Doppelgänger Folge #562 vom 15. Mai 2026

OpenAI prüft Klage gegen Apple | Infinite Money Glitch bei Jensen Huang | DeepMinds AI-Mauszeiger | Das Problem der n8n Bewertung #562

Anthropic hat sich auf eine $900-Mrd.-Bewertung geeinigt und raised $30 Mrd. Google ist in Gesprächen mit SpaceX über Data Center im Weltall. SAP investiert in n8n bei $5 Mrd. Bewertung und partnert mit Parloa. DeepMind launcht den AI Pointer. Amazon startet 30-Minuten-Lieferung in US-Städten, gleichzeitig sorgt internes Token-Maxing für absurde KI-Workflows. OpenAI verklagt Apple wegen der Marktposition. Im Musk-Altman-Prozess sieht Musk nach Altmans Aussage schlecht aus, Polymarket-Odds fallen weiter. OpenAI bietet 60 Tage Codex kostenlos für Cloud-Code-Switcher. Ford-Aktie steigt, weil Auto-Batterien jetzt Data-Center-Speicher werden. Gallup: 7 von 10 Amerikaner wollen kein Data Center vor der Haustür. Cerebras-IPO am 14. Mai bei $70 Mrd. Bewertung, am ersten Tag stark im Plus. Klarna meldet kräftiges Umsatzwachstum und wird wieder profitabel. Nvidia-CEO-Stiftung kauft $108 Mio. Compute bei CoreWeave und spendet es.


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Philipp Glöckler und Philipp Klöckner sprechen heute über:

(00:00:00) Anthropic $900 Mrd. Bewertung

(00:05:04) Google/SpaceX: Data Center im All

(00:08:22) SAP + n8n: $5 Mrd.

(00:18:47) DeepMind AI Pointer

(00:26:06) Amazon 30-Min-Lieferung

(00:28:26) Amazon Token-Maxing & Pentagon

(00:30:56) OpenAI verklagt Apple

(00:39:33) Musk vs. Altman: Altmans Aussage

(00:44:55) Codex 60 Tage gratis

(00:53:37) Ford-Pivot: Batterien für Data Center

(00:55:15) Gallup: Amerikaner gegen Data Center

(00:58:10) Cerebras IPO +68%

(01:00:58) Klarna wieder profitabel

(01:06:52) Nvidia-CEO Infinite Money Glitch


Shownotes

Anthropic Funding - ft.com

n8n wird dank SAP wertvollste deutsche KI-Firma - handelsblatt.com

Jan Oberhauser (n8n) bei SAP Sapphire - linkedin.com

Parloa-Meilenstein mit SAP - linkedin.com

DeepMind: AI Pointer für kontextuellen Mauszeiger - deepmind.google

Amazon startet 30-Minuten-Lieferung in US-Städten - cnbc.com

Amazon AI - ft.com

Security-Test-Details von Microsoft/Google/xAI von US-Behördenseite gelöscht - reuters.com

OpenAI Apple - ft.com

Altman im Zeugenstand: Hair-raising AI-Safety-Chat mit Musk - bloomberg.com

Polymarket: Wird Musk gegen Altman gewinnen? - polymarket.com

Sam Altman Tweet - xcancel.com

Ford Aktie AI - ft.com

7 von 10 Amerikanern gegen Data Center vor der Haustür - washingtonpost.com

Cerebras - ft.com

Klarna macht Gewinn, Umsatz springt - wsj.com

Nvidia-CEO-Stiftung kauft $108 Mio. KI-Compute, CoreWeave spendet es - reuters.com


