur deutlich mehr produziert. von dem Kuchen sich holen konnte im letzten Quartal. Das heißt, wir sehen hier insgesamt nur 12% Umsatzwachstum und auch das muss man im Vergleich zum Peer-Meta sehen, die auch Display-Advertising im weitesten Sinne machen und eben 25% gewachsen sind und auch da hatte man von Pinterest wahrscheinlich vorher mehr erwartet und das in die Aktie auch schon eingepreist, dann ist der Kurs wahrscheinlich mit den Meta-Earnings, könnte ich mir vorstellen, sind die Kurse von Snap und Pinterest so ein bisschen heiß gelaufen im Vorfeld der Earnings und jetzt kommt halt die Enttäuschung, na nun, die funktioniert ja gar nicht so geil wie Meta. Ich glaube, was man hier sieht, ist, dass Meta es ganz gut geschafft hat technologisch, dieses was die App-Tracking-Transparency, also dass Apple quasi die Third-Party-Cookies deutlich zurückgenommen hat und das App-Tracking deutlich erschwert hat. Da konnte Facebook sich mit technologischen Mitteln ganz gut drüber hinweg arbeiten, indem sie einfach schlaues Machine Learning gebaut haben, um ihr Targeting ähnlich gut zu machen wie vorher und damit für Advertiser relativ gute Ergebnisse zu erreichen. Während Pinterest und Snap quasi noch nicht eine Lösung haben, die diesen Nachteil wieder ausgleichen kann. Und deswegen profitieren sie jetzt nicht so stark an dem vermeintlichen sozusagen Wiedererwachen des Werbemarktes. Und was sicherlich auch eine Rolle spielt, ist, dass In der Krise, als alle sparen mussten, hat man sicherlich relativ across the board gecuttet, also man hat viele Kanäle wahrscheinlich Volumen gecuttet und manche vielleicht auch, also explorative Kanäle wie ein Pinterest oder Snap hat man vielleicht auch am ehesten dann ganz ausgeschaltet. Und die macht man auch am spätesten wieder an, habe ich das Gefühl. Also du setzt jetzt, wenn du Marketing wieder hochfährst, natürlich erstmal auf Google Search und erstmal auf Meta, Paid Social, was du relativ berechenbar findest, wo du den API oder ANCR gut messen kannst. Und dann ist wahrscheinlich Pinterest und Snap nicht der erste Kanal, den du wieder anschaltest und deswegen... geht es noch nicht so schnell wieder hoch für die. Und ich glaube, es spielt durchaus eine Rolle, dass Facebook diesen Nachteil durch die Tracking-Erschwerung durch Apple und Google deutlich besser verknapsen kann und technologisch lösen kann mit Machine Learning als die anderen beiden Plattformen. Insofern marginal verbessern sich die Ergebnisse von Snap und vor allen Dingen Pinterest. Da sehen die Zahlen nochmal deutlich besser aus, aber gemessen an Meta sieht es dann eben besser aus. Doch eher suboptimal. Glaubst du wirklich, dass es Machine Learning ist oder ist es eher so die Story? Also eigentlich sind es ja die Daten, die sie haben, oder? Dass sie viel, viel mehr Nutzer haben und viel mehr Endgeräte. Naja, also was du ja nicht mehr kannst mit AT&T oder was deutlich schwerer wird, ist einzelne Nutzer zu tracken, wie früher. Und lösen kannst du es aber, glaube ich, indem du alle sämtliche anderen, also entweder bei dir selber eingeloggte Nutzer hast und man darf nicht vergessen, dass die Plattform, also ein Instagram oder ein Facebook hat ja seinen eigenen Browser. Also wenn du es im Handy aufmachst, gehst du ja nicht zu einer anderen Webseite, sondern du machst deren Webseite in deinem Browser auf. Und das sind Nach meinem Verständnis First-Party-Data. Das heißt, einen Teil davon kannst du nutzen und kannst damit auch auf andere Nutzer zurückschließen und ich glaube, das ist ein großer Vorteil, dass sie dadurch mehr Daten auch haben. Könnte ich mir vorstellen. Genau, also ein Datenthema und sie können es halt mit AI immer nochmal gut positionieren. Aber auch die Großen nutzen halt AI in jeder Möglichkeit, um zu zeigen, dass sie es nutzen. Deswegen ist Meta ja im AI und Big Data ETF drin. Ich glaube nicht wegen der AI, sondern wegen des Big Data. Zweifelsohne sagen Google, Meta und Amazon vermutlich die Unternehmen, die auf den meisten Konsumentendaten sitzen, relativ zweifelsfrei. Was hast du uns noch mitgebracht? Fortinet können wir kurz machen. Fortinet ist ein Anbieter von Hard- und Software-Firewalls, also Sicherheitslösungen für Datenzentren. Ist ein hochprofitables Unternehmen mit einer sehr guten operativen Marge von 27% und einem sehr hohen operativen Cashflow in der Vergangenheit. Die sind ganz gut gelaufen nach den Earnings, wenn ich mich nicht irre. Ich glaube, zweistellig hochgegangen. Das Geschäft hat sich zuletzt ein bisschen verlangsamt. Das liegt, glaube ich, daran, dass mehr und mehr Unternehmen nicht mehr eigene Datenzentren bauen, sondern in die Cloud wandern und die wiederum nicht zwangsläufig Fortinet-Lösungen dafür nutzen. Aber der Umsatz steigt immer noch um 10%. Das war besser als erwartet. Die Rohmarge hat sich verbessert um fast einen ganzen Prozentpunkt, was auch viel ist für so eine reife Firma. Aber ihre Kosten wachsen mit 14% und deswegen hat sich das Ergebnis jetzt nicht so stark verbessert. Also die Marge ist sogar ein bisschen runter, also die operative Marge ist sogar ein bisschen runtergegangen im Vergleich zum Vorjahr. Und die Profitmarge ist auch runtergegangen. Und man muss sagen, der operative Cashflow ist nicht so stark wie die letzten Quartale. Und das liegt daran, wenn ich es richtig sehe, dass sie ein bisschen so auf Halde produzieren. Also die Inventories... waren letztes Q4 nur 50% des Umsatzes und jetzt 83% des Umsatzes, also es häuft sich so ein bisschen, Sekunde ist das saisonal, ein bisschen ist das saisonal, glaube ich, dass Q4 immer mehr Inventory hat, aber muss man jetzt sehen, ob sie das so gut runterverkauft bekommen, weil dann würde Ergebnis und operativer Cashflow wieder mehr im Gleichschritt sein, also die Die Erklärung ist, dass wenn ich viel Ware produziere, dass erstmal noch kein Verlust ist oder als Gewinn sogar gilt, weil ich das umwandle in unfertige Güter und damit theoretisch mehr bewegliche Güter am Lager habe. Aber erst wenn ich die verkaufe, kommt es dann auch eben zum Cashflow-Effekt. Und das wird hier eine Rolle spielen, glaube ich, so wie es aussieht. Aber ansonsten war der Markt zufrieden, insbesondere weil man schlechter erwartet hat. Und wenn Fortinet wird, weil sie glauben, dass das Datacenter-Geschäft in Zukunft nicht ganz so schnell mehr wachsen wird, steigen sie zusätzlich in andere Märkte ein, um zum Beispiel Mitarbeiter im Homeoffice sicher zu machen und Zugänge zur Cloud usw. So, und dann, was haben wir noch? Es wird eine viele Earnings-Frage. Uber können wir machen. Da gab es eine höhere Frage zu den Earnings. Nicht zu den Earnings, aber zu Uber. Dara Kostaschahi, der ehemalige Expedia-CEO, hat bei Uber ganz gute Arbeit geleistet und die Firma dann verschlankt, sodass sie jetzt drei Quartale in Folge Gewinn gemacht hat. Das ist alles sehr gut. Es gibt drei Geschäftsmodelle, Mobility, Eats und Freight. Also Mobility ist quasi, wenn wir uns in so ein Uber-Taxi setzen. Eats ist der Bestellservice, Essenbestellservice und Freight ist ein relativ kleines Geschäft. Alle haben eins gemeinsam, benötigen Fahrzeuge und Menschen, die die Fahrzeuge bewegen. Uber wird