Doppelgänger Folge #520 vom 19. Dezember 2025

KI ist keine Zahnpasta | Funding-Woche: Databricks, Waymo, OpenAI, Lovable & Yann LeCuns AMI Labs #520

Die Woche der Mega-Funding-Runden: Databricks wird mit 134 Milliarden bewertet, Waymo peilt 100 Milliarden an, und OpenAI soll bald 830 Milliarden wert sein. Amazon will 10 Milliarden in OpenAI investieren. Coinbase launcht Prediction Markets und tokenisierte Aktien. Revolut plant 3,5 Milliarden Profit bei 40% Marge – profitabler als die meisten Banken. Lovable aus Schweden rast auf 6,6 Milliarden. Das US-Handelsministerium droht der EU mit Vergeltung wegen Tech-Regulierung und nennt explizit SAP, Siemens und DHL. Der TikTok-Deal soll im Januar kommen – Oracle, Silver Lake und Abu Dhabi übernehmen 45%. Ein Andreessen-Startup baut synthetische KI-Influencer mit Phone Farms. Instacart steht wegen KI-Preismanipulation unter FTC-Beschuss. Yann LeCun gründet Ami Labs mit 500 Millionen Seed. Trade Republic wird mit 12,5 Milliarden bewertet. Trump Media fusioniert mit einer Fusionsenergie-Firma. Wann kommt es zur großen Doppelgänger Cola Blindverkostung?


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:


(00:00:00) Intro

(00:00:49) Coinbase: Aktien & Prediction Markets

(00:08:14) Databricks 134 Mrd. Bewertung

(00:13:39) Revolut: 40% Profitmarge

(00:19:26) Waymo 100 Mrd. Bewertung

(00:36:15) Oscars wechseln zu YouTube

(00:37:22) Sam Altman: KI wie Zahnpasta?

(00:46:16) Lovable 6,6 Mrd. Bewertung

(00:49:53) Amazon investiert 10 Mrd. in OpenAI

(00:53:48) OpenAI 830 Mrd. Bewertung

(00:56:55) Trump bedroht EU wegen Tech-Regulierung

(01:00:56) Andreessen-Startup baut Fake-Influencer

(01:08:13) Instacart KI-Preismanipulation

(01:12:25) Yann LeCun gründet Ami Labs

(01:14:50) TikTok-Deal im Januar

(01:18:47) Trump Media fusioniert mit Fusionsfirma

(01:24:14) Trade Republic 12,5 Mrd.



Shownotes

Coinbase Prognosemärkte Aktienhandel Stablecoins - cnbc.com

Databricks sammelt Kapital bei 134-Milliarden-Bewertung - wsj.com

Revolut strebt 2026 $9B Umsatz und $3.5B Gewinn an. - connectingthedotsinfin.tech

Waymo plant Finanzierung bei 100-Milliarden-Bewertung - bloomberg.com

Oscars wechseln 2029 von ABC zu YouTube - hollywoodreporter.com

OpenAI ChatGPT verbessert Bilderstellung - bloomberg.com

OpenAI-Gespräche: 10 Milliarden von Amazon für KI-Chips - theinformation.com

OpenAI neue Finanzierungsrunde könnte Startup mit bis zu 83 Milliarden bewerten - wsj.com

Start-up Lovable sammelt 330 Millionen ein - nytimes.com

EU-Strafen für US-Tech-Unternehmen - nytimes.com

Hack enthüllt a16z-unterstützte Telefonfarm, die TikTok mit KI-Influencern flutet - 404media.co

FTC untersucht Instacarts KI-Preistool - reuters.com

Instacart FTC Vergleich Täuschende Abrechnung - cnbc.com

Seb Johnson auf X: "Metas ehemaliger Chief AI Officer sammelt €500 Mio. ein. - x.com

TikTok schließt Verkauf seiner US-Einheit nach jahrelanger Saga ab. - axios.com

Trump Media - ft.com

Es wird kein Armut geben, universelles hohes Einkommen. - x.com

Trade Republic: Zwei reiche europäische Familien beteiligen sich am Milliardendeal - manager-magazin.de

