Doppelgänger Folge #479 vom 29. Juli 2025

EU-USA-Handelsabkommen | Sunk-Cost-Fallacy #479

EU-USA-Handelsabkommen mit 15% Zöllen, Führungsumbau bei Aleph Alpha, Amazons Werbe-Rückzug, ein $6000 Humanoid von Unitree und der größte KI-Exit Europas bestimmen diese Episode. Weitere Themen reichen von n8n / Acast über KI-gestützte Deregulierung bis zu Microsoft Teams im Mercedes.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:


(00:00:00 ) Platform Group – CFO-Fluktuation & Gegendarstellung

(00:05:10) Spahn-Beschaffungen

(00:14:30 ) EU–USA-Deal – 15% Zoll, LNG-Einkauf, Autoindustrie

(00:26:25) Sunk-Cost-Fallacy & Aleph-Alpha

(00:35:00) Amazon zieht sich aus Google Shopping zurück

(00:39:45) Unitree R1: Humanoider Roboter für < 6 000 $

(00:45:20) Cognigy-Exit: NICE zahlt 955 Mio. $

(00:48:30) n8n-Runde & Acast-Zahlen

(00:57:45) U.S. DOGE nutzt KI zur Deregulierung

(01:03:00) Microsoft Edge erhält Copilot-Modus

(01:03:55) Microsoft Teams kommt in Mercedes-Fahrzeuge



Shownotes

Elon Musk: "Vine kehrt als KI-Version zurück" – x.com
Aleph Alpha: Reto Spörri wird Co-Chef – Spekulationen – handelsblatt.com
Wohltätigkeitsorganisation-Schließung beleuchtet Biotech-Milliardär hinter den 'Steroid-Olympics' – ftm.eu
Amazon verlässt Google Shopping-Werbung. – linkedin.com
Chinas Unitree R1: Humanoider Roboter unter $6.000 – bloomberg.com
955 Millionen: Größter KI-Exit Europas – businessinsider.de
Deutschlands n8n strebt 1,5 Mrd. $ Bewertung an – ft.com
Mercedes-Benz integriert Microsoft Teams in Fahrzeuge – x.com
Microsofts eigener KI-Webbrowser gegen Perplexity – windowscentral.com
Brüssel beschuldigt Chinas Temu, EU-Digitalvorschriften zu brechen – ft.com
DOGE nutzt KI-Tool zur Reduzierung von Bundesvorschriften unter Trump – washingtonpost.com