wie ein Hightech-Business bewertet, obwohl die marginalen Kosten pro Fahrt oder Delivery für die meiste Zeit an dem Geschäft über dem Ertrag lag. Also sie haben jede Fahrt lange subventioniert so ein bisschen. Der Move to Priorität war also vor allem dadurch möglich, dass man die Take Rate enorm erhöht hat. Das haben wir zuletzt auch mal ganz gut dokumentiert, dass Uber da bis zu fast 30% teilweise der Fahrten einsackt und auch deswegen oder vor allem deswegen profitabel geworden ist. Und hier liegt in den Augen des Fragestellenden das Problem. Uber beschäftigt und aus nachvollziehbaren Gründen vor allem Selbstständige bei höheren Preisen für Benzin, Autos, Versicherungen und gleichzeitig höheren Abgaben. An Uber werden sich mehr und mehr Rider die Frage stellen, ob das überhaupt noch etwas bringt. Meine anekdotische Erfahrung mit Uber-Fahren bestätigt das, es lohnt sich häufig kaum noch. Wenn jetzt auch noch Verzerrungen wie Bürgergeld in große Märkte wie Deutschland kommen, könnte Uber deutliche Probleme auf der Supply-Seite erleiden, was ihre Plattform aufgrund von verschlechterten Netzwerkeffekten sofort deutlich unattraktiver werden ließe. Uber ist jetzt schon vielerorts deutlich teurer als Taxis und das sieht er als Problem und gleichzeitig Self-Driving ist auch nicht die Lösung, weil da haben sie diversiert, also sie haben verkauft ihr eigenes Self-Driving-Geschäft oder ihre Forschung und sollte jetzt jemand anderes Self-Driving erfinden oder lösen, zugelassen werden, dann würde es entweder auch viel Geld kosten oder die könnten ihnen das ganze Uber-Geschäft wegnehmen und deswegen fragt sich der Hörer, warum Uber überhaupt so hoch bewertet ist. Wir müssen mal gucken, wie hoch sie eigentlich bewertet sind. 150 Milliarden. Und das entspricht 55 mal Gewinn oder 4 mal Umsatz. Das ist relativ hoch, genau. Das ist eher so Tech-Bewertung, das stimmt schon. Hier gehen wir in die aktuellen Zahlen von Uber. Und zwar wächst der Umsatz mit 15%. Das kann ganz ordentlich wieder, das ist nochmal schneller als im Vorquartal. Rohmarge verbessert sich leicht. Kosten steigen nur mit 6%. Also sollte ich das Ergebnis deutlich verbessern. Letztes Q4 minus 143 Millionen operatives Ergebnis jetzt plus 652 Millionen. Also es bleiben fast 7% operative Marge übrig. Dann hat man noch einen ganz guten Zinsgewinn oder Other Income. Nee, Other Income ist das nicht Zins. Und ja, so geht es Ihnen eigentlich ganz gut und Sie sind das erste gesamte Jahr profitabel und zeigt eher nach oben, als könnte nächstes Jahr nochmal deutlich mehr übrig bleiben. Die Take Rate können wir uns mal anschauen. Die ist bei 6, die ist leicht runtergegangen. War im Vorjahr 28%, ist jetzt nur noch 26,4%. Also so ein bisschen arbeiten sie daran. Laufen denen jetzt die Fahrer weg? Das kommt glaube ich so ein bisschen sehr auf die Geografie an. Also ja, wenn du jedem Bürgergeld gibst, dann ist der Anreiz, Uber zu fahren, vielleicht niedriger. Das ist nachvollziehbar. Mein Gefühl ist, dass nicht alle Fahrer oder Fahrerinnen bei Uber entweder Bürgergeld beziehen und wenn sie es tun, dass sie eventuell auf welche Weise auch immer es trotzdem schaffen, noch nebenbei Uber zu fahren, damit Geld zu verdienen. So ein bisschen scheint Uber in manchen Ländern in so einer Grauzone, beziehungsweise die Unternehmen, mit denen Uber zusammenarbeitet, scheinen in so einer Grauzone zu operieren teilweise. Auch das können einem Uber-Fahrer eventuell erzählen, wie das für sie funktioniert. Wenn man da mal hinterher gehen würde, wäre das wahrscheinlich nachteilig. Ich habe schon das Gefühl, dass Kunden bereit sind, aber das zu zahlen, was Uber oder Bolt oder FreeNow im Moment kostet. Und natürlich ist die Wette so ein bisschen, dass man das irgendwann ohne Menschen hinbekäme. Ich glaube nicht, dass es so ist, dass man sehr hohe Lizenzgebühren für die Technologie zahlen muss, als wenn man im Vergleich zu einem Menschen zahlt, Ja, das ist deutlich günstiger, die Self-Driving-Technologie. Ich glaube, es wird so viele Anbieter von selbstfahrender Technologie geben, dass es ausreichend Wettbewerb gibt, sodass die Kosten eben nicht so hoch sind. Ich glaube nicht, dass Self-Driving ein Winner-Takes-It-All-Markt ist, sondern dass es verschiedene Technologien geben wird, die irgendwann auch verschiedene zugelassen sein werden. Und dann kann man sich, also wenn es zum Beispiel am Auto hängt, dann müssen Uber-Driver halt einfach, also kaufe ich halt einfach bei dem Hersteller das Auto. Sagen wir, Tesla hätte jetzt recht und die Robotaxis kommen, dann bestelle ich halt ein paar Teslas. Die wären deswegen nicht zwangsläufig teurer, würde ich denken. Glaube ich, es ist schon wichtig, sich immer dieser Antihypothese bewusst zu machen. Also was ist das maximal schlechte Szenario für so ein Unternehmen wie Uber? Und ich glaube, die Punkte sind alle richtig. Also würdest du jetzt Uber nochmal als IPO machen? dann müsstest du das alles, das steht ja in dem 10-K-Filing sicherlich auch drin, das müsstest du alles als Risiken angeben. Also dass es sein kann, dass rechtliche Rahmenbedingungen sich ändern, dass Rider Supply immer eine kritische Kennziffer sein wird, dass ganz technologischer Wandel zu ganz neuen Lösungen führen kann. Ich glaube, das sind alles richtige Risikopunkte. Was man aber schon sagen muss, ist, dass... Uber selbst bei dieser nach strengster Betrachtung nach US-Accounting-Richtlinien jetzt profitabel geworden ist. Was man auch sagen kann, ist, dass der Gesamt- Das Gewinn, jetzt dieses Jahr 2 Milliarden, ist natürlich noch längst nicht das Geld, was irgendwann mal in Uber reingeflossen ist. Also du kannst jetzt nicht sagen, dass sie eigentlich viel Geld returned haben, wenn du so möchtest. Sie haben halt 150 Milliarden Börsenwert damit aufgebaut. Aber es sind ursprünglich auch mal, und das ist glaube ich nur ohne Börse, 25 Milliarden allein reingeflossen in Uber. Dafür haben sie halt erst 2 Milliarden Gewinn gemacht, wenn du so möchtest. Aber gleichzeitig sehe ich jetzt nicht, wie Uber brutal disrupted wird demnächst. Aber der Hörer hatte schon recht. Die größte Disruption ist, wenn man sagt, es ist keine Tech-Company mehr. Wenn man irgendwie gleiches Narrativ spinnt wie bei WeWork zum Beispiel. Naja, sie besitzen keine Autos, sie haben keine Angestellten. Sie sind eine Plattform. Ein gutes Szenario ist UBI, Universal Basic Income. Sagen wir, du bekommst eine AI- und Robotsteuer und dann bekommt jeder UBI. Warum solltest du dich noch hinter ein Lenkrad setzen? Außer du magst Menschen. Aber in dem Fall gäbe es dann auch schon Robotertaxis, glaube ich. Wenn so eine Steuer der UBI kommt, dann sind wir auch so weit, dass es Robotaxis gibt, glaube ich. Ich glaube, die größte Gefahr ist tatsächlich die Kombination aus Google Maps und Waymo, dass Google... Es schafft ein Modell zu machen, wo Energie so günstig ist, dass du fast umsonst mit Google Autos fahren kannst. Also du musst die Autos natürlich finanzieren, aber du musst den Strom finanzieren, aber wenn das Auto automatisch fährt, dann kannst du sagen, während deiner 10 Minuten Uber-Fahrt oder Google-Fahrt, Waymo-Fahrt, Wirst du so viel mit Werbung