Doppelgänger Folge #556 vom 25. April 2026

ChatGPT Images 2 | SpaceX kauft sich Cursor Umsatz | Talon.One Exit | Cybertruck als Air Force Schießziel #556

OpenAI liefert eine Rekordwoche: ChatGPT Images 2 kombiniert Reasoning mit Bildgenerierung – Infografiken, Speisekarten und Comicstrips entstehen per Prompt. GPT 5.5 überholt Claude Opus 4.7 in vielen Benchmarks. SpaceX will Cursor für $60 Mrd. übernehmen, inklusive $10 Mrd. Breakup-Fee – vermutlich um KI-Revenue fürs IPO aufzupolieren. Der SpaceX-IPO-Prospekt taxiert den eigenen Markt auf $28,5 Billion, davon $26,5 Billion für KI. Amazon kauft den Telko-Anbieter Globalstar, Project Houdini beschleunigt modularen Data-Center-Bau. DeepSeek V4 erscheint als stärkstes chinesisches Open-Source-Modell. Anthropic kooperiert mit Freshfields für Legal AI. OpenAI holt Ex-Airbnb-Manager für EMEA. USVC will VC-Investments ab $500 für Kleinanleger öffnen. Polymarket führt Perpetuals ein. Meta, Microsoft und Snap entlassen Tausende. Tesla liefert solide Earnings, aber FSD funktioniert nicht auf Hardware 3 – eine Lüge an Käufer. Meta will Mausbewegungen und Tastaturanschläge der Mitarbeiter für KI-Training erfassen. Samsung-Mitarbeiter streiken. Talon One wird für €750 Mio. an Adyen verkauft. Aleph Alpha wird von Cohere übernommen. 