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 479 am 29. Juli 2025. Ich bin Philipp Glöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech Analyst Philipp Glöckner. Mein Wochenende war geprägt von Golf. Ich habe zum einen Happy Gilmore gesehen. Wir waren in einem Heimkino. Vielen Dank für die Orga. Einer der Zuhörer, Bekannten von mir hat das möglich gemacht. Und wir haben gut gelacht. Also meine Empfehlung geht auf jeden Fall raus. Wer den ersten gesehen hat, den kann man mit Kindern gucken. Den zweiten, ja der ist erst ab 13 glaube ich. Aber gut gelacht und der kann man machen. Und dann habe ich nochmal gelacht. Ich habe gesehen, wie Trump einen Ball in den Bunker geschlagen hat. Und dann habe ich gesehen, wie ein Caddy von Trump immer den Ball kurz aus der Tasche fallen gelassen hat. Das war mein Joke der Woche. Ich musste daran an einen Bekannten denken, der mal seinen CFO rausgeworfen hat, nachdem er eine Runde Golf mit dem gespielt hat. Aber Trump scheint der einzige Golfer zu sein, der... ohne Probleme schummeln darf.
Apropos CFO rausgeschmissen, das ist ja nicht passiert bei der Platform Group, aber wir hatten letztes Mal so wenig Zeit. Auf die Storys des schnell wechselnden Personals, insbesondere die CFO-Position, sind wir gar nicht eingegangen, glaube ich, bei der Platform Group letztes Mal. Die Frage ist ja, warum verlassen CFOs, nachdem sie sich für einen Job entschieden haben, in Rekordzeit wieder eine Firma? Meiner Erfahrung nach ist das Entweder weil man die wirtschaftliche Lage als desaströs einschätzt oder weil man irgendwie freie Handgelenke braucht zum Arbeiten, um es vorsichtig zu formulieren. Oder es kann natürlich allerlei private, berufliche Gründe auch geben. Aber es ist natürlich auffällig, wenn regelmäßig Geschäftsführer der übernommenen Firmen oder CFOs den Job verlassen. Ja, also ich empfehle nochmal den Mehr-Manager-Magazin-Artikel zur Platform Group. Ich glaube, es lohnt sich wirklich. Aber das Problem ist, die muss man bezahlen. Aber es lohnt sich, den Mehr-Manager-Magazin noch zu bezahlen. Ansonsten liest Glöckler den in der Community einmal die Woche jetzt vor.
Kann das nicht eine AI-Stimme von mir machen? Aber stark war doch auch, wie war das? Die haben doch diesen Uhrenladen gekauft und die Geschäftsführerin ist raus und hat dann noch so einen schönen LinkedIn-Post geschrieben, von wegen Compliance wäre ihr immer wichtig.
Genau, das ist natürlich auch ein... Das muss man, oder nee, muss man nicht, aber könnte man als Hinweis verstehen, dass, wenn jemand es explizit erwähnt, dass Compliance ihr wichtig wäre im beruflichen Leben und auch sonst wo möglich. Kann man so lesen. Ansonsten, es gibt auch so eine Stellungsnahme-Webseite. Das ist ja auch fast ein Novum in der deutschen Kapitalmarktszene. Fast. Ich weiß nicht, ich habe es nicht recherchiert, ob das schon mal jemand gemacht hat. Mir fällt es das erste Mal auf, dass jemand aufs öffentliche Anschuldigungen Bezug nimmt. Wie ist die Webseite? Hast du das noch im Kopf? Du hattest mir das geschickt.
Ja, ja, ja, warte, das ist hier in unserem Chat.
Die Wahrheit über platformgroup.com. Ne, warte eine Sekunde, wo ist denn das?
Wollen wir nochmal kurz darüber reden, was so Freitag hier in unserem Chat passiert ist?
Das können wir auch gleich. Also, mir tut es immer leid, wenn das Ende des Podcasts so gehetzt ist, auf jeden Fall. Da waren viele Themen, die echt spannend sind. Dabei, aus logistischen Gründen ist es aber manchmal einfach nicht anders zu machen. In dem Fall musste ich wirklich, hatte ich einen harten Stopp, musste zu einer privaten Feier. Genau, die Website heißt www.tpg-fakten-gegen-mythen.de. Dazu würde ich gleich mal sagen, dass für Mythos halte ich persönlich nichts daran, ehrlich gesagt. Ich glaube schon, dass das Männermagazin sich versucht, einigermaßen rechtlich zumindest wenig angreifbar zu machen bei sowas und in der Regel guten Journalismus liefert. Es ist natürlich auch vollkommen klar, dass das Männermagazin nicht unnötig stark nach positiven PR-Stories sucht, sondern in der Regel versucht, die andere Seite der Medaille zu zeigen und so ein bisschen am Lack zu kratzen bei Firmen, Personen und Fakten. Das kann ja auch zu noch mehr Insights führen. Insofern wäre das ganz vielleicht genau. Aber tpg-fakten-gegen-mythen.de, das kann man fairerweise empfehlen, wer die Darstellung der TPG lesen möchte. Ich glaube ja schon dieses, wer sich verteidigt, klagt sich an und getroffene Hunde bellen. Da ist was dran, habe ich das Gefühl, so meiner persönlichen Erfahrung nach. Die meisten Firmen würden sich gegen so einen Artikel nicht so zu wehr setzen. Aber wir beobachten das einfach weiter engmaschig. Und schau mal.
Kurze Werbeunterbrechung. Diesmal für die unter euch, die sich gut an der Börse auskennen und regelmäßig traden. Die App Tradegate Direct richtet sich nicht an Einsteiger, sondern an erfahrene Traderinnen. Also an diejenigen, die wissen, was sie wollen. Maximale Kontrolle, schlanke Prozesse und null Schnickschnack. Das Besondere, du handelst direkt über die Tradegate Exchange, ohne Umwege, ohne Intermediäre und das ist nicht irgendein Handelsplatz, sondern die liquideste Retailbörse Europas. Für mich als ETF-Sparer ist es eher nichts, aber wenn du dich auskennst, viel handelst und auf Ausführungsgüte enge Spreads und minimale Slippage Wert legst, dann bist du hier genau richtig. Das Ganze ist dauerhaft kostenfrei, kein Payment-for-Order-Flow und keine Provision. Klingt interessant? Dann schau mal rein auf tradegate.direct. Und wie immer gilt, Trading ist mit Risiken verbunden. Wer aktiv handelt, sollte sich der Chancen, aber auch der Herausforderungen bewusst sein. Werbung Ende.
Und eine andere Sache, die auch zu kurz gekommen ist, das würde ich auch gerne nochmal sagen. Wir hatten ja über die Spahn-Affäre oder das, was Korrektiv über die Regierungszeit von Spahn herausgefunden hat, gesprochen. Und was da ganz an den Tisch gefallen ist, ich weiß gar nicht mehr, ob das in dem Artikel zur Sprache kam oder ob ich das dann im Anschluss gefunden habe, aber unter anderem bei... Der Publikation Follow the Money, den Link packen wir auch in die Shownotes, da gibt es einen Artikel, der heißt Charity Closure Cast Spotlight on Biotech Billionaire Behind the Steroid Olympics. Also in dem Korrektikartikel ging es darum, dass Spahn zur Corona-Zeit, also der damalige Gesundheitsminister Jens Spahn und eben enge Vertraute von, also eng weiß ich nicht, bekannter sagen wir mal, gut bekannter, Von Christian Angermeier, Sebastian Kurz, Peter Thiel, da soll es einfach eine gute Bekanntschaft geben zwischen den Menschen. Und da sparen unter anderem für 400 Millionen Medikamente eingekauft bei einer Firma, an der Angermeier mittelbar beteiligt ist. Davon haben wir letztlich 98% nicht benötigt. Muss man hinterfragen, wie sinnvoll das ist. Das war so der Hintergrund der Story ein bisschen. Und wie gesagt, ich weiß nicht mehr, ob das ursprünglich im Artikel drin stand, oder ob ich das dann bei der weiteren Recherche gefunden habe. Aber es gibt ein ganz spannendes... Also was hier Follow the Money rausgefunden hat, das ist ein Artikel vom... Ich glaube, der ist nicht so alt. Aber er sagt, im Juli 2022, da gab es so einen Fundraiser-Konzert. Da war Robbie Williams zu Gast, aber eben auch Jens Spahn und Sebastian Kurz als Gäste geladen. Und da wurden angeblich... 8 Millionen Dollar Pledge steht hier, also zugesichert oder wie übersetzt man im Deutschen Pledge?
Versprochen.
Versprochen, das ist ein gutes Wort, sehr gut. Also man hat 8 Millionen für den Support von Mental Health Projects versprochen. Hintergrund ist natürlich damals, vermute ich. Da hat man, wie gesagt, angeblich 8 Millionen versprochen. Und Follow the Money findet jetzt raus, dass die UK-Behörden so ein bisschen sich fragen, wo das Geld am Ende dann tatsächlich guten Zwecken zugeflossen sei. Die schreiben, however, the fate of most of the promised money is unknown and the London-registered charity was dissolved last September after it failed to meet UK requirements to provide annual reports and accounts. Einfach übersetzt, diese in London registrierte Charity, die Aurora Foundation, hat sich selber aufgelöst, nachdem sie nichts in der Lage war oder sie es nicht hinbekommen hat, failed, wie auch immer man das übersetzen möchte. die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen, nämlich insbesondere das Erstellen eines Jahresabschlusses und Accounts ist Bilanz oder wie auch immer man das übersetzen möchte. Das ist natürlich komisch, wenn man so eine große Charity-Veranstaltung macht, da ein Fundraiser Leute miteinander vernetzt, angeblich Geld raiset. Dann auf einmal der ganze Zweck der Stiftung mehr oder weniger entfällt oder die Stiftung an sich aufgelöst wird. Was in dem Kontext auch interessant ist, Christian Angermeyer war ja auch mal der Schirmherr der Ames Foundation. Da sind viele Internetpersönlichkeiten oder so, Entrepreneure, widmen sich dem Zweck der Wildlife Conservation in South Africa. Wenn ich es richtig verstanden habe. Und da war er, ich glaube, bis Ende 22 noch, also in archive.org kann man es ein bisschen nachvollziehen, Ende 22 war er auf jeden Fall noch als Schirmherr gelistet. Ende 23, also im ähnlichen Zeitraum, ist er dann auf einmal als Schirmherr entfallen. Also ist auch seine Webseite nicht mehr auffindbar. Vorher hat er es relativ gern gesagt, dass er da, zumindest weiß ich nicht, ob er es gesagt hat oder Interviewer es ihm in den Mund gelegt haben, aber auf jeden Fall hat er sich mit dieser Foundation so ein bisschen... auch identifiziert, war mein Gefühl. Die wird auch so von einem guten Vertrauten geleitet, nach meinem Verständnis. Auf einmal ist er da aber nicht mehr Schirmherr. Das kann auch vielfältige Gründe haben, warum man Schirmherr von heute auf morgen entlässt ohne Notiz. Weiß ich nicht. So, das war das Housekeeping zur letzten Sendung. Und das wichtigste Housekeeping zur letzten Sendung ist natürlich, der Discord hat abgeliefert, der Discord-User Fizi, ich vermute, wer sich da versteckt, aber wenn jemand pseudonym auftritt, dann lassen wir ihm das Pseudonym auch gern, hat natürlich das, was ich gesucht habe, als es darum ging, ob das Entropic Golf gilt. nimmt, seine moralischen Prinzipien damit ein bisschen aufgibt. Vollkommen richtig hat Fizzi natürlich das Bertolt Brecht Zitat wiedergegeben. Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. Genau das war das, was ich gesucht habe. Das beschreibt perfekt, glaube ich, was bei Anthropic passiert ist. Erst kommt das Funding, dann kommt die Moral. So könnte man es auch nennen. Oder erst kommen die Chips, dann kommt die Moral. Genau. Ansonsten ist die Nachricht der Woche natürlich die 15% Zölle. Das hat Holger Zschippitz, der mich netterweise im Urlaub vertreten hat, in meinem Newsletter vollkommen richtig als Top-Thema gesetzt. Es gab an dem Newsletter, wie zu erwarten war, wieder ein wenig Kritik auch. Ich glaube, gar nicht so inhaltlicher Natur. Es ging hauptsächlich um die Hörempfehlung des Hotel Matze Podcast mit Ulf Poschardt. Dazu möchte ich nur kurz sagen, dass ich den tatsächlich selber freiwillig ohne die Empfehlung vorher gehört habe, weil es mich tatsächlich interessiert, was Leute wie Ulf Poschardt antreibt. Ich glaube, man kann sich das Leben einfach machen und immer sagen, Diese ganzen rechten Trolle oder wie auch immer libertären Trolle, wie man ihn einordnen möchte, die sind alle dumm und deswegen ignoriere ich das und boykottiere es und möchte auch das anderes boykottieren. Das ist aber nicht meine Einstellung, sondern ich würde es oft gern verstehen und genau dazu ist der Podcast durchaus geeignet. Ich muss sagen, dass ich danach weiterhin nicht einer These von Ulf Poschardt unterschreiben würde. Mit einer Ausnahme, die 25% Flat Tax fände ich tatsächlich gut, weil ich mir relativ sicher bin, dass die meisten dass Milliardäre und Millionäre dadurch mehr Steuern bezahlen würden, wenn man das wirklich so durchsetzen würde, wie er das ersinnt. Fände ich sehr gut. 25% auf alles, also auf Kapitalerträge und auf Arbeitseinkommen. Ohne Ausnahmen, ohne Familienstiftung, ohne, ohne, ohne. Das halte ich für eine wirklich gute Idee. Das kommt zu den letzten drei Minuten des Podcasts. Erst alles, was er davor zum Besten gibt, halte ich für ausgemachten Unsinn. Das sind, glaube ich... Ansichten, die total im demokratischen Spektrum sind. Das finde ich nicht problematisch. Ich würde mir auch nicht unterstellen, dass er irgendwie ein Extremist ist. Im Gegenteil. Aber ja. Und was auch öffentlich ist, dass er bei tatsächlichen wirtschaftlichen Fachfragen eigentlich seinen Sidekick Daniel Stelter benötigt und mit viel Überzeugung gewisse Thesen rüberbringt, sie dann aber faktisch überhaupt nicht untermauern. Wie auch immer, ich möchte mir gerne zur Toleranz aufrufen. Ich bin sehr dankbar dafür nochmal, dass Holger und ich nicht zum ersten Mal den Newsletter... Wer macht eigentlich die nächste Woche meine Urlaubsvertretung? Möchtest du was machen? Ich bin dafür, dass du das mal machst.
Ich mag gar nichts. Ich habe dafür keine Zeit. Und ich fahre ganz gut damit, dass ich alles, was dieser Ulf macht, irgendwie ignoriere. Das finde ich... Leben ist zu kurz für so Leute.
Ja, ich glaube, man muss sich darauf auch nicht einlassen. Aber wenn man es konsumiert, ich glaube dann, wie gesagt, ich hätte mir gewünscht, dass ich es besser nachvollziehen kann dadurch. Also ein bisschen lernt man. über die Person Ulf Poschardt natürlich dabei. Ich finde es interessant, diese Selbsterhöhung. Er erzählt quasi so, dass er, wenn er zu den Linken geht, erzählt er denen, was die falsch machen. Wenn er zu den Rechten geht, würde er sagen, was die falsch machen. Der FDP oder irgendwelchen Libertären würde er auch erzählen, was sie falsch machen. Das ist natürlich spannend, dass man glaubt, zu wissen, was alle falsch machen. Wobei als Kommentator oder Meinungsjournalist darf man natürlich Genau, das machen. Aber der Beruf, der das macht, also anderen in den Spiegel vorhält, früher hieß das ja Hofnahr eigentlich. Der Einzige, der das darf und immer allen erzählen, egal wo eingeladen ist, sagen, was man nicht darf. Das war früher die Hofnahr-Funktion eigentlich. Und das passt ja auch ganz gut. Wo waren wir jetzt stehen geblieben? Ach, du willst den News ja nicht machen. Hast du einen Vorschlag, wem man das nächste Woche anlasten könnte?
Ja, Jan macht das bestimmt.
Jan hat schon gestreikt, das habe ich natürlich versucht.
Echt?
Von wem würde ich es mir denn wünschen, Fällt mir bestimmt wieder so eine popkulturelle Entgleisung.
Ich finde, wir hier finanzlos könnten das mal machen und uns noch ein bisschen Update geben zu dem Rechtsschreibmittel.
Die schreiben da nur, wollte ich gerade sagen, die schreiben da nur über ihren PR-Stunt.
Ja, aber das war so eine andere Frage. Kann man diesen PR-Stunt nicht so als so Sammelklage irgendwie einreichen? Irgendwie so eine Webseite, wo das irgendwie automatisch, so ähnlich wie Flightrights.
Also in Deutschland gibt es ja keine Sammelklagen. Ich glaube, es wurde für den Dieselprozess mal, um wahrscheinlich den Konzern zu schonen sogar letztendlich, wurde es ja mal vereinfacht mit diesen Musterfeststellungsklagen. Das ist mein Laienwissen, ich mag mich irren. Ansonsten gibt es ja so. Aber ich vermute, das ist auch ein PR-Stunt, aber tatsächlich... kann dabei ja was Gutes, also auch unsere Rechte, es gibt gerade wieder irgendeinen Doppelgänger tatsächlich unseres Accounts auf Insta, glaube ich, da wir natürlich auch unsere Rechten und Interesse am Ende verteidigt, von daher bin ich natürlich ein Fan dieses Verfahrens und halte es eher für einen positiven Nebeneffekt, dass man damit auch tolle PR für Finanzschluss machen kann. Aber das eigentliche Thema, wir wollten ja zum Thema Zölle kommen und Wie Holger ganz richtig geschrieben hat, fasst er den Deal zusammen. Ach nee, das war gar nicht sein Top-Thema. Sein Top-Thema war CapEx, sehe ich gerade. Aber unter den anderen Themen hat das Thema viel Platz. CapEx ist natürlich auch viel spannender.
Wir lesen jetzt gemeinsam den Newsletter mit Pip.
Nein, ich habe den vorher schon angeguckt. Aber unter den anderen News bekommt der Trade-Deal hier drei Absätze fast. Die Leute unterschätzen, wie schwer es ist, sich so kurz zu fassen, wie in den Newslettern das in der Regel passiert. Das eine, was man sieht, wenn man den Newsletter an Fremde vergibt, ist, dass auf einmal die Anzahl der Worte sich verdoppelt. Es gibt ja diesen Satz, ich wollte dir einen kurzen Brief schreiben, aber ich hatte keine Zeit dafür. Es ist wirklich unheimlich schwer, Dinge prägnant super kurz zu machen. Wir haben uns, nachdem Trump ja die gesamte Welt so ein bisschen aufschüttelt mit irgendwelchen Pseudotarifen, Zöllen, soll ich sagen, haben wir jetzt auch für die EU, nachdem Japan, glaube ich, so ein bisschen begonnen hat, eine Einigung im Trade Deal. Das ist eine Einigung, die sehr auf ein ungleiches Machtverhältnis deutet. Muss man ganz klar sagen, die Zusagen der EU sind, Einerseits, dass wir 15% Zolle bekommen, also in den USA man für importierte EU-Produkte 15% mehr zahlt, und zwar der, der es kauft, sprich die Konsumenten zahlen das mehr oder die Nutzenden von Zwischenprodukten aus der EU. Zudem hat die EU Investitionszusagen in Höhe von 600 Milliarden US-Dollar gemacht und wird für 750 Milliarden US-Dollar investiert. Das sind die drei wichtigsten Dinge. Also 15% Zoll auf alles, was aus der EU kommt. Da gibt es noch ein paar Ungleichheiten, ob das jetzt Halbleiter betrifft oder Pharma, wo es extra Zolle gibt und so weiter. Das betrifft auf jeden Fall auch Autos, die sind nicht ausgenommen. Also wir bekommen eine 15% Tax, die USA bekommen 0%. Wir kaufen Energie für 750 Milliarden US-Dollar und wir investieren 600 Milliarden US-Dollar. Über die nächsten Jahre ist das jeweils sehr starke Asymmetrie in diesem Deal. Ganz klar, das misst sich allein schon in den Zöllen. Warum kaufen wir Energie? Ich meine, der Fakt ist, anders kann man in den USA kaum 750 Milliarden ausgeben. Wir können schlecht irgendwie Jack Daniels im Wert von 750 Milliarden investieren oder alle Motorrad fahren demnächst. Oder Haarhorn-Hohn, der kommt aus Kanada, der Haarhorn-Hohn. Also es wird schwer, das anders zu machen. Am Ende ist LNG. Also verflüssigtes Gas, das womit man beim ehesten US-Wirtschaftsleistungen abnehmen kann. Hinzu kommt bestimmt auch Rüstung, die wir sowieso gekauft hätten. Das ist noch am ehesten, was Deutschland, also man muss ein bisschen differenzieren. Die EU verkauft ungefähr im Wert von rund, je nach Jahr, 500 Milliarden US-Dollar in die USA. Und gleichzeitig kaufen wir so ungefähr die Hälfte davon manchmal ein bisschen mehr an Waren und Dienstleistungen von den USA. Der größte Teil ist aber eigentlich Dienstleistung. Ansonsten gibt es nicht so viel, was wir aus den USA bekommen. tatsächlich einkaufen. Viel sind entweder IP-Rechte oder eben Dienstleistungen, wie sie die großen Tech-Konzerne zum Beispiel erbringen. Das heißt, es ist gar nicht so schwer, so einfach da irgendwelche Güter abzunehmen und gleichzeitig ist das Zollaufkommen, was man erwirken will, auch niedrig. Wie gesagt, aus dem Deal spricht ein starkes Ungleichgewicht und gleichzeitig würde ich aber schon sagen, das wird ja auch ein bisschen heiß gekocht, weil das rechnet Holger in dem Newsletter ganz gut vor eigentlich. Und das habe ich, als ich das gelesen habe, auch sofort vermutet. Das sind hier, wie immer bei diesen Trump-Deals, hauptsächlich Dinge, die so oder so passiert werden. Also wir werden natürlich, sofern wir uns nicht morgen mit Russland, also wenn morgen nicht der Russland-Krieg stoppt und wir sofort ab Tag 1 anfangen, wieder russisches Gas zu kaufen, dann würden wir sowieso auf Jahre noch sehr viel LNG aus den USA kaufen und auf eine ähnliche Summe kommen. Holger rechnet richtig vor, die EU importiert Energie im Wert von, und das ist ja nicht nur Deutschland, das ist die ganze EU, Energie im Wert von 83 Milliarden US-Dollar. Rechnet man jährliche Inflationsrate von 2%, würde das von der EU zugesagte Volumen von 750 Milliarden Dollar nachrechnen. rund acht Jahren erreicht. Also wenn man jetzt sagt, auf acht Jahre machen wir das, dann würde das schon von ganz alleine passen. Zudem hilft ja der günstige Dollar. Ist das in Dollar verhandelt? Ja, ich habe irgendwo eine falsche Quelle gelesen, wo es in Euro war. Entweder hat Holger, Sekunde, das müssen wir jetzt einmal hier