Doppelgänger Folge #358 vom 31. Mai 2024

Apple x OpenAI | Private Equity für Kleinanleger | Google Leak & Halluzinationen | Pinduoduo, Salesforce, UIPath

Was lernt Pip aus dem Google Leak, wie waren die Earnings der Temu Mutter, was bedeutet eine Kooperation von Apple und OpenAI für Microsoft?


Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

00:00:00 PE für Kleinanleger ohne adverse Selektion?

00:23:00 Google Leak

00:28:50 Finn Auto news 

00:30:00 Pinduoduo, Temu

00:39:20 Google AI

00:48:25 Apple x OpenAI

00:55:40 SaaS & AI, Salesforce

01:10:00 UI Path

01:07:10 C3AI


Shownotes:

Google Leak: LinkedIn, Ipullrank

Finn Auto Ex CEO: LinkedIn

PDD: CNBC

AI Overviews: Google Blog

Google rudert zurück: LinkedIn

OpenAI x Apple: 9to5Mac

UIPath Cathie Wood: X

Salesforce CEO: X

Elon Twitter Beef: X

Outro Heute: Soundcloud


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 358 am 1. Juni 2024. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit Philipp Klöckner. Heute haben wir wieder eine schöne News- und Earnings-Folge und eine ganz frische Hörerfrage zu unserem Werbepartner Liquid. Aber bevor es losgeht, alles Gute zu deinem 26. Geburtstag, Benedikt. Vielen Dank, dass du uns zweimal die Woche hörst. Genieße deine Doppelgänger-Geburtstags-Folge. Auf zur Liquid-Frage. Christoph hat uns vor drei, vier Stunden eine E-Mail geschrieben, die wir sofort reingenommen haben. Wenn ihr auch eine Frage stellen wollt, einfach an podcast.doppelgänger.io Ich lese vor.
Christoph.
Hallo ihr beiden, ich bin seit längerem treuer Hörer eures Podcastes. Durch die wiederholte Werbung für Liquid habe ich mir nun das Angebot angeschaut und ein paar Fragen an euch. Frage Nummer 1. Pip hat beim Thema Crowdfunding häufig das Problem der Adversenselektion erklärt. Nur wenige aussichtsreiche Startups stehen für Cloudfunding zur Verfügung, weil sie über VCs kein Geld bekommen haben. Nun handelt es sich bei Liquid sicher nicht um Crowdfunding, dennoch sind die angestrebten Mindestinvestments von 10.000 Euro sehr klein, sodass sich eine aufwendige und wahrscheinlich unattraktive Verwaltung der kleinstheiligen Investments ergibt. könnte man hier nicht Ähnliches wie bei Crowdfunding unterstellen, nämlich, dass man offenbar kein Geld von den großen institutionellen Anlegern und Family Office bekommt und daher auf die Kleinanleger zurückgreifen muss. Wenn das so wäre, würde man wahrscheinlich nicht die besten PE- und VC-Fonds investieren, sondern in die zweite und drittklassigen. Eure Meinung hierzu würde mich interessieren.
Es handelt sich hierbei nicht um Anlageberatung. Man sollte aufgrund des Gehörten keine Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu Aktien und anderen Wertpapieren treffen. Es besteht immer das Risiko eines Totalverlustes. Solltet ihr dennoch aufgrund der Informationen im Podcast handeln, handelt ihr stets auf eigenes Risiko und wir können unmöglich für etwaige Verluste haften. Alles könnt ihr auch nochmal unter doppelgänger.io nachlesen. Die Werbung ist ja sozusagen kein persönliches Endorsement. Es ist schon so, dass wir unsere Werbepartner sehr sorgfältig aussuchen, würde ich sagen, und auch viele ablehnen. Insbesondere aus der Kapitalanlage- Sphäre bestimmt schon sechsstellige Summen insgesamt abgelehnt haben an Werbung, weil wir von den Produkten nicht überzeugt sind. Die Werbung muss man trennen sozusagen und es gibt zusätzlich quasi noch den Umstand, dass ich, das wurde auch am 14. Mai bekannt, sozusagen so eine Art Expertencounsel oder Beirat von Liquid beigetreten bin, unter anderem mit Florian Heinemann und zwei anderen Menschen, wo ich quasi so eine Art Produktbeirat mitbilde. Das ist vergütet, das ist aber unabhängig von der Werbung. Die Liquid-Werbung hört man auch in vielen anderen Podcasts, die hätte es auch so gegeben. Und diese Beiratstätigkeit ist unabhängig davon vergütet. Da wird man eventuell mal mein Gesicht im Internet sehen oder gewisse edukative Inhalte, die ich poste, aber das ist prinzipiell unabhängig voneinander. Dann ist es richtig, dass wir in der Vergangenheit oder vor allen Dingen ich immer gesagt habe, dass wenn von Demokratisierung von Anlageklassen die Rede ist, dass man prinzipiell skeptisch sein sollte. Das würde ich auch weiterhin so bekräftigen. Ganz oft ist das einfach der Fall. Dieses neue Produkt von Liquid Halte ich aber dennoch für eins, wo ich weder ein Problem damit habe, das zu bewerben und wo der Maßstab vielleicht noch höher ist, auch in so einem Beirat mitzuwirken. Ich erkläre gleich, warum das so ist. Einerseits freut mich natürlich, dass unsere Community, das ist auf Discord, wo es ja auch schon diskutiert, da so skeptisch und vorsichtig ist. Das zeigt irgendwie, dass finanzielle Bildung funktioniert. Das finde ich gut. Und gleichzeitig darf man uns natürlich unterstellen oder mir in dem Fall, dass ich mir natürlich die Gedanken gemacht habe und das wäre jetzt irgendwie ein komplettes Schrottprodukt oder so, mich nicht dafür zur Verfügung stellen würde und dann würden wir auch keine Werbung dafür machen tatsächlich, obwohl das sozusagen unabhängig ist. Das nur quasi als Hintergrund. Was ist der Unterschied? Also erstmal muss man verstehen, was ist das für ein Produkt? Es soll Zugang zur Classed Private Equity herstellen. Und da gibt es quasi eine neue Richtlinie, die sogenannte LTF2-Richtlinie, die einfach quasi klärt, unter welchen Voraussetzungen solche Plattformen oder Vermögensverwalter jetzt auch kleinere Vermögen verwalten können und in solche Equity-basierten Fonds oder Anlageklassen investieren. Das ist quasi eine neue gesetzliche Regelung. Vorher hat Private Equity quasi nur größeren zur Verfügung gestanden. Man konnte das über Tokenization und so ein bisschen umgehen. Da habe ich meiner Meinung nach keine vernünftige Plattform gefunden, die das sinnvoll macht. Und jetzt wird man aber wahrscheinlich auch verschiedene Produkte von anderen Plattformen oder von neuen Anbietern sehen, die ähnliche Sachen anbieten. Warum fand ich das jetzt sozusagen weniger schlimm als Produkte, die wir vorher abgelehnt haben? Eine Frage war ja auch, ob wir das selber, oder die Anschlussfrage an die, die du schon vorgelesen hast, ob wir das selber machen würden. Ich werde ein Teil meines Vermögens, also auch diversifizieren, haue ich jetzt 80% meines liquiden Vermögens da rein? Nein. Oder shifte ich jetzt mein Aktienportfolio komplett darüber? Auch nein. Aber ein Teil meines Vermögens, so wie es auch jetzt schon über andere Produkte in Private Equity steckt, werde ich wahrscheinlich einfach, um das Produkt auch zu testen, auch da investieren. Der Unterschied. Also was man macht, ist in dem Fall Co-Investments mit großen Private Equity Brands. Also man investiert nicht direkt in einen Fonds von KKR oder Blackstone oder Apollo und TPG und wie die alle heißen, sondern der Partner, mit dem Liquitus anbietet, ist ein riesengroßes Family Office, wenn man so will, das Neuberger Berman heißt, in New York beheimatet ist. Die verwalten so 480 Milliarden oder so. Die sind eben ein Riesenpartner, der sehr guten Zugang zu Fonds hat. Und wenn man so ein wirklich sehr großer Partner ist, wie zum Beispiel die großen Pensionsfonds von CalPERS oder OPP, Ontario Teachers Pension Plan, OTPP oder CPP und wie die alle heißen. oder ein großer Versicherungskonzern oder so, dann bekommt man in der Regel so eine Art exklusives Recht zu co-investieren. Warum macht man das? Die Private Equity Fonds nehmen in aller Regel ja dieses 2 in 20 Gebührenmodell, das heißt 2% aufs verwaltete Vermögen und 20% Gewinnbeteiligung hinterher. Das sind natürlich vergleichsweise hohe Gebühren, die aber auch damit gerechtfertigt sind, dass die Investments sehr aktiv gemanagt werden und wenn man im Top-Quartier, also dem oberen Viertel der Fonds investiert, auch die Public Markets deutlich schlagen kann, in der Regel über lange Zeit. Und diese Gebühren sind relativ hoch und deswegen können einflussreiche Kapitalsammelstellen mit viel Geld teilweise raushandeln, dass sie ab und an in Deals co-investieren. Das heißt, zum Beispiel kann man davon ausgehen, dass es vielleicht bei dem Springer-Deal so war. Da ist ja neben KGA auch der Ontario State for Pension Plan mit investiert. Ich weiß nicht, ob es in dem Fall so war, aber das könnte so ein Konstrukt gewesen sein. Und dadurch spart quasi der Co-Investor, also die Pensionskasse in dem Fall, die Gebühren. Weil Sie selber mit in den Deal investieren als Co-Investor, müssen Sie auf den Teil Ihres Investments nicht die 220 zahlen, sondern Ihr eigenes Office co-investiert quasi mit. Dann haben Sie vielleicht Kosten, um so ein bisschen... Due Diligence zu machen oder im Board zu sitzen und eventuell auch aktiv noch Einfluss zu nehmen oder ähnliches. Aber man hat eben nicht diese 20% Gewinnbeteiligung, die man abdrücken muss und man hat nicht die 2% Managementgebühr. Das ist der Sinn von Co-Investments. Und Neuberger oder Neuberger Berman ist so groß, dass sie Co-Investieren können mit vielen dieser Fonds, in denen sie investiert sind? Und dadurch können sie quasi Zugang gewähren und gleichzeitig baut Liquid eben eine Plattform, wo