Doppelgänger Folge #340 vom 29. März 2024

Daniel Kahneman | Amazons größtes venture Investment | Claude3, Scale AI & Databricks| Volocopter Wahnsinn

Pip erklärt, wofür Daniel Kahneman den Nobelpreis bekommen hat und welche Biases des Menschen er noch entdeckt hat. Claude3 überholt zum ersten mal GPT4, Amazon steckt $2,75Mrd in Anthropic, Scale AI wird mit $13Mrd bewertet und Databricks veröffentlich ein mächtiges Open Source LLM. Reddit verliert nach starkem IPO und Donald Trumps Truth Social startet mit verrückter Bewertung an der Börse.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Ostern

(00:02:05) Daniel Kahneman

(00:18:30) Claude 3 überholt GPT4 

(00:22:30) Amazon Anthropic Investment 

(00:28:00) Scale AI

(00:38:30) Databricks

(00:40:20) Robinhood

(00:48:00) Reddit 

(00:51:18) Trump Truth Social

(01:10:48) Volocopter

(01:15:00) Braze Earnings


Shownotes:

Claude3 überholt GPT4: Arstechnica

LLM Arena: chat.lmsys.org

Amazon Anthropic Investment: CNBC

Scale AI: The Information

Databricks: Wired

Robinhood Kreditkarte: Techcrunch

Volocopter: Faz


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 340 am 30. März 2024. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner. Pipp, erklär mir, wieso ist Ostern immer an verschiedenen Wochenenden?
Oh, was denn das für eine Überraschungsfrage schon wieder? Ähm, also es hängt natürlich... Ah, weil es immer ein gewisser Abstand von Weihnachten ist oder so wahrscheinlich, oder?
Denk mal an Frühling.
Und so in verschiedenen Wochen. Hängt das am Frühling zusammen? Ich weiß, dass Ostern so in vielen Kulturen, es gibt so das Ischda, also es kommt auch von einem Fruchtbarkeits-Fertilitäts-Dings-Test, äh, Test, ähm, vom Fruchtbarkeits-Fest, nicht Test. Ischda zum Beispiel, ISHTA, sowas schon ewig früher gab, so wie Weihnachten ja auch schon vorher ein anderes heidnisches Fest war. Das weiß ich, aber wie das Datum festgelegt wird, weiß ich nicht. Aber am Karfreitag wurde hier der Heiland ans Kreuz genagelt, das weiß ich.
Es ist der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Und Frühling ist am 21. März und deswegen ist es dort. Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich mir gedacht habe, für die ganzen Marketing- und Kommunikationskollegen, die sich schöne April-Witze ausgedacht haben, die können die ja eigentlich jetzt gar nicht so richtig verwenden. Weil Montag ist ja jetzt nicht so viel los, wahrscheinlich auf allen Plattformen.
Da haben die alle in ihrer Hootsuite und Social Media Tools bestimmt eingestellt, vielleicht am Donnerstag noch, am grünen Donnerstag.
Richtig schwierig wird es am 2029, da ist nämlich der Ostersonntag am 1. April. Genug unwissendes Halbwissen. Lass uns lieber, oder erklär mir lieber, wer Daniel...
Ich bin darauf gekommen überhaupt. Warum hast du das jetzt recherchiert?
Weil ich gedacht habe, oh, der 1. April ist im Montag, da ist frei, super, dann sehen wir die ganzen Aprilwitze nicht.
Achso, okay, gut.
Erklär mir, Daniel Kahnemann ist leider gestorben. Was hat er gemacht? Wer war dieser Mann?
Den meisten ist er wahrscheinlich durch das viel empfohlene Buch Thinking Fast and Slow bekannt. Oder wie heißt es auf Deutsch? Schnelles, langsames Denken wahrscheinlich? Ich weiß es nicht. Hast du das gelesen?
Hätte ich es lesen sollen.
Schadet ganz sicher nicht, glaube ich. Ich habe es tatsächlich auch nur angehört, also so die ersten Kapitel gehört und dann fand ich es so ein bisschen sich im Kreis drehend, ehrlich gesagt, und habe es auch nicht durchgezogen. Aber Kahnemann war Psychologe, hat aber seine Forschung, haben hauptsächlich ökonomische Aussagen. Und ist fast 90, ne ist 90 geworden, 5. März, ja das ist ja 90 geworden gerade so, also hat ein langes Leben gehabt und hat mit jemandem, der Tversky heißt, zusammen geforscht hauptsächlich. Wie gesagt, er hat viele seiner Sachen in dem Buch zusammengeschrieben, das heißt Thinking Fast and Slow und die Grundaussage, kennst du die, weißt du worum es da geht wenigstens.
Grundaussage ist doch so ein bisschen aufs Bauchgefühl achten, wenn es um Wirtschaft geht.
Das ist nicht alles nur Hans. Das ist, würde ich sagen, deine Interpretation. Also was er beschreibt, ist die sogenannten zwei Systeme, die man hat. Also das ist ein sehr... schnelles, intuitives und emotionales System gibt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob er das im Buch auf die physiologische Forschung zurückführt. Ich glaube, dass das wirklich so, dass wir ein Lizardbrain haben und das so durch die Entwicklung kommt, ich glaube, das hat man widerlegt, dass das eigentlich nicht wirklich so aussieht. Es lässt sich zwar schön erklären, dass wir so ein Reptilienbrain haben und dann ein Menschenbrain, was super schlau ist, aber ich glaube, physiologisch ist das gar nicht so nachweisbar, wenn ich mich recht erinnere, oder es wurde mal bestritten zumindest. Wie auch immer. Auf jeden Fall nennt er schlauerweise zwei Systeme, damit gar nicht erst der Eindruck aufkommt, es handelt sich da um verschiedene Körperteile. Und das System 1 ist eben das, was du gerade Bauchgefühl genannt hast. Also es ist schnell, intuitiv, emotional. Und das System 2 ist das sehr rationale, reflektierte, aber auch sehr langsame. Und es erklärt zum Beispiel, dass man oft intuitiv, also wenn man reflektiert ist, hat man oft intuitiv eine Antwort auf was. Und wenn man dann länger nachdenkt, kann man die auch gut widerlegen. Das ist das beste Beispiel eigentlich. Was man dazu sagen sollte, System 2 verbraucht auch deutlich mehr Energie logischerweise. Also man könnte sagen, dass System 1 das schnelle System ist. Ist insofern effizient, dass es halt sehr schnell und Energie, also es ist fast wie ein Reflex funktioniert. Aber das Zweite braucht halt deutlich mehr Energie und deswegen sind Leute auch, glaube ich, so ein bisschen denkfaul, weil das Gehirn so viel Energie verbraucht, wenn man es zu lange beansprucht. Aber das ist irgendwie die wichtigste Aussage.
Das eine ist also der Mensch und das andere sind LLMs?
Und der Mensch wäre bei dir das Intuitive, oder? Ja. Könnte man sagen. Ja, wenn du jetzt davon ausgehst, dass LLM bald Reasoning-Fähigkeiten haben, also wirklich deduzieren können und logisch denken, das weiß man ja noch nicht so. Ich vermute fast, es gibt auf jeden Fall welche, die sehr nah in die Richtung, diese ganzen Q-Star-Modelle arbeiten ja in die Richtung. Ich kann mir vorstellen, dass GPT-5 da sehr nah rankommt. Könnte einer der Gründe sein, warum es auch noch nicht draußen ist. Ja, weiß nicht, ob der Vergleich jetzt hält, aber wenn du magst. Ich weiß nicht, ob das Beispiel aus dem Buch ist. Ich habe dich schon mal gefragt, was der Beruf ist, den die meisten Menschen haben, die theoretisch Nobelpreisträger werden können. Also die meisten Nobelpreisträger haben einen IQ von 150 oder 155+. Und welchen Beruf haben die meisten Menschen? Und ich glaube, intuitiv sagt man dann... Ach nee, im Buch kommt ein anderes Beispiel, glaube ich. Ist ja gleich, gleich. Intuitiv würde man sagen, die sind wahrscheinlich Bibliothekare, Physiker oder sowas. Tatsächlich sind sie aber Bauern oder Fischer. Einfach, weil Intelligenz komplett gleich verteilt ist und weil in vielen Ländern, also gerade denen mit Milliarden von Menschen, ein Großteil der Bevölkerung noch im primären Sektor, also der Agrarwirtschaft, unter anderem arbeitet, hast du mehr potenzielle Nobelpreisträger, die gerade in diesem Moment einen Fisch angeln, als dass sie irgendwelche Gleichungen lösen. In dem Buch ist, glaube ich, ein anderes Beispiel. Da siehst du jemanden auf der Straße, der hat eine Korthose und ein kariertes Hemd an und eine Brille auf. Ist es wahrscheinlicher, dass er Bibliothekar ist oder Bauer? Und aufgrund deiner Lizardbrain entscheidest du natürlich Bibliothekar, weil er so aussieht. Die tatsächliche Wahrscheinlichkeit, das ist aber viel größer, weil so und so viel Prozent der Bevölkerung, weil es viel mehr Bauern gibt, als es Biotikare gibt. Wobei man muss sagen, das ist in den 80ern geschrieben, als die Landwirtschaft noch personalintensiver war. Genau, ansonsten hat der, das ist glaube ich das, was am meisten erinnert wird oder verbunden wird mit Kahnemann, aber eigentlich hat er noch viel mehr Einfluss gehabt so auf, was man... die neue Institution Ökonomik heißt, kannst du ja ein bisschen für deinen Master mitschreiben, falls du das im Grundstudium, eigentlich hättest du das mal gemacht haben müssen, aber ich war jetzt ja in eurer komischen Uni, lernt man sowas ja nicht. Und zwar, es gibt ja die quasi neoklassische Theorie in der BWL, die sagt so, wir sind alle homo economicus, wir handeln sehr rational, wir wissen alles vollständige Informationen, Rationale Aktiere, jeder optimiert seinen eigenen Nutzen, man denkt nur über, ob die auf irgendwelchen Graphen und marginalen Linien Dinge optimieren nach, alle Märkte sind vollkommen, es gibt keine Externalitäten. Alle wissen alles, wie gesagt. Und dann hat man aber in den 70er Jahren herausgefunden, dass die Welt ja nicht so ist. Also dass Menschen eben sogenannte Bounded Rationality haben oder beschränkte oder begrenzte Rationalität. Dass es Informationsasymmetrien gibt. Also wir beide wissen nicht das gleiche und deswegen kann ich dich betrüben, kann Moral Hazard begehen oder wir haben ein Principal Agent Problem. Das ist zum Beispiel, du vermarktest unseren Podcast und ich kann gar nicht kontrollieren, ob du nicht irgendwo das Geld abzuhabst und all diese Sachen. Die neoklassische Theorie wurde dann sehr stark aufgeweicht durch diese neue Institutionenökonomik. Da hat man überlegt, was für Institutionen kann man auch bauen, zum Beispiel Verträge, Signaling, Versicherungen usw., um die Incentives anzugleichen der Akteure, sodass sie sich nicht mehr gegenseitig betrügen können. Und Kahnemann hat einen großen Teil, oder nicht einen großen Teil, aber war einer der Menschen, also A, war er beeinflusst von den Leuten, die wirklich die neue Institution Ökonomik sozusagen mit erfunden haben. Aber er gilt zum Beispiel für Bounded Rationality, die begrenzte Rationalität des Wirtschaftsindividuums, also des Menschen, als einer der, die da viel dran geforscht haben. Zum Beispiel die sogenannte Prospect-Theorie, das ist, dass du Verluste und gewinnst die Grafik, die Jan im Chat geschickt hat. dass du Verluste viel stärker wahrnimmst als Gewinne. Der total ökonomische Mensch könnte ja sagen, dass ein Verlust von 10 Cent genauso schlimm ist wie ein Gewinn von 10 Cent. Wie der schön ist sozusagen. Dein Rational gegenüber dem Verlust von 10 Cent sollte genauso sein wie dein Rational gegenüber dem Zugewinn von 10 Cent. Tatsächlich ist es also, dass Menschen es viel schwerer finden, Verluste zu ertragen, als dass sie sich über Gewinne freuen. Was übrigens ein lustiger Trick ist, den man machen kann, So Dinge zurückzugeben ist auch viel schwerer als Dinge, also du kannst jemandem sagen, wenn du was bestellst, gebe ich dir, kriegst