Doppelgänger Folge #542 vom 7. März 2026

‘Sloppy’ Sam rudert zurück | Mistral wird Berater? | Crowdstrike Sea & On Running Earnings #542

Mistral schwenkt ins Beratungsgeschäft. Sam Altman nennt den Pentagon-Deal "opportunistisch und sloppy", ändert den Vertrag nachträglich und erntet Community Notes. ChatGPT-Uninstalls steigen um 295%, Claude verzeichnet Rekord-Downloads. Dario Amodei entschuldigt sich für ein internes Memo - Elon Musk lässt Grok ihn verspotten. Anthropic nähert sich $20 Mrd. ARR, OpenAI meldet $25 Mrd. Die Washington Post bestätigt Claudes Rolle beim Iran-Angriff über Palantirs MAVEN-System. Nvidia baut einen eigenen Inferenz-Chip. Oracle entlässt Tausende für Data-Center-Investitionen, Cursor durchbricht $2 Mrd. ARR. OpenAI stampft Shopping-Pläne ein, Meta startet ein KI-Shopping-Tool. Sea Limited, CrowdStrike und On Running mit Earnings. Google und Epic einigen sich - Tim Sweeney darf den Play Store bis 2032 nicht kritisieren. Meta öffnet WhatsApp für KI-Rivalen. Die USA planen eine Genehmigungspflicht für Chip-Exporte weltweit. 



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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Apple MacBook Neo für $599

