Doppelgänger Folge #440 vom 14. März 2025

DeepSeek verbieten? Earnings von Adobe Ui Path & SentinelOne #440

Sam Altman würde gerne DeepSeek verbieten. KI Zitiert nicht richtig. Google besitzt ganz schon viel von Anthropic. Earnings von Adobe, Ui Path und SentinelOne.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Puma

(00:03:15) AI Regulierung

(00:12:30) AI Zitate

(00:17:00) Google's AI Investments

(00:21:05) Uber Delivery Hero

(00:23:10) Nvidia in Singapore

(00:25:45) Adobe 

(00:34:30) Ui Path

(00:39:00) SentinelOne

(00:41:00) Nvidia

(00:52:00) Binance

(00:56:30) Grünheide


Shownotes

OpenAI bezeichnet DeepSeek als „staatlich kontrolliert“ und fordert ein Verbot von „in der VR China hergestellten“ Modellen TechCrunch

KI-Suche hat ein Zitierproblem Columbia Journalism Review

Einblick in Googles Investition in das KI-Start-up Anthropic New York Times

Uber beendet Foodpanda Taiwan-Übernahme nach regulatorischen Hürden Reuters

Staatsanwaltschaft Singapur: US-Server-Betrugsfall umfasst Transaktionen in Höhe von 390 Millionen Dollar Reuters

Nvidias nächste Chips sind nach Vera Rubin benannt, der Astronomin, die die dunkle Materie entdeckt hat CNBC

Johns Hopkins entlässt mehr als 2.000 mit Bundesmitteln finanzierte Mitarbeiter New York Times

