Doppelgänger Folge #533 vom 14. April 2026

OpenAI als schlechter Verlierer | Aleph Alpha & Cohere | Springer kippt Grundsätze #553

Die Debatte um Anthropics Mythos-Modell geht weiter: Goldman Sachs testet es, das britische Cybersecurity-Institut bestätigt neue Fähigkeiten, Kritiker sprechen von Fear-Mongering. OpenAIs Chief Revenue Officer wendet sich in einem internen Memo an die Belegschaft und erklärt, warum Anthropic angeblich schwächer sei – aufgeblähte Umsätze, zu wenig Compute, zu enger Fokus. Am Secondary Market verliert OpenAI an Nachfrage, Anthropic steigt auf Platz 1. Zwei Anschläge auf Sam Altmans Haus in San Francisco – Altman nutzt seinen Blogpost auch für PR gegen den New-Yorker-Artikel. OpenAI lobbyiert für Haftungsfreiheit bei KI-Schäden und stärkt die Amazon-Allianz gegen Microsoft. SpaceX-Segmentzahlen enthüllt: $19 Mrd. Umsatz, Starlink macht $7,2 Mrd. Profit, xAI verbrennt $14 Mrd. Cash. CoreWeave schließt Deals mit Meta und Anthropic. Aleph Alpha verhandelt Fusion mit Cohere. Iran fordert Krypto-Maut am Hormuz. Axel Springer streicht "Vereinigtes Europa" und "sozial" aus seinen Grundsätzen. Orbán verliert in Ungarn.


Unterstütze unseren Podcast und entdecke die Angebote unserer Werbepartner auf ⁠⁠⁠⁠⁠⁠doppelgaenger.io/werbung⁠⁠⁠⁠⁠⁠. Vielen Dank! 


Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Mythos-Debatte

(00:09:29) IPO-Rennen & OpenAI-CRO-Memo

(00:25:08) Anschlag auf Sam Altmans Haus

(00:40:00) SpaceX-Segmentzahlen: $19 Mrd. Umsatz

(00:51:43) Hörerfrage: KI-IPOs im MSCI World

(00:57:49) Aleph Alpha und Cohere

(00:59:17) Zuckerberg baut AI-Avatar von sich selbst

(01:06:40) Iran: Krypto-Maut an der Straße von Hormuz

(01:10:45) Jude Law wirbt für Legora, Springer kippt Grundsätze

(01:21:30) Orbán verliert in Ungarn


Shownotes


Podcast Empfehlung: Albrecht von Sonntag Radikaler Optimismus gegen Big Tech - youtu.be

AISI: Bewertung von Mythos Cyber-Fähigkeiten - aisi.gov.uk

Goldman nutzt Mythos für Cyberrisiken - bloomberg.com

Anthropic Revenue korrigiert: $30 Mrd. um $8 Mrd. erhöht - xcancel.com

Angriff auf Altmans Haus: Mordversuch angeklagt - edition.cnn.com

Altmans Haus erneut angegriffen - sfstandard.com

Sam Altman Post 1 - xcancel.com

Sam Altman Post 2 - xcancel.com

OpenAI will nicht für KI-Schäden haften - t3n.de

OpenAI lobt Amazon-Allianz, kritisiert Microsoft - cnbc.com

xAI-Ausgaben treiben SpaceX auf $5 Mrd. Verlust - theinformation.com

SpaceX-Zahlen zeigen Starlink-Abhängigkeit - theinformation.com

CoreWeave schließt Mehrjahresvertrag mit Anthropic - theinformation.com

Aleph Alpha und Cohere verhandeln Fusion - handelsblatt.com

Meta AI Zuckerberg - ft.com

Chamath: Betrifft gesamte Tech-Branche - xcancel.com

Iran fordert Krypto-Maut in der Straße von Hormuz - fortune.com

Trump-Kryptoprojekt World Liberty: Investorenaufstand - bloomberg.com

Sebastian Kurz: Vom Kanzler zum KI-Gründer - businessinsider.de

Jura wird wieder attraktiv - linkedin.com

Wie Axel Springer die USA umarmt - theguardian.com

Springer streicht Pro-Europa aus Statuten - linkedin.com

Vance hilft Orbán, wird verspottet - spiegel.de



📧 Abonniere jetzt den Doppelgänger Newsletter auf⁠⁠⁠⁠⁠⁠ doppelgaenger.io/news⁠⁠⁠⁠⁠⁠ und erhalte jeden Montag die relevanten News der Woche 📧

👋 Aktuelle⁠⁠⁠⁠⁠⁠ Werbepartner des Doppelgänger Tech Talk Podcasts⁠⁠⁠⁠⁠⁠, unser Sheet und der Disclaimer 👋

Ein Klick auf die Textabschnitte spielt diese ab. Du kannst auch mit dem Player umherspringen.

Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 553 am 15. April 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und ich habe immer gedacht, ich übernehme die Show heute ein bisschen. Wir reden jetzt erstmal zwei Stunden über Justin Bieber, Coachella Festival, dann ein bisschen über die Masters und dann geht's über Tech-Themen. Spaß beiseite. Wir fangen mit der Bubble-Time sofort an und machen hier alles von oben. Aber ich finde schon, also hast du in deiner Timeline irgendwas von Golf oder Concella mitgekriegt?
Ich glaube auf Instagram habe ich so eine Story jeweils zu den Masters und eine Meme zu Concella gesehen. Aber das war es auch schon.
Golf, alle die es interessiert, haben es bestimmt geschaut. Aber Coachella fand ich viel witziger, dass Justin Bieber einfach nur ein paar YouTube-Videos abgespielt hat und dazu ein bisschen mitgesungen hat. Zum einen gab es dann so eine Aufrechnung, wie günstig das ist und wie profitabel. Also sozusagen ein Podcast, der hat einen Podcast auf der Bühne gemacht und damit gut Geld verdient.
Ich wollte gerade sagen, siehst du das als Entwicklungsmöglichkeit für mich als Kino-Speaker?
Genau, und du zeigst einfach die alten Kinos und sagst, das hat sich ein bisschen geändert.
Ich mache das wie Mark Zuckerberg. Ich schicke, kleiner Spoiler auf das Ende der Folge, ich schicke einfach meinen Avatar dahin, um ein bisschen Nähe zu schaffen zum Publikum.
Genau.
Ich hätte gerne einen Avatar für nach die Kino. Wenn man sich so aus der Konferenz rausmogeln will und dann die Menschen kommen. Nein, Selfie und so ist immer okay. Nicht falsch verstehen. Also man darf mich auch ansprechen. Aber trotzdem wäre es doch lustig, wenn man so einen Doppelgänger hätte, der noch mehr Leute betütteln kann.
Ja, was würdest du für einen Doppelgänger von dir zahlen?
Ich habe das jetzt noch nicht so finanziell gesehen bisher. Aber keine Ahnung. Kommt drauf an, was er machen würde.
Ja, aber das viel Schlauere an der ganzen Nummer ist, dass Biber seinen Katalog verkauft hat. Und er hätte wohl was zahlen müssen, wenn er seine Lieder performt hat. Aber wenn er einfach die Lieder über YouTube abspielt und dazu so ein bisschen mitsingt, muss er wohl die Rechten nicht abgeben.
Auf dem Coachella sind 100.000 Menschen oder wie viel? Du kannst doch nicht auf einem Fest... Also in Deutschland versuchen wir auf einem Festival mit 100.000 Leuten GEMA-geschützte Musik abzuspielen. Wenn du irgendwie auf der Schrebergarten-Grillparty mit zwölf Leuten eine Platte laufen lässt, hast du ja schon fast ein Problem oder bist... Bist in der Haftbarkeit.
Vielleicht ist es auch einfach nur Fake News, aber das fand ich schon interessant. Aber genug über Kultur.
Apropos Fake News, genau.
Lass uns über Ehe eingehen.
Auf unserem geschätzten Discord-Server, überwiegend geschätzt, sag ich mal, gab es gute Diskussionen darüber. Wir haben letzte Woche darüber gesprochen, über das neue Modell, Claude Mythos, das Schrödinger Modell. Es ist da, aber doch nicht da. Wir können es nicht nutzen. Es soll aber super gefährlich sein. 40 Parteien, die in dem Projekt Glaswing zusammenarbeiten, haben Zugang dazu und können so ein bisschen testen. Und es gibt durchaus Vertreter im Netz, aber auch auf unserem Discord-Server, die das ein bisschen bezweifeln. Also die sagen auch nachvollziehbar, dass Entropic so ein bisschen den Ruf hat, mit sogenanntem Fear-Mongering, also mit Angst machen oder Schreckenserzählungen, ihr Marketing zu begleiten, weil das natürlich von der Presse immer aufgefangen wird. Also wenn ich sage, KI ist super gefährlich und wir müssen sie in eine Box packen am besten und wir könnten es eigentlich gar nicht releasen, aber für 125 Dollar pro Token darf man es vielleicht doch haben. Das ist ganz gutes Marketing. Das ist ein Vorwurf. Der ist nachvollziehbar, weil das nicht das erste Mal passiert. Und man könnte das gut in dieser Reihe der Ereignisse so sehen. Und wie gesagt, die Einschätzung ist nicht exklusiv, sondern das sehen durchaus verschiedene Leute so. Und die Wahrheit ist natürlich, wir wissen das nicht, wie gefährlich dieses Modell wirklich ist. Was man glaube ich schon sagen kann, das ist auch was ich im Newsletter gestern geschrieben habe. Ganz egal, ob dieses Modell jetzt so mächtig ist oder nicht, wir wissen, dass eins der nächsten so mächtig sein wird. Das kann man in der Entwicklung sehr gut absehen. Und insofern ist das bestenfalls eine Verzögerung der Debatte. Und im Zweifel sollte man, glaube ich, diese Debatten lieber früher als später haben, weil wir wissen, wie langsam Regulierung und Vorbereitung wäre. Ich würde trotzdem sagen, was man in Tropic auch zuschreiben muss, ist, dass sie nicht den Ruf haben, irgendwie ihre Erwartungen nicht zu erfüllen. Oder ich würde sagen, das ist schon eine gute... Es ist Teil Ihrer Reputation, dass Sie eher auf der ängstlichen Seite sind. Dazu muss man aber auch sagen, das ist Ihre Mission. Sie haben gesagt, Sie sind die Firma, die KI sicherer machen wollen als OpenAI. Sie sind vorsichtiger oder Sie wollen vorsichtiger sein. Sie sehen eher die Gefahr, also Sie sehen ausgeglichen Gefahren und Möglichkeiten und haben hohes Bewusstsein für Gefahren. Man könnte auch sagen, es ist einfach innerhalb Ihrer Mission und innerhalb Ihrer Mission, oder Reputation, dass es vollkommen normal ist, dass sie dann eher als Bedenkenträger auch auftreten und nicht nur als Optimisten. Das heißt, man kann das, glaube ich, so oder so sehen. Wir wollen natürlich noch lieber auf die Fakten schauen. Also wie wir erkennen an, beide Szenarien sind prinzipiell wahr. Ich glaube, selbst wenn ein Mythos jetzt gar nicht so gefährlich ist, Unter anderem, die Vorwürfe sind, man hätte sie so mit der Nase auf die Vulnerabilities raufgestupst und erst dann hätte das Modell erkannt. Also man hat ihnen quasi genau die Textzeilen gegeben, die den Exploit enthalten würden. Nur dann hat es gefunden, aber das war jetzt auch nicht in den Hunderten von Beispielen so. Wie auch immer, es gibt ein paar Fakten oder Indizien zumindest. Und zwar hat Bloomberg berichtet, dass auch Goldman Sachs inzwischen mit dem Modell versucht rumzuspielen. Also in dieser Glasswing-Allianz war, glaube ich, JP Morgan schon drin. Jetzt wird bekannt, dass auch Goldman Sachs und insgesamt der Bankensektor, also der Finanzminister Besant und komischerweise der Fed-Präsident, also der Präsident des Notenbanksystems, J. Powell, Wir haben ja eine Sitzung dazu gehalten, der in Anführungsstrichen gesamte Finanzsektor, also zumindest die Großbanken scheinen alle relativ früh involviert zu sein. Auch das kann natürlich im Vorlauf eines IPOs Marketing sein. Also dass ich die Banken mal alle an einen Tisch hole und quasi Marketing für meine Software mache, indem ich ihnen sage, hier ist was furchtbar gefährliches für euch. Ach übrigens, wir planen dieses Jahr noch ein IPO und vielleicht habt ihr auch Bock, das zu verkaufen. Das könnte man jetzt auch noch sagen. Das ist Marketing. Man könnte auch sagen, dass sich alle Großbanken damit beschäftigen. Ist vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass sie es ernst nehmen. Und das andere ist, dass das Cyber Security Institute aus dem Vereinigten Königreich... Das hat Zugang bekommen, auch das deutsche BSI, das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik hat Zugang beantragt, soweit ich weiß. Aber dieses Institut hat offenbar schon welchen bekommen und das getestet. Und was die sagen, ist zumindest, dass Mythos Preview sowohl in der Standardeinstellung als auch in der Maximaleinstellung definitiv ist. so Hacking-Vorgänge end-to-end lösen konnten, die vorherige Models nicht lösen konnten. Also ob es jetzt wirklich diese massive Gefahr darstellt für sämtliche Software oder viele Software-Bestandteile, ist wieder eine andere Frage. Aber was sie ihnen quasi attestieren, ist, dass es definitiv deutlich leistungsfähiger als andere Modelle. Also zum Beispiel Cloud Opus 4.6, das letzte Entropic-Modell oder GPT 5.4. Man sieht da schon eine klare Steigerung. Da wiederum muss man dazu sagen, dass man beim Model Launch diesen Preview Models immer ein bisschen mehr Ressourcen auch gibt. Also es gibt den Verdacht, der sich immer mehr bestätigt, dass die Firmen, wenn sie ein neues Modell rausbringen, quasi ihnen ganz vielen Tokens zu bestehen und das dann so ein bisschen abspecken, um Ressourcen zu sparen. Das heißt beim Launch ist es ein bisschen wie der Dieselmotortest bei VW. Also wenn das Modell auf dem Prüfstand steht, dann gibt es ihnen immer ganz viele Ressourcen, sodass es overperformt, wenn man so möchte. Und wenn es dann in der Produktionsphase ist, dann versucht man wieder ein bisschen mehr auf Fahreigenschaften beziehungsweise finanzielle Aspekte zu optimieren. Das müsste man auch dazu sagen. Aber da die Benchmarks ja immer quasi am Anfang gemacht werden, ist es trotzdem vergleichbar. Also ein paar mehr Indizien gibt es, ganz sicher ist es damit trotzdem nicht.
Am Ende werden die doch die letzten Tage so unglaublich viele Anrufe bekommen haben mit Lass mich hier auch rein. Das ist ja die exklusivste Tech-Party, die man so haben kann.
Ja, wenn du ein Softwareunternehmen hast, würdest du schon gerne mal da rein schauen, ob das an deiner Software was findet. Und ich glaube schon, dass das ein Geschäftsmodell sein wird in Zukunft. Also dass du das beste Modell bekommst, um deine eigene Software zu prüfen. Also du musst mehr oder weniger... Im Moment ist Entropic vorn, aber natürlich werden andere Betreiber das auch hinbekommen, ähnlich mächtige Modelle zu bauen. Und vor allen Dingen werden Open-Source-Firmen in China das hinbekommen. Und damit hast du definitiv das Problem. Selbst wenn Entropic die 100-Tage-Schonfrist gibt, die geben ja so eine Karenzzeit, wo jeder sich vorbereiten kann. Ich würde nicht davon ausgehen, dass ein Bad Actor oder China oder vielleicht auch OpenAI das Gleiche tun würde im Zweifel. Also OpenAI wird das nicht aktiv selber hacken, aber... Vielleicht kann man die Modelle dazu nutzen oder so.
Also Anthropic, wir wissen noch nicht, wann der IPO ist.
Wissen wir mittlerweile, wann SpaceX rausgeht? SpaceX möchte Ende des zweiten... Also sie hätten vermeintlich gern den 20. April geschafft, den Führergeburtstag. Das ist ja ein Datum, was Elon Musk immer besonders wichtig ist. Aber... Das werden sie nicht schaffen vom Zeitplan her. Man versucht aber Ende Q2 das zweite Quartal zu machen, also im Juli vielleicht. Ansonsten, Anthropic schätzt man, dass es Ende des Jahres rauskommen sollte. Die Chancen sieht man bei mehr, also die Prediction Markets sagen, dass die Wahrscheinlichkeit immerhin mehr als 50% ist. Also bei SpaceX geht man davon aus, dass sie mit 95% Wahrscheinlichkeit dieses Jahr rauskommt. Bei Entropic nur noch 53%, OpenAI sogar nur 41%, SHEIN 24 mal zum Vergleich. Das Problem ist halt, dass SpaceX wirklich viel Liquidität aufsaugen wird und man muss sich fragen, wie viel Geld noch, also A, man wird verfolgen, wie gut SpaceX läuft und davon hängt auch ab, ob weitere rauskommen. Es warten ja auch Cerebras, Discord, andere in der Pipeline noch. Und dann ist die Frage, wie viel Liquidität und dummes Kleinanlegergeld übrig bleibt. wenn SpaceX auf den Markt gegangen ist. Das heißt, und OpenAI hat ja auch schon angekündigt, auf Kleinanleger zu setzen beim IPO. Entropic, würde ich sagen, hat als einziger vermeintlich so gute Zahlen, dass sie, ich will nicht sagen bei jedem Klima, aber die könnten es auch ohne Kleinanleger schaffen, würde ich mal behaupten. Wenn ich die Zahlen richtig einschätze, so richtig kennen wir die natürlich nicht. Aber man kann das so ein bisschen mutmaßen und Ich glaube, es ist auf jeden Fall wahrscheinlicher, dass Anthropic an die Börse geht als OpenAI. Eine wilde Spekulation wäre oder wilde Prediction wäre, OpenAI muss irgendeinen Umweg nehmen über einen Reverse Merger oder so, um überhaupt an die Börse zu kommen, weil sich die Zahlen verschlechtern. Wobei OpenAI jetzt demnächst ein neues Model zeigen wird und vielleicht sieht es dann auch schon wieder viel besser aus. Wir werden sehen. Da kommen wir später auch nochmal drauf, auf die Competition zwischen OpenAI und Anthropic. Genau, was die Entropic-Zahlen angeht, gibt es auch neue Einlassungen, spannenderweise aus internen Quellen bei OpenAI. Und zwar hat sich da der Chief Revenue Officer an die eigene Belegschaft gewendet. Und das auch noch schriftlich. Entweder sollte