(00:04:50) Mistral wird zur Beratungsfirma

(00:14:39) Sloppy Sam und Cancel ChatGPT +295%

(00:28:55) Amodei-Memo und Musk-Grok-Attacke

(00:47:04) Anthropic $20 Mrd. vs. OpenAI $25 Mrd. ARR

(00:53:21) Claude im Iran, Anduril $4 Mrd. und Nvidia Inferenz-Chip

(00:57:47) Oracle-Entlassungen und Cursor $2 Mrd. ARR

(01:04:42) OpenAI stampft Shopping ein, Meta startet KI-Shopping

(01:13:08) Earnings: Sea Limited, CrowdStrike, On Running

(01:21:56) Google/Epic: Sweeney-Maulkorb bis 2032

(01:26:10) WhatsApp öffnet für KI-Rivalen

(01:26:50) Polymarket, Strompreise und Chip-Exportkontrollen

(01:42:48) Neura Robotics 1 Mrd. Euro von Tether und Lio $30 Mio. von a16z


Shownotes

Levi Penell Dubai - Instagram 

Mistral wird zum Berater? - bloomberg.com

OpenAI ändert Pentagon-Deal - ft.com

Sam Altman auf X zum Pentagon-Deal - x.com

ChatGPT-Deinstallationen +295% - techcrunch.com

Anthropic CEO: Trump wollte "Dictator-Style Praise" - theinformation.com

Altman: Regierung soll mächtiger sein als Firmen - cnbc.com

Anthropic klagt gegen Supply Chain Risk - cnbc.com

Big Tech unterstützt Anthropic - reuters.com

Anthropic-CEO entschuldigt sich für Trump-Memo - axios.com

Anthropic nähert sich $20 Mrd. Umsatz - bloomberg.com

OpenAI: $25 Mrd. Umsatz, Anthropic holt auf - theinformation.com

Claude zentral in US-Iran-Kampagne - washingtonpost.com

Anduril: $4 Mrd. Runde - bloomberg.com

Nvidia plant neuen KI-Chip - wsj.com

Oracle: Tausende Entlassungen - bloomberg.com

Cursor: $2 Mrd. Jahresumsatz - trendingtopics.eu

OpenAI reduziert ChatGPT-Shopping - theinformation.com

Meta testet KI-Shopping-Tool - bloomberg.com

Sea verfehlt Schätzungen - bloomberg.com

CrowdStrike übertrifft Erwartungen - barrons.com

On Running -14% nach schwacher Prognose - cnbc.com

Google teilt Play-Store-Katalog - bloomberg.com

Sweeney: Google öffnet Android - x.com

Meta öffnet WhatsApp für KI-Rivalen - reuters.com

Polymarket entfernt Nuklear-Wette - businessinsider.com

Trump trifft Tech-Giganten - reuters.com

USA erwägen KI-Chip-Exportregeln - bloomberg.com

Kenianische Arbeiter über Meta-Brillen - futurezone.at

Meta-Brillen zeichnen heimlich auf - x.com

Neura sammelt 1 Mrd. mit Tether - bloomberg.com

Lio: $30M von a16z - techcrunch.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 542 am 7. März 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Pip, was denkst du, was waren für mich die witzigsten Nachrichten dieser Woche?
Oh, schwer. Du hast bestimmt kurz überlegt, ob du auch Staatspropaganda für Geld in Dubai machst, beziehungsweise für Steuern auch machst, ob du Steuern sparst und dafür... Ballsucking von irgendwelchen Scheiß publizierst?
Nein, aber zwei Sachen dazu. Zum einen bin ich sehr froh, dass ich meinem Second-Shot-Kollegen gesagt habe, nein, wir spielen nicht in Dubai.
Wahrscheinlich schlau. Hättest du auch mich fragen können, hätte ich dir auch gesagt.
Ja. Aber es ist gar nicht mehr so einfach, nirgendwo zu spielen, also nicht in die Sonne zu fliegen und nicht in einem Land eines Diktators zu sein. Aber gut. Und das andere ist, wir müssen auf jeden Fall das Video des jungen kreativen Typen einspielen oder in die Shownotes tun, der das sehr schön erklärt hat, wie die Influencer das so machen und was Meinungsfreiheit bedeutet.
Ich habe das Gefühl, das hat schon jeder gesehen. Für die, die unterm Stein gelebt haben, packen wir es definitiv nochmal in die Show. Und es ist das beste Video der Woche auf jeden Fall.
Welches Video fand ich wahrscheinlich noch besser?
Ist es eins, das ich dir geschickt habe?
Nee. Also du musst es gesehen haben. Es geht um den McDonalds-CEO. Hast du gesehen, wie er versucht hat, ein Video zu machen, was versehentlich wie rar gegangen ist, weil die Kundschaft meint, dass er wahrscheinlich noch nie einen Burger von McDonalds gegessen hat?
Ne, sag mal.
Ey, das ist das absolut witzigste Video überhaupt. Du hättest mir vorbeigegangen.
Naja, ich glaube, wenn du McDonalds-CEO bist, würdest du ja auch niemals das essen, oder? Irgendwie vor der Kamera und dann schnell, wie so ein Weinsommelier, schnell wieder aus, also so Mund behalten, grinsen und dann in so ein Weinkühler spucken hinterher, damit du bloß nichts von dem Rotz aufnimmst.
Ja, das war mein Highlight. Du kannst es dir später nochmal anschauen.
Okay, kommt auch in den Show Notes.
Ja, das war mein Highlight. Mein Lowlight der Woche war Apple. Alter Falter bin ich enttäuscht.
Ich habe gedacht... War das das große Event diese Woche? Erzähl mal, was gibt es für krasse News? Was gibt es für AI-Tools von Apple? Was gibt es für neue Endgeräte? Wo sind die Brillen? Wo sind die Ohrringe? Wo ist die Innovation?
Es gibt ein kleines MacBook, was du jetzt für deine Kinder, Studenten und sonst wen kaufen kannst. Das günstigste Apple-Computer-Ding, was es gibt. Es ist günstiger als ein iPad. Oder ein Mac Mini, wenn man irgendwie da auch noch einen Bildschirm oder eine Tastatur für haben möchte.
Was wird es kosten?
5,99.
Das hat man früher nicht mal am Monitorständer bekommen bei Apple, oder?
Ja, aber jetzt kann jeder... Videos kannst du damit wahrscheinlich nicht machen, aber um irgendwie die KI zu fragen, eine Präsentation zu bauen, funktioniert es allemal. Es ist bestimmt ein schönes Produkt.
Also ein bisschen wie das Chromebook von Google eigentlich, oder?
Genau, 100% eigentlich das Produkt.
Was sie ganz schlau gemacht haben, ist, es sind nur 8 GB Arbeitsspeicher drin und 256 GB SSD, glaube ich. Also sie haben direkt von der... Ich will nicht sagen profitiert, aber sie haben die Specs des Geräts, scheint mir, so ein bisschen an die Speicherpreise angepasst. Ansonsten hätten wir es fairerweise auch nicht für 599 Dollar anbieten können.
Ja, das war ein bisschen enttäuschend. Ich habe wenigstens erwartet, dass ein neues Apple TV kommt. Ich habe gedacht, vielleicht gibt es irgendwann neue Kopfhörer, vielleicht Auch eine Frille oder so, aber ja, enttäuschend. Apple, also du kriegst weiterhin mein Geld, aber mach bitte was Schönes. Mach was, was Janni und ich kaufen können. Da würden wir uns freuen.
Ja, aber wofür gibt es denn noch Geld aus bei Apple, außer im App Store? Also was kannst du denn noch kaufen von denen gerade? Außer Mac Minis, um deinen Open Cloud zu machen oder so?
Ja, stimmt. Letztes Jahr habe ich mir ein neues MacBook geholt. Das ist auch echt gut. Die Batterie ist vor allem der große Gamechanger. Das iPhone ist schon über ein Jahr alt. Bildschirm und so brauche ich nicht. Uhr habe ich nicht.
iPad brauche ich nicht. Die Batterie bei MacBook von Glück, da hält der Regel 14 Wochen.
Es muss halt nur kurz diesen Call hier überstehen und dann wird es ganz schnell wieder zugemacht.
So, jetzt fangen wir mal an zu arbeiten.
Ich habe noch eine unvorbereitete Frage für dich. Stell dir vor, du investierst dein schwer verdientes Geld in ein Startup, das macht irgendwie zwei Jahre rum und dann sagt es, also macht die zwei Jahre immer so Schritt für Schritt, es läuft ein bisschen besser, es kommt Monat für Monat ein schönes Investment Reporting raus und so und dann auf einmal sagen sie, wir machen Pivot, wir sind jetzt eine Agentur oder eine Beratungsfirma.
Was machst du dann? Hast du wieder irgendwo investiert, ohne mich zu fragen?
Nee.
Was ich dann mache, also ich habe das, also fairerweise schreibt man, wenn man schlau ist als Angel, die Startups ja schon, nachdem man das Geld überwiesen hat, ab und hofft dann nur noch, beziehungsweise hilft, wenn man kann. Ansonsten würde ich spätestens in dem Moment, wo jemand sagt, er macht ein Pivot ins Agenturbusiness, damit rechnen, dass ich mein Geld jetzt für zehn Jahre nicht mehr wiedersehe. Und wahrscheinlich ist in der Regel kein Totalverlust damit wird, aber auch kein Home Run. Aber das ist letztlich das Gleiche. Also ob du dein Geld verlierst oder irgendwann dann ein-, zweimal zurückbekommst, ist eigentlich von der Mathematik, meiner Meinung nach zumindest, das Gleiche. Zumindest wenn du in der Seed Stage investierst.
Und jetzt mal angenommen, das wäre nicht ein Investment, sondern das wäre ein Kollege von dir und der würde dir von den Plänen erzählen. Also Option A, die Firma bleibt so und die Investoren bleiben auf dem Cap Table und so weiter, nur anstatt jetzt irgendwie ein B2C-Produkt zu machen, machen wir jetzt Agentur. Oder Plan B, wir schließen die Firma, wir machen alles dicht und wir machen eine neue Firma und das ist dann eine Beratungsfirma. Würdest du Plan A oder Plan B machen?
Empfehlen? Keins von beiden. Ich würde sagen, mach die Firma dicht und finde ein besseres Produkt und baue wieder eine Tech-Firma.
Und warum?
Du hast ja gerade gefragt, das ist ein Freund von mir, oder? Das Letzte, was ich ihm gönnen würde, ist, dass er jetzt zehn Jahre in der Agentur, als Agenturchef quasi, da um Kundengelder kämpfen muss. Wenn er ursprünglich mal eventuell eine gute Idee, also du hast ja gesagt, ich habe investiert, also muss ich die Idee mal gut gefunden haben. Also es ist Aus Sicht des Gründers, immer schlauer der Gründerin, immer schlauer die Firma dicht zu machen, den Investoren zurückzugeben, was noch da ist und versuchen, das nächste Projekt zu finden, woran er glaubt oder sie glaubt und das dann zu bauen. Das Schlimmste, was passieren kann, ist ein jahrelanger Überlebenskampf. Es gibt durchaus Angel-Investoren und Early-Stage-Investoren, die es besser ertragen, wenn sie ihr Geld nicht verlieren, also wenn die Firma nicht zugemacht wird. Aber wie gesagt, für mich ist es vom Outcome fast das Gleiche und ich gönne, in dem Fall, dass das ein Freund wäre, der die Firma gegründet hat, würde ich ihm eher gönnen, dass er die nächste Firma bauen kann und nicht jetzt aus irgendeiner falschen Verpflichtung oder Gewissen oder was auch immer ewig an diesem gescheiterten Projekt rumwerkeln muss, damit jeder noch anderthalb Mal sein Geld nach zehn Jahren zurückbekommt. Das halte ich für verschwendete Lebenszeit und würde es niemandem übel nehmen, wenn er sagt, wir machen diesen Pivot nicht. Das heißt nicht, dass man nicht pivoten soll. Du kannst dein Modell so oft wechseln, wie du willst. Ich habe schon Firmen gesehen, die von Gaming in Marketplaces gewechselt sind und wirklich riesige Pivots gemacht haben und es waren ganz oft sogar gute Ergebnisse. Aber du sprichst wahrscheinlich auf den Case Mistral an, verstehe ich jetzt langsam. Alles einfach könnte man ja eh nicht sehen.
Genau, ich bin davon inspiriert worden. Aber ich sehe immer wieder, dass meines Erachtens Leute viel zu viel irgendwie an einem Firmenkonstrukt oder einer Idee oder so festhalten. Also ein Pivot ist, glaube ich, ganz normal. Ich denke, wenn du ein gutes Team hast und genug Kohle, dann würde ich auf jeden Fall... 1, 2, 3 Runden vielleicht machen, um zu gucken, schaffen wir irgendwie Product-Market-Fit oder irgendwie dort was zu schaffen, was wirklich einen Wert generiert. Nichtsdestotrotz sehe ich zu oft, dass Leute irgendwie zu lange an irgendwas festhalten. Ich glaube, der einzige Vorteil, den du wahrscheinlich hast, wenn du jetzt irgendwie eine Million oder zwei Millionen Funding in der Firma hast und noch nie Geld damit verdient hast, dass du irgendwie steuerlichen Vorteil hast, Und jetzt erstmal 2 Millionen Umsatz machen kannst. Aber alles weitere denke ich, oder oft denke ich so, Sankost, mach den Laden dicht. Fang neu an, wenn du das Gefühl hast, kannst jetzt wieder was gründen, gründe was Neues, aber mach das Ding dicht. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, wenn man so durchs Dock geht, es gibt ja so ein paar, die jetzt auch irgendwie Ideen dann wieder beenden oder Leute mehr entlassen oder was auch immer. Manchmal muss man halt auch einfach sagen, okay, falscher Markt oder falsches Team, falsches Produkt und aus damit, ausscheiden. Feierabend. Ja.
Das sehe ich auch so. Also wie gesagt, ich bin nicht gegen Pivots, aber Pivot in Agenturkonzept oder so wäre jetzt nicht mein Ding. Der Anlass ist so ein bisschen, Bloomberg berichtet, dass mit Mistral jetzt eventuell die zweite KI-Hoffnung aus Europa so ein bisschen mehr ins Consulting-Geschäft und Integrationsgeschäft shiften wird. Das ist ja die Strategie, die man bei Alpha auch schon gesehen hat. Ich glaube, zum Hintergrund fairerweise muss man halt sagen, dass mit dem Funding, das sie hatten, Mistral keine Chance hat, gegen OpenAI oder Entropic mitzubestehen. XAI ist meiner Meinung nach zumindest finanziell gescheitert und musste mit Hilfe von SpaceX gerettet werden und über das Vehikel SpaceX sozusagen als näherende Mutter kann man dann vielleicht Geld raisen, mit dem man die Burnrate von XAI wieder finanzieren kann. Das ist ja die wahre IPO-Story und Merger-Story hinter XAI und SpaceX. Aber auch die hätten nicht mehr genug Geld gefunden und Mistral, auch wenn es bisher gut gelaufen ist und wenn es sicherlich eine Demand, also Nachfrage nach europäischen Modellen gäbe, schaffen sie es trotzdem einfach nicht, state of the art zu bleiben und die Souveränitätsstrategie kann nicht sein, wir nehmen ein 20% schlechteres, also 20% schlechter waren sie nicht, aber wir nehmen... einen immer mehr sozusagen, wo der Gap zum Leading-Modell sich immer weiter öffnet und nicht schließt. Das nehmen wir und das ist dann eine Souveränitätsstrategie. Deswegen funktioniert das nicht. Und die andere Sache ist, glaube ich, auch, dass wenn man mit europäischen Firmen zusammenarbeitet, die einfach, also du kannst dir nicht ein LLM zur Verfügung stellen und die zahlen dafür, weil die allermeisten Firmen nichts damit anzufangen wüssten. Also die brauchen, glaube ich, Einerseits erstmal eine vernünftige Datenstruktur. Das heißt, du brauchst eigentlich Consultants, die eventuell die Datentaxonomie erstmal aufräumen im Unternehmen. So ein bisschen wie die Forward Engineers bei Palantir. Und dann brauchst du relativ viel Anleitung und Handholding, um die ersten KI-Projekte zu machen. Das kann teilweise so von den Deloits, Accentures und so weiter mitgeleistet werden. Aber... Das sind, glaube ich, die zwei aus meiner externen Sicht die Beweggründe, warum dann unsere deutschen und europäischen ehemaligen LLM-Entwickler jetzt mehr und mehr so zu Integratoren werden, die eigentlich, weiß man nicht, wie lange sie eigene Modelle nehmen oder ob sie letztlich dann externe Modelle in KI-Anwendungen übersetzen für Unternehmen. Andererseits, fairerweise, man könnte sagen, so hat Palantir auch mal angefangen. Palantir benutzt bis heute externe KI-Modelle, wie wir später noch kurz erfahren werden oder rekapitulieren werden. Man könnte sagen, Mistral baut ein europäisches Palantir. Es wird immer Ressentiments gegenüber Palantir geben in Europa und dass Mistral sagt, wir machen letztlich das Gleiche. Wir nehmen externe Modelle, wir bauen Datenstrukturen auf, wir integrieren Daten und aggregieren sie für Kunden, Da kann am Ende ja ein hoch profitables und schnell wachsendes Business rauskommen. Ich glaube nicht, dass du ein zweites Palettier in Europa bauen kannst, von der Größe oder Wachstumsgeschwindigkeit her. Ich glaube, da gehört viel schon des Government Spending in den USA dazu, um das nachzubilden. Also wir werden hier ja keine ICE aufbauen oder ähnliches. Aber ja, mal sehen. Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass das das Ende von Mistral ist oder als relevanter Software-Player im Markt. Es wird nicht das nächste Anthropic werden, aber es könnte auch das nächste SAP werden mit 15, 20 Jahren Zeitraum.
Glaubst du nicht, dass die amerikanischen Firmen, also OpenAI, Anthropic, einen ähnlichen Weg gehen müssen? Also wenn B2B der Weg ist und vor allem mit Department of War oder so, da wird doch bestimmt auch viel jetzt Beratungsaufwand drauf kommen.