Phishing-Versuch bei Outfittery: Datenleck beim Bekleidungshändler? - heise.de


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Willkommen zum Doppelgänger Tech Talk Podcast Folge 520 am 20. Dezember 2025. Ich bin Philipp Glöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Glöckner. Wir haben alles dabei, wirklich alles außer Earnings und fangen an mit Coinbase, der Krypto-App. die jetzt mehr als Krypto wird. Ich habe das Gefühl, alle machen jetzt bald alles und so ein bisschen werden die Firmen, die früher alles disrupten wurden, zu den Firmen, die dann auch wieder irgendwann disrupted werden. Auf jeden Fall bei Coinbase kann man jetzt in Zukunft dann auch Aktien kaufen und das Schimpfwort... Und das Schimpfwort Prediction Markets.
Tokens kannst du kaufen.
Das heißt, ich kann dann bald OpenAI-Anteile kaufen?
Vielleicht. Wir können noch Birkenstock-Earnings machen. Aber die Kurzversion hat zweistellig verloren, weil der Ausblick auf 2026 nicht so super aussah. Keiner hat Bock auf Birkis. Sind Birkis out, muss ich meinen Look anpassen. Und was ist jetzt innen dann? Fragen schon alle Zellerfeld? Was ist der New Style?
Wahrscheinlich musst du erstmal noch Crocs kaufen.
Also nicht. Genau, Coinbase. Coinbase hat so ein großes Event angekündigt, lang und breit, und haben jetzt verkündet, dass sie genau das, was du gesagt hast, zwei Dinge machen. Einerseits sie so eine Art Stock-Trading anbieten, uns aber über Tokenized Stocks, wenn ich es richtig gelesen habe, oder habe ich das geträumt?
Nee, hast du glaube ich schon richtig gelesen.
Also dahinter kauft vielleicht jemand dann wirklich die Stocks. Das heißt nicht, dass man jetzt gar keine Aktien besitzt, aber es ist eben so ein Zwischending, damit das ein bisschen Blockchain-cool ist und zu Coinbase passt. Und das andere ist, dass sie Prediction Markets hinzufügen. Ich weiß nicht, ob sie die selber beantworte. Das ist eine Partnerschaft mit Kelsey, ne?
Ja, genau. Bestens vorbereitet bist du.
Bestens vorbereitet. Das von dir ist lustig. Naja. Warum ich das lustig finde, ist, weil der CEO Brian Armstrong ja neulich noch öffentlich bewiesen hat, wie einfach es ist, diese Prediction Markets zu manipulieren. Also indem er verschiedene Predictions eingelöst hat, indem er im Earnings, in den sogenannten Mansion Markets, also wenn du... wo darauf gewettet wird, dass im Earnings Call gewisse Worte wie Web3 oder Blockchain fallen. Das hat er da quasi massenweise eingelöst und damit eigentlich bewiesen, wie es einfach ist, diese Prediction Markets zu manipulieren. Ich finde das eine schon krasse Art an Zynismus, ehrlich gesagt. Diese Prediction Markets haben ja zwei große Probleme. Das eine ist, was überall anders Insiderhandel wäre. Also man kann da zum Beispiel darauf wetten, wann Meta das nächste KI-Modell rausgibt oder Google oder OpenAI oder welches KI-Modell zum Ende des Jahres das beste ist in der LLM-Arena. Es ist aber vollkommen klar, dass irgendwo Entwickler und Entwicklerinnen und Produktmanager sitzen oder PR-Leute, die wissen, wann diese Release-Termine sind. Also es sind halt nicht zufällige Elemente, sondern es gibt Menschen auf der Welt, die wissen, was die richtige Information ist, auf die andere wetten. Und das heißt, wenn du an diesem Markt teilnimmst und du gehörst nicht zu der Partei, die das weiß oder auf deren Seite ist durch Zufall, hast du einen strategischen Nachteil schon. Also es ist keine perfekte Information, es ist kein Coinflip mehr, es ist nicht nur der Rake, also die kleine Gebühr, die Calci oder Polymarket nehmen, die du verlierst, sondern du verlierst außerdem die Wahrscheinlichkeit, Also wenn jemand im Markt ist, der die Informationen hat und die kann, es gibt Leute, die diese Informationen haben in diesem Fall, wann die Modelle rauskommen zum Beispiel oder ob ein venezolanisches Boot abgeschossen wird. Was ist, wenn Pete Hexheck vorher auf Polymarket guckt, ob heute eine gute Wette läuft, ob Boote abschießen. Heute ist die Wahrscheinlichkeit irgendwie nur noch, weil es schon 11 Uhr ist. kostet es nur zwei Cent zu sagen, heute wird noch ein Boot abgeschossen. Dann sagt er, wir wollten eigentlich morgen früh raus, aber schick dich hier jetzt mal los. Wir machen das Boot heute noch platt um 23.59 Uhr. Das ist jetzt schon das zweite Beispiel. Also Insider-Informationen. Es gibt ein Element, was sich zwar nicht mehr verändern lässt, aber jemand weiß, wann es eintritt. Das ist Insider-Informationen. Das macht den Markt schon ineffizient eigentlich. Und dann hast du aber, was ich eben beschrieben habe, dass Leute... nicht nur den Ausgang kennen, sondern ihn verändern können. Also ich kann eben diese Menschen-Markets, das hat Brian Armstrong eben erklärt, dieses P-Texas-Beispiel. Es gibt halt Leute, die können einfach sagen, let's fuck the market und wir verarschen das und wir verschieben ein Event um einen Tag oder wir ziehen es um einen Tag nach vorne. Bei Sportwetten wird es irgendwann problematisch. Den Ausgang eines gesamten Spiels zu verschieben, ist nicht so einfach. aber zum Beispiel mir in der 90. Minute noch eine rote Karte zu holen, das kann ein einzelner Spieler bewirken. Diese Märkte sind noch brutal unreguliert und es gibt, glaube ich, keinen besseren Weg, quasi illegal oder halblegal Geld zu machen, wie dort. Plus, du zahlst mit, also es ist anonym, also würdest du das perfekte Verbrechen designen. Du zahlst ja mit irgendwie Polygon-Tokens, das heißt, eventuell ist das Geld nicht nachvollziehbar, Damit ist auch Insiderhandel viel, viel schwerer nachzuverfolgen oder eben, wenn jemand den Markt selber riggt. Absurd, dass sowas überhaupt legal ist, würde ich sagen.
Ja, und ich glaube, uns ist in Europa gar nicht so bewusst, wie groß dieser Markt ist und wie das irgendwie Mainstream geworden ist schon. Also wenn ich mir amerikanische YouTube-Videos angucke, egal in welcher Direktion, dann findet man immer irgendwelche Sportwettenanbieter und sowas. Also dieses Wetten auf Outcomes ist, glaube ich, riesenhoch. Die Frage, die ich hatte bei Coinbase war, machen die das, um mehr Geld zu verdienen oder machen die das, weil man als Krypto-App immer nur im Krypto-Hype irgendwie genutzt wird?
Also A, sie haben die perfekten Kunden dafür. Also junge, männliche, risikoaffine Nutzer. Und B, die Gefahr ist, also jeder hat nur so und so viel Budget zu verspielen. Und ich glaube, Coinbase stellt sich die Frage, wenn die Leute nicht mehr auf Kryptocoins zocken können bei uns, vielleicht machen sie es stattdessen bei KLC oder Polymarket, dann würden die Nutzer verlieren. Also du könntest so sagen, das ist ein bisschen wie Netflix, die auch mit Gaming konkurrieren. Es ist beides quasi, also ob den Usern das jetzt bewusst ist oder nicht. Betting ist kein Investment, sondern Konsum. Und mit Crypto-Coins gambeln, zumindest wenn du sie tradest, würde ich sagen, ist auch Konsum. Also im Schnitt verlierst du, weil der Markt im Schnitt nicht hochgeht, wie sich ja gerade sehr gut zeigt. Das heißt, es ist, wenn du so willst, das gleiche Pocket im Portemonnaie, aus dem das bezahlt wird. Und deswegen sagt man, wenn die schon Wetten machen wollen, dann doch lieber auf unserer Plattform. Weil wenn nicht, werden sie das Geld, was sie bei Polymarket oder Kelsey verzocken, nicht mehr bei Coinbase in irgendwelche Kryptocoins reinstecken. Der Wettmarkt ist übrigens USA, Europa fast gleich groß.
Echt? Krass. Ich hätte gedacht, es ist in Amerika viel, viel größer.
Also in absoluten Zahlen. Aber die EU sind doch auch so 400 Millionen Leute, oder? USA ist 210 Milliarden, Europa 170 Milliarden. Das ist nicht so weit auseinander. Du darfst nicht die ganzen Spielhöhlen vergessen, die du im Bahnhofsviertel alle 300 Meter siehst.
Echt? Ist da jemals jemand drin?
Ich war noch nie in so einem Ding. Man muss ja das Schwarzgeld reinwerfen.
Was hast du gesagt? Lass uns weitergehen. Databricks? Braucht mehr Kohle?
Ja, es ist so ein bisschen die Woche der Super-Funding-Runden, könnte man sagen. Wir fangen mal an mit Databricks. Eine der größten Runden überhaupt wieder. Databricks baut so eine Art Data-Analyse-Software in der Cloud, Snowflake mit Analyse oder wie auch immer man es nennen möchte und lässt sich jetzt mit 134 Milliarden bewerten und raced dabei 4 Milliarden. Man könnte sagen, eigentlich brauchen sie das Geld nicht, sie sind seit 12 Monaten Cashflow-positiv. Sie haben das erste Mal 4,8 Milliarden Annual Revenue ARR durchbrochen, also kurz vor 5 Milliarden und wären dann ja hier mit dem 26-fachen Und rund 26-fachen des Umsatzes, oder ja, rund 30-fachen kann man sagen, des Umsatzes bewertet. Kann man sagen, bei dem Wachstum wächst 55% gegenüber Vorjahr. Hat eine brutal gute Net Revenue Retention, ich glaube so um die 140%, was auch das schnelle Wachstum ermöglicht. So ein bisschen wie Snowflake auch früher. Ja, von da kann man an den 30-mal Umsatz wahrscheinlich nicht viel rumnörgeln. Wie gesagt, man könnte sagen, sie füllen hier vielleicht nur opportunistisch die Kriegskasse auf. Eigentlich brauchen sie das Geld nicht, weil sie positive Überschüsse haben, Kapitalflussüberschüsse. Aber es wäre auch dumm, wenn dir jemand 30 Mal Umsatz bezahlt, dann nicht opportunistisch. Was nimmst du hier in Kauf? 3% Verwässerung, dafür hast du 4 Milliarden auf der Bank. Kann man schon machen, glaube ich. Und ist natürlich auch wichtig als so eine Zwischenrunde, um bei einem IPO dann vielleicht eine noch höhere Bewertung später zu rechtfertigen. Also so als Ankerpreis für den IPO. Also dass man vielleicht in der ersten Hälfte 2026 dann für 150 Milliarden an die Börse geht. Dafür hilft es natürlich, dass der Privatmarkt jetzt nochmal 134 bestätigt hat Ende diesen Jahres. Was man hier schon sagen muss, Es wird ja viel darüber geredet, ob OpenAI nicht unheimlich viel Geld verbrennt und so weiter. Und ich erkläre eigentlich immer, dass die Funding-Dynamik bei OpenAI gar nicht so unnormal ist, wie man denken würde. Ich vergleiche es ja immer gern mit Databricks, Snowflake oder Palantir, die sehr ähnliche Relationen zumindest hatten. Und Databricks ist jetzt ein gutes Beispiel. Wir können es ja einmal durchrechnen. Die haben jetzt 5 Milliarden ARR aufgebaut. Und haben dafür jetzt aber insgesamt schon 25 Milliarden US-Dollar aufgenommen, inklusive dieser Runde. Jetzt könntest du sagen, okay, diese Runde ist jetzt für zukünftiges Revenue, also rechnen wir mit 20 Milliarden. Und haben sie immer noch das Vierfache an Funding gebraucht, um 5 Milliarden AR aufzubauen. Und wenn du OpenAI jetzt auf 15 Milliarden AR taxierst Ende diesen Jahres, dann passt das zu 60 bis 75 Milliarden, die sie aufgenommen haben. Also es braucht vier bis fünfmal, früher war es eher dreimal, aber vier bis fünfmal das Revenue bei so sehr schnell wachsenden Firmen. Und OpenAI wächst viel schneller, muss man dazu sagen. Databricks wachsen nur noch mit 55% Year-on-Year-Growth und 140% Revenue-Expansion. Diese Metriken sehen bei OpenAI natürlich deutlich besser aus. Jetzt kann man sagen, also die Kunden sind natürlich viel loyaler bei Databricks. Das ist viel näher an echten SaaS, langfristiger Login. Du willst deine Plattform nicht alle zwei Jahre ändern. Die Revenue-Qualität ist eine andere, da bin ich 100% auch dabei. Aber wie gesagt, wenn du sagst, OpenAI ist overvalued, dann musst du dir auch Databricks anschauen. Dann musst du dir vor allen Dingen SpaceX anschauen, die irgendwie 20-30% wachsen. und nächstes Jahr angeblich mit 100 Mal Revenue bewertet werden sollen. Das finde ich ein bisschen wilder noch. Aber die bauen jetzt Datacenter im All, habe ich gehört. Also meine Wette immer noch, 2027 hat SpaceX noch nicht ein Gigawatt ins All gebaut, aber er labert mit Jensen Wang schon irgendwie von Hunderten von Gigawatt, die er ins All schießen will. Das würde ich mal sehen, wie er das hinbekommt.
Die Story ist jetzt größer als die Roboter für Tesla, oder?
