Doppelgänger Folge #444 vom 28. März 2025

Bildgenerator vs. Adobe | Stripe | CoreWeave IPO | AppLovin #444

Falls die heutige Folge ungeschnitten veröffentlich wurde, liegt es daran, dass Jan aus dem Off immer noch mit dem neuem Bildgenerator von OpenAI spielt. Pip würde gerne verstehen, warum er nun Adobe nicht shorten solle. Die Tesla Buchhaltung wird richtiggestellt. Warum geht Stripe nicht an die Börse? Wie wird der CoreWeave IPO? Lyft kauft angeblich FreeNow. Wir sprechen natürlich kurz über Idealo und Axel Springer. Es gibt einen weiteren Short Report über AppLovin


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Ghibli Style

(00:06:40) Adobe

(00:15:35) Tesla

(00:19:00) Stripe

(00:33:20) CoreWeave

(00:41:00) Idealo

(00:43:05) Springer

(00:47:00) AppLovin

(00:53:00) Q1



Shownotes

Stripe hat im vergangenen Jahr mehr als 2 Milliarden Dollar in bar eingenommen. Warum an die Börse gehen? The Information

Axel-Springer-Vorstandsmitglied tritt nach Vorwurf der Linkslastigkeit von Politico zurück Financial Times

CoreWeave schraubt Börsengang zurück - jüngstes Zeichen für KI-Sorgen an der Wall Street Financial Times

Taxidienst Freenow vor Verkauf - BMW und Mercedes stampfen ihre Mobilitätsträume ein Manager Magazin