viele kleinere Anleger dann mit relativ kleinen Summen konsolidiert werden können, also die Technologie, um das möglichst kosteneffizient und unbürokratisch abzuwickeln. Und dann zusammen kann man das dann so quasi auch kleinere Menschen anbieten. Das ist quasi die Logik dahinter. Also ich würde sagen, Adverselektionen kann ich da bisher nicht erkennen. Im Gegenteil, der Vorteil ist, es gibt ja andere Möglichkeiten, zum Beispiel Moonfair oder so, wo ich teilweise auch investiert bin, über sogenannte FIDA-Funds. Man kann entweder so Fund-of-Funds machen, also Dachfonds, die in verschiedene Private-Equity-Fonds investieren, wobei man auch da schon relativ viele hohe Summen investieren muss, oder sogenannte Feeder-Funds, wie Moonfair das zum Beispiel anbietet, die einerseits auch relevant hohe Gebühren haben, also das ist so zwischen 0,5 und 2 Prozent, die man nochmal oben drauf zahlt. quasi, bereits auf die Gebühren, also man verliert schon die Gebühren der Fonds, also die 220, und dann hat man darüber nochmal einen Wertschöpfungslayer, was auch nochmal Gebühren und eventuell Beteiligungen abzieht. Und das andere Problem ist, dass dann, selbst wenn ich das über Moonfair mache, das fängt ja in der Regel so, es gibt ein paar Ausnahmen, wo man auch auf 50.000 investieren kann, aber in die größeren Fonds kann man eigentlich auch, da braucht man eine Viertelmillion eigentlich pro Investment, Und um jetzt vernünftig zu streuen, also was ist denn, wenn Apollo oder KKA doch mal ein schlechtes Jahr hat? Das ist fairerweise einigermaßen unwahrscheinlich, weil von der Reputation des Fonds und Erfolg, also wenn du einmal im Top-Quartal bist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du mit der nächsten Generation wieder drin bist, deutlich erhöht. Also es gibt so eine Korrelation zwischen Reputation und Performance. Aber es könnte ja mal sein, dass du zufällig einen schlechten Fonds oder ein schlechtes Jahr greifst. Deswegen muss man eigentlich auch da in 5, 10, 20 verschiedene Fonds investieren. Und wenn man das mal 250 rechnet, dann weißt du, wie viel du investieren musst, um eine vernünftige Streuung zu haben. Und bei diesen Co-Investments über Newberger Berman ist es also, dass du in eine, ich würde schätzen, hohe zweistellige Anzahl an Deals insgesamt investierst, vielleicht sogar noch mehr. Und dadurch auch dein Risiko besser. Und über so eine Art Evergreen-Konstrukt, wo du rollierend immer wieder investierst. Das heißt, du bist zeitlich und von den Deals her diversifiziert. Dann können wir auch sagen, warum zu dem Adverselektionsproblem. Es ist insofern auch eine besondere Zeit. Es gibt nicht nur diese LTIF-Richtlinie, die den Zugang ermöglicht für Privatlande. Gleichzeitig ist es ja so, dass die großen Kapitalsammelstellen, gerade tatsächlich auch ein bisschen klamm sind. Da haben wir schon ein paar Mal drüber berichtet. Es gibt kaum noch IPOs, es gibt kaum noch Trade Sales und deswegen gibt es wenig Rückfluss in die Private Equity oder VC-Welt im Moment. Das heißt, diese ganzen Endowments, also diese Universitätsstiftung oder Pensionskassen oder wer noch so typischer Investor in VCs ist, die haben gerade nicht besonders viel Liquidität und müssen natürlich trotzdem ihren Commitments nachkommen, also ihre Investments einzahlen. Und dadurch ist es deutlich schwerer geworden, neue Funds zu raisen, weshalb jetzt viele irgendwie in die Golfstaaten gehen und so, um überhaupt noch Geld zu raisen. Und das würde ich zumindest interpretieren, verschiebt so ein bisschen das Kräftegleichgewicht. Früher hättest du dich sehr strecken müssen, um in Topfonds irgendwie wie, keine Ahnung, KGA oder CPC oder so überhaupt reinzukommen. Und jetzt ist die Bereitschaft, neue Geldquellen anzuzapfen, einfach ein bisschen höher, weil die Liquidität bei den typischen High Net Worth Individuals, die Milliarden oder hunderte Millionen haben, einfach ein bisschen knapper. Und man wird, wie gesagt, weitere Produkte sehen. Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass man sieht, dass die großen Private Equity eigene Produkte anbieten, um so ein kleiner Anlegergeld einzusammeln. Das heißt, es ist nicht so ungewöhnlich, dass jetzt auch die Chance besteht, in relativ gute Fonds zu investieren oder relativ gute Deals in diesem Fall. Genau, so ein bisschen als Hintergrund, warum das glaube ich besonders ist und warum ich das Produkt zumindest deutlich weniger unvorteilhaft als andere sehe. Also würde man es jetzt vergleichen mit diesen Quatschfonds von irgendwelchen TV-Persönlichkeiten oder so zum Beispiel oder diesen tokenisierten Quatsch oder so. Und dann der nächstwichtigste Punkt ist natürlich noch, also ich habe viele Stunden damit verbracht, das sozusagen im Vorhinein zu klären und dann später auch nochmal die Bedingungen durchzulesen, weil das natürlich alles wichtige Punkte sind, gerade in Bezug, ob wir dafür werben wollen oder ich mich eben als Beirat zur Verfügung stellen möchte. Der nächstwichtige Punkt ist dann natürlich die Kosten und die, da können wir nochmal drauf eingehen, sind die folgenden, das ist hier aus den FAQs von Liquid vorgelesen. Es ist so, dass es eine Verwaltungsgebühr von 2,49% pro Jahr gibt. Dazu kommt noch 0,33% für also so Total Expense für Jahresabschlussanwälte, Steuerberater, so Nebenkosten. Jetzt kann man sagen, das ist noch mehr als die 2% Verwaltungsgebühr, die ich mit dem Private Equity Fonds direkt zahlen würde. Das stimmt so, aber ich habe die 20% Performancegebühr nicht und ich habe nicht die doppelte Fondsstruktur. Also ich habe weder einen FIDA-Fund noch einen Dachfonds darüber. Normalerweise hätte ich im schlimmsten Fall 2 plus 2 oder 2 plus 1 Managementgebühr und dann noch 20 plus irgendwas Performancegebühr. vielleicht. Hier habe ich eben einmal die 2,49 plus 0,33. Das ist eine relativ hohe Verwaltungsgebühr, die sich jetzt wahrscheinlich Liquid und Neuburger teilen. Und dann ab einer Hurdle, also einer Mindestrendite von 8%, habe ich dann eine Gewinnbeteiligung, also eine Performancegebühr von 12,5%, die auch niedriger ist als die 20%, die ich normalerweise schon im Fonds bezahlen würde. Also dadurch, dass ich co-investiere, spare ich die 2,20 und die Dach- oder Mindestens bei nochmal 1% Managementgebühr liegen. Und die Performancegebühr ist sozusagen bis 8% nicht da und danach 12,5%. Dann gibt es auch einen einmaligen Ausgabeaufschlag von 1%. Der ist aber bis September sozusagen eh gestrichen. Das heißt, er ist nicht relevant und theoretisch würde er eben auch nur einmal bei der Einzahlung dann nie wieder anfallen. Können wir auch vorstellen. Kann ich nicht sagen, was sie machen, aber man weiß ja, wie das ist. Manchmal wird das auch immer wieder verlängert, so die kostenfrei. Aber Wie gesagt, dieser 1% ist einmal eine einmalige Gebühr und im Moment muss man die nicht zahlen. Und das ist sozusagen meiner Kenntnis nach das beste Angebot, was ich bisher gesehen habe, um das zu machen. Es hat noch andere Vorteile. Der nächste Punkt ist ja Liquidität. Sollte ich als Kleinanleger etwas verkaufen, wo das Geld 12, 13 Jahre gebunden ist? Auch da ist das Modell besser, unter anderem um dieser LTIF-Richtlinie gerecht zu werden, muss man eine gewisse Liquidität herstellen. Das heißt in dem Fall, dass man 5% pro Quartal verkaufen kann oder 20% im Kalenderjahr. Das heißt, du kannst einen Teil deines Geldes verkaufen. wieder zurückbekommen jedes Jahr, wenn du das möchtest. Das senkt natürlich ein bisschen die Zielrendite fairerweise, weil man entweder absichern muss gegen das Risiko oder Cash vorhalten. Von daher geht da ein bisschen Rendite flöten, aber dafür hat man eben mehr Liquidität. Das ist aber eigentlich sehr transparent. Genau, welche Punkte haben wir jetzt noch nicht besprochen? Das sind, wie gesagt, was ich gut finde, ist, dass man sehr gestreut ist. Ich würde niemandem raten, jetzt deswegen seine ETF-Sparpläne wegzuschmeißen oder sowas, um das ganz klar nochmal zu sagen. Ich glaube, das ist eine gute Beimischung, so wie andere Sachen auch. Vielleicht kann man da 10, 15, 20 Prozent seines Geldes, wenn man so einen langfristigen Horizont hat. Wie gesagt, es gibt eine Liquidität, aber es bleibt natürlich ein langfristiges Anlageprodukt. Die Zielrendite ist, also in der Vergangenheit hat Neuberger irgendwie 14,5% gezeigt, wenn ich das richtig sehe. Die Zielrendite für das Produkt ist jetzt mit 12% angegeben. Das wäre höher als Capital Markets. Es ist natürlich aber auch ein bisschen illiquider, aber nicht vollkommen illiquide. Und Ich finde, soweit ich das beurteilen kann, wie gesagt, dass man Gebühren hat, ist klar, das habe ich bei jedem anderen Fonds auch. Mit dem ETF kannst du es nicht vergleichen, weil es ja sehr aktiv gemanagt ist, wie gesagt. Und Und von daher sehe ich, würde ich sagen, nach einiger Recherche jetzt keinen offensichtlichen Haken. Der Gebühren muss man sich bewusst sein. Ich finde die, wie gesagt, im Vergleich zu dem, was ich selber auch bei anderen Lösungen zahle, finde ich die aber so angemessen. Ich weiß nicht, ob es noch ein günstiges Produkt geben wird in Zukunft. Der Markt wird sicherlich Druck, also der Wettbewerb wird Druck auf den Markt