bespielt, dass du, also du ja nicht, du hast ja deine Brille auf und siehst das alles nicht, aber wirst du so viel mit Werbung gespielt, dass das für die Fahrt bezahlt? Das sehe ich tatsächlich als das relevanteste Risiko für Uber, dass es einen werbefinanzierten, kostenlosen Fahrtdienst gibt, weil die Kosten durch Robotik noch weiter runtergehen. Oder du willst irgendwo hinfahren und Google fährt dich zu Konkurrenten, weil der mehr dafür bezahlt hat. Genau, genau. Das ist im weitesten Sinne auch werbefinanziert, aber genau, das ist ein relevantes Szenario, dass ich sage, fahr mich mal zum Grill und Google sagt dann, ja, aber was ist mit Borchi? Da ist heute irgendwie Schnitzeltag. Von daher ist das, glaube ich, und ich meine, mich würde sehr wundern, wenn das nicht der ganze Sinn hinter Waymo ist. Also Google hat keinen Grund, selbstfahrende Autos zu erfinden, außer das. Google ist ja kein Autohersteller. Aber sozusagen das Konzept, was ich im Internet etabliert habe, nämlich dass ich quasi von jeder Transaktion einen Share bekomme, weil ich sozusagen die Röhren besitze, die da hinführen. Das auf die Straßen zu verlegen in die echte Welt und zu sagen, jeder, der in irgendein Geschäft fährt oder zum Einkaufen, Shoppen, Flughafen, was weiß ich, dem kann ich auf dem Weg dahin entweder von der Destination oder von alternativen Werbetreibenden Geld abnehmen. Ich glaube, das passt sehr, sehr gut zu Googles Geschäftsmodell. Plus, sie haben die größte Werbeplattform der Welt und können auch sofort Monetarisierung darauf schalten und sofort Advertisern verkaufen, warum das jetzt eine Werbeform ist, die sie unbedingt probieren müssen. Und das wiederum stellt, dann würde Uber wieder das werden, wo sie ursprünglich mal gestartet haben, nämlich der Black-Town-Car-Service. Dass nur noch reiche Leute Uber fahren im Lincoln, um keine Werbung mehr zu sehen. Das wäre ganz lustig. Hast du in Berlin überhaupt schon Autos gesehen, die jetzt Werbung in der Windschutzscheibe haben oder hinten in der Scheibe? Beifahrer? Nee, noch nicht. Gibt es das? Bei ShareNow ist das jetzt. Die haben jetzt irgendwie hinten eine Scheibe, da läuft jetzt die ganze Zeit ein Bildschirm. Beim Fahren? Beim Parken. Also Parken der Autos läuft die ganze Zeit da irgendwelche Nachrichten und Werbung. Ich glaube, beim Fahren darfst du es in Deutschland nicht, weil es zu ablenkend ist. Parken ist auch nervig. Stell dir vor, du wohnst im Erdgeschoss, da gegenüber von dir parkt so ein Auto und die ganze Nacht leuchtet das Ding. Ja, kannst du damit Gaffatee zukleben. Was haben wir noch? Bist du bei Uber schon durch? Nein, oder? Doch, eigentlich schon. Was hast du uns noch mitgebracht? Disney, gucken wir kurz rein, ist einigermaßen aktuell. Hat sich beim Umsatz nicht viel bewegt. Also ist auf dem Niveau des Vorjahres. Wo habe ich das hier? Aber Ergebnis hat sich deutlich verbessert. Net Income ist von 1,36 auf 2,15 Milliarden hoch. Durch Sparmaßnahmen. Disney hat ja angekündigt, 7,5 Milliarden einzusparen. Und da deliveren sie einigermaßen dagegen. Dadurch verbessert sich bei gleichem Umsatz das Ergebnis. Sie haben eine Million Disney Plus Subscriber verloren von 112.000. Auf 111 Millionen, dafür aber mehr Umsatz gemacht, weil sie die Preise erhöht haben. Und meine Prediction für dieses Quartal, Disney gewinnt neue Subscriber durch das schöne Prellchen hier. Aber warum willst du explizit Disney-Inhalte da rein? Filme drin haben und weil Netflix nicht mitmacht. Also Netflix hat sich ja geweigert, seit Anfang an dabei zu sein und Disney wird mit als erstes gezeigt für alle, die die Brille aufhaben. Heißt das, dass Netflix eventuell ein eigenes Device baut? Letztlich hat Netflix ja so ein bisschen das gleiche Problem wie Facebook, dass sie immer von den Plattformen abhängig sind. Also Fernseher, Handy, egal wo du Netflix schaust, du bist so ein bisschen abhängig von der Plattform. Aber Was ganz spannend ist, Disney hat sich für anderthalb Milliarden an Epic Games beteiligt, also dem Fortnite-Macher, der auch mit Apple so im Streit steht. Und das ist natürlich insofern spannend, dass Disney dieses Ganze großartiger IP hat. angefangen mit Disney selber, dann aber Pixar, das Marvel Universe, Star Wars, Avatar und all diese Dinge. Und natürlich kannst du in einer Welt, wo eventuell Games auch noch günstiger werden zu produzieren und IP ist halt, also Intellectual Property, die Copyrights oder die Rechte an diesen Marken sind natürlich super spannend, weil du, sei es jetzt wirklich neue 3D-Anwendungen oder AR, VR-Anwendungen für die Brillen, aber auch einfach so für Spielewelten, das zu verbinden... Könnte ganz interessant werden für Epic und für Disney, glaube ich. Das macht viel Sinn. Auch wenn du überlegst, dass vielleicht Streaming-Zeit zu Gaming-Zeit wird oder zu Spatial-Computing-Zeit wird. Dann haben sie angekündigt, dass ESPN wird einen eigenen Streaming-Service bekommen und dass sie unter anderem Taylor Swift-Events dafür eingekauft haben. Und die erste Taylor Swift, nicht Doku, aber Live-Event, glaube ich, eingekauft haben. Auch super für alle, die die Brille haben. Wenn du schaffst, dann sozusagen Row Zero zu stehen vor Taylor Swift, dann ist das mit deiner Brille natürlich cool. Aber da würde ich ja sagen, dann würde eher Apple das machen. Apple gibt im Content-Player noch nicht 100% Gas, würde ich sagen. Hätte aber nochmal ganz neue Anreize, Sport-Events oder alle Arten von Unterhaltungsevents einzukaufen. Andererseits lohnt es sich nicht, wenn du nur eine Million Nutzer auf der Brille hast. Würden die jetzt Taylor Swift für eine Milliarde verpflichten, dann zahlen sie 1000 Euro pro Nutzer, damit du Taylor Swift gucken kannst. Ich glaube, so macht das noch nicht so viel Sinn. Die kennen es natürlich auch in der 2D-Welt. Wahrscheinlich nutzen sie nicht nur für die Brillen, aber so richtig geil wäre die Experience dann wahrscheinlich nur mit der tollen Brille. Genau, ansonsten Paypal müssen wir nicht reingehen, oder? Der war nicht so innovativ, wie wir gedacht haben. Oder wie sie gedacht haben. Dann ARM, der Chip-Designer, relativ positiv überrascht. Die sind ja gerade erst IPO-t letztes Jahr. Was kann man da sagen? Umsatz ist nur um 8% gestiegen, aber der Ausblick war relativ bullisch, wenn ich es richtig verstanden habe. 16% operative Marge sollte sich verbessern nächstes Jahr. Da geht es viel, glaube ich, um die AI-Hoffnung, dass viele Unternehmen eigene Chips entwickeln werden in Zukunft. Sei es jetzt ein Sam Ortman, der ein neues Chip-Venture bauen will und irgendwoher die Designs brauchen wird. Oder klassische Hersteller, die ihre eigenen Chips bauen wollen. Oder, oder, oder. Am Ende sollte Arm davon profitieren. Dadurch, dass sie Lizenzen bekommen, wenn die Chips nach ihrem Design gebaut werden. Und der Ausblick hat Leute da sehr bullisch gemacht. Chips bleiben heiß. Adyen, das ist ein großer Zahlungsteam. Stripe-Konkurrent, könnte man sagen. Niederlanden beheimatet. Bei vielen Lieferservices oder E-Commerce-Angeboten, wenn man da mit Karte zahlt, steckt oft Add-In-Technologie dahinter. Sie sind gewachsen um 29% beim prozessierten Zahlungsvolumen. 