Doppelgänger Folge #352 vom 10. Mai 2024

OMR | Google killt Commercial Content | AirBNB, Arista Networks, Shopify, Palantir Earnings

Wie lief die OMR? Was bewegt die Welt der Earnings diese Woche? Was macht Sportradar?


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

00:00:00 OMR

00:18:30 Sportradar 

00:20:15 AI

00:25:00 Google Commercial Content

00:38:00 AirBnb Earnings

00:41:10 Arista Networks Earnings

00:43:20 Shopify Earnings

00:45:00 Palantir Earnings

00:47:40 Hims Earnings


Shownotes:

OpenAI Google Konkurrenz: Reuters


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 352 am 11. Mai 2024. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner. Pip, ich habe deine Keynote gesehen. Du warst eigentlich die einzige Keynote, die ich mir wirklich angeschaut habe. Es war ein voller Raum. Und ich muss sagen, sie hat mir besser gefallen als letztes Jahr.
Das ist ja der Sinn, eine gewisse Steigerung. Man hofft ja, dass man sich weiter verbessert. Aber freut mich. Vielen Dank für das Lob. Ich versuche besser zu werden.
Man hat gar nicht gemerkt, dass du vorher noch fast keine Präsentationen hattest. Aber es scheint ein bisschen jetzt das Thema zu sein, dass man News-Webseiten einfach ein Screenshot macht und das als Light nimmt. Habe ich bei anderen auch gesehen.
Ich glaube, dass das um gewisse Narrative einfach, also wenn man einfach einen Anschlusspunkt haben möchte, um über ein gewisses Thema zu sprechen, finde ich das legitim. Letztes Jahr war ein bisschen zahlenlastiger, das stimmt, das hat jemand auch gesagt. Aber die gleiche Person hat gesagt, dass es trotzdem besser gefallen hat dieses Jahr. Dann auch so, weil ganz viele gefragt haben, nach aller Voraussicht wird sie nächste Woche auch online sein. Mein Insta ist ein bisschen voll, verstehe ich auch. Also die wird als Einzelpräsentation höchstwahrscheinlich, also das liegt natürlich gar nicht in meiner Hand, sondern das ist ein technischer Grund, der da noch dahinter liegt. Aber höchstwahrscheinlich wird das nochmal sozusagen als Einzelpräsentation oder Video auf YouTube verfügbar sein ab Mitte nächster Woche. Und dann verteilen wir gerne natürlich auch nochmal den Link. Der kommt aber, muss man sich keine Sorgen machen, nach allem, was ich verstanden habe.
Und dann kannst du mir vielleicht in der nächsten Folge auch nochmal in einer gewissen langsameren Geschwindigkeit erklären, was du da überhaupt alles erzählt hast.
Ich fand es nicht so schnell.
Ich fand es langsamer als letztes Mal.
Ja, ich war komischerweise auch kaum aufgeregt. Also meine Stimme war nicht so hoch wie letztes Mal, oder?
Ja, war auch nicht so schnell wie letztes Mal.
Ja, ich würde auch sagen, also ich bin nicht gut daran, mich zu loben normalerweise, aber ich bin dann gerade, sagen wir mal, im Anbetracht der Umstände, bin ich einigermaßen zufrieden mit mir, würde ich sagen. Und ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Leute vorbeigekommen sind tatsächlich, dass relativ voll war die Halle, also sehr voll war die Halle.
Ich hätte noch eine Frage. Hast du irgendwas mit dieser Stinkbombe zu tun?
Nee, das ist das Gute. Dadurch, dass Christian Lindner und ich gleichzeitig aufgetreten sind, bin ich nicht der Einzige, aber ich habe definitiv ein Alibi. Ich bin on record nicht in dem Raum gewesen, wo das passiert sein soll. Es gab angeblich einen Stinkbombenanschlag in der Conference. Der Anschlag ist ein bisschen übertrieben, aber... Also irgendjemand hat wahrscheinlich Buttersäure oder was weiß ich was, so einen ekelhaften Kotzegeruch macht, da entweder als Gag oder Form des Protests oder einfach aus Dummheit hingeschmissen oder ich weiß nicht, was wirklich passiert ist, aber finde ich auch kacke, so geht man auch nicht, selbst wenn es der politische Gegner ist oder sowas. Das verbietet sich einfach. Das hat auch überhaupt nichts mit Politik oder mit Protest zu tun. Das gefährdet ja auch im schlimmsten Fall die Gesundheit von hunderten und tausenden Menschen am Raum. Aber ich schwöre, ich war es nicht. Aber auf jeden Fall höre ich mir natürlich den Masterplan von Linda nochmal später an. Aber ich den dadurch ja selber leider nicht sehen konnte.
Was waren denn sonst so deine Highlights?
Also ich habe noch nicht so viel Content konsumiert. Ich kann dir aber gerne erzählen, welchen ich unbedingt noch sehen möchte. Ich gucke mal hier so durch die durch die Videos, die schon online sind. Ich gehe einfach da chronologisch durch, was ich sehe, was ich mir auf jeden Fall noch anschauen würde. Also den CEO von Sunday Naturals, Robert Bosch, Fireside Chat, werde ich mir noch anschauen. Dann, wie gesagt, Christian Lindner werde ich mir anschauen. Kara Swishers Einzelauftritt, Burn Book zu ihrem neuen Buch, finde ich interessant. Dann, was haben wir noch? Bastian Schweinsteiger muss ich nicht sehen. IMAX auch nicht. Sheeans Future wäre interessant. Achso, das ist der Public-Policy-Typ von Sheeans. Da kriegst du nur Propaganda. Das macht keinen Sinn. Das Interview mit Brian Johnson von Scott Galloway würde ich mir natürlich anschauen. Die Predictions-Präsentation von Scott Galloway fand ich Sehr gut. Der macht viele solcher Termine im Jahr und manche sind einfach ein gewisses Programm wieder runterspülen. Das fand ich bei der OMR nicht. Erfrischend und neu, spannend. Dann Tarek Müller über E-Commerce würde ich mir bestimmt nochmal anhören. Also State of the German Internet habe ich so ein bisschen aus dem Backstage Bereich schon mitgehört, aber ich würde gerne nochmal die ganzen Charts sehen. Also die offizielle Keynote von Philipp Westermann und Roland Eisenbrand werde ich mir nochmal in Ruhe zuführen natürlich. Dann, was sieht hier noch spannend aus? Robert Parbeck, Markus Lanz habe ich gesehen, da war ich ja selber auf der Bühne und durfte zu gucken. Das würde ich aber ansonsten auf jeden Fall auch nochmal empfehlen. Entweder die Rede von Robert Habeck oder das Interview mit Markus Lanz. Ich fand, er hat sich da sehr gut geschlagen, ehrlich gesagt. Ich habe viel Gutes gehört über, wie vermarktet man Detail-Content. Julie Lepik von Femtasy, das soll ein guter Vortrag gewesen sein, den würde ich mir auch nochmal anschauen. Da haben mir zwei Zuhörerinnen gesagt, dass sie das sehr gut fanden. Die Lage der Startup-Szene mit Florian Heinemann, Jana Ernst hat er vielleicht. Achso, und Sascha Lobos KI-Keynote habe ich auch verpasst und würde ich mir nochmal anschauen. Dann Jonas Andrulis von Aleph Alpha mit Jürgen Schmidhuber, dem in Anführungsstrichen Vater der KI, werde ich mir definitiv auch anschauen. Fiverr-CEO vielleicht. Will AI change your job? Hast du das gesehen, Nene?
Nee, habe ich nicht. Die einzigen beiden Sachen, die ich gesehen habe, waren German State of Internet, Tim Ferriss Interview und deine Keynote.
Hier, Gülcan Wilke über die Bedeutung von Vielfalt, das würde ich mir vielleicht nochmal anhören. Ja, ich glaube, das sind die Sachen, auf die ich Lust habe, wenn ich die Zeit finde, die ich mir jetzt wieder nochmal anschauen würde.