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Willkommen zum Doppelgänger-Podcast, Folge 562 am 16. Mai 2026. Ich bin Philipp Klöckner und telefoniere zweimal die Woche mit dem Tech-Analysten Philipp Klöckner. Und Doppelgänger-Hörer wissen es, es ist die große Geburtstagswoche von PIP. Alles Gute nachträglich zum Geburtstag. Ich hoffe, du hast nicht zu viele Glückwünsche bekommen mit Punkt, Punkt, Punkt, was ist mit Monday.com los und hast deinen Geburtstag genossen.
Ja, ging so. Ich merke auf jeden Fall, dass ich ja älter bin, weil ich meine Lesebrille vergessen habe und den Laptop heute nicht so gut sehen kann. Das heißt, Earnings fallen heute auf, weil ich die Filings nicht lesen konnte auf dem Laptop. Aber die News konnte ich auf dem Handy angucken, die können wir trotzdem machen.
Muss sich nicht wundern, wenn auf einmal auf dem doppelgänger.io-Sheet die Zahlen ganz, ganz groß sind. Wir haben heute sogar News aus Deutschland, sogar AI-News aus Deutschland und Earnings. Ich habe kurz mal geguckt, Stocks always go up to the right irgendwie. Also die zwei Zahlen oder zwei Firmen, die drin sind, haben auf jeden Fall eine gute Woche gehabt. Aber vorher, und ich habe mich eben gefragt, ist es eigentlich in jeder Doppelgänger-Folge mittlerweile so, dass eine von den großen AI-Firmen noch mehr Geld bekommt? Also Anthropic kriegt nochmal, wie viel? 30 Milliarden Euro? um das Geld dann wieder schön für Rechenleistungen auszugeben.
Ja, das liegt natürlich ein bisschen daran, dass eine News so durch mehrere Wochen sich zieht. Also man berichtet erst, dass es eine Runde geben soll, dann vielleicht in der nächsten Episode wird durchgestochen, welche Bewertung es geben könnte. Jetzt heißt die News unter anderem von Financial Times, dass Entropix sich schon geeinigt hätte auf eine 900 Milliarden Valuation. Zwischendurch gab es auch mal, New York Times hat mal über 950 geschrieben. Letztes Mal haben wir noch gesagt, sie könnten auch bei einer Billion eigentlich schon raisen. 900 Milliarden sollen es jetzt aber sein und darauf wollen sie 30 Milliarden aufnehmen. Ganz bemerkenswert finde ich, dass die Lead-Investoren, die die Bewertung machen, werden Dragoneer, Green Oak, Sequoia und Altimeter sein. Ich gehe schon davon aus, dass Nvidia und Amazon das vielleicht noch ein bisschen auffüllen werden, aber... Das ist ja ein anderes Bild als bei OpenAI, wo eigentlich hauptsächlich strategische Investoren, also die direkt wieder Business erwarten von OpenAI, nämlich Nvidia und Amazon in dem Fall, investiert haben, wo es darum ging, dass zum Beispiel OpenAI auf AWS Bedrock laufen konnte und nicht mehr so exklusiver und so weiter. Und jetzt sind es in Anführungsstrichen echte VCs oder Crossover-Funds, die diese Bewertung machen. Vielleicht irre ich mich da, aber mein Gefühl ist, dass es eine andere Qualität hat als die OpenAI-Runde dadurch. Und ich meine, richtig ist auch, glaube ich, diese Fonds haben nicht zwangsläufig 30 Milliarden rumliegen. Kann natürlich sein, dass die selber SPVs dafür raisen, also dass sie kurzfristig nochmal für ein spezielles Vehikel von Investoren, weil ich glaube, die Nachfrage nach Entropic ist so groß, dass du innerhalb von Tagen wahrscheinlich 2 Milliarden von HNBIs oder von Großbanken hast. aufnehmen könntest, also sagen wir, Altimeter könnte zu reichen Menschen gehen und sagen, über uns habt ihr die Möglichkeit, in Entropic zu investieren und das geht vielleicht gar nicht alles aus dem Standardfonds. Aber das ist nur Spekulation von mir. Vielleicht haben die auch alle so viel in ihrem Fonds. Das sind ja Crossover-Fonds, das heißt, die können auch Public Stocks, die können irgendwie eine Meta-Beteiligung an börsennotierten Firmen verkaufen und das Geld dann stattdessen in Entropic stecken oder ähnliches. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass man da Vehicle Race exklusiv für diesen Deal, weil die Nachfrage so groß ist, dass sicherlich viele, die jetzt selber nicht VC sind, auch gerne da mitmachen würden und signifikant Geld beisteuern würden, könnte ich mir vorstellen. Obwohl Entropia gerade so dieses SPV-Verhalten so ein bisschen, also dass man so Special Purpose Vehicles eventuell nicht professionellen Investorenzugang gibt, das haben sie ja gerade versucht zu verändern. Und da explizit auch ein paar der Plattformen. den man quasi nicht vertrauen soll, wenn es um Anthropic Shares geht, die aber sehr viel Werbung damit machen, dass man in SpaceX und Anthropic und so weiter noch investieren können. Wenn die Fonds hier einen SPV raisen würden, dann ist das im Zweifel aber eher noch für professionelle Investoren, also nicht genau das Gleiche, würde ich behaupten.
Aber Google kann doch irgendwie noch ein paar Wochen vorher mit einer deutlich günstigeren Bewertung rein.
Was meinst du? Also genau, ja, Google ist für 350 Milliarden auf der alten Bewertung reingekommen, aber dafür hat ein Shopify sich Zugang zu den Ressourcen, zu den Rechenzeitressourcen bekommen. Achso, warte mal, haben wir die News hier eigentlich drin? Lass mal kurz gucken hier. Es gab doch eine Google SpaceX News, oder hatten wir letztes Mal besprochen? Ne, ist tatsächlich nicht drin. Dann machen wir es jetzt mal ganz spontan, weil du gerade Google erwähnt hast. Und zwar... Google ist der erste Großkunde für Rechenzeit im Weltall. Also Bloomberg schreibt, Google in talks to use SpaceX to launch space data centers report says. Also es gibt einen Bericht, der sagt, dass... zufälligerweise im Vorfeld des möglichen IPOs von SpaceX Google bereit wäre, mit SpaceX Data Center im All zu bauen. Wovon die allermeisten Experten ausgehen, dass das innerhalb der nächsten fünf Jahre keinen Sinn machen wird. Wahrscheinlich auch noch einige Zeit danach nicht. Wir kommen später darauf, warum es irgendwann vielleicht doch sinnvoll erscheinen könnte. Gerade ist es ökonomischer Unfug und im besten Fall wird es Jahre dauern, im schlechtesten Fall eventuell auch auf 10, 20 Jahre noch nicht. Zumindest nicht kompetitiv mit Datacentern auf der Erde sein, was Kosten angeht, aus verschiedensten Gründen. Was aber zum wichtigen Kontext der Nachricht gehört, ist glaube ich, dass Google 6% an SpaceX gehört. Das heißt, die haben ein erhebliches Interesse daran, dass dieser IPO gut verläuft. Also umgerechnet sind das 120 Milliarden an Exposure, die Google in SpaceX hat. Das heißt, würde diese Nachricht jetzt den Kurs 10% verbessern, hätte Google 12 Milliarden gewonnen. Einfach gesagt. Überhaupt den IPO möglich zu machen bei der doch sehr ambitionierten Bewertung ist ja auch nicht ganz einfach. Ich unterstelle Google hier ein bisschen dass sie auch mit in der PR-Trommel rühren mit Elon Musk, weil sie wahrscheinlich einer der, wenn nicht der größte Einzelshare oder nach Elon Musk in SpaceX sind. Ansonsten wüsste ich nicht, warum Google jetzt scharf darauf sein sollte, Datacenter in SpaceX zu haben in der kurzen Frist. Aber wir werden es über die nächsten Jahre und Jahrzehnte beobachten. Elon Musk hat gesagt, ein Gigawatt 2027, stimmt das? Ist so hängen geblieben bei mir. Das ist natürlich was, wo man safe gegenwetten kann, wie so oft.
Aber glaubst du, Google verkauft die Anteile beim IPO?
Ja, ich wüsste nicht so richtig, warum sie die halt so... Also wenn der Google-CFO... Ist das noch Ruth Porat? Nee. Ach, genau sie. Auch eine sie wieder. Also wenn die Google-CFO alle Tassen im Schrank hat, müsste sie das verkaufen, meiner Meinung nach. Nach und nach. Also es ist auch die Frage, wie man sich geeinigt hat, wann sie verkaufen dürfen, wollen und das ohne Schaden anrichten können. Aber warum Google langfristig an der SpaceX-Beteiligung interessiert sein sollte, vor allen Dingen zu dem Preis... würde ich so ein bisschen in Frage stellen. Es sei denn, Sie glauben wirklich, dass Data Center in Space wichtig für Sie werden sollten. Dann müsste Google aber von der Relevanz her fast eigentlich eine eigene Sparte aufbauen, würde ich sagen. Also Google hat ja selber schon sehr große Moonshot-Projekte gemacht. Ich würde Ihnen auch ein Raketenprogramm zutrauen, ehrlich gesagt, wenn Ihnen das so wichtig wäre. Aber wenn es public ist, kann man beobachten. Mit 6% wäre Google ja in jeder Aufführung der Shareholder nachweisbar. Und dann kann man ja gucken, ob sie es abverkaufen oder drinbleiben oder gar ausbauen. Wer weiß, wer weiß.
Und dann große News aus Deutschland. SAP macht News, in denen sie sowohl mit N8N als auch mit Paloa kooperieren. Und es werden auch irgendwie so ein zweistelliger Millionenbetrag in N8N investiert. Wobei das wohl Secondaries sind. Crazy Geschichte. Wir haben jetzt ein richtig wertvolles Unicorn in Deutschland.
Ja, also ich hatte ja in einer der letzten Folgen schon gesagt, dass ich glaube, dass SAP sich Capabilities hinzukaufen wird. Also insbesondere so die Firmen aus der zweiten Reihe, würde ich sagen, die jetzt nicht ihren Markt ganz klar gewinnen, die werden an die großen Systems of Record oder bestehenden Vendoren wie Salesforce, ServiceNow, SAP, glaube ich, entweder verkauft werden oder eben Kooperationen eingehen. Das sichert ihnen über die Kundenbasis von SAP natürlich Zugang zu wahrscheinlich 70% der Fortune 500 Unternehmen oder sogar mehr. Und ist ganz spannend aus Vertriebssicht für das Startups. Es wird damit auch wohl mit 5 Milliarden bewertet. Das Gesamtengagement, soll jemand laut Handelsblatt gesagt haben, ist 60 Millionen. Da sind aber schon wieder Lizenzverträgerinnen. Also es ist vielleicht nicht das Geld, was auch wirklich geflossen ist. Oder was vielleicht auch erst in Zukunft fließen wollen. Ich habe ja das Problem von N8n oder das vermeintliche Problem von N8n auch so ein bisschen in meinem Vortrag gezeigt. Also bin ich relativ schnell durchgegangen. Aber seit dem Launch von Cloud Code funktionieren diese, also einerseits die Coding-Tools wie Cursor, Replit und so weiter, aber auch Automation-Tools wie N8n oder Nautomation oder wie sie sich nennen. Da sieht man auf jeden Fall, dass das Wachstum sehr stark zurückgegangen ist. Also stagniert im besten Fall. Die haben einen sehr steilen Aufstieg. Also ich bewerte das aufgrund der SimilarWeb-Zahlen. Die sind natürlich nur ein Teil des Bildes, aber wahrscheinlich ein ganz gutes Signal oder Proxy für das abstrakte Interesse zumindest an den Dienstleistungen. Und man