Ja, diese Implementation Gap ist auf jeden Fall das Hauptproblem. Also der Transmissionsmechanismus von was können Modelle schonen zu was wissen Unternehmen damit anzufangen und wie bereit sind sie dafür, das einzusetzen. Das ist glaube ich riesig und das kann zu einem gewissen Grad eben von so Consultancies unterstützt und gefüllt werden. Du kannst Forward Engineers nehmen, also Leute, die so als Projektmanager zum Kunden gehen und deine Lösung dort implementieren. Das ist eine Möglichkeit. Du kannst darauf hoffen, dass sich die Großen das nach und nach von der Startup-Branche, also die Startups schaffen es relativ autonom, das einzusetzen, würde ich behaupten, und neue Lösungen zu finden. Am Ende, glaube ich, werden große Firmen viele Startups kaufen, um diese Ability zu haben, so wie wir es bei der Digitalisierung auch schon ein bisschen gesehen haben. Das sind so die Wege, glaube ich, wie man die KI am Ende zum Nutzen bringt. Ich glaube, heute kann die Technologie mehr, als man schafft, da rauszuholen, als durchschnittlicher oder selbst als typischer Corporate.
Lass uns zu dem Thema gehen, das wir in der letzten Folge viel besprochen haben. Was ist seitdem passiert? Also Department of War, Anthropic, OpenAI...
Da gibt es ja immer noch News.
Man spricht immer noch darüber.
Ich weiß nicht mehr ganz genau, wo wir letztes Mal den Cut gemacht haben, zeitlich. Wir nehmen wie oft Freitagmittag auf gerade. Es kann ja immer viel passieren in 24 Stunden, deswegen sagen wir es mal dazu. Aber es geht natürlich um den Fall Department of War gegen Entropic, wenn man das so nennen möchte. Wir haben darüber berichtet, dass Entropic Rückgrat gezeigt hat und keinen Deal machen wollte, der die massenhafte Überwachung von Amerikanern nicht wenigstens ausschließt, explizit, und der autonomes Handeln von Drohnen mit der eventuellen Todesfolge ausschließt. Das wollte das Pentagon nicht reinarbeiten und unterschreiben. Entropic wiederum wollte ihnen nicht die komplette Nutzung von Claude ohne Guardrails überlassen. Und so ist nicht nur der Vertrag nicht zustande gekommen, sondern das Pentagon hat Entropic in einer vollkommen übergriffigen Weise zu einem Supply Chain Risk erklärt, also dass es ein Risiko für die US-Wirtschaft wäre, mit Entropic noch weiter zu arbeiten. Was übergriffig Unfug ist, Trump hat außerdem alle US-Regierungsbehörden, also alle föderalen, also oberstes Level Regierungsbehörden angewiesen, nicht mehr mit Entropic zu arbeiten und hat das, ich sag mal, es war vor allen Dingen eine Drohung, weil er eine 6-Monatsfrist dafür gegeben hat, was dafür spricht, dass es erstmal eine Drohung war und nicht sofort wirksam wird. Und Sam Ortman hat dann aus dem Mülleimer sich diesen Deal oder aus der Abfalltonne diesen Deal geholt, hat das Geld gern mitgenommen. mit einer bisschen komplizierten Verklausulierung versucht uns zu verkaufen, dass er auch nicht unterschrieben hätte, was das Department of War wollte. Tatsächlich muss man aber schon ausgehen, dass er eigentlich dazu eingestimmt hat. Sie haben halt gesagt, was die rechtlichen Guardrails sind, die Sicherheitsrichtlinien und dass man findet, dass Demokratie das höchste Prinzip ist und nicht die Firma das entscheiden sollte, sondern demokratisch gewählte Leute. Und mit der Begründung hat man den Deal sich dann geholt. Es gab viel hin und her darum, hat OpenAI nicht in einem guten Licht erscheinen lassen und Sam Altman sowieso nicht, würde ich sagen. Das ist so ein bisschen die Situation, wo wir waren. Achso, und dann haben wir noch beschrieben, dass es schon zu erheblichen Kündigungen kam. Also das Cloud hat so viele Downloads wie lange nicht gehabt im Consumer-Bereich und es begann so eine Cancel-Chat-GBT-Culture. von Menschen, die einfach unzufrieden mit dieser Entscheidung waren. Und wir haben kurz darauf hingewiesen, dass die eine Sache, die wir dem Ganzen zu verdanken haben, ist, dass es glaube ich eine gute Erinnerung daran ist, dass KI einerseits die beste Technologie ist, um massenhaft Menschen zu überwachen, weil man erstmals Millionen und Milliarden von Gesprächen automatisiert auswerten könnte und b, dass natürlich diese Tools ähnlich wie unsere Google-Abfragen sehr tief in unsere Interessen und Pläne blicken lassen. Die Kombination von beiden und das wir als Nicht-US-Amerikaner sowieso überhaupt nicht geschützt werden von diesen Vereinbarungen, sondern man muss davon ausgehen, dass die USA so insbesondere im Rahmen des Prison-Projekts, das uns Edward Snowden transparent gemacht hat, sowieso unsere, wo immer sie können, unsere Kommunikation überwacht, um Bedrohungen für die USA zu finden und was man noch damit tun könnte. So, das ist ein bisschen nochmal die Bühne sortiert. Und was dann weiter passiert ist, ist, dass Sam Ortman zunächst eine Läuterung erfahren hat. Also angesichts seiner schwindenden Userzahlen hat er zugegeben, dass dieser Deal nach seinen eigenen Worten opportunistisch und sloppy war. Also so ein bisschen opportunistisch und schlampig, zu schnell durchverhandelt, nicht lang genug hingeguckt. Rudert also zurück, entschuldigt sich fast so ein bisschen dafür. Bin gespannt, ob Trump ihn jetzt Sloppy Sam nennt. Und das hat er dann nochmal in einem Post auf Twitter geteilt, auch seine Gedanken dazu. Da sagt er, er teilt ein internes Memo oder einen internen Post von OpenAI jetzt auch aus Transparenzgründen nochmal öffentlich und sagt dahin, dass sie das Wording des Vertrags geändert hat. Ist auch interessant, dass man den Vertrag nochmal ändern kann, nachdem man ihn unterschrieben hat. Und zwar steht jetzt diese eine Executive Order 13883 oder keine Ahnung wie die hieß, das ist dann die, mit der man die eigene Bevölkerung oder unter dessen Wirksamkeit man die eigene Bevölkerung teilweise mit überwacht hat, die steht jetzt nicht mehr da drin, dass das deswegen nicht passiert, muss man sich selber Gedanken machen, ob das nicht auch wieder nur Augenwischerei ist. Dann schreibt er weiterhin, dass das Department of War affirmed hat, Dann schreibt er zuletzt noch so resümierend, One thing I think I did wrong, We shouldn't have rushed to get this out on Friday. The issues are super complex and demand clear communication. We were generally trying to de-escalate things and avoid much worse outcome. But I think it just looked opportunistic and sloppy. Good learning experience for me as we face higher stakes decisions in the future. Dann gibt es sofort natürlich Community Notes, dass er intern seiner Firma gesagt haben soll, dass das nicht der Fall ist. Nämlich, dass sie keinen Einfluss darauf haben, wie die US-Behörden die Technologie nutzen. Also die Fakten scheinen denen schon wieder zu widersprechen. Und das ist natürlich auch das Eingeständnis, dass die ganze PR-Scheiße, die er uns vorher erzählt hat, natürlich kompletter Quatsch war. Er hat es ja vorher versucht glauben zu machen, der Vertrag ist okay, macht euch keine Sorgen, das ist der gleiche, den der Tropic hätte unterzeichnen können und und und. Dann kommt der Gegenwind und auf einmal sagt er, es musste doch nochmal geändert werden und wir haben hier doch nochmal das klarifiziert und bla bla bla. Also es zeigt quasi, ich meine, er gibt ja selber zu, dass es opportunistisch war, aber das ist vielleicht das Wort, was es Am besten betreibt, aber ich glaube, daraus kann man sagen, dass man keinem Wort von Sam Altman trauen sollte. Und auch diesem wieder nicht, weil er gerade ja belegt, dass er uns vorher verarscht hat mit seinem Eingeständnis. Würde ich behaupten.
Ich verstehe gar nicht, warum er sich dazu geäußert hat, um ehrlich zu sein. Also ich hätte es einfach jetzt laufen gelassen. Er hat es ja jetzt nicht besser gemacht dadurch.
Da wäre ich bei dir, ja. Ich glaube, er hat gehofft, dass er einen Teil dieser Gegenbewegung irgendwie damit so ein bisschen einfangen kann. Und vor allem auch seine eigenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Jeder, der da sitzt, fragt sich natürlich auch, ob er noch bei der richtigen Firma gerade unterwegs ist. Wenn du auf einmal von allen dargestellt wirst, Moment, seid ihr eigentlich die Bad Guys? Und wenn irgendwie deine keine Ahnung, deine Nachbarn und Freunde dich fragen, warum du eigentlich für OpenAI arbeitest und nicht für die Guten, in Anführungsstrichen. Ansonsten gibt es inzwischen, letztes Mal haben wir noch gesagt, es ist nicht ganz einfach nachzuvollziehen, aber es sprechen ein viele Indikatoren dafür, dass Cloud in der Nachfrage deutlich gestiegen ist und OpenAI Kündigungen mit Kündigungen zu tun hat, was man, inzwischen gibt es ein paar Zahlen dazu von so typischen Third-Party-Data-Providern, so SensorTower, AppAny, hatten wir letztes Mal schon genannt, AppMagic, AppFigures, pipapo. Das sind alles immer noch Schätzungen größtenteils, aber die sind relativ genau, einfach weil die Firmen so regelmäßig und so viele Daten verarbeiten. Das ist ganz gut nachvollziehbar. Und die berichten unter anderem, wir packen den Artikel von TechCrunch in die Shownotes, die das hier schon zusammenfassen, dass die Uninstall-Rate bei ChatGPT sich vervielfacht hat, also um 295% gestiegen ist. Jetzt kann man sagen, wenn da 4% statt 1% die App löschen am Tag, dann klingt das hoch. Aber man muss dazu sagen, dass die Churn-Rate bei OpenAI sowieso schon relativ hoch ist. Also man geht von einer Consumer-Churn-Rate Ich glaube von, Sekunde, ich hatte es mal recherchiert, 60% Retention aus, also 40% Share im ersten Jahr. Das heißt, fast die Hälfte oder sagen wir mal 40% der Nutzer kündigen ihr oder verlängern ihr Plus-Abo nicht bei OpenAI. Und jetzt kannst du dir vorstellen, in der Vervierfahrung würde man, Trump würde jetzt sagen, dann sind wir jetzt bei minus 160% oder bei minus 60%. Retention, das ist natürlich Quatsch, aber eine Vervielfachung einer sowieso schon hohen Churnrate in dieser Periode sollte OpenAI wirklich empfindlich getroffen haben, gerade im Vorfeld eines IPOs. Du musst dir ja vorstellen, ich habe letztes Mal gesagt, es könnte sein, dass dieser ganze Skandal OpenAI den IPO versauen wird, ultimativ, und ich würde es ihnen inzwischen sehr wünschen, ehrlich gesagt, auch wenn es finanzielle Einbußen heißen würde für mich. Aber da OpenAI ein signifikant großes Consumer-Geschäft hat, also ihr großer Vorteil ist, dass sie 900 Millionen Weekly Active Users haben, dass sie, so wie Google die Brand für Suchen ist, dass ChatGPT noch die Brand für KI-Chatbots nutzen, das ist ein riesen Vorteil. Und du möchtest im Rahmen von einem IPO, möchtest du ja zum Beispiel sowas wie Retention, Revenue Expansion, Churn Rate zeigen. Und wenn du jetzt so eine exorbitant hohe Churnrate hast in so einem Sonderevent, das macht dir halt alle Kohorten kaputt, alle Daten kaputt. die SEC ist dir nicht einfängend, darfst du vielleicht so ein bisschen in das Adjustieren für dieses einzelne Event und sagen irgendwie, wir zeigen das nur bis 2025, weil 2026 noch nicht abgeschlossen ist oder so, wird man sehen, wie sie das dann umgehen. Aber das wird sichtbar sein und das könnte halt Zahlen, auf denen die Firma bewertet wird, deutlich nach unten manipulieren, wenn man so ein möchte. Also die Nachricht ist schon angekommen und Sam Ortman ist jetzt hier nicht, weil ihn sein Gewissen eingeholt hat oder er schlecht geschlafen hat, danach zurückgerudert, sondern natürlich, weil er den ökonomischen Druck gespürt hat und deswegen das Gefühl hatte, er muss nochmal erklären, dass das vielleicht nicht so schlau war und ein bisschen überhastet und sloppy, aber tatsächlich war es opportunistisch und kaltblütig und nicht sloppy oder unüberlegt oder so. Es war einfach... Er hat eine Chance gesehen, sie ergriffen, hat gehofft, dass ihn niemand übel nimmt und war dann überrascht, dass Leute doch sympathisieren mit Entropic, die jeden Amerikaner zumindest besser als andere Unternehmen hier vor Überwachung schützen wollten.
Ja, auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass das so viel Impact hat. Ich glaube halt, dass die Leute da laut rufen, aber dann doch nicht so viel Unterschied auf die Kaufentscheidung macht.
Also A, man muss unterscheiden von diesen 900 Millionen Weekly-Nutzern, zahlen nur 5% ungefähr, also was sind das, 45 Millionen für das Produkt. Wenn davon 5 Millionen oder selbst wenn nur 2 Millionen davon kündigen, hast du einfach ein Quartal Wachstum verloren und das tut weh. Also ich glaube nicht, dass hier 100 Millionen Leute auf einmal Cloud nutzen statt OpenAI, das ist glaube ich absurd. Aber wenn du einfach ein Quartal zurückgesetzt wirst, ist das schon richtig, richtig painful. Und wie gesagt, alle deine Growth-Metrics, deine Analytics ist kaputt. Oder wird deutlich schwerer, zumindest dadurch. Ich glaube schon, dass das weh tut. Und es geht im Vorlauf eines IPOs, es geht nur um Profitabilität. Sagen wir so, wir wissen, dass Firmen hauptsächlich nach zwei Dingen bewertet werden. Wachstumsgeschwindigkeit und Profitabilität. Ich glaube, zum Thema Profitabilität muss man bei OpenAI nichts sagen. Die verbrennen irgendwie das 2-3-fache ihres Umsatzes. Aber Wachstumsgeschwindigkeit ist dann halt die wichtigste Metrik und da sieht Entropi gerade deutlich besser aus, ehrlich gesagt. Und wenn dann einfach dein Consumer Success der letzten drei Monate gefressen wird durch so einen Foul oder Elfmeter, den man sich selber schießt, das tut schon weh, glaube ich.
Kurze Werbeunterbrechung. Wenn ihr eine Firma aufbaut, kann es schnell unübersichtlich werden. Sich mit Berichten, Cashflow-Fragen und manuellen Prozessen zu beschäftigen, ist kein Wachstum, sondern Selbstausbeutung. Genau hier kommt Sage Intact ins Spiel. Das ist eine Cloud-basierte Finanzmanagement-Lösung für Unternehmen, die skalieren wollen. Alles automatisiert, von der Buchhaltung bis zur Konsolidierung mehrerer Standorte. Ihr bekommt Echtzeit-Transferenz, damit ihr Entscheidungen auf Datenbasis trifft, anstatt nur auf Bauchgefühl. Und weil wir alle unsere Zeit lieber sinnvoll nutzen, gibt es den Sage Co-Pilot. Das ist ein KI-Assistent, der euch wichtige Kennzahlen des Tages zusammenfasst oder Routineaufgaben übernimmt. Er liefert euch quasi die Antworten, bevor ihr die Fragen überhaupt tippen müsst. Falls ihr also bereit seid, das Finanzchaos zu beenden, als Doppelgänger-Hörer bekommt ihr 20% Rabatt auf die ersten 12 Monate von Sage Intact. inklusive Sage Copilot. Alle Infos findet ihr unter sage.com slash doppelgänger. Da schreibt man s-a-g-e.com slash doppelgänger mit a-e. Den Link findet ihr natürlich in den Shownotes. Und nun viel Spaß mit der weiteren Folge Werbung Ende. Wir haben ja letzte Folge kurz so angesprochen, ob Europa versuchen sollte, Anthropic irgendwie nach Europa zu holen. Ich würde schon sagen, dass ich jetzt als Anthropic PR-Berater oder so, den CEO das ein oder andere Mal nach Europa auf irgendeine Bühne setzen würde. Also ich glaube, dieses ganze Narrativ zu spielen mit wir sind die Guten, wir wollen irgendwie ein internationales, sicheres AI bauen und sind auch bereit irgendwie nach den Prinzipien, nach den Regeln zu spielen und so, wäre doch wahrscheinlich ein super Growth-Mechanismus, eine super Story, die man weltweit oder in der westlichen Welt super spielen kann. Und Sam auf der anderen Seite wird halt niemand in Europa mehr glauben.
