Doppelgänger Folge #339 vom 26. März 2024

Temu Umsatz | Groq vs Grok | DMA | Spotify Learning Angebot | Apple x Baidu | HomeToGo Earnings

Pip hatte eine Erleuchtung in einer schlaflosen Nacht bzgl. Temu. Was war die Idee hinter DMA. Spotify stellt Learning Angebot vor. Wieso machen wir den Podcast nicht hinter eine Paywall.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:


(00:00:00) DMA

(00:09:30) Shein Popup

(00:11:55) Temu

(00:28:20) Spotify 

(00:35:20) Podcast Business 

(00:44:30) Groq 

(00:47:55) WeWork

(00:56:00) Apple Baidu

(01:02:15) HomeToGo


Shownotes:

Thomas Höppner: LinkedIn

Spotify Education: Techloy

Jonathan Ross: LinkedIn

Adam Neumann: FT

Cathie Holz Bitcoin: Markets Insider

Apple Baidu AI: SCMP


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 339 am 27. März 2024. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner. In der letzten Folge haben wir kurz über den Digital Market Act gesprochen. Nun ist es offiziell. Wie sieht es aus? Was macht die Europäische Kommission mit den großen Tech-Firmen?
Ja, wir wussten ja, dass sie nach Apple und Google hinterher steigen. Und jetzt gibt es eine Pressemitteilung, kann man sagen. Da sagen sie so ein bisschen konkret, was sie den einzelnen Firmen vom 25. März ist. Das heißt, Dass sie den Vorgaben nicht nachkommen. Das Spannende ist, der Sinn dieses, kann man vielleicht auch nochmal erklären, der Sinn dieses Digital Market Acts war ja, dass man, dass Regulierung eigentlich der Technologie nicht hinterherkommt. Das sieht man, dass die Probleme, die sich aus der Suchmaschinenwelt ergeben haben, die Google-Verfahren 10, 12 Jahre laufen. Die sind seit 2011, glaube ich, anhängig und immer noch nicht zu Ende. Oder 2013, nage mich nicht fest. Aber das Ziel des DMA und DSA, Digital Market Act, Digital Services Act, war quasi eine ex ante Regulierung zu schaffen, die sozusagen gewisse Sachen per se untersagt und wenn man dagegen verstoßt, gibt es kein Wettbewerbsverfahren, sondern ist man quasi gesetzesbrüchig. Und dementsprechend schnell könnte man dann regulierend eingreifen. Und das beweist die Kommission jetzt eigentlich, dass genau das passiert. Und sie werfen so konkret Alphabet und Apple vor die sogenannten Steering Rules im App Store. Mit Steering meint man, dass man den... App-Developern, den Entwicklern der App-Produkte untersagt, Nutzer aus dem App-Universum sozusagen rauszusteuern, zum Beispiel um Payments zu machen. Das ist das Verfahren, was Sie hier mehrmals geschildert haben oder das Vorgehen. Das wird konkret bemängelt. Dann Alphabets, Measures to Prevent Self-Preferencing, also Sie... Und diese Unternehmen haben ja alle ein paar Sachen gemacht, um so eine Pseudocompliance, würde ich es jetzt nennen. Also sie haben pro forma versucht, eine gewisse Compliance, also Übereinstimmung mit dem Gesetz hinzubekommen. Aber die EU-Kommission stellt eben fest, dass das nicht ausreichend ist oder dass sie das untersuchen wird, ob das ausreichend ist. Und das machst du nur, wenn du Zweifel daran hast, dass es ausreichend ist. Du untersuchst nicht, um festzustellen, dass das alles okay so ist. Natürlich. Das heißt, dass... die Anpassung, die Google gemacht hat, zum Beispiel, dass man nicht mehr direkt in Maps kommt und so, scheinen der Kommission nicht auszureichen. Also da wird man weiter reinschauen. Es geht dabei um Shopping, Google Flights, Google Hotels und so weiter. Sollte gut bekannt sein inzwischen. Dann Apples Compliance with User Choice Obligations. Das ist, du kannst dein, also der Auffassung der Kommission zufolge, ist es nach wie vor nicht einfach genug oder verständlich, transparent Dass du einfach deinen Browser und andere Standard-Apps wählen kannst, auch Dinge deinstallieren kannst von deinem iPhone. Das heißt, da gibt es immer noch, also die Auffassung oder die Investigation wird untersuchen, ob es da jetzt tatsächlich freie Wahl gibt für Nutzer oder ob das immer noch beschränkt ist eigentlich. Dann Meta hat ja dieses, das hat man vielleicht mitbekommen, dass man so eine Prompt bekommen hat. Möchtest du jetzt ab jetzt 5,99 im Monat zahlen oder keine Ahnung, was das gekostet hat, 8,99, whatever. Oder kriegen wir all deine Daten. Und auch da mangelt es der Kommission an Wahlfreiheit. Also du hast dieses Frist- oder Stirbsystem, du kannst es entweder bezahlen, Oder wir tauschen deine Daten unter all unseren Plattformen, WhatsApp, Facebook, Instagram, Threads aus, dass es nicht was gewolltes unter diesem Digital Markets Act, dass man innerhalb mehrerer Plattformen einfach die User-Daten so hin und her schieben kann. Das heißt, das war ein Versuch von Meta, dem nachzukommen, aber die Kommission sieht das nicht als ausreichend an oder möchte das untersuchen. Und dann kündigen sie nicht ganz so konkret, aber gewisse Zweifel an, dass sie weiterhin untersuchen, ob Amazon sich gegebenenfalls selbst bevorteiligt, wenn sie ihre eigenen Brands, die Amazon Basics und so weiter, im eigenen Store anbieten. Und die neue Gebührenstruktur von Apple im App Store, das ist das, was wir mal erklärt haben, so ein bisschen diese alternative App Store Gebührenstruktur, die am Ende dazu führt, dass du im Zweifel mehr zahlst und in manchen Fällen, aber in wenigen Fällen deutlich besser rauskommst. Ob das nicht auch Pseudo-Compliance oder Malicious Compliance ist, das wird auch... Also darauf weisen sie hin, das ist jetzt noch keine offizielle Investigation, wenn ich es verstanden habe. Aber das sind die Sachen, wo man jetzt ganz konkret vorgehen wird. Ich würde es jetzt nicht zwangsläufig als erschöpfend ansehen. Also du kümmerst dich natürlich um die größten Fische zuerst, würde ich vermuten. kann immer nochmal sein, dass sie sich vielleicht ein Booking anschauen oder andere Sachen auffallen. Wer fehlt jetzt hier? Microsoft zum Beispiel könnte natürlich auch noch irgendwo betroffen sein. Aber es geht ja vor allen Dingen um große Unternehmen, um Gatekeeper und da natürlich auch die, die den Markt am meisten oder zu den größten Marktverwerfungen führen und das sind sicherlich hier die genannten. Und Da schaut man jetzt rein und die Geschwindigkeit ist natürlich nicht Geschwindigkeit im Vergleich, wie Regulierung bis vorher funktioniert hat. Also dass du ewige Untersuchungen hast erstmal im Markt, dass du die Beteiligten befragst. Wie findet ihr das eigentlich? Fühlt ihr euch benachteiligt? Habt ihr Daten dafür? Sammelt Daten über Jahre? Dann gibt man irgendeine Opinion ab, dass das so sein könnte. Dann kommt es irgendwann zu einer Entscheidung. Die wird natürlich dann sofort angefochten von den Big Techs und so weiter. Das, was eine Dekade lang Verfahren geführt hat teilweise, das scheint hier deutlich schneller zu gehen. Und ich kann mir vorstellen, dass man diese Untersuchung innerhalb von... wenigen Wochen, vielleicht einigen Monaten abschließen kann, dann könnte es schon die nächsten Strafen hageln. Gleichzeitig wissen wir auch, dass diese Strafen in der Regel, es geht immer um maximal 10% des globalen Umsatz, glaube ich, aber Wir wissen auch, dass diese Strafen immer nicht ausreichend groß waren, um irgendjemand davon abzustrafen oder abzuhalten, diesen also weiterhin vertragsbrüchig oder gerechtsbrüchig zu agieren oder wettbewerbsschädlich. Bestes Beispiel finde ich ja, dass du sozusagen Apple gerade beauftragst, dass sie Wahlmöglichkeiten bei den Suchmaschinen jetzt anbieten müssen und bei den Browsern auf ihren Endgeräten und gleichzeitig unterschreiben sie exklusiv eine Deal mit Google für die eingebaute AI, was ja wieder... Also, weißt du, du wirst gerade verdonnert, mehr oder weniger, den Leuten Choice zu geben bei den Suchmaschinen. Ja, auf unserem iPhone wird es exklusiv Google Gemini AI, sofern das tatsächlich so kommt, geben. Und das zeigt ja, dass die einfach keinen Fick geben, was die EU macht, weil die Strafen immer noch nicht abschreckend sind. Das war schon immer so, leider. Das wird vorerst auch so bleiben, bevor es mal zweistellige Milliardenstrafen gibt. glaube ich, oder man effektiv auch das Verhalten wirklich untersagt, was gar nicht so einfach ist, das effektiv zu regulieren.
Was wäre denn ein Strafmaß, was gerechtfertigt wäre? Zwei Jahresumsätze?
Also wie gesagt, die rechtliche Regel ist glaube ich, dass du bis zu 10% des globalen Umsatzes einziehen kannst. Das wäre natürlich, die sind ja alle irgendwie im 200 Milliarden Bereich oder so beim Umsatz oder drüber. Das heißt, das können 20 Milliarden dann sein vielleicht. Aber so weit wird ja nie gegriffen in der Regel. Aber die einfache Regel ist, dass die Kosten des Abuses müssen größer sein als die Profite aus dem Abuse, also was der Marktmacht missbraucht. Wenn du 100 Milliarden damit machst und zahlst dafür 2,4 Milliarden, ja, würde ich mich auch nicht, es gibt ja diese schöne Analogie, die ich ganz passend finde, die Scott Galloway immer sagt, wenn die Parkuhr 5 Euro kostet und das Parkticket 25 Cent, ja, wer würde noch ein Parkticket ziehen? Wer würde noch die Parkuhr nutzen, sondern du würdest dir halt das Ticket nehmen und Das ist ein vollkommen korrektes Bild in diesem Fall. Durch die Bevorzugung bei Shopping, Flights und so weiter, würde ich davon ausgehen, dass es zu mindestens achtstelligen, Entschuldigung, was ist denn das, also zweistelligen Milliarden Gewinn kommen bei Google. Und wenn du dann irgendwie mal zwei Milliarden in der EU zahlst und ein bisschen in Indien und ein bisschen in Brasilien oder so, Klammerst du weiter und baust es aus. Wie gesagt, es ist ja nicht nur, dass es nicht eingestellt wird, sondern es betrifft dann ja immer mehr Bereiche. Aber ich glaube, wir haben das auch ausreichend schon in anderen Sendungen erklärt. Von daher ist es aber schön zu sehen, dass da relativ schnell gehandelt wird.
