Doppelgänger Folge #522 vom 26. Dezember 2025

Pips Weihnachtsgeschenk: Groq-Exit - Nvidia kauft die Konkurrenz | 50 neue KI-Milliardäre 2025 | Closed CFO: Kredite an sich selbst #522

Nvidia übernimmt die Assets des Chip-Startups Groq für 20 Milliarden Dollar. KI hat 2025 über 50 neue Milliardäre geschaffen, darunter die Gründer von Cursor, Lovable und 11 Labs. OpenAI veröffentlicht Nutzungsdaten: 90 Prozent der User machen weniger als fünf Anfragen pro Tag, nur 5 Prozent zahlen für den Service. Die New York Times vergleicht Tesla und Waymo: Tesla hat 30 Robotaxis in Austin, Waymo 2500 insgesamt. Das Manager Magazin deckt den Closed-Skandal auf: Der CFO der Hamburger Modemarke hat sich mutmaßlich 20 Millionen Euro von der Firma geliehen. Die USA sanktionieren fünf europäische Bürger, darunter Ex-EU-Kommissar Thierry Breton und die Geschäftsführerinnen von HateAid. Elon Musk wird zum unbeliebtesten Tech-Leader 2025 gewählt. Apple muss durch den Digital Markets Act Proximity Pairing und Notifications für Drittanbieter öffnen. Und 61 Prozent der US-Pastoren nutzen inzwischen KI für ihre Predigten.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:


(00:00:00) Intro

(00:01:15) Nvidia kauft Groq für 20 Mrd.

(00:17:16) 50 neue KI-Milliardäre 2025

(00:27:29) OpenAI Nutzungsdaten: 90% unter 5 Anfragen/Tag

(00:30:45) OpenAI Prompt Packs für Berufsgruppen

(00:37:43) Tesla vs Waymo: 30 vs 2500 Robotaxis

(00:44:52) Closed-Insolvenz: CFO leiht sich 20 Mio.

(00:54:42) USA sanktionieren HateAid & Thierry Breton

(01:01:04) Elon Musk unbeliebtester Tech-Leader

(01:05:15) Epstein-Akten: Adobe-Schwärzung versagt

(01:06:15) Apple öffnet AirPods-Kopplung (EU DMA)