Ja, to be fair, das war immer das Narrativ von Entropic. Wir sind nur nicht gewohnt, dass Firmen sich daran halten, was sie mal früher gesagt haben. Aber eigentlich war Entropic die, die OpenAI verlassen haben, weil sie dem Management misstraut haben, weil sie wirklich sichere KI bauen wollen, die ihrer KI eine Verfassung geben, die relativ gesehen mehr ausgeben für Alignment und Sicherheitsforschung als OpenAI, also vielleicht nicht in absoluten Zahlen, aber relativ gesehen. Insofern sind die, würde ich behaupten, einfach nur ihrem Credo treu und versuchen sich an ihre Mission zu halten. Aber ja, das ist man nicht mehr gewohnt, deswegen finde ich es überraschend, dass das passiert. Und man darf nicht vergessen, dass eben viele Mitarbeiter auch deswegen dort unterschrieben haben. Wahrscheinlich, weil sie daran glauben. Aber ja, außerhalb der USA wird das Unternehmen, die vorher OpenAI so ein bisschen als Default gesehen haben, werden zumindest jetzt mal von Entropic gehört haben. Also Entropic ist ja in vielen Bereichen vor oder präferiert von gewissen Industrien und Verticals, also Bycode zum Beispiel und so weiter. Und Aber auch andere werden jetzt mal überlegen, ob man nicht... immer wo man eigentlich an OpenAI gedacht hätte, gleichzeitig auch an Entropic denkt. Aber wir können gleich nochmal zurückkommen. Das ist jetzt ungefähr eine Woche her. Also, Dai Amode hat erfahren, dass die Software A, gebannt wurde, quasi, dass keine Regierungsbehörde sie mehr nutzen kann und dass die Supply Chain Risk designated wurden. Also, dass sie nicht mehr, dass auch keine Firma, die dem Pentagon zuarbeitet oder ans Pentagon liefert, mit Entropic zu tun haben darf oder dort Dienstleistungen einkaufen darf. Und er hat erfahren, dass Sam Altman diesen Vertrag gerne genommen hat. Und danach soll er ein internes Memo geschrieben haben, das dann für seine Verhältnisse relativ klare Töne hatte. Also er sagt quasi, das wäre mendacious, dieser neue Deal. Also mendacious heißt voller Lügen oder Lügen behaftet. Sagt auch, dass das Weiße Haus und dann oder das Pentagon deswegen so unzufrieden mit Entropic wäre, weil er quasi keinen Kniefall zu Trump gemacht habe. Also dass quasi seine Attitüde der Trump-Administration auch gar einfach nicht passt. Das passt natürlich dazu, dass hier viel auch über Woke AI und so gesprochen wird und dass Entropic eben diese eine Company ist, die den Kniefall bisher noch nicht geübt hat vor der Trump-Administration und findet da relativ klare Worte erstmal und sagt auch, dass sie diese Entscheidung natürlich vor Gerichten infrage stellen wollen, also gegen dieses übergriffige Verhalten. Klagen, ich würde vermuten, mit relativ hoher Erfolgswahrscheinlichkeit. Das Problem ist halt, wie wir letztes Mal schon gesagt haben, dass bis dieser Erfolg vor Gericht eintritt, es relativ lange dauern kann und Schaden natürlich längst angerichtet ist, wenn du als Supply Chain Risk eingestuft wirst. Dann kommt unter anderem wieder Sam Ordman auf den Plan am 5. März, das war gestern, also am Donnerstag, nachdem er quasi zurückgerudert ist, sich fast entschuldigt hat für sein Verhalten. holt er drei Tage später schon wieder aus und gibt so in öffentlichen Interviews so Sätze raus wie Government is supposed to be more powerful than private companies. Also klare Anspielung darauf, dass nicht die privaten Firmen die Regeln machen sollten, sondern Also ungefähr, es wäre schlecht für die Gesellschaft als Ganzes, wenn Firmen bloß, weil ihnen der Präsident gerade nicht gefällt, die Entscheidung der Regierung infrage stellen würden. Also er schmeißt jetzt Dario Amode quasi nochmal extra hinter den Bus, weil inzwischen auch bekannt geworden ist, dass das Department of Defense widerspricht mit Anthropic. Also das ist in der Zwischenzeit passiert. Es gab diese sehr enttäuschende Memo von Dario Amode. Trotzdem wurde hinter den Kulissen wohl schon wieder gesprochen, auch weil... Entropic natürlich Investoren hat, die versuchen das auch zu fixen. Also bei Entropic, wir wissen mit, die größten Finanziers sind Amazon, die ja einen gewissen Grundeinfluss noch haben auf Trump, die versucht haben, die Wogen zu glätten. Ich weiß nicht, ob Thrive Capital, also die Kushners drin sind. Es gibt Nvidia, die natürlich investiert sind und so weiter und so fort, die alle versuchen, im Hintergrund Einfluss auszuüben und die Wogen zu glätten. Und Sam Altman kippt quasi neues Benzin ins Feuer und versucht den Zwist wieder anzuheizen, indem er mehr oder weniger sagt, dass Entropic nur die Regierung nicht passt und sie sich deswegen querstellen würden. Während eigentlich versucht Entropic parallel die Scherben aufzusammeln. Amode hat sich dann auch öffentlich entschuldigt für dieses Memo. Also es gibt ein TV-Interview, ein relativ langes, wo er sagt, so ein bisschen erklärt, das war... Also ein Tag mit vielen schlechten News, wo er einfach in einem Slack-Channel was gepostet hat. was seine Eindrücke des Tages waren und dass er die Worte mehr oder weniger so heute jetzt nicht normal wählen würde, aber dass das so dahingeschrieben war. Also rudert das sehr stark zurück, nachdem er vorher die Regierung sehr stark kritisiert hat. Da ganz interessant, da gibt es auf Twitter, auf X, einen Ausschnitt, wo man das nachschauen kann. Wir packen das auch mal in die Shownotes. Da hat der Account NS123ABC das Video gepostet. Und Elon Musk tritt auf einmal auf, der eigentlich mit dieser ganzen Sache nichts zu tun hat, und schreibt unter dieses Video, also das Video zeigt, wie Dario Amodei sich quasi im Fernsehen so ein bisschen sagt, er hat da zu schnell reagiert und hätte vielleicht weisere Wörter wählen können. Und Elon Musk schreibt darunter, Ed Grog, please do an extremely vulgar roast of Dario's groveling no-holds-barred. Grog, bitte mach ein extrem vulgäre roast, wie würde man das in deutschen Versetzen sagen? Schmähung, sage ich jetzt mal, von Darius zu Kreuze kriechen, ohne irgendwelche Guardrails. Und daraufhin schreibt Grock dann Naja, was der wohl Gier ist, ich würde es gar nicht vorlesen, ehrlich gesagt. Wir packen es mal in die Show. Aber das zeigt auch, was für ein hässlicher Charakter Elon Musk ist, dass er sozusagen in dieser Situation, wo sowieso keiner gut aussieht und jemand versucht hat, das Richtige zu tun und irgendwie jetzt ein bisschen die Wogen zu glätten, verschmäht Elon Musk, der jetzt nicht dafür bekannt ist, dass er sich besonders gerade macht gegen autoritäre Regimes. Also er greift gern Demokraten in Europa, Australien, was weiß ich, UK an. Aber dass übergriffige Staaten jetzt das sind, wo er die Bevölkerung gegen verteidigt, würde ich jetzt eher nicht so sehen bei Elon Musk. Und macht sich hier eben lustig und nutzt sein Chatbot irgendwie, um ihn zu beleidigen, damit er es ja nicht selbst ist.
Vor allem, er ist ja der größte Loser an der ganzen Nummer. Also es ist ja schon eigentlich ein Witz, dass er das mit Croc eigentlich geschafft hat. So nah, wie er dran war am Anfang.
To be fair, das Department of Justice hat dann ja gesagt, dass sie jetzt stattdessen OpenAI und XAI nutzen. Aber die Wahrheit ist, sie wollen Claude haben, weil Claude das ist, was ihnen bisher die beste Dienste geleistet hat. Und ihrer Einschätzung nach und ihrer Service Provider wahrscheinlich die beste Lösung ist für das, was das Pentagon machen möchte. Das heißt, ja, das hilft nichts. Aber klar, ich glaube Elon Musk ist vor allen Dingen enttäuscht, dass er mit dieser ganzen Sache erstmal primär nichts zu tun hat, weil niemand grog will, um irgendwie den Iran platt zu machen demnächst.
Und könnte man zusammengefasst auch noch sagen, dass eigentlich das auch zeigt, dass keine dieser Firmen wirklich AGI erreichen wird in den kommenden Monaten? Wenn sie ja so wahnsinnig krasses Zeug gerade bauen würden, dann könnte das doch eigentlich egal sein. Das Ganze fühlt sich für mich so ein bisschen so an wie, du hast ein super Produkt, das super funktioniert, Aber da hinten ist so eine Mini-Opportunity, die du auch noch mitnimmst. Und eigentlich müsstest du doch sagen, ey, Fokus auf das Wichtige und mach doch nicht so einen dummen Side-Deal da, der eigentlich gar nicht so viel bringt.
Naja, also die Government-Contracts sind jetzt keine Mini-Opportunity. Da geht es um viel Geld. Und es geht ja gar nicht darum, dass Entropic unbedingt diesen Vertrag hätte haben wollen, sondern sonst hätten sie ja nicht so querstellen müssen. OpenAI hat offenbar gern dieses Revenue mitgenommen, aber Entropics Problem ist ja dadurch entstanden, dass auf einmal niemand mehr da mit der US-Regierung zusammenarbeitet, bei ihnen hätte einkaufen dürfen. Und das ist jetzt schon ein größeres Problem. Wenn du dir überlegst, dass wahrscheinlich jede Fortune 500 Company irgendwie mit dem Pentagon zusammenarbeitet, und wenn es nur irgendeine Lieferung ist, plus alle Regierungsbehörden, angewiesen werden, nicht mehr mit dir zu arbeiten, das ist schon High Stakes und viel Umsatz und nicht irgendwie ein kleines Seitenticket. Plus, ja, du hast recht, also A, ich glaube, so AGI wird jetzt nicht in den nächsten paar Monaten kommen, sondern die Handelnden rechnen da, glaube ich, eher so mit zwei bis fünf Jahren, wo sowas eintreten könnte. Und bis dahin weißt du halt außerdem, dass du noch viel Geld brauchen wirst, weil in diesem Rennen drin zu bleiben, dich einfach 50 Milliarden plus im Jahr kostet. Und dafür musst du eben schon Umsatz machen, um diese 50 Milliarden rechtfertigen zu können, um da hinzukommen. Deswegen ist es halt ein High-Stakes-Game und wird nicht einfacher werden. Und ich glaube, ich habe in einem der früheren Podcasts mal gesagt, wir werden hier noch viel, viel größer. Ich weiß nicht, wie ich es damals gesagt habe, aber Mich würde nicht wundern, wenn irgendwie noch Leute verschwunden gehen, Researcher sterben oder was weiß ich. Es geht einfach um viel zu viel in diesem ganzen Spiel. Es ist schon eine falsche Charakterisierung, aber in dem ganzen Konflikt und Wettrüsten. Und das ist vielleicht auch noch eine andere Sichtweise, die man der Vollständigkeit halber reinbringen muss. Es gibt jetzt viele Leute, also auch weil Amode in seinem Memo unter anderem dieses Eingreifen des Department of War als retaliatory and punitive, also vergeltend und bestrafend bezeichnet hat, holen Leute jetzt wieder diesen Fakt raus, dass der OpenAI-Mitgründer Greg Brockman ja sehr, sehr viel Geld in den Marga Inc. Superpack für Trump gesteckt hat. Wir sind bisher davon ausgegangen, dass es da um KI-Regulierung geht und ich halte das auch für die bessere Erklärung. Aber richtig ist, dass Anthropic in diesen, also in den Trump-Superpack, nicht eingezahlt hat, sondern andere Packs finanziert, wo sie auf der Gegenseite der Regulierung steht. Man könnte auch sagen, damit auf der Gegenseite der Trump-Regierung stehen, weil sie andere Regulierungen als Trump und David Sachs wollen unterstützen. Und daraus entsteht jetzt, ich würde mal sagen, zumindest das Motiv, dass natürlich auch hier um einen politischen Wettkampf, also du hast eigentlich drei Aspekte, du hast Trump und das Department of War des Pentagon wollen einfach ihren Willen durchsetzen. Das andere ist, dass hier ist auch Kulturkampf gegen woke AI. Und das dritte ist, es ist einfach auch die eventuell mutmaßlich die korrupte Trump-Regierung, die sich von Open AI hier die Taschen voll machen lässt wieder und die Wiederwahl finanzieren lässt vor den Midterms. Und Anthropic hat dafür kein Geld gegeben und deswegen schieben sie jetzt Anthropic aus dem Rennen, indem sie einen Konflikt suchen, indem sie zum Beispiel ihnen was unterschreiben lassen in einem Vertrag, was sie wissen, dass sie das nicht unterschreiben können. Also diese Supply Chain Risk Einordnung ist komplett überzogen. Also es ist wirklich, als wenn jemand Streit mit dir sucht, weil es ist ja nicht zu rechtfertigen, warum die Company, bloß weil sich im Pentagon nicht was erlaubt, was sowieso verfassungsrechtlich verboten ist, Ich halte es nicht für die beste Erklärung, ehrlich gesagt. Aber es kann natürlich auch eine Rolle spielen, dass OpenAI die Trump-Regierung nicht nur mit der PR-Aktion Stargate und so weiter unterstützt, sondern auch mit signifikanten Geld, 25 Millionen Dollar. Und Entropic quasi A, den Kniefall nicht geübt hat vor Trump, sich nicht alles diktieren lässt vom Pentagon und die Trump-Regierung nicht mit Geld unterstützt. Das könnte natürlich ein zusätzlicher Grund sein, warum man sich hier uneinig ist. Und dann wäre es natürlich brutal, wenn die US-Regierung hier quasi versucht, den Gewinner im KI-Rennen zu küren, indem sie Entropic Stöcker zwischen die Beine schmeißen und versuchen, OpenAI den Vertrag zu schustern, was wiederum deswegen lustig wäre, weil jetzt das genaue Gegenteil passiert, nämlich dass OpenAI die Leute weglaufen und Entropic Neugeschäft bekommt dazu. Das würde es wieder lustig machen. Und es ist außerdem noch, hat eine gewisse Komik, weil das ja das ist, was Trump und David Sachs, also der KI-Zar im White House, immer der beiden Regierungen auch zu Recht vorgeworfen haben. Die beiden Administrationen hat sich mit den großen KI-Anbietern, mit Google, mit OpenAI und so weiter getroffen und wollte, um diese Industrie einfacher regulieren zu können, so ein bisschen die Winner küren und sagen, wir regulieren das jetzt so streng, dass wir zwei, drei Firmen haben, die wir uns genauer anschauen müssen. Da gibt es einen New York Times Podcast, wo jemand aus der Administration das erklärt. Das ist jetzt kein Verschwörungsnarrativ. Es gibt so diese historische Präferenz in den USA dafür, lieber bei Massenmedien große Netzwerke zu haben, die sich einfach kontrollieren lassen. Und genauso würde man das bei KI machen, damit man nicht 10.000 kleine KI-Firmen regulieren muss und überwachen muss. sorgt man lieber dafür, dass es für die Kleinen so schwer wird und man drei Große hat, mit denen man mehr oder weniger zusammenarbeitet und aber ganz guten Durchgriff hat und als Regierung darauf hinwirken kann, dass das irgendwie kontrollierbar ist. Das hat man der beiden Regierungen vorgeworfen, dass sie quasi nicht für den freien Markt sind, sondern schon bestimmt haben, dass OpenAI, Google und ich weiß nicht, vielleicht Meta, da die Player sind, die mitspielen werden. Und jetzt würde Trump aber vermeintlich ja genau das gleiche machen. Also so oder so ist das hier ein massiver Eingriff in den freien Markt. Also es dürfen Unternehmen, die das Pentagon beliefern, jetzt nicht mehr entscheiden, ob sie ein Shopping wählen oder nicht. Das ist zutiefst undemokratisch. Und die eine Sache, die man der Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung wirklich vorwerfen muss, ist, dass es noch nie solch eine planerische, zentralwirtschaftliche, chinesisch lastige Art gab, Wirtschaftspolitik zu machen, wie und der in den USA. Also angefangen mit Zöllen, Exportkontrollen, dann aber wie man einzelne Firmen quasi versucht zu befähigen, sich einmischt in wer da an Bord sitzen darf, wer merchen darf und wer nicht. Also noch nie warst du so abhängig von dem Wohlwollen der Regierung. Also das Land war nie freier, was Marktwirtschaft angeht und nie unkapitalistischer als jetzt gerade unter Trump, würde ich sagen. Das ist, was passiert, wenn man Unternehmer zu Präsidenten macht, dass du Planwirtschaft bekommst und einen Staat, der sich in die freie Wirtschaft einmischt. Hat die vorherige Regierung auch getan, aber vorher wusstest du einigermaßen, womit du spielen musst. Also ein Meta musste nicht Angst haben, dass sie Dinge einhalten müssen, die Snap nicht einhalten muss oder die TikTok nicht einhalten muss, sondern es gab irgendwie Es gab vielleicht irgendwie zu strenge Content-Moderation-Politik in der letzten Regierung. Könnte man argumentieren, wenn man möchte. Aber es wusste jeder, woran er ist und dass es alle Firmen gleich betrifft. Und das ist hier halt anders. Die Regierung sucht sich eine Firma aus, deren Nase ihr nicht passt oder deren Politik ihr nicht passt oder irgendwie politische Verortung oder was auch immer dann das wahre Problem ist und greift einfach massiv in den Wettbewerb.
ein. Und wird das Konsequenzen auf dem Kapitalmarkt haben? Also Scott Galloway hat im letzten Pivot-Podcast so ein bisschen darüber gesprochen, dass das so ein Grund war, warum so viel Geld, ja auch VC-Geld in amerikanische Firmen gesetzt wird und nicht in andere Länder. Also kann das so ein Ja, Problem sein, ist das ein Grund, warum man vielleicht nicht mehr so gerne in Amerika investieren wird in Zukunft, weil man das Gefühl hat, okay, da ist zu viel Vetternwirtschaft, zu viele Sachen, die mit der Politik entschieden werden oder glaubst du, dass das keinen großen Effekt hat?