Ja, das Tim Ferriss Interview kann man sich glaube ich nicht angucken. Also das war auf jeden Fall im Livestream nicht dabei. Da gehe ich davon aus, dass das auch nicht als Video hochgeladen wird. Die eine oder andere Person hat ja scheinbar verschiedene Regeln, ob Sachen dann im Nachgang veröffentlicht werden dürfen oder nicht. Er hat ein bisschen über Podcasts gesprochen und das war eigentlich ein ganz gutes Interview. Vielleicht ein bisschen zu viel Podcast für die ganze Audience. Aber er meinte, dass er nicht auf Video geht. Und ich durfte ihm eine Frage stellen. Ich habe ihn gefragt, wie er ein guter Lerner und ein guter Lehrer wird. Und er hatte so ein Modell. An dem er, mit dem er alles arbeitet. Also das war für mich so mit das Highlight. Sonst, meine Highlights waren eher so in der Conference, also auf der Expo, bin ich halt einmal bei ein paar von unseren Sponsoren vorbeigelaufen, hab mich mit denen ein bisschen unterhalten, ist auch ganz schön, die alle mal persönlich kennenzulernen und dann, was da so nebenbei noch so passiert ist. Es scheint, es wurde ja immer gemunkelt, wie viele Leute da sind und im Vergleich zum letzten Jahr und allem. Aber ich habe das Gefühl, dass es eigentlich recht erfolgreich war. Also am Ende der Konferenz, als ich dann weg war, habe ich eine Person getroffen, die an einem Stand gearbeitet hat, im Sales. Und die hatte überhaupt keine Stimme mehr. Und sie meinte, es würde nicht daran liegen, dass sie so viel gefeiert hätte und irgendwie mitgesungen hätte, sondern eher daran, dass halt einfach so viele Gespräche geführt worden sind. Das darf man ja auch nicht vergessen. Es gibt ja auf der einen Seite das ganze Line-Up, was du halt hast, wo du dir Inspiration holst. Und dich entertainen lässt. Aber das passiert natürlich auch viel auf den Ständen.
Ich hatte auch gehört, dass es zwar ein bisschen leerer war, aber das kann ja sogar gut sein. Aber mein Gefühl ist, dass die Qualität des Publikums, also die wichtigen Leute trotzdem... da waren. Und die Stände, mit denen ich gesprochen habe, waren auch eigentlich zu... Also am ersten Tag wussten sie es noch nicht richtig, aber am zweiten Tag habe ich mit zwei gesprochen, die waren eigentlich zufrieden. Also hat, glaube ich, zumindest niemand einen negativen Unterschied zum letzten Jahr gespürt. Von daher gehe ich davon aus, dass die meisten es für erfolgreich halten. Ja, und ich fand es eigentlich auch so rein logistisch alles ein bisschen einfacher gefühlt. Also obwohl es immer noch voll war auf den Innenhöfen und so, wenn die Sonne scheint, aber Ich fand es angenehmer als letztes Jahr, würde ich sagen, rein subjektiv. Und wie gesagt, ich habe nicht das Gefühl, dass jetzt viel Fachpublikum ausgeblieben ist, ehrlich gesagt.
Ja, kann ich unterstreichen. Für mich war es auch eine der angenehmsten, oder wenn nicht die angenehmste OMR bis jetzt.
Du hast ja auch nur in vier Jahreszeiten abgegangen und gegessen die ganze Zeit. Das fände ich auch eine angenehme OMR.
Du weißt ja, meine Kernkompetenz ist Essen. Und ich habe mich da zweimal hingesetzt mittags. Einmal ist es dann mit einem Mittagessen mit Chiago geendet. Da bereue ich ein bisschen, dass ich mir nicht den Live-Auftritt angeschaut habe und stattdessen irgendwie ein anderes Dinner dann gemacht habe. Aber Essen gewinnt halt bei mir immer. Das ist sehr witzig. Am zweiten Tag habe ich versucht, mich mit Scott Galloway zu befreunden. Habe ich es nicht so ganz geschafft.
Mein Ziel war, ich zeige ihm Hamburg, aber das ist mir nicht ganz gelungen. Du musst nur dranbleiben. Vielleicht nach drei Anrufen oder so.
Vielleicht nächstes Jahr oder in zwei Jahren, wenn er nochmal kommt. Ich habe es auf jeden Fall versucht. Es ist gar nicht so schwer, jemanden anzusprechen, der explizit beim Essen Airpods in den Ohren hat. Da kann man eigentlich nicht gewinnen. Das kann man direkt sein lassen. Aber ich habe es versucht.
Könnte ich sein.
Ja, bei dir hätte er vielleicht einen kleinen AI-Spaziergang um die Binnenalster gemacht. Was haben wir sonst noch? Eine Frage zum OMR habe ich noch. Du hast ja die German State of Internet noch nicht gesehen, aber da kam drin vor, dass Buchclubs hoch entkommen sind.
Ich habe sie schon gehört. Ich habe nur nicht alle Slides gesehen. Falls es falsch rübergekommen ist. Ich habe die aus dem Backstage-Bereich gehört.
Du willst mir sagen, du hast zugehört, während du deine Slides durchgegangen bist?
Nein, da bin ich die Slides noch nicht durchgegangen, ehrlich gesagt.
Okay, auf jeden Fall, dann weißt du ja.
Also mein Plan war die Slides einmal mittags um zwölf und dann nochmal eine Stunde vor dem Vortrag durchzugehen. Und mittags um zwölf wurde ich dann leider so ein bisschen abgelenkt, dass der Durchgang nicht funktioniert hat. Und dann habe ich tatsächlich das erste Mal am Stück eine Stunde vor dem Vortrag. Aber dafür fand ich es okay, oder? Ja. Ich glaube, es hilft auch, ehrlich gesagt. Ich merke das auch, wenn ich mehr Durchgänge mache, dann merke ich, wie sich einfach bei jedem Durchgang die Story komplett verändert. Das ist auch das Gute, dass ich, selbst wenn ich den gleichen Vortrag nochmal halten würde, würdest du was anderes hören, glaube ich. Und andere Aspekte und Höhepunkte haben.
Ich glaube einfach, dass du, wenn du es dreimal vorträgst, langweilst du dich selbst vom Vortrag und deswegen willst du es nicht mehr gut machen.
Ja, vielleicht ist das der Grund, dass ich beim dritten Mal dann was anderes mache, einfach damit es für mich selber spannend ist. Aber es ist ja auch gut fürs Publikum. Also man wird den in abgeendeter Form vielleicht nochmal irgendwo hören können, aber ich empfehle natürlich trotzdem, ihn immer sozusagen bei der, wie heißt das, Uraufführung auf der OMR zu hören, wenn Platz ist. Angeblich gab es Leute, die nicht mehr reingekommen sind.
Genug über dich gesprochen.
Ja, Entschuldigung. Ich dachte, es geht hier um mich in diesem Podcast.
Ja, in den letzten 352 Folgen vielleicht, aber jetzt reicht's. Buchclubs, warum sind die so im Kommen und wer verdient damit überhaupt sein Geld? Ist es einfach eine große Affiliate-Show?