544, also eigentlich fast eine Million. Was ist das? Eine deutsche Billion im Jahr. Also jetzt im H2 im zweiten Halbjahr haben sie 544 Milliarden prozessiert. Das heißt nächstes Jahr werden sie bei einer Billion sein. Daraus ziehen sie eine Milliarde im zweiten Halbjahr an Revenue rund. Das ist nicht so richtig vergleichbar mit dem Vorjahr, weil man inzwischen das nicht mehr komplett, also im Vorjahr waren es 5 Milliarden, aber man zieht jetzt nicht mehr den gesamten Umsatz über das Balance Sheet anscheinend oder verbucht das anders. Deswegen kann man nur das Net Revenue vergleichen, das ist um 23% gestiegen. im Vergleich zum Vorjahr. Das ist eine leichte Beschleunigung wieder. Ist eigentlich eine spannende Wette, wenn du überlegt hast, hättest du früh, ich glaube, Etienne hat auch eine großartige Langfrist-Performance, einfach nur auf die Bewegung, dass immer mehr Zahlungen digital passieren, darauf zu setzen, wären schlaue Wette gewesen vor 10 Jahren, sehr berechenbar. Du hast natürlich auch Risiken, dass ein Block oder ein Stripe eben erfolgreicher werden, aber Add-In wächst hier regelmäßig schneller als der Markt. Dann hat Corona natürlich stark beschleunigt, weil man viel mehr mit Karte bezahlt hat auf einmal und viel mehr im Internet bezahlt hat. Wirecard hat bestimmt auch beschleunigt. Ja genau, Wirecard wäre auch eine großartige Wette gewesen.
Je nachdem, wie man hat.
Aber ich glaube, was für Add-In hat schon Vorteile gehabt, weil viele gewechselt sind. Also, du musstest ja als Premium Provider... Gemessen am Net Revenue ist die operative Marge von Etienne 37,5%. Du kannst eigentlich sagen, Etienne ist so ein bisschen das, was wir uns immer wünschen, nämlich eine europäische Plattform aus dem Niederlanden herausgeleitet, global im Einsatz, Technologie, hoch profitabel. Das Einzige, was nicht so schön ist, ihre Kosten steigern sich auch um 31%, obwohl sie hoch profitabel bleiben, aber haben keine großen Effizienznöte. Dem Anschein nach noch 26% mehr Leute geheiert, also es ist auch ein Jobmotor, wenn du so möchtest, im Vergleich zum Vorjahr. EBITDA-Marge 48%. Das ist Kreditkarten-Niveau. Wenn du überlegst, dass es quasi Nachkreditkarte ist, die Marge. Was sie glaube ich nicht haben, ist eine Fantasie, irgendwie komplett unabhängig zu werden. Also dass du von Peer-to-Peer Nutzer zu Nutzer zahlst, da ist PayPal, dann passt es schon wieder spannender. Aber sozusagen das Modell Payment haben sie wirklich als Company erstmal gemeistert mit brutal guten Margen. Wie gesagt, die Margen sind jetzt auch so hoch, weil man jetzt weniger Revenue über ihr Balance Sheet legt. Im Vergleich zum prozessierten Volumen sind die Margen natürlich dann nur, was haben wir hier, 544 Milliarden. Und es bleibt, dann haben sie nicht mal ein Promille. Aber das ist auch geil, wie du mit einem Promille Also du behältst ein Promille quasi als Gewinn aus der Transaktion übrig, aber kannst damit ein sehr, sehr geiles Business bauen. Obwohl du so viel Geld weiterdrücken musst an andere Banken, Kreditkartenunternehmen. Genau. Dann haben wir einen kleinen Blick in die Travel-Branche Expedia. Lief glaube ich nicht so gut nach den Earnings, könnte ich mir vorstellen. Wachsen nur mit 10%, 10,3%. Marge aber stark verbessert. Kosten steigen immer schneller und dadurch verschlechtert sich das operative Ergebnis, weil ihre Kosten weiter mit 18% steigen. Aber der Umsatznummer 10%, das ist nicht so schön. Und wenn man vorausschaut, bei Reiseplattformen kann man immer ganz gut sehen, wie das nächste Jahr wird, nämlich weil es ja zwei Arten von KPIs gibt. Es gibt sozusagen die realisierten, die nach Buchhaltungsstandard, also IFS oder GAP realisierten Umsätze und man gibt natürlich auch schon an, was gebucht wurde über die Plattform für die nächsten Quartale oder im schlimmsten Fall für das nächste Jahr als Jahresurlaub. Und da sieht man jetzt schon sehr gut, dass die die Booked-Room-Nights nur bei 9% gegenüber dem Vorjahr liegen. Das heißt, es ist jetzt unwahrscheinlich, dass Expedia Double-Digit wächst nächstes Jahr. Und was auch spannend ist, der Vergleich zu 2019. Expedia verkauft 16% weniger Nächte als 2019. Und die Gewinner sind Booking und Airbnb davon, kann man schon sagen. Booking Könnte ich mir vorstellen, wird noch einigermaßen gute Zahlen liefern. Airbnb, vielleicht schon so die Travel-Industry-Trends zeigen so ein bisschen, dass alternative Accommodation nicht die stärkste Kategorie ist dieses und nächstes Jahr. Das heißt, Airbnb-Zahlen könnten schwächer werden, muss man sehen. Ich glaube, diese forward-looking, relativ schwachen Bookings-Zahlen, also die der gebuchten Nächte, dass die jetzt den Analysten und Analystinnen keine Freude gemacht haben und dass Expedia deswegen nicht so großartig reagiert hat nach den Earnings. Und dann haben wir noch zwei, auch wieder Licht und Schatten, oder Schatten und Licht. Affirm ist eine Buy-Now-Pay-Later-Plattform, sozusagen das Vorbild von Klana, wenn man so möchte. Wobei Klana inzwischen deutlich solider dasteht als Affirm. Die wachsen beim Umsatz... Mit 48%, inklusive aller Einnahmearten, sind es 48% Wachstum aus 33% mehr GMV. Wir wissen, der E-Commerce-Markt wächst gerade nicht mit 33% und auch kein einzelnes. Segment übrigens spannend, das am schnellsten wachsende Segment bei Affirm ist Travel, also dass Leute ihren Urlaub inzwischen mit Beinau-Pelleter zahlen. Wie schlau das ist, naja, da können wir eine andere Folge drüber reden. Im guten Sinne könnte es Sinn machen, wenn du die Zinsen nimmst in der Zwischenzeit. Also das hast du ja selber mal als Punkt gegeben. Wenn du ein Nullzinsangebot hast, ja. Aber es gibt ja viele Interest-Bearing-Finanzierungsarten bei Firmen. Und dann zahlst du auch gleich oft zweistellig. In den USA, die durchschnittliche, hatten wir auch schon mal beleuchtet, ich glaube im Moment liegt die durchschnittliche Kreditkartenzinsrate bei über 21%. Das ist jetzt kein schlaues Angebot, 21% APR zu akzeptieren für einen Konsumentenkredit und dann dein Geld irgendwie bei Charles Schwab für 2% anzulegen. Von daher muss man aufpassen. Wenn es eine 0%-Finanzierung ist, klar, dann macht das total viel Sinn. Dann zahlt es ja aber letztlich der Merchant, also der Reiseanbieter. Was ich sagen wollte, ist, dass GMV wächst um 33%. Das ist natürlich keine E-Commerce-Kategorie, die wächst so schnell. Das heißt, man gewinnt hier Marktanteile. Das heißt, Nutzer, Nutzerin, Konsumentin... Wir benutzen mehr Buy Now, Pay Later. Das hat volkswirtschaftlich wahrscheinlich auch negative Effekte. Was man ganz gut sieht, ist die Loss on Loan Purchase Commitment, also die Rückstellung für Verluste, die steigen auch schon um 40 Prozent. Aber ich meine, das ist ja auch klar, wenn der Umsatz steigt so stark, dann... Also wir steigen schneller als das GMB, muss man sagen. Also wir bilden mehr Rückstellungen für zukünftige Verluste schon. Das ist nicht ganz unwichtig. Sie sagen, das liegt so ein bisschen an Saisonalität. Im Q4 ist die Qualität immer ein bisschen schlechter und im Q2 und Q3 zahlen die Leute ein bisschen besser zurück. Muss man dann langfristig mal schauen, ob es hier ein Trend ist oder ob es nur eine Saisonalität ist. Fakt