machen. Und vielleicht werden sich Gebührenstrukturen natürlich auch nochmal ändern. Aber deutlich billiger als das hier kannst du es meiner Meinung nach auch nicht anbieten. Dann wird es schwer, sozusagen bei der Größe. Das sind so die wichtigsten Punkte, die ich mir durch den Kopf gehen habe lassen. Wie gesagt, man kann das alles auf der Webseite durchlesen. Das soll jetzt auch keine erweiterte Werbung sein, sondern es gab sowohl im Discord und eben jetzt auch diese Hörerfragen dazu. Ich konnte das bis vor kurzem noch nicht so gut beantworten, weil die Info, dass ich Beirat bin, ich wollte das gerne alles in einem Abwasch machen, um das Gesamtkonstrukt transparent zu erklären. Und damit wäre das quasi dann auch Erklärt, wer noch Fragen hat, kann die gerne weiterhin im Feedback-Channel auf Discord stellen. Da versuche ich, die auch dort zu beantworten. Ansonsten sollte man natürlich vor allen Dingen darauf vertrauen, was auf der Webseite steht und in den Produktbedingungen oder in den FAQs. Aber ich habe es versucht, so gut wie möglich zu erklären, warum ich mich einigermaßen wohl damit fühle, das hier sowohl im Podcast zu bewerben, als auch dem Beirat dabei zu treten. Und wie gesagt, es ist nicht so, dass wenn jemand irgendwie ein bisschen Geld auf den Tisch legt, dass ich mein Gesicht dahin gebe und mich hinsetze. Wir haben in der Vergangenheit wirklich viele solcher Deals, also solche Deals eigentlich alle abgelehnt. Und da steckt schon einiges an Recherche und Abwägung dahinter.
Vielen Dank für deine Recherche und Gratulation zur neuen Beiratsrolle. Ich denke, die zweite Frage ist damit auch beantwortet, oder? Mit den besten Fonds, ob das deiner Meinung nach die besten sind, die dort drin sind?
Ja, also wie gesagt, man investiert nicht in Fonds, sondern mit Fonds. Dadurch ergibt sich eben der Kostenvorteil. Aber man kann Neuberger Börmen unterstellen, dass sie sozusagen Zugang zu guten Fonds haben, nach meinem Verständnis. Und man hat meiner Meinung nach eine bessere Streuung, als wenn man selber über Fiederfonds oder Dachfonds in Private Equity. Es gibt auch so neue Fintechs, die Ähnliches versuchen anzubieten und die dann letztlich aber zum Beispiel nur kleine Anteile an bestehenden Dachfonds von irgendwelchen großen Kapitalverwaltungsstellen verkaufen, was meiner Meinung nach ein schlechteres Produkt ist, weil es dann in dem Fall auch eine doppelte Kostenstruktur hat. Das, was ich quasi mag hier, ist, dass die Kosten zwar relevant sind, aber du siehst, welche Kosten du hast, transparent und kannst das gut einschätzen und hast nicht so eine mehrfache Kostenstruktur. Und die Versprechungen sind, es wird von 12% Zielrendite. Ich denke, es ist sinnvoll anzunehmen, dass langfristig die Märkte schlägt. Das kann man nicht versprechen oder garantieren, aber würde man die Vergangenheit weiterzeichnen, dann würde es danach aussehen. Gleichzeitig sagt hier niemand, dass man 20% bekommt oder wie das Topquartier der BI-Fonds abschließt. Sondern es ist, glaube ich, realistisch beschrieben, das Produkt.
Ich freue mich, dass Liquid mit uns Partner ist. Ich hatte die erste Berührung mit der Firma vor acht Jahren. Da war ich mal in Stuttgart am Flughafen gefangen, letzte Maschine zurück nach Hamburg. Und ich musste am nächsten Tag in Hamburg sein, weil ich dann in den Urlaub geflogen bin. Viel Fliegerei. Die Maschine wurde gecancelt, die einzige Option war dort zu übernachten. Und ich habe dann irgendwann gesagt, ich habe keine andere Wahl. Ich fahre jetzt mit einem Car2Go Black. Das war damals das Modell, das man in einer Stadt am Flughafen mieten konnte und dann in eine andere Stadt fahren. Ich fahre jetzt nach Hamburg. Möchte jemand mit? Da hat sich eine Person gemeldet. Alle anderen meinten so, ja nee, wir fliegen irgendwie oder wir fahren am nächsten Tag oder so. Und mit der bin ich dann die ganze Nacht von Stuttgart nach Hamburg gefahren. Und er hat mir damals erzählt, dass er jetzt bei Liquid anfängt. Und war einer der ersten Mitarbeiter, der dort angefangen hat zu arbeiten. Und ich finde es ganz interessant, wie sich die Firma jetzt in den letzten Jahren entwickelt hat und immer weiter. Und so hatte ich immer eine Berührung und habe mich gefreut. So schließt sich jetzt der Kreis. Jetzt würde ich so eine lange Autofahrt so spät am Abend nicht mehr machen, aber es war sehr nett und eine nette Bekanntschaft.
Es ist lustig, dass du sagst, ich muss tatsächlich morgen 8-9 Stunden Auto fahren, weil ich leider etwas Fahrrad fahren will. Und leider sind die Fahrradplätze in allen ICEs, die in den Süden gehen, schon belegt. Das heißt, dass ich auch ein ähnliches Konstrukt wählen muss. Aber das Auto ist voll besetzt, von daher ist es sowohl preislich als auch ökologisch fast vergleichbar. Aber ja, werde ich auch bis an die südlichste Spitze von Deutschland fahren, so Gott will.
Gute Frage. Ich hoffe, du hast eine gute Podcast-Playlist bereit. Das konnte man. Damals gab es noch kaum Podcasts. Er wird wahrscheinlich sagen, wir haben christlichen Hip-Hop gehört und uns viel unterhalten.
Oh Gott, der Arme.
Wir können bei dir eigentlich auch zurück in die Zeitgeschichte gehen und zu Google gehen. Hast du dir die letzten Tage die geleakte, die durchgesickerte Google- API-Dokumentation angeguckt. Irgendetwas Neues drin, was du noch nicht gedacht hast. Also wie das Ranking-System von Google funktioniert.
Also einerseits muss man sagen, das ist wahrscheinlich der umfangreichste Leak über welche Ranking-Faktoren Google nutzt, den es in der Vergangenheit gegeben hat. Und insofern ist das glaube ich für die SEO-Industrie schon relevant und spannend. Würde ich jetzt meine Art SEO zu machen deswegen grundlegend ändern? Ich würde sagen, nein. Also viele, viele Sachen sind, glaube ich, einigermaßen selbstverständlich. Also es kommt so ein bisschen darauf an. Es gibt so verschiedene Denkschulen im SEO. Die eine ist irgendwie, ich glaube, alles, was Google sagt und bete das runter und verhalte mich so und dann gibt es Leute, die sehr viel selbst experimentieren und meine Idee ist am ehesten, mich zu versuchen, in Googles Lage reinzuversetzen und zu überlegen, wie ich eine Suchmaschine bauen würde mit den Daten, die ich zur Verfügung habe und dann wie kann ich diesen Signalen so gerecht werden, dass ich möglichst gut in den Augen der Suchmaschine aussehe. Das halte ich für das Beste. Wenn man davon ausgeht, dann ist das glaube ich wenig überraschend, was man hier sieht. Wenn man davon ausgeht, dass man hat bisher Google zugehört und das sozusagen als Religion betrachtet, dann wird vieles überraschend sein. Es werden viele Mythen zum Beispiel, also nicht nur Mythen, sondern vor allem Aussagen von Google einfach widerlegt durch den Leak. Es gibt zum Beispiel so eine Aussage, dass Google keine Domain Authority nutzt. Also dass es nicht eine Art Trust-Wert oder so gibt, dem man einer ganzen Seite oder einer ganzen Domain zuordnet. Und das wurde immer wieder so auch gesagt von Google. Und in den geleakten Signalen ist jetzt zum Beispiel aber schon von einem Faktor, der Site Authority heißt. Die Rede, das ist immer ganz lustig, weil... Mein Gefühl war immer, dass Google mit Absicht die Fragen nicht inhaltlich beantwortet, sondern wortwörtlich. Das heißt, fragst du nach Domain Authority, können sie sagen, sowas gibt es bei uns nicht, weil das Site Authority heißt oder Host Name Authority. Und wenn du fragst, nutzt ihr Klicks für das Ranking, dann können sie sagen nein, weil sie nutzen eventuell ein Verhältnis zwischen guten und schlechten Klicks. Das wäre zum Beispiel das nächste Beispiel. Also es ist unter anderem gut dokumentiert, wenn das wirklich interessiert, bei iPoll Rank. Das ist von Mike King, einem Longtime SEO Legend, ganz gut zusammengefasst. Da hole ich das jetzt auch so ein bisschen her. Also Google sagt immer, wir benutzen keine Klickraten oder keine Klick fürs Ranking. Wenn man sich das so wortwörtlich sieht, dann stimmt das sicherlich. Aber natürlich nutzen sie das Verhältnis zwischen sogenannten Long- und Short-Clicks oder Good- und Bad-Clicks. Also ein Long-Click ist, ich klicke auf ein Ergebnis bei Google und bewege mich lange auf dieser Seite und idealerweise suche ich nie wieder nach, wonach ich vorher gesucht habe. Das wäre ein Zeichen, dass ich entweder was gekauft habe oder die Information bekommen habe, die ich wollte. Ein Short-Click oder Bad-Click wäre, ich klicke auf was, gehe direkt zu Google zurück, klicke das nächste Ergebnis. Das ist ein starkes Zeichen dafür, dass ich nicht gefunden habe, was ich wollte und Natürlich nutzt Google diese Daten, weil es die wertvollsten Daten sind, um die Qualität der Suchergebnisse zu messen, würde ich sagen. Trotzdem haben sie Ähnliches immer, also das Problem war vielleicht, dass Leute nicht konkret genug gefragt haben oder nicht breit genug gefragt haben und deswegen konnte Google das immer sozusagen leugnen und es zeigt sich aber jetzt relativ klar, dass eben all diese Unterstellungen, die man immer gemacht hat, eigentlich wahr waren oder die schlaueren von denen. Und Google das trotzdem dementiert hat. Es gibt verschiedenste Beispiele, dass sie keine Chrome-Daten fürs Ranking benutzen. Da gibt es Indizien für, dass das anders ist. Es gibt einen Parameter für die Anzahl der Chrome-Besucher in der Dokumentation. Und das ist eigentlich der spannendste Fakt, glaube ich. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass du sozusagen von der Google PR Abteilung oder was sie Webmaster Help nennen, eigentlich regelmäßig belogen oder in die Irre geführt wirst. Das kann man sagen, natürlich möchtest du nicht jedem erklären, wie du den Algorithmus am besten so gamen kannst oder manipulieren kannst, aber Ob man so weit gehen sollte, dass man eine tendenziell richtige Vermutung immer wieder leugnet, weiß ich nicht. Finde ich ein hohes Maß an Unaufrichtigkeit. Ich habe das jetzt, also Teile davon waren mir jetzt auch, ich durfte ja früher schon mal in so ein Gerichtsverfahren da reingucken, darüber durfte ich aber nicht reden. Jetzt ist es öffentlich, deswegen kann ich es weder bestätigen, ob das da drin steht, was ich vorher gesehen habe oder so, aber jetzt kann man zumindest sagen, dass es eben... die diese Dinge gibt, aber man kann auch davon ausgehen, dass es zumindest einige Leute gab, denen das immer klar war. Das Fiese ist sozusagen, dass die Leute, also hätte ich jetzt irgendwo, sagen wir mal, vielleicht bei den Sachen, worüber ich sogar reden durfte, da sagst du nämlich, ich bin mir relativ sicher, dass Google Good und Bad Klicks nutzt, weil das eigentlich auch Common Knowledge war. gibt es halt immer wieder Leute, nee, du hast Unrecht, weil Google hat das ja denied. Das ist natürlich ein sehr anstrengendes, unwissenschaftliches Verfahren, wenn deine bessere Überzeugung und bessere Recherche immer wieder widerlegt wird mit PR von Google. Und insofern bin ich ganz glücklich über das Leak. Also sowieso sollte dieser Algorithmus, weil er so wichtig ist für die Akteure, glaube ich, so transparent wie möglich sein. Und gleichzeitig ist er halt ein guter Beweis dafür, dass man Google nicht vertrauen kann, wenn sie mit Webmastern und Publishern kommunizieren. Und das finde ich das Spannendere, als jetzt die Details, die da drinstehen. Wie gesagt, ich will jetzt nicht sagen, dass man daraus nichts lernen kann. Das sollte sich jeder SEO definitiv durchlesen. Aber meine Art jetzt zum Thema SEO zu beraten oder das selber zu machen, würde das jetzt nicht stark verändern.
Kurze Werbeunterbrechung. Weißt du, was ein Pentest ist? Ein Blackbox Penetration Test simuliert einen externen Hackerangriff auf dein Unternehmen mit öffentlich zugänglichen Informationen. Die Experten von PCG suchen und überprüfen Schwachstellen, sowohl in Hyperscale-Lösungen als auch On-Premise von Startups, KMUs und Großkonzernen. Du kennst bestimmt Unternehmen, welche in den letzten Monaten gehackt wurden. PCG hilft dir, mit einer gezielten Prüfung Sicherheitslücken aufzudecken, empfiehlt dir diese mit den passenden Lösungen zu beheben oder schließt sie direkt. Lass dir vom PCG eine Analyse der vorhandenen Schwachstellen erstellen und die empfohlenen Maßnahmen gleich umsetzen. Mehr Informationen findest du auf pcg.io. Da schreibt man p wie Philipp, c wie Cäsar und g wie Glöckler. Das bin ich. Der Link ist natürlich in unseren Shownotes. Und nun viel Spaß mit der weiteren Folge. Werbung Ende. Du bist ja bald auf dem Weg nach Süddeutschland. Gibt es irgendwelche News aus Süddeutschland, die wir hier im Podcast besprechen müssen?
Achso, achso. Ja, nur so ein kurzer Servicehinweis. Wir hatten vor längerer Zeit mal über die sexuellen Belästigungsvorwürfe bei Finn Auto gesprochen. Und da gibt es jetzt insofern ein Update, das ist auch wirklich nur als Update gemeint, dass das zuständige Gericht oder die Staatsanwalt hat in München jetzt ein, wie sagt man das rechtlich korrekt, einen Strafbefehl erlassen hat. Ja, einen Strafbefehl erlassen, was sozusagen darauf schließen lässt, dass man diese Anschuldigung für eher wahr befindet. Es wurde, glaube ich, auch nicht, wurde ja eh nicht geleugnet, wenn ich es richtig verstanden habe. Und unter anderem bei der Wirtschaftswoche kann man sagen, wenn einen das interessiert, nachlesen, dass es so aussieht, als wäre da wirklich was dran gewesen. Ansonsten der CEO und Gründer ist seiner Pflichten ja enthoben worden danach, bleibt weiter Anteilseigner für ein Auto. Insofern wurde da reagiert und das nur kurz als Update. Und dann, ich weiß nicht, ob erfreulicher, aber interessanter zumindest, ich habe gemerkt, wir haben die PinduDo-Earnings gar nicht besprochen. Dieses Mal. Und ich wurde nur durch den Kassenzone-Podcast mit Florian Heinemann, den Mansli Heinemann mit Alex Graf und Flo daran erinnert. Und habe da nochmal reingeschaut. Und wir können ja einfach nochmal durch die Zahlen gehen. Die sind ja nicht nur von... großen Interesse, sondern auch wie immer sehr dynamisch und beeindruckend. Und zwar, also Pinduoduo ist so eine Group-Buying-Plattform aus China, aber uns vermutlich bekannt als Mutter von Temu. Also dieser Ramsch-Marktplätze. Ich glaube, man darf das noch so bezeichnen. Oder ja, Marktplätze kommen wir gleich drauf, inwiefern das Marktplatz ist oder nicht. Aber deren Gesamtumsatz ist nochmal um 119% gewachsen. Das ist noch einen kleinen Tacken schneller als im Vorquartal. Man sieht aber, das ist nicht so stark wie im Vorquartal. Wobei das Vorquartal natürlich im Weihnachtsquartal ist damit besonders stark. Das heißt, es gibt eine Saisonalität zwischen Q4 und Q1, die eher abfallend ist. Also dass Q1 schwächer ist als Q4 ist nicht besonders. Aber es gleicht ja auch schon so aus, ein bisschen als wäre das Wachstum auf den Höhepunkt angelangt, würde ich sagen. Muss man mal schauen. Die Cost of Revenues haben sich interessanterweise stärker gesteigert, um 180%. Und dementsprechend geht die Rohmarge runter bei Temu. Also das, was sie vom Umsatz übrig behalten, ist weniger. Das war im Q1 letzten Jahres noch 70% und jetzt sind es nur noch 62%. Also eine Verschlechterung der Rohmarge. Das ist langfristig erstmal nicht gut. Und das ist wirklich besonders, haben sich die Marketingausgaben nur um 37% gesteigert. Wir können nicht trennen, was Temu und was Pinduoduo ist. Es gibt das domestische Geschäft in China und es gibt eben Temu, das internationale Geschäft. Aber der Gesamtumsatz ist um 120% gestiegen und es sieht so ein bisschen so aus, als könnte Temu das sein, was eher von Transaction Services getrieben ist. Dann würde das sich vervierfacht haben im Vergleich zum Vorjahr. das realistisch anzunehmen. Um das zu erreichen, die Vervierfachung der Transaction Services oder die mehr als Verdopplung des Gesamtumsatzes, musste man nur 37% mehr Marketing aufwenden, was erneut wirklich bewundernswert ist. Das ist zwar immer noch eine ganz gute Ansekunde. Das ist 27% Marketingquote und damit noch deutlich höher als ein normaler Retailer oder so. Aber im Vergleich zu den Steigerungen, die man da sehen kann, wirklich relativ wenig. R&D wird kaum gestiegen, nur 10% mehr R&D als im Vorjahr. Das ist auch lustig, wie wenig die wirklich für Entwicklung ausgeben oder wie effizient man da arbeitet. Und weil die Kosten jetzt so wenig ansteigen, während der Umsatz halt noch sehr dynamisch wächst, hat sich die operative Marge Ah, Moment, hier muss ja ein Fehler sein. Wenn die Rohmarge 62% ist, kann die operative Marge auch nicht 61% sein. Sekunde mal. Ah, da ist der Fehler. Da muss natürlich das 10 genommen werden. Hier werden die Zahlen noch live frisiert während der Aufnahme. Der Umsatz hat sich stark gesteigert, die Kosten aber nicht so stark und dadurch hat sich das Ergebnis von 25% operativer Marge auf 30% operative Marge verbessert. Das war im Vorquartal, also Weihnachten, muss man wieder sagen, das ist natürlich ein saisonaler Sondereffekt, sogar schon bei 46% die operative Marge, jetzt ist sie bei rund 30%, was natürlich enorm ist, wenn man bedenkt, wie viel Temo eigentlich investiert. Und meine Deutung dieser Zahlen wäre inzwischen oder immer noch, dass die Cost of Revenue eigentlich der Preis ist, den sie den angeblichen Marktplatzhändlern bezahlen, um ihre Ware anzukaufen oder den Ankauf der Ware zu kompensieren. Dass die Transaction Services das Geld ist, was sie von Kunden einnehmen und Online-Marketing und Other entweder ihr China-Geschäft ist oder eine Mischung aus China-Geschäft und was sie vielleicht zusätzlich für Werbung auf der Plattform noch machen. noch einnehmen. Aber so oder so, also der Umsatz hat sich um 256 Prozent, nicht der Umsatz, der Profit ist von einer Milliarde auf 3,6 Milliarden gestiegen. Das heißt, Temo verdient, wenn diese Zahlen richtig sind, schon extrem viel Geld. Cash-Loss-Positiv-Net-Income hat sich ähnlich entwickelt. Das sieht soweit alles so gut aus. Außer, dass man sich fragt, wie man mit so wenig Sales und Marketing wirklich so viel Umsatz generieren kann. Und wie gesagt, ich sehe so ein bisschen eine Verflachung des Wachstums. Ich glaube ja fast auch so ein bisschen Peak-Thema schon. Gleichzeitig, man hört jetzt, dass sowohl die EU als auch die USA langsam so einen Crackdown starten. Die USA und also kümmern sich, also beide Wirtschaftsräume versuchen sich so dieses Logistics-Post-Problem so ein bisschen, also der Umgehung der De-Minimis-Regelung zu widmen. Was glaubst du, ist Themus Reaktion darauf, dass sie gesagt haben, dass man hier immer genau unter der Zollgrenze verschickt? Das schauen wir uns mal genauer an und wir schauen jetzt genauer in die Pakete ab jetzt, auch ob da eventuell Counterfeit Products, also Produktpiraterie dabei ist oder so.