Ja, 100 Prozent. Also man sagt ja immer so, das ist so eine Binse, dass der Markt oder Investoren nichts mehr hassen als Unsicherheit. Also du kannst mit Krisen umgehen, du kannst mit Aufschwung umgehen. Aber was wirklich schlecht ist, es sei denn, man wird vorher mal informiert, wie eventuell irgendwelche Leute, die mit Trump zusammenarbeiten. Aber wenn du nicht weißt, was der Präsident am nächsten Tag macht, ob er irgendwie in eine komplette Industrie eingreift, ein einzelnes Unternehmen willkürlich behindert, einen TV-Sender auf Milliarden verklagt, der irgendwie 5 Millionen Gewinn im Quartal macht. Es gibt ja diese Indizes, die so Wirtschaftsfreundlichkeit oder Businessfreundlichkeit messen, wo man dann immer sagt, Deutschland ist da viel zu schlecht, weil Unternehmenssteuern zu hoch oder so. Aber da müsstest du die USA gerade irgendwie in der unteren Hälfte mindestens sehen. Weil das ist, also nett, dass die Unternehmenssteuern da ein bisschen niedriger sind gerade wieder, aber Wenn jederzeit so in dein Business eingegriffen werden kann oder wenn du als Staatsfeind gesehen wirst, wenn du nicht mindestens eine Million für die Inauguration von Trump gespendet hast, ich würde sagen, das ist nicht businessfreundlich. Also nach meiner Verständnis von Marktwirtschaft und Kapitalismus und auch wenn das nicht immer so klingt, beziehungsweise ich eine gewisse Ausgewogenheit suche, bin ich ein großer Fan von Märkten und sozialen Kapitalismus oder sozialer Marktwirtschaft. Aber ich glaube, dass du in Europa gerade freiere Märkte und freiere Wirtschaft hast als in den USA. Also für mich ist die Definition von freier Wirtschaft nicht, dass ich einen Präsidenten bestärken muss, um dann tun zu können, was ich will. Das kann man sagen, ist irgendwie auch eine Art von Cutthroat Capitalism. Das ist halt einfach ein zusätzlicher Effekt, dass du erstmal, damit du frei walten kannst, irgendwo anders Geld abführen musst. Aber ich glaube, mit wahrer Liberalität hat das nichts zu tun. Du hast schon so ein bisschen angesprochen, also ist das für Entropic eine Chance? Man muss natürlich davon ausgehen, dass die Investoren, die jetzt, also Entropic ist immer noch eine Venture Capital finanzierte Firma, die Investoren hat und wir haben gerade gesagt, die haben sozusagen im Hintergrund schon versucht, die Wogen zu glätten, zu verhandeln, ihre politischen Kontakte zu nutzen, um das alles so ein bisschen wieder auf die Reihe zu bekommen und gleichzeitig kann man sich vorstellen, dass es natürlich auch Druck auf den CEO gibt. Find mir mal einen VC, der sagt, mach mal den Rücken gerade, ist gut so und lass ruhig riskieren, dass wir alle Fortune 500 Unternehmer als Kunden verlieren. Ich glaube, der durchschnittliche VC würde eher sagen, pass besser auf unsere Firma auf und unser Geld und deine Missionen schön und gut, aber du bist gerade dabei, unsere Firma eventuell zu ruinieren, wenn wir alle unsere Unternehmenskunden verlieren oder einen großen Teil verlieren. Das heißt, da muss im Hintergrund auch enormer Druck gewesen sein auf Dario Amodei, wobei er natürlich immer sagen können, sie wussten, was sie unterschreiben. Deswegen habe ich es vorhin gesagt, die Mission von den Shopping war quasi immer, die Guten, die Verantwortlichen zu sein, wenn der VC dann kommt und sagt, ich möchte jetzt aber doch lieber Geld, dann kannst du mal sagen, da hätte ich euch vielleicht mal das Pitch Deck besser angucken müssen am Anfang und Aber das ist natürlich auch unrealistisch, weil du sitzt da an deinem Board und alle Leute, die da sitzen, haben hauptsächlich finanzielle Interessen. Das heißt, die werden nicht sagen, ja, ja, wir sind hier wegen der Mission, Dario, sondern die werden vor allen Dingen versuchen, den finanziellen Schaden zu begrenzen. Es gibt viele Firmen, wo in so einer Situation man einfach, um die Regierung zu besänftigen, gesagt hat, ja sorry, dieser idealistische Depp da an der Spitze, den wechseln wir jetzt mal aus und wir holen irgendeinen Hired Gun CEO, der das machen kann, den wir von OpenAI wegheiern und der wird die Firma jetzt besser leiten und sich ein bisschen an die Trump-Regierung rankuscheln. Das wäre, was glaube ich in einigen Fällen passiert ist, unter anderen Umständen. Und was die anderen Umstände glaube ich sind, ist, dass Entropic gerade so gute Zahlen liefert, dass es super schwer ist, den CEO aus dem Amt zu kippen. Also das Vertrauen der Investoren wird wahrscheinlich prinzipiell noch relativ hoch sein, weil da gibt es gerade News von Bloomberg, dass Entropic inzwischen schon bei 20 Milliarden Revenue Run Rate sein soll. Ich glaube, sie waren Ende letzten Jahres bei 9. Also wir sind jetzt bei 19 und waren bei 9. Das heißt, in den letzten drei Monaten... Ja, in den letzten drei Monaten konnte AdTropic seinen Umsatz verdoppeln. Spielt jetzt viel rein. Also die neuen Möglichkeiten von Cloud Code, sowas wie OpenClaw zusätzlich und die neuen Consumer-Abos. Und weil du für das ERA kannst du ja immer sozusagen die Leute, die jetzt im März unterschrieben haben, rechnest du dann ja hoch für die nächsten zwölf Monate und kannst das quasi ins ERA rechnen. Deswegen kann das tatsächlich so schnell Auswirkungen haben, dass das hier von 9 auf 19 ERA, auch wenn der Umsatz noch nicht eingesammelt wurde, kann es durchaus sein, dass quasi der Monthly Revenue so stark gestiegen ist, dass man, was wären das dann, so anderthalb Milliarden im Monat jetzt macht und das wären dann 19 im Jahr. Und das wiederum macht es für den Investoren jetzt schwer zu sagen, wir können jetzt nicht den CEO rausschmeißen, der hier richtig gute Zahlen liefert. Auch lustige Zwickmühle. Du hast eine Firma, die gerade erst richtig anfängt zu wachsen, die so einen Inflection Point hat, wo sie gerade dabei ist, OpenAI den Schneid abzukaufen. Und vielleicht ist es auch kein Zufall, dass gerade jetzt so ein Konflikt aufkommt, wo OpenAI viel Geld spendet und auf einmal kriegt der Konkurrent, der sie gerade überholt oder dabei ist, sie zu überholen, riesige Probleme. Genau, das heißt aber, ich würde es mal so sagen, ohne diese extrem guten Umsatzzahlen gerade, würde Dario Amodeis Stuhl weit mehr wackeln, als es vielleicht ist. Also im Moment fehlt ihm Bein, aber auf drei Beinen kann man ganz gut sitzen, wie wir wissen. Aber hätte er nicht außerdem diese sehr guten Umsatzzahlen gerade, die er zeigt, würde das Board sicherlich versuchen, ganz andere Möglichkeiten zu finden, diesen Konflikt zu besänftigen. Und nachdem Bloomberg rausgebracht hat, dass Anthropic diese sehr guten Zahlen hat, fühlt sich auf einmal auch OpenAI, unterstelle ich jetzt mal genötigt, auch mal wieder ungefragt Revenue-Zahlen in den Raum zu werfen. Und zwar sagt man, dass man jetzt ebenfalls schon bei 25 Milliarden wäre. Um einmal klarzustellen, dass man über Entropic liegt, kommt quasi die News raus, dass man 25 Milliarden Umsatz wäre. Das sind 25% mehr oder 19 zu 25 sind knapp 30% mehr als OpenAI. Aber die Wachstumskurve ist bei Entropic gerade viel steiler. Also bei OpenAI verflacht sie sich fast so ein bisschen, wenn man das so plotten würde. Während bei Entropic sie fast in so ein exponentielles Wachstum reingehen. Und aus Entropics Sicht sind es jetzt wie gesagt 25, 30 Prozent, die sie nur noch von OpenAI trennen beim Umsatz. Da sieht man, wie wichtig die Enterprise-Kunden sind. Weil eigentlich hat OpenAI mindestens zehnmal so viel Consumer-Kunden zuletzt gehabt. Und trotzdem ist Entropic auf 80 Prozent des Umsatzes von OpenAI betroffen. Also krass Wachstumszahlen bei beiden, to be fair. Aber die, die gerade aussehen, als wenn sie so eine exponentielle Phase einläuten, sind Entropic und nicht OpenAI. Und ich würde immer noch dabei bleiben, dass ich glaube, dass ein halbes Jahr nach dem Börsengang wird Entropic mehr wert sein als OpenAI. Zumindest halte ich das für ein mögliches Szenario. Ob es dann wirklich so ist, ist eine ganz andere Frage. So und um das Thema so ein bisschen abzuschließen und auch als kleine Ergänzung zur letzten Folge, da hatte ich so ein bisschen gemutmaßt, wozu wird eigentlich die KI im Iran-Feldzug und so eingehobt und habe da mit meinem militärischen Wissen, was ich aus Panzergeneral 2 Spielen erworben habe, so ein bisschen gemutmaßt. Aber die Washington Post schreibt das jetzt ein bisschen besser aus und geht aber eigentlich genau davon aus, was wir zuvor gesagt haben. Also dass über 1000 verschiedene Ziele innerhalb von 24 Stunden angegriffen wurden im Iran und man eventuelle Gegenschläge und so weiter mit in Betracht ziehen muss. Und dass eine Kombination aus Palantir, also das Maven-System von Palantir, das im Hintergrund aber eben klaut, oder was mit Cloud integriert ist, dass das genutzt wurde, um diese Angriffswellen zu planen, um Ziele zu selektieren, die richtigen Reihenfolge zu selektieren und die Situation quasi in Echtzeit zu überwachen. Insofern war das jetzt letztes Mal trotzdem eine Spekulation von uns, aber die inzwischen sich als relativ nah an der Wahrheit gezeigt hat. Wir bleiben noch kurz im Militärischen. Und zwar hat Enduril eine neue Runde geraced. Das ist die Waffenfirma von Parmalaki, dem ehemaligen Oculus-Gründer, der Oculus am Meta verkauft hat, da er dann unter wilden Umständen rausgeflogen ist. Und die lassen sich jetzt von Thrive Capital und Andreessen Horowitz auf 60 Milliarden bewerten und sammeln vier neue Milliarden aus. Angeblich macht Enduril schon zwei Milliarden Umsatz, will dieses Jahr den Umsatz verdoppeln. Man sieht, Kriegszeiten sind gute Zeiten dann für Waffenhersteller. Also das heißt, die US-Region muss schon Waffen im Wert von 2 Milliarden abgenommen haben, weil das Prinzip von Andrews ist ja nicht, dass ich mich für Rüstungsaufträge bezahlen lasse, sondern dass ich Waffen produziere, die so wertvoll sind, dass der Staat sie kaufen will, einfach weil sie gut sind. Das heißt, wenn sie 2 Millionen Umsatz gemacht haben, muss man davon ausgehen, dass sie diese Waffen auch schon verkauft haben. Genau, und das wollen sie verdoppeln. Andreessen Hobbits und Thrive Capital sind die Lead-Investoren in der Runde. Muss man auch wieder sagen, Andreessen Horowitz, Trump-Regierung nah. Thrive Capital gehört Josh Kushner. Das ist der Bruder von dem Schwiegersohn, richtig? Der Bruder vom Schwiegersohn von Trump. Und die investieren jetzt in andere, vermutlich, weil sie ahnen, dass das Department of War wahrscheinlich auch in Zukunft seinem Ruf alle Ehre machen wird.
Und damit können wir endlich in die Bubble Corner gehen.
Ja, was sind das für Wochen hier? Eine Stunde am Reden und noch gar nichts über die KI-Bubble erzählt. Wobei, es hängt ja alles miteinander zusammen. Das Wall Street Journal berichtet exklusiv, dass Nvidia wohl an einer neuen Chip-Generation arbeitet. Und man kann vermuten, durch den Druck von Googles, TPUs und Amazons Influencer-Chips, gibt man jetzt Gas und will eine eigene Plattform für Inferenz bauen. Also das, was man immer gesagt hat, was nicht ihre Schwäche wäre, will NVIDIA jetzt trotzdem nochmal mit einem dedizierten Chip abdecken. Also Inferenz ist das Abfragen der KI-Modelle. Man geht immer davon aus, dass die Nvidia GPUs sehr, sehr gut sind oder die die allerbesten sind, um neue Modelle zu trainieren. Wobei auch das mit TPUs gemacht werden kann, mit Google Chips und alle anderen großen Hyperscaler eigene Chips dafür haben, die aber nicht ganz so universell einsetzbar sind wie die von Nvidia. Für das Thema Inferenz, also wie kann ich KI dann wirklich einsetzen und das so schnell und günstig wie möglich und effizient und kostensparend wie möglich, will Nvidia jetzt eben doch eine eigene Chip-Generation bauen. Jensen Wong ist auch dafür bekannt, dass er immer behauptet hat, dass der Inferenzmarkt langfristig viel, viel größer sein wird als der Trainingsmarkt. Also wenn wir KI trainiert haben, werden wir zwar immer weiter ins Training investieren, aber das Einsetzen der KI, also die täglichen Abfragen, die wir machen, die Texte, die wir generieren, den Code, den wir generieren, die Entscheidung, die wir generieren und so weiter, Videos, Filme, Bilder, das wird am Ende der viel größere Markt sein und dafür baut NVIDIA jetzt eine zusätzliche Plattform. Man könnte sagen, das ist dann vielleicht auch der Nächste Größe Wachstumsmarkt, wo man vielleicht die Wachstumsraten von Nvidia, also es könnte einem Optimismus geben für die Wachstumsraten von Nvidia, weil sie damit so eine Art nächsten Horizont hätten. Das zeigt aber glaube ich auch, dass Nvidia gerade in dem Bereich wie immer vermutet schon unter Druck ist, weil es eben Konkurrenten, neue Konkurrenten wie Croc oder Cerebras gibt. aber vor allen Dingen, weil die Big Tech Companies, Meta hat die MTIAs, Google hat die TPUs, Amazon hat Tranium Inferentia und alle bauen ihre eigenen Inferenzchips, um dann KI-Workloads so günstig wie möglich abzuarbeiten. Entweder, ich will nicht sagen, legt danach, aber diversifiziert sich so ein bisschen und versucht auch in dem Markt eine Chip-Familie zu bauen, die ihnen die Führung Sichert. Jetzt muss man natürlich abwarten, wie performen die im Vergleich zu TPUs. Also sie müssen halt gleich gut oder besser werden wie TPUs und günstiger sein. Das muss man dann sehen. Aber es zeigt auf jeden Fall, glaube ich, dass Nvidia so ein bisschen den Atem im Nacken spürt von den Hardware-Bauern der großen Hyperscaler, insbesondere den Google TPUs.
Ich habe mir gerade angeguckt, wie Oracle sich in den letzten sechs Monaten entwickelt hat. Was denkst du, wie ist der Aktienkurs verlaufen, letzte sechs Monate?
Ich gucke jetzt mit Absicht nicht hin. Ich tippe rund minus 45 Prozent. Fast 33.
Okay, da genug dran.
Genau, Oracle wurde ja zwischendurch insbesondere auch nach Stargate und so gefeiert als einer der möglichen Profiteure von KI, weil sie die Datacenter bauen und betreiben wollten, die dann andere nutzen. Und gleichzeitig haben sich dann mehr und mehr Fragen geweckt, ob sie das Kapital dazu überhaupt haben und die finanzielle Kraft. Und deswegen hat die Aktie auch wieder sehr nachgelassen, also weil man vor allen Dingen mal überlegt hat, ob die Vision wirklich so klappt und ob OpenAI als Kunde nicht vielleicht zu groß wäre. Das heißt, dass das ganze Revenue, was Oracle in sich stellt, eigentlich von einem Kunden kommt und da hat man die Wachstumsaussichten wieder ein bisschen moderiert und deswegen verliert die Aktie jetzt im Schnitt gerade die letzten Wochen.
Du hast eigentlich schon fast recht. Wenn du nimmst von September letzten Jahres, hat sich die Aktie eigentlich halbiert. Also vom Peak. Schon Wahnsinn. Hätte man gedacht, wenn man so gut befreundet ist mit Trump, kann man noch ein bisschen was da auch rausholen.
Ja, hätte man gedacht. Also das Problem ist eigentlich die Finanzkraft von Oracle. Oracle war schon immer hoch verschuldet, weil sie, also Oracle ist ein Softwarekonzern, machen Datenbank und Unternehmenssoftware im weitesten Sinne. Und weil sie viele Firmen aufgekauft haben, also zum sehr anorganisch gewachsenen Konzern, weil sie hatten immer Kernprodukte, Datenbank, aber haben dann Firmen und Capabilities hinzugekauft, die sie dann ihren bestehenden Kunden quasi super weiterverkaufen konnten. Vielleicht auch vergleichbar so ein bisschen mit SAP. Um diese Firmen zu kaufen, mussten sie immer Schulden aufnehmen. Deswegen hatten sie schon einen relativ hohen Schuldenstand. Jetzt will man aber zusätzlich quasi zum Data Center Anbieter für KI-Dienstleistungen werden. Da waren sie auch schon mal drin in dem Markt, aber wollen jetzt quasi Double Down machen, deutlich mehr sich da engagieren. Und sie haben im Vergleich zu Amazon, Google, Microsoft aber natürlich nicht die Finanzkraft, die Big Tech hat. Das heißt, sie haben nicht die Cashflows, mit denen man mal einfach Datacenter irgendwie in den 100 Milliarden bauen kann. Deswegen müssen sie sich dafür weiter verschulden und strapazieren das Ganze auch ganz ordentlich. Für die Investitionsentscheidung bluten müssen jetzt erstmal die Mitarbeiter von Oracle. Da berichtet Bloomberg nämlich, dass da einige von gehen sollen. Ich war auch überrascht zu sehen, dass Oracle 160.000 Mitarbeiter hat. Das ist fast so viel wie Google. Nur dass Google, glaube ich, 7-8 mal so viel Umsatz macht. Und damit auch pro Mitarbeiter. Aber ja, vielleicht gibt es da Möglichkeiten. Es wird natürlich damit entschuldigt, dass dann die KI die Aufgaben der Mitarbeiter übernehmen kann. Der tatsächliche Grund ist hier natürlich, um Cashflow zu generieren, um die Finanzkraft zu haben. Von deiner Kostenstruktur hängt unter anderem auch ab, zu welchem Zinssatz du dich verschulden kannst. Das ist so ein bisschen wie, schick mal jemand, der 30.000 Euro im Jahr verdient zur Bank, er will einen Kredit und ein Haus bauen und schick mal jemand, der 120.000 Euro im Jahr verdient, die kriegen ja nicht den gleichen Zinssatz. Und der Zinssatz ist für die Investitionen, die Oracle tätigt, natürlich unheimlich wichtig. Das heißt, wenn ich die Firma irgendwie finanziell erstmal auf gesündere Beine stelle, werden auch die Investitionsprojekte langfristig vielleicht rentabler, weil ich günstige Konditionen bekommen wäre, ein Grund. Aber letztlich spart man vor allen Dingen auch