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) ChatGPT Images 2

(00:07:19) GPT 5.5 und Cursor-Übernahme durch SpaceX

(00:18:35) SpaceX-IPO-Prospekt: $28,5 Billion TAM

(00:24:36) GPT 5.5 überholt Claude Opus 4.7

(00:26:37) OpenAI EMEA-Chef von Airbnb

(00:29:09) DeepSeek V4 und China-Industriespionage

(00:34:28) Google TPU 8: Training und Inferenz getrennt

(00:38:47) Anthropic + Freshfields: Legal AI

(00:43:05) OpenAI Super-App, USVC ab $500

(00:51:00) Layoffs: Meta, Microsoft, Snap

(00:58:37) Tesla Earnings und FSD-Hardware-Lüge

(01:12:34) Earnings: ServiceNow, SAP, Intel, Samsung-Streik

(01:19:00) Polymarket: Heizlüfter-Betrug

(01:31:18) Talon One: €750 Mio. Exit an Adyen

(01:38:50) Aleph Alpha wird von Cohere übernommen


Shownotes

SpaceX sichert sich Kaufrecht für Cursor - ft.com

XAI prüfte Kooperation mit Mistral und Cursor - businessinsider.com

SpaceX-IPO: KI als größte Chance im Prospekt - reuters.com

SpaceX: KI-Datenzentren im All nicht rentabel - reuters.com

OpenAI GPT 5.5 und ChatGPT als Super-App - techcrunch.com

OpenAI holt Airbnb-Manager als EMEA-Chef - bloomberg.com

Tencent und Alibaba verhandeln DeepSeek-Investment - theinformation.com

Weißes Haus wirft China industriellen KI-Diebstahl vor - ft.com

Google TPU 8: Eigener Inferenz-Chip - wsj.com

Google Cloud: Neue TPU-Chipreihe vorgestellt - bloomberg.com

Anthropic und Freshfields: Legal-AI-Deal - ft.com

USVC- xcancel.com

Meta entlässt 10% für KI-Fokus - cnbc.com

Microsoft: Abfindungen für 7% der Belegschaft - wsj.com

Microsoft: Abfindungen für 7% der US-Belegschaft - ft.com

Tesla Q1 2026 Earnings - wsj.com

Tesla: Ärger mit frühen Kunden wegen FSD - marketwatch.com

Musk kauft eigene Cybertrucks über Firmen - teslarati.com

Air Force kauft Cybertrucks als Schießziele - fortune.com

ServiceNow -14%: Iran-Krieg trifft Subscriptions - cnbc.com

SAP Q1: Cloud-Revenue +27% - seekingalpha.com

Intel-Aktie steigt durch KI-Boom über Dotcom-Niveau - ft.com

Samsung: 30.000 streiken für KI-Gewinne - bloomberg.com

Polymarket: Heizlüfter manipuliert Wetter-Wette - xcancel.com

Polymarket startet gehebelte Perpetuals - cnbc.com

Meta trackt Mausbewegungen für KI-Training - reuters.com

Meta-Mitarbeiter empört über Überwachung - xcancel.com

Angermayer: Enhanced Games als SPAC - xcancel.com

FBI ermittelt gegen NYT-Reporterin - nytimes.com

Talon One: €750 Mio. Exit an Adyen - manager-magazin.de

Personio erstmals profitabel - handelsblatt.com

Telekom erwägt volle T-Mobile-Übernahme - bloomberg.com

Glöckler und das OMR-Poster - linkedin.com

Google investiert bis zu $40 Mrd. in Anthropic - wsj.com

Cohere übernimmt Aleph Alpha, Schwarz investiert $600 Mio. - bloomberg.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 556 am 25. April 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und ich erzähle ein bisschen aus unseren Chats, glaube ich, in der heutigen Folge. Also die letzte Folge war noch nicht live. Da wurde schon gesagt, eigentlich muss hier noch ein bisschen was erklärt werden oder hinzugefügt werden. Gefühlt hast du einen ganzen Regenwald abgeholzt mit OpenAI als neuen Image-Produkt.
Achso, ist das zwischen den zwei Folgen passiert? Ey, wie die Zeit vergeht, das ist so Wahnsinn.
Und über Curse haben wir doch auch in der letzten Folge gesprochen. Also ich glaube, wir werden bald nicht drumherum kommen, täglich drei Stunden Livestream hier zu machen.
So wie TVPN, aber mit mehr Zuschauern, hoffe ich. Ja, die Ereignisse haben sich mal wieder überschlagen. Wir hatten letzte Sendung schon den Scoop, dass das Image-2-Modell von Chelsea Petit geleakt ist und unter anderem unter dem Tarnnamen Duct Tape so ein bisschen zur Verfügung stand. Und während wir darüber gesprochen haben... Ist es dann tatsächlich gelauncht worden und nach der Sendung durfte ich dann ein bisschen damit rumspielen und wer das auf LinkedIn vielleicht gelesen hat, also ich bin ja nicht dafür bekannt, dass ich einfach so begeistert bin, aber da würde ich wirklich von einem Durchbruch sprechen. Also es hat nicht nur die Imagegenerierung deutlich zuverlässiger, besser gemacht. sondern die typischen Probleme bei Images, also dass man zum Beispiel Schriften nicht gut darstellen kann, weil die immer diese Artefakte und Halluzinationen drin haben. Das ist, ich will nicht sagen gelöst, das Modell macht immer noch Fehler natürlich, aber es ist einfach ein Quantensprung ich würde jetzt mal sagen, von 60% aufgeführt, 92% oder so würde ich jetzt aus meinem Bauch sagen. Also schon eine neue Liga. Wie gesagt, nicht perfekt, es ist nicht die 99,8%, aber es ist in den 90ern. Ich habe als Beispiele so genommen, eine Speisekarte drucken damit. Man kann Infografiken einfach viel besser erstellen als vorher. So historische Poster, so Vogelposter oder anatomische Poster. Auch nicht fehlerfrei, aber deutlich besser als früher. Also Karten sind eh ein dummes Beispiel, weil niemand würde eine KI nutzen, um eine Karte zu erstellen. Aber wenn man eine richtige Karte hat, kann man sie super weiter bearbeiten mit dem Modell zum Beispiel. Und das Besondere ist, dass es die Imagegenerierung mit Reasoning verbindet. Also der Inhalt des Bildes wird quasi nicht so... aus der Bauchregion gewanschottet, sondern das Modell recherchiert wirklich erstmal, was wären denn zum Beispiel Gerichte bei einem typischen Berliner Café. Oder wenn ich sage, mach mir mal eine Kachel, um mich bei der OMR anzukündigen für Social Media, dann schaut es halt, was ist die Location, was ist das Datum und so weiter und so fort. Wer bin ich überhaupt? Also ich finde es krass. Es gibt tausend andere Use Cases, glaube ich, die wir erst sehen werden. Die werden wahrscheinlich rumgehen noch. Wimmelbilder kann man zum Beispiel erstellen. Entweder so diese Silicon Valley Style Wimmelbilder oder so historische, auch supergeile Kinderbücher. Was mich wundert ist, dass es wenig viral gegangen ist, ehrlich gesagt. Also es ist nicht dieser Studio Ghibli oder Nano-Banana-Effekt eingetreten. Obwohl ich es viel, viel beeindruckender fand als die vorherigen.
Und ich fand interessant, dass das Media Coverage überhaupt nicht so groß war.
Es ist so ein bisschen, glaube ich, die Übersättigung mit AI-News. Also die News-Lage war einfach ungünstig. Du hast diese darüberliegende geopolitische Lage, du hattest einfach viel KI-News in der letzten Zeit und die Medien wollen auch nicht jeden Tag jede KI-News wiedergeben, glaube ich. Gerade Entropic hatte die Woche davor quasi gepachtet. Diese Woche, muss man sagen, liefert OpenAI wirklich jeden Tag ab. Achso, was auch neu ist, dass man zum Beispiel mehrere Bilder erstellen kann. Du kannst so ganze Comic-Strips, also Comics aus sechs, sieben Bildern, Zum Beispiel generieren lassen irgendwas. Du hast nur eine Idee. Ach, das ist auch besonders. Für die Beispiele, die ich auf LinkedIn gezeigt habe, für keinen dieser Prompts habe ich mehr als zwölf Worte genutzt. Also du kannst wirklich sagen, mach mal eine typische Doppelgänger-Szene als Simpsons-Comic. Und er baut sozusagen mit dem ersten Shot was zusammen, was... Ja, so richtig witzig sind diese Modelle nicht, aber es sieht definitiv aus wie Simpsons, es sieht definitiv aus wie wir beide... Schon beeindruckend. Und ich finde es überraschend, dass im Vergleich zu Studio Ghibli oder Nano Banana ist das Medienecho und die Viralität beschränkt. Von den Fähigkeiten her ist es aber der viel größere Durchbruch, würde ich sagen.
Und ist das jetzt ein Durchbruch auf Ressourcen oder auf irgendwie Entwicklungen? Also gehst du davon aus, dass jetzt die anderen wieder in zwei, drei Wochen nachziehen?
Ich glaube, dass das zum Beispiel Consulting mehr beeinflussen wird, als zum Beispiel Cloud Cowork das macht. Also Slides bauen, damit es zum Beispiel auch komplett... Ich wollte eine Matrix als Hintergrund haben. Also ich habe gesagt, ich erkläre mal die Grundhypothese, die hat man hier im Podcast schon mal gehört. Es gibt nicht einen KI-Markt, sondern es gibt meiner Meinung nach drei Segmente. Die heißen Consumer, Professional und B2B. Also Consumer ist klar, jeder Anwender, wenn man so möchte, oder Endverbraucher. Professional ist jemand, der das, ein Freelancer oder Freelancerin, jemand, der das auf eigene Rechnung irgendwie bezahlt. Und B2B ist halt skalierbare Enterprise-Verträge. Und dann, glaube ich, gibt es drei Nutzungskonzepte, nämlich Free-for-all, Subscription-based und Consumption-based. Also entweder erwarte ich, dass es kostenlos gestellt wird oder ich zahle ein Abo dafür oder bin bereit, ein Abo zu zahlen oder ich bezahle eben pro Nutzung. Und dann hast du eigentlich neun Marktsegmente, wenn man so möchte. Und ich wollte nur einmal, wenn ich das in PowerPoint baue, sieht es immer mega hässlich aus. Deswegen habe ich gesagt, baue mir mal diese Matrix, weil ich das schnell brauchte. Und dann hat das Modell erstmal super diese Matrix gebaut, aber was viel krasser ist, es hat diese ganzen Felder vorausgefüllt. Da standen auf einmal genau die sechs Logos in jedem Feld, also insgesamt sechs mal neun, 54 Logos von genau den Firmen, die diese einzelnen Marktsegmente bedienen. Und dann stand da teilweise auch unterschieden, in welcher Lizenz von dem jeweiligen Produkt ich nutzen müsste. Ich fand es Wahnsinn. Also es hat die Analyse quasi mitgemacht. Da sieht man halt wie diese Kombination von Thingy. Und deswegen sind Infografiken auch so viel einfacher geworden. Du musst dir nur eine Idee geben eigentlich. Und den Inhalt, also ich könnte sowas sagen wie, vergleich mal die Investitionen in Hardware, LLMs und Data Layer. Und die wird halt komplett fertig, die ganze Infografik, ohne dass ich irgendeine einzige Zahl eingebe. Kompletter Wahnsinn, wirklich. Also wer damit noch nicht rumgespielt hat, ich glaube, es ist in der Plus- und Pro-Lizenz auf jeden Fall drin. Ich weiß nicht, ob es schon in der Standard-Lizenz drin ist, kann man ja testen. Aber Images 2 ist wirklich ein Durchbruch. Und wir kommen gleich noch darauf, dass inzwischen auch GPT 5.5 oder GPT 5.5 draußen ist. Aber bevor wir loslegen, noch die anderen News, die uns überholt hat. Und zwar hatte ich letztes Mal ein bisschen mit dem Hintergrund der Fundingrunde über 2 Milliarden auf 50 Milliarden in Cursor, wo wir so ein bisschen skeptisch waren, hauptsächlich Altinvestoren. Warum wird da überhaupt investiert? Wächst Cursor eigentlich so schnell oder ist das mit Codex und Codecode nicht sowieso irgendwann auch ein bisschen obsolet? Sie haben kein eigenes Modell oder das eigene Modell ist auch nur ein Open-Source-Modell mit einem Mini-Wrapper drum. Ich hatte dann gemutmaßt, irgendwann wird Nvidia als der neue IWF oder der Monetary Fund der Startup-Wirtschaft das aufkaufen als so ein Note-Bailout für 50 Milliarden. Es kam nicht Nvidia um die Ecke, sondern ein paar Stunden nachdem ich das gesagt habe, musste ich mir die Augen wischen. SpaceX möchte Cursor kaufen. Also eine Raketen-Company kauft ein Entwicklungs-IDE, also so eine Frontend für entwickelnde Menschen. Hält einem schwer, erstmal Sinn daraus zu machen. Warum braucht SpaceX Ideen? Eine Entwicklungsumgebung, eine KI-gestützte Entwicklungsumgebung. Bestimmt nicht, um Raketen zu bauen. Es wurde viel darüber spekuliert. Ich habe auf Substack ein bisschen geschrieben, was ich denke, warum es ist. Erstmal kann man sagen, für die Investoren, die diese Runde vorgemacht haben, wäre es natürlich ein No-Brainer gewesen. Weil SpaceX will 60 Milliarden dafür zahlen. also 10 Milliarden mehr als diese Runde gewesen wäre, oder wenn die Runde nicht stattfinden sollte, dann wird SpaceX Cursor 10 Milliarden für die Zusammenarbeit, die sie zahlen. Also man geht in so eine... Verhandlungsphase oder Hochzeitsphase rein. Und ich glaube, für den Fall, dass man es vorm IPO nicht closen kann, was wahrscheinlich ist, bietet man quasi schon so eine Abstandszahlung oder Breakup-Fee von 10 Milliarden, was wahrscheinlich die größte Breakup-Fee der Geschichte ist. Hier Netflix Paramount war glaube ich 2,5 Milliarden, die die Windfall hatten als Breakup oder 2 Milliarden und hier sind es jetzt 10 Milliarden, wenn der Deal nicht stattfindet. Also Was man auch schon mal sagen kann ist, für Elon Musk ist es natürlich alles Kleingeld. Wenn er SpaceX wirklich auf die 2-Billionen-Bewertung, also 2.000 Milliarden-Bewertung, hochgejazzed bekommt an der Börse oder sogar darüber, dann wäre es natürlich auch dumm, damit nicht einkaufen zu gehen. Also du hast eine Firma, die selber nur unter 20 Milliarden Umsatz macht, die aber mit 2.000 Milliarden, mit dem Hundertfachen des Umsatzes bewertet ist, dann wäre es so schön dumm, dir nicht schnell wachsenden Umsatz hinzuzukaufen. Deswegen juckt ihn die Breakup-Fee von 10 Milliarden vielleicht gar nicht so stark. Ja, aber es ist alles ein bisschen Wahnsinn. Wie kann das Sinn machen? Meine erste Unterstellung war, SpaceX möchte einfach sein IPO auffüllen. Du wirst beim SpaceX IPO, das haben wir auch schon mal angesprochen, mindestens drei Segmente sehen. Das eine ist Space Launches, das andere ist Starlink und das dritte ist, was die wahrscheinlich AI-Business oder irgendwie sowas nennen, wo X und XAI drinstecken. Und das Problem von X und XCI ist, dass beides nicht profitabel ist, dass beides nicht wächst und beides, ich würde behaupten, zumindest vom Umsatz her nicht relevant ist. Weder für SpaceX noch in den jeweiligen Märkten. Also X ist vom Umsatz her im Social Media Markt ein Zwerg. Von der Relevanz würde ich gar nicht absprechen, dass es noch eine gewisse Restrelevanz hat. Vom Umsatz her ist es ein Zwerg mit 1, 2, vielleicht maximal 3 Milliarden Umsatz. Im Vergleich zu Facebook mit 200 mal zum Vergleich. Und XAI müsste unter einer Milliarde Umsatz noch liegen. GROK soll bis zu 80 Millionen im Monat bestenfalls machen. Das wäre so rund eine Milliarde. Geben wir ihm mal die Milliarde. Aber beides wächst nicht dynamisch. Und beides ist nicht relevant. Wie willst du Leuten das jetzt als geiles KI-Geschäft verkaufen? Und wir kommen gleich darauf, wie das verkauft wird. Also, dass man schon glaubt, das KI-Geschäft wäre wichtig bei SpaceX. Zumindest versucht man es so darzustellen. Das heißt, SpaceX braucht eigentlich mal schnell wachsendes KI-Revenue, um zu zeigen, dass sie auch wirklich irgendwie eine KI-Firma sein können und nicht nur so ein paar Ruinen aufgekauft haben, KI-mäßig. Dazu könnte man eilig Cursor übernehmen und dann Cursor ist in der Vergangenheit super dynamisch gewachsen, die sind auf inzwischen 2,7 Billionen Umsatz gewachsen und vor einem Jahr waren sie aber noch weit unter 100 Millionen. Also das ist genau das dynamische Wachstum, was SpaceX eigentlich für sein KI-Geschäft bräuchte und wenn man das dazu kauft, dann sieht das natürlich spannender aus. die KI-Unit. Jetzt ist es aber wahrscheinlich schon so, sagen zumindest die