abchecken. Genau, Philipp Schreder von 1.5 hatte sich auf LinkedIn etabliert und der hatte von Euro gesprochen. Und das macht natürlich inzwischen einen erheblichen Unterschied, ob es Euro oder US-Dollar sind. Ich sage auch gleich, was ich darunter kommentiert habe, was nämlich das eigentliche Problem dabei ist. So, also die Inflation kommt dazu, wie Holger richtig rechnet. Es kommt eben auch der Dollarkurs. Insofern könnte es sein, dass wir es mehr oder weniger von alleine erreichen. Wie gesagt, so viel importieren wir aus den USA sowieso nicht. Das heißt, ob wir jetzt Zölle gegen die USA haben oder nicht, ist, finde ich, fast auch gar nicht so wichtig. Plus, jetzt viele sagen, das ist hier so ein bisschen ein rückgratloser Deal. Wir müssen uns da mal auf die Hinterbeine stellen und Rückgrat zeigen und uns verbinden. Das ist natürlich alles schön gesagt. Das würde ich mir auch alles so wünschen. Aber das dahinterstehende Problem ist natürlich auch, dass wir nicht durchbuchsen können gegen die USA, was wir wollen. A, weil wir eben mehr exportieren als sie. Das heißt, wir sind abhängiger von den USA als Konsument als sie von uns. Und wir sind zusätzlich eben militärisch abhängig. Und weil ja vollkommen klar ist, dass Trump als nächstes irgendwie sagt, dann müsst ihr jetzt für euren Schutz selber bezahlen. Wir haben diese Verhandlungsmacht einfach nicht. Und Schuld daran ist die Politik der letzten Jahre. Aber ich würde sagen, das ist jetzt kein großartiger Deal. Ganz sicher nicht. Es ist auch kein guter Deal. Politik ist die Kunst des Möglichen. Und ich glaube, das ist der Deal, der möglich war. Und wenn man jetzt sagt, also einerseits sind das viele Sachen, wo wir sagen können, Wir haben doch nicht gesagt, dass wir zusätzlich investieren, sondern wir geben halt weiter so viel aus, wie wir ausgeben. Und dann können wir auch mal sagen, wir schaffen es dieses Jahr nicht. Also man muss sich bei Trump ja nicht an sein eigenes Wort halten. Also natürlich möchte die EU ein verlässlicher Handelspartner sein. Aber ich glaube, Trump ist doch hauptsächlich die Außenwirkung wichtig. Dem ist doch wichtig, dass er gesagt hat, er hat hier einen großartigen Deal. Es fließen 1,35 Milliarden. Billionen US-Dollar an Investitionen und Abnahmeverpflichtungen in die USA. Das ist für ihn eine super Story. Ob wir das am Ende einhalten, ist ihm noch scheißegal, wenn wir ganz ehrlich sind. Und wie gesagt, da können wir auch mal ein bisschen tricksen. Meiner Meinung nach finde ich alles nicht so schlimm. Und wie gesagt, natürlich hätte man sich mehr Souveränität erwünscht, aber die Souveränität haben wir in den letzten Jahren verspielt mit unserer Gas-Energie-Politik gegenüber Russland, mit unserer Rüstungspolitik und dem Verlassen auf den amerikanischen Partnern haben halt nicht damit gerechnet, dass so jemand dort an die Macht kommt. Von daher ist das eine fast fruchtlose Debatte, glaube ich, sich jetzt darüber zu echauffieren. Das einzige tatsächliche Problem, was ich bei dem Deal sehe, also natürlich beschweren sich die Wirtschaftsverbände, die Automobilindustrie, Frankreich hat ein Problem damit, Deutschland hat ein Problem damit, also Merz und Macron sagen beide, dass sie es nicht großartig finden, um es euphemistisch zu sagen, Die deutsche Industrie und die Automobilindustrie finden es natürlich nicht gut. Aber ich glaube, die beschweren sich. Nicht, weil sie keinen besseren Deal bekommen haben, weil denen ist ja auch klar, dass es keinen besseren Deal gibt. Die wollen jetzt eher sozusagen Staatshilfen als nächstes wieder haben, weil die Politik so schlechte Deals verhandelt hat, möchten sie jetzt am liebsten Subventionen vom Staat haben damit, um die Industrie zu retten. Das ist nämlich, was jetzt als nächstes als Debatte starten wird, zumindest meine Voraussage, dass die Automobilindustrie irgendwelche Abwrackprämien oder irgendwelche Art von Subventionen in der EU bekommt, um das wieder auszugleichen. Das zahlen wir dann ebenfalls noch. als Steuerzahler drauf, damit wir weiter unsere nicht konkurrenzfähige Automobilindustrie unterstützen. Aber jetzt zum eigentlichen Problem. Das eine Problem, was natürlich meiner Meinung nach nirgendwo steht, zumindest habe ich es nirgendwo gelesen, was ich aber am wichtigsten finde, ist, dass uns ja auch klar damit sein muss, dass die Zölle oder indirekten Zölle auf das Services-Surplus, nämlich des Dienstleistungs-Trade-Überschuss, den die USA haben. Sprich, das Geld, was die US-Tech-Konzerne in der ganzen Welt verdienen und was hier nur minimal oder gar nicht kaum bis minimal besteuert wird, da hätte man ja sinnvollerweise eine Digital Service Tax drauflegen können. Das wirkt letztlich ganz ähnlich wie Zölle, wenn man mal ehrlich ist, weil das zahlt natürlich die lokale Bevölkerung obendrauf oder die lokalen Unternehmen zahlen das obendrauf, wenn sie Dienstleistungen von Google, Facebook usw. Wenn Sie Werbung einkaufen, das ist nichts anderes als ein indirekter Zoll, so ein Digital Service Tax, muss man fairerweise auch sagen. Aber das wird jetzt natürlich nicht kommen. Beziehungsweise das Gute ist, damit könnte man jederzeit den Deal wieder sprengen, indem man sagt, wir machen jetzt einen Digital Service Tax von 15 oder 20%. dann würde dieser Deal wahrscheinlich implodieren. Aber das Traurige ist, dass diese Digital Services Tax, die wir eigentlich dringend brauchen und gerade im KI-Zeitalter noch dringender brauchen werden, weil ganz viel Wertschöpfung wird noch mehr in die USA abfließen, dass wir die jetzt nicht bekommen oder nicht machen können und implizit meiner Meinung nach in diesem Deal versteckt ist, das ist eine Zusage, dass zumindest für die Amtszeit von Trump keine Digital Services Tax vorliegen. kommen wird. Das ist, glaube ich, das größte Problem. Alles andere ist, glaube ich, sehr nachvollziehbar an dem Deal. Wie gesagt, Energie kaufen wir da, warum nicht? Investitionen, wir hätten eh Rüstung da gekauft, wir investieren eh in Werke da vor Ort, sehe ich nicht so problematisch wie einige Kommentatoren. Das Hauptproblem ist, glaube ich, nicht, dass wir keine Zölle auf den US-Handelsgüter bekommen, sondern dass wir keine Zölle, nämlich Services Tax, auf die US-Services Surplus, also die Dienstleistung bekommen, weil die sind damit natürlich auch jetzt leider erstmal aus dem Raum. Und das ist nur meine Meinung, mein Kommentar. Das kann natürlich... Wenn man durch den Blätterwald liest, gibt es verschiedenste Meinungen dazu, von der Kunst des Möglichen bis über, das ist komplett erbärmlich, je nachdem, wem man da folgen möchte.
Die deutschen Aktien haben positiv reagiert, weil man jetzt weiß, woran man ist. Glaubst du, es wird der Automobilindustrie Schaden zufügen oder ist es egal, weil ein paar Ehenwerke in Amerika haben und ob jetzt ein Luxusauto noch ein bisschen mehr kostet, ist auch egal?
Ja, also A, du hast recht, der Markt findet es hauptsächlich gut, weil es erstmal Sicherheit gibt. Man könnte auch argumentieren, so schlimm ist es dann. Also es hätte ja natürlich auch einen viel schlimmeren Diakon geben können, das muss man immer ganz klar sagen. Es hätte viel schlimmer kommen können, man hätte deutsche Autos fast vom Markt ausschließen können. Dann hätten wir ein richtiges Problem, also wenn man jetzt 25, 30 Prozent hätte aufgeschlagen. Insofern ist das schon eben nicht so schlimm, wie es hätte kommen können. Man könnte auch überlegen, kann man mit deutscher Technologie, deutscher Brand und deutscher Effizienz 15 Prozent so ein bisschen ausgleichen. Es gibt auch Hersteller, also ich glaube Mercedes baut so die Autos, Die Autos für den US-Markt in Chattanooga. Ich glaube, VW hat eigene Werke in den USA. Ich glaube, Porsche und Audi hat keine. Das heißt, die trefft stärker. Es gibt so einen indirekten, ist alles ein bisschen 4D-Chess. Der Vorteil ist, du kannst aus Deutschland jetzt für 15% quasi die Vorprodukte und Ersatzteile importieren. Wenn du ein US-Automobilbauer bist, der in, sagen wir mal, Chicago oder Detroit baut, aber seine Vorprodukte aus Mexiko holt oder Kanada, Dann zahlst du da ja, ich glaube, 25% Steuern im Moment. Das heißt, deine Vorprodukte sind teurer. Das wäre dann vielleicht sogar ein Vorteil, wenn deine Automobilzulieferer in der EU sitzen und zuliefern in die USA. Das heißt, so schlimm ist es vielleicht nicht, wie man denkt. Aber natürlich hilft es nicht, wenn die Autos 15% teurer sind. Das muss man auch sagen.
Eine der ersten Folgen, meine ich, hast du mal Sunk Cost erklärt. Magst du das nochmal kurz zusammenfassen, was diese Theorie der versunkenen Kosten ist?
Ich weiß nicht, wie du darauf kommst. Ich bin gespannt, wie du daraus gleich ein rundes Thema machst. Sunk Cost Fallacy nennt man das auch im Englischen. Das ist ein Behavioral Science Irrtum, was man in der Vergangenheit schon irgendwo reingesteckt hat, in die Kalkulation einbezieht. Einfaches Beispiel vielleicht aus dem privaten Konsum oder Privatinvestitionen wäre, weil du hast irgendwie über den Sparplan über die letzten drei Jahre jeden Monat 100 Euro in SIP Recruiter gesteckt und jetzt machst du es weiter, weil du schon so viel Geld da reingesteckt hast. Jetzt möchtest du nicht im Roten stecken bleiben, sondern willst so lange Cost Average und bis das mal wieder grün wird, weil du auch die billigen Tage gekauft hast.
Ich musste heute an dich denken. Ich habe eben zufällig gesehen, ich habe ein Depot, das habe ich nur noch, weil da noch ZipRecruiter von dir drin ist. Lass es so lange laufen, bis es positiv ist.
Ja, genau. Das ist eigentlich kostverlässig. Oder ein gutes Beispiel wäre, sagen wir mal, also es geht immer letztlich darum, dass du nicht, eigentlich musst du jeden Tag so aufstehen, als hättest du in der Vergangenheit nichts getan und sagen, ist es heute immer noch die richtige Investition? das und das zu tun. Ob du in der Vergangenheit mal viel Geld ausgegeben hast, ist vollkommen egal. Sagen wir mal so, du hast in den letzten Jahren unheimlich viel in den perfekten Prozess gesteckt, der auf Faxgeräte beruht. Und jetzt hat sich aber herausgestellt, das Internet macht das alles obsolet. Dann macht es natürlich keinen Sinn zu sagen, ich habe hier mit McKinsey 4 Millionen in Faxgeräte, in Faxgerätprozess investiert, wenn der inzwischen überfällig geworden ist. Sondern man muss sagen, ich starte jetzt, ich beurteile jetzt die Lage neu und starte es heute. Wäre es schlauer, direkt nochmal eine Million reinzustecken, aber in ein komplett neues Projekt, wo das zehnmal effizienter geht. Bloß weil ich 4 Millionen in das alte Projekt gesteckt habe, macht es das nicht sinnvoller. Das ist quasi some cost fallacy.