Idealo-Chef verlässt nach Vorwürfen die Vergleichs-Plattform Handelsblatt

AppLovin Short Report von Muddy Waters


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 444 am 29. März 2025. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Im Hintergrund haben wir Jan aus dem Off. Der schneidet das immer so ein bisschen zusammen, damit es sich für euch ein bisschen besser anhört. Ich bin mal gespannt, ob er wirklich Zeit hat, weil die letzten Tage scheint er die ganze Zeit auf OpenAI abgehangen zu haben. Ihr seht wahrscheinlich auch, Ein etwas anderes Podcast-Cover heute. Letzte Folge war ja schon ein bisschen anders, jetzt diesmal auch. Was hat es an sich? Also ich habe hier bestes Wetter, ich verbringe die Zeit draußen, aber die jüngere Generation scheint online ziemlich viel Comics zu machen oder rumzuspielen. Was hat OpenAI gemacht?
Also ich weiß nicht, ob das nur die jüngere Generation ist. Ich habe durchaus das Gefühl, dass auch so Leute in unserem Alter viel damit rumspielen. Upme.ai hat angekündigt, dass sie jetzt innerhalb von ChatGPT Bildgebung und Fotoeditieren teilweise auch erlauben und anbieten. Damit experimentieren User fleißig rum. Also es ist möglich, einerseits sehr genaue Bildgebungsqualitäten abzurufen. Da haben sie die Qualität nochmal deutlich verbessert. Aber es ist eben nicht nur DALI innerhalb von JetGPT, sondern man merkt, dass die Trainingsdaten offensichtlich größer geworden sind. Also es ist zum Beispiel möglich, gewisse Bilder, also du kannst ein Bild hochladen und sagen, verwandeln wir das mal in ein typisches Disney-Motiv. Oder, und das ist das, was man gerade am meisten sieht wahrscheinlich, das Studio Ghibli oder es ist ein japanisches Manga- oder Anime-Studio, Anime-Studio würde man glaube ich sagen, namens eben Studio Jiburi oder Ghibli eingedeutscht oder eingelatinisiert. Und die sind bekannt für Serien und Filme wie Prinzessin Mononoke oder oder mein Neighbor Totoro, das sind die bekanntesten, die haben die, ich glaube, vier der zehn erfolgreichsten Filme in Japan ever, wurden von diesen Studien. Man könnte sagen, einfach gesagt, das ist das Disney von Japan, würde ich jetzt mal stark vereinfacht sagen. Und der Stil ist vielleicht bekannt, so ein bisschen, ich würde sagen, am ehesten für Leute, die jetzt mit der Anime-Welt aus Japan nicht vertraut sind, würde ich sagen, am ehesten so wie dieser, das Heidi, das sieht so ein bisschen aus wie das Heidi-Comic, das man im deutschen Fernsehen manchmal sieht. Vom Stil her? Ist das richtig oder noch anders? Ich weiß nicht, man soll es einfach ausprobieren. Und das ist ein beliebtes Motiv, aber wie gesagt, man kann auch sagen, gib mir was im Disney-Stil, gib mir mal die Szene aus dem Weißen Haus-Kaminzimmer im Simpsons-Stil. All sowas funktioniert und damit experimentieren Leute ganz fleißig rum. Man kann auch eben sagen, ändere mal den Hut dieses Charakters von grün auf gelb oder mache im Hintergrund mal... Stadt der Alpen, einen kubanischen Strand oder so. Das funktioniert alles sehr gut. Damit führt jeder so ein bisschen zum kreativen Designer. Worauf das aber auch so ein bisschen schließen lässt, wo jetzt die ersten Fragen aufkommen, ist dadurch, dass es eben so gut Studio Ghibli oder Disney oder Simpsons Motive nachmachen kann, ob das nicht sehr klar auf Copyrighted Material trainiert worden ist.
Ja, das wäre meine Frage gewesen. Also freuen sich jetzt nicht alle Anwaltskanzleien und OpenAI hat sich damit selbst rausgeschossen oder ist Sam Altman so selbstbewusst, dass er sagt, ach Die paar klagen, macht nichts, kaufe ich halt ein paar Chips weniger.
Ja, es gibt verschiedene Takes darauf. Das eine ist, dass ausgerechnet in Japan man AI trainieren kann, angeblich auf Daten. Das heißt, vielleicht ist das ein Grund, warum das auch besonders beliebt ist. Das würde dann aber ja für Simpsons und Disney und so nicht zutreffen. Dann ist das andere, wenn jemand was im Stil von malt, ist das überhaupt ein Copyright-Bruch? Am Ende hat die KI ja nur daraus gelernt und... Kopiert ist nicht eins zu eins, das ist natürlich etwas, was wahrscheinlich noch geklärt werden muss, aber ich gehe davon aus, dass Hollywood da klagen wird. Und was natürlich auch spannend ist, vermutlich ist es, sagen wir, während Filme, wir wissen ja auch, dass OpenAI YouTube-Daten massiv runtergeladen hat, illegal oder vermeintlich illegal in der Vergangenheit, du kannst natürlich aus nichts besser. lernen als Millionen von Frames. Also ein Film ist ja irgendwie so in 60 Frames per Second oder so. Also jede Sekunde ist nochmal in verschiedene Unterframes, irgendwie 30, 60 oder was auch immer, unterteilt. Also Stoppbilder, wenn man so möchte. Also ein 1-Minute-Film besteht dann zum Beispiel aus 30 oder 60 Bildern. Und das sind ja massive Trainingsdaten. Auch wenn die alle sehr ähnlich aussehen innerhalb von einer Szene vielleicht, ist es halt so ein ganz viel Trainingsmaterial, mit dem man gut eine KI trainieren könnte, genau das wiederzugeben. Also entweder filmerisches Material, was wie die Real World aussieht, wie die echte Welt, oder eben gewisse Anime-Styles oder gewisse animierte Filme, so Pixar-Style oder Disney-Style. Wenn man irgendwie geschafft hat, diese Daten zu bekommen, Frame by Frame, dann sind das perfekte Trainingsdaten, um genau das zu tun. Und ganz ehrlich, mir hat auch jemand gezeigt, du kannst ja zum Beispiel auch super einfach einen 2D-Charakter in einen 3D-Charakter verwandeln und sowas. Oder wirklich sagen wir, du hast ein Maskottchen, du hast irgendwie das Duolingo-Maskottchen, mach mir das mal 3D. Oder mach das mal im Halloween-Look. Da haben halt früher Designer einen halben Tag dran gearbeitet, habe ich das Gefühl. Wenn es wirklich gut werden sollte. Das ist jetzt die Frage, wie gut ist die Qualität und wie würde man das pricen und so weiter. Was ich machen würde ist, du kennst bestimmt die Website remove.bg, wo man ganz schnell ein Bild freistellen kann. Und das kommt dann in relativ schlechter Qualität raus, es sei denn, du kaufst einen Credit, um es einmal in HD runterzuladen. Und das wäre eigentlich das geilste Modell. Also du machst jeden zum Designer. Sorry an alle Designer. Ich weiß, Designer sein umfasst natürlich mehr als nur... Du machst jeden zum Kreativen, der seine Kreativität in beschränkten Bahnen erstmal in digitalen Outlook umsetzen kann. Und jeder kann damit rumspielen. Und wenn ich es dann wirklich in Production-Qualität haben möchte, also ich möchte es auf eine Webseite setzen oder in ein Buch oder darauf irgendwas in der App aufbauen, dann sage ich, um das HD runterzuladen, brauchst du einen OpenAI-Credit. Das wäre, glaube ich, ein geiles nutzungsbasiertes Modell zum Beispiel. Und die andere Frage ist jetzt, ich habe ja gesagt, früher hätte jemand, der das professionell macht, irgendwo zwischen zwei Stunden und einen Tag gebraucht, je nachdem, wie groß der Anspruch ist, um sowas zu generieren, würde ich sagen, wenn es wirklich gut werden soll. Also hätten wir einen Effizienzgewinn von irgendwo zwischen 25x, würde ich sagen, selbst mit ein bisschen Nacharbeit. Und für Photoshop, also man muss sich ja auch fragen, brauchst du jetzt für, natürlich nicht für alle Tasks, es gibt welche, wo du Photoshop brauchen wirst, Photoshop brauchen wirst, Adobe, also das Kernprodukt von Adobe, brauchst du Adobe überhaupt noch für jeden Task? Oder gibt es Leute, die einfach so einfache Tasks machen, dass sie Adobe eigentlich nicht mehr brauchen, weil sie nur Werbemittel erstellen oder oder oder? Und das Zweite ist...
Ja, und brauchst du Fiverr vor allem noch?