ist, wir kennen ja diese furchtbaren Charts von den US-Kreditkartenschulden, die immer weiter ansteigen. Und viele Leute, die die Kreditkarten ausgemaxt haben, nutzen dann manchmal noch Buy Now, Pay Later. Dass das irgendwann mal crashen wird, ist glaube ich keine Frage. Wie lange das dauert, das kann immer zwischen zwei Monate und 20 Jahre sein. Bis das in der 20 Jahre wahrscheinlich nicht, aber wenn sozusagen der US-Konsument, der im Moment noch relativ healthy ist, irgendwann... und darunter stärker leidet, dann wird es Affirm brutal und auch Klana brutal betreffen, natürlich. Im Moment ist es wahrscheinlich noch zu früh, aber man kann das nicht oft genug sagen, dass am Ende hat Affirm hier, glaube ich, 5 Milliarden an Schulden auf dem eigenen Balance-Sheet. Auf dem eigenen Balance-Sheet sind es nur die Hälfte. Lohnsheld for Investment sind doch 5 Milliarden. Wenn davon mal 10% bust gehen, dann sieht das Ergebnis auch gleich ganz anders aus. Es ist auch so krass, diese Kreditkartenschulden in den USA, das ist ja letztlich Versklavung von Konsumenten. Dafür, dass sie kaufen können, 20% mehr zahlen für alles, damit eine Finanzindustrie davon lebt. Du kannst doch keine stärkere Umverteilung von arm nach reich machen, als einfach Konsum über Kreditkarten 20% extra rauszuholen über eine Kreditkarte. Also über einen kurzfristigen Konsumkredit, der in der Regel zu einem langfristigen Kredit wird, weil niemand das schnell zurückzahlt, sondern das immer weiter vor sich her geschoben wird. Und Ich finde es brutal, dass das erlaubt ist, ehrlich gesagt. Aber naja, es funktioniert für die Leute, die Kreditkarten rausgeben ganz gut und die, die das finanzieren. Und platzen wird es ja nicht, bevor die Wahl nicht durch ist. Ja, das auch nicht. Also, die Zahlen sind eigentlich, also es ist wahnsinniges Wachstum. Beim Umsatz 48% ist richtig gut, logischerweise. Unterm Strich bleiben immer noch minus 29% Marge übrig. Also sie verlieren 3 von 10 Dollars, die sie einnehmen. Das war im Vorjahr aber minus 90%. Also es ist eine starke Verbesserung, so wie wir es auch bei Klana gesehen haben. Klana war ja profitabel im letzten Quartal. Und das sieht insofern deutlich besser aus. So als könnte man auch noch auf einen grünen Pfad kommen. Wenn man jetzt alles weg adjustiert, Shares und Pipapo, dann sind sie... Sekunde, habe ich den Cashflow hier irgendwo... Sind Sie Cashflow-positiv oder Non-Gap-Adjusted Operating Income, wenn man sowas glauben möchte? Also Affirm ist jetzt nicht irgendwie von Bankrott bedroht oder so im Moment, im Gegenteil. Aber nach Gap inklusive aller Kosten machen Sie halt noch 29% Verlust im Q4 und Q4 ist natürlich eines der stärkeren Quartale, auch dort. Aber es zeigt tendenziell in die richtige Richtung, würde ich sagen. Warum ist das aber trotzdem runtergegangen? Ich glaube, die Aktie hat... Negativ-Regel, zweistellig runtergegangen. Grund ist einerseits eine sehr konservative Guidance ins nächste Jahr. Ich könnte mir vorstellen, dass das deswegen ist, weil Leute erwarten eigentlich mehr Wachstum, aber vielleicht weiß Affirm schon, dass damit sie nicht mehr Ausfälle erleiden, sie ein bisschen vorsichtiger bei der Kreditvergabe und letztlich vergeben sie Kredite sein müssen. Und deswegen haben sie vielleicht vorsichtig geguided, weil sie nicht mehr 100% des Marktwachstums mitnehmen können. sondern ein bisschen restriktiv sein müssen, um nicht zu viel abzuschreiben an Verlusten. Und das andere, was nicht so gefallen hat, ist, achso, die Aktie ist im Vorhinein schon sehr stark gelaufen einfach. Also man hat gute Earnings antizipiert und an den Vortagen haben sie zweistellig hinzugewonnen und dann kam es eben doch nicht ganz so gut und der Ausblick war schwach. Und dann hat man sie wieder gekellert quasi nach den Zahlen, obwohl es insgesamt, glaube ich, ganz gute Zahlen sind. Das kann man gut sagen. Apropos ganz gute Zahlen. Jetzt kommen wir zum Highlight deiner Woche. Cloudflare, bekanntlich eine meiner größeren Positionen. Ich habe sogar eine WhatsApp bekommen, dass mir jemand gesagt hat, dass es für dich ein guter Tag heute ist. Ja, ich versuche meine Laune nicht abhängig zu machen von einzelnen Aktien. Aber natürlich sieht man das lieber, als wenn alles in den Bach runter geht. Cloudware ist ein Anbieter für... Internet on the Edge Technology, also ein sehr leistungsfähiges Content Delivery Network mit immer mehr zusätzlichen Funktionen. Also einfach gesagt, wenn ihr YouTube besucht oder irgendeine Zeitung im Internet lest oder ein Bild runterladet oder was auch immer, dann wird das nicht von dem Server des Unternehmens in Silicon Valley runtergeladen, sondern zwischengespeichert. Das ist das Datenzentrum, was immer so nah wie möglich an euch dran ist. Dadurch wird das Internet schneller und effizienter. Und Cloudflare macht einen Großteil der Technologie dafür. Also die hosten quasi nah an den Nutzern in den Großstädten die Inhalte für andere Webseiten und ganz klar Internetinfrastruktur. Sind Sie damit auch ein Konkurrent für die Hyperscaler? Also die Hyperscaler sind Konkurrenten für Cloudflare auf jeden Fall. Amazon hat Cloudfront, also eine eigene Lösung, die ähnliche Sachen macht. Cloudflare entwickelt ständig neue Sachen dazu, also shippt wirklich viele Features, so auch Worker, die on the edge quasi arbeiten. Was ist ein Worker? Wie erklärt man das gut? Also sie liefern nicht nur Inhalte aus, sondern sie bieten auch kleine Services, Skripte an, die On-the-Edge Computing machen zum Beispiel. Du könntest sogar sagen, in einer AI-Welt wird viel Computing wahrscheinlich On-the-Edge gemacht werden. Also dass nicht mehr alles bis... bis Mountain View zu Google zurückgechippt. Google hat selber natürlich distribuierte Datenzentren schon, aber du musst nicht jedes Device, was im Hintergrund AI macht, bis nach Hause senden, sondern vielleicht nur bis an die Edge. Also du kannst eigentlich an drei Stellen quasi AI rechnen oder Inference machen. Du kannst es sozusagen im zentralen Datacenter machen. Du kannst es im Gerät machen, am iPhone selber oder auf deiner komischen Brille, oder du kannst es eben on the Edge machen, wo dann so eine Art Worker das Modell ausführt. Das könnte gut für Cloudflare sein, aber du hast vollkommen recht, die Hyperscaler versuchen natürlich alle auch solche Lösungen anzubieten, einfach weil sie die Kunden schon besitzen und das letztlich ein integraler Bestandteil ist. Ob Cloudflare jetzt Hosting anbietet in dem Sinne... Glaube ich nicht. Es gibt so Workarounds, mit denen du theoretisch... Du kannst bei Cloudware zum Beispiel ein WordPress hosten, wenn du das schlau anstellst. Also ich kann... quasi einen Worker machen, der mir aus einer Datenbank in der Cloud eine Webseite generiert. Und vielleicht wirst du, das ist jetzt so, also da müssten sich IT-Experten zu äußern. Aber es gibt schon Leute, die glauben, dass immer mehr des Internets in die Edge wandert und dass immer mehr Applikationen dann quasi bei so Services wie Cloudware gehostet werden können. Aber sie sind eigentlich kein typischer Hyperscaler, würde ich sagen. Aber sie müssen innovativer als Amazon bleiben, als AWS bleiben, damit nicht irgendjemand ihnen mit, sagen wir, Cloudflare ist nicht dafür bekannt, dass sie die günstigsten sind. Das heißt, sie müssen innovativer bleiben und an der Entwickler-Community nah dran bleiben, weil ansonsten wird irgendjemand das immer günstiger nachbauen und dann ist die Rohmarge weg. Von daher ist es schon wichtig, auch da den Negativ-Case zu kennen. Sie sind wieder um 32% gewachsen. Das ist ungefähr der Schnitt der letzten zwei Quartale. Jetzt kann man sagen, okay, 32%, nice. Obwohl man muss sagen, für Software oder Infrastruktur ist das echt ein gutes Wachstum dieses Jahr. Und das ist vor dem Hintergrund, dass alle Leute versuchen, Geld zu sparen. Bei IT eigentlich. So gut man kann zumindest. Also alle Kosten werden gerade hinterfragt. Wir wissen, dass Amazon... Sekunde, was war AWS-Wachstum? 22%? Nee, Sekunde, jetzt muss ich wieder nachgucken. 21 oder 13. 13? Guckst du gerade in deiner Brillenwelt?