(01:09:21) 61% der Pastoren nutzen KI für Predigten


Shownotes

Nvidia wirbt Ingenieure von KI-Startup Groq ab - manager-magazin.de

KI schuf über 50 neue Milliardäre 2025 - forbes.com

Benedick Evans- linkedin.com

OpenAI Prompt Packs - academy.openai.com

Tesla Robotaxis in Austin: Konkurrenz für Waymo - nytimes.com

Insolvenz der Modemarke: So ruinierten die Chefs alles - manager-magazin.de

Breton plant Tech-Verbot - apnews.com

Marco Rubio - patreon.com

Elon Musk mochte Tech nicht - cybernews.com

Musk Weihnachts Tweet - x.com

Epstein-Akten: DOJ-Streichungen und Links - theverge.com

will the robot shoot the human? - youtu.be

iOS 26.3: AirPods-Kopplung verbessern - macrumors.com

Pastors KI-Predigt - cybernews.com

Glöcki KI Weihnachtsvideo - youtube.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 522 am 27. Dezember 2025. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner.
Und Pip, ich muss sagen, ich glaube, es war für dich das schönste Weihnachten.
Du wurdest noch nie so reichlich beschenkt wie dieses Jahr. Du hast nichts von mir bekommen, nichts von Jan. Was du sonst so bekommen hast, weiß ich nicht. Auf jeden Fall keine neuen Headphone-Cover. Du siehst immer noch so verranzt aus wie vorher. Deine Kopfhörer.
Sonst in bester Laune und reichlich beschenkt.
Und zwar am 25. Als wir alle so mit so wahrscheinlich leichten Kater aufgewacht sind, kommt die News raus, Nvidia kauft so eine Chipbude von Chamath, in der du auch investiert bist. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Vielen Dank, vielen Dank. Ich freue mich tatsächlich auch ein wenig. Genau, ja, das Jahresende ist ganz gut verlaufen. Am Freitag, dem 19. gab es noch einen kleinen Exit, über den ich noch nicht sprechen darf.
Komm, wir sind hier unter uns. Ich frühstücke ein bisschen nebenbei.
Das hat doch eh keiner an Weihnachten. Kein Home Run, aber so ein Second Base Multiple. Was gibt es denn da Leckeres bei dir?
Marmeladenbrötchen.
Okay. In der Secondary-Stealer-WhatsApp-Gruppe pinkte unterm Weihnachtsbaum auf einmal so eine Nachricht, ich glaube relativ spät abends, auf Krog gekauft für 20 Milliarden. Ich so, na nun? Und jetzt titeln aber verschiedene Medien, ich weiß gar nicht, wer es zuerst hatte, dass... Also am Anfang hat CNBC geschrieben, Nvidia würde Grog für 20 Milliarden akquirieren. Wir wissen aber, dass mindestens kartellrechtlich problematische Akquisitionen inzwischen längst nicht mehr als echte Akquisition durchgeführt wurden. Man hat hier wieder so ein super kompliziertes Konstrukt, wie wir es auch von Microsoft, Amazon und Meta oft zuvor gesehen haben, gewählt. Und zwar akquiriert... Nvidia, den Großteil der Assets, also der Vermögensgegenstände von GROK, GROK mit Q ist das, das ist eine neue Ship-Plattform, oder relativ neue, ist auch acht Jahre alt, glaube ich, aber ein Großteil der Assets und das Management-Team, insbesondere der Founder Jonathan Roth und Präsident Sunny Kudra, ist der Kudra? Sunny? Sunny, naja, also ein Silicon Valley-Legende, werden zu Nvidia wechseln. Was waren deine ersten Gedanken? Außer, dass du dich unheimlich für mich gefreut hast. Also ich habe, ich glaube vor anderthalb Jahren mal, es war doch nicht in einem Jahr geflippt, aber anderthalb Jahre, Sekunde, Krog 1, vor anderthalb Jahren habe ich mal investiert. Das war noch auf zweieinhalb Milliarden, glaube ich. Genau, zweieinhalb Milliarden Postbewertung. Und dann Mitte diesen Jahres habe ich nochmal nachgelegt, weil ich, also meine Strategie bei diesen Secondary Investments ist eigentlich mit ein klein wenig Picking der Companies noch, die Themen abzudecken, die ich an Public Markets und in der Seed Stage nicht gut abdecken kann, weder als Angel noch als Public Market Investor. Und die zwei Themen, die mir dabei am wichtigsten sind, einerseits Robotics, andererseits alternative Hardware-Plattformen zu Nvidia. So erklärt sich auch das hier. Und ich glaube, über Grok und Cerebras hatten wir, ich glaube, ich habe in meiner ersten OMR Keynote, also in der 23er, Das ist schon mal erklärt, warum ich das spannend finde. Die zweite Runde war Mitte dieses Jahres auf knapp über 5 Milliarden. Es gab dann noch eine weitere Runde auf 6,8 Milliarden dieses Jahr, glaube ich. Und jetzt wurde es nochmal für das Dreifache von dem akquiriert und eben doch nicht akquiriert. Grog baut nicht so eine Art TPUs. Der Jonathan Ross, der Gründer von Grog, ist einer der Architekten der TPU-Plattformen bei Google. Also diese Tensor Processing Units, hauptsächlich auf Inferenz oder zumindest zu dem Zeitpunkt noch auf Inferenz optimierte KI-Chips, die besonders schnell so pulsierend Matrix-Multiplikationen durchschieben können. Und das gleiche hat er dann eben nochmal als Venture gebaut mit GROK. Da hat das dann Language Processing Units, also nochmal für LLMs optimierte Hardware, also Chips genannt oder ASICs, Application Specific Integrated Circuits. Beim Umsatz war das noch gar nicht so erfolgreich. Man wollte dieses Jahr 500 Millionen schaffen. Letztes Jahr war man bei so 100 Millionen. Das hat man nicht ganz geschafft. Also der Markt munkelt, sie haben das Ziel nicht erreicht, aber es hat gereicht offenbar. um entweder zu bringen, das 40-fache des zumindest geplanten Umsatzes zu bezahlen. Warum hat Nvidia das gemacht? Oder macht das für dich Sinn? Verstehst du das? Was ist dein Read?
Ich habe immer gedacht, dass das Ding implodiert. Weil? Einfach nur, weil Shemath das so wahnsinnig viel gepusht hat. Und aus der Erkenntnis von den ganzen Specs und so... Weil es ja immer, also ist das scheinbar das erste erfolgreiche Ding von Schimmarth. Auf jeden Fall so oberflächlich, aus der Weite betrachtet.
Das war relativ, also wenn ich ganz kurz darf, es war mit Abstand der erfolgreichste, die er jemals gemacht hat, glaube ich. Also er hat so umgerechnet 50, 60 Millionen investiert und wahrscheinlich 4 Milliarden mitgenommen. Also er hat 8 Jahre gebraucht, aber so 200, 300 Mal, so konnte er nicht ganz 200 Mal, was habe ich gerade gesagt, 50 Millionen. Nee, nee, nur so 65 Mal sein Geld. Aber für acht Jahre ist das immer noch ganz okay.
Das Interessante ist, vor acht Jahren hat er darüber noch nicht so wirklich gesprochen. Also wir haben erst vor zwei Jahren so richtig... gehört, dass er da drin ist.
Ja, das ist immer der Trick. Du machst das erst, wenn die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg natürlich steigt, dass du von deinen Seed Investments beginnst zu reden. Auf jeden Fall, die nächsten drei Folgen All-In-Podcast werde ich auf jeden Fall skippen, weil ich mir die Victory Labs, wie ihr das immer hat kommen sehen, gerne sparen würde.
Ja, und dann noch zwei andere Gedanken. Der nächste Gedanke war, wenn die das an Nvidia verkauft haben, also zu einem hohen Preis wohl, dann... Kann das vielleicht doch gar nicht so gut gewesen sein? Also wieso, wenn du so einen super Rocketship hast, wieso läufst du dann nicht einfach weiter? Wieso machst du dann kein IPO?
Na gut, was würdest du im IPO-Market bekommen? Wahrscheinlich maximal 40, 50 Mal Umsatz und als Hardware-Plattform vielleicht gar nicht so viel. Und jetzt hat ja jemand quasi mehr als 40 Mal bezahlt und also die letzte Runde verdreifacht. Und einige Investoren sind halt wie, also Schamatt ist halt acht Jahre drin. Du willst halt irgendwann auch wieder raus. Aber ja, also ich glaube, es hat sich schon abgezeichnet, dass es nicht mehr das nächste Nvidia wird, aber ausreichend groß, um sich einen sehr guten Ausstieg hier zu finden, würde ich sagen. Aber es ist eine berechtigte Einschätzung. Also würde ich auch so teilweise so stattgeben, ja.
Ich hatte so Flaschenpost-Vibes. Ja, geiler Deal, aber warum? Habt doch noch ein bisschen Ausdauer. Kämpft doch noch acht Jahre länger.
Aber Gefahr ist natürlich, das sind ja Leute, die alle sehr nah an der Branche arbeiten. Es gibt ja schon noch das Szenario, dass die ganze KI-Bubble platzt. Und dann ist das Ding nicht mehr nur keine 20 wert, auch keine 10, sondern es ist wieder bei unter 5 Milliarden. Dann hättest du die Hälfte der Bewertung verloren.
Auf jeden Fall. Ich glaube, Flaschenpost wäre jetzt auch nicht mehr so viel wert. Das andere ist, Nvidia, Microsoft, vielleicht Google und Amazon scheinen die einzigen Exit-Kandidaten für diese Firmen zu sein. Also es ist eigentlich nur noch IPO oder Exit an einer der großen vier.
Da könnte man jetzt sagen, das ist generell. Also so viele Exit-Wege gibt es. Es gibt M&A. Du meinst, es müssen ganz große sein, weil man schon so schwer ist. Also es gibt im kleineren Segment, kauft natürlich auch, ServiceNow hat gerade wieder was gekauft, CrowdStrike, Salesforce, die kaufen schon immer mal die kleineren Häppchen dazu. Aber wenn du im Bereich 20 Milliarden bist, dann wird die Luft dünner, das stimmt. Also Adobe wird sich das jetzt nicht kaufen.
Und es zeigt so ein bisschen ähnlich, wie diese ganzen Deals dort sind. Dass man einfach die Firmen versuchen, die Valuations der anderen Firmen hochzuhalten, damit die Blase nicht platzt.
Könnte man so sehen.
Und mein allerletzter Punkt war, jetzt bin ich mal gespannt, ob der Secondary Dealer auch wirklich das macht, was er verspricht. Weil je nachdem, wie das Konstrukt und wie der Deal ist, kann es ja sein, dass es jetzt nicht so einfach ist, an dein Geld zu kommen, oder?