Und jetzt ruft sich Dieter Schwarz an und sagt, ich habe hier dieses Aleph Alpha. Würdest du ihm anhand von St. Kostas erklären, oder was wäre so deine Herangehensweise?
Ah, jetzt verstehe ich. Das hat mir letztes Jahr in der Hektik auch vergessen, und zwar eine wichtige Personalie. Und zwar, ich würde sagen, die Überschrift ist, Aleph Alpha-Chef bekommt Dalt Supervision. Nennt man das im Englischen? Also es gibt jetzt einen Kindergärtner bei Aleph Alpha. der das so ein bisschen zusammenhalten soll. Und zwar wurde, also das ist unsere Deutung natürlich, und zwar wurde Reto Spörri als Co-Chef nominiert bei Aleph Alpha. Da muss man davon ausgehen, dass das dann unter Zutun der Schwarzgruppe passiert ist. Der war vorher auch tätig bei der Schwarzgruppe, oder? Hast du das präsent?
Der ist immer noch da.
Also, ich habe das Gefühl, der kriegt einfach noch einen Job dazu. Aleph Alpha versucht ja dann immer so darzustellen, als wären sie relativ unabhängig von der Schwarzgruppe, aber wir haben ja in einer der früheren Sendungen mal... nachvollzogen, dass es zumindest für mich so aussieht, als wenn ein Großteil der Mittelzusagen in so einer, wir verweisen einfach auf den alten Podcast, ich gebe das jetzt, also das ist jetzt nicht rechtlich verbindlich, aber so aus dem Kopf paraphasiert wieder, es war so, dass so eine Forschungsgesellschaft, diese ALF-Alpha Research was, glaube ich, GmbH gegründet wurde, wo die Mittel, die angeblich investiert wurden, dann aber eher doch von Lidl und Schwarz weiterverwaltet wurden oder Lidl und Schwarz bzw. irgendwelche Stiftungen, GmbHs, gemeinnützige GmRs, die man der Lidl-Schwarzgruppe zurechnen muss, da irgendwie, wie gesagt, das alles ist mir jetzt ein bisschen einfach eingeordnet, dass die weiterhin so einen gewissen Grip oder einen gewissen Zugriff auf diese Mittel haben und das vielleicht mit gewissen Milestones oder so dann tatsächlich in die Aleph Alpha fließen würde. Das war mein Eindruck, der sich da ergeben hat. Wie gesagt, in der Folge von damals kann man das ein bisschen besser nachvollziehen. Genau, und jetzt gibt es einen Co-Chef, der das da alles ein bisschen rund machen soll. Im Aleph Alpha bestätigt das gegenüber dem Handelsblatt, wenn das nicht eine gewisse Krisenentscheidung wäre, dann würde man das, glaube ich, anders kommunizieren. Also dann hätte man das zuerst, glaube ich, von Aleph Alpha mit einer Pressemitteilung erfahren, dass man sagt, beruft neuen Vertriebsvorstand oder sowas, hätte man dann wahrscheinlich geframed. Jetzt ist es eben doch so, ich würde sagen, dass da ein Erwachsener reinkommt, der dann noch das Schlimmste verhindern soll. So fühlt es sich für mich an. Sagen, Kost wäre es, wenn damit jetzt noch neues Geld verbunden wäre. Das ist eigentlich die spannende Frage. Schmeißt du denen jetzt, sagen wir, weiteres Geld hinzu? Wobei ich glaube, dass sie, meine Vermutung ist, dass sie auf diese angeblichen 500 Millionen, die dann investiert worden sind, noch nie Zugriff erhalten haben, sondern mit einem Bruchteil davon zurechtkommen müssen im Moment. Von daher ist wahrscheinlich sogar noch genug Geld da. Und meine Interpretation wäre dann, dass der Herr Spörri jetzt so ein bisschen darüber wachen darf, welches Geld von dem Schwarzgeld, was ja weg muss, das muss ja investiert werden, also das sprudeln natürlich Überschüsse aus der Schwarzgruppe, die man irgendwie sinnvoll in Deutschland investieren möchte, was ja auch gut ist. Teilweise macht man das über Stiftungen, wie gesagt, Gemeinnützige GmbH spielen eine Rolle und so weiter. Das heißt, das Geld ist schon da und soll auch weg, aber ich glaube, man versucht so ein bisschen sicherzustellen, dass es am Ende nicht so aussieht, als würden 500 Millionen hier verbraten worden sein und dass jetzt jemand darüber wacht, dass das alles vielleicht noch ein gutes oder verdauliches Ende findet. Soweit meine Interpretation. Es ist natürlich Spekulation. Genau wissen kann man das nicht. Aber das ist der Eindruck, der sich dem beflissenen Leser stellt.
Also es gibt ja noch eine Personalie. Es kommt noch ein Chief Growth Officer dazu von Essentials. der vorher Unternehmer war und Essential verkauft hat, für mich fühlt sich das oder liest sich das so wie so jetzt nochmal ein Restart oder so. Wir müssen jetzt noch einmal gucken, dass wir das Ding irgendwie zum Erfolg bringen oder irgendwelche Ziele damit erreichen, die vorher nicht erreicht worden sind. Ich hätte halt eher gedacht so, hey, lass das Ding. Also ich finde immer wieder krass, dass die Corporates so Dinge einfach nicht beerdigen, sondern immer nochmal weiter versuchen und nochmal versuchen.
Ja genau, man könnte natürlich das verbliebene Geld, wie gesagt, wenn man darüber gut Zugriff hat, die Frage ist, wie widmet man es dann um, wenn man das einmal so über gemeinnützige Institute dahin geleitet hat, ist es natürlich auch schwer, den Zweck zu entfremden, wie man ja in unserer ersten Story heute gehört hat. Dass er von Accenture kommt, macht natürlich total viel Sinn, weil ich glaube, wir hatten das damals auch so kommentiert, als Aleph Alpha so ein bisschen gedreht hat von, wir bauen jetzt kein ordentliches LLM mehr. Also sie haben ja dieses Faria gebaut, ja, aber wir wissen, das funktioniert nur auf Finnisch am besten und ansonsten ist es dann doch nicht marktfähig. Zumindest will es niemand runterladen bei H-Gangface oder es wollen nur 8000 Leute runterladen, das letzte Mal, als ich es geschaut habe. Und das ist aber verdammt wenig. Und dann ist man ja so ein bisschen in die Implementierung in Unternehmen gegangen. Also wir bauen jetzt eine Corporate-sichere Datenschutztreue und so weiter. Aber diese Implementierungsaufgaben, die suchen sich natürlich auch die großen Systemintegratoren aus. Und warum die jetzt ausgerechnet Aleph Alpha nutzen sollen, ist die Frage, weil die natürlich die gleichen Jobs gerade sehr gerne mit Cloud, mit OpenAI und so weiter probieren. Damals als Aleph Alpha diesen Switch gemacht hat, habe ich ja gesagt, natürlich ist die Konkurrenz unter den Large Language Models unheimlich groß. Aber unter diesen B2B-Agenturen, den Palantirs und so weiter der Welt, die das dann in Wirtschaft und Verwaltung implementieren, da ist die Konkurrenz ja nicht kleiner. Im Gegenteil, da gibt es sehr verhärtete Strukturen. Ich glaube, dass es nicht einfach ist. Und ich meine, man hatte Aleph Alpha ja schon ein bisschen den Weg geebnet, weil man gesagt hat, der Staat und das Land Baden-Württemberg wird ein bisschen sich verpflichten, das abzunehmen. Aber selbst das hat offenbar jetzt noch nicht wirklich geholfen. Man hört ja auch einfach leider keine guten News. Man könnte ja auch darüber berichten, dass man... Weißt du, jedes Hinterhof-Startup berichtet gerade, dass sie irgendwie 10 Millionen ARR durchbrochen haben. Das Einzige, wo man das nicht hört, ist, welche Milestones Aleph Alpha eigentlich in den letzten zwei Jahren mal erreicht hat. Und warum damit die nächste Zündungsstufe und nochmal 100 Millionen von Lidl dazukommen oder so. Von Schwarz, ja.
Lass uns über E-Commerce sprechen. Wieso zieht sich Amazon bei Google Shopping zurück?
Ja, das fragen sich alle tatsächlich. Anhand einer Grafik von smarter E-Commerce oder Smack kann man sehr gut nachvollziehen, dass Amazon sich zumindest auf Dotcom-Level, Co-UK, also Vereinigtes Königreich und deutschem Level, sehr stark aus dem sogenannten Google Shopping Ads zurückgezogen hat. Das heißt, innerhalb von zwei Tagen haben sie dem Anschein nach am 22. Juli ihr Volumen, also ihre Sichtbarkeit, auf null reduziert. Vorher haben sie an den allermeisten Auktionen teilgenommen. Also Amazon hat ein super breites Portfolio an Produkten. Das heißt, bei jeder Shopping-Auktion oder wenn da... die Anzeigen sozusagen verauktioniert werden, hätten sie zumindest theoretisch ein Interesse daran teilzunehmen. Sie hatten so 60% Impression-Share vorher und der ist jetzt auf 0 zurückgegangen. Das erinnert sehr stark an sogenannte Incrementality-Tests, die eBay in den 2000ern, ich glaube Booking.com auch gemacht hat. Das heißt, ich würde behaupten, der einzige einigermaßen wissenschaftlich nachvollziehbare Weg, die Inkrementalität von Google-Anzeigen zu testen. Also wie viel Umsatz- und Deckungsbeitrag erhalte ich dadurch wirklich, ist einfach tagelang bis zu wochenlang komplett darauf zu verzichten. Man kann ja sogenanntes Marketing-Mix-Modelling machen. Das heißt, ich versuche die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Kanälen durch marginale Veränderungen zu verstehen und wie die einander begünstigen und zusammenspielen. Da gibt es wissenschaftliche Modelle, das zu tun. Aber am Ende weißt du nie, die Frage ist ja, hätte ich diesen Kunden nicht auch so bekommen. Darum geht es bei dem Thema Inkrementalität. Also ist das Werbegeld insofern inkrementell, dass ich einen zusätzlichen Kunden und zusätzlichen Umsatz gewonnen habe durch das Geld, was ich ausgegeben hätte. Also wäre der auch nicht sonst bei Amazon gelandet oder... ist er zwar zusätzlich bei Amazon gelandet, aber ich habe jetzt mehr ausgegeben, als er mir eigentlich gebracht hat, der Kunde. Das ist jetzt wiederum nicht so einfach zu beantworten bei Amazon, weil man muss davon ausgehen, dass Amazon extrem gute Conversions hat. Das heißt, die können natürlich unheimlich viel Geld bei Google ausgeben, weil am Ende wahrscheinlich ihre Conversion nicht 1,5 oder 2% ist oder 3% wie normal im E-Commerce, sondern eher im niedrigen zweistelligen Bereich. Bei Direktbesuchern teilweise sogar höher. Bei Direktbesuchern gab es mal Zahlen, dass jeder Zweite, der Amazon.de eingibt, tatsächlich auch dann kauft noch in der gleichen Session, wenn ich mich recht erinnere. Aber selbst bei Werbeklicks könnte man sagen, ich rechne fest damit, dass es eine zweistellige Conversion ist. Das heißt, Sie müssen dann wiederum nur ein Drittel oder ein Viertel von einem