sieht, dass es bis zum Mai 2025 diese Unternehmen, ganz egal ob es Cursor, Devon, Replit ist oder eben Notomation, also die wachsen extrem bei der Nachfrage. Und dann stagniert das aber eigentlich mit dem Launch von Cloud Code, wo man in so einer Seitwärtsbewegung ist, wo ich davon ausgehen würde, dass das heißt, dass man sicherlich noch Kunden gewinnt, aber längst nicht in dem Maß wie vorher. Eventuell hat man noch Revenue Expansion bei Bestandskunden, eventuell hat man auch schon erhöhte Churnraten bei älteren Kunden. Mein Gefühl ist, dass die Luft so ein bisschen raus ist aus dieser ersten Generation. Ich meinte so die Revolution oder die Disruption frisst ihre Kinder, könnte man sagen. Das waren alles ganz nette Rapper für Modelle. Und Codex und Cloud Code wären aber zumindest signifikante Teile dieser Dienstleistung, glaube ich. Mehr oder weniger als Commodity übernehmen. Und ich glaube, daher wird es schwer. Und vor dem Hintergrund würde ich auch diesen Deal mit... SAP sehen. Ich würde darauf wetten, dass von den Namen, die ich gerade genannt habe, zwei, drei in den nächsten zwei Jahren verkauft werden an eine der Unternehmen, die ich ebenfalls genannt habe. Also die, die den Kundenzugang haben. Was total viel Sinn macht. Also SAP oder ServiceNow, Salesforce, die sitzen schon auf den Marketingdaten, auf den Websitedaten, teilweise den ERPs oder Human Resources Lösungen der Unternehmen. Und die Unternehmen möchten nicht von SAP wechseln oder von Oracle oder von ServiceNow. Und dann ist das Einfachste, was du machst, halt, dass SAP, ServiceNow und so weiter sich kleine Firmen hinzukaufen oder eben mit ihnen partnern, um dann einerseits den Firmen wieder zu neuen Kunden zu verhelfen, andererseits ihr Eigenleistungsspektrum zu erweitern und eventuell auch einen finanziellen Vorteil davon zu haben. NEDN soll jetzt 5 Milliarden wert sein dafür. Ich lehne mich hier aus dem Fenster, ist die höchste Bewertung, die Sie sehen. Also höher wird es danach nicht mehr. Ich wünsche, also es ist ein deutsches Unternehmen, ich wünsche Ihnen natürlich Besseres, aber ich wäre überrascht. Also vielleicht schaffen Sie nochmal irgendwie ein Zähl, wo es dann genau 6 Milliarden heißt, damit es pro Forma richtig ist und man hat ein paar Hakenösen und Earn-Out. Oder sehr ambitionierten Earn-Out, wo man dann schon weiß, der tritt nicht ein, aber man kann pro Form mal 6 Milliarden sagen. Aber ich behaupte, es ist die letzte Bewertung über 5 Milliarden für NADN.
Ja, ich habe mich so ein bisschen rumgehört und auch mit deiner These und habe halt so von links und rechts gehört, so diese komplette Prozessautomatisierung wäre schon unschlagbar gut und vor allem für den Mittelstand. sehr gut zu verstehen und wäre wirklich immer noch das beste Produkt, auch einfach wirklich günstig einfach zu verstehen und so. I don't know. Was ich auch krass finde ist, hast du mal den Cap-Table angeguckt? Also wie viele Anteile hat man normalerweise als Gründer, wenn die Firma so 5 Milliarden wert ist?
Das kommt halt darauf an, wie lange sie am Markt ist. Es ist ja schon so, dass die KI-Firmen viel schneller zum Unicorn werden. Deswegen gehe ich davon aus, dass die Gründer da noch mehr als 50% halten, vielleicht sogar 65%.
Ja, also der Gründer hat auf jeden Fall noch mehr als 40%. Damit wäre er wahrscheinlich einer der Top 10 reichsten Internetunternehmer Deutschlands. Also Paypal-Money aktuell erfolgreicher als Olli Samber. Da muss das Manager-Magazin die Liste updaten.
Ja, ist ganz spannend. Ich versuche gerade mal zu gucken. Sekunde. Hast du denn auch Umsatzzahlen von NEDN? Damit wir mal schauen können, wie realistisch so eine 5-Milliarden-Bewertung ist? Ja, das habe ich natürlich nicht.
Das habe ich natürlich nicht.
Man würde ja denken, das müssten 100 Millionen sein und dazu noch relativ schnell wachsend, damit das irgendwie auch sinnvoll ist. Sekunde. 46 Prozent, nicht schlecht. Sequoia und Excel waren da drin, HV. Good for them. Ich guck mal kurz, ob wir hier irgendwas draus finden. Also vor neun Monaten waren es 40 Millionen. Also, mag sein, dass das für die Leute, die es nutzen, toll passt und was man bestimmt gut hinbekommen mit dem Produkt ist Revenue Expansion. Wenn man es schafft, dass Firmen den Sinn darin sehen und das dann auf verschiedene Abteilungen ausrollen, das glaube ich, dass du eine sehr gute NRA von über 120 hinbekommen könntest, gerade wenn du so ein bisschen nutzungsbasiert zunehmend auch pro Token abrechnen könntest eventuell und so ein bisschen Token-Reseller wirst. Das wäre natürlich schlecht für die Rohmarge, aber Ich bleibe trotzdem dabei. Nicht mehr als 5 Milliarden. Und eine Ausnahme, diese ganze KI-Hype wird noch crazier. Wir sprechen nachher gleich über den Cerebras IPO. Und vielleicht gibt es dann jemand, der sogar nochmal Geld hinterher schießt, aber ich wäre überrascht. You heard it here first. Und die zweite Firma, die mit der SAP auch gepartnert hat, die haben wir jetzt fast unterschlagen, ist Paloa. Bei denen also ein Anbieter für Customer Service Bots, würde ich sagen, Chatbots oder Lösungen prinzipiell, KI-basierte Customer Service Lösungen, sage ich mal so breit. Die haben ebenfalls in dir gemacht. Da wiederum sieht es den Website-Traffic so aus, als wäre die Nachfrage ungebrochen. Also die wachsen straight weiter. Bei Notomation, wie gesagt, sieht man zumindest auf SimilarWeb einen relativ klaren Abbruch des Wachstums. Bei Palua sieht es deutlich dynamischer aus. Da würde ich wiederum sagen, dass die ihre Bewertung noch mal verbessern können in nächster Zeit.
Aber ist es da nicht auch einfach noch eine Frage der Zeit, bis einer der Großen irgendwie das Modell ein bisschen ajustiert und das auch machbar ist?
Ja, Customer Service ist schon ein großer Markt. Also man könnte sagen, der ist groß genug dafür, dass ein OpenAI oder ein Shop-Objekt eine eigene Lösung baut. Andererseits, ich weiß gar nicht, ob Paloa deren Modelle benutzt. Ich würde davon ausgehen, dass du... Also, wann sollten Entropic und OpenAI das machen? Spätestens, wenn Paloa zum Beispiel, also ich gehe davon aus, dass sie eigenes Feintuning machen würden, weil sie wahrscheinlich ja die Kundendaten, also ich nehme an, man würde das Zendesk oder was auch immer man vorher genutzt hat, des Kunden mit integrieren, damit man die Gesprächsflows verbessern kann. Das könnte man aber auch über ein Rack-System anbieten, könntest du glaube ich aber auch über Feintuning machen. Die Frage ist, was ist das Grundlagenmodell? Und die Gefahr ist, also würde Palua einfach ein Reseller bleiben von Entropic oder OpenAI-Tokens, dann hätten die keinen Grund, das selber zu machen, sondern würden sagen, je mehr Firmen unsere Modelle in die Welt verkaufen, desto besser. Also was stören uns Rapper? Und es macht unsere Eigenentwicklung jetzt nicht deutlich besser. Also warum Cloud Code sozusagen den Coding-Markt angegriffen hat, ist relativ klar. Entropic wollte Code machen, weil es ihnen selber hilft, KI schneller zu entwickeln. Ich glaube nicht, dass Entropic ein Customer-Service-Problem hat, was sie intern lösen wollen. Das heißt, sich den Markt anzuschauen, macht viel weniger Sinn. Also ich würde sagen, die Devins und die Cursors und Replits sind eigentlich Collateral Damage auf dem Weg, dass Entropic seine eigenen Capabilities verbessern möchte. Und dabei ist leider ein Produkt rausgefallen, was alle anderen Coding-Produkte so ein bisschen obsolet macht. Das sehe ich bei Paloa nicht ganz so, weil ich glaube nicht, dass OpenAI oder Cloud jetzt einen eigenen Customer Service Agent kurzfristig bauen. Mit einer Ausnahme, nämlich wenn die Reseller, also ich sage jetzt Reseller im Sinne von Token-Reseller, weil sie eventuell auf den Modellen anderer aufbauen, wenn die ins Open-Source-Ökosystem wechseln und das stattdessen bei DeepSeq oder Quen rechnen lassen, Dann wiederum müssten OpenAI und Cloud nachziehen, damit sie Marktanteile quasi beim Grundlagenmodell Markt behalten in diesen Segmenten. Solange die alle mit ihren Modellen arbeiten, kann ihnen das eigentlich relativ egal sein, glaube ich.
Wir werden sehen. Wir gehen weiter zu DeepMind und da eine ganz einfache Frage für dich. Würdest du gerne mit deiner Maus reden können?
Also der Hintergrund ist, DeepMind hat einen großen Durchbruch auf dem Mensch-Maschine-Interface errungen, glauben Sie zumindest. Und zwar haben sie den Mouse-Pointer oder den Mouse-Pfeil, Mouse-Zeiger, wie auch immer man das auf Deutsch sagt. Wenn ich es richtig verstehe, kann man in Zukunft quasi die Maustaste gedrückt halten, über was rüber streichen oder Gesten machen und dazu sprechen. Also ich kann zum Beispiel die Maus gedrückt halten, über eine Zeile im Text wischen und dann sagen, erklär mir, was das heißt. Oder füge das mal in die E-Mail ein, die ich Philipp Glückler schreiben wollte. Also die Kombination aus Maus, Pointer und eventuell Gesten und vor allen Dingen aber Sprache könnte quasi das nächste Interface sein. Was das erste Mal sei, wahrscheinlich der Maus selber. Die ist so mit Apple, ich weiß nicht, es gibt so einen Streit darum, ob Apple die erfunden hat oder abgeguckt hat. Ich glaube Microsoft hat sie von Apple abgeguckt. War das so? Ich glaube. Also sagen wir mal, Apple hat die Maus erfunden in den 80ern, nehme ich an. Und seitdem gab es ja keinen größeren Durchgang. Also Voice Computing hat man uns mal versucht aufzudrücken. Viele haben dran geglaubt, aber es hat nicht so wirklich Sinn gemacht. Und jetzt versucht man das halt nochmal zu verbinden. Die Zeit ist ein bisschen besser. Es gibt durchaus Büros, die so mit Whispering arbeiten, also wo du so ein Stabmikrofon am Rechner hast und jeder dann wirklich prompt übers Sprechen eingibt, weil es schneller ist. Es gibt bestimmt Leute, die gut so arbeiten können. Ich habe vor allen Dingen Angst, dass das irgendwann im Ruheabteil der Bahn oder Restaurantwagen der Bahn zum Standard wird.
Ich habe gesagt, kopieren! Ich habe gesagt, kopieren!