meisten Experten, dass man so schnell so einen Merger nicht durchgezogen bekommt. Also man kann nicht Ende vom Q2 an die Börse gehen als SpaceX und gleichzeitig vorher noch Cursor übernehmen. Das kriegt man einfach von der Belastung der eigenen Finanzabteilung nicht hin. Man müsste den den IPO-Prospekt komplett erneuern, nicht nur ein paar Zahlen austauschen, sondern das ist schon ein relativ aufwendiger Prozess und selbst mit der großen Peitsche von Elon Musk ist das wahrscheinlich nicht möglich. Dennoch macht die Strategie mit dem Revenue Sinn, weil spätestens wenn die ersten Quartalzahlen kommen, wäre es natürlich schön, eine schnell wachsende KI-Abteilung zu haben. Also dass die Aussage deswegen falsch ist, soweit würde ich nicht gehen. Fairerweise, man schafft es wahrscheinlich aber nicht realistisch, das vor dem IPO durchzuziehen, obwohl das für mich die beste Erklärung gewesen wäre. Alternative Erklärungen sind, dass Cursor natürlich eine Möglichkeit wäre, zwei Dinge, sozusagen zu nutzen oder zu utilizen, wie würde man sagen, auszulasten, für die SpaceX oder XAI eigentlich keine große Verwendung hat, nämlich Grog und ihr Colossus. Weil Fakt ist, Leute, also Colossus ist dieses Mega-Data-Center, was Elon Musk gebaut hat. Und ich würde davon ausgehen, dass das nicht ausgelastet ist, beziehungsweise nur mit eigener Forschung, weil so stark ist die Nutzung von Grog halt einfach nicht. Um dieses Colossus-Data-Center auszulasten, braucht man halt eigentlich auch mal ein größeres KI-Geschäft. Weil ansonsten hat man, also es ist ja gar nicht falsch heutzutage, zu viel Datacenter-Kapazität zu bauen. Man könnte sie ja auch weitervermieten. Dann würde man sie aber an Entropic und OpenAI weitervermieten höchstwahrscheinlich. Und das wiederum ist die direkte Konkurrenz von XAI. Das will man vielleicht nicht. Also kann man so ein bisschen die Kapazität von Colossus auslasten. Das wiederum ist das Problem von Cursor. Cursor braucht günstige Rechenzeit. Das heißt, die Würden sich freuen wahrscheinlich, wenn ihre neue Mutter ihnen sehr günstig Rechenzeit zur Verfügung stellen können. Cursor hat auch kein eigenes Modell. Das ist so ein bisschen Fluch und Segen zugleich. Also könnte man jetzt einfach Grog zum Standardmodell von Cursor machen. Das würden die Cursor-Nutzer, glaube ich, nicht mögen. Deren Vorteil liegt darin, dass sie sich entscheiden können, ob sie Kimi, Claude oder Codex innerhalb von Cursor oder deren eigenes Composer-Modell nutzen innerhalb der Idee. Und Deswegen kannst du Grog jetzt nicht so da durchdrücken, wie du möchtest, glaube ich. Aber trotzdem kann man natürlich versuchen, mehr Distributionen für Grog zu schaffen. Insgesamt, finde ich, macht das alles jetzt noch nicht super viel Sinn. Microsoft hat den Deal wohl auch auf dem Tisch gehabt und wollte ihn nicht haben. Zumindest nicht für 60 Milliarden. Ich könnte mir vorstellen, dass Elon Musk auch deswegen die 10 Milliarden Breakup-Fee zahlen müsste, wenn der Deal nicht stattfinden sollte, weil man dafür den Microsoft-Deal auf dem Tisch... Also, ich spekuliere jetzt mal, vielleicht hat Microsoft 40 Milliarden geboten. Und vielleicht vertraut man trotzdem Elon Musk weniger als Microsoft und deswegen sagt man, wir wollen eine sehr hohe Breakup-Fee, weil wir lassen jetzt diesen Microsoft-Deal auf dem Tisch liegen für dich. Das würde erklären, warum es zu dieser riesig großen Breakup-Fee kommt. Und diese 10 Milliarden sind halt mehr, als die Investoren jemals in Cursor investiert haben. Also es wäre ein geiler No-Brainer aus Investorensicht. No-Brainer, das anzunehmen. Entweder haben Sie einen 60-Milliarden-Exit an SpaceX und wenn nicht, kriegen Sie 10 Milliarden, kriegen Sie irgendwie das Fünffache Ihrer Investments zurück und behalten die Firma. Haben natürlich ein bisschen Zeit verloren durch das Ganze hin und her, aber aus Investoren ist das eine Übersicht. Was aber auch hinzukommt, dass angeblich dieser Investitionsdeal, der ja zuletzt passiert ist, 2 Milliarden auf 50 Euro, Nicht passiert, solange das schwebend ist. Also die Übernahme durch SpaceX ersetzt diese Finanzierungsrunde nach aktuellen Informationen. Trotzdem wäre die wahrscheinlich sehr opportun gewesen, solange man glaubt, es gibt noch ausreichend Interesse an Cursor. Was sich aber abseits des Cursors wahrscheinlich nicht alleine lange macht. Cursor hat auch bis vor kurzem noch Geld verloren. Das war vielleicht so ein bisschen auch das Geheimnis des fortgesetzten Wachstums, dass man quasi Anthropic Tokens mit 20% Discount einkaufen konnte. Also einfach gesagt, wenn du über Cursors API gearbeitet hast, bist du nicht an die gleichen Limits gestoßen und hast noch Geld gespart im Vergleich zu wenn du bei Anthropic selber eingekauft hättest. Also sie hat eine negative Rohmarge, das heißt sie haben Tokens günstiger weiterverkauft, als sie sie selber einkaufen. Das soll sich inzwischen gedreht haben, es liegt sicherlich auch an ihrem eigenen, in Anführungsstrichen, eigenen Modell, also dass sie Composer, wo hinter, war da Quen oder Kimi hinter, weiß nicht, irgendein chinesisches Open-Source-Modell, das hat wahrscheinlich die Kostenbasis nochmal verbessert und für positive Erträge oder Roherträge gesorgt. Ich würde immer noch sagen, so richtig Sinn macht das nicht. Was muss passieren, damit Cursor jetzt spannend bleibt in den Händen von Elon Musk? Wie gesagt, die Kombination mit GROK ist nicht vorteilhaft. Wer Cursor nutzen wollte, konnte auch vorher schon GROK nutzen. Dazu brauchst du nicht die Fusion. GROK reinpressen wird auch nicht möglich sein. Die Ausnutzung der eigenen Datacenter, das macht sicherlich Sinn. Das sollte die Kostenbasis bei Cursor verbessern und die Auslastung bei XAI. Das ist schon sinnvoll. Also es könnte sogar, was übrigens auch spannend sein könnte, die Finanzierung, die Elon Musk machen musste, um die Data Center zu bauen, die hängen natürlich sehr stark an der Auslastung. Und wenn du dann die Auslastung nicht zeigen kannst, vielleicht mussten sie quasi Auslastung zukaufen, damit die Data Center die SPVs nicht umkippen, mit denen sie Data Center gebaut haben. Das ist alles spekulativ, was ich sage. Aber das könnte ich mir auch noch vorstellen, dass das ein Grund für so einen Schweinedeal sein könnte. Weil du ansonsten diese Finanzierungskonstrukte, die man da baut mit den SPVs, da muss immer jemand für die Umsätze garantieren. Und wenn XCI das aber gar nicht auslasten kann selber, und XCI ist auch tief in den roten Zahlen schon, dann Ist es vielleicht sogar schlau, jemanden zu kaufen, der sowieso viel Geld für Datacenter ausgeben muss, dann lass doch wenigstens daran profitieren, dass man quasi die ganze Firma kauft, die Datacenter auslastet und den Umsatz noch dazu bekommt quasi. Das ist leider noch nicht das Ende unserer SpaceX-Stories heute. Und zwar hat Reuters seine Schreiberlingfinger an den S1-Report oder an das S1-Prospekt, also das Börsenprospekt von SpaceX offenbar kommen, dass es eigentlich vertraulich gefeilt wurde, also es ist der Öffentlichkeit nach meinem letzten Stand noch nicht zugänglich. Reuters gibt an, es trotzdem gesehen zu haben und hat ein paar ganz spannende Fakten. Auch da musste ich mir wieder die Augen wischen, wobei, wenn man weiß, es geht um Elon Musk, es ist nicht so verwunderlich. Und zwar glaubt Reuters gelesen zu haben, dass der Total Addressable Market, der sogenannte TAM, damit ist quasi gemeint, wie viel wie groß ist der Markt, den mein Startup eigentlich adressiert. Wenn ich alle Dienstleistungen und Güter, die produziert werden, in einem Markt zusammenfasse, wie groß ist dieser Markt, dann muss man immer noch davon ausgehen, dass kein Unternehmen 100% eines Marktes gewinnt, aber das ist natürlich trotzdem wichtig, um zu verstehen, wie groß eine Firma sein kann. Und SpaceX hat jetzt seinen eigenen Total Addressable Market mal berechnet. Und zwar geben sie den mit 28,5 Oh, Entschuldigung, es war ein Versprecher. 28,5 Trillionen, also englischen Trillions, deutsch Billionen. 28.500 Milliarden ist der Markt groß, den SpaceX vor sich sieht. In Zukunft, jetzt hat im letzten Liquid-Podcast Florian Adomeit zu Recht zumindest mal die Idee aufgebracht, wenn der Weltraum unendlich ist, ist der Markt auch unendlich. Also es ist die philosophische Frage nach der Unendlichkeit des Weltraums. Und es ist tatsächlich wichtig, habe ich dann darauf gesagt, weil wenn der Weltraum endlich wäre, dann müsste ich jetzt sagen, ja, aber Jeff Bezos baut auch Raketen und andere werden auch noch damit anfangen. Das wäre nicht relevant, wenn er unendlich ist, weil dann kannst du mehrmals unendlich, nach meiner Mengentheorie zumindest, ob das stimmt, weiß ich gar nicht. Aber in einem unendlichen Markt ist egal, wie viele Player es gibt, könntest du sagen? Wenn du davon ausgehst, dass es doch eine gewisse physikalische oder pragmatische Endlichkeit gibt, also dass man nur so und so weit fliegen kann und nur so und so viele Planeten ausbeuten kann, dann spielt es eben doch eine Rolle, dass man davon ausgeht, dass SpaceX vielleicht nicht der Monopolist im Weltall wird. Wie auch immer. Das Spannende ist, dass diese 28,5 Billionen US-Dollar TAM gar nicht aus dem Weltraumgeschäft kommen sollen, sondern 26,5 davon, also mehr als 90% werden dem KI-Business zugeschrieben. Ich habe gerade schon gesagt, dass das das langweiligste Business ist. Also wir haben in einer letzten Sendung erklärt, Starlink macht glaube ich 11 Milliarden, ist hoch profitabel, zumindest adjusted, wenn man die Abschreibungen so wegrechnet. Das Rocket Launch Business ist prinzipiell auch profitabel oder auf dem Weg dahin macht Auch signifikanten Umsatz, aber das KI-Business ist eigentlich das schlechteste mit Abstand bei SpaceX, weil es hohe Verluste macht und gleichzeitig nicht wächst, derzeit zumindest, oder nicht relevant wächst. Und dafür, wenn man vor allen Dingen betrachtet, wie schnell die echten Frontier Labs gerade wachsen. Und dass man jetzt dafür aber den Gesamtmarkt mit 26,5 Billionen US-Dollar taxiert, damit meint man wahrscheinlich die Infrastruktur im All, die wir bauen wollen, Data Center und so weiter. Aber das ist schon mutig. Aber wie gesagt, aus dem Mund von... Elon Musk jetzt auch nicht überraschen. Wahrscheinlich. Aber theoretisch können sich natürlich OpenAI und Entropi diese Zahlen jetzt auch auf den IPO-Prospekt kleben. Also wenn SpaceX sagt, das ist 20, 30 Billionen wert, der Markt, dann ist das halt der Markt für KI. Das mag sogar wahr sein, wenn man Inflation die nächsten zehn Jahre einberechnet und der Dollar weiter so verfällt, dann sind wir definitiv in dem Bereich, wo man Firmen irgendwann nur noch in Billionen bemisst und nicht mehr in Milliarden. Von daher, ich will jetzt auch gar nicht sagen, dass es total abwegig ist, aber es ist natürlich wieder eine Maske-Ambition, die wir hier spüren. Und auch zu dem Datacenter Business im All muss man sich in so einem Prospekt natürlich nochmal äußern. Und da berichtet ebenfalls wieder Reuters, die das eben exklusiv gesehen haben, als erster offenbar dieses S1-Filing, dass SpaceX da relativ klar sagt, dass Datacenter im All noch nicht commercially viable, also kommerziell sinnvoll sind derzeit. Und unklar ist, ob man eben dahin kommen wird. Und gleichzeitig ist eine hohe Abhängigkeit vom Rocket Launch Business gibt und das auch risikoreich ist. Obwohl wir wissen, dass Elon Musk AI in Space als in Anführungsstrichen No-Brainer bezeichnet hat in der Vergangenheit, müssen Sie jetzt hier im Börsenprospekt angeben, dass das noch lange nicht so No-Brainer ist, wie man es versucht erscheinen zu lassen. Fairerweise muss man dazu sagen, dass man in so einem Prospekt natürlich aus regulatorischen Gründen alle Risiken sozusagen erwähnen muss. Und da ist man tendenziell vorsichtiger als Elon Musk mit seinem losen Maul in Pressekonferenzen. Jetzt im Vorfeld des IPOs, da sieht man natürlich schon ein bisschen, dass er vorsichtiger ist mit seinen Äußerungen, weil das eventuell dann immer hineingezogen werden kann schon und zur Haftbarkeit führen kann. Aber in der Vergangenheit Ist natürlich immer sehr überambitioniert gewesen und die Natur eines Börsenprospektes ist aber genau das Gegenteil zu sein, nämlich vorsichtig zu sein und nicht zu viel zu versprechen. Trotzdem merkt man relativ klar, dass Basics hier so ein bisschen die Grenzen austestet, was man in Aussicht stellen kann. Sie sagen schon, dass der Weltraum ihre größte Chance ist und so weiter, pipapo. Ich will jetzt nicht weiter ausdehnen. Wir packen die relevanten Links mal in die Shownotes. Ich weiß gar nicht, ob man das bei Reuters Free sehen kann, aber wenn nicht, sind unsere Nutzer bestimmt schlau genug Wege zu finden, dass irgendeine KI das vorliest.
Ja, und wir gehen zurück zu OpenAI. Du hast ja eben schon erwähnt, die sind mit 5.5 rausgekommen und sind wieder auf Nummer 1. Ich frage mich, wie lange Und wieso schaffen die es überhaupt nicht, dass das Ding aufhört oder wesentlich weniger erfindet? Also es ist ja eigentlich alles super, aber es erfindet immer noch eigentlich mehr als Anthropic.
Du meinst, Halluciniert mehr mit Erfinden? Genau, ja. Ist das so?
Ich meine schon.
Wo hast du das rausgelesen?
In der Artikel? Oder?
Guckt man den Index an? Also prinzipiell muss man sagen, dass TGPT 5.5 ist besser als das neue 4.7 Modell von Claude in vielen Benchmarks. Auf jeden Fall spielen sie in der gleichen Liga. Es liegt noch leicht hinter Mythos zurück, aber da muss man jetzt auf faire Weile sagen, wenn den Tropic Mythos nicht released, dann ist das auch nicht... Also wenn du deine besten Spieler nicht auf den Platz stellst, kannst du nicht sagen, wir hätten das Spiel gewonnen. wenn unser Star mitgespielt hätte. Von daher ist das, kann man schon sagen, jetzt die Nummer 1 in den meisten Benchmarks. Man spricht viel davon, dass es der Schritt in eine Richtung Super-App wird. Es geht um Browser-Use, Computer-Use, all das, was Entropic auch in der letzten Zeit gebaut hat. Da zieht man hier deutlich nach und geht teilweise sogar einen Schritt voraus. Also es war beeindruckend, wie Anthropic in letzter Zeit abgeliefert hat, aber genauso beeindruckend ist, was innerhalb von einer Woche jetzt alles bei OpenAI passiert. Angefangen mit den Image-Models, aber auch GPT 5.5, aber auch noch vielen anderen kleineren Dingen, die sie released haben in der Zwischenzeit.
Und Sie haben eine neue Person am Start aus Europa, aus Paris. Wieso hiret man jemanden von Airbnb, habe ich mich gefragt.
