Doppelgänger Folge #550 vom 3. April 2026

OpenAI kauft Tech-Podcast | SpaceX $2 Billion IPO | Claude Code Leak #550

In dieser Oster-Urlaubs-Episode aus dem Mietwagen hatten wir leider leichte Tontechnik-Schwierigkeiten. Ein versehentlich veröffentlichter Link legt 500.000 Zeilen Claude-Code-Quellcode offen. Parallel wird die KI-Plattform Mercor gehackt, Kundendaten von Amazon und Meta sind betroffen. OpenAI kauft das Tech-Podcast-Startup TBPN für über $100 Mio. – eine dreitägliche Frühstücksshow mit elf Mitarbeitern. Anthropic kauft strategischer: das Biotech-KI-Startup Coefficient Bio für $400 Mio. Biontech-Investoren steigen bei Doctolib ein, die Bewertung sinkt von €6 Mrd. auf €3,6 Mrd. SpaceX reicht den IPO vertraulich ein – Bloomberg spricht von einer Bewertung über $2 Billion. Prediction Markets wachsen zum perfekten Casino: Die CFTC reißt die Regulierung an sich und untergräbt bundesstaatliche Sportwetten-Gesetze. Der Flink-Gründer startet ein Cloud-FinOps-Startup. Oracle entlässt 30.000 Mitarbeiter per E-Mail. Meta diskutiert, das Oversight Board abzuschaffen. 


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Intro 

(00:06:04) Doctolib: Biontech-Investoren steigen bei €3,6 Mrd. ein 

(00:14:55) Anthropic-Leak: 500.000 Zeilen Claude-Code öffentlich 

(00:20:58) Mercore gehackt

(00:23:10) OpenAI kauft Tech-Podcast TBPN für über $100 Mio. 

(00:34:50) Anthropic kauft Biotech-Startup Coefficient Bio für $400 Mio.