Du sollst den Text kopieren! Schick das dem Günther aus dem Einkauf hier nochmal, dann willst du alles nicht. Eigentlich. Aber die Technologie gibt es natürlich her. Es hat andere Vorteile. Das ist natürlich die Berechtigung, auch wieder alles zu sehen, was der User sieht. Alles, was vorher vielleicht durch HTTPS oder so verschlüsselt war, kannst du damit natürlich brechen. Also du sagst, damit das funktioniert... Und es geht ja im weitesten Sinne um Kontext. Würden die das jetzt erklären oder sie tun das auch auf ihrer Webseite, sagen sie, es geht darum, den Kontext zu verstehen. Was sieht der User gerade? Was meint er? Worauf zeigt er? Was will er dem Modell erklären? Was will er der KI quasi zeigen? Und der einzige Weg, das zu tun, ist natürlich zu sagen, egal was jetzt hier Verschlüsselung ist und was weiß ich, die KI darf mit auf meinen Bildschirm gucken, damit ich diesen Mouse-Pointer benutzen kann. Und das ist natürlich wieder die ultimative Datenquelle. die da entsteht, würde ich sagen. Das ist auch das ultimative Privacy-Lag. Also gerade wenn man private und geschäftliche Sachen zum Beispiel über WhatsApp löst oder Signal oder oder oder, dann ja, das Modell sieht halt alles. Das Gute ist, es versteht deinen Kontext, wo du dich befindest, was du machst, in welcher Situation du bist, mit wem du vorher geschrieben hast. Das Schlechte ist, es versteht alles, was du siehst und schreibst und so weiter. Ich sehe das jetzt noch nicht ehrlich gesagt als Es ist irgendwie schlüssig, ob ich das jetzt schon brauche. Ich kann mir vorstellen, es wird wieder sowas wie die nächste Generation, wird das vielleicht total selbstverständlich so machen. Ich glaube, es hilft nicht, dass es auf dem Smartphone nicht so gut funktioniert. Da wird man natürlich Ähnliches bauen. Es gibt ja schon Features, dass du gedrückt halten kannst, um Suchen oder KI-Prompts auszulösen. Dass es auf dem Desktop anfängt oder auf dem Laptop, ist glaube ich ein bisschen hinderlich für die Adoption durch junge Menschen. Ansonsten würde ich sagen, es ist ein Feature, das werden junge Menschen relativ schnell nutzen und wir werden es wahrscheinlich in unserer Lebzeit nicht mehr nutzen. Aber mal sehen, wie es sich entwickelt. Ich möchte eigentlich gerade nicht, dass die KI immer in jedes Fenster mit reinschaut und alles sieht, was man sieht. Und das andere ist, warum das auch das ultimative trojanische Pferd ist, Wir haben hier viel darüber geredet, dass Meta will seinen Mitarbeitern auf die Finger gucken. In China tragen Leute schon Kameras auf den Helm, damit ihre Arbeit überflüssig gemacht werden kann. Was das Tool hier durch das Datenleck tun würde, ist beobachte dich natürlich bei der Arbeit. Also wenn man arbeitet. Und das ist natürlich auch die ultimative Learning Opportunity für KI. Also damit man ab und zu mal hier ein Prompt automatisch aus dem Browser feuern kann, wird ja eigentlich jede Mausbewegung und jedes, also du hast einen Keywordlogger und einen Mauslogger, nehme ich an, und kannst menschliche Arbeit in einem Scale beobachten und ausbeuten, also auswerten und ausbeuten später. Am Ende geht es, glaube ich, um Training. Es geht nicht darum, den Computer besser zu machen, sondern für mich ist es ein Spionagetool, um jegliche Desktop-Arbeit zu beobachten. Und zwar nicht nur bei Firmen, die das irgendwie implementieren oder erlauben, sondern bei jedem, der noch an einem Computer, an einem Browser arbeitet. Und später an einem Computer. Es geht natürlich auch ins Operating System rein, früher oder später. Das sehe ich da drin. Der perfekte Weg, Menschen beim Arbeiten zu beobachten, wenn du ihnen sagst, wir müssen so einen intelligenten Cursor machen. Also ist schon genial, Ist schon genial. Ist brutal. Aber ich lege mich jetzt fest, ich möchte das nicht. Bitte nicht. Ich möchte das nicht. Google geht weg. Dieb meint, geh nach Hause. Wir wollen nicht, dass du uns beim Mausbewegen zuschaust, weil ich glaube, du willst meine Arbeit lernen.
Aber die Arbeit wird ja zum größten Teil einfach nur Cut and Paste sein. Also die größten Verlierer des Features werden Command-C und Command-V.
Ja, aber ich meine, was schon... Also überleg mal in PowerPoint, du markierst einfach nur was und sagst... Es gibt ja so ein paar Befehle, wenn du nicht alle Shortcuts aus dem Kopf kannst, gibt es ja schon so eine... Also Link einfügen ist zum Beispiel so unnötig kompliziert bei PowerPoint. Man könnte also... Intuitiv fände ich, ich markiere ein Wort, habe den Link in der Zwischeneinlage, mache STRG-V und ein schlaues Programm würde erkennen, der will jetzt nicht das Wort mit einem HTTP-Link in seinem, also er will nicht einen HTTP-Link ins PowerPoint schreiben, sondern er will den dahinterlegen, was so in 99% der Fälle der eigentliche Nutzen ist wahrscheinlich. Beehive macht das, also dieses Newsletter-Tool, was ich nutze, checkt das. Ich markiere ein Wort, mache STRG-V, es wird was in der Zwischenablage ist als Link dahintergeballert, wenn es ein Link ist. Das wäre natürlich schon cool, das mit so einem intelligenten Mauszeiger zu machen. Und PowerPoints sagen hier, du markierst irgendwas, mach das mal größer, mach das mal grün, mach aus diesem Textfeld mal eine Form. Das wäre schon der coolere Copilot. Aber wie gesagt, deine Arbeit wird, also Google wird natürlich einen Weg finden. um die Nutzungserfahrung zu verbessern, quasi, dass du deine Daten teilst und ja, also aus Dietmanns Sicht ist die ultimative Daten- Akquisitionsstrategie, wenn sie es durchbekommen, als Nutzer werde ich mich dagegen wehren, glaube ich. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es so viel Value für mich entwickelt, dass es funktioniert und wenn, hätte ich gerne Feature, wie ich es auf einzelne Programme, also ich möchte es nicht im Browser, vielleicht möchte ich es in PowerPoint, vielleicht möchte ich es in Outlook, im Browser vielleicht eher nicht.
Wir gehen weiter zu Amazon mit der Überschrift, dass sie wieder schneller 30 Minuten Auslieferung machen wollen. Mein erster Gedanke war, war Gorillas zu früh? Soll Gorillas nochmal angreifen?
Ich habe neulich vor der OMR, gab es am Vorabend so ein Side-Event bei einer Amazon-Agentur Remazing, wo ich im Beirat sitze. Und... Da habe ich darüber gesprochen, allerdings so ein bisschen um die Zukunft von Amazon, weil das deren Thema ist oder Hauptthema ist. Und ich habe gesagt, Amazon wird in nächster Zeit immer wieder opportunistische Versuche machen, das Same-Day-Delivery-Quick-Commerce-Game nochmal anzufangen. Es gibt immer wieder mal News, dass sie irgendwo Dark Warehouse, ich glaube es gab es auch im Vorfeld dieser Geschichte, dass sie dabei erwischt worden sind, wie der Dark Warehouse ist, irgendwo anzumieten. Amazon möchte das nicht aufgeben und Amazon muss mehr Marktanteil vom Groceries-Markt oder vom Supermarktgeschäft einnehmen und das ist natürlich der beste Weg und deswegen bin ich nicht überrascht, wann sie genau und warum sie entscheiden, wann es opportun ist, das zu tun, weiß ich nicht. Vielleicht hilft es, dass du gerade Inflation hast und die Preissensibilität der Kunden entweder besonders hoch oder besonders klein ist. Also entweder ist alles so teuer, dass es einem egal ist, wo man es bestellt oder es ist so teuer, dass man mit Discounts gut in den Markt kommt. Könnte man für beides argumentieren. Aber ich bin nicht überrascht, dass Amazon das macht. Also das Quick-Commerce-Game, das wird nicht mehr weggehen. Ist natürlich nicht so heiß wie früher, aber es wird immer Leute geben, die das die die Bequemlichkeit schätzen und bereit sind, dafür 5, 6, ich meine, es funktioniert ja parallel auch. Es gibt ja Volt, DoorDash, Instacart bieten das ja parallel trotzdem an. Also den Markt gibt es schon, der Markt geht nicht weg. Und Amazon kann sich glaube ich nicht leisten, dass jemand anders da mehr als 20 Milliarden Umsatz macht zukünftig. Insofern bin ich wenig überrascht. Und wie schnell es wieder nach Deutschland kommt, ich glaube in Deutschland ist es immer nochmal ein bisschen komplizierter. als in den USA, aber wenn es in den USA gut funktioniert, wird man es sicherlich auch nochmal in Deutschland probieren. Weil ansonsten geht der Markt für alles, was geliefert wird, sehr, sehr schnell an Knusper und Picknick, befürchte ich. Also, ganze Rewe-Flaschenpost, Next-Day-Kram, dazu macht eigentlich keinen Sinn.
Und eine weitere News von Amazon ist, sie haben ein Tool, in dem gerankt wird, wie viel man KI nutzt. Und wenn es natürlich ein Ranking gibt, fängt man an, dieses Ranking irgendwie zu beeinflussen und zu schauen. Das ist Token-Maxing auf Steroiden oder Grauzone, würde ich eher sagen, oder?
Also die Mischung aus Token-Maxing und Retard-Maxing. Es gibt diesen Spruch, den man gar nicht oft genug zitieren kann. Wenn du Leute dafür belohnst, möglichst viel KI zu nutzen, dann werden sie möglichst viel KI nutzen. Du musst sie aber dafür belohnen, KI produktiv zu nutzen. Wenn nicht, produzieren sie halt einfach nur Tokens. Also wenn es darum geht, wer die meisten Tokens produziert... Dann werden Leute auch Quatsch machen und davon berichtet hier Financial Times und andere Medien, dass bei Amazon wohl wirklich Schwachsinnprozesse gebaut werden, nur um Tokens zu verbrennen, weil es dafür ein internes Incentive gibt für die Mitarbeiter, die das am meisten machen. Und das führt dann zu derart abstrusen Ergebnissen. Nicht überraschend. Wahrscheinlich muss man sich dann doch schlauere Incentivierungsschemata überlegen. Um das auch einen sinnvollen Zweck zuzuführen am Ende. Dann gab es noch einen kleinen Nachklapp, kleine News. Und zwar berichtet Reuters, dass es ja die Nachricht gab, dass Microsoft, Google und XCI ebenfalls mit der US-Regierung zusammenarbeiten, um ihre Modelle in Zukunft zu testen. Das hat so gewirkt, meiner Meinung nach, als würde man einfach mehr Druck auf N-Tropic machen wollen, indem man sagt, wir arbeiten hier auch mit anderen zusammen. Und diese Nachricht ist interessanterweise von der Pentagon-Website verschwunden. Was... die Spekulation so ein bisschen, glaube ich, untermauert oder unterstützt, dass es dabei eventuell eher um eine PR-Nachricht geht, weil ich wüsste nicht, warum man sonst das zurückrudern sollte. Mein Gefühl war, man wollte da am Verhandlungstisch mit Entropik ein bisschen Land gewinnen oder Druck machen und irgendjemand muss diesen Bluff wohl gecallt haben. Und jetzt ist diese Nachricht verschwunden. Was nicht heißt, dass die Firmen nicht vielleicht trotzdem ihre Erkenntnisse teilen oder mit dem Pentagon zusammenarbeiten bei der Sicherheit von Modellen. Aber ganz interessant, dass diese Nachricht, die vorher schon so ein bisschen überraschend und fragwürdig war, jetzt dort verschwindet.