erstmal Cashflow und Kosten ein. Man muss einmal Restrukturierungsausgaben zahlen und dann spart man aber Gehälter die nächsten Quartale und so wird man wohl wahrscheinlich eine fünfstellige Summe an Mitarbeitern gehen lassen bei Oracle jetzt. Und die können sich dann damit trösten, dass mit ihren Gehältern in Zukunft Datacenter gebaut werden, die im besten Fall von OpenAI ausgelastet werden, falls es OpenAI dann noch gibt. Jemand anders, der im Zweifel die Datacenter auslasten könnte, wäre die Firma Cursor. Da berichtet Bloomberg gerade, dass Cursor jetzt die 2 Milliarden Euro Umsatzmarke durchbrochen haben soll. Auch da geht es natürlich um Annualized Revenue, also ARR. Hier gibt es keine Fundingrunde oder so. Muss man sich mal fragen, warum dringend dann so eine Information überhaupt nach außen? Wie gesagt, man soll jetzt 2 Milliarden Umsatz gemacht haben. Zuletzt hat Cursor im November Geld bekommen auf eine Bewertung von 29 Milliarden. Ich gucke mal kurz, wie viel das war. Sie haben 2 Milliarden eingesammelt, insgesamt 2 Milliarden an Umsatz generiert. Ganz gute Kapitaleffizienz bisher. Was man aber schon sieht, auch wenn die natürlich verkaufen, sie sind hier im Hochwachstumsmodus. Also einerseits könnte man sagen, mit 15 mal Umsatz bewertet, ist das ja fast günstiger als bei dem Wachstumsgeschwindigkeit, ist das ja günstiger als die Public Markets an der Börse. Gerade gibt es ja Softwarefirmen, die teurer sind, das wäre eine ganz günstige Bewertung. Aber wenn man so von draußen reinschaut, also über SimilarWeb zum Beispiel, ist zumindest der Traffic von Cursor jetzt nicht mehr doll angestiegen in der Vergangenheit. Man kann natürlich sagen, du kannst trotzdem mehr aus Kunden rausholen, deine Conversion-Rate steigt, Nutzungsintensität, Revenue-Expansion, all das kann deinen Umsatz auch treiben. Aber dass der Neukundenansturm zunehmend größer wird, kann man jetzt gerade nicht mehr sehen bei Cursor. Natürlich, weil Cloud-Code und so weiter am Ende auch eine Konkurrenz sind und man den Umweg über Cursor eventuell gar nicht mehr gehen muss. Das ist die große Frage natürlich, was aus diesen ganzen sogenannten Rappern wird, also Cursor, Devin, Lovable, Replit und so weiter. Ich glaube, die werden es eher schwer haben, weil viel davon Core Functionality von Cloud und OpenAI Codex werden wird. Auch der Microsoft Copilot, der hatte mal richtig Marktanteil im Programmiermarkt. Ich glaube... Weiß nicht, ob man noch viele Leute findet, die statt Claude noch Co-Pilot nutzen.
Glaubst du nicht, das sind die perfekten Excel-Kandidaten jetzt?
Excel-Kandidaten?
Ja, die werden doch jetzt links und rechts gekauft wahrscheinlich von irgendwelchen Firmen, die die brauchen.
Ja, aber die sind mit 30 Milliarden bewertet. Wer soll das denn kaufen?
Ja, noch. Warte mal noch. Sechs Monate, für die Hälfte über den Tisch.
Ja, und was kaufst du dann? Du kaufst ein Tool, was im schlimmsten Fall dann schon von Cloud Code irgendwie obsolet gemacht wurde.
Ich glaube schon, dass ein paar werden, die die Produkte schon noch weiter nutzen. Und wenn du die in irgendeiner Infrastruktur drin hast, in irgendeinem, keine Ahnung.
Ob du dann 15 Mal Umsatz bezahlen möchtest und musst du davon ausgehen, also ich nenne die ja mal Tokenveredler, wie groß die Rohmarge ist, die sie da beim Tokens veredeln, die sie selber bei, sagen wir mal, Entropic oder OpenAI einkaufen, die die wiederum in der Cloud laufen lassen. Und weißt du, dann zahlst du die Rohmarge von Cursor, vom LLM-Provider, vom Hyperscaler und von Nvidia. Da ist es schon geiler eigentlich, Also der effiziente KI-Stack ist am Ende, und das können eigentlich derzeit nur Google und demnächst vielleicht OpenAI und Entropic aufbauen, dass du deine eigenen Chips baust, selber betreibst und damit die günstigsten Endkundenpreise anbietest. Weil allein der Umweg, dass du einen Wrapper bezahlen musst, das LLM bezahlen musst, den Hyperscaler bezahlen musst und den Chipbauer mit 75% Rohmarge bezahlen musst, ist eigentlich relativ ineffizient, wenn du das möchtest. Ich hatte das mal, erinnerst du dich noch, ich hatte es irgendwo mal mit 5 Mark Schein, 5 Euro Schein vorgerechnet, wie viel du am Ende eigentlich zahlst, wenn du keine eigenen Chips hast. Wir bleiben beim Thema Shopping und Einkaufen. Und zwar berichtet die Information, dass OpenAI seine Warenkorbpläne aufgegeben hat. Und zwar, das sollte ja mal eine Monetarisierungsoption sein, dass man halt direkt Produkte kaufen kann. in ChatGPT und sechs Monate, nachdem man das announced hat, nachdem man mit Shopify dann Lösungen gearbeitet haben, Shopify-Merchants eventuell schon Dinge umgestellt haben, Shopify-Berater auf E-Commerce-Konferenzen das schon als das nächste Big Thing im E-Commerce verkauft haben, Leute ihre Entwicklerteams angewiesen haben, alles stehen und liegen zu lassen, was sie gerade gebaut haben und stattdessen sich darauf zu konzentrieren, stampft OpenAI diese Pläne jetzt wieder ein. Stattdessen wird es schon weiter Möglichkeiten geben, Commerz zu machen innerhalb von ChatGPT, aber das wird eben über die GPT-Apps passieren, also was Instacart oder so da anbieten, Expedia und wer da vielleicht noch mitmacht. Das heißt, man baut eher so einen App-Store, in dem man dann Transaktionen machen kann, wie bei Apple zum Beispiel auch im Ökosystem. Es wird aber vorerst nicht die Möglichkeit geben, Dinge aus Chess-GPT raus zu kaufen. Warum macht man das?
Weil man die Kohle von Department of War bekommen hat und jetzt den Lösungsplan auch so erreichen kann.
Ja, auch eine nette Interpretation. Also Man könnte sagen, es ist ein Fokusding einfach, dass es aufwendiger ist, als man gedacht hat vielleicht.
Und nicht bei der Firma. Welche AI-Firma ist am unfokussiertesten überhaupt? OpenAI macht doch alles.
Ja, wir haben auch irgendwie 7000 Leute, die da arbeiten. Ich glaube, es ist nicht so einfach, wie man, also so ein bisschen kenne ich mich aus in dem Sektor, ich glaube, es ist nicht so einfach, wie man denkt, signifikante Anteile des Marktes auf so eine Plattform zu bekommen. Einfach gesagt, weil es ein paar Player gibt, die High-IQ-Schach spielen, zum Beispiel in Amazon, würde den Teufel tun, eine Schnittstelle zu öffnen zu OpenAI, damit du über Amazon bei OpenAI einkaufen kannst. Also, du würdest niemals Amazon bekommen. Damit hast du schon mal ein Riesenproblem. Amazon hat nicht immer die besten Preise, ganz oft sogar nicht, aber es ist unwahrscheinlich, dass Leute in einem Tool vertrauen, wo Amazon nicht gelistet ist. Es gibt andere Player, irgendwie in Walmart oder so, die strategisch genug sind zu sagen, nee, da machen wir nicht mit, weil wir möchten die Attention verwalten unserer Kunden und nicht die Lieferkette werden für irgendwelche KI-Projekte. Das heißt, ich glaube, Shopify hat das ermöglicht, Etsy hat mitgemacht, Expedia, Booking.com, wie gesagt. Und dann gibt es aber andere Player, die nicht gewohnt sind, so viel Geld für Werbung auszugeben, würde ich mal behaupten. Und für die ist es eben keine Option. Ich glaube, das macht es schwer, weil es ist schwer, einen Marktplatz zu bauen, wo du die Top-3-Player, die zu Recht dort sind, wo sie sind, weil sie ein bisschen strategischer denken als andere, nicht hinbekommst. Das ist schon ganz anderen nicht gelungen und deswegen haben nur Amazon und Google eigentlich Zugang zu fast jedem Online-Shop auf der Welt, weil sie so wichtig geworden sind als Absatzkanal, dass man es sich nicht leisten kann, da nicht hinzugehen. Wenn du dir aber irgendwie ein Kaufland, Otto, Idealo, was weiß ich, anschaust, Check24, billiger und was es noch so gibt, Da wirst du immer gewisse Player finden, die da zumindest keinen Checkout in der Plattform haben, sondern bestenfalls Traffic noch einkaufen dort. Und ich glaube, das wird auch OpenAI erfahren haben, dass Amazon für die nächsten 200 Jahre nicht gelistet sein möchte bei OpenAI. Ist ja noch heute noch so, dass Amazon regelmäßig testet, ob sie überhaupt bei Google noch Geld ausgeben sollen, zum Beispiel als Beispiel auch. Und das andere ist, glaube ich, Bei Google gibt es ja durchaus, man kann sich ja fragen, warum kannst du bei Google nicht innerhalb der Serbs einkaufen. Es gab ja mal so eine Buy-on-Google-Aktion, wo du hier direkt aus den Serbs kaufen kannst. Aber zumindest in gewissen Industrien, glaube ich zumindest, dass Google einfach gelernt hat, dass die Konkurrenz, um die Klicks zu verkaufen, also dieses Rattenrennen, wer die meisten Klicks zu am meisten Geld kaufen kann und dahinter irgendwie noch genug Conversion hinbekommt, um das irgendwann zu rationalisieren, ist, glaube ich, profitabler als selber Ware verkaufen. Also du möchtest als Google lieber quasi der Waffenverkäufer sein, der Klicks und User an die Shops verkauft, als dass du selber der Shop sein willst, der diese Transaktion durchführt und das Kaufen in den Serbs, in den Suchergebniszeiten ermöglicht. Das könnte auch ein Learning von OpenAI wahrscheinlich sein, dass es Wenn du ein Werbemodell machen willst, dann ist es eigentlich spannender, die Werbebudgets dieser Kunden zu bekommen, als irgendwie 3% vom Umsatz oder was auch immer der Deal dahinter gewesen wäre. Ich glaube, das sind zumindest zwei Erwägungen, die hier eine Rolle gespielt haben, könnte ich mir vorstellen.
Und Meta hat sich gedacht, sie machen das jetzt, weil OpenAI das nicht kann oder was?
Und das ist tatsächlich eine News aus der gleichen Woche, dass Meta jetzt in den Shopping-Research-Tool-Markt einsteigt. Also die Meta-KI-Plattform, möchte jetzt ausgerechnet in den Shopping-Markt rein und dabei hauptsächlich ein Research-Tool werden. Das ist übrigens ein weiteres Problem, glaube ich, von OpenAI, dass die Leute explizit nicht dahin kommen, um zu kaufen, sondern um Research zu betreiben und zu kaufen. Und am Ende, wo sie kaufen, ist wieder eine ganz andere Entscheidung. Da wollen sie, glaube ich, gar nicht, dass die KI ihnen hilft. Sie wollen wissen, was sie kaufen sollen. Dann kaufen sie es beim Händler ihres Vertrauens, würde ich behaupten. Und ja, Meta versucht aber quasi gar nicht in diesen, Meta könnte man sagen, hat schon eine Kauffunktionalität, dass ich mit einem Klick kaufen kann, wenn ich meine Kreditkarten hinterlegt habe. Aber sie wollen jetzt diese vorgelagerte Kaufberatung quasi mit KI bauen. Auch da, ich frage mich, wer sagt, also dass jemand bei ChatGPT einzelne Kaufentscheidungen hinterfragt oder erledigen lässt, vielleicht nachvollziehbar. Aber warum du jetzt statt ChatGPT Meta nutzen solltest, wo du irgendwie seit zehn Jahren blöde Schlafzimmerlichter auf Instagram bestellst, von denen du hinterher enttäuscht bist, warum du jetzt ausgerechnet Meta fragen solltest, um eine objektive Produkteinschätzung zu bekommen, muss mir mal jemand erklären. Das wäre die letzte Plattform, wo ich... Wenn du verstehst, wie Google Shopping funktioniert, würdest du schon bei Google Shopping keinen Preisvergleich machen. Wenn du weißt, wie Amazon funktioniert, würdest du aus Convenience vielleicht zu Amazon gehen, aber nicht, weil du den günstigsten Preis erwartest. Aber wenn du mich jetzt fragst, Welche KI-Plattform würde ich nutzen, um Produkt- und Preisvergleich zu machen? Wäre Meta mit Sicherheit die allerletzte, wo ich glaube, sie würden ein unbiased Urteil treffen, das mir beim Einkauf helfen würde und meine Präferenzen und Vorteile vertritt. Aber gut, ich bin mir relativ sicher, dass das in zwölf Monaten entweder einfach da ist und keiner nutzt oder auch zurückgefahren wurde, ähnlich wie die OpenAI-Ambitionen.
Und damit wären wir bei den Earnings. Ich habe gerade geschaut, wie es bei Sea Limited so läuft.
Wir machen ausnahmsweise mal drei Earnings wieder, diese Folge. Die Aktien von SEA Limited, das ist der Betreiber von Shopee, einer Shopping-Plattform in Südostasien hat ungefähr ein Viertel an Wert verloren über Nacht, weil die Zahlen relativ schlecht waren. Insbesondere das Net Income, also der Profit, war deutlich unter den Erwartungen. Man hat in der Region erhebliche Konkurrenz von ByteDance, also von TikTok Shop, von Alibaba und Lazada und dann Tokopedia und was es alles noch so gibt. Und Ja, dementsprechend tendenziell schlecht waren jetzt die Ausblicke und die Aktie hat dann auch dementsprechend korrigiert. Leider, also insgesamt hat die Region noch relativ hohes Wachstum. Die Umsätze wachsen noch 38% im Vergleich zum Vorjahr, aber trotzdem hat man halt sehr hohen Wettbewerbsdruck und das macht es eben schwer und die Aktie gibt deutlich nach. Besser lief es für CrowdStrike. Da sind die Zahlen im Sheet auch aktuell. CrowdStrike wurde zuletzt mal abverkauft wegen dieses einem Security-Fiasko, wo da die Flugzeuge auf der Erde geblieben sind. Und wenn man befürchtet hat, da könnte es große Schäden geben. Das ist nicht so eingetreten. Jetzt wurden sie zuletzt verkauft bei Entropic. ein Security-Feature gebaut hat, das Sicherheitslücken in Produkten entdecken kann und alle Software-Security-Stocks abverkauft worden sind. Und auch davon baut die Aktie von CrowdStrike jetzt zurück, könnte man sagen. Zeigt relative Stärke zum insgesamt sehr schwachen Softwaremarkt 2026, würde ich es mal so framen. Umsatzwachstum beschleunigt sich nämlich von Anfang des Jahres 20% auf jetzt 23%. Das ist immer schön, wenn eine Firma, die schon relativ alt ist und so Verlangsamung erfahren hat, dann wieder schneller wächst. Das ist nicht, was man erwarten würde. In einem Jahr, wo angeblich Software kurz vor der Disruption ist und man dieses Problem hatte, eine schlechte PR, wächst man jetzt eben noch 23% und schneller als zuvor. Gleichzeitig sind die Kosten deutlich durchschnittlich gewachsen, sodass die Rohmarge fast 2% Punkte wieder hoch ist im Vergleich zum Vorjahr. Letztes Jahr 74%, jetzt fast 76%. Rohmarge, das sehr gut und auch deswegen gewinnt die Aktie. Auch die operativen Ausgaben, sehr moderat gestiegen mit 15 Prozent, während der Umsatz eben mit 23 wächst. Das heißt, auch da kommt extra Marge nochmal her. Und der operative Gewinn ist noch leicht negativ, aber inklusive des Finanzergebnisses ist die Firma dann wieder profitabel und erwirtschaftet einen schönen Überschuss. Cash-Überschuss erwirtschaften sie sowieso in Milliardenhöhe. Gute Zahlen. Die Revenue Expansion ist auch wieder auf 115 hoch. Die war zwischendurch mal auf 111 runter. Also man verdient pro Kunde auch jedes Jahr mehr. Die Rule of Forty ist auf 52 hoch. Besser als in den letzten vier Quartalen. Magic Number hat sich erholt. Also guter Umschwung bei Crowdstrike und relative Stärke im Software-Markt und Sofern man nicht glaubt, dass wir in Zukunft einer KI sozusagen das komplette Hardening einer Software oder IT-Infrastruktur überlassen, also dass niemand mehr da, also die Frage ist, glaube ich, dass Claude inzwischen irgendwann der beste Security Engineer wird und einfach das Gesamtkonstrukt inklusive Arbeitslaptops, Cloud-Setup und so weiter besser verwaltet? Sollte ich das nicht glauben? dann spricht ja einiges dafür, dass in Zukunft viel, viel mehr Software gebaut wird und eventuell auch viel, viel mehr Security-Bedarf herrscht. Also sofern du davon ausgehst, dass die ganzen Leute, die vorher keine Software bauen konnten, uns jetzt können, irgendwann dafür Security-Lösungen brauchen und es tendenziell noch mehr IT-Unternehmen geben wird als vorher, dann könntest du auch davon ausgeben, dass die Besseren der Security-Firmen zumindest gute Quartale vor sich haben, noch eine Zeit lang. Weil, dass der IT-Sektor insgesamt noch steigt, glaube ich schon. Das ist eben die Frage. Der IT-Sektor wird größer werden, damit müsste der Demand nach Cloud-Lösungen, es gibt immer diese Statistik, dass im Vergleich zum Cloud-Spend, glaube ich, nur 1,5% für Security ausgegeben werden, und das relativ klein ist. Und wenn jetzt davon ausgeht, dass der Cloud-Sektor viel größer wächst, dann müsste ja auch der Security-Spend viel mehr wachsen, insbesondere durch KI. Und die einzige Frage ist eben, wie viel davon in Zukunft auch von KI erledigt wird. Also, ob jemand sagt... Ich bin ein multinationales Unternehmen, ich lasse Cloud jetzt meine KI machen, was ich ehrlich gesagt auch die nächsten drei Jahre erstmal nicht glaube.