Ja, gute Frage. Es geht um Emmanuel Maril, Marie oder Maril, Marie weiß nicht. Der wird in Zukunft für EMEA zuständig sein als Managing Director bei OpenAI und du sagst richtig, der war vorher für Airbnb tätig. warum kann man das machen, obwohl es komplett verschiedene Industrien sind? Ich glaube, am Ende geht es um ähnliche Herausforderungen, nämlich einerseits den Aufbau einer großen Organisation, also quasi die gesamte Organisation für Europa zu leiten, wobei, da muss man jetzt wieder schauen, hat der überhaupt Personalverantwortung für Europa oder ist das so wie bei Amazon, dass die lokalen Leute eigentlich nur so ein bisschen die lokalen Redepersonen sind und sagen wir mal, die Technikabteilung in Paris dann trotzdem dem CTO im Silicon Valley unterstellt ist. So ist das schon bei vielen US-Unternehmen. Es ist jetzt nicht zwangsläufig so, dass der die gesamte europäische Organisation überschaut. Ich weiß aber nicht, wie es in dem Fall aufgesetzt ist. Beides kann möglich sein. Und ansonsten ist eine große Herausforderung natürlich immer die Zusammenarbeit mit Öffentlichkeit und Politik. Und da hat wiederum Airbnb mit Regulierung, negativen Kollateralschäden oder wie sagt man, Externalitäten, ganz ähnliche Voraussetzungen wie OpenAI. Also du willst eigentlich jemanden, der gut mit den Medien konnektiert ist, der gut mit Politik konnektiert ist, der den Leuten erzählt, was die Chancen sind und dass man für Risiken nicht verantwortlich ist, jetzt stark paraphrasiert. Da sind die Herausforderungen, wie gesagt, bei Airbnb und OpenAI jetzt gar nicht so unterschiedlich, würde ich behaupten.
Also, aber man könnte doch dann sagen, die gehen schon davon aus, dass sie in Europa irgendwie nicht eingeschränkt werden wie Airbnb. Beispielsweise, dass in irgendeiner Stadt gesagt wird, hey, ihr dürft jetzt nicht mehr so viel Apartments anbieten oder sowas.
Ja, also ich glaube, dass sie früher oder später Subjekt von Regulierungen sein werden oder schon sind, ist eine Realität. Also da muss man gar nicht viel spekulieren. Der AI-Act in der EU reguliert es jetzt schon. Dann hat es China hier reingeschafft. Und zwar bahnt sich eine neue Investmentrunde bei DeepSeek an. Also parallel Moonshot AI und so ist auch ständig am Geld raisen. Hat seine Bewertung verdoppelt auf 18 Milliarden gerade, glaube ich. Und auch DeepSeek soll jetzt auf einer über 20 Milliarden Bewertung raisen. Da fragt man sich warum. Das Modell ist doch gar nicht mehr so populär gefühlt. So Kimi und ZAI, GLM sind eigentlich auch oft besser. Aber... Just as we talk, wir nehmen am Freitagvormittag auf, kommt gerade DeepSeq Version 4 raus und das sieht zumindest unter den chinesischen Open Source Modellen, und das ist die Peer Group, relativ vielversprechend aus. Also es sieht so aus, als würde es zumindest diesen GDP-Val Benchmark gewinnen gegen die Konkurrenten, also Minimax, Kimi, ZAI und wen es so alles gibt. Das heißt, ihnen scheint wieder ein sehr gutes Modell gelungen zu sein. Es ist nicht so gut wie die kommerziellen Modelle, aber unter den Open-Source-Modellen könnte es das Beste sein. Das wird sich jetzt in den nächsten Tagen noch zeigen. Es ist nicht so ein Durchbruch wie der erste Diebstick-Moment, würde ich sagen. Also, dass jetzt die ganzen KI-Stocks Wieder 20% morgen verlieren, davon würde ich nicht ausgehen, aber es ist ein vielversprechendes Modell und mit dem Rückenwind scheint man jetzt eine Runde zu closen auf 20 Milliarden und die Hauptinvestoren sollen wohl Alibaba und Tencent sein. Es kann sein, weil die vielleicht Ressourcen mitbringen, es kann sein, weil die sich hatchen wollen. Eigentlich haben beide ihre eigenen Modelle. Ich glaube Tencent hat gerade ein neues herausgebracht und Alibaba hat dieses Quen-Modell schon seit längerer Zeit, was im Open Source-Sektor auch sehr aggressiv mitspielt. Genau, da passiert weiterhin also viel. Also wenn man sieht, wie schnell die Modelle aufholen, die Open-Source-Modelle. Und gerade hier aus China, da muss man sich wirklich Sorgen machen. Und wer offensichtlich darüber besorgt ist, ist das Weiße Haus. Also nicht nur die KI-Industrie in den USA, sondern auch die Politik ist jetzt darauf eingestiegen, dass man China industriellen Diebstahl von KI-Technologie vorwirft, also Industrie-Spionage im großen Stil. Immer wieder haben einzelne Player davon berichtet, sowohl in Tropic als auch OpenAI, dass sie glauben, dass KI-Player aus China mit massenhaften Anfragen ihr Destillat klauen, also das, was die Modelle als Antwort herausgeben, versuchen zu entwenden, um daraus noch effizientere Modelle zu bauen. Und man kann das Wissen aus Modellen so destillieren, dabei viel Arbeit und viel Training sparen. Das ist so ein bisschen wie nicht die ganze Bibliothek lesen, sondern nur den Bibliothek fragen, wenn man so möchte. Und ja, da befürchtet man jetzt natürlich einerseits den wirtschaftlichen Schaden, also Es ist ein wirtschaftliches Problem, dass ich halt einfach Kosten sparen kann und mit Kimi, Gwen oder jetzt Deep Seek arbeiten kann und mir nicht die teuersten Versionen von Claude oder GPT 5.5, das übrigens auch ein bisschen teuer geworden ist, wieder leisten muss. Das heißt Schaden für die US-Industrie, aber es ist natürlich auch im Machtkampf, um Militärische Macht oder wirtschaftliche Macht möchte man natürlich nicht, dass China so schnell aufholt. Und deswegen adressiert man dieses Thema jetzt sehr öffentlich, dass man quasi die Alarmglocke schlägt und sagt, hey, China spioniert hier gegen uns. Ganz interessant übrigens bei der Veröffentlichung des Images-Modell von Chez Chibiti, das gesamte Team da ist unabhängig. offensichtlich asiatisch stämmig. Also da waren sechs Leute, wenn ich mich richtig erinnere, zu sehen in dem Teil, den ich gesehen habe, von denen fünf vermeintlich chinesisch oder südostasiatisch waren und ein Inder, wenn man das so einschätzen kann vom Sehen. Also ob es nur Destillation ist oder ob es vielleicht auch Menschen gibt, die Geheimnisse verraten, so viele Menschen, also 25, 30 Prozent, wenn nicht mehr, der Researcher in den US-KI-Firmen sind chinesischstämmig. Ohne da jetzt ein Generalfeld auch äußern zu wollen, dass die jetzt alle per se Spione wären. Aber es kann natürlich, dass einige von denen vielleicht einzelne Spione sind, lässt sich zumindest nicht ausschließen. Natürlich, auch bei XCI gerade, da war glaube ich die Hälfte des Boards ein Spion. Oder die Hälfte der Gründungsmitglieder waren chinesisch.
Ich würde ja einfach aus Reflex eher Natives nehmen und die als Spione einsetzen. Da hast du keinen weniger Verdacht.
Das ist ja unauffälliger, genau. Also ein User hat mir heute gerade ein Beispiel geschickt. Ich konnte es noch nicht so gut reproduzieren, deswegen erstmal mit Vorsicht genießen. Aber der hat quasi Kimi 2.6 anprogrammiert. und einfach nur Hallo-Fragezeichen geschickt und darauf antwortet Kimi2.6 Hallo-Ausrufezeichen, ich bin Claude, ein KI-Assistent, wie kann ich dir helfen? Hat Kimi etwa bei Claude abgeschaltet? Ich muss mal sehen, ob ich das irgendwie reproduzieren kann, ansonsten ist es erstmal ein ganz lustiges Meme.
Dann gehen wir zu Google. Die machen weiter und wollen mit ihren Chips ein bisschen Gas geben.
Und zwar Chips für Agenten.
Also, wie heißt es? Für Inferenz. Nicht nachrechnen, sondern handeln.
Ist das richtig? Ich erkläre es mal und dann entscheide ich mich, ob du es richtig verstanden hast. Also nach der siebten Version Ironwood kommt jetzt die achte Version der TPUs. TPUs sind Googles eigene Tensor Processing Units, also KI-optimierte Schaltkreise. Damit hat Google vor 12, 13 Jahren begonnen, die zu entwickeln, um ihre Kosten bei KI zu senken, sodass sie auch in einem, ich unterstelle jetzt mal, sodass es auch im werbefinanzierten Modell möglich ist, KI-Abfragen mit jeder Suchanfrage zu machen, wie wir das gerade mit den KI-Overviews sehen, die da oben drüber sind. Noch nicht bei jeder Suchanfrage, aber bei sehr, sehr vielen. Und das wäre natürlich mit Nvidia-Chips früher unheimlich teuer gewesen. Unter anderem durch die Google-TPUs kann man das aber sehr skalierbar an Milliarden von Menschen mit hunderten Anfragen am Tag sehr gut ausrollen inzwischen. Und diesen Vorsprung versuchen sie weiter zu nutzen, indem jetzt die achte Generation gebaut wurde. Es ist weder Training noch Inferenz, beziehungsweise es ist beides. Nämlich man hat das erste Mal die Chipreihen gespalten. Das heißt, es gibt nicht eine TPU, sondern es gibt die 8T und 8I, wobei T für Training und I für Inferenz, also die Abfrage der Modelle oder Nutzung der Modelle steht. Und ich glaube, wir werden eine immer stärkere Spezialisierung sehen. Also irgendwann wird man wahrscheinlich Chips haben, die auf Imagegenerierung fokussiert sind. Andere, die auf Recommendation-Algorithmen vielleicht, so wie bei Meta spezialisiert sind, welche, die vielleicht nur noch Summaries machen oder nur noch Writing oder nur noch Reasoning. Je mehr man quasi in der Hardware machen kann, desto effizienter ist es am Ende. Und desto weniger muss man mit Software rechnen, was viel Energie verbraucht. Genau, deswegen baut Google, glaube ich, jetzt quasi die herkömmlichen TPUs konnten, also waren auch schon auf Inferenz optimiert, so wie GROK zum Beispiel auch mit Q, also diese GROK-Chips. Man konnte mit denen aber auch trainieren und jetzt baut man direkt zwei Baureihen, wovon eine eben Inferenz optimiert ist, die andere auf Training. Das ist natürlich auch ein Kackahaufen im Vorgarten von Nvidia, den man damit da lässt. Also ob Nvidia den Inferenzmarkt gewinnt, war schon immer so ein bisschen fraglich, weil alle großen Tech-Anbieter und Hyperscaler da ihre eigenen Lösungen bauen. Beim Training ist man dann mal davon ausgegangen, dass Nvidia große Vorteile hat Das wird auch weiter so sein, sicherlich. Aber Google versucht hier zumindest für seine eigenen Zwecke erstmal, auch das günstiger darzustellen. Ganz einfach gesagt, wenn man eine ähnliche Leistung wie Nvidia schaffen würde, und man hat ja den Vorteil, dass man nicht für alle Purposes bauen muss, sondern nur für die Anwendungsfälle, die man schon kennt. Das ist ein gewisser Vorteil. dann spart man allein schon mal die 3 Viertel Rohmarge, die Nvidia sich einverleibt. Also ich kann quasi es zu Einkaufskosten bei TSMC oder zu Nvidias Einkaufskosten bei TSMC bauen lassen und die 3 Viertel Marge oder fast 80% Marge, die Nvidia hat, die zahle ich nicht drauf. Das heißt, ich spare massiv Geld, wenn ich Chips selber baue. Insofern, selbst wenn die nur so halb so gut wären fürs Training wie Nvidia Chips, wäre es immer noch ein Kostenvorteil. Und man gewinnt Unabhängigkeit, Autarkie von Nvidia und plus nicht nur Unabhängigkeit, sondern man kann eben auch über die Nvidia-Produktion hinaus Chips akquirieren. Wenn es davon ausgeht, dass jeder Anbieter von Nvidia so und so viele Chips bekommt, dann ist die einzige Möglichkeit, mehr Chips zu bekommen, da Nvidia ja irgendwann auch endliche Ressourcen hat, ist die einzige Möglichkeit, zusätzliche Kapazität zu bekommen, noch eigene Chips on top zu bauen. Und insbesondere für Use Cases, die stark repetitiv sind oder sich sehr stark ähneln, kann man dann eben hochspezialisierte Chips bauen. Und Google hat jetzt die neueste Generation seiner eigenen Chips rausgebracht. Wer sich über diese Chips freuen könnte, ist zum Beispiel Dario Madej. Nach der Aufnahme wurde bekannt, dass Google 40 Milliarden Dollar in Anthropic investiert. 10 Milliarden sofort und 30 Milliarden an Milestones gebunden. Apropos Anthropic.
Mini-News noch von Anthropic. Sie machen jetzt ein bisschen Legal mit Freshfields zusammen. Hätte ich jetzt gar nicht diese Woche als News gesehen, sondern einfach nur so eine kleine Sidenote?
Oder ist das größer, als es aussieht? Ja, es zeigt auf jeden Fall, dass Anthropic vor keinem Markt Halt macht. Man würde ja meinen, dass der Markt für Legal AI so ein bisschen in der Hand von Harvey und Legora aufgeteilt ist, die beide so dreistellige Millionenumsätze im Jahr haben. machen, aber auch danach greift Anthropic und ich glaube, ihnen geht es vor allen Dingen um die Schulung der eigenen Modelle dabei. Also hinter Legora und Harvey stehen ja im Zweifel dann auch wieder nur angepasste oder feingetunte Modelle und Anthropic arbeitet jetzt mit Freshfield zusammen. Freshfield ist so einer der renommiertesten englischen oder britischen Kanzleien, gehört zum sogenannten Magic Circle, also Da ist, keine Ahnung, Linklaters oder eben Freshfield, Bruckhaus, Dieringer. Diese klassischen US-Kanzleien, fünf sind das. Da sind sie drin. Wahrscheinlich die bekannteste davon, Clifford Chance, ist glaube ich noch eine und zwei andere. Und die gehen jetzt, also sie waren schon Kunde bei Entropic und gehen jetzt nochmal eine neue Partnerschaft ein, wo sie... Freshfields, würde ich sagen, als Vorteil bekommt, dass sie frühen Zugang zu Anthropics besten Modellen bekommen. Andersrum erhofft sich Freshfield, glaube ich, Trainingsdaten, die bisher nicht frei verfügbar waren. Also, wenn man überlegt, was bei den Anwaltskanzleien an Trainingsdaten in den Tresoren oder in den Aktenschränken schlummert, Also ich brauche ja, also gutes Gerichtsakten und so sind oft einsehbar. Da kannst du vielleicht teilweise draus trainieren oder beziehungsweise kauft man sich zur Not einfach irgendeinen juristischen Fachverlag. Aber so Corporate Law, was Leute untereinander vereinbaren, ist schon gar nicht so einfach. Und wenn du jetzt von einer Kanzlei, die wahrscheinlich tausende von Transaktionen im Jahr begleitet, hohe dreistellige Zahlen sicherlich zumindest, wenn du da quasi mal alle Side-Letters und Verhandlungen und Protokolle vielleicht sogar mitschneiden kannst, kannst du natürlich unheimlich viel daraus lernen und deine KI noch besser machen. Also du hast Wahrscheinlich Trainingsdaten, wo du sagen kannst, auf die kann ich mich jetzt mehr verlassen, als irgendein Advice, den ich von der SEO-Seite im Netz zusammengescrapt habe. Vielleicht ist es auch nicht die letzte Kooperation, die man sieht. Ich glaube, es wird auch andere Industrien betreffen, wo man Spezial-Know-how braucht. Und vielleicht will man hier vor allen Dingen den besten Anwälten der Welt auf die Finger schauen und von ihnen lernen. Da kommen wir später auch noch drauf. Ob das dann schlau ist von den Anwaltskanzleien, ist eine andere Frage. Ich würde jetzt in dem Fall, das gilt nicht für jede Industrie, aber hier würde ich sagen, die Alternative ohne KI zu arbeiten, wird es in Zukunft nicht geben für Law Firms. Gleichzeitig wird einfach sehr viel über Marke funktionieren und den Vorteil würde Freshfields ja weiter haben. Also als Freshfields würdest du wahrscheinlich im Backoffice unheimlich viel KI nutzen und trotzdem höhere Stundensätze und so weiter durchsetzen. weil irgendwie der Partner, der das am Ende nochmal kontrolliert, irgendwie an einer bisschen besseren Uni war oder eine bessere Schule hat oder, oder, oder. Also man wird die höheren Preise bestimmt weiter rechtfertigen, aber im Backoffice werden natürlich alle größeren Kanzleien zumindest mit KI arbeiten. Ich könnte mir vorstellen, dass es so eine Teilung gibt, dass man quasi eine teure Boutique-Kanzlei macht, die die hohen Stunden durchsetzt und dann die, die auf der Strecke bleiben, sind ja eigentlich die kleinen Wald- und Wiesenanwälte, wenn man so möchte. Die wiederum kann man natürlich theoretisch mit so einem industriellen Ansatz fast ersetzen. Also, dass du deren Leistung deutlich günstiger durch KI generieren kannst, weil sie selber keine KI nutzen. Gleichzeitig haben die nicht die Marke, die kamen so ein bisschen Mund-zu-Mund-Propaganda, wenn sie sich einen guten Ruf aufgebaut haben, aber sie haben nicht die Marken, irgendwie die teuren Anwaltskanzleien. Ja, aber es ist ja auch vorausgesehen, wie der Markt sein wird. Aber das ist, was ich mir so vorstellen könnte.