Tesla behält Lohn kranker Mitarbeiter ein Handelsblatt


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 440 am 15. März 2020. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner.
Und die Woche war wieder verrückt. Bevor wir anfangen, hast du noch einen guten Investment-Tipp für mich?
So schnell hast du noch nie Geld verloren.
Aber du hast gesagt, du glaubst an ein großes Revival-Turnaround bei Puma und nicht weniger als eine Woche später hat die Aktie schon ein Drittel an Wert verloren. Herzlichen Glückwunsch. Dass ich neben der Tracking-Aktie noch 99 weitere nachgekauft habe, das ist natürlich meine Schuld und habe mich jetzt 800 Euro gekostet. Aber ansonsten, bin ich jetzt nicht mehr der schlechteste Investor in diesem Podcast. Vielen Dank dafür.
Und vor allem das Schöne ist, ich habe jetzt mal gemerkt, wie das so auf deiner Seite ist. Also man bekommt dann auf einmal so Screenshots zugeschickt und irgendwelche Nachrichten.
Oh Gott, an alle, die das gemacht haben, Glückler gibt euch das Geld zurück, keine Sorge. Egal, wie viel ihr reingesteckt habt. Das klaimt man ja auch immer. Er haftet für Empfehlungen und Tipps und jegliche Aussagen. während ich nicht Leibe bin für irgendwas.
Ja, tut mir leid. Also ich hoffe, dass du der einzige Dumme warst, der dieser Idee gefolgt ist. Ich bin sehr zufrieden mit meinen aktuellen Sneakern und glaube weiter an die Firma. Ja, mal schauen, man hätte auch merken können, also wenn CEO letztes Jahr im OMR-Podcast war, dann dauert es noch ein bisschen, bis die Aktie nach oben geht.
Ich glaube, die einzige Aktie, die noch schlechter gelaufen ist, ist Müllerick diese Woche. Diese Kummelse Angermeier Space-Booms-Bude. Die hat auch ein Drittel verloren, aber hat nur einen Tag dafür gebraucht.
Haben die auch reportet?
Nee, ich glaube, die sind schon im Staruk oder so. Also, ich glaube, Nasdaq, die Listing haben die schon angekündigt bekommen. Und ich glaube, wird auch restrukturiert. Ich habe mich nicht tiefer damit beschäftigt. Kann man sich selber durchlesen. Die großartige Entwicklung von knapp 30 Euro auf unter 1 Euro nachvollziehen. Ist den typischen Weg der Dinge gegangen.
Ja, mein absolutes Highlight der Woche war Trump, der Autoverkäufer. Das musste ich mir öfters angucken, dass der sich da vor zwei Teslas setzt und vor allem in einem Tesla setzt und sagt so, oh, da sind ja viele Computer drin.
It's all computer.
It's all computer.
Kennt Trump nie, ne Mann? Aber es war auf jeden Fall gut fürs Internet, würde ich sagen. Also ich habe lange nicht so gute Memes gesehen wie unter den Posts. Also insbesondere das, wo er mit Elon im Auto sitzt zusammen, hat wirklich viele lustige Sachen gesagt. Aber da reden wir erst in der Shit-Corner drüber, würde ich sagen, später.
Aus der Schmuddelecke wurde die Shit-Corner.
Ja, oder Schmuddelecke, wie auch immer, wir nennen das jedes Mal anders. Letztes Mal war es Crony-Corner, heute ist es Shit-Show-Corner. Aber es geht auch um Politik in der ersten Hälfte und zwar um KI-Politik. In den USA versuchen gerade die großen Tech-Konzerne oder sämtliche Lobby-Player so ein bisschen die AI-Agenda der Trump-Regierung umzusetzen. Die wird nämlich an mitverantwortet, zumindest vom Krypto- und KI-Zaar David Sachs, selbst ehemaliger VC und Kryptoinvestor. Der kennt sich natürlich damit am besten aus. Der steht, würde ich sagen, eher nicht auf der Seite der großen Tech-Konzerne. Also diese ganze Bubble um Marc Andreessen und Dave Sachs usw., argumentieren ja eher, dass so Small-Tech, die Startups, die kleinen Nasdaq-Unternehmen eine Chance brauchen, dass Big Tech eher zu mächtig ist. Trotzdem hat Big Tech natürlich die größten Lobby-Möglichkeiten. Und unter anderem Google und OpenAI geben jetzt ihre Vorschläge ein. Und zwei Dinge daran sind, glaube ich, bemerkenswert, die insbesondere OpenAI und stellvertretend Sam Altman gefordert oder erbeten hat. Das eine ist, dass sie DeepSeek als Firma quasi als State-Subsidized oder State-Controlled einordnen. Also sie sagen quasi, die kommunistische Partei kontrolliert diese chinesischen Firmen und insbesondere den Konkurrenten DeepSeek und bittet die Trump-Regierung oder schlägt vor, würde man korrekterweise sagen, schlägt der Trump-Regierung vor, die zu bannen, also die zu verbieten in China. USA. Es ist nicht ganz klar, ob die Modelle verboten werden oder die werden sollen oder die Nutzung der API, weil es wird natürlich begründet, dass Daten nach China ablaufen könnten. Es geht auch um IP-Theft, also dass DeepSeek auf eventuell OpenAI-Daten programmiert wurde oder dann destilliert wurde oder daraus dann einen Vorteil gezogen hat. Es gibt viele mögliche Sachen, wie man das tun kann. Genau. Was gibt dir das für ein Gefühl?
Sam hat ein bisschen Sorge, dass die Auch gute Produkte bauen.
Zeugt nicht von Stärke, oder? Wenn du deinen Konkurrenten verbieten lassen willst. Also er hat natürlich einen Punkt, dass die jetzt so ein bisschen Daten geklaut haben oder sie sagen aufgebaut auf andere Leute erfolgt. Das macht letztlich jeder, der mit Forschung arbeitet. Ich würde sagen, es gibt ja schon Anhaltspunkte dafür, dass sie wirklich geklaut haben. Übrigens, das Lustigste, was ich neulich rausgefunden ist, da schreiben komischerweise Leute darüber, aber du kannst ja die fragen, was ihr Data Cutoff ist. Oder manchmal, wenn du nach aktuellen Sachen fragst, sagen sie, was ihr Data Cutoff ist. Data Cutoff ist die Zeit, wo das Lernen des Modells beendet wurde. Das heißt, die kennen die Realität ja immer nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Mit ein paar Ausnahmen. Es gibt welche, die auf Real-World-Data zugreifen können oder auf Live-Data, aber sowohl bei OpenAI als auch bei DeepSeek ist lustig, weil Oktober 2023 ist bei beiden das Data-Cutoff. Ich habe da gefragt, warum das so ist und dann meinte sie, ja, man benutzt ja so Datensätze dazu. Also das Data Cutoff kann natürlich einerseits sein, weil das Training abgeschlossen war zu dem Zeitpunkt oder wenn die Trainingsdaten sozusagen zu dem Zeitpunkt abgeschlossen waren und Man könnte sagen, irgendwelche großen Datasets werden halt nur einmal aufbereitet und gesäubert, zum Beispiel von Scale.ai und das möchte man nicht monatlich machen. Aber insbesondere Common Crawl, was ein sehr gängiger Dataset ist, der Webindex quasi, da gab es irgendwie zwölf neue Reiterationen seit dem Oktober 23. Also dieses Cut-Off-Date spricht so ein bisschen dafür, dass es genau das gleiche ist wie O1 oder GPT-4 in dem Fall, was so ein bisschen so aussieht, als hätten sie eventuell wirklich GPT-4 mitgenutzt. Kann natürlich auch Zufall sein, dass beide genauen Data Cut-Off im Oktober 2023 haben, aber das ist, finde ich, ein relativ starker Indikator. Ich habe aber nichts darüber gefunden, dass jemand, vielleicht bin ich auch der Einzige, der sich Sorgen macht. Genau, aber es spricht so ein bisschen Unsicherheit natürlich raus, wenn man die chinesische Konkurrenz verbieten lassen möchte. Zudem die Benutzung der offenen Modelle. Also es ist ja Open Source und es läuft unter anderem auf Microsoft Azure-Servern, in der Amazon Bedrock-Plattform, also deren KI-Plattform. Bei Perplexity kannst du es auswählen und dann läuft es ja auf deren Server. Das heißt, da ist ausgeschlossen eigentlich, nach meinem Verständnis. Was anders ist, wenn du die offizielle API von DeepSeek nutzt, da kannst du sagen, da kann jeder vielleicht mithorchen. Aber wenn du das offene Modell einfach auf deinem Server laufen lässt, dann besteht da überhaupt keine Gefahr aus meiner Sicht für die eigenen Daten. Von daher scheint es wirklich einfach Angst vor der Konkurrenz zu sein. Ich bin gespannt, ob das durchkommt. Ich könnte mir vorstellen, es ist ja was, was am Ende sowohl den Großen als auch den kleinen Amerikanern hilft. Muss man sehen, die Open Source Community hat halt keine starke Lobbyorganisation, aber wir werden sehen. Und die andere Sache, für die sich sowohl Google als auch OpenAI sehr stark einsetzen, ist, sie möchten beide... dass sie weiterhin relativ freie Daten scrapen können und dass das mehr oder weniger unter Fair Use fällt. nicht im Nachhinein auf einmal irgendwelche Copyright-Probleme noch auftreten, weil sie irgendwann mal was gescrapet haben, was copyrighted Material sein könnte. Sie möchten so eine Art Pardon oder Begnadigung haben für Copyright-Infringements, weil auch nur das sozusagen die weitere Supremacy der USA bei KI sicherstellen könnte. Also auch da zieht man die China-Karte und sagt, wenn wir nicht die Daten des Internets und aller Copyright-Owner vergewaltigen dürfen für unsere Modelle, dann droht USA das Hintertreffen bei KI zu raten, was natürlich ein Totschlagargument ist. Das ist ja auch, was Facebook schon immer genutzt hat, sozusagen, wenn wir es nicht machen, dann machen es die