du einen Aufkleber dazu, zu deinem Schuh. Du kannst auch sagen, ich habe dir diesen exklusiven Aufkleber schon in den Warenkorb gelegt und wenn du ihn nicht bestellst, dann verlierst du den. Und lustigerweise in AB-Tests wird immer die zweite Variante viel, viel stärker sein. Deswegen hat Otto immer, die Otto-Online-Seite hat das glaube ich gemacht, weiß nicht, ob es Otto war, aber irgendein großer Versender, hat dir immer so ein 70-teiliges Kaffeeset schon in den Warenkorb gelegt für den Fall, dass du über 300 Euro bestellst. Dann könntest du das mitnehmen und dann siehst du das halt die ganze Zeit und denkst, wenn ich jetzt nicht über 300 Euro bestelle, dann gebe ich dem das quasi zurück. Und das ist für Menschen so unerträglich, dass man das nicht behalten darf, dass das tatsächlich die Conversion sehr stark beeinflusst. Und das kann man sagen, ist so ein bisschen aus seiner Forschung entstanden. Dann gibt es, was hat er noch gemacht, Anchoring-Effekt, das weißt du auch, wenn ich sage, Du, das muss jetzt nicht 20.000 Euro kosten, aber dann weißt du ja schon, wir bewegen uns im niedrigen fünfstelligen Bereich. Und das Lustige ist, dass dieses Anchoring überhaupt keinen rationalen, also das muss überhaupt nicht rational sein. Das heißt, ich kann mir einen Fantasiepreis ausdenken, aber allein dadurch, dass ich ihn nenne, denkst du auf einmal in diesem Preisraum. Und ich könnte zum Beispiel sagen, ich weiß, dass du nicht weißt, was eine Flasche Wein kostet. Und dann sage ich, ich habe jetzt einen Wein gekauft, unter 10 Euro kriegt man ja gar keinen Wein, deswegen der hat jetzt 20 gekostet. Und du würdest sofort intuitiv akzeptieren diesen Preis, wenn ich dir die weiterverkaufe, weil du denkst, es gibt keinen günstigeren. Obwohl, das ist fast schon Airframing als Anchoring. Aber sozusagen, du setzt einen Preispunkt und dann kannst du hinterher ein bisschen da drunter gehen und dadurch, dass du den Preispunkt einmal gesetzt hast, steht der im Raum und das Gegenüber nimmt den dann realer wahr, als er tatsächlich ist, weil eigentlich ist er oft außer Luft gezogen. Das ist der Anchoring-Effekt. Dann Verfügbarkeitsheuristik. Das ist so ein Denkfehler der Menschen. Es geht eigentlich immer darum, dass Menschen nicht rational handeln in der Forschung. Verfügbarkeitsheuristik ist, dass Menschen die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses auf der Grundlage der Leichtigkeit beurteilen. Also nicht wie wahrscheinlich das ist, sondern wie leicht es ihnen in den Sinn kommt. Weil das Gehirn so faul ist, setzt es Wahrscheinlichkeit mit Einfachheit auf. was ein Fehler ist logischerweise, es kann Dinge sein geben, die sehr kompliziert sind, aber trotzdem unheimlich wahrscheinlich sind, dann den Endowment-Effekt, dass es schwerer ist, dass man Dinge, die man besitzt, komischerweise wertvoller findet. Er hat zwei Gruppen in zwei Räume gepackt und in einer hat er gesagt, dieser Bleistift oder diese Tasse, wenn ihr die kauft, wie viel wäre euch die wert? Und dann haben die im Schnitt gesagt, ein bisschen unter 3 Dollar. Und dann hat er andere Leute in einen anderen Raum gefangen und hat gesagt, euch gehört diese Tasse, ihr sollt sie verkaufen. Wie viel Geld müsst ihr dafür einnehmen, damit Leute sie kaufen? Und sie sind auf 7 Dollar gekommen. So, das macht überhaupt keinen Sinn, weil die Preisvorstellung, also der richtige Marktpreis sollte ja der gleiche sein, auf den du kommst, aber der Verkäufer denkt, die Tasse ist mehr wert als der Einkäufer, komischerweise. Und das hat nichts sozusagen mit Bargaining zu tun, dass du es billiger kaufen willst, sondern dass du es auch wahrscheinlich eher, weil es wieder schwerer ist, sich davon zu trennen, als sozusagen es zu kaufen. Dann Framing-Effekt, das ist, du stellst, wie soll man das gut beschreiben, Also du kannst dann über Narrative die gleichen Fakten anders darstellen und Leute werden anders darauf reagieren. Also Beispiel, ich glaube, was er auch erfunden hat, ist, ich kann sagen, es gibt einen Early-Bird-Rabatt auf dem Ticket. Und dann kaufen 67% der Leute das früher. Du kannst auch sagen, es gibt ein Late Booking Penalty. Wenn du später buchst, gibt es eine Strafe. Es ist immer angenommen, dass es rein vom Geld her wird der Effekt genau der gleiche sein. Der Early Bird Bonus ist, du zahlst 500 statt 700. Und das Late-Booking-Penalty ist total 200 Euro extra, wenn du zu spät buchst. Also rational nicht erklärbar finden die Leute das Late-Booking-Penalty viel schlimmer, obwohl es wirtschaftlich und damit rational genau den gleichen Effekt hat. Wie du das verpackst, damit kannst du die Entscheidung sehr stark beeinflussen. Oder es ist so, als wenn du sagst, von einem Gesetz, das machen Politiker ganz gerne, du kannst einem Gesetz sagen, 20% der Haushalte profitieren davon und du kannst auch sagen, 80% der Haushalte wird es überhaupt nicht bewegen. Das ist die gleiche Seite einer Medaille. Oder zwei andere Seiten der gleichen Medaille, besser gesagt. Und dadurch kannst du aber Dinge besser verkaufen. Was hat er noch gemacht? Risiko-Aversion. Genau, das ist auch relativ klar. Risiko-Aversion ist, wenn ich dir sage, du darfst eine Münze werfen und du kriegst bei Kopf 2 Euro und bei Zahlen nichts, oder ich gebe dir 50 Cent. Aus irgendeinem Grund sagen alle Leute, ich nehme dir 50 Cent, ich werfe die Münze nicht. Obwohl, zumindest wenn du es unendlich wiederholen könntest, und selbst dann entscheiden sich Menschen noch falsch, also wenn du sagst, du kriegst die für jeden Wurf, also du könntest ja sagen, du kannst den Cent, noch besser ist, wenn du sagst, ich verkaufe dir den Wurf für 50 Cent. Du darfst eine Münze werfen, bei Kopf 2 Euro, bei Zahl bekommst du nichts. Aber du musst 50 Euro zahlen, um zu werfen. Gibt es Leute, die sagen, mache ich nicht. Weil wenn 0, dann habe ich ja Verlust gemacht. Selbst wenn sie es unendlich oft machen. Und wenn du es unendlich oft machen darfst, hast du ja pro Wurf einen rechnerischen Gewinn von 50 Cent, weil der Mittelwert erwartungswert 1 Euro ist, zwischen 0 und 2. Und die Risikovision, dass Leute sich da oft falsch entscheiden, obwohl es total rational wäre, das Risiko anzunehmen. Dazu hat er geforscht, dass Leute Selbstüberschätzung, das ist auch nicht besonders überraschend, dass Menschen sich selbst überschätzen. Also es geht prinzipiell um begrenzte Rationalität. Was machen Menschen falsch oder was irrational ist? Und dann, was sich dann anschließt oder wozu die neue Institution Ökonomik viel forscht, ist, wie kann ich Menschen sozusagen durch Nudges oder durch Konstrukte, durch Verträge dazu bringen, dass ich doch zu einem Also Grundaussage ist ja, durch die Bounded Rationality kommt es zu Ineffizienzen im Markt. Nämlich, dass wir eigentlich falsche Entscheidungen treffen. Und die Frage ist dann, was kannst du für Konstrukte bauen, damit Menschen sich doch wieder, dass sie ihre wahren Interessen äußern zum Beispiel oder dass sie nicht zu sehr in Spieltheorie verfallen, sondern dass sie einfach effizient Güter und Leistung austauschen. Transaktionskosten ist auch noch ein Teil der neuen Institution Economy. Also dass es davon ausgeht, dass du nicht einfach sagen kannst, alle Güter sind privat trennbar und was weiß ich und überall verfügbar, sondern dass du auch Transaktionskosten hast, weil das gehört auch noch dazu, weil das sozusagen die neoklassische Theorie auch einschränkt.
Also zusammengefasst...
Das war ein bisschen nicht, was du erwartet hast, habe ich das Gefühl.
Nö, aber davon lebt ja der Podcast. Aber ein bisschen zusammengefasst ist, dass alle, die sich überlegen, wie sie ein vernünftiges Produkt bauen... seine Forschung gelesen oder verfolgt haben und dann überlegen sind, okay, wie bekomme ich den Menschen dazu, hier und da zu klicken, dieses Offer zu nehmen oder so zu handeln. Also sowohl in der Produktentwicklung als auch im Sales.
Ja, du kannst sagen, ein Teil von Marketing und Vertrieb beruht eigentlich auf dieser Forschung. Also du versuchst ja die Schwächen der Menschen auszunutzen, wenn man ganz ehrlich ist. Sei es im Marketing oder im Produktdesign. Wir haben ja gesagt Nudges. Nudges sind diese kleinen Einladungen oder Tipps, um Leute dazu zu bringen, das zu machen, was du willst. Und Framing ist zum Beispiel für den Vertrieb von Produkten super. Also diese ganzen Abo-Modelle und so, wie die präsentiert werden. Also dieses... Drei Monate frei, aber Zahlungsmittel muss angegeben werden, damit es nämlich danach automatisch abgebucht werden kann, wenn man es vergisst und so weiter. Wie man das alles gestaltet, das hat eigentlich so ein bisschen was damit zu tun, kann man sagen, glaube ich. Ansonsten beim Homo economicus würde Werbung ja nicht funktionieren. Also wäre der Mensch rational? dann würde er auf einen Großteil der Werbung nicht reinfallen. Also dass du zum Beispiel für ein Markenprodukt, also je nachdem welches, es gibt ja Marken, wo dann tatsächlich ein Qualitätsversprechen dahinter steht, also dass du Markenmilch trinkst zum Beispiel. Dass du Nazimilch von Müller trinkst, weil du glaubst und dafür 30 Cent mehr bezahlst. als für, keine Ahnung, Mark Brandenburg Milch oder Aldi Milch. Dafür gibt es rational eigentlich keine Erklärung. Nach Neocluster-Theorie darf das nicht passieren. Sondern da müsste der Milchpreis sich deiner Zahlungsbereitschaft automatisch annähern. Der Markt ist vollkommen, wie gesagt, dann würden Marken eigentlich keinen Sinn machen.
Kurze Werbeunterbrechung. Wenn du Anfang März am Liquid Venture Webinar teilgenommen hast, wirst du dich erinnern, dass wir uns in einer besonderen Situation im Venture Capital Markt befinden. Mit KI sind wir mitten in einer digitalen Revolution, wie es sie nur alle 10 bis 15 Jahre gibt. Zuletzt war es das mobile Internet. Viele der heute wertvollsten Unternehmen wurden in der letzten technologischen Revolution gegründet. Stell dir vor, du hättest damals in eine der Firmen investiert, die du heute täglich auf deinem Telefon nutzt. Als Normalperson war das damals noch nicht möglich. Unser Partner Liquid, der moderne Vermögensverwalter auf Family-Office-Niveau, bietet dir exklusiven Zugang zu Anlagemöglichkeiten, die bisher nur Großanlegern offenstanden. Dazu gehören auch weltweit führende PE- und VC-Fonds. Wer an Venture Capital interessiert ist und an der nächsten technologischen Revolution teilhaben möchte, sollte sich Liquid einmal genauer anschauen. Mehr Informationen dazu findest du auf liquid.de. Das schreibt man l-i-q-i-d.de. Den Link findest du natürlich in unseren Shownotes. Dies ist keine Anlageempfehlung, lediglich eine Werbung für unseren Partner Liquid. Also, berücksichtige unseren Disclaimer und mach vor allem deine eigene Recherche. Viel Spaß mit der weiteren Folge. Werbung Ende. Verbringst du in letzter Zeit mehr Zeit auf layoffs.fyi oder auf dem Chatbot Arena Leaderboard der Large Model System Organization?
