Doppelgänger Folge #557 vom 29. April 2026

Google-Anthropic-Deal: Notar würde nach Pistole im Raum fragen | China blockiert Metas Manus-Übernahme | OpenAI verfehlt Ziele #557

Cohere übernimmt Aleph Alpha – die Schwarz-Gruppe investiert $600 Mio., Aleph Alpha bekommt 10% der neuen Firma. OpenAI und Microsoft lösen ihre exklusive Partnerschaft auf – Microsoft verliert die Exklusivität, OpenAI behält den Revenue Share. OpenAI verfehlt interne Umsatz- und Nutzerziele. Google investiert bis zu $40 Mrd. in Anthropic – die ersten $10 Mrd. auf der alten $350-Mrd.-Bewertung, obwohl Anthropic am Sekundärmarkt über $1 Billion wert ist. Google unterzeichnet einen geheimen Pentagon-KI-Deal trotz Mitarbeiterprotesten. GitHub Copilot wechselt auf nutzungsbasierte Abrechnung. Ex-DeepMind-Forscher raised $1 Mrd. Seed auf $5 Mrd. Bewertung. World ID 4.0 startet mit Zoom, Tinder und Shopify. China blockiert Metas $2-Mrd.-Manus-Übernahme. Emil Michael baut Pentagon-VC-Fonds. Musk vs. Altman geht vor Gericht – Musk pusht den New-Yorker-Artikel, NYT enthüllt SpaceX als Musks Sparkasse. Sereact raised $110 Mio. für Robotik-KI. Google Maps zeigt jetzt die Zahl gelöschter Rezensionen an.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Hörerfrage

(00:07:20) Aleph Alpha/Cohere: Analyse des Deals

(00:16:56) OpenAI/Microsoft lösen exklusive Partnerschaft

(00:21:06) OpenAI verfehlt Umsatz- und Nutzerziele

(00:28:40) Google investiert $40 Mrd. in Anthropic bei alter Bewertung

(00:37:08) Google: Geheimer Pentagon-KI-Deal

(00:41:15) Bubble: $5 Mrd. Seed, Cognition $25 Mrd.