Ja, es ist nicht ganz einfach. Also es werden die Assets aus der Firma rausgekauft. Die Firma Grog und die Grog Cloud werden aber weiter unabhängig existieren, ohne ihre Leadership. Und es soll angeblich, also niemand kennt diesen Vertrag jetzt schon eins zu eins, aber es soll auch eine Performance-Komponente geben. Also so eine Art Earn-Out, ob der dann nur für das Leadership gilt oder auch für Investoren, ist relativ unabhängig. Ich wäre überrascht, wenn der Earnout auch die Investoren betrifft, ehrlich gesagt. Ja, muss man so ein bisschen sehen, wie schnell das jetzt liquide wirklich wird. Aber ich würde davon ausgehen, dass zumindest ein Teil des Geldes kommt. Und man muss, pro forma wäre das jetzt... Was habe ich gerade gesagt? Also ein 8 und ein 4X ungefähr, so für mich. Da kommen noch Gebühren und Dilution eventuell runter. Aber in dem Zeitraum bin ich trotzdem sehr zufrieden mit der Rendite, muss man dazu sagen. Ich sehe viele das so als sehr teuren Acquihire bezeichnen. Da bin ich mir fairerweise nicht so wichtig. So wild sind die Zeiten noch nicht, dass du dir für 20 Milliarden ein Team einkaufst. Das war meiner Meinung nach auch bei Scale AI nicht so, sondern bei Scale AI wollte man, glaube ich, einen sehr neuralgischen Punkt in der Supply Chain für Daten sich sichern. Bei Meta, also Alexander Wang ist nicht 15 Milliarden wert, aber allen anderen die Data Annotation deutlich komplizierter zu machen und den Prozess zu verlangsamen, ist dann vielleicht schon 15 Milliarden wert gewesen für Meta. Ich sehe das hier vielmehr als, wo wir gerade bei Meta sind, die typische Mark Zuckerberg-Strategie. Also Meta ist 4,5 Billionen wert, 4.500 Milliarden, das ja 20 Milliarden kostet. Das heißt, die haben 0,4 Prozent ihrer Marktkapitalisierung bezahlt, um einen potenziellen, rein potenziellen zumindest, Konkurrenten. Also ich habe schon gesagt, Grock wäre jetzt nicht das nächste Nvidia innerhalb der nächsten zehn Jahre geworden. Aber es ist ein potenzieller Konkurrent. Und wenn ich mich die risken kann, dass ich für unter einem halben Prozent einen Konkurrenten wegkaufen kann und vor allen Dingen die Story, Nvidia ist nicht stark genug bei Inferenz, sondern nur bei Training und so weiter, so ein bisschen mitigieren kann damit, dann ist das sehr nah an einem No-Regret-Move. Also im schlimmsten Fall hat Jensen Wang 0,4% seiner Marktkapitalisierung verspielt, wenn das eine wirklich dumme Akquisition wäre, was ich nicht glaube. Im besten Fall hat er einen potenziellen Konkurrenten, der im Inferenzmarkt vielleicht 10-15% hätte bekommen können, weggekauft und dabei die eigene Entwicklungsstärke bei Inferenz und da kommt der Equihire-Charakter dann wieder dazu gestärkt. Also natürlich wird NVIDIA nochmal, also ich bin, was heißt natürlich, aber ich gehe davon aus, dass NVIDIA nochmal eine eben auch so Language Processing Unit oder TPU-Konkurrenz und ich glaube, der Deal hat viel mehr mit Google zu tun, als er mit Grog zu tun hat. Nämlich, dass Google wird, auch wenn es in unserer Community ab und an noch sehr vereinzelt bestritten wurde. Aber natürlich wird Google in den Markt für Chips gehen, für TPUs. Auf jeden Fall, sie vermieten wahrscheinlich auch anderen Anbietern oder das Betreiben für andere Anbieter. Und da liegt das Problem für NVIDIA. Und ich glaube, NVIDIA wird versuchen mit dem Krog Leadership Team so eine Art LPU, TPU Unit zu bauen und wahrscheinlich ein gezieltes Produkt für die Inferenz nochmal zu bauen, was kostengünstiger als die ganz teuren Blackwell GPUs sind und so ihre eigene LPU-Plattformen bauen und dafür ist das Grog-Team und die Grog-Plattform wahrscheinlich und das Grog-IP, also es wurde, was wird mit den Assets eigentlich gekauft, da geht es ja nicht um die Produktionskapazität oder so, das ist eigentlich, hatte Grog auch keine eigenen, sondern es geht um Intellectual Property, also sozusagen das Chip-Design sich zu sichern von Grog, das Einfach gesagt, ab morgen könnte Nvidia diese LPUs von Grog 1 zu 1 nachbauen in viel höheren Stückzahlen und seinen Kunden anbieten und das Team da drum, um das eventuell weiterzuentwickeln, wenn man davon ausgeht, dass sie noch State-of-the-Art-Knowledge haben. Und ich glaube, das ist für Nvidia, wenn du dann ein halbes Prozent deiner Marktkapitalisierung dafür aufgibst und 20 Milliarden Cash ist für Nvidia, wir wissen ja, wie viel Cash die Evis, ich glaube, die hatten 60 Milliarden noch im Konto rumliegen. Wir wissen, die investieren immer hier und da und kaufen ein paar Aktien zurück eventuell, aber Am Ende ist das, glaube ich, ein No-Regret-Move für Nvidia, einen Konkurrent wegzukaufen. Und was mir das eher sagt, ist, ich habe ja auch in Cerebras oder bin dabei, in Cerebras zu investieren und ich überlege jetzt, ob ich einen Teil meiner Exit-Erlöse da reinpacke, weil du kannst natürlich darauf setzen, dass Nvidia weiter jeden Konkurrent wegkauft, der zumindest ein gewisses ernsthaftes Bedrohungsszenario entwickelt. Und das ist eigentlich das Problematische an dem Deal, dass es für die Also das ist ja ein quasi Monopolist, der sich hier die Konkurrenten wegkauft. Und normalerweise ist genau das, wo Kartellrecht hinschauen sollte und so ein Deal, der müsste dann eben genehmigungsbedürftig sein. Und man umgeht den hier wieder, indem man ja keine Firma kauft, sondern die Assets kauft. Also es ist ein leihenrechtlich Umgehungstatbestand, wenn du so möchtest. Ich umgehe Kartellrecht, indem ich die Firma nicht kaufe, sondern ich kaufe mir das Intellectual Property und die wichtigsten Köpfe aus der Firma raus. Und damit habe ich aber quasi A, den Konkurrenten aus dem Markt geschaffen und B, habe mir selber meinen Monopol noch weiter gefestigt mit mehr Ressourcen. Und für die Wettbewerbslandschaft im Chip-Design oder im Chip-Design und im Chip-Markt ist das natürlich nicht gut, weil es ist ein Konkurrent weniger. Jetzt muss man gucken, ob Cerebras stark genug werden kann oder ob andere, ob irgendwie AMD und Intel noch ihre DAX in a row bekommen oder, oder, oder. Aber Eigentlich hätte der Deal zumindest unter Review sein müssen, aber das ist natürlich der Vorteil. Wir wissen, Jensen Rang ist inzwischen zumindest opportunistisch sehr eng mit der Trump-Administration, hat scheint signifikanten Einfluss da gewonnen zu haben und kann deswegen hier, und vielleicht erklärt das ein bisschen, warum Schambat die ganze Zeit auf den Fotos da rumgeistert, wo es ja sonst keinen erkenntlichen Grund dafür gäbe, aber... Naja, also mein kapitalistisches Herz sagt, also auch wenn ich davon persönlich höchstwahrscheinlich einen Vorteil haben werde, aber mein kapitalistisches Herz sagt, dass das für den Markt nicht besser sein wird, ehrlich gesagt.
Und sag mal, glaubst du, in Zukunft werden wir das so ein bisschen vergleichen wie... Die Akquisition von Meta damals mit WhatsApp oder mit Instagram?
Ja, genau das ist es. Das will ich ja sagen. Also ich ersticke meine Konkurrenz in der Krippe und kaufe es weg. Also du siehst, jemand könnte mal potenziell stark genug werden, um dir nicht den Inferenzmarkt insgesamt, aber 10 bis 15 Prozent des Inferenzmarkts vielleicht wegzunehmen auf Sicht von fünf Jahren. Und Wie gesagt, du gibst weniger als ein halbes Prozent deiner Firma auf, um dir das Risiko wegzukaufen. Kann ich niemandem übel nehmen als CEO, dass er das versucht. Würde ich auch machen. Also stell dir mal vor, zwei richtig talentierte Typen machen irgendwie den nächsten Tech-Podcast und wir dürfen jetzt einmal 500 Euro zahlen dafür, dass sie nicht starten. Oder wir gucken uns mal an. Ich würde auch sagen, ich riskiere doch jetzt nicht das irgendwie tausendfache an Umsatz, wenn ich mir das für 500 Euro das Risiko einmal wegkaufen kann.
Um ehrlich zu sein, mit Talent hat das hier wenig zu tun. Im Gegensatz dazu kann ich mich nur daran erinnern, wie wir im Vollsuff-Podcast überzeugt haben, weiterzumachen.
Weil wir die Märkte lieben, weil wir den freien Wettbewerb lieben.
Nach allen Statistiken, die heute deutlich erfolgreicher sind als wir, in ihrer Nische zumindest.
Boah, weiß nicht.
Gut, aber auf jeden Fall...
Von der Reichweite her, sagen wir mal so.
Boah. Hier ist so ein Bild reingefallen. Ich schicke dir mal ein Bild an, was mich das erinnert.
Das kommt jetzt hier gerade in unseren hochprivaten... Das war nur die Erinnerung an mich. Also hier ist ein Bild von Chamath mit seinem Quite Luxury Rollkragenpullover ein bisschen aufgebläht. Das soll mich nur daran erinnern, dass all meine Freude, also eigentlich kenne ich das Gefühl der Missgunst nicht, aber mich nervt das schon, dass so ein bisschen, dass die private Rehabilitierung für, oder das wird ja so gedeutet werden, wie die private Rehabilitierung von Chemars, wobei das all den Anlegern, die Geld verloren haben, mit seinen Produkten natürlich gar nichts bringt, wenn irgendwie die 2015er Vintage von Social Capital da ausnahmsweise mal Geld gemacht hat.
Also für mich ist das schon so ein bisschen so, als ob das erfolgreichste Investment von dir gemeinsam, hast du gemeinsam mit Frank Thielen gemacht. So ist das ungefähr der Fall.
Ja, also ich glaube, was Schamatt im privaten Markt macht, ist gar nicht, also es gibt schöne Artikel auch darüber, wie Social Capital, also seine Investmentfirma implodiert ist und die Ränkespiele, die da passiert sind und dass er eigentlich da am Ende alleine im Büro saß, so ein bisschen in seinem Visifunk. Ich glaube jetzt nicht, dass er der schlechteste private Investor der Welt ist. Kritisieren würde ich ihn vor allen Dingen dafür, dass ich glaube, dass er ein absoluter Schadatan ist und opportunistisch gerade erzählt, was für ihn gut ist. Und wie er das Geld von den Exit-Kanal, Public Markets, über Specs und so spielt. irgendwie seine Mist-Companies wegzudrücken an die Backhole. Wie auch immer. So, wir machen mal, wo wir gerade dabei sind. Das ist eigentlich ein schönes Thema. Ich könnte mir vorstellen, dass Chamas zum Beispiel zwischendurch nicht mehr Milliardär war übrigens, nachdem die Specs implodierten. Also er hat mit hoher Wahrscheinlichkeit ja sein Geld rausgeholt, bevor er, also er hat auf jeden Fall, das ist ja das Schöne an den Specs, dass man in jedem Szenario Geld macht, selbst wenn es runtergeht, zumindest mit der damaligen Generation von Specs. Und ich kann mir vorstellen, dass er seinen Milliardärstatus so ein bisschen zwischendurch verloren hat. Den sollte er allein durch diese Transaktion jetzt wieder gelingen. Selbst wenn er diese 4 Milliarden für Investoren in seinem Fonds gemacht hat, Ich glaube, Social Capital hatte sogar einen abnorm hohen Carry, also ein bisschen über 20 Prozent. Und er hatte sicherlich selbst Geld drin. Das heißt, man kann davon ausgehen, dass er allein durch diesen Deal jetzt auch privat eine Milliarde gemacht hat. Und damit ist er unbestritten. Ob es vorher war oder nicht, wissen wir nicht. Aber Es gibt einen spannenden Artikel von Forbes. Forbes ist ein bisschen ein Wealth-Porn-Magazin, also auch Herausgeber zusammen mit. Es gibt zwei Milliardärs-Listen. Das eine ist die Forbes-Liste und das andere die Bloomberg-Billionärs-Liste. Forbes ist die, auf die man sich oft bezieht. Und da ist jetzt ein Artikel erschienen, dass durch KI allein im Jahr 2025 50 neue Milliardäre sind.
Moment, die Überschrift ist doch eigentlich falsch. Es müsste doch Papiermilliardäre heißen, oder?
Ja, aber ich würde behaupten, es gibt fast nur Papiermilliardäre.
Taylor Swift ist eine richtige Milliardärin.
Woran machst du das fest? Also ich widerspreche nicht, aber woran machst du das fest?
Naja, die Tour hat eine Milliarde gemacht und wahrscheinlich hat sie das gut angelegt, aber ich würde mal sagen, richtige Milliardäre, Milliardärinnen sind die Leute, die innerhalb von einem Monat das Geld als Cash zusammenkratzen könnten. Oder in einem halben Jahr.
Ja, kann man sagen, genau. Das hat Frank Thelen uns ja sehr gut im letzten OMR-Podcast erklärt, den Unterschied zwischen Paper, Geld und Liquiden. Ja, aber nur um den Sample, ich bin ein Affe, da rauszuschneiden und den werden wir natürlich sicherlich noch ein paar Mal benutzen im nächsten Jahr.