Ja, es sind ja zwei verschiedene Unternehmen, aber läuft so parallel. Also was ich echt krass finde ist, als Journalist machst du dich doch fast schuldig inzwischen, wenn du das immer wieder reportest. Also das funktioniert natürlich super, ich hau so eine Statements raus, aber wenn du ein Journalist bist, musst du doch eigentlich A. wissen und B. auch sagen, dass Elon Musk noch nicht in seinem ganzen Leben noch nicht eine Timeline gehalten hat. Der ganz viele großartige Sachen erreicht, das geben die mir 100%, aber der wird irgendwann vielleicht auch mal ein Datacenter ins All bauen. Ob das dann wirklich rentabler ist als auf Erden, da bin ich mir noch nicht so sicher, wird er bestimmt auch hinbekommen. Aber wir wissen doch, dass keine dieser Timelines jemals gehalten worden ist. Wenn der im Nebenraum sitzt und sagt, ich komme in einer Minute rüber, bin ich mir sicher, der kommt in 10 Minuten. Und dann wird es wieder wiedergegeben, diese massiven Gigawattzahlen von Space Installations, die er bauen will, oder eben, dass ihm der gesamte Robotikmarkt ab 2027 gehören wird und so. Ich verstehe es nicht. Naja, Databricks, genau, aber ansonsten sehr impressive. Und ich habe es mal mit Snowflake verglichen, die so immer der Peer sind, mit dem man sie gerne vergleicht, weil sie sehr ähnlich vom Produkt und Markt und Geschwindigkeit waren. Und Databricks ist jetzt 134 Milliarden wert. Snowflake ist nur die Hälfte davon wert, obwohl sie schon an der Börse sind. Das ist auch krass. Und Snowflake macht auch knapp 5 Milliarden EAA übrigens. Sie haben quasi beide 5 Milliarden EAA. Databricks aber doppelt so viel Wert. Und das liegt daran, einerseits, weil sie deutlich schneller wachsen. Ich glaube, Snowflake wächst noch zwischen 25 und 30%. Databricks doppelt so schnell und Snowflakes NRA, also Revenue Expansion Rate, ist glaube ich auf 125 runter, wenn ich es richtig im Kopf habe. Databricks liegt immer noch bei 140 und Databricks hat den AI Feenstaub natürlich drauf, weil sie das eine Milliarde von den vier Milliarden sind, sogenanntes AI Revenue bei Snowflakes sind es nur 100 Millionen. die ganzen Firmen, die jetzt Plattformen für KI bauen, also wenn die Accentures, die Lloyds und so in die Firmen gehen und ihnen jetzt KI-Plattformen bauen, dann ist Databricks tatsächlich so ein bisschen das Data-Layer, auf dem das in der Regel aufgebaut wird. Das heißt, sie sind da ein bisschen näher am Trend und gut vorbereitet auf den AI-Boom. Und deswegen kann man an dieser sehr lofty Valuation wahrscheinlich gar nicht so viel rumnörgeln. Also Was schon krass ist, dass Databricks mit diesen 25 Milliarden geraced, oder 20 Milliarden fairerweise geraced, um hier hinzukommen, jetzt nicht so, da ist SpaceX zum Beispiel kapitaleffizienter. SpaceX hat glaube ich insgesamt nur 12 oder 20, Sekunde muss ich mal kurz gucken, aber relativ wenig Geld geraced und ist damit ja jetzt angeblich schon bei 800 Milliarden Bewertungen. 12 Milliarden geracet, natürlich relativ wenig Verwässerung, zumindest Richtung Ende, die sie machen mussten, weil sie sehr früh tatsächlich Geld verdient haben. Auch das sicherlich relativ beeindruckend.
Als nächstes haben wir Revolut. Ist es möglich, dass Revolut die profitabelste Bank der Welt ist?
Gute Frage. Auf jeden Fall sind sie da sehr dran. Das checken wir gleich mal. Aber zuerst mal die News. Revolut, die ja inzwischen mit 75 Milliarden bewertet sind, wir verstehen aber gleich warum, will nächstes Jahr nicht nur 9 Milliarden Umsatz machen, sondern das Spannende, wie du richtig angedeutet hast schon, ist, dass sie dabei 3,5 Milliarden Profit machen wollen. Das müsste so rund 40 Prozent, ich glaube 39 Prozent, eher Profitmarge sein. Ich hätte mich dir angeschlossen, dass das relativ kompetitiv ist und wahrscheinlich die profitabelste Bank der Welt. Aber JP Morgan Chase hat tatsächlich eine operative Marge von 44%. Profitmarge nur 35%, also das Finanzergebnis ist natürlich nicht ganz unwichtig bei einer Bank. Vielleicht sollte man hier 35 nehmen. Aber die spielen dann tatsächlich in einer Liga. Morgan Chase hat Privatkundengeschäft, hat Investmentbanking-Geschäft. Das ist eine sehr große Bank. Wie groß ist das Balance-Sheet?
Dafür hat Revolut den Zugang zu irgendwelchen Flugzeug-Lounges. Flughafen-Lounges.
Das haben JP Morgan Kunden eventuell auch, wenn sie die richtige Sapphire Card haben. Aber die Durchschnittsbank hat natürlich nicht so eine Marge, das kann man schon sagen. Und im noch sehr schnellen Wachstum begriffen, ist das natürlich noch mal beeindruckender, so früh schon bei fast 40% Profitmarge zu sein. Nick Stronski gehören noch 29% der Firma. Das heißt, der müsste dann 25 Milliarden schwer sein. Vielleicht bekommt er sogar noch über Aesops ein bisschen mehr, was er sich dann in Dubai auszahlen lässt. Wir werden sehen. Naja, aber beeindruckend auf jeden Fall. Crazy.
Ich hätte gedacht, die Marge liegt bei denen bei 10% oder so.
Also keine Ahnung, 12, 15%. Ja, also man hatte denen zugetraut oder hatte so im Hinterkopf, dass sie bestimmt profitabel sind schon. Aber dass sie so profitabel sind, hätte ich ehrlich gesagt auch nicht gedacht. Deswegen erwähnen wir es ja auch mal zum Vergleich. Aber selbst die Deutsche Bank hat 32% operative Marge.
Das kann doch gar nicht sein.
Ist das eigentlich ein kompetitiver Sektor? Gibt es da Konkurrenz? Wie können die dann alle über 30% Marge haben?
Die ganze Story von den Neobanken ist doch dann futsch. Also die haben doch alle gesagt, wir sind so super innovativ, weil wir irgendwie so mega profitabel sind und der Bankensektor ist irgendwie so old. Also André, wir erwarten eine Sprachnachricht.
Da musst du uns noch ein bisschen was erklären. Fairerweise, es gibt schon schlechtere Jahre, wo die Banken dann auch schlechter verdienen insgesamt. Aber so schlecht scheint es nicht zu gehen. Man muss sich ein bisschen fragen, ob es da genug Konkurrenz gibt, wenn die alle so profitabel sind. Oder wie Berthold Brecht sagen würde, was ist das Verbrechen, eine Bank auszurauben, verglichen mit der Gründung einer?
Wir müssen ein bisschen einfacher heute sprechen. Wir haben ein paar neue Hörer. Ein Freund von mir hat mir ein Screenshot geschickt. Wir sind im KI-Newsletter der Zeit und ich gehe davon aus, dass das knallt. Weil aus meiner Vergangenheit kann ich sagen, nur ein kleines Bild in irgendeiner Seite von der Zeit... Bringt Umsatz.
Deswegen, hallo. Für Zeitleser sind wir mit Bertolt Brecht auch genau richtig unterwegs.
Genau, genau. Also schönen guten Tag. Wir versuchen uns zu benehmen. Es gibt, also ich mache mich immer so ein bisschen lustig über Pip, dass er so einen Secondary-Dealer hat. Secondary heißt Anteile von Firmen, die man so... nicht wirklich kaufen kann, aber irgendwie schafft das Chip dann ab und zu bei OpenAI, Perplexity und so weiter an irgendwelche Anteile zu gehen. Könntest du deinem Secondary-Dealer bitte sagen, dass ich gerne bei Waymo so ein Mini-Mini-Mini-Mini-Ticket parken würde?
Kann ich mal.
Oder magst du da investieren und ich schiebe dir so einen Briefumschlag rüber?
Also das mit dem Briefumschlag machen wir schon mal nicht, aber das ist eigentlich eine gute Idee.
Ich frage Ich habe die letzten Tage wieder so ein paar Leute gesehen im Straßenverkehr. Also ich würde mir wünschen, dass das autonome Fahren bald kommt.
Ja, das kommt ja. Das ist ja eigentlich da. Die Zukunft ist nur noch nicht gleich verteilt. Beim Secondary-Dealer gibt es auf jeden Fall Kashi und Pulli-Market gerade.
Nee, nee, das will ich dich nicht.
Waymo, ebenfalls Megarunde, über 100 Milliarden angeblich. Und zwar will man nochmal 15 Milliarden raisen auf einer Bewertung von über 100 Milliarden. Die Runde ist noch nicht so ganz fix, aber Bloomberg berichtet, es wird gut informiert sein. Fairerweise muss man sagen, werde ich auch im Newsletter schreiben, der kommt ausnahmsweise am Freitag diese Woche, falls er am Freitag kommt.
Mach doch einfach mal eine Woche Pause. Du kannst doch eine Weihnachtspause machen.
Nee, das fühlt sich falsch an. Dann mach ich lieber Samstag und Sonntag ein oder so.
Weil am Wochenende noch irgendjemand das E-Mail-Postfach aufmacht.
Ja, aber guck mal, was da alles passiert hier. Was das für Deals sind, die hier passieren. Lauter Megadeals. Das wird alles noch geclosed. Ich warte hier auch am Freitag, den 19. gerade noch auf eine Nachricht vom Notar. Das ist Closing-Season. Das wird alles vor Weihnachten jetzt noch durchgenudelt. Also wer heute nicht sein wird, schwer dann. Aber dann passiert es erst Mitte Januar.
So zwischen den Jahren kann es auch noch zum Notar kommen.
Ach, nee, nee, nee, irgendjemand ist dann immer schon im Urlaub. Also entweder der Anwalt oder der Notar oder, nee, ich glaube nicht, dass so viele, also klar. Anwälte, also Notare müssten eigentlich Yield Pricing machen. In solchen Phasen musst du einfach doppelte Preise nehmen, finde ich.
Kannst du jetzt exklusiv im Doppelgänger-Podcast sagen, was es für einen Exit gibt? Also kannst du es peepen, du kannst gleich nachfragen und dann peepen. Ich würde gerne wissen, wie groß war die Runde?
Für mich ist es glaube ich ein 6x oder so. Also kein Home Run, aber ein guter Exit.
In welcher Zeitspanne?
Schon 4-5 Jahre auch. Sekunde, ich gucke mal kurz.
Also vor Doppelgänger oder war das so ein Corona-Investment?
Nee, schon älter. Ich muss mal kurz gucken, wann die gegründet wurde. Ich glaube 2018 habe ich investiert. Ja, da sieht man, wie lange so Venture dauert. Also zehn Jahre.
Okay, 6x hättest du ja auch eine gute Aktie nehmen können.
Ja, ja, ja, ja.
Naja.
Ich freue mich.
Cool, aber kannst du dir einmal exklusiv, sag mal kurz, wer es war?
Nicht, dass du es gefumbelt hast jetzt und jetzt doch noch alles. Eigentlich erst, wenn die Tinte trocken ist. Also, wenn es geklappt hat, dann schon mal herzlichen Glückwunsch an die Beteiligten. Wie kommen wir jetzt darauf? Es gibt einen anderen guten Deal, den kannst du dir im AAA-Podcast, da habe ich drüber geredet, anhören. Da war ich mit Bess Westermeyer am Samstag. Der war 25x und innerhalb von einem Jahr oder so, glaube ich. Sekunde, ich muss mal gucken, wann... Zwei Jahre. To be fair, zwei Jahre.
Okay, dann könnt ihr in der Discord-Community herausfinden, was das war.
Generell kann man in der Discord-Community mal so eine Liste machen mit allen Investments von Pip, die man so weiß und dann können wir in etwa abschätzen, welches Investment das exit war. Weg nicht so den Ehrgeiz, Leute. Ja. Gönnt euch die mal eine Auszahl zu Weihnachten und macht nicht so einen Quatsch. So, waren wir jetzt durch mit Waymo?
Ich will rein. Du willst auch rein?
Waymo würde ich gerne investieren. Jetzt muss man hier fairerweise auch sagen, wir haben uns eben über SpaceX lustig gemacht, dass die 1,5 Billionen wert sein wollen bei 15 Milliarden Umsatz und das wäre ja das Hundertfache. Waymo will 100 Milliarden wert sein und macht 350 Millionen Umsatz. Also 300-fache. Die Bewertung wird jetzt 300-fache bis Umsatz ist. Jetzt muss man zwei Dinge wissen. A, diese Bewertung wird hauptsächlich von Alphabet, also der Google-Mutter selber, die auch die Waymo-Mutter ist. Also Waymo ist inzwischen eine eigenständige Firma, wurde von Alphabet, also Google, inkubiert aus dem ehemaligen Google-Exlab. Diese Bewertung, also Google steckt selber Geld rein, aber es kommen ein paar externe Investoren dazu, ist jetzt nicht nur Google, aber deswegen muss man so ein kleines Sternchen vielleicht auch dran machen. Die können sich die Bewertungen selber so ein bisschen zurechtbauen und stecken die 15 Milliarden im schlimmsten Fall selber rein. Wobei 15 Milliarden inzwischen auch viel Geld sind, weil man ja außerdem ein Datacenter bauen muss die ganze Zeit. Die Frage ist, wenn ich jetzt gesagt habe, die machen nur eine Drittel Milliarde Umsatz, aber wollen 100 Milliarden wert sein, warum möchtest du trotzdem Shares haben? Warum möchtest du auf 300 mal Umsatz in Waymo investieren?
Weil ich glaube, dass die einfach das Spiel schon gewonnen haben. Also ich sehe keine richtige Konkurrenz. Ich glaube nicht an Tesla. Es gibt so ein paar kleinere Firmen, die irgendwie schönere Autos vielleicht haben, aber das kann Google auch. Ich gehe davon aus, dass sie es ausrollen können. Ich gehe davon aus, dass du es sowieso, also ich navigiere sowieso mit Google Maps überall hin. Die Integration da drin hast du. Und dann kannst du dir die Konkurrenz angucken. Aus China werden die wahrscheinlich günstige Autos bekommen, aber da wird die Software nicht stimmen. Und die andere Automobilindustrie wird einfach, also hat man ja in den letzten Jahren gesehen, da kann ja keiner mithalten. Also, wir reden hier in Hamburg, werden jetzt irgendwie, was sind das, 20 Moja-Autos gefahren, irgendwie am Stadtrand. Das ist ja nichts.
Ja.
Und ich glaube, es disruptet halt Auto und es disruptet auch Bahn.