Ja genau, Fiverr brauchst du, für Fiverr ist es kompliziert, wobei Fiverr könntest du es wiederum anbieten, aber die Margen sollten dann sinken. Und das andere ist, selbst wenn du Adobe brauchst, hast du in Zukunft können halt zwei Leute die Arbeit von 20 machen, in dem Segment würde ich behaupten. Das heißt, wenn du Adobe brauchst, dann werden die Seeds deutlich weniger werden. Es wird ja noch pro Seed bezahlt. Das heißt, du kannst den Seed aber auch nicht unglücklich teuer machen, weil ja jede KI jetzt so ein bisschen in die Richtung gehen wird. Das heißt, der Wettkampf ist auch zu groß, dass du jetzt sagen könntest, ich mache das einfach deutlich teurer, weil die Produktivität jetzt gestiegen ist. Das heißt, du kannst den Produktivitäts-Increase nicht abschöpfen als Adobe. weil die Konkurrenz dafür zu groß ist. Adobe könnte es mit Firefly selber machen. Sie versuchen ja in die Richtung zu gehen, dass ich Bilder editieren kann mit KI und so und sagen, mach das Model mal schlanker oder mach den Typen mal ein bisschen haariger oder welche Klischees man auch immer jetzt nutzen möchte. Aber in Zukunft wird es ein bisschen commoditized werden, glaube ich. Solche Bildgenerierungsfähigkeiten, also von Voice auf Bildgebung zu kommen, wird auch commoditized werden, so wie es heute commoditized ist, ein Research zu machen oder ein Gedicht zu schreiben. Und damit ist ein großer Teil des Adobe-Geschäftsmodells eigentlich in Gefahr. Und ich verstehe nicht, warum die Aktie nicht ein Viertel des Wertes verloren hat, ehrlich gesagt. Das wird alles nicht von heute auf morgen passieren, das ist auch klar. Aber ich sehe eigentlich nicht... Das Coole ist, also eigentlich müsste Adobe ab heute output-basiert preisen und sagen... Weil die Designer ja zehnmal so viel schaffen, machen wir sozusagen für jeden HD- oder 4K-Download sozusagen in hoher Qualität, nehmen wir halt 10 Euro pro fertiges Bild, was du in Adobe generiert hast oder so. Aber wie gesagt, auch das ist schwer, weil dann sagt irgendjemand, ich brauche es nicht in der Adobe 100% Qualität, 82%, 85% Qualität direkt aus ChatGPT oder Gorg runtergeladen. Ist mir eigentlich gut genug für einen Teil der Use Cases. Zumindest. Und fairerweise, Adobe ist natürlich noch mehr Illustrator und die E-Commerce Marketing Suite und so weiter. Aber Ich fand es ein bisschen komisch, dass niemand da scared ist und Adobe zumindest 10% des Wertes absprechen möchte, nachdem das doch ein großer Schritt ist, darin jeden zumindest ansatzweise zu einem Junior-Designer zu machen.
Meine Prediction für 2023 war, dass Adobe die Aktie leiden wird unter AI. Das müsste jetzt vielleicht dieses Jahr ein bisschen kommen. Ich habe gerade mal ein Bild generieren lassen mit unserem Cover in Simpsons-Style. Meinst du, das könnten wir jetzt nehmen oder kriegen wir dann Ärger?
Ich würde es ausprobieren. Also es gibt Leute, die damit auch vorher schon rum experimentiert haben. Das ist also auch so ein gängiges Meme, gewisse Dinge im Simpsons-Style nachzumachen. Das ist übrigens eine andere Sache, dass Leute jetzt sich selber in Memes rein photoshoppen. Wie würde man das sagen? Sich selber da rein prompten, was natürlich lustig ist. Du kannst jetzt, also das, was teilweise in der Messaging-App auch funktioniert hat, deine eigenen Emojis, Avatare zu bauen und in Zukunft wirst du halt jedes Meme wahrscheinlich mit dir selber bauen, bis es irgendwann auch lame ist und cringe, das noch zu tun. Ich glaube, erstmal fördert das jetzt viel Kreativität. Wie gesagt, dadurch wird jetzt keiner von heute auf morgen zum Senior Designer, aber viele Leute, die vorher auf Junior Designer oder eben Fiverr, Upwork und so weiter angewiesen waren, können das in Zukunft vielleicht auch ohne machen. Irgendwie ein einfaches Webdesign für ein WordPress. Sag mal, dein Job ist, du möchtest für ein Sushi-Restaurant, ein Massagesalon, ein Nagelstudio, ein Ingenieursbüro, ein Immobilienmaklerbüro ein WordPress-Template bauen. Das wird relativ fehlerfrei KI können, definitiv. Und mit guter Artwork in Zukunft. Von daher ist es schon ein großer Schritt. Und wozu ich eigentlich auffordern wollte, war, Ich würde gerne mal in der Community bei uns auf Discord den Bull-Case, gerne im Feedback-Channel, den Bull-Case für Adobe hören, warum Adobe weiterhin so viel wert sein sollte wie jetzt. Natürlich, wie gesagt, es kündigt nicht morgen jeder seine Lizenz, aber zukünftig zu wachsen... wird schwer. Einerseits, weil du Preisdruck hast durch die ganzen neuen Tools, die jetzt damit in den Markt kommen. Und tendenziell sollten, so wie Entwicklerjobs eigentlich auch schon, die Jobausschreibungen für Entwicklerjobs gehen ja runter. Oder Entwicklerinnen. Und ich erwarte, dass das gleiche bei Designern jetzt passiert, durch die höhere Arbeitsproduktivität einfach. Und davon muss Adobe eigentlich negativ betroffen sein. Sollte man die jetzt shorten? Ich weiß es nicht. Dazu möchte ich einmal die Bull-Hypothese hören. Also was glaubt jemand, der glaubt, dass Adobe weiterhin, Sekunde, wir gucken mal, was sie eigentlich wert sind, Das ist immer wichtig, wenn man so ganz überzeugt ist von was und denkt, wie kann jemand der anderen Meinung sein? Es müssten doch alle sehen, dass Adobe jetzt wertlos ist von heute auf morgen, stark übertrieben. Warum ist das noch 172 Milliarden wert? Warum ist das noch 26 Mal Ergebnis wert? Und sagen, bevor du jetzt glaubst, alle anderen sind dumm, solltest du dir von den in Anführungsstrichen dummen wenigstens einmal anhören, warum du falsch liegst und warum Adobe weiterhin 170 Milliarden wert ist und warum Adobe weiterhin mit 8 Mal des Umsatzes bewertet wird, obwohl es nur noch mit rund 10% wächst. Und ich, also eine Sache bin mir sicher, dass das Wachstum einstellig wird bei Adobe, wenn es nicht bald, naja negativ wird noch ein bisschen dauern, aber einstellig wird es werden. Ich weiß es nicht. Deswegen, einmal erklären, wo wir falsch liegen. Und dass es immer High-End-Use-Cases geben wird, wo die jetzt OpenAI noch nicht löst, ist auch klar, weil wir beschreiben ja einen Trend und es geht darum, wie die Welt in drei Jahren aussieht. Und da wiederum, glaube ich, sind viele typische Use-Cases von Adobe durch KI ersetzt worden. Die unteren 80 Prozent, halt einfach gesagt, die unteren 80 Prozent der Anwendung, das wofür auch ich oder du mal ein Adobe benutzen würden oder so, ich glaube, das wird dann ersetzt sein.
Ja, also ich habe gestern ein bisschen mit rumgespielt und bin so ein nach so zwei oder drei Schleifen dann ans Limit gekommen. Also zum einen ist es nochmal, die Generierung dauert echt. Ich hätte gedacht, es ist schneller. Kannst du mir vielleicht nochmal erklären, warum das so lange dauert. Aber gut. Dann, ich komme ja später noch zu einer Story, da habe ich mir die Grafik genommen von dem Artikel, habe die hochgeladen, habe gesagt, hier, mach mir das mal in so einen Comic-Style. Und dann habe ich noch ein Bild hochgeladen von drei Personen. Unter anderem Donald Trump und meinte so, setz die mal oben tanzend aufs Dach. Und das hat nur so halb funktioniert. Die Hauptperson wurde dann mit Donald Trump ausgetauscht. Und dann so hin und her. Ich glaube, die Kunst ist jetzt, was damit zu bauen. Also einen Editor da drauf zu setzen, ist, glaube ich, stark. Ein ganz einfaches, also so ein Photoshop für Dumme. das mit der API irgendwie spricht und du dann da so einen Radierer hast, also irgendwie nur minimale Sachen. Also eigentlich halt Videos auf dem Telefon oder so, ja, so ein bisschen wie Instagram früher, dass du mit Filtern irgendwie schöne Fotos machen kannst, brauchst du das halt jetzt in der Hinsicht, dass du das irgendwie schnell ändern kannst.
Ich verstehe, was du sagen willst, aber genau das ist eben die Frage, ob man eben, also wir als beinahe Boomer, erwarten da jetzt unsere Pinsel zu sehen und unsere Ausschneide, Viehecke und so weiter. Die Frage ist eben nicht, ob das in Zukunft durch Prompting ersetzt wird. Also dass du einfach sagst, was du willst. Stell mir das frei, der Hintergrund gefällt mir nicht, die Person links auf dem Bild mit den roten Haaren oder schwarzer Haare haben oder so. Der Typ mit dem orangenen Gesicht kann ruhig noch ein bisschen oranger aussehen. Können wir das Gesicht vom Vizepräsidenten noch ein bisschen aufblasen? Weißt du? Was musst du noch pinseln, was du nicht mit Sprache ausdrücken kannst?
Das stimmt natürlich.
Ändere das Format in 16 zu 9, ändere das Format in das richtige LinkedIn-Format, so das, was Canvas jetzt eigentlich macht.
Mach es so, dass es klickt. Mach den Banner, dass er klickt. Ja, also schönes Tool. Kann man auf jeden Fall mit rumspielen. Hast du ein bisschen Sorgen, dass man da die Daten freigibt, dass man denen zu viele private Bilder schickt?