Nee.
AWS ist genau nur... Wo habe ich den? 22? Achso, das war Google. Letztes Quartal Google war 22. Genau, also Amazon Cloud wächst nur noch 13% und Cloudflare schafft es aber eben, und die sind nicht im gleichen Business, aber am Ende hängen sie an den Cloud-Ausgaben von Unternehmen und die werden gerade scrutinized, hinterfragt und versucht zu streichen. Und in diesem Umfeld, dass sie da weiterhin 32% wachsen, das ist sozusagen das Besondere und deswegen ist die Aktie 23% hoch heute, weil man nicht mit so guten Ergebnissen gerechnet hat, weil man dachte, es wird immer schwerer Cloudflare zu verkaufen, Unternehmen sparen, treten in härtere Preisverhandlungen, verschieben Investitionen und trotzdem wachsen sie unvermindert schnell mit 32%. Ich glaube ja, dass manche von den Bigscalern zu Cloudflare wechseln. Also du findest doch Hosting auf Cloudflare. Und ich habe die Woche mich mit einem Gründer unterhalten, der ja auch so mit großen Datenmengen so ein kleines Produkt jetzt baut. Und der sagt, er hostet auf Cloudflare. Ja, also wie gesagt, so kleinere Produkte kannst du wahrscheinlich über ein paar Umwege da hosten. Aber aus Kostengründung gehst du nicht zu Cloudflare. Also mich würde es wundern, wenn du dabei günstiger bist als auf einer Google-Cloud-Plattform. Ehrlich gesagt. Keine Werbung für irgendeines der Produkte, aber Cloudflare ist nicht dafür bekannt, dass sie das günstigste Produkt hat. Also je nachdem. Sagen wir, du hast ein sehr spezifisches Setup. Also du hast eine App, die eigentlich nur eine Datenbank mit einem kleinen Script verbindet in der Edge. Dann kannst du mit Cloudflare sogar vielleicht besser fahren. Aber geschätzt wird es eigentlich für die Fähigkeiten, die damit möglich sind und die Geschwindigkeit, die du erreichen kannst. Und die Sicherheit auch. Es ist letztlich auch Es ist keine Security-Firma, aber der Grund-Use-Case von Cloudflare war mal, dich vor DDoS-Attacken zu schützen. Also wenn jemand versucht, ein paar Millionen Internetnutzer innerhalb von einer Stunde auf deine Website zu schicken, damit die Datenbank dahinter zusammenbricht oder der Server. Daher kam Cloudflare und da bauen sie immer mehr an Funktionalität ran. Klar werden die versuchen, nicht nur mit ihrer Standardlösung zu wachsen, sondern mit immer mehr. Also ein Ökosystem da drum aufzubauen. Und irgendwann kann es auch dazu führen, also sie bieten zum Beispiel acht Modelle, ich glaube acht AI-Modelle auch in der Edge an. Sekunde, wir gucken kurz. Habe ich neulich gerade noch jemandem geschickt? Wir werden weniger als C3-AI machen, ne? Ja, ja, ja, hör auf mit C3-AI. Sie haben acht neue Modelle hinzugefügt als Worker. Also Worker sind diese kleinen Skripte, die quasi in dem letzten Data Center on the Edge arbeiten und fragen weiter, was wollt ihr noch? Also du kannst davon ausgehen, dass alle Open-Source-Modelle da laufen werden oder du kannst eben mit einem API-Key die nicht Open-Source-Modelle nutzen. Sie sagen aber selber, dass AI noch kein großer Revenue-Triver bei ihnen ist, aber sie sehen trotzdem da zusätzliches Potenzial. Rohmarge hat sich nochmal verbessert von 75 auf 77 Prozent. Das ist insofern hoch und wir wissen ja, so gute Software kommt auf 80, 82 Prozent. Aber wenn du überlegst, dass Cloudflare selber schon noch Infrastruktur bereitstellen muss und darauf dann noch 77% Marge hat, ist das noch beeindruckend. Snowflake hat zum Beispiel weniger, weil sie selber viel Compute kaufen müssen bei anderen. Und Cloudflare hat zum Beispiel angekündigt, dass sie ihr CapEx, also ihre Investitionen, ich glaube um 50% steigern wollen. Das ist natürlich Geld, was erstmal fehlt beim Cashflow. Aber das heißt, sie glauben, dass sie zukünftig auf eigene Hardware mehr Leistung anbieten wollen. Und das wiederum spricht ja eigentlich dafür, dass du weiter steigende Umsätze erwartest. Also du baust nicht 50% CapEx aus, wenn du nicht glaubst, dass dein Umsatz nur noch einstellig wächst. Ich würde das als gutes Signal sehen. Wir haben viele Firmen, die bei CapEx sparen. Das lässt auch darauf schließen, dass sie nicht mehr so viel Wachstum erwarten in Zukunft. Und hier ist aber das Gegenteil der Fall, dass man deutlich mehr investieren will als in den Vorjahren. Ansonsten haben sie ihre Kosten gut im Griff. Die steigen zwar um 25%, aber das ist langsamer als der Umsatz. Dadurch verbessert sich das Bottomline-Ergebnis von minus 18,5% auf minus 12%. Ja, die sind noch nicht profitabel. Verlieren noch 12% operative Marge. Haben brutal positiven Cashflow. Also es sind Es ist nur die Shareplace Compensation, die das stark ins Negative zieht. Das Ergebnis, wenn nicht, wären sie eigentlich 12% profitabel schon. Aber sie machen noch 12% Verlust. Das ist aber gemessen an den Umsatzsteigerungen eigentlich sehr gut. Was man auch sieht ist, dass wie beschrieben, trotz dieses schweren Umfeldes, Die DBNER, das ist eine Kennzahl, die die Expansion mit bestehenden Kunden misst um 115%, also dass Kunden 15% mehr ausgeben als im Vorjahr. In einer Welt, wo alle sparen wollen, wo du versuchst weniger auszugeben als im Vorjahr, wo auch die Grundbasis, also du verkaufst auch nicht mehr, du hast auch keinen stark wachsenden Markt darunter zwangsläufig und trotzdem schaffst du es mit bestehenden Kunden 15% zu wachsen. Das ist gar nicht so weit weg von ihren Top-Werten eigentlich. Sie haben ein paar Preiserhöhungen, glaube ich, auch gemacht, aber für die jetzige Zeit und die jetzigen Restriktionen ist es ein super Wert. Die Rule of Forty sieht wieder brutal gut aus bei Cloudflare. Der Rohertrag pro Mitarbeiter ist 50% höher als vor drei Jahren. Schöne Skalierungseffekte. Ich bleibe da definitiv weiter investieren. Ich bin da investiert relevant, um das zu disclosen. Ansonsten das Kundenwachstum, muss man auch mal sagen. Wir haben gesagt, die Expansion ist 115% Dollar-Based-Net-Expansion-Rate. Neukundenwachstum ist aber auch 17% gegenüber dem Vorjahr. Sie haben allein im letzten Quartal fast 8.000 Kunden hinzugewonnen. Das ist fast der beste Wert seit langer Zeit. Sie haben dieses Jahr mehr Kunden über 100.000 Dollar hinzugewonnen als in der Hochphase des Internetbooms, also der letzten Corona-Hochphase. Von den Kunden, also nicht den 100.000 Dollar Kunden, sind ja auch