anderen E-Commercer ausgeben, um profitabel zu sein. Deswegen... ist es noch schwerer, sozusagen die Inkrementalität zu messen, weil der Kanal für Sie relativ günstig ist durch die hohe Conversion. Gleichzeitig können Sie aber auch darauf vertrauen, dass jemand, der einen Preisvergleich macht, am Ende dann doch nicht immer, aber relativ oft bei Amazon landet oder einfach aus Bequemlichkeit vielleicht nur rumshoppt im Netz. Also er klickt da tausend Anzeigen, am Ende weiß er aber, er bestellt es eh bei Amazon, weil ihm die Lieferbedingungen da am bequemsten sind. oder der Kundenservice vermeintlich am besten ist und so weiter und so fort. Das wäre meiner Meinung nach die beste Erklärung beim Amazon von heute auf morgen ausschalten. Das passiert Ende Q2, nee Entschuldigung, Anfang Q3, also im Juli passiert es. Das heißt, es wird in den Zahlen, die wir jetzt sehen, nicht zu sehen sein, weder bei Google noch bei Amazon war es zu sehen. Das wird dazu führen, dass bei Amazon die Werbeausgaben sinken. Es wird dazu höchstwahrscheinlich sichtbar im Internet, Also sollte Amazon das Quartal durchziehen, ist das sicherlich ein bis anderthalb Prozent Wachstum. Bei Google könnte ich mir vorstellen, die fehlen mindestens, weil die CPCs natürlich sinken. Wenn Amazon aus diesen ganzen Auktionen verschwindet als Last Resort Bidder, dann wird der oberste, ist da dann Google findet eine schlaue Taktik dafür zu sorgen, dass am Ende doch wieder alle das Maximum zahlen, aber theoretisch müsste das dafür sorgen, dass das CPC Level so ein bisschen einbricht und alle ein bisschen weniger bezahlen auch. Und damit den Umsatz von Google gleichdrücken. Müsste man jetzt weiter beobachten, ob das dauerhaft ist oder ob es wirklich nur so ein typischer Inkrementalitätstest ist, den Amazon gerade mal wieder macht.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das dauerhaft machen würden. Scott Galloway würde sagen, die Marke ist so groß, wir brauchen Google nicht.
So wie Airbnb damals. Genau, Amazon. Genau, aber bei Airbnb war es ja mal eine Zeit lang genauso. Fairerweise bei Amazon war es auch schon mal so, nämlich bei Corona, als ihre eigene Supply Chain so überlastet war, dass sie langwortwörtlich die Orders nicht mehr bedienen konnten. Da hatten sie das schon mal ausgeschaltet. Das heißt, da gab es natürlich viele andere Störfaktoren, also es war kein... Wie sagt man? Clean Petri Dish oder kein sauberes Labor. Sondern es gab Verschmutzungen und Interdependenzen aus verschiedenen Richtungen. Deswegen ist es nicht so einfach in dem Fall zu beantworten.
Hast du dir schon einen kleinen Roboter gekauft?
Ich habe noch keinen Roboter gekauft, aber eine meiner Thesen in meinem aktuellen Keynote-Deck ist ja, dass der Markt für Roboter zu 80-90% nach China geht wird, also für homaloide Roboter. Ein Beispiel dafür ist, dass es in China schon jetzt den Unitree G1 für 16.000 US-Dollar gibt. Das war so richtig bis vor ungefähr einer Woche. Nämlich eben jene Firma Unitree, die baut auch diese hyperagilen Hündchen und den, wie hieß der alte, Sekunde, ich gucke jetzt nochmal nach. Ja, D1 hieß der, genau. Und jetzt haben sie aber einen neuen Roboter, der heißt R1, also R1. Und der soll sage und schreibe nur noch 6.000 Dollar, also 5.900 Dollar kosten. Was natürlich wahnsinnig ist. Günstig ist, der ist ungefähr ein bisschen schwerer als ein Bierkasten, 25 Kilo. 26 Gelenke, ich glaube so 1,60 groß, wenn ich es richtig einschätze. Und soll nach und nach natürlich dann auch immer mehr können. Ist dann natürlich so ein bisschen die Billo. Version, aber damit kommt man natürlich auf große Produktionszahlen und viel Lerndaten natürlich. Man muss davon ausgehen, dass jeder, der diesen Roboter nutzt, auch Lerndaten generiert dabei und im schlimmsten Fall noch ganz andere Daten, also dass China da in dein Zuhause gucken kann. Aber das zeigt, glaube ich, sehr klar, wo es hingeht. Ich höre von keiner europäischen, amerikanischen Firma. Die sagen alle, sie glauben, dass sie Roboter für den Gegenwert eines Kleinwagens oder Mittelklassewagens bauen können, aber wir sind jetzt Ich würde sagen, noch sehr am Anfang dieser Entwicklung. Und China ist bei 6.000. Das wird ja nicht teurer, sondern günstiger. Und das passiert in der Zeit, wo Elon Musk, glaube ich, gerade gesagt hat, dass er glaubt, der Markt für Roboter ist ein 30-Millionen-Markt. 30 Millionen Millionen, die er da für Tesla als Marktgröße sieht. Das wäre, wenn man davon ausgeht, dass Leute jetzt blöd genug sind, für einen Tesla-Roboter 30.000 statt 5.000 für einen chinesischen Roboter zu zahlen. dann müsstest du immer noch eine Milliarde Tesla-Roboter verkaufen, um da hinzukommen. Und das wären ungefähr, also im Moment gibt es 1,5 Milliarden Autos auf der Welt. Das heißt, eigentlich fast jeder, der ein Auto hat, sollte sich als nächstes dann so einen Roboter kaufen, was ich für hoch fragwürdig halte. Man kann natürlich sagen, man kann die auch leasen, ich kaufe gar nicht einen Roboter, sondern ich sage einfach nur, wenn ich was gemacht brauche, dann kommt der bei mir vorbei und bastelt ein bisschen in meiner Wohnung rum. Viele davon werden vielleicht in Fabriken arbeiten und gar nicht in Haushalten. Es kommt auch hinzu, also ich glaube schon, dass der Markt so groß ist, aber dass Tesla damit irgendwas zu tun haben sollte, das halte ich für unwahrscheinlich. So traurig das ist, aber am Ende sind Roboter eine so relativ einfache Technologie, dass ich davon ausgehe, dass China das deutlich besser und billiger hinbekommt. Und sie sind da eigentlich deutlich führend. Die Information schreibt unter anderem auch gerade, Diese Woche über Probleme beim Roboterbau bei Tesla und zwar haben die mit den Händen, das ist tatsächlich der komplizierteste Teil, also die sogenannte Dexterous Hand, darüber hatten wir auch mal eine Episode, wo wir darüber gesprochen haben. Also Hände mit Fingerspitzengefühl, die wirklich fast so viel können wie menschliche Hände, ist nicht so einfach. Es gab schon Forscher, die uns dazu geschrieben haben, das ist vollkommen unmöglich derzeit. Dann gab es aber auch schon Paper von Google DeepMind, die eben gezeigt haben, dass sie zum Beispiel Schnürsenkel binden können mit Roboterhänden. Wenn du Schnürsenkel binden kannst, dann kannst du eigentlich fast alles einmal, würde ich behaupten. Also die Software ist auf jeden Fall schon weit im Vorsprung. Und Chamath hat ja, glaube ich, diese Woche gesagt auf Twitter, Chamath Padihapatiya, so ein shady Investor, dass Tesla die einzige Firma ist, die Hardware und Software hat im Roboter-Business. Und deswegen sind sie so uniquely positioned, das zu gewinnen. Und irgendwie wollte er damit wohl Elon Musk's These, die sind ja alle so Psycho-Fans von Elon Musk in dem Podcast, Und ich glaube tatsächlich hat auch da bei Google die beste Strategie, weil Google wird, also DeepMind forscht super viel an KI für Roboter, unter anderem wie gesagt diese Hände und so weiter. Das heißt, wenn Google es schafft, das Android für Robots zu bauen, ist das ja viel spannender. Wenn davon ausgeht, also Google hat das Android für Smartphones gebaut, weil die wurden eh in Südkorea und China gebaut. Also Android war letztlich ja nicht das Betriebssystem für westliche Smartphones, sondern für die Samsungs, für die Huaweis, für die Oppos und wie die alle heißen, die Marken in Südostasien und China. Und das gleiche können sie jetzt für Roboter machen. Also lasst doch Unitree und keine Ahnung wer da noch Roboter baut, Hyundai und Samsung bestimmt auch. Lasst die doch die Roboter bauen und Google wird einfach die beste Software dafür bauen. Plus Google weiß schon viel über die Menschen und die Haushalte und so weiter, hat die meisten Daten. Das wäre zumindest eine Spannstrategie. Das muss nicht aufgehen, aber ich glaube, es ist nicht so wichtig, Hardware und Software zu haben in dem Bereich, weil Hardware wird man als westliches Unternehmen eher in China verlieren. Es wird natürlich auch Menschen geben, die sagen, ich leiste mir den 30.000 Roboter, weil er aus der westlichen Welt kommt, weil ich keinen chinesischen Roboter zu Hause haben will und da gibt es, glaube ich, total gute Gründe dafür, das genau so zu sehen. Genau, aber der Zeitpunkt ist, für diese große Konferenz hat China Unitree, die Firma Unitree, den R-Run vorgestellt, der nur noch 6000 US-Dollar und damit 1000 Euro kostet. Und der kann jetzt noch nicht super viel gerade, aber kann sich vernünftig bewegen, geile Stunts und wird natürlich mehr und mehr lernen, was er auch im Haushalt tun kann.
Dann haben wir ein bisschen News aus Deutschland. Ein Rekord-Exit. Ein Startup, von dem ich noch nie gehört habe, wurde von einer Softwarefirma gekauft, die ich noch nie gehört habe, für fast eine Milliarde.
Was meinst du, wie hat die gekämpft haben, um daraus eine Milliarde Dollar zu machen, ist die Frage. Ich stelle mir so vor, wie die beim Notar sitzen oder vorher bei den Anwälten sitzen und sagen, können wir euch nicht 50 Millionen zurückgeben, wenn ihr sagt, ihr habt es für eine Million gekauft, so ungefähr, damit es ein Billion-Dollar-Exit ist.
Für eine Milliarde.
Genau, schön, für eine Milliarde.
Aber 170 Millionen sind reingeflossen. dann geht doch eigentlich die VC-Economics nicht so ganz auf. Dann ist der Fast-Milliarden-Exit auch kein wirklicher Fund-Returner, oder?