Ich war lange nicht mehr leer aufs FYI. Fällt mir ein. Ich habe auch das Gefühl, so viel wird gar nicht mehr entlassen. Sekunde, können wir mal kurz rausgucken. Aber ich glaube, ich habe irgendwann mal geguckt, da ging der Chart schon deutlich runter. Lid nicht mehr mehr. Achso, von allen entlassen. Oh, Dell hat 6.000. Die großen Firmen fangen jetzt an zu entlassen. Dell hat 6.000 Leute entlassen, steht hier. Wo sind die Charts? Ja, hält sich auf einem ordentlichen Niveau noch, würde ich sagen. Aber du hattest eigentlich gefragt nach der Chatbot-Arena. Und das ist so eine Art Superliga, die von Wissenschaftler und Entwicklern betrieben wird, wo die Large-Language-Models oder Foundation-Models gebenchmarkt werden, würde man sagen. Wir hatten ja schon mal berichtet über Cloud3. Das ist das LLM, also das Large-Language-Model von Anthropic, ein OpenAI-Konkurrent, der von Ex-OpenAI-Leuten gegründet wurde. Und da wussten wir schon, dass das in verschiedenen Teiltests so deutlich besser abschneidet als alle anderen Modelle. Das ist ganz oft GPT-4, Googlebot sowieso, teilweise Mistral und so weiter schlägt. Das wirkt aber noch so, als wären das sehr ausgewählte Tests. Und dieses Leaderboard, die LMSYS Chatbot-Arena, Das ist, muss man sich eher vorstellen, dass das eine Benotung sozusagen über viele Disziplinen hinweg ist. Und da hat Claude 3, also Opus, Opus ist das große Werk, also das größte Modell von Claude, der hat den Spitzenplatz. Mit zwei Punkten Vorsprung auf GPT-4 Turbo errungen. Und 50 Punkte Vorsprung auf Google Bart. Und das ist auch krass, dass so nett, also das mittlere Model von Claude 3 ist fast auf das Niveau von Google Bart gekommen. Das ist auch krass. Und selbst das Haiku, das ganz kleine, ist noch besser als das Mistral Large, auch krass. Naja, auf jeden Fall gibt es einen neuen König quasi in dieser Liga oder einen neuen Sieger. Und statt des Heute ist damit zumindest nach diesem Benchmark, der stark beobachtet wird, in der AI-Szene oder AI-Twitter, ist Cloud 3 Opus von Entropic, das beste Large-Language-Modell, das frei verfügbar ist im Moment. Ich würde davon ausgehen, dass GPT-5 schon relativ fertig ist und dass das deutlich besser wird nochmal. Muss man sich so ein bisschen fragen, warum das nicht rauskommt. Ist es, weil sie es noch nicht genug feintuned haben, weil es zu mächtig ist, weil es zu gut im Reasoning ist? Und je länger es nicht rauskommt, desto mehr Gerüchte gibt es natürlich auch. Bis dahin überschlagen sich aber vor allen Dingen die Konkurrenten. Mit großartigen Leistungen. Und wenn GPT-5 so viel besser ist, dann heißt das ja höchstwahrscheinlich auch, dass all diese anderen Konkurrenten nochmal deutlich besser werden. Von hier aus gesehen. Von daher bleibt super spannend. Aber der derzeit, und das krasse ist, dass Entropic ja deutlich weniger Geld dafür. Wir kommen nachher noch auf ein Open-Source-Modell, das mit 10 Millionen Trainingkosten nur sehr weit gekommen ist schon. Aber ja, derzeitiger Sieger, Claude 3 Opus, das größte Werk von Entropic. Scheint besser zu sein als GPT-4, zumindest in diesem sehr breit gefassten Benchmark.
Und Amazon glaubt unglaublich an die, so viel, dass sie das größte Investment ever in die Firma setzen.
Stimmt, die haben direkt nochmal 2,75 Milliarden Investment nachgelegt. Die hatten schon 1,24 investiert. Also es wirkt so, als wäre das an irgendeinem Milestone gebunden gewesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie gesagt haben, wenn ihr das beste Modell macht, dann hauen wir nochmal das Doppelte hinterher. Aber es war angeblich schon verhandelt im ersten Deal, aber es war so ein weiterer Milestone, der erreicht werden musste, nehme ich an. Und derzeit hat Amazon zu den 1,25 Milliarden nochmal 2,75, also insgesamt an 4 Milliarden investiert. In Entropic, relativ klar, Amazon hat noch kein eigenes. Also Amazon Bedrock ist eine Plattform, auf der man ganz viele Modelle sozusagen laufen lassen kann. Und Amazon ist ein sehr indirekter, sehr starker Profiteur von AI, glaube ich. Und braucht das auch so ein bisschen für das AWS-Business. Aber hat selber noch kein großartiges Modell bisher. Und Entropic ist jetzt das, wo sie sehr, sehr viel Geld reinpacken. Ich glaube, Google ist auch in Entropic investiert und Nvidia natürlich sowieso. Aber Amazon sollte jetzt der relevanteste Investor sein. Zumindest wenn es dann noch investierten Kapital gibt. Ob da irgendein Seed-Investor noch mehr Geld hat, das weiß ich jetzt nicht.
Weißt du noch, was das zweitgrößte Investment von Amazon ist?
Whole Foods, würde ich sagen.
Rivian. Whole Foods haben sie ja gekauft.
Achso, dann Rivian. Ja, aber die nutzen sich auch, die Trucks, oder?
Ja, aber richtig funktioniert hat das Investment nicht, oder? Also... Die haben damals 1,3 Milliarden investiert. Also jetzt ein Klot gleich drei Rivians. Und die haben dann ja den IPO gemacht, der zur Zeit, als alles hoch bewertet war, irgendwie November 2021. Damals sah das super aus, aber erinnert es sich vielleicht an Q1 2022, musst du doch Amazon den Verlust irgendwie abschreiben, weil Rivian irgendwie 50% gefallen ist im Q1. Und ja, ich... Es ist nur ein Bauchgefühl, aber für mich fühlt sich das ähnlich an. Also wie elektrische Fahrzeuge.
1,3 Milliarden hast du gesagt? Aber ihnen gehört heute noch 16%, 17%, also ein 6-Leg-Company und das wäre ja immer noch 1,7 Milliarden wert. Also so schlecht. Also hat sich jetzt nicht vervielfacht. Aber ich gehe davon aus, dass sie wahrscheinlich für ihre Verträge, also als Teil des Investments, vielleicht irgendwelche Rollins bekommen haben. Also wenn sie so und so viele Autos abnehmen und damit Umsatz schaffen, bekommen sie nochmal Shares an der Company. Könnte ich mir gut vorstellen. Das macht Amazon immer relativ schlau, weil sie wissen, dass sie so ein großer, wichtiger Kunde sind. Du willst sagen, dass Anthropic ein Rohrkrepierer wird wieder?
Nein, das nicht.
Das Ganze AI wird sich ja nicht durchsetzen.
Aber es fühlt sich alles so overhyped an.
Sag es mal anders, damit wir es in drei Jahren bei TikTok abspielen können. Kannst du sowas sagen wie dieses ganze AI-Ding? Ich glaube das nicht. Sag mal, mich muss eine AI erstmal ersetzen.
Da sind wir in drei Wochen. Hast du nicht das Gefühl, dass das alles so krass übertrieben ist? Wenn du jetzt sagst, okay, was ist damals falsch gelaufen bei den Autos? Die hatten natürlich irgendwie Probleme bei der Produktion, bei der Auslieferung. Dann gab es wahrscheinlich die ganzen Chipsmangel und alles. Und jetzt sind auf einmal Elektroautos nicht mehr so Hochbewertet wie früher. Der ganze Markt hat sich geändert.
Ja, aber trotzdem hat es für Amazon, glaube ich, strategisch Sinn gemacht, in ein Elektro... Also entweder hätten sie es selber bauen können, das macht aber fast gar nicht so viel Sinn, und es günstig zu investieren, dann vielleicht noch Warrants bekommen und mit den eigenen Lieferungen quasi immer mehr von der Company zu besitzen über diese Warrants. Hielt ich gar nicht für so doof. Dafür haben sie ein hochspezialisiertes Auto für ihr Newscase bekommen. Ich glaube, die sind besonders... Die Amazon-Trucks von Rivian sind so besonders, wie sagt man, schmal. Sie können gut in so zweiter Reihe parken und so. Ich fand das nicht so doof. Aber ich... Ich meine, so viel ist jetzt in der AI auch noch nicht geflossen. Was sind das alles zu sagen, wenn du jetzt Nvidia rausnehmen würdest, was da sozusagen indirekt an Marktkapitalisierung entsteht. Aber die Investments, sind das 50 Milliarden vielleicht? Finde ich jetzt nicht super viel. Dafür, was das Potenzial von der AI sein wird, auf die gesamte Wirtschaft? Du kannst natürlich sagen, das wird irgendwie erst allmählicher eintreten, aber davon bin ich ehrlich gesagt auch nicht überzeugt. Also vielleicht geht es nicht so schnell, wie man glaubt, aber irgendwann geht es. Es gibt ja keinen Zeitenspruch, ich will jetzt nicht die ganzen Plattitüden dreschen, aber ich glaube schon, dass das sehr schnell sehr greifbar wird, weiterhin. Ist es auch schon geworden. Die Zeit vergeht nur so schnell, dass es nicht mehr wird. Das ist halt 18 Monate her. Für 18 Monate sind wir, glaube ich, ganz schön weit gekommen. was das für Hardware heißt. Erzähle ich dir auf der OMR vielleicht ein bisschen.
Was für weitere AI-News hast du für mich?
Wo wir gerade bei Investment sind und weil du so hochgetresste AI-Firmen kennen magst, wirst du das noch mehr lieben. Scale AI, kennst du schon was davon gehört?
Noch nie.
Gründer Alexander Wang. Also Scale AI hat angefangen mit Datenannotationen. Also du brauchst ja für AI Trainingsdaten und die zu annotieren. Dabei hat Scale AI geholfen. Das ist die Grundlage für das Trainieren von Modellen. Und haben das interessanterweise schon seit acht Jahren gemacht. Und das Lustige ist, dass der Gründer Alexander Wang 27 ist. Da habe ich dreimal zurückgerechnet. Moment, muss er das ja mit 19 gebaut haben und jetzt seine Firma 13 Milliarden wert. Also 19-Jähriger hat eine 13-Milliarden-Firma gebaut. Dafür kriegt er komischerweise erstaunlich wenig coverage. Ich habe den, glaube ich, mal bei einem Redpoint-Podcast oder so gesehen. Daher kenne ich Scale auch schon. Auf jeden Fall, Excel hat sehr früh investiert, ein renommierter Software-Investor, hat schon früh die, ich glaube, Series A gemacht, Sekunde, ja, Series A haben sie 4,5 Millionen reingesteckt, und 2017, also vor sieben Jahren, und jetzt machen sie die, was wird das denn jetzt, EF-Runde wahrscheinlich, und investieren auf 13 Milliarden, nochmal mehrere hundert Millionen, rein, sehr unauffällig gewachsen ist GDI. Wie gesagt, ich wundere mich ein bisschen, dass sie so wenig Coverage bekommen. Haben Seed Investment bekommen von, äh nicht Seed, sorry, von CSA, habe ich ja gesagt, von Excel. Danach einen sehr guten Follow-Up-Investor mit Index. Dann Founders Fund, 100 Millionen reingesteckt in die Series C, auch sehr gut. Dann wurde es Ende 2020, Hype, haben sie sich 150 Millionen von Tiger geholt. Auch schlau. Und dann haben sie drei Monate später, vier Monate später, haben sie sich nochmal sofort eine volle Abrunde mit nochmal das Doppelte, 325 Millionen geholt. Und da von dem crazy Dutzend damals, und zwar Tiger nochmal, Green Oaks, Co2, Dragoneer, also die, die damals diese ganzen Hedgefunds und Crossover-Investoren, die in alles investiert haben damals, wo man viel Geld reinstecken konnte. Und damit sind sie aber sehr weit gekommen mit dem Geld und jetzt raisen sie das erste Mal seit diesem Hype wieder mit Excel mehrere hundert Millionen, wahrscheinlich auch 13 Milliarden. Relativ beeindruckende Story, finde ich. Haben auch die Domain Scale.com, was ich auch ganz cool finde eigentlich. für das Produkt und branden sich sehr stark als AI-Plattform, AI-Company. Und wachsen auch mit 150. Also das ist auch, also kann man auch noch kurz sagen, sie machen rund 675 Millionen Umsatz, haben sie 2023 gemacht. Also Runrate wahrscheinlich schon kurz vor einer Milliarde, nehme ich an. Weil sie sind 150, kann man ja ausrechnen, wenn sie 150% gewachsen sind, ja, dann müsste der Dezember eigentlich muss eigentlich bei 100 Millionen oder mindestens bei, du brauchst ja nur 80, um auf der Milliard-Run-Rate zu sein. Also der Dezember hat wahrscheinlich schon 100 Millionen Revenue gesehen. Und daran gemessen ist es natürlich dann, wenn du sagst, du hast eine Milliarde-Run-Rate, ARR, 13 Millionen Bewertungen ist ja nur 13x. Für eine Firma, die 150% wächst, finde ich es fast, das ist ja fast zu günstig, ehrlich gesagt. Da hast du an der Börse ja deutlich langsamer wachsende Firmen, die deutlich teurer oder vergleichbar bewertet sind, obwohl sie deutlich langsamer wachsen. Und wie gesagt, die haben sich mehr als verdoppelt, haben natürlich auch viel Rückenwind. Vielleicht hat man auch ein bisschen Angst, dass es nicht ewig hält, aber von daher... Und eigentlich ist das auch ein gutes Zeichen, dass Excel quasi hier Pre-Emptive genannt werden kann. Aber man sagt, dass ein Bestandsinvestor investiert, kann natürlich immer heißen, das ist eine Bridge oder sie haben kein neues gutes externes Geld gefunden. Gleichzeitig in dem Fall, dass du auf eine deutlich höhere Bewertung nochmal deinen CSA-Investor nachlegst, ist glaube ich eher, als dass Excel anderen Investoren zuvorkommen wollte und sehr viel Konfidenz in die Firma hat, würde ich denken. Aber Alexander Wang ist auch 30 under 30 bei Forbes geworden. Von daher kannst du natürlich noch recht haben, dass das hier alles implodiert oder er bald in Handschellen sitzt. Achso, Sam Bankman-Fried hat 25 Jahre bekommen. Hast du gelesen?