das liegen oder ansonsten wüsste ich nicht, warum man sowas schriftlich verfasst. Also wenn du ein internes Memo machst und sowas reinschreibst, dann willst du, dass das rausgeht, behaupte ich jetzt. Mein Eindruck ist, dass das dazu bestimmt war, die Firma zu verlassen. Ansonsten würde man sowas vielleicht eher bei einem All Hands mal kurz erwähnen und selbst dann könnte es liegen. Aber wer das so runterschreibt, muss damit rechnen, dass das rausgeht aus der Firma. Gerade wenn man irgendwie 5000 Mitarbeiter hat wie OpenAI. Und zwar soll die Chief Revenue Officerin, Denise Dresser, Da folgendes in dieses Memo geschrieben haben, ich nehme an, auch so ein bisschen um die interne Belegschaft zu beruhigen, könnte man vermuten. Und zwar sagt sie, with that all being said, here are a few things worth keeping in mind, especially on Entropic. Was davor stand, wissen wir jetzt aber nicht. Also sie sagen jetzt, Also sie beschwert jetzt so eine Art Kulturkampf da hinaus, also versucht zu sagen, Anthropic sind die Eliten, die KI nur für sich haben möchten und mit Angst und Restriktionen arbeiten und OpenAI wäre die Firma, die quasi breiten Zugang ermöglichen möchte. Das geben sie weiterhin, glaube ich, als ihre Mission an. Sam Ordman hat das auch zuletzt nochmal bekräftigt. Wenn ich die Firmen jetzt vom Handeln her vergleiche, sehe ich das jetzt erstmal nicht so. Aber es ist ja, ihre Belegschaft hat mal diese Mission unterschrieben, als sie geheirat wurde. Insofern ist es vielleicht schlau, das zu wiederholen. Dann sagt sie, Also sie sagt, Entropic hat verpasst ausreichend Rechenzeit, sich zu sichern, genug Datenzentren zu bauen. OpenAI hat das früher erkannt, dass man quasi ein exponentielles Wachstum der Ressourcen haben wird oder der Nachfrage haben wird, hat sich früher darauf vorbereitet und massiv investiert. Das könnte man definitiv so sehen oder ich würde behaupten, das stimmt so. Das ist sehr faktisch. Man sieht bei Cloud regelmäßig jetzt so Outages, also dass einfach Cloud nicht mehr funktioniert für Nutzer. Die Uptime ist oft nur bei 97, 98 Prozent, was schon echt schlecht ist. Das heißt, diese mehrere Minuten jeden Tag ist Cloud. Nicht verfügbar, weil zu viel Last gebraucht wird. Es wird auch spekuliert, dass unter anderem deswegen das neue Modell gar nicht veröffentlicht wird, weil man gar nicht die Rechenzeit hätte, es auszuführen, weil es eventuell aufwendiger wäre. Zumindest sprechen die Tokenkosten dafür. Und Entropic begrenzt sich quasi selbst in der Wachstumsrate, weil sie nicht genug Rechenzeit haben. Jetzt muss man dazu sagen, Rechenzeit kann man natürlich dazu mieten. Das ist nicht einfach, weil alle Rechenzeit haben möchten. Aber am Ende ist das ein Auktionssystem und vielleicht könnte man die auch mieten. Die positive Flipside, würde ich jedoch sagen, ist, dass man sich relativ gut ausrechnen kann, dass Entropic relativ profitabel sein muss. Weil wenn du sagst, sie haben eben nur ein bis zwei Gigawatt an Compute unter Vertrag. Und wir gleichzeitig aber wissen, dass sie 30 Milliarden an Umsatz machen, Runrate gerade. Und ein bis zwei Gigawatt würden 50 Milliarden Investitionen kosten. Wenn du das jetzt abschreibst und so weiter, die Energiekosten dazu rechnest, dann weißt du eigentlich, wenn du 30 Milliarden Umsatz hast oder selbst wenn du 20 hättest und nur 1,5 im Schnitt Gigawatt an Computer gegenstehen, dann müsste es nur hochprofitabel sein. Zumindest auf operativer Basis. Also das Training der eigenen Modelle, was ja auch noch aus dem Computer abgezogen werden muss, was erstmal keine positive Marge hat, mal abgezogen. Aber der Verkauf der Tokens ist höchstwahrscheinlich hochprofitabel und wahrscheinlich hat Entropic eine anständige Rohmarge daraus, weil sie in Anführungsstrichen zu wenig Computer eingekauft haben. Also es ist natürlich auch richtig, dass das strategisch zum Problem werden kann, dass sie nicht genug Rechenzeit und nicht genug Server sich bestellt haben quasi. Aber das hilft ihnen definitiv auch, erstmal profitabler zu bleiben als OpenAI. Und das ist natürlich die spannende Frage. Wird sich das Überinvestieren von OpenAI auszahlen, die aber gerade beim Go-To-Market eher kleinere Probleme haben, kleinere bis größere Probleme haben? Oder wird Anthropic mit besseren Unit-Economics an der Börse besser aussehen, aber im Wachstum eventuell begrenzt sein, weil sie nicht genug Server bekommen. Wobei ich behaupten würde, dass derjenige, der gute Unit Economics hat, sich vermutlich auch Zugang zu zusätzlicher Kapazität sichern kann. Unter anderem hat InShopic, glaube ich, gerade auch mit CoreWeave einen Vertrag unterzeichnet, um genau das zu tun. Und da soll die Kapazität, glaube ich, schon Ende dieses Jahres online gehen. Ich finde dieses Argument eine richtige Beobachtung und es ist wichtig zu erwähnen, ob das jetzt nur dumm ist von Entropic, nicht so viel Compute zu haben, so einfach ist es dann aber noch nicht. Ihr dritter Vorwurf ist, Entropic hat einen Vorteil dadurch gehabt, dass sie zuerst nur den B2B-Coding-Markt gemacht haben. Das könnte aber, du willst keine Single-Product-Company sein, so wie Google oder Meta zum Beispiel, sondern du willst eben breit gespreizt, wenn es über Developer hinausgeht, alle Teams, dann willst du ein wertes Produkt haben. Also A ist es glaube ich, es ist nicht eine vollkommen falsche Beobachtung, aber tatsächlich, wir wissen, es gibt Cloud genauso, Cowork, es gibt Cloud für Excel, sie bauen gerade Lovable Competitor. Es ist nicht wirklich eine Single Product Company, aber sie sind sehr fokussiert auf einen Markt und es ist absolut der richtige Markt, weil er ihnen hilft, die eigene Software zu verbessern und die spannendsten Kunden zuerst abzubauen. Ich würde behaupten, das wirft hier eher ein schlechtes Licht auf die Chief Revenue Officer, dass sie so viel Shit-Talking machen muss. Weil die Leute bei OpenAI wissen natürlich, dass Entropic mit dieser Strategie zumindest bis jetzt ganz gut gefahren ist. Und es gehört hier sich alles mehr nach Durchhalteparolen, ehrlich gesagt, an, als nach einer realistischen Einschätzung. Und was ich so aus persönlicher Erfahrung sagen kann, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dass du deinen Mitarbeitern erklären musst, warum die Konkurrenten schlechter sind als du, Also sagen wir mal so, führende Firmen machen das nicht.
Schon im Kindergarten.
Ich habe in der Rocket-Zeit bei vielen MeToo-Firmen gearbeitet, wo es solche Durchhalteparolen in den All-A-Hands auch immer gab, wo man erklärt hat, warum Airbnb nicht so toll ist wie Wimdu so ungefähr. Und wir wissen, es ist dann anders gekommen. Aber in dem Moment, wo du anfängst, diese Art von Rallying-Cries oder von Motivationsreden zu halten... heißt das A, deine Mitarbeiter sind schon dabei, das Vertrauen zu verlieren, sonst müsstest du das nicht tun. Und B, du redest den Konkurrenten, also gute Firmen reden ihre Konkurrenten stark. Monopolisten reden ihre Konkurrenten stark in der Regel. Die Zweitbesten reden immer die Monopolisten oder die Gewinner schlecht, um die eigenen Investoren und Mitarbeiter nicht zu verschrecken. Und ich halte das hier eher für ein negatives Signal. Und der letzte vierte Punkt, und das ist der wichtigste, der am meisten zitiert wurde in der Presse, ist, Their stated run rate is inflated, also die revenue run rate, die sie angeben mit 30 Milliarden ist künstlich erhöht. Also einfach gesagt, ein Viertel der Umsätze sind gar nicht ihre. Also es geht darum... Beide Firmen arbeiten ja mit Cloud-Partnern wie Amazon, Google, Microsoft zusammen. Und OpenAI brüstet sich quasi damit, dass sie den Microsoft-Share vorher abführen, bevor sie ihren Umsatz, also der OpenAI-Umsatz ist, nachdem Microsoft sein Geld bekommen hat. Und Entropic wiederum führt teilweise die Rechenzeit natürlich auf Amazon, Google, Cloud aus. berechnet das aber mit in den Umsatz rein, also du zahlst die gesamte Summe und danach muss OpenAI noch Geld an Amazon und Google zahlen, quasi um die Datacenter zu bezahlen. Also die erste Lesson daraus ist, deswegen schauen wir immer auf Rohertrag, also auf die Umsatz mal Rohmarge, wie viel vom Umsatz ist wirklich dein Gewinn, nachdem waren sozusagen die Kosten der Erstellung des Produktes abgezogen sind. Das ist einer der Gründe, warum man einfach, man muss diese Debatte nicht haben, wenn man einfach auf Rohmarge schaut. Das ist Nummer eins. Nummer zwei ist, ich glaube, dass OpenAI das anders verbucht, liegt daran einfach, dass sie unterschrieben haben mit Microsoft, dass Microsoft einen von fünf Dollars bekommt zuerst, bevor sie, also bei der Finanzierungsrunde hat Microsoft gesagt, dass sie, ich schaue jetzt einmal kurz nach, aber ich glaube, es war ungefähr 20 oder 25 Prozent, die Microsoft sofort bekommt. Ja, also, es gibt einen Revenue-Share-Deal, der heißt, ich habe es richtig gesagt, OpenAI reportedly pays 20% of its revenue through Microsoft under reworked deal. Und das ist schon der neue Deal. Vorher waren es mal ein bisschen mehr, glaube ich. Wenn ich vertraglich dazu verpflichtet bin, also dass ich aus den ursprünglichen Gesellschaftsverträgen mir ein Fünftel des Revenues nicht gehört, dann ist vollkommen klar, dass ich das für die Börse später nicht so reporten kann. Das, was Entropic macht, Ist halt schon nochmal was anderes. Die kaufen Dienstleistungen ein und deswegen ist das vom Rohertrag natürlich abzuziehen. Das ist vollkommen richtig. Da erzählt sie nichts Falsches. Aber es ist schon nochmal eine andere Lage als bei OpenAI, die sich einfach verpflichtet haben, dass wie in so einem Höhle-der-Löwen-Deal, dass du von 5 Euro Umsatz immer einen direkt abgeben musst an den Investor, in dem Fall hier Microsoft. Das sind ja keine Cost-of-Goods, sondern es ist einfach ein Revenue-Share, den sie von Anfang an beschlossen haben und das du die dann nicht verbuchen kannst, ist relativ klar nach Gap. Ich würde sagen, Entropic hat da ein Wahlrecht. Die könnten das natürlich anders darstellen. Gleichzeitig musst du sie aber nicht dazu zwingen. Weil am Ende ist das eine Entscheidung, ob sie lieber mehr Umsatz oder mehr Rohmarge ausweisen wollen. Das ist eine Entscheidung, die sie haben. Und spätestens beim Börsengang wird man sehen, für welchen Weg sie sich entscheiden. Oder vielleicht müssen sie sich dann tatsächlich auch für einen entscheiden. Und die dritte Sache, die ich sage, und fairerweise, jetzt sagen wir, dann wäre Entropic eben erst bei 22, während OpenAI nach letzten Informationen bei 25 Milliarden Revenue wäre, okay, dann wäre Entropic nicht 5 Milliarden vorne, sondern 3 Milliarden hinten. Was aber nicht ändert, dass Entropic viel schneller wächst gerade. Und auf der Wachstum, auf der exponentiellen Wachstumskurve, wo Entropic sich gerade befindet, ist es scheißegal, ob du bei 20 oder 30 Milliarden startest, oder es ist weniger wichtig, sagen wir mal, weil die Wachstumsgeschwindigkeit ist das Problem. Nicht, ob Entropic gerade jetzt 22 oder 30 Milliarden macht und wie sie das verbuchen, relativ egal. Was die Denise jetzt hier gemacht hat, ist, sie zieht den 8 Milliarden Umsatz ab, okay, dafür haben die übrigen 22 Milliarden jetzt aber eine höhere Rohmarge und immer noch wachsen sie genauso schnell und das macht es kein Stück besser, dieses Shit-Talking des Konkurrenten zu betreiben, weil keins der Probleme ist dadurch gelöst, außer dass das Top-Line-Revenue jetzt anders wäre. Oder andersrum gesagt, was wäre, wenn OpenAI sein Revenue auch so verbucht? wie Entropik, dann hätten sie eben ein Fünftel mehr Umsatz. Das wären bei 25 Milliarden dann irgendwie 31, 32 Milliarden. Okay, dann wären sie zwei Milliarden vorne, aber würden immer noch langsamer wachsen und in einem Monat hätten wir die gleiche Diskussion. Insofern hilft das nicht viel. Ich finde das mal durchzusprechen, was die Implikationen davon sind und wie man darauf schauen sollte und das Rohmarge am Ende entscheidend ist oder der Rohertrag erscheinend ist oder Gross Profit im Englischen. Das ist eine ganz gute Lesson. Ansonsten ist die wichtigste Information hier, dass sich jemand bei OpenAI genötigt fühlt, den eigenen Mitarbeitern zu erklären, warum Entropic nicht so eine tolle Company ist, wie der Rest der Welt gerade denkt. Ich behaupte, ich hätte da keinen Bias. Mir kommt Dario Amode inzwischen sympathischer vor als Sam Ortman, gebe ich gern zu, aber ich bin an allen Firmen mehr oder weniger in gleicher Höhe beteiligt. Insofern habe ich da zumindest finanziell keinen Gewinner. Ich versuche auch hauptsächlich die Daten und Fakten zu verarbeiten und was man eben schon auch sieht, ist, dass bei den Secondary-Märkten es viel schwerer ist, gerade Investoren zu finden für OpenAI auf der derzeitigen Bewertung und selbst darunter, während es sehr, sehr viel Nachfrage gibt von Leuten, die in ein Shopping für 350 oder sogar 500 Milliarden investieren. Das heißt, es ist jetzt auch, glaube ich, keine exklusive Meinung, die ich gerade habe, sondern ich versuche nur ein bisschen zu rationalisieren, wie vielleicht auch andere denken.