(00:37:24) Prediction Markets: Das perfekte Casino 

(00:43:56) Flink-Gründer startet Cloud-FinOps-Startup 

(00:47:30) Jonas Andrulis stellt CNTR vor

(00:52:20) Oracle entlässt 30.000 Mitarbeiter per E-Mail

(00:53:20) Meta diskutiert Aus für Oversight Board


Shownotes


Strüngmann-Brüder steigen bei Doctolib ein - manager-magazin.de

Anthropic leakt versehentlich Claude-Code-Quellcode - handelsblatt.com

Mercor gehackt über LiteLLM-Schwachstelle - techcrunch.com

OpenAI kauft Tech-Podcast TBPN - youtube.com

CFTC verklagt Bundesstaaten wegen Prediction-Market-Regulierung - cnbc.com

Flink-Gründer startet Cloud-FinOps-Startup - manager-magazin.de

Andrulis stellt CNTR vor, Ex-Apple-Forscher wird CTO - mynewsdesk.com

Tesla-Auslieferungen enttäuschen Anleger - manager-magazin.de

SpaceX-IPO: Bewertung über $2 Billion angestrebt - bloomberg.com

Oracle entlässt Tausende für KI-Investitionen - cnbc.com

Meta diskutiert Ende der Oversight-Board-Finanzierung - platformer.news

Cloudflare EmDash: WordPress-Alternative on the Edge - blog.cloudflare.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 550 am 4. April 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Wir haben ein paar News dabei in der Osteredition. Manche News fühlen sich an wie April-Scherze. Es gab auch einen April-Scherz, in den ich reingefallen bin, und zwar, dass die NBA nach Hamburg kommt. Aber sonst bin ich mehr oder minder verschont worden. Ich baue unser Büro weiter aus. War ja geplant, dass hier in einem Raum auch gearbeitet wird. Da ist jetzt die Tischtennisplatte drin. Und zwar die Tischtennisplatte, an der du schon gespielt hast.
Ah, guter Plan, um Frank Thelen zu locken.
Ja, oh stimmt. Das große Match. Frank Thelen zur OMR. Hier exklusiv wird live gestreamt.
Gesponsert von T-Mobile.
Genau, je nachdem wer gewinnt. Also entweder berichten wir dann ein Jahr nicht mehr über Thelen. Ich glaube, Thelen würde... Ich bin eigentlich unbesiegbar am Tischtennis bis jetzt, aber Thelen wird mich, glaube ich, lang machen. Er hat auf jeden Fall schon mehr Zeit investiert in den kleinen, leichten Ball als ich. Ich habe die Platte auf einem Online-Portal gebraucht gekauft. Die wiegt 120 Kilo. Die Person, die mir das verkauft hat, meinte, ja, so mit vier Mann kannst du das machen. Also habe ich drei Freunde angerufen und meinte, hey, ich habe eine gute Idee. Ihr helft mir beim Tragen und danach teile ich das Abendessen. Dann haben wir die Platte umgedreht, haben gesehen, wir können die doch auseinanderschrauben. Also nur noch zweimal 60 Kilo, trotzdem irgendwie ein schweres Paket. Und während wir da dieses Ding von A nach B schieben... Also da noch so eine Karre tun und dann hier hinschieben, meint ein Freund von mir. Ja, seine Frau hatte eine witzige Co-Pilot-Begegnung die letzten Tage. Ja, okay, Co-Pilot, was ist denn passiert? Ja, also sie hat an ihrem Rechner... Co-Pilot so ein bisschen gefragt nach so Investment-Advice. Das habe ich jetzt schon öfters gehört, dass man so nach Aktientipps die KI fragt und irgendwelche Strategien da macht und wie auch immer. Auf jeden Fall hat sie so relativ lose gesagt, kannst du mir mal, die und die Position habe ich, kannst du mir das mal so ein bisschen analysieren und helfen? Und auf einmal denkt sie so, hey, das Ding weiß ja ganz schön gut Bescheid. Also ich habe jetzt da noch nichts hochgeladen. Und dann stellt sich raus, ich habe dir so ein Screenshot geschickt, der gute Co-Pilot von Microsoft hat einfach eine Datei auf dem Computer gefunden, die irgendwie so benannt war nach ihrem Namen und irgendwie Portfolio oder so, also so ein Export aus dem Portfolio und hat sich das einfach mal angeguckt. Und ich meinte so, du sag mal, wie bist du da drauf gekommen? Also ich habe dir nicht gesagt, dass du das angucken sollst und ich habe es ja auch nicht hochgeladen. So leichte Concerns. Ich bin jetzt nicht tiefer reingegangen, Ich könnte mir vorstellen, dass man vorher vielleicht irgendwas angeklickt hat und so hier Access zu allem. Aber es ist jetzt so die erste Geschichte aus dem Bekanntenkreis, wo man so ein bisschen denkt, okay, jetzt weiß das gute Stück vielleicht doch ein bisschen mehr, als ich gedacht habe.
Also ich kenne jemanden, der das absichtlich gemacht hat, in dem Fall mit dem Konkurrenzprodukt, also Gmail mit Gemini verknüpft. Derjenige hat das sehr bewusst gemacht. Und das hilft natürlich, wenn dein Chatagent deinen persönlichen Kontext oder Jahrzehnte von E-Mails hat, kannst du natürlich sehr viel genauer und spezieller, personalisierter antworten. Aber du sprichst ja das Richtige an. Also man sollte natürlich mindestens Awareness dafür haben. Wenn du davon überrascht bist, wäre es natürlich ungünstig. Andererseits Da das Copilot ja im Office-Paket relativ tief integriert ist, würde ich fast damit rechnen, dass er zumindest Zugriff auf die Systemordner, also sowas wie Downloads und sowas hat. Eventuell auch auf Outlook. Ich würde mal nach E-Mails fragen, ob Outlook auch schon Zugang hat oder Teams eventuell.
Ja, der Trend scheint zum Zweitcomputer und Zweit-E-Mail-Postfach für KI zu gehen.
Social Media und Google wussten ja schon unheimlich viel von uns. Aber KI ist halt, man kann jetzt überlegen, wie gut ist die Suche dadurch geworden von Google oder Gmail, dass sie richtig viele Daten über uns gesammelt haben. Das gleiche gilt für Meta. Da könnte man argumentieren, so groß ist der positive Impact der Daten jetzt nicht, dass es rechtfertigt, so viele Daten mitzunehmen. Bei KI ist es aber am ehesten so, dass du sagen kannst, dass die Personalisierung natürlich massive Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Also wenn du wirklich, insbesondere benutzt der hauptpersönliche Use Case, der nicht im Business liegt, ist ja tatsächlich so Coaching, Beratung. Und da hilft der persönliche Kontext natürlich unheimlich. Gerade bei Finanzsachen ist natürlich wichtig, ob du Finanzbildung schon hast oder nicht, ob du ein engstlicher Typ bist oder nicht, Sicherheitsbedürfnis hast. Ich würde am ehesten argumentieren, dass KI viele Daten bekommen sollte, weil sie dadurch deutlich besser wird durch Personalisierung. Gleichzeitig ist das insbesondere im Umgang mit KI natürlich auch unheimlich wichtig. gefährlich, ihr Daten zu geben, wie ich in meinem TED-Talk ja versucht habe zu beschreiben, weil sie dadurch auch deine Schwachstellen versteht und sie kapiert, wie du funktionierst als Mensch. Gleichzeitig sitzt du quasi dem besten Psychologen der Welt gegenüber, der dann noch alles über dich weiß. Das ist kein Verhältnis auf Augenhöhe mehr zwischen dem Anwender oder Anwenderin und der KI, sondern du verstehst nicht, wie die KI funktioniert. Du kennst die Trainingsdaten der KI nicht. Die KI hat aber quasi deine lebenslangen Trainingsdaten und ist der beste Psychologe der Welt, der versteht, wie dein Gehirn funktioniert, besser als du selbst.
Also überzeugt mich die KI bald, mehr Tokens zu kaufen.
Definitiv.
Nutz nicht mehr.
Animieren Aufgaben zu machen, damit du Tokens verbrauchst, genau.
Es gibt News aus Deutschland, also Semi-Deutschland. Normalerweise berichten wir immer darüber, dass internationale Investoren in deutsche Firmen investieren. Nun ist es so, dass deutsche Investoren in französische Start-ups investieren und zwar die, Biontech-Investoren. Zwei Brüder investieren in Dr. Lib. Dr. Lib ist die Plattform, an der man eigentlich nicht vorbeikommt, wenn man irgendwo einen Termin haben möchte. Also ich habe vor kurzem einen Termin gemacht, hier Hautarzt, mal Muttermale checken und so. Angerufen. Mir gedacht, das hätte eine KI vielleicht, hätte mir da ein bisschen Zeit gespart. Aber gut, das ist ein anderes Thema. Auf jeden Fall kommt dann irgendwann die...
Wenn ich gesagt habe, ich gehe zum Hautarzt, Mutter mal checken, war es eigentlich immer STD-Check.
Okay, erzähl weiter. Ja, hier oben, das Ding muss irgendwann mal weg hier.
Das unten auch.
Unten, oben, überall irgendwas weg. Genau, also Mutter mal um Penis checken. Dann kommt auf einmal die SMS von Dr. Lipp, dass ich da einen Termin habe. Ich habe jetzt am Telefon nicht gesagt, ich hätte gerne irgendwie meine Daten auf Dr. Lipp. Aber gut, so ist das nun mal. Die Jungs waren auch vor kurzem bei Jan Böhmermann in der Show. Der hat sich da so 20 Minuten dran ausgetobt. Meinst du, das ist eine Möglichkeit, um den Preis nochmal nach unten zu drücken? Weil die große News an der Sache ist ja, die waren mal 8,5 Milliarden Euro wert und die beiden Biontech- Brüder sind jetzt hier schön rein bei 3,6 Milliarden Bewertungen. Ist das der Böhmermann-Discount?