Das ist natürlich eine wichtige Implikation, dass Leute jetzt dann massiv Bilder hochladen und damit auch noch mehr Trainingsmaterial von Real-World-Bildern an OpenAI weitergeben. Es gab ja früher diese Face-Apps aus Russland, wo man eben sein Gesicht altern lassen konnte, Lippenstift drauf machen, Haare lang, Haare kurz und so weiter. Das hat ja hauptsächlich dazu geführt, dass sie viele Bilder und Daten mitnehmen konnten. Das Gleiche muss man natürlich hier bedenken.
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Genau, also das muss man mehr oder weniger als Richtigstellung eigentlich kennzeichnen. Also inzwischen haben Experten gute, zumindest Möglichkeiten aufgezeigt, wie es zu diesen Verwerfungen zwischen Cashflow und den PPE-Assets bei Tesla kommen könnte, zumindest. Sie sagen, das ist auch nicht so einfach. das auseinanderzunehmen. Komisch ist, dass Dan McCrum ja vorher Experten gefunden haben, die das auffällig fanden und die das irgendwie nicht reconcilen konnten aus den Daten. Aber jetzt gibt es eben Accounting-Professoren oder Experten, die gesagt haben, es gibt schon auch logische Erklärungen, warum es zu solchen Diskrepanzen kommen kann. Und zwar konkret wäre das zum Beispiel Zahlungen für für Assets, die schon gekauft sind, also das Cashflow und also Anschaffungszeitpunkt und Zahlungszeitpunkt der Anschaffung auseinanderfallen, wenn ich es richtig verstehe. Und wenn man bereits abgeschriebene Dinge wegschmeißt, zum Beispiel, könnte es auch zu so Diskrepanzen kommen. Also, warum Tesla weiter Geld aufnimmt, obwohl sie eigentlich positiven Cashflow haben, das bleibt unklar. Und die Absatzzahlen und so, es gibt genug hausgemachte Probleme oder Marktprobleme bei Tesla. Es hat sich jetzt aber erstmal nicht materialisiert, dass es irgendwie Accounting-Fraud ist. geben würde oder ähnliches. Es wirft vielleicht weiterhin Fragen auf, aber es gibt durchaus auch Antworten, die das erklären könnten, räumt die Financial Times jetzt ein. Um fair zu sein, Ich würde sagen, 98% der Wirtschafts- und Finanzjournalisten in Europa, die ich kenne, bräuchten dazu auch externe Hilfe. Also inklusive mir bräuchten auch externe Hilfe, um das sicher zu sagen. Also sowas wie bei der Social Chain, dass es irgendwie einen Unterschied gibt zwischen Cashflow aus operativer Tätigkeit und Kreditaufnahme. Das geht vielleicht, aber das hier scheint ja sozusagen, wenn selbst Akademiker sich da unterschiedlicher Meinung sind, scheint dann eben doch nicht ganz so einfach zu sein. Aber ich spreche jetzt auch nicht für die FT, dass man die Story dann so hat laufen lassen. Die Frage ist, ob es schon vorher widersprüchliche Meinungen gab und Dan McCrum sich einfach die negativen ausgesucht hat. Oder ob er durch Zufall ausgerechnet an die Professoren geraten sind, die das auffällig fanden. Da kann man sich schon fragen, ob man die Story so ein bisschen zu sehr gewollt hat. Aber deswegen berichten wir das, auch wir das wie immer gern.
Genau, aber deswegen, dem muss ja auch bewusst sein, dass das bei anderen Leuten anders auffällt. So, also, ja, war auch überrascht. Also normalerweise, das ist ja eigentlich so seine größte Story jetzt, in diesem Quartal auf jeden Fall, oder in diesem Halbjahr. So, ist schon interessant. Aber gut, selbst die Besten scheinen sich irgendwie einen Fehler zu erlauben. Dann können wir eigentlich in die IPO- oder Nicht-IPO-Ecke gehen. Da haben wir Stripe und Coreweave. Stripe wurde von The Information berichtet, wird erklärt, warum die kein IPO brauchen. Und das eigentlich, so lese ich den Artikel, nur die zweite Ware der Super-Startups an die Börse möchte. Ist das so? Sollte man noch ein bisschen abwarten bei den IPOs?
Das muss man alles selber entscheiden. Da können wir keine Hinweise geben. Aber schon seit Corona-Zeiten haben wir oder ich Stripe immer als ein gutes Beispiel dafür bezeichnet, dass die allerbesten Companies schon noch versucht werden, lange im Private Market zu halten. Ist zumindest mein Eindruck, dass alle Investoren happy sind, da weiter zu wachsen oder über Secondaries teilweise auszusteigen, wenn sie unbedingt müssen. Man findet Wege, Mitarbeitern Kohle zu geben, mit dem sie ihre ESOPs in Secondary Sales verwandeln können und so weiter. Das heißt, alle Zwänge, die normalerweise zu einem IPO führen, scheint Stripe erfolgreich zu ignorieren. Das scheint so ein bisschen auch der Willen der Gründer zu sein, dass die da sehr hartnäckig sind und sagen, eigentlich keinen Grund, warum wir ein IPO machen sollten. Wir sind cashflow-positiv, also wir brauchen gar kein neues Geld mehr. Es ist definitiv einfacher, eine Firma in den Private Market zu führen, wenn man kein Geld mehr braucht. Eigentlich ist der Zugang zu Kapital, Bewertung und so weiter, das sind die Vorteile in Public Markets, also an der Börse zu sein. Wenn man kein Geld braucht... hat man definitiv weniger Hassle und Pflichten, wenn man einfach im Private-Markt bleibt. Das wurde ihnen so ein bisschen als Mangel an Disziplin ausgelegt. Also, dass man nur deswegen im Private-Market bleibt, weil man dann eben nicht so Reporting-Pflichten hat, nicht so diszipliniert auf die Kosten gucken muss und so weiter. Da fand ich ihr Statement aber ganz gut, was sie gesagt hat. Sie meinten quasi, wenn du an die Börse gehen musst, um diszipliniert zu reporten und deine Company richtig zu leiten, dann hast du auch ganz andere Probleme als Gründer. Fand ich eigentlich eine ganz schlaue Antwort.
Darauf Also der Grund, warum die ein IPO machen würden, ist ja dann hauptsächlich, dass die Mitarbeiter endlich mal ihre Aktien vergolden können oder ausgezahlt bekommen können. Das machen die Investoren aber stattdessen. Also sie kaufen die Private Secondary Market alles auf.
Zum Beispiel, genau. Also Stripe ist ja inzwischen auch 15 Jahre schon alt. Das heißt, es sind einerseits die ersten Mitarbeiter, die jetzt vielleicht auf zig Millionen investieren. von ESOPs sitzen im Fall von Stripe und gleichzeitig natürlich auch die ersten institutionellen Investoren oder VCs. 15 Jahre kannst du als VC normalerweise nicht durchhalten. So Fonds laufen typischerweise 10 plus 2 Jahre oder 10 plus 1 plus 1. Du kannst es ein bisschen verlängern, aber irgendwann brauchst du Liquidität und Wie gesagt, man kann das aber auch ohne IPO erledigen, wenn es übersichtliche Anzahl an Shares ist, indem man das eben im Rahmen sogenannter Secondaries verkauft. Bei Stripe ist die Nachfrage so hoch, dass man keinen großen Discount auf die Secondaries geben muss. Also die Leute kaufen das mehr oder weniger nachhaltig. immer als Up-Round zu noch höheren Preisen ein. Nach Corona ist es bestimmt ein bisschen gesunken, aber insgesamt werden die bestimmt weiter noch mit 100 Milliarden und mehr gepreist oder um die 100 Milliarden. Ich glaube 90 sind es im Moment. Und was spannend auch ist, ist eben die Zahlen, die man lernen kann. Also ihr Umsatz ist nochmal um 28% gestiegen auf 5,1 Milliarden US-Dollar und davon nehmen sie 2,2 Milliarden, also mehr als 40%, oder ja fast irgendwie 43%, als positiven Cashflow mit. Was heißt das? Sie sind extrem Cash generiert und haben alles andere als Bedarf, neues Geld aufzunehmen. Was man auch weiß ist, dass Stripe ungefähr 1,4 Trillionen, also Billionen auf Deutsch, US-Dollar an Volumen, also Stripe ist ein Zahlungsanbieter für die, die es nicht wissen. Typischerweise, wenn ihr irgendwo Netflix-Abo macht oder was einkauft im Internet, dann steht ganz oft Stripe. Wenn ihr auswählt, wie ihr das bezahlen wollt, steht entweder Etienne oder Stripe oder andere Dienste dahinter. Und im Fall von Stripe ist das GPV, das Cross-Payment-Volume, was über die Plattform läuft, 1,4 Trillionen Dollar oder Billionen US-Dollar vielleicht groß. Und um sich das bewusst zu machen... das World GDP ist von der Trillion. Das heißt, mehr als 1%, fast 1,5% der weltweiten Wirtschaftsleistung gehen irgendwo mal über Stripe-Payment-Rails rüber. Und da muss man jetzt theoretisch auch noch Sektoren abziehen. Also wenn wir irgendwie über Mining, Agriculture, Industrie und so weiter nachdenken, das wird ja typischerweise nicht mit Stripe bezahlt. Also der Retail-Sektor weltweit ist zum Beispiel ungefähr ein Drittel des GDPs, also 30 Billionen groß. Und davon hätte Stripe dann fast 5%, wenn man so möchte, oder wenn man Services annimmt, Software oder so, für die man zahlt, wäre es ganz ähnlich.