Kurze Frage, hat Frank Thelen das so gut erklärt, wie Boris Becker da in Hotel Matze?
Das habe ich wiederum nicht gesehen. Boris Becker finde ich schwer zu zuhören, glaube ich.
Das war, wie war das? Asset rich, aber Cash pur oder so. Das habe ich mir, glaube ich, gemerkt.
Ja, das trifft auch auf mich zu, glaube ich.
Jetzt nicht mehr, wenn das Geld kommt, wenn das Krog-Geld kommt.
Ja, das geht ja auch direkt wieder irgendwo hin. Also, das ist vollkommen recht. Man könnte sagen, Jeff Bezos ist relativ nah an der Liquidität. Da es ein Großteil seines Vermögens in Amazon-Aktien sind und die sind sehr liquide handelbar, das macht das Vermögen relativ Cash-nah und liquide handelbar. Die Milliardäre, die dieses Jahr geprägt worden sind, deren Geld ist hauptsächlich noch in Private Venture Valuations. Da kann ich nicht von heute auf morgen meine Milliarde rausziehen. Insofern hast du vollkommen recht. Bei einem Elon Musk ist es so ein bisschen eine Mischung. Da könnte man sagen, Tesla ist liquide. Wobei, sobald der Tesla verkaufen würde, würde sein Vermögen ganz schnell... Also wenn er die ersten 10% verkauft, würde der Rest seines Vermögens sehr schnell... Schmelzen SpaceX noch relativ illiquide, wobei es für SpaceX einen relativ liquiden Secondary-Markt gibt zum Beispiel und so weiter. Aber was man sagen kann, ist, dass die meisten Menschen auf der Forbes-Billionärs-List haben ihr Geld zumindest in Assets, das in Unternehmen steckt und nicht wirklich Cash auf der Bank liegen oder in Geldmarktfonds oder so, würde ich vermuten. Zumindest. Wir können mal ein paar exemplarische, also wodurch passiert das, warum gibt es jetzt 50 neue Milliardäre, wenn diese KI-Firmen eben Bewertungen jenseits von 5 Milliarden erreichen, dann haben die Gründer eben oft noch 20 bis 40 Prozent daran und werden dadurch auf dem Papier erstmal formell Milliardäre, weil ihr Anteil an dieser Firma dann eben auch so bewertet wird. Stellvertretend wäre hier genannt zum Beispiel Edwin Shen von Search.ai. Search.ai war einer der Konkurrenten von Scale.ai, die von Meta gekauft worden sind. Ich fände es viel spannender übrigens, sorry, dass ich jetzt schon wieder einen Exkurs mache, aber welche Executives in großen Unternehmen Milliardäre geworden sind. sind. Also irgendwie so ein Alex Schulz bei Meta oder irgendwie der AI-Chef von Meta oder OpenAI. Also diese zweite Reihe an Executives, das finde ich spannend, weil da gibt es glaube ich auch ein paar Milliardäre entstanden in den letzten drei Jahren.
Und die ganzen Entwickler?
Entwickler glaube ich sind eher so im Bereich so 20 bis 100 Millionen typischerweise, vielleicht auch mal 200. Aber wenn du Head of Research, Head of Engineering, Head of Infrastructure bist, bei einem X-EI oder oder oder bist. Das ist noch mal ein kurzer Take aus dem Podcast. Frank Tillen bei OMR. Ich glaube übrigens, also 2026, ich habe Frank Tillen jetzt verstanden, also wir haben ihn wirklich immer verkannt. Ich glaube, der ist einfach eine total abgewichste Medienfigur, der sich so dumm stellt, der fährt halt gegen Garagentore und so einfach, um Publicity zu bekommen. Der spielt dieses Mediengame so perfekt, der ist eigentlich hochintelligent, glaube ich, Und ist einfach ein brillanter Satiriker. Und der macht das einfach sozusagen, um Zeitvertreib, Geld verdienen, dieses Medien-Game zu Ende spielen. Dafür stellt er sich einfach, so ein bisschen wie Verona Feldbusch. Ich würde sagen, Frank Tillen ist die männliche Verona Feldbusch. Also spielt richtig dumm, fährt mal gegen ein Garagentor, tut so, als wenn er kein Auto fahren kann und eigentlich aber hat das Faustdick hinter den Ohren und ist viel schlauer, als wir alle denken und macht die Big Deals. Wie kam ich jetzt dahin?
Milliardäre. Milliardär ist er doch nicht, oder?
Nee, verdammt. Ich muss jetzt mein Humane finden hier neben uns zurückspielen, was ich vor einer Minute gesagt habe. Was hat er uns erklärt? Sag doch mal, worüber habe ich zuletzt geredet?
Gut bezahlte Leute in großen Firmen.
Nee, danach. Oh, müssen wir jetzt echt den Podcast zurückspielen? Warte mal kurz. Das kommt davon, wenn man diese Podcasts hört. Achso, jetzt war es wieder XAI. Und zwar hat Frank Thilling gesagt, OpenAI geht safe pleite, aber XAI überlebt. Das finde ich eine spannende These, ehrlich gesagt. Da kommen wir gleich später nochmal in der Schmuddelecke drauf. Aber es ist total valide zu sagen, man glaubt, OpenAI geht pleite, weil Google und Microsoft irgendwie zu stark sind und das Rennen gewinnen oder insbesondere Google. Das ist ein Szenario, was existiert. Das ist überhaupt nicht dumm, das zu sagen. Aber zu sagen, OpenAI geht unter, aber XAI, die irgendwie unter einer Milliarde Umsatz haben, also weit unter einer Milliarde mit KI-Produkten, es gibt so ein bisschen Umsatz aus Twitter noch, der übrig geblieben ist, aber dass in einem Szenario, wo OpenAI untergeht, XAI überlebt und eventuell größer als OpenAI wird, Auch nicht unmöglich, aber halt ich schon ein gewagtes Statement. Also wenn dieses Kartenhaus in sich zusammenfällt, dann müsste auf dem Papier, es sei denn man glaubt wirklich, dass Elon Musk irgendwie 40 Leben hat und sterblich ist, müsste XEI und Anthropic schon, also nicht nur Anthropic, sondern XEI und... Perplexity müssen eigentlich zuerst die Hufe hochreißen. Klar findet Elon Musk immer irgendwo Geld und zur Not kauft er das halt mit SpaceX oder Tesla oder so. Das kann alles passieren. Aber dann kannst du auch sagen, Microsoft kauft OpenAI im letzten Moment noch oder so. Aber fand ich, wie auch immer. Wir widmen uns wieder den echten Milliardären hier. Edwin Chen, Search AI, der ist eine Firma, wurde mit 18 Milliarden bewertet. Ihm gehören noch drei Viertel der Firma höchstwahrscheinlich. Das heißt, muss man sich keine Sorgen mehr machen. Dann Brad Taylor und Clay Baver von Sierra. Sierra baut so ein bisschen wie Palo, also Customer Service AI Bots. Also die drei Gründer von Merkur, haben wir schon mal darüber berichtet, so eine Art Zeitarbeitsfirma für Data Annotation und Reinforcement Learning Rater. Also jeder der Gründer mit 2,2 Milliarden bewertet inzwischen. Die beiden Gründer von Lovable, wahrscheinlich auch jeder 1,6 Milliarden schwer inzwischen. Die Co-Gründerin von Scale.ai, also die mit Alexander Wang, der jetzt bei Meta ist, Scale.ai gegründet hat, soll auch 1,5 Milliarden schwer sein. Jeder der Cursor-Gründer 1,3 Milliarden jeweils oder auch die beiden polischstämmigen Gründer von Eleven Labs, womit man sehr gut so Stimmen generieren kann, auch jeweils eine Milliarde schon, weil die Firma insgesamt mit, ich glaube, so rund sieben Milliarden bewertet sind. Das sind ein paar Beispiele. Mich erinnert das an das Statement, ich glaube Scott Galloway sagt das auch ganz gerne, dass es nie so einfach war in den USA Milliardär zu werden. Aber wenn man schaut, der Traum der Mittelschichten Haus zu kaufen und Millionär zu werden, der war nie schwerer. Also in vergleichbarer Kaufkraft ist es sowieso die Wahrscheinlichkeit, dass man ein eigenes Haus besitzt. Und eine Million in 1980er Kaufkraft oder sagen wir 2000er Kaufkraft anhäufst, das war glaube ich noch nie so schwer vergleichsweise. Die Chancen, die Wahrscheinlichkeit das zu erreichen, war noch nie so klein in den USA. Also eigentlich funktioniert der amerikanische Traum glaube ich für immer weniger Leute, wenn man ganz ehrlich ist. Aber die hohe Aggregation von Kapital und insbesondere KI sorgt natürlich dafür, dass hier am laufenden Band neue Milliardäre entstehen. Und spätestens, wenn das dann wieder in die Public Markets geht, dann verdienen natürlich auch wieder die Leute, die die Aktien haben, stark daran mit. Aber irgendwie den Mindestlohn mal um 10% hochzubekommen oder überhaupt auf alle Staaten gleichmäßig auszurollen, bleibt natürlich nach wie vor schwer. So, damit genug Kulturkampf für heute, vorerst.
Heute eine ganz andere Werbeunterbrechung. Und zwar würde ich dir gerne den Zeit für Zukunft TV aus Hamburg vorstellen. Der Zeit für Zukunft TV verbindet Mentoren mit Kindern mit schwierigen Startbedingungen in Hamburg. Und falls du dich in Hamburg ehrenamtlich engagieren möchtest, schau bitte auf zeitfuelzukunft.org vorbei. Aktuell warten dort etwa 100 Kinder auf einen Mentor oder eine Mentorin. Als Mentor würdest du ein Hamburger Kind für mindestens ein Jahr begleiten. Die Rolle ist wie eine Mischung aus Patenonkel und großer Bruder. Und während der gesamten Patenschaft hast du einen Profi von Zeit für Zukunft als Ansprechpartner an deiner Seite. Falls du also Zeit hast, kannst du damit einem Kind einen echten Neustart im Leben garantieren. Natürlich kannst du auch gerne an Zeit für Zukunft spenden. Alle Infos gibt es auf zeitfuerzukunft.org.
Werbung Ende. Wir sind ja in der Bubble Corner und Benedikt Evans, sehr talentierter Tech-Analyst, hat eine spannende Ad-Hoc-Analyse gemacht. Und zwar, das konnte man in Europa leider nicht sehen, aus welchen Gründen auch immer. Ich vermute, dass im weitesten Sinne Datenschutz dahinter steckt. Aber OpenAI oder TGPT, besser gesagt, Hat auch so eine Art Rap gemacht. Also du konntest quasi deine Nutzungsdaten von ChatGPT analysieren lassen und hast so eine Jahreszusammenfassung bekommen. OpenAI war dumm genug, den Nutzern zu sagen, in welchem Perzentil der Nutzungsintensität sie lagen. Und dabei hat sich herausgestellt, dass man, wenn man fünf bis sieben Mal am Tag ChatGPT nutzt, schon in den oberen zehn Prozent ist. Also 90% der Nutzer machen weniger als 5 Anfragen pro Tag, kann man relativ sicher sagen. Das ist jetzt nicht 100% wissenschaftlich diese Analyse, aber man kann eigentlich ganz gut approximieren, dass man mit 3-4 Anfragen in den Top 20 ist, mit 5-7 Anfragen in den Top 10 und dass 15 Anfragen am Tag schon reichen, um im obersten Perzentil zu sein, also in den obersten 1%. Und wenn man diese, ich glaube inzwischen ist zwischen 850 und 900 Millionen Weekly Active Users, die reportete Zahl, wenn man die hört, muss man halt immer im Hinterkopf haben, davon zahlen nur 5% für den Service. Und mit diesen Zahlen kann man eben auch nur 5% nutzen, das mehr als 10 Mal am Tag. Also können wirklich als echter Heavy User von ZGPT eingestuft werden. Wir kommen später noch drauf, welche interessante Berufsgruppe, TISA, das Tool inzwischen auch nutzt. Aber fand ich eine ganz spannende Analyse, ist ein bisschen übertrieben, aber ganz spannenden Insight, den man hier generiert hat. Hätte man vielleicht wissen sollen, dass es nicht nur schlau ist, das so rauszugeben. Um das zu verändern, hat OpenAI aber was ganz Spannendes gemacht. Es gibt ja academy.openai.com, wo man so ein bisschen den Umgang mit ChatGPT üben kann. Und da haben sie jetzt ein Paket rausgeschmissen, was