Ich habe gestern eine Nachricht bekommen, das wäre ein Thema für den Podcast. Link zu einem LinkedIn-Post. Shein Pop-Up Store in Hamburg. Erfolgreiches Konzept. Es werden super viele junge Leute dort. Schlangen würden dastehen und alles. Dann habe ich kurz auf Google geschaut. Shein Pop-Up Store Hamburg. Wollte mir ein paar Videos anschauen. Man musste direkt an den Digital Market Act denken, weil keins von den Videos, das angezeigt wurde, war von YouTube, alles auf TikTok. Ist das ein Grund oder ist es einfach, weil die Videos relevanter sind oder zeitlich begrenzt sind auf YouTube? Ich hätte jetzt erwartet, ich sehe jetzt irgendwie ein Influencer-Video auf YouTube, aber da ist in der Videosuche nichts drin zu finden.
Du hast bei Google gesucht?
Ja, gehen wir mal Google... Shein Pop-Up Store Hamburg suchen.
Also erstmal kommt gar keine Video-One-Box. Warum auch, wenn man den Traffic gar nicht zu YouTube schieben kann? Ja, ist erstaunlich gut gemischt. Ich glaube, es fehlt YouTube einfach an Inventar oder an Videos. Also ich habe es mal ohne Hamburg eingegeben, dann findest du schon auch YouTube. Aber ich glaube dir, dass bei Hamburg du nur TikTok hast. Ich glaube eher, dass es an Inventar mangelt. Also an Videos. Ja, ich glaube, in Berlin gab es sowas. Ich habe immer so Kulturplakatierungen, also wenn so die Stromkästen und so vollgeklebt werden, gesehen. Ich glaube, 2023 gab es schon mal einen in Berlin, in Barcelona glaube ich auch. Das ist natürlich vor allem, glaube ich, gutes Marketing von Shein. Also das ist quasi eine kostenlose Werbefläche für Leute, die du aus irgendeinem Grund nicht, also hauptsächlich gibt Shein sein Geld bei Facebook ab. Auch bei Google natürlich. Eventuell bei ein paar Mobile-App-Networks oder Retargeting-Anbietern. Aber sagen wir, es gibt aus irgendeinem Grund Leute, die hinterm Stein leben oder wirklich keine Social Networks benutzen. Die erreichst du ja eigentlich nicht. Ich glaube nicht, dass du bestehenden KI-Nutzern jetzt nochmal deutlich mehr Geld aus der Tasche ziehst, weil die die Dinger anprobieren können in einem Schutzstore oder da durchlaufen können, aber... Vielleicht erreichst du einfach nochmal andere Leute oder du verleihst der Marke, du wertest die Marke so ein bisschen auf. Wenn du dich bisher gefragt hast, was ist das für ein komischer China-Schrott, das ist so billig und jetzt kannst du das mal anfassen und die haben eine Store irgendwie in besten Lagen. Das wertet die Brand, glaube ich, auch so ein bisschen auf und gibt denen so Real-World-Credibility. Apropos Credibility. Ich habe nach unserer letzten Folge nachts noch wachgelegen und über Temo nachgedacht, weil mich lässt das nicht schlafen. Wir haben ja darüber geredet, dass diese Umsatzzahlen, also es ging ja unter anderem darum, ob die jetzt so groß wie Amazon sind, wie Italien oder wie Amazon und Walmart zusammen sind. weil man davon ausgeht, dass die Take Rate irgendwie einstellige Prozentzahlen sind und die Umsätze aber schon bei 35 Milliarden liegen. Und dann wurde es, glaube ich, so hochgerechnet mit verschiedenen Take Rates, auf wie groß denn der tatsächliche Umsatz war. Ich glaube, das ist vollkommen falsch, so ranzugehen. Ich glaube, dass PinduDu einen Trick macht, um den Umsatz über das Balance-Sheet rüber, oder über die P&L rüber zu ziehen. Das passt auch viel besser zu den Marketing-Ausgaben, ehrlich gesagt. Und lustigerweise hat am nächsten Tag dann ein User auch nochmal so ein Schaubild auf Discord gepostet, wo man das auch so ein bisschen sieht. Ich glaube, was sie machen, also erst dachte ich, Sie ziehen das für so eine juristische Sekunde ins eigene Lager. Also dass du sagst, wir kaufen das in dem Moment, wo wir es verkaufen, kaufen wir es eine Sekunde vorher vom Händler an. Aber selbst dann hättest du immer so ein bisschen Inventory, glaube ich. Das ist schwer, das so zu machen, dass du niemals Inventory, also Lagerhaltung hast. Was du aber machen kannst, ist wahrscheinlich, dass du es auf Kommissionen verkaufst. Wenn du sagst, wir bauen Lager. Alles, was da drin ist, gehört noch den Händlern. Und in dem Moment, wo wir es verkaufen, realisieren wir 100% des Umsatzes. Aber wir haben auch Cost of Goods, wir haben Einkaufskosten. Weil wir haben uns ja auch gefragt, warum die Cost of Revenues so steigen. Und es gibt nur zwei Gründe, dass sie entweder Marketingkosten da drin verstecken, also Demandgenerierung. Oder dass sie eben doch die Sachen selber ankaufen und verkaufen. Und was ich glaube, was sie machen ist, und was komisch ist, komplett abweicht von der, also sowohl von dem Narrativ, was die Analysten aus China erzählen, als auch von dem, was die FT oder Dan McCrum erzählt. Aber meiner Meinung nach viel schlüssiger ist, ist, dass der Umsatz tatsächlich Innen- und Außenumsatz ist. Diese 35 Milliarden, die sie im letzten Jahr gemacht haben. Das heißt, Take Rate ist alles egal, sondern es läuft, sie nehmen quasi eine Provision.
Aber wo siehst du die Provision? Wenn du sagst Innenumsatz, gleich Außenumsatz?
Das ist am Ende die Differenz zwischen Cost of Revenues und den Revenues, würde ich sagen. Also sagen sie, sie verkaufen jetzt irgendwie den Radiowecker, der Sterne an den Deckel strahlt für 5,50 Euro und an den Endnutzer In dem Moment haben sie aber schon eine Vereinbarung getroffen mit dem Produzenten, dass sie es entweder für 5 Euro ankaufen oder für 5,25 Euro oder dass sie generell bereit sind bis zu 4 Euro zu zahlen und die Preisgestaltung machen sie angeblich selber. Ich glaube, das sieht man in dem Schaubild auch. Der Hersteller macht, also in diesem Schaubild ist das so angegeben, dass der Hersteller macht Temu ein Angebot und Temu setzt den Preis fest und verkauft es dafür. Und daraus entsteht halt die Marge. Das heißt, es gibt gar keine festgelegte Take-Rate. Was auch sehr gut erklärt, warum man nirgendwo die Take-Rate findet. Sondern nur diese uralte von 0,5%, die mal am Anfang, glaube ich, so ein bisschen promotional war. Und es passt auch so viel besser zu den Zahlen. Es gibt ja eine Zahl, die wir kennen, nämlich, dass die US-Post ungefähr eine Million Pakete täglich verkauft. nur von Temu eine Million Pakete täglich verarbeitet. Das klingt unheimlich viel, aber machen wir mal die Mathe. Die kannst du auf dem Rücken von einem Buchumschlag machen. Entschuldigung, Briefumschlag. Also, wir haben eine Million Pakete am Tag. Wir haben, sind wir mal gnädig, 300 Werktage. Also, ich rechne jetzt mit sechs Werktagen. Ich rechne so konservativ oder so positiv wie möglich. Sechs Werktage sind 300 Tage am Tag. So, da haben wir logischerweise 300 Millionen Pakete. So, jetzt gehen wir an das absolut oberste Ende des Average Order Value, den ich mir vorstellen kann. Ich glaube, sie sind eher zwischen 30 und 40. Aber wir nehmen mal 50, nur um sicher zu sein. So, dann haben wir 15 Milliarden Umsatz mit US. Und wir wissen, dass US 60% des Umsatzes ausmacht. Das ist auch eine öffentliche Zahl. Oder zumindest die, die kursiert ist. So, das heißt, wenn jetzt 15 Milliarden 60% werden... dann sind wir irgendwie bei 22 oder so geschätzt. Whatever, wir nehmen ja 22. Ne, wir rechnen es richtig. Also, wir haben eine Million Pakete mal 300 Tage mal 50 Dollar und das rechnen wir durch 60 mal 100. Genau, sind wir bei 25 Milliarden Umsatz. Und der Gesamtumsatz von Pinduoduo letztes Jahr waren 34 Milliarden. Und dann können wir sagen, das ist genau das China-Geschäft, was sie haben, plus diese 25 Milliarden. Und das heißt, dass das eben nicht hier nur sozusagen Transaction Services, Online Marketing Service und sowas ist, sondern das einfach, vielleicht gibt es Händler, wo sie auf Kommission verkaufen und andere, wo sie es irgendwie im Auftrag verkaufen, was weiß ich. Und deswegen haben sie, also vielleicht ist es irgendwie ein gemischtes Modell, aber das eine Modell wächst ja auch nur ganz langsam. Also die Transaction Services wachsen ganz schnell, vor allen Dingen. Und ich glaube, dass sie es entweder für eine Sekunde ankaufen oder dass sie es auf Kommissionen verkaufen und dadurch den Eindruck erwecken, dass sie viel mehr Umsatz, also dass es noch ein GMV über dem Umsatz gibt. Und ich kann total falsch liegen, natürlich, also keiner weiß es, aber dass du diesen Umsatz noch mit irgendwas multiplizieren kannst, um dann auf eine noch viel größere Umsatzzahl zu kommen, die irgendwie mit Amazon konkurrieren kann, da würde ich inzwischen dagegen betten. Das passt auch nicht, wenn du es mit den Paketen durchrechnest. Die USA sind ein Großteil des Umsatzes, das ist relativ klar. Die Anzahl der Pakete kann berichtet werden. Dass das in dem Paket nicht 100 Dollar sind im Schnitt, ist auch... Wenn man überlegt, wie billig der Schrott ist. Das heißt, wenn du diese Triangulierung machst oder Triangulation, dann ist es glaube ich so, dass das einfach ihr Außenumsatz ist, den sie reporten als Revenue und da schreiben sie ja Transaction Services ran. Aber eigentlich ist mein Gefühl, ist es ein Absatz, den sie selber machen. Was auch ein bisschen dafür spricht, dass die Händler die Ware anliefern und dort einlagern bei ihnen im Lager und es ihnen so lange selbst gehört. Also die Frage ist nämlich, würden sie selber handeln? Dann hätten sie ja normalerweise Inventories. Das ist aber definitiv nicht so. Wenn du in die Bilanz schaust, siehst du kein Inventar. Die haben keinen Bleistift im Lager, wenn du möchtest. Deswegen bleibt nur die Möglichkeit. Deswegen hätte man bisher davon ausgehen können, sie kriegen nur eine Provision. Weil wenn sie gar kein Inventar haben, dann muss sie ja beauftragt werden. Aber es ist glaube ich so, dass sie es irgendwie so einen Trick machen, dass sie es entweder für eine rechnerische Sekunde besitzen nur oder dass sie es in Kommissionen verkaufen. Dann hast du nämlich selber kein Inventar, weil dir ja nicht gehört, was die Händler bei dir rumliegen haben. Aber du kannst es quasi 100% der