Ja, vielleicht. Weiß ich nicht, warum sie die so umkommen. Ich glaube, der Startpunkt lag schon so ein bisschen, glaube ich, mit diesem Film Book Club, der 2018 kam. Oder war das vorher auch schon so groß? Mein Gefühl ist, das ist erst seitdem auf dem Platz. Es gab mal so einen Film mit Diane Keaton oder so. Ich glaube, damit ist das so ein bisschen aufgekommen. Und Book Club, das Konzept ist ja, du sharest sozusagen ein Buch mit verschiedenen Mitleserinnen und dann liest man das über einen Monat Stück für Stück und dann kann man am Ende eben diskutieren, wie man das wahrgenommen hat, was man daraus gelernt hat, wie das verschiedene Menschen eben auch auffassen, rezipieren und verarbeiten. Was ja eigentlich ganz spannend ist. Warum das so viele Leute machen, weiß ich auch nicht. Aber wenn du fragst, wie man das monetarisieren kann, dann ist es natürlich so, dass du sagen kannst, ich schicke dir per Newsletter jetzt das Buch für diesen Monat und ich schicke dann Amazon mit. Amazon hat ein Empfehlprogramm und dann kriegt man einen kleinen Anteil des Umsatzes, das mit dem Buch gemacht wurde, plus wenn in der gleichen Session noch was anderes bestellt wird, also wenn da jemand noch einen Flatscreen-Fernseher dazugestellt oder ein paar Nahrungsergänzungsmittel, dann kriegt man da auch noch den Teil von. Aber das ist ja auch total legitim, wenn du Leute dafür begeisterst, ein Buch zu kaufen. Prinzipiell muss ich erstmal sagen, dass das natürlich gut ist, wenn man Menschen zum Lesen animiert. Das finde ich wichtig schon zu sagen. Und das auch zusammen zu verarbeiten, das hat ja so einen sozialen Aspekt. Wie gesagt, man kann es ein bisschen mit Affiliate monetarisieren. Ich könnte mir vorstellen, dass Wenn du wirklich einen einflussreichen Buchclub baust, dass du zu einem gewissen Zeitpunkt von Verlagen bemustert wirst. Also dass du Bücher, die rauskommen, eventuell schon mal kostenlos zugeschickt bekommst von den Verlagen. Und eventuell kannst du wahrscheinlich sogar Marketingvereinbarungen eingehen, dass man... Also wie würdest du ein Buch sozusagen mit Rückenwind in den Markt bringen wollen? Ich glaube, mit Buchclubs zu kooperieren auf Verlagsseite. Ich weiß nicht, wie transparent man das machen müsste, aber das könnte ich mir vorstellen. Würde mehr bringen als nur die schieren Affiliate-Einnahmen, weil du ja quasi weißt, du hast einen Buchclub mit 4000 Teilnehmern und du kannst wirklich die Hälfte davon aktivieren, ein Buch zu kaufen. Das reicht jetzt noch nicht für die Spiegel-Bestsellerliste, aber wenn du 3, 4, 5 solcher Bookclubs aktiviert bekommst, dann kannst du dir damit einen guten Start in die Bestsellerliste einkaufen. Ich weiß nicht, ob das in Deutschland so passiert, aber ich kann mir vorstellen, dass das eine zusätzliche Einnahmequelle wäre. Das hielte ich für die zwei offensichtlichsten Monetarisierungsaspekte. Kann sein, dass ich etwas übersehe. Das Schlimme ist, ich kann keinen Buchclub machen, weil ich ja selber nicht lese. Vielleicht ist das der Grund, warum die Präsentation so aussieht, wie sie aussieht. Eigentlich habe ich nur das ganze Jahr das Internet für alle gelesen und dann die spannenden Sachen rausquartiert.
Ja, ich habe mich ein bisschen gefragt, ob der Buchclub auch einfach nur so ein Selbstbranding-Thema ist. Zu sagen, ich bin so belesen. Also man kann damit sein Image ja auch ein bisschen verändern.
Ja, aber würde es nicht schnell auffallen? Also das gehört ja dazu, dass du am Ende das eben auch diskutierst, vielleicht in so einer Zoom-Session oder in einem Webinar oder so. Und ich glaube, da fällt es schon sehr schnell auf, wenn das nicht authentisch ist, glaube ich. Also würde, keine Ahnung, würde es ein Buchclub machen? Wird schwer, das glaube ich lange durchzuhalten. Vielleicht pieken wir den Namen. Ich will gar keinen wissen eigentlich. Es gibt sicherlich Menschen, bei denen das nicht 100% outet. Wie zum Beispiel bei mir. Ich könnte irgendwie nach vier, fünf Büchern, zehn Büchern wäre ich schnell alle und könnte nicht mehr neue empfehlen und vor allem auch nicht die Zeit aufbringen, die zu lesen jeden Monat im Moment. Aber es hat halt jeder so sein Medium. Ich könnte deswegen, ich mache halt im Newsletter kuratiere ich ja quasi Podcast-Empfehlungen oder Video-Empfehlungen. Das schaffe ich irgendwie, dass ich das konsumiere und da fast jede Woche was finde, was ich spannend finde und weitergebe und so hat jeder sein. Damit lässt sich halt kein Geld verdienen. Also es sei denn, Podcasts fangen mich irgendwann an zu bezahlen dafür, dass sie da erwähnt werden, aber das glaube ich nicht. Das ist auch nicht der Sinn. Ich habe eine Frage. Wer soll einen Buchclub machen, wo du beitreten würdest? Und jetzt sag nicht Tim Ferriss.
Nee, ich glaube tatsächlich, dass zum Beispiel eine Person, die wir jetzt weggepiept haben, das vielleicht doch machen könnte. Vielleicht ist das ja einfach eine Sache, die die Person macht, aber das Image das nicht hergibt oder zeigt.
Wie, du meinst, der ist eigentlich eine ganz große Leseratte?
Vielleicht, also... Nur weil du ihn als Streamer siehst, der irgendwie überall drauf springt und die ganze Zeit hektisch irgendwas vorpräsentiert. Vielleicht, wenn der Stream offline ist, dann setzt er sich in die Ecke und macht ein Buch auf und genießt die ruhige Zeit.
Du hast nicht gesagt, wessen Blutbuchclub du beitreten würdest.
Für mich würde sich das anfühlen wie so eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Ich schließe das ab. Bestell mir das erste Buch und dann zahle ich das Abo noch und komme nicht hinterher, die ganzen Bücher zu lesen.
Das ist wahrscheinlich so ein bisschen das hässliche Geheimnis. Ich würde die Aktivierungsrate auf unter 20% schätzen. Also ich weiß nicht, wie das immer technisch gelöst ist, aber wenn das System ist, du schickst einen Newsletter raus, jeden Monatsersten, dann würde ich sagen, schaffst du weniger als ein Fünftel deiner Leserschaft dazu zu bringen, das Buch in dem Moment oder in genau dem Monat zu kaufen. wäre meine intuitive Mut, wahrscheinlich sogar noch für Niedriger. Wenn nicht, wäre es natürlich ein guter Kanal.
Ja, hier in meinem MBA ist eine Person, die sagt, sie liest 100 Bücher im Jahr und sie hätte eine Taktik dazu und würde so machen, dass sie irgendwie, also ein Drittel wird gehört, ein Drittel sind alte Bücher Und ein Drittel sind neue Bücher.
Ich wollte fragen, ob die mit einem Blinkist-T-Shirt rumläuft. 100 Bücher im Jahr ist natürlich viel.
Man muss sagen, die Person ist schon krass belesen.
Hast du schon einen Studiencrush?
Auf den ersten Blick hört sie sich auf jeden Fall so an, wenn die Person was redet, dass sie eigentlich den ganzen Content vom MBA schon weiß und nur noch das Zertifikat braucht.
Und da gibt es keinen Short-Track? Kann man nicht einfach nur die Prüfung machen?
Nee.
Das ist ja frech.
Das kann man nicht. Selbst du müsstest da erscheinen. Ein anderes Interview, das ich auf der OMR kurz gehört habe und die Firma, die mir vorher noch nichts gesagt hat, ist Sportradar. Kannst du mir erklären, was die machen?