Vor gefühlt zwei Jahren waren wir überrascht, dass Apple mit OpenAI kooperiert. Es wurde auf der Keynote announced. Man hat so verstanden, dass die beiden zusammenarbeiten und das, was Siri macht, im Hintergrund wahrscheinlich OpenAI ist. Sie haben darüber philosophiert, warum man das passiert und alles. Und dann wurde es irgendwie ruhig. Dann kam die Nachricht, dass der Chefdesigner zu OpenAI gegangen ist von Apple, dass man da am Überlegen ist, ein Produkt zu bauen, was dem iPhone Konkurrenz machen könnte. Und irgendwie wurde es ganz, ganz ruhig um die Partnerschaft. Und dann kam irgendwann raus, Apple und Gemini arbeiten zusammen. Und OpenAI scheint das nicht zu gefallen. Die sind jetzt am überlegen, Apple zu verklagen, weil man würde nicht gemeinsam oder genug in die Beziehung investieren oder investiert haben. Ist das ein Zeichen, dass bei OpenAI man ein bisschen vergessen hat, das Produkt weiterzubauen? Oder wieso macht man das?
Ja, also vor allen Dingen Also die OpenAI äußert sich gegenüber Financial Times, dass sie sagen, they are focused solely on extracting attacks for their market position. Also sie sagen quasi, Apple wollte hier nur seine Marktposition ausnutzen und quasi an uns mitverdienen und gar nicht exklusiv OpenAI-Modelle nutzen. Surprise! Also wenn du nicht verstanden hast, wie Apple funktioniert, ich habe das ja vor Vor zwei Jahren war das, glaube ich, wo ich das erklärt habe, dass ich glaube, die AirPods sind eigentlich das ultimative oder eins der sinnvollen KI-Devices oder Variables. Und das Geile ist, da ist nur ein Action-Button drauf. Das heißt, alle Modelle müssen konkurrieren, um die Apple-Nutzer quasi von sich zu überzeugen. Und Apple wird einfach 30% des Umsatzes bekommen im ersten Jahr, später 15%. Das ist immer noch das beste Modell. Apple ist der Einzige, der nichts investiert in KI, aber 120% der Profits bekommt. Also 30% des Umsatzes wären mehr als der Profit bei manchen Unternehmen. Das heißt, das schlauste Modell, was es gibt, ist einfach als Schleusenwerte und natürlich ist das die Ausnutzung der eigenen Marktposition, dass man... 80% des Haushaltseinkommens von Privathaushalten quasi kontrolliert mit den iPhones. Also andersrum, dass man 80% der reichsten Haushalte kontrolliert. Der Market Share ist natürlich nicht ganz so groß bei Apple, aber wenn du schaust, dass es natürlich die viel reicheren Menschen sind, die Apple benutzen. ist es wahrscheinlich 80 Prozent des Consumers Spends, wobei du nicht das gesamte Spend kontrollierst. Und okay, ich komme hier nicht mehr raus. Also was ich sagen will, es sind die reichsten Menschen, die das größte Disposable Income haben. Und einen Teil davon kann Apple über das Handy kontrollieren. Und es macht aus Applesicht wenig Sinn, das exklusiv zu machen. Es sei denn, sie kriegen so einen Deal hin wie mit Google, wo sie ja bei Search zum Beispiel wirklich zig Milliarden im Jahr erhalten. Das kann und wollte OpenAI glaube ich aber auch nicht bezahlen. Und jetzt lernen sie, dass sie Konkurrenz haben und dass Google sie halt überboten hat. Und so werden es andere tun. Am Ende werden alle KIs theoretisch zumindest laufen auf iPhones. Aber Apple wird dann allen mitverdienen, wenn die Subscriptions über Apple laufen. Und eventuell noch über sichere Datacenter, die sie zur Verfügung stehen. Mal schauen, ob das irgendwann noch wahr wird. Ich fand es ja sinnvoll. Insofern, ich glaube, OpenAI will hier so ein bisschen auch erklären, warum ihr Consumer-Geschäft nicht so gut läuft, wie gedacht. Also man kann natürlich Apple hier so als Scapegoat nutzen, als Sinnenbock und sagen, wir hätten ja längst irgendwie 40 Milliarden Consumer Revenue, wenn dieser Deal nicht in unserem Gesicht explodiert wäre und Apple uns da hintergangen hat, da können wir jetzt nur wirklich nichts für. Und das ist einfach ein Pech und Moral Hazard von Apple, der hier unsere Consumer-Strategie kaputt gemacht hat. Ich glaube, man sucht so ein bisschen Ausreden dafür, dass es im Consumer-Markt nicht besser funktioniert. Also JetGBT ist ja, ich würde sagen, zusammen mit Gemini trotzdem die populärste Consumer-Strategie. KI-App, also pro forma 900, Sie sprechen immer noch von über 900 Millionen Nutzern. Ich glaube, bei Google sind es weit mehr als das, wenn man AI-Mode und AI-Overviews mit reinrechnen würde. Aber selbst ohne die versteckte KI in den Suchergebnissen hat Gemini, glaube ich, ein Drittel oder die Hälfte des Marktanteils schon inzwischen von ChatGPT. Insofern ist ChatGPT relevant groß, aber wir wissen ja, irgendwie 5, 6, vielleicht 7 Prozent der Nutzer bezahlen für ChatGPT und es ist schwer, mit Konsumenten Geld zu machen. Vor allen Dingen, wenn du weißt oder dir eigentlich bewusst sein musst, dass Google das die nächsten fünf Jahre ganz sicher umsonst anbieten wird. Du wirst in den Google Suchergebnissen einen Großteil der Leistungen, die ChatCPT Konsumenten anbietet, kostenlos bekommen und werbefinanziert. Nur Google kann das machen, weil sie es mit den TPUs super günstig herstellen können. Also sie haben die niedrigsten Inferenzkosten im Markt, würde ich behaupten. Sie haben außerdem ein Werbemodell, was das am besten monetarisiert und es ihnen möglich macht, das auf Dauer zu subventionieren. OpenAI kann sich das nicht leisten. Jetzt kann man sagen, ChatGPT kann natürlich auch viel mehr, als was man in den Suchergebnissen mit KI machen kann. Aber für 90% der Nutzer ist das ja überhaupt nicht relevant. Ich habe das ja in meinem Vortrag gezeigt. 75% der Nutzer schreiben weniger als 10 Messages mit KI. Also die daddeln eigentlich nur rum. Also was uns... Von diesen 900 Millionen Nutzern, die OpenAI reportet, ist es wahrscheinlich so, dass 75% das nur ein paar Mal die Woche nutzen. Das ist schon mal eine andere Kategorie von Nutzern, die gar nicht so spannend ist. Die meisten nutzen zum Beispiel keine DeepSeq-Funktion, sondern nur so Instant Answers. Also eigentlich benutzen sie es, wie du es auch bei Google benutzen kannst. Und von daher, glaube ich, bleibt es im Consumer-Markt. Also, was ich sagen will, ist, den Free-for-All-Consumer-Markt gewinnt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Google-Meta wird irgendwie mitspielen wahrscheinlich, aber Google hat so eine gute Marktposition, so viele Daten, die günstigste Infrastruktur und das beste Monetarisierungsmodell. Ich sehe keine Chance, wie ChatGPT da rankommt. Heißt nicht, dass es immer Leute geben wird, die auch ChatGPT nutzen. Aber wenn du kostenlos das alles bei Google im Produkt bekommst, und es wird sich mehr und mehr reinschleichen, dann warum, also zumindest würdest du die 20 Dollar nicht zahlen für ChatGPT und damit haben sie ein Problem. Und ChatGPT wird es niemals schaffen, ein effizienteres Werbe, also was heißt niemals, auf Sicht von 10 Jahren werden sie es nicht schaffen, einen effizienteren Werbemarktplatz zu errichten, als Google ihn schon hat. Es liegt an der tiefen Integration in den Werbemarkt, in die Webseiten, in die Apps, in den fast perfekten Advertiser-Pool, den sie haben. Insofern spielt da St. Pauli gegen Bayern. Und Sam Ortmann ist natürlich nicht so sympathisch wie St. Pauli. Was spielt er?
Er spielt irgendwie, keine Ahnung, 68 gegen München, sagen wir mal so.
Immer gut, wenn wir unseren Fußball austauschen.
Ich habe eben aber geschaut, also dieses große...
Er spielt Harry Styles gegen Harry Kane, sagen wir mal so. Sam Ortmann ist eher so Harry Styles und Google ist Harry Kane.
Das genauso mit Sam und Johnny, mit dem unglaublich schönen Foto, was die beiden da gepostet haben, ist ungefähr genau ein Jahr her so. Das hat wahrscheinlich die Kooperation mit Apple gekostet, würde ich meinen.
Also, mal gucken, was da jetzt für ein Hardware-Produkt rauskommt, ob das wirklich knallt. Also, für Apple hat es irgendwie Sinn gemacht, sich einen Fuß in die Tür zu setzen bei OpenAI und zu sagen, wenn das jetzt echt, ich meine, zu dem Zeitpunkt ist OpenAI, wir sprechen ja so, minus zwei Jahre war das, ne? Zu dem Zeitpunkt ist OpenAI schnell gewachsen, hätte tatsächlich eine super relevante, also, sie sind ja eine super relevante Consumer App, aber ich meine, da wirkt es für Apple bestimmt so, als hätte man sich mal eine Zusammenarbeit sichern müssen pro Forma. Aber es ist natürlich klar, dass Google die viel tieferen Taschen haben und dass man mit Google eine lange Zusammenarbeit hat, wo man sich irgendwie vertraut. Und außerdem möchte Apple halt einen Konkurrenzzustand beibehalten, glaube ich, damit sie am Ende verschieden. Also sie möchte natürlich auch, dass Perplexity mitbietet oder dass XAI irgendwie die Grog-Abos hat. idealerweise über den App Store laufen und man da noch Geld abgreifen kann. Wie gesagt, Apple könnte als zumindest der effizienteste Player im ganzen KI-Rennen rausgehen, weil sie nichts investiert oder ganz wenig investiert haben und 120% der Profite einsammeln, die KI-Firmen machen über den App Store.
Was ist die letzten Tage zwischen Elon und OpenAI passiert? Gehen wir in die bunte Kategorie.