Umsätze, vielleicht machen sie es auch nur mit einem Teil der Umsätze so. Dann ist es vielleicht noch ein bisschen höher, das GMV. Aber was ich nicht glaube, ist, dass GMV 10 mal höher, 20 mal, 50 mal höher ist, diese Rechnung, die man macht. Und dafür ist es dann tatsächlich unheimlich schlecht recherchiert. Also sollte ich recht haben, was nicht gegeben ist. Ich kann mich natürlich mindestens so wahrscheinlich, dass ich mich irre, wie das die Financial Times und alle die Analysten, die da zu Wort kamen, sich irren. Aber mein Gefühl ist, dass diese Rechnung, das wäre annähernd so groß wie Amazon, Amazon plus Walmart oder die italienische Wirtschaft, halte ich inzwischen für kompletten Unfug. Und das passt ja auch viel besser zu den Marketingausgaben, weil dann hast du nämlich, wir haben hier jetzt 35 Milliarden Umsatz und dann sind die Marketingausgaben halt 11,5 Milliarden, das ist immer noch viel, das ist eine Marketingquote weit über 30 immer noch. Das passt aber viel mehr zu dem Bild, was man sieht, weil würden wir jetzt sagen, die Take Rate wäre 10%, was viel höher ist, als man angeblich glaubt. dann hätten wir ja 350 Millionen Umsatz und dann wäre die Marketingquote nur 3%. Und so wie die reindrücken in den Markt, haben die natürlich niemals eine Marketingquote von 3%, sondern 30% passt viel besser. So, das heißt, dieser ganze Temu-Hype ist komplett übertrieben, glaube ich. Natürlich. setzen die viel ab. Und natürlich drückt das auf die Dollar Generals und die ganzen Euro-Shops und so. 100%. Aber es ist eine Firma, die einfach nur 35 Millionen Außenumsatz macht, glaube ich, ehrlich gesagt. Oder vielleicht gibt es ein kleines Segment, wo sie noch mit GMV arbeiten. Aber ich sehe das ehrlich gesagt nicht. Und abgesehen davon, wie gesagt, in den USA stagniert es. Ich glaube, sie wachsen nur noch durch Internationalisierung. Und am Ende wird Shein und Temu das gleiche Schicksal. Nicht so schnell, sie sind viel, viel besser operativ als Wish damals, aber ich glaube, das Schicksal und zweifelsohne bauen die was auf, was ein Teil der Menschheit haben möchte. Und Shein ist, da bin ich mir auch relativ sicher, gerade das profitabelste Fashion E-Commerce Unternehmen der Welt. Also Shein macht relativ gesehen mehr Profit als Zalando, About You, irgendwer anders. Es gibt niemanden, der, oder ich weiß nicht, ob irgendjemand gerade mehr als 10% macht, aber ich glaube, Shein ist vergleichsweise sehr profitabel und kann noch profitabler werden. Da bin ich mir auch relativ sicher. Und vielleicht machen die, macht Shein 50, 100 Milliarden Umsatz und vielleicht macht Pinduoduo irgendwann nochmal 50 Milliarden Umsatz, aber dass sie weiter so wachsen oder dass sie einen Vielfachen dieses angeblichen Innenumsatzes als GMV haben, davon bin ich überhaupt nicht mehr überzeugt. Und ich habe mich viel selbst hinterfragt. Das Lustige ist, bis zum Launch von Temu gab es noch einen Posten der Merchandise Sales Seas. Und der ist, das ist auch so lustig, der lag mal bei 800 Millionen und ist abgeschrumpft auf 8 Millionen. Währenddessen sind die Transaction Services von 350 Millionen auf 1,3 Milliarden hochgegangen. Das heißt, die haben vielleicht einfach nur die Merchandise-Sales durch einen Twist im Business-Model, also das echte Wir-Verkaufen übers Lager, haben sie durch den Business-Model-Twist, indem sie Supplier nach Supplier, also Manufacturer nach Manufacturer umverhandelt haben auf »Hey, wir machen das, wir kaufen euch euren Scheiß nicht mehr ab, sondern ihr liefert den zu uns.« Ihr sagt uns den Preis und wir verkaufen es mit unserer Marge weiter. Das halte ich im Moment für die beste Erklärung für das, was sich in den Zahlen zeigt. Alles andere sind Narrative, die können wahr sein oder nicht. Und es gibt unheimlich viele Leute, die mehr Ahnung als ich von China und E-Commerce haben, in China vor allen Dingen. Aber nur aus den Zahlen ist das die viel logischere Erklärung, als dass es irgendeine Art GMV gibt, die um vierfachs größer wäre als der Umsatz.
Und wie hoch wäre nochmal der Unterschied zwischen von GMV, Temu und Pinduoduo? Also das eine wären 25 Millionen?
Milliarden. Meine Rechnung ist, die machen 25 Milliarden Umsatz. Und ich glaube, außerhalb der USA sind die Warenkörbe sogar... Also wie gesagt, ich glaube, die Warenkörbe sind so... Ich habe ja eben die bestmögliche Rechnung gemacht. Jetzt mache ich nochmal so ein Pip-Base-Case, realistisch. Also, wir sagen, die haben eine Million Pakete. Wir sagen, es gibt eigentlich nur 5 Tage, an denen die Post liefert vielleicht, oder im Schnitt eher. Dann sind wir bei nur noch 52 Millionen. Und wir sagen, das Paket ist eigentlich... Nur 30 Dollar schwer. Eine Million mal 250 mal 30, dann sind wir sogar bei siebeneinhalb Milliarden. Das wären 60 Prozent, dann bist du bei elf Milliarden oder so Umsatz. Und der Rest wäre China. Aber ich glaube, irgendwo dazwischen ist die Wahrheit. Aber mit der Paketanzahl kannst du die Umsätze, also mit einer Million Pakete am Tag machst du halt nicht so viele Umsätze. Das passt alles nicht zusammen. Aber ich verstehe auch nicht, wie man so schlecht recherchieren kann. Also entweder muss ich irgendwas brachiales übersehen haben, was gut sein kann, aber...
Das würde ja bedeuten, dass Temo in Amerika so viel Umsatz macht oder fast ein bisschen mehr GMV macht als Zalando Deutschland-Europa.
Ja, also ich meine, 25 Milliarden sind nicht nichts. Das ist H&M-Größe, muss man auch sagen. Oder so kurz vor Nike. Das ist, wie gesagt, nicht nichts, aber... Wenn man so hört.
Aber gut, aber es ist nicht Amazon und Walmart zusammen.
Amazon macht 200 Milliarden Umsatz. Und das ist wirklich Innenumsatz bei denen. Und bei denen ist das BMW wahrscheinlich eher 500, 600 Milliarden. So nach meinen Sekunden muss ich mal gucken, was hier meine letzten Berechnungen waren. Das ist natürlich auch immer alles nicht verlässlich. Aber ich meine auch Respekt. Also ich meine, dass die... Es soll jetzt kein rassistisches Narrativ sein, aber dass die Chinesen so ein bisschen cunning beim Zahlen machen. Es ist ja bekannt, dass einfach die Fraudquote größer ist und Accounting-Fraud größer ist. Aber den Eindruck zu erwecken, dass das so wäre und das GMV nie zu reporten, schafft natürlich schon so ein schönes Vakuum, in das dann irgendwelche Analysten irgendwas reininterpretieren können. So, Amazon GMV habe ich als... Ich denke, dass allein das Third-Party-GMV bei Amazon zwischen 500 und 600 Milliarden... Und ihr eigenes, das wäre ja dann das Online-Stores-Business. Nochmal weitere 230 Milliarden sind wir bei so 750, 800. Physical Stores können wir weglassen. Dann wäre Amazon halt 20 mal größer als Temu. Das halte ich auch für viel wahrscheinlicher. Timu ist in mehr Ländern, fairerweise kann man sagen. Aber wenn die Zahl stimmt, dass USA irgendwo zwischen 50% und 2 Drittel sind, das wollen sie ja wie gesagt verändern, und die Paketgröße nicht komplett anders ist und die Anzahl der Pakete, also wenn die Post nicht einfach 9 Millionen Pakete übersehen hat am Tag, dann ist es so einfach, wie ich gerade beschrieben habe. Du glaubst mir nicht, ne?
Ich finde es bemerkenswert, wie du da drauf gekommen bist.
Ja, weil es alles nicht passt. Deswegen konnte ich ja nicht schlafen.
Ja, aber die FT wird ja auch irgendwie, bevor sie da so eine Doku macht und das so rauswirft, sich mit 20, 100 Leuten darüber austauschen. Da muss doch irgendjemand auf die Idee kommen.
Ja, aber es passt doch alles nicht zusammen. Der Bernstein-Guy hat ja auch gesagt, das China-Geschäft macht 25 Milliarden positiven Cashflow. Das ist ja auch nicht in den Zahlen. Hä, Sekunde, wo soll das... Ja, das entspricht ja dem Umsatz. Also hat der Umsatz einen Cashflow für... Das kann auch nicht sein. Und wie gesagt, zumindest die GMV-Berechnung ist, also to be fair, wir haben das in der Vergangenheit genauso versucht hochzurechnen, dass wir gesagt haben, das hier sind die Marketing-Einnahmen sozusagen, die sie machen und dann muss der Umsatz viel größer sein. Aber wenn man ein paar Sachen zusammensteckt, passt das alles nicht mehr zusammen. Aber dann ist die Frage, woher haben die sich das Narrativ übernommen? Die hören jetzt auch nicht Doppelgänger oder Kassenzone. Ich muss mir das nochmal angucken, die Financial Times Doku. Aus der neuen Brille. Aber ich meine, so oder so haben sie recht, dass das Fischi riecht alles. Und ich meine, so oder so ist es trotzdem beeindruckend. Also, sofern sie das nicht auch frisiert haben... Wie man mit dem Modell dann noch 46% operative Marge machen kann, verstehe ich trotzdem nicht. Aber vor allen Dingen, wo ist das ganze Handling der Ware auch drin? Das verstehe ich auch noch nicht. Sie haben nur kleine Lager, also den Rest macht die Post. Aber du brauchst immer noch das kleine Lager. Ein General Admin ist eine Milliarde, nicht mal eine Milliarde im Jahr. Und das steigt auch nicht so schnell. Obwohl... Man muss mal gucken, welcher Posten steigt hier mit den Transaction Services am schnellsten an. Denn das ist keiner. Nur Cost of Revenues. Kann sein, dass Cost of Revenues ihr Einkauf und die Logistik sind. Wie gesagt, was ihr mir noch vorstellen könnt, ist, dass sie es mischen. Dass sie ein paar Sachen auf Kommission verkaufen und ein paar über das 4MV-Modell. Also über Provision. Aber naja, wir werden es irgendwann rausfinden. Aber Temo macht keinen 100 Milliarden Umsatz im 2023, darauf lege ich mich fest.
Notiert. Ich bin gespannt, wie das hier mit Temo weitergeht und wer da alles drüber philosophiert. Hast du bis jetzt schon mal was bestellt?
Ich hatte einmal was bestellt, das hatte ich glaube ich auch drüber berichtet und seitdem gibt es keinen Grund, da nochmal zu bestellen. Also was willst du da bestellen? Noch einen Avocado-Löffel oder Pflanzenbewässerungszylinder oder keine Ahnung.