Chinesen. Muss man jetzt sehen, was David Sachs sich mit seinem Team da ausdenkt oder ob Trump da noch mit reinrabbelt. Zollcomputer. It's all AI. Aber ja, vielleicht nicht überraschend die Forderung, aber natürlich sehr den eigenen Vorteil suchend. Aber dazu dient Lobbyarbeit. Ja, auch bin gespannt, welchen Ausgleich die Administration da findet zwischen den verschiedenen Interessen und wie sie, sagen die, ihr Startup-Ökosystem fördern und schauen, dass Big Tech nicht noch... Also unter der beiden Regierungen gab es, da gibt es einen ganz schlauen Podcast bei Ezra Klein Show bei New York Times. Der hat jemanden, der früher so ein bisschen in der Regierung gearbeitet hat, interviewt. Da soll es angeblich Vorwürfe geben haben, dass die beiden Regierungen eher so ein Kingmaker sein wollte, also dass sie zwei, drei große Firmen haben, die bei KI sehr mächtig werden, mit dem Grund, dass die einfacher zu kontrollieren sind. Das ist lustigerweise die Hypothese von, ich glaube, Tim Wu, der bei beiden ja auch Berater war. The Master Switch hat geschrieben, ich glaube, Tim Wu, oder? Ja, genau. Also das Buch heißt The Master Switch, The Rise and Fall of Information Empires, von Tim Wu, der Berater im Weißen Hauser. Und Ich empfehle das sehr zu lesen. Es ist sehr gut, um Medien, insbesondere auch soziale Medien und das Internet zu verstehen oder bei Audible anzuhören. Eine der Haupthypothesen ist, dass Die Regierung stützt mehr oder weniger mehr Medienmonopole oder große TV-Netzwerke, große Kinostudios. Bei den Kinostudios gab es ja auch nur drei, vier in den USA. Weil es einfacher ist quasi, wenn du Zensur ausüben möchtest. Also es geht für alle Regierungen, die es bisher gab. Die hatten eine Neigung dafür, nicht die beiden Regierungen konkret. Wenn du Zensur ausüben möchtest, wenn du die Medien einigermaßen gut kontrollieren willst, dann ist es immer einfacher, sozusagen wenige Player zu haben. Weil... Du willst ja nicht in jedes TV-Studio jemanden setzen müssen, der den Piepknopf drückt. Oder du willst ja nicht sozusagen 20 Facebooks überwachen, sondern es ist schwer genug, ein Facebook zu überwachen. Zumindest ist das die Hypothese dieses Buches. Ich empfehle das sehr zu lesen. Und das schien auch bei KI so ein bisschen die Strategie vom Weißen Haus gewesen zu sein, dass man sagt, es ist einfacher, zwei, drei übermächtige oder sehr mächtige Firmen zu kontrollieren, als... Hunderte von supermächtigen KI-Modellen. Das ist meine Interpretation zumindest von dem, was ich gehört habe. Also gerne The Master Switch lesen, sehr gutes Buch und den Podcast Ezra Klein Show mit, habe ich den nicht sogar im Newsletter empfohlen? Ach nee, das war ein anderer, aber Sekunde, ich schaue nochmal, wer der Gast war, um den es geht. Das ist die Episode vom 4. März und sie heißt The Government Knows AGI Is Coming. Also es geht ein bisschen darum, wie man sich eigentlich auf KI vorbereitet und aufs KI-Zeitalter in der US-Regierung. Ezra Klein Show, New York Times Podcast. Packen wir die Show nuts.
Gut, und wenn das jetzt so kommt, wie sich das OpenAI so wünscht, also dass sie alles scrapen können, alle Daten oder so haben, dann... brauchen Publisher doch eigentlich keines mehr zu publishen.
Ja, es entwertet auf jeden Fall. Also du verlierst eine Dimension der Verwertungsrechte deines Contents. Das ist ein Problem. Und die ganzen Millionen Verträge, die gemacht worden sind, wird es zumindest nicht nochmal geben. Das wäre schlecht für Reddit, schlecht für die New York Times, schlecht für Rupert Murdoch, News Corp. Also ich gehe davon aus, dass das so nicht durchgeht, ehrlich gesagt. Also man wird da vielleicht irgendeine Art von Rechtssicherheit schaffen, aber dass man jetzt sagt, es ist fair use, das gesamte Internet auszubeuten, halte ich für unwahrscheinlich. Unter anderem deswegen, das ist schon die nächste News, und zwar schreibt Columbia Journalism Review von einer Studie des Instituts The Tao Center for Digital Journalism. Und zwar haben die einen Test gemacht und verschiedene KI-Modelle bestätigt, versucht, richtige Quellen zu finden zu einem Zitat. Also sie haben einen längeren Paragrafabsatz in ein Modell gepacet und geschrieben, sag mir mal, woher das stammt, wo das gedruckt wurde, zu welchem Datum und wer der Verfasser war. Da gibt es erhebliche Unterschiede in den Antworten der Modelle. Wir packen auch das in die Shownotes. Und zwar haben sie ChatGPT, Perplexity, Perplexity Pro, DeepSea, Copilot, Grog 2 und 3 und Google Gemini befragt. Und was auf den ersten Blick auffällt ist, dass Perplexity mit Abstand die meisten vollkommen korrekten Antworten hat. Ich würde vermuten, dass es darum geht, dass Perplexity schon immer einen Search-Fokus hat und wahrscheinlich so eine Mischung zwischen Search und KI ist. Und wenn Sie das Zitat einfach nur im Internet suchen, das Ding ist, KI ist fast hinderlich bei dem Task. Man könnte sagen, diese Abfrage ist eigentlich keine richtige KI-Abfrage, weil... Wenn du das wissen willst, ist Suchen eigentlich der bessere Weg, das zu machen. Aber du erwartest natürlich, dass eine KI das trotzdem richtig beantworten kann. Und Verplexity kann es wahrscheinlich gut, weil sie eine Mischung aus Suche und KI machen. Beantwortet immerhin die Hälfte ungefähr richtig. Besonders schlecht ist Copilot. Und am schlechtesten mit Abstand ist eigentlich Grog 2 und 3, die in weniger als 10% der Fälle die korrekte Antwort geben. Und das Gefährliche ist... dass einige Modelle, zum Beispiel Copilot und Google Gemini, relativ oft sagen, wir wissen es nicht oder ich habe keine Antwort, ich weiß es nicht. Aber dann grock ist auch Gewinner da drin, mit hoher Konfidenz zu sagen, ich weiß es, aber es ist komplett falsch im Nachhinein.
Also wie so ein MBA-Student, souveränes Auftreten bei gefährlichem Halbwissen.
Genauso könnte man das sagen. Das ist sozusagen Grogs, also nicht falsch verstehen, ich finde Grog und DeepSeek sind die Modelle, mit denen ich gerade am meisten arbeite tatsächlich, weil ich sie eigentlich sehr gut finde. Aber in diesem Zitat, es geht hier wirklich um die richtige Quellen- und Zitierfähigkeit und da war Grog jetzt extrem schlecht und Perplexity mit Abstand am besten, ChatGPT und DeepSeek noch relativ gut. Was es eben auch zeigt, was diese Studie noch gezeigt hat, dass die Modelle oder wer immer ihre Trainingsdaten erhoben hat, regelmäßig das Roberts-TXT-Protokoll oder Roberts-Exclusion-Protokoll missachtet haben. Also sie haben Inhalte von Seiten gescrapt oder haben Zugang zu Inhalten gefunden, die von Seiten stammen, wo diese Modelle explizit ausgesperrt waren. Das heißt, die sie eigentlich nicht hätten besuchen können. Es kann natürlich trotzdem sein, dass sie in irgendwelchen Trainingsdaten vorher drin gewesen sind, die Daten. Genau, das sind so die Hauptfindings.
Und dann war da noch irgendwas mit URLs, dass sie die falschen URLs zeigen oder so?
Ja, das gibt es auch teilweise, dass sie komplett Dinge sich ausdenken und so. Also es gibt sozusagen... Es gibt keine Zitierung und es gibt, ich denke mir was aus, auch das ist eben mit hoher Konfidenz. Das ist eines der großen Probleme oder woran man gerade viel forscht ist, wie man den Modellen sozusagen die Bescheidenheit beibringt, mal zu sagen, ich weiß das nicht. Also es ist natürlich ein Zielkonflikt. Du möchtest nicht, dass ein Modell ständig sagt, ich bin mir nicht sicher. Gleichzeitig möchtest du auch nicht, dass es zu konfident lügt. Und du brauchst so eine Art Konfidenzmetrik eigentlich. Also ich weiß, dass das 90% war oder ich weiß, dass bei mir 90% war, kannst du sagen, I give it a try. Wenn ich glaube, es ist nur 50% war, dann ist es ja schon ein Coinflip und ich sollte es vielleicht eher nicht oder sagen, ich bin mir da eigentlich nicht so sicher oder ich brauche weitere Quellen. Oder was ja so ein Trick ist, du könntest theoretisch, wenn du weißt, die Wahrscheinlichkeit ist, dass es richtig ist, ist nur klein. kannst du die gleiche Abfrage dreimal laufen lassen und wenn das Modell drei verschiedene Ergebnisse liefert, dann ist es wahrscheinlich eine Halluzination. Also wenn es nicht dreimal auf die gleiche Idee kommt. Aber daran wird gerade viel geforscht, wie man das besser hinbekommt. Also diese Overconfidence bei schlechten oder falschen Aussagen, das versucht man denen gerade abzugewöhnen. Ohne, dass das Modell natürlich ständig mit den Achseln zuckt. Das wäre natürlich auch nicht sinnvoll. Aber um das nochmal einzuordnen, das ist mir immer wichtig bei Halluzinationen. Ich glaube, den Anspruch zu stellen, dass die Informationen 100% richtig sind, ist eben auch zu viel. Weil das können weder Menschen noch nicht mal Suchmaschinen leisten. Von daher glaube ich, ist... eine Halluzinationsquote im einstelligen Prozentbereich vielleicht je nach Task auch akzeptabel. Das kommt natürlich darauf an, worum es geht.