Ja, beim Hackenbrand-Podcast gibt es inzwischen eine Rubrik, die so, es gibt einen Prozess oder sowas, es gibt einen AI-Prozess oder so heißt. Ich will jetzt gar nicht so viel ausbreiten. Es kommen natürlich jeden Tag schöne Details raus. Wie erwartet sieht niemand wirklich gut aus. Dabei, man fragt sich aber zunehmend, warum Elon Musk das wirklich gemacht hat. Am Ende hat er nur... viele Steine in den Weg geworfen bei OpenAI damit, oder hat OpenAI sehr stark im Vorfeld des Börsengangs beschäftigt und belastet damit, eventuell auch seinen eigenen SpaceX-Börsengang damit belastet. Seit unserer letzten Sendung war er, glaube ich, war er, nee, Sam Ortman war im Zeugenstand und hat dabei natürlich, also ich hege jetzt keine übermäßigen Sympathien für beide Charaktere inzwischen, Aber trotzdem sah es ja im Ort man glaube ich vergleichsweise glaubwürdiger aus, zumal man eben immer wieder sagen kann, dass Elon Musk ja all das, was er OpenAI vorwirft, selber tun wollte. Vorher, das hat Sam Orban jetzt nochmal ausgesagt, dargelegt und es kann bewiesen werden mit Zahlen, also Elon Musk wollte 90% der Stimmrechte der Firma haben und hat aber gesagt, er will das nur für die Startup-Phase haben, so ungefähr, damit er hier die Firma effizient lenken kann. Er will ja gar nicht die AGI besitzen später, aber für die Startup-Phase wird es jetzt schon mal helfen beim Geldraisen und so, wenn er das Sagen hätte in der Firma. Gleichzeitig wollte er das aber nicht zu Papier bringen. Also man könnte unterstellen, er wollte Leute austricksen und so tun, als wäre er der Retter und würde trotzdem das Non-Profit-Ziel verfolgen, aber ausschließend, dass er die Anteile behalten würde. wollte er nicht, stattdessen wollte er eine Klausel, dass seine Kinder das erben würden. Da wird einem auch ganz anders bei, wenn du überlegst, dass diese ganzen Bengels mit dem Vaterkomplex, die zu wenig Aufmerksamkeit von dem Vater bekommen, irgendwann sein Imperium erben würden. Naja. Also auf jeden Fall ließ ihn das nicht gut aussehen. Und ich meinte letztes Mal ja noch, dass es wahrscheinlich so ein Glitch gibt bei Polymarket und so, gegen das Elon Musk, gegen Elon Musk werden tendenziell immer schlau sein könnte. Oder nicht immer, sondern on average schlau sein könnte. Da waren seine Gewinnchancen zum Prozess noch 45%. Ich konnte es nicht nachvollziehen. Inzwischen sind sie auf 30% runter nach den letzten Prozesstagen. Also hätte man wahrscheinlich gut 40% schon mitnehmen können, hätte man es gemacht. Aber wir raten natürlich davon ab, an Prediction Markets irgendwie aktiv zu sein. Also es wird nicht besser für ihn. Ich wäre überrascht, wenn er da irgendwas gewinnt, ehrlich gesagt. Juryverfahren kann man natürlich immer so ein bisschen Glück auch haben. Ich kann mir vorstellen, dass ihm irgendeine Summe als Entschädigung zugesprochen wird, eventuell. Das würde ich aber nicht als Sieg im Verfahren einordnen. Aber selbst das... Also wenn man so Verbraucher über den Tisch zieht, dann gibt es ja so Schutzrechte, weil du sagst, da wurde jemand getäuscht, das hätte nicht passieren dürfen. Ja, das war so ein bisschen betrügerisch, er wurde hinters Licht geführt. Als Kaufmann würde man im Deutschen sagen, hast du diese Schutzrechte ja nicht im gleichen Umfang, sondern man erwartet eben, also zum Beispiel Elon Musk sagt, er hätte das Kleingedruckte nicht gelesen. Also ich glaube, wenn ich als Kaufmann oder sogar in meinem Fall noch als ausgebildeter Kaufmann, aber eigentlich meine ich als Kaufmann sozusagen als CEO einer Firma oder als Geschäftsführer einer Firma, mich vor einen deutschen Richter setze und sage, ich habe das Kleingedruckte nicht gelesen, der würde mich wahrscheinlich auslachen. Weil das ist halt deine Aufgabe als Geschäftsführer, deine einzige Aufgabe, irgendwie verantwortungsvoll gegenüber den anderen Shareholder zu handeln. Wenn du dann sagst, du hast es nicht gelesen, dann sind sie vielleicht der Falsche für den Job. Also, wenn du irgendwie hier deine Anteile verkaufst an dem Non-Profit und dann sagst du, hast du das nicht richtig durchgelesen, was natürlich Quatsch ist, weil sein Fixer, Jared Birchall, sein Family Officer und Anwalt, der hat es natürlich dreimal durchgelesen vorher und höchstwahrscheinlich hat er sich da sogar gepurchat, also eine untereigene Falschaussage vielleicht gemacht, wenn er sagt, er hat das nicht gelesen, ist natürlich sehr schwer nachzudenken. weißbar, ob er es nicht gelesen hat. Seiner hat sich irgendwann mal in einer E-Mail bezogen, auf das dort geschrieben, aber wie auch immer. Also, Verkaufsleuten, das ist genauso wie Leute, die sagen, wir wurden bei Rocket über den Tisch gezogen. Die haben halt geschrieben, sie kriegen ihre Shares nicht, wenn sie nach einem halben Jahr rauslegen und dann haben sie nicht performt und sind rausgeflogen. Wenn du vier Jahre an der Business-Uni studiert hast und dann schaffst du es nicht, einen Vertrag zu lesen und zu interpretieren, sorry, das ist dann nicht der Fehler von anderen Leuten am Ende. Ist zumindest meine Meinung.
Und wann ist der Prozess jetzt vorbei?
In den nächsten Tagen. Ich nehme an, dass das Urteil dann auch irgendwie nur wenige Tage dauern wird, bis das rauskommt. Ich finde es immer noch beeindruckend, dass es noch bei 30% Gewinnchance für Elon Musk liegt. Und einerseits könnte man ja sagen, das sind eben die Elon Musk-Fans, die da immer noch drauf wetten. Gleichzeitig glaube ich, Polymarket ist inzwischen groß genug, als dass es eben Quellen gibt, die solche Markt-Ineffizienzen beseitigen würden. Also, dass jemand mit viel Geld dagegen betteln Aber wir werden sehen. Vielleicht sehe ich es auch falsch. Es kann sehr gut sein, dass ich mich da räume. Wir bleiben noch ganz kurz bei OpenAI. Und zwar hat OpenAI es jetzt geschafft, Cloud-Code als das beste Coding-Tool abzulösen. Nämlich indem sie Kunden, die wechseln, versprechen, 30 Tage alles kostenlos zu machen. Wir wissen, kein Essen schmeckt besser als das, was einem spendiert wird. Und das scheint jetzt die neue Strategie von OpenAI zu sein. Mein Gefühl ist, für ein paar Startups ist das, glaube ich, relevant. Wenn du die Chance bekommst, 30 Tage, obwohl jeder weiß auch 30 Tage, was bringt dir das. Man könnte sagen, es entfernt eine kleine Hürde, dass du einfach mal kostenlos testen kannst.
Das sind vor allem 60 Tage. Für die nächsten 30 Tage geben wir dir zwei Monate frei.
Genau. Also eine große Firma, die jetzt relativ tief integriert ist mit Claude, obwohl die Modelle ja ganz gut austauschbar sind, aber je nachdem, wie du es gebaut hast, aber Prinzipiell wegen 60 Tage keine Rechnung zahlen, änderst du nicht dein Modell, wenn du happy bist. Sagen wir mal so, es macht das Testen einfacher, wobei du kriegst es ja nur, wenn du wechselst. Wie soll das überhaupt gehen? If you want to try switching over to... Das ist komisch formuliert. Also es müsste natürlich so laufen, dass du... auch wenn du nicht wechselst, also dass der Test quasi kostenlos ist. Wenn es nur, wenn du wechselst, ist, dann würde ich es ja nicht machen, wenn ich dann doch bezahlen muss, warum soll ich ein zweites Modell bezahlen, wenn ich es doch bezahlen muss am Ende, wenn ich es nicht nutze. Also, wie auch immer, auf jeden Fall. Ist das natürlich eine Strategie, die das bessere Tool in der Regel nicht, also das ist der Gegenteil von Product-Led-Growth, könnte man sagen. Gute Produkte, so wie Cloud-Code, verbreiten sich, glaube ich, relativ automatisch. Oder Open-Cloud könnte man noch verwenden als gutes Beispiel, das viral wie Waldbrand sich verbreitet hat. Und das Open-AI jetzt quasi sein Tool for free ausgeben muss und damit natürlich brutal subventionieren, also überleben. Ich nehme nur mal an, da wird es irgendwelche Limits geben, aber stell dir mal vor, du nimmst das und ballerst wirklich einfach massiv Tokens durch. Also vor allen Dingen, ich würde doch mal jetzt mein eigenes Modell darauf trainieren. Also ich nehme mir Codex, sage okay, zwei Monate kostenlose API, jetzt distilliere ich mir erstmal mein eigenes Modell. Das werden sie natürlich alles versuchen zu unterbinden. Aber es ist auch so ein Verzweiflungs-Move. Ich meine, OpenAI muss irgendwas machen. Im B2B-Markt sehen Sie, es gibt die neuen RAMP-Daten, also die ich genutzt habe, um den B2B-Markt zu zeigen in der Präsentation. Und inzwischen hat Entropic OpenAI tatsächlich überholt. Also man sah ja die Trajektorie, dass die deutlich schneller wachsen und OpenAI stagniert, aber inzwischen haben sie OpenAI überholt, OpenAI stagniert oder sinkt weiter. Und Entropic gewinnt weiter Marktanteile im B2B-Markt. Das heißt, klar muss OpenAI irgendwas versuchen, aber es jetzt 60 Tage kostenlos rausgeben, damit beweist sie ja nichts. Das ist auch der Hauptgrund gegen kostenlose Piloten. Es gibt immer so Software oder Marketplaces, wo es schlau klingt, die Leute kostenlos reinzulassen. Aber diese Friktion wächst, also Zahlung ist natürlich eine Friktion und die wegzulassen kann dazu ganz andere Probleme führen. Zum Beispiel, dass die Leute, die es nutzen, sich nicht damit beschäftigen. Also wenn ich was umsonst bekomme, warum soll ich es nutzen? Du sagst erstmal ja, nehme ich, dann nutzt du es vielleicht für alles, was sonst zu teuer wäre, aber du baust es nicht richtig ein. Du nimmst es nur so als Überlauf. Oder bei einem Marktplatz hat man oft das Problem, dass wenn du es kostenlos anbietest, dann machen die Leute ihre Angebote nicht hübsch. Also sie hauen Scheiß. Wenn es umsonst ist, kann ich schlechte Bilder nehmen, schlechte Beschreibungen. Ich müll den Marktplatz. Du kennst das ja, du hast ja selber was ähnliches gemacht. Das heißt, du musst einen Preis und Friktion machen, damit die Leute es wertschätzen. Und Codex kostenlos rauszugeben, wie gesagt, ich habe jetzt auch keine bessere Idee, wie man Codex in den Markt bringen kann. Aber kostenlos bringt dir eine ganze Menge neuer Probleme, würde ich sagen. kriegst du gute Startup-Adoption. Ich glaube, das hat Google Cloud Plattform in der Vergangenheit ganz gut bewiesen. Die haben jedem Startup, was nicht bei drei auf den Bäumen war, irgendwie 100.000 in GCP-Credits gegeben. Ich paraphrasiere mal, die haben natürlich eine viel sophistiziertere Vertriebsstrategie gehabt. Aber du konntest als Startup, glaube ich, in der Google Cloud relativ günstig anfangen, sagen wir mal so. Und das kann Leute natürlich an die Plattform binden in dem Fall. Und das könnte ja auch funktionieren. Aber dass du ein Shopping-Kunden zum Switchen bringst. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage... das wird in dem Ramp-Graph in zwei Monaten nicht sichtbar sein, dass das erfolgreich war.
Wie denn, wenn die zwei Monate kostenlos sind?
Aber ja. Sehr gut. Hey, Glückler ist schlau. Stimmt, weil Ramp die echten Zahlungen misst, wäre es Was lustig wäre, wenn es dazu führt, sie formulieren es ja so, dass du wegwechseln musst. Noch interessanter wäre natürlich, wenn Bestandskunden das jetzt nutzen. Also ich wechsle zu so einem neuen Anbieter, der hier Modelle vergleicht, so ein Open Router oder was anderes, um das kostenlos zu testen. Eigentlich war ich aber vorher schon OpenAI-Kunde, aber ich suche mir irgendeinen Umweg, worüber ich jetzt als Neukunde wirken kann auf OpenAI. Ich glaube, das wird nicht gut altern, ehrlich gesagt, leider. Aber wie gesagt, es ist schwer. Am Ende müssen sie Codex besser machen. Codex ist nicht deutlich schlechter als Cloud Code, glaube ich. Also in den Benchmarks schließt das eh nicht ab. Ist so ein bisschen Geschmackssache alles. Aber Leute, die happy mit dem Produkt sind, wegzubewegen, ist nicht einfach.