Ich würde sagen, sie sind der... Datenlieferant für die Betting-Industrie, also die Sportwetten-Industrie. Also sie haben, glaube ich, mal angefangen, indem sie die Betquotes, also die Wettverhältnisse, gescrapet haben von allen großen Anbietern. Da gibt es verschiedene Parteien, die das interessant finden. Das kann die Verbrechensbekämpfung sein, um irgendwie gefixierte Spiele, wie sagt man das, betulgerisch manipulierte Spiele zu überwachen. Das kann aber auch Zum Beispiel Abitrageure sein. Es kann ja mal sein, dass ein Wettstudio in Montenegro eine andere Quote hat als ein Wettstudio in der Schweiz. Und dann kannst du quasi dadurch, dass du bei beiden wettest, so eine Art Abitragewerte machen. Das, was der Jim Simmons Medaillenfund sozusagen mit Options- oder Future-Kontrakten macht. Und dafür können die Daten, aber auch die Anbieter selber müssen natürlich wissen, wie die Daten sind. Genau, nach meinem Verständnis ist das Hauptmodell, dass sie diese Quotes und Daten zur Verfügung stellen und so ein bisschen forensische Dienstleistungen, also um auch Bad Actors auf den Plattformen zu erkennen. anbieten und das ist aber ein reichlich großes Business, was glaube ich mal fast 10 Milliarden Dollar wert war am Höhepunkt. Ich glaube es war auch so ein Corona-Peak-Dingsportradar oder ich verbinde es immer ein bisschen zu sehr mit Draftkings, glaube ich, aber ich hatte schon das Gefühl, dass sie noch mal größer waren als heute.
Ich schaue gerade, was die wert sind. 2,8 Milliarden US-Dollar. Dann lass uns Ein bisschen News machen. Was sind die großen AI-News, auf die alle diese Woche warten?
Das war Teil meines Vortrages, das Ende. Im Ende habe ich gesagt, dass ich glaube, letztes Jahr habe ich gesagt, da wollte ich eigentlich erklären, dass die Google-Suche glaube ich noch nicht bedroht ist, weil eigentlich Google nur so ein bisschen im Innovators-Dilemma ist und sah zwar so ein bisschen aus, als wenn Bing durch ChatGPT mehr Traffic bekommt, aber es hat sich dann noch sehr schnell wieder nivelliert, ist wieder runtergegangen und Letztes Jahr dachte ich noch, Search ist nicht so spannend, aber wir haben im letzten Podcast schon darüber gesprochen, warum Intent-Daten, also was Nutzer eigentlich suchen, für Microsoft total spannend sein könnte. Und ich glaube schon, dass entweder Microsoft, letztes Mal habe ich ja gesagt, sie sollten 200 Milliarden investieren in langfristige Daten, um Searchs und zum Beispiel, indem man einfach Nutzern das Werbegeld zum Teil zurückgibt oder so. Du musst gar nicht primär sofort Geld damit verdienen. Eigentlich willst du nur die Search-Daten haben als Microsoft. Dass du irgendwie 200 Milliarden Umsatz mit in den Markt machen könntest, ist natürlich auch spannend. Aber noch wichtiger wäre, glaube ich, überhaupt 10% des Marktes. Das Spannende ist, du brauchst eigentlich gar nicht für die Intentionsdaten der Nutzer. Also es geht darum... hat jemand im letzten Monat nach CRM-Software oder nach HR-Software oder nach Outsourcing-Developers oder sowas gesucht, weil das spannende Business-Leads wären für LinkedIn. Du brauchst gar nicht 100%, sondern du brauchst eigentlich nur einen guten Sample, um dann mit Machine Learning zu extrapolieren, glaube ich. Da könntest du schon relativ viel machen. Und deswegen sollten sie das tun. Und jetzt gibt es Spekulationen. Eigentlich war das für den 9. Mai schon angekündigt. Jetzt spricht man inzwischen von Montag. Also parallel Reuters und Bloomberg berichten inzwischen darüber, als am Mittwoch, als ich es auf der Konferenz gesagt habe, war es glaube ich noch ein bisschen verborgener. Da gab es nur den Hinweis, dass die subdomainsearch.jetgpt.com sozusagen installiert wurde, oder wie soll man sagen, aufgesetzt wurde. Das habe ich gezeigt in der Folie, dass man das ganz gut nachvollziehen kann, dass die jüngst aktiviert wurde. Und jetzt berichten inzwischen verschiedene Medien oder Presseagenturen, dass es Montag zu einer Konferenz kommen könnte, bei der OpenAI ankündigen könnte, dass sie ins Suchgeschäft nochmal einsteigen. Was wie gesagt sehr, sehr spannend wäre, glaube ich. Und Selbst wenn man nur 5% Marktanteil in der Suche bekäme, allein das sind 10 Milliarden US-Dollar. Und diese 10 Milliarden US-Dollar würden zu Microsofts Bewertungen im Moment mit 150 Milliarden Dollar beitragen. Das heißt, es wäre absolut denkbar, sehr viel Geld zu investieren in den Suchmarkt, um den zu gewinnen. Vielleicht ist es mit einer frischen Brand sogar besser als mit Bing.
Roland hatte auf der German State of Internet Präsentation gezeigt, wie viele Leute auf Google suchen und wie wenig Traffic im Vergleich noch OpenAI hat und das OpenAI auch irgendwie weniger wird. Glaubst du, dass das jetzt maßgeblich mehr Traffic ziehen wird? Also meinst du, wenn du die Präsentation in einem Jahr hältst und nochmal vergleichst, Wie viele Besucher jetzt auf den einzelnen Seiten sind, also Google versus die Suche von OpenAI, je nachdem wie das Ding heißt, ob man das wirklich merken könnte?
Also ich glaube nicht, dass ChatGPT in einem Jahr mehr als zwei Prozent am Suchmarkt haben wird, ehrlich gesagt, da bin ich mir relativ sicher. Aber wenn Sie nur ein halbes Prozent dauerhaft erobern und das über die Zeit steigern können, ist das schon mal spannend. Und ich meine, Sie müssen auch einfach verhindern, dass Perplexity eventuell, dass Perplexity ist was, was am ehesten sozusagen Google angreift mit AI gerade und aber zumindest von der Kern-User-Basis eigentlich sehr geliebt wird und sehr organisch wächst nach meinem Verständnis. Sie müssen auch einfach verhindern, dass Perplexity das gewinnt, falls das überhaupt möglich ist, Google da Suchanteile abzunehmen. Dann sollte sowohl Microsoft als auch OpenAI ein großes Interesse daran haben, dass sie es sind und nicht Perplexity. Ich würde weiterhin sagen, dass es nicht wahrscheinlich ist, dass es eine sehr schnelle Entwicklung geben wird und OpenAI wird. in wenigen Jahren ein Drittel oder auch nur 10% des Search Marks bekommt. Aber dass es wert ist, sehr langfristig strategisch da zu investieren und dass selbst kleine Erfolge sich eigentlich ein gutes Payback haben, da bin ich mir relativ sicher, würde ich sagen, eigentlich.
Kurze Werbeunterbrechung. Kannst du dich noch erinnern, als ich vor einem Jahr Pickleball nach Deutschland bringen wollte? Oliver, der VP Sales von Personio, hat sich damals bei mir gemeldet und wenig später ein cooles Pickleball Team Event in München organisiert. Vor ein paar Tagen haben wir erneut gesprochen und Oliver meinte, dass er Leute im Sales sucht. Wenn du also SaaS Sales lernen möchtest oder sogar schon Erfahrung im Software Sales hast, solltest du dir mal die Jobseite von Personio, der All-in-One-HR-Software-Lösung aus München anschauen. Du könntest zum Beispiel als SDR, also Sales Development Representative, anfangen und Sales von der Pike lernen, also wie kommt man beim Kunden durch die Tür und dann zum AE, Account Executive, befördert werden und somit den Verkaufsprozess abschließen und damit das Problem des Kunden lösen. Mit Sales-Erfahrung kannst du dich natürlich direkt als AE bewerben. Oliver und ich sind der Meinung, wir brauchen mehr Leute im Vertrieb in Deutschland und Personio könnte ein guter Start dafür sein. Wenn du ein Painkiller-Produkt verkaufen möchtest, also ein Produkt, das ein ernsthaftes Problem löst, geh jetzt auf die Jobseite von Personio. Den Link findest du natürlich in unseren Shownotes. Viel Spaß mit der weiteren Folge. Werbung Ende. Was ist Commercial Content bei Google?