(00:45:51) World ID 4.0, China blockiert Meta/Manus

(00:52:05) Mythos: Panik bei Firmen, Emil Michael als Pentagon-VC

(00:55:55) Musk vs. Altman vor Gericht & Musk nutzte SpaceX als Sparkasse

(01:02:40) Sereact $110 Mio. und Google Maps gelöschte Reviews



Shownotes

Cohere kauft Aleph Alpha, Schwarz investiert $600 Mio. - bloomberg.com

OpenAI und Microsoft: Neue Freiheiten für beide Seiten - wsj.com

OpenAI verfehlt Umsatz- und Nutzerziele vor IPO - wsj.com

Google investiert bis zu $40 Mrd. in Anthropic - wsj.com

Google unterzeichnet geheimen Pentagon-KI-Deal - theinformation.com

GitHub Copilot wechselt auf nutzungsbasierte Abrechnung - github.blog

Sequoia/Nvidia investieren $5 Mrd. in Ex-DeepMind-Startup - bloomberg.com

Cognition (Devon AI) bei $25 Mrd. Bewertung - bloomberg.com

World ID 4.0: Partnerschaften mit Zoom, Tinder, Shopify - xcancel.com

China blockiert Metas $2 Mrd. Manus-Übernahme - theinformation.com

Meta: Rechenzentren mit Solarenergie aus dem All - bloomberg.com

Mythos- ft.com

Emil Michael verwandelt Pentagon in VC-Firma - washingtonpost.com

Musk pusht Altman-Exposé auf X vor Prozess - wired.com

NYT: Musk nutzte SpaceX als Sparkasse - nytimes.com

Sereact: $110 Mio. für Robotik-KI aus Stuttgart - bloomberg.com

Google Maps zeigt Zahl gelöschter Rezensionen an - smartdroid.de


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 557 am 29. April 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und wir telefonieren heute tatsächlich, weil du bist in Jannis Heimat. Wo finde ich dich heute?
Ja, um Menschen zu verstehen, muss man immer dahin gehen, wo sie aufgewachsen sind. Deswegen habe ich mich mal auf den langen Weg nach Heidelberg gemacht. Was außerdem dazu geführt hat, dass, glaube ich, der erste Podcast aus dem Schloss ist. Oder haben wir mal ein Schlosshotel gehabt? Weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall bin ich in der Ratsstube oder sowas des Schlosses in Heidelberg jetzt. Bei bestem Wetter, guter Laune, nette Menschen, schönes Event. Es könnte sein, dass es ein bisschen Background ist und die Soundqualität nicht ganz so gut ist. Ich durfte nicht unter den Baldachin des Königs, deswegen habe ich ein bisschen Halle eventuell.
Stocken ist voll. Also es ist wahnsinnig viel passiert seit Freitag gefühlt. Wir haben ja aufgehört mit Cohir und Aleph Alpha. Die Pressekonferenz haben wir damals noch nicht live gesehen. Aber bevor wir dort eintauchen und vielen Dank an den grandiosen Newsletter. Sehr, sehr witzig und gut gemacht.
Hat dir gefallen?
Sehr gut. Wie hast du das Bild generiert?
Das habe ich mit dem Image 2 Modell von Shashibiti oder OpenAI generiert. Ich habe mich da schon als großer Fan geoutet und ich habe euch ja mal die Vergleiche zu anderen Modellen geschickt. Ich glaube, das ist der gleiche Prompt gewesen, ein relativ simpler Prompt. Aber Image 2 hat am besten, glaube ich, verstanden, was ich symbolisieren wollte mit meinem Prompt.
Das bedeutet...
Müsste man jetzt das Cover vom Newsletter gesehen haben, damit man den Witz versteht, aber...
Genau, Anmeldung auf doppelgänger.io slash news. Und ich gehe davon aus, dass jede zweite Slide bei dir auf der OMR jetzt von OpenAI generiert wird dieses Jahr.
Nein, aber drei, vier? Also mehr als in jedem Jahr zuvor. Das ist eine Wahrheit.
Gut, wir fangen an mit einer Hörerfrage. Und zwar hat uns jemand geschrieben mit einem 1,1 Abi, der jetzt auf der TUM studieren wird. Und er ist noch nicht so ganz sicher, in welche Richtung es gehen soll. Also entweder Informatik oder Management und Technology. Und er würde gerne wissen, was wir einem Sohn empfehlen würden. Die Idee ist, er möchte irgendwas gründen, idealerweise im KI-Bezug. Also stell dir vor, dein 18, 19-jähriger Sohnemann geht jetzt in die Uni. Top-Abi, Top-Uni, jetzt ist nur noch die Frage, in den einen Saal oder in den anderen Saal. Was wäre deine Empfehlung?
Ich würde sagen, mach was Gescheites und studiere Ingenieurwissenschaften mit Fokus auf Weltraum. Aber das steht nicht zur Auswahl, oder? Warum das? Ja, also ob Informatik oder Management und Technologie, ich weiß nicht mal, was der Unterschied ist. Also Informatik, also theoretische Informatik oder angewandte Informatik würde ich, glaube ich, so in Reinform nicht mehr studieren. Also wenn, dann muss es irgendeinen starken Bezug zu Produktmanagement oder Machine Learning haben. Das könnte, in drei Jahren bist du mit einem Machine Learning Bachelor wahrscheinlich auch noch sehr nachgefragt. Das kann ich mir vorstellen. Das kann man natürlich im Informatikstudium gut lernen. Zum Gründen hilft es bestimmt ein bisschen Management BWL zu verstehen. Deswegen, wenn man weiß, dass man Gründer ist, würde ich eher BWL studieren und Informatik nebenbei als Andersraum, glaube ich. Man muss auch so ein bisschen wissen, also ich finde es so ein bisschen komisch, andere Leute zu fragen, also obwohl andererseits habe ich das nicht anders gemacht, glaube ich. Also ich habe nicht gefragt, sondern ich habe einfach das studiert, was meine Freunde alle studiert haben. Aber ich hatte nur Polokratenfreunde, hört man daraus. Ja, aber ich finde es immer schwer, so Studienfragen zu beantworten. Ich will ja nicht die Verantwortung über das Leben von anderen Leuten übernehmen, aber...
Ich finde das Interessante an der Frage ist, vor fünf Jahren hätten wir es wahrscheinlich noch anders beantwortet, oder? Vor fünf Jahren hätten wir gesagt, Informatik, auf jeden Fall. Entwickler werden immer gebraucht und das sind die Ressourcen, die die ganzen Startups irgendwie brauchen und die ganzen Unternehmen. Das hat sich ja jetzt ein bisschen geändert und dann ist mir so ein bisschen eingefallen, die besten Entwickler, mit denen ich je gearbeitet habe, das waren oft die, oder eigentlich die, die in jungen Jahren schon angefangen haben zu entwickeln. Also meine Annahme wäre jetzt so, wenn du zwar das beste Abi hast, aber davor nie so wirklich als Hobby entwickelt hast, ist vielleicht Informatik vor allem in der aktuellen Zeit nicht das richtige Studium, weil durch KI wirst du als in Anführungszeichen mittelmäßiger Entwickler nicht mehr wirklich gebraucht. Wenn du als Kind schon die ganze Zeit am Entwickeln warst und das Gefühl hast, du bist einer der Top-Leute und kannst mit dem Studium einer der Top-Entwickler werden, dann go for it. Aber Wenn nicht, könnte man jetzt in das komplett andere Extrem gehen und sagen, man macht eine Ausbildung und macht dann ein Roll-Up mit KI zusammen. Oder macht irgendwas, was vielleicht KI-mäßig nicht so ganz angreifbar ist.
Ja, das ist super. Super Einschätzung. Würde ich 100% teilen. Also vollkommen richtig. Wenn du eine 1,1 Abi hast in Mathe und Physik eine 1... und du hast noch nicht eine Zeile kurz geschrieben in deinem Leben, ohne externe Motivation, dann musst du jetzt auch nicht mehr mit Informatik anfangen. Insofern finde ich es eine sehr gute Grundregel. Eine kurze Ergänzung aus dem Off, weil das irgendwie sehr hart klang jetzt. Nach dem Abi ist man ja immer noch in den jungen Jahren. Teenagerjahre, Freizeit kann man ruhig mit nicht produktivem Quatsch verschwendet haben, finde ich. Während sich der Präfrontalkontakt gerade bei Jungs auch mal etwas langsamer entwickelt, ohne dass das jetzt die Studiumswahl einschränken sollte. Ein sehr guter Abschluss von Atom hat sowieso sehr gute Signalwirkung auf potenzielle Arbeitgeber. Deshalb lieber schauen, womit kann man sich eher vorstellen, drei bis fünf Jahre zu verbringen inhaltlich, als wie die Jobchancen danach aussehen. Solange du dich jetzt nicht für Ethnologie entscheidest, das dürfte es aber an Atom gar nicht geben, Ich würde einfach die Modulhandbücher in den Klotz schmeißen und darüber diskutieren, welche Fragestellungen man in den jeweiligen Studiengängen so bekommt, auch etwas tiefer eintauchen und daneben schauen, was einen davon mehr interessiert. Eine etwas ausführlichere Diskussion zum Thema Studium findet man übrigens im Februar 2023 in Folge 221. Ist trotz AI eigentlich ganz gut gealtert, finde ich.
Dann lass uns über AI-Firmen sprechen und zwar Aleph Alpha. Der Stand letzte Woche, am Wochenende, als er die Folge gehört hat, da waren wir noch nicht so ganz up to date. Was sind jetzt die News, die du in den letzten Tagen eingesammelt hast und was ist deine Analyse darauf?
Ja, also was uns verkauft wurde, ist eine deutsch-amerikanische Fusion, KI-Powerhouse, hat unser Digitalisierungsminister uns erklärt, wird da gebaut mit Staatsgewalt oder Staatsrückenwind wieder. Ja, weiß nicht. Also ich habe gerade auf dem Event, also ich bin ja in Heidelberg, ne? Und da wird man natürlich auch, also letztes Jahr war auf diesem Event Jonas Andrudis, oder vorletztes Jahr, glaube ich, war Jonas Andrudis hier auf diesem Event, der große Act. Und jetzt wollten die Leute natürlich wissen, was ist jetzt aus dem denn geworden eigentlich in zwei Jahren? Der hat hier vor zwei Jahren noch erzählt, er macht 100 Millionen Umsatz. Und jetzt wird er irgendwie nach Kanada entsorgt. Was ist da los?
Ja, wieso? Also er, seine Firma, er ist ja nicht mehr dabei.