Ja, gar nicht so viel, oder?
Ja, ich finde es auch wenig, ehrlich gesagt. Dafür, also entweder hat er sich erfolgreich so dumm gestellt oder dafür, dass er wirklich viele Leute um viel Geld betrogen hat und dabei nicht mal versucht hat, glaube ich, Dinge besonders richtig zu machen, finde ich es auch fast ein bisschen wenig.
Nochmal zurück zu der Scale. Wie würdest du es deinem Nachbarn erklären, was die jetzt genau machen?
Also angefangen haben sie, wie gesagt, mit der Data Annotation. Das ist das Taggen der Rohdaten. Inzwischen bieten sie noch deutlich mehr. Eine Sekunde. Warum fragst du? Oder wie würdest du es beschreiben?
Ich sehe einfach nur AI-Company. Mit vielen Daten irgendwas mit AI machen.
Ja, sie versuchen eine Plattform draus zu machen und bauen das quasi weiter. Also sie wollen durch so eine Gesamtumgebung für AI aufbauen, aber die Basis ist immer noch die Scale Data Engine und das ist sozusagen die Aufbereitung der Daten, die du zum Trainieren brauchst. Dann haben sie sozusagen ein Modell oder Application Layer, ein Modell Layer da drauf, wo du aus verschiedenen Foundation Models wählen kannst. Also du kannst dann sagen, auf deinen einzelnen Daten, also auf deinen eigenen Daten, die du aufbereitet hast mit der Scale Engine, möchtest du mit GPT-4 arbeiten oder mit Entropic Cloud oder mit Stable Diffusion oder Cohere oder irgendeinem anderen Modell. Und dann bauen sie sie ja sozusagen auch für das Format. Für die Gewichtung und Feintuning die Entwicklungsumgebung, dass du es weiter anpassen kannst und dann irgendwann auch nutzbar machen kannst. So würde ich das Produkt derzeit verstehen.
Hört sich für mich so an, als ob man das auch selbst machen kann, wenn du die technische Snoha hast und deine Daten hast.
Ja, also man sieht, dass sie haben so ein bisschen Corporate... Sie machen das ganz klar. Sie arbeiten mit Generative AI Companies. Da sind dann die großen Tech-Marken. Da kommt dann so Meta, Microsoft, Cohere, NVIDIA und so weiter. Dann Government Agencies und ich glaube, das sind dann eher die Kunden. Also man könnte sagen, es geht so ein bisschen in die Richtung wie C3.ai, dass ihre Kunden wieder die sind, die jetzt nicht besonders Tech-Savvy sind. Würde ich nicht mal was dagegen sagen.
Oder deine Freunde von Palantir.
Ja, genau. Aber ich glaube, der Unterschied ist aber schon, das geht, glaube ich, eher eine Entwicklungs... Also noch ein bisschen produktlastiger. Also ich kann jetzt nicht ausschließen, dass die auch sehr nah am Kunden arbeiten, eventuell. Das gucke ich gleich mal, aber Ihre Kunden sind aber zum Beispiel dann irgendwie, was war hier, Accenture, Fox, Koch Industries, Toyota, GM. Das spricht so ein bisschen in die Richtung, die du vollkommen richtig anwendest. Also wird sozusagen das nächste AI-Startup auf der Scale-Plattform gebaut? Da wäre ich skeptisch, bin ich bei dir. Versuchen... Ja, also du willst quasi wissen, ob die Auftragsarbeiter eigentlich auch nur so ein Extensioner sowie Palantir sind. Ich meine, wir können mal gucken, was, ähm, das habe ich jetzt leider nicht vorbereitet, aber der beste Weg, das rauszufinden, wäre, sich so ein bisschen die Jobprofile anzuschauen. 3000 Angestellte haben sie schon. Davon sind viele in Engineering und Quality Assurance, ähm, Sehr wenig Sales, das würde dagegen sprechen. Sekunde, ich gucke mal, wen die einstellen. Ist ja eine Private Company, das heißt, es gibt nicht so viele Informationen. Und das wiederum passt auch nicht so richtig zum Alter des Gründers, glaube ich, obwohl... Ich glaube, dann bräuchtest du ein ganz anderes Profil eigentlich, um die Firma zu läuten. Dann hast du eigentlich immer so einen Beirat aus so tausend Ex-Army-Leuten und Ex-Regierungsleuten. So, sie suchen Produktmanager, Software-Engineer, Accountant, BDM, Beck. Also das Interessante ist, die Location der Jobs sind San Francisco, Mexiko, Austin, Budapest, St. Louis, Washington, Washington, Washington, San Francisco, Dallas, Austin. Das klingt so, als könnte man eventuell doch beim Kunden arbeiten und dann wäre das so ein bisschen palentierig. Da hast du recht. Ja, finde ich ganz spannend. Oder sie haben Entwicklungszentren in Mexiko und Budapest. Das ist nicht auszuschließen. Aber sie haben so viele Adressen in den USA, an denen sie heiern. dass es schon sein kann, dass man auch beim Kunden arbeitet. Das würde dann dafür sprechen, also das ist dann die Unterstellung, so wie Palantir bauen sie Daten und AI-Applikationen beim Kunden, für Kunden, die selber keine fähige IT-Infrastruktur haben oder keine Ressourcen, das zu bauen und trotzdem aber machen wollen. Dann werden sie ein hochspezialisiertes Accenture Dann würde es die Bewertung auch mehr erklären. Aber da muss man auch sagen, dass das Palantir, Sekunde, auch dann wäre die Bewertung ja absurd niedrig, weil Palantir ist mit 24 mal Umsatz bewertet. Und sie sind, selbst wenn ich jetzt nicht die Runrate nehme, sondern die 675 aus dem letzten Jahr, damit wir jetzt hier nicht Äpfel mit Brunnen vergleichen, Dann haben sie ja ziemlich genau 20 Mal. Das heißt Palantir hat 24 Mal Umsatz Multiple, Scale hat nur 20 Mal, obwohl Palantir 20% wächst und Scale 150%. Also ich würde immer noch dabei bleiben, dass es dann zumindest vergleichsweise günstig ist. Aber ja, ich kann mir gut vorstellen, dass es, wenn ich mir die Kundenprofile angucke, das ist nochmal ein guter Hinweis von dir gewesen, sieht das so ein bisschen so aus. Achso, hier sieht man ja sogar Customers. Ja, ja, ja, ja. Es wird schon so sein, wie du sagst.
Schau dir mal an, wer Head of Strategy ist von Scale.
Ja, jetzt irgendein Ex-Kongressabgeordneter bestimmt.
Ja, former US-CTO.
Ja, das hilft sicherlich, Indie zu kaufen. Ja, aber ganz gut, dass dann hier Palantir mal ein bisschen Druck bekommt.
Letzte AI-News für heute.
Noch ein bisschen AI, endlich noch ein bisschen AI. Achso, genau, und zwar, es gibt noch eine weitere News. Nicht verwechseln jetzt mit dem Benchmark, den wir gerade erwähnt haben. Da ging es um sämtliche Models, die kommerziell verfügbar sind, also die man auch bezahlen muss. Es gibt aber auch, Wired berichtet, dass Databricks, also sagen inzwischen auch, sie sind eine AI-Plattform, machen so Data Lakes, Data Aufbereitung, so Mischung zwischen Snowflake und Scale, wenn du so willst, und haben ein Open Source Model gebaut selber. Für weniger als 10 Millionen angeblich. Das DBRX heißt. Databricks, wofür steht das Rx? Erfährt man das hier? Ne, wahrscheinlich ist es einfach nur eine Abkürzung für Databricks, DBRX. Und das ist das derzeit beste Open Source LLM offenbar. Also es hat Lama 2, das ist das meistbenutzte und fähigste Open Source Model, das Meta gebaut hat. Und jetzt hat Databricks mit meiner Meinung nach deutlich weniger Kosten es geschafft, einfach mal ein noch fähiges Model hinzustellen, das frei verfügbar ist. Jeder kann darauf aufbauen, sei da selber ein bisschen dran rumspielen. Und auch das zeigt wieder, dass es noch viel zu früh ist, irgendwelche Gewinner zu gewinnen und wie viel drin ist und wie schnell man da, und sie haben wenige Monate daran gearbeitet, nicht mal ein Jahr. Und das spricht sehr dafür, dass es weiterhin sehr, sehr, sehr dynamisch wird. Das kann man dann in den Applikationen natürlich. Also einerseits integrieren sie schon viele andere bezahlte Modelle, aber sie werden natürlich auf der Databricks-Plattform ihr eigenes Modell dann auch anbieten, ihren Kunden, wenn man jetzt nicht mit OpenAI oder Microsoft oder Google oder Meta arbeiten möchte.
Dann lass uns von der AI-Bubble zu den Memestocks, zu der Memestock-Bubble gehen. Und anfangen mit Robin Hood. Kann es sein, dass die jetzt Trade Republic kopieren? Also, dass die Welt jetzt dreht, das Copycat hat kopiert und das Produkt anders gebaut und jetzt versucht das Original, das Copycat zu kopieren?
Ja, also die bauen auf jeden Fall, sie haben keine Mirror Card gebaut, sondern eine Gold Card, die ist sehr schlicht, golden, hat das Robin Hood Logo drauf und bietet 3% Cashback an und muss sich damit den gleichen Fragen stellen wie Trade Republic, nämlich wie man damit Geld verdienen kann, wenn die, in fairer Weise muss man sagen, die Interchange Fee ist in den USA glaube ich ein bisschen höher, Sekunde, Interchange, Also das ist quasi der Teil, mit dem man Geld macht beim Payment. In der EU sind sie gecappt bei 0,3 und dann kriegst du noch so ein bisschen, ich glaube, du kannst auf 1,1 irgendwas kommen. In den USA ist es 2%, da kommt dann sicherlich auch noch was dazu. Aber so ein Vielgeld macht man damit jetzt erstmal nicht. Man kriegt sie aber nur, wenn man sich für Robinhood Gold anmeldet. Da muss man wiederum nochmal 5 Dollar im Monat zahlen, glaube ich. Also es steht No Annual Fee, dann steht aber ein anderes... Also die Goldcard requires an any Robinhood Gold Subscription to apply and maintain the card and does not include a 30-day free trial. Und das heißt, diese Subscription, ich muss jetzt gucken, was das ist. Ich glaube 5 Dollar kostet das, oder Robinhood Gold?
Ja, ich meine aus, kostet 5 Dollar im Monat oder 50 im Jahr.