Zwei Punkte dazu noch. Es gab mal so einen Spruch irgendwie vor zehn Jahren für Startups, so ein bisschen, die Konkurrenz wird dich nicht umbringen, sondern du wirst dich selbst als Startup umbringen.
Ja.
Also, dass du halt wirklich nicht so viel um deine Konkurrenz scheren solltest. Du musst wissen, wer da ist. Und natürlich, wenn du irgendwie ein Pitch Deck hast, sollte auf jeden Fall klar erklärt sein, wer so die Konkurrent ist. Und du sollst schon wissen, was die machen und wo die ihre Stärken haben. Aber diese Parolen mit, wir sind besser, bringt, glaube ich, wenig. Und das andere ist, ich habe mich gefragt, ob es irgendwie so eine Analyse gibt von so, es gibt ja immer so E-Mails, so hey, willst du nicht hier bei den Secondaries mitmachen oder sowas, ob irgendjemand sich da mal die Mühe gemacht hat, was so gerade, also so ein bisschen so, welcher Online-Shop gerade sehr viele Discounts gibt.
Ne, also wie gesagt, ich behaupte das nicht so, es gibt Plattformen, die das auswerten, also Bloomberg hat da, Reuters hat das auch schon, glaube ich, aufgetippt oder Financial Times. Also es gibt so eine Plattform, die ZRVC, die trackt auch so ein bisschen die Nachfrage nach Private Firmen, also die noch nicht an der Börse sind, aber wie beliebt die sind. Und da sieht man, dass Entropic im Q1 auf den Platz 1 gestiegen ist. hat SpaceX abgelöst da und das OpenAI von Platz 3 auf Platz 5 gefallen ist um zwei Plätze. Also die beliebtesten Firmen sind Entropix, SpaceX und Anduril gerade. Danach kommt Stripe und erst dann OpenAI und vorher war OpenAI zumindest unter den ersten drei, jetzt sind sie nur auf Platz 5 gefallen. Wie gesagt, es gibt andere anekdotische Erklärungen in der Presse von Plattformbetreibern und von Investoren, dass es deutlich weniger Nachfragen nach OpenAI-Shares gerade gibt als nach N-Shopping. Wenn ich die Wahl hätte bei 500 Milliarden in eine von beiden, also ich dürfte mit 40% Discount in OpenAI investieren oder 50% Agio, also auf Geld, auf die letzte N-Shopping-Bewertung bezahlen. würde ich ein Tropic kaufen. Obwohl Denise uns gerade erklärt hat, dass das alles nur Hokuspokus ist. Oder vielleicht gerade weil. So, und dann kommen wir zu einem weniger erfreulichen Thema. Und zwar gab es diese Woche zwei Anschläge kann man glaube ich sagen auf das Wohneigentum von Sam Altman. Und zwar hat einmal ein 20-jähriger Mann aus Texas, in den USA wird immer sofort geschrieben, wie die heißen. Ich finde das nicht relevant in dem Fall. Aber es war ein 20-jähriger Mann aus Texas. Der soll nach Security-Kamera-Aufnahmen einen Molotow-Cocktail auf das Haus geworfen haben. Das sieht nachvollziehbar aus. Er wird jetzt inzwischen auch angeklagt. wegen Mord und Arson, also Brandstiftung, oder Versuchtenmord und Brandstiftung. Man hat außerdem Papiere bei ihm gefunden, so eine Art Pamphlet, wo das erste Kapitel mit Deine letzte Warnung überschrieben war und wo darin aufgerufen wird, die CEOs von KI-Companies umzubringen. Also es wird auch, wenn man davon ausgeht, dass es politischer Handel war, dann wird es auch als inländischer Terrorismus eingestuft werden, höchstwahrscheinlich. Und das ist natürlich zu verurteilen. Also es ist natürlich illegal, das sollte nicht passieren. Trotzdem rechne ich damit, dass sowas mehr passieren wird in Zukunft, weil es natürlich... Leute gibt, die hauptsächlich Gefahren von KI sehen und sich dem entgegenstellen wollen. Ich finde das wenig verwunderlich, wenn es auch durch nichts zu rechtfertigen ist und das nicht der richtige Weg ist, zu protestieren, indem man quasi das Privateigentum von Menschen angreift und dabei vor allen Dingen auch Verletzte und Tote riskiert. Das ist wohl nachts zwischen drei und vier Uhr passiert. Am Wenige Stunden später, also um Mitternacht des nächsten Tages, hat Sam Altman dann einen Artikel veröffentlicht in seinem Blog. Also der Artikel beginnt, er hat keine Überschrift. Normalerweise ist der einzige Artikel in seinem Blog ohne Überschrift veröffentlicht. Beginnt mit den Zeilen, here's a photo of my family, I love them more than anything. Man sieht dann ein Bild von, was vermeintlich sein Lebenspartner ist oder Ehemann inzwischen und seinem, ich glaube, zwölfmonatigen Sohn. Vermutlich, so aus dem Kontext könnte man schließen, beim einjährigen Geburtstag. Es gibt so eine kleine Torte und reichlich Wein und Bier im Hintergrund. Süßes Bild, sozusagen. Vollkommen verständlich, dass er sich Angst um seine Familie oder Sorgen um seine Familie macht oder beängstigt ist, wenn ein Anschlag auf sein Haus ausgeübt wurde. Er schreibt dann, Genau, normalerweise hält er sein Privatleben relativ privat. Umso verwunderlicher, dass man in einem Zustand, wo man so gefährdet ist, dann privateste Bilder veröffentlicht. Gleichzeitig ist es nachvollziehbar, dass es eventuell Menschen abschrecken wird, wenn ihnen die Konsequenzen klar wird, nämlich dass ein süßes Baby eventuell sterben könnte, wenn es in dem Haus brennt. Das könnte Menschen natürlich abschrecken. Er schreibt dann weiter, »The first person did it last night at 3.45 a.m. in the morning. Thankfully it bounced off the house and no one got hurt.« Aber zum Glück hat es keinen größeren Schaden angerichtet. Words have power too, sagt er dann. Das ist jetzt der dritte Absatz. Also the words have power too. There was an incendiary article, das heißt quasi entzündelnder Artikel, about me a few days ago. Er meint natürlich das New Yorker Magazine, was ein Profil über ihn geschrieben hat, wobei er nicht gut weggekommen ist. Someone said to me yesterday, they thought it was coming at a time of great anxiety about AI and that it made things more dangerous for me, and I brushed it aside. Also im dritten Absatz, nachdem er hier seine Familie gezeigt hat und seine Angst geschildert hat, schiebt er quasi die Verantwortung für diese Tat sofort auf den Presseartikel, der über ihn erschienen ist. Das wissen wir aber inzwischen, das konnte er fairerweise zu dem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich noch nicht wissen. dass dieser Täter sich eben nicht nur gegen ihn, sondern gegen AI-CEOs insgesamt gerichtet hat. Das heißt, diese Vermutung oder dieser Schnellschluss hier ist schon mal falsch. Er schließt seinen Artikel auch ab damit, dass man sozusagen so den Ton, ein bisschen Sekunde, wie sagt er das Wort wörtlich, While we have that debate, we should de-escalate the rhetoric and tactics. Also man sollte die Rhetorik runterfahren. Dass er jetzt selber damit anfängt, dem Journalisten die Schuld dafür zu geben, ist natürlich kein gutes Beispiel für Deeskalation. Das heißt, er widerspricht sich da selber. Und ich lese jetzt den Anfang und das Ende vor, weil was dazwischen kommt, nämlich drei Viertel dieses Blogposts ist jetzt einerseits seine Glaubenssätze in Bezug auf KI, Ein paar Personal Reflections nennt er das, aber das sind letztlich Rechtfertigungen, warum alles, was er getan hat, trotzdem nach... Also er spricht da schon von Fehlern, aber er erklärt quasi oder entschuldigt sich selbst für was er in der Vergangenheit auch falsch gemacht hat. Und dann spricht er über die KI. Also auf mich wirkt das bei allen... Also wie gesagt... Ich verurteile oder wir verurteilen natürlich diesen Anschlag und auch die Angst ist nachvollziehbar. Aber für mich wirkt das schon so, als nutzt er das eigentlich für PR und greift damit auch noch den Artikel an, der gegen ihn sozusagen rausgekommen ist. Und dann gab es, ich glaube, schon ein oder zwei Tage später einen weiteren Anschlag, wo Schüsse abgefeuert wurden aus einem Auto von zwei Personen, die auch festgesetzt werden konnten. Was gut ist, also alle Täter wurden hier ergriffen und können verfolgt und bestraft werden. Das heißt, es gab kurz darauf einen weiteren Handschlag. Wenn du dieses Bild siehst von einem Kind, obwohl ich habe es jetzt schon geschickt, aber... Ich möchte zumindest der Vollständigkeit halber schon nochmal darauf hinweisen, dass man sich jetzt nicht vorstellen muss, dass Sam Altman in so einer Holzhütte in San Francisco wohnt, wie die meisten Menschen, die da wohnen. Sondern er lebt in einem 40-Millionen-Dollar-Anwesen, das mal das teuerste Haus in San Francisco war, direkt zwischen Lombard Street und Chester Street. Lombard Street ist so eine Art Hauptstraße. Das ist auch diese, wo diese schön geschlängelten Wege sind, die man so aus San Francisco bildet. Das ist der sogenannte Russian Hill, die teuerste Lage. Das Haus ist auf einem Berg, hat ungefähr 900 Quadratmeter Wohnfläche. Der Zugang passiert über eine Batcave-Einfahrt, also man fährt von der Straße durch einen Tunnel in eine private Garage. Bei aller Nachvollziehbarkeit, dass er sich trotzdem persönlich bedroht fühlt, muss man schon sagen, und es gibt also... Der zweite Inzident wurde vom Security-Personal sozusagen entdeckt, in Anführungsstrichen. Also das ist ein gesichertes, großes Anwesen, was quasi den gesamten Häuserblock überstreckt. Und wie gesagt, das ist nachvollziehbar, aber man muss schon sagen, dass die Bedrohung dann eben auch zumindest vorerst begrenzt war. Trotzdem ist es natürlich erschreckend, dass es sowas gibt, weil es hätte natürlich genauso auf der Straße, wo er natürlich auch da Personenschutz hat, aber es hätte natürlich genauso auf der Straße passieren können, es hätte irgendwie dem Kind auf dem Weg zur Kita irgendwann passieren können und so weiter. Und das soll es überhaupt nicht bagatellisieren oder relativieren, aber es ist eben nicht so, dass jetzt ein Molotow-Cocktail beinahe ins Fenster geflogen ist, sondern es ist über die erste Pforte in die Auffahrt gefahren, die in der Regel nicht mal benutzt wird, weil man eben so ein Bedcave hat, wo man mit dem Auto reinfahren könnte. Also es ist ein Hochsicherheitsanwesen, höchstwahrscheinlich mit mit vielleicht schusssicheren, auf jeden Fall blickdichten, vielleicht sogar schusssicheren Fenstern, er ist da schon einigermaßen sicher. Und trotzdem ist es natürlich bedenklich. Und wir müssen, glaube ich, darauf vorbereitet sein, dass diese Menschen durch die Macht, die sie tragen, natürlich auch Ziele von Terrorismus und Anschlägen und Kriminellen werden.
Das ist schon Wahnsinn. Also man hätte ja denken können, dass der so ein Security-Apparat um sich herum hat, dass das überhaupt nicht möglich ist.
Ja, ich meine, das sind am Ende feige Anschläge und da, also wie gesagt, um das Haus zu treffen, hättest du ein olympischer Speerwerfer sein müssen. Wie gesagt, der Molotow-Cocktail ist erstmal über die Pforte geworfen worden, zumindest das, was ich jetzt so recherchiert und mutmaßen konnte. Aber du hast trotzdem, ich will überhaupt nicht das Recht absprechen, besorgt zu sein. Du hast natürlich trotzdem jeden Grund, weil du weißt, das kette auch auf der Straße. Der eine Typ, also der den Molotow-Cocktail geschmissen hat, hat vorher auch schon das Quartier angegriffen und versucht mit einem Stuhl die Scheiben einzuschlagen. Also dass es ein abstraktes Bedrohungsszenario gibt, weiß er natürlich. Ich glaube, hier als er in Berlin war, lief er auch schon mit Security rum. Das tun alle anderen Big Tech CEOs genauso. Also, es ist sicherlich auch eine meiner Schwächen, dass meine Empathie mit Milliarden sich ein bisschen in Bahn bewegt. Wie gesagt, aber ich möchte das auf keinen Fall rechtfertigen, weil das natürlich der nächste Vorwurf jetzt werden wird. Aber ich glaube, es gehört schon zur Wahrheit, was da angegriffen wurde und wie groß die tatsächliche Bedrohung in diesem Fall war. Dass er bedroht ist, ist trotzdem ein Problem. So, dann, wir bleiben noch kurz bei OpenAI, weil wer ebenfalls nicht in den Knast möchte, ist Sam Altman selber. Der lobbyiert nämlich gerade stark dafür, dass das Gesetz SB 3444 durchkommt, wo es darum geht, schwerwiegende Schäden, also insbesondere katastrophale Ereignisse, aus der Haftung der KI-Betreiber rauszunehmen. Also er möchte nicht, dass wenn etwas wirklich Schlimmes passiert durch ZGBT oder die Anwendung von OpenAI-Technologie, dann soll bitte nicht OpenAI dafür haftbar sein. Es ist natürlich nachvollziehbar, als CEO auch seine Aufgabe dafür zu kämpfen. Ich nutze das immer gerne als Beispiel, warum Regulierung wichtig ist oder warum eine gute Regulierung in der EU, derzeit haben wir keine gute, aber warum eine gute wertvoll sein könnte, weil natürlich die Haftungsfrage zu klären, also ist der Modelentwickler, der, der die App gebaut hat, der, der das Unternehmen, das sie vertreibt, das Unternehmen, das einsetzt oder der Mitarbeiter, der es einsetzt, wer ist da wirklich schuld, wenn was passiert? ist natürlich eine wichtige Frage, die geklärt werden muss. Dass OpenAI sagt, wir wollen das nicht sein, ist nachvollziehbar, ob es richtig so ist. Es ist eine andere Frage, weil damit natürlich, so ein bisschen wie bei Meta, auch die Verantwortung weggeht, es sicherer zu machen. Wie willst du erwarten, dass OpenAI sein Model so sicher wie möglich macht, wenn sie wissen, sie haften nicht für die Konsequenzen? Also man braucht, glaube ich, schon eine Verteilung der Haftung, einfach um die richtigen Incentives zu setzen, dass wirklich jeder in der Kette das Interesse daran hat, die Modelle sicher zu machen.