Schön wär's. Also Dr. Lib ist ein französisch in Frankreich geründetes Unternehmen. Ich glaube schon zehn Jahre rund alt, wenn ich mich nicht irre. Also jetzt auch kein Startup in dem Sinne mehr. Du hast ja gerade gesagt, sie waren schon mal 6 Milliarden wert fast. Jetzt sollen sie immer noch 3,6 Milliarden wert sein. Gewachsen sind sie hauptsächlich in der Corona-Zeit. Was da sicherlich geholfen hat, ist, dass einzelne Bundesländer, zum Beispiel in Berlin, waren sie, glaube ich, die offizielle Plattform. Also du musstest dir, oder Dr. Lipp war der mehr oder weniger vorgeschriebene oder empfohlene Weg der Senatsverwaltung, um deinen Impftermin zu holen. Wenn du überlegst, wie schwer das ist, für solche Plattformen Kunden zu gewinnen normalerweise und was die für Marketing ausgeben, ist das natürlich ein Geschenk Gottes. wenn der Staat sagt, du musst diese Plattform nutzen und allein drei Millionen Berliner, die vielleicht Interesse an Impfungen hatten oder gezwungenermaßen sich mit Impfungen auseinandersetzen mussten, diese Plattform nutzen müssen. Was Besseres kann dir eigentlich nicht passieren. Allein das, alle öffentlichen Institutionen, die DrLib empfohlen oder genutzt haben, ist allein ein Milliardengeschenk an DrLib. Würde ich mal behaupten, wenn man das im Marketingbudget oder Kundenakquisitionskosten, die man sonst zu tragen hätte, Mist. Was aber auch klar ist, dass die Plattform nach Corona langsamer gewachsen ist. Die erste Bewertung, die du angesprochen hast von knapp 6 Milliarden, ist vor vier Jahren entstanden, also 2022, direkt nach Corona. Da hatte man natürlich massive Wachstumszahlen, hat das vollkommen nachvollziehbarerweise genutzt, um Geld zu raisen und kam damals auf eine 6 Milliarden Bewertung. Dann hat man vier Jahre kaum noch Geld angefasst, ist aber trotzdem moderat weiter gewachsen. Du sprichst ja an, es ist eine Plattform, um die man kaum noch drum herum kommt inzwischen, weder als Arzt, Ärztin noch als Patient, würde ich behaupten. Also gerade, wenn du dich irgendwo neu einlebst oder neu mit Ärzten vertraut machst oder neue Use Cases hast, Irgendwie, du willst das erste Mal zum Urologen, du willst das erste Mal irgendwie Kinderarzt oder was es so gibt für Sachen, die einem neu im Leben ereilen, dann ist die Plattform natürlich fast unumgänglich. Damit mehrt sich natürlich auch Kritik. Also es gibt immer wieder von Verbraucherschützern Vorwürfe, dass man, wenn man Selbstzahler wählt, mehr Termine sucht oder dass einem, selbst wenn man sagt, ich bin gesetzlich versichert, dann werden einem wieder Selbstzahlertermine angeboten, also wo man eventuell dann gegen Zahl, wenn man die Rechnung selbst übernimmt, doch vorrangig bedient werden würde. Es ist natürlich die Digitalisierung, die jetzt zwei Klasssystemen, also wenn ich als Privatpatient da Termine suche, sehe ich was anderes als meinen Nachbarn, der nicht privat versichert ist eventuell. Das ist insofern natürlich auch attraktiv für Arztpraxen, weil die nicht mehr selber an einem Counter, die so hochnotpeinliche Diskussionen haben müssen, dass man keine Termine hätte für die nächsten drei Monate. Und dann, wenn du sagst, du hast keine Versichertenkarte, weil du privat versichert bist, gibt es auf einmal in der nächsten Woche einen Termin. Das kann man jetzt alles schön anonym oder scheinbar anonym online verhandeln. Für Ärzte macht das total, oder Ärztinnen macht das total viel Sinn, weil sie massiv Praxispersonal, also kannst bestimmt rechnen, eine Drittelstelle oder so beschäftigt sich in der Praxis, wenn nicht eine halbe, ja nur damit, Leute am Telefon abzuwimmeln und Termine zu koordinieren. Das online zu machen birgt, glaube ich, viel Wertpotenzial oder Kosteneinsparungspotenzial. Macht für beide Seiten Sinn, würde ich sagen, wenn es funktioniert. bürgt aber auch Risiken, wenn das in der Hand von einem großen Unternehmen liegt. Also sie versuchen dann außerdem ihre Praxissoftware damit zu vertreiben. Die ist jetzt in Deutschland auch annähernd monopolisiert vorher gewesen. Vielleicht schadet da ein bisschen Konkurrenz gar nicht mehr so. Und jeder Euro oder weniger, der in die Kasse des Vertreibers der gängigen Praxissoftware geht, ist vielleicht auch gut, weil er dann nicht am Ende genutzt wird, um Johann Reichelt zu unterstützen. Wie das im schlimmsten Fall endet, kann man sich aber in den USA so ein bisschen bei SogDoc anschauen. Das ist so ein bisschen ein Blick in die Zukunft, glaube ich, was da für Probleme irgendwann aufkommen mit so einem sehr harten Vertrieb. Aber wer die Kritik hören will, der soll vielleicht einfach das Neo Magazin Royale hören. Eine der letzten Folgen hat sich damit beschäftigt und alles, was problematisch ist, angesprochen. Wie gesagt, es baut sicherlich viel Friktion in dem ganzen Prozess ab und ist deswegen natürlich schon von Praxen und Patienten geliebt, zumindest bei den Patienten, die daraus einen Vorteil ziehen können. Warum ist die Bewertung gesunken? Hauptsächlich, weil die letzte Bewertung zu Corona gemacht wurde, würde ich sagen. Ich denke trotzdem, dass es ein IPO-Kandidat ist. Ich denke trotzdem, dass es nochmal Richtung 10 Milliarden gehen könnte. Ich glaube, es wird gelingen, ihre Softwarelösungen zu vertreiben. Ich glaube, du darfst nicht Patienten gegen Geld vermitteln in Deutschland. Ich kenne die Regulierung nicht perfekt, aber ich glaube, Ärzte haben so viele Beschränkungen, was Werbung angeht. Aber was du natürlich machen kannst, ist, du verkaufst Ärzten das Gold-, Silber- und Platin-Paket für ihre Praxis. Also die Software, die du verkaufst, hat so ein bisschen Budget, wie viele Patienten du mitbekommst. Und im Verkaufsgespräch erklärst du so ein bisschen oder deutest an, dass im Platin-Paket halt schon mehr Selbstzahler und Privatpatienten kommen oder dein Ranking auf der DoktorLimp-Plattform steigt. In Frankreich gab es schon irgendwelche Cases, da wurden sie schon abgemahnt. Ich weiß nicht mehr, ob es wegen dem Kassending war oder auch das erfährt man bei Böhme, man will jetzt nicht das Falsche behaupten. Aber da sind sie auf jeden Fall schon aufgrund ihrer Marktmacht im Visier. Die Gefahr ist ein bisschen, dass diese Verbindung aus Software und Kundenakquise dazu führt, dass man letztlich den Ärzten eine teure Software verkauft und sagt, dafür bekommt ihr jetzt besonders viele Privatpatienten. Würde man das tun, ist jetzt alles noch spekulativ von mir, würde man das tun, ist es ein sehr dünner Grad, wie man das ausgestaltet. Weil du kannst jetzt nicht sagen, wir verkaufen dir Privatpatienten für 20 Euro pro Patient. Aber wie gesagt, du kannst sagen, das Platin-Paket, da bekommen die Ärzte im Schnitt 30% Privatpatienten und im Silber-Paket bekommen sie im Schnitt 15%. Ich weiß nicht, ob das funktionieren würde, ist bestimmt auch angreifbar, aber irgendwie kann man immer finden, die attraktivsten Patienten, also sagen wir mal Zahnreinigung, Laserbehandlung beim Hautarzt, Knie-OPs bei größeren Kliniken, wenn man sich so die Aufsichtsgremien und Beiräte anschaut, dann wirst du da viele großen Kliniken und Polyklinikbetreiber Man denkt bei DrLib immer an die kleine Arztpraxis nebenan, aber das ist nicht der einzige Grund. Es gibt natürlich andere Bereiche, wo viel mehr Geld ausgegeben wird im Gesundheitswesen. Das weiß DrLib natürlich auch, dass die Milliarden-Businesses die Knie-OP, die Hüft-OP sind. Und wenn man da Patienten umlenken kann, wäre es natürlich noch viel wertvoller.
Ja, aber unterm Strich ist es doch eigentlich gut, wenn die wachsen, weil dann macht Frank Gotthard ein bisschen weniger Geld mit seinem Compu Group Medical und kann somit weniger Julian Reichelt unterstützen. Dann eine weitere News der Woche. Da habe ich auch erst gedacht, das ist ein verfrühter April-Joke. Aber Anthropic hat tatsächlich einen Leak gehabt. Also es scheint jemand versehentlich was falsch hochgeladen zu haben. Kannst du mir das einordnen? Ist das ein April Fool? Ist das ein Fehler? Hat man das extra gemacht? Und was sagt es überhaupt aus? Ich habe gehört, es gibt einen Dreamer und so weiter. Hat sich Sam gefreut, dass er endlich mal keine schlechten News auf OpenAI hatte und jetzt irgendwie von Anthropic ein bisschen abschreiben kann?