Wahrscheinlich, dass die amerikanischen Firmen das genauso machen.
Nee, Temu hat ihre Pakete, diese Plastiktüten, sind nicht mehr orange ab jetzt, damit sie nicht mehr so gut zu erkennen sind. Ah, schlau. Die waren früher aus Brandinggründen orange und die sind jetzt weiß, damit es für den Zoll noch mal schwerer zu erkennen ist, ob es jetzt von Shein oder von einem anderen Supplier kommt. They try to blend in. Das sagt ja auch schon viel über die Zusammenarbeit mit den Behörden. Und das andere ist sozusagen in den USA, selbst wenn man das mit dem Postvertrag nicht hinbekommt, versucht man, Temo nachzuweisen, dass es gibt so ein Zwangsarbeit-Hack, also dass Dinge, die unter Ausbeutung der uigurischen Bevölkerung entstanden sind, nicht vertrieben werden dürfen in den USA. Und auch auf der Schiene versucht man Pinduoduo so ein bisschen beizukommen. Und zwar stellt man da unter anderem die Verbindung her, dass man nicht glaubt, dass Pinduoduo ein Marktplatz ist. Einfach an dem Fakt gemessen, dass Und obwohl Temu sagt, sie sind Marktplatz und sie vermitteln quasi nur Angebot und Nachfrage aneinander, ist es ja so, dass sie das Payment handeln selber und dass sie dem Supplier, dem Produzenten, deutlich weniger als den Verkaufspreis, also es gibt kein klassisches Kommissionsmodell, sondern Temu kauft in dem Moment, wo die Ware verkauft ist, nehme ich an, das Produkt deutlich unter dem Verkaufspreis beim Supplier. an und gleichzeitig dann gibt es verschiedene Berichte, dass Temo sehr stark weisungsberechtigt ist an diese Supplier, an die Produzenten. Das heißt, dass teilweise Temo-Manager in den Fabriken die Produzenten managen, dass sie ihnen sagen, zu welchem Preis sie das anbieten sollen, dass sie die Produktpalette mitbestimmen, sodass man sehr schwer unterscheiden kann, ist das jetzt ein Marktplatz oder eine Media Company oder ist das eigentlich ein vertikal integrierter Retailer wie ein SHEIN zum Beispiel. Das ist und wenn das so ist, dann könnte man eben auch mit diesem Forced Labor Act eventuell da angreifen. Das heißt, es wird mit Sicherheit nicht einfacher werden für Temo und Pinduoduo in der Zukunft. Und ansonsten bleiben die normalen Probleme, die wir in der Vergangenheit oder die antizipierten Probleme, die wir in der Vergangenheit beschrieben haben. Gleichzeitig ist es relativ klar, dass sie im Jahr 2024 wahrscheinlich 60, 70 Milliarden Umsatz machen werden und damit so groß sind wie H&M und Zara zusammen, glaube ich. Das ist nicht die Frage, aber dass es weiter so dynamisch wächst, da bin ich mir sehr unsicher, ehrlich gesagt. Ich finde es immer noch beeindruckend, dass diese Buchhaltung so klar geht. Also dass du sagen kannst, du bist ein Marktplatz, obwohl du ganz offensichtlich die Ware eben ankaufst. Sie besitzen sie halt zu keinem Zeitpunkt, sie haben kein Inventar. Aber in dem Moment, wo es gekauft wird, kaufen sie es deutlich unter dem Verkaufspreis von irgendeinem Manufacturer, Hersteller an. Und das ist aus buchhalterischer Sicht schon... nach allem, was ich davon verstehe, eine gewisse Dehnung des Möglichen. Also schwer zu sagen, du bist einfach nur ein Vermittler von Nachfrage und Angebot, wenn du bestimmst, was bestellt wird, zu welchem Preis, welche Marge der, der es verkauft, bekommt. Das ist nicht unser Verständnis, unser landläufiges Verständnis von einem Marktplatzprodukt, glaube ich.
Aber wenn dort es jetzt neue Regeln gibt, könnte das nicht auch große Marktplätze sein? bedrohen oder verändern? Also jeder große Marktplatz hat ja eine gewisse Macht.
Ja, aber auch wenn man Amazon und so für sowas viel anfeindet, das ist halt kein Vergleich zu dem, was Temo macht. Also so wie es aussieht, es gibt einen ganz guten Artikel von The Information unter der Überschrift Temos Iron Grip on Suppliers, der sehr gut dokumentiert, wie stark dadurch gegriffen wird, bis in die Produktionsketten Und das kannst du jetzt wahrscheinlich den anderen großen Marktplätzen nicht unterstellen, glaube ich.
Welche AI-News gab es diese Woche?
Ganz spannend, und zwar haben wir sowohl in den letzten beiden Folgen ja über diese Verfehlung des Google AI Overviews geredet. Also das ist dieses AI-Feature bei Google, wo es zu diesem lustigen Steinessen, Pizza, Klebe und so weiter kam. Und Ich hätte ja gerne gehabt, dass sie das zurückrollen müssen, ehrlich gesagt. Aber im Moment versuchen sie noch eine andere Taktik. Gestern haben sie eine Pressemitteilung rausgegeben oder einen Blogartikel auf ihrem Search-Blog, wo sie stattdessen erklären, wie es dazu kommt. Was für mich ein Zeichen ist, dass sie es auf jeden Fall nicht zurückrollen wollen. Sie wollen es behalten, deswegen erklären sie, versuchen sie die User zu educaten, warum das eben nicht so toll funktioniert manchmal. Und darin erklären sie eigentlich relativ klar, wie es zu diesen Fehlern kommt. Und zwar schreiben sie, also AI-Overviews sind diese Einschübe, wenn du eine Frage stellst oder eine informationale Anfrage an Google stellst, wo da oben, dann steht AI-Overview da und diese Antwort von der AI und dann alles andere wird ein bisschen nach unten gedrückt. Sie schreiben, AI-Overviews work very differently than chatbots or other LLM-Products, also Large Language Model, Chatbots oder so. Vielen Dank. like identifying relevant high quality results from our index. That's why AI overviews don't just provide text output, but include relevant links so people can further explore, blah, blah, blah. Because accuracy is paramount in search, AI overviews are built to only show information that is backed up by top web results. Also einerseits erklärt das jetzt, warum kommt es zu diesen komischen Verfehlungen. Nämlich, das sind ja oft aus Reddit gelernte Daten. Das wurde ja ganz gut dokumentiert, dass die Gründe für diese falschen Ergebnisse oft Reddit-Daten waren. Satirische Inhalte oder so mit der Klebe oder wo einfach was erklärt wird und der Kontext fehlt. Also einerseits zeigt sich sozusagen das Problem damit, dass Google Reddit so hart überbewertet hat. Wir haben ja gesagt, die Sichtbarkeit von Reddit in Google hat sich verzehnfacht im letzten Jahr. Und dadurch, dass Reddit in mehr und mehr Search-Rankings auftaucht, kommen diese satirischen oder falschen Inhalte auch mehr und mehr in diese AI-Experience. Das ist ein direktes Resultat davon, dass Reddit sozusagen in den Top Ten wäre für diese Anfragen. Und dann, wenn ich jetzt einen Reddit-Post klicke, dann erkenne ich vielleicht, dass es hier ein bisschen humorreske Umgebung ist und das auch nicht ernst zu nehmen ist. Wenn jetzt die AI aber einfach aus diesem Reddit-Resultat den Inhalt extrahiert, dann fehlt sozusagen der Kontext und auf einmal kommt es zu diesen falschen Ergebnissen. Also Google hat sich, das könnte aber auch zum Beispiel ein Grund sein, warum sie diese 10-fache Erhöhung bei Reddit gemacht haben, weil sie gemerkt haben, dass ohne Reddit diese AI-Ergebnisse noch relativ schlecht gewesen wären und dass Google ausgerechnet durch die Einbeziehung von User Generated Content, sie besonders gut wären. Oder vielleicht, weil sie auch den Eindruck erwecken wollten, wir klauen das nicht bei den großen Verlagen, sondern wir klauen es beim User Generated Content, den Inhalt. Und das ist der zweite wichtige Part, nämlich dass Google hier eigentlich schwarz auf weiß zugibt, Was ihre AI macht, ist nicht überwiegend gelernte Daten zurückzugeben. Und auch da kann man ja schon darüber diskutieren, ob das geklaute Inhalte sind oder nicht, wenn man auf was gelernt hat. Sondern es ist ja relativ klar, unsere AI identifiziert in den am besten rankenden Webseiten die Inhalte und liest diese vor. Liest diese vor, sagt Google dann nicht. Aber das ist ja die beste Interpretation, die du gewinnen kannst, nachdem du es gerade vorgelesen hast, dass sie sagt, Ja, wir haben dahinter so ein General LLM oder so ein Customized Language Model schon dahinter. Aber eigentlich, was das tut, ist vor allen Dingen das Netzvorlesen. Also das geht auf die Top-Ranking-Websites, holt da die Informationen raus und zeigt sie dem Nutzer, damit er diese Websites nicht mehr besuchen muss. Und das ist natürlich, das sollte jedem Publisher sozusagen die Gänsehaut auf die, was auch immer, Mund treiben. Das ist erstaunlich. Also einerseits muss Google dieses Problem erklären, andererseits Ob das so gut altern wird oder so lange da stehen bleiben wird, da bin ich mir nicht so sicher, weil das ist meiner Meinung nach die hundertprozentige Schuld eines Ständes. Wir haben ein AI-Feature gebaut, was nichts anderes tut, als anderen Leuten Inhalte dem Nutzer vorlesen oder auszugeben, ohne dass es zu irgendeiner Art von Kompensation dafür kommt. Das ist schon einigermaßen dreist, glaube ich. Ansonsten verlinken wir den Blogpost unter blog.google. Da kann man sich immer über Search informieren. Da gibt es einen Post, AI Overviews About Last Week, was da schiefgegangen ist. Da kann man sich das Ganze nochmal durchlesen. Jan verlinkt das bestimmt auch. Ich fand es interessant, weil einerseits ist die Probleme ganz gut erklärt und andererseits auch, wie Google plant, mit den Inhalten anderer Leute in Zukunft umzugehen.