Und zum Abschluss von OpenAI?
In seiner Funktion als Mahnender gegen mehr Rhetorik und eskalierende Taktik soll OpenAI durchgestochen haben, dass sie gerade an der Amazon-Zusammenarbeit arbeiten, weil Microsoft, Zitat, ihre Möglichkeit, Kunden zu erreichen, limitiert. Also die Zusammenarbeit mit Microsoft, die sozusagen... die Kondition war, um das Investment von Microsoft zu bekommen in der Phase, wo noch nicht jeder investieren wollte, empfindet OpenAI mehr und mehr als Fußfessel und möchte quasi nicht mehr exklusiv an Microsoft gebunden sein und bringt deswegen jetzt eine Amazon-Kooperation wieder ins Gespräch. Wir wissen, dass Amazon ja in der letzten Runde investiert hat und natürlich, weil sie sich Geschäft mit OpenAI versprechen. Nicht, weil sie es für ein schlaues Investment halten, sondern weil sie möchten, dass die AWS-Cloud auch zusätzlich genutzt wird oder dass OpenAI-Anwendungen auch die jüngsten Modelle in AWS laufen können und nicht nur in Microsoft. Da ist man jetzt nochmal sehr öffentlich als OpenAI und bringt das auch wieder. Das kommt aus einem Memo, wurde ja durchgestochen, dass ihnen das wichtig ist.
Also in Zusammenfassung von der heutigen Folge könnte man sagen, OpenAI ist ein schlechter Verlierer, die anderen sind schuld, also sowohl die anderen sind schuld und die anderen sind nicht besser als wir und Partner und Konkurrenten sind schuld. Das ist schon kein Zeichen der Stärke.
Apropos Stärke, nein, keine Kulturleinheit. Wie kommen wir jetzt da hin? Das dritte KI-Frontier-Lab, über das wir noch nicht gesprochen haben heute, das dritte Unabhängige ist ja XAI, was inzwischen Teil von SpaceX ist. Und da hat The Information neue Zahlen zusammengetragen, auch wieder aus internen Dokumenten irgendwie rausgepult. Und zwar glauben sie für das letzte Jahr jetzt den genauen Umsatz und die Adjusted Profits, also das Adjusted EBITDA. für die verschiedenen Business-Segmente von SpaceX zu haben. Ich hatte ja darüber gemutmaßt in einer letzten Sendung, ob wir beim Börsengang die Segmente sehen würden. Nach meinem Verständnis muss man die einzeln ausweisen, weil es so unterschiedliche Businesses sind, die alle irgendwie relevant sind. Und zumindest intern scheint es solche Aufstellungen zu geben. Und da sieht man, dass SpaceX letztes Jahr so ungefähr 19 Milliarden Umsatz gemacht haben. Ich glaube, wir hatten sie auch so in dem Bereich taxiert, also obere Zehner beim Umsatz, also 18,7 Milliarden, um genau zu sein. Davon entfällt zwei Drittel auf Starlink. Also Starlink macht 11,4 Milliarden Umsatz bereits. Das ist durchaus beeindruckend. Das Space-Launch-Business macht 4 Milliarden Umsatz. Also das ist im weitesten Sinne Weltraumlogistik. Ich bringe für andere Leute irgendeinen Kram ins Aal. Und das KI-Business, da war ich ja überrascht, soll 3,2 Milliarden Umsatz machen. Da müsste nicht nur XEI, sondern auch X aber mit drin sein, weil es gibt hier keine weitere Sparte X. Das heißt, GROK, XEI und X zusammen quasi macht alles ungefähr 3 Milliarden Umsatz, was ungefähr ein Zehntel von dem ist, wo die anderen Konkurrenten gerade liegen oder noch weniger, wenn man extra ausrechnen würde, die Werbegelder von X. So weit, so gut. Auch ganz interessant. Der Starlink-Umsatz wächst wohl mit 50% noch. Das ist natürlich gut so. Insgesamt wächst der Umsatz nicht so stark, aber Starlink immerhin, und das ist die profitabelste Sparte, kommt gleich drauf, wächst mit 50%. Das ist ein bisschen besser, als ich erwartet hätte. Und bei den Profits, beziehungsweise den Adjusted Profits, sieht man dann, dass Starlink von den 11,4 Milliarden Umsatz, ungefähr 7,2 Milliarden Umsatz, Adjusted Profit macht. Beeindruckend, das sind ja auch so rund zwei Drittel fast. Das Space Lounge Business macht einen Überschuss von 700 Millionen bei 4 Milliarden Umsatz. Und AI macht minus 1,2 Milliarden. Damit war SpaceX insgesamt, wie gesagt, bei 19 Milliarden Umsatz und 6,6 Milliarden Adjusted Profit, was natürlich hoch profitabel wäre. Das haben wir auch schon erwähnt in der Zukunft. Gleichzeitig habe ich ja gesagt, dass der Merger mit XCI SpaceX eigentlich in die roten Zahlen schleifen müsste. Jetzt ist XCI hier aber nur mit minus 1,2 Milliarden Adjusted Profits angegeben. Und das zeigt, also einerseits kann man das, was ich gesagt habe, als bestätigt sehen, weil die Information außerdem berichtet, dass SpaceX einen 5 Milliarden Verlust angeblich hat. im Jahr 2025 gemacht hat. Und jetzt fragt man sich, haben wir nicht eben gehört, sie machen 6,6 Milliarden Gewinn, jetzt machen sie angeblich 5 Milliarden Verlust. Und worauf das eben schließen lässt, ist natürlich, dass es sich hier um Adjusted Profits handelt. Und jedes dieser Geschäfte, sei es Starlink oder Space Launch oder AI, ist natürlich unheimlich CapEx oder Asset Heavy, also es kommt sehr stark auf Anlagen an, die abgeschrieben werden. Und im Adjusted EBITDA oder schon im EBITDA sind die Abschreibungen ja explizit ausgenommen. Also EBITDA steht für Earnings Before Interest Tax and Deappreciation oder Deappreciation and Amortization, so rum. Jetzt muss man eben davon ausgehen, dass, also wir wissen eigentlich, dass XAI einen negativen Cashflow von mindestens einer Milliarde pro Monat hatte. Also dass sie eher so zwölf Milliarden verlos. Und hier steht auch bei The Information, dass das AI-Business fast 14 Milliarden verbrannt hat. Das passt viel mehr zu den Zahlen, die ich gerade gesagt habe, nämlich eine Milliarde pro Monat. Die sind aber im EBITDA nicht drin, weil es Investitionen sind quasi. Die müsste man dann nicht erwähnen. Das heißt, tatsächlich macht AI dann aber zumindest einen negativen Cashflow von mindestens 10 Milliarden und würde damit sehr wahrscheinlich SpaceX ins Negative ziehen, wenn das nicht sowieso schon negativ wäre, weil natürlich auch Starlink oder Space Lounge Business Ebenfalls Investitionen, also der Ausbau von der SpaceX City, die Rampen bauen, die Starlink-Satelliten schreibt man sicherlich irgendwie über eine gewisse Laufzeit ab. Also das alles ist Investment-heavy und Cashflow-mäßig wird SpaceX wahrscheinlich noch nicht so viel positives Geld machen. Spätestens durch XCI sollte der Cashflow massiv negativ sein bei SpaceX. Und deswegen muss man sich jetzt auch 75 Milliarden an der Börse holen. Nehme ich an, zu einer sehr gönnerhaften Bewertung. Aber wir packen den Artikel in die Shownotes. Man braucht leider ein Abo, glaube ich, um das anzuschauen. Aber Information-Abo lohnt sich meiner Meinung nach immer. Das heißt immer, aber wenn man sich regelmäßig mit den Themen beschäftigt. Aber also die positive Nachricht sozusagen, wenn man Abschreibungen jetzt nicht betrachtet, dann wäre es insbesondere Starlink ein hochattraktives Business, wobei man jetzt auch wieder... wie die die interne Verrechnung machen zwischen Space Launch und Starlink. Also die Starlink-Satelliten mussten ja auch irgendwann alle ins All kommen. Und dafür scheinen mir jetzt die 5 Milliarden Kosten im Jahr fast ein bisschen niedrig zu sein, um das am Leben zu halten. Also wir werden sehen. Eigentlich kann man das erst beurteilen, nachdem man da auch das Cashflow-Statement sieht. Das EBITDA ist da wirklich kein, und erst recht das Adjusted EBITDA, ist da jetzt wirklich kein guter Anhaltspunkt. Punkt, zumal XCA ja auch hoch verschuldet war. Das heißt, es kommen auch noch Zinsen hinzu, die im EBITDA nicht drin sind. Insofern warte ich auf den IPO-Prospekt, der schon gefeilt ist. Der ist nur confidentially feilt. Das heißt, wir kennen ihn noch nicht, aber der müsste ja im Juni nächsten Monat, könnten wir ihn schon sehen, theoretisch. Dann wird ja bald das IPO angeleiert. Dann gucken wir das nochmal an. Aber meine Prediction wäre, dass diese Zahlen jetzt erstmal so stimmen für 2025, dass aber im quasi PPE-Cashflow oder Investment-Cashflow wird man zwischen 15 und 20 Milliarden negativen Investment-Cashflow haben. Und der wird den gesamten operativen Cashflow, den man mit Starlink verdient, auffressen, während KI eben zusätzlich hohe operative Verluste noch hinzubringt. Und das können wir dann überprüfen, wenn wir das sehen.
Was hätte Elon Floss gemacht, wenn er Twitter nicht gekauft hätte? Dann hätten wir wahrscheinlich jetzt eine AI-Company plus SpaceX zusammen.
Ja, also er hätte weniger politischen Einfluss gewonnen. Ich glaube, wir hätten gerade politisch, gesellschaftlich viele Probleme in einem geringen Ausmaß. Also es ist jetzt nicht, dass XR exklusiv für verantwortlich wäre, aber es befeuert das schon sehr stark. Und ich glaube, er hätte sich Ich glaube, X hilft so ein bisschen bei der Distribution von Grog. Aber ich glaube, vielleicht wäre es sogar so, dass man ohne X... Also wenn du Grog nicht so zu dem X-Kind gemacht hättest, würden nicht vielleicht sogar mehr Leute Elon Musk's Chatbot nutzen, wenn er nicht auf X laufen würde? Also die X-User, die auf Grog stehen, die hätten ihn auch so gefunden, würde ich behaupten. Also die wären auch so... zu grok.com gelaufen, wenn es in X nicht integriert gewesen wäre. Ich glaube, es war kein großer Vorteil, das zusammen zu machen. Ob die Realtime-Daten wirklich so wertvoll sind, wenn man überlegt, wie viel Shit auf X auch steht, ich weiß nicht.
Dann habe ich eben überraschend festgestellt, dass Coreweave ja schon ein Jahr an der Börse ist. Du hattest Secondaries und bist dann raus, oder? Ja.
Hier war die Geschichte nochmal. Genau, ich bin nach der Locker-Period raus und würde auch nicht nochmal wieder rein. Einfach gesagt, ich glaube CoreWeave ist ein börsennotiertes SPV. Wenn die KI-Industrie gut läuft, hast du ein Business mit relativ niedrigen Margen. Sollte es irgendwann zu Problemen kommen, irgendwie Bubble abflauen oder zerbersten, hast du eine Firma, die ganz schnell upside down liegt, glaube ich, oder tits up oder wie auch immer man es nennen möchte. Im Moment läuft es aber ganz gut für Corby, weil sie neue Deals mit Meta und mit Entropic angekündigt hat. Beides in zweistelligen Milliardenbeträgen. Wie gesagt, das ist gut, dass man weiter ausbaut. Man muss sich dafür auch weiter verschulden. Die Schulden wird man teilweise vielleicht mit den Partnern teilen. Also ich nehme an, dass CoreWeave sich nur noch beschränkt verschulden kann. Das heißt, wenn Meta mit CoreWeave was bauen möchte, also CoreWeave baut quasi die Rechenzentrum, die Meta dann mietet. CoreWeave behauptet, sie haben dafür super Software, Technologie und so weiter. Tatsächlich bauen sie einfach nur Datacenter. Und der Softwareanteil ist jetzt nicht super wertvoll, würde ich behaupten. Und deswegen sage ich, das ist so ein besseres SPP, was über Börse notiert ist. Es hilft den Firmen, aber es hat eine wichtige Funktion, nämlich dass Meta oder Entropic die Schulden nicht selber auf dem Balance-Sheet haben und sie können einfach das Datacenter mieten, statt es selber zu bauen. Vielleicht ist CoreWeave besser darin, Energie, den Platz für den Baugrund zu besorgen, das Bauen zu managen. Vielleicht ist das eine Skill, aber langfristig wird es dafür nicht viel Marge geben. Also ein besserer Immobilien-Developer zu sein, ist, glaube ich, kein spannendes Business, ehrlich gesagt. Sonst wird am Ende genauso zyklisch wie eine andere Immobilienentwicklungsbude funktionieren. Es gibt dafür auch zu viel Konkurrenz. Du hast ja noch Nebius, Crusoe, die großen KI-Anbieter, also die Big-Tech-Anbieter oder Hyperscaler, die selber Datacenter bauen. Ich wäre überrascht, wenn jemand da wirklich echte Margen, also Net Profits Margen von mehr als 15% mitmachen könnte. Und 15 halte ich schon für sehr hoch.