Ja, kurze Info, Secondary-Dealer kommen halt sich, sieht gut aus. Also, wir müssen jetzt auffassen, dass wir nicht den Fehler machen, den wir anderen immer vorwerfen bei Elon Musk. Also, Glaubst du wirklich, dass Google, also ist Self-Driving-Cars ein Winner-Takes-It-All-Market und wird Google jetzt wirklich 80% dieses Marktes bekommen? Das ist die große Frage. Und ich würde davon ausgehen, dass es Konkurrenz geben wird. Du wirst wahrscheinlich, es sei denn, man reguliert sie weg, chinesische Anbieter geben. Baidu ist höchstwahrscheinlich auch sehr weit dabei und hat deutlich günstigere Autos. Wobei das Teure an den Autos in dem Fall jetzt nicht die Basis ist, sondern eher die LiDAR-Sensoren, die sozusagen gebraucht werden, um das Self-Driving so sicher wie möglich zu machen, die sich Tesla sparen möchte und stattdessen mit Kameras fahren möchte. Bei vielen anderen Sachen gebe ich dir aber recht. Also ich glaube nicht, dass es ein Winnetex-All-Marker ist und wir werden nur noch Google-Autos haben. Aber das eine ist, was du sagst, dass Google natürlich unheimlich viel Distribution hat über Google Maps. Einfach bei jeder Navigation... immer sofort anzubieten, dein Waymo ist nur eine Minute, also ich buche irgendwie, keine Ahnung, gestern war ich beim Podcast hier bei Welt und überlege, wie komme ich jetzt am besten nach Hause und dann sagt mir die App, du kannst jetzt 32 Minuten S-Bahn oder U-Bahn fahren oder dein Waymo ist in einer Minute hier und in 24 Minuten bist du warm und zu Hause und das Auto riecht schon ganz toll und freut sich auf dich. Das ist natürlich krasse Macht, die Google da hat, einfach durch Maps, dass sie die perfekte Plattform haben, um so automatische Taxis anzubieten. Das hilft, glaube ich, bei der Kundengewinnung. Man könnte sagen, Uber hat die Plattform auch schon. Uber hat eigentlich alle Leute, die regelmäßig Taxi fahren, haben die Uber-App. Oder ich würde sagen, 90% der reichsten 80% der Welt, die regelmäßig Taxi fahren, nutzen die Uber-App. Vielleicht nicht ausschließlich, aber sie haben Zugang dazu, nutzen sie mehr als einmal im Jahr. Und Uber könnte sich halt auch die Technologie irgendwo dazukaufen, zum Beispiel in China oder vielleicht irgendwie von Bosch oder was weiß ich in Zukunft. Und das andere, glaube ich aber, warum man davon ausgehen kann, dass diese Bewertung vielleicht doch nicht so absurd ist, ist, weil das Modell natürlich extrem skalierbar ist. Also wir haben ja gesehen, wie schnell Uber es schafft, irgendwie in Großstädte tausende von Autos gefühlt über Nacht hinzustellen. Also Du liest die großen Flotten bei dem Hersteller. Ich glaube, Waymos nutzen Jaguar I-Pace oder so. Die Autohersteller werden glücklich, kurzfristig tausende von Modellen zur Verfügung zu stellen und die Basis dafür zu sein, glaube ich. Die Autos zu kaufen wiederum kannst du komplett mit Schulden machen. Also es ist wahrscheinlich das bessere Investment, als in den Infrastrukturfonds der Datacenter zu investieren. Also irgendwie die Allianz Global Investors oder große Finanzinvestoren, die relativ sicher 1% über der Treasury Rendite machen wollen. Die können also Asset-Back-Security aufsetzen. Das heißt, sie investieren eine Milliarde, dafür werden dann irgendwie 20.000 Autos, ne Sekunde, sagen wir mal, dafür werden dann 10.000 Autos gekauft. Und die Allianz besitzt diese Autos, Google operiert sie und dann gibt es irgendwie 4-5% Rendite im Jahr. dafür. Das heißt, die Autos muss Google nicht selber kaufen. Dafür sind diese 15 Milliarden auch nicht da, glaube ich. Das würde mich überraschen, wenn sie die wirklich alle selbst betreiben wollen. Weil das wiederum ist ein so Low-Martin-Business. Also eigentlich würdest du einen externen Geldgeber oder du baust so SPVs, wo Google einen kleinen Teil nimmt. Sie könnten die Trendkapitalzinsen senken, indem sie versprechen, dass sie die Autos definitiv operieren und cashflow-positiv operieren. Das würde es sehr günstig machen, die Zinsen aufzunehmen für die Flotte, wie auch immer. Aber was ich sagen will, ist, die Flotte ist skalierbar, unendlich skalierbar fast. Das ist ein reines Finanzgame. Die Frage ist, ob du schnell genug die Nachfrage generieren kannst und ob du schnell genug die Städte, also Stadt für Stadt, deregulieren kannst. Also schaffst du es entweder, dass du in den ganzen USA irgendwie automatisch die Dinger operieren darfst in Zukunft, oder... Du musst ja irgendwie mit den großen Städten direkt dealen. Und das ist, glaube ich, das größte Bottleneck. Also wie schnell bringst du Städte dazu, zu sagen, ihr dürft jetzt 500 Waymos oder 2000 Waymos in New Jersey auf die Straße lassen. Das ist, glaube ich, das eigentliche Bottleneck. Wenn du das gemanagt bekommst und wenn du das stark gleichzeitig parallelisieren kannst, dann ist das ein extrem skalierbares Unternehmen, glaube ich. Also die Technologie, kann man sagen, hat Google geknackt. Waymoos fahren deutlich sicherer als Menschen heutzutage. Es gab ja neulich diesen Artikel von dem Hirnschirurgen, wenn ich mich richtig erinnere, auf jeden Fall ein Arzt, der in den New York Times plädiert hat, wir müssen viel mehr selbstfahrende Autos fahren, weil die Verletzungen, die eher in der Notaufnahme, also die Kosten von Verkehrsunfällen, dass wir die freiwillig als Menschheit auf uns nehmen, ist einfach komplett bescheuert, muss man mal so sagen. Wenn es eine günstigere und vor allen Dingen sicherere Alternative gibt, sollte man die nutzen. Und da das Grundproblem, nämlich das autonome Fahren, zumindest in Städten, auch auf Interstate, Highways und so weiter, eigentlich geknackt ist, ist das Modell damit nur noch begrenzt, theoretisch, von Kapital. Ich habe gerade versucht zu erklären, warum Kapital nicht das Problem sein wird. Wenn die Autos profitabel betreibbar sind, dann kannst du sie auch finanzieren lassen. Und es ist ein großartiges Finanzinstrument, was du da bauen kannst, diese Autos zu besitzen. Und Das eigentliche Problem ist, glaube ich, wie schaffst du es so schnell, die Märkte zu deregulieren, dass du das in Höchstgeschwindigkeit ausrollen kannst. Du brauchst halt so eine Armee von ehemaligen Uber, diese Rollout-Manager, die die einzelnen Städte bewirtschaften und beackern, um das einfach schnell aufzuhalten. Du brauchst ein bisschen Infrastruktur, die Ladestationen und so, aber das kriegst du wohl schnell hin.
Aber es ist doch wesentlich einfacher, als eine Uber-Flotte auszurollen. Also... Du brauchst ja wesentlich weniger Mitarbeiter oder Fahrer und die große Kunst dieser ganzen Rollout-Teams war doch immer, die Leute zu finden.
Ja, fairer Punkt. Ich will jetzt nicht sagen, das ist das Hauptproblem, aber eine große Challenge hast du nicht mehr, nämlich die Menschen zu beschaffen. Im Gegenteil, du hast sogar ein Problem weniger, nämlich das Ganze, dass der Hauptwiderstand kommt, weil da eventuell Leute illegal beschäftigt werden und so weiter. Und sofort, das Problem hast du nicht. Das heißt, Städte sollten viel offener dafür sein. Das eine Problem ist, du hast natürlich eine riesen Lobby gegen dich.
Die Bahn wird es versuchen zu verhindern. Die Bahn und die Taxi-Lobby.
Die Bahn wird es auch.
Ja klar. Also mal ganz ehrlich, wenn wir uns hier in Hamburg treffen, würdest du dann noch mit der Bahn fahren? Du verlierst eine Stunde, aber dafür musst du nicht an den Bahnhof?
Ja, Door-to-Door, also Door-to-Door Hamburg-Berlin wäre tatsächlich das Alternative. Weil du kannst genauso entspannt oder entspannter arbeiten. Dein Teechen musst du dir selber mitbringen, okay. Du hast halt immer noch die anderen... Also ich würde sagen, wenn du irgendwann bei der Hälfte autonome Autos wärst und damit der Verkehr sehr gleichmäßig läuft, dann würde ich sagen, ist es tatsächlich das bessere Mittel. Dann muss man sagen, fairerweise sollte man die Autos dann voller besetzen, damit es irgendwie auch noch nachhaltig ist. Ja, gute Frage. Aber ich meine, es wird nicht günstiger werden, to be fair. Solange du alleine drin sitzt, wird es halt... Was kostet Hamburg Berlin? So 80 Euro, oder? Mit Wagenkart 50 1. Klasse? Wahrscheinlich 60, 80 Euro, würde ich sagen.
Ja, ich fahre jetzt für 100, glaube ich, in Wagenkart.
Und das Gute ist, dass... One-Way ist kein Problem, weil wenn du in allen Großstädten bist, ist es eigentlich egal, ob du das Ding in Hamburg oder in Berlin abstellst, es wird keine One-Way. Also für Mietwagenfirmen ist das der Untergang. Das wird die Lobby sein, die dagegen ist. Also neben Taxifahrern, die Mietwagenfirmen. Weil ich hole mir auch nie wieder irgendwie ein Auto bei einem der Mietwagenfirmen, um irgendwie von Berlin nach Frankfurt zu fahren oder von Berlin nach Hamburg. Sondern ich setze mich in das Ding, das kostet genauso viel wie ein Mietwagen und ich muss nicht fahren und ich muss nicht tanken.
Also Six Shorten.
Ich glaube, in Europa werden die Widerstände da noch größer sein. A, weil es eine US-Tech-Plattform ist und B, weil es unsere Autoindustrie, die Taxi-Industrie, die Mietwagen-Industrie, die zumindest in Deutschland natürlich auch eine große Orange-Lobby hat. Aber ja, spannende Phase. Aber ich glaube, 100 Milliarden bei 300 Millionen Umsatz ist echt sportlich. Aber wie gesagt, ich glaube, das ist ein extrem skalierbares Modell. Aber es beinhaltet so ein bisschen eigentlich, dass es kaum Konkurrenz geben würde. Und das ist oft der Fehler. Es kann halt auch echt sein, dass das so eine Technologie ist, die in drei Jahren relativ Standard ist. Und dann baut Bolt das Gleiche, dann baut Uber das Gleiche, dann baut irgendwie die deutsche Autoindustrie versucht das nochmal.
Aber Google hat mit Google Maps einfach die Schienen.
Das ist einfach die App. Die Aggregation von Nachfrage, die verwaltet Google gerade. Und Google kann natürlich noch ganz anders monetarisieren. Also Google sagt halt, du guckst jetzt hier zwei Stunden AdWords. Also statt der schönen Bahnanzeige gibt es hier zwei Stunden Werbung im Auto und du kannst die Lautstärke, die Lautstärke ist so bei 80 Dezibel, du kannst sie nicht runterregeln. Das wäre geil, wenn du so terrorisiert wirst mit Werbung in dem Auto. Aber dafür fährst du halben Preis oder so.
Du musst jetzt die Oscars gucken, kommt dann.
Genau, auf der Fahrt nach Hamburg. Sorry, du musst nochmal in den McDonalds hier in Herzsprung. Und im McDonalds fahren wir nicht weiter. Und wenn du das Menü kaufst, lassen wir dich hier stehen an der Raststelle. So, wir müssen mal weitermachen. Jetzt verquatschen wir uns schon wieder.
Die nächste News können wir eigentlich überspringen. Ich weiß gar nicht, wie die es hier reingeschafft hat. Warst du das oder war das Jan?
Ist ein Non-Event für dich, oder?
Kompletter Non-Event.
Also Oscars bei YouTube, so what? Ja, exklusiv. Also ABC verliert die Oscars. Die Oscars werden nicht mehr im Fernsehen übertragen, also im linearen Fernseher übertragen. Und stattdessen von 2028 bis 2032 hat YouTube sich die Rechte für die Oscars gesichert. Glaubst du nicht? Who cares? Also das...
Kommt jetzt ein bisschen mehr, dass man irgendeinen Channel subscriben muss und that's it. Das ist doch wie, da gucken doch die Leute sich eh nur die Highlights an. Oder glaubst du, es guckt sich irgendjemand da noch diese ganze Show an?
Ja, die Hollywood Reporter, die das unter anderem hier annoncieren, stellen ganz gut dar, dass in den letzten zehn Jahren die Einschaltquoten sich halbiert haben, der Oscar-Verlag. Das haben früher mal 40 Millionen Leute geschaut. Inzwischen sind es nur noch 20 Millionen.
Zu Corona-Zeiten waren es sogar nur 10 Millionen.
Oder wurdest du abgesagt?
Nee. Lass uns lieber über Ei reden.
Ab in die Bubble Corner.
Ich habe die Tage Sam Altman irgendwie so ein Sniffet gesehen. Da sagt er, Ei wäre wie Zahnpasta. Man würde sich irgendwann für eine Zahnpasta entscheiden und dann bleibt man das ganze Leben bei dieser Zahnpasta. Und OpenAI wäre so die beliebteste Zahnpasta. Gehst du damit?
Also A, ich habe in meinem Leben schon 40 verschiedene Zahnpasta genutzt. Ich habe keine starke Markenpräferenz. Dann gibt es immer mal Ärzte, die dir auch eine andere empfehlen. Also ich glaube, das ist kein gutes Beispiel. Also ich weiß, was er sagen will. Er will sagen, unsere User sind nicht so illoyale. Jetzt darf ich wieder meine Sprache kontrollieren. Siehst du, ich bin schon komplett wieder... Wovon unterdrückt ihr?
Von dieser undankbaren Springer-Audience musst du jetzt zur Zeit-Audience kommen.