Genau, er macht ja inzwischen mit Roland Berger das gleiche nochmal oder in besser. Und was ich da gesagt habe auf der Bühne ist, dass man immer skeptisch werden sollte, wenn Politiker sich bei Finanzierungsrunden mit auf die Bühne stellen oder eine Pressekonferenz geben. Weil das ist das, was der freie Markt eigentlich ganz gut löst. Das heißt, die größten Milliardenfinanzierungsrunde passieren alle oder auch Fusionen, Zusammenarbeiten. Bei Pfizer und BioNTech hat Spahn, glaube ich, nicht eine Pressekonferenz gegeben oder so. Das heißt, Unternehmen, die es gut geht, finden Finanzierungen, auch Milliardenfinanzierungen, da muss nicht irgendein Minister rumtanzen. Wenn die Politik sich einmischt, dann ist das schon mal ein Zeichen, meiner Meinung nach, dass das ohne das nicht funktioniert hätte und zusätzlicher Fürsorgebedarf, was in der Regel kein gutes Zeichen ist. So wurde die damalige Finanzierungsrunde, bei der angeblich 500 Millionen geflossen waren, was wir inzwischen wissen, dass nicht der Fall war, was wir damals schon spekuliert hatten, inzwischen ist das relativ klar. So, das gleiche passiert jetzt wieder. Wildberger lädt seinen kanadischen Amtskollegen ein und den CEO von Cohere. Cohere macht die gleiche Strategie wie Aleph Alpha aus Kanada ein bisschen erfolgreicher, also auch B2B-Anwendungen mithilfe von KI für Unternehmen. Und jetzt sagt man quasi, die fusionieren und zusammen sind sie stärker als alleine. Und damit hätte Deutschland Souveränität gewonnen. Pipapo. Die Presse gibt das teilweise so wieder, das Handelsblatt schreibt von Zusammenschluss, die Zeit von Fusion oder andersrum. Tatsächlich war es natürlich, selbst der Begriff M&A ist da überstrapaziert, glaube ich. An der neuen Firma soll Aleph Alpha wohl 10% halten, aber da würde ich sagen, auch der Deal wäre am Markt natürlich nie zustande gekommen. Also ohne das Zutun von der Schwarzgruppe, die ja quasi die Kontrolle mehr oder weniger über Aleph Alpha hat, hätte Kohir sich natürlich nicht für Aleph Alpha besonders stark interessiert, würde ich sagen, oder ihnen gar 10% an der neuen Firma gegeben. Ist zumindest meine Spekulation oder Vermutung. Deswegen hat man quasi mit der Braut noch eine schöne Mitgift gepackt. Das heißt, Kohir bekommt außerdem, nehme ich an, die Umsatzzusagen aus öffentlichen Behörden, eventuell aus der deutschen Wirtschaft. Damals hat man ja so hier in Brieftauben Reichweite von Neckars Ulm, Hubert Burda in Offenburg, SAP Waldorf. Robert Bosch Stuttgart, quasi alles, was hier im Bereich so ein bisschen rummisch wird, noch mit an den Tisch gezogen, um die Finanzierung zusammen zu bekommen. Die Aufträge, die man versprochen hat, vielleicht gehen davon auch ein paar an Kohir. Und dafür hat Kohir sich, würde ich, meine Interpretation ist natürlich ein bisschen zynisch übertrieben auch, erbarmt, Aleph Alpha unter seine Fittiche zu nehmen, die Verträge zu erben, die Leute erstmal weiter zu beschäftigen, die da bleiben wollen. Eine Arbeitsplatzgarantie ist in dem Fall natürlich vollkommen unwichtig, weil die KI-Researcher hätten natürlich irgendwo wieder einen Job gefunden. Die werden nicht morgen bei der Arbeitsagentur vorstellig in der Regel. Also, naja, wie auch immer. Es soll wohl ein paar Minderheitsrechte geben für die deutsche Seite, auch im Fall von einem IPO. Wie wertvoll das ist, weiß ich nicht. Aber auf jeden Fall ist es kein großer Exit und keine Fusion. Ich glaube, das Unternehmen wird letztlich einer Endverwendung zugeführt. Und damit das passieren konnte, wiederum macht Lidl, also die Schwarzgruppe, die nächste Finanzierungsrunde von Kohir auf 20 Milliarden, das wäre ein 60-faches des Umsatzes, wenn ich den richtig schätze, also sehr hoch. Jetzt muss man sich fragen, warum will Q hier denn bitteschön von einem Third-Fourth-Tier-Investor, also kriegen die kein Geld von Thrive, Andreessen, Sequoia und wer da normalerweise investieren würde? Warum lässt jetzt ein kanisches Unternehmen sich von Lidl finanzieren? Da kann man nur mutmaßen, dass man dafür eben diese 20 Milliarden Bewertung daran tackern durfte. Die soll wieder mit einer sogenannten strukturierten Finanzierung von Lidl gemacht werden. Ich vermute, dahinter verbirgt sich wieder dass nur ein Teil des Geldes als Cash kommt und der Rest als Forschungszuwendung, Rechenzeit, Budgets oder ähnliches. Kann man nur spekulieren. Ansonsten kann man sich auch die Berichterstattung anderer Medien mal durchlesen und schauen, wie die das interpretieren. Das ist jetzt meine Interpretation. Erfahrungsgemäß ist das nicht so weit weg von der Wahrheit. Ich habe aber bestimmt die positiven Aspekte jetzt nicht gut genug rausgearbeitet, aber da fehlt mir auch so ein bisschen die Brille für.
Was ich jetzt interessant fand, eher zufällig ist mir das aufgefallen, ich habe auf LinkedIn mal so geschaut und es gibt ja zwei Co-CEOs von Aleph Alpha. Die sind ja so August 2025 dann von Lidl dahin gebracht worden, so ein bisschen. Einer aus extern, einer von Lidl E-Commerce. Ich habe Habe erwartet, dass die wenigstens auf LinkedIn irgendwie so eine große Nachricht beschreiben, dass das jetzt irgendwie Joint Forces oder irgendwie was in der Hinsicht. Und habe mich nur gefragt, also wenn die gar nichts posten, war das deren Job, das zu tun? Oder wurde das über deren Kopf entschieden? Ich finde schon, normalerweise suchst du ja als CEO irgendwie die ganze Zeit irgendeine Möglichkeit, irgendeinen Content auf deine Kanäle zu sharen und hast ja da auch ein Team dahinter und alles. Da passiert einfach nichts. Der eine Account war eh sehr ruhig, aber der andere Account ist schon irgendwie monatlich mal ein Update mit einem Foto. Das fand ich interessant. Das andere war... auch irgendwie eher zufällig, habe ich auf North Data geschaut. Da sieht man so den Gewinn von alles Alpha. Ich hoffe, das ist die richtige GmbH. Aber man sieht so, okay, 2021 haben sie irgendwie 2 Millionen Verlust gemacht. 2022 8 Millionen Verlust. 2023 18 Millionen Verlust. Und meine Annahme war, dass der Verlust eigentlich Jahr für Jahr größer wird. Aber dann das letzte Jahr, was irgendwie gezeigt wurde, ist irgendwie nur noch zwei Millionen Verlust. Ist man dann eigentlich ab 2024 wahrscheinlich schon mit der Handbremse gefahren, hat gesagt, okay, das, was wir uns vorgenommen haben, funktioniert nicht und jetzt müssen wir gucken, dass das Bleeding aufhört, anstatt Innovation zu machen.
Ja, also entweder liegt es daran, dass sie die Rechenkapazität aus anderen Töpfen bekommen haben oder dass sie aufgehört haben, quasi rechenzeitintensiv zu forschen und sich hauptsächlich auf eine Implementierungsarbeit, die ja relativ profitabel ist, weil man da eigentlich Stunden, Sätze weiterverkauft, konzentriert. Weiß ich nicht, aber es geht davon aus, dass sie da eigentlich nicht mehr... Also es kam ja irgendwann noch das Faria-Modell, glaube ich, aber so ein meaningful R&D haben die ja schon lange nicht mehr gemacht, würde ich zumindest behaupten. Also nicht vergleichbar mit den größeren Konkurrenten. Also auf jeden Fall ist es meiner Meinung nach ein Beispiel, dass... Diese politische Einmischung in Industriepolitik, man sieht, dass das einfach überhaupt nicht der deutschen Startup-Landschaft hilft, meiner Meinung nach. Also, dass da irgendwie Harald Krisk und die Schwarz-Gruppe den Staat mit an die Kandare nehmen, um erst dieses Investment möglich zu machen, was ein dummes Investment war, meiner Meinung nach, und dann quasi in so einer Leidensgemeinschaft oder unter Stockholm-Syndrom leidend auch noch diese Fusion zusammenbauen müssen, weil einmal... Mitgefangen, also Wildberger möchte natürlich selber jetzt nicht schlecht aussehen, die Lidl-Gruppe möchte auch nicht wie ein schlechter Investor aussehen und jetzt macht man halt so eine schöne Fassade und verkauft das als Fusion, aber wer das glaubt oder reproduziert als Medienschaffender, weiß nicht, was die vom Beruf machen, aber...
Wir haben also jetzt eine AI-Ehe, die sich da geschossen hat. Auf der anderen Seite...
Ja, also ich sag mal, das ist die größte Herausforderung beim Schreiben des Newsletter, war ein Wort, ein hässliches Wort nicht zu benutzen, was mit Ehe anfängt und mit Ästerficken aufhört. Und deswegen heißt der Newsletter Wildbergers Eulen schießen.
Gut. Zwei andere, die angefangen haben zu tanzen und dann in die Partnerschaft getreten sind, führen jetzt eine offene Beziehung. Was ist mit OpenAI und Microsoft los? Die scheinen ja jetzt auf einmal nicht mehr so eng verbündet zu sein, wie gehabt. Ist das ein...
Genau, die sind durch die nächste Stufe der Paartherapie gegangen.
Ja, genau. Das war ja eher eine richtige Romanze. Da wurde viel investiert in diese Beziehung. Ich glaube, 13 Milliarden von Microsoft. Es gab mal Reibereien, aber man hat eigentlich alles immer gut organisiert bekommen. Und jetzt auf einmal, ich glaube es war Montag, wird verkündet, OpenAI darf jetzt auch mit anderen Leuten zusammen tanzen gehen.
Ja genau, also einer von beiden hat ja vorher schon quasi bei der letzten Therapie-Session geschlossen mit I'm starting to see other people. Und jetzt löst man das Verhältnis noch weiter auf. Also Microsoft verliert die Exklusivität, muss dafür aber auch keine... Revenue-Shares mehr abführen an OpenAI. Ansonsten ist der Revenue-Share, den OpenAI abgibt, auf 2032 verlängert, aber gecappt. Also es gibt irgendeine Maximalsumme, die wir aber nicht erfahren. Und die ATI-Klausel ist raus. Also es ist nicht mehr so, dass der Vertrag aufhört, wenn man ATI entwickelt. Das war sowieso schwer zu definieren. Da gab es irgendwie extra ein Board für oder so. Aber einfacher gesagt heißt das, beide können ein bisschen freier am Markt nach Partnern suchen. Also Microsoft möchte sicherlich in der Azure Cloud nicht exklusiv OpenAI-Produkte verkaufen. Also exklusiv schon, aber auf der einen Seite. Sie möchten aber natürlich auch andere Modelle verkaufen, gerade wenn der Markt eventuell inzwischen mehr und mehr Antropic nachfragt. Und OpenAI wiederum möchte sich nicht nur auf Azure verlassen, sondern vielleicht auch andere Rechenzentren nutzen und so gibt man sich jetzt gegenseitig quasi ein bisschen mehr Leine, würde ich sagen, und bereitet so die Trennung vor. Ich glaube, im Vorfeld eines Börsengangs ist es auch tendenziell besser, weniger solcher Verknüpfungen oder Verpflichtungen zu haben. Irgendwann gewisse Verpflichtungen müsste man vielleicht sogar bilanzieren müssen. den Revenue Share. Noch schöner wäre es natürlich, wenn OpenAI sei. Das wundert