Ich verstehe nicht, also wie differenzieren die sich zu einem Hyperscaler, zu einem AWS? Zum Beispiel.
Gar nicht, oder? Du bist unabhängiger von Big Tech und vielleicht schaffen sie es manchmal ein bisschen günstiger. Das Ding ist, dass die Kapazität so knapp ist. Also der Bottleneck ist halt Strom und die Flächen und die Baugenehmigung, also die Fähigkeit, ein Datacenter wirklich zu errichten, sodass man es betreiben kann. Da laufen alle gleichzeitig. Sobald du es gebaut hast, kann jeder es gleich gut verkaufen, weil der Demand ist da. Entropic würde sofort mehr Rechenzeit anbieten, wenn sie könnten. Insofern, ich zweifle überhaupt nicht nach, dass es die Nachfrage gibt. Die einzige Frage ist, warum sollte jemand mehr als 15% Net-Profit-Marge damit machen und was passiert, wenn es mal nicht so gut läuft? Die großen KI, also du siehst ja jetzt schon, OpenAI hat so ein bisschen versucht, heimlich sein Stargate-Projekt in UK einzustampfen. Es verlassen ganz viele Leute aus dem Stargate, also aus dem Infrastruktur-Team. OpenAI, die sind zu Meta gegangen. Also die ziehen sich, ich behaupte, OpenAI zieht sich schon so langsam aus seinen 1,3 Billionen Investitionszusagen zurück. Also ich sehe die nicht in den nächsten fünf Jahren investieren auf dem Level, ehrlich gesagt.
Also zweite Sache, wo sie eigentlich mehr sein wollen, also ähnlicher sein wollen wie Anthropic, was sie eben noch kritisiert haben.
Genau. Also sie bauen immer noch viel mehr als Anthropic, das muss man auch sagen. Und Anthropic wiederum wäre, glaube ich, froh, wenn sie ein, zwei Gigawatt zusätzlich hätten gerade. Aber, ja, ja.
Kurze Werbeunterbrechung. Geld auf dem Girokonto liegen zu lassen, ist wie im schönsten Frühlingswetter drin zu hocken. Draußen blüht alles, die Leute sind aktiv und dein Erspartes vegetiert bei 0% Zinsen vor sich hin. Quasi finanzielle Stubenhockerei. Schick dein Geld lieber in die frische Luft. Das Scalable-Tagesgeld bietet dir 2,5% Zinsen pro Jahr, variabel, und anstatt monatelang auf Ergebnisse zu warten, gibt es die Zinsgutschrift jeden Monat. Du kannst deinem Kontostand also förmlich beim Aufblühen zuschauen. Dabei bist du maximal flexibel, es gibt keine Mindesteinlage und die Zinsen gelten auf unbegrenztes Guthaben. PrimePlus Kunden erhalten bis zu 5x 100.000 Euro gesetzliche Einlagensicherung durch entsprechende Verteilung auf die Scalable Capital Bank und aktuell 4 Partnerbanken. Und sogar für die Jüngsten gibt es den Zinsfrühling auf den Scalable Kinderkonten. Die genauen Konditionen und Infos zur Guthabenverteilung findest du unter scalable.capital.com und über den Link in den Shownotes. 2,5% Zinsen pro Jahr bei Scalable Capital. Jetzt Konto eröffnen, alle Infos auf scalable.capital. Disclaimer, Kapitalanlagen bergen Risiken, ist keine Anlageempfehlung, sondern eine Werbung für unseren Partner Scalable. Und nun viel Spaß mit der weiteren Folge, Werbung Ende. Dann haben wir eine ganz gut passende Hörerfrage bekommen. Und zwar stehen ja die großen AI-Börsengänge an, wie wir seit ein paar Folgen immer wieder besprechen.
Und die Kapitalisierung wird natürlich in den MSCI World fließen.
Also im MSCI World, in dem jetzt gerade die Big Tech ganz oben sind, weiß jeder, ich als ETF-Sparer habe auf jeden Fall Nvidia und alle Big Tech ganz viel in meinen ETFs. Und der Hörer fragt, ob das jetzt entweder positiv sein kann oder auch ein Risiko, gegen das man sich sogar vielleicht absichern müsste. Also man nehme mal an... SpaceX, OpenAI, Anthropic und noch ein paar andere machen ein IPO, dann erscheinen die wahrscheinlich relativ weit oben auf der Liste von Firmen, die in MSCI World und den anderen ETFs drin sind. Und wenn die auf einmal nichts mehr wert sind, dann ist mein ETF auch weniger wert. Ist das was, was man absichern muss? Oder ist das Grundprodukt eigentlich ETF eh schon sicher genug in so einem Fall?
Ja und nein. Also es verstößt natürlich gegen die Logik von ETFs oder von breitstreuenden ETFs, dann doch so Einzel-Gambles zu treffen. Und sei es nur, dass ich mich absichern möchte. Also wenn ich jetzt einzelne Titel diskriminiere, mache ich auch schon einen Fehler gegen die wissenschaftliche Theorie. Weil es könnte ja sein, dass KI der Megatrend ist, der diese Unternehmen noch wertvoller und mächtiger macht. Und dann hätte ich das Falscheste getan, was ich hätte tun können. nämlich ich habe explizit die Unternehmen, die einen Großteil der Entwicklung treiben würden, aus meinem Portfolio. Das ist ein Szenario. Es gibt natürlich das Szenario, was hier das Befürchtete ist, nämlich an, dass KI eine Riesenblase ist, diese Unternehmen kollabieren werden. Und dann habe ich das mitgetragen, weil die Grundannahme ist, dass wenn diese Unternehmen jetzt alle für mehr als eine Billion an die Börse kommen, davon kann man ausgehen, dass sie so um die eine Billion erreichen werden. SpaceX möchte ja sogar zwei Billionen haben, wenn man das als KI-Firma sehen möchte. Und Man kann ganz rund daummäßig rechnen, eine Billion ist ungefähr ein Prozent des MSCI World. Also Nvidia ist vier Billionen wert, hat ungefähr fünf Prozent Anteil. Apple ist 3,7 Billionen wert, hat ungefähr 4,7 Billionen Anteil. Also 1,2 mal die Marktkapitalisierung wird ungefähr die Gewichtung im MSCI World sein. Ähnliches gilt für Nasdaq und S&P 500. Nasdaq könnte es bis zu 4-5% sein sogar. Das hängt davon ab, wie man jetzt die Regeln ändert. Für S&P 500 müssten die Firmen eigentlich profitabel sein. Das wird SpaceX jetzt nicht sein nach Gap, glaube ich zumindest. Oder es wird schwer nach Gap profitabel zu werden. Vielleicht wird man auch da noch die Regeln locken. Aber man kann so oder so sagen, dass die sehr, sehr mit hohen Gewichtungen in diese Indizes reinkommen werden mit dem Börsengang oder kurz darauf. Und jetzt befürchten natürlich Menschen, dass sie dadurch ungewollt zum Wagniskapitalfinanzierer in KI werden. Wie gesagt, gleichzeitig muss man sagen, sie erwerben damit aber auch die Chancen, am KI-Wachstum, wenn das alles gut geht, zu partizipieren. Deswegen würde ich prinzipiell davon abraten, das aktiv zu managen. Ich könnte mir vorstellen, also ich bin fast verwundert, warum es das noch nicht gibt, aber dass Anbieter so MSCI World ex-KI bauen oder so, also ohne KI. Ich kann mir schon vorstellen, dass es die Nachfrage gibt. Und dann könntest du quasi sagen, ich baue einen MSCI World, aber ohne die jüngsten IPOs. Ohne IPOs gibt es vielleicht sogar schon, weiß ich gar nicht. Aber jede Firma hat ja mal ein IPO gemacht irgendwann. Aber das wäre eine Möglichkeit. Ansonsten kann man natürlich aktiv die Firmen, die man nicht mag, shorten. Aber das ist ein Verstoß gegen die Logik. Ja, das ist so ein bisschen, als wenn du ein Breitbandantibiotikum nimmst, aber dann wieder einzelne Funktionen deaktivierst. Das ist nicht die Logik, warum du das Breitbandantibiotikum nimmst. Also du nimmst das, weil das der überlegene Ansatz ist und sollten die fallen, sinken die Gewichte. Also wenn die sich jetzt halbieren, dann sinkt das Gewicht ja auch wieder und vielleicht würde dann ein Alphabet gewinnen und das möchtest du ja wiederum haben, vielleicht. Also ich würde da doch eher zum Nichts tun handeln und Wie gesagt, im schlimmsten Fall ist das Klumpenrisiko dann 4 bis 5 Prozent, schätze ich. Also alle drei zusammen werden vielleicht so 4 bis 5 Prozent im MSCI World einnehmen. Also wenn die sich halbieren sollte, dann hättest du 2,5 Prozent Rendite verloren in einem Jahr mal. Während der Rest vielleicht dann auch schlecht laufen würde, weiß man nicht. Ich würde es tatsächlich nicht zum Handeln nutzen. Und wenn, wäre so das beste Korrektiv tatsächlich... einen Short zu kaufen. Aber das ist auch gefährlich, weil du wirst viel Volatilität haben. Das macht die Optionsscheine einerseits relativ teuer. Andererseits kann es halt sein, dass die ganze Retail-Nachfrage und die Marktenge, also dass es wenig Liquidität gibt. Es wird wenig Aktien, die man kaufen kann, geben. Das heißt, wenn jetzt genug Leute SpaceX auch noch bei 3 Billionen kaufen wollen, dann könnte das den Kurs durchaus dahin treiben. Deswegen würde ich aktiv nicht dagegen wetten, ehrlich gesagt. Also Der Sinn des MSCI World ist wirklich, dass man keine eigene Einschätzung der Marktlage oder einzelner Unternehmen trifft, sondern man kauft den Markt, man kauft ihn weltweit, um auch nicht von den USA abhängig zu sein. Ja, ich würde da wirklich eher zum Stillhalten aufrufen, einfach weil es der wissenschaftlichen Theorie und Strategie entspricht. Alles, was man darüber hinaus macht, ist letztlich Timing the Markets und dass das Individuen nicht besser können als der MSCI World, ist eigentlich Grundlage des Konzepts, wie gesagt.
Und dann ein bisschen News aus der deutschen AI-Welt. Aleph Alpha und Cohere wollen wohl fusionieren. Wobei ich eine Fusion, also ein Merger auf Augenhöhe ist das doch nicht. Meine Interpretation wäre jetzt eher Fireside.
In der Dorfdisco nennt man das Rollenschießen oder Resterficken, glaube ich. Aber es ist jetzt kein Merger von zwei starken Kandidaten, würde ich mal sagen. Kohir hat man lange nichts mehr gehört, aber ist jetzt auch nicht mehr im Rennen um die besten Modelle, ehrlich gesagt. Ja, Firesail trifft es vielleicht ganz. Also ich nehme an, hier wird von einer Fusion gesprochen. Ich glaube, es wäre schon eher... eine Übernahme von Aleph Alpha durch Kohir.
Also Kohir muss doch mindestens zehnmal so viel wert sein.
Ja, so sieben Milliarden war, glaube ich, die letzte Bewertung von Kohir. Aber dass sie seitdem keine Runde mehr geraced haben, sagt auch schon einiges. Also sagen wir mal so, vielleicht schafft es Lidl, Aleph Alpha noch abzustoßen an Kohir. Keine Ahnung, was die damit wollen, ehrlich gesagt. Möchtest du den Übernahmepreis? Ich habe das Gefühl, den werden wir nie erfahren. Es sei denn, jemand sticht den durch. Aber was glaubst du, was so ein Übernahmepreis sein könnte?
Ich glaube, man versucht das zu verkaufen, dass man so... Gesichtschonend und mehr oder minder mit einer schwarzen Null die ganze Sache abschreiben kann.
Das heißt, man sagt, ihr müsst uns 500 Millionen geben und dafür wird Lidl schwarz bei euch aber in Zukunft noch 300 Millionen ausgeben? Oder damit es ein Face-Saving-Exit wird?
Ja, irgendwie sowas.
Schlau für die VCs, die sich da alle früh genug verabschiedet haben, muss man sagen.
Bin ich Schmuddelecke. Wo war ich die? Also die erste News, finde ich, die hätte es auch weiter nach oben geschafft.
Ja, nee, nee, wirklich schmuddelig ist das nicht. Aber ich habe das Gesicht gesehen, dann dachte ich gleich wieder, muss da hin. Wir hatten ja schon darüber berichtet, dass Mark Zuckerberg so eine Art Assistenten, KI-Assistenten bauen wollte. Und da hatte ich noch so den Eindruck, es ginge hauptsächlich um jemand, der ihm zur Seite steht. Und so haben wir das damals auch eingeordnet, dass die Mitarbeiter bekommen jetzt alle ihre KI-Assistenten und er selber kriegt auch einen CEO-Bot, der ihm dann als Sparring-Partner dienen kann. Inzwischen schreibt die Financial Times zuerst, dass es aber tatsächlich eher um so eine Art 3D-Avatar von ihm gehen soll.
Hat er die Reality-Labs doch noch nicht abgeschrieben.
Irgendwas muss ich auf diese 88 Milliarden doch noch machen, die ich da versenkt habe. Und jetzt gibt es einen AI-Powered-3D-Character, der fotorealistisch sein soll. Und mit dem können dann in seiner Abwesenheit seine Mitarbeiter chatten. Also die, die noch übrig geblieben sind. Weil der Markt vielleicht nicht immer verfügbar ist, der wird trainiert auf seinen historischen Aussagen. Und wenn du dann komplett seelenlose Einschätzungen haben möchtest, was der schlechteste CEO aller Zeiten, nicht der schlechteste, aber einer der unberatendsten CEOs aller Zeiten dazu meinen würde, dann kannst du als Meta-Mitarbeiter den Markt botten. würde so gerne, also wenn irgendjemand das weiß, wie der genannt wird intern, über die Information würde ich mich sehr treuen. Wie denn jetzt mal Tomatenmark?
Ich glaube, der...