Es gab gerade wieder vier Rügen gegen die Welt. Konnte ich leider nicht ansprechen gestern, weil sie die NGOs mit Falschinformationen verunglimpft haben, als sie Stimmung gegen die NGOs gemacht haben. Wie kamen wir jetzt darauf? Also Baumzahnpasta, genau. Die Zahnpasta kriegen wir nicht wieder zurück in die Tube. Er möchte natürlich, also die Unterstellung ist, die der Markt hat oder was Investoren befürchten, ist, dass diese 800 Millionen Nutzer, die ChatGPT angeblich hat, morgen auch bei Google sein könnten. Oder übermorgen bei GROK oder danach bei einem chinesischen Modell, wenn das besser funktioniert. Das heißt, es gibt noch keine guten Anzeichen dafür, ob es ein hohes Maß an Loyalität hat. ChatGPT ist sicherlich auf dem Weg, so das Tempo-Taschentuch oder der Tesafilm mit KI suchen zu werden oder mit KI recherchieren zu werden. Also viele Leute sagen eben Chatty oder ChatGPT dazu, wenn sie eigentlich meinen, ich nutze jetzt einen KI-Agenten und das hilft ihnen beim Branding. Aber Im Moment ist, glaube ich, schon noch eine ziemlich berechtigte Unterstellung, dass Nutzer sehr, sehr illoyal sind. Das heißt auch mal zwischen Modellen switchen oder das Modell der Präferenz sich ändern kann. Was man sehr gut nachvollziehen kann, dass Gemini gerade stark zulegt, dass Krok zwischendurch mal kurz etwas populärer war, nie jetzt wirklich führend und so weiter. Und deswegen möchte Sam uns natürlich erzählen, dass seine Nutzer vielleicht jetzt gerade noch nicht loyal sind, aber irgendwann ihre richtige Zahnpasta gefunden haben. Und das wird natürlich TechGPT sein. Dann werden sie ein Leben lang nur noch TechGPT nutzen. Aber wie gesagt, finde ich das Zahnpasta-Beispiel nicht gut. Ich weiß nicht, ob andere Leute treuer bei Zahnpasta sind. Ich glaube schon, dass man irgendein Geschmackmuster da irgendwie in der Regel gut findet mit der Zeit. Aber dass man ein Leben lang die gleiche Zahnpasta benutzt, das glaube ich nun wirklich nicht.
Weißt du denn, wer die Zahnpasta in die Tube gebracht hat? und Marktführer im Zahnpasta-Markt ist. Colgate, oder? Ja, genau.
Wo war die Zahnpasta denn vorher drin, wenn nicht in der Tube?
Es war so Pulver. Aber es ist schon 1890. Es ist schon eine Weile her.
Da hieß es noch Zahnpalentier, als es Pulver war.
Ich würde eher sagen, wir sind so positiv Google gegenüber geworden in den letzten Jahren. Die Differenzierung von Zahnpasta ist doch eigentlich nur Werbung. Das ist doch auch eher der größte Gewinn.
Ja, stimmt, sehr gut. Wenn du sagst Zahnpasta, dann sagst du, wir werden in Zukunft 30% Marketingbudgets haben, um Leute dazu zu bringen, unser Produkt weiterzunutzen. Das ist nicht so richtig schlau, sehe ich auch so.
Das Einzige, wo er recht haben könnte, ist, Colgate hat damals sehr viel Marktanteil gewonnen, weil sie in Schulen waren. Wer gewinnt das AI-Race in Schulen?
Kolgate durfte in Schulen?
Die haben da Education gemacht.
Im Osten durfte der Bauer Verlag in die Schulen und hat so Mittelmaus-Drücker-Kolonnen durch die Schulen geschickt. Da habe ich das heute auch noch nicht verstanden, dass dafür niemand eingewandert ist oder zumindest öffentlich gekreuzigt wurde.
Deswegen verstehe ich auch nicht, warum du da immer wieder hingehst.
Also aus der...
Nee, zu Springer.
Im Bauer Verlag, habe ich gesagt. Die Feldzeitung hat man den Schülern noch nicht aufgedrückt, zum Glück. Also, aber jetzt lass uns das nochmal ein bisschen wirklich wirtschaftstheoretisch beleuchten. Das Problem ist natürlich, also KI hat keine Netzwerkeffekte. Es gibt derzeit höchstwahrscheinlich noch keine wirklichen sogenannten Modes oder Burggräben zu Deutsch, die zum Beispiel durch Netzwerkeffekte entstehen können. Das ist ein Grund, warum man sowas wie Sora baut, also so kleine soziale Netzwerke, ist zum Beispiel um Netzwerkeffekte zu schaffen. Also Sora hat zwei Funktionen. A, die Nutzer können sich vernetzen, andere Leute Inhalt sehen. Diese Kollaborationsfeatures helfen sicherlich beim Vernetzen, aber auch um Chat-GPT in Firmen reinzuschleusen. Das versucht man. Man kann auch sagen, Sora generiert außerdem noch gutes Feedback, weil je mehr Leute da Videos und Images generieren, desto mehr versteht man auch, das ist ja wie eine riesige Reinforcement-Learning-Maschine. Also wenn irgendwie ein Bild 40.000 Daumen hoch bekommt, ist es wahrscheinlich ein gutes Ergebnis, wenn es niemanden juckt. Obwohl ein paar Nutzer gesehen haben, dann ist es wahrscheinlich ein schlechtes Video gewesen. Das heißt, man kann da viele Daten lernen. Aber um zu den Modes zurückzukommen. Ein kleiner Mode ist natürlich deine Search History, wenn du so willst. Also dass TGPT dich immer besser versteht. Aber ich behaupte, im Moment ist sozusagen deine Suchhistorie noch nicht wertvoll genug. Oder macht das Modell nicht so viel besser. Und der Wechsel von TGPT zu Cloud oder zu Gemini ist immer noch... Da spürt man ja, ganz ehrlich, außer so ein bisschen im Flavor, spüre ich nicht, welches Modell ich... Würdest du mir ein White-Label-Front angeben, ich könnte dir in der Regel nicht sagen, welches Modell ich gerade bediene. Die Wechselkosten sind super niedrig und deswegen sind Nutzer illoyal. Und man sieht das ja immer wieder in diesen Shifts, gerade bei Image-Modellen, dass Nutzer ganz schnell hin und her... Studio Ghibli hat alle in die Arme von ChatGPT getrieben, dann NanoBanana hat sie wieder zurück zu Gemini getrieben... Und OpenAI annunziert jetzt unter anderem, dass sie ihr Image-Modell geupdatet haben. Und zwar natürlich, weil Google Nano Banana so populär geworden ist, hat OpenAI bei der Image-Generierung nochmal deutlich nachgelegt und ist auch deutlich besser geworden. Was Sie, glaube ich, genau sehen, ist, dass das beste Sprach-LLM gar nicht so viele Nutzer hin und her schiebt, aber die Image-Modelle verschieben krass Marktanteile. Das ist zumindest meine Beobachtung. Und ich glaube, deswegen geht, Meta hat auch schon angekündigt, dass sie neben ihrem Avocado-LLM jetzt auch ein Mango-Image-Modell bauen wollen, vermutlich um auch an dem gleichen Effekt zu profitieren.
Ja, ich würde sagen, LLMs sind eher Cola, also Zuckerwasser und keiner erkennt den Unterschied.
Cola würde ich sagen, dass sie extrem geschmacksdifferenziert ist.
Ach Quatsch, Cola und Pepsi, keiner merkt den Unterschied.
dann ist dein Gaumen aber wirklich sehr ungeschult. Also A, die einzigen Rüttel-Cola sind sowieso Red Bull-Cola aus... Leider Red Bull-Cola und Vita-Cola, weil die beide bei mir harte Ostdeutschland-Gefühle noch erwecken. Pepsi Schmink auf jeden Fall beschissen, sorry.
Ich frage jetzt meine... Mit verbundenen Augen merkst du doch nicht den Unterschied.
Machen wir auf dem nächsten Doppelgänger 1000 Folgen Party, mache ich Cola blind verkostet.
Du merkst keinen Unterschied bei Zahnpasta? Du merkst keinen Unterschied bei Zahnpasta und bei Cola schon?
Zahnpasta würde ich auch wieder erkennen, aber es ist mir nicht wichtig. Mir ist viel wichtiger, ob die irgendwie mein Zahnfleisch schützt oder sowas.
Gemini sagt auch, man merkt den Unterschied. Ich habe immer gedacht, es ist das gleiche Zuckerwasser.
Also ich trinke echt wenig Cola. Vielleicht so zwei Dosen im Jahr.
Dosen am Tag.
Ich höre, du lachst. Aber ich kann das safe rausschmecken.
Also Jan, wir erwarten von dir das nächste Mal, wenn wir uns sehen.
Aber ich glaube, entweder entwickelt jetzt jemand ein Produkt, was sticky ist und was wirklich aus irgendeinem Grund Burggräben entwickelt. Also zum Beispiel, weil das Modell dich wirklich extrem gut versteht. Und so weiter. Oder weil es soziale Features im Modell gibt. Oder weil es durch die Benutzung durch Nutzer viel, viel, viel besser wird sehr schnell. Dass du so einen Take-off-Moment hast. Und wenn nicht, werden LLM-Frontends so ein bisschen Konsumgut werden. Dann wird es, glaube ich, eine Marketing-Schlacht. Jeder hat seinen eigenen Flavor und jeder Anbieter hat verschiedene Flavors. Also die werden sich natürlich, die werden nicht sagen, alle Leute, die auf Anhind stehen, gehen es, das siehst du jetzt schon. OpenAI akzeptiert nicht, dass die crazy Leute alle zu grob gehen, sondern baut selber eine crazy Version und eine sexy Version. Das heißt, die versuchen auch gar nicht irgendwie Nischen abzugeben, sondern alles abzudecken und jeden abzuholen. Kommen wir mal zum Business-Use. Jetzt geht es nicht ganz um die Hunderten von Milliarden, aber immerhin auch schon 6,6 Milliarden. Wir sind in Europa, in Schweden, bei Loverbill. Loverbill ist die bekannteste, würde ich sagen, Vibe-Coding-App. Raised jetzt nochmal 330 Millionen auf 6,6 Milliarden Bewertungen, also nur 5% Verwässerung, nachdem sie Mitte dieses Jahres schon mal bei 1,8 Milliarden Bewertungen waren, also haben ihre Bewertungen mehr als verdreifacht in den letzten 5 Monaten. In der Runde dabei sind unter anderem Capital G und N Ventures. Das sind die Venture-Arme von Google und Nvidia. Also da wird wahrscheinlich, ich meine fairerweise, in Europa 330 Millionen zusammen zu bekommen, ist auch gar nicht so einfach. Außerdem sind dabei CoSlar, Menlo Ventures, Excel, Equity, schon viele, viele große Fonds. Aber natürlich sind die Corporate VCs von Google und Nvidia hier und das wird natürlich heißen oder können wir vorstellen, dass dann eine Nebenbedingung sein wird. dass das Ganze in der Google Cloud gerechnet wird und mit Nvidia-Chips eventuell statt TPUs. Und unter der Bedingung investieren dann auch Nvidia und Google und schieben das weiter an. Ich war ein bisschen überrascht, ehrlich gesagt, dass sie die Bewertungen nochmal so stark steigern konnten. Fairerweise, sie haben vor einem Jahr eine Million eher gemacht, jetzt machen sie 200 Millionen. Das ist natürlich beeindruckend, wie schnell sie das aufgebaut haben. Aber es gibt ja schon berechtigte Sorgen an der Revenue-Retention und Revenue-Qualität. Also ob das wirklich ARA ist und wie viele Vibe-Coder jetzt die nächsten zehn Jahre da durchgehend Vibe-Coding machen, das muss man, glaube ich, fragen. Bei 200 Millionen ARA wäre die Bewertung 33 mal Umsatz. Das ist schon moderat, muss man sagen, für das Wachstumstempo. Also ich würde behaupten, man spürt in dieser Bewertung schon auch Investor Caution oder Vorsicht. Weil normalerweise, wenn du so schnell von 1 auf 200 Millionen wachsen würdest und die angenommene Wachstumsrate jetzt zum Beispiel weiter nochmal bei einer Verdopplung wäre, dann würde man nicht nur 30 mal Umsatz dafür zahlen, sondern dass sie in Anführungsstrichen nur 30 mal Umsatz bekommen, sagt, glaube ich, A, dass die Revenue-Qualität, die Rohmarge nicht beeindruckend ist und B, dass die Revenue-Retention, also die Kundentreue, nicht groß ist. Schaut man sich zum Beispiel an SimilarWeb die Webseite von Lovable an, dann liegt sie A, weit unter dem Höhepunkt inzwischen und geht in so einer Flatline seitwärts. Also es ist nicht auf Null gesunken, aber bei der Hälfte des Spitzenwertes ist sie in eine Seitwärtsbewegung gegangen für die letzten fünf Monate. Trotzdem haben sie hier den Umsatz gesteigert. Das ist ja nun mal einfach ein Fakt. Aber ich glaube, da gibt es schon auch so ein bisschen Sorgen auf der Investorenseite. Aber konnten hier noch mal ordentlich Geld einsammeln erstmal. Muss ja irgendwas mit meinem Hals machen. Vielleicht mal einen Cola trinken.
Oder eine Pepsi. Ist mehr Zitrone drin.
Vitamin C. Ist das so?
Habe ich gerade gelesen. Du hast aber Amazon vergessen, oder? OpenAI und Amazon. Oder habe ich das überhört?