Ja, ich hätte noch zwei Fragen. Also Stripe Payments, vor allem beliebt bei Entwicklern, weil es so einfach zu bauen ist. Jeder kennt es als Nutzer, wenn man zum Beispiel OpenAI das Abo abschließt oder generell fast jedes Abo im Internet gefühlt und dann auf so eine Seite kommt und sich die Rechnung runterziehen kann. Das kommt alles von Stripe. Man würde ja meinen, also Take Rate mäßig, Payment, ich weiß, das ist ein bisschen ein anderes Produkt, aber eigentlich ist es doch wie Klana. Warum ist Klana nicht so gut wie Stripe? Am Ende machen die doch das gleiche, oder? Payment Processing ein bisschen, irgendwas zwischen 2,5 und 2,9 Take Rate. Wieso macht sich Klana nicht so die Taschen voll, wie es ein Stripe macht?
Also A, es sind zwei verschiedene Leer. Das eine ist der Payment Service Provider und Klana ist eine Zahlenmöglichkeit. Klana war früher mal auch im PSP-Markt, aber damit sie von Adyen und Stripe eingebunden werden als Zahlungsmöglichkeit, glaube ich, haben sie sich zurückgezogen, selber PSP zu sein und verzichten darauf. Und dass sie sich die Taschen voll machen, also das ist jetzt natürlich ein sehr wertender Begriff, aber was man ja schon sieht ist, ich habe gesagt 1,4 Trillion US-Dollar GPV, Gross Payment Volume geht über die Plattform. Jetzt wissen wir, sie machen 5 Milliarden Umsatz daraus. Können wir uns ausrechnen, das müsste roundabout 35 Basispunkte sein. Take Rate sein, wenn man sich die Stripe Gebühren sind eigentlich so zwischen anderthalb und drei Prozent plus 25 Cent. In Europa ist das ja reglementiert, die Interchange Fees zwischen Banken, erkläre ich gleich, in UK auch auf, ich glaube, 0,3 Prozent oder so. In den USA und international darf man bis zu 3,25% nehmen. Plus man schlägt 25 Cent auf, damit wenn jemand jetzt echt nur ein Brötchen kauft oder einen Kaffee, da wäre prozentual die Marge so klein, dass es sich vielleicht nicht mehr lohnt. Deswegen gibt es nur 25 Cent oder 30 US-Dollar-Cent Mindest, wie in der Regel. Einer der Gründe, warum man Karten bei kleinen Transaktionen gerne auch nicht akzeptiert wahrscheinlich. Und von diesen mindestens 1,5% die sie bekommen, gehen wahrscheinlich 1,1, 1,15 Prozent, würde ich schätzen, an die anderen Teilnehmer einer Payment-Transaktion. Du hast die Issuing Bank, also die Kreditkarten herausgebende Bank des Kunden. Du hast die Acquiring Bank, also von dem Shop, der die Karte akzeptieren möchte, die Bank. Und dann bleibt eben eine Marge offensichtlicher von 0,35 Prozent oder 0,35 Basispunkten der Transaktion. für Stripe übrig. Das ist ihre Marge. Die klingt jetzt klein, 35 Basispunkte, aber auf über einer Trillion, über einer Billion Payment Volume kommt man dann eben auf die 5 Milliarden Umsatz und es bleiben 2 Milliarden positiver Cashflow übrig. Da muss man sich eigentlich fragen, wofür gehen die anderen 3 Milliarden raus und von den 2 Milliarden. Also der Cashflow ist natürlich auch insofern irreführend, dass sie wahrscheinlich, keine Ahnung, bis zu einer halben Milliarde oder 300 Millionen an Share-Based Compensation rausgeben oder so. Also der Cashflow ist natürlich aus Finanzierungssicht die spannendste Kennzahl. Um zu wissen, wie hoch der Net Profit bei Stripe ist, bräuchte man jetzt natürlich noch hauptsächlich die Share-Based Compensation.
Auch. Dann hätte ich noch eine Frage VC-mäßig. Du hast ja gesagt, so 10 Jahre oder sowas. Wie baut man das als VC um? Also mal angenommen, du warst einer der ersten Investoren bei Stripe und jetzt merkst du, okay, deine LPs, deine Investoren wollen langsam das Geld zurück. Wie baust du dir da so eine Struktur auf, dass du das machst? Du brauchst ja eigentlich eine andere Firma, die dir dann selbst die Anteile abkauft. Oder wie wird sowas gemacht?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Das eine ist, habe ich gerade versucht zu erklären, so ein bisschen Secondary Market. Das ist einfach jemand anderes, will sowieso gerade Stripe Shares haben, hat sie aber nicht früh genug bekommen. Es gibt ja aber keine, vielleicht keine Primary Runden mehr oder es wird nicht genug Primary, also Kapitalerhöhungsgeld rausgegeben. Dann kann einer der alten Investoren quasi aussteigen, indem er an einen neuen Investoren, also sagen wir mal, ein Seed-Investor hat damals für 20 Millionen bei Stripe investiert und möchte jetzt raus, hat wahrscheinlich 50, 100 Mal sein Geld schon gemacht in der Zeit nach allen Verwässerungen. Der verkauft es dann an irgendeinen Late-Stage-Investor, ein Altimeter oder G2 oder irgendein dieser Crossover-Funds oder Hedge-Funds. Und die erhoffen sich damit bis zum Börsengang noch 50% oder 100% zu machen innerhalb von 2-3 Jahren. Der VC möchte einfach früh raus und auch wenn die Verdopplung nochmal schön wäre, um ein hohes Money Multiple zu erzeugen. Aber für die IOR ist es vielleicht sogar schon verwässernd. Und vor allen Dingen erwarten die Investoren, dass sie nach 10, maximal 12 Jahren ihr Geld verdienen. zurückbekommen und du weißt ja auch nicht, ob das im ersten oder vierten Jahr des Fonds investiert wird. Das heißt, manchmal haben sie auch nur sechs, sieben Jahre Zeit, um das wieder reinzuholen und so weiter und so fort. Also Secondary Transaktion, ich verkaufe an einen anderen Investor im Rahmen so eines Tenders oder einer organisierten Runde. Das ist die erste Option. Die andere Option ist, wenn der VC weiter daran teilnehmen möchte oder möchte noch weiter sein Investment monetarisieren, könnte man zwei Dinge machen. Einerseits ein Continuation Fund, also dass man sagt, irgendwie Sequoia oder auch kleinere Fans. Wir picken oft so gut Early Stage, die ins Unicorn-Territory kommen. dass wir ermöglichen wollen, wenn der Hauptfonds schon aussteigen muss, dass wir weiter die Pro-Rata-Rechte nutzen können und dass wir weiter sozusagen unseren Stake da drin behalten und monetarisieren können über Managementgebühr und vielleicht Carry, dass wir so einen Continuation Fund machen, wo wir alte Investments übernehmen. Da wissen die Investoren dann aber, was sie machen, also dass sie dem vorherigen Fund sozusagen die Shares abkaufen eventuell. Das heißt, das ist eine Möglichkeit. Und das Dritte wäre, dass man sogar Und speziell für einzelne Firmen, also nur für Stripe zum Beispiel, gleicher Fall, ich habe da sehr früh investiert und möchte da irgendwie aussteigen, dann kannst du auch ein SPV raisen. Also du wirbst ganz klar, wir haben eine Allocation in Stripe, die so und so viel wert ist und wir möchten weiter noch 1% Managementgebühr dafür bekommen, dass wir die überhaupt aufgeben, weil wir glauben, die ist so wertvoll und beliebt. dann könntest du ein SPV machen, also ein Special Purpose Vehicle, wo man verschiedene Investoren zusammenpoolt, um das zu übernehmen. Entweder nur um Proraterechte wahrzunehmen oder das gesamte Investment oder Teil des Investments zu übernehmen. Das wären, glaube ich, so die gängigsten Möglichkeiten, da als VC auszusteigen, ohne dass es ein IPO gibt.
Und letzte Frage, du ahnst es wahrscheinlich schon, dein Secondary Dealer schreibt dir eine Nachricht. Würdest du einsteigen bei Stripe zur aktuellen Bewertung? Was ist es?
100 Milliarden? Ja, 90 glaube ich, das wäre dann ja 50 mal Free Cash Flow. Das finde ich bei 28% Wachstum, finde das fair bewertet, aber jetzt nicht so, dass ich mich genötigt fühle, da einzusteigen, ehrlich gesagt. Wenn es mal eine Krise gäbe, eine größere, und die Bewertung irgendwie sich generell halbieren mag, dann wäre Stripe sozusagen als Qualitäts-Company sicherlich eine, oder vermeintliche Qualitäts-Company eine, die ich dann vielleicht gern günstig nachkaufen würde, oder auch ein Etienne als Konkurrenten. Aber im Moment, glaube ich, ist die sehr fair bepriced, sowohl nach oben als auch nach unten. Also ich glaube, da jetzt einzusteigen, wenn du Glück hast, wechselt ein bisschen mit, aber die Bewertung antizipiert auch schon ein viel weiteres Wachstum. mit 50 mal Free Cashflow und der, wie gesagt, der Net Profit wird sicherlich nur 1,5 Milliarden sein oder so. Und als Umsatz Multiple wären das ja auch 20 mal Umsatz, also das ist auch sportlich. Deswegen drängt es sich nicht aus, obwohl es sicherlich eine großartige Firma ist.
Ja, und sie schwimmen aber auch ein bisschen auf dieser AI-Welle. Selbst ich habe jetzt Meta-AI auf meinem WhatsApp. Also wenn wir irgendwann in den kommenden Wochen, Monaten sehen werden, dass man AI auch irgendwie ohne Abo... gut nutzen kann, dann ist das bestimmt, werden Sie das auf jeden Fall auch merken.