Oder Rückenmark.
Was jetzt von Rückenmark? Ich glaube, wenn du den provozierst, dann fängt er irgendwann das an zu sagen, was er immer auf der Visitenkarte stehen hatte.
Beim CEO-Bitch?
Ja, genau.
Die Witze schreiben sich ja von alleine. Aber schon ein geiles Verständnis von Mark Zuckerberg, dass er glaubt, dass das, was sich seine Mitarbeiter wünschen, ausgerechnet ein Bots ist, also wie sie mehr mit ihm reden können, wenn er gerade nicht im Haus ist.
Na, ich habe das so gelesen und habe gedacht, eigentlich gar nicht so eine dumme Idee. Er ist ja noch einer der wenigen Founder-CEOs von diesen Tech-Firmen. Und wenn du mit anderen redest, zum Beispiel mein MBA-Kumpel, der bei Amazon war, der hat immer wieder erzählt, dass es halt Jeff Bezos immer wieder als Beispiel, als Vorbild und so weiter gesehen hast. Wenn du dir so den deutschen Mittelstand oder irgendwie so anguckst, Familienunternehmen, irgendwie in der zweiten Generation, dritte Generation, die reden oft davon, ja, wie hätte Papa, wie hätte Opa das entschieden? Und so einen Charakter da zu haben, mich würde jetzt nicht wundern, wenn als nächstes Apple rauskommt und sagt, wir haben jetzt hier die Steve Jobs Charaktere nochmal irgendwie entwickelt und lassen viele Sachen von dem challengen.
Also zwei Sachen. Du sagst ja schon richtig, das ist eigentlich doch genau das, was hier Reality Labs mal gemacht hat. Und dann musst du auch sagen... Die haben das in der echten Welt mit verschiedenen Unternehmen und Creatoren gemacht. Es hat nicht funktioniert. Niemand wollte es haben. Warum glaubst du dann, dass es in deiner Firma funktioniert? Und das Zweite ist, ich kann nicht einschätzen, ob es bei Meta wirklich noch Mitarbeiter gibt, die so vernaht in Marc sind, dass sie gern mit ihm reden möchten und die voller Überzeugung danach arbeiten und tatsächlich glauben, das Richtige zu tun. Stimmt. Was ein bisschen dagegen spricht, ist jetzt rein anekdotisch, aber auf Reddit ist gerade, nicht auf Reddit, auf einer Plattform, die Blind heißt, hat sich gerade ein Mitarbeiter geäußert und Folgendes geschrieben. Also das spricht eher dafür, dass Leute so ein bisschen die Connection zum Chef verloren haben, eventuell, oder zu der internen Politik. I remember when being a Facebook-Engineer, in Anführungsstrichen, was very well respected. It meant you had strong problem-solving skills, top-tier technical skills, And there was even growing concern because the top graduates from Ivy League schools were all getting lured by Facebook SWE offers instead of maybe more noble paths like medicine. Those guys got lucky with timing compared to me. I worked just as hard to get this offer and then to stay here for one plus year. Also ich kürze das mal ab, weil es relativ weiter noch geht. Also er sagt quasi, früher war Facebook-Engineer zu sein mal eine Auszeichnung, dass du einer der Besten warst. Inzwischen sind es nur, in Anführungsstrichen, billige H1B-Ausländer und Virgins, also irgendwie jungfräuliche Entwickler, die kaum duschen. zur Arbeit auftauchen und alle anderen werden irgendwie entlassen. Und das spricht so ein bisschen dafür, dass die Selbstidentifikation des Technical Staff bei Meta jetzt nicht mehr so großartig ist. Aber fairerweise muss man auch sagen, das ist jetzt eine Stimme, aber vielleicht trotzdem indikativ dafür, wie es läuft. Shamad erklärt uns aber, wie das in Zukunft überall so sein wird. Dass es so ein Divide geben wird zwischen Leuten, die eben KI nutzen und super super erfolgreich werden und dass andere sich eben sehr stark zurückgelassen fühlen werden oder einfach nur die Jahre zählen, bis sie mit dem 10% Jobcut oder 20% Jobcut auch wegrationalisiert werden.
Das zeigt ja so ein bisschen, was passiert, wenn du einen Job hattest, der sehr, sehr wichtig war und auf einmal durch die KI ersetzt wurde.
Es wurde auch niemand durch die KI ersetzt bei Meta. Das ist doch... Also, die mussten gehen, weil sie fairerweise zu viele Leute geiert haben und jetzt Meta noch mehr Datacenter bauen wollen. Deswegen mussten sie 16.000 Leute entlassen. Ich glaube nicht, dass Meta in einem Jahr 15% oder 20% der Jobs mit KI wegrationalisiert hat, ehrlich gesagt.
Also ich denke auch, dass KI die beste Ausrede ist, um Leute zu entlassen. Aber wenn diese Jobs nicht die sind, die von KI ersetzt werden, welche werden dann ersetzt? Und was ist dann das Narrativ? Und es ist ja schon so, dass ich links und rechts Leute höre, die sagen, ey krass, was ich jetzt hier als Product Owner auf einmal alles bauen kann. Also irgendwo in der Mitte muss dann die Wahrheit sein zwischen, ich bin jetzt in der Lage eine App zu bauen, ohne dass ich entwickeln kann und ich war Entwickler, der früher irgendwie ein paar Sachen released hat und damit super Geld verdient habe.
Ja, also um das differenziert zu betrachten, müsste man halt eine Matrix bauen zwischen, bist du Entwickler, arbeitest du in Tech oder hast du einen anderen Job? Und dann wiederum auf der anderen Skala quasi arbeitest du in einem Startup, in einem schnell wachsenden Tech-Unternehmen oder in einem öffentlichen Institutionen oder privaten herkömmlichen Unternehmen. Und dann kannst du für jeden dieser neuen Quadranten oder nicht Quadranten, sondern für jeden dieser neuen Areas kannst du eine Hypothese treffen. Aber dafür haben wir heute keine Zeit.
Ja, deswegen gehen wir lieber in die noch dreckigeren Themen.
Und zwar am 10. April, das ist schon ein bisschen her, am Wochenende, wurde klar, dass der Iran die Straße von Hormuz teilweise öffnet, aber nur für Räder, die bereit sind, einen Zoll zu bezahlen. Also das, was man im Suezkanal oder Panama-Kanal auch zahlt, wenn man da durchfährt, da dachte der Iran, das ist doch eine gute Idee. Warum sind wir da vorher nicht drauf gekommen? Wir können doch diese Meerenge monetarisieren. Und das Spannende ist, dass sie einem schönen Vorurteil damit gerecht geworden sind, nämlich, dass sie die das Geld natürlich in Krypto akzeptieren. Weil wir wissen, dass Krypto hauptsächlich von Kriminellen, der Vorwurf, sagen wir mal, ist ja immer, dass es nur von Kriminellen und Terroristen genutzt wird. Und wie schön, dass der Iran jetzt beschließt, den Brückenzoll, den mehrengen Zoll, den Passierzoll da in Krypto einzusammeln. Das sorgt natürlich dafür, dass man es im internationalen Zahlungssystem nicht nachvollziehen und boykottieren kann wiederum. Und gleichzeitig, dass wer immer dieses Geld einnimmt, überhaupt nicht nachvollziehbar ist, ob das in öffentlichen Kassen im Iran landet oder die Exit-Strategie für die Mullahs ist, um woanders schön zu leben mit den Kryptodaten. Das weiß man also nicht. Das ist der große Vorteil von Krypto. Wir wissen inzwischen, hat eines der brightest minds of our times, Donald Trump, sich diese Idee abgeguckt und gesagt, Moment, wenn die dann Zoll kassieren, warum kassieren wir keinen Zoll und machen die Meerenge eigentlich dicht? Wir haben da doch jetzt auch schon so viele teure Flugzeugträger hingeschickt und Milliarden von Dollarn verbrannt. Jetzt können wir die Meerenge doch auch mal kassieren. Wir wissen noch nicht, ob man das mit dem World Liberty Financial Token bezahlen muss, also mit Trumps Family Token bezahlen muss, wenn man da durch muss. Das werden wir erst noch erfahren. Aber dazu passt ganz gute Nachricht von Bloomberg. Und zwar gibt es da jetzt wohl auch Querelen innerhalb dieses, in Anführungsstrichen, Fintechs. Und zwar einer der Gründungsinvestoren, der durchaus umtriebige Fintechs, Investor Justin Sun äußert sich jetzt sehr kritisch darüber, wie World Liberty die eigene Liquidität managt, dass sie sich Geld borgen gegen die eigenen Krypto-Holdings quasi. Und er spricht da quasi davon, dass er und andere Gründungsinvestoren alle verarscht werden. Surprise, du hast dich mit der Trump-Familie eingelassen in einem Krypto-Venture, was keinerlei sinnvolle Basis hatte, nach meiner Leiheneinschätzung zumindest. Bist jetzt enttäuscht, dass du da irgendwie veräppelt wurdest. Wir packen Artikel in die Show-Notes, ansonsten verdient das nicht mehr Aufmerksamkeit, finde ich. Stattdessen, du hast vorhin gesagt, wir widmen uns der Bunte und jetzt wird es wirklich ein bisschen Boulevardesque. Also und wir machen es auch entsprechend schnell. Hat eins, der Basti, der Basti wird Gründer. Und zwar soll Sebastian Kurz, ehemaliger Kanzler von Österreich und Vertrauter von Peter Thiel, jetzt sein eigenes Cyber Security Startup aufbauen. Da geht es um KI in der Box, habe ich verstanden. und um den Schutz vor Cyberangriffen. Das soll explizit ein europäisches Startup sein. Wie gesagt, er hat aber gute Verbindungen zu Peter Thiel mutmaßlich. Und viel Glück dabei. Ich würde mal darauf wetten, dass das kein großer Player wird. Wobei natürlich die Kontakte in Politik und Unternehmen ihm dabei helfen werden, das zu vertreten. Und ansonsten wird er sein Netzwerk zu nutzen wissen, um vielleicht diese Software zu vertreiben. Ich nehme an, also er hat mich bisher nicht als großartiger Softwareunternehmer beeindruckt. Insofern gehe ich davon aus, dass es eher seine... sein Kontaktbuch ist, was da der Asset sein könnte, den er mitbringt, neben seinen internationalen Kontakten. Und dann, ja, wie fangen wir das an? Heute Morgen habe ich LinkedIn aufgemacht und die erste Nachricht, die mich erreicht hat mit 5000 Likes, ist ein Video von dem Hollywood-Schauspieler Jude Law. der Werbung für das Legal Tech Startup Legora. Legora ist der größte Konkurrent, eine Firma aus Schweden, größter Konkurrent von dem US-Unternehmen Harvey. Beide optimieren oder versuchen KI für die Legal Branch zu bauen, also für Organe der Rechtspflege im weitesten Sinne, einfach gesagt Anwaltsbüros. Und Jude Law macht jetzt Werbung für Legora, obwohl er in seinem ganzen Leben noch nie einen Anwalt gespielt hat. Habe ich recherchiert. Verstehst du den Match da?
Äh, ja. Noa, guter Name.
Also, verstehe. Es geht also allein um den Namen Jude Law. Dann ist es natürlich ein großer Banger. Ich habe kommentiert, dass ich traurig war, dass sie nicht Judge Reynolds genommen haben. Das ist der Schauspieler, der mit Eddie Murphy in... Wer ist das? Hollywood Cop? Wie heißt der Film? Wer ist denn das Ding? Beverly Hills Cop heißt es. Beverly Hills Cop, der heißt nämlich Judge Reynolds. Der Schauspieler, der weiß von beiden, einfach gesagt. Wäre vielleicht auch gut gewesen, aber der sieht nicht mehr ganz so gut aus wie Jude Law, andererweise. Ähm... Also es ist ein bisschen, würde ich auch sagen, riecht ein bisschen bubblig dabei, wenn Hollywood-Schauspieler Werbung für KI-Firmen machen. Auch sowas hat man in den 2000er Jahren öfter gesehen.
Aber das ist wahrscheinlich jetzt der absolute Money-Grab für alle, die mal irgendwie einen Anwalt in irgendeiner Serie oder Film gespielt haben.
Oder Leute, die den Ruf haben, was von Tech zu verstehen und jetzt sich vor Dell-PCs setzen, um dann mit dem Edge-Browser den Co-Pilot ein bisschen zu testen.
Wenn man so eine Kampagne macht, muss man dann vorher irgendwie alle Apple-Produkte aus Instagram löschen oder wie funktioniert das?
Ich habe mir mal erklären lassen, Authentizität ist überschätzt. Es geht allein um Reichweite. Und das Gute ist, dass Reichweite die meisten Leute nicht messen können, sondern da blind irgendwelchen Followerzahlen vertrauen. Achso, aber warte mal, kann man da nicht gucken. Also Hintergrund ist, wir werden den Namen nicht nennen, aber ein berühmter TV-Entertainer hat gerade einen lukrativen Werbedeal mutmaßlich mit der Firma Dell gestrikt, wie sagt man das, eingefahren.
das nicht, ey.
Ich muss das ja immer im Cognito-Browser öffnen, weil ich geblockt bin und das sonst nicht sehen kann, aber... 150 Likes, 30 Kommentare. Ja, Kommentare, ein bisschen kritisch, habe ich auch das Gefühl. Ich mag aber sein neues Outfit, muss ich dazu sagen. Glückwunsch.
Was ist das? Mehr Tischtennis-Look, weniger Skateboard.
Ist mehr so Südafrika-Safari-Look als das sonstige Nerd-Outfit.
Ach krass, ist das eine Werbekampagne für Outfittery oder was ist das?
Kann auch sein. Steht immer gut, würde ich sagen. Macht ein bisschen zu blass, würde ich sagen. Können wir auch vielleicht noch so einen türkisen Touch mit reinbringen. Aber wie auch immer, wo waren wir? Eigentlich wollten wir über...
Und Apple Watch liegt ja auch nicht mehr. Was ist da los?
Ja.
Ja, also MacBook sehe ich jetzt nicht mehr auf Insta.