Vor zwei Jahren haben wir über den Spotify Investor Day gesprochen. Kannst du dich noch an XYZ erinnern?
So lange ist das schon her? Ich hätte gedacht, das ist sechs Monate her.
Folge 152 Mitte Juni.
Also sie haben gesagt, Musik und Podcast und noch irgendwas ist ABC und es kommt XYZ, ne?
Genau, nach Musik, Podcast und Audiobooks kommt XYZ. Ich hatte es so ein bisschen verglichen mit Rebecca Newman damals. Da gab es gerade die WeCrash-Serie.
Die hat erklärt, nach WeWork gibt es auch WeFly, WeLive, WeBank und alles. Da kommt gerade die zweite Staffel raus übrigens von der WeWork, aber da kommen wir später noch drauf.
Und Spotify wollte tatsächlich den Average Revenue per User, also den schönen APU, vervierfachen. Und wir haben so ein bisschen überlegt, wie sie das wohl schaffen werden. Advertising und was es so für Verticals gibt. Das Offensichtliche war irgendwie Live-Events. Und so richtig habe ich das Gefühl, dass das noch nicht so richtig oder hat so richtig funktioniert. Jetzt gibt es News, Education. Der Markt scheint groß genug zu sein. E-Learning über 300 Milliarden. Und Spotify testet in der UK mit ein paar Partnern. Ist das das nächste große Business für Spotify?
Ja, das ist die Frage. Man muss das immer von dem Hintergrund sehen, dass Spotify quasi dieses Problem hat, dass sie nur 30% der Umsätze, also sogar weniger als 30%, weil erstmal Apple sozusagen seinen Share sich holt und dann bleiben ihnen 30% der Umsätze der Nutzer übrig, weil sie den Rest mit den Künstlern teilen, natürlich sinnvollerweise und zurecht. Und das Ziel ist natürlich ähnlich wie bei Podcasts, glaube ich. Ich glaube, es gibt zwei Ziele. Einerseits geht es wieder darum, dass du sagst, wir haben hier ein Produkt, das mehr als 30% Rohmarge heißt. Also wir kaufen den Education-Content vielleicht einmal ein oder machen ihn werbefinanziert. Und dann haben wir aber 100% oder 70% Rohmarge und nicht 30% davon. Das macht es natürlich spannend. Und ich kann mir vorstellen, dass es so ein bisschen andere Budgets, Budgettöpfe auch anzapft. Also dass man vielleicht versucht, dass der Arbeitgeber das mal bezahlt. Und dann zahlt er vielleicht gleich das Musikabo oder das Spotify Premium gleich noch mit dazu, was ganz lustig wäre, um mehr Premium-Abonnenten zu bekommen. Könnte ich mir vorstellen, dass man versucht, so ein bisschen in die Benefits-Ecke Damit zu gehen, dass Arbeitgeber dir sagen, hey, wenn du eh schon die ganze Zeit Musiker-Kopfhörer auf hast auf der Arbeit, dann lern doch wenigstens Häkeln dabei oder Python, eins von beiden. Das würde ich mir so vorstellen. Ich glaube, du kannst fast alles, was Spotify macht, so in dieses Narrativ. Wie schaffen wir mehr High-Gross-Margin-Bestandteile in diesem Gesamtprodukt Audio einordnen? Plus ein paar defensive Sachen gegen YouTube, gegen TikTok, die Videosachen und so. Das hat wahrscheinlich nochmal andere Gründe. Aber das kann ich mir vorstellen. Das ist der Grund. Aber ganz ehrlich, Education stand nicht auf meiner Bingo-Card für 2024 bei Spotify.
Nee, ich hätte es auch nicht erwartet. Aber sie argumentieren, dass die Leute, die Podcasts hören, sowieso lernen wollen. Und das würde aus den Zahlen herausgehen. Und man hat so ein bisschen das Gefühl, sie versuchen alles vorzubereiten, dass wenn sie gegen Apple und gegen Google vielleicht durch den Digital Markets Act irgendwie die Chance haben... nicht mehr diese 30% zahlen zu müssen, dass sie dann alles online buchbar machen können. Weil aktuell ist es so, dass du diese Kurse, also du kaufst wohl in der UK halt einen Kurs für meinetwegen 50 Pfund, aber du kannst es online buchen. nicht in der App buchen, sondern nur im Browser, wegen diesen Regeln, weil sie halt die Sachen nicht abgeben wollen. Und so richtig durchdacht ist das Produkt dann nicht, außer du hast es halt, wie du gesagt hast, machst wirklich dann Business Sales. Vielleicht, ja, muss man mal gucken, ob es da einen neuen Job Opening gibt, für Leute, die so Business Sales, wie heißt das, Benefits, ist das nicht Corporate Benefits?
Gute Idee das mit den Jobs, ja. Also, Ich finde es ganz spannend, was du sagst. Wo du, glaube ich, vollkommen recht hast, ist, niemand hält sich davon ab, jetzt gerade schon auf Spotify. Also als Podcaster kannst du Learning Podcasts schon kreieren. Die Episodenlogik lässt das ja eigentlich ganz gut. Du kannst das natürlich lässen in jede Episode und dann baust du das einfach nach. Und als Hörer oder Hörerin hält dich nichts davon ab, auf Spotify zu lernen. Das machen ja ganz viele schon. Und von daher ist die Frage, warum machst du das? Und dann bleibt eigentlich als einzige Erklärung, dass einfach das anders paketieren willst, dass es eben der Arbeitgeber zahlen kann zum Beispiel. Das ist natürlich viel schwerer. Eine Paywall könntest du als Podcast ja auch so schon einbauen. Aber das ist natürlich nochmal an... Es gibt so ein paar Sales-Rollen bei Spotify. Sales-Trainer vor allen Dingen. Aber das ist eher Ad-Sales. Nee, das passt nicht. Eine Sekunde. Ad-Sales, Ad-Sales. Podcast-Client-Partner-Joe-Rogan-Experience. Da muss man die Leute schon vorher vorwarnen. Nee, gibt's noch nicht. Naja, aber ich glaube ansonsten bräuchtest du, also warum haust du dieses Education-Label da drauf? Dass man sich aus Podcasts weiterbilden kann, das haben Leute auch so schon gecheckt.
Ja, nur Podcasts sind halt dann einfach nur die User-Zuschiebere für Spotify. Wenn Spotify wirklich so optimiert... auf Average Revenue Per User, dann werden ja in Zukunft kaum mehr Sachen gezeigt zum Hören, an denen sie nicht mitverdienen.
Wann kommt endlich bezahlter Porn auf Spotify?
Das hast du vor zwei Jahren auch schon gesagt.
Wirklich?
Das war deine Wette fürs X. Vielleicht nicht ganz ernst gemeint.
Ja, ich meine, das Beste wäre eigentlich, aber da kommen sie nicht an den Labels vorbei natürlich. Du kannst natürlich sagen, du machst Live-Konzerte und machst direkt ein Deal mit dem Künstler oder Künstlerin, gibst denen Geld und dann lässt du Leute live dafür bezahlen und könntest dadurch eventuell mehr einnehmen, als du dem Künstler zahlst. Aber da ist natürlich die bestehende Verwertungskette nicht besonders interessiert daran, das Business auch noch ans Spotify zu verlieren, könnte ich mir vorstellen. Genau, wo wir gerade bei Podcast sind, kam eine Frage von Hörer Pascal. Warum wird euer Podcast und viele andere Tech und so weiter Podcast immer noch komplett kostenfrei, ohne die aus den klassischen Nachrichtenkanälen bekannte Painwall oder Paywall angeboten? Der Rechercheaufwand für zwei wöchentliche Folgen muss doch auch relativ hoch sein. Das stimmt so nicht, das ist nur für einen von uns relativ hoch. Mir ist klar, dass ihr durch die Werbeeinspielung und Platzierung auf Spotify in gewisser Weise dafür entlohnt werdet, aber mich wundert es trotzdem, dass... So gut wie alle Podcasts weiterhin komplett frei zugänglich sind. Nicht, dass ich ein Pen von Paywalls wäre, aber ich verstehe den Ansatz nicht 100%. Vielleicht wollt ihr das mal thematisieren, wie das Business funktioniert. Also prinzipiell funktioniert es...
Darf ich auch beantworten?
Worauf?
Auf die Frage?
Sekunde, ich wollte es noch einordnen. Also, ich glaube, man kann sagen, also du bist der Experte, du machst ja die Vermarktung bei uns, der Podcastmarkt hat ein schweres Jahr, würde ich sagen, oder? Also hat er letztes Jahr ein schweres Jahr und dieses Jahr hat er ein ganz schweres Jahr. Und ich habe das Gefühl, dass die meisten Podcasts es so ein bisschen versuchen, mit Inflation auszugleichen. Also dass man sagt, ich mache jetzt dreimal so viel Werbung und die kostet die Hälfte. Und so steigert man dann vielleicht trotzdem netto noch die Umsetzung. Das ist so ein bisschen, was Google mit den Anzeigen macht. Wenn Google nicht wächst, dann werden aus vier Werbeanzeigen fünf Werbeanzeigen. Und das kannibalisiert sich ein bisschen und die CPCs sinken immer weiter. Aber netto kommt am Ende immer noch mehr Geld. Das habe ich das Gefühl, das passiert gerade in der Podcast-Branche. Stimmt das so? Gleich darfst du das alles antworten und noch einen Lob an Herrn Klöckner, weil wir haben schon 60% der Umsätze vom letzten Jahr im Kasten, wenn ich es richtig verstanden habe.
Ja, noch mehr. Ich habe dir noch nicht von allen erzählt.
Achso, okay. Also wir sind die Prodigy-Ausnahme. Es ist tatsächlich ein erstaunlich gutes Vermarktungsjahr, obwohl ich mir sehr sicher bin, dass der Gesamtmarkt schwierig aussieht.
Also ich glaube vor allem letztes Jahr war der Gesamtmarkt sehr, sehr schwierig. Da waren wir auch komplett gegen den Trend.
Da konntest du nur ein Auto kaufen?
Genau. Und eins, das windschnittig war. Und was in der Frage so ein bisschen falsch ist, wir bekommen von Spotify oder von irgendeinem von den Playern überhaupt kein Geld. Also das wird manchmal so ein bisschen interpretiert, dass wir dadurch irgendwie Werbeeinnahmen oder was bekommen. Das Geld, was wir als Podcaster verdienen, sind die Werbedeals, die wir machen oder eine Agentur an uns bringt. Und es gab so ein bisschen Experimente mit dem ganzen Paid-Podcast-Spiel. Also 2019, das war noch vor unserer Podcast-Zeit, hat Tim Ferriss das mal ausprobiert und wollte Werbung komplett streichen und nur noch von seinen Fans Subscription nehmen. Hat das dann aber wieder relativ schnell beendet und ist wieder auf das alte... auf das alte Spiel gegangen, also mit Werbung Geld zu verdienen. Er hat dazu auch einen Blogpost geschrieben und meinte so, hey, also das System ist nicht kaputt, ich werde es nicht ändern.