Ja, also kurzfristig profitieren Sie vielleicht ein bisschen von der AI-Welle. Ob langfristig viele Leute dafür noch Geld bezahlen müssen, ist die Frage. Im B2B-Sektor bestimmt, im Consumer-Sektor sehe ich es noch nicht, dass Leute bereit sind, Geld dafür auszugeben. Also ich glaube nicht, dass das Geld, was du für KI ausgibst, so hoch wird wie dein Streaming-Budget. Sagen wir mal, der durchschnittliche Haushalt gibt 20 bis 30 Euro für Streaming aus, weil er ein, zwei Services, Spotify, Netflix und vielleicht noch Disney oder HBO oder Apple bezahlt. Ich glaube nicht, dass der durchschnittliche Haushalt mehr als 20 Dollar im Monat, oder Haushalt vielleicht schon, aber die einzelnen Personen nicht mehr als 20 Dollar im Monat für KI ausgibt, ehrlich gesagt, im Consumer. Der große Trend, auf dem Sie und der ist glaube ich auch wichtiger schwimmen, ist natürlich die Digitalisierung sämtlicher Businesses. Also der Anteil, der prinzipiell über digitale Paymentschienen geht, also der nicht mehr mit Bargeld gesettelt wird oder mit Banküberweisung. Der wird natürlich größer und das macht Add-In und Stripe eigentlich auch so attraktiv, dass du einen riesen langfristigen Transformations-Tailwind hast, der sich sicherlich sehr berechenbar fortsetzen wird. Bei Corona hat er sich mal beschleunigt, weil wir nicht mehr mit Bargeld zahlen wollten. Und ja, der setzt sich voran. Das ist eigentlich ein spannender Trend, auf den man natürlich gerne früher gesetzt hätte.
Ab zu CoreWeave. Wie sieht es aus? Sind die jetzt schon an der Börse? Habe ich da nicht irgendwas gelesen? Donnerstag soll es losgehen?
Bin im Freitag gegen 10 Uhr morgens auf, je nachdem. Also bei Glöckler 9 Uhr, bei mir 10 Uhr morgens. Und Kobi wird heute, also 15.30 Uhr oder wann auch immer die Nasdaq aufmacht, das erste Mal notiert sein. Das ist der größte IPO bisher des Jahres mit so rund 23 Milliarden Volumen. Es sollten ja mal deutlich mehr sein. Aber man musste das jetzt zurückskalieren. Also die Firma wird letztlich nur mit 23 Milliarden bewertet. Das ist ungefähr die Bewertung der letzten privaten Runde, auf der ich da ein bisschen Secondaries gekauft habe auch. Die Nachfrage war jetzt nicht so groß. Das liegt an zwei Dingen. Einerseits sind es Sachen, die inhärent sind im CoreWiz-Geschäftsmodell, auf die wir gleich eingehen. Das andere ist natürlich auch die Marktstimmung. Die Vergleichscompanies, die AI-Gewinner, die großen Scaler usw. haben alle auch 15-20% verloren von ihren Höchstkursen. Das heißt, dass man die Bewertung jetzt anpasst, ist so ein bisschen auch Marktdynamik. Plus so ein bisschen allgemeiner AI-Scare auch wieder, dass immer wieder Fragen aufkommen, ob man eigentlich noch so viel Kapazität brauchen wird. Das sehe ich eher weniger kritisch, ehrlich gesagt. Und hinzu kommen so ein bisschen hausgemachte Probleme, dass der Founder oder die Founder zu viele Shares verkauft haben, kurz vor dem Börsengang. Dass Nvidia einerseits der Hauptlieferant ist und gleichzeitig eine der Haupt-Equity-Investoren jetzt werden soll. Das heißt ein bisschen Related-Party-Probleme oder sich selbst so ein Flywheel mit einer zweiten Partei, wo es Interessenkonflikte gibt.
Vor allem sind sie auch noch Kunde. Also Sie sind Lieferant, Kunde und Shareholder, alles in einem.
Ja, genau. Das wirft zu Recht Fragen auf. Außerdem ist es im Vergleich zu Stripe natürlich höchst unprofitabel. Also Sie machen bei, Sekunde, was war das? Der Umsatz liegt bei CoreWeave bei rund 2 Milliarden und machen 6 Milliarden negativen Free Cashflow. Also das Dreifache des Umsatzes ist negativen Free Cashflow. Jetzt muss man sagen, beim Free Cashflow sind die Investitionsausgaben natürlich mit drin. Das heißt, wenn ich ständig in neue Server und Data Warehouses investieren muss, dann ist es natürlich nicht überraschend, dass ich negativen Free Cashflow habe. Das wäre, sagen wir mal, wenn du am Anfang... Wenn du einen Immobilienentwickler aufbaust oder so, wäre das ja ganz ähnlich, dass du erstmal dir viel Geld borgst und dann einen negativen Cashflow hast am Anfang und den Kapitalbedarf decken musst. Also von daher kann man das auch nicht so eins zu eins vergleichen. Da wäre jetzt tatsächlich das Net Income interessanter. Also es ist ja erfolgsneutral, wenn ich einen Server kaufe für 100 Dollar oder ich kaufe mir für 35.000 Dollar eine Nvidia-Karte. Dann habe ich einen negativen Cashflow von 35.000, aber im ersten Jahr verliehe ich erstmal kein Geld, solange ich den nicht anfange abzuschreiben. Also ich habe 35.000 Geld verdient und habe dafür 35.000 an Assets, von daher wäre das jetzt Net Income, bis auf die Zinsen, die ich dafür bezahlen muss, um das Geld aufzunehmen. wäre es ein Net Income neutral, aber vom Cashflow belastet ist dann eben den Free Cashflow als Investition. Genau, also nach wie vor drängt sich, glaube ich, der IPO von CoreWeave nicht aus. Also ich glaube, niemand muss da jetzt aus FOMO reinsteigen. Man muss noch ein bisschen gucken, ob der erste Kurs jetzt nochmal niedriger sein wird als 40 Dollar oder was war der Kurs, der damit zusammenhängt. Also ich nehme jetzt 1,5 Milliarden statt 4 Milliarden auf und der Kurs wird Also 40 US-Dollar war der IPO-Kurs. Jetzt muss man gucken, wie es am ersten Tag tradet. Das wird, wie gesagt, am allgemeinen Marktklima natürlich heute liegen. Es wird aber auch daran liegen, wer jetzt sofort wieder raus will. Die IPO-Investoren können ja nicht sofort wieder verkaufen teilweise, aber wir werden sehen.
Und was ist jetzt bei dir? Du bist ja Secondary-Owner. Ändert sich da irgendwas? Kriegst du das jetzt als Aktie oder ist bei dir alles beim Alten?
Das würde in der Regel als Aktie, also manchmal kann es auch Cash kompensiert werden, würde jetzt sozusagen das Vehikel komplett am Markt verkaufen, aber in der Regel würden die Aktien in dein Depot rübergeschoben werden. Also du gibst dein Depot an und dann werden dir da anteilig deine Aktien rübergeschoben. Und dann müsste man noch checken, ob man ein Lockup hat, also überhaupt verkaufen darf und so weiter. Ah, okay.
Geht das automatisch? Nee, dann musst du selbst checken. Was passiert, wenn du verkaufst und nicht verkaufen darfst?
Dann musst du es halten. In der Regel ein halbes Jahr oder bis zu einem Jahr.
Vielleicht kann Jan da mal kurz einsprechen, der schneidet das ja ein bisschen später, wie das so, ob es gepoppt hat oder gefloppt.
CoreWeave ist an der Nasdaq gestartet und fiel zu Jans Redaktionsschluss um 2,5% auf 39 US-Dollar. Generell sind Aktien am Freitag im freien Fall, zumindest die in Jans Depot.
Dann ein bisschen News aus Deutschland. Manager Magazin berichtet, dass BMW und Mercedes sich endlich von 3Now trennen möchten. Angebliches Bayer wird Lift. Ich bin gespannt. Wahrscheinlich kommen jetzt in den nächsten Wochen dann die wirklichen News, für wie viel das abgesondert worden ist. Ich habe bei der ganzen Story gedacht, so ein bisschen an Tesla gedacht. Es gab doch, wann war das? 2014 oder so, als Daimler sich von Tesla getrennt hat. So M&A ist vielleicht nicht die Kernkompetenz. Also, pre-now hätte man auch mal früher für ein bisschen mehr verkaufen können. Für deutlich mehr. So kann man lernen, dass ESOPs auch wertlos sein kann, selbst wenn eine Firma verkauft wird.
Ich nehme an, hast du da welche?
Nein, Quatsch, ich nicht.
Aber es gibt bestimmt welche, die welche haben.
Aber wahrscheinlich, man munkelt, dass man das mal an Uber hätte verkaufen können, aber sich da nicht preislich einigen konnte. Und da war wahrscheinlich irgendein Ego so groß...
Das ist wahrscheinlich ein teurer Bluff gewesen, wenn man da nicht drauf eingegangen ist.
Ja, die Story möchte ich gerne irgendwann mal erfahren.
Wenn das so ist, dann war es bestimmt fünf bis sechsmal so teuer früher. Oder noch mehr.
Ja, glaube ich auch. Wahnsinn. Das ist echt schade. Und... Bei Free Now wurde ein Fehler ganz am Anfang gemacht, noch vor der ganzen Nummer. Man hätte da irgendwie eine bessere... Nicht, dass ich das könnte oder wir das könnten, aber du hast an dem Ding, glaube ich, zu früh Telekom und zu früh Daimler reingelassen. Man hätte das schon noch irgendwie... Aber es war zu der Zeit, da war man noch nicht so gut in diesen internationalen Runden. Man hätte da schon mit Uber und mit Lyft irgendwie ein bisschen mehr mitstinken können.