Ja, irgendwie gepaart mit der News von OpenAI diese Woche, die ja das erste Mal für mich irgendwie die Super-App erwähnt haben, scheint das ja auch so in die Richtung zu gehen. Also die großen AI-Firmen arbeiten jetzt alle an der Super-App, die irgendwie zeigt, dass man keine anderen Services mehr braucht, oder?
Das ist natürlich die andere Gefahr, dass jeder glaubt, er ist dein eigener Anwalt. Also dass du insgesamt weniger Anwaltsadvice brauchst, weil du ein paar Sachen zumindest glaubst, ob das dann wirklich so ist, aber glaubst, mit KI beantworten zu können. Die Gefahr ist auch so ein bisschen, dass am Ende jeder jeden verklagt. Also es gibt so ein paar Industrien, wo Friktion ganz gut ist, würde ich sagen. Also Friktion im Sinne von Reibungsverlusten. Das heißt, du kannst nicht real-time alle Transaktionen gleichzeitig ausführen. Es gibt Transaktionskosten. Im Fall von zum Beispiel, ich möchte dich verklagen, werden die Transaktionskosten, dass ich mir erstmal einen Anwalt nehmen muss, der mir zwischen 300 und 800 Euro abnimmt, um mir zu sagen, dass es eine gute Idee ist, das zu tun. Weil es immer eine gute Idee ist, jemanden zu verklagen aus Sicht eines Anwalts. Wüste Unterstellung. Darf ich nicht sagen, ich bin nächste Woche auf der Legal Exchange in München. Aber gut, dass dieser Topic rausgekommen ist, habe ich gleich ein bisschen Content. Achso, es ist eigentlich ganz gut, dass Kosten dazwischen stehen, weil die Gefahr ist natürlich, stell dir mal vor, du hättest ein agentic Rechtssystem, dann würde ja jeder jeden instantly verklagen. Du würdest irgendwelche Dinge im Internet bestellen und sofort immer deinen Verbraucherrechtsanwaltsagenten hinterher schicken und sagen, hier, das möchte ich sofort wieder rufen, schick... Ich bestelle mir immer Sachen und wenn ich einfach Nein klicke, sorgst du dafür, dass DPD die morgen wieder abholt, machst den Widerruf automatisch und so weiter. Also dass da teilweise noch Arbeit mit verbunden ist. Ich glaube, das ist vielleicht ganz gut, weil auf jeden Fall muss am Ende die andere Seite sich dann auch aufrüsten mit KI, also um diese ganzen Returns zum Beispiel oder Klagen zu handeln. Überleg mal, du würdest alle Passagierrechtsansprüche, sowas wie Flightright, jeder würde jetzt automatisch ständig testen, bei welchen Transaktionen er eventuell noch Schadensersatzansprüche hätte. Alle Leute werden ständig mit allen Leuten vor Gericht, hätte ich so ein bisschen die Angst. wenn nicht diese Schranke oder diese Hürde der Durchsetzbarkeit durch finanziellen Aufwand so ein bisschen gegeben wäre. Naja, das war die kurze News, die wir heute schon gesprochen haben.
Und jetzt gehen wir wirklich in die größte Bubble-News der Woche. Also generell muss ich sagen, mein Bubble-Indicator ist sehr, sehr hoch diese Woche. Ich habe jetzt vermehrt Leute so um mich rum, die nichts mit Internet zu tun haben, über Tech-Aktien reden hören und AI-Trends und so weiter. Und dann kommt hier so ein Video in unser Docket. dass jetzt alle, also ich würde es so übersetzen, jeder kann jetzt VC-Investor sein. Kann man das so zusammenfassen?
Ja, jeder kann sich so fühlen, auf jeden Fall. Also der Vorteil ist ja, als VC-Investor bekommst du deine Management-Fee und eventuell, wenn du die Hördel überstreitest, einen Carry darauf. Was du sein kannst, ist Limited Partner in einem Fonds, nicht General Partner. General Partner haben ja nochmal ein bisschen anderes Risikoprofil. Aber du kannst jetzt quasi Limited Partner sein.
Also Geld aus dem Fenster werfen.
du kannst andere Leute dein Geld in Venture Capital investieren lassen. Das wird jetzt ab 500 Dollar möglich. AngelList baut ein Produkt, USVC heißt das, natürlich schön patriotisch gebrandet, ganz im Zeitgefühl der aktuellen Amtszeit. Und ja, ab 500 Euro soll man, wie es jetzt regulatorisch hinbekommen haben, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Aber ja, ab 500 Dollar geht es los. du weißt nicht, worin du investierst. Es wird natürlich aber damit geworben, dass man sofort in XCI, Entropic, OpenAI, Sierra, Versal, Crusoe und Legora zum Beispiel drin wäre. Das wäre schon im Portfolio angelegt und dann würde eventuell weitest... Also es scheint so ein unendlicher oder evergreen VC-Fonds zu sein, den man baut. Wie man dann wieder rauskommt, die Liquidität und so, da habe ich mir jetzt ehrlich gesagt nicht das Kleingedruckte angeschaut. Ich habe gesehen, dass es so eine doppelte Gebührenstruktur hat, also Von den Gebühren her ist das jetzt erstmal nicht unheimlich vorteilhaft, aber man zahlt halt immer einen Preis dafür, wenn man mit kleinen Beträgen irgendwo einkaufen will, also dass man so eine doppelte Gebührenstruktur... Ich würde auch sagen, wie du, das ist ein Zeichen des Exzesses, dass man wieder versucht, da... Kleinanleger für VC zu motivieren. Das liegt, glaube ich, auch daran, dass es gerade nicht genug VC-Geld gibt eigentlich in den USA. Es werden nur so 200 Milliarden geraced. Die Leute, die typischerweise in VC investieren, haben nicht genug Geld, weil es nicht genug Rückflüsse gab in den letzten Jahren. Das heißt, der VC-Markt trocknet so ein bisschen aus und dann holt man sich, das hat man zuletzt sowohl bei Private Equity als eben jetzt auch bei VC gesehen, dann geht man so ein bisschen die Nahrungskette runter und geht eben über irgendwie akkreditierte Investoren weiter zu Zahnärzten und irgendwann zockern runter. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten, so irgendwie tokenisiert oder mit Perpetuals, komme ich später nochmal drauf, so eine Art Prediction Markets auf Startups zu wetten. empfehlen würden wir das jetzt alles wahrscheinlich eher nicht. Spannend ist auch, dass quasi der Richard David Precht des Silicon Valley, Nawal Navigant, quasi als...
Warum lachst du?
Ich finde, das ist ein bisschen zu viel Lob für Precht. Ja, genau. Also Nawal ist so ein Kalenderspruch- Philosoph, der auf Twitter irgendwie einem das Leben erklärt und der ist so ein bisschen die Frontfigur jetzt von diesem, ist ja auch Founder von AngelList, ich glaube ja, ne? Ja. Und abgesehen davon, diese Firmen sind ja alle an der Börse demnächst, also dann ist es vielleicht doch schlauer, also man muss halt einmal erklären, dieses Problem der Adversenselektion, man muss ja nicht glauben, dass jetzt der VC-Fonds, in dem einfach nur Millionen von Konsumenten drin sind, die geilsten Deals bekommt am Ende. Der kann sich irgendwie in Secondaries einkaufen, kann man mitinvestieren, wenn viel Geld gebraucht wird. Aber ich bin ja nicht der nächste Marc Andreessen oder hier Sean McGuire deswegen von Sequoia, wenn ich bei USBC 500 Dollar reintue. Also dass ich jetzt die besten Deals als erster sehe, eher unwahrscheinlich. Genauso wie dieses ARK-Invest-Bullshit-Ding, wo am Ende... man ein paar gute Namen kauft, damit man die im Portfolio hat. Also man kauft überteuert wahrscheinlich Secondaries oder sich mit kleinen Tickets in Runden ein, weil man so ein bisschen... To be fair, bei ARK würde ich fast sagen, vielleicht lässt OpenAI ARK eine kleine Position in der Runde machen, weil die schon den Retail-Markt anheizen für den IPO. Also lässt Casey Wood quasi... eine ganz kleine Venture-Runde mit investieren, dann kann sie sagen, hey, wir haben OpenAI in unserem Venture-Fund drin. Und dafür rührt sie natürlich schon die Werbetrommel für den IPO indirekt mit. Das wäre so der einzige Grund, warum diese Fonds vielleicht auch mal in gute Firmen reinkämen, wenn sie sich nicht zu teuer einkaufen. Aber dass sie jetzt irgendwann sehr früh einen Großteil der Value Creation capturen können, indem sie früh in Startups reingehen, halte ich für unwahrscheinlich. Und man darf nicht vergessen, dass on average der VC-Markt kein Geld verdient oder nicht besonders viel Geld verdient. Also da ist das Geld im MSCI World wirklich besser aufgehoben, über die lange Sicht auf jeden Fall und auch mittelfristig.
Und wir kommen im Layoff-Corner an. Ich habe eben mal gefragt, wie es so aussieht und wie viele Mitarbeitende es bei Meta sogar gab. Was glaubst du, was war Peak-Meta-Mitarbeiter-Anzahl?
82.340.
Ja, bei mir wird 86 gesagt.
Aber nah dran.
Wann war das? 2022. Genau, dann sind 62...
Hey, für aus dem Kopf gar nicht schlecht, oder? Ja gut, das ist dein Job. Wie wird man hier gelobt?
dein Job, Mann. Dann sind 22% runter in 2023, aber dann, und das überrascht mich ein bisschen, 24, 25 jeweils, also einmal plus 10%, einmal plus 6%. Ich hätte gedacht, es geht rasant runter, also so minus 22%, minus 10%, minus 5% hätte ich eher gedacht, aber man braucht dann scheinbar doch noch mehr Leute.
Ich wollte auch sagen, gefühlt reden wir einmal im Quartal über Entlassung bei Meta in letzter Zeit, aber tatsächlich scheinen sie auch parallel Leute zu heiern. Jetzt berichtet aber gerade unter anderem CNBC wieder, dass sie 10%, also ungefähr 8000 Leute gehen lassen und 6000 offene Rollen nicht mehr besetzen wollen. Wie du richtig sagst, sie haben zuletzt netto wieder Leute aufgebaut. Ich nehme an, gerade auch in der KI-Sparte, wenn man sieht, was sie da geheiert haben, nicht nur an Top-Personal, sondern sie werden natürlich auch die entsprechenden Fußwäldner mitgeheiert haben für die KI-Sparte. Und man darf nicht vergessen, dass Facebook eine riesengroße indirekte Workforce hat, die sie von Accenture und so heiern für Moderationsaufgaben und so, die jetzt alle nicht zugerechnet werden. Aber was man schon sagen kann, ist, dass der Umsatz, Entschuldigung, dass der Gewinn pro Mitarbeiter sich, glaube ich, verdreifacht hat bei Meta. Also sie haben schon die Firma deutlich effizienter gemacht in der Vergangenheit. Aber bisher haben sie immer geheiert und gefeiert. Und man könnte sagen, sie haben eigentlich relativ rigoros Talent Density gemanagt. Das heißt, Leute, die zu teuer geworden sind und nicht viel kontribuiert haben, haben dann rausgeschmissen und immer wieder auch neues Blut reingeholt in die Firma. Jedenfalls wieder 10% oder 8000. Und dann gab es diese Woche außerdem die News, dass Microsoft ebenfalls 7% der US-Mitarbeiter gehen lässt. Auch hier sind es 8000 Mitarbeiter. die gehen sollen. Microsoft hat aber ungefähr 200.000 Mitarbeiter weltweit und von den US-Mitarbeitern wären das aber eben 7%, die man gehen lässt. Und zwar lässt man die in sogenannte Voluntary Redundancy, das ist auch so ein schönes HR-Deutsch-Wort, also freiwillige Überflüssigkeit oder Frühruhestand oder sowas? Im Deutschen würde man sagen, Frühruhestand. Die dürfen sich freiwillig entscheiden, die Firma zu entlassen bekommen. Einen finanziellen Anreiz dafür, so wie SAP das auch zuletzt gemacht hat mit vielen Mitarbeitern. Ich glaube, dass das nicht ganz dumm ist, weil die Gefahr ist natürlich, dass wenn du in den letzten Jahren nicht mehr viel geheiert hast, wie die meisten Tech-Konzerne, dann überaltert natürlich deine Personalbasis ein bisschen. Plus du bekommst Die jungen Ideen, die jungen Technologien, das Vibe-Coding, die Innovation, die Merger, das kommt alles nicht mehr in die Firma rein.
Keine Brillen mehr?
Wo sind die Brillen? Ja. Deswegen ist es wahrscheinlich schon ganz schlau, immer mal ein paar ältere Leute früher retiren zu lassen. Also sind Menschen, die teilweise Dekaden bei Microsoft waren, denen sollte es allen ganz gut gehen, würde man auch vermuten. Und um dafür aber auch wieder die Möglichkeit zu bekommen, jüngere Menschen, die im Umgang mit KI zum Beispiel schon viel geschulter sind, in die Firma zu lassen oder junge Universitätsabsolventen, die jüngere Technologien gelernt haben und so weiter. Von daher glaube ich, würde ich es sowohl bei Meta als auch bei Microsoft so sehen, dass man hier hauptsächlich die Talent-Density so ein bisschen damit Und der andere Faktor ist natürlich, dass man schon versucht, Kosten zu sparen, um Datacenter zu bauen. Also die KI nimmt den Leuten gar nicht die Jobs weg, aber das Budget nimmt die KI den Leuten weg. Ich zeige bei der OMR-Prise wahrscheinlich, dass die Unternehmen gerade so 91% ihres Operating Cashflows für Datacenter-Investitionen ausgeben. Also wenn du dir Microsoft, Google, Meta und so, die machen ja alle zig Milliarden an Gewinnen, aber sie geben fast 100% dieser Gewinne gerade für Investitionen aus. Das heißt, sie müssen sich netto verschulden, wenn sie nächstes Jahr noch mehr investieren. Sie verschulden sich sowieso schon, aber dann werden sie sich mehr verschulden, als sie Ertrag machen, also negative Schulden anhäufen. Vor der Hinsicht versuchen sie natürlich schon alle anderen Kosten zu sparen, um noch mehr ausgeben zu können. Genau.
Kannst du überhaupt, dass die KI-Firmen irgendwann die Preise so ein bisschen mehr anheben? Also man könnte es ja jetzt sagen, wenn das eine Aufgabe ist, die ein Werkstudent machen kann, dann kostet die nichts. Und wenn das eine Aufgabe ist, die ein Anwalt machen kann, dann kostet die viel. Da gibt es ja schon so ein bisschen mit Tokens, aber...