Ja, es gibt, glaube ich, noch einzelne Player, die es weiter, Ben Thompson macht es, Stray Shackery zieht es, glaube ich, weiter durch. Und es gibt ein paar Formate, die so das Hybrid-Modell machen. Du kriegst eine verkürzte Version oder es gibt entweder extra Formate oder längere Varianten, wenn man Pionier zum Beispiel als Beispiel. Also es gibt schon ein paar Paywall-Konzepte. Ich glaube, wir haben für uns auch irgendwann beschlossen, dass Ego-Sendungsbewusstsein und so viel wichtiger ist, also mehr Leute zu erreichen. Tatsächlich wollen wir eigentlich, dass die die Zugangsschwelle so niedrig wie möglich ist, dass jeder sich das leisten kann und hört. Und deswegen lassen wir es eher über Werbung finanzieren, als auf Reichweite zu verzichten und zu sagen, es gibt durchaus Leute, die dafür zahlen. Was ich immer überlegt habe, ob wir mal ein Premium-Abo machen, was einfach nichts mehr bietet. So für Leute, die unbedingt zahlen wollen. Gib mal Feedback auf Discord, ob das entspannt ist. Weil dann machen wir irgendwie ein Patreon. Ach nee, da gibt man so viel Geld ab. Was ist das einfachste Geld einzusammeln, wo man nur irgendwie anderthalb Prozent Take Rate hat oder so? Achso, dein Podcast, ach ne, den gibt es nicht mehr. Ja, dann machen wir einfach einen Payment-Button auf die Seite, wo man einfach Geld schickt. Send Money. Kennst du dieses Video von George Bush, wo er sagt, I know a lot of people want to send blankets or water, just send your cash. Just send money. Das finde ich noch die einzige Variante, zu der ich mich durchregen kann, dass du genau das gleiche bekommst und eine Postkarte von Glückler mit Aufklebern, wenn du 200 Dollar im Jahr zahlst. Aber ansonsten ist uns Reichweite und dass Menschen das hören können, wann immer sie wollen, wichtiger als jetzt direkt dadurch Geld zu machen und uns damit zu beschränken. Und abgesehen davon halte ich das Werbemodell auch viel erfolgreicher, ehrlich gesagt.
Es ist auch viel erfolgreicher, also außer bei diesen Top 2, 3, 4 Podcasts, bei denen es funktioniert als Abo. Es wurde ja auch... 2021 hat Apple das announced im April. Wir haben auch schon eine ganze Weile her in Folge 68 kurz darüber gesprochen. Das war im August 2021. Kannst du dich erinnern? Matze Hirscher hat mit Hotel Matzes ausprobiert. Der war der gefeaturete Podcast und ist ja einer der größten, besten Podcasts in Deutschland. Damals haben sie mit... Apple im Player ist bei 4,99 ausprobiert pro Monat. Kriegt man exklusiv die Hotel-Matze-Suite, also Premium-Content dazu. Und damals bist du fast umgefallen, als du gehört hast, wie schlecht die Conversion war. Es war lediglich 1%. Und jetzt, mittlerweile gibt es es immer noch, kostet aber nur noch 9,99.
Wobei man wahrscheinlich... Die Conversion wurde ja so mit den damaligen Hörerzahlen gerechnet und wir wissen ja, wie weit, ich finde es lustig, neulich habe ich wieder eine Auswertung der besten Podcasts nach Subscribern oder Followern gesehen, was ja vollkommen Hupe ist eigentlich. Das heißt, die tatsächliche Conversion ist wahrscheinlich sogar ein bisschen höher, das wussten wir damals noch nicht, dass die Hörer so overreported werden und dann sieht dadurch die Conversion natürlich auch deutlich schlechter aus, aber sagen wir mal, es sind nur ein Fünftel der Hörer, dann wäre die Conversion 5% und immer noch schlecht. Von daher glaube ich, ich habe das Gefühl, es funktioniert auch nicht. Also es sei denn, du Vielleicht gibt es ein paar Sachen, wo funktioniert Pay-TV, wenn du super exklusive Leute früh hast. Aber selbst wenn du jetzt die Kardashians in den Podcast bringst oder einen Fußball-Podcast mit Top-Bundesliga-Spielen, ich glaube, da wirklich 4,99 Euro pro Monat für zu bekommen, ist gar nicht so einfach, ehrlich gesagt. Und wie gesagt, das Werbemodell funktioniert, würde ich sagen. Ich halte Podcast-Werbung für eine Der effizientesten Werbung ist die, die ich eigentlich fast nie skippe, es sei denn, sie ist wirklich super anstrengend, ich habe sie 400 Mal gehört.
Kurze Werbeunterbrechung. Unser heutiger Partner ist die Public Cloud Group, kurz PCG. Wir sprechen im Podcast regelmäßig über die Hyperscaler AWS, Microsoft und Google, welche Rechenleistungen und damit flexible Infrastrukturen in der Cloud bereitstellen. Das Ganze wird auch Public Cloud genannt, da diese Dienste von Drittanbietern über das öffentliche Internet bereitgestellt werden. Innovationsfähigkeit, Redundanz, Skalierbarkeit, Sicherheit, Kosten- und Ressourcenersparnis sind unter anderem die Vorteile für die Kunden. Grundsätzlich ist alles, was Unternehmen bisher on-premise, also im eigenen Rechenzentrum, umsetzen konnten, in der Cloud möglich. Infrastruktur, SAP, Microsoft 365 und Google Workspaces, Entwicklung von Software oder Applikationen, Security-Anwendung und natürlich auch Daten- und KI-Lösungen. Die richtige Planung, Ausführung, Verbindung der einzelnen Lösungen und deren Betrieb sind Teil einer erfolgreichen Cloud Journey. Viele Unternehmen gehen hier Schritt für Schritt vor und schöpfen deswegen nicht das volle Potenzial aus ihrer Cloud. PCG unterstützt bei jeder möglichen Station der Cloud Journey von der Frage, welcher Hyperscaler passt zu welchem Use Case, bis zur erfolgreichen Umsetzung. Falls du also etwas Neues in der Cloud haben möchtest oder am Überlegen bist, wie du dein aktuelles Setup effizienter gestalten kannst, melde dich bei PCG und grüße sie von mir. Die Expertinnen und Experten der Public Cloud Group kennen sich bei jedem Hyperscaler, also AWS, Microsoft und Google, bestens aus. Damit sind sie einer der einzigen Anbieter im deutschsprachigen Raum und können dich übergreifend und unabhängig unterstützen. Mehr Informationen findest du unter pcg.io. Da schreibt man P wie Philipp, C wie Cäsar und G wie Glöckler. Das bin ich. .io Den Link findest du natürlich in unseren Shownotes. Viel Spaß mit der weiteren Folge. Werbung Ende. Das dauert einfach noch ein bisschen. Wann hast du angefangen, das erste Mal für Online-Journalismus irgendwie ein Abo zu lassen?
Vor zwei Jahren, glaube ich, tatsächlich.
Und wie lange ist das in the making?
Vor drei, vier Jahren, um genau zu sein. Ja. Ja, aber es gab auch lange viele Outlets, die es nicht berechtigt haben, glaube ich. Also die nicht die Berechtigung geschaffen haben, dafür zu zahlen, glaube ich. Ja, und gleichzeitig mache ich es jetzt natürlich so ein bisschen aus der Denke, dass ich es ja auch sozusagen weiter monetarisiere. Also ich lese ja eigentlich nur Wall Street Journal und Financial Times vor. Das ist wenigstens fair, dass die 200 Euro im Jahr dafür zahlen.
Und die Information natürlich. Für uns würde es sich auf jeden Fall nicht lohnen, wenn wir jetzt sagen, ab jetzt nur noch ein Fünftel der Hörer und dafür irgendwie 99 Cent im Monat oder 5 Euro. Das ist das Werbebusiness schon besser, wenn es funktioniert. Auf der anderen Seite könntest du sagen, die True Fans, die Leute, die wirklich viel zahlen, die wertschätzen die Arbeit auch am meisten. Ja, aber Und bei Apps habe ich schon einen Unterschied gesehen zwischen einer App, die was kostet oder einer App, die kostenlos ist. Also die Zahlen für Leute, die für was bezahlt haben, ist schon höher. Und vielleicht baust du das beste Produkt, wenn du dich vollkommen auf die Subscriber konzentrierst.
Aber sag mal, du kannst jetzt eine sehr hohe Anzahl, kannst 5000 Hörer konvertieren zu Paid Hörer, was gar nicht so einfach ist, glaube ich. Dann zahlen die, sagst du 5000 mal 100 Euro, sagen wir mal im Jahr, 500.000 Euro im Jahr.
Nicht schlecht.
Stille.
Finde ich viel Geld, für Pip einmal kurz den Kühlschrank aufmachen.
Ich finde sehr viel Geld. Aber will ich dafür meinen Hörerstamm irgendwie zetteln? Glaube ich nicht.
Beste News ever für ein Startup ist, wenn Elon Musk sagt, ich nenne mein Startup genauso wie deins.
So klingt das nicht, aber es gibt einen ganz lustigen Brief oder ein Tweet war es glaube ich ursprünglich und so hat der Gründer von Grog, Grog ist diese... wie nennt der es, LPUs, also diese super schnelle Hardware, um die Inference nochmal, also die Ausgabe von Large Language Models zu beschleunigen und sehr kosteneffizient zu machen. Zehnmal günstiger, zehnmal schneller, einfach gesagt. Und diese Firma hat natürlich existiert, also GROQ schreibt sich G-R-O-Q, Und diese Firma hat natürlich existiert, bevor Elon seine XAI oder den Chatbot dafür Grog mit K hinten am Ende genannt hat. Und jetzt entsteht so eine kleine Zwistigkeit zwischen dem Gründer von Grog, Grog mit Q, wo ich übrigens ein ganz kleines Ticket machen durfte über Umwege. Wie hast du das denn geschafft? Deutsche Schamad. Nee, ist wirklich sehr, sehr klein. Aber ich fieber mit jetzt. Und er schreibt jetzt, man wird Grog, also den XAI-Bot, so lange nicht auf der Plattform von Grog, der Infrastruktur, laufen. Er wird so lange den nicht laufen lassen, bis er sich umbenennt in, sein Vorschlag ist, Zlatibartifast, was auch irgendwie aus Hitchhiker's Guide to the Galaxy irgendein Ding ist. Bin nicht so vertraut mit dem Werk. Und ist ganz lustig geschrieben, wir packen vielleicht einfach mal in die Shownotes den Brief. Ist eine Art offener Brief an Elon Musk, der sagt, benenn dein Ding doch endlich um, du hast es nach uns benannt. Grock hat die Marke, da sie in einem, du kannst sagen, das eine ist Hardware und Software, das andere ist Software, aber wahrscheinlich könnte man es sogar rechtlich durchfechten, weiß man nicht. zeigt auch eigentlich krasse mangelnde Recherche. Normalerweise, wenn du ein Produkt benennst und es ein bisschen ernst meinst, dann machst du vorher ein bisschen Markenrecherche und das hätte eigentlich dabei auffallen müssen. Oder hättest du die Marke versucht anzumelden, wäre die mit Sicherheit nicht durchgegangen. würde ich glauben.
Aber wenn du so schnell bist wie Elon, dann guckst du da nicht drauf.
Das stimmt doch komplett egal. Du magst schnelle Sachen wie Raketen und sowas, steht hier. You like fast things. Rockets, Hyperloops, one-letter company names and our product, the Grog LPU Interface Inference Engine, is the fastest way to run large language models. Naja, bin gespannt. Glaubst du, Elon Musk lenkt ein? Oder kauft er Grog?