Aber Lyft soll ja angeblich sehr interessant sein. Aber ich bin gespannt, was... Das wird ja öffentlich dann auf jeden Fall auch, was die Summe wird, für die man bezahlt hat.
Ja, ich bin gespannt. Und ich bin gespannt, ob dann die, also es wird ja wahrscheinlich die Lift-App alle. Werden wir Lifties. Wäre schön, dann fahren die hier mit so, wir sind doch früher mit so Schnurrbärken rumgefahren.
Mit so Schnäuzern.
Ja, ein bisschen mehr Farbe in der Stadt. Ja, aber wenn wir schon bei der Stadt sind, ich bin, die Tage, habe ich mir das erste Mal gedacht, krass, wie sich in Hamburg jetzt langsam das Fahrradfahren mehr Spaß macht. Also man merkt hier richtig in der Stadt jetzt, ich bin ja heute, strahlender Sonnenschein, 17 Grad, man merkt so richtig, wie Fahrradfahrer mehr und mehr Platz bekommen. Ich hoffe, das wird in den nächsten Jahren weiter so durchgeführt. Das dauert ja immer ein bisschen mit Fahrradwegen, aber das ist echt schon ein Qualitätsmerkmal der Stadt mittlerweile. So, weitere deutsche News, so ein bisschen meine Seitenlinie Vergangenheit. Jetzt gehen wir ein bisschen zu deiner Vergangenheit. Idi Harlow, diese Woche in der Presse. Der CEO, der... gekommen ist, um das Ding wieder zu restrukturieren und größer zu machen, ist jetzt wieder raus, nachdem das Handelsblatt darüber geschrieben hat. Was ist bei Springer los? Ich würde sagen, bei Springer ist nichts Neues. Es ist einfach same, same.
Genau, also der ehemalige Gründer ist ja als CEO, jetzt würde man im Nachhinein ein Interim-CEO sagen, zurückgekehrt und nimmt jetzt doch wieder seinen Hut. offizielle Lesweise war, um die Geschäftsführung zu verschlanken, in Anführungsstrichen. Es stellt sich aber raus, es gab im Hintergrund, wie sagt man, nicht Ermittlungen, sondern Recherchen von mindestens zwei Medien, Tagesspiegel und Handelsblatt haben darüber bisher berichtet. Ansonsten darfst du, ich bin da sozusagen als ehemaliger Idealo-Mitarbeiter Ja, parteiisch, ich würde nur so viel dazu sagen. Vor 20 Jahren, als ich da gearbeitet habe, hätte mich nichts, was in dem Artikel steht, vor 20 Jahren gewundert an die Öffentlichkeit gedrungen. Zwischendurch hatte ich den Protagonisten für deutlich angepasst. altersmilder wahrgenommen. Jetzt entsteht aber der Eindruck, dass Menschen sich vielleicht doch weniger ändern, als man denkt. Du kannst es aber gerne noch more colorful beschreiben, wenn du möchtest. Ich würde dazu nicht mehr sagen.
Ich möchte keine alten Traumata aussprechen. Also, ich würde mal so sagen, ich bin schon ein bisschen überrascht, dass man sich dem nicht bewusst war. Also, ich finde schon, also, ja, man hätte, also, ich habe den Artikel zwei, drei Leuten geschickt und die, was zurückkam, war so, ja, I could have told you oder so nach dem, man hätte darauf schon wetten können, ne?
So ist das halt. Ja, also ich glaube, wer bei Ideado gearbeitet hat, der war davon nicht überrascht. Das ist egal, zu welcher Zeit.
Ja, kulturzuändern ist, glaube ich, ein bisschen schwieriger.
Kurze Werbeunterbrechung.
Eine Frage an euch. Was ist das ideale Verhältnis von Aktien, Anleihen und Private Equity in einem Portfolio? Die Antwort, es kommt darauf an. Auf eure Ziele, euren Anlagehorizont und das verfügbare Kapital. Ein Investment in einen breit gestreuten ETF ist einfach und ein guter Start. Doch wer mehr aus seiner Geldanlage herausholen will, setzt auf die Strategie der führenden Family Offices. Diversifikation über alle wichtigen Anlageklassen. So lässt sich das Renditepotenzial steigern und Schwankungen können reduziert werden. Mit den neuen Smart Money Portfolios von Liquid investiert ihr in ein hochwertiges, professionell abgestimmtes Portfolio und erhaltet gleichzeitig Zugang zu hochwertigen Private Equity Investments. Was das konkret für euch bedeuten kann, könnt ihr jetzt auf liquid.de-dg berechnen. Testet es aus. Liquid schreibt man L-I-Q-I-D. Das ist keine Anlageempfehlung, sondern eine Werbung für unseren Partner Liquid. Und nun viel Spaß mit der weiteren Folge. Werbung Ende. Gut, und dann bleiben wir bei Springer, da ist jetzt noch ein Boardmember raus.
Genau, und zwar der Mitglied des Aufsichtsrates, Martin Wasawski, der ist insofern interessant, dass der ja sich selber geoutet hat als derjenige, der das Opinion-Piece von Elon Musk in die Welt gebracht haben soll oder das vermittelt haben soll. Der ist bekennender Musk- und Millé-Fan, ist selber Unternehmer, irgendwie mit argentinischen Wurzeln, sehr in Spanien aktiv, hat mit Immobilien angefangen, später viel Telco gemacht. Inzwischen hauptsächlich in Fertilität, zwischendurch mal Life Science unterwegs, wenn ich das richtig überflogen habe. Bekennender, irgendwo zwischen libertär und sehr konservativ, hat die spanische Regierung, also so ein bisschen auch so ein Elon Musk Genese, habe ich das Gefühl, war schon immer kritisch bei der spanischen Regierung. Während Corona ist er dann ausgerechnet nach Deutschland umgezogen, um dem spanischen repressiven Corona-Regime zu entfliehen, ob das jetzt besser ist. Wenn nachvollziehbar ist die Frage. Der ist jetzt zurückgetreten aus dem Aufsichtsrat. Das soll anscheinend sowieso schon immer in the making gewesen sein. Oder dass seine Zeit da befristet war. Schreibt, die Financial Times war kein Geheimnis. Aber auf dem Weg nach draußen hat er jetzt außerdem noch kritisiert, dass die US-Publikation von Axel Springer, Politico, die man wahrscheinlich als relativ ausgewogen unparteiisch bezeichnen könnte nach unseren Standards. Da glaubt er, es gäbe ein klares Left-Wing-Bias. Also um zu verstehen, warum er die für Left-Wing-Bias hält, muss man vielleicht verstehen, dass er sagt, die Welt und die Bild sind unbiased. Also er beschreibt quasi, das erklärt dann, warum Politico als Netflix. Man kann es einfach so beschreiben, es hängt immer davon ab, wo dein eigenes Zentrum, deine eigene Mitte ist. Insofern, es gibt immer Leute, für die auch wahrscheinlich die Welt noch links ist, muss man bedenken.
Es gibt...
Eine sichere Ausgabe, dass es auch Menschen gibt, wo die Welt links ist, aus ihrer Sicht. Aus der Sicht von Martin Basavsky ist Welt und Bild die Mitte und damit 90 Prozent der Medienlandschaft left-wing biased. Wie gesagt, er ist ein großer Unterstützer von Musk, hat dafür gesorgt, dass er die AfD stärken kann in Deutschland oder zumindest den Versuch wagen und tritt jetzt zurück. Nicht ganz klar, aber gut. warum der jetzt wichtig war für den Aufsichtsrat von Springer. Springer war in irgendeine seiner Firmen als Minderheitsinvestor investiert, glaube ich. Welche war das? Overture? Nein, irgendeine seiner Brüder. Der hat wirklich viel gegründet in der Vergangenheit. Es kursieren auch Videos und private Chats, wo er verargumentiert, warum er ihn dann so toll findet. Einfach gesagt, er glaubt, Dinge gründen, bilden, Dinge produzieren. Also ja, aufbauen ist wichtiger als alles andere. Dem hat sich Politik und so weiter unterzuordnen. Offenbar ein Feind von einem Großteil des staatlichen Handels. Und der hat jetzt aber seinen Hut genommen und dabei noch ausgerechnet Politico eins mitgegeben. Was aber eigentlich auch keine weiteren Konsequenzen hat. Ich glaube, es gibt... Wie gesagt, wenn du irgendwie ein mager Dude bist, dann findest du Politico einfach, weil sie versuchen, ausgewogen zu berichten, wahrscheinlich per se schon. Dann ist jeder, der nach der Wahrheit sucht, glaube ich, für dich links. Würden jetzt Medienwissenschaftler das einordnen, würden die das sicherlich anders sehen. Aber die sind ja nach der Logik auch alle Teil des Apparats und von daher...
Und zum Schluss haben wir noch einen Short-Report. Gratuliere, ich glaube, du bist immer noch App-Love in Short. Also hast du deinen Urlaub upgradet, das teuerste Restaurant in Athen gebucht. Wie reagierst du, wenn so ein Short-Report rauskommt und die Aktie 20% einknickt?