mich ein bisschen, dass man nicht einen Weg findet, gegen Einmalzahlung oder mehr Anteile den Revenue Share von Microsoft raus zu verhandeln. Weil für den Börsengang müsste OpenAI ja eigentlich die Fähigkeit bekommen, dass sie nicht mehr von jedem Euro Umsatz erstmal 20 Cent an Microsoft geben müssen. Das belastet das Ergebnis und die Margen ja relativ stark. Und ich hätte eigentlich erwartet, dass man das vom Börsengang noch runter handelt. Und so hatte ich die Nachricht auch erstmal gelesen. Ich dachte hier Revenue Share findet nicht mehr statt. Und dann stand da, Microsoft muss denen kein Geld mehr geben. Da dachte ich, hä, haben die das falsch aufgeschrieben? Nee, aber es gab gegenseitige Revenue-Share-Agreements und nur Microsoft ist aus seinem rausgekommen. Wie gesagt, ich glaube, eigentlich müsste es einen weiteren Schritt geben, wo Open Air auch aufhört, Geld zu teilen mit Microsoft. Microsoft hat natürlich keinen Grund, das zu unterschreiben, außer dass... Der IPO von OpenAI, wo sie, ihnen gehört wiederum ein Viertel von der Firma, ganz unwichtig ist es auch nicht, aber entweder wollen sie sich das noch teurer vergüten lassen und haben deswegen den Punkt noch nicht einigen können, aber bei den vielen anderen haben sie erstmal Einigung gefunden. Vielleicht wollen Sie aber auch, es gibt ja gerade ein Verfahren, da kommen wir später noch drauf, vielleicht wollen Sie die Firma auch gerade nicht profitabler erscheinen lassen. Das könnte natürlich auch sein. Also für mich wirkt es ja fast eher ein bisschen nachteilhaft für OpenAI gerade. Vielleicht wollen Sie für die Schätzung zukünftiger Gewinne oder so die Firma auch gerade nicht schöner erscheinen lassen und rechnen Sie daher eher schwach, falls Sie gegen Elon Musk verlieren. Dann werden die Schadenersatzansprüche eventuell kleiner. Und dann die für OpenAI günstigen Konditionen würde man erst in einem zweiten Schritt bekannt geben, vorm IPO oder Richtung IPO. Aber wer weiß, wir werden sehen.
Meinst du die? Ja, man würde es ihnen zutrauen, klar. So hat es man gar nicht gedacht. Aber es würde ja eigentlich mit der nächsten News auch ein bisschen darauf einsprechen. Wenn OpenAI announced, dass die Revenues irgendwie, also Mrs. Key Revenue User Target, alle Zahlen scheinen nicht so toll zu sein, wie man gedacht hat?
Ich glaube nicht. Ich glaube, das haben die nicht in Nouns, sondern das ist durchgesickert. Das sind die letzten Nachrichten, die eine Firma rausgibt, dass sie ihre Zahlen verfehlen. Ich habe bisher immer anerkennt gesagt, dass die Firmen regelmäßig ihre ambitionierten Revenue-Projektionen übertreffen und man deswegen nicht so abfällig lachen sollte über die teilweise wirklich sehr ambitionierten Umsatzschätzungen für die Zukunft. Aber bei Open AI scheint es so zu sein, dass man zumindest interne Targets, ob das jetzt die sind, die man auf dem Markt versprochen hat, ist noch was anderes, aber interne Targets verfehlt hat. Also man wollte Anfang des Jahres eigentlich schon bei einer Milliarde User sein. An diese Weekly-User-Zahl würde ich immer noch ein Sternchen. weil ich mir noch nicht ganz sicher bin, wie man die misst, wenn nicht alle User eingeloggt sind. Vielleicht habe ich auf der OMR Gelegenheit, mal jemanden zu fragen, wie man das genau misst, der sich damit tief beschäftigt hat. Aber auch beim Umsatz, insbesondere dem von ChatGPT, also dem Consumer-Produkt, bleibt man noch hinter den Erwartungen zurück und ist erstmal unzufrieden mit der Gesamtlage. Aber ganz ehrlich, was darauf passiert ist, ist, dass die Börse jetzt die KI-Aktien, abspricht, also abstraft, also Oracle Core Weave waren, als ich das letzte Mal geschaut habe, irgendwie 5% unter Wasser. Ich gucke gerade mal, Sekunde. Ja, Oracle minus 4%, Core Weave dann bestimmt minus 7, minus 8, Sekunde. Ja, minus 6. Also die Vermieter von Rechenzeit fangen jetzt an zu kränkeln an der Börse, weil OpenAI die Zahlen verfehlt. Also Also man glaubt ja, der Markt ist effizient und beinhaltet alle Informationen, aber da frage ich mich jetzt wirklich, dass OpenAI gerade keine gute Zeit hat, das wusste man doch. Also wenn man gesehen hat, wie viel Marktanteil im B2B-Markt Anthropic gewinnt, wenn man die Ramp-Daten angeschaut hat, die Similar-Web-Daten, hat man bei OpenAI-Stagnation gesehen, bei Anthropic exponentielles Wachstum gerade und das ist wirklich keine Übertreibung. Dass der Markt jetzt überrascht ist, finde ich doch... Also überrascht mich wiederum, dass der jetzt so reagiert. Gleichzeitig, warum das wieder eine doppelt irrationale Reaktion ist, die Spotpreise für Rechenkapazität, also das, womit Corby und Oracle sich in Zukunft beschäftigen wollen. sind auf einem absoluten Höhepunkt. Ich interpretiere mal, weil Entropic gerade am freien Markt, es gibt so eine Art Spotpreis-Markt für Chip-Kapazität, so wie es auch eine Energiebörse gibt, wo ich dann quasi zum Stundenpreis Energie kaufen will. Und wenn die Energie gerade knapp ist, wird es da richtig teuer. Und das Gleiche gibt es für Chips. Also ich kann bei freien Datacenter-Betreibern über Kapazität kaufen. Und die Preise sind gerade mega hoch. Ich würde behaupten, weil Entropic und andere auch zu wenig aufgebaut haben bisher und jetzt nachkaufen müssen am freien Markt. Das ist relativ teuer im Vergleich zur eigenen Rechnungszeit. Und wenn die Spotpreise für Rechenzeit gerade auf dem Höhepunkt sind, dann sollten eigentlich die Aktien zulegen von diesen Firmen, weil das heißt, dass noch in langer Zukunft mehr Nachfrage als Angebot geben wird für Rechenkapazität. Und stattdessen, weil OpenAI, was eigentlich vorher bekannt sein sollte, seine Ziele erstmal leicht verfehlt, würde ich sagen, stürzen diese Aktien ein. Also ich verstehe die Welt nicht so richtig, ehrlich gesagt. Also weder das eine noch das andere macht Sinn. Eigentlich sollten die stabil sein oder sogar steigen. Das heißt, ich glaube, das Narrativ der OpenAI-News wird hier über- interpretiert, während die harten Fakten vom Spotmarkt für Rechenzeit dann zu wenig Einfluss finden. Aber wer weiß.
Ja, und ich meine, was in der News auch noch nicht drin ist, ist, dass du seit einer Woche die ganze Zeit Bilder generieren bist.
Also das kostet ja auch Rechenleistung. Ja, ZGPT verfehlt Zähne, weil Klöckner die ganze Zeit die Tokus frisst mit komischen Bildern. Ja, aber das ist ja die andere Sache, die ich nicht verstehe, warum Images 2 nicht viral geht. Aber wahrscheinlich, weil die Anwendung zu professionell ist. Weil sie zu wenig Comics und lustige Sachen präsentiert haben, sondern tatsächliche Use Cases, die meiner Meinung nach viel, viel wertvoller sind. Also ohne Scheiß habe ich gestern im Defner und Schädwitz Podcast gesagt, Wenn du heute sagen würdest, du darfst Images 2 nicht mehr nutzen oder du zahlst jetzt 100, vielleicht sogar 200 Dollar im Monat, ich würde sofort die 100 Dollar zahlen. Das ist mir, allein Images, scheiß auf ChatGPT, aber allein Images 2 ist mir das wert. ChatGPT 5.5 ist auch ganz gut mit ein paar Anpassungen, also wenn man den Ton und so, für mich zumindest funktioniert es dann auch ganz gut, wenn ich den Ton ein bisschen verstelle. Von daher wundert es mich, ehrlich gesagt. Ich bin diese Woche deutlich optimistischer für ChatGPT, als ich es vor zwei Wochen war. Vor zwei Wochen hätte ich verstanden, warum Oracle und CoreWeave ein bisschen verlieren sollten, beziehungsweise hätte ich gesagt, die werden ihre Kapazitäten halt nicht an OpenAI verkaufen können, aber können sie Entropic geben. Vielleicht würden sie ja nicht die gleichen Apothekerpreise bekommen, aber naja.
Ich versuche gerade einen Vergleich zu haben, aber mir fällt nichts ein.
Ich glaube einfach, dass es nicht so viele Leute gibt, die die Produkte so hardcore nutzen, wie man sie eigentlich nutzen sollte. Das ist 100% das Problem, also dass die Technologie viel schneller voranschreitet als die Fähigkeiten der Menschen, sie einzusetzen, das ist eine Binse oder... Das würde ich 100% überschreiben, höflich gesagt. Klar ist das das Problem. Deswegen versucht man jetzt mit Private Equity und Beratung und, und, und, da quasi das Wissen schneller unter die Menschheit zu bringen. Aber da wird man natürlich jetzt die 80% der Bevölkerung trotzdem nicht mit erreichen. Aber da müssen wir eben mal schauen, wie schnell sich das... wo dann ein so ein Dude in seinem Keller, jetzt mal ein bisschen übertrieben gesagt, massive Nutzungs-, also die dann Server wieder schmelzen lassen, bei Anthropic auslöst, also Peaks auslösen kann mit einer einzelnen Lösung. Ich glaube, einerseits überschätzen wir die Adoption, also Menschen werden sich langsam anpassen, gleichzeitig gibt es so einzelne Events, die massiv Märkte bewegen können oder Adoption vorantreiben können. Wenn du erstmal ein geiles, sowas wie Uber für, weißt du, also das ganze GPS-Smartphone-Ding, War doch halb so spannend, bevor mal jemand sowas wie Uber sich ausgedacht hat oder Lieferando oder was weiß ich.
Uber, Instagram, was waren die App Economy Highflyer?