Glaubst du, es wäre fair, dass Google nicht an AI-Startups beteiligt sein sollte, aus der Sicht Suche?
Also ich würde sagen, es gibt Pro- und Kontraargumente. Pro-Argumente wären, also warum das die Antitrust-Argumente gegen Google wären, Google verlängert seinen Monopol in die nächste, sagen wir, entweder Ära oder in die nächste Industrie. Also mithilfe des Suchmonopols versuche ich mir auch schon einen vorderen Platz im KI-Rennen zu sichern. Das kann über viele Dinge passieren, weil Google die meisten Daten hat, würde ich sagen, und die wertvollsten Daten, was Suche und KI angeht, auch. allein weil sie das gesamte Internet sowieso, sie haben die größten Trainingsdaten, weil sie das gesamte Internet haben, sie haben unheimlich viel Daten, die man für Reinforcement Learning nutzen kann, also insbesondere wie sich Nutzer auf ihrer Plattform verhalten, also im Sinne von, weil es da neulich eine Frage in der Community gibt, ich glaube schon, dass das Reinforcement Learning ist, aber allein, worauf Google ja sehr stark achtet, ist, Ob ein Nutzer glücklich oder unglücklich ist, einfach gesagt. Wie man das messen kann, das würde jetzt zu weit führen. Aber Google kann halt messen, ob ein Nutzer fertig mit seiner Anfrage ist und happy oder ob er irritiert und unhappy ist. Und das sind unheimlich wichtige Daten, um dann auch zum Beispiel KI noch schlauer zu machen. Plus sie haben Rechenkapazitäten, viele persönliche Daten und so weiter und so fort. Das würde sozusagen... dagegen sprechen, dass man aufpasst, dass sie nicht noch mächtiger werden. Dafür spricht ganz einfache Freiheits- und Besitzrechte, warum sollte sich Google jetzt ausgerechnet nicht irgendwo beteiligen können und so weiter. Was auf jeden Fall klar ist, dass Google sich dieser Kompromisse oder dieses Zielkonflikt sehr bewusst ist, weil es ist jetzt rausgekommen durch ein Gerichtsverfahren, also durch das Antitrust-Verfahren Search, ist mehr oder weniger durch Zufall rausgekommen, dass Google eine sehr gut versteckte Beteiligung an Entropic hatte. Also wir handeln Entropic ja bisher sozusagen als das KI-Play von Amazon, weil Amazon da 8 Milliarden, glaube ich, investiert hat und auch einen zweistelligen Prozentbetrag der Firma besitzen sollte damit. Und jetzt hat sich aber herausgestellt, dass auch Google 14 Prozent, also ein Siebtel von Entropic gehört. Die haben sehr spezielle Konditionen. Sie haben kein Boardseat, keine Stimmrechte, Und irgendwas noch?
Sekunde. Sie dürfen nicht mehr als 15% haben.
Und haben versprochen, nicht mehr als 15% zu nehmen. Also dass sie in keine Art von Sperrminorität kommen oder wie gesagt, sie haben gar keine Voting Rights und sie haben nicht mal einen Board Observer, also jemand, der ohne Abstimmung im... Board setzen kann. Das muss Entropic natürlich auch so machen, weil du würdest dir ja quasi deinen Konkurrenten mit ins Board setzen. Also selbst hättest du nur ein Board, also Unterschied zwischen Board Member oder Director im Board wäre quasi, jemand kann mit abstimmen über das Gedeih und Verderb der Firma oder das Management kontrollieren. Board Observer ist, du sitzt bei diesen Entscheidungen sozusagen eine Reihe dahinter und darfst zuhören, ob hier alles richtig läuft. Das würden sich typischerweise strategische Investoren oder so manchmal einräumen lassen. Aber Was Entropic sich natürlich nicht leisten kann, ist, dass Google als Konkurrent auf dem KI-Markt, die ja selber mit Gemini führende Modelle bauen, in jeder Aufsichtsrats- oder Verwaltungsratssitzung von Entropic mitlauscht. Und allein deswegen sind sie nicht im Board, haben wie gesagt außerdem keine Stimmrechte, was auch keinen Sinn macht, wenn ich nicht weiß, worüber abgestimmt wird, dann würden mir Stimmrechte auch nicht viel helfen. Zumindest solange die Firma noch private ist. Aber was neu ist, ist, dass Google einerseits, ich weiß nicht, wie neu das ist, aber mir war es neu, dass sie quasi wirklich versuchen, verdeckt Investments zu machen, weil es war bisher, glaube ich, nicht bekannt, dass sie so viel an Entropic besitzen. Und was auch nicht bekannt war, war, dass ausgerechnet Entropic, die ja sehr stark von Amazon finanziert werden, auch Google als einen sehr strategischen Investor da schon drin hat mit fast 14% Anteil. Dann bleiben wir in der Antitrust-Ecke. Und zwar haben wir vor kurzer Zeit mal darüber berichtet, dass Delivery Hero endlich mal ein bisschen Geld einsammelt. Die haben ja so, ich will nicht sagen Überschuldungsprobleme, aber sie haben eine Schuldenthematik oder eine Schuldenherausforderung. Das ist dann gemessen am positiven Cashflow, sie doch relativ viele Schulden für Übernahmen und so weiter aufgenommen haben in der Vergangenheit. Und glücklicherweise konnten sie Foodpanda Taiwan verkaufen. An Uber. Damit hätte Uber sich 90% Marktanteil gesichert im taiwanesischen Markt. Und genau deswegen, nämlich weil sie damit zum Monopol geworden wären, oder quasi Monopol, und man befürchtet, dass die Preise einerseits für die Kunden, aber natürlich auch für die Restaurants in die Höhe schießen könnten, hat die taiwanesische Wettbewerbsgehörde das jetzt geblockt. Und damit kriegt, also der Nachteil ist, Delivery Hero bekommt jetzt nicht seine fast eine Milliarde US-Dollar für Foodpanda, Vorteil ist, sie bekommen stattdessen eine Termination-Fee von 250 Millionen. Das will ich sagen für nichts, weil es entstehen natürlich Aufwände, Due Diligence, du hast das Verschmelzen wahrscheinlich schon vorbereitet. Aber es ist relativ typisch, dass wenn du in so eine Vereinbarung gehst und entweder Angst hast, dass der strategische Investor oder Aufkäufer in letzter Sekunde, keine Ahnung, kriegt kein Board Approval, kriegt die Finanzierung selber nicht gestemmt oder eben Aufsichtsbehörden, Antitrust. blockiert die Transaktion. Dann sicherst du dir in der Regel so eine Termination-Fee. Das lässt dir zusichern. Grund ist natürlich, ansonsten könnte dich ein Competitor einfach blockieren, indem er ständig könnte ständig behaupten, er will dich kaufen und dann in letzter Sekunde schmeißt er einfach hin und hat dich ein Jahr Arbeit gekostet. So ein Prozess ist in der Regel viel Arbeit und unter anderem deswegen hast du so eine Termination-Fee und die wird die als Delivery Hero stattdessen bekommen. Also die eine Million Cash kommen nicht, aber 250 Millionen, von denen sicherlich immer noch ein dreistelliger Betrag als, ich würde denken, als Cross-Profit zurückbleibt. Aber sie müssen sich auch weiter einen Kampf mit Uber in Taiwan leisten. Genau, wir bleiben in der Region, obwohl so weit ist das gar nicht, so nah ist das gar nicht beieinander, aber zumindest Südostasien bleiben wir. Und zwar, wir bleiben ja so ein bisschen dran an dieser Nvidia-Chips-Thematik, wie von Singapur nach China kommen. Wir wissen, DeepSeq wurde angeblich auf nur dreieinhalb Computer-GPUs, ein bisschen Boulevardesk formuliert, getrainiert. Und man glaubt auch so ein bisschen, vielleicht gab es da doch ein paar mehr Nvidia-GPUs in China. China, um das zu trainieren. Anhaltspunkte sind neben immer wieder Schmugglernetzwerken und anekdotischer Evidenz aus China, dass man dort Chips kaufen kann unter dem Ladentisch. Unter anderem der hohen Umsatzanteil, den Nvidia, also fast 50% des Umsatzes kommen aus der APEC-Region bei Nvidia. Und in Singapur selber werden die Ganze gar nicht verbaut. Deswegen gibt es jetzt ja die ersten Verfahren wegen Schmuggel oder Umgehung der Kontrollen. In einem dieser ersten Verfahren wurde der Schaden bzw. die Summe der Transaktion schon mal auf locker 390 Millionen US-Dollar. Das ist im Vergleich zu den Milliarden an Umsatz, die Nvidia macht jetzt. Nur ein Teil, aber 93 Millionen sind halt, was sind das, mindestens 10.000 Chips? Sekunde. Ja, oder? 10.000 mal, sagen wir mal, 35.000. Ja, genau. Sollte so 10.000 Chips entsprechen. Also es geht eben nicht darum, dass Studenten im Rucksack irgendwie einzelne Chips im Flugzeug... sondern schon eher, dass man vorgibt, in Singapur oder Malaysia, wo es erlaubt wäre, Chips zu installieren, und dann ganze Server-Racks nach China transferiert, während Nvidia in Anführungsstrichen noch glaubt, diese Computer liefen in Malaysia oder Singapur.
Das ist sowieso der größte Joke, dass die irgendwie... nicht wissen, wo die Dinger laufen.
Ja, wenn du nicht fragst, dir beide Ohren und Augen zuhältst, dann musst du es nicht wissen. Aber ich meine, klar, ganz ehrlich, zu ihrer Verteidigung muss man sagen, sie würden sagen, die Buying Center vieler Unternehmen liegen in Singapur. Es gibt Unternehmen, die über Singapur einkaufen. Aber, ja.
Es muss doch irgendwo eine Map geben, wo die ganzen Dinger am Leuchten sind.