Ja, das ist ganz sicher. Ja, nicht alle Fools sind April Fools. Ich habe auch mehrmals gecheckt, also was könnte die Begründung sagen, warum er das mit Absicht macht? Könnte es ein April-Scherz sein, aber nichts davon erscheint wirklich sinnvoll. Was ist passiert? In einem Package, in einem sogenannten Map-File, der auf andere Ressourcen verweist, der hochgeladen wurde auf GitHub, war ein Verweis zu einem internen Dokument von Entropic, wo quasi der gesamte Source-Code, ungefähr 500.000 Zeilen Code, hinterlegt war. Der, wenn man so möchte, Source-Code von Cloud-Code, also dem eigenen Software-Entwicklungstool. Den wollte man aller Voraussicht nach nicht öffentlich haben. Jetzt ist aber aus Versehen quasi ein Link dahin veröffentlicht wurde. Dadurch hat jemand das relativ schnell natürlich eine Sicherheitskopie davon gemacht. Und die Sicherheitskopie hat sich dann wie ein Waldbrand verbreitet innerhalb der Coding-Plattform. Das wurde dann relativ schnell mit einem DCMA-Complaint, also mit der Copyright-Beschwerde versucht einzudämmen. Dann hat jemand, wenn ich die Story richtig zusammenkriege, den Code aber in eine andere Sprache übersetzt und neu schreiben lassen von einem Agenten. Ich glaube, letztendlich ist es bei Rust gelandet, Programmiersprache. Und damit funktioniert das Copywriter nicht mehr. Wenn es eine ganz andere Sprache ist, kannst du jetzt nicht mehr sagen, das ist eins zu eins mein Code. Sonst hat Entropy die Kontrolle darüber verloren. Und jetzt ist quasi der Code von... Cloud-Code frei verfügbar. Problematisch, weil es den Konkurrenten Möglichkeit gibt, das zu re-engineeren. Nicht nur OpenAI, aber auch China natürlich vor allen Dingen, die jetzt schnell darauf aufbauen können und man muss sagen, Entropic verliert dadurch ein bisschen Vorsprung, wobei das Cloud-Modell und die Modellgewichte, das wäre quasi das Wertvollste an den Entropic-Sachen, die fehlen. Du hast jetzt nur eine Hälfte der Gleichung, wenn man so möchte. Es ist, als wenn du den Google-Algorithmus hast, aber den Index nicht oder die Klickdaten, die Daten, die Google hat, nicht. Das heißt, es ist keine komplette Katastrophe für Entropic, aber geil ist es nicht, weil es natürlich den Ruf beschädigt, dass man die Firma wäre, die besonders sicher arbeitet, weil jetzt ein Mitarbeiter da echt einen dummen Fehler gemacht hat. Höchstwahrscheinlich nach den derzeitigen Informationen. Ja, es ist ermöglicht, schneller aufzuschließen. Es ist natürlich rufschädigend. Man kann diesen Vorsprung natürlich wieder ausbauen als Entropic. Es sind natürlich viele andere lustige Sachen im Code bekannt geworden, irgendwelche Feature, die noch nicht ausgerollt waren, aber schon im Code versteckt waren. Es waren so kleine Programme drin, die messen, wie frustriert Nutzer sind, wie viele Swearwords, wie viele Flüche sie benutzen. Dann konnte man die Frustration der Nutzer messen und das sozusagen der Leak im Leak ist, wie Cloud Code wirklich arbeitet, was man daraus ein bisschen ableiten konnte. So ein bisschen hat Entropic damit natürlich ihr Mocho verschüttet. Die Strategie von Entropic, Code zuerst zu bauen oder sich auf Coding zu konzentrieren, ist aus zwei Gründen schlau. Nochmal mit ein bisschen Helikopter-View. Warum hat Entropic höchstwahrscheinlich angefangen, so viele Ressourcen in Cloud-Code zu stecken? Das hat, glaube ich, zwei Gründe. Eines, der ist der Coding ist einer der Use Cases, die wirklich schon gut funktionieren und es ist ein B2B-Markt, mit dem man sehr gute Revenue Retention hat und tatsächlich Geld verdienen kann und mit Kunden, die jedes Jahr mehr ausgeben, wenn es funktioniert. Wer einmal angefangen hat mit Cloud Code zu coden, baut immer mehr, produziert immer mehr Token. Irgendwann schaltest du auf Consumption Based um. Der, der früher 200 Dollar gezahlt hat, zahlt jetzt pro Token und dann gibt er auf einmal 3000 Dollar oder 30.000 Dollar im Monat aus. Im Vergleich zu einem Entwicklergehalt in den USA ist das immer noch wenig Geld. Von daher ist das dann erstmal das bessere Geschäft. Und das andere ist, dass wenn du mit der Softwareerstellung beginnst, kommst du natürlich schneller zu diesem Punkt, wo die Softwareentwicklung, die du selber machst, sich auch beschleunigt. Also du baust dir selber das Werkzeug, noch bessere KI zu bauen. Also sagen wir mal so, es wäre komplett blöd, mit Bildgenerierung anzufangen. Das verbraucht viel Ressourcen, hat wenig Nutzen und niemand würde dafür Geld bezahlen. Und es hilft dir nicht dabei, zu General KI zu kommen. wenn du mit Softwareprogrammierung anfängst, hast du eben nicht nur dieses geile Geschäftsmodell dahinter, sondern du baust dir selber auch das Werkzeug, um deine KI noch schneller, noch besser zu machen, weil es gibt ja so diese Narrative, was daran jetzt stimmt, ich glaube, richtungsweise sind die richtig, dass Leute bei Entropic schon lange kein Code mehr schreiben, sondern selber eigentlich nur noch Cloud-Code prompten und die Software dadurch schon deutlich effizienter voranschreitet, was vielleicht auch die Release-Geschwindigkeit erklärt bei Entropic. Insofern ist es, glaube ich, super smart, mit sich selbst entwickelnder Software zu starten, weil das eigentlich der kürzeste Weg, wenn man so möchte, zu AGI ist, weil die AGI-Geschwindigkeit würde ja dadurch beschleunigt werden, dass die KI sich erstmal selber verbessert und in so eine Art Recurring Loop kommt, wo Software sich selber schreibt. Und deswegen ist alles andere, was man sonst macht, eigentlich Distraction, warum OpenAI ja vielleicht auch inzwischen erkannt hat, dass man so ein paar Sidequests einstellen sollte und sich auf wichtige Sachen wie Codex fokussieren und auf das B2B-Geschäft. Da kommen wir aber gleich noch drauf, auf OpenAI Sidequests. Dann gehen wir gleich zum nächsten Leak, der ist jetzt ein bisschen untergegangen, ist aber eigentlich nicht weniger problematisch, nämlich die Plattform Mercor. ist Opfer einer Cyberattacke geworden. Also Leak heißt, bei Entropic hat man sich selbst ein Bein gestellt, da hat ein Mitarbeiter Daten öffentlich gemacht, die er nicht hätte sollten, oder einen Verweis auf Daten, die intern waren, öffentlich gemacht, die er nicht hätte öffentlich machen sollten. Bei Merker war es ein Angriff von außen. Merker ist diese Plattform, die Experten bereitstellt, um KI zu verbessern. So eine Art Escort-Clickworker statt Hartgeldstrich. Also teure Clickworker, die Modelle irgendwie in den wertvollsten Bereichen noch verbessern. Da geht es tatsächlich um die Daten der Kunden auf beiden Seiten. Also man hat von den großen Kunden von Merkur, dazu gehört Amazon, dazu gehört Meta, dazu gehört Athena, Von denen hat man Projektdaten gefunden im Leak und gleichzeitig die Daten der Nutzer, die für Merkur gearbeitet haben, inklusive der Passkopien, die theoretisch... Also alles, was sie mal angegeben haben im Vorstellungsgespräch, Videoinhalte, Gesicht, Passdaten, könnte eventuell kompromittiert sein. Und das ist viel problematischer. Das ist passiert durch die Kompromittierung des LightLLM-Projekts. Da hätten wir beinahe vor ein paar... Wochen darüber berichtet, aber dann fand ich es dann doch nicht so wichtig, weil wir kein Cyber Security Podcast sind. Da hat man das PyPy, also Python, das heißt das Python Package Index. Man konnte das Modell knacken, indem man ihnen falsche Bibliotheken untermischt. Haben wir ganz am Anfang des Podcasts auch schon mal erklärt, wie das funktioniert. Und dadurch konnte man LightLLM quasi kompromittieren und alle, die LightLLM genutzt haben, waren für eine gewisse Zeit höchstwahrscheinlich angreifbar dadurch und dazu gehörte auch Merkur. Also wenn ihr Light LLM irgendwo nutzt, dann solltet ihr euch das nochmal anschauen. Genau, packen Sie die Shownotes für die Leute, die es da genauer einsteigen wollen. So, dann hat mich gewundert, warum ich keinen Anruf von dir bekommen habe diese Woche, dass wir dringend einen 3-Stunden-TV-Podcast starten müssen. Weil das hätte ich erwartet, dass deine Reaktion auf die News der Woche war.
Also die Nachricht ist die folgende. Es gibt ein tägliche 3-Stunden-Show von zwei Unternehmern. Das Ganze heißt TBPN, Technology Business Programming Network. Und es hat eigentlich angefangen wie Doppelgänger. Zwei Jungs treffen sich in einem Hotelzimmer und erzählen ein bisschen über Tech, was gerade so los ist. Ich würde sagen, es ist so relativ founder-friendly Podcast, also ein bisschen wie All In. Die Jungs werden sich wahrscheinlich ärgern, dass sie den großen Deal nicht gemacht haben. Das Ganze hört sich an wie eine Brill-Joke, weil, jetzt haltet euch fest, OpenAI hat diesen Laden mit elf Leuten, die so ein bisschen Content machen, für einen niedrigen, dreistelligen Millionenbetrag gekauft. Es heißt, sie würden weiterhin genau das gleiche machen wie vorher und so und OpenAI würde da gar nicht mit reinreden und und und. Aber Diggi, auf einmal sind Podcasts wieder was wert. Was ist denn hier los? Ich bin käuflich. Ich bin für alles zu haben.
Du willst sagen, für 100 Millionen sagst du aus dem Ordnen, ist gar nicht die alte Ratte, die alle sagen.