Ach stimmt, ich bin hier viel zu schnell gesprungen. Ja, dann schieben wir das hinterher. Und zwar kam Mitte dieser Woche erst die News, dass Amazon jetzt nochmal 10 Milliarden in OpenAI investieren will. Da war davon die Rede, dass die Bewertung natürlich über 500 Milliarden der derzeitigen Bewertung von OpenAI liegen soll und Amazon eben bis zu 10 Milliarden investiert will. Verbunden, also das ist noch ein bisschen Gerüchteküche, die Information berichtet exklusiv von Gesprächen. Die Interessenlage ist, glaube ich, einigermaßen klar. Amazon möchte, dass OpenAI dann Tranium-AI-Chips nutzt, also die eigenen Amazon-Chips und nicht nur Nvidia-Chips. OpenAI wiederum verspricht sich, dass Amazon statt des eigenen Agenten Q mehr OpenAI-Produkte oder zusätzlich oder im Backend des Amazon Agenten Q OpenAI-Produkte nutzt. Also möchte auch einen großen Firmenkunden gewinnen mit Amazon. Und so gleichen sich da die Interessen ein bisschen aus. Jeder hat hier was zu gewinnen und verlieren. Man könnte auch sagen, Amazon und OpenAI sollten vielleicht sowieso zusammenarbeiten, weil OpenAI bräuchte für die Einlösung der Shopping-Vision wahrscheinlich Amazon. Also Wer kann eigentlich meine kommerziellen Produktsuchen am besten monetarisieren, wenn ich OpenAI bin? Das ist natürlich Amazon oder vielleicht noch Google. Google ist aber der Hauptkonkurrent. Das heißt, eine strategische Allianz zwischen OpenAI und Amazon würde einerseits heißen, dass Amazon selber so ein bisschen aus dem LLM-Rennen fast aussteigt, aber gleichzeitig das OpenAI jetzt ein Shopping-Ökosystem hintendran hätte. Dafür ist das 10-Milliard-Investment aber fast ein bisschen klein, was Amazon macht, finde ich. Aber die haben hier auf jeden Fall verschiedene strategische Incentives. Wie gesagt, Amazon möchte seine Chips und seine AWS-Plattformen verkaufen. OpenAI ist sicher bereit, darauf zu turnieren und die Ressourcen abzunehmen. OpenAI möchte Amazon als Business-Kunden für ChatGPT und die ChatGPT-API haben. Und das ganze Shopping-E-Commerce-Thema ist natürlich für beide wichtig. Amazon möchte sicherlich in ChatGPT vorkommen. Und für ChatGPT ist es unheimlich attraktiv, die Logistikkette von Amazon zu haben, um eventuelle Kundenwünsche, die sich in ChatGPT erregen lassen, dann auch direkt zu erfüllen und daran idealerweise noch mitzuverdienen. Wir wissen ja, so ein Amazon-Partner-Programm zahlt irgendwo zwischen 2 und 7%. Kommission, je nach Produktkategorie, wenn ich es richtig erinnere, oder früher waren es mal neun, weiß nicht, ob das noch geht. Da könnte OpenAI natürlich ganz gut mitverdienen, wenn Leute wirklich in der Lage wären, über ChatGPT zu checken. Also stell dir mal vor, du könntest deinen Amazon-Account mit ChatGPT verbinden und Dinge dann wirklich aus diesem Frontend per Einklick kaufen. Das würde natürlich die ganzen kommerziellen Suchen nochmal viel spannender für OpenAI machen und den in Anführungsstrichen kostenlosen Traffic oder die kostenlosen Nutzer, die kein Abo haben, was wie wir wissen 95% der Nutzer von ChatGPT sind, ließen sich dann viel besser monetarisieren über Amazon. Ob das jetzt alles so kommt, müssen wir sehen. Aber es gibt, wie gesagt, strategisch ist das erstmal ein guter Match, würde ich behaupten. Zwei Tage später, jetzt am Freitag, also wir nehmen natürlich wie immer am Freitag auf, kam dann noch die News des Wall Street Journal, ebenfalls exklusiv, als erster und einziger, berichtet, dass die neue Bewertung von OpenAI bis zu 830 Milliarden Euro, sein sollen. Ich werde nämlich jedes Mal, wenn ich solche News lese, natürlich schmerzhaft daran, wie wir diskutiert haben, warum ich niemals auf 50 oder 150 Milliarden nach einer Open AI investieren würde. Das wäre inzwischen eine Verfünfzehnfachung zu den 50 Milliarden.
Ja, und nicht in sechs Jahren.
Ja, wobei indirekt bin ich auf 50 Milliarden investiert mit einer kleinen Summe. 50 Euro. Nee, nee, nee, nee, nee. Ich weiß jetzt nicht, wie viel Prozent des Fonds das sind. Sagen wir mal, das sind fünf Prozent des Fonds, dann ist das schon fünfstellig, was ich da investiert habe. Naja, auf jeden Fall OpenAI soll jetzt 830 Milliarden wert sein. Man weiß jetzt nicht, ob das die Runde ist, wo jetzt auch Amazon investieren würde. Das könnte gut sein. 830 klingt jetzt auch fast wieder so, als hätte Sam Ordman gelesen, was SpaceX wert werden soll und möchte SpaceX unbedingt den Titel wegnehmen, der wertvollsten Private Company, also die ja noch nicht wertvollste nicht börsennotierte Firma. war jetzt basic, weil es angeblich so secondary Runden um die 800 Milliarden geben könnte. Das würde OpenAI jetzt wieder überbieten, wenn sie selber 830 Milliarden wert wären. Das passt natürlich, aber auch ihre letzte Runde war 500 und wir wissen, wie schnell sich das entwickelt. Jetzt auf 750, 830 wieder Geld raisen, wäre nicht so überraschend. Sie wollen 100 Milliarden, bis zu 100 Milliarden aufnehmen. Ob sie die zusammenbekommen, ist mehr als fraglich, weil Wir haben mal vorgerechnet, wie viel die Venture-Capital-Szene überhaupt verwaltet. Das wird schwer, ständig 100 Milliarden in Open AI zu investieren. So viel Geld gibt es einfach nicht in Venture-Capital. Und deswegen geht man relativ sicher davon aus, dass in dieser Runde zwei so zusätzliche Investoren-Kategorien sicherlich wieder angefasst werden. Nämlich einerseits souveränes Geld aus dem Nahen Osten. MGX, der Fonds aus den Vereinigten Emiraten, ist schon investiert in OpenAI. Es könnte jetzt wieder PIF, die Saudis oder Mubadala, MGX. Es gibt so viele Vehikel in der Golfregion, die da eventuell ein paar Milliarden zusteuern könnte. Und das andere, was man sicherlich sehen wird, sind Corporate VCs. Also das ist eben so ein so ein Amazon oder Capital G oder Google Ventures oder Nvidia da auch mit investiert oder dass wieder noch Softbank-Geld mit reingeworfen wird. Das werden wir dann sehen, wenn die Runde durch ist. Im Moment ist das noch in frühen Zügen, aber man geht davon aus, dass bis zu 100 Milliarden gesucht werden, um natürlich Datacenter zu finanzieren und irgendwie die Checks, die Sam Ortman geschrieben hat, einlösen zu können und dass die Bewertung so um die 800 Milliarden sein könnte.
Dann ab in den Antitrust-Corner.
Genau. Das ist mehr internationale Handelspolitik als Antitrust, aber es wird mit Antitrust verkauft, sagen wir mal so. Und zwar schreibt die New York Times in einem Artikel, ich glaube vom Dienstag, dass das US-Handelsministerium die EU jetzt bedroht. Und zwar soll die EU ihre Klagen Strafen, Regulierungen gegen US-Companies fallen lassen. Ansonsten würde man. Und man nennt hier ganz konkret Firmen, die man sonst in den USA bestrafen würde. Wir kennen das ja seit der Rede von JD Vance und vorherigen Einlassungen von Mark Zuckerberg und Trump, dass die US-Regierung unter Trump durchaus gewillt zu sein scheint, die in Anführungsstrichen wirtschaftliche Freiheit ihrer Unternehmen im Ausland mit aller Macht zu verteidigen. Also dass sie nicht wollen, dass US-Unternehmen reguliert werden und daran gehindert werden, Geld zu verdienen. Das wird teilweise mit Redefreiheit begründet, teilweise eben mit, dass es unfaire Auflagen wären. Tatsächlich sind es ja eigentlich bestehende Gesetze, an die diese Unternehmen sich einfach nur halten sollen. DMA, DSA wurden sicherlich explizit für große Tech-Plattformen und überwiegend aus den USA, nicht ausschließlich, aber überwiegend aus den USA in Kraft gesetzt. Aber am Ende gibt es diese Gesetze und wer in Europa Business machen möchte, muss sich einfach nur daran halten. Das möchte die Trump-Administration aber eben nicht, dass das für US-Firmen gilt, sondern die sollen hier mehr oder weniger unbeschränkt schalten und walten wollen. Es geht um die regelmäßigen Verfahren gegen Google, X, Amazon, Meta insbesondere. Das heißt, wenn es irgendwie um Content-Moderierung geht, wenn es auch um Steuerangelegenheiten geht, wenn es um Marktmachtkonzentration und Marktmachtmissbrauch geht, all das stellt die US-Regierung jetzt dar, als wären das vollkommen unberechtigte Eingriffe in die Freiheit dieser Unternehmen oder ins Geschäft der Unternehmen und droht sehr explizit mit Vergeltungen und sie werden zitiert, Also wir werden jedes Tool, was uns zur Verfügung steht, nutzen, um diese unsinnigen Maßnahmen rückgängig zu machen. Und was dann besonders ist, dass Sie wirklich schon explizit sagen, welche Firmen das betreffen könnte, sind natürlich dann die wenigen Digital- und Service-Plattformen, die wir haben in Europa, die im Ausland signifikant Umsatz machen. Und Sie nennen hier Accenture, DHL, Mistral, die französische KI-Firma, SAP, Siemens und Spotify zum Beispiel. Fakt ist, diese Unternehmen verstoßen ja gegen keine Gesetze im Ausland. Also wofür willst du sie bestrafen? Du kannst natürlich jetzt künstlich, also Trump ist natürlich zuzutrauen, dass er sich einfach neue Zölle, Auflagen, Regulierungen ausdenkt, um diese Firmen zu behindern. Die Frage ist, ob man überhaupt selber gute Alternativen hat. Also wenn man DHL behindert, glauben wir, dass FedEx den Markt wirklich aufnehmen kann. Wenn man SAP behindert, wird Oracle davon profitieren oder Salesforce? Das weiß ich nicht. Accenture musste erstmal gucken, wo die gerade sitzen. Die wurden mal, glaube ich, irgendwann auf Bermuda gegründet und sitzen jetzt in Irland. Da könnte man auch am ehesten sagen, dass die eventuell von irgendwelchen Steuerschlupflöchern profitieren, die man drohen könnte zu schließen. Das Problem ist, dass die Analyse, ob diese Firmen irgendwas falsch machen oder nicht, vollkommen unfruchtbar ist. Weil wenn Trump die bestrafen will, wird er Wege finden, die zu bestrafen. Das ist wieder so, jede Anschuldigung ist eigentlich ein Eingeständnis. Also er wirft der EU vor, arbiträr, also willkürlich, Firmen zu bestrafen aus den USA. Was nicht der Fall ist, sondern diese US-Firmen halten sich nicht an EU-Gesetzgebung. Und womit Trump aber droht ist, willkürlich Firmen zu bestrafen. Also das war es ja der EU-Vorwurf. Es ist einerseits nicht überraschend bei der Trump-Administration, andererseits ist es eben wieder in höchstem Maß zynisch, anderen vorzuwerfen, was du selber planst zu tun. Die Tech-Pros, die bei seiner Inauguration waren und ihn teilweise unterstützen mit Spenden und indem sie irgendwie ihre Plattform nicht moderieren usw., Die erwarten natürlich auch ein bisschen Rückendeckung von Trump. Das ist halt quasi die Auswirkung der Polygarchie, dass die US-Regierung so ein bisschen zur Schläger-Truppe für die US-Unternehmen wird, damit die frei walten können im Rest der Welt.
Und da sind wir auch schon in der Schmuddelecke angekommen.
Genau, wir sind beim Thema Innovation und zwar schreibt 4Media, Über ein Startup, was vom Andreessen Horowitz Incubator gebackt wurde. Das heißt Double Speed. Und Double Speed wurde jetzt gehackt von jemandem, der sich damit natürlich strafbar macht und deswegen unerkannt bleiben möchte. Aber Double Speed, wenn man auf die Webseite schaut, beschreiben die sich, also bei Andreessen Horwitz, einfach gesagt, Double Speed baut synthetische Influencer. Also sie nutzen Phone Farms, also so Server Racks, wo einfach tausend Endgeräte drin versteckt sind. Und damit generieren sie mittels KI künstliche Influencer. Und durch das Imitieren, zumindest verstehe ich das so, durch das Imitieren von menschlichem Verhalten, sorgen sie auch noch dafür, dass die, obwohl sie natürlich gar keine echten Freunde haben und so weiter am Anfang, dass sie populär wirken und eventuell viral gehen. Also sie imitieren quasi auch positives User-Verhalten. Man könnte sagen, sie versuchen zu lernen, einerseits wie gut es Influencing geht und andererseits wie man gut den Algorithmus so ein bisschen gamen kann. Ob das jetzt wertvoll ist, ist eine andere Frage. Und warum die Welt das braucht, weiß man nicht. Aber dieser Hacker hat eben Zugang zu diesen was er glaubt, 1100 Telefonen bekommen, die halt diese Accounts verwalten und Inhalte bauen. Darunter ist zum Beispiel eine Frau, die sich als chronisch krank ausgibt und von ihren verschiedenen Leiden aus dem Krankenbett berichtet. Also es handelt sich, wie gesagt, um eine komplett erfundene KI-Influencerin, die Chloe Davis genannt wird und auf TikTok über Health und Fitness redet. im Krankenbett zu liegen, beziehungsweise die KI wird so gepromptet, dass es aussieht, als würde sie im Krankenbett liegen. Und am Ende ihrer Slideshows, wo sie über ihre Leiden berichtet, wird immer so eine Art Therapierolle mit Noppen, die man nutzen kann, um seine Füße zu trainieren, promotet. Es gibt einen anderen Account, der so Pharma-Skepsis und gegen Supplements argumentiert. Und dann als letztes aber immer natürlich das einzig gute Supplement, also Nahrungsergänzungsmittel. Promoted und so weiter und so fort. Wir packen den Artikel von 4o4 Media in die Shownotes. Das klingt natürlich alles sehr hier nach Dead-Internet-Theory, also dass am Ende nur noch Bots mit Bots reden. Das ist letztlich, was man hier baut. Aber das Versprechen ist eben, dass man für sehr niedrige Kosten nicht mehr Werbung in Social Networks machen muss, sondern dass man in Anführungsstrichen organischen Content, obwohl das natürlich alles andere als Bio ist, sondern eben synthetischer AI-Slog, der gebaut wird, wo man aber versucht, immer schlauer zu werden, immer mehr zu lernen. Man könnte so ein bisschen sagen, wie automatisierte Suchmaschinenoptimierung für Algorithmen baut, um dann diesen Slop einfach Reichweite zu generieren mit dem Slop und damit dann Werbung zu verkaufen. Klingt für mich sehr, als sollte das ein temporäres Modell sein, was ich einigermaßen schnell von selbst erledigen sollte. Ist aber auch ein gutes Indiz dafür, was ich irgendwie seit Jahren behaupte, dass ich eigentlich möchte, dass Accounts verifiziert sind und dass ich möchte, dass Messaging oder Kommunikation immer öfter mit biometrischen Merkmalen unterschrieben wird. Weil ich möchte definitiv nicht angeblich einen organischen Content sehen, der irgendwie von KI generiert worden ist, wo KI natürlich versucht, in meiner Demografie irgendwie Vorlieben und Schwächen auszunutzen, um Content zu generieren, der mich irgendwie besonders erregt, verärgert, engaged, enraged oder interessiert. Zumindest ist das meine Meinung.