Für die frühen Investoren auf jeden Fall. Ich glaube, die N-Capital ist gerade sehr laut auf LinkedIn, dass sie da früh dabei waren. Ist ja auch ihr gutes Recht. Wenn du da in der Series A drin warst, dann hast du, glaube ich, einen guten Deal, wenn du jetzt als letzter da noch investiert hast. Ja, aber als Growth-Investor hast du ja eine andere Mathematik auch dahinter. Von daher passt das. Also auf jeden Fall, gut, die Firma heißt Cognigy, wird übernommen von NICE, das ist glaube ich israelisch, US-Unternehmen für KI-Agenten in so einer Customer-Service-Funktion. Cognigy baut eben so eine Customer-Service-Agenten, also von Chatbots über Sprache über tatsächliche Agenten, auch so die Service-Agenten, die du im Auto hast. Ich fahre gerade im Urlaub ein französisches Fabrikat, das ist mit Sicherheit der schlechteste Agent, der nicht jemals... Also, wie PSA überhaupt noch Autos verkauft, ist mir jedes Mal ein Wunder. Obwohl dieser komische Peugeot 308 eigentlich ganz nett war. Aber diesmal ist es eine andere Marke und es ist furchtbar. Wie auch immer. Genau, sowas nach meinem Verständnis, sowas baut Cogniti so erfolgreich, dass sie jetzt für fast eine Milliarde an den US-Anbieter Nice gegangen sind, um da nämlich an das Technologie-Portfolio zu erweitern. Und das sagen weiteren Kunden von Nice. in Rechnung zu stellen. Die späten Investoren waren Euraseo aus Frankreich, so ein Growth-PE-Vehicle, und Insight unter anderem, aber relativ früh dabei, wie gesagt, DN Capital. Gute News, auch weil das, ich glaube Düsseldorf ist das, das Es ist insofern gut, dass damit ja auch ein Ökosystem entsteht. Also Trivago ist natürlich das erste Unternehmen, was in Düsseldorf, nach meinem Kenntnisstand, da gab es vielleicht auch irgendwie in den 2000er schon noch ein paar, aber aus der jüngeren Zeit, Trivago hat dafür gesorgt, glaube ich, dass so ein bisschen so eine Art Hub in Düsseldorf entstanden ist und mit einem zweiten Milliarden-Except, so wie vielleicht About You oder Otto das ein bisschen auch in Hamburg fördern, und Bigpoint und was da noch alles so über den Tisch gegangen ist, ist das, glaube ich, gut, wenn es so verteilt in Deutschland größere Deals gibt, weil immer eigentlich daraus weitere Startups entstehen, aller Erfahrung nach. So weit, so gut. Eine weitere Megarunde ist wohl gerade in the making so relevant, dass sogar die Financial Times drüber schreibt, und zwar die Software Automation Firma, ich nehme an, man liest es Naden, Naden, Nathan? Nathan? Also N8N. Ist nicht meine Schuld, wenn ihr eure Firma so benennt, dass niemand sie aussprechen kann. Ich sage jetzt Nathan dazu und hoffe, dass das richtig ist. Mir ist eigentlich vollkommen egal, ob es richtig ist. Es ist intuitiv Nathan. Oder ist es so wie Andreessen Horowitz, dass es N8 Buchstaben und N. Dann können wir natürlich Mut machen. Vielleicht brauchen wir ein Chatbot, um das rauszufinden.
Ich habe gerade gesehen, Divago Plus 76 Prozent.
Ja, die fangen sich wieder so ein bisschen.
Die fangen sich wieder so ein bisschen. Ich würde sagen, die feiern ihre Aktie gerade.
Croc entscheidet jetzt automatisch, wie schwer das ist und welches Modell es wird und wie viel Rechenzeit. Das haben sich vorhin hier Alibaba-Quen abgeguckt, so ein bisschen. Ist ja auch sinnvoll, das abzugucken.
Für die Abfrage wird jetzt wieder irgendwie ein bisschen Diesel verbrannt, oder?
Es gibt eine echte Story. Das ist natürlich langweilig. Also es ist das, was ich vermute...
Die Jungs freuen sich jetzt auf jeden Fall für die kostenlose Werbung hier. Für das Geld können sie jetzt mal langsam Podcast-Werbung buchen.
Grüße gehen raus. Wir brauchen so einen Trailer für die Education Corner. Also, N8N ist ein Numeronym. Das weißt du natürlich nichts mehr, aber es ist genau das, was ich gedacht habe. So wie bei D11Z für dieser schwarz-komisches Vehikel und A16Z für Andreessen Horowitz oder A18N für Internationalization oder so wie das heißt. Also das ist auf jeden Fall ein Numeronym, falls ihr nochmal auf einer Cocktailparty mit Wissen glänzen wollt. Und zwar steht N8N für Notemation, also die acht Buchstaben dazwischen, Odematio, werden von der Acht repräsentiert, was ja vollkommen logisch ist. Und jetzt kommt aber die weitere Erklärung. Notemation itself is a portmanteau blending, falls du nicht weißt, was ein portmanteau ist. Und das bezieht sich auf eine visuelle node-based structure of workflows in the tool and automation. Also es geht um Nodes, Knotenpünktchen und Automation. Macht total viel Sinn. Von Kubernetes kennt man es auch. K8S wird es oft abgekündigt oder Internationalization, was ich gesagt habe, ist natürlich 118N. Haben wir was gelernt? Du merkst hier ein Numeronym und Portemonnaie. Und zwar ist ein Portemonnaie natürlich. Ja. Also ein Wort, das aus zwei zusammengesetzt ist und dabei aber so vermixt wird, wie zum Beispiel Motel für Mobile & Hotel oder Motor Hotel oder Brunch für Breakfast & Lunch.
Oder Podcast für iPod und Broadcast.
Ja. So, jetzt haben wir leider keine Zeit mehr, über die eigentliche Runde zu reden, aber ihr habt was über die Etymologie dieses Startups. Nein, also angeblich anderthalb Milliarden US-Dollar Runde. Wer will da investieren, wissen wir nicht.
Ja, ich kann vieles nutzen.
Ah, wurde vorher Sequoia war relativ früh den HV Capital, Phyllis' First Minute Capital und Juna Capital. Später Highland Europe. Welcher Funk, wenn HV Capital war da denn drin?
Mich wundert, dass du da nicht drin bist.
Ich? Wo sitzen die denn überhaupt?
Eine andere WhatsApp-Gruppe.
Berlin.
War das Hype, No-Code? Die haben es gut geschafft, von No-Code zu AI zu kommen. Ich kenne viele, die das nutzen.
Wirklich? Erzähl doch mal ein bisschen. Wenn du auch mal was weißt.
Was machen die damit? Die ganzen No-Code-Leute haben das immer genutzt, um die Sachen zusammenzubringen.
Zu stecken? Snowden?
Genau. So ein bisschen Konkurrent zu Make.
Aber findest du nicht, auch Nathan wäre ein viel schönerer Name?
Nee. Nee, aber irgendjemand hat mir davon erzählt und ich musste nachfragen und dann war mir erst klar, welche Firma es ist. Also der Name ist, aber gut, es sind halt Techies. Es sind halt Techies. Lass uns lieber an nichts machen. Ich habe dir eine Sache nicht erzählt und zwar, ich habe Acast Aktien gekauft und sie sind im Plus. Ich bin über 20% im Plus. Daran kann ich mich, also das 21,3. Hätte ich wahrscheinlich auch einfach Nestec kaufen können.
Kommt noch an. Oder Microsoft. Oder Google.
Ja, Google nicht.
Oder?
Egal. Ich habe mal einen Stockpick gemacht, der funktioniert hat. Das ist ein Zeichen, dass ich jetzt wieder aufhöre.
Okay, ja. Die haben... Ich habe es am Tag reportet. Soll ich dir sagen, warum du Geld gewonnen hast?
Ja, wir sind wahrscheinlich ganz gut in der Vermarktung aktuell.
Ich glaube, sonst...
Moment, Moment, Moment.
Nochmal zurück zu hier.
Also, Google... hat Year-to-Date keine 2% gemacht.
Ja, hast du es am 1. Januar gekauft?
Ja, ich habe es irgendwann so Jahresende, Jahresanfang gekauft.
Umsatzwachstum 27% im letzten Quartal. Das ist auf jeden Fall besser als in den letzten Quartalen. Also Q1 war auch schon sehr gut, da war es 30% um genau zu sein. Machen jetzt 606 Millionen, ich glaube schwedische Kronen sind das, 607 Millionen schwedische Kronen Umsatz nach 478 im Vorjahr. Wohmmarge nochmal verbessert auf 40,4 um 1,5 Prozentpunkte von rund 39 auf 40,4. Geben auch deutlich mehr für Marketing aus, 44 Prozent mehr Marketing. Die Kosten steigen halt auch schon gleich wieder an. Ich habe hier gesehen, Personal direkt um 20% wieder erhöht. Kosten sind leider 60% im Plus, deswegen verlieren sie leider auch wieder mehr Geld. Also der Umsatz zieht gut an, der operative Cashflow ist aber ordentlich negativ. Insgesamt noch minus 25 Millionen rund. Negatives Cashflow in den ersten zwei Quartalen. So richtig sieht man noch nicht, woher die Profitabilität kommt, aber das Wachstum hat wieder angezogen. Bei EKS. Kannst du das bestätigen? Wie geht es der Podcast-Vermarktung? Kann ich mir ein neues Haus kaufen Ende des Jahres?
Oder wenigstens meine Steuern? Das kriegst du hin. Wir sind ziemlich voll.
So, ich gucke gerade. Das heißt, man braucht dich nicht mehr anrufen zum Werbebuchen?
Kann man immer, aber wir müssen uns keine Sorgen machen. Ich glaube, es ist ein bisschen stärker als letztes Jahr.
Es muss ein schönes Produkt sein, damit du einen zweiten Spot einbaust. Genau.
Genau, und ich meine, der Vergleich zu Acast und Spotify, also warum ich das gemacht habe, ist, weil ich glaube weiterhin an Podcasts und im Gegensatz zu Spotify sind die halt Podcast-treu. Also die konzentrieren sich halt auf die Vermarktung in Podcast-Werbung. Und Spotify hat mir mit Video zu viel Ablenkung. Und sie schaffen es auch nicht. Also was ich bei Spotify so krass finde, ist, dass sie es halt nicht schaffen, die Formate voll zu vermarkten.
Ja, und da haben wir nicht so ein bisschen gerade die End-Certification des Podcast-Mediums. Ich habe das Gefühl, wir machen jetzt so Werbeflächen-Inflation. Also die Preise werden gesenkt, der CPM sinkt. Gerade so im normalen breiten Publikum. Und dafür mache ich einfach sechs bis zehn Spots. Wenn du zum Beispiel bei Pivot schaust, der hat ja selber gesagt, sie haben in Anführungsstrichen nur ein TKP von 50 US-Dollar. Dafür machen sie über zwölf Spots oder so pro Sendung. Also da sind wir ja irgendwie bald bei Privatfernsehen und Radio. Da geht schon viel Wert verloren auch.
Der Preis in Amerika war schon so niedrig, schon vor Jahren. Also es ist eine unfassbar... Ich glaube, es liegt ein bisschen... Wir sind in einer unfassbar glücklichen Situation, dass wir in Deutschland sind, wo die DKPs so hoch sind im Podcast.
Ja, aber ich glaube, es liegt ein bisschen am Targeting. Weil wenn du, sagen wir mal, nimm erstmal Beispiel All In oder Pivot und ich mache da Werbung, da habe ich natürlich riesen Streuverluste, weil das viele englischsprachige Leute hören. die jetzt aber gar nicht im Markt sind. Also für jemand, der in Australien oder Indien sitzt, ist nicht jedes Produkt, was er beworben hat. Also wenn Chase Manhattan oder Capital One oder so da Werbung machen in irgendeinem Börsenpodcast und denen hört jetzt eine Inderin oder ein Australier, dann hast du ja hohe Streuverluste. Also du erreichst eigentlich nicht immer dein, je nachdem wie gut das Targeting ist, aber wir wissen ja, da gibt es viele Challenges. Ich glaube, es ist auch berechtigt, dass Deutschland da einen höheren DKP hat, weil du einfach mehr Zielgenauigkeit beim Targeting hast. Und eine reichere Audience auch. Du musst ja auch sehen, der Durchschnittsamerikaner verdient natürlich noch mehr als wir, aber wenn du dann eben die englischsprachigen Menschen im Rest der Welt mitzählst, die das eventuell hören, die haben ja auch nicht das gleiche Haushaltseinkommen oder Disposable Income. Von daher ist das vielleicht auch der Grund, warum englischsprachig ein bisschen schlechter monetarisiert, weil du arme Menschen aus der ganzen Welt hast, die da keinen Pfennig ausgeben, für was sie da im Podcast hören. Na gut, aber schön, dass du da 20% gemacht hast. So, dann, warte, erst mal haben wir die Shit Corner. Und zwar, die Washington Post schreibt, dass Doge ein Tool gebaut