Es gab dieses... Sekunde, ich muss mal gucken, wie das hieß. Es gab letzte Woche, diese Woche, letzte Woche, glaube ich. Ne, diese Woche. Sorry, es verschwimmt alles ein bisschen wegen OMEA. Also Google hat am Anfang der Woche, 7. Mai, glaube ich, also Anfang der Woche, ein sogenanntes Side-Reputation-Abuse-Update gemacht. Das heißt aber, sie haben nicht ihren Suchalgorithmus irgendwie geupdatet, sondern was sie stattdessen gemacht haben, sie haben einer ganzen Klasse von Webseiten eine manuelle Bestrafung zugefügt. Das heißt, sie aus Google explodiert oder so in ihre... ihre Fähigkeit, in Google Suchergebnissen zu erscheinen, deutlich behindert über sogenannte Manual Penalties oder Manual Actions. Konkret waren das Seiten, die auf Subdomains oder in Unterverzeichnissen von großen News-Publikationen gehostet waren und dort kommerziellen Content angeboten haben, zum Beispiel Testberichte, zum Beispiel Coupons und so weiter. Google hatte schon seit Jahren davor gewarnt, dass sie das nicht mögen, weil Google bemisst diesen Publisher-Seiten, sagen wir mal CNN, New York Times oder sowas, relativ viel Reputation und Vertrauen zu. Man kann das zum Beispiel dann eben angeblich missbrauchen, indem man dort seinen Content, seinen kommerziellen Content hostet. Und jetzt haben sie quasi ein Exempel statuiert, indem sie einfach diese, insbesondere Coupon, also zum Hintergrund, eine Firma, wo ich investiert bin, seit langem schon, ist in diesem Geschäftsfeld auch tätig. Und viele dieser Produkte wurden jetzt quasi aus dem Index getestet. Und ich finde es insofern kompliziert, dass es ja ein ganz erheblicher Eingriff in einerseits die Monetarisierung der Publisher ist. Also man kennt es ja aus den USA, dass in den Zeitungen, in den lokalen Zeitungen sind seit Jahrhunderten, hätte ich beinahe gesagt, aber seit über 100 Jahren kann man schon sagen, Coupons drin. Dass man irgendwo eine Coca-Cola günstiger kaufen kann oder zwei Burger für einen kriegt, das ist das Normalste der Welt, das kommerzielle Content mit. Anderem Content verbunden ist und andererseits ist es auch vollkommen normal, dass Publisher Content nicht immer selbst erstellen, sondern teilweise synthetisieren. Also es macht ja nicht jede Zeitung ihren eigenen Wetterbericht oder ihre eigenen Sportergebnisse oder ihr eigenes Horoskop, sondern auch dafür gibt es Anbieter oder es gibt Presseagenturen, dpa, rfp, ap und so weiter. die auch News-Inhalte zuliefern sogar. Das heißt, der Logik folgend müsste man jetzt alles, was indizierte Inhalte sind, jetzt einfach killen. Und gleichzeitig ist es ein bisschen schwer zu verstehen, was Googles Interesse dabei ist, weil im Ergebnis ranken jetzt, was ist der Effekt dieser Policy, dass jetzt einfach andere Gutscheinseiten ranken, die gleich gute, gleich schlechte, bisschen schlechtere, bisschen bessere, weiß ich nicht, Ergebnisse haben. Prinzipiell ist Coupons halt ein vollkommen undifferenziertes Produkt. Es gibt welche, die versuchen irgendwie exklusive Coupons zu ergattern, aber es ist gar nicht so einfach. Man kann schon fair sagen, glaube ich, dass das größtenteils undifferenziert ist. Und ich würde behaupten, dass die Leute, die das zusammen mit großen Publishern gemacht haben, tendenziell noch einen höheren Qualitätsanspruch hatten, unter anderem, weil sie eben mit dem Publisher gearbeitet hat. Und es ist eben auch nicht so, meiner Meinung nach, dass du nur sozusagen die Authority, die Autorität und den Trust dieser Domain dir borgst oder ausnutzt, sondern es geht auch darum, dass glaube ich Konsumenten diesen Medienmarken mehr vertrauen. Wenn du jetzt, sagen wir mal, nach About You Gutschein suchst, dann findest du da halt Gutscheinhexe, Gutscheinwixi, Gutscheinbumsi und was weiß ich, so 10.000 verschiedene Seiten. Und woher sollst du wissen, welcher du jetzt vertrauen kannst? Welche, die wirklich aktuellen Gutscheine hast? Es gibt eigentlich eine unheimlich schlechte Nutzererfahrung, dass da oft abgelaufene Gutscheine sind oder welche, die nur für neue Kunden gelten und alles sehr intransparent. Und aus Nutzer-Sicht glaube ich, ist es sogar besser, wenn da steht irgendwie, das ist coupons.timemagazin.com oder CNN oder so. Und du damit zumindest subjektiv das Vertrauen hast, das ist jetzt ein Anbieter, der mindestens von diesem Publisher geprüft wurde, ob er ein gewisses Maß an Seriosität hat und so weiter. Und deswegen glaube ich, funktioniert es. Ich glaube, es ist nicht allein dieser Domain-Trust-Bonus, der das zum Ranken bringt, sondern ich glaube, es ist auch die bessere Nutzererfahrung. Google misst ja quasi, wie viele andere Seiten besuchen Nutzer noch, nachdem sie diese Seite gesehen haben. Oder sind sie glücklich geworden, in Anführungsstrichen, auf dieser Seite. Und ich nehme an, dass die Gutscheinprodukte auf Publisher-Seiten einfach deutlich bessere Nutzersignale generieren. Wie auch immer. Interessant finde ich, dass Google sich erdreistet, dieses Geschäftsmodell damit zu outlawern oder zu regulieren oder wie auch immer man das will. obwohl sie selber immer wieder wegen Marktmachmissbrauch im Feuer stehen. Aber jetzt beschreiben sie anderen Leuten vor, also nicht nur der Couponing-Industrie, sondern auch der News-Publisher-Industrie, welche kommerziellen Verwertungsmöglichkeiten ihre Presseprodukte ihnen zur Verfügung stellen und welche nach Google-Aufsicht nicht. Wobei das Ursprungsproblem ist, wenn du es als Problem siehst, dann musst du sagen, dass Google entschieden hat, dass sie auf die Verlinkung von Webseiten großen Wert legen und das für ein gutes Signal halten und dass deswegen diese News-Publisher so autoritär sind in Googles Algorithmus-Augen. Aber das hat Google sich ja so ausgesucht. Und wenn sie sich selber ein Signal aussuchen, was so einfach manipulierbar ist angeblich, dann finde ich es Googles Aufgabe, das algorithmisch zu lesen. Und am Ende sollte Google nicht daran arbeiten, irgendwelche Geschäftsmodelle zu regulieren oder zu sagen, das ist erlaubt und das nicht. Weil der Faktor ist ja, würde ich genau das gleiche auf meiner eigenen Domain machen, dann darf das ja ranken. Es liegt nicht am Content. Der Content ist offenbar okay. Es liegt nur an dieser Struktur, wie das gehostet wird, dass es bei einem News Publisher sozusagen im Content mit eingebunden ist. Und Ich würde sagen, wenn Google sich aussucht, dass sie eben auf solche Signale schauen wollen, die einfach manipulierbar sind oder die sie dann nicht selber besser auch wieder differenzieren können, dann finde ich es eigentlich ein Eingeständnis von Failure, wenn du Leute manuell dafür bestrafen musst und aus dem Index ausschließen, weil sie ihren Content dort gehostet haben. Entweder ist es Irgendein Fehlereingeständnis, dass sie Content nicht besser erkennen können, was ich nicht glaube, weil es gibt ja keine Content-Probleme, wie gesagt, weil alle Gutscheinseiten gleich gut oder schlecht sind, die der seriösen Anbieter zumindest. Oder es ist ein Fehlereingeständnis, weil du halt den Werbemarkt für News-Publisher damit künstlich verkleinerst und wo das Geld als nächstes hingeht, weißt du ja auch, es landet dann halt doch bei Google und Facebook. eventuell. Google versucht immer wieder eigene Coupon-Produkte mit in AdWords in die Anzeigen mit einfließen zu lassen. Von daher finde ich das schon, also habe zumindest ich subjektiv das Gefühl, dass es marktmachmissbräuchlich sein kann. Ich glaube, es ist nicht gut, wenn Google beginnt zu sagen, dieses Geschäftsmodell ist erlaubt und diese Art von Syndizierung ist nicht erlaubt. Von daher finde ich das jetzt problematisch.