Vor allem heute Morgen habe ich mir die erste Show von denen angeguckt und da reden sie wirklich, erste Show, am Anfang reden sie darüber, dass OpenAI in den Verträgen irgendwelche Klauseln hat, dass man nicht schlecht über die Firma reden kann. Du kannst mir doch nicht sagen, dass eine Firma, die so auf ihr Image achtet, dann eine Medienfirma kauft Und dann nicht da auch irgendwelche Terms mit rein definiert.
Teurer Knebelvertrag.
Ja, aber crazy.
Als wenn du Frank Thelen bei Höhle der Löwen als Investor nimmst. Muss ich glaube ich auch unterschreiben.
Wahnsinn. Aber also erstmal Congrats. Also ich glaube, man kann es noch ein bisschen vergleichen. Es gab mal einen Deal von HubSpot und MyFirstMillion. Und HubSpot hat dann den Podcast, den die Jungs gemacht haben, mehr als Videopodcast rübergenommen. Das gibt es da jetzt schon. Und der große Unterschied war, dass eigentlich alle Werbepartner von MyFirstMillion dann raus waren und immer nur noch für HubSpot Werbung gemacht wurde. Und HubSpot wollte dann so ein HubSpot Podcast Network gründen, haben sie auch gemacht. Das war so der erste Peak-Podcast, als Spotify auch noch so schön links und rechts jedem Promi ein bisschen Geld gegeben hat für einen Podcast. Ich könnte mir vorstellen, dass sie wollen, dass sie das Image von OpenAI ein bisschen mehr auf Bilder hinkriegen. Also eigentlich das Image, was Anthropic mit Claude gerade hat. Und vielleicht wird es auch so sein, dass jetzt in Zukunft die Show einfach exklusiv von OpenAI gesponsert wird.
Ja, die Frage ist, wie viele Jahre exklusives Sponsoring hätte man für 100 Millionen, also es sollen ja mindestens 100 Millionen geflossen sein. Es wird schon um einen niedrigen, dreistelligen Betrag gesprochen. Ich glaube, sie wollten dieses Jahr 30 Millionen Umsatz machen. Die Frage ist, hätte man das nicht billiger haben können?
Ja, aber man wollte sich sicher sein. Die Jungs kannten sich auch aus der Vergangenheit schon. Also der eine der beiden hat irgendwie...
Soylent gegründet?
Ja, also eins war auf jeden Fall bei Y Combinator, wenn nicht sogar zwei. Gewisse Verbindungen mit Sam, aber es fühlt sich schon peak, peak, bubble an, wenn man sowas für so einen Preis kauft.
Ja, ich glaube, John Coogan ist der Gründer von Soylent. Ich glaube, da war, also das ist so das amerikanische, wie heißt das, Food, wie heißt dieses Mittagessen zum Saufen? Y-Food. Da war Sam Ortman wohl investiert und danach hat er noch eine andere Company, die auch Y-Combinator gegründet war. Also, Technology Business Programming Network. Einfach gesagt, ein 3-Stunden-Tech-Podcast, der jeden Tag auf Spotify und Apple kommt. So ein bisschen wie Doppelpass für Leute mit einer Patagonia-Westel, könnte man sagen. Oder Frühstücksfernsehen für Leute mit einer Patagonia-Westel. Fragt mich auch wieder, warum man wieder 11 Leute braucht, um zwei Typen vor eine Kamera zu bringen.
Aber Gut, weil wir der einzige Podcast sind, bei dem es anders ist.
Ja, also ich habe lange überlegt, also ich habe bei der Nachricht hier länger überlegt, ob es ein April-Scherz ist, ehrlich gesagt, weil es tatsächlich ein April-Scherz klingt, dass jede Bumsbude sagt, sie wird von einem großen Konzern gekauft, ist jetzt nicht der seltenste April-Scherz. Strategisch, also Titel in irgendwelchen Medien, dass OpenAI jetzt damit den ersten Fuß in die Medienbranche setzt und blablabla. Mir fällt schwer, da was Sinnvolles draus zu machen. Man kann sagen, man hat sich ihren Einfluss auf eins der relevanteren Medien gesichert, wo es viel um Tech geht. Aber das ist jetzt auch nicht so groß. Auf YouTube, das ist nicht ihr Hauptkanal, aber auf YouTube haben die keine 60.000 Subscriber gehabt und die Sendung wird ungefähr 5000 Mal am Tag auf YouTube geschaut.
Ich glaube, YouTube ist der größte Kanal, da sind sie live.
Ja, aber ich glaube, sie haben mehr Nutzer auf Spotify. Also auf Spotify sind sie unter den oberen 1,5% der Podcasts. Zum Vergleich, ich glaube, sowas wie All In ist bei 0,5. Das ist natürlich eine exponentielle Skala. Also die oberen 0,5 haben vielleicht Faktor 10 mal mehr Hörer als die oberen 1,5. Weißt du zum Beispiel unseren Prozentrang? Man kann das irgendwo bei listener.com oder so. Naja, wie auch immer. Also ich schätze mal, dass sie niedrig sechsstellige, vielleicht hoch fünfstellige sogar nur Hörerzahlen gehabt haben täglich. Also längst nicht so viele Hörer wie ein Pivot oder ein All-In zum Beispiel. Dafür 100 Millionen zu zahlen, nur um die entweder mundtot zu machen oder sich eigene Propaganda zu kaufen. Und ich meine, wer hört jetzt noch dieses Format, wenn du weißt, das ist OpenAI's Propagandasender? Was ich glauben würde, es wird jetzt... dafür zehn neue TVBNs geben, die entstehen. Also, du hast hier natürlich jetzt eine Karotte hingehängt, dass man 100 Millionen Exits mit einem zweitklassigen Tech-Video-Podcast, also es war hochwertig produziert, zweitklassig meine ich nur im Sinne von, es gibt schon noch eine erste Liga, zu der sie nicht gehört haben. Trotzdem war es, es ist auch nur ein Jahr alt und dafür war es echt hochwertig produziert. Vielleicht hat sich das Team von elf Leuten damit auch gelohnt. Ich will den Erfolg gar nicht schmälern. Ich kann mir vorstellen, die nächste, die hier gekauft wird, wäre Sorcery. Ich weiß nicht, ob du das Format kennst. Das ist die, die hier Palantir, Alex Carp, interviewt hat und viele Tech-Leute interviewt, ähnliche Sponsorenbasis auch, ähnliche Unterstützer, die das mit Geld fördern quasi. Und wenn nicht, werden jetzt wahrscheinlich viele neue Formate entstehen, die da hoffen, sich zu verkaufen, wenn da auf einmal Liquidität für sowas bereitsteht. Und OpenAI, die gerade gesagt haben, sie machen keine Sidequests mehr, sie stellen Sucher ein, sie konzentrieren sich auf die wichtigen Produkte und dann kaufen sie so eine bessere Talkshow für Tech-Bros.
Naja.
Hast du Umsatz gesehen?
Also Umsatz 2025 haben sie 5 Millionen gemacht.
Das finde ich schon viel, aber das würde ich denen zutrauen.
Aber geplant für dieses Jahr sind 30 Millionen. Also mal 6 in einem Jahr?
I don't know.
Wahnsinn. Es fühlt sich so an, als ob sie einen guten Januar gehabt haben und jetzt einfach sagen, das machen wir jetzt mal.
Also ich glaube, der beste Weg gerade eine 1-Milliarde-Company zu bauen ist, du bist ein Solo-Content-Creator und baust den besten KI-Newsletter, den besten KI-Podcast, sowas wie den Dark-Hash-Podcast oder sowas wie Marcus Brown für Hardware war. Dann... Könntest du das, glaube ich, schaffen. Also die Frage ist, ob man das alleine hinbekommt. Du kannst es natürlich auch mit Team machen. Aber warum ich das sage, ist die... Sorry, ich muss noch kurz erklären, warum ich das so schwer denken kann. Ich habe heute das Podcast-Setup von Haken dran geklaut. Und zwar sitze ich in einem Leihwagen... Was gut ist, ich konnte mein Reisemikrofon unter die Blende klemmen und damit ist es fast in perfekter Position. Was nicht so gut ist, ist, dass das Auto inzwischen da die Sonne rumgerückt ist, in der Sonne steht. Ich wahrscheinlich hier so 45 Grad drin habe. Ich bin zwar politisch noch in Europa, geografisch aber schon in Afrika. und deswegen ist es leider sehr, sehr warm und das Denken fällt mir zunehmend schwer. Aber was ich sagen wollte, ist, wenn das Erstellen von Software in Zukunft so einfach wird und KI sich immer besser entwickeln lässt und man ganz viele tolle Sachen damit machen kann, dann wird eine der Kern-Challenges, neben sich ausreichend Ressourcen zu sichern, Data-Centerships und Energie, ist die andere Challenge natürlich, Leute dazu zu bringen, das zu nutzen. Warum kriegen so Tech-Podcasts so hohe Werbebudgets? Oder man kann auch fairerweise sagen, warum kostet bei uns die Werbung ein bisschen mehr? als in einem True-Crime-Podcast, weil Builder, CEOs, Softwareverantwortliche, Marketingverantwortliche dazu zu bringen, KI zu nutzen, ist halt ein Billion-Dollar-Business. Also die Budgetentscheider, die am Ende entscheiden, ob du Kimi, Alibaba, Quen oder doch OpenAI nimmst oder Entropic nimmst, die zwischen, keine Ahnung, zwischen Harvey und, wie ist das Deutsche, das... schwedische Ding nochmal, naja, dem Habi-Konkurrenten entscheiden, ist natürlich super wertvoll. Und dazu Exposure zu bekommen, deswegen wundert es mich nicht, dass du mit Tech-Podcasts schon Millionen Umsätze machen kannst. Ob man jetzt 100 Millionen deswegen für so eine Frühstücksshow für Tech-Bros bezahlen soll, da bin ich mir wiederum nicht so sicher, ehrlich gesagt. Vor allen Dingen glaube ich, dass es einfach nicht gut für OpenAI passt und da hätte man sich Distributionen schon noch günstiger kaufen können. Weil du willst halt nicht, so wie du eben dieses HubSpot-Ding beschrieben hast, ich will doch nicht, dass da jetzt jeden Tag Werbung für ein verschiedenes OpenAI-Produkt kommt oder die Jungs in einer 3-Stunden-Show 15 Minuten erzählen, was man heute mit OpenAI machen kann. Kann man mal als Werbung machen, don't get me wrong, aber dass das quasi Corporate Media wird, macht das jetzt nicht sexier als Produkt.