Also es geht schon über Preis. Also ich glaube, diese ganze Token-Maxing, Token-Community, was auch immer, am Ende liegt es am Preis. Und Google Cloud ist das beste Beispiel. Die Leute waren alle bei AWS und sind dann mehr und mehr zu Google rüber, weil es einfach günstiger war.
Ja, aber das ist ein relativ reifer Markt. Also das mit dem Preis setzt sich später durch. Wenn die Services, also durch Container und so, ist Cloud ja inzwischen ganz gut austauschbar. Du kannst relativ gut migrieren, wenn du schlau aufgesetzt hast. Ich glaube, bei KI ist es noch nicht so weit, dass... Also am Ende nutzt du KI ja nicht, um Geld zu sparen oder je nachdem. Aber ich glaube, die meisten nutzen hauptsächlich, um Produktivität und Geschwindigkeit zu erhöhen. Und gemessen an dem Ziel sind die Kosten überschaubar, würde ich sagen. Teilweise gibt es Berichte, dass die so ausufernd sind, aber wenn du es vergleichst mit was vorher Entwickler gekostet haben oder wie viel Geschwindigkeit du inzwischen gewinnst, finde ich die Kosten erstmal nachrangig, ehrlich gesagt. Vielleicht ist es so wie im Hyperscaler-Markt, dass in vier Jahren man mal überlegt, ob man das mit dem chinesischen Modell nicht alles günstiger kann. Und es gibt natürlich Firmen, die es auch schon heute machen, aber ich glaube Preis ist nicht so ausschlaggebend, ehrlich gesagt.
Ich glaube, dass es viele Firmen jetzt schon machen. Also rüber switchen auf Open Source. Und, das erinnert mich so ein bisschen, vielleicht wird es bald so wie mit Netflix und so. Man ist mal einen Monat da, einen Monat da, guckt immer, wo ist gerade günstig, wo gibt es gerade gute Shows.
Ja, aber du willst ja auch, aber ich glaube, du willst, also du hast ja schon noch ein paar Switching-Costs und du willst es nicht, also und ich meine, die ultimative Product-Market-Fit-Frage ist ja immer, würdest du das Produkt vermissen, wenn es weg ist? Und ich glaube, Leute, die sich an Cloud-Code gewöhnt haben, würden es, also würden eher ihr Erstgeborenes weggeben, als ihre Cloud-Code-Lizenz. Ich spreche von niemandem Spezifischem.
Grüße gehen raus.
Und ich versuche das inzwischen auch so ein bisschen als Totschlagfrage zu verwenden. Wir hatten neulich wieder so eine angeregte Discord-Konversation, wo immer alle was lernen bei, glaube ich, also auch ich. Aber wenn Leute so versuchen, KI schlecht zu reden oder so meinen, dass so viele Sachen funktionieren nicht und AGI wird es eh niemals geben mit LLMs, was bestimmt stimmt, aber ich glaube ja, man braucht halt auch keine AGI. Die wichtige Frage ist doch, Also du musst dein Gegenüber stellen, du darfst ab heute keine KI mehr nutzen. Würde dich das stören oder nicht? Ich kann nur sagen, mich würde es extrem stören. Also wenn ich wieder mit googeln anfangen sollte, klar ist das möglich. Aber habe ich Bock da drauf? Ne. Und ich würde... Dann wird es jetzt keine KI mehr unter 500 Euro im Monat geben. Ich würde sofort 500 Euro im Monat dafür zahlen. Das ist für mich wert und für Leute, die es intensiv nutzen, ist das immer wert, glaube ich. Und wer irgendwie glaubt, man kann KI jetzt schlecht reden damit, ich meine jetzt nicht mal einen spezifischen, aber es gibt ja schon noch Leute, jetzt vielleicht gar nicht bei uns auf Discord, aber es gibt ja auch Leute, die wirklich sagen, das kann man zunächst benutzen, ist komplett overhyped und halluziniert nur rum und was weiß ich. Aber dann sag mir, dass du ab heute keine KI mehr nutzt, alles gecancelt hast und wieder zurück in die alte Welt gehst. Sorry, das glaube ich nicht, ehrlich gesagt. Und dann, wenn du das glaubst, dass sie bis heute so gut geworden ist, dass du nicht darauf verzichten willst, dann musst du auch mal den Weitblick an den Tag legen, dass du einigermaßen beginnst zu verstehen, was das in zwei Jahren heißt. Wenn du schaust, was in den letzten drei Jahren passiert ist und das so ein bisschen vorzeichnest und dann immer noch die drei Cases suchst, die nicht gut funktionieren mit KI, Naja.
Heißt das in drei Jahren auch, dass die ganzen alten Automobilkonzerne auf einmal wieder viel wert sind, weil sie ein neues Produkt gefunden haben?
Ja, also in Deutschland bauen die Automobilkonzerne ja in Zukunft Haubitzen. In den USA macht man jetzt aus Autobatterien Datacenter-Batterien. Also die Financial Times schreibt, dass Ford seinem Aktienkurs Gutes getan hat, als sie bekannt gegeben haben, dass die Batteriekapazität, die sie aufgebaut haben, jetzt statt für Autos, weil die will offensichtlich keiner haben, im aktuellen Amerika, werden sie Speicherlösungen für Datacenter bauen. Also damit die nicht mehr ganz so viel Erdgas nutzen müssen, sondern vielleicht dann doch mit erneuerbaren Energien in Verbindung mit Speichern arbeiten können, wird Ford in Zukunft Batterielösungen bauen und der Markt, der der ultimative Richter ist, fand es erstmal sehr gut und glaubt an die Strategie.
Nächstes Quartal wird announced, dass sie noch so Turbinen bauen, dass sie auch noch irgendwie Strom generieren können.
Also die hässliche Wahrheit ist, was glaubt Ford, wie kompetitiv sie im Markt um Batterien sind, die hauptsächlich an Rohstoffen, seltenen Erden, billiger Produktionskapazität hängen. Also wenn du glaubst, du kannst das auch nur 20% teurer herstellen als Kettle, das wäre schon erfolgreich. I doubt it. Naja, aber der Markt findet es erstmal gut, also auf jeden Fall gibt es Nachfrage dafür und irgendwie wird man es schon schaffen, dass man das heimisch kauft. Also im Zweifel setzt man, oder es sind ja eh 25% Zölle auf China, glaube ich, das heißt, aber selbst die 25% holt man nicht raus. Aber man könnte ja 50% Zölle auf chinesische Batterien machen und dann wäre Ford vielleicht irgendwann kompetitiv. Wir bleiben noch kurz bei Datacentern. Also Gallup hat eine Umfrage gemacht, ein Meinungsforschungsinstitut, und inzwischen ist es so, dass sieben von zehn Amerikanern kein Datacenter in ihrem Distrikt haben möchte. Also das habe ich so ein bisschen überskippt im Vortrag, aus Zeitgründen, auch weil Scott Galloway schon darüber gesprochen hat. Aber es ist so, dass ich glaube 40 bis 50 Prozent der Datacenter, die man angekündigt hat, sind gerade verzögert oder im Stillstand begriffen, weil, also hauptsächlich entweder weil es Wenn Permits fehlen, also die Bauerlaubnis fehlt und wenn die fehlt, dann liegt das hauptsächlich an lokalen Interessengruppen und Protestgruppen, die sich dagegen richten. Also sogenannte NIMBY-Movements. NIMBY steht für Not in my Backyard. Das sind Leute, die sagen, Windräder sehr gerne, aber nicht vor meinem Haus. Sollen die halt woanders stehen. Und das gleiche sieht man eigentlich bei Datacenter, weil fairerweise muss man sagen, für die Kommunen, in denen Datacenter gebaut werden, ist es nicht besonders sinnvoll. Die Datacenter zahlen nicht viel Steuern, sie schaffen nicht viel Arbeitsplätze. Da arbeiten so, hier Scott Galloway hat es ganz cool gesagt, dass irgendwie in einem Chipotle oder Applebee's arbeiten mehr Leute als in einem Datacenter. Also in einem relativ kleinen Fastfood-Restaurant schafft mehr Arbeitsplätze als Datacenter. Wenn auch nicht so gut verdienen, da hätte man fairerweise dazu sagen müssen. Und gleichzeitig macht es aber Luft, Lärmverschmutzung, raubt der Kommune Grundwasser, erhöht die Energiepreise eventuell. Das kann man natürlich auch alles noch mitigieren, aber... der Widerstand gegen Datacenter in den USA wächst. Und das wiederum ist natürlich so ein bisschen der ultimative Bullcase für SpaceX. Also, Datacenter im All... werden glaube ich nicht kompetitiv werden, weil sie so günstig werden wie auf der Erde, sondern weil es auf der Erde zunehmend unmöglich werden wird, Baugrund und Energie zu finden. Also erstmal musst du eine Kommune finden, wo du bauen darfst und wo die Bürger nicht sofort die Mistgabeln rausholen und dann brauchst du noch Strom. Und das wird, glaube ich, zunehmend schwerer, zumindest auf US-Boden. Und dann könntest du sagen, dass Datacenter irgendwann nicht mehr 50 Milliarden pro Gigawatt oder was ist gerade so die, ich glaube, so ist die Hausnummer, brauchen, sondern dass sie halt doppelt so teuer werden. Je teurer sie auf der Erde werden, desto relativ günstiger werden sie natürlich auf einmal im Weltall. Und das könnte das ganze Bild so ein bisschen verändern. 15 Milliarden stimmt, glaube ich, nicht. Ich muss mal kurz recherchieren. Ich glaube, es ist niedriger Kosten. Ich frage mal hier den Praktikanten kurz. Ah, doch. 35 Milliarden mit allem drum und dran 15 Milliarden. Na gut. Gut, dass wir das gefälschte Effektcheck haben, aber es war richtig. Können wir so stehen lassen. So, und wo wir gerade von Chips gesprochen haben, oder von Datacentern, der Cerebras IPO. Ist an meinem Geburtstag, am 14. Mai, über die Runden gegangen. Leider war mir das Geschenk nicht vergonnt. Ich hatte versucht, Secondaries von Cerebras zu kaufen vor einiger Zeit. Das war ausgerechnet einer der Deals, die nicht geklackt haben und funktioniert haben, was mich sehr traurig stimmt, weil ich eigentlich, ich glaube, vor drei Jahren habe ich in meinem OMR-Vortrag davon erzählt, von diesen Pizza-Wafern, wo man den ganzen Chip auf einen ganzen Wafer, wo man ganz viele... Schippkerne auf einen riesen Wafer baut. Das klang ganz interessant. Und jetzt ist Cerebras ohne mich an die Börse gegangen. Quel dommage. Und hat eine 70 Milliarden Bewertung erreicht. Am IPO-Tag zwischenzeitlich über 100% im Plus. Am Ende des Tages noch 68%. Im Plus, ich würde sagen, nicht totally mispriced, aber schon, ja, zeigt so ein bisschen, wie wild die Leute auf KI-Plays an der Börse sind. Cerebras ist damit mit 70 Milliarden bewertet. Jetzt schätze mal, wie viel Umsatz sie machen, 2025, letztes Jahr.
Das weiß ich nicht. Ich kann mich aber erinnern, dass sie irgendwie 85% Middle East Umsatz gemacht haben.