Um das noch ein bisschen einfacher zu verstehen. Also wenn ich jetzt eine Subdomain habe, die einfach eine Gutscheine zeigt, als Publisher, als Newsseite, dann wird die nicht mehr gerankt. Wenn ich aber eine Subdomain habe, in dem ich meinen eigenen Online-Shop habe, dann wird die weiter gerankt.
So würde ich das verstehen. Ja, genau. Also du kannst deine Merchandising-Abteilung haben. Das macht es ja auch so unverständlich. Also das... Wie gesagt, du kannst genau das gleiche Produkt auf time-magazine-gutscheine.com anbieten, aber du darfst es nicht auf time.com-coupons anbieten, obwohl es die gleiche Nutzerfahrung ist. Beziehungsweise ist sie auf time.com sogar besser, weil Menschen dieser Marke vertrauen und das subjektiv bei den Nutzern sagen, das ist wie... Es gibt ja diesen Test, wenn du ein besseres Etikett auf eine Flasche Wein machst und obwohl es die gleiche Flasche ist, sagen Leute, der schmeckt besser. Das Gleiche passiert bei den Coupons. Die Leute vertrauen diesen Coupons mehr, sie suchen nicht noch nach weiteren Coupon-Seiten, sie sparen Zeit dadurch. Das ist eigentlich genau, was Google wollen will. Und wie gesagt, die Produkte sind vollkommen austauschbar, aber... Ausgerechnet auf den Coupon-Seiten darf es nicht. Und ich will nicht sagen, ich glaube, es gibt schon auch Anbieter, insbesondere im Testberichte-Bereich, die das übertreiben. Und das ganze Thema Advertorials, dass scheinbar Newsberichte sozusagen in gewissen Rubriken einer Zeitschrift untergebracht werden, bei denen es sich aber 100% um bezahlte Bewerbung handelt und so. Ich glaube, auch da ist es nicht Googles Aufgabe, das manuell zu bestrafen, sondern besser einfach rauszufinden, was echt ist und was nicht. Natürlich sind damit Probleme verbunden. Aber warum ausgerechnet bei einem Produkt wie Coupons, was wie gesagt undifferenziert ist, in aller Regel nicht schädlich, Wo man sich da erdreistet, einen Riegel vorzuschieben und die Shortcomings des eigenen Algorithmus, beziehungsweise ich glaube halt nicht, dass der Algorithmus das falsch beurteilt. Ich glaube ja, der Algorithmus beurteilt es richtig, aber das dann sozusagen manuell zu bestrafen. finde ich ungünstig, da mal mit der Keule rumzulaufen. Und die Frage ist ja, was darfst du als nächstes noch? Darfst du noch Appletorials verkaufen? Darf die BILD noch Volksprodukte machen mit irgendwelchen Marken zusammen? Oder ist das auch nicht schon PR und Ausnutzung der Marke und der Domain? Darfst du Darfst du noch Wirecutter machen auf New York Times? Oder darfst du auf Heise irgendwelche Untermagazine und Podcasts hosten? Wo willst du die Grenze ziehen? Was ist erlaubt und was nicht? Welche sind die Ziele? Darf ich DPA-Artikel noch hosten bei mir? Darf ich das Horoskop noch von jemand anderem kaufen, wenn ich es nicht selber schreiben will? Weiter Bericht, wie gesagt.
Darf ich Artikel noch von AI übersetzen lassen und publizieren?
Ja, das ist das nächste Problem.
Aber es ist geschätzt, und da ist ja bei den Gutscheincodes wahrscheinlich auch einfach Affiliate auf eine andere Seite und dann ein bisschen Geld verdienen für die Publisher.
Das Geschäftsmodell ist in der Regel eine direkte Kooperation über Affiliate-Netzwerke auf Seiten der Gutschein-Plattformen. Und die teilen sozusagen den Erlös nach meinem Verständnis dann in gewissen Quoten. Vielleicht zahlen sie sogar irgendeinen Minimumbetrag. Und teilen ansonsten die Erlöse mit dem Publisher, weil der natürlich sozusagen auch beiträgt, indem er die Brand entleiht und das Hosting erledigt.
Dann können die Publisher ja schon mal lernen, wie es ist, wenn Third-Party-Cookies nicht mehr im Chrome-Browser erlaubt sind. Aber jetzt erst die Aufatmung, dass Google das verschoben hat, auf wahrscheinlich 2025. Und das ist ja wahrscheinlich eine ähnliche Sache in einem kleineren Segment für den einen oder anderen.
Das wird es auch nicht einfacher machen, wahrscheinlich. Die Frage ist, wie die am Ende noch Geld verdienen können. Ah, sie können ihre Daten lizenzieren. Wer würde gerne den Content wohl kaufen wollen, wenn das die einzige Möglichkeit ist noch? Geld zu verdienen. Du kannst jetzt eigentlich die Verlage sturmreif schießen, nimmst den Rest des Werbemarktes auch noch weg oder verkrüppelst den weiter und dann gehst du irgendwie nach der nächsten Entlassungswelle bei einem Verlag hin und sagst, wir geben dir zwei Millionen dafür, dass du uns dein ganzes Archiv gibst oder so. Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Gehörten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Ihr müsst selbst hinterfragen, ob wir Shopify meinen, wenn wir Spotify sagen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir können unmöglich für etwaige Verluste haften. Alles könnt ihr auch nochmal unter doppelgänger.io nachlesen.
Bevor du zu negativ wirst, lass uns lieber über Earnings reden. Was, diese Woche war wieder viel los. Irgendwas dabei, was wirklich interessant ist?
Es war schon ein bisschen Bewegung drin. Es gab wirklich ganz viele Earnings diese Woche. Wir können durch ein paar so exemplarisch durchgehen, die spannend sind. Es hat zum Beispiel Airbnb berichtet. Ich hatte mir schon angedeutet, dass sie die Marktdaten eigentlich zeigen, dass es ein zumindest nicht einfacheres Jahr wird dieses Jahr. Und das erste Quartal ist sozusagen das wichtigste Quartal. Wenn Weihnachten, Silvester durch ist, fangen viele Familien an, ihren Urlaub zu planen. Und deswegen wird das saisonal historisch immer das stärkste Quartal sein bei Airbnb oder die ersten zwei Quartale eigentlich sogar. Sie haben jetzt, ich gehe mal auf die Buchungswerte ein, also der muss immer wieder erklären, Airbnbs Umsatz passiert hauptsächlich im Sommerquartal, im Q3 natürlich, weil dann Leute reisen und dann auch das Geld bezahlt wird bzw. der Umsatz verbucht werden kann von Airbnb. Bis dahin können sie das Geld vielleicht nur als Treuhänder halten für die Menschen. Und für die Reisenden? Deswegen ist der Umsatz im Q1 gar nicht so relevant. Der ist um 18% gestiegen. Das ist ganz gut. Das ist sogar schneller als im Vorquartal. Aber die neuen Buchungen, also für den Die Menschen, die jetzt im Q1 für diesen September oder für diesen Herbst gebucht haben, für das Q3, die sind nur noch um 9,5% gewachsen