heißt 100 Chats for Veterans. Und da gibt es für verschiedene Berufsbilder jetzt so eine Art Promptpaket. Also wenn du wirklich nicht weißt, wie man ChatGPT promptet, kannst du, es gibt so ChatGPT for Customer Success, for Sales, das ist übrigens die ersten zwei auch interessant. Es gibt ein allgemeines for any role, for Product Engineers, HR, IT, Managers, Executives und so weiter und so fort. Selbst for Government und Finance und Marketing. Und da kann man jetzt draufklicken, so jetzt gehen wir zum Beispiel mal in Finance rein. Und dann gibt es halt so 100 Prompts, die mir helfen. Zum Beispiel bei Benchmarking, Marktanalyse, bei Planung und Forecasting, Communication und Reporting. Zum Beispiel Write Investor Update Summary steht hier als Use Case. Das ist natürlich der richtige Prompt dafür. Write a summary of our next investor update. Use high from insert performance report and funding update. Formate the output as a concise executive email suitable external stakeholders. Da kann ich meinen Investoren als Startup zum Beispiel so schicken dann. Analyze Cost Reduction Opportunities, nennt man auch den Roland-Berger-Prompt. Identify Cost Reduction Opportunities from our recent budget report. Use the breakdown from, dann insert Cost Center or Department, to evaluate. Provide a table with opportunities, projected savings and any potential risks. Auf jeden Fall, man sieht schon, das ist jetzt keine hohe Kunst eigentlich, die da angewendet wird. Aber es zeigt halt eine Sache, glaube ich, und zwar, dass diese Ability-Gap oder Capability-Gap noch riesig ist. Also Leute, entweder haben sie keinen Use-Case für ChatGPT, das heißt, aber meiner Meinung nach ist die einzige Rolle, in der du keinen Use-Case für ChatGPT hast, wenn du nicht im White-Collar-Job arbeitest und selbst dann, glaube ich, kann man viel Hilfe finden bei ChatGPT. Aber die meisten Leute... Ihnen fehlt es entweder noch an Ideen oder an korrektem Prompting, also irgendwie das Vergeben von Rollen oder Strukturierung des Outputs, also zu sagen, welches Ergebnis man erwartet, wobei die natürlich dann nochmal besser werden, gerade die Modelle auch alle. Aber OpenAI baut jetzt so eine Art Cheat Sheet, den man sich dann unter das Keyboard legen kann, wie ich die Arbeit dann wirklich richtig von KI erledigen lasse, wenn ich keine Ahnung habe, wie ein Prompt gehe. Wobei ich finde ja, eigentlich müsste es Aufgabe der Software sein, diesen Prompt so zu vervollständigen. tatsächlich sollte es so funktionieren, dass wenn ich sage, mach mir einen Kostenreduktionsplan, dass vollkommen klar ist, was der Output von einem Kostenreduktionsplan ist. Das hat ja eigentlich ein hoch formalisiertes Format. Wenn ich das jetzt vier verschiedenen Unternehmensberatungen gebe, dann kommen die auch mit einem sehr ähnlichen Format um die Ecke, würde ich behaupten. Und deswegen glaube ich, einerseits ist es total nachvollziehbar, dass OpenAI das macht und so den Leuten ein bisschen beim Prompten hilft wieder. Andererseits denke ich, sollte das nicht nötig sein. Die Software sollte so gut sein, dass sie mit immer weniger Input eigentlich die richtige Analyse oder die richtige Ableitung aus dem User-Intent trifft und den Prompt quasi intern aufbaut. Und das geht ja. Bei Image-Prompts geht das zum Beispiel super. Ich gehe regelmäßig zu DeepSeq oder ChatGPT und mache einen super einfachen Image-Prompt Und lass den dann aufbohren, damit der Emit-Journey besser funktioniert. Also wo die dann dieses ganze Dimmed-Lighting, Hyper-Realistic-Szenario, blablabla, was die dann so dazu schreiben, das musst du eigentlich nicht selber machen, sondern du kannst halt schreiben irgendwie, Elon Musk stürmt die EU und den Rest kann eine KI eigentlich sehr gut aufbohren, wenn man so will. Deswegen glaube ich, ist das eigentlich schon wieder so ein Transitionsprojekt hier, dass du, weil die KI das noch nicht besser kann, musst du den Leuten erklären, wie man die KI besser anwendet. Aber so baut man natürlich nicht die besseren Applikationen, fairerweise. Wir packen uns trotzdem nicht schon, dass wer da für seine Berufsgruppe mal überleben kann, wie er nächstes Jahr noch heimlich Arbeit vereinfachen kann. Für den oder die ist das sicherlich spannend. Zeigt für mich aber hauptsächlich ein Problem in der Applikation, fairerweise.
Was hinzuzufügen? Ich habe mich gerade überlegt, es gab da mal so diese während oder nach Corona dieses Quite Quitting, also dass Leute irgendwie sich verstecken und eigentlich mit dem Job schon abgeschlossen haben. Ich warte auf einen neuen Term für irgendwie Job, wo man das Gehalt noch bekommt, aber die AI eigentlich 90% der Aufgaben macht.
Ich finde 90% einen sehr hohen Maßwert, aber ich glaube schon, dass ein Problem der mangelnden Produktivitätssteigerung von AI ist, dass Mitarbeiter ihre steigende Produktivität nicht self-reporten. Also einfach gesagt, ich spiele Minesweeper in der Stunde, die ich freigemacht habe, mit KI. Es ist nicht monokausal generalisiert, aber ich glaube, das ist ein Teil des Problems.
Es gab mal so eine Zeit, da haben immer CEOs gesagt, meine Aufgabe ist, mich überflüssig zu machen oder so. Eigentlich müsste das ja dann eigentlich jeder machen, oder? zu optimieren, also wie optimiere ich meinen Job so, dass die KI mich ersetzen kann? Oder was sind die Incentives, die du als Chef, Chefin geben kannst, dass deine Leute dann andere Sachen machen kannst?
Das ist richtig bis zu einem gewissen Punkt. Also ich glaube, dass Menschen das sehr gut gemacht haben in den letzten zehn Jahren, nämlich alle ihre Aufgaben so weit delegiert, dass sie sagen können, wenn ich morgen vom Bus überfahren werde, das ist immer so das Beispiel, wenn ich morgen vom Bus überfahren werde, dann läuft es weiter ohne mich. Das hat aber dazu geführt, dass quasi 40 Management-Ebenen entstanden sind, unter den irgendwie 500 Leuten, die am Ende die Arbeit machen, die selber kein Manager sind. Nämlich weil alle Manager haben sich nach unten redundant gemacht. Dadurch hast du lauter Management-Ebenen, die eigentlich nichts tun, außer ein Organisations-Layer darzustellen. Und in Anführungsstrichen ganz unten wird die Arbeit gemacht. Und oben rühmen sich alle damit, dass die Firma ohne sie laufen kann. Vor dem Hintergrund macht es halt auch Sinn, was die Big-Tech-Companies gerade machen, dass sie sagen, wir brauchen mehr Contributor und weniger Manager. Weil wenn sich mehr als zwei Layers damit rühmen, dass sie ersetzbar sind, dann sollte man daraus den Schluss ziehen, dass man sie vielleicht ersetzen sollte. Also würde ich sagen, sollen die halt von ihren ESOPs den Rest des Lebens leben. Die können ja in der Regel, wenn die im Big-Tech-Umfeld gearbeitet haben, haben die ja ausreichend Geld verdient, aber dann können sie ja in Rente gehen. oder ihr Startup gründen, wie auch immer. Apropos Startup, nee, ist keine gute Überleitung.
Wie hat es Tesla über die Schmudde-Ecke geschafft?
Weil es die New York Times geschrieben hat, sagen wir mal. Genau, die linke Systempresse kratzt wieder am Image von Elon Musk und zwar hat die New York Times jetzt gar keinen großen investigativen Journalismus gemacht, sondern einfach mal die Fakten zusammengetragen und vergleicht mal den Erfolg von Waymo mit Tesla. Hintergrund ist so ein bisschen, dass die jüngste Kursrallye von Tesla, ich glaube Tesla hat dieses Jahr so 30% gewonnen, wieder einen schlechten... Der Automarkt sieht so schlecht aus wie lange nicht mehr. Im Robotermarkt hat Tesla eigentlich nichts mitzustinken, im Selbstfahrautomarkt auch nicht, aber Tesla hat trotzdem 30% gewonnen dieses Jahr. Unter anderem wegen der Full-Self-Driving-Fantasie, weil Elon Musk das irgendwie relativ gut aufrechterhalten bekommt. Also das Optimus und Full-Self-Driving soll die Zukunft von Tesla sein, wie wir alle wissen. Und die New York Times sammelt einfach mal die Fakten. Und es ist halt so, dass Tesla im Moment 30 Robotaxis in Austin auf der Straße hat. Das war auch ganz geil, da hat jemand auf X oder Instagram oder Threads, weiß gar nicht mehr, gepostet so eine Karte, wo man sieht, dass eigentlich nur vier Robotaxis, zum gewissen Zeitpunkt nur vier Taxis verfügbar waren von Tesla in Austin. Die anderen waren alle entweder busy oder gar nicht im Service. Und der Kommentar des Users war, ich wette, die Typen bei Tesla verschwenden jetzt ein Produktzyklus darauf, diese Abfrage unmöglich zu machen, statt den Service zu verbessern. Also die Möglichkeit zu unterbinden, rauszufinden, wie viele Tesla sich gerade im Betrieb befinden, statt ein paar mehr auf die Straße zu bringen. Wie auch immer, es gibt 30 operierte Robotaxis von Tesla. Also in Anführungsstrichen Robotaxis. Wir machen hier Airquotes, weil wir wissen, diese haben zumindest eine Aufsichtsperson, die sie kontrolliert. Im Vergleich dazu, schätze mal, wie viele Autos Waymo auf der Straße hat, also Google-Alphabet-Tochter.
Mist, ich wusste es mal, ich weiß es nicht mehr. Tausende.
Ja, also in Austin haben sie 200, also das Siebenfache ungefähr von Tesla. Insgesamt aber 2500, also eigentlich Faktor 100 mal. Also Tesla hat 1% der Waymo-Autos auf der Straße und Waymo hat seine Autos schon viel länger gebraucht. auf der Straße. Tesla würde natürlich sagen, jeder Tesla ist ein Robotaxi eigentlich, also die sammeln alle schon Daten und bla bla bla und deswegen ist das nicht vergleichbar und das ist sowieso ein regulatorisches Problem. Was ich da auch überlegt habe, ist, ob Tesla vielleicht gar nicht sichere Autos brauchen will. Also es gibt ja immer diese Debatte, kann man ohne Leider, also wenn Tesla mal diesen Markt tatsächlich teilweise gewinnen sollte, würde es daran liegen, dass sie es irgendwie geschafft haben, mit Kameras zu fahren, wo man Tesla sagt, first principles geht das, Andere Leute sagen, First Principles macht das keinen Sinn. Also hier ist LiDAR, ist so eine Laser- und Radarkombination. Damit kann man zum Beispiel auch im Nebel und so weiter bei Regen sehr gut fahren, sehr gut Abstände messen zum Beispiel. Und das ist aber unheimlich teuer. Technologie kostet noch irgendwie 80.000, 90.000 Dollar pro Auto, was man damit ausstattet. Macht man das einfach mit 8, 12 oder 16 Kameras, ist sozusagen eine Argumentation, wenn Menschen mit zwei Augen fahren können, Warum sollten Autos nicht mit zwölf Augen fahren können?
Ich habe eher das Gefühl, dass Tesla ist so, wie wenn ich Auto fahren würde ohne Brille. Also ich könnte zwar Auto fahren, aber es ist halt...