viele kostenlose Kunden noch dabei. Also das Produkt fängt ja an mit melde dich hier erstmal ein und der erste Service ist irgendwie umsonst. Genau, also deine Webseite vor DDoS schützen kannst du relativ preisgünstig, aber ich glaube, Kunde meint hier schon, dass du Geld ausgibst, würde ich denken. Kann man sich nochmal durchlesen, die Definition. Aber ich glaube schon, dass sie nur zahlen den Kunden hier rein. Und selbst wenn nicht, wenn das dann... Wenn das der beste Verkaufskanal ist, dann zähl die gerne auch mit. Wie gesagt, wenn wir auf die Kunden, die mehr als 100.000 Dollar ausgeben, schauen. dann wachsen die 35% gegenüber dem Vorjahr. Und das ist solide und spricht dafür, dass sowohl die Anzahl der Kunden, wie gesagt, als auch die Revenue Expansion sehr gut funktioniert. Läuft wie geschmiert. Ich weiß gar nicht, was ist das Risiko bei Cloud? Ja, dass sie nicht mehr innovativ genug sind und dass Hyperscaler einen Großteil des Leistungsumfangs günstiger anbieten können. Das würde ich sagen, ist das Größte Risiko, ohne dass sich Computing komplett verändert. Aber so deine Brille ändert schon mal nichts daran. Die wird auch mit der Edge kommunizieren müssen weiterhin. Ansonsten bin ich sehr bullisch. Ich glaube, ich bin damit jetzt wieder 400% im Plus, also der einzige Verfünffacher in meinem Portfolio. Man muss auch fairerweise sagen, sie waren gut. am Höhepunkt mal über 300 Dollar und jetzt erst wieder bei 110 oder so. Das war natürlich damals die Übertreibung der Nullzinsphase. Ich bin zum Glück bei knapp unter 22 Dollar eingestiegen damals. Was hat dich damals motiviert einzusteigen? Hast du es bei irgendeinem Entwickler gesehen? Also ich kannte die Lösung damals, keine Ahnung wann habe ich das gekauft, finde ich jetzt nicht raus, aber es war relativ früh, also bei 22 wie gesagt. Also ich hatte ein größeres Liquiditäts-Event und habe insgesamt viel in Aktien investiert. Und von den ersten zehn Titeln, die ich gekauft habe, war das eine, weil einfach alle Kennzahlen sehr gut aussahen. Also DBNEA, Rural 40 war damals sehr gut. Das war auch schon relativ teuer damals, fairerweise. Ich fand den CEO immer sehr überzeugend, oder beide CEOs. Es gibt diese Catelyn, die Co-CEO, und Matthew Prince. Ich habe gemerkt, dass es so die Standardanwendung wird, um das zu lösen. Also dass du eigentlich keine Webseite mehr ohne Cloudflare davor baust. Gut, manche haben es irgendwie über Amazon gelöst, über Cloudfront, aber eigentlich, wenn du einen belastbaren Service hattest, dann hast du Cloudflare genutzt. Das hat mehr und mehr so gewirkt, als würde es eher Infrastruktur werden, als eine Nice-to-have-Lösung. Das sagt übrigens auch Matthew Prince, um die Zahlen zu erklären. Der sagt halt, sie sind eben keine Lösung, so ein bisschen wie IT-Security, keine Lösung, die du in der Krise einsparen kannst, sondern es ist eine Must-have-Solution und du kannst daran nicht sparen und sie können sogar funktionieren. höhere Preise durchsetzen und deswegen wachsen sie jetzt auch durch. Und sie haben noch einen neuen Chief Revenue Officer eingestellt. Und natürlich auch der Fakt, dass Daten- und Medienkonsum zwei langfristige Trends sind, die steigen. Das war ja so ein bisschen die Snowflake-Hypothese, dass du mehr und mehr Daten in der Cloud hostest und Cloudflare, könntest du sagen, ist die Hypothese, dass du mehr und mehr Medien, Videos, Bilder, Text, whatever, alles, du konsumierst mehr digitale Medien und das muss irgendwo gehostet werden und ausgeliefert werden. Und das wird näher an die Nutzer ranrutschen, damit es dann schneller verfügbar ist. Und ich glaube, das ist ein sinnvoller Langfristtrend, hinter dem man sich hängen kann. Und das, was jetzt an Produktinnovationen da immer noch hinzukommt, das ist alles nice to have, sozusagen. Das zeigt mir, dass es eine innovative Company bleibt. Aber die Hypothese war einfacher damals, glaube ich. 140 Sekunden jeder Mask. Was gibt es denn über Ida Neues? Achso, Twitter war die Nummer 1 App im US App Store die letzte Woche. Man kann jetzt überlegen... woran es lag. Es gibt wahrscheinlich drei, so einen perfekten Sturm aus drei Dingen, die zusammengekommen sind. Das eine ist sicherlich noch die Nachwirkung des Taylor Swift Fake-Porn, der auf Twitter passiert ist, weswegen alle Suchen nach Taylor Swift abgefangen wurden. Aber Fakt ist, dass Taylor Swift so populär wie sie ist, dass sicherlich Leute auf X gebracht hat. Und wir wissen ja, wie X die Nutzerzahl zählt. Hier geht es ja um App-Store-Downloads, aber Wenn du vorhin bei X Kunde willst und dann liest du aber irgendwie beim Hollywood Reporter oder TNZ, dass auf Twitter Taylor X nackt zu sehen war als Fake Phone, dann installierst du dir vielleicht die App. Dann gab es ein ähnliches Event mit Drake, dass von ihm entweder eine Sextape geleakt wurde oder ein Nacktbild. gelegt wurde oder es auch generiert wurde. Das sollte auch nochmal zuträglich gewesen sein. Natürlich ging auch das auf Twitter rum. Man kann jetzt einfach sagen, Twitter profitiert sehr von Übergriffen in die Privatsphäre anderer Menschen. Das dritte große Event war, dass der angebliche Journalist Tucker Carlson den russischen Präsidenten Putin als eigentlich einziger westlicher Journalist interviewt hat und das unter anderem auch auf X publiziert wurde. Also das sind die drei Treiber, warum X jetzt die Top-App war. Also nackige Taylor Swift oder Fake-Porn auf Kosten von Taylor Swift, Fake-Porn oder Nackt-Videos auf Kosten von Drake und russische Propaganda von einem ehemaligen Fox-News-Darsteller. der in meiner Macht peinliches Interview mit Putin gemacht hat, das halt mit Journalismus nichts zu tun hat, sondern hat letztlich Putin längere Monologe halten lassen über russische Geschichte und warum es rechtens ist, die Ukraine anzugreifen. Mit Journalismus hat es wenig zu tun. Es gibt ein gutes, wir packen es mal in die Shownotes oder ansonsten kommt es vielleicht auch in den Newsletter am Montag, ein gutes CNN-Video, wo eine CNN-Reporterin das irgendeine Art Faktencheck gemacht hat zu dem Interview und der Ankündigung des Interviews. Beginnt mit der Lüge, dass... die die westlichen Medien sich nicht für Putin interessiert und ihm keine Stimme geben. Darauf hat Christiane Amanpour, eine tatsächliche Journalistin bei CNN, geschrieben, dass sie natürlich quasi monatlich Interviewanfragen an den Kreml schicken und eben kein Interview bekommen. Also Putin lässt sich einfach nicht von westlichen Journalisten, von richtigen Journalisten interviewen, während Tucker, von dem er eben, ja der ist Trumpist und damit tendenziell russlandfreundlich, Und dementsprechend muss er da keine schwierigen Fragen erwarten und hat deswegen das wahrscheinlich als einziges Interview autorisiert. Bin gespannt, wie schlecht der David Sachs Bad Take wird. Der wird wahrscheinlich sagen, endlich sagt jemand die Wahrheit. Oder ob sie sich trauen zu sagen, dass es einfach mit Journalismus nichts zu tun hat. Natürlich hat Elon das auch gewürdigt. Und ich finde es schon problematisch, wenn du die gesamte westliche Medienwelt quasi als Propaganda bezeichnest und als Fake News oder als willfährige Mittäter irgendeiner