Ja, ich meine, was konntest du mit dem Smartphone machen? Also was konntest du mit dem iPhone machen, außer E-Mails? Das konntest du mit Blackberry aber auch, deswegen haben viele Leute auch weiter Blackberry genutzt. Aber bis zu Uber und wirkliche Services, die nur durch Smartphone und GPS gingen, war es doch auch eigentlich ein Fashion-Item, mehr oder weniger. Und diese Use-Cases, die auch für viele Leute Sinn machen, die müssen wir halt noch bauen. Und wir müssen es auch damit abfinden, dass 50% der Leute wieder nur Konsumenten sein oder 80% der Leute werden einfach nur Konsumenten sein und nicht das irgendwie für Building nutzen. Jetzt vielleicht nochmal eine andere News, warum... eigentlich Core, Weave und Oracle gerade nicht runtergehen sollte. Es kam außerdem nach unserer letzten Sendung die News raus, ich glaube auch zeitgleich sogar, dass Google nochmal 40 Milliarden in Entropic investiert. Und zwar fließen 10 Milliarden davon sofort und 30 sind wieder an Milestones gebunden. Ich würde behaupten, der Milestone ist, wenn ihr, also... Sobald ihr das Geld bei uns ausgegeben habt, investieren wir es in euch. Also dass es letztlich um die Nutzung der Cloud geht dabei. Und jetzt aber das Besondere, die ersten 10 Milliarden darf Google auf eine Bewertung von 350 Milliarden investieren. Also wenn mir gerade jemand für 350 Milliarden Entropic anbieten würde... würde ich, wenn ich hätte, mein Haus verkaufen, um noch mehr Geld zu haben, um auf 350 Milliarden. Weil Entropic ist am Sekundärmarkt über eine Billion wert inzwischen. Da haben wir schon ein, zwei Mal gesagt, dass sich das gerade abzeichnet. Ich hatte es vorher auch schon antizipiert, würde ich mal sagen. Und jetzt darf Google für 350 Millionen da einkaufen. Du erklärst mir, warum Entropic das macht.
Ich habe es auch nicht verstanden. Das ist die Bewertung von Februar. Und Anthropic ist...
Die sich verdreifacht hat inzwischen. Der Umsatz von Anthropic hat sich verdreifacht. Die Geschwindigkeit hat sich vervielfacht.
Entschuldigung. Es ist das heißeste Startup der Welt aktuell, würde ich sagen. Wie ist das möglich? Also, das gibt doch nur Red Flags.
Ich würde sagen, weil der, der die Chips hat und Rechenkapazität hat, hat die Macht gerade. Und das ist, warum Corby und Oracle eben nicht gerade verlieren sollten, sondern deren Machtposition ist gestiegen. Deren Rechenzentren, wenn sie die gebaut bekommen, sind noch wertvoller geworden. Also es kann natürlich eine Zeitverschiebung geben, aber hätten sie jetzt gerade Rechenkapazität, dann würden sie an einem sehr langen Hebel sitzen. Und ich glaube, Google saß hier an dem Hebel und darf deswegen... auf 350 Milliarden in Entropic. Also es ist ein Geschenk. Das ist halt einfach, du darfst drei Dollar für einen Dollar kaufen. Jemand bietet dir einen 100-Euro-Schein an und sagt, kostet 30 Euro. Würde ich auch nehmen. Und der Grund ist, glaube ich, weil das der einzige Weg für Entropic ist, sich noch ein paar Ressourcen aus Google-Data-Centern zu sichern, auf denen sie dann Cloud am Laufen halten können, was ja offensichtlich zu einem Problem wird gerade, und damit dann weiteren mehr am Markt erschließen können.
Ja, aber ich meine, das Kratze ist ja noch, dass die 30 Euro ja wieder bei Google ausgegeben werden. Also ich freue mich auf eine Slide von dir zur OMR Keynote und zwar so eine Circular Deals Slide, die nochmal schön visualisiert, von wem das Geld reinkommt, das dann wieder in die gleiche Firma rauskommt. Also am besten mit der Überschrift Höhle der Löwendeals sind besser.
Muss man das wirklich nochmal machen, meinst du?
Ja, auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Das ist ja nur noch krasser geworden in den letzten zwölf Monaten.
Das hatte ich jetzt eigentlich nicht vor. Aber wenn du sagst, das ist noch relevant. Circular Economy. Schaubild. Ich weiß schon, welcher Mitarbeiter das bei mir machen wird. Er heißt Images, mein spanischer Praktikant Images Due. Also natürlich, das Geld geht wieder in Google, aber es ermöglicht, also nehme ich an, das ist jetzt auch spekulativ, was wir gerade sagen, Aber A, die einzige Erklärung, die mir einfällt zu so einer niedrigen Bewertung, auf der man die ersten 10 Milliarden investiert, ist, dass Anthropic diesen Deal mehr braucht als Google. Das spricht relativ klar daraus. Klar, wenn das Geld am Ende wieder bei Google landet, könntest du fragen, warum machen sie es überhaupt? Aber die Antwort ist, weil sie mit diesen 30 Milliarden, die sie an Google zahlen, im Idealfall 60 Milliarden mehr Umsatz machen können. Weil sie ungefähr 50, Richtung 50 Prozent Rohertrag wirtschaften in Zukunft, nehme ich an. Selbst wenn man eben 40 Milliarden Kosten hat, kann man damit dann eventuell bis zu 80 Milliarden neuen Umsatz machen, solange man irgendwie an Rechenzeit rankommt. Tokens verkaufen oder Tokens veredeln und für einen doppelten Preis weiterverkaufen, nachdem sie durchs LRM gelaufen sind, ist ein geiles Geschäftsmodell. Das Problem ist, du brauchst Chips dafür. Und wenn dir die Chips ausgehen, das ist, als wenn du machst die schönsten Franzbrötchen und kannst die mit doppelt so teuer verkaufen, wie du für Zutaten eingibst. Aber wenn dein Mail dir das Mail ausgebt, dann ist es scheißegal, wie viele Leute vor deinem Laden stehen und Franz Brötchen kaufen wollen, das Mail ist alle. Jetzt habe ich es verstanden. Jetzt hast du es verstanden, genau, danke. Deswegen muss ein Tropic sich, glaube ich, hier von Google Geld geben lassen. Zu einer absoluten... Also wenn du in Deutschland von einem Notar das unterschreiben würdest, würde er sagen... Ist hier irgendwo eine Pistole im Raum, die ich nicht sehe? Sie wissen schon, dass Sie bei einem Unternehmen, was inzwischen dreimal so viel Umsatz macht, wo die Wachstumsgeschwindigkeit sich beschleunigt hat, und Sie investieren jetzt auf der gleichen Bewertung wie vor drei Monaten. Ist das, was Sie heute unterschreiben wollen? Mein Notar würde mich darauf hinweisen, dass ich eventuell dumm sein könnte.
Der Notar würde sagen, meine Frau würde auch gerne noch investieren zu den Konditionen. Er selbst darf ja wahrscheinlich nicht. Aber ich finde es crazy. Vor 20 Minuten haben wir noch über Cohere gesprochen. Die haben alles möglich gemacht, damit sie ihre Bewertung nach außen hin aufblasen können. Entroping steht vor dem IPO und macht nochmal so einen Bargendeal. Das ist ja das Letzte, was du als Startup möchtest, ist ja, dass deine Bewertung nach unten geht.
Google hat die zweite Tranche von 30 Milliarden geschenkt bekommen. Weil Google macht jetzt also ein Finanzinvestment. Also in der Bilanz ist das quasi entweder Market Securities oder Investment in, keine Ahnung, wie der Posten jetzt gerade genau heißt. Aber du hast quasi ein 10 Milliarden Investment. Aber der oder die CFO, Ruth Porridge, ist glaube ich schon raus bei Google. Wer ist denn gerade CFO bei Google? Keine Ahnung. Aber auf jeden Fall muss der oder die CFO das im nächsten Quartal sofort investieren. Also spätestens mit dem IPO, aber eigentlich mit der nächsten, es wird ja eventuell vielleicht noch eine Runde vorm IPO geben bei Entropic, weiß man nicht, aber spätestens mit der Runde und die wird auf einer Billion passieren oder Richtung einer Billion, musst du das sofort hochschreiben, hat Google einen 20 Milliarden Windfall-Bilanzgewinn erstmal. Das heißt, eigentlich musst du, sobald die nächste... Entropic-Runde stattfindet, musst du Google-Aktien vor den Quartalsergebnissen kaufen, weil es einen Überraschungsgewinn gibt. Auch das müsste im Markt eigentlich als Information schon drin sein. Aber theoretisch müsste dann 20 Millionen Win-Fall-Profit stehen, wenn ich mich nicht irre.
Und was bedeutet das für Google nochmal, wenn sie jetzt 40 Milliarden mehr Cloud machen, weil Entropic halt die 40 Milliarden wieder direkt an Google überweist?
Naja, die Google Cloud ist so oder so ausgelastet. Ich gehe davon aus, dass die Cloud-Anbieter alle relativ gut ausgelastet sind. Und deswegen ist auch diese ganze Debatte, ob man diese Investitionen absurd findet oder so, schreibt den Leuten doch nicht vor, dass wenn ihre Bäckerei quasi dampft, dass sie sich einen weiteren Ofen kaufen wollen. um mehr Brötchen zu backen. Also das ist ein profitables Geschäftsmodell. Das hat irgendwie 35% Operating Margin, würde ich mal schätzen. Vielleicht bei KI-Chips ein klein bisschen weniger. Und natürlich ist doch klar, dass die ihre Investitionen immer weiter erhöhen wollen. Das sieht aus wie Gelddrucken mit ein paar Risiken natürlich, wenn die Auslastung signifikant sinken würde. Aber die Gefahr, dass du Marktanteile verlierst, so wie Microsoft, als sie einfach nicht genug Ressourcen hatten eine Zeit lang, ist doch viel größer langfristig gesehen. Ich würde jetzt als Shareholder kein CFO angreifen dafür, dass er nächstes Jahr nochmal 20% mehr in Datacenter investiert, auch wenn die Firma sich netto verschuldet dafür. Anders geht es ja nicht mehr.
Wir gehen zu Google. Haben die jetzt den Vertrag unterzeichnet, den Anthropic nicht unterzeichnen wollte?
Ja, könnte man so lesen. Also OpenAI hat ihn ja eh schon unterzeichnet vorher. Aber auch Google gestattet dem Pentagon jetzt Classified Work, also unter Verschlusssachen, würde man sagen, oder Top Secret Dokumente mit Hilfe von Gemini zu verarbeiten, solange es sich um Lawful Use Cases handelt. Also wenn das Gesetz es erlaubt. Und ich sage jetzt mal in Klammern, und du darauf vertraust, dass das Pentagon inklusive NSA und was weiß ich sich an das Gesetz halten, dann darf das Pentagon oder wir sprechen hier vom Kriegsministerium derzeit in den USA, selbsternannten Kriegsministerium, dann darf das Google Gemini dafür nutzen. Das ist, würde ich sagen, der Deal, den Antropic nicht machen wollte bisher, der aber weiter verhandelt wird hinter den Kulissen, das wissen wir inzwischen auch. Bei Google finden das nicht alle gut. Ich glaube, so eine hohe dreistellige Anzahl Mitarbeiter hat dagegen protestiert. Das wäre ansonsten kein größeres Problem bei Google. Die können sich einen anderen Job suchen, aber es sind auch Mitarbeiter von DeepMind dabei. Das ist das größere Problem. Es gibt ja eigentlich eine Zweiklassengesellschaft von Employees inzwischen bei Google, die die an Google Brain und DeepMind arbeiten und an KI-Forschung, die möchte man natürlich nicht verkratzen. Bei anderen Mitarbeitern wäre es vielleicht sogar ein wünschter Nebeneffekt, wenn da ein paar mehr ihre Arbeit niederlegen und das am besten dauerhaft. Ja, also es führt nicht mehr von 900 Employees, spricht die Information immerhin. Und vielleicht noch ein