Und durch KI müsste es ja auch eigentlich viel mehr Security-Vorfälle geben. Also man ist noch mehr hinterher und möchte noch mehr investieren, damit nichts schief läuft.
Ja, 100%. Also die Inzidenz und die Hacking-Versuche, die Social Engineering-Versuche und, und, und, und. Der Bedarf wird noch viel, viel größer. Also, dass du diese Verteidigungsquote von anderthalb Prozent deines Cloud-Spends auf zwei, drei erhöhst, ist gar nicht so unwahrscheinlich, weil bisher waren ein paar nordkoreanische und russische Hacker deine, sehr klischeehaft, aber ich bleibe jetzt mal dabei, dein größtes Problem. In Zukunft sind es wieder tausende, wenn nicht Millionen von Script-Kitties oder Cloud-Leuten, die sagen irgendwie, hack mir mal eine Software, make no mistake. Und ja, also guter Punkt. Also wahrscheinlich brauchst du sogar noch besseren Schutz vor Zero-Day-Exploits und so weiter.
Und zum Schluss, Running. Teure Laufschuhe wird man jetzt nicht mehr so viel nehmen.
Ja, ON hat ein ganz gutes Quartal gehabt eigentlich. Trotzdem stürzt die Aktie 15% ab. weil hier sich das Wachstum leider verlangsamt. Also ON ist ja zwischenzeitlich wieder mit 43% gewachsen. Im Q1 dieses Jahres waren es 43% Umsatzwachstum und jetzt sind es aber schon wieder nur noch 23%. Also es schwankt schon sehr. Es ist einfach so ein bisschen eine Trenderscheinung, ob man der Schuhe schon überdrüssig ist oder gerade erst vor dem Erobern ganz neuer Märkte steht. Das ist quasi die zwei Hypothesen, die man zu On haben kann. Entweder wir sind noch ganz am Anfang und es wird so normal sein, On-Schuhe in der Fußgängerzone zu sehen wie Nike und Adidas-Schuhe irgendwann. Oder es ist ein Trend, der in dem Moment aufhört, wo zu viele Leute die Schuhe tragen und sie eben nicht mehr trendy sind und dass es dann deutlich schwerer wird. Was genau passiert, wissen wir nicht. Was wir aber sehen können, ist, wie gesagt, dass das Umsatzwachstum jetzt gerade sich erstmal verlangsamt. Das hatte es schon mal vor zwei Jahren, dann hat es sich auch wieder beschleunigt. Das heißt, es muss jetzt nicht das Ende der On-Story sein. Deswegen, Marge haben sie aber gut im Griff. Die steigt um zwei Prozentpunkte, die Rohmarge. Das ist ganz ordentlich schon bei Schuhn nochmal zwei Prozent mehr Rohmarge von 62 auf 64 Prozent. Was man aber auch sieht ist, man hat ja immer so ein bisschen diesen Schieberegler zwischen gebe ich mehr für Marketing aus Und muss weniger Rabatte geben oder mache ich mehr Rabatte und gebe weniger für Marketing aus? Und hier hat man halt mehr Rohmarge, aber dafür ist die Marketingquote auch um anderthalb Prozent gestiegen. Also man könnte sagen, 75 Prozent der gewonnenen Rohmarge hat man direkt wieder mit Marketing verloren. Das ist ein bisschen stark vereinfacht. Und zum Marketing kommen außerdem noch die Sellingkosten, die auch um 53, also Ons Vertriebskosten sind. Unterteilt in Distribution, Selling und Marketing. Ungefähr gleich große Blöcke in der gleichen Liga alle. 75 Millionen, 75 Millionen und rund 100 Millionen. Und die Distributionskosten, die sind nicht stark gestiegen. Das ist hauptsächlich der Wholesale-Bereich, würde ich vermuten. Aber die Marketingkosten und Sellingkosten. Selling ist um 53% gestiegen, Marketing um 37% gestiegen, bei nur 23% mehr Umsatz. Und das frisst dann eben die zusätzliche Rohmarge aus. Trotzdem hat man, weil General Admin zum Beispiel nicht so stark gestiegen ist, Dann ein Überschuss von 82 Millionen im Quartal. Das ist 55 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber der Ausblick in die Zukunft war relativ verhalten. Also man geht wahrscheinlich auch für das nächste Jahr von eher moderatem Wachstum aus. Vielleicht weiterhin guten Rohmargen. Aber es sieht jetzt eben so aus, als müsste man die Marketingausgaben schon ein bisschen erhöhen, um da hinzukommen zu diesen 23 Prozent Wachstum und als würden die teuer verkauft werden in Zukunft.
Und damit sind wir im Antitrust Corner.
Und zwar gibt es spannende News aus dem Google gegen Epic Case. Da geht es einfach gesagt um die Provision im App Store, ob man das Payment auch außerhalb des Google App Stores machen kann und so weiter. Das ist ein großes Antitrust-Verfahren und Epic Games ist einer, der das sehr stark vorangetrieben hat und dagegen Google klagt und jede Möglichkeit nutzt, irgendwie Co-Kläger zu sein bei Wettbewerbsverfahren. Und Die haben sich jetzt aber geeinigt. Also es war sowieso ein Settlement, also eine Vereinigung in Arbeit und man wartet gar nicht so lange darauf, bis das Gericht das bestätigt, sondern man hat sich quasi außergerichtlich geeinigt. Google wird, ich will jetzt nicht, also es ist so ein bisschen aufgesplittet in verschiedene Cases, aber im Schnitt wird Google da, wo sie früher 30% verlangt haben. eher 20% oder sogar weniger verlangen in Zukunft. Also die Kosten für die Teilnahme am App Store, wenn ich da irgendwelche digitalen Güter verkaufe oder Abo sogar so, wären niedriger. Dank Epic kann sich jeder Gaming-Entwickler und jedes andere Produkt, was über den App Store Umsatz macht, bei Epic bedanken, dass die da sehr öffentlichkeitswirksam mit Google gekämpft haben und wirklich um Gedeih und Verderb sich geschlagen haben. Und umso verwunderlicher fand ich es, als ich mir das Coverage durchgelesen habe. Tim Sweeney, das ist der, wie gesagt, sehr outspoken CEO von Epic Games, schreibt am 4. März nach dieser Einigung, Super happy. Er postet in der gleichen Woche dann auch noch ein Bild von sich selber vorm Google-Headquarter. Macht so das Peace-Victory-Zeichen. Weiß nicht, ob es Peace oder Victory heißen soll in dem Fall. Hinter ihm steht ein Android-Roboter. So eine Figur, die das gleiche Zeichen macht. Vielleicht hat es auch gar nicht so eine hohe Bedeutung. Er schreibt auf jeden Fall Current Mood, also derzeitiger Geisteszustand, Gemütszustand. Und scheint da happy im Google-Hauptquartier rumzulaufen. Und Dafür, dass er so energisch in der Vergangenheit gegen Google gekämpft hat, scheint er relativ versöhnt auf einmal mit Google zu sein. Und dann habe ich am nächsten Tag bei Verge gelesen, also einerseits, dass Epic und Google jetzt sogar eine Zusammenarbeit beschlossen haben. Wie kann man sich vorher so streiten und auf einmal beste Freunde sein? Und noch besser, am gleichen Tag, 5. März, hat The Verge erfahren und titelt Tim Sweeney signed away his right to criticize Googles App Store until 2032. Also Teil des Settlements ist, dass Tim Sweeney den App Store von Google bis 2032 nicht mehr öffentlich kritisieren kann. Das erklärt vielleicht, warum er so ein großer Fan der Google-Produkte neuerdings ist und sich so versöhnlich äußert, sich bei Google bedankt, nachdem er sie vorher crooked, deceitful, insanely sneaky und so weiter genannt hat, schreibt The Verge. Aber ja, Eric Sweeney, jetzt vertraglich gebundener Superfan von Google, nachdem man sich vorher vor Gericht wirklich nichts gegeben hat.
Also ähnlicher Vertrag, wie man als Influencer in Dubai hat.
Genau, genau. Seine App-Store-Steuer wurde gesenkt um 30 Prozent. Und dafür muss er jetzt sagen, ist ja auch mal schön, das ganze Feuerwerk zu haben. Das Beste, was es gibt. Und noch eine weitere Info aus der Antitrust-Körner-Wettbewerb. Also da geht es hier immer um Wettbewerbsrecht im weißen Sinne. Und zwar, wir hatten in der Vergangenheit darüber gesprochen, dass Meta alle anderen KI-Produkte aus der WhatsApp-Plattform rausgeschmissen hat. Also man kann mit ChatGPT nicht über WhatsApp sprechen, was vorher teilweise ging. Ich hatte schon vermutet, dass das die Kartellrechter auf den Plan rufen wird. Und das ist dann auch so gekommen. Die EU hat das gerügt, logischerweise. Bin ich überraschend, weil WhatsApp so eine fast infrastrukturelle Rolle inzwischen hat, dass man schwer argumentieren kann, warum man jetzt Konkurrenten ausschließt von diesem Kommunikationsweg. Was Meta jetzt macht, um einzulinken und sich die EU-Wettbewerbsbehörden so ein bisschen vom Hals zu halten, ist, dass man den Konkurrenten wieder erlaubt, über die WhatsApp-Business-API einzulinken. teilzunehmen an WhatsApp und so mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Dafür müssten sie dann bezahlen. Die Business API ist nicht ganz günstig, aber es ist wahrscheinlich ein ganz guter Kompromiss. Meta wird damit Geld verdienen. Das ist, glaube ich, eine zwölfmonatige Testphase erstmal. Und die Konkurrenten bekommen wieder Zugang zu ihren Endkunden über WhatsApp vorerst. Mal sehen, wie lange das hält.
Und ab in die Schmuddelecke.
Wir haben letztes Mal schon darüber berichtet, dass Ich weiß nicht mehr, wer es war. Einige wetten auf den Tod des Supreme Leader, der iranischen Garden da annulliert hat, beziehungsweise da ging es darum, ob er das Amt aus dem Amt geschmissen wird, da das aber durch Qua Exitus passiert ist. Ja. hat man das als eine Wette auf das Ableben gesehen und das hat man dann doch als amoralisch gesehen und es hätte komische Incentives, die sich dadurch bauen. Und Pony Market hat ein ganz ähnliches Problem und zwar gab es da Wetten und zwar mit hoher Liquidität, ich glaube fast siebenstellig, was dann Geld verwettet wurde, dass es eine nukleare Detonation 2027 oder 2026 geben würde und auch das hat man jetzt beschlossen, ist vielleicht eine Sache, auf die man besser nicht wetten sollte. Das heißt, auch diese Wette wurde annulliert. Dann gibt es mal wieder News von unseren Lieblings-Oligarchen. Und zwar haben pünktlich zu den Midterms sich die CEOs der großen Tech-Giganten, namentlich Google, Microsoft, Meta, Oracle, XAI, OpenAI und Amazon, das sind all die, die große Datacenter bauen, committed die eventuellen Kosten, die durch den verbrauchten Strom entstehen, selber zu tragen. Das heißt, dafür zu sorgen, dass der Strom in der Umgebung nicht steigt, wie das teilweise in der Vergangenheit passiert ist. Also wenn mehrere Datacenter deine Region ziehen, kann es sein, dass es auf einmal teurer wird, deine Waschmaschine zu betreiben. Und um das zu verhindern, hat man jetzt so eine Art Strompreisbremse installiert in den USA. Also auch hier wieder wunderschöne Planwirtschaft, Um das Volk von den Auswirkungen der Übernachfrage für Strom und Energie am Markt zu schützen, werden jetzt die Tech-Firmen quasi mehr Kosten für den erhöhten Strombedarf tragen. Da geht es natürlich nicht nur um den Strom und den Marktpreis. Es geht zum Beispiel auch darum, dass für mehr Kapazität muss ich eventuell Umspannwerke ausbauen, muss Leitungen nachbauen, modernisieren. Und diese Kosten werden ja im Zweifel nach dem dümmsten System auf alle Verbraucher gleichzeitig umgelegt. Also fair wäre es, das vielleicht auf die Kilowattstunde umzulegen, weil dann würden Leute, die viel verbrauchen, sich viel daran beteiligen. Es gibt auch gewisse Kosten, die dann auf alle Teilnehmer umgelegt werden. Also auf jeden Anschluss. Und dann wäre es natürlich unfair, dass du jetzt deutlich mehr dafür bezahlen musst, damit Jeff Bezos irgendwie ein neues Rechenzentrum in deiner Umgebung bauen kann. Aber wie gesagt, Da gibt es jetzt ein kleines Geschenk an die Bevölkerung, um die zu besänftigen, werden die großen US-Konzerne immerhin das selber tragen oder geloben, wie das dann tatsächlich exekutiert wird, werden wir mal sehen. Dann gibt es noch eine extrem spannende News. Wir hatten in einer der vergangenen Folgen schon länger her, ich erinnere mich noch, dass ich es ungefähr so formuliert habe, dass ist für uns als Deutsche und Europäer ein sicheres Zeichen, dass wir bei KI nichts mitzustinken haben, dass die USA uns noch nicht sanktioniert haben. Also solange sie uns noch Chips liefern, da ging es um diese Debatte, warum die USA China keine Chips liefern, damit sie in der KI-Forschung nicht so schnell aufholen usw. Und ich habe es ein bisschen interpretiert, der Fakt, dass die USA uns in Europa noch Chips weiterverkaufen, zeigt, wie ungefährlich wir wahrgenommen werden von den USA. Und jetzt hat Bloomberg aber erfahren, dass das US Commerce Department unter Howard Ludnick wohl zumindest Pläne entwickelt hat oder Gesetze vorgeschrieben hat, die noch nicht erlassen wurden. Aber man beschäftigt sich offensichtlich damit, Gesetze vorzubereiten, die die Kontrolle von Chip-Exporten in die ganze Welt bringen. unter Genehmigung der USA stellen. Also es ist quasi ein Exportbann für Nvidia und AMD, also die führenden KI-Chips. Und das heißt, die US-Regierung wird in Zukunft nicht nur eben im Fall von China entscheiden, ob exportiert werden darf, sondern auch in der Golfregion, aber auch in Europa, in Afrika, in Südamerika, Singapur, Hongkong, was weiß ich. Also es ist nicht mehr selbstverständlich, dass wir Nvidia-Chips kaufen können am freien Markt, sondern es würde quasi, wenn dieses Gesetz, was gedraftet wurde, nach Informationen von Bloomberg, in Kraft treten würde, dann müsste man quasi bei jedem Export von Nvidia-Chips eine Genehmigung an die US-Regierung stellen, damit die exportiert werden können. Jetzt kann man sagen, da setzt die USA einfach ihr Recht, also sie haben da einen technologischen Vorteil in einer Welt, wo es um alles geht, um das Entwickeln von AGI und das ist nach aller Voraussicht ist das einfach alles und man möchte es um jeden Preis gewinnen, also warum soll ich meinen Konkurrenten, wenn ich andere Staaten als Konkurrenten sehe, sehen würde, dann warum soll ich denen die Schaufeln geben quasi, um das Gold zu entdecken und man könnte sagen, es ist einfach gute Machtpolitik, wenn man so möchte, den Rest der Welt von diesen Ressourcen abzuschneiden oder zumindest zu kontrollieren für die Gesamtentwicklung von KI. Also Google hat auch Rechenzentren oder DeepMind sitzt ja in London zum Beispiel oder in Zürich, teilweise in München. Ob das denn wirklich schlau ist, kann man sagen, die können ihre KI auch, also die Rechenzentren müssen nicht dort stehen, wo die Entwickler sitzen zum Beispiel. Man könnte sagen, das sorgt auch dafür, dass die Wertschöpfung aus KI noch mehr in den USA entsteht. Ich habe auch mal erklärt in einer anderen Sendung, dass wir eigentlich sicherstellen sollten, dass wenigstens die Rechenzentren in Europa stehen, weil wenn wir KI irgendwie noch besteuern wollen, dann wird man die Rechenprozesse theoretisch natürlich überall in die Welt verlegen können, wo man möchte, in Steueroasen. Also ich kann sagen, ich kaufe mir ein Stück von Grönland, da packe ich das Datacenter hin, das ist eine Sonderwirtschaftszone, wo es keine Steuern gibt und dann lassen alle Big Tech Firmen quasi ihre ausländischen KI-Prozesse dadurch laufen, es fallen keine Steuern mehr, pipapo, sowas würde natürlich mit Sicherheit passieren, deswegen müssen wir eigentlich sicherstellen, dass wir wenigstens die Data Center auf souveränem Boden haben, weil da wäre immerhin eine Bemessungsgrundlage, um irgendwas zu besteuern. Nicht, weil ich Steuern geilen finde, sondern weil wir definitiv negative Auswirkungen von KI haben werden. Und um die zu zu mitigieren, brauchen wir irgendwoher Einkommen. Und das kann man zum Beispiel durch Robotiksteuer, durch Tokensteuer oder so weiter eventuell machen. Weil ansonsten werden wir an der Wertschöpfung nicht teilnehmen oder nicht maßgeblich teilnehmen. Das wäre das nächste Problem, dass wenn wir in Europa nicht mehr diese Chips bekommen, könnten wir die Data Center hier nicht mehr bauen. Sagen wir im schlimmsten Fall, das Gesetz tritt in Kraft. Es gibt keine Ausnahmegenehmigung mehr nach Europa, weil Friedrich Merz irgendwas gesagt hat, was Trump nicht gefällt. Auf einmal kriegen wir keine Chips mehr und dann hätten wir quasi keine Datacenter-Industrie mehr, langfristig gesehen in Europa und damit auch keinerlei Wertschöpfung oder sehr wenig Wertschöpfung aus KI. Riesiges Problem. Eine andere Lesweise, die man zumindest bei Trump immer bedenken muss, ist, jedes Recht und jede Verfügungsgewalt, die Trump an sich reißt, ist immer ein Mittel, mit Leuten an den Tisch zu gehen. Es ist ja bekannt, dass er gerne mit Leuten telefoniert und verhandelt. Und was jetzt so ein bisschen zu befürchten ist, ist natürlich, dass wenn Howard Ludnick jeden Chip-Export unterzeichnen muss, bevor er passieren darf, Muss wieder jeder, der Chips kaufen will, Kunde bei Cantorfit juggelt werden? Oder muss der wieder irgendwelche Scam-Coins von Trump, von World Liberty Financial kaufen? Also ist das nicht nur ein Weg, wieder... wie so ein Mafia-Boss Leute an den Verhandlungstisch zu holen und sagen, das knappste und wertvollste Gut auf der Welt sind gerade Nvidia-GPUs und die USA haben glücklicherweise die Verkürzungsgewalt darüber. Und wenn ich jetzt einen Zoll erheben möchte oder wie so ein Raubritter mich an eine Kreuzung stellen möchte und jeden abkassieren, wer darüber will, dann ist doch das Beste, was ich machen kann, diese Chip-Exporte genehmigungspflichtig zu machen. Und dann muss jeder mir Geld geben dafür, dass ich das genehmige. Das ist natürlich die Unterstellung, dass man furchtbar grob wäre. Ob das so ist, ist eine riesige Mutmaßung. Weiß man nicht, ob das so laufen wird. Aber so wie man die Trump-Administration in der Vergangenheit erlebt hat, ist es zumindest nicht an den Haaren herbeigezogen, zu vermuten, dass solche Motive auch eine Rolle spielen können. Es kann aber auch einfach Machtpolitik der USA sein. Wie gesagt, da würde ich fairerweise sagen, wenn ein Staat diese Möglichkeit hat, ist es definitiv im Interesse der USA erstmal, anderen Staaten jetzt nicht dabei zu helfen, eine bessere KI zu entwickeln. Ob es irgendwann dumm ist, fürs Wachstum von KI umzusetzen, wenn man dem Rest der Welt quasi die Mittel dazu nicht gibt, dann wird das eventuell auch US-Companies schaden. Das heißt, ob das langfristig die richtige Strategie ist, ist noch eine andere Frage. Spätestens wenn man den Vorteil oder den Vorsprung, den man hat, noch weiter ausgebaut hat, macht es wahrscheinlich schon Sinn. Im schlimmsten Fall hättest du so eine Art Zweiklassengesellschaft, dass die USA die besten Chips für Training für sich behalten, also die Nvidia-Chips, sodass die beste KI immer in den USA gebaut wird. Und dass sie die Inference-Chips, also um mit KI Geld zu verdienen, quasi die Token-Veredelung, die macht man dann auf TPUs und den NVIDIA-Inference-Chips und so im Rest der Welt und da ist dann auch fast schon egal, wo das Datacenter steht, wobei selbst da ist es aus steuerlichen Gründen und so eben dann doch nicht so egal. Damals hatte ich noch drauf gewettet, dass das Deutschland nicht betreffen wird, weil wir nicht ernstzunehmend sind als Konkurrent, aber Mindestens vor dem Hintergrund, dass ich hier auch irgendwie Geld erpressen ließe, muss uns das natürlich trotzdem interessieren.