Glaubst du, wir sehen durch den ganzen AI-Content, dass Social Media abfällt an Usage? Also, dass einfach die Leute müde sind davon, dass sie irgendwie Videos sich angucken und dann Am zweiten Mal schauen, merken, das kann ja gar nicht echt sein.
Das wäre natürlich der denkbar beste Nebeneffekt von KI, wenn Social Media kaputt machen würde, weil Social Media so nervig macht, dass keiner mehr Bock drauf hat. Das ist nicht ganz einfach zu sagen. Ich glaube, es kann in beide Richtungen gehen. Und deswegen entscheide ich mich mal für ein sogenanntes K-förmiges Szenario. Ich glaube, so ein bisschen wie beim Fernsehen. Das heißt, die RTL-2-Generation, das ist jetzt sehr vereinfacht, aber... Eins hinein, was es gibt, ist glaube ich, dass die Leute, die im Fernsehen auch RTL 2 gucken und ihre Kinder mit Sex vor den Fernseher setzen, die werden noch mehr Social Media konsumieren und dem komplett zum Opfer fallen. Und dann gibt es eben Leute, die sagen, wir haben gar keinen Fernseher. Also den Fernseher in der Schrankwand verstecken. Und die werden wahrscheinlich, weil sie so ein bisschen aware und woke sind, immer weniger Social Media nutzen, weil sie einfach wissen, es ist nicht gut für sie, es ist nicht gut für ihre Kinder. Und dies vielleicht mehr und mehr unterlassen oder auch abscheulich finden und keine KI-Inhalte sehen wollen. Was dagegen spricht, ist, dass KI halt immer besser daran werden wird. Also wenn du überlegst, wie gefährlich Social Media jetzt schon ist. Das einzige Feature, was Social Media eigentlich hat, wenn du so möchtest, ist ein Machine Learning Algorithmus, der aus einer schier endlosen Masse an Content, wo leider alle den Anreiz haben, um Geld zu verdienen, allen möglichen Content zu kreieren, automatisch rausfindet, worauf du reagierst. Das ist eigentlich ein super einfaches Feature. Und in Zukunft wird das so krass aufgebohrt werden, dass du noch viel mehr Content kreieren kannst, dass du ihn viel mehr individualisieren kannst, dass du ihn viel mehr auf den Kontext anpassen kannst. Das Licht im Hintergrund, wenn du nachts im Bett liegst, wirst du irgendwie dunkleren Content sehen, als wenn du draußen bist. Wenn du dich in Hamburg befindest, wirst du anderen Content sehen, als wenn du dich in München oder Österreich befindest. Also das Maß an Individualisierung wird noch so viel höher sein und KI wird so viel besser sein, deine Schwächen zu verstehen und auszunutzen, als dieses relativ primitive Machine Learning, was im Moment dein Feed zusammenbaut. Von daher sehe ich schon die Gefahr, dass wir Social Media nicht loswerden, sondern dass das, was wir erleben werden, Social Media auf Crack werden wird.
Die Firma, um die es da geht, schreibt auf der Webseite, dass das Attention Intelligence ist. Und zwar, ja, die haben halt ein System, das analysiert, was geguckt wird. Und dann wird das halt weiter produziert und besser produziert. Und jedes Video wird halt genau gesehen. Okay, also stellt euch vor, es werden irgendwie tausend Videos auf YouTube oder auf TikTok gesetzt. Und dann guckt ihr euch die zehn Best-Performance-Videos an. Und dann werden tausend Videos gemacht, die aus den Daten der zehn Best-Performance-Videos sind. Und so wird es halt immer wieder weiter sein. Also das Crack wird immer besser. Am Ende, durch die Daten werden die Drogen immer besser. Ja, ich denke auch.
Das ist, wofür wir KI einsetzen, statt um Krebs zu heilen. Besseren Porn machen und schlimmere Social Media. So, genau. Wir befinden uns in der Schmuddelecke und machen weiter. Die Delivery-Plattform Instacart steht gerade im eigenen Land unter Beschuss. Also ich war erst mal erfreut und überrascht zu hören, dass es die FTC noch gibt, die Federal Trade Commission, die Verbraucherschutzbehörde. Der USA, die wurde schon signifikant geschliffen unter Trump, glaube ich, und bekommt weniger Mittel. Aber immerhin gibt es sie noch, das ist gut. Und die hat moniert, dass Instacart angeblich so eine Art KI-Yield-Management genutzt haben soll. Also ein KI-Tool, was Menschen unterschiedliche Preise gibt. Was man so ein bisschen schon mal... Da gibt es immer mal wieder Storys drüber, dass Online-Shops irgendwie iPhone-Nutzern oder Leute mit der neuesten iPhone-Generation teure Preise anzeigen, als jemand, der vielleicht mit einem alten Samsung-Handy surft und so weiter. Man kann das natürlich optimieren und so ein Yield-Management machen. In der Reisebranche bei Flügenhotels kennt man das ein bisschen zumindest zeitlich versetzt, dass das automatisiert gemessen wird. Aber du kannst natürlich genauso sagen... wenn jemand um 11 Uhr aus einem Notariat oder einer Investmentbank bestellt, kann er wahrscheinlich 20% mehr zahlen, als jemand, der mittags, wenn die Restaurants noch relativ leer sind, aus einer privaten Wohnung in einer prekären Gegend bestellt. Und sowas soll mutmaßlich Instacart Sie selber sagen, das war einfach nur ein AB-Test. Wir haben hier kein Yield-Management betrieben, sondern wir haben generell mal verschiedene Preisdarstellungen probiert und deswegen haben manche Kunden aus Versehen Preise, die 23, also fast ein Viertel höher waren. gesehen 23%. Die Aktie von Instacart ist danach 10% runtergegangen auf jeden Fall. Die Angst ist, dass Nutzer Ihnen das übernehmen werden, wenn Nutzer das mitbekommen, dass sie in Anführungsstrichen verarscht werden und aufpreist. Solche Yield-Management-Tools werden natürlich in der Regel nicht genutzt, um Preise günstiger zu machen. Im Schnitt werden sie dadurch steigen. Es geht darum, mehr Marge zu erwirtschaften in Situationen, wo Kunden der Preis eher egal ist oder wo sie nicht die Wahl haben. Du kannst zum Beispiel sagen, Um 23.30 Uhr, wenn von zwölf Pizzerias nur noch zwei aufhaben, kann ich größere Preise nehmen. Weil der Mensch, der jetzt ordert, wird nicht mehr riskieren, keine Pizza zu bekommen heute und so weiter. Da kann man sich zahlreiche Szenarios vorstellen. Man kann eben auch Geräte nehmen, Plattformen, andere Daten, die man bekommen hat. Man kann ja auch Groceries bestellen, also Lebensmittel über... Und allein an den Sachen, die man kauft, kann man vielleicht auch die Zahlungsbereitschaft schon abschätzen und, und, und, und, und. Wie gesagt, Instacart behauptet oder sagt zur Verteidigung, das wäre ein normaler AB-Test gewesen, die FTC glaubt, aber sie haben ja versucht, höhere Preise zu erwirtschaften, die natürlich nicht die Restaurants bekommen, sondern Instacart als Plattform einbehält. In der Marge kann man es noch nicht sehen. Die bewegt sich weiterhin so um 75%. Müssen wir mal gucken, ob sich das in Zukunft dann verbessern hätte. Weil das natürlich das Spannende daran ist, dass jeder Cent, den du einnimmst, aus solch einem Feature natürlich 100% EBIT wirksam ist. Also wenn ich aus dem Nichts jemand dazu bringe, einen Dollar mehr Liefergebühr zu bezahlen, ist das natürlich 100% Rohertrag, 100% Profit, 100% Net Profit geht durch alle Bereiche. P&L-Items durch und deswegen macht das so Spaß und deswegen ist Pricing auch so ein spannender Hebel. Aber es ist eben, also was man glaube ich glaubt und warum der Aktienkurs nachgibt, ist, dass es so ein bisschen tone-deaf ist und auch eine schlechte Zeit. Also Affordability und Preise, Inflation ist ja gerade ein großes Thema in den USA und jetzt ausgerechnet jetzt den Leuten quasi ihr Essen ohne Grund ein Viertel teurer zu machen oder mit dem Grund der Profitgier ein Viertel teurer zu machen, kommt erstmal nicht gut an. Das soll nicht heißen, dass Pricing-Tools jetzt per se zu verurteilen sind. Ich glaube, das könnte auch dazu führen, Nachfrage effizienter zu verteilen im Reisebereich zum Beispiel oder im B2B-Sales-Bereich irgendwie deine verschiedene Pricing-Optionen zu testen. Das ist natürlich vollkommen sinnvoll. Ob man hier so Notlagen ausnutzen oder potenziell auch Notlagen ausnutzen sollte, ist eben ein anderes Thema. Und wenn sogar die FTC unter Trump denkt, man müsste Verbraucher davor schützen, sagt das ja auch schon was. Instagram hat übrigens gerade ein Verfahren gesettelt mit der FTC, also beigelegt durch einen Vergleich und hat da 60 Millionen Dollar zahlen müssen, ohne ein Schuldeingeständnis zu machen. Das ist so üblich, dass man sagt, wir haben nichts falsch gemacht, aber wir wollen trotzdem gerne 60 Millionen zahlen, um das Verfahren beizulegen. Da ging es darum, dass man irreführenderweise Leute mit Free Delivery geworben hat, dass man in kostenlosen Testphasen tatsächlich aber ein zahlungsrichtiges Abo abgeschlossen hat. Also man hat irgendwie drei Monate es kostenlos bekommen und danach ein Abo bezahlt. Das heißt, es ist eben keine kostenlose Testphase, sondern sie hat Folgekosten. Und also Instacart scheint aus Verbraucherschutzgesichtspunkten jetzt nicht sozusagen der beste Citizen zu sein, wenn sie so regelmäßig mit der FTC clashen. Genau, das hätte auch oben hingehört, in die Bubble-Ecke eigentlich. Noch eine weitere Mega-Funding-Runde, oder vielleicht ist das schon eine der besseren News. Und zwar der ehemalige KI-Chef von Meta, wo ich korrekt vorausgesagt habe, dass dessen Zeit wohl begrenzt sein wird bei Meta. Der macht sich halt selbstständig. Und wir haben vorhin gesagt, Lovable aus Schweden hat gerade 30 Millionen auf 6,6 Milliarden geracet. Und das ist eine beeindruckende Runde. Im Vergleich dazu, Jan Lecoe, der Meta-AI-Chef, hat auf einer 3-Milliarden-Bewertung jetzt 500 Millionen geraced als Seed-Finanzierung. Nicht so gut wie Mira Murati, die hat 2 Milliarden auf 10 Milliarden, glaube ich, damals geraced für Thinking Machine Labs. Yann LeCun hat zwei Sachen gemacht. Eine andere Sache, die ich vorausgesagt habe, nämlich, dass er sich einen Business-Dude gesucht hat. Er hat einen CEO für die Firma gesucht. Das ist jemand, der im Moment selber noch eine KI-Firma hat. Ebenfalls ein französischer Landsmann. Der wird vorübergehend jetzt erstmal CEO werden, weil Yann LeCun sicherlich nicht der Typ ist, der jetzt Investorengespräche selber führen wird und so eine Mega-Funding-Round zusammenbaut. Sondern der ist eben Wissenschaftler, Turing-Preisträger und er der Chief Scientist. Genau, das heißt, da hat er sich Verstärkung... Gold werden wahrscheinlich in Frankreich starten, nämlich in Europa. Das passt, glaube ich, auch besser zu ihm. Und die Firma soll Advanced Machine Intelligence Lab heißen oder kurz AMI Lab. Das ist natürlich für Franzosen auch schön, weil AMI ist natürlich der Freund. Also es ist die freundliche Real-World-KI, die Yann LeCun da bauen möchte mit AMI Labs. Das hätte auch ganz oben in die News gepasst. Der TikTok-Deal soll jetzt wirklich kommen im Januar. Die fünfte, vierte, fünfte, sechste Verlängerung. des Moratoriums für das TikTok-Verbot, was Trump immer wieder eigenmächtig verschiebt, läuft jetzt ab und jetzt soll es wohl im 22. Januar endlich wirklich einen Deal geben. Es sind weiterhin die vermuteten Parteien Oracle, Silver Lake und Abu Dhabi, also MGX, die wir eben schon besprochen haben als Investor in OpenAI, sollen 45% der US-Firma von TikTok bekommen. Oracle wird der Infrastrukture- und Sicherheitsbetreiber sein. Silverlake ist ein sehr, sehr großer VC-Fund, der auch schon viel Golfgeld verwaltet und regelmäßig Deals macht mit Jared Kushner. Also auch der Trump-Familie ist ein bisschen nahestehend, könnte man vermuten. Und Abu Dhabi wird sich beteiligen. 20% wird weiterhin ByteDance gehören und weitere 13% ehemaligen anderen Investoren, also die schon vorher in ByteDance investiert waren, in die TikTok-Mutter. Aber die Mehrheit ist dann in US-Kontrolle. In Kontrolle Oracle ist natürlich hauptsächlich Larry Ellison, treuer Trump-Spender und republikanischer Spender. Das heißt, da wird im schlimmsten Fall noch mehr Medienlandschaft gleichgeschaltet mit tendenziell eher republikanischen oder mager Werten. Können wir nochmal drauf schauen, wenn es wirklich durch ist. Aber das scheint jetzt wirklich Form anzunehmen. Ganz interessant ist der Preis. Die soll ungefähr mit 14 Milliarden bewertet werden, die US-Tochter von TikTok. Das fand ich relativ niedrig, weil das ist irgendwie ungefähr so viel wie Snap. Snap nutzt, glaube ich, nur jeder vierte US-Amerikaner. TikTok nutzt mehr als jeder dritte. Also da ist ein deutlicher Abschlag drauf. Klingt fast ein bisschen so, als hätte man... den Kollegen Allison und Silverlake und Abu Dhabi hier einen wirklich guten Preis mit Armbring durchgeboxt, damit sie es auch sehr günstig kaufen können von Biting. 14 Milliarden, also wird es an die Börse gehen, demnächst wird es mehr als 14 Milliarden wert sein, bin ich mir relativ sicher. So haben hier Oracle, Silverlake und MGX erstmal einen sehr guten Deal gemacht, wahrscheinlich für 14 Milliarden für das US-Geschäft von TikTok. Das würde wahrscheinlich der ein oder andere auch gern. kaufen. Apropos Larry Ellison, den Warner-Aktionär wird übrigens weiter von dem Board eingetrichtert, dass sie das Angebot von Larry Ellison und David Ellison von Paramount nicht annehmen sollen, obwohl es rein nominell höher ist, sagt das Warner-Board weiter, das Netflix-Angebot ist besser und die Aktionäre sollen lieber auf Geld verzichten, weil Paramount den angeblich schlechter wäre. Apropos Deals, Sicherlich, was wir alle nicht auf unserer Bingo-Card hatten, sagen wir mal so. Apropos, vielleicht kommt diesen Sonntag noch was, was viele nicht auf der Bingo-Card hatten. Aber das weiß ich noch nicht ganz genau.