Quatsch, das ist einfach super PR für Grog.
Das wäre die zweite Firma, die mir abkommt. Beiden komplett egal. Twitter-Shares hat er für mich gekauft. 50% gemacht in ein paar Wochen damit.
Genau. Du magst ihn nicht, aber er macht dich immer reicher. Also Twitter ist ja sehr gut für dich gelaufen.
Ja. Grog raced auch schon auf der dreifachen Bewertung inzwischen, habe ich gehört. Information hat geschrieben, sie bereiten sich auf die nächste Runde vor. Und angeblich sind die ersten 3x schon drin. Mal sehen.
Schlecht.
Gucken, ob es schneller oder langsamer vorbeigeht.
Erklär mir lieber, wie die zweite Serie von WeCrashed aussieht.
Also WeWork musste ja Insolvenz anmelden. Das ist so ein bisschen das Signer-Problem. Also nicht das Problem von Signer, sondern von den Mietern von Signer, also den Kaufhäusern. Und zwar, dass sie zu Hochzeiten viel zu teuer Premium-Immobilien angemietet haben, mit langfristigen Verträgen, um sie dann kurzfristig unterzuvermieten. Und kurzfristig ist die Nachfrage irgendwann eingebrochen, wie wir wissen, weil einfach ein paar Leute wieder zurück ins Office mussten und so weiter. Und deswegen mussten sie, obwohl es erhebliche Restrukturierungsbemühungen schon gab, mussten sie trotzdem den ganzen Insolvenzrichter antreten. Und jetzt bewirkt sich ein Konsortium um Adam Neumann mit 500 Millionen US-Dollar, die sie unter gewissen Voraus, also sofern gewisse Due Diligence Ergebnisse eintreten, sogar auf 900 Millionen angeblich erhöhen würden, um die Assets und will quasi die Firma kaufen. Lustigerweise die Menschen, die als Partner in Betracht kamen, ich glaube Third Point Capital, so ein Hedgefund war im Gespräch, der hat das inzwischen dementiert, dass er irgendwas damit zu tun hat. Und Baupost, so ein Investor, die haben glaube ich nicht selber dementiert, sondern da hat jemand aus dem Umfeld gesagt, dass er nichts davon weiß, dass er irgendwie mit Adam Neumann zusammenarbeiten will. Adam Neumann sagt, er hat ein halbes Dutzend Investoren, die ihm dabei helfen wollen. Abgesehen davon hat er selber ja auch ganz gut Kohle gemacht bei WeWork, also der hätte die 500 Millionen eventuell noch in der Portokasse irgendwo und möchte jetzt WeWork wieder übernehmen und wieder groß machen. Die Chance ist natürlich, dass in so einem Restrukturierungsprozess, beziehungsweise wenn du sagen kannst, wenn nicht lassen wir das hier alles den Bach runter gehen, kannst du diese Mieten wahrscheinlich neu verhandeln und du hast immer noch in New York 20% Leerstand, jedes fünfte Büro ist leer. leer. In San Francisco glaube ich 36 Prozent, mehr als jedes dritte Büro leer. Also nicht nur, dass die Plätze nicht besetzt sind, sondern wirklich ganze Büros leer sind, Büroflächen leer sind und nicht vermietet sind. Plus dazu kommen noch die, die vermietet sind, aber wo keiner drin sitzt oder nur die 20 Prozent besetzt sind. Das heißt, du hast vier Leerstand, die Vermieter sind eigentlich gebeutelt unter Druck und du kannst nachverhandeln, glaube ich, und wahrscheinlich deutlich die Mieten reduzieren und dass das Modell Coworking prinzipiell funktioniert, ich glaube, das würde niemand Das ist eine Funktion der Tenure, der Laufzeit der Verträge und dem Unterschied zwischen Mietzins und wie weit es weiter vermietet ist und was du zwischendurch noch an operativen Kosten selber hast. Aber prinzipiell soll das möglich sein. Es gibt ja viele kleine Coworking Spaces, die, ich weiß nicht, wie profitabel die sind, aber auf jeden Fall, die sich jahrelang halten und das einigermaßen erfolgreich hinbekommen. Deswegen glaube ich schon, dass WeWork eine Zukunft hat. Ich bin natürlich gespannt, was Adam Niemann daraus machen will. Der baut ja eigentlich gerade Flow, was irgendwie das gleiche Konzept für Residential Real Estate war. Also so ein bisschen Bachelor Pots in Gated Communities, wenn ich es richtig verstanden habe oder so, wo ihm Andreessen das Geld für gegeben hat. Vielleicht will er auch so eine Mischnutzung machen, dass er jetzt Office und Wohnen so ein bisschen vermischt. Das wird sowieso vielleicht gar nichts anderes übrig bleiben, um diese Office-Krise zu lösen. Musste einen Teil davon so redesignieren von Commercial auf Residential Space. Mal sehen, ich bin mir nicht sicher, ob er zum Zug kommt. Ich bin mir sicher, dass andere sich dafür auch interessieren vor allen Dingen. Und ob er dann der meistbietende sein wird, das muss man mal schauen, ob er die Finanzierung wirklich hinbekommt. Ansonsten, wo wir bei lustigen Leuten sind, Casey Butz sagt, sie sieht Bitcoin mittelfristig bei 3,8 Millionen. Das ist ihre konservative Schätzung.
Moment, also jetzt von 69.905 Dollar. Also ich bin bei Dollar, du wahrscheinlich bei Euro.
Nein, aber der war schon bei 71 Dollar.
Gut, aber okay, so viel mehr.
Dann ist es nochmal 50x, die du machen kannst. Glaubst du da nicht dran?
Ich verstehe nicht, wie man mit sowas rausgehen kann. Also ist es einfach egal, dass das nicht passiert.
Es wären 65 Trillions oder Billionen Market Cap. Also die Gesamtzahl der Bitcoins würde auf 3,8 Millionen steigen. Es wäre eine 50-fachung. Wir sind im Moment bei 1,4 Milliarden. Das heißt rund 70 Billionen, 70.000 Milliarden wären alle Bitcoins wert.
Aha, okay und mit welchem Grund?
Also das wären dann sichere 5x in maximal, ich muss mal gucken, ob sie einen Timeframe hier genannt hat. Also im Januar waren es noch 1,5 Millionen, da war sie noch nicht so überzeugt. Ne, gibt keinen Zeitraum.
Was ist denn ihr Argument, dass das so deutlich mehr wert ist als Gold?
Die letzten Entwicklungen einerseits, das ist aber ein guter Punkt, wenn du sagst, Store of Value wäre der Purpose, dann musst du dich fragen, warum soll es so viel mehr wert sein als Gold. Das sind so ein bisschen die letzten Entwicklungen, das ETF-Ding und so und dass man halt glaubt, dass es so eine Art Standard Asset Allocation geben wird, wo wenn du heute 10% Immobilien hast, dann wirst du auf 5% oder wenn du 3% in Gold hast, dann wirst du auf 5% in Bitcoin haben. Ich glaube, das ist die Logik dahinter und wenn du das dann so hochrechnest, Was schon richtig ist, wenn jetzt wirklich jedes Family Office und jede Bank und jeder Rentner sagt, 5% meines Geldes halte ich in Bitcoin. dann hast du schon so viel Nachfrage, dass es ja nicht genug Angebot gibt und wie zu bedienen. Unter anderem, weil die Leute, die verkaufen könnten, ihre Bitcoins verloren haben. Das ist ja so schön deflationär dadurch, dass es immer mehr untergeht von den Bitcoins. Wahrscheinlich gehen mehr unter als geschaffen. Weiß ich gar nicht. Mehr als geschaffen werden vielleicht noch nicht, aber langfristig werden mehr untergehen als geschaffen werden. Das heißt, das könnte den Preis natürlich sehr stark treiben. Aber Man muss sich natürlich schon unterfragen, ob es sinnvoll ist, 50 oder 70 Trillion Dollar aus FinAir zu schaffen. Naja, wir werden es sehen. Ich würde jetzt auch nicht darauf wetten, dass er sich jetzt innerhalb von 12 Monaten halbiert. Da bin ich auch weit von entfernt, ehrlich gesagt. Also, dass der dieses Jahr noch sechsstellig wird, das ist, wenn ich jetzt in Szenarios denke, ist das eins, was ich... mindestens bei 30-40% Wahrscheinlichkeit sehe, dass der Bitcoin sechsstellig endet dieses Jahr. Dass er über 200.000 kommt, das würde ich sagen, ist eher unter 15%, aber na gut. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Gehörten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Ihr müsst selbst hinterfragen, ob wir Milliarden meinen, wenn wir Millionen sagen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir können unmöglich für etwaige Verluste haften. Alles könnt ihr auch nochmal unter doppelgänger.io nachlesen.
Woher kommt die Euphorie? Einfach wegen den ETFs.
Ja, gute Frage. Woher kommt die Euphorie?
Verstehe ich auch nicht. Aktuell ist er überall.
Das ist ja so ein selbstbeschleunigender, weißt du? Irgendwann liest du wieder, der Bitcoin ist aber wieder bei 60 und dann ist er mal 5% an einem Tag gestiegen und dann beschleunigt sich das auch wieder. Und dann gehen die Leute jetzt wieder Ostern nach Hause und erzählen Onkel Peter, warum er denn noch kein Bitcoin hat. Und ich meine, es ist einfacher geworden, die zu kaufen und Und ich kann mir schon vorstellen, dass so sehr diversifizierte Assetmanager irgendwann einen kleinen Einstellungenbetrag da reinlegen. Warum nicht? So viel besser ist Gold jetzt auch nicht. Es ist halt beides unproduktiv und nutzlos. Also Gold hat so ein paar industrielle Nutzen und Schmuck und so, aber naja. So, dann ganz spannend. Wir haben ja vorhin am Anfang schon mal angesprochen, dass Apple höchstwahrscheinlich das Google Gemini, also es hat mit verschiedenen AI-Firmen gesprochen, aber höchstwahrscheinlich werden sie das Google Gemini. Modell bei der WWDC im Juni verkünden als On-Premise-Modell, dass in jedem iPhone das laufen wird. Und hoffentlich nicht nach Hause senden, sondern wirklich auf dem Gerät laufen. Eine spannende Frage ist natürlich, was ist denn in China? In China ist Google ja verboten. Also ganz sicher wird China nicht Googles AI-Modell. Das ist ja viel zu woke vor allen Dingen. Aber vor allen Dingen könnte es auch andere Ansichten als die Kommunistische Partei haben. Natürlich wird es nicht in China laufen. Das würde keinen Sinn ergeben. Das heißt, man könnte das Handy ohne Modell lassen. Aber es sieht jetzt so aus, als hätte sich Apple entschieden, mit Baidu zusammenzuarbeiten. Also dem Google von China kann man, glaube ich, berechtigterweise sagen. Also größte Suchmaschine in China, aber hat auch verschiedene andere Ventures, selbstfahrende Autos und so weiter. Und in China wird... Baidu dann das stellen. Die Frage ist dann, wie weit geht man jetzt runter? Wirst du irgendwo in den Golfregionen eine souveräne AI nutzen, die von dort kommt? Wirst du in Russland Yandex nutzen müssen? Wirst du in Brasilien oder Indien? Gut, da nutzt man ja auch Google, aber wird man in, was gibt es noch, in Südkorea, Neva nutzen? Oder irgendeine lokale AI nutzen. Mal schauen. Was für uns dann spannend ist, ich habe ja im dieswöchigen Newsletter und ein paar Wochen davor im Manager-Magazin-Newsletter so ein bisschen Apple runtergeschrieben, um nochmal so ein bisschen zu reflektieren, was eigentlich die Sackgassen sind, in die sie sich da selber reingefahren haben. Und einer der Probleme ist ja, dass in China der iPhone-Absatz sinkt. 24% unter Feuer war die letzte Zahl. Und jetzt sind sie im Sekunde welches? Im Februar, glaube ich. Ja. Februar-Daten sind ein Drittel weniger iPhones verkauft als im Vorjahr. Also die China-Nachfrage wird ein ordentliches Problem für Apple. Schwer da rauszukommen, wenn das nächste wieder nur drei Pixel mehr hat und zwei Minuten länger Akku-Zeit und einen komischen AI-Brabble-Bot, der auf Gemini basiert.