hat, um 50% der Federal Regulations abzubauen. Also man will 50% der Regulierung auf Federal Level, Bundeslevel, regulieren und das soll KI übernehmen. Und zwar gibt es ein sogenanntes Doge AI Deregulation Decision Tool. Interessanterweise Decision Tool. Also um meine Meinung gleich mal dazu vorwegzunehmen. Ich glaube, es ist total schlau, sich da die Vorarbeit teilweise von KI machen zu lassen. Mal zu überlegen, welche Gesetze sind schlicht obsolet, also musst du irgendwie Pferdekutschen noch besonders stark regulieren oder einfach auch outdated Technologien oder gibt es irgendeine Doppelung, wo was längst unter ein anderes Gesetz mitfällt oder so. Das kann KI, glaube ich, besser und effizienter als viele Menschen oder als wenn man da jetzt irgendeine Beratungsagentur hat. Aber wenn das schon Decision heißt und KI da am Ende mehr als nur die Vorbereitung macht, heißt das schon für sehr fragwürdig. Ich glaube definitiv, dass wir in den nächsten drei bis fünf Jahren in ein Stadium kommen, wo KI das tatsächlich besser als Menschen kann. Und überhaupt, KI ist relativ unbestechlich. Man muss natürlich auch aufpassen, wie der Prompt dargesetzt wird. Wenn du jetzt sagst, Die regulieren wir mal die Welt, aber pass auf, dass da reiche Menschen nicht so stark beeinflusst sind oder dass irgendwie weiße Männer davon weniger beeinflusst sind. Das kann es natürlich auch alles so und auch das kann KI leider besonders effizient darstellen. Sollte aufgrund dieser KI irgendwas gemacht werden, ist, finde ich, unheimlich wichtig, dass der Prozess dahinter transparent ist, so wie ich eigentlich wissen will, was in jedem Ausschuss passiert, wenn Gesetze gemacht werden. Ich bin natürlich prinzipiell dafür, Regulierungen und Gesetze abzuschaffen, wenn sie obsolet sind oder wenn man sie schlanker, besser machen kann. Deswegen, die Sympathie für die 25%-Tags von Ulf Poschardt, ist ja auch nicht seine Idee, aber das macht alles total viel Sinn. Aber man muss natürlich wissen, was dahinter steht und nach welcher Auswahl eigentlich, also was Wonach hat das KI-Tool entschieden? Welche 50% der Gesetze oder der Regulierung jetzt obsolet sind? Wenn da zufällig selbstfahrende Autos, irgendwie Raumschiffe und sowas dereguliert werden, muss man schon verstehen, was der Ausgangspunkt dafür war. Man hat ja das Gefühl, dass die Trump-Regierung da teilweise relativ viel schon der KI überlässt. Begonnen mit der Trade Policy, als vielleicht auch eben hier die die Entbürokratisierung. Wie gesagt, ich glaube prinzipiell, dass es sinnvoll ist, KI da nicht zu nutzen als Tool, wäre genauso falsch. Also, dass das in der Vorbereitung zumindest passiert, um auf neue Ideen zu kommen, gerade so um Blindspots auch, woran man vielleicht nicht gedacht hätte, abzudecken, ist KI unheimlich gut. Ich wurde zum Beispiel, ich wurde neulich gefragt, ob ich für die Vorträge KI benutze. Natürlich nutze ich das irgendwie für Bildgenerierung oder so, aber ich lasse mir explizit die Vorträge nicht von KI machen, natürlich, weil es dann nicht meine Handschrift wäre, sozusagen, Aber hinterher nochmal KI zu nutzen, um zu sagen, habe ich eigentlich irgendwas verpasst oder übersehen oder ist irgendwas für mich so trivial, dass ich es verpasst habe, obwohl es für das Publikum total relevant ist. Dafür ist KI zum Beispiel super gut. Also ich bin schon dafür, das auch und gerade in der Regierungsarbeit oder bürokratischen Arbeit zu nutzen. Wo, wenn nicht da, sollten wir Effizienzen heben. Aber es muss natürlich trotzdem transparent passieren und die KI kann jetzt nicht die Regierungsarbeit komplett. übernehmen. So, und dann kommen wir in die, ach nee, noch nicht in die schöne Ecke.
Vorher muss ich mich noch über mich selbst lustig machen. Ich habe gerade gesehen, Spotify hätte fast 60% gemacht, wenn ich die Anfang des Jahres gekauft hätte. Wäre dir bessere Idee gewesen? Da kannst du mir in der nächsten Folge die Earnings erklären.
Die kommen heute Abend. Die kommen heute Morgen, aber wir nehmen so früh morgens auf, dass wir es... Wobei, tatsächlich, die kommen 14 Uhr raus, glaube ich. Oder? Sind sie schon draußen? So oder so schaffen sie es jetzt nicht zu analysieren. Also kommen sie nächstes Mal raus. Genau, was gibt es? Die EU nutzt den Digital Services Act. Nicht mehr gegen die USA, wie wir wissen, aber immerhin noch gegen China. Und zwar ist Temu jetzt ins Visier geraten, weil sie vermeintlich unsichere Produkte verkaufen. Also illegale Produkte, schreibt die Financial Times. Es geht hauptsächlich, glaube ich, um das fehlende CE-Kennzeichen, also dass sie einfach unsicher und nicht getestet sind. Es geht um Babyspielzeug, kleine Elektronik und so weiter, die nicht zumindest den EU-Regularien entsprechen und dementsprechend nicht als sicher betrachtet werden können. Niemand möchte, dass das Kinderzimmer brennt. Dafür haben wir diese Tests geplant. wenn Dinge in den Markt kommen in der EU und das sieht die EU bei Temo gefährdet. Ich weiß nicht, warum man ausgerechnet Temo ran nimmt. Das gleiche Problem hätte man natürlich bei Shopee, Alibaba und sonstigen Shein eventuell ebenfalls. Wenn immer Dinge ohne die Logos oder die entsprechenden Siegel aus China in die EU kommen, muss man das befürchten. Insofern schon eine gute News. Und dann zwei spannende News noch. Also A, Microsoft hat jetzt eine agentische Browser Experience geschaffen. Es gibt einen Co-Piloten Modus. Das einzige Problem ist, der funktioniert im Microsoft Browser Edge und ich weiß jetzt nicht, ob ich in eine öffentliche Bibliothek oder zu Großeltern gehen muss. Um das auszuprobieren, ich weiß nicht, ob irgendjemand den Edge-Browser freiwillig benutzt. Ich benutze ihn immer einmal im Jahr, nämlich genau dann, wenn ich einen neuen Windows-PC aufsetze. Dann ist es gar nicht so einfach, einen anderen Browser runterzuladen mit dem Edge-Browser. Also insbesondere den Chrome runterzuladen mit Microsoft Edge scheint mir erstaunlich schwer zu sein. Meistens installiere ich mir erst Brave, um dann Chrome und dann Chrome Canary zu installieren. Wie auch immer, wer Lust drauf hat, das soll die komplette Browsing-Logik auf den Kopf stellen. Ich glaube, hier gibt es wie gesagt ein kleines Distributionsproblem, dass irgendwie seit 20 Jahren niemand mehr mit Microsoft Edge arbeiten möchte und ich glaube auch, dass Features nicht überwältigend genug sein wird, dass Konsumenten da einen Schaden hinlaufen. Und die andere News war, ihr habt ganz ähnliche Vibes bei mir erzeugt. Achso, Microsoft Teams kommt in die Mercedes-Fahrzeuge. Was sind deine Emotionen? Das ist so für Funktion und Emotion. Schöne Grüße an Haken dran. Podcast. Das wäre so ein richtiges Funktion und Emotion Thema. Ein Twitter-Account schreibt, Breaking Mercedes-Benz is integrating Microsoft Teams into its vehicles. Was fühlst du dabei?
Best of both worlds. Best of both worlds. Und vor allem, die Technik ist so, dass wenn du stehst, wenn du auf dem Parkplatz bist, deine Coworker können dich sehen, aber wenn du dann anfängst zu fahren, dann geht das Bild aus, dass du dich abgelenkt bist und irgendwie versehentlich schaust, wie dein Coworker in die Kamera guckt. Ja, I don't know. Aber ja, im Auto wird wohl viel telefoniert.
Also wenn du Beifahrer bist, kannst du das ja auch genauso über dein iPad oder Handy oder Laptop machen. Und wenn du Fahrer bist, solltest du eigentlich nicht im Microsoft Team... Und eigentlich sollte niemand im Microsoft Team sein, wenn wir mal ganz ehrlich sind. Ja. Also Teams ist eigentlich der beste Beweis, wie schädlich Monopole und Marktmacht und Bundling ist. Aber andererseits... Ja, Mercedes-Fahrer. Ja, und damit haben wir es...
Ja, eigentlich geschafft. Du wolltest ja, dass wir mit Good News enden, die Good News sind. Ich schaue mir gleich die Location an für unsere Doppelgänger-Party. Wir feiern am 10.10. gemeinsam unseren Release von der 500. Folge. Kannst du schon mal ein Zugticket nach Hamburg kaufen und ich mache in den kommenden Tagen eine kleine Seite.
Gemeinsam heißt es mit Frank Thelens Geburtstag gemeinsam oder was?
Naja, alle Leute, die mit Frank Thelen Geburtstag feiern, sind in Bonn und alle coolen Leute sind in Hamburg. Aber schon in Hamburg.
Ein wahnsinnig... Haben wir mehr Doppelgänger-Hörer? Also rein ökologisch müssen wir erstmal besprechen, ob wir mehr Doppelgänger-Hörer in Hamburg oder Berlin haben. Und inwiefern das recht zu fertigen ist, dass das wieder komischerweise direkt vor deiner Haustür passiert und wahrscheinlich in deinem Lieblingsrestaurant wieder ein Jahr kostenlos essen darfst.
Genau so sieht es aus. Irgendwas muss ich ja auch... Ich muss ja auch einen Vorteil haben davon, dass ich hier den ganzen Schüssel machen muss.
Also Karin und Maren von Compliance haben wir gerade angerufen und gesagt, wir bauen jetzt ein Varanioschen Apparat und die Wahl für die Doppelgängerparty ist nach Kassel oder Kassel-Wilhelmshöhe oder Limburg an der Lahn. Wir hatten schon mal rausgefunden, was der geografische Mittel ist. Ich glaube, wo hat Amazon das erste Lager gebaut? Bad, Bad, Bad. Nein, nein, das ist zwischen uns. Genau, zwischen uns wäre das fair. Aber ganz Deutschland, wenn wir noch da rausgehen, das ist in ganz Deutschland. Bad Hersfeld. Bad Hersfeld. Aber da gibt es keine ICE-Strecke. Ich glaube, Kassel-Wilhelmshöhe ist eigentlich... Oder Hannover. Hannover ist richtig hässlich.
Kassel ist richtig hässlich.
Ja, dann meinetwegen Hamburg.
Ja, Hamburg.
Ich glaube, die Location wird ganz cool. Kassel ist angeblich die lebenswerteste... Warte, warte. Kassel hat die glücklichsten Einwohner, habe ich neulich gelesen. Kassel hat wirklich die lustigsten, äh, nicht die lustigsten, aber die fröhlichsten Einwohner oder so. Da war ich sehr überrascht.
Also, ich war letztes Jahr in Kassel, das war jetzt, also, ja. Aber es ist schon derbe witzig, dass wir unsere 500. Folge beim 50. Geburtstag von Delen feiern. Also, der Zufall könnte nicht witziger sein. So, das, äh, ja. Kann man sich so nicht ausdenken.
Vielleicht geht ja auch abends noch ein Bus.
Vielleicht. Also, habt einen schönen Mittwoch. Bis Samstag.
Peace.
Ciao, ciao. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Blöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off.
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