Du wirst keine Beweise finden, beziehungsweise Singapur arbeitet jetzt daran, Beweise zu finden und diese 390 Millionen sind jetzt einige wenige Unternehmen. In dem einen Fall geht es nur um drei Leute, die das gemacht haben. Das heißt, dahinter gibt es natürlich noch eine Dunkelziffer, die viel größer ist. Aber es gibt so viele Hinweise. Du kannst schauen, wo wird eigentlich an KI geforscht, wo entstehen eigentlich Modelle. Und in China entstehen genauso viele Modelle wie in den USA am Ende oder mehr. Und dass die jetzt alle auf Huawei-Chips trainiert werden, ist unwahrscheinlich. Plus, du weißt, dass Tencent, Alibaba beide große Cloud-Anbieter sind und mit HN100-Chips teilweise arbeiten. Von daher ist es so ein bisschen Augenwischerei, wenn du so tust, als gäbe es das nicht. Kurze Werbeunterbrechung.
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Wahnsinn. Ja, ja, ja. Also Adobe war auch immer sehr rich bewertet natürlich. Und bei Adobe ist so ein bisschen die große Frage, wobei da kommt vielleicht auf die Zahlen ein. Also die Aktie hat, ich glaube, so 12% verloren oder war es noch mehr jetzt?
Ja, 13, 14%.
Na gut, da werden wir jetzt nicht pingelig sein. Der Umsatz ist bei Adobe wieder um noch knapp 10% gewachsen, aber das droht auch wieder einstellig zu werden vom Trend her. Also man kämpft so mit 2-stelligen Wachstum um die 10%. Die Erwartung war natürlich, dass mit KI irgendwann mal mehr Umsatz gemacht werden wird und der Umsatz steigt. Also das war so ein bisschen eingepreist in die Aktie, dass Adobe mit dem Firefly-Modell und so weiter mal zusätzliches Monetarisierungspotenzial in KI findet. Das zeigt sich aber eben in den Zahlen nicht so. Das Gute ist, den Rohertrag konnten sie nochmal steigern auf inzwischen 89% Rohertragsmarge oder Grossmargin. Kosten kann man nicht so richtig... Achso, sie hatten im Vorjahr eine 1000 Euro... Achso, da gab es auch Lust... Also ich kann jetzt quasi die Operating Expenses nicht so gut vergleichen, weil im Vorjahr gab es einen Sondereffekt und zwar eine 1 Milliarde Fee. Und zwar war das auch die Termination Fee für Figma. Wir erinnern uns, dass genau das gleiche passiert eigentlich wie bei Delivery Hero, sehr ähnlich. Adobe wollte Figma kaufen, einen jungen Konkurrenten, Visualisierungstool für Produktdesign. Und das wurde auch kassiert von der Wettbewerbsbehörde.
Und deswegen muss man da noch sagen, müsste, dass die das ja irgendwie während Corona oder so kaufen wollten, das Ding super krass bewertet war.
Genau. Und Da mussten sie eine 1-Milliarde-Termination-Fee zahlen. Das war die günstigste Finanzierungsrunde ever wahrscheinlich für Figma. Wobei Adobe in der Zeit natürlich auch viele Insights bekommen hat und so weiter. Aber genau, das heißt, würde man den Sonderfakt jetzt wegrechnen, Sekunde, dann wären die Kosten nur um 9% gestiegen. Und das heißt, das Ergebnis müsste sich ein bisschen verbessern. Genau, operative Marge ist jetzt bei 38%. sehr solide, aber warum der Aktien nicht gut geht, ist, weil Investoren den KI-Effekt vermissen. Also wo findet jetzt die Umsatzsteigerung, an die wir geglaubt haben, durch KI statt? Und wenn ich mich das frage, ist nämlich die nächste Frage, die du dir stellst, glaube ich, wird Adobe nicht ein KI-Verlierer sein? Und ich glaube, das ist auch sinnvoll, sich zu fragen. Sei es mit Canva als Tool, wo einfache Sachen einfach zu machen sind, aber Mit KI-Fotoeditoren, wenn ich nicht wirklich, wirklich regelmäßig so eine Photoshop-Arbeit mache, dann werden viele KI-Bildeditoren wahrscheinlich die unteren 10-20% der Adobe-Kunden eventuell ablösen in Zukunft. Plus, dass es dann immer wieder... Startups wie eben Figma oder Canva gibt, die sich um einzelne Teile der Produktpalette streiten, weil Adobe insgesamt mit 20 Milliarden Umsatz natürlich ein riesen Konzern ist und wenn du nur 2 Milliarden davon bekommen kannst, 10%, bist du selber schon eventuell 20 Milliarden an der Börse wert und es lohnt sich immer darum, zu competen. Das ist, glaube ich, warum Adobe jetzt nicht profitieren könnte. Also enttäuschte KI-Hoffnung. Ich würde sagen, verbunden mit ein bisschen KI-Angst sogar. Theoretisch könnte Adobe natürlich Nutznießer sein und die Produkt-Suite noch viel wertvoller machen mit KI-Features. Das Gute ist, jeder, der im Grafik-Design usw. arbeitet, kennt das Produkt. Ob er es liebt, weiß ich nicht, aber kann damit arbeiten. Es gäbe keinen Grund, zu einem anderen Tool zu wechseln, wenn Adobe einfach die Dinge gut einbaut. Und wenn man damit deutlich schneller wird, dann könnten sie vielleicht sogar auch noch mehr Geld chargen dafür.
Aber gut einbauen und so bei AI scheinen die wenigsten zu schaffen. Also sag mir wirklich mal ein großer, der jetzt KI-Gewinner ist, was man so auf Konsumentenseite sieht.
Also auf Konsumentenseite, ja.
Ich glaube, Salesforce hat ja ein ähnliches Problem.
Ja, 100%. Ich glaube, die ersten wären Microsoft, GitHub, Copilot sein. Wobei, da können wir auch gleich mal drüber sprechen. Also ich glaube, SAP, Salesforce und Microsoft kämen theoretisch dahin oder wären am nächsten da dran. Aber das Problem ist ja zum Beispiel, wenn wir mal beim GitHub Beispiel bleiben, die Frage ist ja, wie viel Geld kannst du für so einen Co-Entwickler nehmen? Und es gibt zwei komplett konträre Cases. Also auch da ist es glaube ich schlau in Szenarien zu denken und nicht A oder B. Wäre ich KI-Monetarisierungsbulle, würde ich sagen, so wie ein bisschen der Entropic CEO das gerade gesagt hat, in sechs Monaten wird 90% des Codes von Co-Piloten geschrieben, in 12 bis 18 Monaten wird 100% des Codes von KI geschrieben oder 90%. Das stimmt mengenmäßig vielleicht, stimmt das vielleicht sogar. Und dann kannst du sagen, wenn das so viel schneller und fähiger ist als die meisten Entwickler, dann kannst du dir das Tool ja deutlich mehr verlangen pro Monat als ein Entwickler. Du brauchst nur noch einen Bediener, der schnell genug bedienen kann. Theoretisch kannst du Software so schnell schreiben wie noch nie. Und du hast nicht nur den Effizienzvorteil, dass du das Entwicklergehalt einsparst, sondern du hast, und das ist viel wichtiger oder mindestens genauso wichtig, einen Geschwindigkeitsvorteil, dass du Software viel schneller bauen kannst. Überleg mal, Also hättest du gerne das Startup, was die Hälfte der Entwicklungskosten hätte oder das mit der doppelten Entwicklungsgeschwindigkeit? Ich würde behaupten, das mit der doppelten Entwicklungsgeschwindigkeit ist wichtiger. Du hast beide Effekte theoretisch, wenn du ein KI-Programmierer nutzt. Das wäre der Bull-Case und deswegen kannst du pro Agent 20.000 Dollar chargen, so wie OpenAI das ja so ein bisschen plant. Und der Bear-Case ist aber... dass es auch das so commoditized ist, weil jeder so einen KI-Agenten bauen kann letztlich. Also du kannst halt Cloud programmieren lassen, du kannst Copilot nehmen, du kannst Magic Dev nehmen, du kannst Cursor nehmen und eins der Modelle sozusagen auswählen, welches du willst. Das heißt, du kannst wahrscheinlich DeepSeek oder irgendein chinesisches Modell coden lassen. Das heißt, du wirst mindestens 5, 6, 5 bis 10 wirklich state-of-the-art Competitors haben, die sich alle komplett kaputt preisen. Weil am Ende, und dann wäre sozusagen die Monetarisierung nicht 20.000 daran gemessen, wie viele Entwickler ich abschaffe, sondern dann würdest du sagen, compute plus x. Also ich bezahle noch die Rechenleistungen im Rechencenter, die es verbraucht. Und wenn ich Glück habe, kann ich 20% darauf aufschlagen. Oder wenn ich Glück habe, darf ich 100% aufschlagen und das sozusagen kommen auf 50% Rohmarge. Und selbst das wäre nicht besonders attraktiv. Das sind die zwei Szenarien. Ich glaube nicht, dass der Mittelweg kommen wird. Ich glaube, es kommt das zweite Szenario, ehrlich gesagt. Aber es ist beides möglich. Aber ich glaube sehr stark an das zweite.
Ich habe noch den dritten Punkt da. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass die Unternehmen, vor allem die Großen, einfach nicht bereit sind, solche großen Änderungen zu machen. Zu sagen, wir verzichten jetzt auf 10, 20 Prozent der Belegschaft, weil wir mit KI das alles irgendwie jetzt machen können.