gegenüber dem Vorjahr. Also das erste Mal nicht zweistellig seit Ewigkeiten, seit Corona. Das erste Mal kein zweistelliges Wachstum bei den Buchungen mehr. Sie konnten so die Room Rates ein bisschen erhöhen, den Booking Value. Dadurch wächst sozusagen das Buchungsvolumen immerhin um 12,3%, weil die Zimmer im Schnitt 3% teurer sind. Aber da sieht man halt eine Verlangsamung des Wachstums bei Airbnb. Und du würdest natürlich erwarten, dass Airbnb als noch relativ junges Unternehmen eigentlich idealerweise zweistellig wächst. Aber das haben sie jetzt zumindest bei der Anzahl der Buchungen nicht geschafft, dieses Quartal. Und gleichzeitig haben sie gewarnt, also es war trotzdem pro forma ein Beat der Erwartungen. Man hat es Nicht viel besser erwartet, beziehungsweise das Revenue dieses Quartals, worauf die Erwartungen gemünzt sind, das sah ja auch gar nicht so schlecht aus. Das ist wie gesagt 18% gewachsen und Bottomline haben sie operative Marge 5%. Im Q1 ist es das erste Mal, dass Sie im Q1 profitabel sind. Normalerweise müssen Sie im Q1 so viel für Werbung rausblasen, um die Buchung fürs Q3 zu kaufen oder für den Rest des Jahres, dass das Q1 immer negativ war. Selbst wenn Sie Milliarden verdient haben im Q3, haben Sie niemals Geld im Q1 verdient, weil man da sozusagen die höchsten Werbeausgaben hat. Aber sie haben selbst im Q1 diesen kleinen Überschuss gemacht, der einer operativen Marge von 5% entspricht. Das heißt, die Revenue-Zahlen, der Status Quo heute sieht gut aus, nur eben das nach vorne schauende Buchungsvolumen war einerseits nur noch knapp unter 10% gegenüber dem Vorjahr und man hat für das Q2 gewarnt, dass es wahrscheinlich schwer wird, weiterhin so gute zweistellige Revenuezahlen. Wachstumsraten zu erheben. Dementsprechend hat die Aktie ein bisschen nachgegeben. Bei Analysten, die die Industrie gut verstehen, sollte das so ein bisschen auch erwartet sein. Deswegen gab es jetzt keinen riesen Einbruch. Dann gehen wir ein bisschen alphabetisch durch. Arista Networks hat reportet. Das ist eine Firma, die eigentlich in meinem Vortrag war ein Data Center. Meine neuen Lieblingsfachkassetten sind ja das Data Center Magazin und DCD steht für Data Center. Auf jeden Fall habe ich viel zu viel Zeit. Datacenterdynamics.com habe ich viel zu viel Zeit mit Datacenter-Fachseiten verbracht in der Vergangenheit. Und Arista baut das Plumbing, die Switches für die Datacenter, also womit die Servers und die Festplatten und so weiter verbunden werden. Die Infrastruktur für Datacenter baut neben Cisco und Juniper Arista. Arista gewinnt am stärksten Marktanteile. Cisco war immer der Primus. Arista gewinnt aber sehr stark. Juniper verliert eigentlich. Geht so ein bisschen Richtung Irrelevanz. Und Der Umsatz ist noch gewachsen mit 16,3% bei Arista. Das ist ein bisschen langsamer als im Vorquartal, aber war, glaube ich, gut genug. Ich glaube, die Aktie hat gar nicht so schlecht reagiert. Das operative Ergebnis sah deutlich besser aus nochmal als im Vorjahr. 42% operative Marge inzwischen ist für Hardware natürlich, oder überwiegend Hardware natürlich, ganz ordentlich. Ganz vernünftige Ergebnisse. Ich habe in Arista eine kleine Position in meinem kurzfristigeren Das Depot findet die aber eigentlich auch langfristig ganz schön. Also wenn ich irgendwie recht habe, dass der Datacenter-Ausbau immer so weitergeht in Zukunft und es sieht so an, also alle Fachanalysten, die sich damit beschäftigen, gehen davon aus, dass die Datacenter-Industrie mindestens 11-12% im Jahr ausbaut. wächst eventuell schneller im Bereich AI und Cloud-Hosting, dann müsste Arista eigentlich langfristig davon profitieren. Man kann jetzt diskutieren, wie viel von diesem langfristigen Wachstum ist da schon antizipiert. Die sind jetzt nicht super günstig bewertet, aber eigentlich wäre es natürlich schlauer gewesen, die vor zehn Jahren zu kaufen und nicht jetzt, aber ich finde es eigentlich eine ganz spannende Aktie trotzdem, beziehungsweise freue ich mich, dass ich sie schon ein bisschen früher gekauft habe. Das war Arista. Dann gucken wir mal, was wir noch vorbereitet haben.
Hast du Shopify dabei?
Von denen habe ich Out-of-Home-Werbung gesehen in Hamburg.
Da bin ich ausgegangen, dass die bestimmt einen guten Earnings-Call haben. Aber es war... zweistellig negativ aus.
Ah ja, habe ich fertig gemacht. Da lag es auch an einer Gewinnwarnung, nicht Gewinnwarnung, sondern an einem schlechten Guidance. Sie haben gesagt, es wird schwer, zweistellige Wachstumsraten zu halten beim GMB in das Jahr hinaus. Das GMB ist nochmal um 23% gewachsen dieses Quartal. Das sieht eigentlich gut aus. Revenue sogar, ja, nee, Revenue auch 23%, konnten Take Rate nicht signifikant erhöhen, leider. Aber die Rohmarge hat sich deutlich verbessert. Also Statt 47,5 hat man 51,4% Rohmarge inzwischen. Das schlägt sich sehr schön auf die Bottomline durch, weil sie außerdem noch Kosten hier eingespannt ist. Es gab Entlassung bei Spotify und die operativen Ausgaben sind 4% unter dem Vorjahr, obwohl man über 20% gewachsen ist. Und zusätzlich hast du diesen Rohmargen-Effekt, dass die verbessert wurde. Und deswegen sind sie von minus 13% auf plus 5% beim operativen Ergebnis geswitcht. Das heißt, sehr gute Zahlen eigentlich lösen sehr gut ihre Effizienz- oder Kosteneinsparungsmöglichkeiten. Aber haben eben auch gewarnt, dass es schwerer werden könnte, im Rest des Jahres entsprechendes Top-Line-Wachstum, also beim Umsatz oder GMB, zu erzeugen. Und das war dann das Haar in der Suppe oder was den Markt so ein bisschen erschreckt hat, weil die Börse eben immer die Zukunft handelt. Die Zahlen dieses Quartals, wie gesagt, eigentlich... Ganz gut, Palantir können wir noch reinschauen, fällt mir gerade ein. Die sind beim Revenue 21% gewachsen. Das ist ein klein bisschen schneller als im Vorquartal noch. Rohmarge hat sich verbessert um ein bisschen mehr als 2% Punkte nochmal auf 81,7%. Das ist schon sehr, sehr gut. Gleichzeitig haben sie die operativen Ausgaben nur um 6% erhöht und dadurch auch unter dem Strich 13% operative Marge. Im letzten Jahr waren sie gerade so breakeven, jetzt machen sie 13% positive operative Marge schon. Aber haben auch, also einerseits sieht... Das Wachstum des Commercial Business eben doch nicht so stark aus. Das International scheint nicht so schnell zu wachsen beim Umsatz. Das Government Business wächst auch nur noch mit 16%. Das B2B Business wächst mit 27%. Aber sie haben auch gewarnt, dass es eventuell zu einer Verlangsamung kommen könnte. Und Palantir ist ja viel zu hoch bewertet eigentlich für das, was sie machen. Aber sie machen wie gesagt 13% selbst nach US-Gap, also nach vernünftigen Buchhaltungsstandards, machen sie 13% operative Marge. Wenn man ihrer ganzen Adjustierung glauben will, dann ist ihre Adjusted EBITDA-Marge sogar 37%. Da sind aber zum Beispiel dann allein über 125 Millionen Mitarbeiter beteiligt und sowas rausgerechnet und viele Abschreibungen und ja, Abschreibungen sowieso beim EBITDA, aber Stock-Based-Compensation, das haben wir noch, ja. Also nochmal 20, nochmal Steuern auf Stock-Based-Compensation, also fast 150 Millionen sogar. Die zwei Narrative, die sie natürlich machen, ist, dass sie von AI profitieren würden, als jemand, der schon immer AI angeboten hat. Und ich habe in allen hervorragenden Folgen immer gesagt, je unsicherer die Welt ist, desto besser sollte es tendenziell für Palantir sein. Und dass du jetzt irgendwie drei, vier, ich meine, du hast ja ständig Kriege auf der Welt, aber jetzt zwei, drei wirklich relevante neue nochmal. Das hilft eben Geschäften, das sagen sie auch relativ eindeutig.