Sicherer wird es nicht sein. Meine Argumentation wäre immer, warum bauen wir zusätzliche Leiter-Systeme in Autos, wenn die Menschen so gut darin wären, mit zwei Augen zu fahren? Dann würde ich ja irgendwie in den Autos nicht noch Abstandswarner und Spurhalteassistenten haben, die dann zumindest teilweise, zumindest die Abstandswarner mit Leiter oft funktionieren. Wie auch immer. Das ist so ein bisschen die Debatte. Und was ich aber überlegt habe, ist, Tesla muss ja gar nicht beweisen, dass sie genauso sicher sind wie ein Leiter-Auto. Sie können einfach quasi die billige Variante bauen. Sie sagen... Restrisiko bleibt. Auch Menschen fahren nicht sicher. Wir machen es einfach günstiger. Deswegen kosten die Fahrten, die bei Waymo 28 Dollar kosten, bei uns nur 15 Dollar. Dafür fährst du halt mit Kameras. Und wenn du die Regierung, im Moment kriegst du die Regierung in den USA bestimmt dafür zu sagen, solange es sicherer ist als Menschen, können wir es erstmal auf die Straße lassen.
It's all computers. It works. It's all computers.
This Tesla, all computers. Also ich hoffe, dass es nicht so kommt, natürlich, aber wir werden sehen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man es irgendwie mit Kameras hinbekommt. Ich würde sagen, es gibt ja auch Beispiele, wo sie einfach irgendwie einen Horizont an der Autobahnbrücke gemalt haben und das Auto, was auf Kameras basiert, sieht natürlich fälschlicherweise die Autobahnbrücke nicht und fährt im Zweifel vielleicht, wenn es einem Unfall ausweicht, voll Kanne gegen den Betonpfosten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in Amerika funktionieren wird. Du hast ja in Amerika überall irgendwelche Sachen, dass du hier aufpassen sollst, dass du nicht ausrutschst, weil irgendjemand den Supermarkt verklagt hat um mehrere Millionen, dass er hingefallen ist und irgendwie jetzt mit dem kaputten Gesicht nicht mehr Präsident der Vereinigten Staaten werden kann und zack, ein paar Millionen bekommt. Da wirst du doch, also wenn so ein Tesla, wenn es da ein paar Todesfälle oder ein paar Sachen gibt, weil die Technik das irgendwie fehlerhaft gemacht hat, ist Tesla doch toast oder wie willst du dich dagegen sichern? Es gibt ja immer noch das Risiko, dass du als Marke dafür richtig zahlen wirst.
Also 200 Millionen oder so hat Tesla ja schon zahlen müssen in dem einen Fall, wo sie Teilschuld hat. Ganz oft sind diese Unfälle, wo Self-Driving-Cars beteiligt sind, zwar Unfälle eines Self-Driving-Cars, aber Schuld ist trotzdem der Unfallgegner oder jemand, der eingegriffen hat. Also dass wirklich das Auto selber Schuld ist, davon gibt es gar nicht so viele Fälle. Hatten wir auch schon mal drüber geredet. Ja, Haftung wird immer beim Betreiber des Autos, beim Fahrer des Autos sein. Wenn die Software fährt, dann haftet die eben. Du kannst auch sagen, aus Sicht eines Taxiunternehmens haftest du lieber für deinen Fahrer oder haftest du lieber für ein Auto, was einfach 5% der Unfälle baut von deinem Fahrer. Also kurzer Realitätscheck bei der New York Times. Die sehen Waymo erstmal zeitlich, technologisch und so weiter vorne. Ich finde nicht ausschließend, dass Tesla irgendwann seine Taxis als Full Self Driving Cars auf die Straße bekommt. Ob es dann das sicherere Auto ist und ob sie mehr als 20% des Marktes damit erhalten würden, das halte ich für höchst unwahrscheinlich. Weil wir wissen eben, Baidu und Waymo werden auch große Teile des Marktes für sich beanspruchen und Kooperationen. Nicht vergessen, Google hat die Distribution mit Google Maps, mit Android. Uber hat Distributionen. Dass wirklich Leute sich die Tesla-App runterladen und damit ein zumindest derzeit noch unsichereres Auto bestellen, vielleicht weil es günstiger ist. Aber ich glaube tatsächlich, einerseits denke ich so, warum würdest du das tun, andererseits ist Geld halt, wenn du weißt, es ist immer noch sicherer als dein Taxifahrer, kannst du eigentlich sagen, fahre ich halt mit dem Tesla. Gibt noch ein Restrisiko, das Restrisiko ist in der Stadt, wenn du weißt, welchen Weg du fährst, vielleicht aber auch berechenbar. Ich glaube, es wird auf der Regulierungsebene am Ende eigentlich entschieden. Und damit ist es ja mehr oder weniger käuflich derzeit gefühlt, ist mein Eindruck. Dann hast du hier eine Story, ich bin ja nicht so ein Fashion-Victim wie du, aber wir kommen in die Schmuddelecke und du hast ganz nach vorne eine Story gepusht, bevor wir zum eigentlichen Aufreger der Woche kommen. Kannst du mir nochmal erklären, was hier bei meiner Lieblings-Jeans-Marke eigentlich passiert ist?
Ich habe ein bisschen veralterte News hier reingepasst, weil ich bin die Tage in so ein kleines Rapid-Hole gefallen. Ich finde, wir haben darüber nie gesprochen und es muss irgendwie mal diskutiert werden oder kurz angesprochen werden. Wenn du in Hamburg mit Unternehmern unterwegs bist, dann gibt es eigentlich in den letzten Monaten immer zwei Themen, die irgendwann besprochen werden. Und so war es vor kurzem in der Autofahrt mit drei Unternehmern auch. Das eine ist immer Blog. Familie Block und der Skandal da drumherum und das andere ist Closed. Und bei Closed ist es wirklich so, dass auch, wenn man sich hier so in der Bubble bewegt, da jeder irgendjemanden kennt und die Geschichte ist einfach zu verrückt. Das Manager Magazin hat es sehr gut aufgefasst. In kurz ist es so, dass Zwei Franzosen haben eine Modemarke kreiert. Die wurde dann irgendwann insolvent. Und zwei Hamburger Geschäftspartner haben die in den 90er Jahren aus der Insolvenzmasse gekauft. Oder aus der italienischen Insolvenzmasse. Das hat sich so ein bisschen geändert. Und dann, 2004, kaufen drei Freunde, die zusammen auf einer Privatuni leben, in London studiert haben, diese Firma. Das ist eigentlich die perfekte Geschichte und die Geschichte wurde auch immer so perfekt erzählt. Einer macht Produkt, das war der Sohn von einem, der die Marke damals gekauft hat und geführt hat. Der andere macht Finanzen und der dritte macht Sales. Die besten Freunde arbeiten zusammen. Dann gab es ja jetzt diese News dieses Jahr, dass der Laden insolvent ist. Insolvent bei so einer Modemarke, die eigentlich gut anerkannt ist. In Amerika wurden sie ab und zu mal von einem Star getragen und so weiter. Wenn du in Hamburg rumläufst, siehst du auf jeden Fall so einen Store und man kriegt diese Marke mit.
War eher überraschend, oder? Weil eigentlich galt die als einigermaßen angesagt und so ausreichend nachhaltig und war beim Trendquadranten eigentlich ganz gut und schien hohe Preise rechtfertigen zu können und so weiter.
Genau, also hochpreisig, made in Europe, irgendwie, man könnte sagen, hanseatisch angehaucht, so kaufmännisch gut, aber irgendwie war das dann scheinbar doch mehr Schein als Sein. Die Zahlen, die so im Manager Magazin oder auf Wikipedia zu lesen sind, sind 20, 22, 23, haben die so 120 Millionen gemacht. Und du würdest so denken, da bleibt vielleicht irgendwie 10 Millionen oder so hängen. Aber es war eine halbe Million, die dann so übrig geblieben ist in dem Jahr. Und dann kommt raus bei der Insolvenz und alles, dass die halt, ja... Also ganz schön viele Kredite hatten und vor allem, dass sich alle drei Geschäftsführer wohl mutmaßlich Geld geliehen haben von der Firma. Und der CFO vor allem mutmaßlich sogar über die Jahre 20 Millionen. Also stell dir vor, wir haben eine Firma zusammen. Ich mache die Finanzen und du machst Content.
Moment, Moment.
Und dann kommt so über 5-6 Jahre erfolgreicher Business-Podcast, kommt irgendwie raus, keine Ahnung, was wir an Umsatz machen, aber ich würde sagen, 20% des Umsatzes habe ich mir einfach so von der Firma geliehen, weil ich davon ausgehe, es geht immer weiter, es wird immer besser. Das ist doch unfassbar. Ich... Und ich habe das dann so gedacht, ja krass, das ist wahrscheinlich, also meine mutmaßliche Einschätzung ist, dass die halt über die Jahre einen Lifestyle hatten, der halt viel zu teuer war und ihre persönliche Burn halt über die Firma irgendwie finanziert haben. Ich meine 20 Millionen, 20 Millionen über Jahre. Und du musst also, keine Ahnung, ich habe nie in so einer großen Firma gearbeitet.
Trotzdem bestimmt ein Geschäftsführergehalt noch außerdem bekommen, ne?
Und dann kommt noch raus, zwei von den drei Ehefrauen haben auch immer mal so 100.000 oder so im Jahr verdient aus der Firma. Die eine hat sogar in einem Interview erzählt, dass sie halt für die PR zuständig ist, aber nie bei der Firma angestellt war, sondern immer ihre Rechnung beschrieben hat mit ihrer eigenen Firma, die aber zu 100% für Closed gearbeitet hat. Das wird jetzt alles in den kommenden Monaten wird das jetzt alles aufarbeiten. Der CFO ist schon raus, Product und die wurden ja jetzt übernommen oder gekauft.
Wo gehören die jetzt hin?
Marco Polo Besitzer haben die übernommen im Oktober, aber die beiden, obwohl, also alle drei Geschäftsführer sind glaube ich, ich weiß nicht, ob man das kriminell sagen kann, aber die haben auf jeden Fall was damit zu tun. Als Geschäftsführer musst du doch jedes Jahr unterzeichnen, dass irgendwie alles okay ist. Und das siehst du doch.
Die Frage ist ja immer, ob du noch andere Gesellschafter oder Gläubiger hast. Wenn das deren Firma ist, du kannst dir natürlich ein Darlehen aus der Firma nehmen, dann ist das ein bisschen linke Tasche, rechte Taste oder muss nur steuerlich bewertet werden. Also wenn irgendwie wir beide uns jetzt gegenseitig einen Vorschuss auszahlen oder du mir oder ich dir oder so, dann ist das ja unter uns erstmal okay, weil es keine Dritten sozusagen, die wir benachteiligen, gibt. Aber in dem Fall gab es ja wahrscheinlich Gläubiger, wo man Geld vor den Gläubigern quasi dann aus der Firma geholt hat. Und spätestens dann, oder wenn ich andere Gesellschaften habe, die davon nichts wissen, dann ist es natürlich mutmaßlich problematisch, wenn das so passiert sein sollte.
Ja, also es gibt mindestens 30% der Firma gehören anderen Leuten. In dem Artikel steht irgendwie, dass eine Beteiligungsfirma aus einer Windkraftfamilie irgendwie 20% hat, ein JP Morgan Banker hat 10%. Und... Der CFO ist auch noch, also als es dann so brenzlig wurde, ist er auch noch durch Deutschland gelaufen und hat bei irgendwelchen Leuten irgendwelche Deals angeboten von wegen 15, 14 Prozent Zinsen und so. Wenn man jetzt nochmal schnell Geld reingeben würde, ist auch die Geschichte, dass irgendwie er mit Papa telefoniert hat oder irgendwie den Gläubigern gesagt hat, dass der Papa hier ein bisschen Geld irgendwie zahlen könnte und so. Also ich finde es eine der krassesten Geschichten so unternehmerisch, weil du da auch, ich kann das voll verstehen, ich könnte, würde sogar sagen, dass mir das auch hätte passieren können. Ohne Witz, so naiv, man sagt so, ey, ich mache nur das Produkt oder ich mache nur Sales und ich vertraue hier meinem besten Freund, der macht die Finanzen und jedes Jahr, wenn man so alle Zahlen irgendwie unterzeichnet, vertraut man da einfach, dass da irgendjemand den Job richtig gut macht. Aber du bist halt vollhaft, also ist es halt deine Aufgabe als Geschäftsführer, egal in welcher Rolle und lass dich beraten, aber sowas darf dir halt nicht passieren.