Lieber ein neues Cover kaufen. Sieht das Telefon auch neu aus.
Ja. Geil. Wäre eine lustige Idee, dass du so Covers machst, die das eine Generation höher aussehen lassen.
Gibt es schon. Es gab doch mal so einen Aufkleber, dass du aus der Kamera, dass du eine andere Kamera draufsetzen kannst. Ah, auch lustig. Also, ich bin bei Apple ja raus. Ich habe mir tatsächlich ein neues Cover gekauft hier. Altes Telefon, neues Cover.
Und Muss aber sagen, ich... Hast du dir eins mit SP-Connect gekauft, das Fahrrad?
Nee.
Warum nicht SP-Connect? Kennst du das nicht?
Was? Nee, was ist das?
Aber ich hab dir auch meinen Fahrradadapter mal gezeigt, oder nicht? Nee. SP-Connect ist so ein... SP-Connect ist so ein System, das kannst du auf den Lenkervorbau zum Beispiel so raufkleben oder ranmontieren. Und dann kannst du mit so einer 90 Grad Drehung dein Handy ranklicken. Und es ist einfach so fest, dass selbst beim Sturz oder Kopfsteinpflaster nicht abfällt, aber du hast es immer vor dir sichtbar. Super geil für normale Touren, wo du navigieren willst oder irgendwie nebenbei die Songs skippen auf Spotify oder so. Oder auch natürlich fürs Radwandern oder so. Kann ich sehr empfehlen. Und du brauchst dafür eine besondere Handyhülle natürlich, damit es sich verbinden kann. Aber die ist gleichzeitig auch eine super Schutzhülle. So ein Ottercase mit diesem Gewinde dran. Finde ich sehr praktisch. Eine der besten Handyhüllen, die ich je besessen habe.
Hast du schon eine Fahrradtour für dieses Jahr geplant?
Ja, wahrscheinlich im Juni. Wahrscheinlich. Warum? Wenn das Wetter so gut bleibt, vielleicht auch früher schon.
Ja, aber zurück zu Apple. Ich bin positiv überrascht über die Entwicklung auf dem Telefon. Also die Softwareentwicklung. Wir haben ja zum einen die Transkripte bei den Podcasts. Also die Podcast-App, von der ich nie viel erwartet habe, ist mittlerweile besser als Spotify. Und Sprachnachrichten über iMessages werden jetzt transkriptiert. Also du kannst jetzt das erste Mal, wenn du eine Nachricht bekommst, die auch vorher lesen.
Sind die denn nicht verschlüsselt? Aber dann wären sie auf dem Gerät wahrscheinlich. Dann musst du ein kleines Modell haben, was Transkription macht, NLP macht auf deinem Gerät. Weil sonst würdest du ja die Verschlüsselung brechen, oder? Also du hast ja den Neural Engine in deinem...
Ich weiß nicht, ist iMessage verschlüsselt?
Ja, ich hoffe doch. Warum machen sie es sonst so kompliziert mit iMessage? Die ganze Interoperabilität und so. Ist nicht verschlüsselt?
Doch, doch haben sie. End-to-End-Verschlüsselung. Aber ja, sie machen es auf dem Telefon. Mein direkter Versuch war, funktioniert das dann auch bei WhatsApp, aber bei WhatsApp funktioniert es nicht. Aber da müsste es dann auch funktionieren, wenn es auf dem Telefon ist.
Könnte gehen. Es gibt...
Apple, WhatsApp, Sprachnachrichten, Entschlüsseln und Texten.
Es gibt so einen Umweg. Es gibt einen Bot, dem du deine Sprachnachrichten schicken kannst und dann übersetzt er die für dich. Dabei verlierst du natürlich die Daten, das ist auch relativ klar. Und weißt nicht, was damit trainiert wird. Aber den Umweg gibt es schon. Beides Bot heißt übrigens Ernie. Sagst du Hallo Ernie statt Hallo Siri.
Lass uns zu den Ernies gehen.
Von Ernies zu Ernies. Guck mal, was ich dir da hingelegt habe. Und du verwandelst mich.
Mann, Mann, Mann. Ab zu Home2Go. Hast du mit denen irgendwas zu tun? Ich meine schon, oder?
Ja, genau. Disclaimer. Ich bin im Aufsichtsrat. Deswegen werde ich das so wenig werten wie möglich. Sondern nur kurz so ein Update machen. Ich würde mich mal an die Präsentation aus dem Earnings Call von heute halten. Also gestern am 26.03. sind die Zahlen gekommen für das Gesamtjahr 2023. Es fängt an mit einem Vergleich. Zur Prä-Corona-Performance. Verglichen mit dem Jahr 2019 ist Home2Go um 133% gewachsen über vier Jahre. Und das Cluster aus Airbnb, Booking und Expedia ist 42%. Ich glaube in Zweifel ist Booking und Airbnb ein bisschen besser gewachsen und Expedia ein bisschen schlechter. Aber die sind 42% gewachsen. Das heißt, du könntest sagen, auf Sicht von vier Jahren ist Home2Go... Faktor 3 so schnell gewachsen. Ist die Sichtweise bestimmt auch, weil die letzten Quartale ein bisschen langsamer aussehen. Dann war ja vorausgeblickt, dass man dieses Jahr Adjusted EBITDA profitabel werden will. Das ist gelungen. Es sind 1,8 Millionen positiv übrig geblieben, nachdem man in den Vorjahren mehr als 20 Millionen negatives Adjusted-EVTR hatten, also ein erheblicher Sprung in die Profitabilität. Dann ein weiteres Highlight ist, dass die Subscription-Services, das ist sozusagen das Geschäft Software und Subscription für so ein bisschen, man kann es vielleicht so ein bisschen mit About-Your-Scale vergleichen oder so, das sind Services und Dienstleistungen und Software für die Anbieter von Ferienwohnungen, egal ob es so kleinere, größere, mittlere Hosts sind. Das ist auf 22% des Umsatzes gestiegen. Also man kann sagen, 22% des Umsatzes waren 2023 Software-Umsatz. Und damit ein relevanter Anteil am Gesamtgeschäft. Und es ist wiederum gewachsen um 48% gegenüber dem Vorjahr. Also fast 50% gewachsen. Und macht ja 22% des Gesamtumsatzes. Was erfreulich ist, die Booking Revenue von Bestandskunden, also so Repeat Purchases, das ist natürlich wichtig für die Marketing-Effizienz, dass man nicht alle Nutzer akquirieren muss, sondern mehr und mehr Leute. Also sie sind im Vergleich zum Vorjahr über 50% gestiegen, im Vergleich zu 2019 haben sie sich verachtfacht. Marketing-Effizienz ist deutlich gestiegen, weil man einfach die Marketingkosten, um das positive Adjusted EBITDA zu erreichen, senken konnte und dabei aber trotzdem noch eine ganz gute Top-Line hat. Und dann diese AI-Modes, da haben wir glaube ich schon mal drüber geredet, dass es so einen AI-Bot gibt, mit dem du irgendwie sagen kannst, wo kann man denn, wenn ich surfen will, aber mindestens acht Leute und Kinder brauche und es soll aber auch ein Pool da sein, oder ich will was, was nicht weiter als 200 Meter vom Wasser weg ist und die und die Temperatur gerade hat, sowas kann man dann quasi mit so einem AI-Bot beantworten und viele andere Sachen. Dann gab es, Home2Go ist ja eine relativ acquisitorische Company in der Vergangenheit auch schon gewesen und es wurde eine Mehrheitsbeteiligung an den Portalen Kurzurlaub und Kurzmalweg.de bzw. deren Müttern unterzeichnet. Einerseits vielleicht opportunistisch, andererseits auch gute Diversifikation für das Geschäftsmodell. Genau, das ESG-Rating ist, ich glaube, das Beste in der Industrie, wenn ich mich nicht irre, auf jeden Fall sehr, sehr gut erstmals gemacht. Die Booking-Revenues starten ganz gut dieses Jahr, sieht man schon in den ersten zwei Monaten, das wird schon gesagt. Dann gibt es in der Pressemitteilung vielleicht noch Sekunde der Ausblick aufs nächste Jahr. Man rechnet mit Buchungserlösen von über 250 Millionen, das wären 30% Wachstum gegenüber dem Vorjahr. IFRS-Umsatzerlöse, das ist sozusagen nicht das, was gebucht wird, sondern was abgereist wird in dem Jahr von den Kunden, soll über 220 Millionen liegen. Das wären 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das bereinigte EBITDA soll auf über 10 Millionen steigen. Das wäre sozusagen nochmal über 400 Prozent Steigerung mit den 1,8 Millionen Steigerungen. die es dieses Jahr schon positiv gab. Fairerweise ein Teil davon wird natürlich aus diesen eben genannten Akquisitionen kommen. Das ist jetzt nicht 100% organisches Wachstum. Ich habe auch vorher schon mal gesagt, aus öffentlichen Quellen kann man ganz gut nachvollziehen, dass gerade so der Domestic-Markt, also sagen wir Ostsee, Allgäu, Nordsee, was schon auch ein wichtiger Teil ist, wenn man sich so Google Trends anschaut oder Suchnachfragen und Industrietrends, dann sieht man eigentlich, dass es gerade ein bisschen schwer ist in dem Segment, weil Leute wieder einfach entweder aus Geldmangel einfach Türkei, Griechenland das billigste machen in Ägypten und weil andere, die Geld haben, das erste Mal wieder Fernreisen machen, während sich in den letzten Jahren auch durch Corona und so natürlich viel im Fernwohnungsmarkt konzentriert hat. Vom Volumeneffekt heißt das erstmal ein bisschen weniger Nachfrage. Man kann aber auch sagen, dass die Leute, die die Häuser vermieten, jetzt mehr Absatzdruck haben und eventuell bereit sind, mehr Provisionen abzugeben. Das wiederum könnte vorteilhaft sein, muss man sich selber überlegen, was man da jetzt glaubt. Free Cashflows weniger negativ waren 2022 minus 40 Millionen, jetzt sind es nur noch minus 18 Millionen. In dem adjustierten EBITDA übrigens, Sekunde, das wird hier irgendwo auch, das sage ich gleich nochmal, was da adjustiert wird, wir sind ja oft sehr kritisch damit, dann sollte man ja transparenzhalber hier auch sagen, was hier adjustiert wird, das ist nämlich gar nicht so viel. Genau, die IFS-Revenues, das wie gesagt was abgereist wurde, ist