Ja, das wird schon passieren. Aber auf die Finanzierungslage hat das nur einen sehr indirekten Einfluss. Also die Finanzierung ist ja so kopflastig. Also du musst einmal 100 Milliarden investieren und dann kriegst du jedes Jahr 20 Milliarden zurück. Und ob dann 20 oder 22 zurückkommt, das ist für die Finanzierungsrichtung schon wichtig. Aber... Du musst ja die Kosten in Periode 0 managen eigentlich in dem Fall hier. Ja, oder 0 und 1. Dafür bringt jetzt die Preiserhöhung gar nicht so viel. Also die Leute hätten trotzdem gehen müssen. Einfach gesagt. Aber trotzdem kannst du Preise, irgendwann wirst du vielleicht für wertvollere, aufwendigere, komplexere Vorgänge noch deutlich mehr Geld verlangen. Wobei... das wird so ein bisschen rauskompetiert, weil dein Konkurrent würde es immer günstiger machen. Da hatten wir ganz am Anfang mal drüber geredet, da hatten wir genau die Diskussionen und ich hatte erst gesagt, mein Argument war, dein Geschirrspüler kostet ja auch nicht so viel, wie ein Geschirrspüler jeden Tag bekäme an Geld, weil es eben große Konkurrenz gibt. Du kannst ja sagen, du wärst bereit, wenn Geschirrspielen vorher eine Stunde gedauert hätte und du deinen eigenen Arbeitslohn mit Rechnen wir mal mit 30 Euro. Dann könntest du sagen, ein Geschirrspüler würde schon bei 15 Euro am Tag Sinn machen. Aber er kostet dich wahrscheinlich umgerechnet nur 5 Euro am Tag. Weil es natürlich kaum Grenzen gibt. Und ich glaube, du könntest sagen, die KI kann so abrechnen, was der Wert ist. Also wenn ich einen 800 Euro Anwalt ersetze, dann könnte die KI dafür 300 Dollar nehmen. Aber KI B wird ja kommen und sagen, ich mache es für 280 und dann kommt China und sagt, ich mache es für 12. Deswegen werden die Gewinne so wegcompetet. Am Ende bin ich damals zu dem Schluss gekommen, es gibt Cost-Plus-Pricing, also du zahlst, was du selber im Datacenter bezahlst und schlägst, wenn du Glück hast, darfst du so auf 50% Rohmarge aufschlagen. Ob man auf 80% Rohmarge bei so viel Konkurrenz kommt, ist echt die Frage. Das hängt sehr stark davon ab, ob man echte Logins, Netzwerkeffekte bauen kann oder ein so differenziertes Produkt bauen kann, dass das den Aufschlag rechtfertigt. Aber das können wir jetzt nicht auch noch diskutieren heute. Deswegen gehen wir rüber in die Earnings Corner. Da gibt es langsam wieder mehr zu tun. Die Earnings Season hat angefangen. Wir sind Mitte April. Ende April. Das Q1 wird ausgewertet und jemand, der immer relativ früh rauskommt mit Zahlen, ist Tesla und die haben relativ solide Zahlen rausgegeben, würde ich sagen. Durchaus guter, auch eher positiv überrascht als negativ überrascht die Wall Street Analysten. Wir schauen mal in unser Sheet und gucken uns das da an. Und zwar konnte man den Umsatz bei Automotive Sales um 20% steigern gegen den wirklich sehr schwachen Vorjahr, muss man auch sagen. Also man ist jetzt auf Level von 2024. Ja, wir haben jetzt 26. Ja, man ist auf Level von 2024 ungefähr, beziehungsweise immer noch ein bisschen drunter. Ach genau, weil wenn man 20% sinkt und 20% steigt, ist man nicht auf Vorlevel. Das hätte ich mir auch erschließen können. Man ist auch auf 25% unter dem Wert von vor drei Jahren. Also insgesamt noch schlecht, aber besser als letztes Jahr. Das muss man schon sagen. 20% Wachstum. Der Gesamtumsatz steigt immerhin noch um 16%. Das ist auch das Bestergebnis seit bestimmt 10 Quartalen, dass man überhaupt wieder Wachstum hat von diesem relativ niedrigen Niveau. Beeindruckend würde ich sagen, ist einerseits, dass der die Rohmarge sich deutlich verbessert hat im Vergleich zum Vorjahr von 16,3 auf 21,1 Prozent. Das sind Welten. Ich glaube, es liegt so ein bisschen an der Produktstrategie, dass man die aufwändigeren Autos auslaufen lässt und vor allem auf Massenproduktion setzt, wenn ich das richtig interpretiere. So oder so ist es natürlich, also für ein halbes Prozent Rohmarge würden die meisten Autobauer wahrscheinlich ihr Erstgeborenes geben. Und Tesla konnte jetzt auch im Vergleich zum Vorquartal nochmal ein ganzes Prozent Rohmarge rausholen. Das ist sicherlich gut und hilft. Und die operative Marge ist dann immerhin von 2 auf 4 Prozent verdoppelt worden. Das operative Ergebnis ist in 136 Prozent gestiegen. Also das sind gute Zahlen, besser als erwartet. Net Income ist auch hoch. Was könnte man noch erwähnen? Investitionen halten sich in Grenzen. Da spricht jetzt keine große Euphorie raus. Cashflow hat sich auch gut entwickelt. Das ist jetzt auch nicht groß rumgetrickst oder so. Das ist eben wieder 30% hoch. Inventar ist ein bisschen höher. Also man hat wieder mehr Autos gebaut. 50.000 Autos mehr Autos gebaut, als man verkauft hat. Also es gibt einen Production Surplus, Überschuss von 50.000 Autos. Das muss man sehen, ob man diesen abgesetzt bekommt. Ja, Supercharger hat man auch 20 oder 19 Prozent ausgebaut. Ich glaube, das wird auch immer spannender natürlich mit mehr Autos auf der Strecke. Wird die Utilization, die Auslastung der Supercharger auch immer besser. Und es ist natürlich ein spannendes sozusagen Veredelungsprojekt, Strom einfach teurer weiter zu verkaufen, indem man so eine Supercharger-Station dahin baut. Das ist ja schon ein geiles Modell, aber das rechtfällt jetzt auch nicht die Bewertung von Tesla, die ja in den Billionen liegt. Auch aber sehr gute Zahlen. Was bemerkenswert und interessant war, ist, dass der Optimismus, den man sonst gewohnt ist von Elon Musk und die bisschen überschwängliche Tendenz zu ambitionierten Timelines zu sprechen und eine sehr positive Welt zu sehen, entweder hat er seinen Keter falsch dosiert oder einen Downer dazwischen geschmissen oder ich weiß nicht, aber auf jeden Fall, war er auf einmal unheimlich kritisch oder skeptisch. Also er hat gesagt, dass das ganze Self-Driving-Ding kein Selbstläufer ist. Das mit den Robotern wäre auch nicht so einfach. Man müsste da ein wenig Realität in die Situation bringen. Das sind ja Worte, die man von Elon Musk überhaupt nicht gewohnt ist. Und es klingt fast so, as if he was shit-talking his own company. Also man kennt sowas sonst nur von Oliver Samba. Und das nährt natürlich jetzt zum Gerüchte, würde ich, ich habe gar keine gelesen, aber es nährt bei mir, bei den vielen Stimmen in meinem Kopf Gerüchte, dass vielleicht will SpaceX doch Tesla kaufen und versucht Tesla gar nicht mehr besonders gut erscheinen zu lassen vor Analysten deswegen. weil dass man sich hier so skeptisch, also Optimus ist doch die Zukunft von Tesla, haben wir gelernt und Self-Driving auch und jetzt erklärt er uns, das ist alles nicht so einfach. Das klingt entweder nicht nach der normalen Geistesverfassung von Elon Musk oder er hat seine Strategie in Hinsicht auf Tesla geändert, weil normalerweise sind wieder viel Optimismus, Durchhalteparolen und ambitionierte Ziele gewohnt. Also vielleicht passiert dieser Merger, den ich für genauso unsinnig halte, aber vielleicht passiert Doch noch.
Aber das ist doch dann dein Zeitpunkt, um das erste Mal mit einem Tesla-Short ein bisschen Geld zu verdienen.
Naja, aber wenn er das Ding dann morgen von der Börse kauft mit SpaceX, dann kannst du dein Haus abgeben, wenn du vorher Short warst. Dann geht Tesla irgendwie 20% hoch. Du weißt ja nicht, welche Spaßbewertung er Tesla wieder geben wird. Da werde ich ganz sicher nicht gegenwetten.
Aber wie tief muss Tesla denn fallen, dass es interessant ist für ihn, das zu kaufen?
Also auf jeden Fall hat das 4% schon runtergequatscht. Und im Fall von Tesla sind das 60 Milliarden oder ich weiß gar nicht, was die aktuelle Bewertung ist. Ja, ungefähr 50, 60 Milliarden hat er sich quasi beim Kaufpreis schon gespart durch. Dadurch ist er wirklich, trotz der sehr guten Ergebnisse, das sage ich gern. Ja, du musst dich ja fragen, warum Tesla bei den Ergebnissen so überrascht. Und die Aktie trotzdem sinkt. Also er hat sich keine Mühe gegeben, das als eine spannende Aktie aussehen zu lassen. Außerdem gibt es gerade weiteren Trouble in Teslaland. Und zwar stellt sich raus, zu den Überraschungen aller, inklusive mir natürlich, dass mit den Tesla-Modellen, die man bis 2022 gekauft hat, in der die Hardware-Version 3 verbaut ist, nicht Full-Self-Driving nutzen können wird. Also das, was immer erzählt wurde, wofür Leute explizit Geld bezahlt haben, bis zu 15.000 Dollar bezahlt haben, das wird nicht möglich sein. Das heißt, Tesla hat reine Vaporware verkauft, die Hoffnung, dass das Auto sich selber fährt. Und auf der Hardware 3 ist es nicht möglich, die aktuelle Version der Full Self-Driving Software zu nutzen. Es ist außerdem mit Ausnahme der Niederlanden, wo es unter starken Restriktionen möglich ist, Bist du als Europäer sowieso noch lange nicht in der Lage, die Software, für die du eventuell viel Geld bezahlt hast, zu nutzen. Aber das ist eine andere Geschichte. Fakt ist, dass Tesla jetzt vor der Entscheidung steht, diese ganzen Autos nachrüsten zu müssen. Man will dafür so Minifabriken, wie nennt er das? Ja, Micro-Factories will man bauen in den größeren Städten der Welt. Das heißt, die Tesla-Ona können dann in die Micro-Factories fahren auf eigene Kosten, ihren Tesla umrüsten lassen, um dann eventuell... In Europa muss man... Das Gute ist, in Europa spart ihr euch das Benzin bei den teuren Strom, weil ihr dürft ja eh nicht fahren. Das heißt, ihr müsst es auch nicht umrüsten. Ihr könnt weiter mit der alten Hardware fahren. Es würde gar keinen Sinn machen, es umzurüsten, weil du derzeit eh kein FSD nutzen kannst. Und die anderen in den USA... können sich halt in so eine Werkstatt begeben, das Umbauen, das wird sehr teuer werden. Die Analysten laufen schon so ein bisschen Sturm dagegen und sagen, lass die doch lieber verrecken oder gib denen ein neues Auto, weil dieser Umbau eine unheimliche operative Aufwendung ist. Also es wäre eventuell opportuner, ihnen 5000 Dollar zu geben dafür, dass sie die nächsten Tesla kaufen. Also ein Umtauschprogramm, so eine Abgasprämie. Ja, aber apropos Abgas, das ist nichts anderes, als was man vollkommen zu Recht der deutschen Autoindustrie vorwerfen muss. Also dir wurde hier was verkauft, was einfach eine Lüge war. Also diese Geschichte, dein Auto verdient irgendwann für dich Geld und wird ganz automatisch fahren können, das war quasi aus heutiger Perspektive technisch nie möglich. Mit dieser Version 3 der Tesla eigenen Deswegen schließen sich natürlich jetzt auch schon Leute zu Class-Action-Suites, also Musterfeststellungsklagen in Deutsch, zusammen, um dagegen zu klagen und den wirtschaftlichen Schaden geltend zu machen. Uns lässt natürlich auch die ganzen Technologie-Optimisten ein bisschen blöd erscheinen, die auf irgendwelchen Vorträgen immer erzählt haben, wie toll das Tesla ist, dass man da über Over-the-Air-Updates immer die neueste Version bekommt und irgendwann... selbst mit dem Auto, was 2019 gekauft wurde, dann irgendwann das Auto für dich Geld verdienen und selbst wenn du dir einen neuen Tesla kaufst, kann dein Alter noch weiterfahren und als Taxi fahren und das Geld für den neuen Tesla verdienen und all das passiert eben doch nicht so, sondern war nur bla bla im Nachhinein. Also nicht nur bla bla, aber es ist einfach nicht so gekommen, wie es versprochen wurde und ich glaube jeder, der sich einen Tesla mit, also zumindest wenn du dir einen Tesla inklusive dieser teuren FSD-Prämie gekauft hast, dann darfst du dich, glaube ich, zurecht betrogen fühlen, nach meinem Rechtsverständnis. Zumindest. Gute News gibt es aber von den Cybertruck-Verkäufen. Und zwar sind die nur auf 7.071 Autos im vierten Quartal gefallen. Die schlechte News ist, dass jeder fünfte Cybertruck von einer von Mass-Firmen gekauft wurde. Also 18% der 2025 im vierten Quartal verkauften Cybertrucks wurden entweder von XCI, der Boring Company, Neuralink oder SpaceX gekauft. Das heißt, Elon Musk hat quasi seine eigenen Firmen genutzt, um irgendwie als Betriebsautos diese hässlichen Cybertrucks zu kaufen.
Hat er das gelernt von irgendeinem Autor, also der seine eigenen Bücher gekauft hat, oder wie?
Wahrscheinlich, wahrscheinlich. Ich verstehe nicht, warum man das nicht einstellt. Also mit dem Auto wirst du kein Geld mehr verdienen. Es gibt einen Markt dafür, aber es ist ein kleiner Markt. Das wird niemals ein Auto werden, wovon Millionen verkauft werden. Ich weiß nicht, was das soll. Es ist in Europa nicht zugelassen, weil es die... Es darf in den USA fahren, weil die Sicherheit des Fahrers relativ hoch ist. Es darf in Europa nicht fahren, weil die Sicherheit aller anderen Menschen um das Auto herum. Also wenn man weiß, wie so ein Cybertruck aussieht, ein Kleinkind, ich würde mal sagen, bis zum Alter von neun Jahren, würde man ohne Sensorik auf jeden Fall platt fahren, weil man es gar nicht sieht. Was bei anderen Autostoßstangen sind, sind hier eher scharfe Messer, die jeden Körper gut zerteilen würden beim Aufprall. Und vor allem deswegen gibt es in Europa keine Zulassung dafür, weil es zu gefährlich für andere Verkehrsteilnehmer wäre. In den USA ist natürlich genau das gerade en vogue, dass man rücksichtslos seinen eigenen Panzer fahren kann. Apropos Panzer, für die Tesla-Fans ist es noch nicht vorbei. Das passiert nur einmal im Quartal, keine Angst. Aber wenn wir schon mal über Tesla sprechen, dann müssen wir es auch ausgiebig machen. Und zwar habe ich mal geschaut, als ich gelesen habe, dass Elon Musk hier seine eigenen Autos kauft, damit die Cybertruck-Zahlen nicht so einfallen, habe ich geschaut, hat nicht auch die Regierung Cybertrucks gekauft? Und da gab es wirklich diesen 400 Millionen Air Force Auftrag. Also die Air Force... Vertrag abgeschlossen, nachdem Elon Musk hier und Donald Trump da den Cybertruck und das andere Tesla-Modell vom Weißen Haus geparkt hatten in der Dealership, hat die Air Force gesagt, wir würden einen Rahmenvertrag machen für 400 Millionen US-Dollar. Hast du eine Idee, wofür die Air Force Cybertrucks gebrauchen könnte?
Ich habe es gelesen, aber es kann nicht geil sein.
Du willst doch nicht auf ein Elektroauto schießen.
Die Air Force möchte die Cybertrucks nicht etwa zum Fahren haben oder als Dienstwagen.
sondern als Attrappen für gepanzerte Fahrzeuge, um sie zu beballern. Also quasi, es sind die günstigsten beweglichen gepanzerten Ziele, die man hat, um mal irgendwie eine schöne Luftbodenrakete auszuprobieren. Und dafür möchte man für bis zu 400 Milliarden, also das Geld wurde noch nicht ausgegeben, keine Sorge, das ist ein Rahmenvertrag, aber für bis zu 400 Millionen, Entschuldigung, habe ich in Milliarden gesagt, bis zu 400 Millionen würde man Cybertrucks kaufen, um die als militärische Ziele für die Ausbildung von Piloten, nehme ich an, bei der Air Force zu nutzen. Das ist doch mal eine, wenn man das nicht günstiger hinbekommt als mit einem Cybertruck, Scheint mir eine gute Investition der Steuergelder der amerikanischen Bürger zu sein, dass man sich für 400 Millionen... Wie viele Trucks bekommt man dafür für 400 Millionen? Was kostet das? 100.000? So rund? Ein bisschen mehr? Das wären 4.000 Stück bekommen man dann, ne?
Wahnsinn.
Ja.
Ich weiß es nicht. Aber wenn wir schon über dumme SUVs reden, ich habe gerade mal geguckt, also der...
Es gibt ja ein ähnlich dummes Auto, und zwar die G-Klasse Elektro.
Rate mal, wie viel die bis jetzt verkauft wurde.
Im Vergleich war es gerade gesagt, die Cybertruck wurde 10.000 Euro verkauft. Ich muss jetzt auch sagen, wie selten die G-Klasse verkauft wird. Da gehen jetzt auch keine 300.000 von im Jahr über, oder?
Die normale G-Klasse ist doch schon...
Also ich würde sagen, Elektro wurde 937 Mal verkauft.
Ja, ein bisschen mehr. Also unter 10.000 bis jetzt. Aber die G-Klasse selbst wurde fast 50.000 Mal weltweit verkauft in einem Jahr.
Wahnsinn.
Aber gut.
Viel Blech.
Viel Geld für viel Blech.
Viel Batterie. Jetzt haben wir so viel über Tesla geredet, haben keine Zeit mehr für die anderen Eulings. Die machen wir schnell. Bisschen langweilig auch. Also ServiceNow.
ServiceNow, Daumen runter.