weiterer, wir haben jetzt diese Pentagon News dazwischen geschoben, aber weil wir gerade über Google auch bei Entropic geredet haben, aber noch ein weiterer Anhaltspunkt für die Auslastung der Data Center ist, dass auch der Co-Pilot von GitHub, was ja ein Microsoft-Produkt ist am Ende, inzwischen auf volumenbasiertes Pricing umschiftet. Also wenn du mit GitHub quasi Software erstellst, dann kannst du inzwischen eben nicht mehr mit einer Subscription von 10 Dollar oder pro 39 Dollar pro Monat arbeiten, sondern du wirst jetzt auch quasi verbrauchsbasiert abgerechnet, was einerseits dafür spricht, dass man eben diese Mischkalkulationen nach und nach aufgibt. Also es bleiben eigentlich nur die User, die ihre Tokens nicht verbrauchen in den billigen Segmenten und alle anderen gehen in so eine Art Consumption-Based-Pricing-Modell über, was ja auch ein ganz normaler Reifeprozess ist. Und aber für die Margen am Ende gut ist, würde ich mal sagen. Sowohl für die Nutzung als auch die Marge. Ich würde es immer so sehen, also erstmal vielleicht in einer positiven Sichtweise, nicht weil es Microsoft ist, aber das betrifft im Zweifel ja auch alle, weil es früher oder später auch alle machen werden. Da spricht ja auch das Selbstbewusstsein, dass man glaubt, dass das Produkt jetzt so gut ist, dass die, die es so intensiv nutzen, den Wert sehen und dafür volumenbasiert, also outputbasiert bezahlen würden. Ich glaube, das ist gerechtfertigt, weil wenn du KI inzwischen so viel, ich habe ja gerade gesagt, Images bringt mir eigentlich so viel Nutzen und spart mir so viel Zeit, dass es mir definitiv 100 Dollar wert wäre. Früher habe ich, um ein einigermaßen ordentliches Bild zu generieren, habe ich auf dem Discord-Server von Midjourney irgendwie, ja eine Stunde ist vielleicht übertrieben, aber vielleicht fast eine Stunde pro Bild manchmal gebraucht, wenn es komplizierter war. Jetzt one-shotted Images 2, das halt wirklich in zwei Minuten. Und deswegen, also nichts ist wertvoller als Zeit für mich. Und deswegen wäre es mir locker 100 Dollar im Monat wert. Und würde es volumenbasiert sein, müsste ich einen Dollar pro Bild zahlen, würde ich es genauso zahlen. Und deswegen ist das, glaube ich, ein ganz gutes Indiz auch für die zunehmende Reife der Produkte und des Marktes.
Ich habe mich gerade gefragt, ob es überhaupt schon einen Term gibt für Unicorns im Milliardenbereich. Unicorn ist eine Milliarde, aber es ist ja jetzt zweistelliger Milliardenbereich.
Das ist Centicorn. Ist es? Gibt es was? Dekakorn ist 100. Ja, gibt es natürlich alles. So viel Griechisch kriegen ja noch hin alle.
Ja, also wir fangen an. Man ist erst bei der Hälfte, aber mit 5,1 Milliarden ist das Series A dann? Oder wie erklärst du die Bewertung von einem Ex-DeepMind-Researcher?
Ja genau, David Selver hat vorher selber bei Google DeepMind gearbeitet und raced jetzt eine 1-Milliarde-Seed-Runde. Ich glaube, davor hat das auch Jan LeCun und Mira Murati geschafft. Und vielleicht sind das diese Eine-Personen-Unicorns, von denen Mark Zuckerberg immer gesprochen hat. Also der wird schon ein Team haben, würde ich mal sagen. Aber es wird natürlich wieder ein Team von Agenten und Pitch-Tech. Ja, aber das ist die Zeit, in der wir gerade sind, dass das, was für deutsche Unternehmen die maximale Exist-Fantasie ist, in vielen Fällen, also mal Unicorn zu werden und für eine Milliarde verkauft zu werden, das saugt hier eine Firma, die hauptsächlich um eine Person gebaut wird, die wird in Affable Intelligence heißen, das heißt irgendwie wie unfassbare Intelligenz, glaube ich. Also die nimmt einfach mal eine Milliarde, einen Unicorn als Seed-Finanzierung auf und wird selber vom Start weg mit 5 Milliarden bewertet. Aber es geht bei KI auch immer um viel. Es ist jetzt auch kein Dump Money, was das macht. Sequoia und Lightspeed machen das Pricing und mitinvestieren tun natürlich wieder NVIDIA, Google und Index. NVIDIA und Google natürlich wahrscheinlich wieder mit dem Interesse auch. eigene Dienstleistungen einzubringen, beziehungsweise den Chipverkauf anzuheizen.
Gibt es überhaupt eine Visualisierung, in welchen Fonds Nvidia und so auch investiert sind? Also um diese ganze Nahrungskette vollständig zu haben von allen Circular Deals? Du meintest ja irgendwie in einer der letzten Folgen, eigentlich müsste Nvidia irgendwie zwei, drei gefällte Startups kaufen, nur um das Licht anzulassen. Und die sind doch wahrscheinlich auch in allen von den großen Fonds ein großer LP, oder?
Ne, das glaube ich nicht, aber ich notiere mir jetzt zu deinem Sexual Economy Schaubild, dass ich nochmal alle Beteiligungen von Nvidia zeige.
Weißt du überhaupt, dass ich an der Bar sitze, während du präsentierst?
Wirklich?
Haben sie dir die Bar gestern gesagt?
Wieso hat die HBO-Stage denn eine Bar?
Keine Ahnung.
Du sitzt in der Conference-Stage bestimmt an der Bar.
Ich bin bei Getaway und bei dir an der Bar, wurde mir gesagt.
Ja, aber das... Hä? Aber ich bin noch auf der HBO-Stage. Ist da eine Bahn allerdings?
Ich meine schon. Da ist auch Fake News. Ich muss hier nochmal... Ich habe den Überblick verloren.
Dann kannst du deine eigene Folie feiern. Ich mache mal kurz, wie gut, das ist ein schöner Task für meinen spanischen Praktikanten hier. Erstelle mir ein Schaubild im Format 16 zu 9, soll ja PowerPoint-fähig sein, aller Beteiligungen von Nvidia. Ja, dann kannst du ja erklären, was alles deine Folien waren.
An der Basis.
Und nicht die Leute ablenken mit dummen Faxen oder so.
Ich bin mir tatsächlich gerade nicht sicher. Vielleicht bin ich auch per Veste auf der Keynote. Macht wahrscheinlich mehr Sinn. Ich weiß es nicht.
So ist es wieder.
Zu viele Philips. Wir müssen mit Nachnamen arbeiten. Obwohl, das macht es bei uns auch nicht einfach.
Ja, stimmt. Genau, ansonsten noch ein paar Bubble-News hinterher. Cognition, das ist die Konkurrenz, wenn man so möchte, oder könnte man sagen, einer der Konkurrenten von Cursor. Also die, die hinter dem Programmierer Devin AI stehen. Also so eine Art, ja, ich würde es irgendwo zwischen Cursor und Lovable ansiedeln vielleicht. Die wollen auf 25 Milliarden ihre nächste Runde bestreiten. Umsatzzahlen habe ich jetzt in dem Artikel noch nicht gefunden bei Bloomberg. Das ist ein weiteres mehrfaches Dekakorn wieder. Also wir haben schon die größten Bewertungen seit langem mal wieder. Ich glaube, wir sind so auf Dotcom-Bubble-Niveau inzwischen. Echt? Bisschen gruselig.
Gefühlt ist das doch mehr. Ich kann mir nicht vorstellen. Ich habe damals noch nichts mit dem Internet zu tun gehabt, gefühlt, aber vor allem nicht mit Firmenbewertungen. Aber waren die Bewertungen damals auch so crazy hoch?
Im Vergleich zum Umsetzen oder Earnings?
Auf jeden Fall, ja. Der Cognition kann auf jeden Fall Elon Musk dankbar sein, oder? Ich meine, die neue Bewertung ist doch hauptsächlich auf dem Narrativ gewachsen, dass der Konkurrent für 60 irgendwie gekauft wurde.
Ja, ich weiß, so schnell schließen sich Runden nicht ab normalerweise. Aber ich glaube, es wird auch irgendwo davon gesprochen, dass die Runde gerade unterwegs ist. Aber das hilft sicherlich, wenn der Konkurrent mit 60 Milliarden bewertet wird und dass man merkt, dass es viele Firmen gibt, die eventuell auch daran interessiert werden, sowas einfach aufzukaufen.
Ja, und ab in Sammys Corner. Wir nähern uns der Schmuddelecke.
Und zwar hat Sam Ortman Zeit gehabt für eine Präsentation des neuesten World-ID-Produktes, nämlich 4.0. World ist ein ehemaliges World-Coin-Projekt, also dass das diesen Orb, diesen, wie heißt denn das, Orb-Globus, diesen Globus baut, der deine Retina scannt, die Netzhaut des Auges und biometrische Merkmale damit quasi und die Identifikation von echten Menschen möglich macht. kündigen jetzt Partnerschaften mit DocuSign unter anderem. Also Zoom war ja schon bekannt, DocuSign, Tinder. Also du weißt bald auf Tinder, dass es wirklich eine echte Person ist, mit der du dir die Rechnung teilst beim ersten Date. Shopify, Okta ist ein Zugangs- oder Rechteverwaltungssoftware. Das macht natürlich Sinn. Aber auch AWS und Vercel sollen mit Partnerschaften eingehen und erkennen wollen, ob es sich um echten Menschen handelt. handelt vor sich. Ich gehe davon aus, dass gerade in der HR-Branche viel Bedarf dafür sein wird, also dass du checken musst, ob wirklich Menschen dir gegenüber setzen. Dating macht aber auch Sinn. Ich habe ja mal vor, ich glaube es war bei der ersten OMR-Presi 2023, wo ich gemeint habe, wir werden ein riesiges Trust-Problem bekommen. Und da habe ich ja gesagt, Worldcoin ist schon eines der, auch wenn es Krypto-Quatsch ist, ist es eines der wichtigsten Projekte. Also irgendwie müssen wir das Problem lösen. Und der Twitter-Kommentar hier, TFTC, beschreibt es ganz gut. Sam Ortman ist der CEO of OpenAI. He built the flood, now he's selling the ark. Also er hat die Flut gebaut und jetzt verkauft er die Arche. Das Problem mit Content über Flut und Unsicherheit durch Deepfakes gibt es nur wegen OpenAI, möchte man unterstellen. Und jetzt baut er auch noch die Lösung dafür, für ein Problem, was er selber geschaffen hat. Ein bisschen Wahrheit kann man dem sicher nicht absprechen.
Ja, ich verstehe immer noch nicht, für was man da diesen Coin braucht, aber sie haben auf jeden Fall jetzt ein paar Partnerschaften.
Alles ist besser mit Blockchain, das weißt du doch.
Genau, und alles ist besser, wenn Meta es nicht bekommt. Die Chinesen versuchen den Deal zu blockieren. Ist das jetzt möglich? Die Gründer sind doch frühzeitig abgehauen, oder? Also kann China einen 2 Milliarden Deal blockieren?