Upgraden, to be honest, upgraden wird schwer. Also nicht aus Mangelgeld, sondern aus Mangelmöglichkeiten. Genau, Applovin hat sich inzwischen den dritten Shortseller eingefangen. Zuvor waren es, wer war es vorher eigentlich? Was Hindenburg? Ich weiß gar nicht mehr, die ersten beiden. Aber es gab schon zwei Short-Seller, die vorher sehr kritisch waren bei Adult App Lovin'. Jetzt ist ein weiterer, relativ renommierter hinzugekommen, und zwar Muddy Waters. Das ist Carson Block, oder? Sekunde. Die Person dahinter ist... Ja, Carsten Block. Und die zusammengefasst bemängeln die ähnliche Sachen, wie man auch vorher schon gehört hat. Also, dass die Applovin sich in DSPs eingekauft hat, um Daten von sozusagen Kundendaten zu nutzen, um ihr eigenes Targeting zu verbessern. Und dass ihnen das ein Edge gegeben hat, der eventuell nicht nachhaltig ist und wo man sich auch fragen muss, wie legitim der ist. Und dass man damit, wie soll man das beschreiben? Ich würde es am ehesten beschreiben, dass du im Ad-Targeting-Market Frontrunning deiner Kunden-Orders begehst. Also einfach gesagt... Wenn dein Kunde gute Meta-Kampagnen laufen hat, dann versuchst du einfach, dich genauso zu verhalten wie Meta, an den gleichen Webseiten einzukaufen und so weiter, die gleiche Targeting-Option zu nehmen, weil du weißt, diese werden funktionieren. Das weißt du aber nur, weil du sozusagen die Order deines Kundens bei Meta gesehen hast, so würde ich es beschreiben. Im Aktienmarkt hieß das Frontrunning, also ich weiß, dass mein Kunde gleich die Aktie so und so kaufen will. Deswegen kaufe ich sie mir selber, um sie ihnen ein ganz kleines, zehn Basispunkte oder einen Basispunkt teurer weiter zu verkaufen. Und das macht nach meinem Verständnis Applovin so ein bisschen im Ad-Market. Also sie verstehen, was für den Kunden funktioniert. Und dann versuchen sie einfach, sobald er in ihrem Netzwerk joint, das Gleiche zu machen. Und dann muss man die Frage nach Inkrementalität fragen. Also wie viele zusätzliche Verkäufe macht der Kunde, wenn Applovin einfach nur bestehende Patterns überträgt und damit vielleicht den vorherigen guten Kanal aus dem Markt drängt, also in dem Fall Meta. Sie sagen quasi, also Muddy Waters behauptet, es gibt eigentlich keinen signifikanten technologischen Vorteil. Es ist größtenteils Retargeting, also das Wiedererreichen von Leuten, die vorher schon gekauft oder die sowieso gekauft hätten beim Kunden oder auf dem Weg waren zu Kunden. Das heißt, auch hier wieder keine Inkrementalität. Ich bekomme keine neuen Prospects, keine neuen Kunden durch Applovin, sondern im besten Fall reaktiviere ich durch einen weiteren Kanal, den ich vielleicht vorher auch schon mit Criteo oder Google oder Meta erreicht hätte. Dann wird unterstellt, dass sie Fingerprinting illegalerweise nutzen. Da gibt es ein schönes Video, wo sie das beweisen. Und zwar, sie spielen auf einem Telefon eins der typischen Spiele, löschen das Telefon komplett, löschen alle Cookies, setzen es neu auf. Und sozusagen ein jungfräuliches Telefon, das nicht gemacht hat, spielt dann ein Spiel, wo sie wissen, dass Applovin DSP ist, also Werbung verkauft. Und als zweite Werbung kommt eine Werbung für das Spiel, was sie vorher verkauft. auf dem Handy, bevor es gelöscht wurde, gespielt hat. Der einzige Grund, das zu targeten, ist Fingerprinting. Oder eventuell, man könnte sagen, sehr enge Location oder Netzdaten, also dass du die MAC-ID targetest oder das WLAN, in dem man ist, oder die Geolocation, könnte man sagen, aber das ist aus Spielesicht eigentlich, würde es ansonsten keinen Sinn machen. Das heißt, es sieht viel mehr aus, als wenn man Fingerprinting, also die Kombination aus Device, Carrier usw., Geodaten nutzt und damit Profile baut. Dann bauen sie sowieso, also sie halten Kundendaten zu lange vor, vermeintlich oder mutmaßlich und bauen langfristig, also Persistent Identity Graphs, langfristige Kundenprofile würde ich es mal übersetzen, einfach, dass Verstöße gegen die Richtlinien vieler Ad Networks, das heißt sie müssten eigentlich runtergeschmissen werden von, wenn das stimmt, Von Facebook oder anderen App-Marketplaces und so weiter und so fort. Wie immer sollte man sich das selber durchlesen und schauen, ob man dem glaubt oder eher nicht. Unter Muddy Waters Research kann man es finden. Applovin hat seit dem Peak, oder seit dem Peak weiß ich nicht, aber seit ich da eingestiegen bin, rund 50% verloren. Ich gucke mal, wo der Peak war, Sekunde. Hat jetzt gestern wieder 20% verloren, hat sich zwischendurch aber ein bisschen erholt wieder. Also ich bin weiterhin nur 50% plus, aber die Spitze war bei 510, wir sind bei 260. Da habe ich echt Glück gehabt mit dem Timing. Passiert selten, aber auch ein blindes Huhn oder kaputte Uhr geht zweimal am Tag richtig. Inzwischen wird das so konsistent beschrieben von den Short-Sellern, dass man sich schon fragt. Also A, es ist unwahrscheinlich, dass jemand eine signifikante Ad im Ad-Market, du musst eigentlich überlegen, das ist ein relativ perfekter Markt, der Ad-Auction-Markt. Da gibt es viel Fraud und schon auch Ineffizienzen. Aber das ist so, als wenn irgendein Hedge-Fund auf einmal sein Geld verdreifacht, wenn alle anderen nur 5% Rendite im Jahr machen. Und dann musst du dich fragen, in der Regel ist es dann Insider-Trading oder Fraud. Es gibt einfach in einem perfekten Markt, wo alle Zugang zu gutem Personal haben, wo alle Zugang zu guter Technologie haben, ist es schwer zu erklären, warum App-Leveln so schnell wechseln, andere nicht. Und von daher gibt es schon begründete Zweifel an der technologischen Edge. Oder ob es einfach nur Datenklau ist, stark vereinfacht gesagt. Das hat mich skeptisch gemacht. Die Bewertung war auch sehr ambitioniert für einen Ad-Tech-Player, den normalerweise vor drei, vier Jahren noch keiner angefasst hätte. Von daher bleibe ich da noch ein bisschen short und bin gespannt auf die nächsten Ergebnisse. Ob das in den Ergebnissen jetzt schon sichtbar sein wird, demnächst, da bin ich mir noch nicht so klar. Beim Timing ist es immer kompliziert. Aber dass eine Firma so erfolgreich im Ad-Market ist, halte ich für eher unwahrscheinlich. Und deswegen wundert es mich nicht, dass jetzt der dritte Short-Report sie auf Korn nimmt.
Und damit sind wir fast durch. Eine letzte Frage hätte ich noch. Es kommen jetzt die Q1-Earnings. Bist du positiv oder eher negativ? Glaubst du, Q1 war ein gutes Quartal?
Ich glaube, im Softwaresektor und so, das, was wir uns typischerweise anschauen, das wird alles ganz gut aussehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es im Q1... In den konsumentenlastigen Themen, also alles was Travel, Retail angeht, da kann ich mir vorstellen, das waren langsame Schwächungen. Wir hatten hier, Lululemon hat schwache Zahlen gezeigt gerade. Die Leute wollen sich keine Yoga-Pens mehr kaufen. Ich kann mir vorstellen, dass so alles, was konsumentenabhängig ist, so ein bisschen Gegenwind bekommt langsam. Man sieht, dass die Wahlen in Europa oder in Deutschland ganz konkret, wenn man sich so E-Commerce-Player anschaut, da wo ich Zugang habe zu Zahlen, kann man schon Pattern sehen, dass die Leute ein bisschen zurückhaltend waren mit Wahlen. langfristigen Konsumausgaben. Ich würde erwarten, dass es in den USA ganz ähnlich ist. Also, dass sowohl die Trumpisten, die merken, die Politik ist gar nichts für sie, sie profitieren gar nicht davon, als auch Die Leute, die einfach nur geschockt sind, die tendenziell eher liberalen, demokratischen oder progressiven Menschen, es macht einfach keinen Spaß, Geld auszugeben in so einer Welt. Du sitzt halt irgendwie depressiv zu Hause. Ich kann mir vorstellen, dass es die Wirtschaft schwächt. Und überhaupt brauchst du eigentlich, um das gerade, was Trump alles an zusätzlichen Komplikationen und Unsicherheiten einführt, brauchst du eigentlich eine sehr resiliente Wirtschaft, um das alles zu kompensieren. Und ich glaube, es ist so ein bisschen ein perfekter Sturm zusammen aus negativen Faktoren. Gerade teilweise Trump gemacht, teilweise Konsumentenklima, teilweise Weltklima. Gleichzeitig, wenn wir ein, zwei Konflikte beilegen können, sei es Israel, sei es Ukraine, könnte es auch deutlich besser werden.
Ja, wir werden sehen.
Hat ein schönes Wochenende.
Geht raus in die Sonne. Hier ist strahlender Himmel. 17 Grad. Ich gehe heute auf jeden Fall raus. Und bis Mittwoch.
Peace. Dir auch.
Ciao, ciao. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Glöckner und Philipp Glöckler. Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.