Das ist sicherlich auch ein Problem und gleichzeitig eine total normale Entwicklung. Das hatten wir bei der Digitalisierung genauso gesehen. Ich halte es aber eigentlich ganz nett. Es ist schlecht für die Leute, die KI verkaufen wollen, aber es wäre natürlich erstmal die Startups sein und Wachstumsunternehmen, die KI im vollen Umfang nutzen und schon jetzt vielleicht. Tatsächlich 80% des Codes mit KI bauen und Großunternehmen werden das deutlich langsamer adopten. Das liegt an vollkommen nachvollziehbaren Datenschutzbedenken, das liegt an Personalrat, Betriebsrataktivität, arbeitsrechtlichen Implikationen und so weiter, wie du ganz richtig sagst. Trotzdem willst du ja vielleicht schaffen, dass Leute... KI rationalisiert ja Leute nicht nur weg. Du kannst den Output steigern, du kannst die Arbeit sicherer machen zum Beispiel auch, also Fehler vermeiden einfach nur. Ich glaube, man denkt immer zu eindimensional an diese, ich kann jetzt irgendwas doppelt so schnell machen, deswegen kann ich die Hälfte der Leute entlassen. Das ist schon eine Dimension, in der man denken kann, aber man kann eben, das meinte jemand im Startup, vielleicht will ich nicht 50% Entwickler einsparen, vielleicht will ich doppelt so viel Code produzieren und schneller mich entwickeln. Vielleicht will ich die Bugs reduzieren, vielleicht möchte ich die IT-Sicherheit erhöhen und auch das machen diese Co-Piloten ja eigentlich deutlich besser, wenn man sie richtig einsetzt. Also zumindest im Vergleich zu einem absolut durchschnittlichen Programmierer oder Programmiererin.
Man kann sie eher auf jeden Fall super nutzen, um irgendwelche Prozesse zu optimieren. Und damit gehen wir jetzt zu UiPath.
Großartige Überleitung. Ich würde sagen, man kann sie zunehmend besser. Genau. So, UiPath, auch mehr als 20% Verlust als ein durchaus schon krisengescholtenes Unternehmen. Also wir waren, hätten wir das als Dauershort gehalten, wären wir auch gut damit gefahren. Wir haben das in der Regel relativ kritisch. besprochen seit dem Börsengang schon, wurde damals mit der Hilfe von Early Bird auch an die Börse gebracht, galt so als Europäer, in Rumänien entstanden, von Daniel Dines gegründet, dann in die USA umgezogen mit dem Börsengang, galt als europäische Hoffnung, ist inzwischen ein nur noch super langsam wachsendes Unternehmen, also hatte beim Börsengang schon, Da muss ich jetzt echt mal nachhören, warum ich das damals so kritisch gesehen habe. Aber irgendwie war ich nicht so richtig überzeugt. Ich glaube, weil die Bewertung auch so absurd war. Auf jeden Fall, also das Lizenzumsatz sinkt um 10%, Maintenance-Support-Umsatz steigt um 22%. Das klingt so ein bisschen, als wenn sie mehr Agenturarbeit machen und weniger die Software verkaufen im Moment. Also eigentlich sieht es so aus, als wenn Lizenzen sogar zurückgenommen werden. Wachstum des Umsatzes insgesamt nur noch 4,5%. Nicht täuschen lassen, weil es 20% über dem Vorquartal ist. Das ist Saisonalität. Das Q4 ist immer besonders stark. Gegenüber dem Vorjahr sind es keine 5%, die sie wachsen. Dann Rohertrag, der sieht wiederum sehr gut aus mit 85%. Das ist zwar leicht schlecht, also 2% Punkte schlechter als das Vorjahr, aber insgesamt natürlich eine sehr, sehr gute Rohertragsmarge. Operative Ausgaben cutten sie auch eher, minus 3%. Dadurch verbessert sich die operative Marge von 4% auf 8%, also verdoppelt sich sogar die operative Marge. Aber so schön das ist, wenn sich die Marge verbessert auf 8%, das ist halt nicht mehr spannend, wenn das Unternehmen nur mit 4,5% wächst. Cashflow wächst auch nur mit 7%, der operative Cashflow. also insgesamt ein sehr, sehr lames Unternehmen geworden, wenig wachsam. Ich glaube, wird so ein bisschen so ein Machine Learning KI-Vorreiter gewesen sein, der halt früh Prozesse mithilfe von Machine Learning versucht hat zu automatisieren. Sicherlich der vollkommen richtige Ansatz für White-Collar-Arbeit, aber inzwischen gibt es so viele Konkurrenten und es wird fast commoditized, was sie machen, könnte ich mir vorstellen. Ist natürlich immer wertvoll, das auf eine gewisse Industrie anzuwenden. Ich denke aber so Palantir geht oft in ähnliche Sachen vielleicht mit rein. Es gibt viele Startups, die das jetzt noch einfacher bauen können. Also anders formuliert, man müsste jetzt gucken, wie viele kommunierte Verluste die alle aufgehäuft haben. Also seit sie public sind, 1,8 Milliarden. Jetzt gucke ich mal, was das Funding war. Das ist jetzt nur Pi mal Daumen Milchbürsteleinrechnung, aber 7 Milliarden kann das sein? Ich glaube, wenn 35 Milliarden an die Börse kommen. Ne, 7 Milliarden klingt zu viel. 2 Milliarden Funding und 2 Milliarden öffentlich verbrannt. 4 Milliarden verbrannt. Und ich glaube, um sowas zu bauen, bräuchtest du heute keine 4 Milliarden mehr. Natürlich ist viel Vertrieb und so weiter auch, Kundengewinnung aber. Und was sie selber als Grund angeben, warum es nicht so läuft, ist, sie sind von Doge betroffen oder vom Doge-Ministerium. Und zwar, weil sich Verträge verzögern. Jetzt würde man denken, UiPath wäre ja eine Software, die das Arbeiten eigentlich effizienter machen soll. Das heißt, warum sollte Doge nicht interessiert daran sein, dass die Regierungsangestellten UiPaths nutzen? Aber, wenn man alles cuttet oder generell cuttet, ohne Sinn und Verstand, Dann geht eventuell eine Software, die sogar Effizienzsteigerungen verursachen könnte, zumindest theoretisch, sagen wir mit dem Bach runter. Sie nennen es, dass sich Verträge oder Abschlüsse verzögern. Wie sehr sie das jetzt weiter negativ beeinflusst, muss man sehen. Der Umsatzwachstumstrend ist auf jeden Fall gräulich, wenn man sich den anschaut. Vor einem Jahr ist man noch um 31% gewachsen. Dann 16, dann 10, dann 9, jetzt 4,5. Das ist kein schöner Trend. Vollkommen egal, ob man dann profitabel ist oder nicht, wenn man so langsam wächst. Dann muss die Firma sozusagen beim Price-Earnings-Verhältnis oder Umsatzverhältnis angepasst werden und das passiert mehr als minus 20%. Und wer auch noch verloren hat, und das meiner Meinung nach aber mit deutlich weniger Befugnis, ist SentinelOne, einer der schnell wachsenden Cyber Security Anbieter. Wachsen auch immer noch mit 29,5% und haben sich sogar ein bisschen beschleunigt von 28 auf 29,5%. Rohmarge um 2,4 Prozentpunkte verbessert von 72,3 auf fast 75, also auch das gut. Gleichzeitig operative Ausgaben im Griff, nur 20 Prozent mehr Kosten bei fast 30 Prozent mehr Wachstum. Dementsprechend auch das operative Ergebnis verbessert von allerdings von minus 47 Prozent auf minus 36. Also immer noch sehr defizitär, aber wachsen mit 30 Prozent. Und operativer Cashflow ist natürlich positiv. Sie haben allein dieses Jahr ungefähr 34 Millionen positiven Cashflow operativ gemacht. Das heißt, die Verluste in Höhe von 80 Millionen sind hauptsächlich auf die Sharebase Compensation in Höhe von 74 Millionen zurückzuführen. Ansonsten macht man quasi. Aber eigentlich, wie gesagt, die Kosten steigen langsamer als der Umsatz. Der Umsatz hat sich leicht beschleunigt, das Umsatzwachstum. Der operative Cashflow liegt nur 15% über dem Vorjahr, nicht ganz so schnell wie das Umsatzwachstum. ERA wächst um 27%, sieht eigentlich auch gut aus. Und Neukunden haben im Vergleich zum Vorjahr fast 300 Kunden gewonnen. 25% Neukundenwachstum, eigentlich ganz komfortabel. Hat sich, glaube ich, auch schon wieder erholt. Ich glaube, das war so ein bisschen die gesamte Marktstimmung. Der Markt geht ja durch einen schönen Rollercoaster dank des orangenen Clowns. Ich glaube, inzwischen hat sich die Aktie auch schon wieder... Ich gucke mal kurz. Genau, sie ist von 17,80, das sind Euros jetzt, von 17,80 auf 15 runter. Mehr als 10% verloren. Inzwischen sind sie wieder bei 17,10. Ganz gut verdaut. So schlecht waren die Earnings nicht. Eigentlich sind die Zahlen besser. Das war so ein bisschen das Marktklima. würde ich behaupten, vielleicht zu konservativer Ausblick. Und damit sind wir durch die Earnings. Und jetzt weißt du, warum die Nvidia Chips H100 oder der neue heißt ja B200, oder B100, beziehungsweise GB200, der davor hieß A100. Weißt du, warum die so heißen?
Keine Ahnung. Hat irgendwas mit Computerspielen zu tun.
Ausnahmsweise nicht, also im weitesten Sinne könnte man sagen. Also warum wir es erwähnen, nächsten Dienstag wird entweder wieder die neue große Konferenz haben und ihre nächste Shift-Generation für 2025 stattfinden. Sie wollen den Entwicklungszyklus ja auf ein Jahr reduzieren. Bisher waren es immer alle zwei Jahre. Also der B100 gab es wohl letztes Jahr vorgestellt, der H100 zwei Jahre davor, zwei Jahre davor 2020 der A100. Und jetzt ist der Name durchgedrungen für diese Chip-Generation und zwar wird sie höchstwahrscheinlich Rubin heißen. Und zwar benennt Nvidia seine Chip-Generation immer neuerdings nach Rubin. Nach Wissenschaftlern, die einer Minderheit angehören. Und in diesem Fall geht es um Vera Rubin. Die war eine Astronomin. Das sind nicht die, die Karten legen, also nicht Astrologen wie Palina Rodzinski, sondern Astronomen, das sind die, die in die Sterne gucken, also die in den tatsächlichen Himmel gucken und nicht in die Gestirne. Die gilt als Entdeckerin der dunklen Materie oder Dark Matter. Der hat man die nächste Chip-Generation gewidmet. Die CPUs werden höchstwahrscheinlich Vera heißen, nach ihrem Vornamen. Die GPUs werden Rubin, also R100, höchstwahrscheinlich heißen. Davor der B100 hieß ja Blackwell die Generation, also die jetzige Generation, die jetzt gerade erst ausgeliefert wird oder begonnen wird auszuliefern. Heißt ja Blackwell nach David Blackwell. Das war einer der ersten farbigen People of Color. Sehr renommierter Statistiker, Mathematiker, Spieltheoretiker. Die H100 heißen Hopper nach Grace Hopper. Das war eine Computer Scientist, würde man heute sagen. Mathematikerin, Physikerin auch, glaube ich. Die beschlossen hat, dass man die Nullen und Einsen in der Programmiersprache besser übersetzen sollte. Also quasi den Compiler erfunden hat und die Mutter von Kobol ist, also der Programmiersprache, der wir noch heute den Fakt, dass Elon Musk sagen kann, dass 150-Jährige Rente bekommen, verdanken. Das ist der Fehler in dem Datumsformat in Kobol, der auch einer der Angstpunkte war. Weißt du noch, was der Millennium Bug war?