Er hat bestimmt sein ganzes Apple-Setup eingetauscht für sein Samsung-Handy, für das er Werbung gemacht hat und der Laptop. So, Schluss jetzt. Wir reden über, also man muss sich schon überlegen, wo jetzt der Fit zwischen Jude Law und Legora wirklich ist, ob das das beste Werbegesicht ist. Also es bringt Aufmerksamkeit, das hat funktioniert, wir haben ja drüber geredet, insofern vielleicht doch eine gute Kampagne, wenn es nicht so teuer war. Zur Vorgeschichte gehört vielleicht, dass auch Legora und Harvey Unternehmen sind, die ein bisschen zu sehr vielleicht in Richtung der Konkurrenten schauen. Das Vorbild Harvey, was ja nach der Figur mutmaßlich Harvey Specter in der US-Anwaltsserie Suits benannt wurde, hat sich den Originalschauspieler Gabriel Macht, der wie ich heute gelernt habe übrigens der Sohn von Steven Macht ist, ebenfalls bekannter Schauspieler, Auf jeden Fall haben sie quasi das Original Harvey geheiert als Testimonial, was natürlich schon fast, also ein bisschen sinnvoll erscheint. Ob dann Jude Law zu heiern die richtige Replik darauf ist, bin ich mir nicht so sicher. Aber vielleicht... Du kannst natürlich sagen, dass diese Dienstleistungen so austauschbar sind, dass es dann am Ende eben doch um Taste und Flavor und so ein bisschen Ideologie oder Fandom dahinter geht. Ich fände es schwer, jetzt jemandem zu erklären, warum eine Lösung da besser sein sollte, als die andere. Dazu bin ich natürlich auch zu weit weg vom Produkt, um das einschätzen zu können. Aber wenn man davon ausgeht, dass das relativ commoditized und differenzierte Software ist am Ende, dann kann man natürlich sagen... dann würde man das so wie jedes andere Konsumprodukt auch mit Gesichtern aufladen. Und im Zweifel ist das ja gut für B2B-Influencer. Alex Graf hat mich als B2B-Influencer verleumdet in einem seiner letzten Podcasts. Insofern sehe ich da einer vor allen Dingen lukrativen Zukunft entgegen.
Sorry, ich habe dir gerade nicht zugehört. Ich habe gerade ein Video geschaut, wie jemand an Skateboard-Tricks mich gestanden hat. Das läuft ja in Zeitlupe. Da ist schon ein bisschen Skill dabei, aber... Ich würde mich halt mit dem Leben Alter nicht mehr aufs Skateboard stellen.
Sondern hinter der Tischtennisplatte.
Ja, also auch die Tischtennisplatte kommt aus dem Büro, denn Daniel hat mich gestern am Tischtennis abgezogen. Ich habe jetzt keinen Bock mehr.
Wird verbrannt auf dem Hof.
Ja.
Wenn du eine Mahagoni-Tischtennisplatte haben möchtest, die 68 Kilo wiegt, dann kann ich bei Glückler abholen.
200. Vielen Dank gehen raus an die super drei Jungs, die mir geholfen haben, das Ding hier rüberzutragen, aber ja, das Ding muss weg. Das Ding muss weg. So, und jetzt geht's ab zum Letzten.
Oder willst du da noch was zu sagen? Eine zweite Sache, über die ich auf LinkedIn gestolpert bin, und zwar bei Simon Faut, ist, Der hat entdeckt, unter anderem in einem Artikel vom Guardian, dass Axel Springer, ich würde behaupten relativ heimlich, zumindest habe ich ihn irgendwo anders gesehen, seine journalistischen Grundsätze verändert hat. hat Springer ja immer so ein paar unabänderliche oder vermeintlich unabänderliche Maßstäbe gehabt, und zwar, dass sie prinzipiell für Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und ein vereinigtes Europa eintreten, dass sie das jüdische Volk unterstützen und das Existenzrecht des Staates Israel nicht nur nicht infrage stellen, sondern explizit unterstützen. Das erklärt auch so ein bisschen die Berichterstattung sicherlich. Das müsste man eigentlich so ein bisschen als Beipackzettel hinzubekommen, wenn man Bild oder Welt liest, aber man geht natürlich davon aus, dass die Leute es Wir befürworten das transatlantische Bindnis. Also man ist quasi Transatlantiker. Europa und Amerika sollten quasi zusammenarbeiten. Wir setzen uns für freie und soziale Marktwirtschaft ein. Und wir lehnen politischen und religiösen Extremismus und jede Art von Rassismus und sexueller Diskriminierung ab. Das waren die fünf Grundsätze. Und da gab es jetzt kleine aber feine Veränderungen, hat man festgestellt. Und zwar die Essentials nennt man das übrigens. Also die essentiellen Glaubensgrundsätze füge ich jetzt mal an. Und zwar ist das eine, dass man die Unterstützung des Vereinigten Europas rausgenommen hat. Das scheint quasi nicht mehr Grundideal der Berichterstattung bei Springer zu sein, dass man ein Vereinigtes Europa glaubt. Bin gespannt, wie sich das demnächst widerspiegeln wird. Man konnte das schon so ein bisschen daraus ablesen, dass man in der Welt vor den Wahlen in Ungarn durfte nach Elon Musk auch Viktor Orban, einen Meinungsartikel schreiben. Ich will nicht sagen, dass das per se falsch ist. Natürlich, also auch Menschen, die gegen Europa sind, finde ich, sollten die Möglichkeit bekommen, ihre Argumente darzulegen. Insofern, ich finde weiterhin diese, vor allen Dingen auch Von der Schöpfungshöhe, schlechte Meinungsposition von Elon Musk, viel schlimmer. Ehrlich gesagt nicht, weil es Elon Musk ist, sondern weil es einfach auch schlecht war, typischerweise. Das von Orban habe ich nicht gelesen. Aber ich will nur sagen, auch jemand, der gegen Europa ist, muss das ja irgendwo äußern können. Zumindest ist das meine Auffassung. Dass man die Bekenntnis zum Vereinigten Europa jetzt gestrichen hat bei Springer, würde ich jetzt allerdings nicht unterstreichen. Zumal das natürlich gegen das ist, was ursprünglich sich der Gründer des Axel Springer-Konzerns, Axel Cäsar Springer, höchstwahrscheinlich gewünscht hätte. Insofern ist das schon eine Zäsur wahrscheinlich, obwohl auch das, wie gesagt, kann jede Zeitung natürlich für sich entscheiden, ob sie das weiterverfolgen, was ihnen mitgegeben wurde. Und das andere ist, dass man in dem Artikel, wir setzen uns für eine freie und soziale Marktwirtschaft, das Soziale gestritten hat. Da steht jetzt, wir vertreten die Prinzipien der freien Marktwirtschaft. Also das klingt so ein bisschen nach, wir gehen von einer sehr deutschen Interpretation in eine eher libertäre Interpretation der freien Marktwirtschaft. Hineins haben sie noch ein paar andere Formulierungen geändert. Wir können das in den Schonungs packen, wer das nachlesen musste. Wie gesagt, man kann das schon ein bisschen erahnen. Bei Orban geholfen hat es ihm nicht. Aber man sollte das vielleicht bedenken, wenn man Presseprodukte des Springer Verlags in Zukunft liest, dass das sozusagen zum Kontext gehört, dass sich da die Grundeinstellung auch so ein bisschen geändert hat. Und während man ja immer darauf denkt, besteht, dass man in journalistische Freiheit oder redaktionelle Freiheit nicht eingreifen würde, sind diese Essentials eben doch die Leitlinien, nach denen sich der Verlag richtet. Und insofern ist das schon eine Zäsur. Ansonsten passiert das in dem Zusammenhang, dass der Springer Verlag gerade in UK den Telegraph zukauft oder Bias den Telegraph zu kaufen. Das müsste eigentlich closen demnächst für 660 Millionen Euro. und sich weiter in den USA umschaut, um so ein transatlantisches Netzwerk aufzubauen.
Ich habe gelernt, dass der Springer Verlag wohl Werte hat.
Danke dafür. Ja, wie gesagt, die werden aufgeweicht oder verändert zumindest. Aber vielleicht Die Bibel, das Wort Gottes, wird auch regelmäßig neu interpretiert. Also vielleicht muss man hier das, wofür der Gründer mal gestanden hat, auch neu interpretieren. Man weiß es nicht.
Jeder Tag ist ein guter Tag, um so ein Abo zu kündigen.
Das ist auch so. Allein damit die wenigen verbleibenden guten Journalisten sich irgendwann in bessere Obhut begehen können oder auch selbstständig machen können. Schöne Grüße. Und ansonsten, definitiv Was ich mit viel Freude, wir sollen mehr positive Sachen, habe ich mehrmals gehört diese Woche. Und eine Sache, die mich wirklich zutiefst erfreut, ist, dass Viktor Orban von einer Zweidrittelmehrheit fast aus dem Amt verdrängt wurde. Es ist insofern auch ein bisschen problematisch daran, weil es natürlich der Beweis ist, dass selbst wenn man solche Leute an der Macht haben, die aktiv versuchen schon die Demokratie zu zersetzen, dass die Demokratie dann trotzdem stark genug ist, das zu schaffen. Ob das gut ist, dass Viktor Orban jetzt 16 Jahre dafür Ungarn regieren durfte und der EU wirklich nicht nur das Leben schwer gemacht hat, sondern sicherheitspolitisch zu unmöglichen Situationen geführt hat und so weiter. Da quasi als Laus im Pelz von Europa, von Putin, zumindest beeinflusst würde ich mal sagen, agiert hat und wirklich fast jegliches Handeln sabotiert hat auf EU-Ebene. Das ist es einerseits, ich will nicht sagen, das ist nicht wert. Das heißt, ich befürchte, das könnte sogar Leuten so ein bisschen Rückenwind geben, die sagen, deswegen sollte man dann auch die AfD mal mit regieren lassen. Da bin ich ausdrücklich nicht dafür. Aber ich befürchte, das könnte man so ein bisschen als Argument nehmen, dass die Demokratie am Ende ja so wehrhaft ist, dass sie jemanden wie Orban nach nur 16 Jahren dann doch aus dem Amt gewählt hat. Aber vor allen Dingen, jetzt ohne die Problemseherei, ist es natürlich was, was sehr zu befürworten ist, was uns in der EU mehr Freiheit gibt, so wäre es der andere Sternfried, da die Slowakei ist, glaube ich, noch ein bisschen anstrengend, wenn ich mich nicht irre. Aber ansonsten ist das erstmal ausschließlich positiv zu werten. Interessant dabei, wir wissen nicht, was die Auswirkung von dem Springer-Editorial war, das in der Welt erschienen ist, aber es gibt wohl Polster, also Umfrageinstitute, die ermittelt haben, dass der Auftritt zusammen mit J.D. Vance ihn 3% der Stimmen gekostet hat. haben soll. Also so patriotisch sind echte Faschisten dann doch noch, dass sie merken, dass wenn die USA uns unterstützt und die sich explizit gegen Europa richtet und gegen einzelne Länder in Europa, dass das vielleicht dann doch gegen unsere Interessen ist. Auf jeden Fall soll es angeblich oder mutmaßlich deutlich Stimmen gekostet haben, dass J.D. Vance aufgetreten ist mit Victor Orban. Und jetzt kursieren natürlich die Memes im Internet, ob er demnächst Alice Weidel oder den UK-Dude da treffen soll. Der gilt ja so ein bisschen auch als der Beerdiger des Papstes. Der hat ja abgelebt kurze Zeit nach dem Besuch von J.D. Vance. Das wünschen wir natürlich keinem Politiker. Aber wenn das wirklich in seiner Macht liegt, drei Prozent Stimmen zu bewegen, dann kann er gerne alle AfD-Spitzenkandidaten vor den Landtagswahlen noch mal besuchen, wenn es nach mir geht. Obwohl wir jetzt eigentlich gut enden wollten, man muss natürlich auch sagen, wie absurd das ist, dass der amtierende Vizepräsident der USA zur Unterstützung in das eine Land, was quasi von Russland gesteuert oder massiv beeinflusst wird, reist um diesen Präsidenten, der quasi russischen Einfluss auf dieses Land projiziert und damit die gesamte EU sabotiert. Putin kommt aus dem Lachen nicht raus im Kreml und diesen Kandidaten versucht der Vizepräsident der USA zu unterstützen. Im besten Fall zeigt er damit, dass Kulturkampf ihm wichtiger ist als geopolitische Interessen, weil Orban homophob ist, weil er gegen irgendwie gleiche Rechte für alle Menschen ist und so weiter. Das heißt, man könnte vermuten, es ist einfach so, dass dieser Kulturkampf wichtiger ist. Eine schlimmere Vermutung wäre, dass man selber irgendwie bei Putin in der Tasche steckt oder eigentlich zum Handlanger oder Useful Idiot von Russland geworden ist. Aber das werden wir so schnell nicht erfahren, was da näher an der Wahrheit ist. Aber so oder so ist es. Man ist ja nicht mehr viel schockiert von irgendwas, was in den USA passiert gerade, aber dieser Fakt, dass J.D. Venster quasi den Russland-Roll versucht stark zu machen, ist schon sehr traurig und zum Glück kann man ein bisschen Freude daraus beziehen, dass genau das Gegenteil passiert ist am Ende.
Ja, und ich werde jetzt, ich habe gerade deinen Newsletter aufgemacht und gesehen, da hast du eine Empfehlung, Content-Empfehlung, ich ziehe mir jetzt einen Podcast rein. Und zwar von Albrecht von Sonntag. Der soll ganz gut sein. Da freue ich mich drauf.
Albrecht ist mein ehemaliger Chef. Schöne Grüße, falls er zuhört. Ich würde mal behaupten, es hilft so ein bisschen auch mich zu verstehen, wenn man sich Albrecht anhört. Der Podcast heißt damit die Guten gewinnen. Und den Rest kann man sich anhören, wenn es da interessiert oder auch nicht. Genau.
Habt einen schönen Mittwoch. Bis Samstag. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Glöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank für deine Zeit und bis Samstag.