Genau, Subscription Revenue läuft nicht gut. Angeblich ist der Krieg im Iran schuld daran. Deswegen kackt die Aktie 15% ab. Sagt der CEO, also der CEO Bill McDermott gibt quasi dem Iran Krieg die Schuld. Sein ehemaliger Arbeitgeber entgeben, SAP, dabei ja vorher CEO. Dem geht es ganz gut. Die konnten ihr Cloud Revenue um 27% steigern. Die Vorquartale waren glaube ich nicht so Wenn es gut läuft, ist es der AI-Impact. Wenn es schlecht ist, ist es der Iran-Krieg. Aber bei SAP ist der AI-Impact, der das Cloud-Revenue um 27% steigen lässt. Und die Aktie regiert positiv. Ich glaube, 5-6% habe ich eben gesehen im Early Trading heute. Morgen noch besser läuft es allerdings für Intel. Intel war lange Zeit eine der schlechtesten Aktien. 2001 oder so war die mal 150 Dollar wert. Dann war sie bis vor kurzem nie mehr als 50 Dollar wert. Das war schon der lokale Höhepunkt, aber ist ewig seitwärts gelaufen und hat Geld vernichtet. Wie hieß der? Gensinger? Giesinger? Gensinger? Pep Gensinger? Pep Gensinger hieß er, glaube ich, der CEO. Mit Sicherheit einer der schlechtesten CEOs aller Zeiten. In einer Zeit, wo echt Chips heiß waren, mit Intel kein Geld zu verdienen. Ist aber Lip Butan da am Ruder seit einem Jahr. Und das wiederum muss qua Definition einer der besten CEOs der Welt sein, weil das ist so, als wenn du in der 82. Minute irgendwie Boateng einwechselst und der macht zwei Dinge als nächstes. Ist das ein Fußballer? Glück, Lachen und Schallen. Na, wie auch immer. Der spielt nicht mehr, ne? Wenn er zwei Dinger macht, denkt man normalerweise an ihn.
Auf jeden Fall ist er seit einem Jahr am Ruder.
Und in dem Jahr hat sich der Kurs von Intel, nachdem es nur abwärts ging, eigentlich verdreifacht. Also der scheint den Turnaround zu schaffen. Er spricht davon, dass es nicht mehr ums Überleben von Intel geht, sondern um die, woher man mehr Produktionskapazitäten bekommt inzwischen, um die Nachfrage zu bestätigen. Und die Aktie springt 20%. Nach den jüngsten Ergebnissen und Einlassungen von ihm, also wir beobachten ihn nicht regelmäßig, aber die Entwicklung kann man, der kann man schon mal kurz zwei Minuten Zeit geben, weil es dann sowohl persönlich ist, wie sehr kann man das jetzt immer einem CEO oder einer CEO zurechnen, aber... Es ist schon die beste Erklärung. Weil die KI-Nachfrage, die bestand jetzt auch schon in den zwei Jahren davor. Das heißt, er muss da schon was richtig gemacht haben. Und Intel ist kurz davor, quasi wieder signifikant Gewinne zu machen. Ob das so erstrebenswert ist, das würde man in Korea bei Samsung vielleicht gerade anders beantworten. Mein gewerkschaftliches Herz hat mit Vergnügen gelesen, dass gerade bis zu 39.000 Samsung-Mitarbeiter in Streik getreten sein sollen. Das ist für Samsung gar nicht gut. Die brauchen gerade jede Kapazität, Produktionskapazität, die sie haben, um Speicher herzustellen, vor allen Dingen für die ganze Data Center-Industrie. Aber 30.000 Mitarbeiter in Korea haben da jetzt gestreikt. Und zwar wollen die 15% des Operating Profit weil sie gemerkt haben, dass sich mit Speikerships gerade unheimlich viel Geld verdienen lässt. Und jetzt sagt die Gewerkschaft, sie wollen 15% des Operating Profits und der Operating Profit hat sich verachtfacht im Vergleich zum Vorjahr im letzten Quartal. Also die wissen, das Geld ist da, wenn man so möchte und sagen, jetzt kriegen die Mitarbeiter aber auch mal was ab und wollen quasi 15% davon einbehalten. Fairerweise, Samsungs Gegenangebot ist sogar schon 10% des Operating Profits in Boni zu verwandeln. Da geht es natürlich auch darum, wie werden die aufgeteilt. Also kriegt jeder Mitarbeiter was oder es ist ein Bonus, den Samsung festlegt. Und das Gehalt um 6,2% zu erhöhen. Das ist ein bisschen mehr als die Inflation. Also so oder so werden die ganz gut rauswandern. Und Samsung macht so viel Umsatz inzwischen mit relativ wenig Leuten. Also die Produktion ist natürlich hochautomatisiert auch. Das wären tatsächlich 400.000 Dollar im Schnitt pro Mitarbeiter. Also wenn TSMC das liest, wird ihnen schon ganz anders. Wenn ihnen das nicht auch bald vorbesteht, dann schließen sich freiwillig China an, damit die Mitarbeiter nicht streiken können. Ich würde trotzdem sagen, ehrlich gesagt, also... Einerseits soll Arbeitskampf natürlich genauso funktionieren, wobei ich es natürlich ein bisschen unfair finde, wenn man versteht, wie zyklisch der Chip-Sektor ist. Also 2023, glaube ich, Sekunde, ich muss ja kurz gucken, hatte Samsung, ich glaube, 22 und 23 hatte Samsung extrem schlechte Jahre. Da hat sich der Gewinn halt auch mal gefüttelt oder gefünftelt. Die Frage ist, ob Mitarbeiter dann auch Gehaltseinschnitte bereit wären, in Kauf zu nehmen. Das glaube ich höchstwahrscheinlich nicht. Deswegen wäre die bessere Lösung oder die nach meiner Kapitalismus-Definition, fände ich es eigentlich gut. sinnvoller, denen einfach Firmenanteile zu geben. Es gibt, glaube ich, ein Aktienbeteiligungsprogramm bei Samsung, aber statt denen quasi einfach 15% der Profits zu geben in guten Jahren, sollen die doch einfach Aktien von Samsung bekommen und dann müssen sie die schlechten Jahre genauso erleiden wie die guten und das finde ich eigentlich das bessere System, als sich Geld geben lassen in den besseren Jahren und in schlechten Jahren trotzdem den Lohn zu erwarten, weil um das Risiko abzugelten. Die Mitarbeiter sind relativ risikofrei, bekommen immer ihren Lohn. Und dann, wenn es gut läuft, mehr Gehalt bekommen zu wollen, finde ich, wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass. Wenn sie es durchsetzen können, fein, aber da finde ich eigentlich echten Unternehmertum, also ein Gehalt zu bekommen und dann eben Aktien dazu und dann profitiert man trotzdem in guten Jahren und in schlechten erleidet man aber auch mit die Verluste und kriegt aber trotzdem noch sein Gehalt, finde ich eigentlich das faire System für beide Parteien. Also wenn die noch einen Schlichter suchen, ich war noch nie in Südkorea, ich biete mich an. Apropos Schlichter, super Überleitung. Eine Polymarket-Wette hat jemand beschlossen, einfach selber zu schlichten. Und zwar gibt es bei Polymarket ja immer sogenannte Resolve-Events oder Orakel. Das heißt, irgendjemand, irgendeine höhere Instanz muss ja erklären, ob eine Wette jetzt aufgegangen ist oder nicht. Sagen wir mal, wenn es um den Angriff auf den Iran geht, dann würde man zum Beispiel sagen, dass mindestens drei der renommierten Presseagenturen das bestätigen müssen. Also, dass irgendwie AP, AFP und DPA oder was auch immer man da als relevant empfindet, müssen darüber News berichten und nur wenn das passiert, gilt das als passiert. Deswegen werden teilweise, haben wir darüber berichtet, Journalisten inzwischen auch bedroht, bei der Berichterstattung, weil sie so eine Art Orakel werden können und je nachdem, was sie sagen, werden Wetten dann anders aufgelöst. Und es gab eine Wette, die natürlich vollkommen unsinnig ist, aber was die höchste Temperatur, die am 15. April in Paris gemessen wird, sein wird.
Und du bist dafür nach Paris geflogen und hast ein Feuerzeug irgendwo hingehalten, oder was?
Ja, und also realistisch war irgendwas so zwischen 12 und 18 Grad oder so. Und dann hat aber ein mutiger Wetter auf Polymarket gesagt, warum nicht 22 Grad? Ist zwar unwahrscheinlich, aber wenn die Wette aufgeht, würde ich irgendwie das 90-fache meines Geldes zurückbekommen. Also wette ich mal auf die totale Outlierwette 23 Grad. Und das Resolve-Event war das an einem Thermometer am Flughafen Charles de Gaulle, das sozusagen das offizielle Temperatur-Thermometer ist, ob das so schlau ist, abgesehen davon, dass auch schon im Flughafen, wo relativ viel Beton ist und die, ich würde behaupten, sich die Gegend ein bisschen stärker auffällt, wie auch immer. Also es gab das Thermometer, das war das Resolve-Orakel. Also hat der Kollege sich daneben gestellt, den Heißlüfter angeworfen und dafür gesorgt, dass es lang genug 23 Grad warm ist, um das quasi als offizielle Wettermessung erkennbar zu machen. Und damit hat er diese Wette dann gewonnen.
Und wie viel hast du damit verdient?
Ich will ja nicht nach Paris fliegen. Genau. Schöne Anekdote quasi von den Problemen, die sich ergeben durch diese Polymarkets. Und das sollte man auch immer sagen, dass man höchstwahrscheinlich eben nicht die bestinformierteste Partei ist. Allein schon, weil einzelne Leute es manipulieren kann. Es gab auch gerade einen Fall, dass drei, ich glaube, Kongresskandidaten sich selber gewählt haben oder auf ihre eigene Nominierung oder sowas gewählt haben auf Polymarket, angeblich mit Absicht, um das anzuprangern. Dann gibt es auch gerade einen aktuellen Fall, den habe ich jetzt hier nicht im Trello drin, aber dass ein US-Soldat 400.000 mit dem Venezuela-Einsatz gemacht hat Ich weiß nicht, ob er gemacht oder gewettet hat, aber auf jeden Fall hat er als jemand, der an dem Einsatz zumindest mittelbar beteiligt war, an den Wettmärkten teilgenommen. Und Polymark und Calci versuchen das natürlich zu verfolgen einerseits. Es ist auch gute PR für sie und gleichzeitig zeigt es aber, warum dieses System nie fehlerfrei ist. Und warum auch die Price Discovery eigentlich ganz oft eben nicht funktioniert. Wobei, wenn der das sichererweise mit wettet, dann könnte man sagen, obwohl die Summe, die er wettet, ist so klein, dass es eben den Markt nicht in die richtige Richtung deutlich bewegt. Von daher nein. Weil man immer noch nicht auf genug Dinge wetten kann und nicht so richtig rund um die Uhr wetten kann, wird Polymarket sogenannte Perps einführen. Perps steht für, nach meinem Wissen, Perpetual Future Contracts. Das sind ständig laufende Future Contracts, wo ich auf eine ständige... Veränderungen vom Ölpreis zum Beispiel oder vom Dollarkurs. Teilweise aber auch auf Startups. Ich kann zum Beispiel auf OpenAI oder Entropic wetten bei manchen Marktplätzen. Dadurch ist auch bekannt geworden, dass Entropic inzwischen im Secondary-Markt höher bewertet wird als OpenAI. Inzwischen ist das auch auf den offizielleren Secondary-Märkten der Fall, dass Entropic da die eine Billionengrenze durchschlagen hat und OpenAI das noch nicht gelingt. Das heißt, in Zukunft kann man in den 24-Stunden-Casinos hier auch auf verschiedene Finanzprodukte mitwetten. Und das wird uns natürlich als Pseudo-Investment verkauft werden, was es eben nicht ist, sondern es ist einfach Gambling weiterhin. Und natürlich wollen Robinhood und die herkömmlichen Anbieter auch Coinbase in diese Märkte rein, weil sie genau sehen, dass es ihnen Nutzer und Assets Under Management, also verfügbares Budget, klaut. Jeder Dollar, der vergambelt wird, wird nicht mehr investiert, könnte man sagen, oder zumindest mit einem Teil des Budgets passiert das und dementsprechend. Problematisch ist das für Coinbase oder für Robinhood.
Genau, aber auf der anderen Seite werden Polymarket und Co. doch wahrscheinlich auch versuchen, irgendwie Aktien anzubieten.
Ja, die können Perpetuals anbieten auf die Bewertung von Polymarket und Calci zum Beispiel. Dann kannst du auf Robinhood, auf Calci oder Polymarket wetten. Das wäre die Full Circle US Academy. So, wir bleiben noch in der Schmuddelecke ein bisschen. Viel Aufsehen erregend hat diese Woche eine Nachricht. Auch die kommt exklusiv zuerst von Reuters.
Dafür haben wir doch mittlerweile eine Kategorie. Lass dich überwachen.
Genau, das ist eigentlich unsere Kategorie, lass dich überwachen. Und zwar diesmal aber die eigenen Mitarbeiter. Und zwar berichtet Reuters, Meta to start capturing employee mouse movements, keystrokes for AI training data. Man kennt das ein bisschen, bei manchen Firmen gibt es so Software, die überwacht, ob man zum Beispiel als Remote-Arbeiter, Arbeiterin noch am Laptop ist und auch wirklich arbeitet. Da muss man dann alle zwei Minuten mal die Maus bewegen. Da gibt es lustige Memes von, wie man das löst, dass du irgendwie... Beim Paddelbootfahren irgendwie einen Laptop mitnimmst und die Maus drauf befestigst oder in einen Fahrradkorb reinlegst, was ich ja schon gesehen habe. Wie auch immer, das ist nicht, was Meta machen will. Meta will nicht sicherstellen, dass die Leute arbeiten, sondern sie wollen verstehen oder wollen, dass die KI verstehen, wie sie arbeiten. Das kennt man sonst nur so aus südostasiatischen und indischen Sweatshops. Da ist es schon lange so, dass die Mitarbeiter, zumindest in manchen Fabriken, Devices tragen, die ihre Arbeit dokumentieren, damit später Roboter sie lernen können. Also du bringst quasi während deiner Arbeit den Roboter, der dich später ersetzen wird, damit du nicht mal mehr deinen 2-Euro-Stundenlohn bekommst. Dann schulst du schon die KI darin, deinen Job überflüssig zu machen. Und das Gleiche möchte Meta jetzt quasi mit seinen Knowledge-Workern machen. Die Reaktionen in der Belegschaft sind erwartungsgemäß freudig und begrüßen das. nicht so sehr. Es gibt anekdotische Schilderungen, zum Beispiel bei Gurgly Oros, diesem Pragmatic Engineer, der mit drei von drei Leuten bei Meta gesprochen hat, die darüber nicht happy waren. Verschiedene News-Outlets haben inzwischen auch kritische Stimmen gesammelt. So richtig gut scheint das nicht anzukommen. Andererseits ist das einfach... Totally a Mark Zuckerberg thing to do, würde ich sagen. Von daher, wer mit Freude bei Meta arbeitet, sollte darüber dann vielleicht auch nicht überrascht sein. Ja, ein Grund mehr bei Meta zu kündigen, würde ich sagen.
Ist das nicht aber auch der absolute Use Case, wie ein AI-Produkt sein sollte? Also es sollte nicht jedes Produkt so sein mit, ey, ich gucke mir jetzt mal so eine Stunde an, wie du hier arbeitest oder eine Woche. Und dann optimiere ich mal alles für dich, dass du hier nicht mehr so viel machen musst?
Ja, wir werden das in ganz vielen Branchen sehen. Also der Deal zwischen Entropic und Freshfields, würde ich sagen, ist nicht so viel anders. Das ist ja auch den Anwälten auf die Finger gucken und damit bessere KI-Anwälte bauen. Das wird die Normalität werden, dass menschliches Handeln, menschliche Arbeit überwacht wird, um daraus zu lernen. Anders geht es keinem. Also bis zu einem gewissen Maß konnte man halt aus Texten, Bildern, Videos lernen. Aber wie Menschen arbeiten, wie Menschen Probleme lösen, wie sie sticken, nähen, Dinge einpacken, dicke umpacken, Dinge falten, Dinge bügeln, waschen, das lässt sich am besten durch Überwachung lernen. Trotzdem ist Meta quasi jetzt der erste Konzern, der das der eigenen, also der Publik geworden ist damit, der das der eigenen, ansonsten relativ hochbezahlten Belegschaft antut oder abfordert, würde ich mal sagen. sagen. Es gibt natürlich Jobs, die trotzdem, wenn du jetzt irgendwie Ad Sales machst oder so, das ist, ich weiß nicht, ob du das so gut da wegoptimiert bekommst.
Wieso? Ja, wird das doch schon eh immer gemacht, oder? So ein Sales Call wird doch auch schon immer aufgenommen und überbewertet und so.