Genau, das war mal ein Problem, dass sie sehr abhängig von Open Air und Middle East waren. Das hat man inzwischen so ein bisschen gelöst. Also sie haben ein breiteres Kundenportfolio im Vorfeld des Börsengangs gefunden. Und letztes Jahr sollen sie 500 Millionen Umsatz gemacht haben. Das heißt, es werden auf 2025er Basis ungefähr eine 140-fache Umsatzbewertung. Bei einem Business, wo ich mal sagen würde, das hat wahrscheinlich am Ende keine 80% Rohmarge oder auch keine 30% Profitmarge im Stable-State. Obwohl sie haben ja proprietäre Technologie, könnte man noch argumentieren. Aber ich finde schon sehr lofty, ehrlich gesagt. Die wachsen hoch zweistellig, nicht dreistellig, aber hoch zweistellig. Ich glaube zu 60, 70 Prozent gewachsen letztes Jahr. Aber sehr frosty, sehr bubbly das IPO. Hätte ich Shares, würde ich sie, glaube ich, so bald wie möglich verkaufen. Also ich glaube an die 70 Milliarden Bewertung nicht, was nicht heißt, dass die weiter steigen kann. Aber im Vergleich zum Umsatz von EBIT gar nicht zu reden. Sie verlieren natürlich über 100 Millionen noch letztes Jahr. Ja, also es werden spannende Zeiten, aber es ist wie in jeder Blase. Leute unterschätzen vor allen Dingen, wie viel Geld man verdienen kann, wenn man, also wahrscheinlich reden wir seit vier Jahren darüber, dass Nvidia total overpriced ist. Hätte man investiert, hätte man aber sein Geld nochmal gut verzehnfachen können. In der Zeit nehme ich an. Und ich würde jetzt gleichzeitig nicht ausschließen, dass Cerebras noch über 100 Milliarden geht. Trotzdem kann ich ja sagen, dass ich die Bewertung nicht ganz gerechtfertigt finde, zumindest auf Stand meiner jetzigen Informationen, aber ich habe auch meine Lesebrille nicht dabei, muss man sagen. Deswegen nur ganz kurz zu den Klarna-Earnings. Die sind gut angekommen. Die Aktie hat 20% zugelegt. Das liegt unter anderem daran, dass man das Umsatzwachstum nochmal beschleunigen konnte. Das GMV über die Plattform ist nur um 33% gestiegen. Das Revenue aber um 44 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass Klana inzwischen auch größere Konsumentenkredite anbietet. Also man macht nicht mehr nur diese kleinen E-Commerce-Geschäfte, sondern mal ein mittelgroßes Auto finanzieren oder neue Wohnzimmereinrichtungen. Auch das ist inzwischen bei Klana möglich.
Moment, also Lambo geht jetzt?
Ob es für den Lambo reicht, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall kann man größere Kredite inzwischen bei Klarna einlösen. Kosten, wie gesagt, plus 44%. Servicing-Kosten sind ein bisschen schneller hochgegangen. Die Credit-Losses Also man macht sich weniger Sorgen oder hat weniger Geld zurückgelegt für mögliche Zahlungsausfälle. Also man glaubt offenbar, man bietet das natürlich hauptsächlich Kunden an, die man prinzipiell für solvent hält, also die regelmäßig zurückgezahlt haben in der Vergangenheit. Trotzdem ist es natürlich irgendwie der Consumer Debt Industrial Complex, über den wir sprechen, dass Leute sich noch mehr verschulden. Und das geht spätestens, wenn irgendwann mal vielleicht Jobs wegfallen durch KI, dann höchstwahrscheinlich doch schief. Aber durchaus gute Ergebnisse. Unterm Strich Operating Result ist wieder positiv. Letztes Jahr hat man im Q1 22 Millionen verloren. Jetzt macht man 17%. Plus auch unterm Strich Net Profit bleiben noch 5 Millionen übrig, also man ist wieder profitabel geworden. Man hat die Take Rate deutlich erhöht, wobei das liegt daran, dass es nicht mehr am GMV hängt, also die Take Rate macht nicht mehr so viel Sinn, weil... Ein Consumer Credit, wo die Transaktion gar nicht über Klammer geht, würde dann die Take Rate im Vergleich zum GMV verfälschen. Deswegen ist die Take Rate jetzt leider nicht mehr so aussagefähig wie früher. Aber würde man es mit dem Umsatz vergleichen, liegt es gut. Man hat viele neue Merchants hinzugewonnen wieder, 50% mehr Merchants als letztes Jahr immer noch. Das liegt aber glaube ich auch viel an so Partnern wie Shopify und so, die tausende von Merchants mitbringen können und die Merchant-Basis auch stellen. Erwachsen, man hat 20% mehr Nutzer, das muss man auch sehen, aus 20% mehr Nutzern hört man 44% mehr Umsatz raus, also die Wahrheit ist schon, Menschen verschulden sich. Noch mehr. Aber Klarna verdient damit nicht viel Geld, aber sie verdienen Geld und wachsen vor allen Dingen schnell. 44% ist natürlich für eine Firma, die jetzt doch nicht mehr ganz jung ist, eine ganz attraktive Wachstumsrate.
Glaubst du, dass die mehr und mehr zur Bank werden? Ich habe mich gerade gefragt, die sind wahrscheinlich in 5 Jahren wie eine stinknormale Bank.
Ja, du kannst ja schon, du hast eine Kreditkarte schon. Also wenn du einmal den regulatorischen Aufwand betreibst, den Kleiner sowieso betreiben musst, dann ist jetzt eine Banklizenz zu bekommen jetzt auch nicht. Und eine Kreditkarte anzubieten ist sowieso quasi commoditized. Du hast schon sehr gute finanzielle Profile deiner Kunden. Du weißt, wer zahlt, wer nicht. Mit den Profilen der historischen Kunden kannst du wiederum neue Kunden sehr gut einschätzen. Also je mehr Daten du hast, also du weißt, Leute, die irgendwie in... was weiß ich, die in Bamberg wohnen, zahlen ihre Kredite besser zurück als die in Winterhude und du hast das halt sehr skalierbar, hast viele andere Merkmale. Das hilft dir schon, glaube ich, besser zu werden und immer mehr Bankdienstleistungen auch anzubieten. Du baust ja einen super effizienten Banking-Stack am Ende, technologisch gesehen, und dann fast alle Banking-Dienstleistungen anzubieten, also von Geldwechsel über Kreditkarte über Savings-Accounts über Gehaltseingangskonto. Du willst das natürlich alles machen, weil der Kunde hat nur so und so viel Budget, also der Konsument, Konsumentin hat nur so und so viel Budget für Banking. Und wenn der außerdem noch bei Revolut-Kunden ist, ist das halt Geld, was du nicht verdienst. Dann Leute zum Wechseln zu bringen und alles in eine Bank reinzuziehen, was für die meisten Kunden ja schon Vorteile hat aus Bequemlichkeit, macht glaube ich Sinn. Deswegen glaube ich, dass alle Anbieter ein relativ komplettes Banking-Portfolio am Ende haben werden. Ist im Bankenmarkt ja auch so.
Und zum Schluss, Figma, kommt Figma auch in deinen SaaS-Schnäppchen-Jagd-Corner?
Quicken hat auf jeden Fall gute Ergebnisse. Ich packe das mal rüber in die nächste Episode, vielleicht schauen wir uns das mal genauer an. Ist auf jeden Fall eine Aktie, die sehr verprügelt wurde nach dem Börsengang. Erstmal auch zu Recht, waren viel zu hoch bewertet. Jetzt kann man sich aber irgendwann fragen, ob sie vielleicht zu weit runterverkauft wurden. Die neuen Zahlen waren auf jeden Fall so gut, dass sie paradoxerweise eher als KI-Profiteur dastehen. Viele Leute in Paid-Accounts hoch verkaufen konnten. Und der Umsatz ganz nett gewachsen ist. Genau, also ist glaube ich so auch zweistellig hochgegangen nach den Zahlen. Also wie gesagt, ich glaube die SaaS-Apokalypse hat zu weit gegriffen. Vielleicht nicht bei allen Firmen. Also wenn du vorher schon schlecht aufgestellt warst, dann geht es dir bestimmt nicht besser durch KI. Aber ich glaube, wir werden viele Softwarefirmen sehen, die mit KI am Ende besser laufen und nicht schlechter. Hauptsächlich, weil es einfach nicht möglich ist, die meisten Sachen mit KI zu ersetzen. Du kannst sie günstiger nachbauen, ja, aber KI ist nicht so gut und zuverlässig, dass du eine gut funktionierende Software damit ersetzen kannst. Heutzutage ist das natürlich auch vollkommen klar. Deswegen glaube ich eigentlich nicht an die Saskalypse und das ist, glaube ich, eigentlich eine große Opportunity.
Wenn der Markt so viel Angst hat und du zumindest eine Hypothese hast, dass es nicht ganz so wild kommen könnte und dass, wenn es eine Disruption gibt, die relativ langsam vorangeht, Und wenn es irgendwie schlecht läuft, dann kommt Nvidia und sieht zu, dass alle noch am Leben sind.
Ja, das ist der Abschluss unserer Episode heute. Man kann selber einordnen, ob das gute News, Bubble News sind oder sogar vielleicht in die Schmuddelecke gehört. Reuters berichtet, dass der Nvidia-CEO Jensen Wang über seine Stiftung, seine private Stiftung, 108 Millionen an Computing-Budget an Charities, also an Forschungsinstitutionen und so verschenkt hat. Also die Stiftung hat bei CoreWeave, an der er beteiligt ist, quasi für 108 Millionen Rechenpower eingekauft, um die dann karitativen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Also Barmherzigkeit ist per se natürlich immer erstmal eine gute Sache und dass sich der Karitativ so viel Geld wie Jensen Wagon inzwischen hat, dass sich der Karitativ beschäftigt, kann man erstmal nur gut heißen. In dem Fall muss man aber natürlich schon darauf hinweisen, dass A, Compute ist ja angeblich so knapp, dass es jetzt wirklich nicht noch Charities braucht, die die wegkaufen vom Markt und sie verkaufen. anderen Zwecken zur Verfügung stellen. Und das andere ist, dass wenn man jetzt mal so eine Milchmenschenrechnung aufstellen würde, gehen wir mal davon aus, dass CoreWeave diese 108 Millionen, die er überweisen wird, wieder in Nvidia Ships investiert, dann wissen wir, dass es ungefähr mit dem 30-fachen des Umsatzes bewertet, je nach Marktlage. Das wären dann 3 Milliarden an Nvidia-Bewertungen, die er mit dieser Spende geschaffen hat. Und jetzt muss man außerdem wissen, dass Jensen Wang natürlich noch 3% an Nvidia gehören. Das heißt, ein Dreißigstel wiederum würde er davon als Anstieg seines eigenen Reichtums bekommen, was zufälligerweise genau wieder 100 Milliarden ist. Genau, wieder 100 Millionen werden. Also Nvidia wird mit dem 30-fachen des Umsatzes bewertet. Ihm gehören 3% an Nvidia. Das heißt, jeden Euro, den er jemandem gibt, der ihn dann bei Nvidia ausgeben würde, das wissen wir jetzt nicht, ob Corby das 1 zu 1 bei Nvidia ausgibt, aber ein Großteil wird sicherlich in Chips landen am Ende. Ist quasi ein Dollar, den er nicht verliert. Ist so ein Infinite-Money-Glitch, könnte man sagen. Und was er außerdem natürlich noch bekommt, ist die Gutschrift, die Steuerquittung, dass er nämlich Steuern spart. Dadurch, dass es natürlich ein karitativer Zweck ist, kriegt er seine Einkommenssteuer mal 100 Millionen, weil seine Einkommenssteuer saß mal 100 Millionen, wenn du so möchtest, noch als Gutschrift dazu und spart Steuern. Insofern ist es wirklich ein Infinite-Money-Glitch, selbst wenn nicht 100% des Geldes in den BHS-Chips landen am Ende. So ein Setup muss ich mir auch mal irgendwie zusammenbauen, dass ich Geld spenden kann und mehr am Ende zurückbekomme über Umwege.
Genau, wer da Ideen hat, bitte an podcast.doppelgänger.io. Wir wünschen euch ein schönes Wochenende.
Bis Mittwoch. Ciao, ciao.
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