Das User Experience, irgendwann verstehen doch die Leute, dass die Ergebnisse alle falsch sind. Du willst ja einen AI oder einen Chatbot oder was auch immer haben, der die Wahrheit sagt.
Naja, fairerweise, das ist ja eine kleine Anzahl der Ergebnisse. Die 99% der Fälle, wo das wahrscheinlich ganz gute Ergebnisse liefert, die sehen wir natürlich nicht auf Twitter. Aber für Google ist auch ein kleiner Prozentsatz schon problematisch. Und das andere, was Google sagt, wie sie es beheben wollen, ist, dass sie ihrer AI besser beibringen, Satire zu erkennen. Oder sagen, was sind ernstzunehmende Inhalte und was nicht. muss ich manche sehr generell gefragten Suchanfragen wie Smoking during Pregnancy, muss ich die einfach anders interpretieren. Eventuell, oder muss ich vielleicht auch andere Quellen bevorzugen. Das heißt, ich denke, was sie machen werden, ist einerseits Kontext versuchen besser zu verstehen, dann so ein bisschen Topical Authority, also sollte ich bei Gesundheitsfragen vielleicht nicht auf Reddit hören. Man könnte ja sagen, bei Gesundheitsfragen ist NetDoctor vielleicht eine bessere Quelle als Reddit. Oder bei Kochfragen. Da sind Kochbücher oder Rezeptseiten eine bessere Antwort als Reddit. Seit heute rudert Google im medizinischen Bereich wohl bereits zurück. Nach medizinischen Queries lädt der AI-Overview für eine Sekunde. Dann kommt die Meldung, es könne keine AI-Antwort generiert werden. Try again later. Und wie gesagt, ich weiß nicht, ob diese totale Überbewertung von Reddit so schlau war, weil das scheint ein signifikanter Anteil zu sein. Aber deine Frage war, das ist ein Riesenrisiko für Google, wenn zu viele Nutzer da falsche Ergebnisse sehen oder es zu ersten Klagen kommt. dann kann das schon problematisch werden, glaube ich. Muss man vor allen Dingen sehen, wie schnell Google jetzt besser wird dabei. Und ich bin mir relativ sicher, dass sie viel Augenmerk und viel Ressourcen darauf legen, speziell jetzt an dem Feature zu arbeiten. Einfach um so ein bisschen Feature-Parity mit den besten Bots per Flexity und Microsoft schon so zu behalten.
Und wenn sie die Antworten geben, sind sie doch dann eigentlich auch ein Publishing-Haus. Wie weit ist der Unterschied dann zu Journalismus oder News oder was auch immer? Sie geben ja konkrete Antworten, Sie lernen ja aus den Sachen. Früher haben Sie ja einfach nur die Ergebnisse gezeigt.
Also der Unterschied ist, dass nicht alle Journalisten einfach abschreiben von anderen Publikationen, so wie Google. Es gibt durchaus welche, die das tun, aber... Google schreibt ist quasi der, wenn du so willst, ein Publisher, der 100% der Inhalte von anderen Leuten abschreibt oder sie im besten Fall aggregiert und eine Synthese daraus baut. Wobei das offenbar ja viel zu selten passiert hier. Aber das ist ja das ewige Problem von Google, dass sie auf ihrer eigenen Plattform zum Akteur werden und ihre eigenen Services präferieren. Und ich meine, prominenter präferieren als ihre AI-Experience kann man, glaube ich, den eigenen Service nicht präferieren. Wobei alle irgendwie gleich schlimm sind. Jedes Beispiel für Self-Preferencing hat natürlich einen erheblichen Schaden für die Menschen oder die Wirtschaftsobjekte, Unternehmen, die davon betroffen sind. Ja, es ist wieder eine neue Verquickung von Plattformen und selber Akteure auf der Plattform sein. Also einerseits problematisch, dass du den Content-Providern auf der eigenen Plattform damit quasi den Traffic komplett wegnimmst und gleichzeitig ihre Inhalte klaust. Man würde jetzt mal sagen, das kann nicht lange gut gehen, aber das hätte ich vor 15 Jahren auch gesagt, als Universal Search so ein bisschen begangen. Also man kann diese Sache, diese Bewegung bei Google ja seit 15 Jahren eigentlich sehen. Und jedes Mal hätte ich gesagt, wie lange soll das gut gehen, aber man sieht ja, wie lange es gut geht. Es geht so lange gut, bis Regulatoren wirklich mal daran arbeiten. Aber selbst mit DMA und DSA dauert es zumindest lange, bis es jetzt weiter festgestellt wird, das Fehlverhalten. Das ist ein bisschen frustrierend. Aber man sollte nicht aufhören, darauf hinzuweisen, dass es meiner Meinung nach nicht okay ist, was da passiert.
Du hast dich die Woche bestimmt gefreut, dass mehr oder minder Publik wurde, dass OpenAI jetzt mit Apple zusammenarbeiten wird und Siri fixt. Freust du dich denn auch als Microsoft-Shareholder, dass das passiert?
Warum sollte mich das freuen, dass sie das fixen?
Das war eine deiner Predictions in einem der letzten Folgen. Ich glaube ja, OpenAI wird Ende des Jahres weniger wert sein. Du glaubst, es wird mehr wert sein. Unter anderem, weil sie schön Apple aus der AI-Klemme helfen.
Genau, also es ist jetzt nochmal publiker geworden, dass höchstwahrscheinlich OpenAI zumindest ein Partner von Apple wird, bei dem unterfangen Siri endlich zu einem einigermaßen vernünftigen Chatbot zu machen. Siri wird dann höchstwahrscheinlich sehr tief in die verschiedenen Funktionen des Handys reinlesen und eingreifen können. Also Apps steuern, Inhalte aus Apps oder Webseiten lesen und so weiter. Damit also wirklich relativ mächtig werden und viele Daten auch bekommen. OpenAI scheint, also Sam Orton scheint es geschafft zu haben, ob exklusiv, weiß man noch nicht, aber es könnte Exklusivität sein oder eben einer der Partner dafür zu sein. Und wie ich das als Microsoft... Ich glaube, es gibt zwei Sichtweisen und ich bin Vertreter der zweiten. Also man könnte sozusagen Fast Thinking wäre... Das konkurriert ja sehr stark mit Microsofts PC-Plus-Pilot oder Co-Pilot-Konzept. Und die vermeintliche Führerschaft von Microsoft, dass sie da besonders gut sind in dem Bereich oder gut werden könnten... Wird jetzt nivelliert, indem OpenAI, die ja eigentlich relativ nah an Microsoft dran arbeiten, jetzt dem größten Konkurrenten Apple das gleiche Feature verkaufen. Und das könnte sozusagen Microsoft dann weniger innovativ erscheinen lassen. Das ist, glaube ich, die einfache Sichtweise. Das Spannende ist aber, dass damit... Und sofern das nicht auf dem Gerät von Apple ausgeführt wird, müsste das ja wieder so viel neues Compute-Volumen schaffen, dass am Ende bei Microsoft eingekauft wird. Also sagen wir mal, das wird nicht On-Premise laufen. Es könnte On-Premise laufen. Muss man sehen, ob OpenAI ein Modell hat, was so klein und so gut ist, dass es On-Premise funktioniert. Aber wenn nicht, würde das ja sehr wahrscheinlich in der Microsoft Cloud laufen, weil es OpenAI ist. Und dann könnte das ein riesiger AI-Booster werden. Also das könnte sich richtig lohnen für Microsoft. Muss nicht so kommen, aber wenn es so kommt, dann überleg mal, wie viel mehr Anfragen gemacht werden auf einmal und wie viel mehr Rechenkapazität das brauchen wird. Das könnte eigentlich ganz einträglich sein. Und selbst wenn die Inferenz auf dem Gerät passiert, also die Abfrage, Denn allein dadurch, dass OpenAI viel wichtiger wird, wird auch das sowohl Microsoft indirekt profitieren lassen oder eben wieder die Rechenkapazität von Microsoft noch besser auslassen, dass ich eigentlich relativ unbesorgt bin, ehrlich gesagt.
Ja, ich bin gespannt. Wir werden ja in zwei Wochen auf der Developer-Konferenz sehen, was Apple sich da alles ausgedacht hat. Ich könnte mir halt schon vorstellen, wenn sie es richtig geil lösen, schaffen sie es halt voll im Telefon integriert zu sein und dass man sich denkt, okay, über zum Beispiel das Mail-Programm kann ich viel schneller E-Mails schreiben, weil OpenAI oder halt AI dort voll integriert ist. Ich kann mir noch nicht so ganz vorstellen, wie sie das machen. Ich würde ja ein Rebranding machen. Ich würde Siri beenden und würde sagen, es gibt jetzt zwei Assistentenstimmen, die du da hast. Die eine heißt Steve und die andere heißt Lisa. Aber das ist wahrscheinlich nicht politisch korrekt genug. Die Stimme von Steve Jobs und seiner Tochter wird man wahrscheinlich nicht auf dem Telefon haben. Als ehemaliger Apple-Aktionär mache ich mir keine Hoffnung, dass sie uns so wahnsinnig überraschen werden.
Ja, ich meine, wenn du wirklich gute Sprachbedingungen des Handys hinbekommst, ich glaube, die Zeit ist einfach sehr knapp. Die Frage ist, ob sie was präsentieren kann, was einsetzbar ist, oder ob sie was präsentieren kann, wo sie sagen, mit der nächsten Generation iPhones wird das vielleicht freigeschaltet. Das halte ich für das wahrscheinliche Ergebnis. Wann kommen die iPhones raus? Im September oder so? In der nächsten Generation? Und vielleicht schaffen sie es bis dahin, ist, glaube ich, realistisch, was zu bauen, was einigermaßen funktioniert. Also sie werden so ein bisschen Vaporware machen, also ein paar Use Cases, die vorprogrammiert sind oder die man schon zeigen kann, demonstrieren. Aber nutzbar wird es, glaube ich, im Herbst werden. Wäre meine Vermutung. Ich kann das nicht wissen natürlich.