Genau. Danach ist die Karte aber nicht kostenlos, aber sie hat keine monatliche Gebühr. Deswegen ist auch das Sternchen 1 dran. Und für Leute, die damit bezahlen, ist 3% Cashback. Guck mal kurz, was sind die besten Cashback-Credits-Card USA? Vielleicht kriegen wir noch einen ganz guten Benchmark. Also das beste Angebot derzeit ist Wells Fargo mit 2% Cashback. Das heißt, du kannst eigentlich davon ausgehen, dass 3% wahrscheinlich nicht im Guten möglich ist. Es gibt manche, die so teilweise, also bei gewissen Partnern hast du dann 5% oder so, bei gewissen Autovermietern oder so, das gibt es schon, aber dass du so einen Grund-Cashback 3% bekommst, das ist eigentlich wohl nicht gemacht und nicht möglich. Die Frage ist, ob irgendwie das Volumen begrenzt ist, wie das ja bei Trader Public ist ja auch 1,5k im Monat begrenzt. Ich versuche gerade herauszufinden, ob es eine Limitierung gibt. Zumindest steht das auf der Fee-Card nicht drauf. Ansonsten, ja, man kann sagen, Sie können es querfinanzieren mit der Gold-Mitgliedschaft und dass Leute, die die Gold-Mitgliedschaft haben, tendenziell mehr Geld ausgeben auf Robinhood, wissen Sie wahrscheinlich auch. Das heißt, vielleicht versuchen Sie einfach mehr Goldkunden dadurch zu gewinnen und das gleichzeitig wird dieses Revenue vielleicht besonders wertvoll bemessen.
Zwischen 20.2 und 29,99. Das bedeutet, wenn du deine Kreditkarte nicht bezahlen kannst, dass du dann 20% im Jahr da drauf zahlst.
Zwischen 20 und 30, ziemlich genau. Man kann auch sagen, alles was du kaufst und mit der Kreditkarte kaufst und nicht sofort zurückbezahlst, kaufst du 20% teurer. Damit kann man natürlich hervorragend Geld verdienen, je nachdem wie risikofreudig die Kunden sind. Dann kannst du Cash Advances machen mit der Kreditkarte, die kosten 30%. Und ich meine, die Frage ist, wie lange wird es dauern, bis jemand die Kreditkarte nutzt, um sein Robinhood-Konto damit aufzuladen oder damit zu traden auf Pump. Also um noch mehr Leute auf dem Umweg in Margin Debt reinzubekommen. Vielleicht ist das der Grund. Wahrscheinlich musst du regulatorisch bei Margin Debt so eine Art Belehrung machen, dass man auf Pump zockt. Aber wenn du jemanden über die Kreditkarte das Konto aufladen lässt, dann... Ist es ja letztlich auch zocken auf Pump, nur dass sie die 30% verdienen und eventuell damit umgehen, weil theoretisch... Weißt du, was ich meine? Also Margin Debt ist ja Aktien auf Pumpkauf. Das ist letztlich aber auch ein Kredit. Aber vielleicht kannst du es damit umgehen, dass du das Konto aufladen kannst. Damit handelst du eigentlich auf Margin und kannst damit die rechtlichen Beschränkungen umgehen. Kann ich mir noch vorstellen. Ich habe auf jeden Fall irgendwie das Gefühl, dass das nicht gut ausgeht. Alles am Ende. Abgesehen davon, dass ich es immer wieder schockierend finde, wie diese Kreditkarten in den USA sind und dass du eigentlich die gesamte Bevölkerung damit festglast. Naja, das Risiko, ich habe geguckt, wer die Subscriberbank ist, Sekunde, irgendeine Coast, kannte ich nicht, irgendeine Coast, irgendwas, Sekunde.
Coastal Community Bank.
Ja, wie hast du das so schnell gefunden? Tja. Bin gespannt, wie das funktionieren wird. Vielleicht wird man so ein bisschen an der Einkommensstruktur Obwohl, eigentlich kann man ganz gut, wenn man die Einnahmen aus der Kreditkarte, wenn die auftauchen, kann man ganz gut zurückrechnen, wie weit die belastet ist. Und wenn man die Anzahl der Nutzer hat, dann kann man schauen, wie sehr die Leute schon verschuldet sind. Das wird ganz spannend. Aber ich bin mir relativ sicher, dass das nicht so gut ist, ehrlich gesagt.
Also du bist da skeptischer... als mit AI. Aber kannst du das nicht auch irgendwie positiv nutzen, wenn du die 3% hast und damit einen Sparplan machst oder irgendwie...
Das ist ja echtes Cashback. Würdest du die 3% direkt in deinen Sparplan packen? Natürlich wäre das schlau. Und würdest du immer wieder sofort dein Kreditkartenkonto ausgleichen? Dann, ich meine, es gibt noch andere Sekunde... Cash Advance kostet 10 Dollar Grundgebühr oder 5% des Cash Advance als Fee. Also du zahlst auf den Cash Advance, also Vorschuss würde man sagen im Deutschen. Auf den Vorschuss zahlst du 30% Zinsen und 5% der Summe wird dir abgezogen als Fee gleich. Return Payment 40 Dollar Kosten. Late Payment 40 Dollar Kosten. Replacement Card 40 Dollar Kosten.
Lass mich schon gut bezahlen an der Gut, aber das sind alles irgendwie wahrscheinlich Standardsachen für Kreditkarten in Amerika. Es ist jetzt nicht so, dass sie das irgendwie schlimmer machen. Sie werden einfach zur Bank. Also sie wollen halt alles anbieten.
Ja, maybe. Naja, also wenn man das sinnvoll einnutzt, wie jedes Tool, wenn man es sinnvoll einnutzt, kann es eine spannende Karte sein, klar. Reserve your spot, ist auch so auf Einladung. Kannst du nicht kaufen, sondern kannst du nur den Spot reserven.
Ja, ist in Deutschland genauso.
Ich bin gespannt. Ich gucke gerade noch, benefit, was gibt es? Trip interruption, es sind auch so Standard-Gold-Karten, benefits, das ist auch nicht besonders interessant. 5% bei Travel Booking, das ist auch, würde ich sagen, das kannst du auch bei anderen Cashback-Karten vielleicht sogar. No Foreign Transaction Fees, das ist auch einfach abbildbar.
Robin Hood wurde ja sehr bekannt durch die Memestock-Zeit auf Reddit. Reddit, jetzt an der Börse, hatte ein paar ganz gute Tage, aber jetzt Donnerstag, minus 14,6%, ist die Euphorie am Aktienmarkt schon wieder vorbei.
Naja, die einfache Antwort wäre, Reddit war halt, wie ich gesagt habe, einfach brutal überbewertet. Ekelhaft überbewertet. Und natürlich muss das irgendwann platzen. Ob das jetzt schon soweit ist oder nochmal hoch geht wieder, das weiß man auch alles nicht. Aber dass Reddit dauerhaft nicht auf der Bewertung bleiben kann, finde ich sehr schlüssig. Was sicherlich nicht geholfen hat, ist, dass der CEO Steve Huffman und die COO Jennifer Wong jeweils erstmal 500.000 Aktien verkauft haben. auf über 60 Dollar wahrscheinlich, also nahe des Höhepunktes, nach dem Börsengang. Das ist kein gutes Zeichen und gerade bei Meme-Aktien kann das gefährlich werden. Im Fall von Jennifer Wong sind es 20, sie hat 2,1 Millionen Aktien gehabt vorher, davon hat sie 500.000 verkauft, also fast ein Viertel. Das ist ja eine erhebliche Summe und das hat eine gewisse Signalwirkung. Die haben halt beide gesagt, was sind das, 500k mal 60? sind 30 Millionen, die sich in die Tasche gesteckt haben jeweils. Das mögen die Reddit-Community und die Meme-Aktientrader nicht. Was war GameStop? GameStop oder Bed Bath & Beyond? Eins von beiden ist, als der Founder Shares verkauft hat auf dem Höhepunkt, hat die Aktie sich halbiert innerhalb von zwei Tagen. Also die Community ist natürlich... sehr, sehr gut informiert letztlich und teilen sehr schnell Informationen und übertreiben dann auch sicherlich in beide Richtungen. Also es macht weder Sinn, Reddit oder GameStop oder irgendwas so hoch zu schießen, noch macht es, wenn man prinzipiell davon überzeugt ist, Sinn, wegen kleinster Infos so schnell wieder runter das in den Keller zu jagen. Aber wenn man sagt, man will Meme, dann muss man auch Meme in beide Richtungen ertragen. Und deswegen Reddit wird halt sehr volatil bleiben. Und Ein IPO ist immer der nächste Schritt für eine Firma, schafft Liquidität in der Aktie und schafft also ein neues Geld in die Firma zu bringen. Aber man weiß eigentlich auch, das ist so ein bisschen der Exit-Track für die vorherigen Investoren oder vielleicht die Gründer und man kann immer sagen... Also nicht immer, aber eine Motivation für ein IPO kann sein, dass man sein Asset an Privatanleger entsorgen will. Also sowas wie Databricks geht nicht IPO, obwohl es könnte. Wird sicherlich irgendwann kommen.
Noch nicht, warte mal noch eine Woche.
Kann schon kommen, wenn die Werten jetzt weiter steigen. Oder Stripe, die geilen Firmen. Bleiben alle private. Wenn es rauskommt, ist es meistens, wenn das schnellste Wachsen vorbei ist. Shein, glaube ich, hat es zum Beispiel verpasst. Shein hat den besten Punkt verpasst. Weil als sie hätten rausgehen müssten, war der Markt gerade faul. Jetzt wird der Markt besser, aber Shein wird faul, glaube ich. Könnte ich mir vorstellen.
Faul in welchem Sinn?
Ich glaube, dass sie hoch profitabel sind, aber dass sie nicht mehr so schnell wachsen, wie sie gerne wollen.
Dann ab zur nächsten Meme-Aktie. Wir haben lange nicht mehr über Donald Trump gesprochen und jetzt ist er diese Woche mit Trump Media & Technology Group an der Börse und aktuell, wir nehmen Freitag Vormittag auf, mehr wert als Reddit. Also Trump ist 8,39 Milliarden US-Dollar und Reddit 8 Milliarden. Pip kann es nicht glauben. Wie geht das Spiel aus?
Man sollte es auch nicht glauben, weil es falsch ist, aber es ist nicht so einfach mit der Marktkapitalisierung. Du hast gesagt, die Firma ist 9 Milliarden, 8 Milliarden wert?
8,39 wird mir hier auf Google Finanzen gezeigt.
Demnach könnte man sagen, Donald Trump hat 70% der Shares und wäre dann zwischen 5 und 6 Milliarden wert. R6, ne? Das ist schon traurig genug, dass er jetzt dadurch noch Multimilliardär wird. Tatsächlich ist sich aber niemand so richtig einig, wie viele Shares es gibt. Also das Ticker-Symbol ist DJT, so wie Donald J. Trump. Die Firma heißt Trump Media & Technology Group und der Spec, über den die an die Börse gegangen sind, ist die Digital Work World Acquisition Corp, DWAC. Wenn wir jetzt einige der Begriffe nutzen, meinen wir aber eigentlich immer die Plattform, die TMTG, die Trump Media & Technology Group, die natürlich weder mit Media noch mit Technology was zu tun hat, aber viel mit Trump. Also auf der Webseite von der TMTG selber steht, sie haben knapp 30 Millionen Shares draußen. Dann wäre ihr Marktwert ja so zweieinhalb Milliarden, drei Milliarden eigentlich. Die Nasdaq selber berechnet es ähnlich. Es kommt auch bei zweieinhalb Milliarden raus. Yahoo Finance geht davon aus, dass es 113 Millionen Shares sind, also fast viermal so viele und kommt dann auch auf eine Marktbewertung von siebeneinhalb Milliarden. Google Finance, hast du gerade gesagt, sieht sie beim, das hier ist Stand... 28. März, also gestern. Wir nehmen am Karfreitag auf. Google Finance, hast du gerade gesagt, glaubt, es ist 9,5 Milliarden wert. Und Factset sieht 37 Millionen Shares, das wären wieder 2,5 Milliarden. Und Refinitiv, bzw. LSEG, Financial Times und Bloomberg wissen von 135 Millionen Shares, was wieder deutlich mehr ist, und gehen deswegen von 9 Milliarden aus. Und zwischendurch war es mal auf 13 Milliarden, sogar hoch, glaube ich, am absoluten Höhepunkt. Also die Frage ist, wie viele Fully Diluted Shares sind da drin. Wie viel gibt es wirklich? In so einem Proxy-Statement hat der Digital World Acquisition Corp. eigentlich gesprochen von 113 Millionen. Lustig übrigens, dass dann auf der jetzigen Webseite der finalen Holding Wenn von weniger die Rede ist, muss man sich mal fragen, was das überhaupt soll. Aber der SPAC ist noch von 113,5 Millionen Shares ausgegangen. Je nachdem, wie viel der SPAC-Investoren ihre Shares zurück wollten. Es wollten aber kaum welche ihre Shares zurück. Deswegen sind es sogar 135 Millionen geworden, weil die alle ihre Shares behalten wollten. Das heißt, du hast eigentlich sicher 135 Millionen. Dann werden noch weitere Shares ausgegeben. Und zwar dürfen, sofern der Kurs sich für 20 Tage oder mehr über 17,50 Dollar hält, wovon man jetzt ausgehen muss, wir sind bei 60, kriegen die Shareholder weitere 40 Millionen Shares. Also wir haben insgesamt 135 Millionen und ein Drittel der Shares wird nochmal hinzugezogen. Die SPAC-Sponsoren und Trump bekommen nochmal 40 Millionen Shares. Das wären 40 mal 60, 2,4 Milliarden, die die dazu bekommen, wenn sie irgendwie den Kurs jetzt über 17,5 Dollar halten, was ihnen gelangen wird. Aber sie haben auch ein sehr hohes Incentive, das mit aller Macht zu schaffen. Und er ist bei 66 Dollar am Mittwoch gewesen. Dann gibt es nochmal Warrants, Convertibles, LTI, Long Term Incentive Plan fürs Management und so weiter, der auch nochmal 7,5% neue Shares rausgeben kann. Und so kommst du dann am Ende auf bis zu 200 Millionen Shares. Also fully diluted heißt inklusive dieser ganzen ESOPs und Warrants und so weiter. Weil das sind Shares, die geschaffen werden, statt es heute. Im Moment musst du die berücksichtigen und damit investieren. gerade. Und dann wäre Trump, wenn du davon ausgehst, dass er an all diesen Kapitalmaßnahmen oder ESOPs und so weiter mindestens im gleichen Verhältnis oder besser partizipiert, dann würde er wahrscheinlich so 8-9 Milliarden Paper Einkommen haben. Das wiederum steht natürlich in überhaupt keinem Zusammenhang zu was diese Firma wirklich darstellt. Die hat aus dem Spekt, wenn ich es richtig gesehen habe, noch 300 Millionen rumliegen, die der Spekt da reingetan hat. Ich schätze mal, wie der Umsatz gemacht hat, oder hast du die Zahl schon gelesen vielleicht?