Ich gehe davon aus, ja. Also Meta hat ja diese Software, so die erste Agentic oder die erste populäre Agentic-Lösung, Manus AI, gekauft und auch schon relativ tief integriert, würde ich sagen, in die eigenen Lösungen. Und jetzt will die chinesische Regierung das zurück abwickeln. Man hat außerdem die Auslandsinvestitionen in ByteDance, also TikTok, ich glaube Kimi Moonshot, also die Mutter von Kimi, Kimi seine Mutter, Moonshot AI und noch ein paar andere KI-Firmen beschränkt. Also es ist nicht mehr so einfach wie früher in KI-Firmen in China zu investieren und man beschränkt da so ein bisschen die... Ja, die Möglichkeiten für ausländisches Kapital, sich dann diese Firmen einzukaufen, aber eben auch, um die eigene IP zu sichern, wie jetzt im Fall von Meta wahrscheinlich. Und es sieht so aus, als müsste die rückabgewickelt werden, was natürlich extrem misslich ist für Meta. Also ich meine, schnell Code kopieren ist natürlich eine Sache, die Meta extrem gut kann. Aber vielleicht finden sie eine Lösung, das trotzdem dann irgendwie selber zu machen, nachdem es jetzt eine gewisse Zeit lang mit Manus läuft. gemacht haben. Aber es ist auf jeden Fall ein Denkzettel. Die Chinesen kopieren in Anführungsstrichen unsere beziehungsweise die US-Modelle natürlich relativ schnell und sorgen gleichzeitig dafür, dass aber vermeintliche Errungenschaften aus dem Reich der Mitte in die andere Richtung auf keinen Fall schaffen oder dass wir daran nicht partizipieren können.
Wieso haben sie dann diese komische TikTok Nummer erlaubt?
naja, dann wurden sie ja reingepresst, mehr oder weniger. Also das... Ja, also... Was hätten sie da machen sollen?
Einfach zu sagen, nö, machen wir nicht. Aber dann wegen Terrorismus.
Aber es wäre ja dumm, den Amerikanern TikTok wegzunehmen. Also wenn du schaffst, dass dein Konkurrent irgendwie die produktive Bevölkerung sich im Schnitt 5% des Tages mit Bullshit beschäftigt, was Besseres kann hier gar nicht passieren. Und unter Larry Ollison wird es jetzt kein Education-Netzwerk werden, nehme ich an.
Wahrscheinlich nicht.
Wahrscheinlich nicht. abzunehmen. Und das will ab 2028 zumindest ein Demonstrationsobjekt dafür bauen und ab 2030 soll es Energie geben. Das wird deswegen hier nur eine Minute gesprochen, weil es natürlich ein... Also, A, Energie wird in Zukunft immer wertvoll bleiben und wenn mir die jemand zu einem guten Preis verkaufen kann, ist es ein No-Brainer, so ein Letter of Intent zu schreiben. Gleichzeitig ist es vollkommen nichtig, weil wenn es das Start-Up nicht schafft, dann... dann musst du die Energie auch nicht abnehmen, dann ist die Firma pleite und du kannst das Papier, auf dem das gedruckt ist, wegschmeißen. Insofern ist es eine vollkommen nichtige, würde ich sagen, eine relativ wertlose Willenserklärung. Also wenn mir jemand verspricht, ich kann 2030 für 10 Cent pro Kilowattstunde oder 15 Cent pro Kilowattstunde Strom aus dem All über einen Laser in meinen Vorgarten, bekommen, würde ich den Letter of Intent auch unterschreiben. Das ist bei mir nicht ganz so signalkräftig wie bei Meta natürlich, aber ein großes Commitment oder Glauben an die Technologie äußert sich dadurch jetzt auch nicht, würde ich sagen.
Und bevor wir in die Sprudel-Ecke eintauchen, glaubst du wirklich, dass Claude Mythos für Panik sorgt? Also gibt es jetzt bei den paar Firmen, die damit arbeiten können, so viele Sicherheitslücken und keiner weiß mehr, wie man die alle schließen kann?
Ja, das wird ja kontrovers diskutiert, aber ein weiterer Anhaltspunkt, den wir jetzt wieder liefern können oder den die Financial Times liefert, fairerweise ist, dass die Firmen, die mit diesem Modell arbeiten, sich jetzt irgendwie erneut Richtung US-Regierung gewandt haben und Alarm geschlagen haben. Also wenn man glaubt, dass Entropic einfach nur Fearmongering macht oder so Marketing bei Fear und was man ihnen immer wieder vorwirft, dass sie... versuchen Angst zu schüren, um ihre eigene Bewertung aufzuplänen oder was auch immer, dann muss man sagen, dass es jetzt zu einer kollektiven Halluzination geworden ist, weil sich verschiedenste Behörden und Firmen inzwischen quasi einvernehmlich dazu geäußert haben, dass sie das eigentlich ähnlich sehen und ebenfalls davor warnen. Also ich halte, man kann in Tropic sagen, dass sie immer wieder sagen, Ängste bekundet haben selber. Man muss auch sagen, das ist einfach ihre Mission und Strategie, die sie schon immer verfolgt haben. Also warum sollten sie nicht darauf hinweisen, wenn sie glauben, es ist etwas gefährlich? Das ist ja das, was sie sich selber versprochen und geschworen haben. Was man ihnen nicht vorwerfen kann, ist, dass sie in der Vergangenheit viel gelogen oder übertrieben hätten. Also übertrieben so bei Jobverlust und so, da haben sie auch mal übertrieben, fairerweise. Würde ich ihnen auch geben. Aber von daher, glaube ich, war man da ein bisschen voreilig, wenn man gesagt hat, es ist nur fearmongering. Apropos Fearmongering, aber ein alter Freund von Entropic, würde ich mal sagen, ist ja Emil Michael, der eigentlich im Kriegsministerium in den USA den Krieg mit Entropic angefangen hat. So ein bisschen dieser ehemalige Uber-Manager, der da jetzt komischerweise in dieses Ministerium eingestiegen ist. Und der baut jetzt eine Art Venture-Capital-Fonds. Das ist nicht ganz neu. Die USA haben schon immer auch Wirtschafts- und Startup-Politik mit militärischen Mitteln, im Sinne von finanziellen Mitteln des Militärs gemacht. So ist ja auch das Internet ursprünglich mal entstanden. Palantir war vom CIA finanziert ursprünglich. Von daher ist das nicht besonders. Was besonders ist, ist, dass unter dem neuen Investitionsfonds des Pentagons mal wieder unter anderem Wo Firmen bevorzugt werden, zumindest dem Anschein nach bevorzugt werden, wo dann wieder die Trump-Familie, also irgendwie Donald Trump Junior oder so, entweder sehr nah verbandelt oder beteiligt ist sogar an den Firmen. Also auch das scheint eher wieder als ein Mittel gesehen zu werden, um sich selber zu bereichern. Oder es ist so, dass diese Trump-Familie einfach die begnadetsten Venture-Investoren der Welt sind und komischerweise immer in die Startups investieren. die dann am Ende auch sehr populär werden bei Regierungsaufträgen. Dann, wir haben es schon mal angedeutet am Anfang, es erwartet uns jetzt das Gerichtsverfahren zwischen OpenAI und Elon Musk. Elon Musk war mal Gründungsmitglied bei OpenAI. Nachdem es ihm nicht gelungen ist, die Macht über das Unternehmen zu übernehmen und es in einen For-Profit zu wandeln, hat er seine Anteile aufgegeben. Und jetzt wirft er der Firma auf, dass sie genau das gleiche, was er tun wollte, erfolgreich getan haben. Also womit er gescheitert ist, hat Sam Ordman erfolgreich gemacht, nämlich das Unternehmen zum For-Profit-Unternehmen gemacht, also eins mit Gewinnerzielungsabsicht. Und deswegen möchte Elon Musk jetzt nachträglich seine Anteile zurückhaben, weil im Nachhinein das natürlich doch eine dumme Idee war dann, seine Anteile abzugeben, bloß weil er bockig war und es selber nicht hinbekommen hat. Das geht jetzt vor Gericht, das ist ein Jury-Trial, also es werden neun Leute am Ende darüber bestimmen, wer Recht oder Unrecht hat oder wie die Gewinne verteilt werden müssen. Es ist ein bisschen, ich würde sagen, fast verwunderlich, dass das wirklich vor Gericht geht. Der Gewinner hier, wer ist der Gewinner deiner Meinung nach?
Boah, gewinnt da irgendjemand? Wahrscheinlich Elon, weil er in der Presse ist?
Nein, die Gewinner sind wir, weil es wird uns viele News bescheren, weil natürlich so ein Gerichtsverfahren immer eine Dreckschlacht ist, es sind jetzt schon viele Sachen aus E-Mails rausgekommen und so. Und es wird noch viel mehr an die Öffentlichkeit kommen, was da sowohl intern in den Unternehmen geschrieben wurde, aber auch wie was die beiden an Schriftwechseln hatten. Die werden im Zeugenstand stehen, im Kreuzverhör. Und das wird natürlich für die Medienlandschaft und uns ein Problem. Geschenk sein. Die beide werden dabei... Dabei sieht niemand gut aus. Egal, ob dich die Anwälte angehen oder dein Kontrahent persönlich. Elon Musk beginnt gerade schon auf X wieder eine neue Hasskampagne gegen Sam Altman und retweetet den negativen New Yorker-Artikel und versucht, ich würde mal unterstellen, versucht vielleicht auch die Jury damit zu beeinflussen, was eigentlich mit allen Mitteln zu unterbinden wäre. Ich glaube, die bekommen so ein Nachrichtenembargo eigentlich für die Zeit des Prozesses. Also sie dürfen sich nicht, wenn ich mich irre, aus öffentlichen Quellen informieren. damit sie durch sowas nicht beeinflusst werden. Und es scheint jetzt sowas von Elon Musk noch jede Sekunde nutzen, wo das möglich wäre, um Sam Orkman zu diskreditieren, wofür es sicherlich viel Grund gibt, aber ob das jetzt gut ist, das ist eine andere Frage. Aber wie gesagt, die Gewinner werden alle anderen sein, die beiden können nur verlieren. Ich glaube, die haben beide sehr lange gepokert, weil sie dachten, der andere wird aufgeben. Also wie gesagt, niemand wird daran gut aussehen. Die sollten sich einigen und Elon Musk einfach, keine Ahnung, 50 Milliarden geben, damit er abhaut und sich das Problemverbleib schaffen. Vor einem IPO ist das, was damals zu Tage kommt aus internen E-Mails oder so, also durch das Google-Verfahren zum Beispiel, wo ich mal mittelbar quasi über eine Gesellschaft, an der ich beteiligt war, gegen Google geklagt habe. Und nur durch dieses Verfahren ist zutage gekommen, dass es interne E-Mails von Google gab, wo Ingenieure eingestehen, dass das eigene Produkt nicht funktioniert. konkurrenzfähig oder wettbewerbsfähig im eigenen Suchalgorithmus ist, dass man es quasi mit Absicht über die Konkurrenz gesetzt hat. Solche E-Mails poppen auf und das war vorher, gab es Leute, die sowas nie geglaubt hätten, es gab Leute, die es immer vermutet haben, aber in einem Gerichtsverfahren kommt sowas dann als Tageslicht und das kriegst du nie wieder aus der Presse eigentlich und das wird dir immer wieder auch im nächsten Gerichtsverfahren vor