Ja, aber das ist ja auch viel Wine und Dining und so, ja. Ja, also genau, die massenhaften Sales, so per Telefon und so, das kannst du natürlich sehr gut automatisieren.
Wie hat es Angermeier in Schmullecke geschafft, aber nicht in das Letzte?
Das ist die richtige Frage. Habe ich letzte Woche vergessen. Also einerseits gab es die News, dass Trump jetzt seinen Psilopsizidener, oder wie das heißt, so ein bisschen freigegeben hat. Also schwächer reguliert in Zukunft. Aber das mag für Leute, die das unter ärztlicher Aufsicht nutzen, ja vielleicht auch gar nicht so schlecht sein. Ob das jetzt Die Rettung für Artei ist nochmal eine ganz andere Frage, aber das dürfen alle gerne selbst entscheiden. Was ich spannend finde, ist, dass Enhanced jetzt die Kombination mit dem Spec vorantreibt. Und ich fand den Kommentar so schön, aus meiner Brille liest sich der zynisch. Und zwar tweetet Christian Angermeyer, dass die Regulierungen schon da sind. Also, dass Leute jetzt in die Enhanced Games, also in diese Doping-Olympics, investieren können mit ihm, ist quasi die Chance, die Fans für das Event, was es noch nicht gibt, das aber angeblich schon Fans hat, quasi daran wirtschaftlich zu beteiligen. Wenn das so läuft, wie die allermeisten Christian Angermeier-Investments hier an der Börse sind, dann wird sich das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht so richtig lohnen für die SPAC-Investoren, die jetzt den SPAC kaufen. Wir werden sehen. Vielleicht ist das aber auch das erste große Unterfangen, was gelingt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man damit viel Geld machen kann, dass ein Sender das übertragen möchte. Ich vermute, dass man deswegen auf Streaming geht, weil kein größerer Sender das übertragen wird. Ansonsten würde man sicherlich gern das zu einem TV-Format machen. Dass das nicht passiert, ist meiner Meinung nach ein Zeichen oder könnte ein Zeichen des Marktes sein, dass das nicht so populär ist, wie man denkt, da so eine Frankenstein-Festspiele zu veranstalten. Was aber ganz sicher werden wird, ist so eine Verkaufsveranstaltung für Supplements und irgendwie legal beschaffbare Leistungssteiger in der Medikamente, Telemedizin, dies und das. kann halt jeder, der irgendwie dann die 100 Meter in 9,3 Sekunden gelaufen ist, kann dann erklären, ob er 81 oder More Nutrition zuletzt getrunken hat. Und dementsprechend dann sein Werbegeld bekommen oder wie auch immer das funktionieren soll.
Und ab zu das Letzte.
Ja, das war noch nicht das Letzte. Oh Gott, die sind noch... Aber es kommen heute vier gute News.
Und ich habe noch gar nicht erzählt, wie ich an die OMR-Leinwand gekommen bin.
Achso, ja. Das kannst du auch gleich. Apropos lass dich überwachen, würde ich mal sagen. Und zwar der FBI-Direktor Cash Patel. Das ist der mit dem entschlossenen Blick, würde ich mal sagen.
Wer mit der Bierflasche in der Hand?
Und zwar, der ein moderates Trinkproblem, beziehungsweise ein Problem mit moderatem Trinken haben soll, also regelmäßig im Büro outpassen. Der hat das einzig Logische als FBI-Direktor gemacht, nachdem eine Reporterin der New York Times reported hat, dass er unter anderem staatliche Leistungen und Personal dafür abgestellt hat, seine Freundin durch die Gegend zu chauffieren. Also das hat die New York Times Reporterin herausgefunden und daraufhin wurde sie selber erstmal vom FBI quasi beschattet oder investigated, wie würde man das sagen, untersucht, beschattet, weiß man nicht, aber es wurde quasi ein Verdacht gegen sie erhoben und Ressourcen darauf verwendet, die Reporterin mit einer Investigation zu versehen. Außerdem hat er ja, The Atlantic hat, glaube ich, über ihn geschrieben, den hat er in 250 Millionen Verfahren angehängt. Das hat er sich bei seinem Kumpel Trump, glaube ich, abgeschaut. 250 Milliarden oder Millionen, weiß ich, Sekunde mal. 52 Millionen Euro ist ein günstiges Verfahren, aber für The Atlantic ist das glaube ich schon viel Geld. Und zwar haben die ihn, genau da geht es um sein mutmaßliches Alkoholproblem. Also vor allem das ohne Alkohol. Und für die Recherche soll The Atlantic jetzt bis zu 52 Millionen zahlen. Ansonsten lichtet sich das Kabinett Trump ja gerade. Ich glaube vier, fünf Leute sind schon rausgeflogen. inzwischen. Er ist sicherlich der, der auf dem nächsten Schleudersitz sitzt.
Apropos Schleudersitz.
Ein neuer Exit aus Berlin haben wir mit Freude vernommen. Und zwar nach, ich glaube, rund zehn Jahren Arbeit ist das ansonsten sehr unauffällig, würde ich sagen. Nicht unerfolgreich, aber unauffällig. Gewachsene Berliner Startup TalentOne, gegründet von dem Lieferando-Gründer oder einem der Lieferando-Gründer Christoph Gerber und seinem Mitgründer Sebastian Haas. Verkauft worden für 750 Millionen Euro, knapp unter der Unicorn-Grenze. Zu meinen Gründern noch signifikant Anteile gehören, sind sie sicherlich zu trösten darüber, dass es nicht ganze Milliarde geworden ist. Der Käufer ist Adyen, einer der größten Payment-Anbieter. TalentOne baut Loyalty- und Gutschein-Lösungen für Retailer, würde ich sagen, im weitesten Sinne. Zum strategischen Hintergrund würde ich sagen, dass der Payment-Markt, in dem Adyen oder Stripe und so weiter zum Beispiel drin sind, sicherlich relativ undifferenziert ist oder commoditized könnte man sagen. Das heißt, es ist eine technische Dienstleistung, jeder hat so ein bisschen seine Stärken, aber man ist auch relativ austauschbar und Ich vermute, man möchte quasi mit dem Hinzufügen von mehr oder weniger exklusiven Featuren, also zusätzliche Loyalty-Programme, zusätzlicher Data-Layer, zusätzliche Promotion-Angebote, kann man sich vielleicht ein bisschen differenzieren und vom Wettbewerb abgrenzen, mehr Login schaffen, mehr Margen schaffen. So könnte ich mir das vorstellen. Super Exit, würde ich sagen.
Erfreulich. Vor allem der zweite große Exit für den Kollegen.
Und was auch schon sich keine Sorgen mehr machen, glaube ich.
Meinst du, er ist durch?
Wenn man sich sehr einschränkt.
Und Manager Magazin sagt ganz am Ende, dass Gerber sogar noch Anteile vorher zurückgekauft hat bei Tiger Global. Also es scheint sich doppelt gelohnt zu haben.
Ja, wenn das im Manager Magazin schon drinsteht, dann darf ich das vielleicht ausnahmsweise erzählen. Ich erinnere mich noch, ich war vor zwei oder drei Jahren auf Fahrradtour und ich war gerade In Rheinland-Pfalz, in Mainz auf dem Marktplatz, da rief Herr Gerber nämlich an und meinte so, er hat glaube ich ein paar Leute angerufen wahrscheinlich und mal durchgespielt. Was könnte schief gehen, wenn ich Anteile meiner eigenen Firma zurückkaufe von einem Fonds? Und was ist die Upside? Übersehe ich irgendwas? Ich habe lange den Haken gesucht und konnte ihn nicht so richtig finden. Und es war, glaube ich, sehr schlau von ihm im Nachhinein, ein paar der Anteile zurückzukaufen. Also so oder so, das ist nicht life-changing, diese eine Entscheidung, aber hat das Outcome, glaube ich, nochmal deutlich verändert. Insofern herzlichen Glückwunsch dazu. Ich hoffe, dass ein Teil des Geldes wieder ins Berliner Ökosystem zurückfließt und vielleicht die nächsten Startups ermöglicht oder er sich selber nochmal ransetzt, wer weiß. Andere gute News, das Handelsblatt verkündet, dass Personio, auch ungefähr 10 Jahre alt, sich selber inzwischen dieses Jahr als profitabel bezeichnet, eine kleinere Akquisition auch gemacht hat. Ich schätze mal, sie müssten so auf 250 Millionen Umsatz gelaufen sein letztes Jahr. Nähern sich vielleicht in 300 mit etwas Glück. Problem so ein bisschen die letzte Bewertung, ich glaube Green Oaks 2022, auch so ein Höhepunkt Corona, 8,5 Milliarden.
Da muss man noch reinwachsen.
Ich würde sagen, da sind sie auch mit 300 Millionen Umsatz noch nicht ganz reingewachsen. Also die 30 mal Umsatzmultiple kann Personio bei dem Wachsen glaube ich nicht mehr für sich beanspruchen. Vielleicht sind sie... Ich würde sagen... Drei, an guten Tagen vier Milliarden wert. Auch das wäre natürlich noch ein super Outcome. Muss man jetzt schauen, wie viel Liquidation Preference, wobei ich glaube, die haben nur zweimal 200 Millionen aufgenommen. Das heißt, selbst wenn die das Geld vielleicht mit Zinsen zwei, dreimal rausholen, dann bleibt immer noch genug für die Gründer und alle anderen Investoren übrig. Insofern muss man da nicht traurig sein. Aber schon Wahnsinn, wenn man überlebt, dass sowas mal fast zehnmal Milliarden wert war. Ansonsten auch erstmal vorläufig als Erfolgsgeschichte. Zu verbuchen? Und deswegen in Good News. Dann habe ich mit Aufregung gelesen, dass die Deutsche Telekom sich inzwischen den Rest von T-Mobile USA einverleiben möchte. Das war schon immer, ich würde mal behaupten, der spannendste Teil der Telekom. Längst nicht so stark reguliert wie in Deutschland der Markt. Ich glaube, viel profitabler. Man hat da eine relevante Marktposition erreicht und versucht jetzt den Rest. Das war nicht 100% ihr eigenes Business bisher und jetzt versuchen sie den Rest aber auch. zu akquirieren und zu konsolidieren. Damit wäre die Deutsche Telekom ein klein bisschen mehr ein Konzern von Weltrang, würde ich sagen. Und dann habe ich hier noch eine E-Mail. Genau vor der Aufnahme bekommen haben, die sagt, wir wären um elf zur Bundespressekonferenz eingeladen worden. Das ist leider genau der Zeitpunkt, zu dem wir angefangen haben aufzunehmen. Deswegen konnten wir leider nicht hin. Aber jetzt gucke ich mal, was wir da hätten vernehmen können. Also geladen haben, das kann ich ja schon mal sagen. geladen haben. Wir hatten auch über einen vermeintlichen Merger in der Vergangenheit da schon mal berichtet und jetzt scheint es da vorangegangen zu sein.
Merger oder Firecell?
Manche sagen so, manche sagen so. Also hier steht, dass Aleph Alpha von Kohir übernommen wird. Ich habe noch nicht gelesen. Ich könnte mir jetzt vorstellen, dass Schwarz dafür in Kohir investieren musste. Aber wir gucken mal kurz. Er schreibt das hier gut zusammen. Äh, SZ. Da kann man auch mal sowas verbrauchen. Herr Wildberger hat das natürlich, warum die Lidl-Jungs da immer gleich die große Politik mit einbeziehen, frage ich mich auch. Der kanadische KI-Minister ist extra angereist und Herr Wildberger, unser Digitalminister, war auch zugegen, um das anzukündigen und dem den richtigen Rahmen zu geben und eine Relevanz, die es meiner Meinung nach eigentlich nicht hat. Aber bla bla bla, Joint Venture, weiß ich hier nicht so. Ich hoffe mal, dass da vielleicht jemand im Nachhinein noch die Arbeit macht, und uns das Kleingedruckte erklärt. Also musste da die Schwarzgruppe vielleicht noch ein bisschen Geld in Kuhir stecken, damit Aleph Alpha gesichtschonend entsorgt werden konnte. Es kam jetzt noch die offizielle Bestätigung zu diesem Deal. Kuhir übernimmt Aleph Alpha und die Schwarzgruppe investiert 600 Millionen in Kuhir. Zufällig war die letzte Bewertung von Aleph Alpha 585 Millionen. Pip schickt dazu einen Zwinkersmiley. Das werden wir vielleicht noch erfahren. Ich vertraue da mal auf die Berichterstattung von echten Journalisten und dann sprechen wir vielleicht nächste Woche nochmal darüber. Leider konnte ich das jetzt bei der Pressekonferenz nicht fragen. Hättest du darauf gewertet, dass du mich das getraut hättest zu fragen?
Nee, wir hätten Janni schicken sollen.
Meinst du, der hätte sich getraut? Ja, klar. Ich hätte jetzt auf Claude schieben können. Meine KI fragt folgende Frage. Wir sind ein wirklich führender KI-Podcast. Meine KI stellt die Frage, ob die Schwarz-Digits-Gruppe in irgendeiner Art ein Investment inkluiert tätigen musste, damit die wiederum mit dem Geld Aleph Alpha kauft. Naja, wir wissen es nicht, wir werden es vielleicht erfahren.
Ja, zum Schluss. Ich wollte eigentlich schon vor einem Monat ein Video mit AI machen. Beziehungsweise, also ich wollte es mit Patrick Vogel machen, der so diese schönen Videos macht. Und die Idee war, dass ich am Office von OMR herumkletter und neben dir, du bist da ja... groß abgelichtet und fünf weitere Persönlichkeiten. Und ich wollte so eine Persönlichkeit rausschneiden, dann dahinter ein LED-Fernseher kleben und ein QR-Code, dass sich jeder, also in dem AI-Video, jeder selbst an dieses Bild kleben kann und dann ein schönes Foto machen kann. Jetzt hatte Patrick Wichtigeres zu tun die letzten Wochen und ich habe es selbst mit meiner Superwaffe Philipp Grote nicht geschafft, das Video zu machen. Alles, was wir so gemacht haben, sah nicht aus wie ich und alle Personen waren anders. Ich hatte auf einmal Haare, das Messer wurde auf einmal zu einem Telefon, es sah alles nicht so gut aus und dann habe ich es mit meiner anderen Superwaffe gelöst und habe es dir einfach das Bild geschickt. Und du hast es mit OpenAI Image 2.0 sofort hinbekommen. Also nicht als Video, sondern als Bild. Aber du hast auch danach direkt geschrieben, eigentlich müsste OMR das als Kampagne machen, oder?
Ja, ich fände es zwar lustig. Man kann ja zusammen mit Streuer oder was weiß ich, wer ein guter Partner dafür wäre, eine große Leinwand in die Umgebung des Festivals machen. Und dann kann jeder, so ein bisschen wie diese Nasdaq-Wand am Times Square ist es, glaube ich, kann jeder irgendwie mit dem QR-Code sich für fünf Sekunden darauf senden oder für zehn Sekunden ein Selfie machen, iMedOMR. Und dann, ich glaube, für die sekundäre Reichweite wäre das ganz praktisch.
Ja, da haben wir noch zwei Wochen Zeit.
Ansonsten, wenn ich Philipp Westermeyer wieder auf einem Plakat sehe irgendwo in Hamburg bei der Anreise, dann werde ich natürlich ein Selfie mit ihm wieder machen. Gibt es jedes Jahr schon wieder einen Schmuck- oder Modesponsor?
Sekunde. Hugo Boss? Die fleiten uns nur ein.
Ich hätte einmal gerne die komplette Golfgarnitur von Hugo Boss. Ja, die soll mir einfach 200 Mal die Slimfit Chino für den Rest meines Lebens kaufen. Und ich hoffe, dass ich in der 34 drinbleibe. Und dann bin ich zufrieden.
Gibt es da eine Wette? Pullimarket? Bleibt der immer in seiner Größe?
I doubt it. Genau, die Hüftumfang von Philipp Glöckner. Perpetual. Entspannt dann so zwischen 28 und 48. Oder so. Wo sind die Sponsoren?
Ich erinnere nur an unser Event, wo wir beide im Black Tie antreten mussten und beide festgestellt haben, dass wir uns an dem Abend eigentlich besser nicht hinsetzen sollten.
Mode gibt es hier nicht als Kategorie bei den Ausstellern. Oder ist es Performance? Was ist Kategorie Performance? Sekunde.
Ach, Performance Media.
Aussteller oder... Performance Media hast du ja gemeint. Vielleicht ist das eine gute Polymarket-Wette. Welches Label trägt Philipp Westermeyer bei State of the Internet Art?
Welche Unterhosen trägt Wester an dieser Offerbüchse?
Gut, wir haben jetzt genug gemacht.
Also, habt ein schönes Wochenende. Bis Mittwoch.
Tschüss. Ciao, ciao.
Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Klöckner, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unseren aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank, schönes Wochenende und bis Mittwoch.