Ne, 100 Millionen.
Also es ist jetzt 13,5 Milliarden werden, haben wir gesagt. Wie viel Umsatz braucht man? Die Q4-Zahlen haben wir noch nicht, aber die ersten neun Monate des Jahres 2023 haben wir. Wie viel Umsatz haben die pro Monat gemacht wohl?
Wahrscheinlich einstelliger Millionenbetrag.
Ne, 290.000 Dollar. Also sie haben in den ersten neun Monaten 3,5 Millionen US-Dollar Umsatz gemacht und dabei Verluste von fast 50 Millionen Dollar angehäuft. Das heißt, die Valuation wäre von 3,5 Millionen, also wir rechnen es mal aufs Gesamtjahr hoch, wir sagen mal 5 Millionen, dann wäre es so roundabout 2500 mal Umsatz? Sekunde. 2600 mal Umsatz? Ist das eher viel oder eher wenig für dich? Mit dem EBIT können wir leider nicht rechnen, weil sie negativ sind. Sie hatten aber ein Quartal, wo sie positiv sind. Ich habe im Haken dran Podcast mal überlegt, ob ob das nicht gerade ein perfekter Weg ist, um illegal Parteispenden oder Politikspenden anzunehmen. Weil du sagst einfach, ich dachte, du könntest sagen, buch mal Werbung über True Social. Also hinter TMTG Group steht True Social und ein paar andere Sachen. Aber hauptsächlich dieses angebliche Social Network. Und du könntest einfach sagen, ab jetzt spendest du das Geld nicht mehr direkt an mich, sondern du buchst da einfach Werbung. Und über den Hebel des Specs werde ich dadurch viel reicher, als würdest du mir das Geld direkt geben. True Social hatte ich mir übrigens mal kurz angeschaut. Sekunde, habe ich das hier noch offen.
Was ist denn so ein Nutzer von True Social jetzt wert?
Das ist auch eine gute Frage.
Also wie viele Nutzer haben die?
Ja, ich habe nämlich auf angeblich 2 Millionen, kann das sein? Offizielle Zahlen gibt es natürlich nicht so richtig. Aber das Letzte, was ich sehe, ist 2 Millionen. Dann ist jeder Nutzer 6.500 Euro wert an Bewertung. Das ist natürlich total angebracht. Das kriegt man bestimmt wieder reingeholt. Genau, und man kann uns SimilarWeb auch nachvollziehen. Also die Webseite, und es gibt eine Web-App, also man muss nicht über App benutzen, die Webseite hat so 5 Millionen Aufrufe im Monat. Das ist jetzt auch nicht großartig für ein Social. Also es ist nicht mal 1% von Twitter, glaube ich. Von daher ist es natürlich totaler Quatsch und steht in der ganzen Company eigentlich gar nichts. Die Frage ist jetzt so ein bisschen natürlich, wie kann Trump davon profitieren? Weil von der Marktbewertung selber hast du erstmal nichts. In der Firma sind wie gesagt nur 300 Millionen drin, die schmelzen jetzt langsam ab mit den Verlusten. Aber er kann natürlich Shares verkaufen, das ist aber a in der Regel untersagt durch Lockup Periods. Und B, hat er dann das Meme-Stock-Problem? Das, was ich eben beschrieben habe bei BadBuzz und Beyond oder GameStop. Wenn er es verkaufen würde und das wird public und es würde natürlich public werden, dann würde das den Kurs sehr schnell... Also diese ersten 20 Tage, wo er diese weiteren 40 Millionen Shares bekommt, wenn er das über 17,50 hält irgendwie, die würde er ganz sicher noch abwarten. Dann wäre es gar nicht so schlau zu verkaufen. Er hat auch ein halbes Jahr, das ist so eine gängige Lock-Up-Periode. Habe ich nochmal reingeschaut. Wer könnte eventuell, wenn du an Governance denkst, wer könnte so eine Lockup-Periode auflösen? Also Lockup-Periode heißt, du darfst ein halbes Jahr nicht...
Ja, das Board.
Genau, das Board.
Das Board oder der CEO.
Weißt du, wer im Board drin sitzt?
Seine Familie.
Ja, auch. Weil ich rausgefunden habe, dass das Board das canceln darf, das Lockup, habe ich geschaut, wer da drin sitzt. Da sitzt Dave Nunes drin. Der ist so ein strammer Republikaner. Und genau, Covid-Leugner mehr oder weniger hat den Leuten während Covid gesagt, sie sollen mal schön ins Restaurant gehen und essen, das ist auch wichtig. Ständig so im Trump-Russland Konflikt, also nicht Konflikt, sondern sozusagen dem Skandal, dass Trump sozusagen russisches Asset wäre und so sehr negativ aufgefallen ist. Beim Impeachment-Verfahren hat er ihn verteidigt. Also eigentlich könnte man sagen, einer von Trumps besten Freunden in der republikanischen Partei. Dann hast du Eric Swider. Das ist so ein komischer Politikberater. Aktuelle Firma ist gerade Renatus Advisors. Die arbeitet als Unternehmensberatung für den Public Sector. Also ich würde sagen, lässt sich Regierungsaufträge zuschanzen. Vielleicht auch ein Weg, sein Geld in der Präsidentschaft zu monetarisieren, wenn man dem einfach viele Aufträge gibt. Und zwar der Speck, lustigerweise, zahlt 15.000 Dollar pro Monat Miete für ein kleines Apartment in Puerto Rico, wo zufällig Renatus Advisors auch sitzt, als Mieter. Also fließt schon Geld zurück. Dann hast du Linda McMahon, das ist die Gründerin der WWE, der World Wrestling Entertainment, also der Showringer-Vereinigung. Eine der größeren Spenderinnen der Donald Trump Foundation, also kann man sich auch vorstellen, dass sie sich relativ nahe stehen. Dann Cash Patel ist so ein indischstämmiger Abgeordneter oder ein Regierungsmitarbeiter. Er war Adjutant von dem Nunes, dem Erstgenannten vorhin, also auch sehr nah dran. Er gilt als Backchannel für Trump im National Security Council. Das heißt, er hat Informationen, die er im Sicherheitsrat erfahren hat, an Trump weitergegeben, angeblich im Rahmen mit dem Ukraine-Konflikt. Wurde ihm immer wieder vorgeworfen, beim Dokumentenskandal, also dass Trump sich die ganzen geheimen Unterlagen mit nach Hause genommen hat und so weiter und nicht rausgeben wollte, hat er den Pleading the Fifth, seinen Aussageverweigerungsrecht, vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, dass er sich nicht selbst beschuldigen will, um Trump zu schützen. Denn während einem Podcast mit Steve Bannon, War Room heißt er, hat er quasi gesagt, dass er sehr sicher davon ausgeht, dass Donald Trump, sollte er nochmal Präsident wird, seine Feinde und Verfolger, seine politischen Feinde verfolgen wird, wenn er wieder Präsident wird. Wir werden rausgehen und die Konspiratoren nicht nur im Regierung, sondern auch in den Medien finden. We're going to come after the people in the media who lied about American citizens who helped Joe Biden rig presidential election. Also es ist offenbar auch ein Wahlleugner. Oder wie hat man das? Wahl? Na, weiß schon. We're going to come after you, whether it's criminally or civilly. We'll figure that out. Also auch komplett drüber kann man davon ausgehen, dass Trump wohlgesonnen ist. Dann Kyle W. Green, ehemaliger Air Force Anwalt, ist unter Trump ins Innenministerium gekommen, also auch ein Lakai und so. Der letzte im Board ist Bob Lighthizer, ist unter Trump US Trade Representative, also Handelsbeauftragter geworden, ist aber alles andere als ein Handelsbeauftragter, nämlich Protektionist, China Hawk, also ist gegen den Handel mit China. Er ist prinzipiell handelskritisch und hat die Handelskriege mit der EU und China quasi verschärft und die World Trade Organization, die Handelsorganisation geschwächt. Den hat er sich auch noch ins Board gesetzt und sein Bengel hier, Donald Trump Jr. ist der 8. oder 7. oder weiß nicht. Das heißt, dieses Board wird ihm natürlich gewähren, dass er seinen Lockup-Period eilig nutzen kann. Er könnte ansonsten natürlich auch Geld gegen die Aktien leihen. Du kannst den Lombard-Kredit aufnehmen, das heißt, du gehst zur Bank und sagst, hey, hier ist Donald Trump, ich bin jetzt 6 Milliarden wert. Und 500 Millionen davon könnt ihr mir schon mal auszahlen, ich zahle später zurück. Muss man dazu sagen, dass Banken jetzt nicht heiß daraus sind, Donald Trump gerade Geld zu leihen, aber das wäre eine andere Möglichkeit, das zu monetarisieren, ohne es zu verkaufen, weil das Verkaufen sicherlich ein schlechtes Signal wäre. Du könntest das Geld des... der Firma einfach veruntreuen. Das heißt, du verschaffst jetzt irgendwelche Aufträge an Trump-Organisation Firmen und ziehst so 300 Millionen aus der Firma. Das ist das Einzige, was man wirklich nicht verhindern kann wahrscheinlich. Beziehungsweise ist es die Aufgabe des Boards, das zu verhindern, dass der CEO Geschäfte mit sich selber macht oder einer der Insider. Und das Board haben wir gerade gesagt, wie wahrscheinlich das ist, dass die sich dem entgegenstellen. Und man könnte eine Kapitalerhöhung machen. Also du sagst, wir sind jetzt 9 Milliarden wert oder 13 oder welcher Zahl auch immer man glauben kann. Und dann geben wir neue Shares raus, dann kriegst du neue Liquidität. Das ist aber sehr untypisch, so schnell nach einem Börsengang eigentlich das zu tun. Wäre aber ein guter Weg, die hohe Bewertung quasi zu versilbern. Und irgendwas werden wir davon demnächst sehen, weil Trump ist natürlich ein guter Opportunist und diese Überbewertung von 13,5 Milliarden jetzt nicht auszunutzen, das wäre strafbar, nicht strafbar, aber es wäre einfach dumm. Deswegen gehe ich davon aus, dass er einerseits irgendwie mit ganz vielen komischen Firmen, die ihm gehören, also dieses mit dem Puerto Rico Office ist ja schon ein gutes Beispiel, wo er einfach mal 180.000 Dollar im Jahr überweist für einen Briefkasten. Das ist ja letztlich schon Veruntreuung von Firmenmitteln. ob das jetzt allen Leuten so bewusst ist, die investieren. Die meisten investieren natürlich, weil sie Trump gewinnen sehen wollen und ihm unter die Arme greifen. Er war auch bekannt dafür, dass während er Präsident war, haben Leute ja quasi ihn