Ich bin gespannt, wie das Nutzererlebnis da wirklich sein wird. Ich kann es mir noch nicht vorstellen. Das Einzige, was ich so gerade sehe als... Ein wirklich krasses AI-Feature ist aber nicht auf dem Telefon. Ich glaube halt voll an die Messenger. Also ich glaube voll, dass man, wenn du jetzt sagst, es ist halt alles in Text oder in Sprachform und ein AI-Assistant, mit dem ich irgendwie mit Sprachnachrichten hin und her agieren kann. Sowas könnte ich mir vorstellen.
Aber das ist doch Siri. Das ist Siri.
Ja, aber ich sehe das eher auf einer WhatsApp-Ebene oder einer iMessage-Ebene und weniger so voll klippi-nervig überall auf dem Telefon.
Ja, aber dein Messenger, also ich verstehe schon, ich glaube auch, dass das das intuitive Interface wäre. Das Problem ist aber, dass dein Messenger ja eingesperrt ist in seiner Facebook-Welt oder in seiner, was auch immer du nutzt, WhatsApp-Welt oder so und deswegen nicht ausreichend Daten hat. Was bringt dir ein Messenger, der nur weiß, was du geschrieben hast in letzter Zeit? Du willst ja schon einen, der auch weiß, guck mal, Du willst halt fragen, was war nochmal dieses lustige Meme mit dem Elefanten, was ich in den letzten drei Wochen gesehen habe. Da hilft dir dein WhatsApp-Message halt nur, wenn du es verschickt hast über WhatsApp. Siri oder Copilot könnte das halt. Weil sie wissen, welche Files du gehandelt hast. Dein mobiles Betriebssystem kann das halt.
Und du glaubst, dass... die Nutzerinnen und Nutzer das wirklich wollen oder ist das einfach nur der Traum der Systeme, weil sie alle Daten haben wollen?
Ja, das ist die große Frage, was ist der erste Use Case, den Nutzer breit akzeptieren werden. Aber ich glaube, so bessere Suche oder ein neues Interface zum Computer für Dinge, die man mit herkömmlichen Sachen noch nicht so gut machen kann, ist, glaube ich, schon ganz sinnvoll.
Ich glaube eher, gib mir schnelle gute Antworten, spiel mir eine Freundin oder einen Freund vor, zeig, dass ich in E-Mail, Excel oder sonst wo schlauer bin. Das sind so die Features. Ich sehe es eher auf Produktebene und weniger als die allwissende Big Brother Datenkrake.
Ja, es kann beides wahr sein. Das, was du sagst, wird es 100% geben, glaube ich. Trotzdem, glaube ich, möchte jeder gerne einen möglichst generalistischen Agent bauen, der sozusagen so nah wie möglich an der Hardware ist.
Bevor wir in die Earnings gehen, ich hätte einen Songwunsch. Kennst du noch das Lied Video Killed the Radio Star? Könntest du dir vorstellen, dass Ein guter Song vielleicht wäre A.I. Kills the SARS Valuations.
Warum sollte es so sein?
Zum Beispiel die Zahlen von Salesforce?
Ähm...
AI bedeutet weniger Leute abhalten in den Firmen. Es gibt weniger Seeds, die verkauft werden. SaaS-Firmen verkaufen Seeds. Deswegen ist der ganze Hype um AI und Efficiency der Killer für SaaS-Valuations.
Also du könntest sagen, wenn alle Leute produktiver arbeiten, dann könnte das Seed-basierten Modellen, also wo man pro Arbeitsplatz abrechnet, schaden. Das könnte man so sagen. Gleichzeitig hat... können die Firmen auch davon profitieren, dass sie selber sozusagen AI-basierte Produkte aufbauen. Und ich glaube, was Salesforce eher schadet, ist, dass also schon das Personalabhau ist, glaube ich, schon ein Problem für Salesforce. Aber dass das jetzt ausgerechnet durch die AI kommt, glaube ich nicht, sondern eher dadurch, dass durch das veränderte Zinsszenario alle Valuations sich anpassen und der Customer Lifetime Value, den du annehmen darfst, die Revenue Expansion, die historische, mussten alle anpassen. Und dadurch kannst du einfach weniger für Marketing und Sales ausgeben, als Softwareunternehmen gerade. Und das trifft natürlich Salesforce als einer der Schaufelverkäufer für sämtliche Marketing- und Salesaktivitäten im B2B-Bereich, aber so ein bisschen ja sogar auch B2C-Bereich mit der, es gibt ja auch so E-Commerce-Cloud und so. Ähm, Aber ja, es ist jetzt auf jeden Fall ein ordentlicher Dämpfer bekommen, ist glaube ich so 20% oder so runtergegangen, obwohl die Umsatzzahlen gar nicht so schlecht waren. 10,7% Wachstum ist nur ganz knapp unter dem Vorquartal, aber der Ausblick war immer wieder schlecht. Dann hat sich die Rohmarge sogar verbessert um 2% Punkte, also die ist also... Bottomline macht Salesforce weiterhin gute Zahlen, nur dass man beim Wachstum, glaube ich, gewarnt hat. Die Kosten sind sogar 8% unterm Vorjahr, aber da waren, glaube ich, Restructuring-Ausgaben auch sehr viel. Ja, da waren 700 Millionen. Ohne die Restructuring-Ausgaben wären sie leicht gestiegen, aber so oder so ist es ein operatives Ergebnis, hat sich vervierfacht gegenüber dem Vorjahr. Gut, das liegt auch an den Restructuring ein bisschen, aber es wäre, wenn nicht hätte es sich trotzdem noch deutlich positiv entwickelt. Und die operative Marge ist mit 19% auch die beste auf Rekordniveau. Gab es noch nie so gut. Vor Quartal war es 17,5, jetzt fast 19% operative Marge. Das heißt, unterm Strich sehen Salesforce Zahlen gut aus. Das einzige Problem ist, dass die Guidance nach vorne verheißt, dass man eventuell nicht mehr zweistellig wächst in Zukunft. Irgendwann müssen auch Leute diese ganzen AI-Produkte vertreiben und dann können sie das genauer gegenverteilen. Also was ist denn, wenn diese ganzen Produkte vertrieben werden müssen? Dann passiert das ganze Gegenteil. Dann hast du nämlich das Phänomen, dass wenn Jan recht hat, kann ich mit 20% des R&Ds und 40% des G&As oder was das Beispiel war, neue Software bauen und umso mehr Geld habe ich dann für Marketing zur Verfügung und das wiederum könnte wieder in den Salesforce fließen. Auf jeden Fall, Marc Benioff bemüht sich um Schadensbegrenzung und ist auf Twitter zurückgekehrt und postet so eine schöne lange Zeitlinie. Wo habe ich das denn hier? Und eigentlich ist das genau das richtige Verhalten. Also wenn jemand mal wirklich deprimiert ist mit seinen Geschäftszahlen oder so, kann ich immer raten, sich einfach sehr langfristige über mehrere Jahre Charts anzuschauen. Dann sieht sozusagen der kleine Einbruch im letzten Monat immer nicht mehr so schlimm aus. Und genau die Strategie scheint Marc Benioff auch zu verfolgen. Auf Twitter den Salesforce-Umsatz seit 2014, also die letzten zehn Jahre, wie der von 4 Milliarden auf fast 40 Milliarden nächstes Jahr steigen soll, wie die Marge von 17 auf fast 32,5 Prozent, das sind glaube ich Nonnen, gab. Margen, wenn ich das richtig sehe. Ganz hoch sollte die Marge noch nicht sein, aber ohne Service Compensation und so wäre Salesforce in diesem Geschäft ja bei über 32% operativer Marge. Und der operative Cashflow ist auch in den letzten 10 Jahren von einer Milliarde auf fast 13 Milliarden Guidants hochgegangen. Das zeigt ja so ein bisschen, um zu erklären, dass insgesamt Salesforce doch noch ein ganz gutes Unternehmen ist und man sich nicht so von den jüngsten Zahlen vielleicht abschrecken lassen soll.
Also er wird zum langfristigen Investor.
Naja, ich meine, er hat ja recht, was er aufgebaut hat. Also erstmal ist Salesforce ja die Mutter dieser ganzen SaaS-Industrie. Das kann man ihnen ganz sicher nicht nähen. Und 13 Milliarden Operating Income muss man eben auch erstmal machen. Oder 32 Prozent Non-Gap-Marge. Also die eigentlich operative Marge ist wie gesagt nur 19 Prozent, aber 32 Prozent ist dann mit Abzug und ein bisschen Quatsch hier und da. Aber Die andere Aktie, die brutal eingebrochen ist diese Woche, ich glaube es sind noch ein paar mehr, aber sehr stark enttäuscht, hat auch UiPath. Die haben 40% an einem Tag verloren, weil sie einerseits ihren alten CEO Daniel Dines zurückgeholt haben. Die hatten drei, vier Monate mal jemand Neues ausprobiert und dann sind sie sehr schnell wieder rausgeschmissen. Das wirkt natürlich immer nicht gut. Schnelles Feuern ist eigentlich schlau, aber trotzdem wünscht man sich natürlich, dass bei so einer CEO-Entscheidung, man das so diligent macht, dass man den nicht nach drei Monaten wieder feuern muss. Aber hier hat entweder jemand einen kurzen Geduldsfaden gehabt oder man muss wirklich sehr schlechte Entscheidungen getroffen haben. Auf jeden Fall ist der alte CEO zurück. Man hat aber auch Wachstumswarnungen bekannt gegeben. Im Q4 letzten Jahres ist man um 31% gewachsen. Jetzt sind wir auf einmal wieder nur noch bei 16%. Das ist extrem unberechenbar. Das haben wir, glaube ich, vor zwei Jahren oder so mal, hatte ich mich mal darüber aufgeregt, dass UiPath so ein sehr unberechenbares Wachstum hat. Beziehungsweise eine Zeit lang ist es dann nur noch runtergegangen. Immerhin, insofern war es berechenbar, aber jetzt schwankt es halt irgendwie zwischen 18, 24, 31, jetzt wieder 16. Also Sehr, sehr wenig Konstanz und normalerweise dadurch, dass Umsatz gleichmäßig recognized wird und verbucht wird, ist es überhaupt schwer, so ungleichmäßigen Umsatz zu generieren, finde ich. Aber es liegt so ein bisschen auch daran, dass das Lizenzgeschäft sehr zyklisch aussieht. beziehungsweise Saisonalität hat, wobei das würde ja auch rausgemerzt, wenn wir auf den Year-on-Year-Vergleich schauen. Naja, ist auf jeden Fall ein bisschen wild. Und dann verlieren sie immer noch Geld, minus 50 Millionen, Verlust bei 335 Millionen Umsatz, Cashflow positiv sind sie natürlich, es ist nur Share-Biz-Kompensation, die da rausgeht. Aber dafür, dass jetzt eigentlich ihr Zeitalter gekommen sein sollte, wachsen sie halt extrem wenig mit 16% oder relativ wenig mit 16%. Liegen stark unter Vorquartal, wie gesagt, das ist so ein bisschen saisonal auch und haben nicht so schöne Ergebnisse. Und wer hier aber wieder ein gutes Näschen bewiesen hat, ist unsere Investmentfee aus den USA, Cathie Wood, hat nämlich zwei Tage vor den Earnings nochmal schnell 400.000 Aktien im Wert von 4-5 Millionen nachgelegt und UiPaths nochmal ordentlich nachgekauft. Nur um sie jetzt quasi mit einem 40% Verlust im Depot ihrer Kunden stehen zu haben. Und unser Deutscher, Kathy Wood, hat ja auch, UiPath war ja auch eine der ersten Positionen im 10XDNA-Fonds, aber ich glaube, die haben die irgendwann heimlich divestiert, nachdem sie die ja immer angepriesen haben, sind sie irgendwann ausgestiegen. Also was heißt heimlich, ich weiß nicht, vielleicht haben sie es auch bekannt. Ist ja relativ transparent, man kann es auf der Webseite sehen, aber ich weiß nicht genau, was die Gründe da waren, ob man die erfahren durfte, aber es sah jetzt wieder nicht so talentiert aus von Kelsey Wood, auf jeden Fall.