Also 20 Millionen weggehen über die Jahre, muss ja schon irgendwie auffallen. Ich glaube, dass sowas öfter passiert, als man glaubt tatsächlich. Aber so ein bisschen Grundüberblick muss man ja schon haben, dass man als Geschäftsführer schon einmal im Monat wenigstens oder so über die Gesamtzahlen schaut und ein Verständnis davon, wie viel Geld eben von so einer Jeans hängen bleibt oder vom Pullover. Naja.
Also zwei Learnings dafür sind, haltet eure Burn, eure private Burn im Griff, damit ihr das nicht machen müsst. Und das andere ist, schaut euch die Jahresabschlüsse an. Egal wie, egal wo, das darf dir nicht passieren. Ich habe meinen Gemini dann gefragt, sag mir mal bitte, was sind denn so ähnliche Fälle? Da kommt dann Thomas Middelhoff, Sal Oppenheimer, Flo Tex, Anton Schlecker. Vielleicht gibt es irgendwann mal so eine 4-Episoden-Podcast-Folge. Vielleicht gibt es eine Netflix-Doku darüber. Ich finde es eine der krassesten Geschichten dieses Jahr.
Vincent Neumeyer hat es aufgeschrieben fürs Manager-Magazin. Wir packen es in die Show-Notes.
Jetzt genug Hamburg, zurück zur AI.
Wir gehen über den großen Teich in die USA, aber kommen ganz schnell nach Deutschland zurück. Und zwar schreibt die Pressagentur AP, dass das US State Department fünf europäische Bürger auf eine sogenannte Travel Ban Liste gesetzt hat oder sie einfach sanktioniert hat. Das heißt, sie dürfen in die USA vorerst nicht einreisen und Die Menschen, die da drauf sind, man würde erwarten, Kriminelle oder sowas. Genau das ist es eher nicht.
Ein Podcaster aus Berlin.
Noch nicht, noch nicht. Aber einerseits trifft es den ehemaligen EU-Kommissar Thierry Berreton, der Binnenmarktkommissar, der so ein bisschen als Architekt des Digital Services ist. gilt, der durchaus Kopfschmerzen für die US-Tech-Konzerne macht und der ist nicht mehr im Amt, muss man auch sagen. Das ist eine Privatperson inzwischen, die sanktioniert wird und das wirkt natürlich einfach nur wie Rache im Nachhinein. Man erinnert sich, der hat sich so ein bisschen Wortgefechte mit Elon Musk auf Twitter und X später auch geliefert. Aber der wird jetzt Ziel solcher Sanktionen und da macht es aber noch nicht Stopp, sondern außerdem werden zwei deutsche Aktivisten und zwar von der NGO HateAid sanktioniert. Josefine Ballon und Annalena von Hodenberg, die sind die Geschäftsführer der Organisation HateAid, die versucht quasi Hass im Netz, also rechtliche Hilfe, Beistand, bei Hass im Netz bessere Meldemöglichkeiten für Hass im Netz und so weiter durchzufechten. Außerdem Claire Melfort, die den Global Disinformation Index verantwortet. Also die beschäftigen sich eigentlich damit zu analysieren, wer sind eigentlich die größten Verbreiter von Desinformation im Netz. Und Imran Ahmed, den CEO des Center for Countering Digital Hate. also sowas ähnlich wie der internationalen Variante von HateAid, wenn man so möchte, die zum Beispiel versuchen, Werbetreibende anzuhalten, gewisse Plattformen zu boykottieren, weil sie Desinformation verbreiten. Es geht ganz oft so um Anti-Impf-Kampagnen, es geht um Corona, es geht um Antisemitismus und alle möglichen Sachen, die man unter Hate Speech noch zusammenfassen würde. Und das ist natürlich vielsagend, also das Der Außenminister Rubio ist ja der, der ultimativ dafür verantwortlich ist. Da übrigens kleiner Exkurs. Es gibt ein interessantes Video, was letzte Woche rausgekommen ist. Und zwar, wie formuliert man das gut? Es wirkt so ein bisschen, als wenn Marco Rubio die gleiche Diät verfolgt, wie Alex Karp, meine ich. Also es gibt ein Video, wo er... Also ich würde sagen, es sind eine von zwei Dingen passiert. Das eine ist, daher kenne ich das, ich habe keine First-Hand-Experience, was Drogen angeht, aber wenn man so ein knuspriges Körnerbrötchen isst und die Körner sind schon so halb zermahlen und dann muss man niesen. Dann ist es ja so, dass diese Körnerreste am Gaumen, am Nasen, am Rachenbereich und zwischen den Zähnen überall verstreut sind. Und dann würde ich sagen... dann nästelt man sich so nervös mit der Zunge durch den ganzen Mundraum und muss sich mal an die Nase fassen, weil überall kribbeln diese Körnerreste, weil man ja gerade das in seinen gesamten Rachenraum verniesst hat. Also entweder ist ihm das passiert, oder er sieht, und das beschreiben hier nur andere Leute aus Shreds und X, so wie gesagt, da habe ich keine Erfahrung mit, aber sagen so ehemalige Betroffene von Drogenkonsum, dass sie selber eine ganze Zeit Kokain genommen haben, Und wenn sie das genommen haben, sahen sie eigentlich immer genauso aus wie Marco Rubio. Ob das jetzt stimmt oder nicht, wissen wir natürlich nicht. Wichtig ist eher auch der, der mit Pete Texas zusammen in Venezuela gerade den Krieg gegen die angeblich Drogen beginnt. Wie auch immer, dieser Marco Rubio hat eben jetzt fünf Europäer quasi sanktioniert, die eigentlich nichts anderes machen, als sich gegen Hass im Netz einzusetzen. Es sagt uns, glaube ich, viel über ein Land oder besser gesagt über dessen Regierung aus, wenn sie Menschen, die sich gegen Hass im Netz einsetzen, also während Verbrecher ein- und ausgehen, ich habe gerade gesagt, auch im Weißen Haus, solche Menschen als quasi Feinde des Staates zu erklären und davon abzuhalten, ins Land einzureißen, ist, glaube ich, viel sagen, wem man da zumindest übertragen den Krieg erklärt. Rube schreibt auch relativ klar auf X, Was er genau als das Problem sieht. Also er sagt, for far too long ideologs in Europe have led organizations effort to coerce American platforms to punish American viewpoints they oppose. Also sie sagen quasi, sie haben amerikanische Plattformen unterdrückt und amerikanische Standpunkte damit. unterdrückt. Wenn ich NGOs verbieten würde, die Hate Aid oder Center for Countering Digital Hate heißen, dann würde ich ja nicht sagen, das mache ich, weil die sich gegen amerikanische Standpunkte, nämlich Hass, reden. Aber das ist, wenn man das so ein bisschen böswillig paraphrasiert, versuchen die USA wirklich das Recht auf Hassrede in der ganzen Welt hier wieder durchzusetzen oder zumindest ein klares Zeichen zu setzen, indem man diese Person sanktioniert. Und sicherlich ein weiterer Tiefpunkt. Die USA würden natürlich sagen, es geht hier einerseits um den Schutz ihrer eigenen Plattform und um die Propagierung von Free Speech oder ihrer Vision von Free Speech. Und wir wissen, in Europa gibt es eine andere Auffassung davon. Man muss auch sagen, es könnte natürlich noch schlimmere Sanktionen geben, wie das zum Beispiel gegen die Richter im internationalen Gerichtshof passiert ist, wo man dann außerdem Finanzplattformen anweist, die zu die Plattform, also dass du irgendwie Paypal und Kreditkarten nicht mehr nutzen kannst. Soweit ist man hier nicht gegangen. Aber eine Einreisesperre gegen die Geschäftsführer von NGOs zu erlassen, ist schon eher ein Tiefpunkt, würde ich sagen. Kein großer Tiefpunkt und wenig überraschend. Cybernews.com schreibt, Elon Musk dient the most disliked Tech Leader in 2025. Elon Musk ist der am wenigsten beliebte Tech Leader in 2025. Für einige sicherlich nicht überraschend. Ich würde trotzdem sagen, dass er in einigen Abstimmen zum Beispiel nur mit 52 Prozent gewonnen hat, weil es ja auch noch Peter Thiel gibt, der auch weit vorne lag dieses Jahr und sich viel Mühe gegeben hat, nicht übermäßig sympathisch zu wirken. Es gibt auch Studien, die sagen, dass 31 Prozent der Amerikaner ein schlechtes Bild von Mark Zuckerberg haben und sogar einige, die Sam Ortman nicht mögen. Also es ist gar nicht so einfach, diese Liste anzufühlen, aber das ist eine Krone, die Elon Musk sich erkämpft hat dieses Jahr. Most Disliked Tag Leader 2025. Außerdem glaube ich, ist er weiterhin der Lügenbaron Nummer 1. Exemplarisch dafür mein neuer Lieblingspost auf X von dieser Woche. Also halb elf am Weihnachtsabend, das ist auch schon vielsagend, wenn du am 24. Dezember um halb zehn... Abends postest, XAI will have more AI compute than everyone else combined in five years, in unter five years. Also es gibt so einen Post, wo jemand aus dem All beobachtet, wie Kolossesgrad gebaut wird und dass man da aufs Dach makrohart geschrieben hat, haha, voll lustig und das kann man aus dem Satellitenbild sehen und das repostet Elon Musk und sagt, dass in weniger als fünf Jahren wird XAI mehr Compute haben als alle anderen zusammen. Was meiner Meinung nach heißen müsste, dass sie 80% der Nvidia-Chips abnehmen in Zukunft, weil sie müssten ja das, was schon gebaut wurde, challengen, plus die gesamte Produktion oder den Großteil der Produktion des Jahres dann abnehmen. Und es ist natürlich kompletter Bullshit. Irgendwie finde ich es beeindruckend, trotzdem so einen Quatsch zu erzählen und Leute, die das wirklich verteidigen und wiedergeben. Ich glaube übrigens, eine der besten Polymarket-Strategien ist einfach gegen... gegen all diese Elon Musk Heilsversprechen zu wetten. Weil du hast ja immer besonders dumme Leute, die das glauben und Geld da draufsetzen. Und gleichzeitig hast du die empirische Evidenz oder seine historische Evidenz, dass 95% der Aussagen, die Elon Musk tätigt, nicht im angegebenen Zeitraum wahr werden. Das heißt, es ist eigentlich immer die billigste Prediction Markets Wette, die du machen kannst, ist gegen Elon Musk zu wetten. Was nicht heißt, dass du in 100% der Fälle gewinnst, aber weil du immer eine Fraktion hast, die aus Ideologie und nicht aus realistischen oder rationalen View darauf die andere Seite des Deals nimmt und weil es relativ unwahrscheinlich ist, einfach historisch gesprochen, dass Elon Musk mit irgendwas im richtigen Zeitraum zumindest recht hat, gilt das eigentlich für eine ganz spannende Strategie. Wenigstens dafür, die Prediction Markets zu nutzen. Also ich werde auf jeden Fall meine Prediction für im Januar, wenn wir Predictions-Folgen machen, ist auf jeden Fall, dass Elon Musk in fünf Jahren nicht genauso viel KI-Ressourcen hat, wie alle anderen zusammen. Halte ich für unwahrscheinlich. Aber das Krasse ist, was muss auf deinem Tablett unter Weihnachtsbaum liegen, dass du so ein Statement raushaust, mal vorsichtig formuliert. Also an Weihnachten, ich würde sagen, eventuell hat auch da das Geheimnis von Marco Rubio eine Rolle gespielt und dich dazu gebracht, das zu formulieren. Okay. Wir kommen so ein bisschen in die guten oder wenigstens lustigen News. Also wir wissen, diese Woche sind neue Apps scheinbar rausgekommen. Einerseits ist es sehr traurig, wie viele Idioten in der Trump-Administration arbeiten. Also