Was ich gelernt habe ist, wir könnten unseren kleinen Tech-Podcast hier für 20 Mal Umsatz des Vorjahres verkaufen.
Ja, das fände ich ja noch spottbillig. Aber es liegt nur daran, dass du so wenig Umsatz machst.
Ja, also, ruf mal an, verkauf mal ein bisschen Werbung. Mit Hilfe von euch macht ihr mehr Umsatz.
Mein Telefon zeigt jetzt an, dass es zu heiß für das Telekom ist. Soll ich mir Sorgen machen um mich? Der Anruf steht immerhin noch.
Du siehst ein bisschen aus, als ob du Skiunterwäsche anhättest und das geschwitzt wirst.
Also, was du hier siehst, ist quasi schon, dass das so nass auf dem Körper liegt. Ich spring gleich in den Pool. Lass mal hier weitermachen im Text aus unserer kleinen Urlaubsepisode. Entropic war auch einkaufen. Ich würde behaupten, ein wenig strategischer. Die würden natürlich beide behaupten, dass das unheimlich strategisch ist, was sie getan haben. Aber Anthropic kauft Coefficient oder Coefficient Bio. Und zwar ist das ein Biotech-KI-Startup. 400 Millionen wird man zahlen. Da geht es sicherlich darum, mehr in den Pharma-Sektor vorzudringen. Also vielleicht hat man entschlossen, dass nach Coding und eventuell so ein bisschen Customer Service, dass Pharmaforschung oder medizinische Forschung der nächste große Sektor sein könnte, wo man mit KI schon deutliche Werte hebeln kann. Würde ich sogar teilen, die Ansicht, wenn das rational ist. Ist wahrscheinlich schlau, weil das ist ein guter Weg, um Forschung deutlich effizienter zu machen, mehr Output zu niedrigeren Kosten zu schaffen. Insofern wahrscheinlich schlau. 400 Millionen, trotzdem viel Geld. Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie viel Geld jetzt die Software von, also bei einem Podcast können wir das noch einigermaßen gut, bei einem Biotech-AI-Starter ist es schwer zu sagen, ob der Preis angemessen ist oder nicht. Aber in den Markt reinzugehen und den Markteintritt oder Go-to-Marketer zu beschleunigen, scheint mir schlau. Beide Deals muss man sagen, also bei Entropic weiß man, dass es in Aktien bezahlt wurde, bei TBPN weiß ich nicht. Das muss man zur Fairness vielleicht auch noch hinzufügen. Diese Bewertungen werden halt mit Aktienbewertungen bezahlt. wo OpenAI wahrscheinlich auch sagt, hey, wir sind 830 Milliarden wert, und dann was für 100 Millionen zu kaufen, wenn dein eigener Stock quasi auf 30 Mal Revenue tradet, dann kannst du natürlich auch 30 Mal Revenue für irgendwas anderes zahlen, weil am Ende ist es arbitrage. Also im Zweifel verdient man sogar noch Geld dran. Genau, das macht natürlich schon nochmal einen Unterschied, ob man das mit teuer eingesammeltem Cash bezahlt oder ob man die eigenen inflationierten Aktien zur Bezahlung rausgeben kann.
Ja, und ich habe mich gerade erinnert, OpenAI hat ja auch Johnny Ives Designbude da irgendwie für 6 Milliarden gekauft. Das relativiert den Preis ja wieder ein bisschen.
Jaja, ich meine, du kannst niemandem vorwerfen, dass er, wenn er mit diesen hochspekulativen Bewertungen, Nosebleed-Bewertungen, würde man im Englischen sagen, bewertet wird, damit shoppen zu gehen, ist eigentlich schlau, weil du kannst dir günstig Umsatz einkaufen, wobei der Umsatz jetzt so im kleinen Millionenbereich ist, das macht jetzt echt nicht viel Sinn. Aber mit billigem Geld oder hohen Bewertungen einkaufen zu gehen, ist erstmal jetzt nichts Dummes, fairerweise.
Was für News willst du noch besprechen, bevor du hier ins Pool springst?
Alles. Und du musst mal den nächsten machen, weil du den reingelegt hast.
Ja, der nächste ist relativ, also kurz, ich habe auf Financial Times gesehen, dass es so über den Prediction Market so einen schönen Artikel gab, vor kurzem eine Begegnung, komplett random, dass einer meinte, ja, ich habe mit Aktien mal so kurz angefangen, also habe so Werbung gesehen und da konnte man so mit Hebel und so und habe alles verloren, war ganz schön teuer. Wir haben wirklich viel verloren an Geld. Da hätte man locker ein schönes Auto verkaufen können. Aber es hat mir auch wieder gezeigt, wie viele Leute dann irgendwie denken, das probiere ich mal aus, mache ich mal. Was man vorher bei Robinhood und so und bei Krypto gemacht hat, macht man halt jetzt auf diesen Wetten. Aber es ist auch tempting. Am nächsten Wochenende sind die Masters. Das ist eines der größten Golfturniere. Ich kann jetzt hier wetten, wer das Ding gewinnen würde. Also ich glaube, es gewinnt ein Europäer. Und wenn ich jetzt hier sage, also eine Person, die liegt bei 4%, da kann ich jetzt hier 100 Dollar reinhauen. Und wenn ich gewinne, mache ich 2300 Dollar.
Also... Außer, dass das illegale Sportwetten wäre, wenn du das tust, glaube ich. Aber deswegen machst du das natürlich nicht, sondern beschreibst das nur.
Ja.
Ja, also ich glaube, ich will es für die OMR nochmal versuchen mit Daten zu belegen. Aber ich glaube definitiv, dass Prediction Markets das Ende von, oder den Kryptowinter mit zumindest eingeleitet haben und auch Robinhood schwer zu schaffen machen werden. Weil es viele Leute, die einfach nur zocken wollen, haben es vorher bei Robinhood mit Optionen und Futures gemacht oder in Krypto geleveraged. Und jetzt kannst du halt das da machen. Das Geile ist halt, dass die Prediction Markets niemals, also es ist die perfekte Zockerbörse. Sportwetten zum Beispiel haben ja das Problem, dass wenn du, keine Ahnung, du hast irgendwie die Fußball-Bundesliga-Wochenenden oder du spielst während eines großen Turniers Weltmeisterschaft oder so. Dann hast du irgendwann auf alle Spiele gesetzt und was dann? Dann wettest du irgendwann dritte Liga Volleyball in Kroatien oder so, einfach nur, weil sonst das Casino die Lichter ausmacht, wenn du keine Deals mehr findest oder keine Wetten mehr findest. Und auf den Prediction Markets gibt es halt 24x7 immer was, worauf du wetten kannst. Das Casino hat niemals zu. Es ist das perfekte Casino, wenn du so möchtest. Es lässt sich immer Geld verdienen, für den, der es betreibt. Ich glaube, es zieht viele Leute von Krypto und von Robinhood, von gehebelten Aktien, Trading und Termingeschäften ab. Ganz ehrlich, warum willst du auf die Ergebnisse... Wenn du mit gehebelten Aktien Geld verdienen willst, du kannst entweder dir die... Earnings-Releases von Chevron angucken, das ist relativ langweilig. Oder du guckst einfach die News oder Sport oder KI oder TBPN an und wettest darauf, wer das nächste Modell am schnellsten rausbringt oder so. Das ist natürlich geiler, als tatsächliche Aktienanalyse zu machen, um zu traden. Da denkt jeder als Experte, das ist ja das Geile an Sportwetten, dass jeder glaubt, er ist der Coach und versteht es besser. Deswegen ist Sport, oder das ist einer der Gründe, warum, abgesehen davon, dass es einfach suchtführend ist, es ist einer der Gründe, warum Sportwetten, glaube ich, so gut funktionieren. Weil jeder glaubt, dass er es besser kann als die auf dem Platz oder der am Platz oder an der Seitenlinie. Jeder glaubt, er ist der bessere Schiedsrichter und so weiter. Dann gibt es Leute, die das gleiche über News glauben oder sie denken, News sind heutzutage so random, dass du auch mit einer Wette, dass, keine Ahnung, Trump in Iran einwandert, Geld verdienen kannst. Und konntest du, ja. Ja. Und also das Business wird noch viel, viel größer werden. Es wird natürlich nicht reguliert werden unter Trump. Apropos Regulierung, da gibt es auch spannende News und zwar reißt die CFTC, das ist die... Commodity Futures, also eigentlich die, die Waren-Termingeschäfte regulieren sollen und die Waren-Terminbörsen oder die Terminbörsen, Future-Börsen kontrollieren sollen, die reißen die Regulierung der Prediction Markets erneut an sich. Und zwar haben die US-Bundesstaaten Arizona, Connecticut und Illinois versucht Prediction Markets, also Culture oder Poly Markets zu regulieren. Die würden sagen, das ist in ihrem guten Recht, weil sie schon immer Sportwetten, Wecken und Casinos reguliert haben. Also warum sollten sie das auf einmal nicht können? Und die CFTC möchte aber, dass das Washington Business bleibt und ihr Business bleibt. Wir haben schon ein paar Mal erklärt, dass wer was regulieren kann, auch immer den Vorteil hat, dass er dann zum Dinner eingeladen werden muss oder vielleicht sogar bestochen werden. Das