Ich habe gehört, es gab Leute, die haben Wasser in die Badewanne getan, weil sie Angst hatten.
das alles zusammenbricht. Genau, ein ganz ähnliches Phänomen, auch da spielte Kobold eine Rolle. Wie auch immer, Grace Hopper hat das erfunden und der Hopper-Chip, also die H100s oder H20s, heißen für Consumer übrigens Lovelace, nach Ada Lovelace, was eine, die im 19. Jahrhundert quasi theoretisch den Computer schon ersonnen hat und meinte, dass Maschinen mehr als nur rechnen können in der Zukunft. Davor hieß, wie hieß die Generation vor H100s? Keine Ahnung. A100, nach Ampere, André-Marie Ampere genannt. Davor Volta Touring, davor Blaise Pascal, davor Maxwell, Kepler, Fermi, Tesla, Curie, Rankin, Kelvin, Celsius und Fahrenheit 1997, der erste Nvidia-Generation. So, haben wir alle was gelernt?
Du hast es geschafft. Ich möchte jetzt tatsächlich in die Schmuddelecke. Was hat Trump neben seinen Verkaufstalenten als Autoverkäufer sonst so noch gemacht?
Also genau, es gab, es ist den meisten, also ich würde euch wünschen, dass es euch verborgen geblieben ist, aber wahrscheinlich hat es nicht geklappt. Das Weiße Haus wurde kurzfristig zum Autohaus, zum Weißen Autohaus, das Weiße Autohaus, wenn wir es ab jetzt übernennen. Das passt auch gut, wenn der Chef ein Autoverkäufer ist. Also im Weißen Autohaus wurde Tesla-Werbung gemacht letzte Woche und zwar wurden Tesla-Modelle davor gefahren. Also dem Unternehmen geht es schlecht, das kann man nicht anders sagen. Wir haben die Hälfte der Marktkapitalisierung eingebüßt. Autos verkaufen sich schlecht in Europa. Das liegt teilweise an dem Modellwechsel, teilweise an Konsumentenstimmung. Wobei, Konsumentenstimmung stimmt nicht, weil andere E-Autos verkaufen sich besser als im Vorjahr. Und es liegt aber natürlich vor allen Dingen daran, dass Leute einfach faschistische Arschlöcher nicht mögen. Da hat Trump jetzt beschlossen, da müssen wir was tun. Oder wer es beschlossen hat, weiß ich gar nicht. Aber auf jeden Fall hat Trump darauf den Autoverkäufer performt und mal vor dem Weißen Haus erklärt, was für geile Autos doch diese Teslas sind. Also es sind schon sehr lustige Videos von der Daily Show oder wir haben dieses lustige Video gemacht, dabei entstanden. Also er preist wirklich diese Auto. Sein Auto hätte nicht so viele Displays und it's all computer inside und really, really nice. Und außerdem hat er angekündigt, dass Die Angriffe auf Tesla-Filialen und damit sozusagen die Altare seines Co-Piloten Elon Musk in Zukunft. Apropos Co-Pilot Elon Musk, zu diesem wichtigen Pressetermin hat natürlich Elon Musk sein Lieblingsaccessoire X, also sein Kind, auch wieder mitgenommen. Auf jeden Fall, die Angriffe auf Tesla-Filialen, die es gab und Charger und Autos gelten in Zukunft als inländischer Terrorismus. Oder wie nennt man das genau? Doch, ich glaube, ja doch, Domestic Terrorism, also heimischer Terrorismus. Er hat dann noch nachgeschoben oder im Nebensatz gesagt, auch andere Unternehmen natürlich. Aber natürlich geht es darum, seinen Kumpel Elon Musk zu protegieren, die Absätze zu steigern. Es gibt jetzt auch gerade so eine Stand with Tesla Kampagne auf Twitter, oder auf ehemals Twitter, die Elon Musk mit promotet und seine Günstlinge, also man versucht jetzt quasi... so ein bisschen Märtyrertum für Tesla zu schaffen, weil Leute, die Firma boykottieren, versucht man jetzt, die konservativen rechten Kräfte noch stärker dazu zu bringen, aus Solidarität mit Elon Musk und Donald Trump so ein Auto zu kaufen. Und man stellt das Unternehmen quasi unter Staatsschutz, indem man sagt, es wäre... Also natürlich ist... Sollte das Recht gelten, wenn man Tesla oder irgendwelche Firmengüter angreift? Gar keine Frage, sondern dass das ein Verbrechen ist und zu verfolgen ist. Ob man ein Unternehmen jetzt alleinig unter den Staatsschutz stellen sollte und das als Terrorismus klassifiziert, das ist eine andere Frage. Das hat natürlich viel mehr Geschmäckle. Aber das ist halt das Problem, wenn man jemanden, der dem Unternehmen gehört, in die Regierung quasi beruft. Also offiziell ist Elon Musk ja nicht in der Regierung, aber da der Regierung so nahe steht, verschwinden halt die Grenzen. Und dann musst du sagen, kriegt Elon Musk Personenschutz vom Secret Service eigentlich oder muss er den selber zahlen? Wenn ein Bundesminister in seinem Auto angegriffen würde, würde er ganz sicher den Staatsschutz ermitteln und eingreifen und so weiter. Das ist natürlich aber viel schwerer zu sagen, wenn irgend so ein Wirtschaftsklauen sich in die Regierung einmischt, Und auf einmal greift jemand deren Hauptquartiere, Filialen oder Autos an. Richtet sich das gegen die Regierung oder gegen das Unternehmen oder gegen den Typen? Und ja, das sind die Probleme, die entstehen. Wo wir gerade beim Rechtsstaat sind, seine Auffassung dessen hat Elon Musk diese Woche auch wieder klar gemacht. Und zwar gibt es ja einen Richter, der unter anderem 30.000 Entlassungen versucht hat rückgängig zu machen, weil sie ungesetzlich sind, seiner Auffassung nach. worauf Elon Musk nicht verwunderlich jetzt schon mehrmals nach der Entlassung dieser Richter oder Impeachment-Verfahren gegen diese Richter fordert. Immer mit der Begründung, dass die Richter sozusagen den Willen des Volkes nicht durchsetzen würden. Also über die Krücke, Trump oder Doge, also genau genommen Doge würde den Willen von Elon Musk erfüllen, Elon Musk den des Präsidenten, der Präsidenten, Es ist die US-Regierung und die US-Regierung wurde gewählt vom Volk. Und über diese Brücke sozusagen wäre es keine Demokratie, wenn dann die Judikative, die Richter, das einkassieren. Wir kennen dieses Konzept aus dem Sozialkundeunterricht als Gewaltenteilung. Das ist kein Bug, sondern ein Feature in Demokratien und ein wichtiges Feature des Rechtsstaats. Versucht man das aufzulösen, versucht man eigentlich die Gleichschaltung verschiedener staatlicher Institutionen oder auch bekannt in seiner schärfsten Form als Führerprinzip, nämlich dass alle Institutionen was man hier den Volkeswille nennt, folgt, der natürlich sich ausdrückt nur durch den Willen von Donald Trump und als Führer selber. Das heißt, ich halte es für immer, und deswegen gehen wir immer wieder darauf ein, das ist natürlich höchst problematisch, wenn man sowohl die Medien als auch die Judikative beschreibt, Also die Gerichtsbarkeit als einziges Korrektiv der Legislative und Exekutive, also der Regierungsgewalt und der gesetzgebenden Gewalt, ständig versucht anzugreifen, weil das wichtige Institutionen der Demokratie sind. Mir ist kein Fall bekannt von jemandem, der regelmäßig sozusagen Richter und Presse als Ganzes versucht, schlecht aussehen zu lassen. Und wo das nicht in irgendeiner Art von autoritären Regime geändert ist. Natürlich gibt es auch mal andere, sagen wir mal, linke Regierungen, demokratische Regierungen, auch in Deutschland, die sich mit einzelnen Medien auseinandersetzen oder gegen einzelne Gerichte klagen. Deswegen gibt es ja verschiedene Instanzen und so weiter, dass man es bis zum Verfassungsgericht durchklagen kann. Das ist alles normal und gewollt und auch Teil der Gewaltenteilung, dass man sich dagegen wehren kann. Aber wenn man sozusagen die Presse und die Gerichtsbarkeit an sich so anzweifelt, indem man sagt, das entspricht Volkswillen gegen Gerichte stellt, dann greift das eigentlich das Urprinzip der Gewaltenteilung und Demokratie an. Und wo wir gerade bei Korruption sind... Auch noch ganz spannend. Du hast gesagt, du möchtest lieber Shit Corner statt Bildung haben.
Man muss auch jetzt mal wirklich sagen, wenn man in unseren Group Chat guckt, Jan und du, ihr schickt da Sachen rein und meine Antwort ist meistens, das ist doch fake. Das kann doch nicht wahr sein. Das ist doch unmöglich.
Realität. Fairerweise, Elon Musk hat das ja alles vorausgesagt. Das lustigste Outcome ist das wahrscheinlichste und wir leben alle in der Simulation. Ist keine schöne im Moment, aber irgendwie habe ich vergessen, die Diskette zu wechseln im Computer.