indirekt beeinflusst, indem sie möglichst viel Geld in seinen Hotels ausgegeben haben. Also die ganzen irgendwie Ja, so ein bisschen zwielichtigen Staatsgäste und so weiter, die haben halt dann immer ganze Flure im Trump Tower gebucht oder in den Hotels, um indirekt eigentlich ihn wirtschaftlich zu befördern. Und ich habe so ein bisschen die Angst, dass die Aktie jetzt Das heißt, er kann einfach jedem sagen, so kauf mal meine Aktie, dann werde ich weiter Multimilliardär, wenn ihr einfach ein paar Stücke kauft oder über einen langen Zeitraum weiter Kaufdruck ausübt und damit den Kurs hochhält, ist das für ihn natürlich großartig. Jetzt kann er wieder sagen, er ist der erfolgreiche Businessman, der Multimilliardär. Obwohl tatsächlich es gar nicht so einfach ist, das Geld aus der Firma rauszuholen. Und er war unter dem gleichen Ticker, DJT, ja schon mal an der Börse mit Casinos und Hotels und hat es immer neun Jahre an der Börse gehalten, ist dann bankrott gegangen. Es wäre komisch, wenn diese Aktie dann nicht den gleichen Weg geht eigentlich. Umso absurder ist es, dass sie gerade 13,5 Milliarden wert ist, was durch nichts zu erklären ist, außer dadurch, dass es mehr Nachfrage als Angebot gibt und so die Börsenkurse entstehen. Darauf zu zucken, das haben so ein paar Leute gefragt, wie kann man dagegen wetten und so, das macht meiner Meinung nach gar keinen Sinn, rein mathematisch. Selbst wenn man überzeugt ist, ist es so, dass die Optionen so teuer sind, also Wo steht die jetzt, die Sekunde, bei 66 Dollar. Es haben auch ein paar Nutzer gefragt, kann man jetzt irgendwie dagegen wetten, macht das Sinn und so weiter. Ich würde sagen eher nicht und es liegt gar nicht daran, dass die Aktie einfach so volatil ist und man gar nicht weiß, wohin das gehen kann. Aber es ist auch so, dass wenn eine Aktie besonders volatil ist, dann sind die Optionspreise auch besonders hoch. In dem Fall ist es so teuer, sich entweder Aktien zu leihen, um Short-Selling zu machen, oder auch die Preise der Put-Optionen sind so überteuert, dass selbst wenn die Aktie 90% oder 80% des Wertes verliert, dann wäre der Preis der Optionen darauf so hoch, dass das noch nicht mal reicht, um die Optionen zu bezahlen. Das heißt, die Strike-Preise, selbst bei vernünftigen Strike-Preises, also Ausübungspreisen der Optionen, Dann ist der Preis der Option so teuer, dass du so weit unter den Ausführungspreis kommen musst, dass du eigentlich darauf wetten musst, dass die Aktie 80-90% an Wert verliert. Und das wiederum ist dann allein schon, weil die Familie des Incentes hat, den Kurs über diesen 17,50$ zu halten. macht es allein deswegen schon keinen Sinn, dagegen zu wetten. Deswegen würde ich davon ausgehen. Und plus, du musst erstmal die Optionen finden und wenn du sie ja noch eventuell über Neobroker und da hast du noch größere Spreads, das heißt, irgendwann bist du bei einer mathematischen Unmöglichkeit, damit Geld zu verdienen wahrscheinlich. Deswegen würde ich davon vor allen Dingen abraten, wenn überhaupt irgendwas.
Wahnsinn, dass der damit durchkommt.
USA, USA.
Letzter Punkt dazu. Du hast ja gesagt, er war mit DJT schon mal an der Börse 2015. Und in einem Interview zur New York Times hat er 2016 dann gesagt, das Geld, das ich da rausgeholt habe, war unglaublich. Also wenn jemand weiß, wie er Geld aus der Firma rausholt, dann ist es ja wahrscheinlich er.
Ja, oder ich kann mir beides vorstellen. Also A, dass er über Umwege das Geld herausholt, das ist ja was, was wir gerade so ein bisschen beschrieben haben. Oder auch, dass er einfach lügt und selbst, was eine schlechte Story war, gut aussehen lässt. Aber beides ist gut möglich und beides kann mir zutrauen und eine Mischung aus beidem wahrscheinlich.
Was denkst du, bis in den nächsten 20 Tagen wird sich das Ding wahrscheinlich noch verdoppeln?
Das wäre brutal, ja.
einfach das Ja der Meme-Aktien wieder.
Ja. Das ist alles so traurig. Wenn er auch noch eventuell die Wahl gewinnt. Es war ganz schön, dass man lange nicht über den reden musste, fällt mir gerade so auf. Man ist einfach so ein Mensch, von dem du immer vom Schlechtesten ausgehen kannst und du hast wahrscheinlich recht. Apropos, schöne Überleitung. Wir haben außerdem noch gelesen in den News diese Woche, dass unser fähiger Verkehrsminister 150 Millionen Euro in Flugtaxis investieren möchte. Und zwar geht es um Volocopter, nicht um Lilium, wenn ich es richtig verstehe. Und entgegen des Anraten von Wirtschaftsprüfern, die das für sehr riskant halten, sagt der Spiegel zumindest, will Verkehrsminister Volker Wissing, FDP, gerne 150 Millionen über das Bayerische Verkehrsministerium in Volocopter stecken. Eigentlich wollen wir ja gerade Geld sparen, dachte ich, Schuldenbremse und so. Gleichzeitig Wenn das gut funktionieren würde, bräuchte es, glaube ich, kein Staatsgeld dafür. Ich habe mal angeschaut, wer eigentlich in Volocopter bisher investiert hat. Mit Ausnahme von B2Ventures war da jetzt kein wirklicher Wagniskapitalfinanzierer dabei. Am Anfang hat Mercedes investiert, dann Intel, Geely, die Chinesen, Deutsche Bahn, Schenker, irgendwann 87 Millionen Euro. BP Investments ist so eine südkoreanische Firma, dann so eine Hongkong-chinesische Firma, wieder Nium, die Saudi-Arabien. Aber ein renommierter VC hat bisher nicht daran geglaubt, kann man glaube ich fairerweise sagen. Honeywell hat investiert, Sumitomo, alles so Corporate Venture Capital, wenn man so möchte. Ich weiß nicht, ob da jetzt der Staat unbedingt 150 Millionen noch reinbraten muss. Und die Frage ist auch, was förderst du damit? Also operiert werden die, also ich würde behaupten, wenn dieses Flugtaxi-Geschäft funktioniert, was ich glaube, dass das irgendwann geben würde, finde ich gar nicht fraglich. Aber wenn das funktioniert, dann werden die Gewinne ja eigentlich und Umsätze vor Ort gemacht. Und dass wir es hier zuerst zulassen, das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Das wird tatsächlich natürlich in Saudi-Arabien, China oder so passieren. Das heißt, förderst du den Bau dieser Dinger und das dann irgendwie 150 Millionen, macht das Sinn? Ich bin mir nicht so sicher.
Man versucht sich innovativ zu zeigen.
Und wie kommt man darauf? Also warum denkt man, man muss jetzt 150 Millionen... in die Volocopter stecken. Ich verstehe es nicht. Aber wahrscheinlich, weil wir technologieoffen sein wollen.
Technologieoffen, innovativ zeigen.
Ja, aber so wie das aussieht, werden die durch die 150 Millionen in einem halben Jahr durchbrennen oder maximal in einem Jahr. Dann hat er noch zu seiner Amtszeit eine Pleite mit zu verantworten. Und 150 Millionen Staatsgeld. Von jedem Bundesbürger 2 Euro da reingelegt.
Für 500 Mitarbeiter. Und 2000 Testflights.
Ja, dann würde ich das Geld wirklich lieber irgendwo Grassroot-mäßig unten in Startups als Förderung verteilen, irgendwie auf einem effizienten Weg, als statt sich über private Investoren hinwegzusetzen. Weil du kannst ja sagen, wenn sich private Investoren finden, dann gibst du Government Grants oder so. Aber zu sagen, wir treten hier als Investor auf, ich weiß nicht, ich finde es nicht gut. Und als Verkehrsministerium. Das ist auch die Frage. Ich bin mir sicher, das wird in Deutschland in den nächsten zehn Jahren nicht fliegen. Ich bin mir auch sicher, das wird in irgendeinem anderen Land fliegen. Das ist ja nicht Wirtschaftsförderung, sondern das Verkehrsministerium, das fördert. Da wiederum bin ich mir nicht so sicher. Das sind 250 Millionen, die man auch ins Schienennetz stecken könnte. Wo es sicherlich nicht schlecht aussieht.
Vielleicht glaubt er, dass das mit den Schienen nichts wird und wir bald Hamburg-Berlin einfach in dem Ding fliegen können.
Ja, wahrscheinlich. Naja, so, damit können wir nicht enden heute. Deswegen machen wir noch die Brace Earnings. Sind die positiver? Nicht für Brace Aktionäre, aber ich finde eigentlich die Zahlen gar nicht so schlecht. Ich habe schon reingeschaut. Brace wächst wieder mit 33% gerundet. Das ist schon mal gut. Er schafft seinen Wachstum zu halten. Die Rohmarge geht 1% Punkt gegenüber dem Vorjahr hoch auf 67%. Ähm, ist noch nicht ganz da, wo sie hin muss irgendwann mal, aber, ähm, im Vergleich zum Vorjahr erstmal eine gute Rohmarge, ist noch ein bisschen volatil, hat sie, äh, hängt noch sehr von den Kosten ab, äh, von dem, äh, CapEx ab, glaube ich, die sie haben so ein bisschen, ich glaube, sie investieren gerade wieder, haben irgendwie... relativ hohe CapEx, also viel für Hardware ausgegeben. Vielleicht steigen damit auch ein bisschen die Cost of Revenues oder die anderen Infrastruktur-Dienstleistungen, die sie einkaufen, Telekommunikation oder so, schwanken stark. Ist noch ein bisschen volatil, aber gezeigt in die richtige Richtung, das kann man trotzdem sagen. Dann steigen ihre operativen Ausgaben auch um 18%. Ihr Ergebnis verbessert sich nur um 4 Millionen, also im letzten Jahr haben sie 36,5 Millionen verbrannt im Q4, jetzt sind es noch 32,3, das ist ja nur rund 4 Millionen besser, aber bei 30% Umsatz ist das relativ gesehen natürlich weniger, also letztes Jahr waren noch minus 37% operative Marge, jetzt nur noch minus 25%. Die Aktie hat trotzdem nachgegeben, es wird wieder ein bisschen der Ausblick gewesen sein und wahrscheinlich hätte man sich sozusagen noch mehr Profitabilität gewünscht. Aber andererseits finde ich, wenn man jetzt über hier drei, vier Quartale schon diese 33% Wachstum halten kann in der jetzigen Zeit, wo es ja echt schwer ist, Verträge zu verhandeln und so weiterhin, finde ich das eigentlich vom Wachstum her sehr, sehr, sehr gesund. Operativ sind sie Cashflow-positiv schon. Seit längerem. Auf Gesamtjahresbasis ebenfalls. Das heißt, das sieht eigentlich alles gut aus. Sie gewinnen weiterhin 15,5% mehr Kunden. Kunden über 500.000 Euro im Jahr. Fast 30% gestiegen. Die wie NEA sieht gut aus. Rule of 40 sind sie ein bisschen drunter. Magic Number könnte besser sein, ehrlich gesagt. haben Flix als Kunden gewonnen, wenn ich es richtig gelesen habe, dieses Jahr, gut fürs deutsche Team und viele andere großen Brands. Genau, reden natürlich auch viel von AI, haben ihre eigenen AI-Produkte. Ich denke so ein bisschen, dass sie eigentlich auch noch sehr am Anfang sind, wenn du überlegst, Brace hat bei den meisten Kunden wahrscheinlich Zugang zu den Daten und du kannst eigentlich sehr gut CRM oder Engagement-Strategien auch mit AI in Zukunft. Also du kannst ein bisschen davon lernen, cross-Plattform, was machen andere Kunden richtig und das productizen und den nächsten Kunden anbieten, also ohne jetzt die Geschäftsgeheimnisse zu verraten, aber du siehst natürlich, wie Leute deine Plattform ausnutzen oder einsetzen und dann kannst du darauf basierend Produkte für andere bauen und so lernen dann doch alle ein bisschen voneinander. Das finde ich eigentlich ganz spannend an dem Business. Also das ist jetzt meine Worte. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie das so darstellen würden, aber so würde ich drauf schauen. Und ich glaube, dass prinzipiell so Customer Engagement etwas ist, was definitiv nicht von Menschen gemacht werden sollte. Im Moment schreibst du irgendwelche Hypothesen und Algorithmen oder einfach auch nur Abläufe oder so Flowcharts, schick ihm oder ihr... morgens eine E-Mail, nachmittags eine Push-Notification in die App und wenn er dann nicht reagiert, nach zwei Tagen SMS oder eine Postwurfsendung. Das ist ja alles algorithmisch oder sehr durchdacht und kann gar nicht auf jeden Menschen gleich zutreffen. Eigentlich willst du ja aufgrund, wenn du die Daten hast, die Brace in der Plattform inhalieren dürfte, kannst du ja eigentlich vollautomatisch per Machine Learning feststellen, was ist gerade die richtige Marketing-Message, was ist gerade die richtige Zeit und Auf welchem Kanal erreiche ich um diese Uhrzeit typischerweise Kunden in dem Land oder mit dem Profil? Das sollte komplett durch. Du hast ja von AI-Use Cases wissen wollen, finde ich einen der besten AI-Use Cases, die es gibt, weil natürlich kann sich kein Mensch ausdenken, wie der durchschnittliche Kunden funktioniert. A, gibt es keine durchschnittlichen Kunden, sondern die Power ist in der Segmentierung. Das hat sich aber nicht gelohnt, weil kein... Ein Marketingverantwortlicher wollte 20.000 CRM-Flows bauen. Eine AI kann aber Leute, da kannst du Leute in 100 Buckets schicken und sie kann für jeden einen perfekten Engagement-Ablauf, also Braze macht diese Kommunikation quasi, Engagement-Plattform, das heißt Push-Notifications, E-Mails, Kommunikation, um den Kunden zu Retention zu bewegen, stark vereinfacht oder einfach, um mehr Budget auch auszulesen beim Kunden. Ich habe neulich zum Beispiel nachgedacht über A-B-Testing. Wenn du sagst A-B-Testing, es geht jetzt nicht mehr so sehr um Brace, sondern um AI und wo du AI gut einsetzen kannst, wo es sehr früh weitergeht. Wir sind ja wahrscheinlich der gleichen Meinung, dass die Anzahl der A-B-Tests, die du machst, so ein bisschen für die Innovationsgeschwindigkeit stellvertretend steht eines Unternehmens. Oder dass man zumindest Conversion schneller steigen kann, wenn man mehr Tests macht. Das Problem ist halt, technisch kannst du nur so und so viele Tests im Jahr machen. Das liegt so ein bisschen an den Ressourcen, die du hast in der Technik, aber vielleicht auch, dass du immer signifikant viele Nutzer brauchst, um den Test signifikant aussagekräftig zu machen. Und das heißt, was du dir machen willst, ist die Shots on Goal eigentlich verbessern. Also, beziehungsweise die Shots on Goal hast du und du willst die Hitrate verbessern, also dass du wirklich triffst auch. Das heißt, du hast einen Test, der mindestens 0,2% irgendwas positiv bewegt oder was auch immer signifikant ist in dem Fall. Das müsste doch zum Beispiel AI super voraussagen können. Also zwei Möglichkeiten. Entweder du nimmst einfach nur alle, also du bist eine Plattform wie Visual Website Optimizer oder Optimize.ly und was es da alles so gibt. Und du siehst die vergangenen Tests aller Kunden, was die getestet haben und was das Outcome war. Was hast du in deinen Daten drin, wenn du sie benutzen darfst oder irgendwie anonymisiert benutzt bekommst. Das heißt, dann kannst du eigentlich schon bevor der Test startet, Kannst du sagen, das hier wird sehr wahrscheinlich zu klein sein, das wird nicht die Nadel bewegen. Oder dieser Test hat in 80% der Fälle stark positive Ergebnisse gejildet. Ich glaube, das müsste man einigermaßen gut mit AI predikten können. Alternativ, wenn das nicht gut, keine gute Idee. dann könntest du synthetische User bauen. Das heißt, statt echte User zu haben, schickst du erstmal 10.000 Bots, die sich wie Nutzer verhalten, auf die Webseite und kannst so herausfinden, also hast einen zweiten Validierungsmechanismus, ob der Test eher positiv oder eher negativ oder eher egal ist. Und dann drittens kannst du, glaube ich, auch Testideen generieren automatisch. Weil du hast ja in deiner Plattform alle Testideen aller Kunden. Und wenn jetzt jemand neu anfängt, also wenn jemand macht das erste Mal mit seinem E-Commerce-Store AB-Testing, Dann kannst du dir direkt Dinge vorschlagen. Und zwar nicht so die typischen zehn Sachen, die man als erstes aus der Kiste holt. Das wäre schon auch schlau, die zu machen. Aber du kannst individualisiert für den Kunden, für die Industrie, für die Webseite kannst du wahrscheinlich Vorschläge machen. Der Text muss größer, die Suchfunktion muss zentraler, der Chatbot ist zu offensiv, tausend Sachen. Das ist, glaube ich, für die Gesamteffizienz des Sektors ein krasser Hebel. Und ich habe nicht das Gefühl, dass das schon ausreichend passiert, ehrlich gesagt, oder beworben wird. Ich weiß, dass die Plattformen so ein bisschen Suggestions machen, aber ich glaube nicht so sehr, wie das mit heutigen generativen Models eigentlich möglich wäre. Und du kannst nicht nur die Art der Tests vorgeben, du kannst ja sogar die Copy und sowas automatisch generieren, auch durch Generative AI. Also was ein guter Button-Text ist, was eine gute Erklärung für ein Feature ist, was du testen willst und so weiter.
Und du glaubst, dass eher so Plattformen wie Brace da die Gewinner sind? Oder sind das nicht einfach die großen Tech-Firmen?
Nein, ich sage gar nicht mit Brace zu tun. Es ging nur um, also einerseits kannst du, glaube ich, bei Brace viel mit AI machen. Da geht es eher darum, um das Vertesten des Messers. So bin ich gerade drauf gekommen. Weil du kannst natürlich das ganze Messaging gut per generative AI generieren, was sind die richtigen Nachrichten. Und dann kannst du sie mit Machine Learning optimieren, was Zeit, Kanal und so weiter angeht. Und so kam ich dann auf, dass das eigentlich noch mächtiger ist für AB-Tests auf einer Webseite. Also die Frage ist ja, wie wahrscheinlich ist es, dass ein Mensch ein besserer Produktdesigner ist als sozusagen die gesammelte Daten der Vergangenheit und darauf eine schlaue AI, die sagt, wie die am besten funktionierenden Webseiten und die am erfolgreichsten AB-Test der Vergangenheit ausgesehen haben. Die wird auch mit Sicherheit eine bessere Webseite bauen können. Alles andere wäre eigentlich so ein First-Principle-Logik unmöglich. Da komme ich her. Na gut, ich hoffe, das war jetzt der optimistische Ende. Viel Spaß beim Eiersuchen. Seid lieb zu eurer Familie und Verwandten.
Ich denke die ganze Zeit an die Headline von Zalando von 2018. Warum Zalando plötzlich auf 200 Marketing-Spezialisten verzichtet. Das ist ja eigentlich das, was du jetzt vorhersagst wieder.
Also die Marketing-Disziplinen kannst du ja Ja, ich fand das damals ein bisschen undifferenziert, ehrlich gesagt. Also wenn ich es richtig verstanden habe, wo eine ganze Abteilung einfach quasi wurde sehr stark reduziert. So würde ich es nicht sehen. Aber dass gewisse Profile 50 Prozent, dass man die 50 Prozent weniger braucht, glaube ich schon. Aber wie gesagt, gleichzeitig baust du ja ganz neue Produkte dadurch und es kommen nochmal ganz neue Firmen vielleicht auf die Welt. Und insgesamt wird der Tech-Sektor nicht weniger Leute beschäftigen, glaube ich. Von daher, aber ja, wenn deine Aufgabe ist, den monatlichen Kunden Newsletter zu schreiben oder sowas, kann ich mir schon vorstellen, dass eine AI das bald besser kann. Also ich meine, was machen so Leute teilweise irgendwie jetzt? Wie kann ich das Thema Frauengesundheit mit Ostern verbinden? Naja, das kannst du mit einer AI schneller machen.
Wie viel AI ist in deinem Newsletter am Montag? Wie ist der Prozess von deinem Newsletter aktuell?
Wir sind doch hier durch, wir wollten nicht so lange machen. Warum klaust du mir jetzt Zeit hier?
Ich weiß genau, dass du noch 20 Minuten hast. Das sind die besten Gespräche, da habe ich am meisten Spaß dran.
Ja, schön für dich. Aber ich gebe A, Hörern und Hörerinnen auch gern Zeit zurück. Im Newsletter versteckt sich, in jeder Ausgabe bisher hat sich AI versteckt, aber nicht so in dem Sinne, dass ich den Großteil des Textes mit AI schreibe. Es gibt ein Segment, was öfter mal mit AI-Unterstützung geschrieben wird. Ich sage aber nicht welches. Und die Bilder sind oft AI-generiert, ja. Teilweise. Aber der Text, also vor allem die Themenauswahl ist noch 100% männlich. Es gibt auch, glaube ich, männlich-menschlich und männlich, vermute ich. Was wollte ich gerade sagen? Die Themenauswahl, ich glaube, gibt es eine AI, die Realtime, also außer Grog, aber der würde ich jetzt nicht vertrauen. Realtime-Themen aussuchen könnte wahrscheinlich Google, vielleicht Bart, vielleicht Grog. Aber das würde ich eigentlich nicht vertrauen. Das ist ja der Mehrwert, dass ich die Themen kuratiere. Zumindest möchte ich mir das einbilden. An der guten Kommasetzung liegt es bestimmt nicht, dass Leute es lesen. Und genau, auch das Formulieren und so. Also ein AI-Newsletter, einerseits habe ich ja gerade dafür argumentiert, dass das natürlich eine... eine AI ganz gut kann. Andererseits willst du ja den persönlichen Stil lesen. Die Frage ist, könntest du eine AI darauf trainieren, so wie Philipp Klöckner zu schreiben? Dafür habe ich vielleicht noch nicht genug öffentlich geschrieben. Also jetzt, wenn du nur mein altes Blog nimmst und die letzten Newsletter, irgendwann würde es vielleicht reichen, aber du willst ja den persönlichen Touch haben, glaube ich. Ansonsten macht es auch keinen Sinn, dann kann ich mir auch ein Newsfeed durchlesen, dann brauche ich kein Newsletter. Von daher glaube ich, so für personalisierte Newsletter oder wo es ja um denjenigen geht, der es kuratiert, Da macht AI noch wenig Sinn, außer so als Unterstützung. Aber so transaktionale Kunden-Newsletter wiederum, da ist ja vollkommen egal, wer das schreibt. Ob das Michael aus CRM oder Denise aus Marketing schreibt, merkt der Kunde ja auch nicht.
Und wie kam es zu den Fehlern im Newsletter mit den Earnings-Daten?
War das die Ereignis? Kann man gucken, wodurch das kam. Von der Datenquelle natürlich. Was hatten wir? Woche 13, oder? KW 13? Ich habe einfach die falsche Woche eingegeben, glaube ich, bei dem Tool. Oder das Tool, was ich nutze, das hier Cash-Kalender. Wenn ich das benutze, dann kann man das ja auch mal erwähnen. Die stehen jetzt nicht mehr drin. Komischerweise bin ich eine Woche verrückt vielleicht. Oder bin ich verrückt? Weiß nicht, welche Woche ich aus Versehen gemacht habe. Nächste Woche kommt Auto 1, sehe ich gerade. Habe ich vielleicht 23 statt 13 eingegeben? Ne, auch nicht. Weiß nicht, wie es für einen Fehler kommt. Ich glaube, es hat es falsch angezeigt. Du meinst, dass ich Earnings annonciert habe, die es gar nicht gab?
Genau, da kamen ja zwei, drei Mails rein. Ja.
Naja, ist ja alles ohne Gewehr, man überlebt das schon.
Genau.
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Den gibt es auf doppelgänger.io. Habt ein frohes, schönes Osterfest. Wir hören uns wieder am Mittwoch.
Bis dann. Peace.
Ciao, ciao. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Blöckler. Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.