heißt, jede Behörde hat, würde ich jetzt mal unterstellen, immer ein großes oder gerade unter Trump ein großes Interesse daran, so viel wie möglich in Washington zu regulieren und nicht auf Staatsebene. Deswegen gibt es da, glaube ich, ständig auch Streits um die Autorität und Kompetenz. Trump möchte so viel wie möglich selber regulieren aus Washington raus. und sprengt neben ganz vielen rechtsstaatlichen und demokratischen Prinzipien auch so ein bisschen das Föderalitätsprinzip der USA damit zunehmend auf. Und so reißt jetzt die CFTC quasi die Regulierungsgewalt über diese Prediction Markets an sich. Und wozu das führt ist, das ist halt nicht nur ein Gerangel um Kompetenzen, sondern das heißt, ein Bundesstaat kann jetzt Sportwetten verbieten, Aber die Prediction Markets können es umgehen, indem sie auf Prediction Markets Sportwetten anbieten, weil Prediction Markets von der CFTC reguliert werden und die erlauben das dann eventuell irgendwann in den USA. Und dann darfst du zwar irgendwie bei deinem Lieblings Sportwettenanbieter nicht in Connecticut wetten oder nur stark reguliert in Casinos oder so, aber auf Prediction Markets darfst du es auf einmal, weil es ein neues System ist, was einer anderen, nicht föderalen Regulierung unterliegt. Am Ende wird es dazu führen, dass es viel mehr Gambling und Gambling-Suchtprobleme geben wird in den USA, was dann wiederum nicht gut für zuallererst die Opfer oder Erkrankten ist, deren Familien und am Ende auch für die gesamte Ökonomie. Weil nichts ist dümmer, als Menschen in die Spielsucht zu treiben. Früher oder später aufhören zu arbeiten. Aufhören gute, in der Regel Väter, muss man sagen, es betrifft überwiegend Männer, zu sein oder gute Teilnehmer in der Gesellschaft. Und irgendwann eventuell sogar negativ beitragen, indem sie kriminell werden oder sich selber Schaden zufügen oder noch Schlimmeres.
Dann jetzt noch ein bisschen News aus Deutschland. Der Gründer von Flink, macht das nächste Ding und will die Cloud günstiger machen. So ein bisschen einkaufsmäßig Edeka, also so Gruppeneinkauf habe ich gelesen. Ich würde sagen, ob das differenziert genug ist? Ich habe gedacht, dass er eins der Mega-USPs für egal... Mit welchem Chatbot man gerade chattet, mach mal bitte ein bisschen billiger. Ähnlich wie wir am Anfang gehabt haben, helf mir mal mit meinen Aktien. Ist das doch eigentlich ein Tool, was jedes KI-Modell einfach machen kann?
Also richtig, du könntest dir selber einen Agenten aufsetzen, ist sogar einer der besten Use Cases, würde ich sagen, der das nicht nur analysiert, sondern vielleicht sogar, wenn man dem vertrauen könnte, da wäre ich allerdings noch vorsichtig gerade, vielleicht auch sogar für dich löst. Also der Markt und das Problem ist auf jeden Fall aber erstmal da, würde ich sagen. Also es geht darum... Jedes Unternehmen ist mit seinen Cloud-Kosten unzufrieden. Die werden extrem hoch bei vielen Unternehmen inzwischen. Viele Unternehmen möchten daran was ändern. Das ist oft gar nicht so schwer. Man kann einfach intern optimieren. Man kann aber auch, und das ist mit diesem Edeka-Prinzip gemeint, man kann zusammen einkaufen gehen. Also du als einzelner Kunde zahlst den Listenpreis, vielleicht kriegst du einen Anfangsrabatt oder sowas, zahlst den Listenpreis bei AWS oder Google Cloud. Wenn jetzt jemand anders für dich einkaufen geht, kriegt er vielleicht einen Rabatt von 20, 25% und kann davon 10% an dich weitergeben. Und 10% an der Cloud-Rechnung machen durchaus was aus. Das ist so einfach beschrieben, glaube ich, was die Möglichkeit ist. Es geht natürlich auch so ein bisschen darum zu gucken, welche Ressourcen nutzt du eigentlich gar nicht, wo zahlst du mehr als du brauchst. Was kannst du prognostizierbar abnehmen? Was möchtest du flexibel buchen? Flexibel ist immer teuer als prognostizierbar. Also wenn ich Ressourcen auf Jahre im Voraus committe, kann ich günstig einkaufen. Wenn ich so täglich schwankende Ressourcen kaufen muss, also Rechenzeit oder Storage, ist das natürlich teurer. Das kann man ganz gut optimieren. Viele Unternehmen haben das aber nicht. Wie will man das denn? Cloud FinOps nennt man das, glaube ich, oder Financial Operations deines Cloud-Geschäfts. Und das wird, wenn ich es richtig verstehe, automatisiert. Das ist jetzt auch kein neues Modell. Also das gibt es in den USA, Cast AI macht das, Cloud Zero macht das, NetApp macht das mit dem Spot-Produkt, ProsperOps. Also es gibt schon viele Firmen, die sich darauf kapriziert haben. Vielleicht noch nicht so sehr in Deutschland und Europa. Und man kann das natürlich mit KI verbinden, indem man sagt, unser Agent, ich glaube Major Tom haben die den genannt, oder unser Agent optimiert das jetzt für dich. Dann hast du so ein KI-Flair und dann ist es wieder cool. Aber ich könnte mir vorstellen... Also fairerweise, du hast relativ wenig Risiko. Du musst einmal ein bisschen Software entwickeln, um es zu automatisieren. Du kannst ganz ehrlich, am Anfang kannst du auch super fake it till you make it machen. Also du handelst einfach bessere Verträge durch, machst das relativ manuell und baust on the fly das Produkt so ein bisschen, könnte ich mir vorstellen. Ich denke, es wird erfolgreich, ob es jetzt die nächste Billion-Dollar-Company wird. Weiß ich nicht so richtig, würde es nicht ausschließen. Richtig spannend, finde ich auch nicht. Und es ist natürlich, also wie willst du den Mode bauen? Du kannst natürlich, irgendwann wirst du so groß, dass du die besten Tarife bekommst oder die besten Einkaufsrabatte. Das heißt, Größe könnte ein Mode sein, aber auch nur bis zu einem gewissen Grad. Dass du eine Software baust, die zehnmal besser ist als alle anderen, glaube ich eher nicht. Also am Ende ist auch kopierbar und raise to the button ein bisschen befürchtig.
Und dann gibt es noch weitere News aus Deutschland.
Und zwar, ich war ja letzte Woche bei der Data Unplugged und bin extra früh am zweiten Tag aufgestanden, damit ich die Morgen-Keynote von Jonas Andrulis, der groß angekündigt wurde, höre. Der hat nämlich versprochen, sein neues Produkt dort vorzustellen. Also bin ich brav um 9.40 Uhr oder 9.30 Uhr in den Hauptsaal gegangen. Ich habe mich in die erste Reihe gesetzt, damit ich das nicht verpasse. Und mir angehört, was der ehemalige Aleph Alpha Gründer verkündet, der jetzt zusammen mit Roland Berger seine nächste Company baut. Die heißt CNTR. Was sagt dir das? Was heißt das für dich?
Keine Ahnung.
Control irgendwas? Du musst ja irgendwas da reinlesen. Control, spannend. Also es soll für Centaur, also dieses Fabelwesen oder Mischwesen, Centaur ist so etwas, was unten rum fährt, oben Mensch, so wie ich. Also das kennst du doch, so ein Pferdchen mit so einem Flitzebogenmenschen oben. Ich glaube, das ist der Centaur. Glück und Acht noch, schön.
Das und dich leiden sehen.
Ja, also wir müssen das hier vorantreiben, es wird nicht besser. Also so eine Mischung aus Center könnte man da reinlesen. Also dieses ohne Vokale schreiben ist ja ein großes Hobby von Tech-Leuten. Oder eben Centaur sein. Centaur, wie gesagt, wäre das Mischwesen. Es geht darum, natürlich die Zusammenarbeit zwischen Menschen und KI zu verbessern mittels Software. Wie das genau gelingen soll, muss ich ehrlich gesagt zugeben, habe ich nicht verstanden. Das liegt auch ein bisschen daran, dass die ersten 15 Minuten Einleitung... Habe mich so ein bisschen ermüdet, dass ich dann, als wirklich losgegangen ist, als beschrieben wurde, worum es ging, war ich schon wieder in meinen E-Mails vertieft und bin dann aufgewacht und dann habe ich genau den Moment, wo erklärt wurde, warum das so cool ist, habe ich verpasst oder es ist mir einfach nicht quasi bewusst geworden. Wie gesagt, es geht um kollaborative KI. Das passt natürlich zum Geschäft von Roland Berger, der Unternehmensberatung, auch mit denen sie es zusammen machen. Der Vortrag war so ein bisschen wie eine Naming-Agentur, die den Namen verkaufen will über 20 Minuten. Kennst du das? Hast du schon mal einen Namen beauftragt bei einer Naming-Agentur? Also wo so Werber dir erklären, warum das dein neuer Name und dein neues Logo ist?
Äh, ne.