das Gesicht gehalten. Und deswegen ist es eigentlich nicht schlau, sowas öffentlich auszutragen. Es gibt natürlich ein erhöhtes Medieninteresse daran. Es ist nicht gut für den IPO von SpaceX. Es ist nicht gut für den IPO von OpenAI. Es ist richtig dumm. Also da müssten eigentlich mal die Shareholder der Leute sagen, wir verhandeln jetzt mal hinter dem Rücken und vermutlich glauben alle oder wehnen sich im Recht. Ich glaube, bei den Prediction Markets rechnet man Elon Musk sogar 42% Chancen zu, er könnte gewinnen. Da würde ich dagegen wetten. Wir werden mal sehen, wie sich das ausgeht. Schlau ist es nicht. Also sowas willst du dir nicht ans Bein binden vor einem IPO und die beide wollen ja dieses Jahr noch ein IPO machen. Wie gesagt, aber wir sind die Gewinner. Wir erfahren mehr über die Personen, wie sie wirklich sind, über die E-Mails, die ansonsten in der Firma ausgetauscht werden, wie man miteinander, übereinander redet, wie Investoren mit den Firmen korrespondieren und darauf freue ich mich, weil Transparenz und eine große Taschenlampe natürlich immer da prinzipiell was Gutes ist, gerade wenn es um Firmen geht, die so mächtig sind oder Menschen geht, die so mächtig sind. Und nachdem Elon Musk jetzt diesen doch dann eher negativen, also sicherlich realistischen, aber nicht vorteilhaften Artikel von Sam Altman versucht nochmal ins Tageslicht mehr zu befördern und seine Reichweite auf X nutzt, Die New York Times, die von ihm gehasste New York Times, muss man sagen, die er mehrmals diffamiert hat als Lügenblatt und Organ des Schlechtesten der Menschheit, wenn man das mal ein bisschen schräg subsumiert. Aber das war ihm dann doch recht, die New York Times da wieder zu kreditieren und ihr Relevanz zuzusprechen, als es gegen Sam Ortman geht. Das ist natürlich an sich schon wieder relativ lustig. Jetzt passiert noch was weiteres, nämlich dass die New York Times auch über Elon Musk jüngst, und zwar gestern glaube ich, einen Artikel rausgebracht hat. Am 24. April, das war schon ein bisschen länger her, sogar am Wochenende war es. Und zwar schreibt man darüber, wie Elon Musk eigentlich schon immer SpaceX ein bisschen als seine Piggybank, als seine Sparkasse genutzt hat. Also immer wenn er selber Geld brauchte oder eine seiner Firmen in der Schieflage war, dann musste SpaceX, weil das die im Zweifel am besten finanzierte Firma, die ja teilweise auch schon profitabel war und Gewinne gemacht hat, also dann hat der immer in die Kasse gegriffen bei SpaceX und da hat er sich teilweise extrem vorteilhafte Kredite gegeben, also Normalerweise würde man bei der Bank mit einer guten Bonität den Zentralbankzinssatz plus ein gewisses Risikoprämie von 1-2% zahlen und er hat sich selber wohl für 1-3% Geld aus der Kasse genommen. Das hält dem Drittvergleich nicht besonders gut stand, meint die New York Times. Würde ich auch sagen, dass das erstaunlich günstig ist. Also wenn ich mir von meiner Holding mal Geld borge oder so, dann würde ich da immer was um die 4-5% ansetzen, was auf jeden Fall über dem Marktsatz ist. Jetzt würde ich mich selber mal als unbegrenzt kreditwürdig beschreiben, ob das richtig ist, ist eine ganz andere Frage. Elon Musk scheint auf jeden Fall deutlich gönnerhafter mit dem Geld seiner Investoren zu sein, was natürlich potenziell ein untreuer Tatbestand wäre. Auch das ist natürlich eine Vorteilsnahme. Ich muss nicht in die Kasse greifen. Es ist natürlich auch ein finanzieller Vorteil, wenn ich mir viel zu günstig einen Kredit gebe und damit meine Mitinvestoren übervorteile. Das ist jetzt wahrscheinlich wieder ein Artikel, wo Elon Musk die New York Times nicht so gut findet, wie wenn sie gerade mal Sam Altman fertig macht.
Gut, aber im Vergleich zu Hamburger Modeunternehmern hat er ja wenigstens das zurückgezahlt.
Ich höre daraus, du hast deinen Ausstatter für die OMR noch nicht gefunden.
Die Größe geht raus. Soll ich die E-Mail noch beantworten?
Ich habe sie schon beantwortet, aber ich sage nicht wie. Aber mein neuer Wollpulli wird dir gefallen.
Echt? Es gibt hier Doppelgänger-E-Mails, die du beantwortest, ohne mich ins CC zu setzen. Verstehe, verstehe. Ja, ich wusste schon, ich bin fast vom Fahrrad gefallen, als ich die E-Mail gelesen habe. Nicht, dass ich auf dem Fahrrad E-Mails lesen würde.
Ja. So, immer noch zwei gute News und abzuschließen. Ich muss hier auch noch ein bisschen weiter und noch sowieso noch weit reisen heute. Ähm, die gute News. Finanzierungsrunde aus Deutschland, aus der Region Stuttgart, wenn ich mich richtig erinnere. 110 Millionen Dollar für C-Reject, eine Firma, die sich mit Software für Robotik beschäftigt. Ordentliche Runde. Glückwunsch dazu. Mal sehen, was draus wird. Das ist ja schon auf Unicorn-Niveau oder kurz davor könnte man annehmen bei 110 Millionen Investment. Robotik... Das ist natürlich ein Thema, was wir gerade, wenn wir ein bisschen Industrie in Deutschland halten wollen, brauchen. Und die Software dazu zu bauen, ist wahrscheinlich erfolgsversprechender, als die Roboter selber zu bauen, wenn man mal ganz realistisch ist. Und mein eigentliches Highlight dieser Woche ist ein Google-Feature, ein neues, das ein inzwischen wirklich überhandnehmendes Problem, glaube ich, zumindest adressiert löst. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber es ist, glaube ich, eine gute Adressierung. Und zwar... Wisst ihr vielleicht aus dem, ja, weiß man das? Also, es gibt viele professionelle Services inzwischen, die Betreibern von Läden, Restaurants, Dienstleistungsunternehmen anbieten, die schlechten Google-Reviews für sie zu löschen. Und zwar, meinem Kenntnisstand nach, beruft man sich immer darauf, dass der Kunde nachweisen muss, dass er überhaupt an diesem Ort und in dem Restaurant war. Dass er an dem Ort war, weiß Google eigentlich ganz gut über die GPS-Daten, würde ich behaupten, aber er muss Also sagen wir mal so, es ist offensichtlich anwaltlich anfechtbar in Deutschland, wenn du nicht nachweisen kannst, dass du dieses Restaurant wirklich besucht hast, wenn du jetzt ein Restaurant nimmst und da sogar gegessen hast. Wie solltest du ansonsten das Essen bewerten können? So, das nutzt man, um wirklich massenhaft schlechte Bewertungen, also man fecht natürlich nicht die 5-Sterne-Bewertung an, sondern nur die 1-3, maximal 4-Sterne-Bewertung an. und versucht damit, diese Note massiv zu manipulieren. Und das ist wirklich was, was, glaube ich, Standard geworden ist in vielen Industrien. Ich will nicht unterstellen, dass jeder Betreiber das inzwischen macht, aber es machen sehr viele. Ich bin ja so ein super User von Google Maps und würde sagen, dass ich das ein bisschen nachvollziehen kann. Und es hat einfach komplett überhand genommen und die Bewertungen werden damit immer weniger aussagekräftig. Es gibt einfach kaum noch schlechte Bewertungen. Und die schlimmsten Restaurants sind inzwischen die mit 4,9er Bewertung, weil das sind die, die alle anderen haben löschen lassen. Und was Google jetzt macht, ohne das Restaurant selber zu diffamieren, weisen sie einfach nur darauf hin, dass sie verpflichtet wurden, Zum Beispiel hier in dem Beispiel im Screenshot steht 150 bis 200 Bewertungen zu löschen. Ja, also ich werde einfach nur, und das ist natürlich eine total wertneutrale Äußerung, vermeintlich, obwohl mir als Nutzer vollkommen klar ist, was das heißt. Das heißt, der Gastwirt in dem Fall oder Wirtin oder was auch immer, der Inhaber des Geschäfts hat dafür gesorgt, dass... Reviews verschwinden. Und das ist meistens nicht ein Zeichen dafür, dass sie zu gut waren. Also ich mag an der Lösung total, dass sie vollkommen wertfrei ist. Also Google trifft selber keine Aussage über die Qualität des Restaurants und kann sich aus der Bredouille hier selber rausnehmen. Und gleichzeitig können sie aber ein hohes Maß an Transparenz bereitstellen, indem sie quasi den Nutzer und die Nutzerin darüber aufklären, dass dieser Inhaber hat Rezensionen in der Vergangenheit in maßgeblichem Umfang entfernen lassen. Und das schon als Maps-Nutzer finde ich das immer gut. Ansonsten wäre das Feature auch zu vollkommenen Wertlosigkeit verkommen. Und die Leute jetzt so ein bisschen zu stigmatisieren dadurch, die quasi Winkeladvokaten nutzen, um... Natürlich gibt es immer auch mal missbräuchliche Reviews. Also jemand hatte ich einfach auf dem Kika oder der Ex-Freundin oder Freund. Höchstwahrscheinlich eher der Ex-Freund. Oder die Konkurrenz. Natürlich gibt es Fälle, wo die Reviews missbräuchlich sind, aber die Mehrheit der Reviews ist das natürlich in der Regel nicht. Und wenn jemand hier von 1000 Reviews 200 löschen lässt, dann kann man sich natürlich denken, was da der Fall war.
Und damit ist die Folge zu Ende. Ich werde mir die Bewertung jetzt genauer angucken. Ich wünsche allen eine sonnige Woche und dir eine gute Zeit vorm Computer. Ich gehe davon aus, dass während wir alle die Sonne genießen, du jetzt non-stop am Präsentationen bauen bist.
Ja, würde ich gerne. Das Problem ist, ich bin noch sehr viel am Reisen gerade. Das habe ich auch nicht so gut geplant. Also es wäre natürlich einfacher, an der Präsentation zu arbeiten, wenn ich zu Hause wäre. Aber ich versuche das alles unter einen Hut zu bringen. Und am nächsten Samstag hört ihr dann wieder, was passiert ist, während wir diesen Podcast aufgenommen haben. Zumindest war das in der Vergangenheit so.
Genau. Habt eine schöne Woche. Bis Samstag. Der Doppelgänger Tech Talk Podcast ist ein Projekt von Philipp Klöckner und Philipp Klöckler, recherchiert von uns und produziert von Jan aus dem Off. Weiter diskutieren kannst du in unserer Doppelgänger Discord Community. Fragen und Anfragen kannst du uns gerne per Mail an podcast.doppelgänger.io schicken. Unsere aktuellen Werbepartner findest du in unseren Shownotes. Vielen Dank für deine Zeit und bis Samstag.