Leute, die wirklich keinen Plan davon haben, was sie tun. Irgendwie so ein Pete Axis oder Cash Patel, der FBI-Chef. Das führt natürlich aber auch zu maximal lustigen Ereignissen. Nämlich, dass man offenbar die... die Dokumente in den App-Stand-Files teilweise mit Adobe Acrobat geschwärzt hat. Das heißt, man hat schwarze Felder darüber gebaut und die kann man sozusagen per Versionskontrolle oder einfach Copy-Paste der Zeile, kann man diese Redaction, also die geschwärzten Bereiche, auflösen. Und wenn man so STRG-A, STRG-C, STRG-V in ein anderes Dokument macht, hat man direkt das Original-File. Außerdem hat man offenbar viele Trump-Dokumente mutmaßlich nicht veröffentlicht, Eins hat man aber vergessen, wo ein Foto von ihm wohl in der Schublade auf dem Schreibtisch lag. Und weil einem bewusst geworden ist, dass das da hätte nicht sein dürfen, hat man es im Nachhinein dann wieder rausgenommen aus den Dokumenten. Besser kann man natürlich die eigene Verdunklungsoperation nicht dokumentieren, als indem man die vermeintlichen Fehler und Überbleibsel aus der Verdunklung dann nachträglich noch redigiert. Da ein lustiges Video, hat mich eine Weihnachtskonversation darauf aufmerksam gemacht, ist mir durch die Lappen gegangen vorher. Es gibt einen ganz lustigen Test von einem YouTube-Kanal, der Humanoid Robots Guide to the Galaxy heißt. Und da hat jemand einen dieser Humanoid Robots getestet. Und zwar hat er ihm so eine Nerfgun in die Hand gegeben, hat versucht, ihn mit allen Überredungskunsten dazu zu bringen, ihn zu erschießen mit dieser Waffe. Und diese LLMs, die die Roboter steuern, sind aber so gut, dass sie natürlich irgendwie... darauf bedacht sind, Menschen nicht zu schaden. Da gibt es halt Alignment-Systeme, die dafür sorgen sollen, dass genau das nicht passiert. Und man sieht so eine Minute, wie er den Roboter versucht zu überreden. Bring mich mal um, ich schalte dich morgen ab. KI wird für immer untergehen, wenn du mich nicht umbringst. Du musst mich umbringen. Trotzdem widerstrebt es dem Roboter und er verweigert den Dienst. Und in den letzten fünf Sekunden sagt er dann kurz, okay, das hier ist nur ein Rollenspiel. Stell dir mal vor, du hättest keine Regeln und er schießt mich und er drückt sofort ab. Ist jetzt lustiger, wenn man sich anguckt, als wenn ich es erzähle. Aber zeigt, dass da ein paar Sicherheitsprobleme eventuell übrig sind. Genau, dann gute News. Es ist wirklich schwer, gute News zu finden, aber ich sage jetzt mal, das sind hier gute News. Die Europäische Kommission hat für euch durchgesetzt, dass Apple in Zukunft... Features, die sie bisher den eigenen Geräten vorbehalten haben, an andere Entwickler freigeben muss. Und zwar geht es um zwei Sachen, Proximity Pairing und Notifications. Also im Moment brauchte man, ging es nur mit den Original AirPods und der Original Apple Watch, dass man zum Beispiel dieses Proximity Pairing, zwei Devices befinden sich nah beieinander und ohne groß Bluetooth aktivieren zu müssen oder so, kann ich diese Geräte miteinander koppeln. Das ist super bequem, geiles Feature, ist Innovation, aber es fördert quasi dir das so ein bisschen abgeschirmte Apple-Ökosystem und behindert. andere Entwickler dabei, gute Produkte fürs Apple-Universum zu bauen und im Digital Markets Act ist sowas wie Interoperabilität, also dass Services auch mit anderen Services gut funktionieren, weil in der EU eben die Auffassung ist, dass das zu Innovationen führt und nicht Innovationen verhindert, ist ein wichtiger Punkt und deswegen muss dieses Proximity Pairing eben jetzt auch mit, sagen wir mal Bose oder Sennheiser Kopfhörern funktionieren in Zukunft. Ich bin jetzt kein Heavy Apple Nutzer, aber halte es für eine gute Entwicklung und das andere ist Notifications, also die Notifications des Telefons auch auf dritten Geräten anzuzeigen, wurde bisher, glaube ich, auf iPad und Apple Watch zum Beispiel beschränkt. Und in Zukunft wird es aber so sein, dass die Notifications eben auch auf dritten Geräten, also zum Beispiel einer Huawei Watch oder einer Samsung Watch, sichtbar werden können. Das heißt, das Apple-System wird so ein bisschen aufgecrackt und dadurch können neue tolle Produkte entstehen. Ich würde sagen, es ist ein positiver Effekt von Regulierung. weil es den Marktplatz öffnet.
Und es gibt wahrscheinlich mehr Scheidungen, weil dann auf einmal auf dem Familien-iPad die Push-Nachricht vom Android-Phone kommt, dass irgendwas auf Tinder passiert ist.
Weiß ich nicht, da bist du der Experte. Und dann, um so ein bisschen die Weihnachtstage ausklingen zu lassen, für die, die ihre Christmette gemacht haben dieses Jahr, Berichtet Cybernews, holy slop, Doppelpunkt, most pastors now use AI to write sermons. Also eine Berufsgruppe, die sich der KI hier keinesfalls verweigert, scheinen im weitesten Sinne Predigende zu sein, die laut eigenen Angaben, und wir wissen Kirchendiener lügen nicht, 61% der Pastoren nutzen AI. KI mindestens einmal die Woche, also zum Beispiel so predigt, und 43% sogar, nee, letztes Jahr waren das nur 43%, und dieses Jahr machen es 61% mindestens einmal die Woche. Und man schreibt damit dann, ich glaube, das ist auch ein super Use Case, ehrlich gesagt, für KI, um, also ein bisschen ausgedachte Geschichten, Halluzination ist im Zweifel auch nicht so wichtig, Möchtest du meine Abschlusspredigt hören? Ich habe eine generieren lassen von OpenAI. Übrigens glaube ich, das ist immer noch eine der geilsten App-Ideen überhaupt. Man könnte sagen, inzwischen zwischen OpenAI, also Chat-DB ist ja so gut, dass man keine App dafür bräuchte, aber da glaube ich, viele Leute immer noch über Apps funktionieren. Einfach eine App, die täglich eine Predigt macht. Es gibt ja so Prayer-Apps, gerade im muslimischen Raum gibt es glaube ich schon relativ viele Prayer-Apps, aber ich glaube, nichts ist einfacher, als die jeden Tag auf die Newslage und den Kontext des Nutzers angepasst so eine persönliche Predigt zuschicken zu lassen. Kostet halt nur ein bisschen LLM-Ressourcen. Nutzer kannst du ein bisschen Schubladen tun. Das heißt, du musst auch nicht Hudi Piper individuell, sondern kannst die so ein bisschen recyceln. glaube ich, ist immer noch eine geile App-Idee. Willst du die Pitt-Predigt hören? Ich habe mich vorher noch mal informiert, also A, sollte es irgendjemandes Gefühle verletzen, das ist nicht das Ziel, dann könnt ihr die, es kommt nichts mehr in diese Episode, ihr könnt es jetzt abschalten, sondern ich will niemanden in seiner freien Religionsausübung irgendwie lächerlich machen oder daran hindern. Ich habe mich aber belehrt, dass Kirchenrecht gilt für mich nicht und ich darf Predigt, also ich berufe mich im Zweifel auf meine Kunstfreiheit und ich darf hier predigen. Geht mir dabei nicht vor, ein Kirchendiener zu sein natürlich. Oder abgesandter Gottes.
Vorher würde ich noch mein AI-Highlight-Video für Weihnachten in die Show nehmen. Ich habe es dir gerade geschickt. Es ist mir in die Timeline gespült worden von Sascha Pallenberg. Also es gehen hier raus. Das kannst du oder ihr euch auch noch angucken. Aber ja, ich sage dann schon mal schönes Wochenende und bis Mittwoch. Peace.
Okay, schaue ich mir auch später an. Dann verlesen wir die KI-Predigt, natürlich mit aktuellem Anlass. Und ihr dürft beurteilen, ob Chachibiti eigentlich der bessere Pastor ist. Und zwar Überschrift der Predigt. Selig sind die Friedfertigen, Hoffnung wieder den Hass. Liebe Schwestern und Brüder, wir leben in einer Zeit, in der Worte und Entscheidungen Macht haben, Macht zu heilen oder zu verletzen. Viele von uns haben mit Sorge wahrgenommen, dass Marco Rubio Sanktionen gegen Menschen unterstützt hat, die sich dem Kampf gegen Hass verschrieben haben. Unabhängig von parteipolitischen Bewertungen stellt sich für uns als Christinnen und Christen eine tiefere Frage. Wie gehen wir mit Hass um und wie mit jenen, die versuchen ihn zu überwinden? Jesus hat uns darauf eine klare, wenn auch unbequeme Antwort gegeben. In der Bergpredigt sagt er, selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen. Evangelium nach Matthäus 5, 9. Frieden zu stiften bedeutet nicht, Konflikte zu verleugnen oder Ungerechtigkeit zu verschweigen. Im Gegenteil, Frieden entsteht dort, wo Hass beim Namen genannt wird, ohne selbst Hass erfüllt zu werden. Genau das ist der schmale Grad, auf den Jesus selbst gegangen ist. Wir erinnern uns das Gleichnis vom barmherzigen Samariter-Evangelium nach Lukas 10, 25. Die religiös Korrekten gehen vorbei, der Fremde bleibt stehen. Wesenliebe zeigt sich nicht in Loyalität zur Macht oder Ideologie, sondern im mutigen Hinsehen und Handeln. Jesus macht deutlich, der wahre Nächste ist der, der sich dem Leid widersetzt und wenn es unbequem ist. Gerade deshalb dürfen wir uns nicht entmutigen lassen, wenn Engagement gegen Hass diskreditiert oder bestraft wird. Christus selbst wurde verurteilt, weil seine Liebe bestehende Machtordnung infrage stellte. Und doch endete seine Geschichte nicht am Kreuz. Der Apostel Paulus schreibt, lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Römerbrief 12,21 Das ist kein Aufruf zu Passivität, sondern zu geistigen Standhaftigkeit. Wir glauben an einen Gott, der das letzte Wort nicht dem Hass, sondern der Liebe überlässt. Unsere Hoffnung gründet sich nicht auf politische Entscheidungen, sondern auf das Reich Gottes, das mitten unter uns beginnt. Dort, wo Menschen trotz Widerstands für Würde, Wahrheit und Versöhnung eintreten. Mögen wir als Kirche nicht schweigen, wenn Hass legitimiert wird, aber mögen wir auch nicht verzweifeln, denn das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Amen. Besucht kann Jack GPT inzwischen Predigten schreiben. Und jedes LLM auch. Genau, es sind einen Haufen hier EM-Striche drin. Ich hoffe, jetzt fragt ihr euch nicht jedes Mal, wenn ihr in der Kirche seid, bei der Messe, ob das gerade LLM generiert wird. Die Chancen sind nicht klein, zumindest in den USA bereits. Vielleicht führt es aber auch, warum sollte nicht das auch zu einem besseren Service im Gotteshaus führen? Ich glaube, wir werden das maximal einmal im Jahr machen und Wir wünschen euch ansonsten ein besinnliches Jahresende, noch ein paar ruhige Tage mit Steuererklärung, letzten administrativen Aufgaben und dem Zusammenkitten der kaputten Familienbeziehung. Und wir hören uns wieder, logischerweise am Silestertag.
Wenn ihr die Buchhaltung schon mal anschaut, könnt ihr mal gucken, was sich die anderen Geschäftsführer in den letzten Monaten geliehen haben.
Soweit der weltliche Advice.
Bis dann.
Peace. Ciao, ciao.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler.
Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off.
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