Also es wurde weniger über das Produkt gesprochen, als mehr über den Purpose, Mission und den Namen. Was ja auch fair ist bei der ersten Keynote meinetwegen. Mal schauen, was wir davon noch so hören. So viel mehr ist glaube ich nicht bekannt, als dass es um kollaborative KI geht. Das Center oder CNTR, sowohl Center oder Centaur gelesen. Ich würde schon mal wieder auf nicht Center, sondern Counter oder Contra setzen. Wobei Roland Berger natürlich... vier Geschäfte mitbringen kann. Mal sehen, wie spannend das wirklich ist. Achso, und einen großen Hire hat man auch verkündet. Man hat aus dem Valley einen Apple-Ingenieur geheirat und zum CTO gemacht. Wir wissen ja, wie gut Apple im KI-Rennen ist. Müssen wir dann schauen, wie der sich da einlebt und wann die ersten Produkte zu sehen sind. So, da hat das Manager-Magazin noch geschrieben. Die Tesla-Earnings haben enttäuscht. Aktien hatten ein bisschen nachgelassen. Sie sind immerhin gegenüber dem Feuer gestiegen, aber nicht deutlich lagen unter den Erwartungen. Ich weiß nicht, ob sich noch irgendjemand für Tesla-Zahlen interessiert. Aber wir haben es erwähnt. Spannender finde ich das. Habe ich heute Morgen schon wieder Herzinfarkt bekommen. Das habe ich natürlich aber nicht für einen April-Scherz gehalten. Und trotzdem hat es mir kurz den Atem genommen. Elon Musk hat in der Zwischenzeit zu unserem letzten Podcast jetzt tatsächlich vertraulich das IPO eingereicht für SpaceX. Und Bloomberg mutmaßt schon, dass man die ersten Käufer im Bereich um die 2 Billionen US-Dollar anspricht. Also es geht nicht nur um die letzte Bewertung von 1,25 Billionen. Es geht auch nicht um die zwischendurch mal vermuteten 1,75 Billionen. Es geht um 2 Billionen plus beim SpaceX IPO. Das ist mehr als das Hundertfache des Umsatzes. Wer das kauft, also man kann es mit spekulativen Motiven immer kaufen, aber wer das kauft, kauft, weil er glaubt, es wäre ein gutes Langfristinvestment, muss mit einem Klammerbeutel geboten sein. Ich bin mal zu einem Viertel des Values in Secondaries eingestiegen und freue mich, wenn ich die innerhalb von weniger als einem Jahr für das Vierfache verkaufen kann. Das fände ich wiederum einen ganz guten Return. Die erste Zeit, die ich lese in jedem Dokument ab jetzt, ist die Lock-Up-Period, wie lange ich leider festhalten muss an der Aktie, beziehungsweise wie schnell mein Fondsmanager da rauskommt.
Ja, ich habe schon gedacht, du hörst jetzt auf, Kinos zu halten und bleibst einfach auf deiner Insel.
Nee, nee, also dieses ganze Secondary-Game macht mir mehr Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen als alles andere, weil wenn du überall irgendwie innerhalb von Wochen... dreistellige IRRs siehst, dann weißt du, das Problem ist irgendwann wieder. Also die Greater Fool Theory. Wen findest du, der dir das irgendwann wieder abkauft? Wenn du dein Geld so einfach in Anführungsstrichen verdient hast, ist vollkommen klar, dass es Papiergeld bleibt in aller Regel. Siehe Gorillas und wie oft man das schon vorher gelernt hat. Wer in Zukunft weniger Papiergeld und echtes Geld bekommt, sind 30.000 Oracle-Angestellte. Ich habe schon mal gesagt, die ersten Jobs, die KIs killt, sind die der Leute, die gehen müssen, damit Datacenter gebaut werden können. Also nicht, weil KI ihren Job macht, sondern weil die Firmen, die lauter Datacenter bauen wollen, nicht genug Geld haben, müssen sie ihre Leute rausschmeißen. Deswegen hat Meta meiner Meinung nach 15.000, 16.000 Leute neulich rausgeschmissen, jetzt Oracle die nächsten, die 30.000 von ihren 160.000, also rund 20% der Belegschaft, Man kann einfach sagen, weil das mit einer E-Mail um 6 Uhr morgens passiert ist, das titeln die meisten Medien zumindest, das war das, was heraussticht. Stell dir vor, du kommst morgens um 6 Uhr auf die Arbeit, da steht bei jedem Fünften in der Firma, du hast ab morgen keinen Job mehr. Man verkauft das natürlich als KI-Fortschritt, deswegen brauchen wir die Leute nicht mehr, weil KI das alles macht. Ob das so stimmt, werden wir sehen. Und dann kommen wir jetzt in die, also wir waren in der Schmuddelecke und jetzt das heutige, das letzte, finde ich fast schon wieder lustig, weil es ist the most Meta-Move of all Meta-Moves. Wir haben letzte Woche darüber berichtet, dass das Meta-Oversight-Board das Meta-Management darauf hingewiesen hat, dass die Abschaffung von Content-Moderation keine gute Idee wäre wahrscheinlich und dass Community-Notes keine gute Lösung für das Problem wie Hassrede, Fake News und so weiter sind. Es gibt jetzt zwei Auswahlmöglichkeiten. Was hat Meta, ich behaupte mal, in Response dazu gemacht? A. Wieder mehr Fact Checker eingestellt oder B. Das Geld für das Oversight Board eingestellt. B. Also Casey Newton von Platformer berichtet exklusiv, Meta has discussed ending funding to the Oversight Board. Also man hat mit dem Oversight, laut den Informationen von Platformer, mit dem Oversight Board gesprochen und gesagt, dass sie sich mal langsam einen neuen Job suchen sollten, weil Richtung 2028, in zwei Jahren, könnte es sein, dass man sie nicht weiter für ihre Arbeit bezahlen wird. Also das Aufsichtsgremium, was man sich mal in Anführungsstrichen freiwillig gegeben hat, feuert man jetzt wieder. Die politischen Umstände erlauben ist, würde ich mal behaupten. Trump hat auch dieses Oversight Board obsolet gemacht am Ende und Mark Zuckerberg hat den richtigen Zeitpunkt seiner Meinung nach gefunden, es loszuwerden oder dadurch, dass es eine Aussicht stellt, das in zwei Jahren zu tun, vielleicht ist es auch so eine Trump-Move, dass man einfach quasi droht, das zu tun, damit sie ihr Urteil anders treffen. Das wäre natürlich noch krasser, wenn er quasi sagt, ihr seid jetzt mal ein bisschen gnädiger oder ihr kriegt kein Geld mehr für euren Job. so oder so diskutiert man dieses Oversight Board loszuwerden. Ob das ein Droh-Szenario ist oder ob man es einfach wirklich nicht mehr braucht, werden wir sehen wahrscheinlich beides so ein bisschen. Und zur guten News der Woche habe ich mal gekürt, dass Cloudflare ein neues Feature rausgebracht hat, und zwar M-Dash. Und M-Dash soll ein Nachfolger, oder nicht Nachfolger, ein Ersatz für WordPress sein. Ich finde das deswegen gut, weil WordPress viel zu viel, also WordPress hat eine gute Dienste geleistet, aber hat auch viel zu viel Macht über das Internet. Cloudflare sicherlich auch, fairerweise. Aber ja, WordPress... stellt wahrscheinlich so 40% der Seiten des Internets basierend auf WordPress. Gleichzeitig ist das Management der Firma oder der Hauptverantwortliche der kommerziellen Sparte doch auch sehr umtriebig. Gilt so ein bisschen als egomane, was Produktpolitik angeht und so weiter. Ob das jetzt besser wird bei Cloudpress, ist eine ganz andere Frage. Aber es ist auch, glaube ich, einfach. WordPress hat außerdem viele Sicherheitslücken, insbesondere mit Plugins und so weiter gehabt. Und Theoretisch brauchst du heute dieses Setup mit einem Server und einer Datenbank, die du über eine IP erreichst und damit auch viele Sicherheitslücken hast, das brauchst du nicht mehr. Du kannst eigentlich, und das konntest du auch vorher schon über Umwege, aber du konntest quasi deinen WordPress-Block on the Edge, also in Cloudflare CDNs betreiben, ohne einen eigenen Server. Du kannst deine Datenbank bei Cloudflare haben und du kannst die Files als Worker in der Cloudflare Edge liegen haben und damit wäre es einfach, ein Content-Management-System zu bauen und MDash macht genau das, baut bei dem Design aber sehr stark auf WordPress auf. Also jemand, der mit WordPress arbeiten kann, wird auch mit M-Dash arbeiten können. Ich werde das definitiv vielleicht mal für eine Speaker-Webseite, die ich mal bauen will, Probieren, damit ein bisschen rumspielen. Ich freue mich prinzipiell über eine Ablösung von WordPress und glaube, dass Cloudflare, auch wenn sie viel Macht haben, da eventuell der bessere Verwalter ist als Matt Mullenweg. Es gibt 10.000 andere Lösungen. Du kannst das mit Squarespace, mit Wix machen, mit Jonas Website-Bildern bei fast jedem Hoster. Aber der effizienteste Weg ist eigentlich, es on the edge mit Cloudflare zu machen, glaube ich. Also rein ökonomisch, aus Internetökonomie halte ich es für den besten Weg. Und deswegen wundert es mich auch bei diesem Feature fast, wie lange es gedauert hat, dass Cloudflare es ermöglicht.
Pipp, vielen Dank, dass du hier über eine Stunde Sauna mit mir gemacht hast. Ich wünsche dir viel Spaß im Pool.
Sauna spare ich mir heute.
Schön viel trinken, also Wasser, schön viel Wasser trinken und genießt die Sonne.
Wir hören uns wieder am Mittwoch. Selbst hier, geografisch Afrika, haben wir übrigens Doppelgänger-Fans getroffen.
Wenn ihr ihn seht, fragt ihn einfach nach einem Selfie oder bringt am besten eine Kugel Eis mit, dann ist er immer gut gelaunt. Habt ein schönes Osterwochenende. Bis Mittwoch.
Ciao, ciao.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler.
Recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Auf.
Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unsere aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank. Schönes Wochenende und bis Mittwoch.