Trotzdem ist die Aktie Ja, negativ gewesen.
Ja, wie gesagt, weil der Ausblick, die Guidance für das nächste Quartal oder für den Rest des Jahres war nicht großartig. Robin Hood können wir noch machen. Du wolltest ja was Positives. Achso, und Hims. Hims lief, glaube ich, auch gut. Hims und Harris macht diese Viagra, haben ihre nochmal 2% mehr Rohmarge geschafft, sind jetzt auch endlich operativ profitabel, plus 4% operative Marge. Ich habe ja immer gesagt, es ist sehr, sehr absehbar, dass sie da hinkommen. Es gab zwischen diese Short-Seller-Berichte und so. Aber es war eigentlich vollkommen absehbar, dass sie in den positiven Bereich kommen, einfach weil sie immer wieder ihre Hommage verbessert haben und die Marketingquote zwar hoch ist, aber sinkt. Man sieht es sehr gut in Operating Leverage. Das sind nur kurze Hymns. Ich glaube, die Zahlen wurden ganz gut aufgenommen, wenn ich mich nicht irre. Und dann machen wir gleich daneben ist Robinhood im Sheet. Und Robinhood profitiert natürlich vom Wiederaufkeim sowohl des Aktienmarktes im Vergleich zum Vorjahr. Das Q1 2023 war kein gutes Quartal. Und Krypto hilft natürlich sehr stark. So ist der transaktionsbasierte Umsatz, also das was mit Trading verdient wird wirklich, um 59% gestiegen gegenüber dem Vorjahr. Gesamtumsatz ist um 40% gestiegen, während die Kosten... Also da sieht man eigentlich sehr schön den Operating Leverage. Ich erkläre ja, und Operating Leverage heißt, dass mein Fixkostenblock der gleiche bleibt, aber wenn der Umsatz steigt, dann steigt eben automatisch immer weiter meine operative Marge, wenn ich die Kosten einigermaßen fix halten kann. Und Broker sind ein super Beispiel dafür, weil die eigentlich immer einigermaßen die gleichen Kosten haben. Also die haben immer ihre IT-Abteilung und ihre Marktzugangskosten und so weiter. Aber wenn viel gehandelt wird, dann machen sie riesige Überschüsse und wenn wenig gehandelt wird, dann können sie eventuell sogar Verluste machen. Genau das sieht man perfekt bei Robinhood. Die Marketingkosten zum Beispiel sind leicht erhöht worden, weil sie gesehen haben, dass es jetzt wieder Opportunität gibt, neue Kunden zu senken. Aber Operationskosten sind quasi das ganze Jahr flat erhöht. Die Technology- und Development-Kosten sind das ganze Jahr flat, Brokers- und Transaction-Kosten sind das ganze Jahr flat, aber sie haben eben deutlich mehr Umsatz gemacht und dadurch machen sie jetzt 158 Millionen operative Gewinne. Nach minus 509, aber da waren noch einmal Effekte drin, da müsste man jetzt noch 500 rausrechnen, aber nachdem sie knapp im Minus waren im Q1 letzten Jahres, sind sie jetzt auf einmal 26% im Plus bei der operativen Marge und das ist bestimmt noch nicht das Ende. Getrieben wird es sehr stark von Krypto, wie gesagt. Die Anzahl der gefundeten Accounts, also Kunden mit Geld auf dem Konto, ist gegenüber dem Vorjahr um 800.000 gestiegen, knapp 24 Millionen. Die Kunden haben auch 11,2 Milliarden mehr Kapital wieder eingesetzt bei Robinhood. Die Retirement-Accounts sind jetzt bei 650.000. Also das Retirement-Produkt scheint einigermaßen anzulaufen. Die Assets an der Kaste, die im Retirement sind, 4,2 Milliarden. Das ist aber so 3% der Gesamtassets bei Robinhoods, haben quasi Altersvorsorgecharakter, könnte man sagen, oder zumindest Sparplan-Retirement-Charakter. Das ist natürlich eigentlich viel zu niedrig. Durchschnittlich hat der Retirement-Account 6,5 Tausend Dollar drin. Das ist auch schön gestiegen schon, aber muss man ein bisschen weiter beobachten. Das ist ja die richtige Strategie, mal in so ein bisschen nachhaltigere Kreise vorzudringen und ein dauerhaft steigendes AUM und Sparpläne und sowas zu fördern, statt immer nur das Casino. Umsätze mit Krypto sind um 231 Prozent gestiegen. Das war ein Vor einem Jahr nur 38 Millionen, jetzt sind es 126. Umsätze mit Optionen sind um 16% gestiegen, aber auch Aktien läuft wieder gut, plus 44%. Da ist jetzt ausnahmsweise mal die Quote der Umsätze, die sie tatsächlich mit Equities machen, auf 6% gestiegen. Der Rest ist Margin Trading, Krypto, Optionen und so weiter. Eine andere schöne Relation ist, dass nur 1% der Assets an der Kaste, die es in Optionen gehalten werden, diese 1% Der verwalteten Papiere machen aber mit 154 Millionen die Hälfte der Transaction-based Umsätze. Also 1% des Geldes, das bei Robinhood liegt, wird in Optionen investiert und verdient damit aber die Hälfte des gesamten Geldes, weil da besonders hohe Spreads sind, besonders hohes Risiko, besonders viele Leute aber auch ihr Geld verlieren wahrscheinlich. Dieses Quartal haben wir ausnahmsweise, hat mal niemand das Geld verloren, Net Market Gains waren 15,8 Milliarden, das wären so 12%, müssen wir jetzt gucken, was der Nasdaq gemacht hat oder die Nasdaq gemacht hat, ob das schlägt, also kann man am Ende des Jahres vielleicht mal machen. Genau, das waren gute Zahlen. Da müsste man sich jetzt auch eher fragen, warum war das nicht schon eingepreist. Ich glaube so 6-7% ist es nochmal hochgegangen zusätzlich. Ansonsten war es ja relativ klar, dass Krypto und Equities anziehen wird dieses Quartal. Das hätte man eigentlich ganz gut antizipieren können. Genau, ich gucke nochmal kurz hier in meiner Liste, ob ich irgendwas Spannendes, Palantir haben wir gemacht, Biontech vielleicht nicht mehr so spannend, Himsenhurst haben wir gemacht, Datadog ist im Sheet aktualisiert, kann man selber nachgucken, LiftUpstart habe ich jetzt nicht gemacht und Uber, Shopify haben wir drüber geredet, Affirm reiche ich noch nach, Airbnb haben wir gemacht, TradeDesk reiche ich noch nach, irgendwann BeyondMeToo, Lingo. Haben auch alle reported, falls ihr die habt. Roblox, Unity. So nach und nach update ich noch das Sheet. Ich bin noch so ein bisschen beim in den OMR nachwehen und mich erholen auch. Von daher kommt das vielleicht in der nächsten Episode. Und du bist ja auch heftig am Studieren gerade, deswegen würde ich dich jetzt auch entlassen. Es sei denn, du hast noch was Spannendes, was du mit mir besprechen möchtest vor dem Wochenende.
Dann entspann dich schön und habt ein schönes Wochenende. Bis Mittwoch.
Peace. Bis Mittwoch. Ciao, ciao.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus Tim Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.