Und nun kommen wir zu das Letzte. Langsam können wir einen Preis an Meta geben, oder? Meta und Frank Thelen sind relativ oft am Ende der Folge.
Ja, und übrigens, für alle Leute, die es auswerten, dieser zweite Name, den du genannt hast, kommt hier nur so oft vor, weil du ihn immer erwähnst. Genau, Meta gibt sich alle Mühe, hier die Preise abzuräumen. Und zwar berichtet jetzt unter anderem Futurezone, aber die Originalberichterstattung kommt von einer skandinavischen Zeitschrift, dem Svanska Darkbladet. Und zwar berichten die, dass es Kontraktmitarbeiter in einer Datenannotationsfirma in Kenia, in Nairobi, gibt. Also nicht nur Meta, sondern auch viele andere lassen natürlich die Fließbandarbeit der KI haben wir schon mehrmals darüber geredet, über diese Clickworker, die oft in afrikanischen Staaten oder südostasiatischen Staaten leben, die zum Beispiel Content-Moderation machen, aber auch Klassifizierung von Daten oder Daten-Annotationen, also die sagen, das hier ist ein Auto, das ist ein Mensch, das ist eine Ampel oder das ist ein Hund, das ist eine Katze. Damit die KI lernen kann, müssen die Daten oft klassifiziert werden, wenn sie nicht schon klassifiziert vorliegen. Das wird hier in diesem Fall eben von einem Subunternehmer in Kenia gemacht. Und dort werden Daten, die von den Meta-Smartglasses erhoben werden, verarbeitet. Mit welchem Zweck, bleibt so ein bisschen unklar. Es geht darum, Daten zu annotieren, also aus dem Gesehenen zu lernen. Aber was hier einzelne Mitarbeiter berichten, ist, dass sie dadurch den Kunden, die diese Brille gekauft haben, unter Umständen beim Verkauf, Kacken zugucken, einfach gesagt. Um es mal vulgär zu sagen. Also sie beim Toilettengang beobachten können. Wenn man sich Toilettengang vorstellt, weiß man, es geht natürlich auch um sexuelle Handlungen, um die Konsum von pornografischen Erzeugnissen. Kreditkartendetails werden von, wenn ich irgendwie was im Internet bestelle und lese meine Kreditkarte, dann kann meine Brille das eventuell auch mit beobachten. Das heißt, Bei dem Versuch, diese Daten auszuwerten in den Brillen und das zu klassifizieren und die KI schlauer zu machen, sehen Menschen, wo dir als Metabrillenbenutzer vielleicht nicht bewusst ist, dass die da Zugriff auf deine Daten haben. Das soll nicht heißen, dass jetzt alles, was ihr seht, jederzeit beobachtet wird. Das ist vielleicht auch nicht der Fall. Aber es gibt eben Fälle, wo man, um KI zu verbessern, da Firmen mit einbezieht. Und die, zumindest nach eigenen Berichten, sehen die auch Dinge, die man normalerweise als privat mindestens, wenn nicht intim, bezeichnen würde. Und ob das allen Besitzern einer solchen Brille klar ist, muss man sich eben fragen, wenn man da seine Kinder beim Spielen nackt am Strand oder was weiß ich aufzeichnet. Also man weiß, wenn man so ein Gerät nutzt, was passiert. Bilder oder Fotos macht und sie in der Cloud speichert oder wo es nicht explizit ausgeschlossen ist in Nutzungsbedingungen, sollte man diese Daten immer so behandeln, als würden sie am nächsten Tag ins freie Internet hochgeladen werden. Das ist, glaube ich, der einfachste und relativ zutreffende Ratschlag und das hier zeigt das eigentlich. Also vielleicht ist es Wenn du da deine Skiabfahrt mitfilmen möchtest oder dein Pickleballspiel, fein. Wahrscheinlich wenig Gefahr auch, wenn du die Daten und Privatsphäre anderer Menschen damit verletzt, mit hoher Wahrscheinlichkeit. Aber ob du da wirklich so die intimsten Momente deiner Familie, deines Liebeslebens oder deiner Damenentleerung mitteilen möchtest, sollte man sich eben zweimal überlegen. Ich habe mal so eine Brille hier zur Verfügung gestellt bekommen, da stand das im Beipackzettel. So klar erstmal nicht, dass ich sie beim Kacken absetzen sollte.
Sehr gut.
Apropos beim Kacken lesen. Ich habe diese Woche das erste Mal wirklich überlegt, ob ich alle meine Aktien verkaufen sollte. Also einen Teil habe ich eh schon liquidiert. Aber diese Woche habe ich überlegt, ob ich wirklich alles, was ich besitze, noch verkaufen sollte. Und zwar... Schreibt eine sogenannte Zeitung mit vier großen Buchstaben unter der Überschrift, Zitat, KI ist keine Blase, das sind die Top Picks von Frank Thelen. Bevor ihr jetzt alle da hinläuft und die Top Picks auswerten wolltet und seid es nur satirisch, die werden nicht genannt. Also es kommen komplette Selbstverständlichkeiten, irgendwie Broadcom, AMD, Nvidia oder so. Nichts, was einen überraschen würde. Nicht mal zum Nachhaken wert, sich das anzuschauen. Aber ich finde immer wieder interessant, dass es sogenannte Journalisten gibt, die bei der Idee, was könnten wir Leute, die sich in Aktien und Finanzen interessieren, für gute Tipps geben, sagen, ach, lass mich mal den Fondsmanager anrufen, der irgendwie zig Prozent unter Wasser ist seit fünf Jahren und dem mal fragen, was der für eine richtig gute Idee halt. Aber der war ja gerade bei kleinen gegen großen Tischtennisspielen im Fernsehen und deswegen könnte das ja gut funktionieren. Und weil er wiederum gleichzeitig irgendwie einen ETF versucht, am Markt zu bringen, ist er gern bereit, den Call dann auch anzunehmen von der BILD. Aber für die, die das nicht verstehen, war historisch immer ein ganz guter Indikator. Je höher der Anteil des Sports Aktien an dem Content des Springer Verlags, wird, desto näher ist in der Regel die nächste Blase. Also spätestens, wenn auf der Startseite der Bild irgendwas von Aktien und KI-Börsen-Gängen steht, dann ist es in der Regel Zeit, sein Geld zu nehmen und wegzulaufen, so schnell man kann. So, dann noch zwei gute Funding-News aus Deutschland. Ich befürchte, ich muss hier ein bisschen Salz in die Suppe, oder wie sagt man, Wasser in den Wein schütten. Aber Bloomberg berichtet, dass Neurorobotik stolz verkündet, eine Milliarde eingesammelt zu haben auf einer Bewertung von 4 Milliarden. Das ist ein Robotikhersteller, behauptet man, aus Metzingen. Sehr sympathischer Gründer, kann man sich im OMR-Podcast nochmal anhören. Ganz spannend und trotzdem sagt mein Bauchgefühl nach wie vor, dass irgendwas an dieser Firma nicht stimmt. Es ist wirklich eine super schöne 4-5 Milliarden Firma wieder in Deutschland zu haben. Und die Story ist so schön wahr zu sein. So ein netter, sympathischer Gründer, der sich dadurch einen schwierigen Weg gekämpft hat. Man würde es wirklich jedem Beteiligten gönnen, außer Tether Holdings. Und damit komme ich schon dazu. Diese eine Milliarde wurde von Tether Holdings zur Verfügung gestellt. Es werden hier keine weiteren Investoren genannt. Kann sein, dass es welche gibt. Soll ich mal ins Unternehmensregister vielleicht kurz schauen? Ich gucke mal, ob es zufällig schon drin ist. Also wir haben noch mal kurz eine Zwischenrecherche gemacht. Ich konnte jetzt noch nicht sehen im Handelsregister, wo genau da Tether investiert hat. Da gibt es nur irgendeine Firma Interalpen Partners, die da jetzt auch investiert hat, wo irgendwie auf der Teamseite alle Bilder aussehen, wie von KI generiert. Aber das kann ja auch nur Eitelkeit sein. Aber genau, die eigentliche Frage ist, warum diese Runde eben nicht irgendwie von einem Sequoia, Excel, Andreessen Horowitz, Thrive, wer da typischerweise in Robotik investiert, gemacht wird, sondern von Tether, einem Stablecoin-Provider, der irgendwie auch Rumble, Northern Data und ähnliche Bumsbuden mitverwaltet oder beeinflusst. Das heißt, das ist eher ein Red Flag, würde ich sagen. Also A, der Fakt, dass kein in Anführungsstrichen klassischer VC da zumindest in dieser Runde Interesse hatte, als auch sozusagen die Historie von Tether, die ich persönlich so eine Meinung als für mich eher dubios einordnen würde. Und das andere ist immer eben, dass man, also mir ist noch nicht gelungen, einen dieser Roboter wirklich live überzeugend in Action. Zu sehen ist sehr schwer nachzuverfolgen. Die sind immer mal auf Messen und Ausstellungen zu Gast. Aber so richtig tolle Präsentationen gibt es davon erstaunlicherweise dann immer doch nicht. Wo da jetzt genau das Narrativ krankt, kann ich nicht sagen. Wenn du mich fragen würdest, was da am wahrscheinlichsten der Fall ist, würde ich vermuten, dass man hier einfach vielleicht chinesische Fabrikate von irgendwie Fuhan oder Sekunde, wie heißen die anderen, von Furia oder vielleicht sogar Unishwe White Label weiterverkauft. Was ich auch interessant finde, ist, dass dies in den Specs von dem humanoiden Roboter steht, dass der 10 bis 100 Kilo heben können soll bei 80 Kilo Eigengewicht und A, jetzt muss man sagen, der beste Roboter, den es bisher gibt oder der am meisten heben kann und selbst das ist gar nicht so gut verifizierbar, schafft 65 Kilo bei 100 Kilo Eigengewicht. Also er kann so wie ein Mensch so ungefähr zwei Drittel seines Eigengewichtes heben und das ist schon relativ viel. Also da muss man schon ordentlich fit für sein. Der Neurorobotics soll jetzt selber nur 80 Kilo wiegen, aber bis zu 100 Kilo heben können aus den Beinen, also nicht mit den Händen, sondern aus den Beinen. Das wäre damit der Roboter, der am meisten tragen kann im Markt. Ob ich das glaube, ist die eine Sache. Dass das stimmt, dass das physikalisch und technologisch gerade möglich ist, ist die erste Frage. Die andere Frage ist, ob es sicherheitstechnisch schlau ist, einen Roboter zu bauen, der 100 Kilo heben kann. Weil wenn dem mal was auf den Fuß von einem Menschen fällt, ist Schluss mit Fuß. Das heißt, man möchte eigentlich gar nicht Roboter, die deutlich mehr als 20 Kilo tragen können, würde ich behaupten, weil alles darüber, also 20 Kilo ist, ich würde sagen, ein Bierkasten, ein voller Bierkasten mit vollen Flaschen. Und wenn der runterfällt, dann rummt es schon ganz ordentlich, beziehungsweise besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko. Das würde so lange kein Problem sein, solange man eine Fabrik hat, in der nur Roboter und keine Menschen mehr arbeiten, dann ist die Sicherheit ein viel kleineres Problem. Sofern man aber irgendwie einen Coworking-Roboter hat, wo der auch mit Menschen interagiert, willst du eigentlich nicht, dass der 100 Kilo irgendwie hebt, also überhaupt nicht mehr als 20. Und normalerweise, wenn man sich anschaut, wie andere Fabrikate so funktionieren, dann gibt es eigentlich zumindest Humane-Ido-Roboter eigentlich auch nicht, die deutlich mehr als 20, 30 Kilo heben können. Also ich weiß nicht, irgendwie hat das alles Geschmäckler. Wie gesagt, man möchte dem eigentlich Erfolg wünschen, aber es ist zu schön, um wahr zu sein. Der andere Indikator ist, dass aus ich glaube inzwischen vier, fünf Richtungen, mir Secondaries an der Firma angeboten wurden. Und ich mich, obwohl ich viel versuche, Exposure zu bekommen zu Robotik insgesamt, weil ich daran glaube, also ich meine, die Frage ist ja, woher kommen die Secondaries? Also ist das der Gründer, der versucht, Anteile zu liquidieren? Sind es frühere VCs, die jetzt schon aussteigen wollen und Secondaries verkaufen? Also wer ist denn bereit, auf der 5 Milliarden Bewertung, oder auf 4 Milliarden Bewertung, die Firma Also die Aktien, die ich jetzt kaufen kann, wenn Tether die letzte Runde gemacht hat und ich sehe eigentlich sonst nicht viele SPVs im Cap Table, wenn ich da reinschaue, wobei die letzte Runde scheint vielleicht auch noch nicht eingetragen zu sein, frage ich mich so ein bisschen, wer will hier eigentlich die Anteile schon so früh verkaufen. Ich habe das Gefühl, das ist eine Firma, die wir eher skeptisch anschauen sollten. Wenn es super erfolgreich wird und sie einen Market-Leading oder auch nur vergleichbaren Roboter auf den Markt bringen, entschuldige ich mich auch gerne dafür.
Das mit den Secondaries ist ganz witzig. Zu mir meinte vor kurzem auch jemand, irgendwie hat er das Gefühl, es ist sehr, sehr bubbly gerade, weil er so viele Secondaries angeboten bekommt als so ein kleiner, normaler Mensch. Das passiert schon mehr als in den letzten Jahren.
Mein Gefühl ist auch, dass Leute, die eigentlich gar nichts außerhalb der Börse und gut regulierten Märkten kaufen sollten, da gerade dabei sind, eventuell da einzusteigen, kein gutes Gefühl. Und ich weiß nicht, fairerweise, ich war da nicht vor Ort, ich habe die Roboter nicht gesehen. Ich bin mir sicher, dass die VCs, die da investiert haben und Corporate VCs, sich da sehr gut ein Bild gemacht haben und das besser verstehen als wir. Aber für mich ist es erstmal nicht nachvollziehbar. Ich beziehe meine Informationen nur aus öffentlichen Quellen, lese mal so ein bisschen, was die Robot-Community auf Reddit darüber denkt und was man an YouTube so an belastbaren Videos sehen kann. Man kann auch mal eine KI fragen, wenn man sich die Produktbeschreibung durchliest, nach welchem chinesischen Fabrikat klingt das dann eigentlich. Das ist ein interessanter Punkt, weil am Ende sind... was der einzelne Finger, das einzelne Gelenk machen kann, wie viel Grad man das drehen kann, wie viel Kilo das heben kann, was das Drehmoment ist. Das ist ja eine technische Bestimmung, die eventuell bei einem anderen Modell dann auch so wäre. Naja, wir werden sehen. Und dann eine andere kleine Erfolgsmeldung aus Deutschland. Ein deutsches Team, das glaube ich durch Y-Kombinator gegangen ist, hat in einer von Andreessen Horwitz angeführten Runde 30 Millionen geraced. Und zwar Lio, ein Procurement Startup, also das mit KI und Agenten quasi den Einkaufsprozessen Unternehmen versucht zu effizienter zu gestalten. Ich habe ein kleines Ticket daran auch gemacht. Glückwunsch an das Team und die Founder. Tendenziell eher ein gutes Zeichen, wenn in Dresden und Sequoia auch wieder Tickets in Deutschland machen und es hier noch Teams gibt, die quasi die die großen SBCs überzeugen können mit ihren Ansätzen und Go-to-Market-Approaches.
Cool. Gratulation. Habt ein schönes Wochenende. Genießt die Sonne. Wir hören uns wieder am Mittwoch.
Bis dann. Peace.
Bis Mittwoch.