Wirklich?
Ich glaube, das kommt das nächste Jahr. Ja? Achso, du bist bestimmt besser informiert als ich. Die Financial Times berichtet unter anderem, wir packen es in die Shownotes, Trump Media Group, das ist diese börsennotierte Firma, die per Speck an die Börse gekommen ist, agrees 6 billion Merger with Google-backed Fusion Energy Company. Also diese Trump Media Group, die glaube ich True Social und so weiter betreibt. Ist das richtig? Und außerdem eine Bitcoin-Reserve aufgebaut hat, über zweieinhalb Milliarden in der Vergangenheit. Und noch alle möglichen anderen, die er jetzt gemacht hat. Fusioniert jetzt, im wahrsten Sinne des Wortes, mit einer Fusions-Company, die unter anderem durch Google mitfinanziert wurde, was sie hier wichtiger erscheinen lässt, als sie wirklich ist. Tay Technology heißt die, Tay Art. Theodor Anton Emil, wusstest du eigentlich, dass unser Buchstabieralphabet arisiert ist?
Was meinst du damit?
Hast du als Kind mal Glücksrad geschaust?
Ich weiß gar nicht, was das ist.
Also da mussten Leute so buchstabieren. Es gibt so Leute, die sagen, wie sagst du zum Buchstaben S, wenn du dem am Telefon jemandem sagen musst? S. S wie?
Keine Ahnung. Irgendwas wie irgendwas.
Susanne. Normalerweise sagt man entweder Siegfried oder ab und an hört man auch Samuel. Und die alte Version war tatsächlich Samuel. Die Nazis haben das Buchstabieralphabet verändert, indem sie nämlich alle jüdischen Namen daraus genommen habe. Sekunde, ich muss mal kurz gucken, ob ich das finde.
Wo hast du das denn schon wieder aufgegriffen?
Habe ich neulich im Fernsehen. Wo habe ich das denn gesehen? Ich glaube in so einer Arte-Show oder so. Also früher gab es mal Zacharias, da wurde ein Zeppelin draus. Aus Karl und Katharina wurde Kurfürst. Aus Nathan wurde Nordpol. Und Nordpol nutzen wir auch jetzt noch. Aber das hieß mal Nathan. Aber Nathan war verdächtig ein jüdischer Name zu sein. Deswegen hat man es rausgeschmissen. Theodor wurde zu Toni, ist jetzt wieder Theodor fairerweise. Aber ein paar, und zwar insbesondere das S war früher Samuel und dann im Deutschen Reich aber Siegfried. Und viele Leute sagen immer noch Siegfried. Wer noch Gründe sucht, uns zu korrigieren, ich habe eben Siegfried aus Versehen gesagt. Wie kamen wir jetzt drauf? Achso, TAE. Theodor Anton Emil ist die Fusionsfirma, mit der Trump Media Group jetzt fusioniert. Das passt natürlich überhaupt nicht zusammen. Das macht auch keinen Sinn. Die Leute, die sich damit beschäftigen oder Gründe zu finden, warum das Sinn macht, vermuten, dass man sich eben versucht, politischen Einfluss und so ein bisschen das Balance Sheet, also das Geld der Trump Media Group zu sichern. Die hat noch ein bisschen Geld auf dem Konto rumliegen. Dieses Fusionsprojekt braucht natürlich Geld und man wünscht sich natürlich politischen Einfluss, um einfach auch die Regulierung möglichst schnell zu erledigen für den neuen Fonds. für den eventuell zu bauenden Fusionsreaktor. Der soll auch lustig 2026, wenn ich es richtig gelesen habe, angefangen werden zu bauen und 2031 Strom gewinnen. Ich würde behaupten, die meisten Quellen, die man konsultiert, würden sagen, das ist vor 2035 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein kommerziell gewinnbringende Möglichkeit gibt, Fusionsenergie auf der Erde zu erzeugen. Also ich glaube, dass der Bau eines Reaktors, wenn es schnell geht, fünf Jahre dauert, kann man annehmen, dass die Technologie so weit ist, dass sie prinzipiell Stromüberschuss generieren kann. Da sind wir so langsam. Aber dass man wirklich in großer Masse und mit positiven Deckungsbeiträgen Fusionsenergie gewinnen kann, wird leider bis 2035 brauchen. Also bis dahin brauchen wir noch andere Lösungen. Und auch interessant, diesen Deal gemakelt hat Yorkville Advisors. Sagt dir das noch was? Es hat so ein Glöckchen geläutet bei mir und dann habe ich geguckt, was machen die sonst so für Deals und wir hatten über die geredet, unter anderem... waren die in Lilium und Sono Motors investiert, also die letzten irgendwie Pleite-Companies, über die wir geredet haben, in Resolve und Nagamarkets, so Angermeier-Bumsbuden. in Webull, in Plug Power. Da fragst du dich ja und haben so ein Speck zusammen oder versuchen so ein Speck vorher schon mit Trump zu machen und mit der Trump Media Group um den Kronos Coin, also zusammen mit Crypto.com den Kronos Coin irgendwie so ein bisschen Rückmünze zu verpassen. Naja, da fragt man sich ja schon, wie schaffst du so eine Ansammlung von wirklich prekär und vorsichtig formuliert Firmen zu bekommen. Aber es liegt so ein bisschen am Geschäftsmodell. Die machen in der Regel, ob das schlau ist, weiß ich nicht, aber kurzfristig kann man damit Geld verdienen. Und zwar geben sie sogenannten Distressed Asset, also Firmen, die in Schieflagen sind, Geld, indem sie Anteile unter dem Marktpreis kaufen. Also stell dir jetzt vor, Home2Go würde mir jetzt Anteile für einen Euro verkaufen, obwohl der Marktpreis irgendwie 1,50 plus ist. Und dadurch würde man Geld aufnehmen können. Also kriegt Geld, obwohl es der Firma vielleicht schlecht geht, was bei irgendwo natürlich nicht der Fall ist. Und der sogenannte Investor verkauft die Anteile gleich wieder in den Markt und treibt den Kurs damit noch tiefer. Weil er diese diskontierten Anteile, also er kauft irgendwie mit 20-30% Discount und dann verkauft er sie wieder, wodurch noch mehr Druck auf die Aktie ausgeübt wird. Deswegen kriegen diese ganzen Shit-Companies tatsächlich Geld von Yorkville Advisors, weil die zumindest ab und an eben diese Downward Spiral machen, dass sie quasi Anteile so als Investor of Last Resort noch Anteile kaufen, die sie dann aber auch gleich wieder am Markt entsorgen. Mutmaßlich. Naja. Und bevor wir noch zu einer positiven News kommen, der Tiefpunkt der Woche war für mich mal wieder Elon Musk. Und zwar Ray Dalio, legendärer Investor, hat die philanthropischen Projekte der Dell-Familie gelobt. Die Dells haben eine Charity, was haben die nochmal gemacht? Jeden Schüler KI bezahlt oder die Foodstamps oder so, was war das nochmal genau?
Bücher.
Andersrum, sie haben die Trump-Accounts, also sie geben Kindern 1000 Dollar in ihren Spar-Account für jedes neugeborene Kind ab dem Januar 2025. Also sie schichten ihr Vermögen zu den Jüngsten um als Charity. Und das hat Ray Dalio explizit geliebt. Das ist natürlich unter anderem für die Stockmarkets auch ganz gut, wenn damit quasi jeder zum Aktionär wird, freiwillig oder unfreiwillig. Das ist Kapital, das lange gehalten ist und den Aktienmarkt auch antreibt. Aber Ray Dalio lobt jetzt erstmal hier sozusagen die Wohltätigkeit und Philanthropie. Und darunter kommentiert dann als einer der Ersten Elon Musk und sagt, Also Elon Musk, der noch keinen einzigen Cent an der reichsten Mensch der Welt, der Millionen von Menschen die absolut nötigste Hilfe gekürzt hat, meckert jetzt quasi rum und versucht, das klein zu reden. Er selber hat ein paar karitative Zwecke, wo wir aber mal auf einen Artikel verwiesen haben, der es ganz gut nachweist, dass er eigentlich nur den eigenen Betriebskindergarten damit fördert oder so. Also Dinge, die direkt im Zusammenhang mit Tesla oder seinem Unternehmen stehen. Man kann, glaube ich, relativ fair sagen, dass er keine echte Charity oder Philanthropie macht. Elon Musk kritisiert aber hier mehr oder weniger Dells und sagt, in Zukunft wird es eh keinen Armut mehr geben. Das ist natürlich im höchsten Maß zynisch, gerade weil er die USA gekürzt hat mit Doge für so viele Leute, die wirklich die Hilfe gebraucht hätten. Und zu behaupten, dass es in Zukunft Universal High Income geben wird, ist in einer kapitalistischen Welt natürlich einfach extrem unwahrscheinlich. Weil wenn du die Leute fragen wirst, die, die das Kapital, also die Chips und die Roboter besitzen würden, werden in Zukunft, ob sie einen Dollar mehr haben wollen oder den Menschen Universal High Income geben, Ich habe nicht das Gefühl, dass Elon Musk der Typ ist, der sagt, lass erstmal jedem irgendwie 3000 Dollar im Monat geben und dann gucken wir, was noch für mich übrig bleibt. Naja, aber vielleicht auch nicht mehr. Überraschend, aber schon peinlich, wenn man der reichste Mensch der Welt ist und der einzige, der nicht gecheckt hat, dass man das vielleicht aus dem Fall ist, ein bisschen von seinem Geld weiterzugeben. Aber er verfolgt natürlich Zwecke, die viel wichtiger für die Menschheit sind, zumindest scheint das in Glauben zu sein. Ansonsten wäre auch was für die Sparaccounts der deutschen und europäischen Anlegerinnen und tendenziell eher jungen Menschen macht, ist Trade Republic. Und die werden jetzt in einer Secondary-Runde, also wo keine neuen Anteile ausgegeben werden, weil Trade Republic nach eigenen Angaben auch schon Geld verdient, mit 12,5 Milliarden bewertet. Also da haben ein paar Altinvestoren Anteile ausgegeben. Unter anderem sollen sich die zwei reichsten Familien Europas, Anodi, LVMH-Familie und Anjeli, Fiat-Gründer, glaube ich, oder Fiat-Ona, beteiligt haben. 1200 Milliarden ist natürlich die Bewertung. Man müsste damit das Forzelohn des Personi und so weiter das wertvollste Startup Deutschlands derzeit sagen. Wir haben schon oft erklärt, warum es ein geiles Geschäftsmodell ist. Du wächst mit neuen Kunden, du wächst mit den Einzahlungen, die die Kunden in den Sparplänen regelmäßig machen. Also es ist fast wie Wachstum auf Autopilot, solange man die Kunden nicht verliert. Und dann kriegt man noch die sogenannten Net Market Scans, also die irgendwie 7 bis 9 Prozent, die der MSCI World langfristig macht. Und wenn die Leute das Geld nicht verzocken bei Trade Republic, dann wächst das AUM fast komplett. Automatisch zumindest in den Anlageprodukten. Zinsprodukte vielleicht nicht ganz so attraktiv, aber so holt man Leute auf die Plattform. Vielleicht nicht vollkommen unumstritten, aber ich denke definitiv tendenziell eher ein meritorisches Produkt, wenn es mehr Leute in private Altersversorgung bringt. Und wird natürlich einerseits ein bisschen gechallenged vom Abschaffen des Payment-for-Order-Flow in Zukunft. Andererseits Mit dem neuen Altersvorsorge-DPO in vielleicht einer weiteren Rentenreform, die uns in den nächsten fünf Jahren ansteht, zumindest möchte man das hoffen oder gerne auch noch früher, sollte Credit Republic auch nochmal davon sehr deutlich profitieren. Nämlich an der Seite, die Versicherungs- und Bankenwirtschaft kriegt das komplett an ihnen vorbei reguliert, was ich nicht hoffe. immerhin mal wieder ein erfolgreiches Dekakorn aus Deutschland mit, ich würde schon sagen, meritorischem, also ein Geschäftsmodell, was jetzt Leuten nicht primär schadet. Und dann nur kurz der Service-Hinweis. Wir packen es in die Shownotes. Wenn ihr E-Mails von Outfittery bekommt, die euch darum bitten, eure Zahlungsdaten zu aktualisieren oder ähnliches, seid vorsichtig. Seid immer vorsichtig, wenn euch E-Mails erreichen, dass ihr Zahlungsdaten aktualisieren sollt. Das ist in 99,8% der Fälle Spam. Jetzt hat es viele Kunden des Dienstes Outfittery getroffen. Heise hat darüber geschrieben. Wir packen es in die Shownotes. In unserem Discord-Forum wird es auch heiß diskutiert. Nur eine Erinnerung. Seid vorsichtig, erklärt es euren Eltern. Vielleicht auch nochmal am Wochenende oder Großeltern. Und dann wünschen wir euch eine schöne beginnende Weihnachtszeit und hören uns wieder zu Weihnachten am 24. Am Heiligen Abend.
Am Heiligen Morgen. Ich freue mich drauf. Ich bin gespannt, wie die kommenden Tage für Trump so werden. Mal schauen, dass da am Wochenende alles rauskommt. Habt ein schönes Wochenende. Bis Mittwoch. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Glöckner und Philipp Glöckler. Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unsere aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.