Oh wow, ja ich sehe, also seit IPO fast minus 84%.
Oh, UiPath?
Ja. Hätte besser, also eigentlich sind die doch jetzt AI-Gewinner, oder? Optimierung und so, sollten sie doch irgendwie mitspielen können.
Ich glaube eher, dass das, was UiPath macht, deutlich einfacher geworden ist, nochmal für andere auch günstiger nachzubauen. Und sowieso scheint es so eine komische Mischung auch zwischen viel Implementierungsarbeit und Projektarbeit zu sein. Ich glaube, dadurch schwankt das Revenue auch so, dass du viel so Projektarbeit hast. Ich weiß nicht, ich mochte die ja noch nie, die Aktie. Das war, glaube ich, mal irgendwann ein Short-Kandidat auch in einer meiner Predictions. Hätte man einfach nur lange durchhalten müssen wahrscheinlich.
Also glaubst du, dass jetzt die großen Unternehmensberatungen das einfach selbst bauen mit irgendwelchen AI-Tools?
Ja, würde ich schon vermuten. Also dass das UiPath in dem Bereich so Robotic Process Automation nochmal deutlich mehr Konkurrenz bekommt, glaube ich schon, ehrlich gesagt. Aber ich meine, wie gesagt, sie wachsen nicht mehr schnell, aber sie sind auch fast profitabel. Also werden sie auch nicht untergehen, denke ich. Aber so teuer, wie die damals nur auf dem Narrativ mit sie machen, Machine Learning und automatisieren alles und bezahlen das ganze Ding, zahlt für sich selbst und so, das fand ich schon immer ein bisschen übertrieben, wie hoch die da zwischenzeitlich bewertet waren.
Was hast du uns noch mitgebracht?
Genau, wir hatten Asana hat die Woche noch ein Kollaborationstool von Dustin Moskowitz gegründet, dem Facebook-Gründer, dem rausgeschmissenen Facebook-Gründer ausgeboteten haben relativ gute Zahlen geliefert, also relativ muss man sagen, aber wachsen um 13% gegenüber dem Vorjahr, relativ langsam inzwischen nur noch. Aber die Kosten wachsen um 9% und dadurch verbessert sich die Profitmarge ein bisschen von minus 40 auf minus 37%. Cashflow ist eigentlich schon positiv über das Gesamtjahr. Ende des Jahres werden wir sagen können, dass der Cashflow positiv war über das Gesamtjahr. Von daher sind sie aus dem Gröbsten raus und verlieren nur noch die Aktien, die sie rausgeben müssen. Ungefähr 5% Dilution hat man im Jahr durch neue ausgegebene Aktien. Aber haben nochmal 12% mehr Kunden gewonnen, das mochte man sicherlich. Und prinzipiell, dass sie so ein bisschen Operating Leverage haben, weil die Kosten langsamer wachsen als der Umsatz. Immerhin fand der Markt gut. Guidance war anspruchsvoll genug. Wurden gut aufgenommen, die Zahlen. Dann C3EI, von denen ich auch nicht so viel halte, aber haben auch ganz gute Zahlen geliefert. Also wobei, weniger schlecht als erwartet, muss man da wohl fairerweise sagen, aber Umsatzwachstum 20%, das war ein bisschen schneller als im Vorquartal, aber der Rohertrag hat sich verschlechtert von fast 66% auf fast 60%, also 6% weniger Rohertrag, das ist eigentlich nicht so Schön, dass die Rohmarge schlechter wird über die Zeit. Die war früher mal bei 78, jetzt sind wir auch bei 60. Geht eigentlich in die falsche Richtung, die Entwicklung. Und ihre operative Marge ist immer noch bei minus 95 Prozent. Also wenn du nur 20 Prozent wächst und immer noch fast genauso viel Geld verbrennst, wie du Umsatz machst. So richtig nachhaltig finde ich das noch nicht, aber es war offenbar weniger schlimm als erwartet. Deswegen hat die Aktie erstmal positiv reagiert. Cashflow ist in diesem Quartal zumindest positiv. Aber dann geben sie halt... Wo ist Service Compensation? Ach, da unten. Ja, allein 56 Millionen in Shareways Compensation, die das Ergebnis nach unten ziehen. Oder die Verwässerung, der das entspricht, wäre 9%. Also, die verlieren keinen Cash mehr, aber dafür wird dein Anteil jedes Jahr 9% im Schnitt verwässert. Und im GAP-Ergebnis ist das halt so ausgedrückt, dass du siehst, dass die Verwässerung der Anteile entspricht einer negativen operativen Marge von 95%, könnte man so ein bisschen über den Daumen sagen. Eigentlich kein Grund zu feiern, aber offenbar weniger schlecht als erwartet. Und sonst, Okta hat ganz gute Zahlen geliefert, MongoDB eher schlecht, wir sind 23% eingebrochen, auch nach schlechter Forward Guidance, also der Ausblick sah nicht gut aus. Z-Scaler-Security, ganz gute Zahlen und Sentinel-1 hatten leicht verloren, 7% nach so mittelbunden Zahlen auch würde ich sagen.
Und wieso war C3-AI so gut?
Warum... Wie gesagt, dass es weniger ist. Also wahrscheinlich, dass sie ihr AI-Narrativ weitergesponnen haben. Dann ist sie halt ein klein bisschen schneller wachsen. Weiß nicht, was hast du noch gelesen?
Ich frage mich. Plus 20% fast an einem Tag. Das ist ja überraschend.
Also ich würde sagen, hauptsächlich, weil sie so ein... sich weiter beschleunigen bei Umsatzwachstum. Also das letzte Quartal war 17,3% und 17,6% Wachstum, jetzt sind sie bei 19,6% und das ist schon nochmal deutlich besser. Und die Marge hat sich im Vergleich zum direkten Vorquartal dann tatsächlich auch ein bisschen besser entwickelt. Aber wie gesagt, ich sehe da keinen Grund für Euphorie. Achso, und sie verkünden ganz viele Kundengewinne, machen ganz viele Piloten. Muss man sehen, ob das irgendwann mal Früchte trägt, diese Piloten, die sie aufsetzen. Am Ende musst du es aber eben auch im Revenue sehen. Das Subscription Revenue steigt um 40% sogar, aber ihr Service Revenue hat sich halbiert. Aber das ist, glaube ich, auch so ein bisschen Shift im Business-Modell.
Das wäre doch ein gutes Zeichen. Das würde ja bedeuten, weniger Beratungsumsätze und mehr SARS-Umsätze.
Ja, und sie investieren jetzt gar nichts mehr in Services. Also das Lustige ist, dass sie weiter Umsatz damit machen und quasi kein Geld mehr dafür ausgeben. Das heißt, es geht Richtung 100% Rohmarge, aber am Ende wird es halt sterben. Und dann könntest du sagen, das Subscription-Modell, wenn es mit 40% wächst, ist es ja eigentlich ganz gut. Also das Wachstum des Subscription-Modells hat sich nochmal deutlich stärker entwickelt als das, was ich eben gesagt habe. Von daher ist das wahrscheinlich der Grund, dass man da jetzt wieder bis zu 40% wächst.
Zum Ende hast du noch News. Gibt es vielleicht 140 Sekunden Elon Musk für uns?
Elon Musk bestreitet sich gerade bevorzugt mit Jan LeCun und dem AI-Chef-Scientist von Meta. Ich habe gerade gemerkt, ich habe gar keine Lust, das alles zu verlesen. Und ich weiß gar nicht, ob das so gut nachvollziehbar ist. Deswegen packen wir einfach mal den Link in die Shownotes. Und dann können Leute, die Bock drauf haben, sich selber davon überzeugen. Und ansonsten schenken wir euch lieber die Zeit zurück und hören uns wieder am Mittwoch dann von der Fahrradwoche. Ich versuche das Mikrofon nicht zu vergessen, obwohl Mikrofone relativ schwer sind. Es ist gar nicht so lustig, das mit ins Gepäck zu nehmen. Darf ich mit dem Handy aufnehmen? Ich habe auch noch einen anderen Podcast unterwegs. Ich muss ein ordentliches Mikrofon dabei haben, leider.
Hauptsache, du hast viel Spaß bei der Autofahrt, erholst dich gut auf dem Fahrrad und bist in einem Raum, der sich nicht zu sehr nach Badezimmer anhört. Also, hat ein schönes Wochenende. Benedikt, genieß deinen Geburtstag und bis Mittwoch.
Peace. Ciao, ciao. Zippe, guter Daumen, nicht kapiert, doch bleibe backholtermotiviert. Fühlen den Rhythmus, YouTube-Archorythmus, wo jeder mitmuss.
Der beste Klopfen kommt aus dem Off, trotz der brauchen wir ja noch.
Und alte Firmen sind im Spiel, die Tipp und Zill mal wieder gibt. Klopfe, Amazon, Microsoft, jede Aktie wird verschleuchtet oft. Das ist keine Anlageberatung, setzt niemals Schlossideen in die Tat um. Wir spüren im Rhythmus, im Rhythmus, in jedem Lied, in den Charts, im CD.
Musik Musik Musik Musik
Im Algorithmus leben jeden Beat. In den Charts sind wir beliebt. Schön, dass es dich und den Algo gibt.
Wir spüren den Rhythmus im Algorithmus. Leben jeden Beat. In den Charts sind wir beliebt.
Schön, dass es dich und den Algo gibt. Wir spüren den Rhythmus im Algorithmus. Leben jeden Beat.