im Gesamtjahr um 10% gestiegen, im vierten Quartal um 14%, das ist ganz gut. Die Direktbuchung im Marktplatzmodell ist in absoluten Zahlen gestiegen, als anteilig ist es erstmal gleich geliehen, es ist immer weiter gestiegen, bisher ist es ein Jahr auf gleichem Niveau verblieben. Ich verstehe hier, warum das so ist. Ansonsten darf ich es natürlich nicht sagen, aber es ist jetzt nichts, was weiter problematisch ist aus meiner Sicht. Genau, das muss man sagen, die Take Rate hat sich deutlich verbessert über die Zeit, das sieht man relativ klar. Das heißt, der Umsatzanteil, den man nimmt, wenn man die Wohnung verkauft oder vermietet, Das war 2019 bei 6,8%, ist inzwischen auf 10,9% gestiegen. Also wirklich signifikant mehr Wertschöpfung inzwischen und ich kann mir vorstellen, dass sich vielleicht moderater, aber der Trend weiter fortsetzt. Das ist natürlich etwas, was man versucht. dadurch, indem man von Meta-Search-Engine immer weiter zu einem Marktplatz und dann mit Value-Ad-Services noch arbeitet. Dann gibt es so eine schöne Grafik, wo man sehen kann, woher die Profitabilität kommt. Also 2022 Q4 war das Adjusted EBITDA noch minus 78%, jetzt sind es nur noch minus 12% im Q4 und im Gesamtjahr, wie gesagt, profitabel. Man sieht relativ klar, Marketing in Sales, 45 Prozentpunkte eingespart, also wirklich massiv beim Marketing gespart. Hoher Ertrag relativ gleichbleibend. administrativer Ausgaben auch gespart. Und so kommt man einfach auf ein deutlich besseres, adjustiertes EBITDA, höhere Marketingeffizienz vor allen Dingen. Und genau, der Unterschied zwischen Free Cashflow und adjustiertem EBITDA ist Change in Working Capital. Das ist so ein bisschen dadurch, dass man von Kunden später bezahlt wird, wenn sie reisen und die Host unterschiedlich bezahlen muss, kann es immer noch zu einer Veränderung kommen. Das ist jetzt nicht überraschend. Dann Capital Expenditure, das ist Aktivierte Softwareentwicklung in Höhe von 7 Millionen. Der Unterschied ist ungefähr 20 Millionen und 7 davon ist aktivierte Software. 3 Millionen ist Einmalaufwendung. Steht hier wofür, könnten irgendwie mit M&E basiert sein, weiß ich exakt nicht. Wenn es hier nicht steht, darf ich es auch gar nicht sagen. Dann Steuereffekt 2 Millionen, der nicht wiederkehrend ist, nehme ich an und das war es auch schon. Also es ist hauptsächlich die Veränderung im Working Capital und die aktivierte Software, die zwischen Adjusted Evita und Free Cashflow steht. Das sind jetzt nicht hier irgendwelche größeren Sachen, die zum Geschäftsmodell gehören, die wegadjustiert werden, wie wir es manchmal woanders sehen. Genau, das sind, glaube ich, die wichtigsten Sachen. Wie gesagt, die Industrie ist insgesamt ein bisschen angespannt. Das sieht man ja auch bei Airbnb oder Vakasa oder Sonder oder egal, was du dir anschaust in dem Bereich. Da streben alle jetzt eher so niedrige, zweistellige Wachstumsraten an oder kämpfen darum, Und gleichzeitig ist es natürlich auch eine gute Zeit, um zu diversifizieren oder irgendwie akquisitorisch tätig zu sein. Es gab noch eine Hörerfrage, glaube ich, zu dem Thema.
Auf Discord wurde dazu gefragt, warum man mit so einem illiquiden Unternehmen, also wo nicht so viele Aktien gehandelt werden, Moment, ich verlese die Frage, bevor du hier so einen Quatsch erzählst.
Also die Frage heißt, Home2Go hat einen in my horny opinion, horny, oh Gott, oh Gott, oh Gott. Bin ein bisschen unter Vögel gleich.
Wer hat da gerade geklickert?
Es war nicht das Koks-Taxi. Es war das Nutten-Taxi. Also Home2Go hat einen, in my humble opinion, starken Ausblick für 2024 gegeben. Den habe ich ja eben verlesen. Und neben der Wachstumsprognose auch ein nicht näher benanntes Aktienrückkaufangebot angekündigt. Das Rückkaufprogramm wurde ja vorher schon angekündigt. Was jetzt angekündigt wurde, war ein Tenderverfahren. Also wo eine große Anzahl von Aktien nochmal... Das Aktienrückkaufprogramm, die sind so ein bisschen regulatorisch beschränkt, dass man nur einen gewissen Anteil des Umsatzes am Markt aufkaufen darf, damit man nicht zu stark den Kurs manipuliert selber. Und deswegen gibt es so ein Tenderangebot, wo man größere Blöcke auf einmal handeln kann. Kann man vielleicht etwas darauf eingehen, warum das für Aktionäre grundsätzlich interessant sein soll? Was das für den Kurs die Bewertung heißt und ob es generell eine passende Option für illiquide Unternehmen ist? Also mit illiquide meine ich hoffentlich nicht das Unternehmen, sondern die Aktie, weil das Unternehmen hat noch 140 Millionen Liquidität und wie gesagt, der Cash, also im Vergleich zum Vorquartal nur 4 Millionen verbraucht und wie gesagt, 20 Millionen war ja zuletzt der, minus 20 Millionen war der Free Cash Flow oder der Cash Burn, das heißt, und der wird sich ja weiter verbessern, wenn die Guidance stimmt, das heißt, man würde sehr, sehr weit kommen mit diesem Geld oder beziehungsweise in die Profitabilität oder Cashflow-positiven Status kommen. Von daher ist das Unternehmen, da würde ich mich dagegen aussprechen, dass das illiquide ist, die Aktie ist aber illiquide. Das kann man fairerweise sagen. Es gibt zu wenig Free-Float, zu wenig Umsatz in der Aktie, wobei man sieht, dass durch das Aktienrückkauf-Programm, also man könnte argumentieren, wenn es eh schon zu wenig Aktien gibt, warum kauft ihr eure eigenen Aktien dann vom Markt weg? Gleichzeitig sieht man durch das Rückkaufprogramm, dass es teilweise auch größere Trades gibt und dass der Markt sozusagen inklusive dem Akteur dann Home2Go eigentlich so Verkaufsvolumen auch ganz gut aufnehmen kann, wenn mal jemand schnell aussteigen möchte. Also die Liquidität ist natürlich so ein bisschen so ein Downer für größere Fonds, die da nicht einsteigen können. Das wiederum kann man sagen, verschafft kleineren Investoren vermeintlich eine Extramarge. Also wenn du sagst, der Markt ist immer effizient, aber größere Teilnehmer können in die Aktie nicht einsteigen. Das ist auch ein bisschen der Grund, warum es manchmal ein Small Cap Premium gibt, warum Small Caps manchmal besser performen. Aber du könntest sagen, wenn die großen Fonds nicht einsteigen können, weil nicht genug Liquidität ist, um die Position zum Beispiel innerhalb von zwei Tagen Platz zu stellen, dann könntest du sagen, dass die zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Aktie unterbewertet sein könnte, weil der Markt nicht effizient sein kann, wenn nicht alle daran teilnehmen. Ob das so ist, wie gesagt, das kann ich nicht beurteilen, also sollte ich nicht beurteilen. Aber was man sagen kann, ist, dass man Aktienrückkaufprogramme natürlich prinzipiell macht, weil man im Glauben ist, dass, also wie gesagt, es gibt 140 Millionen Cash in der Company und man kauft Aktien zurück, weil man glaubt, dass das Unternehmen mehr wert ist, würde ich sagen. Oder wenn man Geld einfach an die Aktionäre zurückgeben möchte. Oder es gibt sicherlich auch Parteien, die es machen, um aktiv den Kurs irgendwie zu pushen oder zu manipulieren. Das würde ich hier jetzt natürlich nicht unterstellen. Ich persönlich, also ich bin auch investiert in die Aktie. Die ist mit Abo, die hat heute glaube ich, am Höhepunkt war immer 17% hoch glaube ich. Ich glaube, sie ist noch zweistellig im Plus. Also ansonsten halt, ich persönlich sehe jetzt schon für günstig, aber die muss deswegen jetzt niemand kaufen. Also ich will das überhaupt nicht promoten oder bewerten. Aber der Grund für ein Aktienrückkaufprogramm ist, dass man die Aktien für unterbewertet hält und deswegen schlau ist, die einzuziehen oder aufzukaufen. Man braucht ja sowieso manchmal Aktien, um sie später wieder rauszugeben für M&A-Deals oder für Mitarbeiter. Und wenn man die glaubt, günstig kaufen zu können, warum sollte man das so machen? Das kann dem Markt ein bisschen Liquidität entziehen, aber gleichzeitig schafft es ja Trading-Volumen. Und damit müsste man einfach gucken, gibt es jetzt mehr Trading-Volumen oder weniger als vorher. Und mein Gefühl ist, dass es gerade mehr gibt als vorher. Aber das ist eine berechtigte Frage auf jeden Fall, die man sich sicherstellen muss, wenn man in solch einer Situation ist. wäre. Wie gesagt, das Unternehmen ist nicht liquide, die Aktie ist aber liquide. So war es bestimmt auch gemeint. Ich hoffe, damit ist die Frage beantwortet. Ja. Genau, ansonsten kann man sich die Pressemitteilung durchschauen oder die Präsentation, da ist das, glaube ich, ganz gut beschrieben. Da steht auch noch was zum Buyback-Programm, also vor allem wie viele Aktien bisher schon gekauft worden sind. Die Guidance kann man sich da anschauen. Genau, die Analystenbewertungen stehen hier. Es gibt acht Banken, Baader Bank, Bärenberg, Cantor Fitzgerald, Deutsche Bank, Haug Aufhäuser, Quirin. Steifel und Warburg, die alle ein Kaufrating, 8 von 8 vergeben, ein Kaufrating mit Kurszielen zwischen 3,56 und 6,30 Euro. Im Moment steht die Aktie so bei 2,20 Euro, glaube ich. Das ist teilweise Paid Research, kann man ja transparenzhalber auch sagen. Genau, ich glaube, damit haben wir jetzt auch genug Zeit. Ich verbringe eh schon genug Zeit damit.
Ja, dann Gratulation zu den guten Zahlen.
Vielen Dank. Ja, Nike, Lululemon ist nicht so wichtig. Das hätten wir uns noch nachgeholt. Lululemon kann man sagen, verlangsamt sich ein bisschen Nordamerika-Umsätze. Hat 16% verloren, weil sie vorher mal sehr dynamisch gewachsen sind. Nike, da hat es glaube ich, war das China oder Nordamerika? Auch so ein bisschen nachgelassen. Ist im Sheet aktuell. Lululemon neu aufgenommen im Sheet. Noch nicht ganz vollständig, aber kann man da nachschauen. Wenn es wirklich wichtig ist, nochmal eine E-Mail schreiben, dann gucken wir uns auch gerne genauer an. Und dann verabschieden wir uns nicht ins Wochenende, sondern ins Bergfest.
Genau, wir hören uns am Samstag. Bis dann.
Peace.
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