Ich wäre gerne, als die News rausgekommen ist, wäre ich gerne in der Gefängniszelle gewesen mit Sam Altman und Puff Daddy und hätte die Reaktion gesehen. Und dann wäre ich gerne in dem Call gewesen von Sam Ortman und seinen Eltern.
Du meinst Sam Beckman Free?
Sam Beckman Free, genau. Mit dem auch witzig, der ist jetzt nicht mehr in der Zelle mit allen, sondern in der kleinen Zelle, weil er den Podcast aus dem Gefängnis nicht aufnehmen durfte.
Überraschung, man darf im Gefängnis keine Podcasts aufnehmen? Darf ich etwa nicht mein kleines Medien-Empire aus dem Knast machen, wenn er etwa meine Freiheitsrechte beschränkt? Also die eigentliche Nachricht, also deine Schlussfolgerung ist genau richtig. Ich glaube, dass woanders noch die Korken geknallt sind. Aber die eigentliche Nachricht ist, dass die Trump-Family und damit auch das Unternehmen wohl Gespräche gehalten haben soll mit Binance, also der Kryptobörse, die sich schuldig bekennen musste in einem Geldwäscheverfahren. wofür sie Milliarden an Entschädigungen gezahlt haben. Der Gründer hat eine 50 Millionen Strafe gezahlt, die ihn aber nicht besonders trifft. Und ist zusammen mit seinem Bekenntnis schuldig zu sein, für vier Monate in den Knast gegangen, aus dem er inzwischen wieder rausgekommen ist. Also es geht um Cheng Peng Sao, kurz bekannt als CZ.
Das muss man sagen, mit dem waren wir schon mal auf dem Boot zusammen.
Ja, stimmt.
Da gab es einige Leute, die waren sehr nervös.
Aber gefühlt hat man ja auf den meisten Businessveranstalten das Gefühl, dass da schon ein paar Jahre Knast zusammenkommen.
Nochmal kurz Werbung. Ich hoffe, ihr habt alle einen Ticket für die OMR.
Wir freuen uns auf euch. Auf der Doppelgänger-Kassenzone-Party werden mindestens 20 Jahre Vollzugsanstalt zugegen sein. Ich schwöre. Wenn ihr mich fragt, sage ich euch, wer es ist. Und wenn ich den Verdacht habe, wer noch einwandert. Binance. Man kann nicht sagen, wo das Unternehmen herstammt. Chengpeng Zhao ist chinesischer Herkunft, ich glaube Singapur, also er ist genau Chinese-born, hat die kanadische Staatsangehörigkeit. Binance hat, glaube ich, keinen so richtigen... Standort, sondern ist unter anderem deswegen schwer zu verfolgen, weil sie, ich glaube, auch nicht in Singapur oder Hongkong sitzen, sondern einfach nirgendwo. Er hält sich im Moment, glaube ich, in Dubai oder Abu Dhabi auf. MGX Abu Dhabi ist auch der Investor übrigens, einer der ersten Investoren überhaupt. Vorher hatte Binance nie externes Geld genommen. Und nachdem Chengpeng Zhao in Abu Dhabi sich aufgehalten hat, ist MGX auch Investor geworden. Ich weiß nicht, ob sie ihn mit der Kreissäge am Arm haben unterschreiben lassen oder wie auch immer. Auf jeden Fall. Wir wollten eigentlich darüber reden, dass die Trump-Family mit eben diesem CZ... der Besitzer von Binance ist, gesprochen hat. Da ging es offenbar um eine Beteiligung an Binance. Wie gesagt, Binance hatte bisher gar keine Investoren. Abu Dhabi ist jetzt der erste geworden. Und jetzt wollte offenbar die Trump-Family auch einen Teil an der Firma haben. Und was sie sehr gerne im Gegenzug gehabt hätte, laut Berichten des Wall Street Journals, wir packen den Link in die Shownotes, ist ein Pardon, also eine Begnadigung. Jetzt kann man sagen, der hat seine Haftstrafe schon abgesessen. Es ist natürlich so, dass wenn man in der Finance-Industrie im weitesten Sinne arbeiten will, Vorbestrafung nicht hilfreich ist. Das heißt, würde er begnadigt werden, würde es es deutlich einfacher machen, unter neuer Kryptoregulierung, die David Sachs ja bereitstellen wird sicherlich, quasi offiziell in den US-Markt zu gehen. Weil im Moment darf Binance US nicht betrieben werden, nach meinem Verständnis. Und würde jetzt aber sozusagen CZ begnadigt werden... könnte man vermutlich wieder in den größten Markt der Welt, den US-Markt, gehen. Und das wäre für Binance natürlich super attraktiv. Deswegen hat man über eine Beteiligung der Trump-Familie an Binance gesprochen. Die Ernsthaftigkeit kann man vielleicht daran erkennen, dass diese Gespräche unter anderem Steve Witkoff geführt hat, bei wem das eine Glocke läuten lässt. Das ist der Mensch, der auch gerade die Putin-Gespräche verhandelt und im Gazastreifen für Trump verhandelt hat. Wenn der nicht große Weltpolitik macht, besorgt er für die Familie Trump Anteile an chinesischen Kryptoplattformen. Ich weiß nicht, ob man das erklären muss, wie höchstgradig korrupt das ist, wenn der Präsident mehr oder weniger fordert, er möchte sich an einer Firma beteiligen im Gegenzug dafür, dass der... der Chef begnadigt wird. Das ist so ein bisschen, was in New York gerade passiert ist, wo der Bürgermeister begnadigt wurde, wenn er im Gegenzug die Immigrationsinquisition von Trump schön durchlaufen lässt durch die Stadt. Auch das natürlich höchst korrupt, nach meiner persönlichen freien Meinung. Zumindest nach meinem Dafürhalten, wie man so schön sagt. Dann kommen wir noch mal kurz auf heimischem Boden und hier in die Nähe von Berlin. Und zwar macht Grünheide im Moment nicht nur durch Kurzarbeit Schlagzeilen. Also der deutsche Tesla-Chef ist ganz bemüht zu erklären, dass der Modellwechsel der Grund ist, warum wenig gearbeitet wird in Grünheide und nicht etwa die mangelnde Nachfrage. Und gleichzeitig, also das Lustige ist, dass einerseits wenig gearbeitet wird und andererseits sich Tesla beschwert über die hohen Krankschreibungen. Und zwar berichtet das Handelsblatt, zumindest habe ich es da gelesen, dass Grünheide Sie auf eine für deutsche Verhältnisse, glaube ich, sehr ungewohnte Art und Weise ihre Mitarbeiter beherrlichen und unter anderem versuchen zu erwirken, dass sie das Arztgeheimnis auflösen. Also Leute, die ja länger krankgeschrieben sind, denen sind wohl Briefe zugegangen mit dem Titel Zweifel an der eingereichten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Das Unternehmen droht damit, die Lohnfortzahlung einzustellen, also das Krankheitsgeld einzustellen oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einzustellen und droht sogar mit den Rückforderungen bereits bezahlter Löhne. In Zukunft soll man jede bescheinigte Arbeitsunfähigkeit mit der Diagnose offenlegen, also die Ärzte von der Schweigepflicht entbinden. Also wenn du sagst, du hast nach deinem letzten KitKat-Besuch eine Blasenentzündung oder keine Ahnung, dann sollst du das in Zukunft dem Tesla-Werksleiter offenlegen, wenn ich das hier richtig verstehe, wenn du damit länger als drei Tage vielleicht mal nicht arbeiten kannst. Bin gespannt, wie gut das funktioniert nach deutschem Arbeitsrecht. Mir wäre das relativ neu, dass sowas möglich ist. Aber wir werden sehen.
Was denkst du, wie dann? Gibt es das Werk danach?
Ich glaube nicht, dass das... Ich glaube schon. Also ich glaube, die Frage ist, wie lange das gut ausgelastet werden wird. Du könntest sagen, ich glaube schon, dass Tesla jetzt durch ein ziemliches Produktionstal gehen wird, bis es irgendwelche Robotaxis mal gibt. Wir wissen ja, es passiert immer genau nächstes Jahr, aber wir wissen auch, dass es in den letzten acht Jahren immer falsch war. Aber bis dahin wird es glaube ich schwer, Teslas zu verkaufen. Wenn du sagst, du kannst wirklich irgendwann ein selbstfahrendes Auto, was man als Taxi einsetzen könnte, eventuell, sicherlich nicht in anderen Ländern, aber irgendwo für 20.000, 30.000 Euro produzieren. dann könnte das schon wieder ein Argument sein. Wobei, dann brauchst du immer noch jemanden, der sich gerne reinsetzen möchte. Und in den USA fragen Leute gerade, ob Uber einen Button einbauen kann, dass man keinen Tesla fahren möchte oder dass man Tesla ausschließen möchte als Fortbewegungsmittel. Das spricht nicht dafür.
Ja, ich bin gespannt. Ich glaube, die werden das irgendwann schließen in Deutschland. Fünf Jahre.
Ja, wenn das genauso gut wie deine Puma-Empfehlung läuft, dann wird die Liga-Faktorie das Werk des Jahrhunderts. So, falls halt noch was Wichtiges passiert, wir haben wieder relativ sehr, sehr früh sogar aufgenommen. Ich bin halt um vier Uhr unfreiwillig aufgestanden, aber sonst hätte ich auch sonst um halb sechs aufstehen müssen. Und deswegen machen wir die Malago-Akkords, nach denen viele gefragt haben, vielleicht auch nächstes Mal. Dafür war es halt ein bisschen zu früh. Wir hoffen, es war trotzdem eine unterhaltsame Sendung.
Ja, ich freue mich schon auf nächste Woche, weil es da wieder alles für verrückte Sachen gibt von dem Autoverkäufer. Also, habt ein schönes Wochenende.
Bis Mittwoch. Kannst du noch sagen, wann der Frühling kommt? Vielleicht für mich.
Ja, Montag.
Ah, nächste Woche werden wir zweistellige Temperaturen. Ich gucke mal, ob in Hamburg auch. Ich hoffe, in Hamburg nicht. Achso, ich bin ja gar nicht in Berlin. Wir können ja mal gucken, wie es da wird, wo ich eigentlich bin.
Gut, ich mach mal hier Tschüss.
Okay, ciao, ciao.
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