politischen Agenda und gleichzeitig dann tatsächliche russische Propaganda auf deiner Plattform hochsitzt. Ich kann sagen, das ist eben deine Definition von Free Speech, aber erst... Also quasi die breite Medienlandschaft als Propaganda zu verurteilen und dann selber Propaganda zu hosten, finde ich sehr, sehr bedenklich. Und es gab wenige Zeiten in der Vergangenheit, wo das gut gegangen ist am Ende. Meinst du, die Plattformen machen irgendwas in den kommenden Monaten, Jahren, wenn so Content hochfährt? Also die Plattformen in der Hinsicht, Apple könnte ja was machen, auch YouTube könnte irgendwas machen. Ich habe prinzipiell kein Problem damit, wenn jemand wie Tucker Carlson Putin interviewt. Aber ich glaube, was wichtig ist, dass man das in den Kontext setzt und dass man erklärt, dass nicht mal sein Heimatsender ihn als Journalist bezeichnet hat, sondern, das sieht man im CNN-Video auch, dass in dem Gerichtsverfahren selbst Fox News gesagt hat, dass es sich bei ihm um jemand handelt, der Fakten missachtet und wo es hauptsächlich um Meinung und Unterhaltung geht. Und auch der Kontext, dass er nicht der Einzige ist, der sich für Putin interessiert, sondern dass Putin die westliche Presse komplett boykottiert, weil er keine komplizierten Fragen gestellt haben will und dass er sich quasi ein useful idiot, einen nützlichen Idioten dahin bestellt hat, der ihnen reden lassen wird und von denen keine schwierigen Fragen zu erwarten sind und wo es bestimmten Schneiderecht und Editierrecht am Ende gab. Ich glaube, das gehört dazu. Und wie gesagt, ich... als für sehr problematisch, wenn jemand seine Plattform dafür nutzt, einerseits Medien zu diskreditieren und dann gleichzeitig sowas, was mit Journalismus nichts zu tun hat, zu distribuieren. Und wo wir gerade bei Plattformnutzen sind, das andere, was Elon Musk diese Woche gemacht hat, ist, es gab, also er hat angekündigt, dass Twitter oder X jetzt Free Speech Cases fanden wird, also Gerichtsprozesse, wo Leute ihre freie Rede verteidigen wollen. Das würde X finanzieren und beginnen tut das mit einem Gerichtsverfahren, das Gina Carano, das ist eine der Stars aus The Mandalorian von Disney, aus der Star Wars Saga, die hatte sich auf Twitter verabschiedet. Sie hat die Behandlung, die Republikaner gerade in den USA erfahren, mit dem Holocaust verglichen. Das ist in den USA alles unter Meinungsfreiheit gedeckt und trotzdem hat Disney gesagt, wir sehen unsere Werte nicht von ihr vertreten und wir wollen solche Leute nicht weiter beschäftigen und haben mir das klar gemacht. Was ihr gutes Recht ist als Unternehmen, dass sie sagen, dass wenn Leute den Holocaust vielleicht nicht leugnen, aber verherrlichen, oder verherrlichen ist das falsche Wort, wie sagt man?
Verharmlosen.
Das ist das richtige Wort, wenn du es... Verharmlosen. Wie ist denn das richtige Wort dafür, wenn du was... Verharmlosen. Fällt das Wort nicht ein. Wenn du eine leichtere Formulierung nutzt, als wie schlimm es wirklich war, wie sagt man den Holocaust? Gut reden. Gut reden. Naja, verherrlichen ist vielleicht hart gesagt, aber das sind halt nicht zwei Dinge. Das sind nicht die gleichen Dinge und das ist auch nicht vergleichbar. Mir fällt das richtige Wort nicht ein. Und wie gesagt, Disney hat gesagt, wir möchten damit nicht arbeiten und Elon Musk Mit dem Geld der X-Investoren, also seinen Co-Investoren, wird er jetzt den Prozess gegen Disney finanzieren, den sie anstrebt. Und das zeigt man auch wieder mal, dass er einfach Firmengelder veruntreut, um seine Privatfehler mit Disney auszufechten. Jetzt kann man sagen, Disney hat bei X quasi seine Werbegelder gecancelt. Und deswegen hat X auch ein Interesse daran, aber Das ist schon ein sehr untypisches Verhalten für ein Unternehmen. das so auszutragen. Und ich glaube, am Ende steht dahinter eine Privatfehler, was sich auch gezeigt hat, als er die Disney-App von den Teslas runtergeschmissen hat. Spätestens da muss einem klar sein, dass er keinerlei Trennung zwischen den Unternehmen und Themen hat. Und damit hat er auch genug Platz in der heutigen Episode eingenommen, würde ich sagen. Aber wenn euch ein wokes Unternehmen freie Rede verbietet, dann wird X euren Prozess finanzieren gern. Ansonsten hat Disney für ein wokees Unternehmen ja ganz gute Zahlen abgeliefert eigentlich, muss man sagen. Also go woke, go broke scheint erstmal noch nicht so wahr zu sein. Beziehungsweise scheint das Gegenteil auch nicht den Beweis antreten zu können. Also dass Tesla als nicht wokees Unternehmen jetzt besonders gut läuft, kann man gerade auch nicht sagen. Das war's. Schaffen wir es ins Guinness Buch der Rekorde mit dem Podcast, wo ein Host die Brille am längsten angehabt hat? Vielleicht. Hast du noch Batterie überhaupt? Wie viele Batteriepacks hast du da zusammengestöpselt? Ein Batteriepack, aber das ist mit Strom angeschlossen. Ich würde jetzt die nächste Folge wieder ohne Brille machen. Also es war eine ganz witzige Sache. Ich glaube, der Podcast wurde jetzt nicht wesentlich besser. Ich habe gedacht, ich muss es ausprobieren, ähnlich wie eine GPT irgendwie kurz zu entwickeln. Ich sehe schon, dass das die Zukunft ist. Also du kannst besser in kleineren Räumen arbeiten. Du musst dich um deine Umwelt weniger kümmern und alles. Ich weiß nicht, ob das die Zukunft ist, in der ich leben möchte. Also zu Hause glaube ich eher nicht. Und in der Öffentlichkeit würde ich das auch nicht tragen. Aber zum Arbeiten kann man das schon machen. Also ich wäre enttäuscht, wenn Jan dir das auf dem Titelbild der Episode nicht aufsetzt, das Ding. Und ansonsten würde ich überlegen, wäre das ein Videopodcast? Wäre es ganz lustig, wenn du es immer anhättest, wenn du so eine Art Thiago-Podcast host wärst und man immer rätseln muss, wie das Gesicht dahinter aussieht? Aber das ist ja jetzt zu spät. In so vielen öffentlichen Sachen bin ich gar nicht mehr zu sehen. Von daher könnte das schon. Also ich habe das Gefühl, das lenkt dich im Moment noch ein bisschen zu sehr ab. Ansonsten könntest du auch gerne mal aufsetzen. Ich glaube, nächstes Mal breche ich nicht fünf Minuten in Lachen auf, wenn ich dich sehe. Ich kann dich fast wieder ernst nehmen inzwischen. Aber du hast noch so ein bisschen Orientierungsprobleme, habe ich das Gefühl. Ja, also das Setup, man muss sich schon noch wirklich dran gewöhnen. Die Brille ist auch nicht 100% auf mich eingestellt mit den ganzen Bewegungen und so. Irgendwann wird das innovativ. Es wird auch besser, wenn der Computer nicht angeschlossen ist. Aktuell kriege ich manchmal so eine Warnung, ich bin zu nah an dem Objekt. Man möchte nicht, dass ich oder die Brille kaputt geht. Ich weiß nicht, was Apple wichtiger ist. Aber ist schon cool. Vielen Dank gehen raus an Lasse von AppMotion, der das Ding hier importiert hat und mir ausgeliehen hat. Wer jetzt schauen möchte und irgendwas für die App bauen möchte, kann sich da gerne melden. Als Dank setze ich mal den Link in die Show Notes. Und wir hören uns wieder am Mittwoch. Bis dahin. Habt ein schönes Wochenende. Ciao, ciao. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Glöckner und Philipp Glöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.